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GastroJournal 39/2006

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AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich Donnerstag/Jeudi, 28. 9. 2006 ■ Nr./No 39 ■ CHF 4.30

/ chaften s n e g e i L ilier Immob n/ Stelle ploi ’em Offres d

Sabine Bertin Kleiner 9 Aufwand

J. Renner-Bach Grosser 10 Abgang

G. Gendotti Echi dal Ticino 18

Xavier Lagger La fête à Conthey 22 SOMMAIRE ■ Restauration

Internet, incontournable

I N H A LT

Un nouvel esprit souffle sur Gastronomia 2006 qui se déroulera à Beaulieu du 4 au 8 novembre. Pour faciliter son accès, il est possible de se munir du sésame via son site internet. PAGE 15

■ Wochenschau:

■ Restauration

Grosses Echo

Adaptation, incontournable

Die neue Hotelkategorisierung HOTC von GastroSuisse stösst auf grosses Medienecho. Meist berichten die Zeitungen eher sachlich und ausgewogen. SEITE 5

Un grand brasseur suisse a annoncé l’introduction de prix différenciés selon le taux d’alcool contenu dans le breuvage. PAGE 15

■ Tourismus: ■ Hôtellerie & Tourisme

Grosse Kelle

Flexibilité, incontournable

F. DI FRANCO

Die Koordination der Landeswerbung steht vor der Tür. Die landwirtschaftlichen Organisationen wollen aber keinesfalls beteiligt werden. Obwohl sie einiges an Geld auch für Landeswerbung erhalten. SEITE 11 Ein Vacherin Mont-d’Or gehört natürlich zur Semaine du Goût.

■ Gastro-Ideen:

Kleine Bilanz Heute, Donnerstag, geht eine erfolgreiche ZAGG in Luzern zu Ende. Sie stand ganz im Zeichen des Genusses und bot den Besuchenden einen Einblick in die Genusswelten von heute wie von morgen. SEITE 23

Inserate Markt Stellen Liegenschaften Weiterbildung

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Quoi de mieux pour fêter que le goût d’un Vacherin Mont-d’Or AOC.

Überall Le goût Festfreude de la fête Wird aus der Semaine du Goût bald ein internationaler Anlass, bevor sie in der Deutschschweiz richtig bekannt wird? Die 6. Ausgabe der «Woche des Geschmacks» hat positive Ergebnisse verzeichnet. Laut den Organisatoren ist sie die Vorreiterin einer durch das Schweizer Beispiel inspirierten Veranstaltung, die diesen Herbst erstmals in Belgien durchgeführt

wird. Sie interessiert sogar Australien, das ebenfalls ein Fest für die Geschmackspapillen durchführen möchte. Hoffentlich wird diese Schweizer Terroir-Woche nächstes Jahr auch diesseits der Saane mehr Anklang finden. SEITE 3

A Flims, capitale helvétique pour quelques semaines, les hôteliers ont fait preuve de flexibilité pour s’adapter à la clientèle inhabituelle de parlementaires. En marge de la session, la Fédération suisse du tourisme a aussi dévoilé le nom du successeur de Judith Renner-Bach à sa direction. PAGE 17

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La Semaine du goût deviendra-t-elle Semaine internationale? Il manque encore un pas qu’il faut faire avec les germanophones. Cette sixième édition de la Semaine du goût s’est terminée sur un heureux bilan, selon les organisateurs qui se réjouissent de la reconnaissance belge et australienne qui prennent l’organisation suisse en exemple pour leur propre fête

des papilles. Pourtant, comme unité nationale, on pourrait faire mieux. Souhaitons que ce soit le cas l’année prochaine. GastroJournal s’y attellera, de son siège de Zurich et de Grandson, promue «Ville du goût» 2007. PAGE 13

39 9 771422 137001 Insertion Marché Offres d’emploi Immobilier Formation continue

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GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23628 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch

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■ Wochenschau

GastroJournal

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

Gourmets auf zwei Rädern

EDITORIAL

Dr Hans im Schnäggeloch...

Was haben ein Fünfsterne-Hotelier und ein Mountainbiker gemeinsam? Guten Geschmack und einen Riecher für Crossmarketing. GastroJournal war auf einer Gourmet-Bike-Tour. ANDREJ ABPLANALP

FOTOS: A. ABPLANALP

Endlich stehen alle Teilnehmer in der Lobby. Frisch geduscht und in bequemen Kleidern. «Willkommen im Lenkerhof.» Hans C. Leu, Schweizer Hotelier-Legende und kulinarischer Führer von «Thömus Gourmet Bike Tour», stösst mit den müden, aber glücklichen Bikern an. Nach dem Apéro folgt ein ausgezeichnetes Gourmet-Menü, das erklärt, wieso die Küche des Fünfsterne-Hotels in der Lenk mit 16 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet ist.

Ein «unmoralisches» Angebot Klingt alles ziemlich exklusiv. Ist es auch. Die viertägige Tour kostet rund 1400 Franken und die Teilnehmerzahl ist sehr beschränkt. Gerade mal 12 Biker dürfen mit. Das ist die Kundenseite. Auf der Anbieterseite sieht die Sache ein wenig anders aus. Bikehändler und Eventplaner Thomas «Thömu» Binggeli (siehe Kasten) und Hans C. Leu kennen sich schon seit Jahren. Als Letzterer noch das Giardino in Ascona leitete, erhielt er von Thömu ein Angebot. «Er wollte mir Gäste-Bikes zur Verfügung stellen und sie einmal pro Woche warten», erinnert sich Leu. Die Reise von Thömus Hauptsitz im bernischen Niederscherli ins Tessin wäre jedoch etwas gar weit gewesen. «Wir haben die Bikes genommen und die Wartung selbst gemacht.» Er sei vor allem von Binggelis Innovation und Energie beeindruckt gewesen, sagt Leu heute.

Hohe Qualität Aus der Geschäftsbeziehung ist eine Freundschaft gewachsen. Und auf diesem Fundament bauten die bei-

Nach einem strengen Tag…

Gourmet-Bike-Tour:Vor dem Essen soll man rauchen oder ein Mountainbike gebrauchen... den Männer «Thömus Gourmet Bike Tour», die heuer zum dritten Mal stattgefunden hat. Wie aber passen Gourmet-Menüs in Luxushotels und Bike-Touren durch matschige Waldwege zusammen? «Beides sind Erlebnisse von hoher Qualität», erklärt Binggeli. Thömu muss es wissen. Er und sein Team stehen für qualitativ hochstehende Räder. Diese haben ihren Preis. Und hier liegt der Leitgedanke der Gourmet-Bike-Tour. «Die Biker, die bei uns einkaufen, sind Geniesser mit einem hohen Qualitätsanspruch», betont Thomas Binggeli. Das gehe von Bikes bis zu gutem Essen.

Crossmarketing «Thömus Gourmet Bike Tour» ist also ein qualitativ hochstehender Event. Dafür spricht auch, dass Hans C. Leu die kulinarische Führung der Tour übernommen hat. Er, der die Hotellerie kennt wie kein anderer, ist sich sicher, dass die beteiligten Ho-

…schmeckt das Gourmet-Menü doppelt.

tels etwas von der Tour haben: «Einerseits ist es für die Häuser ein Werbekanal, andererseits können sie so ihre Auslastung verbessern.» Die Tour finde nämlich in der Nebensaison statt. Natürlich kommt auch ein Sympathiebonus dazu. «Die meisten Hoteliers, die mitmachen, sind selbst angefressene Biker.» Ausserdem sind alle Betriebe Partner von Thömus Veloshop. Sprich, jedes Haus bietet seinen Gästen kostenlos Bikes aus Niederscherli zum Gebrauch an. Das nennt man Crossmarketing in Reinkultur. Bereits ist sicher, dass «Thömus Gourmet Bike Tour» auch nächstes Jahr stattfinden wird. Bisher radelten und spachtelten die Teilnehmer ausschliesslich im Berner Oberland. 2007 könnte sich dies ändern. «Vielleicht verlegen wir den Anlass ins Tessin», meint Hans C. Leu. Eigentlich ein logischer Schritt, schliesslich ist die Schweizer Sonnenstube für Leu Heimatboden.

Thömus Veloshop Thomas Binggeli ist ein Macher. Bereits im zarten Alter von 17 Jahren gründete er 1991 Thömus Veloshop. Umsatz: 250 000 Franken. Zwei Jahre später lancierte Binggeli sein eigenes Mountainbike-Rennteam, das 1995 den Schweizer Meistertitel und 1997 den Vize-Weltmeistertitel gewann. Doch Thömu konzentrierte sich nicht nur auf den Weiterverkauf von Fahrrädern. Er und sein Team wechselten auf die Produzentenseite. Thomas Binggeli liess und lässt eigene Biketextilien herstellen. Zudem produziert der Berner seit 1998 seine eigenen Bikes. Diese ultraleichten Räder mit Karbonrahmen sind bei Kennern äusserst beliebt. Inzwischen ist aus dem Einmannbetrieb eine Firma mit über 30 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 8,5 Millionen Franken geworden. Grund genug für das Swiss Economic Forum, Thömus Veloshop heuer mit einem Award auszuzeichnen. Doch Thomas Binggeli ist mit den Füssen am Boden geblieben. Wie in seinen Anfangszeiten stellt er rund 20 Hotels seine Bikes zur Verfügung und kümmert sich nach Wunsch auch um deren Wartung. Die enge Beziehung zur Hotellerie hat auch die Lancierung von «Thömus Gourmet Bike Tour» ermöglicht. www.thoemus.ch

Der Bergbähnler ist auch ein Hotelier. Diese Überschrift habe ich neulich in einer Zeitung gelesen. Interessant. Werbetechnisch würde das folgendermassen aussehen: Die Gondeln und Sessel diverser Bergbahnen würden mit dem Zitat «Ich bin auch ein Hotel» veredelt. Ganz spontan fällt mir die Landwirtschaft ein. Nach dem Motto «Ich bin auch ein Restaurant». Hätte ich Psychologie studiert, würden mir jetzt sicher viele interessante und hochkomplizierte Erklärungen einfallen. «Ich bin auch ein Psychologe» trifft jedoch auf mich nicht zu. Aber vielleicht gibt es auch einen einfacheren Grund für das «Ich-bin-auch-Phänomen». Wir Berner sagen dazu: Dr Hans im Schnäggeloch. Was är het, das wott är nid, u was er wott, das het är nid. Allerdings handelt es sich hier um eine Abwandlung des OriginalHans. Der «Ich-bin-auch-Hans» will nämlich das, was er nicht hat. Was er schon hat, will er aber nicht hergeben. Irgendwie ist das schon komisch. Wenn man ein Problem oder einen Wunsch hat, geht man normalerweise zum Spezialisten. Ist dieser aber inzwischen Generalist geworden, kann er wohl nicht mehr helfen, beziehungsweise Wünsche erfüllen. Das Problem bleibt. Der Wunsch auch. Schade, denn in einer hochentwickelten Gesellschaft wie der unseren sollten Probleme behoben und Wünsche erfüllt werden können. Andrej Abplanalp

BLICKPUNKTE Flughafen Zürich-Kloten I

Zürich–Frankfurt gestrichen Die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin streicht die Strecke Zürich–Frankfurt. Damit ist der Plan, in Kloten ein zusätzliches Flugzeug zu stationieren, wohl vom Tisch.

Bahnhof Luzern

Videokameras montiert Seit letzter Woche wird die Railcity des Bahnhofs Luzern per Video überwacht. Dieses System wird Standard für alle Railcity-Bahnhöfe. Bis Ende Oktober werden auch Winterthur, Lausanne und Genf ausgerüstet, teilten die SBB mit.

Hans C. Leu und Thomas Binggeli (v.l.).

Flughafen Zürich-Kloten II

Exklusiv-Angebot für GastroSuisse-Mitglieder Es ist wieder so weit: Der Herbst hält Einzug und die Heizsaison steht vor der Türe. GastroSuisseMitglieder können Heizöl günstiger einkaufen. Oelclick.ch organisiert mindestens zwei Mal pro Jahr während zwei Wochen eine Heizöl-Aktion für die GastroSuisse-Mitglieder. Diese erhalten zusätzlich einen Rabatt von einem Franken pro 100 Liter auf die Oelclick-Preise. Gültig ist der Rabatt für die Bestellmengen von 800 bis maximal 9000 Liter. Um möglichst günstige Preise anbieten zu können, werden die genauen Daten kurzfristig festgelegt. Die Termine werden auf der Frontseite der GastroSuisseHomepage und unter «Mitgliedschaft», «Ihr Nutzen/Ihr Profit» aufgeschaltet. Die Bestellung ist ganz einfach unter oelcklick.ch oder über die Gratis-Telefonnummer 0800 800 357 abzuwickeln.

In den vergangenen Wochen hat ein beeindruckender Preisrückgang stattgefunden. Im Juli kostete Heizöl noch gut 85 Franken je 100 Liter. Aktuell wird Heizöl Extra Leicht für weniger als 75 Franken angeboten (bei einer Abnahmemenge von mehr als 3000 Liter). Der Preis hat damit in zwei Monaten um fast 20 Prozent nachgegeben. Dies ist der stärkste Einbruch seit mehr als 10 Jahren. Trotzdem wäre es jetzt vorschnell, eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung vorauszusagen. Zu erwarten ist stattdessen, dass sich der Heizölpreis weiter stabilisieren könnte. Da die weitere Entwicklung des Preises ungewiss ist, hat GastroSuisse entschieden, bereits ab 1. Oktober 2006 die nächste Heizöl-Aktion zu starten. www.gastrosuisse.ch www.oelclick.ch

Wertvolles Werkzeug Wissenschaft würdigt GastroProfessional Seit 18 Jahren gibt die Universität St. Gallen ein auch international beachtetes Jahrbuch der Schweizerischen Tourismuswirtschaft heraus. Die jüngste Ausgabe thematisiert GastroProfessional. In einem Beitrag der Hochschule Wallis beschäftigt sich das Jahrbuch mit dem Internet als Plattform für die Vermittlung von Wissen. Das Portal GastroProfessional, das dieser Tage die 2000. Anmeldung

Wissen holen bei GastroProfessional.

verzeichnen konnte (GJ 37), wird dabei als beispielhaft hervorgehoben. In schönstem Wissenschaftsdeutsch halten die Autoren fest, mit einem Instrument wie GastroProfessional nähere man sich der «Vision des autodaktischen Touristikers, der sich auf Diffusionsplattformen das zur Veränderung seiner Dienstleistungsprozesse notwendige Wissen beschafft und es unmittelbar umsetzt». Einfacher: Der Unternehmer holt sich Wissen und Werkzeuge für seinen Betrieb selbst. Die Autoren schätzen dabei GastroProfessional besonders, weil hier vor allem Kleinbetriebe bedient würden: Deren Mitarbeitende seien für klassische Formen der Vermittlung wie Kurse nicht einfach verfügbar. Dies mache das immer offene Portal von GastroProfessional umso wertvoller. www.gastroprofessional.ch

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Heizöl-Aktion ab 1.Oktober


■ Wochenschau

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

GastroJournal

Rendez-vous in Grandson

BLICKPUNKTE ZFV-Unternehmungen

Preis an Stiftung Mütterhilfe

Der Erfolg der diesjährigen Semaine du Goût, die eben erst zu Ende ging, ist beachtlich. Die Vorbereitungen für die Veranstaltung im nächsten Jahr sind schon angelaufen, Grandson wird 2007 die «Stadt des Geschmackes».

Die ZFV-Unternehmungen haben heuer ihren Sozial- und Kulturpreis im Wert von 100 000 Franken zum neunten Mal verliehen. Die Jury hatte die Qual der Wahl. Aus den insgesamt 17 Gesuchen wählte sie die Stiftung Mütterhilfe für deren Beratungsstelle «Quartett» aus.

Berner Nachtleben

FRANCESCO DI FRANCO

Einschränkung in der unteren Altstadt PD

Am 24. September ist die diesjährige Semaine du Goût zu Ende gegangen. Sie war zumindest in der WestDie neue «Maison des terroirs» in Grandson ist auch «Botschaft» für 19 Gemeinden der Region.

schweiz und im Tessin ein Erfolg. Während dieser zehntägigen Semaine du Goût haben die Tessiner auf die Unterstützung von GastroTicino und eines Qualitätskomitees zählen dürfen. Im südlichsten Kanton der Schweiz wurden 203 Anlässe durchgeführt. Unklar ist jedoch, wie viele Gäste mit dabei waren: Sicher ist laut den Organisatoren einzig, dass jedes Jahr mehr Leute mitmachen. Geht man von der Annahme aus, dass die Zahl der Besucher proportional zu jener der Ereignisse steigt – dieses Jahr

waren es 991 –, könnten 30 Prozent mehr Leute als im Jahre 2005 (mit 700 Anlässen) mitgemacht haben oder 40 Prozent mehr als 2004 (583 Ereignisse). Zugelegt hat auch die Kategorie «Schulen». Die Events hier machten heuer 40 Prozent aller Anlässe aus.

Deutschschweiz als Nachzügler Die Deutschschweiz scheint sich solchen Anlässen zu verschliessen, was bedauerlich ist, zumal viel unternommen worden ist, um die Deutschschweizer zu motivieren. Die Dachorganisation der Semaine du Goût, die Association pour la promotion du

goût (APG), war in den Jahren 2004 und 2005 sehr präsent diesseits der Saane, doch anscheinend ohne Erfolg, nur 40 Anlässe wurden dieses Jahr organisiert.

International grosse Beachtung Dass der Anlass insgesamt erfolgreich ist, zeigt die Beteiligung der APG an der belgischen Semaine du Goût, wo sie als Ehrengast zwischen dem 16. und dem 25. November eine Schweizer Semaine du Goût durchführen wird. Sogar in Australien soll eine Woche der Genüsse entstehen, das Vorbild ist der Anlass in der Schweiz.

Der neue Geist der Gastronomia Elektronische Neuerungen sollen Besuchern das «Messe-Leben» erleichtern Die diesjährige Gastronomia wartet mit diversen Neuerungen auf. Beispielsweise mit elektronischen Tickets. «Tretet in die Welt der internationalen Gastronomia ein.» Mit diesem Slogan laden die Gastronomia-Organisatoren zur diesjährigen Messe. Diese findet vom 4. bis 8. November im Palais de Beaulieu in Lausanne statt. Um bisher in die Ausstellung zu gelangen, musste der Besucher sich mit viel Geduld wappnen. Ausserdem war die Abrechnung der bestellten Eintrittsbillette für die Aussteller oft eine Problemquelle. Doch über der Gastronomia weht ein neuer Geist. Ein elektronischer Geist. Die Eintrittskarten, welche der Branchenprofi erhält – wie gewohnt von einem seiner Lieferanten –, sind auf der Rückseite mit einem Eintrittscode versehen. Dieser muss auf der Internetseite www.gastronomia.ch eingegeben werden. Bereits wenige Minuten später werden der elektronische Badge (Strichcode, ana-

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log SBB-System) und alle zur Organisation des Besuchs nötigen Informationen per E-Mail verschickt. Die Erleichterung des Eintritts ist jedoch nur ein

Willkommen an der Gastronomia.

Teil der Neuerungen, welche die Gastronomia ihren Besuchern heuer anbietet. So werden beispielsweise Konferenzen und Anlässe von gastronomia.tv direkt oder zeitverzögert in die ganze Welt übertragen. Sicher einen Platz in der TV-Direktübertragung wird das Streitgespräch zwischen Meisterkoch Georges Wenger und Professor Philippe Lignon erhalten. Während letzterer die gastronomischen Tendenzen und Küchen ausleuchten wird, ist Wenger ein überzeugter Verfechter von Terroirprodukten. Der Anlass verspricht sehr interessant zu werden. Ebenfalls mit Spannung wird die Verleihung der Sésames de l’Acceuil erwartet. Nicht zu vergessen ist der Gruppenstand von GastroSuisse (Halle 7, Stand 701 a, b, c), der auch in diesem Jahr einen interessanten Querschnitt über die Verbandsarbeit und viele attraktive Angebote präsentiert. fdf Mehr Informationen: www.gastronomia.ch

Im Jahre 2007 in Grandson Bereits stehen auch schon einige Eckdaten der Semaine du Goût 2007 fest. Sie wird vom 13. bis 23. September durchgeführt. Grandson wird die Stadt des (guten) Geschmacks. Der mittelalterliche Ort am Ende des Neuenburgersees mit seinen Handwerkern und seinem neuen Maison des terroirs (Terroir-Haus), in welchem 19 Gemeinden aus der Gegend vertreten sind, wird sicherlich ein würdiger Botschafter des guten Geschmacks. Zu hoffen bleibt, dass die Semaine du Goût auch die Deutschschweizer Gastronomie-Betriebe noch stärker ansteckt.

Gala der Lernenden Die Lernenden der Koch- und Restaurationsfachklasse in Schaffhausen haben unter dem Motto «wir sind auf Kurs» eine besondere Gala organisiert. Letzte Woche führten die Lernenden der Koch- und Restaurationsfachklasse Schaffhausen mit grossem Erfolg zwei Gala-Abende auf einem Rheinschiff durch. Sie organisierten die Anlässe von A bis Z selber und wurden nicht zuletzt dafür mit dem Prix Vision ausgezeichnet. Die Lehrlinge servierten ihren jeweils rund 50 Gästen ein Sieben-Gang-Menü. Das Menü sei exzellent gewesen, hiess es nach beiden Anlässen und auch das Feuerwerk nach der Rückkehr des Schiffes nach Schaffhausen fand grossen Anklang. Schaffhausens Munot. mn

Das Stadtberner Stimmvolk hat entschieden: In der unteren Berner Altstadt (Foto) gibt es keine Liberalisierung bei der Überzeitregelung. Der Punkt war innerhalb der neuen Bauordnung einer der umstrittensten. Was heisst das nun? Zwischen Zytgloggen und Bärengraben werden keine Überzeitbewilligungen für neue Lokale mehr ausgestellt. Die rund 20 Bars und Clubs, die zurzeit eine solche Bewilligung besitzen, werden diese jedoch weiterhin benützen dürfen.

Lehrlingsforum Graubünden

Fünfte Auflage in Lenzerheide Das Bünder Lehrlingsforum wurde 2002 von GastroGraubünden und dem Hotelierverein Graubünden ins Leben gerufen. Der jährlich stattfindende Event will mittelfristig den Anteil an Lehrabbrüchen senken und mehr Lehrlinge für das Gastgewerbe gewinnen. Rund 230 Lehrlinge versammelten sich letzten Montag in Lenzerheide, um zu diskutieren, informieren und vor allem, um zu rappen. Unter der Leitung des schweizweit bekannten Rappers Gimma entwickelten die Lehrlinge eigene Raps und konnten damit sich und ihren nicht immer einfachen Alltag einmal anders ausdrücken.

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MEINE MEINUNG

S

eit kurzem bietet Arosa «klimaneutrale Winterferienpauschalen» an. Was soll das, werden sich viele fragen. Und die häufigste Antwort wird sein: Wieder einmal ein PR-Gag eines kreativen Tourismusmanagers. Dies ist wohl zu einfach, denn selbst wenn das Ansinnen primär aus einer Marketingüberlegung heraus entstanden ist, lohnt es sich, darüber nachzudenken. Fast täglich werden wir mit Wetterkapriolen und den damit verbundenen Auswirkungen konfrontiert: Auf den heissesten je gemessenen Juli folgte ein garstig kalter August, der Eiger bröckelt und am Matterhorn ist Steinschlag angesagt, Überschwemmungen häufen sich und die Gletscher ziehen sich im Rekordtempo zurück. Und wenn die Tourismusstatistiker mit erfreulichen Wachstumszahlen triumphieren, dann ist das wohl nicht klimaneutral, sondern hat etwas mit der Renaissance der Sommerfrische als Folge von Hitzewellen zu tun. Damit ist kurz zusammengefasst, dass die Klimaveränderung sehr eng mit dem Tourismus verknüpft ist. Diese Zusammenhänge sind vielen bekannt. Neu ist aber, dass sich die Branche nicht nur damit beschäftigt, wie man sich den verändernden Bege-

Hansruedi Müller *

Klimaneutrale Menükarte benheiten anpassen kann (Adaptation), sondern auch, welchen Beitrag man zur Verminderung leisten könnte (Mitigation). Schon lange gibt es über www.myclimate.org die Möglichkeit, Klimaneutralität für Flüge zu erlangen. Veranstalter von Grossevents versprechen ab und zu, sich klimaneutral zu organisieren. Die neun Tourismusdirektoren vom Berner Oberland haben sich zum Ziel gesetzt, Vorreiter in der Klimadiskussion zu sein und haben bei uns eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben und Schlüsselpersonen zu einem Workshop eingeladen. Der Kur- und Verkehrsverein Pontresina erklärt öffentlich, bezüglich Permafrost den Lead zu haben. Und nun kommt Arosa und lanciert mit klimaneutralen Winterferien eine Weltneuheit. Sie garantieren, das durch Abgase erzeugte CO2 etwa

mit Aufforstungsprojekten in Brasilien oder mit der Finanzierung von Klimaeffizienzsteigerungen von Anlagen zu kompensieren. Wie aus der Diskussion um das Kyoto-Protokoll oder um das CO2-Gesetz respektive den Benzinrappen bekannt ist, entstand in den letzten Jahren ein globaler Handel mit Zertifikaten, der ermöglicht, CO2-Reduktionen auf dem Markt zu erkaufen. So funktioniert die «weiche» Nachhaltigkeit. Es stellt sich die Frage, was diesbezüglich vom Gastgewerbe unternommen wird. Dass sich einige Hoteliers präventiv zu CO2-Sparmassnahmen entschieden und sich so im Vorfeld der CO2-Debatte eine Senkung der angekündigten Steuer gesichert haben, ist bekannt. Wie viele Restaurateure haben diesbezüglich vorausschauend investiert? Und wie lange dauert es, bis innovative Gastronomen eine klimaneutrale Menükarte offerieren, für die der durchschnittliche CO2-Ausstoss berechnet und mit «Klima-Partnern» kompensiert wird? Hätte eine derartige Innovation nicht Potenzial für eine Milestone-Nomination? * Hansruedi Müller ist Professor an der Universität Bern und Leiter des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus (FIF)

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■ Wochenschau

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

GastroJournal

Bierpreis: rauf und runter MATTHIAS NOLD Auf den ersten Blick scheint es, als würde das Bier wieder teurer: Feldschlösschen erhöht ab dem 1. Januar 2007 die Preise für Spezial- und Lagerbiere um etwa 3 Prozent. Allerdings werden alkoholfreie und alkoholreduzierte Biere gleichzeitig deutlich günstiger: Die alkoholfreien Biere kosten im Einkauf bis 11 Prozent weniger und der Preis alkoholreduzierter Biere (Leichtbier) im Fass verringert sich um etwa 3 Prozent.

Gastgewerbe nicht benachteiligt «Mit dieser abgestuften Preisgestaltung unterstützen wir den Trend hin zu leichteren oder alkoholfreien Bieren. Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung für einen bewussten Umgang mit Alkohol ernst und wenden das neue Bundesgesetz über die Biersteuer bereits vor dessen Inkrafttreten an», meint Thomas Amstutz, CEO von Feldschlösschen. Zudem betont Feldschlösschen, die Preise seien letztmals auf den 1. Januar

2005 angepasst worden. Die neue Preisgestaltung gilt übrigens nicht nur im Gastgewerbe, sondern auch im Detailhandel und für die Depositäre. Mit anderen Worten, das Gastgewerbe wird für einmal nicht benachteiligt. Ausserdem lägen die Feldschlösschen-Biere «mit dem Preisaufschlag 2007 beim ‹normalen› Bier praktisch auf dem Niveau der Konkurrenz» – und das vor deren allfälligen Preiserhöhungen, sagt Patrick Kaiser, Leiter Unternehmenskommunikation bei der FeldschlösschenGruppe, gegenüber GastroJournal. Laut Feldschlösschen gibt es auch Änderungen bei den Mineralwassern: Sie und die Softdrinks werden um etwa 2 Prozent teurer. Ausserdem werden bei Fremdprodukten, welche Feldschlösschen vertreibt, Lieferanten bedingte Preisanpassungen weitergegeben.

Neues Apéro-Getränk für Frauen Fast gleichzeitig mit der Ankündigung der Preisanpassungen hat Feldschlösschen diese Woche zudem ein neues Produkt lanciert: Cardinal «Eve» ist ein leicht alkoholhaltiges Aperitif-Getränk speziell für Frauen kreiert. «Eve» werde aus Reis und Malz gebraut, der naturreine Litchisaft verleihe dem Produkt ein natürlich fruchtiges Aroma, schreibt Feldschlösschen in einer Mitteilung. Das neue Getränk sei speziell von Frauen für Frauen entwickelt worden und soll Nicht-Biertrinkerinnen ansprechen.

Bundesamt für Statistik

Restaurants sind gut erreichbar Wie dicht die GastronomieBetriebe in der Schweiz stehen, hat diese Woche das Bundesamt für Statistik (BFS) gezeigt: Nur 430 Meter müssen die Einwohner der Schweiz durchschnittlich zurücklegen, bis sie eine Tasse Kaffee geniessen können. Die Erreichbarkeit von Restaurants und Cafés in der Schweiz liegt für 92 Prozent der Bevölkerung in einer Reichweite von weniger als einem Kilometer.

Ists alkoholfreies Bier, wirds künftig günstiger.

GASTROSUISSE ZUM THEMA

Preisdifferenzierung nachvollziehen Der Getränkehersteller Feldschlösschen führt per 1. Januar 2007 eine abgestufte Preisgestaltung ein. Die Lieferpreise für alkoholfreies Bier werden dabei um bis zu 11% gesenkt. Auch der Preis für Leichtbier im Fass reduziert sich um 3%. Feldschlösschen unterstützt den Trend hin zu leichten und alkoholfreien Bieren und möchte einen Beitrag zum bewussten Umgang mit Alkohol leisten.

GastroSuisse beurteilt das als eine interessante Politik. Gastgeber haben so die Möglichkeit, diese Preisdifferenzierung nachzuvollziehen – soweit es die individuelle Kostenstruktur und das Abrechnungssystem des Restaurateurs oder Hoteliers erlaubt. Die Kehrseite der Medaille stellen die Bierpreiserhöhungen auf Spezialund Lagerbiere dar, welche sich immerhin auf rund 3,5% belaufen.

Grosses Echo

Ihre Meinung zählt

HOT-C bringt Blätterwald zum Rauschen

GastroSuisse-Mitgliederbefragung

Die neue Hotelkategorisierung von GastroSuisse stösst in den Medien auf grosse Resonanz. Fast alle Schweizer Medien haben vor und nach dem Wochenende über «HOT-C HOTELCATEGORYCAL BY GASTROSUISSE» berichtet. Bis Redaktionsschluss waren 52 entsprechende Artikel in allen drei Landesteilen und sogar in Liechtenstein erschienen. Die meisten Zeitungen berichteten eher sachlich. Jedoch sagt Schweiz Tourismus-Mediensprecher Oliver Kerstholt in vielen Artikeln «ein System wäre besser als zwei» und damit nur die Hälfte dessen, was er tatsächlich gesagt hat: Nun sei man froh, dass das System von GastroSuisse eingeführt werde und der Krach (zwischen Hotelleriesuisse und GastroSuisse, Anm. d. Red.) sich entspannt habe, meinte Kerstholt weiter, HOT-C müsse sich nun am Markt bewähren. Ebenfalls in fast allen Artikeln kam auch die Meinung von Hotelle-

Der Vorstand von GastroSuisse möchte sich ein Bild über die Zufriedenheit der Mitglieder mit ihrer Branchenorganisation verschaffen und damit die Grundlage für eine Verbandsanalyse legen. Rund 3900 zufällig ausgewählte Mitglieder erhalten dieser Tage einen 4-seitigen Fragebogen, in welchem sie dazu Stellung nehmen können, wie sie GastroSuisse wahrnehmen, welche Bedeutung die gebotenen Leistungen haben und wie zufrieden sie damit sind. Es besteht auch die Möglichkeit, Wünsche über künftige Arbeitsschwerpunkte des Verbandes zu äussern. Ebenso gibt es Fragen zur Kontakthäufigkeit und zur Kundenbindung.

riesuisse zum Zuge, welche sich natürlich alles andere als begeistert zeigt. Bei Hotelleriesuisse stellt man sogar die Lücken in der Klassifizierung in Abrede. Allerdings werden laut GastroSuisse die kleinen und kleinsten Betriebe der Schweiz vom Sterne-System nicht erfasst. Dies soll sich nun mit «HOT-C» ändern. Nicht umsonst dürfte der Blick die Neueinführung unter «Kurz&Wichtig» vermerkt haben. mn

BLICKPUNKTE

ARCHIV GJ

Wie Feldschlösschen am Dienstag bekannt gegeben hat, gibt es einige Änderungen bei den Bierpreisen. Nicht unbedingt zum Nachteil des Gastgewerbes.

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Strikte Anonymität gewährleistet Die Antworten werden von der Beratungsfirma B'VM unter strikter Wahrung der Anonymität ausgewertet. Die Auswertungen und Interpretatio-

Liechtenstein

Gastronomie will eigenen Verband In Liechtenstein (Foto) wollen die Gastbetriebe einen eigenen Verband gründen. Bis anhin war «Gastronomie Liechtenstein» Teil der Gewerbe- und Wirtschaftskammer des Landes. In ihr sind verschiedenste Gruppen Gewerbetreibender vertreten. Bis vor gut einem Jahr war die Mitgliedschaft noch Pflicht. Die Gewerbe- und Wirtschaftskammer Liechtenstein bedauert den Entschluss des Gastgewerbes, man befürchtet eine Zersplitterung der Interessensvertretung. Bei der steigenden Flut von Gesetzes- und Verordnungsänderungen sei es dringend nötig, dass alle Gewerbler zusammenstehen. So könne man mit mehr politischem Gewicht bei Verhandlungen auftreten.

Unesco-Welterbe

Zoff wegen Klettersteig-Charta nen fliessen zusammen mit den Schlussfolgerungen aus Gesprächen mit internen Führungspersonen und Vertretern von nahe stehenden Organisationen in einen schriftlichen Bericht ein. Er soll dem Vorstand ein möglichst umfassendes und objektives Bild des Verbandes aufzeigen. Betriebe, die einen solchen Fragebogen erhalten haben, bekommen somit die Gelegenheit, einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung ihres Branchenverbandes beizutragen. «Nutzen Sie diese Möglichkeit – der Vorstand zählt auf Sie!», ruft der GastroSuisse-Direktor die Mitglieder des Verbandes auf. GastroSuisse

Der Vorstand des Unesco-Welterbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn JAB will die Klettersteig-Charta von Engelberg nicht unterzeichnen. Diese wurde von Tourismus- und Bergsportexperten erarbeitet und will den Kletterboom in geordnete Bahnen lenken. Beispielsweise sollen gesicherte Routen künftig nur noch in touristisch bereits genutzten Gebieten angelegt werden. Pro Natura Berner Oberland kritisiert den JABEntscheid. Es frage sich, ob es beim Welterbegebiet um die Erhaltung der grandiosen Naturwerte gehe oder um die unbegrenzte Vermarktung, schreibt die Organisation.

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■ Restauration

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

GastroJournal

Erträumtes kreativ umgesetzt

SZENE Nachahmenswerte Idee

Hommage an den Kräutergarten

Sie haben ihr Restaurant in La-Tourde-Trême im vergangenen Jahrzehnt zu einem beliebten Feinschmeckerlokal gemacht. Jetzt haben Marcel und Bernadette Thürler gewagt, zu was es Mut braucht: ein Kurswechsel, der den Gästen wie ihnen gleichermassen Freude bereiten soll. ANDRÉ WINCKLER / JO STEIMEN

A. WINCKLER

Marcel Thürler ist als Koch ein Meister seines Fachs. Bernadette, seine Gattin, eine Meisterin in Sachen Gästebetreuung und Raumgestaltung. Gemeinsam haben sie in den vergangenen 13 Jahren ihr Restaurant dank gastronomischer Eigenheiten zu einem Garanten des guten Geschmacks entwickelt. Gemeinsam auch haben sie ihre Freunde und Gäste immer wieder mit kulinarisch Neuem und mit ihrem Charme verzückt. Dennoch: traditionelle, mehrgängige und dementsprechend eher hochpreisige Menüs, die es zu goutieren gab, konnten wegen sinkender Nachfrage nicht mehr zu einer Rendite beitragen, die das kreative und vitale Paar zu motivieren vermochte. Sie wollten nicht weiter in ausgetretenen Pfaden weitergehen. So suchten die Thürlers nach einer machbaren Neukonzeptionierung für ihr grosses und mitten im Dorf gelegenes Restaurant. Das Ziel ist klar definiert: Den Gästen, Freunden und sich selbst wieder jene Freude vermitteln, die in Form von Begeisterung am «schönsten Beruf der Welt» rundum spürbar bleibt.

Kurswechsel, aber mit gleichbleibendem Enthusiasmus: Bernadette und Marcel Thürler in La-Tour-de Trême.

Seit einigen Monaten steigen den Gästen des Restaurants vom Parkhotel im bernischen Gunten wunderbare Düfte in die Nase. Im neuen Kräutergarten nämlich wachsen und reifen über 35 Sorten verschiedenster Kräuter, die in die thematisch gegliederte Speisekarte des Hauses aufgenommen wurden. Gastgeber Philemon Zwygart: «So können wir den Gästen Abwechslung und viel Neues bieten. Die Gäste dürfen da gar ihre eigene Kräuterkomposition zusammenstellen, obwohl wir mehrere eigens kreierte Menüfolgen anbieten.» Der Gastgeber bietet den Gästen auch eine rund einstündige, informative Führung durch den Park mit seinem Kräutergarten an. So wird Genuss jedem Interessierten doppelten Spass bereiten.

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So haben die Thürlers jetzt das bisherige, rustikal-heimelige Bistro in einen charmanten Salon umgestaltet, der Passanten, Freunden und Gästen aus dem Dorf immer offen steht: ob zum Apéro oder zum Kaffee, zu einer kulinarischen Kleinigkeit oder zum Genuss einer Zigarre. Thürler: «Wir wollen, dass sich die Gäste hier wie zuhause fühlen.» Im Speisesaal wird nicht mehr geraucht. Da gibt es jetzt keine Tischtücher mehr, dafür ein weniger formelles, sympathisches Ambiente, in welchem der Gast von einer ziemlich kürzer gewordenen Speisekarte täglich ändernde Kreationen selber zusammenstellen darf. Immerhin werden täglich vier Vorspeisen, vier Hauptgänge, vier Nachspeisen und diverse Käsesorten angeboten. Daneben stehen stille Wasser und Kaffee gratis zur Verfügung. Und von einer äusserst reichhaltigen Karte darf man viele Weine im Offenausschank geniessen. Thürler: «Wer nur einen Gang mag, ist uns ebenso willkommen wie früher. Niemand aber ist angehalten ein mehrgängiges Menü zu bestellen.» Das wird auch Konsequenzen nach sich ziehen: «Sicher wird der Umsatz etwas zurückgehen. Ziemlich sicher aber ist auch, dass wir mehr Zeit für persönliche Gästekontakte haben werden. Das wird uns – und hoffentlich auch unseren Gästen – Freude bereiten.» Ob diese Art der Neukonzeptionierung eines bisherigen Gourmetbetriebes von Erfolg gekrönt sein kann, wird die Zukunft weisen.

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An der 14. ZAGG läuft es rund An der ZAGG in Luzern werden nicht nur neueste Trends im technischen und kulinarischen Bereich aufgezeigt. Im Rahmen der bis zum Donnerstag andauernden Gastronomie-Messe kämpfen auch Profis der Bereiche Kochen und Service täglich um Medaillen. Bereits der ZAGG-Eröffnungstag bescherte den Organisatoren, den Ausstellern und den verschiedenen Wettbewerbsveranstaltern neue Besucher- und Teilnehmerrekorde. Am Sonntag holte sich an den Schweizer CocktailMeisterschaften (siehe auch S. 23) Pascal Faes den Titel in der Kategorie «Classic», Marcel Giger denjenigen im Showmixen und Milena Mathieut bei den Aspiranten. Susanne Lindemann (Oensingen) sicherte sich Gold in der Servicekunst-Ausstellung, Christian Giger bei der Kochkunst-Ausstellung (Einzel), die Swiss Army-Nationalmannschaft bei den Teams und Nicholas Tsiknakos (Zürich) liess sich als Sieger in der Kocharena feiern.

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Der Abholmarkt für Grossverbraucher

Erste Sieger

Nicholas Tsiknakos (l.) holte die erste Goldmedaille in der ZAGG-Kocharena. Für diese Teller (r.) holte sich die Swiss ArmyNationalmannschaft Gold in der Kocharena.

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■ Hotellerie

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

GastroJournal

Rössli:Allergiker-Mekka

CHECK IN Hotel Misani, St. Moritz

Neu mit einem Butler für die Skis

«Wir haben die Menschen mit Allergien nie aktiv gesucht – sie haben uns gefunden», sagt Sabine Bertin, Geschäftsleiterin des Gasthauses Rössli in Mogelsberg. Allergiker sind dankbar für Häuser wie das Hotel im Toggenburg. Mogelsberg? Kanton St. Gallen? Wunderschön gelegen und nur eine Stunde von Zürich entfernt. Und doch irgendwo hinten-oben-links im voralpinen Niemandsland. Wer sich hierhin verabenteuert, tut es ganz bewusst. Wegen des Gasthauses Rössli meistens, mit seiner biologischen Küche, seinen Menüs «Surprise», «Venus» oder «Kultur». Kurz, wegen des guten Essens, der ebenso guten biologischen Weine und der Gastfreundschaft. Alles Dinge, die auch Allergikern behagen. «Wir haben uns aber gar nie speziell um das entsprechende Gästesegment bemüht», sagt die Rössli-Geschäftsleiterin Sabine Bertin. «Bemüht haben wir uns immer nur um unsere Gäste und darum, deren Wünsche zu erfüllen. Dabei ist uns eigentlich nichts zuviel. Was möglich ist, wird gemacht.» Und möglich ist auch ein Fünf-GangMenü für Gäste, welche an Milch-, Fisch-, Obst-, Getreide- oder irgendeiner anderen Allergie leiden. «Wichtig ist aber, dass die Gäste genau sagen, was sie nicht vertragen oder mögen. Dann ist es kochtechnisch keine Hexerei.»

Bau nach biologischen Kriterien Die Bemühungen der Rössli-Crew hatten Folgen: Das Bio-Lokal ist Ziel für viele Gourmets aus der ganzen Deutschschweiz, auch für Gourmets mit Allergien. «Ohne unser Zutun sind wir auf entsprechenden Adresslisten und Internetseiten gelandet», sagt Sabine Bertin. So etwa wird das Rössli von Allegro, dem deutschen Internetportal und der gleichnamigen Zeitschrift für Allergiker, als eines der ganz wenigen Hotels der Schweiz empfohlen. Nicht nur wegen des hervorragenden Essens. Denn der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein, er muss auch noch wohnen und

Gästesegmente In einer losen Serie stellt das GastroJournal Gästesegmente vor, die für die Schweizer Hotellerie interessant sind oder interessant werden könnten.

Das Dreisterne-Superior-Hotel Misani (Foto) in St. Moritz-Celerina führt auf die kommende Wintersaison eine neue Dienstleistung ein. Ein Skibutler sorgt dafür, dass die Gäste ohne Lasten zur fünf Minuten entfernten Skipiste laufen können.

schlafen: «Darum haben wir unser über 300-jähriges Haus 1996 nach baubiologischen Kriterien umgebaut und wirklich darauf geachtet, dass diese Kriterien eingehalten werden», erklärt Frau Bertin. «So war in den Handwerkerverträgen explizit festgehalten, dass keine Kunststoffe und synthetische Farben zur Anwendung kommen.» Auch das geschah nicht wegen der Kunststoff-Allergiker, sondern aus Überzeugung und aus Liebe zum Natürlichen. Es gibt im ganzen Haus keine Spannteppiche, in denen sich Staub fängt, dafür Riemen- und Parkettböden. Diese werden mit natürlichen Produkten ohne synthetische Geruchsstoffe gepflegt. Die Betten sind metallfrei und bestehen im Kern aus Natur-Kautschuk-Matratzen, die Wäsche – Öko-Baumwolle – wird mit einem allergenfreien Waschmittel gewaschen.

Der Service steht auch nach der sportlichen Betätigung zur Verfügung. Anruf genügt und der Skibutler empfängt die Gäste am Pistenrand und nimmt ihnen ihre Sportgeräte wieder ab.

Schwyzer Hotellerie

Immer weniger Hotelbetriebe

«Es ist kein Aufwand» Zu den Rössli-Stammgästen gehört Walter Büchi, Elektro-Ingenieur aus Oberhelfenschwil. «Ich leide an einer Zwiebel-Allergie und Sie können sich gar nicht vorstellen, wo und in welcher Form es überall Zwiebelgewächse hat: Angefangen von Lauch oder Schnittlauch in Fertigsuppen über Saucen bis zu vorgekochten Menüs. Und oft wissen die Angestellten selber nicht, mit was die Gerichte zubereitet sind.» Büchi ist darum seit 20 Jahren Stammgast im Rössli: «Erstens wird dort alles frisch zubereitet und zweitens weiss das Personal über die Speisen Bescheid. Ich wurde noch nie enttäuscht.» Sabine Bertin kann nicht genau sagen, wie hoch der Anteil von Gästen mit einer Allergie ist. «Doch ich kann nur nochmals betonen, dass wir auf Spezialwünsche eingestellt sind und nicht nachfragen, warum jemand dies nicht verträgt oder etwas Anderes will.» So wird in der Küche auf Wunsch halt mit Olivenöl, statt Rahm gearbeitet. Oder umgekehrt. Und wer unter Zöliakie – einer Getreideunverträglichkeit – leidet, kann 100-prozentig davon ausgehen, dass sein Essen dementsprechend zubereitet wird. «Wir machen das gerne und kostenlos», sagt Sabine Bertin. «Ich denke, das gehört einfach zur Gastfreundschaft dazu.»

F. BAMERT

FRANZ BAMERT

Sabine Bertin: «Wichtig ist, dass die Gäste genau sagen, was sie vertragen.»

Allergien und Adressen Als Allergie wird eine unerwünschte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe bezeichnet. Ebenso unterschiedlich wie die Auslöser sind die Reaktionen. Je nach Quelle sind 10 bis 25 Prozent der Bevölkerung betroffen – Tendenz stark steigend. Weil eine Allergie 1000 Gründe haben kann, will Daniela Münch vom Schweizerischen Zentrum für Allergie, Haut und Asthma «aha!» keine Schnellschuss-Empfehlungen abgeben. «Teppiche, Staubsauger ohne Pollenfilter, Wohngifte in Form von giftigen Anstrichen, Haustiere oder parfümierte Reinigungsmittel sind aber sicher nicht hilfreich.» Aha bietet Schulungen an und ist dabei, eine Zertifizierung für Hotels und Gastro-Betriebe zu erarbeiten.

Im Kanton Schwyz verschwinden die Hotels langsam, aber stetig. Seit 1980 hat sich die Zahl der Betriebe halbiert. Während vor 26 Jahren noch 263 Betriebe aktiv waren, sind es heute noch rund 129 Hotels (Ende 2005). Auch die Zahl der Betten ist um 2250 auf insgesamt 5640 Einheiten gesunken.

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Mehr Hotels Mehr Ärger

Auszeichnungen

Zürich: zu wenig Betten

Hotel Uto Kulm

Seminarhotels und Tagungsstätten

Zürich boomt. Touristen und Geschäftsleute aus aller Welt zieht es in die Limmatstadt. Es fehlen jedoch die Hotelbetten. Noch ist 2006 nicht zu Ende. Trotzdem ist man bei Zürich Tourismus mit dem laufenen Jahr sehr zufrieden. Bis Ende August stieg der Reservationsumsatz im Vergleich zu 2005 um satte zehn Prozent. Was jedoch immer häufiger zum Problem wird, sind die fehlenden Hotelzimmer. «Die Hotels stossen an ihre Kapazitätsgrenzen», sagte Frank Bumann, Direktor Zürich Tourismus, der Gratiszeitung 20 Minuten. Er fordert weitere Hotels für die Limmatstadt. aa

Giusep Fry, Hotelier des Uto Kulm auf dem Üetliberg, hat Ärger. Der Zürcher Regierungsrat verlangt für Veränderungen nachträglich ein Baugesuch. Fry hatte nach Absprache mit der Gemeinde Stallikon verschiedene Veränderungen rund um sein Hotel Uto Kulm machen lassen. Unter anderem eine Bar mit Überdachung auf dem Vorplatz des Gebäudes. Just diese ist jetzt aber nicht ganz legal. Der Zürcher Regierungsrat verlangt dafür und für zwei weitere Veränderungen nachträglich ein Baugesuch. Pikantes Detail: Die Gemeinde Stallikon hatte die Anpassungen als baurechtlich nicht relevant eingestuft. Will heissen, Stallikon war der Ansicht, dass kein Baugesuch nötig sei. Aufgrund eines Rekurses des Heimatschutzes reagierte der Kanton Zürich. Giusep Fry wurde neben dem Einreichen eines nachträglichen Baugesuchs auch verpflichtet, die Rekurskosten zu übernehmen und dem Heimatschutz eine Parteientschädigung zu zahlen. Der Hotelier hat die Möglichkeit, das Urteil ans Verwaltungsgericht weiterzuziehen. aa

Ehre für das Seehotel Wilerbad und die Stiftung Kartause Ittingen in Warth. Sie wurden zum besten Seminarhotel und zur besten Tagungsstätte gekürt. Das Ranking wird alljährlich von der Focus Top Seminarhotels und Tagungsstätten vorgenommen. Doch für einmal entscheiden nicht Experten, sondern die Kunden. Trainer, Ausbildner, Seminarorganisatoren und Personalverantwortliche bestimmen die Rangliste. Sie, die Seminare organisieren und durchführen, könnten 100 Punkte auf drei bis fünf Häuser verteilen. So entsteht das FocusRanking.

Zürich lockt viele Touristen an.

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Gold für das Seehotel Wilerbad und Kartause Ittingen In der Kategorie Seminarhotels erkoren die Kunden das Seehotel Wilerbad (Foto links) in Wilen am Sarnersee zum Sieger. Vor dem Seedamm Plaza in Pfäffikon und dem Seminarhotel Sempachersee in Nottwil. Bei den Tagungsstätten schaffte es der Vorjahressieger, die Stiftung Kartause Ittingen in Warth (Foto links unten), erneut auf den ersten Platz. Auf Rang zwei wurde das Zentrum Ländli in Oberägeri gewählt. Das Centre Loewenberg in Murten muss sich heuer mit der Bronzemedaille begnügen.

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■ Tourismus

GastroJournal

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

Volle und leere Betten sern sehr gut belegt. Doch mancher Hotelier würde sich an den Wochenenden mehr Gäste wünschen. «Sind die Parlamentarier abgereist, wird es ruhig», sagt Beat Glaus vom Hotel Waldeck, «denn die Ferien- und Wochenendgäste bleiben während der Session leider oft aus.» Dafür läuft während den Sessionstagen mehr als sonst. «Dann sind unsere Zimmer und die Restaurants pumpenvoll.»

ZVG

«Arme» Parlamentarier

Zimmer im Park Hotel Waldhaus: Nach der Session sollst du baden...

Praktisch alle Hotels in Flims und der weiteren Region verfügen an den Sessionswochenenden noch über freie Betten. Dagegen sind von Sonntag bis Donnerstag viele Hotels «pumpenvoll». KARIN HUBER Während den Sessionstagen geht es in den Hotels der temporären Bundeshauptstadt Flims hektisch zu und her. «In unserem Hotel wurden in der ersten Sessionswoche vor allem von Medienvertretern Zimmer storniert, gebucht, storniert und wieder gebucht», erklärt Andrea Tomaschett, Chef-Réceptionistin im Hotel Adula. Dort nimmt man das Hin und Her aber gelassen. «Wir sind flexibel und verstehen die Hektik.»

Das Feedback auch seitens der Parlamentarier sei gut. Die Restaurantpreise habe man nicht erhöht. «Bei uns kostet der Kaffee für jeden Gast und auch für jeden Bundesrat immer gleich viel», betont Tomaschett. Die schöne Wellnessanlage im Adula aber bleibt meist leer. «Die Parlamentarier haben dafür keine Zeit.»

Leere Betten am Wochenende Während den Sessionstagen sind die Betten im Adula wie in anderen Häu-

In der Alpenarena gelten während der Session für alle Hotels, aufgeteilt nach Kategorien (Deluxe, First, Superior etc.), die gleichen und damit etwas tieferen Preise als üblich. Und im F & B-Bereich sind Preisauswüchse selten. Dennoch ist das Park Hotel Waldhaus als Sessions-Hauptschauplatz gerade wegen seiner Preise in die Schlagzeilen geraten. «Wir hatten unsere Preise aber gar nicht angehoben. Da die Parlamentarier die Preise der Bundeshaus-Cafeteria gewohnt sind, zeigten wir uns kompromissbereit und senkten die Getränkepreise leicht», erklärt Sabina Schlosser, Direktorin des Park Hotel Waldhaus. Die erste Sessionswoche sei absolut reibungslos verlaufen. Am Wochenende habe die Belegungsrate etwa 50 Prozent betragen. Weil die Parlamentarier meist alleine im Doppelzimmer nächtigen, sind die Hotels an Sessionstagen schnell ausgebucht. So auch das Hotel Schweizerhof. «Wir haben unsere Gäste bereits bei Buchungsanfrage über die Session informiert. Deshalb beherbergen wir etwas weniger Individualgäste als sonst», erklärt Direktionsmitarbeiterin Irène Gamma. Auf den grossen Bildschirm in der Hotel-

FLASH Stanserhorn, Stans

halle, auf dem man live die Session mitverfolgen kann, schaut darum kaum jemand. In der ersten Sessionswoche pilgerten rund 2000 Besucher ins Besucherzentrum. «Im Vergleich zur Session in Lugano sind das doppelt so viele Besucher», erklärt Gieri Spescha, Mediensprecher von Graubünden Ferien. Er zeigt sich zuversichtlich, das angepeilte Ziel von 10 000 bis 12 000 Besuchern bis Sessionsende erreichen zu können. Kapazitäten gebe es genügend. Unter der Woche haben die Besucher gute Chancen, auch einmal persönlich einem Bundesrat zu begegnen. Wer will, kann am Wochenende aber auch in einem «Bundesratszimmer» nächtigen. Bislang wollte noch niemand.

Der STV hat einen neuen Direktor Am Rande der Session fand letzten Montag auch ein Treffen der Parlamentarier mit Vertetern der Tourismuswirtschaft statt. Dabei unterstrich Franz Steinegger, Präsident des Schweizer Tourismusverbandes (STV), die Wichtigkeit der Koordination der Landeswerbung. Ausserdem sprach er über die Deregulierung in der Aussenwirtschaft und in der Agrarpolitik. Am Anlass wurde auch der Nachfolger von STV-Direktorin Judith Renner-Bach bekannt: Mario Lütolf, der ehemalige Direktor von Luzern Tourismus (Foto).

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Faulenzer des Jahres gekürt

Der Nidwaldner Rinaldo Inäbnit (Foto) wurde auf dem Stanserhorn zum «Faulenzer des Jahres» gekürt. Er setzte sich gegen 145 Mitkonkurrenten durch. Die Stanserbahn bietet seit zwei Jahren ein spezielles Faulenzer-Angebot an. www.stanserhorn.ch

Frauen im Tourismus

Neues Vorstandsmitglied Die zehnte Generalversammlung von Frauen im Tourismus (fit) stand ganz im Zeichen der Wahl eines Vorstandsmitglieds. Cathrin Quirin (Foto) wurde einstimmig als Nachfolgerin von Susanne Jörger gewählt. Quirin ist Geschäftsführerin der Swiss Backpackers. Ein wichtiges Ziel des fitVorstands ist es, im nächsten Jahr neue Mitglieder zu gewinnen. Dies soll durch die Nutzung diverser touristischer Plattformen erfolgen.


■ Tourismus

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

GastroJournal

Jeder für sich allein

MARCO MOSER Der Dschungel an Organisationen, welche die Schweiz im Ausland repräsentieren, ist in den letzten Jahren dichter geworden: Im Jahr 2000 gesellte sich Präsenz Schweiz zu den bestehenden Organisationen Schweiz Tourismus, Standort Schweiz, Pro Helvetia, Switzerland Cheese Marketing, während die 2003 gegründete Swiss Wine Communication Anfang 2006 im Konkursstrudel versank.

Einheitlicher Auftritt In der Folge verlangte das nationale Parlament eine Neuorganisation der Landeswerbung (siehe Kasten): Die Marke «Schweiz» soll im Ausland schlagkräftiger, ziel- und wirkungsorientierter auftreten. Die Vernehmlassung des bundesrätlichen Vorschlages ist für Ende September versprochen. Fusionieren sollen primär jene Organisationen, die nahezu ihr ganzes Budget für Landeswerbung ausgeben: Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz und Standort Schweiz. Gemäss den Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) werben diese zusammen mit 68 Millionen Franken im Ausland. Die ursprünglich 1917 gegründete Organisation Schweiz Tourismus ist dabei unbestritten jene mit der meisten Erfahrung und der grössten Marketingtätigkeit im Ausland. Ihr stand 2005 ein Gesamtbudget von 73,6 Millionen Franken zur Verfügung. Hierbei stammten 46 Millionen vom Bund. Präsenz Schweiz wiederum erhält Bundesbeiträge in der Höhe von 14 Millionen und Standort Schweiz 2,9 Millionen Franken.

Separate Absatzförderung Daneben geben weitere Organisationen nochmals 20 Millionen öffentliche Gelder allein für die Landeswerbung im Ausland aus: die offizielle Institution der Schweiz zur Förderung des Aussenhandels (Osec), Pro Helvetia, Switzerland Cheese Marketing, Swiss Wine Promotion (Nachfolgerin der konkursiten Swiss Wine Communication) und Agro-Marketing Schweiz. Am meisten Bundes-

mittel – 56 Millionen Franken – erhalten dabei die drei Absatzförderer in der Schweizer Landwirtschaft: Switzerland Cheese Marketing, Swiss Wine Promotion und Agro-Marketing Schweiz. Den grössten Beitrag im weiten Feld der Landwirtschaft – 20 Millionen Franken – erhält Switzerland Cheese Marketing (SCM). Diese Organisation, indirekt hervorgegangen aus der skandalträchtigen Käseunion, soll den Käseabsatz im In- und Ausland fördern. Diese Förderung, die sich etwa in Inseraten äussert, wo laszive Damen Käsern bei der Arbeit am Chessi oder im Keller zuschauen, betrifft aber gerade mal 10 von nahezu 200 Sorten.

Alleine gegen die Grossen Baer Weichkäse aus Luzern beispielsweise ist nicht Mitglied bei SCM und musste deshalb während seiner zweieinhalbjährigen Expansion ins Ausland für sich selber schauen. «Während der Expansion unter unserem eigenen Namen haben wir von Switzerland Cheese Marketing wenig Unterstützung erhalten», erläutert Stephan Baer, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Familienunternehmens. Den Durchbruch hat Baer unterdessen trotzdem geschafft, allerdings nicht unter eigenem Namen. Die Weichkäserei ist heute erfolgreich dank der starken Zusammenarbeit mit verschiedenen ausländischen Partnern. Solcher Kantönligeist könnte bei einer verstärkten Zusammenarbeit aller Organisationen, die für die Schweiz im Ausland werben, wahrscheinlich verhindert werden. Aber dagegen wehren sich die Landwirtschaftsorganisationen. «Eine voll integrierte Marketing-Gesellschaft, die einen einheitlichen und wirkungsvollen Auftritt der Schweiz im Ausland organisiert, ist nur sinnvoll, solange die Marketinginstrumente kompatibel und die Zielgruppen identisch sind», unterdrückt Pierre Gwinner, Head of Marketing bei Switzerland Cheese Marketing, allfällige Fusionsgelüste. Auch Rhea Beltrami vom Schweizerischen Bauernverband sieht keine Möglichkeit einer vertieften Zusammenarbeit der Absatzförderung mit der Landeswerbung. Sie sähe höchstens eine verstärkte Zusammenarbeit unter den drei Landwirtschaftsorganisationen SCM, Swiss Wine Promotion und Agro-Marketing Schweiz – mehr nicht.

Synergieeffekte nutzen Damit ist vorderhand auch der Teil der Absatzförderung nicht betroffen, der als allgemeine Landeswerbung bezeichnet werden kann. Die Forde-

Endgültiges Aus für Mystery Das Ringen um den Mystery-Park scheint am Ende Der Mystery-Park in Interlaken scheint definitiv am Ende. Trotzdem sollen zumindest die Bauten nicht ungenutzt bleiben. Auch der letzte Sanierungsplan für den Mystery-Park ist gescheitert: Die erforderliche Zustimmung aller Drittklassgläubiger ist nicht zu Stande gekommen. Die Gemeinde Matten hat die Wandlung ihrer Forderungen in Aktien wie auch eine 12-prozentige Auszahlung ihrer Forderungen abgelehnt. Der Solothurner Investor Franz Giger zieht sich nun vollständig aus

dem Sanierungsprojekt zurück. Sein Ziel war es, den Totalverlust der Kleinaktionäre zu umgehen und den Park weiterzubetreiben. Nun dürfte der Mystery-Park tatsächlich spätestens auf Ende November stillgelegt werden. Offenbar soll der Vergnügungspark nun in ein Kongresszentrum umgewandelt werden, wie die SonntagsZeitung schreibt. Ein Projekt für ein Kongresszentrum existiert in Interlaken schon länger, die neue Idee kostete jedoch wesentlich weniger. mn

FLASH Neuaufgleisung Themenroute

Neue «Gastronomie & Wein» Momentan läuft noch die Ausschreibung für die Neuaufgleisung der Themenroute «Gastronomie & Wein». Schweiz Tourismus sucht hierfür neue Partner, nachdem Swiss Wine Communication Konkurs gegangen ist. Abhängig vom Eingang der Angebote ist eine Weiterführung als Themenroute möglich, ansonsten wird es künftig lediglich punktuelle Angebote geben. Neu gestartet wird «Gastronomie & Wein» frühestens in den Herbstmonaten des nächsten Jahres. ZVG

Mit 88 Millionen Franken an öffentlichen Geldern wirbt die Schweiz heute im Ausland.Aber nicht etwa einheitlich:Mindestens neun verschiedene Organisationen bestreiten die heutige Auslandwerbung.Das soll sich nun ändern.

Andermatt

Zersplitterter Schweizer Auftritt im Ausland – eine Überarbeitung drängt sich auf. rung nach schlagkräftiger, ziel- und wirkungsorientierter Landeswerbung wird damit ebenso geschmälert wie die geplante Kosteneinsparung. Denn Gemeinsamkeiten gibt es trotz unterschiedlicher Zielgruppen: so-

Projekt schreitet schnell voran

wohl SCM als auch Schweiz Tourismus verkaufen im Ausland die «Swissness». Die einen tun es in Form von Landwirtschaftsprodukten, die anderen in Form von Ferien in der Schweiz.

Samih Sawiris’ Projekt für eine Ferienanlage in Andermatt kommt schnell voran: Bundesrat Christoph Blocher hat dafür sogar die Lex Koller aufgehoben. Gemäss dem Gesetz wäre der Erwerb eines Grundstückes wie jenem in Andermatt durch Personen aus dem Ausland eigentlich ausgeschlossen. Sawiris’ Projekt ist nun von dieser Bewilligungspflicht befreit. Blocher begründete den Schritt mit staatspolitischem Interesse. Sawiris sucht nun Bauern, die bereit sind, ihm Land für den geplanten Golfplatz zu verkaufen.

Einzelheiten der Neuorganisation Der Bundesrat sieht in seiner Botschaft zur Landeskommunikation die Fusion des Kernbereichs mit Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz und Standort Schweiz vor. In einem zweiten Schritt möchte der Bundesrat die drei Organisationen Osec, Sippo und Sofi zum heute bereits bestehenden BusinessNet-

workSwitzerland zusammenschliessen. Die Fusion der Organisationen der Absatzförderung von Landwirtschaftsprodukten Switzerland Cheese Marketing, Swiss Wine Promotion und Agro-Marketing Schweiz ist momentan kein Thema. Ebenso wäre Pro Helvetia von einem Zusammenschluss nicht betroffen.

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Vom Regen in die Traufe geraten: der Mystery-Park in Interlaken.

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Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Jeudi, 28. 9. 2006 No 39

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE

En attendant Grandson

«Un nouveau système intelligent» La nouvelle classification de GastroSuisse a été largement commentée par la radio, la TV et les journaux. Presque tous les médias suisses de toutes les régions du pays ont traité le «HOT-C HOTELCATEGORICAL BY GASTROSUISSE». La plupart des informations publiées ou diffusées étaient factuelles et équilibrées. Certains médias n’ont pas manqué de rappeler que le nouveau système offrait un service dont pourraient surtout profiter les petits et les très petits établissements jusqu’alors négligés. «Enfin un système uniforme», titre «Le Journal du Jura» en précisant que «GastroSuisse lance un nouveau système intelligent». Le vaudois «24 Heures» rappelle que GastroSuisse «regroupe une vingtaine de milliers de membres dont 5000 sont des hôtels.» Le texte de l’«Agence télégraphique suisse (ATS), repris par tous les journaux romands, précise que «hotelleriesuisse ne compte qu’un peu plus de 3000 membres».

PHOTOS: F. DI FRANCO

Vaud: innovation agricole primée

Les premiers vacherins Mont-d’Or AOC de la saison ont attiré la foule, samedi dernier aux Charbonnières, tout comme la Fête du goût à Sion, le 16 septembre ou encore à Meinier (GE) où le jus de pomme pressé à l’ancienne coulait à flot. Quant à Irma Dütsch, elle a été une excellente marraine.

Alors que la Semaine du goût 2006 vient juste de se terminer sur un bilan réjouissant, le programme 2007 est déjà avancé: Grandson sera la prochaine «Ville du goût». FRANCESCO DI FRANCO S’il est difficile de quantifier le nombre de participants de cette sixième édition de la Semaine du goût qui s’est terminée le 24 septembre 2006, il est certain qu’il est, chaque année, en forte croissance. En admettant qu’il soit proportionnel au nombre d’événements qui était de 991 pour cette année, les participants pourraient être 30% de plus qu’en 2005 (700 événements) et 40% de plus qu’en 2004 (583 événements). La seule certitude, c’est que le

ont eu le soutien de GastroTicino et d’un Comité de qualité. Ainsi ce sont plus de 203 événements qui ont été mis sur pied.

Les Alémaniques restent en retrait

nombre d’événements «école» a représenté, en 2006, 40 pour cent. Fort du succès des portes ouvertes des 22 et 23 septembre dernier, ce n’est pas l’Ecole professionnelle de Montreux (EPM) qui contrebalancera ces données. Le Centre de compétence des professions de l’alimentation et de la restauration, qui accueille 890 apprentis, présentait les travaux des apprentis boulangers-pâtissiers exécutés dans le cadre de leur concours vaudois. Pendant cette Semaine du goût de dix jours, les Tessinois

Quant à la Suisse alémanique, elle reste encore assez fermée à ce genre de manifestations, ce qui est regrettable. Ce n’est pas faute de l’avoir suffisamment motivée. L’association faîtière de la Semaine du goût, l’Association pour la promotion du goût (APG), était très présente en 2004 et en 2005 outre Sarine. Apparemment en vain, puisque seuls 40 événements y ont été organisés. Cependant, l’APG passe au-dessus pour atterrir en Belgique qui accueille la Semaine du goût suis-

se en qualité d’hôte d’honneur du pendant belge dont la première édition aura lieu du 16 au 25 novembre. Les Australiens aussi souhaitent prendre la manifestation suisse en exemple pour s’en inspirer.

En 2007, à Grandson La Semaine du goût 2007 aura lieu du 13 au 23 septembre et Grandson a été proclamée «Ville du goût 2007». Nul doute que la cité médiévale du bout du lac de Neuchâtel, ses artisans et sa nouvelle Maison des terroirs, qui représente 19 communes de la région, sauront être de dignes ambassadeurs du goût. www.gout.ch

Des opinions qui compteront

ARCHIVES GJ

GastroSuisse sonde des membres pour une analyse de l’association

Un sondage pour l’évolution future de GastroSuisse.

GastroSuisse souhaite se faire une idée du degré de satisfaction des membres avec leur organisation sectorielle. Un échantillonnage de quelque 3900 membres choisis au hasard reçoit ces jours un questionnaire de quatre pages leur permettant de prendre position par rapport à leur perception de GastroSuisse et à l’importance des diverses prestations offertes par la Fédération et leur satisfaction avec ces prestations. Les membres consultés peuvent aussi exprimer leurs souhaits quant aux thèmes de travaux centraux à entreprendre à l’avenir. De plus, la consultation comprend des questions concernant la fréquence des contacts et la liaison avec l’association. Les réponses seront analysées,

sous garantie d’un strict anonymat, par l’entreprise de conseil B’VM. Les résultats et interprétations feront l’objet d’un rapport écrit qui sera complété par des conclusions tirées d’entretiens avec les dirigeants de GastroSuisse ainsi qu’avec des représentants d’organisations proches. Ce rapport a pour but de présenter au Conseil une image complète et objective de l’association. Les établissements ayant reçu un tel questionnaire ont donc la possibilité de fournir une contribution importante à l’évolution future de leur association sectorielle. Le Conseil de GastroSuisse espère qu’ils sauront saisir cette occasion et compte sur leur leur participation. gj

Un fromage aromatique à la croûte violet foncé a reçu au Comptoir suisse de Lausanne le Prix d’innovation agricole 2006. Baptisée «Gähwiler Holderewy-Chäs», cette spécialité au lait de montagne du Toggenbourg (SG) est affinée quatre à six mois au vin de sureau. Le deuxième prix va aux «jets» de houblon d’Unterstammheim (ZH). Ces jeunes pousses extraites du sol à la main se consomment en mars et avril en salade, en potage ou en garniture. On les trouve à la carte d’un nombre croissant de restaurants gastronomiques, relève Agromarketing suisse. La viande séchée d’agneau de Goppisberg (VS) remporte le bronze. Elle est produite à partir de viande bio séchée à l’air. Le vin de cassis Russwiler est distingué dans la catégorie Boissons alcoolisées. Doté d’un total de 100 000 francs, le Prix d’innovation agricole est décerné pour la huitième fois. Quarante-cinq produits étaient en compétition.

Genève: le Royal fait peau neuve Après huit mois de travaux, l’hôtel Royal du groupe Manotel, au cœur de Genève, a rouvert ses portes. Lieu mariant tradition et modernité, le quatre étoiles proche de la gare de Cornavin compte 202 chambres et suites et des salles de conférences et séminaires, un coin bar avec cheminée des espaces ouvert. Sa Brasserie Rive Droite propose une cuisine alliant authenticité et raffinement. Cette rénovation met fin au repositionnement (75 millions de francs d’investissements) des six hôtels du groupe genevois désormais leader sur le marché des trois et quatre étoiles. Avec ses 610 chambres (577 en 2000), Manotel affiche un taux d’occupation d’environ 68% et espère parvenir à 72% à moyen terme.

Fribourg: le Moléson s’illumine Pour la première fois, samedi soir dernier à Moléson, plus de 100 personnes ont parcouru les deux vie ferraté de nuit, lampe frontale au casque, en créant un faisceau lumineux. Elles étaient encadrées par une dizaine de membres de la colonne de secours du club alpin La Gruyère. Pour l’occasion, le restaurant de PlanFrancey avait préparé la soupe de chalet au feu de bois.

Valais: les vendanges commencent «Si le beau temps est au rendez-vous, on se dirige tout droit vers un magnifique millésime, comparable à celui de 2005.» Chef de l’Office valaisan de la viticulture, Pierre-André Roduit, déclare un «optimisme raisonnable», mardi dans les colonnes du «Nouvelliste», au lendemain du coup d’envoi officiel des vendanges. Non sans rappeler: «Depuis 1995, de manière régulière, nous avons la chance de réussir d’excellents millésimes.»

Suisse: tous à pied au bistrot ! Les Suisses pourraient tous trouver un bistrot à portée de chaussure. En moyenne, selon une étude de l’Office fédéral de la statistique, la distance à parcourir pour boire un verre n’est que de 430 mètres, moins que pour aller à l’école primaire, généralement distante d’un peu moins d’un kilomètre, ou à la boulangerie, à plus de mille mètres.


■ Restauration

Jeudi, 28. 9. 2006 ■ No 39

GastroJournal

Le nouvel esprit Gastronomia

EDITORIAL

Le beurre et l’argent du beurre

«Entrez dans les 5 mondes de Gastronomia International», telle est l’invitation des organisateurs de ce Salon qui se tiendra au Palais de Beaulieu de Lausanne, du 4 au 8 novembre. Auparavant, pour y accéder, il fallait s’armer de patience et pour les exposants, la facturation des billets commandés étaient souvent source de problèmes. Mais le nouvel esprit qui a soufflé sur Gastronomia 2006 a fait des merveilles. Ainsi, les billets que chaque professionnel de la branche reçoit – comme de coutume, d’un de ses fournisseurs – comportent au dos un code d’accès à saisir sur www.gas-

tronomia.ch. Quelques minutes plus tard, le badge électronique ainsi que toutes les informations nécessaires à l’organisation de votre visite seront envoyés par courriel à l’adresse que vous aurez indiquée. Il n’y a pas que cette facilité d’accès comme nouveauté à Gastronomia 2006. La présence de GastroSuisse, dans la halle 7, stand 701 a, b, c, en fait partie avec Gastroconsult, GastroEdition/GastroJournal, GastroProfessional, GastroSocial, la Guilde, l’EHS Genève, Swica et la formation de GastroSuisse. Diverses conférences et animations seront diffusées sur toute la planète par l’intermédiaire de Gastronomia.tv.

SP

Un bristol pour Gastronomia? Mieux que ça, une invitation à commander les badges d’accès électronique par internet. Fini l’attente à l’entrée. FRANCESCO DI FRANCO

Derrière cette invitation un code permet de commander le badge d’entrée par le Net. Protagonistes d’un débat très attendu: le chef du Noirmont Georges Wenger, fervent défenseur des produits du terroir, et le Prof. Philippe Ligron (tendances gastronomiques actuelles). Voilà qui promet.

Prix de la bière: à la hausse,à la baisse Mardi, Feldschlösschen a annoncé quelques modifications concernant le prix de la bière. Elles ne désavantagent pas nécessairement la restauration. A première vue, il peut sembler que la bière renchérit une nouvelle fois: dès le 1er janvier 2007, Feldschlösschen augmente les prix des bières lager et spéciale de quelque 3 pour cent. Toutefois, les bières sans alcool ou à teneur d’alcool réduite deviendront simultanément nettement moins chères. A l’achat, les bières sans alcool coûteront 11 pour cent de moins et le prix des bières en fût à teneur d’alcool réduite (bières légères) baissera d’environ 3 pour cent.

«Par cette formation des prix par niveaux nous soutenons la tendance vers des bières plus légères ou sans alcool. Nous assumons avec sérieux notre responsabilité sociale par la promotion d’une utilisation réfléchie de l’alcool et nous appliquerons ainsi la nouvelle loi fédérale sur l’imposition de la bière avant son entrée en vigueur», estime Thomas Amstutz, CEO de Feldschlösschen. Feldschlösschen souligne aussi que la dernière adaptation des prix remonte au 1er janvier 2005.

La restauration pas prétéritée La nouvelle formation des prix ne vaut pas seulement pour la restauration mais aussi pour le commerce de

Les remises des Sésames de l’accueil ainsi que celles des Design Award sont aussi très attendues. Sans oublier les incontournables concours, ceux des apprentis et La Truffe d’Or. Infos: www.gastronomia.ch.

Le point de vue de GastroSuisse

Feldschlösschen introduit au 1er janvier des prix différenciés détail et les dépositaires. En d’autres termes, pour une fois, la restauration n’est pas prétéritée. De plus, les bières Feldschlösschen se situent, «avec la hausse des prix 2007 pour la bière normale, pratiquement au niveau de la concurrence.» Et cela, avant leur éventuelle hausse des prix, déclare à GastroJournal Patrick Kaeser, chef de la communication d’entreprise chez Feldschlösschen Boissons SA. Selon Feldschlösschen, il y aura aussi des changements pour les eaux minérales. Celles-ci et les softdrinks renchériront de quelque 2 pour cent. Il s’agit d’adaptations de prix imposées par les fournisseurs, affirmet-on chez Feldschlösschen. mn

page 15

Les prix de livraison de bières sans alcool seront abaissés jusqu’à 11 pour cent. Le prix pour les bières légères en fût baissera de 3 pour cent. Feldschlösschen soutient la tendance vers des bières légères et sans alcool et aimerait apporter une contribution à un usage réfléchi de l’alcool. Les cafetiers disposent ainsi de la possibilité d’appliquer cette différenciation des prix dans la mesure où la structure individuelle des coûts et le système de facturation au restaurateur et à l’hôtelier le permettent. Le revers de la médaille se présente sous forme de hausses des prix des bières spéciales et lager qui atteignent quelque 3,5%.

A Flims et dans la région (page 17), les hôteliers peuvent se frotter les mains: plus aucune chambre inoccupée du lundi au jeudi durant la session des Chambres fédérales. Du pain béni tombé du ciel qui a incité les professionnels de l’hébergement et de la restauration à se couper en quatre pour accueillir au mieux les parlementaires. Pourtant, cette manne automnale faisant défaut le weekend, les vendeurs de chambres et suites se sont creusé la tête pour remédier à cette situation inhabituelle en septembre. Ils ont cru trouver une parade: «dormir dans une chambre de conseiller fédéral». Formule qui n’a pas (encore) eu l’heur de séduire. A défaut d’argent du beurre, ils n’engrangent, momentanément, que le beurre. Les professionnels de la branche de la région de Flims sont-ils conscients qu’ils ont beaucoup à gagner de l’organisation de cet événement? Ne serait-ce qu’en notoriété pour une destination naguère méconnue voire inconnue de bon nombre d’Helvètes. A moyen terme, c’est bien le beurre et l’argent du beurre qu’ils encaisseront. Autre événement réjouissant: la Semaine du goût, dix jours de manifestations tous azimuts (page 13) qui ont suscité jusqu’à dimanche un intérêt sinon national du moins bien réel dans toute la Suisse latine. Et même des retombées hors des frontières puisque la formule helvétique inspire les Australiens. Entre beurre et bas beurre, vacherin Mont-d’Or et autres reblochons, la promotion des saveurs des terroirs semble promise à un bel avenir. Marie-Thérèse Page Pinto

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7e symposium «La viande dans l’alimentation».

Viande et gras.

Le gras dans la viande soulève régulièrement des discussions. Est-il essentiel? Présent en trop grande quantité? Les graisses animales sont-elles malsaines? Ou même responsables de maladies? Quelles sont les proportions d’acides gras bons et mauvais? Autant de questions que se poseront Viande Suisse, des experts en nutrition et des scientifiques lors du symposium. Mercredi 15 novembre 2006 au KulturCasino de Berne, de 9 h 00 à 16 h 30. Frais de participation: CHF 200.–.

Veuillez me faire parvenir le programme détaillé et le dossier d’inscription. Français

Allemand

Prénom:

Nom:

Société/établissement:

E-mail:

Adresse: Tél.:

Fax: GJ

A envoyer à: Symposium sur la viande, case postale, 3000 Berne 23, fax: 031 370 02 02, e-mail: symposium@proviande.ch

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■ Hôtellerie & Tourisme

Jeudi, 28. 9. 2006 ■ No 39

GastroJournal

Des lits vides le week-end

FLASH Lex Koller

Une exception pour Andermatt

Presque tous les hôtels de Flims et de sa région disposent encore de lits libres pendant les weekends de la session. Par contre, du dimanche soir au jeudi, les hôtels sont archipleins.

Au nom de «l’intérêt supérieur de la Confédération», le Conseil fédéral a approuvé une exception à la Lex Koller pour permettre la création du complexe touristique sur la place d’armes d’Andermatt. L’exemption concerne les habitations (600 appartements, 100 villas et chalets) projetées par l’investisseur égyption Samih Sawiri et non pas les parcelles commerciales qui accueilleront hôtels, restaurants, boutiques et autres attractions.

KARIN HUBER

M.Lütolf succède à J.Renner

Un duo de choc à prix spécial

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En marge de la session, les parlementaires ont pu rencontrer des représentants de l’économie touristique. A cette occasion, Franz Steinegger, président de la Fédération Suisse du Tourisme (FST), a souligné l’importance de la coordination de la promotion du pays. Dans son exposé, il a également abordé la dérégulation du commerce extérieur ainsi que celle qui touche la politique agricole. Lors de cette manifestation, la FST a tenu à présenter le successeur de Judith Renner-Bach, démissionnaire. La directrice de l’organisation faîtière quittera son poste à la fin de l’année. Pour lui succéder, la FST a jeté son dévolu sur Mario Lütolf, une personnalité qui connaît la branche et est parfaitement à même de remplir sa mission. Mario Lütolf (45 ans) remplacera Judith Renner-Bach à une date encore à déterminer. Ce gestionnaire, profondément attaché à la cause du tourisme, dirige depuis deux ans le secteur marketing et de vente de la zb Zentralbahn AG à Stansstad. Auparavant, il avait occupé la fonction de directeur de l’Office du tourismne de Lucerne et de CEO de Luzern Tourismus. mn

RECLAME

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Parce que la plupart des parlementaires dorment seuls dans une chambre double, les hôtels sont rapidement complets les jours de session, comme à l’hôtel Schweizerhof. «Déjà lors de la demande de réservation, nous avons informé nos clients de la tenue de la session. C’est pourquoi nous hébergeons un peu moins de clients individuels qu’en temps normal», explique Irène Gamma, collaboratrice de la direction. Pour cette raison, presque personne ne regarde le grand écran dans le hall de l’hôtel sur lequel on peut suivre quotidiennement la transmission en direct de la session. La première semaine de la session, quelque deux mille visiteurs ont fait le pèlerinage. «Par rapport à la session de Lugano, c’est le double», déclare Gieri Spescha, de

rencontrer personnellement un conseiller fédéral. Le week-end, ceux qui le désirent peuvent aussi dormir dans une «chambre de conseiller fédéral». Jusqu’à présent, personne n’en a voulu.

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Chambres «fédérales» peu prisées

Graubünden Ferien. Il se dit confiant d’atteindre l’objectif visé de dix à douze mille visiteurs d’ici la fin de la session. Les capacités d’accueil sont suffisantes. En semaine, les visiteurs ont de bonnes chances de

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de la cafeteria du Palais fédéral, nous avons prouvé notre aptitude au compromis et légèrement abaissé le prix des boissons», déclare Sabina Schlosser, directrice du Park Hotel Waldhaus. La première semaine de la session s’est déroulée sans aucun accroc. Au cours du week-end, le taux d’occupation s’est élevé à environ 50 pour cent.

Le parc naturel valaisan de Finges accueillera dès 2007 l’Association suisse des accompagnateurs en montagne (ASAM) dans son futur centre «nature et paysage» qui s’ouvrira le printemps prochain à Salquenen. Les 130 membres de l’ASAM pourront y présenter leurs offres de manière décentralisée dans un site bilingue.

jus

Pendant les journées de session, les lits de l’Adula sont aussi bien occupés que dans les autres maisons. Nombreux sont les hôteliers qui souhaiteraient davantage de clients lors des week-ends. «Lorsque les parlementaires auront quitté Flims, le calme reviendra», précise Beat Glaus, de l’hôtel Waldeck. «Car les vacanciers ou les clients du week-end manquent malheureusement souvent pendant la session.» En compensation, il y a davantage d’animation pendant les journées de la session. «Nos chambres et les restaurants sont alors archipleins.» Pendant la session, les mêmes prix mais un peu plus bas que d’habitude s’appliquent dans les hôtels de l’Alpenarena qui sont répartis en catégories (Deluxe, First, Superior etc.). Et dans le domaine du F&B, les prix abusifs sont rares. Mais le Park Hotel Waldhaus, comme scène principale de la session, a suscité de gros titres en raison de ses prix. «Nous n’avons cependant absolument pas augmenté nos prix. Comme les parlementaires sont habitués aux prix

Au Park Hotel Waldhaus comme ailleurs pendant la session des Chambres, les parlementaires n’ont pas le temps pour le wellness.

L’association s’installe à Finges

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Des prix plus bas que d’habitude

Accompagnateurs en montagne SP

Pendant les journées de la session, la vie est nerveuse dans les hôtels de Flims, la capitale temporaire. «Au cours de la première semaine de la session, ce sont surtout des représentants des médias qui ont annulé des réservations, réservé, puis annulé et réservé une nouvelle fois», déclare Andrea Tomaschett, cheffe de réception à l’hôtel Adula. On y reste cependant serein face à la nervosité ambiante. «Nous sommes flexibles et comprenons cette nervosité.» De la part des parlementaires, les réactions sont très bonnes. Les prix des restaurants n’ont pas été augmentés. «Chez nous, le café coûte la même chose, que ce soit un client ou un conseiller fédéral», ajoute Andrea Tomaschett. La belle installation de wellness de l’Adula reste le plus souvent vide. «Les parlementaires n’ont pas le temps.»

page 17

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M O N AV I S

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epuis peu, Arosa offre des «forfaits Hansruedi Müller* d’hiver neutres pour le climat». D’aucuns se demandent sans doute ce que cela veut dire. Et la réponse la plus fréquente sera: encore un gag de relations publiques d’un manager touristique créatif. Ce qui est sans doute trop simple, car même si le projet est né prioritairement de réflexions de marketing, il vaut la peine d’y conditions modifiées mais aussi de la réfléchir. contribution qu’elle peut apporter pour en Presque tous les jours, nous sommes réduire l’impact (mitigation). La possibilité confrontés aux cabrioles du temps et des d’atteindre la neutralité climatique pour conséquences qui en découlent. Au mois de des vols existe depuis longtemps sur juillet le plus chaud jamais mesuré a suivi www.myclimate.org. Les organisateurs un mois d’août détestablement frais. L’Eiger d’événements majeurs promettent ci et là de a commencé à s’effriter, des chutes de pierrespecter la neutralité climatique. Les neuf res menaçaient au Cervin, les inondations directeurs du tourisme de l’Oberland se multipliaient et les glaciers se retiraient bernois se sont fixé pour objectif d’être des à une vitesse record. Et si les statisticiens précurseurs dans la discussion sur le climat du tourisme triomphaient grâce à des taux et ont mandaté une étude y relative. Ils ont de croissance réjouissants, il ne s’agit sans également invité des personnalités clés à un doute de rien de neutre par rapport au cliatelier. L’Office du tourisme de Pontresina mat mais plutôt une relation avec la renaisdéclare publiquement occuper le poste de sance de la fraîcheur estivale suivant des leader au sujet du permafrost. Et voici vagues de chaleur. Brièvement résumé, le qu’arrive Arosa et lance, comme nouveauté changement climatique est très étroitement mondiale, des vacances d’hiver neutres par lié au tourisme. rapport au climat. Elles garantissent que le Ces rapports sont connus de nombreuses CO2 produit par les gaz d’échappement personnes, mais ce qui est nouveau c’est sera compensé par un reboisement au Brésil que la branche ne se préoccupe pas seuleou par le financement d’améliorations de ment de savoir comment s’adapter aux

Carte des mets climatiquement neutre

l’efficacité de certaines installations. Comme cela est connu depuis le protocole de Kyoto ou respectivement la loi sur le CO2 et le centime sur l’essence, un marché global est né au cours des dernières années avec des certificats qui permettent d’acheter sur le marché des réductions de CO2. C’est ainsi que fonctionne la durabilité «douce». On peut alors poser la question de savoir ce qu’entreprend l’hôtellerie-restauration à ce sujet. On sait que quelques hôteliers ont décidé, préventivement, des mesures d’économie du CO2 et qu’ils se sont ainsi assurés, juste avant le débat sur le CO2, un abaissement de l’impôt annoncé. Dans cette perspective, combien de restaurateurs ont-ils procédé à des investissements en prévision de ce qui les attend? Et combien de temps faudra-t-il pour que des restaurateurs innovants offrent une carte de mets neutre par rapport au climat pour laquelle l’émission moyenne de CO2 sera calculée et compensée avec des «partenaires climatiques». Une telle innovation n’aurait-elle pas le potentiel d’une nomination pour le Milestone? *Hansruedi Müller, professeur à l’Université de Berne, directeur de l’Institut de recherches pour les loisirs et le tourisme (FIF)

La repasseuse Miele vous permet d’obtenir des résultats parfaits pour les pièces de linge plat – confortablement assise et deux fois plus vite qu’à la main. Grâce à un rendement de 15 kg de linge par heure, l’on dispose à tout moment de linge de table, de lit et de torchons impeccables – que ce soit dans les petits restaurants, les cafés, les pensions de famille ou encore les ménages soignés. Quant au dépoussiérage et à l’entretien en douceur des tapis, sols durs et parquets, ils sont assurés par l’aspirateur PARQUET. Jugez-en par vous-même et laissez-vous convaincre par les avantages de notre « duo de choc ». Vous trouverez la liste des partenaires participant à cette campagne sous www.miele.ch/News/Offres spéciales.

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■ Echi dal Ticino

Giovedì, 28. 9. 2006 ■ No 39

GastroJournal

La Settimana del Gusto re ai nostri giovani i prodotti della terra ticinese.» La manifestazione è nata ed ha una sua funzione, come ha precisato Zisyadis perché «Spesso le famiglie tornano a casa la sera e ognuno prende qualcosa per conto suo, come se il frigorifero fosse un’estensione del supermercato. La cucina invece è un’avventura dove tutti i sensi entrano in gioco, e come tale è sempre un’impresa positiva e creativa che contribuisce al benessere degli allievi.» Lo studio delle varie ricette e la coordinazione nell’ambito delle mense scolastiche è stato svolto dal Cantone per tramite del suo Servizio della consulenza alimentare del Decs. Tenendo fede allo scopo di presentare ricette e prodotti del territorio gli specialisti dell’alimentazione hanno raccolto e messo a punto piatti particolari che hanno radici qui da noi, e dunque di provenienza e fattura della cultura popolare del Ticino d’un tempo come il «Ris in cagnon» (riso, sbrinz e cannella), la «Scarpazza» (torta di verdure con spinaci), la «Bürbora» (crema di zucca), la «Carna di povri» (fagiolini, pane grattugiato), i «Gnücc al predéssen» (patate al prezzemolo) o i «Gnücc di pomi di terra e farina da castegn» (gnocchi di patate e farina di castagne).

In Ticino l’iniziativa culinaria era alla sua terza edizione; indirizzata soprattutto ai giovani è stata proposta dal 14 al 24 settembre nei nove ristoranti scolastici a conduzione statale e nei quattordici a gestione privata. Anche GastroTicino era della partita con proposte e consulenza. MAURO MASCO

Collaborazione degli esercenti

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La «Carta» che statuisce le linee guida della «Settimana del Gusto» inizia con una breve frase che contiene in sé tutto quanto necessario per dare senso assoluto l’iniziativa: «Si ha sempre meno tempo per mangiare, i prodotti sono sempre più standardizzati, e spesso i giovani ed i bambini non conoscono più il sapore dei prodotti tradizionali.» Ecco racchiuse qui tutte le reali grigie constatazioni che giustificano la lodevole idea. Il Ticino ha avuto l’onore dell’inaugurazione ufficiale della «Settimana del Gusto» 2006, giunta alla sua sesta edizione, la terza nel nostro cantone. Con il consigliere di stato Gabriele Gendotti, direttore del Dipartimento dell’educazione della cultura e dello sport, alla Scuola alberghiera e del turismo di Bellinzona c’era il consigliere nazionale romando Josef Zisyadis, presidente dell’Associazione per la promozione del gusto e organizzatore della settimana. Al lato pratico, dietro ai fornelli, accanto ai due illustri ospiti c’erano anche i 24 ragazzi e ragazze della V elementare di Bellinzona Sud che hanno contribuito alla preparazione di alcuni stuzzichini a base di prodotti locali. La Settimana del Gusto è una rassegna gastronomica proposta su scala nazionale – soprattutto rivolta ai giovani – con lo scopo di rivalorizzare

Tra gli allievi, che si sono prodigati in cucina per l’inaugurazione della Settimana del Gusto, sono ripresi Josef Zisyadis (sopra) e il consigliere di Stato Gabriele Gendotti. i sapori della cucina locale di ogni singola regione. In Ticino approdava per la terza volta ed è stata proposta dal 14 al 24 settembre in oltre una ventina di refezioni della scuola pubblica. Gabriele Gendotti ha sposato con convinzione e slancio l’iniziativa: «Questa manifestazione è importante per tutelare la tradizione e incoraggiare

l’innovazione culinaria, collaborando nel promuovere uno sviluppo sostenibile.» E poi ancora ha aggiunto: «L’educazione alimentare rappresenta l’impegno costante del nostro Cantone volto a promuovere la salute»; e inoltre «le radici del nostro paese provengono anche dalla cucina, e questa occasione permette di propor-

Una ricetta del Dipartimento dell’educazione Il «Servizio di consulenza per una sana e corretta alimentazione» del Dipartimento dell’educazione della cultura e dello sport (Decs) del Cantone Ticino propone regolarmente all’indirizzo di tutti i ristoranti scolastici cantonali e della popolazione interessata una serie di suggerimenti. Riprendiamo una semplice e autoctona ricetta che nei paesi ticinesi è conosciuta come «bürbora», inserita nei menu della Settimana del Gusto.

Il bilancio La sesta edizione della Settimana del Gusto si è conclusa lo scorso 24 settembre con grande successo di partecipazione ed è stata caratterizzata da: • aumento del numero delle manifestazioni proposte: 991 in tutta la Svizzera (700 nel 2005 e 583 nel 2004). • crescita degli avvenimenti «scuola» (40% delle manifestazioni), con un aumento importante degli incontri tra produttori, professionisti e giovani. • forte presenza della cuoca Irma Dütsch, madrina della Settimana del Gusto 2006, che ha percorso il paese per incontrare gli allievi. La Settimana del Gusto 2007 avrà luogo dal 13 al 23 settembre. Grandson (VD) con i suoi dintorni è stata dichiarata «Città del Gusto 2007» nel corso di una delle ultime manifestazione dell’edizione appena conclusa, nella Val des Bagnes, divenuta capitale della raclette per migliaia di partecipanti.

Crema di zucca (Bürbora) Ingredienti per 1 litro:15 g burro, 40 g cipolla, 40 g porro bianco, 10 g sedano rapa, 320 g zucca, 16 g farina bianca, 1 l fondo di verdura, 8 cl panna 25%, 4 cl latte, 0.4 x condimento, 2 g cerfoglio fresco Mise en place Pelare la zucca e togliere i semi. Sminuzzare finemente la zucca. Preparare la mirepoix. Lavare il cerfoglio e tritarlo finemente.

Preparazione Far sudare la mirepoix con il burro. Aggiungere la zucca e lasciar stufare. Cospargere con la farina e lasciar intiepidire. Bagnare con il fondo di verdura e portare ad ebollizione girando di tanto in tanto. Cuocere e schiumare sovente. Mixare e passare al colino cinese. Portare di nuovo ad ebollizione e raffinare con la panna e il latte. Rettificare di gusto e di consistenza. Cospargere con il cerfoglio tritato.

Ma anche GastroTicino si è attivata per la buona riuscita della manifestazione. Intanto faceva parte del «Comitato qualità» della Settimana del Gusto e poi ha coordinato una decina di manifestazioni collaterali tenute in ristoranti ed altri esercizi pubblici. Tra questi vi era anche la tre giorni messa in opera dall’albergo e ristorante I Grappoli di Sessa che in tema con la interessante iniziativa ha ospitato un mercatino di prodotti locali, un’interessante degustazione con abbinamento formaggio-mielevino in una sorta di gemellaggio dei prodotti tipici di Malcantone e Valle di Muggio, una giornata destinata alla presentazione delle castagne, e due giorni al ristorante con proposte di piatti ottenuti in particolare con prodotti malcantonesi e in generale ticinesi. Juri Clericetti, direttore de I Grappoli è soddisfatto dello svolgimento della manifestazione: «Certamente; ho avuto modo di verificare il grande interesse suscitato – sia nella popolazione adulta sia tra i ragazzi – dalle tre giornate incentrate sul tema dalla proposta nostrana e sulla conoscenza dei prodotti e delle nostre tradizioni culinarie. Sono manifestazioni che hanno un loro valore e che dovrebbero essere ripetute per mantenere vivo un certo legame con la tradizione, che soprattutto nel campo della gastronomia e dei prodotti ha certamente tanto da insegnare.»

Eventi coordinati da GastroTicino Anche l’associazione dei ristoranti ticinesi era in prima fila Per la Settimana del Gusto sono stati coinvolti anche alcuni esercizi pubblici. Particolare è stata la poposta, che non si è limitata alla messa in carta di menu speciali, ma è sfociata anche nell’organizzazione di eventi di valenza culturale. Ci sono anche alcune iniziative enogastronomiche mai realizzate prima tra quelle che GastroTicino ha organizzato per la Settimana del Gusto che ha avuto luogo nel nostro Cantone e in Svizzera e conclusasi domenica scorsa. Eccole in una breve carrellata, iniziando da «I cioccolatini del centenario» con la Pasticceria confetteria Carmine dell’Hotel Internazionale di Bellinzona che, in onore dei cento anni del Merlot del Ticino, ha pensato di produrre delle truffes al Merlot, una delizia che nelle confezioni più curate sono adagiati su una foglia di vite ottenuta con la cioccolata. Intriganti anche le altre iniziative

che si sono potute assaporare durante il periodo della rassegna. L’Osteria da Ciccio di Lugano, fedele alla sua filosofia mediterranea ha proposto una rassegna all’insegna della salute dal titolo «Chicchi e germogli della salute». Il ristorante L’Argentino di Breganzona, sempre alla ricerca di prodotti di nicchia, nel «Cortile del gusto» ha fatto incontrare i prelibati formaggi del Ticino con i salumi nostrani della Mesolcina per dar vita a un completo matrimonio con il Merlot. Al Grotto Pan Perdü di Carona è stato dato spazio all’«Autunno ticinese a tavola» con tortelloni alla salsa di tartufo, brasato con polenta, ossobuco con risotto, medaglioni di capriolo e sella di capriolo. Tre iniziative particolari con «Il concerto del gusto» si sono tenute al ristorante Pizzo Forno di Chironico dove ai vini ticinesi sono stati abbinati alcuni piatti ricercati come i fiori di zucca

ripieni con sformato di funghi porcini, il risottino alle rose e i medaglioni di capriolo. La seconda è stato «Il gioco dei kyathos» che ha avuto luogo al ristorante La Conca delle emozioni di Chiggiogna. Abbinati alla formaggella di Nante impanata, ai taglierini con fagiano e starna e alla sella di capriolo, sono stati serviti in ben nove bicchieri tre vini ticinesi. La terza è stata lo «Scambio di coppie» al ristorante Borgovecchio di Balerna, dove sono stati messi in atto abbinamenti inconsueti e azzardati per scoprire nuovi sapori grazie all’unione di prodotti e vini di regioni vicine e lontane. Più articolata è stata la manifestazione del ristorante I Grappoli di Sessa, dove si è potuto far compere e degustare gratuitamente in un mercatino dei prodotti locali, assistere a una presentazione dedicata alle castagne e gustare una rassegna di piatti legati ai prodotti malcantonesi e ticinesi. com

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FLASH Sondaggio GastroSuisse

Conta molto la vostra opinione Il comitato di GastroSuisse si augura di potersi fare un’idea del grado di soddisfazione dei suoi affiliati nei confronti della loro organizzazione di settore. Circa 3900 membri sorteggiati riceveranno questi giorni un formulario di quattro pagine per mezzo del quale potranno testimoniare la loro percezione nei confronti di GastroSuisse: in particolare in rapporto all’importanza delle differenti prestazioni e alla soddisfazione per le prestazioni ricevute. È data pure la possibilità di esprimere suggestioni su temi che dovranno essere affrontati in futuro. Ci sono poi delle domande concernenti la frequenza dei contatti e sul collegamento con l’associazione. Le risposte verranno analizzate, con garanzia dell’anonimato, dall’agenzia di consulenza B’VM. Risultati e interpretazioni saranno poi raccolti in un rapporto completato con conclusioni tratte anche da colloqui con i dirigenti di GastroSuisse, come pure con rappresentanti di organizzazioni vicine. Questo rapporto ha per obiettivo di presentare al comitato un’immagine completa e oggettiva dell’associazione. Gli esercizi che riceveranno questo questionario hanno dunque la possibilità di fornire un contributo importante per l’evoluzione della loro associazione di settore. Cogliete tale occasione: il comitato conta su di voi!

Gastronomia del Lago Maggiore

Rassegna locarnese: sono 35 i ristoranti

Sono 35 i ristoranti della regione locarnese che hanno aderito quest’anno alla Rassegna gastronomica del Lago Maggiore in atto fino al 22 ottobre. Facendo tesoro del successo dello scorso anno gli organizzatori ipotizzano oltre 5 mila avventori a questa rassegna, giunta alla sua settima edizione. Non è stato stabilito un tema generale e dunque ogni ristorante propone un proprio particolare menu. Ovviamente saranno le specialità del primo autunno a tenere banco: carni di fagiano, cervo, capriolo saranno presenti nelle proposte di gran parte degli esercizi. Ogni ristorante propone un piatto (prezzi varianti da 17.– a 39,50) e un menu (fr. 38.–/75.–).

Anche di domenica e festivi

I take away aperti fino alle ore 22.00 Il Gran consiglio ticinese ha deciso a grande maggioranza che i take away avranno diritto a rimanere aperti tutti i giorni, domenica e festivi compresi, fino alle ore 22.00. È stata così accolta l’iniziativa presentata da un parlamentare intesa a portare una modifica alla Legge cantonale sul lavoro. Prima di questa decisione i take away – vale a dire gli spacci che vendono soprattutto sandwich, kebab, focacce, pizze e bibite in confezione – erano considerati negozi e dunque dovevano sottostare alla relativa legge e conseguenti orari d’apertura.


Donnerstag/Jeudi, 28. 9. 2006 ■ Nr./No 39

■ GastroSuisse

GastroJournal

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80 Jahre Hotel & Gastro formation Dieses Jahr kann die Hotel & Gastro formation in Weggis ihren 80.Geburtstag feiern. Anlässlich eines Festaktes wurden die Bildungspartner in Weggis empfangen.

Max Züst, Direktor der Hotel & Gastro formation in Weggis.

Richard Hensel (l.),Amt für Berufsbildung Schwyz, Madlen Büeler, Nachbarin der und Bruno Nett,Mitglied der Aufsichtskommission Hotel & Gastro formation und der Interkantonalen Berufsschule für Köche (IFK). Gemeinderätin von Weggis.

Peter Meier und Heinz Gerig (r.) von der Hotel & Gastro formation.

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Dr. Ursula Renold, Direktorin Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), und Heinz Berger,Vizedirektor H & G formation.

Serge Imboden,Vizedirektor Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT).

Walter Stählin, Regierungsrat Kanton Schwyz, Schultheiss Dr. Anton Schwingruber, Regierungsrat Kanton Luzern, Josef Arnold, Regierungsrat Kanton Uri, und Hans Hofer, Regierungsrat Kanton Obwalden (v.l.).

BILDER: S. KRAPF, SYNOR.CH MEDIA; D. OEGERLI

Nicht ohne Stolz begrüsste der Präsident von Hotel & Gastro formation in Weggis, Willy Benz, die anwesenden Gäste. Dazu gehörten neben Regierungsräten aus allen Innerschweizer Kantonen der Schultheiss des Kantons Luzern, Dr. Anton Schwingruber, und Dr. Ursula Renold, Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), begleitet von Serge Imboden, Vizedirektor für Berufsbildung. Ausserdem waren diverse Führungsmitarbeiter der Bildungsdepartemente aus verschiedenen Kantonen wie beispielsweise Richard Hensel, Pius Felder oder Rita Wiesendanger aus Graubünden anwesend. «Die Anwesenheit dieser Persönlichkeiten zeigt den Stellenwert, welcher Hotel & Gastro formation in der schweizerischen Berufsbildung innehat», erklärt Willy Benz. «Die Hotel & Gastro formation ist nebst einer Berufsschule für rund 500 angehende Köchinnen und Köche aus Saisonbetrieben, auch Anbieterin von vier eidgenössischen Fachausweis- und drei eidgenössischen Diplomausbildungen», erläuterte Max Züst, Direktor von Hotel & Gastro formation. Zweck von Hotel & Gastro formation und ihrer kantonalen und regionalen Vereine sei es, die gastgewerbliche Berufsbildung sozialpartnerschaftlich zu koordinieren. Dazu gehören auch die Basisqualifikationen «Progresso» und «Perfecto», mit denen sich Hotel & Gastro formation ein wichtiges Standbein geschaffen hat. «Diese Ausbildungen für Menschen ohne Berufsabschluss, die jedoch schon mehrere Jahre in der Branche tätig sind, sowie Stellensuchende im Gastgewerbe geniessen im schweizerischen Gastgewerbe eine hohe Akzeptanz und sind sehr gefragt», sagt Max Züst weiter. «Zu den grossen Herausforderungen für uns gehörten die fünf im Jahr 2005 als erste nach dem neuen Bundesgesetz über die Berufsbildung aufgebauten neuen Lehren.» Und auch in Zukunft könne die Hotel & Gastro formation mit grossen Herausforderungen rechnen. doe

Pius Felder,Amt für Berufsbildung, Stans.

Dr.Heinrich Meier,Präsident Aufsichtskommission Willy Benz, Präsident von H & G der Interkantonalen Berufsschule für Köche (IFK). formation.

Profitez des avantages offerts par notre assurance collective! Au cours des prochains jours ou des prochaines semaines, vous serez appelé à vous pencher sur des informations de votre assureur au sujet de changements dans votre assurance indemnité journalière maladie et/ou votre assurance-accidents. Il se peut aussi que votre police d’assurance vienne à échéance prochainement. Dans ces circonstances, ne manquez pas l’occasion de faire le point sur votre situation! Souvenezvous aussi dans ce contexte des

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■ Idées Gastro

GastroJournal

EN BREF Ricola

Toujours plus de bonbons

L’entreprise familiale suisse Ricola a mis officiellement en service, le 21 septembre, sa nouvelle fabrique de bonbons à Laufen, au terme de travaux de construction qui ont duré un peu plus d’un an. La production annuelle s’élève actuellement à 12 000 tonnes et peut encore être augmentée. Avec la nouvelle fabrique, Ricola affiche son engagement en faveur de la Suisse comme lieu de production. Le coût global du nouveau site de production s’est élevé à 40 millions de francs environ. www.ricola.ch

Robert Gilliard SA

C. Darbellay élu président L’assemblée générale des actionnaires de Robert Gilliard SA à Sion a décidé de renforcer le conseil d’administration de la société. Gilliard avait scellé en juillet dernier un rapprochement stratégique avec l’entreprise vinicole Schuler Caves St. Jacques basée à Seewen-Schwyz. Le nouveau conseil, qui comprend des représentants des familles fondatrices de Gilliard SA et de la famille Schuler, sera présidé par Christophe Darbellay. www.gilliard.ch

Concours GastroJournal

Participez pour gagner ! C’est aujourd’hui qu’est lancé le nouveau concours internet de GastroJournal. Douze prix attractifs sont à gagner, un par mois. Ce sont des produits des éditions de GastroEdition qui attendent les heureux vainqueurs. Pour gagner, il faut évidemment participer. Et rien n’est plus simple: il suffit d’un clic sur www.gastrojournal.ch. Il vous mène tout droit sur le site où vous trouverez facilement la question du mois. A vous de jouer! www.gastrojournal.ch

Jeudi, 28. 9. 2006 ■ No 39

Howeg en Romandie

Jeronimo - Ogone

Coopération helvetico-belge

Sur la photo de gauche, le chef Werner Wirth trinque avec René Kalt, responsable du marketing. Pour la photo de droite, lire encadré ci-dessous.

300 collaborateurs et 8000 clients.Des chiffres qui parlent à l’heure du 75e anniversaire d’un groupe très présent en Romandie. La force de Howeg: «Nous livrons directement la marchandise commandée dans l’économat du client!», explique Jean-Michel Haffen, directeur commercial pour la Suisse, qui rappelle que la présence de Howeg en Romandie est très marquée. «Nous avons un bureau commercial, notre call-center à Bussigny et toutes les régions de Suisse sont complètement couvertes pour nos nombreux commerciaux. Nous ne sommes absents qu’au Tessin», précise-t-il. La proximité reste le credo d’Howeg et il le prouve, allant jusqu’à se déplacer vers ses clients en organisant un

«Howeg on Tour» dans toute la Suisse. Pour les Romands, arrêt à Sion, Lausanne et Genève avec un camion spécialement aménagé de façon à permettre d’organiser deux petits séminaires à l’intention des clients restaurateurs invités. Une grande tente-restaurant à proximité permet de déguster les dernières nouveautés de l’assortiment Howeg comme par exemple les nouvelles pâtes Barilla précuites et ses sauces ou encore les viandes de Bell préparées par un connaisseur en la matière, Werner Wirth. Puis la caravane bar à champagne permet de faire déguster les excellents crus Beringer, les

champagnes Taittinger et autres exclusivités de chez Howeg. A chaque arrêt, les responsables de départements et les

commerciaux des régions concernées étaient là pour saluer leurs clients et entretenir les bonnes relations. www.howeg.ch

La direction et le staff des Romands En tournée, étaient présents une partie de la direction de Howeg et les commerciaux des différentes régions. Sur notre photo de gauche, le chef Werner Wirth et René Kalt, responsable de la communication et du marketing. Puis, sur la photo de droite, de g. à dr., Arnaud Chalmin resp. vins et champagnes pour la Romandie; Jean-Loup Gabayet, responsable des chaînes en Romandie; Jérôme Michelin, resp. commercial Romandie; Pascal Cor-

dier, conseiller pour La Côte, la Vallée de Joux et Yverdon; Eric Caron, conseiller pour Lausanne et environs; Martial Martignoni, conseiller de vente pour JU et NE et JeanMichel Haffen, directeur commercial pour la Suisse. Manquent sur les photos, les commerciaux de Genève, Alain Folpini, de Fribourg, Jean-Marc Grosset, du BasValais, Liliane Pugin, Christian Ingold et Werner Fenner et du Haut-Valais, Aldo Fux et Stefan Metry.

Prodega Conthey: deux ans et déjà à l’étroit Mille nouveaux mètres carrés inaugurés lors de la traditionnelle Fête annuelle «Oktoberfest» Deuxième rendez-vous du Marché Prodega CC de Conthey (VS) avec ses clients. L’occasion d’une fête pour, en même temps, inaugurer une nouvelle surface de 1000 m2. Xavier Lagger, directeur du Marché Prodega CC de Conthey est heureux. Non seulement il inaugure sa nouvelle surface de vente, mais, en plus, cela lui permet de rencontrer tous ses clients lors d’une superbe «Oktoberfest». «En fait, cette soirée est traditionnelle. Tous les Marché Prodega invitent, normalement une fois par année, leurs clients ainsi que quelques amis et partenaires à faire la fête. C’est pour les remercier de leur fidélité. C’est aussi l’occasion de les rencontrer sans le stress, sans la liste des achats en main, en toute décontraction», explique le directeur.

IMPRESSUM Gegründet/Fondation 1895 Bis/jusqu’au 04/2000 «Schweizer Gastronomie» AUFLAGE/TIRAGE 26 500 Druckexemplare/exemplaires imprimés 23 628 Ex. WEMF-beglaubigt/tirage contrôlé FRP/REMP 105 000 Leser/lecteurs Zustellung an alle GastroSuisse-Mitglieder envoi à tous les membres GastroSuisse HERAUSGEBER/EDITEUR GastroSuisse Verband für Hotellerie und Restauration Fédération de l’hôtellerie et de la restauration HERAUSGEBERRAT/CONSEIL D’ÉDITION Dr. Florian Hew, Jürg Ingold, Alessandro Pesce Michael Vuillemin, Tobias Zbinden GESAMTLEITUNG, CHEFREDAKTOR/RESPONSABLE GENERAL, REDACTEUR EN CHEF John Wittwer (JW)

Au centre,le directeur Xavier Lagger devant une choucroute géante.

REDAKTION DEUTSCHSPRACHIG Matthias Nold (mn) Redaktionsleitung Tourismus/Thema der Woche Andrej Abplanalp (aa) Hotellerie/Impulse Peter Mathias Grunder (pg) Front/Schlusspunkt Olga Krejci (okr) Produktion/Layout Daniela Oegerli Müller (doe) GastroSuisse Jo Steimen (js) Restauration/Gastro-Ideen E-Mail: redaktion@gastrojournal.ch REDACTION FRANÇAISE Francesco Di Franco (fdf) Restauration/Impulsion e-mail: redaction-romande@gastrojournal.ch 42, avenue Général-Guisan, case postale 169, 1009 Pully – tél. 021 711 45 55, fax: 021 711 45 57 Marie-Thérèse Page Pinto (mtpp) Gros Plan/Hôtellerie & Tourisme Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zurich tél. 044 377 53 19, fax 044 377 50 70; e-mail: redaktion@gastrojournal.ch FREIE MITARBEITER/COLLABORATEURS FREE-LANCE Franz Bamert (fb), Martina Gradmann (mg) Karin Huber (kh), Michael Hutschneker (hu), Patrick M. Lucca (pl), Laurence Carducci (lc), René Hug (rh), Elizabeth Kaufmann (ek) Paris, Nicolas Michel (nm), Jacques Stadelmann (stad), Pierrette Weissbrodt (pw), André Winckler (aw)

Situées sur deux niveaux, les surfaces de vente devaient être agrandies et installées sur un seul étage. C’est une des raisons qui ont conduit la direction de Prodega à investir dans des travaux d’agrandissement, fait savoir Xavier Lagger. «En effet, tout mettre sur un seul niveau fait gagner beaucoup de temps à nos clients. Et ces 1000 m2 supplémentaires nous ont permis de regrouper les rayonnages et d’avoir un plus grand «espace promotions». C’est surtout le secteur de la gastronomie qui bénéficie de nets avantages. Un plus grand assortiment dans des emballages plus gros. Ces investissements ont pu être consentis parce que nous avons dépassé notre objectif de départ qui était de réaliser un chiffre d’affaires d’un million par collaborateur», conclut-il. www.prodega.ch

Redaktionsschluss Montag 12 Uhr. Clôture rédactionnelle: lundi à 12 heures.

Inseratenschluss Montag 11 Uhr/Date limite pour les annonces: lundi à 11 heures.

VERLAG/EDITIONS Marianne Huber, Verlagsleiterin/ responsable des éditions E-Mail: verlag@gastrojournal.ch

ABONNEMENTE/ABONNEMENTS Sonja Bernet, Tel./tél. 044 377 53 17

ANZEIGEN/ANNONCES Kontakte Deutschschweiz: Stellen und Liegenschaften: Claudia Antener, Tel. 044 377 53 11 Sonja Bernet, Tel. 044 377 53 17 E-Mail: anzeigen@gastrojournal.ch

Abonnementspreise/Prix d’abonnement: 12 Monate/mois Fr. 135.– Einzelnummer/exemplaire Fr. 3.80 E-Mail: verlag@gastrojournal.ch

Contacts Suisse romande: Publi Annonces, Rue Jacques-Grosselin 25, 1227 Carouge GE tél. 022 308 68 78, fax 022 342 56 12 E-Mail: gastro@publi-annonces.ch

OFFIZIELLES ORGAN/ORGANE OFFICIEL: Schweizerische Gilde etablierter Köche / Guilde Suisse des RestaurateursCuisiniers / Gilda svizzera dei Ristoratori-Cuochi Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich Tel. 044 377 52 90 Fax 044 377 55 14 gilde@gastrosuisse.ch www.gilde.ch

Verlangen Sie den vollständigen Anzeigentarif/ Demandez la liste de prix complète des annonces

DRUCK UND SPEDITION/IMPRESSION ET ENVOI Ringier Print Adligenswil AG, 6043 Adligenswil

Geschäftsanzeigen: Heinz Bachmann, Tel. 044 377 53 12, Mary-Anne Maczassek, Tel. 044 377 53 18

La PME vaudoise Jeronimo se développe. Leader romand des terminaux de paiement par carte et numéro deux en Suisse dans son domaine, l’entreprise a signé un accord de coopération avec la société belge Ogone, l’un des leaders européens du paiement en ligne. Jeronimo offre désormais toute la gamme de systèmes et de services de paiments par carte. Cette alliance va faire de la société nyonnaise le numéro un des solutions de e-commerce en Suisse, indique cette dernière dans un communiqué. Créée en 1990, Jeronimo compte aujourd’hui quelque 90 collaborateurs à Nyon, Glattbrugg (ZH) et Manno (TI). Sa clientèle se compose de commerçants, de grandes surfaces et de sociétés de services. Depuis 2003, son capital est détenu majoritairement par le groupe néerlandais CCV Holding. Elle ne publie pas ses résultats. www.jeronimo.ch

Viande Suisse

Poulinette, l’amie de Carnelli Dans le cadre d’un concours destiné aux enfants, Viande Suisse recherchait un nom pour une deuxième petite mascotte, l’amie de «Carnelli». Le nom qui s’est imposé au final a été proposé par Thomas Besse (6 ans) de Châtelard, gagnant de la première étape grâce à sa proposition «Poulinette». Les principaux gagnants des étapes intermédiaires ont remporté chacun un séjour de deux jours pour quatre personnes à l’Europapark de Rust, d'une valeur de 1500 francs.

NOTICES NESTLE-ROSEN EISKREM: Nestlé, cède à l’allemand Rosen Eiskrem la production de ses marques secondaires de glaces destinées aux supermachés à bas prix Aldi et Lidl. Le groupe veveysan ne conserve en Allemagne que ses grandes marques Mövenpick et Schöller. THURELLA: Rétroactivement au 1er juillet, Thurella AG a acquis en Allemagne la Gemüsesaft GmbH (GESA), un producteur de jus de légumes. La reprise doit encore être approuvée lors de l’assemblée générale de fin septembre.

KONTAKTE/CONTACTS GastroJournal, Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zürich Tel./tél. 044 377 53 05, Fax 044 377 50 70 Der Abdruck von Artikeln aus dem GastroJournal ist nur nach Rücksprache mit der Redaktion gestattet. Für unverlangte Manuskripte und Bilder wird jede Haftung abgelehnt. Honoriert werden nur publizierte Berichte. Die im GastroJournal publizierten Inserate dürfen von Dritten weder teilweise noch ganz kopiert und in Printoder anderen Medien weiterverbreitet werden. La reproduction díarticles du GastroJournal n’est permise qu’après autorisation expresse de la rédaction. Le journal décline toute responsabilité pour les textes et illustrations non commandés. Seuls les textes publiés seront honorés. Les annonces parues dans le GastroJournal ne peuvent être ni copiées ni reproduites sous quelque forme que ce soit. GastroJournal erscheint jeden Donnerstag/ paraît tous les jeudis


■ Gastro-Ideen

Donnerstag, 28. 9. 2006 ■ Nr. 39

Die neue Mayonnaise

Reitzel für mehr Raffinesse

ZAGGiger-Genuss

Zur Basis einer schmackhaften, abwechslungsreichen Küche gehört eine gute Mayonnaise. Aus diesem Grund hat Hugo Reitzel in Aigle ein neues Produkt entwickelt, welches typisch «Made in Switzerland» ist und oh-

Ramseier Apfelsaft

Am besten frisch ab Presse

Abbild bewundernswerter Kreativität an den Service-Meisterschaften.

Kadi-Berater Heinrich Amrein ist stolz auf die Neuheit Samosa: Die gefüllten indischen Teigtaschen schmecken wunderbar.

So schön kann Tischwäsche sein:Verkaufsleiter Hanspeter Meier und Designerin Cornelia Magno zeigen Top-Neuheiten von Schwob.

Bewundernswerte Kreativität: Die Cocktail-Meisterschaften fanden riesigen Beifall.

Tag des Apfels

Schon zum Frühstück gut Äpfel sind immer richtig, ob zwischendurch, ob zum Nachtisch oder zum Dessert. Und richtig wäre es, wenn Äpfel auch schon auf dem Früh-

Der SSB60 Electronic ist der Umluftofen der Zukunft mit Topleistung: Darauf sind Monika Strohm und Remo Arnold von Salvis stolz.

Von einem Virus,der auch wohltuend sein kann Grosser Bahnhof zur Vernissage von Herbert Hubers Buch «Virus Gastgewerbe»

GastroJournal-Wettbewerb

Wer mitmacht, kann gewinnen Der Internet-Wettbewerb 2006 für alle GastroJournal-Leserinnen und -Leser ist noch bis Ende Jahr Woche für Woche aktuell, und noch warten attraktive Preise: Jeden Monat gibt es ein Produkt aus dem Fachverlag GastroEdition zu gewinnen. So den neuen, unverzichtbaren Pauli. Die Sache ist ganz einfach: Reinklicken auf www.gastrojournal.ch, mitmachen und die Wettbewerbsfrage beantworten. Alle Details unter: www.gastrojournal.ch

Langsam aber sicher verabschiedet sich der Sommer, und die Herbstvorboten stimmen uns auf die nächste Jahreszeit ein. Die Natur beschenkt uns mit sonnengereiften, saftigen Früchten, die uns ein Stück Sommer im Herbst geniessen lassen. Ramseier, die bekannteste Apfelsaftmarke der Schweiz, verlängert dieses erfrischende Gefühl und lanciert ab Ende September ein neues Produkt: den Apfelsaft frisch ab Presse. Grund dafür: in der Schweiz werden jährlich rund 55 Millionen Liter Apfelsaft getrunken, und derjenige frisch ab Presse machte in den letzten Jahren rund 15 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Der jetzt erhältliche Apfelsaft von Ramseier enthält wertvolle Vitamine wie C, B1, B2 und B6 sowie Mineralstoffe und Kohlenhydrate. Dank der Kraft Natur beschert Ramseier also gesunde Momente, die den Herbst noch schöner machen. Info: www.unidrink.ch

Cardinal lanciert Aperitif

Trendig – für Frauen

Brigitte Zellweger ist von der Qualität der neuen Alpha von Cafina zu recht überzeugt: Diese ermöglicht höchsten Kaffeegenuss.

stückstisch im Hotel zum Verzehr bereitliegen. Äpfel sind fettarm, aber vitaminreich, und der hohe Fruchtzuckergehalt steigert die Leistung. Der 29. September gilt als Tag des Apfels, zu welchem der Schweizerische Obstverband frische Äpfel auf verschiedenen Plätzen und an 30 Schweizer Bahnhöfen gratis verteilt. Wer sich an der Aktion beteiligen will, meldet sich bei: www.swissfruit.ch

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IN KÜRZE

Die 14. ZAGG (siehe auch S. 7) in Luzern wurde am vergangenen Sonntag eröffnet und liess keinen Zweifel: sie ist Trendsetterin in Sachen Kochtechnik, Servier- und Tischdekorationen. Noch stehen die definitiven Zahlen nicht fest. Dennoch darf als sicher angenommen werden, dass die ZAGG als GastroFachmesse erneut einen Besucherrekord verzeichnen darf. Heute schliesst die Messe ihre Tore, die einmal mehr das Bewusstsein für modernste Küchentechnik, aber auch für Design und Kochkunst verstärkt hat. Die kosmopolitische Kundschaft von heute wünscht sich das Aussergewöhnliche, und das hat die ZAGG verdeutlicht. Auch in kulinarischer Hinsicht hat die Messe gezeigt, was Sache ist: mit stark beachteten Bar- und Kochwettbewerben und mit Leckereien, die der Gastkanton Tessin in Luzern auf die Tische zauberte.

Verkaufschef Wolfgang Popp vertraut der Qualität der neusten FrankeKaffeegeneration: Hier geniesst er duftenden Kaffee von der Spectra S.

ne Konservierungs- und Farbstoffe auskommt. Es geht dabei um eine cremige, kalt hergestellte Sauce, die zu verschiedensten Speisen passt und offensichtlich ein Multitalent ist. Die neue «Swiss Mayo» eignet sich sowohl zum Dippen wie auch zu harten Eiern, Partywürstchen, Chips, Nachos und Brot. Und letztlich auch zu Fleischfondue, Steak und Roastbeef. Sie schmeckt so gut wie hausgemacht, ist pikant und üppig, und sie zeichnet sich auch durch ihre spezielle Cenovis-Würze aus. Die Sauce ist in gut verschliessbaren Bechern erhältlich. Infos: www.reitzel.ch

GastroJournal

Im Beisein vieler Prominenter aus Gastronomie, Hotellerie und Gastrohandel wurde die Vernissage von Herbert Hubers Buch «Virus Gastronomie» gefeiert.

In der Gastronomie ist er als einstiger Küchenchef, Gastronom und Hotelier, aber auch als Seminarleiter, Gastro-Kolumnist und -Consulter bekannt. Die Gastronomie mit all

BUCHTIPP

Von Profiköchen für Profiköche Im Verlag Weber AG ist ein bemerkenswertes Buch erschienen, in welchem 23 Küchenchefs einige ihrer raffiniertesten und besten Rezepte preisgegeben haben. Zermatt for Gourmets heisst das Buch, in welchem jene Zermatter Betriebe zusätzlich auch porträtiert wurden, in denen die beteiligten Küchenchefs tagtäglich mit beachtlicher Kreativität hinter den Herden wirken. Das Buch, welches 240 Seiten umfasst und über 500 gute Bilder sowie 69 Re-

zepte enthält (je eine Vor-, eine Haupt- und eine Süsspeise), widerspiegelt auf emotionale Art und Weise die Vielfalt von Zermatt und die gastronomische Leistungsfähigkeit des Walliser Ortes. Die zahlreichen Köstlichkeiten sind alle problemlos nachvollziehbar. Das Buch kostet Fr. 89.–. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax: 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch

ihren Facetten ist auch das Umfeld, in welchem sich Herbert Huber schon ein Leben lang bewegt, als nicht zu bremsendes Energiebündel, dem Leben als Positivdenker zugewandt. In der Gastronomie hat er eine Karriere gemacht, die bemerkenswert ist. Jetzt hat er sein Leben, seine Erfahrungen, die Ansichten eines Einsichtigen niedergeschrieben. Das Buch mit dem Titel «Virus Gastgewerbe» wurde im Rahmen einer festlichen Vernissage im Hotel Continental Park in Luzern vorgestellt. Herbert Huber erzählt in lustvoller Art, was es mit einer arg versalzenen Omlette auf sich hatte, die Richard Nixon hätte serviert werden sollen.Er verrät, welch phänomenales Trinkgeld ihm Liz Taylor für seine Kochkünste im Gstaader

Palace zugesteckt hat, und Erlebtes, das mit Besuchen von Fürst Rainier und seiner Familie im bernischen Gerzensee (hier führte Huber das Goldene Kreuz) zusammenhängen. Ein Teil des Buches enthält eine Reihe solch unterhaltsamer Anedokten. Im zweiten Teil sind einige von Hubers Kolumnen wiedergegeben, die im Laufe der Jahre in Gastro-Zeitschriften veröffentlicht wurden. Und im dritten Teil findet sich ein Ratgeber für allgemeine und spezielle Fragen, die Gastronomen und Köche gelegentlich beschäftigen. Das Buch kostet Fr. 49.– und kann direkt bestellt werden über: GastroEdition Fachverlag 8046 Zürich Tel. 0848 377 111 E-Mail:info@gastrosuisse.ch

Herbert Huber freut sich über das druckfrische Buch (l.) und dieses musste hundertfach signiert werden.

Cardinal hat jetzt ein leicht alkoholhaltiges Getränk kreiert, das aufgrund einschlägiger Marktforschungen für trendbewusste Frauen genau richtig ist. Es heisst Eve, verfügt über ein sanftes Litchiaroma und wird auf der Basis von Mais und Reis gebraut. Dank dieser Braumethode wirkt der Aperitif Eve frisch und der naturreine Litchisaft verleiht ihm ein schön fruchtiges Aroma. Eve soll eine leichte, aber genussvolle Alternative zu Cocktails und anderen alkoholhaltigen Getränken sein. Mit nur 3,1 Volumenprozent Alkohol ist er das passende Erfrischungsgetränk nach einem langen Arbeitstag. Erhältlich im Gastro-Grosshandel. Info: www.cardinal-eve.ch

NOTIZEN NESTLÉ: Der Lebensmittelspezialist stellt in Deutschland künftig nur noch Speiseeis unter seinen Premiummarken Schöller und Mövenpick her. Die Produktion von Handelsmarken etwa für Aldi und Lidl wird zum 1. Januar 2007 an den Eisproduzenten Rosen Eiskrem verkauft. PERNOD RICARD: Der französische Getränkekonzern hat im letzten Geschäftsjahr sein operatives Ergebnis um 72 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz wuchs um 68 Prozent auf über 6 Milliarden.


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Schlusspunkt ■ Point Final

GastroJournal

Donnerstag/Jeudi, 28. 9. 2006 ■ Nr./No 39

Auf Tour mit…

LAST MINUTE

Bière et vin taxés selon l’alcool Le Conseil des Etats a accepté la Loi sur l’imposition de la bière. Avec un article visant à protéger la jeunesse, comme exigé par le Conseil national. Principal changement: l’imposition ne se calculera plus sur le prix mais sur le degré de fermentation. La Suisse appliquera ainsi un régime similaire à l’UE. L’impôt variera entre 16,88 francs par hectolitre (bières légères), 25,32 francs pour la normale ou spéciale et 33,76 francs pour les bières titrant plus de 5,8 pour cent. Des allégements fiscaux sont consentis aux petits brasseurs (moins de 55 000 hectolitres par an). Quant aux vins naturels, ils ne seront imposés qu’au-delà de 18% au lieu de 15% actuellement.

…Fredy Hugentobler,«Kochsystematiker»

Fredy Hugentobler zog 1968 als Aussendienstmitarbeiter für die Firma Kreis AG St. Gallen und aus Liebe zum berndeutschen Dialekt ins Bernbiet. Die sprichwörtliche Berner Gemütlichkeit hat er angenommen, zumindest wirkt er so, wenn man ihm am Firmenhauptsitz der Hugentobler Kochsysteme HG 3000 in Schönbühl bei Bern gegenüber sitzt und über Beruf, Familie und die Welt philosophiert. «Es war nie mein Ziel, eine grössere Firma zu führen. Wir sind in den letzten 25 Jahren organisch gewachsen – mit Menschen, Märkten und Produkten», sagt der Chef von 70 Mitarbeitern. Die meisten davon arbeiten in der Deutsch-

Henniez augmente son bénéfice Sources Minérales Henniez a annoncé un bénéfice semestriel net de 2,6 millions de francs, en hausse de 250 000 francs sur celui des six premiers mois de 2005. Son chiffre d’affaires est resté pratiquement stable, à 78,62 millions. Le résultat opérationnel (EBIT) a aussi légèrement crû, à 3,4 millions contre 3,3 au 1er semestre 2005. L’amélioration s’est réalisée malgré le mauvais temps, relève la société vaudoise.

Le tourisme, un droit de l’homme A l’occasion de la Journée mondiale du tourisme (ce mercredi 27 septembre), l’OMT (Office mondial du tourisme) axe sa campagne sur le thème «Le tourisme enrichit». Un constat percutant pour interpeller professionnels du tourisme et visiteurs. L’OMT présente le tourisme comme un droit de l’homme et souligne ses succès en tant que branche économique.

schweiz, ein Dutzend in Bayern und Berlin und sechs in der Westschweiz. Schon früh war der gelernte Kaufmann fasziniert vom Kochberuf. Die ersten diesbezüglichen Erfahrungen machte er Ende der Sechzigerjahre mit Tablett-Speiseverteilungsanlagen für Spitäler und den ersten professionellen Mikrowellenapparaten aus Schweizer Produktion. 1976 übernahm er die Werksvertretung von Franke Grossküchenapparaten für Bern, Solothurn und Freiburg und später auch für die Zentralschweiz, Aargau, München und Berlin. Umluftöfen, Steamer, Kombi-Dämpfer, Kochsysteme wie Sous Vide und Niedertemperaturen erforderten neue Ausbildungsformen. In seinen Ausbildungs- und Schulungszentren in Heimberg, Rotkreuz und München wurden inzwischen über 10 000 Berufsleute weitergebildet. 15 erfahrene Küchenchefs und Köche stehen im Team einsatzbereit. Ausgebildet als Instruktoren und Projektleiter vermitteln sie den Kunden tagtäglich das Wissen um den Einsatz moderner Apparatetechnik. Mit dem Ziel, die Qualität der Speisen zu steigern, die Rendite der Küche zu verbessern und den Köchen abends mehr Freizeit zu ermöglichen. Flaggschiffe der heutigen Produktepalette

NAMEN & NOTIZEN

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Karl Langensand und Markus Bolliger bilden die neue Geschäftsleitung des Tourismusvereins Melchsee-Frutt, Melchtal und Kerns. Die Neuorganisation der Führung beinhaltet auch die Zusammenlegung der Büros des Tourismusvereins und der Sportbahnen, bei denen Markus Bolliger bisher das Marketing geleitet hat. Christophe Darbellay (Foto) steht als neuer Verwaltungsratspräsident dem Walliser Weinhaus Gilliard vor. Neben dem neuen Präsidenten der CVP Schweiz verstärkt auch die FDP-Grossrätin Chantal Balet Emery den Verwaltungsrat des mehr als 120-jährigen Unternehmens. Zusammen treiben sie die Expansion der Robert Gilliard AG in der Deutschschweiz weiter voran.

J. WITTWER

«Die (Gast)wirtschaft soll zum Wohl der Menschen da sein,nicht umgekehrt»

Für Fredy Hugentobler steht immer und überall der Mensch im Mittelpunkt. Mitarbeitern ermöglichen. «Ressourcen nutzen – aber nicht ausnutzen», mit entsprechender finanzieller Konsequenz, betont Hugentobler. Zwei seiner Söhne sind heute aktiv in der Firma tätig. Jürg betreut den EDV-Bereich und der 28-jährige Reto übernimmt als ausgebildeter Verkaufs- und Marketingfachmann demnächst die operative Leitung. Der Älteste, Martin, führt in St. Gallen eigene Restaurants. «Er ist einer unserer Pulsmesser für die neuen Kochsysteme», zeigt sich der Vater erfreut. Sinn des Lebens setzt für ihn das gleichwertige Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist voraus. In Familie, Freizeit und Firma lässt er sich von festen Werten leiten. Nächstenliebe, Wertschätzung, Wahrhaftigkeit, Verbindlichkeit und Verantwortung bilden das Fundament. «Frieden und Wohlstand, Ruhe und Sicherheit sind sichtbare Früchte», fährt der Unternehmer weiter. Das macht ihn und die Firma greifbar – menschlich eben. Der Arbeitstag beginnt für ihn um sechs Uhr morgens. Ei-

ne Stunde nimmt er sich Zeit, um seine Gedanken zu ordnen, liest einen Bibeltext und lässt so Gottes Geist in den Alltag hinein wirken. Nach einem

Kurt Röösli (Foto), der Küchenchef des Fünfsterne-Hotels Waldhaus Sils, bereitet am 14. Oktober ein Viergangmenü in der Blindekuh in Zürich. Bündner Spezialitäten kommen auf den Teller, gepaart mit edlem Tropfen von Thomas Donatschs Eigenanbau in Malans. Dank der kompletten Dunkelheit in der Blindekuh werden die Sinne neu erlebt.

Alexander Nicholl (Foto), The Right Worshipful the Lord Mayor of Westminster (Oberbürgermeister der Londoner City of Westminster), weilte vergangene Woche auf Einladung von Schweiz Tourismus in der Schweiz. Dies unter anderem, weil die Engländer vor 149 Jahren den Alpinismus und damit den Tourismus in der Schweiz begründet haben.

Stefanie Bertoneri Amrein (Foto) übernimmt ab dem 1. Dezember die neu geschaffene Stelle als Sales Managerin von Orient-Express Hotels,Trains & Cruises. Die Tourismus-Fachfrau betreut im Schweizer und österreichischen Markt die Luxushotels, -züge und -schiffe von OrientExpress.

Gerold Bührer (Foto) kandidiert nun offiziell für das Präsidium des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. Der ehemalige FDP-Präsident stellt sich am 20. November der Wahl. Bei einer Wahl wird Gerold Bührer sein jetziges Nationalratsmandat niederlegen.

Adrian Maier ist seit dem 1. September 2006 neuer Küchenchef der À-la-carteKüche des Grand Casino Baden. Am 27. September weihte er die neu renovierte Küche mit einem Tag der offenen Küche und einer Küchenparty ein. Im Mittelpunkt stand dabei das Motto: Güte und Geschmack der Produkte, wonach die Karten gestaltet werden.

sind «GreenVac», «Freeze n Go», «Hold o Mat», «Practico» und «Hugentobler – der Schweizer Herd». Auch in Zukunft sollen weitere Erfindungen mehr Lebensqualität in die Profiküchen bringen, «denn schliesslich soll die (Gast-) Wirtschaft zum Wohle der Menschen da sein und nicht umgekehrt» – dies die ganz private, eher philosophische Seite des Firmengründers Fredy Hugentobler. Besonders wichtig sind ihm die Mitarbeitenden auf allen Stufen. Ausund Weiterbildung werden im Team und einzeln gefördert. In den nächsten drei Jahren steht für den 60-Jährigen der Generationenwechsel im Mittelpunkt. Seit einem Jahr probt er die 4-Tage-Woche. «Zwar

«Im Mittelpunkt steht,die Arbeit des Kochs zu erleichtern» gelingt es noch nicht, regelmässig freitags frei zu machen, aber ich bin auf gutem Weg», erklärt er. Er schätzt die dazu gewonnene Lebensqualität und möchte dies auch seinen

«Unser Unternehmensleitbild orientiert sich an der christlichen Ethik» zehnminütigen Frühturnprogramm frühstückt er mit seiner Frau, mit der er seit 32 Jahren glücklich verheiratet ist und ist so um acht Uhr im Büro oder mit seinem Eldorado unterwegs zwischen Genf und München. Dort wo er am beruflich am liebsten ist – in den Küchen seiner Kunden. Auf seine Hobbys angesprochen, nennt er Walken, Wanderungen, Joggen, Skifahren und vor allem Tennis. Diesen Sport betreibt er seit Jahrzehnten wettkampfmässig und mit Erfolg. Älter und reifer geworden, will Fredy Hugentobler, Pionier, Unternehmer und Optimist seine Erfahrungen in Familie und Beruf an Jüngere weitergeben, sei es als Mentor oder als Coach. John Wittwer

6,68 Milliarden für die Bahnen Die Schweizer Privatbahnen erhalten vom Bund in den nächsten vier Jahren insgesamt 800 Millionen Franken, 200 Millionen mehr, als der Bundesrat vorgeschlagen hat. Dies hat der Nationalrat als Zweitrat beschlossen. Er folgte damit seiner Kommission, die mit dem Geld die Substanzerhaltung des Schienennetzes der Privatbahnen gewährleisten will. Die Regionalbahnen erschliessen mit ihren 2000 Kilometern Schiene vorwiegend die Bergund Randregionen und erfüllen damit auch eine regionalpolitische Funktion. Ebenso hat der Nationalrat der Leistungsvereinbarung des Bundes mit den SBB zugestimmt. Die Bundesbahnen erhalten dadurch in den nächsten vier Jahren insgesamt 5,88 Milliarden Franken.

Mehr Gewinn bei Henniez Der Waadtländer Mineralwasserproduzent Henniez steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr leicht von 78,6 auf 78,63 Millionen Franken. Dank neuer Produkte wie Henniez esprit fruits, einer verbesserten Produktivität und mehr Effizienz kletterte der Reingewinn überproportional von 2,38 auf 2,62 Millionen Franken. Auf Grund des guten Monats Juli und Kosteneinsparungen rechnet das Familienunternehmen das Vorjahresresultat heuer übertreffen zu können.

Starbucks in Amerika verklagt Die Inhaberin eines Kaffeegeschäfts hat die weltgrösste Kaffeehauskette verklagt. In der am Montag eingereichten Klage wirft die Frau Starbucks vor, die Monopolstellung im amerikanischen Markt missbraucht und damit gegen das Kartellrecht verstossen zu haben. Konkret soll der Konzern vor dem Kaffeegeschäft der Klägerin eigene Gratisgetränke verteilt haben.

NOMS & NOTICES

Le Comité directeur d’economiesuisse a désigné à l’unanimité Gerold Bührer (58 ans, photo 2e colonne) comme futur président. Son élection aura lieu lors d’une assemblée extraordinaire d’economiesuisse, le 20 novembre. Ex-président du parti radical démocratique, conseiller national schaffousoir depuis 1991, Gerold Bührer ne se représentera pas aux prochaines élections. Il

dispose d’une vaste expérience de l’entreprise tant dans le secteur industriel que financier, dans les PME comme dans les entreprises cotées en bourse. Il est notamment, depuis 2000, consultant économique, vice-président du conseil d’administration de Swiss Life et membre du conseil d’administration de Georg Fischer SA, Zurich. Vingt-deux journalistes de la Suisse alémanique, quatre de Romandie et deux du Tessin

Suisse au jury du «Prix du Champagne Lanson». Sont sortis gagnants dans différentes catégories, Paul Imhof (de g. à dr.), du Tages-Anzeiger, Erich Grasdorf, Wetzikon, pour son article paru dans marmite et Carlito Ferrari pour son ouvrage «Merlot del Ticino 1906-2006», paru aux Salvioni Edizioni, Bellinzone. Ils ont reçu leur récompense sous forme de trois Magnums d’anciens millésimes provenant de la collection privée du Champagne Lanson et d’une bourse d’étude de 2006 francs.

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GastroJournal 39/2006 by Gastrojournal - Issuu