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Sportlife Magazin

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DAS GIGASPORT-MAGAZIN Sommer 2011 € 2,50

www.gigasport.at

Bergsteigen: Von einst bis jetzt Barfuß: Von Schuhen zur Freiheit E-Bikes: Von der Straße in den Busch

AM PULS DER NATUR


Fotos: Scott Sports, Cover: The North Face

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HIGHLIGHTS

Liebe Leserin, lieber Leser!

004 Neues aus der Sportwelt Praktisches und Modisches für Trendsetter 008 Die wilden Jahre Von den Ursprüngen des Bergsports

BERGSTEIGEN II 016 Von einst bis jetzt Die Entwicklung der Ausrüstung

MODE I

026 Outdoor-Mode Hübsch auf den Berg

ALPINES FREERIDEN 032 Der mit dem Bike tanzt Über Stock und Stein mit dem Rad

E-BIKES

038 Ein Motor für den Offroad-Bereich Mit Udo Huber in Australien

RADELKIDS

046 Mit dem Rad zur Schule Die BikeLine in Kaindorf

GIGASPORT-SCHULUNG 050 Die Hochräder kommen Härtetest für 29-Zoll-Räder

EVENTS

054 Gigasport-Veranstaltungen Was tut sich im Sportlerland?

Fotos: Scott Sports, Cover: The North Face

MODE II

056 Es wird heiß! Bademode und Accessoires

BARFUSS

064 Mario Haas einmal „bloßfüßig“ Der Sturm-Star testet Barfuß-Schuhe

Die Sommerzeit ist einfach wanderbar! Endlich folgen wir wieder dem Ruf der Berge und gerade in Österreich sind wir in dieser Hinsicht privilegiert – wir haben die schönsten Gipfel mehr oder weniger direkt vor unserer Haustür. Und dank moderner Ausrüstung wird es auch immer komfortabler und sicherer, einen Gipfelsieg zu erringen. Das war jedoch nicht immer so. Ein Blick auf das Equipment unserer Großväter zeigt, welch enorme Fortschritte die Technik in diesem Bereich gemacht hat. Wenn man die Bilder aus den 30er- und 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts betrachtet, bewundert man einerseits die Abenteuerlust der einstigen Pioniere, andererseits dürfen wir froh sein, heutzutage auf modernes Hightech-Material zurückgreifen zu können, das höchsten Ansprüchen gerecht wird. Deshalb haben wir uns die Entwicklung der Alpinausrüstung in einer großen Story genauer angesehen (Seite 016). THOMAS BÖCK, VORSTAND GIGASPORT

Wer es bodenständiger mag, ist natürlich auf dem Fahrrad bestens aufgehoben. Es muss ja nicht gleich so extrem sein wie bei „Mr. Hitparade“ Udo Huber, der bei der „Crocodile Trophy“ in Australien mitmachte, einem der extremsten Radrennen der Welt (Seite 038). Zugegeben, er hatte ein kleines Helferlein, das ihm buchstäblich Beine machte – der Motor seines E-Bikes half dort nach, wo reine Muskelkraft nicht mehr ausreichte. Früher waren E-Bikes zwar vorwiegend in den Städten zu sehen, doch moderne Offroad-Modelle können sich ihren Weg sogar durch den australischen Dschungel bahnen. Als umweltfreundliches und ressourcenschonendes Verkehrsmittel ist das Fahrrad eben nicht zu schlagen. Daher ist es besonders wichtig, dass schon die Kinder für dieses Thema sensibilisiert werden. Gigasport unterstützt deswegen die Aktion „BikeLine“, bei der in der Region Kaindorf Schüler motiviert werden, das Fahrrad für ihren Schulweg zu nutzen. Mehr dazu auf Seite 046. Darüber hinaus darf ich Sie herzlich einladen, einen Blick auf unsere neu gestaltete Homepage www.gigasport.at zu werfen. Dort finden Sie nicht nur jede Menge weiterführender Informationen zu unseren Geschichten, sondern auch attraktive Sonderangebote und Gewinnspiele. Ein Klick auf unsere Seite ist also in jedem Fall ein Gipfelsieg! Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit der aktuellen Ausgabe von SPORTlife! Ihr

Thomas Böck, Vorstand

GIGA

BERGSTEIGEN I

TS GU C Auf Seite 053

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XXXXXX EDITORIAL


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HigHligHts

Schusswaffe

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Luftig auf der Langstrecke: „Oxygen FZ Lady“ ist ein Jersey-Trikot mit durchgehendem Reißverschluss für die anspruchsvolle Bikerin. Ein leichter, luftiger Stoff und ein sportlich aggressives Design machen aus jeder Radlerin einen rosaroten Panther mit Biss! www.gore.com

Flott unterwegs

Speziell für das Speedhiking hat Meindl das Modell „SX 1 GTX“ entwickelt. Dieser Schuh zeichnet sich durch optimale Stabilität, geringes Gewicht und hohen Tragekomfort aus. Das Air-Mesh-Material garantiert optimale Wasserdampfdurchlässigkeit. www.meindl.de

Auf den „Polar RCX5“-Trainingscomputer haben Multisportler und Triathleten gewartet. Das Gerät adaptiert für jedes Training die Herzfrequenzzonen und macht damit jede Einheit noch effektiver. Die Herzfrequenz kann auch im Wasser störungsfrei gemessen werden. wwww.polar-austria.at

Gelbsucht

Der „GEL-Resolution 3 Clay“ sieht ein bisschen aus wie eine Hornisse – und ist der aktuelle ASICS-Tennis-Maßstab. Die neue Generation wurde von der Fersenkonstruktion bis zum Vorfuß-UpperKonzept in allen Bereichen verbessert. Das durchgehende Fischgrätenprofil sorgt auch für verbesserten Grip. www.asics.at

Fotos: Hersteller

Alleskönner am Arm

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Think Pink

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Für diesen Schuh bräuchte man fast einen Waffenschein: Der Adidas „Adipower TRX FG“ ist der >> leichteste Predator-Fußballschuh aller Zeiten. Eine neu entwickelte Technologie sorgt für maximale Schusskraft und den Schutz des Mittelfußes. Ein spezielles Leder hält allen Witterungsbedingungen stand und die Sohle bleibt auch auf trockenen, natürlichen Böden griffig. Die geometrische Stollenanordnung dient natürlich nicht nur der Optik, sondern ist auch verantwortlich für den passenden Grip. www.adidas.com

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HIGHLIGHTS

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Raubtier

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Der Puma schlägt wieder zu: Auf leisen Sohlen schleicht sich der „V1.11 K I FG“ heran, um dann gnadenlos zuzuschlagen. Ein extrem leichter Nockenschuh aus hochwertigem Leder mit verbessertem Halt, der seine ganze Klasse auf trockenen Rasenplätzen ausspielt. www.puma.com

Durchblick

EINFACH HEISS Es ist wieder so weit: Sommerzeit ist Sportzeit! Sie suchen noch Anregungen für heiße Action? Kein Problem. Mit einigen ausgewählten Highlights macht Gigasport die schönste Zeit des Jahres noch ein bisschen schöner.

Fotos: Hersteller

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Wer nicht nur Augenringe nach langen Nächten, sondern auch nach dem Schwimmen hat, sollte der „Nimesis Metal“ sein Augenmerk schenken. Cooles Design und maximaler Komfort stehen für die neue Schwimmbrille von arena. Durch universelle Passform und weiches Liquid-Silikon ist sie angenehm zu tragen. www.arenainternational.com/de

Dicht auf Sicht

Komfortablen Sitz und Wasserdichtheit bietet die „Kayenne“ von Aqualung. Das vergrößerte 4-Punkt-Sichtfeld sowie ein stabilisierendes Verbindungselement im Nasenbereich verhindern auch bei extremer Belastung ein Verrutschen der Brille. Natürlich bietet die Brille auch zu 100 % UV-A- und UV-B-Schutz. www.aqualung.de


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HIGHLIGHTS

Mit Sack und Pack

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Wer will schon als Packesel in die Berge? Der „Prolighter 28“ von Millet ist ein Rucksack für den ganzjährigen Alpinismus in Eis, Schnee und Fels. Funktionell, robust und leicht sorgt die ergonomische Rückenfläche für ungehinderte Bewegungsfreiheit. Und bei einem Volumen von 28 Litern lässt sich alles unterbringen, was man am Berg braucht. www.millet.fr

Aufwärts

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Ladys first! Der „Taimi Trek High“ von Kaikkialla ist als Damen-Allround-Trekkingschuh ideal für Wanderungen in leichtem Gelände. Das Obermaterial besteht aus Nubukleder, das Innenfutter ist wasserfest und atmungsaktiv. Eine rutschfeste und griffige Vibram-Sohle wird auch den höchsten Ansprüchen gerecht. www.kaikkialla.com

Gipfelstürmer

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Höchster Gehkomfort und perfekte Passform – damit lassen sich auch lange Trekking- und Bergtouren wirklich genießen. Diesem Anspruch wird der Trekkingschuh „Camino GTX“ von Lowa mehr als gerecht. Exzellente Griffigkeit durch selbstreinigendes Profil und eine ausgeprägte Absatzfront bieten beste Traktion. www.lowa.at

Sport-Dessous

Hier darf geschwitzt werden: „Running Athletic Fit“ nennt sich die neue Sportunterwäsche für Männer von Falke. Sie ist aus dünnem Material für optimalen Feuchtigkeitstransport und hohe Atmungsaktivität. Die körpernahe Passform mit geringer Kompression ist bei sommerlichen Temperaturen einfach cool. www.falke.com


Hitzig

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Mit „Hot Bond“ setzt Löffler einen neuen Standard in Sachen Bewegungsfreiheit, Elastizität und Tragekomfort. Die spezielle Fertigung verzichtet großteils auf herkömmliche Nähte – das Ergebnis kann man besser spüren als beschreiben. Das liegt daran, dass man eben nichts spürt! Ein besonders angenehmes Tragegefühl ist somit garantiert. www.loeffler.at

Tuch der Karibik

Sie müssen nicht reich sein, um gut betucht zu sein: Die farbenfrohen Original-BuffSchlauchtücher sind praktisch, funktionell und wärmen je nach Verwendungszweck Kopf, Hals, Ohren und Nase. Durch die nahtlose Struktur sind sie angenehm zu tragen – egal, ob als Schal, Mütze, Stirnband oder Piratentuch. www.buff.at


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Bergsteigen

E R H A J E D L I W

Foto: Mammut/Thomas Ulrich

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Foto: Mammut/Thomas Ulrich

Bergsteigen

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BERGSTEIGEN

„HECKMAIR SAGTE ZU MIR: ‚WER BERGSTEIGEN KANN, KANN AUCH TRINKEN!‘“

GIGA

Interview

Stephan Siegrist, 38, Profialpinist im Schweizer Mammut-Team, durchstieg 2002 für das Schweizer Fernsehen sowie einen Bildband die Eiger-Nordwand in eigens angefertigter Ausrüstung, wie sie in den 1930er-Jahren üblich war – auf den Spuren der Erstbegeher. SPORTlife: Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie von der Idee hörten, die Eiger-Nordwand mit der Ausrüstung der 1930er-Jahre zu klettern? Stephan Siegrist: Die Idee wurde vom Fotografen Thomas Ulrich an mich herangetragen. Ich war überhaupt nicht begeistert! So ein Blödsinn! Aber je länger ich mich mit dem Gedanken beschäftigte, desto reizvoller fand ich ihn. Im Nachhinein betrachtet war es ein extrem spannendes Abenteuer. SPORTlife: Welches Ausrüstungsteil war die größte Herausforderung? Siegrist: Ganz eindeutig die Schuhe, die sich einfach durchbogen. Den Druck, den die steifen Sohlen heutzutage absorbieren, musste man damals mit den Zehen aufnehmen. Dazu kamen die speziellen Beschläge, die sogenannten „Tricounis“. Gewöhnungsbedürftig waren außerdem die Steigeisen und der Pickel, der mir im Vergleich zu den modernen Geräten wie eine Fahnenstange vorkam. SPORTlife: Sie trafen in der Vorbereitung des Abenteuers auch den damals noch lebenden NordwandErstbegeher Anderl Heckmair. Ihre Erinnerung daran? Siegrist: Das war superwitzig, er war ein total netter, humorvoller Typ, der gern erzählt hat. Wir haben gleich einmal mit einem Schnaps angestoßen und er meinte: „Wer bergsteigen kann, kann auch trinken.“ SPORTlife: Haben Sie das Gefühl, dass Bergsteiger damals und heute noch der gleiche Menschentyp sind? Siegrist: Das kann man sicher so sagen. Die Abenteuerlust und dass man sich selbst etwas beweisen will, das galt damals genauso wie heute. SPORTlife: Klappte bei Ihrer „historischen Tour“ alles reibungslos? Siegrist: Das einzige große Problem war, dass sich die Frontzacken an den Steigeisen verbogen haben. Ansonsten waren die Vorbereitungen und die Verhältnisse so perfekt, dass fast nichts passieren konnte. Bei schönem Wetter funktionierte die Ausrüstung ja auch damals ganz gut, schwierig wurde es vor allem bei Schlechtwetter. SPORTlife: Haben Sie durch den „Selbstversuch“ mehr Respekt vor den damaligen Leistungen bekommen? Siegrist: Auf jeden Fall! Ich hatte durch die alten Geschichten zwar schon viel Respekt, aber nachher war er noch viel größer.

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ie Eiger-Nordwand – ein Name, ein Mythos. Heute zieht die Route auf den 3970 Meter hohen Eiger in den Berner Alpen Massen von Bergsteigern an. In den 1930er-Jahren aber galt sie als „letztes großes Problem der Alpen“, an das sich nur die Mutigsten heranwagten. Tatsächlich gebietet die Wand Respekt: 1650 Höhenmeter und eine vier Kilometer lange Route, Kletterpassagen mit dem (damals hohen) Schwierigkeitsgrad V, drei bis zu 55 Grad steile Eisfelder, dazu unvorhersehbare Wetterumschwünge, ständig Lawinen und Steinschläge. Immer wieder kam es zu tragischen Abstürzen und Todesfällen, was für den damaligen Ruf der Nord- als „Mordwand“ sorgte. Nur einige Beispiele: Im Juli 1934 stürzten die Deutschen Kurt und Georg Löwinger sowie Willy Beck gemeinsam ab – und konnten im letzten Moment gerettet werden. Die Münchner Karl Mehringer und Max Sedlmayer hatten weniger Glück: Sie gerieten im Sommer

1935 in einen Schneesturm und kamen nicht mehr zurück. DIE TRAGÖDIE DES TONI KURZ Ein Jahr später scheiterten die Bayern Toni Kurz und Andreas Hinterstoißer sowie die Österreicher Willy Angerer und Edi Rainer. Sie kamen zwar so weit wie noch niemand zuvor, aber als sich Angerer durch Steinschlag schwer verletzte (Filzhüte boten einen äußerst eingeschränkten Kopfschutz), musste die Seilschaft umkehren. Eine Lawine riss beim Abstieg drei der Bergsteiger in die Tiefe – nur Toni Kurz überlebte knapp. Nach einer im Schneesturm verbrachten Nacht knüpfte der entkräftete Kurz, trotz einer erfrorenen Hand, seine Seilreste zusammen, um sich zu einem Schweizer Bergrettungstrupp abzuseilen. Das Überleben schien zum Greifen nah, doch wenige Meter über dem Trupp blieb Kurz hängen, ein Knoten des provisorisch geknüpften Seils passte nicht durch den Karabiner. Nach minutenlan-


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Fotos: Mammut, Mammut/Thomas Ulrich

SCHICKSALSBERG. Am 24. Juli 1938 erreichte erstmals eine Seilschaft den Eiger-Gipfel über die Nordwand. Das letzte Schneefeld war nur noch Formsache, doch bis es so weit war, spielten sich wahre Dramen in der Wand ab.

gem Kampf über den Köpfen der Retter starb der 23-Jährige an Entkräftung - „I kann nimmer“ waren der Überlieferung nach seine letzten Worte. Der tragische Tod des Toni Kurz hat seinen Platz in der Alpingeschichte gefunden. EIS STATT FELS – DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG Dass im Jahr 1938 eine andere deutschösterreichische Viererseilschaft das schon unmöglich Scheinende schaffte, war nicht nur Glück und Können, sondern sicher auch der Ausrüstung zu verdanken. Die

Modell Tauern Lady

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Deutschen Anderl Heckmair und Ludwig Vörg hatten neuartige, zwölfzackige „Grivel“-Steigeisen mit vorstehenden Frontzacken im Gepäck, die neuesten und besten, die es damals gab. Dazu 30 stählerne Eishaken und eistaugliche Pickel. Alle anderen Nordwand-Pioniere hatten bis dahin eher mit Fels als mit Eis gerechnet – eine Fehleinschätzung, die auch noch dem gleichzeitig kletternden österreichischen Duo Heinrich Harrer und Fritz Kasparek unterlief. Sie hatten keine Pickel, Harrer nicht einmal Steigeisen mitgenommen. Dementsprechend mühten sie sich und wären sie nicht vom deutschen Duo Heckmair und Vörg eingeholt worden, hätten sie es wohl noch schwerer gehabt. „Wir gaben uns die Hand und schworen uns, zusammenzuhalten“, heißt es nicht ohne Pathos im offiziellen Bericht von Anderl Heckmair, den die im deutschen Reich regierenden Nationalsozialisten danach begeistert publizierten.

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„DIE WAND WAR GEWONNEN“ Schwierig genug war das Unternehmen auch zu viert, denn in der letzten Biwaknacht schlug das Wetter um: „Am Morgen brauste Lawine um Lawine herab, die uns aber nur streiften“, berichtete Heckmair. Und etwas später: „Um 12 Uhr mittags gelangten wir an eine Eisschlucht, wir durchstiegen diese in eineinhalb Stunden und erreichten das zum Gipfel führende Schneefeld. Die Wand war gewonnen!“

BUCHTIPP

Thomas Ulrich: „Eiger-Nordwand – Mit Nagelschuhen und Hanfseil auf den Spuren der Erstbegeher“. AS-Verlag, 2003. www.stephan-siegrist.ch

Am 24. Juli um 16 Uhr war die „Mordwand“ zum ersten Mal erfolgreich gemeistert. Nach vier Klettertagen und drei Nächten im Biwak. Zum Vergleich: Im April 2011 benötigte der Schweizer Extremalpinist Dani Arnold für die gleiche Route 2 Stunden, 28 Minuten. WILDE SIEBZIGER IM HIMALAYA 40 Jahre später wiederholte sich fast die Geschichte: „Parallel zur Belagerung der großen europäischen Alpenwände in den 30er-Jahren zog die junge Bergsteigergeneration in den 70ern in die Riesenflanken und -wände des Himalaya. Man sprach von den letzten großen Problemen im Himalaya“, schreibt Wolfgang Nairz, der damals eine treibende Kraft in der Szene war, in seinem Buch „Die wilden siebziger Jahre im Himalaya“. Der Tiroler war damals der Leiter aller großen österreichischen Himalaya-Expeditionen, denen auch (der Südtiroler) Reinhold Messner und Peter Habeler regelmäßig angehörten – und daneben ein gutes Dutzend anderer junger „wilder Hunde“.

DRAMA AN DER MANASLU-SÜDWAND Die österreichische Geschichtsschreibung im Himalaya begann 1972 mit einer Expedition zum Manaslu. Mit vagen Vorstellungen und nur wenigen handfesten Informationen machte sich die Gruppe auf, durchwegs junge Menschen in ihren Zwanzigern, langhaarig, mit hohem finanziellem Risiko und viel mehr dem Hippietum zugetan als der strengen Bergideologie der 30er-Jahre. Die innere Einstellung schlug sich auch auf die Sprache nieder: Gipfel zu bezwingen oder Berge zu bekämpfen war verpönt. Nairz und seine Kollegen wählten „aufs Geratewohl“ einen Anmarschweg durch ein Seitental – und konnten sich am Ende trotz des erstmaligen Erreichens des 8163 Meter hohen Manaslu-Gipfels über die Südwand doch nicht freuen: Zwei aus der Gruppe überlebten die Expedition nicht. Franz Jäger, mit Reinhold Messner zu zweit zum Gipfel unterwegs, hatte vorzeitig umgedreht und war wider Erwarten nicht ins Basislager zurückgekehrt. Bei Nebel und Sturm hörte man Jäger noch


Fotos: Mammut/Thomas Ulrich

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GIPFELSIEGER. Nicht Anderl Heckmair und Heinrich Harrer, sondern Stephan Siegrist und Michal Pitelka meistern den Fels in der Nordwand. Die Schweizer Extremalpinisten wagten das Abenteuer in historischer Ausrüstung.

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öfters rufen, doch man fand ihn nicht. Schlimmer noch, bei der Suchaktion verlor auch Expeditionsteilnehmer Andreas Schlick sein Leben – „die genauen Umstände wird der Himalaya für sich behalten“, resümiert Wolfgang Nairz. ERSTER ÖSTERREICHER AUF DEM MOUNT EVEREST Die Gefahren waren allen bewusst. Expeditionsarzt Oswald Ölz, genannt „Bulle“, behauptete 2008 zum 30-Jahr-Jubiläum des Unternehmens am Mount Everest gar: „Heutzutage steht beim Bergsport immer die Sicherheit im Vordergrund, womit auch ein bisschen die Würze verlorengeht.“ Bei allem Draufgängertum und Ehrgeiz hätte man allerdings sich und vor allem andere nie fahrlässig in Gefahr gebracht, betont Wolfgang Nairz. Nach weiteren Expeditionen, bei denen die Sportler unter anderem Drachenfliegen vom Noshaq-Gipfel (7485 Meter)

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am Hindukusch ausprobierten, sollten also 1978 die ersten Österreicher auf dem Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt, stehen. Nicht Messner und Habeler waren die Ersten – ihnen gelang „bloß“ das Kunststück, als Erste ohne künstlichen Sauerstoff auf den Gipfel zu gelangen –, Wolfgang Nairz, Horst Bergmann und Robert Schauer standen bereits fünf Tage vor den beiden ganz oben. Dennoch haben sich Reinhold Messner und Peter Habeler ins Bewusstsein der Öffentlichkeit eingeprägt und das ist für Wolfgang Nairz heute voll in Ordnung. Schließlich herrschte damals die verbreitete medizinische Meinung, niemand könne aus der „Todeszone“ über 8500 Meter zurückkehren – zumindest nicht ohne Schädigung des Gehirns. Habeler und Messner haben bewiesen, dass es möglich ist. Sicher waren sie sich dessen aber erst, als sie wieder gesund im Lager angekommen waren …

31°4’n 81°20’e

Meru, der an dem Meru, der mythische mythische Berg BergimimHimalaja Himalaja, an die dem vier vier großen Flüsse Asiens entspringen und und in die großen Flüsse Asiens entspringen allealle Himmelsrichtungen strömen! Ein Ein Symbol für in Himmelsrichtungen strömen! Symbol Fernweh. für Fernweh. Meru Outdoor-Bekleidung Produkte sind von den Mitarbeiternwerden fühMeru und Ausrüstung render europäischer OutdoorOutdoor-Spezialisten Fachgeschäfte entvon führenden europäischen wickelt. Sie Sie bringen ihreihre reichhaltigen Erentwickelt. bringen reichhaltigen fahrungen undundKompetenzen Erfahrungen Kompetenzeninindiese diesegemeinsame ProduktProduktlinie sicheindurch ein optimales linie ein, dieein, sichdie durch optimales Preis/Preis-Leistungsverhältnis auszeichnet. Leistungsverhältnis auszeichnet. Erhältlich in in allen allen Gigasport-Häusern. Gigasport-Häusern. Erhältlich


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GIGA

„EIN FUNKGERÄT WOG 20 KILO“

Interview

Wolfgang Nairz, 66, leitete in den 1970er-Jahren die großen österreichischen Himalaya-Expeditionen. In seinem Team waren unter anderem Reinhold Messner und Peter Habeler regelmäßig dabei. Nairz selbst stand fünf Tage vor den beiden – gemeinsam mit Robert Schauer und Horst Bergmann – als erster Österreicher auf dem Gipfel des Mount Everest. SPORTlife: „Die wilden siebziger Jahre im Himalaya“, so lautet der Titel Ihres Buches und Ihrer Vorträge. Was war denn konkret „wilder“ im Vergleich zu heute? Wolfgang Nairz: Man muss dazu zwei Dinge sagen: Erstens war das Himalaya-Gebiet noch kaum erschlossen oder bekannt. Von der Manaslu-Südwand existierte ein einziges Bild, wir wussten nicht einmal, wie man hinkommt, als wir uns auf den Weg machten. Der zweite Punkt: Die Ausrüstung war damals modern, ist heute aber nur noch im Museum zu finden.

BUCHTIPP

Wolfgang Nairz: „Die wilden siebziger Jahre im Himalaya“. Egoth-Verlag, 2008. www.nairz.at

das ABENTEUER. Die Bergwelt des Himalaya, WolfBild: res Mittle hre. er-Ja Traumziel der 1970 uer auf gang Nairz (rechts im Bild) und Robert Scha wurde um, er Wett das dem Everest-Gipfel. Schlug Bild). res (unte hrlich sgefä es rasch leben

SPORTlife: Und die modernsten Teile? Nairz: Wir hatten zum Beispiel die allerersten Pickel mit Kunststoffschaft – die Sherpas hatten noch Pickel mit Holzschaft – und Steigeisen-Prototypen mit einer Bindung zum Testen. SPORTlife: Völlig neu war auch die TV-Berichterstattung über Ihre Expeditionen … Nairz: Die Filme, die wir drehten, brachte ein Bote einmal in der Woche zum nächsten kleinen Flughafen und über Kathmandu ging das Material nach Österreich. Mit einer Woche Verspätung wurde es gesendet, sodass die Fernsehzuschauer fast das Gefühl einer Liveberichterstattung hatten. SPORTlife: War das öffentliche Interesse am Bergsteigen damals größer als heute? Nairz: Viel größer, wir betraten schließlich Neuland. Ich war 25 Jahre nach Edmund Hillary der erste Österreicher und ungefähr die Nummer 60 am Everest-Gipfel. Heute, mit Fixseilen von unten bis oben und der ganzen Infrastruktur, erreichen in einem Jahr 600 Menschen den Gipfel. Man kann heute Achttausender im Reisebüro buchen. Mit dem Geist von damals hat das nichts mehr zu tun. SPORTlife: Gibt es in der heutigen Bergsteigergeneration dennoch welche, deren Mut und Leistung Sie bewundern? Nairz: Selbstverständlich – Hans Kammerlander, Ueli Steck, die Huber-Buam, den jungen David Lama, natürlich Ralf Dujmovits und Gerlinde Kaltenbrunner, um nur ein paar zu nennen.

Fotos: Wolfgang Nairz

SPORTlife: Was waren die aus heutiger Sicht „wildesten“ Ausrüstungsgegenstände? Nairz: Da könnte man vieles anführen. Die Schuhe am Everest 1978 waren Dreifachschuhe: außen Leder, dann Loden und ganz innen Filz. Das funktionierte zwar prinzipiell ganz gut, allerdings wog ein Paar gleich drei Kilogramm. Gegen die Funkgeräte waren sie dennoch Leichtgewichte, die waren zwanzig Kilo schwer.


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Die GORE-TEX® Membrane verfügt über kleinste Poren, die 20 000 Mal kleiner sind als ein Wassertropfen, aber 700 Mal größer als ein Wasserdampf-Molekül. Deshalb sind sämtliche GORE-TEX® Produkte dauerhaft wasserdicht und gleichzeitig hoch atmungsaktiv.

Wasserdichte und atmungsaktive Laminate herzustellen ist eine Sache, dauerhaft wasserdichte und atmungsaktive Schuhe eine ganz andere – genau das aber ist die Stärke von GORE-TEX® Footwear und seinen Marken-Partnern.

Die Zusammenarbeit von Gore und seinen Markenpartnern beruht auf verlässlichen, langjährigen Beziehungen. Nur deshalb ist es möglich zusammen mit der strikten Qualitätskontrolle der Schuhe - die GUARANTEED TO KEEP YOU DRY™ Zufriedenheitsgarantie geben zu können.

Bevor man die Membrane in einen Schuh einbaut, wird sie mit unterschiedlichen Textilien verstärkt und somit dauerhaft geschützt. Je nach Endanwendung wird noch eine Isolationsschicht hinzugefügt. Dieses so genannte GORE-TEX® Laminat wird anschließend als Futter in den Schuh eingebaut – erkennbar nur an der innen liegenden Schutzschicht des GORE-TEX® Laminats.

Dank der Gore Qualitäts-Kontrolle, von der Rohware über wasserabweisende Obermaterialien bis hin zum fertigen Schuh, kann sich der Nutzer stets auf die hohe Qualität von GORE-TEX® Schuhen verlassen. Da jedes einzelne Material eines Schuhs zu dieser Qualität beiträgt, werden diese sorgfältig ausgesucht und an den richtigen Stellen im Schuh eingebaut. Die Schuhe selbst werden unter härtesten Bedingungen getestet, damit sie draußen in der Natur auch halten, was sie im Labor versprechen.

Gore arbeitet weltweit mit mehr als 60 führenden Outdoor-Marken zusammen. Diese bieten hunderte verschiedener Modelle für unterschiedlichste Anwendungen. Ein leichter Schuh, der für eine zweistündige Wanderung genauso geeignet ist wie für eine Reise? Ein stabiler Trekkingstiefel für eine mehrtägige Wanderung in der Wildnis Lapplands? Ein Bergstiefel, um die höchsten Berge der Welt zu besteigen? High-Tech Schuhe mit GORE-TEX® Funktionalität bieten die ganze Bandbreite und ermöglichen den Konsumenten so völlige Flexibilität bei ihren Outdoor-Aktivitäten.

Fotos: Wolfgang Nairz

© 2011 W.L. Gore & Associates GmbH. GORE-TEX, GUARANTEED TO KEEP YOU DRY, GORE und Bildzeichen sind Marken von W.L. Gore & Associates

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Foto: Mammut/Rainer Eder

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VON EINST BIS JETZT Foto: Mammut/Rainer Eder

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tephan Siegrist kennt beide Seiten. Der 38-jährige Extremkletterer und Alpinist aus dem Schweizer Mammut-Team wagte das Experiment, die Eiger-Nordwand auf den Spuren und in der Ausrüstung der Erstbegeher von 1938 zu durchklettern (siehe dazu auch das Interview auf Seite 10). Konkret: Es wurden Lederschuhe in damaliger Machart geschustert und mit Metallnägeln, sogenannten Tricounis, nach historischer Vorlage versehen. Ein Paar der Schuhe wog drei Kilogramm – in trockenem Zustand. Bei Nässe und Schnee saugten sie Feuchtigkeit auf, was das Gewicht noch erhöhte, und sie konnten durchfrieren. Außerdem bogen sich die Schuhe viel zu leicht durch. Um sie anno dazumal steigeisenfest zu bekommen, musste man sie extrem fest schnüren, was Schmerzen und Durchblutungsstörungen verursachen konnte. 1930: KLEIDUNG AUS LEINEN, SEILE AUS HANF Die Oberbekleidung und die Rucksäcke waren aus Leinen gefertigt. Sehr gut, solange es trocken blieb, bei Nässe allerdings (und in der Nordwand überraschten die Kletterer der 1930er-Jahre selbst im Hochsommer regelmäßig Schlechtwettereinbrüche mit Schneestürmen) nahmen sie Feuchtigkeit auf und froren durch. Filzhüte schützten gut vor der Sonne, aber gar nicht vor Steinschlag. Dass die damaligen Hanfseile weniger reißfest als die heutigen waren und sich Knoten bei Nässe nur sehr schwer lösen ließen, waren noch die geringeren Probleme. Schwerer wiegt aus heutiger Sicht, dass die Seile „statisch“ waren, also keiner-

lei Dehnfähigkeit besaßen und damit im Fall des Falles auch keine Energie absorbieren konnten. Gemeinsam mit der historischen Anseilmethode um die Brust (Klettergurte waren noch nicht erfunden) bestand auch bei Stürzen ins Seil die Gefahr schwerer, mitunter sogar tödlicher Verletzungen. Dass man sich jedes Mal aufwändig losbinden musste, um ein Kleidungsstück aus- oder anziehen zu können, sei nur am Rande erwähnt. Kein Wunder, dass sich Stephan Siegrist und Kollegen zwei Jahre lang auf die historische Klettertour vorbereiteten und perfekte Wetterbedingungen abwarteten, ehe sie das Unternehmen wagten: „Mein Respekt vor den Leistungen von damals ist durch den Versuch enorm angestiegen“, sagt der Schweizer Bergprofi. PROFISPORTLER ALS „VERSUCHSKANINCHEN“ Und heute? Da haben längst die atmungsaktiven, wasserdichten und zunehmend auch sehr leichten Hightech-Stoffe in den (Berg-) Sport Einzug gehalten. Und da beschäftigen die namhaften Hersteller von OutdoorEquipment ganze Heerscharen von Experten, um das Bergerlebnis sicher, vor allem aber auch immer komfortabler zu machen. Und zwar für alle, vom einfachen Wanderer bis zum Kletterprofi. „Von den Erfahrungen unserer Profis wie Gerlinde Kaltenbrunner profitieren alle Kunden“, erklärt German Käsmeier von Schöffel, dem deutschen Hersteller von Outdoor-Bekleidung. In die Entwicklung neuer Bekleidungs- und Equipmentteile sind nämlich bei allen namhaften Herstellern (wie Schöffel oder Mammut) Profisportler mit eingebunden. Kaltenbrunner, Siegrist und Co. bekommen Prototypen, die noch nicht ENG VERFLOCHTEN. Ein Kernbündel wird bei den heutigen Kletterseilen mit einem Mantel umflochten. Die verwendeten PolyamidKunstfasern sind nicht nur äußerst reißfest, sondern vor allem auch dehnbar, was ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert.

im Handel sind, mit auf ihre Unternehmungen, berichten dann den Produktentwicklern von ihren Erfahrungen und schlagen Verbesserungen vor. Da aber in manchen Details die Bekleidungsprofis besser beurteilen können, worauf es für den „normalen“ Bergsportler ankommt, marschieren auch die Produktentwickler selbst mit den Prototypen regelmäßig in den Bergen herum. So weit kommen im Testverfahren aber überhaupt nur jene Produkte, die genormte Labortests zufriedenstellend überstanden haben. Dabei werden zum Beispiel Haft- und Abriebfestigkeit von Bergschuhsohlen auf unterschiedlichem Untergrund getestet. Auch Wasserfestigkeit und Atmungsaktivität lassen sich im Labor exakt messen. WENIGER GEWICHT HEISST MEHR SPEED Bei diesem Entwicklungsaufwand ist es kein Wunder, dass vom ersten Entwurf bis zur Serienreife eines Produkts oft eineinhalb Jahre vergehen (siehe auch die nachstehenden Interviews). Dafür können sich moderne Outdoor-Sportler über eine Ausrüstung freuen, die alles mitmacht, was von außen und innen trocken hält, sich auch immer angenehmer trägt – und besser aussieht. Denn die Zeit bleibt auch heute nicht stehen: Mit dem Trend zum schnelleren Bergsport sind Leichtgewichte gefragt – und auch da lassen sich die Hersteller nicht lumpen. Die technische Outdoor-Linie von Schöffel zeichnet sich durch den Verzicht auf überflüssiges Beiwerk aus, um wichtige Gramm einzusparen, ohne dabei auf höchste Funktionalität verzichten zu müssen. Mammut-Schuhexperte Reto Ruegger kann auf steigeisenfeste Bergschuhe verweisen, die gerade einmal 1700 Gramm pro Paar wiegen. Nicht nur die Bergsportler der 30er-Jahre, auch Wolfgang Nairz, Reinhald Messner und Co. marschierten 1978 noch mit drei Kilo schweren „Böcken“ auf den Mount Everest. Keine Frage: Hätten sie es sich aussuchen können, die Helden der 30er- und 70er-Jahre wären bestimmt lieber mit dem Equipment von heute losgezogen.

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Fotos: Mammut, Schöffel

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GIGA-

„OUTDOOR-BEKLEIDUNG IST ZUM LIFESTYLE GEWORDEN“

Interview

SPORTlife: Wie lange dauert es von der Idee zu einem neuen Produkt, bis zu dem Zeitpunkt, wo man es im Handel kaufen kann? Käsmeier: Bei High-End-Produkten gut eineinhalb Jahre. Erste Prototypen werden in der Regel vier Monate nach der ersten Idee produziert und dann ausführlich getestet. Die Einzelteile wurden von den Herstellerfirmen natürlich schon zuvor Tests unterzogen, aber die sagen nur wenig darüber aus, wie sie im Zusammenspiel funktionieren. Eine Jacke besteht aus bis zu „150 Zutaten“. SPORTlife: Wie laufen solche Tests ab? Käsmeier: In zwei Phasen: In den Labortests geht es um Hard Facts wie beispielsweise Atmungsaktivität und Wasserfestigkeit. Entspricht das Produkt den Erwartungen, wird es von unseren Profis und Mitarbeitern Feldtests unterzogen, im ganz normalen Einsatz in der Natur, in den Bergen. Objektive Schwachstellen werden herausgefiltert, es fließen aber auch ganz subjektive Eindrücke in die weitere Entwicklung mit ein. SPORTlife: Kann man moderne Outdoor-Bekleidung jedes Jahr noch einmal weiter verbessern? Käsmeier: Man lernt ständig dazu. Im Moment ist niedriges Gewicht ein sehr großes Thema und die Kombination von Atmungsaktivität und Wasserfestigkeit. Man kann ein Produkt recht leicht wasserfest machen, allerdings auf Kosten der Atmungsaktivität, und umgekehrt. Die Kunst ist es, beide Parameter möglichst gut unter einen Hut zu bringen. SPORTlife: Was ist heuer in? Käsmeier: Softshell ist nach wie vor ein Top-Thema, auch für die äußere Schicht. In Sachen Tragekomfort bedeuten unsere 3-LagenBergjacken aus Gore-Tex®-Pro-Shell-Material einen großen Sprung nach vorne. Das sind höchst widerstandsfähige und atmungsaktive Jacken für den Profieinsatz. Bis vor kurzem war Bekleidung in diesem Segment noch eher steif, die neuen Jacken tragen sich äußerst smooth. SPORTlife: Wie schaut es generell mit dem modischen Aspekt von Outdoor-Bekleidung aus? Käsmeier: Der ist extrem wichtig. Wenn man heute ins Straßenbild schaut, ist Outdoor-Bekleidung ein vertrauter Anblick geworden. Bei den langen Entwicklungszeiten ist es gar nicht so einfach, vorauszuahnen, welche Farben und Schnitte gefragt sein werden, aber bis jetzt ist uns auch das immer bestens gelungen.

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Fotos: Mammut, Schöffel

Mehr Infos: www.schoeffel.de

German Käsmeier, Produktmanager für technische OutdoorBekleidung bei Schöffel, erklärt, was moderne OutdoorBekleidung ausmacht.

Mit den neuen saloMon RX BReak-Modellen machst du nicht nur eine gute figur, sondern unterstützt deine füsse zudem bei der regeneration nach einer Laufoder trainingseinheit.


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GIGA-

Interview

Reto Ruegger, Senior Product Manager im Bereich Footwear bei Mammut, über das moderne Schuhwerk für Bergsportler

„LEDER HAT NICHT AUSGEDIENT“ SPORTlife: Wenn man alte Bergsteigerbilder anschaut, fallen einem gleich die schönen, alten Lederschuhe auf. Hat dieses Material heute ausgedient? Reto Ruegger: Nein, nein! Nur waren die Schuhe früher komplett aus Leder gefertigt und heute dient es oft als Verstärkungselement, zum Beispiel aufgenäht auf den Schaft. Daneben

gibt es Schuhe, die ganz ohne Leder auskommen, aber nach wie vor einige echte Vollledermodelle. SPORTlife: Was sind die Eigenschaften von Leder im Vergleich zu den heute üblichen „Hightech-Kunststoffen“? Ruegger: Der Vorteil von Leder ist, dass es ein natürliches Produkt ist, das sich an den Fuß anpasst und die Körperfunktionen perfekt unterstützt. Sein Nachteil ist, dass es etwas schwerer ist, viel pflegeaufwändiger und sich bei nicht fachgerechter Lagerung zersetzt. Mit entsprechender Zuwendung kann man auch einen Volllederschuh perfekt wasserdicht und atmungsaktiv bekommen, nur tun sich den Pflegeaufwand die wenigsten an. SPORTlife: Wie viel Hightech steckt heute in einem Bergschuh? Ruegger: Sehr viel. Man muss sich vorstellen: Ein Schuh besteht aus 100 bis 120 Einzelteilen, die alle ihre Funktion zu erfüllen haben. Einige Beispiele: Das Obermaterial soll wasserdicht und hoch abriebfest sein, darauf befinden sich noch spezielle Verstärkungselemente. Die Fütterung besteht aus einer Membran, die Wasser-

dampfmoleküle nach außen leitet. Bei unseren steigeisenfesten Spitzenmodellen kommen Carbon-Brandsohlen zum Einsatz, die sehr leicht und trotzdem extrem steif sind. Ein steigeisenfestes Paar Schuhe bekommen Sie heute ab etwa 1700 Gramm. SPORTlife: Wie finden Kunden ihren perfekten Schuh? Ruegger: Zuerst sollten sie sich über den gewünschten Einsatzbereich im Klaren sein und sich dann im guten Fachhandel beraten lassen. Dabei heißt es probieren, probieren, probieren. Werfen Sie bitte auch jede Voreingenommenheit bezüglich Größen über Bord: Nicht die Zahl entscheidet, sondern einzig und allein, ob der Schuh passt! SPORTlife: Wie weiß ich das? Ruegger: Sie sollten einerseits genügend Platz haben – eine Faustregel dazu: Die Einlegesohle rausnehmen und mit der Fußlänge vergleichen, sie sollte eineinhalb bis zwei Zentimeter länger als der Fuß sein –, wer andererseits ein schwimmendes Gefühl hat, dem ist der Schuh zu groß. Damit werden Sie Blasen bekommen. Mehr Infos: www.mammut.ch

Fotos: Mammut

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MEHR VITALITÄT

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GIGA-

Interview

Oliver Henkel, „Head of Rope-Development“ bei Mammut, über die Eigenschaften historischer und moderner Kletterseile. Mammut hat Seile aus den 1930er-Jahren modernen Tests unterzogen.

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Fotos: Mammut

„KUNSTFASERN BRACHTEN EINE REVOLUTION“ SPORTlife: Kann man ein Kletterseil von 1930 mit einem modernen überhaupt vergleichen? Oliver Henkel: Kaum. Material, Fertigungsmethode und selbstverständlich die Eigenschaften sind vollkommen anders. In den 30er- und 40er-Jahren kamen Naturfasern zum Einsatz, oft Manila-Hanf, der aus Bananenpflanzen gewonnen wurde. Die Seile bestanden aus drei „Litzen“ und wurden gedreht. Die große, historische Revolution in der Seilentwicklung geschah in den 1950er-Jahren mit der Einführung von Kunstfasern. GERHARD SHAAR / AUSTRIA BARMER-HÜTTE

SPORTlife: Wie sieht es heute aus? Henkel: Es werden ausschließlich sogenannte Polyamid-6Garne verwendet. Kletterseile haben heute ein Kernbündel und einen geflochtenen Mantel. Der größte Unterschied liegt darin, dass die alten Hanfseile statisch waren und bei einem Sturz nicht nachgaben. Moderne Seile sind dynamisch, dehnen sich und speichern Energie, vergleichbar mit einer Feder. Wer heute ins Seil stürzt und aufgefangen wird, hat ein viel geringeres Verletzungsrisiko.

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PHOTO©CHRISTIANWALDEGGER.COM

SPORTlife: Wie werden Kletterseile heute getestet? Henkel: Nach der sogenannten EN892-Norm. Diese stellt hohe Anforderungen an das Material und besagt, dass ein Seil eine bestimmte Belastung nicht einmal, sondern fünfmal aushalten muss. Nachgebaute Hanfseile rissen bei unseren Tests schon beim ersten Mal. Aber wie gesagt: Der größte Unterschied liegt in der Energieabsorption. SPORTlife: Werden Seile auch heute noch ständig verbessert? Henkel: In kleinen Schritten durchaus, wobei es weniger um die Sicherheit als ums angenehme Handling oder das Thema Gewicht geht. Leichte Seile für sehr gute Sportkletterer reduzieren die Reibungskräfte in der Sicherungskette, womit die maximale Leistung spürbar beeinflusst werden kann. SPORTlife: Wie schaut es mit der Haltbarkeit moderner Kletterseile aus? Henkel: Die ergibt sich mittlerweile fast ausschließlich aus dem Gebrauch. Ist der Mantel verletzt und wird der Kern des Seiles sichtbar, soll man es unbedingt ersetzen. Das gilt auch, wenn es einen schweren Sturz auffangen musste. Leichtere Stürze sind dagegen kein Grund, sich gleich ein neues Seil zu kaufen, und auch natürliche Alterung, etwa durch UV-Licht, ist heute kein Thema mehr.


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Schuhe

EQUIPMENT (I)

Mammut Mt. Cascade GTX Der bedingt steigeisentaugliche Schuh ist aus einem Textil-und-Leder-Mix gefertigt. Er ist perfekt fürs Bergwandern, für Mehrtagestouren und auf Klettersteigen. Preis: EUR 220,00*

La Sportiva Trago S Evo GTX (Lady) Der moderne, vielseitige, bedingt steig– eisentaugliche Schuh ist atmungsaktiv und wasserfest dank Gore-Tex®-Membran, besonders leicht und hebt sich optisch angenehm von der Masse ab. Preis: EUR 239,90*

Scarpa Triolet Pro GTX Der bedingt steigeisenfeste Leichtbergschuh überzeugt mit hohen Dämpfungseigenschaften, neuer Vibram-Profilsohle und dem patentierten „ergo-Fit“-System für die Kombination aus bestem Schutz und Beweglichkeit im Sprunggelenksbereich. Preis: EUR 285,00*

Seile Mammut Tusk 9,8 mm Die spezielle Mammut-Fertigungsmethode „Superdry™“ macht das Seil langlebig und angenehm im Handling. Der relativ geringe Durchmesser von 9,8 mm ermöglicht ein breites Einsatzspektrum.

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Seil-Testreihe. Zwischen Himmel und Erde. Sicherer Halt auf Verlangen. 30 internationale Kletterathleten stellten am Klausenpass die hohe Kompetenz der technischen Klettermarke Mammut unter Beweis. Mit Erfolg: Optimal ausgerĂźstet mit der neuesten Technical Hardware und den Klettergurten von Mammut durchsteigst du jede Wand mit Leidenschaft. www.mammut.ch

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EQUIPMENT (II)

Rucksäcke Deuter 35+ Guide Sie ziehen die Blicke auf sich, die Guides. Und auch die technischen Details sind äußerst attraktiv: Die X-Aluschienen und der innovative, abnehmbare Hüftgurt mit Materialschlaufen machen die bei den Bergführern sehr geschätzte „Guide“-Serie zur alpinen Hochleistungsausrüstung. Preis: EUR 129,95*

Mammut Trion Pro 35+7 Mammuts Aushängeschild wird auch den Ansprüchen von professionellen Bergsportlern gerecht. Auch große Lasten lassen sich mit dem Trion Pro bequem transportieren, fürs Klettern kann er zum echten Leichtgewicht umgerüstet werden. Preis: EUR 199,95*

Helme

Mammut Tripod 2 Der ultraleichte Kletterhelm bietet große Belüftungsöffnungen, eine angenehm gepolsterte, ergonomische Innenform und lässt sich einfach per Headband in Höhe und Größe anpassen.

Salewa Piuma 230 Pro Zehn Belüftungsöffnungen sorgen für einen kühlen Kopf an heißen Tagen. Mit einem Knopf an der Rückseite lässt sich der Helm sekundenschnell auf die richtige Größe einstellen. Preis: EUR 119,95*

Preis: EUR 79,95*

Petzl Adjama Der Klettergurt mit seinen leicht anpassbaren Beinschlaufen ist ideal zum Sportklettern im Gebirge und in Klettergärten geeignet. Dank seiner durchdachten Konstruktion drückt auch beim Tragen eines Rucksacks garantiert nichts im Rücken. Preis: EUR 67,95*

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Klettergurte

Mammut Ophir 4 Slide In Sekundenschnelle lässt sich dieser Klettergurt auf die Größe des Trägers und den Einsatzzweck adaptieren. Er bietet maximale Bewegungsfreiheit, höchsten Komfort und dazu ein geringes Gewicht.

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Outdoor

t i e h n ö h c S e i D Der berge tuelle Wandermode ak Die : en eh ers üb zu ht nic ist l, wil s au hin Wer hoch port hat sich für Sie as Gig . en Alp ren se un in fer up rbt Fa für r sorgt wiede Mörth bereits auf den Weg gemacht. Alle Fotos: Gerlinde


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Foto: Wolfgang Kapp

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Fotos: xxxxxxxxxxxxxx

Yeah! Mit diesem Anblick rechnet niemand. Horst sorgt mit seinem Mountainbike regelmäßig für lange Gesichter in hochalpinem Gelände. Der Gigasportler weiß aber, was er tut, nämlich alpines Freeriden.


Foto: Wolfgang Kapp

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DER MIT DEM BIKE TANZT

terwegs sind, erkunden Während die einen gern auf Gipfelpfaden un tur. Beides gleichzeitig andere lieber mit dem Mountainbike die Na seine Gründe. machen dagegen nur wenige. Und das hat

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orst Gamsjäger weiß, was er tut. Und was er tut, macht er professionell. Trotzdem: Sobald der 40-jährige Mountainbiker im Sattel sitzt, muss man sein Hobby als außergewöhnlich bezeichnen, um nicht zu sagen: verrückt. „Wir nennen es meistens alpines Freeriden“, erklärt der passionierte Biker und Fahrradmechaniker bei Gigasport in Graz ganz unaufgeregt. So cool bleiben jedoch nur wenige, die ihm zufällig bei einer Tour begegnen. Die Reaktionen schwanken zwischen ungläubigem Staunen und fassungslosem Atem-Anhalten. Eine Ansichtssache, die sich ändert, je mehr man über Horst Bescheid weiß. WENN DIE SONNE SCHEINT, LEGE ICH MICH IN DIE WIESE Seine Leidenschaft sind Berggipfel und Steige mit bis zu 3000 Höhenmetern, die er mit einem zweckentfremdeten Slopestyle-Bike langsam und verspielt hinunterzirkelt. Dabei geht es nie um Speed oder extreme Sprünge über Klippen, worüber Freeriden sonst oft definiert wird, stattdessen ist der gebürtige Brucker ständig auf der Suche nach technisch anspruchsvollen Passagen, die nur mit viel Kreativität und Trial-Geschick gelöst werden können. Es ist das krasse Gegenteil von einem Cross-Country-Rennen, die er früher oft gefahren ist. „Wenn ich jetzt keine Luft mehr hab, dann mach ich eine Pause.


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kLETTERSTEIG

kein riSiko. Jeder Aufstieg wird penibel geplant, die Abfahrten sowieso. Horst: „Manchmal muss man einfach den Mut haben, gewisse Passagen auszulassen, auch wenn es schwerfällt.“ Eine gesunde Selbsteinschätzung ist der Schlüssel zum Spaß. Und wenn die Sonne scheint, dann leg ich mich in die Wiese. Es bedeutet, einfach ohne jeden Druck unterwegs zu sein und die Natur in vollen Zügen zu inhalieren“, erklärt der Gigasportler mit leuchtenden Augen. „Silly lineS“ unterm Gipfelkreuz Es geht also um eine ruhigere und ausgeglichenere Form der Grenzerfahrung und schlichtweg um „Silly Lines“ – also Linien, die nicht wirklich einen Sinn haben. So lautet übrigens auch der Titel seines Blogs, auf dem er regelmäßig spektakuläre Bilder und Videos von seinen Bike-Eskapaden und den dazugehörigen Berglandschaften online stellt. Wo genau diese Aufnahmen entstehen, bleibt aber sein Geheimnis, auch mit dem Hintergedanken, dass nicht jeder etwas mit dem ungewohnten Anblick eines Mountainbikes am Gipfelkreuz anfangen soll. „Insgesamt sind die Reaktionen auf mich aber

nes Fotos: Elke Knabl, Horst Gamsjäger, Johan

sehr positiv“, so Horst, was ihn oft selbst überrascht. Es liegt wohl an der Art und Weise, wie sich der Steirer einem Berg und der Natur im Allgemeinen nähert. mit dem fahr ich nicht Wie beim Bergsteigen wird jede Tour genau geplant und vorab recherchiert: Wie sehen die Wanderkarten aus, wie wird das Wetter, welche Informationen gibt es im Internet über die Pfade? Vor allem Foren helfen dabei oft weiter: „Schreiben die Leute zum Beispiel, dass der Weg gut für Kinder geeignet ist, geht das mit dem Bike auf jeden Fall. Bei Abschnitten mit Seilsicherung kann es teilweise noch gehen, aber nur, wenn die Passagen nicht zu lang sind.“ Horst nimmt die Vorbereitung ausgesprochen ernst und verlangt das auch von seinen Kumpels, mit denen er am liebsten unterwegs ist: „Es ist und bleibt Bewegung in hochalpinem Gelände. Wer da leichtfertig mit sich oder der Ausrüs-

Kapp, Pistrol (bikewithpassion.com), Wolfgang

tung umgeht, mit dem fahre ich nicht. Punkt.“ manchmal muSS man eS Sein laSSen Denn anders, als es vielleicht den Eindruck hat, hat der Sohn eines Radrennfahrers so rein gar kein Interesse an Risiko. „Die einzigen Unfälle, die ich bisher hatte, waren Blödheiten auf dem Parkplatz“, beteuert er. Man darf davon ausgehen, dass das kein Zufall ist, sondern das Ergebnis gesunder Selbsteinschätzung und von 28 Jahren Bike-Erfahrung. „Manchmal muss man einfach den Mut haben, gewisse Passagen auszulassen, auch wenn es schwerfällt. Es ist eben kein Wettkampf“, sagt der Naturliebhaber immer wieder. Die Strecken werden deshalb nur gefahren, wenn sie wirklich ungefährlich sind. Allerdings sollte das Können von Horst nicht gerade als Maßstab gelten, wenn es darum geht, eine Strecke als gefährlich oder ungefährlich einzuschätzen. Mit anderen Worten:

Martin Kaiser-Kaplaner (trickytrails.com)


PHOTO: CHRIS HOLTER LOCATION: FALKETIND, NORWAY

Welcome to nature

Der Mann betreibt Sport auf höchstem Niveau. Wo Mountainbiker seines For­ mats sicher unterwegs sind, startet für andere schon der Rettungshubschrauber. Wer seine Gesundheit liebt, denkt also erst gar nicht ans Nachmachen. Kein Training und Keine Wellness Manchmal packt den „alpinen Free­ rider“ aber doch der Ehrgeiz aus vergan­ genen Tagen. Dann treiben ihn jedoch nicht Kilometer oder Sekunden an, son­ dern die eigenen Fähigkeiten. Um die zu verbessern, wird schon einmal ein Ge­ schicklichkeitsparcours (eine sogenannte Trial­Passage) im Wald gebaut oder auf dem Bike das Gleichgewicht trainiert – zwischen Fernseher und Couch. „Wichtig ist mir, dass die spielerische Komponente erhalten bleibt und ich mich nicht verbei­ ße. Dann ist der Leistungsgedanke durch­ aus eine gute Motivation“, schreibt er auf seinem Blog. Richtiges Training lehnt

www.norrona.com


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Horst aber ab, allein schon deshalb, weil dafür nicht allzu viel Zeit bliebe. Letztes Jahr war er insgesamt 150 Tage im Sattel, inklusive einiger Mehrtagestouren, die er mit seinem umgebauten Campingbus in Angriff genommen hat. Außerdem gehen auch die Aufstiege an die Fitness und Kondition. Soweit es geht, wird nämlich getreten und danach eben getragen. Gondel oder Lift? „Das nennen wir dann Wellness-Freeriden“, sagt er und lacht. VERTRAUEN IST BESSER Nur manchmal gönnt er sich ein wenig „Wellness“ und lässt sich vom Seil den Berg hinaufziehen. Dann nämlich, wenn längere Etappen anstehen, denn ein Fully mit über 16 Kilogramm kann ganz schön schwer auf dem Rücken werden. Das ist eben der Preis für Robustheit und Zuverlässigkeit. Und als Bike-Mechaniker weiß Horst genau, welche Rolle das Vertrauen in das eigene Material spielt. Von der Bau-

Online weiterlesen

form ist es übrigens zwischen Enduro und Freeride angesiedelt und eigentlich als Slopestyle Bike gedacht. Der Vorteil dabei ist der kleine und niedrige Rahmen, der für Geschicklichkeitsläufe (Trials) einfach besser geeignet ist. Aber eigentlich redet Horst viel lieber übers Fahren als über technische Details. BÜROJOB? NEIN, DANKE! „Jeder meiner Sinne hat wunderbare Erinnerungen gespeichert, ein Ergebnis vieler Touren und unzähliger Stunden da draußen“, kann man auf seinem Blog lesen. Und wenn man genau hinschaut, dreht sich bei Horst wirklich alles ums Rad – die Urlaube, das Auto, der Job. Dass er auch in seinem Beruf mit Fahrrädern zu tun hat, ist im Grunde nur selbstverständlich. Direkt nach der Matura war er BikeGuide in Griechenland, danach Fahrradmechaniker und -verkäufer und seit über vier Jahren ist er in der Werkstatt für

Zelten im Torres del Paine Nationalpark, Cuernos del Paine, Chile, Foto: Jo Deleker

KLETTERSTEIG

NATURBURSCHE Horst Gamsjäger, 40 Jahre, Fahrradmechaniker bei Gigasport Graz: „Im Mittelpunkt steht für mich das Naturerlebnis. Jeder meiner Sinne hat wunderbare Erinnerungen gespeichert, ein Ergebnis vieler Touren und unzähliger Stunden da draußen.“

Gigasport im Einsatz. Einen Bürojob kann sich der Freigeist einfach nicht vorstellen. Muss er zum Glück ja auch nicht. Stattdessen genießt er die Freiheit, so viel Zeit als möglich auf dem Bike verbringen zu können und den einen oder anderen Wanderer in Staunen zu versetzen. Auch das macht ihm Spaß – die unterschiedlichsten Leute am Berg zu treffen. Wen er allerdings noch nie auf seinen spektakulären Touren getroffen hat, sind andere Biker. Tja, warum wohl …?

Fotos: Horst Gamsjäger

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„Entdecke was wirklich wichtig ist!„

Fotos: Horst Gamsjäger

Zelten im Torres del Paine Nationalpark, Cuernos del Paine, Chile, Foto: Jo Deleker

Giga_Sports_200x280_Giga_Sports_210x280 07.03.11 10:41 Seite 1

„Wahre Entdecker 2010“: Kaikkialla unterstützt acht Natur- und Umweltprojekte. Die Auswahl war schwierig – die Qualität der eingereichten Vorschläge hoch. Doch jetzt stehen sie fest „Die wahren Entdecker 2010“. Alle Preisträger und eine Kurzbeschreibung der Projekte findet Ihr auf www.kaikkialla.com.

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: it H in e t is g in ik -B E die Udo-Hubere g n e ll a h -C d a o r f f O ten Bild. Jetzt blasen In der Stadt gehören sie schon zum gewohn felsturm. Radio-Legende elektrounterstützte Fahrräder auch zum Gip im härtesten MountainbikeUdo Huber hat bereits ein Gelände-E-Bike ft. Rennen der Welt auf Herz und Nieren geprü

Fotos: Crocodile Trophy, Regina Stanger

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Fotos: Crocodile Trophy, Regina Stanger

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CroCodile Trophy

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ie Kinder der 80er kennen ihn noch als „Mr. Hitparade“, als den Mann, der für gewagte Föhnfrisu­ ren und Discosounds stand. Doch Mode­ rator und Kult­DJ Udo Huber ist nicht nur ein wandelndes Poplexikon und Präsi­ dent des Wiener Sportklubs, sondern auch ein ehrgeiziger Hobbysportler. Ein Hobby­ radler, der „seinem Körper zeigen wollte, dass er vom Geist beherrscht wird“ und dafür zum härtesten Mountainbike­Ren­ nen der Welt nach Australien jettete. Mit mageren 1700 Trainingskilometern in den Wadeln und einem modernen, technischen Helferlein unterm Sattel ging es für den ehemaligen Nationalteamschwimmer ans andere Ende der Welt. Möglich war dies durch das langjährige gute Verhältnis zu Veranstalter Gerhard Schönbacher und den Umstand, dass letztes Jahr erstmals auch E­Bikes zur „Crocodile Trophy“ zu­ gelassen wurden. Ohne TreTen gehT gar nichTs Das elektrounterstützte Mountainbike, mit dem er die 1200 Kilometer Distanz und die mehr als 14.000 Meter Höhen­ unterschied in Angriff nehmen sollte, hat­ te er zwei Tage vor dem Start des Bewerbs noch nie gesehen: „Ich hatte eine halbes

Jahr davor einmal ein E­Bike getestet, aber sonst war das Neuland für mich.“ Was Huber im Gegensatz zu vielen anderen Hobbybikern sehr wohl bewusst war, war der Unterschied zwischen Elektrobike und E­Motorrad: „Die Leute glauben immer, ein E­Bike fährt von selbst. Das ist ein großer Irrtum. Natürlich ist es relativ einfach, bei voller Motorunterstützung gemütlich auf der Straße zu radeln, gibt man aber Vollgas, kann Pedelecfahren durchaus ein anstrengender Sport sein.“ Wie funkTiOnierT’s? Ein „Pedal Electric Cycle“ nimmt dem Radfahrer also nicht das Treten ab, es greift ihm nur etwas unter die Beine. „Es ist wie ein ständiger Rückenwind oder so, als ob jemand hinten leicht anschiebt“, be­ schreibt Huber das Fahrgefühl. Im Kon­ kreten funktioniert das BionX­System, das Mr. Hitparade durch das Abenteuer Out­ back gepusht hat, wie folgt: Sobald der Motor via Bedienkonsole aktiviert wird, misst dieser mit Sensoren in der Hinter­ achse des Rades die Krafteinwirkung, die durch das Treten der Pedale eingebracht wird. Je nach gewählter Unterstützungs­ stufe verstärkt BionX die vom Fahrer ein­ gebrachte Kraft um 35 bis 300 Prozent.

Der Motor selbst sitzt in der verdickten Hinterradnabe und ist bis auf Akku und Bedienkonsole quasi unsichtbar. Das Sys­ tem erkennt sogar den Kraftunterschied der beiden Beine und gleicht diesen durch gezielte Energiezufuhr aus. Wird durch Betätigen der Bremsen oder Bergabfahren Energie überschüssig, wird diese zurück in den Akku geleitet. Durch diese ausgeklü­ gelte Technologie kann BionX die Reich­ weite des Akkus um bis zu 15 Prozent stei­ gern. Seit heuer ist auch ein Motor des Elektrospezialisten Bosch auf dem Markt. Dieses Motorensystem wirkt anders als BionX direkt auf das Triebwerk. Die Mes­ sung der eingebrachten Muskelkraft er­ folgt im Tretlager und die unterstützende Energie wird auf die Kette übertragen. „Der Vorteil des Boschmotors ist, dass der Schwerpunkt ins Zentrum des Fahrrads verlagert wurde und Motor wie Akku sehr tief angebracht sind. Dadurch ist das Rad besser zu handhaben. Man ist in gewissem Sinne wendiger“, erklärt Gerhard Nieder­ mayer von Scott. „Von der Leistung her liegen Bosch und BionX gleichauf.“ WOzu e-OffrOad? Ein Elektrobike dient im Offroad­Be­ reich in erster Linie dazu, starke Kondi­

VOllgas. Die australische Crocodile Trophy ist nicht nur das härteste Mountainbike-Etappenrennen der Welt, sie ist auch Treffpunkt bunter Sportvögel. Dank E-Bikes können auch Athleten mit konditionellem Rückstand mitmachen. Fotos: Crocodile Trophy, Regina Stanger

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crocodile Trophy 2011

Die Idee zum härtesten, heißesten und aben­ teuerlichsten Mountainbike­Rennen der Welt wurde 1993 vom Grazer Radrennprofi Gerhard Schönbacher geboren. Ursprünglich hätte die „Tour de France für Mountainbiker“ über 2500 Kilometer quer durch Vietnam führen sol­ len. Aus organisatorischen Gründen entschied sich Schönbacher aber schließlich für Australien, wo er in den 1980ern als Radprofi aktiv war. Heuer sind Abenteurer und Adrenalinjunkies mittlerweile zum 17. Mal eingeladen, ihre Gren­ zen auszuloten. Diesmal auf einer neuen, noch anspruchsvolleren Strecke. E­Bikes sind das zweite Jahr zur Wertung zugelassen!

Fotos: Crocodile Trophy, Regina Stanger

Wann: 18.–27. Oktober 2011 Wo: Queensland, Australien streckenlänge: 1223 km höhenunterschied: 14.200 m Anmeldung & Infos: www.crocodile-trophy.com

tions- und Kraftunterschiede zwischen Sportlern, die gern gemeinsam im Gelände radeln, auszugleichen. Außerdem sind dadurch Ziele erreichbar, die aus eigener Muskelkraft undenkbar wären – wie im Falle unseres Rad(io)-Sportlers Udo Huber. Ohne den „leichten Anschieber“ des Elektromotors wäre es für Huber ein Traum geblieben, Seite an Seite mit Elitefahrern wie seinem Schweizer Namensvetter Urs Huber oder dem österreichischen Radrennprofi René Haselbacher ein Rennen zu bestreiten. Letztgenannter entging bei der Crocodile Trophy übrigens nur um Haaresbreite einem Crash. Ein Känguru sprang ihm auf der Strecke vors Rad und hätte ihn beinahe mit seinem Schwanz aus dem Sattel gefegt. Tierische AnsTrengung Der ehrgeizige Moderator selbst kämpfte eher mit Hitze, endlosen Steigungen und mangelndem Training als mit

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Berg. Tal. Miles.

hüpfenden Beuteltieren. Wobei er der Fauna von Down Under großen Respekt zollt: „An einer Stelle saß gerade ein Adler mit mehr als zwei Meter Flügelspannweite auf der Strecke und verspeiste gerade ein Känguru. In diesem Moment habe ich mir ehrlich gesagt schon gewünscht, dass er tatsächlich wegfliegt, wenn ich mit meinem Rad näher komme.“ Auch ein uriger Badefluss an einem weit in der Wildnis gelegenen Nachtlager war Huber nicht ganz geheuer: „Auf meine Frage, ob man hier auch schwimmen könne, meinte ein Farmer: ‚Hier gibt es nur Flusskrokodile. Die sind eh scheu.‘ Da dachte ich mir: ‚Na hoffentlich wissen die das auch!‘“ ALLES HAT SEIN ENDE Zwischen 98 und 157 Kilometer lang waren die zehn Tagesetappen der Crocodile Trophy 2010. Die bis zu 1900 Meter Höhenunterschied auf den einzelnen Streckenabschnitten können die Tour schnell zur Tortur machen. Besonders dann, wenn man von den Gegebenheiten der Strecke überrascht wird: „Ich habe mir das Outback ursprünglich flacher vorgestellt, so wie bei mir im Seewinkel. Aber da gab es dann auch Strecken, die 30 Kilometer mit einer Steigung von 30 Prozent durch den Regenwald führten. Es gab also schon Momente, wo der Elektromotor auch nicht mehr half. Allerdings sind dann selbst die Spitzenfahrer von ihren Bikes gestiegen.“ BLICKFANG E-BIKE Und wie haben die Kollegen, die sich zu einhundert Prozent auf ihre Muskelkraft verlassen mussten, auf Udo Hubers Helferlein reagiert? „Natürlich gab es da auch welche, die meinten, das wäre ja kein Sport. Aber die

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SPORTSKANONE. Udo Huber in Aktion: Für die Crocodile Trophy tauschte er sein DJ-Pult gegen ein E-Bike – und landete damit gleich einen Hit. Immerhin schaffte er die 1200 Kilometer bis ins Ziel. meisten von denen sind auch noch nie auf einem Pedelec gesessen. Andere fanden das ganz toll und waren fast ein bisschen neidisch. Auf alle Fälle waren die Leute rundum sehr interessiert. Von den anderen Teilnehmern über die Streckenposten und Police Officers bis zu den Rangern in den Nationalparks wollten alle wissen, was es mit dem magischen Kästchen am Rad auf sich hat.“ DABEI SEIN IST NICHT ALLES Auch wenn der 56-jährige Abenteurer nicht jede einzelne Etappe plangemäß ins Ziel brachte, reichte es für eine Gesamtwertung. Von 99 an den Start gegangenen Extremradlern waren bei der Siegerehrung noch 66 dabei. Udo Huber mimte das stolze Schlusslicht – ein Ansporn, auch 2011 wieder durch die australische Wildnis zu radeln: „Im Vorjahr war ich auf dem letzten Platz. Diesmal fange ich schon nach Ostern mit dem Training an. Denn heuer möchte ich mindestens Vorletzter werden.“

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uer auf den Schulbus Über tausend steirische Schüler pfeifen he änzen, sondern radeln, und das Elterntaxi. Aber nicht, weil sie schw ächtige Initiative, und zwar auf der „BikeLine“. Eine preisverd die von Gigasport unterstützt wird.

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g e lw u h c S r e d n n e W zur Weltreise wird


Bikeline

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fahrspass. An den BikeLine-Haltestellen treffen sich die Kids und radeln gemeinsam in die Schule. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit. Ein Chip am Helm speichert die gefahrenen Strecken.

egonnen hat alles ganz unscheinbar in der steirischen Ökoregion Kain­ dorf als kleines Projekt einer Haupt­ schule. Die simple, aber geniale Grundidee:­ Das Fahrrad sollte wieder attraktiver für den Schulweg gemacht werden. Das käme nicht nur der Umwelt, sondern auch der Gesundheit zugute, so die einhellige Mei­ nung. Der Spaß dürfe dabei aber nicht zu kurz kommen und sicher müsste es natür­ lich auch sein, schließlich gibt es auf dem Land weniger Radwege als in der Stadt. So weit also die Vorgaben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:­ Entstanden sind ein Stre­ ckennetz mit eigenen Fahrradhaltestellen, eine ausgeklügelte Website, eine automa­ tische Streckenauswertung und verschie­ dene Wettbewerbe mit Auszeichnungen und Preisen. Das alles – und noch mehr – macht die sogenannte BikeLine aus. Das Projekt wurde letztes Jahr sogar für den Österreichischen Klimaschutzpreis nomi­ niert. Dabei geht es heuer erst so richtig los, erklärt der Initiator Dietmar Scheibel­ hofer:­ Dieses Jahr sind schon elf Schulen mit von der Partie. Das sind nicht weniger als tausend Pedalritter, die künftig das El­ terntaxi links liegen lassen und gemeinsam auf dem Weg zur Schule auf Kilometer­ und somit Prestige­ und Preisjagd gehen. Zusammen ist man weniger allein Und so funktioniert’s:­ Im Einzugs­ gebiet der einzelnen Schulen sind gut sichtbare Haltestellen eingerichtet, an de­ nen sich die Schüler zu festgelegten Zeiten mit ihren Fahrrädern treffen und gemein­ sam Richtung Schule starten. Nach dem gleichen Prinzip geht es am Nachmittag dann wieder nach Hause. Dabei können sich die Teilnehmer schon im Vorfeld be­ quem über alle wichtigen Infos auf der Website www.bikebird.at/bikeline infor­ mieren. Dort gibt es Kartendarstellungen der einzelnen Strecken, die Haltestellen mit den jeweiligen Abfahrtszeiten, die Hö­ henmeter, die es zu überwinden gilt, und sogar Informationen zu den Mitstreitern.

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Anstatt also jeden Tag allein auf der Straße unterwegs zu sein, bilden sich größere Gruppen aus Radfahrern, die nicht nur das subjektive Sicherheitsgefühl steigern. sicherheit geht vor „Gemeinsam sind die Schüler schneller zu sehen und die Autofahrer eher gezwun­ gen, langsamer und rücksichtsvoller zu fahren“, erklärt Scheibelhofer. Außerdem wird die Bevölkerung schon vorab über Plakate und Zeitungsberichte auf die kom­ mende Flut an Radfahrern vorbereitet. Helme sind dabei so selbstverständlich wie der Fußball im Sportunterricht. Der Kopf­ schutz ist aber nicht nur für die Sicherheit zuständig:­ Jeder Teilnehmer bekommt auf seinen Helm einen Sticker mit inte­ griertem Chip verpasst. In der Schule er­ fasst dann ein Terminal diesen Chip und speichert alle Informationen zu den zu­ rückgelegten Strecken. So natürlich auch die Höhenmeter und die Anzahl der ge­ fahrenen Kilometer. Wichtige Daten, die die Kids über die gesamte Saison (vom 2. Mai bis 24. Juni) eifrig sammeln. Warum? Na wegen der „Bikebirds“. auf der Jagd nach BikeBirds Die Bikebirds sind Trophäen, die am Ende nur den eifrigsten Radlern vorbehal­ ten sind und in drei verschiedenen Kategorien vergeben werden:­ Wer über die Saison zum Beispiel die meisten Radki­ lometer sammelt, darf sich künftig mit „Bi­ keKaiser“ angesprochen fühlen. „BikeKö­ nig“ wird dagegen der Spezialist für Berg­ wertungen, also jener Teilnehmer, der die meisten Höhenmeter hinter sich bringt. Und wer für Wind und Wetter nur ein kühnes Lächeln parat hat und am öftesten auf den Drahtesel steigt, wird feierlich zum alleinigen „Wetterfürst“ ernannt. Nicht gerade ein leicht verdienter Titel, wie der Verteidiger aus dem Vorjahr weiß. Sein ebenso simpler wie hilfreicher Tipp bei sintflutartigen Regenfällen:­ „Do muass ma hold a zweits Gwand mitnehmen.“


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Bikeline

Verewigt auf der Street of fame Wer also einen der drei Bikebirds ab­ räumen will, braucht schon Biss und Durchhaltevermögen. Dafür werden die Sportskanonen zusätzlich in der sogenann­ ten Street of Fame verewigt. Wer während des Wettbewerbs gerade vorne liegt, ist im­ mer aktuell auf der Website nachzulesen. So motivieren die Helden von heute auch die übrigen Teilnehmer. Übrigens: Laut Initiator ist der Bikebird, der auf den Poka­ len abgebildet ist, ein naher Verwandter des kalifornischen Rennkuckucks – nur eben schneller, weil er ja ein Bike hat. einmal um die ganze welt Ehre, wem Ehre gebührt. Allerdings gilt in der Berufswelt wie beim Sport: Von Titeln allein kann man sich nichts kaufen. Die BikeLine hat deshalb noch eine be­ sondere Herausforderung zu bieten, die nicht nur mit Anerkennung prämiert wird. Die Rede ist von „We Bike the World“, einem spielerischen Wettbewerb, bei dem die Schüler in acht Wochen eine virtuelle Rundreise um die ganze Welt in Angriff nehmen. Dabei entspricht jeder von den Teilnehmern zurückgelegte Radkilometer auf der BikeLine einem virtuellen Reise­ kilometer um den Globus. Unterteilt ist der Trip über alle fünf Kontinente in acht verschiedene Etappen. Der Clou: Für jede Etappe gibt es „Paten“. Das sind Partner und Sponsoren des Projekts, die den Weg entlang Überraschungspreise hinterlegen. gewinnertypen Wer die festgelegten Wegpunkte zuerst erreicht, hamstert auch den Preis ein. Hel­ fen kann dabei ein Blick auf Facebook. Dort werden die Gewinnmöglichkeiten nämlich kurzfristig auf der eigens einge­ richteten Seite „Die BikeLine“ angekün­ digt. Und damit auch jene Schüler gewin­ nen können, die in der Nähe der Schule wohnen, zählt jede begonnene Fahrt auf der BikeLine (und damit auch auf der Weltreise) zumindest drei Kilometer. Das Reglement ist also nicht nur durchdacht, sondern auch fair. Zudem gibt es jeden Frei­ tag Sonderpreise, die ebenfalls auf Face­ book bekannt gegeben werden. Aber Ach­ tung: Sonderpreise erfordern gewisse Son­

linkS

weltreiSe. 80.000 bis 90.000 (!) Kilometer werden heuer von den Schülern abgespult. Elf Schulen beteiligen sich mittlerweile am Projekt, das für den Österreichischen Klimaschutzpreis nominiert wurde. Und das Beste: Wer in die Pedale tritt, hat die Chance auf tolle Preise.

Bikeline, www.bikebird.at/bikeline Ökoregion kaindorf, www.oekoregion-kaindorf.at radland Steiermark, www.radland.steiermark.at Österreichischer klimaschutzpreis, www.klimaschutzpreis.at kuratorium für Verkehrssicherheit, www.kfv.at die Beteiligten Schulen: Ökologie-hauptschule kaindorf, www.hs-kaindorf.at hauptschule Blücherstraße fürstenfeld, www.hs-bluecher.at gymnasium hartberg, www.gym-hartberg.ac.at/schule Sporthauptschule rieger hartberg, www.rieger-hs.ac.at hauptschule pöllau ii, http://hs2poellau.at/hs2/hauptschule hauptschule rottenmann, www.hs-rottenmann.at neue mittelschule horitschon, www.nms-horitschon.at Sporthauptschule neusiedl am See, www.hs-neusiedl.at gymnasium neusiedl am See, www.gymnasium-neusiedl.at neue mittelschule frauenkirchen, www.shs-frk.at röm.-kath. hauptschule für mädchen, neusiedl keine Webadresse Video: 24h biken für den klimaschutz in der Ökoregion kaindorf 2009 http://www.youtube.com/watch?v=jEdLV_FN6Ug


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BIKELINE

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derbedingungen! Wie die lauten, erfährt man exklusiv über das Online-Netzwerk.

damit insgesamt noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsatteln“, so der Initiator.

ZWEIMAL UM DIE GANZE WELT Die Preise, die sportliche Herausforderung und die zeitgerechte Kommunikation, das alles trägt dazu bei, dass die Kids eine Gaudi haben und ganz nebenbei der Umwelt und sich selbst was Gutes tun. Scheibelhofer rechnet vor: „Letztes Jahr haben 65 Schüler insgesamt 5000 Kilometer absolviert, ein großartiges Ergebnis. Wegen der enorm gestiegenen Teilnehmeranzahl rechnen wir heuer aber mit 80.000 bis 90.000 Kilometern, die auf der BikeLine abgespult werden.“ Damit würde man nicht nur einmal, sondern gleich zweimal um den Erdball kommen. Allein das Benzingeld für diese Strecke würde mehrere tausend Euro ausmachen und der CO2Ausstoß läge mit einem durchschnittlichen Auto bei ungefähr 16 Millionen Gramm. „Eine Leistung, von der wir hoffen, dass sie auch die restliche Bevölkerung ansteckt –

DAS PICKERL ZUM BIKEN Dabei deutet alles darauf hin, dass dieses Vorhaben auch gelingen wird. Die Partnerbetriebe und Sponsoren – so auch Gigasport – zeigen ihr Engagement offen in Form eines eigenen BikeLine-Stickers, das auf verschiedenen Auslagen, Türen und in Gebäuden auf die Initiative aufmerksam macht. Der Gedanke, der hinter dem Projekt steckt, wird so auch abseits der Schulen transportiert, damit künftig nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern in die Pedale treten. Neue Partner sind übrigens immer willkommen. Und wer weiß: Nachdem wieder einmal die Kids vorgemacht haben, wie es geht, ist morgen vielleicht schon ganz Österreich mit dabei. Online weiterlesen

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SCHULUNG

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ieles im Leben ist Gewöhnungssache. So schauten vor ein, zwei Jahren noch manche Biker etwas kritisch drein, sobald sie ein „Twentyniner“, also ein Mountainbike mit 29 Zoll Reifendurchmesser, zu Gesicht bekamen. Nicht, weil sie dessen Fahrbarkeit anzweifelten – darüber hörte man von Beginn weg nur Gutes –, sondern aus optischen Gründen. Mittlerweile sind große Räder aber keine große Sache mehr. So fallen einem heute beim Anblick eines neuen 29ers zunächst die schöne Verarbeitung und die Lackierung des Rahmens ins Auge – bevor dann der Blick zu den Rädern schweift. Jetzt gefallen auch dem Auge die Proportionen zwischen Rad- und Rahmengröße. Es ist eben Gewöhnungssache! Wie sagte Bike-Guru Gary Fisher, der nach den Mountainbikes in den 1970ern nun vor einigen Jahren eben auch die 29er erfunden hat, so schön: „Hey, heute schauen Mountainbikes eben so aus!“

LERNEN SCHON FÜR 2012 Das 29er ist endgültig angekommen, so viel steht fest. „Und das ist gut so“ – darüber sind sich die Bike-Experten aus 19 Gigasport-Filialen in ganz Österreich, die sich in Graz eingefunden haben, einig. Die „Plabutschrunde“, eine der bekanntesten Mountainbikerouten rund um die steirische Landeshauptstadt, ist das ideale Terrain, um einem derartigen Mountainbike auf den Zahn zu fühlen. „Ja, das 29er ist dabei, sich fest als Alternative zu den gewohnten Mountainbikes mit 26-Zoll-Rädern am Markt zu etablieren. Darauf weist vieles hin, nicht nur die Verkaufszahlen aus dem 29ers-Herkunftsland USA“, weiß Mario Pucher. Der Gigasport-Einkäufer ist dank seiner direkten Kontakte zu den Bike-Herstellerfirmen ein echter Insider – und selbst ein gestandener Biker. Pucher erklärt weiter: „Deshalb bringen wir unsere Verkaufsexperten hier auf den letzten Stand der Dinge in Sachen

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29ers – wobei vieles, was wir jetzt schon besprechen und vermitteln, in den Verkaufsräumen erst im Jahr 2012 schlagend wird.“ Dazu muss man wissen, dass Bike-Hersteller ihre neuen Produkte zwangsläufig mit langen Vorlaufzeiten planen und entwickeln – und Händlervertreter viel früher neues Material in die Finger bekommen als der gewöhnliche Konsument. Ein Privileg, auf das man fast neidisch sein könnte, das aber den Gigasport-Profis dabei hilft, die Kunden mit größter Kompetenz zu beraten. DIE BIKES ZEIGEN, WAS SIE KÖNNEN In der Praxis läuft das 29ers-Testprogramm von Gigasport so ab: Ein Teil der Gruppe hört sich die Ausführungen der Bike-Experten im Lehrsaal an, die andere Hälfte schwingt sich in den Sattel aktueller Top-Bikes mit 29 Zoll Reifendurchmesser und schlägt sich ins Gebüsch. Nach ein paar Stunden werden dann

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Gruppenbild mit bikes. Man beachte: Instruktor Mario Pucher (2. v. r.) hat zum Vergleich ein Bike mit dem gewohnten 26-Zoll-Raddurchmesser ins Bild „geschummelt“. Auf Waldund Naturwegen zeigten sich die Eigenschaften der 29er in der Praxis. Und im Lehrsaal spürte man den biomechanischen Hintergründen nach.

die Rollen getauscht. Theorie und Praxis, beides ist wichtig – und nur wer beides erfahren hat, kennt sich wirklich aus. So lautet eine gelebte Gigasport-Regel. Im Wald zeigen die Bikes, was sie können. Größere Laufräder bieten in der Tat bessere Rolleigenschaften und tragen zu einem stabileren Gefühl beim Fahren bei, was zum Beispiel bei ausgefahrenen Längsspuren viel zum Sicherheitsgefühl beiträgt. Oder auch auf großem, rutschigem Wurzelwerk, wie es hier zu finden ist. Geht es steil bergab, dann profitieren 29ers-Fahrer von der angepassten Rahmengeometrie und der typischen Sitzposition, die sich aus den größeren Rädern ergibt: Man fühlt sich eher „im“ als „auf“ dem Rad sitzend, was die gefühlte Gefahr, sich nach vorne zu überschlagen, verringert. Aber die Vorteile der 29ers auf gewissen Untergründen sind nicht nur fühlbar, sondern auch mit der Stoppuhr messbar – entdeckten doch ursprünglich Bike-Profis im Training, dass auf manchen Strecken mit größeren Rädern Zeitvorteile herauszuholen waren. Mittlerweile sind die 29ers längst für offizielle Renneinsätze von der UCI freigegeben – und Siege bei großen Rennen wie Transalp oder Transgermany überzeugten letzte Zweifler. Die Überzeugung steigt an diesem


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AUSFĂ&#x153;HRLICH BERATEN LASSEN Die wichtigste Frage nach dem Abschluss des Testtages lautet: Haben jetzt die Twentyniners endgĂźltig die Nase vorn gegenĂźber den Mountainbikes mit 26-ZollRädern? â&#x20AC;&#x17E;Das kann man so nicht sagen. Nach wie vor haben beide Konzepte ihre Vor- und Nachteile, die sich immer eindeutiger herauskristallisieren. Es kommt auf den Fahrertyp an, ebenso auf den Einsatzbereich, mit welchem Bike man besser beraten istâ&#x20AC;&#x153;, resĂźmiert Mario Pucher. UnschlĂźssige, die zwischen 29-Zolloder 26-Zoll-Rädern schwanken, sollten sich auf alle Fälle ausfĂźhrlich beraten lassen. Die Gigasport-Profis freuen sich schon auf Sie.

Nachmittag auch bei den bikenden Gigasport-Profis: Bergauf und bergab, auf breiten Waldwegen und Singletracks, auf grobem Schotter und im Gatsch wird getestet und ausprobiert, was das Material hergibt. Und zwischendurch trifft man sich auf einer Lichtung, um sich Ăźber FahreindrĂźcke auszutauschen â&#x20AC;&#x201C; und kurz zu verschnaufen. Die Laune aller Teilnehmer ist auffallend gut.

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WILDONER VOLKSLAUF Ein Jubiläum feiert der Wildoner Volkslauf am 11. September 2011: Zum 15. Mal findet die Traditionsveranstaltung heuer statt. Dabei handelt es sich um einen der schönsten Halbmarathons in Graz und eine ideale Vorbereitung für den GrazMarathon. Fünf Strecken stehen zur Auswahl, ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet die Veranstaltung ab. merkur-volkslauf-wildon.com

Graz Tel. 0316/870-0 Nordic-Walking-Busse und Wanderbusse ab Graz (Infos unter 0316/870 31 21) jeden Freitag: City-Skating; Infos: www.cityskating.at 23.–26.6.: Tour de Mur; Infos: www.tour-de-mur.at 25.6.: 9. Internationaler Stadtlauf Frohnleiten; Infos: www.frohnleiten.at 15./16.7.: 24-h-/12-h-Biken für den Klimaschutz in der Ökoregion Kaindorf; Infos: www.oekoregion-kaindorf.at 30.7.: Römerlauf in Leibnitz; Infos: www.roemerlauf.at 4.9.: 20. Steirischer Wildoner Radmarathon; Infos: www.radmarathon-wildon.com oder bei Mario Pucher, 0664/610 90 82 11.9.: 15. Wildoner Volkslauf; Infos: www.wildoner-volkslauf.com oder bei Manfred Nager, 0664/410 53 35 Dornbirn Tel. 05572/230 99 Geführte Wandertouren im Bregenzerwald mit Frau Gerda Freuis; Terminabsprache in der Bergsportabteilung, Tel. 05572/230 99-263 Fohnsdorf Tel. 03572/471 62 23.–26.6.: Tour de Mur; Infos: www.tour-de-mur.at Kapfenberg/St. Lorenzen Tel. 03862/334 90 23.–26.6.: Tour de Mur; Infos: www.tour-de-mur.at 10.7.: 3. Lorenziman-MTB-Triathlon; Infos bei Gigasport Kapfenberg/St. Lorenzen, Tel. 03862/334 90 Klagenfurt Tel. 0463/575 20 Laufend Kletterkurse für alle Alters- und Leistungsklassen; Infos: www.megapoint.at Golf-Platzreifekurse in der Golfakademie Moosburg; Infos unter Tel. 04272/823 02-0 Oberwart Tel. 03352/314 93 15./16.7.: 24-h-/12-h-Biken für den Klimaschutz in der Ökoregion Kaindorf; Infos: www.oekoregion-kaindorf.at 18.6.: 8. Oberwarter Stadlauf; Infos: www.oberwart.gv.at 14.–19.8.: Burgenland-Radtage; Infos: www.lrv-burgenland.at

TOUR DE MUR Die 21. „Tour de Mur“ findet heuer vom 23. bis 26. Juni statt und ist gleichzeitig die vierte Internationale Klimaschutz-Radtour. Der TopEvent wurde ursprünglich als Demonstrationsveranstaltung zum Zweck des Radwegeausbaus ins Leben gerufen. Seit Jahren genießt die Tour de Mur internationales Renommee und gilt als Österreichs beliebteste Rad-Etappenfahrt unter dem Motto „Urig – murig“. www.tour-de-mur.at

Ried Tel. 07752/858 91 27.8.: Rieder Stadtlauf; Anmeldungen bei Gigasport Ried oder unter www.rieder-stadtlauf.at Villach Tel. 04242/32 17 70 Kletterkurse am Kanzianiberg in Kooperation mit der Alpinschule Vierjahreszeiten (www.vjz-alpin.at); Schnupperklettern, Klettersteigparcours; Infos und Anmeldungen bei Gigasport Villach. Golf-Platzreifekurse in der Golfakademie Moosburg; Infos unter Tel. 04272/823 02-0 Wolfsberg Tel. 04352/514 82-0 24.9.: Gigasport-Reisberglauf; Start: 16 Uhr in St Marein; Anmeldung unter Tel. 04352/376 43 Fotos und weitere Events finden Sie

WILDONER RADMARATHON Nein, man kann nicht sagen, dass die Veranstaltung in die Jahre gekommen ist, dennoch bleibt festzuhalten, dass der Steirische Wildoner Radmarathon heuer bereits zum 20. Mal ausgetragen wird! Am 4. September findet die Traditionsveranstaltung heuer statt und wie immer ist für jeden etwas dabei. Sechs Strecken – von familienfreundlichen 40 Kilometern bis zu 166 Kilometern – und ein umfangreiches Rahmenprogramm machen den Wildoner Radmarathon auch heuer wieder zum Top-Event der Radsaison. Rund 6000 Teilnehmer „erfuhren“ 2010 die landschaftlichen Schönheiten der Steiermark. Eine der sechs Strecken mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometern führte auch über die Grenze nach Slowenien. Somit ist das Rennen auch ein multikultureller Austausch auf dem Fahrrad, wie das internationale Teilnehmerfeld beweist. Das Vorprogramm startet in diesem Jahr am 3. September mit Startnummernausgabe, Festzeltbetrieb, großer Nudelparty, Spanferkelgrillen und so weiter. Für die, die nicht zu viel gefeiert haben, wird es am nächsten Tag, also am 4. September, ernst. Um 8 Uhr startet vom Wildoner Hauptplatz das erste Rennen, die Marathonstrecke. Auf dem Festgelände am Badesee Wildon geht es den ganzen Tag rund und auch für die Jüngsten wird mit einem kunterbunten Kinderfest einiges geboten. Anmeldung und Infos unter www.radmarathon-wildon.com.

unter: www.gigasport.at/events


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IN DER HITZE DES GEFECHTS

Temperaturen steigen – wer kann da die l, me Him m vo ht lac ne on ers mm So Die zuwenden haben? Speziell dann, ein ng hlu kü Ab nig we ein n ge ge as etw n scho coole Typen auf Lager hat! für e od erm mm So ste iße he die rt po as Gig wenn Alle Fotos: Gerlinde Mörth


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Shooting mit freundlicher Unterstützung des Steirischen Feuerwehrmuseums, Groß-St. Florian. Nähere Informationen unter www.feuerwehrmuseum.at


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HIGHLIGHTS

eletzteSnaSocmmheregentan hast, – cwehiß,öwan S s du Ich n und vor allem, was du diesen Sommer trage wirst! Hier einige Anregungen.

Alle Fotos: Gerlinde Mörth

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HIGHLIGHTS

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FUTURISTISCHE LANGLEBIGKEIT Für alle, die länger durchhalten wollen, setzt arena jetzt das neue Waterfeel XLife Material ein. Das Besondere dabei ist die Chlorresistenz des Materials, trotz des Einsatzes von Lycra. In Kombination mit dem sportlichen Rücken sind dem Schwimmer perfekte Paßform und optimales Wassergefühl garantiert. Ein echter Hingucker ist dabei das futuristische Design des Schwimmanzuges Molk. www.arena-swimwear.de


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Warum geben Ihnen diese Schuhe das Gefühl, barfuß zu laufen? Erfahren Sie es online! www.gigasport.at/bfr


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Viva la Revolución – Freiheit für die Füße! Eng geschnürt sind die Zwänge, denen die Füße der westlichen Welt unterliegen. Aktuelle Barfußschuhe versprechen neue Freiheiten. SK-Sturm-Star Mario Haas hat sie exklusiv für Gigasport getestet. Fotos: Oliver Wolf

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eine Spezialitäten sind der schnelle Antritt, die kurze Reaktionszeit, der Zug zum Tor. Mehr als 400 Bundesligaspiele für den SK Sturm Graz hat Mario Haas in den Beinen. Die Füße fest in die Schuhe geschnürt, damit der Schuss aufs Tor nicht verweichlicht ausfällt. Ob der fast 37-jährige Stürmer die Fußballschuhe demnächst an den Nagel hängt, bleibt abzuwarten. Zur Sicherheit hat Gigasport den Athleten zum großen Schuhtest geladen, um ihn rechtzeitig auf die „Pension“ vorzubereiten – und da Pensionisten ungern auf der faulen Haut liegen, testete er Barfußschuhe. Merrell, Vibram Fivefingers und Nike bieten Modelle an, die das Gefühl des Barfußgehens simulieren und dabei die Fußmuskulatur trainieren. ZURÜCK ZU DEN WURZELN. Die westliche Zivilisation ist grundsätzlich nicht darauf ausgerichtet, barfuß erkundet zu werden. Zahlreiche Gefahren lauern in den Asphaltwüsten unserer Städte: Scherben, Nägel, Späne, Staub, Öl und vereinzelte Haufen unserer vierbeinigen Freunde wirken für Füße nicht gerade einladend, Bekanntschaft ohne Schuhwerk zu machen. Deshalb tragen wir Schuhe, mehr oder weniger vom ersten bis zum letzten Tag des aktiven Gehlebens. Dadurch geht jedoch jegliches Naturerlebnis verloren.

Barfußschuhe wirken dem entgegen, sie vermitteln das Gefühl des bloßfüßigen Gehens, das vielen noch aus der Kindheit in Erinnerung ist. Dieses verloren gegangene haptische Erleben der Umwelt, der fehlende sensorische Bezug zum Untergrund veranlasste Robert Fliri, die „Fivefingers“ zu entwickeln. Nikes „Free“ entstand im Bestreben, Athleten in ihrem Training zu unterstützen. Der amerikanische Laufcoach Vin Lananna ließ seine Schützlinge an der Stanford University barfuß auf dem Rasen eines Golfplatzes trainieren. Auch Merrell hat mit dem „Barefoot“ ein Modell entwickelt, das den Trainingseffekt des Barfußlaufens mit der Schutzfunktion eines Schuhs kombiniert. MIT ODER OHNE? Doch macht es überhaupt einen Unterschied, ob man mit Schuhen oder ohne unterwegs ist? Wie überall gehen hier die Meinungen auseinander. Fest steht, dass man beim Barfußgehen Muskelpartien in den Füßen trainiert, die ansonsten mehr oder weniger „unberührt“ bleiben. Ist die Fußmuskulatur gestärkt, werden Bewegungen besser abgefedert, was einen positiven Effekt auf den gesamten Bewegungsapparat hat. Geht man mit Schuhen, werden Bodenunebenheiten über die gedämpfte Sohle ausgeglichen. Die extrem flexiblen Sohlen von Barfußschuhen


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übernehmen diese Funktion nicht. Laut Dr. Alex Stacoff, Biomechaniker an der Universität Calgary in Kanada, stimulieren Bodenwellen vor allem die kleinen Muskeln zwischen Vor- und Rückfuß, die dadurch kontinuierlich trainiert werden. Zusätzlich fördert das Laufen mit Barfußschuhen vor allem die Konzentrationsfähigkeit. Ist man mit (fast) nackten Füßen unterwegs, muss man schon gut aufpassen, wo man hintritt. Automatisch wird der Körper angespannt und eine „stolze“, aufrechte Haltung angenommen – im Vorübergehen sozusagen. LANGSAM ANGEHEN. Dr. Christian Hoser, Unfallchirurg und Sporttraumatologe an der Sportsclinic Austria in Innsbruck, warnt allerdings davor, allzu enthusiastisch die neuen Schuhe auszuprobieren. „Barfußneulinge“ sollten sich unbedingt Zeit lassen, da der moderne Fuß verlernt hat, ungeschützt zu sein. Anfänglich ist das Laufen mit Barfußschuhen ziemlich anstrengend, da der an Schuhe gewöhnte Fuß die fehlende Dämpfung im Fersenbereich ausgleichen muss. Nimmt man sich allerdings ausreichend Aufbauzeit, können Gelenksprobleme und Fußfehlstellungen verhindert werden. Barfußschuhe ersetzen herkömmliche Laufschuhe in der Regel allerdings nicht. Die Schuhe sind jedoch ideale Trainingsgeräte, um die Sensibilität der Füße zu fördern. Auch die österreichische Fußballnationalmannschaft hat laut Stefan Stüter, Marketingleiter bei Fivefingers, unter Josef Hickersberger Balanceübungen mit Barfußschuhen durchgeführt, um Trainingseffekte zu verstärken.

BARFUSS-MATCH. Zurück zu Mario Haas und dem Barfuß-Schuhtest von Gigasport. Im Derby stehen sich die Modelle Merrell „Barefoot“ und Vibram Fivefingers gegenüber. Mario lacht, als er den farbenfrohen Fivefingers in Händen hält. Der Schuh, der einem Handschuh für Füße gleicht, ruft in ihm Erinnerungen an seine Zeit in Japan hervor. „Dort hatten wir Zehensocken unter den Fußballschuhen“, schmunzelt er. Nicht zimperlich, setzt sich der Stürmerstar im Gang des Grazer Universitätssportzentrums auf den Boden, um die knallorangen Schuhe anzuziehen. Bedächtig schiebt er Zehe für Zehe in die dafür vorgesehenen Taschen – die kleine Zehe des linken Fußes klemmt sich hartnäckig an ihren Nachbarn. „Eilig beim Anziehen darf man’s nicht haben“, scherzt er. Doch mit der Zeit kommt auch die Routine. Endlich drinnen ist das Gehgefühl im Gang der Kabine ungewohnt. „Ich bin kein Frosch!“, ruft er dem Hallenwart zu, der verdutzt auf das unorthodoxe Schuhwerk starrt. Auf der Bahn werden erste Laufversuche mit den Barfußschuhen gemacht, die dank des dünnen PolyamidObermaterials einer zweiten Haut gleichen. Die elastische Vibram-Sohle sorgt durch gezackte Rippen an der Fußaußenkante für sicheren Halt auch auf rutschigem Untergrund. Als „unglaublich direkt“ beschreibt Mario das neue Gehund Lauferlebnis. Vor allem beim Gaberln hat der Ballkünstler das Gefühl, wirklich schuhlos zu sein. Auch der Fußballrasen erscheint weicher als mit herkömmlichen Kick-Utensilien. Einzig das

Gras selbst spürt man durch die Sohle nicht. Ideale Urlaubstauglichkeit bescheinigt Mario Haas den leichten Fivefingers, die in jeden Rucksack passen: fürs Klettern über Klippen, an Bord eines Segelbootes, auf heißem Sand oder im Wasser. Richtig laufen würde er damit eher nicht, da setzt er lieber auf herkömmliches Schuhwerk. Auf Anhieb fühlt sich Super-Mario in den Merrell „Barefoot“ wohl. „Die sind irrsinning angenehm“, meint er spontan, als er ohne Probleme in die Schuhe schlüpft. Allerdings hat er mehr das Gefühl, etwas „anzuhaben“. Doch je länger der Stürmer die „Barefoot“ testet, umso schneller schwindet das Schuhgefühl. Im Sand und auf Waldboden werden die Schuhe auf Herz und Nieren geprüft. Die spitzen Steine im Wald spürt man deutlich durch die Sohle, die auch bei Merrell von Vibram kommt. „Das ist wie eine Fußmassage, daran muss man sich gewöhnen“, meint Haas. Tatsächlich sitzen an die 200.000 Nervenenden in den Fußsohlen, die beim bloßfüßigen Gehen stimuliert werden. Auch beim Kicken hat er den Eindruck, „unten ohne“ zu sein. Die Merrell „Barefoot“ gefallen Mario Haas – nicht nur, weil sie schwarz sind. Er empfiehlt sie als stylishen Freizeitschuh zum Schlendern durch die Stadt, wenn’s heiß ist. Dass ganz nebenbei die Fußmuskulatur trainiert wird, ist natürlich ein toller Zusatzeffekt. Trotzdem müssen verweichlichte Füße behutsam in die neue Freiheit geführt werden. Daher wird Mario Haas seine Fußballschuhe vorläufig noch nicht an den Nagel hängen. In der Zwischenzeit kann er sich schon einmal an die Barfußschuhe gewöhnen, damit er später nicht ganz „nackert“ dasteht.

Online weiterlesen Lesen Sie alles über Barfußlaufen und erfahren Sie in Video-Clips, wo der Unterschied liegt. www.gigasport.at/barfuss


OUTdOOR AUF NATüRLIcHE ART UNd WEISE Ein ultraleichter Schuh, der dank seinem dünnen Sohlenprofil direkten Bodenkontakt ermöglicht und für ein komplett neues Gefühl sorgt - fast wie Barfußlaufen. Die Bein- und Fußmuskulatur wird STIMULIERT, der gesamte Körper GESTÄRKT und die KÖRPERHALTUNG dadurch verbessert. Die Balance wird geschult und Merrell Barefoot sorgt für mehr Spritzigkeit in allen Bereichen. Egal ob Running, Hiking, Canyoning oder einfach nur Spazierengehen und die Natur genießen – Lass Dich von Deinen Füßen leiten. MERRELL BAREFOOT – Bewegung auf natürliche Art und Weise.

AnschnAllen. Sturm-Urgestein Mario Haas zeigt’s vor: Barfußschuhe vermitteln das Gefühl des bloßfüßigen Gehens und sollen Athleten bei ihrem Training unterstützen.

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BAREFOOT-PRODUKTE NACKTE FACTS ZU MARIO HAAS: Merrell „Barefoot Trail Glove“: Extrem leichter Schuh, der nicht nur auf Singletrails das Gefühl des Barfußlaufens vermittelt. Merrell Omni-Fit sorgt für perfekte Passform, die minimal gedämpfte Vibram-Sohle vermittelt direkten Bodenkontakt und trainiert die Fußmuskulatur. Auch als stylisher Freizeitschuh einsetzbar. Preis: EUR 109,95

Geburtsdatum: 19.9.1974 Geburtsort: Graz Größe: 183 cm, Schuhgröße: 43/44 Position: Stürmer, Fuß: rechts Marktwert: EUR 450.000,– Vereine, für die er stürmte: 1993–1999 SK Sturm Graz 1999/2000 Racing Straßburg 1999/2000 Racing Straßburg B 2000–2005 SK Sturm Graz 2005/06 JEF United, Japan 2007– ? SK Sturm Graz 1996–2007 österreichische Nationalmannschaft In 43 Länderspielen erzielte er 7 Tore. Mario Haas lebt in einer fixen Beziehung und ist Vater von drei Kindern.

Nike „Free“ 3.0: Barfußgefühl dank gewaffelter, hochflexibler Sohle. Spezialsegmente aus robustem Gummi erhöhen an strapazierten Stellen wie der großen Zehe und Fersenaußenseite den Grip des Schuhs. Dank Innersleeve-Konstruktion passt sich der Nike Free exakt der Fußform an, ist aber dennoch leicht anzuziehen. Die asymmetrische Schnürung vermindert den Druck auf die Füße und erhöht den Tragekomfort. Preis: EUR 110,00*

Vibram Fivefingers „Treksport“: Eine zweite Haut für die Füße. Wie beim Handschuh schlüpft jede Zehe in eine eigene Tasche, das dehnbare PolyamidObermaterial schmiegt sich kaum spürbar an den Fuß. Die dünne, flexible Vibram-Gummisohle ist rutschfest und schützt vor Verletzungen. Bei 30 Grad in der Maschine waschbar. Preis: EUR 119,90*

MARIO-HAASFUSSBALLCAMPS: Auch heuer gibt es für begeisterte Jungtalente die Mario-Haas-Fußballcamps. Mädchen und Burschen zwischen 7 und 12 Jahren können gemeinsam mit dem Sturm-Star trainieren. Schwerpunkttrainingseinheiten in Kleingruppen fördern die unterschiedlichen Fähigkeiten der Teilnehmer. Dabei arbeitet das Trainerteam um Mario Haas mit neuesten Methoden und kindgerechtem Trainingsmaterial. Spaß und Freude am Spiel stehen aber immer im Vordergrund. Pro Tag gibt es zwei Trainingseinheiten, am trainingsfreien Tag steht Baden auf dem Programm. Sieben einwöchige Sommercamps stehen zur Auswahl. Wie beim Kicken sollte man auch bei der Anmeldung schnell sein, einige Camps sind bereits gut gebucht. Alle Informationen rund um die Camps gibt’s unter: www.mariohaas.at/content/pdf/camp.pdf

* Alle Preise Stand Juni 2011. Die aktuellen Preise finden Sie in Ihrer nächsten Gigasport-Filiale.

Termine im Sommer 2011: 11.–15. Juli: Gleisdorf 18.–22. Juli: Pachern 25.–29. Juli: Unterpremstätten 1.–5. August: Frauental 8.–12. August: Stallhofen 15.–19. August: St. Peter am Ottersbach 22.–26. August: Graz

© 2011 adidas AG. adidas, the 3-Bars logo and the 3-Stripes mark are registered trademarks of the adidas Group.

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ofstraße 6, Tel. 03612/221 03 8940 Liezen, Haus an der Bahn, Bahnh NER & ÖHLER, 8642 St. Lorenzen/Kapfenberg, bei KAST 2/334 90 Dr.-Reinhard-Machold-Straße 6, Tel. 0386 Spanheimerstraße 14, Tel. 04352/514 82-0 9400 Wolfsberg, bei KASTNER & ÖHLER, e 1, Tel. 0463/575 20 9020 Klagenfurt, Heinrich-Harrer-Straß 20, Tel. 04242/321 77 9500 Villach, GAV-Center, Handwerkstraße Straße 20, Tel. 04762/48 61-0 r 9800 Spittal, bei KASTNER & ÖHLER, Tirole 4 67 9900 Lienz, Rosengasse 7, Tel. 04852/67

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