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Troedler 1216

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Europas Sammlermagazin

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Histor. Modelle Altes Spielzeug


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INHALT 3

TRÖDLER

ISSN 1863-0340

VERLAG

GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: http://www.gemiverlag.de eMail: info@gemiverlag.de

GESCHÄFTSFÜHRER

Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

CHEFREDAKTEUR

Karl Ruisinger eMail: karl.ruisinger@gemiverlag.de

REDAKTION

Nicola Fritzsch, Joscha Eberhardt Karin Probst, Helene Stümpfle-Wolf

AUTOREN DIESER AUSGABE

Reinhard Bogena Heidrun Th. Grigoleit Dr, Christoph Prignitz Ludger Spielberg

4

LESERFORUM ■ Expertenauskünfte

6

MAGAZIN ■ Ausstellungen – Messen – Märkte

OSTALGIE

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■ Adventskalender

19

ONLINETIPP ■ Websites für Sammler

AUKTIONEN

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■ Berichte – Preise – Termine

REDAKTIONSASSISTENZ

Heike Genz

TERMINE

Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 eMail: termine@gemiverlag.de

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG

Westner Medien GmbH (Anschrift siehe Verlag)

ANZEIGEN

Markus Westner, Tel. 08441/4022-13 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34

KLEINANZEIGEN

Heike Genz, Tel. 08441/4022-18 Marlene Westner, Tel. 08441/4022-12

VERTRIEB

Gerd Reddersen

WEIHNACHTEN

ZEITSCHRIFTENHANDEL

VU Verlagsunion KG

■ Wunschzettel

MARKTVERTRIEB

Jörg Kirschbaum Mobil 0172/4436638

ABOVERWALTUNG

Gemi Verlags GmbH Postfach 85291 Reichertshausen Tel: 08441/4022-0 Fax: 08441/71846 eMail: info@gemiverlag.de

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SCHALLPLATTEN ■ Schwarzes Gold für Sammler

DRUCK

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KULTURGESCHICHTE ■ Historische Modelle

SPIELZEUG

86 90

■ Puppenküche

BLICKPUNKT

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■ Interieur: Eugène Printz

westermann druck Gmbh

FUNDSTÜCKE

98

■ Flohmarktpreise

TERMINE UND ANZEIGEN ERSCHEINUNGSWEISE

monatlich

■ ANTIKMARKTTERMINE

TITELFOTOS

Ludger Spielberg Germanisches Nationalmuseum

■ SAMMLERBÖRSENTERMINE ■ AUSLANDSTERMINE ■ REGELMÄSSIGE TERMINE

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM.

■ FLOH- UND TRÖDELMARKTTERMINE ■ KLEINANZEIGEN IN DER SAMMLERBÖRSE

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/11 (Preise gültig seit 01.08.2006)

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Termine im Dezember 01 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

Anton

02 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

03 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

04 So Köln-Marsdorf

Globus, Max-Planck-Straße

Kopp

07 Mi Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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08 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

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09 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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10 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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11 So Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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14 Mi Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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15 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

Anton

16 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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17 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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18 So Köln-Ossendorf

IKEA, Am Butzweilerhof

Kopp

21 Mi Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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22 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

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23 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

24 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino fällt aus, Heiligabend

25 So Keine Märkte wegen Weihnachten Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

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29 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

Anton

30 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

31 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino Porz fällt aus, Silvester

Anton, günstige Kopp Kopp (0221) 28 39 100 Anton,derder günstige StandBreite breite

mit/ohne Pkw Pkw mit Hänger Bus/Transporter mit Hänger Lkw

bis 4 m bis 8 m bis 8 m bis 12 m bis 12 m

Kopp-Märkte Preise pro Termin Grundgebühr pro Stand 5€ Trödel, je Meter 10 € Neuware, je Meter 20 € Mindeststandgröße 2 Meter. Fahrzeug am Stand Pkw ab 4 m Stand Pkw mit Hänger ab 6 m Stand Bus/Transporter ab 6 m Stand Bus mit Hänger ab 8 m Stand Lkw ab 8 m Stand

Platzreservierung Montag bis Donnerstag im Büro Globus IKEA

10-16 Uhr 10-16 Uhr

Samstag vor Ort

28 Mi Köln-Porz-Eil

Pauschale nach Fahrzeug

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17 Uhr 20 Uhr

Sonn- und Feiertag vor Ort Globus IKEA

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Telefon: (0221) 28 39 100

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OSTALGIE 12

ADVENTSKALENDER AUS DER DDR LUDGER SPIELBERG

Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden in allen Teilen Deutschlands von vielen Verlagen Adventskalender unterschiedlichster Art hergestellt: Wand- und Stellkalender mit zu öffnenden Türen, Weihnachtsalben mit Einklebebildern, Adventshäuser, Abreiß- und Bastelkalender. Mit der Kriegswirtschaft unterlag auch die Verwendung von Papier immer stärkeren Einschränkungen, bis schließlich ab 1942 nur noch vom Zentralverlag der NSDAP Franz Eher, München, ein mit „Vorweihnachten" betiteltes Heft erschien, das sowohl formal, aber insbesondere inhaltlich, keine Ähnlichkeit mit den bis dahin erhältlichen Adventskalendern hatte, aber an deren Stelle treten sollte. Zwar war das Heft auch wie üblich als Zählhilfe für die noch verbleibende Zeit bis Weihnachten nutzbar, doch der Inhalt sollte der „nationalsozialistischen Gestaltung der Vorweihnachtszeit" und damit der politischen Indoktrination dienen. Nach dem Krieg erschienen bald wieder zahlreiche Adventskalender in den bekannten und bewährten Formen, aber die Teilung des Landes wirkte sich auch auf die „Adventskalenderkultur" aus.

DDR-Motive Die in Westdeutschland zumindest bis in die 70er-Jahre hinein dominierenden Ausführungen mit christlichen Motiven, kitschigen und mit Glimmer überhäuften Darstellungen mit Engeln, Christkindern und Weihnachtsmännern, frommen Sprüchen, Szenen heiler Kinderwelten in verschneiter dörflicher Idylle gerieten in der DDR spätestens ab Mitte der 50er-Jahre zuse12 / 16

hends in die Minderheit. Vorwiegend gab es dort winterliche Motive mit Kindern und Tieren, Märchenszenen, realistisch dargestellte Stadt- und Dorfansichten mit Weih-

nachtsmärkten und auch etliche plakativ karikierende Darstellungen. Der Heilige Nikolaus und das Christkind mit helfenden Engeln als Überbringer von Geschenken

Beilage der Zeitschrift „Fröhlich sein und singen", Heft 11, Jahrgang 1956. Format ca. 41 cm x 28 cm. Dieser aufwändig konstruierte Kalender musste für den Gebrauch zunächst hergerichtet werden. In der Mitte wurde er geknickt und Teile des Gebäudes waren ausklappbar. Hinter dem Gebäude war eine Hinterklebung mit bunten Bildern für die Fenster anzubringen. So entstand ein dreidimensionaler Stellkalender, bei dem im Vordergrund ausklappbare Figuren aufzustellen und am Häuschen und am Nachthimmel Fenster zu öffnen waren. Die Rückseiten der Fenster sind mit Versen bedruckt, die zu den Bildern der Hinterklebung passen. Entwurf und Zeichnung: Richard Hambach. – Hinterklebung des Frösi-Kalenders


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OSTALGIE 13 zungsmöglichkeiten außerhalb der Adventszeit. Sie ließen sich zu Kartenspielen und Schachteln umbauen, abtrennbare Teile als Lesezeichen verwenden und die Türchen als Felder für Gesellschaftsspiele nutzen. Korrekt müsste bis zur Entstehung der BRD und der DDR von Adventskalendern aus den Besatzungszonen die Rede sein, allerdings schließen zumindest die meisten Sammler heute die ehemalige SBZ in das Staatsgebiet der DDR ein, wenn sie ihre Objekte regional zuordnen wollen.

Druckgenehmigungsverfahren Druckerzeugnisse unterlagen in der SBZ und der DDR vor der Veröffentlichtung in der Regel einem Druckgenehmigungsverfahren. Eine bei der Genehmigung erteilte

Beilage der Zeitschrift „Fröhlich sein und singen", Heft 11, Jahrgang 1959. Format ca. 41 cm x 28 cm. In der Mitte musste der Kalender geknickt werden, danach ließ sich die Eisenbahn herausklappen und der Kalender blieb stehen. Er bot Beschäftigung für die Zeit vom 1. bis zum 31. Dezember, denn es waren nicht nur Türchen zu öffnen, sondern auf die weißen Flächen auch die Bilder eines Ausschneidebogens aufzukleben. Da die Tage auf den Türchen und den freien Flächen nicht gekennzeichnet waren, musste mit Hilfe einer „Schlüssel" genannten Anleitung zunächst die Vorgehensweise für die richtige Reihenfolge ermittelt werden. Entwurf und Zeichnung: Richard Hambach. – Ausschneidebogen für den Frösi-Kalender von 1959 Nummer ist auch auf vielen Adventskalendern vorhanden, manchmal auf der Rückseite oder äußerlich nicht erkennbar auf der Frontseite der Hinterklebung. Diese Angaben, oft noch verbunden mit dem Datum der Genehmigung und dem Druckort, sind heute für Sammler eine willkommene Datierungs- und Zuordnungshilfe. Sogar die Auflagenhöhe ist bei etlichen DDR-Kalendern angegeben und häufig auch der Verkaufspreis. Das bürokratische Genehmigungverfahren war nicht nur ein planwirtschaftliches Instrument, sondern letztlich auch ein Mittel der Zensur. Wahrscheinlich haben auch einige Adventskalenderentwürfe keine Genehmigung erhalten oder durften nur nach Änderungen in der politisch genehmen Gestaltung erscheinen. Auch in den westlichen Zonen trugen einige Adventskalender mit Aufdrucken wie „US-Zone" Hinweise auf ihre Herkunft und lassen sich damit zeitlich den ersten Nachkriegsjahren zuordnen. Anders als in Westdeutschland, wo Kinder und Familien in den 50er- und 60er-Jahren von Geldinstituten, Kaffeeröstern, Spielwarenhändlern, Verlagen usw. mit Werbeadventskalendern überwemmt wurden, waren derartige Ausführungen in der DDR eher selten. Jedenfalls sind bis heute nur wenige be-

sind nur noch selten zu sehen, aber recht häufig der Weihnachtsmann in dieser Funktion. Ganz abgeschafft waren allerdings religiös inspirierte Kalender nicht, denn bis zum Ende der DDR erschienen in den wenigen christlich orientierten Verlagen immer noch einige Exemplare. Während in der BRD ab etwa 1960 die meisten Adventskalender als Wegwerfartikel konzipiert wurden, entstanden in der DDR noch etliche Bastelkalender, mit denen Kinder sich eine Weile beschäftigen konnten. Einige Kalender boten auch Nut„Die Weihnachtsmarkt-Bude" mit 24 Türchen, Format 38 cm x 24,5 cm. Mit wenigen Handgriffen lässt sich aus den vorgefertigten Teilen ein Stand mit Dach, Seitenteilen und einer Theke bauen. Der Stand ist dann noch 25 cm lang und 21 cm hoch. VEB Postkarten-Verlag Berlin, Entwurf: Kurt Brandes, der auch für westdeutsche Verlage arbeitete 12 / 16


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OSTALGIE 14 Weihnachtsmarkt, Kalender mit 24 Türchen. Format 30 cm x 21 cm. Entwurf: Erika Werner-Nestler. 1950. – Adventsaltar, 24 Türchen. Format 29,8 cm x 21 cm. Wartburg Verlag Max Kessler, Jena. Entwurf: Helmut Rudolph, Freiberg. 1953. – Weihnachtsmarkt, 24 Türchen. Format 25,5 cm x 20,5 cm. GmbH Selecta Druck, Dresden. 1954

kannt und auch dabei handelt es sich mehr um Hinweise auf Produkte als Werbung für einzelne Konsumartikel. Ähnliches lässt sich zur recht geringen Anzahl an Kalendern mit Schokoladenfüllung sagen. Zwar gab es diese begehrten Kalender, im Vergleich zur BRD aber nur in bescheidener Auswahl und sehr teuer. Preiswerter waren Kalender zur Selbstbefüllung, die als „Leergut" gekauft, nach eigenem Gutdünken mit Naschereien oder anderen Kleinigkeiten gefüllt und mehrfach verwendet werden konnten.

Leuchtende Kette Neben den üblichen Wandkalendern mit 24 Türchen und Hinterklebungen gab es in der SBZ bzw. DDR auch einige bemerkenswerte Ausführungen, die besondere Erwähnung verdienen. Ein außergewöhnlicher Adventskalender mit dem Titel „Leuchtende Kette" erschien 1951 bei der Evangelischen Verlagsanstalt GmbH in Berlin mit einer Lizenz des Amtes für Literatur und Verlagswesen der DDR. Herausgegeben wurde das aus einem 36-seitigen Buch und zwei Bastelbogen bestehende Exemplar von Herbert Martin, die Gestaltung des Umschlages und der Bastelbogen übernahm Paula Jordan. Es wurde empfohlen, vom ersten Adventssonntag bis zum Sonnabend nach dem vierten Advent täglich innerhalb der Familie das zum jeweiligen Tag gehörige Bild der Sternenkette zu betrachten und anschließend den dazu passenden Text zu lesen. Deshalb geht die „Adventsbotschaft", wie es im Untertitel heißt, mit 28 Motiven manchmal auch über die Weihnachtstage hinaus. Weiter wurde vorgeschlagen, die ebenfalls in dem Buch abgedruckten Adventslieder zu singen. Für die Bastelarbeit zur Herstellung der Kette enthalten die beiden „Sternenbogen" ausführliche Anleitungen. Zunächst sollten die 12 / 16

Bogen auf Pappe geklebt, danach die Sterne sauber ausgeschnitten und am oberen und unteren Ende mit einem kleinen Loch versehen werden. Mit einem Fa-

den waren die Sterne miteinander zu verbinden, so dass schließlich eine täglich wachsende und letztlich aus 28 Sternen bestehende Kette entstand. Zusätzlich konnten noch vier Bilder, die auch auf den Umschlägen des Buches abgebildet waren, ausgeschnitten und an der Kette befestigt werden. Für die Verwendung der Kette wurden auf einem illustrierten Beiblatt Vorschläge gemacht, so konnten durch tägliches Hinzufügen eines Sterns der Adventskranz damit umrahmt, ein Fensterschmuck gestaltet oder die komplette Kette als Christbaumschmuck genutzt werden. Der aufwändige Golddruck der Sterne führte dazu, dass selbst heute bei spärlicher Beleuchtung oder Kerzenlicht noch ein Leuchteffekt entsteht. Auch eine Verstärkung der Leuchtkraft für die vier Bilder wurde empfohlen: „Wer genügend


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Geld zur Verfügung hat, sollte sich für jedes aufgezogene Adventsbild außerdem einen breiten vergoldeten Rahmen kaufen: erst so kommt die Schönheit dieser Bildchen ganz zur Geltung."

„Frösi” Die Vorgehensweise bei der Nutzung dieses Kalenders, der täglich im Rahmen eines besinnlichen Beisammenseins erweitert wurde, erinnert an die Tradition des Adventsbaumes. Gespannt wurde jährlich ab 1953 das letzte Jahresheft und ab 1956 die November-Ausgabe von „Fröhlich sein und singen", später kurz „Frösi" genannt, erwartet. Alle Jahre wieder – bis 1991 – enthielt diese Kinderzeitschrift nämlich einen Adventskalender; manchmal als Beilage, aber meistens in den Umschlag und die Seiten integriert. Die Hefte erschienen

im „Verlag Junge Welt", Herausgeber war zunächst der „Zentralrat der FdJ", später die „Zentralleitung der Pionierorganisation Ernst Thälmann". Inhaltlich enthielt „Frösi" eine bunte Mischung aus Geschichten, Rätseln, Liedertexten, reichlich Bastelanleitungen, Comics, Märchen; Hinweise auf die deutsch-sowjetische Freundschaft und sozialistische Errungenschaften fehlten aber auch nicht. Die Adventskalenderausgaben der Jahre 1953, 1954 und 1955 wirkten mit Winterlandschaft, Weihnachtsmarkt und Weihnachtsmannumzug in der kleinen Stadt wie traditionelle Türchenkalender und waren in den Umschlag integriert. Diese Linie wurde aber nicht fortge-

Bastelkalender „Mein Tannenbäumchen". Format 24 cm x 18 cm. Gebrauchsanweisung: „Schneide den Tannenbaum aus und mache Schlitze an den Stellen, wo die weißen Linien sind, ebenso auf dem gelben Vordergrund. Biege diesen nach vorn und die beiden grünen Teile links und rechts von der Hutsche nach hinten, damit der Baum stehen kann. Die Laschen der Lichte, des Schmuckes, der Krippe und der Engel stecke durch die für sie durch Nummern gekennzeichneten Schlitze und biege sie hinten um, damit die Teile festsitzen. Bei den Lichtern für die Tannenbaumspitzen und beim Stern mache unten zwischen den 3 Laschen Einschnitte und setze die Lichte so auf, daß die bunte Lasche nach vorn und die beiden weißen nach hinten kommen." Druck: Mittag & Co., Lichterfelde, 1947. – Bei diesem Kalender handelt es sich um ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Exemplar: Auf einer mit aufstellbaren Figuren bedruckten Grundplatte mit 30 cm Seitenlänge sind wie ein Kreuz zwei beidseitig bedruckte und mit 24 Türchen versehene Wände aufgestellt, so dass sich insgesamt acht Ansichten ergeben, darunter Stadtansichten, eine Märchenszene, ein Weihnachtsmarkt und ein Kirmesplatz. Die ohnehin schon starke plastische Wirkung wird noch verstärkt durch ausklappbare Teile der Häuser und Marktbuden sowie aufstellbare Figuren. In den Auslagen der Ladengeschäfte, aber auch auf den Einkaufstüten der Passanten sind die Namen von in der DDR bekannten Textilbetrieben zu finden: GREIKA, Palla Glauchau, Vogtlandstoffe, VEB Textilwerke Mülsen, Spezitex, Modedruck Gera. Beilage der Zeitschrift „Fröhlich sein und singen" von 1970. – Die „Leuchtende Kette", bestehend aus einem Buch mit 36 Seiten und 2 Ausschneidebogen. Evangelische Verlagsanstalt GmbH. Berlin 1951. Buchgröße 21 cm x 10,5 cm, Bogengröße je 58 cm x 10 cm. – Die Heiligen Drei Könige. Format 33 cm x 23 cm. 24 Türchen. Druck H. F. Jütte (VOB), Leipzig. Entwurf: Horst Räcke. wohl 1980. Aufgedruckter Preis 2,85 M 12 / 16


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OSTALGIE 16 Spielzeugbude mit einem typischen Erzgebirgssortiment. Format 33,5 cm x 23,5 cm. Der Kalender hat 23 Türchen, am 24. Dezember war lt. Anleitung auf dem Rand die Schere gefragt: „Am Heiligen Abend, schnipp und schnapp, schneid rundherum das Rändlein ab und schau, wer alles sich zur Nacht zum Christkind auf den Weg gemacht. Zum Hirt der Bergmann sich gesellt. Drei Könige nahn aus ferner Welt. Es ruft dich auch der helle Stern. Komm, schau das Kind und sing dem Herrn." Nach dem Abtrennen des Randes zeigt die Hinterklebung ein komplett neues Bild, in dessen Mittelpunkt eine Krippenszene mit Hirten und der Ankunft der Heiligen Drei Könige steht. Den Vordergrund bildet eine Dorfansicht mit singenden Menschen und dem Weihnachtsmann, am Himmel schweben einige Engel. Oberlausitzer Kunstverlag (VOB), Eberbach. Entwurf: Kurch Eichler. 1982. Aufgedruckter Preis 1,90 M. – Tiere in einer verschneiten Winterlandschaft vor einem Stall. Format 33 cm x 24 cm. 24 Türchen. Außergewöhnlich ist die Hinterklebung dieses Kalenders, denn für die Zeit vom 1. bis 23. Dezember erscheinen hinter den Türchen ausschließlich verschiedene Engeldarstellungen. Hinter der großen Stalltür für den 24. Dezember ist dann mit Maria, Josef und dem Jesuskind ein auch von anderen Kalendern vertrautes Bild zu sehen. Die Gesamtkonstruktion mit einer Hinterklebung aus starker Pappe und einer Frontansicht aus dünnem Papier ist eine ungewöhnliche Zusammenstellung. Drucksignatur: Potrzeba. 1948. – Die Puppenstadt „Mon Plaisir". Format 41 cm x 28 cm. 24 Türchen. Planet-Verlag. Entwurf: Günter Wongel. Herstellung: Druckerei Franz Maecker, Neuruppin. 1986. Aufgedruckter Preis 1,10 M. – Links: Abreiß- und Bastelkalender, bestehend aus 34,5 cm x 31 cm bedrucktem Karton und einem Block mit 24 Blättern. Aus 16 Abreißblättern waren Figuren auszuschneiden und auf die entsprechend gekennzeichneten Stellen des Kartons zu kleben. Ratsdruckerei Chemnitz, 1948. Rechts der Kalender komplett fertiggestellt mit den aufgeklebten Bildern Entscheidung wohl für letztere Variante aus, denn komplette Ausgaben mitsamt unbenutzter Kalender sind heute nicht mehr häufig zu finden. Neben etlichen sehr aufwändig und detailliert gestalteten Bastelkalendern gab es in einigen Jahren führt und in den folgenden Jahren wurden die Frösi-Kalender, in den Heften unterschiedlich als Advents-, Jahresschlussund Weihnachtskalender bezeichnet, häufig als Bastelkalender konzipiert. Nach Falt-, Klebe- und Ausschneidarbeiten entstanden dann meistens dreidimensionale Gebilde mit Kulissen, ausklappbaren Teilen, stehenden Figuren. Oft war es sinnvoll, die fragilen Konstruktionen aus dünnem Papier mit Pappstreifen zu verstärken und so vor dem vorzeitigen Zusammenbruch zu bewahren. Natürlich fehlten auch die aufklappbaren Türchen nicht, oft traditionell für die Zeit vom 1. bis 24. Dezember reichend, manchmal aber auch bis weit über Weihnachten hinaus. Wahrscheinlich standen Frösi-Käufer häufig vor der Frage, ob sie das Heft komplett erhalten oder lieber zerlegen und preiswert an einen Adventskalender kommen sollten. Das gesamte Heft war nämlich billiger als die meisten Adventskalender. Oft fiel die 12 / 16


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OSTALGIE 17 Als Adventskalender gestaltete Titelbilder von Schokoladenverpackungen, die sich durch Umklappen der Seitenteile aufstellen ließen. Hinter jedem der 24 Türchen befand sich in einem Plastikeinsatz eine Schokoladenfigur; nach deren Entnahme wurde ein buntes Bild sichtbar. Vermerke auf den Rückseiten: „Dieser Kalender wurde gemeinsam von dem VEB Verpackungsmittelwerk Leipzig und dem VEB ‚Delitzscher’ entwickelt und von den Gebrauchsgraphikern G. und W. Rudolph gestaltet. Inhalt 150 g Vollmilch-Schokolade, EVP 7,- M. VEB Vereinige Süsswarenwerke Delitzsch Eilenburg Stammbetrieb des VEB Kombinat Süßwaren 7270 Delitzsch." Schachtelformate 27 cm x 21 cm x 1,5 cm von Helmut Rudolph entworfenen Exemplare kam es 30 Jahre lang zu einer einzigartigen stilistischen Kontinuität. Die Kalender waren alle auffällig betitelt und hießen u.a. „Adventsaltar", „Adventsorgel", „Adventsdorf", „Adventskapelle”. Neben

nur sehr simple Exemplare, z. B. comicartige Schneemänner und Eichhörnchen mit Türchen. Gestalter mehrerer Kalender war Richard Hambach, der für Frösi auch viele Illustrationen und Comics (Mäxchen Pfiffigs Abenteuer) zeichnete.

Rudolph-Kalender Eine sehr bemerkenswerte Tradition entstand im Wartburg Verlag Max Kessler, Jena. Der christlich ausgerichtete Verlag blieb in der DDR ein Privatunternehmen und existiert heute noch, inzwischen mit Sitz in Weimar. Zwar waren mehrere Zeichner als Gestalter von Adventskalendern für den Verlag tätig, aber durch die ab 1951

Der Planet-Verlag entwickelte sich zum bedeutendsten Adventskalender-Hersteller der DDR. Die drei letzten Kalender des Verlages entstanden 1990 und trugen den aufgedruckten Preis noch in DDR-Währung: 1,10 M. Als die Zeit für den Verkauf der Kalender und zum Öffnen der Türchen kam, gab es keine DDR mehr und das gesetzliche Zahlungsmittel im vereinten Deutschland war die DM. So wurde die bereits hergestellte Auflage verramscht „Altberliner Weihnachtsmarkt", Entwurf: Günter Wongel. Auf der Rückseite steht eine kurze Weihnachtsgeschichte. – „Im Zirkus", Entwurf: Ingrid Hoede. Der Kalender ist auch als Würfelspiel für mehrere Personen zu gebrauchen, die Regeln stehen auf der Rückseite. Sieben Türchen lösen bestimmte Ereignisse aus, und wer zuerst die Nr. 24 erreicht, ist der Sieger. Als Spielsteine werden Schokoladen- oder Marzipanfiguren vorgeschlagen, die der Gewinner alle aufessen darf. – „Vorweihnachtszeit", Entwurf: Gisela Wongel. Auf der Rückseite steht eine kurze Weihnachtsgeschichte. Größe je 40,5 cm x 28 cm

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Das Märchenschloss. 24 Türchen mit Märchenbildern dahinter. Beschriftung auf der Rückseite: „Liebe Kinder! Ihr seht auf der Vorderseite ein Haus – Ihr könnt es auch Märchenschloß nennen. In dem Haus geht es seltsam und wunderbar zu, wie in den Märchen, die die Gebrüder Grimm vor langer Zeit für Euch aufgeschrieben haben. Wenn Ihr die Fenster und Klappen öffnet, werdet Ihr die Märchen und ihre Gestalten erkennen, die Prinzessin auf der Erbse, die böse Königin, die dem Schneewittchen so übel gesonnen ist, Tischlein Deck dich, Goldesel, Knüppel aus dem Sack und die kluge Else. Und dann seht ihr den Froschkönig, die Hexe aus dem Märchen Jorinde und Joringel, Dornröschen und Frau Holle. Ganz oben findet Ihr noch den Spaßmacher. Am 24. Dezember endlich kommt die Überraschung, mit der Euch der Postkarten-Verlag ein fröhliches Weihnachtsfest wünscht." VEB Postkarten-Verlag, Berlin. Format 31 cm x 27 cm. Um 1970. Aufgedruckter Preis 0,90 M den obligatorischen Türchen für die Zeit vom 1. bis 24. Dezember enthielten mehrere Rudolph-Kalender noch zusätzliche Fenster für die vier Adventssonntage und ein größeres Tor für die „Christnacht". Zwar waren Adventskalender mit religiösen Motiven aus politischen Gründen in der atheistischen DDR nicht erwünscht und in den Sortimenten verstaatlichter Druckereien kaum noch vorhanden, aber einigen christlich orientierten Verlagen wurden noch, oft nur für geringe Auflagen, Druckgenehmigungen erteilt. Einige Kalender von Helmut Rudolph wurden in den letzten Jahren neu aufgelegt und sind heute wieder erhältlich.

Fritz Baumgarten Wohl Ende der 1920er-Jahre erschienen in Leipzig bei Meissner & Buch Stell- und Wandkalender, von denen viele den Aufdruck „Leipziger Adventskalender" trugen. Vielleicht sollte damit eine Art Markenartikel entstehen, wie es bereits lange zuvor dem Münchner Verlag Reichhold & Lang mit den „Münchener Weihnachtskalendern" gelungen war. Dessen Vielfalt erreichten die Produkte von Meissner & Buch zwar nicht, doch entstanden auch hier etliche erfolgreiche Adventskalender. 12 / 16

Mitentscheidend dafür waren sicherlich die Entwürfe des bekannten Bilderbuchillustrators Friedrich Karl „Fritz" Baumgarten (1883-1966). Er arbeitete bereits vor dem Zweiten Weltkrieg für Meissner & Buch und blieb dem Verlag auch zu DDR-Zeiten treu; schickte einige seiner Adventskalenderentwürfe aber auch in die Bundesrepublik, wo sie ebenfalls veröffentlicht wurden und hin und wieder noch Neuauflagen erscheinen. Seine aus Kinder- und Bilderbüchern bekannten Wichtelfiguren, mit denen er einen eigenen Stil prägte, waren auch wesentliche Bestandteile seiner Adventskalender. Auch von ihm gezeichnete Kinder sind fast unverwechselbar und so sind Adventskalender mit BaumgartenMotiven schon auf den ersten Blick zu erkennen. Zu den bekanntesten Werken von Baumgarten zählen Abreißkalender mit einem Titelblatt und 24 Tagesblättern für die Zeit vom 1. bis 24. Dezember dahinter. Auf den Blättern sind vorwiegend Wichtel, Kinder, Tiere, weihnachtliche Gegenstände, Märchenfiguren usw. in winterlichen Landschaften oder gemütlichen Stuben zu sehen, zusammen mit kurzen, zu den Bildern

passenden Versen. Einige Blätter enthalten so viele Details, dass sie auch als Deckblätter für Wandkalender geeignet wären. Als Sammelgebiet sind Adventskalender aus der DDR recht beliebt geworden, bieten sie doch genau das, was häufig gewünscht wird: eine große und vielfältige Anzahl zeitlich und regional gut einzugrenzender Objekte. Fotos: Ludger Spielberg

Zwei „Leipziger Adventskalender" als Abreißkalender aus dem Verlag Meissner & Buch. Oben das Titelblatt der Ausgabe von 1954, unten links das Titelblatt der Ausgabe von 1947, daneben das Tagesblatt für den 6. Dezember. Hinter den Deckblättern befinden sich für die Zeit vom 1. bis 24. Dezember die einzelnen Abreißblätter, die von Fritz Baumgarten gestaltet wurden. Vorwiegend handelt es sich um Darstellungen von Kindern, Wichteln und Tieren in winterlich-weihnachtlichen Landschaften. Außerdem gibt es für jedes Tagesblatt einen Vers, meistens als Zwei-, manchmal auch als Vierzeiler. Größe je 19 cm x 12,5 cm


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SCHALLPLATTEN 76

.. SCHWARZES GOLD FUR SCHALLPLATTEN-SAMMLER

€ 30-40 Anita (Hegerland) „Fröhliche Weihnachten Mit Anita LP”, erschienen 1972 in der BRD auf Polydor, Nr. „2371339”. An der Seite von Roy Black hatte die norwegische Sängerin mit „Schön ist es auf der Welt zu sein” bereits im Alter von 10 Jahren (1971) einen Superhit. Sie war 4 Jahre mit dem Musiker Mike Oldfield liiert

€ 25-40 Bad Religion „Christmas Songs LP, veröffentlicht 2013 in Europa auf Epitaph, No. „7276-1”, 500 Copies grünes Vinyl + CD. Erstes Album ohne Greg Hetson an der Gitarre und ihr letztes mit Drummer Brooks Wackerman. Die 9 kurzen WeihnachtspunkSongs wurden alle auf eine Seite gepresst

WEIHNACHTEN

€ 30-60 The Beatles „Original Vee Jay Records Sleeve”, erschienen ab 1964 in den USA. Cover-Marketing für die „Christmas Sessions” der „Liverpooler Pilzköpfe”. Singles, wie „Love Me Do”, „Do You Want to Know A Secret” oder „Please, Please Me” werden komplett (Cover & Single) mit circa 70-140 Euro gehandelt

€ 100-150 Mariah Carey „Merry Christmas LP”, EU/UK-Release von 1994 auf Columbia, No. „477342 1”. Viertes Album der international erfolgreichen „R’n’B”-Sängerin. Zusammen mit Walter Afanasieff arrangierte sie elf von „Gospel” und „Soul” beeinflusste Songs. Allein in den USA wurde das Album fünfmal mit Platin ausgezeichnet. Mit 15 Millionen weltweit verkauften Exemplaren zählt die Platte zu den erfolgreichsten Weihnachtsalben aller Zeiten € 50-100 Bob Dylan „Christmas In Your Heart LP + CD”, veröffentlicht 2009 auf Columbia USA, No. „88697 57323 1/2”, 180 Gramm-Audiophile-US-Pressung mit „Folk-Blues-Rock”-Songs. Aufgenommen wurde das 34ste Dylan-Werk und zugleich erste Weihnachtsalbum des USamerikanischen Singer-Songwriters in den Studios von Jackson Browne in Santa Monica. Alle Verkaufseinnahmen gingen an Wohltätigkeitseinrichtungen

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€ 20-35 Jackson 5 „Christmas Album LP”, Reissue von 1984 in der EU auf Tamla Motown, No. „WL72112”. „R’n’B” und vom „Soul” geprägtes Album. 1970 war es mit 3,5 Millionen Exemplaren das am besten verkaufte Weihnachts-Album des Jahres

€ 20-40 Udo Jürgens „Wenn es Weihnachten wird – klingende Grüße vom Christkindlesmarkt LP”, erschienen 1974 in der BRD auf Ariola, Nr. „88275 OU”. Das mit 24 Türchen versehene Cover war im Stil eines Adventskalenders aufgemacht

€ 30-50 King Diamond „No Presents For Christmas 12 Inch”, veröffentlicht 1985 in den USA auf Roadracer Records, No. „125485”. Dänischer „Heavy Metal”-Beitrag zum „Fest der Liebe”. Hervorgegangen aus der Band Mercyful Fate


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10.11.2016

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SCHALLPLATTEN 77

€ 100-170 Diana Krall „Christmas Songs LP”, erschienen 2005 auf Verve Records, No. „B0004717-01”, „200g. QUIEX SV-P. Audiophile-US-Pressung” mit besonders brilliantem „Smooth Jazz”-Sound

€ 90-120 Paul McCartney „Christmas Kisses 7 Inch”, veröffentlicht 2012 auf Hear Music, No. „HRM-34232-01”. US-Pressung im grünen oder roten Vinyl, jeweils limitiert auf 1.000 Exemplare

€ 30-50 Marianne Mendt „I wünsch mir zu Weihnachten 7 Inch”, erschienen 1972 in Österreich auf Columbia, Nr. „2E 006-33 068”, blaues Label. „Easy Listening”-Ballade der „Austropop”-Wegbereiterin. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wirkte in unzähligen Musical-/Theaterund Kabarettproduktionen mit

€ 50-70 The Alan Milman Sect „Punk Rock Christmas 7 Inch”, erschienen 1977 in den USA auf Britz Records, No. „Britz 1”. 4-Track „Punkrock”-EP in purer Essenz und Kürze. Die Tracks dauern nicht viel länger als eine Minute und gehen zum Teil nahtlos ineinander über. Einzige Ausnahme auf der B-Seite ist der Track „Teen Tour” mit knapp zwei Minuten

€ 200-300 Elvis Presley „Elvis’ Christmas Album LP”, deutsche Pressung von Ende 1957 auf RCA Victor, Nr. „LOC-1035”. Im Gegensatz zum hochwertigen US-Cover wurde damals in Deutschland (für das anstehende Weihnachtsgeschäft) ein etwas minderwertiges und liebloses „Wabbelcover” schnell gedruckt

€ 70-130 Frank Sinatra (1915-1998) „A Jolly Christmas LP”, Audiophile HalfSpeed Pressung von 1983 (Original 1957) auf Capital USA, No. „MFSL 1-135”, Serie: Original Master Recordings. „Vocal Jazz Pop” mit Orchestra Gordon Jenkins

€ 20-30 Wham! „Last Christmas 12 Inch”, 2014 auf Columbia, No. „88875042911”, „Record Store Day”-Edition einer der erfolgreichsten Weihnachtshits aller Zeiten. 3.000 Copies im rotgrünen Vinyl

€ 40-80 Various Artists „A Very Special Christmas Vol. 2 DOLP”, veröffentlicht in Europa 1992 auf A&M Records, No. „540 003-1”. Sampler mit Beiträgen aus unterschiedlichen Bereichen der „U”-Musik u. a. von Tom Petty, einem Duett von Sinatra und Cindy Lauper, Sinéad O’Connor, Aretha Franklin, Paul Young, Bon Jovi und Ronnie Spector. Cover-Art-Design von Graffiti-Ikone Keith Haring (1958-1990)

Alle angegebenen Schallplattenpreise verstehen sich als ungefähre Richtpreise, die bei Internet-Auktionen, Schallplattenbörsen, Sammler-Foren, Festpreislisten, Privatverkäufen etc. erzielt oder angeboten wurden. Die Preise gelten in der Regel für Mint/Mint-Exemplare (neuwertig bzw. minimale Gebrauchsspuren).

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10.11.2016

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WEIHNACHTEN 86

WUNSCHZETTEL LUDGER SPIELBERG

Jährlich im November und Dezember werden zahlreiche Briefe abgeschickt, die an den Nikolaus, das Christkind oder den Weihnachtsmann gerichtet sind und trotz unzureichender Adressierung ihr Ziel erreichen, nämlich eines der Weihnachtspostämter der Deutschen Post, etwa in Engelskirchen, Himmelpfort oder St. Nikolaus. Zum größten Teil enthält diese spezielle Weihnachtspost Wunschzettel und es ist natürlich ratsam, wenn die kleinen Absender auch ihre Eltern oder andere Erwachsene über deren Inhalt informieren – für die Erfüllung der Wünsche sind die Postmitarbeiter nicht zuständig. Ein einfacher Zettel mit einem weihnachtlichen Motiv zur Übermittlung von guten Wünschen, aber auch als Wunschzettel brauchbar. Um 1930. – Diesen Wunschzettel konnten Spielwarenhändler bei einer Mindestabnahme von 1000 Exemplaren mit einem Firmeneindruck für 37,50 DM bestellen oder für 32,50 DM ohne Eindruck erwerben und das freie Feld selbst mit einem Stempel versehen. 1950er-Jahre. – Der an das Christkind gerichtete Wunschzettel wurde von Spielwarenhändlern verteilt, die das rote Feld mit einem Stempel versehen konnten. 1950er-Jahre hundert schon im Schreibwarenladen zu haben; sogar in Form von Postkarten, mit denen auch die entfernt wohnende Verwandtschaft über die Wünsche informiert werden konnte. Schließlich war Weihnachten das Fest der Geschenke, auch wenn in den meisten Familien damals der Gabentisch nur karg bestückt wer. Schon vor 1900 bemerkten auch findige Händler, dass sich Kinderwünsche mit Hilfe der Wunschzettel auf Umwegen und gleich-

Findige Händler Wunschzettel waren natürlich schon lange üblich, bevor die Post für deren Weiterleitung in Anspruch genommen wurde und die meisten Kinder wählten und wählen den kurzen Weg innerhalb der Familie. Ein einfaches Blatt Papier, vielleicht noch mit einigen weihnachtlichen hübschen Motiven bemalt, reichte ja völlig aus. Wer schon alt genug war, schrieb die Wünsche selbst auf, ansonsten wurden sie älteren Geschwistern oder den Eltern diktiert und der Zettel auf das Fensterbrett oder vor die Haustür gelegt, in der Hoffnung, dass Christkind, Weihnachtsmann oder deren Helfer sie schon finden würden. Professionell gestaltete und bunt bedruckte Wunschzettel waren im 19. Jahr12 / 16


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10.11.2016

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WEIHNACHTEN 87 Dieser an das Christkind gerichtete WunschBrief der Eisenacher Spielwarenhandlung Bohl trägt das von 1920 bis 1964 genutzte Vedes-Logo mit einem Tannenbaum und drei Kerzen. Das Faltblatt dürfte aufgrund der Gestaltung und der abgebildeten Spielwaren aus den 1930er-Jahren stammen. – Das bekannte Spielwarenhaus Obletter aus München verwendete bis 1970 als Logo einen Bären mit Ball. Die Gestaltung und die bescheidene Papierqualität dieses Wunschzettels deuten auf eine Entstehungszeit um 1950 hin. Kinder sollten oben ihren Namen und in die linke Spalte ihre Wünsche eintragen; rechts daneben ließ sich vermerken, welche Person den Wunsch erfüllen sollte. Die Rückseite enthält Hinweise an Kinder für einen möglichst erfolgreichen Einsatz des Zettels. – Zahlreiche Druckereien boten Händlern, vorwiegend aus der Spielzeugbranche, bunt bedruckte Wunschzettel mit Abbildungen des typischen Sortiments und Firmeneindruck an. Die drei Beispiele mit Staffelpreisen stammen aus den 1950er-Jahren

zeitig verführerisch einfache Weise auf das eigene Sortiment lenken ließen. Eifrigen Gebrauch machten davon Branchen, die in ihren Angeboten auch reichlich Artikel für Kinder führten, z. B. der Buch-, Schreibwaren-, Spiel- und Textilhandel. In seinen Katalog über „Nürnberger Spielwaren und praktische Geschenke" hatte der Händler A. Wahnschaffe 1895 gleich zwei Formulare eingeheftet: einen typischen Bestellzettel und speziell für Kinder ein mit Engeln und allerlei Spielwaren dekoriertes Blatt samt Text: „Aus dem Spielwaren-Geschäft von A. Wahnschaffe, Nürnberg, Josefsplatz, wünsche ich mir durch Vermittlung des lieben Christkindchens folgende Sachen und verspreche auch, für die Folge recht fleißig und artig zu sein." Darunter sind reichlich linierte Zeilen für üppige Wünsche und Platz für die Unterschrift. In Katalogen ohne Wunschzettelbeilage wurde manchmal

darauf verwiesen, die Geschenkwünsche zu markieren, selbst einen Wunschzettel anzulegen oder Abbildungen auszuschneiden und aufzukleben. Katalog oder Zettel sollten den Eltern zur Weiterleitung an das Christkind oder den Weihnachtsmann übergeben werden. Besonders die Spielwarenbranche, die in den Wochen vor Weihnachten die höchsten Umsätze verzeichnete, setzte einige Jahrzehnte neben speziell gestalteten Katalogen auf die Wirkung der Wunschzettel, die in den Geschäften auslagen, zusammen mit Angeboten verschickt oder im Einzugsbereich der Läden an Haushalte verteilt wurden. Händler erhielten die Zettel häufig gratis von den Herstellern und Grossisten, bebildert mit den einschlägigen Produkten und sogar in Teilen schon ausgefüllt.

Vorgefertigte Zettel Zahlreiche Druckereien boten dem Handel vorgefertigte Wunschzettel mit weihnachtlichen Motiven und Zeichnungen sortimentstypischer Artikel an, mit Platz für den Firmenstempel des Händlers und bei größeren Stückzahlen auch mit Firmeneindruck. Als Empfänger sind meistens Christkind oder Weihnachtsmann mit einer fiktiven Ortsangabe genannt; sehr häufig das Himmelreich, gelegentlich auch der Nordpol. Selbst immaterielle Gegenleistungen finden sich schon aufgedruckt auf einigen Zetteln. Fleißig, artig, brav, lieb oder gehorsam wollten die Beschenkten sein. Manchmal mochten Kinder aber auch glauben, die Gabenbringer seien Untermieter im Lager der Spielwarenhandlung oder des Kaufhauses, denn häufig hieß es: „An das liebe Christkind, bei: Name und Ortsangabe des Händlers." Die weihnachtlichen Einkaufszettel sollten ja nicht bei der Konkurrenz ankommen. Sogar präzise Anleitungen für das korrek12 / 16


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WEIHNACHTEN 88 te Ausfüllen des Wunschzettels wurden ab und zu gegeben, wie ein Beispiel der bekannten Spielwarenhandlung Obletter aus München zeigt: „Lieber Junge, liebes Mädel! Das Weihnachtsfest ist nun bald da und Du wirst Dir bestimmt schon längst darüber klar sein, was Du in diesem Jahr alles haben möchtest. Wie aber sollen Deine Wünsche erfüllt werden, wenn Deine Eltern und Verwandten sie nicht kennen? Hier will Dir der Spielzeug-Onkel helfen. Wenn Du diese Karte aufklappst, findest Du einen Wunschzettel! Auf diesen schreibst Du schön sauber Deinen Namen und links darunter alles, was Du gern haben möchtest – aber sei nicht zu unbescheiden! Dann gib Deinen Wunschzettel Deinem Vater oder Deiner Mutter, die ihn vielleicht auch allen denen zeigen können, die Dir bestimmt etwas schenken werden: Großeltern, Tanten und Onkels. Wer von ihnen einen dieser Wünsche erfüllen will, Neutral gehaltene Wunschzettel, wohl Mitte der 1930er-Jahre wird seinen Namen daneben eintragen und weiß jetzt, womit er Dir eine Freude machen kann. Du aber sei nicht neugierig, sondern warte brav bis zum Weihnachtsabend, der Dir hoffentlich alles bescheren wird, was Du Dir gewünscht hast." Die mit Weihnachts- und Spielzeumotiven dekorierten Wunschzettel vom lokalen Spielwarenhändler gibt es kaum noch, aber zeitgenössisch oder nostalgisch gestaltete Ausführungen bietet immer noch die Schreibwarenbranche und als limitierte Sammlerauflagen sind Nachdrucke aus früheren Jahrzehnten zu haben. Eine riesige Auswahl erscheint auch schon seit Jahren spätestens im Herbst quer durch alle Branchen zum Download im Internet, selbst Discounter stellen sie inzwischen zur Verfügung. Viele lassen sich online per Mausklick auf die gewünschten Artikel ausfüllen und an die potenziellen Schenker als E-Mail verschicken; ein Belegexemplar als Ausdruck ist selbstverständlich auch möglich. Alte und schön gestaltete Papierausführungen werden als historische Dokumente gern gesammelt, auch wenn sie gänzlich durch Kinderhand mit hübschen Malereien angefertigt wurden. Spezielle Wunschzettelsammlungen dürfte es kaum geben, aber in vielen Weihnachtssammlungen finden sich häufig ein paar dekorative Exemplare und Liebhaber alter Spielsachen verachten Dokumente dieser Art, wenn Spielwaren abgebildet sind, auch nicht. Fotos: Ludger Spielberg

Wunschzettel mit Vorder- und Rückseite aus der DDR von 1957 mit dem Hinweis an den Weihnachtsmann, dass die Spielwaren bei der HO (Handelsorganisation) erhältlich seien. Druckvermerk: DEWAG (Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft) Halle 12 / 16


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10.11.2016

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FUNDSTÜCKE 98

FLOHMARKTPREISE

■ Spielzeug „Batmobile No. 267“, Corgi Toys, hergestellt von Oktober 1966 bis 1983 (produziert im Mettoy Werk Swansea, erste Version mattschwarz, hier die etwas spätere schwarze Glanzversion, als Vorbild diente ein Lincoln Futura), mit Figuren Batman und Robin, ohne Antenne, sonst komplett, leichte Gebrauchsspuren, Maßstab 1:43, 12,5 x 5 cm. In den US-Comics fuhr Batman schon ab 1941 ein Automobil. Bekannt wurde das von Dean Jeffries entwickelte Batmobile 1966 durch die erfolgreiche US-Fernsehserie (120 Episoden à 25 Minuten, 1966-1968). Filmfahrzeug-Designer George Barris versteigerte 2013 ein Original-Fahrzeug für 4,2 Mio. US-Dollar. Das markante Batmobile mit seinen spacigen Heckflossen, Fledermausmotiven, Kettenschneider, Flammenwerfer und Raketenbasis ist bei Sammlern weiterhin sehr begehrt. Dieses Exemplar dürfte 80 bis 120 Euro erzielen. Falls noch eine originale und unbeschädigte Box vorhanden sein sollte, können 200 Euro möglich sein. Unberührte „Erstlings“-Exemplare in unbeschädigter Original-Box können auf dem internationalen Markt schon mal 600 bis 1.200 Euro erzielen. Flohmarktpreis: 40 Euro

■ Technik Transistor-Würfelradio „RK 501 Alpha 2“, Ausführung Siemens, München, hergestellt von 1968 bis 1974, 12,3 x 14,1 x 12,1 cm. Durch die Erfindung von Transistoren (ab 1949) wurden große Röhren eher überflüssig und die Radiogeräte folglich immer kleiner. Durch den Erfolg des Würfelradios „TS 502“ (ab 1964) der italienischen Firma Brionvega angespornt, entwarfen die beiden Brüder Mario und Dario Bellini dieses formschöne Gerät für die deutsche Firma Siemens, das ab 1968 produziert wurde.

Das Gerät ist ausgestattet mit Teleskop und Feritt-Antenne, Netz-/Batteriespeisung, Mittelwelle / UKW, Empfangsprinzip Superhet allgemein, Transistor Endstufe AC187/188, dynamischer Lautsprecher, ausziehbarer verchromter Standfuß zur Schrägaufstellung, farbiges ABS-Kunststoffgehäuse in Rot/Gelb oder Cremeweiß. Dekoratives Designobjekt der „wilden und progressiven 1960er-/70er-Jahre“, das je nach Farbe und Zustand zwischen 100 bis 200 Euro variieren kann. Flohmarktpreis: 80 Euro

■ Keramik „Junges Mädchen mit Korb“, Entwurf und Ausführung Atelier Maria Rahmer (1909 Budapest - 1998 Kanada), Boden mit Pinselsignatur, Budapest, 1930/1935. Hellbrauner Scherben, farbig glasiert, Gesicht, Bluse und Arme matt staffiert, Höhe circa 27 cm. Maria Rahmer wollte eigentlich Balletttänzerin werden, studierte dann 1926-1929 an der Kunstgewerbeschule in Budapest bei Dezso Orban (1894 Györ 1986 Sydney). Sie eröffnete 1931 in Budapest ihr erstes Atelier und gewann 1935 bei der International Exhibition in Brüssel eine Goldmedaille. 1939-1941 weilte sie in Paris, kam für kurze Zeit zurück nach Ungarn, um dann 1949 über Paris nach Ottawa/Toronto, Kanada, (1951) auszuwandern. In Ungarn tauchen auch neuzeitliche „Rahmer“-Figuren auf, sie sind in der Regel mit „H. Rahmer“ signiert. Dagegen sind ihre frühen Keramik-Ausformungen der 30er/40er-Jahre nicht nur in ihrem Geburtsland gesuchte Zeitzeugnisse, sondern auch im internationalen Auktionshandel nachgefragt. 200 bis 400 Euro könnten für dieses Exponat somit möglich sein. Flohmarktpreis: 100 Euro

Erscheinungstermin Januar-Ausgabe: Abo-Versand 19.12.2016 Erstverkaufstag Handel 23.12.2016


U3_Melan_Hoefges

10.11.2016

18:35 Uhr

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www.melan.de

buchung.hoefges.com

buchung.hoefges.com


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