impuls.st
Foto: ©Delme Thomas
Die Zeitung der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG
Fast Forward – Originalität voraus
Die Zugkraft der Idee In Sachen Forschung, Entwicklung und Erneuerung lässt die Steiermark fast alle europäischen Regionen hinter sich. Kraftvolles Zugpferd seit 20 Jahren: der steirische Innovationspreis. Seiten 2-5
Waren es 1995 noch
26 Bewerber, pendelte sich die durchschnittliche Zahl in den letzten zehn Jahren
130 bis 200 Kandidaten ein.
auf
Aus den FFA-Siegern gingen je
Seit 1995 haben insgesamt
3.300 steirische Unternehmer bei 19
5 Staatspreis- und 5 EconoviusGewinner hervor.
Fast-Forward-Award-Bewerben Projekte eingereicht.
Spitzenreiter war das Jahr
2001 mit 552 Aspiranten auf den Preis.
Preis-wert oder: an der An der Spitze der steirischen Ideenpyramide stehen die Preisträger des Fast Forward Award. Haben Auszeichnungen einen Sinn? Sicher ist: Sie machen Arbeit. Idealerweise auch Freude und Mut.
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A
lles hat seinen Preis, sagt der Volksmund. Gemeint ist freilich der zu bezahlende. Doch gilt die Aussage quasi auch für den zu verleihenden: Grünste Firma, tougheste Businessfrau, üppigste Blumenpracht, meist designte City, vitaminreichste Jause, artigster Rassehund. Teilnehmen dürfen alle, die sich anmelden, besser noch: angemeldet oder vorgeschlagen werden, das Mitgliedspickerl aufs Auto kleben, die kostenpflichtige SMS an 0900 senden. Kritiker nennen das die wahre Preisinflation. Hat es also Sinn, zwanzig Jahre lang die innovativsten steirischen Unternehmensprojekte auszuzeichnen? Die Frage ist legitim. Die Antwort gibt die Realität: Ja! Dabei sind die stimmungs-
vollen Abende, an welchen die Besten der Besten zu Siegern gekürt werden, nur die Spitze des Eisbergs. Eines Eisbergs an guten Ideen, verwegenen Umsetzungsversuchen, investierter Zeit und Mühe.
NUR NICHT AUFFALLEN! Die Entscheidung, Grenzenüberschreiter in jedem Winkel des Bundeslands aufzustöbern, deren Ideen anzuschauen und sie ins Rampenlicht zu stellen, fordert die hiesige Mentalität ein wenig heraus. (Nur nicht auffallen! Das hamma noch nie so gemacht. Nur nicht umsonst anstrengen!) Und beweist, es ist eine gestrige Haltung, die heute in der Steiermark nicht mehr gilt. Gerade letztere Mentalitätsmaxime – der Unwille, Anstrengung zu investieren, ohne sichere Aussicht auf Belohnung – fordert
Die eingereichten Projekte wurden in circa
12.000 Stunden Jurybewertung beurteilt. Das sind mehr als
Foto: © Sigrid Gaisch-Faustmann
500 Tage.
Kann man Mut auf Papier bannen?
18.000 Steirer voteten 2014 und 2015
Spitze des Eisbergs die Award-Teilnehmer heraus: Viele Mitarbeiter sind Stunden, Tage und Wochen mit der Vor- und Aufbereitung der Projekte beschäftigt. Die Einreichungsrichtlinien verlangen, schwammige Aspekten zu konkretisieren und unbequeme Fragen zu beantworten. Jährlich stellen sich Projektteams in Kleinstunternehmen, KMU, Großbetrieben und Forschungsinstituten der Challenge.
MESSEN MOTIVIERT Der Lohn ist ein vielseitiger. Preisträger berichten von der Motivationssteigerung, das eigene Vorhaben voranzutreiben. Besserem Mitarbeiterzusammenhalt. Renommee im In- und Ausland. Einem neuen Zugang zu Netzwerken und leichteren Geschäftsanbahnungen. Der Bewertung und Chan-
ceneinschätzung durch eine hochkarätige Fachjury. Der Medienpräsenz, Chance auf eine Staatspreisnominierung – und nicht zuletzt der Trophäe.
WIE VIELE SIEGER? Ein Wettbewerb hat auch Ambivalenzen im Repertoire. Allzu menschlich ist die Enttäuschung, am Finalabend kurz vor dem Siegerstockerl auszuscheiden oder als nominierter Finalist dem öffentlichen Online-Voting zum Opfer zu fallen. An dieser Stelle sind Resilienz und Sportsgeist gefragt sowie eine selbstverantwortliche Beurteilung des eigenen Nutzens. Der Preiskelch ist immer zumindest halbvoll. Und in der Praxis: Die am Markt erfolgreichsten Produkte standen bei Awards oft nur in der zweiten Reihe. Dafür werden sie gekauft.
Fotos: © SFG
Über
online für ihren Favoriten.
Sigrid GaischFaustmann Chefredakteurin
Wenn etwas 20 Jahre alt wird, ist das a priori noch kein Grund zum Feiern. Man denke an Nachbarschaftsstreit, Stillstandregierungen oder Schuppenflechte. Wenn aber tausende Unternehmer über zwei Jahrzehnte hinweg dem Aufruf zu Wagnis, Querdenken und Initiative folgen, dann ist das ein bemerkenswertes Jubiläum. Zumal aus den Fast-Forward-Award-Siegern Produkte hervorgegangen sind, die sich an die Weltmarktspitze gesetzt haben. Dahinter stehen zehntausende Stunden an Versuch und Irrtum, Anstrengung, neudeutsch „blood, sweat and tears“. Herausforderung: Wie bildet man diesen Mut auf wenigen Zeitungsseiten ab? Antwort: Natürlich gar nicht. Man versucht lediglich, anhand einzelner Beispiele Vielfalt, Originalität, Humor und Innovationslust der Steiermark darzustellen. Ergebnis? Ein Fleckerlteppich an Geschichten. Und für Skeptiker nackte Zahlen: die aktuelle steirische F&E-Quote von 4,8 Prozent. 3
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Osterwürze als scharfer Exportschlager
Versuche, den Klärschlamm als Brennstoff einzusetzen, gab es schon vor dem preisgekrönten Saubermacher-Projekt. Sie scheiterten am aufwendigen Trocknungsprozess und dem bescheidenen Heizwert des Klärschlamms. Die Lösung der Saubermacher-Dienstleistungs AG: Trocknung durch Zerkleinerung. „Vor dem Einsatz im Kraftwerk muss die Kohle zerkleinert werden. In der Kohlenmühle entstehen dadurch Temperaturen von 200 bis 300 Grad Celsius“, erklärt Projektleiter Gerald Schmidt. Die Hitze in der Mühle trocknet den Klärschlamm. Etwa zwei Prozent Schlamm werden der Kohle beigemengt.
Die Challenge: geriebenen Kren geschmacklich unverfälscht und lange aufzubewahren. Nach zehn Jahren Versuch und Irrtum patentierten die Feldbacher Fruit Partners – vulgo Familie Hörrlein – eine Reibemaschine, die Kren in Kombination mit Zitronensäure, Rapsöl und Salz für sechs Monate haltbar macht. Jährliche Produktionsmenge heute:
etwa eine Million Gläser Steirerkren und fast 400.000 Eimer für die Gastronomie, Wachstumsrate zehn Prozent. Ein Fünftel geht ins Ausland, bis nach Australien und in die USA.
Fast-Forward-AwardGewinner 2004
Foto: © eldbacher Fruit Partners / Helmut Lunghammer
Wärme & Strom aus Abfallschlamm
Vor dem Projekt gerieten mühsam aus dem Abwasser gefilterte gefährliche Stoffe wie Schwermetalle zurück in den Wasserkreislauf. Gerald Schmidt, Projektleiter Saubermacher
Damit können pro Jahr bis zu 35.000 Tonnen Klärschlamm zur Stromgewinnung und für die Fernwärme genutzt und der Großraum Graz versorgt werden. Zum Vergleich: die Stadt Graz produziert etwa 14.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr. Die nach der Verbrennung übrig bleibende Asche wird als wichtiger Zusatz in der Zementindustrie genutzt.
Foto: ©pixelmaker.at
Fast-Forward-AwardGewinner 2005
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Kreativer Student wird Weltmarktführer 1999 verkaufte Jürgen Fortins der USWeltraumagentur NASA zwei selbst entwickelte „Task Force Monitors“ zur Finanzierung seiner Dissertation. Diese Diagnosegeräte verfügen über eine spezielle Hard- und Software, die alle wichtigen Vitalfunktionen des Menschen (in dem Fall: der Astronauten) wie Herzschlag, Blutdruck etc. nicht-invasiv ermittelt. 16 Jahre später ist Fortins Unternehmen CNSystems Weltmarktführer in der HerzKreislaufüberwachung sowie in der Synkopendiagnostik (Ursachenforschung für Bewusstlosigkeit). Aus den beiden NASAGeräten wurden 4.000, die weltweit in Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen im Einsatz sind, aus drei Mitarbeitern wurden 30. Exportquote: 97 Prozent. Aktuell arbeitet CNSystems an der nächsten Generation von Diagnosegeräte – dem EKG der Zukunft.
FFA- und Staatspreisgewinner 2002
Der FFA ist eine sehr gute Motivation für die eigene Truppe. Er steigert Engagement und Produktivität im Unternehmen. J. Fortin, Medizintechnikfirma CNSystems
Foto: © CN Systems
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Mautkontrolle: Steirischer ISO-Standard
Hannes Stratil, Head of Engineering EFKON AG
FFA-Gewinner 2004 & 2005
Tunnelunfälle „hören“ – Alarm in Sekunden Was das Tunnelüberwachungssystem AKUT der Joanneum Research GmbH kann: Bei ungewöhnlichen Geräuschen im Tunnel wie Reifenquietschen oder Aufprall alarmieren hochsensible Mikrofone die Zentrale. Innerhalb einer Sekunde werden Videokameras ein- und die Ampeln ab den Tunnelportalen auf rot geschaltet. Damit ist AKUT zwei Minuten schneller als herkömmliche Brandmelder oder Videoanalysesysteme. Über das System können Einsatzkräfte zudem Menschen in Not aufgrund der Schreie orten und über spezielle Lautsprecher Kontakt mit ihnen aufnehmen – ein echter Vorteil gegenüber der reinen Videotechnik, die im Rauch versagt. In einem Tunnel an der Brucker Schnellstraße ist AKUT seit 2010 erfolgreich im Einsatz, 34 weitere Einsatzorte werden bis 2019 österreichweit folgen. Auch in Norwegen, Großbritannien und China steht das System vor der Markteinführung.
Fast-Forward-AwardGewinner 2009
Wir sind sehr stolz, als erstes Forschungsinstitut gewonnen zu haben. Der FFA bringt Renommee und Aufmerksamkeit. Franz Graf, Projektleiter Joanneum-Research
Viele Komapatienten sind bei vollem Bewusstsein. Der mindBEAGLE gibt ihnen die Möglichkeit, sich auszudrücken: Sensoren auf einer Haube messen den Bewusstseinsgrad und eine spezielle Software „liest“ das Muster der Gehirntätigkeit, während sich dieser auf bestimmte Körperstellen konzentriert. Die Information wird „übersetzt“ und ein Cursor bewegt sich auf dem Bildschirm in Richtung Ja oder Nein. Guger Technologies ist ein echter „FFA-Spezialist“. Der mindBEAGLE war 2013 das dritte Projekt des Unternehmens, das mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde.
Vor allem in Asien gilt ein Preisgewinn als Qualitätsmerkmal. Man hat sich dem Wettkampf gestellt und gesiegt. Günter Edlinger, CEO Guger Technologies OG
2000 und 2008 waren es Hard- und Softwarelösungen für die Datenaufbereitung und BrainComputer-Interface, die ausgezeichnet wurden und zum mindBEAGLE führten. „Der FFA ist nicht nur unternehmensintern ein starkes Signal, sondern auch nach außen, speziell am asiatischen Markt“, erläutert CEO Günter Edlinger, dessen Unternehmen in mehr als 60 Länder der Welt exportiert.
FFA-Gewinner 2000, 2008 und 2013
Foto: © Joanneum Research
Der Fast Forward Award war für uns der geeignete Impuls, um den Weg, den wir eingeschlagen hatten, zielstrebig weiterzugehen.
Foto: © EFKON
Immer mehr Fahrzeuge auf einer alternden Infrastruktur: Österreichs Straßen drohen unter der Last des wachsenden (Schwer-)Verkehrs zusammenzubrechen. Die notwendige Instandhaltung finanziert der Bund u. a. über die Einhebung von Autobahnmaut. In diesem Bereich liegt die Expertise von EFKON. Die auf Satelliten-, Video-, Infrarot- und Mikrowellentechnologie basierenden Mautsysteme des Unternehmens aus Raaba sind weltweit im Einsatz. Egal, ob Sattelschlepper oder Kleinwagen: Das System erkennt und klassifiziert Fahrzeuge und Kennzeichen, überprüft Mautzahlungen und meldet Verstöße. ISO CALM, der internationale Standard für die Infrarot-Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug, wurde von EFKON entwickelt. Er wird auch bei der Generierung und Analyse von Verkehrsdaten herangezogen, um Verkehrsströme zu optimieren und Staus zu verhindern.
Komapatienten: Stimme in der Stille
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Sayonara, Saibling!
Alexander Quester: Nach dem Baustoffunternehmen kam der Fisch.
Wie kommt man auf die Idee, heimischen Fisch zu Sushi zu verarbeiten? Alexander Quester: Bei vielen meiner „Fischreisen“ in der ganzen Welt habe ich Fisch roh gegessen. Forellen und Saiblinge habe ich besonders in Kanada als Rohkost zu schätzen gelernt. Ich wusste daher, dass sich auch unsere steirischen Fische sehr gut eignen, um ein innovatives, authentisches heimisches Produkt zu kreieren. 6
Hat das den Österreichern geschmeckt ? Quester: Das kann man so sagen. Vier Jahre lang war Mariazeller Sushi ein sehr erfolgreiches Produkt, das von einer großen Lebensmittelkette und bei uns im Geschäft vertrieben wurde. Mehr als 200.000 Stück wurden produziert. Um zukunftsorientiert und am Markt dran zu bleiben, arbeiten wir gerade an einem Nachfolgeprodukt.
Ich sehe den FFA als Zeugnis besonderer Leistungen.
Foto: © Katharina Schiffl
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lobalisierung für den Gaumen! Der Name „Quester“ stand in Österreich einst ausschließlich für Motorsport und Baumärkte. Das hat sich geändert. Unter dem Namen „Questers“ betreibt Alexander Quester seit 2006 eine Fischzucht bei Mariazell. Sie ist in Spitzengastronomie und Handel weit über die Bundesgrenzen hinaus ein Begriff für hochwertige heimische Qualitätsprodukte. USP: Das regionale Hochschwabwasser bietet die optimalen Bedingungen für biologische und naturnahe Züchtung. Der Fisch wird kreativ verarbeitet – u. a. zu feinstem Sushi aus Mariazell. Für diese originelle Kreation aus heimischem Saibling und Forelle gewann Alexander Quester 2012 den FFA in der Kategorie „Public Award“.
Foto: © Klemens Groh
Alexander Quester züchtet Fische. Und bricht mit Traditionen. Für seine Idee, Forellen und Saiblinge zu „Mariazeller Sushi“ zu verarbeiten, erhielt er 2012 den Fast Forward Award.
Fast-Forward-Award-Gewinner im Jahr 2012
Sushi hat in der asiatischen Kochkunst Tradition. Welche Herausforderung stellten sich Ihnen beim steirischen Pendant? Quester: Im Gegensatz zu Lachs oder Thunfisch, den man normalerweise für Sushi verwendet, ist ein Forellenfilet mit feinen Gräten durchzogen. Für die erste Lieferung an den Lebensmittelhandel haben wir fast ganz Mariazell zum Grätenzupfen eingespannt, damit sich die ersten Lieferungen ausgingen. Danach hat sich das eingespielt. Was bewirkte der FFA für Ihr Unternehmen? Quester: Er war ein hilfreiches Vehikel, um unsere Geschichte über die Grenzen hinauszutragen. Für mich ist er Zeugnis für besondere Leistungen – das gilt auch intern unseren eigenen Mitarbeitern! Noch heute haben wir unser Siegerfoto im Betrieb hängen – und sind stolz darauf.
Preisstürze nutzen Automatisierter GeräteStop-and-Go je nach Strompreis: Ab September als intelligentes Produkt für Privatverbraucher am Markt.
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er Trend: Private Stromgewinnung aus Tageslicht via Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Problem: Produziert wird, wenn es hell ist. Der Energieüberschuss wird für wenig Geld ins Netz eingespeist und muss zu wesentlich höheren Preisen zurückgekauft werden, sobald man ihn braucht. Übrigens ist der Strompreis keine fixe Größe. Strom ist ein frei handelbares Gut, das es an der Börse gibt – laufende Preisschwankungen inklusive. Hier setzt das steirische Start-up Levion an. Das „Smart
Energy Management System (SEMS)“ verbindet alle Stromverbraucher im Haus wie Haushaltsgeräte, Licht, Heizung, EAuto und lässt diese via WLAN oder das Funksystem Z-Wave untereinander kommunizieren.
ist. Ergebnis: massive Stromeinsparungen ohne Komfortverlust. Geschäftsführer Michael Hofer rechnet vor: „Alleine bei der Warmwasseraufbereitung kann sich ein durchschnittlicher Haushalt etwa 200 bis 250 Euro pro Jahr sparen.“
BILLIGEN STROM VERBRAUCHEN MITTE SEPTEMBER AM MARKT Das Herzstück des Systems, eine tabletartige Steuerzentrale, checkt die Menge des aktuell produzierten Stroms und schaltet Geräte zu Spitzenzeiten selbstständig ein – weil der Strom dann am günstigsten
Für einen durschnittlichen Haushalt kostet das System 1.400 Euro. Der Marktstart ist für Mitte September geplant. Aktuell beschäftigt Levion sieben Mitarbeiter an den Standorten Graz und Feld am See.
Steak mit Waldgeschmack
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er Vorgang des Räucherns reichert Grillfleisch mit aromatischen Düften und Geschmacksrichtungen an. Im anglo-amerikanischen Raum kommt kein „Barbecue“´ohne aus. Geht es nach Martin Tschuchnigg, ist Österreich reif für den Trend. Mit Aroma-Chips aus Holz erteilt er den heimischen Grillern Geschmacksnachhilfe. In einer „Holzfamilie“ im südweststeirischen Sankt Martin im Sulmtal groß geworden, war Tschuchniggs Berufsweg im elterlichen Sägewerk vorgezeichnet. Ebenfalls familiären Hintergrund hat seine Leidenschaft in Sachen Kulinarik, insbeson-
dere für Fleisch. Diese teilt er mit seinem Urururgroßvater Matthäus, der ein begnadeter Selchmeister gewesen sein soll. Der Ahne dient dem Unternehmer bis heute als Inspirationsquelle.
SECHS HEIMISCHE HOLZARTEN Wood Chips und Wood Planks werden in Wasser o. Ä. eingeweicht, wahlweise mit
Foto: © GRILLGOLD - LUPI SPUMA
Grillen mit dem Aroma von Ahorn bis Whiskey: Die steirische Firma Grillgold setzt auf den US-Trend Räuchern und vertreibt Hölzer als Gourmetwürze.
Kräutern belegt und auf den Rost gegeben. Darauf kommt das Fleisch, das die Aromen beim anschließenden Grillen aufnimmt. Derzeit gibt es die Grillgold-Produkte in sechs verschiedenen Holzarten – alle heimisch und im aufwendigen Verfahren getrocknet. Die Preise beginnen ab 14,97 Euro für die Chips und 19,97 für die Planks. Diese reichen für bis zu zehn Grilleinsätze.
„Grillgold“ pusht den Räuchertrend und setzt Holz als Geschmacksträger ein. 7
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„Mehr Intuition und Welche menschlichen Fähigkeiten stehen hinter dem Wirtschaftsfaktor Innovation? Psychiater und Klinikleiter Michael Lehofer über echtes Selbstbewusstsein, Wichtigmacher und Veränderungen.
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er Fast Forward Award ist sichtbares Zeichen von Kreativität und Mut zur Innovation. Bewerber und Preisträger sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die heimische Wirtschaft. Unterscheiden sich innovative Menschen von weniger initiativen? Und kann man Mut lernen? impuls.st hat sich dem Thema von der emotional-menschlichen Seite genähert. Ein Gespräch mit
Wir brauchen auch die geborenen Buchhalter. Michael Lehofer, Psychiater, Psychotherapeut, Autor und ärztlicher Leiter des Bereiches Neuropsychiatrie am LKH GrazSüdwest. Herr Professor, wieso sind einige Menschen so offen für Neues, während andere sich vor jeder Art des Unbekannten fürchten? Michael Lehofer: Jeder Mensch hat eine 8
Idee von sich selbst. Verschlossenheit resultiert oft aus dem Gefühl, dieser Vorstellung nicht zu genügen. Selbstsichere Menschen genügen sich selbst. Sie haben die Möglichkeit, sich selbst in Frage zu stellen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. So haben sie weniger Ängste und gehen damit offener auf neue Aufgabestellungen zu. Selbstbewusstsein als Schlüssel zur Offenheit? Lehofer: Selbstbewusstsein und Liebe zu sich selbst sind Voraussetzungen zur Offenheit. Menschen, die Großes leisten sind oft bescheiden und strengen sich scheinbar nicht an. Bei Pseudoselbstbewussten ist das Bemühen eindeutig erkennbar. Als Beispiel kann man die sogenannten Wichtigmacher nennen: Wer sich selbst wichtig ist, braucht sich nicht wichtig zu machen. Also müssen wir nicht alle Innovatoren sein? Lehofer: Die Freude an der Kreativität, am Schaffen von Neuem, entspricht dem menschlichen Grundbedürfnis nach Selbstwirksamkeit. Aber nicht jeder Mensch muss gleichermaßen kreativ sein – wir brauchen auch die geborenen Buchhalter. Manchmal trügt außerdem der Schein des dynamischen Erfolgsmenschen: Manche etwa müssen immer etwas tun, weil sie sich selbst nicht aushalten. Dann reden wir von echter Kreativität: Wie kann man diese fördern? Lehofer: Mehr Selbstverantwortung, so wenig Kontrolle wie möglich. Kontrolle hat ja ihren Sinn: Sie hat nur den Nachteil, dass sie leicht kränkt. Ich bin für die nicht kränkende Kontrolle. Schließlich gilt es Freiräume für die Mitarbeiter schaffen – das wären wichtige Schritte. Und wie mit der Angst vor Veränderungen umgehen? Lehofer: Die entsteht, wenn man sich nicht als Subjekt, sondern als Objekt der Veränderung sieht und sich ihr hilflos ausgeliefert fühlt. Im Unternehmen kann man ihr damit begegnen, die Mitarbeiter in
Veränderungsprozesse aktiv einzubinden und nicht bloß zu informieren. Die Menschen müssen das Gefühl haben, ernst genommen zu werden – ausgefeilte „Change Management“-Konzepte hin oder her. Stichwort Erfolg und Misserfolg? Lehofer: Erfolg ist, was erfolgt. Insofern unterscheiden sich Erfolg und Misserfolg nicht, Misserfolg ist eine Art des Erfolgs – und unvermeidbar. Nur der hat Erfolg oder sogenannten Misserfolg, der etwas ausprobiert. Bei Misserfolg: Einfach weitergehen, den nächsten Schritt machen. Das Leben besteht aus Schritten. Damit verliert der Misserfolg zwar nicht seine Bitterkeit, aber seinen Schrecken. Wie setzt man gute Ideen in die Praxis um? Lehofer: Als erstes auf seine Intuition hören und sich nicht von Emotionen in Trance versetzen lassen. Ich würde eine Zeit, vielleicht ein, zwei Wochen, verstreichen lassen. Also das Wesentliche ruhen lassen und mich danach fragen, ob die Idee noch immer gut ist. Zweifel heißt dann Nein.
Bei Misserfolg weitergehen - das Leben besteht aus Schritten. Und bei einem Ja? Lehofer: Es einfach machen. Das Umsetzen hat seinen eigenen Zauber, der trägt. Jedoch: Nicht jeder ist ein guter Umsetzer. Dazu brauchte es mehrere Talente. Dessen sollte man sich bewusst sein und damit steht eine Grundsatzfrage an: Kann ich es alleine machen oder brauche ich andere dazu? Eine gute Idee alleine ist meist zu wenig.
weniger Trance“ Bitte um Ihre Diagnose: wie geht es der heimischen Wirtschaft? Lehofer: Nachdem viele Unternehmer aus Gewohnheit jammern, sicher besser als vermutet. Im Ernst: Wir können stolz auf unsere wirtschaftlichen Leistungen sein.
ich meine Arbeit gerne mache, empfinde ich viel davon nicht zwangsläufig als Belastung. Wenn ich allerdings permanent einen Job mache, der mir keine Freude bereitet, ist das Selbstentwürdigung. Und die macht langfristig sicher krank.
Blick über den Backhendlhorizont: Wirtschaftspreise (inter-)national
ECONOVIUS (Im Rahmen des Staatspreises für Innovation)
Trotzdem leiden immer mehr Arbeitnehmer an Burn-out. Lehofer: Das lässt sich nicht allein auf viel Arbeit zurückführen. Burn-out ist ein Resultat vieler ungünstiger Faktoren. Wenn
Auszeichnung für die innovativsten KMU Österreichs
i2b Businessplan-
Wettbewerb
Österreichs größter BusinessplanWettbewerb
Millennium Technology Prize Die bedeutendste internationale Technologie-Auszeichnung aus Finnland.
Michael Lehofer wurde 1956 in Graz geboren und studierte Medizin in Graz sowie Psychologie in Salzburg.
Foto: © KAGES
Rolex Awards
für Unternehmensgeist Der Rolex Award prämiert Privatperson oder Unternehmen für Originalität.
European Enterprise
Awards
Der europäische Unternehmensförderpreis belohnt Innovationen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene.
Red Herring 100 Europe Das globale Medien-Unternehmen Red Herring listet jährlich 100 TopUnternehmen, sowohl weltweit als auch kontinental. Weitere auf: www.awards.at 9
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FFA 2015: And the Kategorie
KLEINSTUNTERNEHMEN
Foto: © DR YIELD
Datenspeicherung im „Sprint“ Die Grazer Firma DR YIELD installiert bei Kunden in Echtzeit ein System, das große datenmengen flexibel verwaltet. LED-Booster „zähmt“ LED-Licht Die Leobner Firma EcoCan kann den Blendfaktor von LEDLampen um 95% reduzieren. Audio-Dateien per Mausklick optimieren Die Sonible OG hat eine Software zur digitalen Nachbearbeitung für Tone und Frenquenzen entwickelt.
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KLEINUNTERNEHMEN „Sherlock“ schaut auf Obst- und Gemüsequalität Mittels optischer Messsysteme prüft die Firma Insort am Förderband Zuckeranteil, Stärkegehalt etc. von Rohprodukten (z. B. Obst, Gemüse).
Foto: © smaXtec
WLAN im Kuh-Magen Ob Milchkühe gesund und leistungsfähig sind, misst die Grazer Firma smaXtec mittels Sensoren im Kuhmagen. Minisender schickt Wartungsdaten aufs Handy Der 4mm kleine Sender von TAGnology RFID GmbH in Ersatzteilen von Autos, Zügen, Flugzeugen sendet Wartungsdaten.
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MITTLERE UNTERNEHMEN
Foto: © LOGICDATA
Kühles Bier mit heißem Wasser Die Brauerei Murau nimmt statt Wasserdampf (165°C ) 115°C heißes Wasser zum Aufkochen von Brauwasser, Hopfen und Malz und spart hundertausende Liter Heizöl jährlich.
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Das gesündeste Büro der Welt LOGICDATA baute das erste individuell steuerbare Büro, das sich jederzeit ergonomischen Bedürfnissen anpasst und mittels Smartphone-App bedient wird. Beispielgebende grüne Sanierung Die „Leistungsgruppe von Installateuren“ gestaltete ihr Schulungszentrum zum ökologischen Plusenergiegebäude um.
nominees are ... Kategorie
GROSSUNTERNEHMEN Berührungslos das Smartphone bedienen Die Firma ams hat einen intelligenten Sensor entwickelt, der menschliche Gesten erkennt und in PC-Befehle umwandelt. NASA schätzt steirisches Messgerät DEWETRON entwickelte den „TrendCorder“ für Langzeitkontrollen von Fahrstuhlmotoren und im Stahlbau, der einfach wie eine App bedient wird.
Foto: © DEWETRON
Testlabor für Riesenbergbaumaschinen Sandvik und steirische Partner bauten einen Hartgesteinsschneidprüfstand für den schneidenden Erz-Abbau.
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INSTITUTIONEN DER ANGEWANDTEN F&E „Leibwächter“ für Bio-Pflanze ACIB züchtete biologische Schutzorganismen für Saatgut, die die Pflanzenwurzel mit aktiven Bakterienkulturen umschließen. Physiotherapie am Tablet Evolaris und Tyromotion entwarfen die App „Finger Motion“ für Tablet-PCs, die spielerisch die Motorik verbessert.
Foto: © Jorij Konstantinov
Widerstandsfähige Polymere für Widerstände & Co. Das PCCL hat mit 16 Partnern neue Materialien für den Generatoren-, Transformatoren- und Leiterplattenbau entwickelt.
beständig ungewöhnlich.
www.rehadruck.at
RehaDruck sozialfair
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„Experimente erwünscht!“ Werden (Wirtschafts-)Preise heute nicht schon inflationär vergeben? Warum braucht es den Fast Forward Award? Buchmann: Seit ich 2005 in die Verantwortung als Wirtschaftslandesrat gekommen bin, ist es mein vorrangiges Ziel, die Innovationsfähigkeit der steirischen Unternehmen zu stärken. Nur so können wir langfristig zu neuen Arbeitsplätzen kommen. Dafür ist es neben der Unterstützung konkreter Projekte aus meiner Sicht wesentlich, das Bewusstsein der Unternehmen für das Thema Innovation zu schärfen. Genau das tun wir mit dem Fast Forward Award. Wir holen die erfolgreichsten Innovationsprojekte des Jahres vor den Vorhang. Damit motivieren wir andere Unternehmen, auf Innovation zu setzen. Es geht also darum, „Lust auf mehr zu machen“. Der Erfolg gibt uns Recht: Der Fast Forward Award hat sich in den 20 Jahren seines Bestehens zum wichtigsten Innovationspreis Österreichs entwickelt.
Was bringt der FFA den steirischen Unternehmern konkret? Buchmann: Einerseits ist es für die siegreichen Unternehmen die verdiente Wertschätzung für ihr Engagement, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Andererseits haben viele Unternehmen einen konkreten Nutzen. Erst kürzlich haben mir die Geschäftsführer eines Siegerunternehmens aus dem Vorjahr berichtet, dass sie neue Kunden gewonnen haben, die erst auf Grund der medialen Berichterstattung rund um den Fast Forward Award 2014 auf das Unternehmen aufmerksam geworden sind. Solche Beispiele zeigen, dass es sich lohnt, beim Fast Forward Award mitzumachen. Die Rückschau zeigt, nicht alle Projekte setzen sich am Markt durch. Wurden hier die Falschen prämiert? Buchmann: Nein, keineswegs. Innovationen umzusetzen heißt, Experimente zu
Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann über Sinn und Wirkung des Fast Forward Award. wagen. Das Wesen von Experimenten ist, dass sie scheitern können. Ich bekenne mich ausdrücklich dazu, dass Experimente erwünscht sind und wir diese auch unterstützen müssen. Nur so kann Neues entstehen. Auch die Erkenntnisse aus einer Innovation, die sich nicht am Markt durchsetzt, können ein Unternehmen weiterbringen. Ich glaube, wir brauchen als Gesellschaft insgesamt einen anderen Zugang zu diesem Thema, indem wir Scheitern nicht ausschließlich als etwas Negatives sehen.
Terminimpulse Datum
Name
Veranstalter
15.09.2015
Verleihung Fast Forward Award 2015
SFG
16.09.2015
4. Online Marketing Impulse: Video Sells
SFG, Online Marketing Forum
16.09.2015
Workshop „Im Nebenberuf Unternehmer“
WK
17.09.2015
job and career for women - die Karrieremesse für Frauen
spring Messe Management GmbH
24.09.2015
Sprechtag Nachbarschaft Südosteuropa
ICS
24.09.2015
Gründer-Workshop
WK Weitere Termine und Infos auf www.sfg.at/termine
IMPRESSUM: Medieninhaber, Herausgeber: Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft m.b.H. | Nikolaiplatz 2 | 8020 Graz | E-Mail: marketing@sfg.at | Internet: sfg.at Verleger: Medienagentur inSELL, Stefan Chibici-Revneanu, Humboldtstraße 21, 8010 Graz, Tel.: 0316/93 12 06, office@in-sell.at; Verkauf: Jasmin Knebl, 0316/93 12 06 - 40, jasmin.knebl@in-sell.at; Redaktion: Sigrid Gaisch-Faustmann, Katharina Enzinger, Claudia Stoiser, Gerald Berger, Gernot Zenz; Layout & Grafik: Medienagentur inSELL, grafik@in-sell.at
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Profi!Lehre Die maßgeschneiderte Lehre Hier werden die hochqualifizierten Fach- und Schlüsselkräfte von morgen gefördert.
Foto: © SFG
Foto: © www.ingo-bartussek.de
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ie Förderungsaktion Profi!Lehre schafft die Rahmenbedingungen für eine ungewöhnliche steirische Initiative, die sich auf dem Prüfstand eines Pilotjahres bereits hervorragend bewährt hat. Sie ermöglicht es, die Lehre auf individuelle Bedürfnisse von kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen und deren Lehrlingen maßzuschneidern. Die Steirische Wirtschaftsförderung SFG übernimmt dabei mit der Förderungsaktion Profi!Lehre einen hohen Anteil der Ausbildungskosten für externe Zusatzausbildungen von jungen Leuten. Sie steht für technische bzw. naturwissenschaftliche Lehrberufe zur Verfügung. Mehr Infos unter http://sfg.at/profilehre
Foto: © Neues Land
Bauer macht blau: Hightech-Lösungen im Stall
Lebring: Fotografenschmiede für Qualitätssicherung im freien Gewerbe
Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen: Die 8 kreativsten Teambuildings
Foto: KK
Mitte August 2015 erschien die 2. OnlineAusgabe der SFG-Zeitung impuls.st. Diesmal mit Hightech-Bauern, Damenhüten, dem Beziehungsturbo Facebook und vielem mehr.
Foto: © Pixelmaker
http://impuls.st
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Das Empfehlungsportal der
n i e e b a h ich n e m h e n bauunter s t h c i n m mit de t h e t s f e i sch f das finden sie au
Foto: © Sunny studio - Fotolia.com
1. Lernen Sie „Das weiß ich nicht“ zu sagen. Es entspricht häufiger der Wahrheit, als Ihnen lieb ist. 2. Wenn Sie nicht kritisiert werden, dann arbeiten Sie vielleicht zu wenig. 3. Sie erinnern allenfalls ein Drittel dessen, was Sie lesen; die Hälfte von dem, was Ihnen andere erzählen, aber 100 Prozent von dem, was Sie fühlen. So geht es übrigens auch Ihren Mitarbeitern. 4. Ein Mensch, der nett zu Ihnen ist, aber nicht zu Ihren Mitarbeitern, ist in Wirklichkeit kein netter Mensch. 5. Betteln Sie um schlechte Nachrichten. Sonst umgeben Sie eines Tages nur noch Jasager und Maulhelden. 6. Lernen Sie, schnelle und klare Entscheidungen zu treffen. 7. Arbeiten Sie nur mit Vorgesetzten, bei denen Sie keine Hemmungen haben, offen zu sprechen. 8. Fassen Sie sich dennoch kurz. Sowohl bei mündlichen als auch bei schriftlichen Konversationen. 9. Üben und beherrschen Sie den Elevator Pitch. 10. Wenn Sie das nächste Mal eine (Powerpoint-)Präsentation vorbereiten, stellen Sie sich bitte vor, die ganze Welt sieht Ihnen bei der Rede zu und setzt das auch so um. Na, sehen Ihre Folien immer noch so aus? (aus: 33 Unwritten Rules of Management by Bill Swanson)
Tipp: Bücher, die Unternehmer weiterbringen Führen Leisten Leben: Wirksames Management für eine neue Welt (Fredmund Malik, Campus 2014) Loslassen für Führungskräfte: Meine Mitarbeiter schaffen das (Markus Jotzo, Wiley-VCH 2012) Der Weg zu den Besten: Die sieben Management-Prinzipien für dauerhaften Unternehmenserfolg (Jim Collins, Campus 2011) Unverkäuflich! Schulabbrecher, Fußballprofi, Weltunternehmer - die völlig verrückte Geschichte von Bobby Dekeyser (Bobby Dekeyser/Stefan Krücken, Ankerherz 2012) 11 Managementsünden, die Sie vermeiden sollten: Wie Führungskräfte sich um Karriere, Verstand, Ehepartner und Spaß bringen (Klaus Schuster, Redline 2009) Und mittags geh ich heim: Die völlig andere Art, ein Unternehmen zum Erfolg zu führen (Detlef Lohmann, Linde 2012)
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Foto: © WIFI Stmk.
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ungeschriebene Gesetze des Managements
Peter Hochegger WIFI Steiermark
Wirtschaft investiert wie noch nie Investitionen sind die Basis für zukunftstaugliche und nachhaltige Entwicklungen. Erfolgsorientierte Unternehmen wissen genau, dass nur eine qualifizierte Mitarbeiterschaft den Unternehmenserfolg nachhaltig sicherstellen kann. Forschung, Entwicklung und Innovation sind ohne verlässliche Know-how-Träger nicht in Markterfolge umzusetzen. Da der Arbeitsmarkt trotz hoher Arbeitslosigkeit keine qualifizierten Know-how-Träger anbietet, wird von den Unternehmen gezielt in die Stammmannschaften investiert. Die arbeitsplatznahe Weiterbildung boomt wie noch nie – ein starkes Signal aus der Wirtschaft. Wenn aber andererseits knapp 50% der Arbeitslosen in Österreich keine Berufsausbildung absolviert haben, ist dies auch ein Signal. Der Lösungsansatz liegt auf der Hand – Investition in die Qualifikation. Auch wir sind in der internationalen Realität angekommen: Wer nicht qualifiziert – der verliert! 15
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