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Mai 2019 · B 1309 | € 8,00 Schweiz CHF 12,30 | Österreich € 8,90 | Be/ne/lux € 9,00
Sammler Journal
maI 2019
KUNST • ANTIQUITÄTEN • AUKTIONEN
Über 2.000 Termine
AUSSTELLUNGEN AUKTIONEN HAMMERPREISE
100 Jahre Bauhaus Design und Dasein, Teil II
GEMI
Künstler von Weltrang
Georg Jensen Faszinierende Kultur
Otto Gutfreund
Teil III: Der Schmuck
Mythos Samurai
U2_Lempertz
10.04.2019
12:45 Uhr
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03_Inhalt.qxp_SJ Inhalt 10.04.19 13:14 Seite 1
INHALT
KUNSTMARKT Oskar Kokoschka
FOTOKUNST Ballen, Blossfeldt, Greenfield, Paris
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Titelbild: Blick in die Ausstellung „ReFlex Bauhaus. 40 Objects – 5 Conversations“ in der Pinakothek der ̈nchen, die sich bis Moderne, Die Neue Sammlung in Mu 2. Februar 2020 mit dem Bauhaus beschäftigt. Foto: Die Neue Sammlung (A. Laurenzo)
GEORG JENSEN, TEIL III SAMMLER-SERVICE
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MAGAZIN
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MESSETERMINE
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AUKTIONSTERMINE
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INSERENTENVERZEICHNIS
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AUKTIONSNOTIZEN
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AUSSTELLUNGSTERMINE
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AUSSTELLUNGEN
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LITERATURTIPP
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AUKTIONSPREISE
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VORSCHAU | IMPRESSUM
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Der Schmuck von Dr. Bettina Krogemann
DESIGN UND DASEIN, TEIL II 100 Jahre Bauhaus von Dr. Wolfgang Hornik
OTTO GUTFREUND Bildhauer der klassischen Moderne von Dr. Harald Tesan
MYTHOS SAMURAI Faszinierende Schau in München von Heidrun Th. Grigoleit
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MAGAZIN
Kunst darf gefallen ARTMUC am Isarforum und auf der Praterinsel in München Vom 1. bis zum 5. Mai 2019 findet das große Kunstevent, die Artmuc, im Isarforum am Deutschen Museum und auf der Münchner Praterinsel statt. Was im Jahr 2014 mit der ersten Ausgabe einer neuen Kunstmesse auf der Praterinsel in München begann, hat sich seitdem zu einem der wichtigsten Kunstevents Süddeutschlands entwickelt und bringt Künstler, Galerien und Kunst-Projekte aus ganz Europa nach München. Die Mai-Ausgabe der Artmuc präsentiert diesmal wieder mehr als 140 nationale und internationale Künstler sowie 20 Galerien und Kunstprojekte gleichzeitig an beiden Orten. Mit dabei sind Künstler und Projekte u. a. aus Österreich, der Schweiz, aus Frankreich, Luxemburg, Spanien, Deutschland, Portugal, Italien, Bulgarien, der Ukraine und erstmalig auch aus Südafrika. Die Messe will dabei neue Trends aufzeigen und präsentiert einen aktuellen Querschnitt der europäischen Kunstszene mit Kunstwerken der Street- und Urban Art, der digitalen Kunst und Fotografie bis hin zur klassischen Malerei, Skulpturen und 3D-Kunst. Kunst darf gefallen – Kunst darf gekauft werden: Die Artmuc positioniert sich eindeutig als Entdecker-Messe und Verkaufs-Plattform für zeitgenössische Kunst, die man sich auch noch leisten kann. Gerade das Zusammenspiel von jungen (Nachwuchs-)Künstlern und erfahrenen Galeristen zeigt dabei, dass sich der Kunstmarkt stetig wandelt und auch mal neue Wege beschritten werden müssen. „Der Kunstmarkt entwickelt eine enorme Dynamik, er bietet ständig so viel Neues und die Artmuc ist ein idealer Rahmen, dies einem breiten Publikum näher zu bringen. Wir wollen Trends setzen, statt Entwicklungen hinterher zu laufen oder diese zu kopieren“ so der Veranstalter der Artmuc,
Corne Eksteen; Artmuc u.a. auf der Praterinsel München
Georg Pummer, Maybe Death is a Gift 2018; Artmuc
Raiko Schwalbe. Ein besonderes Anliegen der Messe ist es, jungen Künstlern helfend zur Seite zu stehen. Persönliche Patenschaften, Unterstützung bei der Vermarktung oder auch der Artmuc Award sind nur einige Beispiele dafür. Doch dies ist ohne externe Unterstützung nur sehr schwer möglich. Aus diesem Grund bietet die Messe besonders auch interessierten Unternehmen eine Vielzahl an individuell abgestimmten Möglichkeiten, sich mit einem KulturSponsoring aktiv in die Kunstszene einzubringen und diese zu fördern. Zu den Highlights: Gemeinsam mit den beiden Kuratoren Barbara Lenhard und Florian Gast fördert diese Kunstmesse erstmalig in ihrer Geschichte ein sozial-fokussiertes Kunstprojekt aus Südafrika. Barbara Lenhard und Florian Gast leben in Kapstadt und sind begeisterte Kunstsammler. Vor ein paar Jahren starteten sie eine Crowdfunding-Aktion mit dem Ziel, südafrikanische Künstler aus den verschiedensten Milieus zu fördern und ihnen international Ausstellungsmöglichkeiten zu verschaffen. Gerade in Südafrika ist die „Schere zwischen Arm und Reich“ weit geöffnet und viele Künstler haben gar nicht die finanziellen Möglichkeiten. Hier setzt das Projekt an und die Artmuc fördert die Künstler mit einer Ausstellungsfläche im Isarforum. Die Sondershow „Textilkunst“ aus Wien auf der Praterinsel ist in Kooperation mit Beate von Harten entstanden und zum Thema „Textilkunst und -Design“ stellen die vier Textilkünstler Lisa Niedermayr, Gundula Hickisch und Beate von Harten aus Wien sowie der Regensburger Künstler Florian Nörl aus. Gezeigt werden dabei unterschiedlichen Arbeiten, die teilweise schon in internationalen Ausstellungen und Events zu sehen waren. Raum ist knapp in München, das spüren auch die Künstler, die sich teilweise nicht mal ein eigenes Atelier leisten können. Hier setzt die Veranstaltung mit dem neuen „Artmuc Award“ an: In beiden 2019er-Ausgaben der Messe verschafft der Award den Gewinnern neuen Raum. Der Herbsttermin steht auch schon fest: 17. bis 20. Oktober. TELEFON | 01577/38811515 WEBSEITE | www.artmuc.info
07_Weidler_Hermann
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MAGAZIN
nur von Köchen und Hoteliers geschätzt werden, sondern auch von Design-Liebhabern. Doch die Messe ist dafür bekannt, dass sie nicht nur eine ganze Reihe von innovativen Designs präsentiert, sondern auch mit Events und Lounges für eine ausgelassene Stimmung sorgt. Am ersten Messetag (Freitag, 24. Mai) lädt die Loft erstmals zum „After Work Shopping” ein. Gemeinsam mit der Loft findet das New Housing – Tiny House Festival zum zweiten Mal in Karlsruhe statt. Tiny House-Besitzer und -Hersteller, Architekten, Handwerker und Selbstbauer sowie Interessierte können sich zu diesem alternativen Wohntrend austauschen und unterschiedliche Tiny Houses besichtigen sowie bestellen. TELEFON | 0721/37205143 WEBSEITE | www.loft-designkaufhaus.de
Sebastien Afribo, La boule, Fotografie und Farbstifte, 2016; Artmuc
Lieblingsstücke LOFT in der Messe Karlsruhe Wer moderne Gestaltung und innovatives Design schätzt, den zieht es im Mai in die Messe Karlsruhe. Vom 24. bis 26. Mai 2019 finden Individualisten und Stilbewusste auf der Loft „Das Designkaufhaus” neue Lieblingsstücke aus den Bereichen Wohnen, Accessoires, Mode und Lifestyle. Die Messe ist bereits zum fünften Mal Treffpunkt für DesignProfessionals, Gestalter, Labels und Hochschulen, die ihre Produkte in der Aktionshalle und im Besucherumlauf präsentieren. Im Atrium des Messegeländes findet parallel zur Loft das zweite New Housing Tiny House Festival statt. Das Treffen der Tiny House Community gibt einen Einblick in den alternativen Wohntrend. Wer seinen Kleiderschrank mit ausgefallener Mode erneuern oder stylische Accessoires und Möbel entdecken möchte, wird auf der Loft fündig. Die Aussteller zeigen moderne Gestaltung und innovatives Design, fernab von Stangenware. So auch das junge Label Petricor aus Heidelberg. Das spanische Wort Petricor bedeutet übersetzt „Der Geruch von Regen im Sommer”. Solche wunderbaren Kleinigkeiten des Lebens möchte die Designerin Janina König mit ihren handgefertigten Taschen würdigen. Das Highlight ihrer Kollektion ist die Festivaltasche, die sich auf verschiedene Arten tragen lässt. Auch Designideen, bei denen insbesondere der praktische Nutzen im Vordergrund steht, finden auf der Loft ihren Platz. Den Gestaltungsleitspruch „form follows function” entdeckt man bei den „mobile solutions” von flix. Zusammengepackt und transportbereit sind die flix Moving Kitchen (eine mobile Küche), das flix BuffetSystem und der flix Libero (mobiler Kicker) besonders praktisch. Aufgebaut und einsatzbereit entfalten sie ihre ganze ästhetische Funktionalität, weshalb die flix-Lösungen nicht
Loft Aktionshalle; Messe Karlsruhe
Loft Atrium mit Bar; Messe Karlsruhe
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MAGAZIN
Für alle Sinne „Antikkulinaria” auf Schloss Oelber, Baddeckenstedt Das Schloss Oelber ist vom 10. bis 12. Mai zum 21. Mal Veranstaltungsort für eine Verkaufsausstellung von Kunst und Antiquitäten. Die circa 50 Antiquitätenhändler aus dem Inund Ausland präsentieren im restaurierten Marstall des Schlosses ihre Kunstschätze. Antiquitäten, Teppiche, Glaskunst, Kunstobjekte, Lampen, Asiatika, Silber, Porzellan sowie Möbel – von Biedermeier bis Art déco – werden dem Besucher geboten. Die Galerien zeigen einen umfangreichen Überblick an Gemälden der letzten vier Jahrhunderte. Das Kulinarische Frühlingsfest wird anlässlich der 21. Kunst- und Antiquitätentage von Helena Freifrau von Cramm und Anna von Veltheim vom Schloss Oelber Event mit vielen Überraschungen im Pferdestall, in der Jagdscheune, in der Schmiede und Freigelände organisiert. Der repräsentative Gestütshof mit angrenzendem Schloss Oelber bietet den passenden Rahmen und entsprechendes Ambiente für ein interessantes Programm mit ausgesuchten Highlights wie Kulinaria, Oldtimertreffen, dem Auktionshaus Christie’s sowie einem Jazz Frühshoppen. TELEFON | 05345/663 WEBSEITE | www.schloss-oelber.de
Gutes Beispiel Eintritt frei in städtischen Museen Memmingen Ab 1. Mai 2019 ist der Eintritt in die MEWO Kunsthalle und in die weiteren städtischen Museen in Memmingen kostenlos. Das hat der Finanzsenat in der letzten Sitzung einstimmig beschlossen. „Mit dieser wegweisenden Entscheidung setzt die Stadt Memmingen ein Zeichen für die kulturelle Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger sowie aller Besucher unserer Stadt“, sagte Oberbürgermeister Manfred Schilder. Die neue Regelung gilt für das Stadtmuseum im Hermans-
„Antikkulinaria” mit Oldtimertreffen auf Schloss Oelber
bau, die MEWO Kunsthalle in der Bahnhofstraße sowie für das Strigel- und Antoniter-Museum am Martin-LutherPlatz. „Mit der Abschaffung der Eintrittsgelder für die städtischen Museen ist Memmingen Vorreiter in der Region“, betonte Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer. Für die neue Regelung ist eine Erprobungsphase von drei Jahren vorgesehen. „Die Entscheidung sei ein großartiges Zeichen für die Wertschätzung kultureller Bildung“, so Dr. Axel Lapp, Leiter der MEWO Kunsthalle. Bereits 2016 brachte Dr. Astrid Pellengahr, Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, diese Thematik in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung mit folgenden Worten auf den Punkt: „Wer ein Museum als Bildungseinrichtung für alle versteht, der kommt nicht umhin, über freien Eintritt nachzudenken.“ Nicht zuletzt setze die Öffnung der Häuser auch ein Signal, dass sich Memmingen seiner Kulturschätze bewusst sei und diese, gerade im Hinblick auf die Weiterentwicklung des städtischen Tourismuskonzeptes, weiter in den Fokus rücken und noch besser vermarkten möchte. Am 19. Mai ist Internationaler Museumstag, gleichzeitig findet die Eröffnung des Vermittlungsraumes mit der Ausstellung „Josef Madlener: Portraits – eine museumspädagogische Annäherung” statt. Am 7. Juni eröffnet die Ausstellung „Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin” (bis 25.08.2019). TELEFON | 08331/850771 WEBSEITE | www.mewo-kunsthalle.de
Kunst im Klostergut 25 Jahre „Kunst im Gut” in Scheyern
„Antikkulinaria” auf Schloss Oelber
2019 feiert „Kunst im Gut“ 25-jähriges Jubiläum – hier ist der Name Programm: Etliche neue Künstler und Kunsthandwerker, eine anregend bunte Atmosphäre, farbenfroh, kreativ und voller Überraschungen – viele Gäste sind überwältigt von der Fülle und hohen Qualität der Kunstausstellung und des niveauvollen Unterhaltungsprogramms. Im Landkreis Pfaffenhofen liegt das Klostergut der Benedik-
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MAGAZIN
Wilhelm Schramm, Paper Art; „Kunst im Gut” in Scheyern
tinerabtei Scheyern – der idyllische Vierseithof mit Obstgarten und Innenhöfen bietet den idealen Rahmen für das renommierte Festival. Nicht nur die Aussteller reisen von weit her an, sondern auch tausende Gäste kommen aus ganz Bayern, um dieses einzigartige Zusammenspiel von hochwertiger Kunstausstellung, buntem Marktgeschehen, großem Unterhaltungsprogramm und regionaler Gastronomie zu genießen. Immer wieder bringt Veranstalterin Margit Grüner frische Farbtupfer auf die bunte Palette von Kunst, Musik und Theater: neue Bildhauerinnen und Bildhauer, zwei beeindruckende Sonderschauen, abwechslungsreiche Unterhaltung im Musikcafé und beim Figurentheater. Schon von weitem sieht man den Skulpturengarten des Klosterguts der Benediktinerabtei Scheyern, wo unter blühenden Apfelbäumen Bildhauer ihre Werke ausstellen und ihre Kunst vorführen. Rund 100 Künstler und Kunsthandwerker aus ganz Deutschland und dem nahen Ausland sind zu diesem außergewöhnlichen Event eingeladen. Maler, Fotografen, Bildhauer zeigen aktuelle Werke verschiedenster Stile. Die teilnehmenden Designer, Schreinermeister, Keramiker, Goldschmiede und Textil-Designer sind allesamt professionelle Vertreter ihres Fachs. Die große Ausstellung, das Herzstück von Kunst im Gut, füllt alle Innenräume, Höfe und Gärten des weitläufigen Klosterguts mit zeitgenössischer Kunst und erlesenem Kunsthandwerk. Besonderes Highlight ist die Sonderschau der Meisterschule für Holzbildhauer der Landeshauptstadt München. Mehrere Monate war die Neugestaltung des Scheyerer Skulpturengartens Unterrichtsthema. Etliche neue Skulpturen sind entstanden, werden zum Jubiläum aufgebaut und verbleiben einige Jahre dort. Die zweite Sonderschau gestaltet das Künstlerpaar Kleist. Esteban Kleist zeigt Wandskulpturen, Möbel und abstrakte Skulpturen aus Holz, teilweise farbig gefasst und vergoldet. Almut Kleist stellt im Kontrast dazu ihre „Baumbilder“ aus. Für die Gäste gibt’s viel zu sehen und zahlreiche Kunstaktionen zum Mitmachen. Einige Bildhauerinnen und Bildhauer lassen sich bei der Entstehung neuer Werke über die Schulter schauen. Das Workshop-Angebot für die Kinder geht vom Drechseln, Mosaik legen, Siebdrucken bis zum Vergolden. Ein großes Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik,
Theater, Performancekünstlern, Bier- und Kaffeegarten machen „Kunst im Gut“ zu einem Erlebnis. Zum Jubiläum zieht auch die Herde der Maschinenwesen über das Veranstaltungsgelände: Ungewöhnlich, auffällig und bewegend ist die Performance zwischen Kunst und mobilem Theater – eine lebendig gewordene Installation aus recycelten Fahrrädern. Zur Jubiläumsveranstaltung gibt es nämlich einen besonderen Schwerpunkt – UpcyclingKunst. Beim Upcycling (englisch up „nach oben“ und recycling „Wiederverwertung“) werden Abfallprodukte, ausgediente, scheinbar nutzlose Stoffe in Neues, Höherwertiges verwandelt. Ein Trend besonders in der Kunst. So reist zum Beispiel die französische Künstlerin Isabelle Renou bis von Marrakesch an, um bei Kunst im Gut ihre fantasievollen Werke zu zeigen. Für ihre teils kraftvollen, teils poetischen Wandbilder verarbeitet sie oft alte Bücher, deren Seiten kunstvoll gefaltet, mit anderen Materialien kombiniert und neu angeordnet werden. Oft entdeckt man erst auf den zweiten Blick, woraus die Elemente der Kunstwerke bestehen, so ist zum Beispiel die Frisur auf einem farbenfrohen Bild aus unzähligen Verschlussdeckeln zusammengefügt. Veranstalterin Margit Grüner organisiert von Anfang an das renommierte Festival. Selbst Künstlerin, widmet sie sich seit rund 20 Jahren Mosaikfiguren. Auch in ihrer Kunst spielt das Thema „Upcycling“ eine Rolle. Rund 70 funkelnde Schönheiten hat sie bisher erschaffen. Die Oberfläche ihrer Frauentorsi, Köpfe, Büsten und lebensgroße Frauenfiguren „Le Donne“ gestaltet sie überwiegend aus gebrauchtem Porzellan- und Keramikgeschirr, Töpfen, Vasen, Figuren und Dekorationsobjekten. All ihre Figuren zeichnen sich durch eine hohe ästhetische Anziehungskraft gepaart mit einem Schuss Humor aus. Die Atmosphäre bei Kunst im Gut ist heiter und ungezwungen – da ist es einfach, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre Ideen, Arbeitsweisen und die einzelnen Kunstwerke zu erfahren. Etliche Künstler stellen zum ersten Mal bei Kunst im Gut aus – wie Wilhelm Schramm, der seine Paper Art und Popup-Kunstwerke vorstellt. Der Grafiker ist seit vielen Jahren erfolgreich tätig und gibt auch eigene Bücher heraus. Zu erleben ist Schramm zusammen mit Ingo Cesaro, der mit seiner mobilen Handpresse, wie zu Zeiten Gutenbergs, Druckerzeugnisse direkt vor den Augen der Zuschauer herstellt. TELEFON | 08441/803834 WEBSEITE | www.kunst-im-gut.de
foolpool-Herde der Maschinenwesen; Kunst im Gut, Scheyern
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KUNSTMARKT
Oskar Kokoschka Neue Aufwertung Der große Verfechter des Expressionismus, Oskar Kokoschka, war ein vielseitiger und komplexer Künstler. Nicht nur als Maler, sondern auch Graveur, Autor und Theaterkulissenbauer war er tätig. Sein wesentliches Werk rückt erneut in den Vordergrund. Von Österreich bis zum schweizerischen Kokoschkaismus Alles fängt in Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts an. Der junge Oskar Kokoschka macht seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule und schließt diese 1904 im Alter von 18 Jahren ab. Wien ist zu diesem Zeitpunkt Schauplatz einiger Revolutionen im künstlerischen und denkerischen Bereich: Schönberg erschafft die Zwölftonmusik, Freud begründet die Psychoanalyse und Klimt kreiert seine besten Werke. Der junge Kokoschka ist der Ölmalerei verfallen und lebt sich auch in der Lithografie und der Inszenierung von Theaterstücken aus. Er bedient sich aller möglichen Ausdrucksmittel. Diese Entschlossenheit fasst er später in eigenen Worten zusammen: „Ich denke, dass ich der einzig wahre Expressionist bin. […] Ich bin kein Expressionist, weil der Expressionismus eine Strömung der modernen Malerei ist. Ich habe an keiner einzigen Bewegung teilgenommen. Ich bin Expressionist, weil ich nicht weiß, was ich anderes tun soll als dem Leben Ausdruck zu verleihen. Die vierte Dimension in meinen Werken ist eine Projizierung meiner selbst.“ Diese innere Ausdruckskraft übermittelt der Künstler zunächst in Selbstporträts – einem Genre, dem er sich 1908 erstmals widmet und dem er anschließend treu bleibt. Von manchen wird er ermutigt (vor allem vom Architekten Adolf Loos, der ihn unaufhörlich verteidigt), von anderen
Oskar Kokoschka, Joseph de Montesquiou-Fezensac, 1910 (Sotheby's, New York, November 2018, Zuschlagspreis 15.831.676 Euro) © VG-Bildkunst Bonn
wiederum angegriffen. Manche versuchen, ihn der Schule verweisen zu lassen, und als er mit der Wiener Secession 1908 ausstellt, bezeichnen seine Kritiker seinen Saal als „Horrorkabinett“. Starke Farben, abstrakte Hintergründe, spitze Linien – der Künstler verhöhnt die Konventionen und malträtiert die Formen. Seine Vision von Kunst übersteigt Althergebrachtes. Er versucht, die Substanz hinter dem Sichtbaren zu erfassen, das Ungreifbare unter dem Greifbaren darzustellen, und so führt seine Kunst zu zahlreichen weiteren Skandalen. Dann kommt der Erste Weltkrieg. Kokoschka wird an der ukrainischen Front schwer verletzt. Anschließend erträgt der Künstler die Anwesenheit anderer Menschen nicht mehr. Er zieht sich in die Berge zurück. 1919 tritt er eine Stelle als Professor an der Dresdner Akademie für Schöne Künste an, ein Lebensabschnitt, der den Beginn seiner Anerkennung markiert. Dann kommen Reisen. Viele Reisen. Er bereist Europa, Kleinasien und Nordafrika, bevor das Donnergrollen der Nazis beginnt. Er wird bei der berüchtigten Ausstellung von 1937 natürlich als einer der „entarteten“ Künstler bezeichnet. Er muss flüchten. Zunächst geht er nach London Oskar Kokoschka, Hamburg III, 1961 (Ketterer Kunst, München, Dezember und anschließend in die Schweiz, wo er 1980 2017, Zuschlagspreis 470.000 Euro) © VG-Bildkunst Bonn seine letzte Ruhestätte findet. Zu Lebzeiten ging der Künstler von Wien in die Schweiz und
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FOTOKUNST
Roger Ballen Fotografien 1969-2009 Das Münchner Stadtmuseum hat im letzten Jahr eine großzügige Schenkung bedeutender Werke aus der Retrospektive „Roger Ballen Fotografien 1969-2009“ erhalten. Diese besteht aus insgesamt 175 Originalfotografien aus sämtlichen Schaffensperioden des US-amerikanischen Fotografen, der seit den 1970ern in Südafrika lebt, zwischen 1960 und 2014. Damit besitzt die Fotografie-Sammlung des Münchner Stadtmuseums den international umfangreichsten Bestand an Arbeiten des Künstlers. Roger Ballen, 1950 in New York City geboren, gilt als einer der großen zeitgenössischen Fotografen. Seine Werke zeugen von seiner Faszination für das Groteske und Abgründige, wobei die Aufnahmen stets auf dem Prinzip des Dokumentarischen basieren. Nach einer Weltreise entschied sich Roger Ballen für ein Studium an der Colorado School of Mines, um dann 1981 in Johannesburg als Geologe tätig zu werden. Auf seinen Fahrten durch Südafrika entdeckte er die Dorps, jene dörflichen Gemeinden, in denen bis heute Nachfahren der Buren leben. Die dort entstandenen Fotografien veröffentlichte Roger Ballen 1986 in dem Buch „Dorps. Small towns of South Africa” und in dem 1994 erschienenen Buch „Platteland“. Er porträtierte auch die Bewohner der Dorps. In der kargen Landschaft des Plattelands (niederländisch: flaches Feld) hatten sich die weißen Tagelöhner, Dienstboten und Händler sowie Feld- und Minenarbeiter niedergelassen. Sie fristeten trotz ihrer Zugehörigkeit zur herrschenden Klasse der weißen Bevölkerung in Zeiten der Apartheid ein trostloses Dasein, weitestgehend isoliert, fern von Schulbildung oder medizinischer Versorgung. Roger Ballen suchte die Bewohner in ihren verwahrlosten Behausungen auf und fotografierte sie mit Mittelfor-
Roger Ballen, Clown, USA, aus der Serie: Civil Rights, 1969, Gelatineentwicklungspapier, 15 x 22 cm © Roger Ballen
matkamera und Blitzlicht. Seine Kamera registrierte die seelischen Verstörungen von Menschen, die ungeschützt in die Kamera blicken – Außenseiter und Ausgegrenzte, in deren Physiognomien sich die Zeichen einer tiefen Entfremdung von der sogenannten Normalität menschlichen Lebens zeigen. In den Fotografien der Serie „Outland“, 2001 als Buch erschienen, werden dann Porträtierte zu Akteuren, die absurd anmutende Rollenspiele vollziehen. Requisiten wie Kabel, Rohre und Masken, aber auch Tiere wie Hunde, Katzen und Schweine werden von den Protagonisten gehalten und vorgezeigt. In der Serie „Shadow Chamber“, 2005 veröffentlicht, erscheint der Mensch oft nur noch ausschnitthaft, während sich vom Künstler gefertigte Zeichnungen und Objekte ihren Platz erobern. Spätere Arbeiten sind die Serien „Boarding House“ (2009) und „Asylum“ (2010). In den letzten Jahren verarbeitete Roger Ballen zunehmend seine Fotografien in Installationen wie auf der aktuellen Wiesbaden Biennale im Sommer 2018. Der Künstler begreift jede Fotografie als Teil des Selbst und damit als Ausweitung der eigenen Person. Das Fotografieren gleiche einer Entdeckungsreise in die eigene Psyche: „The older I get the more I need to get to the source, the place where dreams originate, the source of the psyche.“ WEBSEITE | www.muenchner-stadtmuseum.de
Karl Blossfeldt und Jim Dine Poesie der Pflanze
Roger Ballen, Room of the Ninja Turtles, aus der Serie: Shadow Chamber, 2003, Gelatineentwicklungspapier, 36 x 36 cm © Roger Ballen
Mit den Namen Karl Blossfeldt (1865-1932) und Jim Dine (Jahrgang 1935) verbinden sich auf den ersten Blick sehr unterschiedliche künstlerische Schaffenszeiten und Konzepte. Doch die Kombination der ausgewählten Fotografien für die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ der Stiftung Kultur in Köln, die bis 21. Juli gezeigt wird, erweist sich als höchst span-
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FOTOKUNST
nungsvoll – dynamisch und harmonisch zugleich. Deutlich wird: Beiden Künstlern geht es mit großer Liebe zur Natur um eine achtsame Beobachtung der Pflanze und vor allem um ein austariertes Bild von ihr. Während Blossfeldts Augenmerk auf der differenzierten Darstellung kleinster Pflanzenteile und deren individueller Form liegt, diese meist stark vergrößert vor neutralem Hintergrund isoliert und objekthaft als botanische Studie vorstellt, richtet sich Jim Dines Aufmerksamkeit über das Einzelne hinaus mehr noch auf das Biotop und den Raum, in dem er die Pflanzen antrifft. Die Fotografien von Karl Blossfeldt, die als originale Gelatinesilberabzüge aus der Hand des Künstlers vorgestellt werden, zeichnen sich durch eine sehr milde Tonigkeit, Detailtiefe und eine ausgesprochen feine Zeichnung aus. Jim Dine hat zur Umsetzung seiner Fotografien die Technik der Fotogravüre, auch Heliogravüre genannt, gewählt. Ein Verfahren, das in die Frühzeit der Fotografie reicht und Dines Fähigkeiten als Druckgrafiker nachvollziehen lässt. Das Spektrum der auf Büttenpapier umgesetzten Halbtöne ist überaus einnehmend und steht mit den Abzügen von Karl Blossfeldt in fesselndem Dialog. Die Zusammenführung und Gegenüberstellung der beiden künstlerischen Positionen mit rund 70 Fotografien von Karl Blossfeldt und circa 40 Fotografien von Jim Dine, ergänzt mit erläuterndem Vitrinenmaterial, ist aus den internen Archivbeständen hervorgegangen. So basiert die Präsentation der Werke von Karl Blossfeldt auf der engen, inzwischen 20-jährigen Zusammenarbeit zwischen der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur und der Universität der Künste Berlin, zu deren Eigentum ein Blossfeldt-Konvolut von über 600 Originalabzügen zählt. Mit der Präsentation der Helio-
Jim Dine, Entrada Drive, 2003
© Jim Dine, VG Bild-Kunst, Bonn 2018;
Courtesy: Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln
gravüren unter dem Titel „Entrada Drive“ von Jim Dine bezieht sich die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur auf ein umfangreiches Konvolut, das der Künstler 2005 in die Obhut der Institution übertragen hat. WEBSEITE | www.sk-kultur.de
Lauren Greenfield Generation Wealth
Karl Blossfeldt, Haarfarn, Junge, noch eingerollte Wedel, o. J. Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln in Kooperation mit der Sammlung Karl Blossfeldt in der Universität der Künste Berlin
Die Ausstellung „Generation Wealth“ der preisgekrönten Filmemacherin und Fotografin Lauren Greenfield (Jahrgang 1966) zeigt das heutige, allgegenwärtige Streben nach Status, Schönheit und Reichtum. Greenfield porträtiert in ihren Projekten sowohl Superreiche und Berühmtheiten als auch Menschen, die alles dafür tun, um diesem vermeintlichen Ideal näher zu kommen. Die Schau ist im Haus der Fotografie der Deichtorhallen Hamburg zum ersten Mal in Deutschland bis zum 23. Juni zu sehen. Die Dokumentarfotografin Lauren Greenfield wuchs in den 1970er- und 1980er-Jahren in Venice, Los Angeles auf und arbeitete zuerst als Pressefotografin. In den frühen 1990er-Jahren begann sie, Kinder von Privatschulen Hollywoods zu fotografieren, deren Leben von üppigen Partys, teuren Autos und Designerhandtaschen definiert und geprägt wurde. Lauren Greenfields frühes Werk entpuppt sich schnell als prophetisch – der amerikanische Traum von Reichtum und Erfolg wird zu einem globalen Phänomen. Über Kanäle wie den Fernsehsender MTV öffentlichkeitswirk-
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Lauren Greenfield, Jackie, 41, und Freunde mit Versace-Handtaschen bei einer privaten Eröffnung im Versace Store, Beverly Hills, 2007. Die Versace-Anhängerin Jackie kaufte aus den monatlichen Lieferungen neuer Ware, die das Designhaus regelmäßig zu ihr nach Hause schickte.
Personen aufbauen konnte. Die Ausstellung Generation Wealth ist das Ergebnis von mehr als 25 Jahren Arbeit Lauren Greenfields und zeigt auf einzigartige Weise, wie sich die Suche nach materiellen Gütern und sexuellem Kapital im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt entwickelt hat. Die Ausstellung umfasst 200 Fotos aus den USA, Brasilien, Kanada, Dubai, den Philippinen, Frankreich, Hongkong, Irland, Island, China, Mexiko, Deutschland und Russland sowie eine Reihe von Interviews und Kurzfilmen. Dabei geht es nicht um die Reichen an sich, sondern um den Wunsch, um jeden Preis reich zu sein. In der Ausstellung werden zudem mehrere Kurzfilme und der Film Generation Wealth gezeigt, der unter anderem das Sundance Filmfestival in den USA 2018 eröffnete. Das im Frühjahr 2017 im Phaidon Verlag veröffentlichte „Generation Wealth“ hat begeisterte Kritiken erhalten und wurde von der Creative Review und der London Times zum „Photography Book of the Year“ gewählt. WEBSEITE | www.deichtorhallen.de
Credit: Lauren Greenfield/INSTITUTE, © Lauren Greenfield
sam inszeniert, gewinnen Prominentenkult, Materialismus und Körperkult immer größere Bedeutung; Medienpersönlichkeiten wie Kim Kardashian oder Paris Hilton werden zu Vorbildern. Schnell erkannte Greenfield, dass das Verlangen nach Geld, Prominenz, Schönheit und Sexualkapital zu einer alles umfassenden Besessenheit für Menschen jeden Alters und jeder Klasse, unabhängig von der Nationalität, geworden war. So führt Greenfield den Betrachter in die Häuser russischer Oligarchen, zu Resorts in Dubai und zu privaten Yachten des chinesischen Nouveau Riche, aber auch nach Magic City, Atlanta, wo sich der Traum vom schnellen Geld erfüllt. Greenfields Fotografien sind abwechselnd humorvoll, berührend und schockierend. Zusammen mit den begleitenden Interviews gewähren die Fotos dem Betrachter Einblicke in die Privatsphäre der Porträtierten und zeugen von dem außergewöhnlichen Vertrauensverhältnis, welches Greenfield mit den
Lauren Greenfield, Moscow, 2014. Die Feier zum fünften Jahrestag von KM20, eine High-End-Boutique für Kleidung und Accessoires, Moskau, 2014. Credit: Lauren Greenfield/INSTITUTE, © Lauren Greenfield
Anja Niedringhaus Bilderkriegerin Nahezu ein Vierteljahrhundert berichtete Anja Niedringhaus (1965-2014) von Kriegsschauplätzen in aller Welt – vom Balkan, aus dem Irak und immer wieder Afghanistan. Als die Fotografin dort während eines Einsatzes am 4. April 2014 im Alter von 48 Jahren von einem Attentäter erschossen wird, hinterlässt sie ein beeindruckendes Œuvre. Anlässlich ihres fünften Todestages ehrt das Käthe Kollwitz Museum Köln die Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin mit einer groß angelegten Einzelausstellung, die bis 30. Juni gezeigt wird. Diese erste posthume Retrospektive präsentiert mit über 80 großformatigen Aufnahmen ein Werk, das die Bilderkriegerin bereits zu Lebzeiten zur Ikone werden ließ. Im Auftrag von Nachrichten-
Anja Niedringhaus, Sterbender bosnischer Soldat, Sarajevo, Bosnien, 21. November 1994. Eine Passantin leistet gemeinsam mit einem französischen UN-Soldaten Erste Hilfe, nachdem ein bosnischer Soldat auf offener Straße in Sarajevo angeschossen wurde. Er starb Minuten später. © Anja Niedringhaus/EPA
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Anja Niedringhaus, US-Patrouille in Falludscha, Irak, 5. Februar 2005. Ein irakisches Mädchen hält sich die Ohren zu, als ein Marine der 1. Division im Zentrum der schwer bewachten Stadt Falludscha patrouilliert. © Anja Niedringhaus/AP
agenturen wie der Associated Press (AP) entstanden legendäre Aufnahmen, die die weltweit wichtigen Magazine und Zeitungen auf ihren Titelseiten druckten und die so im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Der umfangreiche Nachlass umfasst Bilder aus Kriegs- und Krisenregionen ebenso wie brillante Porträtaufnahmen und Sportfotografien, die in Köln erstmals durchgängig in Farbe ausgestellt werden. Obgleich Anja Niedringhaus lange Jahre über zahlreiche Kriegsschauplätze berichtete, lehnte sie den Begriff „Kriegsfotografin“ für sich ab. Ihre Aufnahmen, die oft unter Lebensgefahr an vorderster Front entstanden sind, reichen weit über eine Dokumentation von Ereignissen hinaus – sie sind Aufrufe zum Frieden, wollen aufrütteln und mahnen, indem sie die Schrecken des Krieges vor Augen führen. Diese Werke vereinen häufig starke Gegensätze. Sie zeigen einen Moment der Ruhe inmitten des völligen Chaos und tiefe Menschlichkeit inmitten von brutaler Barbarei. Die Ermordung der Fotografin vor fünf Jahren rief ein weltweites Medienecho hervor und Regierungen und Prominente aus aller Welt kondolierten. Unter Kolleginnen gilt Anja Niedringhaus als Wegbereiterin in einem Beruf, in dem bis heute der Frauenanteil verschwindend gering ist. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm begleitet die Schau, zu der es auch einen Katalog im Wienand Verlag gibt.
Die Schau ist Auftakt zu einer engen Kooperation zwischen den beiden Institutionen und feiert in Mannheim Premiere, bevor sie in der französischen Hauptstadt zu sehen ist. Die Schirmherrschaft übernimmt Anne-Marie Descôtes, französische Botschafterin. Gaston Paris war einer der populären Reporter im Paris der 1930er-Jahre und fing als Chronist das Lebensgefühl der pulsierenden Seine-Metropole ein. Er war ein Meister der unterschiedlichen Themen und Blickwinkel. Ob die Tänzerinnen der Folies Bergère oder die Akrobaten im Zirkus, die Armen der Pariser Vorstädte oder die Mannequins der Surrealisten, moderne Stahlarchitekturen, Zuchthäuser oder Stars des französischen Chansons wie Edith Piaf – Gaston Paris setzte alles mit derselben formalen Perfektion in Szene. Scheinbar mühelos beherrschte er den Spagat zwischen den verschiedenen Genres. Wie ein Schwamm saugte der Autodidakt die Stilrichtungen seiner Zeit auf und lichtete mit seiner Mittelformatkamera immer wieder surrealistisch anmutende Motive ab. Mit zahlreichen Reportagen in französischen illustrierten Zeitungen schuf Gaston Paris ein schillerndes Bild von Paris und der französischen Gesellschaft vor dem Zweiten Weltkrieg. Seine Aufnahmen prägten das Gesicht des legendären und stilbildenden Magazins „VU“, für das viele namhafte Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Brassaï oder Robert Capa arbeiteten. Gaston Paris erzählte mit seinen Bildern Geschichten und Spektakel, immer auf der Suche nach Sensationen, die am Kiosk das Interesse des potentiellen Lesers weckten. Nach dem Zweiten Weltkrieg führten ihn Reportagen ins besetzte Deutschland und Österreich. Einem Kaleidoskop gleich nähert sich die Ausstellung dem Fotografen Gaston Paris an, über dessen Lebensgeschichte wenig bekannt ist. Zur Schau gibt es im Verlag Walther König einen reich bebilderten Katalog. WEBSEITE | www.gaston-paris.de
WEBSEITE | www.kollwitz.de
Gaston Paris Die unersättliche Kamera Gemeinsam zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem) im Museum Zeughaus C5 Forum Internationale Fotografie und das weltberühmte Centre Pompidou bis 30. Juni einen Schatz der Fotografiegeschichte: Mit „Die unersättliche Kamera“ widmet sich erstmals eine Ausstellung dem facettenreichen Werk des Fotografen Gaston Paris (1905-1964).
Gaston Paris, Kiki de Montparnasse (1901-53) war eine feste Größe der Pariser Bohème, Sängerin, Schauspielerin und Modell berühmter Maler © Gaston Paris/Roger-Viollet
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Spitzenmäßig Textilkunst Textilmuseum St. Gallen/Iklé-Frischknecht Stiftung (Hg.): Historische Spitzen – Die Leopold-Iklé-Sammlung im Textilmuseum St. Gallen, 287 Seiten, zahlreiche, farbige Abbildungen, Arnoldsche Art Publishers, 2018, Preis: € 58,-. Käse, Schokolade, Uhren, Banken samt ihrer gut gehüteten Geheimnisse, alles in Spitzenqualität zu ebensolchen Preisen, dafür ist die Schweiz allerorten bestens bekannt. Mit der Produktion von Spitzen selbst bringt der Nichtfachmann die Eidgenossen nicht unbedingt auf Anhieb in Verbindung. Tatsächlich war und ist die Ostschweiz aber eigentlich Textilland. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich St. Gallen zum Weltmarktführer in Sachen Nadelspitze und Stickerei. Erst mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs verlor dieser blühende Wirtschaftszweig seine beherrschende Rolle. Von dem durch die fortschreitende Mechanisierung möglich gewordenen Boom profitiert haben unter anderem der
ze detailliert nachvollziehen. Ein Blick nach Antwerpen und Brüssel, beide ebenfalls Zentren der europäischen Spitzenherstellungen, vervollständigt zusammen mit dem Exkurs in die Welt der Mode, wo diese filigranen textilen Kunstwerke seit dem 16. Jahrhundert eine wechselnde Rolle spielten den historischen Überblick. Wer bei der Lektüre angesichts der vielen Fachbegriffe möglicherweise in Verwirrung gerät, dem wird das Glossar am Ende dieses schönen Bildbandes mit Sicherheit eine große Hilfe sein. ISBN 978-3-89790-533-7
Revolte Kunsttheorie
ursprünglich aus Hamburg stammende Textilhändler Leopold Iklé (1838-1922) und seine Brüder. Sie setzten bei der Spitzenfabrikation als erste auf Maschinen. Bis 1931 bestand das international aufgestellte Unternehmen Iklé Frères. Der Firmengründer hatte zudem erkannt, dass hochwertige maschinelle Produkte nur dann entstehen konnten, wenn ausreichend historische Vorbilder vorhanden waren. So entstand unter seiner Ägide eine hochwertige Kollektion an Mustertüchern, Spitzen und Stickereien unterschiedlichster Form und Ausprägung, die Leopold Iklé bereits zu Lebzeiten dem Vorläufer des heutigen St. Galler Textilmuseums vermachte. Anhand der zahlreichen Sammlungsstücke aus über vier Jahrhunderten lässt sich die Entwicklung der Spit-
Ruf, Oliver, (Hg.): Ornament und Verbrechen – Adolf Loos – Die Schriften zur Architektur und Gestaltung, Klappenbroschur, 133 Seiten, Abbildungen in Schwarzweiß, avedition, Stuttgart, 2019, Preis: € 29,-. Jugendstil, Wiener Secession oder Wiener Werkstätte, Adolf Loos war ihr vielleicht entschiedenster Gegner. 1870 in Mähren geboren, zog der Architekt lebenslang gegen diese, in seinen Augen nur vermeintlich fortschrittlichen Zeiterscheinungen und deren Lehren zu Felde: „Erst wenn das große mißverständnis, daß die kunst etwas ist, was einem zwecke angepaßt werden kann, überwunden sein wird, erst wenn das lügnerische schlagwort ‘angewandte kunst’ aus dem sprachschatz der völker verschwunden sein wird, erst dann werden wir die architektur unserer zeit haben. Der künstler hat nur sich selbst zu dienen, der architekt der allgemeinheit. Aber die verquickung von kunst und handwerk hat beiden, hat der menschheit unendlichen schaden zugefügt. die menschheit weiß dadurch nicht mehr was kunst ist.“ Außer einer Reihe von, damals nicht unumstrittenen Bauwerken, die er entwarf und ausstattete, verfasste Loos zahlreiche theoreti-
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sche Abhandlungen. Noch zu seinen Lebzeiten, Loos starb 1933, erschienen sie unter den Titeln „Ins Leere gesprochen“ und „Trotzdem“ in zwei Sammelbänden, darunter auch sein wohl bekanntester Text, ursprünglich 1908 als Vortrag verfasst, mit dem polemisch-provozierenden Titel „Ornament und Verbrechen“, der dieser Anthologie den Titel gab. Außer eines kurzen Statements des Herausgebers am Ende dieses verständlicherweise zurückhaltend bebilderten Bandes, kommt darin ausnahmslos Adolf Loos zu Wort. Seine streitbaren Thesen machten ihn zum Wegbereiter des Funktonalismus und sind mitunter im 21. Jahrhundert ganz erstaunlich aktuell; ganz erfrischend beispielsweise seine Auslassungen zum Thema Tattoos. ISBN 978-3-89986-296-6
Gesamtkunstwerk Kunst- und Sozialgeschichte Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (Hg.): Malerfürsten, 302 Seiten, zahlreiche Abbildungen, überwiegend in Farbe, Hirmer Verlag, München, 2018, Preis: € 45,-. Was verbindet Franz von Lenbach, Franz von Stuck und Friedrich August von Kaulbach, abgesehen von der Tatsache, dass sie alle drei in etwa zur gleichen Zeit in München leb-
ten oder besser gesagt residierten? Natürlich – sie waren Künstler, Maler, doch damit nicht genug: Sie waren Malerfürsten und verkörperten damit eine neue Zeit. In der Forschung wurde dieses Phänomen des Malerfürstentums allerdings lange nicht als Bestandteil der Moderne gewertet. Diese Ehre zollte man in der Regel den meist am Hun-
gertuch nagenden, da verkannten Avantgardisten. Die finanziell überaus erfolgreichen Künstler hingegen, die eher den tradierten Vorstellungen, wie sie noch an den Akademien gelehrt wurden, anhingen, wurden als konservativ und bourgeois abgestempelt. Sofern man, wie meist der Fall, das Ganze isoliert, rein stilgeschichtlich betrachtet, ist diese Position durchaus nachvollziehbar, sobald man jedoch den Blick über den Tellerrand ureigentlicher kunsthistorischer Bewertungskriterien hinaus schweifen lässt und interdisziplinär forscht und wie in diesem Fall sozialgeschichtliche Faktoren miteinbezieht, ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Als „moderner Geschäftsmann, begnadeter Netzwerker und Selbstpromoter“ war jener aristokratische Maler, der diese Rangerhöhung ja zu Lebzeiten ganz offiziell erfuhr, eine durchaus moderne Erscheinung, zu diesem Schluss kommen die Autoren in diesem interessanten Katalogbuch. Systhematisch erarbeiten sie in ihren Beiträgen, wie dieser besondere Status überhaupt zu definieren sei, warum er im 19. Jahrhundert vermehrt auftrat, wie er sich im Lebensstil der Protagonisten manifestierte und untersuchen nicht zuletzt die entscheidende Rolle, die den Ehefrauen dabei zufiel. München, damals eine der führenden Kulturmetropolen Europas, bot den Malerfürsten sicherlich einen idealen Nährboden, die Erscheinung blieb aber nicht auf das Königreich Bayern bzw. das Deutsche Reich beschränkt. Mit Frederick Lord Leighton (1830-1896), dem Polen Jan Matejko (18381893), dem Ungarn Mihály von Munkácsy (1844-1900) und dem gebürtigen Salzburger Hans Makart (18401884) genossen auch Künstler in England und in den Ländern der ehemaligen k. und k.-Monarchie jene außerordentliche Stellung und Verehrung. ISBN 978-3-87774-3138-3
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Ulf Weissenberger
Eiserne Schönheiten Schloss und Schlüssel 288 Seiten, 23 x 30,5 cm, farbig bebildert, Hardcover. Fast 5000 Jahre Geschichte eines selbstverständlichen Kulturguts, viel Wissenswertes rund um das Thema Schloss und Schlüssel
€ 79,00 € 49,90
ISBN 978-3-86646-078-2 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag
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Schlüssel und Schlösser
Eisenkunstguss aus der
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Versperrbare Kostbarkeiten
248 Seiten, mehr als 700 Farbabbildungen und technische Zeichnungen, Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover
Kästchen und Kassetten aus aller Welt
ISBN 978-3-9501971-2-9 | SCHELL COLLECTION GRAZ
ISBN 978-3-9501971-1-2 | SCHELL COLLECTION GRAZ
328 Seiten, mehr als 1000 Farbabbildungen und technische Zeichnungen, Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover
€ 48,00
ISBN 978-3-9501971-4-3 | SCHELL COLLECTION GRAZ Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com
Österreichisch/Ungarischen Monarchie 132 Seiten, mehr als 200 Farbabbildungen und über 100 Gießereizeichen. Ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover
€ 29,00
ISBN 978-3-9501971-3-6 | SCHELL COLLECTION GRAZ Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com
€ 38,00
Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com
162 Seiten, 450 Farbabbildungen. Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover
€ 28,00
Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com
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10.04.2019
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ISBN 978-3-86646-150-5 | Battenberg • Gietl Verlag
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VORSCHAU/IMPRESSUM
VORSCHAU 100 JAHRE PORZELLANGESCHICHTE an der Burg Giebichenstein
SAMMLER JOURNAL
ISSN 1863-0332
HERAUSGEBER (verantwortlich f. d. Inhalt)
Gerd Reddersen
VERLAG
GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: www.gemiverlag.de E-Mail: info@gemiverlag.de
GESCHÄFTSFÜHRER
Gerd Reddersen Rudolf Neumeier
ASSISTENZ DER GESCHÄFTSFÜHRUNG
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GESAMTKOORDINATION
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REDAKTEURE
Nicola Fritzsch Heidrun Th. Grigoleit Helene Stümpfle-Wolf Anja Iwa Joscha Eberhardt
AUTOREN DIESER AUSGABE
Heidrun Th. Grigoleit Dr. Wolfgang Hornik Dr. Bettina Krogemann Dr. Harald Tesan
REDAKTIONSASSISTENZ
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TERMINE
Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 E-Mail: termine@gemiverlag.de
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Westner Medien GmbH (Anschrift siehe Verlag)
LAYOUT
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Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie sowie die Aufnahme in elektronische Datenbanken.
CARAVAGGIO und die Caravaggisten GEORG JENSEN, TEIL IV Design nach 1945
Erscheinungstermin SJ 06/2019
Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/08 vom 01.11.2008
Abonnentenversand: 24.05.19
Bildnachweis links: Porzellanikon Hohenberg, aus der Ausstellung „Reine Formsache. Vom Bauhaus-Impuls zum Designlabor an der Burg Giebichenstein“
Erstverkaufstag Handel: 28.05.19
Dieser Ausgabe liegt ein Prospekt vom Auktionshaus Metz bei. Wir bitten um Beachtung.
Raketen-Windkanal-Testmodell, um 1980 Komplett. 3,16 m lang, in hochbelastbarem NASA-Transportbehälter aus Stahl, Länge 3,25 m. Ein außerordentlich seltenes Testmodell aus der größten Luftfahrt-Testanlage in Europa, dem „CIAM“ in Moskau. Entwickelt in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde „NASA“!! – Ein sensationelles Exponat der Weltraumgeschichte. Schätzpreis: 20.000 – 40.000 €
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