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816780 Meine Zeit 2014

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Gott nahe zu sein ist mein Gl端ck. Psalm 73,28

Jahreslosung 2014


Richtig gut leben  von Elisabeth Mittelstädt

E

igentlich ist das Leben recht einfach. Aber es einfach zu leben, ist schwer. Was ist mir wirklich wichtig? Das ist die Schlüsselfrage, über die ich bei Entscheidungen immer wieder nachdenke. Wenn ich auf diese Frage keine Antwort habe und die Weichen nicht bewusst stelle, stellen andere sie für mich. Wie überfordere ich mich nicht? Erst nach und nach habe ich gelernt, so zu planen, dass ich nicht in Zeitnot gerate. Wenn ich heute denke, ich werde für etwas eine Stunde brauchen, dann plane ich zwei Stunden dafür ein. Das ist eine große Hilfe! Mittlerweile bin ich dadurch meinem Zeitplan oft ein Stück voraus, statt ihm hinterherzujagen. Wann sage ich Ja? Ich musste lernen, zu einigen – selbst guten! – Dingen Nein zu sagen. Vor ein paar Jahren schickte mir eine Freundin eine Karte: „Für das große Ja musst du zuerst so manches Nein sagen.“ Neinsagen ist nicht leicht. Aber ich muss es tun, um mein großes Ziel zu erreichen. Was ist momentan meine Berufung? Als die Zeitschrift LYDIA vor 27 Jahren zum ersten Mal erschien, habe ich mir zu dieser Frage eine Prioritätenliste gemacht. Wenn ich heute Anfragen bekomme, orientiere ich mich immer noch daran. Geht es um Frauen? Das ist meine Berufung! Geht es um das gedruckte Wort? Das ist meine Leidenschaft! Nur wenn die Anfrage beide Bereiche betrifft, kommt sie infrage, und dann bete ich darüber, ob ich zusagen soll. Was gibt mir Kraft? Vergessen Sie die täglichen Kraftquellen nicht! So wie unser Körper Nahrung braucht, so kann auch unsere Seele ohne Stärkung nicht leben. Wie viel Zeit verbringe ich mit


Kochen und Essen? Und dann denke ich, dass ich auf Momente mit Gott verzichten kann oder sie nicht bewusst einplanen muss?! Wenn ich kraftlos lebe, fällt es am Anfang vielleicht nur mir auf, aber bald wirkt es sich auch auf andere aus. Bei der Suche nach der richtigen Richtung für mein Leben geht es auch darum, mich selbst zu finden: Wer bin ich und was hilft mir, als Person voranzukommen und zu wachsen? Der Komiker Fred Allen sagte einmal: „Du lebst nur einmal. Aber wenn du richtig gut lebst, ist einmal genug.“ Das ist ein gutes Motto für das kommende Jahr: Richtig gut leben! Dann ist ein Leben genug. Ihre Elisabeth Mittelstädt

Elisabeth Mittelstädt ist die Herausgeberin der Zeitschrift LYDIA und Buchautorin.


Jahresplaner Januar 2014 1

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Neujahr

KW 1

Heilige Drei Kรถnige / Epiphanias

KW 2

KW 3

KW 4

KW 5


Jahresplaner Februar 2014 1

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2014 Januar

27 Montag

28 Dienstag

29 Mittwoch

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KW 5


Januar / Februar 2014 Freitag

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Samstag

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Sonntag

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Wir dürfen uns darauf verlassen, dass denen, die Gott lieben und die er in seine Nähe berufen hat, alles zum Guten dient. Römer 8,28 (WD)


Notizen


Zu erledigen


Gedanken zum Februar  von Ellen Nieswiodek-Martin

D

er Februar ist eine Zwischenzeit. Ein Puffer zwischen Winter und Frühjahr. Das Frühjahr mit den sonnigen Tagen ist noch nicht in Sicht. Der Jahresanfang mit den guten Vorsätzen und dem Entschluss, im neuen Jahr einiges anders zu machen, ist dagegen schon fast in Vergessenheit geraten. Zumindest bei uns Erwachsenen. Die Schüler haben Ende Januar die Zwischenzeugnisse bekommen; für sie beginnt im Februar das zweite Schulhalbjahr. Für viele eine Zeit neuer Chancen und Vorsätze. Aber bei mir ist der Elan des neuen Jahres schon merklich geschrumpft. Die kalte und nasse Jahreszeit dauert schon zu lange – ich sehne mich nach Sonne und Wärme. Noch ist es draußen kalt und ungemütlich. Im besten Fall färbt Schnee die matschigen Wege und Wiesen weiß und reflektiert die wenigen Sonnenstrahlen. Im Garten ist nichts los. Bäume und Sträucher sind kahl. Das Beste am Februar ist, dass er der kürzeste Monat des Jahres ist! Aber halt: Wenn ich länger nachdenke, finde ich auch Positives. Im Garten strecken die Schneeglöckchen ihre Köpfe aus der Erde. Die Tage werden wieder länger. Und wenn die Sonne scheint, hat sie spürbar mehr Kraft als in den vergangenen Monaten. Es geht also aufwärts. Und die alte Bauernregel kann auch ein Trost sein: „Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.“ Das sind doch gute Aussichten! Zwischenzeiten – Phasen, in denen, äußerlich betrachtet, nicht viel los ist – haben ihren Sinn in unserem Leben. Sie nicht nur auszuhalten, sondern anzunehmen und zu nutzen, ist eine Lernaufgabe – ganz besonders für ungeduldige Menschen wie mich.


Dabei dienen uns Phasen, in denen es langsamer läuft, zum Auftanken. „Jedes Ding hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“, heißt es in Prediger 3. Wir brauchen Zeiten, um Feste zu feiern, aber auch Zeiten zum Ausruhen. Denn wenn der Frühling kommt, bringt er viele neue Aufgaben mit sich: Durch die hellen Sonnenstrahlen fallen uns die ungeputzten Fenster und der Staub auf den Regalen auf. Der Garten muss gepflegt, Blumen wollen gesät werden. Es gibt viel zu tun. Deshalb ist es in der Zwischenzeit dran, zur Ruhe zu kommen. Kraft zu schöpfen für das, was kommt. Für das Pflanzen, Unkrautjäten und Fensterputzen, für neue Feste und Aufgaben. Lernen wir, Gottes Zeitplan anzunehmen! Und freuen wir uns darüber, dass er es auch nach einem noch so dunklen Winter immer wieder Frühling werden lässt.

Ellen Nieswiodek-Martin ist stellvertretende Redaktionsleiterin bei LYDIA. Sie ist verheiratet und hat sechs Kinder.


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