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GastroJournal 30/2006

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Liegenschaften / Immobilier irme nschchnik e n n st e . So E xkl cha t tung 1 850 34va2t6ion.ch 4 0 e r - inno Be s

R. Eberlé Ökologisch eingezogen 9

s ti c h

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich Donnerstag/Jeudi, 27. 7. 2006 ■ Nr./No 30 ■ CHF 4.30

Stellen / Offres d’emploi

M. Aerni Ausgezogen in die Welt 10

F. Steinegger L’an 2005 15 et la FST

V. Kanel Un jour ... 20 à Zurich SOMMAIRE ■ Gros Plan

Emulation transfrontalière Ce n’est pas de la concurrence mais une émulation qui règne entre cafetiers et hôteliers des deux côtés de la frontière dans la vallée du Doubs. PAGE 11

I N H A LT ■ Restauration ■ Wochenschau

(R)évolution des habitudes

Frauen trinken

Les habitudes des consommateurs changent. Les conseils qu’Alain Brunier, directeur de l’Ecole hôtelière spécialisée de Genève, a donnés aux nouveaux titulaires du G2. PAGE 13

Dass Frauen gerne Bier trinken, ist längst nicht mehr neu. Doch noch immer scheiden sich die Gemüter, welches Bier denn nun das richtige sei und ob es ein so genanntes «Frauenbier» überhaupt gebe und wie es beschaffen sei. SEITE 2

■ Hôtellerie & Tourisme

Inauguration dans les Alpes

■ Wochenschau

Laut Michele S. Marinari, CEO der Casinò Locarno SA, hat das Tessin die wohl höchste Dichte an Casinos in der Schweiz. Trotzdem wäre eine Steigerung der Zahlen noch möglich. SEITE 5

■ Restauration

Gäste wechseln Während viele Betriebe an der Schweizer Grenze harte Konkurrenz aus dem Ausland spüren, scheint dies am Doubs in Jura nicht der Fall zu sein. Hier schickt man sich sogar Gäste. SEITE 7

Inserate Markt Stellen Liegenschaften Weiterbildung

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SWISS-IMAGE

Menschen spielen

Am Ende der Wanderung wartet eine SAC-Hütte – seit über 140 Jahren.

A l’autre bout de l’itinéraire de randonnée attend une cabane du CAS.

Der SAC Le CAS feiert feste s’anime Mit dem SAC erleben vornehmlich inländische Touristen die Berge auf einzigartige Weise. Dieses Jahr sogar mit Festival. Die SAC-Berghütten sind zwar ein kleiner, aber ein wichtiger Bestandteil des Schweizer Tourismus. Um noch mehr Menschen in die Berge zu locken, führt der Schweizerische Alpenclub (SAC) dieses Jahr ein Hüttenfestival mit reichem Pro-

gramm durch. Und das ganz ohne Jubiläum. Das Festival soll besonders Familien ansprechen, denn die Zeiten seien vorbei, in denen vor allem Alpinisten in den Berghütten einkehrten, heisst es beim SAC. SEITE 3

Par milliers, les touristes viennent admirer le célèbre barrage de la Grande Dixence. Energie Ouest Suisse a investi pour rendre plus attractif encore cet ouvrage. Un atout de plus pour le tourisme. PAGE 15

Ein gut geschultes Team – begeisterte Gäste Une équipe bien formée – des hôtes satisfaits www.gastroprofessional.ch

Le CAS accueille dans ses cabanes des alpinistes du monde entier, mais surtout des Suisses. Cette année avec un festival. Les cabanes du Club alpin suisse (CAS) représentent un élément important des infrastructures touristiques. Pour attirer davantage de gens dans les montagnes, le CAS organise un festival des cabanes avec un programme très riche en cer-

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taines régions et sans le prétexte d’un anniversaire ou d’un jubilé. Il s’adresse surtout aux familles: les temps où seuls des alpinistes fréquentaient les cabanes sont définitivement révolus, estime cette importante organisation. PAGE 15

9 771422 137001 Insertion Marché Offres d’emploi Immobilier Formation continue

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GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23628 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch

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■ Wochenschau

GastroJournal

Donnerstag, 27. 7. 2006 ■ Nr. 30

Das Besondere ist gefragt

EDITORIAL

Fremdgehen mit objektivem Denken

Was lieben Frauen? Ist es leicht oder körperreich, süsslich oder etwa doch herb? Bierbrauer versuchen seit Jahren mit ihren Bieren auch Frauen anzusprechen. Bis jetzt jedoch mit mässigem Erfolg. Ein Potential auch für die Gastronomie.

Was viele Männer und vor allem Werber noch immer nicht begriffen haben, hat die diesjährige Fussball-WM einmal mehr gezeigt: Frauen interessieren sich nicht nur für Fussball, fiebern und leiden mit, sie trinken auch wie ihre männlichen Kollegen fast immer ein Bier dazu. Denn Frauen lassen sich nicht mehr einfach ausschliessen und sind nicht mehr bereit, die sogenannten «Männerdomänen» einfach den Männern zu überlassen. Dass Frauen beim Fussball mitfiebern – und nicht nur wegen der schönen Männer – gilt schon lange nicht mehr als unweiblich, sondern auch in Frauenkreisen als chic. Und mit einem Cüpli oder einem Glas Wein in der Hand kann man eben nicht «gumpen» wie eine Schweizerin.

Frauen trinken anders als Männer Was trinken jetzt also Frauen? Sie trinken immer häufiger Bier wie ihre männlichen Kollegen. Im Gegensatz zu letzteren sind sie aber deutlich neugieriger und offener für Neues. «Hat sich ein Mann erst mal an ein bestimmtes Bier gewöhnt und es schmeckt ihm, bleibt er auch dabei», weiss der Bierbrauer Ralf Paul. «Frauen sind viel offener für Bierspezialitäten oder auch saisonale Biere.» Frauen trinken sicher weniger als Männer. Nicht zuletzt auch, weil sie den Alkohol weniger schnell abbauen als ihre männlichen Kollegen. Beim Bier ziehen Frauen ein schlankes Glas oder eine Flasche einem Bierhumpen vor und Mengentrinker sind sie auch selten. Frauen missfällt das Bittere am Bier, so die weit verbreitete Meinung auch unter Bierbrauern. Immer häufiger schätzen Frauen auch kräftige und herbe Biere. Frau zu verstehen ist eben nicht immer Mannes Sache. Doch weil Frauen in Ernährungsfragen noch immer als Trendsetterinnen gelten, ist es für Brauer und Gastronomen höchste

Zeit, diesem Segment in Sachen Bier auf die Spur zu kommen.

Frauen lieben spannende Biere mit einer Geschichte Fragt man unter Frauen nach, staunt man oft, welche Biere sie bevorzugen. Es sind dies meist Amber- oder dunkle Biere und saisonale Spezialitäten wie das sehr starke Weihnachtsbier. «Ich finde es unheimlich schade, dass das Weihnachtsbier nur so kurze Zeit erhältlich ist», sagt beispielsweise Susanne, eine 30-jährige Elsässerin. Auch Nicole aus Südafrika zieht ein gutes Bier einem mässigen Wein vor, und es darf auch gerne ein kräftiges sein. Denn wenn die Brauereien noch immer davon überzeugt sind, Frauen schätzten in erster Linie die milden Draftbiere und Biermischgetränke, meinen sie damit vor allem jüngere Frauen unter 30 Jahren mit Geschmacksnerven, die noch vermehrt auf Süsses eingestellt sind. Frauen aber, die ausschliesslich Draft-Biere oder das mittlerweile mega-oute Corona trinken, werden unter Biertrinkenden meist belächelt. Frau demonstriert damit nämlich einzig, dass sie es eigentlich nur trinkt, weil es schon fast nicht mehr nach Bier schmeckt.

Frauenbier unerwünscht Auch auf das Drumherum beim Bier sprechen Frauen stärker an als Männer. Naturbelassene, biologisch produzierte Biere kommen gut an, und wenn sie noch von einer innovativen Kleinbrauerei gebraut werden, kommt der Sympathiebonus dazu. Was Frauen überhaupt nicht wollen, sind Frauenbiere. Schliesslich gibt es auch keine Frauenweine oder Champagner für Frauen. Ein Bier, das Frauen schmeckt, muss aber speziell sein, sowohl in Geschmack als auch Aussehen. Es muss gut präsentiert werden, und wenn die Idee dahinter noch stimmt, ist Frau als Biertrinkerin schon gewonnen.

M. GRADMANN

MARTINA GRADMANN

Frauen und ihr Biergeschmack werden oft unterschätzt.

«Top 6-Frauenbiere» Eine nicht repräsentative Spontanumfrage unter Frauen zwischen 30 und 50 Jahren hat die folgenden «Lieblingsbiere» für 2006 ergeben: • Ittinger Klosterbräu (AmberBier, gebraut aus vier verschiedenen Gersten- und Weizenmalz-Sorten von Heineken in Chur) • Quöllfrisch (gebraut aus reinem Pilsnermalz und drei verschiedenen Hopfensorten, mild und fruchtig von der Brauerei Locher in Appenzell) • Maisbier (ein leichtes, helles, wenig bitteres, eher süssliches Bier das mit einem Maisanteil von 30%

von der Brauerei Rosengarten in Einsiedeln gebraut wird) • Sommerbier bier paul 04 (gebraut von bier paul in Villmergen, mit hellem Gerstenmalz und etwas Weizenmalz, unfiltriert und mit einem Hauch von natürlichen Zitrusfruchtaromen. bier paul 04 ist jeweils von Juni bis Ende September erhältlich) • Eichhof Barbara (helles, goldgelbes Bier, malzig mit einer harmonisch eingebetteten Bittere, gebraut von der Brauerei Eichhof in Luzern) • Feldschlösschen Ice Bier und Eichhof Lemon

Frau und Bier – Frauenbier? Brauer Martin Wartmann philosophiert über ein «durstiges» Thema Frauen und Bier, geht das? «Absolut», meint Martin Wartmann. Er muss es wissen. Der Brauer gilt in Fachkreisen als absoluter Experte. Fürs GastroJournal plaudert er aus dem Nähkästchen. «Da war mal eine Bierverkostung einer grossen Brauerei, viele männliche Gäste, ein paar wenige Frauen, Medienvertreterinnen. Der Referent, ein Braumeister alter Schule, betonte bei allen alkoholfreien und alkoholreduzierten Bieren, Bieren mit Limonengeschmack, Eis-Biere usw. ‹…und dieses Bier schmeckt ganz besonders der Frau›. Das tat er solange, bis es einer dynamischen Lady an meinem Tisch zuviel wurde und sie laut in die (Männer)-Runde rief: ‹Ja, was denken Sie sich eigentlich mit Ihrem ewigen Das-trinkt-die-Frau-Bier? Glauben Sie, wir Frauen trinken nur kastriertes, süsses Zeugs? Wir mögen genau so gerne ein anständiges gehopftes, frisches und alkoholhaltiges Bier wie ihr Männer.› Recht hatte sie, die Dame Es gibt kein Frauenbier! Es gibt nur gute Biere und schlechte Biere. Oder Bitterbiere und nicht so bittere Biere. Und attraktiv verpackte Biere und solche mit grossen Bügelflaschen.

Es gibt aber relativ viele Frauen, die mit Bier nichts anzufangen wissen weil sie es gar nie versucht haben. Man hat es ihnen nie erklärt. Oft ist es ein Bild aus der Jugend, der Vater oder Freund der nach Bier roch, eine Erinnerung an ein Gruppenbesäufnis, welches sie für den ganzen Rest des Lebens vom Bier fernhält. Und dann sind es die berühmten ‹Man-Regeln›. Man trinkt Wein. Man trinkt kein Bier. Man trinkt zum Fisch Weisswein. Man isst zum Bier Wurscht und Chäs. Frauen trinken kein Bier. Bier macht dick. Bier ist proletarisch. Kennen wir doch alle, oder? Da braucht es halt ein bisschen Mut, sich gegen diese Regeln zu stellen. Fast wie einen grossen roten Hut tragen. Es braucht Mut, mitten in honorablen Cüpli-Runden dem Ober mit der Sektflasche in der Hand leise ins Ohr zu flüsten ‹Mir wäre jetzt lieber ein frisches, kühles Bierchen›. Oder es mit Donnerstimme über den Tisch zu rufen, bei der Vorspeise ‹Nein, kein Weisswein zum Fisch-Salat! Kann ich bitte ein Bierchen haben. Was haben Sie für welches?› Dann drehen sich gelegentlich die Köpfe, schräge Blicke. Ich verstehe darum jede Frau, die sich das Blossstellen nur wegen einem Bier erspart und mit dem halbwarmen Weissen von der günstigeren Sorte vorlieb nimmt. Und so das halbe Leben lang

die Chance verpasst, einmal unbelastet von den ‹man› und unbelastet von Bildern einen Schluck kühles frisches Bier zu verkosten und zu erleben, wie es zu Speisen passt. Dabei, und das ist ja das Verrückte an der Sache, läuft das langsam aber sicher auf eine Generationenfrage hinaus. Wir haben nicht nur einen ‹Röstigraben› – wir haben auch einen ‹Bier-Graben›. ‹Kartellschaden› kann man dem auch sagen. Die Generation über 50, die Leute, die mit ‹Schweizer Kartellbier hell› grossgeworden sind, haben ein anderes Bild vom Bier im Kopf als die Generation, die heute heranwächst.. In der jungen, dynamischen Szene, mit attraktiven Boys and Girls um die 30 läuft das ganz anders. Da zählt Geschmack, Gaumen, Marke und Lifestyle. Man kennt sich aus, auch beim Bier. Man war im Ausland, hat gesehen wie es in England und den USA mit den Bieren läuft. Man weiss, was wie schmeckt. Meine Tochter – 21 – hat es mir erklärt: es ist für eine junge Frau zwar noch out sich selber ein Bier an der Theke zu bestellen. Macht ‹man› noch nicht. Oder nur die etwas älteren Frauen, so ab 27, die ganz selbstsicheren. Hingegen lässt man sich gerne zu einem Bier einladen, wenn der Freund offeriert, wenn eine Runde läuft, ist man mit dabei. Aber immer ohne Glas. Glas ist megaout. Und

GastroJournal widmet sich in einer Sommerserie gastronomischen Betrieben, die in nachbarschaftlicher Nähe, dieseits und jenseits der Schweizer Grenzen gleiche Ziele verfolgen. Es geht um Betriebsinhaber, die beinahe Auge in Auge mit unterschiedlichen Voraussetzungen um Gäste werben. Konkurrenten sind sie dennoch irgendwie, selbst wenn sie über die naheliegenden Grenzen hinweg einander ab und zu gar Gäste schicken (siehe Seiten 7 und 13). Die Serie hat inzwischen immerhin eine ernst zu nehmende Erkenntnis gezeitigt: Die immer wieder zu hörende Bemerkung, in Restaurants, die über der Grenze zu finden sind, könne man sich entscheidend günstiger verköstigen als in der Schweiz, ist viel mehr eine veraltete (Aus)Sage, als eine unumstössliche Wahrheit. Eigene Mehrfacherfahrung: Wer in einem gepflegten Restaurant in Waldshut einkehrt, bezahlt für ein gutes DreiGang-Menü günstige 15 Euro, ennet der Grenze in einem gleichwertigen Schweizer Restaurant bekommt er dasselbe für Fr. 19.50. Wo nun hat der Gast mehr bezahlt? Abgesehen davon: Inzwischen gibt es viele gute CH-Restaurants, die bieten mittags einen schönen Lunch mit Salat für Fr. 15.–, manchmal noch günstiger. Trotz höheren Löhnen, teureren Produkten und mindestens gleicher Qualität wie ennet der Grenze. Mehr Objektivität ist längst vonnöten! Jo Steimen

BLICKPUNKTE Flughafen Zürich-Kloten I

Höhere Gebühren ab nächstem Jahr Der Flughafen Zürich-Kloten erhöht ab 2007 seine Sicherheitsgebühren von zehn auf elf Franken pro Person. Begründet wird der Schritt mit den gestiegenen Sicherheitsanforderungen. Lokalpassagiere bezahlen ab nächstem Jahr neu 37 und Durchgangspassagiere 22 Franken. Gemeinsam mit anderen Flughafenbenutzern hat die Swiss dagegen Beschwerde eingereicht.

Flughafen Zürich-Kloten II nur trendy Biere. Niemals eine Stange oder eine Bügelflasche oder so ein doofes Spezli. Und wenn es geht keine bitteren Biere. Allzu bittere Biere mag man nicht so. Die hellen milden sind fein: Corona, Miller, Heineken. Oder dann ein Ittinger. Das sind aber nur diejenigen, die Bier wirklich sehr mögen, weil es doch recht stark ist… Ganz neue Regeln gelten da. Man kann es zusammenfassen, Bier ist bei der jungen und selbstsicheren Frau durchaus ein Thema. Wir Brauer stehen darum vor goldenen Zeiten – die Frau kommt zum Bier. Sofern wir die richtigen Biere haben. Ich frage mich einfach, wie lange es geht, bis es die Schweizer Brauer merken. Von wegen Stange und Bügelflasche. Und wie lange es geht, bis es die klasssichen Wirte merken. Von wegen Sortiment und Vielfalt. Und wie langes es geht, bis es die vielen Damen merken. Könnte zur peinlichen ‹Altersfrage› werden, laut zu verkünden, kein Bier zu trinken…» Martin Wartmann

Ihre Meinung Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema Frau und Bier: GastroJournal, Blumenfeldstr. 20, 8046 Zürich, E-Mail: redaktion@gastrojournal.ch.

Unique gegen Flughafenfirmen Eine weitere Gebühren-Geschichte sorgt im Flughafen Zürich-Kloten für rote Köpfe: die Benutzergebühren. Ab 2007 müssen Firmen, welche die luftseitige Infrastruktur benützen, keine Gebühren mehr bezahlen. Die Unique will dies nun

sistieren, bis klar ist, ob dies rechtlich in Ordnung ist. Damit will die Flughafenbetreiberin verhindern, dass sie bei einer eventuellen Niederlage vor Gericht Millionen von Franken zurückerstatten muss.

Zürichsee Schifffahrt

Neues Schiff für Wintersaison Ab der Wintersaison 06/07 fährt auf dem Zürichsee ein neues, dreistöckiges Schiff. Das in Linz produzierte Boot wird zurzeit in der Werft in Wollishofen zusammengeschweisst.


■ Wochenschau

Donnerstag, 27. 7. 2006 ■ Nr. 30

GastroJournal

Wellness in den Bergen steht den Hüttengästen alles offen. Besonders Kinder werden in diesem Jahr nicht um den SAC herumkommen. Seit Mitte Juni ist nämlich das Spiel- und Nachschlagebuch «Globi erlebt die Bergwelt» auf dem Markt. In spielerischer Form bringt der blaue Vogel den Lesern die Welt der Berge und Berghütten näher. Apropos spielen. Ebenfalls erhältlich ist das «Grosse Schweizer Hüttenspiel». Mit Würfel, guter Planung der Ausrüstung und ein bisschen Wetterglück spaziert man durch die Bergwelt. Und das zuhause auf dem bequemen Sofa. Der SAC hat also keine Mühen gescheut. «Mit all diesen Aktionen wollen wir auf unsere Hütten und ihre vielfältige Infrastruktur aufmerksam machen», sagt Bruno Lüthi. Ob das wirklich gelingt, wird das Jahr der Hütten zeigen. Die Zeichen stehen jedoch sehr gut, denn der SAC hat sich selbst für jene etwas einfallen lassen, die ihre geliebte Stube nicht gerne verlassen. In einem 280 Seiten dicken Kulturführer präsentiert Dres Balmer 50 SAC-Hütten. Das reich illustrierte Werk bringt garantiert ein wenig frische Bergluft in jedes Wohnzimmer.

2006 ist das Jahr der Hütten. Der Schweizer Alpen-Club führt gemeinsam mit den einzelnen Sektionen 120 Veranstaltungen durch und präsentiert die Erlebniswelt Berghütte in seiner ganzen Vielfalt. ANDREJ ABPLANALP Noch bis Ende September stehen in über 70 Berghütten des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) kulturelle, sportliche und gastronomische Veranstaltungen auf dem Programm. «Wir sind allerdings nur der Knotenpunkt, der die Events bündelt und der Öffentlichkeit präsentiert», präzisiert Bruno Lüthi, Bereichsleiter Hütten beim SAC. Die Anlässe seien von den einzelnen Sektionen organisiert worden. Wieso ist eigentlich 2006 das Jahr der Hütten?

Neue Gäste ansprechen

Der SAC in Kürze ZVG

«Ein Jubiläum gibt es nicht», sagt Lüthi. Beim SAC sei die Idee eines Hüttenfestivals bereits seit zwei, drei Jahren vorhanden gewesen. «Irgendwann haben wir dann beschlossen, dass es heuer stattfinden soll.» Einerseits will der SAC damit die Marketingbemühungen der letzten Jahre weiter vorantreiben, andererseits fokussiert er neue Gästesegmente. «Die Zeiten, in denen vornehmlich Alpinisten in den Hütten verkehrten, sind endgültig vorbei», meint Bruno Lüthi. Gerade für Familien ist das Erlebnis Berghütte interessant geworden, denn es vereint verschiedene wichtige Faktoren: Natur, Heimat und eine

Alphütten – hier die Dossenhütte im Berner Oberland – sind Balsam auf die angespannten Nerven gestresster Grossstädter. sportliche Betätigung. Ein Profil, das auch andere Menschen anspricht. Beispielsweise gestresste Grossstädter. Und hier will der SAC ansetzen. «Heute sind Berge, Natur und Wellness im Trend.» Das spreche ja eigentlich für die Berghütten, welche genau dies bieten würden. «Und erst

noch billiger als in einem Wellnesshotel», betont Bruno Lüthi.

Vielfältiges Programm Die SAC-Sektionen haben sich für das Jahr der Hütten etwas einfallen lassen. Von Konzerten über Filmvorführungen bis zu Literaturabenden

Der Schweizer Alpenclub (SAC) wurde 1863 gegründet. Heute besteht der Verein aus 111 Sektionen, die insgesamt 153 Hütten und Biwaks betreiben. Die rund 9500 Schlafplätze werden rege genutzt. Jährlich übernachten mehr als 300 000 Personen in einer SACHütte. In vielen Unterkünften besteht auch ein gastronomisches Angebot. Mehr Infos: www.sac.ch

Widerstand

Radwege

Vorstoss

Bilanz

EU-Weinreformen

Ausbau in Zürich

Berns Strassencafés

Tourismusverband

Die EU will den Weinsektor reformieren. Ein Mittel wäre die Rodung von Weinbergen und damit der Abbau der Überproduktion. Doch der Widerstand ist gross. Im Kampf gegen Weine aus Übersee muss die EU handeln. Das Agrarministerium ist der Ansicht, dass durch eine Rodung von jährlich 400 000 Hektaren Rebberge einerseits die Weinüberproduktion eingedämmt werden könnte, andererseits die Wettbewerbsfähigkeit steigen würde. Vor allem in Italien, Frankreich und Spanien ist jedoch der Widerstand gegen eine solche Massnahme stark. Daran ändern auch die finanziellen Entschädigungen, welche die Weinbauern erhalten würden, nichts. Ebenfalls kein Argument ist die Freiwilligkeit, welche EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel betont. Bis Ende Jahr soll ein Gesetzesvorschlag auf dem Tisch liegen. Dass der Widerstand im Winter kleiner wird, ist eher unwahrscheinlich. aa

Der Kanton Zürich kümmert sich um seine Velofahrer. In den nächsten 30 Jahren sollten 1700 Kilometer Velorouten entstehen. Dies hat der Zürcher Regierungsrat letzte Woche beschlossen. Grundlage für den Ausbau des Fahrradnetzes ist die «Radwegstrategie 2005». Das Projekt kostet den Kanton rund 13 Millionen Franken pro Jahr. Obwohl sich ein dichtes Netz auch touristisch positiv auswirken könnte, geht es dem Regierungsrat hauptsächlich um die Sicherheit der Velofahrer. aa

Die Berner Beizenordnung sorgt immer wieder für Diskussionen. Nun soll sie gelockert werden. Seit zwei Jahren sind Plastikstühle und -tische in Berns Strassen verboten. Auch mobile Servicestationen sind nicht mehr erlaubt. «Ausnahmen gibt es eigentlich keine», erklärte Marc Heeb, Chef der Berner Gewerbepolizei der Berner Zeitung. Will heissen, dass die Gäste je nach Restaurant und dessen baulichen Grundlagen länger oder weniger lang warten müssen. Das will die FDP mit einer Motion an den Gemeinderat nun ändern. Sie fordert eine Lockerung dieser Leitlinien. «Für die meisten Betriebe ist eine Lockerung nicht notwendig», meint Heeb. Man müsse bedenken, dass Servicestationen, Kühlschränke oder Glacestände Platz für Tische wegnehmen würden. Wann die Motion eingereicht wird, ist noch unklar. Der Berner Stadtrat tagt am 17. August erstmals wieder. aa

Der Schweizer Tourismusverband zieht für 2005 eine positive Bilanz. Die helvetischen Zahlen geben Anlass zur Hoffnung. Der Schweizer Tourismusverband (STV) strich in seinem Jahresbericht die steigenden Logiernächtezahlen und die leicht optimistische Haltung der Branche und der Bevölkerung hervor. Der Verband selbst schaffte letztes Jahr die Stufe III des Qualitätsgütesiegels. aa

MEINE MEINUNG

A

lles spricht vom neuen Tourismus-Trend «Cheap and chic». Das heisst soviel wie günstig, nicht billig, und doch ordentlich, sauber und qualitativ gut. Was können wir in der Schweiz damit anfangen? Wir wollen doch nicht «cheap» sein, wir wollen doch lieber exklusiv, ausserordentlich gut und Spitzenklasse sein. Wir haben das Matterhorn, die beste Schokolade, unser Heidi und Wilhelm Tell, den besten Käse und dazu gehören doch, bitte schön, die besten und teuersten Hotels. Doch halt mal: Korreliert diese Anspruchshaltung an uns selbst denn überhaupt mit dem, was unsere Gäste wollen? Ist das Matterhorn nicht genauso imposant und attraktiv, wenn es aus einem trendigen Hotelzimmer für 90 Franken bestaunt wird? Schmeckt das Fondue oder das Raclette in einem einfachen, sauberen Beizli mit rustikalen

Marco Wyss*

Gut muss nicht teuer sein! Holzbänken nicht ebenso vorzüglich? Man stelle sich die Frage: Fällt unserem Qualitätsanspruch ein Zacken aus der Krone, wenn Gäste aus aller Welt die schöne Schweiz auch mal für etwas weniger Cash geniessen können? Ich sage «Nein», im Gegenteil: «Cheap and Chic» ist gerade für den Schweizer Tourismus eine grosse Chance, die Tore zu unserem reichhaltigen Produkt einem noch viel grösseren Publikum aufzustossen. Natürlich müssen wir im Luxus-Segment

Spitze bleiben und uns sogar immer weiter verbessern. Daneben, oder vielmehr als ideale Ergänzung, hat es ausreichend Platz für neue und innovative Hotel- und Gastrokonzepte. Sie sollen die Gäste überraschen, auch verblüffen, und ihnen einen qualitativ guten Gegenwert für einen fairen Preis bieten. So können wir das Image der teuren, für viele zu teuren Schweiz etwas abschwächen und uns der Welt als «originelle, innovative und zahlbare Schweiz» präsentieren. Die Gewinner sind wir: Denn ihr eingespartes Geld für Kost und Logis werden die Touristen vermehrt für Uhren, Käse, Schokolade oder eine zusätzliche Nacht mit Blick aufs Matterhorn ausgeben. *Marco Wyss ist Präsident VSTM, Verband Schweizer Tourismusmanager, Tourismusdirektor Heidiland

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BLICKPUNKTE Unwetter Schweiz

In den Bergen blockiert Heftige Unwetter haben am letzten Wochenende in den Schweizer Alpen für Unruhen gesorgt. Am stärksten betroffen waren die Regionen Wallis und das Berner Oberland. Insgesamt 160 Menschen waren vorübergehend blockiert. In der Nähe von Grindelwald mussten 57 Personen durch Rega-Helikopter aus einer von der Umwelt abgeschnittenen SAC-Berghütte ausgeflogen werden (siehe auch links).

Touristische Umfrage

Wer ist am bekanntesten? Das Institut für öffentliche Dienstleistungen und Tourismus der Universität St. Gallen hat in Deutsch-

land und der Schweiz eine telefonische Umfrage gemacht. Frage: Welche Schweizer Tourismusmarken sind beim breiten Publikum bekannt? Eine sehr gute Platzierung erreichte St. Gallen (Foto). Nach den Topdestinationen St. Moritz, Davos und Zermatt landete die Ostschweizer Metropole auf dem vierten Platz. Noch vor Zürich, Bern, Saas Fee und Basel. St. Gallen-Bodensee Tourismus sieht die Gründe für das gute Abschneiden in der Klostergeschichte, der Universität, dem St. Galler Openair und den Marketingbemühungen der letzten Jahre.

Hotel Maderanertal, Bristen

Heimatschutz sammelt für Hotel Der Schweizer Heimatschutz (SHS) sammelt Geld für die Renovation des Hotels Maderanertal in Bristen. Das Haus wurde beim grossen Unwetter 2005 beschädigt. Bisher konnte aus finanziellen Gründen nur der nötigste Unterhalt am riesengrossen Haus gemacht werden. Der SHS erachtet das Hotel Maderanertal als wichtiger Zeuge der Schweizer Tourismusgeschichte, was sein Engagement erklärt.

Madrisabahn, Klosters

Kapitalsuche war erfolgreich Die Madrisa Bergbahnen AG haben die Aktienkapitalerhöhung in der Höhe von zwei Millionen Franken erfolgreich abgeschlossen. Letzte Woche wurde die letzte Inhaberaktie im Wert von 20 000 Franken gezeichnet. Die Suche nach finanziellen Mitteln dauerte rund ein Jahr. Die Zeichnungsfrist musste sogar zwei Mal verlängert werden.

Accor Hotellerie

Gute Zahlen fürs laufende Jahr Accor hat im ersten Halbjahr 2006 gut gewirtschaftet. Im Segment Hotellerie kann der französische Konzern ein Umsatzplus von sieben Prozent bzw. 173 Millionen Euro (Umsatz gesamt: 2666 Millionen) ausweisen. Bei den Dienstleistungen beträgt der Zuwachs gar 25,6 Prozent.


■ Wochenschau

Donnerstag, 27. 7. 2006 ■ Nr. 30

GastroJournal

Tessiner Casinolandschaft Im Süden der Schweiz buhlen vier Casinos um Kunden. GastoJournal hat mit einem Betroffenen gesprochen.

Schweiz erteilt der Bund Konzessionen für Casinos. Das garantiert ihm einerseits hohe Abgaben der Spielbetriebe, andererseits kann er damit prüfen, ob die Auflagen, und es sind viele, erfüllt werden. Für den Standort Zürich und dem damit verbundenen Projekt in der Alten Börse sprechen viele positive Faktoren. Ich persönlich denke, in einer Weltstadt wie Zürich sollte ein Casino nicht fehlen.

INTERVIEW: ANDREJ ABPLANALP Michele S. Marinari ist CEO der Casinò Locarno SA und ein Kenner der Branche und der Tessiner Szene.

GJ: Ist der Kanton nicht zu klein für drei bzw. vier Spielbetriebe? Marinari: Nein, auf keinen Fall. Durch die Nähe zu Italien können die Casinos von Mendrisio, Lugano und natürlich Campione vom norditalienischen Einzugsgebiet profitieren. Das sind immerhin acht bis zehn Millionen Personen. Das Casino in Locarno hingegen orientiert sich, bedingt durch seine geographische Lage, vornehmlich am Schweizer Markt. Insgesamt denke ich, dass im Tessin sogar noch eine kleine Steigerung der schon heute sehr guten Zahlen möglich ist. Das heisst für uns natürlich, dass wir unsere Angebote, die Attrak-

ZVG

GastroJournal: Wie sieht die Casino-Situation im Tessin heute aus? Michele S. Marinari: Wir haben im Tessin die wohl höchste Dichte an Casinos in der Schweiz. Geographisch muss man nämlich neben den Häusern in Mendrisio, Locarno und Lugano auch den Spielbetrieb in Campione d’Italia dazu zählen. Allerdings haben wir neben vielen Kunden aus Italien schweizweit das grösste Einzugsgebiet.

Im Tessin rollt die Kugel – erfolgreich – in Locarno, Mendrisio und in Lugano. tivität und die Qualität stetig steigern müssen. GJ: Kann die Nähe zu Italien auch ein Nachteil werden? Beispielsweise bezüglich Suchtproblematik? Marinari: Ich denke nicht. Die Schweizer Gesetzgebung ist sehr gut reguliert und setzt stark auf die Suchtprävention. Gerade im Bereich Früherkennung haben die helvetischen Casinos weltweit einen hervorragenden Ruf. Was nicht heissen

soll, dass man dieses Phänomen nicht ständig beobachten muss, was wir auch tun. Ausserdem prüfen internationale Suchtforscher die Schweiz und ihre Casinos sehr genau. Die Resultate sind weltweit einzigartig. GJ: Apropos Schweiz und Casinos: Städte wie Zürich buhlen um ein eigenes Casino. Wieviele Spielorte sind hierzulande realistisch? Marinari: Grundsätzlich reguliert sich jeder Markt selbst. In der

GJ: Kommen wir noch einmal auf das Tessin zurück. In den Medien wird über einen Streit zwischen den Casinos in Locarno und Lugano berichtet. Was ist da dran? Marinari: Das ehemalige Kursaal von Locarno ist bei der Konzessionsvergabe leer ausgegangen. Diese Firma (Kursaal Locarno SA) ist heute eine reine Immobilienfirma, welche uns, der Casinò Locarno SA, das Gebäude vermietet. Bevor die Konzessionen vergeben wurden, gründeten die Kursaal Locarno SA und die Casino Lugano die Accento SA. Diese AG sollte sicherstellen, dass bei der Vergabe 2002 mindestens eine A-Lizenz ins Tessin kommt. Es bestand eine Klausel, dass beim Nichterhalten einer ALizenz, die andere Spielbank dem betroffenen Casino eine Entschädigung zahlt. Nun fordert die Kursaal Locarno SA von der Casino Lugano Geld. Diese jedoch stellt sich auf den Standpunkt, dass die Kursaal Locarno SA weder eine A- noch eine B-Lizenz erhalten habe und sie damit nicht bezahlen muss, da die Abmachung nur Gültigkeit habe, wenn der andere Vertragspartner auch im Besitz einer Konzession ist. Es könnte zu einem Rechtsstreit kommen.

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BLICKPUNKTE Korrigenda

Drei Tessiner Casinos Der Spielbetrieb des Casinòs Admiral in Mendrisio wird nicht, wie letzte Woche irrtümlicherweise geschrieben, von der Casinò Locarno SA geführt, sondern gehört zu 100 Prozent der ACE Casinos Holding AG mit Sitz in Zürich. Zudem hält Michele S. Marinari, CEO der Casinò Locarno SA, fest, dass die Casinò Locarno SA keine Klage gegen das Casino Lugano eingereicht hat (siehe auch links).

Schweizer Restauration

Wirtshausverbot wird aufgehoben Mit Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 ist das Wirtshausverbot, welches bisher durch den Richter als Nebenstrafe ausgesprochen werden konnte, aufgehoben worden. Vom Wirtshausverbot klar zu unterscheiden ist das Hausverbot, das durch den Restaurateur oder Hotelier auch in Zukunft weiterhin ausgesprochen werden kann.

New Yorker Nachtleben

Neues Gastgewerbegesetz In New York soll ein neues Gastgewerbegesetz eingeführt werden. Dieses sieht vor, dass Barbetreiber künftig eine Lizenz lösen müssen, damit in ihrem Betrieb getanzt werden darf. Es gab bereits Proteste.

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■ Restauration

Donnerstag, 27. 7. 2006 ■ Nr. 30

GastroJournal

Befruchtende Konkurrenz

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SZENE Zoo Restaurants, Zürich

Neue Tiere im Angebot

FOTOS: M.-TH. PAGE-PINTO

Die Zoo Restaurants des Zürcher Zoos bieten nicht nur gewöhnliches Essen an. Seit einem Jahr können auch sogenannte thematische Lunchtaschen (siehe GJ24) gekauft

Kurt Hungerbühler ist der Besitzer des La Rasse am Doubs, an der Grenze zur Schweiz.

Nakamura und Francine Toshinobu wirken im schweizerischen Biaufond.

In der Nähe des Doubs steht das Hôtel-Restaurant La Rasse, aus dem Jahre 1733 stammend. 2000 wurde es vom Thurgauer Kurt Hungerbühler erworben.

Acht Kilometer vom Dorf Les Bois (JU) entfernt, am Ufer des Doubs, liegt der Weiler Biaufond. Das gleichnamige Restaurant ist erst 1957 aus einem Soldatenfoyer entstanden.

«GastroJournal, das kenn ich», so Kurt Hungerbühler, der Patron des La Rasse, das nur zwanzig Meter neben der Schweizer Grenze zu finden ist. Er hätte gerne eine Mitarbeiterin

Über die Grenze Im Rahmen einer mehrteiligen Sommerserie zeigt GastroJournal in den nächsten Wochen Betriebe diesseits und jenseits der Schweizer Grenze: Wie ist es, nahe am scheinbar günstigen Ausland zu wirten? Diese Woche eine Reportage von Marie-Thérèse Page-Pinto. aus der Schweiz eingestellt und hat einmal eine Stelle im GastroJournal ausgeschrieben. «Ich habe eine gefunden. Sie ist aber nur zwei Wochen geblieben. Das Rasse liegt eben an einem verlorenen Ort.» Der Gastwirt beschäftigt heute fünf bis acht Französinnen während der Sommersaison, eine Köchin, eine ausgebildete Bäuerin, eine Profi-Serviertochter und eine Lehrtochter sowie Studentinnen als Aushilfen. Ist Personal wegen der Nähe zur Schweiz schwierig aufzutreiben? «Die Französinnen arbeiten lieber in Frankreich, aber nur wenn sie mehr verdienen als anders-

wo im Departement des Doubs. Die Soziallasten stellen das grösste Problem dar. Die sind höher als in der Schweiz.» Das La Rasse ist das ganze Jahr offen und empfängt Tagesausflügler und Wanderer, die zwischen Goumois und Villers-le-Lac Halt machen. «Die Wanderer sind am interessantesten», kommentiert der 53-jährige Thurgauer auf Deutsch. Konkurrenz? «Die gibt es nicht. Unter Kollegen findet ein gedanklicher Austausch statt, der uns Ansporn gibt, noch besser zu werden.» Die Preise sind landesüblich (10 Euro für eine Forelle blau). Salat und Gemüse wachsen im eigenen Garten oder werden in La Chaux-de-Fonds auf dem Markt gekauft. Ein Wermutstropfen: Die touristische Zusammenarbeit führt nicht über den Doubs: «Ich habe beim Direktor des Neuenburger Verkehrsvereins vorgesprochen, um ihn zu bitten, auf ihrer Webseite einen Link für mich einzubauen. Er hat abgesagt. Und dabei gibt es ein Projekt zur Verwirklichung eines grenzüberschreitenden Parks.» www.larasse.com

Nakamura Toshinobu, 63-jährig und Vater von fünf Kindern, ist Ehemann und Geschäftspartner von Francine, geborene Voisard, und eben damit beschäftigt, sein ambitiöses Vorhaben zu verwirklichen: eine nutzbringende Vergrösserung des Restaurants. Nach langem Warten sind die Einsprachen des Heimatschutzes Jura abgewiesen worden. Jetzt haben der Japaner mit Diplom als Volkswirtschafter der Universität Tokio und seine Frau (sie hat als Hotelassistentin ein Praktikum im Savoy in Lausanne absolviert) eine neue Zukunft vor sich. Die Toshinobus haben den guten Ruf ihres Betriebes mit einer reichhaltigen Karte gefestigt: Verschiede-

Fakten und Zahlen In Frankreich herrschen folgende Rahmenbedingungen fürs Gastgewerbe – alle Angaben sind Durchschnittswerte in Schweizer Franken: • Reduzierter Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie (ca. 28% des Normalsatzes). • Kein reduzierter Mehrwertsteuersatz für Restaurants. • Landesweiter Gesamtarbeitsvertrag; 39-Stunden-Woche; 2316 Franken gesetzlicher Mindestlohn im Gastgewerbe. Quellen: EU, Landesverbände, ACNielsen, Economist, Focus; ohne Gewähr

ne Arten Forellen, Hecht und Karpfen. Der Betrieb ist von Mitte Februar bis Mitte Dezember geöffnet und beschäftigt, Wirtepaar inbegriffen, vier Personen während der sommerlichen Hochsaison Das Restaurant – 60 Plätze im Innern und bis 180 draussen – empfängt Wanderer und Urlauber (vor allem Franzosen und Holländer), von denen viele immer wieder kommen. Machen die Preise in Franken (24.50 für eine Forelle blau) ihm nicht die Kunden abspenstig? «Seit der Einführung des Euro haben wir nie mehr gehört, es sei teuer. Zudem wissen die Touristen, dass die Lebenshaltungskosten hier nicht dieselben sind wie in Frankreich.» Und die Konkurrenz in diesem Paradies mit nur drei Gaststätten (Biaufond und Maison-Monsieur auf der Schweizer Seite, La Rasse in Frankreich)? «Es gibt keine. Wir schicken uns im Bedarfsfall gar gegenseitig Gäste.» Toshinobu hat seine eigene Lebensphilosophie: «Meine Arbeit besteht nicht darin, primär Geld zu verdienen, sondern anderen Freude zu bereiten.» Jetzt wird das Biaufond etappenweise erneuert und erweitert. Und das kulinarische Konzept wurde ergänzt: Auf Bestellung wird Nakamura japanische Spezialitäten anbieten. Keine Sushis, aber echte Spezialitäten aus seinem Heimatland, welche hin und wieder aufgetischt werden, etwa wenn Georges Wenger vorbeischaut. Nakamura erfreut dann den Spitzenkoch von Le Noirmont mit vierzehn Gängen und ebenso vielen Tellern. www.biaufond.ch

werden. In den wiederverwendbaren Taschen findet der Käufer eine Mahlzeit, wie sie das jeweilige Tier zu sich nehmen könnte. Bisher gab es die Lunchpakete als Tiger-, Papagei- und Elefantentasche. Jetzt bieten die Zoo Restaurants drei neue Tiere an: Nasenbär (Foto), Zebra und Orang-Utan. En guete!

Hallwilersee: Spezieller Event

Kultur/Kulinarik mit Bühne im See Für einen Restaurationsbetrieb braucht es eine gehörige Portion Mut, wenn dieser zugunsten von Kunst und Kulinarik direkt vor der Seegarten-Terrasse eine temporär schwimmende Bühne erstellen lässt. Gemeinsam mit dem Operettenensemble «Die Fledermäuse» und dem Salonorchester Scarpediballo aus Seengen haben Anna Maria Gautschi, Jeannette Lüscher und Sladjana Ferrand von der Birrwiler Schifflände solches organisiert, um Kunst und Kulinarik gleichzeitig offerieren zu können. Das Team der Schifflände am Hallwilersee hat sich zu diesem Schritt zum zweitenmal entschlossen, nachdem es im vergangenen Jahr mit dem ersten Openair einen bemerkenswerten Erfolg zu verbuchen hatte. Jetzt wird wiederum ein solch einmaliger Event direkt am See geboten. Vom 27. Juli bis zum 7. August werden auf der Seebühne vor der Schifflände unvergessliche Abende inszeniert, die Kunst und Kulinarik auf einzigartige Weise verbinden. Vorstellungsdaten sind zu erfahren über Telefon 062 772 11 09

Künftig auch in Zürich

LESERBRIEFE Graubündens Besenbeizen «kein Problem» Im Gastro-Journal Nr. 27/06 erschien ein Artikel zum Thema «Graubündens Besenbeizen – kein Problem». Die Äusserung von Gieri Spescha (sofern sie so gemacht wurde): «Wenn ein Gastro-Betrieb nicht funktioniert, dann ist es wegen mangelnder Freundlichkeit, fehlender Qualität oder nicht vorhandener Professionalität», finde ich eine absolute Frechheit. Dass vielleicht der Agrotourismus im Bündnerland «kein Problem» ist, kann ich noch halbwegs gelten lassen. Wenn dort die Touristen in einer Alphütte etwas zu essen und zu trinken bekommen, ist das in Ordnung. Aber wenn die Gastronomie je länger je mehr durch «Paragastronomie» verdrängt wird, gibt es schon zu denken. Für mich ist jedoch Paragastronomie nicht gleich Agrotourismus. Zur Situation: Wir betreiben im Familienbetrieb – 5 km ausserhalb des Dorfes in einem Weiler mit 3 Wohnhäusern, ohne öffentliche Verkehrsmittel – einerseits einen Landwirtschaftsbetrieb von 40 ha mit rund 120 000 kg Milchkontingent. Andererseits gehört zu diesem Betrieb seit 1466 ein Tavernenrecht, d.h. es war «schon immer» eine Wirtschaft. In den guten Zeiten bis an-

fangs 90er-Jahre erzielte diese Wirtschaft einen Umsatz von über 200 000 Fr. im Jahr, hauptsächlich Ausflugsgäste am Wochenende, aber auch Gruppen und Gesellschaften mit Carunternehmern. Öffnungszeiten 5 Tage – 9.00 bis 24.00 Uhr. Dann aber haben die Zeiten (und die Gäste) geändert. Jede Weinkellerei hat sich einen Degustationsraum eingerichtet, Jedes Schützen- oder sonstige Clubhaus (oft von der Öffentlichkeit und durch Sponsoring auch von Wirten finanziert) kann samt Infrastruktur gemietet werden. Fast jede Dorfmetzgerei bietet Partyservice in diesen Lokalitäten an. Die Weinkellereien begnügen sich nicht mit Degustationen, «auf Wunsch» werden ganze Menüs serviert. «Package» nenne man so etwas, habe ich mich belehren lassen. Die gleichen Metzgereien und Weinkellereien aber erwarten von den Wirten, dass sie «im Dorf» einkaufen. Wir pflegen es so auszudrücken: Es gibt zwei verschiedene Arten von Wirtschaften: diejenigen, die rund um die Uhr offen haben sollten, falls jemand einkehren möchte, und diejenigen, die nur dann öffnen, wenn sie Gesellschaften haben, sprich wissen, wann wie viele Leute kommen, die was essen und dann wieder gehen. Genau diese Ge-

sellschaften aber waren es, die auch die «regulären» Wirtschaften am Leben erhalten haben. Wen wunderts, wenn manch ein Gastronom resigniert und aufhört, weil er einfach auf keinen grünen Zweig kommt. Da hilft die ganze fachliche Kompetenz, Freundlichkeit, Service usw. nichts, die «andern» haben den Vorteil, unkonventionell, «in» zu sein. Auch bei uns wird wohl in absehbarer Zeit eine Strukturbereinigung unumgänglich sein. Sollen wir auch eine «Besenwirtschaft» werden? Nur noch Samstag und Sonntag offen haben? Wochentags einen Getränkekühler und eine Selbstbedienungskasse für durstige Wanderer? Vielleicht noch Rauchwürstli und portionierten Speck (selbstverständlich vakuumverpackt wegen der Hygiene!)? Das würde uns viele Unkosten ersparen: Lagerhaltung von Fleisch, Gemüse, Salat, Glace und die Stromkosten für die entsprechenden Kühlmöglichkeiten. Wäsche und Reinigung könnten massiv reduziert werden. Und wenn sich eine Gruppe anmeldet, ist die Infrastruktur vorhanden, eine «normale» Wirtschaft zu sein. In der eingesparten gratis Präsenzzeit könnten wir einer bezahlten Arbeit nachgehen. Ist das unsere persönliche gastronomische Zukunft?

Das «andere» Herz in meiner Brust: die Landwirtschaft. Die Wertschöpfung aus den landwirtschaftlich produzierten Produkten nimmt seit Jahren ab. Nicht nur, dass wir viele Produkte nur über zugeteilte Kontingente überhaupt verkaufen können (Zuckerrüben, Raps, Sonnenblumen, Weintrauben, Milch nur mit «Lieferrechten»), ist andererseits auch der Preis für diese Produkte immer mehr reduziert worden. Von den ständig neuen Vorschriften über Ökologie, Tierschutz und Sicherheit nicht zu reden. Da muss sich manch eine Bauernfamilie wirklich überlegen, womit sie sich ein Zusatzeinkommen verschaffen kann. Nur kann nicht jeder «Direktvermarkter» oder «Besenbeizer» sein, denn auch diese Rechnung geht bei realistischer Analyse nur in den wenigsten Fällen auf. Auch der Agrotourismus ist nicht das Allerheilmittel. Je mehr es davon gibt, umso geringer wird der Gewinn. Der Kuchen wird nicht grösser, ausser es gebe einen gewaltigen Wirtschaftsboom. Er verteilt sich nur auf mehr Stücke oder Stücklein.

Gertrud Neukomm, Restaurant und Hofgut Mühle Wunderklingen, 8215 Hallau

Masters of Wine im Carlton im Test In Zukunft können die Vorprüfungen für die höchste Weinqualifikation, die Ausbildung zum «Master of Wine», in der Schweiz absolviert werden. Philipp Schwander, bisher einziger Master of Wine der Schweiz, und Markus Segmüller, Weinakademiker und Sommelier des Jahres 2006, laden zu diesem Ereignis am 25. September das Institute of Masters of Wine (IMW) zur ersten Präsentation in der Schweiz, ins Zürcher Restaurant Carlton ein. So werden interessierte Gastronomen, Sommeliers und Weinliebhaber erstmals die Möglichkeit haben, eine prüfungsähnliche Master of Wine-Degustation zu erleben. Die Durchführung dieser einzigartigen Veranstaltung findet gleichentags am Nachmittag unter der fachkundigen Leitung eines internationalen Master of WineTeams statt.


■ Hotellerie

Donnerstag, 27. 7. 2006 ■ Nr. 30

GastroJournal

Balance: im Gleichgewicht

CHECK IN Hotellerie Walenstadt

Bereits gut gebucht dank Heidi

Ökonomisch und ökologisch gut gewichtet: Das Hôtel Balance in Grange/Salvan festigt seine nachhaltige Entwicklung. Und seinen Erfolg. Das Haus ist von Oe-Plus zertifiziert und hat sich ganz den Bioprodukten verschrieben.

Die Vorbereitungen für das HeidiMusical (Foto) laufen auf Hochtouren. Der Mega-Event wird vom 27. Juli bis zum 26. August in Walenstadt über die Bühne gehen. Die Ho-

tels in Walenstadt sind für die Spielzeit bereits gut ausgebucht. Zahlreiche Hoteliers bieten ihren Gästen Transfers zur Seebühne und nach Walenstadt an. Ausserdem werden insgesamt 28 Pauschalangebote in der Ferienregion angeboten.

PIERRETTE WEISSBRODT

Hotellerie Kreuzlingen

Mässiges Interesse an Dirs 21

P. WEISSBRODT

Das Hôtel Balance in der Walliser Gemeinde Grange/Salvan ist ein Glaubensbekenntnis für sich: Es steht im Katalog der Bio-Hotels und ist stolz, als erstes Schweizer Hotel mit fünf Steinböcken, der Höchstnote von Oe-Plus für die nachhaltige Entwicklung, ausgezeichnet worden zu sein (siehe Kasten). Das SteinbockLabel betrifft die Ökologie, das Sozialwesen, die regionale Integration, das Management und den Erfolg. Es ist im europäischen Projekt VISIT (nachhaltiger Tourismus) integriert. Roland und Ulrike Eberlé-Schatzmann haben sich für diesen Nischenmarkt entschieden, als sie 1984 das verlotterte Belle-Epoque-Gebäude gekauft haben. Heute ist es ein komfortables, vegetarisch-makrobiotisches und bis in den hintersten Winkel biologisches Unternehmen. Das geht vom Kissen über die Energiegewinnung bis zum natürlichen Essen.

Roland Eberlé-Schatzmanns Hotel Balance ist nicht nur ökologisch und komfortabel, es ist auch originell. wickeln. Die Wertschöpfung, welche unsere Anstrengungen bringt, ist enorm. Wenn alle Hotels von SalvanLes Marécottes sich zur Sonnenenergie bekehren würden, könnte der Tourismusort sein Image gewaltig aufbessern und zudem über GratisWerbung verfügen! Es wäre das erste grüne Tal!» www.biohotels.ch www.vegetarisches-hotel.ch

Von anfangs 72 Betten, einem einzigen WC und einer Dusche verkleinerte sich das Hotel auf 42 Betten. Dafür mit Toilette und Dusche in praktisch jedem Zimmer. In einem zweiten Bau können sich die Balance-Gäste aus-

Um sich ein Basiseinkommen zu sichern, hat das Balance-Hotel stark auf Kurse und Seminare gesetzt: Shiatsu, Yoga, Kinesitherapie, Meditation, Pflege von Traumafolgen usw. Seine Infrastrukturen stellt das Hotel Organisatoren von Ausbildungskursen mit Vollpension zur Verfügung. So haben sich Beziehungen zu den Tao-Chi- und Polarity-Zentren von Zürich entwickelt sowie zu verschiedenen Professoren. Die Kundschaft stammt zu 80 Prozent aus der Deutschschweiz. «Ich hatte keine Möglichkeit, Werbung in den Medien zu platzieren», sagt Roland EberléSchatzmann. «Deshalb habe ich begonnen, unseren Betrieb bekannt zu machen, indem ich Kochkurse orga-

nisierte. Heute erwirtschafte ich 60 Prozent meines Umsatzes mit Praktika und verfüge, dank meiner Zugehörigkeit zu den Bio-Hotels über ein wunderbares Marketing-Instrument, das mir eine neue Kundschaft bringt.» Der Ostschweizer kümmert sich um das Management und die Küche, während Ehefrau Ulrike ayurvedische Massagen und Shiatsu-Sitzungen anbietet. «Wir arbeiten mit zwei treuen übers ganze Jahre engagierten Mitarbeitern und etwas mehr Personal während der Sommersaison», erläutert der Patron und fügt hinzu: «Das Überflüssige ist verbannt, denn wir setzen vordringlich auf die Beziehung zum Gast. Das ist das Wichtigste. Wir nehmen uns Zeit, Vorträge über Pflanzen zu geben und unsere Lebenskunst zu erklären, die wir täglich leben. Es ist authentisch, wir haben Freude daran, und das spürt der Gast.» Seit über 20 Jahren setzt das Ehepaar Eberlé-Schatzmann diese nachhaltige Entwicklung in die Praxis um. Nächstes Ziel: die vollständige energetische Autonomie. «Die Oe-PlusZertifizierung zwingt uns ständig, die Lage zu überdenken und uns zu ent-

«Superior»

In Planung

Umnutzung Privatklinik

Engadin: erste Infos

Bünderland will Hotels

Widerstand in Brunnen

Grosse Pläne in Davos

Im Engadin werden künftig 20 Drei- bis Fünfsternehotels den Zusatz «Superior» führen. Die Engadiner sind ganz schön schnell. Bereits jetzt ist klar, dass in dieser schönen Ferienregion künftig 20 Drei- bis Fünfsternehotels den Zusatz «Superior» erhalten werden. Über die nationalen Resultate der Hotelklassifikation wird der Hotelleriesuisse im September in Zürich informieren. aa

In Klosters und in Davos sind zwei Fünfsternehotels geplant. An beiden Orten ist die Planung weit fortgeschritten. In Klosters soll das Viersterne-Hotel Pardenn einem modernen Haus mit einem Stern mehr weichen. Geplant sind 110 Betten für rund 40 Millionen Franken. Das Abbruchgesuch wurde bei der Gemeinde eingereicht, eine Umzonung ist nicht nötig. Finanziert werde soll das neue Luxushotel durch den Verkauf von Eigentumswohnungen auf demselben Areal. Obwohl gleich viele Sterne, ist man mit dem Davoser Projekt weniger weit. Anstelle der 1985 geschlossenen Basler Klinik soll ein neues Hotel mit 400 Betten und einem Kongressbereich für rund 120 Millionen Franken entstehen. Vorverträge mit Betreibern wurden bereits abgeschlossen. Allerdings muss in Davos noch eine Umzonung vom Stimmvolk bewilligt werden. aa

Das Hotel Bellevue au Lac im schwyzerischen Brunnen soll umgenutzt werden. In 20 Eigentumswohnungen. Jetzt regt sich Widerstand. Letzte Woche gingen bei der Gemeinde Brunnen Einsprachen gegen den geplanten Gebäudekomplex ein. Ausserdem soll der Heimatschutz den Abbruch des Traditionshauses prüfen. In der Tat ist das Hotel Bellevue au Lac schützenswert. Bis 1992 gehörte das Haus nämlich zum Kantonalen Inventar geschützter und schützenswerter Bauten. Da es sich nach statischen Abklärungen jedoch zu stark Richtung See neigte, fiel das Gebäude aus dieser Liste. Mit anderen Worten, eine Umnutzung war wieder möglich. Diese Abklärungen werden nun angezweifelt. Ein Anwohner fordert ein weiteres statisches Gutachten. Ob das Bellevue au Lac aus Brunnen verschwindet, ist deshalb noch nicht klar. aa

Das Valbella-Gebäude in Davos soll zu einer Privatklinik umgebaut werden. Für eine reiche Kundschaft aus aller Welt. Wird das Baugesuch genehmigt, kann die heutige Höhenklinik Valbella zügig umgebaut werden. Entstehen sollen 15 Arztpraxen, zwei Operationssäle und 60 Patientenzimmer mit Vier- oder Fünfsternekomfort. Kostenpunkt: 15 Millionen Franken. Von der erwähnten Baugenehmigung hängt jedoch alles ab. Die derzeitige Besitzerin der Höhenklinik, die Bundesrepublik Deutschland, veräussert das Gebäude nur, wenn das jetzt aufliegende Baugesuch bewilligt wird. Die Suisse Promotion Immobilien AG, die als Käuferin schon jetzt feststeht, kann also nur ins Klinikbusiness einsteigen, wenn die Davoser Baubehörde grünes Licht gibt. Wenn keine Einsprachen eingereicht werden, sollte das Projekt aber nicht scheitern. aa

Umdenken durch Selbsterfahrung Wie kommt man eigentlich dazu, derart ökologisch zu arbeiten? Der St. Galler Roland Eberlé-Schatzmann unterrichtete Wirtschaft, seine österreichische Frau Ulrike Gymnastik. Ein Gesundheitsproblem hat sie auf eine gesündere Kost sensibilisiert. Auf der Suche nach Linderung haben die beiden zu einer gesunden Lebensart gefunden. Gesund heisst jedoch nicht eigenbrödlerisch. Eine der Herausforderungen war, die wirtschaftlichen Punkte ins naturnahe Projekt zu integrieren. «Dass ich Wirtschaft dozierte, hat mir sehr geholfen, sowohl was die Renovierung und das Funktionieren des Hotels betrifft als auch bei meinen Beziehungen zu den Behörden und den Banken. Und dazumal war es einfach, Kredite zu erhalten», erinnert sich Roland Eberlé-Schatzmann.

Im Retrolook und Zen-Ambiente

Engadin: Schön und ganz schön schnell.

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serdem sportlich betätigen, wellnessen oder meditieren. Alles in topmodernem Zen-Ambiente und im Retrolook. Ein Garten mit aromatischen und medizinischen Kräutern, eine biosolare Badeanlage, eine Naturwiese und eine Hühnerzucht runden das Angebot ab. Hier herrscht wirklich ein Gefühl des völligen Wohlseins.

Fortschritte dank Oe-Plus, Marketing über Bio-Hotels

Verein Oe-Plus Oe-Plus ist ein Verein, der sich für Ökologie und Ökonomie einsetzt. Ziele sind eine nachhaltige Produktion, die Konzentration auf regionale Produkte und eine möglichst hohe Wertschöpfung in den einzelnen Regionen. Mit einem auf Steinböcken (1–5) basierenden Zertifizierungssystem will Oe-Plus seine Philosophie in die Wirtschaft einbringen. Unternehmen, unter anderem Hotels, können sich zertifizieren lassen. Sechs Häuser haben bisher die höchste Stufe erreicht. www.oe-plus.ch

Letzte Woche stellte Kreuzlingen Tourismus das Hotelreservationssystem Dirs 21 vor. Das Interesse der Kreuzlinger Hoteliers war nur mässig. Ganze vier Gastgeber liessen sich genauer instruieren. Im benachbarten Konstanz hingegen wird bereits fleissig mit Dirs 21 gearbeitet. Wie es weitergeht, ist noch unklar. Entweder entsteht eine Zusammenarbeit mit der Konstanz Tourist Information, oder die Kreuzlinger Hotels planen einen Alleingang. Eine dritte Variante wäre das Hotelsreservationssystem auf der Homepage der Stadt Kreuzlingen aufzuschalten.

Choice Hotels

Schweizer Häuser im Vorwärtsgang Die Schweizer Vertreter der Choice Hotels haben im ersten Halbjahr 2006 zugelegt. Das Comfort Inn Royal in Zürich (Foto) konnte beispielsweise den Nettoumsatz ge-

genüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 30,6 Prozent steigern. Zu den Choice Hotels Europe gehören über 500 Hotels in 14 Ländern. Der europäische Ableger gehört zur weltweit operierenden Hotelgruppe Choice Hotels (5000 Häuser in 40 Ländern).

Hotel Maloja Palace, Stampa

Bald ein Suitenhotel? Das Maloja Palace in Stampa soll laut der Südostschweiz ein Suitenhotel werden. Das 1884 eröffnete Haus wurde im Frühling vom Italiener Amedeo Clavarino für rund 14 Millionen Franken gekauft. Der neue Besitzer plant nun ein Betrieb mit 100 Suiten. Diese sollen über einen gehobenen Standard verfügen und für mehrere Jahre an Langzeitgäste vermietet werden. Der Betrieb eines klassischen Hotels komme wegen der hohen Investitionskosten nicht in Frage, meint der in London lebende Clavarino. Bevor jedoch mit dem Umbau begonnen werden kann, müssen einige Abklärungen getroffen werden. Sowohl das Hotel wie auch der umliegende Park sind nämlich in vielerlei Hinsicht schützenswert.


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■ Tourismus

GastroJournal

Donnerstag, 27. 7. 2006 ■ Nr. 30

Gut kalkuliertes Paradies

FLASH Rhätische Bahn

Immer weniger Geld vom Bund

Schweizer machen nicht nur in der Schweiz Tourismus, sondern auch im Ausland. Ein Blick nach Umbrien.

Der Bund will auch im kommenden Jahr weiter sparen. Die entsprechenden Pläne hierzu betreffen unter anderem den öffentlichen Regionalverkehr, wo zusätzliche 30 Millionen eingespart werden sollen. Insgesamt müsste der Regionalverkehr 2007 auf 40 Millionen Franken verzichten. Die beträfe auch die Rhäthischen Bahn (RhB), die auf etwa 2,6 Millionen Franken verzichten müsste. Eine Folge könnte sein, dass die RhB wieder in die roten Zahlen fährt. Auch könnte passieren, dass das Angebot der Bahn massiv abgebaut wird – zu Lasten des gesamten Tourismus nota bene.

MATTHIAS NOLD

Finanzierung auf sicherem Weg «Aufgrund der Kosten war schnell klar, dass La Gioia ein Hotel wird.» Von Beginn an habe fest gestanden, dass ihr Projekt touristisch sein müsse, um sich selber zu tragen und ihnen ein Leben in Umbrien zu ermöglichen. Die Finanzierung des aufwändigen Umbaus kam privat zustande, mittels eines zu verzinsenden und bis 2020 zurückzuzahlenden Kredites. Der Wert der Liegenschaft liegt über jenem des Kredites inklusive Zinsen; sollte der schlimmste Fall eintreten, bleiben zumindest keine Schulden zurück.

Ausrichtug auf Individualtouristen Damit der Traum Realität bleiben kann, haben sich Aernis fünf Jahre Zeit gegeben, eine realistische Basis zu erreichen. Realistisch heisst bei einem Zimmerpreis von 150 Franken

Igludorf, St. Moritz

Einsprache gegen Igludorf

FOTOS: M. NOLD/ZVG

Der Schritt vom La Gioia bei Castel Ritaldi ins Paradies dürfte ein kleiner sein. Das 11-Zimmer-Hotel auf 4-Sterne-Niveau liegt eingebettet in die wundervolle Landschaft Umbriens. Die nächsten Nachbarn sind Kilometer entfernt, es herrscht eine Ruhe, wie sie sonst fast nirgends mehr zu finden ist: Wellness der besonderen Art. «Fünf Jahre haben wir nach einem solchen Ort gesucht», erzählen Marianne und Daniel Aerni-Kühne, Inhaber und Gastgeber im La Gioia. 25 Objekte haben sie sich angesehen, in der Toscana, der Provence und im Languedoc. Sieben Häuser haben sie genauer unter die Lupe genommen, Projekte und Umbauten «zum Teil geplant und sogar fast gekauft, um dann doch abzusagen». «Wir waren nicht bereit, Kompromisse zu machen, wenn wir schon alles in der Schweiz aufgeben, sollte es kein ‹ja, aber› sein», erläutert Daniel Aerni die Haltung des Ehepaares. Als sie den Blick dann nach Umbrien ausweiteten, ging es keine Woche bis sie das passende Objekt gefunden hatten: eine 300jährige Öl- und Kornmühle.

Paradiesisch ruhig liegt das La Gioia inmitten der umbrischen Landschaft: Ein touristisches Kleinod. pro Person und Nacht eine Auslastung zwischen 60 und 65 Prozent während der Saison, die von März bis November dauert. Derzeit, im vierten Betriebsjahr, liegt die Auslastung bei durchschnittlich 53 Prozent, mit steigender Tendenz. Aernis setzen auf gesundes und langsames Wachstum, buchbar sind die Zimmer ausschliesslich direkt via Internet oder Telefon: «Würden wir mit einem oder mehreren Tour Operators zusammenarbeiten, wäre der Betrieb zwar ständig voll, aber mit dem Konzept und der Ruhe wäre es dann aus.» Der Betrieb ist konsequent auf Individualreisende ausgerichtet, welche Ruhe und Entspannung suchen. Die Gästestruktur setzt sich hauptsächlich aus Paaren im Alter zwischen 30 und 80 Jahren zusammen, dazu kommen einige wenige Familien mit Kindern. 98 Prozent der Gäste stammen aus dem Ausland, vor allem

aus der Schweiz, aus Deutschland, den Benelux-Ländern, aus Frankreich und teilweise aus Grossbritannien: «Das hat stark auch mit den Führern zu tun, in denen wir stehen», erläutert Daniel Aerni. Ein Seminarraum erweitert das Angebot und bietet beispielsweise Firmen die Möglichkeit, Klausuren in echter Abgescheidenheit durchzuführen.

Touristisch gesehen profitiert die ganze Region ein bisschen vom La Gioia: Aernis halten gut dokumentierte Tipps für Ausflüge bis ins etwa 50 Kilometer entfernte Perugia bereit. Statt auf Prospekte, die an der Reception natürlich auch aufliegen, setzen sie stark auf persönliche Beratung der Gäste, bieten die Vermittlung von Mietautos an und stellen Fahrräder für Ausflüge in die Hügel rund ums Hotel zur Verfügung. Für die Organisation von Ausflügen arbeiten sie zu-

Wie die Inhaber des La Gioia in Umbrien den Schweizer Tourismus sehen teliers angeschaut; vielmehr haben wir uns überlegt, wie wir gerne Ferien machen würden und bei dieser Gelegenheit wohnen möchten.»

Grosse Vielfalt in der Schweiz Aernis Sicht des Schweizer Tourismus ist allerdings eine spezielle und eine wichtige: «Besonders schön ist die Vielfalt des Gastgewerbes im Land», sagt Daniel Aerni. Die Restaurants seien allgemein sehr gut, vor allem aber die Landbeizen. Aerni lobt die Schweizer Gastronomie, «in Italien kann man fast nur italienisch essen», und das werde irgendwann langweilig. In Umbrien sei die Qualität der Restaurants meistens

Was der Gast im La Gioia ausgibt Eine Übernachtung im La Gioia kostet während der Hauptsaison 150 Franken pro Person und Nacht. 97% der Gäste buchen Halbpension, der Aufschlag hierfür macht 55 Franken. Ein Cappucino kostet 3,50 Franken, ein Espresso 2,80, ein Bier (33-cl-Flasche) 5,50 und eine Flasche Mineralwasser (0,75 dl) 4,80.

Marianne und Daniel Aerni-Kühne.

dem mit einer regionalen Tourismusorganisation zusammen. Die Akzeptanz im nahegelegenen Dorf Castel Ritaldi ist übrigens gross. Das dürfte auch damit zusammenhängen, das Aernis ausschliesslich Einheimische im Betrieb beschäftigen und so immerhin sechs touristische Arbeitsplätze geschaffen haben.

Region profitiert

Grosse Vielfalt in der Schweiz Die beiden Quereinsteiger Marianne und Daniel Aerni-Kühne bringen Tourismus unter anderem aus der Schweiz nach Umbrien. Ein Blick zurück in die Schweiz. «Den Tourismus in der Schweiz selber kennen wir wenig, wir gehen dort ja nicht ins Hotel», sagen Marianne und Daniel Aerni-Kühne, angesprochen auf ihre Sicht des Schweizer Tourismus: «Wenn wir in die Schweiz kommen, gibts als erstes Sushi bei Globus und Bratwurst im Vorderen Sternen in Zürich.» Sie seien ja in Wirklichkeit auch keine Hoteliers, hätten keine Hotelfachschule gemacht. «Auch unsere Zimmer haben wir nicht mit den Augen von Ho-

Die Stiftung Landschaftsschutz (SL) hat gegen das geplante Igludorf (Foto: Igludorf in Scuol) in St. Moritz Einspruch erhoben. Die SL ist der Meinung, die 13 Iglus würden zusätzlichen Rummel und Lärm verursachen. Ausserdem würde das Projekt Tür und Tor für allerlei an-

«recht, aber richtig gut isst man eher selten».

Preispolitik etwas undurchsichtig Positiv sei in der Schweiz auch, dass die Freundlichkeit stark gebessert habe. «Was ich allerdings weniger schätze, ist, dass viele der Servicemitarbeitenden kein Deutsch können», sagt Daniel Aerni. «Es stört mich nicht, wenn Ausländer mein Essen servieren», betont er, «aber ich möchte gerne verstanden werden, wenn ich etwas frage.» Ausserdem sei man, wenn man aus dem Ausland komme, «doch etwas erstaunt über die hohen Preise in der Gastronomie»; blicke man hinter die Kulissen, seien die meisten Preise jedoch verständlich. «Ich frage mich allerdings, ob ein Kaffee in der Stadt tatsächlich 4,60 Franken kosten muss oder ein Dezilitier mittelmässiger offener Wein über 10 Franken.» Im La Gioia selbst gibt es nur wenige offene Weine, eine Flasche kann jedoch über mehrere Abende hinweg getrunken werden. Die günstigste Flasche kostet 28 Franken, «das obere Drittel der Weine beginnt bei 66 Franken». Aerni rechnet seine Weine mit dem Faktor 2, im oberen Segment mit dem Faktor 1,8. Fürs Menü am Abend gilt ein fixer Preis von 55 Franken für vier Gänge. mn

dere bauliche Aktivitäten öffnen. Das Igludorf sollte in der Nähe des Alpgebäudes Alp Giop gebaut werden und jährlich rund sechs Monate dort stehen.

Leukerbad Tourismus

Achtung,die Schafe kommen Am Sonntag findet auf dem Gemmipass zum 49. Mal das traditionelle Schäferfest statt. Der Anlass zieht jeweils tausende von Schaulustigen Blick in eines der Hotelzimmer.

Tipps aus dem La Gioia Konzept Marianne und Daniel Aerni-Kühne sind touristische Quereinsteiger. Sie hatte in der Schweiz ein Geschäft für Inneneinrichtung, er ein Rahmenatelier. Ihr Konzept ist jedoch sehr klar und scheint auch aufzugehen. Ihre in Tipps zusammgefassten Erfahrungen dürften auch eingefleischten Fachleuten einige interessante Hinweise bieten: • Immer zuerst inhaltlich denken, erst dann formal. Sich beispielsweise noch vor Beginn des eigentlichen Projektes überlegen, wer die Gäste sein sollen und wozu man fähig ist. • Sich überlegen, wie man es selber gerne hätte in den Ferien. «Man kann es nicht allen recht machen», betont Aerni. Für das La Gioia bedeutet dies: «Keine Bade-, Schickimicki-, Disco- und Jet-Set-Touristen.» • «Es ist egal, wo man etwas macht, man sollte soweit wie möglich versuchen, dem Standort etwas zu bringen und dem Ort nicht etwas wegzunehmen.» Man müsse Respekt zeigen vor der Andersartigkeit des Ortes, das gelte selbst im eigenen Land. Denn Zürich sei anders als das Engadin und dieses wieder anders als das Berner OberInfos: www.lagioia.biz land.

in die Region Leukerbad und beschert auch der Gastronomie Mehrumsätze. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird das Fest auf den 6. August verschoben. www.leukerbad.ch

Basel Tourismus

Besucherrekord im ersten Halbjahr Basel Tourismus meldet einen Rekord: Im ersten Halbjahr 2006 konnte die Rheinstadt eine Logiernächtezahl von 443 598 Einheiten ausweisen. Das gabs noch nie. Auf jeden Fall in den letzten 50 Jahren, in denen Erhebungen durchgeführt wurden. Gründe für diese erfreuliche Zahl sind die Präsenz von Easyjet auf dem Euroairport und das Marketing von Basel Tourismus.


Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Jeudi, 27. 7. 2006 No 30

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE

«Pas de concurrence mais une émulation»

Un orage dévastateur a fait déborder un torrent près du barrage de la Grande Dixence samedi soir. Les eaux ont charrié un amas de matériel sur la route entre Pralong (photo) et l’ouvrage valaisan, endommageant un tronçon de 800 à 1000 mètres. Une centaine de personnes a trouvé à se loger au Ritz, l’hôtel du barrage, avant de pouvoir quitter les lieux dimanche matin, en traversant à pied les amas de terre qui obstruent la route, avant d'être conduites dans la vallée en bus. Parmi ces personnes se trouvaient des automobilistes et une cinquantaine de motards. Tous ont dû laisser leur véhicule au barrage, où l’hôtelier a installé une tente pour mettre à l’abri les motos. Après avoir survolé les lieux dimanche matin, le géologue cantonal a confirmé que c’est bien un orage très violent qui est à l’origine du débordement du torrent. Un amas de matériel a obstrué la route entre Pralong et le barrage sur une longueur de 800 à 1000 mètres et sur une hauteur de deux mètres. La chaussée a été emportée en plusieurs endroits. Les travaux de déblaiement ont commencé dimanche et devraient se poursuivre pendant au minimum dix jours avant que la route ne puisse être rouverte. Ce même week-end, près de Grindelwald, 57 promeneurs ont dû être rapatriés par hélicoptère de la cabane de Gleckstein (2317 mètres d’altitude), après que le chemin d’accès a été dévasté par une coulée. Plus de 200 porcs ont par ailleurs péri samedi dans l’incendie d’une ferme dû à une surchauffe de foin à Ichertswil (SO).

Tout en bas, à huit kilomètres du village des Bois (JU), au bord du Doubs, le hameau de Biaufond compte un restaurant. Depuis 1957 seulement, à la suite d’un Foyer du Soldat né avec la Seconde guerre. Promis à un bel avenir, au prix d'une longue lutte dans la quête du permis d'agrandir.

PHOTOS: M.-TH. PAGE PINTO

Tout près du Doubs, l’Hôtel-Restaurant La Rasse date de 1733. En 2000, il a été racheté par le Thurgovien Kurt Hungerbühler. Après des débuts laborieux, l’Helvète s’est acquis une clientèle en France, partiellement la même que celle qui fréquente les restaurants en Suisse.

Bloqués par les intempéries

Le 14 juillet: Kurt Hungerbühler et l’un de ses chiens. «GastroJournal je connais!», s’exclame Kurt Hungerbühler. Le patron de La Rasse, un hôtel-restaurant de catégorie IV, à vingt mètres de la frontière, avait souhaité avoir une collaboratrice venant de Suisse et mis une annonce dans GastroJournal. «J’en ai trouvé une. Elle n’est restée que deux semaines. La Rasse est un coin perdu...» L’hôtelier-restaurateur a pu ouvrir son établissement au terme de six mois de démarches administratives «à condition de créer des emplois». Il occupe des Françaises, cinq à huit à la belle saison: une cuisinière agricultrice de formation, une serveuse professionnelle et une apprentie ainsi que des extras étudiantes. La proximité de la Suisse rend-elle le recrutement plus difficile? «Les Françaises préfèrent travailler en France. A condition de gagner plus qu’ailleurs dans le département du Doubs. Le grand problème, ce sont les charges sociales, encore plus élevées qu’en Suisse.» Ouverte toute l’année, La Rasse accueille des touristes d’un jour et des randonneurs du GR5 faisant étape entre Goumois et Villers-le-Lac (surtout des Hollandais, des Belges et des Français). «Les randonneurs sont les plus intéressants», commente dans la

Au-delà de la frontière Dans le cadre d’une série estivale, GastroJournal s’intéresse à des établissements voisins mais situés de part et d’autre de la frontière suisse. Troisième épisode au bord du Doubs côté français et jurassien. Un reportage de Marie-Thérèse Page Pinto

langue de Goethe, le Thurgovien aujourd’hui âgé de 53 ans. «C’est une clientèle variée, du clochard au professeur et à l’industriel.» L’industrie, il connaît, ce boucher de formation spécialisé dans les achats de nourriture pour l’hôtellerie qui travailla vingt-cinq ans dans le monde entier avant de diriger la construction d’une fabrique de viande en Roumanie.

Le «niet» de Neuchâtel En France, il n’eut aucune peine à obtenir l’autorisation d’y rouvrir cet hôtel-restaurant longtemps fermé et qui n’avait donc plus aucune clientèle. «Il a suffi de dire que j’avais pratiqué un métier de bouche.» La concurrence? «Il n’y en a pas. Seulement des échanges et tout le monde en profite. Il y a de l’émulation. C’est bien pour s’améliorer.» Les prix sont ceux du pays (10 euros la truite au bleu). Salade et légumes sont cultivés dans le jardin ou achetés à La Chaux-deFonds, au marché du samedi. Bémol: la collaboration touristique ne passe pas le Doubs: «Je suis allé voir le directeur de Tourisme neuchâtelois pour lui demander un lien sur son site internet. Il a refusé. Et dire qu’il existe un projet de parc transfrontalier!...» mtpp www.larasse.com

Le 14 juillet :Toshinobu Nakamura et Francine Nakamura-Voisard. A 63 ans, Toshinobu Nakamura, père de cinq enfants, époux et associé de Francine née Voisard, est en passe de concrétiser un projet ambitieux: agrandir le Restaurant de Biaufond. Après une longue attente, les oppositions de l’Association du patrimoine du Jura ont finalement été levées. Ce Japonais fils de négociant, diplômé en économie politique d’une Université de Tokyo est «prisonnier de Biaufond!», depuis 1979. Après avoir roulé sa bosse dans les cuisines de grands hôtels européens, il rencontre Francine Voisard, la fille des aubergistes qui ont construit le restaurant de Biaufond. CFC d’assistante d’hôtel en poche, elle était stagiaire au Royal Savoy de Lausanne. A 21 ans, son père décéda et la voici patronne. Fini alors le jambon-roestis. Les Nakamura assoient la réputation du restaurant avec une carte étoffée: diverses sortes de truites, du brochet, de la carpe… Aujourd’hui l’établissement ouvert de mi-février à mi-décembre occupe, patrons compris, quatre personnes durant la belle saison, sans compter des extras, un Portugais, des Suisses et des Françaises. L’établissement – soixante places à l’intérieur et jusqu’à 180 à l’extérieur – accueille les randonneurs du GR5, des

Les conditions cadres en France En France les conditions cadres sont les suivantes (les indications sont des valeurs moyennes en CHF): • Taux réduit de la TVA pour l’hôtellerie (environ 28% du taux normal) et pour les ventes à l’emporter. • Pas de taux réduit de la TVA pour les restaurants. • Convention collective nationale de travail;

semaine de 39 heures; 2316 francs de salaire minimal dans l’hôtellerierestauration. • Un Big-Mac coûte environ 4.95 francs; 3dl de bière pression 4.10; une tablette de chocolat de marque 1.55; un cornet de chips 2.70 francs. pg Sources: EU, Fédérations nationales, ACNielsen, Economist, Focus; sans garantie

vacanciers, français et hollandais..., dont une partie non négligeable revient année après année. Les prix en francs (24.50 la truite au bleu) ne sont-ils pas dissuasifs? «Depuis l’introduction de l’euro, nous n’avons plus entendu dire que c’était cher, constate la Jurassienne. Les touristes savent que le coût de la vie n’est pas le même qu’en France.» Et la concurrence, dans ce coin de paradis riche de trois établissements (Biaufond et Maison-Monsieur côté suisse, La Rasse en France)? «Il n’y a pas de concurrence. Chacun a son travail. Si le restaurant est complet ou si les clients cherchent à se loger, nous les envoyons chez nos collègues. Et vice-versa.»

Gastronomie japonaise Toshinobu Nakamura: «Mon travail ce n’est pas seulement gagner de l’argent mais faire plaisir. Avec des produits frais et de saison, des salades de mon jardin.» L’agrandissement consistera à quadrupler la superficie de la cuisine, rénover les toilettes, construire cinq chambres dont une pour handicapés, un fitness avec jacuzzi, une salle de séminaires et une salle à manger. «Nous procéderons par étapes», précisent les patrons en montrant les plans. La transformation devrait attirer une partie des golfeurs des Bois. Le concept culinaire sera aussi enrichi: Toshinobu Nakamura concoctera, sur réservation, de la gastronomie japonaise. Pas des sushis mais de la vraie cuisine de là-bas. Celle qu’il sert de temps à autre à quelques prévilégiés. Parmi eux, Georges Wenger et ses invités. Pour régaler le cuisinier du Noirmont, quatorze plats, et autant d’assiettes. mtpp www.biaufond.ch

Genève: mesurer «l’effet Beyrouth» Les bombardements sur Beyrouth rempliront-ils les hôtels genevois? Peut-être dans certaines catégories et, dans une moindre mesure semble-t-il, dans les cinq étoiles. Selon «La Tribune de Genève», qui a enquêté auprès de grands hôtels de la place, les cinq étoiles pourraient gagner quelque 5 à 7% de touristes. Le réel enjeu de l’été touristique genevois reste le mois d’août avec les Fêtes de Genève qui rivalisent avec le Festival de Baalbek au Liban. Mais comme la clientèle du MoyenOrient réserve généralement en dernière minute, il est difficile d’établir des prévisions.

Jura: pour prévenir les incendies Les autorités jurassiennes demandent à la population de renoncer aux feux en forêt et à proximité des lisières en raison de la sécheresse. Le risque d’incendie ne diminuera qu’après une période de pluies continues. Le temps très sec des dernières semaines a créé des «conditions propices aux incendies de forêts», a averti mardi l’Office cantonal des forêts. Le sol forestier est recouvert de feuilles, d’aiguilles et de branchages qui peuvent prendre feu rapidement. «Un simple mégot peut causer une catastrophe.» Pour le moment, il ne s’agit que d’un appel à la prudence. Mais si les pluies attendues en fin de semaine devaient être faibles, le canton du Jura décrèterait alors une interdiction formelle des feux en forêt ainsi que l’interdiction des engins pyrotechniques le 1er août. D’autres cantons ont déjà franchi le pas. Les Grisons, le Valais et Vaud interdisent les feux de plein air tant qu’il n’aura pas plu plusieurs jours d’affilée. La menace plane également sur les feux du 1er août dans plusieurs régions si les pluies annoncées pour ce vendredi devaient finalement se révéler insuffisantes.

Valais: Crans-Ambassadeur failli L’avenir de l’hôtel Crans-Ambassador est désormais entre les mains de l’Office des faillites. Le cinq étoiles devrait par conséquent rester encore fermé de longs mois. La faillite de la société immobilière du Crans-Ambassador a été prononcée le 14 juillet. Selon l’édition du 18 juillet du «Nouvelliste», l’UBS, principal créancier à hauteur de près de dix millions de francs, ainsi que la société des copriétaires, dont l’un est encore en prison, prévenu de blanchiment d’argent.

Tessin: vitesse limitée sur l’A2 Dans le sud du Tessin, les taux d’ozone ont dépassé samedi dernier pendant plus de trois heures consécutives les 240 microgrammes par mètre cube (µg/m3), avec un pic record à Chiasso, où un taux record de 331 µg/m3, alors que la valeur limite autorisée est de 120 µg/m3 seulement, a expliqué le directeur tessinois de l’environnement Marco Borradori. La limitation de vitesse prévue par le plan d’urgence est entrée en vigueur dès 08h00 dimanche sur le tronçon long de 25 kilomètres de l’autoroute A2 entre Mélide (photo) et Chiasso. La limitation a été prévue jusqu’au milieu de cette semaine. A partir de là, des orages et des températures moins caniculaires devraient faire baisser les taux d’ozone.


■ Restauration

Jeudi, 27. 7. 2006 ■ No 30

GastroJournal

Qui va quand au restaurant?

EDITORIAL

Peaufiner son image de marque

Les habitudes des consommateurs changent. Il est d’autant plus important de s’adapter pour les garder ou en gagner. Les conseils d’Alain Brunier, directeur de l’Ecole hôtelière spécialisée de Genève.

Quantitativement, le repas du soir gagne Selon une enquête de Louis Harris, le repas du soir, avec 45% des clients, prime sur le repas de midi (28%). «On se rend au restaurant surtout en famille (77%) ou avec des amis (53%). Seuls 5% des Suisses mangent seuls», précise Alain Brunier. Cela malgré l’augmentation du nombre des personnes vivant seules. Journées continues, horaires à la carte, travail des femmes accentuent le phénomène du repas de midi pris à l’extérieur. Mais la réduction des horaires de travail a moins profité à la pause de midi qu’à la soirée ou aux

N. MICHEL

NICOLAS MICHEL «Après l’hôtellerie qui a subi une transformation profonde à laquelle la Suisse n’a pas échappé, la restauration a également vécu des changements profonds. Ceux qui parviennent à s’y adapter ont une chance de survie. Il est donc important de connaître l’évolution des habitudes de consommation», a expliqué Alain Brunier, directeur de l’Ecole hôtelière spécialisée de Genève (EHG), aux cafetiers romands qui venaient toucher leur diplôme G2 à Guin (FR). Et de détailler ces changements: «En raison des modifications qui ont touché le monde du travail, ses horaires et les distances croissantes entre le domicile et le lieu où on exerce son métier, les Suisses mangent de plus en plus hors de leur foyer. Cette progression profite surtout à la restauration professionnelle classique (+85% en vingt ans), aux restaurants d’entreprise (+55%) et aux formules dites rapides (+116%). Les autres catégories stagnent, à l’exception des cantines scolaires qui connaissent une réelle désaffection puisque leur part a passé de 19 à 15,5 pour cent.»

A gauche, de l’autre côté du Doubs, Kurt Hungerbühler, un Suisse de l’étranger qui a choisi de rester hors des frontières, sur France. A quelques encablures, à la limite du Jura, du Jura bernois, de Neuchâtel et du département du Doubs, Francine Nakamura-Voisard, une Franc-Montagnarde, et Toshinobu Nakamura, un Japonais qui lui aussi a choisi, il y a longtemps, de vivre expatrié. De part et d’autre de la frontière (page 11), l’hôtelierrestaurateur et le couple de restaurateurs entretiennent des relations de voisinage qualifiées non pas de «concurrence» mais de «saine émulation». Chacun, grâce aussi à internet, s’applique à peaufiner son image de marque. L’image de marque préoccupe aussi Energie Ouest Suisse. Pour l’améliorer, la société joue la carte du tourisme hydroélectrique (page 15). Quant au Club alpin suisse (CAS), il a baptisé 2006 l’année des cabanes. Pour mieux faire connaître ses refuges, au passage y proposer de la cuisine parfois exotique, il organise toutes sortes de manifestations. Surtout outre-Sarine. Les sections romandes du CAS n’ont, peut-être, pas autant besoin d’améliorer leur image de marque. Alain Brunier, directeur de l’Ecole hôtelière de Genève (ci-contre) parle de l’évolution des habitudes de consommation et de l’importance du rapport qualité-prix. Marie-Thérèse Page Pinto

Alain Brunier, directeur de l’Ecole hôtelière spécialisée de Genève, explique l’évolution des habitudes de consommation. type ou de la spécialité du restaurant. Un premier seuil se situe à 20 francs, c’est ce qu’on peut appeler le segment économique. De 20 à 40 francs, on peut parler du segment intermédiaire; de 40 à 80 francs de segment cher et à plus de 80 francs de segment luxe. Ces seuils psychologiques sont manifestes à midi. Le soir, le client se laisse plus volontiers aller, car le repas au restaurant n’est alors pas une nécessité mais plutôt une évasion.» En clair, à midi, «les gens en veulent pour leur argent et désirent manger dans un laps de temps donné qui n’excède que rarement une heure, alors que le soir ils sont moins pressés.»

fins de semaine. Une habitude qui touche toutes les couches de la population en même temps que se répand la notion de restaurant «loisir».

Les segments de prix Alain Brunier met en évidence comme premier critère de choix le prix: «Le choix du restaurant ne tient plus à l’abondance de l’assiette, à l’originalité du décor mais au prix. La démarche des clients est désormais très calculée. Ils recherchent le meilleur rapport qualité/prix.» Le directeur de l’EHG poursuit: «On peut mettre en évidence divers seuils de prix auxquels les clients se tiennent et cela ne dépend pas du

Arte Vitis vedette de Paléo Après une présence au Montreux Jazz, les douzes domaines étaient à Paléo Arte Vitis draine les festivals vaudois pour faire connaître avec succès ses douze domaines novateurs et ses vins de la région. «Lieu de détente avant tout, le stand d’Arte Vitis attire des festivaliers hétéroclites et curieux à la recherche d’expériences nouvelles et cherchant à passer un moment convivial tout en découvrant des vins vaudois novateurs», explique Blaise Duboux,

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président d’Arte Vitis, lors de l’inauguration de ce stand de grande classe au Paléo Festival de Nyon.

notamment les mousseux et les liquoreux». Pour les membres de cette association née en 2002, cette présence à Nyon est totalement justifiée après le succès rencontré l’année dernière. Cette réussite l’a incité à être présente au Montreux Jazz Festival. Son stand sera installé au Montreux Palace et ouvert au public. fdf

Plus de 150 crus «L’atout d’Arte Vitis, poursuit Blaise Duboux, c’est une carte des vins unique. Plus de 150 crus représentant toutes les régions vaudoises, plus de 30 cépages différents et de nombreux types de vinification dont

SP

Ils sont novateurs

Les douze vignerons représentant les domaines novateurs d’Arte Vitis.

Les douzes domaines vaudois formant Arte Vitis: • Domaines Louis Bovard, Cully • Henri & Vincent Chollet, AranVillette • Domaine La Colombe, Raymond et Violaine Paccot, Féchy • Caves Cidis, Tolochenaz • Henri Cruchon, 1112 Echichens • Domaine Blaise Duboux, Epesses • Christian Dugon, Bofflens • Pierre-Luc Leyvraz, Chexbres • Domaine de Marcelin, Morges • Pierre Monachon, Rivaz • Jean-François Neyroud-Fonjallaz, Chardonne • Domaine de la Pierre Latine, Yvorne. info:www.arte-vitis.com

Un repas sain et équilibré, voilà ce que veut le consommateur. Dans un cadre agréable que les volutes de fumée n’envahissent pas. Et pour réussir, le restaurateur n’a d’autre alternative que d’offrir la meilleure prestation au meilleur prix: «Si les clients ressentent davantage le besoin de sortir, ils n’ont pas forcément un budget extensible», commente Alain Brunier. Enfin, outre les agréments d’un bon repas, «les clients aiment aussi changer de lieu, de décor et d’ambiance. Les restaurateurs qui auront réussi à mettre tous ces éléments sous un même toit parviendront à attirer et à fidéliser la clientèle.»

Vins Suisses Les crus pour le Guide Découverte d’une grande diversité et du très haut niveau de qualité des vins helvétiques pour le Guide des vins suisses (GVS) à paraître en novembre prochain. Le Concours national de vins suisses organisé par Swiss Wine Promotion (SWP) a permis de révéler les 927 crus, parmi les 3000 dégustés par un jury de professionnels, qui figureront dans la deuxième édition du GVS. Afin d’assurer une grande représentativité du vignoble et des cépages helvétiques, ces vins ont été sélectionnés à l’issue de six sélections régionales réalisées dans les cantons de Vaud, Valais, Genève, Neuchâtel, lac de Bienne, Vully ainsi que la Suisse alémanique et le Tessin. Le jury est unanime pour qualifier les deux millésimes présentés (2004 pour les rouges et 2005 pour les blancs) d’exceptionnels. Les blancs sont friands et démontrent une belle structure résultant d’un équilibre alcool/acidité optimal. Quant aux rouges, malgré une année climatique difficile, ils sont ouverts et expriment bien l’élégance et la typicité des cépages. Président de SWP, Robert Crüll rappelle que des 3000 vins dégustés à Sierre, seuls 100 recevront prochainement une médaille d’or. fdf

A LA CARTE Vins suisses

Du vin au goût de copeaux de bois

Suivant l’exemple de l’Union européenne qui s’est alignée sur les Etats-Unis, la Confédération pourrait aussi autoriser l’adjonction de copeaux de bois dans le vin. Ce procédé n’est pas pour plaire aux professionnels du vin qui estiment que cette façon «industrielle» d’aromatiser le vin le dénature. Il y a aussi un risque de dérive inquiétant: l’accord passé fin 2005 entre l’UE et les Etat-Unis qui tolère l’ajout d'eau dans le vin jusqu’à 7%. L’Office fédéral de la santé publique (OFSP) qui révise actuellement l’ordonnance sur les boissons alcoolisées pourrait aussi aller dans ce sens.

A St-Maurice

Les vingt ans de Lafarge avec Viglino

Le Restaurant Lafarge a, en 2006, 20 ans et le couple de restaurateurs a concocté des animations durant toute l’année. Pour le mois d’août, Sandrine Viglino présentera «C’est ma tournée!», un splendide et hilarant spectacle à ne pas rater le 26 août. Tout le programme de l’année est sur internet à l’adresse: www.lafarge.ch


■ Hôtellerie & Tourisme

Jeudi, 27. 7. 2006 ■ No 30

GastroJournal

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FLASH

Une vallée mieux valorisée

Menaces d’éboulements

Liste des zones les plus menacées

PHOTOS: M.-TH. PAGE PINTO

L’Office fédéral de l’environnement (OFEV) a actualisé sa liste des zones habitées particulièrement menacées par les effondrements rocheux et glissements de terrain. La fonte du permafrost, sol gelé en permanence, augmente en effet les risques dans les Alpes. Les dangers d’éboulements existent surtout pour les localités au fond des vallées. Parmi elles figure la commune de Zermatt, entourée par trois pans de montagne qui reposent sur du permafrost, a indiqué Adrian Aeschlimann, porte-parole de l’OFEV. La liste établie par l’OFEV mentionne également SaintMoritz, Saas Balen (VS) et Kandersteg (BE). Comme Zermatt, la

Jeudi 20 juillet,jour de l’inauguration de la nouvelle visite du barrage,avec Thierry Hays,nouvel exploitant du Ritz,et Philippe Furrer,responsable de la communication à EOS.

Propriétaire du barrage de la Grande Dixence et de son hôtel-restaurant Le Ritz, EOS (Energie Ouest Suisse) a investi pour rendre le site plus attractif. MARIE-THÉRÈSE PAGE PINTO Bon an mal an, le barrage de la Grande Dixence accueillait 100 000 à 120 000 personnes, dont 12 000 à 15 000 visitaient (gratuitement) l’intérieur de l’ouvrage. Situé au pied du barrage, à 2320 mètres d’altitude, Le Ritz ne parvenait pas à un taux d’occupation acceptable de ses deux cents lits.

Aujourd’hui, Thierry Hays, le nouvel exploitant de cet établissement ouvert du 20 juin au 30 septembre, dispose d’un environnement plus favorable: nouvelle visite (payante) au cœur du plus grand barrage-poids du monde (avec notamment la projection d’un court métrage de Jean-Luc Godard sur la construction) et aussi, de temps à autre, une illumination nocturne du site. Baptisé «Evéne-

ment XXL», le premier spectacle a été donné jeudi dernier pour les invités de EOS. L’investissement total est de l’ordre de 100 000 francs. Il devrait aussi attirer davantage de touristes dans la vallée des Dix, se réjouit Joseph Dayer. Le président de la commune d’Hérémence relève qu’il s’agit maintenant aussi d’avoir d’autres idées pour attirer le visiteur dans la région. Avant de concrétiser ce projet de tourisme hydroélectrique, EOS s’est adressée à la Haute Ecole valaisanne où Nicolas Délétroz, économiste d’entreprise, a constaté que la Gran-

L’année des cabanes Le Club alpin suisse offre des animations insolites

Cuisine russe et vins valaisans au Vélan.

C’est le «plus long festival de l’été», annonce le Club alpin suisse (CAS). «L’année des cabanes CAS» a pour propos de valoriser la diversité et confirmer l’attrait des refuges alpins. Une vaste palette de manifestations est proposée. Surtout en Suisse alémanique. Quel point commun entre cuisine russe et Semaine du Goût, vins valaisans et initiation à l’escalade? La cabane du Vélan et son propriétaire, la section Genève du CAS! En cette année décrétée «Année des cabanes, le CAS et ses sections, avec l’appui de sponsors, organisent toutes sortes de manifestations. Beaucoup sont axées sur les plaisirs de la table. Par ailleurs, une autre publication (également traduite en français, elle contient des recettes de

soupes), est destinée aux membres, après celle parue l’an passé qui était consacrée aux chansons populaires. Envoyée avec un bulletin de versement suggérant de contribuer à l’entretien des cabanes, elle contient des recettes de soupes. En Romandie, l’action cabanes n’a rencontré qu’un faible écho dans les sections. Sauf celle de Genève qui profite de faire découvrir le Vélan et son architecture contemporaine offrant 62 couchettes à 2642 mètres. Elle est sise au-dessus du Grand Saint-Bernard, non loin de la cabane de Valsorey. Au Tessin, la section Ticino propose notamment un concours de construction de cairns sur le chemin de la Capanna Campo Tencia CAS (2140 m). mtpp www.sac.ch

de Dixence «représentait un potentiel touristique unique à exploiter mais souffrait d’un manque de prise de conscience de ses infrastructures.» Responsable de la communication à EOS, Philippe Furrer affirme que la valorisation du barrage a rencontré un très bon écho auprès des communes et de Valais Tourisme. La nouvelle visite a été inaugurée jeudi dernier en présence de Pierre Schaer, directeur de Grande Dixence SA, par sa jeune marraine, Clélia Reuse, la sauteuse de Riddes médaillée d’or et d’argent. www.grande-dixence.ch

Reprise en 05 Aussi pour la Suisse La reprise sur le marché touristique global s’observe aussi en Suisse, constate la Fédération suisse du tourisme (FST). A l’occasion de la publication de son rapport annuel, la FST tire le bilan «d’une année touristique 2005 marquée par le terrorisme, les catastrophes naturelles et la hausse des prix du pétrole, et qui a dépassé toutes les attentes dans le monde entier.» Dans ce contexte, le nombre de nuitées augmente à nouveau en Suisse et les prévisions de chiffre d’affaires sont optimistes. Franz Steinegger, président de la FST, rappelle que 2005 a été «marquée par plusieurs décisions sur lesquelles la fédération a pu exercer une influence dans la défense des intérêts du tourisme.» mtpp www.swisstourfed.ch

commune grisonne est menacée par la disparition du pergélisol. A Saas Balen, le risque est de voir la digue naturelle d’un lac de glacier situé en amont fondre et laisser passer les flots. Kandersteg se situe aussi sous un lac. Dans ce cas, les spécialistes redoutent la chute de pans de roches dans l’eau, ce qui pourrait provoquer un raz-demarée. La situation est la même pour les habitations qui se trouvent en aval du barrage de la Grande Dixence (VS).

Groupe Accor

Progression au 1er semestre Le chiffre d’affaires réalisé par le groupe Accor au premier semestre de cette année a atteint 3690 millions d’euros soit une progression de 8,4% par rapport à la même période de l’année précédente. A périmètre et taux de change constant, la hausse est de 6,0%, indique le groupe français. L’hôtellerie – + 7% – bénéficie d’une solide reprise en Europe du Nord (Allemagne surtout, Benelux, Royaume Uni). Quant au chiffre d’affaires des services – + 25,6%, 16,3% en données comparables –, il enregistre de nouveau une croissance qualifiée d’excellente.

Tunnel du Lötschberg

Les derniers rails sont posés Pratiquement au milieu du tunnel de base du Lötschberg de 34,6 km de long, les constructeurs de voie ferrée ont posé le dernier élément

M O N AV I S

T

out le monde parle de la nouvelle tendance «cheap and chic» dans le domaine du tourisme. Ce qui signifie à peu près avantageux mais pas bon marché, tout en étant quand même correct, propre et de bonne qualité. Que pouvonsnous en retenir concrètement pour la Suisse? Nous ne voulons tout de même pas être «cheap», nous préférons être exclusifs, exceptionnellement bons et haut de gamme. Nous avons le Cervin, le meilleur chocolat, notre Heidi, Guillaume Tell et le meilleur fromage! Il nous faut donc les hôtels qui vont avec, soit les meilleurs et les plus chers, je vous en prie… Mais, un instant s’il vous plaît: cette exigence envers nous-mêmes est-elle vraiment en corrélation avec les attentes de nos hôtes? Le Cervin n’estil pas aussi imposant et attractif si on peut l’admirer depuis une chambre d’hôtel «tendance» à 90 francs? La fondue ou la raclette ne sont-elles pas

Marco Wyss *

Ce qui est bon ne doit pas forcément être cher ! tout aussi savoureuses sur les bancs de bois rustiques d’un bistrot simple et propre? La question est: le ciel nous tomberait-il sur la tête si les hôtes venus du monde entier pouvaient apprécier la belle Suisse pour un peu moins de cash? Je dis «non», au contraire: la tendance «cheap and chic» est une grande chance pour le tourisme suisse justement, et permet de rendre accessible à un public encore plus nombreux notre produit aux multiples facettes. Nous devons évidemment rester

à la pointe dans le segment de luxe et même continuer à nous améliorer sans cesse. Mais à côté de cela, ou plus précisément en complément à cela, il y a suffisamment de place pour des concepts hôteliers et gastronomiques nouveaux et innovants qui surprennent les hôtes, les épatent même, et leur offrent une prestation de bonne qualité en échange d’un prix équitable. Cela nous permet de corriger quelque peu l’image de la Suisse trop onéreuse pour beaucoup d’hôtes et de présenter au monde une «Suisse originale, innovatrice et payable». Nous avons tout à y gagner, car les touristes qui épargneront de l’argent sur le gîte et le couvert en dépenseront davantage pour des montres, du fromage, du chocolat ou une nuit supplémentaire avec vue sur le Cervin. *Marco Wyss, président ASMT, Association suisse des managers en tourisme, directeur de Tourisme Heidiland

manquant au matin du lundi 24 juillet. Après tout juste vingt mois de montage et 57 km de rails posés, l’objectif a été atteint dans les délais, note BLS AlpTransit SA. Le tunnel de base du Lötschberg peut ainsi être emprunté de bout en bout par le chemin de fer. Des tests seront effectués en décembre. Quant à l’ouverture du tunnel, elle aura lieu l’année prochaine.


■ GastroSuisse

Donnerstag/Jeudi, 27. 7. 2006 ■ Nr./No 30

GastroJournal

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Seit 80 Jahren Wissen vermitteln Die Hotel & Gastro Formation in Weggis feiert dieses Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Es sind diverse Anlässe geplant. «Für uns ist es eine grosse Leistung, dass eine Interessengemeinschaft für die Berufslehre Koch, welche aus zwei Arbeitgeberorganisationen und einer Arbeitnehmerorganisation zusammengesetzt ist, schon so lange besteht», sagt Willy Benz, Präsident der Hotel & Gastro Formation. «Seit den Anfängen koordinieren wir im Auftrag unserer Trägerverbände (GastroSuisse, Hotelleriesuisse, Hotel & Gastro Union sowie den Mitgliedverbänden Schweizer Cafetier-Verband und Swiss Catering Association), die Berufsbildungspolitik in unserer Branche. Dabei sind wir Ansprechpartner für Bund und Kantone in allen Fragen der Berufsbildung», erläutert der Präsident. Die Hotel & Gastro Formation sei nebst einer Berufsschule für rund vierhundert angehende Köchinnen und Köche aus Saisonbetrieben, auch Anbieterin von vier eidgenössischen Fachausweissowie drei Diplomausbildungen. «1926 hiess die Hotel & Gastro Formation noch SFG ‹Schweizerische Fachkommission für das Gastgewerbe› und hatte noch keine vollamtliche Geschäftsstelle, diese kam erst 32 Jahre später», erklärt Willy Benz. Im Jahr 1982 wurde anlässlich einer Statutenrevision die Vereinsbezeichnung in «Schweizerische Fachkommission für Berufsbildung im Gastgewerbe (SFG)» geändert. Danach waren auch die Mitgliedverbände AGAB Arbeitsgemeinschaft Gemeinschaftsgastronomie und alkoholfreie Betriebe, Schweizer CafetierVerband und Vereinigung Schweizer Bahnhofwirte (Mitglied bis 1997) dazugestossen. Und 1987 zog die SFG von Zürich nach Weggis ins neue eigene Schulzentrum. Im Jahr 2000 änderte der Namen in Hotel & Gastro Formation. «2005 konnten wir die fünf neuen Grundbildungen gemeinsam mit den Kantonen und Organisa-

ZVG

DANIELA OEGERLI MÜLLER

Die Hotel & Gastro Formation feiert dieses Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Es sind diverse Attraktionen geplant. tionen einführen», sagt Willy Benz nicht ohne Stolz. Die 45 Festangestellten und rund 750 Mitarbeitenden mit Teilzeitpensen führen nebst den oben erwähnten Aus- und Weiterbildungen auch brachenspezifische Angeboten zur Erlangung von Basisqualifikationen durch.

Diverse Anlässe zum 80. Jubiläum «Wir wollen unser Jubiläum gebührend feiern und haben darum verschiedene Anlässe geplant», sagt Willy Benz. Am 1. und 2. September kommen erst einmal die festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Weggis und Lonay zum Zug. Mit einem Ausflug, der eineinhalb Tage dauert, sollen sie für ihren täglichen Einsatz belohnt werden. «Wir haben zahlreiche langjährige Mitarbeitende. Heinz Berger, Vizedirektor bei Hotel &

G A S T R O - R AT G E B E R

Geschäftsdaten genügend sichern Wie kann man verhindern, dass bei einem Comuterabsturz nicht alle Daten auf der Festplatte verloren gehen? O. M., Aarau Eigentlich müsste dies jeder Computeranwender wissen – Daten müssen täglich gesichert werden. Und doch kommt es immer wieder vor, dass die letzte Sicherung Monate her ist. Meistens sind alle Programme und alle Daten betroffen, wenn die Festplatte kaputt geht. Die Umtriebe sind gross. Der EDV-Spezialist

Gastro Formation, beispielsweise ist schon seit über 30 Jahren dabei.» «Am Donnerstag, 21. September, laden wir die Bildungsdirektoren der Standortkantone, ihre Amtsvorsteher, die Direktorin des BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie) Ursula Renold und weitere ein», führt der Präsident der H & G Formation weiter aus. Es ginge ihnen dabei vor allem um die Kontaktpflege der Partner auf Bundes- und Kantonsebene. Der Vorstand der H & G Formation wolle sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit über mehrere Jahrzehnte hinweg bedanken. «Am Samstag, 23. September, findet bei uns in Weggis ein Tag der offenen Tür statt.» Das Haus soll an dem Tag der Bevölkerung aus Weggis, allen der H & G Formation verbunde-

nen Personen sowie Interessierten offen stehen. «Uns ist es wichtig, dass wir uns bei den Bewohnern von Weggis für die tolle Unterstützung und das Wohlwollen uns gegenüber bedanken können», erklärt Willy Benz. Die Besucherinnen und Besucher hätten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu erfahren, wer die H & G Formation ist und was sie in den Bereichen der beruflichen Aus- und Weiterbildung tue. Ausserdem seien Attraktionen wie die Anwesenheit des Genuss- und Geschmack-Spezialisten Andreas Fischer, musikalische Unterhaltung und kulinarische Spezialitäten geplant. Auf vielseitigen Wunsch wird am 6. und 7. Oktober eine zweitägige Weiterbildungsveranstaltung mit den Fachlehrpersonen von Gastgewerbeklassen durchgeführt.

Am 10. November findet dann die Abschlussveranstaltung statt. Anlässlich einer gediegenen Abendveranstaltung mit den Präsidenten und Direktoren sowie weiteren Personen der Träger- und Mitgliederverbände, möchte sich die H & G Formation auch bei diesen Personen für die stete Unterstützung und die gute Zusammenarbeit bedanken. «Wir möchten auch an diesem Anlass darüber informieren, was wir genau tun und die Kontakte pflegen», führt Willy Benz aus.

Marcel Coquoz répond gratuitement au 021 729 10 10, fax 021 721 08 31 ou par courriel: servicejuridique@gastrosuisse.ch.

Beratung durch Gastroconsult AG Im Bildungszentrum Unterentfelden jeden Montag von 14 bis 17 Uhr. Bitte voranmelden. Erste Kontaktaufnahme ist kostenlos. Tel. 062 296 77 30, E-Mail: unterentfelden@ gastroconsult.ch

Weitere Informationen: Hotel & Gastro formation, Eichistrasse 20, 6353 Weggis, Tel. 041 392 77 77, Fax 041 392 77 70, E-Mail: schulzentrum@hotelgastro.ch, www.hotelgastro.ch.

AGENDA versucht noch etwas zu retten, aber auch er kann nicht alles wiederherstellen. Was tun, wenn tatsächlich die letzte Datensicherung so weit zurückliegt? Rekonstruktion der Daten bis zum heutigen Zeitpunkt – das kann eine Menge Arbeit bedeuten. Lieferscheine, Rechnungen nacherfassen. Welche Debitoren sind schon bezahlt worden? Was ist mit den Rezepten, was mit der Buchhaltung, dem Lohnwesen und der Zeiterfassung? Gastroconsult AG und BKT Treuhand AG empfehlen den Gastronomen und Hoteliers deshalb dringend, regelmässig eine Sicherung von allen Programme und Daten zu erstellen. Man sollte sich an seinen EDV-Berater wenden, um das für den Betrieb geeignete Sicherungssystem zu finden. Informationen über das Sichern von Abacus findet man auf: www.bkt.ch unter Aktuelles. BKT Treuhand AG St. Gallen, Ingrid Strompen Weitere Infos bei BKT Treuhand AG, Tel. 0844 25 81 23, www.bkt.ch und Gastroconsult AG, Tel. 0844 88 44 24, www.gastroconsult.ch, E-Mail: direktion@ gastroconsult.ch.

GastroSocial Caisse de compensation Fribourg: 25 août, de 8h30 à 11h, tél. 026 424 65 29 Neuchâtel: 25 août, de 14h à 16h30, tél. 032 717 80 80 Vaud: 24 août, de 8h30 à 11h30, tél. 021 721 07 07 Genève: 16 août, de 9h à 11h30, tél. 022 329 97 22 Valais: 16 août, de 14h à 17h, tél. 027 322 47 47 Ligne directe droit du travail Tous les matins, de 9h30 à 11h30,

Consultations juridiques L’avocat-conseil de GastroVaud sera à disposition sur rendez-vous le 15 août, de 14h à 15h à Pully. Renseignements juridiques par téléphone à Zurich Renseignements par téléphone lundi-jeudi de 9h30 à 11h30 et de 14h à 16h au 0848 377 111.

Telefonische Rechtsauskunft in Zürich 0848 377 111. Rechtsauskünfte: Mo–Do 9.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch.

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■ Idées Gastro

GastroJournal

EN BREF Cardinal et le Paléo de Nyon

Partenaires depuis 1989

Cardinal a prolongé le partenariat que la brasserie entretient déjà depuis dix-sept ans avec le festival open-air Paléo, à Nyon. Outre le sponsoring classique, cette collaboration englobe également des livraisons de boissons et des prestations logistiques. Ainsi, la brasserie fribourgeoise fournit chaque année au Paléo quelque 500 mètres de conduites de bière. Ces conduites, qui desservent plus de 70 points de débit, sont reliées à quarante fûts de bière d’une capacité de mille litres chacun pouvant être réapprovisionnés directement à partir d’un camion-citerne. Par ailleurs, le «Bar des Brasseurs» de Cardinal constitue l’un des lieux de rencontre favoris des festivaliers. www.feldschloesschen.com

Zurich: l re Fête de la Pizza

Le Guiness en point de mire L’école spécialisée pour pizzaiolos de Zurich organise, samedi 19 août, à l’Helvetiaplatz de la cité de la Limatt, le 1er Festival de pizza. Cette manifestation est censée déboucher sur une inscription dans le livre des records de Guiness: le défi est de fabriquer cinq mille pizzas en dix heures. La recette de la vente de ces pizzas est destinée à l’organisation Terre des hommes qui vient en aide aux enfants du monde entier. www.pizzafachschule.ch

Concours GastroJournal

Participez pour gagner ! C’est aujourd’hui qu’est lancé le nouveau concours internet de GastroJournal. Douze prix attractifs sont à gagner, un par mois. Ce sont des produits des éditions de GastroEdition qui attendent les heureux vainqueurs. Pour gagner, il faut évidemment participer. Et rien n’est plus simple: il suffit d’un clic sur www.gastrojournal.ch. Il vous mène tout droit sur le site où vous trouverez facilement la question du mois. A vous de jouer! www.gastrojournal.ch

Jeudi, 27. 7. 2006 ■ No 30

Un restaurant vaudois sur le podium

Spécialité automnale

Les Rondella Zucca arrivent

Les jeunes cuisiniers motivés sont la marque du concours de cuisine annuel Noilly Prat . Cette fois, Michael Lhomme, de Saint-Sulpice, est venu chercher le trophée convoité. Michael Lhomme (29 ans) ne voulait pas vraiment croire à son bonheur: avec sa cuisine légère, le sous-chef de l’Hostellerie du Débarcadère de SaintSulpice a dominé la cinquième édition de ce concours pour la relève. Il a enthousiasmé le jury et a été élu par Noilly Prat meilleur jeune cuisinier suisse de la haute gastronomie. Le Français d’origine a gagné le concours devant Rolf Arnold (26 ans) du Alpenhof Hotel à Zermatt et Nicholas Tsiknakos (27 ans) du Carlton Restaurant à Zurich. Le vainqueur du trophée convoité n’a pu croire en son bonheur d’autant que sa participation avait été menacée en raison d’une panne de voiture lors du voyage à la finale qui s’est déroulée, comme le veut

Lorsque le paysage prend ses habits les plus colorés et que les réserves sont pleines de fruits de la nature, c’est l’automne qui nous vient, la saison des feuilles qui tombent et des arômes intenses. C’est encore l’été, un été plutôt chaud. Raison pour laquelle Buitoni lance, dès le 1er août, une nouvelle spécialité: elle s’appelle Rondella Zucca. Ce sont des rondelles de pâte avec une farce aromatique et aigre-douce de courge et de ricotta qui invitent à une balade culinaire et reflètent la fraîcheur si attendue du début de l’automne. Grâce à un procédé qui consiste à congeler chaque pièce séparément, il n’y a aucune difficulté à préparer des quantités individuellement différentes. Par la brièveté du temps de préparation, quelque trois minutes, le Rondella Zucca se prête surtout comme entrée ou comme plat principal léger. www.nestlefoodservices.ch

Tout heureux et la mine réjouie, les trois lauréats du concours de cuisine Noilly Prat présentent fièrement leur diplôme: Nicholas Tsiknakos (à g.), troisième , le vainqueur Michael Lhomme et Rolf Arnold (à dr.). la tradition, au restaurant Ratskeller à Zoug. Malgré le retard, le cuisinier talentueux du lac Léman a finalement remporté le concours avec bravoure. Comme entrée, il a présenté

un gaspacho de concombres parfumé au Noilly Prat, des filets de perche en croûte Kadaif et du caviar d’aubergines, suivi de chops d’agneau aux herbes à une sauce «Aigo bolido de Noilly Prat» avec du

fromage Saint-Maur aux tomates marinées. Pour terminer, Michael Lhomme a servi un tartare de fraises à une sauce yoghourt avec du miel au Noilly Prat. Info: www.haecky.ch

Hero célèbre son 120 anniversaire e

Des vingt-neuf parfums de confiture, les Suisses préfèrent celle d’abricots En été 1886, Gustav Henckell et Gustav Zeiler fondent, dans la ville pittoresque de Lenzbourg, le groupe alimentaire Hero, aujourd’hui actif à l’échelle internationale. Pour le plus grand plaisir de la population suisse, ils créent alors les premières confitures Hero à partir des fruits de leurs propres plantations. Cet été, Hero fête son 120e anniversaire. Reine-claude, groseille et mirabelle, voilà trois des dix-huit premières confitures Hero apparues sur les tables du petit déjeuner helvétiques en 1886. Aujourd’hui, quelque 29 parfums sont produits sur le site de Lenzbourg, pour la Suisse et pour l’étranger. Et

IMPRESSUM Gegründet/Fondation 1895 Bis/jusqu’au 04/2000 «Schweizer Gastronomie» AUFLAGE/TIRAGE 26 500 Druckexemplare/exemplaires imprimés 23 628 Ex. WEMF-beglaubigt/tirage contrôlé FRP/REMP 105 000 Leser/lecteurs Zustellung an alle GastroSuisse-Mitglieder envoi à tous les membres GastroSuisse HERAUSGEBER/EDITEUR GastroSuisse Verband für Hotellerie und Restauration Fédération de l’hôtellerie et de la restauration HERAUSGEBERRAT/CONSEIL D’ÉDITION Dr. Florian Hew, Jürg Ingold, Alessandro Pesce Michael Vuillemin, Tobias Zbinden GESAMTLEITUNG, CHEFREDAKTOR/RESPONSABLE GENERAL, REDACTEUR EN CHEF John Wittwer (JW)

tandis que les Suisses affichent une prédilection pour la confiture d’abricots, la palme de l’exportation revient à la confiture de fraises. L’histoire de l’entreprise Hero reflète l’évolution sociale des cent vingt dernières années. Nécessité étant mère d’industrie, suite au rationnement du sucre durant la Secon-

REDAKTION DEUTSCHSPRACHIG Matthias Nold (mn) Redaktionsleitung Tourismus/Thema der Woche Andrej Abplanalp (aa) Hotellerie/Impulse Peter Mathias Grunder (pg) Front/Schlusspunkt Olga Krejci (okr) Produktion/Layout Daniela Oegerli Müller (doe) GastroSuisse Jo Steimen (js) Restauration/Gastro-Ideen E-Mail: redaktion@gastrojournal.ch REDACTION FRANÇAISE Francesco Di Franco (fdf) Restauration/Impulsion e-mail: redaction-romande@gastrojournal.ch 42, avenue Général-Guisan, case postale 169, 1009 Pully – tél. 021 711 45 55, fax: 021 711 45 57 Marie-Thérèse Page Pinto (mtpp) Gros Plan/Hôtellerie & Tourisme Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zurich tél. 044 377 53 19, fax 044 377 50 70; e-mail: redaktion@gastrojournal.ch FREIE MITARBEITER/COLLABORATEURS FREE-LANCE Franz Bamert (fb), Martina Gradmann (mg) Karin Huber (kh), Michael Hutschneker (hu), Patrick M. Lucca (pl), Laurence Carducci (lc), René Hug (rh), Elizabeth Kaufmann (ek) Paris, Nicolas Michel (nm), Jacques Stadelmann (stad), Pierrette Weissbrodt (pw), André Winckler (aw)

de Guerre, Hero produit une confiture contenant moins de sucre et davantage de fruits (Delicia) qui est aujourd’hui la plus prisée des confitures Hero. En 1948, Hero lance les raviolis en boîte qui deviennent rapidement un must. En 1968, Hero commercialise ses röstis en boîte prêts à être consommés. Au cours des deux dernières décennies, le groupe répondra aux attentes des consommateurs friands d’aliments équilibrés et frais en introduisant des sauces à salade réfrigérées. De même, au début des années 80, il se mettra à produire des confitures allégées pour satisfaire la demande toujours plus forte de produits pauvres en calories. L’alimentation pour bébés et enfants, ainsi que le nouveau Fruit2day (photo) viendront compléter l’évolution de l’offre jusqu’à nos jours. Le siège principal de Hero et une partie de la production sont implantés à Lenzbourg. L’entre-

prise emploie plus de quatre mille collaborateurs dans trente pays. Groupe alimentaire actif à l’échelle internationale et comptant parmi les marques les plus connues de Suisse, Hero concentre ses activités dans les domaines des produits issus de fruits et de céréales, de l’alimentation pour enfants et des articles de pâtisserie et de décoration.

Les confitures anniversaire Au début du XXe siècle, les confitures associant deux variétés de fruits connaissent un rapide succès. A l’occasion de son 120e anniversaire, Hero crée, selon une recette originale, une édition anniversaire reprenant le concept de l’époque. Déclinée en trois variantes (abricot-groseille, framboise-cassis et cerise noire-sureau), cette confiture Delicia Anniversaire ne sera disponible que pour une durée limitée dans les commerces de détail. www.heroch.ch

Redaktionsschluss Montag 12 Uhr. Clôture rédactionnelle: lundi à 12 heures.

Inseratenschluss Montag 11 Uhr/Date limite pour les annonces: lundi à 11 heures.

VERLAG/EDITIONS Marianne Huber, Verlagsleiterin/ responsable des éditions E-Mail: verlag@gastrojournal.ch

ABONNEMENTE/ABONNEMENTS Sonja Bernet, Tel./tél. 044 377 53 17

ANZEIGEN/ANNONCES Kontakte Deutschschweiz: Stellen und Liegenschaften: Claudia Antener, Tel. 044 377 53 11 Sonja Bernet, Tel. 044 377 53 17 E-Mail: anzeigen@gastrojournal.ch

Abonnementspreise/Prix d’abonnement: 12 Monate/mois Fr. 135.– Einzelnummer/exemplaire Fr. 3.80 E-Mail: verlag@gastrojournal.ch

Contacts Suisse romande: Publi Annonces, Rue Jacques-Grosselin 25, 1227 Carouge GE tél. 022 308 68 78, fax 022 342 56 12 E-Mail: gastro@publi-annonces.ch

OFFIZIELLES ORGAN/ORGANE OFFICIEL: Schweizerische Gilde etablierter Köche / Guilde Suisse des RestaurateursCuisiniers / Gilda svizzera dei Ristoratori-Cuochi Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich Tel. 044 377 52 90 Fax 044 377 55 14 gilde@gastrosuisse.ch www.gilde.ch

Verlangen Sie den vollständigen Anzeigentarif/ Demandez la liste de prix complète des annonces

DRUCK UND SPEDITION/IMPRESSION ET ENVOI Ringier Print AG, 6043 Adligenswil

Geschäftsanzeigen: Heinz Bachmann, Tel. 044 377 53 12, Mary-Anne Maczassek, Tel. 044 377 53 18

Championnat du monde

Une première au Red Bull Vertigo

Le neuvième Red Bull Vertigo, du 18 au 27 août à Villeneuve, servira également de cadre au premier championnat du monde officiel de parapente et de delta acrobatique. Près de 120 pilotes s’élanceront afin de conquérir le titre mondial dans les disciplines parapente solo et synchro (équipes de deux) ainsi que delta. Plusieurs participants sont déjà connus. www.redbull-vertigo.com

NOTICES LESHOP: Faire ses courses par internet est plus écologique que se déplacer physiquement dans un supermarché, selon LeShop. Les livraisons groupées réduisent «en moyenne de deux tiers la consommation d’énergie et les émissions de CO2», affirme le commerçant online. La filiale de Migros appuie ses dires sur une étude d’Estia. Un fourgon de livraison du supermarché online emporte 800 kg de marchandises pour une douzaine de ménages. La branche estime à 17 km la distance totale moyenne parcourue pour faire ses courses.

KONTAKTE/CONTACTS GastroJournal, Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zürich Tel./tél. 044 377 53 05, Fax 044 377 50 70 Der Abdruck von Artikeln aus dem GastroJournal ist nur nach Rücksprache mit der Redaktion gestattet. Für unverlangte Manuskripte und Bilder wird jede Haftung abgelehnt. Honoriert werden nur publizierte Berichte. Die im GastroJournal publizierten Inserate dürfen von Dritten weder teilweise noch ganz kopiert und in Printoder anderen Medien weiterverbreitet werden. La reproduction díarticles du GastroJournal n’est permise qu’après autorisation expresse de la rédaction. Le journal décline toute responsabilité pour les textes et illustrations non commandés. Seuls les textes publiés seront honorés. Les annonces parues dans le GastroJournal ne peuvent être ni copiées ni reproduites sous quelque forme que ce soit. GastroJournal erscheint jeden Donnerstag/ paraît tous les jeudis


■ Gastro-Ideen

Donnerstag, 27. 7. 2006 ■ Nr. 30

The Drink von Emmi

Emmily’s Cream Dream Gemeinsam mit Barprofis haben Emmi und Diageo «The Drink 2006» aus Caffè Latte und Likören von Diageo gesucht. Aus 80 Rezeptvorschlägen durften 12 der Einsender zum Finale im Zürcher Kauf-

Weltmeister Tom Lüthi und Siegerin Sabine Schwarz im Interview. leuten antreten. Die hier kreierten Drinks wurden von einer Fachjury nach Geschmack, Aussehen und Dekoration bewertet. Mit Emmily’s Cream Dream holte sich Barfrau Sabine Schwarz vom Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz den Sieg. Der «Drink 2006» setzt sich zusammen aus Caffè Latte Espresso von Emmi, Captain Morgan Spiced, Parrot Bay Passionsfrucht und Sirup Guave, dekoriert mit einer Schlagrahmhaube und einer SchokoKaffeebohne. Sabine Schwarz darf als Siegerin demnächst bei einem Moto-GP mit CaffèLatte Werbeträger Tom Lüthi dabei sein. Info: www.emmi.ch

Nicht alles ist Konfiture Hero, seit Jahrzehnten als Produzent erstklassiger Konfitüre weltweit tätig, feiert seinen 120. Geburtstag. Mit Potenzial für viel mehr und mit dem Willen in die Offensive zu gehen. Das würde die einstigen Gründer der Lenzburger «Conservi» freuen: Die Hero, die ihren Hauptsitz auch künftig in Lenzburg haben soll und derzeit rund 300 Mitarbeitende beschäftigt, will den 120. Geburtstag für eine MarketingOffensive nutzen. Und sie will künftig noch verstärkt neuesten Ernährungstrends für die Erweiterung ihrer Angebotspalette nachleben. Dies hat anlässlich des Geburtstages Produkt-Manager Ali-Reza Fazeli versichert.

Schluss mit Spekulationen Die Hero in Lenzburg, deren Produktions- und Angebotpa-

Symposium um Fleisch

Veuve Cliqout sucht

Unternehmerin des Jahres 2007 Das Reimser Champagnerhaus sucht erneut die Unternehmerin des Jahres, eine Frau, die im Wirtschaftsleben Besonderes geleistet hat. Unternehmerinnen, die als Preisträger in Frage kommen, können bis Ende September 2006 vorgeschlagen werden. Unterlagen: info@espress.ch

GastroJournal-Wettbewerb

Wer mitmacht, kann gewinnen Der Internet-Wettbewerb 2006 für alle GastroJournal-Leserinnen und -Leser ist nach wie vor im Gange. Noch warten attraktive Preise: Jeden Monat gibt es ein Produkt aus dem Fachverlag Gastro Edition zu gewinnen. So den neuen, unverzichtbaren Pauli. Die Sache ist ganz einfach: Reinklicken auf www.gastrojournal.ch, mitmachen und die Wettbewerbsfrage beantworten. Alle Details unter: www.gastrojournal.ch

Produktion am Fliessband. Derzeit werden rund 350 Tonnen Kirschen entsteint und eingefroren, um später gekocht, abgefüllt, ettiketiert und verpackt versandbereit gemacht zu werden. lette sich in den vergangenen Jahren stark verändert hat, scheint eine gesicherte Zukunft vor sich zu haben. Spekulationen um einen Verkauf an interessierte arabische Scheichs gehören längst der Vergangenheit an. Seit 1995 wird Hero vom SchwartauMehrheitseigentümer Arend Oetker eigenständig kontrolliert. Die Übernahme durch Oetker beendete die Unsicherheiten über Heros Zukunft, nachdem die Dekotierung der früheren Aktien vor drei Jahren vollzogen worden war.

Bereinigte Produktevielfalt

Fett gehört immer dazu Alle zwei Jahre organisiert «Schweizer Fleisch» ein Symposium zum Thema Fleisch in der Ernährung. Die 7. Fachveranstaltung findet am 15. November im Kultur-Casino Bern statt. Vorträge von namhaften Wissenschaftlern und anschliessende Diskussionen versprechen ein hohes Niveau, das dem Anliegen nach kompetenter Weiterbildung und Information gerecht wird. Zudem erhalten die Teilnehmenden Gelegenheit, gleich selber an einer Sensorik-Degustation teilzunehmen. Bereits heute sollte man sich den Termin für dieses Symposium reservieren. Info: www.schweizerfleisch.ch

GastroJournal

Plakat aus dem Jahre 1920.

Die Gemüsedose als klassisches Convenience-Produkt (Erbsli, Rüebli, Bohnen, Ravioli, Apfelmus usw.) bleibt im Sortiment des Konzernsitzes, welcher produktionsmässig primär auf Konfitüre – in vielfältiger und kreativster Form – ausgerichtet ist. Ausser den weltweit verkauften KonfitürePortionenpackungen (in Gläschen und Folienpackungen) wird ab Lenzburg vorwiegend der Schweizer Markt beliefert. Für die weitere Ausdehnung

von Marktanteilen sind auch die Hero in Holland (seit 1914) und in Spanien (seit 1922), in Ägypten, Italien und Polen mitverantwortlich. Die Rezeptur der vor allem in Hotels und Gasthöfen beliebten Hero-Konfi bleibt unverändert und ein neues geschmacksspezifisches Sortiment (Samt) findet zunehmend, vor allem auch in einigen Nachbarländern, starke Beachtung. Das wechselnde Produktefolio der wichtigen Schweizer Marke ist Spiegelbild der gesellschaftlichen Entwicklung. Mit Ravioli (1948), Dosen-Rösti (1968) und frisch verpackten Salaten (1969) folgte Hero dem Convenience-Trend der Nachkriegszeit. Die Gemüsedose bleibt zwar weiter im HeroSortiment, abgefüllt werden aber Erbsli, Rüebli und Bohnen bei Hilcona in Schaan. 1998 hat sich Hero vom Fleisch- und Traiteurgeschäft ganz getrennt (heute bei Traitafina). Auch das in den 90erJahren mit grossen Erwartungen aufgebaute Geschäft mit Trockenteigwaren wurde verkauft. Und der heutige Hero-

Eigentümer hat sich zudem vom internationalen Fruchtsaftgeschäft verabschiedet. Hero setzt heute auf den Trend zu gesundheitsbewusster Ernährung: weniger Zucker, mehr Frucht. Nutrition heisst das Schlagwort, und dazu gehören auch völlig neue Hero-Fruchtdrinks mit Fruchtstückchen, ohne Zucker und 100 Prozent natürlich im Geschmack (Fruit2day). In diesen Vorwärtskurs passt auch die Expansion von Hero in den USA, wo Hero über Akquisationen in der Babynahrung sich bereits als Nummer 4 zu positionieren weiss. In der Schweiz hat das Unternehmen 2004 die Babynahrungsmarken Calactina, Adapta und Céralino übernommen. Produziert wird diesbezüglich bei Nutritec in Hochdorf. Rita Bürgi, Product Manager, versicherte: «Die Zukunft der Hero mit Konzernhauptsitz in Lenzburg ist gesichert.» Und Urs M. May, Business Director: «Wir feiern jetzt den 120. Geburtstag, werden aber auch den 125. und wenn immer möglich gar den 150. hier feiern dürfen.» Infos: www.heroch.ch

Plakat aus dem Jahre 2006.

Ein Kultgetränk feiert Geburtstag Coco-Cola seit 70 Jahren in der Schweiz – mit über 30 Marken im Handel aktiv Coca-Cola blickt in diesem Jahr auf 70 Jahre Erfrischungsgetränke-Geschichte zurück. Zu diesem Anlass erhält Coca-Cola ein neues Gesicht, speziell für die Schweiz. Als eine der ältesten Marken der Welt, bleibt Coca-Cola jung und vermittelt mit dem neuen

Auftritt, basierend auf der neuen globalen Kampagne «Welcome to the Coke side of life» eine neues Lebensgefühl. Weltweit feiert Coca-Cola in diesem Jahr bereits den 120. Geburtstag. 1896 in Atlanta gegründet, zog es Coca-Cola erst 50 Jahre später in die Schweiz. Im Som-

BUCHTIPP

Alles Käse oder was? 70 Jahre nach der Erfindung des inzwischen weltberühmten Gala-Käses, der nach streng gehüteter Doppelrahm-Rezeptur hergestellt und in runden Kartonschachteln den Markt erobert hat, kam jetzt ein entsprechendes Kochbuch auf den Markt. Im AT-Verlag ist das Buch unter dem Titel Gerber Gala – Das Kochbuch erschienen, in welchem Annemarie Wildeisen anhand von 146 Rezepten aufzeigt, was alles sich mit dem besonderen Käse herstellen lässt. Die kurz gehaltenen, leicht nachvollziehba-

ren Rezepte ermöglichen es, Abwechslung in die Küche zu bringen. Vorspeisen, Gerichte für den kleinen Hunger, Pasta, Fisch und Fleisch, ja gar Desserts und Kuchen sind geeignet mit GalaKäse für das besondere Etwas zu sorgen. Das Buch ist für Fr. 19.90 zu haben.

mer 1934 kam der seinerzeitige Automobilimporteur Max Stoos während einer Geschäftsreise in Detroit auf den Geschmack. Er schloss mit Atlanta eine Konzession ab und gründete 1936 die Boissons Désaltérantes in Lausanne. Von da an war Coca-Cola mit einer eigenen Abfüllung auch hierzulande vertreten. Heute ist die Coca-Cola Beverages AG für die Abfüllung des Erfrischungsgetränkes verantwortlich und sorgt dafür, dass CocaCola in der Schweiz so schmeckt wie es überall auf der Welt zu trinken ist.

Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax: 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch ...und heute.

Coca-Cola-Werbung von einst... Zum 70. Geburtstag adaptiert Coca-Cola Schweiz die globale Kampagne «Willkommen auf der Coca-Cola-Seite des Lebens». Mit diesem Auftritt will die Unternehmung den Konsumentinnen und Konsumenten ein neues positives Lebensgefühl vermitteln. Das jedenfalls sagt Flavio Calligaris-Maibach, Marketingverantwortlicher bei CocaCola. Immerhin: CocaCola, das sind 400 Marken weltweit und über 30 in der Schweiz. Darunter Fanta, Sprite, Nestea, Powerade, Nescafé Xpress, Minute Maid, Valser und Light Varianten des Klassikers. 2005 trank jede Schweizerin und jeder Schweizer – statistisch gesehen – 43 Liter Erfrischungsgetränk aus dem Hause Coca-Cola. Dafür sorgen rund 1000 Mitarbeitende an den Standorten Bolligen, Brüttisellen, Bussigny und Vals. Infos: www.coca-cola.ch

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IN KÜRZE Für die Fleischbranche

Neue Fachmesse geplant Der neu gegründete Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) verlängert die Zusammenarbeit mit der Messe Schweiz. Die Messe Schweiz plant jetzt zusammen mit dem Verband eine neue Fachmesse für die Fleischbranche unter dem alten Namen: Mefa. Diese wird vom 17. bis 21. November 2007 erstmals parallel zur Igeho, der internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-HausKonsum, im Messezentrum Basel durchgeführt. Info: www.mefa.ch

Paléo-Festival in Nyon

Partnerschaft mit Cardinal Soeben hat Cardinal die bereits seit 17 Jahren bestehende Partnerschaft mit dem Open-Air-Festival Paléo in Nyon erneuert. Diese umfasst

neben dem klassischen Sponsoring auch Getränkelieferungen und Logistik-Dienstleistungen. Cardinal, der zur Feldschlösschen-Gruppe gehörende Durstlöscher unterstützt damit das grösste, soeben mit Riesenerfolg zu Ende gegangene Open-Air-Festival der Schweiz. Und das seit 1989. Dieses Jahr wartete die Freiburger Biermarke gar mit einer Neuheit auf: Unter dem Motto «Gagne le grand son!» wurden 260-mal 2 Tickets fürs Paléo-Festival in den CardinalPackungen versteckt. Das war der erste Wettbewerb in der Biergeschichte mit Sofortgewinnen. Info: www.feldschloesschen.com

1. Pizza-Fest in Zürich

Guiness-Rekord angestrebt Organisiert von der Pizzafachschule Zürich findet am 19. August auf dem Zürcher Helvetiaplatz das 1. Pizza-Fest statt, das einem Guiness-Rekordversuch dient: In 10 Stunden sollen 5000 Pizzas hergestellt werden. Der Erlös des Pizzaverkaufs wird letztlich dem Kinderhilfswerk Terre des hommes zugute kommen.

NOTIZEN FRANKE: Mit Wirkung per 1. Juli 2006 übernimmt die Franke-Gruppe mit Sitz in Aarburg die zuvor in Insolvenz gegangene KSO GmbH und erweitert damit die Aktivität Getränketechnik. Die KSO in Wirsberg, Deutschland, erwirtschaftete 2005 einen Umsatz von knapp CHF 10 Millionen und beschäftigt rund 30 Mitarbeitende. Franke ist seit der Übernahme der Blefa GmbH, Kreuztal, Deutschland, im Jahr 1995, in der Getränketechnik tätig. Blefa hat sich seit der Übernahme zu einem der weltweit führenden Hersteller von Kegs (Edelstahl-Behälter) für die Brauindustrie und andere Getränkebereiche entwickelt. Die neue Gesellschaft am Standort Wirsberg wird nun als leistungsfähiges Servicezentrum für Getränketechnik ausgebaut.


Seite/page 20

Schlusspunkt ■ Point Final

GastroJournal

Donnerstag/Jeudi, 27. 7. 2006 ■ Nr./No 30

Un jour avec...

LAST MINUTE

Romands kommen eher nicht Zwar sind rund 40 Prozent aller Touristen in der Schweiz Inländer, doch oft reist man anscheinend lieber im eigenen Landesteil. Laut Christian Laesser von der Universität St. Gallen betrifft dies vor allem die Westschweizer: «Sie bleiben lieber in der eigenen Sprachregion, reisen nach Frankreich oder in andere Länder.» Gemäss Schweiz Tourismus sind die Prioritäten der regionalen Tourismusorganisationen jedoch auch eher aufs Ausland denn auf die Westschweiz gerichtet. So enthalten die Internet-Seiten von Zürich (Foto) und Luzern derzeit Informationen nur auf Deutsch und Englisch, jedoch nicht auf Französisch

...Véronique Kanel,Suisse Tourisme

L’enthousiasme. C’est bien l’impression qualité première que dégage Véronique Kanel, attachée de presse pour la Suisse romande de Suisse Tourisme (ST). Enthousiaste de présenter les atouts paysagers ou urbains du pays dont elle assure la promotion. Exemple: plutôt que de nous rencontrer dans un bureau climatisé de son employeur à Zurich, Véronique Kanel tient à répondre au journaliste sur la terrasse d’un établissement face au lac. Et plutôt que d’être prise en photo derrière un bureau, elle veut qu’apparaissent en arrière-plan lac et ville de Zurich. Elle a appris à les apprécier depuis qu’elle s’est installée dans la métropole économique, pour y occuper un nouveau poste il y a deux ans.

Deutschland:Ab 2007 rauchfrei? In Deutschland wird ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen bereits 2007 erwartet, wie die Financial Times Deutschland berichtet. Verbraucherschutzminister Horst Seehofer äusserte sich kürzlich dahingehend. Offen liess er jedoch, ob auch Restaurants betroffen sein würden. Er kritisierte jedoch, dass die Gastronomie ihrer Zusage zur Einrichtung von Nichtraucherplätzen nur zögerlich nachkomme. Laut einer Umfrage des Tabakkonzerns Reemtsma befürchten in Deutschland 60 Prozent der Gastwirte Umsatzeinbussen im Falle eines gesetzlichen Rauchverbotes. Ein Drittel rechnet mit Personalabbau.

Rewe-Gruppe baut Tourismus aus

«En entrant dans le domaine du tourisme, j’ai découvert un monde passionnant et atypique», raconte Véronique Kanel. Après un bac commercial, cette binationale francosuisse a acquis à Grenoble une formation de spécialiste en communication d’entreprise qu’elle a approfondie à l’Université de New York, y obtenant un diplôme en relations publiques. «Des formations largement fondées sur la pratique.» Papiers en poche, Véronique Kanel a trouvé de l’embauche dans l’industrie pharmaceutique, chez Serono à Genève. «J’y suis restée douze ans avant de passer à ST où je suis chargée de la promotion auprès des médias romands. Ce qui n’exclut pas que je m’occupe aussi de journalistes étrangers.» «La Suisse est un petit pays où la diversité des paysages et des cultures est exceptionnelle. A chaque tournant ou presque on découvre une autre nature, une autre manière de vivre et de parler. Cette diversité culturelle peut aussi expliquer pourquoi, en Suisse romande, la perception du pays est parfois différente de celle qu’en ont les Alémaniques. Prenez la ville de Zurich où j’habite. Elle est im-

NAMEN & NOTIZEN

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Othmar Müller ist neuer Direktor der Fondation Nestlé Pro Gastronomia. Der 59-jährige gebürtige Österreicher hat auf den 1. Juli die Nachfolge von Otmar Sorgenfrei angetreten, der nach 10 Jahren im Amt der Fondation pensioniert wurde. Othmar Müller war bis 1992 als Koch tätig und hat danach während 14 Jahren für den Foodservice von Nestlé Schweiz gearbeitet. Unter seiner Führung ist der Leitfaden des Küchenmanagements erschienen, der heute auch als Schulungsmittel für angehende Gastronomieköche dient. Zu den Gründen seiner Neuorientierung meint der neue Direktor: «Andere lassen sich mit 60 pensionieren, ich habe die Möglichkeit, noch mal etwas Neues anzupacken.»

N. MICHEL

«Le domaine du tourisme est un monde passionnant et atypique»

Véronique Kanel, pleine d’enthousiasme pour promouvoir la belle Suisse si diverse auprès des Romands. pressionnante par son offre culturelle, par la beauté de son architecture et de son lac. Nombreux sont les Romands qui, pour leur travail, sont venus s’y installer. Ils ont pris goût à la ville de Zwingli et ont de la peine à la quitter. Zurich n’est peut-être pas très bien perçue de l’extérieur. Il est donc important de vendre cette partie de la Suisse aux médias pour la faire connaître et apprécier.» «Nous essayons de promouvoir des sujets touristiques. Mais nous recevons aussi de nombreuses demandes sur d’autres domaines d’activités, notamment sur la situation et les perspectives politico-économiques.» Il est vrai que les préoccu-

«Il est souvent difficile de faire coïncider les intérêts des uns et des autres» pations de la branche touristique «ne sont pas très bien défendues en Suisse. Il est souvent difficile de faire coïncider les intérêts parfois divergents des uns et des

autres. Mais Christoph Blocher a beaucoup fait pour unir ces tendances qui ont longtemps caractérisé le tourisme suisse par sa proposition de limiter l’aide de la Confédération à un petit franc symbolique», ajoute, malicieuse, Véronique Kanel. Cette proposition avait suscité un tollé dans les milieux du tourisme du pays. ST organise des voyages et des visites destinés aux journalistes étrangers: «Cet été, Suisse Tourisme mettra sur pied un grand voyage de presse auquel participeront plus de cent journalistes étrangers. Ils visiteront, par groupes, sept régions du pays puis se retrouveront au musée en plein air de Ballenberg.» Qu’en est-il des atouts du tourisme suisse? «Il y a d’abord la proximité entre les villes et les montagnes. C’est un important avantage concurrentiel. Globalement, la qualité touristique du produit Suisse est élevée. Quant on travaille pour ce produit, la qualité de l’accueil est primordiale. Les métiers du tourisme, en particulier ceux de l’hôtellerie-restauration sont

très durs. Ils exigent beaucoup des acteurs qui ne reçoivent que peu de choses en retour.» «Le message que je voudrais faire passer aux profes-

auf viele innovative Sennen zählen könne. Mit ihrem «Über-die-Schulter-Schauen» beim Käsen ergänzten die Sennen das touristische Angebot im Alpstein. Allerdings nimmt Ulmann mit leichter Besorgnis zur Kenntnis, dass Sennen teilweise mehr als lediglich Produkte aus der eigenen Alp anbieten. Café Lutz, Wein oder Bier gehören laut Ulmann nicht in das Angebot einer Alphütte, genauso wenig wie Chäs-Mageronen: «Das ist eine Ausdehnung Richtung Gastbetrieb und geht uns zu weit.»

damit Christian Delpeuch. Der CIVB vertritt rund 10 000 Winzer, 400 Händler und 130 Weinkommissionäre in Frankreich.

«Développer la conscience environnementale et du développement durable» sionnels de l’hôtellerierestauration est un message d’unité dans la branche. Certains devraient mettre un peu d’eau dans leur vin. Autre point de mon message: il est indispensable de développer la conscience environnementale et du développement durable. Savoir qu’il existe des énergies renouvelables et rendre attentif le client à cette problématique.» Véronique Kanel parle aussi de ses hobbies: «J’ai quelques connaissances en photographie. Mes sujets favoris sont les fleurs et les paysages.» Elle admet toutefois que ses occupations professionnelles ne lui laissent que peu de temps pour se consacrer à son violon d’Ingres. Nicolas Michel

Nachdem die Rewe-Gruppe, zu der unter anderem die Prodega und die Howeg gehören, gemeinsam mit Coop ins Schweizer Tourismusgeschäft eingestiegen ist, baut sie nun auch in Deutschland ihr Touristikgeschäft aus. Im Spätsommer sollen flächendeckend in Einzelhandelsmärkten Reisen im Direktvertrieb verkauft werden. Angeboten werden sollen kürzere und längere Reisen zu Preisen unter 900 Franken.

Touristes romands délaissés Les touristes romands sont plutôt une denrée rare en Suisse alémanique. La barrière des langues et la maigre publicité faite pour les régions d’outre-Sarine expliquent en partie ce manque d’engouement. Il n’existe cependant aucun chiffre officiel et aucune statistique sur le nombre de Romands qui passent leurs vacances en Suisse alémanique, car l’Office fédéral de la statistique ne différencie par les voyages intérieurs. Si les grands offices du tourisme romands s’adressent sur leurs sites en allemand aux clients potentiels germanophones, ce n’est pas le cas en Alémanie où seuls l’allemand et l’anglais sont disponibles. Un changement lent est cependant prévu puisque l’Office du tourisme de Zurich envisage de traduire son site en français... dès 2007 si tout va bien.

Fête nationale 2006 à l’ancienne A l’occasion de la fête nationale, plus de cent cinquante figurants issus principalement des Marécottes mais également de toute la Suisse, de France, de Hollande et de Belgique vont se rassembler aux Marécottes pour célébrer la vie telle qu’elle était il y a un siècle. Portant des costumes originaux représentant les différentes activités d’alors, les acteurs défileront à travers le village formant un grand cortège, couronné par une démonstration colorée de danse traditionnelle. A cette occasion, des packages pour trois nuits sont proposés, incluant des visites commentées du village et des randonnées accompagnées en montagne.

NOMS & NOTICES Guido Westerwelle, der Bundesvorsitzende der Deutschen FDP, hält die 1.-August-Rede von Samnaun. Er wird damit die Samnauner Tradition fortsetzen, dass am Schweizer Nationalfeiertag jeweils ein hochkarätiger Politiker aus Deutschland zu den Gästen spricht. In den vergangenen Jahren haben bereits Oskar Lafontaine, Helmut Schmidt oder Edmund Stoiber die 1.-August-Rede in Samnaun gehalten. Die Rede bildet den Höhepunkt der ganztägigen Feierlichkeiten mit vielen Aktivitäten und Attraktionen. Ruedi Ulmann, Präsident von GastroAppenzellerland (AI), begrüsst den Tag der offenen Alpkäsereien, der am 30. Juli im Alpstein gefeiert wird. GastroAI sei dankbar, dass man

Alain Vironneau ist seit dem 10. Juli neuer Vorsitzender des Bordeaux-Weinfachverbands Conseil Interprofessionel du Vin de Bordeaux (CIVB). Der 54jährige Winzer übernimmt das Amt für zwei Jahre und ersetzt

Cardinal prolonge son engagement de sponsoring du HC Fribourg-Gottéron. La signature du contrat avec les responsables du club de hockey sur glace est intervenue le 19 juillet dans le cadre du Paléo Festival de Nyon. «Nous sommes ravis de pouvoir prolonger notre contrat avec le HC Fribourg-Gottéron», a déclaré Gérard Schaller, responsable Vente pour la Suisse romande de Feldschlösschen Boissons SA, le groupe dont fait partie la Brasserie du Cardinal. «La marque de bière et le club fribourgeois, sont donc appelés à rester partenaires.»

Guy Vassel (43 ans), rejoint le groupe Accor en qualité de directeur Sponsoring et Evénements. Diplômé de l’Institut de Sciences Politiques de Lyon (IEP), il a effectué son parcours professionnel au sein de The Walt Disney Company. Entré en 1988 en tant que Manager communication et événements internes chez Disneyland Resort Paris, il y sera successivement Manager communication événementielle externe, Manager promotion média et Senior Manager communication média, mettant en œuvre d’importantes opérations de relations presse et de relations publiques. Il contribue notamment en 2002 à l’inauguration du parc Walt Disney Studios. Prodega et Howeg font notamment partie du groupe allemand Rewe. Cette maison avait déjà conclu un marché

avec Coop (Bâle) pour avoir un pied dans la branche du tourisme. Apparemment, les expériences réalisées ont convaincu Rewe d’étendre ses activités dans cette branche en partant à la conquête du marché allemand. Dès cet automne, le groupe Rewe vendra des voyages et des séjours directement par le biais de commerces de détail. L’offre comprend des voyages de durée variable dont les prix n’excéderont cependant pas 900 francs.

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