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mÄrZ 2019
März 2019 · B 1309 | € 7,50 Schweiz CHF 11,50 | Österreich € 8,00 | Be/Ne/lux € 8,50
Sammler JoUrNal
KUNST • ANTIQUITÄTEN • AUKTIONEN
Über 2.000 Termine
AUSSTELLUNGEN AUKTIONEN HAMMERPREISE
Georg Jensen Das Unternehmen in den frühen Jahren
Marilyn Monroe Zivilismus
GEMI
Die tschechische Variante der Neuen Sachlichkeit
Die unbekannte Seite der Hollywood-Diva
JOSEF STEINER Ein vergessener Künstler des expressiven Realismus
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11.02.2019
15:03 Uhr
Seite 1
www.wikam.at
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INHALT
KUNSTMARKT Fernand Léger
FOTOKUNST Orte und Akte
18 22
Titelbild: Josef Steiner, Expressives Mädchenbildnis mit rotem Bubikopf, Öl/Mischtechnik auf Malkarton, um 1968 © Kunst-Verlag-Haaff
SAMMLER-SERVICE
4
MAGAZIN
6
MESSETERMINE
14
AUKTIONSNOTIZEN
30
AUKTIONSTERMINE
44
INSERENTENVERZEICHNIS
49
AUSSTELLUNGSTERMINE
60
AUSSTELLUNGEN
65
LITERATURTIPP
84
AUKTIONSPREISE
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VORSCHAU | IMPRESSUM
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MARILYN MONROE von Heidrun Th. Grigoleit
JOSEF STEINER von Hans-Jürgen Flamm
ZIVILISMUS von Dr. Harald Tesan
GEORG JENSEN, TEIL I von Dr. Bettina Krogemann
26 50 70 78
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SAMMLER-SERVICE
gerne, was das Bild Wert ist. Es misst 54 x 39,5 cm und liegt auf einem schwarzen Papier (ohne Passepartout). Es ist C. Hoheisel, Berlin beschädigt und rechts unten signiert.
!
Das dekorative Aquarell scheint eine Strandszene irgendwo in der Südsee darzustellen. Rechts unten ist das Bild klar leserlich signiert mit „Oskar“. Die Signatur entspricht der des Hans Bierbrauer (1922-2006), welcher besser unter dem Künstlernamen „Oskar“ bekannt war. Bierbrauer hatte eine Lithografen-Ausbildung abgeschlossen und an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin studiert. Die so erworbenen Fähigkeiten nutzte er in der Nachkriegszeit für freche politische Karikaturen, welche in Tageszeitungen erschienen und ihm den Spitznamen „Oskar“ eintrugen. Seine Schnellzeichnungen in der Sendung „Dalli Dalli“ machten ihn dann bundesweit bekannt. Diverse seiner Zeichnungen und Karikaturen wurden in den letzten Jahren insbesondere in Berlin angeboten. Das dekorative SüdseeAquarell würde ich aktuell mit 50 bis 100 Euro bewerten. Ruhm ist schnell vergänglich und eine Preissteigerung ist daher nicht zu erwarten. Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg
In der Südsee Aquarell von Hans Bierbrauer alias „Oskar”
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Vor Kurzem habe ich ein Aquarell von Oskar erworben. Die Großmutter des Verkäufers hat es vom Maler bekommen. Der Verkäufer selbst hatte das Bild seit 1987 in seinem Besitz. Ich kannte Oskar bisher nur als Karikaturist und Schnellzeichner und konnte auch im Internet fast nichts über seine Aquarelle finden. Vielleicht können Sie mir etwas mehr Informationen darüber geben? Ich wüsste
Auf höchstem Niveau Porzellandose von Zsolnay, Pécs
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Liebes Sammler Journal, wieder einmal wende ich mich an Sie. Ich habe diesen Schmetterling in einem Antiquitätengeschäft gesehen. Der Händler wollte damals 2.000 DM und ließ nicht mit sich handeln. Also habe ich vom Kauf abgesehen. Etwa ein halbes Jahr später schenkte mein Mann ihn mir zu Weihnachten. Wieviel er bezahlt hat, weiß ich nicht. Der Schmetterling ist von Zsolnay, Pécs, Alter etwa 1878/1890. Unter der abschraubbaren Messingplatte befinden sich die blaue Marke und die Initialien TJM, außerdem ein Etikett Ernst Wahliss Wien. Ich würde gerne mehr über mein Stück erfahren. Wurde es in größerer Stückzahl L. Gersema, o. O. und auch in anderen Größen hergestellt?
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Die schöne Dose in Schmetterlingsform wurde um 1882 bis 1885 von der Keramik Manufaktur Zsolnay in Pécs (Fünfkirchen) hergestellt und dann im Warenhaus Wahliss
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in Wien verkauft. Die Buchstaben TJM beziehen sich auf die Anfangsbuchstaben der Vornamen der Kinder von Vilmos Zsolnay, Terés, Júlia und Miklós. Die 1852 gegründete Firma hatte immer den Anspruch, künstlerisch und technisch auf dem höchsten Niveau der Zeit zu arbeiten. Die Dose in Ihrem Besitz ist sicherlich seriell gefertigt worden, allerdings sind in den letzten Jahren keine vergleichbaren Stücke in den Auktionen angeboten worden. Der perfekte Zustand, die originalen Aufkleber und die kluge originale Messingfassung geben dieser Keramik eine museale Qualität. Als kleines, aber feines und offenbar seltenes Stück sehe ich den Wert bei 1.000 bis 1.500 Euro. Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg
www.auktionshaus-wendl.de
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15:04 Uhr
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www.siebers-auktionen.de
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MAGAZIN
Gut im Dialog WIKAM – Wiener Internationale Kunst- und Antiquitätenmesse Die Auseinandersetzung mit Kunst löst Emotionen aus und führt zu neuen Perspektiven und Erkenntnissen, erschließt die Schönheit vergangener Meisterstücke oder den Dialog mit zeitgenössischer Kunst. Klassische Antiquitäten und Gegenwartskunst – die WIKAM ist die einzige Messe im Frühjahr in Wien, die beide Bereiche gleichermaßen abdeckt. Die Renommiertesten des österreichischen Kunsthandels, zukunftsweisende Galerien und internationale Fachexperten präsentieren von 9. bis 17. März im Palais Ferstel & Palais Niederösterreich die Highlights aus ihrem aktuellen Portfolio. So gestaltet sich das vielseitige Messeprogramm äußerst qualitätsvoll und regt traditionsgemäß Privatsammler ebenso wie Museumsexperten und einen weitreichenden kunstaffinen Personenkreis zu Gesprächen und Ankäufen an. An der WIKAM nehmen mehr als 40 Kunstexperten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz teil. Durchgeführt wird die WIKAM vom Verband Österreichischer Antiquitäten- und Kunsthändler, der mit seinem 42-jährigen Bestehen einer der traditionsreichsten Messeveranstalter Europas ist. Unter dem Motto „Zwei Palais – eine Messe“ präsentiert sich die WIKAM in zwei prachtvollen Palais im Herzen Wiens: im Palais Niederösterreich und im Palais Ferstel in der Herrengasse. Einen weiteren Kunstgenuss bietet das weltbekannte Café Central, das wohl als das schönste Messecafé der Welt bezeichnet werden kann. Zur Tradition der WIKAM zählen einzigartige Sonderausstellungen. Eine davon ist dem bekannten österreichischen Maler Viktor Lederer gewidmet – Antiquitäten und Bildergalerie Figl gibt anhand von 25 Werken einen umfassenden Überblick über das Kunstschaffen dieses Künstlers. Ein weiterer mit einer Sonderschau gewürdigter Künstler ist Robert Hammerstiel. Die Hommagen, also die Ehrung anderer
Helmut Ditsch (geb. 1962), Gletscher II; WIKAM –Wiener Internationale Kunst- und Antiquitätenmesse © Galerie Szaal
Fein geschnitztes Okimono eines schlafenden Mädchens, Elfenbein, Ende 19. Jahrhundert, Japan – Meiji-Periode; WIKAM – Wiener Internationale Kunst- und Antiquitätenmesse © Galerie Darya
Künstler, nehmen in seinem Schaffen großen Raum ein. Rund 100 dieser Werke wurden 2007 erstmals im Wiener Künstlerhaus präsentiert. Eine erlesene Auswahl daraus gelangt nun erstmalig bei der Galerie Gerlich zum Verkauf. Unter dem Titel „Schätze aus dem Turkmenenzelt“ stellt Kössl Kunst & Teppich eine Vielzahl von antiken Turkmenentaschen (kunstvoll verarbeitete große Wandtaschen, kleine Zelttaschen, Schmuckpanele, Satteltaschen, Zelteingänge und vieles mehr) aus. „den blick öffnen“ ist eine Charity Sonderposition auf der WIKAM. Vor zehn Jahren wurde das österreichweite Ausstellungsprojekt ins Leben gerufen und bereits zum sechsten Mal spendet das Künstlerkollektiv den Reinerlös auf der WIKAM an die möwe Kinderschutzzentren, die wiederum ihr 30-jähriges Jubiläum heuer begehen. Kunst und soziales Denken beweisen die Künstlerinnen Renate Bertlmann – sie wird bei der diesjährigen Kunstbiennale Venedig als erste Frau den österreichischen Pavillon mit einer Einzelpräsentation bespielen –, Theres Cassini, Victoria Coeln, Karin Frank, Barbara Höller, Ina Loitzl, Marianne Lang, Toni Schmale, Tanja Prušnik, ph. Kiki Kogelnik und viele andere mehr.. Den Besucher erwartet ein spannendes und hochkarätiges Angebot an musealen Antiquitäten und zeitgenössischer Kunst, präsentiert von mehr als 40 Top-Kunsthändlern und Galeristen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Geboten werden die Bereiche: Archäologie, Asiatika, Skulp-
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12.02.2019
12:05 Uhr
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www.andreas-thies.de
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MAGAZIN
turen und europäische Volkskunst ab dem 13. Jahrhundert, Exponate des Jugendstils, antike Teppiche und Uhren, kostbarer Schmuck, Mobiliar von der Gotik bis zum Art Déco, Glas-, Porzellan- und Silberobjekte, eine große Anzahl an qualitätsvollen Gemälden früherer Jahrhunderte bis hin zu zeitgenössischen Positionen international etablierter Künstler sowie Newcomern. Eines der ältesten Exponate ist eine große altbabylonische Keilschrift-Tafel mit einer Länge von 21,1 Zentimetern aus der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausend v. Chr. Als ein weiteres Sammlerstück am Stand von Christoph Bacher Archäologie/Ancient Art sei eine ägyptische Mumienmaske mit geflügeltem Skarabäus, spätptolemäische Zeit, erstes Jahrhundert v. Chr. genannt. Der Experte Karl Jürgen Schlotter ist seit Jahrzehnten auf tibetische Kunst spezialisiert und zeigt dem Publikum eine seltene Stupa aus dem 15./16. Jahrhundert. Eine typisch japanische Kunstschnitzarbeit aus der Zeit der Meiji-Periode, Ende 19. Jahrhundert – ein fein geschnitztes Okimono eines schlafenden Mädchens – ist bei der Galerie Darya zu bewundern. Zu den ältesten Drucktechniken zählen die Holzschnitte, die japanische Künstler über Jahrhunderte zu höchster Handwerkskunst und künstlerischem Ausdruck brachten. Die Galerie bei der Oper widmet sich seit Jahren dieser seltenen Holzdrucke. Der Meister des japanischen Holzschnitts der Shin-Hanga-Bewegung, Kawase Hasui (1883-1957), ist mit dem Blatt „Moon on the Arakawa River in Akabane“ vertreten. Von Utagawa Kuniyoshi (1797/98-1861), der zusammen mit Hiroshige und Kunisada zu den drei stilbildenden Meistern des japanischen Farbholzschnitts am Ende der Edo-Zeit zählt, stammt das Blatt „Nôryô Hotaru’ Catching Fireflies in the Cool of the Evening“. Ein besonders interessantes Stück europäischer Provenienz ist eine Dosenuhr aus Danzig mit zwei Wappen, datiert 1592 mit einer Höhe von zwölf Zentimetern, die zur Offerte von Kunst & Antiquitäten Moskat gehört. Aus Hanau kommt ein prachtvoller, in Silber getriebener Nautiluspokal, 19. Jahrhundert, zu erwerben bei Kunsthandel Strassner. Antiquitäten Dr. Birbaumer & Eberhardt zeigt ein Kleinod auf Elfenbein, ein Mädchenporträt des bekannten Brüsseler Miniaturmalers Alexander Delatour (1780-1858). Liebhaber des Jugendstils werden sich sicherlich freuen, denn die Galerie Susanne Bauer präsentiert herausragende Möbelstücke aus dieser Epoche – unter anderem ein Sesselset von Gustav Siegel sowie einen Satztisch von Josef Hoffmann, beides Ausführung J. & J. Kohn. Seltenheitswert hat auch die Bronzeskulptur „Dame mit Windhund“ aus der Werkstätte Hagenauer, Entwurf um 1935, bei Antiquitäten Brune. Die bekannte Malerin Marie Egner wird als Schülerin von Emil Jakob Schindler dem österreichischen Stimmungsimpressionismus zugeordnet. Ihr hohes Können stellt sie bei Kolhammer & Mahringer, fine arts unter Beweis, und zwar mit einem bezaubernden Stillleben mit Primeln und Veilchen. In der Sparte „Zeitgenössische Kunst” gibt es Arbeiten von Arik Brauer, Gerhard Gepp, Gottfried Helnwein, Friedensreich Hundertwasser, Hermann Nitsch, Markus Prachensky, Hubert Schmalix, Hans Staudacher, Andy Warhol. TELEFON | +43/(0)664/205159 WEBSEITE | www.wikam.at
Neno Mikulic, Der Matrose; Galerie KUK44, Pfaffenhofen/Ilm
Reden über Grafik Gesprächsreihe „Wege der Grafik” in Dresden Nach der Veranstaltungsreihe des Albertinum „Wir müssen reden“, die die Sammlungspräsentation „Ostdeutsche Malerei und Skulptur 1949-1990“ begleitete, veranstaltet das Kupferstich-Kabinett eine Gesprächsreihe über seinen Bestand an Druckgrafik aus Ost und West. Unter dem Titel „Wege der Grafik von Dresden aus. Vier Gesprächsabende“ thematisiert das Kupferstich-Kabinett ausgehend von Dresden Tendenzen und Netzwerke der Druckgrafik in den 1960er- bis 1980er-Jahren im nationalen und internationalen Kontext. Anhand der eigenen Bestände kommen Akteurinnen und Akteure der letzten Jahrzehnte mit dem Publikum über die Werke ins Gespräch. Ausgangspunkt ist die Dresdner Situation um die 1978 als Künstlervereinigung, Druckwerkstatt, Verlag und Galerie gegründete Obergrabenpresse, die eikon Grafik-Presse und die ostdeutsche Infrastruktur. Darüber hinaus werden in zwei weiteren Veranstaltungen die künstlerischen Bedingungen und Aspekte des Sammelns von Druckgrafik sowohl in Polen vor allem der Grafik-Biennale Krakau, in der ehemaligen Tschechoslowakei als auch in der alten Bundesrepublik immer im Hinblick auf die Verflechtungen und den Austausch mit ostdeutschen Künstlerinnen und Künstler und Werkstätten beleuchtet. Die nächsten Termine und Themen sind folgende: Mittwoch, 27. März 2019, Grafik des Kapitalistischen Realismus, Edition Block, West-Berlin 1967/68 mit René Block und Björn Egging; 19. Juni, Internationale Netzwerke. Von der Grafik-Biennale Krakau bis zur Nationalgalerie Prag mit Eva Bendovà, Marie Klimesovà und N.N.; 13. November, In Between Portfolios and Maquettes:
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11.02.2019
15:05 Uhr
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STAUFFER AUKTIONEN OHG Thomas Appel & Ernst Appel
Frühjahrsauktion 30. März 2019 Alte Waffen, Asiatica, Orden u. Ehrenzeichen, Militaria Karlstr. 34, 72525 Münsingen
Über 2200 historische Objekte: Archäologisches, Antiquitäten und Asiatika. Mittelalter: Rüstungen, Helme, Schwerter, Dolche und Degen. Schusswaffen: antike Rad-, Stein- und Perkussionsschlosswaffen. Militärwaffen. Moderne Waffen. Orden, Ehrenzeichen und Urkunden. Kaiserliche Militaria: Pickelhauben, Uniformen, Epauletten, Säbel. Militaria: feldgrau 1914-18. Sammlung Helme. Zahlreiche Militaria der Wehrmacht 1933-1945. Altes Spielzeug, Militär und Zivil. Militärische Antiquitäten: Gemälde, Grabenkunst, Porzellan, Bronzen. Reservistika. Zeitgeschichtliche Objekte, Sammelstücke von Polizei und Feuerwehr. U m f a n g r e i ch e r, b e b i l d e r t e r K a t a l o g g e g e n Vo r e i n s e n d u n g v o n 2 0 , - E u r o
Stauffer Auktionen OHG Karlstr. 34 • D-72525 Münsingen Tel. 0 73 81 / 50 10 07 • Fax: 0 73 81 / 50 10 09 E-Mail: schloss-auingen@t-online.de Internet: www.stauffer-auktionen.de Auktionen, Beratung, Schätzungen, Expertisen, Ankauf ganzer Sammlungen
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11.02.2019
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KUNSTHANDEL – AUKTIONEN Altes Schloss • D-91484 Sugenheim • Tel. (0 91 65) 6 50 • Fax (0 91 65) 12 92 • www.kube-auktionen.de • info@kube-auktionen.de
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Über 400 Orden und Ehrenzeichen vornehmlich deutscher Staaten 1800 – 1945 mit großen Seltenheiten. Sammlung Österreich mit Kürassen und silbernem Arcierenhelm Modell 1874. Prunksäbel König Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Sammlung Kgl. Preuß. Husarenregt. Nr. 11. Uniformfigurine Kgl. Bayer. Leibgarde der Hartschiere. Münztablett Kgl. Preuß. Husarenregt. Nr. 16. Uniformkundliche Literatur. Militär. Gemälde. Fahne Anhaltisches Inf.-Regt. 93, Blankwaffen, Reservistenkrüge. Der farbig illustrierte Katalog erscheint am 11. März und kann gegen 20.- € Vorkasse angefordert werden.
www.auktionen-in-heidelberg.de
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15:06 Uhr
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www.verzamelaarsjaarbeurs.nl
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KUNSTMARKT
Fernand Léger und das Lob der Moderne Fernand Léger lernt 1907 das Werk Cézannes kennen, und es elektrisiert ihn. Cézanne weist ihm den Weg zu Kubismus und Abstraktion. Von 1910 an arbeitet Léger im Künstlerviertel La Ruche, wo er Pablo Picasso und Georges Braque kennenlernt. In seinen Arbeiten geht er jedoch auf Abstand zum kubistischen Kanon. Die Farbpalette ist sehr bunt, und in der Grafik dominieren schlauchförmige Strukturen. Der Kubismus von Leger ist so persönlich, dass er von der Kritik einer eigenen Gattung zugeordnet wird. Er ist ein „Tubist”, der die Elemente im Raum zylindrisch darstellt. 1912 stellt er in der Section d’Or aus und unterschreibt ein Jahr später einen Exklusivvertrag mit dem berühmten Kunsthändler DanielHenry Kahnweiler. Alles läuft wunderbar, bis der Erste Weltkrieg ausbricht. Der Künstler macht von 1914 bis 1917 schmerzhafte Erfahrungen. Er wird eingezogen und kommt zu den Pionieren, später zu den Sanitätern an der Argonnenfront bei Verdun. Aufgrund einer Gasverletzung entgeht er dem weiteren Fronteinsatz und beginnt während seiner Genesung wieder zu malen. Diese schreckliche Erfahrung des Krieges verändert den Menschen Léger ebenso wie seine Kunst. Inmitten des Granatenhagels, so erinnert er sich später, wird er „von einem 75-Millimeter-Geschoss, das im Sonnenuntergang glänzte, von der Magie des Lichts auf blankem Metall geblendet”. Er nimmt aus dem Krieg die Ästhetik der Maschine und den Geist der Technik mit. Sein Werk nimmt
Fernand Léger, Nature morte, 1928 (Christie's, Paris, Oktober 2018, Zuschlagspreis 860.000 Euro) © 2018 Christie’s Images Limited, © VG-Bildkunst Bonn
nach dem Ersten Weltkrieg eine Wendung hin zum Maschinismus. Dies ist der Beginn der „mechanischen Periode”, eine Besessenheit von der Maschine, die das Gemälde „Le Disque“ von 1918 repräsentiert, eine Kollision geometrischer Formen und abgestürzter Flugzeuge. Als leidenschaftlicher Kinogänger und Fan von Charlie Chaplin verlässt er traditionelle Medien und erforscht, was zu dieser Zeit am modernsten ist: das Kino. Er realisiert 1924 Le Ballet Mécanique, ein experimentelles Wunderwerk von zwölf Minuten, an dem auch Man Ray an der Kamera teilnahm. Es ist auch die Zeit, in der wieder Menschen in seinem Werk auftauchen. Figuren von Akrobaten, Arbeitern, Menschen am Strand, kurzum, anonyme Frauen und Männer. In seiner Monografie erinnerte Werner Schmalenbach daran, dass Léger „von seiner Pflicht als Maler der Gegenwart besessen” gewesen sei. Légers Mission ist es, die Moderne mit dem Geist des Populären in Einklang zu bringen. Seine Werke landen schnell in den größten europäischen Museen, zwei große Ausstellungen im Art Institute von Chicago und dem MoMA von New York im Jahr 1935 sind ihm gewidmet. 1940 flieht er vor dem Zweiten Weltkrieg und zieht nach New York. Sein Stil wird weicher, da er mit der Transparenz gleichmäßiger Farben spielt und die Farbe von der Zeichnung trennt. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich
Fernand Léger, Contraste de formes, 1913 (Christie's, New York, November 2017, Zuschlagspreis 53.152.600 Euro)
Fernand Léger, Composition aux deux fruits, 1938 (Sotheby's, New York, November 2018, Zuschlagspreis 310.453 Euro)
© 2017 Christie’s Images Limited, © VG-Bildkunst Bonn
© VG-Bildkunst Bonn
19_Quittenbaum
11.02.2019
15:11 Uhr
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www.quittenbaum.de
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AUKTIONSNOTIZEN
26./27. Februar
Leo im Baum Im Kinsky, Wien Mit guter Qualität zu moderaten Preisen in einem breitgefächerten Angebot war man im Kinsky wiederholt äußerst erfolgreich. Auch zum ersten Termin im neuen Jahr setzt man auf diese Formel. Das 20. und 21. Jahrhundert mit klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst bilden den zeitlichen Rahmen, Gemälde, Grafiken und Skulpturen den inhaltlichen. Angeführt wird diese Auktion einmal mehr von der Grazerin Norbertine Bresslern-Roth, für deren Werk im Kinsky zuletzt ein neuer Weltrekordpreis erzielt wurde. Dieses Mal steht eines ihrer Gemälde von 1960, auf dem sie einen Leopard im Baum zeigt (und der später wohl genüsslich das Gebaren der Bieter betrachtet), im Mittelpunkt. Reizvolle kleinere Arbeiten von Alfons Walde und Leo Putz, Artur Nikodem, aber auch von Greta Freist und Josef Floch repräsentieren die österreichische Moderne auf vielfältige Weise. Markus Prachensky bietet mit Arbeiten aus den 1980er-Jahren einen begehrenswerten Kunst-Einstieg ins neue Jahr, gefolgt von Daniel Spoerri, Günter Brus, Gerwald Rockenschaub und Martin Schnur. TELEFON | + 43/(0)1/53242000 WEBSEITE | www.imkinsky.com
Norbertine Bresslern-Roth, Baum, 1960, Öl auf Jute, 75 x 98 cm (Schätzpreis 70.000-140.000 Euro). Im Kinsky, Wien, 26./27.02. 2019
Lucian Freud, Head of a Boy, 1956, Öl auf Leinwand, 18 x 18 cm (Schätzung 4-5 Mio. GBP). Sotheby’s London, 05.03.2019
5. März
Freud und Guinness Sotheby’s, London Der eine zählt zu den großen Meistern der Neuzeit. Der andere zu den großen Förderern der Künste. Beide haben sie einen außergewöhnlichen Stammbaum und pflegten eine lebenslange Freundschaft: Der britische Maler Lucian Freud, Enkel von Sigmund Freud und der irische Mäzen Garech Browne, Erbe des Guinness-Imperiums und Mitglied einer der reichsten und einflussreichsten Familien Englands. Freud porträtierte Garech Browne 1956 als jungen Mann. Das nur 18 auf 18 Zentimeter messende Bild ist ein Highlight von Sotheby’s Contemporary Evening Sale in London am 5. März. Garech Browne war der Sohn des britischen Adligen Tara Browne, Teil des Swinging London, und Oohnagh Guinness, Brauerei-Erbin und die jüngste der drei sogenannten „Golden Guinness Girls“. Er verstarb 2018 mit 78 Jahren in London. Zum ersten Mal besuchte Lucian Freud in den 1940er-Jahren mit seiner damaligen Frau Kitty das Guinness-Anwesen Luggala in der Grafschaft Wicklow in Irland, wo er Garech porträtierte. Dort lernte er auch Garechs Cousine, Lady Caroline HamiltonTemple-Blackwood kennen, mit der er von 1952 bis 1959 verheiratet war. Freuds Jugendporträt „Head of a Boy“, das er mit 34 Jahren angefertigt hatte, hing über ein halbes Jahrhundert im großen Wohnzimmer des Familiensitzes Luggala. Werke dieser Qualität aus Freuds Anfangszeit gibt es kaum auf dem Markt. Der Schätzpreis liegt bei vier bis fünf Millionen Britische Pfund. TELEFON | +44/(0)20/72935000 WEBSEITE | www.sothebys.com
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11.02.2019
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www.doebritz.de
www.hermann-historica.com
www.doebritz.de
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AUKTIONSNOTIZEN
Schlepptenderlok ME 70/12920. Wer auf neuere Modelle steht, hat in der Spur 1 von KM 1 eine Tenderlok oder eine Schlepptenderlok zur Auswahl. Und wer es ganz groß mag, bietet vielleicht auf die Magnus-Tenderlok der CFM in Spur IIm in der Bauart „Garrat“ oder – ebenfalls von Magnus – auf die Schlepptenderlok der RhB. Beim Blechspielzeug gibt es ebenfalls einige Highlights, unter anderem das bekannte Tut-Tut von Lehmann, ein Arnold Mac Motorradfahrer, das Electro-Radiant-Passagierflugzeug von Schuco oder auch eine liegende Dampfmaschine von Bing.
Märklin Spur 0 Personenzug „Adler“ (Limit 4.000 Euro). Wormser Spielzeugauktion, Worms, 28.02.-02.03.2019
TELEFON | 06247/90460 WEBSEITE | www.wormser-auktionshaus.de
5. bis 9. März 28. Februar bis 2. März
Kunst und Spiel
Groß-Gold Felzmann, Düsseldorf
Wormser Spielzeugauktion, Worms Zum ihrem ersten Auktionswochenende im neuen Jahr widmet sich die Wormser Spielzeugauktion zunächst der Kunst und den Antiquitäten. In ihrer 4. Kunstauktion haben die Wormser 269 Positionen Kunstgegenstände und hochwertiges Porzellan, das überwiegend aus einer großen und schönen Rosenthal-Sammlung stammt und deren erster Teil nun versteigert wird. Zur 124. Wormser Spielzeug-Auktion tags darauf erwarten die Sammler rund 4.000 Positionen aus allen Bereichen rund um das antiquarische Spielzeug. Unter den Eisenbahnen von Spur Z bis IIm sind wieder alle bekannten, aber auch weniger bekannte Hersteller vertreten. Highlights gefällig? Wie wär's dann bei H0 mit einer seltenen Schlepptenderlok von Trix Express. Oder einer Märklinschen E-Lok der DRG? Vielleicht soll es aber auch eine Märklin-Doppel-E-Lok Typ 1, ein dreiteiliger Schnelltriebwagen Typ 2 oder gar eine Krokodil-E-Lok Typ 4 sein? Liebhaber hochwertiger Sammlerstücke finden auch in dieser Auktion einige Sahnestückchen wie den Personenzug „Adler“ in der Spur 0 von Märklin und eine französische
Münzen, die ein Mehrfaches des ursprünglichen Nominales darstellen, werden in der Numismatik gerne als Groß-Gold bezeichnet. Vor allem bei Sammlern sind sie beliebt, da der Sammlerwert weit über dem Materialwert liegt und sie meist recht selten sind. Sie waren früher gängiges Zahlungsmittel, werden heute aber nur noch für Münzliebhaber geprägt. In der großen Frühlingsauktion von Felzmann kommen ein paar seltene dieser Stücke unter den Hammer. Dazu zählt eine besondere Münze, welche 1668 in London geprägt wurde. Die Five Guineas, auf denen der Kopf Charles II. zu sehen ist, wurde aus Gold geschlagen, welches von der British African Company aus Westafrika importiert wurde. Es handelte sich um das 20. Regierungsjahr von Charles II., der von 1660 bis 1685 regierte, aber bereits 1649 im französischen Exil zum König gekrönt worden war. Ebenfalls aus Großbritannien stammt eine Goldmünze, welche die Abbildung der Büste von James II. mit Lorbeerkranz zeigt. Der Ausruf liegt bei 1.500 Euro. Ab 500 Euro sind auch Goldmünzen mit dem Konterfei von George III. von 1779 und 1788 zu haben. TELEFON | 0211/55044213 WEBSEITE | www.felzmann.de
Arnold Mac 700, der auf- und absteigende Motorradfahrer (Limit 200 Euro). Wormser Spielzeugauktion, Worms, 28.02.-02.03.2019
Five Guineas, 1688, London (Ausruf 10.000 Euro). Felzmann, Düsseldorf, 05.-09.03.2019
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www.kastern.de
OHNE LIMIT AUKTION Freitag/Samstag, 22.+23. März 2019 Freitag Saalöffnung 14.00 Uhr – Beginn 15.00 Uhr Samstag Saalöffnung 9.00 Uhr – Beginn 10.00 Uhr Vorbesichtigung GmbH
Sa So Mo Di Mi
16.03.19 17.03.19 18.03.19 19.03.19 20.03.19
10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr
Do. sind wir telefonisch erreichbar.
Auktionskatalog unter: www.auktionshaus-walldorf.de Heinrich-Hertz-Straße 9 D-69190 Walldorf bei Heidelberg
Telefon 06227 / 40 43 Telefax 06227 / 63 64 2 info@auktionshaus-walldorf.de
www.spielzeugauktion.de
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Trugbilder Kunst im Speziellen Beitin, Andreas / Diederen, Roger (Hg.): Die Lust der Täuschung – Von Antiker Kunst bis zur Virtual Reality, 265 Seiten, Abbildungen in Farbe, Hirmer Verlag, München, 2018, Preis: € 39,90. Nein, es handelt sich hier nicht um die Memoiren berühmter Kunstfälscher. Das brisante Thema wird zwar angeschnitten, inhaltlich spielt dieser kriminelle Berufstand aber keine tragende Rolle. Im vorliegenden Bildband wird nicht einseitig über die Lust, die ein Betrüger in Ausübung seiner finsteren Machenschaften vermutlich verspürt und die ihn, außer den finanziellen Verlockungen antreibt, berichtet. Lust erfahren in diesem Fall alle Beteiligten – und regelrecht
Gepixelt Neoimpressionismus Franc, Frédéric / Bocquillon, Feretti, Marina / Westheider, Ortrud / Philipp, Michael (Hg.): Farbe und Licht – Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross, 248 Seiten, 200 Abbildungen in Farbe, Prestel Verlag, München, London, New York, 2018, Preis: € 39,-. Im ausgehenden 19. Jahrhundert verwendeten nicht wenige Kritiker ganz abwertend den Begriff der „Konfettimalerei“, wenn sie ihr Urteil über Bilder von Georges Seurat, Paul Signac oder Henri-Edmond Cross kundtaten. Die Vertreter dieser damals ganz jungen Kunstströmung wehrten sich jedoch selbst gegen die gängige, wertfreie Variante, mit der ihre Art, die Dinge wiederzugeben, bezeichnet wurde; auch Pointillismus stand nicht im Einklang mit ihrem Verständnis der eigenen Kunst. Ihnen ging es keineswegs darum, Punkte, Tupfer oder Striche auf die Leinwand zu setzen, ihr Anliegen war die reine Farbe und ihr harmonisches Zusammen-
übers Ohr gehauen oder hinters Licht geführt wird ohnehin niemand. Getäuscht wird lediglich das Auge. Das Spiel der Künstler mit der sinnlichen Wahrnehmung ist bereits aus der Antike überliefert; legendär wurde der Wettstreit zweier Maler, bei dem bekanntlich derjenige als Sieger hervorging, dem es gelungen, war den Kontrahenten zu täuschen, der einen gemalten Vorhang zu Seite schieben wollte. Diese explizite Kunst der Augentäuschung hat Jahrhunderte später als „Trompe l’oeil-Malerei“ sowie in der illusionistischen Deckenmalerei eigene Kategorien entwickelt. Mit fortschreitender Technik sind die Möglichkeiten der Sinnestäuschung zweifelsohne wesentlich raffinierter geworden, aber selbst angesichts der atemberaubenden Effekte computergestützer Kunst, zum Staunen und Nachdenken – nicht zuletzt über die ureigensten Aufgaben der Kunst – bringen den Betrachter alle hier versammelten Kunstwerke. ISBN 978-3-774-3139-0
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wirken bei der Betrachtung aus der Ferne. Die Maler sahen sich selbst als „Divisionisten“. Henri-Edmond Cross, der sich schon früh diese revolutionäre Malweise zu eigen gemacht hatte und Bilder von immenser Ausdrucks- und Leuchtkraft schuf, ist als herausragender Vertreter dieser Kunstrichtung ein wenig in Vergessenheit geraten. Schade – aber glücklicherweise ermöglicht diese Publikation die (Wieder)Entdeckung dieses wegweisenden Künstlers samt seines gesamten OEuvres. Nicht nur seine Gemälde, auch seine Zeichnungen und Aquarelle sind abgebildet und Thema diverser recht aufschlussreicher Fachbeiträge. Der zwischenzeitlich etablierte Terminus „Neoimpressionismus“ für jenen avantgardistischen Malstil ist übrigens eigentlich ebenfalls unzulänglich und eher irreführend. Warum? Auch dazu mehr in den Essays. ISBN 978-3-7913-5772-0
Nr. 2 Porzellan Thun-Hohenstein, Christoph / Franz, Rainald (Hg.): 300 Jahre Wiener Porzellanmanunfaktur / 300 Years of The Vienna Porcelain Manufactory, 270 Seiten, Text in Deutsch und Englisch, Abbildungen überwiegend in Farbe, Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart, 2018, Preis: € 48,-. Im Jahre 1718 erhielten Claudius Innocentius Du Paquier und seine Kompagnons das kaiserliche Privileg zur Errichtung einer Porzellanmanufaktur in Wien. Es war dies die zweite ihrer Art in Europa und ohne den Verrat der ehemaligen
Mitarbeiter aus Meißen, Christoph Hunger sowie des Arkanist Samuel Stölzel, wäre man in der kaiserlichen Hauptstadt wohl nicht in der Lage gewesen, acht Jahre nach Gründung der Manufaktur in Sachsen, ein Konkurrenzunternehmen in Österreich aufzubauen. Die Tatsache, dass sowohl Stölzel als auch Georg Höroldt Wien bald den Rücken kehrten und (wieder) nach Meißen zogen, konnte dem Aufstieg der Porzellanherstellung im Zenit des Habsburgerreiches aber nichts mehr anhaben. Rund 150 Jahre schrieb die Manufaktur Geschichte, bis am 26. November ihre Schließung offiziell wurde. Erst 1923 sollte mit der Porzellanmanufaktur Augarten ihre Geschichte fortgesetzt werden. Beim Ausverkauf im Jahre 1824 gelangte glücklicherweise nicht nur ein beträchtlicher Teil an Modellen und Gipsformen in den Besitz des Österreichischen Museums für angewandte Kunst (MAK), sondern außerdem der komplette schriftliche Nachlass. Man war dort folglich prädestiniert, den 300. Geburtstag dieser ehrwürdigen Einrichtung gebührend im Rahmen einer Ausstellung zu feiern. Mit zahlreichen Exponaten, der Abbildungsteil bestreitet rund die Hälfte dieser Begleitpublikation, konnte eindrücklich belegt werden, dass die Wiener Erzeugnisse hinsichtlich ihrer Qualität nicht in zweiter Reihe stehen. Die komplette Geschichte ist gut überschaubar auf einigen Seiten in tabel-
larischer Form dargestellt, vertiefende Einsichten liefern die umfangreicheren Fachbeiträge, die einzelne Aspekte zur Historie, herausragende Erzeugnisse oder wichtige Mitarbeiter etc. bearbeiten. ISBN 978-3-89790-530-6
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