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TVI – Thüringer VDE-Informationen 03-2020

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Thüringer September–Dezember 2020

03/20 17. JAHRGANG

Informationen VDE BEZIRKSVEREIN THÜRINGEN E.V. – VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK

Die Trennung überwunden 25 Jahre Elektrische ­Wiedervereinigung Deutschlands Seiten 8–10

Z W EI T ER  F NN-TA G ­» REDISPAT CH 2.0 « Webkonferenz zur Umsetzung neuer Anforderungen Seite 4

RICH T L INIEN F ÜR ­Z US A MMEN A RBEI T Neues von der VDE Region Ost-Mitte Seite 5

S A F E T Y, SE C URI T Y UND S US TA IN A BIL I T Y Prof. Dr. Armin Schnettler ist neuer VDE Präsidentt Seite 12


2020 hat Vieles verändert, aber auch Gewissheiten manifestiert: Sichere Elektrotechnik bleibt unverzichtbar.

Und was können wir für Sie tun?

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T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N T V I

Inhaltsverzeichnis

Zweiter FNN-Tag »Redispatch 2.0«

WEBKONFERENZ ZUR UMSE T ZUNG NEUER ANFORDERUNGEN

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Richtlinien für Zusammenarbeit festgelegt

N E U E S V O N D E R V D E R E G I O N O S T- M I T T E

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Zeittafel

A U S D E R G E S C H I C H T E D E R E L E K T R I Z I TÄT

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Die Trennung überwunden

25 JAHRE ELEK TRISCHE WIEDERVEREINIGUNG DEUTSCHL ANDS

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Schwerpunkte: Safety, Security und Sustainability

F oto: © AVTG (A d obe Stock)

P R O F.  D R .  A R M I N S C H N E T T L E R N E U E R V D E P R Ä S I D E N T Titelseite Die Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) wurde am 12. Dezember 1990 von der Treuhandanstalt gegründet, ihre Leitstelle war verantwortlich für den Energiefluss im Bereich der ehemaligen DDR. Mehr dazu auf den Seiten 8–11

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Wichtige Termine

EINL ADUNGEN, GLÜCK WÜNSCHE UND EINTRIT TE

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Ausblick auf die ­Hohenwartetalsperre an der ­T hüringer ­S aaleschleife im herbstlichen ­Morgenlicht

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Aktuelles

T V I T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N

Perfekt eingerichtete Technik ermöglichte einen reibungslosen Ablauf der Konferenz

Zweiter FNN-Tag »Redispatch 2.0« W EBKONF EREN Z Z UR UMSE T Z UNG NEUER A NF ORDERUNGEN Der zweite FNN-Tag des VDE in Thüringen stand unter dem Eindruck des Corona-bedingten deutschlandweiten Lockdowns, der sich zu diesem Zeitpunkt über alle Arbeitsund Lebensbereiche erstreckte. Daher entschieden sich die Organisatoren dazu, die Veranstaltung als Webkonferenz durchzuführen.

✎   K ü f n e r u n d Dr . Ag s t en Thematisch wurde nahtlos an die Ergebnisse des ersten Weimarer FNN-Tages aus dem Juni 2019 angeknüpft. Denn schon zum damaligen Zeitpunkt waren die Weichen seitens des Gesetzgebers gestellt, das Netzausbaubeschleunigungsgesetz NABEG 2.0, nach dem die Maßnahmen zum Redispatch 2.0 bis zum 1. Oktober 2021 umgesetzt sein müssen, war zu diesem Zeitpunkt, genau am 5. April 2019, in Kraft getreten.   Bereits auf unserer VDE/FNN-Auftaktveranstaltung 2019 in Weimar konnten wir über 40 Teilnehmer begrüßen. An der Onlineveranstaltung jedoch beteiligten sich mehr als 70

Ronald Küfner ist Vorsitzender des VDE Bezirksvereins Thüringen.

Dr. Michael Agsten ist Fachgebietsleiter Netzleittechnik im Bereich Netzführung bei der TEN und Leiter eines VDE AK.

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Teilnehmer. Wir freuen uns natürlich außerordentlich über einen solch hohen Zuspruch, den wir als deutliches Signal interpretieren, dass wir mit diesem Veranstaltungsformat im Thüringer VDE Spektrum auf dem richtigen Weg sind.   Die fachliche Leitung lag bei Herrn Dr. Michael Agsten, dem Leiter der Netzleittechnik der TEN Thüringer Energienetze GmbH. Herr Leonhardt übernahm die Moderation des Chats.   Thematisch wurde der Bogen vom aktuellen Umsetzungsstand des ­Redispatch 2.0 bei TEN über die Mindestanforderungen des Datenaustausches der Anschlussnetzbetreiber hinsichtlich der steuerbaren und nichtsteuerbaren Einspeiseleistungen bis hin zum Netzsicherheitsmanagement/Einspeisemanagement per TASE.2 gespannt.   Im letzten Beitrag des Tages wurde über die Forderungen des unterfrequenzabhängigen Lastabwurfs (UFLA) nach dem EU Network Code und dem aktuellen Stand der Umsetzung der Datenlieferung in Thüringen über

die Informationsplattform der Bundesnetzagentur SMARD informiert.   Es entspann sich eine lebhafte Diskussion der Teilnehmer mit den Referenten.

Dank und Fortsetzung Insgesamt profitierte die Webkonferenz von einer hohen Professionalität der Referenten, der straffen Organisation sowie der hervorragenden Disziplin der Teilnehmer, für die wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken wollen.  Der VDE Bezirksverein Thüringen als Schirmherr der Veranstaltung wird sich aktiv für eine Fortsetzung dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe einsetzen. Für weiterführende Fragen und die fachliche Begleitung bei der Umsetzung der anstehenden Fachthemen stehen die Thüringer Arbeitskreise zur Verfügung. hin weis  Die Präsentationen k­ önnen über die geschützten VDE ­Mitgliederbereiche bezogen werden.


T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N T V I

Aktuelles

Richtlinien festgelegt NEUE S VON DER V DE REGION O S T- MI T T E Auch während der Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen gingen die Abstimmungen zum Aufbau der VDE Region Ost-Mitte (ROM) mit vollem Elan weiter. Die ROM wird gebildet vom Elektro­ technischen Verein (ETV) e.V. BerlinBran­denburg sowie den Bezirksvereinen Chemnitz, Dresden, ­Leipzig/Halle, Magdeburg, Lausitz sowie Thüringen.

Ronald Küfner ist Vorsitzender des VDE Bezirksvereins Thüringen.

✎   kü f n e r u n d B e rg er

Steigende Mitgliederzahlen sind Mass des Erfolges Für die Region Ost-Mitte ist ein ­Leiter hauptamtlich beim VDE e.V. angestellt und erfüllt vor allem eine koordinierende Funktion zwischen den ehrenamtlich arbeitenden ­Bezirksvereinen und den weiteren Organisationseinheiten des Verbandes. Bei Abstimmungen hat j­ eder Bezirksverein (BV) eine Stimme. Das Inkraft­setzen der Richtlinie bzw. Änderungen erfordern den einstimmigen Beschluss aller BV der Region.  Vom VDE e.V. erhält die ROM ein jährliches Budget. Es wird für die ­Finanzierung satzungsgemäßer Projekte der Region eingesetzt und dient dem Ziel der Umsetzung des Businessplanes, welcher im Wesentlichen eine deutliche Steigerung der Mitgliederzahlen beinhaltet. Ein einzelnes Regionenprojekt kann bis zu 50 Prozent aus dem Budget der ROM gefördert werden. Regionenprojekte

Dipl.-Ing. Ralf Berger ist Leiter der VDE Region Ost-Mitte.

Der erste VDE Fami­ lien­wandertag der ­Region Ost-Mitte am 5. September 2020 in Grimma soll die ­Mitglieder zusammenbringen. Die Einladung finden Sie auf den Webseiten des VDE.

Foto : © V DE ROM R alf B erge r/F r.  Sc hä f er

In mehreren Telefonkonferenzen legten die Beteiligten wichtige Punk­ te der Zusammenarbeit, der internen Organisation sowie die Durchführung von Projekten einschließlich deren Finanzierung fest. Entstanden ist ein Richtlinienpapier über die Zusammenarbeit, welches nunmehr von allen Vorständen der Bezirksvereine der Region Ost-Mitte unterzeichnet wurde. Die wichtigsten Eck­punkte sind im Folgenden auszugsweise beschrieben.

So läuft seit Mai das VDE Webinar IT-Sicherheit »Digitalisierung – Bist Du sicher?«. Diese zwölfteilige Webinarreihe ist eine Veranstaltung der Region Ost-Mitte. Casten Pinnow, ­Leiter des VDI/VDE Arbeitskreises »Sicherheit« und Kommis­sarischer Vorsitzender des ETV Ber­lin-­Branden­ burg führt darin in die Grundlagen der IT-Sicherheit ein. Die systematische und verständliche Vermittlung von Grundlagenwissen der IT-Sicher­ heit und Praxis soll Mut machen, ­Informationstechnik breit anzuArbeit des Präsidialrates wenden. Seit über zwei Jahren vertritt der Prä-   Bereits lange Tradition sind beim sidialrat die Regionen gegenüber ETV Berlin-Brandenburg die »Dondem Vorstand des VDE in Frankfurt. nerstagslektionen« zu jeweils einem Gegenwärtig übernimmt Herr Baum- aktuellen Thema. Diese monatlibach, 1. Vorsitzender des BV Chem- chen Veranstaltungen werden auch nitz, diese Aufgabe für die ROM. online angeboten.   Die Arbeit des Präsidialrates ­erfolgt im Ehrenamt und ist in der Weitere Aktivitäten Geschäftsordnung geregelt. Sofern In diversen Werbeveranstaltungen Informationen vom Präsidium als öffentlich eingestuft werden, infor- – vor allem in den Bereichen der miert das jeweilige Präsidialbeirats- Hochschulgruppen aber auch der korporativen Mitglieder – sollen mitglied die BV-Vorstände der ROM über die Tagesordnung und Ergeb- neue Mitglieder für die Arbeit im nisse der Sitzungen. Vorschläge und Verein gewonnen werden. Unser Anfragen der BV-Vorstände können BV Thüringen wird sich ­aktiv an der Arbeit des ROM beteiligen und hofft, jederzeit an das Präsidialbeirats­ mitglied gegeben werden. Die prak- dass auch viele seiner Mitglieder sich darin einbringen werden. tische Arbeit ist längst gestartet.

sind beispielsweise Veranstaltungen, aber auch Investitionen in Sachmittel, Leistungen und ähnliche Vorhaben, die dem Interesse der Region und der Erfüllung des Busi­ ness­pla­nes dienen. Jeder Bezirksverein kann einzeln oder gemeinsam mit anderen BV ein Regionenprojekt beim Leiter ROM beantragen. Zur Erläuterung sind eine Projektskizze und eine Kostenaufstellung einzureichen.

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Geschichte

T V I T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N

Aus der Geschichte der Elektrizität EINE Z EI T TA F EL VON DIP L .- ING . WA LT ER S CHO S SIG, L INDAU Vor 200 Jahren 1820: Ampère schlägt elektromagnetische Telegrafen vor und entdeckt die Kraftwirkung zweier stromdurchflossener Leiter aufeinander. Vor 190 Jahren 1830: Dampfmaschine erreicht in ­England  > 8 %. Vor 170 Jahren 1850: Erste Pferde-Eisenbahn fährt in New York (US).

Walter Schossig ist Mitglied des VDE-Vorstandes und der Redaktion.

Vor 160 Jahren 1860: Gaston Planté, Erfindung des ­Akkumulators Vor 150 Jahren 1870: Die installierte Leistung der Dampfmaschinen in Deutschland ­erreicht mit 2,48 Mio. PS gegenüber 1840 das 62-fache. Vor 140 Jahren 1880: Als Organ des 1879 g­ egründeten Elektrotechnischen ­Vereins erscheint erstmals die »Elektrotechnische Zeitschrift«. ⊕ Erstmalig wird in Deutschland ein Starkstrom­kabel, 7 × 4 mm2, für 220 V unter einer Straße hindurch verlegt. ⊕ Vorstellung eines Torsionsgalvanometers zur Messung größerer Ströme in der ETZ. ⊕ Etwa 1880: Entwicklung ­einer Elektrizitätswirtschaft beginnt. ⊕ Um 1880: Beginn der Anwendung des elektrischen Stromes in Hamburg aus privater Initiative mit der Beleuchtung einer Ausstellung, einer Eisbahn, einer Fabrik, von Hafenanlagen, des Rathauses und des Rathausmarktes Vor 130 Jahren 1890: In Berlin wird das Dreileiter­ system für Gleichstrom eingeführt. ⊕ Erstes Maschennetz in Deutschland zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ⊕ Inbetriebnahme der ersten öffentlichen Kraftwerke in Breslau und Königsberg ⊕ Feranti (UK) entwickelt 10-kV-Ein­ phasenwechselstromkabel mit wachsgetränkter Papierisolierung. ⊕ Inbetriebnahme KW Schiffbauerdamm, Berlin, BEW ⊕ C. E. L. Brown, Maschinenfabrik Oerlikon, Öltransformator bei Versuchen für die Kraftübertragung Lauffen–

1880 Als Organ des im Vorjahr gegründeten Elektrotechnischen Vereins erscheint ­erstmals die Elektrotechnische Zeitschrift.

1880 Vorstellung ­eines Torsionsgalvanometers zur Messung größerer Ströme in der ETZ

1890 Inbetriebnahme KW Schiffbauerdamm, Berlin, BEW

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Frankfurt/Main ⊕ Dolivo-Dobrowolky, AEG, Drehstrom-Transformator mit magnetischer Verkettung der drei Kraftlinien­ flüsse; Kerne im Dreieck angeordnet ⊕ C. Michalke, Vorrichtung zum Parallelschalten von Wechsel- und Drehstrommaschinen mit Hilfe von Phasenlampen mit gegenläufig zwischen die Generatoren geschalteten Glühlampen ⊕ Karl Nauendorf tauscht das Mühlrad seiner Mühle gegen eine Turbine mit Generator, ca. 5 kW bei 110 V Gs, und versorgte ­damit neben seinem Anwesen Rathaus, Kirche, Pfarrhaus und einige nahe­ge­le­ gene Gewerbebetriebe, eine Art Vorläufer der aktuell diskutierten Micro Grids. ⊕ Bei Versuchen mit einer Post­schnell­ bahn in den USA werden Geschwindigkeiten von 200 km/h erreicht. ⊕ November 1890: C. E. L. Brown installiert auf Werksgelände der MFO Versuchs­anord­ nung für Hochspannungsübertragung 40 000 V, 8 km. ⊕ 14.10.1890: Edison, Patent über Sicherung, »Fuse-Block« Vor 120 Jahren 1900: Speisung Sekundärrelais über Wandler ⊕ H. W. Smith und W. J. Baugh­ man, Sicherung mit Anzeigevorrichtung (Durchbrennen öffnet leichte Deckelklappe) ⊕ Kaliwerk der Gewerkschaft »Glückauf« Sondershausen betreibt in ihrer Zentrale drei Dampfmaschinen mit insgesamt 1 200 PS. ⊕ BBC zeigt auf der Weltausstellung in Paris ein Dampf­ turboaggregat. ⊕ Inbetriebnahme des ersten größeren Drehstrom-Elektrizitätswerkes mit 7,2 MW im KW Berlin-­ Moabit ⊕ ­R­awborth baut einen Wasserschalter. ⊕ V & H baut Röhrensicherung mit Fallrohr und Hochspannungs-Hörner-­ Leistungsschalter mit Stangenantrieb. ⊕ In dem aus dem Jahre 1871 stammenden Bürgerlichen Strafgesetzbuch wird für illegalen Entzug von elektrischer Energie Geldstrafe und auch Freiheitsentzug bis zu fünf Jahre eingefügt. ⊕ Hans ­Dominik tritt bei S & H in die Abteilung für Beleuchtung und Kraft ein. ⊕ Bildung der Normalienkommisson für elektrische Maschinen und Transfor­ma­ toren ⊕ A. Aichele, BBC, kombiniert erstmalig einen Ölschalter mit einer automatischen Überstromauslösung durch primäre Hauptstrom-Maximal­relais. ⊕ F. Schrottke, Siemens, entwickelt den

Stromtransformator Modell N 51 zur Messung von Strömen bis 1 000 A und 3 kV. ⊕ Dolivo-Dobrowolsky entwickelt die Entionisierungskammer für Schalter. ⊕ Fertigung Hochspannungstafeln und ausschaltbare Hochspannungssicherungen »System Bert­ram«, V & H. ⊕ Elektrizitätswerk Südthü­ringen Eisfeld wird errichtet. ⊕ Wasser­kraftwerk »Fernmühle« Ziegenrück liefert über eine Entfernung von zwei Kilometern den ersten Drehstrom mit einer Spannung von 10 kV zur örtlichen Holzstoffabrik. ⊕ Bertram, V & H, konstruiert seinen Hörnerschalter mit einem feststehenden und einem beweglichen Horn. Vor 110 Jahren 1910: Fertigstellung WKW Mihla mit drei Francisturbinen und 220-V-Ds-­Synchron­ ­generatoren je 150 kVA ⊕ Gründung Städtische technische Werke Zeulenroda ⊕ Gründung der Saale-­Elek­tri­zitäts­werk GmbH, Saalfeld ⊕ Die Hotpoint, der erste Elektroherd, wird hergestellt, ­General Electric (GE). ⊕ Gründung des Überlandwerkes Elektrizitätswerk Eisdorf, spätere LKH Osterode ⊕ Um 1910: Aus mnemotechnischen Gründen werden die Farben der damals gültigen Briefmarken des entsprechenden Pfennigwertes der Deutschen Reichspost als Kennfarbe des Sicherungsnennstromes verwandt. ⊕ 24.11.1910: Gründung des Thüringischen Elektrotechnischen Vereins ⊕ 19.12.1910: Pichler, Sonns und Vidmar, EW Weiz (A), melden Patent über »Transformator für die Umwandlung von zweiphasigem Wechselstrom in dreiphasigen und ­umgekehrt«, ist als Sonns-Schaltung bekannt geworden. Vor 100 Jahren Dezember 1920: GOELRO-Plan zur Elektrifizierung Russlands, Lenin erwartet dadurch den endgültigen Sieg der Revolution durch sein Postulat »Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes«. ⊕ 1920: Beginn der Entwicklung der Druckluftleistungsschalter in Europa Vor 90 Jahren 1930: Einführung Schutzmaßnahmen gegen zu hohe Berührungsspannung ⊕ Markt und Mengele, Österreichisches


T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N T V I

Patent, Bündelleiter (erst 20 Jahre später in Schweden bei 400 kV angewendet) ⊕ Gutachten von Millers entwirft ein 220-kV-Netz mit westlicher Nord-­ Südschiene zur Verbindung der Braunund Steinkohle-Kraftwerke des Rheinisch-Westfälischen Reviers mit den Wasserkräften in Süddeutschland, ­Österreich und der Schweiz, die östliche Nord-Süd-Schiene verbindet Sachsen mit Bayern. ⊕ Bau 100-kV-Anlage Bleicherode, und ESAG erwirbt das KW Bleicherode, 25 MW. ⊕ Dr. Paul Meyer A.-G. fertigt Überstromrelais mit ein­ge­bau­tem Strommesser. ⊕ Inbetriebnahme der Zugspitzbahn ⊕ Errichtung der Saalekaskade ⊕ Beginn des Schaltanlagenbaues mit ölfreien bzw. ölarmen Leistungsschaltern in Deutschland ⊕ V. M. Montsinger, GEC, studiert das Verhalten von Isolierstoffen bei höheren Temperaturen und entwickelt »8 K Formel«. ⊕ Fertigung des tragbaren Präzisions-­ Stromwandlers Form ML, AEG, in den Abmessungen der tragbaren Präzisions­ messgeräten ⊕ AEG stellt Präzisions-­ Durchsteck-Stromwandler vor. ⊕ Entwicklung des Wälzsektoren-Schnell­ reglers bei MFO ⊕ Wasser gelangt durch die Entwicklung des weltweit ersten Expansionsschalters für Mittelspannung, Schaltwerk Berlin, Siemens, zum Einsatz. ⊕ Inbetriebnahme UW Steglitz, Berlin, BEWAG ⊕ 1930er-Jahre: Einsatz von polychlorierte Biphenyle (PCB) in der Elektrotechnik ⊕ Um 1930: Versuch, Röhrenrelais in Distanzrelais aufzunehmen ⊕ Etwa 75 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind mit Elektrizität versorgt. ⊕ Erkenntnisse über Netzregelung, indem nur die Übergabeleistung im Verbundnetz geregelt wird ⊕ Erste Verwendung von unter Last regelbaren Leistungs-Transformatoren in deutschem EVU ⊕ Fertigung des Langstabisolators in Hermsdorf ⊕ 19.9.1930: ASW und Dresdner Stadt­ werke nehmen PSW Niederwartha mit zunächst 60 MW in Betrieb (im Endausbau 224 MW), erstes großes PSW ohne natürlichen Zufluss. ⊕ 8. 10. 1930: Inbe­ triebnahme KW West, BEWAG, in Berlin.

–Jena eingeschleift. ⊕ Auf dem Gradpa’s Knob, einem luftigen Hügel in der Nähe von Rutland im amerikanischen Bundesstaat Vermont, wird größte Windkraftmaschine der Welt (1,25-MW-­ Generator) erbaut. Vor 70 Jahren 1950: Fernsteuerung in Wählertechnik ⊕ Erste 380-kV-Freileitung in Europa Harsprånget–Hallsberg (S) ⊕ Siemens führt mit dem V-Trennschalter die Errichtung von 110-kV-Freiluftanlagen in ­portalloser Bauweise ohne zusätzliche Hilfskonstruktionen ein. ⊕ Vorstellung des Prinzips des Thyristors, William Shockley ⊕ Inbetriebnahme des – heute dienstältesten Stufenschalters der Welt – Typ OILTAP DIII, MR, im UNIPER-Ölkraftwerk Ingolstadt ⊕ Fertigung Relais-­Prüf­ einrichtung RRa5 und RRa7,5, ZERA ⊕ Nach 1950: Aufnahme der Fehlerstrom­ schutzschaltung sowie des Schutz­ leitungssystems als Schutzmaßnahme ⊕ 8. 9. 1950: Mitglieder der DVG und zehn Hersteller von Hochspannungs-­ Netzkomponenten schließen sich zur 400-kV-Forschungsgemeinschaft e.V. (400-kV-FG) zusammen. Vor 60 Jahren 1960: Beginn des Energieaustausches in größeren Umfang in den sozialistischen Staaten (DDR, ČSSR und VR Polen) über 220 kV mit Inbetriebnahme der 220-kV-Leitungen Zwönitz (DDR)–Vyskov (ČS), 2 × 415 MVA, und Berzdorf (DDR)– Mikolowa (PL), 2 × 310 MVA, sowie Liskovec (ČS)–Skawina (PL), 290 MVA ⊕ Einführung der teilstarren Sternpunkt­ erdung im 220-kV-Netz der DDR ⊕ Gründung der PEHLA als Vereinigung der Hochleistungsprüffelder Deutschlands und der Schweiz durch AEG, Calor-­Emag, Conti Elektro, Voigt & Haeffner und ­Siemens ⊕ T. A. Bochold, Anwendung der Supraleitfähigkeit ⊕ Beginn der grundlegenden Forschung und Entwicklung in der SF6–Technologie bei Siemens

Vor 50 Jahren 1970: Erster Mikrowellenherd »Micromat«, AEG ⊕ Erster BBC-Lastverteiler Vor 80 Jahren mit Doppelrechner ⊕ Entwicklung und 1940: 220-kV-Leitung Dieskau–Remp- Fertigung des Bürdenmessgerätes BMG, BRA ⊕ Lapp führt Numernkabeln tendorf–Ludersheim bei Nürnberg bis ein. ⊕ Bildung der Energiekombinate zur österreichischen Grenze, St. Peter bei Braunau am Inn ⊕ Inbetriebnahme Nord, Mitte, Ost, West und Süd ⊕ Entder 110-kV-Reichsbahnleitung Nürnwicklungsbeginn der Mikroprozessorberg–Zapfendorf–Steinbach am Wald– technologie ⊕ Mit der Einführung inteRothenstein–Großkorbetha ⊕ Tröglitz grierter Schaltkreise kommt es zu einem bei Zeitz wird in 110-kV-Leitung Böhlen Quantensprung in der Schutzrelaistech-

Geschichte nik. ⊕ Besatzung von Apollo 13 kann mit dem Rechenschieber schneller rechnen, als die damaligen elektronischen Rechner ⊕ Erste gekapselte SF6-Schaltanlage für 245 kV in Deutschland, BBC

1920 Plan zur Elek­tri­ fizierung Russlands, Lenin erwartet dadurch endgültigen Sieg der Revolutio: »Kom­mu­nis­ mus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifi­ zierung des ganzen Landes«.

1930 Dr. Paul Meyer A.-G. fertigt Überstromrelais mit eingebautem Strommesser.

1950 Erste 380-kVFreileitung in Europa Harsprånget–Hallsberg, Schweden

1950 Fertigung Relais-­ Prüfeinrichtung RRa5 und RRa7,5, ZERA

Vor 40 Jahren Winter 1980/81: Einsatzkräften der ­Sowjetarmee gelingt es, Störung an der Kohlebahn im HKW Gotha/Ost, EKS, mit einer »Eimerkette« zu überbrücken und ein Ausgehen der Kessel zu verhindern. Vor 30 Jahren 1990: Markteinführung des digitalen Distanzrelais PD 551 und Überstromzeitschutzes PM 481 und. PS 451 sowie Diff.-Schutzes PQ 721, AEG, sowie des elektronischen Erdschlussrichtungs­ relais ERER, EAW ⊕ Normierung wichtiger Leittechnik-Schnittstellen ⊕ VDEW-­ Empfehlungen zur Signalisierung und Bedienung digitaler Netzschutzeinrichtungen ⊕ Gründung der VEAG als Rechtsnachfolger der ehemaligen DDR-Kombinate Braunkohlenkraftwerke Peitz und Verbundnetze Berlin ⊕ Umwandlung der Energiekombinate Erfurt, Gera und Suhl in die Aktiengesellschaften ENAG, OTEV und SEAG ⊕ Abschaltung der DDR-­Kern­ kraftwerke Greifswald und Rheins­berg mit 1 830 MW ⊕ Auf Helgoland und ein Jahr später beim Windpark Westküste gehen die beiden größten Windkraftanlagen Deutschlands mit jeweils 1,2 MW in Betrieb. ⊕ 15.9.1990: Gründung Förderverein ELEKTROMUSEUM Thüringer Museum für Elektrotechnik Erfurt e.V. Vor 20 Jahren 2000: Wartungsfreier Vakuumschalter mit Magnetantrieb, ABB ⊕ 30.9.2000: Eröffnung des Museums für Elektrotechnik in Erfurt ⊕ 10.12.2000: Eröffnung »Umspannwerk Recklinghausen – ­Museum Strom und Leben« VEW/RWE Vor 10 Jahren 2010: CMC 850, OMICRON, ist weltweit erstes Gerät fürs Prüfen in IEC-61850Umgebungen ⊕ 18.9.2010: Synchronisierung des türkischen 400-kV-Netzes, TEIAS, mit dem Verbundnetz Continental Europe, CE, der ENTSO-E über zwei 400kV-Leitungen nach Bulgarien und einer 400-kV-Leitung nach Griechenland WIRD FORTGESE T Z T

2010 CMC 850 ist weltweit erstes Gerät für das Prüfen in IEC 61850Umgebungen, OMICRON

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Kontakt Walter Schossig: www.walter-schossig.de info@walter-schossig.de


Elektrische Wiedervereinigung

T V I T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N

Die Trennung überwunden 25 JA HRE EL EK T RIS CHE W IEDER V EREINIGUNG DEU T S CHL A ND S Im Jahre 1995 kam es nach einer 40-jährigen Trennung des Verbundnetzes sowie nach ­einer 50-jährigen Trennung des Bahnnetzes zur »Elektrischen Wiedervereinigung«.

✎   Wa lte r S cho ss ig Erinnert wird an die Entstehung des Verbundnetzes, der Abtrennung Westberlins und der Verbindungsleitungen DDR–BRD, die Entwicklung in Ost und West sowie die Parallelschaltung.

Walter Schossig ist Mitglied des VDE-Vorstandes und der Redaktion.

Schematische ­Darstellung der 220-kV-Reichs­ sammelschiene aus dem Jahr 1941. BILD LINKS

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Die Entwicklung von der ortsgebundenen Versorgung zur Überland­ versorgung – sie fiel in die Zeit etwa von der Jahrhundertwende bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges – war durch die Kleinstaaterei gehemmt. Nach der Errichtung der Mittelspannungsnetze machte sich nach dem Ersten Weltkrieg deren Verknüpfung durch Hochspannungsleitungen dringend notwendig. Dem diente das Reichsgesetz von 1919, welches das Reich ermächtigte, das Eigentum oder das Recht der Ausnutzung von Anlagen, welche zur Fortleitung mit 50 kV und mehr bzw. Erzeugung mit Leistungen von 5 MW und mehr zu übernehmen.   Gemäß einem Vertrag von 1924 zwischen der Thüringer Elektrizitäts-­ Lieferungs-Gesellschaft AG (ThELG), Gotha, und der Preußischen Elektrizitätswerk A.-G. kam es 1925 zum Bau einer 60-kV-Kuppelleitung zwischen dem Kraftwerk (KW) Breitungen (Thüringen) und dem KW Borken (Hessen). Ein Jahr später erfolgt mit der Inbetriebnahme der 100-kV-­ Leitung Jena–Zeitz–Böhlen die

Distanzschutz RD10, EAW, UW Katharinenberg, 30-kV-Leitung Wanfried

­ nbindung Thüringens an Sachsen. A   Nachdem 1936 ein Übereinkommen der Bayernwerk A.-G. (BAG) mit der Thüringenwerk A.-G. über eine gegenseitige Stromlieferungshilfe getroffen wurde, ermöglichte bereits ein Jahr später die Inbetriebnahme

H in t ergru nd Graf i k: © I n dust ryA ndTrav el (A d obe Sto ck) , A bbildungen: Walter Schoss ig

Beginn des Verbundnetzes


T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N T V I

der 110-kV-Leitung Neuhaus–Kulmbach den Stromaustausch zwischen Thüringen und Bayern.   Im Jahr 1941 wird das mitteldeutsche Braunkohlengebiet durch die 220-­kV-Doppelleitung Remptendorf (Thüringen) – Ludersheim (Bayern) – Ernsthofen (A) mit den bayrischen und österreichischen Wasserkraftwerken verbunden. 1943 wird die Verbindung Mitteldeutschland im Raum Magdeburg gebaut.

Elektrische Wiedervereinigung

Reproduktion eines Auszuges aus der Hessisch-­ Niedersächsischen Allgemeine vom 18. April 1984

Graf i k »2 5«: © f i nal 09 ( A d obe S to ck )

Trennung des Verbundnetzes in Ost und West Mit der Kapitulation des Deutschen Reiches und dem Wirksamwerden des Potsdamer Abkommens beginnt die unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Besatzungszonen. Dies führt im April 1946 im Umspannwerk (UW) Remptendorf (Thüringen) zur Demontage der Abgänge Haupt- und Regeltransformator 1 und der Leitung 298 nach Ludersheim im Rahmen der Reparationsleistungen an die Sowjetunion.   Am 5. März 1952 veranlasst die DDR-Regierung die Abtrennung Westberlins innerhalb von wenigen Stunden sowie die Unterbrechung der Elektroenergielieferung aus dem KW Breitungen zum Überlandwerk Rhön (ÜWR) ohne Vorankün­ digung.   1954 erfolgt die Trennung des DDR-Verbundnetzes vom BRD-Netz, indem die 110-kV-Leitung Hage­ now–Boizenburg–Bleckede vor der Elbkreuzung durchschnitten und die 110-kV-Leitung KW Harbke – UW Helmstedt sowie die 220-kV-­ Leitung Magdeburg–Helmstedt ­jeweils vor der Grenze unterbrochen wurden. Außerdem wurde die »220-kV-Reichs­sammelschiene« beim UW Remptendorf getrennt. Das BRD-Netz wurde 1951 Bestandteil der Union für die Koordinierung der Erzeugung und des Transportes

elektrischer Energie (UCPTE) und das DDR-Netz 1962 Teil des Vereinigten Energiesysteme (VES) »Frieden« des Ostblockes.

Stromlieferung von Ost nach West Im Gegensatz zu dieser großen Linie wurde die Stromlieferung von Thüringen in die damalige BRD nie ganz unterbrochen.

ELEKTRISCHE WIEDERVEREINIGUNG

1995–2000

Umspannwerk (UW) Wolkramshausen, 110-kV-Schaltfeld Neuhof 1

Zurückzuführen ist dies auf einen Vertrag des Herrn von Scharfenberg aus dem Jahre 1913 über Lieferung von Strom von den Wasserkraftwerken Falken (Thüringen) und Wanfried (Hessen) zur ÜLZ Mühlhausen. Daraus wurde später ein Liefer- und Rückliefervertrag mit den Werramühlen Wanfried. Die Überlandzen­ trale (ÜLZ) Mühlhausen betrieb über die Landesgrenzen Thüringen-Hessen die 10-kV-Leitungen Döringsdorf–Spinnhütte–Wanfried sowie Großburschla–Altenburschla und das Elektrizitätswerk (EW) Wanfried die 10-kV-Leitung Wanfried–Falken– Fortsetzung Seite 10 Mihla.


Fortsetzung von Seite 9

Als 1952/53 die grenzüberschreitenden Stromversorgungsleitungen außer Betrieb genommen werden, blieben sie für den »Energieexport« bestehen. Durch das Energiekombinat Erfurt (EKE) wurden 1970 und 1980 zwei 30-kV-­Leitungen vom UW Katharinenberg (Thüringen) zum EW Wanfried (­ Hessen) errichtet.   Im Harz versorgte die EV Bleiche­ rode die Licht- und Kraftwerke Harz (LKH) und das Stadtwerk Bad Sachsa. Diese waren ebenfalls schon vor 1945 Kunden der ÜLZ Bleicherode. Die Versorgung erfolgte nun vom UW Klettenberg und vom Elektrizitätswerk (EW) Ellrich über 10 bzw. 15 und später 20 kV. Im EW Ellrich wird 1983 zur Verbesserung der Spannungsverhältnisse extra ein 20-kV±16%/20-kV-Regeltransformator, 10 MVA, zur Speisung von Röseberg (BRD) in Betrieb genommen.   Mit steigender Leistung wurden zusätzlich vom UW Wolkramshausen (Thüringen) zum UW Neuhof (Niedersachsen) im Jahre 1985 eine 110-kV-­ Doppelleitung errichtet und beim LKH in Neuhof ein Frequenzumrichter, 2 × 5,2 MW, aufgestellt, um die Frequenzschwankungen des ost­ europäischen Netzes auszugleichen.   Diese sogenannte »Westversorgung« besaß für die DDR-Wirtschaft eine hohe Priorität. Zum einen durf-

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ten Fehler im BRD-Netz keine Auswirkungen auf das DDR-Netz haben, und zum anderen war wegen der für die DDR sehr wichtigen Devisen eine hohe Versorgungszuverlässigkeit gefordert. Die über das BRD-­ Gebiet verlaufende 110-kV-Doppelleitung vom UW Remptendorf (Thüringen) nach Neuhaus/Schierschnitz

Tagesdiagramm des Frequenzverlaufs aus dem Jahr 1993 BILD OBEN

Deutsches Verbundnetz, 50 Hz, Stand: 1. Januar 1996 BILD UNTEN

(Thüringen) musste stillgelegt und durch eine neu zu bauende 110-kVDoppelleitung Taubenbach–Sonneberg 1980 ersetzt werden.   Da Material in der DDR immer ­einen Engpass darstellte, wurde e­ xtra eine Störreserve für die Westversorgung vorgehalten. Die Entwicklung der Energielieferungen vom Energiekombinat Erfurt (EKE) in die Bundesrepublik Deutschland von 1951 bis 1989 zeigt diese Übersicht: Jahr Energielieferung 1951 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 38 GWh 1952 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 15 GWh 1955 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca.15 GWh 1960 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 20 GWh 1970 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 34 GWh 1980 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 70 GWh 1986 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 170 GWh 1989 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 175 GWh

»Elektrische ­Wiedervereinigung«

Karte : © DVG ( modi f iz ie rt )

Elektrische Wiedervereinigung

Im März 1988 kam es zu einem Vertrag zwischen der PreussenElektra AG, der BEWAG und der DDR-Außenhandelsgesellschaft INTRAC über den Bau einer 380-kV-Leitung Helmstedt – Wolmirstedt bei Magdeburg – Berlin (West) und der Einrichtung einer Gleichstromkurzkupplung in Wolmirstedt zur Kupplung mit dem 220-kV-Netz der DDR. Während die


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Gleichstromkurzkupplung (GKK) durch die Wende gegenstandslos und dessen Bau abgebrochen wurde, stellte die 380-kV-Leitung eine wichtige Verbindung für die Ankopplung des DDR-Netzes und später auch des Netzes der CENTREL-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn) an das UCPTE-Netz dar. Leitungen der ­W iedervereinigung, Nähe Gotha, 380 kV, 50 Hz und 110 kV, 16 ⅔ Hz BILD LINKS

Als erster Teilabschnitt des im März 1988 geschlossenen Vertrages geht am 3. Oktober 1989 die 380-kV-­ Leitung Helmstedt–Wolmirstedt ­zunächst mit 220 kV für einen Richtbetrieb aus der BRD in die DDR in ­Betrieb. Nach den 1989 und 1990 eingetretenen Veränderungen war elektrische Leistung im VEAG-Netz frei, und diese Leitung wurde unter Einbeziehung eines Systems der 380-kV-Leitung Ragow–Wolmirstedt für einen 220-kV-Richtbetrieb von Blöcken des KW Lübbenau in Richtung Helmstedt benutzt.   Im August 1990 wurde der Stromvertrag zwischen der DDR, der Treuhandanstalt, PreussenElektra, RWE und BAG abgeschlossen. Im Dezember 1993 sind die Voraussetzungen in den Kraftwerken der VEAG, so u. a. Regelfähigkeit nach UCPTE-Anforderungen und 520-MW-Primär- und 380-MW-Sekundärregelleistung, für die Parallelfahrweise mit dem UCPTE-Netz abgeschlossen.   Auf den Tag genau 51 Jahre nach der ersten Leitung zwischen Bayern und Mitteldeutschland geht schließlich am 20. Dezember 1991 die 380kV-Verbindung Redwitz–Remptendorf (zunächst nur mit 220 kV) in Betrieb.

Schutz Umspannwerk Remptendorf, Abg. Redwitz 253/254, Hauptschutz Distanzrelais PD551 mit AWE-Zusatz RM1-80, AEG und Reserve­ schutz Leitungsdiff. 7SD512 mit Signal­ übertragungsgerät SWT2000D, Siemens BILD RECHTS

Langfassung dieses Textes mit Quellen­ angaben ­unter: www. ak-­s tromgeschichte-­ thueringens.de

Mit der Fertigstellung der drei 380-kV-Verbindungsleitungen Helm­ stedt (Niedersachsen) – Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt), Mecklar (Hessen) – Vieselbach (Thüringen) und Redwitz (Bayern) – Remptendorf (Thüringen) und umfangreichen Regelversuchen sowie Nachrüstung von Frequenzsteuereinrichtungen in den Kraftwerken der Vereinigten Energiewerke AG (jetzt 50Hertz Transmission) waren die Voraussetzungen für die Parallelschaltung gegeben.   Der Bau der 380-kV-Leitung Mecklar – Vieselbach hatte sich auf hessischem Gebiet erheblich verzögert. Am 8. September 1995 schließlich konnte das Unter-Spannung-Setzen dieser Leitung mit Prüfung der Phasengleichheit erfolgen.   Am Mittwoch, dem 13. September 1995, wird 9.31 Uhr die Inselschaltung des VEAG-Netzes hergestellt. Um 9.34 Uhr wird die Parallelschaltung über die 380-kV-Leitung Helmstedt – Wolmirstedt im UW Helmstedt durch Einschaltung des 380-kV-Kup­ pelschalters mit dem UCPTE-Netz vorgenommen. (Am 1. Juli 1999 wurde das UCPTE-Netz in das UCTE-Netz ­umbenannt und ist heute Bestandteil des ENTS-E-Netzes.) Danach erfolgte die Einschaltung der 380-kV-Verbindung Mecklar–Vieselbach und der mit 220 kV betriebenen 380-kV-Leitung Redwitz-Remptendorf. Damit war die »Elektrische Wiederverei­ nigung Deutschlands« im 50-HerzNetz vollzogen.

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Elektrische Wiedervereinigung   Die Parallelschaltung der 110-kV16 ²⁄3-Hz-Bahnnetze der ehemaligen Deutschen Bundesbahn (DB, BRD) und der ehemaligen Deutschen Reichsbahn (DR, DDR), war schon am 14. März 1995 um 15.06 Uhr über die Leitung Lehrte (Niedersachsen) – Heeren (Sachsen-Anhalt) erfolgt. Der erste Synchronisierversuch war bereits 13.28 Uhr gelungen. Damit waren erstmalig nach ebenfalls 50 Jahren der Trennung die 110-kV-Bahnener­ gienetze wieder verbunden. Die ­Inbetriebnahme der Bahnstromleitung von der thüringischen Landesgrenze bei Eisenach bis nach Bebra erfolgte am 29. Februar 1996, und am 23. Juni 2001 wurde mit der dritten Leitung Saalfeld–Weimar zwischen alten und neuen Bundesländern die Versorgungszuverlässigkeit

im 110-kV-Bahnnetz weiter gesteigert. Bei der Trassenauswahl wurde dem Prinzip entsprochen, Energieversorgungsleitungen zu bündeln. Die 110-kV-Bahnstromleitungen verlaufen – soweit möglich – parallel zur 380-kV-Drehstromleitung und an der Landesgrenze Hessen-Thüringen sogar auf einem gemeinsamen Gestänge. Mit dem Verbund der ­Österreichischen Bundesbahnen stellt das 110-kV-Netz DB/ÖBB aufgrund der Stromkreislänge von 21 000 km und der flächenmäßigen Ausdehnung das größte, gelöscht betriebene Hochspannungsnetz der Welt dar.


Informationen

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P ROF. DR.  S CHNE T T L ER NEUER V DE P R Ä SIDEN T

12.10.2020: Dr.-Ing. habil. Matthias Sturm, TEAG Thüringer Energie AG, Thema: »Kohleausstieg – Was tun? Auf dem Wege zum Zielsystem?« ⊕ 19.10.2020: Dipl.-Ing. Steffen Nicolai, Fraunhofer-Institut, Thema: »Lern­ labor Cybersicherheit – ­Energie- und Wasserversorgung« ⊕ 26.10.2020: Dr. Uwe Braun, Jenbacher gas Engines, INNIO, Jenbacher GmbH Franken­ thal, Thema: »Dekarbonisierung mit Gasmotoren-KWK« ⊕ 2.11.2020: ­Dipl.-Ing. Eric Markweg, avatera­ medical Mechatronics GmbH, Thema: »The German Robot – System für die robotisch ­assistierte minimalinvasive Chirurgie – Made in Thüringen« ⊕ 9.11.2020: Dipl.-Ing. Till Sybel, A. Eberle, Thema: »Die PQ-Box-Familie von A. Eberle – Zielstellung und Anwendungen« ⊕ 16.11.2020: Dr. rer. nat. Götz Ruprecht, Institut für Festkörper-Kernphysik Berlin (IFK), Thema: »Der Dual Fluid Reaktor – ein neues Konzept für einen Kernreaktor« ⊕ 23.11.2020: M. Phil. Litt. Wolfgang Weber, EXCO Jena, Thema: »Einsatz und IT-Sicherheit von Sensoren bei der Digitalisierung: Anforderungen an Hersteller und Geräte unter besonderer Berücksichtigung der Medizintechnik und Pharmazietechnik« ⊕ 30.11.2020: Prof. Dr. Eduard Heindl, HS Furtwangen, Thema: »Der Lage­ energiespeicher, ein mechanischer Speicher, der mehrere GWh elektrische Energie speichern kann« ⊕ 7.12.2020: Univ.-Prof. Dr. ir. Rik W. De Doncker, RWTH Aachen, Thema: »High-Power DC-DC Converters for Medium-Voltage Distribution Grids« ⊕ 14.12.2020: M. Sc. Karsten Fuchs, Technische Universität (TU) Ilmenau, Promotionsstudent, Thema: »Gleichspannungsbeanspruchung von ­polymeren Isolierstoffen«

Prof. Dr. Armin Schnettler (57) ist ab 1. Juli 2020 neuer VDE Präsident. Schnettler, CEO New Energy Business bei Siemens Energy, tritt damit turnusgemäß die Nachfolge von Dr. Gunther Kegel, CEO Pepperl +  Fuchs AG, an, der als Präsident zum Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) wechselt.

✎   VDE- Pre sse m i t t ei lu ng Schnettler ist seit vielen Jahren im VDE aktiv und trieb als Vorstandsmitglied der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (VDE ETG) maßgeblich die Themen Energieversorgung der Zukunft und Netzausbau voran. »In meiner Amtszeit als VDE Präsident möchte ich den VDE noch stärker auf die Themen der Nachhaltigkeit

F oto : © VDE

Safety, ­Security und Sustainabilityn

+++ TE RM I NE +++

Prof. Dr. Armin Schnettler, CEO New Energy Business bei Siemens Energy, ist ab 1. Juli 2020 neuer VDE Präsident.

und ›Energy of the Future‹ sowie ­Safety und Security ausrichten. Ich freue mich, dass ich im Netzwerk VDE zusammen mit mehr als 100 000 ehrenamtlichen Experten und 1 500 Unternehmen Technologien für eine lebenswerte Zukunft vorantreiben kann. Gemeinsam streben wir an – und ich habe keinerlei Zweifel daran, dass uns das auch gelingen wird – der neutrale und kompetente technisch-wissenschaftliche Partner für die Industrie, die Politik und insbesondere die Gesellschaft zu werden«, umreißt der neue VDE Präsident ­seine Ziele. gekürzt VDE Verbandsgeschäftsstelle Stresemannallee 15 60596 Frankfurt am Main E-Mail: vorstand@vde.com

Herzliche Einladung! T HÜRINGER V DE S Y MP O SIUM 2 0 2 0 IN ERF UR T Unter Beachtung nötiger Hygie­ne­ T h e m e n : ⊕ Gleichstrom­ forderungen wird der Bezirksversorgung von verein Thüringen sein 18. VDE Endverbrauchern in Nieder- und Symposium am 12. November Mittelspannungs­ 2020 im Atrium der Stadtwerke netzen Erfurt durch­f ühren und sich ⊕ Aktueller Stand und Entwicklung thematisch der aktuellen DC-­ der VDE Normungs-­ Entwicklung widmen. Motto: Roadmap Gleich»Gleichstrom in der Energie­ strom ⊕ Fehlererkennung versorgung: Renaissance oder in DC-Netzen Phantasie«.

⊕ Gleichstrom­

✎   VDE BV T hü r i ng en Nachdem sich spätestens seit der Chicagoer Weltausstallung 1893 die Wechselspannung im »Stromkrieg« zwischen Edison und Tesla entscheidend durchsetzen konnte, steht die gegenwärtige Entwicklung der DC-Netze und -Anwen-

kopplung von ACHochspannungs­ verteilnetzen ⊕ Materialunter­ suchungen und ­A lterungsverhalten von Kabel- und Leitungsisolie­ rungen bei DC ⊕ HGÜ-DC-Systeme

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dungen vor einer Renaissance. PV-­Einspeisungen, E-Mobilität und eine Vielzahl von modernen DC-­Anwendungen bis in den HGÜ-­ Bereich bringen das Zusammenwachsen der verschiedenen Systeme in Reichweite, stellen auch teilweise unerwartete Herausforderungen an die Ingenieure. So zeigen z. B. aktuelle Forschungsprojekte an der Technischeb Universität (TU) Ilmenau, dass Isolierstoffe im Gleichspannungsfeld gegenüber einem Wechselspannungsfeld ein anderes Alterungsverhalten aufweisen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf ein Symposium mit hohem fachlichen Niveau.

Vortragsreihe »Aktuelle Heraus­forderungen der Elektrischen Energie­ technik« der TU Ilmenau

t e r m i n : Hörsaal 2, K­ irchhoff-Bau, ­C ampus der Technischen Universität (TU) Ilmenau, ­Gustav-Kirchhoff-Straße 1, Winter­semester 2020, jeweils an den ­verfügbaren Montagen 17.00–18.30 Uhr V e r a n s ta lt e r : Institut für Elektrische Energie- und ­S teuerungstechnik, VDE Hochschulgruppe an der TU Ilmenau mit Unterstützung des Elektrotechnik und Informationstechnik e.V.


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VDE TecSummit

F oto : © Jonas Qui nqu e

Heiße Gespräche ­begleiteten die TecSummit im ­Februar dieses Jahres in Berlin.

Blick in die Zukunft wagen V DE T EC SUMMI T IN BERL IN Am 26. und 27. Februar 2020 bot die VDE TecSummit in der Arena Berlin wieder viele Möglichkeiten, sich aus erster Hand von Top-­ Speakern in 28 Sessions, vier ­parallelen Vortragsreihen und drei Plenarvorträgen zu Themen wie Mobility, Future Technologies, Cybersecurity, ­Industry und ­Energy zu informieren.

✎   A rno D orl Speziell für unsere Hochschulgruppe war natürlich die Get-Together Party interessant, welche bereits am 25. im »James June« stattfand. Für ein solch umfangreiches Programm war es kein Problem, Interessierte zu finden. Aufgrund des Termins war allerdings nicht von Anfang an klar, ob jeder mitreisen könne, da die Prüfungstermine noch nicht ­bekannt gegeben waren. Glücklicherweise konnte die letzte Prüfung des Semesters am Vormittag der ­Abreise geschrieben werden und somit unsere Reise nach Berlin mit neun Mitgliedern der Hochschulgruppe beginnen. Gereist wurde

Arno Dorl ist ­S tudent an der Ernst-Abbe-­ Hochschule Jena und aktives Mitglied der dortigen VDE Hochschulgruppe.

­ limafreundlich mit dem ICE, zur k Freude aller ohne nennenswerte Pannen oder Verspätungen. In Berlin bezogen wir unser Quartier in dem Meininger East Side Gallery Hotel und hatten einen tollen Blick auf den Fernsehturm. Anschließend begaben wir uns auf den Weg zur Get-Together Party. Dort konnten wir nach der Begrüßung den ersten interessanten Vorträgen folgen, ­unter anderem vom Präsidenten des VDE, Herrn Dr.-Ing. Gunther Kegel. Nach den Vorträgen gab es ein leckeres Buffet und die eigentliche Party, mit Musik vom DJ und der Möglichkeit, mit anderen VDE Mitgliedern und Ausstellern in Austausch zu kommen.

Lichtshow und Vorträge An den darauffolgenden zwei Tagen nahmen wir an vielen informativen Fachvorträgen teil und gewannen dabei viele neue Eindrücke, beispielsweise zum Testen von SPS-Anlagen auf Sicherheitslücken sowie deren Meldung und der Umgang mit ihnen in der Praxis. Zum Abschluss des ersten Tages gab es zum Plenum 13

»Pictures of the Future« noch inte­ ressante Vorträge verschiedener Top-Speaker, unter anderem von Dr.-Ing. Gunther Kegel, Prof. Dr. ­Armin Schnettler (EVP und CEO Next Energy Business, Siemens Energy) und Dr. Roland Busch (Deputy CEO, CTO, CHRO, Member of the Managing Board, Siemens AG). Daran schloss sich als weiteres Highlight die »Tec Summit Night 2020« an – eine effektvolle Party mit tollen Lightshows und vielen tollen Live-Acts.   Auch am zweiten Tag gab es jede Menge Möglichkeiten, Informationen aufzunehmen und mit anderen VDE Mitgliedern ins Gespräch zu kommen. Für das leibliche Wohl war jederzeit bestens gesorgt.   Nach drei sehr aufregenden und informativen Tagen kehrten wir mit vielen Eindrücken versehen zurück nach Jena.

hin weis  Mehr Informationen, ­ erichte sowie Impressionen von B ­dieser Veranstaltung finden Sie unter https://tecsummit.vde.com.


Termine

I N +++ +++ TE RM I N +++ A KTU E LL +++ TE RM

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63. Stammtisch Automatisierungstechnik C. Wild, ICONAG-Leit­technik Mittwoch, 11. November 2020, 18 Uhr: (1) Dipl.-Ing. ben durch herstellerbetrei nter effizie ude GmbH, Idar-Oberstein, Thema: »Gebä M. Schleicher, ng. Dipl.-I (2) ik« ⊕ techn deleit neutrale Systeme der Gebäu ionsumfang und Funkt – gler paktre »Kom a: Them , Fulda KG JUMO GmbH & Co. ­Einsatzgebiete«

Unsere Jubilare September Ing. Hans-Hermann Rohrberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Ing.-Pädagoge Axel-Rainer Porsch . . . . . . . . . . . . . 71 Ing. Ullrich Hänert . . . . . . . . . . . . . . 73 Dr.-Ing. Erich Maut . . . . . . . . . . . . . 77 Dipl.-Ing. (FH) Joachim Pfefferkorn . . . . . . . . . . . . 79 Dipl.-Ing. Ernst Deutsch . . . . . . 80 Dipl.-Physiker Wolfram Männel . . . . . . . . . . . . . . . . 80

»Esplanade« – Parken für ­auswärtige T e r m i n : Mittwoch, 11. 11. 2 020, 18 Uhr, Jena, Hotel Mitte« bzw. »Goethe-Galerie«. »Neuen agen Tiefgar sowie tz Eichpla tz ­Teilnehmer: Parkpla mie kurzfristige Änderungen. -Pande Corona igen derzeit der nd Bitte beachten Sie aufgru

Messwesen und SARS-CoV-2

Oktober Dipl.-Ing. Carsten Drieling . . . 55 Dipl.-Volkswirt Andreas-Michael Reinhardt . . 70 Dr.-Ing. Gerhard Schulze . . . . . 75 Ing. Frank Unger . . . . . . . . . . . . . . . . 77

EINL A DUNG X X V II.  Z Ä HL ERFACH TAGUNG

November Dr.-Ing. habil. Dieter Oesingmann . . . . . . . . . . . . 80 Dezember Dr.-Ing. habil. Matthias Sturm . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Dipl.-Ing. Matthias Tischer . . . 60 Eckhard Schiller . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Dipl.-Ing. (FH) Peter Schellenberger . . . . . . . . . . . 71 Prof. Dr.-Ing. Karl-Dietrich Morgeneier . . . . 73 Dipl.-Ing. Peter Ulardic . . . . . . . . 74 Dipl.-Ing. (FH) Helmut Kunze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81

Termin: XXVII. VDE-Zähler­ fach­t agung, 17. und 18. November 2020, Bildungszentrum der Thüringer Landesverwaltung, Gotha, mit Unterstützung der Stadtwerke Gotha Netz GmbH

Ganz im Zeichen der Umsetzung des seit Februar 2020 gestarteten Rollout von intelligenten Mess­ systemen, der ersten praktischen Erfahrungen sowie der unerwarteten ­Herausforderungen durch das SARS-CoV-2-Virus präsentiert sich am 17. und 18. November 2020 die nunmehr XXVII. VDE-­Zäh­ler­fach­ tagung, diesmal mit Unterstützung der Stadtwerke ­Gotha Netz GmbH in Gotha.

✎   Der Vor s tand Die Veranstaltung findet im Bildungszentrum der Thüringer Landes­ verwaltung am Standort Gotha statt. Für die Übernachtung sind ausreichend Zimmer im Hotel am Schloss­ park in Gotha reserviert.

Verbunden mit den besten ­Wünschen gratulieren wir unseren Jubilaren ganz herzlich zum ­Geburtstag.

Unsere ­neuen Mitglieder Januar–August 2020: ­Martin Wurz­bacher, Stephan Golem­ biewski, Alexandra Christa ­Johanna Dörk, Peter Stolze, ­Hannes Oppermann, Flauriane Ngoda, Tim Lehmann, Christian Wickel, Ivan Nizovtsev, Christian Kallenbach

Den etwa 100 erwarteten Teilnehmenden von Stadtwerken, Regionalversorgern, Verteilnetzbetreibern, Messstellenbetreibern und Indus­ trieunternehmen aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Mecklemburg-Vorpommern, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden unter anderem Vorträge zu aktuellen Entwicklungen im Messwesen, zum aktuellen Stand und zur

* Die Veröffentlichung personenbezogener Daten erfolgt in Übereinstimmung mit der Einwilligung der Mitglieder bei deren Eintritt. Sofern eine Veröffentlichung personenbezogener Daten in der TVI nicht erwünscht ist, melden Sie dies bitte dem Vorstand oder der Redaktion.

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Weiterentwicklung des technischen Standards TR 03109, zu praktischen Erfahrungen bei der Bestellung, Lieferung und Montage von intelligenten Messsystemen, zur Qualität- und Lebensdauerbestimmung von elektronischen Zählern, zu Neuerungen im Bereich Smart City, zur Anbindung von Gaszählern an Smart Meter Gateways, zu Praxiserfahrungen in der Kommunikation bei der Nutzung von CDMA 450 sowie zum Stichprobenverfahren und zur Auswertung der Stichprobe 2020 angeboten. ­Neben den Vorträgen besteht die Möglichkeit zur Besichtigung einer kleinen Ausstellung und zu regem Erfahrungsaustausch.   Eine gemeinsame Abendveranstaltung sowie ein gemeinsames Abendessen und der Erfahrungsaustausch in gemütlicher Runde beschließen den ersten Tag.   Sofern es keinen erneuten Lockdown bzw. neue verschärfte Kontaktbeschränkungen gibt und die Hygieneregeln im Bildungszentrum und im Hotel eingehalten werden können, werden personenbezogene Einladungen Mitte September verschickt. hin weis  Wer bis Ende September keine Einladung erhalten hat und trotzdem gern teilnehmen möchte, wendet sich bitte per E-Mail an Herrn Holger Zscharnt: holger.zscharnt@ consulting-us.de.


Vorstand des VDE-Bezirksvereines ThĂźringen D E R V O R S TA ND

E R W E I T E R T E R V O R S TA ND

Vorsitzender Dipl.-Ing. (FH) Ronald KĂźfner TEN ThĂźringer Energienetze GmbH & Co. KG Technischer Service Elt đ&#x;“ž (03 61) 6 52-35 70 ✉ ronald.kuefner@ thueringer-energienetze.com

Referent Seminare Dr.-Ing. habil. Matthias Sturm ThĂźringer Energie AG Unternehmensentwicklung/ Kommunikation đ&#x;“ž (03 61) 6 52 27 59 ✉ matthias.sturm@ thueringerenergie.de

Stellvertretender Vorsitzender Dipl.-Ing. Holger Zscharnt Consulting Ulm & Schendel GmbH & Co. KG đ&#x;“ž (0 36 93) 88 615-32 ✉ holger.zscharnt@consulting-us.de

Referent Vereinsbeziehungen Dipl.-Ing. Walter Schossig Oberreutiner Weg 23 a, 88131 Lindau đ&#x;“ž (0 83 82) 9 11 29 67 ✉ info@walter-schossig.de

VDE-Gruppe TU Ilmenau Dr. Ing. Erich Maut c/o Fachgebiet Elektrische Geräte und Anlagen, PSF 10 05 65, 98684 Ilmenau đ&#x;“ž (0 15 77) 1 53 82 83 ✉ erich.maut@googlemail.com

Referent Ă–ffentlichkeitsarbeit Referent fĂźr Finanzen Dipl.-Ing. Gerd Leonhardt JĂśrg Majewski ENWG Energienetze Weimar Stadtwerke Jena Netze GmbH GmbH & Co. KG đ&#x;“ž (0 36 41) 6 88-4 25 đ&#x;“ž (0 36 43) 4 34 16 20 ✉ joerg.majewski@stadtwerke-jena.de ✉ gerd.leonhardt@enwg-weimar.de GESCHĂ„F TSSTELLE Dipl.-Ing. Tobias Nachtwey c/o ThĂźringer Energie AG Schwerborner StraĂ&#x;e 30, 99087 Erfurt đ&#x;“ž (03 61) 3 45 49 94 ✉ vde-thueringen@vde-online.de

Referent fĂźr Erweiterte Ă–ffentlichkeitsarbeit und Seminare M. Sc. Dipl.-Ing. (FH) Mario Schroth ThĂźringer Energie AG, Heizkraftwerk Jena đ&#x;“ž (0 36 41) 69 42 97 ✉ mario.schroth@ thueringerenergie.de

Hochschulgruppe Fachhochschule (FH) Schmalkalden Prof. Dr. Ing. Reinhard GrĂźnler Fakultät Elektrotechnik VDE-BĂźro Campus Fachhochschule Schmalkalden đ&#x;“ž (0 36 83) 6 88 51 07 ✉ r.gruenler@fh-sm.de Hochschulgruppe Ernst-Abbe-­Hochschule (EAH) Jena Prof. Dr.-Ing. Matthias FĂśrster Fachbereich Elektrische Antriebe, Aktoren und Leistungselektronik VDE-BĂźro Ernst-Abbe-Hochschule Jena đ&#x;“ž (0 36 41) 20 57 17 ✉ matthias.foerster@eah-jena.de

Facharbeitskreise im Ăœberblick AK Biomedizintechnik Dipl.-Ing. Daniel Laqua TU Ilmenau, Institut Biomedizinische ­Technik und Informatik Fachgruppe Biosignalverarbeitung đ&#x;“ž (0 36 77) 69-13 08 ✉ daniel.laqua@tu-ilmenau.de

Bankverbindung VDE-Bezirksverein Thßringen: Sparkasse Mittel­ thßringen Erfurt IBAN: DE 89 8205 1000 0130 1141 38 BIC: HELADEF1WEM Der VDE-Bezirksverein ­T hßringen e.V. ist aufgrund des Bescheides des Finanzamtes Erfurt, Steuernummer 151/ 142/05297, wegen ­FÜrderung der Bildung als gemeinnßtzige ­KÜrperschaft anerkannt. Der Verein darf Spenden empfangen.

AK Blitzschutz Dipl.-Ing. Jens SchĂśnau CE-LAB GmbH Ilmenau đ&#x;“ž (0 36 77) 64 79 84 ✉ j.schoenau@ce-lab.de AK EMV Elektromagnetische Verträglichkeit Dr.-Ing. Michael NaĂ&#x; CE-LAB GmbH, PrĂźfzentrum đ&#x;“ž (0 36 77) 64 79 80 ✉ m.nass@ce-lab.de AK Energietechnik Dipl.-Ing. Helge Stedefeld TEN ThĂźringer Energienetze GmbH & Co. KG đ&#x;“ž (03 61) 6 52-29 15 ✉ helge.stedefeld@ thueringer-energienetze.com

Dipl.-Ing. David Wartschinski TEN ThĂźringer Energienetze GmbH & Co. KG đ&#x;“ž (03 61) 6 52 24 22 ✉ david.wartschinski@ thueringer-energienetze.com

AK Netzschutz Dipl.-Ing. Heiko Kraut TEN ThĂźringer Energienetze GmbH & Co. KG đ&#x;“ž (03 61) 6 52-28 34 ✉ heiko.kraut@thueringer-energienetze.com AK Smart Grid, Smart Market, Smart Cities und Elektromobilität Dr.-Ing. Michael Agsten TEN ThĂźringer Energienetze GmbH & Co. KG NetzfĂźhrung – Systemdienstleistungen đ&#x;“ž (03 61) 6 52-26 44 ✉ michael.agsten@ thueringer-energienetze.com

AK Geschichte der Elektrotechnik/Elektronik Dipl.-Phys. Wolfram Männel ScharnhorststraĂ&#x;e 54, 99099 Erfurt đ&#x;“ž (03 61) 2 22 06 83 ✉ wolfram.maennel@t-online.de AK Informationstechnik Dipl.-Ing. Andreas Schulz TEN ThĂźringer Energienetze GmbH & Co. KG Leit- und Schutztechnik đ&#x;“ž (03 61) 6 52-27 34 ✉ andreas.schulz@ thueringer-energienetze.com

AK Starkstromanlagen Dipl.-Ing. JĂźrgen Schmidt DEKRA Automobil GmbH đ&#x;“ž (0 36 41) 38 19-14 ✉ juergen.j.schmidt@dekra.com AK Zählertechnik Dipl.-Ing. Holger Zscharnt Consulting Ulm & Schendel GmbH & Co. KG đ&#x;“ž (0 36 93) 88 615-32 ✉ holger.zscharnt@consulting-us.de 15


Illustration Roll-up : © EVZ (Ad obe S to ck)

Korporative Mitglieder, Sponsoren und Förderer des VDE Bezirksvereines Thüringen

TVI · Thüringer VDE Informationen · Zeitschrift des VDE Bezirksverein Thüringen e.V. Technisch-Wissenschaftlicher Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik Herausgeber: © VDE BV Thüringen, c/o Thüringer Energie AG, Schwerborner Straße 30, 99087 Erfurt, Telefon: (03 61) 3 45 49 94, Fax: 3 45 49 95, E-Mail: vde-thueringen@vde-online.de · Redaktion: Gerd Leonhardt (Weimar, V. i. S. d. P.), Peter Kasper (Bad Langensalza) und Walter Schossig ­(Lindau) · Layout: © Uwe Adler (Weimar) · Druck: Druckerei Schöpfel GmbH (Weimar) · Erscheinungsweise: 3 Ausgaben/ Jahr (Januar, Mai, September) · Auflage: ca. 750 Exemplare je Ausgabe · Versandgebiet: Thüringen

September–Dezem

ber 2020

Thüringer

03 /20 17. JAHRGANG

VDE BEZIRKSVE REIN

Informationen THÜRINGEN E.V. – VERBAND DER ELEKTROTEC HNIK

ELEKTRONIK INFORMATIO NSTECHNIK

Die Trennung überwunden

25 Jahre Elektrische Wiedervereinigung Deutschlands

Seiten 8–10

Redaktionsschluss für die Ausgabe 01/2021: 20. 11. 2020


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