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Troedler 0915

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• € 4,50

Schweiz CHF 8,50 | Österreich € 5,00

Kieler Keramik Standuhren


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INHALT 3

TRÖDLER

ISSN 1863-0340

VERLAG

GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: http://www.gemiverlag.de eMail: info@gemiverlag.de

GESCHÄFTSFÜHRER

Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

CHEFREDAKTEUR

Karl Ruisinger eMail: karl.ruisinger@gemiverlag.de

REDAKTION

Nicola Fritzsch, Joscha Eberhardt Karin Probst, Helene Stümpfle-Wolf

4

LESERFORUM ■ Expertenauskünfte

7

ONLINETIPP ■ Websites für Sammler

8

MAGAZIN ■ Ausstellungen – Messen – Märkte

DESIGN

14

■ Moderne Lüster

REDAKTION MARKT & HANDEL Heidrun Th. Grigoleit STÄNDIGE MITARBEIT

Dr. Graham Dry, Dr. Dieter Weidmann

BLICKPUNKT

AUTOREN DIESER AUSGABE

Reinhard Bogena, Heidrun Grigoleit, Dieter Weidmann

■ Design: André Dubreuil

REDAKTIONSASSISTENZ

Heike Genz

TERMINE

Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 eMail: termine@gemiverlag.de

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG

Westner Medien GmbH (Anschrift siehe Verlag)

ANZEIGEN

Markus Westner, Tel. 08441/4022-13 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34

KLEINANZEIGEN

Heike Genz, Tel. 08441/4022-18 Marlene Westner, Tel. 08441/4022-12

VERTRIEB

Gerd Reddersen

ZEITSCHRIFTENHANDEL

VU Verlagsunion KG

AUTOMOBILIA

MARKTVERTRIEB

Jörg Kirschbaum Mobil 0172/4436638

■ Ford Taunus

ABOVERWALTUNG

Gemi Verlags GmbH Postfach 85291 Reichertshausen Tel: 08441/4022-0 Fax: 08441/71846 eMail: info@gemiverlag.de

DRUCK

westermann druck Gmbh

AUKTIONEN

21 22

■ Berichte – Preise – Termine

SCHALLPLATTEN

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■ Schwarzes Gold für Sammler

KERAMIK

88

■ Kieler Kunst-Keramik

MUSIK & FILM

96 102

■ Julie London

FUNDSTÜCKE

106

■ Flohmarktpreise

TERMINE UND ANZEIGEN ■ ANTIKMARKTTERMINE ERSCHEINUNGSWEISE

monatlich

■ SAMMLERBÖRSENTERMINE

TITELFOTOS

Dorotheum Dannenberg Schloss Ahlden

■ AUSLANDSTERMINE

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM. Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/11 (Preise gültig seit 01.08.2006)

■ REGELMÄSSIGE TERMINE ■ FLOH- UND TRÖDELMARKTTERMINE ■ KLEINANZEIGEN IN DER SAMMLERBÖRSE ■ MARKT & HANDEL

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ONLINETIPP 7

■ Rund um Nahrungs- und Genussmittel ist im Laufe der Jahrzehnte allerlei Sammelwürdiges entstanden: Verpackungen, Aufbewahrungsbehälter, Zubehör, Werbung usw. Das gilt auch für erst noch zuzubereitende Getränke wie Kaffee und Kakao und ebenfalls für Tee. Gesammelt werden bevorzugt Dosen, Kannen und Beutel, aber auch ganz spezielle Objekte wie Teepuppen.

TEE

■ Teemuseum Die Homepage des Teemuseums in Norden bietet neben Hinweisen über Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Führungen auch kurze Informationen über die etwa 2000 Exponate mit etwas Bildmaterial. Dazu sind noch zwei Seiten mit Texten und interessanten Fotos über Sonderausstellungen vorhanden. http://www.teemuseum-norden.de

■ Teedosen Eine üppige Sammlung mit 1200 Teedosen aus aller Welt wird hier vorgestellt; alphabetisch nach Marken sortiert, mit gutem Bildmaterial und Kurzinformationen versehen. Dazu kommen in der Rubrik „Europa" noch Hinweise und Links auf andere Sammlungen, die ebenfalls mit Informationen und z. T. umfassendem Bildmaterial präsentiert werden. Außerdem hat der Sammler noch einige Tauschobjekte anzubieten.

Welt der Teepuppen aus der Zeit von circa 1860 bis 1930 wird hier geboten. In acht Kategorien wird prächtiges Bildmaterial vorgestellt, allerdings ist dieses nur mit spärlichen Informationen versehen. Dazu kommen noch einige Fotos von Ausstellungen. http://www.halbpuppe.de

■ Teepuppen Diese Präsentation bietet etwa 20 Teepuppen mit gutem Bildmaterial und kurzen Informationen, z. T. auch mit Hinweisen auf die Hersteller und das Material. http://stanisl.beepworld.de/teepuppen.htm

■ Teabag online Aus einer circa 46000 Exemplare umfassenden Teebeutelsammlung werden hier zahlreiche Stücke in etwa 150 Bildergalerien vorgestellt. Auch über frühere Sammlertreffen wird mit Bildmaterial berichtet und sehr interessant und informativ sind die umfangreich bebilderten Ausgaben des „T Collectors Magazine", die ab der Nr. 1 vom Mai 2005 als pdf-Dateien verfügbar sind.

■ Thee Labels Nach sieben bekannten Marken und ansonsten alphabetisch sortiert stellt hier ein niederländisches Sammlerpaar seine Teebeutelanhänger vor. Angegeben wird eine Menge von über 23000 Exemplaren, wovon wahrscheinlich die meisten oder gar alle auch abgebildet sind. Wer sich für das Sammelgebiet interessiert, findet auch reichlich Verweise auf andere Sammler und Informationsquellen.

http://www.teedosen.de http://www.teabagonline.nl

http://www.theelabels.nl

■ Chinesische Teekannen Eine bemerkenswerte Sammlung chinesischer Yixing-Teekannen wird hier kompetent und mit ausgezeichnetem Bildmaterial präsentiert. Über drei ausgewählte Exemplare wird sehr ausführlich, auch mit Detailfotos und Videos, informiert und auch für weitere, etwa 40 Stücke der Sammlung, sind beste Informationen und Fotos vorhanden, wie sie in einem Fachbuch nicht hochwertiger geboten werden können. Dazu kommen noch umfassende Hinweise zur Entwicklungsgeschichte der Teekannen in China, deren Herstellung, Fälschungen u.v.a.m. Erläutert werden diese Texte durch reichhaltiges Bildmaterial. http://www.das-klassische-china.de/Tee/Sammlung-chinesischer-Yixing-Kannen/Verzweigung_ Einzel_-_Gesamt/index.htm

■ Halbpuppen Eine beeindruckende und im wahrsten Sinne des Wortes bildschöne Reise in die 09 / 15


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BLICKPUNKT 21

DESIGN

■ André Dubreuil Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein ist eine der höchsten Instanzen in Sachen modernen Designs. Dass es in seine verkaufsträchtige Miniaturstuhl-Serie für das

die Frage auf, ob er nicht eher Künstler denn Designer ist. Da er ausschließlich mit Metall arbeitet, hat man ihm schon vor Jahren das Etikett eines Poète de fer, eines Poeten des Eisens angeheftet. Wenn eine Charakterisierung auf André Dubreuil passt, dann ist es wohl die des Anti-Minimalisten. Typisch für seine Werke ist, dass das Aussehen und der visuelle Effekt wichtiger sind als das Funktionale. Für ihn ist das Möbel eine Spielwiese künst-

angehauchten Gedankenkosmos entführen. Seine frühen, aus Eisenstäben gefertigten Stühle und Konsolen sind diesbezüglich nur vage Gehversuche, dem damaligen Dogma zu widersprechen. Sie folgen der abstrakten Dynamik kurviger Linien, die sich kreuzen, zu Spiralen einrollen und als tragendes Moment des Möbels ausladend daherkommen. In ihrer scheinbaren Instabilität widersprechen sie den Auffassungen der Moderne hinsichtlich Konstruktivität und Tektonik. In ihrer transparenten Leichtigkeit und formalen Freiheit aber schwebt der Geist des späten 20. Jahrhunderts. Viel mehr als bei seinen Debüt-Werken, macht sich Spontanität und ein Hang zu anspielungsreichen, assoziativen Gestaltungselementen in seinen späteren Korpusmöbeln bemerkbar. Animalisches und Pflanzliches, Asiatisches und Mittelalterliches findet seinen Widerhall. Das Ornament ist nicht Zierrat schlechthin, es ist Symbol und erzählerischer Baustein. Aber wie kaum ein anderer Designer seiner Generation wagt der Eklektiker Dubreuil den Rückgriff auf historische Vorbilder der Möbelgeschichte. Das 18. Jahrhundert und der Jugendstil stehen Pate bei vielen Entwürfen, denen Dubreuil durch seinen Individualismus und die durch und durch handwerkliche Fertigungsweise ihren ganz besonderen Stempel aufdrückt. Da ist er mehr Erfinder als Möbelhersteller. Und die Ergebnisse eher Objets d’art als Gebrauchsmöbel. Den ausführlichen Artikel „André Dubreuil – In der Klassiker-Liga” (acht Seiten, 22 Abbildungen) von Sabine Spindler finden Sie in der aktuellen September-Ausgabe der Zeitschrift „Sammler Journal” (ab 25. August im Handel erhältlich)

Barocke Formen reizen André Dubreuil bis in heutige Tage. Geätzt, ziseliert und patiniert ist die reich dekorierte Oberfläche des nierenförmigen Schreibtisches. Wie alle Dubreuil-Möbel aus Metall (Foto: Galerie Mougin, Paris) Regal zu Hause neben Mies van der Rohes Stahlrohrstuhl „MR 20” und Jean Prouves „Anthony" auch den „Spine Chair” (Wirbelsäulen-Stuhl) von André Dubreuil aufgenommen hat, sagt viel über den Platz dieses Möbels in der Welt der großen Gestalter. Der in den 1980er-Jahren entstandene Eisenstuhl ist ein Klassiker, ein Markstein des Designs des späten 20. Jahrhunderts, wenngleich der 1951 in Lyon geborene Dubreuil das Wort „Design” für seine Möbel und Einrichtungen eher von sich weist. Denn das klingt nach Reduktion, formaler Perfektion und technischer Vollkommenheit. Dubreuil aber gehört zu einer Strömung von Kreateuren, die sich vor mehr als dreißig Jahren genau dem Gegenteil verschrieben hatten. Wie Alessandro Mendini und Gaetano Pesce in Italien trat auch er gegen das Diktat der glatten, winkligen Flächen und die Verbannung des Ornaments an und plädierte für viel Fantasie und Üppigkeit in Einrichtungsfragen. Dubreuils äußerst individueller, serienfeindlicher Stil wirft immer wieder

lerischen, freidenkerischen, assoziationsreichen Tuns. Warum etwas Einfaches machen, wenn man auch etwas Kompliziertes realisieren kann, so lautet sein Leitspruch von Beginn an. Wer so denkt, will Emotionen und Stimmungen provozieren und nicht zuletzt in einen philosophisch

Inspiriert von den Bureau plats André-Charles Boulles aus dem frühen 18. Jahrhundert: Schreibtisch mit überdimensionierten Volutenbeinen und petrolfarbenem Lederüberzug von ca. 1989. Bei Koller in Zürich wurde er 2013 zur Taxe von 45.000 bis 55.000 Schweizer Franken angeboten (Foto: Koller Auktionen) 09 / 15


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.. SCHWARZES GOLD FUR SCHALLPLATTEN-SAMMLER

€ 50-100 Willard Cantelon „LSD: Battle For The Mind LP”, USA 1966 auf Supreme Recordings, No. „M 113”. Evangelist, Filmproduzent und Autor Willard Cantelon beschreibt hier die weitreichenden Folgen von LSD. Damals „Kult”-Platte bei den „Thousands Acid Eating Teenagers”

ACID RECORDS

The Deep „Psychedelic Moods LP”, veröffentlicht 1966 bei Cameo Parkway USA, No. „7051”. Studio-Projekt um Mark Barkan und Rusty Evans, aus Philadelphia, die zum ersten Mal bei einem Platten-Titel den Begriff „Psychedelic” verwendeten

€ 100-150 Jefferson Airplane „Bathing At Baxters LP, US-Mono-Erstpressung von 1967 auf RCA Victor, No. „LOP 1511”. Gatefold-Cover, Innersleeve

€ 30-70

€ 400-700 Ken Kesey „The Acid Test LP”, erschienen 1966 auf Sound City (San Francisco), Matrix-No. „9009” (etched). Beteiligt waren u. a. noch Ken Babbs, The Merry Pranksters und diverse Mitglieder von The Grateful Dead € 250-400 Christian Yoga Church „Turn On! Music For The Hip At Heart LP”, veröffentlicht 1967 in den USA auf Memorare Records, No. „ES-S 101”. Hier treffen religiöse Kriya-Yoga-Studenten aus Nevada auf LSD, die eine „Spooky Twilight Zone Search Party” feiern. Ein Track über 50 Minuten!

€ 300-400 Fabio (Juan Senon Rolón, geboren 1946 in ParaGuay, nach Brasilien ausgewandert) „LSD – Lindo Sonho Delirante 7 Inch”, erschienen 1968 in Brasilien auf RCA Victor, No. „LC 6412”. Aus seiner frühen Phase stammt diese Single, die damals eine Provokation für die Politische Führung war. Die Militärdiktatur in Brasilien (1964-1984) führte 1968 zu zahlreichen Studentenunruhen und Streiks. Das Militärregime reagierte mit politischen Säuberungsaktionen und Zensur. Fabio arbeitete später unter anderem mit Tim Maia, dem wichtigsten Soul- und Funkmusiker des Landes, zusammen.

€ 100-200 The Fire Escape „LSD – Love Special Delivery 7 Inch”, veröffentlicht 1966 in Frankreich auf Vogue Int.., No. „18117”. Studioprojekt aus San Francisco, produziert von Larry Goldberg & H. Levine. Hinter den unbekannten SessionMusikern sollen sich u. a. Kim Fowley, Sky Saxon und Mars Bonfire verbergen 09 / 15

€ 50-100 Dr. Timothy Leary (1920 Springfield-1996 Beverly Hills) „LSD LP”, veröffentlicht 1966 in den USA als Mono-Pressung auf Pixie Records, No. „CA 1069”, 220 Gramm Heavy Vinyl, rote Labels. Der Psychologe, Autor und Guru der „Hippie”Bewegung referiert und beantwortet Fragen über „LSD-25” auf dieser Platte


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€ 100-200 Dr. Timothy Leary „Turn On, Tune in, Drop Out Mono LP”, 1968 USA auf dem New Yorker Underground-Label ESP-Disk, No. 1027”. „A Guided Tour Of An LSD Session”. Für Richard Nixon „The Most Dangerous Man In America”

€ 40-70 St. John Green „Same LP”, 1968 USA auf Flick-Disc/MGM Records, No. FLS 45.001”. Canyon Sound (Topanga Canyon) Music, produziert von Kim Fowley und Michael Lloyd (West Coast Pop Art Experimental Band)

€ 700-1.000 V.A. „Le Allucinazioni LP”, erschienen 1966? in Italien bei Company Discografica Italiana, No. „CALP 2043” „Afro Latin Soul” von Mulato Astakte wurde mit psychedelischen Overdubs in einer Fersehsendung über LSD vermischt

€ 100-200 The Red Crayola „Parable Of Arable Land LP”, USA 1967 International Artists, No. „IALP 2”. „Free From FreakOut”-Music um Mayo Thompson, Steve Cunningham und Rick Barthelme

€ 150-200 The Unfolding „How To Blow Your Mind & Have A Freak Out Party! LP”, veröffentlicht 1967 in den USA auf Audio Fidelity Stereodisc, No. „6184”. Auf der ASeite toben sich unbekannte New Yorker Studiomusiker aus. Die psychedelische Party wird mit Songs wie „I’ve Got A Zebra – She Can Fly” oder „Love Supreme Deal” (LSD) acid-mäßig abgefeiert. Auf Seite B schlägt die Platte mehr Richtung Indien aus. Meditation und Hare Krishna lassen grüßen

€ 100-200 V.A. „LSD A Documentary Report LP”, veröffentlicht 1966 auf Capitol USA als Promo (offizielle Pressung etwas später, Farbcover & No. „2574”). Zu Wort kommen Leary, Dr. Cohen & A. Ginsberg

€ 2.000-4000? V.A. „The LSD Underground 12 LP”, Privatpressung, veröffentlicht 1966 in Los Angeles über MailorderVersand (5$), Matrix-No. „SUB 2565/66”. Wohl die erste „LSD”-Veröffentlichung. Bis dato nur ein komplettes Exemplar (Cover und Vinyl) bekannt, welches als Reissue im Jahr 2014 veröffentlicht wurde € 100-200 A.R. & Machines (Achim Reichel) „Die Grüne Reise LP”, Erstpressung 1971 auf Polydor Deutschland, Nr. „2371128”, mit Matrix-Ende-Nr. „S1/S2”. Nur circa 3.000 Exemplare verkauften sich damals. Der „Echokaskaden”-Sound wurde mit einem Akai X-3300 erzeugt

Alle angegebenen Schallplattenpreise verstehen sich als ungefähre Richtpreise, die bei Internet-Auktionen, Schallplattenbörsen, Sammler-Foren, Festpreislisten, Privatverkäufen etc. erzielt oder angeboten wurden. Die Preise gelten in der Regel für Mint/Mint-Exemplare (neuwertig bzw. minimale Gebrauchsspuren).

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AUTOMOBILIA 96 Handbuch für Ford-Fahrer. – Sammler finden viel zeitgenössisches Bildmaterial. – Walter Gotschke verstand es, den 17m in Szene zu setzen

FORD TAUNUS REINHARD BOGENA

Der alte Herr und sein Ford – Geschichten, die das Leben schreibt

Reparatur bekamen wir einen Leihwagen. Der Händler hatte ihn wenige Tage zuvor zugelassen: Es war ein brandneuer Ford 17m. Wow! Nie vergesse ich den ersten Eindruck, den mir dieser Wagen sofort nach dem Einsteigen vermittelte. Durch die bis ins Dach reichenden Fenster erschien der Innenraum unglaublich hell und weiträumig – beinahe wie ein Straßenkreuzer! Dabei sah eigentlich der Vorgänger wie ein kleiner Ami aus. Dessen barocke Linien fand ich toll, aber auch der Nach-

Der 17m Schenkt man gewissen Meldungen Glauben, dann sinkt bei den Jugendlichen von heute der Stellenwert eines eigenen Wagens. Auch wenn die Autoindustrie stets bemüht ist, auf jede erdenkliche Art und Weise Begehrlichkeiten zu wecken, ging der Status des Besonderen – wie in den Nachkriegsjahren – verloren. Leider bleiben die damit oft zusammenhängenden persönlichen Geschichten ebenfalls auf der Strecke. Ob sich in einigen Jahren ein Kind von heute noch an Vaters Ford Mon-

folger beeindruckte mich kolossal, trotz fehlender seitlicher Zierleisten, die nach meinem Geschmack an jedem Auto bis dahin unverzichtbar waren! Als der Wagen nach drei Tagen wieder abgegeben werden musste, drückte mir der Händler eine Schachtel in die Hand, die den neuen Ford in Miniaturausgabe beinhaltete – knapp 23 cm lang! Es war ein Werbemodell aus Plastik, das man (mit unterschiedlichen Lackierungen) nur in einer Ford-Vertretung bekam. Lediglich Stoßstangen und Achsen bestehen aus Blech, bei einem Teil der Serie auch die Radkappen. Der Blick durch die Fenster zeigt die Innenausstattung und – nach genauem Hinsehen – ein dem Original nachgebildetes Ar-

deo erinnert, an Mutters Hyundai oder an den Mazda von Onkel Hans? Das war früher anders – an dieser Stelle sei eine kleine persönliche Geschichte eingefügt: Es war Anfang der 60er-Jahre, als ein unachtsamer Verkehrsteilnehmer nahezu ungebremst in den Kofferraum unseres Autos knallte. Ich war noch ein Kind und saß auf der Rückbank – damals unangeschnallt, denn Gurte waren zu dieser Zeit kein Thema. Trotzdem gab's keine ernsthaften Verletzungen. Für die Zeit der 09 / 15


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AUTOMOBILIA 97 bei entdeckte ich auf einem Flohmarkt ein Buch mit dem Titel: „Mein Auto heißt Ford Taunus 17m/12m", geschrieben vom damaligen Autotester Reinhard Seiffert und erschienen 1963 im Motor Presse Verlag Stuttgart. Ein älterer Herr hatte es soeben zum Verkauf auf den Tisch gelegt. Als ich danach griff, begann er sogleich zu erzählen: Es wäre das beste Auto, das er je gefahren hätte, seine Durchzugskraft und Bergsteigefähigkeit seien enorm gewesen. Ja, er sagte tatsächlich „Bergsteigefähigkeit". Für die Generation der in den 20er-Jahren Geborenen war das ein Begriff, der eine erhebliche Aussagekraft über die Leistungsfähigkeit eines Kraftfahrzeugs besaß. Und es sprudelte weiter aus dem Mann heraus, wie er mit seinem Taunus das erste Mal über Alpenpässe und zum Gardasee gefahren sei und weiter nach Rimini und Pisa. Damals habe er sich Fanfaren einbauen lassen, extra für Italien... Ich musste daran denken, dass „der warme Süden" in jener Zeit zum Traumziel vieler Deutschen zählte: Lambrusco in Korbflaschen, Spaghetti, Pizza und – hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand – Amore, Gigolos und heißblütige, temperamentvolle Italienerinnen, Bella Donna! „Venedig sehen und sterben" hieß die Parole und Conny Froboess landete zu der Zeit mit „Zwei kleine Italiener" einen Hit, der 1962 den 1. Preis der deutschen Schlagerfestspiele bekam. Auch die Fanfaren, die der Mann erwähnte, waren mir nicht unbekannt – ich besaß den

Werbemodell vor Prospekt mit Gotschke-Zeichnung. – Ford Werbemodell. – Originalprospekt, von Walter Gotschke illustriert. – Prospektillustration mit Ford von Siku maturenbrett; einige besaßen sogar einen – meist hakeligen – Schwungradantrieb.

Mein Auto heißt Ford Taunus Etwa 25 Jahre später besaß ich diesen Wagen, der als Klassiker längst zur Design-Geschichte gehört, im Original und war auf der Suche nach Unterlagen. Da-

Originalprospekt, in dem sie als Zubehör beworben wurden: „Selbst wenn Ihr Vordermann 'ohne Rücksicht' fährt, die Fanfare kann er nicht überhören", heißt es da. Die Augen des alten Herrn leuchteten, als er weiter erzählte, wie schnell er mit diesem Auto unterwegs gewesen war. Der Taunus kam als einer der ersten Wagen aus dem Windkanal, seine als „Linie der Vernunft" propagierte Form galt als strömungsgünstig. Alles an ihm war von ovalen Formen bestimmt, die Seitenlinie, Scheinwerfer, Heckpartie und das Armaturenbrett bis hin zur Radioblende. „Badewanne" nannte man ihn deshalb an den Stammtischen im Land. Inzwischen hatte mir der alte Herr das Buch aus der Hand genommen und zeigte auf ein Bild des Wagens mit geöffnetem Kofferraum: Da passt jede Menge rein und keine neun Liter hätte er gebraucht – seine Augen glänzten wie nasser Asphalt im 09 / 15


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AUTOMOBILIA 98 Ford 17m von Norev. – Werbemodell Ford 17m P2, 1957-1960. – Ford von Lego und Wiking. – FordModelle von Siku. – Ford 17m electric von CKO Scheinwerferlicht. Ich dachte schon, er wolle das Buch überhaupt nicht hergeben und nutzte eine kleine Redepause, um nach dem Preis zu fragen, doch er kam mir

Spielzeug Bei den Spielzeugherstellern gab es einige, die sich bezüglich des Erfolges der neuen Linie vielleicht nicht sicher waren: Märklin zum Beispiel hatte sowohl vom Vorgänger (der Volksmund nannte ihn Barock-Taunus) als auch vom WeltkugelFord zwei wunderschöne Modelle in 1:43 im Programm – die „Linie der Vernunft" hingegen vermissen wir ebenso wie den 12mNachfolger. Anders hingegen bei Gama, Dinky Toys, dem dänischen Hersteller Tekno oder auch der französischen Firma

zuvor und meinte: „Haben Sie je in einem solchen Wagen gesessen, junger Mann?" Ich fühlte mich geschmeichelt, „junger Mann" hatte er gesagt. Ohne die Antwort abzuwarten, redete er weiter: Ja, ja, die Kölner hätten gute Autos gebaut. Seinen letzten Wagen, einen Ford Granada, fuhr er über zehn Jahre, aber nun hätte er auf Drängen seines Sohnes den Führerschein abgegeben, erzählte er mir. Dann verfinsterte sich seine Miene: „Meine Augen machen nicht mehr mit". Ich bekam ein schlechtes Gewissen: Wie oft hatte ich mich über betagte Langsamfahrer geärgert, Mann mit Hut, Opafahrer... Dabei wäre es vielleicht angebracht, etwas mehr Rücksicht zu nehmen, gerade auf die Alten, denn die Zeit kommt: Eines Tages wird es auch uns treffen!

Glanzstücke der Werbung Der berühmte Automaler Walter Gotschke, den das Schicksal die letzten Jahre vor seinem Tod im Jahr 2000 mit völliger Blindheit strafte, hatte zu Lebzeiten den Taunus P3, wie er werksintern bezeichnet wurde, in einigen Prospekten absolut meisterhaft in Szene gesetzt. Seine Bilder gehören zu den Glanzstücken der Werbung und sind ohne Übertreibung von hohem künstlerischem Wert. Für die Werbeabteilung bei Ford arbeitete Gotschke ab 1952; die Begeisterung für die amerikanisch beeinflusste Form des Ford 12m (WeltkugelTaunus) hatte ihn einst dorthin geführt – eine Beziehung, die 13 Jahre anhalten sollte. 09 / 15


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AUTOMOBILIA 99 nicht aus Blech bei einer japanischen Firma produziert wurde. Der Name „Bandai" spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle – auch der 17m verließ damals die nippon’schen Fabriken in verschiedenen Varianten; sie werden heute mit ca. 80 bis 120 Euro gehandelt.

Handbuch Das Original aus Köln brachte es innerhalb kurzer Zeit auf den 3. Platz in der Zulassungsstatistik. Um die starke Nachfrage im eigenen Land zu befriedigen, stellte das Werk sogar den Export in die USA ein. Auch der alte Herr hatte damals den neuen 17m bestellt – in Gelb mit weißem Dach, wie er mir sagte, als Neuwagen mit einigen Extras für ca. 7.000 DM. Auch das Handbuch kaufte er zu jener Zeit, denn es war ihm wichtig, sich mit diesem Wagen, den

Ford-Modelle von CKO aus Blech. – Ford P3, P5 und P7 von CKO Norev; sie füllten diese Lücke im Maßstab 1:43. Bei Wiking gab's den Taunus auch in Polizei- und Feuerwehr-Ausführung und Siku produzierte ihn aus Plastik ebenso wie aus Metallspritzguss (mit Schiebedach) und als Kombi. Selbst Lego hatte ihn und das Vorgänger-Modell in 1:87 damals im Programm. Mit dem Namen Kellermann (Markung CKO) verbindet sich u. a. eine Serie kleiner Blechautos, die noch bis in die 70er-Jahre produziert wurden. Üblicherweise mit Schwungradantrieb versehen, hebt sich das ca. 13 cm lange Modell des 17m hervor mit einem Batteriemotor für eine 1,5-Volt-Babyzelle. Aufgrund dieser Besonderheit können die Preisforderungen schon im dreistelligen Bereich liegen. Die seltene Originalschachtel gibt es häufig als Repro dazu, man kann sie für unter 10 Euro aber auch extra kaufen. In Sachen Blechspielzeug wirft man den Japanern vor, Schuld zu sein am Untergang unserer heimischen Hersteller. Tatsache ist, dass es kaum ein deutsches Modell der 50er- und 60er-Jahre gibt, das Ford aus Blech von Bandai, unten Blick auf die Fahrerfigur

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Ford 17m von Norev und Tekno. – Nicht alle Werbemodelle besaßen einen Schwungradmotor. – Selten: die Schallplatte zum neuen 17m mit Begleitheft. – Illustration im Begleitheft der Schallplatte. – Originale Farbkarte – ein hübsches Zeitdokument

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AUTOMOBILIA 101 Werbemodell mit Radkappen aus Blech. – Ford 17m P2 und P3 von Lego. – Prospektblatt Rückseite mit 17m Coupé. – Auch vom Nachfolger gab es ein Modell Made in Japan. – Sehr seltenes Modell vom 17m P3. – Rückansicht er sich lange erspart hatte, zu befassen – einige mit Farbstift markierte Textstellen legen Zeugnis davon ab. Heute müsste man etwa 50 Euro und mehr für die antiquarische Ausgabe bereitlegen. Auf mehr als 200 Seiten gibt es neben (Test-) Berichten eine Menge Information und viel Bildmaterial – es lohnt sich also. Der alte Herr brauchte es damals nicht mehr, von vielen Dingen musste er sich trennen, denn er plante den Umzug in eine Senioren-Wohnanlage. Ach ja, das hochinteressante Handbuch drückte er mir dann ganz plötzlich in die Hand und sprach: „Hier, junger Mann, nehmen Sie's einfach mit, Sie haben Freude daran!" Seit dieser Zeit schlucke ich meinen Ärger hinunter, wenn mal wieder jemand mit grauen Haaren oder Hut nicht schnell genug vor mir herfährt. Und noch etwas Persönliches: Dieses Geschenk war letztlich der Auslöser dafür, dass mein erstes Auto ein Ford 12m wurde, jenes Modell, das Seiffert neben dem 17m in seinem Buch beschrieben hatte. Fotos: Reinhard Bogena

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September 2015

Die Seiten für Marktkaufleute und Kunsthandwerker KUNSTHANDWERKERMARKT

■ Lüneburger Kunsthandwerkermarkt Der Lüneburger Kunsthandwerkermarkt wird vom 18. bis 20. September in Lüneburg in der Glockenstraße 9 abgehalten. Dazu kommen 22 ausgesuchte Künstler, Kunsthandwerker und Textildesigner, die ausschließlich handgefertigte Unikate aus ihren Werkstätten im historischen Lüneburger Glockenhaus zum Verkauf anbieten.

Künstler Thomas Kubitz aus Fitzen hat sich mit seinen außergewöhnlichen Bildern in den Bereichen Wildlife, Landschaften, Falknerei, Rennsport und Fliegenfischen bereits einen Namen gemacht. Die Techniken reichen von Öl, Acryl, Bleistift bis hin zu hochinteressanten Mischungen. Erlesene Schreibgeräte drechselt Kunsthandwerker Günter Nichts aus Hetlingen aus unterschiedlichen Edelholzarten. Weiterhin werden Leinwandbilder, Lüne-

burger Fotos und Kollagen, Bilder- und Acrylmalerei, Unikatschmuck aus Gold und Silber, elegante Mode, Kinderkleidung und gefilzte Accessoires und viel Kunsthandwerkliches mehr angeboten. Geöffnet ist der Kunsthandwerkermarkt am Freitag von 13 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Internet: www.kunsthandwerker-maerkte.de

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MARKT & HANDEL 108

KUNSTHANDWERKERMARKT

■ KHW- und Lifestyle-Markt Der Kunsthandwerker- und Lifestyle-Markt auf Schloss Horst bei Gelsenkirchen vor historischer Kulisse findet dieses Jahr am 30. August von 11 bis 18 Uhr statt. Bereits letztes Jahr war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Die Besucher kamen trotz schlechten Wetters mit Schirm und Charme ins Schloss Horst geströmt.

Ein gelungener Mix vor historischer Kulisse aus Verkaufsständen mit Kunsthandwerk, Kunst, Lifestyleprodukten und Delikatessen im Innen- und Außenbereich der gepflegten Anlage wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Das kreative Kinderprogramm und eine auf den Markt abgestimmte Gastronomie ergänzen die Angebotspalette dieses bodenständigen Erlebnis-Events in einmaliger historischer Umgebung. Schloss Horst, ehemaliges Eigentum des Adelsgeschlechtes der von der Horst, wurde auf den Überresten einer 1554 niedergebrannten Burg errichtet. Das Schloss (Turfstraße 21, 45899 Gelsenkirchen) gilt als eines der wichtigsten Renaissancebauwerke des Ruhrgebiets und auch als eines der ältesten und bedeutendsten Westfalens. Charakteristisch ist der quadratische Grundriss mit imposanten Ecktürmen und aufwändigen Verzierungen im Stile der Renaissance.

Internet: www.gelsenkirchen.de www.magerkurth-events.de

HAFENGENUSS

■ „Bregenzer Hafengenuss“ Zum musikalischen und kulinarischen „Hotspot“ verwandelt sich der Bregenzer Hafen vom 28. bis 30. August. Unter dem Motto „Bregenzer Hafengenuss“ wird das Hafengelände dann wieder zu einer richtigen Genussmeile.

Am Seeufer Das Flair am Wasser verleiht der Veranstaltung eine ganz besondere Atmosphäre: Geboten wird ein vielfältiges kulinarisches Angebot und ein vielseitiges Programm mit bekannten Musikern, die am See auftreten. Die Eröffnung findet am Freitag, 18. August, um 18 Uhr mit dem offiziellen Fassanstich statt. Von 19 bis 21 Uhr bestreiten dann „Tschako & Maria Jäger“ den Abend, von 21 bis 24 Uhr treten „Barfuaß ida Söck“ auf. Am Samstag kann 09 / 15

man von 16 bis 19 Uhr die „Goaßbeitlbuam“ und von 19.30 bis 22.30 Uhr „Die Gertnerei“ erleben. Von 22.30 bis 1.00 Uhr steht „New Morrow“ auf dem Programm. Ein Höhepunkt am Samstagabend wird um 22.30 Uhr ein großes Feuerwerk sein. Am Sonntag tritt von 10 bis 12 Uhr der Musikverein Fluh gefolgt von der Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster auf. Von 19 bis 22 Uhr kann man dann „Roadwork“ lauschen. www.bregenz.travel/home/


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STADTFEST

■ Drei Tage Stadtfest in Peine

Immer am 2. Septemberwochenende ist Stadtfest in Peine mit musikalischen Leckerbissen und mehr beim „Eulenmarkt“, der dieses Jahr vom 11. bis 13. September abgehalten wird. Dann gibt es Jazz, Party, Rock, Pop und jede Menge gute Laune in Peines Innenstadt.

MARITIMES

■ „Pünte Tage“ Die „Pünte Tage“ in Haren an der Ems vom 19. bis 20. September sind ein echter Großevent. An den zwei Tagen dreht sich dann jeweils ab 11.30 Uhr alles um Maritimes, um die Schifffahrt und im Ursprung natürlich um die sogenannte „Pünte“, die der Veranstaltung ihren Namen gegeben hat.

Auf drei Bühnen sind dann besonders viele Highlights im Programm: Ob Ulla Meinecke, Hubert Kah, Cris Cosmo oder auch die Wildecker Herzbuben und Markus mit seinem „Ich will Spaß, ich geb’ Gas“ – neben rund 30 lokalen Bands treten hier auch viele bekannte Künstler auf. Drei Tage lang gibt es außerdem viel Abwechslung für Groß und Klein. Die Kids können im „Kinderland“ nach Herzenslust toben und spielen: Kinderschminken, Hüpfburg und Bungee-Jumping sorgen für Unterhaltung. Die Peiner Geschäftsleute laden außerdem zum verkaufsoffenen Sonntag ein und bieten ihren Kunden von 13 bis 18 Uhr so manches Schnäppchen, wenn die Peiner Innenstadt zum sonntäglichen Shoppen und Flanieren einlädt. Neben dem Einkaufsvergnügen wird für Groß und Klein ein buntes Rahmenprogramm geboten. Natürlich darf auch ein großes Angebot an Getränkeständen und Imbissgelegenheiten nicht fehlen. Auch dafür ist mit rund 60 verschiedenen Anbietern bestens gesorgt – auf der gesamten Partymeile zwischen Bahnhofstraße und Marktplatz. Zahlreiche Stände mit Schnäppchen, Schmuck und „Schnickschnack“ bereichern das Angebot.

Internet: www.peinemarketing.com Bildnachweis: PeineMarketing

Eine Pünte ist ein Schiff ohne Motorantrieb. Es wurde von Menschenhand mit einer Kurbel oder von Pferden vom Ufer aus durch das Wasser gezogen. Den Transport von Waren und Personen, die früher sehr einfach gehandhabt wurden, erledigen heute große Kontainerschiffe und Fähren. Bei den Pünte Tagen präsentieren sich viele Anbieter von maritimen Produkten, die in irgendeiner Form mit dem Wasser zu tun haben: Hier findet man Muschelschmuck, maritime Bücher und antike Schiffsausrüstungen und vieles mehr. Denn bei dem Fest dreht sich alles ums

Wasser, da die Reedereistadt Haren an der Ems mittlerweile zu einem beliebten Standort vieler Reedereien geworden ist, die weltweit agieren. Gespickt ist das Ereignis mit zahlreichen Attraktionen und Highlights: Shantychören, Feuerwerk, Schiffsrundfahrten, antiken Schiffen entlang der Emswiesen und altem Kunsthandwerk aus vergangenen Tagen. Auf einer Strecke von gut einem Kilometer präsentieren sich auch Vereine, Hobby- und Kunsthandwerker. Die Veranstaltung findet nur alle drei Jahre statt, zuletzt im September 2012. Schon damals war das Besucheraufkommen gewaltig. Mit einem ähnlichen Andrang rechnet man auch in diesem Jahr… Internet: www.ci-products.de

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STADTJUBILÄUM

■ Stadtjubiläum in Schwedt/Oder Am 26. und 27. September feiern die Schwedter ihr Stadtjubiläum mit einem Stadtfest unter dem Motto „Stadt. Land. Fluss“ in Schwedt/Oder. Grundlage dafür ist die erste bekannte urkundliche Erwähnung der Stadt im Jahre 1265.

An dem Festwochenende wird in der Stadt auf den sechs Bühnen ein unterhaltsames Programm in den unterschiedlichsten Genres dargeboten: Dabei sind auch Linda Hesse und Band, Olaf Berger, CARÓ, die Oderländer Musikanten, Rockpirat, The Clogs, Achim Menzel, Arrival, Duo Atemlos, die Avus Band, das Orchester Neubrandenburg, das Preußische Kammerorchester Prenzlau sowie Big Bands, Schalmeien- und Fanfarenzüge. Zudem werden Tanzformationen ihr Können darbieten und Line Dancer zum Mitmachen einladen. Auf den Plätzen und Straßen treten Aktionsund Straßenkünstler auf und es werden sportliche Wettkämpfe, Feuer- und Fakirshows geboten. Ein historisches Biwak und ein mittelalterliches Badehaus entführen in vergangene Zeiten und auch Handwerker

lassen alte Traditionen aufleben. Über das Festareal können Besucher auch einen Blick aus dem Hubschrauber, vom Kirchturm oder Riesenrad wagen: Mit Bootstouren, Wasseraktionen und beleuchteter Brücke präsentiert sich die Stadt von ihrer schönsten Seite, der Lage am Wasser. Es gibt einen Gastronomiebereich mit Schlemmermeile, einen Mittelaltermarkt, ein Brandenburgisches Dorf auf dem Alten Markt und Schaustellerbuden. Am Samstag findet zwischen 21 und 22 Uhr eine Abendgala mit Laser-Feuer-Show vor den Uckermärkischen Bühnen statt. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit dem Festumzug über die Lindenallee bis zur Berliner Straße.

Stadtfest und Kirmes. Öffnungszeiten Samstag von 11 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Die Kirmes findet auch noch am Montag statt.

Stadtfest im Stadtzentrum; Kirmes auf dem Marktplatz und dem Heiligenstädter Platz

Internet: www.schwedt.eu

STADTFEST

■ Stadtfest in Hennef Der Top-Termin der zweiten Jahreshälfte ist 2015 wie alle Jahre das Hennefer Stadtfest im Stadtzentrum, traditionell am dritten Wochenende im September, also am 19. und 20. September. Die parallele Kirmes auf dem Marktplatz und dem Heiligenstädter Platz dauert einen Tag länger. Weit über Hennefs Grenzen hinaus ist das Hennefer Stadtfest für viele Live-Konzerte auf mehreren Bühnen bekannt. Hinzu kommen zahlreiche gastronomische Angebote, der Disko-Tower auf dem Stadtsoldatenplatz, Buden und Verkaufsstände, Aktionen Hennefer Einzelhändler und der verkaufsoffene Sonntag am 20. September. Eröffnet wird das Fest wie immer mit einem Fassanstich durch den Bürgermeister am Stadtfestsamstag um 11 Uhr. Am Sonntag halten die Einzelhändler ihre Geschäfte verkaufsoffen und beteiligen sich so an 09 / 15

Internet: www.hennef.de


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FEST MIT KUNSTHANDWERK

■ Kartoffelfest mit Kunsthandwerk Kaiserswerth gibt sich traditionell und kreativ, wenn am 12. und 13. September das „Kartoffelfest“ im Klemens-Viertel in Kombination mit einem Kunsthandwerkermarkt stattfindet. An der Rheinbahn-Haltestelle der U 79 „Klemens-Viertel“ und auf der Straße Klemens-Platz, die als Sackgasse eingerichtet wird, erstreckt sich an dem Wochenen-

de täglich zwischen 11 und 18 Uhr der Kunsthandwerker- und Lifestyle-Markt mit einer gelungenen Auswahl, die rund 30 Aussteller hier anbieten: Von Schmuck in verschiedenen Stilen und Materialien, allgemeiner Handwerkskunst, Mode-, WohnHerbst- und Gartenaccessoires, bis hin zu Feinschmecker-Lebensmitteln zum Mitnehmen reicht das bunte Angebot. Und wenn der kleine oder große Hunger plagt, ist man im Klemens-Viertel auch an der richtigen Adresse, denn hier gibt es beim Kartoffelfest zünftige Gerichte – vorwiegend aus der Kartoffel zubereitet – einen trockenen Wein oder ein kühles Bier (Rheinbahn-Haltestelle U 79 am KlemensViertel, am Klemens-Platz 8-12 sowie Kreuzbergstraße 1-3).

Internet: www.magerkurth-events.de

HERBSTMARKT

■ Für guten Zweck: Leichlinger Stadtfest Bereits zum 43. Mal findet am dritten September-Wochenende, dem 19. und 20. September, das Leichlinger Stadtfest statt. Das beliebte Fest wird von einem ehrenamtlichen und gemeinnützigen Verein ausgerichtet.

Das Ziel des siebenköpfigen Organisationsteams ist es, das Stadtfest als Veranstaltung zu gestalten, bei der sich die Leichlinger treffen, miteinander reden und vor allen Dingen gemeinsam feiern. „Nebenbei“ wird auch noch ein Überschuss erwirtschaftet, der sozialen Zwecken zugute kommt. So wurden im letzten Jahr u.a. ein Fahrzeug der DLRG mit den Erlösen finanziell gefördert. Die „Blütenstadt“ Leichlingen liegt genau zwischen den Metropolen Düsseldorf und Köln im Herzen von Nordrhein-

Westfalen und beheimatet etwa 28.000 Einwohner. Beim Stadtfest sorgen regionale Tanzgruppen, Coverbands und bekannte kölsche Musiker auf zwei Bühnen für Unterhaltung bis in die Abendstunden. Etwa 50 Händler sowie ungefähr 35 ortsansässige Vereine bieten unterschiedlichste Produkte in ihren Ständen an. Außerdem kann sich auch der Nachwuchs auf dem angrenzenden Kindertrödelmarkt als zukünftige Kaufleute versuchen. Internet: www.leichlinger-stadtfest.de

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