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Jahresbericht 2010

Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz Schermenweg 154 CH-3072 Ostermundigen

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Meine Adresse: Vorname, Name Herausgeberin: Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz, Schermenweg 154, CH-3072 Ostermundigen, Tel. 031 311 90 08, Fax 031 311 90 65, ­E-Mail: info@gfbv.ch, Web: www.gfbv.ch Spendenkonto: Berner Kantonalbank (BEKB): IBAN CH05 0079 0016 2531 7232 1 Redaktion: Franziska Stocker, Rahel Zürrer Layout: Franziska Stocker Konzept: Clerici Partner AG, Zürich Übersetzung: weiss traductions, Zürich Titelbild: Der Asurini-Indianer Ca­sique Moreira lebt im Gebiet des geplanten Belo Monte-Staudamms in Brasilien, September 2010 Bild Rückseite: Indigene Maya in Guatemala Bildnachweise: Rebecca Sommer (Titelbild), Rebecca Sommer (S.3), IPPNW Deutschland (S.4), Rebecca Sommer (S.6), Rebecca Sommer (S.7), GfbV Bosnien-Herzegowina (S.8), Markus Hubacher (S.8), GfbV/Rahel Zürrer (S.9), Dzafer Buzoli (S.10), Franziska Stocker (S.11), Hamed Saber (S.12), GfbV/Flavia Fries (S.13), UNHCR/Z. Sinclair (S.14), Rita Willaert (S.23), GfbV Schweiz (Porträts Team, S.24), zvg (Porträts Vorstand, S.25), GfbV (S.26), Fritz Berger (Rückseite) Auflage: 14 000 Exemplare Copyright: 2011 Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz Druck: gdz AG, Zürich, Cyclus Offset 100 % Recycling Papier ZEWO: Die GfbV trägt das ZEWO-Gütesiegel für gemeinnützige Institutionen. Es steht für einen zweckbestimmten und transpartenen Umgang mit Spenden.

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Geschäftsstelle der GfbV Schweiz Schermenweg 154 CH-3072 Ostermundigen Tel. 031 939 00 00 Fax 031 939 00 19 info@gfbv.ch www.gfbv.ch

Gesellschaft für bedrohte Völker Schermenweg 154, CH-3072 Ostermundigen Tel. 031 939 00 00, Fax 031 939 00 19 E-Mail info@gfbv.ch, www.gfbv.ch Berner Kantonalbank (BEKB): IBAN CH05 0079 0016 2531 7232 1


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Editorial

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Brasilien

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Bosnien, Tschetschenien, China

10

Kosovo

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Iran

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Sri Lanka, Niger

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Finanzen: Leistungsbericht/ Revision

16

Finanzen: Bilanz

18

Finanzen: Erfolgsrechnung

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Finanzen: Bemerkungen zur Erfolgsrechnung

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Team

25

Vorstand

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Verein


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Tuareg-Vertreterin Azara Jalawi berichtete auf Einladung der GfbV in der Schweiz Ăźber die desastrĂśsen Folgen des Uranabbaus auf ihr Volk. GfbV Jahresbericht 2010


Editorial

Als Menschenrechtsorganisation sind wir nicht erfolgsverwöhnt, Veränderungen zugunsten von Minderheiten und Indigenen sind nur langsam zu bewirken. Umso mehr freuten wir uns, dass in diesem Jahr dank unserer sorgfältigen und glaubwürdigen Kampagne fast alle Roma-Familien, die während mehr als zehn Jahren in der im Norden Kosovos gelegenen Stadt Mitrovica in bleiverseuchten Lagern lebten, in neu gebaute, sichere Häuser umziehen konnten. Im Januar verlangten wir zusammen mit der uigurischen Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer von der Schweiz, dass sie zwei uigurische Guantánamo-Häftlinge, die unschuldig eine achtjährige Strafe in Guantánamo absitzen mussten, aufnehme. Unsere Freude war gross, als der Kanton Jura die beiden Brüder im März dieses Jahres willkommen hiess. Die GfbV reichte sodann zusammen mit der Schweizerischen Gesellschaft für Völkerstrafrecht (TRIAL) eine Klage gegen die rechtsgerichtete Zeitung «La Nation» wegen Leugnung eines Völkermordes und damit Verstoss gegen die AntirassismusStrafnorm ein. Noch am gleichen Tag relativierte «La Nation» ihre eigenen Aussagen und der Richter zwang sie, die umstrittenen Aussagen von ihrer Webseite zu nehmen. Recherchen der GfbV beim geplanten Staudamm Belo Monte zeigten, dass der Staudammbau Beginn einer massiven wirtschaftlichen Entwicklung auf Kosten der Indigenen wäre. Die GfbV setzte sich für die Mitsprache der Indigenen ein. Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen zu den vielfältigen Aktivitäten der GfbV zugunsten von Minderheiten und indigenen Völkern im Verlaufe des Jahres 2010. Dieses Jahr mussten wir auch Abschied nehmen: Es verliessen uns die teils langjährigen MitarbeiterInnen Kaspar Haller, Regula Hafner, Nadia Imgrüt sowie Hans Stutz. Für ihr Engagement sei hier herzlich gedankt. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Mitgliedern, SpenderInnen, Stiftungen und der öffentlichen Hand für die finanzielle und ideelle Unterstützung der GfbV. Diese Grosszügigkeit und Solidarität ermöglichen es uns, unser Engagement für Minderheiten und indigene Völker weiterhin nachhaltig wahrzunehmen. Dr. Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Präsidentin Christoph Wiedmer, Geschäftsleiter


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Brasilien: Indigene bedroht durch Belo Monte-Staudamm Im Bundesstaat Pará in Brasilien soll der drittgrösste Staudamm der Welt gebaut werden. Dies würde bedeuten, dass Tausende von Bewohnern umgesiedelt und eine einzigartige Flora und Fauna zerstört würden.

Die brasilianische Regierung gab im Februar 2010 grünes Licht für den Bau des Belo Monte-Staudamms. Dieses Projekt droht die Lebensgrundlage der dort ansässigen indigenen Bevölkerung zu zerstören und ihre traditionelle Lebensweise massiv einzuschränken. Die GfbV befürchtet zudem, dass dies nur der Anfang ist: Der Bau zahlreicher weiterer Staudämme ist geplant. Hinzu kommt, dass die ganze Region reich an Rohstoffen ist. Anträge von verschiedenen Firmen für Probebohrungen für Bodenschätze − sogar mitten in den Indigenenreservaten − liegen bereits vor.

Mit einer Kampagne unterstützte die GfbV die Indigenen deshalb im 2010 bei der Ausübung ihres Rechtes auf Mitbestimmung bei wirtschaftlichen Grossprojekten. Anfang 2010 sandte die GfbV einen Brief an den brasilianischen Präsidenten Lula da Silva, in welchem sie ein Mitbestimmungsrecht für die vom Staudammprojekt betroffene indigene Bevölkerung forderte. Die GfbV-Aktivistin Rebecca Sommer besuchte sodann während eines mehrmonatigen Aufenthaltes im Amazonas verschiedene indigene Gemeinschaften und dokumentierte deren Meinungen zum Staudammprojekt mit Film und Foto ausführlich. Diese Dokumentationen nutzte die GfbV, um den Anliegen der Indigenen in der Schweiz und international mehr Gehör zu verschaffen. Protest von Indigenen gegen den Bau des Staudamms am Vier Flüsse-Treffen in Itaituba/Brasilien.

GfbV Jahresbericht 2010

Im November reichte die GfbV sodann aufgrund zahlreicher Informationen von Indigenenvertretern eine Beschwerde bei der brasilianischen Bundesanwaltschaft ein, in welcher sie eine Überprüfung des Bewilligungsverfahrens verlangte. Die GfbV forderte darin, dass die Bewilligung für den Bau des Staudamms sistiert werden müsse, sollten im Verfahren nicht alle Vorschriften eingehalten worden sein. Bisher haben die Indigenen, unterstützt durch die GfbV und andere Organisationen, den Baubeginn verhindern können.


Beim Bau des Staudamms würde diese Flussschleife des Xingu-Flusses austrocknen. Die indigenen Juruna sind für Fischfang und Fortbewegung jedoch auf den Fluss angewiesen.

«Der Bau des Belo Monte-Staudamms ist erst der Anfang.»


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Schweiz/Bosnien:

Klage gegen Leugner des Völkermords von Srebrenica Zwei Redaktoren der Schweizer Zeitschrift «La Nation», Sprachrohr der rechts aussen angesiedelten Partei «Ligue vaudoise», bezeichneten in einem Artikel den serbischen Völkermord von Srebrenica als «Pseudo-Massaker». Sie bestritten nicht nur die Ermordung von über 8000 männlichen Muslimen, sondern auch die Gräuel in den Konzentrationslagern und die Massenvergewaltigungen durch bosnische Serben. Diese Verbrechen wurden jedoch schon von mehreren internationalen und nationalen gerichtlichen Instanzen bestätigt und verurteilt. Nach den Schrecken des Krieges ist eine Leugnung dieser Verbrechen für die Opfer und ihre Angehörige unerträglich. Die GfbV und die Schweizerische Gesellschaft für Völkerstrafrecht (TRIAL) haben deshalb

Gräberfeld in der Nähe von Srebrenica, wo über 8000 Muslime Opfer des Völkermordes wurden. GfbV Jahresbericht 2010

Prostestaktion der GfbV gegen die Straflosigkeit in Russland.

im April 2010 bei den Waadtländer Untersuchungsbehörden Strafanzeige wegen Leugnung eines Völkermordes und von Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingereicht. Die GfbV Schweiz wird sich, in Zusammenarbeit mit der GfbV-Sektion Bosnien-Herzegowina, auch in Zukunft für ein multikulturelles Zusammenleben in Bosnien einsetzen und Äusserungen, welche eine Versöhnung und ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Ethnien verhindern, kritisieren und wenn nötig gesetzliche Schritte einleiten. Tschetschenien:

Stopp der Straflosigkeit in Russland Aussergerichtliche Hinrichtungen, willkürliche Verhaftungen und Folter waren auch 2010 weiterhin verbreitet in Tschetschenien. Die einzige Chance auf Gerechtigkeit für die Betroffenen besteht in der Anrufung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Dieser hat Russland bereits über 100 Mal wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt. Die Verantwortlichen werden allerdings vom russischen Staat kaum zur Rechenschaft gezogen. Anlässlich der Ministerkonferenz des EGMR in Interlaken im Februar 2010, an wel-


cher über eine Reform des chronisch überlasteten Gerichtshofs beraten werden sollte, forderte die GfbV die 47 Minister der Mitgliedsländer mittels einer Protestaktion auf, die verbreitete Straflosigkeit in Russland zu verurteilen und die russische Regierung zur Durchsetzung der Menschenrechtskonvention zu verpflichten. Fast ein Drittel der hängigen Klagen vor dem EGMR (38 850 von 139 700) gehen auf das Konto von Russland. Die GfbV wiederholte ihre Kritik an der Straflosigkeit in Russland beim Staats­ besuch von Bundesrätin Doris Leuthard im August 2010 in Sotschi. Die GfbV rief die Bundesrätin dazu auf, anlässlich der Gespräche mit dem russischen Präsidenten Medwedew, Russland zu einem wirksamen Schutz von Menschenrechtsaktivistinnen und zu einer konsequenten Strafverfolgung der Täter zu verpflichten. China:

Minderheiten leiden unter Repression Im Januar 2010 organisierte die GfbV gemeinsam mit der mehrfach für den Friedensnobelpreis nominierten uigurischen Aktivistin Rebiya Kadeer eine Medienkonferenz. Sie appellierte dabei an den Bundesrat, zwei Uiguren, die während 8 Jahren unschuldig im US-Gefängnis Guantánamo festgehalten wurden, aus humanitären Gründen in die Schweiz aufzunehmen. Bei einer Rückschaffung nach China wären die beiden grossen Risiken von Verfolgung ausgesetzt

Rebiya Kadeer, uigurische Menschenrechtlerin, spricht in Bern über die schwierige Situation der Minderheiten in China.

gewesen. Zudem forderte sie die Schweiz auf, im Menschenrechtsdialog mit China verstärkt die Minderheitenpolitik zu thematisieren. Mit Freude reagierte die GfbV auf den Entscheid des Kantons Jura vom März 2010, die beiden Uiguren aufzunehmen. Diese können nun endlich wieder in Freiheit leben. Im Oktober, als die nepalesische Polizei bei den exil-tibetischen Wahlen in Kathmandu Wahlurnen gewaltsam beschlagnahmte, wandte sich die GfbV mit einem Brief an Bundesrätin Calmy-Rey und forderte sie dazu auf, sich für die Aushän­ digung der Wahlurnen und die Aufnahme von tibetischen Flüchtlingen in Nepal einzusetzen. Im November 2010 schliesslich forderte die GfbV gemeinsam mit weiteren Organisationen, dass die Schweiz im geplanten Freihandelsabkommen mit China griffige Menschenrechtsklauseln einfügt.


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Kosovo: Roma-Familien verlassen bleiverseuchte Lager Nach jahrelangen Bemühungen konnten im August 2010 endlich die ersten Roma die bleiverseuchten Lager in Mitrovica ver­ lassen. Die grösste europäische Minderheit wird jedoch zunehmend diskriminiert.

Während über zehn Jahren lebten in der im Norden Kosovos gelegenen Stadt Mitrovica rund 200 Roma-Familien in bleiverseuchten Flüchtlingslagern. Aufgrund internationalen Drucks − unter anderem auch durch die GfbV, welche sich mit einer intensiveren Kampagne seit 2009 für die Schliessung der Lager einsetzte − konnten im August 2010 endlich die ersten Roma-Familien eine alternative Wohnsiedlung beziehen. Der GfbV-Vertreter im Kosovo, Dzafer Buzoli, selbst ein Rom, begleitete die Umsetzung des Umsiedlungsprojektes und agierte als wichtiges Bindeglied zwischen den betroffenen Roma und der internationalen Gemeinschaft sowie dem kosovarischen Staat. Er engagierte sich auch dafür, dass die unerlässliche medizinische Versorgung der Betroffenen gewährleistet wird. Mit der Schliessung der Lager ist ein wesentliches Ziel der GfbV-Kampagne erreicht.

Im Februar dieses Jahres hat die GfbV sodann den Bundesrat aufgefordert, die Zwangsrückschaffungen von Roma aus der Schweiz in den Kosovo zu stoppen, bis den Zurückgeschafften vor Ort menschenwürdige Lebensbedingungen geboten werden. Die GfbV bemühte sich überdies um den Aufbau eines Informations-Netzwerks, welches in Rückkehr-Härtefällen rasch aktiv werden kann.

Nach 10 Jahren in einem bleiverseuchten Flüchtlingslager: endlich der Umzug in ein neues, sicheres Haus.

GfbV Jahresbericht 2010

In Frankreich verschlechterte sich die Situation der Roma im Verlauf des Jahres drastisch. Ende Juli 2010 kündigte der französische Präsident Nicolas Sarkozy an, die Hälfte der etwa 600 illegalen Roma-Lager in Frankreich innerhalb von drei Monaten räumen zu lassen. In einem öffentlichen Appell forderte die GfbV den französischen Staatspräsidenten dazu auf, Abschiebungen von Roma umgehend einzustellen und gemeinsam mit allen anderen Ländern endlich geeignete Programme zur Unterstützung dieser grössten europäischen Minderheit durchzusetzen.


Was für eine Zukunft für Roma in Europa?

«Roma werden vielerorts als Sündenböcke missbraucht.»


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Iran: Die Lage bleibt kritisch Die GfbV fokussierte ihre diesjährige Kampagne zu Iran auf drei Bereiche: Wirtschaftsbeziehungen, Menschenrechtsdialog sowie auf die Lage der Minderheiten.

Obwohl die prekäre Menschenrechtslage im Iran seit langem bekannt ist, hielt die schweizerische Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) bis vor kurzem an ihrem Vertrag mit der nationalen iranischen Gasexportgesellschaft (NIGEC) fest. Aufgrund von verstärktem internationalem Druck − und nach dem Rückzug anderer Grosskonzerne aus dem Energiegeschäft mit dem Iran (bspw. der Trafigura) − geriet die EGL mehr und mehr in die Defensive und sah sich, wie aus dem Briefverkehr mit der GfbV hervorgeht, im Oktober gezwungen, den Milliardenvertrag mit der NIGEC zu sistieren. Die GfbV begrüsste den Rückzug der EGL aus dem Iran und forderte den Konzern dringend dazu auf, keine Wiederaufnahme von Handelsgeschäften mit dem iranischen Staat zu erwägen, bevor sich die menschenrechtliche Lage vor Ort grundlegend verbessert hat. Kritisch unter die Lupe nahm die GfbV auch den seit 2003 zwischen der Schweiz und dem Iran etablierten Menschenrechtsdialog. Die anhaltenden und gravierenden Menschenrechtsverletzungen im Iran zeigen deutlich, dass das iranische Regime an einer echten Auseinandersetzung mit Menschenrechtskritik nicht interessiert ist. Deshalb stellte die GfbV auf verschiedenen Ebenen den erfolglosen Dialog in Frage.

Demonstrationen der Bevölkerung in Teheran gegen das Regime.

GfbV Jahresbericht 2010

Zahlreiche iranische Minderheiten haben 2005 eine gemeinsame Initiative zur besseren Integration von Minderheiten in einem künftigen Iran gestartet. Im Rahmen dieser Initiative organisierte die GfbV im Dezember 2010 ein Seminar am Institut für Föderalismus in Fribourg, an welchem zwölf Vertreterinnen und Vertreter verschiedener iranischer Minderheiten das schweizerische Föderalismusmodell näher kennenlernen konnten. Ziel des Seminars war es, konkrete und realistische Inputs zu erhalten für die Diskussion über föderalistische Modelle für einen künftigen Iran.


Iranische Minderheitenvertreter informieren sich auf Einladung der GfbV in der Schweiz über Föderalismus.

«Die GfbV kritisiert Geschäfte, die auf Kosten der Menschenrechte gehen.»


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sri lanka:

Kriegsverbrechen müssen unabhängig untersucht werden Anlässlich einer Gedenkveranstaltung im Mai in Zürich zu Ehren der Opfer des fast 30 Jahre andauernden Krieges in Sri Lanka kritisierte die GfbV die gravierenden Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen vorab durch die sri-lankische Regierung, aber auch durch die Tamil Tigers sowie die fehlende Ahndung dieser Verbrechen. In der Novemberausgabe der Zeitschrift Voice thematisierte die GfbV die Situation in Sri Lanka ein Jahr nach dem Ende des Bürgerkrieges. Im Fokus stand die Situation der tamilischen Minderheit in Sri Lanka, welche am meisten unter dem Krieg und seinen Folgen zu leiden hat. In einer Eingabe an die UNO-Expertenkommission für Sri Lanka forderte die GfbV sodann im Dezember die Kommission dazu auf, eine unabhängige Untersuchung sämtlicher Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen beider Kriegsparteien einzuleiten und die Schuldigen vor Gericht zu bringen. Die Expertenkommission war von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon ins Leben gerufen worden, um ihn über das weitere Vorgehen bezüglich der Aufarbeitung des Konfliktes in Sri Lanka zu beraten. Die GfbV hat zudem immer wieder darauf hingewiesen, dass ein dauerhafter Frieden in Sri Lanka nur dann möglich ist, wenn die Straflosigkeit beendet wird und die politische, soziale und kulturelle Gleichberechtigung der tamilischen Minderheit gewährleistet wird. GfbV Jahresbericht 2010

Flüchtlingslager in Sri Lanka. niger:

Tuareg-Vertreterin zu Besuch in der Schweiz Auf Einladung der GfbV hat im September 2010 die Tuareg-Aktivistin Azara Jalawi aus der Republik Niger an einem internationalen Kongress über indigene Völker und Uranabbau in Basel teilgenommen. Im Niger stellt der Uranabbau, der vor 40 Jahren von dem französischen Grosskonzern Areva aufgenommen wurde, ein grosses Problem für die Tuareg dar. Sie wurden aus ihren Gebieten vertrieben und leiden heute an den gesundheitlichen Auswirkungen des Uranabbaus. Die GfbV forderte gemeinsam mit Jalawi, dass Areva die Lebensbedingungen für die indigene Bevölkerung endlich verbessert. Die Menschen müssten besser über die Folgen der Verstrahlung aufgeklärt werden und es müsse mehr getan werden zur Gesundheitsvorsorge. Den Besuch der Tuareg-Vertreterin in der Schweiz nutzte die GfbV, um Schweizer Behörden und Organisationen über die schwierige Situation der vom Uranabbau betroffenen indigenen Völker zu informieren.


Im Bereich Administration hat der Raumaufwand durch unseren Umzug in ein grösseres Büro zugenommen. Der restliche Verwaltungsaufwand blieb in etwa gleich. Im Bereich Kommunikation fielen deutliche Mehrausgaben an. Die Zunahme an Mitgliedern führte zu mehr Kosten bei der Mitgliederbe­treuung, der neue Jahresbericht und die Mitgliederzeitschrift «Voice» wurden in der Produktion etwas teurer, und für den baldigen neuen Internetauftritt wurden einige Investitionen getätigt. Der Fundraisingaufwand hingegen nahm aufgrund reduzierter Standaktionswerbung deutlich ab. 2010 konnte die GfbV ihren Mitgliederstand leicht erhöhen auf rund 12 900 Mitglieder.

Die Ausgaben bei den Gehältern und Sozialleistungen nahmen nur unbedeutend zu, doch konnten weniger Gehälter über Projektbeiträge finanziert werden als im vorigen Jahr.

Die GfbV schloss das Jahr 2010 bei einem Aufwand von CHF 1 514 728.14 und einem Ertrag von CHF 1 479 011.11 mit ei­nem Defizit von CHF 35 717.03 ab, welches dem Organisationskapital belastet werden musste. Der Hauptgrund für das Defizit war die Abschreibung einer Verpflichtung einer Agentur gegenüber der GfbV. Das Organisationskapital beträgt neu per 1.1.2011 CHF 83 766.49. Die Liquidität war während des gesamten Jahres gewährleistet, ebenso die Verpflichtungen der GfbV aus den zweckgebundenen Fonds.

Revision Die Bilanz und Jahresrechnung wurden am 24. Februar 2011 vom Treuhandbüro TIS GmbH, Bern, geprüft. Gemäss ihrer Beurteilung vermittelt die Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 21, dem schweizerischen Gesetz und den Statuten der GfbV Schweiz. Ferner bestätigt TIS, dass die einschlägigen Bestimmungen der ZEWO eingehalten worden sind. Das ZEWO-Gütesiegel bürgt für einen gewissenhaften und zweckbestimmten Umgang mit Spenden. Der vollständige Revisionsbericht (Bilanz, Erfolgsrechnung, Fondsrechnung) kann bei der Geschäftsstelle angefordert sowie auf der Website der GfbV heruntergeladen werden.

Insgesamt hat die GfbV im Vergleich zum Vorjahr weniger Einnahmen erzielt. Einerseits wurden weniger Projektgelder akquiriert, andererseits aufgrund verringerter Fundraisingaktivitäten weniger Erträge erreicht. Dafür haben die Einnahmen durch die Mitgliederbeiträge zugenommen. Bei den allgemeinen Spenden lagen wir zwar über dem Budget, aber unter dem Vorjahreswert, da wir im Vorjahr eine unerwartete Grossspende verbuchen durften.

Der Aufwand in den Bereichen Projekte und Politik nahm im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer Reduktion von Aktivitäten in einzelnen Projekten (erfolgreicher Abschluss des Afghanistanprojekts, Reduktion des Afrikaengagements) ab.

Leistungsbericht


GfbV Jahresbericht 2010

Fremdkapital 2000 Kreditoren CHF 2003 Kreditor Standplätze 2004 Kreditor Kreditkarten 2220 Kreditor AHV/ IV/ EO/ALV

Passiven

Total Aktiven

Anlagevermögen 1500 Mobiliar, Einrichtungen 1600 EDV / IT Total Mobile Sachanlagen Total Anlagevermögen

1100 Debitoren CHF 1165 Auszahlungen für Projekte und Kampagnen 1176 Guthaben Verrechnungssteuer 1300 Transitorische Aktive Total Forderungen Total Umlaufvermögen

Umlaufvermögen 1000 Kasse 1010 Postcheckkonto 30-27759-7 1011 Postcheckkonto 92-563054-8 E-Deposito 1020 Berner Kantonalbank 16 253.172.3.21 1021 Berner Kantonalbank 16 261.795.7.13 1023 Berner Kantonalbank 16 266.552.4.65 – Euro 1024 Berner Kantonalbank 16 264.732.5.52 – USD 1025 Berner Kantonalbank 16 286.759.6.69 Karte 1026 Berner Kantonalbank 16 484.675.1.49 Fonds Total Flüssige Mittel und Wertschriften

Aktiven

Konto Bezeichnung

152.21 2 673.10

Bemerkungen Fremdwährung

291 333.24

1.00 18 548.22 18 549.22 18 549.22

17 038.35 17 171.60 440.66 140 157.30 174 807.91 272 784.02

20 832.64 19 775.05 8.15 9 537.52 4 564.35 190.32 2 899.53 26 241.50 13 927.05 97 976.11

Aktive (CHF)

39 806.84 – 23 446.70 – 6 239.76 2 388.24

Passive (CHF)

13,66 – 8,05 – 2,14 0,82

100,00

0,00 6,37 6,37 6,37

5,85 5,89 0,15 48,11 60,00 93,63

7,15 6,79 0,00 3,27 1,57 0,07 1,00 9,01 4,78 33,63

35 836.24 0.00 0.00  12 143.05

375 861.66

1.00 8 300.10 8 301.10 8 301.10

179 416.65 0.00 432.06 64 830.00 244 678.71 367 560.56

11 864.90 11 681.44 8.00 98 723.16 – 808.75 1 429.10 – 11.00 – 5.00 0.00 122 881.85

% Vorjahr (CHF)

16 Bilanz per 31. 12. 2010


291 333.24 100,00 291 333.24

Total Passiven

Bilanzsumme Soll/Haben

291 333.24

– 35 717.03 – 12,26 – 35 717.03 – 12,26 83 766.49 28,75

41,01 41,01

5,52 0,00 0,00 31,55 11,79 0,51 3,93 53,30 71,25

2190 Jahresergebnis Total Reserven, Bilanzgewinn Total Eigenkapital

16 078.77 0.00 0.00 91 923.64 34 353.05 1 493.00 11 438.10 155 286.56 207 566.75 119 483.52 119 483.52

1 1 1 1 1 1 1

0,00

1,08 3,36 2,76 6,45 17,95

0.00

375 861.66

6 602.58 6 602.58 119 483.52

112 880.94 112 880.94

21 219.17 10 096.47  39.82 19 167.08 68 169.21 1 493.00 0.00 120 184.75 256 378.14

60 000.00 60 000.00

4 326.70 7 243.92 10 243.48 6 400.00 76 193.39

% Vorjahr (CHF)

Eigenkapital 2800 Organisationskapital Total Kapital und Privat

2610 Fonds Forum Tschetschenien 2620 Fonds Menschenrechtsbildung Afghanistan 2630 Fonds Roma 2650 Fonds Kongo 2670 Fonds Archiv Tschetschenien 2680 Fonds San 2690 Fonds Belo Monte Total Fondskapital Total Fremdkapital

0.00 0.00

Passive (CHF)

2100 Darlehen Total Langfristiges Fremdkapital

Aktive (CHF) 3 147.60 9 788.77 8 036.55 18 798.65 52 280.19

Bemerkungen Fremdwährung

2240 Kreditor BVG 2250 Kreditor Quellensteuer 2260 Kreditor ZH Versicherung 2300 Transitorische Passiven Total Kurzfristiges Fremdkapital

Konto Bezeichnung


GfbV Jahresbericht 2010

5000 5005 5025 5050 5060 5061

Löhne und Gehälter 13. Monatslohn ./. erhaltene Taggelder (KTG / UVG) Entschädigungen an PraktikantInnen Weiterbildung Ausbildungskosten

Personalaufwand 6 6 6 6 6 6

549 313.45 45 768.45 – 47 285.16 7 510.00 2 340.00 568.00

1 479 011.11 0.00 1 479 011.11

Erfolgsrechnungssumme Soll /Haben Bruttogewinn

0.00 25 677.30 403 365.27 429 042.57

103 560.00 13 013.00 0.00 0.00 116 573.00

805 940.24 48 192.05 72 294.55 926 426.84

5 295.70 1 673.00 6 968.70

Ertrag 2010 (CHF)

1 479 011.11 0.00 1 479 011.11 1 479 011.11

Aufwand 2010 (CHF)

Total Ertrag

4 4

5

3

2

Bemerkungen

3500 Beiträge nicht zweckgebunden von Firmen 3503 Beiträge, zweckgebunden, Öffentliche Hand 3504 Beiträge, zweckgebunden, Organisationen, Stiftungen Total Beiträge

3400 Standaktionen 3401 Direct Mails 3430 Verkäufe Kalender und Informationsmaterial 3431 Zeitschriftabonnement Total Fundraisingerträge

3300 Mitgliederbeiträge LSV und DD 3301 Mitgliederbeiträge ESR 3302 Spenden Total Mitgliederbeiträge und Spenden

3000 Verkäufe Kalender und Infomaterial 3001 Zeitschriftenabonnement Total Verkaufsertrag

Ertrag

Konto Bezeichnung

37,49 3,09 – 3,20 0,51 0,16 0,04

100,00

100,00

0,00 1,74 27,27 29,01

7,00 0,88 0,00 0,00 7,88

54,49 3,26 4,89 62,64

0,36 0,11 0,47

  %

– 508 181.85 0.00 0.00 – 1 486.50 – 1 360.00 0.00

1 839 266.83

1 839 266.83

1 118.91 0.00 699 808.06 700 926.97

457 627.40

434 018.50 23 608.90

  

513 828.66 51 750.00 105 370.80 670 949.46

6 253.00 3 510.00 9 763.00

2009 (CHF)

18 Erfolgsrechnung 1.1. – 31.12.2010


6300 Betriebliche Sachversicherung Total Versicherungen, Gebühren und Abgaben

6100 Mitgliederbetreuung 6101 Jahresbericht 6102 Zeitschrift 6103 Öffentlichkeitsarbeit 6104 Medienarbeit 6105 Kommunikationsaufwand Dritter Total Kommunikationsaufwand

Aufwand Geschäftsstelle 6000 Miete Total Raumaufwand

Betriebsaufwand

Erfolgsrechnungssumme Soll / Haben Betriebsergebnis

Total Personalaufwand

9 10 11 12

8

437.80 437.80

54 886.95 22 961.55 67 373.30 34 884.74 3 299.25 1 771.10 185 176.89

30 248.10 30 248.10

588 961.31 890 049.80 1 479 011.11

588 961.31

– 60 642.54 – 60 642.54

7

3 624.07 4 939.15 47 028.09 32 004.35 87 595.66

5900 Fondsfinanzierte Gehälter Total Fondsfinanzierte Gehälter

6 6 6 6

5700 Unfallversicherung 5710 Krankenversicherung 5720 AHV/AIV/IV/EO/FAK-Beiträge 5740 Sonstige Sozialleistungen/BVG Total Sozialversicherungsaufwand

3 233.55 561 448.29

559.90 559.90

6

5100 Spesen Total Personalaufwand

Aufwand 2010 (CHF)

5800 Übriger Personalaufwand Total übriger Personalaufwand

Bemerkungen

Konto Bezeichnung

1 479 011.11 0.00 1 479 011.11

Ertrag 2010 (CHF)

0,03 0,03

3,71 1,55 4,56 2,36 0,22 0,12 12,52

2,05 2,05

60,18

39,82

– 4,10 – 4,10

0,04 0,04

0,25 0,33 3,18 2,16 5,92

0,22 37,96

  %

– 536.80 – 536.80

–33 015.24 –5 227.30 –51 150.30 –359.65 – 6 867.60 0.00 – 99 620.09

– 21 706.10 – 21 706.10

1 448 132.62

– 391 134.21

192 552.07 192 552.07

0.00 0.00

0.00 0.00 – 72 657.93 0.00 – 72 657.93

0.00 – 511 028.35

2009 (CHF)


GfbV Jahresbericht 2010

6200 6201 6205

Direkter Projektaufwand Lohnkosten intern Büromaterial intern

Projekte und Kampagnen

Total Aufwand Geschäftsstelle

6810 Zinsen auf Darlehen 6830 Bankzinsen 6840 Bank- und Postkontospesen 6860 Kursausgleich Total Finanzerfolg

6700 übriger Betriebsaufwand 6799 Fondsfinanzierter Administrationsaufwand Total Übriger Betriebsaufwand

6601 Direct Mails 6602 Standaktionen Total Fundraisingaufwand

6500 Büromaterial 6510 Drucksachen 6520 EDV Unterhalt 6525 Abschreibung EDV/IT 6530 Telefon/Kommunikation/Porti 6540 Bücher/Zeitschriften 6550 Anschaffung Geschäftsstelle 6560 Rechnungsrevision 6570 Zewo 6580 Reisespesen Geschäftsstelle 6590 übriger Verwaltungsaufwand Total Verwaltungs- und Informatikaufwand

6400 Strom Total Energie- und Entsorgungsaufwand

Konto Bezeichnung

15 15 15

14

5

13

13

Bemerkungen

264 650.33 65 043.49 3 019.10

364 674.41

600.00 426.60 2 297.92 – 66.29 3 258.23

671.05 – 23 540.36 – 22 869.31

5 516.20 109 417.54 114 933.74

2 203.20 3 012.00 17 620.10 0.00 8 142.95 659.26 4 845.65 5 435.15 1 447.80 2 881.05 5 866.30 52 113.46

1 375.50 1 375.50

Aufwand 2010 (CHF)

Ertrag 2010 (CHF)

17,89 4,40 0,20

24.66

0,04 0,03 0,16 0,00 0,22

0,05 – 1,59 – 1,54

0,37 7,40 7,77

0,15 0,20 1,19 0,00 0,55 0,04 0,33 0,37 0,10 0,19 0,40 3,52

0,09 0,09

  %

– 416 379.48 – 193 532.74 – 2 049.39

– 750 843.98

0.00 307.93 – 2 380.93 – 1 099.69 – 3 172.69

– 1 830.75 67 543.74 65 712.99

– 24 160.40 – 599 473.97 – 623 634.37

– 2 652.55 0.00 0.00 – 8 300.15 – 7 976.71 – 861.80 – 37 253.90 – 4 597.40 0.00 – 1 311.20 – 4 933.21 – 67 886.92

0.00 0.00

2009 (CHF)

20 Erfolgsrechnung 1.1. – 31.12.2010


15 15 15 15

6260 Kampagnenaufwand 6261 Beiträge an externe Projekte / Kampagnen 6262 Mitgliederbeitrag an die GfbV International 6263 Mitgliederbeiträge an Partnerorganisationen Total diverse Kampagnen

5 562.12 2 230.00 12 643.45 950.00 21 385.57

535.25 622.70 1 000.00 11 845.00 14 002.95

848 126.56

15 15 15 15

6241 Reisespesen extern 6243 Experteninputs extern 6245 Veranstaltungen extern 6246 Direkter Kampagnenaufwand Total Kampagnen extern / Partnerorganisationen

20 517.70 29.90 2 059.05 4 541.41 12.00 279.85 27 439.91

Total Betriebsaufwand

15 15 15 15 15 15

6230 Direkter Kampagnenaufwand 6236 Büromaterial intern 6238 Kommunikationsaufwand intern 6240 Reisespesen intern 6242 Experteninputs intern 6244 Veranstaltungen intern Total Kampagnen intern / GfbV-CH

41 369.44 4 419.15 216.90 4 061.14 3 513.65 16 382.50 69 962.78

483 452.15

15 15 15 15 15 15

6202 Lohnkosten extern 6204 Miete extern 6208 Kommunikationsaufwand extern 6210 Reisespesen extern 6212 Experteninputs extern 6215 Direkter Projektaufwand extern Total Projekte extern / Partnerorganisationen

1 753.75 14 259.92 1 934.35 350 660.94

Aufwand 2010 (CHF)

Total Projekte und Kampagnen

15 15 15

Bemerkungen

6207 Kommunikationsaufwand intern 6209 Reisespesen intern 6213 Veranstaltungen intern Total Projekte intern / GfbV-CH

Konto Bezeichnung

Ertrag 2010 (CHF)

– 687 708.62

– 1 655.05 – 3 335.60 – 9 486.56 – 648.49 – 15 125.70

0.00 0.00 0.00 0.00 0.00

– 25 227.64 – 950.10 – 894.31 – 6 526.67 0.00 0.00 – 33 598.72

0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00

0.00 – 27 022.59 0.00 – 638 984.20

2009 (CHF)

57,34 – 1 438 552.60

32,69

0,38 0,15 0,85 0,06 1,45

0,04 0,04 0,07 0,80 0,95

1,39 0,00 0,14 0,31 0,00 0,02 1,86

2,80 0,30 0,01 0,27 0,24 1,11 4,73

0,12 0,96 0,13 23,71

  %


GfbV Jahresbericht 2010

1 443 909.30 0.00 1 443 909.30

Erfolgsrechnung-Summe Soll/Haben

Gewinn

Abschluss 9000 Erfolgsrechnung 9100 Bilanz Total Abschluss

0.00 1 443 909.30

1 443 909.30

– 35 101.81

Total Ausserordentlicher und betriebsfremder Erfolg

Abschluss

– 35 101.81

Total Fondsergebnis

Ertrag 2010 (CHF)

– 44 839.30 – 441 042.57 450 780.06 – 35 101.81

– 35 717.03 0.00 – 35 717.03

42 538.46

– 501.37 43 039.83 0.00 0.00 42 538.46

Aufwand 2010 (CHF)

Fondsergebnis 8000 Fondserträge interne zweckgebundene Fonds 8001 Fondszuweisungen zweckgebundene Fonds 8003 Fondsverwendnung zweckgebundene Fonds Total Ergebnis zweckgebundene Fonds

16

Bemerkungen

Ausserordentlicher und betriebsfremder ERfolg

Total Betrieblicher Nebenerfolg

7000 Ausserordentlicher Ertrag 7001 Ausserordentlicher Aufwand 7002 Debitorenverlust 7003 Auflösung von Rückstellungen Total Ausserordentlicher Erfolg

Betrieblicher Nebenerfolg

Konto Bezeichnung

0.00

– 2,41 0,00 – 2,41

– 2,37

– 2,37

– 3,03 – 29,82 30,48 – 2,37

2,88

– 0,03 2,91 0,00 0,00 2,88

  %

0.00 0.00

0.00

6 602.58 0.00 6 602.58

– 21 151.09

– 21 151.09

– 2 000.00 – 700 926.97 681 775.88 – 21 151.09

18 173.65

0.00 0.00 – 5 826.35 24 000.00 18 173.65

2009 (CHF)

22 Erfolgsrechnung 1.1. – 31.12.2010


1 Fondskapital: Ergebnis aus Ertrag und Aufwand für die von der GfbV durchgeführten Projekte 2 Die Mitgliederbeiträge durch Lastschriftverfahren sind 2010 deutlich gestiegen. Dieser Ertrag beinhaltet sämtliche LSV-Mitgliederbeiträge inklusive die Beiträge der im Vorjahr angeworbenen Neumitglieder. 3 Die Spenden nahmen zwar im Vergleich zum Vorjahr ab, dies aber nur weil die GfbV im letzten Jahr eine ungeplante Grossspende verbuchen konnte. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren SpenderInnen für diese wichtige Unterstützung. 4 Die zweckgebundenen Spenden sind tiefer ausgefallen als im Vorjahr, weil wir 2010 einige Projekte abschliessen konnten. Wir danken den Organisationen, Stiftungen, Kirchgemeinden und EinzelspenderInnen ganz herzlich für die grosszügigen zweck­gebundenen Beiträge an unsere Projekte. 5 Die Fundraisingagentur hat anstatt auf Januar erst im Frühling 2010 mit Mitgliederwerbeaktionen begonnen und daher weniger neue Mitglieder angeworben als geplant.

Bei den Sachkosten der Geschäftsstelle werden keine Umla­ gerungen auf die übrigen Aufwandkategorien vorgenommen. Diese Kosten werden vollumfänglich dem Aufwand der Geschäftsstelle zugerechnet. Auch bei den Personalkosten werden, abgesehen von denjenigen Personalkosten, welche über Projektgelder finanziert werden, keine Umlagerungen auf die übrigen Aufwandkategorien vorgenommen. 588 962 770 % 11

580 840 760 % 10

2009

7 Es konnten weniger Gehälter über Projektbeiträge finanziert werden als im vorigen Jahr. 8 Die Kosten für den Umzug in das neue GfbV-Büro Ende 2010 wurden ebenfalls diesem Konto belastet. 9 Aufgrund der grösseren Mitgliederzahl sind die Kosten für die Mitgliederbetreuung angestiegen. 10 Beinhaltet die Neukonzeption und neu den Farbdruck des Jahresberichts. 11 Aufgrund der grösseren Mitgliederzahl sind die Kosten für die Produktion und den Versand der Zeitschrift 2010 gestiegen. 12 Für die geplante neue Website sowie ein neues CI wurden beträchtliche Investitionen getätigt. 13 EDV-Ausgaben werden neu unter einem eigenen Konto verbucht, nicht mehr wie im vorigen Jahr unter dem Konto Anschaffungen Geschäftsstelle. 14 Overhead, welcher durch fondsfinanzierte Projekte beglichen wurde. 15 Neu werden seit 2010 die Kosten der Kampagnen und Projekte aufgeschlüsselt. 16 Abschreibung von CHF 30 000.– wegen einer Verpflichtung, welche eine Agentur nicht erfüllte.

Personalaufwand Stellenprozente GfbV (Ende Jahr) Anzahl Angestellte

2010

6 Die Ausgaben bei den Gehältern und Sozialleistungen nahmen etwas zu, u. a. auch, weil wir die Stellenprozente leicht auf­ stocken konnten.

Bemerkungen zur Jahresrechnung 2010


24

Team

Christoph Wiedmer Geschäftsleiter, Leitung Projekte

Franziska Stocker Leitung Kommunikation, stv. Geschäftsleiterin

Marcel Bärtschi Leitung Administration und Finanzen

Kaspar Haller Leitung Politik (bis 31.12.)

Valjentina Ademi Auszubildende Administration und Finanzen

Ruslan Bazgiev Mitarbeit Projekte

Christian Bosshard Mitarbeit Kommuni‑ kation (ab 16.08.)

Shoma Chatterjee Kilchhofer Projektkoordinatorin

Regula Hafner Projektkoordinatorin (bis 30.11.)

Nadia Imgrüt Mitarbeit Politik (bis 31.12.)

Elizabeth Ndungi Mitarbeit Adminis­tration und Finanzen

Hans Stutz Mitarbeit Kommuni­ kation (bis 31.08.)

Ein besonderes Dankeschön Die GfbV dankt ganz herzlich den zahlreichen Personen, welche die Arbeit der GfbV im Rahmen eines Praktikums oder als Freiwillige tagtäglich unterstützen. Sie alle erledigen in unzähligen Arbeitsstunden für die GfbV wertvolle Arbeit und prägen die Inhalte der Organisation entscheidend mit. Die Arbeit auf der Geschäftsstelle der GfbV unterstützten 2010 insbesondere Flavia Fries, Karin Riedweg, Claudia Schwarzenbach, Sanna Vögeli und Rahel Zürrer. Herzlichen Dank!

GfbV Jahresbericht 2010


Vorstand

Ruth-Gaby Vermot-Mangold Präsidentin

Sonja BeeliZimmermann

Remo Gysin

Thomas Huonker

Josef Lang

Paolo Wegmüller

Göpf Berweger Vize-Präsident

Urs Zschokke


26

Verein

Die GfbV Schweiz Der Verein Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz (GfbV Schweiz) mit Sitz in Bern ist Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker Inter­ national. Als deren Mitglied hat sie beratenden Status beim Wirt­schaftsund Sozialrat (ECOSOC) der UNO in Genf und beim Europarat in Strassburg. Die GfbV Schweiz ist institutionell unabhängig, arbeitet aber nach den Grundsätzen der GfbV International. Name Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz Société pour les peuples menacés Suisse Società per i popoli minacciati Svizzera Societad per ils pievels periclitads Svizra Statuten Verabschiedet an der Mitglieder-Gründungsversammlung vom 20. Mai 1989, zuletzt revidiert an der Mitglieder-Jahresversammlung vom 13. Oktober 2006 in Bern. Vereinszweck (aus dem Leitbild) Die GfbV ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich für verfolgte Minderheiten und indigene Völker einsetzt und die kulturelle Vielfalt fördert. Die Arbeit der GfbV ist getragen vom Gedanken, dass die Menschenrechte universal sind. Die GfbV dokumentiert Menschenrechtsverletzungen, informiert und sensi­ bilisiert die Öffentlichkeit in Menschenrechtsfragen und nimmt die Interessen von Betroffenen gegenüber Behörden und Entscheidungsträgern wahr. Sie unterstützt nach­haltige lokale Bemühungen zur Stärkung der Menschenrechte von Minderheiten und indigenen Völkern. Die GfbV arbeitet national und international mit Organisationen und Personen zusammen, welche ähnliche Zielsetzungen verfolgen. Zur Arbeit der GfbV gehört auch die Durchführung von Medienkonferenzen.

Organe a) Mitgliederversammlung Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ der GfbV Schweiz. Ihr obliegt die Wahl der Mitglieder des Vorstandes und der RevisorInnen. Die Mitglieder genehmigen an der alljährlichen Versammlung Jahresbericht und Jahresrechnung. b) Vorstand Der Vorstand ist das leitende Organ der GfbV Schweiz. Er ist für die allgemeine Geschäftsführung und die strategische Ausrichtung verantwortlich. Er ge­ nehmigt das jährliche Budget und nimmt Jahresbericht und Jahresrechnung zuhanden der Mitgliederversammlung entgegen. c) Geschäftsstelle Die Geschäftsstelle handelt als geschäftsführendes Organ der GfbV Schweiz. Sie steht in regelmässigem Kontakt mit dem Vorstand und den Vereinsmitgliedern.

GfbV Jahresbericht 2010


Kontakt

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CHF 20.– CHF

CHF 50.–

CHF 100.–

.–

Ich möchte über die Aktivitäten der Gesellschaft für bedrohte Völker informiert bleiben und abonniere den kostenlosen E-Mail-Newsletter (bitte E-Mail-Adresse angeben).

Meine Adresse: Vorname, Name Herausgeberin: Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz, Schermenweg 154, CH-3072 Ostermundigen, Tel. 031 311 90 08, Fax 031 311 90 65, ­E-Mail: info@gfbv.ch, Web: www.gfbv.ch Spendenkonto: Berner Kantonalbank (BEKB): IBAN CH05 0079 0016 2531 7232 1 Redaktion: Franziska Stocker, Rahel Zürrer Layout: Franziska Stocker Konzept: Clerici Partner AG, Zürich Übersetzung: weiss traductions, Zürich Titelbild: Der Asurini-Indianer Ca­sique Moreira lebt im Gebiet des geplanten Belo Monte-Staudamms in Brasilien, September 2010 Bild Rückseite: Indigene Maya in Guatemala Bildnachweise: Rebecca Sommer (Titelbild), Rebecca Sommer (S.3), IPPNW Deutschland (S.4), Rebecca Sommer (S.6), Rebecca Sommer (S.7), GfbV Bosnien-Herzegowina (S.8), Markus Hubacher (S.8), GfbV/Rahel Zürrer (S.9), Dzafer Buzoli (S.10), Franziska Stocker (S.11), Hamed Saber (S.12), GfbV/Flavia Fries (S.13), UNHCR/Z. Sinclair (S.14), Rita Willaert (S.23), GfbV Schweiz (Porträts Team, S.24), zvg (Porträts Vorstand, S.25), GfbV (S.26), Fritz Berger (Rückseite) Auflage: 14 000 Exemplare Copyright: 2011 Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz Druck: gdz AG, Zürich, Cyclus Offset 100 % Recycling Papier ZEWO: Die GfbV trägt das ZEWO-Gütesiegel für gemeinnützige Institutionen. Es steht für einen zweckbestimmten und transpartenen Umgang mit Spenden.

Strasse PLZ/Ort Telefon E-Mail

Geschäftsstelle der GfbV Schweiz Schermenweg 154 CH-3072 Ostermundigen Tel. 031 939 00 00 Fax 031 939 00 19 info@gfbv.ch www.gfbv.ch

Gesellschaft für bedrohte Völker Schermenweg 154, CH-3072 Ostermundigen Tel. 031 939 00 00, Fax 031 939 00 19 E-Mail info@gfbv.ch, www.gfbv.ch Berner Kantonalbank (BEKB): IBAN CH05 0079 0016 2531 7232 1


Jahresbericht 2010

Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz Schermenweg 154 CH-3072 Ostermundigen

Bitte frankieren. Danke.

Eine Stimme für Verfolgte. www.gfbv.ch


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Jahresbericht 2010  

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