AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich Donnerstag/Jeudi, 22. 6. 2006 ■ Nr./No 25 ■ CHF 4.30
/ chaften s n e g e i L ilier Immob n/ Stelle ploi ’em Offres d
Donald Hess Unternehmer geblieben 2
Thomas Bickel Unternehmer geworden 20
M. Borradori Echi dal Ticino 10
Ph. Flotiront Le Jura projette 15 SOMMAIRE ■ Gros Plan
Honorer... par son absence Le World Food Market n’a pas convaincu l’ensemble des participants. Le Salon
I N H A LT
parisien a été plutôt boudé. Invitée d’honneur, la Chine y a brillé par son absence. PAGE 11
■ Wochenschau
Ganz schleierhaft
■ Actualité
Recourir au cautionnement
Der Bund will die Schweizer Landeswerbung professionalisieren. Doch ausgerechnet die Agro-Vermarkter, die mit viel Unprofessionalität auffallen und zuletzt im Wein-Marketing Millionen verschleudert haben, scheinen ihre Pfründe halten zu können. SEITE 3
Le cautionnement peut aider à développer un hôtel ou un restaurant quelle que soit sa taille. A condition que les requêtes soient bien ficelées. PAGE 13
■ Hôtellerie & Tourisme
Gérer à distance
■ Restauration
Viele Restaurateure haben die Gelegenheit gepackt und verwandeln die laufenden Fussballspiele auf verschiedensten Ebenen in Mehrwert für die Gäste und für die Betriebe. SEITE 5
■ Hotellerie-Tourismus
Grosse Leidenskraft Die tragisch verlaufenen Felsstürze am Gotthard haben einmal mehr unsere Abhängigkeit von dieser Verkehrsachse gezeigt. Auch und gerade mit Bezug auf Gastgewerbe und Tourismus. SEITE 7
Inserate Markt Stellen Liegenschaften Weiterbildung
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P. GRUNDER
Viel Leidenschaft
Das haut die stärkste Sau um: Importe statt Speisereste im Futtertrog.
Interdire l’affouragement des restes de nourriture riches en protéines?
Eine Sauerei
Ah la vacherie !
Gérer à distance un hôtel: une solution pour limiter les charges. C’est le credo de Philippe M. Guénat (photo), directeur général de Hôtel et Patrimoine, qui vient d’ouvrir un petit hôtel à Lausanne. PAGE 15
Handlungsspielraum im L'GAV Marge de manoeuvre dans la CCNT www.gastroprofessional.ch
Depuis toujours, l’agriculture et l’hôtelleLandwirtschaft und Gastgewerbe sind rie-restauration sont intimement liées. einander seit jeher eng verbunden. Doch die Entfremdung ist weit vorangeschritten. Mais la distanciation progresse sans cesse. Die Industrialisierung und Standardisierung weiter Lebenbereiche erfasste ab Mitte des 20. Jahrhunderts auch Landwirtschaft und Gastgewerbe. Was ehedem eine natürliche Verbindung war, die auf kürzesten Wegen vom Stall
auf den Tisch und zurück führte, wurde zu einem komplizierten Prozessgeflecht. Heute sind einander Bauern- und Gasthöfe soweit entfremdet, dass sogar ein Verbot der Verfütterung von Speiseresten ernsthaft erwogen wird. SEITE 3
L’industrialisation et la standardisation de nombreux domaines de la vie ont également touché, au milieu du XXe siècle, l’agriculture et l’hôtellerie-restauration. Ce qui, jadis, constituait une liaison naturelle de l’écurie à la table et
retour est devenu un imbroglio juridique. Aujourd’hui, fermes et auberges se sont à tel point éloignées les unes des autres, qu’on envisage sérieusement une interdiction d’affouragement des restes de nourriture. PAGE 14
25 9 771422 137001 Insertion Marché Offres d’emploi Immobilier Formation continue
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GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23628 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch
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■ Wochenschau
GastroJournal
Donnerstag, 22. 6. 2006 ■ Nr. 25
Der Berner Hess ist heiss JOHN WITTWER Als 20-jähriger Grünschnabel musste der Bierbrauer Donald Hess 1957, nach dem Tod seines Vaters Hector Albert Hess, die Leitung des Familienunternehmens übernehmen. Von Anfang an bezahlte er einiges an Lehrgeld – die Firma war alles andere als in optimalem Zustand. Zudem liessen die verkrusteten Strukturen und der Druck des Bierkartells schon damals grüssen. Hess setzte auf Qualität, verbesserte diese laufend und entstaubte das Familienunternehmen. Er produzierte und vermarkte-
Hess Group: Klein aber fein «Wir gehören nach wie vor zu den Kleineren, dafür aber zu den Feinen», untertreibt CEO Max Lienhard fast ein wenig. Zur Hess Group gehören heute die vier Weingüter Glen Carlou und Kunstmuseum (ab September 2006) in Südafrika, die Bodega Colomé mit Boutique-Hotel in Argentinien, die Peter Lehmann Wines in Australien und The Hess Collection Winery und Kunstsammlung in Kalifornien. Dazu kommen zehn Restaurants in Bern, der Naturpark Blausee im Kandertal mit Hotel, Restaurant, Spa und Bio-Forellenzucht, die Führung des Hotel-Restaurants St. Petersinsel am Bielersee und die Münsterkellerei in Bern. Vor zehn Jahren generierte das Unternehmen 80 Prozent des Umsatzes in der Schweiz, heute generiert das globale Unternehmen 90 Prozent im Ausland. Mehr unter www.hess-group.ch JW
te das erste alkoholfreie Bier (Roc) der Schweiz, kümmerte sich schon früh um das «Branding», das Schaffen einer Marke, verkaufte später die Brauerei, lancierte das Valser Wasser und baute seit 1978 das heutige «Hess-Weinimperium» auf.
Nachfolge rechtzeitig geregelt Schon immer hatte Donald Hess klar gemacht, dass er sich mit 60 Jahren vom Tagesgeschäft und mit 65 Jahren auch vom Verwaltungsrat-Präsidium zurückziehen werde. Ende 2001 liess sich Donald Hess pensionieren. Da kein Nachfolger aus dem Familienkreis zur Verfügung stand, übergab Donald Hess die Leitung der Gruppe seinem langjährigen Weggefährten Max Lienhard und überführte die Aktien in den Hess Foundation Trust. Lienhard, setzt mit seinem Team die Hess’sche Philosophie fort. 2002 wurde Valser an Coca Cola verkauft und damit begab man sich konsequent vom Mineralwasser- auf den Weinweg. Heute verfügt die Hess Group unter anderem über eigene Weingüter in den USA, in Südafrika, Australien und Argentinien (siehe Kasten).
Unternehmer sein und nicht Financier werden «Ich hatte immer auch das Glück des Tüchtigen und konnte von Beginn an auf zuverlässige und kompetente Mitarbeiter und Freunde zählen», blickt Hess dankbar zurück. Wichtig für ihn sind ebenfalls eine möglichst hohe finanzielle Unabhängigkeit von Banken – «Bankengeld ist nie einfaches Geld, ich habe immer zuerst selber verdient und erst dann ausgegeben» – und Investitionen in gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter. Jüngstes Beispiel für den Respekt den der Unternehmer seinen Mitarbeitern zollt, ist der Bau einer eigenen Kirche und eines Gemeinschaftsraumes für seine 400 Angestellten der Bodega Colomé in Argentinien. Der weitgereiste Hess sieht als Chancen für eine erfolgreiche Produktevermarktung, sei es in Hotellerie, Restauration oder eben im Weinhandel neben Ideenreichtum, guten Kadern und Mitarbeitern: • Spezialisierung und Schaffung einer starken Marke, • hohe Qualität des Produktes,
Donald Hess: «Auch rechtzeitig an die Nachfolge denken und lernen loszulassen.» • Authentizität und Unverwechselbarkeit, • keine 08/15-Lösungen, also kein Durchschnitt Zuviel Durchschnitt ortet er in der Schweiz auch im Gastgewerbe, obwohl er die strukturellen Schwierigkeiten ebenfalls kennt: «Persönlicher Empfang und Eingehen auf Gästewünsche wären oft der Anfang für den geschäftlichen Erfolg», ist er überzeugt.
Lahme Politik und Imageverlust Als «Auslandschweizer» beurteilt er die Schweizer Politik mit den Worten: «Es verändert sich eigentlich wenig, oft kommt es mir vor, als mache die Politik Gigampfi-Bewegungen und komme nicht vom Fleck.» Der Bankenrummel um die Holocaust-Gelder
habe dem Image der Schweiz im Ausland nachhaltig geschadet, findet er und sagt: «Heute ist die Schweiz nichts Spezielles mehr, wie wir zumindest einst glaubten.» Dies gelte auch für die Landwirtschaft. «Die Bauern sind die Leidtragenden einer verfehlten Politik, die nach dem zweiten Weltkrieg eingeläutet wurde.» Nichtsdestotrotz müssten sich alle Wirtschaftszweige der veränderten Situation anpassen, flexibel sein und rechtzeitig Lösungen für die Zukunft angehen. Hermann Jacobi, «The Hess Group – Since 1844», Eigenverlag, Bern-Liebefeld, 283 Seiten, englisch/deutsch. 34 Franken. ISBN 3-9523083-9-0 Buchbestellung bei GastroEdition Tel 0848 377 111.
Virtuelle Réception
Gefährliche Tendenz
Hotel Le Boulevard in Lausanne
Neustrukturierung der ASCO
Neuheit in Lausanne. Das Drei-Sterne-Hotel Le Boulevard wird aus der Ferne bedient. Mit grossen finanziellen Einsparungen. «Mit Personalkosten von über 40 Prozent kann ein Kleinhotel auf die Dauer nicht rentieren», sagt Philippe M. Guénat, Direktor der Hotelgruppe Hôtels et Patrimoine, welche nach grossen Renovierungsarbeiten und Investitionen in Elektronik und Informatik das in der Nähe des Lausanner Bahnhofs gelegene Le Boulevard wiedereröffnet hat. «Dank der Informatisierung des Betriebes haben wir die Personalkosten auf unter 20 Prozent senken können», erklärt Guénat. Was in Billigsthotels (z.B. Formule 1) schon gang und gäbe ist, hat der Bauherr im Boulevard konsequent ausgebaut und seinen spezifischen Bedürfnissen angepasst. Heute gehts wie beim Internetbuchen eines Fluges. Die Übernachtungen werden im Voraus bezahlt. Der Gast läutet am
Vorteil Servicepersonal
J. WITTWER
Anlässlich der Vernissage des Buches «The Hess Groupe – since 1844», stand «Unternehmerdoyen» Donald Hess vor kurzem in Bern zu verschiedenen Fragen Red und Antwort.
EDITORIAL
Eingang, identifiziert sich und kann eintreten. Hier werden ihm per Telefon die weiteren administrativen Schritte erläutert (automatische Schlüsselabgabe, Ausfüllen des Formulars für die Polizei usw.). Dem Gast stehen Internet, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine sowie ein Bügeleisen zur Verfügung. Getränke und Waschmittel können am Automaten bezogen werden. Fürs Frühstück arbeitet das Hotel mit einem nahen Tearoom zusammen. Morgens reinigt eine Putzfrau die Räume. «Wir haben vor allem Gäste für längere Aufenthalte im Visier», meint Direktorin Véronique Prior Palmer. Ein Gast habe bereits eine Suite für fünf Monate reserviert. Das Boulevard gehört mit dem National in Genf und der Couronne in Morges zur Hôtels et Patrimoine. Deren Präsidentin Anne Southam Lingjaerde hat ein Kaufversprechen für ein weiteres Haus in Genf unterschrieben. Ihre Gesellschaft ist daran, zwei weitere Millionen von Pensionskassen und Privaten zum Aktienkapital von rund 4,5 Millionen aufzutreiben. «Wir zielen auf eine Nettorendite von gut sechs Prozent und möchten insgesamt etwa sieben Hotels de Charme betreiben.» Dies ist bei Kleinbetrieben nur mit klein gehaltenen Personalkosten möglich, soll jedoch auf keinen Fall auf Kosten des Gästekomforts geschehen. nm
Der Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Diskotheken ASCO bereinigt seine Strukturen. In einem grundsätzlich schwierigen Umfeld gilt die 1934 gegründete ASCO international als vorbildlicher Verband: Von den Arbeitsbewilligungen bis zu den Krankenversicherungen bemüht sich die ASCO mit ihrer Geschäftsleiterin Yvonne Graf um klare und transparente Verhältnisse. Und gerade unter der Ägide des aktuellen Präsidenten Jürg König, Patron in der Zürcher Börse, sucht der Verband bis hin zu Frauenorganisationen den Kontakt und den Konsens.
Der Zeitgeist geht um Freilich geht auch in diesem Milieu der politische und der gesellschaftliche Zeitgeist um: Er bringt gesellschaftlich zwar eine Liberalisierung weiter Lebensbereiche, zeichnet sich
Handeln: Jürg König und Yvonne Graf.
aber politisch von der Promillegrenze bis zum Rauchen auch durch grosse Regulierungswut aus. Dass darunter ausgerechnet die ASCO leidet, ist von bitterer Ironie: Weil einerseits die bestehenden, guten Gesetze mangels öffentlicher Mittel nicht vollzogen werden, und weil andererseits viele Betriebe wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, wandern Teile der Branche in die Illegalität ab. Und als wolle die Politik ihre Untätigkeit vergessen machen, werden gleichzeitig die Vorschriften aufgebläht, was die Teufelsspirale weiter in Gang hält. Unter anderem vor diesem Hintergrund sind die Schritte zu verstehen, die letzte Woche an der Generalversammlung der ASCO im Tessin getan wurden: Weil manche Regionalverbände Zerfallserscheinungen zeigen, sollen wie in den Anfangszeiten des Verbandes wieder Direkt-Mitgliedschaften bei ASCO Schweiz möglich sein. Damit die wichtige Arbeit in den Kantonen trotzdem weiterexistiert, wird der nationale Vorstand Delegierte ernennen, welche die Interessen vor Ort wahrnehmen. Die Generalversammlung stimmte der entsprechenden Statutenänderung einstimmig zu. Im Übrigen beschloss die finanziell gesunde ASCO eine Senkung und Vereinheitlichung der Mitgliederbeiträge. pg/PD
Im Service zu arbeiten ist sehr hart. Stundenlang steht man auf den Beinen, muss die Launen der Gäste er- und schwere Tabletts tragen. Manchmal stimmt am Ende eines Tages nicht einmal das Trinkgeld. Wie schön wäre es doch, im Büro zu arbeiten, denkt wohl mancher Serviceangestellte, während er die letzten Tische abräumt. Doch für einmal ist alles anders. Für einmal sind die «Bürogummis» die Angeschmierten. Während das Servicepersonal mitten im WM-Fieber steckt, vielleicht sogar in den Genuss einer Gratisrunde kommt, wenn ein schönes Tor gefallen ist, sitzen die Leute im Büro vor ihren Flachbildschirmen und sehnen sich nach dem Feierabend. TV kucken während der Arbeitszeit ist nämlich an vielen Orten verboten. Manch einer würde liebend gern seinen warmen Bürosessel gegen eine Serviceschürze eintauschen, um ja kein Spiel zu verpassen. Doch das geht nicht. Und das ist auch richtig so. Denn wer Jahre lang hart arbeitet, sich in einem Beruf aufopfert, der nicht von allen wirklich geschätzt wird, wer auch an Sonn- und Feiertagen zur Verfügung steht und sich nicht zu schade ist, auch abends zu krampfen, der soll auch einmal einen Vorteil aus seinen Bemühungen ziehen. In diesem Sinn: Geniessen Sie die WM, die feucht-fröhliche Atmosphäre und drücken Sie der Schweizer Nationalmannschaft aktiv die Daumen. Andrej Abplanalp
BLICKPUNKTE Winterthur
Studenten führen eigenes Pub Ende Oktober wollen Studenten von der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW) ein englisches Pub eröffnen und selber führen. Noch fehlt aber das dringend benötigte Startkapital von mindestens 100 000 Franken. Die Idee kam bei einer Studienreise nach London auf, als die Studenten in einer Brauerei landeten. Die ZHW möchte den Studenten durch die Eröffnung des Pubs eine Möglichkeit bieten, die Theorie in die Praxis umzusetzen und eine Firma zu gründen, aufzubauen und zu führen.
Berner Nachtleben
Volk entscheidet über Nachtleben Am Nachtleben in der unteren Berner Altstadt (Foto) scheiden sich die Geister. Der Berner Stadtrat hat letzte Woche beschlossen, kein generelles Verbot für Überzeitbewilligungen zu erlassen. Der Entscheid
war sehr knapp und stösst das Verbot des Stadtrats aus erster Lesung wieder um. Nun soll das Volk entscheiden, wie es in der unteren Altstadt weitergeht. Es kann zwischen zwei Varianten auswählen. Entweder wird das Nachtleben in einigen Gassen eingeschränkt oder in der der unteren Altstadt herrscht keine Einschränkung für Betriebe mit Überzeitbewilligungen.
■ Wochenschau
Donnerstag, 22. 6. 2006 ■ Nr. 25
GastroJournal
Vorauseilender Gehorsam HANS PEYER* Bis jetzt hat das BVET mit GastroSuisse als wichtigstem gastgewerblichem Arbeitgeberverband in dieser Angelegenheit noch keinen Kontakt aufgenommen. GastroSuisse hat sich seit dem Aufkommen der BSE intensiv mit dieser Problematik beschäftigt.
Was würde ein allfälliges Verbot für die Gastronomie bedeuten? Ein allfälliges Verbot stellt die Branche vor bedeutende Probleme. Jährlich fallen insgesamt ca. 300 000 Tonnen Lebensmittelbestandteile und -resten an, welche in den entsprechenden Betrieben nicht mehr direkt weiterverwendet und daher entsorgt werden müssen. Allein in der Gastronomie beläuft sich diese Menge auf rund 100 000 Tonnen. Es stellt sich daher die Frage, was mit diesen Speiseresten geschehen soll? Alle diese Produkte unterlagen bereits bei ihrer Herstellung respektive Verarbeitung und Verkauf einer strengen lebensmittelrechtlichen Kontrolle. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich bei diesen Speiseresten um hochwertige Proteine handelt, die unbedingt weiterverwendet werden sollten. Durch die Verfütterung von
Käme es zu Preisaufschlägen? In welchem Ausmass? Diese Frage kann durch GastroSuisse nicht beantwortet werden; ein Kontakt mit den Schweineproduzenten könnte Aufschlüsse geben.
Kaffeepreise
Unternimmt die GastroSuisse etwas gegen das drohende Verbot?
Werden die Bohnen teurer?
Aufgrund der Intervention von GastroSuisse findet noch diesen Monat ein Treffen mit dem BVET statt. Wichtig ist es, eine fundierte Güterabwägung durchzuführen (allfälliges Risiko; Vernichtung hochwertiger Proteine; zusätzlicher Import von Ersatzfuttermitteln etc.). Solange diese sinnvolle Verwertung risiko- und gefahrlos möglich ist, soll sie aus der Sicht von GastroSuisse nicht verboten werden. Eine allfällige gesetzliche Regelung müsste in die Tierseuchenverordnung aufgenommen werden; dazu wäre ein Beschluss des Bundesrates vonnöten. *Hans Peyer ist Leiter Wirtschaftspolitik von GastroSuisse und stellvertretender Direktor
Was Gäste liegen lassen und Küchen wegschneiden,ist nicht Abfall,sondern Wertstoff.
Agro-Marketing foutiert sich um Tourismus
Schutzalter endlich angepasst
Den Tatbeweis treten die Agro-Vermarkter aber nicht an, sie scheinen sich vielmehr zu foutieren um eine echte Zusammenarbeit mit ST, wie um eine koordinierte Landeswerbung, wo
Rauchfrei und neuer Besitzer Seit wenigen Tagen ist das Hotel Walhalla als erstes grösseres Gastrounternehmen in St.Gallen rauchfrei. Bereits seit einigen Monaten rauchfrei sind sämtliche Hotelzimmer. Mit der vollständigen Verbannung des blauen Dunstes aus dem Speiselokal geht Direktor Urs Majer nun einen Schritt weiter. Weiterhin rauchen lässt sich in der Brasserie. Majer will damit für den Betrieb, der von Heineken zur Winterthur übergegangen ist, eine Vorreiterrolle einnehmen.
Praxisgerecht
Schulden statt echtes Interesse
Hotel Walhalla, St. Gallen
rund 220 000 der insgesamt anfallenden 300 000 Tonnen Lebensmittelbestandteile lassen sich rund 44 000 Tonnen Getreide einsparen, die zum grössten Teil in Form von Soja importiert werden müssten. Eine alternative Entsorgung dieser Speisereste wäre also eindeutig eine Verschwendung hochwertiger Proteine. Zudem ist es in vielen Kantonen verboten, Nassabfälle mit dem normalen Kehricht zu entsorgen.
Wein-Krampf Zwar ist der Schweizer Wein gut und hat qualitativ in den letzten Jahren stark zugelegt. Doch das Weinmarketing versagt auf der ganzen Linie: auch touristisch. Swiss Wine Communication (SWC) war Mitglied bei Schweiz Tourismus (ST) und wird in den entsprechenden Papieren als «presenting Partner» für die Themenroute Gastronomie & Wein von ST geführt. Ein Ersatz für die konkursite SWC ist bis heute nicht gefunden – gemäss ST-Business-Plan soll die Route bald neu aufgelegt werden. Offenbar ist auch Switzerland Cheese Marketing (SCM) nicht bereit, in die Bresche zu springen. SCM soll nach dem Untergang der SWC zumindest teilweise deren Promotionsaufgaben übernehmen (siehe GJ 24) und ist strategischer Partner von ST. Das zeuge doch vom Interesse der landwirtschaftlichen Vermarkter, heisst es bei der ST-Pressestelle.
BLICKPUNKTE
P. GRUNDER
Das Bundesamt für Veterinärwesen prüft ein Verbot der Verfütterung von Speiseresten an Schweine. Ein Unsinn.
sie sogar privilegiert behandelt werden. Auf keinem einzigen Inserat der in Deutschland laufenden Kampagne von SCM für Schweizer Käse erscheint wenigstens die touristische Goldblume, die ST einst sogar auf den ToniMilchpackungen platziert hatte. Die konkursite SWC hinterlässt zudem auch bei ST Schulden, es ist von einem «namhaften Betrag» die Rede: «Wir haben die Betreibung eingeleitet.» ST ihrerseits sucht trotz allem die Nähe zu den Agro-Vermarktern, ja fördert diese von Käse bis Wein sogar. Findet irgendwo in den Märkten ausserhalb der Schweiz ein Apéro statt, dürfen SCM und die Weinvermarkter liefern. «Schweiz Tourismus sucht grundsätzlich Kooperationen mit Unternehmen und Organisationen mit denen eine gemeinsame Vermarktung sinnvoll ist. Ob sie nun vom Bund vorgegeben sind oder nicht», erläutert ST-Pressesprecher Oliver Kerstholt. Im Zuge einer Koordination der Landeswerbung liesse man die AgroVermarkter besser nicht aussen vor (siehe auch Meldung rechts), sondern gliederte sie ein. Mit ST ist immerhin ein Profi am Werk. mn
Seite 3
Die Branchenverbände des Gastgewerbes begrüssen den Entscheid des Nationalrates, das Jugendschutzalter von 20 Jahren auf 18 herabzusetzen. Mit der Senkung wird eine praxisorientierte Ausbildung wieder eher möglich. Während zum einen vom Gewerbe verlangt wird, dass es Lernende ausbildet, wurde ihm diese Ausbildung in den letzten Jahren zunehmend erschwert. So machten dem Gastgewerbe, das rund 8000 Lernende ausbildet, insbesondere die Regelungen zu Randzeiten und an Sonntagen enorm zu schaffen (GJ 22). Nun hat der Nationalrat letzte Woche die Herabsetzung der Altersgrenze auf das zivilrechtliche Volljährigkeitsalter von 18 Jahren deut-
Normale Arbeitszeiten auch für Lernende.
lich angenommen – wie vorher schon der Ständerat. Dies ermöglicht dem Gastgewerbe endlich wieder eine praxisorientierte Ausbildung, die den realistischen Arbeitsbedingungen Rechnung trägt. Für die Berufsausbildung ist es unentbehrlich, dass Lernende das Führen einer eigenen Servicestation, das Inkasso, den Bereich Zusatzverkäufe oder die Ausrichtung von Dessertbuffets und Banketten auch in der Praxis erfahren können, was nur sehr beschränkt möglich war. Von der Herabsetzung der Altersgrenze werden aber auch volljährige Jugendliche profitieren, die ihre Lehre schon mit 18 Jahren beendet haben. Sie konnten aufgrund der heutigen Jugendschutzbestimmungen nicht wie Erwachsene eingesetzt werden und waren daher auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Ein Schutzalter 18 heisst jedoch nicht, dass die Jugendlichen übermässig eingesetzt werden können. Die im Gastgewerbe branchenübliche Nachtund Sonntagsarbeit ist im Arbeitsgesetz und in dessen Verordnungen geregelt, die dem Gesundheitsschutz Rechnung tragen. GastroSuisse/pg
Wie Kraft Food Schweiz mitteilt, steigen die Röstkaffeepreise für die Gastronomie je nach Sorte und Mischung um 60 bis 80 Rappen pro Kilo. Grund dafür seien die seit 2004 stark gestiegenen Rohkaffeepreise. Andere Kaffeeröster wollen eher noch zuwarten, so beispielsweise Blaser Café. «Wir haben derzeit keine Erhöhung im Sinn», sagt Samuel Zenger von Blaser Café. Bei Scirocco-Kaffee heisst es, die Tendenz gehe sicher nicht nach unten, anscheinend will man auch hier eher abwarten. Fraglich ist, ob für die teilweise steigenden Röstkaffee-Preise tatsächlich die Rohkaffeepreise ver-
antwortlich sind – oder doch eher, dass die Röster in den letzten Jahren weder die erhöhten Benzinpreise noch die LSVA noch eine Teuerung weitergegeben haben.
Koordinierte Landeswerbung
Nur für das Marketing? Auch der Ständerat stimmte letzten Montag für eine Koordination der Landeswerbung: Gemäss seinem Willen sollen Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz, Standort Schweiz und Swissinfo in eine Körperschaft zusammengeführt werden. Er hat aber eine Motion des Nationalrates abgelehnt, die dem Bundesrat zu detailliert Vorschriften mache. Offenbar sollen die Wirtschaftsorganisationen (Osec, Sofi und Sippo) nicht zwingend ebenfalls zusammengeführt werden. Der Ständerat will dem Bundesrat in diesen Fragen mehr Spielraum lassen. Einmal mehr bleiben die Organisationen des Agro-Marketings unerwähnt (siehe hierzu auch Artikel «WeinKrampf» links).
DIE AKTUELLE FRAGE Wirtschaft
Mitmachen ist eigentlich obligatorisch Was braucht es, damit der Schweizerhof auch in Zukunft als Hotel betrieben werden kann, oder wieso braucht Bern ein zweites Fünfsterne-Hotel? Das Hotel Schweizerhof war über viele Jahre ein international etabliertes Haus mit grossem Bekanntheitsgrad und Sympathiebonus. Mit der Schliessung des Schweizerhofs ist ein Stück Berner Tradition weggefallen. Bern Tourismus trauert aber nicht vergangenen Zeiten nach, sondern ist überzeugt, dass ein zweites Fünfsternhotel ausgezeichnete Chancen auf dem Markt hat. Wieso? • Bern kann eine überdurchschnittlich hohe Zuwachsrate bei den Logiernächten verzeichnen.
Diese erfreuliche Tendenz möchte Bern Tourismus verstärken. Im Vergleich zu anderen Schweizer Städten steht Bern aber mit 200 Betten in dieser Kategorie schlecht da. Basel bietet 1115 Betten, Zürich 2200 und Genf gar 3900 Betten an. • Bern bietet mit neuer Kongressinfrastruktur wie beispielsweise das Zentrum Paul Klee und das Stade de Suisse im Bereich Business in den vorderen Rängen mit. Fehlt die gewünschte Hotelklasse, so verliert Bern potenzielle Kunden. Fallen diese Anfragen zeitlich mit den ParlamentsSessionen zusammen, so ist Bern auch im Viersterne-Bereich am Limit. • Auf den asiatischen und amerikanischen Märkten wäre ein renoviertes Fünfsternhotel ein für Bern ausschlaggebendes Kriterium. Ein umge-
bauter Schweizerhof könnte sich gut im Teilmarkt «BijouStadthotel» positionieren. • Bern erlebt eine wohltuende Phase des Aufbruchs. Die neuen Sehenswürdigkeiten verschafften der Stadt Aufmerksamkeit aus dem In- und Ausland. Städte- und Kulturtourismus sowie Kurzurlaube liegen im Trend. Luxushäuser sind wichtige Imageträger einer attraktiven Stadt und gelten als Flaggschiffe einer Destination. Neue Verkaufs- und Absatzkanäle eröffnen sich. Im Übrigen schadet Konkurrenz dem Markt nicht, sondern belebt ihn zusätzlich. Markus Lergier, Direktor Bern Tourismus
Gute Aussichten für das laufende Jahr Gute Nachrichten aus der Schweizer Industrie: Sie hat einen so guten Jahresstart hingelegt wie seit sechs Jahren nicht mehr. Auch für den weiteren Geschäftsverlauf sehe es gut aus, schreibt die Nachrichtenagentur sda. Die Auftragseingänge liegen um 15,5 Prozent über dem Vorjahr. Dies alles hat auch positive Auswirkungen für den Arbeitsmarkt. Auch das Gastgewerbe könnte profitieren: Wer Arbeit und Geld hat, geht eher einmal auswärts essen oder trinken.
■ Restauration
Donnerstag, 22. 6. 2006 ■ Nr. 25
GastroJournal
Zusatzgeschäft Fussball-WM
SZENE Ab Ende Juni in Egerkingen
Dance Club speziell für Nichtraucher
Schweizweit haben sich im Zusammenhang mit der derzeitigen FussballWM zahlreiche Gastronomen viel einfallen lassen, um die WM als Zusatzgeschäft zu nützen und einer gähnenden Leere im Restaurant vorzubeugen. Beispiele und was sie bringen.
Ende Juni ist es soweit: Nach einer Konzeptänderung und einer nötigen Umbauphase wird der Happy&Made Dance Club in Egerkingen als erster Dance Club der Deutschschweiz wiedereröffnet. Für Raucher und Nichtraucher klar in zwei Teile getrennt. Sogar die gut 150 m2 grosse, gedeckte Terrasse wird unterteilt, so dass sich auch dort nichtrauchende und rauchende Gäste getrennt wohlfühlen dürfen. Die Geschäftsleitung ist sicher, dass sie damit einem zunehmend stärker werdenden Gästebedürfnis entspricht.
J. STEIMEN
JO STEIMEN Ob man eher geistigen Werten zugewandt ist, mit Fussball nichts am Hut oder gar etwas gegen diesen Massensport hat, kaum jemand bleibt derzeit von der Fussball-WM in unserem Nachbarland verschont. Dafür sorgen von kleinen Lokalblättern bis zu grossen Massenmedien alle: Bis zum 9. Juli steht Fussball im Mittelpunkt aller Dinge und noch nie wurden mehr Menschen von diesem Sport gewissermassen gefangen. Ob das Radio oder der Fernseher eingeschaltet, eine Zeitung aufgeschlagen oder ein Restaurant besucht wird, alles spricht von den Spielen in Deutschland. Vorausschauend haben sich deshalb zahlreiche Gastronomen rechtzeitig entschieden, im eigenen Restaurant, auf der Terrasse oder im Garten mehr als nur kulinarisch Besonderes im Zusammenhang mit der WM zu bieten. Spezielle Breitbild-Fernseher, manchmal mehrere an verschiedenen Positionen eines Betriebes, überdachte Grossleinwände, auf denen mittels Beamer die Spiele live übertragen werden, im Restaurant oder gar in extra aufgestellten Zelten. Das alles sind Teile eines reichhaltigen Sonderangebotes vieler Gastronomen in allen Landesteilen. Das kostet zwar Geld, aber die Gastronomen, die in dieser Richtung bis zum Finale mithalten, sind nach einer Umfrage von GastroJournal ziemlich ausnahmslos mit den Zusatzgeschäften zufrieden, die sich mit der WM generieren lassen. Einige Gastronomen haben sich im Vorfeld der WM gar umgesehen und sich bemüht, einige Sponsoren zu finden, die sich an den manchmal ziemlich aufwendigen Spezialaktionen in irgendwelcher Form beteiligen.
Bei bestimmnten Spielpaarungen sind im Wohler Ibarus-Zelt bis 250 fussballbegeisterte Gäste zu zählen.
Vom Bierlieferanten bis zum lokalen TV-Geschäft Ein Beispiele, was man tun kann, um sportbegeisterten Gästen auf Zeit etwas Besonderes bieten zu können, demonstriert Ex-Fussballer Gregorio Mantella. Neben seinem Gastbetrieb namens Ibarus im aargauischen Wohlen liess er ein Zelt aufstellen, in welchem an zwei Bars und an zahlreichen Tischen die WM-Spiele auf einer Grossleinwand verfolgt werden können: «Weil ich der Meinung bin, dass Gäste ohne Konsumationszuschlag die WM-Spiele auf Grossleinwand verfolgen können sollten, suchte und fand ich Sponsoren, die von meinem Projekt zu überzeugen waren. Eine Blachenfirma lieferte das Zelt, eine lokale TV-Firma die gesamte Elektronik, drei Firmen lieferten Holzböden und zwei Getränkefirmen einen Kühlwagen sowie alles bezüglich der nötigen Infrastruktur für die Bars. So wird ein doch speziell grosser Event finanziell tragbar.» Und tatsächlich: Während sich im WMZelt neben dem Restaurant (Foto) bei den Nachmittagsspielen noch eher wenig Gäste aufhalten, werden die Vorabendspiele bereits gut und die Spiele um 21 Uhr ausgezeichnet besucht. Gregor Mantella: «Am Abend darf man bei besonders interessie-
renden Spielen mit bis 250 Gästen rechnen.»
Spezieller Aufwand lohnt sich Zweifellos ist Fussball am schönsten, unterhaltsamsten und entspannendsten, wenn man ihn bequem auf einem Stuhl an einem Tisch sitzend und mit einem kühlen Etwas vor sich mit Gleichgesinnten geniesst. Das ist zum Beispiel auch im Zic Zac Letzi, neben dem im Umbau befindlichen Stadion Letzigrund möglich. Da locken derzeit zwei Grossleinwände
Fussballfreie Zone Für Gäste, die mit Fussball nichts am Hut haben, offerieren ein paar gewitzte Gastronomen auch mit einer «fussballfreien Zone». So offeriert das Bloom in Winterthur vier Wochen lang kulinarische Spezialitäten auf der Gartenterrasse. Flimmerkistenfrei und bei zarten Pianoklängen. Pure Erholung vom allgegenwärtigen Fussballfieber. Auf der Suche nach einem fussballfreien Reservat? http://basel.kaywa.ch/basel-heute/ basel-fussballfreie-zone.html
Grossanlass vorbereitet, der nicht weniger Gäste, aber durch und durch kulturell Interessierte ansprechen soll: Vom 7. bis 9. Juli werden da die Highlights des Opernhauses und des Tonhalle-Orchester auf einer 100 m2 grossen Openair-Leinwand übertragen. Um dem Anlass auch hinsichtlich Kulinarischem einen Stempel aufzudrücken, wird das Team vom Zürcher Carlton vor Ort die Gäste in einem extra erstellten Zelt mit einem speziell kreierten Opern-Menü verwöhnen. Und: Von allen Plätzen werden die Gäste eine freie Sicht auf die riesige Leinwand haben.
In Spital-Restaurants aktuell
Mit Spezialitäten Gäste verwöhnen
ZVG
Statt Schulbank drücken: 25 Schülerinnen und Schüler der Rudolf Steiner-Schule Solothurn sind für zwei Wochen im Restaurant Pintli in allen Bereichen der Gastronomie eingebunden.
Grossleinwand auf dem Münsterhof
Openair auf dem Münsterhof-Platz.
25 Schülerinnen und Schüler arbeiten während zwei Wochen im Pintli in St. Niklaus gerade wegen der intensiven Vorbereitungen ist der Start voll gelungen: Die Jugendlichen, die hinter dem Buffet arbeiten, aber auch servieren, Bestellungen aufschreiben und abrechnen müssen, oder eben rüsten, braten, dämpfen, abwaschen, putzen, waschen, bügeln und täglich eine neue Menükarte schreiben, sind der Herausforderung offensichtlich gut gewachsen. Das Wirtepaar und die Lehrkräfte, die die 25-köpfige Klasse überwachen, sind jedenfalls nach ein paar Tagen recht zufrieden: «Natürlich gibt es kleine Fehler oder Mängel auszubügeln, aber der Einsatz der Schülerinnen und Schüler findet bei den Gästen viel Gefallen und Anerkennung.» Das Wirtepaar möchte mit dieser nicht alltäglichen Aktion einerseits den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Einblick in die Arbeitswelt eines vielseitigen Betriebes zu gewähren. Andererseits wollte es der Schulleitung bei der nicht ganz einfachen Suche nach Schnupperstellen helfen. Daneben kann mit der Aktion das Interesse am Gastgewerbe geweckt werden. Sie erleben nämlich, wie vielseitig die Tätigkeiten im Gastgewerbe sind. js
Oper statt Fussball
Während Gastronomen derzeit schweizweit in Sachen Fussball um die Gunst von Gästen buhlen, wird auf dem Zürcher Münsterhof ein
und mehrere Breitbild-TVs Fans in die gute Stube. Bei Bier und diversen Spezialitäten wie Helvetia’s Winner oder Ronaldinho’s Fitness Burger, aber auch mit speziellen WM-Buffets. Solche Bemühungen werden belohnt: Das Zic Zac Letzi ist vor allem abends brechend voll. Und auch hier wie anderswo ist für die Barchefs klar: «Das meistverlangte Getränk ist Bier, manchmal auch ohne Alkohol, aber immer ganz kühl.» Im Restaurant Traube in Buchs begrüsst die Familie Spiess und ihr Team die Gäste derzeit als «Weltgäste», in einem roten Dress mit klar erkennbarem Schweizerkreuz. Und da werden bis zum 9. Juli Köstlichkeiten aus all jenen 32 Ländern angeboten, die an der WM in Deutschland mit dabei sind: aus England Fish and Chips, aus Paraguay Bori, aus Mexiko Tortilla, aus Deutschland bayrischer Schweinsbraten, aus dem Iran Lammspiess mit Rosinenreis. Und die Gäste danken dies mit einem regen Besuch in der Traube. Zweifelsohne hat sich der einstige Proletensport zum IntellektuellenLiebling gemausert. Nicht nur medial, sondern offensichtlich auch im gastronomischen und kulinarischen Bereich. Wer mitmacht, kann gewinnen. Wer nichts wagt, gewinnt nichts.
Die Schulstube mit der Gaststube getauscht Bereits zum fünften Mal darf eine zehnte Klasse der Rudolf SteinerSchule Solothurn erfahren, was es heisst, ganzheitlich in einen gastronomischen Betrieb eingebunden zu sein. Der Klasse gefällts und den Gästen auch: noch bis zum 25. Juni. Unter dem Motto «Lernen vom Leben» absolvieren 25 Schülerinnen und Schüler der betreffenden Klasse einen vierzehntägigen Arbeitseinsatz in Küche und Service vom Restaurant Pintli in St. Niklaus-Feldbrunnen. Dieser Arbeitseinsatz ist eines der pädagogischen Projekte der Rudolf Steiner-Schule Solothurn. Vor dem aktiven Einsatz hatte das Pintli-Wirtepaar, Sylvia Aebi und Stephan Zumbach, einen Monat intensiver Vorbereitungen mit den am Projekt Teilnehmenden hinter sich zu bringen. Immerhin stellt das «Hinaus aus der Schulstube, hinein ins volle Leben» gewisse Anforderungen an die Teilnehmenden, deren Teamwork in besonderem Masse gefragt ist. Da geht es um Kreativität, Genauigkeit, Effizienz, um Veranwortung, um Toleranz und darum, mit den Gästen vom Pintli einen angenehmen Umgang pflegen zu können. Vielleicht
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Unter dem Motto «Caribbean Dreams» zelebrieren die Küchenchefs in den vier Restaurants der SRO (Spital Region Oberaargau) von Herzogenbuchsee, Huttwil, Niederbipp und Langenthal bis zum 6. Juli karibische Spezialitäten. Nicht nur die Besucher von Spitalpatienten sind zum Food-Festival willkommen, auch Liebhaber kulinarischer Spezialitäten.
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■ Hotellerie & Tourismus
Donnerstag, 22. 6. 2006 ■ Nr. 25
GastroJournal
Nur wenige profitieren
FLASH Grand Hotels Engadinerkulm
Millionenkredit für den Kronenhof
Gespenstische Ruhe im Kanton Uri und in der Leventina: Wegen der Schliessung der Gotthardautobahn gibt es weder Verkehr noch Gäste.In Graubünden und im Tessin profitieren nur wenige Betriebe.
Die AG Grand Hotels Engadinerkulm hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit einem Millionenkredit soll das Grand Hotel Kronenhof in Pontresina weiter renoviert werden. Die AG Grand Hotels Engadinerkulm hat den Kronenhof (Foto) 2004 übernommen und bereits rund 10 Millionen Franken investiert. Mit dem Geld wurden die Zimmer aufgefrischt. Die jetzt vom Verwaltungsrat bewilligten 27 Millionen dienen zur Erstellung einer neuen Wellnessanlage, dem Bau einer Tiefgarage mit 100 Plätzen und der Erweiterung des Zimmerangebots um 50 Betten. Aufgefrischt wird auch die Chefetage des Kronenhofs. Ab Oktober leitet Heinz
PIXELQUELLE.DE
KARIN HUBER Seit der Sperrung der Gotthard-Autobahn und der Kantonsstrasse wegen eines Felssturzes sind im Kanton Uri die meisten der rund 350 Gastronomieund Hotelbetriebe gähnend leer. Die Mitarbeitenden haben Zwangsferien. Sie beziehen Arbeitslosengeld. «In den Kanton Uri kommt seit 1. Juni niemand mehr», sagt Annamarie Zurfluh von GastroUri. Was sie freut: «Grindelwaldner Hotel- und Gastrobetriebe haben angeboten, unsere Leute zu beschäftigen.» Schlimm getroffen hat es insbesondere die Gotthard-Raststätte in Schattdorf/Uri. Die 180 Mitarbeitenden wurden heimgeschickt. Bis zur Gotthardöffnung bleibt die Raststätte geschlossen. Spinnweben setzen auf Tessiner Seite ebenfalls das Gotthard-Hospiz und die Raststätte San Gottardo Sud in Piotta an. Dort, wo der Juni zu den umsatzstärksten Monaten gehört, rechnet deren Direktorin Prisca Dell’Agnola mit Umsatzeinbussen von rund 1,6 Millionen Franken. «Es gibt seit 2001 (Grossbrand im Gotthard) keine Versicherung mehr, die solche Risiken versichert», sagt Dell’Agnola. «Wenn wir Glück haben, werden wir das Jahr 2006 ohne grossen Verlust abschliessen. Dauert die Schliessung der Autobahn länger, werden wir rote Zahlen schreiben.» Ihre 48 Mitarbeitenden sind zu Hause. Nur noch ei-
Vor und hinter dem Pass gibts derzeit weder Verkehr noch Gäste. ne Mitarbeiterin kümmert sich um den geöffneten Kiosk, die Bar und die Tankstelle. «Viel gibt es nicht zu tun.»
Gästerückgang in Graubünden Wenn schon in der Leventina und in Uri «tote Hose» herrscht, wie sieht es dann im Graubünden aus? Das Hotel «Bodenhaus» in Splügen und das Hotel Fravi in Andeer, beide nahe der A13 gelegen, profitieren nicht vom Mehrverkehr, der sich durch Graubünden auf der San Bernardino Route wälzt. «Unsere Stammgäste sind verunsichert, wollen nicht kommen», so Angela Löschl vom Bodenhaus. «Wegen des grossen Verkehrs bleiben auch die Ausflügler aus. Darum haben wir unterm Strich weniger Gäste als üblich.» Ähnliches stellt man im Hotel Fravi fest. «Wegen der Baustelle auf der Südseite des San Bernardino gibt es von
Tessiner Gruppen viele Absagen», erklärt Hoteldirektor Daniel Hürbi. «Aber sonst läuft es bei uns gut.» Nur in den ersten beiden Tagen nach der Schliessung der Gotthard-Autobahn profitierte das an der A13 gelegene Hotel Sommerau in Chur. «Wir waren ausgebucht. Viele, die ein Zimmer wollten, mussten im Auto auf unserem Parkplatz übernachten. Zwei Tage später normalisierte sich alles wieder», sagt Sommerau-Geschäftsführer Clemens Zehnder.
essen und Übernachtungen», bestätigt Rheinkrone-Mitarbeiterin Brigitte Hillebrand.
PR-Kampagner der Tessiner Tiziano Gagliardi von Ticino Turismo stellt bislang keine Einbussen von Hotel-Logiernächten fest. Betroffen seien vorab die Hotels und Restaurants in der Leventina. Doch derzeit sei es praktisch unmöglich, die Einbussen genau zu beziffern. Gagliardi rechnet jedoch auch für weitere Wirtschaftszweige mit Einbussen. «Alles hängt davon ab, wie lange die N2 geschlossen bleibt. Es gibt aber viele alternative Wege. Bereits reisen viele mit dem Zug an. Wir haben aber unter dem Motto ‹Alle Wege führen ins Tessin› eine PR-Kampagne lanciert. Sicher ist: Das Tessin bleibt eine attraktive und sichere Destination.»
Ein Haus ist voll Uneingeschränkt von der Verkehrsumleitung und dem Zusatzverkehr auf der San Bernardino-Route profitiert das Restaurant «Rheinkrone» in Cazis. Ohnehin meist gut frequentiert, herrscht dort seit Anfang Juni Hochbetrieb. «Wir haben sehr viele Zusatz-
Gediegene Mountain Lodge
Postmail: ja, aber ungern
The Omnia in Zermatt eröffnet de reisen», soll dieser auf die Anfrage, ob er beim The Omnia mitarbeiten wolle, spontan geantwortet haben. Geschätzte 80 Millionen Franken sollen in das komplett neu gestaltete Objekt investiert worden sein.
Bald schon schwarze Zahlen Das Resultat lässt sich sehen: Während die Materialien und das handwerkliche Können auf die Tradition des Wallis verweisen, sind der Innenausbau und die Möblierung von der warmen, handgefertigten Ästhetik des amerikanischen Modernisums inspiriert. Dabei ist der grösste Teil der Inneneinrichtungen von Tayar konzipierte Spezialanfertigungen. Die Materialien stammen meist aus der Schweiz und sämtliche Entwürfe von Tayar sind von der Schreinerei ASV Anton Schnidrig in
Visp realisiert worden. Für die Voreröffnungsphase und Überwachung der Arbeiten ist mit Adrian Stalder ein ausgewiesener Hotelfachmann engagiert worden. Sein Mandat läuft nun aus und es ist an Roman Codina und seinem 30-köpfigen Team, das Lebenswerk von Paul Schärer zum Erfolg zu führen. Mit den 30 Zimmern, davon 12 Suiten, dem Wellness-Bereich mit Whirlpool auf der Terrasse und Sicht aufs Dorf und das Matterhorn, einem Restaurant mit Sitzecke und Kamin, der Lobby mit Bibliothek und offenem Kamin sowie einem Boardroom sollen bereits im dritten Jahr schwarze Zahlen geschrieben werden können. Die den Designhotels angeschlossene Mountain Lodge wird mit Ausnahme von sechs Wochen nach Ostern als Ganzjahresbetrieb geführt. hu
M. HUTSCHNEKER
Aus dem missglückten Into the Hotel in Zermatt ist eine gediegene Mountain Lodge entstanden. Eine gelungene Symbiose von amerikanischen Lodge-Konzept sowie Material und handwerklichen Können aus dem Wallis. «Sterne? Nein, Sterne wollen wir absichtlich keine.» Für Hoteldirektor Roman Codina ist die Sache klar. The Omnia sei einzigartig, also unique. Kriterium ist nicht, ob es der Mountain Lodge zu vier oder fünf Sternen gereicht hätte. Die höchstens 60 Gäste sollen sich nicht wie in einem Hotel, sondern vielmehr wie zu Hause, als Teil des Anwesens fühlen. Unique, also einmalig, ist aber auch die Geschichte der Lodge, die auf einem Felsen 45 Meter über dem Dorfkern von Zermatt thront. Vor sechs Jahren eröffnete das Haus als Fünf-Sterne-Hotel unter dem Namen Into the Hotel. Mit Investitionen von rund 40 Millionen Franken vom Einheimischen Heinz Julen geplant und erbaut, musste der Luxustempel den Betrieb nach nur sieben Wochen wieder einstellen. Als Gründe wurden Baumängel und angebliche Differenzen mit Freund und Besitzer Alexander Schärer genannt. Sechs Jahre nun stand der markante Bau leer, bis sich die Eigentümerfamilie Schärer, Inhaberin des weltweit präsenten Möbelunternehmens USM, vor 18 Monaten einen Ruck gab. Vergessen was war, ein neues Konzept musste her: Eine Mountain Lodge nach nordamerikanischen Vorbild. Und weil man mit dem New Yorker Innenarchitekten Ali Tayar bereits geschäftliche Beziehungen pflegte, wurde dieser mit der Gestaltung des neuen Projekts beauftragt. «Habe Stift, wer-
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Ein wirklich prächtiger Standort – The Omnia Lodge in Zermatt.
Eine neue Studie im Auftrag der Swiss Post International zeigt, dass Direct Mails im touristischen Österreich lieber genutzt werden als vom Schweizer Tourismus. Direct Mails sind in den 438 befragten Schweizer Hotels, Campinglätzen und Reisebüros weniger beliebt als Inserate und der Internet-Auftritt. Die 449 befragten österreichischen Betriebe nutzen nur das Online-Marketing stärker als Mailings. Da Inserate und PR, auch sie wird hierzulande gerne eingesetzt, vor allem Instrumente der Neukundengewinnung seien, liege der Rückschluss nahe, «dass die Anstrengungen bei der Kundenbindung – also insbesondere im Dialog mit bisherigen Kunden – in der Schweiz zu gering sind», heisst es in der Studie. Immerhin führen 89 Prozent aller befragten Schweizer Betriebe eine eigene Kundendatenbank. Gegenüber Österreich ist der inländische Adressbestand wesentlich grösser, während die Österreicher eine höhere Anzahl ausländischer Kunden in den Adressdatenbanken führen. Häufigste Gründe für einen Verzicht auf Mailings sind «kein Bedarf», «Geringer Nutzen» und «Kosten». Auffällig sei, heisst es in einer Medienmitteilung zur Studie, «dass die meisten Nutzer mehrere Versände pro Jahr vornehmen». Interessant dürfte auch die Gegenüberstellung von Marketinginvestitionen und Auslastungsgrad sein. Der Trend ist klar: Je höher die Marketinginvestition eines Hotels, desto höher ist auch der Auslastungsgrad. mn Die ganze Studie ist kostenlos erhältlich unter: www.postmail.ch/directpoint
Erich Hunkeler das Haus. Er löst den bisherigen Direktor Henry Hunold, der in Pension geht, ab.
Kongressland Schweiz
In die Top-Ten gerückt Die Schweiz rückt in der Statistik der International Congress & Convention Association (ICCA) von Platz 12 auf Platz 10 der internationalen Kongressstandorte. Erfasst werden in dieser Statistik nur Kongresse, die regelmässig durchgeführt werden, zwischen mindestens drei Ländern rotieren und wenigstens 50 Teilnehmende haben. 151 solcher Kongresse fanden letztes Jahr in der Schweiz statt. In den erstplatzierten USA waren es 376. Bei den Städten führt Wien, wo 129 der insgesamt 157 Kongresse in Österreich durchgeführt wurden. Die Schweizer Städte konnten nicht punkten. Die in der ICCA-Statistik erfassten Kongresse brachten einen Umsatz von 87,1 Millionen Franken.
Slow-Up-Bewegung
Erfolg wird immer gösser Die Slow-Up-Bewegung scheint mit immer mehr Anlässen, mittlerweile sind es deren zwölf, nur noch stärker zu werden. Blieben beim Swiss Inline Cup letztes Wochenende in Zürich die Zuschauer aus, nahmen am 3. Slow-Up Hochrhein immerhin 45000 Velofahrer, Skater und Fussgänger teil. Es seien auch vermehrt Besucher aus entfernten Gebieten der Schweiz und aus Süddeutschland gekommen, schreibt das Organisationskomitee in einer Mitteilung.
Basler Hotellerie
Rekord-Mai für die Rheinstadt Die Basler Hotellerie hat im Mai sehr gut gearbeitet. Mit über 76 000 Logiernächten wurde das Mai-Resultat vom Vorjahr um 25 Prozent übertroffen. Damit haben die Rheinstädter einen Rekord aufgestellt. Seit die Statistik vor 50 Jahren eingeführt worden ist, gab es in Basel (Foto) noch nie einen derart erfolgreichen Monat. Hauptgrund dafür sind die steigenden Frequenzen aus dem Ausland.
■ GastroSuisse
Donnerstag, 22. 6. 2006 ■ Nr. 25
GastroJournal
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Prävention ist der beste Schutz DANIELA OEGERLI MÜLLER Obwohl die Arbeit im Gastgewerbe mit viel Sinnlichkeit zu tun hat – Essen, Geniessen, Verwöhnen, Bedienen… gingen laut dem Rechtsdienst von GastroSuisse nur wenige Anfragen wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ein: «In den letzten zwei bis drei Jahren hatten wir diesbezüglich nur etwa vier Telefonate», sagt Ursulina Caduff vom Rechtsdienst von GastroSuisse. Sie weiss aber, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wie in anderen Branchen auch in der Gastronomie ein Thema ist. Viele Mitarbeitende und Vorgesetzte wissen aber nicht, wie sie sich bei diesem Tabuthema verhalten sollen. «Personalverantwortliche und auch Mitarbeiter können sich auf der Website des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung von Frau und Mann (www.equality-office.ch) viele nützliche Tipps und Adressen auf ihren PC herunterladen», erklärt Ursulina Caduff.
Was wird als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz definiert Wichtig für Arbeitgeber ist zu wissen, wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz überhaupt definiert wird: • Das Gleichstellungsgesetz (GlG), definiert sexuelle Belästigung in Art. 4 wie folgt: «Diskriminierend ist jedes belästigende Verhalten sexueller Natur oder ein anderes Verhalten aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit, das die Würde von Frauen und Männern am Arbeitsplatz beeinträchtigt. Darunter fallen insbesondere Drohungen, das Versprechen von Vorteilen, das Auferlegen von Zwang und das Ausüben von Druck zum Erlangen eines Entgegenkommens sexueller Art.» Das Spektrum sexueller Belästigung reicht von anzüglichen Bemer-
kungen, Hinterherpfeifen, diskriminierenden, sexistischen «Witzen», Bildern, Briefen und Mails über unerwünschte Annäherungen und Körperkontakte bis zu sexueller Nötigung und im Extremfall Vergewaltigung und anderen Formen körperlicher Gewalt. Sexuelle Belästigung kann sich gegen Frauen und gegen Männer wenden.
Welche Präventionsmassnahmen gibt es Das Gleichstellungsgesetz verpflichtet die Arbeitgebenden dazu, in ihrem Betrieb für ein belästigungsfreies Arbeitsklima zu sorgen. Die Prävention sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ist nicht nur gesetzliche Pflicht, sie zahlt sich auch aus, um im Schadenfall Kosten und einen Imageverlust zu vermeiden. Der erste Schritt zu einer wirksamen Prävention besteht in einer klaren und eindeutigen Stellungnahme der Betriebsleitung: • Sexuelle Belästigung wird in unserem Betrieb nicht geduldet. • Von sexueller Belästigung Betroffene erhalten Unterstützung und gegen belästigende Personen werden Sanktionen ergriffen und durchgesetzt. Diese Erklärung ist wichtig, weil sie das Vertrauen von Betroffenen erhöht und ihnen das Recht einräumt, sich gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zur Wehr zu setzen.
Wie soll man als Vorgesetzter reagieren, wenn man Übergriffe auf Mitarbeitende bemerkt «Wenn Vorgesetzte mit einem konkreten Fall konfrontiert werden, dürfen sie nicht einfach die Augen davor verschliessen unter dem Vorwand, es handle sich um eine private Angelegenheit, die nur die betroffenen Personen etwas angeht», schreibt Véronique Ducret, in ihrem Leitfaden, «Sexuelle Belästigung – was tun?» Dies sei zwar eine häufige Reaktion, doch schade sie den anderen Mitarbeitern. Sexuelle Belästigung ist keine Privatsache, Betriebsleiter müssen sie sehr ernst nehmen und alles tun, um sie zu stoppen und den Tätern klarzumachen, dass ihr Verhalten nicht akzeptiert wird. Promptes Eingreifen
G A S T R O - R AT G E B E R
Gastroconsult Steuertipp Muss ich die MWSt auf dem Kassenzettel ausweisen? L. W. aus St. Gallen Als Grundsatz gilt: auch die Kassenzettel haben den formellen Anforderungen für den Vorsteuerabzug zu genügen. Ungeachtet dessen, ob es sich Walter Züst beim Abnehmer um einen steuerpflichtigen oder nichtsteuerpflichtigen Kunden handelt. Auch die Warenbezeichnung auf dem Kassenzettel darf zu keinen Missverständnissen führen. (Abhilfe z. B. mit Codierung nach Warengruppen mit Legende oder Ähnliches). Seit Anfang 2005 kann bei Beträgen bis 400 Franken auf Kassenzetteln der Einfachheit halber auf die Angabe des Namens und der Adresse des Kunden verzichtet werden. Alle übrigen Vorschriften der Rechnungsstellung sind einzuhalten. Speziell die gemischten Betriebe, wie z. B. Restaurationsbetriebe mit Verkauf über die Gasse oder im Detailhandel bei Verkauf von Alkohol, Tabak oder Geschenkartikeln, haben den Formvorschriften besondere Beachtung zu schenken. Das Bundesgericht urteilte beim
Ausweisen eines unrichtigen Steuersatzes wie folgt: Eine Souvenirladenbetreiberin hatte auf den Kassaquittungen jeweils auch beim Schokoladenverkauf den Normalsatz ausgewiesen. Mit der MWSt rechnete sie jedoch den für Lebensmittel geltenden reduzierten Satz ab. Anlässlich einer Kontrolle wurde ihr die Differenz zwischen dem abgerechneten reduzierten (2,4%) und dem auf dem Kassenzettel ausgewiesenen Normalsatz (7,6%) nachbelastet. Ihr Einwand, der Kassenzettel diene lediglich der internen Umsatzermittlung und den Kunden würden handgeschriebene Belege ohne Hinweis auf die MWSt abgegeben, half nicht die Aufrechnung abzuweisen. Das Gericht argumentierte, dass der Leistungsempfänger erkennen müsse, ob auf dieser Leistung die Steuer lastet und der Leistungserbringer diesen Betrag auch an die MWSt abliefere. Fiktive Hinweise auf die Steuer, die nicht abgeliefert werden, sind unzulässig. Zudem ist der Leistungserbringer Steuersubjekt, der Kunde ist Endverbraucher und somit Träger der Steuer. Es zeigte sich einmal mehr, dass die Vorschriften der MWSt vom Steuerpflichtigen einzuhalten sind. Da es sich um eine Selbstveranlagungssteuer handelt, ist dieser auch dafür verantwortlich. Walter Züst, Vizedirektor BKT Treuhand AG , St. Gallen, E-Mail: steuertipp@gastroconsult.ch
P. GRUNDER
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz hat nicht nur Auswirkungen auf die Betroffenen, sondern auch auf den Betrieb.
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz hat für Mitarbeiter und den Betrieb negative Auswirkungen. macht deutlich, dass man in seinem Betrieb sexuelle Belästigung nicht duldet und gibt den Opfern das Gefühl, dass es sich lohnt darüber zu sprechen.
Beide Parteien anhören «Wenn sich eine Person beim Betriebsleiter oder beim Vorgesetzten beschwert, soll er ihre Sicht der Dinge anhören. Eine präzise Beschreibung der Umstände (Handlung, Daten, Auswirkungen usw.) unter denen sich die Vorfälle abgespielt haben, ist sehr wichtig, damit man sich ein Bild machen kann. Die Aussagen sollten schriftlich festgehalten werden», empfiehlt Véronique Ducret. Das Opfer soll jedoch nicht mit der beschuldigten Person konfrontiert werden, wenn es dies nicht wünscht. Nachdem man sich die beschwerende Person angehört hat, muss der Betriebsleiter oder der Personalverantwortliche die beschuldigte Person zu einem Gespräch bitten. Der vermeintliche Täter muss über die Vorwürfe informiert werden und er soll eine Erklärung abgeben. Die beschuldigte Person wird die Vorfälle vielleicht bestreiten, verharmlosen oder die Schuld auf das Opfer abschieben. Der Täter kann aber nicht beurteilen, ob die Vorfälle gravierend sind oder nicht. Darüber entscheidet einzig das Opfer. Die beschuldigte Person wird nicht nach ihrer Meinung über die fraglichen Handlungen gefragt, sondern nur danach, ob sie sie ausgeführt hat. Schliesslich muss der Betriebsleiter oder Vorgesetzte entscheiden, ob die Vorwürfe der Wahrheit entsprechen und je nachdem entsprechende Sanktionen ergreifen. Wenn die Vorwürfe nicht bestätigt werden können, sollte man der Beschwerdeführerin
die Gründe erklären. Vorgesetzte sollen in jedem Fall mit den Betroffenen besprechen, was vorgekehrt werden muss, damit sie ihre Arbeit unter möglichst optimalen Bedingungen fortsetzen können.
Warum es sich lohnt, einzugreifen Sexuelle Belästigung führt sehr oft zur Entlassung oder zur Kündigung des Opfers. Der Personalwechsel erhöht die Kosten des Unternehmens, da sich die Schulung des Mitarbeitenden nicht gelohnt hat. Da sich die Arbeitsatmosphäre nach einem Konflikt um sexuelle Belästigung oft verschlechtert, kann dies unter Umständen auch zum Abgang von Arbeitskollegen führen, die indirekt vom Konflikt betroffen waren. Opfer sexueller Belästigung bleiben ausserdem oft dem Arbeitsplatz fern. Dies führt wiederum zu Mehrkosten: Störung der Produktion, Arbeitsver-
tretung, Reorganisation der Arbeit usw. Es loht sich daher, auch aus finanziellen Gründen, ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem sexuelle Belästigung keinen Platz findet.
Wie soll man als Mitarbeiterin oder als Mitarbeiter reagieren Wer vermutet, dass Kolleginnen oder Kollegen sexuell belästigt werden, kann Folgendes unternehmen: • Man sollte die betroffene Person ansprechen. • Es ist ratsam, die betroffene Person zu ermutigen, die unerwünschte Verhaltensweise der belästigenden Person klar zurückzuweisen. • Wenn die Belästigung anhält, kann man die betroffene Person zu einem Gespräch mit Vorgesetzten begleiten. • Man kann sich als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung stellen.
Welche Massnahmen sollte man treffen Um sexuelle Belästigung zu verhindern, braucht es in erster Linie eine entsprechende interne Unternehmenspolitik sowie die Sensibilisierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die interne Politik verfolgt zwei Ziele: Einerseits soll ein Arbeitsklima geschaffen werden, das der sexuellen Belästigung keinen Raum lässt; andererseits soll das Problem, wenn es trotzdem auftritt, rasch gestoppt werden.
Nützliche Adressen Weitere Informationen zum Thema: Auf www.gastrosuisse.ch unter «Mitarbeiter und Recht» ist ein Merkblatt zum Thema Sexuelle
Belästigung am Arbeitsplatz zu finden. Der Rechtsdienst von GastroSuisse, Tel. 0848 377 111, Rechtsauskünfte: Mo–Do 9.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch, hilft bei Fragen weiter. Unter www.equality-office.ch, der Internetseite des Gleichstellungsbüros für Frau und Mann sind diverse Unterlagen, Adressen, Literaturverzeichnisse und nützliche Hinweise zu finden. Die Kantonalen Schlichtungsstellen und Arbeitsinspektorate helfen betroffenen Mitarbeitern und Firmen bei Fragen weiter.
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■ Echi dal Ticino
GastroJournal
Giovedì, 22. 6. 2006 ■ No 25
Il San Gottardo preoccupa
FLASH Servizio Lugano-Malpensa
Continua la guerra dei bus
La nuova interruzione dell’asse Nord-Sud all’inizio dell’esodo estivo arrischia di porre seri problemi al turismo ticinese. L’apertura se tutto va bene è prevista per inizio di luglio. Per ora il peso è sopportato in particolare dal San Bernardino, ma le alternative al superamento delle Alpi sono molteplici.
La «guerra dei bus» continua alla stazione FFS di Lugano. In ballo è il trasporto di passeggeri da Lugano fino all’aeroporto milanese di Malpensa. E in campo sono la Giosy Tour che ha la concessione per poter caricare i clienti alla stazione FFS e la Star Bus che invece può farlo solo dal posteggio Fornaci a Noranco ma che regolarmente utilizzava anche l’area riservata alla concorrente. Dopo le inascoltate intimazioni delle autorità è dovuta intervenire la polizia che ha picchettato l’area.
Per Casa Azzurri
Cuoco ticinese ai mondali con l’Italia
MAURO MASCO
M. MASCO
Una nuova tegola si è abbattuta sul turismo ticinese. A pochi anni di distanza dalla catastrofe che ha tenuto paralizzata la galleria del San Gottardo per diversi mesi – a seguito del tragico rogo causato dall’incendio di un autocarro all’interno della stessa che ha purtroppo provocato anche tante vittime – l’asse Nord-Sud è nuovamente interrotto. Questa volta non il traffico ma la montagna ha imposto il proprio alt. Dapprima dei grossi massi l’ultimo giorno di maggio che hanno fatto due vittime germaniche e ventiquattr’ore dopo una gragnuola di sassi e terra hanno consigliato la chiusura totale dell’autostrada e della strada cantonale. Successivamente la cantonale è stata riaperta parzialmente unicamente per le vetture targate Ticino e Uri e ai trasporti speciali. Questi vi possono transitare ma solo durante il giorno e con una cadenza limitata a 100 veicoli all’ora. Secondo le stime ottimistiche l’autostrada A2 potrà riaprire alla fine di giugno, ma i più credono più plausibile un ritorno alla relativa normalità solo nella prima quindicina di luglio. Prima bisognerà far saltare con la dinamite la roccia pericolante che i geologi hanno potuto individuare a 1400 metri d’altitudine, proprio sopra il percorso della A2 in territorio di Gurtnellen. In totale potrebbero essere fino 10 mila metri cubi di materiale che è necessario far scendere a valle in sicurezza e poi rimuovere. L’inconveniente ha già causato difficoltà soprattutto al traffico pesante.
Locali deserti: il fenomeno legato alla chiusura del San Gottardo parrebbe aver colpito solo l’alta Leventina. Le merci vengono dirottate per quanto possibile sulla ferrovia, mentre diversi trasportatori preferiscono utilizzare altre vie: San Bernardino e Lucomagno principalmente; Oberalp, Susten, Furka e Grimsel servono soprattutto il traffico leggero per chi è diretto nella Svizzera centrale o da lì proviene, mentre la Val Bedretto con la Nufenen e il Sempione via Centovalli soddisfano chi dal Ticino si reca nella Romandia e viceversa. «Sono undici i percorsi alternativi, soprattutto usufruibili dal traffico leggero. Sono tutti tracciati abbastanza comodi che possono servire benissimo il turista proveniente dalla Germania, dalla Svizzera tedesca o da quella francese», fa notare il consigliere di Stato e direttore del Dipartimento del territorio Marco Borradori che ha immediatamente approntato uno speciale gruppo di «task force» con lo scopo di individuare e mettere in atto i provvedimenti necessari a limitare i danni e gli inconvenienti. Certo che tutti i percorsi «scavalcano» la Leventina, o per meglio dire l’aggirano: per forza di
Un appello di GastroTicino tazioni in alberghi e ristoranti. GastroTicino ha chiesto al Gruppo di lavoro cantonale di battersi per ottenere dalle autorità urane la possibilità di autorizzare tutti i turisti che abbiano una prenotazione in Ticino a transitare sulla strada cantonale. Tale richiesta, girata al CdS del Canton Uri dal consigliere di Stato ticinese Marco Borradori, non è stata accolta. GastroTicino/m
A seguito della prolungata chiusura dell’asse del San Gottardo GastroTicino ha chiesto alle autorità cantonali e federali di «fare il possibile per accelerare tutti i provvedimenti necessari e idonei a ristabilire al più presto il transito sull’importante asse alpino». La federazione è particolarmente preoccupata per la situazione in Alta Leventina dove si registrano molte cancellazioni di preno-
cose e per natura passano lateralmente al massiccio del San Gottardo. Ciò comporta una mancanza di traffico e di affari perlomeno nella zona compresa tra Airolo e Biasca. «Abbiamo registrato immediatamente un tonfo assoluto del commercio legato al passaggio, visto che la nostra struttura ricettiva è tra le prime che si incontrano appena usciti dal tunnel», dice Marzio Forni, titolare dell’omonimo albergo e ristorante ad Airolo. «In seguito sono iniziate a fioccare le disdette di olandesi, tedeschi, belgi che avevano prenotato soggiorni durante il mese di giugno.» Il problema è simile per gli altri esercizi pubblici, alberghi e commerci di tutta l’alta Leventina. Sull’autostrada l’area di servizio di Quinto propone in tutta la sua bellezza l’architettura di Mario Botta, ma ad ammirarla sono rimasti in pochi: è stata chiusa e il personale tecnico per non restare con le mani in mano ne approfitta per la manutenzione della struttura. «Il problema maggiore», dice Forni, «è rappresentato dall’ipotesi di chiusura durante il prossimo mese di luglio: anche solo pochi giorni per noi vogliono dire assai, visto che la gran parte della nostra cifra d’affari annuale la registriamo proprio durante quel mese.» Airolo è infatti la tappa obbligata per molti turisti provenienti dal Nord: usciti dal tunnel rappresenta la porta spalancata sul Sud e molti viaggiatori non resistono al piacere di assaporare il primo «clima mediterraneo» e il netto balzo in su della temperatura. «Gran parte della clientela del pomeriggio amante della pasticceria e del gelato è forma-
ta da turisti che poi proseguono il loro viaggio verso il sud del Ticino o dell’Italia, come pure la sera molti sono i turisti diretti negli alberghi del Locarnese o del Sottoceneri che si fermano da noi in alta valle per la cena», conferma Marzio Forni.
Alberghi a Lugano e Locarno ok Non ne hanno invece risentito più di tanto le strutture alberghiere del Locarnese e del Luganese, quelle che complessivamente totalizzano la gran parte dei pernottamenti ticinesi. «Il test più significativo l’abbiamo avuto con la Pentecoste; anche se non siamo in grado di quantificare il numero degli ospiti di giornata che solitamente vanno a incidere sulle statistiche della ristorazione, possiamo dire che nel lungo ponte abbiamo registrato un’affluenza di turisti stanziali molto soddisfacente, superiore a quanto avvenne lo scorso anno», dice Mark Graf dell’Osservatorio di Ticino Turismo. Soddisfatto è anche il direttore dell’Ente turistico del Lago Maggiore, Fabio Bonetti: «A Pentecoste, malgrado la chiusura del San Gottardo, abbiamo avuto il tutto esaurito e addirittura gli alberghi della nostra regione non hanno potuto soddisfare tutte le richieste. E anche il fenomeno di eventuali disdette di prenotazioni per il mese corrente e per il prossimo è davvero insignificante.» Questo conferma che le vie di accesso al Ticino da Nord sono state utilizzate meglio rispetto alla chiusura del 2001 protrattasi per diversi mesi: soprattutto San Bernardino e Lucomagno stanno assolvendo con successo il loro compito di sostegno.
Team più cordiale della Svizzera meridionale
Un ristoratore ticinese è in Germania al seguito della nazionale italiana di calcio. Francesco Ferraro, verace calabrese che da 23 anni lavora in Ticino, dapprima Ristorante «Al Lago» di Origlio ed ora titolare dell’Osteria «da Ciccio» a Lugano, fa infatti parte del team della ristorazione di «Casa Azzurri» composto da 12 cuochi. Ferraro è conosciuto per la sua cucina tradizionale e povera ma di complessa preparazione; da qualche anno propone rassegne gastronomiche ispirate alla cucina di «Cosa Nostra» e a quella erotica.
Aumenta in tutte le regioni
Buon inizio per il turismo in Ticino Sono numeri eccezionali per il turismo ticinese quelli evidenziati dalle statistiche riferiti al mese di aprile scorso. I pernottamenti sono stati 274 431 con un aumento del 34,5% rispetto al medesimo mese del 2005. Tenendo conto dei primi quattro mesi di quest’anno l’aumento è stato, rispetto al periodo del 2005, del 10,9% con un totale di 510 071 pernottamenti. Sia nella statistica di aprile sia in quella dei primi 4 mesi dell’anno è la regione del Luganese a fare meglio di tutte (aprile +37,2%, quadrimestre +12,7%). Nel periodo da gennaio ad aprile gli aumenti sono stati del 16,9% nei 3 stelle, del 12% nei 4 stelle e dell’11,1% nei 5 stelle.
Personalità del vino
A Peppino Matasci il Decanter Cartier
Per la terza volta la distinzione della guide bleu premia il Motto del Gallo di Lugano-Taverne
MASCO
Al Motto del Gallo è stata consegnata la targa di «Team più cordiale della Svizzera meridionale», una
Piero Tenca e José De La Iglesia.
distinzione che la guide-bleu assegna ogni anno ai migliori ristoranti. Dall’anno 2000 è questa la terza volta che il ristorante Motto del Gallo di Taverne-Lugano viene premiato dalla prestigiosa guide-bleu.ch quale «Team più cordiale della Svizzera meridionale». È una ulteriore meritata distinzione che viene a cadere proprio al compimento del 25.esimo d’attività del prestigioso ristorante diretto dal maître Piero Tenca e dallo chef José De La Iglesia. Con 162 punti il Motto si è imposto di misura sul Conca Bella di Vacallo (160) e sulla Locanda Orico di Bellinzona (57). Nella laudatio recitata dal redattore capo della guida, Anton Herber Honegger si legge tra l’altro: «La gastronomia è il risultato della crea-
zione di ogni ora, con differenti sfaccettature e desideri, giorno dopo giorno, durante anni. In questo paradiso di scelte culinarie, di assemblaggio fra ambiente e calori umani, si trovano perle di tutti i colori. Voi siete una perla in questa regione...»
Sulla cresta dell'onda da 25 anni Il Motto del Gallo nacque nel 1981 per iniziativa di un quintetto ben affiatato: Piero Tenca, sua moglie Lisa, Nico e José De La Iglesia e Gianluigi Rezzonico, a quel tempo tutti in forza al ristorante Portone di Lugano. Il ristorante si regge ai massimi livelli grazie all’operosità e professionalità di 14 collaboratori. La struttura è composta da sette salette interne per un totale di 50 posti, un giardino estivo
con 20 coperti, un porticato per 35 posti e 4 suites. Il prestigioso locale luganese è considerato tra i primi in Svizzera. La Michelin gli assegna regolarmente 1 stella, per Gault Millau vale 17/20 e per la Veronelli 2 stelle. La Guide Bleu lo giudica con l’eccellenza di 99/100 come valutazione complessiva e 27/28 per la cucina, mentre la guide Plaisir lo premia con «5 fleures rouges». Recentissimamente il Sonntags Blick l’ha giudicato miglior ristorante della Svizzera italiana e la Guida Bertelsmann in Germania l’ha reputato «ristorante svizzero dell’anno 2006», mentre nella Guida delle guide di Beat Wutrich che distingue i 100 migliori ristoranti svizzeri figura al 12.esimo posto. msc
È stato assegnato quest’anno a Peppino Matasci il prestigioso premio «Decanter Cartier». Creato dalla rivista Gastronomie&Tourisme nel 1987, da sempre distingue una personalità che ha contribuito a promuovere l’immagine dei prodotti vitivinicoli ticinesi. Peppino Matasci è contitolare della ditta Matasci di Tenero, azienda che con i fratelli Mario e Lino ha diretto per ben 50 anni. Nella foto: Alberto Dell’Acqua direttore della rivista «G&T», Peppino Matasci e Rodolfo Traub, direttore di Cartier Lugano.
Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales
Jeudi, 22. 6. 2006 No 25
Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève
HEBDOMADAIRE
Bilan en demi-teintes
L’ASCO peaufine ses structures Dans un environnement plutôt difficile, l’Association suisse des cafés-concerts, cabarets, dancings et discothèques (ASCO), fondée en 1934, est considérée comme une fédération exemplaire au plan international: des autorisations de travail jusqu’aux assurances maladie, l’ASCO et sa directrice s’efforcent d’assurer des conditions claires et nettes. Sous l’égide de Jörg Küng, son actuel président et patron de la Zürcher Börse, la fédération cherche le contact avec les associations féminines et le consensus. Elle constate aussi que d’une part, les lois existantes sont bonnes mais ne peuvent être appliquées faute de moyens à disposition des pouvoirs publics et de l’autre, de nombreux établissements rencontrent des difficultés économiques et certaines parties de la branche se retirent dans l’illégalité. Et comme si la politique voulait faire oublier son inactivité, elle gonfle le nombre des prescriptions maintenant ainsi en vie la spirale diabolique. Dans ce contexte, il faut comprendre les pas franchis, la semaine passée au Tessin, lors de l’assemblée générale de l’ASCO. Parce que certaines associations régionales présentent des signes de liquéfaction, il devrait être possible, comme aux débuts de la fédération, de devenir membre direct de l’ASCO. Afin que l’important travail dans les cantons puisse néanmoins se poursuivre, le comité national nommera des délégués qui représenteront ses intérêts sur place. L’assemblée générale a accepté à l’unanimité la modification des statuts touchés par cette affaire. Par ailleurs, l’ASCO, financièrement saine, a décidé un abaissement et une harmonisation des cotisations.
PHOTOS: E. KAUFMANN
Marcel Coquoz retourne à Pully
Pousses de cactus, pâtisseries Christophe Delmotte, huile d’Argan... le World Food Market 2006 avait de nombreux atouts pour séduire le chaland.
L’édition 2006 du World Food Market qui s’est tenue à Paris mercredi et jeudi derniers, n’a pas convaincu l’ensemble des participants. ELIZABETH KAUFMANN L’offre produits intéressant surtout l’épicerie fine ou la grande distribution, hormis les patrons de pizzerias et les pizzaiolos, nombreux sur le Salon Pizza Pasta, les professionnels de l’hôtellerie-restauration ont paru se réserver pour d’autres Salons plus appropriés, le Sirha ou Equip’Hôtel. Pourtant invitée d’honneur, la Chine a brillé par son absence. Malgré une double thématique «Saveurs du Monde» et «Halal», la Malaisie a affiché quant à elle une grande discrétion, laissant le soin à l’Ile de la Réunion d’animer le Salon, grâce à de savoureuses dégustations de ses produits-phares, punchs et samoussas, et aux prestations endiablées de ses danseuses. Sur le stand voisin, Bonbon Anglais, la boisson fétiche des Malgaches, fameux
soda au goût de chewing-gum, fit également un carton auprès des visiteurs. Au Salon Saveurs du Monde, «Ethnic Specialty Food», l’Ouganda faisait une timide entrée, avec une courte sélection de produits, guacamole surgelé, poisson fumé, jus de bananes Jakana et un arabica, Star Café, tandis que Moriba présentait toute une gamme de jus de fruits d’Afrique, baobab, corossol, papaye, gingembre, etc. à servir très frais ou en sorbet en terrasse, et le soir en cocktail. Le Pavillon du Mexique présentait entre autres spécialités exotiques, le Molé Poblano, une pâte à base de cacao, de piments et autres condiments, à la saveur surprenante… et commercialisées en barquettes – sans leurs épines! – les jeunes pousses de cactus du Mexique de La Nopalea à déguster en jus, cuites à la va-
peur, ou poêlées. C’est la découverte la plus originale de ce Salon 2006, qui, curieusement, ne présentait aucun produit gourmet français, hormis les pâtisseries en barquettes – surgelées – de Ch. Delmotte, déjà distribuées en Suisse par Bolay et Cie (Crassier). A deux pas des pignons du Portugal de Deligreen, la Horchata de Valencia, fabriquée par Chufi, une boisson rafraîchissante à base de graines de «chufa», proche en saveur du lait de soja, était aussitôt plébiscitée par les professionnels. Il faut dire qu’en face, les palais s’échauffaient vite au contact du chili et du Milagre de San Diego, une eau-de-vie ardente d’agave du Mexique.
Les antipasti tirent leur épingle du jeu… Seul nouveau produit venu d’Espagne: la pibale à base de colin, idéal en tapas. Presque de quoi damer le pion aux produits grecs: le Comptoir de Messénie présentait pour la première fois le Petimezi, sirop de moût de raisin, parfait pour
adoucir ses papilles après une dégustation d’ail à l’origan ou d’olives de Kalamata. Parfaits pour la restauration ou le catering, les antipasti de Mathiss distribués par Sellin, mini-poivrons fourrés de feta, artichauts et champignons marinés à l’huile d’olive, feuilles de vignes farcies, tapenades et tomates séchées, furent très appréciées des visiteurs.
... mais laissent la part belle à la pizza Hormis quelque affluence sporadique sur les stands, le Salon fut plutôt calme dans l’ensemble. Seule réelle attraction, le Championnat Européen des Pizzaiolos 2006 du Salon Pizza Pasta. Les lancers acrobatiques de disques – de pâte – des pizzaiolos finalistes et le soutien chaleureux des exposants, minotiers et équipementiers, drainèrent la plupart des visiteurs, séduits par l’ambiance, le dynamisme et le talent des compétiteurs autant que par les savoureuses dégustations de pizzas improvisées par les champions.
Dix-huit ans: un âge adapté à la pratique
Le Valaisan Marcel Coquoz (photo) a retrouvé le chemin de Pully pour y dispenser ses conseils juridiques quotidiens aux membres romands de GastroSuisse. Comme mentionné hebdomadairement dans la rubrique Agenda, il répond gratuitement aux questions le matin (9 h 30 à 11 h 30) au 021_729 10 10 , le fax étant le 021_721 08 31. Quant à l’adresse électronique, elle n’a pas changé: servicejuridique@ gastrosuisse.ch
Neuchâtel: de l’or à la Goutte d’0r Jeudi dernier au Château de Boudry, les dégustateurs de la Gerle d’Or ont remis le trophée au Domaine de Montmollin Fils à Auvernier pour son Auvernier AOC «Goutte d’Or» 2005. Déjà distingué par la Gerle d’Or en 2004, cet encavage de renom exploite quatre domaines sur les coteaux surplombant le lac de Neuchâtel. Depuis près d’un quart de siècle, le Domaine E. de Montmollin Fils est dirigé par les frères Pierre (à gauche sur la photo) et Jean-Michel de Montmollin (à droite) et bénéficie (depuis 2002) des compétences de l’œnologue bourguignon Michaël Loubry. En automne dernier, Violaine Blétry-de Montmollin a rejoint le domaine et contribue également au maintien de la tradition familiale viticole.
Genève: la reprise se confirme La conjoncture genevoise a le moral. Le canton confirme un dynamisme amorcé depuis le 2e semestre 2005, dans l’hôtellerie et l’industrie. Au niveau de l’emploi les perspectives sont «franchement positives». La situation du marché du travail dans son ensemble tend à s’améliorer avec un nombre total d'emplois qui progresse pour le second trimestre consécutif et un chômage en légère baisse.
Dans l’hôtellerie-restauration le travail doit tenir compte des désirs des clients
GastroSuisse et hotelleriesuisse approuvent la décision du National qui vise à abaisser l’âge de protection de 20 à 18 ans. L’abaissement de la limite d’âge tient compte de la formation adaptée à la pratique.
Dans l’hôtellerie-restauration, le travail doit être accompli lorsque les clients désirent des prestations, ce qui est surtout le cas à midi, le soir et le week-end, constatent GastroSuisse et hotelleriesuisse. L’abaissement de la limite d’âge à celui de la majorité civile de 18 ans permet dans l’hôtellerie-restauration une formation orientée sur la pratique qui garantit des conditions de travail réalistes. Il est indispensable pour la formation professionnelle que les apprentis puissent acquérir une expérience pratique, à savoir la gestion d’une propre
station de service, l’encaissement, le secteur des ventes supplémentaires, la présentation des buffets de desserts et des banquets, ce qui n’est possible actuellement que dans un cadre très limité. L’abaissement de la limite d’âge concerne aussi les jeunes adultes ayant déjà terminé leur apprentissage à 18 ans. Jusqu’à présent, ils ne pouvaient pas être engagés au même titre que des adultes en raison des dispositions existantes sur la protection des jeunes gens au travail, ce qui les désavantageait sur le marché du travail.
Un âge limite de 18 ans ne signifie toutefois pas que les jeunes gens peuvent être employés outre mesure. Le travail de nuit et du dimanche, si typique pour la branche de l’hôtellerie et de la restauration, est réglé dans la Loi sur le travail et les ordonnances y relatives qui respectent les dispositions de la protection de la santé. De par sa décision du 15 juin, le Conseil national – qui a décidé en deuxième instance – a épuré le projet qui va être envoyé pour votation définitive dans les deux Chambres. gj
AGENDA GastroSocial Caisse de compensation Fribourg: 25 août, de 8h30 à 11h, tél. 026 424 65 29 Neuchâtel: 25 août, de 14h à 16h30, tél. 032 717 80 80 Vaud: 24 août, de 8h30 à 11h30, tél. 021 721 07 07 Genève: 28 juin, de 9h à 11h30, tél. 022 329 97 22 Valais: 28 juin, de 14h à 17h, tél. 027 322 47 47 Ligne directe droit du travail Tous les matins, de 9h30 à 11h30, Marcel Coquoz
répond gratuitement au tél.021_729 10 10 fax 021_721 08 31 ou par courriel: servicejuridique@ gastrosuisse.ch. Consultations juridiques L’avocat-conseil de GastroVaud sera à disposition sur rendez-vous le 27 juin, de 14h à 15h à Pully. Renseignements juridiques par téléphone à Zurich Renseignements par téléphone lundi-jeudi de 9h30 à 11h30 et de 14h à 16h au 0848 377 111.
■ Actualité
Jeudi, 22. 6. 2006 ■ No 25
GastroJournal
Utiliser le cautionnement
FLASH Nouveau certificat de salaire
Exigences de l’USAM
Lors de la récente assemblée générale de l’Office valaisan de cautionnement (OVAC), François Gessler, président de GastroValais, s’est inquiété de la baisse des demandes de soutien et de leur qualité dans les milieux de la restauration et de l’hôtellerie.
P. WEISSBRODT
PIERRETTE WEISSBRODT Membre du conseil d’administration de l’OVAC et président de GastroValais, François Gessler s’en soucie d’autant plus que globalement l’activité de l’office est en croissance. Pascal Métrailler, directeur de l’OVAC, regrette également que les requêtes des cafetiers soient assez souvent moins bien ficelées, au risque d’être refusées. François Gessler explique: «Auprès de l’Office de cautionnement, le cafetier a affaire à des professionnels qui vont l’obliger à présenter un dossier solide et à gérer son établissement de manière à être à même de rembourser le financement et à ne pas se laisser piéger par le surendettement. Contrôle et conseil sont mis en pratique, une bonne occasion de s’améliorer!» Il ajoute: «Le cautionnement n’est pas destiné à payer des arriérés de factures. Il peut aider à passer un cap difficile, mais porte davantage sur le fonds de roulement, l’idée étant d’aider à développer l’entreprise. Il s’agit donc pour l’entrepreneur d’avoir de l’ambition et de procéder à l’analyse de son outil de
P. Métrailler, P.-A. Roux et F. Gessler défendent une solution de proximité avec les cafetiers, restaurateurs et hôteliers du Valais. travail et de ce qu’il peut en faire raisonnablement.»
Pour tout type d’établissement OVAC, Crédit hôtelier, quelles différences? «Pour obtenir l’appui du Crédit hôtelier, il faut disposer d’au moins trente lits, faute de quoi l’entreprise est considérée comme peu viable. Le cautionnement de l’OVAC est quant à lui destiné à n’importe quel type d’établissement», dit François Gesssler. Il encourage donc les cafetiers, restaurateurs et hôteliers valaisans à faire preuve de dynamisme, l’aide de l’OVAC étant à leur disposition. «Il ne faut pas abandonner
Le Conseil national adopte la nouvelle loi Si le projet de nouvelle loi élaboré par la Commission de l’économie du Conseil national passe la rampe du Conseil des Etats, le volume des cautionnements (120 mio de francs actuellement) pourrait tripler en quatre ans. Non seulement la couverture des risques passerait de 50 à 65% mais le cautionnement n’aurait plus besoin d’une participation bancaire au capital. Ce qui assurera aux coopératives de cautionnement une indépendance par rapport aux banques. La diminution du nombre de coopé-
ratives (actuellement dix régionales et une féminine) a pour but d’accroître l’efficacité du système et d’en diminuer les coûts. Le nombre sera fixé par le Conseil fédéral. Ce projet de loi a été adopté par le Conseil national le 11 mai par 151 voix contre trois. La Chambre basse a aussi voté (148 voix contre 4) un crédit-cadre de 40 mio de francs pour les années 2007-2010. Les trois quarts sont destinés au financement des pertes sur quatre ans, le reste servira à remettre les coopératives à flot. mtpp
Les modalités pratiques de l’aide Montant: 10 000 francs à 150 000 francs (voire 500 000 francs par la Centrale suisse de cautionnement). Pas d’exigence particulière en terme de fonds propres. Possibilité de couvrir l’intégralité du crédit bancaire. Crédits d’investissement et comptes courants. Garanties: assurance risque pur de 100% du montant dans tous les cas, arrière-caution de 100% du montant dans les cas de SA ou Sàrl. un bon projet faute d’argent!», s’exclame-t-il.
Restructuration du cautionnement La restructuration des Offices de cautionnement des arts et métiers voulue au niveau fédéral interpelle les responsables valaisans de l’OVAC. De dix offices actuellement en activité en Suisse, il ne devrait en subsister que trois dès l’an prochain, dont un pour la Suisse romande, probablement basé à Lausanne. La localisation n’est toutefois pas encore définie. La nouvelle loi prévoit d’élever la couverture des risques par la Confédération de 50% à 65%, ainsi que la limite supérieure de l’objet cautionné de 150 000 francs à 500 000 francs.
Amortissement: durée entre huit et dix ans, amortissements mensuels. Frais: inscription 200 francs; annuellement 1% du solde du compte cautionné au 31 décembre; frais de traitement de dossier. pw Contacts: GastroValais, tél. 027/322 47 47, OVAC, tél. 027/322 29 01, directeur Pascal Métrailler. Lors de l’assemblée générale de l’OVAC, ce mois de juin, le président de l’Office Pierre-André Roux a manifesté son souci de bien servir les Valaisans: «Comment pourrait-on obliger un cafetier ou un artisan de Saas-Fee ou de la vallée de Conches de se rendre dans le canton de Vaud pour déposer une demande d’aide? Une solution valaisanne doit être trouvée, quitte à demander à l’Etat du Valais de se substituer à la Confédération pour la prise en charge des pertes.» Un groupe de travail s’est constitué et l’OVAC a conclu avec CCF SA (Centre de compétences financières) un double contrat portant sur un mandat de collaboration pour les activités opérationnelles.
Du sang neuf pour les JRE suisses Avec Axel Kirchner du Restaurant Axels à Engelberg et Jean-Sébastien Ribette de L’Auberge de St-Légier Les Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE) ont remis leurs panonceaux à deux nouveaux membres. La manifestation qui s’est déroulée à St-Légier a permis de constater que le mouvement n’avait pas pris une ride et que ses membres étaient toujours aussi dynamiques. «Les Jeunes Restaurateurs d’Europe ne mériteraient pas leur nom s’ils ne renouvelaient régulièrement leur effectif et ne recevaient du sang neuf», a souligné Pierre-André Ayer, président des JRE (Suisse). Ce dernier s’est donc réjoui de pouvoir accueillir au sein du groupement deux nouveaux membres, issus des deux côtés de la Sarine. Car, a-t-il ajouté, «dans nos
Le président Ayer entouré par les couples Ribette (à g.) et Kirchner.
rangs, il n’y a jamais eu de «Röstigraben» mais les ponts de l’amitié et de la solidarité ont été jetés sans peine entre les deux communautés linguistiques.» Il est d’ailleurs piquant de constater que le nouveau membre venant de la Suisse alémanique est un Allemand tandis que celui que fournit la Suisse romande est un Français! Mais la gastronomie n’est-elle pas universelle? Axel Kirchner vient en effet de Glückstadt, près de Hambourg. Après avoir fait ses classes dans son pays natal, plus précisément à Garmisch-Partenkirchen, à Uetersen et à Munich, il arriva en Suisse en 1990. Il se perfectionna alors dans de nombreuses maisons de très bonne réputation à St-Moritz, Davos, Losone, Ascona (à l’hôtel Ascolago) et Pontresina en gravissant les échelons de la profession. Il devint tout naturellement chef de cuisine, fonction qu’il exerça à Zurich (Restaurant Sonnenberg) et à Interlaken (Grand Hôtel Beau-Rivage). En 2003, il devenait chef de cuisine et directeur de l’Axels Restaurant/The Wine Bar dans l’historique cité d’Engelberg, dans le can-
ton d’Obwald. C’est là qu’avec l’aide de son épouse Andrea qu’il obtint les qualifications qui lui valent aujourd’hui de faire partie des JRE. Quant à Jean-Sébastien Ribette, originaire d’Argenton-sur-Creuse dans l’Indre, il peut également s’enorgueillir d’un très beau parcours. Il travailla, notamment à Paris, à la Tour d’Argent et à la Table d’Anvers avec les frères Conticini, à l’Hôtel Conrad à Bruxelles avant de venir en Suisse où il fut le second de Carlo Crisci au Cerf à Cossonay, d’ailleurs présent à St-Légier pour assister au sacre de son «poulain». C’est en 2002 qu’il reprit l’Auberge de St-Légier. Efficacement secondé par sa compagne Sahondra Verdan, il a décroché cette année une étoile au guide Michelin qui atteste son remarquable travail derrière les fourneaux. Après avoir rendu hommage à ces deux nouveaux membres, ce n’est pas sans émotion que Pierre-André Ayer a évoqué la fin prochaine de son mandat présidentiel. Comme le veut l’usage, il passera en effet le témoin à son successeur lors de la prochaine
assemblée générale des Jeunes Restaurateurs d’Europe (Suisse). Il est d’ores et déjà loisible d’affirmer que, par son charisme et son engagement, le Fribourgeois aura marqué cette période de son empreinte. aw
Etre membre L’admission au sein des Jeunes Restaurateurs d’Europe est subordonnée à un certain nombre de critères. Les candidats doivent impérativement être âgés de 25 à 36 ans. Ils doivent en outre avoir déjà travaillé comme restaurateur indépendant et être mentionnés dans des guides connus. La candidature doit être recommandée par deux membres. A 45 ans, les membres du mouvement deviennent membres d’honneur. Les JRE dont le nouveau guide vient de sortir de presse comptent actuellement environ 380 membres répartis dans neuf pays. La Suisse ne fournit pas moins de 33 membres au mouvement aw
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La Chambre suisse des arts et métiers (le parlement de l’Union suisse des arts et métiers, USAM) demande des améliorations avant l’introduction du nouveau certificat de salaire (NCS). Elle exige pour ce faire le report à 2008 de la mise en œuvre du document. L’organisation demande notamment de limiter la part privée à la voiture de fonction à 0,6% du prix d’achat par mois hors TVA au lieu de 0,8% recommandé par le groupe de travail chargé d’évaluer le projet. L’USAM estime par ailleurs que les frais de l’introduction du NCS soient compensés par un montant exonéré d’impôts. De plus, la Chambre demande que les frais de formation et de perfectionnement puissent être totalement déductibles des impôts. Selon le groupe de travail – qui recommande l’introduction du nouveau certificat en 2007 déjà sauf pour les entreprises qui rencontreraient des «problèmes techniques – la phase expérimentale du NCS a suscité un écho positif auprès de la majorité des 161 entreprises y ayant participé.
Cueillette des champignons
Suppression de la limitation Le canton de Berne pourrait supprimer l’interdiction de cueillir des champignons durant les sept premiers jours du mois. Le Grand Conseil a toutefois estimé que seule une pratique commune avec les cantons voisins serait judicieuse. Une étude de l’Institut de recherches sur la forêt, la neige et le paysage (WSL) avait démontré que contrairement aux idées reçues, la cueillette de champignons ne nuisait ni à leur nombre, ni à leur diversité. La méthode de récolte à l’arrachage ou au couteau n’y change rien, selon les conclusions de cette étude publiée l’an dernier. Fort de ce constat, le Grand Conseil a accepté sous forme d’un postulat une motion autonomiste en faveur de la suppression de cette interdiction. Les députés estiment qu’il faut en premier lieu harmoniser les périodes de protection entre les cantons ou procéder à une levée coordonnée de l’interdiction. A ce jour, dix-neuf cantons sur vingt-six ont édicté des prescriptions pour la cueillette de champignons. Le canton de Berne fixe également une limitation des quantités récoltées, soit deux kilos par jour et par personne.
En marge du Mondial
Saucisse allemand tueur Il y a mieux que le foot pour tuer la vie de couple en cette période: un allemand de 50 ans a inauguré l’assassinat à la saucisse. L’homme a été arrêté après que la police a retrouvé le corps sans vie de sa femme dans son appartement de Zwickau. Selon les premiers éléments de l’enquête, la victime a été étouffée à l’aide d’un Bockwurst, sorte de saucisse très populaire dans la région de Munich. Le meurtrier présumé a concédé qu’il «pourrait bien avoir administré une Bockwurst à sa femme.»
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■ Restauration
GastroJournal
Jeudi, 22. 6. 2006 ■ No 25
GS: «Prenons les devants !» L’Office vétérinaire fédéral examine actuellement l’interdiction de l’utilisation de restes de nourriture provenant de la restauration pour l’affouragement des porcs.
être utilisées à tout prix. Par l’affouragement d’environ 220 000 tonnes d’un total de restes de denrées alimentaires de 300 000 tonnes, on peut économiser quelque 44 000 tonnes de céréales dont la plupart sont importées sous forme de soja. Une élimination différente de ces restes de nourriture constituerait clairement un gaspillage de précieuses protéines. De plus, il est interdit, dans de nombreux cantons, d’éliminer des déchets humides avec les déchets normaux.
HANS PEYER* Dans cette affaire, l’OVF n’a, jusqu’à présent, pas contacté GastroSuisse, la principale fédération d’employeurs de l’hôtellerie-restauration. Depuis l’avènement de l’ESB, GastroSuisse s’est occupé de près de cette problématique.
Devrait-on s’attendre à des hausses de prix? Et de combien? Il ne nous est pas possible de répondre à cette question (indication: prenez contact avec les producteurs de porc).
Que signifierait une éventuelle interdiction pour la restauration?
Que va entreprendre GastroSuisse contre la menace de cette interdiction?
F. DI FRANCO
Une éventuelle interdiction placerait la branche devant des problèmes importants. Chaque année, on comptabilise un total d’environ trois cent mille tonnes de restes de denrées alimentaires qui ne peuvent plus être utilisés dans les établissements concernés et qui doivent donc être éliminés. Pour la seule restauration, la quantité s’élève à quelque cent mille tonnes. Se pose alors la question de ce qu’il faut faire avec ces restes de nourriture. Tous ces produits ont déjà été soumis préalablement à un contrôle sévère fondé sur la loi sur les denrées alimentaires, lors de respectivement leur fabrication et de leur vente. Il faut prendre en compte que ces restes de nourritures sont constitués de protéines de valeur qui devraient
Trois cent mille tonnes de restes alimentaires doivent être éliminées chaque année.
Après une intervention de GastroSuisse, une rencontre avec l’OFVET aura lieu encore ce mois. Il est important de procéder à une évaluation des biens fondée (risque éventuel: destruction de protéines précieuses: importations supplémentaires de fourrages de remplacement, etc.). Pour GastroSuisse, tant qu’une mise en valeur raisonnable ne comprend ni risque ni danger, elle ne devrait pas être interdite. Une réglementation légale éventuelle devrait être introduite dans l’Ordonnance sur les épizooties; pour ce faire, une décision du Conseil fédéral serait nécessaire. *Hans Peyer, directeur de la politique économique de GastroSuisse
EDITORIAL
Les gestes qui tuent Il y a le vrai geste qui tue, celui de cet Allemand qui a choisi une arme surprenante pour tuer sa femme (Flash en page 13). Puis il y a les gestes qui énervent. En période de Coupe du Monde, on en voit beaucoup sur le terrain, même de la part des Suisses, m’enfin, tout de même, un grand Bravo à eux! Il y a aussi l’ignorance qui est «tuante»: quand l’Etat ou la Confédération doit appeler du pied pour qu’on vienne lui faire des demandes de cautionnement à 1% d’intérêt l’an... M’enfin, y a pas de honte à profiter de ce qui est offert... (page 15). Et quand on dit que l’ignorance est tuante... Peut-on ignorer GastroSuisse et ses plus de 20 000 membres? Eh oui, la Confédération, ou plus précisément l’Office vétérinaire fédéral peut le faire (cicontre) Il peut ne pas demander l’avis de la principale fédération patronale de la branche sur un point aussi important que l’utilisation des restes de nourriture provenant de la restauration, que l’Office pourrait prohiber! Enfin, GastroSuisse a pris les devants et une rencontre a été convenue avec l’office concerné. C’est vraiment tuant! En pleine Coupe du Monde, il faut encore se soucier du travail des fonctionnaires. Bon, soyons fair play! Et Hop Suisse! Enfin... Que les meilleurs gagnent. mais c’est mieux si ce sont les nôtres. Francesco Di Franco
ANNONCE
Spécialités de KADI: Arancini – gourmandises siciliennes KADI a d’ores et déjà démontré qu’elle figure parmi les premiers fabricants de produits à base de pommes de terre. Ses rouleaux de printemps sont eux aussi fort appréciés depuis de nombreuses années. Les arancini d’Italie sont récemment venues élargir sa gamme de spécialités internationales. Cuisine sicilienne En Suisse, nous connaissons surtout la cuisine du centre et du nord de l’Italie. La cuisine sicilienne, en revanche, est peu connue. Envahie et dominée par divers peuples, la plus grande île de la Méditerranée a derrière elle un passé mouvementé. Au fil des conquêtes multiples, divers usages et ingrédients ont été intégrés dans les traditions locales et c’est ainsi que la cuisine sicilienne s’est peu à peu enrichie de nouvelles variantes et saveurs.
Spécialités siciliennes Les arancini, qui doivent leur nom à leur ressemblance avec les oranges (arancia = orange), sont une collation très appréciée en Sicile. Ces boules de riz farcies et panées sont la synthèse réussie de diverses influences: le ragoût est d’origine française, les tomates proviennent de l’Espagne, les spécialités fromagères viennent de Grèce et le riz est arrivé en Sicile en passant par l’Arabie.
ses vitamines, de substances minérales et d’hydrates de carbone. De plus, il est très nourrissant, pauvre en calories et a une action diurétique. Il contient même des ingrédients anti-cancérigènes.
Arancini La recette traditionnelle de ces boules de riz panées et frites se base sur une farce de viande hachée et de petits pois. Elle servait à l’utilisation des restes. Aujourd’hui, cette spécialité confectionnée avec soin par la „nonna“, est réservée aux grandes occasions. Pour les arancini de KADI, une recette authentique et deux variantes sans viande ont été développées et lancées en automne 2005.
Arancini avec fromage frais et fines herbes Toutes les senteurs du Sud réunies dans un mélange harmonieux d’épices associé à une farce fraîche et onctueuse.
rée ou en garniture. Surprenez vos invités en leur servant par exemple les arancini sans viande au fromage frais et fines herbes et celles aux tomates et à la mozzarella avec un bouquet de salades fraîches. Informations complémentaires concernant les arancini:
Arancini avec viande hachée
KADI SA
Boules de riz délicatement épicées farcies de viande hachée et de petits pois selon une ancienne recette de famille sicilienne.
Thunstettenstrasse 27 4901 Langenthal Tél. +41 (0)62 916 05 00 info@kadi.ch www.kadi.ch
Riz Depuis sa découverte, cette plante graminée de peu d’apparence a accompli une véritable marche triomphale autour du monde. Les plus anciens documents témoignant de son existence datent du 5e siècle avant JC et proviennent de Chine. Le riz, les pâtes et les pommes de terre sont souvent traitées dédaigneusement de garniture. Et ce, bien qu’il s’agisse des principaux fournisseurs d’énergie sous nos latitudes. Le riz contient une foule de précieu-
Arancini avec tomate-mozzarella
Arancini avec viande hachée
La plus grande île de la Méditerranée est dominée par l’Etna, un volcan actif de plus de 3300 mètres. L’intérieur du pays est âpre et montagneux. Bien des régions sont encore pratiquement inexploitées sur le plan touristique. Les rivages abritent souvent de merveilleuses plages de sable. Le soleil abondant et les températures chaudes et agréables découlant de la situation méridionale de la Sicile en font une destination de prédilection durant presque toute l’année. La Sicile recèle aussi de nombreuses curiosités culturelles. De par sa longue histoire autonome, elle se distingue du continent italien sur de nombreux points. Bien avant l’épanouissement de l’empire romain, les Grecs s’étaient établis en Sicile et y avaient fondé plusieurs colonies dont la plus importante était celle de Syracuse où nous pouvons encore admirer un temple dorien du 6e siècle avant JC ainsi qu’un splendide amphithéâtre grec, le plus grand de Sicile.
Arancini avec fromage frais et fines herbes
Caprese – un classique de la cuisine italienne réinterprété et irrésistible. Les arancini de KADI sont souvent servies en snacks, en amuse-bouches pour l'apéro, comme ent-
Sicile
Arancini avec tomate-mozzarella
■ Hôtellerie & Tourisme
Jeudi, 22. 6. 2006 ■ No 25
GastroJournal
Petit mais très automatisé
FLASH Into the Hotel
Rebaptisé «The Omnia»
Le Boulevard et ses 21 chambres sont entièrement gérés à distance. Une solution pour sauver les petits établissements. est assurée par le personnel de la Couronne, à Morges, et l’établissement dirigé par Véronique Prior Palmer. Acheté pour 3,1 millions de francs, l’hôtel a encore bénéficié d’améliorations pour 450 000 francs. «Les installations informatiques ont été en grande partie développées ou adaptées spécifiquement pour nos besoins», précise Philippe M. Guénat. Des hôtes de dernière minute peuvent aussi s’adresser au Boulevard dont la réception virtuelle se chargera de guider le client pour les formalités. «Nous visons en priorité une clientèle pour des séjours d’une certaine durée», indique Véronique Prior Palmer. «Déjà, un de nos hôtes a loué une suite avec terrasse pour cinq mois.»
NICOLAS MICHEL «Au-dessus de 40% de frais de personnel, un petit hôtel n’a pas de possibilité d’atteindre le seuil de rentabilité.» C’est le credo de Philippe M. Guénat, directeur du groupe Hôtels et Patrimoine qui vient de mettre en service son troisième établissement, le Boulevard, idéalement situé à 300 mètres de la gare de Lausanne. Comme pour un vol en avion, le client qui aura réservé par internet et payé sa chambre d’avance, sonne à l’entrée, s’identifie et arrive dans un sas où il recevra par téléphone les instructions lui permettant d’obtenir la clé de sa chambre avant d’inscrire les données nécessaires sur le formulaire destiné à la police. Il garnira luimême son petit frigo de boissons (sans alcool) tirées d’un automate, recourra aux machines de la buanderie et profitera pendant son séjour du confort d’un hôtel trois étoiles. La veille de son départ, il suivra les directives concernant la libération de sa chambre et remplira les formules ad hoc. «De cette manière, nous avons réduit les frais de personnel de 68 à moins de 20%», ajoute le directeur général. Le Bouvelard est évidemment doté de liaisons internet, de surveillances électroniques, de détecteurs de pannes et d’incendie. Et une femme de chambre se charge de la remise en état des pièces. La réception virtuelle
N. MICHEL
Des hôtels à rentabiliser Hôtels et Patrimoine cherche à acquérir d’autres établissements qui viendraient s’ajouter au National à Genève, à la Couronne et au Boulevard. Une promesse de vente a été signée pour un hôtel de Genève de 24 chambres. «Nous sommes en train de lever plus de deux millions de francs auprès d’investisseurs institutionnels et privés pour porter le capital actions à quelque 6,5 millions», explique Anne Southam Lingjaerde, présidente de la société. En rénovant des maisons vieillottes pour en faire des hôtels de charme, des résidences hôtelières ou
A.Southam Lingjaerde,présidente de Hôtels et Patrimoine,propriétaire du Boulevard. pour seniors, Hôtels et Patrimoine vise un rendement net d’environ 6%
avec un parc immobilier de cinq à sept établissements.
J. STADELMANN
En dépit d’un taux d’occupation à la traîne l’organisation veut relancer l’intérêt des promoteurs
J. Bindit, Ph. Flotiront et Pierre Boillat. Tenues mercredi 14 juin à Courgenay en présence d'une soixantaine de membres, les assises de Jura Tourisme ont été marquées par une belle démonstration de vitalité retrouvée. Un ministre peut en cacher un autre! Artisan de la remise de Jura Touris-
aussitôt la question, récurrente, des lacunes du parc hôtelier jurassien. Avec ses 700 chambres et 1400 lits trop dispersés, l’hôtellerie jurassienne apparaît décalée en regard des besoins. Exemple: aucun établissement n’est capable d’accueillir les passagers d’un car de touristes! Relancer l’intérêt des promoteurs en dépit d’un taux d’occupation à la traîne (20%), c’est la quadrature du cercle que veut résoudre Pierre Boillat. Et cela grâce à une implication forte de l’Etat, via le recours au produit des patentes, et des initiatives de Jura Tourisme.
Watch Valley en emblème Autre élément fort développé aux assises, celui de la coopération à l’échelon de l’Arc jurassien. A renfor-
QUESTION D’ACTUALITÉ
«La concurrence ne nuit pas au marché» A votre avis, que faut-il pour que le Schweizerhof puisse continuer d’être exploité comme hôtel? Ou «Pourquoi Berne a-t-elle besoin d’un deuxième hôtel cinq étoiles?» Pendant de nombreuses années, l’hôtel Schweizerhof était une maison pour une clientèle internationale. Son degré de notoriété et son bonus de sympathie étaient élevés. Avec la fermeture du Schweizerhof, Berne a perdu une partie de sa tradition. Berne Tourisme ne donne cependant pas dans la nostalgie en pleurant le passé mais est convaincue qu’un deuxième hôtel cinq étoiles aurait de bonnes chances sur le marché. Pourquoi? •Berne enregistre un taux de croissance des nuitées nettement au-dessus de la moyenne. Berne aimerait renforcer cette tendance réjouissante. Par rapport à d’autres villes suisses, Berne est mal représentée dans cette catégorie avec seulement 200 lits. Bâle offre 1115, Zurich 2200 et Genève même 3900 lits. •Avec une nouvelle infrastructure de congrès comprenant notamment le Centre Paul Klee et le
Stade de Suisse dans le domaine business, Berne se bat aux premiers rangs. S’il manque la classe hôtelière désirée, Berne perd des clients potentiels. Lorsque leurs demandes coïncident avec les sessions du Parlement, Berne se trouve également à la limite dans le segment des hôtels quatre étoiles. • Sur les marchés asiatiques et américains, un hôtel cinq étoiles rénové pourrait être un critère déterminant pour Berne. Un Schweizerhof rénové pourrait très bien se positionner dans le segment «Bijou parmi les hôtels urbains». • Berne vit une phase bienfaisante de relance. Les nouvelles attractions ont attiré l'attention dans le pays et à l’étranger. La tendance va vers le tourisme citadin et culturel ainsi que des séjours brefs. Des maisons de luxe sont un important support pour l’image d’une ville attractive et sont considérées comme les vaisseaux amiraux d’une destination. De nouveaux canaux de vente s’ouvrent. Par ailleurs, la concurrence ne nuit pas au marché mais l’anime davantage.
L’hôtel «Into the Hotel» à Zermatt, inauguré début 2000 et refermé sept semaines plus tard, est rouvert depuis vendredi dernier sous le nom de «The Omnia». L’ancien cinq étoiles conçu par l’artiste Heinz Julen propose trente chambres dont douze suites, un centre de remise en forme, un restaurant de 60 places, une bibliothèque et une salle de conférence. Il emploie 30 collaborateurs. L’établissement qui surplombe Zermatt se veut une relecture contemporaine du «mountain lodge», un concept d’origine américaine harmonisé avec son environnement européen par l’architecte new-yorkais Ali Tayar. Les matériaux et l’artisanat reflètent la tradition valaisanne et le mobilier s’inspire du modernisme américain. La majeure partie des meubles a été fabriquée par des artisans valaisans. Les matériaux utilisés, dont du granit et du chêne blanc, viennent essentiellement de Suisse. «The Omnia» est membre des «Design Hotels». Il est géré par la famille Schärer, propriétaire de la fabrique de meubles U. Schärer Söhne AG à Münsingen (BE) qui avait financé, avec Heinz Julen, la construction.
Mystery Park
Décision le 10 juillet
Jura Tourisme: projets et rêves d’hôtels me sur les rails du développement, Jean-François Roth, bientôt exministre de l’Economie, s’est félicité de l’embellie retrouvée sous l’impulsion du nouveau président, l’ancien ministre Pierre Boillat. Pleins d’allant et forts du redressement opéré, Philippe Flotiront, directeur, et son adjoint Joël Bindit ont admis qu’il restait beaucoup à faire pour que le tourisme jurassien soit à la hauteur des attentes inspirées de ses atouts. Des atouts naturels auxquels s’ajoutent aujourd’hui des projets phares du préhistoparc des dinosaures à Courtedoux, de l’Auditorium du Jura - œuvre d’architectes aussi renommés que Herzog et de Meuron à Courtemautruy ou encore du golf prévu sur les hauts de Delémont. Autant de projets qui déclenchent
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cer, de l’Ajoie au Nord Vaudois, sous les enseignes de Watch Valley et du Pays des Trois-Lacs. Avec en priorité le resserrement des liens avec Jura bernois tourisme. Une collaboration qui s’exprime en 2006 dans un marketing commun doté de 772 000 francs dont 25% pour Jura Tourisme. De quoi séduire le public, au point de l’attirer chez soi. Arme précieuse aussi aiguisée par Philippe Flotiront, un site Internet www.juratourisme, reconnu comme un des meilleurs du genre. Ces assises ont connu un passage de témoin dans la représentation de GastroJura au comité de Jura Tourisme : Markus Mettler, de Courgenay (Le Bœuf) succède à Giuseppe Rizzo, de Delémont (L’Ecluse), démissionnaire. stad
Mystery Park veut parer au risque de faillite par un sursis concordataire. La décision est attendue pour le 10 juillet. En cas de décision favorable du juge, la voie sera libre pour d’éventuels nouveaux investisseurs. Les actionnaires risquent dans ce cas une perte totale. En cas de décision défavorable, le parc d’attractions sera déclaré en faillite et fermera.
Fermeture du Gothard
Offre ferroviaire étoffée au Simplon Les CFF ont augmenté leur offre de transport de véhicules par le tunnel du Simplon suite à la fermeture de l’autoroute A2 au Gothard. Des trains relient toutes les 45 (au lieu de 90) minutes Brigue à Iselle.
Congrès: la Suisse en progrès Au dixième rang juste derrière l’Autriche En 2005, la Suisse a passé de la 12e à 10e position du classement ICCA. Sur les 5283 congrès internationaux recensés par l’International Congress & Convention Association (ICCA), 151 se sont
tenus en Suisse. Ce qui représente 5,5% (1,7 mio) du total des nuitées hôtelières du pays. La Suisse est cependant absente du «top ten» des villes. Celle organisant le plus (129 en 2005) de congrès reste Vienne. mtpp
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*Markus Lergier, directeur de Berne Tourisme GJRI49770
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■ Idées Gastro
GastroJournal
EN BREF Melitta: un filtre unique
Des dosettes oui, des déchets non C’est Melitta qui a remporté le prix «Plus X Award» décerné par un jury renommé, avec sa machine à café à portions individuelles MyCup, récompensée pour son confort d’utilisation exceptionnel. Avec MyCup, les experts de Melitta ont réuni tout leur savoir-faire dans un seul appareil. Résultat: le café, les dosettes et la machine sont parfaitement adaptés les uns
aux autres. Parmi les particularités de cette nouvelle machine, signalons que les portions de café ne sont pas conditionnées dans des dosettes en aluminium mais dans un papier filtrant spécialement conçu pour l’occasion. www.melitta.ch
Emmi
Le Vigneron devient «Classic» Pour ses 25 ans, le Fromage des Vignerons d’Emmi s’offre un nouveau nom et une nouvelle présentation. Rebaptisé «Fromage des Vignerons Classic», il inaugure une nouvelle ligne de produits créée par Emmi sous le label «Fromage des Vignerons». Cette gamme, qu’un autre produit viendra compléter cette année, renforce la position d’Emmi dans le segment haut de gamme. www.emmi.ch
Concours GastroJournal
Participez pour gagner ! C’est aujourd’hui qu’est lancé le nouveau concours internet de GastroJournal. Douze prix attractifs sont à gagner, un par mois. Ce sont des produits des éditions de GastroEdition qui attendent les heureux vainqueurs. Pour gagner, il faut évidemment participer. Et rien n’est plus simple: il suffit d’un clic sur www.gastrojournal.ch. Il vous mène tout droit sur le site où vous trouverez facilement la question du mois. A vous de jouer! www.gastrojournal.ch
Jeudi, 22. 6. 2006 ■ No 25
Avec élan vers l’avenir Dans l’hôtellerierestauration, Gehrig est surtout connu pour ses lave-vaisselle de première qualité. Au siège, à Ballwil, la société vient de fêter ses soixante ans. Il fallait sans doute un peu de courage, en 1946, quand l’électricien Franz Gehrig, de Ballwil, a fondé la Gehrig AG. Au début, l’activité principale concernait les domaines des moteurs électriques, des génératrices et des transformateurs. Franz Gehrig a toujours été connu comme bricoleur et c’est ainsi que, onze ans après la fondation de sa petite entreprise de fabricant de composants, il est devenu producteur de machines. En 1957, il a mis sur le marché le premier lavevaisselle pour la restauration. En 1962 suivit le premier appareil ménager sous le nom de Vaissella et sous la marque Lavella vinrent aussi des machines à laver. En 1976, Gehrig présenta un assortiment complet pour la cuisine et la buanderie. Dès lors, il produisit des appareils de cuisson, des fours, des réfrigérateurs, des lave et des sèche-linge. Dans la famille de Franz Gehrig il ne se trouvait personne qui voulait emprunter la voie du fondateur de l’entre-
Technique la plus moderne: le lave-vaisselle universel Gehrig (à g.). prise. L’entrepreneur a donc dû trouver une alternative pour régler la succession. Finalement, en 1988, la F. Gehrig AG devint une filiale à 100% du groupe V-Zug. La Gehrig joue encore aujourd’hui un rôle essentiel dans le groupe zougois. En 1995, une ligne de produits complètement nouvelle de machines à laver pour l’hôtellerie-restauration arriva sur le marché et quelque dix ans plus tard, l’offre fut complétée et renouvelée encore une fois. Avec la ligne GTW, Gehrig présente aujourd’hui une série de nouveautés. De plus, Gehrig
est devenue un prestataire de systèmes en intégrant dans son offre des produits de lavage et des appareils d’osmose pour la préparation d’eau.
Avec confiance vers l'avenir A l’occasion des festivités de l’anniversaire, Eugen Moser, directeur de Gehrig AG, a constaté: «Notre avenir dépend aussi du succès de nos efforts pour être à la pointe grâce à de nouveaux développements intelligents et une technologie parmi les plus modernes.» La Gehrig AG à Ballwil n’est pas seulement le site de production des lave-vaisselle
Produits biodégradables
De la vaisselle jetable en palmier
industriels mais aussi la base pour la vente et le service à la clientèle dans toute la Suisse. Dans ce domaine, Gehrig est une entreprise exemplaire: quarante techniciens du service dans toute la Suisse sont atteignables tous les jours jusqu’à 22 heures. Reto Paglia, chef marketing: «Nous voulons offrir un meilleur service à la clientèle que la plupart des grands, être rapides, flexibles et bons.» Ernst Odermatt, président du conseil d’administration de V-Zug et de Gehrig AG était optimiste lors des festivités de Ballwil: «Si, comme par le passé, nous réagissons rapidement aux changements des situations sur le marché, nous garderons nos forces et pourrons poursuivre notre développement. Car nous avons aujourd’hui des chances pour une croissance future.» Ainsi, Gehrig AG veut renforcer ses activités à l’étranger. En 1988, lorsque V-Zug a repris Gehrig AG, quelque dix mille lavevaisselle étaient fabriqués à Ballwil. L’an passé, avec les marques partenaires, elles étaient déjà dix-huit mille. Et en 1990, intervint la fondation sur le site de Ballwil de Belimed AG comme Joint Venture entre Gehrig et Belinox. C’était le départ réussi du groupe Belimed qui, depuis lors, est active dans le monde entier comme un domaine d’activité propre de Metall Zug AG en matière d’Infection Control. www.gehrig-washer.ch
Le premier Tournoi de golf Aligro De nombreux patrons d’établissement se sont retrouvés autour d’un dix-huit trous Les greens du Golf-Club de Sion ont accueilli, lundi 29 mai, les participants au 1er tournoi de golf Aligro. Cette compétition a permis à de nombreux hôteliers, cafetiers et restaurateurs valaisans de pratiquer, sur invitation, leur sport préféré dans une ambiance décontractée mais
néanmoins à un rythme soutenu. Il a fallu un peu plus de 4 heures aux 18 équipes de 3 ou 4 participants pour accomplir les 18 trous du parcours, magnifiquement entretenu et préparé par le green-keeper et son équipe. Malgré des prévisions météo pessimistes, tous les concur-
MM. Urban Gemmet, responsable Aligro-Sion (à gauche), et Paul-André Anthamatten, responsable de la clientèle Pro Aligro-Sion, ont remis le premier prix «Homme» et «Dame» à Jean-Clovis Rey et Rosy Sierro.
IMPRESSUM Gegründet/Fondation 1895 Bis/jusqu’au 04/2000 «Schweizer Gastronomie» AUFLAGE/TIRAGE 26 500 Druckexemplare/exemplaires imprimés 23 628 Ex. WEMF-beglaubigt/tirage contrôlé FRP/REMP 105 000 Leser/lecteurs Zustellung an alle GastroSuisse-Mitglieder envoi à tous les membres GastroSuisse HERAUSGEBER/EDITEUR GastroSuisse Verband für Hotellerie und Restauration Fédération de l’hôtellerie et de la restauration HERAUSGEBERRAT/CONSEIL D’ÉDITION Dr. Florian Hew, Jürg Ingold, Alessandro Pesce Michael Vuillemin, Tobias Zbinden GESAMTLEITUNG, CHEFREDAKTOR/RESPONSABLE GENERAL, REDACTEUR EN CHEF John Wittwer (JW)
REDAKTION DEUTSCHSPRACHIG Matthias Nold (mn) Redaktionsleitung Tourismus/Thema der Woche Andrej Abplanalp (aa) Hotellerie/Impulse Peter Mathias Grunder (pg) Front/Schlusspunkt Olga Krejci (okr) Produktion/Layout Daniela Oegerli Müller (doe) GastroSuisse Jo Steimen (js) Restauration/Gastro-Ideen E-Mail: redaktion@gastrojournal.ch REDACTION FRANÇAISE Francesco Di Franco (fdf) Restauration/Impulsion e-mail: redaction-romande@gastrojournal.ch 42, avenue Général-Guisan, case postale 169, 1009 Pully – tél. 021 711 45 55, fax: 021 711 45 57 Marie-Thérèse Page Pinto (mtpp) Gros Plan/Hôtellerie & Tourisme Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zurich tél. 044 377 53 19, fax 044 377 50 70; e-mail: redaktion@gastrojournal.ch FREIE MITARBEITER/COLLABORATEURS FREE-LANCE Franz Bamert (fb), Martina Gradmann (mg) Karin Huber (kh), Michael Hutschneker (hu), Patrick M. Lucca (pl), Laurence Carducci (lc), René Hug (rh), Elizabeth Kaufmann (ek) Paris, Nicolas Michel (nm), Jacques Stadelmann (stad), Pierrette Weissbrodt (pw), André Winckler (aw)
rents ont pu bénéficier de conditions favorables durant l’après-midi de compétition, grâce au micro-climat particulier du Valais central qui a offert de nombreux moments de soleil et une température agréable. 14 dames et 41 messieurs se sont disputé les places d’honneur et les dix prix mis en jeu. Lors de la cérémonie organisée au terme de la compétition, tous les gagnants ont reçu un magnum d’eau-de-vie de génépi du Valais et un bon d’achat Aligro remis par Urban Gemmet, responsable du marché Aligro de Sion, et par PaulAndré Anthamatten, responsable clientèle PRO Aligro Sion. La journée s’est achevée de façon gourmande et conviviale par un buffet-cocktail de haute tenue préparé par M. Lorétan, patron du Bistro, le sympathique restaurant du golf. www.aligro.ch
Les gagnants Classement brut général: 1er prix: Yves Grand, Hôtel Albatros, Zermatt 2e prix: Gilles Oreiller, Hôtel les 4-Vallées, Verbier 3e prix: Alan Small, Pub Mont-Fort, Verbier Classement net hommes: 1er prix: Jean-Clovis Rey, Chez Erwin, Crans-Montana 2e prix: Jerry Bovier, Rest. La Cambuse, Les Collons 3e prix: Antonio Ortega, La Marquise, Crans-Montana Classement net dames: 1er prix: Rosy Sierro, Café La Luge, Les Collons Nearest-to-the-pin: Régis Favre, Piccolo Agape, Sion Prix tirés au sort: Marike Hendriksen, Rest. Le Gréni, Crans-Montana Reto Steiner, Hôtel Victoria, Brig
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VERLAG/EDITIONS Marianne Huber, Verlagsleiterin/ responsable des éditions E-Mail: verlag@gastrojournal.ch
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ANZEIGEN/ANNONCES Kontakte Deutschschweiz: Stellen und Liegenschaften: Claudia Antener, Tel. 044 377 53 11 Sonja Bernet, Tel. 044 377 53 17 E-Mail: anzeigen@gastrojournal.ch
Abonnementspreise/Prix d’abonnement: 12 Monate/mois Fr. 135.– Einzelnummer/exemplaire Fr. 3.80 E-Mail: verlag@gastrojournal.ch
Contacts Suisse romande: Publi Annonces, Rue Jacques-Grosselin 25, 1227 Carouge GE tél. 022 308 68 78, fax 022 342 56 12 E-Mail: gastro@publi-annonces.ch
OFFIZIELLES ORGAN/ORGANE OFFICIELLE: Schweizerische Gilde etablierter Köche / Guilde Suisse des RestaurateursCuisiniers / Gilda svizzera dei Ristoratori-Cuochi Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich Tel. 044 377 52 90 Fax 044 377 55 14 gilde@gastrosuisse.ch www.gilde.ch
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DRUCK UND SPEDITION/IMPRESSION ET ENVOI Ringier Print AG, 6043 Adligenswil
Geschäftsanzeigen: Heinz Bachmann, Tel. 044 377 53 12, Mary-Anne Maczassek, Tel. 044 377 53 18
De la vaisselle biodégradable pour éviter les montagnes de déchets plastiques après le barbecue: c’est possible grâce à une découverte suisse. Déclinée en plusieurs versions aussi esthétiques, décoratives et élégantes les unes que les autres, cette vaisselle convient parfaitement pour le barbecue à la maison, mais aussi pour les grands événements tels que les fêtes communales, les rencontres sportives et autres occasions. Ces produits ont de multiples avantages: ils résistent aux températures élevées et passent au four (jusqu’à 220 degrés) ainsi qu’au microondes. De plus, ils sont étanches à l’eau et ne transmettent pas de goût. www.naturesse.ch
Trésors et safes
Pour protéger des valeurs Un restaurant sans place sûre pour mettre à l’abri des recettes du jour, un hôtel sans trésor qui conserve aussi les valeurs et l’argent des clients? Impensable! Dans ces cas, l’adresse de la Rigitresorbau AG est la bonne: avec ses trente ans d’expérience, l’entreprise est un spécialiste compétent pour les trésors, les safes et les armoires à caisses. Son gagne-pain est constitué de produits sur mesure mais aussi de serrures et de codes qui peuvent être programmés en fonction d’exigences spécifiques. www.rigi-tresorbau.ch
NOTICES THURELLA AG: l’entreprise d’Egnach et ses filiales sont parvenues à poursuivre leur tendance haussière. Elles ont réussi à obtenir une augmentation du chiffre d’affaires de 19,1% de 157.8 à 188 millions de francs alors que l’augmentation du bénéfice atteignait 17 pour cent. Les bons résultats se fondent d’une part sur le rachat de Biotta AG et de l’autre sur la tendance réjouissante constatée dans tous les segments du marché.
KONTAKTE/CONTACTS GastroJournal, Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zürich Tel/tél. 044 377 53 05, Fax 044 377 50 70
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■ Gastro-Ideen
Donnerstag, 22. 6. 2006 ■ Nr. 25
Glas statt Kork
Jetzt ist der Glaszapfen da Die Korkeichenwälder, die einst ausreichend jenen Stoff lieferten, der zu Korkzapfen für Weinflaschen verarbeitet wurde, gibt es kaum mehr. So wird Kork weltweit immer rarer. Deshalb wird seit langem nach einer Alternative gesucht. Zapfen aus einem speziellen Kunststoff gibt es schon. Jetzt aber ist ein Flaschenverschluss da, der Marktreife erlangt hat und geradezu revolutionär ist: Der Glaszapfen. Er ist einem Stöpsel für Karaffen ähnlich, passt genau in den Flaschenhals und ist mit einer Dichtung versehen, die eine mehrmalige Verwendung erlaubt. Die Kellerei von Jean-Pierre Favre in Sion hat versuchsweise 10 000 Flaschen Gamay mit diesem Verschluss versehen; unterdessen sind es alle Weine der Selection Hurlevent. Die Verkaufserfolge und die Resultate sind eindeutig: Der Glaszapfen ist der Weinflaschenverschluss der Zukunft. Info: www.favre-vins.ch
Für Sommer-Apéros
Schweppes für Abwechslung Schweppes, Leader bei den Mixgetränken, lanciert zwei neue Apéros-Hits für den beginnenden Sommer: gespritz-
GastroJournal
Mit Elan in die Zukunft Im Gastgewerbe ist der Name Gehrig sozusagen Programm: Die Gehrig AG ist vor allem wegen ihrer qualitativ erstklassigen Profi-Geschirrspüler bekannt. Am Stammsitz in Ballwil wurde eben der 60. Geburtstag gefeiert. Etwas Mut war sicher dabei, als der Ballwiler Elektriker 1946 die Franz Gehrig AG gründete. Zu Beginn lag das Schwergewicht seiner Tätigkeit vor allem im Bereich von Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren. Franz Gehrig war aber immer als Tüftler bekannt, und so kam es, dass er elf Jahre nach der Gründung seines vorerst kleinen Betriebes vom Komponentenhersteller zum Maschinenproduzenten wurde und 1957 den ersten gastgewerblichen Geschirrspüler auf den Markt brachte. 1962 folgte das erste Haushaltsgerät unter dem Namen Vaissella, und unter dem Namen Lavella folgten auch Waschmaschinen. 1976 wurde Gehrig zum Vollsortimenter für Küche und Waschraum und produzierte fortan Geräte zum Kochen, Backen, Kühlen, Waschen und Trocknen.
Vom Gründer zur V-ZUG-Gruppe In der Familie von Franz Gehrig fand sich niemand, der in die Fussstapfen des Firmengründers treten wollte, womit sich der Unternehmer mit einer alternativen Nachfolgelö-
Modernste Technik: der Gehrig Universalspüler (l.) und das Modell GTW (r.) für die Gastronomie. sung befassen musste. 1988 wurde die F. Gehrig AG zu einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der V-ZUG-Gruppe. Dabei spielt Gehrig auch heute eine wesentliche Rolle in der Zuger Gruppe. 1995 kam eine komplett neue Produktelinie von Gastgewerbe-Spülmaschinen auf den Markt und rund zehn Jahre später wurde das Angebot wiederum ergänzt und erneuert. Mit der GTW-Linie präsentiert Gehrig heute wieder eine Reihe von Neuheiten. Zudem entwickelte sich Gehrig zum Systemanbieter, indem 2004 die Spülmittel und 2005 eine Linie mit Osmosegeräten zur Wasseraufbereitung ins Angebot aufgenommen wurde.
Mit Zuversicht in die Zukunft Heute werden in Ballwil rund 150 Mitarbeitende in den Bereichen Haushaltgeräte, Gastgewerbe-Geräte, Industrie, Infection Control und Kundendienst beschäftigt. Mit 15 Lehrnenden in technischen Berufen
ist die Ballwiler Gehrig AG in der Region Seetal ein wichtiger Ausbildungsbetrieb. Anlässlich der Geburtstagsfeier hielt Eugen Moser, Geschäftsleiter der Gehrig AG, fest: «Unsere Zukunft hängt davon ab, dass wir uns erfolgreich bemühen, mit intelligenten Neuentwicklungen und mit modernster Technologie an der Spitze mit dabei sind.» Die Gehrig AG in Ballwil ist nicht nur Fertigungsstandort der gewerblichen Geschirrspüler, sondern auch die Basis für den Verkauf und den schweizweiten Kundendienst. Gerade hier ist Gehrig ein beispielhafter Betrieb: 40 Servicetechniker in der ganzen Schweiz sind täglich bis 22 Uhr erreichbar. Marketingleiter Reto Paglia dazu: «Wir wollen den besseren Kundendienst bieten als die meisten der Grossen, rascher, flexibler und gut sein.» Ernst Odermatt, Verwaltungsrats-Präsident der V-ZUG und der Gehrig AG, äusserte sich anlässlich der Feierstunde
in Ballwil optimistisch: «Wenn wir wie bisher schnell auf veränderte Marktsituationen reagieren, werden wir auch in Zukunft unsere Stärken wahren und uns noch weiter entwickeln können. Denn die Chancen für weiteres Wachstum sind heute noch vorhanden.» So will die Gehrig AG im Gastrobereich auch im Ausland verstärkt aktiv werden. Immerhin: Als V-ZUG die Gehrig AG 1988 übernahm, wurden in Ballwil pro Jahr rund 10 000 Geschirrspüler produziert. Im vergangenen Jahr waren es, inklusive verschiedener Partnermarken, schon 18 000. Und 1990 kam es am Standort Ballwil zur Gründung der Belimed AG als Joint Venture zwischen Gehrig und der Belinox. Das war der erfolgreiche Start der Belimed Gruppe, die heute als eigener Geschäftsbereich der Metall Zug AG weltweit im Bereich Infection Control tätig ist. Infos: www.gehrig-washer.ch
Stark beachtetes Aligro-Golfturnier Gastro-Grosshandel Aligro organisierte Golfturnier für Walliser Gastronomen
ter Weisswein sowie Prosecco, beides mit Schweppes Tonic. Der als Schweizer Meister und Vizeweltmeister ausgezeichnete Profibarkeeper Remo Thörig schwärmt: «Die beiden Drinks sind leicht und spritzig, erfrischend und belebend. Sie sind einfach zu mixen, löschen den Durst mit nur wenig Alkohol und schmecken hervorragend». Infos: www.feldschloesschen.com
GastroJournal-Wettbewerb
Wer mitmacht, kann gewinnen Der Internet-Wettbewerb 2006 für alle GastroJournal-Leserinnen und -Leser ist nach wie vor im Gange. Noch warten attraktive Preise: Jeden Monat gibt es ein Produkt aus dem Fachverlag GastroEdition zu gewinnen. So den neuen, unverzichtbaren Pauli. Die Sache ist ganz einfach: Reinklicken auf www.gastrojournal.ch, mitmachen und die Wettbewerbsfrage beantworten. Alle Details unter: www.gastrojournal.ch
Auf dem Golfplatz von Sion hat das GastrogrosshandelsUnternehmen Aligro das erste Golfturnier für Walliser Gastronomen durchgeführt, an welchem sich fast 60 Interessierte beteiligt haben. An diesem Turnier, zu welchem zahlreiche Walliser Hoteliers und Restaurateure eingeladen waren, erlaubte es den Teilnehmenden für einmal
ihrem Lieblingssport in entspannter und sorgloser Atmosphäre zu frönen. 18 Gruppen, bestehend aus jeweils drei bis vier Teilnehmenden, benötigten etwas mehr als vier Stunden, um den vom Green-Keeper und seiner Equipe bestens präparierten und unterhaltenen Parcours zu beenden. Trotz schlechter Wetteraussichten konnten die Teilneh-
BUCHTIPP
Aufschlussreich und interessant Gastronomen sind in der Regel auch Menschen, die sich umsehen und gerne in Erfahrung bringen, wer was wie anders macht. Auch deshalb nimmt sich mancher Gastronom dann und wann Zeit, eine wohltuende Wanderung unter die Füsse zu nehmen. In einem solchen Fall ist der soeben erschienene und neu aufgelegte Landbeizli-Führer genau das Richtige. Der im Spillmann Verlag, Zürich erschienene Führer enthält immerhin 1093, teilweise einsame und abgelegene Landbeizli, die in alphabetischer Reihenfolge schweiz-
weit irgendwo zu finden, selten aber mit dem Auto erreichbar sind. Alle Beizli sind mit einfachen, gut erkennbaren Piktogrammen so erklärt, dass man schnell und ohne Probleme weiss, welches Beizli was zu bieten hat. Der neue LandbeizliFührer ist für Fr. 35.– zu haben und kann direkt und ohne Mühe bestellt werden. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax: 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch
menden, dank des speziellen Mikroklimas im Zentralwallis, von einigen Sonnenstrahlen und angenehmen Temperaturen profitieren. 14 Damen und 41 Herren kämpften um eine gute Platzierung und um verschiedene Preise. An der zermoniellen Preisverteilung erhielten alle Gewinner aus den Händen von Geschäftsführer Urban Gem-
met und Paul-André Anthamatten, verantwortlich für den Kundenservice, eine Flasche Magnum Génépi und einen Einkaufsgutschein von Aligro. Das Gesamtklassement wurde angeführt von Yves Grand (Hotel Albatros, Zermatt), gefolgt von Gilles Oreiller (Hotel 4-Vallées, Verbier) und Alan Small (Pub MontFort, Verbier).
Alt durch Neu ersetzen Brita bietet einmalige Umtauschaktion Die AquaQuell Purity-Systeme von Brita Professional bieten höchste, gleichbleibende Wasserqualität und werden vor allem in der Gastronomie eingesetzt. Jetzt werden alte durch neue Geräte ersetzt. Die Vorteile des Einsatzes von AquaQuell-Geräten sind – vor allem in der Hotellerie und Gastronomie – hinlänglich be-
Neu: AquaQuell-Purity-Systeme.
kannt. Jetzt offeriert Brita Professional eine einmalige Umtauschaktion nach dem Motto «Alt gegen Neu». Vorhandene AqauQuell-Geräte der Grösse 33, 2 und 3 werden derzeit gegen eines der neuen AquaQuell Purity-Systeme ausgetauscht. Die Qualitätsvorteile: Unabhängig vom Leitungsdruck und der Durchflussmenge bleibt die höchste Wasserqualität erhalten. Im neuen System ist die Verschnittwasser-Filtration integriert und die Filtration ist vierfach. So kann Brita noch mehr Komfort im Handling garantieren: speziell durch ein neues Wechselkartuschenprinzip, durch horizontale und vertikale Nutzungsmöglichkeit und durch automatische Berechnung und Anzeige der Restkapazität. Info: www.brita.ch
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IN KÜRZE Speziell entwickelt
Der Kühler, der es in sich hat Moet & Chandon ist nicht nur für sein durch und durch erfrischendes, feinperliges Getränk namens Champagner bekannt. Man weiss auch, dass es sich immer wieder für diverse Sportarten als Sponsor einsetzt. Speziell für den America’s Cup, bei welchem die Alinghi als Favorit gilt, hat das Champagnerhaus in Reims eine Summer Star Bag, einen Flaschenkühler entwickelt, der mit keinem bisherigen zu vergleichen ist. Aus Kunstmaterialen hergestellt, lässt sich dieser Kühler nach Gebrauch zusammenfalten und mittels Reissverschluss schliessen. So kann dieser Kühler mit dem Namen Seestern überall, im Restaurant-Garten, auf der Terrasse und natürlich in der trendigen Schiffsgastronomie eingesetzt werden. Info: www.moet.com
Trend-Tour Zürich-West
Spannende Weiterbildung Unter kundiger Führung in rund sieben Stunden 20 Gastbetriebe besuchen, um hinter die Kulissen zu schauen, dabeizusein, wie in den anforderungsreichsten Tages- und Abendstunden produziert, serviert und abgerechnet wird, das ist für jeden Profigastronomen nicht nur lehrreich. Fredy Angts und Sandro Pedon von der Firma B&N sorgen dafür, dass an den geplanten Tours durch Zürcher Trend-Betriebe die Spannung und der Humor nicht zu kurz kommen. Vorgesehene Daten: 28. Juni, 30. August, 27. September und 25. Oktober. Start je um 16 Uhr. Info: www.trendtour.ch
WienWein gegründet
Mit Wein aus Wien abheben Man weiss es schon, dass Weine aus Österreich in der Schweiz immer beliebter werden. Um dem Erfolg mit Wein aus Wien noch gewissermassen den Deckel aufzusetzen, haben sich jetzt vier Spitzenwinzer aus Wien zu einer Gruppe mit dem Namen WienWein zusammengeschlossen. Mit dabei sind Top-Winzer Rainer Christen, Michael Edlmoser, Fritz Wieninger und Richard Zahel. WienWein soll vielfältig, immer aber Qualitativ hochstehend sein. Info: www.wine-partners.at
NOTIZEN THURELLA AG: Das Egnacher Unternehmen und ihre Tochtergesellschaften konnten den positiven Wachstumstrend 2005 fortsetzen: Es durfte eine Umsatzsteigerung um 19,1 Prozent von 157,8 auf 188 Millionen Franken verzeichnet werden, und die Gewinnsteigerung betrug 17 Prozent. Das gute Resultat ist einerseits auf die zugekaufte Biotta AG, andererseits auf eine erfreuliche Entwicklung in allen bestehenenden Marktsegmenten zurückzuführen.
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Schlusspunkt ■ Point Final
GastroJournal
Donnerstag/Jeudi, 22. 6. 2006 ■ Nr./No 25
Auf T ur mit
LAST MINUTE
Un client teigneux condamné Pour mise en danger de la vie d’autrui et conduite en état d’ébriété, le Tribunal de Vevey a condamné un automobiliste à douze mois d’emprisonnement avec sursis pour avoir volontairement embouti la devanture du Restaurant des Fleurs, à Servion. De plus, ce conducteur aviné au moment des faits devra poursuivre un traitemeent d’abstinence à l’alcool. Il explique sa colère contre le gérant de l’établissement, Aladjin Ismaili, par le fait que ce dernier lui avait demandé à plusieurs reprises de ne plus fréquenter son restaurant où il avait coutume de s’enivrer.
…Fussballgastronom Thomas Bickel
Wer erinnert sich nicht an Thomas Bickel? Der heute 42jährige Zürcher mit Berner Wurzeln spielte 52-mal für die Schweizer Nationalmannschaft und schoss dabei fünf Tore. Als die Schweiz zum letzten Mal an einer Weltmeisterschaft auftrat, stand Bickel auf dem Platz. In den USA gehörte der Mittelfeldspieler zum «Dreamteam» von Roy Hodgson, das unter anderem die Rumänen mit vier zu eins vom Platz fegte und in der Schweiz eine Fussballeuphorie auslöste. Thomas Bickel erlebte jedoch auch weniger euphorische Zeiten. Als er 1998 nach drei Jahren Profifussball im japanischen Kobe zurück in die Schweiz kam, war seine Zukunft ungewiss. «Eigentlich hätte ich gerne noch Fussball
Tous les cépages sur internet Des biologistes de l’Université de Neuchâtel viennent de mettre à disposition sur internet l’ensemble des profils génétiques des cépages cultivés en Suisse. Ils sont au nombre de 125 et occupent un espace total de 15 000 hectares environ, selon José Vouillamoz (photo) qui, avec Claire Arnold, a effectué ce travail de bénédictin. Les deux chercheurs n’ont buté que sur l’identification généalogique de deux cépages. Il n’est pas exclu qu’il s’agisse de croisements spontanés entre deux cépages. Pour en savoir plus, on peut consulter la Swiss Vitis Microsatellite Database: www.unine.ch/nccr/svmd
Les O/OO grâce au disque bleu
gespielt», erinnert sich der ehemalige FCZ- und GC-Spieler. Doch es hat nicht sollen sein, und so musste sich Bickel eine neue Existenz aufbauen. Wieso hat er gerade die Gastronomie ausgewählt? «Eigentlich hat es sich mehr so ergeben, als dass ich mich entschieden habe.» Bickel hatte die Chance, ein Haus im Zürcher Kreis 4 zu übernehmen. «Die Liegenschaft sollte abgebrochen werden, da habe ich zugeschlagen.» Entstanden ist das Schmuklerski an der Badenerstrasse. Während im ersten Stock gediegen gespiesen werden kann, ist das Parterre eine Bar. Und wer Glück hat, wird sogar von Thomas Bickel persönlich bedient. Der ehemalige Nationalspieler ist sich nicht zu schade, im Service zu arbeiten oder den Abwasch zu machen. Den Abwasch erledigt Thomas Bickel auch in Mallorca selbst. Seit einem halben Jahr wohnen er, seine Lebenspartnerin Draga Tolic und die beiden Töchter Louise und Lena-Sophie nämlich mehrheitlich auf der spanischen Ferieninsel. «Etwa 80 Prozent der Zeit verbringen wird dort», sagt der Gastronom. Das Schmuklerski wird deshalb von Bickels Stellverteter geleitet und der 42Jährige hilft in der Zeit, in der
NAMEN & NOTIZEN
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Marlis Ackermann ist bei der Feldschlösschen Getränke AG in Rheinfelden neue Leiterin Marketing und als einzige Frau Mitglied der achtköpfigen Geschäftsleitung. Ackermann war unter anderem für Nestlé oder Procter & Gamble in verschiedenen Ländern tätig und arbeitete zuletzt als Director Marketing Private Banking International bei Credit Suisse in Zürich. Judith Meier und Ruedi Fröhli haben sich nach 18 Jahren aus der Leitung der Disco High Life in Interlaken zurückgezogen, betreiben aber das Ruuge Bistro in Matten. Das High Life, zusammen mit verschiedenen anderen Gewerbebetrieben Teil des früheren, traditionsreichen Hotel Gotthard von Walter Gerber, wird nun neu
A .ABPLANALP
«Ich bin quasi ein Mädchen für alles»
Der ehemalige Nationalspieler Thomas Bickel ist heute ein erfolgreicher Gastronom. er in Zürich weilt, aus. «Ich bin quasi ein Mädchen für alles.» Das sei er übrigens nicht nur in Zürich. «Ich baue unser Haus in Mallorca mehrheitlich selbst um.» Das gebe viel zu tun. Viel zu tun hatte Thomas Bickel auch bei der Eröffnung des Schmuklerskis 1998. «Ich hatte keine Ahnung von Gastronomie», blendet der ehemalige Mittelfeldspieler die Zeit zurück. Anfangs sei es eine schwierige Zeit gewesen. «Wenn man so ins kalte Wasser springt, bezahlt man einen hohen Preis.» Obwohl das Konzept für das Lokal stand, seien er und seine Crew anfangs völlig überrannt worden. «Das Interesse war riesig, sicher nicht zuletzt wegen meinem Namen.»
«Zuviel Medienpräsenz mag ich nicht» Das ein bekannter Name jedoch nicht nur positive Reaktionen hervorruft, weiss Thomas Bickel. Inzwischen hat sich die Situation an der Badenerstrasse jedoch normalisiert. Das Geschäft läuft gut
und das Lokal ist nicht mehr von Thomas Bickels Namen abhängig. «Das ist gut so, denn zuviel Medienpräsenz mag ich nicht.» Ausserdem garantiere ein berühmter Name nicht unbedingt den Erfolg eines Betriebes, wie einige Beispiele in der Schweiz gezeigt hätten. Apropos Schweiz und zeigen. Thomas Bickel hofft, dass die Schweizer Nationalmannschaft es der Welt zeigen wird. «Es ist eine gute Truppe und die Jungs sind sicher für eine Überraschung gut.» Mit Johann Vogel hat Bickel sogar noch zusammen bei GC gespielt. «Ich war fast so etwas wie ein Vater für ihn», erinnert sich der Alt-Internationale. Die Vaterrolle liegt Thomas Bickel offensichtlich: «In meinem Leben gibt es zurzeit nur zwei Dinge: erstens die Familie und zweitens die Arbeit.» Für mehr habe er momentan keine Zeit. «Wenn ich einen Tag mit meiner Familie verbringe, weiss ich jedoch, das es so sein muss.» Alleine war Thomas Bickel lange genug. In Japan, wo er seine Brötchen beim Fussballclub Vissel Kobe verdiente, gab es nur den Ball. «Dort ha-
be ich gelernt, zu verzichten, hart zu arbeiten und diszipliniert zu leben.» Das klinge zwar hart, habe ihm jedoch viel gebracht. «Auch als Gastronom kann ich von diesen
gründet und soll an Investoren um Ivan Kaufmann, Joseph Tabak, Dan Coakly und Joseph Chetrit verkauft werden.
Marlis Ackermann (photo dans la colonne tout à gauche) est la nouvelle responsable Marketing et membre de la direction au sein de Feldschlösschen Boissons SA. Au bénéfice d’une licence de l’Université de Saint-Gall (HSG), Marlis Ackermann affiche seize années d’expérience professionnelle nationale et internationale. Elle occupait jusqu’ici le poste de Director Marketing Private Banking International auprès du Credit Suisse à Zurich, après avoir œuvré dans plusieurs pays pour le compte de différentes entreprises internationales, dont Nestlé et Procter & Gamble. Marlis Ackermann est la seule femme sur les huit membres que compte la direction de Feldschlösschen Boissons SA ainsi que la première femme à diriger le secteur marketing de l’entreprise et ses trente collaborateurs.
«Ich würde gern wieder mal ein Buch lesen» drei Jahren in Japan profitieren, denn diese Eigenschaften sind auch im Gastgewerbe gefragt.» Vor allem im Privatleben verzichtet Thomas Bickel. «Ich würde gern wieder mal ein Buch lesen.» Dafür fehle ihm jedoch die Zeit. «Vielleicht wenn ich fünfzig bin», meint er und mustert die Tische seines Schmuklerskis. Bald werden hier die Baumaschinen brummen. Die Liegenschaft soll abgebrochen werden und einem neuen Haus Platz machen. Natürlich wieder mit einem Schmuklerski. «Das Lokal ist meine Existenz und meine Leidenschaft.» Bis zur Neueröffnung gibt es noch viel zu tun. Deshalb kommt Thomas Bickel wohl auch in der 15-monatigen Bauzeit nicht zum Lesen. Andrej Abplanalp
L’Institut suisse de prévention de l’alcoolisme et autres toxicomanies vient de sortir un nouveau disque de stationnement qui comprend des indications permettant d’estimer le taux d’alcoolémie. Il suffit, pour l’obtenir, d’envoyer une enveloppe retour affranchie à ISPA, case postale 870, 1001 Lausanne (gratuit jusqu’à cinq pièces) ou de télécharger le disque. Ce disque n’est pas seulement utile en Suisse mais aussi lors de voyages dans d’autres pays de l’Europe dont certains appliquent d’autres taux que ceux pratiqués en Suisse et dans les pays voisins. www.sfa-ispa.ch
Schweizer Rebsorten im Internet Biologen der Universität Neuenburg haben auf Internet die genetischen Profile sämtlicher in der Schweiz kultivierten Rebsorten veröffentlicht. Es handelt sich um 125 Rebsorten, die auf ingesamt rund 15 000 Hektar wachsen (Foto Grauburgunder). Nur zwei Sorten konnten dabei nicht exakt zugeordnet werden, wobei die Forscher da nicht ausschliessen, dass es sich um sponate Kreuzungen handelt. Alles Weitere auf der Swiss Vitis Microsatellite Database: www.unine.ch/nccr/svmd
Deutsches Hotelportal für Messen Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA hat gemeinsam mit der Messe Düsseldorf ein Hotelportal lanciert. Per Internet stehen zu speziellen Konditionen rund 16 000 Zimmer aller Kategorien zur Verfügung. Die rund 170 beteiligten Hotels müssen dabei mindestens ein Jahr im Voraus den maximalen Zimmerpreis festlegen. www.fairfairs.de
Keine Konkurskonjunktur mehr Laut Creditreform sind in der Schweiz seit Anfang Jahr fast 14 500 Firmen gegründet worden: ein absoluter Rekord. Verschwunden sind seit Januar knapp 10 000 Betriebe, 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit sei der Negativtrend der letzten drei Jahre gebrochen, was Creditreform vorab der Konjunktur zuschreibt. Diese spiegelt sich auch bei den Firmenkonkursen, die bis Ende Mai knapp 1900 Unternehmen trafen – eine Abnahme von 7,7 Prozent. Die oft nachgelagerten Privatkonkurse jedoch erreichten den höchsten Wert seit 1995: 2371 zwischen Januar und Mai 2006. www.creditreform.ch
NOMS & NOTICES konzeptioniert und Mitte August von Gaby von Gunten und Mänel Herren neu eröffnet. Grit Schlutter und Yves Timonin, die das Sunstar in Grindelwald leiten, spielen zusammen mit den anderen Sunstar in Arosa,
Davos, Flims, Klosters, Lenzerheide und Wengen quasi den Joker aus. Beat Hess, Geschäftsführer von Sunstar, und Marketingleiter Alex Beley bieten unter der Web-Adresse www.joker.ch preiswerte Ferien an, bei denen der Gast bis eine Woche vor Antritt nicht weiss, in welchem Sunstar sie stattfinden werden. Sunstar wurde 1969 namentlich von Ehrenpräsident Fritz Buser ge-
Horst Seehofer, deutscher Verbraucherminister, hat als erstes deutsches Regierungsmitglied öffentlich Rauchverbote gefordert. Kaum eine Woche, nachdem das grösste deutsche Nachrichtenmagazin den deutschen Raucherschutz auf dem Titel beklagt hatte, sprach sich Seehofer dafür aus, Kliniken, Flughäfen und die Bahn rauchfrei zu machen. Weiter gehen wollen Parlamentarier, die auch Restaurants rauchfrei haben wollen. Die Abmachung zwischen Bundesregierung und Hotel- und Gaststättenverband, in grösseren Betrieben rauchfrei anzubieten, reiche nicht.
Déjà vice-champion du monde en 2000 et vicechampion d’Europe en 2004, le sommelier suisse Paolo Basso (39 ans) s’est classé deuxième au Concours du meilleur sommelier d’Europe. Cette compétition organisée tous les deux ans a été remportée cette année pour la première fois par un Norvégien, Robert Lie (25 ans). Le lauréat, sommelier depuis cinq ans seulement, est employé au restaurant Bagatelle (2 étoiles Michelin) à Oslo. En 2004, ce concours avait été remporté à Montréal par le Suédois Andreas Lanson. Un salon-lavoir-cybercafé genevois a reçu le Prix cantonal 2006 du développement durable. L’entreprise Laudrenet est équipée de machines économes en eau et énergie et
seuls des produits de lessives écologiques sont proposés à la clientèle.L’adjonction d’un cybercafé et d’un bar,qui ne vend que des produits certifiés bio a permis de transformer ce salon-lavoir, un lieu habituellement terne, en espace convivial, a communiqué lundi le canton de Genève. Le groupe hôtelier espagnol Hesperia a lancé une offre de rachat partielle sur son compatriote NH Hoteles. Il veut en détenir 24,9 % du capital au plus.
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