AUF DEM WEG
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1 | 2016
magazin
Unterwegs. Sein.
Inhalt
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Foto: API / Michael Tinnefeld
Vom Glück, gebraucht zu werden USCHI GLAS ÜBER IHRE HERZENSSACHE
Lauschen auf den Klang des Lebens EIN AUSZUG AUS DEM NEUEN BUCH VON MARTIN SCHLESKE �����������������������������������
Hinter den Kulissen EIN BESUCH IM ATELIER VON EBERHARD MÜNCH ����������������������������������������������
Zurück ins Leben EIN HERZINFARKT K ANN DAS ENDE SEIN – ODER DER ANFANG ������������������������������������
Die Geschichte des Wasserwandlers WAS PASSIERT, WENN JESUS HEUTE ZURÜCKKEHRT ? ��������������������������������������
Die Kraft der Farbe ÜBER DEN KÜNSTLER ANDREAS FELGER
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42 Foto: Ralf Baumgarten
Das Leben feiern WORTBILDSAMMLERIN STEPHANIE BRALL IM INTERVIEW
EDITORIAL
Liebe Leserin, lieber Leser, Uschi Glas schreibt über „das Glück, gebraucht zu werden“. Seit vielen Jahren kümmert sie sich mit ihrem Mann und vie len anderen engagierten Menschen darum, dass Kinder morgens nicht hungrig in die Schule gehen müssen. „Das kann doch nicht sein …“, war ihr erster Gedanke, als sie vor Jahren eine Radiore portage hörte, in der berichtet wurde, dass allein in München Tausende von Kindern ohne Frühstück in den Tag starten. Sie beschloss zu handeln. Mit ihrem Mann und einigen Freunden gründete sie den Verein „brotZeit“. Inzwischen decken mehr als 1.000 Senioren für Tausende von Kindern in vielen Städten Deutschlands den Tisch – mit gespendeten Lebensmitteln. Und auch die Senioren profitieren von der gemeinsamen Zeit: Es erfüllt ihr Leben mit Sinn und dem guten Gefühl, gebraucht zu werden. Der christliche Glaube spielt im Leben von Uschi Glas schon immer eine wichtige Rolle. Ihr Buch HERZENSSACHE will Mut machen, sich für andere zu engagieren: „Wie wäre es, wenn wir alle mit offenen Augen durch die Welt gehen und dort helfen, wo wir gebraucht werden?“
adeo magazin • 1 | 2016
Martin Schleske weiß als Geigenbauer nicht nur viel über die richtige Wahl von Materialien und Werkzeugen – er ist vor allem ein Hörender. Und einer, der es meisterhaft versteht, Geschichten zu erzählen, die eigent lich Gleichnisse über das Leben sind. In seinem neuen Buch HERZTÖNE geht es um die wesentlichen Aspekte des christli chen Glaubens. Wie können wir in unserem lauten Alltag die leise Stimme Gottes hören? Was ist der „Herzton“ unseres Lebens – der Kern dessen, was uns ausmacht? Auch sonst gibt es in unserem Magazin wie der viel zu entdecken. In allem steckt viel HERZBLUT. Mit Lust und Liebe zum Detail haben wir daran gearbeitet und hoffen, dass man es auch spüren kann. Danke, dass Sie mit uns unterwegs sind!
HERZLICHE Grüße
Stefan Wiesner Verlagsleiter 3
Foto: API / M. Tinnefeld
Foto: picture-alliance / dpa, H. Ossinger
Foto: API / M. Tinnefeld
Foto: stern / Kurt Will
Vom Glück, gebraucht zu werden USCHI GLAS SCHREIBT ÜBER IHRE HERZENSSACHE Uschi Glas und ihr Mann Dieter Hermann haben eine Aufgabe gefunden und angenommen, die sie erfüllt: Sie sorgen mit dem Verein „brotZeit“ und mehr als 1.000 Senioren dafür, dass Tausende von Kindern ein gutes Frühstück bekommen. Und dass sich andere Menschen für sie Zeit nehmen. Uschi Glas erzählt, wie alles begann.
E
s ist ein strahlend schöner Herbsttag, die Luft ist klar und die Sonne noch einmal sommerlich warm. Ich fahre im Auto die Ludwigstraße entlang. Auf den breiten Gehwegen sehe ich lachende, fröh liche Menschen, die schlendernd ein Eis essen, die Cafés sind brechend voll. Wie so oft denke ich: München ist eine der schöns ten Städte. Und was für ein großes Glück ich doch habe, hier zu Hause sein zu dürfen.
Dreitausend. Diese Zahl trifft mich in meinem Innersten. Im Radio läuft gute Musik – ich bin mit mir und der Welt im Reinen. Danach beginnt eine Reportage, anfangs höre ich gar nicht richtig hin. Doch dann dringt ein Wort in mein Bewusstsein: dreitausend. Diese Zahl trifft mich in meinem Innersten und löst mein wohliges Gefühl schlagartig auf. Mir laufen Tränen übers Gesicht. Dreitausend. In München gehen jeden Tag dreitausend Grundschulkinder hungrig in die Schule; das ist die Nachricht, die ich im Radio gehört hatte. Fast jedem dritten Kind
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zwischen sechs und zehn Jahren knurrt während des Unterrichts der Magen, weil es kein Frühstück bekommen hat. Das kann doch nicht sein! […] Dass sechs- bis zehnjährige Kinder, umge ben von Wohlstand, jeden Tag Hunger lei den müssen. Unfassbar! Das kann ich nicht einfach zur Seite schieben oder außer Acht lassen. Ich kann es überhaupt nicht glauben. Nein, ich will das nicht glauben! Und doch weiß ich tief im Herzen: Es ist ja wahr! Das stimmt tatsächlich! […] Ich war von der Nachricht im Bayerischen Rundfunk nicht einfach nur betroffen. Ich war von Grund auf erschüttert. Diese kurze Radioreportage hat mein Leben verändert. Ich habe lange darüber nachgedacht, warum das so war. *** Von klein auf habe ich mitbekommen, wie hart es sein kann, wenig zu haben. Meine ersten Erinnerungen fallen in die unmittel bare Nachkriegszeit. Die amerikanischen Besatzer hatten damals für uns die soge nannte „Schulspeisung“ organisiert. Ich war damals noch kein Schulkind, durfte mich 5
aber ebenfalls ein reihen. Meine älteren Geschwister haben mich mitgenommen. Auf dem Platz gleich neben dem Kino meiner Heimatstadt Landau an der Isar köchelten in gigantischen Töpfen Eintopf und Corned Beef. Wir Kinder aßen unter offenem Himmel. Ich habe nie den erdi gen Geruch der dicken Erbsensuppe vergessen, der mich warm umhüllte, wenn ich in der Schlange vor dem riesigen Kessel stand. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, kommt mir eine kleine Begebenheit in den Sinn. Manchmal reicht ein Klang aus, ein Geruch – oder auch nur der Gedanke an einen Geruch –, um scheinbar längst Ver gessenes, einen winzigen Erinnerungsfetzen, wieder ins Bewusstsein zu spülen:
Webpelzchen verlängert, damit meine Handgelenke warm sind. Und genau auf die sen Pelz habe ich ein wenig Suppe verschüt tet. Der schöne Besatz ist mit Suppe verklebt, zwischen den feuchten Zotteln kleben ein paar dicke Erbsen. Ich schäme mich fürch terlich für meine Ungeschicklichkeit. Am besten waren in jener Zeit die CarePakete. Wann immer eins für unsere Familie ankam, war das ein Festtag. Schon der Duft, der das Paket umwehte, war unw iderstehlich: Wir Kinder rochen sofort den Kakao und die Schokolade heraus. So wie ich die Maserung des Familientischs, auf dem die Pakete ausgepackt wurden, noch genau vor Augen habe, ist auch dieser ganz besondere Wohlgeruch in mir gespeichert, verbunden mit dem Gefühl tiefer Dankbar keit über die Großherzigkeit fremder Men schen. Wir bejubelten alles, was da beim Auspacken zum Vorschein kam: Dosen mit Baked Beans, Cadbury-Schokolade und andere Herrlichkeiten. […] Und einmal erfüllte so ein Care-Paket sogar meinen sehnlichsten Herzenswunsch.
Dieser Wohlgeruch verbunden mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit über die Großherzigkeit fremder Menschen ist in mir gespeichert. Ich stehe in einem Wintermantel, aus dem ich eigentlich schon herausgewachsen bin, mit meinem Schälchen Erbsensuppe auf dem Platz. Meine Mutter hat den Mantel an den zu kurzen Ärmeln mit einem 6
*** Ich wollte immer eine eigene Puppe haben. Keine, die ich von meinen Schwestern Sigrid und Heidi geerbt hatte, sondern eine, die wirklich nur mir ganz allein gehörte. Und auch keine selbst gemachte, so wie meine Mutter sie für meine Schwestern nähte, mit einem Körper aus Stoff, gefüllt mit alten Strümpfen. Man konnte diese Puppen zwar richtig gut an sich drücken, weil sie herr lich weich waren. Aber die Puppe meiner Träume sah einfach anders aus: Ich wollte
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unbedingt eine richtige Schildkröt Puppe haben, eine aus dem Laden, so wie die Nach barskinder auch. Eigentlich dumm, denn mit ihren harten Zelluloidkörpern waren die nicht so richtig zum Knuddeln geeignet. Aber so wie fast alle Kinder (und manchmal auch Erwachsene) wollte ich eben das haben, was alle hatten. Noch heute denke ich mit einem warmen Gefühl der Dankbarkeit an jene Menschen, die im fernen Amerika dieses Care-Paket gepackt hatten, aus dem genau solch eine Puppe zum Vorschein kam. Sogar Schlafau gen hatte sie! Wieder und wieder legte ich sie hin und nahm sie wieder auf und legte sie wieder hin, nur um zu sehen, wie ihre Augenlider sich immer wieder schlossen und öffneten. Ich bestaunte diese wunderschöne Puppe wie ein Wunder. Mein Herz hätte vor Glück zerspringen können! Gleich nach dem Krieg waren noch die aller meisten Menschen arm. Aber auch später, in den 1950er-Jahren, war meine Familie alles andere als wohlhabend. […] Neulich habe ich nach alten Fotos gesucht und dabei bin ich auf ein kleines Haus haltsheftchen gestoßen, das meine Mutter
akribisch geführt hatte. Jede Ausgabe war eingetragen, es waren Minibeträge zusam menaddiert. Da wurde mir noch einmal klar, mit welch kleinem Budget meine Mutter hatte klarkommen müssen. Obwohl Armut und Sparsamkeit zu meiner Kindheit gehörten, haben wir nie gehungert. Meine Mutter kam aus dem Schwabenland und war eine hervorragende Köchin. Sie hatte die Gabe, aus dem im Garten selbst angebauten Gemüse und ein paar anderen, günstigen Zutaten immer wieder etwas Vernünftiges auf den Tisch zu bringen. Brot haben wir meist selbst gebacken, auch Joghurt wurde selbst zubereitet. Vieles von dem, was aus dem Garten geerntet wurde, weckte meine Mutter auch ein oder kochte Marmelade aus den Früchten. Und auch wenn wir nicht viel hatten, war es für sie selbstverständlich, immer wieder Menschen an unseren Tisch einzuladen. Das hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich denke zum Beispiel an eine alleinstehende Nach barin, die sehr oft bei uns zu Besuch war. Wenn dann Essenszeit war, wurde einfach ein zusätzlicher Stuhl für sie geholt. Nie im Leben wäre Mutti auf die Idee gekommen, sie hinauszukomplimentieren, auch wenn es für uns selbst oftmals knapp war. Ich weiß also, wie es sich anfühlt, wenig zu haben, aber genauso weiß ich auch, dass Teilen zum Leben dazugehört. Als Kind habe ich erlebt, dass man etwas abgeben kann, selbst wenn man wenig hat, und ich habe erfahren, wie glücklich es macht, ganz selbstlos von einem anderen beschenkt zu werden. All das habe ich nicht vergessen, auch später nicht, als ich Erfolg hatte und
Uschi Glas im Arm ihrer Mutter Josefa, mit ihren Geschwistern (1944)
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mir vieles leisten konnte. Dieses Gefühl von damals hat sich mir eingeprägt und mich auf all meinen Lebensstationen begleitet. […] Als ich dann den schon erwähnten Radio bericht über die hungrigen Kinder in München hörte, hätte ich mich informieren können, ob man Geld für ein sinnvolles Projekt spenden kann. Oder in einem der nächsten Interviews auf das Problem auf merksam machen, um dem Thema auf diese Weise Öffentlichkeit zu verschaffen und die erschütternde Zahl nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Ich hätte darauf bauen können, dass sich andere schon irgendwie darum kümmern würden. Mein Leben wäre im Großen und Ganzen genauso weiterge laufen wie zuvor. Doch als ich an diesem wunderschönen Herbsttag nach Hause fuhr, merkte ich plötzlich: „Du bist gemeint.“ Es war wie eine Berufung und ganz sicher kein Zufall, dass ich genau in diesem Moment den RadioBeitrag gehört hatte. Ab diesem Tag hat sich mein Leben radikal verändert.
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Damals war mir das noch nicht bewusst, aber im Nachhinein weiß ich, dass von Anfang an eine Stimme in mir sagte: „Genau hier will ich gebraucht werden. Das hier bewegt mich so sehr, dass ich nicht einfach weiterleben kann wie bisher.“ […] Als ich damals, an jenem Herbsttag, nach Hause kam, war mein Mann Dieter schon da. Er sah sofort, wie aufgewühlt ich war und dass mich etwas aus der Bahn geworfen hatte. Sobald ich ihn sah, brach die ganze Geschichte auch schon aus mir heraus. Schließlich schaute ich ihn fragend an: „Was sollen wir tun?“ Zwar wusste ich, dass wir in den grundsätz lichen Lebensfragen hundertprozentig über einstimmen, dennoch hätte es sein können, dass Dieter das Thema nicht so persönlich berührt hätte wie mich. Oder dass er mir davon abgeraten hätte, mich in dieser Sache zu engagieren. […] Doch er merkte sofort, wie ernst es mir war, wie tief ich von dem Bericht getroffen
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Foto: API / J. Kassner
BUCHTIPP
Uschi Glas schreibt über ihre „Herzenssache“ – den Verein „brotZeit“ – und das Glück, gebraucht zu werden. Ein Buch voller persönlicher Geschichten aus dem Leben der bekannten Schauspielerin. Und eine Einladung, sich für andere zu engagieren. Uschi Glas ist sich sicher: „Jeder kann etwas bewirken, ob arm, ob reich, ob jung, ob alt, ob reich begabt oder nicht. Denn jeder kann seinem Nächsten mit Liebe begegnen. Und am Ende zählt nur die Liebe, die wir verschenkt und geteilt haben.“
Uschi Glas mit ihrem Mann Dieter Hermann
worden war und dass ich keine Ruhe finden würde, wenn ich nicht handeln und helfen konnte. Mehr noch: Er hatte sofort den gleichen Impuls wie ich, tatsächlich etwas an diesen unerträglichen Zuständen ändern zu wollen: „Wir werden der Sache nachgehen. Gemeinsam bekommen wir raus, was da genau los ist. Und wenn es stimmt, was du gehört hast, dann werden wir etwas tun. Es darf nicht sein, dass Kinder hier in München hungern müssen.“
Uschi Glas
Herzenssache
Der Funke war übergesprungen. Und die Aussicht, gemeinsam mit ihm gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen zu können, gab mir einen enormen Kraftschub.
Vom Glück, gebraucht zu werden
Nr. 835083, € 19,99 Gebunden ∙ Schutzumschlag ∙ 248 Seiten Mit 24-seitigem, farbigem Bildteil ISBN 978-3-86334-083-4
Ohne Dieter wäre alles ganz anders gekom men, das steht fest. Allein hätte ich es nicht geschafft und den Verein „brotZeit“ gäbe es nicht. Gekürzter Auszug aus dem Buch „Herzenssache“ von Uschi Glas
A Auch als eBook erhältlich Mehr zur Autorin und einen Trailer zum Buch finden Sie hier
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Fotos: Donata Wenders
„Leading violinmaker from Germany.“ •
The New York Times
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„Einer der wichtigsten Geigenbauer unserer Zeit.“ •
The STRAD Magazine, London
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„Altes Handwerk, empirische Physik und Gottvertrauen: Nur wenige Geigenbauer arbeiten wie Martin Schleske. Er gilt als einer der besten weltweit.“ •
chrismon
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Lauschen auf den Klang des Lebens EIN AUSZUG AUS DEM NEUEN BUCH VON MARTIN SCHLESKE Immer wieder werden Geigenbaumeister Martin Schleske beim Arbeiten die Zusammenhänge zwischen Leben und Glauben neu bewusst. Sein ganzes Leben ist eine große Suche – nach dem perfekten Klang und dem Geheimnis Gottes. Die Geschichten, die er in seinem neuen Buch „Herztöne“ erzählt, sind faszinierende Gleichnisse zu den Themen Inspiration, Weisheit, Gebet, Schönheit, Liebe, Mystik und Seele.
: Das geschärfte Eisen Metanoia
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or vielen Jahren, an einem kalten Wintertag, stach ich aus einem tief geflammten bosnischen Ahornholz die Bodenwölbung für ein neu entstehendes Cello heraus. Das Abstecheisen hatte ich mir vor Jahren im Stubaital schmieden lassen. Den langen Holzgriff hat ein alter Meister gedrechselt. Diese Griffe mit ihrem kugelförmigen Ende haben eine lange Tradition. Die Kugel berührt die Bauch muskulatur; so führt man das Eisen mit den Händen, aber der Bauch gibt dem Werkzeug die nötige Kraft und schiebt es mit jedem Stich durch das harte Holz. Das Ausstechen und Abstechen eines Cellobodens ist mit der bloßen Muskelk raft der Arme kaum zu bewältigen. Sie würden zu schnell ermüden.
An diesem Tag war es anstrengender als sonst. Ich hatte wohl drei Stunden gearbei tet. Der Schweiß lief mir von der Stirn und ich dachte: Es ist diesmal ein ganz besonders hartes Holz. So anstrengend war es selten! Aber dann kam mir ein zweiter Gedanke: Vielleicht liegt es gar nicht am Holz. Die Schneide wird nicht mehr ganz scharf sein. 12
Ein Eisen zu schärfen ist eine eigene Kunst. Es erfordert Sorgfalt und Geduld. Zuerst wird mit der Sichtschleifmaschine die Fase grob angeschliffen. Das ist die Kante der Schneide. Dann kommen der Abziehstein und das fließende Wasser ins Spiel. Man spürt am Widerstand und am Geräusch, ob man die Schneide richtig gepackt hat. So wird der Schleifgrat entfernt und beide Seiten bekommen einen feinen Schliff.
Es war, als ob Gott mich auf eine erschütternde Weise etwas von seinem Innersten spüren ließ.
Ich prüfte die Schneide und merkte, dass sie stumpfer war, als ich gedacht hatte. Dennoch machte ich weiter. Es wäre richtig gewesen, das Eisen zu schärfen, aber ich wollte die Arbeit nicht unterbrechen. Es dauert lange, ein Eisen gut zu schärfen, und diese Unterbrechung stört den Arbeitsfluss. So redete ich mir ein: Es reicht schon noch.
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Dieser Moment war wie ein innerer Blitz einschlag. Es war, als würde Gott mir unmittelbar ins Herz sprechen, die einfache Frage: Was hast du da gerade gesagt? Ich war erschrocken und wiederholte halb laut den Satz: „Es reicht schon noch.“ Was ich dann spürte, war eine unermess liche Traurigkeit – als würde der ganze Himmel sagen: Wie oft höre ich diesen Satz von euch! Ich möchte euch schärfen, aber ihr sagt: „Es reicht schon noch!“ Es war, als ob Gott mich auf eine erschütternde Weise etwas von seinem Innersten spüren ließ. Die Botschaft schien direkt aus seinem Herzen zu kommen.
Wenn ich dieses Erlebnis aus der Werkstatt mit den Augen des Herzens sehe, werden mir mehrere Dinge des inneren Lebens deutlich. Das eine: Es kostet ungeheure Kraft und ermüdet unsere Seele, wenn wir mit einem abgestumpften Herzen leben – ein Herz, das durch Enttäuschungen, Resignation, Bitterkeit oder Sorgen stumpf geworden ist. Wir sagen dann: „Die Bezieh ungen, die Arbeit, die Pflichten – es ist alles so schwer und anstrengend geworden!“ Die Anstrengung kommt aus der 1
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Buch Kohelet 10,10
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Foto: Donata Wenders
In den Tagen danach las ich intensiv in der Heiligen Schrift und war erstaunt festzustellen, dass im Buch Kohelet ganz ähnliche Worte geschrieben stehen. Im zehnten Kapitel sagt dieses nüchterne alttestament liche Weisheitsbuch: „Wenn ein Eisen stumpf wird und an der Schneide ungeschliffen bleibt, muss man mit ganzer Kraft arbeiten. Aber die Weisheit bringt die Dinge in Ordnung.“1
der Wölbung beherzigen. Das Holz hat sein Mitspracherecht, doch nur mit einem scharfen Werkzeug kann ich es hören.
Verwahrlosung des Herzens, sie kommt aus der Stumpfheit des Werkzeugs, mit dem wir diese Welt berühren. Aber es geschieht noch etwas Zweites, etwas Tragisches, wenn man mit einem stumpfen Werkzeug arbeitet: Man verliert das Gefühl für das Holz. Jedes Holz hat seinen eigenen Faserverlauf, seine Markstrahlen, seinen Drehwuchs, seine Abhölzigkeiten, seine Eigenheiten und Möglichkeiten, seine Ver heißungen und Besonderheiten. Auf all dies einzugehen ist die eigentliche Kunst des Geigenbaus. Mit einem stumpfen Eisen verliere ich mehr und mehr das Gefühl für das Holz. Es entsteht dann keine stimmige Wölbung, nichts, was dem Holz entspricht. Solch ein Instrument wird am Ende nicht klingen. Nur mit einem scharfen Werkzeug beginnt das Holz schon während der Arbeit, sich mir mit jedem Stich in seinen Eigen schaften zu erkennen zu geben. Es entsteht – je nach Faserverlauf – ein zischender oder rauer Ton. Diesen muss ich hören und ent sprechend in der Ausarbeitung und 14
Auch diese Erfahrung gleicht einem inneren Gesetz des Lebens. Mit einem stumpfen Herzen verlieren wir das Gefühl für das, was mit uns und um uns geschieht. Unser Herz ist ein Empfangsorgan, mit dem wir deuten, was uns gesagt werden soll, und gestalten, was durch uns geschehen soll. Mit einem stumpfen Herzen empfangen wir nichts. Wir vernachlässigen die Dinge, denen wir uns zuwenden sollen, und über treiben, was wir in Ruhe lassen sollen. Vor allem aber verlieren wir das Gefühl für die Verheißung des Augenblicks, sind nicht geistesgegenwärtig, nicht präsent, und so arbeiten wir, ohne es zu merken, gegen die Fasern des Lebens an. Solch ein Leben kann nicht klingen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir die Härten dieser Welt zu spüren bekommen und daran stumpf werden. Wir stoßen uns an Misserfolgen und Enttäuschungen. Wir erleben, dass Menschen und Umstände uns verletzen. An manchen Widrigkeiten und Problemen arbeiten wir uns auf. Durch manche Erfahrungen zieht sich eigene und fremde Schuld. Unsere Arbeit, unsere Aufgaben, unsere Beziehungen – vieles, was uns sonst Freude macht, wird auf einmal zur Mühe und Last. Abgestumpft zu sein bedeutet: die Seelen kraft ist verletzt, die Hoffnung getrübt, die Berufung entfremdet, das innere Leben seiner Freude beraubt. Wir machen ange strengt weiter, aber wir spüren immer weniger Erfüllung und immer mehr
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BUCHTIPP Erschöpfung. Und doch muss man sagen: Wenn wir nicht stumpf werden, haben wir auch nicht gearbeitet. Wenn Sünde uns nicht berührt, haben wir auch nicht gelebt. Noch ein Drittes wird an diesem Gleichnis deutlich: Es ist nicht die Schuld des Eisens, dass es stumpf wird. Das ist nicht zu ver meiden; es liegt in der Natur der Sache. Mit jedem Stich spürt auch das schärfste Eisen das harte Ahornholz. Mit uns ist es nicht anders: Es liegt im Wesen des Menschen, sich gegenseitig zu verletzen. Das Leben mutet sich uns zu, und diese Zumutung ver ändert unser Herz. Nur ein unbenutztes Werkzeug bleibt scharf. Es ist sich zu fein, an dieser Welt stumpf zu werden. Aber unsere Stumpfheit zeigt doch: Wir haben die Härte unserer Berufung erlebt.
Martin Schleske
Herztöne Lauschen auf den Klang des Lebens
Nr. 835076, € 22,99 Gebunden ∙ Schutzumschlag ∙ 368 Seiten
Es ist nicht schlimm, dass wir stumpf wer den. Aber fatal ist es, wenn wir uns nicht wieder schärfen lassen. Darum habe ich damals diese atemberaubende Traurigkeit über dem Satz Es reicht schon noch gespürt. Wenn ein Instrument verstimmt ist, nützt es nichts, noch inbrünstiger zu spielen. Das Verkehrte kann nicht durch ein noch höhe res Maß an Einsatz wettgemacht werden. Man muss das Instrument vor dem Spielen stimmen. Wenn das Werkzeug stumpf ist, nützt es nichts, mehr Kraft aufzuwenden oder um himmlischen Segen zu bitten. Man muss es schärfen. Nicht ein Mehr an Kraft, sondern gestimmt zu werden, geschärft zu werden – das bedeutet Segen.
Mit 16-seitigem Bildteil ∙ Fotos von Donata Wenders und Tobias Kreissl ISBN 978-3-86334-076-6
A Auch als eBook erhältlich
LESEPROBE
Eine ausführlichere Leseprobe des Buches „Herztöne“ können Sie gratis mitbestellen – solange der Vorrat reicht.
Leseprobe Nr. P5247 24 Seiten
Gekürzter Auszug aus dem Buch „Herztöne“ von Martin Schleske
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Hinter den Kulissen EIN BESUCH IM ATELIER VON EBERHARD MÜNCH Mehrmals im Jahr lädt der Wiesbadener Künstler Eberhard Münch mit seiner Frau Maria Acconci-Münch Interessierte in sein Atelier ein. Er freut sich, mit seinen Gästen ins Gespräch zu kommen: über Kunst und Kultur, Kirchenbau und Malerei, Glaube und Leben.
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berhard Münch ist viel unterwegs, um Kirchen und Kapellen im In- und Ausland zu gestalten. Doch mehrmals im Jahr zieht sich der Künstler ins Atelier zurück – um nachzudenken, sich inspirie ren zu lassen, zu malen. Seine Welt sind die Farben, die Formen, das Licht.
TAG DES OFFENEN ATELIERS
„Für mich ist es ein Geschenk, wenn ich merke, dass Menschen sich von meinen Bildern ansprechen lassen und es gelingt, so ein wenig mehr Hoffnung in die Welt zu bringen. Denn es beschäftigt mich, die Bot schaft der Bibel, Gottes Geschichte in immer neuen Facetten zu erzählen“.
Atelier für Wandmalerei Eberhard Münch Didierstraße 5 65205 Wiesbaden Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: ateliermuench@t-online.de
Wer den Künstler und seine Frau Maria per sönlich kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, am „Tag des Offenen Ateliers“ in Wiesbaden vorbeizuschauen.
Ständig aktualisierte AusstellungsTermine finden Sie unter www.adeo-verlag.de/Ausstellungen
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Sie sind eingeladen!
Samstag, 28. Mai, 14 – 19 Uhr Samstag, 04. Juni, 14 – 19 Uhr
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Edition Eberhard Münch
Eberhard Münch
Morgenerwachen Nr. 5571001, € 20,—* Kunstdruck ∙ Format 50 x 70 cm Druck auf hochwertigem
Eberhard Münch · Morgenerwachen · Mischtechnik © adeo-Verlag · Gerth Medien GmbH · Asslar · www.adeo-verlag.de · Nr. 557 1001
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Eberhard Münch Engel
Nr. 5571002, € 20,—* Druck auf hochwertigem Bilderdruckpapier
Eberhard Münch · Engel · Mischtechnik © adeo-Verlag · Gerth Medien GmbH · Asslar · www.adeo-verlag.de · Nr. 557 1002
Kunstdruck ∙ Format 50 x 70 cm
* unverbindliche Preisempfehlung
Das Leuchten der Stille Eine frische Frühlingsbrise weht mit dem oberen Kunstdruck von Eberhard Münch in Ihre vier Wände. Die schwungvollen Linien, die leuchtenden Farben der Blumen auf einer sonnigen Wiese laden zum Träumen und Auftanken ein. Stärke und Geborgenheit strahlt das Motiv des Engels aus: Es erinnert immer wieder daran, dass wir, um es mit den Worten von Dietrich Bonhoeffer zu sagen, „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ sind.
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Geschenkideen für Schönschreiber In Zeiten digitaler Kommunikation sind sie eine Besonderheit: handgeschrie bene Karten. Wir haben einige der schönsten Motive von Eberhard Münch in hochwertigen Kartensets für Sie zusammengestellt. Für Ihre persönliche Post an besondere Menschen. Verpackt sind die Karten in einem hochwertigen, dunkel blauen Stülpdeckelkarton. Die Sets enthalten je zwei Faltkarten der insgesamt fünf verschiedenen Motive.
Eberhard Münch
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Eberhard Münch
Edition Eberhard Münch
Blüte Nr. 5572907, € 16,—* Zehn Faltkarten im Format 12 x 17 cm (fünf Motive je zweifach) Mit weißen Umschlägen in einem hochwertigen Schmuckkarton
Zeichen der Hoffnung Nr. 5572916, € 16,—*
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Nr. 5572935, € 16,—*
Cherubim und Seraphim Nr. 5572927, € 16,—*
* unverbindliche Preisempfehlung
Nr. 5572915, € 16,—*
Aufbruch
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Einlegetexte, je zweifach enthalten 1 Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. Albert Schweitzer 2 Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Franz von Assisi
NEU
3 Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Eberhard Münch
Trostreich Nr. 5572942, € 16,—*
Dietrich Bonhoeffer
Zehn Faltkarten im 4 Herzliches Beileid
Format 12 x 17 cm Mit Einlegetexten und
5 In stiller Anteilnahme
weißen Umschlägen in einem hochwertigen Schmuckkarton
Einfühlsame Worte für Zeiten der Trauer Immer wieder gibt es Momente, in denen wir lieben Menschen unser Beileid aus sprechen, Trost und Zuversicht schenken möchten. In diesem Kartenset haben wir für Sie fünf verschiedene Trauer-Motive
(je zweifach) von Eberhard Münch zusam mengestellt. Das Set wird komplettiert durch zehn Einlegeblätter mit insgesamt fünf unterschiedlichen Texten, die je zweimal enthalten sind.
Der Mensch, den wir liebten, ist nicht mehr da, wo er war, aber überall, wo wir sind und seiner gedenken.
Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe. Augustinus
Augustinus
20
Engel des Trostes Nr. 5572032, € 13,–*
Gedenken Nr. 5572006, € 13,–*
Fünf Kunst-Doppelkarten im Set (jeweils gleiches Motiv)
Fünf Kunst-Doppelkarten im Set (jeweils gleiches Motiv)
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Zur Konfirmation und Firmung
Edition Eberhard Münch
Kunst-Doppelkarten von Eberhard Münch · fünf Karten (jeweils gleiches Motiv) im Set
Facettenkreuz Nr. 5572033, € 13,–* Jesus Christus spricht: ICH BIN der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
* unverbindliche Preisempfehlung
Johannes 14,6
Der gute Hirte (Psalm 23) Nr. 5572002, € 13,–* Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße […] Psalm 23
Licht der Welt Nr. 5572034, € 13,–* Jesus Christus spricht: ICH BIN das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12
Ich bin der gute Hirte Nr. 5572019, € 13,–*
Ich bin immer bei dir Nr. 5572010, € 13,–*
Licht auf dem Weg Nr. 5572028, € 13,–*
Jesus Christus spricht: ICH BIN der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
Matthäus 28, 20
Psalm 119, 105
Johannes 10,11
Diese und weitere Kunst-Faltkarten mit Motiven von Eberhard Münch erhalten Sie im Buchhandel oder unter www.adeo-verlag.de.
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du bist bei mir,
len Trost. rößten Glück rt wird. Der teuer war. hrer Jesus du Gott Herz bereit t, du habest
hne AntworErklärungen. estand. Geliebt und
Der Herr ist mein Hirte Psalm 23 mit Bildern von Eberhard Münch
25.11.2009 09:44:09
Eberhard Münch / Jürgen Werth
Der Herr ist mein Hirte. Psalm 23 Leporello Nr. 5574202, € 3,99* Kunstdruckkarton 24 Seiten ∙ 8 x 12 cm Ausgeklappt 96 x 12 cm
gedemütigt. Gefeiert und gejagt. Und am Ende gekreuzigt. Unbarmherzig aufs Kreuz gelegt. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, schreit er. Er erlebt und erleidet, was ungezählte andere vor ihm und nach ihm erlebt und erlitten haben. Und schickt mit diesem letzten Schrei alle unsere Schreie Richtung Himmel. Und ich beginne zu ahnen: Ich kann meine Verzweiflung und meine Menschen- und Gottverlassenheit nur aushalten, wenn ich mich an den menschen- und gottverlassenen Jesus klammere. Ohne alles zu verstehen. Aber in der Gewissheit, verstanden zu sein. Selbst in der tiefsten Verlassenheit bin ich nicht allein. Er ist da. Der Gekreuzigte und Auferstandene. Und seine Engel. Himmlische. Oder ganz und gar menschliche. „Von guten Mächten wunderbar geborgen …“.
Gott lässt niemand auf Dauer im Regen stehen, der sich einmal auf ihn eingelassen hat. Er verlässt nicht, wer sich auf ihn verlässt. Wer ihm sein Schicksal anvertraut, vertraut dem einen, der uneingeschränkt vertrauenswürdig ist. Darum ist dieser Psalm keine frömmelnde Vertröstung: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“ Der Psalm lockt unseren Blick von unseren vergänglichen und gefährdeten Lebenshäusern zu den ewigen ungefährdeten Himmelshäusern Gottes. Dorthin sind wir unterwegs. Unter Gottes Schirm. „Aber reicht das?“, fragst du. Denn manchmal ist der Sturm, der durch dein Leben bläst, so wild und ungestüm,
dass er dir jeden Schirm aus der Hand reißt. Was hilft ein Schirm gegen einen Orkan? Nichts. Solange du ihn in der Hand hältst. Doch du wanderst unter dem Schirm des Höchsten. Und er hält den Schirm. Das Leben bleibt gefährlich. Aber es ist beschirmt. Ich bleibe gefährdet. Aber kein Sturm kann mich umbringen. Und es kommt noch besser. Denn in der hebräischen Urfassung dieses Psalms ist nicht nur von einem Schirm die Rede. Das Wort, das hier steht, bedeutet auch etwas, das noch besser ist als ein Schirm, noch krisenfester. „Sether“ heißt dieses hebräische Wort. Was so viel wie „Schutz“ bedeutet. Oder – schöner und bildhafter noch – „Schutzhütte“. Meine Zuversicht und meine Burg …
Wir dürfen uns sicher sein, dass es einen gibt, der mit uns ist, der uns begleitet. Davon spricht der 23. Psalm, einer der schönsten und eindrücklichsten Texte der Bibel. Eberhard Münch hat den Psalm gemalt – einen großen, farbigen Lebensweg mit Gott. Mit einer kurzen Betrachtung von Jürgen Werth.
„Wer in der Schutzhütte des Höchsten sitzt …“ „Wer in der Burg des Höchsten wohnt …“ In so eine Behausung kann ich fliehen, wenn mir das Wasser bis zum Hals steht. Da bin ich sicher vor prasselndem Regen und sengender Sonne. Da bin ich auf ewig zu Hause, auch wenn‘s draußen stürmt und schüttet. Ich lebe jetzt schon im stillen Auge des Sturms. Unsere Häuser sind immer gefährdet. Gottes Haus steht sicher. Atme durch und atme auf: Du hast ein Dach über dem Kopf und vier Wände. Du hast es warm und gemütlich. Du weißt es und spürst es mit allen Fasern deines Körpers und deiner Seele: Gott ist gut! Gott ist gut zu mir! Er wacht über meinem Leben! Mein Glück ist seine Angelegenheit, nicht meine!
Gleich drei Gottesnamen kommen in unserem Psalm vor: Eljon, der Höchste, El Shaddai, der Allmächtige, und Elohim, einfach Gott. Der Höchste, der Allmächtige … Es gibt viele Gottesnamen in der hebräischen Sprache. Und das ist gut. Denn man kann Gott nicht einfach nur mit einem Namen beschreiben. Gott ist alles. Gott ist das Ganze.
Himmelshaus, in dem alle Katastrophen der Erde Geschichte sind.
Unter dem Schirm und in der Schutzhütte und in der Burg Gottes, des Höchsten, des Allmächtigen. Kein Geringerer, kein Kleinerer, kein Schwächerer will dich bewahren in allen Bedrohungen des Lebens.
Unsere Häuser sind vergänglich. Sein Haus steht ewig. Flieh in diese Schutzhütte! Rette dich in diese Burg! Bete! Lies sein Wort! Suche Menschen, die an ihn glauben! Immer wieder! Und achte auf die Engel! Sie weisen dir den Weg. Ob du immer Zutritt hast? Egal, was du angestellt hast? Egal, wie’s um dich steht? Egal, wie du aussiehst, wo du herkommst? Du hast den Schlüssel!
Er passt auf dich auf. Er gibt deinem Leben Bestand. Er umgibt deine Zeit mit seiner Ewigkeit. Er bewahrt dich nicht vor jedem Wetter. Aber er bewahrt dich in jedem Wetter. Bewahrt dich, bis er dich endgültig willkommen heißt in seinem hellen
Den Schlüssel zu Gottes Schutzhütte! Zu seiner Burg! Immer heißt er dich willkommen! Du gehörst auf ewig zu ihm! Er gehört auf ewig zu dir! Du gehörst auf ewig zu seiner Familie! Sein Haus ist dein Haus! Jürgen Werth
Unter Gottes Schutz
Psalm 91 mit Bildern von Eberhard Münch
25.11.2009 09:36:25
Eberhard Münch / Jürgen Werth
Wie gut ist es, einen schützenden Engel an unserer Seite zu wissen. Basierend auf Psalm 91 hat Jürgen Werth eine wunderbare Meditation dazu geschrieben. Im Zusammenspiel mit faszinierenden Engel-Motiven von Eberhard Münch wird daraus ein schönes Geschenk für viele Gelegenheiten.
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Unter Gottes Schutz. Psalm 91 Leporello Nr. 5574203, € 3,99* Kunstdruckkarton 24 Seiten ∙ 8 x 12 cm Ausgeklappt 96 x 12 cm
adeo magazin • 1 | 2016
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Edition Eberhard Münch
Bibeltext: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
die lakonische n Königs zu klagen!“
Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
Unter Gottes Schutz
„Titus Müller erzählt in diesem Buch romanartig aus dem Leben von Franz von Assisi. Er stellt sprachlich sehr ansprechend dar, welche Ereignisse ihn bei dessen lebenslanger Gottessuche und in der großen Liebe zur gesamten Schöpfung geprägt haben. Untermalt werden die Etappen durch wunderschöne Illustrationen von Eberhard Münch, deren farbliche Aus drucksstärke die Leidenschaft im Leben von Franz von Assisi eindrucksvoll veranschaulicht.“ Leserstimme
Titus Müller / Eberhard Münch
Glücklich der Mensch Nr. 835006, € 14,99 Gebunden mit Schutzumschlag 176 Seiten ∙ Durchgehend farbig ISBN 978-3-86334-006-3
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Auch als eBook erhältlich
Colorierte Skizze von Eberhard Münch adeo magazin • 1 | 2016
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Motiv von Eberhard MĂźnch
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adeo magazin • 1 | 2016
Vom Weg, der Wahrheit und dem Leben ANDREA SCHWARZ AUF DER REISE IN DIE SEHNSUCHT „Das Ziel heißt Leben – das ganz eigene, unverwechselbare Leben, das kein anderer für mich leben kann. Und das mag manchmal sehr schlicht und unscheinbar daherkommen, mit Höhen und Tiefen, gelegentlich voller Grautöne. Aber dieses Leben hat ein ehrliches Gesicht. Es gaukelt mir nichts vor, übertüncht nichts, baut keine Fassaden auf. Und: Es ist kein Event und keine Massenveranstaltung. Es ist mein Leben – und nicht das, von dem mir andere einreden wollen, es sei das Leben. Andrea Schwarz
Das Leben ist eine große Reise voller Träume. Wer trägt nicht schon lange den Wunsch in sich, einmal Grenzen zu überschreiten, neue Türen aufzustoßen? Wer träumt nicht davon, endlich einmal irgendwo wirklich anzukommen, damit die rastlose Suche nach dem Glück ein Ende hat? Wer sehnt sich nicht danach, einen Ausweg aus der Schneller-Höher-Weiter-Spirale zu finden? Was macht ein erfülltes Leben wirklich aus? Was bleibt am Ende zurück? Was ist das Ziel unserer Reise?
Andrea Schwarz unternimmt eine sehr persönliche Reise in die Sehnsucht. Und sie entdeckt dabei mehr und mehr die Tiefe und Weisheit in den fast 2000 Jahre alten Texten des Johannesevangeliums. Sie werden für sie zu Bildern voller Sehnsucht. Sieben „Ich bin“-Worte – Bilder, mit denen Jesus sich selbst beschreibt. Und sie weiß: Es ist wichtig, immer wieder neu aufzubrechen. Ihr Buch ist ein ganz besonderer geistlicher Reisebegleiter, nicht zuletzt durch die leuchtenden Bilder von Eberhard Münch.
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Reise in die Sehnsucht Sein. Leben. Gehen.
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Zurück ins Leben EIN HERZINFARKT KANN DAS ENDE SEIN – ODER DER ANFANG Oliver Gaw erlitt gleich zwei Herzinfarkte – und überlebte. Um die Geschehnisse zu verarbeiten, startete er ein Jahr später einen Blog, der berührte und großes Interesse weckte. Jetzt erscheint seine Geschichte in dem schonungslos offenen und doch auch humorvollen Buch „Neustart“. Erfahren Sie in diesem Interview, woher Oliver Gaw die Kraft nahm, nicht aufzugeben.
Über Ihren Blog haben bereits viele Menschen von Ihnen und Ihrer Geschichte erfahren. Jetzt erscheint sie als Buch. Was ist Ihr Antrieb, andere Menschen daran teilhaben zu lassen?
Nach meinem Herzinfarkt suchte ich Ant worten auf das, was mir geschah, wollte verstehen, was in mir drin los war. Ich stieß auf jede Menge medizinischer Texte und wissenschaftlicher Erläuterungen, aber auf nichts, was mir in meiner Situation half. In Foren fand ich ebenfalls nur Fragen von Betroffenen oder deren Angehörigen, aber keine Antworten für mich. Mit meinem Buch „Neustart“ will ich nun für alle Interessierten dem abstrakten
Ereignis Herzinfarkt, abseits von Medizin und Wissenschaft, ein Gesicht geben. Ich schreibe schon immer sehr gerne und so habe ich meine Gefühle, meine Ängste, aber auch meinen Humor zu Papier gebracht. Ich will Betroffenen und Angehörigen damit sagen: „Schau her, so war es bei mir!“ Und ich will Mut machen – denn das Leben geht weiter und es bedarf so wenig, um ein glückliches und gesundes Leben zu führen. Ich schreibe dieses Buch aber auch für die anderen Menschen, die keinen Herzinfarkt hatten. Vielleicht erreiche ich den Einen rechtzeitig, der sonst vielleicht die gleichen Fehler macht wie ich damals. Sie schreiben, ein Herzinfarkt ändere alles. Warum ist das so?
Ein Herzinfarkt konfrontiert einen erbar mungslos mit der eigenen Vergänglichkeit. Das Herz kann jeden Moment aufhören zu schlagen, der eigene Körper hat „versagt“. Dieser Moment hinterlässt eine Angst in einem, die zerstörerisch sein kann. Der Geist taucht ab und viele Patienten bleiben auch in einer schweren Depression hängen. Diese Angst bewirkt aber auch, dass man nur noch ein Ziel hat: Das will ich nicht noch Oliver Gaw mit seiner Französischen Bulldogge „Spike“
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einmal erleben. Am Leben bleiben – dafür ändert man alles, was man vor dem Herzin farkt vielleicht anders gemacht hat. Um sein Herz zu schützen, stellt man Dinge in Frage und ändert Prioritäten. Das muss man. Wie können Angehörige, Freunde und auch Betroffene selbst mit dieser Veränderung
zunächst mein Glaube, der mich rettete. Der Herzinfarkt und alles, was danach geschah, öffnete mir die Augen und letztend lich glaubte ich auch wieder an mich selbst. Ich hörte wieder auf mein Innerstes. Und da waren wieder all die Dinge, die ich früher schon mochte – der Spaß am Fotografieren und die unglaubliche Freude beim Schreiben.
umgehen?
Die Familie kann in diesem Moment nur eines machen – da sein. Der Patient wurde schließlich aus dem Leben gerissen, man muss ihn nun behutsam ins Leben zurück begleiten. In vielen Fällen werden wir sein Verhalten nicht erklären können und als egoistisch deuten – genau das ist aber wichtig für den Menschen, wenn er wieder die Kon trolle und Verantwortung für seinen Körper übernehmen möchte.
Viele denken, man wird ein neuer Mensch ... Ich glaube wir finden wieder zu dem zurück, was uns als Mensch ausmacht.
OLIVER GAW Oliver Gaw ist gelernter Reproduktionsfotograf und arbeitet heute als Außendienst-Mit
Die Veränderungen geschehen nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, der dauert und wahrscheinlich nie endet. Als Angehöriger kann man nur versuchen, diesen Prozess zu begleiten und zu unterstützen und vor allem, Geduld zu haben. Im Idealfall zieht man dann für sich selbst einen Nutzen, wenn man zum Beispiel gemeinsam mit dem Pati enten einen gesünderen Lebensstil wählt. Das geschah bei mir nicht von heute auf morgen, sondern es war ein Prozess, der dauert, aber eben alles verändert.
arbeiter für einen der größten deutschen Buchhersteller, weshalb er sein frisch gedrucktes Buch auch höchstpersönlich in der Druckerei in Empfang nehmen konnte. Sein Interesse für das Schreiben entdeckte er schon in seiner Kindheit. Nach seinen beiden Herzinfarkten startete er einen erfolg reichen Blog über die einschneidenden Ereignisse und sein neues Leben: www.oliver2punkt0.com.
Sie sagen, Sie sind kein neuer Mensch gewor-
Einen Auszug aus seinem Buch „Neustart“ finden
den, sondern haben zu dem zurückgefunden,
Sie auf der folgenden Doppelseite.
der Sie eigentlich sind. Was hat Ihnen die Kraft gegeben sich wiederzufinden?
Als ich am Straßenrand zusammenge krümmt auf allen Vieren kroch, war es
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Mehr zum Autor und einen Trailer zum Buch finden Sie hier
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„Mein Herz und ich sind eins.“ AUSZUG AUS DEM BUCH „NEUSTART“ VON OLIVER GAW
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ch hatte immer gedacht, ich hätte alles im Griff. Ich war wichtig, immer oben dabei. Jetzt liege ich nackt hier, vollgepumpt mit Medikamenten, ein Wunder der Technik. Gäbe es diese Technik nicht, wäre ich tot. Und nun? Nun darf ich der Realität ins Auge sehen. Was wird sein? Was erwartet mich? Wird alles wieder normal werden? Werde ich wieder arbeiten können? Was denken alle von mir? Meine Gefühle beschämen mich. Ich will mich so gerne freuen, aber ich kann nicht. Jetzt wo ich es „geschafft“ habe, schäme ich mich. Ich schäme mich, dass es so weit gekommen ist. Und ich schäme mich, dass ich noch lebe. Es wäre nur gerecht gewesen, wenn ich gestorben wäre. Ich werde nur mit Technik am Leben gehalten. Ich bin ein Monstrum an Schläuchen, unfähig aufzuste hen. Wünschen wir nicht alle, Frankenstein hätte sein Experiment nie durchgeführt?
Einzeln verpackt und doch verderblich, Haltbarkeitsdatum überschritten. Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod. Tod und Leben liegen für mich nun so nah beieinander – wo ist da schon der Unter schied? Alles was ich tun muss, ist warten. Und ich werde warten. Ich bin vorbereitet. Wieder lausche ich den Geräuschen. Um mich wach zu halten, zähle ich die Pieptöne meines Pulsmessers mit. Ziemlich schnell für einen Ruhepuls. Wenn er noch schneller wird, weiß ich, dass es geschehen wird.
Heute Nacht, wenn der Tod hier wieder an den Wänden entlangschleicht, werde ich mich bei ihm entschuldigen. Ich werde ihm sagen, wie leid es mir tut, und dass ich es wieder gutmachen will. Ich werde ihm meine Fehler eingestehen und ihn einfach begleiten, wie einen guten alten Freund. Wir werden gemeinsam durch die Türe gehen und noch einmal einen letzten Blick auf dieses Stück Fleisch werfen, was mir einmal als Körper diente, als Hülle für ein Leben. Foto: Oliver Gaw
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BUCHTIPP Ich lausche. Aber nichts geschieht. Komisch. Alles ist komisch. Oliver Gaw gibt dem abstrakten Ereignis
Ich versuche, mich im Zimmer umzublicken, aber ich kann mich nicht bewegen. Alles ist ruhig. Auch bei den anderen Patienten tut sich nichts. Stille. Die Gedanken drehen sich in mir, wie die Gondeln in einem Karus sell. Sie winden sich und kriechen durch mein Gehirn nach draußen, um als Tränen links und rechts meine Wangen hinunterzu rinnen. Das warme Gefühl auf der Haut tut gut. Werde ich in dieser Nacht sterben oder werde ich weiterleben?
„Herzinfarkt“ ein Gesicht. Ehrlich und mit viel Humor schildert er seinen Infarkt, die Herz-OP und die darauffolgende Achterbahn der Gefühle. Er will Mut machen, das Leben so anzunehmen, wie es ist. Betroffene, Angehörige und auch Neugierige finden in seinen Schilderungen Antworten und Unterstützung. Ein Buch, das hilft, den Schritt zurück ins Leben zu wagen.
In der Zeit, die ich bis jetzt hier im Krankenhaus gelegen habe, war ich mal voller Hoffnung, mal wartete ich nur auf den Tod. Der ständige Wechsel in meiner Gefühlswelt ist extrem anstrengend. Da höre ich mein Herz pochen, es klopft von innen gegen meinen Brustkorb, wie um mir zu sagen: „Hey, ich gehöre dir! Ich bin das Einzige, was in deinem Leben beständig ist. Worauf du dich verlassen kannst. Ich schlage für dich, also pass auf mich auf.“ Auf einmal verstehe ich: Meine Gefühle sind wechselhaft wie Aprilwetter, doch mein Herzschlag ist immer da. Mein Herz und ich sind eins. Ich höre mit dem Zählen auf, lausche nur noch meinem Herzen. Es ist das Aufregendste, was ich je gespürt habe.
Oliver Gaw
Neustart Ein Herzinfarkt kann das Ende sein – oder der Anfang
Nr. 835085, € 17,99 Gebunden mit Schutzumschlag · 224 Seiten
In diesem Moment geschieht etwas Wunder bares: Mein Geist versöhnt sich wieder mit meinem Körper. Ich bin nicht mehr nur ein Stück Fleisch, ich werde wieder zum Ich. Auszug aus dem Buch „Neustart“ von Oliver Gaw
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ISBN 978-3-86334-085-8
A Auch als eBook erhältlich 29
Die Geschichte des Wasserwandlers WAS PASSIERT, WENN JESUS HEUTE ZURÜCKKEHRT? Sophie, Mitte 30, hat keinen Mann, aber eine Katze. Sie ist fasziniert von diesem Jesus, der in Hamburg aufgetaucht ist. Denn er sagt ihr Dinge auf den Kopf zu, die schwer auszuhalten sind, aber ihr Innerstes treffen. Alex geht es ähnlich. Er verlässt seine Familie, weil er merkt: Das wahre Leben findet woanders statt … Lesen Sie einen Auszug aus dem Roman „Große Freiheit“.
4. August, Sophie: Alle in einem Boot
I
ch bin beseelt. Was für ein Wort. Erstens, dass ich es überhaupt in den Mund nehme. Und zweitens klingt es so, als hätte ich vorher keine Seele gehabt. Hatte ich aber, das weiß ich. Nur hatte sie vorher ein anderes Kleid an. Ich werde kitschig. Das ist mir peinlich. Aber Tatsache ist, dass ich mich hier geborgen fühle. Und das, wo ich selten an einem weniger bergenden Ort schlief; nur eine dünne Zelthaut zwischen mir und dem Hamburger Himmel, der unberechenbar ist und jeden Moment ein paar Kübel Regen auskippen könnte.
Wir feiern uns. Die meisten Leute sind schon weg. Zur nächsten S-Bahn ist es ein ganzes Stück. Der Rest sitzt im Sand, trinkt Weißwein aus Plastikbechern und guckt
in die Sonne, die in die Elbe sinkt. Jemand hat eine Gitarre dabei. Wir erfüllen alle Klischees und es ist trotzdem schön. „Das ist der Anfang von etwas ganz ande rem“, wiederholt Alex jetzt zum dritten Mal. Seine Augen haben was Ekstatisches. Vielleicht ist es der Wein. Der sachliche Journalist, ich muss lächeln. Ob ich auch so aussehe? „Wir können das jeden Abend machen. Wir vergrößern das hier. Alle sollen kommen!“ Die anderen lassen sich mitreißen, sie reden, als sei dies Utopia. Nur Jesus ist still. Ich beobachte ihn aus den Augenwinkeln. Er schüttelt den Kopf, als ihm jemand einen Becher Wein gibt. Plötz lich steht er auf, geht zu Linde, flüstert ihr was ins Ohr, dann geht er zu Richard. „Los“, sagt er, als er bei mir angekommen ist. „Los?“ Ich könnte entgeisterter nicht sein. „Wieso jetzt?“, zische ich, „wohin denn?“
„Das ist der Anfang von etwas ganz anderem.“ Dass wir Gäste haben. Dass alle gerade total entspannt sind. Wir quetschen uns in das Boot, das tief liegt, aber offenbar dicht ist. Jesus rollt sich unter der hinteren Bank zusammen und schläft sofort ein. Na toll. Wir streiten ein bisschen
um die Paddel, denn natürlich können nicht zwölf Leute gleichzeitig paddeln, und wie immer gibt es auch ein paar, die sich drücken. Ich fasse es nicht. Doch nicht hier, doch nicht bei uns! Die ersten hundert Meter geht es gut voran. Bis wir das Containerschiff sehen. Wir kämen locker dran vorbei, da bin ich sicher. Aber Jan kriegt sofort Panik und lässt den Kapitän raushängen. Er schreit absurde Anweisungen, und ich versuche ihn zu igno rieren, weil er mir mit seiner Fischermütze sowieso auf die Nerven geht. Aber weil er die anderen so mit seinem Geschrei ansteckt, sage ich dann doch, wir sollten uns besser einfach treiben lassen. Bäng – der Sturm bricht los. „Also das, was du ohnehin die ganze Zeit tust“, ätzt jemand hinter mir. Ich drehe mich überrascht zu Julia um, aber sie macht schon weiter: „Für uns ist das nämlich was Existenzielles hier, nicht so wie für dich mit deinem fetten Konto in der Hinterhand. Für dich ist das alles doch bloß ein cooles Spiel!“ Ich bin sprachlos. „Schluss jetzt“, ruft Alex, aber das macht es nur noch schlimmer. „Willst du dich hier als Chef aufspielen?“, faucht Julia und Foto: Shutterstock
„Wir fahren rüber“, sagt er und nickt mit dem Kinn zu der kleinen Insel. Sie liegt genau dort, wo die Elbe wieder breiter wird. Viel Sand und Wald. Soweit ich weiß, gibt es kein Haus, ich glaube, man darf die Insel nicht mal betreten. „Was sollen wir da?“ „Wir brauchen Ruhe.“ Warum Ruhe, denke ich, ich brauche keine Ruhe. Das klingt so vereinnahmend, dass es mich ärgert. Nur weil du keinen Spaß hast, will ich sagen und verkneife es mir im letz ten Moment. Aber Jesus ist ohnehin schon zum Boot gegangen, das unter einer Weide im Sand liegt. Er muss verrückt sein, wenn er denkt, dass wir uns in das Ding setzen. Der Kahn ist doch total morsch! Auch die anderen wirken nicht begeistert. Aber keiner sagt was. Dass das doch jetzt Quatsch ist.
irgendwer ruft über die Köpfe der anderen: „Kümmer dich erst mal um deine Familie, da hast du genug zu tun!“ Das Boot schlin gert bedrohlich. Die Wellen schlagen hoch. Keiner weiß, was er tun soll. Wir müssten uns alle beruhigen, damit wir wieder still im Wasser liegen, aber wie, wenn keiner auf den anderen hört? Wir wecken Jesus. Wie Kinder, die zu Mama laufen. „Ist es dir egal, was hier passiert?“, schreit Christina. „Wie kannst du so ruhig daliegen?“ Sie spricht nicht aus, was alle denken: Dass es seine Idee war. Er wollte zu der beknackten Insel. Jetzt soll er es auch ausbaden. Einen nach dem anderen guckt er an. Bis alle still sind. Und dann fragt er: „Wovor habt ihr Angst?“
4. August, Alex: Gegen den Strom
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as letzte Mal bin ich vor zehn Jahren gepaddelt. Drei Wochen lang quer durch Mecklenburg. Die Elbe ist ein anderes Kaliber. Wir haben zu tun, in geordneter Bahn voranzukommen. Die meisten hatten so ein Paddel noch nie in der Hand. Und das Kanu, ein riesiger Mannschaftskanadier, ist hornalt und definitiv überladen. Aber es schwimmt. Wir müssen ein furchterregen des Bild abgeben. Linde mit ihrer Bommel mütze ganz vorne, sie hat Schiss, fuchtelt wild mit einem abgebrochenen Paddel in der Luft herum. Wie eine Vogelscheuche. Rafael und Richard lachen sich kaputt, weil die Paddel immer wieder aneinandersto ßen und einfach keinen Rhythmus finden wollen. Jesus, der unbedingt übersetzen wollte, schläft. Christina hat ihr sonniges
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Gemüt an Land gelassen, sie ruft, sie könne nicht schwimmen, und Sophie steht Panik in den Augen, ich sehe es genau, ich habe mich schon viermal nach ihr umgedreht. Ich alleine hätte mich niemals mit so einem Boot auf die Elbe getraut. Aber auf diese Elbinsel will ich schon seit Jahren. Seltsam, dass mich ausgerechnet so eine Aktion zu ihr bringen soll. Die Strömung ist nicht bru tal, aber ordentlich, da muss man erstmal gegen ankommen. Wir kommen nur sehr langsam vorwärts. Jan ruft: „Containerschiff backbord!“, die meisten drehen sich nach rechts um, schreckhaft, obwohl backbord links meint. Jan spielt Kapitän und klärt uns darüber auf, dass dieser Riese kaum eine halbe Seemeile von uns entfernt ist und dass wir jetzt mal Tempo machen sollen. „Und eins, und zwei, und eins, und zwei“, ruft er in den Wind. „Mehr nach backbord, backbord! Nicht steuerbord.“
„Wovor habt ihr Angst?“
Wir strengen uns an und fahren halbwegs in die richtige Richtung. Aber die Strömung treibt uns schneller auf das Containerschiff zu, als dass wir dem anderen Ufer merklich näher kommen. Auf einmal große Aufre gung: „Das schaffen wir nie!“, „Halt den Mund!“ Alle rufen durcheinander, Jan ist rot im Gesicht, er versucht uns zu dirigieren, aber es ist zu spät. „Ich kann nicht schwim men“, schreit Christina, ich schließe die Augen, um dem Chaos für ein paar Augen blicke zu entkommen. Mein Paddel fällt ins Wasser, ich Idiot! Ich bin unsicher, ob Wind
adeo magazin • 1 | 2016
BUCHTIPP und Welle zugenommen haben oder ob wir es sind, die so viel Wind machen. Linde ruft „Jesus! Jesus!!“, aber Jesus scheint das alles weder zu hören noch zu stören. Plötzlich ein markerschauerndes Schiffshupen. Der Con tainerriese kündigt sein Kommen an, nicht wirklich nötig, finde ich, maximal hundert Meter liegen zwischen uns. „Jesus, aufwachen!“, rufen Christina und Sophie. Jesus steht endlich auf, balanciert zwischen uns von einer Bank auf die nächste. Da schwappt eine Welle ins Boot und für einen Moment sieht es aus, als ob Jesus übers Wasser geht. Dann ist er bei Linde. Er setzt sich neben sie. „Wovor habt ihr Angst?“, sagt er in einer Herrgottsruhe, die fast beleidigend ist. Der Riesendampfer fährt vor uns vorbei, ich habe Angst vor der Heckwelle, die irgendwann kommen muss. Jesus beruhigt uns, indem er gar nichts sagt und sich ein Paddel nimmt. Jan sagt auch nichts mehr, wir passen unsere Paddel schläge denen von Jesus an, nach einer halben Stunde sind wir auf der Insel. Wir liegen unter Birken im Sand, erlöstes Schweigen. Ich schlafe ein. Am Morgen kehren wir zurück, es ist noch früh, im friedlichen Niedrigwasser überqueren wir in zwanzig Minuten den Strom. Es gibt Brotreste, frischen Kaffee und versöhnliche Blicke.
Alex und Sophie erleben einen unglaublichen Sommer. Mit einem Typ, der sich Jesus nennt und die Welt verbessern will. Auf den Bauwagen plätzen im Hamburger Osten ist der Himmel los, die Werbefritzen von der Elbchaussee trauen ihren Augen nicht. Eine faszinierende Zeit. Schön und traurig zugleich. Aber mehr Leben geht nicht. Bis das ganze ein Ende hat. Und einen neuen Anfang.
Susanne Niemeyer / Matthias Lemme
Große Freiheit Die Geschichte des Wasserwandlers Nr. 835084, € 17,99
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adeo magazin • 1 | 2016
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Wer hätte das gedacht ...
Psalm 23
Unterwegs mit Gott...
Endlich wieder lieferbar Direkter Draht.
Endlich wieder lieferbar
Direkter Draht.
Psalm 23. Unterwegs mit Gott.
Am Ende der Anfang?
Direkter Draht. Das Vater Unser in heute.
Leporello
Leporello
Leporello
Nr. 5574206, € 3,99
Nr. 5574204, € 3,99
Nr. 5574205, € 3,99
Zwei Säuglinge unterhalten sich im Bauch der Mutter. Gibt es ein Leben außerhalb der engen Hülle? Eine tief gehende Metapher für ein Leben nach dem Tod.
Gut 2.000 Jahre alt, aber immer noch topaktuell: das Vater Unser. Eva Jung hat den Text mit Alltagsfotos illustriert und neu in Szene gesetzt.
Gott ist mit uns unterwegs, wohin wir auch gehen, wie tief wir auch fallen. Davon erzählt Psalm 23, dem Eva Jung eine moderne Gestal tung gegeben hat.
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„Vertrauen Sie nicht Ihrem Navi.“ AUF DEM WEG ZU EINER EREMITIN
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s haben sich schon viele festgefahren, wenn sie versuchten, zu mir zu kom men. Befolgen Sie deshalb bitte unbedingt meine Wegbeschreibung und gehen Sie im Zweifelsfall das letzte Stück zu Fuß. Diese Warnung klingt mir im Ohr, wäh rend ich im leichten Nieselregen durchs Emsland kurve. Mein Ziel liegt zwischen den Orten Ank um und Bippen, nordwest lich von Osnabrück. Hausnummern gibt es an dieser Straße nicht und auch weit und breit keine Nachbarn. Sonst wäre die Frau, die ich suche, auch nicht hier gelan det. Denn sie ist Eremitin. Ich verlasse die Landstraße und lande irgendwann an jener Stelle des asphal tierten Feldweges, die mir Maria Anna Leenen beschrieben hat. Vorsichtig parke ich an einer Gabelung meinen Wagen am Rand eines Grabens und ziehe Bergstiefel und Regenjacke an. Dann schultere ich den kleinen Rucksack und mache mich zu Fuß auf den Weg zur Klause „St. Anna“. Ringsum Felder, Wiesen, Wald.
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Ein Bussard zieht über mir am Himmel seine Kreise. Das letzte Stück geht es leicht bergauf. Der Weg macht eine Biegung, dann sehe ich die Eremitin das erste Mal. Mit einer Sichel steht sie auf der Wiese und schnei det Futter für ihre Ziegen. Um den Hals trägt sie ein Tau-Kreuz, das Erkennungs zeichen der Gefolgsleute von Franz von Assisi. Im Alter von 30 Jahren wollte Maria Anna Leenen Klarisse werden. Doch die Zeit im Kloster machte deutlich, dass sie eine andere Berufung hatte. Im Suchen danach wurde klar, dass es die Lebensform einer Einsiedlerin sein sollte. Abenteurerin, das war sie schon immer. Und sie wagte den Weg in die Einsamkeit, so wie vor 800 Jahren Klara de Favarone, die eine Predigt des heiligen Franziskus derart beeindruckt hatte, dass sie sich entschloss, ein Leben in der Nachfolge Christi und absoluter Armut zu führen.
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BUCHTIPP Ein Lächeln zur Begrüßung. Dann werde ich in die Klause gebeten, in der Maria Anna Leenen seit vielen Jahren lebt. Im kommenden Jahr wird sie sechzig. Das Magazin DER SPIEGEL schrieb über sie: „Sie hat keinen Chef, ihr Job ist das Beten ... Für ihre Arbeit bekommt sie einen Lohn, von dem viele träumen.“
Vielen geht es so wie Tessa: Ihr Job fordert sie über alle Maßen. Ihre Beziehung zu Timo fühlt sich leer an. Sie ist mit ihren Kräften am Ende. Auf einer Fahrradtour trifft sie zufällig Marie, die als Eremitin im Wald lebt. Marie nimmt sich Zeit und hört zu. Einige Wochen verbringen die beiden zusammen. Für Tessa wird es die beste Zeit ihres
Das Haus trägt ein windschiefes Dach, Wasser kommt aus dem Brunnen. Das Nötigste wurde mithilfe von Freunden hergerichtet, aber ich ahne, wie hart es sein muss, hier den Winter zu verbringen. Ein kleiner Ofen in der Küche spendet Wärme und dient gleichzeitig als Herd. Das Beil zum Holzhacken lehnt an der Wand. Zum Mittagessen teilen wir Brot, Käse, Honig und Milch.
Lebens. Sie kommt ihrer Sehnsucht und dem wahren Leben auf die Spur …
Ab und zu verirren sich Wanderer hierher. Suchende kommen gezielt, denn sie haben gehört, dass die Eremitin sich Zeit nimmt, ihnen zuzuhören. Und sie schätzen ihren Rat. Hier beginnt die Geschichte unseres Buches … Stefan Wiesner Maria Anna Leenen
Ganz weit draußen Manchmal muss man erst ganz weit raus, um zu sich selbst zu finden. Nr. 835087, € 17,99 Gebunden mit Schutzumschlag · 208 Seiten Mit s/w-Fotos ISBN 978-3-86334-087-2
A Auch als eBook erhältlich adeo magazin • 1 | 2016
Fotos: Ralf Baumgarten
Die Kraft der Farbe „In Felgers Werk der letzten Jahre findet zusammen, was seine Kunst seit fünf Jahrzehnten prägt: die Kraft der Farbe und die Klarheit des Lichts, das tiefe Mitgefühl für Mensch und Natur, der lebendige und gelebte Mythos sowie das grenzenlose Vertrauen in eine höhere Instanz, in der das Schicksal des Menschen und der Welt aufgehoben ist.“ Prof. Dr. Roland Doschka
Im Park von Bad Sebastiansweiler mit Blick auf die Schwäbische Alb hat der Künstler Andreas Felger seit 2010 sein Atelier in einer ehemaligen Klinikkapelle. Schon draußen werden Besucher von zehn großen Stelen aus Muschelkalk begrüßt – „Die zehn Gebote“ – etwas weiter steht ein Engel aus blau gestrichenem Stahl, vor der Kapellenwand zeichnet sich ein filigranes Kreissegment ab – alles Arbeiten aus der Werkstatt von Andreas Felger. Im „Atelier K“ empfängt den Besucher kein Weihrauch mehr, dafür ist die Luft von den ätherischen Essenzen des Malers erfüllt. Der hohe, von Licht erfüllte Raum ist ein
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inspirierender Arbeitsort für den Künstler, der auch mit 81 Jahren fast täglich hier arbeitet. „Es gibt so viel zu entdecken!“ , ruft er aus und meint damit nicht nur die Ölbilder, die an den Wänden stehen. „Die Alb“ ist Andreas Felgers zu Hause. Die Wiesen und Wacholderhaine sind dem Künstler von Kindesbeinen an vertraut und auch künstlerisch kehrt er immer wieder zu ihnen zurück. Sie sind eingeladen, den Künstler am „Tag des offenen Ateliers“ oder bei einer Ausstel lungsvernissage kennenzulernen. Und auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen eine Auswahl von Produkten mit seinen Bildern.
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Andreas Felger – Das Buch der Engel
Nr. 835026, € 148,—
Aquarelle und Zeichnungen —
Ganzleinenband im Schuber
Texte aus drei Jahrtausenden
mit Prägung
Ausgewählt und eingeleitet von
Inklusive beiliegendem Kunstdruck
Klaus Hamburger
Limitiert auf 300 Exemplare
Nr. 835025, € 19,99
ISBN 978-3-86334-026-1
ISBN 978-3-86334-025-4
Andreas Felger Bilder der Bibel Nr. 835077, € 24,99 Gebunden ∙ Schutzumschlag bedruckte Buchdecke 21 x 28 cm ∙ 176 Seiten ∙ durchgehend farbig ISBN 978-3-86334-077-3
ANDREAS FELGER TAGE DES OFFENEN ATELIERS 16. Juli 2016, 11 – 18 Uhr Atelier K, Hechinger Straße 26, 72116 Mössingen-Sebastiansweiler AUSSTELLUNGEN März – Juni 2016 Andreas Felger. DIE BIBEL Kloster Mariaberg Vernissage: 13. März 2016 Einführung: Dr. Oliver Kohler
März – April 2016 Andreas Felger. PSALMEN Stadtkirche Nagold Vernissage: 20. März 2016, 17 Uhr Einführung: Dr. Oliver Kohler
Aktuelle Ausstellungstermine und weitere Informationen unter www.af-kulturstiftung.de
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Andreas Felger Blütenreigen
Nr. 5572908, € 16,—* Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format 12 x 17 cm Mit weißen Umschlägen in einem hochwertigen Schmuckkarton
Farben des Südens Nr. 5572934, € 16,—*
Blumen Nr. 5572917, € 16,—*
Licht Nr. 5572914, € 16,—*
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Blütezeit Nr. 5572926, € 16,—*
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Edition Andreas Felger
NEU Andreas Felger
Alb Nr. 5572940, € 16,—* Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format 12 x 17 cm Mit weißen Umschlägen in einem hochwertigen Schmuckkarton
Faszination Farbe Nr. 5572904, € 16,—*
* unverbindliche Preisempfehlung
Engel Nr. 5572929, € 16,—*
Struktur und Farbe Nr. 5572930, € 16,—*
Farbboten Nr. 5572920, € 16,—*
Diese und weitere Kunst-Faltkarten mit Motiven von Andreas Felger erhalten Sie im Buchhandel oder unter www.adeo-verlag.de.
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Edition Andreas Felger
Trauer und Trost NEU Andreas Felger
Trauer und Trost Nr. 5572941, € 16,—* Zehn Faltkarten (fünf Motive) im Format 12 x 17 cm Mit Einlegetexten und weißen Umschlägen in einem hochwertigen Schmuckkarton
Einlegetexte, je zweifach enthalten 2 Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Franz von Assisi
Albert Schweitzer
Torbogen Nr. 5572787, € 12,—*
3 Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
4 Herzliches Beileid 5 In stiller Anteilnahme
Dietrich Bonhoeffer
Bote** Nr. 5572323, € 13,—*
Offener Himmel Nr. 5572633, € 12,—*
Engel mit Posaune Nr. 5572399, € 12,—*
Fünf Karten (jeweils gleiches Motiv) im Set · ** Faltkarten mit Goldprägung
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1 Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.
Engelerscheinung Apparition of an Angel · L´Apparence d´un Ange
Engel der Geborgenheit Angel of security - Ange de securité
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2006 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 27,5 x 19 cm © 2015 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2003 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier © 2013 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
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Schutzengel Guardian Angel · L‘ Ange gardien Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2005 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 37 x 27,5 cm © 2016 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
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Nr. 5572636
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Zwischen Welten Between Worlds · Entre mondes Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2014 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 25 x 18 cm © 2015 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Roter Engel Red Angel · Ange rouge
Engel an der Pforte Angel at the Gate · L‘ange à la porte
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2004 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 27,5 x 18,5 cm © 2013 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2004 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 27,5 x 19,5 cm © 2014 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 1998 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier © 2013 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
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Lichtengel Angel of Light · Ange de lumière
Diese Kunstkarte wurde von behinderten Menschen in der Grafischen Werkstätte der BruderhausDiakonie von Hand gefaltet und konfektioniert.
Andreas Felger Ohne Titel · Aquarell © Präsenz Kunst & Buch · 65597 Hünfelden www.praesenz-verlag.de Unter seinen Schwingen 8016
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KunstFaltkarten von Andreas Felger. Fünf Karten
Bunte Blüte Colourful bloom · Fleur multicolore Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2007 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 37 x 27,5 cm © 2014 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Mohnblüten Poppy Flowers · Fleurs de pavot Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2005 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 55,5 x 37,5 cm © 2012 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
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(jeweils gleiches Motiv)
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Frühlingsfarben Spring Colours · Couleurs du printemps
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2005 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 55,5 x 37,5 cm © 2012 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
im Set ohne Text ∙ € 12,–* Nr. 5572601
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Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2009 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 37,2 x 27,8 cm © 2014 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de 5572606
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Diese Kunstkarte wurde von behinderten Menschen in der Grafischen Werkstätte der BruderhausDiakonie von Hand gefaltet und konfektioniert.
Andreas Felger Ohne Titel · Aquarell © Präsenz Kunst & Buch · 65597 Hünfelden www.praesenz-verlag.de
Diese Kunstkarte wurde von behinderten Menschen in der Grafischen Werkstätte der BruderhausDiakonie von Hand gefaltet und konfektioniert.
Andreas Felger Ohne Titel · 1996 · Aquarell © Präsenz Kunst & Buch · 65597 Hünfelden www.praesenz-verlag.de Sommerboten 8107
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Nr. 5572606
Nr. 5572796
Farben des Südens Southern Colours · Couleurs du sud
Geschichte 3 History 3 - Histoire 3
Geschichte 1 History 1 · Histoire 1
Geschichte 4 History 4 · Histoire 4
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2008 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 55 x 75 cm © 2012 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2012 Öl auf Leinwand · Oil on canvas · Huile sur toile 200 x 140 cm © 2013 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2007 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 75 x 55 cm © 2012 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2012 Öl auf Leinwand · Oil on canvas · Huile sur toile 200 x 140 cm © 2014 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
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Tulpenstrauß 2 Bouquet of Tulips 2 · Bouquet de tulipes 2
Frühlingsboten Messengers of Spring · Messagers du printemps Andreas Felger Ohne Titel · Untitled · Intitulé 2006 Aquarell auf Papier · Watercolour on Paper · Aquarelle sur papier 55,5 x 38 cm © 2014 by adeo in der Gerth Medien GmbH, Asslar Verlagsgruppe Random House GmbH, München www.adeo-verlag.de
Nr. 5572619
Nr. 5572753
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Der wahre Prediger EINE LEBENSGESCHICHTE, DIE AUFWÜHLT
Millionen sahen den ARD-Film „Der Prediger“. In seiner Biografie erzählt der wahre PREDIGER die ganze Geschichte. 17 Jahre lang saß er wegen Mordes im Gefängnis und fand dort zu Gott. Heute ist er Seelsorger – obwohl seine eigene Seele tief verletzt ist. Wer das Buch liest, ist gefesselt. Davon zeugen auch die zahlreichen sehr positiven Bewertungen und Besprechungen.
„Der Film ‚Der Prediger‘ hat Millionen fasziniert. Das Buch geht viel weiter zurück und ist darin noch viel tiefer. Wer es aushält, in den Kopf und in das Herz eines Mörders zu sehen, der zugleich ein zart fühlender Mensch ist, wird nicht enttäuscht sein.“ Leserstimme „Das Buch eröffnet einen fesselnden Einblick in die Seele eines Mannes, der sich vom Mörder zum Prediger wandelt. Das macht Hoffnung, wirft aber auch Fragen auf über das Wesen und die Weite von Vergebung.“ pro Medienmagazin „Wer Mut hat, sich auf die Fragen im Buch einzulassen, kann nur gewinnen.“ dran Next
DER PREDIGER
DER PREDIGER
Nr. 835073, € 17,99
DVD 924909, € 14,99*
Gebunden · Schutzumschlag
Laufzeit: ca. 88 Minuten
288 Seiten
Label: Telepool (München)
ISBN 978-3-86334-073-5
EAN: 4260144382929
Foto: Shutterstock
Auch als eBook erhältlich
Das Leben geht weiter, als man denkt Seit seinem Unfall bei „Wetten, dass ..?“ bewegt sich Samuel Koch mit scheinbar endloser Energie und nicht totzukriegendem Humor rollend statt Saltos schlagend durchs Leben, absolviert ein Schauspielstudium „ohne Körper“ und erlebt Überraschendes, Schockierendes, Absurdes und Seligmachendes. Von all dem erzählt er in seinem Buch
Foto: Conny Wenk
„Rolle vorwärts“, das viele Menschen begeistert hat.
„Das beeindruckendste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe.“ Leserstimme
„Es steckt so viel Inhalt in dem, was er sagt, so viel Tiefe, und trotzdem redet er nicht wie ein Philosophie professor, sondern wie Du und Ich.“ Leserstimme
Samuel Koch
„Ehrlich und bewundernswert differenziert setzt sich Samuel Koch mit den Vor- und Nach- teilen seiner Situation auseinander, zeigt, wie er seit dem Unfall menschlich gewachsen ist und wie es ihm gelingt, allen Schwierigkeiten zum Trotz positiv und aktiv zu bleiben.“ ekz Bibliotheksservice
Rolle vorwärts Nr. 835071, € 17,99 Gebunden · Schutzumschlag 248 Seiten Mit 24-seitigem Bildteil ISBN 978-3-86334-071-1
NEU Hörbuch, vom Autor gelesen
Nr. 835123, € 19,99 4 CDs , ca. 300 Minuten
Auch als eBook erhältlich
adeo magazin • 1 | 2016
ISBN 978-3-86334-123-7
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BUCHEMPFEHLUNGEN
Leseproben unter www.adeo-verlag.de
„Wie ein Funkenflug ist das Buch gestaltet. Der schwarze Umschlag ist mit kleinen Löchern versehen, durch die der goldene Grund hervor leuchtet. […] Bedford-Strohms Credo und Appell: ‚Wir werden zeigen, dass nicht Hass und Gewalt, sondern Nächstenliebe und das Eintreten für die Menschenwürde unser Land ausmachen.‘“ EVANGELISCHE SONNTAGSZEITUNG
Heinrich Bedford-Strohm
Funkenflug – Glaube neu entfacht Nr. 835072, € 17,99 192 Seiten · ISBN 978-3-86334-072-8
„Ein gelungener Beitrag zur aktuellen Diskussion zum Thema Sterbebegleitung und Beihilfe zur Selbsttötung.“ eliport
Gröhe / Schneider / Finger
Margot Käßmann schreibt über grundlegende Sehn süchte wie die Sehnsucht nach Liebe, nach Frieden, nach Freiheit. Und darüber, dass es einen gibt, der uns durchs Leben begleitet ...
SPIEGEL-Bestseller
„Mit Feingefühl, tiefgründig und umfassend gelingt es Käßmann, den Leser mit der Thematik Tod zu konfron tieren, ohne ihn emotional abstürzen zu lassen.“ Leserstimme
SPIEGEL-Bestseller
Und wenn ich nicht mehr leben möchte? Nr. 835069, € 17,99
Margot Käßmann
Margot Käßmann
Sehnsucht nach Leben Nr. 835048, € 12,99
Das Zeitliche segnen Nr. 835024, € 17,99
192 Seiten · ISBN 978-3-86334-069-8
224 Seiten ∙ ISBN 978-3-86334-048-3
224 Seiten ∙ ISBN 978-3-86334-024-7
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adeo magazin • 1 | 2016
Alle Bücher auch als eBook erhältlich
„Ein kluger Ratgeber für alle, die sich mit körperlichen oder seelischen Erschöpfungszu ständen konfrontiert sehen.“ BORROMÄUSVEREIN
Bestseller
AKTUELL
adeo mini-magazin Der besondere Newsletter Wir möchten mit Ihnen teilen, was uns im Verlag bewegt, an
Helen Heinemann
welchen Themen wir „dran“ sind.
Warum Burnout nicht vom Job kommt
Deshalb gibt es neben dem großen
Nr. 814256, € 17,99
adeo magazin, das zweimal im
240 Seiten · ISBN 978-3-942208-56-7
Jahr erscheint, ein digitales mini-magazin, das vier- bis sechsmal im Jahr verschickt wird.
„Ein Plädoyer für Humor im Alter – das Altwerden annehmen statt es tragisch zu nehmen und lieber lachen, statt immer ver bitterter zu werden.“ Katholisches Sonntagsblatt
Aus dem Inhalt: • Interessante Interviews
„Ein Buch, das unter die Haut geht und Zuversicht schenkt – ungeschminkt, hart, herzlich und humorvoll.“ Hugendubel Büchermenschen
mit A utoren und Künstlern • Die Geschichten hinter unseren Büchern • Informationen zu Ausstellungen und Lesungen • Exklusive Angebote, zum Beispiel von Autoren und Künstlern handsignierte Bücher, limitierte Kunstdrucke und andere, besondere Geschenke • Impulse, Buchbesprechungen und Leseproben Sie können sich ganz einfach auf den E-Mail-Verteiler setzen lassen: www.adeo-verlag.de/mini-magazin
SPIEGEL-Bestseller
SPIEGEL-Bestseller
Notker Wolf mit Leo G. Linder
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Altwerden beginnt im Kopf – Jungbleiben auch Nr. 835037, € 16,99
Ich will das Leben küssen Nr. 835070, € 18,99
Oder schreiben Sie eine E-Mail an: mini-magazin@adeo-verlag.de
288 Seiten · ISBN 978-3-86334-070-4
256 Seiten · ISBN 978-3-86334-037-7 adeo magazin • 1 | 2016
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BUCHEMPFEHLUNGEN
Leseproben unter www.adeo-verlag.de
„Ein Buch, schön wie ein Gedicht.“ dranNEXT
Ist hier der Anfang?
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besser gefragt: ausgeprägt? Oder gar Wie gut ist Ihre Feinmotorik nicht, macht das mal gestrickt? Wenn Haben Sie schon können. es nicht wirklich nichts. Man muss
mal aufge Ist Ihnen schon besten Anfänge. nicht. Fragen sind die verfügbar. Schluss in der Mehrzahl fallen: Anfang ist einen. Einzige Aus Jahren. Der auch immer, nur Die Als Kind, vor vielen Davon gibt’s, warum Schluss drängt. Ich habe es versucht. eine Frage an den bis in meine Träume. nahme, wenn sich t verfolgte mich zu Schlüssen, oder Handarbeitsunterrich jeden Schluss Versuchen, ver Doch nach unzähligen verwandelt gnadenlos und meter Vielmehr Albträume. es nennen? wie würden Sie massenweise Luftmaschen schalartigen knoteten Fingern, Dieses Buch ist mal schmaler laufenden ich passablen Anfang? langen, mal breiter, leidlich. Aber was frei. Lesen suchen nach einem Sie sich Sie Zumindest es. ich chronologisch. Fühlen den Anfang Gebilden, konnte weder logisch noch Sie irgendwo per wenn dieses Wollknäuel Seite weiter, blättern noch nie abkonnte: auch schon ganze Knäuel Sie auf der nächsten an. Machen ja Chance. Ich habe Sie fangen hinten oder nicht hergibt. Keine keine hinein bloß Zufall Ziehen Sie Sie sich entscheiden: weggeschmissen. und viele. Egal, wie die Augen offen (sic!), halten Sie Buch ähnlich ver vorschnellen Schlüsse dass Sie mit diesem Viel Spaß auf der Sie sind geschmeidig. hält Um zu vermeiden, Fragen. Das meine bleiben Sie fragend. viele Anfänge. Ich Sie fahren, gibt es kaum zu übersehen. Reise da und dort! Buch verteilt und über das ganze jeder neuen Gedankenreise. sind quasi der Startpunkt
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Was erwar te
t Sie?
Eva Jung
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FAQs
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Alltagstourist Nr. 835036, € 25,–
Klimazonen
Anreise 502
tourist info
388
380
Kultur 506
Reisezeiten
Aussichtsp
Exkursion
530
Busuntern
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ehmungen
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Proviant
Abkürzung
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Mitreisend
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en
e Souvenirs
Abreise
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A bis Z
e
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Sprachführ er 454
Ausrüstung 422
Impfungen
Orientierun
Hotspots
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n
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Geschicht 522
Übernachte
Geführte Toure
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176 Seiten · ISBN 978-3-86334-036-0
unkte
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g
Routenplan 378
ung Vorbereitun 478
„Tims Lebenswille und die bedingungslose Liebe und Fürsorge, die die Guidos ihm entgegenbringen, ist so beeindruckend, dass man ihre Geschichte mit größter Dankbarkeit liest.“ Lutherische Kirche
„Dieses Buch kann wohl keiner aus der Hand legen, ohne zutiefst von diesem Schicksal berührt zu sein.“ LebensLauf
SPIEGEL-Bestseller
gen
Bei Fragen zum
Thema Seitenzahlen
: Siehe Seite
519
Die wahre Geschichte einer Frau, die sich fast zu Tode hungert, doch den langen Weg aus der tiefen Krise geschafft hat ...
Neuauflage
Guido / Schadt
Magda Hollander-Lafon
Déborah Rosenkranz
Tim lebt! Nr. 835038, € 17,99
Vier Stückchen Brot Nr. 814208, € 12,99
So schwer, sich leicht zu fühlen Nr. 814230, € 14,99
288 Seiten · ISBN 978-3-86334-038-4
144 Seiten · ISBN 978-3-942208-08-6
160 Seiten · ISBN 978-3-942208-30-7
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adeo magazin • 1 | 2016
Viele Bücher auch als eBook erhältlich
„Ein wunderschönes, leises, glücklich stimmendes Buch über ganz normale Dinge des Alltags.“
Leserstimme
Titus Müller
Glück hat tausend Farben Nr. 814257, € 9,99 160 Seiten · ISBN 978-3-942208-57-4
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„Wer sich fragt, wie inmitten von Gier, Chaos und Unfrie den eine Vision der Hoffnung vermittelt werden kann, bekommt keine fertigen Ant worten aber eine Ahnung, wohin man den Blick wenden kann, um die Hoffnung nicht zu verlieren.“ erf.de
Auch als eBook erhältlich
„Die Schilderung seiner Verbrecherkarriere ist wie ein spannender Krimi, die Kindheits-Rückblicke wie ein Drama und sein Finden zu Gott wie eine Erlösung.“ Leserstimme
„Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Span nend trotz oder wegen des Themas. Es zeigt, das Glau ben immer in Bewegung ist und es die Kirche deshalb auch sein müsste.“ Leserstimme
Oliver Kohler
Dag Hammarskjöld - Die längste Reise ist die Reise nach innen Nr. 835067, € 16,99
Hartung / Fasel
Fabian Vogt
Du musst dran glauben Nr. 835029, € 17,99
2017 - Die neue Reformation Nr. 814274, € 16,99
192 Seiten · ISBN 978-3-86334-067-4
240 Seiten · ISBN 978-3-86334-029-2
350 Seiten · ISBN 978-3-942208-74-1
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Unglaublich du meinst mich mit all meinen Fehlern mit all meinen Schwächen mit all meinen Grenzen du suchst mich du gehst mir nach du wirbst um mich du lockst mich hervor du liebst mich
Zwei Kleinode Unsere „Kleinod“-Reihe „Kurz & Gott“ hat Zuwachs bekommen. Diesmal geht es mit kurzen, tiefgründigen Texten von Andrea Schwarz im wahrsten Sinne des Wortes „himmelwärts“. Sie sagt darüber: „Eigentlich ist beten ganz einfach ... dann, wenn wir Gott in unseren Alltag mit hineinnehmen.
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Ich lasse ihn ungeschminkt und unzensiert an meinem Leben teilhaben. Zu einem solchen Beten wollen die kurzen Texte in diesem Buch einladen – Alltagsgebete, Gebetssplitter, Stoß seufzer, Gedankenfetzen.“ Bereichert werden die Texte auch diesmal durch neue Skizzen von Eberhard Münch.
adeo magazin • 1 | 2016
wer bist du? wie bist du? was bist du? wo bist du? Fragen über Fragen warum frage ich? vielleicht könnte das die Antwort sein
Herzbrennen manchmal brennt mein Herz Gott mal aus Liebe mal aus Leid oder auch Leidenschaft immer dann wenn mein Herz brennt bist du dabei
Innenseiten aus dem Buch „Kurz & Gott
– Himmelwärts“
Andrea Schwarz
Kurz & Gott - Himmelwärts
adeo magazin • 1 | 2016
Gebunden in Struktur-Material
Der erste Band
9,5 x 14,4 cm · 96 Seiten
Andreas Noga
Durchgehend farbig
Kurz & Gott
Nr. 835090, € 9,99
Nr. 835075, € 9,99
ISBN 978-3-86334-090-2
ISBN 978-3-86334-075-9
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Das Leben feiern WORTBILDSAMMLERIN STEPHANIE BRALL IM INTERVIEW Stephanie Brall verzaubert mit ihren bildschönen Motiven und Wortspielen, die wir in unserem Programm in Form von Postkartenbüchern zu verschiedenen Anlässen anbieten. Wir haben der 35-jährigen Publizistin, Fotografin und Mutter zweier Kinder einige Fragen gestellt – über ihre Arbeit, Persönliches und neue Vorhaben.
Wie sieht der perfekte Nachmittag bei Familie Brall aus?
Immer anders perfekt unperfekt: Ein Kommen und Gehen und Bleiben lieber Menschen. Kinder backen Waffeln, das Sofa wird zum Trampolin, wir schäumen Träume, wagen Fragen, teilen, was bewegt. Und dann? Gehts weiter zum See, oder in den Wald, oder ... Ebenso schön, nur anders: mich durch den Tag wundern, schreiben, fotografieren – ganz alleine. Ein besonderer Moment der letzten Zeit?
Weihnachten in unserer Kulturkirche „Literaturhaus St. Jakobi“: Gemeinsam mit Hunderten Heimatlosen an langen Tischen Festessen teilen, Lieder anstimmen, Fern weh beheimaten, Heimweh erweitern, Kinder überall ... die alte Geschichte, sie wurde unsere – ein heiliger Abend war das! Was war das absolut Leckerste, was Sie vor Kurzem genossen haben?
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Frühmorgens, ein zarter Duft liegt in der Luft, ich höre meinen Mann und die Kinder in der Küche rumoren und drehe mich heimlich noch mal in meinem Bett um ... voller Vorfreude auf den sonntäg lichen Hefezopf mit Zimt und Zucker. Selber kochen oder lieber essen gehen?
Selber kochen UND essen gehen – das geht dann so: Im sommerlichen Garten kommt die halbe Nachbarschaft zusam men, Tische werden angebaut, alle haben was mitgebracht, jeder probiert sich durch, keiner geht leer aus ... im Winter machen wir drinnen weiter. Welches Lieblingsstück haben Sie beim letzten Flohmarkt-Kaufrausch ergattert?
Mein Lieblingsflohmarkt ist zur Zeit der Keller meiner Eltern, die kurz vorm Umzug stehen. Kürzlich nahm ich Bilderrahmen meiner Oma mit. Da fiel mir ein Telegramm in die Hände.
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Zusammengefaltet klebte es hinter einem kitschigen Bild. Es war anlässlich der Geburt meiner Mutter geschrieben wor den. Was für ein kostbarer ZU:FALL, der jetzt unsere Diele ziert. In demselben Rah men, jetzt aber zu sehen, nach 64 Jahren, endlich.
mit den Wortbildern fanden mich dann 2007 am Meer, im Austausch mit Freun den. Auf der Suche nach Karten, die viel Spielraum für eigenes schenken ...
Sie sind gerne in der Welt unterwegs.
Ob unterwegs, zu Hause oder bei Freunden: Im Grunde ist alles da, will nur noch gesehen und eingesammelt werden. Das ein oder andere Motiv rücke ich dann noch ein wenig ins rechte Licht. Aber es fühlt sich durchweg an wie beschenkt werden und weiter schenken.
Welches Erlebnis hat Sie auf Ihren Reisen am meisten beeindruckt?
Mit den Menschen in Ruanda verzeihen lernen, das Herz weiten lassen. In Mostar junge Leute ausgelassen in den Fluss sprin gen sehen, von der Brücke, die entzweit durch die Nachrichten ging, als ich Kind war. Mit meinem Bruder in Kairo durchs „Müllviertel“ gehen, spontan von einem Mädchen zum Tee eingeladen werden, mitten im Nichts, ganz schön viel. Alle Jahre wieder: Mit der Familie im klitze kleinen holländischen Backsteinhäuschen meiner Schwiegereltern einkehren – so viel Zuhause ist selten, immer Meer! Wen (ob tot oder lebendig) würden Sie unheimlich gerne einmal persönlich treffen?
Viele Ihrer Motive sind aus dem Alltag heraus entstanden. Verraten Sie uns, wie?
Auf welche neuen Projekte können wir uns freuen?
Ich entwickle gerade „Lichtungen“, einen Adventskalender für 2016, gemeinsam mit meiner Freundin und fabelhaften Illustra torin Ann-Kathrin Blohmer. Parallel dazu entwerfen wir neue Postkarten. Außerdem werden wir als Duo mit „Lichtungen“ unter wegs sein – mit Geschichten & Gedichten von Herzen, Klang & Sang aus aller Welt und Bildern, die das Leben malt. Mehr Infos dazu unter www.stephaniebrall.de
Einfach die Menschen, die ich treffe, wirklich treffen. Dann wirds schön, egal mit wem. Wann hat die Idee mit den Postkarten ihren Anfang gehabt?
Seit ich schreiben kann, liebe ich es, Karten und Briefe zu verschicken. Das haben mir wohl meine (Groß-)Eltern mitgegeben. Mit dem Fotografieren ist es ähnlich. Der Doppelpunkt und die Idee
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Stephanie Brall
GAST:GESCHENK Nr. 5572933, € 9,99* Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven in einem hochwertigen Kartonumschlag Format: 14,8 x 10,5 cm
WORT:SCHÖN Immer wieder gibt es Gelegenheiten, jemandem dieses schöne Post kartenbuch mitzubringen oder zu schicken. Der besten Freundin, der Nachbarin, der Kollegin ... Am besten kauft man gleich zwei, weil man das wunderbare Set nicht mehr aus der Hand legen mag. Denn Stephanie Brall weiß, worauf es ankommt. Mit Kamera, Stift und viel Liebe fürs Detail hat sie dieses wortschöne Geschenk gestaltet. 58
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Edition 7sterne
Stephanie Brall
GLÜCK:WUNSCH Nr. 5572919, € 9,99* Postkartenbuch mit 20 verschiedenen Motiven in einem hochwertigen Kartonumschlag Format: 14,8 x 10,5 cm
FREUDEN:TAUMEL
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Sie suchen noch eine Kleinigkeit, um jemandem einen GLÜCK:WUNSCH auszusprechen? Da kommt dieses Postkartenbuch gerade recht. Das Geburtstagskind wird dabei ganz bestimmt nicht alle Karten verschicken wollen – so schön sind sie. An einem Magnetseil, einer Pinnwand oder in einem Bilderrahmen werden die Karten zusätzlich zu einem tausendschönen Blickfang.
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Stephanie Brall
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Format: 14,8 x 10,5 cm
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adeo magazin • 1 | 2016
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adeo magazin • 1 | 2016
Stephanie Brall
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Nr. 5572939, € 9,99*
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Postkartenbuch mit 20 verschiedenen
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Format: 14,8 x 10,5 cm
Format: 14,8 x 10,5 cm
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Feuer und Flamme sein JEDER MENSCH BRAUCHT ETWAS, FÜR DAS ER BRENNT Was haben eine mittelalterliche Feuerschluckerin und eine junge Krankenschwester gemeinsam? Autor, Kabarettist und Pfarrer Fabian Vogt verknüpft in seiner neuen, vielschichtigen Erzählung geschickt die Leben zweier ungewöhnlicher Frauen. Was ihn zu dieser Geschichte inspirierte und was Pfingsten damit zu tun hat, berichtet er im Interview.
Ihre Erzählung „Die Frau, die so gern wollte, dass der Roman anders ausgeht“ spielt sich auf zwei Ebenen ab. Wie kamen Sie auf die Idee, ein „Buch im Buch“ zu schreiben?
Angeregt wurde ich von dem Gedanken, dass gute Geschichten Menschen be geistern, motivieren, ja sogar verändern können. Und weil ich von dieser beson deren Verbindung von Literatur und Leben erzählen möchte, brauche ich in meinem Roman natürlich beides: das Leben meiner Hauptfigur, der Krankenschwester Felicitas, und deren Lieblingsbuch. Nes, die Heldin aus Felicitas` Lieblingsroman, will Feuerschluckerin werden. Wie sind Sie auf diesen außergewöhnlichen Beruf gekommen?
Es gibt ein Motiv, das sich wie ein fei ner, roter Faden durch meine Erzählung zieht: „Jeder Mensch braucht etwas, für das er brennt.“ Und weil ich die Symbolik des „Feuer und Flamme“-Seins sehr inspirierend finde, passt dieser Beruf eigentlich perfekt zu einer so leidenschaftlichen Geschichte. Wie stark wird Felicitas von der Protagonistin ihres Lieblingsromans beeinflusst?
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Oh, sehr. Sie möchte schon als Jugendliche gerne so stark, selbstbewusst und zielge richtet sein wie ihr literarisches Vorbild. Sie entdeckt aber erst nach und nach, wie sehr Nes im Lauf der Jahre ihre Entscheidungen beeinflusst hat. Felicitas steckt ja in einem Konflikt: Ihr Freund Laurenz möchte sie heiraten. Als junge Frau, die noch nicht sicher ist, wie sie ihr Leben gestalten möchte, will sie lieber ihre Unabhängigkeit bewahren. Was verunsichert sie?
Nun, sie ist – ohne das bewusst wahrzu nehmen – zutiefst vom Freiheitsdrang ihrer Heldin Nes fasziniert. Zudem ist die Ehe ihrer Eltern daran gescheitert, dass die Mut ter bei der Hochzeit zu jung war. Insofern erlebt Felicitas gleich auf mehreren Ebenen, wie sehr die Geschichten anderer das eigene Leben beeinflussen können. Felicitas kann es nicht fassen: Die Handlung ihres Lieblingsromans verändert sich. Was hat es damit auf sich?
Das ist die erzählerische Pointe meines Buches: Dass sich der Roman, den Felicitas innig liebt, plötzlich verändert. Dass Nes auf
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BUCHTIPP einmal ganz anders handelt als im Original text. Und irgendwann kommt Felicitas dar auf, dass die Verbindung zwischen ihr und Nes möglicherweise wechselseitig ist. Dann muss sich die junge Frau fragen: „Könnte es sein, dass der Roman wieder ein Happy End bekommt, wenn ich mein Leben ändere?“ Spannende Frage, oder?
Felicitas kann es nicht fassen: Ihr Lieblingsroman aus Jugendzeiten, den die Krankenschwester in einer Krise noch einmal liest, geht diesmal ganz anders aus. Ihr Patient Florian hat eine verrückte Idee: Könnte es sein, dass ihr Leben und ihre Gefühlslage Einfluss darauf haben, was den fiktiven Romanfiguren zustößt, die sie so
Wie gesagt: Ich liebe die faszinierende Beziehung von Literatur und Leben. Und die wird durch diese verblüffende Wendung besonders anschaulich.
bewundert hat? Eine außergewöhnliche Erzählung über die Kraft von Geschichten und die Kunst, sein Leben zu ändern.
Als Krankenschwester hat Felicitas Kontakt zu dem humorigen, aber gebrechlichen Pfarrer Florian. Durch ihn lernt sie die biblischen Ereignisse von Pfingsten kennen. Welche Bedeutung hat Pfingsten für Sie?
Die Pfingstgeschichte ist eine meiner Lieblingsgeschichten der Bibel. Weil sie so mitreißend davon erzählt, dass eben noch verängstigte Menschen plötzlich „begeistert“ sind. Auf einmal wissen sie, was ihre Berufung ist und legen direkt los. Und dabei spielen Feuerzungen als Symbol für den Heiligen Geist ebenfalls eine wich tige Rolle. Darum ist ja auch der Umschlag des Romans feuerrot. Es ist also alles mit einander verknüpft.
Fabian Vogt
Die Frau, die so gerne wollte, dass der Roman anders ausgeht Nr. 835086, € 12,99
Foto: Nicole Kohlhepp
Gebunden in schönem Material mit Leinenhaptik · 160 Seiten
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ISBN 978-3-86334-086-5
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Für Männer, die sich nach mehr sehnen Anselm Grün
Auf dem Weg. Sein. (Leporello) Leben entdecken. Nr. 5574201, € 3,99 24 Seiten · 8 x 12 cm · aufgefaltet 96 cm
Sieben Stufen auf dem Weg zum Leben. Texte und Bilder zum Nachdenken. Anselm Grün schreibt lebensnah, einfach und voller Weisheit.
„Einer der besten und ansprechendsten spirituellen Erfahrungsberichte, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.“ Winfried Stanzick Rainer Wälde / Anselm Grün
„Mein ständiger Begleiter. Darin zu lesen, wird nie langweilig. Es ist für mich Stütze ebenso wie täglicher Gebetsschatz.“ Leserstimme Irisches Gebetbuch
Meine Reise zum Leben
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200 Seiten · Aufgelegtes Metallkreuz
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Das Neue Testament für Freunde des Heiligen Rasens.
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„Moderne und gut lesbare Sprache – eine gelungene Neu übertragung und passend für alle Fußballfans. Und nicht nur für die.“ Leserstimme
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Mitbringsel für wahre Fußball-Fans
„‚Bin am Meer‘ ist eines der besten Bücher zum Thema ‚Vermeidung des Ausbrennens‘ oder ‚Lebenshilfe in der Sinnkrise‘, was ich je gelesen habe … Ich bin hin und weg.“ Leserstimme
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240 Seiten · ISBN 978-3-942208-71-0
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Der Nachfolger Udo Schroeter
Udo Schroeter
Endlich wieder am Meer
Bin am Meer.
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Verpackt in einem Karton
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Format: 14,8 x 10,5 cm
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Ein Herz für Details EIN NACHWORT
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it der flachen Hand streiche ich über die Buchdecke. Es scheint, als wäre der Einband aus hellem Holz, doch es ist ein gefärbtes und besonders fein strukturiertes Papier. Warm und einfach sympathisch fühlt es sich an, genau so wie ich es mir gewünscht habe. Auch Echtholz-Furnier hatten wir zunächst im Blick, aber es zeigte sich, dass er schwer zu verarbeiten und ziemlich empfind lich war. Die Suche nach einer Alternative hat sich gelohnt. Das Material, das wir gefunden haben, passt perfekt zum neuen Buch des Geigenbaumeisters Martin Schleske.
illustriert hat, einfach perfekt aussehen – fast möchte man sagen: klingen. Denn darum geht es dem Geigenbaumeister bei allem. Das ganze Leben soll zum Klingen gebracht wer den. Der Herzton, so sagt er, ist der Ton, der dem Wesen der Geige entspricht.
Im oberen Drittel der Buchdecke sind zwei runde Vertiefungen eingeprägt. Der Meister kennzeichnet so auch seine Geigen, wenn er sein Werk vollendet hat.
Hinter uns liegt ein langer Weg, mehrere Jahre sind seit der ersten Idee vergangen. Besuche in der Geigenbauwerkstatt, gemein same Tage mit dem Autor im Kloster Hegne am Bodensee. Eine Auswahl aus mehr als ein tausend Texten treffen, die Martin Schleske in den letzten Jahren geschrieben hat. Lesen, bedenken, besprechen, sortieren, verändern, verwerfen. Alles ein stetiger Prozess. Dann das Erarbeiten einer tragfähigen Kapitelstruk tur, die Namensfindung für den Buchtitel.
Seidig und leise raschelnd laufen die Innen seiten durch die Hand. Wir haben ein leicht gelbliches Material gewählt, das nicht nur harmonisch zur Buchdecke passt, sondern auf dem auch die Drucke der zwölf Holzschnitte, mit denen Martin Schleske sein Buch selbst
Welche Schrift passt zur Gestaltung? Welche äußere Form wollen wir dem Bucheinband geben? Wie soll das Titelmotiv aussehen? Am Ende entscheiden wir uns für das Bild der Hand, die den Rand einer Geigendecke mit einer runden Feile nahezu zärtlich bearbeitet.
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Foto: Donata Wenders
Ein sogenannter Zweidrittelumschlag ermög licht, dass die Buchdecke auch auf den ersten Blick sicht- und fühlbar ist. Herztöne. Lauschen auf den Klang des Lebens. Als Schriftart für den Buchsatz wählen wir die „Scala“ des holländischen Schriftgestalters Martin Major. Vor knapp 30 Jahren arbeitete er, zu Beginn seiner Karriere, als Grafiker für das Musikzentrum Vredenburg in Utrecht. Keine der vorhandenen Satzschriften ent sprach seinen Vorstellungen, sodass er sich entschloss, für seinen Arbeitgeber eine eigene Schriftart zu entwerfen, die er dann nach dem berühmten Opernhaus in Mailand benannte. Eine Schrift, die perfekt zum Thema „Klang“ passt. Unvermittelt muss ich lächeln. Martin Major und Martin Schleske würden sich sicherlich gut verstehen. Martin Schleske fährt Hun derte von Kilometern, um Holz für seine Geigen auszuwählen und zu beschaffen oder spezielle Werkzeuge schmieden zu lassen.
Und Martin Major entwirft eine neue Schrift, weil er spürt, dass es mehr braucht, um ein Haus, das eine Bühne für schöne Musik sein will, gestalterisch in Szene zu setzen. Die Scala ist eine Schrift, die dem Wesen der Texte entspricht: feinfühlig, lebendig und kraftvoll zugleich. Wie kann ein Leben klingen, wenn wir es voller Sehnsucht nach etwas Größerem als dem eigenen Sein gestalten? Martin Schleske macht sich immer wieder neu auf die Suche. Und mit seinem neuen Buch lädt er seine Leser ein, mit ihm auf die Reise zu gehen. Ich bin mir sicher, wenn Sie dieses Buch selbst in die Hand nehmen, wird es Liebe auf den ersten Blick sein. Mehr zu Martin Schleske und seinem Buch finden Sie ab Seite 10 in diesem Magazin – oder sehen Sie sich auf unserer Internetseite den kleinen Film an, den wir für Sie vorbe reitet haben. Stefan Wiesner
IMPRESSUM Herausgeber:
Geschäftsführer: Ralf Markmeier
adeo Verlag • Gerth Medien GmbH
Verlagsleiter: Stefan Wiesner
in der Verlagsgruppe Random House
Redaktion: Christine Beitat, Dorothea Bühler,
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MARTIN SCHLESKE
Mit freundlicher Empfehlung
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Unterwegs. Sein.
Alle Angaben Stand: Februar 2016. Irrtum und Preisänderungen vorbehalten. Foto Titelseite: Ruth Kappus. Foto Rückseite: Donata Wenders. Alle Rechte vorbehalten. Abdruck von Texten, Interviews oder Auszügen daraus nur mit vorheriger, schriftlicher Genehmigung des adeo Verlags.
Foto: Donata Wenders
„Die wesentlichen Dinge kannst du nicht machen, sondern nur empfangen. Aber du kannst dich empfänglich machen.“