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Programmheft Schulprojekttag Weimar 2013

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DER ZEHNMILLIARDENSTE

ERDBEWOHNER

ALLES ..

KONNER ›››››››››››››››› ODER ‹‹‹‹‹‹‹‹‹‹‹‹‹‹‹‹

..

ALLESMUSSER?

SCHULÜBERGREIFENDER

PROJEKTTAG WEIMAR 2013

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Volkshochschule Weimar, Raum 207 » Referentin: Birgit Kerntke (Aktionsgemeinschaft Dritte Welt e.V./ Weltladen Weimar) » Weitere Infos: www.weltladen-weimar.de


Treffpu nk 9.00 U t hr

Mo., 30 . 9. Jugend Kulturz - und en Âťmon a trum miÂŤ


grusswort des oberbürgermeisters

STOLZ AUF IHR ENGAGEMENT! 4

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Organisatorinnen und Organisatoren und Freunde des Schulübergreifenden Projekttages! Ich habe mich sehr gefreut, als mich Mitte Juni die Nachricht erreichte, dass Sie für Ihr zivilgesellschaftliches Engagement den 2. Preis des erstmals verliehenen Thüringer Demokratiepreises erhalten. In meiner Grußadresse schrieb ich: »Das heutige Selbstverständnis unserer Stadt als Ort der Demokratie und der Toleranz wird damit gestärkt«. Dass ich solch einen Satz schreiben konnte, erfüllt mich mit Stolz, Stolz auf Ihr Engagement in dieser geschichtsträchtigen Stadt, die die Höhen, aber auch die Abgründe menschlichen Handelns kennt. Sie sind dafür geehrt worden, dass Sie eigenständig politische Bildung gestalten und Akteure lokal vernetzen. Ein Engagement, das ich seit Jahren unterstütze und das auch in Zukunft meine ungeteilte Zustimmung erfahren wird. s c h u l ü be rg r e i f e n de r p ro j e k ttag » w eimar 2 0 13


Stefan Wolf OberbĂźrgermeister der Stadt Weimar


grusswort des oberbürgermeisters

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In diesem Jahr steht der achte Schulübergreifende Projekttag an, an dem sich sechs Weimarer Schulen beteiligen. Dies ist eine Kontinuität in Ihrer Arbeit, die die Ernsthaftigkeit, mit der Weimarer Schulen sich am demokratischen Prozess beteiligen, unter Beweis stellt und nochmals bestätigt, dass Sie ein würdiger Träger des Thüringer Demokratiepreises sind. Sie befassen sich diesmal mit dem Thema »Der zehnmilliardenste Erdenbewohner: Alleskönner oder Allesmüsser?«. Fast 750 Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen aus den zehnten bis zwölften und dreizehnten Klassen werden in Workshops, Lesungen, Diskussionsrunden, Vorträgen oder spontanen Aktionen mitmachen. Sie wollen bilden und aufklären, Interesse für Politik wecken, Wege zur persönlichen Meinungsbildung aufzeigen, aktiv in der Bildung mitwirken, Vernetzung und Erfahrungsaustausch fördern oder auch Berufsorientierung bieten — viele Ideen, die ich allesamt gerne unterstütze! s c h u l ü be rg r e i f e n de r p ro j e k ttag » w eimar 2 0 13


grusswort des oberbürgermeisters

Ich wünsche Ihnen und dem Schulübergreifenden Projekttag 2013 kreative Veranstaltungen mit tollen Ergebnissen, aber auch mit viel Spaß! Herzlichst Ihr

stefan wolf » oberbürgermeister

alleskönner? » oder allesmüsser?

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vorwort

GEMEINSAM NACH LÖSUNGEN SUCHEN 8

Liebe TeilnehmerInnen, liebe ReferentInnnen, liebe UnterstützerInnen und SponsorInnen und natürlich liebes Orga-Team sowie ein herzliches Willkommen auch an den zehnmilliardensten Erdbewohner! Wie wird die Welt wohl aussehen, wenn du zu uns stößt? Lange kann es nicht mehr dauern. Daher steht in diesem Herbst der Schulübergreifende Projekttag (süp) unter dem Thema: »Der zehnmilliardenste Erdbewohner: Alleskönner oder Allesmüsser?«. Welche Eigenschaften brauchst du, um auf unserem überfüllten Planeten wohl leben zu können? Vielleicht reicht es aus, dem Architekten und Designer Henry van de Velde zu ähneln. Jenem sogenannten »Alleskönner« werden anlässlich seines 150. Geburtstages viele Veranstaltungen in Weimar gewidmet. Ob dieser Mensch »einfach genial oder genial einfach« war, könnt ihr in einigen Workshops herausfinden. Außerdem soll der Blick auf die aktuelle Zeit gerichtet s c h u l ü be rg r e i f e n de r p ro j e k ttag » w eimar 2 0 13


Charlotte Walter und Ulrike Buchheim Mitorganisatorinnen der SchulĂźbergreifenden Projekttage in den Jahren 2011 und 2012


vorwort

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werden, die uns täglich vor neue Herausforderungen stellt. Denn während der Raum auf unserem Planeten immer knapper wird, treten die daraus folgenden Probleme immer zahlreicher auf: Wohin mit dem Müll, den wir produzieren? Woher sollen wir noch mehr Energie nehmen? Was machen wir, wenn die Rohstoffe aufgebraucht sind? Gemeinsam könnt ihr mit anderen SchülerInnen aus verschiedenen Schulen diese globalen Probleme diskutieren und nach Lösungen suchen. Die Workshops rücken jedoch auch die zwischenmenschlichen Probleme in den Blickpunkt. Wie können wir Gleichheit unter allen Milliarden Erdenbewohnern schaffen? Ist Gesundheit für alle überhaupt möglich? Wie können weltweit gerechte Arbeitsbedingungen geschaffen werden? Und mit wem will jeder Einzelne von uns eigentlich leben? In den Workshops könnt ihr Meinungen austauschen und zusammen eigene Werte schaffen. Damit ihr bei all den offenen Fragen nicht den Kopf verliert, gibt es ebenfalls einen Workshop »Stress, lass nach! — Wie wir mit wachsenden Anfors c h u l ü be rg r e i f e n de r p ro j e k ttag » w eimar 2 0 13


vorwort

derungen und uns selbst umgehen«. Unbestreitbar wächst die Anzahl der Probleme. Doch keiner von uns steht alleine vor dem riesigen Berg von Herausforderungen. Einer der ersten Schritte zum gemeinsamen Agieren bietet euch heute der Projekttag. Wir wünschen viel Freude und Erfolg beim Suchen nach Lösungen und danken dem Orga-Team, das auch in diesem Jahr eine solche Plattform geboten wird.

charlotte walter und ulrike buchheim » mitorganisatorinnen 2011 und 2012

alleskönner? » oder allesmüsser?

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DAS PROGRAMM


workshop » 1

ÖKUMENE! 14

Warum kam es zur Kirchentrennung? Was ist evangelisch und was katholisch, und wieviel davon können wir vertragen? Gibt es so etwas, wie ein evangelisches Selbstverständnis? Woran erkennt man eine evangelische oder katholische Kirche? Welchen Einfluss haben beide großen christlichen Konfessionen auf unser Staats- und Demokratieverständnis? Im ehemaligen katholischen Zisterzienserkloster in Oberweimar, das kurz nach der Reformation aufgelöst wurde und heute evangelische Gemeindekirche ist, soll diesen Fragen nachgegangen werden.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde, Plan 2, Oberweimar-Ehringsdorf » Referent: Pfarrer Marcus Viktor

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workshop » 2

STRESS, LASS NACH! Wie wir mit wachsenden Anforderungen und uns selber umgehen. Immer mehr Anforderungen kommen auf uns zu, stets sollen wir flexibel und verfügbar sein. »Multitasking« zu sein, ist eine unverzichtbare Eigenschaft unserer Zeit. Aber geht das überhaupt? Vieles gleichzeitig zu tun und ständig online zu sein? Während wir unser Abendbrot verspeisen und parallel mit der ganzen Welt kommunizieren, arbeiten Gehirn und Stoffwechselsystem aber noch im Steinzeitmodus. Ständig nur powern macht krank — die meisten Krankheiten in unserer »zivilisierten Welt« erzeugen wir selber durch ungesunde Lebensweisen. Wie Stress entsteht, was dabei in uns geschieht und wie wir ihm begegnen können, soll Thema des Workshops sein — in aller Ruhe, mit Pausen, rasanten Phasen , Entspannungsübungen und Spaß. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: (wird bei der Eröffnungsveranstaltung im »mon ami« bekannt gegeben) » Referentin: Beate Kristen » Wichtig: Zieh dir was Bequemes an und bring genügend Verpflegung mit. Am besten etwas, was du mit den anderen teilen kannst!

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workshop » 3

NAMEN TANZEN ODER NOCH MEHR? 16

Wer Lust hat, dieses spezielle Fach der Waldorfschule besser kennenzulernen, ja selber mal auszuprobieren, hier ist die Chance! Wir werden den Fragen nachgehen, wie das Können des Einzelnen die Gruppe verändert und ob alles, was klingt (Musik, Sprache, …) menschliche Bewegung werden kann.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Waldorfschule » Referent: Herr Halbauer » Wichtig: Bringt bitte bequeme Kleidung und bequeme Schuhe mit.

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workshop » 4

UND WELT, WIE WAR ICH HEUTE? Wie kann unser Lebensraum mit unserem Lebensstil mithalten? Politik und Wirtschaft nehmen oft das Wort Wachstum im Zusammenhang mit gesellschaftlicher Entwicklung in den Mund. Immer wird darauf hingewiesen, wie wichtig es für die Gemeinschaft und den Erhalt von Wohlstand ist. Doch was bedeutet Wachstum im Zusammenhang mit Gesellschaft? Wie beeinflusst Wachstum unser Leben und welche gesellschaftlichen Folgen können aus ihm entstehen. Mit diesen Fragen wollen wir uns in einem Workshop beschäftigen! Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Ökologie gemeinsam zu erarbeiten, den Einfluss von globalen wirtschaftlichen Zusammenhängen, deren Auswirkungen auf unsere Stadt Weimar und unser tägliches Leben zu erfassen. Abschließend wollen wir uns anschauen, wie eine nachhaltige ökologisch und ökonomisch sinnvoll organisierte Gesellschaft aussehen könnte. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Goethegymnasium » ReferentInnen: Lilli Kossmann und Karsten Kuhrt

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workshop » 5

MEINE HEIMAT, DEINE HEIMAT 18

Überlegungen zu einem »verstaubten« Begriff. Heimat? Das klingt doch uncool, nach Rennsteiglied und Weihnachtspyramide. Aber wenn ich lange unterwegs war und nachhause fahre, habe ich oft eine bestimmte Vorstellung, ein Gefühl, was mich erwartet, worauf ich mich freue. Was steckt dahinter? Ist das vielleicht Heimat? Und wen und was brauche ich in meiner Heimat? Kann ich auch mehr als eine Heimat haben oder diese auch mal wechseln? Das scheint sehr interessant, aber gleichzeitig auch sehr verwirrend zu sein. Also Zeit, sich endlich mal damit zu beschäftigen! Heimat ist ein starker Begriff und ein starkes Gefühl. Das machen sich leider auch Rechtsextremen zunutze, nennen sich z. B. »Heimatpartei« und missbrauchen dabei Heimat für ihre kruden Ziele. Auch hiermit werden wir uns anhand von historischen und aktuellen Quellen auseinandersetzen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Rathaus, kleiner Saal » Referenten: Alfred Bax und Pascal Mauf

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workshop » 6

MUSS ICH ALLES WISSEN ODER ALLES KÖNNEN? Wie kann ich mich in einer Gesellschaft, wo Leistung, Quantität, Flexibilität und Effektivität im Vordergrund stehen, vor Überforderung schützen? Wo und wie kann ich mich regenerieren und entspannen, Kraftreserven mobilisieren und in allen Anforderungen das richtige Maß für mich finden? Die Kunsttherapie bietet eine Möglichkeit, mit den inneren kreativen Kräften wieder in Kontakt zu kommen. Der Workshop wird eine kleine Einführung in das Wirken von Farben geben, und gemeinsam werden wir dazu kleinere Übungen durchführen, wobei wir auch spezielle Techniken und ihre Anwendungen kennenlernen werden. Der zweite Teil wird sich dem Plastizieren widmen. Wir werden den Werkstoff Ton »begreifbar« machen und uns in Übungen dem Wirken des Plastizierens nähern.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Camsin e.V. » Referentin: Anett Schölzel

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workshop » 7

JUGENDKULTUREN, SZENEN UND DU 20

Jugendkulturen veränderten und verändern die Welt. Wer einen genaueren Blick auf Kulturen wie z. B. HipHop, Emo, Metal, Punk, Elektro oder Skinhead u. v. m. wirft, erkennt hinter Musik, Tanz und Mode auch Inhalte, Rebellion, Phantasie und Sinnsuche. Wir werden gemeinsam erkunden, was Jugendkulturen sind, wie sie Einfluss auf die Welt genommen haben und was sie heute noch für eine Rolle spielen. Zusammen verbringen wir den Tag mit Gesprächsrunden, spielerischen Methoden, Musik und Themen, die sich leider zu selten im Schulalltag wiederfinden. Wenn ihr Lust habt mitzumachen und daran glaubt, dass auch ihr einen Einfluss auf die Welt haben könnt, dann freue ich mich schon auf den Projekttag mit euch.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Jugendklub »Vortrefflich« » Referent: Nico di Marco (culture interactive e.V. Berlin/Weimar) » Wichtig: Bringt Musik, Accessoires und Texte mit, die ihr mit dem Begriff Jugendkultur verbindet. » Infos: www.cultures-interactive.de

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workshop » 8

DOING GENDER Was ich kann, was ich darf und was ich muss? Und was hat das Geschlecht dabei zu suchen? Wenn mein Kollege Spielzeug für sein Patenkind kaufen will, wird er meist zuerst gefragt, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Als ich 16 war und in eine Kneipe wollte, sagte mein Vater: »Ein Mädchen alleine in einer Kneipe?« Immerhin: Männer tragen nun auch mal rosa Hemden und Frauen eigentlich schon immer hellblaue. Wenn Jungs sich prügeln ist das irgendwie normal. Mädchen reden über Gefühle, aber es gibt immer noch zu wenige, die in Rockbands Schlagzeug spielen. Realitäten, Klischees oder Vorurteile? Was für einen Rolle spielt Geschlecht und wie finden wir das eigentlich? Welche Rollen wurden uns anerzogen und welches Verhalten haben wir uns selbst ausgesucht? Wenn ihr Lust habt, euch damit auseinanderzusetzen und keine vorgefertigten Antworten wollt, kommt zum Workshop! Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Volkshochschule Weimar, Raum 202 » Referentin: Birgit Krug (culture interactive e.V. Berlin/Weimar) » Infos: www.cultures-interactive.de

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workshop » 9

PARKOUR MIT BEEINTRÄCHTIGUNG 22

Parkour ist sowohl eine Sportart, als auch eine Jugendkultur. Die Traceure, wie sich die Parkour-ProtagonistInnen nennen, sehen in der Stadt eine große Ansammlung von Hindernissen, die auf verschiedene Weisen bewältigt werden können. Für sie ist der urbane Raum eine Herausforderung. Für Menschen mit einer körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigung stellt die Stadt oftmals ebenso eine Herausforderung dar. Allerdings findet hier die Konfrontation mit den Hindernissen nicht aufgrund einer eigenen Entscheidung statt, sondern weil oftmals keine Barrierefreiheit gewährleistet ist. Im Workshop soll es einen Austausch über diese beiden so verschiedenen und doch manchmal sehr ähnlichen Perspektiven auf die Stadt geben. Gemeinsam vor Ort werden die jeweiligen Perspektiven dargelegt. Anschließend wird versucht, die bestehenden Barrieren gemeinsam zu überwinden. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Volkshochschule Weimar, Raum 110 » Referent: Florian Wagner (culture interactive e.V. Berlin/Weimar) » Infos: www.cultures-interactive.de

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workshop » 10

DEMOGRAPHIE IN DEUTSCHLAND Schon allein das Wort hört sich trocken an — das ist Statistik, Mathe. Das ist eh nichts für mich. Stimmt und stimmt nicht. Es ist Mathe und Statistik, aber ganz simple. Und es betrifft uns alle früher oder später. Was passiert, wenn es immer weniger junge, aber immer mehr ältere Menschen gibt? Wie wird es bei uns aussehen? Bei der Frage nach der demographischen Entwicklung geht es nicht nur darum, was mit den Renten passiert. Der demographische Wandel wird bald darüber entscheiden, wo es noch möglich ist zu wohnen. In vielen Orten werden Schulen geschlossen, nur noch Schulbusse fahren. Party oder Kino spät abends gehen auch nicht mehr. Wohnen im Grünen oder weniger Fahrerei? Können wir die Situation noch ändern? Demographie hat also doch etwas mit mir zu tun — wie Mathe auch.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Thüringer Landesverwaltungsamt, Haus 2 (gegenüber der Tiefgaragen-Einfahrt), 2. Obergeschoss, Raum 3104 » Referent: Clemens Ortmann

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workshop » 11

VAN DE VELDE — EIN ALLESKÜNSTLER? 24

Zur Bedeutung von Kunst und Design im »Neuen Weimar«. Vor 110 Jahren wurde Henry van de Velde vom Großherzog nach Weimar berufen. Damit verknüpfte der Gestalter große Erwartungen und hoffte auf einen Durchbruch für seinen »Neuen Stil«. Seine Pläne reichten jedoch weiter: Mit seiner Forderung »Die Kunst soll sämtliche Bereiche des menschlichen Alltags durchdringen« nahm van de Velde die Ideen des Bauhaus, aber auch unseren heutigen erweiterten Kunstbegriff vorweg. Ausgehend von den Spuren, die van de Velde im Stadtbild hinterlassen hat, versetzen wir uns in die damalige Zeit. Mithilfe eigener Gestaltungsübungen sowie eines Rollenspiels gehen wir der Frage nach, welche Rolle Kunst und Design für die damaligen Protagonisten hatte und welche Schlussfolgerungen wir für die Gestaltung unserer eigenen Lebenswelt ziehen können.

Zeit: 10–15 Uhr » Treffpunkt: Nietzsche-Archiv, Humboldtstraße » Referent: Ronny Schüler

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workshop » 12

EIN BEISPIEL FÜR ZIVILCOURAGE Die Bausoldaten in der ddr. Gegen den unbedingten Gehorsam, den Wehrdienst in der damaligen ddr zu leisten, stellte sich eine kleine Gruppe von Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen. Auf den Schulterstücken der Uniformen waren Spaten abgebildet, statt der üblichen militärische Gattungen. Waffen wollten sie auf gar keinen Fall anfassen. Wer waren sie? Warum gab es sie? In diesem Workshop wollen wir das Thema Zivilcourage am Beispiel der Bausoldaten in der ddr beleuchten.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Evangelisches Gemeindezentrum »Paul Schneider« Weimar-West » Referent: Pfarrer Andreas Neumann

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workshop » 13

ICH WILL DANN MAL WEG 26

Ist Lernen im Ausland nur was für die Besten? Warum lohnt es, sich einen Auslandsaufenthalt zuzutrauen? Welche Angebote und Möglichkeiten gibt es für mich? Wie können wir dazu beitragen, dass gemeinsames Lernen in Europa ein Stück Normalität wird? Wir möchten über diese Themen gemeinsam mit euch diskutieren, euch ein paar Tipps geben, Kontakte anschieben und vor allem, euch neugierig machen, eigene Wege zu suchen und zu gehen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Friedrich-Schiller-Gymnasium, Raum 05 » Referentin: Evelyn Sittig » Info: www.diakonie-wl.de/offene-angeboteintegrationsprojekt-weimar.html

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workshop » 14

MACH DEIN EIGENES DING Ihr wollt Radio machen? Wir zeigen euch, wie es geht! Ihr interessiert euch fürs Texteschreiben, Moderieren oder O-Töne-Sammeln? Wir bieten euch die Möglichkeit! Hier lernt ihr Radio-Machen. Zusammen mit euch wollen wir einen Radio-Beitrag über den diesjährigen Schulübergreifenden Projekttag produzieren, welcher natürlich auch bald gesendet werden soll. Dabei erhaltet ihr einen interessanten Einblick in den Tagesablauf eines Radioredakteurs.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Radio lotte Weimar, Goetheplatz 12 » Referent: Gerald Lotzmann » Info: www.radio-lotte.de

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workshop » 15

TASTE THE WASTE 28

Verantwortungsvoll mit Lebensmitteln umgehen. Was heute doch so alles in die Tonne wandert! Besonders angesichts der Tatsache, dass weltweit mehr als eine Milliarde Menschen unter Mangelernährung leidet, ist es kaum zu fassen, dass jeder eu-Bürger rein rechnerisch pro Jahr 179 Kilogramm Lebensmittel wegwirft. Darin stecken auch wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie, Dünger und zum Teil Regenwaldfläche, was auch Auswirkungen auf das Klima hat. Mit dem Workshop wollen wir nicht gleich die ganze Welt retten, aber persönliche Schritte in die richtige Richtung erarbeiten. Du kannst dich dabei auch ganz praktisch ausprobieren.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Landgut Holzdorf » Treffpunkt: 10.30 Uhr vor dem Herrenhaus des Landgutes Holzdorf » Referent: Jörg Conrad » Info: www.diakonie-wl.de/offene-angebote-integrationsprojekt-weimar.html

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workshop » 16

DAS BOOT IST VOLL!? Die 1990er Jahre sind von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus geprägt. Die Kampagne »Das Boot ist voll« wird von radikalen Rechten, den Medien bis hin zur »normalen« BürgerIn unterstützt und getragen. Sie endete u. a. in den Pogromen von Rostock-Lichtenhagen und Solingen. In Ungarn zünden Rechtsradikale 2009 ein Haus einer Roma-Familie an und schießen mit Schrotflinten auf die aus dem Haus Flüchtenden, zwei Menschen sterben. Im Juli 2013 greifen zwei Zeitsoldaten in Arnstadt ein Asylbewerberheim an … Immer wieder stehen hinter solchen Anschlägen Neonazis, aber auch die Mitte der Gesellschaft. Die Angst vor angeblicher Überfremdung, Vorurteile und Rassismus sind Gründe hierfür. Welche Rolle spielt dabei der alltägliche Rassismus in der Gesellschaft? Wie gehen andere europäische Länder mit Neonazis um? Diese Fragen wollen wir in unserem Workshop besprechen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Waldorfschule » Referent: Marius » Info: www.proasyl.de, www.uno-fluechtlingshilfe.de,

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workshop » 17

STÄDTE IM NEOLIBERALISMUS 30

Standortkonkurrenz, Imagepolitik und Verdrängung. Berlin vs. Bombay, Weimar vs. Venedig. Seit den 1980er Jahren, im Zuge der Globalisierung und immer größerer kommunaler Haushaltslöcher stehen Städte weltweit im Standortwettbewerb. Dafür muss ihr Image einzigartig sein: Hip, subkulturell und kreativ oder traditionsreich und geschichtsträchtig. Städte betreiben »Imagepolitik«, um ihren Standort zu bewerben. Sie machen aber auch Armut und »unattraktive« Seiten u. a. durch eine flächendeckende Kameraüberwachung unsichtbar. Was machen diese Strategien mit den Städten? Wer bleibt außen vor? Welche neuen Formen von Überwachung bringt das mit sich? Wir arbeiten heraus, was Strategien in der neoliberalen Stadt sind, wie sie weltweit vergleichbar sind und was die Stadt Weimar konkret auszeichnet. Anschließend können wir gemeinsam überlegen, wie wir uns eine solidarische Stadt für alle vorstellen. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Bertuchschule » Referentin: Laura Berner » Infos: www.zeitpfeil.org

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workshop » 18

MENSCHENRECHTE FÜR ZEHN MILLIARDEN? Schon jetzt können wir die Einhaltung der Menschenrechte nur für einen ganz kleinen Teil der Weltbevölkerung garantieren, und das, obwohl sie universellen Charakter haben und eigentlich für alle gelten sollten. Was passiert, wenn die Weltbevölkerung noch weiter anwächst? Können wir uns dann von der Vorstellung der allgemeingültigen Menschenrechte gänzlich verabschieden? In unserem Workshop könnt ihr herausfinden, was Menschenrechte überhaupt sind, welche Idee hinter diesem Konzept steht, wer sich für ihren Schutz einsetzt und was ihr selbst tun könnt, um ihnen zum Durchbruch zu verhelfen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (ejbw), Jenaer Straße 2 » Treffpunkt: Foyer in der Mensa » Referent: Eric Wrasse » Infos: www.ejbweimar.de

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workshop » 19

ABGEFÜLLTES WASSER, WEM GEHÖRT ES? 32

»Wasser, so wie jedes andere Lebensmittel, sollte einen Marktwert haben«, meint der Vorsitzende des Unternehmenskonzerns Nestlé. »Wasser ist ein Menschenrecht«, erwidert die gleichnamige europäische Bürgerinitiative, die schon 1,4 Millionen Unterschriften gesammelt hat. Europa erlebt eine Welle von Privatisierungen, und der Betrieb der Wasserversorgung wird von mächtigen Finanzkonzernen für eine begehrte Investition gehalten. Gegen die Kommerzialisierung des Wassers wehren sich zahlreiche Bürgerinitiativen. Ist Wasser eine einfache Ware? Haben wir das Recht auf Zugang zu Wasser? Darf man damit Geld verdienen? Was sind die Folgen der Wasserprivatisierung und wie können wir die Wasserpolitik beeinflussen? Wir wollen uns diese Fragen nähern und Stellung zu der aktuellen Debatte beziehen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Bertuchschule » Referent: Georgios Thodos » Infos: www.zeitpfeil.org

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workshop » 20

EINFACH GENIAL ODER GENIAL EINFACH? Ein Henry-van-de-Velde-Workshop. Die teilnehmenden Jugendlichen sollen mit Zuhilfenahme diverser Materialien alltägliche Gegenstände entwickeln und realisieren, welche sich an dem künstlerischen Denken Henry van de Veldes orientiert. Gemeinsam müssen die Schüler einen Raum konzipieren, in dem stimmig alle Exponate miteinander im Einklang sind, ohne das man sieht, dass sie verschiedene Urheber haben. Hierbei erarbeiten wir Tapeten, Teppiche, Stühle, Tische und Lampen mit den unterschiedlichsten Materialien — ganz im Sinne und der Formensprache eines Henry van de Velde.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Räumlichkeiten der Buchkinder Weimar, Carl-von-Ossietzky-Straße 81 » Referentin: Yasmina Budenz » Infos: www.buchkinder-weimar.de

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workshop » 21

MIT WEM WILL ICH LEBEN? 34

Und was ist mit den anderen? Ein interaktives Figurenspiel zur Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und (Vor-)Urteilen. Die TeilnehmerInnen werden mit einem Spektrum von Figuren — von Anne Frank bis zum Skinhead — konfrontiert. Anhand der spielerischen Methode wird ein einfacher Zugang u. a. zu folgenden Fragen geschaffen: Wen finden wir sympathisch? Mit wem möchten wir leben? Und wen wollen wir nicht in unser Nähe haben?

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Humboldt-Gymnasium » Referent: Detlef Fengler » Infos: www.radio-lotte.de

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workshop » 22

EXPRESS YOURSELF Ein Workshop zum Verstehen, zum Nachdenken, zum Fühlen, zum Ausdrücken, zum Erfahren und zum Bewegen. Du hast in diesem Workshop die Möglichkeit, dich mit deinen Freunden einem sozialen Thema tänzerisch anzunähern. Das Thema wird gemeinsam im Workshop ausgewählt. So wie auch im Alltag kannst du unterschiedliche Aktionen und Reaktionen auf die Tanzfläche bringen. Erlerne eine Choreografie mit verschiedenen Tanzstilen (Hip-Hop, Paartanz, Street-Jazz, Dancehall) und füge deine Elemente hinzu, um dein eigenes, individuelles Stück zu kreieren. Denn es ist die Individualität, welche dich zu einem Künstler macht.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Tanzraum im Erdgeschoss » Referentinnen: Anastasia Pavelchuck und Lisa Jasch » Infos: www.tanzwerkstatt-weimar.de » Wichtig: bequeme Kleidung!

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workshop » 23

WAS HAT ESSEN MIT KLIMA ZU TUN? 36

Schädliche Klimagase beschleunigen den Klimawandel seit einigen Jahrzehnten und führen zum Schmelzen der Gletscher, zu extremen Wetterereignissen und zum Anstieg des Meeresspiegels. Hat unsere Ernährung auch etwas damit zu tun? Damit auch der zehnmilliardste Erdbewohner noch angenehm leben kann, gibt der Workshop Tipps für ein klimafreundliches Essverhalten. In Arbeitsgruppen werden Beispiele für deren praktische Umsetzung im Alltag erarbeitet. Der Biomarkt »Kirschberg« ermöglicht es, Lebensmittel zu beurteilen, leckere Speisen zuzubereiteten und anschießend zu verkosten.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Biomarkt »Kirschberg«, Seminarraum » Referentin: Uta Beier » Infos: www.oekoherz.de

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workshop » 24

»HÄFTLINGE«?! Mit Graffiti Menschen entdecken. Graffiti ist eine Ausdrucksform. Sie zeigt der Öffentlichkeit »Ich war hier. Ich bin. Das ist meine Identität«. Die Häftlinge des kz Buchenwald wurden ihrer Identität beraubt. Von ihrer Geschichte sind in Buchenwald kaum noch Spuren zu finden. Wir wollen sichtbar machen, was diese Menschen ausgemacht hat, die so verkürzt als »Häftlinge« beschrieben werden: Was haben sie gedacht und gehofft? Ausgehend von Lebensläufen und Zitaten wollen wir ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen in Bilder umsetzen — vor Ort, am Steinbruch von Buchenwald. Aufgrund der Brisanz des Themas gibt’s ein Vortreffen: Donnerstag, 26. September, 18 Uhr, »mon ami«. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Gedenkstätte Buchenwald, am Steinbruch » Treffpunkt: 9.30 Uhr, Fahrkartenkiosk, Goetheplatz, Fahrkarten haben die ReferentInnen » ReferentInnen: Niels und Katharina, Lothar Billep » Infos: bert.colorviolence.net, www.buchenwald.de » Wichtig: Keine gute Kleidung anziehen, da Farbflecken entstehen können. Eigenanteil: 2,00 Euro

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workshop » 25

DEIN ENGAGEMENT! 38

Beteiligung einmal anders. Im Zentrum des Workshops stehen die Fragen, wie und wodurch Meinung geäußert und demokratische Prozesse gestärkt werden können und wodurch diese womöglich gefährdet sind. Wie und wo melde ich eine Demo an? Welche Auflagen muss man ertragen, welche sind Schikane? Was muss ich beim Kooperationsgespräch angeben, was nicht? Dürfen Kundgebungen verboten werden? Was ist der ea? Welche Formen der Meinungsartikulation gibt es darüber hinaus noch? Das Versammlungsund das Grundrecht auf Meinungsfreiheit sind zwei unserer höchsten Güter. Sie einzuschränken, ist kaum möglich. Ohne aktiven Diskurs auf der Straße wäre unsere Demokratie eine leere Hülse. Mit Planspielen wollen wir Partizipationsformen vermitteln und aus Erfahrungen vielerorts berichten.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Humboldt-Gymnasium » Referenten: Torsten Zern und Nikolas Oberländer » Infos: www.graswurzelnetzwerk.de

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workshop » 26

WARUM? Was denken Menschen in der Stadt über Buchenwald? Wer fährt in die Gedenkstätte und warum? Aufbauend auf Interviews vom Projekttag 2012 werden die TeilnehmerInnen Menschen in der Stadt und in der Gedenkstätte befragen, die Interviews bearbeiten und zu einem Beitrag zusammenstellen. Nach weiteren Recherchen schreiben wir eigene Texte und lesen sie ein. Der Beitrag wird später ins Internet gestellt.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Gedenkstätte Buchenwald, Jugendbegegnungsstätte, Haus 6, pc-Raum » Treffpunkt: 9.30 Uhr vor Radio lotte, Niketempel, Goetheplatz) » ReferentInnen: Florence von der Weth und Martin Eckstein » Infos: www.radio-lotte.de, www.buchenwald.de

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workshop » 27

RADIOSPOTS — NIMM MICH! 40

Werbung ist entweder witzig oder sie nervt. Sie ist jedoch fester Bestandteil des Alltags und beeinflusst unsere Entscheidungen. Deshalb nehmen wir in dem Workshop Werbung auseinander, beschäftigen uns mit den Wirkungsmechnismen und produzieren selber einen Radiospot.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Radio lotte Weimar, Goetheplatz 12 » Referentin: Stephanie Frank » Infos: www.radio-lotte.de

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workshop » 28

RENEWABLE ENERGY Die Geschichte der Erneuerbaren Energien (speziell der Photovoltaik) soll anhand konkreter Beispiele erlebbar gemacht werden. Ein kurzer Vortrag zur Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (eeg), kombiniert mit interessanten Fakten und Zahlen zu Photovoltaikanlagen in Weimar, soll den Einstieg in das Thema erleichtern. In einer anschließenden offenen Runde könnt ihr eure Wahrnehmung im Bereich der Erneuerbaren Energien wiedergeben und mit dem Referenten diskutieren. — Wie setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen? Was kann jeder Bürger tun, um den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien in Thüringen zu fördern? Wie funktioniert die Strombörse in Leipzig? Brauchen wir überhaupt so viele Solarstromanlagen und Windräder? Und was ist eine Strompreisbremse und was bremst sie überhaupt?

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Goethegymnasium » Referent: Matthias Golle

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KLIMA WANDELT KULTUR 42

Kultur wandelt Klima. Natürliche Klimaschwankungen gab es schon immer. Die Menschen reagierten darauf häufig mit Innovationen und Migration, aber auch mit Krieg und Verdrängung. Manche Kulturen gingen einfach unter. Das Klima wandelte die Kulturen im positiven wie negativen Sinne. Der heutige Klimawandel ist ein Novum in der Menschheitsgeschichte. Er ist vom Menschen verursacht. Unsere Kultur wandelt erstmals das Klima, und zwar heftiger und schneller als zuvor. Ebenso wird der Klimawandel gesellschaftliche Auswirkungen haben. Wo liegen die tiefen Ursachen der heutigen Klimakrise? Welche Folgen hat der Klimawandel für uns? Welche Lösungen gibt es? Ziel des Workshops ist es, die komplexen Zusammenhänge in Diskussionen, Gruppenarbeit und kurzen Präsentationen des Referenten gemeinsam zu verstehen und Handlungsoptionen zu erarbeiten.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Volkshochschule Weimar, Raum 207 » Referent: Michael Schwarz » Infos: www.ivakale.org

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FAKTEN, FAKTEN UND FAKTEN Was stimmt nicht am Fleischkonsum? »Erzähl mal ’nem Löwen, dass er kein Fleisch mehr essen soll!« »Pflanzen fühlen auch Schmerzen.« »Wenn Fleischessen falsch wäre, dann wäre es verboten!« Jeder Vegetarier oder Veganer kennt diese Sprüche von Fleischliebhabern nur zu gut. In unserer Essenskultur spielen Traditionen eine große Rolle, weshalb es vielen Menschen so schwer fällt, sich einer fleischfreien Ernährung zu öffnen. Aber warum ist das eigentlich so? Wir wollen in diesem Workshop den Argumenten der Fleischesser auf den Grund gehen und sie denen der Vegetarier entgegensetzen. Wir schauen uns Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Fleischkonsum an. Und wir wollen bei vegetarischen Leckereien in einer offenen Diskussion die Frage stellen, wie die heutige Fleischindustrie von einem moralischen Standpunkt aus zu bewerten ist.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Goethegymnasium » Referentin: Franziska Schneider

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THEATER MACHT SCHULE 44

Nationalsozialistische Alltagserfahrung im jugendlichen Improvisationstheater. »Hitler, Nationalsozialismus — tausend Mal gehört, kein Bock mehr drauf«, könnte jeder Schüler sagen, der im tv, im Internet und in der Schule mit diesem Thema konfrontiert wird. Das Thema ist allgegenwärtig, immer da, immer präsent und doch so weit weg. Unser Workshop entfernt sich bewusst von Klischees und allseits gekannten Daten und Fakten. Er versucht, anhand von Karikaturen eine Brücke in die Gegenwart zu schlagen. Wer hat sich ab-, wer wurde ausgegrenzt? Wer hat »nur« dazugehört, wer hat aktiv mitgemacht? Solche Fragen können im Forum-Theater diskutiert, dargestellt und nachgestellt werden. Dabei sollen individuelle Erfahrungen der Teilnehmer aus ihrem Alltagsleben mit einfließen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Volkshochschule Weimar, Raum 305 » Referenten: Julian Nejkow und Daniel Grünauer » Infos: www.daniel-gruenauer.de, www.buchenwald.de

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RASENDE REPORTER Werdet engagierte JournalistIn der Redaktion des Schulübergreifenden Projekttages. Eure Aufgabe wird es sein, den Projekttag in Bild und Text einzufangen. In Teams aufgeteilt werdet ihr die verschiedenen Workshops und Vorträge besuchen, dort die TeilnehmerInnen und ReferentInnen interviewen, um auch die kleinste Information aus ihnen herauszubekommen. Nachdem ihr die Infos gesammelt habt, werdet ihr in der Redaktion die Texte schreiben und Bilder auswerten, sodass am Ende ein Gesamtüberblick des Tages für jeden verfügbar ist.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Friedrich-Schiller-Gymnasium, Raum e03 » Treffpunkt: »mon ami«, Großer Saal » Referent: Niels Hesselbarth » Wichtig: Nötig sind eine eigene Foto- oder Videokamera, das dazu nötige Know-how und etwas zum Schreiben.

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THE RISE OF BIG DATA 46

In den letzten Monaten sind mit dem nsa-Skandal viele Maßnahmen der direkten Überwachung bekannt geworden. Präventive Ausspähung von Menschen scheint ein legitimes Mittel der Politik. Durch Soziale Netze, Suchmaschinen und Kundenkarten wie Payback, entstehen riesige Datensammlungen, und es ist eine allgemeine Tendenz zu beobachten, dass diese Datensätze auch genutzt werden. In den Daten können Computer versuchen zu lesen, um Vorhersagen über menschliches Verhalten zu treffen. Jenseits der Empörung, dass so viel gespeichert wird, wollen wir fragen, was mit den Daten geschehen kann, welchen Interessen sie dienen und wie wir vielleicht auch mit »freier Software« (Linux & Co.) an Einfluss zurückgewinnen können.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Kleinkunstraum » Referenten: Johannes und Walter » Infos: www.foebud.org

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ASYL- UND FLÜCHTLINGSPOLITIK Im Jahr 2010 waren 44 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Viele dieser Flüchtlinge finden Aufnahme in einem Entwicklungsland. Die Europäische Union und damit auch Deutschland haben im letzten Jahrzehnt hingegen immer weniger Flüchtlinge aufgenommen. Die Situation von Flüchtlingen in der Bundesrepublik ist alles andere als gut. Der Flüchtlingsrat Thüringen versteht sich als Interessenvertretung von Flüchtlingen in Thüringen. Wir wollen in unserem Workshop über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland und Thüringen sprechen. Warum nehmen Menschen gefährliche Reisen in Kauf und verlassen ihre Heimat? Was passiert, wenn sie hier ankommen? Wie werden Flüchtlinge hier aufgenommen und welche gesetzlichen Grundlagen gibt’s für sie? Was sind ihre Probleme und was muss sich ändern, damit es Flüchtlingen besser geht? Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Friedrich-Schiller-Gymnasium, Raum e04 » Referentinnen: Madeleine Henfling und Sabine Berninger » Infos: www.fluechtlingsrat-thr.de

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ES BEGANN IM GEZI-PARK 48

Im Juni 2013 stand die Türkei wochenlang im Mittelpunkt deutscher und internationaler Berichterstattung. Pläne der Regierung zur Bebauung des zentral in Istanbul gelegenen Gezi-Parks führten zu massiven Protesten: Innerhalb weniger Tage gingen Hundertausende Menschen in der gesamten Türkei auf die Straße. Türkische Medien berichten einseitig oder gar nicht über die Demonstrationen, die sich gegen den Ministerpräsidenten Erdogan und seine Regierungspartei akp richteten. Mindestens fünf Menschen starben, mehr als 8 000 wurden innerhalb nur weniger Wochen verletzt. Was für eine Partei ist die akp? Welche Ziele verfolgt sie? Was für Menschen und Organisationen gingen auf die Straße, und warum entwickelte sich aus einer kleinen Parkbesetzung ein landesweiter Protest? Hat sich etwas verändert? Sind die Proteste nun vorbei? Um diese und andere Fragen dreht sich der Workshop. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Friedrich-Schiller-Gymnasium, Raum e05 » Referent: Maik Baumgärtner » Infos: www.maikbaumgaertner.com

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BIST DU ’NE FRAU ODER ’N MANN? In Deutschland werden die Menschen klar in zwei Gruppen geteilt: männlich und weiblich. Diese Grenze zu brechen, daran denkt dabei kaum eine Person. In der Schule, im Beruf und im Alltag — überall wird ein Zweigeschlechtersystem als normal befunden. Wir wollen mit euch gemeinsam schauen, wo die Grenzen liegen, die uns in zwei Schubladen stecken sollen. Dazu werden wir ein wenig Improvisationstheater machen und an Beispielen diskutieren, wie gut oder schlecht diese Einteilung für uns und für die Gesellschaft ist.

Zeit: 10–15 Uhr » Treffpunkt: vor dem Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Goetheplatz » Referentinnen: Caroline Pasch und Alina Richter

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GESUNDHEIT FÜR ALLE? 50

Mobile Medizintechnik. Das Thema soll Schüler an die Notwendigkeit und Möglichkeit moderner Medizintechnik (Gefäßuntersuchung mit Ultraschall, Herz-Kreislauf-Untersuchung mit unblutiger Blutdruck- und ekgMessung traditionell und Herzfrequenzmessung mit dem Smartphone) heranführen, die — dort, wo es die Methodik zulässt — in immer stärkeren Maße mobil und einfach zu handhaben sein wird. In Kombination mit moderner it-Technik können eine Reihe von Verfahren auch dorthin gelangen, wo bisher keine oder kaum medizinische Betreuung möglich war. Der Hauptteil des Workshops soll eine kleine Studie sein, bei der die Schüler selbst diese Technik anwenden, um zu zeigen, wie einfach teilweise einige Techniken weltweit ohne nahezu alle Einschränkungen anwendbar sind und dabei so viel Leben retten oder zu mindestens das Leben lebenswerter machen können.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Goethegymnasium » Referent: Prof. Dr. Voss

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PAPERCRAFT Aufruf an alle Geecks, Nerds und die, bei denen die The-Big-Bang-Theory-Wikipediaseite die Startseite ist. Das Handwerk ruft! Machen wir doch mal was, das wenigstens ein bisschen rockt ;) Was ich zu bieten habe? Wir basteln. Nein, nicht umblättern! Wir beschäftigen uns mit Papercraft. Wir basteln mit verstärktem Papier kleine Minifiguren. Zu Beginn des Workshops zeige ich euch, was ihr dafür braucht und welches Programm euch sogar zu eigenen Gestaltern erhebt. Danach gehen wir über in die Kurzeinführung zum richtigen Basteln der Modelle und den richtigen Utensilien. Damit kommen wir auch zu den benötigten Materialien. Bitte bringt eine scharfe, etwas größere Schere, ein 30-cm-Lineal, Zahnstocher und Geduld mit. Wer einen Cutter, Holzleim oder gar eine Schneidematte sein eigen nennt, ist besonders willkommen. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Waldorfschule » Referent: Johannes-Christian Dau » Wichtig: Gebt bitte beim Eintragen in die Liste eure E-Mail-Adresse an, über diese folgen weitere Infos.

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WER BIN ICH? UND WENN JA, WIE VIELE? 52

Ausgehend von der Frage des Philosophen Richard David Precht geht es in diesem Workshop um deine berufliche Zukunft. Wir beschäftigen uns mit dem Aufbau der Hochschullandschaft in Deutschland: Wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen Fachhochschulen und Universitäten? Was versteckt sich hinter dem Begriff Numerus Clausus? Zahlen oder Fremdsprachen? Physik oder Literatur? Oder sogar bwl? Das Angebot an Studiengängen ist groß. Die Wege, die sich auftun, sind vielfältig. Ihr werdet die Möglichkeit haben, eigene Vorstellungen eurer beruflichen Zukunft zu hinterfragen und neue Ideen zu entwickeln. Denn nur, wer seine eigenen Stärken kennt, weiß, dass wir weder Alleskönner noch Allesmüsser sein können, wenn wir unseren Platz in der Berufswelt suchen. Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Bertuchschule » Referentin: Stephanie Wolf, m. a. » Infos: www.studentenparadies-jena.de » Wichtig: Schreibutensilien und Verpflegung bitte mitbringen, da wir die Mittagspause gemeinsam verbringen wollen.

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WOLLEN, KÖNNEN, DÜRFEN, MÜSSEN? Freiheit ist die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Optionen frei auswählen zu können. Sind wir frei? Wenn nicht, wer nimmt uns die Freiheit? Gibt es Grenzen der Freiheit? Wir werden in verschiedenen praktischen Übungen und kurzen Theaterszenen unseren Freiheitsbegriff untersuchen und gemeinsam reflektieren.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Humboldt-Gymnasium, Mehrzweckraum » Referentin: Christine Schild » Wichtig: Bitte bequeme Kleidung, leichte Schuhe oder Socken sowie Schreibzeug mitbringen.

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WIE FUNKTIONIERT POLITIK? 54

Politik ist unpopulär. Man traut ihr nicht. Sie halte ihre Versprechen nicht, heißt es. Sie sei abgehoben, sagt man. Es gehe ihr nur um die Macht, wird behauptet. Und vieles mehr. Das wollen wir genauer anschauen. Wir spielen Politik nach und erfahren am eigenen Leib wie sie funktioniert, die Politik.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Friedrich-Schiller-Gymnasium, Raum 01 » Referent: Prof. Dr. Wolf Wagner » Infos: www.fh-erfurt.de/soz/so/ im-ruhestand/prof-dr-wolf-wagner/

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NEW URBAN MOBILITY Es gab einmal eine Zeit, da war das Auto ein großes Freiheitsversprechen. Es konnten Ziele erreicht werden, die unerreichbar schienen, Orte entdeckt werden, von deren Existenz man nicht einmal wusste. Mit der Mobilisierung aber kam der Stau, mit dem Stau kamen Straßenbau, Luftverschmutzung und Lärm. In asiatischen Megastädten explodiert das Problem: Ihre riesigen Straßen sind verstopft, sie leiden unter DauerSmog. Aber es gibt Neuigkeiten: Immer weniger junge Erwachsene legen sich ein Auto zu, immer mehr verzichten auf den Führerschein. Kopenhagen ist zum Pionier einer neuen Mobilität geworden, die ganz auf Fahrradfahren und Zu-Fuß-Gehen setzt. Welche Rolle spielt Mobilität für euch? Wie würde euer Leben ohne Auto aussehen? Kann Weimar von Kopenhagen lernen? Das werden wir alles klären, theoretisch und praktisch, drinnen und draußen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Bertuchschule » Referent: Steffen de Rudder » Infos: Bitte bringt etwas zum Schreiben und Fahrräder mit.

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WELCHE LANDWIRTSCHAFT ‌ 56

‌ kann die Welt ernähren? Nix mehr zu beiĂ&#x;en fĂźr Nummer 10 000 000 000? Bereits heute hungern eine Milliarde Menschen — ist fĂźr den zehnmilliardensten Erdbewohner nichts mehr auf dem globalen Teller? Die Agrarindustrie verspricht eine LĂśsung des Hungerproblems mit Hilfe von Gentechnik, Pestiziden und MineraldĂźnger. KritikerInnen sagen, dass diese LĂśsungen am Problem vorbei gehen bzw. dieses sogar noch vergrĂśĂ&#x;ern. In diesem Workshop soll ein Blick auf die Ursachen des Hungers geworfen und Ăźber Wege aus der Hungerkrise diskutiert werden.

Zeit: 10–15 Uhr  Ort: Goethegymnasium  Referentin: Christiane Schuler  Infos: www.schloss-tonndorf.de

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UNGEHÖRT! ZEICHEN FÜR ALLE Die un-Behindertenrechtskonvention zielt ab auf ein gemeinsames Leben und ein Voneinanderlernen behinderter und nichtbehinderter Menschen. Ein ungehinderter, barrierefreier Zugang im Bereich Bildung ist ein Ziel. Kann das Gelingen? Bildung setzt Verstehen voraus. Gibt es nur eine Sprache in Deutschland? Unser Workshop beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt Kommunikation, der Schlüssel zur Bildung. Wir diskutieren und erörtern, welche Rahmenbedingungen im Schulalltag nötig sind, um einen Grundstein für den Austausch zwischen gehörlosen und hörenden Schülern zu schaffen. Zusammen erarbeiten wir ein geeignetes Setting zum gemeinsamen Kommunizieren. Dabei entwickeln wir Methoden und Möglichkeiten, um eine Sprache zu visualisieren.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Friedrich-Schiller-Gymnasium, Raum 04 » Referentinnen: Peggy Schneider, Silke Stalph und Kristina Peschel » Infos: www.christophoruswerk.de, www.thueringen.de

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»WIR WOLLEN EUCH DOCH NUR HELFEN!« 58

Denkst du beim Wort »Afrika« auch sofort an Abenteuer, Exotik und wilde Tiere? Fallen dir vor allem Stichworte wie Hilfsbedürftigkeit, Armut und Krieg ein? In diesem Workshop wollen wir uns mit den vorherrschenden Bildern und Vorstellungen bezüglich des afrikanischen Kontinents auseinandersetzen und diskutieren, woher diese kommen und inwiefern sie der Realität entsprechen. Anhand von Spendenplakaten deutscher Hilfsorganisationen werden wir untersuchen, welche Bilder von Afrika transportiert werden und in der Öffentlichkeit dominant sind und was sich an ihnen hinsichtlich der Bedeutung von Schwarz- und Weißsein ablesen lässt. Mithilfe von Adbusting, einer Methode zur kritischen Veränderung von Werbung, werden wir überlegen, wie alternative Plakate aussehen könnten.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Waldorfschule » Referentin: Verena Halbig

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GLOBALER STADTRUNDGANG Unsere Kleiderschränke sind voll, doch beim Sonderangebot greifen wir noch schnell zu und kaufen ein paar T-Shirts für fünf Euro. Allerdings ist Kleidung viel mehr Wert, wenn man beachtet, was an Ressourcen und Arbeitskraft drin steckt! In Deutschland werden pro Person ca. 80 Kilogramm Fleisch verzehrt. Das ist das Doppelte des weltweiten Durchschnitts und verbraucht eine Menge Ressourcen, die überwiegend aus dem globalen Süden kommen! Bei diesem Workshop wird es um die Zusammenhänge von Konsum und Globalisierung gehen. Und unsere Möglichkeiten, aktiv zu werden. Ihr erfahrt mehr zu Produkten, die ihr fast täglich konsumiert oder gebraucht, wie sie hergestellt werden, wer daran verdient und was euer Kaufverhalten für Auswirkungen haben kann. Anschließend werden wir in einem Stadtrundgang die Orte aufsuchen, an denen es die jeweiligen Produkte zu kaufen gibt.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Saalcafé » Referent: Achim Franko » Infos: www.weltladen.de/thueringen

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WIR MACHEN NICHTS 60

Ein Workshop zum öffentlichen Nicht-Handeln. Weiterbilden, kreativ sein, politisch aktiv sein, keine Party verpassen, alle kennen, vegan sein, jeden Philosophen gelesen haben, an die Liebe glauben, nachhaltig die Welt verbessern … Der Mensch in einer postmodernen, pluralisierten und demokratischen Gesellschaft hat viele Aufgaben. Die Möglichkeiten, richtig zu handeln, scheinen unzählig. Welche Optionen bietet eine komplexe Welt? Was können wir tun? Die Lösung ist so einfach wie naheliegend: Nichts. Wenn die Welt um uns herum immer mehr Aktivität von uns erwartet, hören wir auf zu handeln und machen — nichts. Wir lassen es sein und zwar öffentlich! Wie kann das öffentliche Nicht-Handeln zum politischen Statement oder künstlerischer Aktion werden? Gemeinsam werden wir das praktisch ausprobieren.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Volkshochschule Weimar, Raum 306 » ReferentInnen: Elisabeth Lindig und Arne Schirmel » Infos: hysterischesglobusgefuehl.wordpress.com » Wichtig: Lockere Kleidung mitbringen.

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FAIR WEAR Globale Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Jeans, T-Shirt, Pullover, Sportschuh — anhand unserer alltäglichsten Kleidung lässt sich das große Schlagwort Globalisierung gut verdeutlichen. 160 Länder sind an der Produktion von Textilien beteiligt, und bevor unsere Jeans auf dem Warentisch landet, reist sie oftmals um die ganze Welt. Einzelne Produktionsschritte erfolgen immer dort, wo es gerade am billigsten ist. Der Weg führt oft von New York (Design) über Indien (Baumwollanbau) und Bangladesch (Färben) nach Kambodscha (Nähen). Doch unter welchen Bedingungen werden die Produkte hergestellt? Der Workshop gibt zunächst Hintergrundinfos zu den Arbeitsbedingungen am Beispiel Kambodschas. Danach diskutieren wir unsere Rolle als KonsumentInnen im Kampf um ArbeitnehmerInnenrechte und fragen uns, welchen Spielraum wir haben, um Einfluss auf die Praktiken der Textilunternehmen auszuüben? Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Humboldt-Gymnasium » Referentin: Sandra Ziegengeist » Infos: www.bte.ewnt.de

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SYMBOLE UND CODES DER RECHTEN 62

mobit e.V. bietet einen Workshop zur Zeichensprache der extremen Rechten an. Darin wird ein Überblick über die aktuellen Symbole, Codes und Erscheinungsformen der extremen Rechten gegeben und über die Hintergründe der Verwandlung im Erscheinungsbild aufgeklärt. Einführend wird die extreme Rechte in Thüringen dargestellt, um Grundlagenwissen bereitzustellen und eine Einordnung zu ermöglichen. Der Workshop setzt die aktive Mitarbeit der Teilnehmenden voraus und bietet Diskussionsrunden im Themenbereich an.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: Stadtbibliothek Weimar, Steubenstraße » Referent: Stefan Heerdegen » Infos: www.mobit.org

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CRASH-TEST-DUMMY Eine theatrale Teststrecke. Wir nehmen das Motto des diesjährigen Projekttages wörtlich und werden den ultimativen zehnmilliardensten Erdenbürger vor unseren Augen mit allen Eigenschaften ausstatten, die ihr für notwendig haltet, um den gewachsenen Anforderungen dieser Zeit standzuhalten. In einer anschließenden theatralen Teststrecke wird sich unser Dummy den kritischen Blicken des anwesenden Forscherteams stellen.

Zeit: 10–15 Uhr » Ort: »stellwerk«-Probenraum, Markt 10, Eingang Gaststätte »Ratskeller«, 1. Etage » Referent: Ralf Appelfeller

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MITWIRKENDE SCHULEN

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Goethegymnasium » Amalienstraße 4, 99423 Weimar, Telefon: (0 36 43) 99 99 99, www.goethegymnasium-weimar.de Humboldt-Gymnasium » Prager Straße 42, 99427 Weimar, Telefon: (0 36 43) 42 77 77, www.humboldt.we.th.schule.de Musikgymnasium Schloss Belvedere » Schloss Belvedere, 99425 Weimar, Telefon: (0 36 43) 86 63 10, www.musikgymnasium-belvedere.de Friedrich-Schiller-Gymnasium » Thomas-MannStraße 2, 99423 Weimar, Telefon: (03643) 85 16 10, www.schiller-gymnasium-weimar.de Waldorfschule » Klosterweg 8, 99425 Weimar, Telefon: (0 36 43) 77 15-0, www.waldorf-weimar.de Bertuchschule » Rathenauplatz 1, 99423 Weimar, Telefon: (0 36 43) 41 89 13 · www.sbbs-bertuch.de

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VERANSTALTUNGSORTE

» Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Goetheplatz 11 » Stadtbücherei Weimar, Steubenstraße 1 » Landgut Holzdorf e.V., Parkallee 5, Weimar-Legefeld » Biomarkt »Kirschberg«, Eduard-Rosenthal-Straße 22 a » Buchkinder_Weimar, Carl-von-OssietzkyStraße 81 » Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde, Plan 2, Oberweimar-Ehringsdorf » Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte (ejbw), Jenaer Straße 2/4 » Gedenkstätte Buchenwald, Weimar-Buchenwald (mit Buslinie 6 erreichbar) » Rathaus, Markt 1 » Evangelisches Gemeindezentrum »Paul Schneider«, Moskauer Straße 1 a, WeimarWest » Thüringer Landesverwaltungsamt Haus 2, Weimarplatz 4 (gegenüber Tiefgarageneinfahrt), Raum 3104 » Volkshochschule Weimar, Graben 6 » Radio lotte Weimar, Niketempel, Goetheplatz 12 » Camsin e.V., Rödchenweg 24 » Klassik Stiftung Weimar, Nietzsche-Archiv, Humboldtstraße 36 » Jugendklub »vortrefflich«, Steinbrückenweg 5 a,

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FÖRDERER & UNTERSTÜTZER

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Unterstützer » Jugend- und Kulturzentrum »mon ami« » Radio lotte Weimar » Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora » Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (ejbw) » Volkshochschule Weimar » cultures interactive e.V. Berlin/Weimar (Förderverein des süp) » Uwe Adler » Jugendklub »vortrefflich« » Stadt Weimar » Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Weimar » Klassik Stiftung Weimar » Thüringer Landesverwaltungsamt » Flüchtlingsrat Thüringen » Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar Förderer » Bundesprogramm »Toleranz fördern — Kompetenz stärken« des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über das lap-Projekt Weimar und Weimarer Land » Fonds Soziokultur » Landeszentrale für politische Bildung Thüringen » Weimarer Wohnstätte » Sparkasse Mittelthüringen » Stadtwerke Weimar — Stadtversorgungs-GmbH » Alternative 54 Erfurt e.V. » cultures interactive e.V. Berlin/Weimar (Förderverein des süp) s c h u l ü be rg r e i f e n de r p ro j e k ttag » w eimar 2 0 13


Max Himmel

Cora Stalph

Hong-Linh Tang Milo Tetzel


Lena Ritzel

Yasmin Schulz

Magdalena Conrad

Theresa Angles


Impressum redaktion: SchülerInneninitiative »Schulen für Aufklärung« mitarbeiterInnen: Theresa Angles, Magdalena Conrad, Milo Tetzel, Cora Stalph, Max Himmel, Yasmin Schulz, Anina Michel, Hong Linh Tang, Anna-Lena Kristen, Lena Ritzel, Anika Keß, Peer Wiechmann, Kristina Pabst, Marius Dietrich gestaltung: © Uwe Adler, Weimar fotos: © Niels Hesselbarth titelbild: © Clivia (fotolia.com) druck: Druckerei Schöpfel GmbH, Weimar


www.bgr-weimar.de


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MUT ZUR SOLIDARITÄT! 72

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