AUF DEM WEG
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1 | 2018
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Unterwegs. Sein.
„Wertschätzung beginnt oft versteckt im Kleinen. Aber wenn sie erst ihre Kraft entfaltet, zieht sie Kreise und kann eine ganze Gesellschaft verändern.“ Tim Niedernolte
Foto: dirk schmidt / dsphotos.de
Inhalt
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Auf Augenhöhe WIE GELEBTE WERTSCHÄTZUNG DAS LEBEN BEREICHERN K ANN
Meine Flucht aus dem goldenen Käfig DUNJA RAJTER ÜBER IHR EREIGNISREICHES LEBEN ��������������������������������������������������
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Fangfrische Überraschung CHRISTOPHER SCHACHT BEREIST DIE WELT �������������������������������������
Welche Rolle spielst du? JENIFER GIRKES BLICK AUF DIE LEISTUNGSGESELLSCHAF T . . . . .
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Wenn die Liebe über die Vernunft siegt BARBARA UND MARKUS HÄNNI UND IHRE ENTSCHEIDUNG FÜREINANDER
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Glaube, der auf dem Wasser läuft CHRISTIAN WIMAN ÜBER GLAUBE UND SKEPSIS
Schritt für Schritt zum Glück DER BEZIEHUNG EINE NEUE RICHTUNG GEBEN �����������
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Afrikas furchtloser Versöhner EIN MANN RISKIERT SEIN LEBEN FÜR DEN FRIEDEN
Foto: adeo
EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser, diese nette Notiz von einer Kollegin klebte neulich auf meinem Schreibtisch – und wow, hat mich dieser kleine Zettel gerührt, erfreut und neu motiviert! Der ganze Tag hat einen Goldrand bekommen. Anderen Menschen mit Wertschätzung zu begegnen ist ganz einfach, kostet nichts und verschönert das Leben – für den, der sie bekommt, aber auch für den, der sie verschenkt. Warum tun wir das eigentlich nicht viel öfter? ZDF-Journalist Tim Niedernolte erforscht in seinem neuen Buch „Wunderwaffe Wertschätzung“ gemeinsam mit prominenten Gesprächspartnern (zum Beispiel der Journalistin Dunja Hayali, dem Sternekoch Christian Rach oder dem Fußballhelden Marcell Jansen), wie glücklich es macht, andere Menschen aufzubauen statt fertigzumachen und wie das sogar zu mehr wirtschaftlichem Erfolg führt. Lassen Sie sich anstecken und werden auch Sie ein Wertschätzer! Wertschätzung und Dankbarkeit sind auch für Dunja Rajter wichtige Lebensthemen. Die bekannte Sängerin und Schauspielerin erzählt in ihrer Biografie „Nur nicht aus Liebe weinen“ von den Höhen und Tiefen ihres bewegten Lebens – und davon, wie sie sich auch in schwierigen Zeiten immer treu geblieben ist. Ein spannender Auszug erwartet Sie in diesem Heft. Außerdem haben wir noch viele weitere starke Geschichten für Sie in schöne Bücher verpackt. Die ungewöhnliche Liebesgeschichte von Barbara und Markus Hänni und die Frage „Wie lebt man, wenn jeder Tag der
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Letzte sein könnte?“ Der mutige Einsatz von Erzbischof Simon Ntamwana in Burundi, der Opfer und Täter des Bürgerkriegs zur Versöhnung führt. Der knackig-praktische Ehe-Ratgeber „Das Emma-Prinzip“ und Jenifer Girkes „Parallelwelten“ – eine brillante Auseinandersetzung mit dem Leistungsdruck und der Haltlosigkeit der „Generation Y“. Ein Buch möchte ich Ihnen noch besonders ans Herz legen: In dem wunderschön aufgemachten Band „Mein heller Abgrund“ nimmt der Lyriker Christian Wiman uns mit auf seine innere Reise – nach einer lebensbedrohlichen Krebsdiagnose tastet er sich suchend, wortgewaltig und zutiefst ehrlich zurück zu einem Gott, der ihn (oder den er) aufgegeben zu haben schien. Und natürlich warten wir auch wieder mit besonderen Kunst- und Designprodukten auf. Freuen Sie sich auf bewährt Schönes und überraschend Neues. Viele gute Entdeckungen wünschen Ihnen
Karoline Kuhn und das adeo-Team 3
Fotos: dirk schmidt / dsphotos.de
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Foto: API / F. Seefried
Foto: API /
Michael Tin
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Auf Augenhöhe WIE GELEBTE WERTSCHÄTZUNG MOTIVATION UND ENGAGEMENT FREISETZEN KANN
ZDF-Moderator Tim Niedernolte hat sich auf eine unterhaltsame Reise begeben. Er hat Frauen und Männer getroffen, die alle etwas gemeinsam haben: Ihre Lebenshaltung, mit der sie anderen Menschen begegnen, ist geprägt von purer Wertschätzung. Erfahren Sie in diesem Auszug, wie Sternekoch Christian Rach dank der „Wunderwaffe Wertschätzung“ eine kaum zu bewältigende Herausforderung in Thailand gemeistert hat.
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tarkoch Christian Rach hat mir eine unfassbare Geschichte erzählt, die er als junger Koch in Thailand erlebt hat. Und die bringt perfekt auf den Punkt, warum Wertschätzung eine so unschlagbare Waffe ist.
Alles begann mit einer Einladung des thailändischen Industrieverbands. Christian sollte in Bangkok für eine richtig große Veranstaltung mit Teilen der Königsfamilie, den Wirtschaftsbossen und dem thailändischen Militär kochen. Mehr Prominenz geht fast nicht; die Königsfamilie ist heilig, das Militär hat trotz demokratischer Regierung faktisch die Macht. Dass gerade Christian eingeladen wurde, war kein Zufall. Er sorgte schon damals mit seinem Restaurant Tafelhaus in Hamburg für Furore und war der Erste von sechs deutschen Köchen, die in Bangkok kochen durften. Später erfuhr er, dass diese Reihenfolge etwas täuschte, denn eigentlich war Christian Rach, trotz seines Restauranterfolges, der Geringste der sechs Köche. Die anderen hatten ihn nur vorgeschickt, um zu überprüfen, ob die Sache machbar war oder ob man sich die Finger verbrannte. Wenn
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der junge Rach dort verheizt wurde, wäre das nicht so schlimm, dachten die anderen Kandidaten. „Ich wurde zwei Tage vor der Veranstaltung mit hohen Ehren am Flughafen empfangen und zum höchsten Wolkenkratzer von Bangkok kutschiert“, erzählte er. Dort fand die Veranstaltung statt. „In der Küche war ein unfassbares Gewusel. Ich war drei Köpfe größer als die gesamte Crew, die fast nur aus Chinesen bestand. Es war unglaublich heiß da drinnen. Bangkok ist ja sowieso immer schwül und stickig, und in der Küche war es fast nicht auszuhalten. Auch bezeichnend: Nach außen hin hatte der ganze Bau eine millionenschwere Ausstattung, aber in der Küche gab es keine Klimaanlage.“ Die Mitarbeiter musterten ihn kritisch und er konnte praktisch ihre Gedanken lesen: „Was will die Langnase hier?“ Sie waren sehr distanziert und überhaupt nicht offen für den Fremden aus Deutschland, denn sie erwarteten, dass der ihnen sofort sagte, wo es langging. Neben Christian standen der Direktor und der Gastgeber der exklusiven Veranstaltung. 5
Nach und nach merkten die Mitarbeiter: „Hoppla, der spielt ja gar nicht den großen Max, sondern der kommt in demütiger Haltung und bringt uns Respekt entgegen.“ Und sie waren stolz darauf, dass sie einem Europäer zeigen konnten, was sie draufhaben. Nur die Gastgeber wurden langsam immer nervöser, weil sie dachten, Christian verliere sich in der Kommunikation mit der Crew. Christian selbst aber war total entspannt. Er wusste, dass er es nur schaffen konnte, wenn diese 40 Leute voll auf seiner Seite waren. Als er am nächsten Morgen in die Küche kam, hatte die Crew schon fast alles vorbereitet. „Herr Rach, was brauchen Sie jetzt noch?“, fragten sie nervös. Da er nur zwei Tage Zeit hatte, um dieses Riesending zu wuppen, dachten sie, er würde direkt loslegen. Das habe ich ehrlich gesagt auch angenommen, als Christian mir die Geschichte erzählte. Aber Christian dachte überhaupt nicht daran, denn er hatte sofort gemerkt, worauf er sich erstmal konzentrieren musste: die Mitarbeiter. Wenn er die nicht auf seiner Seite hatte, war er verloren. Also sagte er: „Alles wunderbar, ich kümmere mich mit den Mädels und Jungs um alles, lassen Sie mich nur machen.“ „Faktisch habe ich den ganzen ersten Tag kein Stück gekocht oder vorbereitet“, fährt Rach fort. „Als Erstes bin ich mit sämtlichen Mitarbeitern der Küche in die Personalkantine gegangen, habe mit ihnen ihr köstliches selbst gemachtes Chinese Food gegessen und bestaunt. Ich habe sie gefragt, ob sie mir erklären können, wie sie das Essen zubereitet haben, und ihnen gesagt, wie großartig es mir schmeckt.“ 6
Seine Augen leuchteten, während er davon erzählte: „Wir sind gemeinsam durchs Feuer gegangen. Es war unglaublich! Ich habe die Crew immer mit reingenommen und zwischendurch kosten lassen, um weiterhin zu zeigen: ‚Ihr seid dabei! Ohne euch können wir das Spiel heute nicht gewinnen.‘ Dann war es endlich soweit: Das ganze Event fand in zwei unterschiedlichen Bereichen statt. In einem Raum wurden die Königsfamilie und die oberen Militärs bedient, im anderen Raum saßen die hochdekorierten Wirtschaftsbosse. Als ich aus der Küche schaute, wurde mir erst klar, wie krass das Ständedenken in Thailand ist: Die Königsfamilie und das Militär wurden auf Knien bedient.“
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BUCHTIPP Christian ging in die Knie und demonstrierte die Demutshaltung. „Die Kellner haben die Teller genommen, sind vor der Königsfamilie auf die Knie gegangen und haben die Teller in dieser Haltung serviert, damit sie nicht größer waren als die sitzenden Ehrengäste. Und es gab natürlich auch lauter unvorhergesehene Störungen: Plötzlich ging die Tür auf und vierzig Geheimpolizisten in dunklen Anzügen und schwarzen Sonnenbrillen kamen rein, rechts und links die Colts im Anschlag. Wie in den Agentenfilmen standen die da, ohne eine Miene zu verziehen. Mein Team hat einfach weitergemacht. Ich wäre so gnadenlos abgesoffen, hätte ich den Tag davor nicht auf Augenhöhe mit ihnen verbracht.“
Shitstorms, Mobbing, fehlende Anerkennung und vernichtende Kommentare sind ein viel zu großer Teil unseres Alltags. Diesem Negativ-Trend begegnet ZDF-Moderator Tim Niedernolte mit einem wirkungsvollen Gegenmittel: Wertschätzung kann weite Kreise ziehen und unsere Beziehungen, den Alltag und sogar ganze Unternehmen zum Positiven verändern. Lernen Sie andere Wertschätzer wie Dunja Hayali, Christian Rach und Marcell Jansen kennen, die von ihren positiven Erfahrungen berichten. Lassen auch Sie sich anstecken und erfahren Sie das große Glück einer einfachen Lebenshaltung.
Ich wäre so gnadenlos abgesoffen, hätte ich den Tag davor nicht auf Augenhöhe mit ihnen verbracht. Die Lorbeeren sollte trotzdem Christian ernten, denn er wurde vor die Ehrengäste zitiert. Er hat seine gesamte Crew vor allen Gästen gelobt. Was für eine geile Geschichte, die auf hohem Niveau zeigt, dass Wertschätzung keine Einbahnstraße ist. Mich hat diese Story total umgehauen. Und sie ist auch kein Einzelfall, sondern nur ein Beispiel für eine innere Haltung, die Christian Rach ausmacht: anderen Menschen mit Respekt zu begegnen.
Tim Niedernolte
Wunderwaffe Wertschätzung Vom großen Glück einer einfachen Lebenshaltung.
Nr. 835181 · € 18,— Gekürzter Buchauszug aus dem Buch „Wunderwaffe Wertschätzung“ von Tim Niedernolte
Gebunden · Schutzumschlag · 192 Seiten Durchgehend farbig, mit vielen Fotos ISBN 978-3-86334-181-7 Auch als eBook erhältlich
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NEU Lächle! Und lass die Welt fragen, warum – Aufstellbuch Nr. 835206, € 9,99 Format 15 x 14,6 cm 56 Seiten • Spiralbindung ISBN 978-3-86334-206-7
Heute ist dein Tag! – Aufstellbuch Nr. 835162, € 9,99 Format 15 x 14,6 cm 56 Seiten · Spiralbindung ISBN 978-3-86334-162-6
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Sonnenschein für jeden Tag
Die Welt mit seinen Cartoons ein wenig schöner machen, genau das ist die Vision des schwedischen Illustrators Royne Mercurio. Der Vater von drei Kindern verantwortet die Öffentlichkeitsarbeit in der Schwedischen Landeskirche Linköping.
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NEU Ich freu mich für dich! – Postkartenbuch Nr. 5574619, € 9,99 Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven Format: 15,5 x 11,0 cm EAN 4250454746191
Weil ich dich mag – Postkartenbuch Nr. 5574614, € 9,99 Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven Format: 15,5 x 11,0 cm EAN 4250454746146
Das Leben ist schön! – Postkartenbuch Nr. 5574615, € 9,99 Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven Format: 15,5 x 11,0 cm EAN 4250454746153
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Porzellan · Höhe 9 cm · ca. 300 ml Fassungsvermögen · spülmaschinengeeignet Je Tasse € 9,99
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Es gibt Tage – Tasse
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Melamin · Format 14,3 x 23,3 cm · spülmaschinengeeignet Je € 7,99
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Wo es Schokolade gibt —
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Royne Mercurio · © adeo
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Royne Mercurio · © adeo Verlag · www.loveli.eu
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Meine Flucht aus dem goldenen Käfig DUNJA RAJTER ÜBER IHR EREIGNISREICHES LEBEN Als Sängerin und Schauspielerin erlangte sie internationale Bekanntheit, spielte in Filmen wie „Winnetou“ oder „Salto Mortale“ mit. In ihrer Autobiografie „Nur nicht aus Liebe weinen“ blickt Dunja Rajter nun dankbar auf ihr Leben zurück. Ihre Zuversicht und Lebensfreude hat sie trotz Krisen, wie dem Scheitern ihrer Ehe mit Sänger Les Humphreys, nie verloren.
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anny ist mein Ein und Alles. Er ist ein Kind der Liebe. Sein Vater heißt John Lesley Humphreys, von allen Les genannt. Und ich bin Dannys Mutter. Wir wohnen in einer 18-Zimmer-Villa mit Sauna und Swimmingpool in der besten Hamburger Gegend. Ein Abend im Frühjahr 1975 wird alles verändern.
Danny ist noch ein Baby. Knapp zwei Jahre nach einer traumhaften Hochzeit 1972 mit mehr als 400 Gästen aus Prominenz und Politik ist er auf die Welt gekommen. Les ist ein Star, ein Popmusiker. Mit den Les Humphries Singers wird er Anfang der Siebzigerjahre bekannt und verkauft bis 1976 mehr als 48 Millionen Tonträger. Ich gelte in der Musik- und Fernsehwelt mit meinen dunklen Haaren als rassige und etwas geheimnisvolle Schönheit und als diejenige Sängerin und Schauspielerin, die einen der begehrtesten Junggesellen der Siebzigerjahre abbekommen hat. Es ist eine glamouröse Welt, in der wir uns bewegen, eine Welt, über die die Boulevardblätter gerne berichten: Wie wir uns kennengelernt haben, unsere Hochzeit, wie wir umgezogen 12
sind aus der kleinen Wohnung in Eppendorf in die Luxusvilla mit Park am Elbstrand von Blankenese. Und wie wir dort leben. Wir verkörpern die perfekte Familie, schön, reich, berühmt, begehrt, immer strahlend – ein wahr gewordener Traum. In diesem Traum sitzt Les abends auf dem großen cremefarbenen Sofa, schwenkt Whiskey in einem Glas, lehnt sich zurück und entspannt nach einer stressigen Arbeitswoche, die er vor Kameras und auf Bühnen verbracht hat. Danny schlummert in seinem Bettchen. Die Tür habe ich abgeschlossen. Bis eben hat Les dagegen gehämmert und mich aufgefordert herauszukommen. Jetzt ist es still. Les hat sich verzogen. Er ist betrunken, wie an jedem Abend. Immer wieder trinkt er, und an jedem Morgen danach beteuert er, dass er damit sofort aufhören wird. Dann tut er es doch wieder. Der Hausarzt hat gesagt, wenn Les trinke, dann solle ich ihn in Ruhe lassen, weil er sonst aggressiv werde. Das tue ich. Aber Les lässt mich nicht in Ruhe. Ich schließe mich ein und warte.
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Dennoch reichen die vielen unschönen Szenen für mich nicht, um die Ehe wirklich infrage zu stellen und ihn zu verlassen. Ich hoffe immer noch, dass Les sich besinnt, dass er wieder der wird, in den ich mich verliebt hatte. Les hat, wie er mir erzählt, nie eine richtige Familie gehabt. Ich will, dass wir zusammenbleiben, denn Danny soll nicht ohne Vater aufwachsen. Trennung, das war zu dieser Zeit anders als heute. Bei einer Scheidung wurde damals ein Schuldiger bestimmt. Und ich stellte mir die Frage, wie das Leben als alleinerziehende Mutter wohl wäre. Über sie wurde in der Gesellschaft die Nase gerümpft. Es gab sie quasi nicht – und auch keine weitreichenden Regelungen für sie. Es ist die Zeit, in der Frauen von ihren Männern noch eine Erlaubnis brauchen, wenn sie einer Arbeit nachgehen wollen. Und Männer können über ihre Frauen bestimmen, können für sie bei ihrem Arbeitgeber kündigen, ohne sie zu fragen – so steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch. Erst im Jahr 1977 wird dieses Gesetz abgeschafft. Nein, Frauen bleiben bei ihren Männern, so ist das eben, so ist es vorgesehen. Außerdem: Die paar Missstimmungen kann man doch aushalten, erst recht dann, wenn man dank des Mannes so ein luxuriöses Leben führen kann wie ich. Menschen, die ich um Rat frage, die ich in meine Überlegungen einbeziehe, Les vielleicht doch verlassen zu wollen, reagieren mit Unverständnis.
Mit Pierre Brice Ende der 90er-Jahre
Mit Mario Adorf bei den Winnetou-Dreharbeiten
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Fotos: Privat
Aber ich hoffe immer noch, dass alles wieder gut wird. So wird es meine größte Aufgabe, meinen Sohn Danny zu beschützen. Manchmal hämmert und schreit Les solange an die Tür, bis ich öffne. Heute Abend ist er überhaupt nicht mehr zu beruhigen. Er ist
Neuanfang mit Danny
Foto: Privat
zurückgekommen und er lässt nicht von mir ab: „Dunja, mach die Scheißtür auf!“, brüllt er und rüttelt an der Klinke. Ich fürchte, er wird nicht aufhören, vor der Tür zu toben, bis ich rauskomme. Immer noch sitze ich auf dem Teppichboden, halte mir die Ohren zu. Danny ist in seinem Bettchen wachgeworden und weint.
Foto: A. Stingl/Schumann-Stingl
Mit ihrem heutigen Ehemann Michael Eichler
Er ist erst ein paar Monate alt. Ich stehe auf, gehe zu ihm, streiche ihm über die Wange, auf der eine kleine Träne entlanggelaufen ist. Danny verstummt, er blickt mich aus seinen Kulleraugen an, und sein Gesicht hellt sich sofort auf. Er strampelt die Decke ein wenig weg und rudert mit den Armen. Les poltert erneut gegen die Tür. „Mach auf!“, schreit er. „Ach, du kleiner Junge, hast ja keine Ahnung – schlaf“, sage ich leise, gehe zur Tür, drehe den Schlüssel herum und drücke die Klinke herunter. Les steht vor mir, wutschnaubend. Er schimpft irgendetwas Unverständliches, geht zum Kinderbettchen, beugt sich hinab und greift nach Danny. „Lass den Jungen, lass ihn schlafen!“, sage ich, aber das interessiert Les nicht. Nicht, dass ich denke, dass er Danny etwas tun wird, aber der Kleine soll schlafen. Mein Mann nimmt Danny dennoch auf den Arm und wankt an mir vorbei in Richtung Küche. Ich habe keine Ahnung, was Les mit dem Baby dort will. Vermutlich weiß er es selbst nicht. Ich gehe schnell hinterher, will den nächsten Moment abpassen, um ihm das Kind abzunehmen und es zurück ins Bett zu bringen.
Bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg, 2012
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Foto: Privat
Les schwankt, und es beginnt einer der längsten, ohnmächtigsten und schrecklichsten Momente in meinem Leben. Ich sehe, wie mein betrunkener Mann stolpert, wie er mit den Händen nach links und rechts greift, um
adeo magazin • 1 | 2018
sich abzufangen. Das Bündel, eben noch in seinem Arm, hängt für einen Augenblick förmlich in der Luft. Ich sehe, wie Danny fällt, und kann nichts tun. Les fängt sich ab, aber nicht das Baby. Es sind schreckliche Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen. Danny schlägt hart auf dem Marmorboden auf. Mein Herz bleibt stehen. Totenstille. Sekundenlang. Dann schreit das Kind. „Was hast du getan?“, rufe ich. „Danny, Danny!“ Ich renne zu meinem Baby, falle auf die Knie, greife nach ihm, hebe es vom Boden auf. Les starrt verwirrt in unsere Richtung. „Was hast du denn? Wird schon nichts sein“, lallt er. Danny weint fürchterlich. Ich rufe nach Astrid, die sofort den Arzt verständigt, während ich mich um das Kind kümmere.
Ich nicke stumm, bin immer noch unter Schock. Astrid begleitet den Arzt zur Haustür. Er weiß, dass niemand erfahren darf, was er gesehen hat. Astrid schließt die Tür, dreht sich um, wir schauen uns an. Jetzt ist es klar. Mein Entschluss steht fest: „Kannst du mir helfen?“, sage ich leise zu Astrid. „Kannst du mir helfen, dass ich hier wegkomme?“
Gekürzter Auszug aus dem Buch „Nur nicht aus Liebe weinen“ von Dunja Rajter
Les murmelt, es werde schon nichts sein, ich solle mich nicht so anstellen. „Dem Kind ist doch gar nichts passiert. Du immer mit deiner Angst, du mit deiner heilen Welt“, stammelt Les und schenkt sich erneut etwas ein. Wenig später, nach bangen Minuten, trifft der Kinderarzt ein. Während er Danny abtastet, trinkt Les ungerührt weiter. Astrid steht stumm dabei. Sie ist bei uns Mädchen für alles, wohnt im kleinen Nebenhaus der Villa. Und sie weiß natürlich längst, was bei uns los ist. Ich fühle mein Herz immer noch heftig klopfen. Les hängt auf dem Sofa, glotzt vor sich hin und lallt wirres Zeug.
Dunja Rajter
Nur nicht aus Liebe weinen Höhen und Tiefen meines Lebens
Nr. 835182, € 18,– Gebunden · Schutzumschlag · 224 Seiten Mit 16-seitigem Bildteil
Der Kinderarzt knöpft Dannys Strampler nach der Untersuchung zu: „Da haben Sie nochmal Glück gehabt“, höre ich ihn sagen. Wie durch ein Wunder sei nichts passiert. „Kinder haben weiche Knochen, das hätte aber auch ins Auge gehen können.“
adeo magazin • 1 | 2018
ISBN 978-3-86334-182-4
Auch als eBook erhältlich
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Eberhard Münch Leuchtender Bote XXX · XXX Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
Eberhard Münch Frühlingsbote XXX · XXX Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
© 2017 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar www.adeo-verlag.de
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Diese Karte wird von behinderten Menschen von Hand gefaltet und konfektioniert.
Eberhard Münch Leuchtender Engel Shining Angel • L‘ange lumineux Mischtechnik Mixed techniques • Technique mixte © 2015 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
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Diese Karte wird von behinderten Menschen von Hand gefaltet und konfektioniert.
Eberhard Münch Engel der Lebensfreude Angel of Vitality · L’ Ange de la joie de vivre Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
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Motive des Kartensets, jeweils zweimal enthalten
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Der Glanz des Engels
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Fünf Kunst-Doppelkarten im Set
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(jeweils gleiches Motiv)
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EAN 4250454725189
EAN 4250454725196
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Cherubim und Seraphim (ohne Texteinleger) Nr. 5572927, € 16,– EAN 4250454729279
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Eberhard Münch Ich bin gewiss For I am convinced · Car j’ai l’assurance Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
Eberhard Münch Abschied Farewell · Adieu Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
Eberhard Münch Trauer Grief · Le Deuil Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
Eberhard Münch Getragen Borne · Se porter Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
Eberhard Münch Trost Comfort · La Consolation Mischtechnik Mixed techniques · Technique mixte
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Motive des Kartensets, jeweils zweimal enthalten
Anteilnahme zum Ausdruck bringen
Einlegetexte, je zweifach enthalten 1 Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. Albert Schweitzer
Eberhard Münch
2 Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Franz von Assisi
Abschied nehmen Nr. 5572959, 18,—
3 Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffer
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Blüte (ohne Texteinleger) Nr. 5572907, € 16,— EAN 4250454729071
Blütezeit Nr. 5572957, € 10,– Postkartenbuch mit 20 verschiedenen BlumenMotiven EAN 4250454729576
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Leuchtende Glückwunsch-Karten für Konfirmation und Firmung
EAN 4250454720337 Jesus Christus spricht: ICH BIN der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Johannes 14,6
Der gute Hirte (Psalm 23) Nr. 5572002, € 13,— EAN 4250454720023
Licht der Welt Nr. 5572034, € 13,— EAN 4250454720344
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße […] Psalm 23
Jesus Christus spricht: ICH BIN das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
eidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. aße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, eines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, cken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht h im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. nkest mir voll ein. nd ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. ben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Psalm 23 Psalm 23
Johannes 8,12
Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
Facettenkreuz Nr. 5572033, € 13,—
Der Herr ist mein Hirte Psalm 23 mit Bildern von Eberhard Münch
25.11.2009 09:44:09
Eberhard Münch / Jürgen Werth
Der Herr ist mein Hirte.
Psalm 23 gehört zu den eindrücklichsten Texten der Bibel. Mit leuchtenden Farben hat Eberhard Münch die bekannten Verse für die heutige Zeit veranschaulicht. Das Leporello zum Aufklappen und Aufstellen erinnert immer wieder daran: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Mit einer Bildbetrachtung von Jürgen Werth.
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Psalm 23 Nr. 5574202, € 3,99 Leporello · Kunstdruckkarton 24 Seiten ∙ 8 x 12 cm Ausgeklappt 96 x 12 cm EAN 4250454742025
adeo magazin • 1 | 2018
se Schutzhütte! Rette dich in Bete! Lies sein Wort! Suche die an ihn glauben! Immer d achte auf die Engel! Sie weisen g. er Zutritt hast? Egal, was du hast? Egal, wie’s um dich steht? u aussiehst, wo du herkommst? n Schlüssel!
sel zu Gottes Schutzhütte! urg! Immer heißt er dich willDu gehörst auf ewig zu ihm! uf ewig zu dir! Du gehörst u seiner Familie! Sein Haus us! Jürgen Werth
Ich bin der gute Hirte Nr. 5572019, € 13,— EAN 4250454720191
Ich bin immer bei dir Nr. 5572010, € 13,—
Jesus Christus spricht: ICH BIN der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
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Matthäus 28, 20
Edition Eberhard Münch
Licht auf dem Weg Nr. 5572028, € 13,— EAN 4250454720283 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Psalm 119, 105
Johannes 10,11
Bibeltext: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
aus, in dem alle Katastrophen der ichte sind.
user sind vergänglich. Sein Haus
Kunst-Doppelkarten von Eberhard Münch · fünf Karten (jeweils gleiches Motiv) im Set
Unter Gottes Schutz
Psalm 91 mit Bildern von Eberhard Münch
25.11.2009 09:36:25
Eberhard Münch / Jürgen Werth
Unter Gottes Schutz. Psalm 91
Unter Gottes Schutz
Nr. 5574203, € 3,99 Leporello · Kunstdruckkarton 24 Seiten ∙ 8 x 12 cm Ausgeklappt 96 x 12 cm EAN 4250454742032
adeo magazin • 1 | 2018
Einen Engel an seiner Seite zu wissen ist ein ermutigender Trost. Jürgen Werth hat basierend auf Psalm 91 eine Meditation geschrieben, die im Einklang mit den Engel-Motiven von Eberhard Münch steht. Das Leporello ist ein feines Geschenk für viele Gelegenheiten.
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Fangfrische Überraschung WELTENBUMMLER CHRISTOPHER SCHACHT BERICHTET VON EINER UNERWARTETEN BEGEGNUNG AUF DEM PAZIFIK
Mit 19 Jahren brach er zu einer Reise auf, von der die meisten Menschen nur träumen können. Christopher Schacht lernte vier Jahre lang sprichwörtlich Gott und die Welt kennen. Mit nur 50 Euro in der Tasche zog er los, um als reicher Mensch zurückzukommen: reich an Erfahrungen, reich an faszinierenden Begegnungen. Und reich an Abenteuern, die er an paradiesisch anmutenden Orten in den entlegensten Winkeln der Erde erlebt hat. Lesen Sie selbst …
A
m Ostermontag berührten unsere Füße das letzte Mal festen Boden. Denn am Mittag desselben Tages hissten wir die Segel und steuerten ins Blaue. Hinaus auf den Pazifik, den größten und tiefsten Ozean unseres Planeten. Wenn man Leute danach fragt, haben die meisten den Eindruck, dass der Pazifik so in etwa ein Viertel des Erdumfangs bemisst. Tatsächlich umfasst er aber annähernd die Hälfte! So kommt es, dass beispielsweise Japan näher an Deutschland liegt als an Panama! Das heißt anders ausgedrückt: Wer von Deutschland aus nach Japan reist, hat einen kurzen Weg vor sich. Im Vergleich mit dem Weg, der nun vor mir lag, „nur“, um zum Ufer des nächsten Kontinents zu gelangen. Mein Herz schlug höher.
20 Fotos: Christopher Schacht
Wenn es noch irgendwo Inseln geben sollte, deren Bewohner vom Rest der Welt so gut wie isoliert leben, dann hier! Es war ein leicht bewölkter, aber dennoch heißer Nachmittag. Wir passierten die Galapagos-Inseln, und wie außerhalb der Hurrikan-Saison in der Äquatornähe zu erwarten war, hatten wir wenig Wind. Das Boot schaukelte langsam hin und her, und die Wellen plätscherten in einem niemals endenden Rhythmus gegen den Bug. Die Inseln, die Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie inspiriert hatten, konnten wir nicht sehen. Dafür erblickten wir seit fast einer Woche zum ersten Mal wieder ein
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anderes Boot, das sich als kleiner grauer Fleck am Horizont bemerkbar gemacht hatte. Der Afrikaaner und der Belgier hatten gerade ihre Schicht angetreten und waren deswegen dafür zuständig, es im Auge zu behalten. Ich legte mich im Bootsinneren in meine Koje, und um etwas Schlaf nachzuholen, verschloss ich meine Ohren mit Ohrstöpseln und setzte eine Schlafmaske auf. Gerade begann ich einzudösen, da hörte ich über mir die Geräusche des Funkgeräts. Sofort entfernte ich meine Ohrstöpsel, um mit anzuhören, was vor sich ging. „Tenemos pescado para regalar!“, rauschte es auf Spanisch aus dem Funkgerät. „English, please!“, versuchte der irritierte Belgier dem Mann am anderen Ende klarzumachen, dass er ihn nicht verstand. Aber da war ich schon aufgesprungen und nahm meinem erleichterten Segelkameraden das Mikrofon ab. „Können Sie das bitte wiederholen?“, bat ich mein Gegenüber in seiner Muttersprache. Wie sich herausstellte, war es ein Fischkutter aus Ecuador, der einen sehr guten Fang gemacht hatte und uns daran teilhaben lassen wollte. Er listete mir eine Reihe von Fischarten zur Auswahl auf, als wäre dies die Bestell-Hotline eines Pizzaservices.
adeo magazin • 1 | 2018 Foto: Felipe Monteiro Vazami
Oder eben eines Fischservices. Von den Fischen erkannte ich auf Spanisch aber nur den Thunfisch. „Das klingt super!“, gab ich unsere Lieferung in Auftrag und nahm die Anweisung entgegen, sie an unserem Heck zu erwarten. Rasch hängte ich das Mikrofon ein und eilte zu den anderen auf das Deck. Gute Güte, die sind ja schon da! Nur einen Steinwurf hinter uns hob und senkte sich mit lautem Plätschern der Bug eines bulligen Fischerbootes, das mindestens doppelt so breit war wie das unsere und auch etwa vier Mal höher aus dem Wasser ragte. Der Stahl des Kutters war mit frischer weißer Farbe gestrichen, und dunkler Rauch wirbelte hinter dem Kahn auf, wann immer der Steuermann die Drehzahl in die Höhe jagte, um noch ein wenig näher zu uns aufzuschließen. Der Kahn kam noch dichter an uns heran. „Wenn die wollten, dann könnten die einfach unser Boot klauen und uns über Bord werfen“, gab ich zu bedenken. Zwar gibt es im nördlichen Teil Südamerikas tatsächlich organisierte Piraten der Neuzeit.
Fotos: Christopher Schacht
Aber die meisten Berichte von gekaperten Schiffen erzählen von armen Fischern, die ihre Gelegenheit genutzt haben. Wir musterten die acht oder neun Latinos, die sich an der Spitze des Kutters drängten. Die meisten von ihnen waren in den Zwanzigern und trugen gewöhnliche Unterhemden und kurze Hosen. „FANGT!“, brüllte uns einer der Fischer über den Lärm des Dieselmotors hinweg zu, und auf eine Entfernung von etwa 15 Metern schleuderte er uns eine Leine zu, die der Afrikaaner und ich mit den Händen sicherten. Immerhin war kein Enterhaken dran! Nun befestigten die Matrosen an dem Strick zwischen uns einen schweren, schwarzen Müllsack. „EINHOLEN!“, gaben sie uns Anweisung. Und gemeinsam seilten wir den Sack über das Wasser hinweg zu uns herüber. Die Leine schwang wild hin und her. Vor meinem inneren Auge sah ich das Plastik bereits reißen und dessen Inhalt ins Meer stürzen. Aber es hielt. Sobald der Sack unsere Reling erreicht hatte, hievten wir ihn in das Cockpit, machten den Knoten auf und gaben die Leine wieder frei. „Mal sehen, ob sie ihre Küchenabfälle an uns losgeworden sind“, scherzte unser Kapitän. 22
Aber als wir das Plastik mit einem Messer aufschlitzten, fanden wir darin ein glänzendes Prachtexemplar von einem fangfrischen Thunfisch. Und als Dreingabe der Fischer noch den über einen halben Meter langen und schon fertig ausgenommenen Rumpfteil eines Kurzflossen-Makohais. Noch immer war ich erstaunt, wie der Sack dieses Gewicht hatte tragen können.
Geben mit dem Ziel, etwas zu bekommen, ist Tauschen. Geben ohne Gegenleistung ist Geben. Von wegen Piraten! In europäischen Preisen aufgewogen hatte dieses Geschenk einen Gesamtwert von mehreren hundert Euro! Entsprechend groß war auch unsere Begeisterung! „Es gibt Sushi, bis es euch zu den Ohren rauskommt!“, kündigte der Kapitän mit einer gespielt grimmigen Miene an und alle lachten. Die Besatzung des Kutters aus Ecuador pfiff und winkte uns Lebewohl, während wir ihnen unseren Dank hinüberbrüllten. Dann drehten sie bei. Über Funk plauschte ich noch
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BUCHTIPP
Christopher Schacht ist erst 19 Jahre alt, als er eine verrückte Idee in die Tat umsetzt: Mit nur 50 Euro „Urlaubsgeld“ reist er allein um die Welt. Vier Jahre war er unterwegs, hat dabei 45 Länder bereist und 100.000 Kilometer zu Fuß, per Anhalter und auf Segelbooten zurückgelegt. Der junge Weltenbummler erzählt mitreißend und
eine geraume Weile mit unseren Wohltätern, während die anderen alles Entbehrliche aus unserem Eisfach schmissen, um Platz für die frische Feinkost zu machen. Was für eine großartige Aktion! Die Fischer hatten einen riesigen Umweg und viel Aufwand auf sich genommen, nur um uns eine Freude zu machen!
humorvoll, was er über das Leben, die Liebe und Gott gelernt hat, und verblüfft mit Einblicken, die man in keinem Reiseführer der Welt finden kann. Seine einzigartige Geschichte macht Lust, Neues zu wagen und seine Träume in die Tat umzusetzen.
Geben mit dem Ziel, etwas zu bekommen, ist Tauschen. Geben ohne Gegenleistung ist Geben. Um solche einfachen Wahrheiten zu befolgen, muss man weder belesen noch reich sein. Das hatten die Fischer bewiesen. Man muss einfach anfangen, es zu tun.
Vorläufiges Cover
„Du hast den heutigen Tag noch nicht gelebt, bis du nicht etwas für jemanden getan hast, der es dir niemals zurückzahlen kann“, erinnerte ich mich an ein Zitat des englischen Schriftstellers John Bunyan, der vor fast 400 Jahren mit „Die Pilgereise“ eines der bekanntesten Werke der Weltliteratur verfasst hatte.
Christopher Schacht
Mit 50 Euro um die Welt Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam.
Nr. 835209, ca. € 18,— Gekürzter Auszug aus dem Buch „Mit 50 Euro um die Welt“ von Christopher Schacht
Gebunden · Schutzumschlag · ca. 300 Seiten Durchgehend farbig, mit vielen Fotos ISBN 978-3-86334-209-8
Erscheint im Mai 2018 Auch als eBook erhältlich
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Die eigene Bestimmung finden Was wäre, wenn wir einen Menschen träfen, der die richtigen Fragen stellte und damit unser Leben veränderte? Angelführer Leif, der Held dieser Geschichte, ist so jemand. In Gesprächen am Strand und am Lagerfeuer hilft er Daniel dabei, alte Schmerzen aus der
Vergangenheit und Sorgen um die Zukunft loszulassen. Daniel erfährt aufs Neue: Das Leben ist hier und jetzt. Es kommt daraus an, seine Bestimmung zu erkennen und das alles entscheidende Wort zu finden, das auf der Visitenkarte seines Lebens steht …
Udo Schroeter
Udo Schroeter
Udo Schroeter
Bin am Meer.
Bin am Meer.
Strandnotizen
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Nr. 835174, € 16,–
Nr. 5572963, € 16,—
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Gummiband · 192 Seiten
EAN 4250454729637
EAN 4250454729248
ISBN 978-3-86334-174-9
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Fotos: Udo Schroeter
Udo Schroeter
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unterwegs
bist.
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Meer als Alles. Eine Erzählung für Männer.
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Unverrückbar in meiner
Mitte
sein, zu spüren,
worauf es ankommt, das ist wahres Glück.
Udo Schroeter
Bin am Meer. — Aufstellbuch Nr. 835173, € 12,– Spiralbindung · 56 Seiten Winter. Zeit für Erholung, Zur-Ruhe-Kommen und
Kraftschöpfen.
Format: 15 x 14,6 cm ISBN 978-3-86334-173-2
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Motivauswahl aus dem Aufstellbuch „Bin am Meer“
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Welche Rolle spielst du? EIN AUTHENTISCHER BERICHT AUS DER „GENERATION Y“ Jenifer Girke ist hübsch, klug und eine Vorzeige-Studentin – sie hat ein perfektes Leben, könnte man meinen. Doch die 26-Jährige hat sich eine glänzende Parallelwelt aufgebaut. Hinter der Fassade kommt eine junge Frau zum Vorschein, deren Kontrollwunsch schon längst in Schieflage geraten ist. In „Parallelwelten“ berichtet Jenifer Girke von ihrem Weg aus der Erfolgsspirale und wie sie sich heute selbst annehmen kann – auch ohne perfekt zu sein.
Dein Buch trägt den Titel „Parallelwelten“.
Du schreibst in deinem Buch, dass du oft das
Was ist damit gemeint?
Gefühl hast, verschiedene Rollen spielen zu müssen. Welche sind das?
Parallelwelten sind die Schauplätze unseres Lebens. Es gibt das nach außen sichtbare Leben, aber es gibt auch das innerliche Befinden. Äußerlich betrachtet haben wir vielleicht einen erfolgreichen Job, soziale Kontakte, eine glückliche Beziehung, genug Geld. Das zeugt von Glück und Zufriedenheit. Aber leider ist das oft nicht der Fall. Wir können einen tollen Job haben, Überstunden mit einem „Ich kann das schon“- Lächeln wegackern, verbergen aber, wie erschöpft und müde wir sind. Wir können jeden Abend neben unserem Partner liegen, mit ihm Feiertage zelebrieren und ihn sämtlichen Bekannten vorstellen, aber uns mit unseren Bedürfnissen alleine fühlen. Wir können nonstop ins Fitnessstudio laufen, uns abhungern und stolz Selfies auf unserer Facebook-Timeline posten, aber unglücklich sein.
So pauschal kann man das nicht sagen. Früher war es das wohlerzogene Kind mit besten Tischmanieren. Später die VorzeigeSchülerin, die ihre alleinerziehende Mutter nicht mit Pubertätsproblemen belasten wollte. Oder die fleißige Studentin, die jedes Praktikum und jede extra Aufgabe meisterte. Heute möchte ich keine Rollen und Klischees mehr bedienen, die sich meistens sogar andere ausgedacht haben. Versteh mich nicht falsch – manche Rollen nehme ich gerne ein. Ich liebe es, eine fürsorgliche Tante, eine verlässliche Kollegin und eine leidenschaftliche Tänzerin zu sein. Aber ich will authentisch sein und meine Rollen selbst aussuchen. Man sollte sich stets fragen: Nehme ich die Rolle ein oder nimmt die Rolle mich ein? Das klingt nach viel Selbstkontrolle. Welchen
Wir bauen uns Parallelwelten auf, wollen stets Erwartungen und Wünsche von uns und anderen erfüllen, aber wenn niemand zuschaut, geben wir uns dem Frust und der Enttäuschung hin. 26
Stellenwert hat Planung in deinem Leben?
Kontrolle und Planung sind Mittel gegen Angst. Grundsätzlich keine schlechte Sache. Aber übertriebene Kontrolle lähmt uns und
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verwehrt uns alltägliche Wunder, die spontan und aus positiver Planlosigkeit entstehen. Erst, wenn wir zum Beispiel Gefühlen Raum geben und das Leben mit Emotionen füllen, fängt es an, Spaß zu machen. Ich habe viele Jahre meines Lebens mit Kontrolle und Planung verbacht. Dazu habe ich mein Essverhalten beobachtet und es beherrschen wollen. Ich hatte Angst, außerplanmäßig ein Stück Apfel zu essen und dadurch zu viele Kalorien zu mir zu nehmen. Wenn meinem Lieblingscafé die fettarme Milch ausging, geriet ich in Panik. Was ich dafür bekam? Einen immer dünneren Körper. Was ich dafür opferte? Die Fähigkeit, das Leben zu fühlen. Viele junge Menschen betreiben extremen Körperkult, um einem Idealbild zu entsprechen. Woran liegt das deiner Meinung nach?
Nun ja, viele von uns machen ihre Zufriedenheit davon abhängig, was sie im Spiegel sehen. „Wenn ich so und so aussehe, dann werde ich endlich glücklich sein.“ Aber das trügt. Sich um einen gesunden Körper zu kümmern, ist absolut lobenswert, keine Frage. Aber die meisten schießen weit darüber hinaus. Wer sein Äußeres vergöttert, wird vieles, aber sicherlich nicht zufrieden.
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Foto: Steffen Roth
Wahre Zufriedenheit hat viel damit zu tun, sich auch mit etwas zufrieden geben zu können. Wenn ich nun mal braune Augen habe, kann ich immer wieder enttäuscht in den Spiegel schauen und meine blauäugige Nachbarin mit neidischen Blicken töten oder farbige Kontaktlinsen kaufen. Ich kann aber auch versuchen, mich anzunehmen und die Schönheit dunkler Rehaugen zu erkennen.
Du entlarvst in deinem Buch, wie Menschen von Erfolg getrieben werden. Was hat dir aus der „Höher-Schneller-Weiter-Spirale“ geholfen?
Anfangs war ich damit hoffnungslos überfordert. Und auch heute stelle ich meine Leistung oft in Frage – meine Produktivität, meine Herangehensweise, einfach alles. Aber Gedanken sind nur Gedanken, sie sind nicht die Realität. Unsere Gedanken werden von unserem Umfeld, den Medien und der Werbung genährt und diese flüstern uns manchmal zu, dass wir versagt hätten.
Ich darf mich nur nicht in den Strudel von Vergleichen und Konkurrenz ziehen lassen. Aber das heißt nicht, dass wir tatsächlich Versager sind. Erst, wenn ich mich selbst mit einem friedlichen Blick ansehe und meine Schwächen annehme, kann ich auch andere in ihren Stärken und Schwächen liebevoll annehmen. Dieses Verständnis von Selbstund Nächstenliebe finde ich nicht in unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Gesellschaft. Aber in der Bibel, bei Jesus. Kann man unsere leistungsorientierte Gesellschaft und den Erfolgsdruck denn mit damals vergleichen?
Foto: Steffen Roth
Aber hallo! Schau dir mal die Pharisäer und ihre ganzen Pflicht-Listen, Do’s und Don’ts an. Die Inhalte waren sicherlich andere, aber das Empfinden, die richtige Leistung erbringen zu wollen, gab es auch schon vor 2000 Jahren. Gott sei Dank ist das keine 28
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ausweglose Situation. Es kommt auf die Definition an. Ich definiere Erfolg nun anders: Er soll ein natürliches Ergebnis meiner Arbeitsweise sein. Das nimmt den Druck, braucht aber Vertrauen. Vertrauen auf die Gaben, die Gott mir geschenkt hat, die ich nach seinem Plan für etwas Gutes einsetzen darf. Ich bin zum Beispiel ein sehr neugieriger, lernbereiter, wissbegieriger, offener und empathischer Mensch. Das alles ist in mir angelegt. So bin ich. Zusätzlich habe ich Knowhow durch Studium und Erfahrung gewonnen – eigentlich kann mir also nichts passieren. Ich darf mich nur nicht in den Strudel von Vergleichen und Konkurrenz ziehen lassen. Denn darin würde ich erbarmungslos absaufen.
„Verkehrte Welt – in der wir uns verstellen, Liebe und Leistung gefährlich nah aneinanderrücken und das eine nicht selten vom anderen abhängig machen. Ein Maskenball, auf dem wir Tag für Tag tanzen.“ Jenifer Girke
Du hast gelernt, besser auf dich zu achten, und deine Prioritäten haben sich verschoben. Worauf legst du nun im Alltag wert?
Schlafen und essen. Echt jetzt! Macht jeder, aber kaum jemand genug oder angemessen. Damit meine ich tatsächlich mehr auf meinen Körper und meine Bedürfnisse zu achten und ihn nicht wie eine unerschütterlich ratternde Leistungsmaschine zu behandeln. Außerdem möchte ich mir mehr Zeit für mich und andere Menschen nehmen. Und das auch im Beruflichen – denn selbst wenn wir Journalisten über Dinge oder Prozesse berichten, stecken immer Menschen dahinter. Also sollten wir uns doch auch für den Grund unseres Schaffens, die Quelle großartiger Geschichten, einfach mal etwas mehr Zeit nehmen. Das Interview führten Ilka Walter und Clarissa Gröschen.
adeo magazin • 1 | 2018
Jenifer Girke
Parallelwelten Und welche Rolle spielst du in deinem Leben?
Nr. 835184, € 18,– Klappenbroschur · 240 Seiten ISBN 978-3-86334-184-8
Auch als eBook erhältlich
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Fotos: globasil.com
SCHAUEN SIE DOCH MAL REIN Bis Dezember 2019 ist die Ausstellung an unterschiedlichen Orten im Erzbistum Paderborn zu sehen. Alle Termine sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.menschjesus.de/ausstellung
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Wanderprediger auf Wanderausstellung DAS ERZBISTUM PADERBORN ZEIGT JESUS-MOTIVE VON EVA JUNG Wer war Jesus eigentlich wirklich? Eva Jung hat sich intensiv mit dieser Frage beschäftigt. Ihre Motivserie „Mensch Jesus“ transportiert die Botschaften der Bibel in einer Sprache, die jeder versteht, und in Bildern, die unseren Alltag widerspiegeln. Nun sind einige der Bilder in einer aufwändig inszenierten Ausstellung zu sehen.
Seit vielen Jahren erfreut sich die Foto-Serie „Mensch Jesus“ großer Beliebtheit: Über einhundert Motive sind mittlerweile entstanden und wurden über die Jahre unzählige Male verschenkt, verschickt und verteilt. Fotografien aus unserem Alltag kombiniert Designerin Eva Jung mit modern interpretierten Begebenheiten aus dem Leben Christi vor 2000 Jahren. Dabei stellt sie Jesus als Menschen in den Mittelpunkt, der uns in unserem Denken und Erleben nah ist: „Viele kennen seine Geschichte nur bruchstückhaft“, nimmt Eva Jung wahr. „Dass Jesus aß, trank und feierte, dass er Einsamkeit und Geborgenheit erlebte, dass er Angst und Schmerz kannte wie wir alle, ist uns nicht wirklich geläufig, obwohl die Evangelien davon erzählen.“ Eine Auswahl dieser besonderen Motive sind nun als Wanderausstellung im Erzbistum Paderborn öffentlich zu sehen. Christian Haase, Schulseelsorger an der Hildegardis-Schule in Hagen, zählt zu den Initiatoren der Ausstellung. Er wurde auf Karten mit den Fotografien und Texten
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von Eva Jung aufmerksam, nahm Kontakt mit der Designerin auf und entwickelte zusammen mit ihr die Idee zur Ausstellung. Diese passt ideal zum Kernanliegen des Erzbistums: „Im Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn steht, dass die Kraft zum notwendigen Aufbruch mit einer neuen Besinnung auf das Evangelium von Jesus Christus verbunden ist“, so Benedikt Bohn, stellvertretender Leiter des Bereichs Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat. „Wir sehen in den 43 Bildern der Ausstellung eine gute Möglichkeit, sich dem Evangelium auf einfachem Wege zu nähern.“ Mit der ungewöhnlichen Wanderausstellung möchte das Erzbistum die menschlichen Seiten des Gottessohnes Jung und Alt zugänglich machen. Jesus ganz neu und anders wahrzunehmen – die Kinder der Hildegardis Schule hatten dazu bereits die Gelegenheit. Und waren sichtlich begeistert. Auch über die technischen Finessen, die die Ausstellung bietet: Über einen QR-Code und ein Mobilgerät ist es Besuchern möglich, Audio-Dateien abzurufen, um sich die Bibelstellen anzuhören. Auch bereitliegende Bibeln laden ein, die Passagen zu den Motiven selbst nachzulesen.
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Jesus, der Maßlose. Jesus, der Einschenker.
Jesus, der Allmäc
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eister. mit r Badem Und geht mregeln. r, Jesus, deEr bestimmt die Schwimstel nicht übe lt er sich gutem Beis
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adeo-verlag
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Hingucker mit starker Botschaft Wenn Eva Jung Texte über Jesus mit ungewöhnlichen Alltagsbildern kombiniert, lässt das keinen kalt. Zunächst muss man schmunzeln – dann kommt man ins Nachdenken. „Jesus der Partylöwe“, dazu ein Foto mit leckerem Sushi. „Er war gern gesehener Gast auf vielen Festen, denn wenn er dabei war, wurde es nie langweilig. Lukas 14,1-24 Ganz anders kommen die jahrtausendealten Texte der Bibel daher, wenn sie so präsentiert werden. Und man merkt: Jesus ist Gottes Sohn und doch einer von uns – ein Mensch. 32
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Tiefgang zum Aufklappen
„...dass zwei Leute ein- und dieselbe Sache sehen, und dennoch etwas Unterschiedliches wahrnehmen.“
„...dass es nicht nur darum geht, einander zu vergeben, sondern, dass man sich auch selbst vergeben muss.“
„Und zu erkennen, dass ich da bin ... immer.“
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„Was wundert dich am meisten an den Menschen?“ Diese und andere Fragen stellt Eva Jung in ihrem fiktiven Interview mit Gott. Einige der wichtigsten Aussagen aus dem Evangelium in zeitgemäßer Aufmachung – zum Aufstellen auf Kommode, Tisch und Fensterbank.
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Gott ist mit uns unterwegs, wohin wir auch gehen, wie tief wir auch fallen. Davon erzählt Psalm 23, dem die preisgekrönte Designerin Eva Jung eine moderne Gestaltung gegeben hat.
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adeo magazin • 1 | 2018
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Wenn die Liebe über die Vernunft siegt BARBARA UND MARKUS HÄNNI UND IHRE ENTSCHEIDUNG FÜREINANDER Markus hat Mukoviszidose, er ist 37 Jahre alt. Die Ärzte sprechen von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von knapp 40 Jahren. Er muss mit seinen Kräften haushalten, wird häufig durch schwere Infekte aus dem Alltag gerissen. Barbara ist gesund, ehrgeizig, zielstrebig, stationsleitende Krankenschwester. Wie die beiden sich gegen alle Widerstände für ein gemeinsames Leben entschieden haben, schildern sie abwechselnd in „Weil jeder Atemzug zählt“.
Barbara: Oh, eine Menge sprach dagegen. Jedenfalls listete mein Verstand eine Unmenge an Unmöglichkeiten auf. Was, wenn Markus in einem halben Jahr tot wäre? Wollte ich dann leiden, um ihn trauern? Von meinem Umfeld her kannte ich es nicht anders, als dass eine Beziehung bedeutet, miteinander in die Zukunft zu schauen und langfristige Pläne zu machen.
Als angehende Pflegefachfrau hatte ich täglich vor Augen, dass Gesundheit kein Gut ist, das uns garantiert erhalten bleibt. Ich arbeite inzwischen seit vielen Jahren in der Onkologie, und der Tod gehört zu meinem beruflichen Alltag selbstverständlich dazu. Auch ohne Krebserkrankung kann das Leben eines völlig Gesunden in einer einzigen Sekunde durch einen Unfall ausgelöscht werden.
Wie wollte ich mit jemandem Pläne schmieden, dessen Lebenserwartung weit unter meiner lag? Nein, das wollte ich natürlich nicht. Und doch ließen sich meine Gefühle für Markus nicht mehr so einfach wegargumentieren. Sie waren da. Und wenn ich auch Emotionen äußerst skeptisch gegenüberstehe und finde, dass man keine wichtige Entscheidung und vor allem keine Liebesentscheidung ausschließlich auf der Basis von Gefühlen treffen sollte, so war da immer häufiger jene andere Stimme in mir, die sagte: „Und wenn doch? Was, wenn bei Markus die Prognosen gar nicht zutreffen? Was, wenn seine Lebenserwartung höher ausfällt? Und überhaupt: Kann man sich jemals wirklich sicher sein, dass man gemeinsam alt werden darf, selbst wenn der Partner gesund ist?“
Der Wunsch einer jungen Frau, mit einem gesunden Mann eine Familie zu gründen, ist nur allzu verständlich. Rechtfertigt dieser Wunsch aber auch, dass man sich gegen eine Liebe entscheidet, nur weil der Partner gesundheitliche „Defekte“ aufweist? Widerspricht ein solches Denken nicht unserer Ethik und unserem Verständnis von Menschenwürde? Ist ein kranker Mensch denn weniger wert als ein gesunder?
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Was ist letztendlich wünschenswerter: eine Beziehung, die die Aussicht auf eine jahrzehntelange Dauer verspricht und nicht ganz so glücklich ist, gegenüber einer, die vielleicht nur wenige Jahre währt, aber umso erfüllter ist? Was ist wichtiger: Quantität oder die Qualität der gemeinsam verlebten Zeit?
adeo magazin • 1 | 2018
Mein Vater übernahm schließlich gemeinsam mit meiner Mutter dieses Erbe und führte es nicht nur erfolgreich weiter, sondern erweiterte es noch und brachte es zu großem Ruhm. Dass er sehr unter der harten und ehrgeizigen Einstellung meines Großvaters gelitten hatte, war mir lange nicht bekannt. Er sprach nie darüber, erst vor wenigen Jahren offenbarte er in einem bewegenden Artikel, wie unglücklich ihn der enorme Druck und die auf ihm lastenden Erwartungen gemacht hatten.
Foto: Privat
Was ist wichtiger: Quantität oder die Qualität der gemeinsam verlebten Zeit?
Foto: Hélène Jordi
Ich komme aus einer Familie, in der seit Generationen auf Leistung und Erfolg höchsten Wert gelegt wurde. Mein Großvater väterlicherseits vollbrachte das Wunder, die einfache Gaststube eines Bauernhauses in ein Restaurant zu verwandeln, dessen Ruf sich immer mehr verbreitete. Das war nur mit eiserner Disziplin und unermüdlichem Fleiß möglich.
adeo magazin • 1 | 2018
Foto: Hélène Jordi
Dass sich diese erfolgsorientierte Prägung ohne viele Worte auf meine Schwester und mich übertrug, weiß ich heute. Leistung und Effizienz in dem, was man tut, ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Damals beurteilte ich Menschen nach dem, was sie taten und erreichten. Und ausgerechnet ich verliebte mich in jemanden, dem es seine angeborene Krankheit unmöglich macht, an diesem gesellschaftlichen Wettlauf teilzunehmen?
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Foto: Privat
Markus: Ich kann nicht erklären, warum, aber ich wusste einfach: Barbara ist die Liebe meines Lebens. Da gab es für mich kein Rütteln mehr, keine Zweifel, kein Hin und Her. Meine Liebe zu dieser Frau war so überwältigend stark, dass sie mein ganzes Leben in ein anderes Licht stellte. Es war auf einmal von Sinn erfüllt, und ich war einfach nur glücklich, wenn ich in ihrer Nähe sein konnte.
Foto: Privat
Dass sie ähnlich fühlte, machte mir Hoffnung. Dass sie allerdings so schwere Zweifel plagten, machte mir auch Angst. Was, wenn sie sich gegen uns entscheiden würde? Ich versuchte gelassen zu bleiben, sie nicht zu drängen und das Beste zu hoffen. Auf Gott zu vertrauen, dass es so kommen würde, wie es kommen sollte. Das war alles andere als leicht. Und eines Tages spielte mir mein geschwächter Körper wieder einmal einen Streich: In meinen vernarbten Lungen verfing sich wie so oft eine Infektion, und ich musste zu einer vierzehntägigen intravenösen Antibiotikakur ins Spital.
Foto: Hélène Jordi
Diese beiden Wochen waren eine schwere Zeit für mich. Auch wenn mich so eine Kur letztendlich rettet, so schwächen mich die Antibiotika, die per Infusion direkt in meine Blutbahn geleitet werden, jedes Mal zusätzlich und die Nebenwirkungen machen mir mehr und mehr zu schaffen. Manchmal fühle ich mich so kraftlos, dass ich nicht einmal mehr ein Buch lesen kann. In diesen Tagen wurde mir das Warten auf Besserung und das Warten auf Barbaras Entscheidung schwer und schwerer. In der Nacht vor meiner Entlassung gelangte ich schließlich an einen emotionalen Tiefpunkt.
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Bereits einige Jahre zuvor hatte ich angefangen, in schweren Zeiten eine Art Tagebuch zu führen. Das half mir, meine Gedanken zu sortieren. So auch in jener Nacht, als ich voller Liebe zu Barbara war und doch voller Trauer, weil ich nicht wusste, ob diese Liebe eine Zukunft hatte. Schließlich holte ich meine Aufzeichnungen hervor. Ich notierte meine Gedanken und versuchte, für meine Gefühle Worte zu finden. Und auf einmal war da eine Frage: Konnte ich einer Frau wie Barbara, jung und gesund, das blühende Leben, einen kranken Mann wie mich überhaupt zumuten? War das nicht eine zu große Belastung für sie? Vertrug sich das mit meiner Liebe zu ihr? Das war ein niederschmetternder Gedanke. Doch das Seltsame war – auf einmal fühlte ich bei all dem Schmerz meine Liebe zu ihr so unendlich stark, dass ich innerlich Ruhe fand. Ich wusste nun, was zu tun war. Ich musste sie freigeben, auch wenn das für mich bedeuten würde, damit auch den Traum von einer Ehefrau und einer Familie loslassen zu müssen, der in so greifbarer Nähe gewesen war. Gleich morgen würde ich mit ihr sprechen. Ich musste sie loslassen und einfach darauf vertrauen, dass das Richtige geschehen würde. Auch falls das hieße, dass sie sich gegen mich entschied.
zögern, bis mich womöglich mein Mut wieder verließ, sondern am besten Barbara sofort anzurufen und ihr zu sagen, was ich in dieser Nacht erlebt hatte. Es war ein schöner Morgen, der einen warmen Tag versprach. Ich ging hinaus in die Grünanlage des Spitals und spazierte einen Hügel empor bis zu einem modernen Kirchengebäude. Hier setzte ich mich schließlich auf eine Mauer in die Sonne. Mein Herz schlug zum Zerspringen, als ich Barbaras Nummer wählte. Gekürzter Auszug aus dem Buch „Weil jeder Atemzug zählt“ von Barbara & Markus Hänni
Barbara & Markus Hänni mit Beate Rygiert
Weil jeder Atemzug zählt
Ob ich in jener Nacht überhaupt noch schlief, das weiß ich gar nicht mehr. In einem seltsamen Zustand der Niedergeschlagenheit und doch erfüllt von einem völlig neuen Gefühl von Frieden wartete ich am nächsten Morgen nach meiner Entlassung darauf, von meinem Vater abgeholt zu werden. Ich hatte noch etwas Zeit und beschloss, nicht länger zu
adeo magazin • 1 | 2018
Die Geschichte zweier Menschen, die der Liebe mehr zutrauen als der Vernunft
Nr. 835183, € 18,– Gebunden · Schutzumschlag · 224 Seiten Mit 8-seitigem Bildteil ISBN 978-3-86334-183-1
Auch als eBook erhältlich
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Dieses Motiv ist auch als Einzelkarte im 5er-Set erhältlich: Weiße Lilie · Nr. 5572677 · € 12,— EAN 4250454726773
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Weißer Mohn White Poppy · Pavot blanc Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2006 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 37 x 28 cm © 2012 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Motive des Kartensets, jeweils zweimal enthalten
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Mohnblüten Poppy Flowers · Fleurs de pavot Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2005 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 55,5 x 37,5 cm © 2012 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de 5572753
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Andreas Felger
Blütenreigen Nr. 5572908, 16,— Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit Einlegetexten und weißen Umschlägen in einem hochwertigen Stülpdeckelkarton EAN 4250454729088
Blütezeit Nr. 5572926, € 16,— EAN 4250454729262
adeo magazin • 1 | 2018
Blumen Nr. 5572917, € 16,— EAN 4250454729170
Licht Nr. 5572914, € 16,— EAN 4250454729149
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Farben des Südens Nr. 5572934, € 16,— EAN 4250454729347
adeo magazin • 1 | 2018
Trauer Nr. 5572941, € 16,— EAN 4250454729415 EAN 4250454729712 hochwertigen Stülpdeckelkarton Mit weißen Umschlägen in einem im Format B6 (12 x 17 cm) Zehn Faltkarten (fünf Motive)
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Edition Edition Andreas Andreas Felger Felger Edition Edition Edition Andreas Andreas Andreas Felger Felger Felger
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Andreas Felger 2004
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Fassaden Facades · Façades
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Andreas Felger 2004 Fassaden Facades · Façades
Andreas Felger 2004
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Andreas Felger 2004
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er · Aquarelle sur papier
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Edition Andreas Felger Edition Edition Andreas Edition Andreas Felger Andreas Felger Felger Edition Andreas Felger Zehn Kunstkarten (fünf Motive). Licht Zehn Zehn Kunstkarten Zehn Kunstkarten Kunstkarten (fünf (fünf Motive). (fünf Motive). Motive). Zehn Kunstkarten (fünf Motive). Das Das Das Licht Licht Licht as Licht Doppelkarten mit weißen Umschlägen. Doppelkarten Doppelkarten Doppelkarten mit mit weißen mit weißen weißen Umschlägen. Umschlägen. Umschlägen. Doppelkarten mit weißen Umschlägen. nter dahinter dahinter dahinter hinter Motive des Kartensets, jeweils zweimal enthalten
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© 2017 adeo © 2017 ©Verlag 2017 adeo ©Verlag 2017 adeo Verlag ade Ve © 2017 adeo www.adeo-Verlag.de www.adeo-Verlag.de www.adeo-Verla www.adeo-V www.adeo-Verlag.de
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Das Licht dahinter Nr. 5572958, € 18,— Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit weißen Umschlägen in einem hochwertigen Stülpdeckelkarton EAN 4250454729583
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adeo magazin • 1 | 2018
Struktur und Farbe Nr. 5572930, € 16,— EAN 4250454729309
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© 2014© 2014 adeo © Verlag 2014 adeo © Verlag 2014 adeo © Verlag 2014 adeo Va www.adeo-Verlag.de www.adeo-Verlag.de www.adeo-Verlag.de www.adeo-Verl www.adeo
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Goldene Engel Nr. 5572951, € 18,— EAN 4250454729514
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Farbboten Nr. 5572920, € 16,— EAN 4250454729200
adeo magazin • 1 | 2018
Edition Andreas Felger
Andreas Felger
Berge Erhaben und Himmelsnah
Nr. 835129, € 16,— Gebunden · Schutzumschlag Durchgehend farbig 14,5 x 21 cm · 96 Seiten ISBN 978-3-86334-129-9
Berge wecken Sehnsucht und Glücksgefühle, gleichzeitig stehen sie auch für Grenzerfahrungen. Wer sie erklimmt, rückt dem Himmel ein Stück näher. Die Aquarelle des Künstlers Andreas Felger spiegeln die imposante Präsenz der Berge. Oliver Kohler hat für diesen Band lyrische Texte ausgewählt, die das Geheimnis und die Kraft der Berge umkreisen.
Andreas Felger
Klaus Hamburger
Das Buch der Engel
Tausend Zeilen Trost
mit Texten von Klaus Hamburger
mit Bildern von Andreas Felger
Nr. 835025, € 19,99
Nr. 835169, € 17,–
Gebunden · Schutzumschlag
Gebunden · Schutzumschlag
Durchgehend farbig
Durchgehend farbig
17 x 24 cm · 176 Seiten
14,5 x 21 cm · 176 Seiten
ISBN 978-3-86334-025-4
ISBN 978-3-86334-169-5
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Glaube, der auf dem Wasser läuft WIE CHRISTIAN WIMAN DIE FUSION VON GLAUBE UND SKEPSIS GELINGT Der amerikanische Dichter schreibt in episodenhaften Passagen über Persönliches und tiefere Wahrheiten – angesichts der eigenen Krebserkrankung sucht er nach einem Ausweg, einer Befreiung. Sein Buch „Mein heller Abgrund“ ist eine wilde, wunderschöne, mutige und poetische Pilgerreise. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem letzten Kapitel.
„Zeitpunkte“ nannte Wordsworth sie, jene Momente, in denen sich etwas in der Welt, etwas von der Welt – selbst wenn dieses Etwas etwas Intuitives und manchmal sogar unerträglich Jenseitiges offenbart – manifestiert; nicht nur manifestiert, es bekommt Handlungsmacht, Animation, Aufmerksamkeit. Gestern Nacht schliefen meine Frau und ich endlich ein, nachdem wir über unser gemeinsames Leben und das Leben unserer Kinder gesprochen und geweint hatten – über den besonderen Glanz mancher Momente, so vieler Momente, die wir als Geschenk erfahren haben; und anschließend über das Elend meiner Krankheit und wie es uns erdrückt, das Grauen, das wir beide angesichts dessen fühlen, was passiert, falls (ich schreibe bewusst nicht „wenn“, aber wir denken mittlerweile oft daran) ich sterbe. Ich wache in der Nacht durch einen Schrecken auf, der reiner, weitgehender ist als mein eigener. Inhaltlich geht es nicht um
mein Leiden, aber es ist der Schlüssel dazu, und eine ganze Stunde lang fühle ich mich versilbert wie durch eine eisige, unendliche Distanz, einen Abgrund reiner Bedeutungslosigkeit, von der ich bloß ein kleiner und sich grauenvoll fühlender Partikel bin. Doch ich träume nicht. Ich war noch nie so schrecklich wach. Ein „Zeitpunkt“ – und was dieser Punkt aufzeigt, ist Zeit, ist Nichtigkeit, ist Leiden ohne Bedeutung. Ich sehne mich nicht nach gedankenversunkener Gemeinschaft mit Gott. Was man in extremen Krisen haben will, ist nicht die Verbindung zu Gott, sondern die Verbindung zu Menschen; nicht übernatürliche Liebe, sondern menschliche Liebe. Nein, das ist nicht ganz richtig. Wonach man sich sehnt, ist übernatürliche Liebe, aber man findet sie nur in menschlicher Liebe. Deshalb bin ich, so wie ich bin, Christ, weil ich Gott nur durch körperliche Existenz fühlen kann, seine Liebe nur durch die Liebe
anderer Menschen fühlen kann. Ich glaube an Gnade wie an Zufall, gleichzeitig. Ich glaube an absolute Wahrheit wie an absolute Kontingenz, gleichzeitig. Und ich glaube, dass Christus die Naht ist, die dieses Ganze, das unsere begrenzte Sichtweise – und unser zeitgebundener, logikbasierter Lebensstil – als Gegensätze wahrnimmt, untrennbar miteinander verbindet.
„Das beste moderne Buch über den Glauben.“
ung über Gott, einschließlich der, die ich in dieser Minute aufstelle, gibt der Boden nach, auf dem ich stehe, und ich bleibe wieder mit der lebendigen wie flüchtigen Wahrheit zurück: Im Glauben zu leben heißt, wie der „Jesus Lizard“ („Helmbasilisk“) zu leben, schnell und flink auf dem Wasser unterwegs zu sein, in das er sonst einsinken würde, wenn er einen Moment stehen bliebe. Auszug aus dem Buch „Mein heller Abgrund“ von Christian Wiman
New York Times, David Brooks
Manchmal scheine ich alle christlichen Glaubenssätze glücklich in einem aktiven Schwebezustand halten zu können – einer Fusion aus Glauben und Skepsis, die buchstäbliche und bildliche Wahrheiten einschließt und übersteigt –, sofern ich an einer unzerstörbaren Tatsache (Tatsache?!) festhalten kann: Jesu Auferstehung. Dieses Ereignis beantwortet jeden Impuls, jede Angst, jedes Bedürfnis meiner Fantasie, es stillt und klärt den rauen Ton der Zeit, und es erträgt mich – jene stumme, armselige, selbstlose Saat des Seins, die ich meist bin –, damit ich verstehe, was Leiden ist und was es bedeutet. Doch nein. Die Realität wankt, das Bild verblasst wie ein Spiegelbild auf dem Wasser, denn angesichts jeder Behaupt-
Christian Wiman
Mein heller Abgrund Gedanken zum Leben für alle Sterblichen dieser Welt Nr. 835187, € 18,– Gebunden · Schutzumschlag · Goldprägung · 240 Seiten ISBN 978-3-86334-187-9
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Schritt für Schritt zum Glück GEBEN SIE IHRER BEZIEHUNG EINE NEUE POSITIVE RICHTUNG Das Emma*-Prinzip steht für „Einer muss mal anfangen“. Dieses Prinzip bietet jedem die Möglichkeit, an der Qualität der Beziehung zu arbeiten, sogar dann, wenn der Partner zunächst passiv bleibt. Sie allein können Ihre Beziehung zum Positiven verändern – und werden bald merken, dass Ihr Gegenüber mitzieht. Also, nichts wie los!
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arin, dass einer der beiden Partner den ersten Schritt macht, um die Beziehung zu erneuern, liegt ein großes, wirksames Geheimnis. Wir haben daraus ein Prinzip gemacht, dem wir geradezu eine Erfolgsgarantie zusprechen. Wenn einer mal anfängt, kann alles anders werden. Einer muss mal anfangen, auf den anderen zuzugehen, ihm Liebe zu zeigen, Versöhnung auszusprechen, den Blick in die gemeinsame Zukunft zu weiten. Wie oft warten wir darauf, dass der andere diesen Anfang macht! Wie einfach wäre es hingegen, wenn wir selbst starten würden! Ist es nicht eine unglaubliche Befreiung, wenn einer mitten im großen Knatsch wieder auf den anderen zukommt, ihm den Rücken krault, ein kleines Geschenk von unterwegs mitbringt oder vielleicht sogar zum Sex einlädt? Wenn die Botschaft nicht mehr lautet: Wir werden erst wieder versöhnt sein, wenn du auf den Knien angekrochen kommst? Sondern wenn sie lautet: Ja, wir haben momentan Probleme, aber das kann und darf uns nicht dauerhaft auseinanderbringen. Dazu ist unsere Liebe zu wichtig.
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Nun gibt es vieles, was uns am „Anfangen“ hindert. Manche sind angefüllt mit Erwartungslosigkeit. Sie sind es leid, immer und immer wieder dieselben Probleme in der Partnerschaft wälzen zu müssen. Andere haben das Gefühl, ohnehin schon viel zu viel gegeben zu haben. Sie finden, jetzt wäre mal der Partner dran. Das macht es noch schwerer, neu in die Liebe zu investieren. Der Anfang ist am aufwendigsten. Uns gefällt der Vergleich mit dem Start einer Mondrakete. Am Anfang, wenn sie von der Erde abhebt, braucht sie die meiste Energie. Um mit dem tonnenschweren Koloss die Schwerkraft zu überwinden, braucht es zusätzliche Tanks mit Treibstoff, die nach wenigen Minuten leer sind und abgeworfen werden. Später dann, in der Umlaufbahn, ist nur noch wenig Energie erforderlich, um das Raumschiff zu lenken und zu beschleunigen. Genau das ist die Energiesituation in der Partnerschaftskrise. Ist das Beziehungsraumschiff erst mal beschleunigt, geht es dafür mit sehr viel geringerem Aufwand weiter. Es ist also eine wertvolle Investition, aus der eigenen Passivität auszusteigen und neu auf den Partner zuzugehen.
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ÜBER DIE AUTOREN Foto: Martin Fehrle
Die meisten wissen, wenn sie einen Augenblick darüber nachdenken, wie dieser erste Schritt aussehen kann. Sie haben durchaus eine Vorstellung davon, wie sie initiativ werden sollten. Aber es entspricht nicht ihrer Gefühlslage, die Energie dafür aufzuwenden. Sie sagen sich bewusst oder unbewusst: „Jetzt soll erst mal der andere …“ So verständlich diese Haltung sein kann – sie bringt Sie nicht weiter. Wenn zwei darauf beharren, dass jetzt erst mal der andere dran ist, ändert sich nichts. Die Zerrüttung schreitet voran.
SUSANNE MOCKLER ist systemische Paartherapeutin und hat einen Bachelor in Psychologie.
Einer muss mal anfangen. Lassen Sie es sich nicht nehmen, dieser eine zu sein. Am genialsten ist es natürlich, wenn in einer Partnerschaft beide leidenschaftlich nach diesem Prinzip leben. Wir formulieren das etwas zugespitzt: Die beste Ehe ist die, in der beide Partner von dem Gedanken beseelt sind, dem anderen Gutes zu tun. Stellen Sie sich mal vor, was für ein geniales Leben Sie dann miteinander hätten. Der Weg dorthin? Emma. Nun wollen wir hier kein Wolkenkuckucksheim bauen. Uns ist klar: Es gibt keine absolute Garantie, dass es Ihre Ehe kitten wird, wenn Sie es sind, der (immer und immer wieder) anfängt. Was wir aber auch wissen: Es gibt Wahrscheinlichkeiten. Paare, die das Emma*-Prinzip anwenden, haben die allerbesten Chancen, an ihr früheres Glück anzuknüpfen und es zu vergrößern. Wer ständig dieses positive Hintergrundrauschen in Kopf und Herz hat, wie er seinem Partner mehr Liebe und mehr Achtung zeigen kann, wird die Qualität der Beziehung enorm erhöhen.
MARCUS MOCKLER ist Journalist und leitet den Evangelischen Pressedienst (epd) in BadenWürttemberg. Sie sind über 30 Jahre miteinander verheiratet und haben acht gemeinsame Kinder.
Susanne & Marcus Mockler
Das Emma*-Prinzip Sieben Schlüssel zu einer richtig guten Ehe
Nr. 835185, € 17,– Klappenbroschur · 204 Seiten
Gekürzter Auszug aus dem Buch „Das Emma*-Prinzip“
ISBN 978-3-86334-185-5
von Susanne und Marcus Mockler Auch als eBook erhältlich
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Sei bunt, sei wild, sei wunderbar! FOTOGRAFIN YESSICA BAUR INSZENIERT FANTASIEVOLLE BILDGESCHICHTEN Die Idee, aus lebendigen Weinbergschnecken filigrane Kunstwerke zu gestalten, ist sicher nicht alltäglich. Welche Geschichte hinter dem außergewöhnlichen Projekt steckt und welche Botschaft sie mit ihren farbenfrohen Bildern zum Ausdruck bringen möchte, erzählt Yessica Baur in unserem Interview.
Wie sind Sie auf die ungewöhnliche Idee gekommen, Weinbergschnecken zu bemalen?
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Für mich persönlich ist eine tägliche Zeit der Besinnung und ks Fo t des Gebets sehr wichtig. ogr afie So habe ich vor drei Jahren angefangen, jeden Morgen vor der Arbeit in den Wald zu gehen, um den Kopf dafür frei zu bekommen. Ich wohnte an einem der schönsten Plätze in Tübingen, und nach wenigen Minuten Fußweg erreichte ich einen Aussichtspunkt auf die Wurmlinger Kapelle. Von dort aus gelangt man direkt in den Wald,
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auf Felder, Wiesen, idyllische Wege. Zu dieser Zeit gab es so viele Weinbergschnecken, dass ich aufpassen musste, auf keine zu treten. Eines Tages, wie aus dem Nichts, kam mir der Gedanke: „Wenn die Schnecken doch bunt wären, dann wäre es für mich viel einfacher, sie zu sehen.“ Das war der Beginn der Idee, die Schnecken farbenfroh zu bemalen. Und mit ihnen kleine Bildergeschichten zu inszenieren, die ich ursprünglich als Geschenkbuch für meine beste Freundin gestalten wollte. Wie lange dauert das Bemalen der einzelnen Tiere?
Da die Muster auf den Schneckenhäusern sehr aufwändig sind und man recht filigran auf einer kleinen Fläche malen muss,
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benötigte ich für jede Schnecke ungefähr zehn Minuten. Zum Glück hatte ich tatkräftige Unterstützung, um fertig zu werden, bevor der nächste Regen die Muster wieder abwusch: Ich beschloss, meine Freunde zum Schneckenbemalen einzuladen. Wir saßen auf dem Balkon, haben uns eine Pizza bestellt und nebenher mit ungiftigen Fingerund Acrylfarben die Schnecken bemalt, die ich mittlerweile in meinem Garten als Haustiere hielt.
Nach meinem Fotoprojekt ließ ich die Schnecken wieder frei. Und immer wieder kroch mir eine über den Weg. Auf ein paar habe ich Botschaften wie Bibelverse geschrieben. Sie trugen ihre Botschaft für kurze Zeit in die Welt, und ich bin mir sicher, sie haben den einen oder anderen Spaziergänger zum Lächeln und vielleicht auch zum Nachdenken gebracht. Das Interview führte Ilka Walter.
Was möchten Sie mit den Bildergeschichten darstellen?
Yessica Baur
Sei bunt, sei wild, sei wunderbar!
Das Leben ist bunt, es ist schön, es ist kreativ, es ist alles andere als langweilig! Es gibt so viele Kleinigkeiten zu entdecken, die wir im Alltag übersehen, die wir gar nicht wahrnehmen, weil wir so oft mit uns und unseren Problemen beschäftigt sind. Jeder einzelne von uns ist ein Wunder, ein einmaliges Kunstwerk, ein Geschöpf Gottes. Aber oft sind wir Menschen zurückhaltend, verkriechen uns in unserem Haus, verstecken uns. Mit den Bildern möchte ich Menschen zum Lachen bringen, zum Schmunzeln, und sie ermutigen, das Leben hier und da mit Humor zu meistern. Das treibt mich an. Und es erfüllt mich mit Freude, anderen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
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Mit Fantasie das Leben neu entdecken.
Nr. 5572972, € 10,– Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven Format: 15,5 x 11,0 cm Hochwertige Kartonverpackung
Afrikas furchtloser Versöhner EIN MANN RISKIERT SEIN LEBEN FÜR FRIEDEN IN BURUNDI Angela Krumpen hat Simon Ntamwana getroffen, der sich seit Jahren für Freiheit, Frieden und ein würdevolles Leben einsetzt. Das Ziel des Erzbischofs: Versöhnung zwischen den Opfern und Tätern des Völkermordes zu ermöglichen.
„Bitte nehmen Sie wieder Ihre Sitze ein und schalten Sie Ihre elektronischen Geräte aus. In Kürze erreichen wir Kigali, Ruanda.“ Es ist der 9. September und um 19.10 Uhr soll ich am Kigali Airport landen. Dabei will ich gar nicht nach Ruanda, sondern nach Burundi, dieses winzige, wie von der Weltöffentlichkeit achtlos übersehene
afrikanische Land. Der Welthungerindex zählt Burundi regelmäßig zu den drei ärmsten Ländern der Welt. Burundi ist das am dichtesten besiedelte Land Afrikas, mehr als 300 Menschen leben auf einem Quadratkilometer. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Aber die Menschen in Burundi sind nicht nur jung, arm und hungrig. Sie leben auch in Angst und Schrecken. Vor ihrer eigenen Regierung.
Foto: Michael Bause
„Komm jetzt nicht“, warnt mich Erzbischof Simon Ntamwana aus Gitega, einer Stadt in Burundi, „es ist zu gefährlich, es herrscht viel zu viel Gewalt hier.“ Erzbischof Ntamwana ist eine in Afrika sehr respektierte Stimme, viele Jahre war er Vorsitzender der zentralafrikanischen Bischofskonferenz. Wir schmieden einen Plan B: „Fahr nach Kigali. Wir kommen von Burundi aus auch nach Ruanda und treffen uns einfach in Kigali“, schlägt Bischof Simon schließlich vor. Kigali also. Auf dem stundenlangen Flug quält mich mein Verstand, will wissen: Warum quetschst du in deinen vollen Terminkalender eine Reise, für die du eigentlich gar keine Zeit hast? Warum willst du ein Buch schreiben über ein Land, in dem du noch nie warst und in das sich auch sonst nur selten ein Europäer verirrt? Dringliche, Erzbischof Simon Ntamwana
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Fotos: Shutterstock, © Roel Slootweg
wahrscheinlich berechtigte Fragen. Aber mein Herz hatte sie entschlossen und sicher beiseite gewischt: Ich weiß genau, warum ich diese Reise antrete! Ich reise, weil die Menschen, die ich kennenlernen werde, ganz normale, ganz einfache Menschen sind. So normal wie ich. Und doch große Dinge tun. Denn diese Menschen leben Versöhnung. Trotz des Schreckens des Völkermords gehen die Opfer zu den Tätern, die Täter zu den Opfern, und bieten Versöhnung an. Das gelingt nur wenigen Menschen. Es ist schon schwer genug, miteinander in Frieden zu leben. Ungleich schwerer wird es schon, den Nachbarn, der die Tochter, den Lehrer, der die Mutter ermordet hat, in Frieden leben zu lassen. Aber als Opfer den Tätern aktiv Versöhnung anbieten? Oder als Täter, als jemand, der gemordet hat, die Angehörigen der Opfer um Verzeihung bitten? Das ist groß. Die Menschen, die ich kennenlernen will, sagen Dinge wie: „Als Opfer tragen wir nur die Folgen der Tat. Aber der Täter trägt die Verantwortung. Für uns ist es viel leichter, den ersten Schritt zu tun. Deswegen gehen wir ihn.“
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Die Menschen, die ich interviewen will, gehören zu dem Werk „Neues Leben durch Versöhnung“, das Erzbischof Simon Ntamwana gegründet hat. Bischof Simon, aus dessen Familie mehr als 100 Menschen im Völkermord umgebracht wurden, weiß, wovon er spricht: Er hat den Mördern seines Vaters Versöhnung angeboten, den Mördern seines Bruders verziehen. Ausgerechnet diese Haltung aber bringt Bischof Simon in Gefahr: Es gibt viele Extremisten, die gegen jede Versöhnung sind. Er ist deshalb immer wieder Morddrohungen und Attentaten ausgesetzt. Dennoch sagt er „Wenn ich sterben soll, dann sterbe ich. Aber solange ich lebe, kämpfe ich dafür, dass die Herzen der Menschen weniger schmerzen, dass die Menschen ein neues Leben bekommen. Der einzige Weg dorthin ist die Versöhnung.“ Elf Mitarbeiter des Bischofs treffe ich in Kigali, darunter Emmanuel und Adèle: Emmanuel wurde in der Krise 1993 vom Bibelkatecheten zum Mörder. Sechs lange Stunden hat er mir erzählt, wie er sich als junger Mann drei Tage isolierte, in diesen drei Tagen immer und immer wieder die 53
Angela Krumpen unten links im Bild
systematische Unterdrückung der Hutus durch die Tutsis durchdachte und schließlich nur noch eine Lösung sah: Er erzählt, wie er das Haus verließ, sich dem mordenden Mob draußen anschloss und drei Menschen, unter anderem seine Nachbarn, mit seiner Machete tötete. Wie er erst ins Ausland floh, sich später stellte und sagte: Ja, ich habe es getan. Heute arbeitet Emmanuel Seite an Seite mit Adèle. Der so tapferen, mutigen Adèle: Mit eingeschlagenem Kopf und fast abgetrenntem Arm lag sie im Massengrab, galt als tot. Sie hatte vorher mit anschauen müssen, wie ihr Baby getötet wurde. Als die Angreifer abzogen, blieb sie trotzdem nicht einfach liegen, um zu verbluten. Sondern sie stand auf und suchte verzweifelt Hilfe. Aufgrund ihrer Behinderung durfte sie nicht mehr als Lehrerin arbeiten. Selbst diese geschundene Adèle sagt: „Ich lebe doch. Warum soll ich das mit vergiftetem Herzen tun? Warum, wenn ich schon all das erleben musste, soll ich jetzt nicht ein Leben führen, dass diese Bezeichnung auch verdient?“ Heute hat Adèle zu ihren vier eigene Kinder noch sechs Waisenkinder aufgenommen. 54
Das jüngste ist sechs Monate alt. Es lag einfach verlassen am Straßenrand. Sie hat es aufgehoben und zu sich nach Hause getragen. Den Kopf gefüllt mit all diesen Geschichten reise ich zurück. Denke, dass ich das Buch schreiben muss, ohne Burundi je gesehen zu haben. Im Februar 2017 bietet sich mir aber doch noch die Gelegenheit, selbst nach Burundi zu reisen.
„Jeder Mensch hat eine tiefe Seele. In der Tiefe wohnt nur die Liebe. Jeder sehnt sich danach, sie zu leben.“ Erzbischof Simon Ntamwana
Was für ein Land! Was für Farben: fruchtbare, sattgrüne Hügel voller Tee-, Kaffee-, Reis- und Bananenplantagen, dazwischen leuchtend rote Erde. Pflückfrische, saftige Ananas, Papaya und Mangos. Nie zuvor habe ich solche Früchte gekostet. Nie zuvor bin ich von solch geballter Energie empfangen worden wie von den trommelnden und
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Fotos: Angela Krumpen
tanzenden behinderten Jugendlichen, die auf ihren Knochenstümpfen so leidenschaftlich wirbelten, als tanzten sie um ihr Leben. Als die Batwa im Norden Burundis mir ihre Strohhütten zeigten, kam ich mir vor, als liefe ich durch lebendig gewordene Fotos eines Völkerkundemuseums. Hier stand die Wiege der Menschheit. Und so, wie ich sie erlebt habe, könnte es in der Tat ein Paradies sein. Betonung auf: könnte. Denn Farben und Früchte, Tänze und Trommeln sind nur die eine Seite dieses Landes. Völkermord und politische Verfolgung, Hunger und bittere Armut die andere. Jahrzehnte voller Hass und Gewalt, gefolgt von Gegenhass und Gegengewalt eine Generation später. Dennoch ist für Bischof Simon klar:
Angela Krumpen
Nur Versöhnung kann uns retten Der furchtlose Einsatz von Erzbischof Simon Ntamwana für Frieden in Burundi
Nr. 835186, € 18,–
„Nur Versöhnung kann uns retten“, sagt er und verweist mit großer Bestimmtheit auf die Sehnsucht, die wir alle teilen: „Jeder Mensch hat eine tiefe Seele. In der Tiefe wohnt nur die Liebe. Jeder sehnt sich danach, sie zu leben.“
Gebunden · Schutzumschlag · 224 Seiten Mit 8-seitigem Bildteil ISBN 978-3-86334-186-2
Auch als eBook erhältlich
Bericht von Angela Krumpen in Anlehnung an das Buch „Nur Versöhnung kann uns retten“ .
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SeelenWärmer – Tasse
Nr. 5574401, € 12,—
Nr. 5574403, € 12,—
EAN 4250454744012
EAN 4250454744036
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Für eine kleine Diese vier zarten Porzellanbecher haben für so viel Begeisterung und Nachfrage gesorgt, dass sie bereits nach kurzer Zeit ausverkauft waren. Aber nun freuen wir uns, Ihnen die wunderschönen Tassen wieder anbieten zu können, die Ann-Kathrin Blohmer mit Liebe gestaltet hat. Welches ist Ihr Lieblingsmotiv?
ca. 300 ml Füllmenge · spülmaschinengeeignet
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SeelenWärmer – Tasse Nr. 5574403, € 12,—
HimmelsZeichen – Tasse
AtemPause – Tasse
Nr. 5574404, € 12,—
Nr. 5574402, € 12,—
EAN 4250454744043
EAN 4250454744029
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Postkartenbücher mit jeweils 20 verschiedenen Motiven in einem hochwertigen Kartonumschlag Format: 14,8 x 10,5 cm Je € 10,—
Stephanie Brall
GLÜCK:WUNSCH Nr. 5572961 EAN 4250454729613
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EAN 4250454729477
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EAN 4250454729392
EAN 4250454729224
Alle Motive der verschiedenen Kartensets können Sie auf www.adeo-verlag einsehen
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Frühlingsfrische Glücklichmacher Freuen Sie sich auch auf den Frühling? Auf die ersten Frühblüher, Vogelgezwitscher beim Aufwachen und die helleren Tage? Stephanie Brall und Ann-Kathrin Blohmer haben für diese Kartenbox 18 besondere Postkarten gestaltet – mit stimmungsvollen Texten und Fotos, Rezepten und Ideen, die man immer wieder gerne zur Hand nimmt. Jedem, der mit diesen Karten beschenkt wird, zaubern sie ein Lächeln ins Gesicht.
Stephanie Brall / Ann Kathrin Blohmer
FrühlingsGlück Nr. 5572954, € 10,— Postkartenbox mit 18 verschiedenen Motiven Format: 15,5 x 11,5 cm In passender Graukartonverpackung EAN 4250454729545
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Diese Postkarten wecken die Sehnsucht nach Sommer: Sonne und Wärme, einem Eis in der Hand und Wind in den Haaren. Das Set enthält filigrane Illustrationen von Ann-Kathrin Blohmer, gepaart mit abwechslungsreichen Fotomotiven von Stephanie Brall, sommerlichen Rezepten, Gedichten und Kreativ-Ideen. Zum Verschenken, aber auch zum Dekorieren an Kühlschrank oder Magnetseil bestens geeignet.
Stephanie Brall / Ann Kathrin Blohmer SommerBrise
Nr. 5572955, € 10,— Postkartenbox mit 18 verschiedenen Motiven Format: 15,5 x 11,5 cm In passender Graukartonverpackung EAN 4250454729552
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66. Vor den Augen meiner
Feinde deckst du mir deinen Tisch; festlich nimmst du mich bei dir auf und füllst mir den Becher randvoll.
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23. Innenseiten aus dem Buch
„Ps. Die Psalmen in Bildern.“
150 Psalmen in großformatigen Bildern. Sie gehören zu den meistzitierten Versen der Welt: die Psalmen. Oft finden wir uns in den berühmten Zeilen wieder, wenn wir um Worte ringen. Dieser Bildband transportiert auf jeder Seite einen von 150 Psalmen in die heutige Zeit – mit einem großflächigen Motiv und einem Vers aus dem jeweiligen Abschnitt. Ein außergewöhnliches Buch, das die Einladung, sich jeden Tag einen Moment der Ruhe und Besinnung zu gönnen, wunderschön illustriert auf Ihren Tisch legt – als Erinnerung, als Inspiration, als Trostspender.
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Kommt her und seht, was Gott getan hat! Sein Tun erfüllt die Menschen mit Furcht und Staunen.
Grube, aus der amm, Er zog mich und Schl r Schmutz einen aus laute Füße auf e meine kann. und stellt r treten ich siche Fels, dass
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40.
GROSSFORMAT Peter van Dijk & Marco Boers (Hrsg.)
Ps. Die Psalmen in Bildern. Nr. 835207, € 30,– Borschur · 21,0 x 29,7 cm 304 Seiten · durchgehend farbig Lesebändchen ISBN 978-3-86334-207-4
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BUCHEMPFEHLUNGEN
„Ein packender Lebensbericht, zugleich ein wichtiger, in vielen Punkten auch zum Widerspruch reizender Diskussionsbeitrag zu den Themen lslam und lntegration.“ DER EVANGELISCHE BUCHBERATER
3. Auflage Yassir Eric
Hass gelernt, Liebe erfahren Nr. 835177, € 18,— 224 Seiten · Mit 16 Seiten Bildteil ISBN 978-3-86334-177-0
„Ein empfehlenswertes Buch, bei dem man es nicht beim einmaligen Durchlesen belassen sollte.“ Kirche und Leben
5. Auflage
„Margot Käßmanns Antworten auf die sorgenvollen Fragen vieler Menschen sind offen, persönlich, warmherzig und voller Liebe zum Menschen.“ Thalia-Magazin „Stories“ 4. Auflage
„Ein kurzweiliges Lesevergnügen. Das handliche Buch ist ein perfektes Geschenk für alle, die geistreiche und pointiert-witzige Texte lieben.“ unterwegs 3. Auflage
Melanie Wolfers
Margot Käßmann
Notker Wolf
Freunde fürs Leben Nr. 835113 · € 16,99
Sorge dich nicht Seele Nr. 835112 · € 17,99
Läuft. Nr. 835116 · € 10,–
224 Seiten ISBN 978-3-86334-113-8
256 Seiten ISBN 978-3-86334-112-1
160 Seiten ISBN 978-3-86334-116-9
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„Die Geschichte eines Suchenden, der über den Weg des Klangholzes und der Musik, die auf seinen Instrumenten entsteht, schreibend und dichtend in die Geheimnisse des Lebens einsteigt.“ BAYERISCHER RUNDFUNK
4. Auflage Martin Schleske
Herztöne Nr. 835076, € 22,99 368 Seiten · Mit 16 Seiten Bildteil ISBN 978-3-86334-076-6
„Samuel Koch überzeugt mit einer unglaublichen Willenskraft und Souveränität.“ stern.de
„Seine Ehrlichkeit, sein unerschütterlicher Humor und sein Optimismus bewegen. ‚Rolle vorwärts‘ ist es definitiv wert, gelesen zu werden!“
„Ein sehr lesenswertes Buch für alle Kelly-Fans.“ Preussische Allgemeine Zeitung
Joyce 4. Auflage
2. Auflage
2. Auflage
Koch / Fasel
Samuel Koch
Patricia Kelly
Samuel Koch – Zwei Leben Nr. 814253, € 17,99
Rolle vorwärts Nr. 835071, € 17,99
Der Klang meines Lebens Nr. 835175, € 17,–
232 Seiten · Mit 24 Seiten Bildteil ISBN 978-3-942208-53-6
248 Seiten · Mit 24 Seiten Bildteil ISBN 978-3-86334-071-1
376 Seiten ∙ Mit 40 Seiten Bildteil ISBN 978-3-86334-175-6
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Foto: shutterstock
Von tiefen Wurzeln und neuen Trieben GEDANKEN AUF DEM WEG
Den dunkelsten Teil des Winters haben wir hinter uns – schon werden die Abende wieder länger, und in wenigen Wochen können wir uns auf den Frühlingsbeginn freuen. Es ist jedes Mal wieder ein kleines Wunder und ein wahres Fest für die Sinne, wenn wieder alles zu leben und zu wachsen, zu duften und zu blühen beginnt! Im Winter haben wir unsere Apfelbäume beschnitten. Dabei habe ich viel Interessantes gelernt: Wird ein Baum nicht regelmäßig beschnitten, trägt er zunächst mehr Früchte. Er wird aber im Laufe der Jahre immer weniger junge Zweige bilden und vorzeitig „vergreisen“. Die Äste werden immer länger, die Spitzen verholzen und bilden keine Fruchtknospen mehr aus. Es entstehen viele sogenannte „Wassertriebe“, die senkrecht
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nach oben wachsen, keine Blüten tragen und dem Baum Kraft rauben. Auch sogenannte „Konkurrenztriebe“ muss man entfernen, die den Mitteltrieb und die Leitäste zu überwachsen drohen und dem Baum damit die Balance rauben. Dabei sollte man ihm möglichst wenige Wunden beibringen und deshalb lieber einen dickeren Ast komplett entfernen als zaghaft viele kleine Schnitte zu machen. „Durch einen geschnittenen Apfelbaum muss man einen Hut werfen können“, heißt die alte Gärtner-Regel. Je luftiger die Krone ist, desto geringer ist die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, weil das Laub nach Regenfällen schneller trocknet. Auch die Früchte werden größer und reifen besser aus, wenn sie möglichst viel Sonnenlicht erhalten.
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Zu radikal darf man aber einen Obstbaum auch nicht beschneiden. Damit schwächt man seinen Ertrag, da er auf den starken Rückschnitt mit ebenso starkem Neuaustrieb an der Spitze reagiert. Ein schonender Rückschnitt dagegen sorgt dafür, dass der Baum seine ganze Kraft in den Fruchtansatz steckt. Ich bin schon sehr gespannt, ob wir das rechte Maß von Erhaltung und Ausdünnung, Verjüngung und Schonung gefunden haben und die Bäume im Frühjahr wieder kräftig blühen und ihre herrlich schmeckenden alten Apfelsorten ausbilden werden. Auch hier bei adeo herrscht fröhliche Aufbruchstimmung. Das Jahr 2018 liegt ganz frisch und voller Möglichkeiten vor uns und der „adeo-Baum“ hat nach dem „Beschnitt“
im letzten Herbst einige neue Triebe bekommen, die die Zukunft unseres Verlages mitprägen und bereichern werden. Gehalten wird er von gesunden, stabilen Wurzeln unseres Glaubens an einen Gott, der uns trägt und versorgt, und dem starken „Mitteltrieb“ unseres bewährten Teams. Auf die reichen Früchte in Form von wunderschönen, hochwertigen Produkten von spannenden und vielschichtigen Künstlern und Autoren, deren Werke Inspiration und Freiheit atmen, freue ich mich schon mindestens so sehr wie auf den leckersten Apfelsaft weit und breit, den uns unsere Bäume jedes Jahr neu schenken. Karoline Kuhn
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Redaktion: Ilka Walter, Clarissa Gröschen,
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Karoline Kuhn, Sarah Koller
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Layout & Gestaltung: Mareike Schaaf
CHRISTOPHER SCHACHT
Mit freundlicher Empfehlung
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Unterwegs. Sein.
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Alle Angaben Stand: Februar 2018. Irrtum und Preisänderungen vorbehalten. Foto Titelseite: dirk schmidt / dsphotos.de Rückseite: Felipe Monteiro Vazami. Alle Rechte vorbehalten. Abdruck von Texten, Interviews oder Auszügen daraus nur mit vorheriger, schriftlicher Genehmigung des adeo Verlags.
„Das Leben wartet auf dich. Du musst nur losgehen und es dir holen.“