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F-Magazin 16

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M AG A Z I N

2016

Zugestellt durch Ă–sterreichische Post

I nfom agazin der Freiwilligen Feuerwehr Mit tersill


GEDENKEN AN UNSERE VERSTORBENEN FEUERWEHRKAMERADEN DANKE FÜR EURE KAMERADSCHAFT UND EUREN EINSATZ.

„GOTT ZUR EHR DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR!“


VORWORT | 1

VORWORT Liebe Mittersillerinnen und Mittersiller, liebe Gäste!

BÜRGERMEISTER

DR. WOLFGANG VIERTLER Als Bürgermeister stehe ich entsprechend den landesgesetzlichen Bestimmungen der Feuerwehr vor, welche eine Einrichtung der Gemeinde ist. In regelmäßigen Gesprächen mit dem Ortsfeuerwehrkommandanten und vor allem bei größeren Einsätzen, Großübungen oder festlichen Anlässen wird mir immer wieder bewusst, mit welcher Leidenschaft, Professionalität und mit welchem Engagement die Mitglieder der Feuerwehr Mittersill ihren Dienst am Mitmenschen leisten. Die Aufgaben der Feuerwehr werden immer komplexer und vielfältiger und trotzdem sind unsere Feuerwehrkräfte immer dort im Einsatz, wo ein Notfall eintritt und schnelle Hilfe erforderlich ist – und das freiwillig und oftmals unter Einsatz ihres eigenen Lebens und ihrer Gesundheit! Für die Mehrheit

der Bevölkerung nicht sichtbar, stehen unsere Feuerwehrler jährlich tausende Stunden im Einsatz, um Mitmenschen zu retten und unseren Ort zu schützen. Nicht zu unterschätzen sind die oftmals physisch enorm anstrengenden Einsätze sowie die psychische Belastung z.B. nach schwierigen Verkehrsunfällen, wie dem tragischen Zugunfall im vergangenen September. Die Leistungen der Mittersiller Feuerwehrler sind ein unbezahlbarer Beitrag für unsere Gesellschaft! Ich bedanke mich deshalb im Namen meiner Vizebürgermeister, den Mitgliedern der Gemeindevertretung sowie im Namen aller Mittersillerinnen und Mittersiller für eure geleistete Arbeit, welche in dieser Ausgabe des „F-Magazin“ wieder anschaulich und eindrucksvoll dargestellt wird.

Zum Abschluss möchte ich im Besonderen unseren Betrieben danken, die die Feuerwehr jahrein jahraus auf vielfältigste Weise unterstützen u.a. dadurch, dass sie Mitarbeiter im Einsatzfall freistellen. Das ist keine Selbstverständlichkeit! So wurde Ende November die Firma Autohaus Mazda Obrist für ihre Verdienste vom Salzburger Landesfeuerwehrverband im würdigen Rahmen in der Residenz in Salzburg mit dem Feuerwehr Award 2016 ausgezeichnet. Nochmals herzliche Gratulation und „Vergelt´s Gott“. Allen Florianijüngern wünsche ich weiterhin viel Leidenschaft und Engagement, viel Glück und Gottes Segen für eure Einsätze!

Glück auf!

ORTSFEUERWEHRKOMMANDANT

ROLAND RAUCHENBACHER Die Feuerwehr Mittersill hatte auch im Jahr 2016 wieder jede Menge zu erledigen. Neben dem Einsatzgeschehen wurde im abgelaufenen Jahr wieder verstärkt auf die Ausbildung der Einsatzkräfte gesetzt. Neben den regelmäßigen Übungen der eingeteilten Mannschaften, fanden spezielle Übungen der diversen Facheinheiten, wie zB den Führungskräften, Atemschutzträgern oder den Maschinisten statt. Ein großer Schwerpunkt war auch die Schulung diverser Sonderbereiche, hier sind sicherlich die zahlreichen Übungen mit dem Drehleiterfahrzeug in den Nachbargemeinden oder diverse Großübun-

gen in überörtlichen Objekten zu erwähnen. Die regelmäßigen und häufigen Übungen verdeutlichen eines: die Feuerwehren sind heutzutage professionelle Organisationen, die in zahlreichen Bereichen eingesetzt werden und dazu eine dementsprechende Ausrüstung, Fahrzeuge sowie vor allem eine gut ausgebildete Mannschaft benötigen. In Österreich gibt es nur 6(!) Berufsfeuerwehren, alle anderen Feuerwehren arbeiten grundsätzlich auf freiwilliger Basis oder sind einem Betrieb zugeteilt. Und was macht den Unterschied zwischen einer Berufsfeuerwehr und den restlichen Feuerwehren aus?

Nun, grob gesagt, ist es „nur“ die Bezahlung. Denn es ist egal, ob ein Zimmerbrand, ein Verkehrsunfall oder ein Industriebrand in Wien passiert, oder in Mittersill – die Bevölkerung, die Gäste, ja die gesamte Gesellschaft verlangt nur eines: schnelle und unbürokratische Hilfe. Ich möchte es deshalb auch in dieser Ausgabe nicht verabsäumen und mich vor allem bei meiner Mannschaft und meinem Führungsteam für die hervorragende Zusammenarbeit in der Feuerwehr Mittersill zum Schutz und zur Hilfeleistung in unserem Ort und in unserer Region bedanken.


2 | INHALT

Impressum | Medieninhaber Bei dem „F-Magazin“ handelt es sich um eine Mitteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mittersill. Für den Inhalt verantwortlich: Ortsfeuerwehrkommandant Roland Rauchenbacher Redaktion: Florian Huber jun., Harald Rainer, Fabian Scharler, Patrick Scharler Kontakt: Lendstraße 3 - 5730 Mittersill, e-mail: ff-mittersill@lfv-sbg.at, Tel: 06562/4111 Titelbild: © by Manuel Wieser | Layout & Gestaltung: Patrick Scharler Verlagspostamt: 5730 Mittersill | Redaktionsschluss: 03.12.2016


INHALT | 3

INHALT Allgemeines

4

Florianifeier und Mitgliederversammlung

4

Ehrenamt

6

Einsatzberichte Kurzberichte ร bungsberichte Kurzberichte

8 9 14 16

Unsere Feuerwehrjugend - die Zukunft der Feuerwehr

18

Aus dem Stadtarchiv

20

Veranstaltungen

22

Dankesworte

26

Unsere Fรถrderer

27


4 | ALLGEMEINES

FLORIANI

EIN BESONDERER TAG FÜR DIE FEUERWEHR Die Florianifeier mit der anschließenden Mitgliederversammlung ist ein traditioneller Höhepunkt im Kalender jedes Feuerwehrmannes. Ein Tag des Zurückschauens, Vorausschauens und Feierns. Zurückgeschaut wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung auf das abgelaufene Jahr. Wenn die Bilder vergangener Einsätze gemeinsam betrachtet werden, wird erst bewusst, was man als Team an schwierigen und herausfordernden Einsätzen gemeinsam bewältigt hat. Aber auch schöne Erinnerungen an Ausflüge, Feste und gesellige Stunden haben ihren festen Platz. Die Generalversammlung ist auch der Ort, an dem den Mitgliedern die Pläne für zukünftige Projekte und Vorhaben vom Ortsfeuerwehrkommandanten und seinem Kommando vorgestellt werden. Durch Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes wurden auch die Zukunftspläne der Dachorganisation präsentiert. Die Umstellung auf den Digitalfunk im Bundesland Salzburg wird auch die Feuerwehren im kommenden Jahr beschäftigen. Das Wichtigste am Florianitag ist aber das gemeinsame Feiern. So konnte heuer Ortsfeuerwehrkommandant Roland Rauchenbaucher viele Ehrengäste von Seiten der Stadtgemeinde, des Landesfeuerwehrverbandes und befreundeter Hilfs- und Rettungsorganisationen begrüßen. Traditionell begann der Florianitag mit dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Beim anschließend Festakt am "Kirchplatzl" wurden die neuen

Mitglieder – Moritz Gabriel, Peter Rammler und Manuel Ronacher – im Beisein zahlreicher Mittersillerinnen und Mittersiller feierlich angelobt. Andreas Holzer – langjähriger Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter – erhielt bei der Mitgliederversammlung für seine Leistungen im Feuerwehrwesen das Verdienstzeichen 3. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes. Die Probefeuerwehrmänner Martin Drexler, Michael Schratl, Andreas Steiner, Marcus Stemper und Daniel Wieser konnten nach einem erfolgreichen Probejahr zum „Feuerwehrmann“ befördert werden. Für sein jahrelanges Engagement wurde Alfred Czermin von der Feuerwehr Mittersill „Dank und Anerkennung“ im Zuge seiner Überstellung in die Reservemannschaft ausgesprochen. Auch unserem Feuerwehrkuraten Tobias Giglmayr wurde für seine Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Mittersill gedankt. Tobias Giglmayr wurde mit September zum Regens des Priesterseminars in Salzburg bestellt. Der offizielle Teil der Florianifeierlichkeiten wurden heuer im Jubiläumsjahr "200 Jahre Salzburg bei Österrich" mit der Salzburger Landeshymne – gespielt von der Bürgermusik Mittersill – am Stadtplatz beendet.


6 | ALLGEMEINES

EHRENAMT

Fotos: Manuel Wieser

Im Jahre 1881 wurde die Feuerwehr Mittersill durch engagierte Bürger gegründet, wahrlich Pioniere auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens. Viele von ihnen waren nicht nur im Feuerwehrsektor engagiert, sondern auch in zahlreichen anderen Vereinen aktiv oder hatten ein politisches Amt inne. Wenn man die Mitgliedslisten der Gründerjahre liest, so sind dort viele Geschäftleute, Bauersleute und Wirte zu finden. Das Feuerwehrwesen konnte sich also nur deshalb entwickeln, weil erfolgreiche und engagierte Menschen ihren Beitrag für die Gesellschaft leisteten.


ALLGEMEINES | 7

Die Feuerwehr ist mehr als nur eine Organisation, die Übungen für die Mitglieder organisiert, um im Einsatzfall gerüstet zu sein. Die Feuerwehrmitglieder sind auch fixer Bestandteil im sozialen Gefüge einer Gemeinde: von Florianifeier, Traditionsveranstaltungen, kirchlichen Festen und Sportfesten - die Mitglieder sind dabei, gestalten mit und tragen zu einem friedlichen und freudigen Miteinander bei. Die Feuerwehr ist also einerseits eine Einrichtung der Gemeinde mit klar definierten, wichtigen Aufgaben, Rechten und Pflichten. Die bei Notfällen, egal ob Großschadensereignis, Brand, Verkehrsunfall oder der berühmten Katze auf dem Baum jederzeit bereit steht. Andererseits weist die Feuerwehr auch Charakterzüge eines klassischen Vereines auf, mit bewussten und intensiven Beiträgen für die Gesellschaft, Gemeinschaftspflege und festen traditionellen sowie kulturellen Werten. Den Spagat zu finden zwischen hochprofessioneller Einsatzorganisation und gesellschaftsbereichender Vereinsorganisation ist oft nicht einfach. Die einen Mitglieder legen mehr Wert auf die Kernaufgabe, also dem Einsatzgeschehen. Andere wiederum sind gerne Mitglied der Feuerwehr wegen der einmaligen Kameradschaft und sehen dies als ihre primären Grund der Mitgliedschaft, in welchem das Ausrücken zu Übungen und Einsätzen ein selbstverständlicher Bestandteil ist. Die Feuerwehr ist vielfältig und bietet für jeden, der sich für Technik, Einsatz- und Krisenmanagement interessiert und gerne im Notfall seinen Mitnmenschen hilft,

ein Zuhause. Die Feuerwehr bietet zudem Kameradschaft, sinnvolle Freizeitgestaltung - egal ob für den 10-jährigen Schüler oder den 40-jährigen Familienvater, der sich für einen Beitritt zur Feuerwehr Mittersill entschließt. Was ist nun der Unterschied zu 1881? Nun, auch heutzutage kann eine Feuerwehr nur bestehen, wenn engagierte Personen ihren Dienst für unsere Gesellschaft leisten wollen. Feuerwehren sind keine klassischen Vereine, sondern mittlerweile gesetzlich fest verankerte Institutionen in Österreich. War es zu den Gründerzeiten sicherlich noch ungeregelter, hat man heute großteils klar definierte bundes- und landesgesetzliche Grundlagen, an denen sich die Mitglieder der Feuerwehr zu halten haben. Diese Regeln geben uns Einsatzkräften einerseits Rechte, andererseits natürlich auch Pflichten. Unsere größte Pflicht ist selbstverständlich, im Einsatzfall auszurücken, um schnell, professionell und unbürokratisch Hilfe leisten zu können. Um dies zu ermöglichen, sind viele Vorarbeiten zu leisten und Rahmenbedingungen vorzugeben: Anschaffung von Fahrzeugen und entsprechenden Einsatzgerätschaften, Rektrutierung von Mitgliedern und Ausbildung der Einsatzkräfte. Dementsprechend wird für Feuerwehrler, Gerätschaften und Fuhrpark eine Zeugstätte benötigt. Diese Werkzeuge und Fahrzeuge benötigen ihrerseits wieder engagierte Feuerwehrmitglieder, welche die Wartung und Bedienung vornehmen. Mitglied in einer Feuerwehr zu sein, heißt viel Verantwortung zu tragen und stets für den Einsatzfall bereit zu sein.

Mitglied in einer Feuerwehr zu sein bedeutet aber auch, neues zu entdecken, komplexe Problemstellungen zu lösen und in einem Team von Mitgliedern sich entfalten zu können. Egal ob Tischler, Elektriker, Banker oder Schüler, jede Person kann seinen Beitrag in der Feuerwehr leisten, denn genau diese Vielfältigkeit macht unser Feuerwehrwesen aus und darauf gründet die Schlagkraft dieser Organisation. Sollte dein Interesse geweckt worden sein, dann melde dich bei uns, völlig unverbindlich. Mach dir ein Bild von der Feuerwehr oder der Feuerwehrjugend und informiere dich über unsere Organisation. Wir freuen uns auf dich! ff-mittersill@lfv-sbg.at oder 0664/8514145


8 | EINSATZBERICHTE

EINSATZBERICHTE

Fotos: Manuel Wieser

Das Jahr 2016 schreitet voran und neigt sich langsam aber doch dem Ende zu. In den letzten 12 Monaten hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr wieder aller Hand zu tun und mussten zu zahlreichen Hilfeleistungen - von der Türöffnung bis zum schweren Verkehrsunfall - ausrücken. Die nachfolgenden Berichte zeigen einen Auszug der Einsatzgeschehnisse dieses Jahres.


EINSATZBERICHTE | 9

05. FEBRUAR 2016, 07:52 UHR

25. APRIL 2016, 22:53 UHR

LKW- BERGUNG

VERKEHRSUNFALL

Ein LKW-Zug kam bei winterlichen Fahrverhältnissen von der Felbertauernstraße ab und schlitterte mit der Zugmaschine in Richtung Straßengraben. Aufgabe der Feuerwehr Mittersill war es die Bergungsarbeiten mittels Seilwinde des Rüstfahrzeuges durchzuführen. Ebenso im Einsatz war die Polizei Mittersill.

Am 25. April kam ein PKW von der Felbertauernstraße ab und schlitterte daraufhin in die Leitschienen. Es befand sich keine Person mehr im Fahrzeug. Die Mannschaft der Feuerwehr Mittersill suchte das umliegende Gebiet des Unfallortes auf weitere mögliche Unfallbeteiligte ab und führte die Verkehrsabsicherung und die Aufräumarbeiten durch. Abschließend unterstützte man das Abschleppunternehmen bei der Bergung des Fahrzeuges und beseitigte die ausgelaufenen Treibstoffe.

20. MÄRZ 2016, 15:26 UHR

SCHWERER VERKEHRSUNFALL Zwei PKWs kollidierten an einem Sonntagnachmittag auf der Felbertauernstraße. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich ein Fahrzeug im Straßengraben, eine Person war noch eingeschlossen, der Fahrzeuglenker eingeklemmt. Die eingeschlossene Insassin wurde in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz aus dem Fahrzeuginneren befreit. Der Fahrzeuglenker musste unter Anwendung des hydraulischen Rettungsgerätes

aus dem Unfallwrack befreit werden. Der zweite PKW kam auf der Fahrbahn zu stehen. Die Insassen wurden vom Roten Kreuz versorgt. Im Anschluss an die Personenrettung wurden die Aufräumungsarbeiten durchgeführt. Im Einsatz standen neben den Einsatzkräften der Feuerwehr Mittersill, das Rote Kreuz mit Notarzt und Sanitätern, zwei Rettungshubschrauber, die Polizei und ein Abschleppfahrzeug.


10 | EINSATZBERICHTE

22. MAI 2016, 13:36 UHR

14. JUNI 2016, 13:06 UHR

03. JULI 2016, 13:00 UHR

VERKEHRSUNFALL

VERKEHRSUNFALL

Am Tag der Bundespräsidentenwahl wurden die Mittersiller Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall ins Felbertal gerufen. Zwei PKWs kollidierten. Die Mannschaft der Feuerwehr Mittersill führte die Verkehrsabsicherung und Aufräumarbeiten durch.

Ein Fahrzeug kam von der Felbertauernstraße ab und lag daraufhin im Straßengraben. Die Mannschaft der Feuerwehr Mittersill führte die Verkehrsabsicherung durch, sicherte das Unfallfahrzeug und unterstützte den Abschleppdienst bei der Bergung des PKWs. Verletzt wurde niemand.

PARAGLEITERRETTUNG

28. MAI 2016, 21:13 UHR

05. JULI 2016, 17:11 UHR

20. JULI 2016, 19:34 UHR

AUFRÄUMEN NACH VERKEHRSUNFALL

UNWETTER

VERKEHRSUNFALL

Eine Unwetterzelle zog an diesem Tag nördlich über Mittersill weiter Richtung Stuhlfelden und Uttendorf. Im Bereich der „Hohen Brücke“ wurde die Paß Thurn Straße teilweise vermurt, bzw. die Straße leicht überschwemmt. Von diesem Wasser war in weiterer Folge ein landwirtschaftliches Objekt betroffen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mittersill übernahmen die Sicherungsmaßnahmen und das Freimachen der Verkehrswege in Zusammenarbeit mit der Landesstraßenverwaltung. Zudem wurden Kontrollfahrten am Burkbach durchgeführt und die vorhandenen Sicherungsbauwerke im Bachverlauf kontrolliert.

Auf der Felbertauernstraße kam ein PKW von der Straße ab, überschlug sich und kam daraufhin auf dem Dach im Straßengraben zu liegen. Es waren keine Personen mehr im Unfallauto eingeschlossen. Die Mannschaft des Vorausfahrzeuges errichtete einen doppelten Brandschutz und begann mit den ersten Verkehrsabsicherungsarbeiten. Die Kräfte des Rüst- und Rüstlöschfahrzeug regelten den Verkehr, führten Aufräumarbeiten durch und unterstützen das Abschleppunternehmen bei den Bergungsarbeiten.

Gleich zweimal mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mittersill an diesem Samstag ausrücken! Am Vormittag kam es zu einer Personenrettung aus dem Lift. Am Abend des Fußball-Champions-League-Finales passierte in der Klausgasse ein Verkehrsunfall mit einem PKW. Die Einsatzkräfte sicherten die Straße ab, regelten den Verkehr und führten die Aufräumarbeiten durch.

Ein Paragleiter verfing sich im Ortsgebiet von Hollersbach in einem Baukran und konnte sich aus der Misslage nicht selbst befreien. Die Mannschaft der Drehleiter führte die Menschenrettung durch.


EINSATZBERICHTE | 11

21. JULI 2016, 18:16 UHR

31. JULI 2016, 12:03 UHR

FAHRZEUGBRAND

VERKEHRSUNFALL

Fahrzeugbrand im Felbertauerntunnel lautete die Alarmmeldung am frühen Abend des 21. Juli. Bereits bei der Anfahrt rüstete sich ein Trupp des Vorausfahrzeuges mit schwerem Atemschutz aus. Nach Ankunft der Einsatzleitung beim Nordportal stellte sich heraus, dass es sich um einen Fahrzeugbrand im Tunnel handelt. Nach Rücksprache mit der Gesamteinsatzleitung konnte das Kommandofahrzeug der Feuerwehr Mittersill zum Brandobjekt vorfahren. Bei Eintreffen am Brandort

war die Betriebsfeuerwehr der Felbertauern AG bereits beim Löschen des Fahrzeuges. Eine Unterstützung bei der Bekämpfung des Brandes durch die Mittersiller Kräfte war somit nicht erforderlich. Aufgrund der Meldung, dass eine Person abgängig ist, machte sich ein Trupp der Feuerwehr Mittersill mit schwerem Atemschutz auf den Weg in den Fluchttunnel, um die vermisste Person zu suchen. Die abgängige Person konnte schließlich im Nordportal aufgespürt werden.

02. AUGUST 2016, 18:15 UHR

01. SEPTEMBER 2016, 20:02 UHR

VERKEHRSUNFALL

BRANDVERDACHT SKIFABRIK

Erneut wurde die Feuerwehr Mittersill zu einem Verkehrsunfall mit Motorradbeteiligung alarmiert. Auf der Pass Thurn Straße - Bereich Hohe Brücke - kollidiert ein Motorrad mit einem Kleinbus. Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurde die Unfallstelle abgesichert und die Aufräumungsarbeiten durchgeführt. Die verletzte Person wurde vom Roten Kreuz abtransportiert. Im Einsatz standen neben die Feuerwehr, das Rote Kreuz, die Polizei Mittersill und ein Abschleppunternehmen.

Während einer Schulung im Feuerwehrhaus wurde der erste Bereitschaftszug zu einem Brandmelde-Alarm in einer Skifabrik alarmiert. Nach Eintreffen am Einsatzort konnte im Heizwerk eine starke Rauchentwicklung festgestellt werden. Zwei Atemschutztrupps erkundeten die Lage. Es stellte sich heraus, dass durch einen Überdruck in einem Dampfkessel, Wasserdampf abgesondert wurde und dadurch die Brandmeldeanlage ausgelöst wurde.

Zur Mittagszeit kollidierte ein PKW mit einem Motorrad auf der B161 - Gerlos Straße. Eine verletzte Person wurde bereits durch Ersthelfer und dem Roten Kreuz an der Unfallstelle versorgt. Die Feuerwehr Mittersill führte die Verkehrsabsicherung durch, errichtete einen Brandschutz und erledigte in Zusammenarbeit mit dem Abschleppdienst die Aufräumarbeiten. Die verletzte Person wurde mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert.


12 | EINSATZBERICHTE

08. OKTOBER 2016, 07:52 UHR

28. JULI 2016, 19:52 UHR

VERKEHRSUNFALL

SCHWERER VERKEHRSUNFALL MIT ZUGGARNITUR

Ein Verkehrsunfall ereignete sich am Morgen des 08. Oktober auf der Pass Thurn Bundesstraße. Aufgabe der Feuerwehr Mittersill war es Verkehrsabsicherungs- und Aufräumarbeiten durchzuführen und den Abschleppdienst bei den Bergungsarbeiten des Fahrzeuges zu unterstützen.

20. OKTOBER 2016, 14:56 UHR

TRAKTORABSTURZ Am 20. Oktober stürzte am Nachmittag ein Traktor samt Anhänger im Bereich "Mong" über eine Böschung ab. Die Kräfte der Feuerwehr Mittersill führten in erster Linie die Absicherung des Fahrzeuges durch, um ein mögliches weiteres Abrutschen zu verhindern. Aufgrund des Gewichtes des Traktors und der abschüssigen Böschung wurde zusätzlich zu den Einsatzfahrzeugen ein Kranfahrzeug angefordert, womit eine reibungslose Bergung durchgeführt werden konnte.

Auf der Salzachbrücke kollidierte ein Fahrzeug mit einer Eisenbahngarnitur der „Pinzgauer Lokalbahn“. Ersthelfer konnten bereits die Unfallbeteiligten aus dem Fahrzeug befreien. Insgesamt wurden sieben Personen durch das Rote Kreuz versorgt. Die Mannschaft der Feuerwehr Mittersill unterstützte das Rote Kreuz bei der Betreuung der Fahrzeuginsassen, errichtete einen Brandschutz und führte die Verkehrsregelung durch – es wurde eine weiträumige Umleitung über den Kreisverkehr und die Felbertauernstraße für den Zeitraum der Aufräumarbeiten eingerichtet. Die Zuggarnitur wurde in den örtlichen Bahnhof geschleppt. Im Einsatz standen neben der Feuerwehr Mittersill, ein Notarzt, ein Rettungshubschrauber, sowie vier Fahrzeuge samt Mannschaft des Roten Kreuzes und die Polizei Mittersill.


EINSATZBERICHTE | 13

24. SEPTEMBER 2016, 16:51 UHR

SCHWERER VERKEHRSUNFALL PKW KOLLIDIERT MIT ZUG Die Feuerwehr Mittersill wurde am späten Nachmittag zum zweiten Mal in diesem Jahr zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen auf der Eisenbahnkreuzung „Salzachbrücke Mittersill“ alarmiert. Bei Eintreffen am Unfallort stellte Einsatzleiter Roland Rauchenbacher fest, dass ein PKW mit einer Zuggarnitur der Pinzgauer Lokalbahn kollidierte. Zwei Personen waren im Fahrzeug noch eingeklemmt. Umgehend begann die ersteintreffende Mannschaft mit der Absicherung des verunfallten Fahrzeuges mittels

Greifzug und des Abstützsystems „Stab Fast“. Parallel dazu führten weitere Kräfte die Vorbereitungsarbeiten für den Einsatz des Hydraulischen Rettungsgerätes durch. Nach erfolgter Absicherung des PKWs und nach Rücksprache mit der zuständigen Notarztmannschaft konnte mit der Befreiung der eingeklemmten Personen begonnen werden. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der sehr starken Deformierung des Fahrzeuges als äußerst schwierig, weshalb zwei hydraulische Rettungssätze für das Öffnen des Fahrzeuges verwendet

werden mussten. Eine Person verstarb noch an der Unfallstelle. Die zweite musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Unfallkrankenhaus geflogen werden und verstarb einige Tage später ebenfalls. Der Einsatz konnte um 20:00 Uhr schließlich beendet werden. Im Einsatz standen neben der Freiwilligen Feuerwehr Mittersill, das Rote Kreuz, ein Notarzthubschrauber, die Polizei, die Einsatzleitung der SLB, sowie ein Abschleppunternehmen. Wir möchten an dieser Stelle unser herzlichstes Mitgefühl den Hinterbliebenen aussprechen!


14 | ÜBUNGSBERICHTE

ÜBUNGSBERICHTE

Fotos: Manuel Wieser

Circa 3.000 Stunden an Zeitaufwand im Jahr stecken die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Mittersill in Schulungen und Übungen. Die Öffentlichkeit könnte jetzt meinen, dass sich dabei die Kameraden ins Feuerwehrauto sitzen, irgendwo hinfahren und Wasser in eine Wiese spritzen. Ganz so einfach ist es aber nicht. Hinter dem Ausbildungssystem einer Feuerwehr steht ein breit gefächertes, abwechslungsreiches und sehr komplexes Themenprogramm. Türöffnungen, Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, Austritte von Chemikalien, Personenrettungen aus Höhen/Tiefen oder klassische Brände. Das alles sind Einsätze, die in ihrer Art und Weise von Grund auf verschieden sind und einer fachlich fundierten Ausbildung der Feuerwehrmitglieder bedürfen.


ÜBUNGSBERICHTE | 15

DIE ORGANISATION DER AUSBILDUNG DER FEUERWEHR MITTERSILL IST MEHRFACH GEGLIEDERT:

Weiters unterscheiden sich unsere Ausbildungen auch im Hinblick auf die verschiedenen Funktionen wie folgend dargestellt:

Durch die Vielfalt der Aufgaben im Feuerwehrwesen ergeben sich auch unterschiedliche Arten von Ausbildungsformen. Neben der klassischen Gesamtübung werden auch diverse Spezialschulungen der Mannschaft angeboten.

ATEMSCHUTZ:

GESAMTÜBUNGEN: An oberster Stelle kommen Gesamtübungen. An Gesamtübungen nimmt die gesamte Mannschaft der Feuerwehr teil und diese sind meist in größeren Objekten, wo auch der Aufgabenbereich ein viel ein größerer ist. Dabei werden neben den einzelnen technischen Aspekten, vor allem die Befehlskette, Einsatzorganisation und -struktur trainiert.

ZUGSÜBUNGEN: Die Mannschaft der Feuerwehr ist aufgeteilt in zwei Züge. Zugsübungen sind Ausbildungseinheiten, wo man sich einem speziellen Thema, wie zum Beispiel: Retten aus Höhen und Tiefen, widmet. Aufgrund der geringeren Mannschaftszahl können die Ausbildner bei Zugsübungen ausführliche Erklärungen zum jeweiligen Sachbereich geben und die Mitglieder haben die Möglichkeit, sich die Handhabung der umfassenden Gerätschaften einzuprägen.

GRUPPENÜBUNGEN: Ab 15 Jahren darf man bei einer Freiwilligen Feuerwehr in Österreich zu Einsätzen ausrücken. Der Übergang von der Jugend- in die Aktivmannschaft ist oft nicht einfach: unbekannte Gesichter und ein neues Umfeld! Deshalb gibt es bei der Feuerwehr Mittersill Gruppenübungen bei dem die neuen Mitglieder gemeinsam mit einem eigenen Ausbildungsteam Übungen durchführen, so Schritt für Schritt an das Feuerwehrwesen herangeführt und in die Aktivmannschaft bestmöglich integriert werden.

Mit 18 Jahren und nach erfolgreicher Absolvierung eines Atemschutzkurses an der Landesfeuerwehrschule ist man berechtigt, als Atemschutzträger an Übungen und Einsätzen teilzunehmen, sofern man die körperlichen Voraussetzungen erfüllt. Aufgrund der Anstrengung, der eingeschränkten Sichtmöglichkeit und der körperlichen Beschränktheit ist es enorm wichtig, sich regelmäßig praktisch mit dem Thema Atemschutz zu beschäftigen, um für einen möglichen Ernstfall gewappnet zu sein.

MASCHINISTEN: Als Maschinisten bezeichnet man die Fahrer der Feuerwehrautos. Diese bedienen bei den Fahrzeugen die eingebauten Gerätschaften, wie Pumpe, Tank oder Stromgeneratoren. Aufgrund der Komplexität der Bedienung eines Fahrzeuges samt Gerätschaften ist es auch hier wichtig, sich regelmäßig mit den Fahrzeugen auseinanderzusetzen.

DREHLEITERMASCHINISTEN: € 700.000.- kostet im Durchschnitt ein Drehleiterfahrzeug. Das zeigt welche Verantwortung Maschinisten dieses Fahrzeuges haben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Feuerwehrmann unter Stresseinfluss im Ernstfall ein über zehn Meter langes Fahrzeug zum Einsatz lenkt, dann womöglich eine Menschenrettung durchführt und das auch noch schnellstmöglich. Umso wichtiger ist es deshalb, dass man auch hier intensive Schulungen und praktische Übungen durchführt.

UM SICH VORSTELLEN ZU KÖNNEN, WIE DIESE ÜBUNGEN IN DER PRAXIS AUSSCHAUEN, möchten wir auf den folgenden Seiten einen kleinen Auszug der Übungen des vergangenen Jahres geben:


16 | ÜBUNGSBERICHTE

AUSSERORDENTLICHE SCHULUNG IN NIEDERÖSTERREICH

RESCUEDAYS.AT Am 10. und 11. September fanden die diesjährigen „rescueDAYS“ in St. Valentin statt. „rescueDAYS“ ist Österreichs größte Ausbildungsveranstaltung zum Thema technische Hilfeleistung für die Einsatzorganisationen Feuerwehr und Rotes Kreuz. Von der Feuerwehr Mittersill nahmen in diesem Jahr Thomas Wieser, Max Hölzl und Fabian Scharler teil. Nach einem halben Tag mit theoretischen Vorträgen trainierten die ca. 230 Teilnehmer anderthalb Tage lang im praktischen Teil die verschiedens-

ten Unfallszenarien unter realistischen Bedingungen. Aufgrund der zunehmenden Robustheit der Fahrzeuge und der ständigen Weiterentwicklung der Fahrzeugindustrie im Bereich der modernen Technologien (Elektro-, Erdgasautos, etc.) ist es mitunter ein Ziel der „rescueDAYS“, sich mit den aktuellsten Themen der technischen Hilfeleistung auseinanderzusetzen, um mit diesen Herausforderungen im Ernstfall umgehen zu können.

ZUGSÜBUNG IM FELBERTAL

SCHWERER VERKEHRSUNFALL der Felbertauernstraße. Durch das Beschäftigen mit solch komplexen Einsatzszenarien können die Einsatzkräfte gut für den Ernstfall geschult werden, wenngleich dieser immer eine besondere Ausnahmesituation – vor allem in psychischer Hinsicht – für die gesamte Mannschaft bleiben wird.

Fotos: Manuel Wieser

Statistisch gesehen gehören zu den Hauptaufgaben der österreichischen Feuerwehren technische Hilfeleistungen. Zunehmend müssen die freiwilligen Einsatzkräfte zu Verkehrsunfällen – oft mit eingeklemmten Personen - ausrücken. Aufgrund dieser Tatsache setzte sich die Feuerwehr Mittersill an einem Samstagvormittag intensiv mit diesem Thema auseinander und organisierte eine Übung neben einer Lawinengalerie auf


ÜBUNGSBERICHTE | 17

GEMEINDEEIGENE GEBÄUDE BIETEN SICH FÜR DIE FEUERWEHR MITTERSILL IMMER WIEDER ALS BESONDERS GEEIGNETE OBJEKTE ZU ÜBUNGSZWECKEN AN. Erstens, weil es selbstverständlich auch in diesen Gebäuden / Anlagen Gefahrenpotenzial für mögliche Brände / Unfälle gibt und zweitens, weil eine unkomplizierte Organisation und Koordination einer Übung mit den zuständigen Personen hier unbürokratisch möglich ist. In diesem Jahr standen wieder zahlreiche Ausbildungseinheiten in den verschiedensten Gebäuden der Gemeinde an:

ATEMSCHUTZÜBUNG

BRAND BEZIRKSGERICHTGEBÄUDE

Foto: Christian Berauer

Mitte September widmete sich der Atemschutz-Ausbildungszug einem historisch bedeutsamen Gebäude im Zentrum von Mittersill: das Gebäude des alten Bezirksgerichts. Übungsannahme war ein Dachgeschossbrand mit zwei vermissten Personen im Gebäudeinneren. Zwei Atemschutztrupps und die Drehleiter nahmen die Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Interessant waren bei dieser Übung vor allem die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Belüftung von Gebäuden.

ÜBERÖRTLICHE GESAMTÜBUNG

BRAND SENIORENWOHNHEIM Insgesamt 100 Einsatzkräfte probten am Samstag, den 05. November, um 14:00 Uhr bei einer großangelegten Übung im Seniorenwohnheim in Mittersill den Ernstfall. Angenommen wurde, dass im Kellergeschoss des Gebäudes ein Brand ausgebrochen ist, acht Personen vermisst sind und das gesamte Seniorenheim evakuiert werden muss. Mehrere Atemschutztrupps führten die erforderlichen Maßnahmen im Keller durch. Da sich die acht vermissten Personen in rauchfreien Räumlichkeiten befanden, mussten vorerst die Räumlichkeiten rauchfrei gemacht werden, um eine Rettung vornehmen zu können. Wir bedanken uns bei den Nachbarfeuerwehren für die erfolgreiche Zusammenarbeit.


18 | FEUERWEHRJUGEND

WISSENSTEST DER PINZGAUER FEUERWEHRJUGEND: Am 19. März 2016 fand bereits zum 38. Mal der Wissenstest der Pinzgauer Feuerwehrjugend statt. In diesem Jahr war Mittersill der Austragungsort dieser alljährlich stattfindenden Leistungsprüfung. Insgesamt 141 Jugendliche stellten sich im Schulzentrum der NMS/BORG Mittersill den Fragen und Aufgaben der Bewerter. Der Wissenstest ist ein wesentlicher Bestandteil des Ausbildungsprogrammes einer

Feuerwehrjugend. Hier wird an verschiedenen Stationen das erlernte Wissen theoretisch und praktisch abgefragt. Neben dem Wissenstest gab es ein buntes Rahmenprogramm, dass auch für die BesucherInnen zugänglich war. Die Verköstigung übernahmen ebenfalls die Mitglieder der Feuerwehr Mittersill. Es konnte an diesem Tag wieder einmal festgestellt werden, dass durch die kom-

petente und kontinuierliche Arbeit in den Jugendgruppen der Feuerwehren für einen gut ausgebildeten Nachwuchs gesorgt ist. Ein besonderer Dank geht an alle helfenden Kameraden der Feuerwehr Mittersill und besonders an die freiwilligen HelferInnen für die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung.


FEUERWEHRJUGEND | 19

ZELTLAGER IM FELBERTAL: Vom 14. – 17. Juli 2016 veranstaltete die Feuerwehrjugend Mittersill das Zeltlager beim Hintersee bei der Meilingeralm. Dieses Zeltlager findet alle zwei Jahre statt. Mit dabei waren neben den Betreuern zehn Jugendliche im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Trotz des ergiebigen Regens und Temperaturen im Zehn-Grad-Bereich ließen sich die Mädchen und Buben der Feuerwehrjugend die Laune nicht verderben. Auf dem Programm standen diverse Unterhaltungsspiele und natürlich die Lagerfeuerromantik. Höhepunkt des viertägigen Lagers war sicherlich eine Vorführung der Polizeidiensthunde von Andreas Elixhauser und Bernd Ludl. Die Hundeführer zeigten die

umfangreiche Arbeit mit den Vierbeinern als Schutz-, Stöber-, Drogen- und Brandmittelspürhunden vor. Ebenso bekamen die Jugendlichen und die Betreuer einen Einblick in die zwei Jahre dauernde Ausbildung eines Junghundes. Alles in allem blickt die Feuerwehrjugend auf vier sehr gelungene, unterhaltsame Tage, in denen der Teamgeist und das Miteinander gestärkt wurden, zurück. Das Betreuerteam rund um Roland Maier und Guntram Reifmüller möchte sich bei den Gönnern und Sponsoren, ohne die ein solches Lager nicht möglich wäre, bedanken. Ein extra Dank geht an die Familie Hochfilzer für die Verköstigung am Samstagmittag und für die Zurverfügungstellung der Hütte.

ALLGEMEINES: • 4 Jugendbetreuer

• 2 Mädchen • 12 Buben

Im Jahr 2016 wurden zwei Jugendliche in den Aktivstand überstellt und können somit bei Einsätzen auch ausrücken. Im Jahr 2017 werden drei weitere Jugendliche in den Aktivstand übertreten. Die Ausbildungs- und Schulungseinheiten der Feuerwehrjugend Mittersill finden von Ende April bis Anfang Juli und mit Beginn der Schulzeit im September bis Mitte November statt. Die Übungen sind alle zwei Wochen jeweils am Mittwoch.

Im Laufe eines Jahres werden so ca. 14 Übungen mit den verschiedensten Themen abgehalten. Diese Übungen umfassen unter anderem Gerätekunde, Funkschulungen und -übungen, Basiswissen für die verschiedensten technischen Hilfeleistungen, sowie Brand- und Löschlehre. Jeweils im Winter werden die Schulungen bzw. die Vorbereitungen für den alljährlichen Wissenstest abgehalten. Das Kommando der Feuerwehr Mittersill bedankt sich bei den Jugendbetreuern und Mitgliedern der Feuerwehrjugend recht herzlich für ihr großes Engagement.


20 | AUS DEM STADTARCHIV

SERIE: AUS DEM STADTARCHIV

BÜRGERWALD

- Holzvorrat für die Salzachbrücke Zu den Hauptaufgaben der Mittersiller Feuerwehr gehören seit den Gründungsjahren neben der Feuerbekämpfung der Schutz des Marktes und der Stadt bei Hochwassergefahr vor allem durch die Sicherung der Salzachbrücke. Diese Mittersills um 1900, in der Bildmitte die kurz vorher errichtete neue Zeugstätte der Feuerwehr

Der Instandhaltung der Brücke und bedarfsweise auch ihrer Erneuerung diente der „Bürgerwald“. Dieser wurde zwar stets als landesfürstlicher Freiwald bezeichnet, stand jedoch explizit den Bürgern für Notfälle zur Verfügung. „[…] Nachdem der Bürgerwald seit unfürdenklichen Zeiten blos für die Bewohner resp. Bürger des Marktes Mittersill reserviert ist, sohin derselbe nur im Nothfall, und strengen nachgewiesenen Bedürfnißfall mit seinen darauf wachsenden Holze und Poschen in Anspruch genommen werden darf, […]“ (Protokollbuch I, 1844) Jegliche Privatnutzung wurde in der Regel ausgeschlossen und unter strenge Strafen gesetzt. „Jeder Bürger, welcher sich in Hinkunft a dato dieses Protokolls unterfängt einen Stamm Holz, Holz oder Poschen zu hacken, soll für jeden Stamm Holz oder Poschen 5 fl. (fünf Gulden) zur Bürger-Armenkassa

war und ist bis heute mit dem engeren Salzachbett unmittelbar nach der Brücke eine Gefahrenstelle. Schon seit vielen Jahrhunderten galt ihr daher das besondere Augenmerk.

„die Gattung des vorgezeigten Holzes schwammig, daher zu dem von der Marktgemeinde Mittersill vorgewendeten Brückenbau nicht tauglich ist, und endlich diese Uferverwerchung dringend und zum Schutze des Äußeren Marktes Mittersill selbst bestimmt ist, also zum gemeinen Nutzen des Marktes Mittersill für deren Grundstücke, Häuser, Brücke und Straße verwendet wird.“ (Protokollbuch I, 1844) Es sollte in Zukunft jedoch alles unternommen werden, um den Zustand des Bürgerwaldes weitestgehend zu schonen. Dies wird wohl auch heute notwendig sein, soweit die Bezeichnung Schutzwald für dieses „Naherholungsgebiet“ noch zutrifft. unweigerlich bezahlen.“ (Protokollbuch I, 1837) Auf die Engstelle der Salzach unmittelbar nach der Brücke wurde von der In der Anfrageantwort von der Löblichen Marktvorstehung auch bei wichtigen Neuek.k. Berg- und Salinen Direction Hall wird rungen, wie dem Bau der Reichsstraße über bemerkt: „Daß dieser Bürgerwald zufolge den Pass Thurn oder beim Bau der Pinzgaugenauer Erhebungen immer in der Kathegorie bahn hingewiesen: „Die ergebenst Gefertigte eines landesfürstlichen Freiwaldes stehe, und findet sich dringendst veranlasst, die Anzeige zu deßhalb auch der ferneren Disposition des erstatten, dass die unterhalb der Salzachbrücke Forst-Aerars unterliegen, wohlselbe bei der Bewirtschaftung und Benützung desselben, es ganz zum Bahnbau aufgestellten Profile gegen die in der Billigkeit gegründet finde, die Bedürfniße aufgestellten Bedingnisse im Begehungs-Protokolle betreffend die Oberschutzbauten große der Markt-Commune, als solche, besonders Abweichungen zeigen, und in Folge Wegnahme in Wasser- und Feuernoth vorzugsweise zu von bedeutendem Wasserraum die Überberücksichtigen, wie dieses auch bisher immer schwemmungen des Marktes auch bei mittlerem der Fall war.“ (Protokollbuch II, 1844) Hochwasser ganz zweifellos bevorstehen. […] Die Als dem Außerbräubesitzer Joseph Marktgemeindevorstehung Mittersill, BürgerReichholf einmal wegen dessen Ufersameister J.Rothbacher, 2. Dezember 1896.“ (SLA, nierung 50 Baumstämme zur Schlägerung Landtagsausschussakten III). Daraufhin kam genehmigt wurden, sahen sich die Bürger des Inneren Marktes genötigt, Einspruch zu es tatsächlich zu einer Profiländerung und geringfügig geänderten Trassenführung erheben. Nach längerem Rechtsweg wurde dieses Bahnabschnittes. diese Schlägerung einmalig genehmigt, da


AUS DEM STADTARCHIV | 21

Planskizze von 1897

Ein gutes Jahrzehnt später wurde im Jahr 1912 die Salzachbrücke neu errichtet. „Salzachbrücke im Markte Mittersill über die Salzach aus Beton erbaut“, vermerkte der Chronist in der Mittersiller Gendarmeriechronik. Gut 50 Jahre sollte diese Bogenbrücke über die Salzach halten. Die älteren Bürger Mittersills werden sich ja noch gut daran erinnern. Im Jahr 1963 wurde schließlich die heutige Brücke errichtet. Damals vorausschauend ein Segen für den stärker werdenden Autoverkehr, bis heute allerdings eine große Gefahrenstelle für die Stadt in einem – hoffentlich nicht – zukünftigen Hochwasserereignis. Der in Aussicht gestellte Bau einer neuen Brücke – dieses Mal als „Hubbrücke“ - soll diese Gefährdung für unsere Stadt hintanhalten.

Abriss der alten und Bau der heutigen Salzachbrücke 1963

Die 1912 errichtete Bogenbrücke über die Salzach

Die Mittersiller Feuerwehr legte ihren Schwerpunkt bei notwendigen Einsätzen bisher – und tut dies sicher auch in Zukunft – an diesen neuralgischen Punkt um die Salzachbrücke. Einerseits gilt es die Brücke und damit den Markt zu sichern, andererseits bei Unfällen an der Schnittstelle Bundesstraße und Pinzgaubahn schnell zu helfen. Beim Lesen alter Schriften und Akten im Stadtarchiv werde ich stets nachdenklich, wenn die Marktbürger und Gemeindevorstehungen ihre Jahrhunderte alten Rechte einforderten oder ihre Beschlüsse für „immerwährende Zeiten rechtlich gültig“ oder „gültig bis zum Weltenbestand“ fassten. Auch die heutigen Juristen werden gefragt sein: Haben solche Beschlüsse heute noch Gültigkeit? Sollten sie als überholt und daher für obsolet erklärt werden? Oder sind wir angehalten, bei manchen oder vielleicht vielen Beschlüssen in den alten Akten nachzusehen, was unsere Vorfahren bereits für die Zukunft beschlossen haben. Jedenfalls auch dafür birgt das Stadtarchiv Grundlagen und so manche Überraschung. Für das oben Gesagte wirft sich die Frage auf, ob und in welcher Art der Bürgerwald – seit vielen Jahrhunderten in Notsituationen für die Marktbürger gesichert – auch in Zukunft als „Schutzwald“ für unsere Stadt dienen kann.

OSR Hannes Wartbichler, Dez 2016


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STADTSKIMEISTERSCHAFT Bei der vom SC Mittersill – Sektion Ski Alpin organisierten Mittersiller Stadtskimeisterschaften ist die Teamwertung seit Jahren fester Bestandteil. Gefahren wird um die Mittelzeit aller teilnehmenden Teams. Mehrere Teams der Freiwilligen Feuerwehr Mittersill gingen heuer bei der 8. Auflage der Mittersiller Stadtskimeisterschaften am Paßthurn an den Start. Mit großer Überraschung gelang es dem Team „Feuerwehr I“ mit Manuel Mitteregger, Richard Rieder und Florian Huber die Mannschaftswertung für sich zu entscheiden. Bei der Siegerehrung gab es sogar ein „Sieger-Ständchen“ von der Liedertafel fürs Gewinnerteam. Herzliche Gratulation dem SC Mittersill – Sektion Ski Alpin für die tolle Veranstaltung. Die 9. Mittersiller Stadtskimeisterschaften finden am 18.02.2017 statt.

FEUERWEHRMATURA Zu recht wird das Feuerwehrleistungswettbewerb in Gold auch als „Feuerwehrmatura“ bezeichnet. Das von den TeilnehmerInnen geforderte Wissen und Können ist umfangreich und die Prüfung dauert einen ganzen Tag. Bei sieben Stationen beweisen die FeuerwehrlerInnen ihr Wissen über das Feuerwehrwesen (Organisation, Sicherheit, …), lösen Berechnungsaufgaben zur Wasserbeförderung und einsatztaktische Aufgaben. Auch in einer praktischen Übung (Formalexerzieren) müssen die KameradInnen, ihr Können unter Beweis stellen. Um diesen Anforderungen bestehen zu können, braucht es intensive und

mehrmonatige Vorbereitung. Am 02. April 2016 fand an der Landesfeuerwehrschule Salzburg zum 20. Mal der Feuerwehrleistungswettbewerb in Gold statt. Eröffnet wurde der Bewerb von Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Landesfeuerwehrkommandant Leopold Winter. 96 TeilnehmerInnen stellten sich der Herausforderung, darunter auch fünf Mitglieder der Feuerwehr Mitterill. Guntram Reifmüller, Kurt Kollmann, Manfred Fritzenwanger, Michael Kalkhofer und Thomas Wieser legten die „Feuwehrmatura“ souverän ab. Herzliche Gratulation!

EISSTOCKSCHIESSEN Auch vergangenen Winter fand das alljährliche Eisstockschießen der Feuerwehr Mittersill statt. Der erste Zug mit dem Zugskommandant Alfred Scharler an der Spitze forderte den zweiten Zug mit "Moar" Martin Rauchenbacher heraus. Bei einem heiß umkämpften Duell ging der zweite Zug - wie bereits im Vorjahr - als Sieger hervor. Nach dem sportlichen Teil kehrten die Eisschützen beim Gasthof Haidbach zum gemütlichen Beisammensein ein.


VERANSTALTUNGEN | 23

STADTFEST

Fotos: Eva Reifmüller

Vom 05. – 07. August fand das diesjährige Stadtfest statt. Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Kinder und so konnte man sich am Feuerwehr-Areal unter anderem beim Kistensteigen und bei einem „Dosenschießen auf Feuerwehrart“ austoben. Der Abend stand dann ganz im Zeichen von Discomusik und Feierlaune. Ab 19:00 Uhr sorgten die beiden DJs Matinee und Flexible für coolen Sound und animierten so die zahlreichen Besucher zum Tanzen. Die Mädels und Jungs von "friendsproductions" sorgten auch heuer wieder für ein super cooles Bühnenbild. Bis in die frühen Morgenstunden wurde schließlich gefeiert und somit der Samstag des Stadtfestes gebührend abgeschlossen. Herzlichen Dank an unsere Partner von "friendsproductions" für die gute Zusammenarbeit.

FAN TOUR 2016 Veranstaltungsort ein. Bei hervorragender Stimmung erlebten die Fans ein 2:0 zu Gunsten unserer südlichen Nachbarn. Das zweite Achtelfinale um 21:00 Uhr bestritten schließlich England und Island. Bereits vor Spielbeginn herrschte am Stadtplatz die eindeutige Meinung, dass das Ergebnis nur eine Frage der Höhe für England sei. Die Vormeinung täuschte und so erlebte man einen geschichtsträchtigen Sieg für Island. Besonders erwähnenswert ist, dass viele Besucher aufgrund der hohen Quote auf Island tippten und somit nebenbei den einen oder anderen Euro dazu verdienten. Nicht jedes Jahr bietet sich die Möglichkeit eine Veranstaltung wie diese nach

Mittersill zu holen. Wir möchten daher die Gelegenheit nützen und uns vor allem bei den Hauptsponsoren Kronen Zeitung und Coca-Cola recht herzlich bedanken, dass sie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mittersill aus über 300 Bewerbern als Veranstalter ausgewählt haben. Ein großer Dank gebührt außerdem der politischen Vertretung der Stadtgemeinde Mittersill, den Mitarbeitern des Gemeindeamtes und den Männern des Bauhofs, die uns alle von Anbeginn der Organisation dieser Veranstaltung unterstützt haben.

Fotos: Eva und Franz Reifmüller

Am Montag, 27. Juni, fand am Mittersiller Stadtplatz die Public Viewing Veranstaltung „Fan Tour 2016“ von der Kronen Zeitung und Coca-Cola statt. Um 16:00 Uhr eröffneten - der aus zahlreichen Großevents bekannte Moderator - Stefan Steinacher und "Summer Splash-DJ" Marco Jägert die Fan Tour an einem kühlen Sommertag. Mit einem spannenden Bühnenprogramm und cooler Musik animierten die beiden Showmaster die Besucher zum Mitmachen. Das erste Spiel hieß Italien gegen Spanien. Dieses Achtelfinale hätte von der Klasse der Mannschaften auch ein Finale sein können und so fanden sich zu Spielbeginn mehr als 400 begeisterte Besucher am


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EHRE WEM EHRE GEBÜHRT Wenn neben der Aktiv-, Reserve- und Jugendmannschaft der Feuerwehr Mittersill noch Bürgermeister Wolfgang Viertler, Vizebürgermeister Volker Kalcher, Bezirksfeuerwehrkdt. Franz Fritzenwanger, Ehren-BFK Georg Vorreiter, Abschnittsfeuerwehrkdt. Peter Leo unter Begleitung der Bürgermusik Mittersill antreten und zudem unser Feuerwehr-Oldtimer aus dem Heimatmuseum vorfährt, dann muss dies ein besonderes Ereignis sein: Unser langjähriger Kamerad und Ehrenkommandant, Herbert Sinnhuber, feierte heuer seinen 80. Geburtstag. Herbert Sinnhuber war 23 Jahre Kommandant der Feuerwehr Mittersill (1971 – 1994). Unter seiner Führung wurde – gemeinsam mit Hans Ackerer – eine der ersten Feuerwehrjugend-Gruppen im Bundesland Salzburg gegründet. Zudem viel in seine

Zeit als Kommandant das 100-Jahr-Jubiläum (1981), die Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge und Anfang der 90er-Jahre der Neubau unserer heutigen Feuerwehrzeugstätte. Dieses zukunftsweisende Projekt realisierte er gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Walter Reifmüller, welcher auch heuer seinen 80er feierte. Zum Geburtstag überraschte die Feuerwehr Mittersill ihren Ehrenkommandanten, marschierten bei Herbert Sinnhuber zuhause auf und gratulierte dem sichtlich erfreuten Altkommandanten zu seinem Jubeltag. Kommandant Roland Rauchenbacher überbrachte dem Ehrenkommandanten die Glückwünsche zum 80er im Namen der gesamten Mannschaft. Bürgermeister Wolfgang Viertler hob in einer kurzen Ansprache die Verdienste von Herbert Sinnhuber im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit

bei der Feuerwehr Mittersill hervor und bedankte sich von Seiten der Stadtgemeinde Mittersill für sein ehrenamtliches Engagement. Gemeinsam marschierten die Gratulanten mit dem Jubilar und seiner Frau Renate im Anschluss zum Bräurup, wo in gemütlicher Runde gefeiert wurde. Alles Gute noch einmal, lieber Herbert!

Eine nicht alltägliche und besondere Auszeichnung erhielten Ende November aus den Händen von Landeshauptmann Dr. Haslauer Geschäftsführer Heimo Obrist und sein Team: das Autohaus wurde als „feuerwehrfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet! Der seit über 40 Jahre bestehende Betrieb befindet sich nahe dem Mittersiller Ortszentrum und Geschäftsführer Heimo Obrist ist selbst seit dem Jahr 1992 aktives Mitglied der Feuerwehr Mittersill. Dass seine Mitgliedschaft nicht nur sporadisch ist, zeigt sich an seiner regelmäßigen Anwesenheit bei Übungen, Ausrückungen und vor allem bei Einsätzen. Sein fachliches Wissen und sein kameradschaftliches und loyales Verhalten ist für die Feuerwehr Mittersill immer wieder ein großer Mehrwert. Neben ihm als Geschäftsführer selbst sind weitere drei Arbeitnehmer des Betriebes Mitglied bei der Feuerwehr Mittersill. Darunter auch Manfred Fritzenwanger, welcher in der örtlichen Feuerwehr als Fahrmeister/ Gerätewart sowie Zugskommandant-Stellvertreter in führender Position tätig ist. Diese verantwortungsvollen und zeitaufwendigen Aufgaben sind nur möglich aufgrund des Verständnisses durch seinen Arbeitgeber. Heimo Obrist unterstützt die örtliche Feuerwehr jedoch nicht nur mit der Möglichkeit, dass seine Mitarbeiter und er selbst engagiert

zu Einsätzen ausrücken. Durch den Betrieb werden der Organisation regelmäßig zB Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, welche dann direkt auf dem Betriebsgelände der Firma oder auf dem Feuerwehrgelände durch die Mannschaft als Übungsobjekt (Training mit dem hydraulischen Rettungsgerät, Fahrzeugbrände, Schauübungen, etc.) verwendet werden können. Eine besondere Auszeichnung für einen Wirtschaftsbetrieb, der sich besonders und aktiv für das freiwillige Feuerwehrwesen einsetzt und Verständnis für die Belange der Feuerwehr zeigt. Die Mitglieder der Feuerwehr Mittersill gratulieren dem Autohaus Obrist sowie Heimo Obrist zu dieser Auszeichnung!

Foto: LFV Salzburg

AUTOHAUS OBRIST ALS „FEUERWEHRFREUNDLICHER BETRIEB“ AUSGEZEICHNET


VERANSTALTUNGEN | 25

FEUERWEHRAUSFLUG 2016 Der diesjährige Feuerwehrausflug führte die Kameraden der Feuerwehr gemeinsam mit ihren Frauen und Partnerinnen von 07. bis 09. Oktober in die „goldene Stadt“ Prag. Die Reise bot ein abwechslungsreiches kulturelles und kulinarisches Programm sowie genügend Zeit um das Nachtleben in Prag zu erkunden. Bei der Anreise am Freitag war die erste Station die Stadt Pilsen. Dort stand ein Besuch der örtlichen Brauerei auf dem Programm. Danach ging es weiter nach Prag, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen gemütlichen Abenden genossen.

Der Samstag stand unter dem Motto „Entdecke die goldene Stadt“. Eine geführte Stadtbesichtigung ermöglichte ein Kennenlernen der vielen Prager Sehenswürdigkeiten sowie der kulinarischen Geheimtipps. Höhepunkt der Entdeckungsreise war eine Schifffahrt auf der Moldau, die vom Wasser aus einen ganz besonderen Blick auf Stadt bot. Dazu wurden auf dem Schiff traditionelle Spezialitäten des Landes serviert. Die Heimreise am Sonntag führte über die Stadt Krumau. Das Ambiente der Altstadt – ein UNESCO-Weltkulturerbe – eignete sich

hervorragend um den gemeinsamen Ausflug ausklingen zu lassen. Ein Dank ergeht an unsere Nachbarfeuerwehren, welche während des Ausfluges die Einsatzbereitschaft aufrecht gehalten haben. Ein weiterer Dank möchten wir an die Mitarbeiter der Firma Gassner Busreisen richten, die uns bei der Planung und Ausführung des Ausfluges unterstützt und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben.


26 | DANKE

DANKE! Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende und wir von der Feuerwehr Mittersill wollen unsere Feuerwehrzeitung wieder nutzen, um das Jahr zu reflektieren und uns zu bedanken. Auch heuer – wie in den diversen Berichten dieser Ausgabe ersichtlich – wurden wir wieder gefordert. Sei es bei schweren Unfällen, Bereitschaftsdiensten, Veranstaltungen und Übungen. Es stellt sich immer alles als selbstverständlich dar, solange es reibungslos funktioniert. Die organisatorischen Leistungen und die große Verantwortung, die im Hintergrund bleiben, sind für viele nicht sichtbar. Ohne Leidenschaft ist es nicht möglich, diesen Dienst zu versehen. Es ergeht daher von Seiten des Feuerwehrkommandos ein großer und herzlicher Dank an alle aktiven Feuerwehrkräfte sowie den Mitgliedern der Reservemannschaft und der Jugendfeuerwehr. Ihr alle seid „DIE Feuerwehr Mittersill“, ihr erweckt diese Organisation zum Leben! Danke für eure Treue zur Feuerwehr Mittersill, die Teilnahme an den zahlreichen Ausbildungsstunden und die Unterstützung bei diversen Veranstaltungen. Ein großer Dank ergeht dabei auch an eure Familien, die euer „Hobby“ unterstützen und euch den notwendigen Freiraum zur Ausübung dieses oftmals schwierigen, aber durchaus ehrenvollen Dienstes geben. Besonders bedanken dürfen wir uns bei der Stadtgemeinde Mittersill. Die Feuerwehr ist ja bekannter Weise kein Verein nach dem Vereinsgesetz, sondern als „Einrichtung der Gemeinde“ direkt dem Bürgermeister zugeteilt. Deshalb zuallererst ein besonderer Dank an Bgm. Dr. Wolfgang Viertler, sowie

den Vizebürgermeistern Volker Kalcher und DI Gerald Rauch für die regelmäßige und großzügige Unterstützung und euer Verständnis für unsere Anliegen. Zugleich aber auch ein besonderer Dank an die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung unter der Leitung von Amtsleiter Mag. Andreas Voithofer sowie an die Mitarbeiter des Stadtbauhofs mit ihrem Bauhofleiter Wolfgang Kogler für die gute Zusammenarbeit. Auch an Franz Rieder – ehemals Bauhofleiter – ein großer Dank für die jahrelange, kollegiale Zusammenarbeit. Das Ortsfeuerwehrkommando möchte sich auch bei den Kameradinnen und Kameraden der Nachbarfeuerwehren und Feuerwehren des Abschnittes für die gute Zusammenarbeit bedanken, sowie dem zuständigen Bezirksfeuerwehrkommandanten Franz Fritzenwanger und unserem Abschnittsfeuerwehrkommandanten Peter Leo für die Unterstützung Dank aussprechen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesfeuerwehrverbandes und dem Landesfeuerwehrkommandanten Leo Winter gebührt ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit. Zudem hat die Feuerwehr Mittersill vor allem im Einsatzfall immer wieder mit den Mitgliedern anderer Blaulichtorganisationen zu tun. Egal ob Polizei, Rettung, Bergrettung oder Wasserrettung – wir freuen uns bereits jetzt auf die zukünftige, weiterhin, gute

Zusammenarbeit! Dies gilt auch für die Vertreter der Behörden, sei es der BH Zell am See oder dem Amt der Sbg. Landesregierung sowie dem Österreichischen Bundesheer. Für uns Mitglieder der Feuerwehr Mittersill enorm wichtig ist auch der Rückhalt in der Bevölkerung. Es tut gut, wenn unsere – oft unentgeltlich erbrachten – Leistungen positiv aufgenommen werden und wir bedanken uns dafür recht herzlich. In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Feuerwehr Mittersill intensiv auf die finanzielle Unterstützung durch die Bevölkerung und Wirtschaftsbetriebe angewiesen ist. DANKE deshalb auch an alle Betriebe, welche uns durch die Einschaltung eines Inserates in unserem Magazin unterstützen. Das Kommando der Feuerwehr Mittersill wünscht im Namen der gesamten Mannschaft allen ein frohes und besinnliches Fest sowie die besten Glückwünsche – Verbunden mit Gesundheit und Freude – im anstehenden Jahr.

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// The Hohe Tauern National Park Worlds in Mittersill rank among the most modern national park centres in Europe. Visitors are able to stroll through ten successive “nature rooms”, in the process getting to know and better understand the extraordinary diversity of the Alps’ biggest nature sanctuary. Stations: Eagle’s Flight Panorama, Treasure Trove with 3D cinema, Marmots & Friends, National Park 360°, Making of National Park, Mountain Forest Gallery, Alpine Summer, Wild Water, Avalanche and Waterfall Dome with 270° cinema cube and World of Glaciers. With the opening of the 360-degree Panoramic World, one can attend the permanent exhibition with an additional world first. The two storey, 17 metres in diameter, cylindrical annex building houses the National Park Exhibition – “Making of the National Park”, on the ground floor. The new presentation hall has a 56-metre long surrounding screen, for 360-degree films as well as top-modern HD-projections and sound technology. OPENING HOURS: daily from 9 a.m. – 6 p.m. Guided tour with National Park Rangers upon request.

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