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KALTER KRIEG 2026

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KALTER KRIEG DIE SCHAUPLÄTZE UND ROUTEN ENTDECKEN

DEU 1


Paluzza

Karnien Malborghetto-Valbruna

Chiusaforte

Julische Alpen

Pinzano al Tagliamento

Friaul, von den Natisoneund Torre-Tälern bis zum Tagliamento

Spilimbergo

Valvasone Arzene

Görz, Isonzo-Karst und Collio Monfalcone

Doberdò del Lago

Triest und Triester Karst

LEGENDE

TRIEST UND TRIESTER KARST

PAG. 6

GÖRZ, ISONZO-KARST UND COLLIO

PAG. 12

FRIAUL, VON DEN NATISONE- UND TORRE-TÄLERN BIS ZUM TAGLIAMENTO

PAG. 24

JULISCHE ALPEN

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KARNIEN

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Hinweise zu den Routen:

Um die vorgeschlagenen Routen sicher genießen zu können, wird empfohlen, geeignete Kleidung und Ausrüstung mitzuführen: sportliche Kleidung, geeignetes Schuhwerk, ausreichend Wasser sowie eine Lichtquelle. Darüber hinaus empfiehlt es sich, stets eine Karte des zu besuchenden Gebiets mitzuführen und vor jeder Wanderung die Wettervorhersage zu prüfen.

Scannen Sie den QR-Code und entdecken Sie das 20. Jahrhundert in Friaul-Julisch Venetien. 2

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INHALT

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AUF DEN SPUREN DER GESCHICHTE IN FRIAUL-JULISCH VENETIEN

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1947–1991: DER KALTE KRIEG

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CHRONOLOGIE

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TRIEST UND TRIESTER KARST

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GÖRZ, ISONZO-KARST UND COLLIO

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FRIAUL, VON DEN NATISONE- UND TORRE-TÄLERN BIS ZUM TAGLIAMENTO

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JULISCHE ALPEN

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KARNIEN


Pion Hill - Pinzano al Tagliamento

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AUF DEN SPUREN DER GESCHICHTE IN FRIAUL-JULISCH VENETIEN

Im äußersten Nordosten Italiens und zugleich im Herzen Europas gelegen, ist Friaul-Julisch Venetien eine Region wie keine andere. Wer durch dieses Land reist, entdeckt die Spuren, die die großen Ereignisse des 20. Jahrhunderts hier hinterlassen haben. Es ist eine Reise durch die Geschichte: Sie beginnt bei den Befestigungsanlagen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Erwartung eines Konflikts errichtet wurden, der schon bald Wirklichkeit werden sollte, und führt weiter zu den zahlreichen Freilichtmuseen des Ersten Weltkriegs, die sich von den Alpen bis zum Karst erstrecken. Anschließend folgt sie den Verteidigungsanlagen, die Ende der 1930er-Jahre entstanden, als das faschistische Regime mit dem Alpenwall (Vallo Alpino del Littorio) die Grenzen des Königreichs Italien sichern wollte. Schließlich erreicht die Reise die Zeit des Kalten Krieges: Obwohl es in diesem Gebiet zu keinen Kampfhandlungen kam, führte diese Epoche zu einer beispiellosen militärischen Befestigung als Vorsichtsmaßnahme. Friaul-Julisch Venetien teilt eine 232 Kilometer lange Grenze mit dem damaligen Jugoslawien, das als blockfreier Staat galt. Aus Furcht vor einer möglichen Invasion aus dem Osten bereitete sich Italien auf die Verteidigung dieses Grenzraums vor. In der Nähe von Dörfern, verborgen in Alpenpässen, tief im Untergrund oder direkt in den nackten Fels gehauen, verborgen in Fertigbaukonstruktionen oder als Felsen mitten im Wald getarnt: Die sogenannten „Bunker“ sind in FriaulJulisch Venetien allgegenwärtig. Diese Verteidigungsanlagen bestanden vor allem aus Kommando- und Beobachtungsständen, Maschinengewehrstellungen und Panzerabwehrstellungen und blieben bis Anfang der 1990er-Jahre einsatzbereit und besetzt. Heute lässt sich dieses außergewöhnliche Erbe dank des Engagements zahlreicher Freiwilliger entdecken, die einige dieser Anlagen erhalten und für Besucher zugänglich gemacht haben. Die Geschichte des Kalten Krieges in Friaul-Julisch Venetien besteht jedoch nicht nur aus militärischen Bauwerken. Sie ist auch eine Geschichte von Menschen und Gemeinschaften: Geschichten von Vertriebenen, Grenzbewohnern und geteilten Landschaften, die in den Museen und Ausstellungen der Region lebendig bleiben.

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1947 – 1991: DER KALTE KRIEG

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielte Friaul-Julisch Venetien aufgrund der Spannungen um die Festlegung der Grenze zwischen Italien und Jugoslawien unmittelbar eine Schlüsselrolle auf internationaler Ebene. Diese Grenze war nicht nur eine Trennlinie zwischen zwei Staaten, sondern bildete zugleich den südlichsten Abschnitt des sogenannten „Eisernen Vorhangs“, der während des Kalten Krieges die westliche Welt vom sozialistischen Block trennte. Die strategische Bedeutung der Region, die sich aus ihrer geografischen Lage ergab, wurde 1949 mit dem Beitritt Italiens zur NATO endgültig gefestigt. Von diesem Zeitpunkt an wurde Friaul-Julisch Venetien, das 1963 offiziell als autonome Region gegründet wurde, zu einer der wichtigsten westlichen Verteidigungslinien, die im Falle einer Invasion durch die Rote Armee und das damalige sozialistische Jugoslawien aktiviert werden sollte. Ab Beginn der 1950er-Jahre erlebte die Region einen umfassenden Militarisierungsprozess, der sie in eine regelrechte Festung verwandelte. Neben Hunderten konventioneller militärischer Einrichtungen – Kasernen, Truppenübungsplätzen und Munitionslagern – wurden über tausend Bunker modernisiert oder neu errichtet und sorgfältig in die Landschaft integriert. Zur Unterstützung dieses Verteidigungssystems stationierte das italienische Heer einen bedeutenden Teil seiner Streitkräfte in der Region, während Hunderttausende Wehrpflichtige aus ganz Italien hier ihren Militärdienst ableisteten. Gleichzeitig entwickelten sich einige Grenzgebiete, insbesondere rund um Görz (Gorizia), zu wichtigen Kontaktpunkten, an denen politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Welten entstanden. Über mehr als vierzig Jahre hinweg prägten dieses gewaltige militärische System und die geopolitische Bedeutung des Gebietes Gesellschaft, Wirtschaft und Politik Friaul-Julisch Venetiens nachhaltig, bis das Ende des Kalten Krieges die Rolle der Region grundlegend veränderte.

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CHRONOLOGIE April–Mai 1945 In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs beginnt der „Wettlauf um Triest“: Jugoslawische Truppen und die britische Armee versuchen, die Stadt als Erste zu erreichen und unter ihre Kontrolle zu bringen. 8. Mai 1945 Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. 9. Juni 1945 Mit dem Belgrader Abkommen wird die Morgan-Linie geschaffen, die Triest und das Julische Gebiet in zwei militärische Besatzungszonen teilt. Die jugoslawischen Truppen ziehen sich aus der Stadt zurück. 5. März 1946 Winston Churchill hält seine berühmte Rede über den „Eisernen Vorhang“.

26. Oktober 1954 Triest kehrt zu Italien zurück. 14. Mai 1955 Gründung des Warschauer Pakts. 30. September 1955 Durch die Udiner Abkommen wird die Grenze durchlässiger: Bewohner der Grenzgebiete dürfen mit einem speziellen Grenzpass die Grenze überschreiten. 31. Januar 1963 Offizielle Gründung der Autonomen Region Friaul-Julisch Venetien mit Sonderstatut. 10. November 1975 Der Vertrag von Osimo legt die Grenze endgültig fest und nimmt gegenüber der bisherigen Regelung geringfügige Anpassungen vor.

10. Februar 1947 Die Pariser Friedensverträge legen die neue italienisch-jugoslawische Grenze fest. Italien verliert weitere Gebiete gegenüber der bisherigen Morgan-Linie. Die Schaffung des Freien Territoriums Triest als Pufferstaat zwischen Italien und Jugoslawien wurde vorgesehen. Die Grenze wird geschlossen.

4. Mai 1980 Tod von Josip Broz Tito, Präsident der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Eine innere Krise beginnt, die schließlich zum Zerfall Jugoslawiens und zu den Balkankriegen führt.

4. April 1949 Unterzeichnung des Nordatlantikvertrags und Gründung der NATO. Das Gebiet des späteren Friaul-Julisch Venetien wird für die Verteidigung der westlichen Bündnisgrenze von zentraler Bedeutung.

25. Juni 1991 Slowenien erklärt seine Unabhängigkeit von Jugoslawien.

Frühjahr 1951 Beginn der Modernisierungsarbeiten zur Reaktivierung mehrerer Sperren des Alpenwalls. Gleichzeitig entstehen neue Befestigungen entlang des Tagliamento und der Ostgrenze. Die permanenten Befestigungsanlagen werden bis Anfang der 1970er-Jahre regelmäßig modernisiert und neu organisiert. 10. Juli 1951 Gründung von LANDSOUTH (Allied Land Forces Southern Europe), eines alliierten Kommandos unter italienischer Führung zur Koordinierung der Verteidigung der nordöstlichen Grenze. 5. Oktober 1954 Mit dem Londoner Memorandum wird die Triest-Frage gelöst und die Grenze weiter zugunsten Jugoslawiens verschoben: Die Verwaltung der Stadt Triest geht an Italien, Zone B an Jugoslawien.

9. November 1989 Fall der Berliner Mauer.

25.–26. Dezember 1991 Auflösung der Sowjetunion. 1992 Der bereits einige Jahre zuvor begonnene Abbau des permanenten Befestigungssystems wird abgeschlossen. Die Region wird schrittweise entmilitarisiert. 1. Mai 2004 Slowenien tritt der Europäischen Union bei. Die symbolische Feier findet auf der Piazza Transalpina – Trg Evrope an der Grenze zwischen Görz (Gorizia) und Nova Gorica statt. Die in diesem Führer enthaltenen historischen Einführungstexte wurden von Andrea Monopoli und Piero Zin im Rahmen des Projekts PRIN 2022 PNRR „Cultural Heritage of War on the Borderland. Politics of Memory, Economic Development and Local Communities“ verfasst, das von Tommaso Piffer (Universität Udine) und Patrick Karlsen (Universität Triest) koordiniert wird. 5


TRIEST UND TRIESTER KARST

Der Karst ist ein Gebiet, in dem Natur, Kultur und Traditionen aufeinandertreffen und das sich entlang der gesamten südöstlichen Grenze Friaul-Julisch Venetiens erstreckt. Hier können Besucher in eine einzigartige Naturlandschaft eintauchen und die Grotta Gigante, die Quellen des Timavo sowie den Rilke-Weg entdecken, der nach dem Dichter benannt ist, der hier Inspiration für seine Duineser Elegien fand. Eingebettet in die Karstlandschaft und mit Blick auf das Meer liegt Triest, eine Stadt mit einem einzigartigen historischen und kulturellen Erbe. Im Herzen der Stadt lassen sich auf engstem Raum faszinierende römische Überreste ebenso bewundern wie prachtvolle Paläste aus der Zeit der Habsburgermonarchie. Seit ihrer Ernennung zum Freihafen im 18. Jahrhundert hat Triest seine kosmopolitische Prägung nie verloren. Beim Spaziergang durch die eleganten Straßen des Borgo Teresiano und entlang seiner traditionsreichen Literatencafés lässt sich noch heute die Atmosphäre spüren, die Schriftsteller wie James Joyce, Italo Svevo und Umberto Saba inspirierte. Dieses Klima des Friedens und des kulturellen Zusammenlebens wurde jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterbrochen. Nachdem Triest im Ersten Weltkrieg zu einem Symbol und Ziel Italiens geworden war und die dramatischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs erlebt hatte, rückte die Stadt in den unmittelbaren Nachkriegsjahren erneut ins Zentrum der Geschichte. Die Stadt und ihr Hinterland wurden zu einem der sensibelsten Brennpunkte Europas, geprägt von Spannungen und territorialen Auseinandersetzungen zwischen Italien und dem damaligen Jugoslawien. Wer Triest heute besucht, entdeckt auch die Geschichte dieser Grenze und die Menschen, die sie überquerten.

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Magazzino 18 ‒ Triest

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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DAS FREIE TERRITORIUM VON TRIEST Das Freie Territorium von Triest war ein unabhängiges Staatsgebilde, das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde, um den territorialen Konflikt zwischen Italien und Jugoslawien um die Stadt Triest und ihr Umland zu lösen. Es wurde am 15. September 1947 mit der Ratifizierung der Pariser Friedensverträge offiziell gegründet und in zwei Zonen aufgeteilt: Zone A unter anglo-amerikanischer Verwaltung mit der Stadt Triest sowie Zone B im nordwestlichen Teil Istriens unter jugoslawischer Verwaltung. Ziel war die Schaffung eines neutralen und entmilitarisierten Gebiets mit internationalem Status unter dem Schutz der Vereinten Nationen. Es sollte die Rechte der verschiedenen Bevölkerungsgruppen – Italiener, Slowenen und Kroaten – garantieren und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung des für Mitteleuropa strategisch wichtigen Hafens fördern. Trotz dieser friedlichen Zielsetzung beeinflusste der Kalte Krieg die Existenz des Freien Territoriums maßgeblich. Die Spannungen zwischen Ost und West spiegelten sich in der Verwaltung der beiden Zonen wider und erschwerten die Bildung einer einheitlichen Regierung sowie die vollständige Umsetzung des vorgesehenen Statuts. Diese unsichere Situation dauerte mehrere Jahre an. Erst am 5. Oktober 1954 wurde mit der Unterzeichnung des Londoner Memorandums eine vorläufige Lösung erreicht. Zone A wurde der italienischen Zivilverwaltung übertragen, während Zone B unter jugoslawische Zivilverwaltung kam. Obwohl das Freie Territorium Triest formell nicht aufgehoben wurde, bedeutete das Abkommen faktisch seine Teilung und den Beginn der schrittweisen Integration in die beiden jeweiligen Staaten. Die endgültige Festlegung der Grenze und die internationale Anerkennung der italienischen beziehungsweise jugoslawischen Souveränität über die ehemaligen Gebiete des Freien Territoriums Triest erfolgten erst 1975 mit dem Vertrag von Osimo, der dieses außergewöhnliche historische Experiment endgültig beendete.

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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EHEMALIGES FLÜCHTLINGSLAGER VON PADRICIANO Das Nationale Museum des Flüchtlingslagers Padriciano ist ein zentraler Ort zum Verständnis der Geschichte der istrischen, julischen und dalmatinischen Vertriebenen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Italien kamen. Das Gebäude war ursprünglich zur Unterbringung der angloamerikanischen Streitkräfte bestimmt, die im Freien Territorium Triest stationiert waren. Es wurde jedoch bald aufgegeben und anschließend zur Bewältigung der Flüchtlingskrise der 1950er-Jahre umfunktioniert, die sich nach der endgültigen Eingliederung der Zone B in Jugoslawien weiter verschärfte. Das Flüchtlingslager wurde in den 1970er-Jahren geschlossen und hat bis heute weitgehend seine ursprüngliche Struktur bewahrt. Lediglich die Holzbaracken, in denen die Flüchtlinge untergebracht waren, wurden später abgerissen. Das 2004 eröffnete Museum bewahrt die Erinnerung an diesen Ort und seine Geschichte. Die Ausstellung beginnt mit den Gesichtern und Namen zahlreicher Vertriebener und führt die Besucher anhand historischer Fotografien und Informationstafeln durch die Ereignisse jener Zeit. Darüber hinaus werden persönliche Gegenstände gezeigt, die aus den Lagerhallen des Alten Hafens von Triest stammen, sowie eine rekonstruierte Wohneinheit, die einen Einblick in die schwierigen Lebensbedingungen der dort untergebrachten Flüchtlinge vermittelt.

Ehemaliges Flüchtlingslager Padriciano Padriciano, 60 - 34149 Trieste (TS) 9


DER ISTRISCH-DALMATINISCHE EXODUS Der istrisch-dalmatinische Exodus stellt eines der dramatischsten Kapitel der italienischen Nachkriegsgeschichte dar. Zwischen 1943 und 1956 waren Hunderttausende Italiener gezwungen, ihre Häuser und ihre Heimat in Istrien, Fiume (heute Rijeka) und Dalmatien zu verlassen, nachdem diese Gebiete infolge der Pariser Friedensverträge von 1947 an Jugoslawien abgetreten worden waren. Diese Massenmigration war das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels verschiedener Faktoren: der jugoslawischen Besetzung der Gebiete nach dem Zweiten Weltkrieg, weit verbreiteter Gewalt, der Angst vor politischer Verfolgung und der Ablehnung eines kommunistischen Regimes, das von vielen als Bedrohung für die italienische kulturelle Identität empfunden wurde. Wer sich für die italienische Staatsbürgerschaft entschied, musste seinen gesamten Besitz zurücklassen und die Heimat verlassen. Auch wenn die genauen Zahlen weiterhin Gegenstand historischer Debatten sind, wird geschätzt, dass zwischen 250.000 und 350.000 Italienerinnen und Italiener diese Gebiete verließen. Viele kamen nach Italien und wurden häufig unter äußerst schwierigen Bedingungen in Flüchtlingslagern untergebracht. Zugleich mussten sie sich in ein vom Krieg schwer gezeichnetes Land integrieren, das die Dimension und die Ursachen des Exodus zunächst nur unzureichend verstand. Der Exodus war kein einzelnes Ereignis, sondern ein schrittweiser Prozess, der sich je nach Gebiet und politischem Kontext in verschiedenen Phasen vollzog. Auch heute, Jahrzehnte später, bilden die Erfahrungen der Vertriebenen und die Erinnerung an ihr Leid einen wesentlichen Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses Italiens. Jedes Jahr wird ihrer am 10. Februar, dem Giorno del Ricordo (Tag der Erinnerung), gedacht.

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MAGAZZINO 18 „Magazzino 18“ ist die Bezeichnung für die Sammlung persönlicher Gegenstände, die die istrischen, fiumanischen und dalmatinischen Vertriebenen bei ihrer Ankunft in Triest mitbrachten und in den Lagerhallen des Alten Hafens deponierten. Viele Jahre lang wurden diese von Erinnerungen geprägten Objekte direkt im Magazzino 18 aufbewahrt und ausgestellt. Nicht zuletzt durch das gleichnamige Theaterstück von Simone Cristicchi wurde dieser Ort zu einem Symbol für das Schicksal der Vertriebenen. Heute kann dieses außergewöhnliche Zeugnis des julisch-dalmatinischen Exodus im Magazzino 26 besichtigt werden, dessen größere Räumlichkeiten die angemessene Präsentation von mehr als 2.000 Kubikmetern Möbeln, Arbeitsgeräten, Alltagsgegenständen und persönlichen Erinnerungsstücken ermöglichen. Das Gebäude wird zudem das zukünftige Museum der istrischen, fiumanischen und dalmatinischen Kultur beherbergen, dessen ethnografische Abteilung bereits zugänglich ist. Das Lagerhaus kann im Rahmen der zweimal monatlich stattfindenden Führungen des Regionalinstituts für istrisch-fiumanisch-dalmatinische Kultur (Istituto Regionale per la Cultura Istriano-Fiumano-Dalmata, I.R.C.I.) besichtigt werden, das auch die Wechselausstellungen in seinem Sitz im Zentrum von Triest in der Via Torino 8 betreut.

Museumszentrum Magazzino 26 P. Franco Vecchio – 34135 Trieste 11


GÖRZ, DER ISONZO-KARST UND DAS COLLIO

Piazza della Transalpina/Trg Evrope - Gorizia/Nova Gorica

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Während der Zeit der Habsburgermonarchie erhielt Görz den Beinamen „Österreichisches Nizza“, da sein mildes Klima von der Wiener Bourgeoisie geschätzt wurde, die die Stadt als Urlaubsziel wählte. Die prächtigen Parkanlagen und eleganten historischen Gebäude aus jener Epoche prägen noch heute große Teile des Stadtbildes. Görz ist zugleich ein bedeutender Ort, um die Geschichte des europäischen 20. Jahrhunderts zu entdecken. Nachdem die Stadt die Ereignisse des Ersten und Zweiten Weltkriegs unmittelbar erlebt hatte, trennte die nach Kriegsende gezogene Grenze das historische Zentrum vom umliegenden Gebiet, das zu Jugoslawien gehörte. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Piazza della Transalpina – Trg Evrope, die durch die sogenannte „Görzer Mauer“ geteilt wurde: ein sichtbares Symbol jener europäischen Trennung zwischen Ost und West, die erst später überwunden wurde. Heute ist dieser Platz ein Symbol für Einheit und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Görz und Nova Gorica – ein Weg, der mit ihrer gemeinsamen Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 seinen Höhepunkt fand. Auch die Umgebung bewahrt zahlreiche Zeugnisse des Kalten Krieges: Sowohl das Collio als auch der Isonzo-Karst verliefen unmittelbar entlang der ehemaligen Grenze. Auf den zahlreichen Wanderwegen der Region lassen sich noch heute viele permanente Befestigungsanlagen entdecken.

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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DENKMÄLER UND HISTORISCHE BAUWERKE

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BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER

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ROUTEN UND THEMENPARKS

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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MUSEUM LASCIAPASSARE / PREPUSTNICA Im historischen Grenzwachgebäude des Grenzübergangs Rafut, einem der symbolträchtigsten Orte der durch die Pariser Friedensverträge festgelegten Grenze, wurde die multimediale Ausstellung Lasciapassare / Prepustnica eingerichtet. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Görzer Raums vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Kalten Krieges. Im Außenbereich veranschaulichen historische Fotografien und Informationstafeln die Ereignisse, die das Görzer Gebiet im Laufe des 20. Jahrhunderts geprägt haben. Im Inneren des ehemaligen Grenzpostens erwartet die Besucher eine immersive Ausstellung. Im ersten Raum werden anhand historischer Fotografien und Archivaufnahmen, die durch eine weiße Linie getrennt sind, die beiden Perspektiven auf die Grenze dargestellt: die italienische und die jugoslawische. Im zweiten Raum können Besucher mit symbolischen Gegenständen in Kontakt treten, die mit der Grenze und ihrer Überquerung verbunden sind – darunter eine Zigarettenschachtel, die Signalkelle eines Beamten der Finanzpolizei sowie der unverzichtbare Grenzpass (Lasciapassare / Prepustnica). Durch Videointerviews werden die Geschichten dieser Objekte lebendig vermittelt.

Via del Rafut, 32 ‒ 34170, Gorizia (GO) 14


DENKMÄLER UND HISTORISCHE BAUWERKE 4

GRENZÜBERGANG RAFUT

Obwohl er nur von untergeordneter Bedeutung war, wurde der Grenzübergang Rafut zu einem Symbol für die oft willkürliche Grenzziehung zwischen Italien und Jugoslawien nach den Pariser Friedensverträgen von 1947. Hier sahen viele Einwohner von Görz plötzlich die weiße Demarkationslinie durch ihre Grundstücke verlaufen. Besonders bekannt ist das Beispiel eines Wohnhauses auf italienischem Gebiet, dessen Stall jedoch auf jugoslawischer Seite lag. Berühmt wurde außerdem die Aufnahme einer Kuh, die genau auf der Grenzlinie stand. Auf diesem kleinen Grenzstreifen ist noch heute eine originale italienische Grenzschranke erhalten – die einzige ihrer Art in der Stadt. Das ehemalige Grenzwachgebäude beherbergt heute das Museum Lasciapassare / Prepustnica.

LASCIAPASSARE / PREPUSTNICA Das Jahr 1955 markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der italienisch-jugoslawischen Grenzregion. Im August wurde das Udiner Abkommen über den kleinen Grenzverkehr unterzeichnet. Mit diesem Abkommen führten die italienischen und jugoslawischen Behörden eine Sondergenehmigung ein, die den Bewohnern der Grenzgebiete den Grenzübertritt zwischen den beiden Staaten erheblich erleichterte. Dieses Dokument wurde auf Italienisch lasciapassare, auf Slowenisch prepustnica und auf Serbokroatisch propustnica genannt. Die Initiative erleichterte nicht nur den Handel innerhalb des Grenzgebietes, sondern förderte auch das gegenseitige Verständnis zwischen den beiden Gemeinschaften entlang der Grenze.

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PIAZZA TRANSALPINA / TRG EVROPE Die Piazza della Transalpina (auf Slowenisch Trg Evrope, „Europaplatz“) verdankt ihren Namen dem Bahnhof der Transalpinen Eisenbahn, die bei ihrer Eröffnung Anfang des 20. Jahrhunderts Triest mit dem Herzen Mitteleuropas verband. Damals empfing der Bahnhof zahlreiche Reisende, die das „Österreichische Nizza“ besuchen wollten. Heute befindet sich das Gebäude auf slowenischem Staatsgebiet. Nach den Pariser Friedensverträgen von 1947 wurde der Platz geteilt und verwandelte sich von einem Ort der Begegnung und des Austauschs in ein sichtbares Symbol der Teilung zwischen Italien und Jugoslawien. Im Jahr 2004, als Slowenien der Europäischen Union beitrat, wurden die Grenzsteine sowie die charakteristische niedrige Mauer mit ihrem grünen Zaun entfernt, die einst die Grenze markierten. An ihrer Stelle wurde in der Mitte des Platzes ein Mosaik geschaffen, das die Explosion eines Grenzsteins symbolisiert. Fragmente seiner Identifikationsnummern wurden dabei in die Komposition integriert. Heute ist der Platz ein Sinnbild für Einheit und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Görz und Nova Gorica – ein Weg, der in ihrer gemeinsamen Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 gipfelte.

Piazza della Transalpina / Trg Evrope – 34170 Gorizia/ SI-5000 Nova Gorica 17


BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER

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BUNKER SAN MICHELE Die permanente Befestigungsanlage Monte San Michele wurde 1970 auf dem Gipfel des Monte Škofnik errichtet, einer Anhöhe südöstlich des Monte San Michele, die aufgrund ihrer strategischen Lage ausgewählt wurde. Von hier aus konnten das Vipava-Tal, die Karsthochfläche von Kostanjevica und vor allem die sogenannte Görzer Pforte (Gorizia Gap) überwacht werden. Die Anlage wurde nach dem sogenannten Cut-and-Cover-Verfahren errichtet: Zunächst entstand die Struktur auf einem eingeebneten Gipfel, anschließend wurde sie unter einem künstlich aufgeschütteten Hügel verborgen. Heute können Besucher zwei Bereiche des Komplexes besichtigen: den Kommando- und Beobachtungsstand (PCO) sowie eine Maschinengewehrstellung (M4). Der PCO bildete das operative Herzstück der gesamten Anlage. Hier wurden alle Kommunikationsund Koordinierungsaufgaben abgewickelt. Die Anlage erstreckt sich über zwei Ebenen. Im oberen Bereich befanden sich die technischen Einrichtungen, darunter die Anlagen zur Luftfilterung und Dekontaminierung gegen NBC-Kampfstoffe (nuklear, biologisch und chemisch). Im unteren Bereich lagen die geschützten Kommandounterstände, die durch eine massive Stahlbetonkonstruktion und die darüberliegende Erdschicht gesichert waren. Der Bunker kann im Rahmen von geplanten Öffnungstagen mit Führungen besichtigt werden, die dank des Engagements der Freiwilligen der Associazione Nazionale Fanti d’Arresto ermöglicht werden. Zu diesen Anlässen werden die Innenräume mit originaler Ausstattung aus der Zeit eingerichtet und vermitteln einen authentischen Eindruck vom Alltag in einer Anlage des Kalten Krieges.

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DAS MASSAKER VON PETEANO Am Abend des 31. Mai 1972 explodierte im kleinen Ort Peteano, rund zehn Kilometer von Görz entfernt, eine Bombe, die in einem Fiat 500 versteckt worden war. Drei Carabinieri kamen bei dem Anschlag ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Die Beamten waren aufgrund eines anonymen Hinweises vor Ort eingetroffen, der auf ein verlassenes Fahrzeug mit zwei Einschusslöchern in der Windschutzscheibe aufmerksam gemacht hatte. Zunächst konzentrierten sich die Ermittlungen auf Spuren, die in das Umfeld des Linksextremismus sowie der lokalen Kriminalität führten. Letztere erwies sich später als gezielte Irreführung, die erst durch nachfolgende Untersuchungen aufgedeckt wurde. Schließlich wurde die Verantwortung rechtsextremen Kreisen zugeschrieben, die mit der Organisation Ordine Nuovo in Verbindung standen. Im Mai 1992, genau zwanzig Jahre nach dem Anschlag, wurden Vincenzo Vinciguerra und Carlo Cicuttini als Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. Gleichzeitig wurden Oberst Antonino Chirico und Oberst (später General) Dino Mingarelli wegen Behinderung der Ermittlungen zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, deren Strafen später aufgehoben wurden. Über viele Jahre blieb das mediale Echo auf das „Massaker von Peteano“ im Vergleich zu anderen Ereignissen der italienischen „Bleiernen Jahre“ und der sogenannten „Strategie der Spannung“ begrenzt. Die Randlage des Tatortes trug wesentlich dazu bei, dass dieses Ereignis im nationalen Bewusstsein weniger präsent blieb.

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DIE GÖRZER PFORTE (GORIZIA GAP) Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Teilung der Welt in zwei gegensätzliche ideologische Blöcke befand sich Friaul-Julisch Venetien an der Grenze zwischen kapitalistischer und kommunistischer Welt. Die Nähe zu Titos Jugoslawien – das trotz seiner Loslösung vom direkten sowjetischen Einfluss ein sozialistischer Staat blieb – verstärkte Unsicherheit und Spannungen. Die italienische Ostgrenze, die entlang des sogenannten Eisernen Vorhangs verlief, wurde dadurch zu einer der wichtigsten Verteidigungslinien des Westens. Um einer möglichen Invasion aus dem Osten entgegenzuwirken, errichtete beziehungsweise modernisierte das italienische Heer in Zusammenarbeit mit der NATO zwischen den frühen 1950er- und den späten 1970er-Jahren mehr als eintausend Bunker. Heute stellen diese Bauwerke einen der faszinierendsten und zugleich am wenigsten bekannten Aspekte der italienischen Militärgeschichte des Kalten Krieges dar. Besonders stark von den Befestigungsarbeiten betroffen war die sogenannte Görzer Pforte, die weite Ebene, die sich von Görz bis in die friulanische Tiefebene erstreckt. Aufgrund ihrer geografischen Beschaffenheit galt dieses Gebiet als der verwundbarste Abschnitt der gesamten Grenze und wurde als wichtigste Einfallsroute vom Osten in Richtung Nordadria und italienische Halbinsel betrachtet. Aus diesem Grund konzentrierte sich nahezu ein Drittel aller Verteidigungsanlagen des Systems in diesem Gebiet.

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ROUTEN UND THEMENPARKS

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DIE GÖRZER PFORTE „Die Görzer Pforte. Vom Eisernen Vorhang zum Weg des Friedens“ ist ein Projekt der Universität Triest zur Erforschung und Aufwertung der Befestigungsanlagen des Kalten Krieges im IsonzoKarst. Der Karst war bereits während des Ersten Weltkriegs stark befestigt und Schauplatz heftiger Kämpfe gewesen. Auch während des gesamten Kalten Krieges blieb das Gebiet militarisiert und wurde streng überwacht. Das Projekt hat fünf Routen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit entwickelt, die Besucher auf die Spuren des permanenten Befestigungssystems führen. Die Wege verlaufen durch die Gemeinden Sagrado, Doberdò del Lago und Monfalcone und berühren dabei das Naturschutzgebiet der Seen von Doberdò und Pietrarossa sowie den Themenpark der Grande Guerra von Monfalcone. Wer diese Orte besucht, entdeckt die außergewöhnliche Überlagerung von Verteidigungssystemen, die das Gebiet im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben: von der vorgeschichtlichen Höhensiedlung Castellazzo über die Schützengräben des Ersten Weltkriegs bis hin zu den Artilleriestellungen, Kommandoständen und Beobachtungsständen der Fanteria d’Arresto.

ATOMMINEN Zwischen Mitte der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre stellte die zahlenmäßige Überlegenheit der Bodentruppen des Warschauer Paktes eine große Sorge für die NATO dar. Aus diesem Grund wurden verschiedene Verteidigungsstrategien für Westeuropa entwickelt. Zu diesen Maßnahmen gehörten auch der mögliche Einsatz taktischer Atomwaffen sowie – insbesondere in stark befestigten Regionen wie Friaul-Julisch Venetien – die Stationierung von Atomminen, die einen möglichen Vormarsch sowjetischer und verbündeter Truppen verlangsamen sollten. Im italienischen Grenzgebiet galt insbesondere der Karst als für solche Verteidigungsmaßnahmen geeignet. Daher wurde dort der mögliche Einsatz nuklearer Sprengkörper ernsthaft in Betracht gezogen.

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DIE GRENZE UND IHRE ABSURDITÄTEN Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde am 10. Februar 1947 in Paris der Friedensvertrag unterzeichnet. Für Italien brachte dieser tiefgreifende territoriale Veränderungen mit sich, insbesondere an der Grenze zu Jugoslawien. Die neue Grenze, die am 15. September 1947 offiziell in Kraft trat, wurde durch die sogenannte „weiße Linie“ markiert. Diese Linie durchschnitt Häuser, Bauernhöfe, Friedhöfe, Felder und Familien und wurde zu einem der eindrucksvollsten Symbole jener absurden Trennung, die der Kalte Krieg hervorbrachte. Auch wenn diese Realität heute weit entfernt erscheint, lassen sich ihre Spuren noch immer an zahlreichen Orten entlang der ehemaligen Grenze erkennen. Einer dieser Orte ist der Grenzübergang Rafut in Görz, ein kleiner Übergang unweit des bekannteren Grenzübergangs Casa Rossa. Hier entstand eines der bekanntesten Bilder der Görzer Grenze: Eine Kuh stand genau auf der Grenzlinie, mit zwei Beinen in Italien und zwei in Jugoslawien. Ein weiterer symbolischer Ort des Kalten Krieges ist der Friedhof des slowenischen Dorfes Miren/Merna. Während das Dorf 1947 Jugoslawien zugeschlagen wurde, erging es dem Friedhof anders: Die Grenze verlief mitten durch das Gelände und teilte ihn in einen italienischen und einen jugoslawischen Abschnitt. Selbst vor einem Friedhof machte die strenge militärische Überwachung jener Jahre nicht Halt. Mit der Grenze verbunden ist auch die Geschichte des sogenannten „Besen-Sonntags“. Nach Inkrafttreten der Pariser Friedensverträge konnten viele Familien, die durch die Grenze getrennt worden waren, einander nicht mehr besuchen. Oft waren nur kurze Begegnungen über die Grenzlinie hinweg möglich. Um diese Situation zu erleichtern, gestatteten die Grenzbehörden Treffen von Verwandten und Freunden an zwei Übergängen: Casa Rossa in Görz und Stupizza bei Cividale del Friuli. Das erste Treffen fand am 6. August 1950 statt und wurde zu einem großen Erfolg. Am darauffolgenden Sonntag, dem 13. August 1950, ereignete sich jedoch etwas Unerwartetes: Rund 5.000 Menschen versammelten sich auf jugoslawischer Seite und strömten nach Görz, wo sie zahlreiche Waren kauften, die in Jugoslawien schwer erhältlich waren. Besonders begehrt waren die berühmten Sorghumbesen, die diesem Tag seinen Namen gaben und zu seinem Symbol wurden. Die Geschichte der italienisch-jugoslawischen Grenze während des Kalten Krieges war daher sowohl von Spannungen als auch von Momenten der Öffnung geprägt. Während die Teilung unmittelbar nach dem Krieg dramatische Folgen für die Bevölkerung hatte, begann sich die Situation Mitte der 1950er-Jahre allmählich zu entspannen. Nur wenige Jahre später entwickelte sich die Idee einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, und die Grenze wurde schließlich als „offenste Grenze Europas“ bekannt.

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FRIAUL, VON DEN NATISONE - UND TORRE- TÄLERN BIS ZUM TAGLIAMENTO Zwischen der slowenischen Grenze im Osten und Venetien im Westen erstreckt sich das weite Gebiet der friulanischen Ebene, Hügel und Voralpen. Den Anfang bilden die Täler des Natisone und Torre, geprägt von kleinen Dörfern, alten Traditionen und einer Naturlandschaft, die über Jahrhunderte hinweg die Gemeinschaften beiderseits der Grenze miteinander verband. Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen diese Täler jedoch unmittelbar an der Grenze zwischen Italien und Jugoslawien und wurden zu einem der sensibelsten Bereiche der neuen europäischen Ordnung. Über Jahrzehnte bestimmten Kontrollposten und Einschränkungen den Alltag, während sich Verteidigungsanlagen und militärische Infrastrukturen über das Gebiet ausbreiteten. Noch heute sind ihre Spuren in der Landschaft sichtbar. Die Hügel- und Ebenenlandschaften bewahren ein kulturelles und historisches Erbe von außergewöhnlicher Vielfalt: vier UNESCOWelterbestätten – Palù di Livenza, Aquileia, Cividale del Friuli und Palmanova –, dreizehn Dörfer, die zu den schönsten Italiens zählen, sowie bedeutende Städte wie Udine mit seinem venezianischen Charakter und Pordenone, die italienische Kulturhauptstadt 2027 sein wird. Wie der übrige Teil der Region war auch dieses Gebiet eng mit den großen Ereignissen des 20. Jahrhunderts verbunden. Insbesondere während des Kalten Krieges entstanden hier umfangreiche Befestigungsanlagen. Dabei nutzte man die natürlichen Hindernisse der Flüsse für den Aufbau eines weitläufigen Verteidigungssystems: Entlang des Torre konzentrierten sich die vordersten Anlagen, während weiter westlich entlang des Tagliamento eine zweite Verteidigungslinie entstand.

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Colle Pion - Pinzano al Tagliamento

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER

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ROUTEN UND THEMENPARKS

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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HISTORISCHER AUSSTELLUNGSRAUM DER FANTERIA D’ARRESTO In einem Gebäude der ehemaligen Kaserne „Tagliamento“ in Valvasone Arzene befindet sich die Historische Sammlung der Fanteria d’Arresto. Die Ausstellung wird von der Associazione Nazionale Fanti d’Arresto (ANFA) betreut und präsentiert eine umfangreiche Sammlung militärischer Erinnerungsstücke. Die Kaserne wurde in den 1960er-Jahren als Hauptquartier des 73. Regiments Fanteria d’Arresto „Lombardia“ errichtet. Dieses Regiment war für die Verwaltung der permanenten Befestigungsanlagen zwischen Valvasone Arzene und Pinzano al Tagliamento verantwortlich, einem strategisch wichtigen Abschnitt der Verteidigung entlang des Tagliamento. Nach der Entmilitarisierung Nordostitaliens wurde die Anlage in den 1990er-Jahren außer Dienst gestellt. Heute beherbergt eines der ehemaligen Dienstgebäude, das von der Associazione Nazionale Fanti d’Arresto (ANFA) verwaltet wird, eine Ausstellung mit militärischen Erinnerungsstücken und Ausrüstungsgegenständen verschiedener Art. Besonders hervorzuheben sind die Zeugnisse der Fanteria d’Arresto, darunter Uniformen und originale Ausrüstungsgegenstände aus der Zeit des Kalten Krieges.

Ehemalige Kaserne „Tagliamento Via Grava s.n. ‒ 33098 Valvasone Arzene (PN) 26


DIE MILITÄRISCHEN DIENSTBARKEITEN Alle Grundstücke, auf denen Bunker errichtet wurden, unterlagen militärischen Dienstbarkeiten, die für die Eigentümer erhebliche Einschränkungen mit sich brachten. Dazu gehörten Verbote, Mauern oder Gebäude zu errichten, bestehende Bauwerke zu erhöhen, Gräben oder Kanäle anzulegen sowie bestimmte landwirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben. Darüber hinaus konnten die Militärbehörden jederzeit direkt auf den betroffenen Grundstücken eingreifen und gegebenenfalls Abriss- oder Umbaumaßnahmen anordnen. Besonders belastend war, dass die Eigentümer bis 1968 nur im Falle eines Eigentümerwechsels entschädigt wurden, nicht jedoch für die tatsächlichen Einschränkungen bei der Nutzung ihres Besitzes. Die militärischen Dienstbarkeiten betrafen nicht nur die Flächen mit Befestigungsanlagen, sondern auch alle Gebiete mit militärisch relevanten Einrichtungen wie etwa Munitionsdepots. In den 1960er-Jahren war nahezu die Hälfte des gesamten Regionalgebiets von diesem System betroffen, was sowohl die Eigentumsrechte als auch die wirtschaftliche Entwicklung Friaul-Julisch Venetiens erheblich einschränkte. Im Laufe der Zeit führte dies zu zahlreichen Protesten der Bevölkerung sowie regionaler und kommunaler Politiker. Noch heute berichten Grundstückseigentümer, auf deren Land sich einst Bunker befanden, von den Auswirkungen dieses Systems. In vielen Fällen stehen die mittlerweile stillgelegten, aber weiterhin deutlich sichtbaren Anlagen buchstäblich im eigenen Garten und erinnern als stille Zeugen an den Kalten Krieg in diesem Teil Italiens.

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BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER 9

BUNKER VON PURGESSIMO

An den Hängen des Monte Purgessimo (slowenisch Karkoš) befindet sich eine Verteidigungsanlage des Kalten Krieges, die strategisch zur Kontrolle der Straße zwischen Cividale del Friuli und dem Grenzübergang Stupizza errichtet wurde. Die in den 1950er-Jahren in einer Kaverne errichtete Anlage nutzt als Eingang eine Struktur aus dem Ersten Weltkrieg, die später erweitert wurde, indem weitere Bereiche unmittelbar in den nackten Fels gegraben wurden. Teile davon sind noch heute sichtbar. Im Inneren wurde die eigentliche Stahlbetonanlage errichtet. Die Anlage war dauerhaft von Einheiten der Fanteria d’Arresto besetzt. Der Bunker erstreckt sich hauptsächlich auf einer Ebene und umfasst einen Kommandostand, zwei Maschinengewehrstellungen (M) sowie zwei Panzerabwehrstellungen (P). Im ersten Abschnitt befinden sich Sanitär- und Lagerräume. Die Ausrüstung wurde in Wandnischen und eigens dafür vorgesehenen Einbauten aufbewahrt, um die Bewegungsfreiheit der Soldaten nicht einzuschränken. Die operativen Bereiche wie Fernmelderaum und Kommandobüro bewahren noch heute ihre Sichtbetonoberflächen, während die für den Alltag bestimmten Räume – Speisesaal und Schlafraum – an ihren roten Wandfliesen zu erkennen sind. Vier Wendeltreppen führen schließlich zum Beobachtungsstand auf dem Kamm des Monte Purgessimo sowie zum Notausgang beziehungsweise Nebeneingang. Der Bunker befindet sich in Privatbesitz und kann ausschließlich im Rahmen von Führungen der Pro Loco Nediške Doline – Valli del Natisone APS besichtigt werden.

DIE WIEDERERÖFFNUNG DES GRENZÜBERGANGS STUPIZZA IM JAHR 1955 Nach der Unterzeichnung der Pariser Friedensverträge von 1947 trat die neue Grenze zwischen Italien und Jugoslawien in Kraft. In den folgenden acht Jahren blieb sie weitgehend geschlossen und machte grenzüberschreitende Kontakte und Reisen nahezu unmöglich. Ein erster Schritt zur Öffnung erfolgte mit dem Udiner Abkommen vom 20. August 1955, das innerhalb des Systems des Eisernen Vorhangs ein außergewöhnlich offenes System des Grenzverkehrs zwischen zwei Staaten unterschiedlicher politischer Blöcke einführte. Das Abkommen erlaubte Bewohnern, die innerhalb eines zehn Kilometer breiten Grenzstreifens lebten, die Grenze mit einer besonderen Genehmigung, dem sogenannten Lasciapassare (auf Slowenisch Prepustnica), zu überschreiten. In diesem Zusammenhang fand am 10. Oktober 1955 am Grenzübergang Stupizza eine feierliche Zeremonie zur Wiedereröffnung des Übergangs statt. Zeitgenössischen Berichten zufolge trug das Ereignis unmittelbar dazu bei, familiäre und freundschaftliche Beziehungen zwischen den Bewohnern der Natisone-Täler und des Gebiets von Kobarid wiederherzustellen. Zugleich erleichterte es den Handel durch Landwirte sowie den Erwerb wichtiger Güter, insbesondere für jugoslawische Bürger. Die große Zahl jugoslawischer Besucher in den italienischen Orten führte zu dem, was die lokale Presse als eine „friedliche Invasion“ bezeichnete, die das gesamte Gebiet der Natisone-Täler und insbesondere die Stadt Cividale del Friuli erfasste. Einschließlich der drei weiteren kleinen Grenzübergänge in der Region wurden bis Ende August 1956 insgesamt 26.050 Grenzübertritte italienischer und 37.660 jugoslawischer Staatsbürger registriert.

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EXPERIMENTELLER ATOMBUNKER VON SPILIMBERGO In Spilimbergo befindet sich eine einzigartige Befestigungsanlage des Kalten Krieges: der experimentelle Atombunker des Verteidigungskomplexes „Villa Teresa“, zu dem auch mehrere Maschinengewehrstellungen (M) und Panzerabwehrstellungen (P) in der Nähe des Tagliamento gehörten. Die Anlage erstreckt sich über zwei unterirdische Ebenen und war für die Unterbringung von bis zu 25 Soldaten ausgelegt. Sie wurde Ende der 1960er-Jahre errichtet und zählt zu den letzten Verteidigungsanlagen, die während des Kalten Krieges in Friaul-Julisch Venetien gebaut wurden. Hier waren die Soldaten untergebracht, die die umliegenden Stellungen besetzten. Die Anlage wurde speziell so konzipiert, dass sie auch bei radioaktivem Fallout nach einem nuklearen Angriff Schutz bieten konnte. Diese Funktion wird noch heute durch verschiedene Elemente sichtbar. Besonders auffällig ist die große Anzahl an Wassertanks, deren Kapazität weit über den normalen Bedarf hinausging. Das Wasser war für die Dekontamination der persönlichen Schutzausrüstung der Soldaten bestimmt, bevor diese in den geschützten Kernbereich der Anlage gelangen konnten. Darüber hinaus versorgte es die Sanitäranlagen und die zahlreichen Duschen. Dieser Bereich verfügte über ein Luftfiltersystem mit doppelter Filterung aus Sand und Aktivkohle sowie über Vorräte an Wasser und Lebensmitteln, die ein Überleben in völliger Isolation für etwa eine Woche ermöglichten. Hier befand sich auch ein langer zylindrischer Gang mit wasserdichten Türen, an den die Schlafräume angeschlossen waren. Der Zugang zur unteren Ebene wurde durch zwei gepanzerte, druckwellensichere Türen gesichert. Ein hydraulisches Sicherheitssystem verhinderte deren gleichzeitige Öffnung und gewährleistete so maximale Dichtigkeit im Notfall. Unmittelbar hinter diesen Schleusen befindet sich die einzige Maschinengewehrstellung (M) der Anlage, die zur Abwehr eines möglichen feindlichen Angriffs vorgesehen war. Heute kann der Bunker dank der Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten der Associazione Nazionale Fanti d’Arresto (ANFA) besichtigt werden, die auch Auskünfte zu Besuchen und Führungen erteilt. 29


DAS LEBEN IN DEN BUNKERN Während des Kalten Krieges wurden die Bunker von eigens dafür aufgestellten Einheiten des italienischen Heeres bewacht und instand gehalten: den Alpini d’Arresto und den Einheiten der Fanteria d’Arresto. Die strategisch wichtigsten Anlagen, insbesondere jene in Grenznähe, waren dauerhaft besetzt. In diesen Fällen war eine Gruppe Soldaten in einer nahegelegenen Kaserne stationiert und jederzeit einsatzbereit. Tag und Nacht überwachten diese Einheiten die Bunker, sorgten für ihre Einsatzbereitschaft und gewährleisteten die Sicherheit des umliegenden Gebiets. Die Anlagen dienten zudem regelmäßig als Schauplatz militärischer Übungen, bei denen Kampfszenarien simuliert wurden. Jeder Soldat hatte dabei entsprechend seiner Ausbildung und Spezialisierung bestimmte Aufgaben zu erfüllen, etwa als Funker, Maschinengewehrschütze oder Artillerist. Diese Übungen dauerten oft mehrere Tage, während derer die Soldaten in den engen Räumen der Bunker lebten: Orte ohne Tageslicht, häufig feucht und bitterkalt. Es war ein Leben im Zeichen von Vorbereitung und Erwartung – im Schatten eines Konflikts, der glücklicherweise niemals ausbrach.

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ROUTEN UND THEMENPARKS Schwierigkeit Leicht Höhenunterschied Gering Strecke 1.5 km Dauer ca. 1 Stunde Empfohlene Jahreszeit Ganzjährig Karte Tabacco-Karte 028 Ausgangspunkt Parkplatz an der Provinzstraße SP4

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DIE BUNKER DES COLLE PION, PINZANO AL TAGLIAMENTO Der Colle Pion erhebt sich über die Brücke von Pinzano al Tagliamento, einem strategisch bedeutenden Übergang über den Tagliamento. Aus diesem Grund spielte das Gebiet während des gesamten 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Hier versuchten italienische Truppen während des Rückzugs von Karfreit (Caporetto), den Vormarsch des Gegners aufzuhalten. Später plante das nationalsozialistische Deutschland an diesem Ort den Bau eines monumentalen Beinhauses für die Gefallenen der Kämpfe. Obwohl das Bauwerk nie vollendet wurde, wurde es während des Zweiten Weltkriegs genutzt und durch Luftangriffe schwer beschädigt. Während des Kalten Krieges wurde das gesamte Gebiet vom italienischen Heer übernommen, das auch das unvollendete Beinhaus als Beobachtungsstand und Unterkunft für die Soldaten nutzte. Die Route beginnt am Zugang zur unbefestigten Straße, die von der Provinzstraße SP4 auf den Colle Pion führt, kurz nach der Überquerung der Brücke von Pinzano aus Richtung Ragogna. Nach wenigen Minuten erreicht man die Überreste des unvollendeten Beinhauses. Auf dem Rückweg führt die Strecke zum Rand des Hügels, wo zwei Maschinengewehrstellungen zu sehen sind: eine als Felsen getarnt, die andere in einer Fertigbaukonstruktion verborgen. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem die Überreste der Stellung, auf der einst ein Panzer stationiert war. Von hier aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf den Tagliamento. Folgt man anschließend dem westlichen Hang des Hügels talwärts, trifft man auf eine weitere Stellung. Der Rückweg führt schließlich wieder zum Ausgangspunkt, wo ein zweiter Weg in wenigen Minuten zu den ehemaligen Kasernengebäuden führt, in denen die für die Besetzung der Anlagen zuständigen Soldaten untergebracht waren.

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JULISCHE ALPEN

Festung Beisner - Malborghetto-Valbruna

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Die Julischen Alpen sind für ihre außergewöhnlichen Landschaften bekannt, die sowohl auf einfachen Spaziergängen als auch auf anspruchsvolleren Wanderungen erlebt werden können: weite Täler, alte Wälder und imposante Gipfel wie der Montasch (Jôf di Montasio), der Wischberg (Jôf Fuârt) und der Kanin (Monte Canin). Zu den Naturjuwelen der Region zählen außerdem die kristallklaren Weißenfelser Seen (Laghi di Fusine) sowie Monte Lussari, einer der bekanntesten Wallfahrtsorte der Julischen Alpen. Die friedliche Atmosphäre, die diese Berge heute prägt, darf jedoch nicht als selbstverständlich angesehen werden. Die strategische Lage dieses Gebiets an den heutigen Grenzen zu Österreich und Slowenien machte es im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem Schauplatz heftiger Kämpfe und umfangreicher Befestigungsarbeiten. Heute bilden diese Überreste ein weitläufiges Freilichtmuseum, in dem Besucher habsburgische Befestigungsanlagen und Schützengräben des Ersten Weltkriegs, die Befestigungsanlagen des Alpenwalls aus den 1930er-Jahren sowie Befestigungen des Kalten Krieges entdecken können. Das Zollmuseum von Coccau und das Museum des Kalten Krieges von Chiusaforte ermöglichen darüber hinaus einen vertieften Einblick in den historischen Kontext dieses außergewöhnlichen Erbes.

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER

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MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

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MUSEUM DES KALTEN KRIEGES IN CHIUSAFORTE Das von der Vereinigung Friuli Storia e Territorio betreute Museum des Kalten Krieges befindet sich in dem Gebäude, das einst den Marketenderladen der ehemaligen Kaserne „Zucchi“ in Chiusaforte beherbergte. Als einzigartiges Museum seiner Art in Italien bietet es die Möglichkeit, die Militärgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennenzulernen und die Entwicklungen des Kalten Krieges an der italienischen Ostgrenze besser zu verstehen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Bereich, der dem Alpini-Bataillon „Cividale“ gewidmet ist, das bis zur Schließung der Kaserne hier stationiert war. Im ersten Stock beginnt die eigentliche Ausstellung zum Kalten Krieg mit einem Raum, der der Neuordnung der internationalen Grenzen nach den Pariser Friedensverträgen sowie der Geschichte der italienischen Ostgrenze gewidmet ist. Anschließend führt die Ausstellung durch eine Sammlung von Uniformen und Ausrüstungsgegenständen der Streitkräfte von NATO und Warschauer Pakt. Weitere Bereiche widmen sich den italienischen Streitkräften, den verschiedenen Truppengattungen sowie den Fernmeldediensten. Besonderes Augenmerk gilt den Befestigungsanlagen Friaul-Julisch Venetiens, der Militärtechnik sowie dem NBC-Schutzmaterial (nuklear, biologisch und chemisch). Zu den Höhepunkten zählen die Rekonstruktion einer Mannschaftsunterkunft einer italienischen Kaserne sowie die originalgetreue Nachbildung einer permanenten Befestigungsanlage mit Schlafplätzen, Magazinräumen, Tarnvorrichtungen und einer Maschinengewehrstellung.

Ehemalige Kaserne „Zucchi“ Via A. Ruffi, n. 40 ‒ 33010 - Chiusaforte (UD) 34


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ZOLLMUSEUM COCCAU Das Zollmuseum von Coccau (Tarvis) ist in seiner Art einzigartig und bietet Besuchern die Möglichkeit, die Geschichte der Grenzen und des Zollwesens kennenzulernen, mit besonderem Schwerpunkt auf der Geschichte der italienisch-österreichischen Grenze. Das Museum befindet sich direkt am Grenzübergang Goggau (Coccau), der bis heute einer der wichtigsten Übergänge zwischen Italien und Österreich ist. Untergebracht ist es in jenem Gebäude, in dem einst die Zollkontrollen durchgeführt wurden. Die umfangreichen Informationstafeln in italienischer, englischer, deutscher und slowenischer Sprache veranschaulichen die Entwicklung der Grenzen von der Römerzeit bis zur Entstehung der Europäischen Union. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Nachkriegszeit und den Besonderheiten des Lebens an der Grenze während des Kalten Krieges. Darüber hinaus können zahlreiche historische Exponate besichtigt werden, darunter Diensthandbücher der Zollbeamten, Uniformen, originale Beschilderungen und Geräte zur Kontrolle von Waren.

Via Friuli, 43 33018 Coccau Valico Tarvisio (UD)

DER BRETTO-TUNNEL Während des Kalten Krieges gehörte der Bretto-Tunnel zweifellos zu den ungewöhnlichsten Abschnitten der italienischen Grenze: Italien und Jugoslawien waren hier 240 Meter unter der Erde voneinander getrennt. Der Tunnel wurde zwischen 1899 und 1905 gebaut, um Wasser aus dem Bergwerk Raibl (Cave del Predil) abzuleiten, und spielte bereits während des Ersten Weltkriegs eine bedeutende Rolle. Nachdem er erweitert und mit einer Schmalspurbahn ausgestattet worden war, ermöglichte er der österreichisch-ungarischen Armee die Versorgung der Isonzofront, ohne von den italienischen Truppen entdeckt zu werden. Nach dem Krieg wurde der Tunnel von Bergleuten aus dem Gebiet von Bretto genutzt, das inzwischen zum Königreich Italien gehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Tunnel erstmals zwischen zwei Staaten aufgeteilt, und entlang der Demarkationslinie wurde ein eisernes Tor errichtet. Während die neue Grenze an der Oberfläche nahezu unüberwindbar geworden war, setzte sich der Verkehr der Bergleute unter Tage jedoch weiterhin ungehindert fort.

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BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER

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FESTUNG BEISNER – BUNKER 4 DER SPERRE UGOVIZZA–FORCELLA NEBRIA Das Kanaltal war seit jeher ein strategisch bedeutender Korridor für die Grenzverteidigung. Zwischen 1938 und 1942 entstand hier die Malborghetto–Valbruna Sperre des Alpenwalls. Zu Beginn der 1950er-Jahre wurden sieben ihrer Anlagen modernisiert und mit neuen Waffen ausgestattet, bevor sie in die Ugovizza–Forcella Nebria Sperre integriert wurden, die später von der NATO in ihre Verteidigungsstrategie gegen einen möglichen sowjetischen Angriff einbezogen wurde. Dank der Arbeit des Vereins LandScapes kann heute die sogenannte Festung Beisner besichtigt werden. Sie diente als Kommandozentrale der gesamten Sperre und war deshalb so ausgestattet, dass sie im Ernstfall sofort einsatzbereit war. Die Anlage verfügte über eine Panzerabwehrstellung (P), sieben Maschinengewehrstellungen (M) sowie zahlreiche Diensträume. Die beeindruckende Struktur wurde direkt in den Fels des Monte Palla (Kugel Berg) gegraben und erstreckt sich auf einer Ebene über rund 1.000 Meter Stollen mit einer Gesamtfläche von etwa 2.200 Quadratmetern. Eine Ausnahme bildet lediglich der gepanzerte Beobachtungsstand auf dem Gipfel, der über eine eindrucksvolle Treppe erreichbar ist, die direkt durch den nackten Fels führt, da dieser Bereich nicht mit Beton verstärkt wurde. An mehreren Stellen informieren Tafeln und historische Fotografien über die Entstehung und Nutzung der Anlage. Darüber hinaus wurden verschiedene Räume, darunter der Sanitätsraum und die Schlafräume der diensthabenden Soldaten, mit originaler Ausstattung eingerichtet, sodass Besucher einen authentischen Eindruck vom Aussehen der Festung während ihrer aktiven Zeit erhalten.

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BUNKER 3 – SPERRE MALBORGHETTO Die Opera Nr. 3 der Malborghetto Sperre entwickelte sich ähnlich wie die Opera Nr. 4 von Ugovizza. Ursprünglich als Teil der Malborghetto–Valbruna Sperre des Vallo Alpino del Littorio errichtet, wurde sie während des Zweiten Weltkriegs nie in Dienst gestellt. Nach Modernisierungsarbeiten wurde die Anlage Anfang der 1950er-Jahre von der NATO reaktiviert und in die Sperre Malborghetto integriert, wo sie bis zu ihrer Außerdienststellung im Jahr 1992 in Betrieb blieb. Die Struktur bestand ursprünglich aus einem Kommandostand, einer Mannschaftsunterkunft, drei Maschinengewehrstellungen sowie verschiedenen Diensträumen. Im Zuge der Reaktivierung wurde eine der Maschinengewehrstellungen in eine Panzerabwehrstellung umgewandelt, um den neuen Verteidigungsanforderungen gerecht zu werden. Die Stellungen besitzen noch heute ihre ursprünglichen Tarnsysteme: ausgeklügelte bewegliche Vorrichtungen, die sich perfekt in die umgebende Landschaft einfügten. Bei Bedarf konnten diese Elemente von innen bewegt werden, sodass durch die Scharten gefeuert werden konnte, ohne die Tarnung der Anlage aufzugeben.

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KARNIEN

Bunkermuseum "Cherso 1" - Plöckenpass (Passo Monte Croce Carnico)

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Im Nordwesten Friaul-Julisch Venetiens gelegen, beherbergt die Karnien einige der ursprünglichsten Naturlandschaften der Region. Hier erhebt sich beispielsweise der Hohe Trieb (Monte Coglians), der höchste Gipfel Friaul-Julisch Venetiens. Im Laufe des 20. Jahrhunderts bildeten diese Berge eine natürliche Verteidigungslinie, die später von Militäringenieuren genutzt und weiter ausgebaut wurde. Dadurch entstand eine außergewöhnliche Überlagerung von Verteidigungsanlagen aus verschiedenen Epochen: von den Schützengräben des Ersten Weltkriegs über die Befestigungen des Alpenwalls bis hin zu den Verteidigungslinien des Kalten Krieges. Besonders eindrucksvoll sind die militärischen Zeugnisse rund um den Plöckenpass (Passo di Monte Croce Carnico), der bis heute zu den wichtigsten Übergängen an der Grenze zu Österreich zählt, sowie die Anlagen im Bereich der Torre Moscarda, die bereits seit dem Mittelalter einen strategischen Verteidigungspunkt darstellt.

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BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER

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BEFESTIGUNGSANLAGEN UND BUNKER

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SPERRE TORRE MOSCARDA In der Nähe von Paluzza lässt sich ein eindrucksvolles Beispiel für die Überlagerung verschiedener Verteidigungssysteme entdecken, die Friaul-Julisch Venetien über Jahrhunderte geprägt haben. Hier verengt sich das But-Tal deutlich und bildet ein natürliches Hindernis entlang der Route zum Plöckenpass (Passo di Monte Croce Carnico). Bereits im 13. Jahrhundert entstand an dieser strategischen Stelle ein Verteidigungskomplex. Das heute sichtbarste Element ist die Torre Moscarda, die vor Ort auch als „La Torate“ bekannt ist und bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurde. Das Tal bewahrt außerdem zahlreiche Zeugnisse des Ersten Weltkriegs, darunter Schützengräben, Verbindungsgräben und in den Felsen gehauene Befestigungen. Unter Nutzung einiger dieser bereits vorhandenen Kavernenanlagen wurde Ende der 1930er-Jahre die Sperre Torre Moscarda als Teil des Alpenwalls errichtet. Sie bestand aus sieben Befestigungsanlagen. Vier dieser Anlagen wurden unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert, modernisiert und wieder in Betrieb genommen. Zu ihnen gehört die Opera Nr. 6, die sich direkt unter der Torre Moscarda befindet und heute im Rahmen von Führungen von Visit Zoncolan besichtigt werden kann. Die Anlage verfügt über zwei Maschinengewehrstellungen (M) und entstand durch die Anpassung einer bereits bestehenden Kavernenanlage, die anschließend mit Beton ausgekleidet wurde. Die übrigen Stellungen der Sperre können von außen besichtigt werden und liegen eingebettet in die reizvolle Waldlandschaft rund um Paluzza.

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BUNKERMUSEUM „CHERSO 1“ Das Bunkermuseum „Cherso 1“ gehört zur Sperre Plöckenpass (Passo Monte Croce Carnico), einem Abschnitt des in den 1930er-Jahren errichteten Alpenwalls. Die Sperre umfasste drei Festungen, die während des Kalten Krieges unter dem Decknamen „Cherso“ reaktiviert wurden. Dazu wurden umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt, die Infrastruktur erweitert, die Bewaffnung erneuert und die Unterkünfte der stationierten Soldaten instand gesetzt. Die Anlage ist ein hervorragendes Beispiel für die Überlagerung verschiedener Verteidigungssysteme des 20. Jahrhunderts. Ein Teil der Opera Nr. 1 integriert nämlich Überreste eines Schützengrabensystems aus dem Ersten Weltkrieg, dessen Schießscharten noch heute sichtbar sind. Dank der Arbeit der Associazione per lo Studio e la Salvaguardia delle Fortificazioni a Nord-Est (A.S.S.F.N.E.) ist die Anlage heute für Besucher zugänglich. An den Öffnungstagen werden Nachbildungen von Waffen sowie originale Ausrüstungsgegenstände und militärische Geräte aus der Zeit des Kalten Krieges ausgestellt. Die sorgfältig gestalteten Innenräume und die Anwesenheit von Historien-Darstellern ermöglichen ein besonders eindrucksvolles Erlebnis, das den Alltag der hier stationierten Soldaten nachvollziehbar macht und die Abläufe veranschaulicht, die für den Ernstfall vorgesehen waren.

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PromoTurismoFVG Tourismusbüros Aquileia Tourismusbüro Via Giulia Augusta, 11 - 33051 Aquileia (UD) Tel. +39 0431 919491 | Cell. +39 335 7759580 info.aquileia@promoturismo.fvg.it

Lignano Pineta Tourismusbüro (Sommersaison) Via dei Pini, 53 - 33054 Lignano Pineta (UD) Tel. +39 0431 422169 | Cell. +39 331 1435222 info.lignanopineta@promoturismo.fvg.it

Arta Terme Tourismusbüro Via Nazionale, 1 - 33022 Arta Terme (UD) Tel. +39 0433 929290 | Cell.+39 335 7463096 info.artaterme@promoturismo.fvg.it

Lignano Sabbiadoro Tourismusbüro Via Latisana, 42 - 33054 Lignano Sabbiadoro (UD) Tel. +39 0431 71821 | Cell. +39 335 7697304 info.lignano@promoturismo.fvg.it

Cormons Tourismusbüro Piazza XXIV Maggio, 15 – 34071 Cormons (GO) Tel. +39 0481 386224 | Cell. +39 335 7697061 info.cormons@promoturismo.fvg.it

Marano Lagunare Tourismusbüro (Sommersaison) Piazza Cristoforo Colombo - 33050 Marano Lagunare (UD) Cell. +39 334 6835248 info.marano@promoturismo.fvg.it

Forni di Sopra Tourismusbüro Via Cadore, 1 - 33024 Forni di Sopra (UD) Tel. +39 0433 886767 | Cell. +39 335 1083703 info.fornidisopra@promoturismo.fvg.it

Miramare Tourismusbüro Porta della Bora, adiacente all’ingresso del Viale dei Lecci - 34121 Trieste Cell. +39 333 6121377 info.miramare@promoturismo.fvg.it

Gorizia Tourismusbüro Palazzo Paternolli, Piazza della Vittoria, 48 - 34170 Gorizia Tel. +39 0481 535764 | Cell. +39 335 1084763 info.gorizia@promoturismo.fvg.it Grado Tourismusbüro P.zza XXVI Maggio, 16 - angolo Portanuova, 26 34073 Grado (GO) Tel. +39 0431 877111 | Cell. +39 335 7705665 info.grado@promoturismo.fvg.it

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Muggia Tourismusbüro Piazza Marconi, 1 - 34015 Muggia (TS) Tel. +39 040 9571085 info.muggia@promoturismo.fvg.it Palmanova Tourismusbüro Borgo Udine, 4 - 33057 Palmanova (UD) Tel. +39 0432 924815 | Cell. +39 335 7847446 info.palmanova@promoturismo.fvg.it


Piancavallo Tourismusbüro (Wintersaison und Sommersaison) Via Collalto, 1 - 33081 Piancavallo (PN) Tel. +39 0434 655191 | Cell. +39 335 7313092 info.piancavallo@promoturismo.fvg.it Pordenone Tourismusbüro Palazzo Badini Via Mazzini, 2 - 33170 Pordenone Tel. +39 0434 520381 | Cell. +39 335 1516948 info.pordenone@promoturismo.fvg.it Sacile Tourismusbüro Palazzo Ragazzoni Viale P. Zancanaro 2 - 33077 Sacile (PN) Tel. +39 0434 737292 info.sacile@promoturismo.fvg.it Sappada Tourismusbüro c/o Borgata Bach, 9 - 33012 Sappada (UD) Tel. +39 0435 469131 | Cell. +39 335 1085932 info.sappada@promoturismo.fvg.it Sistiana Tourismusbüro (Sommersaison) Sistiana 56/B - 34011 Duino - Aurisina (TS) Tel. +39 040 299166 | Cell. +39 335 7374953 info.sistiana@promoturismo.fvg.it

Tarvisio Tourismusbüro Via Roma, 14 - 33018 Tarvisio (UD) Tel. +39 0428 2135 | Cell. +39 335 7839496 info.tarvisio@promoturismo.fvg.it Tolmezzo Tourismusbüro Palazzo Lo Basso Piazza XX Settembre, 7 - 33028 Tolmezzo (UD) Tel. +39 0433 44898 | Cell. +39 335 7747958 info.tolmezzo@promoturismo.fvg.it Trieste Airport Tourismusbüro Via Aquileia, 46 - 34077 Ronchi dei Legionari (GO) Tel. +39 0481 476079 | Cell. +39 334 6430667 info.aeroportofvg@promoturismo.fvg.it Trieste Tourismusbüro Via dell'Orologio, 1 (angolo Piazza Unità d'Italia) 34121 Trieste Tel. +39 040 3478312 | Cell. +39 335 7429440 info.trieste@promoturismo.fvg.it Udine Tourismusbüro Piazza I Maggio, 7 - 33100 Udine Tel. +39 0432 295972 | Cell. +39 335 1088307 info.udine@promoturismo.fvg.it

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Ausgabe September 2026

ANREISE MIT DEM AUTO

MIT DEM FLUGZEUG

MIT DEM ZUG

Autobahnen: A4 Torino/Trieste A23 Palmanova/Udine/Tarvisio A28 Portogruaro/Conegliano A27/A4 Trieste/Belluno

Regional Flughafen Triest www.triesteairport.it 40 km von Trieste und Udine 80 km von Pordenone 130 km von Venezia 120 km von Ljubljana

www.trenitalia.it www.italotreno.it

MIT DEM FAHRRAD www.alpe-adria-radweg.com www.adriabike.eu


QUELLEN DER HISTORISCHEN FOTOGRAFIEN S. 8 – General Dabney (USA), Kaserne Opicina (6. Oktober 1954) Archivio Foto Omnia di Ugo Borsatti – Fotothek der Städtischen Museen für Geschichte und Kunst Triest S. 10 – Exodus aus Pola (1947) Fotothek der Städtischen Museen für Geschichte und Kunst Triest S. 16 – Piazza Transalpina (1955) ERPAC – Dienststelle Museen und Historische Archive, Fotothek der Provinzialmuseen von Görz S. 20 – Stellung auf dem Karst Archiv Marco Basilisco S. 22 – Bahnhof Transalpina in Jugoslawien (1947) ERPAC – Dienststelle Museen und Historische Archive, Fotothek der Provinzialmuseen von Görz S. 23 - Landwirtschaftlicher Wagen am Grenzübergang Italien–Jugoslawien bei Casa Rossa (zwischen 1947 und 1950) ERPAC – Dienststelle Museen und Historische Archive, Fotothek der Provinzialmuseen von Görz S. 35 – Bretto-Tunnel. Von zwei Beamten bewachte Grenze Archiv der Museen von Tarvis Entdecken Sie alle Informationsbroschüren über Friaul-Julisch Venetien unter: www.turismofvg.it/brochure 45


CREDIT FOTOS Archivio PromoturismoFVG Archivio Musei Tarvisio ERPAC – Servizio Musei e Archivi Storici. Fototeca Musei Provinciali di Gorizia Fototeca dei Civici Musei di Storia ed Arte di Trieste Goriški muzej M. Basilisco F. Gallina A. Michelazzi D. Solerti L. Zoppolato

NextGenerationEU

INFO PromoTurismoFVG Strategies, Development, Operations for Tourism Trieste Airport - Via Aquileia, 46 34077 Ronchi dei Legionari (GO) info@promoturismo.fvg.it

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