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Programmheft Schulprojekttag Weimar 2008

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Ich in de Demokr r atie Wer bi n ic will ich h, was u wer wend rde ich?

PROJEK TTAG FÜR TOLER ANZ UND ZIVILCOUR AGE DER WEIMARER GYMNASIEN //

2008


GEFÖRDERT durch das Bundesprogramm »Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Demokratie und Toleranz« des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über das LAP-Projekt Weimar und Weimarer Land. / Freistaat Thüringen, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen // UNTERSTÜTZER: Stiftung »Georg Friedrich Haar«, Team Jugendarbeit Weimar (tjw) / Europäische Jugendbildungs- und -begegnungsstätte Weimar (ejbw) / Jugend- und Kulturzentrum »mon ami« / Friedrich-Ebert-Stiftung / Netzwerk für Demokratie und Courage – Landesnetzstelle Thüringen / Radio Lotte Weimar / Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus (BgR) Weimar / Gerberstraße 1+3 e.V. Weimar / Escola Poular / Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora / WeimarJena-Akademie / Schulamt der Stadt Weimar / Cultures Interactive e.V. / Buchkinder_Weimar / Lückhoff-Institut Weimar / Gemeindezentrum »Paul Schneider« Weimar West / Thüringer Sportbund / Klock 11 / BiKo e.V. (Bildungskollektiv Erfurt) / psv Weimar / Uwe Adler / dgb-Jugend Thüringen //


TOLERANZ ZIVILCOURAGE DER WEIMARER GYMNASIEN ‘08 // Workshops // Projekte // Seminare // Vorträge // Diskussionen //

PROJEKTTAG FÜR &

FREITAG, 19. SEPTEMBER 2008


5 // EDIT ORIAL

Zeigt, was in euch steckt! MITMACHEN – MITREDEN – MITGESTALTEN

LIEBE Schülerinnen und Schüler, am 19. September findet der dritte schulübergreifende Projekttag der Weimarer Gymnasien »Für Toleranz und Zivilcourage« statt. Wie auch in den vergangenen Jahren wollen wir ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzen – in diesem Jahr unter dem Motto »Ich in der Demokratie – Wer bin ich, was will ich, wer werde ich?«. Wir – SchülerInnen, StudentInnen, PädagogInnen – haben ein Programmangebot für Euch entworfen, das Euch in vier Themengruppen aus Politik und Geschichte lernen lässt und eine Form der Begegnung durch Sport bieten soll. Ebenso könnt Ihr Eure Kreativität in Kultur-Projekten austesten und Euch mit Eurem gesellschaftlichen Umfeld beschäftigen. Mit den 50 Projekten, Workshops, Seminaren habt Ihr die Möglichkeit, Euch aktiv einzumischen und zu artikulieren. Dieses umfangreiche Angebot zeigt, dass auch SchülerInnen ihre Bildung selbst in die Hand nehmen können. Wir verstehen unter politischer Bildung einen aktiven Erfahrungsaus¦ ¦ ¦¦¦


6 // EDIT ORIAL

¦¦¦¦¦ tausch und vernetzende Begegnung mit außerschulischen ExpertInnen. Die SchülerInneninitiative »Schulen für Aufklärung« wünscht Euch einen erfahrungsreichen Projekttag mit viel Spaß und interessanten Erlebnissen!

Weimar, im September 2008

EIN BESONDERER DANK gilt unseren Sponsoren und Unterstützern, den vielen fleißigen MitorganisatorInnen und Helfern, ohne die dieser Tag in dieser Form nicht möglich geworden wäre. // DAS HEFT IST IN EINZELNE KAPITEL GEGLIEDERT, die nach den Themengebieten benannt sind. Innerhalb dieser sind alle Veranstaltungen aufgeführt, die hierzu zur Auswahl stehen. //


9 // GUTEN MORGEN!

Der Tag beginnt im »ami«

Unser Projekttag beginnt mit einer feierlichen ERÖFFNUNGsveranstaltung.

DIE VERTRETERINNEN des Organisationsteams verdeutlichen mit kurzen Ansprachen die Bedeutung des Tages aus ihrer Sicht. Ebenso wird Herr Stefan Wolf, der Oberbürgermeister der Stadt Weimar, zugegen sein und Aisek Auston mit Rap ein musikalisches Rahmenprogramm als Einstimmung für Euren Projekttag geben. Alle SchülerInnen, LehrerInnen sowie ReferentInnen sind eingeladen.

START: 8.30 Uhr // ORT/TREFF: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Großer Saal // TEILNEHMERINNEN: alle! // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.myspace.com/aisekauston //


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DEN KÖNNT IHR EUCH AN DEN HUT STECKEN!

Und wie bekomme ich diesen Button? Meldet euch einfach bei uns, ob per Telefon, per Mail oder per Post. Dann finden wir zusammen eine Lösung, wie du an deinen Button und wir an die Spende kommen. Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar c/o Christine Schild, Herderplatz 14, 99423 Weimar, Telefon: (0 36 43) 77 73 60, Internet: www.weimar-zeigt-sich.de, E-Mail: weimar-gegen-rechts@web.de. Hier erhaltet ihr auch weitere Informationen über das BgR, zum Beispiel, wann und wo wir uns das nächste Mal treffen. Also vielleicht bis später?

Logo: © Sebastian Helm

Aber auch an die Jacke, die Tasche, wo ihr möchtet. Mit diesem Button – er zeigt das neues Logo – zeigt ihr, dass ihr das Engagement des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus Weimar und Weimarer Land unterstützen. Und zwar ganz praktisch: Mit einer Spende.


haft c s l l e Ges


12 // GESELL SCHAFT

Bilder im Kopf

Ein Workshop zum Bewusstmachen der eigenen IDENTITÄT und deren Bedeutung für den Umgang mit Anderen

WER BIN ICH? Was macht mich vielleicht zu etwas Besonderem? Was bedeutet mir viel und warum? Ist es immer das Gleiche, das mich auszeichnet und bewegt? Wo sind Unterschiede bei Fähigkeiten, Wesenszügen, Stärken oder Schwächen sowie Äußerlichkeiten, die Andere an mir wahrnehmen und die ich je nach Umgebung bereitwillig preisgebe oder zu verstecken versuche? Und: Wo erfahre ich Toleranz, Akzeptanz, Respekt, sogar Bewunderung bezüglich meiner Person? Wir thematisieren das Erleben von Diskriminierung und Vorurteilen, denn theoretische Situationen bringen uns nicht weiter. Dabei arbeiten wir mit Partnerübungen. Wir üben, abwertende Bemerkungen und Handlungen kreativ und konstruktiv zu begegnen.

METHODE: Workshop // REFERENT: Mathias Schwartz // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 9.30–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine //


13 // GESELL SCHAFT

Amnesty International Was können wir tun? JEDEN TAG ist aus Zeitungs- und Fernsehnachrichten zu erfahren, dass in vielen Teilen der Welt Menschen von ihren Regierungen verfolgt, inhaftiert, gefoltert oder getötet werden – allein weil sie anderer Meinung sind als ihre Regierung. Diese Berichte machen wütend. Aber was kann man als Einzelne(r) tun? Genau dieser Gedanke war es, der vor bald vierzig Jahren zur Gründung von Amnesty International führte: Menschenrechtsverletzungen sind nicht unvermeidbar wie Erdbeben oder Sturmfluten. Sie werden von Regierungen begangen, und man kann etwas dagegen tun, wenn nur genügend Menschen gemeinsam handeln. Wir wollen uns gemeinsam einen Überblick über die Geschichte und die aktuelle Situation der Menschenrechte schaffen und aktiv werden, indem wir Unterschriften sammeln, Brife an Staatsoberhäupter verfassen und überlegen, wie man die Arbeit für die Menschenrecht finanziell unterstützen könnte. Auch dieser eine Projekttag – vielleicht wird ja mehr aus uns, als diese Jugendliche-Enthusiasten-Tagesgruppe? – setzt ganz deutlich Zeichen.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Anne Nickel-Gemmeke // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 9.30–14 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.ai.com oder www.ai.de //


14 // GESELL SCHAFT

Das Fremde BESCHREIBEN – umschreiben – entschreiben – ZERSCHREIBEN »WIE KANN JEMAND solche Musik hören? Wie kann sich jemand so kleiden? Wie kann jemand so auftreten? Und überhaupt: Wie kann jemand so denken?« Wir haben uns alle schon mal diese Fragen über andere Leute gestellt, und wir alle haben auch mal bemerkt, dass sich Andere über unseren Stil, unsere Sichtweise lustig machen oder eben ärgern. Welche Unterschiedlichkeit macht mich neugierig, und welche empört mich? Kann man alles Fremde akzeptieren – und sollte man das überhaupt?

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Eszter Kováts (ejbw) // ORT/TREFF: Kulturraum bzw. Mensa der ejbw // DAUER: 10.30–15 Uhr // TEILNEHMER: 10 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.ejbw.de //


15 // GESELL SCHAFT

Der Information auf der Spur Ein Projekt zum bewussten UMGANG MIT MEDIEN DIE ZEITUNG oder tägliches Fernsehen – durch Medien transportierte Informationen prasseln ständig auf uns ein. Aber wie entsteht aus einer Info eine Nachricht? Warum berichtet Bild anders als Der Spiegel? Welche Nachricht wird bei der Tagesschau gesendet, welche nicht? Unser Umgang mit Medien ist zumeist unbewusst. Unterhaltung und Spannung sind uns wichtiger als Aufklärung. Trotzdem wollen wir informiert sein. Welche Gefahren ein unbewusster Umgang mit Medien hat, wie schnell eine Nachricht Menschen diskriminiert, werden wir gemeinsam mit Euch erleben und erarbeiten. Wenn Schlagzeilen mal wieder alle Fußballfans als Hooligans darstellen, wenn Ausländer immer wieder als besonders kriminell dargestellt werden, dann kann etwas nicht stimmen. Wir versuchen, Wege zu finden, um zu hinterfragen und zu überprüfen. Wir schauen, welche Aufgaben Medien in einer Demokratie haben, und wie sie diesen gerecht werden. Wir hoffen, dass Ihr nach dem Projekttag ab und zu auch alternative Medien – von der Schülerzeitung bis zum Internetradio – nutzt, besser ist aber: abschalten, selber machen.

METHODE: Workshop // REFERENT: Netzwerk für Demokratie und Courage // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 9.30–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.netzwerk-courage.de // ABLAUF: 1. Stunde: Organisatorisches, Einstieg ins Thema »Was sind Medien?«, 2. Stunde: »Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen …«: Was passiert mit einer Information? 3. Stunde: »Es geschah um 19.12 Uhr …« Wie gestalten Sender eine Nachricht? 4. Stunde: Funktion von Medien und deren Verantwortung, 5. Stunde: Medien selbst gemacht, 6. Stunde: Rätselhaftes Medium! //


16 // GESELL SCHAFT

»Es ist doch alles nicht so schlimm!« oder: Was passiert, wenn wir stets nur WEGSCHAUEN? WAS SIND die Konsequenzen, wenn wir die Demokratie als gegeben annehmen und sie dadurch wehrlos lassen. Dies und die Folgen der Nichteinmischung in Politik und Gesellschaft wollen wir analysieren, im Besonderen die Auswirkung auf die Jugend und deren Umfeld (Schule, Universität, Beziehungen, Freundschaften, Arbeit usw.). Es sollen Beispiele aus Argentinien und Kolumbien aufgezeigt werden, wo Politik in die Hände von Diktatoren bzw. Militärregimes fiel. Ihr hauptsächliches Ziel ist die Kontrolle der so genannten »unberechenbaren«, »frechen« und »aufsässigen« Jugend, und das weggucken der Bevölkerung ist allzuoft die Voraussetzung, um entsprechende repressiven Maßnahmen einzuführen.

METHODE: Workshop // REFERENT: Manfredo Koessl (in Kolumbien und Argentinien als Rechtsanwalt und Politologe tätig gewesen, zur Zeit arbeitet er über das Thema »Paramilitarismus in Kolumbien«. // ORT/TREFF: Humboldtgymnasium // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine //


17 // GESELL SCHAFT

Ausweg Frauenhaus? Oft verschwiegen: HÄUSLICHE GEWALT. Wir stellen uns diesem Thema. NEBEN ZAHLEN, Daten und Fakten erwartet Euch eine Diskussion zu solchen Fragen wie: »Ist häusliche Gewalt männlich?«, »Warum trennen Sie sich nicht einfach?« und »Ist häusliche Gewalt ›vererbbar‹?«. In Gruppenarbeit setzten wir uns dann mit einzelnen Fallbeispielen auseinander.

METHODE: Workshop // REFERENTINNEN: Frau Nordhaus und Frau Burghardt // ORT/TREFF: Frauenzentrum Weimar, Schopenhauerstraße 21 // DAUER: 10.30–12.30 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.frauenzentrum-weimar.de //

Koma = Stillstand?

Wahrnehmung ist in jedem BEWUSSTSEINSZUSTAND möglich. DIE HERAUSFORDERUNG besteht darin, die Sprache des Anderen zu finden und sich in einen Dialog zu begeben – zunächst ohne Erwartungen und Ansprüche. Das gilt für Menschen im Koma wie für uns »Gesunde«. Der Workshop bearbeitet das Thema auf Grundlage pflegerisch-therapeutischen Handelns, berührt aber zwingend Aspekte des Miteinanders in unserer Gesellschaft: Toleranz, Offenheit, Dialog, Verständnis.

METHODE: Workshop // REFERENT: Bernd Lindig (Krankenfleger) // ORT/TREFF: Lückhoff-Institut, Marienstraße 8 // DAUER: 10–13.30 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: bequeme Kleidung und dicke Socken //


18 // GESELL SCHAFT

Verschwörungstheorien

und ANTISEMITISMUS als Ausdruck des Wunsches nach einer einfach zu erkärenden Welt? DANIEL KULLA beschreibt in seinem Buch »Entschwörungstheorie« die Verschwörungstheorien als Kitt, die ein zerrissenes Weltbild zusammenhalten, als Wunsch nach einer einfachen Erklärung in einer Welt, die gegensätzliche und allzu oft widersprüchliche Entwicklungen hervorruft und als Legitimation um an überholten Ideologien festhalten zu können. Der Vortrag will sich weniger an bestimmten Verschwörungstheorien abarbeiten, sondern vielmehr die Fragen nach der Herkunft, nach den sozialen Bedingungen und nach den Merkmalen von Verschwörungstheorien stellen. Als besondere, biologisch verlängerte Verschwörungstheorie mit eliminatorischem Charakter soll der Antisemitismus betrachtet werden. Es sollen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu anderen Verschwörungstheorien erarbeitet werden. Im Anschluss an den Vortrag sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich selber Verschwörungstheorien ausdenken, um die Ergebnisse anschließend mit den erarbeiteten Begriffen abzugleichen. Im neu ausgebauten Dachboden der Gerberstraße 1 soll eine entspannte Arbeits- und Diskussionsatmosphäre möglich sein.

METHODE: Vortrag + Workshop // REFERENTINNEN: VertreterInnen des Gerberstraße 1 e.V. und das BiKo e.V. (Bildungskollektiv Erfurt) // ORT/TREFF: Gerberstraße 1 // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine //


19 // GESELL SCHAFT

Was uns Superman und Barbie vorgeben? GESCHLECHTERROLLEN, Diskriminierung und Sexismus SPRÜCHE WIE »Benimm dich wie ein richtiger Kerl!« oder »Mädchen tun so was nicht!« haben wahrscheinlich alle schon einmal gehört und als persönliche Einschränkungen erlebt. Manchmal wird ein Abweichen von den allgemein gängigen Geschlechterrollen sogar mit Mobbing und Ausgrenzung sanktioniert. Wir bearbeiten Klischees, Stereotype sowie Vorurteile und ergründen, wie schnell aus ihnen sexistische Diskriminierungen werden können. Mittels einer biographischen Arbeit zeigen wir auf, dass Geschlechterstereotype durch Sozialisation (re-)produziert und gefestigt werden. Im weiteren Verlauf des Tages gehen wir intensiv auf Homophobie als eine Form von Diskriminierung ein. Außerdem kommen wir dem subtil-sexistischen Sprachgebrauch im Alltag auf die Spur. Der Projekttag zeigt Möglichkeiten auf, sexistische Diskriminierungen zu erkennen und neue Handlungsoptionen zu finden.

METHODE: Workshop // REFERENT: Netzwerk für Demokratie und Courage // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 9.30–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.netzwerk-courage.de // ANBLAUF: 1. Stunde: Vom Zuhören und Einparken, 2. Stunde: Gleich. Gleicher. Am Gleichesten! 3. Stunde: Von der Rolle, 4. Stunde: Nur die Liebe zählt! 5. Stunde: Sexismus im Alltag, 6. Stunde: erkennen und handeln


20 // GESELL SCHAFT

Wege zur Toleranz Ein Projekt zu IMMANUEL KANT FÜR FREUNDE der Philosophie. Im Mittelpunkt steht der Aufklärer Immanuel Kant. Ihr lernt die Biographie Kants kennen. Ihr werdet auf die Zeit, in der er lebte, näher eingehen und einige seiner Lebensstationen ausführlich behandeln. Es darf nicht nur, es sollte über seine Texte und Zitate philosophiert werden.

METHODE: Workshop // REFERENTINNEN: Frau Blasl und Frau Büttner // ORT/TREFF: Humboldtgymnasium // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine //


Kultur


22 // KULTUR

Beat’n’Rap Den BEATSBAUERN über die Schulter schauen DIES IST ein Workshop, in dem ihr mal jemanden beim Beatsbauen über die Schulter schauen könnt und euch Informationen über Beatprogramme holen könnt. Des Weiteren werden wir mit euch Rap-Texte schreiben und euch zeigen wobei es beim Rappen ankommt. Am Abend dieses Tages habt ihr die Möglichkeit, mit uns auf die Bühne zu kommen und eure Texte vorzutragen!

METHODE: Workshop // REFERENT: Tom // ORT/TREFF: Humboldtgymnasium // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 10 // ANFORDERUNGEN: keine //


23 // KULTUR

Buchkinder_Weimar Eine bildliche AUSEINANDERSETZUNG mit dem Thema Zivilcourage KINDER UND Jugendliche setzen sich mit dem Thema Zivilcourage bildlich auseinander. Hierzu sollen sie Plakate entwickeln. Alle Teilnehmenden erfahren viel Wissenswertes über den Aufbau von Werbegrafiken und den Einsatz von Farben. In dieser Werkstatt stehen ganz viele Möglichkeiten zur Verfügung. Die einzelnen Teams können den Gestaltungsvorgang selbst steuern und vom Zeichnen bis zum Drucken ihre Layouts dann realisieren

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Yasmina Budenz // ORT/TREFF: Werkstatt der Buchkinder_Weimar Werkstatt, Ernst-Thälmann-Straße 24–26 // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 10 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.buchkinder_weimar.de //


24 // KULTUR

Cityscout Tröge Stadtführung oder aktionsgeladene STADTRALLYE? WIE WÜRDEST Du deine Stadt präsentieren. Was würdest Du zeigen? Ein Museum, den C-Keller, Goethepark oder Buchenwald? Präsentiere Deine Stadt, werde selbst zum Cityscout und zeige anderen wo es lang geht. Erarbeite und recherchiere selbst die Fakten, die Du wirklich interessant findest und probier Dich aus! Besonders gute Arbeiten werden bei Radio Lotte präsentiert.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Svea Geske (Moderatorin bei Radio Lotte, Schauspielerin, Stadtführerin) // ORT/TREFF: Radio-Lotte-Studio, Nike-Tempel, Goetheplatz // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 10 // ANFORDERUNGEN: Block, Schreibzeug // MEHR? www.radio-lotte.de //


25 // KULTUR

EscolaPopular Eine Schule für

das Leben – CAPOEIRA

EIN TANZ VON Kämpfern und ein Kampf von Tänzern, das ist Capoeira. Musik, Akrobatik, Tanz, Kampf, Bewegung, Improvisation, Choreographie, Spiel, die Vereinigung der Gegensätze. Wir trainieren Körper und Geist, Seele und Verhalten. Du kommst gut in Bewegung und in Kontakt mit Anderen. Wer Lust hat, kann weiterhin in unserer Capoeiragruppe mitmachen.

METHODE: Workshop // REFERENTEN: Ruben Marschall und René Obst // ORT/TREFF: Berufsschule »Friedrich Justin Bertuch«, Rathenauplatz 1 // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: lockere Kleidung, Turnschuhe // MEHR? www.escola-popular.de //


26 // KULTUR

EscolaPopular Eine Schule für

das Leben – SAMBA

WIR, EINE Sambatrommelgruppe, spielen auf original brasilianischen Instrumenten, üben Basisrhythmen und Techniken aus Rio und Salvador, grundlegende Techniken und Rhythmen werden vermittelt. Vom originalen Brasil-Stil bis zu funkigen und hippen Klängen wird ein spannendes Spektrum von Rhythmen innerhalb des Workshops geboten. Wer Lust hat kann weiterhin in unserer Sambagruppe mitmachen.

METHODE: Workshop // REFERENTEN: Hans-Jürgen Neumann, Maik Becker und Stephan Müller // ORT/TREFF: Evangelisches Gemeindezentrum »Paul Schneider«, Moskauer Straße 1a // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 25 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.escola-popular.de //


27 // KULTUR

Kreatives Schreiben Wecke DEINE EIGENE schreibende KRAFT! WILLST DU erfahren, wie man die eigene kreative schreibende Kraft wecken kann und diese dann sinnvoll bündelt? Oft kreisen wir beim Schreiben um die selben Themen, die selben Ausdrücke – raus aus der Falle, rein in die Kreativität! Der Workshop zeigt dir Methoden, die deine Kreativität wecken, dich mit Worten und Sätzen jonglieren lassen und mit denen du anregende Texte schaffen kannst. Mit welchen einfachen Schemen kann man gute Ideen in noch bessere Texte verwandeln? Wie baue ich meine Geschichten auf? Der Workshop basiert vorrangig auf kurzen Übungen zu einzelnen Methoden so wie der Verdeutlichung bestimmter Schemata anhand lustiger Alltagsgeschichten Berliner Autoren. Interessiert? Dann schau vorbei!

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Friederike Petersen (Jugendpresse Thüringen) // ORT/TREFF: Reithaus im Park an der Ilm, Seminarraum »Paris« // DAUER: 10.30–14 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: keine //


28 // KULTUR

»Last Night A DJ Saved My Life« Die Geschichte der Schallplatte und die Anfänge des TURNTABLISM bis zu modernen Formen des DJ’ing HEUTZUTAGE ist der dj nicht mehr eine Quelle die Musikstück für Musikstück wahllos aneinanderreiht um eine breite Masse zu belustigen. Für die junge Generation ist er vielmehr gleichzusetzen mit bekannten Sängern und Bands. Die Individualität steht für den dj als echter Künstler immer mehr im Vordergrund, und das Publikum weiß dies zu schätzen. wretch und Derbystar werden euch einen Einblick in die Geschichte der Schallplatte und die Anfänge des dj’ing geben. Sowohl die ersten Persönlichkeiten, als auch musikalischen Richtungen, die sich als daraus entwickelt haben, stehen im Fokus des Vortrages. Im Anschluss gibt es eine Vorstellung im Bereich Mixing und des Scatching. Im Workshop können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann ihre ersten eigenen Handgriffe an einem dj-Set ausprobieren und unter Anleitung erste »skills« trainieren.

METHODE: Workshop // REFERENTEN: Franz Landmann (wretch) und Tobias Bieheim (Derbystar) // ORT/TREFF: Saalcafé des Jugend- und Kulturzentrums »mon ami«, Goetheplatz // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 10 // ANFORDERUNGEN: keine //


29 // KULTUR

RadioAktiv Du willst gern mal in ’nem richtigen STUDIO arbeiten? HINTER DEM Mikro stehen? Und deine eigenen Beiträge schneiden? Wir erarbeiten gemeinsam ein Sendekonzept und produzieren einen Radiotrack. Probier Dich aus und teste dein Können am Mikrofon.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Romy Sweidel (Moderatorin bei Radio Lotte) // ORT/TREFF: Studios von Radio Lotte, Nike-Tempel, Goetheplatz 12 // DAUER: 10–14.30 Uhr // TEILNEHMER: 5 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.radio-lotte.de //

RadioSpots Wie entsteht denn nun eigentlich RADIOWERBUNG? WERBUNG IST entweder witzig oder sie nervt gewaltig. Wie entsteht Radiowerbung. Was lockt die Hörer noch hinter dem Ofen hervor? Wir nehmen Werbung auseinander und produzieren selber einen Jingle.

METHODE: Workshop // REFERENT: Detlef Fengler (Projektmanager bei Radio Lotte) // ORT/TREFF: Studios von Radio Lotte, Herderplatz 14 // DAUER: 10–14.30 Uhr // TEILNEHMER: 5 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.radio-lotte.de //


30 // KULTUR

Rapworkshop mit Firecris und Bakerz und ‘NEM COOLEN BEAT im Ohr FIRECRIS UND Bakerz sind zwei Jungs aus Weimar. Beide machen seit mehreren Jahren Musik und sind Mitglieder der Rapcrew Game Ruckaz. Zunächst werden euch die beiden in die Geschichte des Hip-Hop einführen und mit euch über dessen vier Säulen sprechen. Danach erklären sie die verschiedenen Arten des Rap. Natürlich werden sie euch schließlich und endlich auch verraten, wie man einen Text geschickt aufbaut und was ihr dabei beachten müsst. Nach dieser kleinen Unterrichtseinheit zum Thema Rap und Hip-Hop seid ihr gefragt: Mit Zettel und Stift bewaffnet und einem coolen Beat im Ohr sollt ihr einen eigenen Text schreiben! Und vielleicht wird dabei sogar ein neues Talent entdeckt?

METHODE: Workshop // REFERENTEN: Christian Ulrich (Firecris) und Lukas Powelske (Bakerz) // ORT/TREFF: kleiner Seminarraum des Jugend- und Kulturzentrums »mon ami«, Goetheplatz // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: keine //


31 // KULTUR

Rasender Reporter beim Projekttag 2008. LUST dabeizusein? HAST DU Lust, Dir als fliegend-rasender Reporter einen Eindruck vom Gesamtbild des Projekttages zu machen? Oder möchtest Du gerne bei der Gestaltung einer Website mitarbeiten? Dann bist du hier genau richtig, denn dieses Projekt beschäftigt sich mit der Dokumentation des Projekttages!

METHODE: Redaktions- und PC-Arbeit // REFERENT: Herr Heerdegen // ORT/TREFF: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung // DAUER: 8.30–14 Uhr // TEILNEHMER: 10 // ANFORDERUNGEN: eventuell eine eigene Kamera //


32 // KULTUR

Das Theater der Unterdrückten Dem Theater eine NEUE DIMENSION verleihen! DAS THEATER der Unterdrückten umfasst eine Vielzahl von Übungen, Spielen und Theatertechniken, deren Ziel es ist, dem Theater eine neue Dimension zu verleihen und es in ein Instrument zum Verständnis und zur Suche nach Lösungsmöglichkeiten für gesellschaftliche und zwischenmenschliche Probleme zu verwandeln. Wir möchten mit euch in den Dialog treten und gemeinsam Situationen nachspüren, in denen Unterdrückung eine Rolle spielt. Mit dem Einsatz eures Körpers, der Gestik und Mimik, der Präsenz im Raum und viel Improvisation entwickelt ihr Sensibilität eurer Umwelt gegenüber, denn Leben ist Theater und Theater ist Leben.

METHODE: Workshop // REFERENTINNEN: Diplom-Pädagoginnen Anke During und Silke Keil // ORT/TREFF: ejbw, Gartenhaus »Rot«, Seminarraum »Rot« // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: bequeme Kleidung //


33 // KULTUR

Wir sind einTeam INDIVIDUALITÄT contra Teamfähigkeit? WIE KANN SICH ein Team bilden? Muss ich meine Individualität aufgeben, um eine Gruppe zu stützen? Kann ich Andere leiten und mich auch leiten lassen? Diese und andere Fragen, die unerlässlich sind, wenn eine Gruppe kreativ und solidarisch arbeiten möchte, werden im Workshop anhand praktischer, spielerischer Übungen untersucht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen bereit sein, sich körperlich zu bewegen und in der Gruppe miteinander zu kommunizieren.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Elisabeth Schröder (Theaterpädagogin) // ORT/TREFF: Reithaus im Park an der Ilm, Seminarraum »Moskau« // DAUER: 10–13 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: bequeme Kleidung, Socken oder leichte Turnschuhe (am besten Sportkleidung), Getränk //


Politik u Geschic nd hte


35 // POLITIK UND GESCHICHTE

»Der Kampf um die Straße« Weimar im Griff von NAZIS und anderen Gewalttätern? MITHILFE einer Großgruppenmethode diskutiert Ihr unter Anleitung der Streetworkerin Kathrin Schuchardt die aktuelle Situation auf Weimars Straßen. Wie versuchen, Nazis und andere Gewalttäter den öffentlichen Raum zu erobern? Ist Militanz ein Mittel im Kampf gegen Gewalttäter? Welche Handlungsmöglichkeiten haben demokratisch denkende Jugendliche, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen?

METHODE: Open Space // REFERENTEN: Kathrin Schuchardt (Streetworkerin) und Daniel Trotzki // ORT/TREFF: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Großer Saal // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 50 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.mut-gegen-rechte-gewalt.de //


36 // POLITIK UND GESCHICHTE

»In den Augen jedes Fremden sehe ich mich selbst.« MENSCHENRECHTE, Demokratie und Ich MENSCHENRECHTE beeinflussen alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens und bilden die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben. Während des Projekttages habt ihr die Gelegenheit mehr zu diesem komplexen und spannenden Thema zu erfahren. Wir diskutieren beispielsweise darüber, warum es so wichtig ist, dass jede und jeder ihre und seine Rechte kennt und was Demokratie und Menschenrechte miteinander verbindet. Mit Hilfe von Übungen und Spielen könnt ihr bewusst wahrnehmen und erfahren, wie sich Menschenrechte im Alltag auswirken.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Katrin Zirkel (ejbw) // ORT/TREFF: ejbw, Kaminzimmer in der gelben Villa // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.ejbw.de //


37 // POLITIK UND GESCHICHTE

»Der Kick«

Ein dokumentarisches (Film-)Theaterstück. Plus Diskussion über die Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit RECHTSEXTREMISMUS IN DER NACHT zum 13. Juli 2002 wurde im uckermärkischen Dorf Potzlow der 16-jährige Marinus Schöberl von dem Brüderpaar Marco (23) und Marcel Schönfeld (17) sowie deren Kumpel Sebastian Fink (17) grausam misshandelt und schließlich von Marcel Schönfeld nach dem Vorbild des Bordsteinkicks aus dem Film »American History X« umgebracht. Obwohl es Mitwisser gab, blieb die Tat monatelang unentdeckt. Der Regisseur und Psychologe Andreas Veiel entwickelte durch Monate währende Recherchen in Potzlow und Umgebung und durch Gespräche mit Tätern, Angehörigen und Bekannten ein dokumentarisches Theaterstück. Wir greifen die Hintergründe dieser Tat auf, betrachten die einzelnen Akteure und diskutieren über die Folgen der Tat bis zum heutigen Zeitpunkt. Wir versuchen Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu entwickeln und auszuprobieren.

METHODE: Workshop // REFERENTEN: Uwe Birk (Diplom-Psychologe, Mitarbeiter des Thüringer Hilfsdienstes für Opfer rechtsextremer Gewalt) und Inge Riedel (Diplom-Sozialarbeiterin/-Pädagogin, Projektleiterin beim Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt) // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 10–16 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.ejbw.de //


38 // POLITIK UND GESCHICHTE

»Und sie werden nicht mehr frei, ihr ganzes Leben.« Jugendliche im Dritten Reich: ANGEPASSTE, Verfolgte, Widerständler DIE WEISSE Rose um die Geschwister Scholl ist für viele noch ein Begriff. Aber wer hat schon einmal etwas von der Hamburger Swing-Jugend, den Edelweißpiraten oder den Navajos gehört? Bei dem Projekttag gibt es Gelegenheit, auch die unbekannten jugendlichen Gegner und Unangepassten während der Zeit des Nationalsozialismus kennenzulernen. Wir stellen uns aber auch die Frage, warum andere gerne Mitglied der Hitlerjugend waren, welche ideologischen Ziele die hj verfolgte und mit welchen Konsequenzen es verbunden war, nicht für den Führer marschieren zu wollen. Anhand zahlreicher Bilder, Filmmaterial oder auch Musikbeispielen wird erkundet, was Kindheit und Jugend in den Jahren zwischen 1933 und 1945 bedeutete.

METHODE: Workshop // REFERENT: Dr. Frank König (ejbw) // ORT/TREFF: ejbw, Gartenhaus »Gelb«, Seminarraum »Gelb« // DAUER: 10–15.30 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.ejbw.de //


39 // POLITIK UND GESCHICHTE

Ein neuer Zugang zur Geschichte Der GEDENKWEG Buchenwald DIE ALTE Bahntrasse vom Bahnhof Weimar zum Konzentrationslager Buchenwald wurde 2007 auf der Strecke zwischen dem Obelisken an der Abzweigung in die Blutstraße bis zum ehemaligen Bahnhof Buchenwald wieder zugänglich gemacht. Seitdem sind durch umfangreiche Recherchen zur Geschichte der Bahnstrecke und der damaligen GustloffWerke wichtige neue Erkenntnisse zusammengetragen worden, die sich nicht nur auf den Bau der Strecke, sondern auch auf die vielschichtige Bedeutung dieser Bahnverbindung beziehen. Die Projektgruppe wird die Strecke von der Haltestelle »Gedenkweg« bis zum ehemaligen Lagergelände laufen und in die Erkundung auch die ehemalige Desinfektion mit der aktuellen Kunstausstellung einbeziehen.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Anke Klüßendorf (Förderverein Buchenwald) // ORT/TREFF: 8.45 Uhr mit dem Bus der Linie 6 nach Buchenwald // DAUER: 9–13.30 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.buchenwald.de //


40 // POLITIK UND GESCHICHTE

Medizin im Krankenrevier? Mord, Heilung und Widerstand: Eine SPURENSUCHE IM VERGANGENEN Jahr sind Bereiche des »Häftlingskrankenbaus« freigelegt worden, die – neben dem hier organisierten Widerstand – mit systematischen Mordaktionen verbunden sind. Die widersprüchliche Geschichte spiegelt sich auch in den Biographien der hier beschäftigten Häftlinge wider. Wir gehen auf Spurensuche und thematisieren die Frage, auf welche Weise Fundstücke und Überreste an solchen Orten vorgestellt werden sollten.

METHODE: Workshop // REFERENTINNEN: Barbara Rauch und Pamela Wachholz-Wolff // ORT/TREFF: 8.45 Uhr mit dem Bus der Linie 6 nach Buchenwald // DAUER: 9–13.30 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.buchenwald.de //


41 // POLITIK UND GESCHICHTE

Weimar und Buchenwald Eine ANNÄHERUNG mit den Mitteln der KUNST IM WINTER 2007/2008 haben rund fünfzig SchülerInnen verschiedener Weimaerer Schulen mit künstlerischen Mitteln ihre Vorstellungen von den Bezügen zwischen Buchenwald und Weimar sichtbar gemacht. Die meisten Arbeiten sind seit April 2008 im neuen Haus der Jugendbegegnungsstätte zu sehen und sollen im Rahmen dieses Workshops vorgestellt werden. In einem zweiten Schritt könnt ihr ebenso in der neuen Werkstatt der Jugendbegegnungsstätte selbst eure Gedanken zu Buchenwald gestaltend arbeiten.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Anke Klüßendorf (Förderverein Buchenwald) // ORT/TREFF: 8.45 Uhr mit dem Bus der Linie 6 nach Buchenwald // DAUER: 9–13.30 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.buchenwald.de //


42 // POLITIK UND GESCHICHTE

Der Nazis neue Kleider

»Hatecore«Faschisten im Autonomen-Look? Über die CODES und die SYMBOLIK der neuen Rechten UNTER DEN Neonazis herrscht »Bewegung«: Neonazis mit Piercings und Spitzbärten, Rechtsrock-»Girlies« mit bunten Haarsträhnen, Kameradschaftsaktivisten im »Autonomen-Look«, die unter der schwarzen Fahne marschieren. Die bisher typische Symbolik von Stahlhelm und Frakturschrift weicht poppigen Bildern, Tribals oder Flammenzeichen. In anderen Teilen der Szene ist der Trend zu einem »normalen« Outfit unübersehbar, in dem die Codes und Symbole allenfalls dezent getragen werden. Der glattrasierte Skin ist endgültig zum Klischeebild verkommen. Im Workshop wollen wir die stilistischen Entwicklungen verdeutlichen und analysieren. Verbindliche Wahrheiten werden dabei nicht geboten. Vielmehr wird der Referent verschiedene Thesen als Impulse für die gemeinsame Diskussion vorstellen.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: MitarbeiterInnen von Apabiz // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 10.30–13.30 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.apabiz.de //


43 // POLITIK UND GESCHICHTE

Ein Zeitzeugengespräch Der Weimarer Schriftsteller WOLFGANG HELD »MEIN JUGENDBUCH ›Aras und die Kaktusbande‹ ist ein Plädoyer für Toleranz gegenüber jugendlichen Migranten in unseren Schulen.« (Wolfgang Held) Die Lesung und das anschließende Gespräch zwischen Schülerinnen und Schülern und Schriftsteller soll Wissen und Verständnis fördern. Zum Jugendbuch: Der zwölfjährige Aras aus Yurdakul hat Heimweh. Seit nun zwei Jahren lebt der türkische Junge in Deutschland. Nach dem Tod der Mutter und der Ausweisung seines Freundes Muhamad erscheinen ihm das kleinstädtische Waldrath und seine Bewohner fremder als zuvor. Nicht selten erfährt er Ablehnung und Feindseligkeit. Doch endlich fasst er auch hier Fuß und wird ein Mitglied der Kaktus-Bande. Die »Kaktusse« halten zu Aras, und gemeinsam begegnen die Jugendlichen zahlreichen Herausforderungen, bis Aras eines Tages wieder einmal Abschied nehmen muss.

METHODE: Zeitzeugengespräch // GAST: Wolfgang Held (Schriftsteller) // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 10.30–12.30 Uhr // TEILNEHMER: 30 // ANFORDERUNGEN: keine //


44 // POLITIK UND GESCHICHTE

Frauen in der extremen Rechten Rollen, ROLLENBILDER & Funktionen DIE ERKENNTNIS, dass Nazis nicht nur männlich sind und dass zur rechten Szene auch viele Frauen gehören, hat sich mittlerweile durchgesetzt. Aber wie sehen diese »rechten Frauen« aus? Anhand von vielen verschieden Bildern und Videos wollen wir mit euch die unterschiedlichen Sichtweisen und Frauenbilder der rechten Szene diskutieren. Wir arbeiten also mit viel visuellem Material und mit diesem die unterschiedlichen Rollen, Rollenbilder und Funktionen von Frauen innerhalb der Rechten heraus.

METHODE: Workshop // REFERENT: MitarbeiterInnen von Apabiz // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 10.30–12.30 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.apabiz.de //


45 // POLITIK UND GESCHICHTE

Keinen Bock auf Nazis? DANN MISCH DICH EIN! DICH NERVT es, dass überall Leute mit Thor-SteinarShirts, dass immer mehr Menschen die npd wählen und dass rassistisches und fremdenfeindliches Denken und Diskriminierung wieder Alltag werden, sowohl in der Schule als auch im Straßenleben? Dann tu was! Wir wollen den Projekttag dazu nutzen, mit euch Ideen und Aktionen zu entwickeln, um neonazistischen Tendenzen und rechtem Gedankengut etwas entgegenzusetzen. Am Ende des Tages soll ein aktionsfähiges Schülerbündnis entstanden sein, das sich couragiert engagiert.

METHODE: Zukunftswerkstatt // REFERENT: Jacob Blum // ORT/TREFF: Gerberstraße 3 // DAUER: 10–16 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine //


46 // POLITIK UND GESCHICHTE

Monolizien

Ein PLANSPIEL

EIGENTLICH geht es den BewohnerInnen von Monolizien gar nicht so schlecht. Aber die Bevölkerung wird zunehmend unzufriedener. Monoliziens Fortschrittspartei – mit absoluter Mehrheit ins Parlament gewählt – muss etwas tun. Doch ihre Methoden, mit den Problemen umzugehen, sind für einige BewohnerInnen des Landes alles andere als toll. In welche Richtung die Entwicklung geht und wie sie endet, habt ihr selbst in der Hand. Wir thematisieren Diskriminierung: Welche Macht übt er oder sie damit über Andere aus? Wie weit sind wir selber bereit, uns Autoritäten unterzuordnen? Anschließend lasst ihr eurer Fantasie freien Lauf: entwickelt den Traum vom Leben in einer idealen Gesellschaft. Wie könnte sie aussehen, frei von Diskriminierung und Machtmissbrauch? Welche Bedeutung haben Utopien für euch? Wie kann man Eurer Träume umsetzen?

METHODE: Planspiel + Workshop // REFERENT: Netzwerk für Demokratie und Courage // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 9.30–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.netzwerk-courage.de // ABLAUF? 1. Stunde: Einführung, 2. Stunde: Planspiel »Monolizien«, 3. Stunde: Auseinandersetzung mit Diskriminierung, 4. Stunde: Macht und Machtmissbrauch, 5. Stunde: Wünsche und Verantwortung für gesellschaftliche Veränderung, 6. Stunde: Couragiertes Handeln //


47 // POLITIK UND GESCHICHTE

»Landser« und die »Neue deutsche Härte« Eine Veranstaltung zum Thema RECHTSROCK in der Bundesrepublik WIR GEBEN einen Überblick über die verschiedenen Sparten rechter Rockmusik in Deutschland. Hierbei bleibt der Begriff des Rechtsrock nicht auf neonazistische Bands und deren Textinhalte beschränkt, sondern wird genauer gefasst. Vom »White Noise« der neonazistischen Skinheadszene über die extrem rechten Strömungen im Dark-Wave und Black Metal bis hin zu den ästhetischen Inszenierungen der »Neuen Deutschen Härte«, den Parolen eines »nationalen HipHop« und den simplen Weltbildern der Böhsen Onkelz wird der Bogen geschlagen. Rechtsrock ist Teil der Popkultur, wo die Zillertaler Türkenjäger und Landser auf Schulausflügen gehört werden. Einzelne Musik- und Kulturbereiche können genauso wie regionale Aspekte nach Absprache als Schwerpunkte gesetzt werden.

METHODE: Workshop // REFERENT: ejbw // ORT/TREFF: Humboldtgymnasium // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.mobit.org //


48 // POLITIK UND GESCHICHTE

Stationen eines Ausstiegs Gespräch mit einem Aussteiger aus der RECHTSEXTREMEN SZENE BEI DIESEM Gespräch wird ein Aussteiger aus der rechtsextremen Szene über seine Beweggründe für den Einstieg in die Szene berichten, er wird seinen persönlichen Werdegang darstellen und Wege aus der rechtsextremen Szene aufzeigen. Dabei wird er die aktuellen Strategien der Rechtsextremisten nicht aussparen und auf zukünftige Gefahren – etwa durch rechtsextreme Parteien – hinweisen.

METHODE: Diskussionsrunde // REFERENT: Severin Schmidt // ORT/TREFF: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, unterer Saal // DAUER: 10–12 Uhr // TEILNEHMER: 30 // ANFORDERUNGEN: keine //


49 // POLITIK UND GESCHICHTE

Stay different

Ein Projekttag zu VIELFALT, gegen Rechtsextremismus und für couragiertes Handeln WAS GESCHIEHT, wenn es Menschen gibt, die alles, was anders als sie selbst ist, nicht dulden und dir ihre Vorstellungen aufzuzwingen versuchen, die mit Gewalt reagieren, wenn du dich anders kleidest oder eine andere Meinung vertrittst, die dich zwingen wollen, so zu denken, wie sie, und die Menschen vertreiben, wenn sie sich nicht nach ihren Vorstellungen richten? Der Workshop beleuchtet die Vielfalt von Menschen in der Gesellschaft und die Bestrebungen des Rechtsextremismus, diese Vielfalt zu unterdrücken. Wir versuchen, die Gründe und unterschiedlichen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus zu erarbeiten, Folgen rechtsextremer Bedrohung zu finden sowie unterschiedliche Möglichkeiten aufzuzeigen, sich gegen diese Tendenzen zu engagieren.

METHODE: Workshop // REFERENT: Netzwerk für Demokratie und Courage // ORT/TREFF: Goethegymnasium // DAUER: 9.30–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.aaaaaaaaaaaaaaaaaa.de // ABLAUF: 1. Stunde: Orga und Einführung, 2. Stunde: Vielfalt von Menschenm, 3. Stunde: Rechtsextremismus und Alltag, 4. Stunde: Strategie und Wirkungsbereiche von Rechtsextremen, 5. Stunde: Couragiertes Handeln, 6. Stunde: Tageszusammenfassung und Auswertung //


50 // POLITIK UND GESCHICHTE

»Shalom aleinu!« »Wa alaikum as Salam!« KonfliktANALYSE und Planspiel einer Nahost-Konferenz SEIT 60 JAHREN stehen sich im »Heiligen Land« zwei unversöhnliche Fronten gegenüber. Doch worum kämpfen Israels und Palästinenser? Im Rahmen einer fiktiven Friedenskonferenz werden die TeilnehmerInnen mit den Positionen der beteiligten Staaten vertraut gemacht und versuchen, gemeinsam einen Lösungsvorschlag zu entwickeln. Als »Botschafter« Saudi-Arabiens, Ägyptens, Israels, der usa, der eu oder der Palästinensischen Autonomiebehörde werden den TeilnehmerInnen Kenntnisse über die Interessen der jeweiligen Länder und über den gesamten Konflikt vermittelt. In den Pausen werden verschiedene Orientalische Snacks und Getränke gereicht.

METHODE: Analyse + Planspiel // REFERENTEN: Robert Ghandour und Leon Brandt // ORT/TREFF: Humboldtgymnasium // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 12 // ANFORDERUNGEN: keine //


51 // POLITIK UND GESCHICHTE

Versteckspiel

Zeichen und SYMBOLE DER

RECHTEN Szene ZU BEGINN der 90er Jahre war das Bild des gewalttätigen neonazistischen Skinheads so bekannt wie allgegenwärtig. Wenngleich dieses Erscheinungsbild nicht gänzlich verschwunden ist, haben sich Auftreten, Kleidung und Symbolik der extremen Rechten gewandelt. Die Szene trägt jugendtypische Kleidung, die oftmals erst bei genauem Hinsehen als Erkennungszeichen politisch Rechter gedeutet werden können. Doch hinter dem veränderten Lifestyle verbirgt sich mehr als ein neu entdeckter Hang zur Modernität. Gerade die strafrechtlichen Sanktionen gegen Kennzeichen der nsZeit haben die neonazistische Szene zu einem »Versteckspiel« genötigt, das mittlerweile überraschend kreative Blüten treibt. Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird jetzt eine breite Palette an subkulturellen Bezügen geboten, mit dem sie sich identifizieren können und die sie für die rechte Szene ansprechbar machen können. Dieses Modul vermittelt einen Überblick über die neuen Symbole und Erscheinungsformen der extremen Rechten und klärt über die Hintergründe der Verwandlung auf.

METHODE: Vortrag // REFERENTIN: Nicole Schneider (Mobit e.V.) // ORT/TREFF: Humboldtgymnasium // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 25 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.mobit.org //


52 // POLITIK UND GESCHICHTE

Anne Frank kommt!

Das Ausstellungsprojekt »Anne Frank. EINE GESCHICHTE für heute« wird nächstes Jahr in WEIMAR gezeigt. Ihr könnt euch an der Vorbereitung beteiligen IM JAHR 2009 wird in Weimar die Ausstellung »Anne Frank. Eine Geschichte für heute« gezeigt. Bei der Vorbereitung und Durchführung gibt es viele Möglichkeiten für Jugendliche, sich zu beteiligen. Ziel ist es, dass dafür eine Vorbereitungsgruppe Jugendlicher entsteht, die sich bis zum Beginn der Ausstellung engagiert. In dem Workshop wird das Projekt vorgestellt. Darüber hinaus werden Ideen gesammelt, wie eine bestmögliche Präsentation in Weimar möglich ist.

METHODE: Workshop // REFERENTEN: Thomas Heppener (Direktor des Anne-Frank-Zentrums) und Dorian Spitzer // ORT/TREFF: Reithaus im Park an der Ilm, Seminarraum »Prag« // DAUER: 10–15 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.weimar-jena-akademie.de //


53 // POLITIK UND GESCHICHTE

Wenn aus Freddy, Jason und Gina Freunde werden Porno, Gewalt und Daily Soap – Jugend in der MEDIENFALLE?! DEN MEDIEN wird oft vorgeworfen, zu einer »Verrohung« junger Menschen beizutragen. Die Darstellung von Gewalt und Pornographie wird immer drastischer, die Geschichten immer exzessiver. »Coole Helden« demonstrieren das Gesetz der Gewalt in simplen Actionfilmen und aufgespritzte »Damen« verkörpern ein klischeehaftes Frauenbild. Im Namen der Unterhaltung wird geschlagen, verstümmelt, gefickt. Es ist ein großes Defizit, dass wir heute viel zu wenig von den uns umgebenden Medien wissen. Die Fähigkeit auch in der faszinierenden Unterhaltung den kritischen Blick nicht zu verlieren, die Fähigkeit die Qualität beurteilen zu können, die Befähigung zur Differenzierung des Visuellen, des Imaginären und des Dokumentierten werden in Zukunft mitentscheidend sein für die Entwicklung unserer modernen Mediengesellschaft.

METHODE: Workshop // REFERENT: Thomas von der Gönna (ejbw) // ORT/TREFF: Reithaus im Park an der Ilm, Seminarraum »Stockholm« // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 20 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.ejbw.de //


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Die Stiftung »Dr. Georg Haar« hat sich, gründend auf dem Testament des Weimarer Kaufmanns und Kunstsammlers Dr. Georg Haar, zu einem anerkannten freien Träger der Kinderund Jugendhilfe entwickelt. Unsere Stiftung unterhält heute das Kinderhaus »Villa Felicitas« und die »Villa Anna«, die Jugendwohngruppe »Villa Max«, zwei wgs für Mädchen/Jungen und junge Frauen/Männer mit Essstörungen in Weimar und Jena, vier Familienwohngruppen sowie Einrichtungen der offenen Jugendarbeit. Seit Sommer 2007 bietet die Stiftung eine Notschlafstelle (»Villa Matratze«) für Jugendliche in Not an. Gemeinsam mit der »Diakonisches Zentrum Sophienhaus Weimar« gGmbH und dem Schulamt der Stadt Weimar betreiben wir das Schulprojekt »Kompass«. Zusammen mit der »Kinder- und Jugendland« gGmbH Großobringen (www. kijula.de) betreibt die Stiftung die ag »Fallschirm« gGmbH, eine Fachstelle für sozialpädagogische und therapeutische Leistungen (www.ag-fallschirm.de). ojekttages der Förderer des Pr asien 2008 Weimarer Gymn

Stiftung »Dr. Georg Haar« dichterweg 2a · 99425 weimar · telefon: (0 36 43) 83 54-0 · fax: 83 54-23 internet: www.stiftunghaar.de · e-mail: weimar@stiftunghaar.de


Sport


56 // SPOR T

Breakdance NEBEN RAP, dj’ing und Graffiti ist Breakdance eines der vier Elemte des HipHop. Breakdance ist ein von den Medien kreierter Name, der sich auf die Tanzformen des Breaking, des Popping und des Locking bezieht. Popping und Locking werden auch als »Funk-Styles« bezeichnet und haben sich im Gegensatz zum Breaking an der Westküste der usa entwickelt. Popping, Locking und Breaking mit ihren Grundschritten sind wesentliche Stile des Streetdance und bilden das Fundament der heutigen Hip-Hop-Tanzstile. Bei diesem Projekt ist akrobatisches Können und Rhythmus gefragt. Unter Anleitung werdet ihr Tanzschritte erlernen und euch in neuen Tricks üben. Dieser Workshop ist für AnfängerInnen wie für Fortgeschrittene.

METHODE: Workshop // REFERENT: Cultures Interactive e.V. // ORT/TREFF: Klock 11, Rießnerstraße // DAUER: 10.30–14.30 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: lockere Kleidung, Turnschuhe // MEHR? www.cultures-interactive.de //


57 // SPOR T

Judo JUDO IST eine Kampfsportart, dennoch steht Gewalt nicht im Vordergrund. Es geht um körperliche Fitness, Koordination, Kraft, Kondition und vor allem um Respekt im Umgang zu seinem Gegenüber. In diesem Workshop werden Anfängern und Fortgeschrittenen grundlegende Techniken beigebracht, aber natürlich stehen Spiel und Spaß miteinander an erster Stelle.

METHODE: Workshop // REFERENT: Kilian Gebhardt // ORT/TREFF: Sporthalle Falkenburg // DAUER: 10.30–14.30 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: lange Sporthose, T-Shirt //


58 // SPOR T

Jujutsu KAMPFSPORTART, die Polizisten während ihrer Grundausbildung trainieren müssen. Mit der Weimarer JujutsuGruppe erlernt ihr Formen der körperlichen Selbstverteidigung und wie man sich in Extremsituationen verhält, um diese möglichst ohne Verletzungen überstehen. Körperliche Gewalt ist immer erst der letzte Ausweg, wenn das Reden versagt und die Gesundheit bedroht ist.

METHODE: Workshop // REFERENT: Jürgen Schneider // ORT/TREFF: psv-Sprthalle (alte Schwimmhalle) // DAUER: 10.30–14.30 Uhr // TEILNEHMER: 30 // ANFORDERUNGEN: lockere Kleidung //

Skaten SKATEBOARDING ist Sport, aber eben nicht nur das! Es ist Leidenschaft und Kreativität, Balance und Stressabbau, Lebensphilosophie und Athletik, Spaß und eigenes Schaffen. In dem Workshop dürfen erste Versuche mit dem Board gemacht werden, und wer sich sowieso schon sicher fühlt, kann bei den Skateprofis die anspruchsvolleren Tricks erlernen.

METHODE: Workshop // REFERENT: Cultures Interactive e.V. // ORT/TREFF: Klock 11, Rießnerstraße // DAUER: 10.30–14.30 Uhr // TEILNEHMER: 12 // ANFORDERUNGEN: lockere Kleidung, sofern vorhanden: Skateboards //


59 // SPOR T

Cool sein

ZIVILCOURAGE ganz praktisch. Ein TRAINING für Jugendliche RECHTSRADIKALE versuchen, Sportvereine zu unterwandern oder gründen eigene Vereine. Jugendliche feuern sich mit »Sieg heil«-Rufen an oder beschimpfen ihre Gegner als Juden. Provokante Dresscodes wie »88« oder »18« werden vor aller Augen auf dem Sportplatz oder in der Sporthalle getragen. Der Workshop richtet sich an alle, die praktisch etwas gegen eine weitere Vereinnahmung von Vereinen durch Rechtsradikale tun wollen!

METHODE: Workshop // REFERENT: Mathias König // ORT/TREFF: Humboldtgymnasium // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 15 // ANFORDERUNGEN: keine // MEHR? www.landessportbund-thueringen.de //


60 // SPOR T

Streetsoccer WER RECHTSEXTREMISMUS und Fremdenfeindlichkeit die »Rote Karte« zeigen und jede Menge Spaß haben möchte, sollte sich in dieses Projekt eintragen. Vor dem Turnier seht ihr eine Präsentation zum Thema »Fußballfankultur, Hooligans & Ultras« und könnt den Teamern des Fanprojektes Jena Löcher in den Bauch fragen. Anschließend werden im Spiel drei gegen drei bis zu zehn Mannschaften um den Sieg beim Streetsoccer-Turnier spielen, dass im Rahmen der »Streetsoccer-Tour für Zivilcourage 2008« stattfindet. Dem Sieger winkt der Einzug in die Endrunde in den Herbstferien in Apolda. Besondere Regel: Es gibt keinen Torwart und kein Handspiel.

METHODE: Workshop // REFERENTIN: Matthias Stein (Fanprojekt Jena) // ORT/TREFF: Parteienhaus, Goetheplatz 9 b // DAUER: 10–14 Uhr // TEILNEHMER: 30 // ANFORDERUNGEN: lockere Kleidung, Turnschuhe // MEHR? www.fcc-support.de //


63 // ZUM ABSCHLUSS

Der Tag ist nun vorbei

»UND WIE WAR’S?«

DIES IST die Frage, um die es sich bei der Abschlussveranstaltung drehen wird. Was war neu? Was habe ich erlebt? Was kennen gelernt? Euch erwartet eine bunte Präsentation ausgewählter Projekte, Ergebnisse der Diskussionsrunden und Eindrücke des ganzen Tages. Danach ist Partytime. Mit djane Schuchi und verschiedenen Nachwuchs-Plattenkünstlern. Seid herzlich eingeladen.

ABSCHLUSS: 20 Uhr // ORT/TREFF: Jugend- und Kulturzentrum »mon ami«, Großer Saal // TEILNEHMERINNEN: alle! // ANFORDERUNGEN: keine //

Impressum REDAKTION: SchülerInneninitiative »Schulen für Aufklärung« // MITARBEITERINNEN: Norma Brecht, Johannes Fenske, Isabel Gemmeke, Robert Ghandour, Fabian Gerstung, Marlene Müller, Michael Möstl, Kristina Pabst, Martin Rossbach, Kathrin Schuchardt, Jana Thriemer, Kevin Wichnik // GESTALTUNG: Uwe Adler // FOTOS: Photocase.com // DRUCK: Druckerei Schöpfel, Weimar //


r Ich in dreatie Demokich, was n Wer bi ich und will werde wer ich?

PROJEK TTAG FÜR TOLER ANZ UND ZIVILCOUR AGE DER WEIMARER GYMNASIEN //

2008


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