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Politik kompakt. Arbeit und Soziales. Mehr Netto vom Brutto Um einen Nettolohn von 1.800 Euro auszuzahlen, muss ein Unternehmen mehr als das Doppelte aufwenden. Ausgaben für Maschinen, Möbel, Strom, Licht, Wasser und der bürokratische Aufwand sind bei dieser Rechnung noch gar nicht berücksichtigt. Die hohen Lohnnebenkosten führen dazu, dass bei den Arbeitnehmern trotz guter Leistungen wenig Geld ankommt. Die Differenz zwischen Nettolohn und Effektivkosten kassieren Staat und Versicherungen. Arbeitnehmerbeiträge Sozialversicherung 612,49 € Umlagen U1, U2, Berufsgenossenschaften 118,24 €

Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag 521,63 €

Arbeitgeberbeiträge Sozialversicherung 578,75 €

Nettolohn 1.800,00 €

Eine detailierte Grafik mit Einzelpositionen finden Sie unter: www.bvmw.de/ politik/arbeitsmarkt.html

www.bvmw.de

poko201102  Stand: Juli 2011

Effektivkosten 3.611,11 €


Steuern und Abgaben müssen sinken, damit Unternehmen wieder Leistung und nicht den Staat bezahlen und die Beschäftigten mehr in der Tasche haben. Forderungen des BVMW an die Steuerpolitik: §§ Ausgleich der Steuermehrbelastung durch Inflation („Kalte Progression“). §§ Stufenweiser Abbau des Solidaritätszuschlags: Ist dies finanzpolitisch nicht durchsetzbar, stellt eine zweckgebundene Abgabe für Bildung und Infra­ struktur die bessere Lösung dar. §§ Etablierung eines gerechten, vereinfachten und transparenten Steuer­ systems. §§ Entlastung der Arbeitgeber in ihrer Rolle als Hilfsorgane der Sozialversiche­ rungsträger durch Bürokratieabbau bzw. Entbürokratisierung. Forderungen des BVMW an die Sozialpolitik: §§ Beiträge senken statt Überschüsse im Gesundheitsfonds anzuhäufen. §§ Mehr Transparenz in der Arztrechnung. Ehrlichkeit und der langfristige Erfolg von Behandlungen müssen belohnt werden. §§ Keine Finanzierung von beitragsfremden Leistungen (rund 100 Milliarden Euro geben die deutschen Sozialkassen jährlich für versicherungsfremde Leistungen aus). Umsetzung schnellstmöglich, denn §§ die Erfüllung bürokratischer Pflichten stellt sich mehr und mehr als Innova­ tions- und Investitionsbremse heraus, §§ die hohen Lohnnebenkosten sind unfair. Der Arbeitnehmer muss für seine Leistung mehr Geld auf sein Konto bekommen als an Staat und Sozialversi­ cherungen abfließen, §§ die steigenden Lohnnebenkosten reduzieren die Kaufkraft. Übertriebene Abgaben in Form von zu hohen Steuern und Lohnnebenkosten führen zu Inflexibilität, hohen Verwaltungskosten und Zeiteinbußen. Wir ste­ hen für mehr Effizienz, für den unternehmerischen Mittelstand.

Der BVMW. Die Stimme des Mittelstands. BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. Bundesgeschäftsstelle Berlin    Mosse Palais    Leipziger Platz 15    10117 Berlin Telefon: + 49 (30) 53 32 06-0    Telefax: + 49 (30) 53 32 06-50   politik@bvmw.de  www.bvmw.de

BVMW-Infoflyer: Politik kompakt – Mehr Netto vom Brutto  

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