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Sammler Journal 09/2018

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SePTeMBer 2018

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September 2018 · B 1309 | € 7,50 Schweiz CHF 11,50 | Österreich € 8,00 | Be/Ne/Lux € 8,50

SaMMLer JourNaL

KUNST • ANTIQUITÄTEN • AUKTIONEN

Über 2.000 Termine

Schätzungen Auktionen Ausstellungen

GEMI

Václav Hejna Josef und Anni Albers

Prager Vorreiter des Informel Pioniere der Moderne


U2_wikam

13.08.2018

17:00 Uhr

Seite 1

www.fairforart-vienna.at


03_Inhalt.qxp_SJ Inhalt 13.08.18 17:09 Seite 1

INHALT

KUNSTMARKT Egon Schiele

FOTOKUNST Koelbl, Teller, Triennale Hamburg Titelbild: Verner Panton, ca. 1997

14 18

© Vitra

SAMMLER-SERVICE

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MAGAZIN

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MESSETERMINE

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AUKTIONSNOTIZEN

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AUKTIONSTERMINE

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INSERENTENVERZEICHNIS

47

AUSSTELLUNGSTERMINE

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AUSSTELLUNGEN

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LITERATURTIPP

70

AUKTIONSPREISE

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VORSCHAU | IMPRESSUM

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VÁCLAV HEJNA von Dr. Harald Tesan

JOSEF UND ANNI ALBERS von Ina Knekties

CAROLEIN SMIT von Heidrun Th. Grigoleit

BLÜHENDE DESIGNS von Theresia Peters

22 48 64 68

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SAMMLER-SERVICE

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Berühmte Lehrer Gemälde von Friedrich Karl Thauer

Gemälde, Künstler: Friedrich Karl Thauer (1924-2009), wohl Acryl auf Leinwand, Maße: 70 x 78 cm, zweite Hälfte 20. Jahrhundert. Das Gemälde zeigt eine Winterlandschaft als Motiv. Der Bildaufbau ist in der Mitte unterteilt von einem Flusslauf, der rechts und links von Bäumen und Gebüsch begrenzt ist. Der Himmel ist leicht bewölkt und nicht weiter im Detail ausgeführt. Das Gemälde ist wohl aufgrund der Farbigkeit und der Oberflächenbeschaffenheit in Acrylfarbe gemalt worden. Es sind keine Beschädigungen der Maloberfläche oder der Leinwand erkennbar. Das Bild ist in der linken unteren Ecke signiert mit „Cav. F. K. Thauer“ und auf der Rückseite mit „Erster Schnee “ betitelt, mit „(im Stadtwald)“ lokalisiert und nochmalig mit „Cav. F. K. Thauer.“ signiert. Die Signatur ist mit dem Künstler Friedrich Karl Thauer (1924-2009) aufzulösen. Thauer kam schon als Kind in Kontakt mit der Malerei, da sein Vater Heinrich Thauer ebenfalls Künstler gewesen ist. Er studierte erst in der Nähe von München, um dann in Salzburg bei Oskar Kokoschka an der internationalen Akademie zu studieren. Er kam früh mit dem Künstlerkreis in Murnau in Kontakt, der von Wassily Kandinsky und Gabriele Münter geprägt gewesen ist, und stellte unter anderem zusammen mit Gabriele Münter aus. Thauer malt mit Vorliebe Landschaften und Stadtansichten und steht somit in der motivischen Tradition der „Münchner Schule“. Seine Malweise ist dem Spätimpressionismus zuzurechnen. Seine künstlerischen Erfolge wurden mit dem italienischen Ehrentitel „Cavaliere stella al merito artistico“ gewürdigt und Thauer verwendete ihn auch für seine Signatur, wie in diesen Fall auch. Gemälde Friedrich Karl Thauers sind häufig auf dem Kunstmarkt zu finden und ein Gemälde dieser Größe und dieses Motives sollte mit 150 bis 300 Euro bewertet werden. Georg Ottomeyer, Experte Berlin

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Das Gemälde von F. K. Thauer habe ich zwischen 1995 und 2000 auf einem Antikmarkt erstanden. Wir waren dort selbst Hobbyhändler und ich habe dem Anbieter zwei Porzellanfiguren von Wallendorf dafür gegeben. Das Gemälde ist circa 78 cm breit und circa 70 cm hoch. Nun habe ich erfahren, dass der Maler verstorben ist. Mich würde interessieren, wie hoch sein Bekanntheitsgrad ist, wie qualitätvoll (oder nicht) seine Bilder sind und wie sie momentan gehandelt werden. Lieselotte Gersema, Stockstadt

Der stille Genießer Gemälde

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Ich lese regelmäßig Ihre Rubrik im „Sammler Journal”, in der Objekte den Experten zur Einschätzung vorgestellt werden. Ich habe vor Kurzem ein kleines Gemälde erworben, das ich „Der stille Genießer" getauft habe. Es zeigt einen älteren Herrn, der sich gerade ein Gläschen eingießt. Das Bild ist auf Holz gemalt und misst im Rahmen 37 x 30 cm. Rechts unten ist es signiert. Ich lese „M. Baraxwoht" oder ähnlich, darunter steht „München". Ich finde, dass die Qualität des Bildes auf einen geschulten Künstler hinweist, aber der seltsame Name hat mich noch nicht auf seine Spur geführt. Können Sie mir dabei weiterhelfen? Gerhard Renda, o. O.

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Gemälde, Künstler: unbekannt, wohl Öl auf Leinwand oder Platte, Maße: 37 x 30 cm (mit Rahmen), Ende 19. Jahrhundert/Anfang 20. Jahrhundert. Das hier besprochene Gemälde zeigt einen älteren gutbürgerlich gekleideten Herren, der gerade dabei ist, sich wohlvergnügt ein Glas Schnaps einzuschenken. Er steht vor einem Tisch auf dem eine ungelesene Zeitung liegt und blickt den Betrachter direkt an. Der Bildausschnitt ist auf


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Nahsicht hin komponiert, um die Augenblicklichkeit der Szene zu betonen – im Sinne eines Schnappschusses. Der Herr ist angeschnitten sowie der Tisch, der Stuhl, als auch der Druck, der an der Wand hängt. So evoziert der Künstler beim Betrachter das Gefühl eines Einblickes in die Privatsphäre und ein Ertappen des Herrn bei einem lustvollen Schnaps bei Tageslicht. In der deutschen Genremalerei etablieren sich solche Motive zum letzten Drittel des 19. Jahrhunderts hin, werden insbesondere durch Maler wie Eduard von Grützner verwendet und halten sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Signatur ist leider aufgrund des kantigen Schriftduktus, der Auflösung und der Reflexe der Fotografie schwer lesbar und somit bleibt der Künstler nicht identifiziert. Eine mögliche Lesart der Signatur ist M. Barasch… , jedoch bleiben die letzten Buchstaben leider zweifelhaft. Lediglich „München“ ist unter der Signatur klar zu erkennen. Es handelt sich jedoch aufgrund der Qualität des Bildes um einen akademisch ausgebildeten Künstler. Ein solches Gemälde würde in einer Auktion mit 150 bis 300 Euro angesetzt werden. Georg Ottomeyer, Experte Berlin

www.schloss-ahlden.de


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MAGAZIN

Aufregende Neuentdeckungen Viennacontemporary in der Marx Halle Wien „Wiens Kunstszene ist über nur alte kunsthistorische Schätze hinausgewachsen und ich bin sehr glücklich, dass viennacontemporary zu dieser neuen, vor frischer Energie strotzenden Generation gehört. Besonders dankbar bin ich für die Unterstützung der zahlreichen bedeutenden Institutionen, die ihr umfangreiches Wissen so großzügig mit uns teilen. Die Messe hat einen einzigartigen Charakter entwickelt und, wie auch in den vorangegangenen Jahren, wollen wir das Beste aus Österreich und der CEE-Region zeigen. Durch die weltweit höchste Konzentration an osteuropäischen Galerien und dank ihrer kontinuierlich anwachsenden internationalen Reichweite – mit besonderem Fokus auf die aufstrebenden Kunstmärkte – sticht viennacontemporary im kompetitiven Kunstmarkt hervor“, sagt Christina Steinbrecher-Pfandt, künstlerische Leiterin der Messe. Vom 27. bis 30. September versammelt die Messe für zeitgenössische Kunst einmal mehr über 100 Galerien und Institutionen aus 23 Ländern unter dem Dach der historischen Marx Halle. Als einzige Kunstmesse, die den Osten und Westen in sorgfältig kuratierten Ausstellungen vereint, sticht viennacontemporary als Ort aufregender Neuentdeckungen hervor. Die Aussteller, die von Wiens wichtigsten Galerien über internationale Top-Player bis zu aufstrebenden Junggalerien reichen, präsentieren ihre besten Künstlerinnen und Künstler – etablierte Größen ebenso wie aufstrebende Entdeckungen. Ein dichtes Angebot von Sonderschauen, wie ZONE1 und Explorations sowie anspruchsvolle Begleitveranstaltungen, wie das Talks-Programm und Spezialführungen, runden das reiche Kunstangebot ab. ZONE1, kuratiert von Victoria Dejaco (IT/AT), ist eines der unbestrittenen Highlights der Messe. Dieser Sonderteil widmet sich ausschließlich den Solopräsentationen österreichischer Künstlerinnen und Künstlern unter 40 Jahren. Dejaco,

Mircea Poescu, Untitled, 2017; viennacontemporary, Marx Halle Courtesy Jecza Gallery Wien

Philip Patkowitsch, Nothing is revealed, 2017, (Ausschnitt); viennacontemporary, Marx Halle Wien Courtesy Bechter Kastowsky Gallery

eine junge, in Österreich lebende Kuratorin, stellt sich der Herausforderung, die besten ihrer Altersgenossen auszuwählen. ZONE1 rückt frische Positionen in den Mittelpunkt und gilt als Ort der Neuentdeckungen und Überraschungen. Zu den Teilnehmern zählen Philip Patkowitsch, bechter kastowsky galerie; James Lewis, Galerie Hubert Winter; Nana Mandl, Galerie Lisa Kandlhofer; Anne Speier, Galerie Meyer Kainer; Julian Palacz, SCAG; Charlotte Klobassa, Zeller van Almsick; Simon Iurino, 418 GALLERY; Sasha Auerbakh, „: BARIL”. Die „A-live”-Interview-Serie der Plattform Artload gewährt im Rahmen der viennacontemporary exklusive Einblicke in die Herausforderungen und Strategien im Aufbau einer bedeutsamen Kunstsammlung, zeigt individuelle Ansätze von Sammlungen auf und erwägt Möglichkeiten, private Kunstsammlungen zum Dienste der Gesellschaft einzusetzen. Zeller van Almsick; viennacontemporary, Marx Halle Wien © viennacontemporary: A. Murashkin

TELEFON | +43/1/5249646 WEBSEITE | www.viennacontemporary.at


07_Kunst_Kuriosa

13.08.2018

17:01 Uhr

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OHNE LIMIT AUKTION Samstag, 15. September 2018 Beginn 10.00 Uhr – Saalöffnung 9.00 Uhr Vorbesichtigung GmbH

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MAGAZIN

Hoch die Krüge! Herbsttreffen der Krugsammler in Alten Buseck Am Samstag, 15. September findet im Erlebnismuseum Sammler & Hobbywelt in Alten Buseck, Kiesacker 5 bei Gießen das Herbsttreffen des gemeinnützigen Vereins „Die Krugsammler e.V.“ statt. Dabei geben erfahrene Krugsammler ihre Geheimnisse zum Unterscheiden von originalen Krügen und Fälschungen und viele weitere Tipps und Informationen preis. Ebenso werden fachliche Beratungen durchgeführt. Von 10 bis 14 Uhr bieten private Sammler eine große Zahl von Reservistenkrügen, Mettlachkrügen, Figuren-, Zunft-, Brauerei-, Studenten-, Glas- und anderen Krügen zum Kauf oder Tausch an. Alte Krüge aller Art können kostenlos von erfahrenen Sammlern begutachtet und geschätzt werden, wobei ein Ankauf ebenso möglich ist. Krugliteratur in deutscher und englischer Sprache ist ebenfalls im Angebot, ebenso diverse Reservistenutensilien aus der Kaiserzeit. TELEFON | 07251/63465 WEBSEITE | www.diekrugsammler.de

Einblick in die art berlin im letzten Jahr

werden zwei Gemeinschaftsstände sein: Sechs brasilianische Galerien, die gemeinsam lateinamerikanische zeitgenössische Kunst nach Berlin bringen und präsentieren, sowie vier Galerien aus Österreich, die das Medium Skulptur in den Mittelpunkt rücken. Der Bereich „Special Projects” ist 28 Einzelpräsentationen und kuratierten Projekten vorbehalten, die den Galerien die Möglichkeiten bieten, Künstler umfassender vorzustellen oder thematisch gegenüberzustellen. Eine weitere Neuheit in diesem Jahr ist der Salon: Hier bringt der Kurator Tenzing Barshee Künstler von mehrerer Galerien zusammen. Die Teilnehmer sind unter anderem: Air de Paris, Paris; Arcadia Missa, London; Galerie Bernhard, Zürich; Maria Bernheim, Zürich; BQ, Berlin; Castiglioni Fine Arts, Mailand, São Paulo; Fonti, Neapel; Gnyp, Berlin; Lomex, New York; Mendes Wood DM, São Paulo, Brüssel, New York; Neu, Berlin; Norma Mangione, Turin; PPC, Frankfurt; Rüdiger Schöttle, München; Gregor Staiger, Zürich; Truth & Consequences, Genua; Federico Vavassori, Mailand; Weiss Falk, Basel; Zeller van Almsick, Wien. TELEFON | 030/62736102 WEBSEITE | www.artberlinfair.com

Krugsammlertreffen in Alten Buseck

Brasilien in Berlin art berlin in Berlin-Tempelhof Die zweite Ausgabe der art berlin findet vom 27. bis 30. September statt. Rund 120 Galerien aus 21 Ländern bieten der internationalen Kunstwelt einen umfassenden Überblick zeitgenössischer Positionen bis hin zu Werken der klassischen Moderne. Erstmalig findet die Messe in zwei Hangars des stillgelegten Flughafen Tempelhofs statt, der als geschichtsträchtiger, zentral in der Stadt gelegener Ort für vielfältige kulturelle Aktivitäten steht. Dieses Jahr stellen in der Sektion „Galleries” mehr als 90 Galerien Highlights ihres Programms vor. Eine Besonderheit

Einblick in die art berlin 2017


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14.08.2018

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13.08.2018

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48_53_Josef_Albers.qxp_SJ Redaktion 13.08.18 17:25 Seite 2

Josef Anni Albers Josef und Anni Albers

Künstlerpaar und Pioniere der Moderne Von Ina Knekties

Erstmals widmen sich zwei zeitgleiche und in unmittelbarer Nähe zueinander stattfindende Retrospektiven dem umfassenden Werk des Künstlerpaares Anni und Josef Albers, die zu den einflussreichsten Pionieren der Moderne des 20. Jahrhunderts zählen. Josef Albers – berühmter Maler und Meister des farbigen Quadrats in unzähligen Versionen, Farbtheoretiker und Kunstpädagoge – und Anni Albers – Meisterin der Bildweberei, bedeutende Schöpferin textiler Kunstwerke und Designerin. Am Bauhaus in Weimar lernten sie sich kennen, hier liegen ihre künstlerischen Wurzeln. Nun bietet sich die wunderbare Gelegenheit, die zwei Künstler im Doppelpack zu erleben: Die Villa Hügel in Essen zeigt in Kooperation mit dem Josef Albers Museum Quadrat die große Übersichtsschau „Interaction“ mit rund 170 Exponaten des vielseitigen Künstlers. Die von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und der Tate Modern in London organisierte Ausstellung „Anni Albers“ beleuchtet das facettenreiche Werk der Künstlerin mit mehr als 300 Leihgaben.

JOSEF ALBERS Der aus einer Handwerkerfamilie im Ruhrgebiet stammende Josef Albers (1888-1976) war zunächst Volksschullehrer und Kunsterzieher und kam nach Stationen unter anderem an den Kunstakademien in Berlin und München 1920 an das ein Jahr zuvor gegründete Staatliche Bauhaus in Weimar. „Ich war drei Jahre als Student und zehn Jahre als Lehrer am Bauhaus (das heißt länger als irgendjemand)“, fasste Josef Albers seine Zeit an der legendären wie progressiven Kunstinstitution zusammen, zunächst als mit 32 Jahren wohl ältester Student, dann als Bauhausmeister. Die Ausstellung der Villa Hügel in Essen zeigt frühe Arbeiten seiner Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau wie Glasarbeiten, die sich bereits von der gegenständlichen Bildwelt lösten, aber auch einem gewissen Pragmatismus in Zeiten der Materialknappheit

Von oben nach unten: Rudy Burckhardt, Josef Albers, 1950, Foundation Rudy Burckhardt, „Josef Albers malt ein Homage!“, Silbergelatineabzug, 1950 © Estate of Rudy Burckhardt/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Josef Albers, Familiar Front, 1948-52, Öl auf Masonit © The Josef and Anni Albers Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018


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KUNST DES 20. JAHRHUNDERTS

folgten: „Und dann, während der schlimmsten Inflation – eine Briefmarke kostete mehrere Milliarden Reichsmark – konnte man kein Künstlermaterial oder -werkzeug kaufen. Daher ging ich mit Rucksack und Hammer auf die Müllhalden und zerschlug Glasflaschen, um Glasscherben in allen möglichen Farben zu erhalten“, schreibt Albers über die ersten Jahre am Bauhaus. Einige eindrucksvolle Exemplare sind in der Villa Hügel zu bestaunen. Die Arbeiten von Josef Albers am Bauhaus sind vom handwerklichen wie funktionalen Geist der Ausbildungsstätte beeinflusst. So entstanden hier unter anderem Möbelentwürfe wie die ausgestellten Satztische und ein Sessel aus Holz und

Von oben nach unten: Anni Albers in ihrem Studio im Black Mountain College, 1937, Fotografie von Helen M. Post Courtesy Western Regional Archives, State Archives of North Carolina

Josef Albers, Kaiserlich, um 1923, Glas assemblage Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Model ti244 Armlehnstuhl, um 1929, Buchenschichtholz, Stahlrohr und Leinenpolsterung © The Josef and Anni Albers Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Stahlrohr, zu dem ihn sicherlich die wegweisenden Möbelentwürfe von Marcel Breuer inspirierten. Oder seine Entwürfe für ein Teeglas und eine Obstschale aus Metall und Glas, die sich an Vorbilder aus der Metallwerkstatt des Bauhauses, namentlich von Marianne Brandt und Wilhelm Wagenfeld, anlehnten. Alle Entwürfe bestechen aufgrund ihrer formvollendeten Bauhaus-Manier, die eine schlichte, aber elegante Form mit Funktion in Einklang bringen möchte. Wie eine Vielzahl der Studenten und Meister, die sogenannten „Bauhäusler“, entdeckte auch Josef Albers die Fotografie als künstlerisches Experimentierfeld, wovon einige Arbeiten dieser Zeit zeugen.

ANNELISE FLEISCHMANN Annelise Elsa Frieda Fleischmann (1899-1994) wurde in eine großbürgerliche Familie in Berlin geboren. Ihre Mutter entstammte der deutsch-jüdischen Verlegerfamilie Ullstein, ihr Vater war Möbelfabrikant. Schon früh strebte die junge Frau das eher unkonventionelle Leben einer Künstlerin an. In ihrer Jugend erhielt sie Kunstunterricht und

versuchte später vergeblich, bei Oskar Kokoschka zu studieren. Nach zwei Semestern an der Kunstgewerbeschule Hamburg nahm sie 1922, im zweiten Anlauf, ihr Studium an der als höchst innovativ geltenden Bauhaus-Schule auf. Hier traf sie auf den elf Jahre älteren Josef Albers, der bereits seit zwei Jahren dort studierte. Sie verliebte sich in „den hageren, halb verhungerten, asketischen Westfalen mit den unwiderstehlichen blonden Haaren“, und 1925 heirateten beide: Aus Annelise Fleischmann wurde fortan Anni Albers. Über 50 Jahre sollten ihre Le benslinien miteinander verwoben

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KUNST DES 20. JAHRHUNDERTS

sein. Nach dem obligatorischen Vorkurs, unter anderem bei Johannes Itten, trat Anni Albers im dritten Semester in die Weberei-Werkstatt ein. Obwohl der Gründungsdirektor Walter Gropius auf Gleichheit der Geschlechter pochte, galt die Weberei als „Frauenklasse“, jedoch kam die Studentin eher zufällig zur Textilwerkstatt. Die Weberei gehörte zu den erfolgreichsten und produktivs ten Werkstätten am Bauhaus. Hier erprobten die Studierenden in experimenteller Weise traditionelle wie auch industrielle Webtechniken. Bereits in den Anfangsjahren des Bau-

hauses lag ein Hauptaugenmerk auf den für die serielle Produktion geeigneten Dekorationsstoffen, Wandbespannungen und Möbelbezugsstoffen für moderne Innenreinrichtung. Aber auch die Entwicklung von kostengünstig produzierbaren Stoffen, zum Beispiel auch aus Kunststoffen, wurde dort intensiviert. „Das Schicksal legte mir schlaffe Fäden in die Hand“ erinnerte sich Anni Albers später, die Fäden wurden zu ihrem eigentlichen Lehrmeister: „Die Umstände hielten mich bei den Fäden fest, und diese überzeugten mich von sich […]. Ich lernte, auf sie zu hören und ihre Sprache zu sprechen. Ich lernte, wie man sie handhabt.“ Inspiriert von Paul Klee, einem ihrer Lehrer am Bauhaus, begann die junge Künstlerin, dessen Farblehre und geometrische Kompositionen in Stoffe und Wandteppiche mit Blöcken und Streifen in kontrastreichen Farben zu übersetzten. In der Düsseldorfer Schau sind einige dieser frühen, eindrucksvollen Wandbehänge und Entwürfe zu bestaunen, wobei einzelne Exemplare von der Werkstattleiterin Gunta Stölzl höchstpersönlich gewebt wurden.

BAUHAUS-DIPLOM Für ihre Diplomarbeit am Bauhaus, einem Prototyp für ein schalldämpfendes Doppelgewebe, experimentierte die junge Künstlerin um 1928 mit einer Materialmischung aus Zellophan-, Chenille- und Baumwollfäden. Bei dieser Arbeit an der Wand-

bespannung für die Aula der Bundesschule des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau, die der Architekt und damalige Bauhausdirektor Hannes Meyer entworfen hatte, stand für Anni Albers im Vordergrund, dass ihr Entwurf für eine in erster Linie funktionale Wandbespannung eines öffentlichen Gebäudes vorgesehen war. Nicht komplizierte Motive oder Muster standen im Vordergrund, sondern die feinsinnige Auswahl von Material und Form: Ein auf den ersten Blick un scheinbar wirkendes Muster aus schwarzweißen Flächen reflektierte gekonnt das Licht und das verarbeitete Zellophan verlieh der Wandbespannung einen metallisch anmutenden Glanz. Der Einsatz von Chenille auf der Rückseite des Stoffes bewirkte eine besondere Schalldämmung. Für diese ausgeklügelte Entwicklung einer Wandbespannung, eines Stoffes, der die optischen und akustischen Schwingungen berück sichtigte, erhielt Anni Albers nicht nur das Bauhaus-Diplom. Sie öffnete ihr auch Türen als „Pass für Amerika“, wie es Philip Johnson, Architekturkurator am MoMA in New York, später einmal treffend umschrieb. So empfahl sich nicht nur ihr Mann Josef Albers für eine Lehrtätigkeit am gerade gegründeten und heute legendären Black Mountain College in Asheville, North Carolina. Vielmehr erhielten beide für ihre wegweisenden Arbeiten am Bauhaus ein Visum für Amerika.

NEW YORK Von oben nach unten: Anni Albers, Study for an unexecuted wallhanging, 1926, Gouache, 38,1 x 24,8 cm © The Josef and Anni Albers Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Josef Albers, In Open Air, 1936, Öl auf Masonit Josef Albers Museum Quadrat © The Josef and Anni Albers Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

„New York herrlich vital, und erinnert uns oft an Paris. Man sieht beste Kunst! Black Mountain wunderbar, ganz in den Bergen, ich glaube wie hoch im Harz, nur alles üppig. […] viel erste Bauhausluft und sogar Bauhausgesichter. Und offene Arme für unsere Arbeit“, schrieben die Albers begeistert an Nina und Wassily Kandinsky. Als das Bauhaus 1933 von den Nationalsozialisten geschlossen


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wurde, fand das Künstlerpaar am Black Mountain College für die nächsten 16 Jahre eine neue und fruchtbare Wirkungsstätte. An diesem progressiven Ort des Lernens, an dem Kunst, Tanz und Musik neben Soziologie, Philosophie, Wirtschaftswissenschaft interdisziplinär unterrichtet wurde, erlebten die beiden Bauhäusler produktive Jahre. Anni Albers richtete dort eine Weberei ein und war eine inspirierende Lehrerin. Gemäß seiner Mission „I want to open eyes“ stand Josef Albers am Black Mountain College für neue Lehrmethoden und bot Kurse in Werklehre, Zeichnen und Farbenlehre als zentrales Ausbildungselement an.

MEXIKO UND SÜDAMERIKA Auf regelmäßigen Reisen nach Mexiko und Südamerika – insgesamt 13 Aufenthalte – studierte das Paar ab 1935 intensiv die Kunst und Architektur der präkolumbischen Stätten sowie deren textilen Entwürfe und begeisterten sich für die Volkskunst des Landes. „[…] ein Land für Kunst, wie es wohl nur einmal existiert. Wunderbare alte Kunst, oft noch kaum entdeckt, […] Pyramiden, Tempel, alte Plastik, das ganze Land ist voll davon. […] Mexiko ist wirklich das gelobte Land der abstrakten Kunst. Denn hier ist sie 1000de von Jahren alt“, lautete einstimmig ihr enthusiastisches Fazit. Anni und Josef Albers waren überwältigt von der Vielfalt der Farben und geometri-

Von oben nach unten: Anni Albers und Alexander Reed, Kette, um 1940, Abflusssieb, Büroklammern und Kette, 50,8 × 10,8 cm © 2018 The Josef and Anni Albers Foundation/Artists Rights Society (ARS), New York/VG Bild-Kunst, Bonn

Josef Albers, Variant/Adobe. 4 Central Warm Colors Surrounded by 2 Blues, 1948, Öl auf Masonit Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

schen Formen. Diese lebenslange Passion für das alte Mexiko und dessen Artefakte manifestierte sich in zwei Formen: Zum einem in einer umfangreichen Sammlung, für die sie überwiegend historische Textilien aus dem Andenraum und Gegenstände präkolumbischer Zeit mit dem Schwerpunkt auf keramische Objekte zusammentrugen. Zum anderen entwickelten beide Künstler unter den südamerikanischen Eindrücken ihre eigenen künstlerischen Auffassungen weiter: So entstanden in den späteren 1930er-Jahren die ersten, von den Reisen nach Mexiko inspirierten Bildwebereien. Ein Großteil dieser von Anni Albers selbst treffend als „Pictorial Weavings“ bezeichnete Gewebe dienten ausschließlich der Betrachtung und verdeutlichten eindrucksvoll, dass die Künstlern Bilder eben nicht gemalt, sondern gewebt hat. Die unmittelbare Auseinandersetzung mit der mexikanischen Architektur zeigte sich auch bei Josef Albers in der „Adobe-Serie“, die er ab 1947 schuf. Einige eindrucksvolle Beispiele des umfangreiches Werks dieser Zeit, das leider weniger bekannt ist als die berühmten Gemälde der Serie „Homage to the Square“ sind in Essen zu bestaunen.

EINFACH HOCHKOMPLEX Wenig bekannt ist sicherlich auch eine Serie von Halsketten aus im Alltag gebräuchlichen Materialien von Anni Albers. Zusammen mit Alexander Reed, der am Black Mountain College studierte und das Paar auf einer Mexiko-Reise 1939 begleitete, kreierte sie überaus ideenreich und spielerisch Schmuckstücke aus vorhandenen Gegenständen, wie beispielsweise einem Abflusssieb, Büroklammern, Haarklemmen, Korken oder metallischen Unterlegscheiben.

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KUNST DES 20. JAHRHUNDERTS

Marcel Duchamps „Readymades“ lassen hier grüßen. Neben dem unstillbaren Interesse der Künstlerin an neuen Fasern und Webstrukturen beschäftigte sie sich zudem in ihrem vielfältigen Werk mit eigentlich vertrauten Phänomenen wie zum Beispiel dem Knoten. Dieses eigentlich einfache, aber hochkomplexe Gebilde thematisierte sie in einigen Gouachen und Zeichnungen. Ein eher singuläres Unterfangen, gibt es doch neben dem umfangreichen gewebten und grafischen Werk nur vereinzelte Arbeiten in diesem künstlerischen Medium. Eventuell inspirierte die Bekanntschaft mit dem deutschen Knotentheoretiker Max Wilhelm Dehn (1878-1952), der als einziger Mathematiker am Black Mountain College unter anderem „Geometrie für Künstler“ unterrichtete, die Arbeiten Anni Albers’ nachhaltig.

drat huldigen. Sie sind das Markenzeichen des Künstlers, „die Tabletts, auf denen die Farbe serviert wird“, so Albers, und begründeten seinen Weltruhm. In den immer gleich angelegten Kompositionen in diversen Maßen trug er die Ölfarbe unvermischt aus der Tube mit dem Spachtel auf und vermerkte auf der Rückseite jedes Bildes den Farbnamen und den Hersteller der industriell hergestellten Farben. Als Vorbild dienten sicherlich zwei Ikonen der Avantgarde: die Quadrate von Kasimir Malewitsch und Piet Mondrian aus den 1910er- und 1920er-Jahren. Über 30 Variationen dieses Themas sind in der Villa Hügel zu sehen. Von der ersten „Homage“ von 1950 bis zum letzten Bild der Reihe aus dem Jahr 1976 unterstreichen sie eindrucksvoll Josef Albers’ Statement: „Ich kann das tristeste Grau zum Tanzen bringen“.

HOMAGES TO THE SQUARE ANNI ALBERS BILDWEBEREIEN Sie dürfen in keiner Ausstellung zu Josef Albers fehlen: Gemälde aus der Serie „Homages to the Square“. Zwischen 1950 und 1976 entstanden mehr als 2.000 Bilder, die dem Qua-

Anni Albers steht heute ein wenig im Schatten ihres Mannes. Ihre Arbeit ist jedoch ebenso grundlegend und einflussreich wie die manch eines ihrer besser bekannten Bauhaus-Lehrer und Künstlerkollegen. Dabei wurde ihr als Weberin und erstem weiblichen Bauhausmitglied nach Paul Klee und Ludwig Mies van der Rohe

Von oben nach unten: Josef Albers, Homage to the Square: Luminant, 1959, Öl auf Masonit Josef Albers Museum Quadrat © The Josef and Anni Albers Foundation/Foto: Werner J. Hannappel/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Josef Albers, Homage to the Square, 1976, Öl auf Masonit © The Josef and Anni Albers Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Anni Albers, Knot, 1947, Gouache auf Papier, 43,2 x 51 cm © The Josef and Anni Albers Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018


48_53_Josef_Albers.qxp_SJ Redaktion 13.08.18 17:26 Seite 7

bereits 1949 die große Ehre einer Einzelausstellung im New Yorker Museum of Modern Art zu teil. Sechs Wochen waren rund 60 Objekte der Künstlerin zu sehen – von den frühen am Bauhaus gefertigten Entwürfen bis hin zu zahlreichen Stoffmustern, Wandbehängen und freihängenden Raumteilern. Diese offenbarten bereits die ganze Bandbreite der gewebten Textilien, die von komplexen Strukturen, einer abstrakten Formensprache und feins ter Farbigkeit geprägt sind. Die facettenreichen Raumteiler und Stoffe für den Wohnbereich der 1950erund 1960er-Jahre faszinieren bis heute den Betrachter, wirken sie doch ungemein modern und zeitlos. Eine ihrer ambitioniertesten Bildwebereien war sicherlich die Auftragsarbeit „Six Prayers“ von 1966/67, die sie im Auftrag des Jewish Museum in New York schuf. Es ist ein eindrucksvolles Mahnmal aus sechs gewebten Paneelen. „Wenn eine Arbeit mit Fäden gemacht wird, sieht man sie als Kunsthandwerk an, wenn sie auf dem Papier ist, wird sie als Kunst verstanden“, resümierte Anni Albers einmal treffend. Im Vorfeld des hundertjährigen Bauhaus-Jubiläums im

Von oben nach unten: Anni Albers, With Verticals, 1946, Baumwolle und Leinen, 154,9 x 118,1 cm © The Josef and Anni Albers Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Anni Albers, Red and Blue Layers, 1954, Baumwolle, 61,6 x 37,8 cm © The Josef and Anni Albers Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Anni Albers, Six Prayers, 1965-66, Baumwolle, Leinen, Bast, Metallgarn, 186,1 × 297,2 cm © The Jewish Museum, New York

Anni Albers, Two, 1952, Leinen, Baumwolle und Rayon, 47 × 102,2 cm © 2018 The Josef and Anni Albers Foundation/Artists Rights Society (ARS), New York/VG Bild-Kunst, Bonn

kommenden Jahr bietet sich nun die Chance, die vielseitigen Beiträge des Künstlerpaares zur Moderne und deren Einfluss auf die Kunst und das Design des 20. und 21. Jahrhunderts wieder- und neu zu entdecken. Katalog: „Anni Albers“, Tate Publishing / Hirmer Verlag, München, 2018; „Josef Albers Interaction“, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 2018

Ausstellungen: Anni Albers. Kunstsammlung Nord rhein-Westfalen K20, Düsseldorf. Bis 9. September. Vom 11. Oktober bis 27. Januar 2019 in der Tate Modern, London; Josef Albers. Villa Hügel, Essen. Bis 7. Oktober


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