Skip to main content

Trödler 06/2026

Page 1


6./7. Juni

International hochrangig

Europäischer Keramikmarkt Höhr-Grenzhausen

Das Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz (IKKG), das sich in Höhr-Grenzhausen befindet, bietet als eine der wenigen international hochrangigen Einrichtungen der bildenden Kunst ausgesuchten, talentierten jungen Leuten eine umfassende künstlerische Ausbildung mit dem Schwerpunkt moderne Skulptur und den Materialfeldern Keramik und Glas. Einmalig in der Hochschullandschaft Deutschlands werden dort Keramik und Heißglas als zeitgemäße Werkstoffe für die moderne Skulptur erforscht und neben den anderen Werkstoffen der bildenden Kunst praktisch gelehrt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Aussteller und Ausstellerinnen des diesjährigen „Europäischen Keramikmarkts Höhr-Grenzhausen” neben Deutschland aus Irland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich, der Ukraine und Schweden stammen. Schweden ist in diesem Jahr das Gastland des Europäischen Keramikmarktes Höhr-Grenzhausen. Eine schwedische Jury hat sechs Keramikerinnen ausgewählt, die am Wochenende des 6. und 7. Juni ihre Arbeiten gemeinsam auf dem Platz unterhalb des Keramikmuseums präsentieren und einen Einblick in die heutige Keramikszene geben. Sanni Alatyppö, geboren in Finnland und heute in Lidköping tätig, lässt sich von kindlicher Neugier und ihrer Faszination für Glasuren leiten. Ihre Arbeiten entstehen aus dem Experiment mit Farben, Oberflächen und Materialien und bewahren dabei etwas von der spielerischen Freude am Entdecken. Caroline Fredriksson arbeitet ebenfalls in

Lidköping und fertigt ihre Stücke vollständig von Hand aus feinem, dünnwandigem Porzellan. Klare Formen und eine besondere Leichtigkeit prägen ihre eleganten Gebrauchsobjekte, die den Alltag verschönern und zugleich handwerkliche Qualität ausstrahlen. Lise Wichmann Hansen lebt und arbeitet in der wald- und seenreichen Landschaft Dalslands. Ihre Keramik entsteht im holzbefeuerten Ofen mit Salzglasur und umfasst vor allem funktionale Stücke wie Tassen und Schalen. Sie beschreibt ihre Arbeiten gern als „slow pots for slow food“. Nike Kero aus Göteborg verbindet in ihrer Arbeit verschiedene kera-

Sanni Alatyppö, Europäischer Keramikmarkt Höhr-Grenzhausen, 06./07.06.2026
Annika Svensson, Europäischer Keramikmarkt Höhr-Grenzhausen, 06./07.06.2026
Lise Wichmann Hansen, Europäischer Keramikmarkt HöhrGrenzhausen, 06./07.06.2026

mische Traditionen. Besonders Einflüsse aus Ostasien und Japan prägen ihre hochgebrannten Arbeiten. Die Teekanne steht dabei häufig im Mittelpunkt ihrer Auseinandersetzung mit Material, Form und kultureller Bedeutung. Maria Kristofersson entwickelt ihre keramischen Objekte aus der Zeichnung heraus. Linie und Oberfläche stehen im Zentrum ihrer Arbeit. Die Stücke entstehen in einem langsamen, zugleich intuitiven Prozess mit großer Aufmerksamkeit für die ästhetischen Qualitäten des Materials. Annika Svensson aus Göteborg verbindet keramische Kunst mit traditionellem Handwerk. Neben keramischen Arbeiten gestaltet sie auch individuell gefertigte schwedische Kachelöfen. In ihren Arbeiten spielen Naturabdrücke, Reliefstrukturen sowie persönliche Erinnerungen eine wichtige Rolle. Der Europäische Keramikmarkt zieht, wie jedes Jahr, Keramikenthusiasten, Fans und Neugierige aus nah und fern in die traditionsreiche Region im Westerwald. Wer sich für das facettenreiche Keramikhandwerk interessiert, dass gerade zum immateriellen Kulturerbe erhoben wurde, wird garantiert fündig und inspiriert.

WEBSEITE | https://natur-kultur-keramik.de/europaeischerkeramikmarkt-hoehr-grenzhausen/

13./14. Juni

Raku oder Salzbrand

12. Keramikmarkt Leipzig im Grassi

In den beiden Innenhöfen des Grassimuseums Leipzig findet am 13./14. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr der 12. Keramikmarkt Leipzig im Grassi, veranstaltet vom Kunstverein terra

Beate Pfefferkorn, Vlies grau-klein, Keramikmarkt Leipzig im Grassi, 13./14.06.2026

rossa e. V. statt. An die 60 von einer Jury ausgewählte Keramiker und Keramikerinnen verkaufen aktuelle Arbeiten. Von gut gestalteter Gebrauchskeramik bis hin zu freien künstlerischen Objekten reicht das Angebot. Zarte Porzellantassen stehen neben kraftvollen Gefäßen aus dem Holzbrand und figürlichen Keramiken. Die verschiedensten Herstellungsund Brenntechniken – wie Raku oder Salzbrand – sind vertreten. Kinder und Erwachsene können sich während des Marktes beim kreativen Arbeiten mit Ton ausprobieren.

WEBSEITE | https://terrarossaleipzig.wordpress.com

Keramikmarkt Leipzig im Grassi, 13./14.06.2026

Scharge Helene, Keramikmarkt Leipzig im Grassi, 13./14.06.2026

AUKTION

ANTIK - KUNST - VARIA - SCHMUCK

MERRY OLD ENGLAND

AUKTIONSHAUS ANTIQUITÄTEN 18. Juni 2026

Barry und Raphaela Caselton

Zugspitzstr. 49

D-82467 Garmisch-Partenkirchen

Telefon: +49 (0)8821 59909

Fax: +49 (0)8821 52268

www.caselton.de

Katalog unter: www.caselton.de

Bummeln, Stöbern und Feilschen

18. Antikmarkt in der Regensburger Altstadt

Nostalgie-Fans und Antiquitätensammlerinnen und Sammler werden in Regensburg am zweiten Juni-Sonntag sicherlich auf ihre Kosten kommen. Am 14. Juni findet der Regensburger Antikmarkt statt, der mit echten Raritäten und neuen Lieblingsstücke lockt und von 9 bis 17 Uhr zum Bummeln, Stöbern und Feilschen einlädt. Organisiert vom Stadtmarketing Regensburg haben sich knapp 250 Händler aus ganz Deutschland, Österreich, Tschechien und Belgien angemeldet, die ihre hochwertigen Waren inmitten der malerischen Regensburger Altstadt präsentieren. Die Auswahl an Antiquitäten und ausgefallenen Einzelstücken ist einmalig. Zugelassen sind Objekte mit einem Mindestalter von 50 Jahren, sodass beispielsweise auch Fünzigerjahre-Design wie Nierentische bis hin zum inzwischen sehr hippen Siebzigerjahre-Style angeboten werden dürfen. Die Händlerinnen und Händler präsentieren ihre Schätze auf einer Fläche von insgesamt 1.150 laufenden Metern an. Stücke aus der Zeit des Barocks, also dem 17. und 18. Jahrhundert, der Zeit des Biedermeier sowie des Historismus im 19. Jahrhundert und natürlich aus dem Jugendstil sind genauso zu finden wie beispielsweise Glas aus den vergangenen drei Jahrhunderten, altes Spielzeug, Kaufläden, Schaukelpferde und Puppen, Fünzigerjahre-Design und alte Emaille-Schilder, Grammophone, Schallplatten und rare antiquarische Bücher. Erfreuen darf man sich zudem an alten Uhren und Schmuck sowie an Kleinmobiliar aus dem Biedermeier. Man kann aber auch spektakuläre Bewegungsautomaten, Schiffssilber, Schellackraritäten, ausgefallene Art-décoObjekte, Bronzen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, alte Puppenstuben oder Steiff-Tiere entdecken. Musikfans können währenddessen an den Ständen nach seltenen Schallplatten stöbern. Ein wenig Geduld und Ausdauer zahlen sich aus. Schnäppchenjägerinnen und Schnäppchenjäger entdecken hier auch viele preisgünstige Gegenstände.

Feilschen und Verhandeln ist erlaubt und gehört bei der Jagd nach antiken Schätzen natürlich dazu. Vor allem die hohen Qualitätsstandards zeichnen den Regensburger Antikmarkt aus: Imitationen, Retroprodukte, Elektroschrott oder gar Neuwaren sucht man hier vergeblich. Somit hebt sich der Regensburger Antikmarkt von gewöhnlichen Flohund Schnäppchenmärkten ab. Strikt verboten sind nachgemachte Antiquitäten, Kunsthandwerk, Elektroschrott oder Second-Hand-Kleidung. Rund 25.000 Besuchende flanieren jährlich durch die Altstadtgassen auf der Suche nach hochwertiger Antikware und Edeltrödel. Das Marktgebiet konzentriert sich auf die Maximilianstraße, die Königsstraße, Viereimerplatz, Fröhliche-Türken-Straße, Schwarze-BärenStraße, Drei-Helmgasse, Pfauengasse, die Residenzstraße sowie rund um die Galeria Kaufhof bis zum Neupfarrplatz, wo Gastronomie zur Erholung einlädt.

WEBSEITE | www.stadtmarketing-regensburg.de/projekte/ antikmarkt-regensburg

18. Antikmarkt in der Regensburger Altstadt

Bis 5. Juli

Von London nach

Venedig

Whistler und Masuyama bei den Internationalen Tagen Ingelheim

James McNeill Whistler (1834-1903) revolutionierte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Radierungen und Lithografien die künstlerische Grafik. Die Ausstellung im Kunstforum Ingelheim beleuchtet nach über 25 Jahren erstmals wieder in Deutschland ebenjenes faszinierende, ausgefeilte und innovative Schaffen des US-Amerikaners. Im Rest der Welt berühmt, gilt es hierzulande, Whistler wiederzuentdecken. Im Fokus der Ingelheimer Ausstellung stehen Whistlers Radierungen und Lithografien mit den Ansichten von London und Venedig. Personendarstellungen aus seinem persönlichen Umfeld zeigen als weiteren Themenbereich die einfühlsame Seite des als exzentrisch geltenden Künstlers. Die ausgestellte Motivvielfalt offenbart die Meisterschaft seiner ungewöhnlichen Techniken. Zur kunsthistorischen Kontextualisierung sind Whistlers Arbeiten ausgewählte Grafiken einiger britischer, französischer und US-amerikanischer Weggefährten zur Seite gestellt. Wie andere Künstler und Künstlerinnen des Impressionismus sammelte auch Whistler japanische Holzschnitte. Seine intensive Beschäftigung damit wird im Bildaufbau seiner eigenen Werke erkennbar. Ausgesuchte Beispiele namhafter japanischer Holzschnittkünstler flankieren seine Grafiken. Hiroyuki Masuyama, Jahrgang 1968, spannt wiederum den Bogen zur Gegenwart. Er wurde beauftragt, eigens für diese Ausstellung neue Arbeiten zu schaffen. Im vergangenen Jahr reiste der japanische Künstler deshalb nach Venedig und London. An identischen Stellen, an denen Whistler seine Grafiken radierte, nahm er Farbfotografien der gegenwärtigen Situationen auf: mit heutigen Bauten, Fahrzeugen, Schiffen oder Menschen. In diesen neuen Arbeiten visualisiert Masuyama die jüngste Version seines Hauptthemas, das sich seit 1997 durch

James McNeill Whistler, Billingsgate, 1859, Radierung, Kaltnadelradierung

Hamburger

James McNeill Whistler, Rotherhithe, 1860, Radierung, Kaltnadelradierung

Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett © Hamburger Kunsthalle/bpk, Foto: Julia Bau

sein künstlerisches Schaffen zieht: die Verbindung von Raum, Zeit und Veränderung. Die jährlich stattfindenden Internationalen Tage Ingelheim sind ein Kulturengagement des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim seit 1959. Am Anfang stand die Idee, im Umfeld eines international tätigen Unternehmens Ausblicke auf Leben und Kultur anderer Nationen und Völker zu stiften. Der Leitgedanke kultureller Offenheit und Fortbildung veranlasste 1959 Dr. Ernst Boehringer als Mitinhaber des Familienunternehmens Boehringer Ingelheim, ein Kulturfestival auszurichten. Die ersten Internationalen Tage waren der Schweiz gewidmet und umfassten eine kleine Ausstellung sowie ein buntes Programm von Vorträgen bis hin zu kulinarischen Spezialitäten. Die Ausstellungen wurden alsbald zum Kernpunkt der nun mehrwöchigen Veranstaltung, und im Jahr 1966 konnte mit „Goya“ erstmals ein einzelner Künstler präsentiert werden. Ab 1988 wurden die Internationalen Tage von Dr. Patricia Rochard geleitet, die in viel beachteten monografischen wie thematischen Ausstellungen vor allem mit der Kunst nach 1945 sowie dem Medium Fotografie neue Akzente setzte. 2013 übernahm Dr. Ulrich Luckhardt die Leitung der Internationalen Tage, der den Schwerpunkt auf die Klassische Moderne, insbesondere die Druckgrafik legte. 2023 folgte Dr. Katharina Henkel als Leitung. Ihr Programm schlägt in thematischen wie monografischen Ausstellungen einen zeitlichen wie gattungsübergreifenden Bogen von ca. 1900 bis zur Gegenwart.

WEBSEITE | www.internationale-tage.de

Hiroyuki Masuyama after Whistler, Old Hungerford Bridge 1861, 2025

Digitalfotografie auf Papier, courtesy Hiroyuki Masuyama, © Hiroyuki Masuyama

Kunsthalle, Kupferstichkabinett © Hamburger Kunsthlle/bpk, Foto: Julia Bau

Monumentales bei WENDL –

35 Jahre Auktionshaus der Entdeckungen

Großfigur des Gallier-Fürsten Vercingetorix. König & Lengsfeld, Köln-Lindenthal sign. L. de MONTIERS – Keramik, H 101 cm. Limit 550 €

Albert-Ernest CARRIER-BELLEUSE, „DRAME!!“, Bozzetto, datiert 1846, Limit 900 €

Rechts: Raffaele MONTI, „Tscherkessische Sklavin“, Limit 1.500 €

Zum 115. Mal wird vom 17.-20. Juni 2026 in Rudolstadt versteigert. Unter den 3.500 Losen locken in allen klassischen Sammelkategorien herausragende Stücke. Die Räume der herrschaftlichen neoklassizistischen Villa geben den perfekten Rahmen für rund 800 Gemälde in Petersburger Hängung, edle Porzellane, Gläser, Silber und Schmuck sowie das in vieler Hinsicht außergewöhnliche Angebot bildplastischer Arbeiten. Der größte Teil des beeindruckenden und vielseitigen Skulpturenangebotes stammt aus der Museumsauflösung Peter Kaus, dessen Sammlung mit ästhetischem Blick zusammengetragen wurde. Zahlreiche Werke aus Marmor, Bronze und Keramik (mit großem Goldscheider-Schwerpunkt) gelangen nun erstmals wieder auf den Markt.

Unter der Vielzahl großer und bedeutender weißer Marmorskulpturen findet sich die „Schlafende Ariadne“ nach François-Frédéric Lemot (unsigniert, 9.000 Euro), die signierte Marmorfigur „Das Erwachen“ von Félix Charpentier (3.900 Euro), die „Tscherkessische Sklavin“ von Raffaele Monti, deren fein gearbeiteter Schleier das Spiel von Oberfläche und Illusion meisterhaft vorführt (1.500 Euro), ein die Seine personifizierender, auf Wellen lagernder Frauenakt von Raoul Francois Larche (5.000 Euro) sowie die ikonische „Ariadne auf dem Panther“, nach dem Entwurf von Johann Heinrich Dannecker (Limit 5.500 Euro). Unter den rund 60 Bronzeskulpturen entfaltet sich ein lebendiges Panorama europäischer Bildhauerkunst: Arbeiten von Ernest Barrias, Émile Grégoire und Emmanuel Villanis treffen auf ausdrucksstarke Werke von Stephan Sinding, Jean-Baptiste Clésinger und Raffaello Romanelli – eine vielschichtige Auswahl, die die künstlerische Bandbreite dieser Gattung konzentriert sichtbar macht. Die moderne Bronzeskulptur eines stehenden Affen von Jörg Immendorff aus anderer Quelle setzt einen zeitgenössischen Kontrapunkt. Großformatige Terrakotten – etwa die 147 cm hohe „Flora“ in antikisierender Gestaltung des 19. Jahrhunderts – stehen neben zahlreichen kleineren Arbeiten. Als Geheimtipp gilt ein Bozzetto „Drame !!“ von Albert-Ernest Carrier-Belleuse (1824-1887), einem Künstlerfreund Rodins: Der handgeformte Entwurf von 1846, einst für £ 17.000 bei Sotheby’s erworben, wird hier mit einem Limit von nur 900 Euro angeboten.

Auffällig ist die zurückhaltende Limitierung vieler Lose. Sie folgt dem Charakter einer geschlossenen Sammlungsauflösung – und eröffnet bewusst Spielräume für den Markt. In sämtlichen Kategorien der Sommerauktion finden sich hochwertige Lose, die es zu entdecken gilt.

Während der Vorbesichtigungstage ab dem 12. Juni wird das Auktionshaus zum Treffpunkt für Sammler und Interessierte. Begleitende Vorträge vertiefen einzelne Themen und ausgewählte Objekte, während die besondere Atmosphäre der Villa Raum für Austausch und Entdeckungen schafft.

Seit der Gründung 1991 hat sich WENDL von einem Familienunternehmen zu einem international agierenden Auktionshaus entwickelt. Geblieben ist die Verbindung aus persönlicher Ansprache, günstigen Einlieferungskonditionen und einer breiten internationalen Käuferschaft, die über das unabhängige Live-Biet-System sowie internationale Online-Auktionsplattformen erreicht wird.

Kommt das nächste Highlight von Ihnen?

François Frédéric LEMOT zugeschrieben, Große Marmorfigur der schlafenden Ariadne, Limit 9.000 €

1. bis 3. Juni, 5./6. Juni

Von Aurei bis Star Wars

Teutoburger Münzauktion, Borgholzhausen

Die Sommerauktion findet vom 1. bis 3. sowie am 5. und 6. Juni statt; der 4. Juni bleibt aufgrund eines Feiertags auktionsfrei. Das Angebot gliedert sich erneut in drei umfangreiche Katalogteile. Den Auftakt bildet Teil 1 mit Goldmünzen, Goldmedaillen, Uhren und Schmuck. Der Bogen spannt sich von der Antike mit altgriechischen Elektron-Prägungen über außergewöhnlich seltene römische Aurei der Kaiser Macrinus und Probus sowie eine breite Auswahl byzantinischer Solidi bis hin zu Anlagegold aus aller Welt. Ergänzt wird das Spektrum durch altdeutsche Goldgulden, Reichsgoldmünzen und moderne Ausgaben. Teil 2, traditionell der umfangreichste Abschnitt, widmet sich zunächst China und Südostasien mit Münzen und Amuletten sowie einer bedeutenden Sammlung asiatischer und weiterer außereuropäischer Antiquitäten. Es folgt die Antike mit Artefakten aus der Sammlung Avadis Bal und einer qualitätvollen Serie römischer Denare aus Republik und Kaiserzeit. Im Bereich Ausland setzen insbesondere Serien aus Dänemark, Frankreich und Russland Akzente. Unter den altdeutschen Prägungen ragen Brandenburg-Preußen und eine geschlossene WelfenSammlung hervor. Bei den thematischen Medaillen liegt der Schwerpunkt auf dem Schützenwesen. Den Abschluss bilden traditionell die Lots und Sammlungen, die besonders umfangreich ausfallen. Darunter finden sich unter anderem eine große Sammlung Düsseldorfer Medaillen und Plaketten, mehrere gewichtige Silberposten mit Münzen zwischen 32 und 58 Kilogramm sowie thematische Zusammenstellungen, etwa zu Ausgaben aus Niue mit Motiven aus Popkultur und Film (Star Wars, Marvel, Batman, Disney). Teil 3 schließlich umfasst Banknoten und Briefmarken, wobei letztere insbesondere durch vielfältige und umfangreiche Großposten überzeugen.

TELEFON | 05425 930050

WEBSEITE | www.teutoburger-muenzauktion.de

Brandenburg-Preußen, Friedrich-Wilhelm III., 1797-1840, Doppelfriedrichs d’or 1813. Teutoburger Münzauktion, Borgholzhausen, 01.-03. 06.2026

5./6. Juni

Kunst und Kultobjekte

Stahl, Hamburg

Passend zur Fußball-WM offeriert Stahl Stephan Balkenhols Figur „Fußballliebe“ (Ausrufpreis 20.000 Euro), die ursprünglich im Kontext der Sonderedition zur Fußball-EM 2024 entstand. Die Skulptur zeigt einen Fußballer im Trikot der deutschen Nationalmannschaft, den rechten Fuß auf dem Ball ruhend, den linken Arm selbstbewusst in die Hüfte gestützt, in Balkenhols charakteristischer Bildsprache. Insgesamt präsentiert Stahl ein sorgfältig kuratiertes Panorama aus Schmuck, Uhren, Fashion sowie Kunst, Bronzen und Design, mit Einzelstücken von Qualität und Charakter. Im Bereich der Kunst spannt sich der Bogen von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen Arbeiten von Gerhard Richter und Imi Knoebel (Aufrufpreis 5.000 Euro), deren künstlerische Handschriften die zeitgenössische Kunst entscheidend mitgeprägt haben. Daneben treten prägnante Positionen des Expressionismus wie von August Macke, Erich Heckel und Hermann Max Pechstein hervor, ergänzt um impressionistische Malerei von Max Slevogt. Ein regionale Akzent ist mit Hans Peter Feddersens „Priel auf Sylt“ gesetzt. Plastische Arbeiten von Niki de Saint Phalle („La Baigneuse ou Nana de Berlin“) und Rainer Kriester (je 7.000 Euro) verleihen dem Angebot weitere körperliche Präsenz. Im weiteren Verlauf öffnet sich der Blick auf hochkarätige Schmuckarbeiten, Uhrenraritäten und Kulttaschen. Farbintensive Edelsteine prägen Colliers, Armbänder und Ringe ebenso wie signierte Entwürfe von Cartier, Bulgari und Tamara Comolli (28.000 Euro). Uhren von Audemars Piguet, Patek Philippe und A. Lange & Söhne sind im Angebot. Eine Royal Oak mit Ewiger Kalender in Platin von Audemars Piguet wird ab 100.000 Euro aufgerufen.

TELEFON | 040 343471 WEBSEITE | www.auktionshaus-stahl.de

Stephan Balkenhol, Fußballliebe, Holz (Aufrufpreis 20.000 Euro). Stahl, Hamburg, 05.06.2026

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Trödler 06/2026 by Gemi Verlags GmbH - Issuu