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Fruit Attraction Special 2026

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1 8.0 9 . 2 0 2 6 I F R U I T N E T M E D I A I N T E R N AT I O N A L

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FRUIT ATTRACTION

Madrid im Blickpunkt

der internationalen Fruchtbranche ASIA FRUIT LOGISTICA Impressionen und Eindrücke aus Hongkong

BRASILIEN

Obstexporte auf Wachstumskurs


EDITORIAL

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Klimarisiken werden zum Wettbewerbsfaktor Michael Schotten „Die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich des Lebensmitteleinzelhandels muss sich fragen, wie sie mit den steigenden Klimarisiken umgehen will.“

Der diesjährige Hitzesommer hat unmissverständlich gezeigt, dass der Klimawandel im europäischen Obstbau längst kein Zukunftsszenario mehr ist. Spätfrost, Hitze, Dürre, Starkregen und Hagel treffen die Betriebe nicht mehr nur gelegentlich. Problematisch, das zeigt auch die aktuelle Schadenbilanz der Vereinigten Hagel, wird vor allem ihre Kombination. Mehrere Wetterextreme können innerhalb einer Saison aufeinanderfolgen und genau dann auftreten, wenn die Kulturen besonders empfindlich oder die Früchte bereits erntereif sind. Zum Beispiel beim Kernobst. Deutschlandweit wurden bis Anfang September rund 600 Hageltage registriert, die Zahl der Schadenmeldungen bei der Vereinigten Hagel lag deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Allein im Alten Land verursachten drei schwere Hagelereignisse Schäden von mehr als 30 Mio Euro. Hinzu kommt die Dürre, deren Schäden der Deutsche Raiffeisenverband bundesweit auf rund 600 Mio Euro schätzt. Auch im Süden hat das Klima der Apfelbranche zugesetzt, haben anhaltende Hitze und Trockenheit Sonnenbrand und kleinere Kaliber zur Folge gehabt. All das wohlgemerkt in einem Markt, der auch unter idealen Klimabedingungen schon schwierig genug ist. Die entscheidenden Fragen lauten: Wer kann sich dauerhaft an veränderte Produktionsbedingungen anpassen? Und wer kann sich das überhaupt noch leisten? Klimaanpassung kostet Geld. Frostschutz, Bewässerung, Hagelnetze, Beschattung, moderne Sorten und Unterlagen können Risiken reduzieren. Wasserspeicher und effizientere Bewässerungssysteme können helfen, Trockenphasen zu überbrücken. Kühlkapazitäten und angepasste Nachernteprozesse werden wichtiger, wenn Hitze und Qualitätsverluste die Lagerfähigkeit beeinträchtigen. Aber Investitionen rechnen sich nur, wenn Betriebe sie finanzieren können. Gerade kleinere Unternehmen stoßen

dabei schnell an Grenzen. Eine Hagelversicherung kann hilfreich sein, kann einen Teil des Risikos auffangen, doch sie ersetzt keine Investitionen in einen resilienteren, widerstandsfähigeren Anbau. Und auch staatliche Ad-hocHilfen, so willkommen sie in einer akuten Notsituation auch sein mögen, können kein Geschäftsmodell für eine Branche sein, deren Wetterrisiken strukturell zunehmen. Das Jahr 2026 sollte deshalb ein Weckruf sein, allerdings, denn das wäre zu einfach, nicht allein für die Politik. Die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich des Lebensmitteleinzelhandels muss sich fragen, wie sie mit den steigenden Klimarisiken umgehen will. Wenn Obstbaubetriebe Abermillionen in langlebige Anlagen investieren sollen, brauchen sie nicht nur entsprechende Finanzmittel, sondern auch Planungssicherheit. Langfristige Lieferbeziehungen, Ko-Investitionen und eine faire Verteilung der Risiken zwischen Erzeugern, Genossenschaften, Handel und Verarbeitung werden deshalb in Zukunft noch viel wichtiger werden. Wer von einer sicheren und qualitativ hochwertigen Versorgung, wie es sie in Deutschland (noch) gibt, profitieren will, wird sich an deren Finanzierung beteiligen müssen. Auch der Markt selbst, und letzten Endes vor allem die Konsumenten, werden ihren Beitrag leisten müssen. Wenn klimabedingte Produktionsrisiken steigen, kann nicht gleichzeitig erwartet werden, dass Obst dauerhaft zu möglichst niedrigen Preisen verfügbar ist. Verbraucherschützer, die immer nur monieren, wie wahnsinnig teuer Obst und Gemüse bei uns angeblich ist, verkennen dies vollkommen. Und wir müssen einsehen, dass die ‚Gewinner des Klimawandels‘ nicht automatisch dort sitzen werden, wo künftig die besten Bedingungen herrschen. Erfolgreich wird man nur dort sein, wo ausreichendes Kapital, Wissen und unternehmerische Anpassungsfähigkeit ineinanderfließen.

Bleiben Sie interessiert!

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INHALT

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Madrid: Fruit Attraction im Blickpunkt

Spanien erwartet bis zu 14.000 Tonnen Pistazien

Feigen: Produktionsplus und Konsumrückgang

THEMEN 06 AUFTAKT 06 Mehr Tempo bei Wirkstoffzulassung für Pflanzenschutzmittel 08 FRUIT ATTRACTION 2026 08 Mit großer Vorfreude und vielen Herausforderungen in den Herbst 10 IFEMA Madrid: Globale Handelsplattform für die Obst- und Gemüsebranche 14 Fepex: Spanien – ein zuverlässiger, innovativer und nachhaltiger Lieferant 18 Indasol: Alles bereit für eine neue Gemüsesaison 20 Cualin Quality: Mit Geschmack und Qualität Kunden binden 22 La Palma unterstreicht auf der Fruit Attraction den Wert einer guten Wahl 24 Cuna de Platero: Positiver Konsumtrend bei Beerenobst hält an 26 Anecoop: Gute Qualität und gute Kaliber 28 Spanien erwartet 19 Prozent mehr Zitronen 29 Valencia: Wieder eine kleine Zitrusproduktion 2026/27

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30 Granada Mollar de Elche: Süß und mit weichen Kernen 32 Rijk Zwaan: Crunshella bringt neue Verzehrmomente für Salat 34 Gute Aussichten für spanische Mangos 36 KRONEN: Bewährte Verarbeitungstechnik für den Fruchthandel und Fresh-Cut-Betriebe 38 Melinda-Konsortium: „Wir wollen das Potenzial voll ausschöpfen“ 40 Agroponiente erzielt 515 Mio Euro Umsatz 42 Spanien erwartet bis zu 14.000 Tonnen Pistazien 43 UNIQ: Die strategische Rolle der Verpackung in der Obst- und Gemüsekette 44 KONSUMFÖRDERUNG 44 Vom Obstregal in die Pixelwelt – Dole bringt die Ananas ins Spiel 48 FRUIT LOGISTICA 48 Innovationen erstmals an einem Ort vereint: in der neuen Innovation Zone

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Brasilien: Obstexporte auf Wachstumskurs

Aus unserem Archiv: Der Fruchthandel vor 30 Jahren

Gewächshaus der Zukunft passt sich Umgebung an

RUBRIKEN 50 ASIA FRUIT LOGISTICA 50 Mehr ist mehr: Eindrücke aus Hongkong

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52 PRODUKTE IM TREND

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52 Feigen: Zwischen Produktionsplus und Konsumrückgang 55 NÜSSE & TROCKENFRÜCHTE 55 Niedrigere Sulfit-Höchstwerte für Trockenfrüchte geplant 55 Pekannüsse: EU-Höchstwert für Nickel soll steigen 55 Armenien: EU plant Handelserleichterungen für Nüsse und Trockenfrüchte 56 Kalifornien: Chancen für eine steigende Walnussnachfrage

DFHV-Kolumne Der Fruchthandel vor 30 Jahren Themenvorschau / Impressum

Titelfoto: IFEMA Madrid

58 EUROPA 58 Polen: Schwache Aussichten für den Obstbau 60 LATEINAMERIKA 60 Brasilianische Obstexporte auf Wachstumskurs 63 Avocados: Peru dominiert den europäischen Markt 66 SCHLUSSPUNKT 66 Forschung: Gewächshaus der Zukunft passt sich Umgebung an

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Lesen Sie das Fruchthandel Magazin auf Ihrem Smartphone, Tablet oder Desktop

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AUFTAKT

Foto: kara/Adobe/Stock

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Mehr Tempo bei Wirkstoffzulassung für Pflanzenschutzmittel

Schnellere und effizientere Genehmigungen für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe sind gefordert.

EUROPA POLITIK Ein moderner und praxistauglicher Pflanzenschutz ist unerlässlich, um den Ertrag und die Qualität von Ernten zu sichern und den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat bei einem Besuch der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im italienischen Parma dafür geworben, die europäischen Genehmigungsverfahren für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe zu beschleunigen und effizienter zu gestalten, teilt das Bun-

desministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit. Bundesminister Rainer: „Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen wirksame und verlässliche Mittel für den Pflanzenschutz. Das sichert Ernten, Einkommen und nicht zuletzt unsere Ernährungssicherheit. In Deutschland haben wir die Zulassungen bereits auf Kurs gebracht: Die Verfahren sind wieder geordnet und laufen erheblich schneller. Bei den Wirkstoffen für Pflanzenschutzmittel liegt der entscheidende Hebel aber in Europa – und dort fallen seit Jahren

mehr Wirkstoffe weg, als neue hinzukommen. Ich danke dem Geschäftsführenden Direktor der EFSA, Dr. Nikolaus Kriz, für den konstruktiven Austausch und die wichtige wissenschaftliche Arbeit der EFSA für die Lebensmittelsicherheit in Europa. Wir sind uns einig, dass wir die Genehmigungsverfahren in Europa vereinfachen und effizienter aufstellen müssen. Damit neue Lösungen früher bei den Betrieben ankommen. Deutschland bringt dafür seine fachliche Expertise ein – bei effizienteren Verfahren ebenso wie bei neuen Ansätzen, etwa dem Einsatz von Drohnen für möglichst präzisen Pflanzenschutz. Diese Zusammenarbeit wollen wir in Zukunft intensivieren. Perspektivisch müssen wir auch darüber sprechen, wie wir die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Europa stärker harmonisieren können.“

Bis zu 300 Millionen Euro Schaden 63,87 Kilogramm Züchter Andy Strauß hat bei der Deutschen Riesengemüse-Meisterschaft auf dem Spargel- und Erlebnishof Klaistow den deutschen Rekord mit seiner Zucchini nur knapp verpasst. Das Gemüse erreichte „nur“ 63,87 kg. Die offizielle deutsche Bestmarke liegt bei 68 kg, so der Spargelund Erlebnishof. Insgesamt gingen 98 Exponate von 59 Züchtern an den Start. Die schwerste Rote Bete brachte 9,91 kg auf die Waage, der schwerste Kohlrabi 14,37 kg und der schwerste Kohl 11,78 kg. Die schwerste Möhre wog 2,33 kg, die schwerste Tomate 1,85 kg und die schwerste Zwiebel 1,56 kg. Am 27. September 2026 folgt die Große Kürbis-Wiegemeisterschaft. Im vergangenen Jahr brachte der Siegerkürbis stolze 1.034,8 kg auf die Waage.

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KLIMA Wie der europäische Wetterdienst Copernicus mitteilte, war der August 2026 der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Bereits im Juni sorgten Hitzewellen für Stress, hinzu kamen starke Unwetter. Dabei sei das Besondere, dass es nicht einzelne schwere Unwetter gegeben habe, sondern dass es eine Kombination „aus Häufung, großer räumlicher Ausdehnung und dem Zeitpunkt kurz vor oder während der Ernte“ gegeben habe, wie die Vereinigte Hagel erklärt. Bis Anfang September wurden deutschlandweit rund 600 Hageltage gezählt, was den Durchschnitt der Jahre 2016-2025 um 5 % übertreffe. Noch deutlicher zeige sich die Entwicklung bei den Schadenmeldungen, die mit rund 18.000 um 11 % über dem Durchschnitt lagen. Die Entschädigungsleistungen belaufen sich auf rund 115 Mio Euro, eine Hochrechnung geht von einem landesweiten Schadenvolumen von bis zu 300 Mio Euro aus. Dabei reichten die Folgen der Wetterextreme über reine Ertragsverluste hinaus, merkte die Vereinigte Hagel an, die das Jahr 2026 als „Weckruf“ sieht.

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25. - 27.11.2026 Halle CD Stand D25/38 FRUCHTHANDEL | 7


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Mit großer Vorfreude und vielen Herausforderungen in den Herbst Madrid ► Mitte September herrscht in Spanien weiterhin Hochsommer. Die hohen Temperaturen wollen nicht weichen, doch nachts kühlt es etwas ab, sodass man zumindest schon besser schlafen und die Klimaanlage ausschalten kann. Daphne Schmidt

Foto: D. Schmidt

unvorhersehbare Wetterbedingungen (und ein sehr warmes Mittelmeer), der starke Befall durch Schädlinge und Krankheiten in Verbindung mit dem Mangel an zugelassenen Pflanzenschutzmitteln sowie der kontinuierliche Kostenanstieg, wobei insbesondere die steigenden Kraftstoffpreise hervorstechen. Hinzu kommt, dass der O+G-Konsum weiter zurückgeht. Es macht keinen Sinn, all die Anstrengungen in den Anbau, die Konfektion und die Vermarktung zu stecken, wenn es anschließend nicht gelingt, den Endverbraucher dazu zu bewegen, die Produkte zu kaufen, zu verzehren und – was entscheidend ist – zufrieden zu sein und den Kauf zu wiederholen.

Auf der IFEMA in Madrid laufen die Vorbereitungen für die Fruit Attraction auf Hochtouren.

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er Sommer war anstrengend, und zwar für alle, auch wenn die Hitze die 11,5 Mio internationalen Touristen nicht abschrecken konnte, die das Land im vergangenen Juli begrüßt hat (Daten des INE – Nationales Institut für Statistik). Von Januar bis Juli haben 58,1 Mio Personen Spanien besucht und 82 Mrd Euro ausgegeben, was einem Anstieg von 4,6 % bzw. 7,8 % entspricht. Und sie alle haben die guten spanischen Produkte genossen, darunter natürlich auch die große Auswahl an Obst und Gemüse, die sich als ideale Option zur Bekämpfung der Hitze erwiesen hat. Nach der Sommerzeit kommt der Herbst, der vom Obst- und Gemüsesektor mit großer Vorfreude aber auch erneut mit großen Herausforderungen erwartet wird. Vorfreude auf den Beginn der neuen Kampagnen, darunter die von Gewächshausgemüse aus dem Südosten Spaniens, Zitrusfrüchte oder Kakis. Ziel ist es, die Produktion weiter voranzubringen und eine ausreichende Rentabilität damit zu erzielen. Die wichtigsten Herausforderungen, denen man sich stellen muss, sind immer noch dieselben wie in der vergangenen Saison: zunehmend extreme und

Fruit Attraction rückt in den Fokus Große Erwartungen gibt es in der Branche auch mit Blick auf die diesjährige Fruit Attraction, ein Termin, auf den man sich schon seit vielen Monaten vorbereitet. Vom 6. bis 8. Oktober wird das Messegelände IFEMA Madrid zum großen Schaufenster für Obst und Gemüse aus Spanien. Dort werden die Neuheiten sowohl auf Unternehmensals auch auf Produktebene vorgestellt. Auf Unternehmensebene entstehen immer mehr Allianzen, die die Position der Erzeuger und Vermarkter stärken; außerdem gibt es Fortschritte bei der Digitalisierung, die nun durch den Einsatz von KI an Fahrt gewinnt. Auf Produktebene liegt der Fokus weiterhin auf kleineren Formaten sowie auf Convenience-Produkten. Man muss sich an die Wünsche der heutigen Familien und Verbraucher anpassen. Zusammengefasst präsentiert sich der Herbst mit großen Erwartungen und vor allem viel Arbeit. Die neue Saison 2026/27 wird für die spanische Branche erneut eine Gelegenheit sein, ihr volles Potenzial als zuverlässiger Lieferant von frischem Obst und Gemüse für die internationalen Märkte unter Beweis zu stellen.

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KAKI BOUQUET

KI-generiertes Bild.

Die Erde ist unser Leben. Als Anbauer bearbeiten und pflegen wir sie, um Ihnen die gesunden Schätze zu bieten, die sie uns schenkt. Eine lokale Produktion aus Europa* bietet maximale Frische, optimale Reife und einen geringeren CO2-Fußabdruck. Dabei streben wir nach hervorragender Qualität und exzellentem Geschmack, wie die Hauptforderungen der Verbraucher lauten.

Wir fördern eine nachhaltige Entwicklung und wollen das Leben der Menschen im ländlichen Raum durch folgende Maßnahmen verbessern: • Effiziente Wassernutzung in der Landwirtschaft • Biologische Lösungen zur Schädlingsbekämpfung • Ausbau der Artenvielfalt • Verringerung der Treibhausgasemissionen • Anpassung der Nahrungsmittelproduktion an den Klimawandel • Vermeidung und Reduzierung von Lebensmittelabfällen * Lebensmittelsicherheit: Unser Obst und Gemüse wird nach europäischen Vorschriften und strengsten Zertifizierungsstandards angebaut.

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FRUIT ATTRACTION 2026

Globale Handelsplattform für die Obst- und Gemüsebranche IFEMA Madrid ► Für die diesjährige Ausgabe der Fruit Attraction ist alles vorbereitet. Die von IFEMA Madrid und FEPEX organisierte Messe findet vom 6. bis 8. Oktober auf dem Messegelände von IFEMA Madrid statt. Die Prognosen sind erneut sehr gut, sowohl was das Ausstellungsangebot als auch die Besucherzahlen betrifft. Um mehr Details zu erfahren, sprach das Fruchthandel Magazin mit Maria José Sánchez, Direktorin der Fruit Attraction 2026. Im vergangenen Jahr kamen zwei neue Hallen (12 und 14) hinzu. Wie waren die Erfahrungen damit? Die Resonanz war sehr positiv. Durch die Erweiterung konnten wir der steigenden Nachfrage nach Ausstellungsflächen gerecht werden und die Sektoreneinteilung des Angebots verbessern. Besonders hervorgehoben wurden die übersichtlichere Aufteilung und die Einfachheit, relevante Profile und Märkte zu lokalisieren. Daher halten wir 2026 die etablierte Struktur und Branchenaufteilung bei – ein Konzept, das nachweislich das Erlebnis für Besucher und Aussteller verbessert, effektivere Begegnungen fördert und eine effizientere Organisation des Messebesuchs ermöglicht.

Foto: IFEMA

Maria José Sánchez, Direktorin der Fruit Attraction 2026

Frau Sánchez, wie ist die aktuelle Situation der Fruit Attraction 2026? Maria José Sánchez: Die Messe präsentiert sich in einem Moment voller Reife und Stärke. Wenige Wochen vor Beginn der Veranstaltung hat die Standbuchung bereits die Gesamtfläche der letzten Ausgabe übertroffen, was das Vertrauen der Branche in die Messe als Instrument für Handel und Internationalisierung bestätigt. Wir erwarten mehr als 2.500 teilnehmende Unternehmen und eine Ausstellungsfläche von 162.000 m².

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Welche Länder belegen in Bezug auf die Aussteller die vorderen Plätze? Spanien ist nach wie vor Dreh- und Angelpunkt der Fruit Attraction, unter Beteiligung aller produzierenden Regionen. Daneben sind traditionell die europäischen Länder mit starker Exportorientierung vertreten, ebenso wie eine wachsende Zahl internationaler Marktteilnehmer aus Amerika, Afrika und Asien. Deutschland spielt sowohl als Ausstellerland als auch aufgrund der Bedeutung seiner Fachbesucher und Handelsketten weiterhin eine wichtige Rolle. Zu den neuen Teilnehmern dieser Ausgabe zählen unter anderem Länder wie Armenien, Australien, Guatemala, Indonesien, Irland, die Britischen Jungferninseln, Japan, Lettland, Malaysia, Palästina, die Tschechische Republik, Schweden, Tansania, Tunesien und Turkmenistan, was die zunehmende internationale Bedeutung der Messe verdeutlicht. Mit wie vielen Besuchern rechnet die Fruit Attraction 2026? Die Prognosen gehen von mehr als 121.000 Fachbesuchern aus über 150 Ländern aus. Um das Be-

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Auch diesmal findet wieder das Programm der eingeladenen Einkäufer statt. Ja, das Programm für internationale Einkäufer wird erneut eine der großen Stärken der Fruit Attraction sein. Dank der Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium, ICEX und FEPEX werden an dieser Ausgabe 700 bedeutende Einkäufer, Einkaufsleiter aus dem Einzelhandel, Importeure und Großhändler aus mehr als 50 Ländern teilnehmen. Darüber hinaus stehen in diesem Jahr im Rahmen des Programms „Eingeladene Importländer“ China und die Vereinigten Arabischen Emirate im Mittelpunkt, zwei strategische Märkte, die Exportunternehmen bedeutende Wachstumschancen bieten. Kartoffeln sind in diesem Jahr das Starprodukt. Warum hat die Messe sich für dieses Produkt entschieden? Kartoffeln wurden deshalb ausgewählt, weil sie

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Foto: D. Schmidt

suchererlebnis zu verbessern, setzen wir weiterhin auf eine klare Einteilung des Angebots nach Branchen, Instrumente, die die Verbindung zwischen Angebot und Nachfrage erleichtern, sowie spezifische Networking-Programme. Das Ziel ist es, dass jeder Fachbesucher seine Zeit optimal nutzen und schnell auf die Kontakte und Inhalte zugreifen kann, die ihn am meisten interessieren.

Kartoffeln sind das Starprodukt der Fruit Attraction 2026. Sie spielen sowohl für die Ernährungssicherheit als auch für eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle. aufgrund ihres Beitrags zur Ernährungssicherheit und Aufrechterhaltung einer gesunden Ernährung als strategisches Produkt gelten. Es handelt sich um ein Produkt von enormer Bedeutung für eine Vielzahl von Erzeuger- und Verbraucherländern. Neben verschiedenen Aktivitäten

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FRUIT ATTRACTION 2026

Foto: D. Schmidt

Spanien bleibt mit der Teilnahme aller produzierenden Regionen der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Fruit Attraction.

und Programmpunkten während der Messe wird das große Event das I. Internationale Kartoffelsymposium sein, das von FEPEX am 5. Oktober, dem Vorabend der Eröffnung der Fruit Attraction, organisiert wird. Dieses Treffen bietet die Gelegenheit, die Herausforderungen und Chancen der Branche zu analysieren und den Wissensaustausch zwischen Fachleuten zu fördern.

der wichtigsten Schaufenster für Innovationen in der Branche etabliert. Sie zeichnen Projekte, Produkte und Dienstleistungen aus, die durch Innovation, Nachhaltigkeit, angewandte Technologie und Wissensgenerierung überzeugen. Derzeit nehmen wir noch die Bewerbungen entgegen, um dann anschließend die Liste der Finalisten festzulegen.

Dank der Organic Tour können Besucher Unternehmen mit Bio-Zertifizierung leichter finden, gibt es auch etwas Ähnliches, um Convenience-Produkte zu lokalisieren? Die Organic Tour erleichtert die Identifizierung von Unternehmen mit Bio-Zertifizierungen und gibt einem Angebot mehr Sichtbarkeit, das auf der Messe zunehmend an Bedeutung gewinnt. Was die Convenience-Produkte betrifft, können Besucher die ausstellenden Unternehmen ganz einfach über den Besucherguide, den OnlineAusstellerkatalog und die Plattform LiveConnect finden, die unter anderem die Suche nach Produkten, Branchen und Unternehmensprofilen ermöglicht. Diese Tools helfen bei der Planung des Messebesuchs und ermöglichen es, schnell die Aussteller zu identifizieren, die den Interessen der einzelnen Fachbesucher am besten entsprechen.

Ein weiterer Preis, der großen Anklang gefunden hat, war der für den besten Messestand. Die Auszeichnungen für den besten Messestand fördern die Kreativität und ermöglichen es den Unternehmen, ihre Identität auf innovative und attraktive Weise zu präsentieren. Bei jeder Ausgabe stellen wir fest, dass Design, Nachhaltigkeit und das Besuchererlebnis immer mehr in den Vordergrund rücken. Wir erwarten eine hohe Teilnehmerzahl.

Welche Produkte wurden dieses Mal für die Innovation Hub Awards präsentiert? Die Innovation Hub Awards haben sich als eines

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Die Fruit Attraction wächst von Jahr zu Jahr, wohin führt dieser Weg? Die Fruit Attraction wird sich weiterhin als internationaler Referenztreffpunkt für die O+G-Branche konsolidieren. Sie wird sich als globale Plattform weiterentwickeln, die Handel, Innovation, Logistik, Wissen und Internationalisierung vereint. In den kommenden Jahren wollen wir unsere internationale Präsenz weiter ausbauen, neue Märkte erschließen und unseren Ausstellern und Besuchern jedes Jahr ein noch größeres Erlebnis anbieten. d.s.

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Foto: D. Schmidt

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Innovation ist ein wesentlicher Bestandteil des spanischen Obst- und Gemüsesektors.

Spanien – ein zuverlässiger, innovativer und nachhaltiger Lieferant FEPEX ► Der spanische Obst- und Gemüsesektor wird sich auf der Fruit Attraction in seiner ganzen Stärke präsentieren. Auch in diesem Jahr wird die Teilnahme aller O+G-Anbaugebiete erwartet, sodass das Messegelände von IFEMA Madrid zu einem idealen Schaufenster für das gesamte Potenzial der Branche wird. Das Fruchthandel Magazin sprach mit Cecilio Peregrín, Präsident von FEPEX (Spanischer Verband der Erzeuger- und Exporteurverbände für Obst, Gemüse, Blumen und lebende Pflanzen), über die aktuelle Lage, Herausforderungen und Trends der spanischen Exporte. Herr Peregrín, wie hoch war die spanische O+G-Produktion im Jahr 2025? Cecilio Peregrín: Obst und Gemüse sind der wichtigste Sektor der spanischen Landwirtschaft. Die spanische Produktion von frischem O+G liegt bei rund 24,6 Mio t, von denen etwa 60 % für den Export bestimmt sind. 2025 beliefen sich die spanischen Exporte von frischem O+G auf 12 Mio t im Wert von 18,666 Mrd Euro. Obwohl die Mengen im Vergleich zu 2024 um 4 % zurückgegangen sind, stieg der Wert um 4 %, was die Kapazität des Sektors bestätigt, seine Position auf den internationalen Märkten zu behaupten. Nach Zielmärkten ist die EU mit 84 % der Exporte der wichtigste Markt, wobei Deutschland und Frankreich die Hauptabnehmer waren. Rechnet man Großbritannien und das übrige Europa hinzu, entfallen 97 % der spanischen Auslandsverkäufe

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auf diesen Kontinent. Eine der Stärken des Sektors ist die Diversität der spanischen Produktionen und damit auch die Vielfalt der Exportprodukte. Bei Gemüse stechen insbesondere Salat, Paprika, Gurken, Tomaten, Auberginen und Zucchini hervor. Und bei frischem Obst exportieren wir fast alle Produkte nach Europa: Zitrusfrüchte, Zucker- und Wassermelonen, Steinobst, Beerenobst und so weiter. Wie sehen die bisherigen Zahlen für 2026 aus? Sie zeigen für das erste Halbjahr 2026 wertmäßig eine positive Entwicklung und mengenmäßig eine Stagnation. Die Exporte von frischem O+G erreichten 6,6 Mio t, was einem leichten Rückgang von 0,6 % entspricht, während der Wert um 5,8 % auf 11,605 Mrd Euro stieg. Das sind recht gute Zahlen, da sie eine stabile Vermarktung in

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einem komplexen Umfeld widerspiegeln, das durch gestiegene Arbeits-, Energie- und Logistikkosten sowie durch geopolitische und klimatische Unsicherheiten geprägt ist.

Foto: FEPEX

Wohin geht der Trend der spanischen Exporte? Der Trend wird weiterhin von moderatem Wachstum und einer stärkeren Ausrichtung auf Wertschöpfung statt auf Mengensteigerung geprägt sein. Der europäische Markt wird weiterhin Priorität haben, da er nach wie vor mehr als 80 % unserer Exporte aufnimmt und unseren natürlichen Absatzmarkt darstellt. Wachstumspotenzial gibt es durch Sorteninnovation, Produktivitätsverbesserungen, Diversifizierung der Produktformate und Erschließung neuer Märkte. Die Expansion in Drittländer ist jedoch aufgrund von phytosanitären Hürden, Zugangsbestimmungen und Logistikkosten komplexer. Daher liegt das größte Wachstumspotenzial auch weiterhin darin, unsere Präsenz in Europa zu stärken und den Wert unserer Exporte durch Innovation, Qualität, Nachhaltigkeit und Differenzierung zu steigern.

Cecilio Peregrín, Präsident von FEPEX


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Foto: D. Schmidt

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Obst und Gemüse sind der wichtigste Sektor der spanischen Landwirtschaft.

Wie ist die aktuelle Lage bei den O+G-Importen? Die Importe nehmen kontinuierlich zu. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen sie mengenmäßig um 7 % und wertmäßig um 4 % und erreichten 2,56 Mio t sowie 3,086 Mrd Euro. Sie erfüllen bei bestimmten Produkten und zu bestimmten Jahreszeiten eine ergänzende Funktion. Es bestehen jedoch Bedenken, wenn sie unter unterschiedlichen regulatorischen Bedingungen direkt mit Erzeugnissen aus der EU konkurrieren. FEPEX vertritt seit jeher die Auffassung, dass Importe gleichwertige Standards in den Bereichen Pflanzengesundheit, Soziales und Umwelt erfüllen müssen, um einen ausgewogenen Wettbewerb zu gewährleisten. Welche Stärken des spanischen O+G-Sektors würden Sie hervorheben? Wie ich bereits erwähnt habe, ist die größte Stärke die enorme Vielfalt des Angebots. Spanien exportiert mehr als 92 verschiedene Gemüsesorten und mehr als 120 verschiedene Obstsorten. Hinzu kommen diverse Wettbewerbsvorteile wie die Fähigkeit, das ganze Jahr über große Mengen zu liefern, der hohe Professionalisierungsgrad und die ständige Innovation bei Sorten und Anbausystemen. Ich würde unsere Zuverlässigkeit als Lieferant für die europäischen Märkte hervorheben. Zudem ist Spanien der führende Anbieter von frischem O+G in der EU, eine Position, die auf jahrzehntelanger Exporterfahrung beruht. Welche Herausforderungen liegen derzeit auf dem Tisch?

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Unsere größte Herausforderung besteht darin, in einem immer anspruchsvolleren Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Zu den wichtigsten Aufgaben im Produktionsbereich, denn bei FEPEX sind wir in erster Linie Erzeuger, sehe ich die Wasserversorgung, den Rückgang von erlaubten Pflanzenschutzmitteln und den Arbeitskräftemangel. Als weitere Herausforderungen würde ich aber auch die steigenden Produktionskosten oder die zunehmende Konkurrenz durch Drittländer betonen. Letzteres bereitet uns große Sorge, da der Wettbewerb mit Drittländern oft sehr unausgewogen ist. Die EU-Produzenten müssen in allen Bereichen weitaus strengere Vorschriften einhalten als die aus Drittländern. Deshalb betonen wir stets die Notwendigkeit, in Handelsabkommen Bedingungen der Gegenseitigkeit zu garantieren. Meiner Ansicht nach darf die Politik der EU die europäische Produktion nicht schwächen. Europa muss seine Produktionskapazitäten aufrechterhalten. Die Ernährungssicherheit hängt nicht allein vom internationalen Handel ab, sondern erfordert auch eine wettbewerbsfähige Produktion innerhalb der Europäischen Union selbst. Spanien spielt als wichtigster europäischer Lieferant von frischem Obst und Gemüse eine entscheidende Rolle bei diesem Ziel. Welche Rolle spielt FEPEX im spanischen O+G-Sektor? FEPEX ist der führende Verband der spanischen Erzeuger und Exporteure von Obst und Gemüse, Blumen und lebenden Pflanzen, Kartoffeln sowie Convenience-Produkten. Zu uns gehören 33 Verbände aus ganz Spanien, denen wiederum mehr als 2.000 Agrar- und Vermarktungsunternehmen angehören. FEPEX ist zudem ein treibender Motor im spanischen O+G-Sektor und initiiert Projekte wie die Internationale Obst- und Gemüsemesse Fruit Attraction, die gemeinsam mit IFEMA Madrid organisiert wird. Unser Hauptziel ist es, zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der von FEPEX vertretenen Branchen beizutragen. In diesem Sinne sind unsere Prioritäten heute und in den kommenden Jahren: •E insatz für eine starke GAP zugunsten der Erzeugerorganisationen. •F örderung der Gegenseitigkeit in Handelsabkommen. •V orantreiben der Erschließung neuer Märkte. •U nterstützung von Innovation und Digitalisierung. •E rhalt eines Rechtsrahmens, der mit der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen vereinbar ist.

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In den kommenden Jahren wollen wir uns außerdem dafür einsetzen, den O+G-Konsum zu steigern, da wir alle von den Verbrauchern abhängig sind. Die Fruit Attraction 2026 öffnet in Kürze ihre Tore. Erneut werden Rekordzahlen erwartet. Die Rolle von FEPEX bei der Gründung und Entwicklung der Messe ist unbestritten. Wie bewertet der Verband die Veranstaltung ein Jahrzehnt später? Die Fruit Attraction ist einer der größten gemeinsamen Erfolge der spanischen O+G-Branche. Wie bereits erwähnt, war FEPEX der Initiator dieses Projekts, das 2009 ins Leben gerufen wurde, um der Branche ein eigenes Instrument für Promotion und Vermarktung an die Hand zu geben, und das sich heute zum führenden internationalen Treffpunkt für den O+G-Handel entwickelt hat. Außerdem werden auf der Messe Geschäfte gemacht. Wir Erzeuger kommen zur Messe, weil sie für uns ein sehr wichtiges Vermarktungsinstrument ist. Dort treffen wir uns mit unseren Kunden, wie zum Beispiel dem deutschen Handel

und LEH, die jedes Jahr an der Fruit Attraction teilnehmen. Wir blicken bereits auf 17 Veranstaltungen zurück, und die nächste, die vom 6. bis 8. Oktober stattfindet, ist wieder sehr vielversprechend. Wir rechnen mit mehr als 2.500 Unternehmen und über 121.000 Fachbesuchern aus 150 Ländern, was die globale Dimension der Messe unterstreicht. Ihr stetiges Wachstum zeigt, dass sie den tatsächlichen Bedürfnissen der Unternehmen gerecht wird. Spanien wird sich erneut als führender europäischer Lieferant von frischem O+G präsentieren und dabei die Breite und Vielfalt seines Angebots, seine Innovationskraft und seine führende Rolle im Export unter Beweis stellen. Die Kernbotschaft der spanischen Branche wird klar sein: Wir sind ein zuverlässiger, innovativer und nachhaltiger Lieferant, der das ganze Jahr über die Versorgung mit hochwertigem frischem O+G garantieren kann, aber wir benötigen politische und handelspolitische Rahmenbedingungen, die diese Bemühungen unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produktion sichern. d.s.

Andrea Álvarez.

DIRECTORA DESARROLLO DE NEGOCIO

EN UNICA.

“Una relación contigo que empieza antes del producto”


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Alles bereit für eine neue Gemüsesaison

Foto: D. Schmidt

Gemüse ► Indasol (El Ejido/Almería) ist ein auf die Produktion und Vermarktung von Gemüse spezialisiertes Unternehmen. Zu den Hauptprodukten gehören Paprika (California, Palermo, Sweet Bite, scharf), Gurken, Auberginen, Zucchini und Salattomaten.

Indasol ist auf der Fruit Attraction wieder in Halle 9 auf dem Stand 9C05 zu finden.

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n der Frühjahrssaison wird das Sortiment des Unternehmens um Wassermelonen, darunter auch die bekannte Sorte Fashion, sowie Honigmelonen und Melonen Piel de Sapo erweitert. Die gesamte Anbaufläche beträgt rund 950 ha und erstreckt sich über die Gebiete El Ejido, Dalías, Berja, Adra und La Mojonera. Die Betriebsgebäude in El Ejido, die auf einem Gelände von 40.000 m² liegen, umfassen ein modernes, 14.000 m² großes Verpackungszentrum sowie sechs hochmoderne Kühlkammern, die optimale Bedingungen für die Verarbeitung und Verpackung bieten.

Anfang September richten sich alle Blicke auf die neue Saison. Die Stimmung ist gut, da die Kampagne 2025/26 bei Indasol positiv abgeschlossen wurde. Die Zahlen: 135.000 t und 180 Mio Euro Umsatz. Néstor Sánchez, CEO von Indasol, erklärte gegenüber dem Fruchthandel Magazin: „Insgesamt war es eine sehr gute Saison, mit etwas weniger Kilos, aber höheren Preisen.“ Hervorzuheben ist die gute Absatzentwicklung bei den Zucker- und Wassermelonen des Unternehmens während der Frühjahrs-/Sommersaison, begünstigt durch die hohen Temperaturen, die zu dieser Zeit in ganz Europa herrschten, auch wenn „die Hitze hier in Almería ebenfalls zu erheblichen Schwierigkeiten im Anbau geführt hat“, schränkte er ein. Für die neue Gemüsesaison 2026/27 sind keine Veränderungen der Anbaufläche vorgesehen. „Paprika wird wohl etwas später kommen“, merkte der CEO von Indasol an. Die Kulturen befinden sich insgesamt in einem guten Zustand, obwohl zu dieser Jahreszeit noch recht hohe Temperaturen herrschen. Negativ zu vermerken ist der Befall von Thrips parvispinus, einem Schädling, der vor allem bei Paprika auftritt. „Derzeit gibt es noch viele Probleme mit dem Thrips parvispinus. Obwohl die Erzeuger über immer größere Erfahrungen in seiner Bekämpfung verfügen, ist es doch schwierig. Die Strategie besteht in der biologischen Bekämpfung durch den Einsatz zahlreicher Nützlinge.“ Derzeit (KW 37/26) werden bei Indasol bereits Paprika California, Gurken, Auberginen und Zucchini geerntet. Néstor Sánchez: „Die Preise sind nicht schlecht, aber wir stehen ja gerade erst am Saisonanfang.“

Treffpunkt Fruit Attraction Die Messe Fruit Attraction in Madrid steht kurz vor der Tür. Indasol wird wieder dabei sein, da sich die Veranstaltung als idealer Treffpunkt anbietet, um Kunden zu treffen, Bilanz zu ziehen und die neue Herbst-Winter-Gemüsesaison zu planen. d.s.

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Ein sehr langer und extrem heißer Sommer

Foto: D. Schmidt

SPANIEN Im Laufe dieses Sommers zeichnete sich bereits ab, dass er der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen werden würde. Tage mit extremer Hitze wiederholten sich immer wieder, praktisch ohne Unterbrechung. Der Juni wurde von der staatlichen Wetteragentur (AEMET) als der zweitwärmste eingestuft, der Juli gemeinsam mit 2022 als der wärmste, und der August als der sechstwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Summe dieser drei Monate macht den Sommer 2026 zum wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen mit einer durchschnittlichen Temperatur von Zucker- und Wassermelonen gehören zu den 24,5 °C, 0,3 °C mehr als im bisher wärmsten Sommer, dem von Gewinnern des extrem heißen Sommers in ganz 2025, so AEMET. Aber das ist nicht der einzige Rekord: Es wurEuropa. den 61 Tage mit Hitzewellen verzeichnet. Anders ausgedrückt: im Sommer gab es in Spanien alle drei Tage extrem hohe Temperaturen. Diese Zahl übertrifft bei weitem die 41 Tage aus dem Jahr 2022 und die 36 Tage aus 2025. Eine weitere von AEMET hervorgehobene Tatsache ist, dass sich die Hochsommerbedingungen über die Sommermonate Juni, Juli und August hinaus erstrecken. Das zeigt sich daran, dass bereits Ende Mai Temperaturen verzeichnet wurden, die für den Monat Juli typisch sind, und dass der September mit einer langen Hitzewelle begonnen hat. Unter dem sehr langen und extrem heißen Sommer haben sowohl die Bevölkerung als auch die Landwirtschaft gelitten. Die gute Nachricht ist, dass diesmal dank der reichlichen Niederschläge des vergangenen Winters genügend Wasserressourcen zur Verfügung standen, um den Bedarf der Kulturen zu decken. Derzeit (KW 37/26) liegt die spanische Wasserreserve bei 62,6 %. Anfang Juni lag sie noch bei 83,1 %. d.s.

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Mit Geschmack und Qualität Kunden binden Tomaten ► Cualin Quality (Antas/Almería) hat sich auf die Produktion und Vermarktung von Premium Cherry Rispentomaten spezialisiert. Die Philosophie des Unternehmens basiert auf der Kombination von Hightech und Geschmack. Das Fruchthandel Magazin sprach mit David Vicario, Handelsdirektor von Cualin Quality, über die aktuelle Situation und die kommende Tomatensaison.

Fotos: Cualin Quality

David Vicario, Handelsdirektor von Cualin Quality

Herr Vicario, wie fällt die Bilanz der Tomatensaison 2025/26 aus? David Vicario: Das Ergebnis ist sehr positiv. Es war eine herausfordernde Saison für die gesamte Branche, aber Cualin Quality ist es gelungen, seine auf Qualität, Zuverlässigkeit und Wertschöpfung basierende Wachstumsstrategie beizubehalten. Wir sind zufrieden, weil wir unsere Marken weiter konsolidiert, unsere Präsenz auf den europäischen Märkten gestärkt und unsere gewünschte Position im Premium-Segment weiter ausgebaut haben. Auch wenn wir die endgültigen Daten für das Geschäftsjahr noch auswerten, können wir bereits feststellen, dass die Saison 2025/26 zu den besten in der Unternehmensgeschichte zählt. Dieses Ergebnis ist das Resultat einer langfristigen Strategie, die auf der Spezialisierung von Premium Cherry Rispentomaten, Innovation, Investitionen in Technologie und einer klaren Kundenorientierung basiert. Über die Ergebnisse einer bestimmten Saison hinaus schätzen wir aber vor allem die solide Entwicklung, die wir in den letzten Jahren verzeichnen konnten, sowie das Vertrauen, das wir weiterhin bei Kunden und Verbrauchern gewinnen. Unser Produktionsmodell ermöglicht es uns, bei vielen der aktuellen Herausforderungen resilien-

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ter zu sein. Wir produzieren in Hightech-Glasgewächshäusern mit Hydroponik und dynamischer Klimaregulierung, wodurch wir das ganze Jahr über optimale Anbaubedingungen beibehalten können. Darüber hinaus verfügen wir über fortschrittliche Wassermanagementsysteme, eine Speicherkapazität von über 600.000 m³, Regenwassernutzung und kontinuierliches Recycling des Bewässerungswassers. All das reduziert die Auswirkungen von Wasserknappheit, klimatischen Schwankungen und Schädlingsbefall und ermöglicht es uns, eine stabilere und homogenere Produktion anzubieten. Wie sehen Ihre Prognosen für die kommende Tomatensaison 2026/27 aus? Wir sind verhalten optimistisch. Wir werden weiter auf Qualität, Sortenverbesserung, Nachhaltigkeit und Stärkung unserer Marken setzen. Außerdem investieren wir weiter in Technologie, Digitalisierung und Prozessoptimierung, um die Effizienz zu steigern, ohne Kompromisse bei der Produktqualität zu machen. Dank unserer Hightech-Gewächshäuser und der ganzjährigen Produktion erwarten wir ab Herbstbeginn eine gute Verfügbarkeit und werden unseren Kunden weiter die Beständigkeit, Qualität und Zuverlässigkeit bieten, die sie von Cualin Quality erwarten. Wodurch zeichnen sich Ihre Tomaten aus? Wir sind Spezialisten für Premium Cherry Rispentomaten. Unser wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist die Kombination aus Geschmack, Frische und Haltbarkeit. Wir arbeiten mit Sorten, die aufgrund ihres hohen genetischen Potenzials sorgfältig ausgewählt wurden, und haben ein Anbaumodell entwickelt, das darauf abzielt, das Beste aus jeder einzelnen Sorte herauszuholen. Im Gegensatz zu den Kulturen in Nordeuropa reifen unsere Tomaten unter natürlichem Licht und profitieren dabei von den außergewöhnlichen Sonnenbedingungen in Almería – ein entscheidender Faktor für die Verstärkung von Geschmack, Aroma und der organoleptischen Qualität der Früchte. Darüber

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hinaus und im Gegensatz zu den meisten spanischen Erzeugern bauen wir unsere Tomaten in einem Hightech-System an, das Glasgewächshäuser, fortschrittliche Klimaregulierung und ein in Spanien einzigartiges Blockheizkraftwerk mit zwei Motoren kombiniert, das in der Lage ist, während der kältesten Wintermonate rund um die Uhr stabile Bedingungen aufrechtzuerhalten. Echte Premium-Sorten erfordern weit mehr als nur gute Genetik. Wie beeinflusst der Geschmack den Absatz? Der Geschmack ist unser Existenzgrund. Wir glauben, dass der Verbraucher immer mehr dazu bereit ist, nachzukaufen und sich an eine Marke zu binden, wenn er ein Produkt findet, das seine Erwartungen wirklich erfüllt. Wir sind fest von einer ganz einfachen Idee überzeugt: Eine Tomate, die den Verbraucher zum Wiederkauf bewegt, ist mehr wert als eine Tomate, die nur einmal verkauft wird. Deshalb dreht sich unsere gesamte Strategie darum, eine so gleichbleibende Qualität und einen so beständigen Geschmack anzubieten, dass unsere Verbraucher zu echten Markenbotschaftern werden. Wenn es einem Unternehmen gelingt, diese Verbindung zum Verbraucher durch Qualität und Geschmack herzustellen, konkurriert es nicht mehr nur über den Preis, sondern über Präferenz. Genau da wollen wir stehen. Im vergangenen Jahr haben Sie Bowl Divino Imperial auf den Markt gebracht.

Das läuft sehr gut, denn es entspricht einem immer deutlich werdenden Trend: Die Verbraucher sind bereit, mehr zu bezahlen, wenn sie einen echten Unterschied im Konsumerlebnis feststellen. „Bowl Divino Imperial“ entstand nicht aufgrund einer Verpackungsinnovation, sondern aus einer Obsession für den Geschmack. Wir wählen eine limitierte Produktion aus, bei der wir wesentlich anspruchsvollere Auswahlkriterien anwenden. Es ist uns gelungen, ein sehr homogenes, exklusives und wiedererkennbares Produkt zu erreichen, das bei jedem Kauf ein gleichbleibendes Erlebnis bietet. Genau deswegen haben wir die Anbaufläche für dieses Projekt erweitert und werden es in der kommenden Saison weiterentwickeln. Unser Ziel ist einfach: zu zeigen, dass eine Cherry-Rispentomate zu einem gastronomischen Erlebnis werden kann. Ist Cualin Quality in Madrid vertreten? Ja, zum zweiten Mal in Folge. Es ist eine hervorragende Gelegenheit, unsere Entwicklung als Marke und unsere gesamte Arbeit in den Bereichen Innovation, Verpackung und Kundenerlebnis zu präsentieren. Wir stellen unsere Marken Divino Imperial, Divino Supreme und Divino vor, zusammen mit unseren innovativen Verpackungsformaten Bowl Divino Imperial, Divino ReSealFlow und Divino SecureFresh. Wir werden auch ein neues Format unserer Marke Divino Imperial präsentieren. Wir sind in Halle 7, Stand 7B13 zu finden. d.s.

Technologie, Innovation und mehr als 25 Jahre Erfahrung ermöglichen es Cualin Quality, das ganze Jahr über Tomaten zu produzieren.


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FRUIT ATTRACTION 2026

La Palma unterstreicht auf der Fruit Attraction den Wert einer guten Wahl Granada ► Die Genossenschaft La Palma wird nach eigenen Angaben auf der Fruit Attraction 2026 mit einem Markenkonzept vertreten sein, das auf einer klaren und eindeutigen Botschaft basiert: „Das Gute wählt man aus. Gut zu sein auch.“

Cooperativa La Palma ist eine Referenz für Geschmackstomaten, Gemüsespezialitäten und Produkte mit Mehrwert.

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ine Botschaft, die ihr Verständnis von Landwirtschaft zusammenfasst: sich für Produkte mit Geschmack, Qualität und Herkunft entscheiden, aber auch ein verantwortungsbewusstes, innovatives und engagiertes Management ihrer Produktion. In dieser Ausgabe möchte La Palma Kunden, Händler, Fachleute der Branche und Verbraucher dazu einladen, über das Produkt hinauszuschauen. Denn hinter jeder Tomate und jedem Gemüse stehen Entscheidungen: die Auswahl erfahrener Landwirte, das Engagement für agronomische Innovationen, Investitionen in Nachhaltigkeit, kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und die Entwicklung neuer Lösungen, die an die aktuellen Konsumgewohnheiten angepasst sind. „Gutes entsteht nicht zufällig: Man wählt es. Und bei der Genossenschaft La Palma haben wir uns dafür entschieden, jeden Tag besser zu produzieren und dabei Geschmack, Herkunft, Anbau und

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den Weg, wie wir zum Verbraucher kommen zu pflegen“, heißt es seitens der Genossenschaft. Die Teilnahme von La Palma an der Fruit Attraction wird ihre Position als Maßstab für Geschmackstomaten, Gemüsespezialitäten und Produkte mit Mehrwert weiter stärken. Die Genossenschaft wird den Fokus auf eine Auswahl an Sorten mit eigenem Charakter, auf ihre Innovationskraft und Zukunftsvision legen: eine effizientere, technologisch fortschrittlichere, nachhaltigere und stärker marktorientierte Landwirtschaft, so La Palma. Der Stand der Genossenschaft wird zudem ein visuelles und sinnliches Erlebnis bieten. Unter dem Slogan „Das Gute wählt man aus. Gut zu sein auch.“ präsentiert das Unternehmen seine Produkte aus einer emotionalen und unverwechselbaren Perspektive und hebt dabei die Vielfalt, die Farbe, den Geschmack und die Identität seiner Tomaten und Gemüseprodukte hervor. Neben den Frischprodukten wird La Palma auch weiterhin seine Entwicklung hin zu neuen Arbeitslinien wie Convenience-Produkten hervorheben, die es ermöglichen, den Verbrauchern gesunde, praktische und hochwertige Lösungen anzubieten, wobei stets die Verbindung von Herkunft und Spitzenqualität der Obst- und Gemüseprodukte gewahrt bleibt. Mit ihrer Teilnahme an der Fruit Attraction bekräftigt La Palma ihr Engagement für eine Landwirtschaft, die nicht nur darauf abzielt, hochwertige Lebensmittel zu produzieren, sondern dies auch auf eine Weise zu tun, die den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gerecht wird: Nachhaltigkeit, Innovation, Effizienz, Differenzierung und Unterstützung der Landwirte. Laut La Palma wählt man das Gute durch Geschmack, Qualität und Erfahrung. Und auch das Gutsein wird gewählt: bei jeder Entscheidung, jeder Investition und jeder Form, die Zukunft zu gestalten. Die Genossenschaft La Palma wird auf der Fruit Attraction 2026 am Stand 9D09 vertreten sein. d.s.

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Stabile neue Gemüsesaison 2026/27 Almería ► Nach Informationen der Agrarorganisation Asaja Almería wird ein Großteil der Produktionen in der neuen Gemüsesaison 2026/27 stabil bleiben. Bei einigen Kulturen wird sich der Saisonstart allerdings verzögern. Als Grund werden vor allem die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen genannt.

Foto: D. Schmidt

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ge in den Hauptanbaugebieten weiterhin eine ie stellt eine leichte Tendenz zur Veränbedeutende Rolle. Leider ist der Parvispinus derung der Anbauflächen für bestimmte Kulturen fest, während sie bei andemittlerweile in allen Paprika-Anbaugebieten ren auf dem Niveau der Vorjahre bleiben. Bei der Provinz aufgetreten, was eine besonders Tomaten deutet alles auf eine leichte Zunahstrenge Überwachung sowie die Aufrechterme der Anbaufläche im Gebiet von Níjar hin, haltung von Präventions- und Bekämpfungswenn auch mit späterer Pflanzung. Die zu hostrategien während der gesamten Saison erforderlich macht. Zucchini verzeichnen eine hen Temperaturen führen derzeit zu Probleähnliche Entwicklung wie in den vergangenen men beim Fruchtansatz, was auch in anderen Anbaugebieten zu beobachten ist. In El Ejido Kampagnen. Die aktuellen Preise sind staund Roquetas bleibt die Anbaufläche in etwa bil. Die frühesten Anbauflächen weisen eine stabil und es wird eine ähnliche Produktion positive Rentabilität auf. Auch bei Auberginen erwartet, wenn auch ebenfalls mit einem späund Gurken ist in bestimmten Anbaugebieten ein Aufwärtstrend beobachten. d.s. teren Beginn. Auch Paprika spielt Asaja zufollap_fruchandel_210_146_fruitattraction_v01_170826_mf_tr copia.pdf 1 24/8/26 zu 13:08


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FRUIT ATTRACTION 2026

Positiver Konsumtrend bei Beerenobst hält an Beeren ► Cuna de Platero (Moguer/Huelva) wächst und verbessert sich kontinuierlich. Die Strategie des Unternehmens besteht darin, das ganze Jahr über ein komplettes Sortiment an Beerenfrüchten zu liefern. Daneben definieren Qualität und Zuverlässigkeit die Arbeitsphilosophie des Unternehmens. Die Genossenschaft wird wieder auf der Fruit Attraction vertreten sein. Das Fruchthandel Magazin sprach mit Juan Báñez, CEO von Cuna de Platero, über die aktuelle Lage und Entwicklung der verschiedenen Beerenarten seines Angebots.

Wie ist die aktuelle Situation auf den Erdbeerfeldern in Huelva? Die Landwirte sind dabei, die Flächen vorzubereiten, um Ende September mit dem Setzen der Erdbeerpflanzen zu beginnen. Im Prinzip ist geplant, auf ähnlicher Linie weiterzumachen wie in den letzten Jahren, mit Stabilität bei den Kulturen und dem Ziel, unsere Kapazitäten weiter auszubauen, um das ganze Jahr über Beeren anbieten zu können. Während die neue Saison in Huelva vorbereitet wird, arbeiten wir mit Sommererdbeeren aus Ávila, heimischen Brombeeren und Himbeeren aus anderen Anbaugebieten sowie mit Heidelbeeren aus Übersee. Die Kombination aus Erntezeitpunkten und Herkünften ermöglicht es uns, den vom LEH verlangten Service das ganze Jahr über aufrechtzuerhalten. Fotos: Cuna de Platero

Juan Báñez, CEO von Cuna de Platero

Herr Báñez, wie fällt bei Cuna de Platero die Bilanz der Saison 2025/26 aus? Juan Báñez: Es war eine anspruchsvolle Saison, die stark vom Klima geprägt war. Zu Beginn bremsten die Wetterbedingungen die Produktion, aber in der Endphase entwickelten sich die Kulturen gut. Dadurch erzielten wir qualitativ hochwertige Früchte, konnten die Saison verlängern und Teile der anfänglichen Verluste kompensieren. Insgesamt entsprechen die Ergebnisse denen der letzten Geschäftsjahre und wir können von einer akzeptablen Saison sprechen. Der Konsumtrend bei Beerenfrüchten ist weiterhin positiv. Analysiert man die einzelnen Produkte, so haben die frühen Erdbeeren zu Beginn der Saison am meisten gelitten. Danach stabilisierte sich die gesamte Produktion wieder.

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Brombeeren haben im Sortiment von Cuna de Platero an Bedeutung gewonnen. Wie sieht der Fahrplan für dieses Produkt aus? Derzeit verfügen wir über remontierende Sorten, deren Saison sich ungefähr auf die Monate April bis Juli konzentriert. Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet intensiv daran, diesen Zeitraum zu verlängern, damit Brombeeren das ganze Jahr über erhältlich sind. Wir haben bereits einige Sorten mit vielversprechendem Wachstumspotenzial identifiziert und setzen auf diese Linie. Brombeeren haben Zukunft, wenn es uns gelingt, eine kontinuierliche Produktion, Qualität und gute Haltbarkeit nach der Ernte zu erreichen, damit die Früchte den Verbraucher in optimalem Zustand erreichen. Unser Ziel ist es, dass ihr Aufwärtstrend anhält. Mit Blick auf die Saison 2026/27 prüfen wir, sie in unsere Premiummarke Berrycatessen aufzunehmen. Der Markt für Heidelbeeren wird immer wettbewerbsintensiver. Welche Rolle spielt Cupla in der Strategie der Genossenschaft? Wir kommen bei der Internationalisierung von

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Cupla, unserer eigenen Heidelbeersorte, voran. Es handelt sich um eine frühfallende Varietät, die bereits zu Beginn der Saison Früchte liefert, in einem Zeitfenster, in dem das Angebot noch gering ist. Sie zeichnet sich durch ihre optische und organoleptische Qualität aus. Cupla nimmt einen wichtigen Platz in unserer heimischen Produktion ein. Während des restlichen Jahres ergänzen wir das Angebot mit Heidelbeeren aus Drittländern, um die Versorgung unserer Kunden sicherzustellen. Unser Ziel ist es, das ganze Jahr über Heidelbeeren in gleichbleibender Qualität und mit zuverlässiger Planung zu liefern. Himbeeren befinden sich in Huelva in einer schwierigen Phase. Ja, der Himbeeranbau hat in den letzten Jahren etwas an Bedeutung verloren, da sich der Sektor mitten in einem Sortenwechsel befindet. Gesucht werden Varietäten, die möglichst viele Monate abdecken und ein gutes Gleichgewicht zwischen organoleptischer Qualität und Haltbarkeit nach der Ernte bieten. Außerdem ist der Anbau kostspielig und komplexer als bei anderen Beerenobstsorten. Trotz dieser Rahmenbedingungen ist es uns bei Cuna de Platero gelungen, einen hohen Anteil an Himbeeren in unserem Angebot aufrechtzuerhalten, was sich in der Vermarktung widerspiegelt. Wir sehen Wachstumspotenzial. Cuna de Platero präsentiert sich als „Your Global Berry Partner“. Was bedeutet diese Positio-

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nierung für einen LEH-Kunden? Das bedeutet, bei einem einzigen Lieferanten ein komplettes Sortiment an Beeren sowie eine ganzjährige Versorgungssicherheit zu finden. Für einen Supermarkt, der das Sortiment an Beeren das ganze Jahr über aufrechterhalten muss, sorgt die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die diesen Service garantieren können, für Stabilität und Vertrauen.

Stand von Cuna de Platero auf der Fruit Attraction 2025

Auf der Fruit Attraction 2025 haben Sie mit der Kombination von Beerenobst und Kunst überrascht. Was planen Sie in diesem Jahr? Wir werden die Fusion von Beerenobst und Kunst weiterentwickeln und das Konzept ausbauen; die Neuheit möchten wir uns jedoch lieber für die Messe aufheben. Wir möchten, dass die Besucher unseres Standes wieder ein neues Konzept vorfinden. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden eng mit unserer Strategie „Your Global Berry Partner“ verbunden sein. Die Fruit Attraction ist ein idealer Treffpunkt, um diese Arbeit Kunden und Fachleuten näher zu bringen. d.s.

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FRUIT ATTRACTION 2026

Gute Qualität und gute Kaliber Saisonerwartungen ► Anecoop (Valencia) ist eines der größten internationalen Vermarktungsunternehmen für Zitrus, Gemüse, Obst und Weine sowie für Säfte, Gemüsekonserven, Blumen und Convenience-Produkte. Heute vereint, koordiniert und vermarktet das Unternehmen die Produktion von 61 Genossenschaften, O+G- sowie Weinbaubetrieben und repräsentiert mehr als 20.000 Landwirte und 63.000 ha Anbauflächen, die über ganz Spanien verteilt sind.

Foto: D. Schmidt

genrückgang führen könnte. Vor diesem Hintergrund schätzen wir die Ernte auf 120.000 t bis 125.000 t, was einem Rückgang von etwa 15 % bis 20 % gegenüber der vergangenen Saison entspricht.“ Im Gebiet der Ribera del Xúquer (Valencia) wird der größte Teil der Kaki Rojo Brillante produziert, und im Fall von Anecoop „bauen wir auch den Anbau in weiteren Gebieten am Rand der Ribera weiter leicht aus und steigern nach und nach die Produktion in Sevilla“, fügte der Verantwortliche hinzu.

Kakis werden erneut eines der Starprodukte auf dem Stand von Anecoop auf der Fruit Attraction in Madrid sein.

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necoop ist auch in diesem Jahr wieder auf der Fruit Attraction (Halle 5 – Stand 5D04) mit seinem gesamten Sortiment von Obstund Gemüseprodukten aus konventionellem und biologischem Anbau vertreten. Kaki Persimon®, eines der bedeutendsten Produkte des Unternehmens, wird erneut einen herausragenden Platz einnehmen, und die Besucher werden die Möglichkeit haben, die neue Ernte zu verkosten. Die Kakisaison 2025/26 schloss bei Anecoop mit einer positiven Bilanz ab. „Die kleinere Erntemenge wurde durch die Verkaufspreise kompensiert, sodass das Ergebnis für die Mitglieder der Genossenschaft akzeptabel war“, erklärte Ángel Cebriá, Verantwortlicher für das Kakiprogramm von Anecoop. Im Hinblick auf die jetzt beginnende neue Kampagne 2026/27 führte er aus: „Die Ernteschätzung für diese Saison liegt unter der des Vorjahres, was vor allem auf die Auswirkungen des Gewitters vom 20. August im Hauptanbaugebiet zurückzuführen ist. Zudem beobachten wir gewisse Produktionsschwankungen zwischen den einzelnen Fincas, was zu einem weiteren Men-

Situation im Anbau Die Temperaturentwicklung im Sommer hat dazu beigetragen, dass die Kakis früher reifen. Ángel Cebriá erklärte: „Mit dem Einsetzen kühlerer Nächte beginnt die Frucht, sich orange zu färben, und die Ernte kann beginnen. Die Saison startet also mit einem für diese Jahreszeit qualitativ sehr hochwertigen Produkt, das ab KW 40 in voller Vermarktung stehen wird.“ Der Schädlingsbefall bei Kakis sei nach wie vor eines der größten Probleme auf Produktionsebene, da die Bekämpfung der Schmierlaus (cotonet) weiterhin besonders schwierig ist. Sie erfordere eine präzise Planung der Behandlungen während des gesamten Sommers. „Zudem schränken die Vorschriften die Anwendungen, die ab bestimmten Zeitpunkten im Wachstumszyklus durchgeführt werden dürfen, ein. In diesem Kontext liefert die biologische Schädlingsbekämpfung vielversprechende Ergebnisse. Wir haben Pilotversuche auf verschiedenen Parzellen durchgeführt und in den letzten Jahren einen schrittweisen Rückgang des Schädlingsbefalls in den Gebieten festgestellt, in denen diese Strategie umgesetzt wird. Derzeit wird im Vergleich zu früheren Jahren ein geringer Befall prognostiziert. Das hängt jedoch stark von den Wetterbedingungen und der Temperaturentwicklung im Septem-

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ber und Oktober ab, sodass sich die Situation in den kommenden Wochen noch ändern könnte. Dennoch liegt der Schädlingsbefall derzeit unter dem des Vorjahres.“ Weiter führte er aus: „Wir gehen davon aus, die Saison mit Früchten zu beginnen, deren Reifegrad für diese Jahreszeit überdurchschnittlich hoch ist, eine Eigenschaft, die sich über den Rest der Saison hinweg beibehalten wird. Was die Größen angeht, wird für diese Saison ein höherer Anteil an großkalibrigen Früchten im Vergleich zu den Vorjahren erwartet. Die Verfügbarkeit wird je nach Ernteentwicklung und den verschiedenen Anbaugebieten variieren, doch im Gegensatz zur vergangenen Saison, als wir zu wenig großkalibrige Früchte hatten, gibt es in diesem Jahr Gebiete mit einem erheblichen Anteil dieser Größe. Insgesamt wird eine Saison erwartet, in der die mittleren Kaliber eindeutig im Vordergrund stehen und über die gesamte Kampagne hinweg ein ausgewogenes und vielfältiges Angebot verfügbar sein wird.“ Die Ernte der ersten Kakis ist bei Anecoop für die KW 38/2026 vorgesehen, „obwohl nennenswerte

Mengen nicht vor Ende KW 39/2026 eintreffen, sodass die Vermarktung mit größerem Volumen in KW 40 startet“, erklärte Ángel Cebriá.

Rojo Brillante Die Sorte Rojo Brillante macht derzeit mehr als 90 % der Kakiproduktion in Spanien aus. Ángel Cebriá abschließend: „Ihr Erfolg ist auf ihre hervorragende organoleptische Qualität, ihre gute Größe, hohe Ertragsfähigkeit und ihre Eignung für den Prozess der Entfernung der Adstringenz zurückzuführen. Außerdem haben die Unterstützung durch die DOP Kaki Ribera del Xúquer (g.U.) und die Werbekampagnen, die seit der Markteinführung im Jahr 1997 durchgeführt wurden, dazu beigetragen, die Sorte bei Verbrauchern in den verschiedenen Ländern bekannt zu machen. Bei Anecoop setzen wir weiterhin auf Marketingkampagnen für dieses strategisch wichtige Produkt.“ d.s.

Anecoop schätzt die diesjährige Kakiproduktion auf 120.000 t bis 125.000 t, was einem Rückgang von etwa 15 % bis 20 % entspricht.

Foto: Anecoop

Foto: Anecoop

Ángel Cebriá, Verantwortlicher für das Kakiprogramm von Anecoop

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FRUIT ATTRACTION 2026

Spanien erwartet 19 Prozent mehr Zitronen

Die Wetterbedingungen im Frühjahr waren optimal und ermöglichten eine gute Blüte und einen guten Fruchtansatz.

Foto: D. Schmidt

Zitrus ► Anfang September veröffentlichte AILIMPO, der Branchenverband für Zitronen und Grapefruits, die Ernteprognosen für Zitronen in der kommenden Saison 2026/27.

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en vorgelegten Daten zufolge wird die Produktion in Spanien bei 1.214.600 t liegen. Das entspricht einem Anstieg von 19 % gegenüber der Produktionsbilanz 2025/26 mit einer vorläufigen Endproduktion von 1.021.000 t. Berücksichtigt wurden dabei expor-

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tierte, verarbeitete und auf dem Inlandsmarkt vermarktete Früchte sowie Gewichtsverluste und Kälteschäden. Nach Sorten geht die Schätzung trotz einer leichten Reduzierung der Gesamtanbaufläche (derzeit 49.572 ha) von einem Anstieg von 17 % bei der Sorte Fino und von 24 % bei der Sorte Verna aus. Die Wetterbedingungen im Frühjahr waren optimal und ermöglichten eine gute Blüte und einen guten Fruchtansatz. Zudem standen den Erzeugern, trotz der hohen Temperaturen in den Monaten Juni, Juli und August, ausreichende Wasserressourcen zur Verfügung, um den Bedarf der Bäume zu decken. Außerdem haben der Einsatz und die Arbeit der Erzeuger – unterstützt durch das AGEFISProjekt von AILIMPO zur pflanzengesundheitlichen Überwachung, das aus Mitteln der „Extensión de Norma“ finanziert wird – eine wirksame Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten ermöglicht, was zu einer besseren Qualität der Früchte und einer höheren Vermarktbarkeit auf dem Frischmarkt führen wird. Zudem wird das geschätzte Erntevolumen dazu beitragen, dass die Menge der verarbeiteten Zitronen wieder auf ein normales Niveau zurückkehrt. d.s.

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Foto: D. Schmidt

Nach Schätzung der Agrarorganisation La Unió Llauradora wird die neue Zitrusproduktion in Valencia bei 2,59 Mio t liegen.

Valencia: wieder eine kleine Zitrusproduktion 2026/27 Die Zitrussaison 2026/27 im Land Valencia hat sehr verhalten begonnen. In KW 36/26 informierte der vom Landwirtschaftsministerium der valencianischen Landesregierung herausgegebene „Wöchentliche Bericht über Ursprungsmärkte“ über eine geringe Handelsaktivität, die von der Zurückhaltung der Marktteilnehmer geprägt war. Die ersten Abschlüsse gab es für frühe Satsumasorten, Clementinen und Navel-Orangen. Offizielle Ernteschätzungen lagen bis zum Redaktionsschluss noch nicht vor. Anfang August gab die valencianische Agrarorganisation La Unió Llauradora jedoch eine Prognose bekannt, wonach die neue Zitrusproduktion im Land Valencia auf 2.594.408 t geschätzt wird, was einem leichten Anstieg von 3,4 % gegenüber der vergangenen Kampagne entspricht. „Trotz dieser Erholung gehört die Produktion weiterhin zu den niedrigsten der letzten 20 Jahre“, hieß es seitens La Unió. Als Gründe dafür wurden die Überalterung eines Großteils des Baumbestands sowie Wetterbedingungen, die den Fruchtansatz erschwert haben, Schädlings- und Krankheitsbefall und die anhaltende Aufgabe von Anbauflächen genannt. Im vergangenen Jahr gingen 2.762 ha Zitrusfincas verloren, was einem Rückgang von weiteren 2 % gegenüber 2024 und von 15 % gegenüber dem Stand vor einem Jahrzehnt entspricht. d.s.

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FRUIT ATTRACTION 2026

Fotos: DOP Granada Mollar

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Der Beginn der Granatapfelsaison ist für Oktober vorgesehen.

Süß und mit weichen Kernen Jubiläum | Granatäpfel ► Granada Mollar de Elche wird auch auf der Fruit Attraction vertreten sein. Als einziger Granatapfel mit DOP (geschützte Ursprungsbezeichnung, g.U.) wird das Produkt von der Diputación de Alicante auf dem Messegelände der IFEMA in Madrid präsentiert.

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ie Teilnahme fällt mit dem Saisonbeginn und dem zehnjährigen Bestehen der DOP zusammen. Ein idealer Anlass, um Handelstreffen durchzuführen und die neue Saison vorzustellen. Granatäpfel mit der DOP Granada Mollar de Elche zeichnen sich durch ihren süßen Geschmack und vor allem ihre weichen Kerne aus. Sie werden in drei Gebieten im Süden der Provinz Alicante angebaut. Die Saison 2025/26 verlief besser als die vorherige, die sehr schwierig war. Francisco Oliva, Präsident der DOP Granada Mollar de Elche, sagte gegenüber dem Fruchthandel Magazin: „Der vor zwei Kampagnen festgestellte Thripsbefall konnte in der Saison 2025/26 wirksamer bekämpft werden. Er war deutlich geringer. Insgesamt wiesen die Granatäpfel eine gute innere Qualität auf. Natürlich verlief die Saison nicht ganz ohne Schwierigkeiten, da der Anbau durch hohe Temperaturen und Probleme wie Albardado – einer Schalenverfärbung bei den der Sonne am stärksten ausgesetzten Früchten – beeinträchtigt wurde. Dennoch fiel die Bilanz recht positiv aus und ermöglichte es uns, im Vergleich zur Saison 2024/25 mehr zur Normalität zurückzukehren.“ Im Oktober beginnt die neue Saison 2026/27. Francisco Oliva: „Wir blicken ihr mit vorsichti-

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gem Optimismus, Hoffnung und besonderer Erwartung entgegen, da sie mit dem Jubiläum der DOP Granada Mollar de Elche zusammenfällt. Was das Produktionsvolumen angeht, ist es zwar noch zu früh für eine Schätzung, doch die Blüte verlief gut. Unser Ziel ist es, das Produktionsniveau des Vorjahres zu halten, mit guter Qualität und einem hohen Anteil an zertifizierten Früchten.“ Weiter erklärte er: „Derzeit ist es für eine korrekte Reifung der Granatäpfel ideal, wenn die Temperaturen sinken, insbesondere nachts, und es etwas kühler wird. Wenn alles gut läuft, können wir mit einer akzeptablen Menge, guten Kalibern und einer zufriedenstellenden inneren Qualität rechnen. Andererseits erwarten wir, wie in den vergangenen Jahren, Verluste durch Früchte, die äußerlich von Albardado betroffen sind, eine Situation, die sich in den letzten Jahren wiederholt hat. In jedem Fall wird die Auswahl im Anbau und in den Packhäusern rigoros sein. So stellen wir sicher, dass die Granatäpfel, die mit dem Siegel der Ursprungsbezeichnung auf den Markt kommen, alle Qualitätsanforderungen erfüllen.“ Dieser Sommer war sehr heiß und trocken. Francisco Oliva sagte diesbezüglich: „Die Landwirtschaft befindet sich seit Jahren in einer schwierigen Lage, und zu ihren strukturellen Problemen

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kommen immer gravierendere klimatische Einflüsse hinzu. Extreme Temperaturen setzen die Bäume starkem Stress aus und können zu Schäden an den Früchten führen, insbesondere an denen, die der Sonne am stärksten ausgesetzt sind. Zum Glück sind Granatapfelbäume widerstandsfähig und verfügen über eine hohe Anpassungsfähigkeit. Auch die Erzeuger unternehmen zusätzliche Anstrengungen, um diese Situationen zu bewältigen.“ Um den neuen klimatischen Herausforderungen zu begegnen, setzt der Regulierungsrat auf Forschung mit dem Ziel, Strategien zu finden, die die Schäden verringern und die Zukunft des Anbaus sichern. Ein Beispiel ist GRAMOLA, ein Forschungsprojekt, das von einer Genossenschaftsgruppe betrieben wird, die sich aus dem Valencianischen Institut für Agrarforschung (IVIA), der DOP Granada Mollar de Elche und dem Unternehmen Hermanos Fuentes 2022 SL zusammensetzt. Francisco Oliva: „Das Projekt untersucht nachhaltige Agrarstrategien zur Verringerung innerer Veränderungen, die bei Granada Mollar de Elche auftreten können, insbesondere die Bräunung der Arillen (Kerne). Die Versuche werden auf zwei Testfeldern durchgeführt und kombinieren Sensoren zur Erfassung der Umgebungsbedingungen und der Fruchttemperatur, Schattennetze sowie verschiedene Blattbehandlungen. Ziel ist es, den möglichen Zusammenhang zwischen Hitze, den Wachstumsbedingungen, denen der Granatapfel ausgesetzt ist, und dem Auftreten dieser inneren Veränderungen zu analysieren. Es handelt sich um ein wichtiges Projekt, das es uns ermöglichen wird, besser zu verstehen, wie die Frucht auf die immer schwieriger werdenden klimatischen Bedingungen reagiert, und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die den Erzeugern helfen.“

Frankreich wichtigster Exportmarkt In einer normalen Saison gehen etwa 50 % der Produktion von Granada Mollar aus Elche auf den heimischen Markt und die anderen 50 % in den Export. Bei den internationalen Märkten ist

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Frankreich nach wie vor der wichtigste Abnehmer, gefolgt von Ländern wie den Niederlanden, Italien, Belgien, Großbritannien und Deutschland. Auch in weiter entfernten Märkten wie den Ländern am Persischen Golf, in Südostasien und Kanada besteht Interesse.

Kontinuierliche Promotionaktionen In den vergangenen zehn Jahren wurden von der DOP kontinuierlich Promotionaktionen durchgeführt. Dadurch genießen Granada Mollar de Elche heute einen höheren Bekanntheitsgrad, „insbesondere bei Fachleuten der Branche, im LEH und bei den Verbrauchern, die die Unterschiede zwischen den Sorten bereits kennen“, betonte der Präsident. In Bezug auf Konsumtrends und -vorlieben erklärte er: „Laut einer Verbraucherstudie bevorzugen 70 % der Befragten einen süßen Granatapfel mit geringem Säuregehalt und lehnen zu harte Kerne ab. Das sind Eigenschaften, die perfekt auf Granada Mollar de Elche zutreffen. Trotzdem gibt es immer noch Verbraucher, die die verschiedenen Granatapfelsorten und ihre Unterschiede nicht kennen. Außerdem müssen wir weiterhin erklären, dass sich die Früchte nicht durch eine einheitliche rote Farbe auszeichnen, da die Schalenfärbung je nach Sonneneinstrahlung während des Wachstums von cremefarben bis rot variieren kann. Insofern besteht noch ein erhebliches Wachstumspotenzial. Unsere Herausforderung liegt darin, zu erreichen, dass der Verbraucher nicht einfach nur einen Granatapfel kauft, sondern die DOP Granada Mollar de Elche klar identifiziert und ausdrücklich verlangt.“ d.s.

Ziel der Produzenten ist es, das Produktionsniveau des Vorjahres zu halten, mit einem hohen Anteil an zertifizierten Früchten.

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FRUIT ATTRACTION 2026

Crunshella bringt neue Verzehrmomente für Salat Rijk Zwaan ► Innovation ist in einem ausgereiften Markt wie der Salatkategorie nicht selbstverständlich. Umso bemerkenswerter ist es, wenn ein neues Produkt entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Aufmerksamkeit sorgt – vom Anbau über Handel und Foodservice bis zum Verbraucher. Crunshella®, der vom niederländischen Saatgutunternehmen Rijk Zwaan entwickelte Mini-Salat, will genau das erreichen. Das Fruchthandel Magazin sprach mit José Carlos Gómez von El Dulze Growers, José Cánovas Ruiz von Fruca Marketing und Alberto Cuadrado Salmerón von Rijk Zwaan über Crunch, Convenience und die Frage, wie aus einem Salat ein neues Verzehrkonzept wird.

Crunshella wertet die Salatkategorie auf, wodurch für den Handel die Möglichkeit besteht, echte Innovation und zusätzliche Wertschöpfung ins Regal zu bringen, so José Cánovas Ruiz.

Foto: Fruca Marketing

Jochem Wolthuis

Was macht Crunshella anders als andere Salate? José Carlos Gómez, Commercial Director El Dulze Growers: Crunshella bringt etwas in die Kategorie, das bislang gefehlt hat: eine völlig neue Art, Salat zu genießen. Das Produkt verbindet die besten Eigenschaften von Eisberg- und Römersalat. Es hat einen natürlich süßen Geschmack, einen außergewöhnlichen Crunch und vor allem diese charakteristischen, löffelförmigen Blätter. Crunshella schafft neue Verzehrmomente. Natürlich kann man die Blätter klassisch als Salat verwenden. Sie eignen sich ebenso für Wraps und Tapas oder als natürlicher, essbarer Löffel für Vorspeisen und Fingerfood. Damit verbinden wir Salat mit Trends wie Healthy Snacking, Convenience und einem stärker erlebnisorientierten Essen.

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Welche Bedeutung hat diese Differenzierung aus Vermarktungssicht? José Cánovas Ruiz, CEO und Commercial Director Fruca Marketing: Genau darin liegt die Stärke des Konzepts. Crunshella wertet die Salatkategorie auf und positioniert sich klar im Premiumsegment. Für den Handel entsteht damit die Möglichkeit, echte Innovation und zusätzliche Wertschöpfung ins Regal zu bringen. Und für Verbraucher entsteht ein neues Esserlebnis, bei dem Geschmack, Textur und Vielseitigkeit zusammenkommen. Trotzdem muss ein neues Produkt zunächst erklärt werden. Wie wichtig ist die Verkostung? J. Ruiz: Handel und Foodservice erkennen die Möglichkeiten relativ schnell. Beim Verbraucher müssen wir zunächst Bekanntheit schaffen. Gerade die größten Stärken von Crunshella versteht man am besten, wenn man das Produkt selbst probiert. Der Crunch, die natürliche Süße und die Vielseitigkeit werden beim ersten Bissen unmittelbar erlebbar. Deshalb sind Kommunikation, Verkostungen und Aktivierungen am Point of Sale so wichtig. Die Aufgabe besteht also darin, aus der ersten Frage „Was ist das für ein Salat?“ möglichst schnell die nächste zu machen: „Was kann ich alles damit machen?“ Crunshella wird von verschiedenen Partnern in Europa angebaut und vermarktet. Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit? Alberto Cuadrado Salmerón, Client Manager Chain von Rijk Zwaan: Sie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Erzeuger, Vermarkter, Handel

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Was steckt hinter dem Namen Crunshella? Alberto Cuadrado Salmerón: Der Name verbindet zwei der auffälligsten Produkteigenschaften: den außergewöhnlichen Crunch und das an eine

Foto: El Dulze Growers

und Rijk Zwaan arbeiten eng zusammen, um eine gleichbleibende Qualität, zuverlässige Verfügbarkeit und ein klares Wertversprechen entlang der gesamten Kette zu gewährleisten. Das reicht von Verkostungen und Handelsaktionen über SocialMedia-Kampagnen bis zur Entwicklung neuer Servier- und Anwendungsideen. Gleichzeitig sehen wir deutlich, dass sich die Erwartungen der Verbraucher verändern. Sie suchen Gemüse, das Convenience, Geschmack und Vielseitigkeit miteinander verbindet. Crunshella erfüllt alle drei Anforderungen. Es bietet ein besonderes Esserlebnis und ermöglicht Handel und Foodservice gleichzeitig, attraktive und gesunde Mahlzeitenkonzepte zu entwickeln, die sich sichtbar abheben. Gerade im Foodservice eröffnen die löffelförmigen Blätter zusätzliche Möglichkeiten. Dort wird laut Salmerón Crunshella von einem Salat zu einem Präsentationselement. Die Blätter sind von Natur aus stabil und löffelförmig. Köche können damit optisch attraktive Gerichte kreieren und gleichzeitig ein frisches, knackiges Esserlebnis bieten. Ob Salat, Wrap, Vorspeise, Tapas oder Sharing-Konzept – die Einsatzmöglichkeiten sind sehr breit. Das eröffnet auch neue Chancen, Verbraucher für gesündere und kreativere Gemüselösungen zu begeistern.

Shell, eine Schale, erinnernde Blatt. Damit soll die Marke schon über ihren Namen vermitteln, wofür sie steht: crunchy, süß, frisch, vielseitig und mit Spaß zu essen. Das gemeinsame Ziel der Partner ist klar: Aus einer spannenden Neuentdeckung soll eine regelmäßige Einkaufsentscheidung werden. Dafür muss Crunshella nicht nur im Regal stehen, sondern erlebt, probiert und in unterschiedlichen Anwendungen gezeigt werden. Für Handel, Erzeuger und Foodservice lautet die Einladung damit ganz praktisch: selbst probieren, selbst „crunchen“ – und entdecken, welches Wachstumspotenzial in einem kleinen Salat stecken kann. Eine Gelegenheit dazu bietet die Fruit Attraction in Madrid. Crunshella ist bei Rijk Zwaan in Halle 9, Stand D23 zu entdecken. Darüber hinaus präsentieren die Partner JimboFresh in Halle 7, Stand C01, Fruca Marketing in Halle 7, Stand C08 sowie El Dulze Growers in Halle 10, Stand D01 das Konzept.

José Carlos Gómez erklärte, dass Crunshella Salat mit Trends wie Healthy Snacking, Convenience und einem stärker erlebnisorientierten Essen verbindet.

Foto: JoorKitchen

Die Blätter sind stabil und löffelförmig, Köche können damit optisch attraktive Gerichte kreieren und gleichzeitig ein frisches, knackiges Esserlebnis bieten.

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FRUIT ATTRACTION 2026

Gute Aussichten für spanische Mangos Prognose ► Die spanische Mangosaison ist bereits in vollem Gange. Schätzungen gehen von etwas unter den 55.500 t aus, die 2025 erreicht wurden. Die Agrarorganisation Asaja Málaga teilte Ende KW 37/2026 mit: „Alles deutet auf eine etwas kleinere Ernte als im vergangenen Jahr hin, auch wenn diese Prognose im Laufe der Saison noch gewissen Schwankungen unterliegen könnte.“

Foto: D. Schmidt

Die Nähe der Anbaugebiete zu den wichtigsten Verbrauchermärkten ist ein bedeutender Wettbewerbsvorteil der spanischen Mangos.

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eiter heißt es: „Die schrittweise in Produktion tretenden neuen Fincas, insbesondere diejenigen, die ihre volle Produktionskapazität noch nicht erreicht haben, könnten dazu beitragen, das verfügbare Angebot in den kommenden Wochen zu erhöhen.“

Osteen prägt derzeit das Angebot Zu den Unterscheidungsmerkmalen der spanischen Mangos gehört ihre Qualität, die nach Angaben von Asaja Málaga „ihre größte Stärke darstellt. Die Nähe der Anbaugebiete zu den wichtigsten Verbrauchermärkten ermöglicht es zudem, die Zeit zwischen der Ernte und der Ankunft der Früchte beim Verbraucher zu verkürzen, was die Vermarktung frischer Produkte begünstigt. Ihr Reifegrad und ihre Qualität sind ein

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bedeutender Wettbewerbsvorteil der spanischen Mangos“. Was den Sortenkalender betrifft, so begann die Saison mit den ersten Partien von Tommy Atkins und Irwin und setzte sich mit Osteen fort, einer Sorte, die sich derzeit in voller Saisonentwicklung befindet und einen Großteil des Angebots zu dieser Zeit ausmacht. Anschließend wird die Ernte schrittweise von anderen Varietäten abgelöst, darunter insbesondere Kent, Palmer und Keitt sowie weitere, die in den verschiedenen Anbaugebieten produziert werden. „Dieser Zeitplan wird es ermöglichen, die Präsenz spanischer Mangos auf den Märkten in den kommenden Wochen aufrechtzuerhalten, wobei die Saison je nach Wetterverlauf und Reifegrad der Früchte voraussichtlich bis Ende Oktober andauern könnte“, sagte Asaja Málaga abschließend. d.s.

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FRUIT ATTRACTION 2026

Bewährte Verarbeitungstechnik für den Fruchthandel und Fresh-Cut-Betriebe KRONEN ► Auf der Fruit Attraction 2026 in Madrid zeigt die KRONEN GmbH vom 6. bis 8. Oktober ausgewählte Kernmaschinen für die flexible Verarbeitung von Salat, Gemüse und Obst. Im Fokus stehen praxisbewährte Lösungen zum Vorbereiten, Schneiden und Trocknen.

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ie Anforderungen im Fruchthandel sind vielfältig: Unterschiedliche Rohwaren, wechselnde Aufträge und kurze Reaktionszeiten verlangen flexible Verarbeitungsprozesse. Auf der Fruit Attraction präsentiert die KRONEN GmbH Maschinen, die sich für unterschiedliche Verarbeitungsschritte und Produkte einsetzen lassen. Gezeigt werden unter anderem die Bandschneidemaschine GS 10-2, die Würfel-, Streifen- und Scheibenschneidemaschine KUJ-V sowie die Salat- und Gemüseschleuder KS-100 Plus.

Bewährte Technik für flexible Verarbeitung Vom manuellen Vorbereiten der Rohware über unterschiedliche Schneidaufgaben bis zum Trocknen gewaschener Produkte decken die aus-

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Fotos: KRONEN

Die Bandschneidemaschine GS 10-2 schneidet Salat, Gemüse, Obst und Kräuter schonend und präzise.

gestellten Maschinen zentrale Schritte der Salat-, Gemüse- und Obstverarbeitung ab. Damit zeigt die KRONEN GmbH in Madrid einen Ausschnitt aus ihrem Portfolio an Maschinen für Betriebe, die frische Produkte flexibel und mit gleichbleibender Verarbeitungsqualität vorbereiten und weiterverarbeiten möchten. Die GS 10-2 Bandschneidemaschine eignet sich zum präzisen und schonenden Schneiden unterschiedlichster Lebensmittel wie Salat, Gemüse, Obst und Kräuter. Verschiedene Messeroptionen ermöglichen eine flexible Anpassung an Produkt und gewünschtes Schnittergebnis – bei gleichmäßiger, reproduzierbarer Schnittqualität. Je nach Produkt und Schnittart erreicht die Maschine eine Kapazität von bis zu 1.500 kg pro Stunde. Die KUJ-V Würfel-, Streifen- und Scheibenschneidemaschine verarbeitet Gemüse, Obst und weitere Lebensmittel in Würfel, Streifen oder

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Die KS-100 PLUS ist das Standard-Modell der KRONEN Gemüse- und Salatschleudern.

Auch die KUJ-V Würfel-, Streifen- und Scheibenschneidemaschine wird in Madrid zu sehen sein.

Scheiben. Auch feine Schnitte lassen sich präzise und in gleichbleibender Qualität herstellen, sodass die Maschine vielseitig für unterschiedliche Fresh-Cut-Produkte eingesetzt werden kann. Die Kapazität liegt produktabhängig bei bis zu 2.500 kg pro Stunde. Die KS-100 PLUS Gemüse- und Salatschleuder dient zum schonenden Trocknen von gewaschenem Salat, Gemüse, Obst und weiteren Produkten. Ein gegenläufiger Zentrifugenzyklus sowie 99 Programmspeicherplätze ermöglichen die Anpassung des Schleuderprozesses an unterschiedliche Produkte und unterstützen ein reproduzierbares Trocknungsergebnis. Die Maschine erreicht

eine Kapazität von bis zu 1.250 kg pro Stunde.

DECONWA Prep

Dekontaminationsund Waschsystem

Treffpunkt der internationalen Obst- und Gemüsebranche Die Fruit Attraction bringt vom 6. bis 8. Oktober 2026 in Madrid die internationale Obst- und Gemüsebranche zusammen. Die KRONEN GmbH nutzt die Messe in Halle 3, Stand E20, um bewährte Lösungen für die Verarbeitung frischer Lebensmittel vorzustellen und sich mit Produzenten, Verarbeitern und Unternehmen aus dem Fruchthandel über aktuelle Anforderungen auszutauschen.


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FRUIT ATTRACTION 2026

„Wir wollen das Potenzial voll ausschöpfen“ Trentino ► Der Herbst ist eine intensive Zeit – neben der Ernte stehen auch zahlreiche Branchenevents an. Während einige noch die Koffer aus Hongkong ausräumen müssen, packen andere schon für die nächste Messe in Madrid. Zwischen allen To-do's hat sich Andrea Fedrizzi, Marketingleiter beim Melinda-Konsortium, die Zeit genommen, um sich mit mir über die Aussichten der neuen Kampagne auszutauschen. Inga Detleffsen

Foto: Inga Detleffsen

schigen Kissabel®-Äpfel. In der zweiten Hälfte werden dann Sorten wie Evelina, Morgana, Dolce Vita und Tessa im Vordergrund stehen“, gibt er einen Einblick. „2026/27 werden wir uns weiter auf die internationale Vermarktung unserer Äpfel fokussieren. Wir wollen den Wert klassischer Sorten stärken und die Entwicklung der Clubäpfel weiter fördern. Unser Ziel ist es, unsere Präsenz auf bestehenden Märkten zu sichern, gleichzeitig aber auch neue Märkte zu erschließen – stets mit den unterschiedlichen Konsumgewohnheiten im Blick“, fasst Andrea Fedrizzi die Ziele für die diesjährige Kampagne zusammen.

(v.l.) Nicola Magnani, Andrea Dominici, Luca Bonvicin und Francesco Pizzolli

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ür die Saison 2026/27 sind die Erwartungen positiv: „Wir gehen in jedem Fall von einem positiven Jahr für unsere Äpfel aus dem Nonstal und dem Val di Sole aus“, stellt Andrea Fedrizzi direkt fest. „Der superheiße Sommer und der knappe Regen könnten zu einem leichten Mengenrückgang im Vergleich zum Vorjahr führen“, führt er aus. Generell müsse man jedoch abwarten, wie sich die Ernte weiter entwickele, um eine Gesamtbilanz zu Mengen und Qualitäten ziehen zu können. Während noch geerntet wird, ist die Vermarktung natürlich ebenfalls bereits in Gange. Dass die Saison angesichts europaweit hoher Lagerbestände nicht einfach werden könnte, wurde bereits zur Prognosfruit Anfang August in Konstanz ausführlich diskutiert. Doch Andrea Fedrizzi ist überzeugt, die Konsumentinnen und Konsumenten mit dem Angebot des Melinda-Konsortiums begeistern zu können. „Zu Saisonbeginn sind unsere Clubsorten da besonders spannend, z.B. SweeTango™ und die rotflei-

Auftakt für Piero Lovisolo in Madrid Die internationale Ausrichtung des Konsortiums ist deutlich: Direkt Anfang September war ein Team des Konsortiums nach Hongkong gereist, um auf der ASIA FRUIT LOGISTICA Kontakte zu knüpfen und Eindrücke aus anderen Märkten zu sammeln. „Die Messe in Hongkong war für uns eine gute Gelegenheit, um uns mit Akteuren auszutauschen und Chancen auf den asiatischen Märkten auszuloten“, so der Marketingleiter. „Diese Events helfen uns dabei, unsere internationale Ausrichtung zu entwickeln, Beziehungen aufzubauen und unser Angebot besser zur Geltung zu bringen.“ Als zweiter Programmpunkt steht nun die Fruit Attraction vor der Tür. „Die Messe wächst und ist auch für uns von zunehmender Bedeutung: In Madrid treffen wir unsere Partner und besprechen die neue Vermarktungskampagne.“ In diesem Jahr gibt es zudem eine personelle Veränderung, die pünktlich zur Messe in Kraft tritt: „Ab Oktober wird Piero Lovisolo die Aufgabe des General Manager bei Melinda und La Trentina übernehmen“, kündigt Andrea Fedrizzi an. Natürlich nimmt auch er an der Fruit Attraction teil, so dass er direkt in die Strategien und Entwicklungspläne des Konsortiums eingebunden wird.

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Gemeinsamer Einsatz für zukünftigen Erfolg

Innovative Ideen mit Vorbildcharakter Den Mut, Neues zu wagen, hat das Konsortium schon häufiger bewiesen: Die unterirdischen Kühllager im Herzen der Berge gehören längst zum Alltag bei Melinda. Vergangene Saison wurde die „Apfelseilbahn“ zum weiteren Highlight. Für Andrea Fedrizzi ist sie ein „Vorbild für Innovation

Foto: Melinda

Stichwort Entwicklungspläne: Wir kommen auf das Thema der fairen Entlohnung, die Landwirte immer lautstarker fordern – neben dem von deutschen Produzenten veröffentlichten „Brandbrief“ Ende Juli wurde es zuletzt auch anlässlich des Saisonstarts der französischen Branchenvereinigung ANPP angesprochen. Wie sieht es dazu bei Melinda aus? „Die Produktion und unsere Apfelbauern zu verteidigen ist für uns ein zentrales Anliegen: Unser Einsatz bedeutet, den Wert ihrer Arbeit anzuerkennen und es ihnen zu ermöglichen, in die Zukunft ihrer Apfelgärten zu investieren“, betont Andrea Fedrizzi. Keine einfache Aufgabe angesichts der großen Herausforderungen, die er direkt anspricht: Neben dem Klimawandel zählt für ihn auch die Verfügbarkeit von Wasser und Arbeitskräften dazu, ebenso wie Pflanzenkrankheiten und der Generationenwandel. Hinzu komme eine starke geopolitische Unsicherheit. „Wir glauben trotz alldem weiter fest daran, dass wir zusammen, als Kooperative, diese Hürden meistern werden“, betont er dann, und beruft sich auf die Qualität der Äpfel, das Streben nach einem gemeinsamen Ziel und die Innovationsfähigkeit des Konsortiums.

Piero Lovisolo ist der neue General Manager bei Melinda und La Trentina.

und Nachhaltigkeit – nicht nur für uns, sondern für ganz Italien. Wir sind stolz darauf, was 4.000 Landwirte aus den Bergen als Antwort auf eine konkrete logistische Anforderung entwickeln konnten.“ Vergangenen Herbst wurde die Apfelseilbahn eingeweiht: Pro Stunde können mit ihr 460 Behälter mit je 300 kg transportiert werden, wobei sie mit einer Geschwindigkeit von 5 m pro Sekunde 900 m Luftlinie und knapp 90 Höhenmeter überwindet. Nach dem Testlauf im ersten Jahr sei sie nun bereits wieder im Einsatz, um die frisch geernteten Äpfel in die Kühllager zu transportieren. Die Seilbahn habe große Aufmerksamkeit in den Medien erhalten, sie sei gar zur Attraktion für Touristen geworden. „Das macht unsere Welt sicht- und greifbarer“, freut sich der Marketingleiter. „Wir sind stolz darauf, aber gleichzeitig stehen wir auch erst am Anfang – wir wollen das System noch weiter verbessern und das Potenzial voll ausschöpfen“, so sein Ausblick – eine Aussage, die sich mit der zielstrebigen Energie deckt, die ich aus dem restlichen Austausch mit Andrea Fedrizzi mitnehme.

FROM EARTH TO SKY: THE VAL DI NON APPLE CABLEWAY

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melinda.it

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A sustainable system that transports our apples directly from the orchard to the hypogeal warehouse, reducing truck traffic on mountain roads. Less traffic, fewer emissions, more respect for the land that provides us with its fruits. For us, sustainability means making choices, every day.

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FRUIT ATTRACTION 2026

Ziel von Agroponiente ist es, die Arbeit der Landwirte aus Almería wertzuschätzen und ein Produkt von höchster Qualität auf die Tische von Millionen europäischer Haushalte zu bringen.

Agroponiente erzielt 515 Mio Euro Umsatz Bilanz ► Nach Angaben von Grupo Agroponiente (El Ejido/Almería) hat das Unternehmen die Saison 2025/26 in seiner derzeitigen Struktur mit einem Umsatz von 515 Mio Euro abgeschlossen, gegenüber 386 Mio Euro im Vorjahr. Dieses Wachstum von über 33 % markiert einen neuen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte und reiht die Gruppe unter die großen privaten Agrarlebensmittelunternehmen Europas ein, so die Gruppe.

Fotos: Agroponiente

zu zeigen, dass in Spanien angebaute Produkte auf jedem Markt erfolgreich sind. Der CEO der Gruppe, Imanol Almudí, betonte: „Das Erreichen von 515 Millionen Euro mit einem Wachstum von über 33 % ist das Ergebnis einer Geschäftspolitik, die auf Nähe, Vertrauen und guter Arbeit basiert. Dies ist ein historischer Meilenstein für Agroponiente und der Beweis dafür, dass ein Unternehmen mit Sitz in Almería auf den wichtigsten europäischen Märkten solide, nachhaltig und zielgerichtet wachsen kann, stets Hand in Hand mit unseren Landwirten und Kunden.“

Stand der Grupo Agroponiente auf der Fruit Attraction 2025

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KI hält Einzug

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aut Agroponiente war für diesen Fortschritt die internationale Dimension entscheidend. Die Tochtergesellschaften von Agroponiente in Großbritannien und den Niederlanden erzielten zusammen einen Umsatz von über 100 Mio Euro. Damit konsolidierten sie die direkte Präsenz der Gruppe in zwei strategischen Märkten und stärkten ihre logistischen und kommerziellen Kapazitäten, um spanische Produkte den großen europäischen Händlern und Verbrauchern näherzubringen. Das Ergebnis stützt sich auf drei Säulen: Transparenz des Geschäftsmodells, gewinnorientiertes Management und das Vertrauen Tausender Landwirte und Kunden. Diese Kombination konsolidiert Agroponiente als führendes multinationales O+G-Unternehmen mit Sitz in Almería. Hinter dieser Zahl steht ein Ziel: die Arbeit der Landwirte aus Almería wertzuschätzen und ein Produkt von höchster Qualität auf die Tische von Millionen europäischer Haushalte zu bringen, um

Die Saison 2025/26 war zudem die erste, in der Agroponiente damit begonnen hat, konkrete Technologien der Künstlichen Intelligenz einzuführen, um das Unternehmensmanagement und die Geschäftseffizienz zu verbessern. Diese Technologien sollen laut Agroponiente in Kürze auch den Landwirten zur Verfügung stehen, die ihre Kulturen ausbauen und rentabel gestalten wollen, ohne dabei auf die gewohnten Garantien verzichten zu müssen. Agroponiente teilt dieses Wachstum mit seinen europäischen Kunden, denen das Unternehmen das ganze Jahr über hochwertige Produkte, Lieferkapazitäten und einen kundenorientierten Service bietet. Dank der Struktur am Ursprungsort und der direkten Präsenz in Großbritannien und den Niederlanden kann die Gruppe die Produkte vom Feld bis ins Regal begleiten und Saison für Saison gemeinsam weiterwachsen. Agroponiente wird auch in diesem Jahr wieder an der Fruit Attraction (Halle 9, Stand 9D05) teilnehmen. Dort wird das Unternehmen sein gesamtes Obst- und Gemüsesortiment sowie seine neuen Projekte vorstellen. d.s.

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Besuchen Sie uns 06.-08. Oktober 2026, Halle 8, Stand 8C05

Starke Mannschaft. Vielfalt im Team für Leistung im Regal und begeisterte Konsumenten das ganze Jahr.

vog.it


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FRUIT ATTRACTION 2026

Bis zu 14.000 Tonnen Pistazien erwartet Spanien | Nüsse ► Víridi Horizons, ein auf Pistazien spezialisiertes, vertikal integriertes spanisches Unternehmen, prognostiziert für die spanische Ernte 2026 ein Volumen zwischen 12.000 t und 14.000 t. Die Saison ist durch einen fortschreitenden Anstieg der nationalen Produktion, vorerst stabile Preisaussichten und vor allem durch die Herausforderung geprägt, die Qualität der Früchte angesichts der Wetterbedingungen der vergangenen Wochen zu erhalten. der Exportkapazität der wichtigsten Erzeugerländer abhängen wird.

Stabile Preise in Erwartung der internationalen Ernte

Die Anbaufläche für Pistazien in Spanien liegt bei rund 90.000 ha, von denen etwa 20 % in Produktion stehen.

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ie Schätzung bedeutet eine leichte Korrektur nach unten gegenüber der Prognose zu Beginn der Saison, als noch eine Produktion von über 14.000 t erwartet wurde. Die endgültige Zahl hängt jedoch von der weiteren Wetterentwicklung und dem Gewicht ab, das die Kerne letztendlich erreichen werden. „Die Saison verlief bis Mitte August nahezu perfekt, mit guten Bedingungen während der Blüte und einer hervorragenden vegetativen Entwicklung. Der Temperaturrückgang, die steigende Luftfeuchtigkeit und die Regenfälle der letzten Wochen haben die Lage jedoch verändert und erfordern nun besonders strenge Kontrollmaßnahmen, um die Qualität des Produkts zu garantieren“, erklärte Ignacio Soler de la Azuela, technischer Direktor von Víridi Horizons. Was die Preise betrifft, geht Víridi Horizons zunächst von einem ähnlichen Niveau wie in der vergangenen Kampagne aus, wobei die weitere Entwicklung jedoch von der internationalen Produktion, den vorhandenen Lagerbeständen und

Die Schätzungen des Unternehmens deuten auf einen Produktionsrückgang in den USA um mindestens 40 % hin, der sogar 50 % erreichen könnte. Dies ist vor allem auf die starke Hitzewelle während der Blütezeit zurückzuführen, die den Fruchtansatz beeinträchtigte, sowie auf Wasserknappheit. Die Auswirkungen auf die Preise werden auch von den Lagerbeständen aus früheren Erntejahren und der Exportentwicklung, insbesondere nach China, abhängen. Die Türkei hingegen dürfte im Rahmen des alternierenden Anbauzyklus ein Jahr mit einer kleinen Produktion von rund 200.000 t erwarten, was durch Hagel, Kälte und heftige Gewitter noch verschärft wird, während die Produktion im Iran bei etwa 150.000 t liegen dürfte, deutlich beeinträchtigt durch Versalzungsprobleme der Anbauflächen sowie geopolitische, produktionstechnische und kommerzielle Schwierigkeiten.

Steigende spanische Produktion Über diese Saison hinaus geht Víridi Horizons davon aus, dass der große Wandel in der spanischen Branche in den kommenden Jahren stattfinden wird. Derzeit verfügt Spanien über rund 90.000 ha mit Pistazienkulturen, von denen etwa 20 % in Produktion stehen, sodass es eine beträchtliche Anzahl junger Anpflanzungen gibt, deren Mengen nach und nach auf den Markt kommen werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich dieses Wachstum insbesondere dann beschleunigen wird, wenn die in den letzten fünf oder sechs Jahren angelegten Kulturen, die sich zudem durch eine größere Dimension und einen höheren Technisierungsgrad auszeichnen, das produktive Alter erreichen. d.s.

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VERPACKUNG UNIQ, das Qualitätssiegel in Spanien für Verpackungen und Kartons aus Wellpappe für die Landwirtschaft, wird auch in diesem Jahr wieder an der Fruit Attraction teilnehmen. In Halle 3, Stand 3C25, wird UNIQ Fachleuten aus der gesamten Lieferkette die Vorzüge seiner Wellpappenlösungen präsentieren, die speziell für die Ansprüche von Obst und Gemüse entwickelt wurden. Dank ihrer Widerstandsfähigkeit, ihres Schutzes und ihrer Formatvielfalt lassen sie sich an die Eigenschaften jedes einzelnen Produkts anpassen und tragen so zur Optimierung der Verpackungsund Logistikprozesse bei. Gleichzeitig helfen ihre Funktionen dabei, Obst und Gemüse während des Transports zu schützen, was eine längere Haltbarkeit und eine Verringerung der Verluste begünstigt. Da bei jedem Gebrauch eine neue Verpackung zum Einsatz kommt, gewährleistet der Karton zudem die Sicherheits- und Hygienebedingungen, die für frische Produkte erforderlich sind. Über ihre Schutzfunktion hinaus ist die Verpackung auch ein wichtiges Kommunikationsmittel. Die vielfältigen Möglichkeiten zum Bedrucken und zur individuellen Gestaltung der Kartons ermöglichen es, das Produktimage zu stärken, Marken zu bewerben, sich am Point of Sale von der Konkurrenz abzuheben und eine Verbindung zum Verbraucher herzustellen. Zu diesen Vorteilen kommt noch die Kreislauftauglichkeit hinzu. Wellpappe ist ein natürlicher, nachwachsender und recycelbarer Werkstoff, der vollständig in die Kreislaufwirtschaft integriert ist und in Europa eine führende Rolle beim Recycling einnimmt, was seine Rolle als Partner der Obst- und Gemüsebranche weiter stärkt. d.s./UNIQ

Foto: UNIQ

Die strategische Rolle der Verpackung in der Obst- und Gemüsekette

UNIQ zeigt auf der Fruit Attraction die Bedeutung der Verpackung für die Obst- und Gemüsekette.

©Disney

Taste the SUN

Premium-Früchte treffen auf große Geschichten. Mit der Disney Winnie Puuh Kampagne bringt SanLucar noch mehr Emotion und Aufmerksamkeit an den POS. Exoten, Zitrusfrüchte und Tomaten werden zu aufmerksamkeitsstarken Markenbotschaftern – mit SanLucar Premium-Qualität, starken Aktivierungen und neuen Kaufimpulsen für den Handel. 360°-Aktivierung für starke Sichtbarkeit am POS.

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KONSUMFÖRDERUNG

Fotos: Dole

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Mit auffälligen Displays, QR-Codes und Aktionsstickern bringt Dole die Gamingwelt direkt in die Obst- und Gemüseabteilung.

Vom Obstregal in die Pixelwelt – Dole bringt die Ananas ins Spiel Dole ► „Bitte, bitte, nur noch fünf Minuten!“ Wer Minecraft-Profis im Hause hat, weiß, dass die gewährte ‚Nachspielzeit‘ nur selten nach 300 Sekunden vorbei ist – jedenfalls nicht ohne beherztes Eingreifen von außen. Zugegeben, bis hierhin klingt das noch nicht unbedingt nach einem Thema für die Fruchtbranche. Aber Dole macht es zu einem, und das im besten Sinne. Das Unternehmen nutzt die Popularität von Minecraft bei Gamingfans aller Altersklassen, um eine ausgewogene Ernährung ins Spiel zu bringen. Doch die beliebte Pixelwelt ist nur eines der Spielfelder: Mit seinen Engagements im Basketball und Handball steht Dole auch auf dem Platz, wo gedribbelt, geworfen und angefeuert wird.

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unächst sei all jenen, die bislang noch keine Berührungspunkte mit Minecraft hatten, kurz erklärt, wovon eigentlich die Rede ist. Das Videospiel mit Retro-Charme ist eine ziemlich pixelige Angelegenheit: Bäume, Berge, Tiere und Häuser bestehen aus würfelförmigen Bausteinen, grafisch so präsentiert, wie man es aus den Anfangszeiten der Computerspiele mit ihren begrenzten Darstellungsmöglichkeiten kannte. Die Spieler sammeln Rohstoffe, erkunden die Welt und bauen, was das Material hergibt. Dabei begegnen ihnen allerlei Kreaturen, wie der Creeper, eines der bekanntesten MinecraftWesen: grün, leise und ‚hochexplosiv‘. „Seit diesem Sommer spielt in der ‚MinecraftWelt‘ auch unsere Ananas eine besondere Rolle, schließlich feiert die Frucht ihr 125-jähriges Jubiläum bei Dole“, erklärt Sonja Köhler, Director Marketing bei der Dole Europe GmbH, gegenüber dem Fruchthandel Magazin. Passend dazu können Spieler ihren Avatar für einen begrenzten Zeitraum mit einem eigens entwickelten AnanasHoodie ausstatten und so die Minecraft-Welt entdecken. Ein neuer Player auf dem ‚Minecraft-Spielfeld‘ ist Dole jedoch nicht. Die aktuelle Kampagne ist schon die zweite Zusammenarbeit. Für die Neuauflage sprechen aus Sicht des Fruchtunternehmens vor allem die guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. „Die Gamingwelt ist riesig und im Leben der Konsumenten seit vielen Jahren ein Teil des Alltags. Sich hier als Marke sinnvoll zu integrieren, heißt am Puls der Zeit zu sein. Die Resonanz auf unsere erste Minecraft-Kampagne hat gezeigt, dass Konsumenten, u.a. die Generation Z und die Generation Alpha, nach Erlebnissen suchen, die ihre digitale und reale Welt sinnvoll miteinander verbinden. Das Charmante an dieser Kooperation ist, dass man hier über alle Bildungsschichten ohne Altersgrenze, vom Schulanfänger bis zu den Großeltern, auf Begeisterung in diesem Spielfeld trifft. Und genau das wollen wir: Frisches Obst in diesem Umfeld ist der perfekte Snack“, sagt Sonja Köhler. Dass die erste Runde auf großes Interesse stieß, untermauert sie mit Zahlen. Die QR-Code-Scans am Produkt lagen in allen teilnehmenden Ländern nach Angaben der Marketingexpertin um mehr als 20-mal höher als bei vergleichbaren Dole Aktionen. „Wir möchten mit der aktuellen Kampagne Spielfreude und Ernährung zusammenbringen. Es geht darum, welchen Beitrag nährstoffreiche Lebensmittel zu Energie, Konzentration und Leistungsfähigkeit leisten können – beim Spielen ebenso wie im Alltag – und das mit

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(v.l.) Tobias Deil (Managing Director, Dole Europe GmbH), Sonja Köhler (Director Marketing, Dole Europe GmbH), Lukas Paetzel (Leiter Partnership & Sales, Veolia Towers Hamburg) und Jan Fischer (kaufmännischer Geschäftsführer, Veolia Towers Hamburg) Spaß und Leichtigkeit. Die Obstbranche hat allgemein ein enormes Potenzial, ihre Produkte mit schönem Story-Telling zu inszenieren. Und darum geht es: Gesundem frischem Obst als funktionalen Mehrwert im Alltag, ob als Snack, Meal Prep oder Smoothie, eine Funktion zu geben und es natürlich zu integrieren. Mit einem gewissen Selbstverständnis integriert, isst man auch langfristig mehr Obst.“

Von der Banane ins Spiel Der Weg zu Minecraft beginnt bei Dole dabei häufig analog. Sieben neue Dole Bananen-Sticker tragen QR-Codes, auch die Dole Ananas bekommt ein mehrsprachiges Kampagnenetikett. „Wer den Code auf dem Produkt scannt oder dole.com/minecraft eingibt, gelangt auf die Aktionsseite. Aufsteller, Display-Header und TopSchilder sorgen zusätzlich am PoS dafür, dass Dole und Minecraft aufmerksamkeitsstark in der Obst- und Gemüseabteilung präsentiert werden – ein Highlight für Fans und eine gute Voraussetzung für Impulskäufe. Über digitale Unterstützung und Geo-Targeting mit Partnermärkten erhält die Aktion weitere Aufmerksamkeit und teilweise sogar direkt den Markt vorgeschlagen, in dem die Dole Minecraft Bananen und Ananas erhältlich sind“, so Sonja Köhler. Online warten u.a. digitale Rätsel und Aktivitäten sowie Gaming-inspirierte Rezepte auf die Spiele-

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KONSUMFÖRDERUNG

Snack zu denken, sorgen unsere Maskottchen ,Bobby Banana‘ und ,Pinellopy Pineapple‘“, so Sonja Köhler.

Ein starkes Signal für Hamburg

(v.l.) Sonja Köhler und Tobias Deil mit Johannes Bitter (Geschäftsführer Sport, Handball Club Hamburg) und Markus Rejek (kaufmännischer Geschäftsführer, Handball Club Hamburg)

fans, die die Ernährungsexperten von Dole entwickelt haben. Ernährungstipps für den Alltag und während des Spiels werden hier zum Spielvorteil: eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, gesunde Snacks und Tipps für mehr Energie werden hier beleuchtet. Die Landingpage steht inzwischen in sieben Sprachen zur Verfügung. Mit Frankreich und Schweden sind in diesem Jahr zwei weitere Märkte hinzugekommen. „In dieser zweiten Phase geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen und die Kampagne noch wirkungsvoller zu gestalten“, erläutert Sonja Köhler. „Wir verbinden die Stärke unserer Marke, die Relevanz der Gaming-Kultur und die Kraft einer ausgewogenen Ernährung zu einem Erlebnis, das Familien weltweit anspricht und zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen unsere Produkte als Heros.“

Sport verbindet Nicht nur digital engagiert sich Dole für einen gesünderen Lebensstil, sondern auch analog. Denn „ausreichend Bewegung und das reale Erlebnis mit allen gelebten Emotionen in einer Gemeinschaft gehören zu unserer Marke. Menschen sehnen sich in Zeiten von KI nach echten Erlebnissen, vermehrt analog“, so Sonja Köhler. Zur Saison 2026/27 wird das Unternehmen Exklusivpartner des Basketball-Bundesligisten Veolia Towers. Das Dole Logo kommt auf die Trikots der Basketball-Bundesligamannschaft und des Damen-Regionalligateams Tow(H)ers. „Die Marke Dole steht weltweit für Premiumfrüchte von bestem Geschmack, höchster Qualität und natürlicher Frische, die Menschen jeden Tag mit einem Augenzwinkern zu einem aktiven und gesunden Lebensstil inspiriert. Basketball ist der Trendsport, bei dem all unsere Werte zusammenkommen und unsere Marke gelebt werden kann. Für die kleine Erinnerung stets an den besseren

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Hamburg als Standort ist für das Unternehmen eine weitere Verbindung für Partnerschaften. Dole Europe GmbH hat ebenso wie die Veolia Towers seinen Sitz in der Hansestadt. „Die Zusammenarbeit mit Dole ist ein starkes Signal für die Attraktivität und die Entwicklung unseres Standorts. Dass sich ein international führendes Unternehmen für eine Partnerschaft mit den Veolia Towers entscheidet, bestätigt den Weg, den wir als Organisation in den vergangenen Jahren eingeschlagen haben“, sagt Jan Fischer, kaufmännischer Geschäftsführer der Veolia Towers. „Gemeinsam wollen wir die Marke Dole in unserem Umfeld erlebbar machen und nachhaltige Mehrwerte schaffen.“ Neben Basketball gehört auch Handball zum Sportengagement von Dole. Das Unternehmen ist bereits seit der Saison 2023/24 Premiumpartner des Handball Club Hamburg (HCH). In der Saison 2026/27 geht die Zusammenarbeit bereits ins vierte Jahr. Das Dole Logo bleibt auf den Trikots der Profis präsent. Bewegung und ausgewogene Ernährung spielen dabei auch im Nachwuchsbereich eine Rolle. Der Verein betreibt nach eigenen Angaben eine der größten Handball-Jugendabteilungen Hamburgs und begleitet rund 200 Kinder und Jugendliche von den Minis bis zur U21. Sonja Köhler bestätigt, was dies für die Marke bedeutet: „Für uns ist die Partnerschaft schon lange mehr als ein Investment in unsere Brand Awareness. In der aktuellen Zeit von KI suchen Menschen nach Erlebnissen, die echt sind und bleiben: Daher ist unser Maskottchen ,Bobby Banane‘ ein gern gesehener Gast in der Halle, der die Bindung zu den Fans erhöht, unsere Marke authentisch, nahbar und erlebbar macht und bei dem man mit einem Augenzwinkern auf den gesünderen Snack aufmerksam gemacht wird. Für unser Dole Team in Hamburg sind die HCH-Spiele echte Fanmomente, zu denen wir regelmäßig zusammenkommen und mitfiebern.“ Minecraft, Basketball und Handball gehören für viele ganz selbstverständlich zum Alltag. Für Marketingexpertin Sonja Köhler führen dabei unterschiedliche Wege zu relevanten Konsumenten: mal über einen Ananas-Hoodie in Minecraft, mal über Basketball oder Handball. Und wer nach dem Training noch Minecraft startet, kennt das Spiel: „Nur noch fünf Minuten!“ nsc

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FRUIT LOGISTICA

Foto: Messe Berlin GmbH

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Herausragende Produkte, Dienstleistungen und Technologien werden in der neuen Innovation Zone der FRUIT LOGISTICA vereint.

Innovationen erstmals an einem Ort vereint: in der neuen Innovation Zone Berlin ► Die neue Innovation Zone zeigt den gesamten Innovationszyklus der Produkte – von der Markteinführung bis zum bewährten Markterfolg. Die Innovation Zone wird künftig in Halle 3.2 zu finden sein. Mit der neuen Innovation Zone baut die FRUIT LOGISTICA ihre Position als internationale Innovationsplattform der Frischfruchtbranche weiter aus. Vom 3. bis 5. Februar 2027 bringt das Event in Berlin zum ersten Mal ihre wichtigsten Innovationsformate in einem zusammenhängenden Ökosystem zusammen.

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nter dem Leitgedanken „One Innovation Journey – From New to Proven Success“ zeigt die Innovation Zone, wie sich der gesamte Innovationszyklus entwickelt: von neuen Produkten und Lösungen über ihre erfolgreiche Etablierung im Markt bis hin zu langfristigen Erfolgsgeschichten. Im Mittelpunkt stehen der FRUIT LOGISTICA Innovation Award (FLIA), die FRUIT LOGISTICA Innovation Showcases (FLIS) und die Innovation Stage. Gemeinsam schaffen sie einen zentralen Anlaufpunkt für innovative Unternehmen in Halle 3.2. „Innovationen waren schon immer ein zentraler Bestandteil der FRUIT LOGISTICA. Mit der neuen Innovation Zone geben wir ihnen nun erstmals einen gemeinsamen Ort. Für innovative Unternehmen entsteht damit eine zentrale Platt-

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form, um ihre Entwicklungen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren, wertvolle Kontakte zu knüpfen und ihre Sichtbarkeit im Markt nachhaltig zu erhöhen“, erklärte Christina Freier, Projektleiterin der FRUIT LOGISTICA.

Neueste Innovationen gesucht: FRUIT LOGISTICA Innovation Award Mit dem FRUIT LOGISTICA Innovation Award (FLIA) werden schon seit über 20 Jahren neue und zukunftsweisende Produkte, Dienstleistungen und Technologien der Frischfruchtbranche ausgezeichnet. Diese Lösungen, die im Februar zur FRUIT LOGISTICA nicht länger als zwölf Monate am Markt sein dürfen, werden ab sofort in der Innovation Zone präsentiert. Neu ist zudem,

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dass die Nominierten ihre Produkte oder Lösungen auf der neuen Innovation Stage vor dem interessierten Fachpublikum präsentieren werden. Der FLIA wird 2027 außerdem schon am ersten Messetag verliehen und damit zum Innovationsauftakt der FRUIT LOGISTICA. Die Bewerbung für den FLIA ist ab sofort unter https:// www.fruitlogistica.com/de/ausstellen/innovation-zone/ innovation-award möglich.

Marktbewährte Lösungen: FRUIT LOGISTICA Innovation Showcases Die bisherigen New Product Showcases werden als FRUIT LOGISTICA Innovation Showcases (FLIS) strategisch weiterentwickelt. Während sich der FLIA auf die neuesten Entwicklungen konzentriert, präsentieren die FLIS Innovationen, die seit ein bis drei Jahren am Markt sind und ihre herausragende Bedeutung schon beweisen konnten. Für Besucherinnen und Besucher beantwortet das Format damit eine zentrale Frage: Welche Innovationen funktionieren schon heute erfolgreich in der Praxis? Innovative Unternehmen bekommen zugleich die Möglichkeit, ihre Lösungen auch nach der Markteinführung einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und in einem Pitch auf der Bühne zu präsentieren.

Innovation Stage als kommunikatives Zentrum Die FRUIT LOGISTICA Innovation Stage bildet das Herzstück des neuen Innovationsökosystems. Neben der FLIA-Preisverleihung sind dort unter anderem Präsentationen der FLIS-Partner, Fachgespräche, Best-Practice-Beispiele und Beiträge zu Zukunftstrends, Nachhaltigkeit, Technologie und Automatisierung geplant. Die Bühne schafft über die drei Messetage den wichtigen Raum für Wissenstransfer, Austausch und neue Geschäftskontakte. Unternehmen, Branchenexpertinnen und -experten erhalten damit einen zentralen Treffpunkt rund um die Zukunft der globalen Fresh-Produce-Branche.

Orientierung und Sichtbarkeit Mit der räumlichen und inhaltlichen Bündelung der Innovation Journey erleichtert die FRUIT LOGISTICA ihren Fachbesucherinnen und -besuchern die Orientierung auf dem Messegelände. Sie können neue Lösungen entdecken, ihre Praxistauglichkeit prüfen, von erfolgreichen Anwendungsbeispielen lernen und direkt Kontakt mit den Unternehmen hinter den Innovationen aufnehmen. Weitere Informationen gibt es unter https://www.fruitlogistica.com/de/ausstellen/innovation-zone.

Foto: Messe Berlin GmbH/KI-generiert

Dieses Mockup visualisiert die Innovation Zone der FRUIT LOGISTICA 2027.

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ASIA FRUIT LOGISTICA 2026

Foto: Richard Theemling

Gut aufgestellt: Das FRUITNETTeam war aus drei Kontinenten in Hongkong vertreten.

Mehr ist mehr: Eindrücke aus Hongkong Hongkong ► Niedlich, süß und groß – das waren die ersten drei Stichworte, die ich mir auf der ASIA FRUIT LOGISTICA notiert habe. Die Messe war für mich eine Messe der Superlative – nicht, was die Zahl der Hallen oder der Besucher, sondern vielmehr, was die Präsentation und die Produkte angeht. Inga Detleffsen

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iedlich ist es auf der ASIA FRUIT LOGISTICA ohne Frage – bereits wenige Minuten nach Messestart komme ich nicht umhin, das erste Selfie mit einem Känguru zu machen, das für australische Kirschen wirbt. An unglaublich vielen Ständen sind kleine, lächelnde Gesichter versteckt: Etwa als putziger Dino, der als Markenzeichen extrasüße Granatäpfel, Kakis oder Orangen bewirbt, dann wieder als Obst in Form flauschiger Plüschfiguren, die in hoher Frequenz zur Dekoration eingesetzt werden. Aus einer Wand streckt sich ein überdimensionierter Koalaarm, der den Messebesucherinnen und -besuchern kuschelige Konterfeis seiner selbst anbietet und damit für australische Avocados wirbt, während der Gemeinschaftsstand koreanischer Erdbeerproduzenten und -exporteure K-Berry mit dem „Erdbeer-Sahne-Look“ allein schon optisch eine Geschmacksexplosion ist.

Geschmacksversprechen halten Kurz: Europäische Nüchternheit macht in Hongkong asiatischer Überschwänglichkeit Platz. Eine Tatsache, die sich nicht nur in visuellen, sondern auch in geschmacklichen Reizen zeigt – Obstsorten mit besonders hohem Brixgehalt waren

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klar in der Überzahl. Dass dabei auch das Aroma nicht außen vor gelassen wird, bestätigte Rowan Little vom australischen Unternehmen Montague Farms, der in Hongkong mit seinem Team Pflaumensorten präsentierte, die mittelfristig auch in Europa angebaut werden sollen. Wichtig sei nicht nur, dass die Pflaumen „saftig, süß und knackig“ seien, sondern dieses Geschmacksversprechen auch kontinuierlich zu halten, damit Konsumenten beim Kauf jeder Sorte darauf vertrauen könnten, erklärte er. Gleicher Fokus, andere Frucht: Der Züchter Grapa stellte in Hongkong die neue Traubensorte Tiqi™ vor – crunchy, aromatisch und mit 20 bis 22 Grad Brix, der Gedanke an Zuckerwatte liegt nahe. In Großbritannien sind sie bereits bei Marks & Spencer zu finden, die EU muss sich noch etwas gedulden, erklärt GrapaMarketingleiter Georgios Bitsakos: Alle importierten Pflanzen durchlaufen zunächst eine dreijährige Quarantäne, erste Pflanzungen sind für 2029 geplant. Als Importe könnten erste Tiqi™Trauben aus Namibia im Winter 2028 verfügbar sein, verriet er. Tomaten sind in Asien ähnlich wie Trauben nicht nur bekannt, sondern auch weit verbreitet. Dennoch bestehe großes Interesse an belgischen Varianten, erklärte Didier Lepoutre (BelOrta) – und bestätigte damit nach-

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Lange Schlangen und große Früchte Überraschende Geschmackserlebnisse waren in Hongkong ein Trend, eine überraschende Optik ein zweiter. Zur Verkostung der Pinkglow®-Ananas von Del Monte bildeten sich lange Schlangen, und fast schon schokoladig-dunkle Kirschen wurden edel in pralinenartiger Verpackung präsentiert. Neben Farbe war Größe ein Verkaufsplus: Hai Xuan Nguyen (Klever Fruit Vietnam) betonte während des Steinobst-Fokus im Asiafruit Knowledge Center, dass „ungewöhnlich große Früchte“ bei den Konsumentinnen und Konsumenten gut ankommen. Fast zwetschgengroße Traubenbeeren belegten in den Messehallen diese These ebenso wie chinesische Birnen oder japanische Pfirsiche, die locker handtellergroße Kaliber erreichten. Die beachtlich großen Früchte fand ich auch in lokalen Supermärkten und bei kleineren Obst- und Gemüsehändlern wieder – zu ebenso beachtlichen Preisen: 5 Euro für einen Pfirsich oder 4 Euro für einen Apfel waren keine Seltenheit. Je nach Produktgröße/-qualität und Einkaufsstätte ist das das Doppelte bis Dreifache des Niveaus in Deutschland.

Zwischen Export und Regionalität Doch „Alles nach Asien“ ist keine Alternative, denn nur Top-Qualitäten erzielen diese Preise, während Transport- und Verpackungskosten sowie regulatorische Hürden ins Gewicht fallen und den Gewinn schmälern, gab ein französischer Apfelproduzent in Hongkong zu bedenken. Dennoch bleiben asiatische Märkte für europäische Produkte interessant – nicht zuletzt auch aus Gründen der Absatzdiversifizierung, v.a. bei Äpfeln, denn angesichts immer längerer Lagermöglichkeiten für heimische Ware wird der europäische Markt eng. Hinzu kommen Vorgaben des Handels, die Importe abschrecken: „Der deutsche LEH hat zu viel Macht“, stellte dazu der neuseeländische Produzent John Bostock fest, als wir uns über den soeben frisch vorgestellten neuen Apfel Lumi™ unterhalten, der als Gemeinschaftsprojekt von Prevar, Fruitcraft, Mr. Apple, Bostock und Craigmore entwickelt wurde. Bostock bezweifelte, dass die Sorte bald in Europa verfügbar sein werde, wo heimische Äpfel in der zweiten

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Foto: Inga Detleffsen

träglich den Kommentar eines in China ansässigen Europäers vom Vortag, der vor allem Tomaten vermisse, da die „hier nach nichts schmecken“.

Saisonhälfte durch lange Lagerung den Markt dominierten, während frisch geerntete Ware aus Neuseeland zur Verfügung stehe. Unter dem „Regional“-Fokus des deutschen Handels und der langen Kühlung der Äpfel leide der Geschmack ebenso wie die CO2-Bilanz, so der BostockGeschäftsführer, zeigte sich davon jedoch nicht weiter betrübt: er jedenfalls habe in seinen 42 Jahren in der Branche noch nie einen Apfel wie Lumi™ gegessen, teilte er begeistert mit.

Neue Größenordnung: Koreanische Trauben setzten Maßstäbe.

Neues entwickeln und dafür begeistern Ein bekanntes Produkt neu zu präsentieren, ist eine Herausforderung. Eine ganz andere ist es, ein bisher unbekanntes Produkt einzubinden. Wie Konsum über die Esskultur gefördert werden kann, beschrieb mir Hans Boyum (Westfalia). Zunächst habe man Avocados in traditionelle Rezepte integriert. Wächst der Konsum, folge darauf je nach Zielmarkt die Förderung der regionalen Produktion, ergänzt durch Importe – ein Ansatz, mit dem man z.B. auf dem indischen Markt Erfolge erzielt habe. Neue Ideen: die braucht es, um Konsumentinnen und Konsumenten langfristig von Obst und Gemüse zu überzeugen, wie auch Daniel Sauvaitre, Präsident des französischen O+G-Dachverbands Interfel, bekräftigte. Dabei sind die Marketingaktionen des Verbands bereits beachtlich bunt und aufmerksamkeitsstark. Doch auf der Messe habe er einiges an Inspiration mitnehmen können, erklärte er. Eine Aussage, die ich so unterschreiben kann. Wer sich nachträglich ein Bild machen möchte, ist herzlich eingeladen, sich die dazugehörige Galerie anzusehen:

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PRODUKTE IM TREND

Feigen

Zwischen Produktionsplus und Konsumrückgang Marktentwicklung ► Feigen zählen zu den ältesten Kulturpflanzen weltweit und wurden bereits vor rund 11.400 Jahren im Jordantal kultiviert. Auch heute wird das Maulbeergewächs vornehmlich im Nahen Osten und den Ländern des Mittelmeerraums angebaut. In Deutschland ist der Anbau im Freiland in geschützten und wintermilden Lagen wie Weinbaugebieten durch Hobbygärtner und Liebhaber möglich, der kommerzielle Anbau erfolgt lokal in Pionier- und Forschungsprojekten. Birgit Rogge, AMI Bonn

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ur Bedarfsdeckung werden jedoch Importe, allen voran aus der Türkei, herangezogen. Jahr für Jahr rücken Feigen Ende August/ Anfang September mit den kürzer und kühler werdenden Tagen in den Fokus der Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel und läuten damit die Herbstsaison im Obstsortiment ein. Weltweit gesehen ist die Feigenproduktion zwischen 2015 und 2024 um durchschnittlich 2 %

pro Jahr gestiegen und erreichte zuletzt rund 1,34 Mio t. Zu den führenden Produktionsländern zählen die Türkei, Ägypten, Algerien, Marokko und der Iran. Spanien als führender europäischer Erzeuger belegte 2024 Rang 7, Italien folgte mit deutlichem Abstand auf Platz 17 und schafft es damit auch in die Top 20. In der Türkei wurde der Feigenanbau in den zurückliegenden Jahren ausgeweitet. So ist die Anzahl an fruchttragenden

Die Einfuhren an getrockneten Feigen sind leicht zurückgegangen.

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Bäumen binnen zehn Jahren um knapp 2 % jährlich gestiegen, die Produktion legte um knapp 3 % zu. Im vergangenen Jahr wurden in der Türkei insgesamt 367.200 t Feigen geerntet. Das waren zwar 2 % weniger als im rekordhaltenden Jahr 2024, das Fünfjahresmittel wurde aber um 7 % übertroffen. Infolge der Spätfröste im April kam es im vergangenen Jahr lediglich in höheren Lagen zu Schäden, gravierender wirkte sich die Witterung mit einem kalten Frühjahr und heißem Sommer auf die Produktion aus. Für dieses Jahr sind die Aussichten bisher gut. Optimale Blühbedingungen ohne Frost lassen eine vielversprechende Saison erwarten. Im Mai prognostizierte TurkStat die diesjährige Feigenernte in der Türkei auf rund 387.900 t, was einem Anstieg von 5 % zu 2025 entsprechen würde. Frische Feigen machen das Gros der türkischen Produktion mit einer jährlichen Erzeugung zwischen 300.000 t und 360.000 t aus. Bei getrockneten Feigen schwankt die Produktion zwischen 60.000 t und 85.000 t. Der Anbauschwerpunkt der Früchte liegt in der Ägäisregion im Westen, insbesondere im Menderes-Tal sowie der Provinz Aydin. Aber auch in der Provinz Bursa wurde zuletzt angesichts der steigenden Nachfrage verstärkt in den Feigenanbau investiert.

tion im Betrachtungszeitraum jährlich im Schnitt leicht um 1 % zu. Im vergangenen Jahr wurden in der EU-27 rund 101.340 t Feigen produziert, darunter 67.370 t in Spanien sowie 13.320 t in Italien. Bei den führenden europäischen Feigenerzeugern weist lediglich Frankreich eine positive Flächenentwicklung auf, was sich in der Produktionsmenge widerspiegelt. Einzig in Griechenland ist die Feigenproduktion binnen zehn Jahren gesunken. Bei weitgehend stabiler Anbaufläche zum Vorjahr blickt Spanien in diesem Jahr Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums zufolge einem Mengenanstieg von 2 % zum Vorjahr auf 68.900 t entgegen. Führend im spanischen Feigenanbau ist die Extremadura. Nicht nur bei den Frühsorten, den sogenannten Brevas, erfolgte der Saisonstart dank des feuchten Winters in diesem Jahr frühzeitig. Auch die Hauptsaison begann an der Costa Blanca angesichts des heißen und trockenen Sommers, der die Frucht-

Europas Feigenanbau im Wandel In Europa konzentriert sich der kommerzielle Anbau von Feigen vor allem auf Spanien, Italien und Griechenland. Eine positive Entwicklung weist zudem der Anbau in Frankreich und Portugal auf. Während die Feigenfläche in den Ländern der EU-27 laut Eurostat zwischen 2016 und 2025 um rund 2 % pro Jahr eingeschränkt wurde und zuletzt 21.400 ha umfasste, legte die Produk-

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PRODUKTE IM TREND

Die Türkei ist mit Abstand wichtigster Feigenlieferant für Deutschland.

reife beschleunigt, vorzeitig Mitte Juli mit kleineren Kalibern. Eine Woche früher startete zudem die Feigensaison in Almoharín in der Provinz Cáceres in der Extremadura, die Anfang August dort auf Hochtouren lief.

Deutschland setzt vor allem auf türkische Feigen Der für Deutschland mit Abstand führende Feigenlieferant ist die Türkei, die im Mittel der vergangenen zehn Jahre 71 % der gesamten Feigenimporte für sich verbuchen konnte. Tendenziell sind die Einfuhren an frischen Feigen zwischen 2016 und 2025 jährlich um knapp 2 % gestiegen. Die Türkei konnte dabei einen Zuwachs von durchschnittlich 3 % pro Jahr verbuchen, Italien um 4 % pro Jahr. Geringere Mengen an frischen Feigen werden zudem aus Brasilien und Spanien importiert. Vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge importierte die Bundesrepublik im vergangenen Jahr gut 8.400 t frische Feigen, darunter ca. 5.700 t aus der Türkei. Dem standen Ausfuhren in Höhe von 940 t gegenüber. Tendenziell sind die Exporte an frischen Feigen binnen zehn Jahren im Schnitt um 4 % jährlich gesunken. Gewisse Mengen wurden zuletzt nach Österreich, in die Schweiz sowie nach Dänemark ausgeführt. Werden die Ausfuhren von den Einfuhren abgezogen, legten die Nettoimporte an Frischfeigen im Betrachtungsraum sogar um 3 % pro Jahr zu.

Trockenfeigen verlieren an Boden Anders als bei frischen Feigen sind die Einfuhren an getrockneten Feigen leicht zurückgegangen. Die Trendberechnung weist zwischen 2016 und 2025 einen jährlichen Rückgang von 1 % aus,

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werden die Nettoimporte abzüglich der Ausfuhren herangezogen, beträgt das jährliche Minus rund 2 %. Gut 88 % aller getrockneten Feigen wurden im Betrachtungszeitraum aus der Türkei importiert. Laut vorläufiger Außenhandelsdaten beliefen sich die Einfuhren an getrockneten Feigen im vergangenen Jahr auf 7.200 t, zu Pandemiezeiten im Jahr 2021 waren es einmal 10.100 t gewesen. Aus der Türkei wurden zuletzt 6.000 t importiert. Von dort sind die Zufuhren an Trockenfeigen binnen zehn Jahren um durchschnittlich 2 % pro Jahr gesunken, auf niedrigerem Mengenniveau konnten hingegen die Lieferungen aus Griechenland um jährlich knapp 5 % zulegen. Aus Griechenland wurden im vergangenen Jahr aber lediglich etwas mehr als 200 t getrocknete Feigen importiert.

Weniger Haushalte greifen zu Bei den Privathaushalten scheinen Feigen nicht im Trend zu liegen. So ist die Einkaufsmenge an frischen Feigen zwischen 2021 und 2025 um durchschnittlich 5 % gesunken. Die Fangemeinde ist zuletzt geschrumpft. Das zeigt der Blick auf die Käuferreichweite. Demnach haben im vergangenen Jahr 14 % aller Haushalte mindestens einmal frische Feigen gekauft. 2022 waren es schon einmal 17 % aller Haushalte gewesen. Dabei werden Feigen, sowohl frisch als auch getrocknet, in den Herbstmonaten häufig in den Werbeaktionen des LEH beworben, wenngleich weniger häufig als in den Jahren zuvor. Laut AMI-Aktionspreisen im LEH ist die Zahl der Werbeaktionen mit frischen Feigen zwischen 2020 und 2025 im Schnitt um 8 % pro Jahr gesunken. 2025 wurden frische Feigen insgesamt 104-mal im LEH beworben, 2022 waren es noch 80 Werbeaktionen mehr. Ähnlich sieht die Entwicklung bei getrockneten Feigen aus.

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NÜSSE & TROCKENFRÜCHTE

Niedrigere Sulfit-Höchstwerte für Trockenfrüchte geplant EU ► Die Europäische Kommission hat einen Entwurf zu den Verwendungsbedingungen und Spezifikationen für Schwefeldioxid und Sulfite vorgelegt. Darin sind deutlich niedrigere Höchstwerte für mehrere Kategorien von Trockenfrüchten vorgesehen. Darauf weist der International Nut and Dried Fruit Council (INC) hin.

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ür getrocknete Aprikosen soll der zulässige Höchstwert demnach von derzeit 2.000 mg/kg auf 1.000 mg/kg sinken. Bei getrockneten weißen Trauben, ausschließlich Golden Raisins, sieht der Entwurf eine Reduzierung von 2.000 mg/kg auf 800 mg/kg vor. Für getrocknete Äpfel und Birnen soll künftig ein Höchstwert von 300 mg/kg statt bisher 600 mg/kg gelten. Bei getrockneten Bananen ist eine Senkung von 1.000 mg/kg auf 300 mg/kg und bei getrockneten Pfirsichen von 2.000 mg/kg auf ebenfalls 300 mg/kg vorgesehen. Für getrocknete Mangos und Ananas nennt der Entwurf einen Wert von 300 mg/kg, für getrocknete Kokosnüsse 50 mg/kg. Der bestehende Eintrag für getrocknete Feigen mit einem Höchstwert von 2.000 mg/kg wird im Entwurf

gestrichen, ohne dass ein neuer Wert genannt wird. Der INC hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, sich mit ihren nationalen Verbänden und den zuständigen Ministerien in Verbindung zu setzen. Stellungnahmen und Anmerkungen sammelt der Verband bis zum 30. September 2026.

Foto: zeralein - AdobeStock

EU-Höchstwert für Nickel soll steigen PEKANNÜSSE Die Europäische Kommission hat sich intern darauf verständigt, den zulässigen Höchstwert für Nickel in Pekannüssen von derzeit 3,5 mg/kg auf 10 mg/kg anzuheben. Wie der International Nut and Dried Fruit Council (INC) unter Berufung auf FRUCOM berichtet, dauert die formale Umsetzung der Änderung jedoch länger als zunächst erwartet. Demnach könnte das Thema möglicherweise bei der Sitzung des Ständigen Ausschusses im November behandelt werden. Derzeit gebe es allerdings noch keine Hinweise darauf, dass das Verfahren wieder vorangekommen sei.

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Armenien: EU plant Handelserleichterungen für Nüsse und Trockenfrüchte Der Rat der Europäischen Union hat sich am 2. September auf vorübergehende Maßnahmen zur Liberalisierung des Handels mit Armenien verständigt. Die Regelung umfasst auch zahlreiche Nüsse und Trockenfrüchte. Nach Angaben des International Nut and Dried Fruit Council (INC) sollen u.a. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien, Macadamianüsse und Pinienkerne sowie Datteln, getrocknete Aprikosen, Feigen und Pflaumen zollfrei in die EU eingeführt werden können. Für getrocknete Trauben ist ein zollfreies Kontingent von 5.000 t vorgesehen. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Regelung für armenische Agrarprodukte. Nach der Positionierung des Rates muss sich noch das Europäische Parlament mit dem Vorschlag befassen.

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NÜSSE & TROCKENFRÜCHTE

Foto: California Walnut Commission

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Eine traditionelle Walnuss-Plantage in Kalifornien

Chancen für eine steigende Nachfrage Kalifornien ► Deutschland ist weltweit einer der wichtigsten Märkte für Walnüsse. Gleichzeitig bleibt der Konsum auf vergleichsweise niedrigem Niveau: Mit rund 0,41 kg pro Person und Jahr werden deutlich weniger Walnüsse verzehrt als andere bedeutende Schalenfrüchte. Entsprechend groß ist das Potenzial, die Nachfrage weiter auszubauen. Die California Walnut Commission zeigt im Folgenden Möglichkeiten auf, wie der Konsum belebt werden kann.

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in Blick auf internationale Entwicklungen zeigt: Wachstum entsteht vor allem dort, wo Walnüsse stärker in den Alltag integriert und neue Verwendungsanlässe geschaffen werden. Noch immer werden sie nach Einschätzung der California Walnut Commission häufig mit Backwaren und saisonalem Konsum in Verbindung gebracht. „Dabei bieten Walnüsse deutlich mehr Möglichkeiten und können in unterschiedlichsten Mahlzeiten, Snack-Konzepten und Ernährungsformen eingesetzt werden. Wachstum entsteht dort, wo neue Anwendungen geschaffen und bestehende Einsatzmöglichkeiten sichtbarer werden“, so die Organisation. Vor diesem Hintergrund ließen sich zentrale Ansatzpunkte ableiten: • Sichtbarkeit im Handel stärken Die Wahrnehmung von Walnüssen wird maßgeblich am Regal geprägt. Eine stärkere Präsenz im Handel, zusätzliche Platzierungen sowie eine ganzjährige Aktivierung können dazu beitragen, Walnüsse stärker im Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher zu verankern und die Nachfrage über die klassische Weihnachtssaison hinaus zu fördern.

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• Innovation neu denken Innovation geht heute weit über neue Produkte hinaus. Gefragt sind Konzepte, die Walnüsse in moderne Ernährungs- und Konsumsituationen integrieren. Ob als Zutat für Snacks, als Bestandteil neuer Produktentwicklungen oder zur Bereicherung von Geschmack und Textur: Walnüsse bieten vielfältige Möglichkeiten für Innovation und Differenzierung. • Foodservice als Impulsgeber nutzen Viele neue Anwendungen entstehen zunächst in Gastronomie und Foodservice. Dieser Bereich bietet zahlreiche Möglichkeiten, Walnüsse in unterschiedliche Formate und Konzepte zu integrieren – von modernen Snack- und ConvenienceAngeboten bis hin zu Menüanwendungen. Gleichzeitig entsprechen Walnüsse dem wachsenden Interesse an vegetarischen, veganen und pflanzenbetonten Ernährungsweisen. Durch ihre Vielseitigkeit passen sie zu internationalen Gerichten und Geschmackswelten, die bei den Konsumenten zunehmend an Bedeutung gewinnen. • Verbraucherwissen ausbauen Die Konsumenten besser zu informieren und

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neue Einsatzmöglichkeiten sichtbar zu machen, ist ein weiterer wichtiger Baustein, um den Konsum von Walnüssen auszubauen. Wer neue Verwendungsanlässe entdeckt und versteht, wie sich Walnüsse unkompliziert in Mahlzeiten und Snacks integrieren lassen, wird sie regelmäßiger in den Alltag einbinden. „Diese Ansatzpunkte zeigen, dass die Weiterentwicklung des Walnussmarktes eine gemeinsame Aufgabe von Handel, Industrie und Foodservice ist. Die California Walnut Commission unterstützt diesen Prozess durch Marktwissen, Inspiration und Impulse aus internationalen Märkten“, so die California Walnut Commission.

PoS-Promotion im Handel Die kalifornische Walnussbranche investiert zudem in wichtigen Märkten wie Deutschland und den Niederlanden in Informations- und Aktivierungsmaßnahmen am PoS. „Ziel ist es, die Nachfrage nach Walnüssen zu stärken, neue Kon-

sumanlässe zu schaffen und Wissen rund um Herkunft, Qualität und Lagerung zu vermitteln“, so die California Walnut Commission. Nach der erfolgreichen PoS-Promotion zu Jahresbeginn wurde eine weitere Aktivierung in ausgewählten Märkten umgesetzt. Im Rahmen der Aktion zeigten sich zwei wiederkehrende Erkenntnisse: „Viele Verbraucherinnen und Verbraucher waren überrascht vom milden, nicht bitteren Geschmack kalifornischer Walnüsse. Gleichzeitig war vielen nicht bewusst, dass Walnüsse gekühlt gelagert werden sollten, um ihre Frische zu bewahren. Die Verkostungen boten damit einen idealen Anlass, um zu zeigen, wie vielseitig Walnüsse eingesetzt werden können und dabei Wissen zu Herkunft und Qualität zu vermitteln. Darüber hinaus konnten wichtige Hinweise zur richtigen Lagerung vermittelt werden, sodass Frische und Qualität länger erhalten bleiben und die Produkterfahrung nachhaltig positiv beeinflusst wird“, informiert die California Walnut Commission.

NOT JUST WALNUTS, CALIFORNIA WALNUTS Kalifornische Walnüsse stehen für Premiumqualität, Clean-Label-Ernährung und pflanzenbasierte Innovation. Gewachsen auf den fruchtbaren Böden des Central Valley und gepflegt von erfahrenen Familienbetrieben, vereinen sie milden Geschmack, angenehme Textur und nachgewiesene gesundheitliche Vorteile – ideal für moderne, gesundheitsbewusste Lebensmittelanwendungen.

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POLEN

Die polnische Beerenobsternte dürfte in diesem Jahr um einiges geringer ausfallen.

Schwache Aussichten für den Obstbau Produktion ► Die gesamte polnische Baumobsternte der aktuellen Saison wird (inkl. Kernobst) derzeit auf rund 3,4 Mio t geschätzt. Damit dürfte sie etwa 18,6 % niedriger ausfallen als im Vorjahr. Dr. Henriette Ullmann

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ie Pflaumenproduktion dürfte den Informationen des Agrarnachrichtendienstes ‚SadyOgrody‘ zufolge um 4,1 % auf etwa 113.100 t sinken. Die Sauerkirschenernte wird voraussichtlich 125.800 t erreichen und damit um 10,8 % geringer ausfallen als 2025. Bei Süßkirschen wird ein Rückgang um 16,6 % auf 48.600 t erwartet. Die Gesamtproduktion von Pfirsichen, Aprikosen und Walnüssen dürfte rund 12,7 % unter dem Vorjahreswert liegen und sich auf etwa 13.200 t belaufen. Bei den übrigen Obstbäumen wird eine Erntemenge von rund 1.600 t erwartet. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 15,8 % gegenüber 2025.

Beerenobst Die Ernte in den polnischen Beerenplantagen wird vorläufig auf rund 458.000 t geschätzt. Damit dürfte die Produktion etwa 6,5 % niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Erdbeerernte ging 2026 um rund 6,2 % zurück und belief sich auf etwa 141.200 t. Ausschlaggebend für das geringe Produktionsniveau waren die ungünstigen Witterungsbedingungen während der Ernte. Die Himbeerernte wird unter anderem aufgrund der verringerten Anbaufläche voraussichtlich rund

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60.900 t erreichen und damit etwa 23 % unter dem Vorjahreswert liegen. Die endgültige Produktionsmenge hängt allerdings noch vom Ertrag der Herbstsorten ab. Bei Johannisbeeren wird aufgrund der seit einigen Jahren kontinuierlich zunehmenden Anbauflächen mit einer Gesamternte von etwa 117.200 t gerechnet. Damit würde die Erntemenge rund 4,4 % über dem Vorjahresniveau liegen. Die Ernte schwarzer Johannisbeeren dürfte sogar um 7,6 % steigen und etwa 84.600 t erreichen. Die Erträge dieser Johannisbeerart fallen jedoch aufgrund der Frühjahrsfröste sowie der Hitzewelle im Juni regional unterschiedlich aus. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Qualität der Früchte aus der diesjährigen Ernte schlechter ist als in den vergangenen Jahren. Die Erträge bei Blaubeeren (Highbush) werden derzeit auf rund 61.600 t geschätzt, was einem Rückgang von etwa 4,7 % gegenüber 2025 entspricht. Die Aroniaproduktion dürfte um 3 % auf etwa 41.400 t zurückgehen, während bei Stachelbeeren ein Rückgang um rund 12,5 % auf etwa 5.000 t erwartet wird. Die Erntemenge der übrigen Früchte wird auf rund 30.100 t geschätzt. Damit dürfte sie etwa 12,6 % unter dem Wert des Jahres 2025 liegen.

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KOLUMNE

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dfhv.de

ZUR SACHE

Mann beißt Hund!

Fotos: DFHV, David – AdobeStock, Europäische Kommission, C. Schüßler - AdobeStock

Hurra, es hat geklappt! Offensichtlich hat diese Überschrift Sie motiviert, weiterzulesen. Wer Aufmerksamkeit erzielen will, braucht erst einmal eine knallige Überschrift. Bei mir hat dieser Mechanismus auch funktioniert: In einem Internetportal der Fruchtbranche las ich vor kurzem die Überschrift: „Strengere EU-Pestizidvorschriften könnten Zitrusimporte bis zu 92 % reduzieren und Preise in die Höhe treiben“. Und schon habe ich weitergelesen: EU, Pestizide, Importrückgänge, Kostensteigerung – welche Schlagwörter braucht es noch, um den Blutdruck erst einmal in die Höhe zu treiben? Zum Hintergrund: Es gibt Wirkstoffe, die in der EU keine Zulassung haben, weil sie z.B. hier nicht angewendet werden müssen. Gleichzeitig können aber Rückstände dieser Wirkstoffe auf importierten Lebensmitteln im Rahmen von festgelegten Höchstmengen erlaubt sein. Die Europäische Kommission überlegt jetzt, die Rückstandshöchstgehalte dieser in der EU nicht zugelassenen Pflanzenschutzmittel für importierte Lebens- und Futtermittel auf die Bestimmungsgrenze abzusenken. Für manche Produzenten im Ausland wird sich möglicherweise die Produktion für Europa dann nicht mehr lohnen und die Ware geht dann eben in andere Länder. Übrigens: Wenn die Höchstgrenzen eingehalten werden, besteht keinerlei gesundheitliche Gefahr … Zu den möglichen Auswirkungen dieser Pläne wurde vor kurzem eine Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission veröffentlicht. Wie schafft man jetzt Aufmerksamkeit für diese Studie? Am besten mit einer knackigen Überschrift. Sie erinnern sich: „Strengere EU-Pestizidvorschriften könnten …“. Die oben genannten Zahlen standen tatsächlich in der Studie, allerdings war lediglich von „einem extremen theoretischen Ergebnis“ die Rede. Und an einer anderen Stelle hieß es sogar, im günstigsten Szenario würden die EU-Agrarimporte nur um etwa 0,4 % sinken, während die Preissteigerungen für einzelne Rohstoffe unter 1 % blieben. „Viel Lärm um nichts“ heißt eine Komödie von Shakespeare. Und das gilt offensichtlich auch für diese Studie. Deshalb ein kleiner Tipp: Nicht immer hält die Überschrift, was sie verspricht. Aber die Gefahr ist natürlich groß, dass man nur die Überschrift liest und schon auf 180 ist. Erinnert sich noch jemand an den Slogan einer – ehemals berühmten deutschen – Zigarettenwerbung „Wer wird denn gleich in die Luft gehen?“ Oder wie es einmal jemand formulierte: „Man kann sich über alles aufregen – muss es aber nicht!“ Das würde uns heute in vielen Fällen ausgesprochen gut tun: Erst einmal die Fakten prüfen und dann ein Urteil fällen oder gar nicht erst reagieren. Aber leider leben wir in Zeiten, in denen Fakten offensichtlich keine große Rolle mehr spielen, sondern mehr sogenannte „gefühlte“ Fakten. In diesem Sinne: Bleiben Sie gelassen, auch wenn es manchmal schwerfällt.

Ihr Jürgen Bruch DFHV-Präsident

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Auch im Zitrusbereich besitzt Brasilien noch enormes Potenzial.

Brasilianische Obstexporte im ersten Halbjahr 2026 auf Wachstumskurs


Marktentwicklung ► Die brasilianischen Obstexporte sind im ersten Halbjahr 2026 um 20 % gestiegen und haben mehr als 619.000 t erreicht. Das teilte der brasilianische Verband der Obstproduzenten und -Exporteure Abrafrutas mit. Der brasilianische Obstbau erlebt derzeit eine Phase starken Wachstums. Einen wichtigen Meilenstein markierten die ersten zollfreien Traubenlieferungen in die Europäische Union. Michael Schotten

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minister, Antonio Cabrera, veröffentlicht. Nach Angaben von Cabrera werden 80 % des gesamten auf dem Luftweg ins Ausland versandten Obstvolumens über den Flughafen Guarulhos abgewickelt.

Wichtigste Produkte Der Erhebung zufolge waren Melonen und Wassermelonen im ersten Halbjahr 2026 mit 9.825 TEU die volumenmäßig größte Kategorie im Containerverkehr. Mangos folgten mit 9.399 TEU, während Zitronen und Limetten auf 8.849 TEU kamen. Zusammen bildeten diese Warengruppen den Kern der brasilianischen Obstexporte per Kühlcontainer. Auch die Daten nach Bestimmungsländern zeigen Abrafrutas zufolge, dass

Ein brasilianischer Klassiker sind auch Papaya.

Foto: Viktar Malyshchyts – AdobeStock

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ahlen von Datamar, dem führenden Anbieter von Informationen zum Außenhandel und zur Schifffahrt an der Ostküste Südamerikas, zeigen, dass Brasilien im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 36.552 TEU (twenty foot equivalent unit) Obst in die Auslandsmärkte exportierte. Das entspricht einem Anstieg von 20,4 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im gesamten Jahr 2025 beliefen sich die brasilianischen Obstexporte auf 80.179 TEU. Zusätzlich zu den containerisierten Ladungen exportierte Brasilien 48.846 t Obst mit konventionellen Kühlschiffen (Reefern). Berücksichtigt man nach Gewicht sowohl die in Containern als auch die auf Reefer-Schiffen transportierten Mengen, beliefen sich die brasilianischen Obstexporte im ersten Halbjahr 2026 auf insgesamt 498.915 t, das sind 29,2 % mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. „Die vorläufigen Zahlen von Datamar stehen im Einklang mit den offiziellen Statistiken von Comex Stat und zeigen, dass 2026 auf dem Weg ist, ein weiteres Rekordjahr für die brasilianischen Obstexporte zu werden. Das im ersten Halbjahr beobachtete Wachstum ist besonders relevant, da ein Großteil der Exporte einiger der wichtigsten von Brasilien ausgeführten Obstsorten in der zweiten Jahreshälfte erfolgt“, erklärt Chefanalyst Andrew Lorimer. Die brasilianischen Obstexporte auf dem Luftweg verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 ebenfalls einen deutlichen Anstieg von 42 %, der vor allem durch die Aktivitäten von LATAM Cargo vorangetrieben wurde. Die Daten wurden vom ehemaligen brasilianischen Landwirtschafts-

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ausfällt. Dadurch entsteht eine sehr komplementäre Handelsbeziehung, ohne dass Brasilien daran gehindert wird, gleichzeitig weitere Märkte zu erschließen“, bewertet Lorimer. Ein interessanter Punkt sei, dass das Wachstum nicht auf den Containertransport beschränkt ist. „Unsere Daten zeigen, dass im ersten Halbjahr rund 10 % der auf dem Seeweg exportierten Früchte mit konventionellen Kühlschiffen (Reefern) transportiert wurden. Dieses Transportsegment hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und stellt weiterhin einen relevanten und wachsenden Anteil der Verschiffungen dar. Das zeigt, dass die Entwicklung der brasilianischen Obstexporte umfassender ist, als es die reinen Containerzahlen vermuten lassen“, betont der Manager.

Trauben profitieren von Freihandel

Trauben konnten von dem Freihandelsabkommen zwischen Mercosur und der Europäischen Union besonders profitieren.

der brasilianische Obsthandel im ersten Halbjahr weiterhin stark konzentriert war. Die Niederlande nahmen 20.321 TEU brasilianisches Obst ab, was 55,6 % des von Datamar erfassten Gesamtvolumens entspricht. Spanien belegte mit 5.499 TEU und einem Anteil von 15,1 % den zweiten Platz. Es folgte das Vereinigte Königreich mit 5.218 TEU bzw. 14,3 %. Zusammen entfielen auf diese drei Märkte rund 85 % der brasilianischen Obstexporte in Kühlcontainern. „Europa ist seit Langem ein sehr wichtiger Handelspartner für die brasilianische Obstwirtschaft. Einer der großen Vorteile Brasiliens ist die komplementäre Ausrichtung der Erntezeiten: Bei Produkten wie Melonen, Mangos und Trauben können wir den europäischen Markt gerade in Zeiten eines geringeren lokalen Angebots beliefern.

Komplexe Handelsbeziehung Bei Melonen beispielsweise gewinnt Brasilien während des europäischen Winters Marktanteile, wenn die spanische Produktion deutlich geringer

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Trauben waren die erste brasilianische Obstart, für die die Einfuhrzölle auf dem europäischen Markt abgeschafft wurden. Möglich wurde dies durch das Handelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union. In einem Interview mit CNN Agro News betonte Waldyr Promícia, Präsident von Abrafrutas, die Bedeutung dieses Erfolgs und hob zugleich die Rolle der institutionellen Partner bei der Entwicklung des Sektors hervor. Promícia erklärte, dass Brasilien zuvor gegenüber Ländern im Nachteil gewesen sei, die bereits keine Einfuhrzölle mehr zahlen mussten. „Wir hoffen vor allem, dass dieser Vorteil der Zollfreiheit beim Endverbraucher ankommt, damit dieser den Preisnachlass erhält und unsere Früchte für die europäischen Verbraucher zunehmend wettbewerbsfähig und attraktiv werden“, so Promícia. Trotz seiner hohen Produktionsleistung exportiert Brasilien bislang nur einen kleinen Teil seiner Obstproduktion. „Wir sind der drittgrößte Obstproduzent der Welt, doch bei Exporten stehen wir auf Platz 23. Damit liegen wir weit unter unseren Möglichkeiten“, erklärte Waldyr Promícia. Ihm zufolge besitzen alle derzeit exportierten Obstarten noch erhebliches Wachstumspotenzial. Brasilien verfüge über ausreichend landwirtschaftlich nutzbare Flächen, um die Produktion zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen, ohne dafür zusätzliche Abholzungen vornehmen zu müssen. Als eine der Früchte mit besonders großem Ausbaupotenzial nannte Promícia Zitronen beziehungsweise Limetten. „Der Zitronenanbau ist in Brasilien bereits weit verbreitet, aber wir exportieren weniger als zehn Prozent unserer Produktion. Wenn wir diesen Anteil auf 20 % erhöhen, steht das Produkt be-

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reits für den Export zur Verfügung. Die Bäume sind gepflanzt, das Angebot ist vorhanden – es fehlt nur die Nachfrage.“

Schleppende Gespräche Als eine der größten Herausforderungen bezeichnete der Präsident von Abrafrutas die langsamen Fortschritte bei internationalen Handelsverhandlungen. „Alle internationalen Handelsverfahren sind sehr langsam. Das Abkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur hat 25 Jahre gebraucht, bis es zustande kam.“ Neben politischen Fragen und dem Schutz der heimischen Märkte in den Importländern stellten auch pflanzengesundheitliche Anforderungen und logistische Schwierigkeiten – insbesondere bei Lieferungen nach China und Indien – erhebliche Hindernisse dar. Die brasilianische Fruchtbranche investiere daher verstärkt in Forschung und Entwicklung, um die Haltbarkeit von Früchten zu verlängern und dadurch den Zugang zu weiter entfernten Absatzmärkten zu ermöglichen.

Melonen gehören schon seit langem zu den Top-Produkten im brasilianischen Export-Portfolio.

Peru dominiert den europäischen Markt AVOCADOS Peru bleibt der mit Abstand wichtigste Lieferant von Avocados für den europäischen Markt. Das geht laut fruitnet.com aus dem neuen Bericht „Fresh Avocado Suppliers to the EU in 2025“ der peruanischen Beratung Fluctuante hervor. Demnach lieferte Peru im vergangenen Jahr rund 517.000 t Avocados nach Europa. Das entspricht 39 % der gesamten europäischen Versorgung. Auf den weiteren Plätzen folgen Kolumbien mit 134.000 t, Spanien mit 121.000 t, Marokko mit 116.000 t und Chile mit 95.000 t. Israel steuerte 90.000 t bei, Kenia 67.000 t, Südafrika 63.000 t. Brasilien und Portugal kamen auf 20.000 t bzw. 17.000 t. Fluctuante weist darauf hin, dass die Analyse wichtige europäische ReExportländer nicht berücksichtigt. Einige Länder fungieren als bedeutende Handelsdrehscheiben, über die importierte Avocados anschließend in andere europäische Märkte weiterverteilt werden. Unterdessen wächst der europäische Avocadomarkt weiter. Nach Angaben von Fluctuante erreichten die Verkäufe 2025 einen Wert von 5,085 Mrd US-Dollar – 11 % mehr als im Vorjahr. Als Gründe nennt die Beratung die zunehmende Etablierung der Avocado als Bestandteil der europäischen Ernährung sowie neue Konsumenten und eine höhere Kaufhäufigkeit. Die dominierende Stellung Perus wird dabei besonders deutlich: Die peruanischen Lieferungen nach Europa übertrafen 2025 die zusammengefassten Mengen aus Kolumbien, Spanien und Marokko. Weltweit exportierte Peru im vergangenen Jahr insgesamt rund 804.000 t frische Avocados im Wert von 1,42 Mrd US-Dollar. Das Exportvolumen stieg damit um 41 %, der Wert um 14 % gegenüber 2024. Gleichzeitig sank der durchschnittliche Exportpreis um 19 %. Fluctuante führt dies unter anderem auf das hohe Angebot peruanischer Avocados auf dem europäischen Markt während der Sommermonate zurück.

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No 38 21. September 1996

FRUCHTHANDEL

Der Fruchthandel vor 30 Jahren Ein Blick in das Archiv des Fruchthandel Magazins

Spanien:

Der „kalte Tropfen“ setzte alles unter Wasser Daß die Valencianos vor der „Gota Fría“ (kalter Tropfen) Angst haben, kommt nicht von ungefähr. Dieses speziell an der spanischen Mittelmeerküste bekannte Wetterphänomen produziert lokale Unwetter, die neben Blitz und Donner auch gewaltige Niederschläge bringen. Wer einmal, z. B. im Auto, dieses Inferno miterlebt hat, möchte nicht ein zweites Mal hineingeraten. Der schon graue, wolkenverhangene Himmel wird plötzlich pechschwarz. Von einem Moment auf den anderen beginnt es wie aus Kübeln zu gießen. Die Sicht reduziert sich auf 10 bis 15 Meter. Man kann nur noch Schrittempo fahren. Rechts ran fahren und stehen bleiben, ist zu gefährlich. Nach einer halben Stunde oder etwas mehr ist alles vorbei. Wer Glück hatte, fuhr auf einer etwas höher gelegenen Straße. Wer nicht, hat plötzlich ein Amphibien-Fahrzeug. In der vergangenen Woche war es wieder einmal soweit. Von Almería bis Barcelona gab es Gewitter und entsprechende Regengüsse. Während sich die meisten noch im Rahmen hielten, kam es im Süden Valencias und Norden Alicantes zur Katastrophe. Die zweite Wochenhälfte brachte an der Mittelmeerküste zwischen Tavernes de Valldigna und Jávea Regenfälle, bei denen bis zu 648 Liter pro m² gemessen wurden. Der Durchschnitt lag so bei 300 Litern. Die Wetterfrösche konnten an ihren Meßgeräten stehenbleiben und alle paar Minuten das Auffanggerät ausgießen, weil es wieder voll war.

möglicherweise auch die Bäume selbst in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Ernte wird sich ebenfalls etwas verzögern. Außer den Schäden bei Citrus muß damit gerechnet werden, daß die noch nicht geernteten Trauben im Gebiet Marina Alta hin sind. Man spricht von 19.000 t.

Während es in der Ribera so gut wie keine Schäden an den Citruskulturen gab, standen in dem südlicher liegenden La Safor die etwas tiefer gelegenen Gärten unter Wasser. Hier muß mit den typischen Wasserschäden gerechnet werden, speziell bei den Früchten, die kurze oder längere Zeit im Wasser hingen. Wo die Böden nicht gut drainieren und der Wasserablauf nicht schnell vonstatten ging, sind

Auch die diesjährige Reisernte dürfte um 20 % kleiner ausfallen, da die Reiskörner, wenn sie im Wasser liegen, zu keimen beginnen. Wenn man nun noch die Schäden an den Straßen, Eisenbahnlinien, Häusern, Fahrzeugen hinzuzieht, kann man schon von einer Katastrophe größeren Ausmaßes sprechen. Wie hoch die Schäden letztlich sein werden, wird man erst in einigen Wochen wissen. w.s.

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Land unter auf den Citrusplantagen an der Mittelmeerküste zwischen Tavernes de Valldigna und Jávea.

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Holland:

Marokko:

Der 19. September war für die holländischen Strauchtomatenproduzenten der Varietät „Tasty Tom“ ein besonderer Tag. Genau vor einem Jahr kamen die ersten Tasty Toms bei der Versteigerung ZON in Grubbenvorst vor die Uhr. Mit ihrer erfolgreichen Arbeit sind Züchter wie Ton Janssen bei Venlo sehr zufrieden. Der besondere Geschmack und die tiefrote Farbe der Früchte haben vor allem die Verbraucher auf dem Hauptabsatzmarkt Deutschland überzeugt. Die Tasty Tom-Produzenten sind zudem auch die erste Gruppe von Züchtern, die ihre Tomaten vollkommen ohne chemischen Pflanzenschutz produzieren. Dies hob auch Lucas Reijnders von der Stichting für Natur und Umwelt in seiner Glückwunschrede hervor.

In Marokko hat der erste Herbstregen eingesetzt. Dies wird als ein sehr gutes Zeichen für die anstehende 1996/97er Saison angesehen. Man erinnert sich in Nordafrika noch zu gut an die durch langanhaltende Dürre verursachten Schäden Anfang der 90er Jahre, als weite Teile der Citrus- und Tomatenflächen vertrockneten.

Ein Jahr „Tasty Tom“-Tomaten

Gourmet-Reise nach Brüssel

Fruchthandel-Redakteur Kaasten Reh ermittelte den Gewinner.

Anläßlich der neuen Marketing-Kampagne für FlandriaProdukte wurden vom Vlaamse Dienst voor Agro-Marketing (Vlam) nicht nur die neuen Folder an über 700 deutsche Großund Einzelhändler verschickt, sondern auch eine WochenendGourmet-Reise für zwei Personen nach Brügge ausgeschrieben. Der Gewinner wurde per Losentscheid durch das Fruchthandel-Magazin ermittelt. Herr Lefrang von der Firma Arthur Schulz in Bremen ist der glückliche Gewinner. Herzlichen Glückwunsch.

Erstes Deutsches Handelsforum

80 Mrd DM in Ostdeutschland investiert Der Handel hat seit der Wende 80 Mrd DM in Ostdeutschland investiert. Es entstanden 8,5 Mio m² neue Verkaufsflächen, 0,5 m² pro Einwohner der neuen Länder. Das sagte Gundolf Praast, Geschäftsführer der Deutsche Spar Zentrale, auf dem Ersten Deutschen Handelsforum Anfang September in Leipzig. Aufmerksam müsse auf die Entwicklung der ostdeutschen Innenstädte geachtet werden. „Weltfremde Behörden“ und eigener deutscher Bürokratismus trügen mit ihren Anregungen und Entscheidungen mehr zur Verödung der Innenstädte bei als die „grüne Wiese“. Jüngsten Umfragen zufolge präferierten ohnehin nur 28% der Verbraucher die großen Einkaufszentren im Umland der Städte. Das Erste Deutsche Handelsforum fand auf Initiative der ostdeutschen Ernährungswirtschaft statt. Organisiert wurde es von den ostdeutschen Agrar-Marketinggesellschaften in Kooperation mit einer Lebensmittel-Fachzeitschrift. Mit rund 220 Teilnehmern war fast die gesamte Lebensmittelindustrie der neuen Länder vertreten.

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Regen läßt hoffen

Nach Angaben des meteorologischen Instituts in Casablanca fielen in den nördlichen Provinzen Marokkos jetzt bis zu 24 mm Regen, während es im Süden sogar bis zu 30 mm waren. Die Wetterfront, die in Spanien zu extremen Regengüssen mit verheerenden Auswirkungen geführt hat, kam stark abgeschwächt nach Marokko und läßt Produzenten auf eine gute Saison hoffen. Im vergangenen Jahr hatte es erst Ende Oktober angefangen zu regnen. 1995 waren so ein Fünftel der Agrarflächen vertrocknet. Da sich jetzt auch Zisternen füllen, könnten die Felder auf jeden Fall in diesem Winter regelmäßig bewässert werden, was den Qualitäten von Obst und Gemüse und anderen Agrarprodukten nur zugute käme, hieß es aus Casablanca.

Protest gegen Einschränkungen

Marokkanische Citrus- und Tomatenproduzenten protestierten jetzt gegen die neuen Einschränkungen beim Export von Citrus und Tomaten durch die EU. Die Entschädigungen würden zu einem ungerechten und unfairen Wettbewerb führen. Ahmed Darrab, Geschäftsführer der marokkanischen Vereinigung der Citrusproduzenten, erklärte, daß die EU-Import-Quoten zum Beispiel von vertraglich vereinbarten 67.000 Tonnen Tomaten auf 59.923 Tonnen beschränkt worden seien. Diese Quote gelte vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1996. Die Herabsetzung der Quote verstoße eindeutig gegen die Vereinbarungen zwischen der EU und Marokko. Darrab forderte die EU auf, unverzüglich Gespräche zur Lösung des Problems aufzunehmen. Die niedrigen Quoten benachteiligten Marokko gegenüber anderen Anbietern, vor allem gegenüber Spanien, betonte Darrab. Das Abkommen, das im Frühjahr geschlossen worden sei, solle die Stabilität und den wirtschaftlichen Frieden im südlichen Mittelmeer aufrechterhalten, so Darrab. Dies sei jetzt gefährdet.

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impressum

SCHLUSSPUNKT

111. Jahrgang (gegründet 1916)

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Verlag Fruitnet Media International GmbH Simrockstraße 64-66 I 40235 Düsseldorf Tel.+49-(0)211-99104-0 I info@fruchthandel.de www.fruchthandel.de Herausgeber H. Günter Schweinsberg † Geschäftsführung Ulrike Niggemann I Chris White

Gewächshaus der Zukunft passt sich Umgebung an FORSCHUNG Im Projekt „Greenhouse in Transition“ untersuchen Forscher aus den Niederlanden und den Vereinigten Staaten eine nachhaltigere Gestaltung von Gewächshäusern, effizientere Anbausysteme und die Vernetzung von Gewächshäusern mit der Umgebung, so Wageningen University & Research (WUR). Leo Marcelis, Professor für Gartenbau und Produktphysiologie: „Vielleicht können wir bestimmte Kulturen anders gestalten, wie z.B. den Tomatenanbau. Diese Pflanzen kann man in der Anfangsphase auch in einer vertikalen Farm anbauen, wenn sie noch wenig Licht benötigen. Erst nach der Anzucht versetzt man sie dann in das Gewächshaus, wo man sie weiterwachsen lässt, bis sie Früchte tragen. Auf diese Weise kann man mehrere Ernten pro Jahr erzielen. Ich bin sehr gespannt, zu welchem Ergebnis wir kommen, wenn wir ganz von vorne anfangen. Werden wir dann ganz andere Entscheidungen treffen?“ Ein weiterer Bestandteil des Projekts sei die Wechselwirkung mit der Umgebung. Ein Gewächshaus oder -komplex kann laut Marcelis mit nahegelegenen Wohngebieten, landwirtschaftlichen Betrieben und der Industrie vernetzt werden. „Die Industrie verfügt bspw. über Restwärme, mit der Gewächshäuser beheizt werden können. Auch gereinigtes Abwasser aus der Industrie oder aus Kläranlagen kann nutzbar sein. Gleichzeitig produzieren Gewächshäuser selbst Wärme, die sie abgeben müssen. Diese kann zum Heizen von Wohnungen genutzt werden. Und Restwasser oder ein Überschuss an gespeichertem Regenwasser kann für die Landwirtschaft nützlich sein. Mit einer solchen Verbindung kann man einen enormen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.“

Anzeigen Tel.+49-(0)211-99104-40, anzeigen@fruchthandel.de Helmut Peskes (Anzeigenleiter) I Panagiotis Chrissovergis I Christian Hollenbeck I Gabi Höhle DESIGN Anna K. Schweinsberg, akschweinsberg@libero.it Layout I EBV HP Medien, Mönchengladbach, hpmedien.de Abonnements I Vertrieb Tel. +49-(0)211-9 91 04-12 I abos@fruchthandel.de Sebastian Felici EVENTS I AWARDS Tel. +49-(0)211-9 91 04-10 I events@fruchthandel.de Kaasten Reh (Leitung) Projektmanagement I Marketing Lena Manteuffel, Amy Broadfoot KORRESPONDENTEN -N iederlande: Jochem Wolthuis (jw), info@nldcommunicatie.nl - Spanien: Agronoticias: Daphne Schmidt (ds), daphne@agronoticias.es - Frankreich: Pascale Canova-Menke, p.canovamenke@promo-intex.com - Italien: NCX: Carla Buono (cb), media@ncx.it STÄNDIGE FREIE MITARBEITER Marlis Heinz (mhz) I Dr. Henriette Ullmann (hu) I Betina Ernst (be) I Louise Brodie, Lucentlands (lb) I Ralf Petrov (rp) Jahresabo Inland 280 € | Ausland 335 € | Digital-Abo 150 € (alle Preise inklusive Versandkosten, zuzüglich Mehrwertsteuer) Erscheinungsweise zweiwöchentlich, ISSN 0429-7830 Druck: D+L Reichenberg GmbH, Bocholt

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23.09.2026 • Produkte aus deutschen Regionen • Flandern • Fresh Convenience • Clubbirnen • Produkte am POS: Feigen

02.10.2026

Redaktion Tel. +49-(0)211-9 91 04-35 I redaktion@fruchthandel.de Michael Schotten (ms, Chefredakteur) I Nadine Schotten (nsc, Chefin vom Dienst) I Christine Weiser (cw) I Daniel Schmidt (dsch) I Inga Detleffsen (id)

Themenschwerpunkte

Offizieller Kooperationspartner Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Vervielfältigung auf Datenträger nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch den Verlag. Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte

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