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TVI – Thüringer VDE-Informationen 02-2021

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Thüringer Mai–August 2021

02/21 18. JAHRGANG

Informationen VDE BEZIRKSVEREIN THÜRINGEN E.V. – VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK

Vorfahrt für E-Mobilität Rasante Entwicklung in Thüringen Seiten 10+11

2 0 21 W IRD BE S SER! Neueste Nachrichten aus der VDE Region Ost-Mitte Seiten 4+5

B AT T ERIE ODER ­W A S SER S T OF F ? Eine Betrachtung zum klimaneutralen Schienenverkehr Seite 9

WA S SER S T OF F ONL INE Veranstaltung der VDE Hochschulgruppe Ilmenau Seite 14


Mehr als 1.000 Firmen haben 2020 auf unsere Sicherheits-Expertise im Bereich Elektrotechnik vertraut.

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T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N T V I

Inhaltsverzeichnis

Es war ein schweres Jahr

N E U E S A U S D E R V D E R E G I O N O S T- M I T T E

4+5

Zeittafel

A U S D E R G E S C H I C H T E D E R E L E K T R I Z I TÄT

6+7

Herzlichen Glückwunsch, Walter!

W I R G R AT U L I E R E N U N S E R E M V E R D I E N T E N MITGLIED ZUM JUBIL ÄUM

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Batterie oder Wasserstoff?

KLIMANEUTR ALER SCHIENENVERKEHR

F oto: © torstengrieger (A d obe Stock) // Titelfoto: © mmphoto (A d obe Stock)

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Eine rasante Entwicklung

ÖFFENTLICHE L ADES TRUK TUR IN THÜRINGEN

10+11

Arbeiten im Lockdown

NEUES VON DEN HOCHSCHULGRUPPEN

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Ein lockeres Kennenlernen

V O R K U R S 2 0 2 0 A N D E R E R N S T- A B B E - H O C H S C H U L E J E N A

13

Wichtige Termine

EINL ADUNGEN, GLÜCK WÜNSCHE UND EINTRIT TE

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Blick über eine ­ostthüringer ­L andschaft mit Windrädern.


Der VDE folgt den Empfehlungen und Richtlinien der WHO, des RKI und der Gesundheitsbehörden und ergreift alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter, Besucher, Teilnehmer und Geschäftspartner.

Es war ein schweres Jahr NEUE S AUS DER V DE REGION O S T- MI T T E Es war ein schweres Jahr 2020, auch für den VDE. Vorweg: Viele Veranstaltungen, Seminare und Tagungen mit Präsenz konnten nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Viel Vorbereitungsarbeit war damit hinfällig. Veranstaltungen zur Werbung neuer Mitglieder, insbesondere Studenten, und zum Aufbau weiterer Hochschulgruppen konnten nicht stattfinden, da diese schlechthin nicht vor Ort waren. Der ersehnte große Mitgliederzuwachs blieb aus.

Ralf Berger ist Leiter der VDE ­Region Ost-Mitte.

✎   Ra l f B e rge r Aber trotzdem gibt es auch viel Positives zu berichten. Zum Start des Jahres im Februar lief der TecSummit auch als Bühne für die Regionen und, da der Veranstaltungsort Berlin ist und somit in der Region liegt, sehr erfolgreich und mit großer Sichtbar­ ­keit ab. Für die KM wurde eigens die TecCruise initiiert, und auf dem Messestand konnten sich die Bezirksvereine präsentieren.

Einstellung auf ­Pandemiebedingungen Dann ereilte Deutschland großflächig das Virus. Zunächst mussten einige Bezirksvereine ihre jährliche

Tagesaktuelle Infos zur ­L age während der Corona-­Pandemie finden Sie ­unter www.bundesgesundheitsministerium.de/ coronavirus.html oder scannen Sie ganz ­einfach den QR-Code.

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Mitgliederversammlung absagen. In vielen Webkonferenzen wurden Vorhaben und Aktivitäten für das weitere Vereinsleben diskutiert. Vieles davon blieb im nunmehr vergangenen Jahr 2020 auf der ­Strecke. Vorbei war es zunächst mit Präsenz­ veranstaltungen. Neue Veranstaltungsformate mussten her.   Die Idee, Online-Webinare zu veranstalten, wurde vom Bezirksverein Thüringen aufgegriffen und unterstützt. Für eine Webinarreihe zum Thema »Digitalisierung« konnte als Haupt­referent Carsten J. Pinnow (ETV Berlin) ­gewonnen werden, und die Moderation oblag Dr. Christian Groß (VDE), welcher dieses Webinar professionell moderierte. Zwölf Teile wurden zu dem aktuellen Thema »Digitalisierung – bist du sicher« ange­ fertigt. Viele Teilnehmer bedachten diese Veranstaltungsreihe mit einem positiven Feedback.

Entwicklung von Leitlinien Um die Region Ost-Mitte mit Leben zu erfüllen, wurden gemeinsame Leitlinien entwickelt und diese von den BV-Vorsitzenden teilweise auch

hartnäckig diskutiert. Anfang Juli war es soweit. Die Leitlinien wurden von allen Bezirksvereinen der Region ratifiziert. Und nicht zuletzt: Der Vorschlag für den Namen der Region Ost-Mitte wurde – verpackt mit einer netten Geschichte (»Die sieben H ­ ügel der Stadt Rom«) – von allen Beteiligten s­ chließlich akzeptiert. S­ omit heißt die Region künftig ROM. Zwischenzeitlich spricht man auch am Main davon. Der Inhalt dieser erarbeiteten Leitlinien ist ­bereits hinreichend kommuniziert.   Dann ging es in den Herbst. Veranstaltungen wurden geplant und wieder verworfen, auch auf online »geswitcht«. Dies war aber nicht für jede Veranstaltung möglich bzw. sinnvoll. Der Dresdner Kaminabend war so ein ­Beispiel. Ursprünglich auch als neues Präsenzformat vom BV Dresden geplant, als Regionenprojekt gemäß den Leitlinien von den Nach­ barbezirksvereinen bestätigt, musste es schließlich als Online-­Veran­stal­ tung durchgeführt werden.   Schade, aber so blieb noch die Bewerbung durch die Region, wie auch für ­andere Veranstaltungen: Symposium DC-Technik (BV Thüringen), 25 Jahre elektrische Wieder­


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vereinigung – sicher nicht nur ein Thema für ROM.   Auch auf eine gemeinsame Ausrichtung des CampOst – eine YoungNet-Veranstaltung – musste corona­ bedingt verzichtet werden.

Genutzte Lockerung Eine gemeinsame Wanderung mit Mitgliedern anderer Bezirksvereine bringt so manche kreative Idee zum Vorschein. So fand eine vom BV Chemnitz organisierte E ­ xkursion entlang der Mulde statt. Gedacht war sie als eine ­gemeinsame ­Ver­anstaltung der BV Thüringen, Leipzig-­Halle, Dresden und Chemnitz. Der Termin war für den BV Dresden nicht optimal gewählt, da am Tag vorher ebenfalls eine ­Exkursion dieses Bezirksvereines stattfand. Trotzdem ­waren auch Mit­glieder aus Dresden dabei und stärkten das Zusam­men­ gehö­rigkeits­gefühl.

Zum Schluss noch zu den »harten« Fakten: In der ROM konnten trotz der Schwierigkeiten mit Covid19 im Jahr 2020 elf neue KM begrüßt werden. Abzusehen ist, dass die Gewinnung von PM zum Jahreswechsel 2020/21 nicht den ursprünglichen Erwartungen entspricht. Darüber hinaus ist in der Region Ost-Mitte weiteres Geschäft zu Gunsten des VDE Verlag generiert worden.

Vorträge stehen nun zum Download bereit Am 17. Dezember 2020 erinnerte der VDE Ausschuss »Geschichte der Elektrotechnik« unter dem Titel »25 Jahre Elektrische Wiedervereinigung Deutschlands« mit 140 Anmeldungen aus der BRD, Österreich und der Schweiz digital an die Wiedervereinigung der Netze.   Zeitzeugen berichteten u. a. über Beginn, Trennung und Wiedervereinigung, ergänzt durch einen Beitrag über die Kommunikationstechnik. Nach einem Überblick über Entstehung und Trennung des Verbundnet­ zes und die Entwicklung in West- und Osteuropa wurden die Aktivitäten zur Wiedervereinigung in Erinnerung gebracht. Der Vorgang der Netzparallelschaltung und die Netzentwicklung eines Ver ­teilnetzbetreibers und des Kom­munikationsnetzes nach der Wende wurden Download Vorträge vorgestellt. n unter www.vde.com/

»Das Jahr 2021 wird für den VDE besser!« Mit dieser Aussage sind sich der Vorstand des BV Thüringen und der Leiter der Region Ost-Mitte einig und blicken gemeinsam in die ­Zukunft.

Foto s (2 ): © c an dy 18 12 , © eM ir ag e ( a lle A d obe Sto ck )

Das Handwerk ­begeistern Auch die Kompetenz des VDE hilft der Region. Mit großer Unterstützung von Andreas Holfeld, Leiter des AK Starkstrom­ anlagen bis 1000 V im BV Dresden konnte die Region eine Veranstaltungsreihe zum Thema ­»Industrie 4.0 – fängt beim PEN an« auf das Gleis setzen, mit der wir werbewirksam und kompetent durch die Region reisen mit dem Ziel, die Unternehmen des Elektrohandwerks insbeson­ dere die Innungs­betriebe für eine Mitgliedschaft im VDE zu begeistern. Start für diese Präsenzveranstaltungsreihe ist nunmehr 2021. Neben den sächsischen Veranstaltungs­ orten sind auch ­Thüringische, so z. B. in Erfurt und Berlin, im Plan.   Mit Unterstützung von Markus B. Jaeger war es möglich, den VDE als kompetente, gesellschaftlich aktive Kraft mit einem Statement zur KI im Sächsischen Landtag auf sich aufmerksam zu machen.

Nachrichten aus Ost-Mitte

T E X T: W. S C H O S S I G

de/geschichte

Ausschreibung

Lasst uns gemeinsam den VDE ­voranbringen. Mit diesem Appell möchte ich meinen Bericht ROM 2020 schließen und dem Vorstand des BV Thüringen für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit danken.

Das aus dem lateinischen stammende Wort »Corona« steht für »Kranz«, »Krone« und findet sich z. B. in Hochspannungs­ koronaverluste.

ak tue ll  Alles Informative ist auf unseren Seiten im Web zu finden: www.vde-thueringen.de 5

An der Fakultät Elektro­tech­ nik der Hochschule Schmal­ kalden ist zum nächst­mög­ lichen Zeitpunkt die Stelle einer Professur für Elektrotechnik (W2/Kennziffer SE 3) zu besetzen. Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber soll die Lehre und Forschung in den Fachdisziplinen »Grundlagen der Elektrotechnik« und »Theoretische Elektrotechnik« sowie von verwandten Lehrgebieten in den Bachelor- und Master-­ Studiengängen der Fakultät Elektrotechnik vertreten. Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer bis 31. Mai 2021 per E-Mail an personal@hs-schmalkalden.de oder schriftlich an: Hochschule Schmalkalden – University of Applied Sciences, Präsident, Blech­hammer 4–9, 98574 Schmalkalden. Weitere Infos: www.hs-schmalkalden.de/SE3


Geschichte

T V I T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N

Aus der Geschichte der Elektrizität EINE Z EI T TA F EL VON DIP L .- ING . WA LT ER S CHO S SIG, L INDAU Vor 220 Jahren 21.11.1801: Volta demonstriert in Paris vor Napoleon sein galvanisches Element. Vor 210 Jahren 1811: Französischer Mathematiker und Physiker Siméon Daniel Poisson formuliert die Potentialtheorie der Elektrizität. Vor 180 Jahren 1831: Wilhelm Weber, Begründung des elektrischen Maßsystems

Walter Schossig ist Mitglied des VDE-Vorstandes und der Redaktion.

Vor 170 Jahren 31.3.1851: Königliches Hoftheater in Stuttgart verwendet zum ersten Mal elektrischen Strom. Vor 150 Jahren 1871: Von Hefner-Alteneck entwickelt den Trommelanker für hohe Spannungen. Vor 140 Jahren 1881: Erste elektrische Straßenbahn, im Berliner Vorort Groß-Lichterfelde; führte zunächst wegen der stromführenden Schiene zu Differenzen mit den Pferden. ⊕ Faure entwickelt den Pasten-

181 Erste elektrische Straßenbahn im ­Berliner Vorort Groß-­ Lichterfelden BILD LINKS OBEN

1891 Gründung der Fa. STOTZ & Co. Elek­ trizitätsgesellschaft mbH durch Hugo Stotz in Mannheim BILD LINKS UNTEN

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typ bei Blei-Säure-Sammlern. ⊕ Leuchtgas tritt nach der Erfindung des Auerlichts als Wettbewerber der Elektrizität auf. ⊕ Siemens baut das erste WKW, 8 kW, südlich von London zur Versorgung einer Lederfabrik und der ersten elektrischen Straßenbeleuchtung. ⊕ Erste Berechnung der elektrischen Elementarladung durch H. Helmholz ⊕ Gründung der Elektrotechnischen Gesellschaft in Frankfurt/Main, nach Berlin die zweite in Deutschland Vor 130 Jahren 1891: Inbetriebnahme der elektrischen Straßenbahn in Halle/Saale; erstes komplettes Straßenbahnnetz Europas ⊕ Inbetriebnahme der ersten öffentlichen Kraftwerke in Kassel, Düsseldorf, Hannover und Köln ⊕ Gründung der ­Firma STOTZ & Co. Elektrizitätsgesellschaft mbH durch Hugo Stotz in Mannheim ⊕ Inbetriebnahme des Elektricitätswerkes in Karlsbad, 4 × 25 PS, Wechselstrom­ system Firma Ganz & Co ⊕ E. Oelschlegel, H. Görges, Öltransformatoren mit drei unter 120 ° gegeneinander gestellten Magnetkernen ⊕ Zipernowsky will elektrische Schnellbahn Wien–Budapest mit 200 km/h bauen. ⊕ Etwa 1891: Erstes Drehstrom-EW der Welt wird nach Schluss der Ausstellung in Frankfurt durch Speisung des EW Heilbronn durch die Lauffener Anlage – mit auf 5 000 V verringerter Übertragungsspannung (an der Stadtgebietsgrenze auf 1 500 V transformiert) und damit das primäre Kabelnetz speist – in Betrieb genommen. Für die Erzeugung von 100 V für das ­sekundäre Kabelnetz werden erstmals Straßentransformatoren in Anschlag­ säulen aufgestellt. ⊕ 15.5.1891: Inbetriebnahme des WKW »Neue Mühle«, Cassel, 2 × 60 kW, erstes Kraftwerk Nordhessens, versorgt Kassel mit Dreh­ strom, 2 200 V, 70 Hz. ⊕ 16.5.1891: ­Eröffnung der Internationelen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt/ Main ⊕ 6.8.1891: Gründungsversammlung der Gesellschaft Elektrizitätswerke der Argen AG in Lindau ⊕ 24.8.1891: Um 8 Uhr abends fließt zum ersten Mal Strom durch die 175 km lange Freileitung zwischen einer Wasserkraftanlage in Lauffen am Neckar und der Internationalen Ausstellung in Frankfurt/Main.

1891 Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes »Neue Mühle«, Cassel

24.8.1891 Um 20 Uhr fließt zum ersten Mal Strom durch die 175 km lange Freileitung zwischen einer Wasserkraftanlage in Lauffen am Neckar und der Internationalen Ausstellung in Frankfurt/Main.

Vor 120 Jahren 1901: Jenny & Schindler übernimmt aus dem KW Rieden, Vorarlberg, die Versorgung von Rieden, Kennelbach und Bregenz (A) ⊕ Gründung des ersten kantonalen Elektrizitätswerkes der Schweiz, Compagnie Vaudoise des Forces Motrices des Lacs de Joux et de l’Orbe (CH) ⊕ BBC baut die erste Dampfturbine auf dem Kontinent und Charles E. L. Brown erfindet den massiven, zylindrischen Rotor für schnelllaufende Turbogeneratoren. ⊕ Erster elektrischer Staubsauger ⊕ Inbetriebnahme KW Bille, Hamburg, erstmals wird hier Drehstrom erzeugt. ⊕ Versuche der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen auf der Strecke Marienfelde–Zossen mit Fahrgeschwindigkeiten über 200 km/h; Fahrstrom 12 kV Drehstrom lieferte KW Oberspree. ⊕ Erfurt errichtet stadteigenes Elektrizitätswerk. ⊕ 6.5.1901: Grenzen für die Richtigkeit der Zähler werden gesetzlich festgelegt. ⊕ 17.7.1901: S & H-­ Patent über Plattenschalter, D. R. P. Nr. 134026


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Vor 110 Jahren 1911: Faccioli schlägt Bündelleiter vor. ⊕ Eröffnung der ersten mit heutigem »Bahnstrom 15 kV, 16 ⅔ Hz« betriebenen Strecke Spiez–Frutigen der Berner Alpenbahngesellschaft (CH) ⊕ VDE legt »Normalien« für die Prüfwechselspannung Upw = 2 Ub und Schlagweiten fest. ⊕ Mit der 10 000-V-Bahn-Leitung Dessau–Bitterfeld beginnt das erste Elektrifizierungsprogramm Preußens mit Einphasenstrom 15 Hz. ⊕ 20.7.1911: Oskar von Miller leitet mit seinen Brief an Staatsminister Friedrich Ritter von Brettreich zur Versorgung des rechts­ rheinischen Bayern die Gründung des Bayernwerkes ein. ⊕ Gründung der Steierischen Wasserkraft- und Elektrizitäts AG (A) Vor 100 Jahren 1921: Albert Einstein erhält den Nobelpreis für die Entdeckung des photoelek­ trischen Effekts. ⊕ M. Buchholz, PE, erfindet und meldet das Buchholzrelais zum Patent an. ⊕ 11.6.1921: Gründung der Studiengesellschaft für Hochspannungsanlagen e.V. (SfH), jetzt FGH, in Jena auf Veranlassung der Vereinigung der Elektrizitätswerke e.V.

1901 Versuche der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen auf der Strecke Marienfelde-Zossen

1961 Frankreich gibt Sonderbriefmarke »Charles Augustin de Coulomb« heraus.

1961 Fertigung des Distanzrelais RD11, EAW, für das Höchstspannungsnetz

Vor 90 Jahren 1931: Ölarmer Leistungsschalter mit Expansionsprinzip für Hochspannung, Schaltwerk Berlin, Siemens Vor 80 Jahren 1941: Installations- und Ingenieurfirma Getler, Kalundborg (DK) fertigt Bau­ muster von Kleinwindkraftanlagen, Windraddurchmesser 2 m bzw. 3 m, Spannungen von 6 V bis 220 V und 125, 330 bzw. 1 000 W; auch die kleinste Windkraftanlage von 6 V Betriebsspannung gilt als Starkstromanlage und muss dementsprechend von geprüften Instal­ lateur eingebaut werden. ⊕ Inbetriebnahme Laufwasserturbine in Hohenwarte, 5,5 MW Vor 70 Jahren 6.5.1951: H. Gutmann, AEG, Distanzschutzeinrichtung, DBP 906474 ⊕ 23.5.1951: Gründung der Union für die Koordinierung der Erzeugung und des Transportes elektrischer Energie (UCPTE) im Chateau de la Muette in Paris durch die Länder Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, ­Luxemburg, Niederlande, Österreich und Schweiz Vor 60 Jahren 1961: Inbetriebnahme des größten Wasserkraftwerkes der Erde »XXII. Parteitag« Wolgograd (SU), 2 500 MVA ⊕ Fertigung des Distanzrelais RD11, EAW, für das Höchstspannungsnetz ⊕ Frankreich gibt Sonderbriefmarke Charles Augustin de Coulomb heraus. ⊕ Zur Hannovermesse stellt Sprecher & Schuh (CH) Ölstrahlschalter mit sechs in Reihe liegenden Schaltstrecken, 10 GVA bzw. 26 kA, vor. ⊕ Zur Leipziger Frühjahrsmesse Heraus­ gabe einer Briefmarke »380 Kilo-Volt Schalter«, DDR ⊕ BBC stellt Tischanalog­ rechner vor. ⊕ 17.6.1961: Versuchs­ reaktor Kahl, VAK, 15 MW, liefert nach 35-monatiger Bauzeit erstmals Strom. ⊕ 22.6.1961: Unterzeichnung der »Vereinbarung über die Vereinheitlichung gekapselter Hochspannungsschalt­ anlagen bis 30 kV« durch VDEW, V.I.K. und ZVEI

Geschichte eines Stromwandlers mit Mikrowellenleitern ⊕ Toshiba liefert Transformator 500 kV, 1 000-MVA-Bank für Shin-Koga Substation, Tokyo Electric Power Co. (J). ⊕ 18.8.1971: KKW Oskarshamn (S) speist erstmals in das öffentliche Netz.

1921 M. Buchholz, PE, erfindet das nach ihm benannte Relais und meldet es zum ­Patent an.

1991 Inbetriebnahme des ersten UW in den neuen Bundesländern mit digitalem Schutz in Bleicherode

2001 Fertigung der Primärprüfeinrichtung CPC 100 durch die ­Firma OMICRON

Vor 40 Jahren 1981: 275-kV-VPE-Kabel in Japan und 1 100-kV-Ölkabel in Italien ⊕ Erste Strom­erzeugung aus Gas einer Müll­ deponie und erstes Photovoltaik-Versuchssystem am elektrischen Netz ⊕ Größte SF6-Schaltanlage der Welt, 500 kV, BBC ⊕ 1981 bzw. 1983: BBC stellt für den Stromaustausch zwischen dem Ostblock und Westeuropa die HGK Dürnrohr (A) fertig. ⊕ 25.5.1981: Eurelios, das erste Solarturm-Kraftwerk, geht in Betrieb und speist 1 MW in das sizilianische Netz. Vor 30 Jahren 1991: ELIN fertigt modulares, integriertes Schutzrelais DRS-MODULAR und digita­les Generatorspannungsreglersystem GMR. ⊕ Markteinführung des Verstimmungsgradreglers EFC30, Trench, Erst­instal­la­ tion bei EWE, Oldenburg ⊕ Prototyp ­eines faseroptischen Stromwandlers für 245 kV ⊕ 26.7.1991: Inbetriebnahme des ersten UW in den neuen Bundes­ ländern mit digitalem Schutz im UW Bleicherode (ENAG) mit 316LZ (REL316) und RET316, ABB ⊕ 8.8.1991: Deutsche Bundespost gibt Sondermarke »100 Jahre Drehstromübertragung« heraus. ⊕ 20.8.1991: Kurzschlussversuche 380-kV-Leitung Westtirol (A) – Pradella (CH) zum Test des superschnellen Richtungsvergleichsschutzes LR91, ABB, und digitalen Distanzschutzes PD551, AEG Vor 20 Jahren 2001: OMICRON bietet als Hersteller von Schutzprüfgeräten eine Lösung zum Prüfen von IED an. ⊕ Markteinführung Verstimmungsgradregler REG-DP, Firma A. Eberle ⊕ Fertigung der Primärprüf­ einrichtung CPC 100, OMICRON ⊕ Mai 2001: Inbetriebnahme 110/20/15-kV-UW Altenfeld, TEAG, 2 × 25 MVA ⊕ 30.5.2011: Gründung des VDE AK »Geschichte der Elektrotechnik/Elektronik« anlässlich des 100. Jahrestages des VDE in Thüringen

Vor 50 Jahren 1971: Beginn des Arbeitens unter ­Spannung, AuS, zunächst an 220-kV-­ Freileitungen der DDR ⊕ Einweihung des Assuan-Staudammes (ET) mit einem WKW im Damm von 2,1 GW ⊕ Inbetriebnahme der 380-kV-Schaltstation Bärwalde (KW Boxberg), VNE ⊕ Vorstellung

WIRD FORTGESE T Z T

Kontakt Walter Schossig: www.walter-schossig.de info@walter-schossig.de

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Gratulation

T V I T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N

F oto : © Gerd Leonh ardt

Walter Schossig (rechts) mit Kollegen bei der Inbetrieb­ nahme des 110-kVVUW Weimar-Nord im Jahr 1992

Herzlichen Glückwunsch, Walter! A M 18. F EBRUA R BEGING WA LT ER S CHO S SIG SEINEN 8 0.  GEBUR T S TAG Er ist als Gründungsmitglied ­unseres Bezirksvereines im Jahr 1990 nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten dem VDE sehr eng verbunden. Rastlos ist er für den Verein gemäß seiner Passion der Energie- und Netzschutztechnik tätig. Dies soll aus Anlass seines runden Jubiläums an dieser Stelle ausgiebig gewürdigt werden.

Ronald Küfner ist Vorsitzender des VDE Bezirksvereins Thüringen.

✎   Rona l d K ü f n e r Nach erfolgreicher Berufsausbildung studierte Walter Schossig ab 1958 an der Ingenieurschule für Elektro­ energie »Dr. Robert Mayer« in Zittau und erwarb 1961 den Abschluss als Ingenieur Elektroenergieanlagen. Diese Qualifikation ergänzte er später durch die Diplomierung zum ­Diplom-Ingenieur (FH).   Seine berufliche Ingenieurslaufbahn begann er 1961 im Kraftwerk Bleicherode bei der Energieversorgung Erfurt. Viele Jahre war er als ­Ingenieur für Technik und Netzbetrieb bzw. bis 1968 als Ingenieur für Elektrische Netze im Netzbetrieb Mühlhausen tätig, später als Gruppenleiter Netzschutz beim IB Spezial.

Walter Schossig ist ein exzellenter Fachmann und seit Jahrzenten ­einer der wichtigsten Ansprechpartner im VDE auf s­ einem Fachgebiet. Auch interna­ tional ist er häufig als VDE Botschafter und Fach­experte aktiv. Von Anbeginn Mitglied der TVI-Redaktion kennen ihn die Leser vor allem durch die Doppel­ seite »Zeittafel der Energiegeschichte«.

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Somit war er fast dreißig Jahre mit Leitungspositionen bei der Energieversorgung Erfurt, der ENAG und ­später der TEAG Thüringer Energie AG betraut. 1997 trat er in den sogenannten Ruhestand, der ihm nun die Möglichkeit gab, noch ausgiebiger seinen technischen Interessen nachzugehen.   Während seiner 30-jährigen ­Mitgliedschaft im VDE BV Thüringen hat Walter Schossig herausragende Leistungen bei der Normung und in der Grundlagenarbeit erbracht. Unermüdlich ist er noch immer auf zahlreichen Tagungen und Kongres­ sen in der gesamten D-A-CH-Region für den VDE unterwegs, also neben Deutschland auch in der Schweiz und Österreich. Er begeistert mit seinen kompetenten und anschaulichen Vorträgen vor allem zur Netzschutztechnik, zu Blackouts und zur Energiegeschichte die Teilnehmer.   Seine Mitarbeit in diversen Arbeits­ kreisen sei ebenfalls hervorgehoben: Der Tätigkeit in der Kammer der Technik (KdT) vor 1990 im Fachunterausschuss »Mittelspannungsschutz« schlossen sich die in der Deutschen Elektrotechnischen Kommission (DKE) und dem Bayernwerk

zum gleichen Thema an. Im Arbeitskreis »Mittelspannungsschutz« der VDE Bezirksvereine Dresden und Thüringen ist Walter Schossig ein Motor der Arbeit. Mit Herrn Thomas Schossig ist er in der Reihe »Anla­gen­ technik für elektrische Verteilnetze« Autor des Bandes »Netzschutztechnik«, welcher bereits in der siebenten Auflage erscheint.   Schließlich sei eine Auswahl von Entwicklungen und Einführungen genannt, an denen er beteiligt war: Prüfstecksysteme für Schutzeinrichtungen; das Batterieüberwachungsgerät »BÜG«, welches in allen Umspannwerken der DDR zum Einsatz kam; Einführung des Asymmetrie­ schutzes KONDEFENCOR (H) in der DDR; Miterstellung der Bau- und ­Betriebsrichtlinien der TEAG; Erstellen weiterer Arbeitsmappen und Richtlinien zu Schutz- und Automatisierungseinrichtungen von 1 bis 110 kV der TEAG.   Hiermit möchten wir seine Lebens­leistung für den VDE und die Elektro-, insbesondere die Netzschutztechnik würdigen. Wir wünschen Herrn Schossig weiterhin viel Gesundheit und Freude an seiner vielfältigen Arbeit.


T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N T V I

Batterie oder Wasserstoff

Batterie oder Wasserstoff? K L IM A NEU T R A L ER S CHIENEN V ERK EHR An 40 Prozent der Bahnstrecken fehlen elektrische Oberleitungen. Im Regionalverkehr wird das meist durch Dieseltriebzüge aufgefangen. Klimaneutrale Alternativen sind Batterie- und Wasserstoff-Brennstoffzellenzüge. Der VDE hat aufgezeigt, wie deren Wirtschaftlichkeit berechnet werden kann – gut für zielgerichtete Klimaschutzinves­ titionen und den Steuerzahler.

✎   aus »VDE P ol i ti kbr i ef« Rund 2 900 Dieselzüge fahren ­aktuell für den deutschen Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Sie stemmen mehr als ein Drittel der gesamten SPNV-Fahrleistung. Die CO2-und Schadstoffemissionen sind entsprechend hoch. Die Alternativen lauten: eine direkte Elektrifizierung, indem Lücken bei den Oberleitungen geschlossen werden, oder eine indirekte Elektrifizierung mit Batterie- oder wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenzügen. Der ­Beratungsbedarf ist bei Bundesländern und Kommunen erheblich – gerade, wenn es um die Wirtschaftlichkeit der Optionen geht.

F oto : © de n- be li t sk y ( A d ob e S tock )

Netz Düren: Batterie- schlägt Brennstoffzellenzug Entsprechend hat der VDE 2020 das Nahverkehrsnetz Düren in NRW als Fallbeispiel analysiert. Zentrales

­Ergebnis: Batterie­elektrische Züge können mit konventionellen Elektro­triebzügen wirtschaftlich mithalten. Zugleich sind sie in ­Anschaffung, Betrieb und Wartung günstiger als Brennstoffzellenzüge – bei 30 Jahren Laufleistung um einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Gründe:

⊕  Hohe Energiekosten: Grüner

Wasserstoff wird bei einem Wirkungsgrad von unter 80 Prozent mit erneuerbarem Strom erzeugt. Auch in der Brennstoffzelle des Triebzugs kommt es zu Wirkungs­ gradverlusten, so dass Energie­ bedarf und -kosten wesentlich höher liegen als bei Zügen, die ­direkt mit grünem Strom betrieben oder geladen werden.

Die VDE Analyse ist nun eine wesent­ liche Grundlage für die Investitionsentscheidungen des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland. Die Studie des VDE »Bewer ­tung klima­ neutraler Alternativen zu Diesel­trieb­zügen. Wirtschaftlichkeits­ betrachtungen am Praxis-Beispiel ›Netz Düren‹« kann über ­den QR-Code abgerufen werden.

Mehr zu dem Thema ­»Alternative Antriebskonzepte für die Schiene« ist auf unserer ­Internetseite unter www.vde.com/topics-­ de/mobility/alternative-­ antriebskonzepte zu finden.

⊕  Hohe Tauschkosten: Der Antrieb

eines Brennstoffzellenzugs besteht im Gegensatz zum Batteriezug aus mehreren zentralen Komponenten: Brennstoffzelle, Wasserstofftank und einer zusätzlichen Dynamikbatterie. Das macht Wartung und Austausch teuer. Hinzu kommt, dass Brennstoffzellen eine geringere Betriebs­ lebensdauer als Lithium-Ionen-­ Batterien haben.

Perspektiven für den ­Brennstoffzellenzug Das bedeutet aber mitnichten ein generelles Aus für den Brennstoffzellenzug: Die hohe Reichweite könnte sich in anderen Regionen als überzeugender Grund erweisen. Für das gesamte Energiesystem ­bietet Wasserstoff als Speicher von grünem Strom die Möglichkeit, Stromnetze zu stabilisieren. Zudem sind bei der Brennstoffzelle Inno­ vationssprünge hinsichtlich der ­Lebensdauer zu erwarten. Die Wirtschaftlichkeit wird steigen. Das ­gleiche gilt für den grünen Wasserstoff selbst: Wird er im großen ­Maßstab produziert, sinken die Energiekosten erheblich. SH

65 %

SPNV-Fahrleistung pro Bundesland n Diesel n Elektrisch

NI

38

MV

46 %

%

BE/BB ST

QUELLE: SCI VERKEHR

39

NW

30 %

%

15 %

TH HE

29 %

RP

46 %

SN

46 %

43 % DE

SL

25 %

34 %

BW

29 %

BY

40 %


Elektromobilität

T V I T H Ü R I N G E R V D E I N F O R M AT I O N E N

Eine rasante Entwicklung ÖF F EN T L ICHE L A DEINF R A S T RUK T UR IN T HÜRINGEN Im Zuge der einsetzenden Energiewende im Verkehr hat die Elektromobilität auch in Thüringen fortan deutlich sichtbar an Fahrt aufgenommen. So liegt in Thüringen mit derzeit rund 8 000 zugelassenen Elektrofahrzeugen (EFZ) deren Anteil erst bei ca. einem Prozent des Pkw-Fahrzeugbestandes; jedoch hat sich im Jahr 2020 der Anteil der EFZ-Neuzulassungen von drei auf 13 Prozent mehr als vervierfacht.

Dr. Matthias Sturm ist Mitglied des VDE Vorstandes und bei der TEAG-Geschäfts­ bereichsleiter Unternehmensentwicklung.

✎   Dr . M atthi a s S t u rm Neben immer mehr verfügbaren Fahrzeugmodellen zu lukrativen Konditionen und mit nunmehr auch akzeptablen Reichweiten sind auch

Sogenannte HighPower- ­­Char­gingLade­systeme (kurz: HPC-…) im Einsatz

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die verfügbaren Auflademöglich­ keiten eine wichtige Basis für diese erfreuliche Entwicklung. Hier spielen zum einen die angebotenen Lösungen für zu Hause und am Arbeitsplatz (v. a. Ladeboxen) und zum anderen besonders die öffentliche Ladeinfra­ struktur eine wichtige Rolle. Und gerade die durchlebt hinsichtlich Technik, Ladeleistung, sowie Zugang und Verfügbarkeit derzeit eine ­rasante Entwicklung, von der man vor wenigen Jahren kaum zu träumen gewagt hat.   Richtig begonnen hat der flächendeckende »Roll-out« in Thüringen 2016 mit dem mit der Landesregierung abgestimmten Projekt der Thüringer kommunalen Energieversorger und Stadtwerke, ein thü-

ringenweites öffentliches Ladenetz nach einem gemeinsamen Standard aufzubauen. Auch gibt es weitere Anbieter, die an diversen Standorten Ladeinfrastruktur errichten. Mittlerweile sind so in Thüringen rund 900 öffentliche Ladepunkte bereits in Betrieb – und es kommen täglich neue hinzu.   In den ersten Jahren wurden dabei zunächst an öffentlich zugänglichen Parkbereichen in Städten und Gemeinden, an touristischen Zentren sowie vor Restaurants und Einkaufszentren sogenannte AC-Normallade­ säulen mit einer maximalen Lade­ leistung von 22 kW errichtet. Zuneh­ mend kamen und kommen gerade bei Letzteren auch DC-Schnell­lade­ säulen zum Einsatz, deren Leistung


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Elektromobilität

F oto: © A BB

Foto: © TE AG

sich bislang im Bereich von 50 kW und neuerdings bis 75 kW bewegt. Die Ladeleistung orientiert sich ­dabei neben den Fahrzeugbatterie­ größen vor allem am Bedarf an Parkdauer (z. B. beim Einkauf nur 30 bis maximal 60 Minuten; am Schwimm­ bad oder beim Bummel in der Erfurter Innenstadt durchaus zwei bis drei Stunden, sodass hier auch die 22 kW ausreichend erscheinen). ­Zunehmend wird aber auch Lade­ infrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen, etwa der Autobahnen, Schnell- und Ausfallstraßen, errichtet – dort vorrangig an Tankstellen, Rast- und Autohöfen. Hier soll die gewünschte Verweildauer möglichst minimal sein (Zeit für eine Tasse Kaffee, also ca. 15–20 Minuten), ­sodass hier zunehmend sogenannte High-Power-Charging-Ladesysteme (kurz: HPC-…) zum Einsatz kommen. Deren Ladeleistung beginnt bei 150 kW; Systeme bis 350 kW sind derzeit b ­ ereits in Betrieb. Alle diese Systeme haben ihre Berechtigung, da sie, wie dargelegt, auf die jewei­

ligen individuellen Mobilitäts- und damit Parkbedürfnisse der »elektromobilen Kundschaft« abgestimmt sind.   Bei den HPC-Ladesystemen hat die Technik eine besonders fulminante Entwicklung durchfahren. Spezielle flüssigkeitsgekühlte Steckersysteme gewährleisten Anlagen- und Personensicherheit bei Ladeströmen von über 500 Ampere. Dabei erfolgt die Ladung mit Gleichstrom. Hier war auch die Umsetzung der geforderten eichrechtskonformen Messung und Abrechnung eine – deutschlandweit in mehreren behördlich begleiteten Umsetzungsprojekten – zu meisternde Herausforderung.   Gerade bei den DC- und HPC-Lade­ systemen werden oft auch mehrere (z. B. derzeit an Autobahnen bis zu sechs) Ladesäulen an einem Netz­ anschlusspunkt angeschlossen, ­sodass es – je nach Vorbelastung durch bereits vorhandene Bestellleistung – auch zu einem Erreichen oder gar zur Überschreitung vorhandener Netzkapazitäten kommen kann. In diesen Fällen kommen

Stromtankstelle am TEAG-Firmenstandort in der Schwerborner Straße in Erfurt

Weitere Infos zum Thema »Ladeinfrastrukturen« ­können durch Scannen des QR-Codes oder unter diesem Link abgerufen werden: www.vde.com/ resource/blob/988408/ ca81c83d2549a5e89a4f63bbd29e80c6/ technischer-leitfaden-­ ladeinfrastruktur-­ elektromobilitaet---­ version-3-1-data.pdf

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(­ neben der Alternative Netzverstärkung) auch zunehmend Batteriespeicher zum Einsatz, um beispielsweise Ladeleistungsspitzen bei gleichzeitigem Laden mehrerer Fahrzeuge abzufangen. So ist bei der TEAG Thüringer Energie AG am Standort ihrer Stromtankstelle in Erfurt, Schwerborner Straße, ein Lithium-Ionen-­ Batteriespeicher mit einer Pufferleistung von 320 kW und einer Kapazität von 140 kWh im Einsatz.   Bis 2030 soll gemäß der Ladeinfrastrukturstrategie der Landesregierung in Thüringen eine öffentliche Ladeinfrastruktur für 250 000 Elektrofahrzeuge bereitstehen. Hier werden gerade die HPC-Schnelllade­ systeme eine wichtige Rolle spielen. Man darf gespannt sein, wie sich ­dabei die Technik der öffentlichen Ladeinfrastruktur weiterentwickeln und bewähren wird. Im Arbeitskreis »Smart Grid und Elektromobilität« des VDE Bezirksvereins Thüringen wird diese Entwicklung aktiv mit begleitet und damit zur Umsetzung der Elektromobilität in Thüringen beigetragen.


VDE Hochschulgruppe

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Mehr Mitbestimmung ist das Ziel UMS T RUK T URIERUNG DE S V DE YOUNGNE T Das VDE Young Net startete mit ­einer Umstrukturierung in das Jahr 2021. Mehr Mitbestimmung und bundesweite Zusammenarbeit sind das Ziel der neuen Projektorga­ni­ sation, die erarbeitet wurde.

✎   Pau l i n e E l l e n b erg er Aus dem Bundesteamtreffen, welches seit 2017 stattfindet, entwickelte sich zunächst eine bundesweite Community, die regelmäßig in Kontakt steht und stetig wächst. Diese überregionale Zusammenarbeit ­ermöglicht es auch Mitstreitern, die sich keiner Hochschulgruppe

Pauline Ellenberger ist Studentin an der Technischen Hochschule (TU) Ilmenau und in der VDE Hochschulgruppe aktiv.

zuordnen können, ­innovative und größere Projekte ­anzugehen und umzusetzen.   Mit der neuen Struktur soll aber nicht nur die überregionale Zusammenarbeit gestärkt, sondern ins­ besondere alte hierarchische Strukturen abgebaut und für maximale Transparenz gesorgt werden. Konkret bedeutet das, dass jedes Mitglied – unabhängig von den HSG – Projekte und Ideen einreichen kann. Das können Workshops, Marketingprojekte, Exkursionen oder auch Start-up-Ideen sein. Die eingereichten Projekte werden anschließend von einem Steuerkreis auf die Leit-

bilder des Young Nets geprüft. Für bewilligte Projekte können sich alle interessierten Mitglieder aus ganz Deutschland anmelden und an der Umsetzung mitwirken. Momentan wird zum Beispiel an einem Podcast und dem Jungen Forum BMT gearbeitet. Bei der Umsetzung werden die Studierenden durch VDE-Experten und fach­liche Vorträge unterstützt.   Die Fähigkeiten, die aktive Mitglieder hier nebenbei oder in methodischen Workshops lernen, wie Planung, Teamarbeit und Projektmana­ gement sowie agiles Arbeiten, sind in der Industrie gefragt und werden oft vorausgesetzt.

Arbeiten im Lockdown NEUE S VON DER V DE HOCHS CHULGRUP P E (HS G) A N DER T U IL MEN AU Die Coronakrise und die damit verbundenen Einschränkungen bei der Mitgliederwerbung stellten uns vor einige Herausforderungen, welche wir, die Hochschulgruppe der VDE an der Technischen Universität (TU) Ilmenau, zum ­Anlass nahmen, uns auf die Suche nach neuen Mitteln und Wegen hierfür zu begeben. In Sitzungen und Brainstormings entstanden einige der folgenden Ideen, welche teilweise bereits in Umsetzung sind.

Als weiteres Projekt zur Mitgliedergewinnung sind wir in der Vorbereitungsphase für verschiedene Online-Events, wie einem digitalen Krimidinner sowie einem Online-­ Escape-Room. Die ersten Testläufe hierzu werden nach dem Ende der Prüfungsphase stattfinden, daraufhin wird entschieden, welches der unterschiedlichen Angebote hiervon jenes ist, welches den meisten Studierenden zusagen könnte. Wir hoffen in Folge dessen, möglichst schon zu Beginn des neuen Semesters die ✎   F e l i x H u ssl e i n ersten Einladungen an interessierte Studierende verschicken zu können Derzeit befinden wir uns in einer und zeitnah daran die ersten spanProbephase zum universitätsweiten nenden Abende mit neuen GesichAngebot von Coachings und Semina- tern zu verbringen. ren, welche in Zusammenarbeit mit   Weiterhin führen wir die Tradition der MLP Finanzberatung stattfinden. der Sitzungen und Stammtische Diese Seminare haben insbesondere ­natürlich auch in Zeiten der Pandeeine Vorbereitung auf den Berufs­ mie fort, auch wenn dies derzeit nur einstieg zum Ziel, wichtige Themen online möglich ist. Zur Gewinnung sind hierbei vor allem die Bewerneuer Mitglieder setzen wir auf Werbung, Gehaltsverhandlungen, aber bung via Facebook und Instagram. auch die Vorbereitung einer guten   Überdies können wir es alle kaum Thesis. erwarten, zeitnah wieder Exkursio12

Felix Husslein ist Student an der Technischen Hochschule (TU) Ilmenau und in der VDE Hochschulgruppe aktiv.

nen durchführen zu können, um im engen Austausch mit der Industrie zu stehen und um uns neues Wissen anzueignen. Insbesondere in möglichen digitalen Exkursionen sehen wir dennoch eine Chance, auch in Zeiten des Lockdowns interessante Einblicke in verschiedene Unterneh­ men gewinnen zu können und weitere Studierende für die Arbeit des VDE begeistern zu können. Gegenwärtig befinden wir uns auf der ­Suche nach geeigneten Unternehmen und fesselnden Themen.   Zu guter Letzt nutzten wir auch die Zeit, um neue Werbemittel zu organisieren. So ließen wir – während noch Präsenzbetrieb an der TU Ilmenau herrschte – Masken bedrucken, um auf dem Campus noch sichtbarer zu sein.   Auch ein nötiges Redesign der bisherigen Flyer für Veranstaltungen und die Vortragsreihe fand statt, ­sodass wir auch in Zukunft mit modernen und ansprechenden Mitteln auf unsere Aktionen aufmerksam machen können.


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VDE Institut

Ein lockeres Kennenlernen VORK UR S 2 0 2 0 FACHBEREICH EL EK T RO T ECHNIK UND INF ORM AT IONS T ECHNIK Pünktlich zum Semesterbeginn startete am 5. Oktober 2020 unser kompakter Vorkurs für die Erstsemester des Bachelorstudiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik. Trotz der aktuell schwierigen Situation und unter Einhaltung aller Vorschriften nahmen 15 Studierende zur Vorbereitung ihres Studiums teil.

F oto: © Prof. Matthias Förster

✎   Prof.  M atthi a s F ör s t er Der Vorkurs dient den Erstsemestern dazu, sich untereinander kennenzulernen, gemeinsam etwas zu erleben und erste Erfahrungen mit grund­ legenden Techniken zu erlangen, um einen angenehmen Start in das Studium zu ermöglichen. Dabei wurden sie von Mitgliedern der VDE Hochschulgruppe und Tutoren des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik begleitet und unterstützt.   Professoren und Mitarbeiter stellten den Erstsemestern einige Highlights vor, bei denen sie die Möglichkeit hatten, sich selbst zu beteiligen. Bei Prof. Voß wurde ein sich autonom bewegendes Fahrzeug programmiert, welches danach eine bestimmte Strecke abfährt. Prof. Knorr stellte die Grundlagen der

Die sorgfältig restau­ rierten Maschinen und Geräte des Was­ ser­k raftwerkes in Jena-­Burgau zeugten ­beeindruckend von den Anfängen der ­modernen Technik.

Künstlichen Intelligenz, Augmentedund Virtual-Reality-Technik vor, und die Studierenden durften die kürzlich angeschafften AR/VR-Brillen selbst einmal austesten. Prof. Förster informierte über elektrische Antriebe und ihre Anwendungen. Außerdem versuchten sich die Studierenden darin, stärker als ein Elektromotor zu sein. Desweiteren programmierten sie mithilfe der Steuerung eines XY-Tisches Bahnfahrten, zum Beispiel Kreisfahrten um das Haus des Nikolauses.   Die praktischen Versuche, welche auch Teil des Studiums sein werden, sollten im Vorkurs natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommen. Im Lötlabor konnten die Studierenden aus verschiedenen Bausätzen wählen und diese dann selbst zusammen­ löten. Alle Teilnehmer entschieden sich für die LED-Taschenlampe. ­Zusätzlich wurden im ET-Praktikum die Grundlagen der Messtechnik behandelt und im praktischen ­Bereich die Messung elektrischer Größen sowie die Bedienung von Messgeräten geübt.   Neben den verschiedenen Lehrveranstaltungen wurden natürlich auch Exkursionen durchgeführt. Die Studierenden besuchten die ­Jenaer Antriebstechnik GmbH und

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bekamen eine interessante Führung durch die Produktion und den Vertrieb der Firma. Ein weiteres Highlight war die Begehung des Wasserkraftwerkes in Jena-Burgau. Die ­historischen Generatoren und das Betrachten der alten Turbinentechnik riefen bei den Studierenden ­Faszination hervor. Vor allem, weil das Gebäude, als auch die Kraftwerkstechnik noch im originalen Zustand erhalten wurden.   Weiterhin fand ein gemeinsamer Pizzaabend mit Studierenden der höheren Semester statt, welcher vom Fachschaftrat organisiert sowie vom VDE finanziert wurde und Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch bot. Der Vorkurs war für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Die Studierenden lernten sich, die Tutoren und die Hochschule kennen und hatten eine Menge Spaß.   Wir freuen uns schon auf das ­bevorstehende Wintersemester und hoffen, den Vorkurs im nächsten Jahr wieder in gewohnt längerer Form anbieten zu können. Der Fachbereich wünscht allen Studierenden viel ­Erfolg und Freude bei ihrem Studium an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH) Jena! Kon takt  www.eah-jena.de/et


Termine

I N +++ +++ TE RM I N +++ A KTU E LL +++ TE RM

T V I T H Ü R I N G E R V D E - I N F O R M AT I O N E N

echnik Neuer Termin: 63. Stammtisch Automatisierungst th, SEITEC GmbH, Mittwoch, 23. Juni 2021, 18 Uhr: (1) C. Röder, F. Seifer visiontool für Super und hmeiebna ­König­see, Thema: »Innovativer Inbetr ie- und Energ ger Thürin ann, Hofm R. (2) n« ­Automatisierungslösunge ⊕ lagen Grund ilitätromob »Elekt a: Them , Erfurt , GmbH ­GreenTech-Agentur gen« und Entwicklung in Deutschland und speziell in Thürin

Unsere Jubilare Mai Dr.-Ing. Wolfgang Prast . . . . . . . 86 Dipl.-Ing. Peter Forberg . . . . . . . 83 Dipl.-Ing. Hartfried Neeße . . . . 80 Dipl.-Ing. Lutz Bichler . . . . . . . . . 78 Dipl.-Ing. Walter Schädel . . . . . 79 Prof. Dr.-Ing. Jürgen Müller . . 72 Dipl.-Ing. Michael Teufer . . . . . 66 Prof. Dr.-Ing. Jürgen Zicke . . . . 61 Dr. rer. nat. Roland Graßme . . 56 Dipl.-Ing. Ralf Belgardt . . . . . . . . 51 Juni Dipl.-Ing. Artur Weyer . . . . . . . . . 78 Dipl.-Ing. Wilfried Besig . . . . . . 72 Dipl.-Ing. Hans-Ulrich Hiepe . . . . . . . . . . . . . . 71 Dipl.-Ing. Hans-J. Dummer . . . 70 Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Dieter Albrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Dipl.-Ing. Reiner Jandke . . . . . . . 68 Ing. Bernd-Ulrich Beyer . . . . . . . 67 Dipl.-Ing. (FH) Gert Scheuermann . . . . . . . . . . . . . 61 Juli Prof. Dr. sc. techn. Franz Rößler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 Dipl.-Ing. Wolfgang Trommer . . . . . . . . . . . . 78 Prof. Erich Stein. . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Dipl.-Ing. Peter Jonke . . . . . . . . . . 73 Dr.-Ing. Ulrich Dienemann . . . 70 Dipl.-Ing. Wolf-U. Steube . . . . . . 70 Prof. Dr.-Ing. Elmar Pfannerstiel . . . . . . . . . . . . . . 69 Dipl.-Ing. Rolf Günther . . . . . . . . . 67 Dipl.-Ing. (FH) Rolf Winkler . . . 66 Manfred Tischer . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 August Prof. Dr.-Ing. Werner Zühlke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 Ing. Gunder Brand . . . . . . . . . . . . . . 81 Ing. Klaus Kämmer . . . . . . . . . . . . . 69 Dipl.-Ing. Wolfgang Hohnstein . . . . . . . . . . . 66 Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schmidt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Dr. med. Matthias Goernig . . . 56 Wir gratulieren unseren Jubilaren ganz herzlich zum Geburtstag.

* Die Veröffentlichung personenbezogener Daten erfolgt in Übereinstimmung mit der Einwilligung der Mitglieder bei deren Eintritt. Sofern eine Veröffentlichung personenbezogener Daten in der TVI nicht erwünscht ist, melden Sie dies bitte dem Vorstand oder der Redaktion.

»Esplanade« – Parken für ­auswärtige T e r m i n : Mittwoch, 23. 6. 2 021, 18 Uhr, Jena, Hotel Mitte« bzw. »Goethe-Galerie«. »Neuen agen Tiefgar sowie tz Eichpla tz ­Teilnehmer: Parkpla mie kurzfristige Änderungen. -Pande Corona igen derzeit der nd Bitte beachten Sie aufgru

Unser Literatur-Tipp Der Netzschutztechniker und ­Betreiber elektrischer Verteilungsnetze findet in diesem Band ­Ratschläge für die Praxis.

✎   di e R edak tion Neben der Beschreibung der Funktion der Leitungs-, Transformatorenund Anlagenschutzeinrichtungen, der selektiven Erdschlusserfassung, Spannungs- und Verstimmungsgradregelung werden Hinweise für Auswahl, Inbetriebsetzung und Betriebsführung gegeben. Besonderer Wert wird auf allgemein gültige Einstell-

Walter und ­T homas Schossig: »Netz­schutz­ technik«, 7., überarbeit. Auflage 2021, 325 ­S., 42 Euro, ISBN 978-38007-5393-2 (auch als E-Book erhältlich)

regeln und Prüfempfehlungen gelegt. Behandelt werden auch Messwandler, Hilfsenergieversorgung und Schaltfehlerschutz sowie Kennzeichnungssystematiken für Betriebs­ mittel und Schaltungsunter­lagen. Es wurden In dieser 7. Auflage Aktua­­ lisierungen vorgenommen. Diese betreffen besonders das Normungsgeschehen bei den VDE-Anwendungsregeln. Die Kapitel Bahnschutz und Signalvergleichsverfahren wurden erweitert. Die Berücksichtigung der aktuellen Fassungen der IEC 61850 sorgen für eine Anwendung des Stands der Technik.

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Online-Veranstaltung – Thema „Wasserstoff“ am 24. Juni 2021 … im Rahmen der Vortragsreihe »Aktuelle Heraus­forderungen der Elektrischen ­Energietechnik« der Technischen Universität (TU) Ilmenau ⊕ ⊕ ⊕ 12.30 Uhr: Begrüßung ⊕ 12.45 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Herrn Werner Diwald, Deutscher ­Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. ­Berlin (DWV), Thema: »Strategie zur Entwicklung Deutschlands als Wasserstoffnation« ⊕ 13.30 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Herrn Florian Thamm, HYPOS Leipzig, Thema: »Wasserstoff ist Wirtschaftskraft« ⊕ 14.15 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Herrn Martin Glas, Mitnetz Markkleeberg, Thema: »Vorstellung einer urbanen Energieversorgung mit Wasserstoff Erläuterungen zur Testinfrastruktur in Bitterfeld-­ Wolfen« ⊕ 15.00 Uhr: Vortrag und ­Diskussion mit Herrn Dr. Martin Dornheim, Helmholtz-Zentrum ­Geesthacht, Thema: »Neue Materialien und Methoden für die Wasserstoffspeicherung und Wasserstoffkompression« ⊕ 15.45 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Herrn Dr. Uwe Braun, Jenbacher gas engines INNIO, Jenbacher GmbH Frankenthal, Thema: »Auf dem Weg zu 100 Prozent Wasserstoff« ⊕ 16.30 Uhr: Veranstaltungsende ⊕ ⊕ ⊕ Die Online-Veranstaltung wird von den Herren des VDE Vorstandes Ronald Küfner, Tobias Nachtwey und Dr. Erich Maut geleitet.   Alle Personen, die ihre Kontaktdaten zu den Veranstaltungen der Vortragsreihe an der TU Ilmenau hinterlegt haben, erhalten von den Organisatoren einen Zugangscode zum System GoToMeeting. ­Weitere Interessierte senden bitte eine E-Mail an vde-thueringen@vde-online.de, auch sie erhalten den Zugangscode zur Veranstaltung. te r m i n : 24.6.2021, 12.30–16.30 Uhr, Hörsaal 2, ­K irchhoff-Bau, Campus der Technischen Universität (TU) Ilmenau, ­Gustav-Kirchhoff-Straße 1 // V e r a n s ta lte r : Institut für Elektrische Energie- und ­S teuerungstechnik, VDE Hochschul­ gruppean der Technischen Universität (TU) Ilmenau mit Unterstützung des Elektrotechnik und Informationstechnik e.V.

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Vorstand des VDE Bezirksvereines Thüringen D E R V O R S TA ND

E R W E I T E R T E R V O R S TA ND

Vorsitzender Dipl.-Ing. (FH) Ronald Küfner TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG Technischer Service Elt 📞 (03 61) 6 52-35 70 ✉ ronald.kuefner@ thueringer-energienetze.com

Referent Seminare Dr.-Ing. habil. Matthias Sturm Thüringer Energie AG Unternehmensentwicklung/ Kommunikation 📞 (03 61) 6 52 27 59 ✉ matthias.sturm@ thueringerenergie.de

Stellvertretender Vorsitzender Dipl.-Ing. Holger Zscharnt Consulting Ulm & Schendel GmbH & Co. KG 📞 (0 36 93) 88 615-32 ✉ holger.zscharnt@consulting-us.de

Referent Vereinsbeziehungen Dipl.-Ing. Walter Schossig Oberreutiner Weg 23 a, 88131 Lindau 📞 (0 83 82) 9 11 29 67 ✉ info@walter-schossig.de

VDE Gruppe TU Ilmenau Dr. Ing. Erich Maut c/o Fachgebiet Elektrische Geräte und Anlagen, PSF 10 05 65, 98684 Ilmenau 📞 (0 15 77) 1 53 82 83 ✉ erich.maut@googlemail.com

Referent Öffentlichkeitsarbeit Referent für Finanzen Dipl.-Ing. Gerd Leonhardt Jörg Majewski ENWG Energienetze Weimar Stadtwerke Jena Netze GmbH GmbH & Co. KG 📞 (0 36 41) 6 88-4 25 📞 (0 36 43) 4 34 16 20 ✉ joerg.majewski@stadtwerke-jena.de ✉ gerd.leonhardt@enwg-weimar.de GESCHÄF TSSTELLE Dipl.-Ing. Tobias Nachtwey c/o Thüringer Energie AG Schwerborner Straße 30, 99087 Erfurt 📞 (03 61) 3 45 49 94 ✉ vde-thueringen@vde-online.de

Referent für Erweiterte Öffentlichkeitsarbeit und Seminare M. Sc. Dipl.-Ing. (FH) Mario Schroth Thüringer Energie AG, Heizkraftwerk Jena 📞 (0 36 41) 69 42 97 ✉ mario.schroth@ thueringerenergie.de

Hochschulgruppe Fachhochschule (FH) Schmalkalden Prof. Dr. Ing. Reinhard Grünler Fakultät Elektrotechnik VDE-Büro Campus Fachhochschule Schmalkalden 📞 (0 36 83) 6 88 51 07 ✉ r.gruenler@fh-sm.de Hochschulgruppe Ernst-Abbe-­Hochschule (EAH) Jena Prof. Dr.-Ing. Matthias Förster Fachbereich Elektrische Antriebe, Aktoren und Leistungselektronik VDE Büro Ernst-Abbe-Hochschule Jena 📞 (0 36 41) 20 57 17 ✉ matthias.foerster@eah-jena.de

Facharbeitskreise im Überblick AK Biomedizintechnik Dipl.-Ing. Daniel Laqua TU Ilmenau, Institut Biomedizinische ­Technik und Informatik Fachgruppe Biosignalverarbeitung 📞 (0 36 77) 69-13 08 ✉ daniel.laqua@tu-ilmenau.de

Bankverbindung VDE Bezirksverein Thüringen: Sparkasse Mittel­ thüringen Erfurt IBAN: DE 89 8205 1000 0130 1141 38 BIC: HELADEF1WEM Der VDE Bezirksverein ­T hüringen e.V. ist aufgrund des Bescheides des Finanzamtes Erfurt, Steuernummer 151/ 142/05297, wegen ­Förderung der Bildung als gemeinnützige ­Körperschaft anerkannt. Der Verein darf Spenden empfangen.

AK Blitzschutz Dipl.-Ing. Jens Schönau CE-LAB GmbH Ilmenau 📞 (0 36 77) 64 79 84 ✉ j.schoenau@ce-lab.de AK EMV Elektromagnetische Verträglichkeit Dr.-Ing. Michael Naß CE-LAB GmbH, Prüfzentrum 📞 (0 36 77) 64 79 80 ✉ m.nass@ce-lab.de AK Energietechnik Dipl.-Ing. Helge Stedefeld TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG 📞 (03 61) 6 52-29 15 ✉ helge.stedefeld@ thueringer-energienetze.com

Dipl.-Ing. David Wartschinski TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG 📞 (03 61) 6 52 24 22 ✉ david.wartschinski@ thueringer-energienetze.com

AK Netzschutz Dipl.-Ing. Heiko Kraut TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG 📞 (03 61) 6 52-28 34 ✉ heiko.kraut@thueringer-energienetze.com AK Smart Grid, Smart Market, Smart Cities und Elektromobilität Dr.-Ing. Michael Agsten TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG Netzführung – Systemdienstleistungen 📞 (03 61) 6 52-26 44 ✉ michael.agsten@ thueringer-energienetze.com

AK Geschichte der Elektrotechnik/Elektronik Kontakt z. Z. über den Vorstand 📞 (03 61) 345 49 94 ✉ vde-thueringen@vde-online.de AK Informationstechnik Dipl.-Ing. Andreas Schulz TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG Leit- und Schutztechnik 📞 (03 61) 6 52-27 34 ✉ andreas.schulz@ thueringer-energienetze.com

AK Starkstromanlagen Dipl.-Ing. Jürgen Schmidt DEKRA Automobil GmbH 📞 (0 36 41) 38 19-14 ✉ juergen.j.schmidt@dekra.com AK Zählertechnik Dipl.-Ing. Holger Zscharnt Consulting Ulm & Schendel GmbH & Co. KG 📞 (0 36 93) 88 615-32 ✉ holger.zscharnt@consulting-us.de 15


Il lu stration Rol l-u p : © EVZ (Ad obe Sto ck)

Korporative Mitglieder, Sponsoren und Förderer des VDE Bezirksvereines Thüringen

TVI · Thüringer VDE Informationen · Zeitschrift des VDE Bezirksverein Thüringen e.V. Technisch-Wissenschaftlicher Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik Herausgeber: © VDE BV Thüringen, c/o Thüringer Energie AG, Schwerborner Straße 30, 99087 Erfurt, Telefon: (03 61) 3 45 49 94, Fax: 3 45 49 95, E-Mail: vde-thueringen@vde-online.de · Redaktion: Gerd Leonhardt (Weimar, V. i. S. d. P.), Peter Kasper (Bad Langensalza) und Walter Schossig ­(Lindau) · Layout: © Uwe Adler (Weimar) · Druck: Druckerei Schöpfel GmbH (Weimar) · Erscheinungsweise: 3 Ausgaben/ Jahr (Januar, Mai, September) · Auflage: ca. 750 Exemplare je Ausgabe · Versandgebiet: Thüringen

Mai–August 2021

Thüringer

02/21 18. JAHRGANG

VDE BEZIRKSVE REIN

Informationen THÜRINGE N E.V. – VERBAND DER ELEKTROTEC HNIK

ELEKTRONIK INFORMATI ONSTECHNI

Vorfahrt für E-Mobilität

Rasa

K

Redaktionsschluss für die Ausgabe 03/2021: 20. 7. 2021


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