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Sammler Journal 02/2019

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FeBruAr 2019

Februar 2019 · B 1309 | € 7,50 Schweiz CHF 11,50 | Österreich € 8,00 | Be/ne/Lux € 8,50

SAMMLer JournAL

KUNST • ANTIQUITÄTEN • AUKTIONEN

Über 2.000 Termine AUSSTELLUNGEN AUKTIONEN HAMMERPREISE

HEINRICH REINHOLD Pionier der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert

ES WAR EINMAL IN AMERIKA 300 Jahre amerikanische Kunst

WILHELM LEHMBRUCK

GEMI

Ausdrucksstarker Bildhauer

Das Künstlerkleid Legendäre Frauenkleidung der frühen Moderne


U2_Nagel

14.01.2019

16:02 Uhr

Seite 1

www.auction.de


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INHALT

KUNSTMARKT Das Werk von Günther Uecker

FOTOKUNST Von Austria bis Wolf

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Titelbild: Ausstellungsansicht „Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft“, Kunstmuseen Krefeld, Kaiser Wilhelm Museum. Foto: Dirk Rose

SAMMLER-SERVICE

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MAGAZIN

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MESSETERMINE

12

AUKTIONSTERMINE

28

INSERENTENVERZEICHNIS

31

AUKTIONSNOTIZEN

32

AUSSTELLUNGSTERMINE

50

AUSSTELLUNGEN

55

LITERATURTIPP

66

AUKTIONSPREISE

68

VORSCHAU | IMPRESSUM

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DAS KÜNSTLERKLEID von Ina Knekties

ES WAR EINMAL IN AMERIKA von Heidrun Th. Grigoleit

HEINRICH REINHOLD von Anja Iwa

WILHELM LEHMBRUCK von Hans-Jürgen Flamm

20 38 44 60

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SAMMLER-SERVICE

Expressionismus, gehörte unter anderem der Künstlervereinigung der Münchner Neuen Secession an und stellte in den 1920er- und 1930er-Jahre im In- und Ausland erfolgreich aus. Unter dem Nationalsozialismus wurde sie der Entarteten Kunst zugerechnet, ihre Werke geächtet und teilweise zerstört. In dieser Zeit widmete sie sich in einer inneren Emigration unverfänglichen Bildthemen, in die sie jedoch immer wieder freie Farb- und Formkompositionen im Sinne des Expressionismus schmuggelt. In diesem Fall kann der Wandbehang in gewisser Weise als ein dechiffriertes Bekenntnis zur expressionistischen Kunstauffassung Paula Wimmers in unfreien Zeiten verstanden werden. Somit ist die gestellte Frage nach den hier vermeintlich gezeigten Idealen der Zeit mit einem Ja und einem Nein zugleich zu beantworten. Die Dame ist zwar äußerlich den Idealen bzw. der Mode der Zeit entsprechend dargestellt, doch schleicht sich mit dem Muster des Wandbehanges ein Bekenntnis zur Freiheit der Form und des künstlerischen Ausdrucks in dieses, auf den ersten Blick harmlos erscheinende Bild, ein. In einer Auktion sollte dieses Gemälde mit 1.000 bis 2.000 Euro anzusetzen sein. Georg Ottomeyer, Experte Berlin

Dechiffriertes Bekenntnis Gemälde von Paula Wimmer

?

In unserem Besitz befindet sich dieses große Bild einer jungen Frau mit einer Ziehharmonika. Leider kann man unten rechts die Künstlersignatur nicht mehr erkennen. Oben rechts wurde nochmalig der Name P. Wimmer vermerkt. Datiert wurde das Bild im Jahr 1940. Es stammt aus einer Wohnungsauflösung in Oberbayern. Das Bild misst mit Rahmen 115 x 89,5 cm, 97 x 71,5 cm ohne. Gerne würden wir etwas über den Maler erfahren sowie über den Wert des Bildes. Wir bezahlten 100 Euro. Entsprach diese Darstellung der Frau mit dem Musikinstrument den Idealen der damaligen kulturellen Vorstellung? Nicole und Daniel Kremhelmer, Hettenkofen

!

Das hier besprochene Gemälde zeigt eine blonde Dame, bekleidet mit einem schwarzen blumengemusterten Kleid, mit einem Akkordeon. Der Bildausschnitt ist nah an die Porträtierte herangerückt und zeigt nur die auf einem Stuhl sitzende Dame und einen abstrakt gemusterten Wandbehang. Auf dem Akkordeon lässt sich Imperator III entziffern, welches tatsächlich ein von der Firma Hohner hergestelltes Akkordeonmodell ist. Das Gemälde ist in Öl auf Leinwand gemalt und hat die Maße 97 x 71,5 cm ohne den Rahmen gemessen. Das Bild ist doppelt signiert mit „P. Wimmer“ und datiert mit 1940. Die Signatur lässt sich mit der Münchner Künstlerin Paula Wimmer (18761971) auflösen. Diese Künstlerin ist eine Vertreterin des


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Aus dem „Malerwinkel” Gemälde eines unbekannten Künstlers

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Ich bitte Sie um Bestimmung bzw. auch die wertmäßige Einordnung eines Bildes. Das Motiv ist m. E. der Königssee mit umliegenden Bergen. Auf dem See ist ein Boot mit Fährmann. Am Fuß der Berge ist eine Kirche zu sehen. Die Signatur konnten wir leider nicht entziffern, nur die Zahl 97. Die Größe der Leinwand beträgt 70 x 100 cm. Vielleicht können Sie bei der Bestimmung des Malers und des Wertes behilflich sein? Klaus-Jörg Tchorrek, Berlin

!

Es handelt sich hier um ein Landschaftsgemälde, gefertigt in Öl auf Leinwand mit den Maßen 70 x 100 cm. Es zeigt den Blick auf einen von hochaufragenden Steilwänden eingerahmten See. Dieser See ist mit Sicherheit als der Königssee mit seinen charakteristischen Bergzügen zu identifizieren. Es lässt sich sogar die Position des Malers mit dem sogenannten „Malerwinkel“ also dem nördlichen Ufer des Königssees mit Blick auf die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä benennen. Das Gemälde ist in der rechten Ecke schwer leserlich signiert. Mehrere Leseweisen, die aber mit keinen bekannten bzw. fassbaren Künstler in Deckung zu bringen sind, bieten sich an. Entweder ist der abgesetzte beginnende Strich als ein I zu verstehen und der Name als „Corno 97“ zu lesen oder der erste Buchstabe ein auseinander gezogenes K. Hier böten sich zwei Leseweisen an. Entweder „Korno“ oder „Kiorno“. Sicher lesbar bleiben für mich lediglich „..orno...“ in der Mitte des Namens. Die Deutung der letzten Zeichen als Jahreszahl 97 ist ebenfalls m. E. nicht zwingend. Die in der Farbigkeit leicht übersteuerte Malweise verweist eher auf den Beginn des 20. Jahrhunderts. Angesichts dieser zahlreichen Ungewissheiten ist der Künstler nicht zu identifizieren. In einer Auktion würde dieses dekorative Gemälde mit 150 bis 300 Euro angesetzt werden. Georg Ottomeyer, Experte Berlin

www.plueckbaum.de


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MAGAZIN

Gute Mischung 43. Art & Antik in Münster Ob Gemälde, Plastiken, Uhren, Schmuck, Porzellan oder ausgewählte Mid-Century Designklassiker-Möbel – von antik bis zeitgenössisch bietet die Art & Antik Messe Münster alles, was das Sammlerherz begehrt. Rund 60 nationale und internationale Aussteller präsentieren ihre Exponate und laden jährlich etwa 8.000 Besucher zu einer Reise in ferne Kulturen und vergangene Epochen ein. Design, Fotografie und Gegenwartskunst runden das große Portfolio der Art & Antik im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ab. Seit 1976 hat sich die Art & Antik Messe Münster als bedeutende Messe für Kunst- und Antiquitätenliebhaber etabliert und ist aus vielen Terminkalendern nicht mehr wegzudenken. An fünf Tagen im Jahr pilgern Kunstjünger und Raritätenjäger im Rahmen der Art & Antik in das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland. Händler und Besucher aus aller Welt finden wegen der Kunst zusammen. „Kunst ist eine universelle Sprache. Eine Form der Kommunikation,

Art & Antik im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, Münster © Peter Grewer

Art & Antik im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, Münster © Peter Grewer

Art & Antik im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, Münster © Peter Grewer

die jeder versteht“, so Projektleiterin Jeanette Bouillon vom Messe und Congress Centrum Halle Münsterland. Bereits zum 43. Mal bewährt sich das Erfolgsrezept der Traditionsmesse: Eine klassische Auswahl an Antiquitäten und Gemälden bildet die Basis und wurde im Laufe der Zeit mit zeitgenössischer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ergänzt und mit erlesenen Höhepunkten aus den Bereichen Fotografie und Design bereichert. Die Qualität der Exponate wird von einer fachkundigen und unabhängigen Jury auf Herz und Nieren geprüft. Diese Jurierung gewährt nicht nur einen hohen Qualitätsanspruch, sondern garantiert, dass die Käufer auf der Art & Antik nur Originale erwerben. Viele der Ausstellungsstücke sind zwar Relikte aus vergangenen Zeiten, aber das Konzept der Messe ist alles andere als eingestaubt. Auch Sonderschauen gehören zum Repertoire: Auf Kooperationen mit dem Kunstmuseum Pablo Picasso und dem Westfälischen Kunstverein folgte 2017 eine Sonderausstellung mit aktueller Kunst einer neuen Generation. Diese „Positionen der Gegenwart“ haben sich heute als fester Messebestandteil etabliert. Auf ein neues Kapitel dürfen sich vor allem Designinteressierte freuen: Die Masterpiece Münster feierte 2018 ihre Premiere als Sonderschau und begeisterte mit einer ausgewählten Designausstellung. 2019 wird sie sich nun erstmals mit einem eigenen Ausstellungsbereich präsentieren. Mit exklusiven Designobjekten der internationalen Moderne von 1960 bis 1990 sowie Avantgarde und heutigen Spitzenentwürfen lässt die Masterpiece Münster die Herzen der Designfans und -sammler höher schlagen. Die Art & Antik bietet mit der Masterpiece Münster Designern, Designstores und Manufakturen eine Plattform für Kommunikation und Verkauf. Sie öffnet sich damit gegenüber einer weiteren Zielgruppe und beweist, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Die Art & Antik Messe Münster beginnt mit der Vernissage am Aschermittwoch, dem 6. März 2019, von 17 bis 21 Uhr. Vom 7. bis 9. März ist die Messe jeweils von 11 bis 19 Uhr geöffnet sowie am 10. März von 11 bis 18 Uhr. TELEFON | 0251/6600465 WEBSEITE | www.artundantik-muenster.de


07_Stahl

14.01.2019

16:03 Uhr

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09_Van_Ham

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11_Muensterland

14.01.2019

16:04 Uhr

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EINLADUNG ZUR KUNSTAUKTION Samstag, 23. Februar 2019 Beginn 10.00 Uhr – Saalöffnung 9.00 Uhr Vorbesichtigung GmbH

Sa So Mo Di Mi

16.02.19 17.02.19 18.02.19 19.02.19 20.02.19

10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr 10.00 -18.00 Uhr

Do.+Fr. sind wir telefonisch erreichbar.

Auktionskatalog unter: www.auktionshaus-walldorf.de Heinrich-Hertz-Straße 9 D-69190 Walldorf bei Heidelberg

Telefon 06227 / 40 43 Telefax 06227 / 63 64 2 info@auktionshaus-walldorf.de

www.auktion-ruetten.de

www.artundantik-muenster.de www.masterpiece-muenster.de


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Lehm bruck Wilhelm Lehmbruck Bildhauer der klassischen Moderne Von Hans-Jürgen Flamm

Neben Ernst Barlach ist Wilhelm Lehmbruck der wichtigste deutsche Bildhauer der klassischen Moderne. Sein ausdrucksstarkes und umfangreiches Lebenswerk – Plastiken, Zeichnungen, Druckgrafik – entstand in nur zwei Jahrzehnten. Sein bildhauerischer Werdegang führte ihn vom akademisch geschulten Frühwerk zu eigener unverwechselbarer Formensprache. Die Stuttgarter Staatsgalerie konnte 2017 Plastiken und Papierarbeiten aus Familienbesitz erwerben. In einer wissenschaftlich aufbereiteten Ausstellung präsentiert sie ihren nach Duisburg nun umfangreichsten Bestand an Werken von Wilhelm Lehmbruck, dessen Todestag sich im März zum 100. Mal jährt.

Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) besuchte bereits als 14-jähriger die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf. An der Akademie Düsseldorf war er mehrere Jahre zur Ausbildung bei Carl Janssen eingeschrieben. Neben Bildnissen und sozialen Themen schuf er weibliche Aktfiguren und Entwürfe für Grabplastiken, in einigen Werken setzte er sich mit Rodin auseinander. Nach seinem Studium richtete sich Lehmbruck 1907 ein eigenes Atelier ein und nahm an Wettbewerben und Ausstellungen teil, die ihn bekannter machten. In diesem Jahr reiste er zum ersten Mal mit eigenen Arbeiten nach Paris, wohin er 1910 mit seiner Familie übersiedelte. 1908 hatte er Anita Kaufmann geheiratet. Der erste Sohn, Gustav Wilhelm, wurde 1909 geboren. Der zweite, Manfred, kam 1913 in Paris zur Welt. Der dritte, Guido, 1917 in Zürich. Lehmbruck fand Kontakt zu wichtigen Sammlern wie Carl Nolden oder Karl-Ernst Osthaus. In Paris entstand später ein Porträtkopf des Sohnes Manfred Osthaus’. In der französischen Metropole lernte er Alexander Archipenko, Constantin Brancusi, André Derain, Henri Matisse, Pablo Picasso und Amedeo Modigliani kennen.

PARIS Der Durchbruch gelang Wilhelm Lehmbruck 1909 mit der von innerer Ruhe erfüllten weiblichen Aktfigur „Große Stehende“. Angeregt von Rodin, den Lehmbruck in seiner Frühzeit bewundert hatte, oder Georg Minne, der mit seinen expressiv gedehnten Körpern Aufsehen erregte, hatte Lehmbruck, als er 1910 nach Paris übersiedelte, seinen persönlichen Stil gefunden. Die nach stren-

Wilhelm Lehmbruck, Der Gestürzte, 1915, Zementguss, 78 x 240 x 82 cm Staatsgalerie Stuttgart, erworben 2017 aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg und mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder


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gen Proportionsmaßen tektonisch aufgebauten Figuren sind in sich gekehrt, wirken vergeistigt oder träumerisch resigniert, ohne an Anmut zu verlieren. Wilhelm Lehmbruck sah den Sinn seines künstlerischen Schaffens darin, mit einer adäquaten Bildsprache an der geistigen Erneuerung der menschlichen Gesellschaft teilzuhaben und mitzuwirken. Ein Vorhaben, das seit der Jahrhundertwende viele Künstler motiviert hatte. In einer unverwechselbaren Formensprache vermochte er wie kein anderer, in seinen Figuren und Torsi die Ideale hoher Geistigkeit und Materie zu vereinen. Lehmbruck steigerte ihren Ausdruck mittels der in der Verbindung von Dynamik und Formstrenge entwickelten typischen Längung der Körper. Manche Zeitgenossen bezeichneten sie als gotisch, so auch Emil Nolde nach einem Treffen auf der Kölner Sonderbundausstellung 1912: „Lehmbruck mit seiner gotisierenden Knienden – vom Runden, Weichen zum Gedehnten, Eckigen übergehend…“. Eine Berliner Zeitungskritik anlässlich der Münchner Secession 1916 beurteilte sein Werk als „in gotischer Verjüngung sehr formenstark“. Doch haben seine Arbeiten in „der Nachfolge Auguste Rodins definitiv mit dem Aufdringlichen und dem Pathos der Skulptur im 19. Jahrhundert“ (Uwe M. Schneede) aufgeräumt. Zu seiner Sonderstellung gehört auch, dass er sich nicht der Primitivismus-Mode der zeitgenössischen Avantgarde anpasste. Wilhelm Lehmbruck beteiligte sich in der Vorkriegszeit an zahlreichen Ausstellungen, auch an der wichtigen des Werkbunds in Köln. 1914 veranstaltete die Pariser Galerie Paul Levesque eine erste große Einzelschau des Künstlers, 1916 folgte eine Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim. Bis dahin war Lehmbrucks Karriere erfolgversprechend verlaufen, nun musste er aber wegen des Kriegsbeginns den Ort verlassen, der ihm fruchtbare Impulse gegeben hatte: Paris.

Lehmbruck gehörte zu den ersten deutschen Bildhauern, die neben traditionellen Materialien wie Marmor und Bronze innovative Werkstoffe wie Steinguss, Terrakotta oder Stucco verwendeten. Wahrscheinlich kamen Anregungen auch aus dem Kreis seiner Pariser Künstlerkollegen. Constantin Brancusi arbeitete seit 1907 mit Kalkstein, Alexander Archipenko sprach im Rückblick von „Cement“- und Terrakotta-Arbeiten. Im Gegensatz zu seinem Antipoden Ernst Barlach, der aus der altdeutschen Kunst und mittelalterlichen Skulpturen schöpfte, die Aktfigur und den Torso ablehnte, wollte Lehmbruck zeitgemäße, moderne Kunst schaffen. Er suchte in Paris den Austausch mit der internationalen Avantgarde und blieb auch deshalb für Nachfolgegenerationen so interessant – auch für Joseph Beuys, der Lehmbruck als seinen „eigentlichen Lehrer“ bezeichnete.

STUTTGART Warum Lehmbruck in Stuttgart? Bereits kurz nach dem Tod des Bildhauers erwarb das Museum – damals noch das Museum der Bildenden Künste – Plastiken von Wilhelm Lehmbruck. 1924 verkaufte die Witwe die Großplastik „Emporsteigender Jüngling“ von 1913 an die Stuttgarter, sie wurde 1944 durch Bomben stark beschädigt. Doch schon 1945 zeigte der damalige Direktor Ausstellungen mit Werken der von den Nationalsozialisten sogenannten „verfemten“ Künstler der Moderne. Mit der Familie Lehmbruck entwickelte sich eine besondere Beziehung. Sie war nach Stuttgart, beziehungsweise Tübingen gezogen. Wilhelm Lehmbrucks Frau Anita und die Söhne Manfred und Guido lebten dort mit ihren Familien bis zu ihrem Tode. Die erste Stuttgarter Lehmbruck-Ausstellung von 1949 wurde auch in anderen bundesdeutschen Museen gezeigt. Weitere Erwerbungen und auch Schenkungen berei-

Wilhelm Lehmbruck, Vier Frauen (drei stehend, eine sitzend), 1913, Radierung, Papier, 43,9 x 30,7 cm Graphische Sammlung, Staatsgalerie Stuttgart, erworben 2017 aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg und mit Unterstützung der Länder

Oben: Wilhelm Lehmbruck, Emporsteigender Mann, 1913, Pinsel, Sepia, 31,4 x 24,5 cm Graphische Sammlung, Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe 2017 Ernst von Siemens Kunststiftung, restauriert im Schauatelier Wüstenrot Stiftung


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BILDHAUEREI

cherten im Lauf der Jahre die Stuttgarter Sammlung, bis nun ein Konvolut aus drei Plastiken und 69 Papierarbeiten aus dem Besitz der Familie in Museumsbestand überging. An der „konzertierten Aktion“ waren das Land Baden-Württemberg, die Kulturstiftung der Länder und die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung beteiligt. Lehmbrucks geschäftstüchtige Gattin Anita ließ nach dem Tode ihres Mannes zahlreiche Abgüsse seiner Plastiken anfertigen. Sie wusste, „wie der Kunstmarkt tickt“. Die Staatsgalerie Stuttgart sondierte, was vom Künstler selbst und was nach seinem Tode gegossen wurde. Ein schwieriges Unterfangen. Die meisten Arbeiten sind undatiert, es gibt keine Verzeichnisse, in denen die ursprünglichen Auflagen aufgelistet sind. Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie, äußerte sich zum Ordnen, Analysieren und Katalogisieren des Lehmbruck’schen Werkes, das nun eine neue Betrachtungsweise ermöglicht, so: „Viele seiner Plastiken wurden in der Vergangenheit immer wieder unterschiedlich bezeichnet. So trägt beispielsweise unsere „Große Sinnende“ auch manchmal den Titel „Stehendes Mädchen“ oder „Sinnende“. Dass es fast von allen Werken Lehmbrucks mehrere Güsse gibt, die oftmals in verschiedenen Materialien ausgeführt sind, und dass dabei stets nur das Entstehungsjahr verzeichnet wurde, nie zusätzlich auch das Jahr, in dem der jeweilige Guss

Oben: Wilhelm Lehmbruck, Emporsteigender Jüngling, 1913, Steinguss, 155 x 53 x 75 cm Staatsgalerie Stuttgart, erworben 1924

Unten: Wilhelm Lehmbruck, Die große Sinnende, 1913, Gips, getönt und gefasst, 208 x 41 x 43 cm Staatsgalerie Stuttgart, erworben 2017 aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg und mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, restauriert im Schauatelier Wüstenrot Stiftung

entstanden ist – das alles erschwert die Arbeit“. Ungenaue Materialbezeichnungen sorgen für zusätzliche Komplikationen. Manche Arbeiten werden als Gips, Steinguss, Stucco, Ton oder Terrakotta bezeichnet, dabei hat eine exakte Materialanalyse nicht stattgefunden. Die neu erworbenen Papierarbeiten sind in Stuttgart in einer separaten Ausstellung zu sehen. Die Skizzen zu einzelnen Plastiken haben der wissenschaftlichen Aufarbeitung wohl wichtige Ergebnisse und Querbezüge ermöglicht. Sie erreichen nicht den künstlerischen Ausdruck der Plastiken, sind aber von höherer Qualität als bei Bildhauern im Allgemeinen üblich.

KRIEGSZEIT Nach der Rückkehr aus Paris 1914 – zunächst nach Berlin, dann nach Zürich – gelangen Lehmbruck nur noch zwei Großplastiken: männliche Figuren, die die Kriegskatastrophe ebenso darstellen wie auch die existenzielle Gefährdung des Künstlers selbst. Mitten im Krieg entstanden seine reifsten Werke. „Der Gestürzte“, vor dem Schweizer Exil in Berlin 1915/16 entstanden, und „Sitzender Jüngling“, Ende 1916 in Zürich als sein zweites Hauptwerk der Kriegszeit gefertigt, auch „Der Freund“ genannt. Der „Sitzende Jüngling“ gilt als Metapher für die Sinnlosigkeit des Krieges und als Symbol tiefer Resignation. „Der künstlerische Ausdruck der geistigen Erneuerung nimmt nach den Materialschlachten des Weltkriegs ebenso utopische wie verzweifelte Züge an“, formulierte Lehmbrucks Freund Fritz von Unruh im Zusammenhang mit dieser Plastik. Der Gestürzte ist eines der eindrucksvollsten Hauptwerke des Künstlers, ebenfalls eine „existenzielle Antikriegsplastik“. Seit Kriegsausbruch hatte Lehmbruck sich mit dem Thema in Zeichnungen und Grafiken auseinandergesetzt. Beim Gestürzten griff er auf Erfahrungen als Sanitäter in einem Berliner Laza-


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BILDHAUEREI

rett zurück. Im Kontrast zum eher triumphalen Auftritt der Figur „Emporsteigender Jüngling“ von 1910/ 1914 ist hier der Körper des Menschen ins Mark getroffen. Die Figur war zum ersten Mal im Frühjahr 1915 in der Berliner Secession zu sehen. Seit der Präsentation des Gestürzten wurde Lehmbrucks Werk zum Teil vehement abgelehnt. Seine pazifistische Aussage passte nicht in die noch vorherrschende Kriegsbegeisterung. Bis dahin war seine Karriere vielversprechend verlaufen, er galt als einer der stärksten Hoffnungsträger moderner deutscher Plastik. Nun beklagte bei der Secessions-Ausstellung 1916 in München ein Kritiker, dass Lehmbruck ohne Not seinen klaren Weg verlassen hätte „und nun im Dunkel unbestimmten Zielen entgegenhastet“. Die Plastik verdeutlicht jedoch ausdrücklich die Erschütterung und Verzweiflung, die der Krieg in ihm ausgelöst hat. Lehmbruck heroisiert den

Kampf fürs Vaterland nicht, der Gestürzte – ein junger Mann, der auf dem Boden kriecht und dessen Kopf bereits auf den Boden gesunken ist, in der Hand ein zerbrochenes Schwert – ist eine „endgültige Symbolfigur der Trauer um alle Opfer des europäischen Krieges, ein Jahrhundertwerk“ (Dietrich Schubert). Der Mannheimer Unternehmer Salomon „Sally“ Falk (1888-1962) wird in

Rechts: Wilhelm Lehmbruck, Torso Mädchen sich umwendend (Torso der Schreitenden/Mädchen sich umwendend), 1913/14, Gips, rot getönt, 98 x 48 x 34 cm Staatsgalerie Stuttgart, erworben 1965 mit Lotto-Mitteln

Unten: Wilhelm Lehmbruck, Sitzendes Mädchen, 1913, Stuck, rötlich getönt und poliert, 30 x 48 x 22 cm Staatsgalerie Stuttgart, erworben 1921, 1937 als „entartet“ beschlagnahmt, zurückerworben mit Lotto-Mitteln 1999

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diesen Jahren zu einem wichtigen Unterstützer und Sammler Lehmbrucks. Ende März 1916 besucht Sally Falk Lehmbruck zum ersten Mal in dessen Atelier, er erwirbt in den nächsten anderthalb Jahren zahlreiche Kunstwerke Lehmbrucks, zum Teil über den Berliner Kunsthändler Paul Cassirer, der den Bildhauer vertritt. Lehmbruck fertigt 1916 Portäts des Ehepaares an. Eine Büste aus Gips der Ehefrau Adèle kann die Staatsgalerie 2017 erwerben.

BERLIN UND ZÜRICH

Wilhelm Lehmbruck, Bildnisbüste Frau Adèle Falk (ohne Schultern), Berlin 1916, Gips, leicht getönt, 62 cm Staatsgalerie Stuttgart, erworben 2017 aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg und mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder

Unten: Wilhelm Lehmbruck, Büste der Knienden, Paris 1911/12, Gips, 49 x 46 x 31,5 cm Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe 2008 aus Privatbesitz

Für Lehmbruck ist die Ganzfigur allerdings nicht abschließender Ausdruck und Form. In seinen letzten zweieinhalb Lebensjahren konzentriert er sich auf Büsten und Torsi und formt diese zu eigenen, autonomen Kunstwerken aus. Für ihn ist dies die „alleinige Möglichkeit, das Immaterielle, das Geistige plastisch zu veranschaulichen“. Sein „Torsierungsprogramm“ (Ina Conzen), die Reduzierung und Subtraktion seiner Figuren auf Torsi, ist in Stuttgart gut zu verfolgen etwa an der Büste der

Knienden oder der Bildnisbüste Frau Adèle Falk. Lehmbruck übernahm die Methode Rodins, stellte der Kunstkritiker Julius Meier-Graefe fest, und geht darüber hinaus. Im Gegensatz zum Franzosen, der fertige Werke zerteilte, „komponierte Lehmbruck ganz bewusst auf das Fragment hin.“ Die Ausstellung präsentiert die unterschiedlichen Varianten der Motive im Doppelpack oder in dreifacher Ausführung. Die „Kleine Sinnende“ ist sogar in Bronze, Gips, Zementguss und Terrakotta ausgeführt. Das Erproben in den verschiedenen Materialien im Ringen um einen gültigen Ausdruck war charakteristisch für die expressionistische Generation. Paul Westheim, der spätere Biograf des Bildhauers, schildert einen Atelierbesuch bei Lehmbruck in Paris: „[…] Und es lässt ihm keine Ruhe, er knetet wieder und wieder an dem Werk herum, er ist versessen auf äußerste Vollkommenheit“. Einem anderen Besucher gegenüber schildert Lehmbruck die Vorteile des Zementgusses, er sei fast so dauerhaft wie Stein und man könne ihm mittels Zusätze Patina verleihen. Überall entdeckt der Betrachter feine, sensible und polierte Oberflächen, ob als Material Gips, Terrakotta, Steinguss oder Stuck eingesetzt ist. Doch bei den über 30 größeren und kleineren Skulpturen, Büsten und Torsi in Stuttgart sucht man vergeblich einen nach heutigem Verständnis ausgesprochen expressiven Ausdruck. Geradezu anmutig und grazil zeigt sich das „Sitzende Mädchen“, der Kopf in fast manieristischer Haltung, die Beine wie im Spagat bewegt. Auch diese Kleinplastik wurde in verschiedenen Materialien ausgegossen. Immerhin: Der Schriftsteller Theodor Däubler (1876-1934) bezeichnete die Kniende (1911) als „Vorwort zum Expressionismus“, die damaligen Generationen hatten ein anderes Verständnis von Expressionismus. Für uns heute hat Lehmbruck verhaltene Figuren mit stiller


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Empfindung geschaffen, sie wirken selbstbezogen, abwesend. Die expressive Erregung ist ins Innere eingedrungen und wirkt dort unter der fast durchscheinenden Oberfläche. Nach außen zeigt sich Gelassenheit, Selbstbezogenheit, Melancholie und Wehmut; Lehmbruck hat seinen Figuren große, aber leise Trauer mitgegeben. Die Kunsthistoriker haben ihn – zumeist, nicht alle – unter die Expressionisten eingeordnet, mit Einflüssen des Naturalismus und auch Tendenzen zur Abstraktion. Er selbst fühlte sich ihnen ebenfalls zugehörig, wie eine Aussage gegenüber seinem Freund Fritz von Unruh erkennen lässt: „[…] was wir Expressionisten suchen, ist – präzis aus unserem Material den geistigen Gehalt herauszuziehen. Seinen äußersten Ausdruck – und das ist’s gerade, warum man zerquetscht wird in einer Welt, die so tief im Materialismus steckt.“ In der zeittypischen Kontroverse über den Vorrang von Geist oder Materie ging es Lehmbruck „um eine Vergeistigung der Beziehungen der Menschen untereinander, um ein Vertiefen des seelischen Gehalts und eine Abkehr von den grob materialistischen Bedürfnissen und Erscheinungen.“ Trotz seiner, im Vergleich mit anderen expressionistischen eher unproblematischen Figuren geriet auch Lehmbruck in den Fokus der Nationalsozialisten auf deren Suche nach „entarteter“ Kunst. Die große Bedeutung des Bildhauers wurde in der Nachkriegszeit einer breiteren Öffentlichkeit erst nach einer frühen Ausstellung in Stuttgart 1949 und der Präsentation auf der documenta I in Kassel 1955 wieder bewusst.

Wilhelm Lehmbruck, Skizze zum Gestürzten, linke Seite schräg von vorne, 1916, Kohle auf Büttenpapier, 47,8 x 66 cm Graphische Sammlung, Staatsgalerie Stuttgart Leihgabe 2017 Ernst von Siemens Kulturstiftung

Lehmbrucks letzte Reise nach Berlin am Jahresbeginn 1919 steht vermutlich in Zusammenhang mit dem Auftrag einer Bildnisbüste Annemarie von Friedländers. Allerdings verweigerte die Porträtierte eine Honorarzahlung, da ihr die Büste nicht ähnlich sei. Der vorherrschende Materialismus, ein Gefühl von Ohnmacht und Ausgeliefertsein gegenüber den Zeitläufen, die Entfremdung von seiner Frau und schließlich die unglückliche Liebe zu der jungen Schauspielerin Elisabeth Bergner, die ihm in Zürich Modell sitzt, seine Leidenschaft aber nicht erwidert, zerbrachen den höchst sensiblen Künstler. 1919, vor 100 Jahren, schied Wilhelm Lehmbruck freiwillig aus dem Leben. In seiner kurzen Schaffenszeit hat er etwa 100 Skulpturen, über 1.000 Zeichnungen, 80 Gemälde und großformatige Zeichnungen und 200 Druckgrafiken, meist Kaltnadelradierungen und Lithografien gefertigt. Während der letzten Schaffensperiode entstanden noch kühne Entwürfe und Fragmente. Ausgeführt hat Lehmbruck unter anderem die Halbfigur „Kopf eines Denkers“, ein metaphorisches Selbstbildnis, und den weiblichen Torso Daphne, in dem man eine mythische Anspie-

lung auf die Geliebte sieht. Das tragische Schicksal mit seiner unbedingten persönlichen Ausrichtung, auch um den Preis des Freitods, gehört ebenfalls zur Faszination von Lehmbrucks Leben und Werk. Nur „auf kurzes Leben angelegt“ hat Gottfried Benn die Künstlergeneration der Expressionisten charakterisiert, der er selbst angehörte.

Literatur und Quellen: Martina Rudloff/Dietrich Schubert (Hrsg.), Wilhelm Lehmbruck, Bremen 2000; Uwe M. Schneede, Die Kunst der Klassischen Moderne, München 2009; Dietrich Schubert, Skulpturen und Plastiken des Expressionismus; Lehmbruckmuseum.de; wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Lehmbruck Katalog: Wilhelm Lehmbruck, hrsg. v. d. Kulturstiftung der Länder mit der Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart, 2018 Ausstellung: „Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung“ und „Wilhelm Lehmbruck. Die Bedeutung der Linie“, Staatsgalerie, Stuttgart. Bis 24. Februar.

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VORSCHAU/IMPRESSUM

SAMMLER JOURNAL 03/2019 GOLDENE ZWILLINGE Geliebte Manschettenknöpfe

ZIVILISMUS Die tschechische Variante der Neuen Sachlichkeit

SAMMLER JOURNAL

ISSN 1863-0332

HERAUSGEBER (verantwortlich f. d. Inhalt)

Gerd Reddersen

VERLAG

GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: www.gemiverlag.de E-Mail: info@gemiverlag.de

GESCHÄFTSFÜHRER

Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

ASSISTENZ DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Karin Teichmann

GESAMTKOORDINATION

Karin Probst

REDAKTEURE

Nicola Fritzsch Heidrun Th. Grigoleit Helene Stümpfle-Wolf Anja Iwa Joscha Eberhardt

AUTOREN DIESER AUSGABE

Hans-Jürgen Flamm Heidrun Th. Grigoleit Anja Iwa Ina Knekties

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SERIE: GEORG JENSEN Silber JOSEF STEINER Ein Künstler der Berliner Sezession

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/08 vom 01.11.2008

Erscheinungstermin Abonnentenversand: 22.02.19

Bildnachweis links: Dreipassförmige Knöpfe mit Kettchen-Verbindung, Karl Rothmüller, um 1912, © Marco Struckhoff, München, Hirmer Verlag; Knöpfe mit jeweils zwei kreisrunden Scheiben, um 1910-1920, © Daniel Schvarcz, Hirmer Verlag

Erstverkaufstag Handel: 26.02.19

Dieser Ausgabe liegt ein Prospekt vom Auktionshaus Metz bei. Wir bitten um Beachtung.


U3_artprice

14.01.2019

16:03 Uhr

Seite 1

www.artprice.com


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14.01.2019

16:03 Uhr

Seite 1

www.henrys.de


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