Politik kompakt. Energiewende – bezahlbar, sicher, nachhaltig. Deutschland steht bei der Energieversorgung vor gewaltigen Herausforderungen. Dabei gilt es, die Ziele Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit miteinander in Einklang zu bringen. Die nachfolgenden Punkte zeigen, wie die Energiewende aus Sicht des Mittel stands gelingen kann: 1. Konzept: Die neue Energieversorgung muss so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig sein. Erneuerbare Energien können dezentral effizienter und wirtschaftlicher eingesetzt werden als in Großprojekten. Das bedeu tet: mehr Wettbewerb, weniger Netze. Die Folge sind langfristig niedrige Stromkosten für Unternehmen und private Verbraucher.
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Zusammensetzung des Strompreises Kraft-WärmeKopplungsgesetz 1%
EEG* 5,2% bgabe
sionsa
Konzes 7,7%
te ms ro t S 8% 8,
r ue
Quelle: www.bdew.de, Stand 2009
Net
zent gel 24,0 te %
*Erneuerbare Energien-Gesetz
poko201103 Stand: Juli 2011
Strombeschaffung, Vertrieb und Service 37,0%
Mehrwertsteuer 16,0%
2. Preise: Energie muss für den Mittel stand bezahlbar bleiben. Die Weichen hierfür werden heute gestellt. Ein neues, dezentrales Energiesystem wirkt langfristig preisdämpfend, und nicht preistreibend. Bei zentralen Systemen, bei denen zwangsläufig Monopolgewinne entstehen, ist dieser Effekt nicht sicher. Zusätzlich plädieren wir für die Abschaffung der Stromsteuer, um den Strompreis vom hohen Anteil an staatlichen Lasten zu befreien.
3. Technischer Fortschritt: Wir halten es für möglich, dass in zehn Jahren die dezentrale Erzeugung und Zwischenspeicherung von Strom aus regene rativen Energien zusammen nicht teurer sein wird als die Erzeugung mit konventionellen Anlagen. Damit wird ein neues wirtschaftlicheres Energie system möglich. 4. Energiemix: Der optimale Energiemix ist abhängig von regionalen Gegeben heiten. Der regenerative Mix aus Geothermie, Biogas, Solar und Windkraft muss vorübergehend durch konventionelle Erzeugungsarten mit Kohle und Gas ergänzt werden. 5. Netze: Eine dezentrale Energieversorgung bedeutet, dass weniger Über tragungsnetze gebaut werden müssen. Damit sinken die Investitionskosten und ein übermäßiger Anstieg der Netzentgelte wird vermieden. 6. Anreize statt Dauersubventionen: Langfristiges Ziel ist ein Energiemarkt ohne Subventionen. Dafür müssen Erneuerbare Energien besser in den Strommarkt integriert und Mitnahmeeffekte vermieden werden. Sobald die dezentrale Stromerzeugung aus regenerativen Energien plus Zwischen speicherung preiswerter als die heutigen konventionellen Methoden sind, können Einspeisevergütung und Vorrang für Erneuerbare Energien entfallen. 7. Neues Marktdesign: Ein neues Marktdesign ist notwendig, um Anreize für die Bereitstellung von Grundlast und Regelenergie zu schaffen. 8. Speicher erforschen und entwickeln: Speicher sind ein essentieller Bau stein, damit die Energiewende gelingen kann. Daher sind die Forschungs leistungen von allen Beteiligten zu intensivieren. Die Zusammenarbeit von Universitäten, Instituten und Unternehmen muss stärker gefördert werden. 9. Regionalprinzip: Das dezentrale Konzept beinhaltet, dass zunächst regio nale Energiepläne entwickelt werden. Der optimale Planungsraum besteht aus einer Stadt und dem dazugehörigen Umland. Die prognostizierten Angebots- oder Nachfrageüberzuschüsse werden zu einem nationalen Energieplan aggregiert.
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