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Europas Sammlermagazin
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10/2026 64419 • € 6,50 Österreich € 7,20
TERMINHEFT als Beilage 2 Monate Termine
The Who Plattenpreise
www.delcampe.net
www.veterama.de
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Tipp für Kurzentschlossene 27. September
Gutes hält länger Handwerker-Markt im Deutschen Hirtenmuseum Hersbruck Ob aus Holz, Stein, Wolle, Wachs und Ton, mit Stoff, Faden, Draht oder Borsten sowie aus Pflanzen oder Früchten, im mittelfränkischen Hersbruck dreht sich beim 33. HandwerkerMarkt von 10 bis 17 Uhr alles um gut gemachte Produkte, angeboten von zahlreichen Handwerkern und Handwerkerinnen, die auch noch zeigen, wie’s geht. Während im Museumsgarten Lamas grasen, werden dort in der Spinnstube neben dem Spinnen selbst einzelne Schritte der früheren Leinverarbeitung wie beispielsweise das Brechen und Riffeln vorgeführt. Die Museumsküche bietet Herzhaftes und Süßes, im Innenhof klingt New-Orleans-Jazz von Stadlers Syncopators. WEBSEITE | www.deutsches-hirtenmuseum.de
2. bis 4. Oktober
Rekordverdächtig 26. Riesenflohmarkt auf der Berliner Trabrennbahn Karlshorst Ein Markt, ein Wochenende, einzigartige Kulisse: Um den Tag der Deutschen Einheit herum lockt Berlins größter Sammlerund Trödelmarkt mit einer Flut an Raritäten. Vom 2. bis 4. Oktober verwandelt sich die Trabrennbahn Berlin-Karlshorst in einen der größten Antik- und Designmärkte Deutschlands. Rund 600 Aussteller aus Deutschland und dem Ausland präsentieren am 26. Riesenflohmarkt und der 14. Designbörse Berlin an allen drei Tagen von 9 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt eine kaum überschaubare Vielfalt. Die Trabrennbahn Karlshorst wird zur größten Bühne sowohl für klassische Antiquitäten, Vintage
und Secondhand, als auch für kuratierte Designobjekte. Auf dem weitläufigen Gelände des Pferdesportparks entsteht ein weit gespanntes Marktareal mit einer üppigen Schatzkammer an Möbeln, Interieur, Porzellan, Kunst, Design, Retrotechnik, Textilien, Büchern und vielem mehr. Die Kombination aus Open-Air-Ständen und der Tribünenhalle sorgt für wetterunabhängiges Stöbern. Weit wie ein Festplatz, dicht wie ein Basar: ein Labyrinth aus Ständen, Schätzen, Schnäppchen und vorzüglichen internationalen Streetfoodständen. Wer sich hier auf die Suche begibt, findet riesige Ensembles und Reihen voller Unikate und Raritäten, von der einzelnen Münze bis zum kompletten Wohnraum im Mid-Century-Look. Für Sammler und Sammlerlinnen besonders attraktiv sind die vielen internationalen Händler, Galerien und private Kollektoren, die gezielt nach Berlin reisen – ein echtes Jagdrevier für besondere Funde. Der Tag der Deutschen Einheit ist einer der Top-Termine der Berliner Flohmarktsaison und zieht neben Flohmarktfans und Retroliebhaber und -liebhaberinnen ein besonders kaufkräftiges, designaffines Publikum an. Ideal für Verkäufer und Verkäuferinnen von hochwertigen Stücken und für Sammelnde, die nach Qualität suchen. Aufgrund der zentralen Lage in Berlin und der guten Anbindung von außerhalb ist die Reichweite über die Stadt hinaus sehr hoch. WEBSEITE | https://oldthing.de/riesenflohmarkt
Besondere Atmosphäre und vielfältiges Angebots: Der Riesenflohmarkt Berlin Karlshorst am Tag der Deutschen Einheit hat sich seit seiner Gründung zu einem der bedeutenden Veranstaltungen in Berlin entwickelt
www.eppli.com
www.scheublein.com
www.eppli.com
www.design-boerse-berlin.de
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7. bis 11. Oktober
Zurück im Wiener Künstlerhaus Fair for Art Vienna, im Künstlerhaus Vom 7. bis 11. Oktoberwird das Wiener Künstlerhaus erneut zum Treffpunkt für Sammler und Sammlerinnen, Kunstliebhaber und Galerien: Die Fair for Art Vienna kehrt nach zehn Jahren an ihren ursprünglichen Standort zurück, an dem sie bereits ab 1997 stattfand. 28 renommierte Galerien präsentieren dort ausgewählte Positionen der modernen und zeitgenössischen Kunst. Kaum ein Ort könnte dafür stimmiger sein. Das traditionsreiche Künstlerhaus, in unmittelbarer Nähe zur Albertina modern, verbindet Geschichte, Atmosphäre und Gegenwartskunst und schafft einen außergewöhnlichen Rahmen für die Messe. „Mit dem Wiener Künstlerhaus haben wir eine Location gefunden, die Tradition, Atmosphäre und zeitgenössische Kunst auf ideale Weise verbindet“, sagt Messeveranstalter Horst Szaal. „Gemeinsam mit 28 namhaften Galerien schaffen wir eine Messe, die den Wiener Kunstherbst nachhaltig bereichert.“ Im Zentrum stehen bedeutende Positionen der österreichischen Kunstgeschichte und Gegenwart. Werke von Eduard Angeli, Gunter Damisch, Gottfried Helnwein, Hannes Mlenek, Nitsch, Arnulf Rainer, Hubert Scheibl, Hans Staudacher und Max Weiler machen die große Bandbreite der österreichischen Kunst sichtbar. Viele dieser Künstler wurden bereits in der Albertina mit Einzelausstellungen gewürdigt und sind in deren Sammlung vertreten. Auch die einzelnen Präsentationen versprechen besondere Entdeckungen: Galerie Kaiblinger zeigt Gottfried Helnweins großformatiges „The Murmur of the Innocents 80“, ein Werk aus seiner eindringlichen Auseinandersetzung mit Verletzlichkeit und der Instrumentalisierung von Kindern. Bei CA Contemporary ist Eduard Angelis Pastell „Verlassene Insel“ zu sehen, bei Galerie Welz
Eduard Angeli, „Die verlassene Insel“, Pastell auf Paper, 56 x 76 cm, 2026 Foto © CA Contemporary
Max Weilers „Luft der Frühe“ von 1972. Kunsthandel Freller präsentiert Gunter Damischs „Versammlung“ (1994-1995). Einen eigenständigen Akzent setzt Helmut Ditsch mit seinen spektakulären Landschaftsdarstellungen. In seinem „Erlebnisrealismus“ verbindet er höchste technische Präzision mit einer metaphysischen Auseinandersetzung mit der Natur. Internationale Perspektiven bringt unter anderem die zs art galerie mit dem spanischen Künstler Eduardo Vega de Seoane ein, dessen spielerische, von Jazz inspirierte Abstraktionen für einen freien und intuitiven Zugang zur Malerei stehen. Auch der Skulptur widmet die Messe besondere Aufmerksamkeit. Galerie Hartl präsentiert großformatige Arbeiten und Akte von Hannes Mlenek. Art inSight zeigt mit Boldis „Genesis“ (2015) eine Bronze des ungarischen Bildhauers, dem das Künstlerhaus 2013 eine große Personale widmete. Weitere Höhepunkte sind Wander Bertonis „Das große U“, Entwurf 1955, bei Galerie Ziwna sowie Alfred Hrdlickas „Die Boxer“ von 1992 bei Galerie Maringer. Die Rückkehr der Fair for Art Vienna ins Künstlerhaus ist mehr als ein Standortwechsel: Sie steht für die Verbindung von Tradition und Gegenwart und setzt zugleich ein starkes Zeichen für den Kunststandort Wien. Tanja Prušnik, Präsidentin der Künstlerhaus Vereinigung, betont die Bedeutung der Messe für den internationalen kulturellen Austausch. Günther Oberhollenzer, künstlerischer Leiter des Künstlerhauses, hebt den Dialog zwischen etablierten Künstlern und Künstlerinnen und neuen künstlerischen Positionen hervor. Damit präsentiert die Fair For Art Vienna 2026 nicht nur hochkarätige Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, sondern schafft einen Ort für Begegnung, Entdeckung und Austausch. Im historischen Ambiente des Wiener Künstlerhauses trifft die Kunstgeschichte auf die Gegenwart – und macht die Messe zu einem besonderen Höhepunkt des Wiener Kunstherbstes. WEBSEITE | www.fairforart-vienna.at
Eduardo Vega de Seoane, „White Sky“, Acryl und Öl auf Leinwand, 130 x 130 cm, 2020 Foto © zs art galerie
www.caselton.de
www.leo-spik.de www.hartung-hartung.com
www.artmuc.info
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23. bis 25. Oktober
Von Lockenwicklern und Urmythen Artmuc, München Zu den Höhepunkten des Münchner Kunstherbstes zählt sicherlich die Artmuc international art fair, die jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die bayerische Landeshauptstadt lockt, um internationale Kunst zu entdecken. Bayerns größtes Kunstevent findet in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. Oktober statt. Mehr als 190 internationale Galerien, Kollektive, Künstler und Künstlerinnen aus über 15 Ländern präsentieren im MTC München an drei Tagen die Vielfalt des globalen Kunstmarkts mit einem breiten Spektrum künstlerischer Positionen – von Malerei und Collagen über Skulptur und Fotografie bis hin zu digitaler Kunst. Aus Portugal, der Schweiz, UK, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Australien, Korea und Brasilien stammen die Teilnehmenden, die auch zum Teil auf anderen internationalen Messen wie der Art Karlsruhe, der Art Basel Hongkong oder der Art Busan zu sehen waren, wie beispielsweise die Tableau Gallery aus Seoul, the Gallery Steiner aus Wien oder die Artlab Gallery aus dem italienischen Ponzano Veneto. Ein besonderes Highlight bei dieser Ausgabe ist, dass die Sheen Gallery aus Shanghai zu Gast ist. Bereits seit einigen Jahren richtet sich der Fokus der Artmuc immer mehr auf internationale Kunst und Netzwerke. In diesem Jahr ist der Blick auf China gerichtet. Nachdem die chinesischen Sammlerin Yan Sun im Frühjahr bei der Artmuc zu Gast war, lud das Team um Veranstalter Raiko Schwalbe nun die junge „Sheen Gallery“ aus Shanghai für ei-
nen interkulturellen Austausch nach München ein. Die Sheen Gallery wurde 2025 in Shanghai gegründet. Die Sheen Gallery wurde 2025 in Shanghai gegründet. Sie beschäftigt sich mit den geistigen und kulturellen Fragen der Gegenwart und schafft einen Ort, an dem östliche Weisheit und globale Perspektiven aufeinandertreffen. Dabei verbindet sie unterschiedliche kulturelle und künstlerische Sichtweisen. Auf der Artmuc sind Arbeiten von vier Künstlern der Sheen Gallery zu sehen. Ganz im Sinne des „I Ging“, der bekannteste der klassischen konfuzianischen Texte, der sagt „Was über der Form steht, ist das Tao; was in der Form ist, ist das Werkzeug“, schlagen die Künstlerinnen und Künstler eine Brücke zwischen zwei Bereichen. Yang Yanlai ist mit der Serie „Guan Ying“ vertreten, die vom „Buch der Lieder“ inspiriert ist. Vögel und Wolken schaffen eine poetische, spirituelle Welt, in der chinesische Tradition und Volkskunst miteinander verbunden werden. Die Werke greifen dabei die menschliche Sehnsucht nach einer idealen Welt und nach reiner Liebe auf. Liu Yingcong zeigt die Serie „Simulation“, in der die Wahrnehmung und Bedeutung visueller Realität hinterfragt werden. Darüber hinaus werden Chen Jiayi mit der Serie „Qi Xie Ying Zhi“, die sich mit Urmythen und der Beziehung zur Erde beschäftigt, sowie Wang Chunwei mit Porträts präsentiert, die über die äußere Erscheinung hinausgehen und die innere Welt des Menschen sichtbar machen. Aber auch ein starker lokaler Bezug spielt bei der Artmuc eine große Rolle, und so forciert man die Zusammenarbeit mit Münchner Institutionen wie die „Geselligen Vereinigung Bildender Künstler Münchens e.V.“ (GVbKM), die dieses Mal erneut die Arbeiten ihrer Mitglieder zeigen. Seit ihrer Gründung 2014 unterstützt die Artmuc auch mit jeder Ausgabe verschiedene soziale Projekte. Aktuell besteht eine Kooperation mit den Münchner Akteurinnen der „Soroptimisten“, eine NGO und weltweit die größte Organisation berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Gefördert wird das Projekt „Frauen in der Obdachlosigkeit – Schutz und Hilfe“, ein gesellschaftlich wichtiges Thema, auf das die Artmuc gleichzeitig aufmerksam machen und konkrete Hilfe leisten möchte. Dafür werden Kunstwerke teilnehmender Künstler und Künstlerinnen gespendet. Die Erlöse kommen dem Projekt der Soroptimistinnen zugute. Das erklärte Ziel ist es, jungen und aufstrebenden Künstlern und Künstlerinnen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Arbeiten einem breiten Publikum präsentieren und vor Ort verkaufen können. Gleichzeitig setzt sich die Messe für eine größere Sichtbarkeit und nachhaltige Förderung der teilnehmenden Künstlern und Künstlerinnen ein und stärkt Münchens Profil als lebendige Kunst- und Kulturstadt. WEBSEITE | www.artmuc.info
Achim Weinberg, Giovanni I, 2025, Lockenwickler und Trockenhaube, 30 x 45 x 155 cm © Achim Weinberg
Jens Winkler, Portrait of a Sheep, Isle of Lewis, Schottland, Juni 2024, Fotografie © Jens Winkler
www.hermann-historica.com
anzeigen@gemiverlag.de
www.wormser-auktionshaus.de
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Preisverleihungen ICA-Auszeichnungen des Jahres 2025 Einmal im Jahr vergeben die Mitglieder der deutschen Sektion des internationalen Kunstkritiker:innenverbandes AICA die Auszeichnungen „Museum des Jahres“, „Ausstellung des Jahres“ und „Besondere Ausstellung“. Das Georg Kolbe Museum ist Museum des Jahres 2025. Dies ist die wichtigste Auszeichnung für Museen in Deutschland. Zur Ausstellung des Jahres 2025 kürte der deutsche Kunstkritikverband die Ausstellung „Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly“, die vom 3. Oktober 2025 bis 11. Januar 2026 im Museum Ludwig Köln und vom 10. April bis zum 17. August 2025 im Museum Brandhorst in München zu sehen war. Als Besondere Ausstellung 2025 wurde die Solo-Schau von „Małgorzata Mirga Tas – Eine alternative Geschichte“ ausgezeichnet, die im Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen war. Den AICA-Preis für Junge Kunstkritik erhält Steph Holl-Trieu. Er wurde bis Ende 2025 von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert. WEBSEITE | https://georg-kolbe-museum.de
Preis des Porzellanikons Leichtigkeit und Perfektion Kunst, Design, Handwerk und eine inspirierende Atmosphäre: Etwa 630 Besucherinnen und Besucher strömten am letzten Juliwochenende ins Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan in Hohenberg a. d. Eger und machten den Porzellanmarkt, der inzwischen zum sechsten Mal stattfand, erneut zu einem besonderen Erlebnis. Im Museumsgarten sowie auf zwei Etagen des Museums präsentierten Ausstellerinnen und Aussteller, darunter Absolventinnen und Absolventen renommierter deutscher und internationaler Kunstakademien, Kunsthochschulen und Fachschulen, ihre zeitgenössischen Porzellankreationen. Wie jedes Jahr, wurden wieder ein Jury-Preis und ein Publikumspreis verliehen. Die Jury würdigt in diesem Jahr die außergewöhnliche künstlerische Entwicklung von Birgit Schön, die den Porzellanmarkt von Anfang an begleitet und dessen Niveau mitgeprägt hat. Ausgehend von filigranem Schmuck und hauchdünnen Gefäßen hat Birgit Schön ihr künstlerisches Schaffen kontinuierlich erweitert und lässt Werke von faszinierender Leichtigkeit und technischer Perfektion entstehen, die die Fragilität des Porzellans ebenso sichtbar machen wie seine überraschende Stabilität und Vielseitigkeit. Mit dem Jurypreis erhält Birgit Schön die Möglichkeit, ihre Objekte 2027 im Rahmen einer Studioausstellung im Porzellanikon Hohenberg a. d. Eger einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Publikumspreis, mit 500 Euro dotiert, ging bereits zum zweiten Mal an Radka Linhart aus Brno, Tsche-
Gewinnerinnen des Jury- und Publikumspreises Porzellanmarkt Hohenberg a. d. Eger 2026, von links: Radka Linhart aus Tschechien, Gewinnerin des Publikumspreises, Anna Dziwetzki, Direktorin Porzellanikon und Birgit Schön, Gewinnerin des Jurypreises Foto: J. Göbel © Porzellanikon
chien. Die Designerin schafft Objekte zwischen Kunst und Design, die elegant, leicht und lichtdurchscheinend sind, oft kleine verspielte Details haben und die das Publikum faszinieren. WEBSEITE | www.porzellanikon.org
Anfang der ersten Weltwährung Spitzenstücke der Münz-, Medaillen- und Plakettenkunst der Hamburger Kunsthalle erstmals online Eine Auswahl von 555 Spitzenstücken der Münzen-, Medaillen- und Plakettenkunst der Hamburger Kunsthalle ist jetzt erstmalig in der „Sammlung online“ über die MuseumsWebsite veröffentlicht. Zugleich sind sie Teil des internationalen Forschungsverbundes und Portals öffentlicher Münzsammlungen IKMK (Interaktive Kataloge der Münzkabinette). Damit sind die erstmalig systematisch erschlossenen Objekte ab sofort mit umfassenden wissenschaftlichen Daten und qualitativ hochwertigen Abbildungen einem breiten Publikum wie der Forschungslandschaft weltweit zuganglich, dies im Kontext aller anderen Sammlungsbestande. Die Onlinestellung ist ein erstes Ergebnis der Erforschung, Inventarisierung, Restaurierung und Digitalisierung von insgesamt rund 6.000 Münzen, Medaillen und Plaketten aus über 2.500 Jahren Bildgeschichte aus dem bisher weitestgehend unveröffentlichten Bestand der Skulpturenabteilung der Hamburger Kunsthalle. Das dazu seit 2023 laufende Forschungsprojekt „Von der zweiten zur dritten Dimension“ wird durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung ermöglicht, die damit wiederholt als maßgebliche Forderin der
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Kunsthalle wirkt. Alfred Lichtwark (185-1914), der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, legte mit den „sculptures en miniature“ – den Kleinstskulpturen – die Grundlage der historischen Skulpturenabteilung an. Die online gestellte Auswahl bietet einen Querschnitt des Bestandes, mit einem Schwerpunkt einerseits auf den antiken römischen und griechischen Münzen, welche Ausdruck des zur Gründung der Kunsthalle vorherrschenden Antikenideals sind. Zu entdecken sind beispielsweise rund 13 numismatische Ikonen aus Syrakus. Die hochentwickelte Münzprägung der Stadt zahlt zu den künstlerisch bedeutendsten der griechischen Antike. Ikonografisch besonders interessant ist eine „Dekadrachmen“, die den Kopf der kultisch verehrten Quellnymphe Arethusa zeigt (um 400 v. Chr.), als Symbol für Unabhängigkeit und Wohlstand. Die „Tetradrachme“ aus Athen mit der Eule und dem Kopf der Athena gilt als bedeutendste Großsilbermünze des antiken Griechenlands und Anfang der ersten Weltwährung. Den zweiten Sammlungsschwerpunkt bilden Kunstmedaillen des 19. Jahrhunderts, die Lichtwark teils direkt aus den Pariser Bildhauerateliers erwarb. Von Louis Oscar Roty (1846-1911), der zu den bekannten Medailleuren Frankreichs zählte, ist ein mit persönlicher Widmung an den Direktor versehenes einzigartiges Modell für eine Medaille erstmals veröffentlicht. Ein Beispiel für großformatige, bildhafte Genredarstellungen ist das 44 mal 32 Zentimeter messende Bronzerelief des Bildhauers Alexandre Charpentier (1856-1909), der darin seine Tochter und Frau beim Musizieren verewigte. Die Online-Stellung erfolgt parallel zur Ausstellung „Skulptural. Die neuen Galerien“, die bis 11. April 2027 läuft und mit der die Hamburger Kunsthalle erstmals ihre Skulpturensammlung in ihrer ganzen Bandbreite, ergänzt um europäische Spitzenleihgaben, wie aus dem Pariser Musee d‘Orsay, präsentiert. Zu erleben ist ein medien- und epochenübergreifender Parcours, von minimal bis monumental, von der Antike bis zur Gegenwart und von der zweiten zur dritten Dimension. Eine Auswahl der 555 jetzt online abrufbaren Objekte ist als Original in der Schau präsentiert. Digitale Erweiterungen und spielerische Apps sind ebenso ein integraler Bestandteil. Der Forschungsverbund IKMK ist ein 2007 für Berlin und seit 2021 neu gegründetes Online-Portal öffentlicher Münzsammlungen, dem über 30 nationale und internationale Museen und
Institutionen angehören, neben dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin auch das Kunsthistorische Museum Wien, die numismatische Sammlung der KIKPEStiftung Athen, die Museen in Winterthur, Braunschweig, Marburg und Münster. Sämtliche Werkeintrage entsprechen dem Standard normierter sowie mit Identifikatoren und Linked Open Data ausgestatteter Beschreibungen. Vielfaltige Suchergebnisse des Portals verweisen mittels permanenter Links auf die Objekteintrage in allen beteiligten Partnermuseen. Die Nutzung des Portals ist kostenfrei. WEBSEITE | www.hamburger-kunsthalle.de
Jubeljahr 75 Jahre Micky Maus Magazin 1951 erschien zum ersten Mal das Micky Maus Magazins – gleichzeitig das Gründungsjahr des Ehapa-Verlags, welcher seitdem die Heimat der Entenhausen-Comics ist. Anlässlich des 75. Jubiläums des Micky Maus Magazin bringt der Egmont Ehapa Verlag die „Micky Maus Legacy Collection“ heraus. Insgesamt vier hochwertigen Sammelbände, die übers Jahr verteilt erscheinen und eine fantastische Zeitreise durch die Comic-Geschichte des Magazin-Klassikers bieten. Fans können sich auf starke Comics voller Abenteuer, Spaß und zeitlosem Witz freuen. Mit liebevoll aufbereiteten Klassikern, kuriosen Fundstücken und dem besonderen Blick hinter die Kulissen. Am 29. August 1951 findet das erste Magazin, damals noch unter dem Titel „Micky Maus – das bunte Monatsheft“ den Weg in die Zeitschriftenregale. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, wie erfolgreich es werden würde. Nachdem das Magazin in der Öffentlichkeit anfangs auf Skepsis stößt, etabliert es sich schon bald zu einem absoluten Bestseller. Seither begeistert das Magazin Generationen von Leserinnen und Lesern mit lustigen und spannenden Comics und zählt mit mehr als 1,3 Milliarden verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Kinder- und ComicMagazinen weltweit. WEBSEITE | www.egmont.de
Athen, Tetradrachme, 440-420 v. Chr., Vorderseite: Kopf der Athena mit verziertem Kammhelm, Rückseite: Eule, Silber, D 24 mm, G 17,09 g © Hamburger Kunsthalle, Foto: Christoph Irrgang
75 Jahre Micky Maus Magazin. Eine Legende feiert großes Jubiläum
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