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Gleis Eins 25 Ausgabe 2021

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TITELT

HEMA

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Aktuelle Informationen von Ihren Fachärzten

GLEIS EINS ZENTRUM FÜR AMBULANTE MEDIZIN | ASCHAFFENBURG

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GLEIS EINS

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01 (GLEIS EINS, S. 34/35) Gemeinschaftspraxis Prof. Dres. Kreusser, Hechler & Kollegen Prof. Dr. Dr. Bernd Kreusser Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Spezialist für Implantologie Dr. Joachim Kreusser Fachzahnarzt für Oralchirurgie Spezialist für Implantologie und Ästhetische Zahnheilkunde Dr. Manfred Hechler Facharzt für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie Plastische Operationen Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Dr. Sabine Hechler Zahnärztin Tätigkeitsschwerpunkt Ästhetische Zahnheilkunde Dr. Florian Kreusser Zahnarzt Belegärzte in der Hofgartenklinik und im Klinikum Aschaffenburg Friedrichstraße 19 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/35 35 0 Telefax 0 60 21/35 35 35 www.kreusser-hechler.de

05 (GLEIS EINS, S. 30/31) Dr. med. Patrick Sawaya Facharzt für Urologie Ludwigstraße 4 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/133 55 Telefax 0 60 21/2190 01 www.dr-sawaya.de

02 (GLEIS EINS, S. 42/43) Prof. Dr. Stephan Schmitz und Kollegen BAG Radiologie und Nuklearmedizin Frohsinnstraße 20 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/15 07 90 Privathotline 0 60 21/150 79 99 www.radiologie-ab.de

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Im Herbst haben wir von Gleis Eins der Corona-Pandemie ein ganzes Heft gewidmet. Ein halbes Jahr später beschäftigt uns Corona immer noch – wie leider nicht anders zu erwarten. Im Fokus des aktuellen Hefts steht ganz bewusst die Zielgruppe, die von einer Covid-19-Erkrankung mehr gefährdet ist als andere: Senioren. Dank der Fortschritte der modernen Medizin ist die durchschnittliche Lebenserwartung höher denn je. Damit treten aber auch alterstypische Leiden und Gebrechen immer mehr in den Vordergrund und werden volkswirtschaftlich und gesundheitspolitisch relevant. Im Alter tritt das Ziel der Heilung von Krankheiten um jeden Preis oft in den Hintergrund zugunsten eines Erhalts von Lebensqualität und Autonomie. Daher beleuchten wir in unserer Titelgeschichte, wie es um die seelische Gesundheit älterer Menschen steht. Dazu gab es eine Reihe interessanter Studien. Die gute Nachricht: Viele ältere Menschen stecken die Belastungen, unter denen wir in Folge der Pandemie alle leiden, wesentlich besser weg als erwartet. Andererseits werden oft aus Angst, sich in Kliniken oder überfüllten Praxen mit COVID-19 anzustecken, wichtige und gefährliche Krankheitsbilder nicht rechtzeitig behandelt. Dies gilt insbesondere für den Schlaganfall, bei dem die umgehende spezialisierte Klinikbehandlung über Leben und Tod oder bleibende Behinderung entscheidet. Diesem ist daher ein weiterer Bericht gewidmet. Zur Vermeidung einer besonders im Alter gefährlichen Coronainfektion hilft nur die Impfung. Glücklicherweise scheint die Impfbereitschaft bei den Senioren erfreulich hoch. Wir Ärzte weisen deshalb an verschiedenen Stellen in der aktuellen Ausgabe auf die Wichtigkeit und Sicherheit einer Impfung hin. Lassen Sie sich bitte durch Falschmeldungen oder lange Wartezeiten nicht verunsichern. Bleiben Sie gesund, schützen Sie sich und andere, wie es geboten ist, damit wir gemeinsam zum Sommer den Durchbruch in der Bekämpfung der Pandemie schaffen. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen der neuen Ausgabe von Gleis Eins. Ihr Dr. med. Jochen C. Ulzheimer Facharzt für Neurologie (Praxisporträt Seite 16 – 17)

Inhalt Titelthema Senioren: Optimistisch in die Zukunft

EDITORIAL UND INHALT

Liebe GLEIS EINSLeserinnen und -Leser,

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Gesundheitsvorsorge Ihr ganz persönlicher Gesundheits-Check-up!

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Medizinische Einrichtungen Augenoptik & Hörakustik Weil der Ton die Musik macht.

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Neurologie Schlaganfall – Behandlung und Prävention

16-17

Sprachtherapie NEWS – Sprache und Kognition

18-19

Innere Medizin Gesundheit braucht Kompetenz und Vertrauen.

20-21

Apotheke Unerwünschte Wirkungen im Blick

22-23

Augenklinik Früherkennung ist das A und O

24-25

Frauenärzte Sicherer Schutz gegen Covid-19

26-27

Kieferorthopädie Für gerade Zähne ist es nie zu spät

28-29

Urologie Die Harnleiterabgangsstenose

30-31

Sprachtherapie Neurologie mit Weitblick und menschlicher Nähe

32-33

Zahnärzte Mundhygiene stärkt das Immunsystem

34-35

Physiotherapie/Fitness/ Kosmetik & Fußpflege Krafttraining im Seniorenalter

36-37

Gastroenterologie und Innere Medizin „Magen-Darm-Erkrankungen im Alter“ 38-39 Kardiologie und Innere Medizin Lebensstil beeinflusst Herzgesundheit 40-41 Radiologie und Nuklearmedizin Gelenke im Alter

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News & Intern Die neue Neuropraxis im Stadtpalais Aschaffenburg

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IMPRESSUM

Im Gespräch GLEIS EINS – Zentrum für Ambulante Medizin | Aschaffenburg Herausgeber: Die Produktion PrePrint GmbH & Co. KG · Alfred-Delp-Str. 38 · 63801 Kleinostheim Tel. 0 60 27/40 56 20 · sl@die-produktion.de (für die inhaltliche Richtigkeit der Anzeigen und medizinischen Beiträge in den Anzeigen sind die Vertragspartner und nicht der Herausgeber verantwortlich) Redaktion: Susanne von Mach · Strietwaldstr. 18 · 63801 Kleinostheim · Tel. 0 60 27/40 99 43 Fotonachweise: S. 4 Monkey Business, S. 10 Giordano Aita, S. 12 maestro, S. 14 Plson, S. 16 VanHope, S. 18 fabioberti.it, Michael Brown, SciePro, damato und Brian Jackson, S. 22 Gundolf Renze, S. 24 Pixel-Shot, S. 26 skd, S. 28 REDPIXEL, S. 30 Stuart Baynes, S. 34 Ulia Koltyrina, S. 36 pikselstock, S. 38 Khunatorn, S. 40 Jenny Sturm (alle Adobe Stock), Johannes Heeg, Petra Reith, DJäger, Dirk Nitschke, Susanne von Mach

„Mittlerweile sind unsere Patienten sehr versiert“

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Info Osteoporose und die konservative Therapie

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Überblick Hier finden Sie uns

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Druck: Kuthal Print GmbH & Co. KG · Johann-Dahlem-Str. 54 · 63814 Mainaschaff

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TITELTHEMA SENIOREN

Optimistisch in die Zukunft Erste Studien zeigen: Senioren meistern die Herausforderung der Corona-Krise überwiegend gut „Ach, wir haben schon ganz andere Sachen überstanden!“ Weltkrieg, Wirtschaftskrisen und nun eine weltweite Pandemie – wie Menschen die Corona-Krise erleben, hängt nicht zuletzt von ihrer individuellen Lebenserfahrung ab. Ältere legen nicht selten eine gewisse Grundgelassenheit an den Tag. Dass Senioren über 75 Jahre zur Hauptrisikogruppe gezählt werden, weil sie häufiger als Jüngere mit (chronischen) Erkrankungen oder einem schwächeren Immunsystem durchs Leben gehen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie sich stärker bedroht und belastet fühlen. Das zeigen erste Umfragen und Studien.

Wissenschaftler aus Deutschland haben im vergangenen Jahr mehrere Studien durchgeführt, in denen ältere Menschen – je nach Zuschnitt der Studie ab 65 oder 75 Jahre – zu ihrer persönlichen Lebenssituation befragt wurden. Mehrere Erhebungen zeigen übereinstimmend, dass zumindest bei Personen, die in einem Privathaushalt und nicht im Pflege- oder Seniorenheim leben, „die mentale und soziale Gesundheit im Vergleich zu Vor-Pandemie-Zeiten weitgehend unverändert geblieben“ ist, schreiben Dr. Vincent Horn und Kornelia Schweppe, Professorin für Sozialpädagogik, vom Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Vorwort zu ihrer Studie. Sie haben Einschätzungen und Erfahrungen von Senioren jenseits der 75 Jahre während der Corona-Pandemie ermittelt, die Ergebnisse haben sie im Herbst veröffentlicht. Die Mainzer Forscher kommen zum Schluss, dass es „die“ Gruppe der Ü-75-er nicht gibt. „Insgesamt verdeutlichen die Daten, dass es Abstand zu nehmen gilt, die 75-Jährigen und Älteren als homogene Gruppe zu betrachten und sie – nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht – als besonders vulnerable Gruppe im Rahmen der Corona-Pandemie anzusehen“, schreiben die Wissenschaftler. „Tatsächlich zeigt sich, dass sie selbst zu wichtigen Unterstützungsakteur*innen werden können“, zum Beispiel bei der finanziellen Unterstützung innerhalb der Familie. Die Wissenschaftler hatten 500 Senioren telefonisch befragt. Die Ergebnisse aus Mainz zeigten demnach eine Reihe von Gemeinsamkeiten und Unterschieden bezüglich des Empfindens, Erlebens und Verhaltens älterer Menschen in der Corona-

Pandemie. „Hohe Übereinstimmungen zeigen sich insbesondere im Hinblick auf das Einhalten der empfohlenen und verordneten Hygienemaßnahmen und bei der Zustimmung zum politischen Krisenmanagement. Einen negativen Einfluss der CoronaPandemie auf ihren Gesundheitszustand schließt ebenfalls die große Mehrheit der Befragten aus. Darüber hinaus hat die Corona-Pandemie nur bei einem sehr geringen Anteil neue Unterstützungsbedarfe ausgelöst.“ Hierzu passe, dass sich die Unterstützungsstrukturen der älteren Menschen als weitgehend stabil erwiesen hätten. Nur wenige gaben den Wissenschaftlern zufolge an, dass sie zuvor erhaltene Unterstützungsleistungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht weiter hätten erhalten können. Schließlich möchten die meisten der älteren Menschen nicht auf Treffen mit ihrer Familie verzichten. Die Befragten schränkten ihre Kontakte während des Lockdowns überwiegend ein. Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben aber zugleich an, dass sie sich selbst keine großen oder sehr großen Sorgen machten, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. Lediglich 14,6% der Befragten nannten dies als wichtigste Sorge. Der Großteil (71,8%) stimmt allerdings der Aussage zu, dass eine Erkrankung an Covid-19 im höheren Alter gefährlicher sei als im jüngeren Alter. „Die Einhaltung der Hygieneregeln und das Befolgen der Schutzmaßnahmen in der Gesamtbevölkerung sind somit gerade aus der Sicht älterer Menschen von großer Relevanz. Dies zeigt sich darin, dass über ein Viertel sich persönlich am meisten darum sorgt, dass diese Regeln und Maßnahmen von den Menschen missachtet werden könnten“, folgern die Wissenschaftler.

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TITELTHEMA SENIOREN

…und das meinen die Fachärzte! Priv.-Doz. Dr. med. Hardi Lührs Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologe www.gastro-ab.de Tel. 0 60 21/44 47 80

Auch in der Pandemie ist der Arztbesuch wichtig! Wenn alte Patienten Beschwerden im Magen-Darm-Trakt haben, muss man daran denken, dass es neben den klassischen gastrointestinalen Erkrankungen auch einige typische Krankheiten und Tumore der Verdauungsorgane gibt, die gehäuft im Alter auftreten. Dazu zählen z. B. eine spezielle Form der Magenschleimhautentzündung, Durchblutungsstörungen des Darmes und das so genannte Zenker Divertikel im Bereich des Rachens. Es muss zudem berücksichtigt werden, dass typische Erkrankungen des Verdauungstraktes bei älteren Patienten oft symptomarm verlaufen. Das führt zu einer verzögerten Diagnostik, was eine erhöhte Rate an Komplikationen und eine vermehrte Sterblichkeit zur Folge hat. Gerade jetzt in der CoronaPandemie ist es wichtig, dass auch alte Patienten mit Beschwerden den Gang zum Arzt nicht scheuen! Verschiedene Alterskrankheiten anderer Organe können sich auf die Funktion des Verdauungsapparates auswirken und müssen bei der Diagnostik bedacht werden. In der täglichen Praxis stellen gastrointestinale Nebenwirkungen von zahlreichen Medikamenten ein großes Problem dar, die von organisch bedingten Symptomen unterschieden werden müssen.

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TITELTHEMA SENIOREN

TITELTHEMA SENIOREN

…und das meinen die Fachärzte! Dr. med. Andreas Görz Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

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Lassen Sie sich bitte impfen! Die Senioren, die zu uns in die Praxis kommen, sind zum Teil sehr beunruhigt wegen der Corona-Pandemie. Das Gefühl des Kontrollverlusts macht manchen Patienten schwer zu schaffen. Ich habe auch den Eindruck, dass viele Patienten derzeit einen höheren Blutdruck haben als üblich. Ich versuche die Patienten positiv aufzubauen, sie zu bestärken und zu ermutigen. Leider weiß niemand, wie lange wir noch mit den Einschränkungen, den Kontaktbeschränkungen leben müssen. Familie, Freunde und Bekannte nicht sehen zu dürfen, ist für viele Patienten alles andere als leicht. Die Impfung ist unser Ausweg aus der Pandemie, doch auch sie sorgt für Missstimmung, hören wir immer wieder. Die Impfbereitschaft unter unseren Patienten ist wirklich hoch, gerade chronisch erkrankte, multimorbide Patienten wissen, dass die Impfung ihr einziger echter Schutz vor einer Erkrankung mit SARS-CoV-2 ist. Dass trotz breit angelegter Kampagnen und öffentlicher Appelle seitens der Politik, sich impfen zu lassen, die konkreten Möglichkeiten vor Ort einfach nicht gegeben sind, ist für viele unserer Patienten sehr frustrierend. Registrierung und Terminvergabe sind eine Hürde, die erst einmal gemeistert werden muss. Ungeachtet aller logistischen Probleme empfehle ich die Impfung jedem trotzdem so schnell wie möglich. Bis dahin rate ich zumindest regelmäßig spazieren zu gehen und – wenn möglich – aufs Ergometer zu steigen, um trotz Ausgangs- und Kontaktbeschränkung in Bewegung zu bleiben. Das ist für die Herzgesundheit und die seelische Gesundheit wirklich wichtig! Erste psychologische Studien zeigen zwar, dass die meisten Senioren psychisch stabil und gesund durch diese Pandemie kommen. Doch wenn sich von 100 Patienten zehn Prozent belastet fühlen, dann sind das schon zehn Menschen. Egal wie groß oder klein die Prozentzahl derjenigen auch sein mag, denen es in der Pandemie schlechter geht als vorher: Hinter dieser Zahl stehen Menschen und Schicksale, die uns jeden Tag im Praxisalltag begegnen und die unserer besonderen Fürsorge bedürfen. Und das gilt nicht nur für uns Ärzte, sondern für jeden von uns, als Mitmensch.

Dr. Gerhard Klausmann Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Diabetologe DDG www.klausmann.de Tel. 0 60 21/34 27-0

Senioren stellen eine vulnerable Gruppe dar! Vor Corona wurden die Senioren in den Medien häufig als sehr aktive Gruppe dargestellt, die nach Beendigung ihres Arbeitslebens noch eine immer länger werdende Zeitspanne vor sich haben, die sie ausgiebig genießen können. Und manchmal konnte man den Anschein haben, das Leben geht so richtig erst als Senior los. Die Corona-Pandemie hat uns schmerzlich in Erinnerung gerufen, dass Senioren mit zunehmendem Alter eben doch eine sehr vulnerable Gruppe darstellen. Die Medienberichte von Kontaktbeschränkungen auf das mindeste, sowohl bei den Senioren die noch zu Hause leben als auch bei denen, die in einem Alten- oder Pflegeheim ihren Lebensabend verbringen, korreliert so gar nicht mit den Werbebroschüren der aktiven Senioren, die sozusagen noch voll im Leben stehen. Die Corona-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, dass mit zunehmendem Alter die Vulnerabilität zunimmt und dass der Mensch, der am Ende seiner Lebensspanne steht, des besonderen Schutzes bedarf. Aber nicht nur eines besonderen Schutzes, sondern auch einer besonderen Zuwendung. Dies wird die Zukunft noch zeigen, dass die Kontaktbeschränkungen gerade in dieser Personengruppe besonders schädlich sind.

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Auch eine repräsentative Studie der Universität Leipzig mit über 1.000 Studienteilnehmern zwischen 65 und 94 Jahren belegt, dass Angehörige dieser Altersgruppe die Maßnahmen des Gesundheitsschutzes in sehr hohem Maße unterstützen. Anders als von den Wissenschaftlern eingangs vermutet, erwiesen sich auch bei dieser Erhebung die Senioren in Deutschland im Corona-Lockdown als mehrheitlich psychisch stabil. Für diese Studie erhoben Wissenschaftlerinnen vom Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) eine Momentaufnahme der psychischen Gesundheit von Senioren direkt im Lockdown. Die Wissenschaftlerinnen befragten im April 2020 insgesamt 1.005 Männer und Frauen im Alter von 65 bis 94 Jahren zu ihren persönlichen Einstellungen zur Pandemie und zu den Maßnahmen des Gesundheitsschutzes sowie zu ihrer psychosozialen Gesundheit. Die Ergebnisse dieser repräsentativen Stichprobe in Bezug auf Depressivität, Ängstlichkeit, Somatisierung und Einsamkeit unterschieden sich nicht von den Resultaten, die man für die deutsche Allgemeinbevölkerung aus Vor-Pandemie-Zeiten kennt. Die soziale Unterstützung hingegen wurde insgesamt als besser empfunden. Dabei fühlten sich ältere Menschen, die zum Beispiel telefonisch oder virtuell in engem Austausch mit anderen Personen jenseits des eigenen Haushalts standen, besonders sozial unterstützt. Diejenigen, wo dies nur partiell der Fall war, wiesen mehr Stresssymptome auf. Ältere Menschen erwiesen sich demnach in Deutschland im Corona-Lockdown insgesamt gesehen als mehrheitlich psychisch stabil. „Allenfalls sehen wir leichte psychologische Effekte des zeitlich be-

grenzten Lockdowns in bestimmten Subgruppen, die gegebenenfalls mehr Schwierigkeiten mit der Anpassung an die neue Situation hatten“, sagt Studienkoordinatorin Dr. Susanne Röhr. „Wiederholte Erhebungen im Verlauf der Pandemie sind notwendig, um mögliche längerfristige Effekte aufzudecken.“ In der Mainzer Studie hatten fast ein Viertel der Befragten angegeben, sich während des ersten Lockdowns hin und wieder deprimiert gefühlt zu haben. „Die psychosoziale Gesundheit älterer Menschen in Deutschland erwies sich während des COVID-19-Lockdowns insgesamt überraschenderweise als wenig verändert“, resümiert Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller, Direktorin des ISAP der Medizinischen Fakultät, laut einer Pressemitteilung der Universität Leipzig. „Es wurde eine große Akzeptanz und auch Resilienz gegenüber der herausfordernden pandemischen Situation deutlich.“ Dr. Susanne Röhr ergänzt, „die älteren Menschen hätten Covid-19 keineswegs auf die leichte Schulter genommen. „Die Mehrheit war besorgt. 90 Prozent der Senioren waren allerdings mit den von der Regierung getroffenen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes einverstanden und unterstützten diese.“ Die überwiegende Mehrheit der Senioren in Deutschland schaut optimistisch in die Zukunft – trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Das ist ein Ergebnis des aktuellen „European Barometer – Senioren heute in Europa“. Für diese Umfrage wurden 8.000 Menschen in vier europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien) von

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Ende Juni bis Ende Juli 2020 befragt. Auftraggeber ist die 2013 von der Korian-Gruppe gegründete Korian Foundation. Die Studie wird alle zwei Jahre durchgeführt, 2020 bereits zum fünften Mal. Sie bietet vor allem einen Einblick in den Alltag von Senioren über 65 Jahre in Europa. Anders gestaltet sich das Bild bei älteren Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen, die besonders hart von den Maßnahmen während des Corona-Lockdowns betroffen waren. „Die zum Teil rigiden Regelungen bedeuteten für viele Bewohnerinnen und Bewohner massive Einschränkungen ihrer Persönlichkeitsrechte“, schreibt Prof. Dr. Mirko Sporket vom Fachbereich Sozialwesen der FH Münster in einer Veröffentlichung. Wie genau die Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen diese Lockdown-Zeit erlebt haben, hat der Hochschullehrer für Soziologie mit den Schwerpunkten Altern und

Demografie durch eine Online-Befragung von Pflegekräften in Sendenhorst untersucht. Als massivstes Problem nahmen die Bewohner demnach das Besuchsverbot wahr. „Die Stimmung unter den Seniorinnen und Senioren, die ihre Angehörigen nicht mehr treffen konnten, wurde häufig als traurig, verzweifelt und depressiv beschrieben. Hinzu kommt die Ausgangssperre, die für viele einen Verlust an Freiheit und Selbstbestimmung bedeutete.“ Für stark an Demenz Erkrankte scheint sich die Situation weniger dramatisch dargestellt zu haben als zunächst befürchtet. Nach den Aussagen der Befragten habe die Ruhe in den Einrichtungen vielen an Demenz erkrankten Menschen gutgetan. Insgesamt seien die Bewohner sehr unterschiedlich mit der Situation umgegangen; einige hätten gereizt und verständnislos reagiert, andere verständnisvoll. n

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…und das meinen die Fachärzte! Dr. med. Alexander Henze Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

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Lassen Sie sich nicht verunsichern! Seit mehr als einem Jahr begleitet uns Corona. Die Verunsicherung bei den älteren Patientinnen und Patienten ist weiterhin groß. Gerade für die älteren Patientinnen sind die Anmelderegularien zur Impfung undurchsichtig und schwierig. Der Großteil ist gewillt sich impfen zu lassen, aber die Anmeldeformalitäten stellen eine klare Überforderung dar. Auch die Abfolge der Entscheidung, wer in welcher Reihenfolge geimpft wird, ist für viele Patientinnen undurchsichtig. Kein Thema ist weiterhin aktueller als die Pandemie! Viele sonst so gegenwärtige Probleme geraten in den Hintergrund. Dies spiegelt sich auch im Austausch mit den Patientinnen in der täglichen Sprechstunde in unseren Praxen wider. Verunsicherung, Angst und Frustration lassen die Auswirkungen der Pandemie recht gut zusammenfassen. Die Lösung: Folgen Sie der Aufforderung zur Impfung! Bzw. lassen Sie sich bei Bedarf bei der Anmeldung zur Impfung helfen. Die Pandemie lässt sich nur sicher bekämpfen, wenn sich der größte Teil der Bevölkerung, im besten Fall alle, impfen lässt. Lassen Sie sich nicht von Falschaussagen zur Impfung und zu falschen Risiken verunsichern. Durch Ihre Impfung schützen Sie sich und können einen großen Teil zur Bekämpfung der Pandemie beitragen.

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ZENTRUM FÜR AMBULANTE MEDIZIN | ASCHAFFENBURG

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…und das meinen die Experten! Dr. rer. nat. Tobias Craan von der Bahnhof-Apotheke in Aschaffenburg

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Lassen Sie sich bitte impfen! Die Impfung gegen Sars-CoV-2 ist der einzige Weg die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden. Die Impfung ist sicher, zumeist gut verträglich und für jeden Impfwilligen kostenfrei. Scheuen Sie bitte logistische Probleme und Herausforderungen nicht und lassen Sie sich für einen Impftermin registrieren, auch wenn es dauern kann, bis Sie tatsächlich an der Reihe sind. Die Impfung erfolgt nach einer staatlich festgelegten Priorisierung. Personen, die nach dieser Priorisierung an der Reihe sind, bekommen Post vom Gesundheitsamt mit der Aufforderung einen Termin zu vereinbaren. Eine Anmeldung/Registrierung ist auch ohne diese Aufforderung möglich. In der EU hat die European Medicines Agency (EMA) drei Corona-Impfstoffe der Pharmakonzerne Biontech/Pfizer, Moderna und Astra-Zeneca (Stand Feb. 2021) zugelassen. Diese Impfstoffe haben sämtliche von der EU vorgeschriebenen Tests bestanden. Dabei sind die Anforderungen, welche die EMA an den Corona-Impfstoff gestellt hat, dieselben, die jeder andere Impfstoff in der EU zu erfüllen hat. Die EMA hat hier keine Kompromisse gemacht! Dieser Eindruck war entstanden, da das Zulassungsverfahren wesentlich schneller abgeschlossen war als üblich. Dieser „Zeitgewinn“ wurde ausschließlich durch eine Umstellung der erforderlichen bürokratischen Prozesse erreicht, indem ein so genanntes Rolling-review angewandt wurde. Dabei prüft die EMA fortlaufend alle bereits vorhandenen Daten; üblicherweise werden erst alle Daten gesammelt und dann als „Paket“ an die EMA übermittelt. Das Impfzentrum des Landkreises und der Stadt Aschaffenburg befindet sich in Hösbach. Informationen zur Anmeldung finden Sie online unter www.impfen-ab.de. Die Impfung erfolgt nach einer staatlich festgesetzten Priorisierung. Termine für die Impfung können telefonisch oder online vereinbart werden: Telefon: 0800/58927991 (kostenfrei) Online: https://impfzentren.bayern/citizen/ Wer sich zur Impfung anmelden möchte, noch nicht registriert ist und keine Möglichkeit hat sich online zu melden, darf einen Brief an das Impfzentrum in Hösbach schicken: Industriestraße 2, 63768 Hösbach. Im Brief sind folgende Angaben für den Impfling zu machen: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer. Alle, die sich bereits online oder telefonisch beim Impfzentrum registriert haben, müssen nichts mehr tun. Sie werden für eine Terminvereinbarung vom Impfzentrum angerufen. Stadt und Landkreis Aschaffenburg bitten um Verständnis, dass dies wegen des großen Andrangs derzeit sehr lange dauern kann. Darüber hinaus besteht im Landkreis Aschaffenburg die Möglichkeit, den Brief im örtlichen Rathaus abzugeben oder sich zu den üblichen Dienstzeiten telefonisch bei der Heimatgemeinde zu melden. Hierbei sind genau dieselben Angaben zu machen wie bei der Meldung per Post. Wer einen Brief an das Impfzentrum oder seine Landkreisgemeinde sendet oder sich telefonisch bei seiner Landkreisgemeinde meldet, wird von Bediensteten aus dem Impfzentrum zurückgerufen und in die Datenbank BayIMCO eingetragen.

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GESUNDHEITSVORSORGE

Gesundheits-Check-up im

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

Kindes- und Jugendalter! Lebensalter

Fachrichtung

Art der Untersuchung

Nach der Geburt

n HNO-arzt n Kinderarzt

u Neugeborenen-Hörscreening u U1 Neugeborenenerstuntersuchung

3. – 10. Tag

n Kinderarzt

u U2 erste Grunduntersuchung

4. – 5. Woche

n Kinderarzt

u U3 Kinderarztpraxis und Familie

3. – 4. Monat

n Kinderarzt

u U4 erste Impftermine

6. – 7. Monat

n Kinderarzt

u U5 das Baby wird beweglicher

6. – 9. Monat

n Zahnarzt

u Milchzähne und Beratung mit Baby 01

10. – 12. Monat

n HNO-arzt n Kinderarzt

u Beurteilung der Sprachentwicklung u U6 Start in das Kleinkindalter

15. – 18. Monat

n Zahnarzt

u Milchbackenzahnung, Ernährungsberatung

21. – 24. Monat

n Kinderarzt

u U7 aus dem Baby ist ein Kleinkind geworden

24. Monat

n Akademischer Sprachtherapeut n HNO-arzt n Augenarzt

u Früherkennung und Beratung von Risikokindern („Late-talker“)

30. – 72. Monat

n Zahnarzt

u 3 x FU: Einschätzung Kariesrisiko, Ernährungsberatung, Mundhygieneberatung, Fluoridmittelempfehlung

34. – 36. Monat

n Kinderarzt

u U7a Kleinkind wird Kindergartenkind

3. – 4. Lebensjahr

n Akademischer Sprachtherapeut n HNO-arzt

u Beratung und Frühförderung zu Prophylaxe von Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen; Elternberatung und -anleitung bei kindlichen Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen sowie bei Stottern; Beratung fremdsprachiger Eltern bei Verdacht auf Sprach- oder Sprechstörung bei Mehrsprachigkeit

4. Lebensjahr

n Augenarzt n Kinderarzt

u Ausschluss Schwachsichtigkeit, Spätschielen, Brille u U8 auf dem Weg zum Vorschulkind

5. Lebensjahr

n Kinderarzt

u U9 bald ein Schulkind

6. Lebensjahr

n Augenarzt n HNO-arzt n Urologe

u Ausschluss Schwachsichtigkeit, Brille vor Einschulung u Allergietest u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung für Nierensteine

ab 6. Lebensj. halbj.

n Zahnarzt

u 01, Prophylaxe (IP), Fissurenversiegelung

7. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u U8/U9 Erkennen von Kieferfehlstellungen

8. Lebensjahr

n Akademischer Sprachtherapeut

u Diagnostik und Therapie von Lese- und Rechtschreibstörungen

9. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u Voruntersuchung Ende der 1. Wechselgebissphase

ab 10. Lebensjahr

n HNO-arzt

u Hörtest, Prüfung des Gleichgewichtes auf Tauch-, Fahr-, Flug- und Bootstauglichkeit, Tauglichkeitsuntersuchung für bestimmte Berufe (Piloten, Berufskraftfahrer, Sprechberufe)

11. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u Voruntersuchung Ende der 2. Wechselgebissphase

12. – 18. Lebensj. halbj.

n Zahnarzt

u 01, Prophylaxe (IP), Versiegelung, KFO-Ber., OPG für Check Weisheitszähne, Bissflügelaufnahmen

bis 13. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u 9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

13. – 14. Lebensjahr

n Kieferorthopäde n Kinderarzt

u 9. – 13. Lebensjahr Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen u J 1 Jugendlichen-Untersuchung

16. – 17. Lebensjahr

n Frauenarzt n Kinderarzt

u Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, Antikonzeptionberatung u J 2 Jugendlichen-Untersuchung

17. Lebensjahr

n Kieferorthopäde

u Entscheidung ob Behandlung auf Kassenkosten

10. – 18. Lebensjahr

n Orthopäde

u Rücken-Check-up

1. – 18. Lebensjahr

n Hautarzt

u Hautvorsorgeuntersuchung bei großen angeborenen Muttermalen oder familiärem Hautkrebs u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich)

n Urologe

u Ausschluss frühkindliches Schielen

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GESUNDHEITSVORSORGE

Gesundheits-Check-up im

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Erwachsenenalter!

Lebensalter ab 18. Lebensjahr

20. Lebensjahr

Fachrichtung n Augenarzt n Urologe n n n n

Zahnarzt Augenarzt Frauenarzt HNO-arzt

n Internist n Kardiologe n n n n

Kieferorthopäde Neurologe Orthopäde Sportmediziner

n Urologe n Zahnarzt

30. Lebensjahr

n n n n n

Augenarzt Frauenarzt Internist Kieferorthopäde Radiologe

n Urologe n Zahnarzt

40. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt n Internist n Internist/Sportmed. n Kardiologe

n n n n n

Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe

n Zahnarzt

45. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt

Art der Untersuchung u Verkehrstauglichkeit/Brille bei Führerschein mit 17 Jahren u Fruchtbarkeitscheck bei (unerfülltem) Kinderwunsch, Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen u „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung u Hörtest (Früherkennung von Lärmschäden), bei Rauchern 2 x jährlich Kehlkopfspiegelung zur Früherkennung des Kehlkopfkrebses, Tauchtauglichkeitsuntersuchung zur Verhinderung von Barotraumen des Ohres und der Nasennebenhöhlen u Stoffwechsel-Check, Kontrolle von Impfschutz, Indentifizierung von Risikopatienten (z. B. fam. Polyposen) u bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u Schlafanalyse und -hygiene u Rücken-Check-up alle 5 Jahre u bei Leistungssport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung, Mammasonografie, Dünnschichtzytologie u komplette Krebsvorsorge alle 5 Jahre, Komplett-Check alle 2 Jahre u Verlaufskontrolle u Brustkrebsvorsorge Mammasonografie (30., 40. Lebensjahr); bei familiärem Risiko: Mamma-MRT u Harnsteinfrüherkennung bei familiärer Veranlagung, Hodenkrebsfrüherkennung bei jungen Männern (15. – 40. Lebensjahr jährlich) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorgeuntersuchung mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre u bei Freizeitsport: alle 5 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte); bei Risiko-Patienten (Herzinfarkt in der Familie, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Blutfetterhöhung, Rauchen): EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien, Laborwerte u Verlaufskontrolle u Schlaganfallprävention (Stroke risk analyser) u Lungenkrebsvorsorge (Lungen-CT), Mammasonografie u alle 5 Jahre sportmed. Untersuchungen u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherkennung (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check, Bildschirmbrille u Knochendichte, Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie

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Lebensalter

Fachrichtung

Art der Untersuchung

n Internist

u erstmalige Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre u erstmaliger genereller Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) u Osteoporosemessung, Rücken-Check alle 5 Jahre u Herz-CT-Koronarangiografie: Ausschluss KHK, Diabetiker, Bypasskontrolle; Herz-CT-Kalzium-Score: familiäres Infarktrisiko, Raucher, Diabetiker, Hypercholesterinämie, Gefäß-Check der hirnversorgenden Gefäße (Arterien); mittels MR-Angiografie: bei Diabetikern, Rauchern, fam. Schlaganfall und Hypercholesterinämie u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Verkehrs- Check (LKW alle 5 Jahre), Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Gefäß-Check bei Rauchern und Hypertonikern u ausführlicher Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse und Oberbauch – Wiederholung alle 5 Jahre; Krebsvorsorge mit Coloskopie, Oberbauchsonografie und fakultativer Gastroskopie, Labor alle 5 Jahre u Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre FitnessCheck (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u Früherkennung dementieller Störungen, Neuropsychol. Untersuchungen u Darmkrebsvorsorge (virtuelle CT-Darmspiegelung) u alle 2 Jahre sportmed. Untersuchungen u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Beratung u. Diagnostik von dementiellen Erkrankungen z.B. CERAD

n Kardiologe n Orthopäde n Radiologe

n Urologe n Zahnarzt

50. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt n Gefäßchirurg n Internist

n Kardiologe

n n n n n

Kieferorthopäde Neurologe Radiologe Sportmediziner Urologe

n Zahnarzt

60. Lebensjahr

n Akademischerer Sprachtherapeut n Augenarzt n Frauenarzt n HNO-arzt n Internist n Kardiologe

n Kieferorthopäde n Sportmediziner n Urologe n Zahnarzt

ab 70. Lebensjahr

n Augenarzt n Frauenarzt n Orthopäde n Urologe n Zahnarzt

Alle Altersklassen

n Hautarzt

u Verkehrs- Check (LKW alle 5 Jahre), Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Hörtest u ausführl. Check-up mit EKG, Ergometrie, Labor, Lungenfunktion, Sonografie von Schilddrüse u. Oberbauch – Wiederholung alle 2 Jahre u Herz-Kreislauf-Check (EKG, Ergometrie, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte, Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien, Ultraschall Beinarterien) – Wiederholung alle 5 Jahre; bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Fitness-Check (EKG, Ergospirometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Verlaufskontrolle u bei Freizeitsport: alle 2 Jahre Check (EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Echokardiogramm, Laborwerte) u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Bildschirmbrille, Glaukomfrüherkennung, Netzhautvorsorge in medikamentöser Mydriasis, „Fit fürs Fahren“, Autofahrer-Check u Krebsvorsorge mittels Mammografie, Mammasonografie, Vaginalsonografie und Dünnschichtzytologie u Rücken-Check-up alle 5 Jahre u Männer: Prostata-, Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.); Frauen: Harnblasen-, Nierenkrebs- und Harnsteinfrüherk. (jährl.) u regelmäßige ½-Jahres-Kontrollen 01, PSI-Code (Check PAR), Prophylaxe, Vorsorge Kiefergelenk, Vorsorge Rö-Aufnahmen für Kariesdiagnostik und Ausschluss krankh. Veränderungen u Hautvorsorgeuntersuchung 1 x jährlich; insbesondere bei mehr als 50 Muttermalen, häufigen Sonnenbränden, Hellhäutigen und Rothaarigen sowie bei familiärem Hautkrebs

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GESUNDHEITSVORSORGE

Gesundheits-Check-up nach

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Risikogruppen!

GLEIS EINS informiert: Vademecum sinnvoller Gesundheitsvorsorge

Risikogruppe

Fachrichtung

Art der Untersuchung

– Berufskraftfahrer

n Augenarzt n HNO-arzt n Urologe

u ab 50. Lebensjahr 5-jährlich u ab 50. Lebensjahr 5-jährlich u Harnblasenkrebsfrüherkennung

– Piloten

n Augenarzt n HNO-arzt n Kardiologe/Internist

u gemäß Bestimmung 2-jährlich u gemäß Bestimmung u gemäß Bestimmung jährlich

– Bildschirmarbeitsplatz

n Augenarzt n Orthopäde

u ab 45. Lebensjahr 2-jährlich u 5-jährlich Rücken-Check-up

– Bei Feuchtarbeiten, irritativen und sensibilisierenden Arbeitsstoffen

n Hautarzt

u gemäß berufsgenossenschaftlichen Bestimmungen

– Leder-, Gummi-, Textilindustrie, Kaminkehrer, Bauindustrie, Friseure, Exposition gegenüber Lacken, Farben, Lösungsmitteln, Haarfärbemitteln

n Urologe

u Harnblasenkrebsfrüherkennung

Diabetiker

n n n n n n

Fam. Herzinfarkt/Schlaganfall-Belast.

n Kardiologe

u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre

Herzkranke

n Kardiologe/Internist n Zahnarzt

u alle 6 – 12 Monate, je nach Schwere der Erkrankung u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle

Hypertoniker

n n n n

Immunschwäche

n Hautarzt

Berufsgruppen

Augenarzt Diabetologe Hautarzt Kardiologe Radiologe Zahnarzt

Augenarzt Gefäßchirurg Internist Kardiologe

u jährliche Netzhautuntersuchungen u 3-monatliche Untersuchungen u individuell, Haut-Check u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre u ab 45. Lebensjahr jährlich u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle

u jährliche Netzhaut- und Augendruckuntersuchungen u Gefäß-Check u 6-monatliche Untersuchungen u je nach Alter, ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre

n Zahnarzt

u Hautvorsorgeuntersuchung individuell bei Krebserkrankungen, Lymphomen, Leukämie, organtransplantierten Patienten, HIV Infektion, sowie Einnahme immununterdrückender Medikamente (z. B. Cortison, Imurek u.a.) u Überwachung von Infektionen in der Mundhöhle

n Augenarzt

u ab -3,0 dpt jährlich Netzhaut-Check

– Antikozeptiva/Hormonersatztherapie

n Frauenarzt

u 6-monatlich

– Biologicals

n Hautarzt

u individuell, Haut-Check

– Bisphosphonate

n Zahnarzt

u Zahnsanierung vor Therapiebeginn und regelmäßige Überwachung

– Cortison

n n n n

Augenarzt Hautarzt Internist Orthopäde

u 6-monatlich u individuell, Haut-Check u 3-monatlich u Messung von Osteoporose und Muskelmasse

– Chemotherapeutika (MTX, etc.)

n n n n n

Augenarzt Hautarzt Onkologe Urologe Zahnarzt

u jährlich Gaucom-, Hornhaut-, Netzhaut-Check u individuell, Haut-Check u Nachsorge 3-monatlich (individuell) u Harnblasenkrebsfrüherkennung u vor Chemotherapie Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle

Kurzsichtige Medikamentendauereinnahme

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Risikogruppe

Fachrichtung

Art der Untersuchung

– ß-Blocker

n Kardiologe/Internist

u jährlich

– Cordarex

n Augenarzt n Kardiologe/Internist

u jährlich Hornhaut-, Netzhaut-Check u jährlich

– Antirheumatika (Gold, Resochin, MTX)

n Augenarzt n Hautarzt n Internist

u jährlich Hornhaut-, Netzhaut-Check u individuell, Haut-Check u 3-monatlich

– Lichtsensibilisierende Pharmaka (z. B. Tetracycline)

n Hautarzt

u individuell, Haut-Check

– Bestrahlung

n Zahnarzt

u vor Therapiebeginn Vorstellung, ggf. Zahnsanierung und regelmäßige Kontrolle

Osteoporose

n Orthopäde

u ab 45. Lebensjahr: 1 x jährlich Osteoporosemessung

Raucher

n n n n n n n n

Augenarzt Gefäßchirurg HNO-arzt Internist Kardiologe Radiologe Urologe Zahnarzt

u jährliche Netzhautuntersuchung und Glaukomvorsorge u Gefäß-Check u 2 x jährliche Kehlkopfspiegelung u jährlich u ab 45. Lebensjahr alle 5 Jahre u Gefäß-Check 40., 45. Lebensjahr u Harnblasenkrebsfrüherkennung u regelmäßige Parodontitisvorsorge/Kontrolle, Überwachung der Mundschleimhaut

Rheumatiker

n n n n

Augenarzt Hautarzt Internist Zahnarzt

u jährlich u individuell, Haut-Check u 3-monatlich u bei Kiefergelenkbeschwerden: regelmäßige Kontrolle

Schwangere

n Frauenarzt n Internist n Zahnarzt

u Schwangerschaftsvorsorge u Schwangerschaftsdiabetes u Schwangerschaftsgingivitis/Parodontitis

Sportler

n Zahnarzt

u Sportschutzschienen

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NEUROPRAXIS IM STADTPALAIS

NEUROLOGIE

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Herzlich willkommen in der Neurologie

Schlaganfall –

Behandlung und Prävention Wie wichtig eine gute Behandlung und die bestmögliche Vorbeugung des Schlaganfalles für jeden einzelnen und die Gesellschaft sind, ergibt sich aus der Häufigkeit und den Folgen dieser Volkskrankheit: So erleiden 260.000 Menschen in Deutschland pro Jahr einen Schlaganfall. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Pflegebedürftigkeit und bleibende Behinderung. Symptome Typische Beschwerden, die auf einen Schlaganfall hinweisen, sind plötzlich einsetzende Lähmungen einer Körper- oder Gesichtshälfte, eine halbseitige Gefühlsstörung, eine Sprachstörung, gelegentlich auch Doppelbilder, eine Koordinationsstörung oder Einschränkungen des Bewusstseins. Wenn solche Symptome auftreten, ist ein rasches Handeln erforderlich. Das englische FAST beschreibt einen nützlichen Kurztest: Face – Gesicht: Ist das Gesicht asymmetrisch, hängt ein Mundwinkel? Arm: Sinkt ein Arm beim Vorhalten herunter oder kann er nicht gehoben werden? Speech – Sprache: Ist die Sprache verwaschen, unverständlich oder ein Sprechen gar nicht möglich? Liegen solche Symptome vor, ist ein Schlaganfall wahrscheinlich. Time – Zeit: Eine schnelle Reaktion ist wichtig. Über den Notruf 112 wird der Rettungsdienst verständigt, damit ein rascher Transport in die nächstgelegene Schlaganfallstation (Stroke unit) erfolgen kann. Nach dem Transport ins Krankenhaus erfolgen eine sofortige Diagnostik und Einleitung der Therapie, anschließend auf der Schlaganfallstation die Überwachung der wichtigsten Lebensfunktionen wie Puls, Blutdruck, Atmung und Temperatur. Von Beginn an sollen therapeutische Maßnahmen wie Physio-, Ergotherapie und Logopädie durchgeführt werden. Parallel werden mögliche Ursachen des Schlaganfalls untersucht. Wenn möglich erfolgt eine frühzeitige Verlegung in eine Rehabilitationsklinik, um dort die Folgen eines

Schlaganfalls wie Lähmungen oder Sprachstörungen bestmöglich zu behandeln. Ursachen Ein Schlaganfall ist in 85% der Fälle durch eine Minderdurchblutung einer Gehirnregion bedingt. 15 % der Schlaganfälle werden durch eine Hirnblutung verursacht. Die häufigste Ursache für eine Minderdurchblutung ist der Verschluss eines Gefäßes durch ein Blutgerinnsel, das infolge einer Herzrhythmusstörung im Vorhof des Herzens entsteht und mit dem Blutstrom in die Gefäße des Gehirns geschwemmt wird und dort eine Arterie verschließt. Grund für den Schlaganfall kann auch eine Verengung der Halsschlagader (A. carotis interna) durch Arteriosklerose sein, die durch hohen Blutdruck, Diabetes mellitus oder Rauchen begünstigt wird. Rasche Therapie Ein Schlaganfall erfordert eine sofortige Diagnostik und Therapie. Bei einer Minderdurchblutung kann in vielen Fällen eine gerinnselauflösende Therapie mit Gewebsplasminogenaktivator, die Thrombolyse, durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist der rasche Beginn: Time is brain – Zeit ist Gehirn! Dadurch kann oft die Durchblutung der minderdurchbluteten Gehirnareale wiederhergestellt werden. Bei Verschlüssen großer Arterien wird eine mechanische Thrombektomie angestrebt. In einem Zentrum (Klinikum Aschaffenburg, Unikliniken Würzburg und Frank-

furt) wird mit einem Katheter, der über die Leiste eingeführt wird, das verschlossene Gefäß aufgesucht. Mit einem speziellen System, einem sog. Stentretriever, wird versucht, das Gerinnsel im Gefäß zu entfernen, um die Durchblutung wiederherzustellen. Auch wenn diese Therapie, abhängig von bestimmten Faktoren, noch nach einigen Stunden möglich sein kann, es gilt: Zeit ist Gehirn! Rehabilitation Die Rehabilitation beginnt bereits auf der Schlaganfallstation beschwerdenorientiert mit Physio-, Ergotherapie und Logopädie. Anschließend sollte eine Rehabilitation erfolgen, die zusätzliche Therapiemaßnahmen umfasst. Abhängig vom Schweregrad und sozialen Faktoren kann die Rehabilitation ambulant durchgeführt werden. Je schwerer die Einschränkungen, desto wichtiger eine intensive und damit stationäre Rehabilitation. Nach der ersten Rehabilitationsphase ist die Weiterführung ambulanter Therapien, etwa Logopädie bei Sprach- oder Sprechstörung, Physiotherapie bei Lähmungen wichtig. Langfristige Therapie nach Schlaganfall Abhängig von der Schlaganfallursache sind verschiedene Maßnahmen notwendig. Ein wichtiger Baustein sind medikamentöse Maßnahmen, die von der Ursache abhängen. Beim Vorhofflimmern, einer Herzrhythmusstörung mit unregelmäßiger Herztätigkeit, ist die Einnahme von Blutgerinnungshemmern zu empfehlen. Dazu wurde früher Marcumar eingesetzt, heute werden meist andere, einfacher anzuwendende Medikamente empfohlen. Bei erheblichen Engstellen der Halsschlagader ist eine Operation, alternativ die Einbringung einer Gefäßstütze (Stent) ins Gefäß sinnvoll. Hier wird zusätzlich die Hemmung der Blutplättchen mit Medikamenten wie Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel notwendig. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, hohe Blutfettwerte (Cholesterin) müssen behandelt werden. Besonders wichtig ist es, den Lebensstil hin zu einem gesünderen Umgang mit dem eigenen Körper zu lenken: Das Rauchen ist einzustellen, Ernährung und körperliche Aktivität zu überdenken. Hier trifft

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sich die Behandlung nach einem Schlaganfall mit der Vorbeugung, so dass es möglichst nie zu einem solchen kommt. Vorbeugung Eine gesunde und ausgewogene Ernährung und eine regelmäßige körperliche Betätigung sind wesentliche Faktoren, um das Schlaganfallrisiko zu senken. Risikofaktoren sollten überprüft und wenn notwendig behandelt werden. Dazu gehören regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin. Auf Nikotin sollte verzichtet, Alkohol nur in Maßen genossen werden. Ob Alkohol in geringen Mengen (etwa 0,33 l Bier oder 1/8 l Wein pro Tag) eine leicht günstige Wirkung hat, wird diskutiert. Ärztliche Untersuchung und Beratung Wie können Ärztinnen und Ärzte helfen, das Schlaganfallrisiko zu senken? Zunächst möchten wir allen eine gute Ernährung und aus-

reichende Bewegung empfehlen. Als körperliche Aktivität ist z.B. sinnvoll: 150 Minuten/ Woche ausdauerorientierte Bewegung mit moderater Intensität (Walking, Radfahren, Wandern, Schwimmen). Bei höherer Intensität etwa beim Joggen sind kürzere Zeiten zu veranschlagen. Zudem sind muskelkräftigende Aktivitäten zweimal pro Woche sinnvoll. Für Ältere werden die Intensitäten angepasst. Bei Mobilitätseinschränkungen sollten dreimal pro Woche Gleichgewichtsübungen durchgeführt werden, um Stürzen vorzubeugen. Langes Sitzen ist zu vermeiden. Diese Betätigung senkt nicht nur das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt, sondern auch für Demenz und andere Erkrankungen und trägt zum psychischen Wohlbefinden bei. Die Untersuchung von Risikofaktoren für HerzKreislauferkrankungen sollte regelmäßig selbst (Blutdruckmessung) und beim Arzt (Blutzucker, EKG) durchgeführt werden. Bei besonderen Risikokonstellationen sollte ein Neu-

rologe aufgesucht werden, der weitergehende Untersuchungen wie die Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefäße durchführt. Nach einem Schlaganfall ist eine regelmäßige neurologische Untersuchung mit Beratung über die Therapiemaßnahmen notwendig. Zusammenfassung Der Schlaganfall ist eine häufige Erkrankung. Rasche Behandlung und Rehabilitation helfen, dauerhafte Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Um das Schlaganfallrisiko zu senken, sind gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nikotinverzicht und Kontrolle von Risikofaktoren wichtig. Nach einem Schlaganfall sind Arzneimittel zur Blutverdünnung, zur Blutdruck- und Blutfetteinstellung und nicht-medikamentöse Maßnahmen wichtig, ebenso regelmäßige neurologische Kontrolluntersuchungen, um einen erneuten Schlaganfall zu vermeiden.

Unter neuer Führung mit bewährter Expertise und Kompetenz kümmern wir uns mit unserem erfahrenen Team aus drei Fachärzten für Neurologie sowie medizinischen Fachangestellten als zertifiziertes Schwerpunktzentrum für Multiple Sklerose und Parkinson um Ihre Gesundheit von zentralem und peripherem Nervensystem und Muskulatur. Gegründet durch Dr. W.E. Hofmann und in den letzten Jahren in Partnerschaft mit Dr. J. C. Ulzheimer etabliert, bietet die Gemeinschaftspraxis ab April 2021 mit ihrer neuen Ärztegeneration eine zukunftsweisende Philosophie mit moderner Diagnostik und Therapie in Verbindung mit Sorgfalt, Blick für den Menschen und zeitgemäßer Organisationsstruktur.

Unser Diagnostik- und Behandlungsspektrum in der Neurologie:

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n Studienzentrum neue Therapien

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Unsere Schwerpunkte: n Multiple Sklerose (DMSG) n Parkinson-Erkrankungen und Dystonien n Neuromuskuläre Erkrankungen n Migräne Dr. Jochen C. Ulzheimer

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AKADEMISCHE PRAXIS FÜR SPRACHTHERAPIE

SPRACHTHERAPIE

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Akademische Praxis für Sprachtherapie

NEWS – Sprache und Kognition Wenn sich Sprache und Sprechen verändern, kann das auch eine Demenz sein

Herz und Gehirn

Schäden des Herzens können zu kognitiven Störungen führen (Aufmerksamkeit, Exekutive Funktionen). So ist bekannt, dass Vorhofflimmern und kognitive Einschränkungen bei Patienten mit Schlaganfall eng zusammen hängen. Allein Vorhofflimmern bedeutet ein um 60% gesteigertes Risiko für kognitive Einschränkungen sowie ein dreifach erhöhtes Risiko für Demenz. Nach neuesten Erkenntnissen lassen sich sogar bestimmte Areale im Gehirn nachweisen, die eng mit dem Herzen korrelieren, z.B. Amygdala rechts > links, Cingulum, Insula, Thalamus und posteriores Cingulum. Quelle: Stroke 2020; Kompetenznetz Schlaganfall, D. Arno Villringer 12/20

Plötzlich sprachlos – ohne kortikales Problem

Früh beginnende Demenzen können im Alter zwischen 35 –65 Jahren auftreten. Zu ihnen zählen die große Gruppe der primär degenerativen Erkrankungen. Man geht heute davon aus, dass diese primär degenerativen Erkrankungen als fortschreitendes Kontinuum betrachtet werden, deren Funktionsstörungen sich langsam fortschreitend und meist Jahre vor Beginn der ersten Symptome zeigen. Die häufigste und bekannteste Form ist die Alzheimer Demenz (AD). Es ist bekannt, dass es hierbei vor allem zu Störungen der Lern- und Merkfähigkeit kommt. Die zweithäufigste Form, die Frontotemporale Demenz (FTD) tritt meist ca. 10 Jahre früher auf und das Erscheinungsbild sieht hierbei ganz anders aus. Wegweisend für die FTD sind fortschreitende Wesensveränderungen und/oder ein progredienter Abbau der Sprache. Bei der Gruppe der sogenannten Primär Progressiven Aphasien (PPA) kommt es zu einer langsam fortschreitenden Sprachstörung. Bei der nicht flüssigen Form (nfPPA) finden sich eine angestrengte, nichtflüssige Sprachproduktion, eine Sprechapraxie und grammatikalische Defizite. Teilweise zeigen sich auch lautliche (phonematische) Schwierigkeiten beim Aussprechen der Wörter, d.h. nicht nur das Artikulieren von Wörtern ist deutlich erschwert, sondern auch das Formen von korrekten Sätzen. Bei der semantischen Variante (svPPA) zeigen Patienten eine flüssige, aber inhaltsleere Sprache, bei der das Wissen um die Bedeutung der Wörter und später auch von an sich vertrauten Gesichtern allmählich verloren geht. Bei der 3. Untergruppe (lpPPA) fallen vor allem Wortfindungsschwierigkeiten, eine reduzierte Sprachproduktion und eine ausgeprägte Störung des verbalen Kurzzeitgedächtnisses auf, welches es den Patienten fast unmöglich macht, längere Wörter nachzusprechen. Die fortschreitenden Wesensveränderungen und insbesondere der Abbau der Sprachfähigkeit haben einen signifikanten Einfluss auf den sozialen Austausch und die Kommunikation, die betroffene Patienten schon früh hilfsbedürftig macht. Wichtig ist es, dass Ärzte und Angehörige solche Veränderungen frühzeitig richtig erkennen. Quelle: DGN Neurologie 4, 2020

Sprachprobleme wie z.B. eine Aphasie treten in den allermeisten Fällen nach einem Schlaganfall in der linken Hirnrinde (Kortex) auf. Höhere komplexe Funktionen wie Sprache und andere kognitive Funktionen werden topographisch der Hirnrinde, also dem Kortex zugeordnet. Verletzungen (Blutung, Ischämie) in tiefer gelegenen Gebieten des Gehirns, wie z.B. im Thalamus, können ebenfalls aufgrund ihrer komplexen kortikalen Verschaltungen zu Störungen der Exekutivfunktionen und zu einer Sprachstörung (Aphasie) führen. Patienten mit einem Thalamusinfarkt sollten daher immer neuropsychologisch und sprachlich untersucht werden, auch wenn sie klinisch unauffällig erscheinen. Quelle: DGN Neurologie 01/21, p.16ff

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Schluckstörungen bei der ParkinsonKrankheit

Das Schlucken ist eine lebenswichtige motorische Aktivität, die dem Transport von fester Nahrung, Flüssigkeit und Speichel von der Mundhöhle in den Magen dient. Im Wachzustand schluckt der gesunde Mensch außerhalb der Malzeiten etwa 1 Mal pro Minute. Bei der Parkinson-Krankheit sind entweder einzelne Abschnitte oder der gesamte Ablauf des Schluckens gestört. Ursachen hierfür sind u.a. eine Störung der Schlucknetzwerke im Großhirn als auch eine Steifigkeit und Bewegungsverlangsamung der Rachen- und Kehlkopfmuskulatur. Auch Abbauprozesse an kleinen Nerven im Rachen- und Kehlkopfbereich verstärken die Probleme. Mehr als 80% aller Parkinson-Betroffenen entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung eine Schluckstörung (Dysphagie). Sie können auch schon in frühen Stadien der Erkrankung vorhanden sein. Oft kommt es dabei zu Ablagerungen von Nahrungs- oder Flüssigkeitsresten im Bereich des Kehlkopfes. Eine zu hastige Nahrungsaufnahme kann dazu führen, dass Essen in die Luftröhre gelangt. Ebenfalls sehr häufig ist das Auftreten von Störungen der Beweglichkeit der Speiseröhre. Schluckstörungen können zunächst von erfahrenen Sprachtherapeuten/ Logopäden diagnostiziert werden. Auch Neurologen verfügen über Screening-Verfahren zur Einschätzung von Schluckstörungen. Als diagnostischer Goldstandard sollte aber immer auch eine flexible endoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES) bei einem erfahrenen HNO-Arzt durchgeführt werden, am besten zusammen mit ihrer Therapeutin. Für die Therapie gibt es verschiedene gut evaluierte Verfahren, die qualifizierten Sprachtherapeuten und Logopäden bekannt sind. Neu ist, dass die Durchführung eines 4wöchigen intensiven Ausatemtrainings mit einem speziellen Atemtrainer zu einer signifikanten Verbesserung verschiedener Aspekte der Schluckstörung bei Parkinson führt. Bei vermehrtem Speichelfluss helfen Kaugummi kauen oder das Lutschen von milden Salbei-Bonbons. Auch ein Schlucktraining mit Wecker (2 x täglich 15 Minuten nach jeder Minute bewusst schlucken) kann helfen. Ein weiterer Therapieansatz ist die Injektion von Botulinumtoxin in die Ohrspeicheldrüse oder die Unterkieferspeicheldrüse, der seit kurzem auch von den Krankenkassen bei chronischem Speichelfluss bezahlt wird. Quelle: dP Leben mit Zukunft, Parkinson, 1-2020

Wie musikalische Aktivität das Gedächtnis formt Nach bisherigen Erkenntnissen hängen Befunde zu Veränderungen im Gehirn bei Kindern und Erwachsenen nach einer langjährigen musikalischen Ausbildung eher mit ihrer musikalischen Praxis zusammen als mit Unterschieden in der allgemeinen Veranlagung. Eine intensive musikalische Praxis kann zu struktureller und funktioneller Plastizität in Hirnregionen führen, die im Zusammenhang mit Lernen und Gedächtnis stehen. Dadurch scheinen sich auch andere nicht musikalische Gedächtnisfunktionen verbessern zu können. Musiker, die eine musikalische Ausbildung erhalten haben, zeigen damit eine höhere Gedächtnisleistung über die gesamte Lebenszeit. Musik hören oder aktives Musizieren (Singen, Spielen eines Instrumentes) sind ein vielversprechendes Hilfsmittel zur Stimulierung von Hirnplastizität und kognitiven Verbesserung bei Pateinten mit Gedächtnisstörungen.

Herzliche Grüße aus der Akademischen Praxis für Sprachtherapie

Ihre Dr. phil. Ingeborg Maser

Quelle: Sprache. Stimme. Gehör, 12/2020; E. Altenmüller

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Unerwünschte Wirkungen im Blick

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Medikamentengabe bei Senioren muss Neben- und Wechselwirkungen berücksichtigen

gangen ist. Darüber hinaus fällt es älteren Menschen oft schwer Arzneimittel richtig einzunehmen, etwa wegen kognitiver Defizite. Mit der Anzahl und Schwere der Erkrankungen werden körperliche Kapazitäten eingeschränkt. Nicht zuletzt lassen sich die Wechselwirkungen durch die Vielfachmedikation im erhöhten Lebensalter oft besonders schlecht vorhersagen. Wichtig ist, solche Neben- oder Wechselwirkungen zu kennen und zu erkennen – und sie nicht etwa als neue eigenständige Erkrankungen fehlzuinterpretieren. Unerwünschte Arzneimittelereignisse in Folge von falschen Medikamentenkombinationen oder Neben- und Wechselwirkungen führen in Summe besonders oft zu Krankenhauseinweisungen. Studien zufolge sind etwa fünf Prozent aller Krankenhauseinweisungen Folge von derartigen unerwünschten Arzneimittelereignissen.

Falsche Medikamente, falsche Dosierungen, falsche Wirkstoffkombinationen: Eine unzureichende Arzneimitteltherapie im Alter birgt gesundheitliche Gefahren. Nicht nur Krankenhausaufenthalte, sondern auch eine erhöhte Sturzgefahr, Pflege- und Hilfsbedürftigkeit können die Folge einer ungenügenden Zusammenstellung von Medikamenten im Alter sein. Eine regelmäßige Medikationsanalyse und gegebenenfalls Anpassung trägt deshalb entscheidend zu erhöhter Lebensqualität und einem besseren Allgemeinzustand bei. Die wiederholte und regelmäßige Durchsicht der Medikamente älterer Menschen mit dem Ziel, die Versorgung zu optimieren und die Sicherheit der Arzneimitteltherapie zu erhöhen, ist ein wichtiger Bestandteil der Prävention von Krankheit und Gebrechlichkeit in hohen Lebensjahren. Dafür ist auch die Bahnhof-Apotheke ein wichtiger Ansprechpartner. Arzneimitteltherapie im Alter ist eine Herausforderung. Die Patienten haben häufig mehrere, auch chronische Erkrankungen und brauchen deshalb viele Arzneimittel. Auch müssen im Alter oft diagnostisch schlecht fassbare Syndrome wie Schmerz, Immobilität, Inkontinenz, Insomnie oder intellektueller Abbau behandelt werden. Nach Analysen der gesetzlichen Krankenkassen nehmen knapp zehn Prozent der gesetzlich versicherten älteren Patienten fünf oder mehr Arzneimittel gleichzeitig in Dauermedikation. Hinzu

kommen oft Präparate wie Nahrungsergänzungsmittel, die sich Patienten selbst kaufen. Analysen zeigen: Gibt es zwischen drei Wirkstoffen nur drei potenzielle Interaktionen, sind es bei sechs Wirkstoffen bereits 15. Bei weniger als fünf Wirkstoffen tritt nur in etwa 3,5 Prozent der Behandlungen eine unerwünschte Wirkung auf. In der Gruppe der Patienten mit sechs und mehr Wirkstoffen jedoch in 25 Prozent der Fälle. Ein Grund für diese unerwünschten Wirkungen liegt darin, dass es mit dem Alter zu physiologischen Veränderungen kommt, die einen Einfluss auf die Aufnahme, Verteilung und die Arzneimittelwirkung haben. So muss zum Beispiel bei der Medikamentengabe bedacht werden, dass bei Senioren häufig die Leberdurchblutung und die Nierenfunktion vermindert und die Fettmasse vermehrt sind, aber die Muskelmasse zurückge-

Eine weitere Beeinträchtigung durch UAW kann schnell dazu führen, dass die Nutzen-/Schadenbilanz einer Behandlung überdacht werden muss. So sind bisher ältere Probanden nur selten in klinische Studien einbezogen, so dass die Evidenz für Arzneimittelwirkungen im Alter eher schwach ist. Komorbiditäten können eine relative oder absolute Kontraindikation gegen eine beabsichtigte Therapie bedeuten. Medikamente können, insbesondere im hohen Alter und bei chronischen Erkrankungen, das alltägliche Leiden lindern. Jedoch können einige Wirkstoffe im Alter spezielle Probleme auslösen. Welche das sind, hat ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt in der sogenannten PRISCUS-Liste zusammengestellt, die auch für medizinische Laien als Nachschlagewerk geeignet ist. Gegliedert nach Krankheitsbildern finden ältere Menschen, deren Angehörige und Pflegende allgemeinverständliche Hinweise zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten. Sie ist im Internet abrufbar unter www.gelbe-liste.de.

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Früherkennung ist das A und O Altersbedingte Augenerkrankungen lassen sich bei rechtzeitiger Therapie aufhalten oder verzögern

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AUGENKLINIK

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Bei fast allen Menschen lässt die Sehkraft im Alter allmählich nach. Eine typische Entwicklung, die man aber nicht unkontrolliert lassen sollte. Regelmäßige Vorsorgen sind deshalb äußerst wichtig. Probleme beim Lesen – eine unausweichliche Folge der Altersweitsichtigkeit – lassen sich zum Beispiel mit einer Brille leicht beheben. Mit höherem Alter steigt das Risiko für eine Eintrübung der Augenlinse. Der Volksmund nennt die Erkrankung Grauer Star, der Mediziner Cataract. Sie ist gut behandelbar; bei einem kleinen operativen Eingriff wird die getrübte Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Erscheinen jedoch gerade Linien plötzlich krumm, verdeckt ein grauer Fleck das Sehzentrum oder engt sich das Blickfeld zunehmend ein, können dies Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung des Auges sein wie die altersbedingte Makula-Degeneration, das Glaukom, der retinale Venenverschluss oder die diabetische Retinopathie. Das Gefährliche an diesen Erkrankungen ist, dass die Betroffenen über Jahre hinweg weder Schmerzen haben noch eine Einschränkung ihres Sehvermögens bemerken. Unbehandelt können sie bis zur Erblindung führen. Deshalb sollte man jede Art von Sehstörung vom Augenarzt abklären lassen, um krankhafte Veränderungen an der Netzhaut, am Sehnerv sowie undichte und neugebildete Gefäße frühzeitig feststellen zu lassen. Häufig wird es dann darum gehen, den Krankheitsverlauf aufzuhalten oder zu verzögern. Je früher die Therapie

beginnt, desto besser steht die Chance das Augenlicht zu erhalten. Die altersbedingte Makula-Degeneration ist die häufigste Augen-Erkrankung im Alter, vier Millionen Menschen leiden in Deutschland daran. Die Erkrankung, die die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut betrifft, tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko. So ist etwa jeder Fünfte über 65 Jahre und jeder Dritte über 80 Jahre betroffen. Man unterscheidet zwei Verlaufsformen, die trockene und die feuchte Variante. Letztere ist seltener, aber wesentlich aggressiver. Die Zerstörung der Sehzellen in der Makula beginnt schleichend und ist mit keinerlei Schmerzen verbunden. Am deutlichsten werden die Einbußen des Sehvermögens beim Schriftbild. Im Zentrum erscheint plötzlich ein verschwommener Fleck, sodass einige Buchstaben nicht mehr zu entziffern sind. Zunehmend fällt es dann schwerer, Gesichter oder Gegenstände, die fokussiert werden, scharf und deutlich zu erkennen. Schließlich wird der verschwommene Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes immer größer und gerade Linien erscheinen verzerrt und gewölbt. Ausfälle im Gesichtsfeld, die zunächst nur die Randbereiche treffen, sind typische Symptome eines Glaukoms. Das Glaukom,

auch Grüner Star genannt, beschreibt kein einheitliches Krankheitsbild. Unter dem Begriff werden verschiedene Augenerkrankungen zusammengefasst, bei denen die feinen Fasern des Sehnervs durch einen erhöhten Augeninnendruck geschädigt werden und absterben. Dadurch können die Sehwahrnehmungen nicht mehr über den Sehnerv zum Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet werden. Symptomatisch ist ein Tunnelblick. Ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen des Auges haben Patienten mit Diabetes. Die anhaltend hohe Blutzuckerkonzentration kann zu Veränderungen der winzigen und fein verzweigten Blutgefäße in der Netzhaut und zu Einlagerungen von Fett- und Eiweißstoffen in die Gefäßwände führen. Damit wird die Versorgung der empfindlichen Sehzellen mit lebenswichtigen Nährstoffen immer schwieriger. Die häufigste, zuckerbedingte Netzhauterkrankung ist die diabetische Retinopathie. Sie tritt in verschiedenen Verlaufsformen auf und führt zur Beeinträchtigung der Sehschärfe, zur Einschränkung des Gesichtsfeldes und im weiteren Verlauf zur Erblindung. Eine wichtige Voraussetzung zur Behandlung der Retinopathie ist eine konsequente Therapie der diabetischen Grunderkrankung mit guter Einstellung des Blutzuckerspiegels. Nach der diabetischen Retinopathie ist der retinale Venenverschluss die zweithäufigste Gefäßerkrankung des Auges, die das Sehvermögen bedroht. Bei dieser Erkrankung ist der Blutabfluss der Venen im Auge gestört. Ursachen hierfür können ein Blutgerinnsel (Thrombus) sein, das sich an einer engen Stelle der Zentralvene oder in einem der vier Venenäste festgesetzt hat und das Gefäß teilweise oder ganz verschließt, oder Verdickungen und Ablagerungen an den Gefäßwänden der benachbarten Arterien (Arteriosklerose). Wichtig ist bei allen Therapien der Gefäßerkrankungen des Auges, dass Patienten einen umfassenden Gesundheitscheck machen lassen. Dazu gehören unter anderem eine Blutuntersuchung und Blutdruckmessung sowie EKG. Nur so können eventuelle Grunderkrankungen und Risikofaktoren frühzeitig erkannt und behandelt werden.

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FRAUENÄRZTE GESUNDHEITSZENTRUM DR. HENZE & KOLLEGINNEN

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Sicherer Schutz gegen Covid-19 Die Impfstoffe sind hochwirksam und zuverlässig

issen: w u z g t Wichti g mach n u f p -Im Corona unfruchtbar! NICHT Ist der neue Impfstoff gegen COVID-19 zu schnell auf den Markt gekommen, zu unsicher, zu schlecht kommuniziert – oder nicht doch viel eher hochwirksam, zuverlässig und erfreulich schnell entwickelt? Die Impfung gegen COVID-19 ist der sicherste und schnellste Weg die weltweite Pandemie zu beenden. Trotzdem stößt der neue Impfstoff gegen SARS-CoV-2 auf erstaunlich viel Kritik. Monatelang herbeigesehnt, sind Kritik und Negativschlagzeilen fast lauter als die positiven Stimmen, dass es endlich und früher als gedacht losgegangen ist mit den Impfungen, dass es überhaupt schon jetzt einen Impfstoff gegen das hochansteckende und sich rasch ausbreitende Virus gibt. Lieferengpässe, Nebenwirkungen und Todesfälle unter hochbetagten oder palliativ erkrankten Geimpften beschäftigen viele Menschen mehr als der Segen, den die Impfung bringt. Die Impfung trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei. Da das Virus auch durch asymptomatische Personen übertragen werden kann und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet sich SARSCoV-2 schnell aus. Weltweit wurden Anfang des Jahres über 85 Millionen

COVID-19-Fälle und mehr als 1,8 Millionen Todesfälle berichtet. Allein in Deutschland sind bisher weit mehr als zwei Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt, täglich sterben Hunderte daran. Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden. In Deutschland sind mittlerweile zwei Impfstoffe zugelassen, die in der klinischen Erprobung sehr effektiv waren: von BioNTech und Moderna. Der bei anderen Impfstoffen lange Weg der Entwicklung war in diesem Fall wesentlich kürzer, weil Studiendaten nicht gesammelt zur anschließenden Prüfung an die zuständigen Behörden übergeben, sondern Daten parallel zu den laufenden Studien geprüft wurden. Die Daten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei den COVID-19-geimpften TeilnehmerInnen um 95 Prozent geringer war als bei den Placebo-geimpften TeilnehmerInnen, und das bei beiden Impfstoffen. Das bedeutet, dass eine gegen COVID-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird. Wie lange

der Impfschutz besteht, ist derzeit noch unklar. Offen ist auch, ob geimpfte Personen das Virus weitergeben. Trotzdem bietet die Impfung einen sehr guten individuellen Schutz vor der Erkrankung. Wie bei jeder Impfung können auch nach einer COVID-19-Impfung Impfreaktionen auftreten, darunter Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Die Symptome klingen in der Regel nach wenigen Stunden oder Tagen wieder ab. Der Nutzen einer Impfung überwiegt bei weitem die Risiken. Effektive und sichere Impfungen können einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Dafür muss jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Durch die Impfung wird eine relevante Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer COVID-19 Erkrankungen sehr stark reduziert. Mathematische Modelle zeigen, dass erst bei einer Immunität von circa 70 Prozent in der Bevölkerung die Übertragungen von SARS-CoV-2 soweit limitiert sind, dass diese Pandemie vorüber geht.

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Dr. med. Alexander Henze & Kolleginnen

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Mit unserem ganzheitlichen Konzept sind wir rund um die Gesundheit der Frau für Sie da . Im Frauenärzte Gesundheitszentrum Aschaffenburg steht die ganzheitliche Versorgung der Frau im Mittelpunkt. Durch unser ausgesprochen breites Diagnostik- und Therapiespektrum bieten wir eine individuelle, bestmögliche Rundumbetreuung. Beginnend mit der Mädchen- und Jugendsprechstunde umfasst unser Angebot schwerpunktmäßig die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen, sämtliche Leistungen in der Brustdiagnostik und die Screeningmammographie. Zusätzlich ist die medikamentöse Tumortherapie (z. B. Chemotherapie) ein Bestandteil unseres Konzeptes. Wir geben unseren Patientinnen die Möglichkeit, diese Form der Therapie in einer angenehmen Atmosphäre durchführen zu lassen. Die intensive Schwangerschaftsüberwachung mit Pränataldiagnostik ist in enger Zusammenarbeit mit unseren Hebammen und den zuständigen pränataldiagnostischen Einrichtungen ein weiterer fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge in unserem Zentrum. Auf Wunsch können jährliche Gesundheitschecks durchgeführt und in enger Zusammenarbeit mit Hausärzten und anderen Fachärzten genauestens abgestimmt werden. Das Ärzteteam mit unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und unseren Hebammen Heike Breid und Andrea Geis freut sich auf die individuelle Betreuung der Patientinnen im Frauenärzte Gesundheitszentrum.

Unsere Leistungen

Frauenärzte Gesundheitszentrum Aschaffenburg • Vorsorge • Intensivüberwachung während der Schwangerschaft: CTG, Farb-Doppler-Ultraschall, 2D/3D/4D Ultraschall • Hochauflösender Brustultraschall der Stufe II nach DEGUM • Ultraschallkontrollierte Mammastanzbiopsie • Digitale Mammographie mit Tomosynthese • Mammographiescreening • Medikamentöse Tumortherapie • Hormonsprechstunde • Verhütungsberatung, Spiralen, Kupferkette • Kinder- /Jugendgynäkologische Sprechstunde • Akupunktur (A-Diplom)

Hauptpraxis Aschaffenburg: Goldbacher Str. 33 • 63739 Aschaffenburg >> Praxisfiliale Kahl am Main: Friedenstraße 20 • 63796 Kahl am Main Anzeige Gleis 1-Jan.2019.indd 25_Ausg_01_2021_14.indd 28 1

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Für gerade Zähne ist es nie zu spät

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Die optimale Zahnstellung wirkt sich positiv auf den Erhalt Ihrer eigenen Zähne aus und ist somit ein wichtiger Bestandteil Ihrer Gesundheit. Zusätzlich bedeutet sie eine Steigerung Ihrer Lebensqualität.

Häufig verschieben sich Zähne im Alter, so dass es zu Problemen beim Abbeißen und Kauen sowie beim Zähneputzen kommen kann. Mit einer kieferorthopädischen Behandlung können Ihre Zähne in die richtige Position bewegt werden – und das in jedem Lebensalter. Aligner kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn sich die vorderen Zähne übereinander geschoben haben. Ihr wichtigster Vorteil: Aufgrund des transparenten Materials sind diese Schienen nahezu unsichtbar. Sie fallen weder im Job, noch in Ihrer Freizeit auf. Aligner besitzen einen sehr hohen Tragekomfort und sind bei Bedarf herausnehmbar – zum Beispiel zur Reinigung und zum Essen.

Vor dem Einsetzen des Implantats erst einmal zum Kieferorthopäden? Das klingt ungewöhnlich, ist es aber nicht. Bei manchen erwachsenen Patienten ist es sinnvoll, die Zahnstellung so zu korrigieren, dass eine optimale Grundlage für den Zahnersatz geschaffen wird. Keine Exklusiv-Behandlung für jüngere Erwachsene – auch ältere Patienten können davon profitieren. Zahnärzte planen zusammen mit Kieferorthopäden die Behandlung, damit der Zahnersatz nicht nur optisch, sondern auch funktionell überzeugt. Zudem wirkt sich eine kieferorthopädische Behandlung häufig positiv auf die Lebensdauer des Zahnersatzes aus und kann das

tägliche Zähneputzen erheblich erleichtern. Wenn Sie eine ausgeprägte Kieferfehlstellung haben, die eine Zahnspange allein nicht ausgleichen kann, dann arbeiten Kieferorthopäden eng mit Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen zusammen und kombinieren Zahnspange und Operation. In der Regel wird im ersten Schritt mithilfe einer Zahnspange die Zahnstellung korrigiert und so die Grundlage für die richtige Kieferstellung geschaffen. Es folgt ein chirurgischer Eingriff, um die Kieferstellung zu korrigieren, so dass im Nachhinein nur noch kleine kieferorthopädische Einstellungen notwendig sind. In jeder Lebensphase und jeder Lebenssituation gibt es verschiedene Anliegen. Kieferorthopäden können Ihnen individuelle Möglichkeiten aufzeigen und die bestmögliche Behandlung anbieten.

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UROLOGISCHE PRAXIS

UROLOGIE

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DR. MED. PATRICK SAWAYA

Die Harnleiterabgangsstenose

Harmlose anatomische Variante oder behandlungsbedürftige Erkrankung? Die Nieren produzieren über Filtersysteme in ihrem Arbeitsgewebe (Parenchym) den Urin, welcher aus dem Blut gereinigte Abfallprodukte enthält und über ein inneres Sammelsystem aus Nierenkelchen abgegeben wird, welches letztendlich in einem trichterförmigen Behälter – dem Nierenbecken – endet. Dieses wiederum geht direkt in den Harnleiter über, der für den Urintransport in die Harnblase verantwortlich ist. Der häufigste Grund für eine Abflussstörung des Urins ist eine angeborene Verengung an der Stelle, an dem sich der Harnleiter mit dem Nierenbecken vereinigt, die sog. Harnleiterabgangsstenose. Diese kann durch strukturelle Wandveränderungen entstehen oder durch Einengung von außen, beispielsweise aufgrund atypisch verlaufender kreuzender Blutgefäße, aber auch durch später auftretende Ursachen, wie entzündliche Erkrankungen im Retroperitoneum (Hinterbauchraum), Folgezustände nach Trauma oder Tumore.

Ca. 1 von 1.500 Neugeborenen ist betroffen. Oft wird hier die Verengung bereits pränatal im Ultraschall festgestellt. Die Niere produziert mehr Urin als aufgrund der Harnleiterabgangsstenose zeitgerecht durch den Harnleiter befördert werden kann, was zu einem Verhalt bzw. einem Harnaufstau im Nierenbeckenkelchsystem führt, ab einem gewissen Ausmaß das Organ schädigt und somit zu einem Nierenfunktionsrückgang und unbehandelt bis zum vollständigen Funktionsverlust führen kann. Nach der Geburt sind typische Symptome einer behandlungsbedürftigen Harnleiterabgangsstenose beispielsweise eine Vorwölbung der Bauchwand, Harnwegsinfekte mit Fieber, Nierensteinbildung sowie Flankenschmerzen insbesondere nach übermäßigem Trinken aufgrund des zunehmenden Aufblähens des Nierenbeckens. Der Ultraschall ist eine sehr effiziente Screeningmethode zur Diagnosestellung, reicht jedoch nicht aus, um den Grad der Harntransportstörung sowie die Funktion der betroffenen Niere festzustellen. Hierfür ist eine weiterführende Diagnostik wie zum Beispiel die Nierenfunktionsszintigraphie erforderlich, bei welcher der Harntransport aus dem Nierenbecken mit und ohne Flüssigkeitsbelastung dargestellt werden kann. Wichtig zu wissen ist, dass eine spontane Heilung der angeborenen Harnleiterabgangsenge innerhalb der ersten 18 Lebensmonate möglich ist und die betroffenen Kinder insbesondere in diesem Zeitfenster einer engmaschigen Überwachung bedürfen.

UNSERE PRAXISRÄUME

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UNSER TEAM

UNSERE LEISTUNGEN

Krebsvorsorge

Nieren- und Harnleitererkrankungen

Harnblasen- und Harnröhrenerkrankungen sowie Harninkontinenz

Prostata- und Samenblasenerkrankungen

Verbessert sich die Harntransportstörung im weiteren Verlauf nicht bzw. leidet die Niere unter dem Harnaufstau im Sinne einer zunehmend schlechter werdenden Funktion oder treten wiederholt insbesondere bei höherer Flüssigkeitsbelastung der Niere aufgrund größerer Trinkmengen teils kolikartige Flankenschmerzen auf, bedarf es einer operativen Therapie. Standardmethode ist die operative Beseitigung der Harnleiterabgangsstenose, die sog. Pyeloplastik (Nierenbeckenplastik) mit einem Krankenhausaufenthalt von 5 – 8 Tagen. Hierbei erfolgt ein Absetzen des Harnleiters vom Nierenbecken mit Ausschneiden des engen Harnleiteranteils, Verlagerung eines ev. kreuzenden strangulierenden Blutgefäßes, Entfernung des aufballonierten und überdehnten Nierenbeckenanteils und schließlich erneutes Anschließen des Harnleiters an das neu gestaltete Nierenbecken. Zur Schienung und Stabilisierung der sog. Anastomose (Nahtstelle) wird temporär eine innere Harnleiterschiene – ein dünner Kunststoffschlauch zur Schienung der Strecke zwischen Nierenbecken und Harnblase – eingebracht, welche nach Abschluss der Wundheilung ca. 8 –12 Wochen postoperativ unkompliziert ambulant im Rahmen einer Harnblasenspiegelung entfernt werden kann. Die Erfolgsraten der Pyeloplastik sind mit ca. 95 % sehr gut und die Tatsache, dass dieser Eingriff heutzutage nahezu ausschließlich laparoskopisch (über sehr kleine Schnitte im Rahmen einer Bauch-

spiegelung) durchgeführt wird, garantiert ein hervorragendes kosmetisches Ergebnis dieser Operation.

Ambulante Prostatakrebstherapie durch Seed-Implantation

Erkrankungen des äußeren Genitales inkl. Hodenund Peniserkrankungen

Fruchtbarkeitsuntersuchungen bei unerfülltem Kinderwunsch

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AKADEMISCHE PRAXIS FÜR SPRACHTHERAPIE

SPRACHTHERAPIE

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Akademische Praxis für Sprachtherapie

Neurologe mit Weitblick und menschlicher Nähe – Rückblick auf 18 Jahre Zusammenarbeit Dr. med. Werner Hofmann wird zum 31.03.2021 seine Tätigkeit als Neurologe und Psychiater in der Neurologischen Praxis in Aschaffenburg beenden. Gerne wäre er noch einige Zeit für seine Patienten zur Verfügung gestanden.

stand zahlreicher Fachverbände, seine nationale und internationale Forschungsund Vortragstätigkeit sowie der ökonomische Druck durch die Krankenkassen zwangen ihn – wie viele Nachfolger – nach 14 Jahren zur Aufgabe des Zentrums.

Dr. med. W. E. Hofmann

Ich selbst arbeite seit 18 Jahren mit ihm zusammen, zu Beginn als niedergelassene Sprachtherapeutin und Mitarbeiterin der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation (ANR), seit 2008 als benachbarte Praxisinhaberin im Stadtpalais. Viele Patienten aus Aschaffenburg und Umgebung kennen Dr. Hofmann schon länger. Nach seinem Studium der Humanmedizin und der anschließenden Facharztausbildung in Neurologie und Psychiatrie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und den USA mit Tätigkeit als Assistenz- und Oberarzt im Klinikum Aschaffenburg und der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg ließ er sich im Jahre 1985 in eigener Praxis als Neurologe und Psychiater in Aschaffenburg nieder. Nach dem Vorbild amerikanischer ambulanter Rehabilitationszentren gründete er bereits 2001 in Aschaffenburg eine der ersten Neurologischen Reha-Ambulanzen, die Ambulante Neurologische Rehabilitation (ANR). Die Idee dazu, sagte er einmal, „entwickelte sich für mich aus der täglichen Arbeit mit Patienten. Für viele niedergelassene Ärzte war erkennbar, dass für Patienten nach dem Akutkrankenhaus und stationärer Reha ein grundlegendes Versorgungsproblem besteht.“ Für eine sich daran anschließende, dringend notwendige, koordinierte,

wohnortnahe ambulante Weiterbehandlung existierten zu dieser Zeit keine durchdachten Konzepte. Zusammen mit namhaften Kollegen wie Prof. Dr. Wolfgang Fries aus München wagte er den Versuch, zur Nachbetreuung neurologischer Patienten ein ambulantes wohnortnahes Therapiezentrum zu gründen, in dem Ärzte und Therapeuten aus verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam mit den Patienten und deren Angehörigen an einem für den jeweiligen Patienten zugeschnittenen Verbesserungskonzept seiner Teilhabe arbeiteten. „Es gehört zu meinem ärztlichen Verständnis, dass zu einer fundierten Diagnostik auch eine medikamentöse und umfassende therapeutische Behandlung gehört. Das heißt, dass neben der Verbesserung beeinträchtigter Funktion auch der betroffene Mensch selbst, seine Ressourcen und seine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am Leben, in der Gesellschaft und im Berufsleben im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet auch, sich Zeit für seine Patienten zu nehmen, ihnen zuzuhören, hilfreiche Netzwerke zur Weiterbehandlung und Nachversorgung aufzubauen und dem Gespräch zwischen Arzt und Patient einen hohen Stellenwert beizumessen“, so die Worte von Dr. Hofmann. Seine tägliche Arbeit in der eigenen Praxis, die Arbeit im Vor-

Besprechung in der Ambulanten Neurologischen Reha (ANR)

Den offenen Blick für neue Forschungsansätze in der Wissenschaft und erfolgreiche therapeutische und rehabilitative Maßnahmen bewahrte er sich in seiner beruflichen Tätigkeit bis heute. So nahm er an vielen wissenschaftlichen Studien teil, von denen auch seine Patienten profitierten. Seit 1991 bis heute leitet er mit viel Engagement den Neurologischen Qualitätszirkel Unterfranken, für den er immer wieder namhafte Referenten gewinnen konnte. Die Zusammenarbeit mit Kollegen der Neuropsychologie, Physiotherapie, Ergotherapie sowie Sprachtherapie führte er immer auf Augenhöhe und war stets interessiert und bemüht, die Sichtweise des jeweiligen Therapeuten zu verstehen, das insbesondere im Fachgebiet Neuropsychologie nicht immer leicht war. Als ich 2003 als promovierte Neurolinguistin und Klinische Linguistin aus München nach Aschaffenburg kam, entstand eine äußerst bereichernde und spannende

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Zusammenarbeit, auch wenn er mich damals mit der nicht sehr schmeichelnden Bemerkung begrüßte: „Ich schätze Ihre Kompetenz, aber als promovierte Neurolinguistin und Klinische Linguistin mit 10 Jahren Klinikerfahrung sind Sie für hier eigentlich überqualifiziert“. Das Konzept einer interdisziplinären und individuellen Rehabilitation, die nicht nur die biologischen Defizite einer Erkrankung im Auge hat, sondern sie als ein Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren betrachtet, war zu der damaligen Zeit höchst innovativ und weitsichtig. Im Jahre 2001 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerade die „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)“ verabschiedet, die mit einer neuen Sichtweise auf Krankheiten und Gesundheit, das sogenannte biopsycho-soziale Modell verabschiedete. Dieses lag 2004 in deutscher Übersetzung vor, wurde aber erst Monate später für medizinische Rehabilitationsmaßnahmen verpflichtend. Viele Pateinten, insbesondere nach Schlaganfall, SchädelHirn-Trauma sowie Hirntumoren oder entzündlichen und degenerativen Erkrankung des zentralen Nervensystems konnten über Jahre von diesem innovativen, effektiven und zugleich wohnortnahen Behandlungskonzept profitieren. Für Patienten mit Parkinson-Erkrankung und Multipler Sklerose aber auch Schädel-Hirn-Trauma baute Dr. Hofmann grundlegende Strukturen im Raum Aschaffenburg auf. Es erfolgten die Gründung von Selbsthilfegruppen sowie regelmäßige medizinische Informationsveranstaltungen mit renommierten Gastrednern. Für seine Patienten war er zu jeder Tagesund Nachtzeit erreichbar, häufig auch an

Wochenenden. In einem Interview sagte er einmal: „Ich bin aus Überzeugung Neurologe, Psychiater und Rehabilitationsmediziner geworden und habe das Glück, eine enorm interessante Tätigkeit ausüben zu dürfen. Meinen Lebensinhalt habe ich der ärztlichen Tätigkeit gewidmet und ich finde es als selbstverständlich, immer für meine Patienten da zu sein“.

menarbeit danken. Ich wünsche ihm für die Zeit danach alles Gute, Gesundheit und eine neue, für ihn sinnvolle und befriedigende Aufgabe, vielleicht auch außerhalb des medizinischen Bereichs. Ich wünsche ihm einen wohlverdienten Ruhestand, aus dem er auf viele Jahre erfolgreicher und zufriedener Tätigkeit als Neurologe und Psychiater zurückblicken kann.

Durch seine zusätzliche psychiatrische und psychotherapeutische Aus- und Weiterbildung war Dr. Hofmann ebenso mit verschiedensten psychiatrischen Erkrankungen, teilweise komplexer Ätiologie konfrontiert, die er mit hoher fachlicher Kompetenz behandelte. Kam es in der Praxis zu Verhaltensauffälligkeiten psychiatrischer Patienten, so löste er diese stets mit einer Leichtigkeit, die für Außenstehende beeindruckend war. Mit der zunehmenden Bürokratisierung und Ökonomisierung der ärztlichen Tätigkeit stand er, wie sicherlich viele andere Kollegen und Kolleginnen vor neuen Herausforderungen. Mit der Hinzunahme neuer ärztlicher Kollegen entwickelten sich Umstrukturierungsmaßnahmen und mit diesen auch neue Konzepte. Die nachfolgenden Kollegen und Kolleginnen übernehmen eine Praxis mit einem weit über Aschaffenburg hinaus reichenden Ruf. Ich wünsche ihnen, dass sie neben der Herausforderung ärztliche Praxen als moderne Unternehmen zu führen, neben den Parametern Ökonomisierung, Zeitoptimierung und LifeWork-Balance die ärztliche Fürsorge, den Weitblick und die menschliche Zuwendung für ihre Patienten ebenfalls im Fokus behalten.

Ihre Dr. phil. Ingeborg Maser

Akademische Praxis für Sprachtherapie

Ich möchte Dr. Hofmann für 18 spannende, interessante und lehrreiche Jahre der fachlichen und kollegialen Zusam-

HIER FINDEN SIE UNS: Akademische Praxis für Sprachtherapie Dr. phil. Ingeborg Maser Neurolinguistin/Klinische Linguistin dbs/dbl Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A 63739 ASCHAFFENBURG

Parkinson-Tag 2015, Danksagung an Herrn Hein, Leiter der Parkinson-Selbsthilfegruppe in Aschaffenburg

MS-Tag 2019, Diskussion mit Gastredner Prof. Dr. rer. nat. med. habil Pasquale Calabrese, Universität Basel

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GEMEINSCHAFTSPRAXIS PROF. DRES. KREUSSER, HECHLER UND KOLLEGEN, ASCHAFFENBURG

ZAHNÄRZTE

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Mundhygiene stärkt das Immunsystem Der Zahnraum als Eintrittspforte für Viren und Bakterien verdient besondere Pflege

Mundhygiene ist in Zeiten von Covid-19 besonders wichtig. Ein gesunder Zahnraum stärkt das Immunsystem und trägt aktiv dazu bei, den Körper fit zu machen gegen Viren und Bakterien, denn der Mund ist einer der Haupt-Eintrittsorte für Krankheitserreger in den Körper. Zum Zahnraum gehören nicht nur die Zähne, sondern auch der Speichel und die Mundschleimhaut. Je besser die Mundhygiene ist, desto weniger Chancen haben Viren und Bakterien. Wichtig ist nicht nur die tägliche richtige Zahnpflege, sondern auch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Kontrollen beim Zahnmediziner. Die gute Nachricht: Die Mundgesundheit der über 65-Jährigen ist in den vergangenen Jahren deutlich besser geworden. Senioren besitzen immer länger und immer mehr eigene Zähne. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis konsequenter Aufklärung über richtige Zahnpflege im fortgeschrittenen Lebensalter. Allerdings beobachten Zahnmediziner durch den längeren Erhalt der Zähne bei

Senioren verstärkt Erkrankungen, die früher eine nachrangige Bedeutung hatten. Dazu zählen zum Beispiel Parodontalerkrankungen, das sind Entzündung des Zahnhalteapparats, sowie spezielle Formen von Karies wie die Sekundärund Wurzelkaries. Die Sekundärkaries entsteht im Bereich von Füllungen und Zahnersatz, die Wurzelkaries im Bereich der Zahnwurzel. Beide Formen haben

ihre Ursache in einem durch Bakterien verursachten Mineralverlust. Daraus folgt: Nicht nur bei Kindern und jungen Erwachsenen ist die Mundhygiene wichtig, sie bleibt es auch im fortgeschrittenen Alter. Gerade Senioren sollten besonderes Augenmerk darauflegen, denn mit zunehmendem Alter verändern sich physiologische Parameter, mit der Gefahr von Entzündungen von Mundschleimhaut und Zahnfleisch, Karies und Zahnverlust. Ein verringerter Speichelfluss und Mundtrockenheit zählen zu diesen Veränderungen. Auch die Motorik zum Beispiel beim Kauen verschlechtert sich. Der im zunehmenden Lebensalter generell verringerte Speichelfluss ist nur eine Ursache der Mundtrockenheit, ein weiterer Grund liegt daran, dass ältere Menschen oft zu wenig trinken. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Krebs oder Diabetes mellitus können den Speichelfluss verringern. Warum ist das ein Problem? Der Speichel ist wichtig für den Weitertransport von Nahrung und die Selbstreinigung des Mundraums nach der Nahrungsaufnahme. Durch seine Funktion als Puffer bringt er den phWert im Mundraum nach dem Essen wieder ins Gleichgewicht. Bestandteile des Speichels sind wichtig bei der Remineralisierung und Beschichtung aller Oberflächen im Mundraum. Nicht zuletzt wirkt Speichel antibakteriell. Viel Trinken und gesunde Ernährung mit kauintensivem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sind deshalb wichtige Bestandteile der Mundhygiene. Sollte es doch zum Zahnverlust kommen, gibt es heute hervorragende Möglichkeiten des Ersatzes, die die Lebensqualität erhalten oder verbessern. Neben Kronen und Brücken stehen mit der Implantologie sichere, langanhaltende und individuell anpassbare Systeme zur Verfügung. Selbst totale Zahnlosigkeit lässt sich heute mit Implantaten korrigieren. Im zahnlosen Unterkiefer ist diese Form des Zahnersatzes ab zwei Implantaten möglich, im zahnlosen Oberkiefer ab vier Implantaten. Zur Wahl stehen herausnehmbare oder festsitzende Varianten, die je nach individueller Ausgangslage konservativ mit Einheilungszeit oder sofort mit festsitzenden Zähnen angepasst werden. Übrigens: auch herausnehmbarer Zahnersatz muss gründlich gereinigt werden.

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PHYSIOTHERAPIE/FITNESS/ KOSMETIK & FUSSPFLEGE PRAXIS FÜR GANZHEITLICHE GESUNDHEITSPFLEGE

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Krafttraining im Seniorenalter Krafttraining hilft Mobilität und Koordination auch im fortgeschrittenen Alter zu erhalten

mäßigem Krafttraining effektiv und nachhaltig erreichen. Übungen mit Geräten wie Hanteln oder Sequenztrainingsgeräten können durch Dehnungen der Muskulatur und mit funktionellem Training, bei dem mehrere Muskelgruppen und Gelenke beansprucht werden, sinnvoll ergänzt werden. Unter physiotherapeutischer Anleitung erreichen auch Senioren in wenigen Wochen wieder einen Trainingszustand, der sie aktiv am Leben teilhaben lässt. Ziel des Krafttrainings ist, den Verlust von Muskelmasse und motorischen Fähigkeiten zu verhindern und die Selbständigkeit zu erhalten. Mit zunehmendem Alter wird das immer wichtiger. Denn ohne konsequentes Training lässt die Kraft noch schneller nach.

Man kennt das vielleicht: Den Wasserkasten heben, die Treppe hochsteigen ohne außer Atem zu kommen, sich gerade noch auffangen beim Stolpern – gar nicht so leicht, wenn die Kraft immer mehr nachlässt. Mit konsequentem Krafttraining lassen sich hier schnell Verbesserungen erreichen, mit denen der Alltag wieder leichter wird. Abbauprozesse an Muskelkraft sind im fortgeschrittenen Alter üblich. Schwindet die Muskelkraft, verschlechtern sich auch Beweglichkeit, Schnelligkeit, Kraft und Koordination. Ohne motorische Grundkompetenzen aber ist ein gewohnter Alltag kaum zu bewältigen. „Schuld“ an den Abbauprozessen sind ein sich veränderter Hormonspiegel, eine schlechtere Durchblutung, Bewegungsmangel, nachlassender Appetit und zu wenig eiweißhaltige Kost, die den Körper kräftigen würde. Mit schwindender Muskelkraft wird auch die Knochendichte geringer. Chronische oder entzündliche Erkrankungen wie Rheuma können den Abbau von Muskelmasse sowie Knochendichte begünstigen.

sammenspiel von Muskeln und Nerven bewusst gegen einen unüberwindlichen Widerstand erzeugt werden kann – nimmt bereits ab dem 30. bis ungefähr zum 50. Lebensjahr langsam ab. Dieser Prozess beschleunigt sich mit zunehmendem Lebensalter. Die Folge ist eine erhebliche Beeinträchtigung der Aktivität sowie Einbußen im Kraft- und Gleichgewichtsvermögen sowie zunehmende Gangunsicherheiten. Gleichzeitig steigt das Risiko akuter Beschwerden durch Stürze und Verletzungen, weil auch die Knochendichte mit schwindender Muskelkraft geringer wird. Auch das Risiko für chronische und degenerative Erkrankungen ist erhöht.

Je inaktiver der Lebensstil, desto früher zeigen sich diese altersbedingten Veränderungen. Die Maximalkraft – also die höchstmögliche Kraft, die mit dem Zu-

Gegensteuern ist zum Glück möglich. Die Fähigkeit auch im fortgeschrittenen Alter im Alltag gut zurechtzukommen und mobil zu bleiben lässt sich mit regel-

Krafttraining ist ein wichtiger Beitrag diese Prozesse aufzuhalten oder sogar umzukehren. Mit adäquatem Training lässt sich die vorhandene Muskulatur effektiver nutzen, und auch in fortgeschrittenem Alter ist es noch möglich Muskelmasse aufzubauen. Diese ist maßgeblich für den Erhalt der Kraftleistungsfähigkeit. Es geht dabei nicht darum die Maximalkraft zu steigern, sondern die verfügbare Schnellkraft zu erhöhen und schnelle Verbesserungen von Motorik und Funktionalität zu erzielen. Das ist gerade im Rahmen der Sturzprophylaxe wichtig. Dafür sind hohe Trainingsintensitäten notwendig. Das bedeutet: nicht nur die Häufigkeit des Trainings ist von Bedeutung, sondern vor allem auch die Höhe der Gewichte. Diese sollten auf keinen Fall zu niedrig gewählt sein. Gesunde Menschen sollten zum Einstieg ins Training mindestens zwei Mal pro Woche trainieren und dies auf drei bis vier Mal wöchentlich steigern. Bei Unsicherheiten über die Leistungsfähigkeit sollten Senioren ärztlich abklären lassen, wie viel Training realistisch ist. Erste Erfolge können sich bereits nach etwa zwölf Wochen zeigen und sind konkret im Alltag spürbar, wenn längere Gehstrecken kein Problem mehr darstellen, das Aufstehen nach dem Sitzen leichter fällt und Treppen kein unüberwindliches Hindernis mehr sind. Langfristig sind positive Auswirkungen auf Blutdruck, Blutzuckerwerte und Fettwerte zu erwarten. Erwartbare Nebenwirkungen wie Muskelkater oder Gelenkschmerzen werden umso weniger, je länger das Training praktiziert wird.

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Christine Schwarz

Seit 30 Jahren sind mein Team und ich Ihre Partner für Physiotherapie in Aschaffenburg. Wir bieten Ihnen ein weitgefächertes Angebot an hochwertigen, qualifizierten Leistungen rund um Gesundheit und Wohlbefinden.

Praxis für … … Krankengymnastik

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Krankengymnastik kommt zum Einsatz bei Störungen bzw. Beschwerden des Bewegungsapparates, des Kreislaufs und der Atmung. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit.

In unserem Fitness- und Gesundheitsstudio können Sie unter individueller Anleitung hochqualifizierter Therapeuten an Chipkarten gesteuerten FitnessGeräten, Kardiogeräten, Seilzügen und Laufbändern trainieren.

Sie möchten sich verwöhnen lassen und dabei Ihre Gesundheit unterstützen? Sie möchten den Anforderungen des Alltags mit einem Lächeln begegnen? Sie möchten entspannen, abschalten, durchatmen und sich einfach wohlfühlen?

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Unser Wohlfühl-Angebot:

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Öffnungszeiten unserer Praxis: montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr.

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Christine Schwarz (vorne/mitte und ihr Team)

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GASTROENTEROLOGIE UND INNERE MEDIZIN GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG

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DIE GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG INFORMIERT

„Magen-DarmErkrankungen im Alter“

Bei älteren Patienten kommen bestimmte Erkrankungen des Verdauungstraktes häufiger vor. Dazu zählt die atrophische Gastritis, eine Entzündung im Magen, bei der es durch autoimmunologische Prozesse zu einem Abbau der Schleimhaut kommt. Die Folgen sind unter anderem ein Vitamin B12-Mangel sowie eine Blutarmut und nach langer Zeit kann sogar Magenkrebs entstehen. Auch andere Tumore des Verdauungstraktes kommen im höheren Alter vermehrt vor. An erster Stelle ist dabei Darmkrebs zu nennen, der sich meist über Jahre aus gutartigen Polypen entwickelt. Diese gutartigen Vorstufen von Darmkrebs zu entdecken und abzutragen ist im Rahmen von Vorsorgedarmspiegelungen möglich! Weitere typische Alterskrankheiten des Verdauungstraktes sind Durchblutungsstörungen des Darmes. Ursache dabei ist die im Alter auftretende Verkalkung von Blutgefäßen, die durch Verschluss der Gefäße zu einer akuten oder chronischen Blutarmut in der Darmschleimhaut führt. Die Folgen sind Bauchschmerzen, blutige Durchfälle und im schlimmsten Fall ein Absterben von Darmanteilen. Gallensteine werden

im höheren Alter häufiger diagnostiziert, die Therapie ist jedoch für alle Altersklassen gleich. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse nimmt mit zunehmendem Alter leicht ab, wobei nur in seltenen Fällen die Einnahme von Enzymen zur Verbesserung der Fettverdauung erforderlich ist.

spät diagnostiziert. Der Verlauf von Erkrankungen des Verdauungstraktes ist bei alten Patienten in vielen Fällen schwerer und wird zusätzlich durch andere Begleiterkrankungen verschlechtert. Das führt bei alten Patienten zu einer erhöhten Rate an Komplikationen und zu einer vermehrten Sterblichkeit.

Andere Krankheiten von älteren Menschen können sich auch auf die Funktion des Verdauungsapparates auswirken. So können neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder die Parkinsonerkrankung zu Schluckstörungen und Fehlfunktionen der Speiseröhre führen. Eine typische Erkrankung des alten Menschen, die ebenfalls zu Schluckstörungen führen kann, ist eine kleine Aussackung im Bereich der Rachenmuskulatur (Zenker Divertikel). Sie entsteht durch eine Funktionsstörung des Schließmuskels im oberen Teil der Speiseröhre und kann durch einen endoskopischen Eingriff therapiert werden.

Im Alter nehmen die Menschen aus verschiedenen Gründen Medikamente ein, die in vielen Fällen gastrointestinale Nebenwirkungen haben. Diese Nebenwirkungen von primären Erkrankungen des Verdauungsapparates zu unterscheiden ist zum Teil schwierig, da manche Medikamente nicht einfach abgesetzt oder gewechselt werden können.

Gastroenterologische Erkrankungen verlaufen im hohen Alter häufig ohne typische Beschwerden und werden daher

All diese Besonderheiten erfordern eine sorgfältige Anamneseerhebung, Diagnostik und Therapie von Magen-Darm-Erkrankungen des älteren Patienten. Als Gastroenterologen sind wir die Spezialisten für die Organe des Verdauungsaparates. Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne weiter.

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GAST


IHR TEAM DER GASTROENTEROLOGISCHEN GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG Prof. Dr. med. W. Fischbach, Priv.-Doz. Dr. med. R. Melcher, Dr. med. C. Noé, Priv.-Doz. Dr. med. H. Lührs, Dr. med. K. Metz, Dr. med. O. Tabarelli

GUT AUFGESTELLT. FÜR IHRE GESUNDHEIT. Gesundheit und Wohlbefinden unserer Patienten stehen an erster Stelle. Und wir setzen uns für dieses Ziel ein. Mit unserem breiten Spektrum medizinischer Leistungen und einem hochqualifizierten Team an Ärzten sind

wir die Experten für gastroenterologische Erkrankungen. Nicht nur zentral im Herzen Aschaffenburgs, sondern vor allem immer nah am Patienten.

UNSERE LEISTUNGEN IN DER ÜBERSICHT: • Darmspiegelung zur Krebsvorsorge

• Atemgastests (Laktose, Fruktose u.a.)

• Anlage von Ernährungssonden

• Chemotherapie / Immuntherapie

• Hämorrhoidentherapie

• Therapie von M. Crohn, Colitis ulcerosa

• Magen- und Darmspiegelung

• Laboruntersuchungen

• Enddarmuntersuchung

• Krebsvorsorge / Tumornachsorge

• Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane,

• Behandlung von Lebererkrankungen

der Schilddrüse, der Kopfspeicheldrüsen, der Blutgefäße sowie der Lymphknoten

• internistische Durchuntersuchungen • Gutachten

GASTROENTEROLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG Stadtpalais „Alte Post“ am Hauptbahnhof • Elisenstr. 32 • Eingang B • 63739 Aschaffenburg Telefon: 0 60 21 | 44 47 8 - 0 • Telefax: 0 60 21 | 44 47 8 - 50 • praxis@gastro-ab.de Sprechzeiten: Montag – Freitag, 08.30 Uhr – 12.30 Uhr und 13.30 Uhr – 16.00 Uhr

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KARDIOLOGISCHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS ASCHAFFENBURG

KARDIOLOGIE UND INNERE MEDIZIN

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KARDIOLOGIE ASCHAFFENBURG 32

Lebensstil beeinflusst Herzgesundheit Es ist auch im Alter nie zu spät, mehr für Herz, Seele und Gesundheit zu tun Herzinfarkt, Herzschwäche, Bluthochdruck, Schlaganfall: Herz- und Kreislauferkrankungen führen jedes Jahr zu vielen Klinikeinweisungen und Sterbefällen. Die Hälfte der KHK-Fälle ist auf den heutigen Lebensstil zurückzuführen: Rauchen, Bewegungsmangel, Fettleibigkeit, schädlicher Dauerstress und ungesunde Ernährung führen zu Risikokrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen (hohe Cholesterinwerte). Gesund leben ist die beste Vorsorge, um Risikokrankheiten für Herz- und Gefäßleiden zu vermeiden. Dafür ist es nie zu spät: Auch im fortgeschrittenen Alter ist es wichtig, auf Ernährung und Bewegung zu achten, das Rauchen zu reduzieren oder ganz aufzugeben.

Erfolgsversprechend ist, nicht von jetzt auf gleich alles ändern zu wollen. Empfehlenswert ist, mit mehr Bewegung zu beginnen, denn die Erfolge zeigen sich unmittelbar: Die Leistungsfähigkeit steigt, die Stimmung ist besser. Herzkranke kommen erfahrungsgemäß mit mehr körperlicher Aktivität besser zurecht mit ihrer herzmedizinischen Behandlung. Bewegung hilft auch über das Verlangen nach Nikotin hinweg. Am besten man gestaltet seinen Alltag so bewegt wie möglich: Fahrrad statt Auto oder E-Roller, Treppe statt Aufzug, stehend statt sitzend telefonieren und arbeiten. Ideal sind Ausdauersportarten wie Joggen, schnelles Gehen, Radfahren, Schwimmen, Ergometertraining oder Tanzen. Es lohnt sich: Wer sich regelmäßig bewegt, beugt Herz- und Gefäßkrankheiten vor, aber auch Diabetes

und Krebserkrankungen wie Darm- oder Brustkrebs. Ein starkes Gift für die Gefäße und Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Arterienverkalkung ist Rauchen. Aufzuhören ist nach einem Herzinfarkt die wirksamste Einzelmaßnahme und reduziert das Wiederholungsrisiko für einen weiteren Infarkt um weit über 50 Prozent. Auch das dauerhafte Rauchen von E-Zigaretten ist gesundheitsschädlich. Herzspezialisten propagieren die traditionelle Mittelmeerküche mit Obst und Gemüse, Salat, Hülsenfrüchten, wenig Fleisch, dafür eher Fisch, mit Oliven- und Rapsöl sowie Kräutern statt Salz. Salz bindet Wasser im Körper, was einen Bluthochdruck fördern kann. Der tägliche Konsum von ausreichend Gemüse und Ballaststoffen kann durch den relativ geringen Ener-

giegehalt dazu beitragen, Übergewicht zu vermeiden. Zu viel Zucker in Lebensmitteln und Getränken erhöht das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. Zucker steckt nicht nur in Süßigkeiten und Kuchen, sondern auch in Saft, Fertiggerichten und Fertigprodukten. Zusätzlich zur Bewegung fördert die Mittelmeerküche das schrittweise Abnehmen für ein gesundes Normalgewicht. Auch Alkohol hat viele Kalorien und kann indirekt über die Zunahme an Gewicht zu hohem Blutdruck führen. Übergewicht ist ein wichtiger und häufiger Auslöser für Bluthochdruck. Angestrebt werden sollte ein Gewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI*) zwischen 22 und 25. Beim Taillenumfang sollten Männer weniger als 102 und Frauen weniger als 88 cm anstreben. Das Bauchfett produziert Hormone und entzündungsfördernde Botenstoffe, die sich unter anderem auf den Blutdruck auswirken. Bluthochdruck ist tückisch, weil man ihn zunächst nicht spürt und ihn nicht sieht. Unerkannt und unbehandelt steigt das Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Nierenschädigung zu erleiden erheblich. Erhöhte Cholesterinspiegel im Blut sind ein wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine. Hohe LDLCholesterinspiegel verursachen Gefäßveränderungen in den Arterien des Herzens (Arteriosklerose), in Hirnarterien und in den Beinarterien mit der Bildung von Ablagerungen in diesen Gefäßen. Nicht Stress alleine macht krank, sondern fehlende Entspannung. Bei Stress wappnet sich der Körper für die akute Problemsituation: Stresshormone werden ausgeschüttet, der Blutzucker steigt, die Insulinausschüttung nimmt zu, das Herz schlägt schneller und der Blutdruck steigt. Bei anhaltendem Stress kommen diese Vorgänge jedoch nicht zur Ruhe und der Organismus steht ständig unter Dampf. Die Folge können Entzündungsreaktionen im Körper sein, im schlimmsten Fall Diabetes, Schlaganfall, Arteriosklerose und Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen.

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KARDIOLOGIE ASCHAFFENBURG 32

Die Herz-Kreislauf-Spezialisten im Stadtpalais „Alte Post“ am Hauptbahnhof Dr. med. Andreas Görz, Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters (von links)

Unsere Leistungen:

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Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Dr. med. Andreas Görz Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 Eingang A 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25

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BAG RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN

RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN

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Gelenke im Alter Moderne Gelenkdiagnostik in der BAG Radiologie & Nuklearmedizin Aschaffenburg

Es beginnt vielleicht mit einem Ziehen in der Schulter oder einem Stechen im Knie und geht dann über in heftige Dauerschmerzen und schwere Bewegungseinschränkungen. Erkrankungen an Gelenken machen sich mit vielfältigen Symptomen bemerkbar. Selbst ein leichtes Brennen im Nacken kann auf Probleme an Gelenken hindeuten. Die mit Abstand wichtigste Methode, um entsprechende Beschwerden zu erkennen und zu verstehen, ist die Magnetresonanztomographie (MRT).

Diese ermöglicht eine exzellente Darstellung der Gelenkkonturen, des Knorpels, der Bänder und Sehnen und erlaubt, das komplexe Zusammenspiel dieser Strukturen nachzuvollziehen. Nur die MRT kann Entzündungsprozesse sichtbar machen, die für das Verständnis der Schmerzen so wichtig sind. Anhaltende Beschwerden an Gelenken sollten unbedingt medizinisch abgeklärt werden, denn als Verbindungen zwischen allen Knochen sind diese für den Körper unverzichtbar. Ohne Gelenke könnten Menschen weder laufen noch sitzen noch stehen, kurzum: sich nicht bewegen. Gelenke sind für den Körper schlicht unverzichtbar. Wie an allen Körperteilen können auch an Gelenken Schä-

digungen entstehen. Schwere Gelenkserkrankungen sind oft gefolgt von einer dramatischen Einschränkung, sich überhaupt wie bisher zu bewegen und sein gewohntes Leben zu führen. Eine MRT sollte nach Möglichkeit das erste Mittel der Wahl sein, wenn es um die Diagnostik von Gelenkbeschwerden geht. Sie ist allerdings nicht machbar bei Patienten mit Herzschrittmacher oder anderen elektronischen Implantaten im Körper. Bei Patienten mit diesen Einschränkungen greift die Radiologie auf das klassische Röntgen zurück, das bei bestimmen Fragestellungen ebenfalls gute Ergebnisse liefern kann. Die dritte wichtige Untersuchungsmethode in der Radiologie, die Computertomographie

(CT), spielt bei der Diagnostik von Gelenkerkrankungen eine ergänzende Rolle. Die entscheidende und nicht immer leicht zu beantwortende Frage ist, wann der richtige Zeitpunkt für die Gelenkdiagnostik mit der MRT ist und welche Möglichkeiten sich für die Therapie oder die Lebensführung daraus ableiten. Sicher aber ist, dass eine gute Diagnostik die Grundvoraussetzung für die Festlegung der geeigneten Therapie ist. Gerade in der Gelenkdiagnostik werden häufig Probleme festgestellt, die auf Grund des Beschwerdebilds so nicht unbedingt zu erwarten wären. Dazu zählen zum Beispiel der beginnende Knorpelschaden, der unerkannt, bei andauernder Überlastung oder

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Fehlbelastung oft unwiderruflich zum vollständigen Knorpelverlust und zum Endstadium einer Arthrose führt. Aber auch weniger dramatische Befunde wie ein Meniskus-Riss sollten Anlass zu einer Änderung der Sportart oder von Bewegungsmustern sein. Das rechtzeitige Erkennen dieser Veränderung ist im Zeitalter des nicht zuletzt durch das Internet gut vorinformierten Patienten oft sehr hilfreich, Lebensqualität langfristig zu erhalten. Das gelingt aber nur, wenn der Patient die

CT-Bild eines Handgelenks

Schwachstellen des Körpers kennt und nach Diagnostik der Probleme gegebenenfalls bereit ist, diese anzugehen. Nicht immer muss die Diagnostik einer Gelenkschädigung das Ergebnis der MRT sein. Die Information, dass am Gelenk alles in Ordnung ist, kann eine große Erleichterung sein – denn sie bedeutet, dass der gewohnte Spaziergang oder der geliebte Sport ohne Einschränkungen weiter ausgeübt werden dürfen.

Prof. Dr. Stephan Schmitz und Kollegen Frohsinnstraße 20 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/15 07 90 Spezialdiagnostik 0 60 21/150 79 99 Ausgelagerter Praxisteil Klinikum Aschaffenburg-Alzenau Am Schlosshof 1 63755 ALZENAU-WASSERLOS Filialpraxis Seligenstadt Mittelbeune 3 63500 SELIGENSTADT

Wer behandelt mich? Alle Ärzte unserer BAG sind sehr erfahren seit Jahren/Jahrzehnten in der Gelenkdiagnostik und bilden sich kontinuierlich fort. Zusätzlich haben im Rahmen der Qualifizierungsinitiative der BAG Radiologie & Nuklearmedizin Aschaffenburg Dr. Elke Meier und Dr. Alexander Sauer das Diplom Muskuloskelettale Radiologie der DGMSR (Deutschen Gesellschaft für Muskuloskelettale Radiologie) erworben.

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Nach massiven Investitionen in neue MRT-Geräte an den drei Standorten Aschaffenburg, Alzenau-Wasserlos und Seligenstadt werden nun modernste Technik in höchster Qualität eingesetzt. Damit ist die Voraussetzung für die bestmögliche Diagnosestellung geschaffen.

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NEWS&INTERN

News&Intern GLEIS EINS

NEWS aus der Neurologie

Die neue Neuropraxis im Stadtpalais Aschaffenburg Zum 1. April 2021 tritt der langjährige Seniorpartner und Gründer der Gemeinschaftspraxis für Neurologie und Psychiatrie Dr. Werner E. Hofmann in den wohlverdienten Ruhestand. Unter partnerschaftlicher Führung mit bewährter Expertise und Kompetenz bringt das Ärzteteam um Dr. Jochen C. Ulzheimer mit zwei neuen als Chef- und Klinikoberärzte erfahrenen Fachärzten für Neurologie eine moderne Philosophie in das Stadtpalais mit einem umfassenden Behandlungsspektrum für neurologische Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskeln – und das alles nun in zeitgemäßer Organisationsstruktur. Herr Dr. Jochen C. Ulzheimer, gebürtig im Landkreis Miltenberg, ist seit 2017 Mitinhaber der Gemeinschaftspraxis und den meisten Patienten bereits vertraut und beliebt. Nach der Facharztausbildung an der Neurologischen Univ.-Klinik Würzburg war er langjähriger Leitender Oberarzt am Caritas Krankenhaus Bad Mergentheim und Leiter der regionalen Stroke Unit. Er kümmert sich mit seiner umfassenden und wissenschaftlichen neuroimmunologischen Expertise um alle entzündlichen und Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems, insbesondere Multiple Sklerose und anderen mit modernen Immuntherapien behandelbaren Systemerkrankungen wie z.B. Amyloidose und Migräne. Er behandelt auch Bewegungsstörungen in der Neurologie mit Botulinumtoxin. Frau Dr. Jessica Herröder, geb. Hansmann, ist seit Februar 2020 in der Praxis als Neurologin tätig. Sie besitzt langjährige Expertise als Oberärztin an der Schön Klinik München Schwabing unter Leitung von Prof. Dr. A. Ceballos-Baumann in der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen insbesondere von Parkinson-Syndromen und Bewegungsstörungen und leitete die dortige Tagesklinik für Demenz und die Ambulanz für kognitive Störungen. Diese Schwerpunkte führt sie auch als Teilhaberin in unserer Praxis weiter. Herr Privatdozent Dr. Carsten Wessig stammt aus Oberfranken und war nach seiner Oberarztzeit an der Neurologischen Univ.-Klinik Würzburg Chefarzt am Ortenau-Klinikum Offenburg im Schwarzwald und Chefarzt der Neurologischen Intensiv- und Frührehabilitation an der Klinik Bavaria Bad Kissingen. Nicht zuletzt durch seine wissenschaftliche Tätigkeit und Habilitation besitzt er umfangreiche Kompetenz in der Entstehung und Behandlung von neuromuskulären Erkrankungen wie autoimmunen und hereditären Neuropathien, Muskelerkrankungen und myasthenen Syndromen, sowie umfassende Expertise in der neurologischen Akutversorgung, Intensivmedizin und Rehabilitation. Steckenpferd des neuen Teilhabers ist die elektrophysiologische Diagnostik mit Neurographie und Elektromyographie, sowie Muskel- und Nervensonographie. Unsere Ärzte sehen sich neben ihren Spezialgebieten als Generalisten für die gesamte Neuromedizin. Gemeinsam ist ihnen allen die nationale und internationale Vernetzung mit Meinungsbildnern, Grundlagenwissenschaftlern und klinischen Forschern an den führenden neurologischen Universitäts- und Spezialkliniken. Zum Ende April verlässt auch Frau Dr. Anamarija Kavcic die Praxis nach sechsjähriger Tätigkeit als Neurologin. Weiterhin gewährleistet auch unser Team an erfahrenen und engagierten medizinischen Fachangestellten mit MS-Nurse eine reibungslose Diagnostik und Behandlung und kümmert sich um Ihre organisatorischen Anliegen. Als DMSG-zertifiziertes MS-Zentrum bieten wir auch weiterhin unseren Patienten mit Multipler Sklerose sorgfältige Diagnostik, eingehende Beratung in allen Lebenslagen, modernste Therapie und engmaschige Verlaufskontrolle. Darüberhinaus werden auch innovative, noch vor oder kurz nach der Zulassung stehende neue Therapien im Rahmen von kontrollierten Studien angeboten, insbesondere auf dem Gebiet der Neuroimmunologie. Intensiviert wird die interdisziplinäre Vernetzung mit den radiologischen Facharztpraxen. Neu etabliert wird demnächst die Online-Terminbuchung sowie die elektronische Übermittlung von Arztbriefen und Rezepten, sobald durch die Telematikinfrastruktur der Kassenärztlichen Vereinigung realisiert. Bleiben Sie gesund!

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IM GESPRÄCH

„Mittlerweile sind unsere Patienten sehr versiert“ In der Corona-Pandemie sind Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet

Menschen mit Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe von Covid-19. Sie müssen sich deshalb besonders vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen. Die Gleis Eins-Redaktion sprach mit Diabetologin Dr. Inga-Nadine Kummer von der Gemeinschaftspraxis Dres. Klausmann/Schirrmacher-Memmel über Vorbeugung und den grundsätzlichen Umgang mit dem Typ 2-Diabetes.

Die Corona-Pandemie bedeutet für Diabetes-Patienten eine riesige Herausforderung, oder?

Wie hängt Diabetes mellitus mit dem Verlauf einer Covid19-Erkrankung zusammen?

Covid-19 ist in der Tat eine ganz besondere Situation für alle und stellt uns vor enorme Herausforderungen im medizinischen System. Für unsere Patienten hat Covid-19 eine ganz besondere Bedeutung, weil wir einfach wissen, dass eine Infektion für Patienten mit Grunderkrankungen einen schweren Verlauf haben kann und die Mortalität, also die Sterblichkeit, höher ist. Das ängstigt unsere Patienten zu Recht und lässt neue Fragen aufkommen, wie man Covid-19 besser in den Griff bekommt, wie man diese Patienten noch besser schützen kann. In den vergangenen Wochen und Monaten sind wir diese Fragestellungen mit unseren Patienten immer wieder durchgegangen und haben versucht Ängste abzubauen.

Dass die Verläufe schwerer sind ist gesichert. Was nicht klar ist, ob der Diabetes selbst die Ursache dafür ist oder ob ein Zusammenspiel der Komorbiditäten eine Rolle spielt. Viele unserer Patienten haben ja auch eine Blutdruckerkrankung, eine Adipositas, haben kardiovaskuläre Erkrankungen, also Erkrankungen am Herzen und an den Gefäßen. Es ist noch nicht klar, ob das alles zusammenspielt und ein Faktor ist, der die erhöhte Mortalität und den schweren Krankheitsverlauf bedingt. Hier gibt es noch keine eindeutigen Forschungsergebnisse.

Halten sich die Patienten bereitwillig an alle Schutzmaßnahmen?

Der entscheidende Unterschied ist, dass wir in der Therapie nicht mehr nur ein monozentrisches Bild auf den Glukosespiegel legen. Früher hat man versucht, den Blutzucker möglichst gut einzustellen. Damit hat man sich erhofft, Folgekomplikationen in den Griff zu bekommen oder deren Auftretenswahrscheinlichkeit zu reduzieren. Heute legt man mit der Medikation viel mehr den Fokus darauf, dass man Folgekomplikationen vermindert oder verhindert und damit die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht. Es gibt mittlerweile viele Medikamente, mit denen nicht nur der Blutzucker und der Langzeitzuckerwert, der Hba1c, in einen guten Bereich gebracht werden können, sondern die zusätzlich die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöhen, indem sie zum Beispiel eine eingeschränkte Nierenfunktion im Fortschreiten bremsen.

Was ich beobachten kann, ist dass unsere Patienten sich der schwierigen Lage sehr bewusst sind, denn wir haben dieses Bewusstsein ja auch geschärft. Man kann ihnen nicht nachsagen, dass sie sich nicht adäquat schützen, ihre Personenkontakte nicht reduzieren. Ich sage den Patienten in der Praxis jeden Tag, dass sie selbst vorsichtig sein müssen, sich von zu vielen Menschenkontakten fernhalten und Abstandsregeln einhalten sollen. Viele Patienten haben anfangs zum Beispiel nicht verstanden, dass die Stoffmasken zwar andere Menschen, aber nicht die eigene Person schützen, und dass das Tragen einer Maske kein Freibrief ist sich mit vielen Personen zu treffen. Mittlerweile sind unsere Patienten sehr versiert und tragen zum Beispiel überwiegend eine FFP2-Maske. Wir haben hier in der Praxis auch sehr streng darauf geachtet, dass nicht zu viele Patienten aufeinandertreffen, dass wir einen möglichst guten Beitrag zum Schutz unserer Patienten leisten.

Wie hat sich die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 in den vergangenen Jahren verändert?

Was zeigt die Studienlage dazu? Die Studien, die aktuell bei den oralen Antidiabetika laufen, haben als primäres Ziel zu zeigen, dass die Mortalitätsrate gesenkt werden kann und dass die Folgekomplikationen – Herzinfarkt und Schlaganfall – reduziert werden können. Hier

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zeigen sich schon signifikante Verbesserungen. Diese Studien laufen mit hohen Fallzahlen von zum Teil 10.000 Patienten und haben dadurch eine hohe Aussagekraft gerade bei Patienten mittleren Alters, also zwischen 50 und 75 Jahren, der größten Teilnehmergruppe an den Studien. Die Datenlage bei älteren Patienten, also jenseits der 75 Jahre, ist nicht ganz so gut, da ältere Patienten seltener an Studien teilnehmen. Haben Sie deutlich mehr ältere Patienten als früher? Das auf jeden Fall, ja. Bei unseren Diabetespatienten haben wir mittlerweile wesentlich ältere Patienten vor uns sitzen als das noch vor zehn oder zwanzig Jahren der Fall war, einfach weil die medizinische Versorgung besser wird. Bewegung und gesunde Ernährung sind der Schlüssel zum Erfolg in der Therapie nicht nur eines Diabetes. Warum fällt das vielen Menschen so schwer? Unsere gesamte Gesellschaft hat einen kompletten Wandel vollzogen. Durch die Digitalisierung sitzen schon unsere Kinder viel mehr vor dem Computer, dem Tablet. Dadurch reduziert sich bereits die Grundbewegung in frühen Jahren. Das ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Wir sind bequem geworden, bekommen schneller, leichter und direkter Informationen. Dieser Weg hat sich manifestiert, und nun leben wir deutlich ungesünder.

etwas bringt. Zu 90 Prozent sind sie hinterher begeistert und davon überzeugt, dass sie hilfreiche Anleitung für ihre weitere Therapie bekommen haben. Wie nachhaltig ist das Wissen aus Schulungen? Wir wissen aus Studien zur Nachhaltigkeit von Schulungen, dass das Wissen relativ schnell verfliegt. Gerade wenn Komorbiditäten dazukommen oder sich die Stoffwechsellage verschlechtert, ist es wichtig eine Nachschulung zu machen oder das Wissen im direkten Arzt-Patienten-Kontakt regelmäßig zu vertiefen, zu wiederholen. Man muss immer wieder abfragen, wo Lücken bestehen, und Patienten auf Probleme aufmerksam machen, die man selbst in der Therapie entdeckt hat. Fungiert die Pandemie als Motor sich selbst mehr mit Bewegung und Ernährung zu befassen? Nach meiner Einschätzung haben 50 Prozent der Patienten die Zeit, die sie mehr zu Hause verbringen müssen, genutzt, waren mehr in der Natur, sind mehr gelaufen, haben mehr für sich getan. Es gibt auch die 50 Prozent, die eher zu Hause mehr gegessen haben, sich weniger bewegt haben, so ihren Frust abgebaut haben.

Je nach sozioökonomischem Status achten die Menschen aber wieder mehr darauf, was sie essen, wie sie essen. Nur gerade bei den Bevölkerungsstrukturen, die häufig unsere Patienten abbilden, vermissen wir viel Wissen und Intuition, wie die Ernährung besser sein und wie die Bewegung wieder mehr in den Fokus rücken könnte.

Man kann das Bewusstsein durch Kampagnen stärken, und das ist unser aller Aufgabe, damit wir wieder zu einer gesünderen Gesamtgesellschaft werden. Kleine Schritte wie der neue Nutriscore schärfen das Bewusstsein und machen gerade der bildungsfernen Bevölkerung Informationen wieder zugänglich. Gerade hier entdecken wir Wissenslücken. Wir müssen sehr viel Aufklärungsarbeit leisten, und manchmal kann ich nicht einschätzen, woher das mangelnde Wissen kommt. Diese Art der Basisaufklärung wird für immer ein Teil meiner Arbeit sein. Ich bin ein sehr großer Verfechter von Schulungsprogrammen, weil sie Patienten die Möglichkeiten geben strukturiert zu lernen welche konservativen Möglichkeiten sie haben, ihre Erkrankung zu behandeln. Da ist der Diabetes ganz vorne mit dabei. Wir haben viele Patienten, die über diese Schulungen lernen, was ein gesunder Lebensstil ist, welche Lebensmittel sie auswählen sollen und die dann überhaupt keine Medikamente brauchen. Das ist ganz wichtig. Wir Ärzte werden immer dafür kritisiert, dass wir sofort Medikamente verschreiben, aber der richtige Ansatz ist, an der Basis zu beginnen, und das ist Aufklärung und Schulung. Man muss es dem Patienten natürlich auch gewissermaßen schmackhaft machen, ihnen vermitteln, dass eine Schulung

Dr. Inga-Nadine Kummer Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologie (DDG), Notfallmedizin und Ernährungsmedizin (DGEM/DAEM)

Studium an der Johannes GutenbergUniversität Mainz. Danach Stationen am DRK Krankenhaus in Neuwied, am Hospital zum Heiligen Geist in Frankfurt am Main. Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin, Ernährungsmedizinerin (DGEM/DAEM) und Diabetologin DDG.

BIOGRAFIE

Wie lässt sich dieses Wissen bilden?

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INFO

Osteoporose und die konservative Therapie („osteo“ für Knochen und „poros“ für die Pore, das Loch – Übersetzung: poröser Knochen) Ein Bericht von Matthias Straub, Orthopädietechniker-Meister Sanitätshaus Hubrich medical

Über 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose, davon jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über dem 50. Lebensjahr. Oft wird die stoffwechselbedingte Skeletterkrankung zu spät erkannt, da sie sich schleichend und unbemerkt schmerzfrei entwickelt. Was bedeutet Osteoporose? Bei der Osteoporose spricht man von einer systemischen Erkrankung des gesamten Skelettsystems, bei der das Zusammenspiel zwischen Knochen aufbauenden und Knochen abbauenden Zellen negativ gestört ist. Daraus resultiert eine Verringerung der Knochenmasse, die Knochenarchitektur ist verändert und die Knochenfestigkeit nimmt fortschreitend ab. Verständlicherweise häufen sich daher die Knochenbrüche. Die folgenden Faktoren gelten für ein erhöhtes OsteoporoseRisiko: ■

nicht beeinflussbare Faktoren – hohes Alter – weibliches Geschlecht – genetische Veranlagung – Frakturen nach dem 50. Lebensjahr, an der Wirbelsäule, den Armen und im Hüftbereich – Reduzierung der Körpergröße > 4 cm beeinflussbare Faktoren – zu wenig Bewegung – Kalziumarme Ernährung – Vitamin D-Mangel – Konsum von Alkohol und Nikotin – Untergewicht

Die zuvor genannten Fakten können sehr leicht über einen Schnelltest überprüft werden, den wir für Sie auf unserer Homepage im Bereich Orthopädietechnik anbieten. Die gesamte Patienteninformation senden wir Ihnen gerne kostenlos zu. Eine eindeutige Diagnose und die dazugehörige Therapie kann nur durch Ihren Arzt erfolgen. Zu den diagnostischen Methoden gehören u. a.: ■ ■ ■

Messung der Knochendichte Röntgen und Computertomographie Spezielle Laboruntersuchungen, die Ihr Arzt durch das osteologische Schwerpunktzentrum (DVO) mittels DXATechnik veranlassen kann Dadurch eine gezielte medikamentöse Behandlung

Die behandelnde Therapie legt Ihr Arzt mit Ihnen zusammen fest, darunter fallen: ■ ■ ■ ■ ■

Wie bereits erwähnt medikamentöse Behandlung Schmerztherapie Physiotherapeutische und physikalische Therapie Maßnahmen zur Sturz- und Frakturprävention Und eben die ergänzende Versorgung mit einer Orthese

Die ergänzende konservative OrthesenVersorgung Mit einer Rückenorthese kann die Fehlstellung der Wirbelsäule verbessert oder sogar aufgehalten werden. Hier sollen Muskeln aktiviert und die Wirbelsäule gestärkt werden. Dies kann zu einer Aufrichtung und verbesserten Körperhaltung führen. Damit einhergehen eine verbesserte Atmung, Beweglichkeit und mögliche Schmerzlinderung. Die BORT Generation Osteoporose-Orthese besteht aus einer stabilisierenden Aluminiumschiene und einem einfach zu handhabenden Gurtsystem. Die Orthese trägt wenig auf, ist leicht und angenehm zu tragen. Sie wird rucksackähnlich auf der Kleidung getragen, verbessert die Körperwahrnehmung und führt zu einer aufrechten Haltung.

Für eine ausführliche Aufklärung durch unsere Fachberater stehen wir Ihnen gerne mit unserem geschulten Wissen und unserer Erfahrung zur Seite. Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.

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Dr. Silke Schirrmacher-Memmel Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Palliativmedizin Dr. Inga-Nadine Kummer Fachärztin für Innere Medizin, Notfallmedizin, WA Diabetologie Dr. Yvonne Luft Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Palliativmedizin Dr. Carmen Löhr Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie Prof. Dr. Peter Lederer Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie Elisenpalais | Elisenstraße 28 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/34 27-0 info@klausmann.de www.klausmann.de 07 (GLEIS EINS, S. 38/39) Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Priv.-Doz. Dr. med. Hardi Lührs Priv.-Doz. Dr. med. Ralph Melcher Prof. Dr. med. Wolfgang Fischbach Dr. med. Karl Metz Dr. med. Caroline Noé Dr. med. Oliver Tabarelli Stadtpalais | Elisenstraße 32 (Eingang B) 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/44 47 80 Telefax 0 60 21/44 47 850 praxis@gastro-ab.de www.gastro-ab.de K A R D I O L O G I E + I N N E R E ME D I Z I N 07 (GLEIS EINS, S. 40/41) Kardiologische Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg Dr. med. Andreas Görz Priv.-Doz. Dr. med. Werner Peters Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie Hypertensiologie DHL® Sportmedizin Stadtpalais | Elisenstraße 32 (Eingang A) 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/3 86 72-0 Telefax 0 60 21/3 86 72 25 www.kardiologie-ab.de KIEFERORTHOPÄDIE 04 (GLEIS EINS, S. 28/29) Gemeinschaftspraxis Fritz Watzlaw Moritz Watzlaw Dr. Ingo Gräfling Fachzahnärzte für Kieferorthopädie Ludwigstraße 15 63739 ASCHAFFENBURG Telefon 0 60 21/2 88 88 Telefax 0 60 21/2 86 37 www.watzlaw.de

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