Skip to main content

adeo magazin Herbst 2016

Page 1

AUF DEM WEG

GRATIS

2 | 2016

magazin

Unterwegs. Sein.

„Genieße das Leben, wie es ist. Sei dankbar für Menschen, die dich lieben, für schöne Erlebnisse, auch für den Alltag, der gar nicht immer nur grau ist, sondern oft so wunderbar sein kann.“ Margot Käßmann


Inhalt MARGOT K ÄSSMANN NIMMT SICH UNSERER SORGEN AN

Freue dich, Welt! DURCH DEN ADVENT MIT PAPST FRANZISKUS �������������������������������������������������

Wege zu einem völlig neuen Selbstbild MELANIE WOLFERS ÜBER DIE KUNST, MIT SICH SELBST BEFREUNDET ZU SEIN

„Eine Geschichte, die mich nicht mehr loslässt“ „ BEN HUR “ – EIN GANZ BESONDERES BUCH . . . . . . . . . . . . . .

18

MIT ANSELM GRÜN UNTERWEGS IN DEN BERGEN ����������������������������������������������

KURZE WEISHEITEN FÜR ALLE LEBENSLAGEN ��������������������������

16

�������

Von Gipfeln und Tälern des Lebens

Notker Wolf. Läuft.

20

22

Auf den Spuren der Kunst ANDREAS FELGER. KUNST. STATIONEN ��������������������������������������

52 postbote

8

34

Stimmungsvoll NEUES VON STEPHANIE BRALL UND ANN-K ATHRIN BLOHMER

Foto Margot Käßmann: Steffen Roth

4

Warum wir nicht verzagen müssen


Foto: Shutterstock

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser, manchmal entdeckt man die schönsten Dinge. Zum Beispiel den kleinen Papeterie­ laden in einer abgelegenen Seitenstraße in Venedig. Wunderschöne Papiere, Schreib­ federn, farbige Tuschen in der Auslage, innen riecht es nach Siegellack und frischen Orangen. Jetzt im Herbst denke ich weh­ mütig an den flimmernden Duft der Sommerwiese oberhalb des Flusses Soča in Slowenien oder die glasklare Quelle im Tramuntana-Gebirge auf Mallorca. Vor wenigen Wochen bin ich von einer Wanderung im Hochland von Island zurückgekehrt. Die farbig schimmernden Liparitberge und die schwarze Sandwüste haben tiefe Eindrücke hinterlassen. Man muss aber nicht in die Ferne ziehen, um traumhaft schöne Plätze zu entdecken: Ich liebe die Kiefernwälder, die Schiefer­ felsen, die moosbewachsenen Ruheplätze abseits der Wege und die tief eingeschnit­ tenen Täler im Land zwischen Lahn und Rhein, wo wir seit zwei Jahrzehnten zu Hause sind. Überall kann man herrliche Entdeckungen machen.

adeo magazin • 2 | 2016

Auch in unserem neuen adeo Magazin laden wir Sie ein, mit unseren Autoren auf die Reise zu gehen: mit Papst Franziskus die Adventszeit zu erleben, mit Pater Anselm Grün gedanklich durch die Berge zu streifen, Bruder Andreas Knapp auf eine abenteuer­ liche Tour zu den letzten Christen nach Syrien zu begleiten, sich mit Margot Käß­ mann oder Melanie Wolfers auf die Spuren­ suche zum Kern Ihres Wesens, zu den Tiefen Ihrer Seele zu begeben. Und Abtprimas Notker Wolf hat unter der Überschrift „Läuft.“ gute Gedanken zur Lebensreise versammelt. Wir hoffen, dass Sie die eine oder andere schöne Entdeckung machen. Danke, dass Sie mit uns unterwegs sind. Herzliche Grüße

Stefan Wiesner Verlagsleiter 3


Warum wir nicht verzagen müssen MARGOT KÄSSMANN MACHT MUT, DAS MORGEN HOFFNUNGSVOLL ZU WAGEN Das Leben wirft nahezu täglich neue Fragen auf: Warum muss das ausgerechnet mir passieren? Auch angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen fragen wir uns manchmal besorgt: Wo wird das alles enden? In ihrem neuen Buch „Sorge dich nicht, Seele“ versucht Margot Käßmann Antworten zu geben. Entstanden ist ein Ratgeber, der Mut macht, das Morgen hoffnungsvoll zu wagen, ganz egal wie kompliziert das Heute gerade ist.

Was hat Sie dazu bewogen, sich mit Sorgen und Ängste auseinander­zusetzen?

Fast täglich erreichen mich Briefe, in denen Menschen mir gegenüber auf nachdenkliche, eindrückliche Weise ihr Leben – unser Leben – reflektieren und mir ihre Sorgen und Nöte mitteilen. Leider kann ich nur auf wenige dieser Briefe, die ich bekomme, persönlich antworten – es sind einfach zu viele. Aus einigen Zuschriften zitiere ich in meinem Buch, selbstverständlich anonymi­ siert bzw. an einzelnen Stellen so verändert, dass die Verfasserin oder der Verfasser nicht erkennbar werden. Welche Sorgen sind es, die die Menschen Ihnen anvertrauen?

Bei den einen liegt vielleicht die Ehe in Trümmern. Andere haben eine Krebsdia­ gnose erhalten. Der Arbeitsplatz ist gefährdet. Oder jemand ist schlicht total überfordert mit all dem, was auf ihn einstürzt, er weiß nicht mehr, wie er das alles schaffen soll: Familie, Kinder, Beruf – all die Anforderungen. Viele fragen sich in diesen Situationen: Was soll ich nur tun? Wie kann ich weiterleben mit all den Sorgen? Oder finde ich überhaupt noch Sinn in meinem Leben? 4

Wie gehe ich mit Leid um? Was kann ich tun, angesichts der Entfremdung von meinen Kindern? Kommt eine Scheidung infrage, wenn meine Beziehung schon seit länge­ rer Zeit zerrüttet ist – oder bin ich an das Eheversprechen um jeden Preis gebunden? Darf ich mir das Leben nehmen, wenn ich unheilbar krank bin oder es einfach nicht mehr aushalte? Dazu kommen die ganz großen Fragen unse­ rer Zeit: Wie können wir dem Terrorismus entgegentreten? Kaum eine Woche vergeht, ohne dass irgendwo auf der Welt etwas Schreckliches passiert. Was wird werden, angesichts der Millionen von Flüchtlingen und der zunehmenden sozialen Spannungen in unserem Land? Ist die Zeit des Wohlstands vorbei? Wir sehen die Bilder von überflute­ ten Straßen und Häusern, Schlammlawinen, Menschen, die dadurch alles verloren haben. Ist die Klimakatastrophe überhaupt noch abwendbar? Schon fragen die Ersten wieder, ob es noch verantwortbar ist, Kinder in diese Welt zu setzen. Und obwohl wir hier weitgehend abgesichert und in Freiheit und Frieden leben dürfen und selbst die Ärmeren unter uns mehr besit­ zen als viele Menschen in anderen Ländern,

adeo magazin • 2 | 2016


freuen sich viele nicht an den guten Tagen, die uns geschenkt sind, sondern sorgen sich unentwegt: Es könnte schlechter werden, es könnte am Ende nicht mehr reichen, um ein angenehmes Leben zu führen. Wir könnten selbst krank werden oder geliebte Menschen verlieren. Die Erfahrung zeigt, dass letztlich die meisten unserer Befürchtungen nicht eintreffen. Klingt das nicht ein wenig beschwichtigend?

Ich will Sorgen und Nöte keinesfalls banali­ sieren oder beschwichtigen. Denn das Gefühl der Perspektivlosigkeit und die damit ein­ hergehende Verzweiflung kennt wohl jeder: Es gibt Zeiten, in denen du überhaupt nicht mehr weißt, wie es weitergehen soll. Aber wir können mit diesen Belastungen leben, wenn wir unsere Seele stärken. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt: Du musst nicht verzagen, wenn es mal nicht so gerade läuft wie geplant! Das Leben will gelebt und nicht einfach nur erlitten werden. Es gibt fast immer einen Weg nach vorn, auch wenn ich ihn im Moment nicht sehen kann – das sagt die Lebenserfahrung. Sie gehen in Ihrem neuen Buch an vielen Stellen auch darauf ein, was die Bibel zum

Genau. Der christliche Glaube kann uns Halt und Haltung geben, davon bin ich überzeugt. Er ist nicht altmodisch oder gestrig, sondern aktuell und Orientierung gebend. Im Matthäus­­evangelium (6,25–34) wird zum Beispiel deutlich, dass Jesus sieht, wie sehr sich die Menschen sorgen, um Kleidung und Essen, um ihre Kinder, um die Zukunft.

adeo magazin • 2 | 2016

Foto: Steffen Roth

Thema „Sorgen“ zu sagen hat …

5


Seine Antwort ist: Lasst euch davon nicht zerfressen. Setzt den Sorgen Gottvertrauen entgegen, dann seht ihr alles aus einer anderen Perspektive. Wer sich ständig sorgt, verpasst das Leben und erfährt nichts von der Freiheit der Kinder Gottes. Ich kann und sollte mich heute auseinandersetzen mit dem, was ansteht. Aber was in einem Monat, in einem Jahr sein wird, wer weiß das schon? Und auch Persönliches lassen Sie immer wieder einfließen und haben das Buch Ihren Großeltern gewidmet. Warum gerade ihnen?

1945 hat meine Großmutter den Einmarsch der Sowjetarmee in Köslin erlebt. Ihr Mann wurde verschleppt, sie, ihre Tochter mit drei Kleinkindern und einige andere Frauen blieben in einem Haus zusammen und überlebten unter schrecklichen Umständen. 1946 flohen sie in den Westen. In einem Brief schreibt eine ehemalige Nachbarin am 19. Oktober 1947 an sie: „Fritz und Gerhardt (mein Großvater) sind auf dem ganzen Transport zusammen gewesen, nur in Graudenz sind sie gleich getrennt worden. Er hat ihn dann erst wieder gesehen, als er am 28. April gestorben ist. Aber auf dem Transport ist Gerhardt immer getrost und ganz vergnügt gewesen, er wollte, wenn erst wieder zu Hause, ein Buch über alles schreiben.“ Mein Großvater ist trotz schrecklicher Erfahrungen getrost geblieben und meine Großmutter sang in der Küche „Du, meine Seele, singe!“ oder „Wer nur den lieben Gott lässt walten“. Das ist mir Vorbild bis heute. Denn eine solche Grundzuversicht trägt in guten und in schweren Tagen, im Leben und im Sterben, das haben meine Großeltern vorgelebt. 6

Und genau das ist es auch, was mein neues Buch will: Ich möchte Mut machen, die Perspektive zu wechseln und das Leben mit anderen Augen zu betrachten. Das Sorgen, die Befürchtungen, die Ängste zerfressen am Ende nur die Lebenslust, verändern aber doch gar nichts. Es geht darum, zu genießen, was uns das Leben an schönen Momenten schenkt. Sei dankbar für das, was du erleben darfst, für Menschen, die dich lieben, für schöne Erlebnisse, auch für den Alltag, der doch gar nicht immer nur grau ist, sondern oft so wunderbar sein kann. Vielen Dank für das Gespräch.

Margot Käßmann

Sorge dich nicht, Seele Warum wir nicht verzagen müssen

Nr. 835112, € 17,99 Mit Bildern von Kristina Johlige Tolstoy Gebunden mit Schutzumschlag 256 durchgehend farbige Seiten ISBN 978-3-86334-112-1

A Auch als eBook erhältlich adeo magazin • 2 | 2016


„Nun freue ich mich, dass der Trost und das Mut-Machen in Form von Bild und Text in die Welt hinausgeht.“

Foto: Bert Heinzlmeier

Kristina Johlige Tolstoy

Kristina Johlige Tolstoy

Illustriert wurde das neue Buch von Margot Käßmann mit feinfühligen Reliefbildern der Künstlerin Kristina Johlige Tolstoy. 1967 wurde sie als Ur-Ur-Enkelin von Leo Tolstoy im Allgäu geboren. Im Alter von drei Jahren durfte sie im Bildhauer-Atelier ihres Vaters Gerhard bereits mit Hammer und Meißel arbeiten. Heute ist die in Garmisch-Partenkirchen ausgebildete HolzBildhauerin als freischaffende Künstlerin tätig. www.kristinajohlige.com

1

7

1

Sei getrost und unverzagt! Wie wir unsere Seele vor der Lebensangst schützen können. Ein Mutmachkapitel.

Es muss im Leben mehr als alles geben Enttäuschungen und Irrwege auf der Suche nach dem Lebensglück

16

4

Innenabbildungen aus dem Buch „Sorge dich nicht, Seele“

adeo magazin • 2 | 2016

7


Motiv: Eberhard Münch

Freue dich, Welt! DURCH DEN ADVENT MIT PAPST FRANZISKUS Er lebt, was er glaubt. Er handelt so, wie er es sagt, und er strahlt eine enorme Lebensfreude aus. In seinem Advents- und Weihnachtsbuch verleiht Papst Franziskus seiner Freude über die Geburt Jesu Christi Ausdruck. Sie reicht weit über die Weihnachtsfeiertage hinaus und kann unser Leben verändern und in Bewegung bringen, wenn wir uns darauf einlassen. Lassen Sie sich von Papst Franziskus durch die Advents- und Weihnachtszeit begleiten.

D

as Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht.“ (Jesaja 9,1) Diese Verhei­ ßung von Jesaja berührt uns immer wieder, besonders, wenn sie in der Weihnachts­litur­ gie gelesen wird. Es ist nicht einfach eine emotionale oder sentimentale Angelegen­ heit. Dieser Text bewegt uns, weil er eine tiefe Wahrheit darüber, wer wir sind, zum Ausdruck bringt: ein Volk, das unterwegs ist, und um uns herum – und auch in uns drin – gibt es Dunkelheit und Licht. Wenn wir Gott und unsere Brüder und Schwestern lieben, wandeln wir im Licht; aber wenn 8

unser Herz verschlossen ist, wenn wir von Stolz beherrscht sind, von Falschheit und Selbstsucht, dann bricht die Dunkelheit über uns herein und breitet sich um uns aus. Jesus ist die personifizierte Liebe. Er ist nicht einfach nur ein weiser Lehrer, er ist nicht ein Ideal, dem wir uns annähern sollen, während wir gleichzeitig wissen, dass wir hoffnungslos weit weg von ihm sind. Er ist der Sinn des Lebens und der Geschichte, der sein Zelt in unserer Mitte aufgeschlagen hat.

adeo magazin • 2 | 2016


Die Hirten waren die Ersten, die dieses „Zelt“ sahen, die die Nachricht von der Geburt Jesu gehört haben. Sie waren die Ersten, weil sie zu den Letzten gehörten, den Ausgestoßenen. Und sie waren die Ersten, weil sie wach waren, Nachtwache hielten und über ihre Herden wachten. Auch Pilger müssen immer wachsam sein, und die Hirten waren genau das. Die Engel sagten zu den Hirten: „Habt keine Angst!“ Und ich wiederhole es: Habt keine Angst! Unser Vater ist geduldig, er liebt uns, er gibt uns Jesus, der uns auf dem Weg ins Gelobte Land führt. Jesus ist

das Licht, das die Dunkelheit erhellt. Er ist Barmherzigkeit: Unser Vater vergibt uns immer. Er ist unser Friede. (…) Wenn Sie sich die vielen Lichter an Weih­ nachten ansehen – glitzernde Lichter am Baum, das sanfte Flackern der Kerzen, die geschmackvollen (oder auch ge­­schmack­­ losen) Lichterketten an den Häusern –, dann denken Sie auch an Licht und Schatten in Ihrem Leben und die Art, wie Gottes Liebe und Barmherzigkeit sowohl im Licht als auch im Schatten bei Ihnen waren. Auszug aus dem Buch „Freude!“ von Papst Franziskus

Gestaltet wurde das Buch mit Motiven des Künstlers Eberhard Münch, der Sie herzlich einlädt zum TAG DES OFFENEN ATELIERS Samstag, 26. November 14 – 18 Uhr Samstag, 3. Dezember, 14 – 18 Uhr Führung jeweils um 15 Uhr Atelier für Wandmalerei Eberhard Münch Didierstraße 5 65205 Wiesbaden Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: ateliermuench@t-online.de Ständig aktualisierte AusstellungsTermine finden Sie unter www.adeo-verlag.de/Ausstellungen

Papst Franziskus

Freude! Durch den Advent mit Papst Franziskus

Nr. 835111, € 14,99 Zusammengestellt von Diane M. Houdek Mit Bildern von Eberhard Münch Gebunden mit Schutzumschlag · 160 farbige Seiten ISBN 978-3-86334-111-4

A Auch als eBook erhältlich adeo magazin • 2 | 2016

9


Foto: Alexander Sell

Edition Eberhard Münch

Ein neuer Geist. Ein neues Herz Dort, wo alles aussichtslos scheint, gibt Gott neues Leben und Zuversicht. Die Verände­ rung beginnt bei uns. In uns. In unserem Herzen. Und dann entsteht etwas Neues,

eine Kraft, die alles mit sich reißt. Dies spiegelt auch das Jahreslosungsmotiv von Eberhard Münch wider. Ein Lichtblick für viele Tage des Jahres.

Jahreslosung 2017 ∙ Motiv von Eberhard Münch Kunstdruck 62 x 93 cm Nr. 5570026, € 15,—*

Lesezeichen

Faltkarte mit Bildbetrachtung

Nr. 5570626, € 3,—*

Nr. 5570926, € 6,50*

10er-Serie, 5,2 x 15,5 cm

Einzelkarte in Folienhülle,

Kunstdruck 40 x 60 cm Nr. 5570126, € 8,—*

5er-Einheit, banderoliert, 10,5 x 21 cm

CD-ROM mit Bildbetrachtung

Mit weißem Umschlag

Nr. 5570826, € 13,—* Kunstdruck A3

Mit dem Bildmotiv

Kalender im Scheckkartenformat

Nr. 5570226, € 5,—*

und einer Text- und Bildbetrachtung

Nr. 5570726, € 3,50*

von Hans-Joachim Eckstein

10er-Serie 5,4 x 8,6 cm

Kunstdruck A4 Nr. 5570326, € 2,50*

Faltkarte mit Bildbetrachtung Nr. 5570426, € 12,—*

Nr. 5570526, € 5,—*

10er-Serie, 10,5 x 21 cm

10er-Serie, 10,5 x 14,8 cm

Mit weißem Umschlag

10

* unverbindliche Preisempfehlung

von Hans-Joachim Eckstein Postkarte

adeo magazin • 2 | 2016


Gott spricht:

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Hesekiel 36,26

Eberhard Münch · Jahreslosung 2017 · Mischtechnik · © 2016 by adeo, in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München · www.adeo-verlag.de · Nr. 5570326


NEU Eberhard Münch

Weihnachtsleuchten Nr. 5572952, € 18,–* Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit Einlegetexten und weißen Umschlägen in einem

1 Gesegnete Weihnachten 2 Frohes Fest 3 Fröhliche Weihnachten 4 Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. Lukas 2,11 5 Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir. Jesaja 60,1

* unverbindliche Preisempfehlung

hochwertigen Stülpdeckelkarton

Einlegetexte, je zweifach enthalten

12

adeo magazin • 2 | 2016


Einlegetexte, je zweifach enthalten 1 Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.

Edition Eberhard Münch

Albert Schweitzer

Eberhard Münch

2 Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

Trostreich

Franz von Assisi

Nr. 5572942, € 16,—*

3 Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffer

Zehn Trauer-Faltkarten (fünf Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit Einlegetexten und weißen Umschlägen in einem

4 Herzliches Beileid

hochwertigen Stülpdeckelkarton

5 In stiller Anteilnahme

adeo magazin • 2 | 2016

Himmelsboten (ohne Einlegetexte)

Heilige Nacht (ohne Einlegetexte)

Nr. 5572915, € 16,—*

Nr. 5572921, € 16,—*

Cherubim und Seraphim

Frohes Fest (ohne Einlegetexte)

(ohne Einlegetexte)

Nr. 5572928, € 16,—*

Nr. 5572927, € 16,—*

13


Eberhard Münch

Wild und wunderbar Nr. 5572936, € 16,—* Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit weißen Umschlägen in einem hochwertigen Stülpdeckelkarton

Blumen Nr. 5572903, € 16,—*

Aufbruch Nr. 5572935, € 16,—*

* unverbindliche Preisempfehlung

Zeichen der Hoffnung Nr. 5572916, € 16,—*

Blüte Nr. 5572907, € 16,—*

Diese und weitere Kunst-Faltkarten mit Motiven von Eberhard Münch erhalten Sie im Buchhandel oder unter www.adeo-verlag.de.

14

adeo magazin • 2 | 2016


det mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. f einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. ße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, nes Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, en und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht m Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. kest mir voll ein. ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. n lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Psalm 23 Psalm 23

se Schutzhütte! Rette dich in Bete! Lies sein Wort! Suche die an ihn glauben! Immer d achte auf die Engel! Sie weisen g. er Zutritt hast? Egal, was du hast? Egal, wie’s um dich steht? u aussiehst, wo du herkommst? n Schlüssel!

sel zu Gottes Schutzhütte! urg! Immer heißt er dich willDu gehörst auf ewig zu ihm! uf ewig zu dir! Du gehörst u seiner Familie! Sein Haus us! Jürgen Werth

Der Herr ist mein Hirte Psalm 23 mit Bildern von Eberhard Münch

25.11.2009 09:44:09

Eberhard Münch / Jürgen Werth

Wir dürfen uns sicher sein, dass es einen gibt, der mit uns ist, der uns begleitet. Davon spricht der 23. Psalm, einer der schönsten und eindrücklichsten Texte der Bibel. Eberhard Münch hat den Psalm gemalt – einen großen, farbigen Lebensweg mit Gott. Mit einer kurzen Betrachtung von Jürgen Werth.

Bibeltext: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart

aus, in dem alle Katastrophen der ichte sind.

user sind vergänglich. Sein Haus

Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart

Unter Gottes Schutz

Edition Eberhard Münch

Der Herr ist mein Hirte. Psalm 23 Nr. 5574202, € 3,99* Leporello · Kunstdruckkarton 24 Seiten ∙ 8 x 12 cm Ausgeklappt 96 x 12 cm

Unter Gottes Schutz

Psalm 91 mit Bildern von Eberhard Münch

25.11.2009 09:36:25

Eberhard Münch / Jürgen Werth

Unter Gottes Schutz. Psalm 91 Nr. 5574203, € 3,99* Leporello · Kunstdruckkarton 24 Seiten ∙ 8 x 12 cm Ausgeklappt 96 x 12 cm

adeo magazin • 2 | 2016

Wie gut ist es, einen schützenden Engel an unserer Seite zu wissen. Basierend auf Psalm 91 hat Jürgen Werth eine wunderbare Meditation dazu geschrieben. Im Zusammenspiel mit faszinierenden Engel-Motiven von Eberhard Münch wird daraus ein schönes Geschenk für viele Gelegenheiten.

15


Wege zu einem völlig neuen Selbstbild MELANIE WOLFERS ÜBER DIE KUNST, MIT SICH SELBST BEFREUNDET ZU SEIN „Hey, sei nicht so hart zu dir selbst“, singt Andreas Bourani in seinem Song „Hey“. Sicherlich kennen auch Sie Situationen, in denen Sie sich selbst nicht verzeihen oder sich Ihre Schwächen nicht nachsehen können. Melanie Wolfers lädt in ihrem Ratgeber „Freunde fürs Leben“ dazu ein, endlich Freundschaft mit sich selbst zu schließen. Welche positiven Auswirkungen dies hat, hat die in Wien lebende Autorin uns im Interview verraten.

Welche Beobachtungen haben Sie dazu veranlasst, sich mit dem Thema „Freundschaft mit mir selbst“ auseinanderzusetzen?

In meiner beratend-seelsorgerlichen Tätig­ keit fällt mir zunehmend auf, wie oft wir Menschen uns selbst im Weg stehen. Wir erwarten von uns selbst zu viel und glauben, dünner, erfolgreicher oder sonstwie anders sein zu müssen. Jeder Aspekt des Lebens scheint genügend Zündstoff zu bieten, um mit sich im Clinch zu liegen. Und auch ich selbst finde es manchmal ziemlich anstren­ gend, ich zu sein … Daher habe ich mich gefragt: Wie können wir besser klarkommen und Freundschaft schlie­ ßen mit uns selbst? Ich bin davon überzeugt, dass dies zum Wichtigsten im Leben gehört! Denn schließlich sind wir selbst der Mensch, mit dem wir vom ersten bis zum letzten Atemzug zusammenleben. Wie muss ich mir eine Freundschaft mit mir selbst vorstellen?

Ein guter Freund oder eine echte Freundin ist ein Mensch, der sich für einen interessiert und auf den man sich verlassen kann, egal was gerade passiert. Die Freundschaft mit Weitere Informationen zur Autorin unter www.melaniewolfers.de 16

adeo magazin • 2 | 2016


BUCHTIPP sich selbst funktioniert ganz ähnlich: Mit sich selbst befreundet zu sein bedeutet, dass wir uns selbst etwas wert sind und dass wir uns in dieser Haltung auf unser Leben mit all seinen Aspekten einlassen. Das meint zum Beispiel im Hören auf die Signale des Körpers, der nach Erholung lechzt, anstatt pausenlos funktionieren zu müssen, und auf die Spra­ che der Gefühle. Indem wir innerlich Frieden schließen mit dunklen Kapiteln der eigenen Vergangenheit – etwa mit Beziehungsverlet­ zungen oder eigener Schuld –, anstatt dass wir uns auf Dauer an ihnen wund reiben. Und indem wir uns auf unsere Stärken besinnen und ein Gespür für das entwickeln, worauf es uns ankommt.

Ein echter Freund: jemand, der mir zuhört, mich bestärkt, mir Fehler nachsieht und sich mit mir freut. So jemanden zu haben macht das Leben reich. Was halten Sie davon, endlich Freundschaft mit sich selbst zu schließen? Denn erst dann können Sie sich Schwächen eingestehen, ohne sich dabei schlecht zu fühlen, sich auf Ihre Stärken besinnen und wohlwollend mit sich umgehen. Die Kunst, mit sich selbst befreundet zu sein, ist eine innere Einstellung, die Sie spüren lässt, wer Sie sind. So können Sie Ihre Gegenwart kraftvoll gestalten.

Sie sehen: Die Freundschaft mit sich selbst betrifft alle Bereiche unseres Alltags und bewirkt, dass wir heimisch werden im eige­ nen Leben. Welche Rolle spielt dabei der Glaube, die Spiritualität?

Die gesellschaftlich konditionierten Ängste „Ich bin nicht gut, reich, schön … genug“ entspringen oft auch einer spirituellen Krise. Wenn ich ahne, dass ein göttliches Du mich und alle Menschen von Grund auf bejaht, dann befreit das von dem irrsinnigen Druck, sich selbst optimieren zu müssen. Dann reift ein tragfähiges Ja zu mir selbst heran.

Melanie Wolfers

Freunde fürs Leben Von der Kunst, mit sich selbst befreundet zu sein

Nr. 835113, € 16,99

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ein glaubender Mensch erfährt nichts anderes als andere Menschen, aber er erfährt es anders. Situationen und Erfahrungen dürfen fremd und schmerzhaft bleiben – dank der Hoff­ nung, dass jenseits aller Dinge ein Herz ist, das alle Widersprüche vereinen kann.

Gebunden mit Schutzumschlag · 224 Seiten ISBN 978-3-86334-113-8

A Auch als eBook erhältlich

Sehen Sie sich den Trailer zum Buch an unter www.adeo-verlag.de/835113 adeo magazin • 2 | 2016


„Eine Geschichte, die mich nicht mehr loslässt“ „BEN HUR“ – EIN GANZ BESONDERES BUCH

Das Buch hat seit Jahren einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal, und das nicht nur wegen der schönen Gestaltung, in der es daherkommt. Ich habe damit eine lange Geschichte. Es erinnert mich an einen Tag vor nunmehr vier Jahrzehnten. Damals war ich für eine Woche in den Ferien zu Besuch bei meinen Großeltern und stöberte im Vertiko, das an der Stirnseite des Wohn­ zimmers stand. Das mehrfarbig gedruckte und dann zusätzlich tief- und goldgeprägte Titelbild hatte mich gleich neugierig ge-­ macht, als ich das Buch dort entdeckte. Es war einfach wunderschön und geheimnis­ voll: Drei Männer in orientalischer Kleidung reiten auf ihren Kamelen durch die Nacht. Am Himmel funkeln Sterne, ein besonderer Lichtschein beleuchtet von schräg oben 18

die Szenerie. Auch der in Großbuchstaben abgesetzte Titel verleiht dem Ganzen etwas Besonderes: BEN HUR. Darüber der Name des Autors LEWIS WALLACE. Das zweite „L“ im Namen ist etwas kleiner gesetzt, das irritierte mich damals. Heute mag ich es als wunderbares, kleines Detail in der Gestal­ tung des Buches. Mein Großvater schenkte mir das Buch. Es war so spannend geschrieben, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte, auch wenn es mir schwerfiel, die altertümliche Schrift zu lesen. Inzwischen weiß ich, dass diese Ausgabe zwischen 1900 und 1910 von der Verlagsbuchhandlung A. Weichert in Berlin veröffentlicht wurde. Das Buch war zu dieser Zeit in aller Munde.

adeo magazin • 2 | 2016


BUCHTIPP Der 1880 in Amerika erschienene Roman wurde in viele Sprachen übersetzt und war im 19. Jahrhundert das nach der Bibel meist­ gedruckte Buch.

Der jüdische Fürst Judah Ben Hur wird angeklagt, ein Attentat auf den römischen Statthalter verübt zu haben. Zu Unrecht wird Ben Hur verurteilt und als Sklave auf eine Galeere geschickt. Wie durch ein Wunder überlebt er und kennt nur noch ein Ziel: Rache an seinem Widersacher Messala, der für die Verhaftung seiner Familie verantwortlich ist. Die Gelegenheit bietet sich bei einem gnadenlosen Wagenrennen ... Der Klassiker von Lew Wallace, neu und in moderner Sprache erzählt von seiner Ur-UrEnkelin Carol Wallace.

BEN-HUR © 2016 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. and Paramount Pictures. All Rights Reserved.

Einige Jahre später sah ich den Filmklassiker von 1959 im Programmkino. Wow. Was für Mengen an Menschen, große Bauten, eine dramatische Seeschlacht. Am Ende das welt­ berühmte Pferderennen. 11 (!) Oscars bekam das opulente Leinwandepos mit Charlton Heston in der Hauptrolle. Der jüdische Fürst Judah Ben Hur wird angeklagt, ein Attentat auf den römischen Statthalter verübt zu haben. Ein Justizirrtum. Trotzdem wird Ben Hur verurteilt und als Sklave auf eine Galeere geschickt. Nur durch sein Verlangen nach Vergeltung übersteht er die Leidenszeit und kehrt zurück, um sich an seinem Wider­ sacher zu rächen. Doch dann trifft er Jesus, der seine Pläne durchkreuzt. Im vergangenen Winter haben wir erfah­ ren, dass Carol Wallace das Werk ihres Ur-Ur-Großvaters Lew Wallace (1827-1905) komplett überarbeitet und modernisiert hat. Auch sie ist eine begnadete Schriftstellerin. Es ist ihr gelungen, die Geschichte behutsam sprachlich neu zu fassen, so dass sie den Nerv unserer Zeit trifft.

Carol Wallace

Dass wir die neue Ausgabe bei adeo veröf­ fentlichen konnten, passend zum Start der MGM-Neuverfilmung, ist mir eine beson­ dere Freude. Wenn Sie BEN HUR jetzt für sich (neu) entdecken, werden Sie schnell merken, warum dieses Buch seit 136 Jahren immer wieder aufs Neue für Begeisterung sorgt.

Ben Hur Ein Roman aus der Zeit Christi

Nr. 835122 · € 17,99 Gebunden mit Schutzumschlag · 480 Seiten ISBN 978-3-86334-122-0

A Auch als eBook erhältlich

Stefan Wiesner

adeo magazin • 2 | 2016

Den Trailer des Kinofilms finden Sie unter www.adeo-verlag.de/835122 19


Von Gipfeln und Tälern des Lebens MIT ANSELM GRÜN UNTERWEGS IN DEN BERGEN Seit Jahrzehnten verbringt Pater Anselm seine Urlaube meist im Kreise seiner Geschwister in den Bergen. In seinem neuen Buch spricht er über diese bislang weitgehend unbekannte Seite seines Lebens und eine Leidenschaft, die er mit vielen teilt: das Wandern. Eine Wanderung wird für ihn dabei zum Gleichnis für unseren Lebensweg …

J

eder neue Weg ist auch ein Wagnis. In jedem Urlaub gehe ich mit meinen Geschwistern solche neuen Wege. Es ist vielleicht manchmal einfacher, den vertrau­ ten Weg nochmals zu gehen. Aber eigentlich ist es interessanter, immer Neues auszupro­ bieren.

Natürlich lesen wir im Vorfeld erst einmal die Beschreibung der Tour, die wir uns aus­gesucht haben, und versuchen uns vor­ zustellen, wie dieser Weg wohl sein wird. Aber die Beschreibung nimmt uns nicht das Wagnis ab, auf das wir uns einlassen: Denn unterwegs sieht es dann oft anders aus, als wir es uns vorher ausgemalt haben.

Der Anstieg ist steiler als gedacht und auf der Karte erkennbar, Trittstufen sind ausge­ waschen, Geländer gebrochen, Wege durch einen Erdrutsch versperrt. Und manchmal spüren wir auch in uns selbst Hindernisse – vielleicht sollten wir doch lieber den altbe­ währten Weg gehen? Doch dann siegt oft die Lust am Wagnis. Es ist schön, sich auf einer Wanderung eine neue Landschaft, ein neues Tal zu erobern, einen unbekannten Gipfel zu erklimmen und neue Wege zu gehen. Sie erweitern den Horizont und ermöglichen uns immer wie­ der neue Erfahrungen und Erlebnisse. Das deutsche Wort „Wagnis“ kommt vom Verb

„Ich bin immer auf dem Weg zu Gott. Dieser Weg ist ein Aufstieg der Seele zu ihm. Doch auch das Hinabsteigen in die Tiefen meiner Seele und in das Tal des Alltags gehört zu meinem spirituellen Weg.“ Pater Anselm Grün


Fotos: Tobias Kreissl

„etwas wagen“. Das meint ursprünglich: Ich lege etwas auf die Waage, ohne zu wissen, wie sie ausschlägt. Ich riskiere etwas, dessen Ausgang ich nicht kenne. Risiko ist immer mit Gefahr verbunden. Das sagt schon das französische Wort risque (= Gefahr; risquer = in Gefahr bringen, aufs Spiel setzen). Wenn ich etwas wage, gehe ich das Risiko einer Gefahr ein. Es kann auch schiefgehen. Daher ist es gut, das Risiko vor­ her abzuschätzen. Ich soll wagemutig sein, aber nicht tollkühn. Das Wort „tollkühn“ zeigt schon, dass da einer seinen Wagemut mit innerer Tollheit, Verrücktheit verbindet. Und das tut uns nicht gut. Das Leben zu wagen fällt heute vielen Men­ schen schwer, gerade jüngeren. Sie wollen sich lieber absichern, anstatt einfach einen Weg auszuprobieren. Sie überlegen lange, ob sie eine Stelle in einem Unternehmen annehmen sollen, ob sie damit vielleicht am Ende überfordert sind oder viele ihrer liebgewonnenen Gewohnheiten lassen müs­ sen. Doch vor lauter Absicherung kommen sie nicht in die Gänge. Sie wagen das Leben nicht. Ich erlebe in der Begleitung immer wieder Menschen, die Hilfe suchen, um ihr Leben zu bewältigen. Zugleich haben sie Angst, etwas Neues zu wagen. Wenn ich sie frage, was ihnen helfen könnte, wissen sie keine Antwort. Wenn ich selbst etwas Neues vor­ schlage, schrecken sie zurück: Bei mir geht das nicht! Davor habe ich Angst. Das traue ich mir nicht zu. Doch ohne ein Wagnis werden wir nie weiterkommen auf unserem Lebensweg. Auszug aus dem Buch „Von Gipfeln und Tälern des Lebens“ von Anselm Grün, das in Kooperation mit dem Vier-Türme-Verlag erschienen ist adeo magazin • 2 | 2016

Anselm Grün

Von Gipfeln und Tälern des Lebens Nr. 835115, € 17,99 Gebunden mit Schutzumschlag · 184 Seiten Mit 8-seitigem, farbigem Bildteil ISBN 978-3-86334-115-2

A Auch als eBook erhältlich 21


Notker Wolf. Läuft. Notker Wolf spricht Klartext. Und er hat Humor. Weitgereist, welterfahren und vielfach interessiert blickt er gelassen auf vieles, was uns im Alltag den letzten Nerv rauben kann. Scheinbar kann ihn fast nichts aus der Ruhe bringen – aber wenn nötig macht er deutliche Ansagen … Einhundert kurze Texte aus seiner Feder sind in diesem Buch thematisch geordnet versammelt. Ein kurzweiliges Lese­ver­gnügen. Und das perfekte Geschenk für alle, die geistreiche und pointiert-witzige Texte lieben.

LIEBE LIEBE

Wer Menschen wirklich und von Grund auf verstehen will, muss weiterge hen und es dahin b ringen, sie ganz grund sätzlich und ohne Vorb ehalt zu mögen.

Nur der lieben de Blic sieht den ande ren in seiner Mögli chkeits so wie er sein könnte

LÄUFT12· 885 | 10 0 LÄUFT12· 986 | 10 0

22

adeo magazin • 2 | 2016


ENHEIT GELASS

neue, n e t r a gw Jeden Ta rschreckende le zum Tei n auf uns. hte Nachric Sorge: e n i e k chon so Aber s s e t a sh , Das alle nlich gegeben äh ie oder so lt höchstens d se es wech r Inhalt aber de Gestalt, ch – also kein lei bleibt g Aufregung. ur Grund z

77· 2 | 100 LÄUFT 6

ck

sform – e.

Notker Wolf

Läuft. Nr. 835116 · € 10,– Gebunden in flexiblem, handschmeichlerischem Einbandmaterial 11 x 15,5 cm · 160 Seiten ISBN 978-3-86334-116-9

A Auch als eBook erhältlich adeo magazin • 2 | 2016

23


EVA JUNG

Schau nicht weg! Sieh doch, alles wird neu Wenn Eva Jung in ihrem neuen Jahres­ losungsmotiv Sonnenblumen in Springer­ stiefel steckt, bringt sie es auf den Punkt: Gewalt endet, wo Liebe beginnt.

Wo Gott wirkt, da kann alles anders werden. Einen neuen Geist. Ein neues Herz. Eines, das nicht aus Stein ist. Ja, das brauchen wir. Gerade heute.

Jahreslosung 2017 ∙ Motiv von Eva Jung Poster 40 x 60 cm Nr. 5570128, € 8,—*

Faltkarte Nr. 5570428, € 12,—* 10er-Serie, 12 x 17 cm

Poster A3

Mit weißem Umschlag

Nr. 5570228, € 5,—* Faltkarte Poster A4 Nr. 5570328, € 2,50*

Nr. 5570928, € 6,50* Einzelkarte in Folienhülle 5er-Einheit, banderoliert, 12 x 17 cm

Postkarte Nr. 5570528, € 5,—*

* unverbindliche Preisempfehlung

10er-Serie, 10,5 x 14,8 cm

24

adeo magazin • 2 | 2016


Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ezechiel 36,26

Jahreslosung 2017 · Creative Direction: Eva Jung · © 2016 by adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH · www.adeo-verlag.de · Nr. 5570228


16_0118_ADEO | Trauerkarten | 120 x 170 mm (geschlossenes Endformat)

Unfassbar, was das Leben uns antut! Unfassbar, Unfassbar, was das Leben Leben uns schenkt! schenkt! Mitten Mitte n in diesem Widerspruch W iderspruch wohne ich.

ICH K AM AN DEINE KÜSTE AL S EIN FREMDLING, ICH WOHNTE IN DEINEM HAUSE

Unfassbar · Creative Direction: Eva Jung Grafik Design: Florian Beddig · © 2016 by adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH www.adeo-verlag.de · Nr. 5572834

AL S EIN FREUND,

Lars Zimmer | +49 40 244240863 | lz@gobasil.com

160418-adeo-Trauerkarten-RZ.indd 10

Mit

Lars Zimmer | +49 40 244240863 | lz@gobasil.com

die

160418-adeo-Trauerkarten-RZ.indd 3

m

Tode

eine

ve

Antje Sabine Naegeli

18.04.16 11:47

de

18.04.16 11:47

mit

ihm

Lars Zimmer | +49 40 244240863 | lz@gobasil.com

16_0118_ADEO | Trauerkarten | 120 x 170 mm (geschlossenes Endformat)

ve

sM

rlie

rb

rt

en

sche

man

rach

te

viel

Ze

Die Wirklichkeit lässt dich im Stich, bedeutet nichts mehr, ohne dieses zweite Paar Augen, mit dem du so lange gelebt hast.

n

es

- ab

er

niem

al s

Ein einziger Mensch fehlt, und alle Welt ist leer. it .

160418-adeo-Trauerkarten-RZ.indd 1

18.04.16 11:47

Lars Zimmer | +49 40 244240863 | lz@gobasil.com

18.04.16 11:47

Motivauswahl Ein einziger Mensch fehlt · Creative Direction: Eva Jung © 2016 by adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH www.adeo-verlag.de · Nr. 5572829

Alphonse de Lamartine

NEU

160418-adeo-Trauerkarten-RZ.indd 2

18.04.16 11:47

Lars Zimmer | +49 40 244240863 | lz@gobasil.com

Eva Jung

Weint mit den Weinenden. Sprachfähig in Sprachlosigkeit Nr. 5572948, € 15,—* Trauer-Faltkarten (zehn Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit weißen Umschlägen in einer hochwertigen Kartonmappe Alle Motive des Sets finden Sie unter www.adeo-verlag.de

Trauerkarten von Eva Jung Es gibt Zeiten, die machen uns sprachlos. Und doch möchten wir signalisieren: Ich denke an dich. Ich stehe dir zur Seite, wenn du mich brauchst. Eva Jung hat ein Kartenset mit zehn verschiedenen Motiven gestaltet. Mit einfühlsamen Texten, die dabei helfen, seine persönliche Anteilnahme auszudrücken, wenn ein Mensch fehlt.

Folgende Trauerkarten aus dem Set sind auch einzeln erhältlich (fünf Karten — jeweils gleiches Motiv— im Set)

Jedes Wort zu viel Nr. 5572836, € 12,–

26

Mir fehlten die Worte Nr. 5572830, € 12,–

Ich bin da Nr. 5572835, € 12,–

Ein einziger Mensch fehlt Nr. 5572829, € 12,–

adeo magazin • 2 | 2016

* unverbindliche Preisempfehlung

160418-adeo-Trauerkarten-RZ.indd 7

ICH VERL ASSE DEINE SCHWELLE

R A B I N D R A N AT H TA G O R E

Gast auf Erden · Creative Direction: Eva Jung Grafik Design: Oliver Schwartz · © 2016 by adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH www.adeo-verlag.de · Nr. 5572831

AL S EIN GAST,

MEINE ERDE.

16_0118_ADEO | Trauerkarten | 120 x 170 mm (geschlossenes Endformat)

Unwirklich · Creative Direction: Eva Jung © 2016 by adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH www.adeo-verlag.de · Nr. 5572833

16_0118_ADEO | Trauerkarten | 120 x 170 mm (geschlossenes Endformat)

Verbrachte Zeit · Creative Direction: Eva Jung Grafik Design: Johanna Springer · © 2016 by adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH www.adeo-verlag.de · Nr. 5572828

16_0118_ADEO | Trauerkarten | 120 x 170 mm (geschlossenes Endformat)


Jesus, der Bademeister.

Jesus, der Spätstücker. Er empfing seine einem deftigen Bru Freunde mit nch. Er wusste immer, wonach ihnen gerade Sinn stand. Johann der es 21,12

Jesus, der Feinschmecker.

mregeln. t die Schwim Er bestimm tem Beispiel voran. gu it Und geht m ellt er sich nicht über, 3,13 Damit st uns. Matthäus sondern zu

In Bezug au wählerisch. Er ac f Essen war er htete sehr auf die richtigen Zutaten , kannte sä Nährwerte und plä mtliche dierte für bewusste Ernäh rung. Matthäus 4,4

© 2016 by adeo · www.mens chjesus.de

nschjes adeo · www.me © 2016 by

© 2016 by adeo · www.mens chjesus.de

us.de

Motivauswahl

NEU Mensch Jesus. Kartenset #3 32 verblüffende Motivkarten Format 12 x 8 cm

Nr. 5574013, € 6,99*

Verblüffende Motive und Aha-Erlebnisse Neue Geschenkideen der Designerin Eva Jung NEU Wertvollwort. Die Bibel 31 x Perspektivwechsel · Format 12 x 8 cm

Nr. 5574014, € 6,99*

Freikarte.

Lukas 10,20

Sorglos. Matthäus 11,30

adeo magazin • 2 | 2016

27

ollwo rt.de www. wertv

ahl

0 us 11,3

u, und Mattht ä ch gena cht. pass eu lei in Joch ch auflege, ist Denn me die ich eu st, La die

Motivausw

adeo Verlag © 2016

© 2016 adeo Verla g

www. wertv

ollwo rt.de

Lukas Freut eu 10,20 ch, da Himmel ss eure Nam en im aufgesch rieben sin d.


Gute oder schlechte Aussichten werden nicht vom Schicksal, sondern vom Standpunkt definiert. E.B.Jung

vOr WEr DE rUH IG UND DEM HEr rN EN AUf WArTE GELASS m 37, 7 SEIN TUN. PSAL

Motivauswahl aus dem

Postkartenbuch „Tiefsin

itt an Denke bei jedem Schr richtigen Gott; er zeigt dir den Handeln Weg und krönt dein mit Erfolg. Sprüche 3,6

nkarten“

Postkarten mit „Tiefsinn“ Die Tiefsinn­-Postkarten von Eva Jung sind ein besonderes Geschenk für alle, die das Außer­gewöhnliche lieben: zeitgemäße Text­-Bild­-Kombinationen, pointierte Ansagen – und das alles in einer Gestaltung vom Feinsten.

Tiefsinnkarten

Tiefsinnkarten #2

20 ungewöhnliche Motive

20 ungewöhnliche Motive

Format 14,8 x 10,5 cm

Format 14,8 x 10,5 cm

Nr. 5572925, € 9,99*

Nr. 5572932, € 9,99*

Liebesbrief von Gott

* unverbindliche Preisempfehlung

Der Fingerabdruck auf diesem Schreibbuch ist eine Liebeserklärung Gottes an uns – zusammengesetzt aus lauter Bibelversen. NEUAUSGABE Fingerabdruck. Schreibbuch blau Mit Bibelversen und Gummizug Format 12 x 17 · 192 Seiten

Nr. 814200, € 7,99*

28

adeo magazin • 2 | 2016


Die „Ein-Meter-Überraschung“

Int

er v

ie

it wm

Go

tt..

.

Interview mit Gott – Leporello Karte zum Aufklappen, 28 Seiten Format 7 x 12 cm Aufgefaltet 98 x 7 cm

Nr. 5574208, € 3,99

„Was wundert dich am meisten an den Menschen?“ Diese und andere Fragen stellt Eva Jung in ihrem fiktiven Interview mit Gott. Einige der wichtigsten Aussagen aus dem Evangelium in frisch-frecher Aufmachung – zum Aufstellen auf Kommode, Tisch und Fensterbank.

Am Ende der Anfang?

Wer hätte das gedacht ...

Psalm 23

Unterwegs mit Gott...

Direkter Draht.

Am Ende der Anfang?

Direkter Draht. Das Vater Unser in heute.

Direkter Draht.

Psalm 23. Unterwegs mit Gott.

Leporello

Leporello

Leporello

Nr. 5574206, € 3,99*

Nr. 5574204, € 3,99*

Nr. 5574205, € 3,99*

Zwei Säuglinge unterhalten sich im Bauch der Mutter. Gibt es ein Leben außerhalb der engen Hülle? Eine tief­ gehende Metapher für ein Leben nach dem Tod.

Gut 2.000 Jahre alt, aber immer noch topaktuell: das Vater Unser. Eva Jung hat den Text mit Alltags­ fotos illustriert und neu in Szene gesetzt.

Gott ist mit uns unterwegs, wohin wir auch gehen, wie tief wir auch fallen. Davon erzählt Psalm 23, dem die preisgekrönte Designerin Eva Jung eine moderne Gestaltung gegeben hat.

adeo magazin • 2 | 2016

29


Der Hoffnung auf der Spur DIE BEGEGNUNG MIT EINEM GANZ BESONDEREN GEIGENBAUER Amnon Weinstein bringt in Tel Aviv Geigen verfolgter Juden wieder zum Klingen. Christa Roth und Titus Müller haben sich auf den Weg gemacht, um das Schicksal hinter einer der Geigen zu erfahren. Entstanden ist daraus eine ermutigende Spurensuche: zwischen den Schrecken des Dritten Reiches und Amnon Weinsteins täglicher Arbeit gegen das Vergessen.

„Hinabgestiegen in das Reich des Todes …“ Der Gedanke an diese Zeile aus dem apo­ stolischen Glaubensbekenntnis muss mir beim zweiten Besuch in Amnon Weinsteins Kellerwerkstatt gekommen sein. Ich hatte eine Gänsehaut. Das Wissen um die vielen verstorbenen Besitzer der Instrumente flößte mir besonderen Respekt ein. In Amnons Reich einzutauchen ist, als würde man einen geweihten Ort aufsuchen, der zugleich fast vor Emsigkeit zerberstet.

Kaum ein Ruhezustand hält lange an. Es gibt zu viel zu tun. Und wer dem Treiben einige Zeit zuschaut, lernt schnell: Jeder Handgriff sitzt. Gesprochen wird nur das Nötigste. Das erste Mal dort war ich 2013. Damals noch im Auftrag der Deutschen PresseAgentur. Seitdem verbindet mich etwas mit Amnon. Er heißt jeden, wann immer es geht, willkommen. Nimmt sich Zeit, zeigt sich interessiert. Wenn ich länger nicht in Israel war, sehne ich mich danach, sein unverkenn­ bares „Keine Probleme nicht, meine Liebe“ zu hören. Bei Amnon sind die Dinge nicht selten anspruchsvoll, aber immer machbar. Irgendwie. In dem Jahr, als sein Vater starb, feierte meine Familie die Geburt eines kleinen Mädchens. Sehe ich darin mehr als bloßen Zufall? Keineswegs. Zumindest aber wurde mir bei dieser Recherche erneut deutlich, wie eng Freude und Leid beieinanderliegen, sich geradezu bedingen. An einem Buch zu arbeiten, das die persön­ lichsten Seiten eines Menschen offenbart, ist nicht einfach. Das gilt insbesondere dann, wenn andere die eigene Privatsphäre beisei­ teschieben, um an den Kern einer Geschichte heranzukommen. Das Buch über Amnon und eine seiner Geigen ist exakt so ein Werk.

30

adeo magazin • 2 | 2016


BUCHTIPP

Ein Knirschen, Stahl auf Stahl. Waggons werden verriegelt. Die Brüder Marek und Stani ahnen: Der Transport geht ins Verderben. Doch Marek gibt die Hoffnung auf ein Überleben nicht auf und klammert sich an seinen Geigenkasten … Über ein halbes Jahrhundert später beugt sich Amnon Weinstein über eine zerkratzte und verfärbte Geige, die er mühsam restauriert.

„Wenn wir diese Instrumente wieder zum Leben erwecken, sie vor Publikum spielen und das vor Rührung weint, dann ist das der größte Beweis, dass die Nazis gescheitert sind.“

Eine auf wahren Begebenheiten basierende Erzählung über die Kraft der Musik. Und die Geschichte eines außergewöhnlichen Geigen­ bauers, der alles daran setzt, dass die Opfer des Holocaust nicht vergessen werden.

Amnon Weinstein

Mit ihm unter die Oberfläche seiner Familien­geschichte zu geraten, stellt einen Balance­akt in diplomatischem Geschick dar. Was Teil der Erzählung „Geigen der Hoffnung“ geworden ist, hat mitunter einen weiten Weg hinter sich … Doch nicht zuletzt ermöglicht das schöpferische Wirken dieses einzigartigen Geigenbauers, dass neben seiner Biografie auch die eines anderen Menschen Platz zwischen zwei Buchdeckeln findet. Und so der Geschichte über die Liebe zum Leben und zur Musik ein weiteres Kapi­ tel hinzugefügt werden kann, ja: muss.

Titus Müller / Christa Roth

Geigen der Hoffnung Damit ihr Lied nie verklingt

Nr. 835117 · € 17,99 Gebunden mit Schutzumschlag · 208 Seiten

Christa Roth

Mit 8-seitigem, farbigem Bildteil ISBN 978-3-86334-117-6

A Auch als eBook erhältlich adeo magazin • 2 | 2016

31


Foto: Ralf Baumgarten

Edition Andreas Felger

Wind von Gott Die Situation muss damals, 600 Jahre vor Christus, trostlos gewesen sein. Jerusalem erobert und zerstört, die Bewohner vertrie­ ben und verschleppt. Weit weg von zu Hause hadern sie mit ihrem Schicksal. Da spricht Gott zu ihnen: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist schenken.“

Das neue Jahreslosungsmotiv von Andreas Felger erzählt auf seine Weise von diesem Geist des Neuanfangs und der Liebe Gottes zu den Menschen: tröstend und ermutigend. Herz und Geist. Liebe und Dynamik. Aufbruch und Hoffnungsschimmer.

Jahreslosung 2017 ∙ Motiv von Andreas Felger Kunstdruck 62 x 93 cm

Lesezeichen

Faltkarte mit Bildbetrachtung

Nr. 5570027, € 15,—*

Nr. 5570627, € 3,—*

von Heinrich Bedford-Strohm

10er-Serie, 5,2 x 15,5 cm

Kunstdruck 40 x 60 cm Nr. 5570127, € 8,—*

Nr. 5570427, € 12,—* 10er-Serie, 10,5 x 21 cm

CD-ROM mit Bildbetrachtung

Mit weißem Umschlag

Kunstdruck A3

Mit dem Bildmotiv

Faltkarte mit Bildbetrachtung

Nr. 5570227, € 5,—*

und einer Text- und Bildbetrachtung

von Heinrich Bedford-Strohm

von Heinrich Bedford-Strohm

Nr. 5570927, € 6,50*

Kunstdruck A4

Einzelkarte in Folienhülle,

Nr. 5570327, € 2,50*

5er-Einheit, banderoliert, 10,5 x 21 cm Mit weißem Umschlag

Postkarte Nr. 5570527, € 5,—* 10er-Serie, 10,5 x 14,8 cm

32

adeo magazin • 2 | 2016

* unverbindliche Preisempfehlung

Nr. 5570826, € 13,—*


Andreas Felger · Jahreslosung 2017 · Aquarell · Nr. 5570327 © Andreas Felger Kulturstiftung · www.af-kulturstiftung.de adeo Verlag · Gerth Medien GmbH, Asslar · Verlagsgruppe Random House GmbH, München · www.adeo-verlag.de

adeo magazin • 2 | 2016

33


Andreas Felger. Kunst.Stationen EIN REISEFÜHRER AUF DEN SPUREN DER KUNST Seit 40 Jahren entwirft Andreas Felger Werke für den öffentlichen Raum: Skulpturen, Gemälde und angewandte Kunst für Kirchen, Kliniken, Bankgebäude, Parks und Plätze. Erstmalig wurde eine Auswahl dieser Werke zwischen Stuttgart und der Heimat des Künstlers in Mössingen dokumentiert und zu den KUNST.STATIONEN zusammengefasst. Sie sind eingeladen, sich auf den Weg zu machen: Entdecken Sie 100 Werke an 20 Orten in Baden-Württemberg.

Im idyllischen Bad Sebastiansweiler in der Nähe von Mössingen am Fuße der Schwäbischen Alb arbeitet Andreas Felger in einer ehemaligen Kapelle, seinem Atelier K. Wer den Künstler dort aufsucht, wandert durch einen Skulpturenpark. Die ehrfurcht­ gebietenden Stelen der Zehn Gebote, die schwungvollen Metallflächen der Fliehen­ den, die wie Engelsflügel ver­bun­denen Bogenformen des Paars em­pfangen die Besucher. Wer die Fülle und Vielgestaltig­ keit der Felgerschen Aquarelle, Druck­grafik und Ölmalerei kennt, findet sie in den Skulpturen in Bad Sebastiansweiler wieder. Experimentierlust jenseits der Festlegung auf Themen, Formate, Materialien, Techni­ ken: Andreas Felger gelingt die Verbindung aus handwerklicher Solidität, die aus jahr­ zehntelanger künstlerischer Praxis erwächst, und der Offenheit des Entwerfens, die das Neue im Vertrauten sucht. Kunst im öffentlichen Raum heißt oft auch Auftragskunst. Der früheste Auftrag führte zum formatgrößten Werk in Felgers Œuvre überhaupt. 1974 erhielt er den Auftrag, ein Wandbild für die Mössinger Schwimmhalle zu entwerfen. Der damals knapp 40-jährige Textildesigner und freischaffende Künstler konzipierte seine Alblandschaft mit 280 34

bemalten und gebrannten Keramikfliesen, die sich über eine Höhe von fünfeinhalb und eine Breite von zehn Metern hinter dem Sprungturm erstrecken. Die Bemalung der vielen einzelnen Platten kam einem über­ dimensionalen Puzzle gleich. Der heutige Betrachter hingegen blickt mit Abstand auf das Werk, das die Durchdringung von Raum­ ebenen, von Licht und Land, der Land­schaft draußen und des Bildes drinnen zeigt.

Die Offenheit des Entwerfens sucht das Neue im Vertrauten.

Nicht weit vom Hallenbad steht die jüngste Skulptur Felgers in Mössingen, ein Ge­schenk an die Stadt in Erinnerung an die langen Jahre seiner Mitarbeit bei der Textil­firma Pausa AG. Hier arbeitete er ab 1950 erst als Lehrling, dann als Musterzeichner, hier war er von 1960 bis 1980 als freischaffender Textildesigner tätig. 30 Jahre später kehrte er als anerkannter bildender Künstler in seine Heimatstadt zurück.

adeo magazin • 2 | 2016


Foto: Benedikt Schweizer

Wandbild: Alblandschaft – Durchdringung, 1974, Hallenbad in MÜssingen


Fotos: Benedikt Schweizer

Das „P“ der Pausa verdoppelt Felger und stellt die Balken mit Kreisform Rücken an Rücken. So halten sie die Erinnerung an die Firmentradition vor Ort wach und verwei­ sen mit der nach oben offenen Kreisform auf die Zukunft des Pausa-Quartiers, das derzeit zu einem Kulturareal umgebaut wird. Viele der Werke Andreas Felgers im öffent­ lichen Raum sind in Kirchen zu finden. In ihnen zeigt sich der Künstler als gläubiger Mensch und die Werke bezeugen seine intensive Bibel-Lektüre. In Nufringen, nordwestlich von Tübingen, ist das Holz­relief Landschaft des Lebens in der Pelagius­ kirche zu entdecken. Es ist ein hervorragen­ des Beispiel für Felgers Einbeziehung der Raumsituation in seine Werke. Das Relief hängt direkt über dem Taufbecken an der Wand, so dass die schöne und erfüllende Vorstellung entsteht, das Wasser aus dem Bilde könne direkt nach unten ins Becken fließen. Während der Taufe wird das Wasser

Skulptur: Ohne Titel, 2015, Pausa Quartier in Mössingen

real und im übertragenen Sinn eingesetzt. So zeigt es auch Felger: als Leben spenden­ des Element für Pflanze, Tier und Mensch im biologischen, vor allem aber auch im geistigen, christlichen Sinn. Unsere inneren Landkarten leben von den Orten, mit denen wir etwas verbinden. Die ANDREAS FELGER. KUNST.STATIONEN werden Ihnen Kunstwerke, Orte und Land­ schaften näherbringen. Marvin Altner

MEHR ZU ANDREAS FELGER Weitere Informationen zum Künstler, den KUNST.STATIONEN sowie zu Ausstellungen und Publikationen erhalten Sie auf der Website www.af-kulturstiftung.de Die Broschüre ANDREAS FELGER. KUNST. STATIONEN kann zum Preis von  4,- unter info@af-kulturstiftung.de bestellt werden.

Holzrelief bemalt: Landschaft des Lebens, 1995, Pelagiuskirche in Nufringen

36

Der nächste Tag des Offenen Ateliers findet am 26. November 2016 von 11–18 Uhr im Atelier K, Hechinger Str. 26, Bad Sebastiansweiler statt. adeo magazin • 2 | 2016


Edition Andreas Felger

Das Vater Unser zum Meditieren und Betrachten Dieses hochwertige Leporello enthält 14 Aquarelle des Künstlers Andreas Felger zum „Vater Unser“. Ausgeklappt ist es fast einen Meter breit. Es inspiriert zur meditativen Betrachtung und eignet sich zugleich zum dekorativen Aufstellen. Der Bilderzyklus wird durch einen Text erläutert – ein schönes Geschenk für viele Gelegenheiten.

Andreas Felger * unverbindliche Preisempfehlung

Vater Unser Nr. 5574209, € 3,99* Leporello · Kunstdruckkarton 28 Seiten ∙ 7 x 12 cm Ausgeklappt 98 x 7 cm

adeo magazin • 2 | 2016

37


Motive des Kartensets, jeweils zweimal enthalten

NEU Andreas Felger Goldene Engel

Nr. 5572951, € 18,—* Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit Goldprägung / -druck und weißen Umschlägen in einem hochwertigen Stülpdeckelkarton

Weihnachten (ohne Texteinleger) Nr. 5572937 , € 16,—*

Licht (ohne Texteinleger) Nr. 5572914, € 16,—*

Blütezeit (ohne Texteinleger) Nr. 5572926, € 16,—*

Diese und weitere Kunst-Faltkarten mit Motiven von Andreas Felger erhalten Sie im Buchhandel oder unter www.adeo-verlag.de.

38

adeo magazin • 2 | 2016


� � ��� � � ������

Andreas Felger Licht in der Finsternis Aquarell © Präsenz Kunst & Buch · 65597 Hünfelden www.praesenz-verlag.de 6309

6309_FK.indd 1

12.05.2006 11:34:30

Motive des Kartensets, jeweils zweimal enthalten

NEU Andreas Felger Heilige Nacht

Nr. 5572950, € 18,—* Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format B6 (12 x 17 cm) Mit Einlegetexten und weißen Umschlägen in einem hochwertigen Stülpdeckelkarton

Einlegetexte, je zweifach enthalten 1 Gesegnete Weihnachten 2 Frohes Fest 3 Fröhliche Weihnachten 4 Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. Lukas 2,11 5 Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir. Jesaja 60,1

Engel (ohne Texteinleger) Nr. 5572929, € 16,—*

Farbboten (ohne Texteinleger) Nr. 5572920, € 16,—*

* unverbindliche Preisempfehlung

Blumen (ohne Texteinleger) Nr. 5572917, € 16,—*

adeo magazin • 2 | 2016

39


Der Klang des Lebens „Die Geschichte eines Suchenden, der über den Weg des Klang­ holzes und der Musik, die auf seinen Instrumenten entsteht, schreibend und dichtend in die Geheimnisse des Lebens einsteigt.“ Bayerischer Rundfunk „Ein schönes Buch mit einem Einband, der täuschend echt wie Holz aussieht, mit sehenswerten Fotos von Donata Wenders aus der Werkstatt Schleskes, die viel mehr ist als eine Produktions­ stätte von Geigen.“ pro Medienmagazin

Martin Schleske

Herztöne Nr. 835076, € 22,99 368 Seiten · Mit 16 Seiten Bildteil ISBN 978-3-86334-076-6

A Auch als eBook erhältlich

„Vielen Dank für das schöne, traurige Buch.“ Navid Kermani, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Neuausgabe In der algerischen Wüste werden christliche Mönche von Rebellen

Freddy Derwahl

bedroht. Doch sie beschließen, im

Der letzte Mönch von Tibhirine

Kloster zu bleiben, um weiter für

Nr. 835120, € 14,99

die Bevölkerung da zu sein. Das

Hochwertige Klappenbroschur

Ganze nimmt ein schreckliches

192 Seiten

Ende ... In diesem Buch erzählt der

Mit Fotos von Bruno Zanzottera

letzte Überlebende, was damals

ISBN 978-3-86334-120-6

wirklich geschah.

A Auch als eBook erhältlich 40

adeo magazin • 2 | 2016


Foto: Nancy Ebert

Sie haben Ja gesagt Unser Autor Samuel Koch und Sarah Elena Timpe haben sich am 26. August 2016 das standesamtliche Ja-Wort gegeben. Am Samstag, den 27. August 2016 folgte dann die kirchliche Trauung – mit anschließender Feier im Zirkuszelt. Unsere Lektorin Karoline Kuhn war unter den Gästen:

„Ich habe von Sarah und Samuel zwar nichts anderes als eine besondere, wundervolle und leicht chaotische Hochzeit erwartet und wusste auch schon, dass in einem Zirkuszelt gefeiert wird – dass es dann aber drumherum noch einen ganzen Jahrmarkt mit Karussell, Popcorn und Zuckerwatte gab und ich beim Hochzeitstanz, den Samuel – an einer Drahtseilkonstruktion aufgehängt – aufrecht absolvierte, ein Tränchen verdrückt habe, das war dann doch nochmal stärker als gedacht. Mal ganz vom Kaiserwetter, den tollen Beiträgen der Gäste und den vielen kleinen liebevollen Details abgesehen. Wenn das mal kein angemessener Start in eine Ehe war!“

Wir, das Team des adeo Verlags, wünschen dir, lieber Samuel, und dir, liebe Sarah, alles erdenklich Gute und reichlich Segen für euren gemeinsamen Lebensweg!

Das aktuelle Buch von Samuel Koch

Nr. 835071, € 17,99 248 Seiten ISBN 978-3-86334-071-1

Hörbuch, vom Autor gelesen

Nr. 835123, € 19,99 4 CDs · 245 Minuten

Auch als eBook erhältlich

adeo magazin • 2 | 2016

ISBN 978-3-86334-123-7

41


BUCHEMPFEHLUNGEN

Leseproben unter www.adeo-verlag.de

„Über Berufungen, das Meistern von Herausforderungen und bereichernde Erfahrungen schreibt Uschi Glas sehr bewegend in ihrem neuen Mutmach-Buch.“ HUGENDUBEL BÜCHERMENSCHEN

Uschi Glas

Herzenssache Nr. 835083, € 19,99 248 Seiten · ISBN 978-86334-083-4

„Eine gewinnbringende Lektüre für Leser jenseits der 60, die bereit sind, die nächste Lebensphase positiv anzunehmen.“   ekz Bibliotheksservice

„Eine Anleitung zum Glück­ lichsein in zwölf Kapiteln.“ Hamburger Abendblatt

„Die Geschichte seiner beiden Herzinfarkte hat Oliver Gaw sehr persönlich und Mut machend nieder­ geschrieben. Für Betroffene, aber auch für jeden Leser, der es erst gar nicht so weit kommen lassen will.“   Augsburger Allgemeine

Notker Wolf mit Leo G. Linder

Altwerden beginnt im Kopf – Jungbleiben auch Nr. 835037, € 16,99

Margot Käßmann

Oliver Gaw

Sehnsucht nach Leben Nr. 835048, € 12,99

Neustart Nr. 835085, € 17,99

256 Seiten · ISBN 978-3-86334-037-7

224 Seiten ∙ ISBN 978-3-86334-048-3

224 Seiten · ISBN 978-386334-085-8

42

adeo magazin • 2 | 2016


Alle Bücher auch als eBook erhältlich

AKTUELL

„Ein wundervolles Buch, un­bedingt auch als Geschenk für einen Mann geeignet!“ LESERSTIMME

Bestseller Udo Schroeter

Bin am Meer. Nr. 814271, € 17,99

adeo mini-magazin Der besondere Newsletter Wir möchten mit Ihnen teilen, was uns im Verlag bewegt, an welchen Themen wir „dran“ sind. Deshalb gibt es neben dem großen adeo magazin, das zweimal im Jahr er­scheint, ein digitales mini-magazin, das etwa viermal im Jahr verschickt wird. Sie können sich ganz einfach auf den E-Mail-Verteiler setzen lassen: www.adeo-verlag.de/mini-magazin

240 Seiten · ISBN 978-3-942208-71-0

Oder schreiben Sie eine E-Mail an: mini-magazin@adeo-verlag.de

„Die Autorin lebt selbst als Ein­ siedlerin und gibt authentische Einblicke in das eremitische Leben. Gleichzeitig zeigt sie, wie schmerzhaft eine Reise zu innerem Frieden sein kann – und wie heilsam sie ist.“ Burnin‘ Heart Reports

„Ein faszinierendes Buch, das einen mitnimmt auf eine Reise, auf der man sich im Heute und gleichzeitig inmitten biblischer Geschichten wiederfindet. Modern, keck geschrieben, unterhaltsam.“   Leserstimme

„Ein berührendes Stück Weih­ nachtsgeschichte mit einem Hauch Melancholie, aber auch voller Hoffnung, dass die Rea­ lität mit all ihren Brüchen vom Christfest verändert wird.“   3E Magazin

Empfehlung zu Weihnachten Maria Anna Leenen

Susanne Niemeyer / Matthias Lemme

Titus Müller

Ganz weit draußen Nr. 835087, € 17,99

Große Freiheit Nr. 835084, € 17,99

Stille Nacht Nr. 835074, € 9,99

ISBN 978-3-86334-087-2

224 Seiten · ISBN 978-3-86334-084-1

160 Seiten · ISBN 978-3-86334-074-2

adeo magazin • 2 | 2016

43


Die Wiege des Christentums wird zerstört WARUM DIE MENSCHEN AUS DEM NAHEN OSTEN ZU UNS FLIEHEN Eine Schreckensnachricht jagt die nächste. Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ wütet im Nahen Osten. Die Bilder haben wir alle längst im Kopf. Was uns oft nicht bewusst ist: Dort steht die Wiege des christlichen Abendlandes, unserer Kultur. Und sie wird durch den IS zerstört. Andreas Knapp hat die letzten aramäischen Christen in den Flüchtlingslagern im Irak besucht und schildert seine Eindrücke.

Im November 2015 sind Sie, Herr Knapp, selbst in den Irak gereist und haben vor Ort recherchiert. War das nicht gefährlich? Und welche Begebenheit hat Sie am meisten erschüttert?

Sie schildern, dass gezielt Kirchen und Klöster im Irak und in Syrien zerstört werden. Warum sollte uns das in Deutschland viel stärker beschäftigen?

Der IS versucht, das Christentum dort, wo seine Wiege stand, mit Stumpf und Stiel auszurotten: Die orientalischen Christen werden ermordet oder vertrieben und die uralten Kirchen und Klöster dem Erdboden gleich gemacht. Damit geht eine reiche christliche Kultur unter, aus der auch das Christentum in Europa hervorgegangen ist. Foto: Allen Kakony

Die Autonome Region Kurdistan im Norden des Irak galt lange als relativ sicher. Im Sommer 2014 konnte der IS die kurdischen Truppen zurückdrängen und sich dieser Region bedrohlich nähern. Während meines Aufenthaltes kam es zu Gefechten zwischen dem IS und den kurdischen Einheiten. Eine ständige Bedrohung stellen die Bomben­ attentate dar, die vor allem unschuldige Zivilisten treffen. Sehr bewegt hat mich das Schicksal der Kinder, die nach der Vertrei­ bung der Christen aus der Ninive-Ebene in Flüchtlingslagern leben müssen. Sie können einfach nicht verstehen, warum sie ihre

Heimat verlassen mussten, und fragen ihre Eltern: „Wann gehen wir wieder heim?“ Am meisten erschüttert hat mich die Begegnung mit einem kleinen Jungen, der durch eine Autobombe einen Arm verloren hat.

44

adeo magazin • 2 | 2016


BUCHTIPP So hat beispielsweise das Mönchtum seinen Ursprung im Orient. Besonders erschütternd finde ich, dass die christ­ lichen Gemeinden im Irak und in Syrien, die ihre Liturgie in der Muttersprache Jesu (Aramäisch) feiern, derzeit von der Aus­ rottung bedroht sind. Wir sollten daher alles versuchen, dieses reiche Erbe zu retten

Andreas Knapp hat sich auf Spurensuche begeben und Flüchtlingslager im Norden des Irak besucht. Hier leben die letzten aramäischen Christen, Reste von Gemeinden, die auf eine fast 2000 Jahre alte Geschichte zurückblicken können. Das Erschreckende ist, dass der Völkermord an den aramäischen Christen schon vor mehr als 150

„Sehr bewegt hat mich das Schicksal der Kinder.“

Jahren begann. Eine spannende Reiseerzählung und ein erschütternder Bericht, der auch hilft zu verstehen, warum die Menschen aus dem Nahen Osten zu uns fliehen.

und vor allem den Glaubensgeschwistern solidarisch beizustehen. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, dass zum Beispiel die Kinder der christlichen Flüchtlinge in Deutschland eine kirchliche Heimat finden und das kostbare Erbe ihres Glaubens, den diese Kinder mitgebracht haben, in einem säkularen Umfeld leben können. Sie haben viele Kontakte zu Flüchtlingen aus dem Nahen Osten. Was wünschen sich die Menschen, die nun in Deutschland Asyl gefunden haben, vor allem?

Alle Geflüchteten, die ich kenne, leiden sehr darunter, dass sie ihre Heimat verloren haben und nun in einer fremden Kultur leben müssen. Es ist für sie schmerzlich zu erleben, wenn sie bei uns zum Spielball poli­ tischer Stimmungen werden. Sie brauchen unser Verständnis und unsere Freundschaft, damit ihre seelischen Wunden heilen und sie sich eine neue Zukunft aufbauen können.

Andreas Knapp

Die letzten Christen Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten

Nr. 835118, € 17,99 Gebunden mit Schutzumschlag • 256 Seiten Mit 16-seitigem, farbigem Bildteil ISBN 978-3-86334-118-3

Das ausführliche Interview mit Andreas Knapp finden Sie auf www.adeo-verlag.de

A Auch als eBook erhältlich adeo magazin • 2 | 2016

45


„Wir schaffen das, weil wir es wollen!“ NÄCHSTENLIEBE KENNT KEINE OBERGRENZE Der rechte politische Flügel lärmt immer lauter und fordert, alle Geflüchteten rigoros zurückzuschicken – dorthin, woher sie gekommen sind. Hass und Gewalt sind inzwischen leider an der Tagesordnung. Es ist Zeit, dagegen aufzustehen. Burkhard Hose ist sich sicher: Wir sind gerade als Christen aufgerufen, Frieden und Nächstenliebe zu leben.

I

Ich habe in diesem Augenblick das dumpfe Gefühl, die Unkultur des Wegschauens könnte schon gesiegt haben. Nach dem Motto: Hauptsache weniger Flüchtlinge im Land, wir wollen gar nicht wissen, wie es ihnen woan­ ders ergeht. Manchmal möchte ich denen, die für die Abschottungspolitik verantwortlich sind, Geschichten von konkreten Menschen

feiern, wenn es Menschen nicht zu uns schaffen und stattdessen irgendwo in Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren müssen? Ich kann es kaum fassen, was aus der Willkommenseuphorie des Sommers 2015 geworden ist. Wie kann es sein, dass die Stimmung in unserem Land so schnell umschlägt?

erzählen, die mir täg­lich begegnen. Am liebs­ ten würde ich ihnen Fotos zeigen mit Gesich­ tern oder sie mitnehmen in die Unterkünfte, in denen Menschen sitzen, die sich Sorgen machen um Angehörige, die irgendwo an einer Grenze festsitzen. (…)

Foto: Patty Varasano

ch sitze im Auto und höre im Radio eine Nachricht, die wie eine Erfolgsmeldung klingt: Die Flüchtlingszahlen sind Anfang des Jahres 2016 gesunken. Als Grund hierfür werden der Winter und neue Grenzzäune in Europa genannt. Auf mich wirken die For­ mulierungen in der Meldung zynisch. Wie weit ist es gekommen, dass wir es als Erfolg

46

Ja, wir leben in einer Krisensituation. Aber diese Situation wird zu Unrecht als

adeo magazin • 2 | 2016


ÜBER DEN AUTOR Foto: Stefan Weigand

„Flüchtlingskrise“ bezeichnet, als seien Menschen, die vor Bomben fliehen, Auslöser der Krise. Richtig wäre, von einer „Huma­ nitätskrise“ oder von einer „Wertekrise“ zu sprechen. Denn wenn an den Grenzen Europas die Humanität Obergrenzen geopfert wird, dann sind tatsächlich Werte bedroht. Wenn nach wie vor an Außen­ grenzen Europas Menschen ertrinken, die Schutz suchen, dann befinden wir uns längst in einer tiefen Humanitätskrise.

Burkhard Hose setzt sich seit Jahren konsequent für Flüchtlinge, Asylbewerber und Randgruppen ein. Der Stu­den­ten­pfarrer der Katholischen Hochschul­ gemeinde in Würzburg ist davon überzeugt, dass Nächstenliebe und Zivilcourage einen Unterschied machen. Für sein Engagement wurde er u.a. mit dem Würzburger Friedenspreis ausgezeichnet.

„Christsein heißt für mich, nicht bei sich selbst zu bleiben.“ Kardinal Marx fand im Herbst 2015 scharfe Worte: „Wenn wir Menschen in Not sozusagen an unseren Grenzen sterben lassen, dann pfeife ich auf die christliche Identität. Das kann ja nicht sein. Christliche Identität bedeutet als Erstes, dem Nächsten begegnen, der schwach ist.“ Gerade als Christen sind wir in unserem Innersten, in unserer christ­ lichen Identität betroffen. Die Not und das Sterben von Menschen müssen uns beun­ ruhigen, in Bewegung setzen! Christsein heißt für mich, nicht bei sich selbst zu bleiben. Christliche Nächstenliebe gilt allen Menschen – unabhängig von Her­ kunft oder Religionszugehörigkeit. Damit steht sie immer in einem Grundkonflikt zu rein nationalstaatlichem Denken und zu jeder Form des Wohlstandsegoismus. Für christliche Nächstenliebe gibt es keine „Obergrenze“, denn christliche Nächsten­ liebe ist nicht berechnend. Auszug aus dem Buch „Aufstehen für ein neues Wir“ von Burkhard Hose

adeo magazin • 2 | 2016

Burkhard Hose

Aufstehen für ein neues Wir Nr. 835124, € 14,99 Hochwertige Klappenbroschur · 144 Seiten ISBN 978-3-86334-124-4

A Auch als eBook erhältlich 47


Rauskommen t Bitte lass’ das Lich brennen, ng ga us am Tunnela damit ich, nden habe, wenn ich es gefu darauf zusteuern kann.

Zuwachs in unserer „Kurz & Gott“-Reihe Andreas Noga bereichert unsere „Kleinod“­ Reihe mit einem weiteren besonderen Band: „Kurz & Gott – Erdennah“ enthält sinnliche Texte über Gott und die Welt. Kurz, tief­ gründig, wunderschön. Sie laden ein, für ein paar Minuten am Tag die Seele baumeln zu lassen und neue Kraft zu tanken. Bereichert werden die Texte auch diesmal durch neue Skizzen von Eberhard Münch.

NEU Andreas Noga

Kurz & Gott – Erdennah Gebunden in Struktur-Material 9,5 x 14,4 cm ∙ 96 Seiten Durchgehend farbig

Nr. 835119, € 9,99 ISBN 978-3-86334-119-0

48

adeo magazin • 2 | 2016


Rücksichtnahme

Gut aussehen

macht aus Menschen Mitmenschen.

Nächstenliebe macht schö n, außen und innen.

rmögen Fassungsve t t mehr Got Es ist nich Kirche en oß gr r in eine als in einer

kleinen.

Innenseiten

adeo magazin • 2 | 2016

aus dem Bu

ch „Kurz &

Gott – Erde

nnah“

Der erste Band der Reihe

Der zweite Band der Reihe

Andreas Noga

Andrea Schwarz

Kurz & Gott

Kurz & Gott – Himmelwärts

Nr. 835075, € 9,99

Nr. 835090, € 9,99

ISBN 978-3-86334-075-9

ISBN 978-3-86334-090-2

49


Schnell mal schreiben – und gute Gedanken weitergeben

Dennoch Glauben heißt nicht ohne Zweifel zu sein, sondern auf dem Weg zu bleiben. Andreas Noga

adeo Wir sind immer unterwegs zu einem Gegenüber. Selten haben wir es nur mit uns selbst zu tun.

„Andreas Noga berührt mich mit jedem Gedicht. Bei ihm vereinen sich Weisheit und herzenswarme Güte. Er bringt Gedanken auf den Punkt, und aus dem Punkt wird, bei näherem Hinsehen, eine ganze Welt.“ Titus Müller

Wir sind verknüpft mit durchsichtigem Faden, hinterlassen Spuren, die wir nicht sehn. Andreas Noga

Frage und Antwort

Spuren

Wo warst du, als sie starben?

Fußabdrücke im Schnee.

Bei ihnen.

Dass sie im Sommer verschwunden sind,

Andreas Noga

heißt nicht, hier ging keiner im Winter. Andreas Noga

Gott Vielleicht ist er wie etwas, das wir verloren, verlegt haben.

est Wetterf n da. t scho egrand, is tt o W G tet am Er war , ich an mmst, sieht d f ihn zuko au wie du , ergehst vorüb anderst. weiterw nach. aut dir Er sch Andrea

a s Nog

Wir wissen nicht, wo er ist, doch er ist da und wartet, dass wir uns erinnern, auf den Weg machen, suchen. Andreas Noga

Andreas Noga

Kurz & Gott 18 gute Gedanken über Gott

Nr. 5572945, € 9,99* Mit Skizzen von Eberhard Münch Format: 15,5 x 11,5 cm Gedruckt auf offenporigem Naturpapier In passender Graukartonverpackung

Motiv

hl a u swa

50

adeo magazin • 2 | 2016

* unverbindliche Preisempfehlung

Postkartenbox mit 18 verschiedenen Motiven


Immer wieder Den feiern, der Licht bringt. Den auch, der die Dunkelheit beendet.

Sich bewusst werden

Früher war mehr Lametta*

Öffnen

In unseren Taten ist so viel Menschlichkeit,

Und auch mehr Gott im Leben der Menschen.

Sich b weihna

wie wir zulassen.

Andreas Noga

die Gardinen z damit Mensche

Andreas Noga

Andreas Noga

die sich s hinter Fas

Andreas Nog * Opa Hoppenstedt (Loriot)

Motivauswahl

Gott ist die Liebe. Weihnachten ihr Fest. Weihnachten. Das Fest der Liebe. Eine wunderbare Gelegenheit, lieben Freunden oder Bekannten ein paar persönliche Zeilen zu schreiben. Wem möchten Sie eine Freude bereiten? Diese Weihnachts-Postkarten mit warmherzigen Texten von Andreas Noga sind dazu bestens geeignet. Das Set enthält 20 verschiedene Post­ karten in einer hochwertigen Kartonverpackung.

Andreas Noga

Weihnachten in zwei Sätzen Gott ist die Liebe. Weihnachten ihr Fest.

Nr. 5572944, € 9,99* Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven Format: 15,5 x 11,0 cm Hochwertiger Kartonumschlag

adeo magazin • 2 | 2016

51


soll an das deine gre ngen wir nzen in einer sprache e grenzen auf

ller

postbote

aus Motivauswahl r de un rW nte Wi wacht

250 g Zuckercker 1 Vanillezu 250 g Butter 2 Eier l 500 g Meh

Wer in den ew neu ges ig tärkt, voller

Für ein e Tasse 1 Zitron e auspress Saft mit en. 300 ml heißem Wasser übergieß en. 2 TL Hon ig hinein rühren .

Joc

Seelenwärmer für die Winterzeit Stephanie Brall und Ann-Kathrin Blohmer haben 18 zauberhafte Postkarten mit stimmungsvollen Texten, Rezepten und Bildern gestaltet. Da kommt Vorfreude auf die WinterWunder- und Weihnachtszeit auf!

Stephanie Brall / Ann-Kathrin Blohmer

WinterWunder Nr. 5572946, € 9,99* Postkartenbox mit 18 verschiedenen Motiven

Lichtungen 2016

Format: 15,5 x 11,5 cm In passender Graukartonverpackung

Advents-Wandkalender 48 Blatt · farbig · 22 x 30 cm

Den passenden Adventskalender „Lichtungen“ von Stephanie Brall und Ann-Kathrin Blohmer stellen wir Ihnen auf Seite 63 ausführlich vor.

52

adeo magazin • 2 | 2016

* unverbindliche Preisempfehlung

Nr. 835062, € 14,99*


Edition 7sterne

Stephanie Brall

FEIER:TAG Nr. 5572947, € 9,99* Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven

gen Arm en geruh t, r Kräft e und Mu t.

in einem hochwertigen Kartonumschlag Format: 15,5 x 11,0 cm

GLÜCK:SELIG

chen Kle ppe

r

EHRE

N :P L A

Kleine und große Momente des Lebens feiern. Die wunder­ schönen Wort-Bildkompositionen von Stephanie Brall aus dem Postkartenbuch FEIER:TAG laden dazu ein, das Glück im Alltag zu finden. Sie sind ein liebevolles Geschenk und Mitbringsel für viele Gelegenheiten. Die Karten sind übrigens auch an einem Magnetseil, an einer Pinnwand oder in einem Bilderrahmen echte Hingucker.

TZ

EIS: ZEIT

RÜCKE

Motivauswahl aus FEIER:TAG

N :D E C

KUNG

A B :H Ä

ZU CK ER :KU

NGEN

SS

TATE N: DR

AN G

VITA MIN :ZUF UHR

adeo magazin • 2 | 2016

53


e all . d

ebr ani ph

s te w. ww

p Ste

ha

ni

r eB

all

·

KL EI N :G EL D

far ben :fr oh

Bl um en

:s tr au ss

sch we re: lo

s

Po stk artenb üch er mit jew eils tive n 20 ver sch ied ene n Mo in ein em hoc hwe rtig en Kar ton um sch lag For ma t: 14,8 x 10,5 cm Je € 9,9 9*

* unv

Stephanie Brall

Stephanie Brall

DANKE:SCHÖN

MIT:BRINGSEL

GAST:GESCHENK

Nr. 5572918

Nr. 5572939

Nr. 5572933

Stephanie Brall

lung erbi ndli che Prei sem pfeh

54

adeo magazin • 2 | 2016


SC H O K O LA D EN

:S EI TE

SÜSS:S TOFF

AUS:FL UG

Moti vaus wah l aus den vers

Stephanie Brall

Stephanie Brall

GLÜCK:WUNSCH Nr. 5572919

adeo magazin • 2 | 2016

chie dene n Post kart enbü cher

n

Stephanie Brall

Stephanie Brall

STERN:STUNDEN

KINDER:GLÜCK

TROST:REICH

Nr. 5572922

Nr. 5572931

Nr. 5572923

55


Über den Wolken WAS WIR VON WILDGÄNSEN LERNEN KÖNNEN Wie oft sind wir ihnen schon mit unseren Blicken gefolgt, wenn wir sie am Himmel gen Süden ziehen sehen? Was leitet sie auf ihrem Flug? Vielleicht faszinieren uns die Wildgänse immer wieder in ganz besonderer Weise, weil sie für uns ein Sinnbild für die Freiheit sind, nach der wir uns alle sehnen. Andrea Schwarz hat diese Spur aufgenommen.

J

a, Wildgänse sind frei – aber sie sind anders frei, als es unseren Vorstellungen und Sehnsüchten entspricht. Eigentlich sind sie sogar ziemlich gebunden, im Frühjahr ziehen sie nach Norden, im Herbst nach Süden, die Familie zählt viel, man hat bewährte Zugrouten, legt Wert auf das Nest vom vergangenen Jahr, bleibt beim Partner … aber vielleicht sind sie gerade dadurch frei? Denn es gibt keine grenzenlose Freiheit, zumindest nicht unter den Wolken, da, wo wir alle leben. Wie es „über den Wolken“ aussehen mag, da erlaube ich mir kein Ur­teil – darauf bin ich nur neugierig.

Wenn Freiheit grenzenlos wäre, dann könnte ich jederzeit alles tun. Das Problem ist nur: In dem Moment, wo ich etwas tue, kann ich anderes nicht mehr tun. An einer Weg­ kreuzung stehen mir drei Wege offen – in 56

dem Moment, wo ich mich für einen Weg entscheide, werden zwei Wege unbegangen bleiben. Wenn ich mich aber für gar keinen Weg entscheide, weil ich mir eben alle Mög­ lichkeiten offenhalten will, dann werde ich an dieser Wegkreuzung Wurzeln schlagen und dort festwachsen. Gerade ein falsch ver­ standener Gedanke von Freiheit kann unfrei machen. Es geht eben nicht darum, nur das zu tun, was ich tun will – und sobald ich das nicht tun kann, sich „unfrei“ zu fühlen. Freiheit heißt nicht „Beliebigkeit“, sondern Entschiedenheit, heißt, sich unter mehreren Möglichkeiten für das zu entscheiden, was zum Leben und zur Lebendigkeit führt. Ich bin in bestimmte Bedingungen und Rea­ litäten „hineingestellt“, die sich nur begrenzt, wenn überhaupt, ändern lassen. Ich bin als Mädchen zur Welt gekommen, ich lebe in

adeo magazin • 2 | 2016


In den letzten Jahren wurde oft der Satz zitiert: Der Weg ist das Ziel. Es wurde als östliche Weisheit „angepriesen“, die hatte gerade Hochkonjunktur. Aber der Satz steht genau für ein falsches Verständnis von Frei­ heit im Sinne von „Beliebigkeit“. Wenn der Weg das Ziel wäre, wäre es vollkommen egal, wohin ich gehe, solange ich nur unterwegs bin. Damit aber wird das Unterwegssein selbst zum Ziel, und es ist gar nicht mehr wichtig, ob und wo ich eigentlich ankomme. Der Weg braucht ein Ziel, damit ich meine Schritte daraufhin ausrichten kann – und das Ziel braucht wohl auch den Weg – aber der Weg ist eben nicht schon das Ziel. Es sei denn, man hätte sich dafür entschieden, als Vagabund zu leben. Es gibt keine grenzenlose Freiheit – aber es gibt eine Freiheit der Entscheidung. Der Mensch atmet, muss essen und trinken, um zu (über-)leben. Was ich esse und was ich trinke, und wie ich das tue, das kann ich in der Regel selbst entscheiden – über das „Ob“ gibt es normalerweise keine Diskussion. Meine Freiheit besteht darin, mit den gege­ benen Möglichkeiten bestmöglichst umzu­ gehen und meine eigene Entscheidung zu treffen.

adeo magazin • 2 | 2016

Freiheit – das hat vor allem etwas mit mir selbst zu tun und kommt eigentlich aus dem Innern heraus. Freiheit nur an äußere Rahmenbedingungen zu koppeln, hilft nicht weiter. Nur so lässt es sich erklären, dass Menschen wie Dietrich Bonhoeffer oder Nelson Mandela frei waren, obwohl sie im Gefängnis waren. Und dass andererseits Menschen, auch wenn sie in Freiheit leben, manchmal alles andere als frei sind, weil sie sich von der Meinung und den Erwartung­en anderer abhängig machen. Manche bauen sich ihre Gefängnisse durchaus selbst. Natürlich ist es unbestritten, dass Freiheit trotzdem ein hoher Wert im menschlichen Zusammen­sein ist.

„Freiheit heißt nicht Beliebigkeit, sondern Entschiedenheit.“ Für mich bringt es Leo N. Tolstoi, ein rus­ sischer Schriftsteller, auf den Punkt: Frei ist, wer sich als lebendig begreift. Und sich als lebendig begreifen heißt, das Gesetz seines Lebens zu begreifen, heißt, danach zu streben, das Gesetz des eigenen Lebens zu erfüllen. Darauf kommt es an. Meinen Weg zu finden und ihn zu gehen, den Weg, den kein anderer gehen kann. Mit Grenzenlosig­keit hat das nichts zu tun, sondern damit, wie ich mit Grenzen umgehe. Wer ohne Grenzen lebt, verliert sich im Unendlichen. Kontur und Profil werde ich nur bekommen, wenn ich Entscheidungen treffe. Auch wenn es sich paradox anhört – aber eine solche Freiheit kommt aus einer Bindung heraus und ist nicht umsonst zu haben. Es braucht meine Entscheidung. Und die Träume müssen stark sein. 57

Foto: Willi Rolfes

Mitteleuropa, die Geschichte meiner Eltern hat mich geprägt oder auch die momentane Stellung der Frau in Gesellschaft und Kirche. Ich muss mich damit arrangieren, dass ich Begabungen und Fähigkeiten habe, aber manches eben auch nicht kann. Und da ich über sechzig Jahre alt bin, brauche ich mir auch nicht mehr vormachen, dass mir alle Türen offenstehen. Manches kann ich nicht ändern – auch wenn ich es gerne wollte.


BUCHTIPP

Wildgänse

Was fasziniert uns so an den Wildgänsen? In ihren Texten verbindet Andrea Schwarz Betrachtungen

gemeinsam unterwegs der Sehnsucht folgen sich dem Wind geben die Sterne als Freund

über das Leben der Wildgänse mit gleichnishaften Meditationen über den Sinn des Lebens und den christlichen Glauben. Die Bilder des preisgekrönten Naturfotografen Willi Rolfes machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem.

miteinander verbunden entschieden sein und dahin ziehen wo Leben möglich ist Verantwortung übernehmen Rastplätze aufsuchen das Ziel im Blick haben unterwegs mit leichtem Gepäck getragen und gehalten und doch wild und ungezähmt und frei! Auszug aus dem Buch „Frei!“ von Andrea Schwarz

Andrea Schwarz / Willi Rolfes

Frei! Sehnsuchtsvoll leben. Die Botschaft der Wildgänse.

Nr. 835114, € 19,99 Mit zahlreichen Fotos von Willi Rolfes Gebunden mit Schutzumschlag · 224 Seiten Durchgehend farbig ISBN 978-3-86334-114-5

58

adeo magazin • 2 | 2016


Sehnsuchtsvoll Passend zum Buch sind ein Kalender und ein Postkarten­buch mit den faszinierenden Aufnahmen von Willi Rolfes und inspirierenden Texten von Andrea Schwarz entstanden.

Foto: Willi Rolfes

z · © adeo Verlag,

· Text: Andrea Schwar

www.adeo-verlag.de

Einen kleinen Einblick erhalten Sie hier. Foto: Willi

a Schwarz

Text: Andre

· © adeo

Verlag,

arz · © adeo

Verlag, www

Ruf des g.de – und dem Frei sein en! en entgeg Dem Leb

.adeo-verla

folgen.

-verlag.de

www.adeo

i Rolfes

Foto: Will

Andrea Schwarz / Willi Rolfes

Andrea Schwarz / Willi Rolfes

Frei! Wildgänse 2017

Frei!

Nr. 835108, € 24,99*

Nr. 5572943, € 9,99*

Wandkalender mit Spiralbindung,

Postkartenbuch mit

14 Blatt · farbig · 68,5 x 49,5 cm

20 verschiedenen Motiven

ISBN 978-3-86334-108-4

14,8 x 10,5 cm

adeo magazin • 2 | 2016

Herzens

arz · © adeo

rea Schw

· Text: And

Verlag,

.de

o-verlag

www.ade

* unverbindliche Preisempfehlung

Rolfes ·

Andrea Schw

59

Foto: Willi Rolfes

Foto: Willi

Rolfes · Text:


Kalender für 2017

NEU MARTIN SCHLESKE DONATA WENDERS Wandkalender · 68,5 x 49,5 cm

Nr. 835095, € 30,–*

Wie der Klang der Geige, so ist auch der Klang Ein gutes Instrument wahrt immer seine Stärke und sein Geheimnis; es stellt sich zur Verfügung, aber es unterwirft sich nicht.

Martin Schleske

Jeder Weg, den wir gehen, wird durch die

Martin Schleske

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

60

7 : 2017

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

11 : 2017

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Martin Schleske

Art unserer Liebe geführt.

Darum sollten wir nicht fragen, welchen Weg wir gehen, sondern eher, welche Art der Liebe wir haben.

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

12 : 2017

Martin Schleske

26

27

28

29

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

30

adeo magazin • 2 | 2016

Foto: Donata wenders

9

des Lebens:

Es ist ein tiefes Glück, das Gute hineinzuglauben in einen Menschen, das Gute hervorzulieben in einem Menschen.

r Weisheit ist nicht das, was wir wissen, sondern das, was wir von Herzen lieben.


NEU JÜRGEN WERTH MICHA PAWLITZKI Wandkalender · 68,5 x 49,5 cm

Nr. 835094, € 24,99*

Lass dich nie vom Augenschein täuschen: Unter mancher toten Kruste lauert keck das Leben.

8 · 2017

7

1

2

3

4

5

6

7

8

10

10

11

12

13

14

15

16

17

Die Treppe z um Glück besteht aus einzelnen Stufen. Z um Glück besteht die Treppe aus einzelnen Stufen. 1

2

3 4 5 6 7 8

9

10 11 12 13 14 15

16

17 18 19 20 21 22

23

18

20

19

21

22

Wir sollen keine Siedler sein, sondern Nomaden. Weit ausschreiten. Als neugierige Entdecker des Lebens.

Jürgen Werth

23

24

25

26

27

28

29

30

31

5 · 2017

* unverbindliche Preisempfehlung

7

8 9 10 11 12 13

14

15 16 17 18 19 20

21

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

In der Stille werden aus Getriebenen Getragene.

Jürgen Werth

25

26

27

28

29

30

31

9 · 2017

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

In der Stille wachsen weite Gedanken. Und starke Gebete.

Jürgen Werth

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

7 · 2017

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

Hans-Joachim Eckstein

30

31

4

1

6

1 2 3

22 23 24 25 26 27

28

2

3 4 5 6 7 8

9

10 11 12 13 14 15

16

17 18 19 20 21 22

23

24 25 26 27 28 29

30

Bei der Suche nach uns selbst geht es uns eigentlich weniger um das Finden als um das Gefundenwerden.

Hans-Joachim Eckstein

1 2 3 4 5 6

2

Hoffnungsvoll leben heißt, sich lieber von der Freude überraschen und vom Gelingen widerlegen zu lassen, als vom Missgeschick bestätigt zu werden.

Hans-Joachim Eckstein

24 25 26 27 28 29

Was in mir steckt, will ich entfalten; was ich kann, will ich tun – nicht mehr und nicht weniger. 5

1

Hans-Joachim Eckstein

29 30 31

4

5 6 7 8 9 10

11

12 13 14 15 16 17

18

19 20 21 22 23 24

25

26 27 28 29 30

HANS-JOACHIM ECKSTEIN MICHA PAWLITZKI Wandkalender · 68,5 x 49,5 cm

Nr. 835093, € 24,99*

adeo magazin • 2 | 2016

61

18

19

20

Jürgen Werth

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31


UDO SCHROETER Wandkalender · 60 x 44 cm

Nr. 835091, € 19,99*

Tisch- und Wandkalender · 22,5 x 16,5 cm

Nr. 835092, € 12,99*

EVA JUNG Wandkalender · 42 x 65 cm

Postkartenkalender · 15,8 x 18,8 cm

Nr. 835098, € 9,99*

Alle Kalender-Innenseiten finden Sie zur Ansicht unter www.adeo-verlag.de

62

adeo magazin • 2 | 2016

* unverbindliche Preisempfehlung

Nr. 835097, € 19,99*


miteinander reden und lachen n erweisen sich gegenseitig gefälligkeite lesen zusammen schöne bücher

sich necken dabei aber auch erweisen einander sich achtung streiten ohne hass mitunter sich auch einmal so wie man es wohl mit sich selbst tut den meinungen manchmal auch in auseinandergehen würzen und damit die eintracht und voneinander lernen einander belehren vermissen die abwesenden schmerzlich begrüßen die ankommenden freudig und gegenliebe liebe lauter zeichen der kommen sich äußern die aus dem herzen in miene und wort gesten und tausend freundlichen den geist entflammen und wie zündstoff in gemeinsamkeit eine einheit wird sodass aus den vielen

Adventskalender für 2016

Augustinus

backte diese Kekse Schon meine Mutter Kindern. ich sie mit meinen mit uns. Heute backe fast immer im Haus. Die Zutaten hat man und Und das Schöne ist: 250 g Butter, 2 Eier Vanillezucker, dann aus 250 g Zucker, 1 Tütchen Teig kalt stellen, Händen vermischen. bac 500 g Mehl mit den °C (Umluft 160 °C) goldgelb 15 Minuten bei 180 allem, was gefäll Sterne ausstechen, mit Zuckerguss und Verzieren lassen. knuspriger. abkühlen im Teig wird es noch Übrigens: Mit Haferflocken

3. 12.

11. 12. 3. ADVENT

Hildegard von Bingen

9. 12.

sich Der Wanderer, der aufmacht, zu unbekannten Gebieten Wegen vor. dringt auf neuen das geführt, Er wird nicht durch was er vorher wusste, Zweifel sondern er geht in und auf Aussage anderer.

dem Wetter das Schlechte Heute stibitze ich gutes und sage, es gibt nur macht, und das, was man daraus Hand Schweinehund an die und ich nehme meinen noch Lust hat und jeden, der sonst auf kunterbunte Gummistiefel in pitschnassen Pfützen, Schnecken auf Wettrennen mit Ecken, und Verstecken hinter sein lassen auf Fünfe mal gerade vier, macht drei und zwei mal Lachen, auf Ausschütten vor Fass überlaufen lassen, es krachen und das dann barfuß weitergehen, im Regen ... ohne Stiefel und Schirm

Alles Bekannte lässt er hinter sich. Johannes vom Kreuz

der Segen! ... und das ist dann

Wolken am Bauch kitzeln, Heute werden wir die zu schneien. anders können, als hängen dass sie gar nicht auffädeln, ins Fenster en auf Bindfäden Himmel singen ... Und so gehts.: Wattebäuschch Weißröckchen‘‘ in den „Schneeflöckchen, und dabei lauthals und Ausschau halten!

29. 11. 28. 11.

16. 12.

STEPHANIE BRALL ANN-KATHRIN BLOHMER Advents-Wandkalender · 22 x 30 cm

NEU

Nr. 835062, 14,99* Für den Zeitraum vom 1. Advent 2016 bis zum 6. Januar 2017

ängen un dh d

z M it

Zu m a n die

an

um

W

Familienkalender für bis zu sechs Personen

nehMen .

alletage stick

er 2017 V02

16adeo01

alletage

2017 Stick

erbogen

RZ.indd

1

11.03.16

13:51

03 RZ.i

ndd 1

KATJA & STEFAN BRALL

M it Sti c

ke r b o g

FRANCA & KLAUS NEUBURG Hand- und Wandkalender

Nr. 835096, € 14,99* adeo magazin • 2 | 2016

63

13.03.16

en

23:21


Edition Andreas Felger

Wandkalender · 49,5 x 68,5 cm

Nr. 835099, € 35,–*

Wandkalender mit Golddruck · 36 x 46 cm

Nr. 835107, € 30,–*

Postkartenkalender · 15,8 x 18,8 cm

* unverbindliche Preisempfehlung

Nr. 835101, € 9,99*

Wandkalender · 43 x 46 cm

Nr. 835100, 24,99* Alle Kalender-Innenseiten finden Sie zur Ansicht unter www.adeo-verlag.de

64

adeo magazin • 2 | 2016


Edition Eberhard Münch

Postkartenkalender · 15,8 x 18,8 cm

Nr. 835105, € 9,99*

Wandkalender · 43 x 46 cm

Nr. 835104, 24,99*

Postkartenkalender · 15,8 x 18,8 cm

Nr. 835103, € 9,99*

2017 Nov ember

27 Montag KW 48

Dezember Freitag

28 Dienstag

Samstag

29 Mittwoch

Wandkalender · 43 x 46 cm

Sonntag

30 Donnerstag Gott hat uns gesch affen, um das heißt ein Segen zu zu sein, Das ist unsergeben und nicht , anderen eigentliche r Lebenssinn etwas wegzunehm Maggie Gobra en. . n

Taschenkalender · 12 x 16,5 cm

Nr. 835106, € 9,99*

adeo magazin • 2 | 2016

02

1. Advent

Nr. 835102, 24,99*

65

2017

01

03


Foto: Tobias Kreissl

Auf dem Weg DREI BEGEGNUNGEN

Pater Anselm kommt langsam den Hügel herauf. Bedächtig geht er Schritt für Schritt, bis er neben uns an der alten Kapelle steht. Wir sind zu viert: Pater Anselm, seine Schwester Linda, der Fotograf Tobias Kreissl und ich. Der Blick schweift über den See in Richtung Alpen. Hier oben, an der Kapelle, sagt Pater Anselm, ist für ihn ein ganz besonderer Ort. Immer wenn er seine Schwester in Murnau besucht, steigt er hier hinauf. Seit Menschengedenken ist es ein heiliger Platz, schon lange bevor Christen hier eine Kapelle errichtet haben.

Hause. Zwölf Stunden war ich mit dem Zug unterwegs, aber die vier Stunden mit Pater Anselm und seiner Schwester waren es wert. Einige Zeit später wählen wir eines der Bilder, die hier auf dem Hügel entstan­ den sind, als Titelmotiv für sein neues Buch aus. Es erinnert mich an die wunderbare Zeit hoch oben an der Kapelle über dem See. Was Pater Anselm über das UnterwegsSein zu sagen hat, lesen Sie in seinem neuen Buch „Von Gipfeln und Tälern des Lebens“. Mehr dazu finden Sie auf Seite 20 in diesem Magazin.

Es tut gut, auf der Bank vor der weiß getünchten Wand zu sitzen, die wärmen­den Sonnenstrahlen zu genießen und sich über das Unterwegs-Sein auszutauschen. Pater Anselm beeindruckt mich immer wieder. Seine Ausstrahlung, die sorgsam gewählten Worte und die liebevolle Art, die aus all dem spricht. Erst spätabends komme ich an diesem Tage glücklich nach

*

66

Schon von weitem sehe ich den hochgewach­ senen Mann mit dem großen Holzkreuz um den Hals. Bruder Andreas Knapp fällt damit in der Fußgängerzone von Leipzig sofort auf. Kurz darauf sitzen wir an einem schön gedeckten Tisch und essen gemeinsam zu Mittag. Als Bruder Andreas von seinen

adeo magazin • 2 | 2016


Begegnungen mit syrischen Christen in den Plattenbauten am Rande der Stadt berichtet, dort wo auch er und seine Ordensbrüder leben, wird schnell klar, dass wir aus diesen Geschichten ein Buch machen sollten. Drei Monate später ruft Bruder Andreas im Verlag an und berichtet, dass er kurzfristig nach Erbil, ins Kurdengebiet an der Grenze zwischen der Türkei und dem Irak reisen könnte. Die Lage vor Ort ist überhaupt nicht einschätzbar – gefährlich auf jeden Fall. Doch Bruder Andreas ist ein mutiger und entschlossener Mann: Schon einen Tag später sitzt er im Flieger in Richtung Istan­ bul. Seine Erlebnisse hat er für Sie und uns in einem bewegenden Buch aufgeschrieben: „Die letzten Christen“ (siehe Seite 44). * Melanie Wolfers ist Ordensschwester in Wien. Man spürt ihr ab, dass sie lebt, was

sie sagt. Seit Jahren begleitet sie Menschen in schwierigen Situationen als Seelsorgerin, hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der anderen. Wenn sie erzählt, bekommt sie leuchtende Augen. Einmal im Jahr pilgert sie mit jungen Er­wachs­enen nach Assisi, auf den Spuren des heiligen Franziskus. Bruder Andreas war die letzten Jahre mit dabei. So webt sich aus vielen Begegnungen und Gesprächen ein Netz der Verbunden­ heit. Dafür bin ich dankbar. Wir machen keine Bücher über Themen – wir lassen beein­druckende Menschen gute Geschich­ ten erzählen. Geschichten, die uns helfen, dem wahren Leben auf die Spur zu kommen. Melanie Wolfers hat ein kluges Buch über die Freundschaft mit sich selbst geschrieben. Dieses Buch möchte ich Ihnen ganz beson­ ders ans Herz legen (siehe Seite 16). Stefan Wiesner

IMPRESSUM Herausgeber:

Geschäftsführer: Marco Abrahms, Ulrich Eggers

adeo Verlag • Gerth Medien GmbH

Verlagsleiter: Stefan Wiesner

Dillerberg 1 • 35614 Asslar

Redaktion: Christine Beitat, Dorothea Bühler,

Tel. 0 64 43 – 68 86 • Fax 0 64 43 – 68 77

Ilka Walter, Stefan Wiesner

magazin@adeo-verlag.de • www.adeo-verlag.de

Layout & Gestaltung: Maike Michel


PAPST FRANZISKUS

Mit freundlicher Empfehlung

Unterwegs. Sein.

Alle Angaben Stand: September 2016. Irrtum und Preisänderungen vorbehalten. Foto Titelseite: Steffen Roth. Rückseite: Eberhard Münch. Alle Rechte vorbehalten. Abdruck von Texten, Interviews oder Auszügen daraus nur mit vorheriger, schriftlicher Genehmigung des adeo Verlags.

„Die Weihnachtsfreude ist eine besondere Freude. Denn diese Freude geht über die Weihnachtsfeiertage hinaus, sie hält das gesamte Leben an.“


Bestellpostkarte

Hiermit bestelle ich folgende Artikel: Anzahl Bestellnummer / Artikel

Gesamt: Vielen Dank für Ihre Bestellung!


Name / Vorname (Bitte in Druckbuchstaben)

StraĂ&#x;e / Hausnummer

PLZ / Wohnort

E-Mail-Adresse (Mit der Zusendung von Neuigkeiten aus dem adeo-Verlag bin ich einverstanden)

Datum / Unterschrift

adeo magazin 2 | 2016


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
adeo magazin Herbst 2016 by SCM Verlagsgruppe - Issuu