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Stippvisite 04/12

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Winter 2012

StippVisite Das Patientenmagazin der Gesundheit Nordhessen

Schonende Entfernung von Hypophysentumoren Klinikum Kassel setzt jetzt minimal-invasives Verfahren ein Die Gesundheit der Besch채ftigten im Blick Gesundheit Nordhessen mit erstem Platz bei Wettbewerb ausgezeichnet Mehr Reichweite mit Ultraschall Bei Lungenspiegelung auch angrenzende Bereiche untersuchen

Innovatives Studium in England und Nordhessen Erster Jahrgang der Kassel School of Medicine startet im Herbst 2013


Impressum Herausgeber: Gesundheit Nordhessen Holding AG, Mön­che­berg­straße 48 E, 34125 Kassel, Tel.: (05 61) 9 80-48 07, Internet: www.gesundheit-nordhessen.de, E-Mail: info@gesundheit-nord­hessen.de und Juwi Mac­Mil­lan Group GmbH, Bockhorn 1, 29664 Walsrode, Tel.: (0 51 62) 98 15-0, E-Mail: info@juwimm.com Redaktion und Konzept: Juwi Mac­Mil­lan Group GmbH, Tel.: (0 51 62) 98 15-0 Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Juwi MacMillan Group GmbH, Peter Jungblut-Wischmann, Gisa Stämm Redaktion: Inga Eisel, Heike Nachtigall, Birgit Russell (verantwortl. für den überreg. Teil) Producer: Juwi MacMillan Group GmbH, Heiko Klein­­schmidt Layout und Satz: Juwi MacMillan Group GmbH, Heiko Kleinschmidt, Jessica Rodewald, Peggy Welz Anzeigen: Juwi MacMillan Group GmbH, Jürgen Wolff, Tel.: (0 51 62) 98 15-42 Fotos: Juwi MacMillan Group GmbH, Paavo Blofield, Inga ­Eisel, Gisa Stämm, University of Southampton Harry Sorenski, Cor­­ne­lius van Vel­zen Titelfoto: Maggy Zufall, Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Station 1-3.2 im Klinikum Kassel Druck: Sponholtz Druck, Hemmingen Erscheinungsweise: quartalsweise Auflage StippVisite Kassel: 13.500 Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich. Der Nach­druck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf, auch auszugsweise, der ausdrücklichen Genehmigung der Herausgeber. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

Inhalt Impressum/Inhalt

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Systemerkrankung: Wenn der ganze Körper betroffen ist

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Schonende Entfernung von Tumoren der Hypophyse

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Positive Erfahrung mit der modernen PET-CT

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Tuberöse Sklerose: Vernetztes Angebot für komplexe Erkrankung

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Auszeichnung: Die Gesundheit der Beschäftigten im Blick

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EBUS: Ultraschall erweitert die Reichweite bei Spiegelung

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20 Jahre Kapelle: „Man spürt, dass hier oft gebetet wird“

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Bad Arolsen: Behandlungsspektrum um Thoraxchirurgie erweitert

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Zauberhafte Unterstützung für „Tour der Hoffnung“

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Innovatives Medizinstudium in England und Nordhessen

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Seniorenwohnanlagen Kassel: Sicherheit rund um die Uhr

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Reisequiz: Fini-Resort Badenweiler****S

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Das StippVisite-Kreuzworträtsel

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Kontaktliste Gesundheit Nordhessen

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Die Patientenfürsprecherinnen und –fürsprecher

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Fachkliniken Fürstenhof Helenenklinik Fürstenhof und und Helenenklinik chkliniken QR-Code

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Fachkliniken Fürstenhof und Helenenklinik

Fach– – und Rehabilitationsklinik für FachRehabilitationsklinik Fach– für Fach– und Fach– – und Rehabilitationsklinik für FachRehabilitationsklinik h– und für

Wenn der ganze Körper betroffen sein kann Prof. Dr. Plum über rheumatische Systemerkrankungen Rheuma wird landläufig gern mit einer Gelenkerkrankung ­gleichgesetzt. Die große und äußerst vielfältige Gruppe der rheumatischen Erkrankungen umfasst jedoch ebenso Gefäß- und Bindegewebskrankheiten, welche mehrere Organe bzw. den ganzen Körper betreffen können. Zu diesen entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen gehören beispielsweise Kollagenosen – wie der Lupus erythematodes – oder Entzündungen des Gefäßsystems (Vaskulitiden) – wie der Morbus Wegener. Letztere sind insgesamt eher selten und bleiben wegen der unspezifischen Symptome oft lange unerkannt. Sie können aber schwerwiegende Konsequenzen haben – bis zum Multiorganversagen – wenn die Symptome oder Befunde falsch gedeutet werden. Dabei sind die Heilungsaussichten gut, wenn die Diagnose erst einmal gestellt ist. Über Vaskulitiden sprach die StippVisite mit Prof. Dr. Jörg Plum, Direktor der Klinik für Nieren- , Hochdruck- und Rheumatische Erkrankungen und Nephrologische Diabetologie im Klinikum Kassel. Dort werden insbesondere die schweren Formen von entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen diagnostiziert und behandelt.

Fachund Rehabilitationsklinik für Fachund Rehabilitationsklinik für • Urologie mit Urogynäkologie / Gynäkologie, • Urologie mit Urogynäkologie / Gynäkologie, • Medizin, Innere Medizin, HerzHerz-, Kreislauferkrankungen nnere Herz-, Kreislauferkrankungen Herz • Orthopädie und • Orthopädie und • Innere Medizin, Herz-, Kreislauferkrankungen • Urologie mit Urogynäkologie / Gynäkologie • Neurologie Neurologie • Medizin Innere Medizin / Nephrologie • Innere / Nephrologie • Atemwegserkrankungen und temwegserkrankungen und • Neurologie • Orthopädie und Hr. Prof. Plum, welche ­Gefäße sind • Mehr Informationen mit • Mehr Informationen mit • Psychosomatik sychosomatik Psychosomatik bei einer Vaskulitis ­betroffen? • Atemwegserkrankungen und • Innere Medizin / Nephrologie dem QRQR-Code dem QRQR-Code Mehr Informationen mit Mehr •Informationen mit Das ist ganz unterschiedlich und

dem• Psychosomatik QRQR-Code em QRQR-Code

Grundlage für die Einteilung der Erkrankung. Manchmal sind nur die Brunnenallee 39 · 34537 Wildungen-· Telefon Telefon (05621) 704-0 35 · 34537 Bad Wildungen · Telefon (05621) 85-0 (05621) 8539 - Wildungen 34537 Bad- Bad Wildungen 70435 34537 Bad- Telefon Wildungen - Telefon 704-0Laustraße 85-0großen Gefäße wie die HauptschlagnalleeBrunnenallee 39 - 34537 Bad Telefon (05621( 704704(05621( -0 Laustraße 35Laustraße – 34537 Bad– Wildungen (05621) 8585-0 ader und ihre Abgänge betroffen, teilweise die mittelgroßen Gefäße in den Organen und manchmal die ganz kleiKliniken Bad Wildungen www.asklepios.com nen Gefäße. Auch die Auswirkungen

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der Entzündung sind unterschiedlich: Manchmal kommt es zu Thrombosen (Verschlüssen von Blutgefäßen) und nachfolgendem Untergang von lebenswichtigem Organgewebe (Niere, Herz, Gehirn etc.) oder die Gefäße werden durchlässig und es kommt zu Blutungen (Niere, Lunge). In diesen Fällen ist die Erkrankung in der Regel weit fortgeschritten und lebensbedrohlich. Wie kommt es zu einer solchen Gefäßentzündung? Eine Vaskulitis zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Dabei wird körpereigenes Zellmaterial fälschlicherweise vom eigenen Immunsystem angegriffen. Die beteiligten zellulären und Antikörper vermittelten Reaktionen sind bekannt. Die genauen Ursachen für diese Störungen sind aber nicht vollständig aufgeklärt. Mit welchen Beschwerden ­kommen die Patienten zum Arzt? Die Patienten zeigen sehr unterschiedliche Symptome, je nachdem, welches Organ in welchem Ausmaß betroffen ist. Die häufigen Symptome sind rasche Ermüdung, diffuse Gelenkbeschwerden – zum Teil am ganzen Körper –, Muskelschmerzen und Hautveränderungen wie Ausschläge. Auch Fieber, Gewichtsverlust, schnell kalt werdende Finger und chronisch erhöhte Entzündungswerte im Blut können auf eine Vaskulitis oder Kollagenose hinweisen. Die Herausforderung für den Arzt besteht darin, die Krankheit überhaupt erst zu erkennen, weil die Symptome so unspezifisch sind und auch bei an-

Prof. Dr. Plum vor einem Immunadsorptions­ gerät. Der hier noch verpackte Immunadsor­ ber wird später in den venösen Blutkreislauf geschaltet, um die Antikörper aus dem Blut zu entfernen.

deren Erkrankungen auftreten. Viele Patientinnen und Patienten haben einen langen Leidensweg hinter sich, bis die Erkrankung entdeckt ist. Wegen der vielfältigen Symptome sind oft Ärzte verschiedener Fachrichtungen an der Diagnose und Therapie beteiligt. Ein Beispiel: Eine unserer Patientinnen hatte einen Schlaganfall, gleichzeitig erhöhte Entzündungswerte im Blut und einen hohen Blutdruck. Es stellte sich heraus, dass die Ursache für alle diese Befunde eine Entzündung der großen Gefäße war. Davon waren die Kopf- und Armgefäße betroffen, was zum Schlaganfall führte, sowie die Nieren, was den Bluthochdruck verursachte. Daher ist es immer wichtig, auch an eine mögliche Vaskulitis zu denken, wenn mit einer Erkrankung allein nicht alle Symptome erklärt werden können. Fortsetzung auf Seite 4 StippVisite 4/2012

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Fortsetzung von Seite 3 Wie lässt sich denn eine ­Vaskulitis feststellen? Neben der gezielten klinischen Untersuchung durch den Arzt geben spezielle Blutuntersuchungen, zum Beispiel nach bestimmten Antikörpern, Anhaltspunkte. Häufig kommen bildgebende Verfahren, also Computertomographie und Kernspintomographie, hinzu, manchmal auch eine Gefäßdarstellung. Eine klare Diagnose, um welche Erkrankung es sich handelt, gibt häufig eine Gewebeuntersuchung der betroffenen Organe. Die Nieren sind bei rund 80 Prozent der Erkrankungen beteiligt und außerdem sehr gut durchblutet, so dass sich die Gefäße dort gut beurteilen lassen. Welche Behandlungsmöglich­ keiten gibt es? Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken – je nach Erkrankung und Intensität in unterschiedlicher Kombination. Cortison gehört zumindest in der Akutphase fast immer dazu, um

zunächst die Entzündung zurückzudrängen und die betroffenen Organe zu schützen. Neben klassischen zytotoxischen Medikamenten spielen auch gentechnologisch hergestellte „blockierende“ Antikörper eine zunehmende Rolle. Die Therapie dauert mindestens ein Jahr, wobei die Medikamentendosis im Lauf der Zeit verringert werden kann. Bisweilen müssen die Patienten auch eine Basistherapie über viele Jahre einnehmen. Wenn das Immunsystem sehr viele Antikörper gebildet hat und die Organe schwer betroffen sind, kann eine sofortige Filtration der Antikörper aus dem Blut (Apherese) notwendig und lebensrettend sein. Wir führen diese Therapie im Klinikum Kassel mit einem maschinellen Plasmaaustausch oder speziellen Antikörper-Adsorbern durch. Wie sind die Erfolgsaussichten der Behandlung? Bei den meisten Erkrankungsformen ist die Prognose gut, wenn die Krankheit erst einmal diagnostiziert ist. Beim Großteil der Patienten wird ein Rückgang der Entzündung erreicht,

so dass sich die Gefäße und Organe erholen können. Wenn die Therapie gut anschlägt, kann sich ein betroffenes Organ auch wieder ganz normalisieren. Verengte große Gefäße müssen im Verlauf eventuell gedehnt oder operiert werden. Allerdings kann eine rheumatische Systemerkrankung auch nach vielen Jahren erneut auftreten – das immunologische Gedächtnis des Körpers löscht nicht komplett aus. Kann der Einzelne etwas tun, um einer Vaskulitis vorzubeugen? Leider nein, da die Auslöser der immunologischen Fehlsteuerung noch weitgehend unbekannt sind. Es gibt zwar bei einigen Erkrankungen einen Zusammenhang mit „Umwelttoxinen“ (Zigarettenrauchen, Gase, ­Lösungsmittel) oder speziellen Medikamenten. Allerdings ist die Beziehung eher schwach. Bekannt ist auch, dass die Anfälligkeit familiär erhöht sein kann. Falls also ein Fa­ milienmitglied erkrankt ist, sollte man bei unspezifischen Symptomen immer an eine Systemerkrankung denken.

Schonende Entfernung von Tumoren der Hypophyse Neuerdings minimal-invasives Verfahren im Klinikum Kassel Kleines Organ mit großer Wir­ kung: Die Hypophyse (Hirnan­ hangdrüse) ist eine der wich­ tigsten Drüsen im Körper, die zahlreiche Vorgänge steuert. ­Hypophysentumore machen bis zu 15 Prozent aller Hirntumore aus. In der Neurochirurgie des Klinikum Kassel werden jährlich 30 bis 40 Hypophysentumore operiert, neuerdings auch mini­ mal-invasiv. Die Hypophyse ist eine etwa Kirschkern-große Drüse im Schädelinneren, rund 10 Zentimeter hinter der Nase. Ihre Hormone steuern beispielsweise die Schilddrüse, die Nebenniere und die Sexualorgane. Hypophysentumore sind fast immer gutartig (Adenome) und treten am häufigsten bei den 35bis 45-Jährigen auf. Ein Hypophysentumor macht sich manchmal überhaupt nicht bemerkbar, kann aber auch verschiedene Symptome oder Beschwerden hervorrufen. Zum einen kann der Tumor selbst Hormone bilden, so dass es zu einer Überproduktion beispielsweise von Wachstumshormonen kommt. Zum anderen kann der Tumor mit zunehmender Größe immer mehr Drüsengewebe verdrängen, so dass die Hypophyse nicht mehr ausreichend Hormone produziert und es zu einem Hormonmangel kommt. Außerdem kann der Tumor durch den Druck auf das umliegende Gewebe und die Nerven Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Sehstörungen auslösen. „Ganz häufig werden die Patienten vom Augenarzt zu uns überwiesen“, berichtet Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger, Di-

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rektor der Klinik für Neurochirurgie, die mit anderen Abteilungen des Klinikums das Schädelbasiszentrum bildet. Bei der Diagnostik und Behandlung von Hypophysentumoren ar­beiten ­Endokrinologen (auf hormonbe- Teamarbeit bei einer minimal-invasiven Hypophysen-Operation im Klini­ Kassel: Oberarzt Dr. Firas Al Youzbashi (Neurochirurgie, links) und Dr. dingte Erkran- kum Frank Schreiber, Leitender Oberarzt der HNO-Klinik. kungen spezialisiere Ärzte), Augenärzte und NeuroEingriffe endoskopisch durch – also chirurgen eng zusammen – alle diese mit Hilfe von dünnen, biegsamen InDisziplinen sind am Klinikum Kassel strumenten, die durch sehr kleine vorhanden. Schnitte eingeführt werden. Dabei arbeiten die Neurochirurgen mit den Von wenigen Ausnahmen abgesehen, Ärzten der HNO-Klinik zusammen. müssen Hypophysentumore operaFür den Patienten ist dieses Verfahren tiv entfernt werden. „Sie beanspruschonender: Unter anderem ist die chen Platz und schädigen das geWunde viel kleiner und er muss nicht sunde Hypophysengewebe“, begrünfür mehrere Tage eine Tamponade in det Prof. Deinsberger. „Wenn bereits der Nase tragen. „Wir versuchen, alle die Sehnerven betroffen sind oder anOperationen endoskopisch durchzudere zentrale Störungen vorliegen, führen“, so Deinsberger. „Falls notsollte die Operation kurzfristig erfolwendig könnten wir problemlos zu eigen.“ Ziel des Chirurgen ist es immer, ner offenen Operation übergehen.“ das Adenom möglichst vollständig zu entfernen und dabei das gesunde GeNach der Entfernung des Tumors webe zu erhalten. kann es zu einem Mangel an bestimmten Hormonen kommen. Der Im Gegensatz zu den meisten TuEndokrinologe stellt den Patienten moren im Kopf erfolgt die Operation in der Nachbetreuung auf die benöder Hypophysentumore in der Regel tigte Hormonmenge ein. Regelmänicht durch die Schädeldecke, sonßige Kontrollen sind auch in den foldern durch Nase, Nasennebenhöhle genden Jahren notwendig, da Hypo­ und Keilbeinhöhle. Seit kurzem führt physentumore nach einer Operation die Neurochirurgie des Klinikums die erneut auftreten können. StippVisite 4/2012

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Positive Erfahrung mit dem modernen PET/CT

Vernetztes Angebot für komplexe Erkrankung

Seit zwei Jahren gibt es die Posi­ tronen-Emissions-Tomographie im Zentrum für medizinische Versorgung (ZMV) des ­Klinikum Kassel. In dieser Zeit hat sich die Methode als Ergänzung zur Com­ putertomographie (CT) oder der Magnetresonanztomographie (MRT) in der Diagnostik von Tu­ morpatienten bewährt. Im ZMV Klinikums steht im ­Fachbereich Nuklearmedizin ein PET/CT zur Verfügung, eine Kombina­ tion aus Positronen-EmissionsTomograph und Computertomo­ graph. Mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET), einem nuklearmedizinischen Verfahren, lässt sich der Stoffwechsel von Zellen darstellen. Kranke Zellen, beispielsweise von Tumoren und Metastasen, haben einen erhöhten Stoffwechsel und unterscheiden sich deutlich von gesundem Gewebe. „Mit einer Untersuchung im PET können wir Tumoren und Metastasen bereits ab vier Millimetern Durchmesser erkennen“, erläutert Privat-Dozent Dr. Knut Liepe, ärztlicher Leiter des Bereichs Nuklearmedizin im ZMV. „Die Unterscheidung zwischen gesundem Gewebe, Narben nach Therapie und Tumorgewebe wird deutlich verbessert – ohne Gewebeproben entnehmen zu müssen.“ Die Untersuchung im Computertomographen liefert hingegen Aussagen über die Lage und die Größe eines Tumors oder eines anderen Krankheitsherdes. Mit der Kombination von PET und CT können also kranke Zellen in nur einer Untersuchung sowohl erkannt als auch genau lokalisiert werden.

Das Klinikum Kassel ist als eine von nur zwölf Einrichtungen in Deutschland als Zentrum für Tu­ beröse Sklerose anerkannt wor­ den. Ihnen bestätigt der Verein „Tuberöse Sklerose Deutschland e. V.“, alle Kriterien zu erfüllen, um für diese komplexe und sel­ tene Erkrankung Diagnose und Betreuung aus einer Hand bieten zu können.

ZMV am Klinikum betreibt einziges Gerät in Nordhessen

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Eine der häufigsten Anwendungen ist die Diagnostik bei Patienten mit Lungentumoren vor einer Operation. Das PET/CT kann hier mit der höchsten Sicherheit feststellen, ob ein Patient sofort operiert werden soll oder ob eine vorhergehende Chemotherapie sinnvoll ist, so Privat-Dozent Dr. Liepe. Auch wenn Metastasen des Tumors vorliegen, ohne dass der Primärtumor bekannt ist, kommt das PET/CT zum Einsatz, da es für die die Suche nach dem Primärtumor die höchste Empfindlichkeit hat. Lässt sich der Primärtumor finden, kann eine heilende Operation möglich sein. Auch bei vielen anderen Tumoren, z.B. bei Brustkrebs, Darmkrebs oder Tumoren im HNO-Bereich sowie Lymphom- und Melanom-Patienten, kann der Verlauf der Erkrankung mit Hilfe des PET/CT sicherer beurteilt werden. Wenn während der Erkrankung die Tumormarker (körpereigene Subs-

tanzen, die auf eine Krebserkrankung hinweisen) ansteigen und mit Hilfe von CT oder MRT der erneut wachsende Tumor nicht zu finden ist, kann dies bei einem Teil der Patienten mittels PET/CT gelingen. Bei Lymphomerkrankungen im Kindesalter stellt das PET/CT aufgrund der hohen Empfindlichkeit die Standarddiagnostik dar und wird zur Steuerung der Behandlung benutzt. Die schmerzlose Untersuchung im PET/CT dauert nach Angaben von Dr. Liepe 20 bis 30 Minuten, einschließlich Vorbereitung etwa zwei Stunden. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Untersuchung bei Lungenkrebspatienten, ansonsten ist die Kostenübernahme gesondert zu beantragen. Die privaten Krankenkassen tragen die Untersuchung voll. Information: Sekretariat Dr. Liepe, Telefon 0561/980-4011

Das Team des ZMV-Fachbereichs Nuklearmedizin am PET/CT mit (hinten von links) Dr. Knut ­Liepe, Bernd Kempers, Christina Berendes, Dr. Marika Vereb und (vorn von links) Eva Lange, Ina Vialon und Marion Weddig.

Klinikum Kassel als Tuberöse Sklerose Zentrum anerkannt

troffen ist. Typisch sind Hautveränderungen – zum Beispiel weiße Flecken – Die Tuberöse Skleund eine Beteirose ist eine ligung des ZenSystem­erkrankung, tralen Nervendie gutartige Tusystems, so dass moren in fast allen Epilepsie oder Organen hervorruEntwicklungsfen kann. Ursache auffälligkeiten sind VeränderunDie ersten Symptome dieser genetihäufig die ersten gen an zwei Genen, schen Erkrankung werden häufig bewelche die Bildung Betreuen mit dem Team der Neuropädiatrie Symptome sind. reits im Kindesalter mit Epilepsie oder von zwei Proteinen die jungen Patienten mit Tuberöser Sklerose: Verbreitet sind Ann Katrin Kolb und Prof. Dr. Bernd Wilken. Entwicklungsauffälligkeiten deutlich, ebenso Funkti(Tuberin und Hadeshalb wird die Betreuung dieser Paonseinschränkungen oder Blutungen martin) im Zellplasma steuern. Diese tienten seit jeher neuropädiatrisch der Nieren, Herzrhythmusstörungen wiederum sind für die Zellteilung und geleitet. Prof. Dr. Bernd und Lungenprobleme. die Differenzierung zu Wilken, Direktor der Kliunterschiedlichen Zellnik für Neuropädiatrie Auch die Therapie richtet sich nach typen verantwortlich. mit Sozialpädiatrischen den betroffenen Organen. Es kön„Letztlich kommt es bei Zentrum am Klinikum nen Medikamente zum Einsatz komPatienten mit Tuberöser Kassel, engagiert sich men oder es kann eine Operation erSklerose zu einem unseit vielen Jahren für Paforderlich sein. Das Kasseler Zentrum kontrolliertem Wachstientinnen und Patienten hat zudem frühzeitig den Einsatz von tum in verschiedenen mit Tuberöser Sklerose. mTOR-Inhibitoren verfolgt und beZellen in verschiedenen „Mit Aufklärung der Elreits umfangreich Erfahrung mit dieOrganen“, fasst Ann Katern, regelmäßigen Vorser modernen Therapie sammeln köntrin Kolb die Folgen der sorgen, Durchführung Ansprechpartner für die er­ Erkrankung zusammen. nen. Diese Substanzen tragen zur von Therapien und Ko- wachsenen Patienten: Ober­ Die Fachärztin für KinGrößenreduzierung von bestimmarzt Andreas Mielke. ordination der verschieten Tumoren bei. „Uns ist außerdem der- und Jugendmedidenen fachärztlichen Termine wollen aufgefallen, dass Patienten mit eizin behandelt in der Klinik für Neurowir unsere Patienten mit Tuberöser ner geistigen Behinderung im täglipädiatrie die Patienten mit Tuberöser Sklerose und deren Familien medizichen Umgang zugänglicher werden. Sklerose und koordiniert die diagnisch und sozialpädiatrisch begleiDas werden wir weiter beobachten“, nostischen Maßnahmen. „Die Tumoten“, beschreibt er die Ziele des Zenso Ann Katrin Kolb. ren sind gutartig, das heißt, sie bilden trums. Denn für Patienten, die an eikeine Metastasen. Aber sie verursaner seltenen Erkrankung leiden, ist es Wegen der Vielzahl der betroffenen chen Komplikationen, weil sie anderes oft schwierig, das notwendige FachOrgane sind auch viele FachdiszipliGewebe verdrängen oder den Flüssigwissen gebündelt in einer Einrichtung nen in die Diagnose und Behandlung keitsabfluss im Gehirn behindern.“ anzutreffen. So ist von Tuberöser eingebunden. In der Klinik für NeuSklerose schätzungsweise einer von Die Symptome der Tuberösen Sklerose Fortsetzung auf Seite 8 7.000 Menschen betroffen, am Klinihängen davon ab, welches Organ bekum Kassel werden rund 30 Patienten behandelt.

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Die Gesundheit der Beschäftigten im Blick

Ultraschall erweitert die Reichweite bei Spiegelung

GNH mit erstem Platz bei Wettbewerb „Gesunde Betriebe“ ausgezeichnet

Endobronchialer Ultraschall in Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin

Die Beschäftigten der Gesund­ heit Nordhessen (GNH) kümmern sich rund um die Uhr direkt oder indirekt um die Gesundheit der Patienten und das Wohlergehen der Bewohner in den Senioren­ wohnanlagen. Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitar­ beiter hat dagegen das betrieb­ liche Gesundheitsmanagement der GNH im Blick. „Eine Investi­ tion in die Gesundheit und damit die Beschäftigungsfähigkeit un­ serer Mitarbeiterinnen und Mit­ arbeiter ist unerlässlich, wenn wir unsere Wettbewerbsfähig­ keit erhalten bzw. stärken wol­ len“, so GNH-­Personalvorstand Birgit Dilchert.

Der Klinik für Lungen- und Bron­ chialmedizin des Klinikum Kassel steht ein neues Untersuchungs­ verfahren zur Verfügung, der en­ dobronchiale Ultraschall (EBUS). Dabei handelt es sich um eine Kombination von Lungenspie­ gelung und Ultraschalluntersu­ chung, mit der auch das an die Luftröhre und die Bronchien an­ grenzende Gebiet untersucht und bei Bedarf punktiert werden kann. Etlichen Patienten kann dank dieses minimal-invasiven Verfahrens eine Operation er­ spart bleiben.

Der endobronchiale Ultraschall kommt nach den Worten von Prof. Gillissen häufig für die Diagnose, Einteilung und Einschätzung von Lungenkrebs zum Einsatz. Um die optimale Therapie festzulegen, müsse der Arzt beispielsweise wissen, ob der Tumor gestreut hat und die Lymphknoten im Brustkorb, die mit einem herkömmlichen Bronchoskop nicht sichtbar sind, bereits befallen seien. Mit der EBUSBronchoskopie können diese Lymphknoten beurteilt und aus ihnen gezielt Proben für die weitere Untersuchung entnommen werden – eine Operation ist dafür dann nicht mehr nötig.

Die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) ist heutzutage ein Standard­ verfahren zur Untersuchung der Lunge. Dabei wird dem Patienten ein dünner, beweglicher Schlauch in die Luftröhre eingeführt. Mit Hilfe eines optischen Systems kann der Arzt das Innere der Atemwege begutachten und kleine Gewebeproben entnehmen, die dann unter dem Mikroskop auf krankhafte Veränderungen untersucht werden. „Mit einem herkömmlichen Bronchoskop können wir allerdings nur die Luftröhre und die großen Bronchien untersuchen, die kleineren Strukturen sehen wir nicht“, erläutert Prof. Dr. Adrian Gillissen, Direktor der Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin. Das EBUS-Bronchoskop trägt daher an der Spitze zusätzlich einen kleinen Ultraschallkopf, mit dem sich auch die an Luftröhre und Bronchien angrenzenden Bereiche beurteilen lassen. Dort können ebenfalls ganz gezielt Gewebeproben für die Untersuchung entnommen werden.

Auch andere Erkrankungen, die eine Vergrößerung der Lymphknoten im Brustkorb zur Folge haben, lassen sich mit endobronchialem Ultraschall sicher diagnostizieren. Als Beispiele nennt Prof. Gillissen Lymphome (Tumore, die von den Lymphozyten ausgehen), Sarkoidose (eine entzündliche Erkrankung mit kleinen Knötchen insbesondere in Lunge und Lymphknoten) sowie Tuberkulose.

Das Gesundheitsmanagement der Gesundheit Nordhessen zielt dabei sowohl auf die körperliche als auch auf die seelische Gesundheit. Es gibt ein breites Angebot an Gesundheitskursen – von Aerobic über Pilates bis zum Tropho-Training -, eine Betriebssportgruppe Fußball, Radakti-

Fortsetzung von Seite 7 ropädiatrie besteht unter anderem Expertise in Epileptologie, Entwicklungsdiagnostik, Autismus-SpektrumStörungen und Unterstützter Kommunikation, es gibt zudem zahlreiche Spezialsprechstunden. Eine intensive Zusammenarbeit besteht zu anderen Abteilungen des Klinikum Kassel, insbesondere zur Neuro- und Kinderradiologie, Neurochirurgie, Augenheilkunde, Urologie und Dermatologie.

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vitäten und Gesundheitstage an den verschiedenen Standorten. Seit mehreren Jahren beteiligt sich die Gesundheit Nordhessen mit rund 300 Teilnehmern am E.ON Mitte Kassel Marathon, im Reha-Zentrum am Standort Klinikum wird Ge- Freuen sich über den ersten Platz beim Wettbewerb „Gesunde Betriebe“ rätetraining an- (von links): Vorstandsreferentin Beate Sippel, die Kasseler Stadtverord­ Petra Friedrich, Betriebsrat Thomas Schirmer, Modera­ geboten. Jeden netenvorsteherin torin Petra Nagel und GNH-Personalvorstand Birgit Dilchert. Monat kommt Nordhessen ausgerufen wurde, hat ein externer Fachmann zur psycholodie GNH in der Gruppe der Großungischen Sprechstunde, um nur einige ternehmen den ersten Platz belegt. Beispiele zu nennen. „Wir sehen den ersten Platz im Wett­ bewerb als Bestätigung unserer vielDas innovative Gesundheitsmanagefältigen Aktivitäten im betrieblichen ment hat der GNH jetzt eine tolle Gesundheitsmanagement“, so PersoAuszeichnung beschert. Beim Wett­ nalvorstand Dilchert. „Der Preis ist für bewerb „Gesunde Betriebe Nordhesuns Ansporn, den eingeschlagenen sen“, der in diesem Jahr zum dritWeg konsequent weiter zu verfolgen.“ ten Mal vom Regionalmanagement

Somit ist es dem Tuberöse Sklerose Zentrum Kassel möglich, Patienten mit diesem komplexen Krankheitsbild individuell und umfassend zu betreuen. Der Übergang von der Jugend- in die Erwachsenenmedizin ist für Patienten mit seltenen Erkrankungen häufig schwierig, dies gilt auch für die Tuberöse Sklerose. Daher arbeitet die Kasseler Neuropädiatrie sehr eng mit der Neurologie des Klinikums zusam-

men. Dort ist Oberarzt Andreas Mielke auf Tuberöse Sklerose spezialisiert, so dass eine erfolgreiche Weiterbehandlung gewährleistet ist. Kontakt: Ann Katrin Kolb, Tel. 0561-9803096, E-Mail: ann-katrin.kolb@klinikum-kassel.de Andreas Mielke, Tel. 0561-9804152, E-Mail: andreas.mielke@klinikum-kassel.de

Die Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin nutzt das EBUS-Verfahren seit gut einem Jahr. Bei etwa der Hälfte der jährlich rund 500 Bronchoskopien komme auch der Ultraschall zum Einsatz. „Das ich eine echte Bereicherung für Ärzte und Patienten“, urteilt Prof. Gillissen. „Wir konnten damit unsere Diagnostik umfassend erweitern. Für die Patienten ist das Verfahren schonend und sehr sicher, da es kaum zu Komplikationen kommt.“ Information: Tel. 0561/980-5262

Endobronchialer Ultraschall: Prof. Dr. ­Gillissen zeigt den Schallkopf, der in den ­Bronchien aufgeblasen wird, um ein besseres Ultra­ schallbild zu erzielen.

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„Man spürt, dass hier oft gebetet wird“ 20 Jahre Kapelle in Haus 13 des Klinikum Kassel

Einen Ort, wo Menschen mit ih­ ren Sorgen um andere oder um sich selbst hingehen können, wo sie beten, aber auch Dank sagen können – diesen Ort gibt es im Klinikum Kassel mit der Kapelle. Im Dezember feierte die ökume­ nische Klinikseelsorge mit Pa­ tienten, Angehörigen und Be­ schäftigten das 20-jährige Beste­ hen der Kapelle auf dem Gelände des Klinikum Kassel. Die Gäste konnten sich im Haus 13 umsehen und mit dem Seelsorgeteam ins Gespräch kommen. Schautafeln informierten über die Geschichte der Kapelle, zu jeder vollen Stunden gab es ein Angebot zum Stille-Werden im Advent. In einem Festgottesdienst wurde nicht nur für die Kapelle gedankt, sondern mit Ernst-Dieter Blumenstein auch ein neuer evangelischer Klinikpfarrer feierlich eingeführt. Haus 13 gehört zu den vier Gebäuden, die bei der Bombardierung Kassels im zweiten Weltkrieg nur wenig geschädigt wurden, so dass der spätgotische Stil beim Wiederaufbau erhalten blieb. Nach 1948 wurde Haus 13 wieder als Prosektur genutzt. Neben Arbeitsräumen für Sektionen und einem Raum für die Einsargung und die Kühlung von verstorbenen Patienten gab es auch einen Raum, in dem Angehörige von Verstorbenen Abschied nehmen konnten. Im Keller wurden Tiere gehalten, u.a. Hammel, deren Blut zeitweilig im Labor eingesetzt wurde, und auf dem Speicher lagerte Stroh. Nach dem Umzug der Prosektur in die neue Pathologie in Haus 7 im Jahr 1975 diente das Gebäude als Lagerraum.

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Seit 20 Jahren ein Ort, an dem Besucherinnen und Besucher zur Ruhe kommen und Kraft tanken können: Die Kapelle im Klinikum Kassel.

Anfang der 90er Jahre wurde Haus 13 unter finanzieller Beteiligung von Evangelischer und Katholischer Kirche zu einem ökumenischen Seelsorgezentrum mit Kapelle, Büroräumen und einem Seminarraum umgebaut. Der Andachtsraum trägt die Handschrift der Kasseler Künstlerin Iris Hollstein. Rechte Winkel wie beim Kreuz prägen die Geometrie des Raumes und ziehen den Blick nach oben, die Farbe Blau dient als Mittel, um den Himmel auf die Erde zu holen und die bleiverglasten Fenster erzeugen bei Sonnenschein auf den Wänden ein eindrückliches Lichtspiel. Mit wenigen Mitteln entstand eine Atmosphäre von Klarheit und Helligkeit, in der Besucherinnen und Besucher zur Ruhe kommen und Kraft tanken ­können. Mit der Einweihung der Kapelle ging 1992 ein langgehegter Wunsch der Klinikseelsorge in Erfüllung. In der Zeit davor hielten die Seelsorgerin-

nen und Seelsorger die Gottesdienste direkt auf den Stationen ab. Seitdem lädt die Klinikseelsorge sonntags um 10 Uhr zu Gottesdiensten in der Kapelle ein, die auf Kanal 31 kostenfrei auf die Patientenzimmer übertragen werden. Eine Orgel der Kasseler Orgelbaufirma Bosch erlaubt eine anspruchsvolle musikalische Ausgestaltung. Die Gottesdienste sind im Wechsel evangelisch und katholisch. Als ein Kennzeichen der Gottes-­­ dienste nennt Klinikpfarrerin Ursula Josuttis, dass in den Predigten auch Zweifel zugelassen würden. „In einer Klinik kann man nicht einfach sagen: Gott liebt Dich und macht Dich gesund. Da müssen Fragen einen Raum haben. Sonst kann der Trost nicht wieder aufkeimen.“ Durch die gemeinsam genutzte Kapelle und die benachbarten Büros im Seelsorgezentrum wuchs aus dem evangelischen und dem katholischen Team im

Laufe der Jahre die ökumenische Klinikseelsorge im Klinikum Kassel, „ein Prozess, der durch die jeweiligen Stelleninhaberinnen und Stelleninhaber gewünscht und immer gelebt wurde“, so Ursula Josuttis aus dem heute siebenköpfigen Team. „Am Ort der Not funktioniert die Ökumene gut. Wir haben mehr, das uns verbindet als uns trennt. Wenn jemand ein Gespräch wünscht, dann hören wir einfach zu und fragen nicht erst nach der Zugehörigkeit zur Kirche.“ Die Rufbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sei nur ökumenisch zu leisten.

Das Team der ökumenischen Klinikseelsorge im Klinikum Kassel mit (von links) Gundula Gold­ bach-Bolz, Thomas Meyer, Petra Hühne, Regina Gries, Ursula Josuttis und Mechtild HoffmannBonas. Es fehlt Ernst-Dieter Blumenstein.

Welche wichtige Rolle die Kapelle im Alltag des Klinikums spielt, lässt sich an der Marienecke erkennen. 50 bis 60 Menschen pro Tag zünden dort Kerzen an, schreiben Gebete, Fürbitten oder Danksagungen in das Gästebuch. Die Eintragungen werden gern auch von anderen gelesen, weiß Ursula Josuttis. „Sie erkennen, dass sie nicht die einzigen sind, die es schwer haben

– das hilft, Leid zu ertragen.“ Dass seit 20 Jahren Menschen im Haus 13 einen Ort gefunden haben, an dem sie in Krisenzeiten Halt, im Gebet Entlastung oder in der Not Trost fanden, hat die Kapelle zu dem gemacht was sie heute ist: ein heiliger Raum im Klinikgelände an der Mönchebergstraße. Ursula Josuttis: „Man spürt, dass hier oft gebetet wird.“

Das Team der ökumenischen Klinikseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar für Besuche und Beratungen sowie für Kommunion, Abendmahl, Krankensalbung oder für Gebete im Rahmen einer Sterbebegleitung. Kontakt: Tel. 0561/980-2822 (ev.) oder 980-2820 (kath.)

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Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.


Behandlungsspektrum um Thoraxchirurgie erweitert

Kasseler Spezialist operiert jetzt auch im Krankenhaus Bad Arolsen

Radsportveranstaltung zugunsten krebskranker Kinder 2013 in Kassel

Das Krankenhaus Bad Arolsen hat sein Spektrum im Bereich der Thoraxchirurgie ausgebaut: Dr. Sebastian Kellner, Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie im Kli­ nikum Kassel, kommt jetzt wö­ chentlich zu Konsiliaruntersu­ chungen und Operationen nach Bad Arolsen, für welche die Pa­ tienten bisher nach Kassel fah­ ren mussten. Damit ist die Diag­ nostik und Behandlung auch von komplexen Lungenerkrankungen vollständig im Krankenhaus Bad Arolsen möglich.

Das Jahr 2013 steht in der Stadt Kassel ganz im Zeichen der 1100-Jahr-Feier. Aus diesem An­ lass kommt am 15. und 16. August 2013 auch eine sportliche Groß­ veranstaltung zugunsten krebs­ kranker Kinder in die Fuldastadt: Die „Tour der Hoffnung“, bei der jedes Jahr viele Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport für den guten Zweck ra­ deln. Die gesammelten Spenden kommen onkologischen Projek­ ten in der Region zugute, so Pe­ ter Vaupel, Vorstand der Helga und Heinrich Holzhauer-­Stiftung, auf dessen Initiative hin die „Tour der Hoffnung“ 2013 in die Stadt geholt werden konnte. Bei der diesjährigen Tour wurde mit mehr als 1,6 Millionen Euro ein neuer Rekord aufgestellt.

Die Thoraxchirurgie (Thorax = Brustkorb) umfasst die Diagnose und die Therapie von chirurgisch behandelbaren Erkrankungen und Fehlbildungen innerhalb des Brustkorbs. Davon können unter anderem die Lunge, die Luftröhre und das Bronchialsystem, das Brust- oder das Mittelfell sowie die Brustwand betroffen sein. Ein Großteil der Eingriffe kann schonend mittels „Schlüsselloch-Chirurgie“ erfolgen. Operationen, die nicht in dieser Technik möglich sind, erfolgen über möglichst kleine Zugangsöffnungen und muskelschonend, so dass die Atemmechanik des Patienten nach der Operation so wenig wie möglich beeinträchtigt ist. Als einen der häufigsten thoraxchirurgischen Eingriffe nennt Dr. Kellner Spiegelungen des Brustfells und des Mittelfells, zum Beispiel bei Vereiterungen, Brustfellergüssen oder einer zusammengefallenen Lunge (Pneumothorax). Bei den Spiegelungen werde zum einen die Diagnose gestellt, aber auch gleichzeitig die Be-

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Zauberhafte Unterstützung für „Tour der Hoffnung“

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Stellten in Bad Arolsen das neue Angebot vor: Thoraxchirurg Dr. Sebastian Kellner (Mitte) mit den Bad Arolser Chefärzten (von links) Walter Knüppel, Christian Feine, Dr. Peter Ahrens und Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Tilenius.

handlung durchgeführt, beispielsweise eine Verklebung des Brustfellspaltes bei wiederholt auftretendem Pleuraerguss (Flüssigkeit zwischen Lunge und Brustwand) beseitigt. Auch die Probenentnahme von Gewebe zur weiteren Untersuchung sei bei einer Spiegelung möglich.

Intensivstation versorgt, ansonsten interdisziplinär auf der chirurgischen Station.

Patienten mit Lungenkrebs können nun ebenfalls in Bad Arolsen operiert werden. Tumore und Metastasen entfernt der Thoraxchirurg endoskopisch oder in einer offenen Operation. „Wir können in Bad Arolsen alle Operationen durchführen, die wir auch in Kassel anbieten“, so Dr. Kellner, der seit 2010 die Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Kassel leitet.

„Zusammen mit Dr. Kellner können wir nun unseren Patientinnen und Patienten mit gut- und bösartigen Lungenerkrankungen ein umfassendes chirurgisches Angebot vor Ort machen und unseren pneumologischen Schwerpunkt stärken“, so Lungenspezialist Walter Knüppel, der auch die Chemotherapie bei Tumorpatienten betreut. „Unser Netzwerk zur Behandlung von Lungenerkrankungen wird entscheidend gestärkt. Somit kann die Behandlung einschließlich der Nachsorge wohnortnah in Bad Arolsen erfolgen und koordiniert werden.“

Das neue Angebot erfolgt in Kooperation mit der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Krankenhaus Bad Arolsen unter Leitung von Chefarzt Dr. Peter Ahrens. Jeweils dienstags kommt Dr. Kellner zu Operationen nach Bad Arolsen und nimmt bei Bedarf an der Visite oder Sprechstunde von Lungenfacharzt Walter Knüppel, Chefarzt Innere Medizin, teil. Nach größeren Eingriffen werden die Patienten auf der

Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Tilenius wies darauf hin, dass es in der Gesundheit Nordhessen mehrere Kooperationen gebe, bei denen der Arzt zum Patienten komme und die von der Bevölkerung sehr gut angenommen würden – unter anderem die Operation des Grauen Stars im Krankenhaus in Bad Arolsen durch den Direktor der Kasseler Augenklinik, Prof. Dr. Rolf Effert.

In Kassel soll das Geld für zwei Projekte eingesetzt werden. Zum einen soll eine ambulante palliativmedizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche in der Region aufgebaut werden. In Nordhessen gibt es mehrere hundert Kinder, die an einer le-

Viel Unterstützung für die „Tour der Hoffnung“: Ein Poster mit 150 Prominenten-Unterschrif­ ten der diesjährigen Tour wurde in der Kasseler Königsgalerie meistbietend versteigert. Hinter den Kindern im Kassel 1100-Shirt stehen von links Götz Ohlendorf (Starclub), Peter Vaupel (Holz­ hauer-Stiftung), Zauberer Charlie Martin (Starclub), Stadträtin Brigitte Bergholter und der Erstei­ gerer des Plakates.

bensbegrenzenden Erkrankung leiden. Etwa 60 von ihnen sterben jedes Jahr. Viele dieser Kinder müssen in ihren letzten Monaten oder Jahren immer wieder ins Krankenhaus, obwohl sie dort nicht mehr geheilt werden können. Ein Aufenthalt zu Hause ist nicht möglich, weil es in Nordhessen keine ambulante palliativmedizinische Versorgung gibt. Die dafür nötigen Strukturen wollen Kinderärzte der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Klinikum Kassel aufbauen, erläutert Klinikdirektorin Prof. Dr. Michaela Nathrath. Sie werden dabei von mehreren Vereinen und Einrichtungen unterstützt, unter anderem von der Weihnachtsaktion von Extratip und Betten-Kranefuß.

Auftakt der gemeinsamen Weihnachtsaktion von Extra­ tip und Betten-Kranefuß im Klinikum: Klinikdirektorin Prof. Dr. Nathrath im Gespräch mit Kassels Oberbürger­ meister Bertram Hilgen, rechts Drehorgelspieler Jürgen Wendland.

Zum anderen soll das Geld in ein Sportprojekt für krebskranke Kinder und Jugendliche fließen, das auch der Verein für krebskranke Kin-

der Kassel und die Holzhauer-Stiftung unterstützen. Dieses Sport- und Bewegungsangebot soll die jungen Patienten körperlich und seelisch stabilisieren und ihnen helfen, die Nebenwirkungen der Therapie zu bewältigen. Zudem sollen die – bisher vor allem bei Erwachsenen untersuchten – positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung auf das Immunsystem und den Knochenstoffwechsel, aber auch auf die Psyche von krebskranken Patienten zur Bewältigung der Erkrankung beitragen, so Prof. Nath­rath. In Kassel sind bereits zahlreiche Spendenaktionen für die „Tour der Hoffnung“ angelaufen, mehr als 90.000 Euro sind dabei schon zusammengekommen. Wer die „Tour der Hoffnung“ unterstützen will, kann seine Spende überweisen an: Stadt Kassel, Verwendungszweck: „Tour der Hoffnung“ Kasseler Sparkasse BLZ: 520 503 53, Konto: 11 099 StippVisite 4/2012

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Innovatives Medizinstudium in England und Nordhessen

Seniorenwohnlagen Kassel: Sicherheit rund um die Uhr

Abiturienten mit Berufswunsch Arzt steht ab Herbst 2013 ein neuer Studiengang offen. An der englischen University of Sou­ thampton und dem Klinikum Kassel schließen sie in nur fünf Jahren ihr Medizinstudium ab.

Das Betreute Service Wohnen in den Seniorenwohnlagen Kas­ sel (SWA) ist das Bindeglied zwi­ schen ambulanter und stationä­ rer Versorgung und ermöglicht den älteren Menschen eine selb­ ständige und eigenverantwortli­ che Lebensführung im geschütz­ ten Rahmen. Dabei haben die Be­ wohnerinnen und Bewohner die Sicherheit, jederzeit auf die Hilfs­ angebote der Einrichtung zurück­ greifen zu können. Neben den allgemeinen Leistungen, Freizeit­ aktivitäten und der Beratung und Unterstützung durch den Sozial­ dienst ist die Notfallversorgung rund um die Uhr ein wesentlicher Aspekt des Grundservices.

Informationstag am 26. Januar 2013 im Klinikum Kassel

Die Kassel School of Medicine (KSM) ermöglicht ab September 2013 jährlich 24 ausgewählten Abiturienten das Medizinstudium. Die KSM basiert auf einer Kooperation der University of Southampton mit der Gesundheit Nordhessen Holding AG, zu der das Klinikum Kassel gehört. Die Studenten sind fünf Jahre lang in dem neuen Bachelor of Medicine – BM(EU)-Programm der englischen Universität eingeschrieben und bezahlen die dort üblichen Studienbeiträge. Ihre Ausbildung beginnt in England und wird in Kassel weitergeführt. „Außergewöhnlich an unserem Studienprogramm sind die nur fünfjährige Studiendauer, die Bilingualität, die effektiven, modernen Lernbedingungen in Kleingruppen und mit dem Bachelor of Medical Sciences ein zusätzlicher akademischer Abschluss“, sagt Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen und einer der Initiatoren der Kooperation.

Der erste Jahrgang trifft sich zunächst zu einer Einführungswoche in Kassel im September 2013. Danach verlagert sich ihr Ausbildungsmittelpunkt für zwei Jahre an die University of Southampton. Die 24 Medizinstudenten erlernen hier die wissenschaftlichen und medizinischen Grundlagen ihres Fachs und haben − an- Praxisbezug von Beginn an: Medizinstudenten üben an der University of Southampton chirurgische Nähte. ders als in Deutschland − von Beginn an Kontakt zu Patienten. reits zur Facharztausbildung und wird entsprechend bezahlt. Der Abschluss Ab dem dritten Studienjahr übernimmt gilt EU-weit und wird von zahlreichen das Klinikum Kassel die Ausbildung in weiteren Ländern anerkannt. Deutschland. Die klinischen Praktika werden von modernen Lehrmethoden Voraussetzungen zur Aufnahme an flankiert. Nach Abschluss eines zusätz- der KSM sind neben dem Abitur eine lichen wissenschaftlichen Projektes fo- Naturwissenschaft als Leistungskurs, kussiert die Ausbildung ab dem vierten ein NC von voraussichtlich 1.6, der Jahr auf klinische Inhalte. Dabei sind Test für der Medizinische Studiendie angehenden Ärzte bereits als Mit- gänge (TMS), ein Sprachtest Englisch glied des therapeutischen Teams ein- und ein achtwöchiges Pflegepraktigesetzt und lernen, im Austausch mit kum. Ein Infotag für Interessierte finerfahrenen Kollegen die richtige Be- det am 26. Januar 2013 im Klinikum handlungsstrategie zu finden. Kassel statt. Bewerbungen für die Kassel School of Medicine werden ab Juni Nach dem erfolgreichen Abschluss 2013 angenommen. Im Juli folgen die des Studiums erfolgt ein umfassendes Auswahlgespräche. einjähriges Programm zum strukturierten Berufseinstieg. Dies zählt be- Information: www.medizin-kassel.de

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Neues Hausnotruf-System in den SWA hat sich bewährt

Um die Sicherheit für die Bewohner noch weiter zu erhöhen, haben die SWA Fasanenhof und die SWA Lindenberg Anfang 2011 in Zusammenarbeit mit dem DRK Kassel – einem anerkannten Dienstleister für den Hausnotruf-Service – ein neues Notrufsystem installiert. Neu an diesem System ist insbesondere die Sicherheitsuhr, die auf 24 Stunden eingestellt ist. Alle Bewohner melden sich zweimal täglich per Knopfdruck am Notrufgerät und signalisieren somit, dass alles in Ordnung ist. Wenn diese Meldung innerhalb von 24 Stunden nicht erfolgt, erscheint in der Zentrale des DRK ein akustisches Signal, dass die Sicherheitsuhr abgelaufen ist und die Mitarbeiter der Zentrale nehmen sofort Kontakt mit dem ­Bewohner auf. Sollte keine Kontaktaufnahme möglich sein, erfolgt vor Ort ein Notrufeinsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ambu-

Im Notfall genügt ein Knopfdruck: Elisabeth Lahme zeigt das Zusatzgerät am Armband, hinter ihr Eva Büchling und Annette Petermann vom Sozialdienst der SWA Fasanenhof.

lanten Dienstes SWA aktiv. Somit ist eine Sicherheit rund um die Uhr gewährleistet. Natürlich können die Bewohner im Notfall weiterhin Tag und Nacht per Knopfdruck Hilfe anfordern. Anfangs stieß diese Neuerung bei vielen Bewohnern auf Skepsis und auch Widerstand. Sie hatten die Sorge, Bedienungsfehler zu machen bzw. kontrolliert und überwacht zu werden. Diese Befürchtungen konnten jedoch in ausführlichen Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem DRK und in vielen Einzelgesprächen mit den Bewohnern genommen werden. Zudem erfolgte seitens des DRK das Angebot an die Bewohner, die DRK-Zentrale zu besuchen, um selbst zu sehen, wie das System funktioniert.

längst Routine. So berichtet zum Beispiel Ilse Sippel, dass sie öfters gestürzt sei und allein nicht aufstehen konnte. Mit Hilfe ihres Notruffingers (ein Zusatzgerät, das am Körper als Armband oder Halskette getragen wird) konnte sie den Notruf tätigen und erhielt nach wenigen Minuten Hilfe. Sie sagt: „Es ist gut zu wissen, dass man jederzeit schnell Hilfe bekommt, auch wenn man nicht mehr in der Lage ist, den Notruf zu tätigen. Ich fühle mich dadurch sicher und geborgen.“ Eine andere Bewohnerin, Elisabeth Lahme, erzählt, dass ihre Tochter bei ihr war und den Notruf tätigte, weil sie sich allein mit der Krankheitssituation von Frau Lahme überfordert fühlte. Beide waren froh, dass so schnell Hilfe da war und die schwierige Situation gemeistert werden konnte.

Inzwischen ist dieses neue System der Notrufversorgung zu einem sehr wichtigen Sicherheitsfaktor für die Bewohner geworden und die täglichen Meldungen sind für fast alle

Kontakt: Seniorenwohnanlage Fasanenhof, Telefon 0561 87983-0 Seniorenwohnanlage Lindenberg, Telefon 0561 95077-0 StippVisite 4/2012

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Das StippVisiteKreuzworträtsel

Das Fini-Resort****S Badenweiler liegt im Südwes­ ten Deutschlands im Dreiländereck D-CH-F. Durch das milde Klima ist der Kurort Badenweiler gera­ dezu ideal für Wellness- und Kuraufenthalte. Die hoteleigene Vespasian-Therme lädt Hotelgäste auf eine entspannende Wellness-Reise ein und eignet sich hervorragend zur Linderung von Beschwerden der Wirbelsäule, der Gelenke, der Muskeln, des Bin­ degewebes sowie bei Nerven- und Herz-Kreislauf­ beschwerden. In vier Behandlungsräumen verwöhnen Fachkräfte die Gäste mit zahlreichen Beauty- und Wellness-Anwendungen. Für das leibliche Wohl sorgt das hoteleigene Restaurant „Aquae Villae“ mit regional-saisonaler Küche. Hier werden vorwiegend Produkte aus Finis Bauernhof und dem hoteleigenen Kräutergarten verwendet. Das Arrangement „Körperzelt“ wird dem Gewinner/der Gewinnerin das Badenweiler-Wellness-Feeling nahe bringen und beinhaltet neben zwei Übernachtungen für zwei Personen im Doppelzimmer inklusive Halbpension auch die kostenfreie Nutzung der Vespasian-Therme mit Saunalandschaft, Kneippbereich, Erlebnisduschen und Fitnessraum. Zudem sind

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Das Lösungswort aus der Herbstausgabe der StippVisite lautete „Fusspflege“. ­Eines von sechs efasit MED Pflegesets rund um die Füße gewinnen: L. Regeniter-Bär, Gunningen; D. Kötz, Bergisch Gladbach; J. Jacobi, Bischofheim; E. Reinhardt, Riedstadt; R. Küllmer, Kassel; W. Dreger, Itzehoe. Herzlichen Glückwunsch!

Redaktion StippVisite Bockhorn 1 29664 Walsrode StippVisite 4/2012

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Kontaktliste Gesundheit Nordhessen Holding

www.gesundheit-nordhessen.de, E-Mail: info@gesundheit-nordhessen.de

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Klinikum Kassel GmbH

Mönchebergstraße 41–43, 34125 Kassel, Tel. 0561/980-0

Zentrum für Frauen- und Kindermedizin Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Prof. Dr. Thomas Dimpfl Tel. 980-3040 Kreißsaal Tel. 980-5400 Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer Tel. 980-5502 Klinik für Kinderanästhesie und Intensivmedizin Dr. Thomas Fischer Tel. 980-5502 Klinik für Kinderchirurgie und Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder Dr. Peter Illing Tel. 980-5501 Klinik für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrisches Zentrum Prof. Dr. Bernd Wilken Tel. 980-3096 Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Prof. Dr. Michaela Nathrath Tel. 980-5501

Zentrum für Herz-, Nieren- und Gefäßmedizin Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie PD Dr. Ali Asghar Peivandi Tel. 980-5260 Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen Prof. Dr. Rainer Gradaus Tel. 980-5250 Prof. Dr. Jörg Neuzner Tel. 980-5255 Klinik für Nieren-, Hochdruck- und Rheuma­ tische Erkrankungen und Nephrologische Diabetologie Prof. Dr. Jörg Plum Tel. 980-5265

Zentrum für Kopf- und Neuromedizin Klinik für Augenheilkunde Prof. Dr. Rolf Effert Tel. 980-3901 Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. Ulrike Bockmühl Tel. 980-4053 Klinik für Neurochirurgie Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger Tel. 980-4050

Klinik für Neurologie Prof. Dr. Andreas Ferbert

Tel. 980-4051

Zentrum für Notfall- und Intensivmedizin Interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme Tel. 980-5001 Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Prof. Dr. Michael Tryba Tel. 980-3001

Zentrum für seelische Gesundheit

Klinik für Psychiatrie- und Psychotherapie – Ludwig-Noll-Krankenhaus Dennhäuser Straße 156 Tel. 4804-0 Prof. Dr. Martin Ohlmeier Tel. 4804-401 Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Dr. Johannes Kipp Tel. 980-2551

Zentrum für Traumatologie und Dermatologie Klinik für Dermatologie Prof. Dr. Rainer Rompel Tel. 980-3051 Klinik für Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie Leitung Handchirurgie Gunther Schuster Tel. 980-3811 Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie Dr. Manfred Raible Tel. 980-4026

Zentrum für Viszeralmedizin und Onkologie Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Prof. Dr. Jürgen Faß Tel. 980-5275 Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin Prof. Dr. Frank Schuppert Tel. 980-5270 Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin Prof. Dr. Adrian Gillissen Tel. 980-5285

Klinik für Onkologie und Hämatologie Prof. Dr. Martin Wolf Tel. 980-3046 Klinik für Thoraxchirurgie Dr. Sebastian Kellner

Tel. 980-5280

Klinik für Urologie Prof. Dr. Björn Volkmer

Tel. 980-4052

Zentrum für medizinische Diagnostik Institut für Labormedizin PD Dr. Karl H. Reuner

Tel. 980-2776

Institut für Pathologie Prof. Dr. Irina Berger

Tel. 980-4001

Institut für Nuklearmedizin PD Dr. Knut Liepe

Tel. 980-4010

Institut für allgemeine und interventionelle Radiologie Prof. Dr. Fritz-Peter Kuhn

Tel 980-5075

Institut für Neuroradiologie Dr. Ralf Siekmann

Tel. 980-5074

Institut für Kinderradiologie Dr. Alfred E. Horwitz

Tel. 980-5075

Tumorzentrum

Dr. Christian Unzicker

Tel. 980-3513

Zentrum für Medizinische Versorgung Gynäkologie HNO Labordiagnostik Neurochirurgie Nukleardiagnostik Pathologie Radiologie / Kinderradiologie Strahlentherapie

Tel. 980-5307 Tel. 980-4053 Tel. 980-2776 Tel. 980-3087 Tel. 980-4011 Tel. 980-4001 Tel. 980-5114 Tel. 980-2730

Sonstige Einrichtungen Klinikseelsorge Tel. 980-2820 (kath)/-2822 (ev) Blaue Helferinnen Tel. 980-2825

Standort Gesundheitszentrum Wilhelmshöher Allee 91 Tel. 0561/98794-0

Krankenhaus Bad Arolsen GmbH Innere Medizin Walter Knüppel, Dr. Bertolt Linder Tel. 800-161 Chirurgie Dr. Peter Ahrens, Dr. Peter Wotzlaw Tel. 800-222

Am Fahlenberg 2–8 34385 Bad Karlshafen Tel. 05672/998-0 Innere Medizin Andreas Hebbeker Tel. 998-187 Dr. Burkhard Cyrus Tel. 998-95 185 Chirurgie Dr. Wolfgang Müller Tel. 998-182 Dr. Peter Hülsmann Tel. 998-550 Michael Szkopek Tel. 998-550 Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Adam Wozniak Tel. 998-173

Anästhesie Dr. Rudolf Alexi, Christian Feine

Tel. 800-0

Kreisklinik Hofgeismar

Liebenauer Straße 1 34369 Hofgeismar Innere Medizin Dr. Ulrich Braner Dr. Wilhelm Schmidt Chirurgie Axel Schneider Dr. Thomas Sürig Dr. Peter Hülsmann Michael Szkopek Gynäkologie/Geburtshilfe Joachim Kuhl Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Stefan Mähler

Seniorenwohnanlagen Kassel siehe rechte Seite

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• prüfen Anregungen und Beschwerden der Patienten und der Angehörigen, • wenden sich mit deren Einverständnis an die zuständigen Stellen und versuchen zu vermitteln,

Gynäkologie/Geburtshilfe Dr. H.-Achim Hertig Britt-Marie Jansson Dr. Ulrich Streich

Tel. 2057

Kreisklinik Wolfhagen

Tel. 05671/81-0 Tel. 81-400 Tel. 81-300 Tel. 81-630 Tel. 81-630 Tel. 2006 Tel. 81-500

Am kleinen Ofenberg 1 34466 Wolfhagen Innere Medizin Dr. Norbert Krauss Chirurgie Dr. Peter-Josef Frings Gynäkologie/Geburtshilfe Dr. Marion Reif-Kaiser Dr. Julia Jungermann Dr. Werner Prinz Anästhesie/Intensivmedizin Mohamed Al Batani Dr. Uwe Hecht HNO-Heilkunde Frank Dastych, Uwe Simon, Martin Stahl, Thomas Storm

Tel. 05692/40-0 Tel. 40-150 Tel. 40-500

Tel. 988550 Tel. 40-505 Tel. 40-504 Tel. 2270

Ambulante Pflege Betreutes Wohnen Stationäre Pflege Kurzzeitpflege

Marlies Rohrbach, Klinikum Kassel

• nehmen gern auch positive Erfahrungen entgegen und geben sie weiter. Gudrun Burlon, Ludwig-Noll-Krankenhaus

Klinikum Kassel: Marlies Rohrbach, Sprechzeiten donnerstags 14.30 bis 16 Uhr, Zentrum für Frauen- und Kindermedizin: Sprechzeiten dienstags 14.30 bis 16 Uhr;

In den besten Händen Seniorenwohnanlagen und Pflegedienst Ursula Halbich, Krankenhaus Bad Arolsen

jeweils Haus 14, Eingang A, Zimmer 2, Tel. 0561/980-2811, Briefkasten im Eingangsbereich von Haus 14, der aber nicht täglich geleert wird. Gerda Schmalz, Krankenhaus Bad Arolsen

Große Allee 50, 34454 Bad Arolsen, Tel. 05691/800-0

Kreiskliniken Kassel GmbH Kreisklinik Helmarshausen

die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in den Kliniken

Ludwig-Noll-Krankenhaus: Gudrun Burlon, mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr, Haus 2, Dachgeschoss

Reha-Zentrum Standort Klinikum Kassel Mönchebergstraße 41–43 Tel. 0561/980-2830

Liebe Patientin, lieber Patient,

Krankenhaus Bad Arolsen: Gerda Schmalz und Ursula Halbich, montags von 11 bis 12 Uhr, Raum gegenüber Patientenaufnahme, Tel. 05691/800-172

Brigitte Briel, Kreisklinik Hofgeismar

Kreisklinik Helmarshausen: Eckhart Deutsch, dienstags 15 bis 18 Uhr, telefonisch über Zentrale 05672/998-0

Ob Betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege, ambulante Pflege oder stationäre Pflege - für Ihre Lebensqualität bis ins hohe Alter. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken über Ihren dritten Lebensabschnitt. Wir sind für Sie da. Seniorenwohnanlagen Kassel GmbH

Kreisklinik Hofgeismar: Brigitte Briel, dienstags von 15 bis 17 Uhr, Tel. 05671/81-95555 Kreisklinik Wolfhagen: Elke Oppermann, mittwochs 9 bis 11 Uhr, Tel. 05692/40-440

Die Seniorenwohnanlagen SWA Kassel bieten Ihnen genau das an Service und Sicherheit, was zu Ihrer aktuellen Lebensgestaltung passt.

Elke Oppermann, Kreisklinik Wolfhagen

Standort Fasanenhof Hinter dem Fasanenhof 1a 34125 Kassel Telefon 0561 87983-0 Standort Lindenberg Faustmühlenweg 31 34123 Kassel Telefon 0561 95077-0

Eckhart Deutsch, Kreisklinik Helmarshausen

Ambulanter Pflegedienst Telefon 0561 87983-50

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Versprochen ist gut,

garantiert besser ist

Mehr als ein Versprechen. Bei uns dürfen Sie stets erstklassige Leistungen erwarten – davon sind wir so fest überzeugt, dass wir Ihnen die Service- und Beratungsqualität verbindlich garantieren. Sollte es trotz größter Sorgfalt passieren, dass etwas mal nicht ganz perfekt funktioniert, entschuldigen wir uns bei Ihnen im Falle einer Panne mit einer Gutschrift von 5 EURO.


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