M AG A Z I N
2015
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Infom a ga zin der Freiwillige n Feue rwehr Mittersill
Gedenken an unsere verstorbenen Feuerwehrkameraden Danke für eure Kameradschaft und euren Einsatz.
„Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr!“
Vorwort
VORWORT | 1
Foto Bürgermeister - by franz reifmüller
Sehr geehrte Mittersillerinnen und Mittersiller, geschätzte Kameraden unserer Feuerwehr!
„Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ – so lautet der Leitspruch der Feuerwehren. Und ganz im Sinne dieses Credos handelten die Mitglieder der Feuerwehr Mittersill im abgelaufenen Jahr: sie retteten Personen aus schwierigen und gefährlichen Situationen; sie löschten oftmals nicht einfache Brände, bargen verunglückte Fahrzeuge und Traktoren und schützten unsere Stadt. Vor zehn Jahren ereignete sich in Mittersill eine der größten Hochwasserkatastrophen in der Geschichte unseres Ortes. Auch
„Teamgeist“ – ein Wort, welches oft verwendet wird, aber selten so gelebt wird wie in der Feuerwehr Mittersill. Das ganze abgelaufene Jahr war geprägt von Ereignissen, die mir immer wieder bewiesen haben, dass ich stolz sein kann, als Ortsfeuerwehrkommandant diese Organisation leiten zu dürfen. Zwar blieben wir heuer vor einem größeren Hochwassereinsatz verschont, jedoch waren dafür umso mehr andere Einsatzszenarien für die Mannschaft der Feuerwehr Mittersill zu meistern. Egal ob schwere Verkehrsunfälle, zahlreiche abgestützte Traktoren oder Brände – wir waren stets bereit zu helfen und gaben unser Bestes. Abseits vom Einsatzgeschehen war das vergangene Jahr vor allem auch im Ausbildungsbereich eine intensive Zeit. Zahlreiche neu eingetretene Feuerwehrmitglieder mussten von Grund auf eingelernt und die bestehende Mannschaft regelmäßig auf die Einsatzgeräte geschult werden. Das Wissen eines Feuerwehrmannes müsste heutzutage nahezu allerfassend sein, um jegliches mögliche Ein-
damals waren Hundertschaften an Einsatzkräften in Mittersill tätig , um zu retten was möglich war und um uns vor noch größeren Schäden zu schützen. Seit damals hat sich vieles geändert. Der lebensnotwendige Hochwasserschutz wurde errichtet und unsere Marktgemeinde zur Stadt erhoben. In den vergangenen Wochen fanden die letzten Adaptierungsarbeiten an den Schutzbauten statt, sodass in Zukunft unser Mittersill noch besser vor den Wassermassen geschützt ist. Als letztes Nadelöhr wird im kommenden Jahr die Salzachbrücke erneuert.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen und unseren Feuerwehrkameraden im Namen der Stadtgemeinde Mittersill noch einmal recht herzlich für die geleistete Arbeit im Jahr 2015 zu danken. Es war nicht immer einfach, doch durch euer Engagement wurden sämtliche Einsatzszenarien mit Bravour gemeistert. Besonderen Dank deshalb auch dem Ortsfeuerwehrkommando und dem Ortsfeuerwehrkommandanten Roland Rauchenbacher für die umsichtige Führung und allen für das Jahr 2016 viel Erfolg, Glück und Gesundheit.
satzszenario meistern zu können. Dank der guten Durchmischung in der Feuerwehr – von Mechanikern, Elektrikern, Tischlern bis hin zu Krankenpflegern oder Schüler/ Studenten – sind viele Berufssparten und somit viele Experten in der Feuerwehr vereint. Und aus diesem umfangreichen Wissen schöpft die Feuerwehr ihre Schlagkraft.
verlassen kann und das unsere Organisation führt.
Neben den Einsätzen und Übungen wurden wieder Veranstaltungen durchgeführt, unterstützt und die Kameradschaft mit Ausflügen und internen Feiern gepflegt. Ein Dank hierbei auch an alle, die uns beim Stadtfest mit ihrem Besuch unterstützten. Und das alles – egal ob Einsatz, Ausbildung oder sonstige Tätigkeit – funktioniert eben nur mit gelebtem Teamgeist. Danke deshalb an die Mitglieder der Feuerwehr Mittersill – den aktiven, den altgedienten Reservisten sowie den Jugendlichen bei der Feuerwehrjugend – für die Bewältigung der oft nicht einfachen Aufgaben. Ein großer Dank aber vor allem auch den Mitgliedern des Ortsfeuerwehrkommandos – ein Team, auf das ich mich blind
Ein besonderer Dank ergeht an die Stadtgemeinde Mittersill mit Bgm. Dr. Viertler sowie den beiden Vizebgm. Volker Kalcher und DI Gerald Rauch an der Spitze für die Unterstützung und Treue zu ihrer Feuerwehr. Ein besonderer Dank auch an Amtsleiter Mag. Andreas Voithofer mit seinem Team im Gemeindeamt sowie an Bauhofleiter Franz Rieder und den Mitarbeitern für die regelmäßige und gute Zusammenarbeit. Danke auch an Sie, liebe Mittersillerinnen und Mittersiller, für das positive Feedback auf unsere geleistete Arbeit und die Unterstützung der Feuerwehr Mittersill. Besonders danken möchten wir auch den Wirtschaftstreibenden für die regelmäßige Unterstützung und gute Zusammenarbeit. Für 2016 wünsche ich allen Kameraden, sowie Mittersillerinnen, Mittersillern und allen Gästen unserer Stadtgemeinde viel Gesundheit, Glück und Erfolg. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!
Bürgermeister Dr. Wolfgang Viertler
Sämtliche Einsatzszenarien wurden mit Bravour gemeistert!
Ortsfeuerwehrkommandant HBI Roland Rauchenbacher
Gelebter Teamgeist in der Feuerwehr Mittersill!
2 | INHALT
Impressum | Medieninhaber Bei dem „F-Magazin“ handelt es sich um eine Mitteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mittersill. Für den Inhalt verantwortlich: Ortsfeuerwehrkommandant Roland Rauchenbacher Redaktion: Maximilian Hölzl, Harald Rainer, Fabian Scharler, Patrick Scharler Kontakt: Lendstraße 3 - 5730 Mittersill, e-mail: ff-mittersill@lfv-sbg.at, Tel: 06562/4111 Titelbild: © by Manuel Wieser | Layout & Gestaltung: Patrick Scharler Verlagspostamt: 5730 Mittersill | Redaktionsschluss: 01.12.2015
INHALT | 3
Inhalt Allgemeines Florianifeier und Mitgliederversammlung Einsatzberichte Kurzberichte
4 4 6 7
Hochwasser 2005 – 10 Jahre danach
16
Die Feuerwehr – dein Freund und Helfer
18
Übungsberichte
20
Kurzberichte
21
Unsere Feuerwehrjugend - die Zukunft der Feuerwehr
26
Aus dem Stadtarchiv
28
Veranstaltungen
30
Neuanschaffungen
32
Dankesworte
34
Unsere Förderer
35
4 | ALLGEMEINES
Florianifeier und Mitgliederversammlung Feuerwehr bedeutet nicht nur, als „Einrichtung der Gemeinde“ die täglichen Aufgaben – von Verkehrsunfall bis Katastropheneinsatz – zu bewältigen. Nein, Feuerwehr ist vieles mehr – und vor allem Tradition. Deutlich wird dies durch Veranstaltungen wie die alljährliche Florianifeier. Und vor allem ist Feuerwehr eines: gelebte Kameradschaft. Durch Ortsfeuerwehrkommandant Roland Rauchenbacher wurden die Mitglieder der örtlichen Feuerwehr auch heuer wieder zur Florianifeier mit anschließender Mitgliederversammlung einberufen. Durch die stimmungsvolle Florianifeier im Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes führte unser Feuerwehrkurat Dechant Mag. Tobias Giglmayr. Im Anschluss daran segnete er im Beisein der Feuerwehr, zahlreicher Ehrengäste und Mittersiller/innen die neuen Einsatzuniformen der Aktivmannschaft und den Pumpenanhänger. Auch konnten neun neue Mitglieder zum Feuerwehrdienst angelobt werden und leisteten ihr Gelöbnis auf die Fahne. Die anschließende Mitgliederversammlung fand im Nationalparkzentrum Mittersill statt. Vor versammelter Mannschaft und zahlreichen Ehrengästen konnte der Ortsfeuerwehrkommandant eine erfolgreiche Bilanz über sein erstes Jahr in dieser Tätigkeit ziehen. Zahlreiche Einsatzszenarien wurden durch die Einsatzkräfte bewältigt und tausende Stunden für die Allgemeinheit geleistet. Bürgermeister Dr. Wolfgang Viertler hob den besonderen Stellenwert der Feuerwehr in der Gesellschaft hervor und bedankte sich für die geleistete Arbeit, vor allem auch beim Hochwassereinsatz im Sommer 2014. Aufgrund ihrer Funktion als stellvertretende Zugskommandanten wurden Thomas Wieser und Manfred Fritzenwanger zum „Brandmeister“ befördert. Nach seiner langjährigen Tätigkeit als aktives Mitglied (zudem für einige Jahre als Schriftführer im Kommando tätig) wurde Andreas Lemberger in den nicht aktiven Stand überstellt. Roland Maier konnte zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum sowie Alfred Czermin, Christian
Hirscher und Andreas Holzer zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum gratuliert werden. Wir möchten auch festhalten, dass zahlreiche Mitglieder der Reservemannschaft unserer Feuerwehr heuer besondere Geburtstage feierten. So dürfen wir noch einmal Herrn Ing. Klaus Knapp zum 60er gratulieren. Reinhard Germann wurde heuer 70 Jahre alt und die Kameraden Sepp Schmidseder, Franz Sinnhuber und Bruno Tildach feierten das 80igste Wiegenfest. Wir wünschen den Jubilaren noch einmal alles Gute zum Geburtstag und freuen uns, dass auch die altgedienten Kräfte der Feuerwehr immer wieder im Feuerwehrhaus angetroffen werden, wo sie jederzeit herzlich willkommen sind. Mit Helmut Walkner verloren wir am 01.01.2015 einen langjährigen Kameraden. Wir halten ihn – wie auch alle anderen bereits verstorbenen Mitglieder – in Gedanken und sind stolz, dass er ein Teil unserer Mannschaft war. Der Tag der Florianifeier und Mitgliederversammlung ist immer wieder ein besonderer Moment für Mitglieder der Feuerwehr. Es ist eine Veranstaltung, in der die vergangenen Ereignisse noch einmal aufgegriffen werden und das Arbeitsjahr offiziell abgeschlossen wird. Dementsprechend angenehm ist auch das anschließende gemeinsame Mittagessen und das Hochleben der Kameradschaft. Im Jahr 2016 findet die Florianifeier voraussichtlich am Sonntag, 17. April statt, zu welcher wir bereits jetzt alle Mittersillerinnen und Mittersiller recht herzlich einladen dürfen!
6 | EINSATZBERICHTE
Einsatzberichte Ein außerordentliches Jahr an Einsätzen neigt sich langsam aber doch dem Ende zu. Seit dem 01. Jänner dieses Jahres ist die örtliche Feuerwehr zu mehr als 70 Einsätzen alarmiert worden. Davon waren mehr als 50 technische Hilfeleistungen, 11 Brandeinsätze und neun Fehlalarmierungen. Das sind insgesamt mehr als 2.500 geleistete Einsatzstunden. Vergleicht man diese Werte mit dem Vorjahr musste die Feuerwehr Mittersill 2015 fast doppelt so oft zu Hilfeleistungen ausrücken. Die nachfolgenden Seiten zeigen einen Auszug der Einsatzgeschehnisse dieses Jahres.
EINSATZBERICHTE | 7
Schwerer Verkehrsunfall am Paß Thurn 04. Jänner 2015, 10:45 Uhr
Verkehrsunfall „Reibhäusl-Kurve“ 14. Februar 2015, 02:56 Uhr
Auf der Paß Thurn Straße kollidierten am 04. Jänner 2015 zwei Fahrzeuge. Vor Ort konnte durch Einsatzleiter Alfred Scharler festgestellt werden, dass kein Einsatz des hydraulischen Rettungsgerätes mehr erforderlich war. Die Feuerwehr unterstützte die Teams des Roten Kreuzes bei der Erstversorgung der verletzten Personen, übernahm die Sicherungsarbeiten und führte gemeinsam mit einem Abschleppunternehmen die Aufräum- und Bergungsarbeiten durch. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt, eine davon schwer. Das Rote Kreuz war mit zwei Fahrzeugen vor Ort, ebenso war ein Notarzt sowie der Rettungshubschrauber an der Einsatzstelle.
Ein PKW kam bei der „Reibhäusl-Kurve“ auf der Paß Thurn Straße von der Fahrbahn ab und landete schließlich im Straßengraben. Bei Eintreffen der Feuerwehr befand sich bereits keine Person mehr im Fahrzeug. Die Kräfte der Feuerwehr übernahmen die Absicherung der Unfallstelle und unterstützten das Abschleppunternehmen bei der Bergung des abgekommenen Fahrzeuges.
Schwerer Verkehrsunfall auf Höhe des Schwimmbads 16. Februar 2015, 17:22 Uhr
Schwerer Verkehrsunfall auf Höhe des Querdamms 14. März 2015, 15:23 Uhr
Auf der Felbertauernstraße – Höhe Schwimmbad – schlitterte am späten Nachmittag des 16. Februars ein Fahrzeug in den Straßengraben. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war die verletzte Person bereits aus dem Unfallfahrzeug befreit und wurde von nachkommenden Ersthelfern betreut. Die Mannschaft der Feuerwehr Mittersill führte die Sicherungsarbeiten durch und half dem Abschleppdienst bei der Bergung des PKWs.
Die Feuerwehr Mittersill musste am 14. März zu einem schweren Verkehrsunfall ausrücken. Im Bereich des Mittersiller Hochwasserschutzdammes überschlug sich ein Fahrzeug, ein Insasse wurde dabei verletzt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten das Rote Kreuz bei der Versorgung der verletzten Person. Ein weiteres Team übernahm die Absicherung der Unfallstelle. Ebenso wurde ein Brandschutz aufgebaut. Die verletzte Person wurde mit dem Notarzthubschrauber abtransportiert. Die Bergung des Unfallfahrzeuges wurde in Zusammenarbeit mit einem Abschleppunternehmen durchgeführt.
8 | EINSATZBERICHTE
LKW-Bergung 19. März 2015, 11:14 Uhr Ein 20 Tonnen schwerer Lastkraftwagen - beladen mit Styropor - folgte einer Nebenstraße, die in einer Wiese endete. Aufgrund der warmen Temperaturen und der Schneeschmelze war der Boden sehr aufgeweicht, weshalb es für das Fahrzeug kein Weiterkommen mehr gab. Außerdem drohte zusätzlich der Hänger umzukippen. Die Feuerwehr führte die Bergung durch.
Verkehrsunfall im Ortszentrum 03.Mai 2015, 07:50 Uhr Bei Eintreffen der Feuerwehr konnte festgestellt werden, dass ein Fahrzeug von der Straße abgekommen ist und in weiterer Folge in Blumentröge schlitterte. Durch den Aufprall wurde der PKW stark beschädigt. Aufgabe der Einsatzkräfte der Feuerwehr Mittersill war neben dem Absichern der Unfallstelle, die Einrichtung einer großräumigen, örtlichen Umleitung, das Binden des ausgetretenen Treibstoffes und das Aufräumen der Unfallstelle.
Verkehrsunfall Hollersbach 12. April 2015 - 03:21 Uhr Die Landesalarm- und Warnzentrale Salzburg bekam die Erstmeldung, dass sich in der Nähe vom „Oberkrammernwirt“ ein Verkehrsunfall ereignete. Beim Eintreffen des Einsatzleiters stellte sich heraus, dass ein Fahrzeug auf einem Waldweg gegen einen Baum geprallt war. Die Person konnte sich bereits aus dem Fahrzeug befreien, weshalb kein hydraulisches Rettungsgerät mehr eingesetzt werden musste. Nach Absprache des Einsatzleiters mit Rettung, Polizei und Feuerwehr Hollersbach war kein weiterer Einsatz der Feuerwehr Mittersill erforderlich.
EINSATZBERICHTE | 9
Traktorabstürze Mai, Juni 2015 Zu mehreren Traktorabstürzen musste die Freiwillige Feuerwehr Mittersill in diesem Jahr ausrücken. Ein Traktor war bei Holzarbeiten am 30. Mai 2015 auf Höhe des "Gasthaus Tauernblick" in den Wald abgestürzt. Es wurde niemand verletzt. Mittels zweier Seilwinden konnte die Landmaschine vorerst vor weiterem Absturz gesichert werden, ehe man abschließend den Traktor aus dem steilen Gelände barg.
Nur fünf Tage später – am 04. Juni 2015 – stürzte ein Traktor mit Ladewagen auf einem Hang im Ortsteil Rettenbach ab. Eine Person wurde verletzt. Die Feuerwehr unterstützte das Rote Kreuz bei der Rettung der verletzten Person und führte die Bergungsarbeiten der Landmaschine durch. Am 19. Juni mussten die Feuerwehrkräfte zum bereits dritten Traktorabsturz innerhalb von drei Wochen ausrücken. Im Bereich
„Rettenbacher Sonnberg“ stürzte ein Traktor mit Güllefass einen Felsabhang ab. Großes Glück hatte der Fahrzeuglenker, welcher rechtzeitig vom Traktor abspringen konnte. Während sich die Landmaschine in Bäume verfing, stürzte das Güllefass und ein Traktorreifen das gesamte Feld ab und landete auf dem unterliegenden landwirtschaftlichen Gut. Die Einsatzkräfte übernahmen die aufwendige Bergung der Wrackteile und führten Aufräumungsarbeiten durch.
Exakt eine Woche danach – am 26. Juni 2015 - musste die Feuerwehr Mittersill ins Felbertal zur vierten Traktorbergung dieses Jahres ausrücken. Ein landwirtschaftliches Fahrzeug blieb im steilen Gelände hängen und konnte sich nicht mehr fortbewegen. Nach dem Absichern des Fahrzeuges wurde es mittels Seilwinde des Rüstlöschfahrzeuges geborgen. Es wurde niemand verletzt.
10 | EINSATZBERICHTE
Brand eines Wohnhauses 05. Juni, 08:10 Uhr Die Freiwillige Feuerwehr Mittersill wurde am 05. Juni 2015 um kurz nach 08:00 Uhr zu einem Brand eines Wohnhauses in der Lendstraße alarmiert. Einer ersten Meldung zufolge befand sich eine elektrische Anlage in Brand. Bereits bei der Anfahrt war ersichtlich, dass Flammen und starker Rauch aus dem Gebäude drangen.
Kräfte des Tank 4000-Fahrzeuges den Innenangriff mit einer weiteren Atemschutzmannschaft. Die Drehleiter positionierte sich auf der Westseite des Gebäudes.
Einsatzleiter Roland Rauchenbacher ordnete umgehend eine Brandbekämpfung des Wohnhausinneren an. Ein Trupp begab sich mit schwerem Atemschutz in den ersten Stock, führte eine Lageerkundung und einen ersten Löschangriff mittels Hochdruckrohr durch.
Der Innenangriff zeigte rasch Wirkung und so konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und ein Ausbreiten der Flammen abgewendet werden.
Der Atemschutzmannschaft bot sich folgende Lage: Durch die enorme Hitze im Inneren war ein Vorkommen enorm schwierig. Im ersten Stock stand ein Raum in Vollbrand und eine Ausbreitung auf das Dachgeschoss war bereits im Gange. Aufgrund dieser Tatsache unterstützten die
Um 08:45 Uhr konnte letztlich „Brandaus“ gegeben werden. Hauptaugenmerk bei den Löscharbeiten war neben der Bekämpfung des Brandherdes, eine Ausbreitung auf den Dachstuhl und das Übergreifen der Flammen auf die Nachbarobjekte zu verhindern. Im Einsatz standen: Ein Tanklöschfahrzeug blieb vor Ort, sicherte das Brandobjekt und führte Nachkontrollen durch.
Feuerwehr Mittersill: 30 Mann | Kommandofahrzeug, Vorausfahrzeug, Tank4000, Tank2000, Drehleiter, Lastfahrzeug, Rüstfahrzeug, Mannschaftstransporter Feuerwehr Hollersbach: 17 Mann | Tank3000, Kleinlöschfahrzeug Bezirksfeuerwehrkommandant Pinzgau: Franz Fritzenwanger, Rotes Kreuz Mittersill, Polizei Mittersill
Verkehrsunfall Lendstraße 13. Juli 2015, 09:22 Uhr
EINSATZBERICHTE | 11
Nur kurze Zeit nach einem Auspumpeinsatz in einem Erzeugungsbetrieb wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mittersill zu einem Verkehrsunfall im Ortszentrum alarmiert. Im Bereich der Hinteren Lendstraße kollidierte ein Stapler mit einem sogenannten „Mopedauto“. Durch das Rote Kreuz wurde ein Lenker erstversorgt, die Feuerwehr übernahm die Aufräumungsarbeiten.
Verkehrsunfall Paß Thurn Straße 07. Juni 2015, 19:27 Uhr Ein Sportwagen kam am 07. Juni 2015 von der Paß Thurn Straße ab. Aufgaben der Feuerwehrkräfte waren das Absichern der Unfallstelle, das Versorgen der verletzten Person in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, die Errichtung eines Brandschutzes und die Durchführung der Aufräum-, Bergearbeiten mit einem Abschleppunternehmen.
Verkehrsunfall Paß Thurn Straße 14. Juni 2015, 01:57 Uhr Auf der Paß Thurn Straße verlor ein Fahrzeuglenker die Kontrolle über sein Fahrzeug, welches sich in Folge überschlug. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr übernahmen die Sicherungs- und Aufräumungsarbeiten. Durch das Rote Kreuz wurde der Fahrzeuglenker versorgt. Um 03:00 Uhr konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Brandeinsatz Volksschule, Polytechnische Schule 07. Juli 2015, 10:44 Uhr Die Freiwillige Feuerwehr Mittersill wurde am Vormittag des 07. Juli zu einem Brandverdacht in der Volksschule bzw. Polytechnische Schule Mittersill alarmiert. Im Bereich des Dachgeschosses war eine Rauchentwicklung erkennbar. Durch Einsatzleiter Kurt Kollmann wurde die Erkundung des Gebäudes mittels Atemschutztrupps und von der Außenseite durch die Drehleiter angeordnet. Im dritten Obergeschoss konnte die Brandquelle - ein elektrischer Defekt an der Beleuchtung - lokalisiert werden. Mittels Belüftungsgerät wurde durch die Einsatzkräfte der betroffene Bereich rauchfrei gemacht. Ein weiteres Eingreifen der Feuerwehr war fortan nicht mehr erforderlich. Durch die vorbildliche Evakuierung der Schüler/ innen waren zu keiner Zeit Personen gefährdet. P.S.: Zur Zeit des Einsatzes war eine Klasse der Volksschule zu Gast im Feuerwehrhaus und konnte somit das Ausrücken der Einsatzkräfte zu ihrer Schule live miterleben.
12 | EINSATZBERICHTE
Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person 17. Juli 2015, 10:48 Uhr Ein PKW kollidierte mit einer Garnitur der Pinzgauer Lokalbahn auf Höhe des „Gasthaus Schweizerhaus“. Eine Person befand sich noch im Fahrzeug und war eingeklemmt. Die Kräfte des Vorausfahrzeuges begannen umgehend mit der Befreiung der eingeklemmten Person mittels hydraulischem Rettungsgerät. Die Feuerwehr Mittersill unterstützte weiters das Rote Kreuz bei der Erstversorgung zwei verletzter Personen. Ein Insasse wurde mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert. In Zusammenarbeit mit einem Abschleppunternehmen übernahm die FF Mittersill abschließend die Bergung des Unfallwracks. Für den Lenker des PKWs kam jede Hilfe zu spät. Das Rote Kreuz war mit zwei Fahrzeugen vor Ort, ebenso war ein Notarzt sowie der Rettungshubschrauber an der Einsatzstelle.
Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person 01. August 2015, 04:52 Uhr Auf der B 165 Gerlos Straße - Höhe Ortsteil „Grubing“ - ist ein in Richtung Krimml fahrender PKW von der Straße abgekommen und auf die abschüssig liegende L 254 Hollersbacher Landesstraße gestürzt. Im Bereich der dort befindlichen Zug-/Bushaltestelle kam das Fahrzeug auf dem Dach zum Stillstand. Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mittersill wurde das Fahrzeug mit dem Abstützsystem „Stab-Fast“ gesichert und mittels hydraulischem Rettungsgerät eine verletzte Person aus dem Wrack befreit. Eine weitere verletzte Person wurde durch ein Team des Roten Kreuzes und Notärzte bereits versorgt. Im Anschluss wurden durch die Feuerwehren Mittersill und Hollersbach die Aufräumungsarbeiten durchgeführt und das verunfallte Fahrzeug abgeschleppt. Eine Person verstarb im Krankenhaus aufgrund der schweren Verletzungen.
EINSATZBERICHTE | 13
Segelflugzeugabsturz 22. August 2015, 15:06 Uhr Ein Segelflugzeug - gestartet im Landkreis Traunstein - kappte das Kabel einer Hochspannungsleitung und landete in einer Wiese. Durch den Einsatzleiter wurde nach erster Lageerkundung vor Ort festgestellt, dass der Pilot unverletzt war und von dem Fluggerät keine Brandgefahr ausgeht. Die Feuerwehr übernahm somit Sicherungsmaßnahmen an der Absturzstelle. Zudem wurden im Rahmen des „Sonderalarmplans Flugunfall“ die zuständigen Dienststellen (Bezirkshauptmannschaft Zell am See, Bezirksfeuerwehrkdt., ect.) informiert und die Salzburg AG bezüglich der notwendigen Stromabschaltung an der beschädigten Stromleitung kontaktiert.
Fahrzeugbrand 01. September 2015, 09:45 Uhr Bei Eintreffen vor Ort konnte ein bereits fortgeschrittener Brand an einem PKW festgestellt werden. Daraufhin wurde durch die Einsatzkräfte des Vorausfahrzeuges und des Tank 4000 unter schwerem Atemschutz der Löschangriff mittels Schnelllöschanlage „UHPS“ und zwei Hochdruckrohren vorgenommen. Im Anschluss wurde das Fahrzeug abgeschleppt und der ausgetretene Treibstoff im Bereich der Straße und Bushaltestelle gebunden. Verletzt wurde niemand. Ebenfalls vor Ort war die Rettung sowie die Polizei.
Brand eines Müllcontainers 12. Oktober 2015, 23:18 Uhr Eine sogenannte „Müllinsel“ geriet im Ortsteil Felben in Brand. Ein Atemschutztrupp startete umgehend mit der Löschanlage des Vorausfahrzeuges die Brandbekämpfung. Parallel dazu wurde durch die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges die Brandbekämpfung mit zwei Hochdruckrohren und Löschschaum vorgenommen.
14 | EINSATZBERICHTE
Schwerer Verkehrsunfall 23. Oktober 2015, 17:45 Uhr Ein Fahrzeuglenker kam mit seinem PKW auf Höhe der Ausfahrt Gewerbegebiet West von der Fahrbahn ab. Zwei Mitglieder der Feuerwehr waren zur selben Zeit im Bereich der Unfallstelle mit dem Rüstlöschfahrzeug auf Übungsfahrt. Die Feuerwehrkameraden vor Ort befreiten den Lenker aus dem Unfallauto. In Zusammenarbeit mit nachkommenden Fahrzeuglenkern übernahmen sie die Erstversorgung des Verunfallten bis zum Eintreffen des Roten Kreuzes. Die nachrückenden Feuerwehrkräfte übernahmen das Herstellen eines Brandschutzes, das Absichern der Unfallstelle und die Durchführung der Aufräumungsarbeiten.
Schwerer Verkehrsunfall 19. September 2015, 20:10 Uhr Ein PKW kam auf der Felbertauernstraße von der Fahrbahn ab und landete seitlich liegend in einer Straßenbucht. Nach Eintreffen des Einsatzleiters an der Unfallstelle waren keine Personen mehr im Fahrzeug eingeschlossen. Die Kräfte der Feuerwehr Mittersill führten Aufräumungsarbeiten durch, regelten den Verkehr und unterstützten den Abschleppdienst bei der Bergung des verunfallten Fahrzeugwracks. Ebenso im Einsatz war ein Notarzt, das Rote Kreuz, die Polizei und ein Abschleppunternehmen.
Flurbrand 04. November 2015, 13:44 Uhr Auf einer Almwiese am Paß Thurn enflammte am 04. November 2015 ein Feuer und weitete sich auf ca. einen halben Hektar aus. Aufgrund der langen Anfahrt der Einsatzkräfte wurde vom Einsatzleiter das Einrichten einer Saugstelle angeordnet, um die Wasserversorgung bei weiterer Ausbreitung des Brandes gewährleisten zu können. Die Mannschaft der Feuerwehr löschte das Feuer aufgrund enormer Trockenheit mit Vorsicht um ein Ausbreiten durch Funkenflug zu verhindern.
EINSATZBERICHTE | 15
Großbrand einer Almhütte im Felbertal – 27. November 2015, 19:55 Uhr Zu einem Großbrand im Felbertal musste die Feuerwehr Mittersill am Freitag, 27. November ausrücken. Bereits bei der Anfahrt zum Brandobjekt war ein enormer Feuerschein ersichtlich. Bei Eintreffen der ersten Einsatzfahrzeuge standen die Almhütte und das Stallgebäude bereits im Vollbrand. Die Kräfte der Feuerwehr begannen umgehend mit den ersten Löscharbeiten, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen auf ein angrenzendes Waldstück zu verhindern. Aufgrund der mangelnden Wasserversorgung vor Ort – das Objekt befindet sich auf einer Seehöhe von ca. 1.200 m - forderte Einsatzleiter Kurt Kollmann die Tanklösch-
fahrzeuge der Feuerwehren Stuhlfelden, Hollersbach, Bramberg und Uttendorf zur Unterstützung an. Ein Pendelverkehr der Einsatzfahrzeuge zwischen den Wasserentnahmestellen und dem Brandobjekt wurde eingerichtet, um den Löschwasserbedarf am Einsatzort zu decken. Zusätzlich wurde ein Holzladekran angefordert, mit welchem das Blechdach des Stallgebäudes entfernt wurde. Die circa 120 Feuerwehrkräfte konnten somit den Brand effektiver bekämpfen. Die Brandkontrollen, Nachlöscharbeiten und Aufräumarbeiten dauerten noch das ganze Wochenende an.
16 | EINSATZBERICHTE
Hochwasser 2005 10 Jahre danach Das Hochwasser im Jahre 2005 war für den gesamten Ort und vor allem auch für die Feuerwehr Mittersill eine große Herausforderung. Seit den damaligen Ereignissen hat sich vieles geändert und unsere Stadt ist nunmehr gut geschützt vor zukünftigen Hochwassersituationen.
Die Feuerwehr Mittersill hat heuer aufgrund des zehnten Jahrestages im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit über die Feuerwehrapp (Software für Smartphones, siehe dazu Bericht rechts unten) und unseren Internetauftritt (www.ffmittersill.at) in den Julitagen speziell zum Thema „Hochwasser 2005“ eine ganze Woche lang berichtet. Im Sommer 2005 waren zahlreiche Einsatzkräfte aus Nah und Fern im Einsatz, um noch größere Schäden abzuwenden und die Aufräumungsarbeiten in Mittersill durchzuführen. Neben den Feuerwehrkräften war besonders auch das Bundesheer eine große Hilfe in der damaligen Ausnahmesituation. Aus der zuerst vorherrschenden Verzweiflung in der betroffenen Bevölkerung entstand schnell eine große Motivation im gesamten Ort und der Hochwasserschutz konnte in den folgenden Jahren dank intensivem Einsatz zahlreicher Entscheidungsträger umgesetzt werden. Die erste große Bewährung hatte das Hochwasserschutzsystem im Sommer 2014, welche es eindeutig bestand und unsere Stadt vor einer weiteren Überflutung bewahrte. Die damals festgestellten Mängel im System wurden mittlerweile zu großen Teilen beseitigt. So wurden heuer die Ufermauern im Bereich der Stampferau und des Kürsingerdammes saniert
und das Drainagensystem im Retentionsraum südlich der Gerlos Straße erneuert. Die Lösung des letzten Nadelöhrs steht auch unmittelbar bevor: durch das Land Salzburg wird derzeit an der Umsetzung einer neuen Salzachbrücke gearbeitet. Die Neuerrichtung der Salzachbrücke ist von enormer Wichtigkeit für unseren Ort und kann nicht früh genug geschehen. Gemeinsam sollten wir deshalb auch hier alles daran setzen, dass der Brückenneubau rasch umgesetzt wird. Neben den großen Hochwassereinsätzen 2005 und 2014 sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mittersill jährlich mit kleineren Überflutungsszenarien konfrontiert. So rückten wir Anfang August zu mehreren kleinräumigen Überflutungen im Ortsgebiet aufgrund eines kurzen aber heftigen Niederschlagsereignisses aus. Dazu kam am ersten Juniwochenende ein Bereitschaftsdienst, bei welchem Teile des Hochwasserschutzes wegen Ansteigen des Salzachpegels aktiviert werden mussten. Diese teilweise Aktivierung des Hochwasserschutzes kommt immer wieder vor und wird durch die Feuerwehrkräfte mittlerweile mit Routine absolviert. Auch finden im ersten Quartal regemäßig Begehungen zahlreicher Gewässer (Salzach, Bürgerbach, Felberbach, Burkbach, etc.) und deren Schutzsysteme statt, um für den Einsatzfall gerüstet zu sein.
EINSATZBERICHTE | 17
FFMITTERSILL – Unsere Smartphone App Mit Anfang des Jahres gab es einen Neuzugang in der Multimedia-Palette der Feuerwehr Mittersill: Eine Smartphone-App, welcher der Bevölkerung Infos aus erster Hand geben soll.
Einsatzstab und der Bevölkerung zu verbessern. Im Hochwasser-Ernstfall werden mittels „Push-Benachrichtigungen“ laufend aktuelle Informationen an die Nutzer der Applikation gesendet.
Download iOS Version
Die Idee entstand beim Hochwassereinsatz 2014. Durch die angespannte Situation und der zunehmenden Unsicherheit in der Bevölkerung setzten wir uns zum Ziel, die Kommunikation zwischen dem
Außerdem wird über Einsätze, Übungen, sonstige Aktivitäten und hilfreichen Tipps berichtet. Die App kann man in den jeweiligen „App-Stores“ downloaden.
Download Android Version
18 | ALLGEMEINES
Die Feuerwehr – dein Freund und Helfer In der Bevölkerung zum großen Teil unbemerkt, leisten die Kameraden der Feuerwehr Mittersill über das ganze Jahr hinweg zahlreiche Arbeitsstunden zum Wohle der Mittersillerinnen und Mittersill sowie den Gästen unseres Ortes.
ALLGEMEINES | 19
Ein Feuerwehrmann zu sein, bedeutet nicht nur im Einsatzfall bereit zu sein. Nein, auch abseits des Einsatzgeschehens sind viele Tätigkeiten zu leisten und abzuarbeiten. Alle aktiven Mitglieder haben regelmäßig Übungen und Ausbildungen zu absolvieren. Dazu finden wöchentlich Zugsübungen statt, in denen die gesamten Tätigkeitsbereiche der Feuerwehr – von Geräte-/Fahrzeugkunde, Höhenrettung, Gefahrgutkunde bis hin zu Löschlehre usw – beübt und geschult werden. Daneben finden zahlreiche Sonderschulungen für die gesamte Mannschaft statt, wie zB Erste Hilfe Kurse in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz oder Abschnittsübungen mit
den Nachbarfeuerwehren und weiteren Blaulichtorganisationen. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen in den jeweiligen Fachgebieten (zB. Maschinisten, Atemschutzträger, Drehleitermannschaft, Führungskräfteausbildung etc.) abgehalten. Auch die Feuerwehrjugend führt regelmäßig Übungsabende durch. Die Mitglieder des Ortsfeuerwehrkommandos führen zusätzlich noch Begehungen von besonderen Einsatzobjekten (Schulen, Pflegeheime, Tunnelanlagen, Aufzugsanlagen etc.) durch und beschäftigen sich mit den diversen Gefahrenszenarien, um im Ernstfall gerüstet zu sein. Im Feuerwehrhaus sind deshalb nahezu täglich Feuerwehrkameraden anzutreffen, welche entweder an einer Schulung teilnehmen oder das Gebäude, die Fahrzeuge und Gerätschaften in Betrieb halten. Die Verwaltung der Feuerwehr ist dem Ortsfeuerwehrkommando vorbehalten. Jedes Mitglied in dem Team hat seinen Fachbereich. Durch den Gerätewart werden die unzähligen Einsatzgeräte geprüft, gewartet und repariert.
Der Fahrmeister macht das selbe mit dem Fuhrpark. Ein spezieller Wart für die Atemschutzgeräte prüft diese sensiblen Geräte regelmäßig und füllt die Sauerstoffflaschen nach Bedarf. Die Personalverwaltung sowie sämtliche Büroangelegenheiten werden durch den Verwaltungsleiter und seinem Team in Zusammenarbeit mit dem Ortsfeuerwehrkommandanten erledigt, welcher für die Finanzangelegenheiten selbstverständlich auch einen Kassier an seiner Seite hat. Eine besondere Herausforderung hat das Team der Feuerwehrjugend, welches die Tätigkeiten in der Jugendgruppe organisiert. Genutzt werden vor allem die Abendstunden und das Wochenende, um die Arbeiten in der Feuerwehr durchzuführen. Alle Mitglieder sind freiwillig – also neben ihrem jeweiligen Beruf in der Freizeit – bei dieser Organisation. Der Einsatzdienst erfolgt in zwei Bereitschaftszügen, welche monatlich ihren Dienst wechseln. Somit sind 24 Stunden an 7 Tagen der Woche über 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr verfügbar, um im Notfall schnell und professionell zu helfen.
20 | ÜBUNGSBERICHTE
Übungsberichte Um in seinem Job gut zu sein, muss man regelmäßig Schulungen und Kurse absolvieren. Anders ist es auch nicht bei der Feuerwehr. Regelmäßige Schulungen zu den diversen Themenbereichen sowie Sonderschulungen mit anderen Rettungsorganisationen, Fachexperten oder die Besichtigung verschiedenster Objekte in Mittersill gehören zum Alltag eines Feuerwehrmannes. Auch im Jahr 2015 wurden zahlreiche Übungsstunden absolviert, um im Ernstfall auf jede erdenkliche Situation vorbereitet zu sein. Auf den folgenden Seiten wird über einige besondere Übungen berichtet.
ÜBUNGSBERICHTE | 21
Katastrophenübungen Internationale Katastrophenhilfe in Belgien und Rumänien In Antwerpen (Belgien) fand anfangs März eine internationale Katastrophenübung mit sechs Nationen statt. Mit dem Salzburger Katastrophenzug waren auch 3 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Mittersill dabei. Katastrophenannahme waren schwere Unwetter in Antwerpen mit Überflutungen und Sturmschäden. Mindestens 12 Todesopfer und 25 vermisste Personen waren zu beklagen. Insgesamt 15.000 Menschen mussten außerdem evakuiert werden. Der Salzburger Katastrophenzug war mit dem „HCP-Modul“ - den Hochleistungspumpen des Landesfeuerwehrverbandes - vor Ort. Fast acht Monate später war neuerdings die Hilfe von Salzburgs Hochwasserpumpen bei einer Katastrophenübung in Arad (Rumänien) gefragt. Erneut ging man von schweren Unwettern aus, die in weiterer Folge zu starken Überschwemmungen in weiten Teilen Rumäniens führten. 163 Tote und über 5300 verletzte Personen mussten registriert werden. Hauptaufgabe der österreichischen Kräfte waren wiederum Auspumparbeiten.
Szenario „Wohnhausbrand“
Im heurigen Jahr konnten wir mehrere Mittersiller Abbruchhäuser nutzen, um die Einsatztaktik bei Bränden von Einfamilienhäusern zu trainieren. Geschult wurde einerseits der Einsatz im Innenangriff unter Atemschutz, weiters aber auch die diversen Belüftungsmöglichkeiten und das Aufbauen einer zuverlässigen Wasserversorgung. Zudem konnten Übungen mit ähnlichem Inhalt in den Nachbarorten mit den Kameraden der Feuerwehren des Oberpinzgaus durchgeführt werden.
ÜBUNGSBERICHTE | 23
Übungen mit den Nachbarfeuerwehren 02.10.2015 - Übung „Torlehenhof “ mit den Feuerwehren Stuhlfelden und Uttendorf
18.04.2015 - Übung „Peilberghof “ mit der Feuerwehr Hollersbach
Um das Zusammenspiel mit den Nachbarfeuerwehren zu stärken, finden regelmäßig überörtliche Übungen statt. Im April führte man gemeinsam mit der Feuerwehr Hollersbach eine Löschübung beim „Peilberghof“ in Hollersbach durch. Neben dem Schützen des Wohngebäudes war vor allem die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung eine Herausforderung für die Feuerwehren. Anfang Juli fand erneut eine Gesamtübung mit der Feuerwehr Hollersbach beim neu errichteten „Generationenhaus“ in Hollersbach statt. Die Mittersiller Feuerwehrkräfte waren mit der Drehleiter und einem
Tanklöschfahrzeug vor Ort, um die Kollegen bei der Rettung von Personen und der Bekämpfung des Brandes zu unterstützen. Am 02. Oktober 2015 stand eine Gemeinschaftsübung mit den Feuerwehren Stuhlfelden und Uttendorf beim „Torlehenhof“ in Stuhlfelden auf dem Programm. Auch hier war ein Brand die Übungsannahme. Hauptaufgabe der Feuerwehr Mittersill war es eine Zubringerleitung zur weiteren Wasserversorgung zu installieren und bei der Bekämpfung des Brandes mitzuwirken.
24 | ÜBUNGSBERICHTE
Zum 60er eine Großübung Baumeister Ing. Klaus Knapp – seit etlichen Jahren Mitglied der örtlichen Feuerwehr – feierte in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Grund genug für seine Kameraden, dieses freudige Ereignis mit einer groß angelegten Übung am Firmengelände der Baufirma Knapp zu verbinden. Übungsannahme war ein Brand im Firmengebäude - drei Atem-
schutztrupps übernahmen die Rettung von neun Personen im Werkstatt-Trakt. Zudem wurde über die Drehleiter und mit mehreren Strahlrohren ein Außenangriff zur Brandbekämpfung aufgebaut. Im Rahmen der Übungsbesprechung überbrachten die Kameraden der Feuerwehr Mittersill die Glückwünsche zum runden Geburtstag.
Zudem konnte Klaus Knapp eine Auszeichnung für seine 40-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Mittersill durch OFKdt. Roland Rauchenbacher überreicht werden.
Szenario „Öltankbrand“ Brand bei der „TAL-Entlastungsstation“ in Rettenbach lautete der Übungsbefehl am 10. September 2015 für die Feuerwehren Mittersill und Hollersbach. In solch einem Fall ist besondere Vorsicht geboten. Ein Atemschutztrupp führte auf dem Areal eine erste Lageerkundung mit einem Gasmessgerät durch. Erst nach Freigabe durch den ATS-Trupp konnten die Fahrzeuge mit der weiteren Mannschaft auf das Gelände nachrücken. Die Kräfte der Feuerwehren Mittersill und Hol-
lersbach begannen umgehend mit den Löscharbeiten. Um die Wasserversorgung aufrecht halten zu können, mussten mehrere Meter Schlauchleitungen vom Bürgerbach und der Salzach zum Übungsobjekt gelegt werden. Währenddessen wurde der Öltank zusätzlich mittels Wasserwerfern gekühlt. Für die sehr gute Kooperation und Unterstützung möchte sich die Feuerwehr Mittersill, stellvertretend für die TAL-Österreich bei Herrn DI Andreas Landsteiner bedanken.
ÜBUNGSBERICHTE | 25
Szenario „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“
Im technischen Bereich stand in diesem Jahr die Anschaffung eines neuen hydraulischen Rettungssatzes an. So wurden Bergeschere, Spreitzer, Rettungszylinder, das Abstützssystem „Stab-Fast“ und weitere Armaturen von der Firma „Weber Hydraulik“ neu angekauft. Um mit diesen Gerätschaften für den Ernstfall gewappnet zu sein, sind neben der Aneignung von theoretischem Wissen vor allem auch praxisnahe Ausbildungen essenziell. Am Gelände der Firma „Gassner Entsorgung“ konnten zahlreiche Übungen mit dem hydraulischen Rettungsgerät an alten Fahrzeugen durchgeführt werden. Die Firma „Autohaus Obrist“ stellt uns immer wieder Unfallfahrzeuge zur Verfügung. Heuer ergab sich außerdem durch die Firma „Koidl Transporte“ die Möglichkeit, an einem LKW das Befreien und Retten von Personen zu üben. Wir möchten uns dafür bei den drei Unternehmen recht herzlich für die nicht selbstverständliche Unterstützung bedanken.
26 | FEUERWEHRJUGEND
d n e g u j r h e Feuerw Ausflug der Feuerwehrjugend Traditionell findet alle zwei Jahre ein Ausflug der Feuerwehrjugend Mittersill zu Beginn der Sommerferien statt.
Am Vormittag des 24.07.2015 wurde die Firma Rosenbauer in Leonding besichtigt. Einer der größten Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen und –gerätschaften ist immer wieder ein interessantes Ausflugsziel für Mitglieder der Feuerwehrjugend. Die Jugendlichen wurden durch die Produktionshallen geführt und konnten sehen, wie ein Feuerwehrfahrzeug entsteht. Anschließend erfolgte die Weiterfahrt ins Freibad Engelhartszell, wo die wohlverdiente Abkühlung genossen wurde. Auch ein Sprung in die Donau wurde dabei nicht verabsäumt. Am Abend wurde die Unterkunft „Gasthof Pension Luger“, in Wesenufer im Mühlviertel bezogen. Am nächsten Morgen erfolgte die Abfahrt nach Salzburg, wo der Hangar 7 („Red Bull“) besichtigt wurde. Nach einem stärkenden Mittagessen wurde die Heimreise angetreten. Ein großer Dank gilt den Betreuern für die Kameradschaft und den Jugendlichen für die Disziplin. So konnten wir einen tollen Ausflug mit traumhaftem Sommerwetter genießen. Abschließend geht der Dank an die Sponsoren und an die Feuerwehr Mittersill für die Finanzierung unserer Reise.
Feuerwehrjugend im Felbertauerntunnel Der Felbertauerntunnel ist mit seinen 5.313 m einer der längsten Tunnel in unserer Region. Dementsprechend sind auch die Sicherheitseinrichtungen ausgeführt und ein großer technischer Aufwand sorgt im Hintergrund für das Funktionieren aller relevanten Systeme.
der Feuerwehrjugend am 28.10.2015. Um 17:00 Uhr starteten wir im Feuerwehrhaus Mittersill und die halbstündige Anfahrt führte über die Felbertrauernstraße direkt zu den Betriebsgebäuden am Südportal. Im Laufe des Abends erfuhren wir sehr viel über die technischen Anlagen im und um den Felbertauerntunnel. Natürlich waren wir auch im Fluchttunnel und konnten uns persönlich von der Leistung der Luftventilatoren überzeugen. Zum Abschluss gab es noch eine stärkende Jause.
Immer wieder werden Übungen und Besichtigungen durch die Einsatzkräfte in der Tunnelanlage durchgeführt - so auch von
Ein großer Dank gilt der Felbertauernstraße AG - insbesondere Herrn Herbert Wallner - für die tolle Führung.
FEUERWEHRJUGEND | 27
Wissenstest der Feuerwehrjugend im Bundesland Salzburg Alljährlich findet im Frühling in den Salzburger Bezirken der Wissenstest für den Feuerwehrnachwuchs statt. Die Feuerwehrjugend Mittersill trat heuer mit 12 Jugendlichen bei diesem Test an. Dieser Bewerb ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Für die 10- und 11 jährigen Jugendlichen ist dabei ein Test in Form eines Wissensspiels vorgesehen. Die schon etwas älteren Jugendlichen – zwischen 12 und 15 Jahren – treten zum Wissenstest an. Bei diesem Bewerb gibt es unterschiedliche Kategorien. Diese werden aufgeteilt in Organisation der Feuerwehr, Brand- und Löschlehre, Nachrichtenübermittlung (Funk), Knoten- und Gerätekunde, sowie leichte praktische Übun-
gen, wie etwa der Aufbau eines Löschangriffs. Die Mitglieder der Feuerwehrjugend Mittersill schlossen den Test mit 4 mal Bronze im Wissensspiel, 5 mal Bronze im Wissenstest, 2 mal Silber im Wissenstest und 1 mal Gold im Wissenstest positiv ab. Das Ortsfeuerwehrkommando möchte die Gelegenheit nutzen und den Jugendlichen für die hervorragenden Leistungen zu gratulieren. Ein großer Dank ergeht an das Betreuerteam rund um Roland Maier und Guntram Reifmüller für die gute Vorbereitung der Teilnehmer. Auf das kommende Jahr freuen wir uns besonders. Denn am 19. März 2016 richtet die Feuerwehr Mittersill den Wissenstest der Feuerwehrjugend des Bezirkes Zell am See aus Dazu darf bereits auf diesem Wege die Bevölkerung informiert und herzlich eingeladen werden (genauere Infos folgen zeitgerecht).
Neue Uniformen Die Feuerwehrjugend der Mittersiller Feuerwehr wurde im Jahre 1972 durch den damaligen Ortsfeuerwehrkommandanten Herbert Sinnhuber und Hans Ackerer gegründet. Seit damals ist sie ein fixer und wichtiger Bestandteil unserer Feuerwehr. Regelmäßig treffen sich die Jugendlichen und erlernen dabei bereits ab einem Alter von 10 Jahren die Aufgaben in der Feuerwehr und den Umgang mit diversen Gerätschaften. Bei zahlreichen Veranstaltungen nimmt auch immer wieder die Feuerwehrjugend teil. Für all diese Tätigkeiten ist ein einheitliches Auftreten erforderlich. Seit kurzem ist die FJ Mittersill mit den neuen - sandgelben Uniformen ausgerüstet. Diese sind nunmehr im gesamten Bundesland in Verwendung und ersetzen die bereits in die Jahre gekommenen grünen Uniformen. Die Feuerwehr Mittersill und besonders die Jugendbetreuer und die Jugendlichen möchten sich bei der Familie Kogler für die finanzielle Unterstützung zum Ankauf der Uniformen bedanken. Nur dadurch war eine rasche und einheitliche Umsetzung möglich. Danke!
28 | AUS DEM STADTARCHIV
SERIE: AUS DEM STADTARCHIV
Der Himmel über Mittersill brennt! Große Feuersbrünste in Mittersill Hell erleuchtet war die Nacht vom 27. auf den 28. November des Jahres in Mittersill. Das alte Gut Oberehrenfeichten, seit vielen Jahrhunderten bestehend und heute als Alm bewirtschaftet, stand in Vollbrand und brachte den Himmel über dem Felbertal zum Leuchten. Dieser Vorfall ruft manche Erinnerung an große Feuer im alten Markt Mittersill und in seiner Umgebung wach.
In diesen Tagen ist uns das Szenario kaum vorstellbar, das sich den Bewohner des Marktes im Jahr 1746 geboten hatte, als ein Großbrand den Markt Mittersill in Schutt und Asche legte. 36 Häuser samt Stallungen und Nebengebäuden und die damalige Leonhardskirche fielen dem Feuer zum Opfer. Lediglich 15 Häuser im Inneren Markt blieben verschont. Dies waren die Gebäude vom Grundnerwirt (heute Heitzmann) bis zum Meilinger und zum Lebzelterhaus (Pletzer). Leider waren damals auch zwei Menschenleben zu beklagen. Bildliche Darstellung gibt es von dieser Katastrophe nicht, allein aus schriftlichen Quellen wissen wir darüber Bescheid. Rund 60 Jahre später brach erneut ein Brand aus, der mehrere Häuser im Markt vernichtete. Der Stieglerwirt mit fünf Nachbarhäusern inklusive dem Schul- und Mesnerhaus in der Lebzeltergasse wurden vernichtet.
Der Großbrand Ehrenfeichten 2015 (Foto: Dominik Schratl)
Als 1837 die Häuser vom Grundnerwirt bis zum Weißgerberhaus (Bäckerei Tildach) brannten, leitete der Pfleger Ignaz Kürsinger umsichtig die Brandbekämpfung. Er entwarf daraufhin eine neue Feuerlöschordnung. Vorschriften für eine Brandbekämpfung gab es in Mittersill ja schon seit dem Mittelalter. Demnach hatten alle Hausbesitzer vor allem Feuerhaken, Leitern und Feuerlöscheimer bereit zu halten, um bei Feuersgefahr ein Übergreifen auf die Nachbarhäuser möglichst zu verhindern. Größere Brände konnten allerdings dadurch selten unter Kontrolle gebracht oder gar verhindert werden.
Darstellung des Brandes 1810 auf einer Votivtafel (Foto: Felberturmmuseum)
Den Anstoß zur Gründung einer Feuerwehr gab schließlich ein Brand im Jahr 1881, dem das Huttererhaus (Hundhaus) und das Tantalierhaus (Sinnhuber-Trendmaker) zum Opfer fielen. Kurz darauf wurde ein Komitee
AUS DEM STADTARCHIV | 29
gebildet, dem der Bürgermeister Ranggetiner, Bezirksrichter Müllauer, Steueramtskontrollor Strnad und Grundbuchsführer Eckarth angehörten. Nach der Rekrutierung aktiver Mitglieder und der Sammlung freiwilliger Beiträge war damit die Freiwillige Feuerwehr Mittersill unter ihrem 1. Hauptmann Ferdinand Ranggetiner gegründet.
Auszug aus der Feuerwehrchronik über die Gründung der Feuerwehr 1881
Vordringlichste Aufgaben waren natürlich die Anschaffung verschiedenster Ausrüstungsgegenstände und der Bau einer Zeugstätte. Den Grund dafür stellte der Grundnerwirt Josef Meilinger zur Verfügung. Der nachmalige Hauptmann Heinrich Schett erwarb sich große Verdienste um den Aufbau „seiner“ Wehr. Dass er selbst Opfer eines Brandanschlages wurde, schrieb ich schon in der Feuerwehrzeitung 2014. In den Chroniken der Feuerwehr und auch des Gendarmeriepostens Mittersill sind für die nächsten Jahrzehnte viele Brände im Markt selbst oder in den entlegenen Mittersiller Ortsteilen vermerkt. Der Einsatz der mit einfachen Motorspritzen ausgerüsteten Wehr war oft nur bedingt erfolgreich. Und bei manchen Bränden kam die Feuerwehr einfach zu spät. Zahlreiche Übungen dienten dazu, trotzdem einen bestmöglichen Schutz bei Bränden zu bieten. Wie froh war man in Mittersill über einen Beschluss der Gemeindevertretungen aus dem Jahr
1850, dass im Notfall der Felberbach in die Klausgasse eingeleitet werden konnte, wenn für Löschzwecke zu wenig Wasser vorhanden war. Dieses Recht wurde von den betroffenen Grundbesitzern sogar „auf immerwährende Zeiten“ eingeräumt. Der Bau von Wasserleitungen sowie der Anschluss an Hydranten sollte diese Lage bald verbessern. Beim Brand des Gerbereibetriebes Lirk in Felm am 10. Dezember 1928 – das Feuer war in den Abendstunden ausgebrochen - kam es jedoch zu einigen unliebsamen Zwischenfällen, wie in den Chroniken vermerkt wird: „[…] die Sirene war durch einen Kurzschluss unbrauchbar gemacht, damit war auch in der Zeugstätte kein Licht. Die Feuerwehr hatte 15 Minuten nach Alarmierung am Brandplatz bereits Wasser. Am Brandplatz eingetroffen waren die Feuerwehren Markt-Mittersill und Hollersbach. […] Den Wehren aus Stuhlfelden und Uttendorf ersparte man einen Einsatz, was sich als Nachteil herausstellte, weil die Mittersiller Motorspritze eine Zeit lang nicht funktionierte und dadurch sich das bereits gedämpfte Feuer wieder emporraffen konnte. Die Feuerwehr verließ den Brandplatz um ca. 9 Uhr, nachdem das Feuer vollständig niedergeschlagen war.“ […] Sämtliche Beamte des hiesigen (Gendarmerie)-Postens hatten vollauf zu tun, um für die Sicherheit des geretteten Eigentums zu sorgen und daß die Bevölkerung den Anordnungen des Feuerwehrhauptmannes bei der Löschaktion Folge leistete.“ (Feuerwehrchronik, Gendarmeriechronik). Wahrscheinlich veranlasste dieser Einsatz das Kommando dazu, eine weitere Motorspritze anzukaufen und über eine Motorisierung nachzudenken. In der damals wirtschaftlich so schwierigen Zeit gelang es trotzdem, ein Auto für die hiesige
Feuerwehr anzuschaffen. Der legendäre, extra für den Feuerwehrdienst umgebaute Austro-Daimler, verhalf nun ab 1932 den Mittersiller Feuerwehrmännern zur schnelleren Anfahrt zu den Brandplätzen.
Die Brandruine „Gerberei Lirk“ 1928 (Foto: Stadtarchiv)
Der 1932 angeschaffte Austro-Daimler, das erste Mittersiller Feuerwehrauto (Foto: Felberturmmuseum)
Viele Änderungen und Neuerungen, die Zeugstätte oder die Einsatzfahrzeuge betreffend, erlebte die Feuerwehr seither. Sie ist heute auf dem modernsten Stand und für alle möglichen Einsätze gerüstet. Nur so können Brände in schwierigen Verhältnissen bekämpft werden, und bei Katastrophen aller Art ist Hilfe rasch vor Ort. Die Bevölkerung schätzt dieses Engagement und die Einsatzbereitschaft aller Freiwilligen bei der Feuerwehr und darf ihrerseits den Helfern bei all ihren Einsätzen den Schutz vor Gefahren wünschen.
OSR Hannes Wartbichler, Dez 2015
30 | VERANSTALTUNGEN
Foto: LMZ/Neumayer
Bundesheer Informationstag
Am Mittwoch, 18. März 2015, fand bei der Stadtfeuerwehr Mittersill ein Informationstag der Grundwehrdiener des Jägerzuges der "Anton-Wallner-Kaserne“ Saalfelden statt. Ziel dieses Informationstages war, den Grundwehrdienern einen grundsätzlichen Einblick in das Feuerwehrwesen zu ermöglichen. Der Schwerpunkt lag hierbei immer wieder beim Thema Katastropheneinsatz und Hochwasser. Durch die Feuerwehr Mittersill wurde ein Stationsbetrieb für die Rekruten organisiert. An sechs Stationen informierten Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr über das Feuerwehrwesen, Katastropheneinsätze, Entstehungsbrandbekämpfung, Verkehrsunfälle, Feuerwehrfahrzeuge und Waldbrandbekämpfung.
Besuch Landeshauptmann Dr. Haslauer Am 19. Juni 2015 war Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer zu Gast bei der Feuerwehr Mittersill und machte sich ein Bild über den Aufgabenbereich der örtlichen Feuerwehr, vor allem in Bezug auf den Hochwasserschutz. Beim Eintreffen im Feuerwehrhaus wurde LH Haslauer von der ausrückenden örtlichen Feuerwehr überrascht. Am Pass Thurn ereignete sich ein Traktorabsturz, weshalb ein Bereitschaftszug alarmiert wurde.
Kronehit-Gemeindeduell Das Kronehit-Gemeindeduell machte dieses Jahr auch in Mittersill Halt. Zehn Gemeinden kämpften um den Titel „coolste Gemeinde Österreichs“. Um am abschließenden Voting teilnehmen zu können, musste vorerst aber eine Aufgabe erfolgreich erledigt werden. Die Stadtgemeinde Mittersill bekam die Aufgabe, das „Kult-Spiel“ GTA San Andreas in Mittersills Straßen nachzustellen. An den zehn orga-
nisierten Stationen wirkten auch zehn Mann der Feuerwehr mit und stellten einen Fahrzeugbrand nach. Ein spektakuläres Erlebnis für die Zuschauer, aber auch für das Team von Kronehit. Die Aufgabe wurde selbstverständlich erfolgreich gemeistert. Beim abschließenden Voting musste man sich knapp aber doch geschlagen geben. Man konnte trotzdem den starken zweiten Platz erreichen.
VERANSTALTUNGEN | 31
Stadtfest Die Feuerwehr Mittersill nahm auch im Jahr 2015 am Mittersiller Stadtfest teil. Nach einem gelungenen Freitagabend, wo die Feuerwehr einen Schankwagen vor der Sparkasse hatte, folgte am Samstagnachmittag ein Rahmenprogramm mit Feuerwehrauto-Mitfahrten und einer Fahrzeugausstellung. Die Feuerwehrjugend verköstigte die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Viele Interessierte waren vor Ort und machten sich ein Bild von den Fahrzeugen und
Gerätschaften der Feuerwehr Mittersill, ehe um 17:00 Uhr die Einsatzkräfte zu mehreren Unwettereinsätzen ausrücken mussten. Am Abend jedoch war dann alles angerichtet für eine tolle Partynacht in Zusammenarbeit mit "Friends Productions" am Feuerwehrgelände. Über 500 gutgelaunte Besucherinnen und Besucher feierten bis 04:00 Uhr früh zu Discomusik von DJ Matinè und DJ Mygo. Wir freuen uns jetzt bereits aufs nächste Jahr und auf euer Kommen.
Almwanderung mit Harry Prünster
Übergabe Tischfußball
20 Jahre Städepartnerschaft Büren
Im Rahmen des „4. Hohe Tauern Wandermarathon“ fand im August eine Almwanderung mit Harry Prünster statt. Gleich mehrere Kameraden nahmen daran teil und wanderten zum Gasthof Berghof nach Hollersbach mit. Dort angekommen konnten sich die Wanderer bei einem gemütlichen Grillfest stärken, dass natürlich mit musikalischer und humoristischer Umrahmung gefeiert wurde.
Das Jugendzentrum „Timeout“ eröffnete dieses Jahr seine Pforten. Die Feuerwehr Mittersill freut sich über diese neue Einrichtung und unterstützt den Start mit einer kleinen Spende. Ende Februar konnten wir deshalb den Jugendlichen mit dem Betreuerteam einen „Wuzzler“ überreichen. Wir wünschen viel Spaß damit und dem „JUZ“ viel Erfolg.
Zur Feier der bereits 20-jährigen Städtepartnerschaft mit der deutschen Gemeinde Büren reiste eine Mittersiller Abordnung Ende September. Ebenfalls mit dabei waren sechs Mann der Feuerwehr Mittersill. Nach einem herzhaften Empfang am Freitag stand am Samstag die Besichtigung der Kreisfeuerwehrzentrale Büren und der Stadtfeuerwehr Büren am Programm. Danach ging es zum Festumzug. Wir bedanken uns bei den Bürener Kollegen für die Gastfreundlichkeit.
Tagesausflug nach Salzburg Nach einem einsatzreichen Sommer fand am 07. November 2015 ein Tagesausflug der Aktivmannschaft nach Salzburg statt. Erster Halt wurde bei den Kollegen der Feuerwehr Hallein eingelegt. Nach einer interessanten Führung durch das Gebäude und der Besichtigung der Fahrzeuge ging es weiter in die Stiegl Brauwelt nach Salzburg. Neben einem Einblick in den Prozess der Erzeugung eines Bieres waren es vor allem beeindruckende Zahlen und Fakten rund um Stiegl, die die Teilnehmer beeindruckten. Bei köstlichem Essen und gemütlichen Beisammensein ließen wir den Abend ausklingen, bevor die Heimreise angetreten wurde. Wir bedanken uns besonders bei den Kollegen der Feuerwehr Hallein für die interessante Führung.
32 | NEUANSCHAFFUNGEN
Einsatzbekleidung für die Zukunft Die Feuerwehr Mittersill hat derzeit mehr als 70 Einsatzkräfte, die im Notfall bereit stehen, um Hilfe zu leisten. Und diese Feuerwehrmänner benötigen für jeden möglichen Einsatzfall eine persönliche Schutzausrüstung.
Airblocker:
Taschen:
Ein spezielles Isolationssystem im Schulterbereich garantiert mehr Sicherheit durch ein permanentes Luftpolster, welches auch beim Tragen eines Atemschutzgerätes aufrecht bleibt.
Zahlreiche Taschen erleichtern es dem Feuerwehrmann, die notwendige weitere Schutzausrüstung sowie Funkgeräte, Taschenlampen usw. bei sich zu tragen.
Kälte-/Hitzeschutz: Die Einsatzuniform schützt den Feuerwehrmann vor Kälte, aber auch vor extreme Temperaturen und direktem Flammenkontakt bei Brandeinsätzen.
Reflektoren: Vor allem bei Einsätzen auf Straßen und in der Nacht ist gute Sichtbarkeit von enormer Wichtigkeit. Durch zahlreiche Reflektoren an der Uniform wird dies gewährt.
Neben speziellen Stiefeln, diversen Handschuhen und dem Helm, ist vor allem die Schutzhose und -jacke das Kernelement der Feuerwehruniform. Um am Stand der Technik zu bleiben, die bestehenden Normen zu erfüllen und um allen Feuerwehrkräften dieselben Uniform bereitstellen zu können, entschloss sich das Ortsfeuerwehrkommando,
Nässeschutz: Spezielle GORE-TEX® Saugsperren halten den Feuerwehrmann trocken. Darüber hinaus ist der Stoff atmungsaktiv.
für die gesamte Mannschaft neue Uniformen anzukaufen. Die Schutzbekleidung der Firma "Texport" besticht vor allem durch ihren Tragekomfort und die Sicherheitseinrichtungen, welche es ermöglichen, dass auch noch nach stundenlangem Einsatz und in Extremsituationen die Uniform ihre Schutzfunktion erfüllt. Die Mitglieder der Feuerwehr Mittersill
möchten sich auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bei der Stadtgemeinde Mittersill für die Unterstützung und Finanzierung bedanken. Zudem wurden für den Ankauf Fördermittel des Landesfeuerwehrverbandes beantragt. Nunmehr sind alle Feuerwehrmänner mit einer hochmodernen, sicheren und vor allem effizienten Uniform ausgestattet.
NEUANSCHAFFUNGEN | 33
Sponsoring der Privatstiftung Sparkasse Mittersill Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt per stillem Alarm, das heißt die aktiven Mitglieder der Feuerwehr bekommen über Rufempfänger und Mobiltelefon die Alarmmeldung. Dies ist der erste Schritt um in einem Notfall überhaupt Hilfe leisten zu können. Aufgrund der vielen Neueintritte war in diesem Jahr der Ankauf neuer Rufempfänger notwendig.
Die Privatstiftung der Sparkasse Mittersill zeigte diesbezüglich große Hilfsbereitschaft und sicherte einen Geldbetrag von EUR 2.500 zu, um uns bei der Anschaffung der „Piepser“ zu unterstützen. Die Feuerwehr Mittersill möchte sich bei der Sparkasse Mittersill, allen voran bei Vorsitzenden des Vorstands Dir. Gerhard Biller und bei Vorstandsdirektor Dr. Klaus Praster sehr herzlich bedanken.
Die Fahne - Symbol der Kameradschaft Es gehört zum berechtigten Stolz einer Organisation, eine eigene Fahne zu besitzen. Die Fahne steht für Zusammengehörigkeit und kameradschaftlichen Gemeinschaftssinn und ist ein Symbol unverzichtbarer Werte und Tugenden. „Einer trage des anderen Last“, so heißt es in der Bibel bereits - besonders sinnbildlich für die Feuerwehr: wir unterstützen Menschen in Notsituationen und leben jeden Tag auf's neue die Kameradschaft in unserer Mannschaft. In diesem Zusammenhang wollen wir besonders der Firma Fahnen Gärtner und der Familie Heerdegen zum 70-jährigen Firmenjubiläum gratulieren, welches heuer im Juni mit einem großen Fest gefeiert wurde.
34 | DANKE
Danke! Das Führungsteam der Feuerwehr Mittersill rund um Ortsfeuerwehrkommandant Roland Rauchenbacher möchte die Gelegenheit nutzen, um sich zu bedanken. Unser System kann nur aufgrund der Unterstützung zahlreicher weiterer Personen, Firmen und Institutionen funktionieren und aufrecht erhalten werden.
Hatten wir letztes Jahr mit dem Hochwasserereignis im Sommer vor allem ein großes Szenario zu bewältigen, so stellten wir heuer bei überaus vielen verschiedenen Einsatzszenarien unser Können unter Beweis. Diese Einsätze prägten die Feuerwehr als Ganzes, aber auch jedes einzelne Mitglied. Eines ist auf jeden Fall sicher: uninteressant wird es im Feuerwehrdienst sicherlich nie. Zuallererst ergeht ein besonderer Dank an die Stadtgemeinde Mittersill: Danke an Bürgermeister Dr. Wolfgang Viertler, welchem wir als „Einrichtung der Gemeinde“ direkt unterstellt sind. Besonderes Dankeschön auch an die beiden Vizebürgermeister Volker Kalcher und DI Gerald Rauch – welcher zugleich mit GV Hansjörg Neumaier auch als Leiter des Ausschusses für Infrastruktur für die Feuerwehr zuständig ist – für die regelmäßige Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen. Wir bedanken uns für euer Verständnis und eure Wertschätzung. Ein großer Dank aber auch an die Mitarbeiter des Stadtamtes unter der Führung von Amtsleiter Mag. Andreas Voithofer und an das Team des Stadtbauhofes mit Franz Rieder und Herbert Scharler an der Spitze, sowie dem Team von "Mittersill plus". Die Zusammenarbeit in der täglichen Verwaltung sowie bei Einsätzen funktioniert immer hervorragend. Auch den Vertretern des Landesfeuerwehrverbandes – allen voran Landesfeu-
erwehrkommandant Leo Winter sowie auf Bezirks-/Abschnittsebene Franz Fritzenwanger und Peter Leo – ein besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit. Ebenso den Kameradinnen und Kameraden der Nachbarfeuerwehren im Oberpinzgau sowie den Tiroler Kollegen aus Matrei i. O. und Jochberg ein herzlicher Dank! Wir kennen es alle aus bekannten Fernsehserien: bei „Alarm für Cobra 11“ macht die Polizei alles alleine, bei „Medicopter 117“ sind nur die Retter aus der Luft vor Ort und Leisten umfassende Hilfe. Doch das sind Unterhaltungssendungen, in der Realität sieht es anders aus. Nur durch das gemeinsame Vorgehen aller Blaulichtorganisationen bei Notfällen kann schnell und effizient geholfen werden. Wir möchten uns deshalb bei unseren befreundeten Einsatzkräften des Roten Kreuz, der Polizei, der Bergund Wasserrettung recht herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken. Nicht nur im Einsatzfall, auch bei Übungen und Schulungen wird immer wieder gut miteinander an Lösungen gearbeitet – Danke dafür! Danke auch dem Österreichischen Bundesheer für die gute Zusammenarbeit. Es war uns eine Ehre, heuer zahlreichen Grundwehrdienern der Kaserne in Saalfelden die Arbeit bei der Feuerwehr näher zu bringen. Ein besonderer Dank hierbei auch den Vertretern der Bezirkshauptmannschaft Zell am See – allen voran Bezirkshauptmann
Dr. Bernhard Gratz sowie dem Katastrophenreferenten Hannes Schernthaner und seinem Team für die gute Zusammenarbeit. Bereits das zweite Mal wird unser Magazin mit einem Bericht aus dem Stadtarchiv bereichert. Ein herzlicher Dank ergeht an Stadtarchivar OSR Hannes Wartbichler für seine Recherche und den äußerst interessanten Beitrag! Zudem ergeht noch ein großes Dankeschön an die Mittersiller Bevölkerung für die positive Fürsprache, das Teilnehmen an unseren Veranstaltungen sowie die Unterstützung unserer Arbeit in Form von Geldspenden, auf welche die Feuerwehr Mittersill natürlich enorm angewiesen ist. Vor allem in Bezug auf unser vorliegendes Feuerwehr-Magazin dürfen wir uns recht herzlich für die immer wieder großzügige Unterstützung durch die heimischen Wirtschaftsbetriebe bedanken, deutlich zu sehen an den zahlreichen Inseraten. Danke vor allem aber auch für die Unterstützung während des Jahres in Form von Ausrüstungs- oder Geldspenden. Im Namen der Freiwilligen Feuerwehr wünschen wir allen Mitgliedern der Feuerwehr sowie allen Mittersillerinnen und Mittersillern sowie unseren Gästen eine besinnliche Adventszeit, schöne Feiertage und für das Jahr 2016 Glück und vor allem Gesundheit!
Wir wünschen allen schöne Feiertage sowie Gesundheit, Glück und Zufriedenheit für das Jahr 2016! Das Ortsfeuerwehrkommando der Feuerwehr Mittersill
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Peter Christian RAINER • Rauchfangkehrer • Energieberater • Zertifizierter Brandschutzsachverständiger 5730 Mittersill • Hintere Lendstraße 5 Tel.: 0664/37 42 507 • Fax: 06562/41 874 • p.christian.rainer@sbg.at
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Machen Sie es sich bequem im Hotel Bräurup oder im Hotel Heitzmann. Der Flair und die Tradition des Pinzgauer Stils sind in unseren Gemäuern deutlich spürbar: Gewölbe und Holzstuben aus dem 18. Jahrhundert sowie typisch österreichische Gastfreundschaft. Eingebettet in die zauberhafte Landschaft der Alpen, bieten unsere beiden Hotels nicht nur ein umfangreiches Sport- und Freizeitprogramm, sie bilden auch den geeigneten Rahmen für Seminare sowie entspannende Stunden im hauseigenen Wellnessbereich. Lassen Sie sich kulinarisch verwöhnen in unseren alten Stuben, im Steakhouse, im Biergarten oder auf der Terrasse. Das hauseigene Fischwasser sowie die Hausbrauerei, mit einer Vielzahl an Bieren, liefern wahre Besonderheiten für das leibliche Wohl. Freuen Sie sich auf einen Aufenthalt im 4-Sterne-Hotel der anderen Art.
5730 Mittersill | Kirchgasse 9 T: +43(0)6562-6216 | hotel@braurup.at www.braurup.at
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Die Nationalparkwelten Hohe Tauern in Mittersill zählen zu den modernsten Nationalparkzentren Europas. Die Besucher durchwandern zehn faszinierende Naturräume nacheinander und lernen dabei die außergewöhnliche Vielfalt des größten Schutzgebietes der Alpen kennen und verstehen. Stationen: Adlerflugpanorama, Schatzkammer mit 3D-Erlebniskino, Murmeltier & Co, Nationalpark 360°, Making of Nationalpark, Bergwaldgalerie, Almsommer, Wilde Wasser, Lawinen- und Wasserfalldom mit 270° Projektion und Gletscherwelt. Mit der eben erst eröffneten 360-Grad-Panoramawelt kann die Dauerausstellung ab sofort mit einer zusätzlichen Weltneuheit aufwarten: Der zweistöckige, im Durchmesser 17 Meter große, zylindrische Erweiterungsbau beherbergt im Erdgeschoß die Nationalparkausstellung „Making of Nationalpark“. Im Obergeschoß liegt der neue Präsentationssaal mit einer 56 Meter langen Rundumleinwand für 360-Grad-Filme sowie einer topmodernen HD-Projektions- und Soundtechnik. ÖFFNUNGSZEITEN: täglich 09:00 – 18:00 Uhr Führungen mit Nationalpark-Rangern auf Anfrage.
// The Hohe Tauern National Park Worlds in Mittersill rank among the most modern national park centres in Europe. Visitors are able to stroll through ten successive “nature rooms”, in the process getting to know and better understand the extraordinary diversity of the Alps’ biggest nature sanctuary. Stations: Eagle’s Flight Panorama, Treasure Trove with 3D cinema, Marmots & Friends, National Park 360°, Making of National Park, Mountain Forest Gallery, Alpine Summer, Wild Water, Avalanche and Waterfall Dome with 270° cinema cube and World of Glaciers. With the recent opening of the 360-degree Panoramic World, one can attend the permanent exhibition with an additional world first. The two storey, 17 metres in diameter, cylindrical annex building houses the National Park Exhibition – “Making of the National Park”, on the ground floor. The new presentation hall has a 56-metre long surrounding screen, for 360-degree films as well as top-modern HD-projections and sound technology. OPENING HOURS: daily from 9 a.m. – 6 p.m. Guided tour with National Park Rangers upon request.
Nationalparkwelten: // National Park Worlds: Adlerflugpanorama // Eagles Flight Panorama Murmeltier und Co // Marmot and Co. Schatzkammer // Treasure Chamber Bergwaldgalerie // Mountain Forest Gallery Almsommer // Alpine Pasture Summer Wilde Wasser // World of Water Lawinendom // Avalanche Dome Gletscherwelt // Glacier World
Nationalpark 360°:
Nationalparkausstellung – Making of Nationalpark und 360° Panoramakino Nationalpark Hohe Tauern // National Park Exhibition – “Making of the National Park” and 360° Panoramic Cinema Hohe Tauern National Park Eintrittspreise für den Sommer 2016: Erwachsene € 10,–, Kinder 6 – 14 Jahre € 5,– Kinder bis 5 Jahre sind frei! // Ticket prices for summer 2016: adults € 10.– children 6 – 14 years of age € 5.– children up to 5 years of age are free
Nationalparkzentrum Hohe Tauern | Gerlos Straße 18 | 5730 Mittersill | Tel. +43 (0) 6562 40 939 | info@nationalparkzentrum.at
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