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Ausgabe 29.2013 der Kärntner Nachrichten

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KÄRNTNER

NACHRICHTEN Nr. 29 • 59. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 19. Juli 2013

Inflation in Österreich! Bericht S. 2

© Corbis

Facebook sperrt HC Strache!

Schratter: „LH Kaiser soll Wort halten: Bei Anklage Rücktritt!“

Weil FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache kritische Position zum USBespitzelungsskandal veröffentlichte, sperrte Facebook kurzerhand seine Seite. „Ein Skandal!“, meinten auch viele Fans des Internetdienstes. Facebook hat sich mittlerweile S. 6 bei Strache entschuldigt.

Nach jüngsten Zeugen-Aussagen in der Affäre um eine SPÖ-nahe Werbeagentur ist nicht mehr auszuschließen, dass die Korruptionsstaatsanwaltschaft Anklage gegen SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser und seine Stellvertreterin LHStv. Gabi Schaunig erhebt. Die freiheitliche Landesparteisekretärin Nina Schratter

erinnert den Kärntner SPÖ-Chef an sein Versprechen: „Kaiser hat angekündigt, im Falle einer Anklage sofort zurückzutreten. Jetzt, wo es eng wird, kommen die ersten Ausflüchte. Das ist keinesfalls zu akzeptieren. Jetzt steht die politische Glaubwürdigkeit des LandeshauptMehr auf S. 5 mannes auf dem Spiel!“


2 KärntnerNachrichten I 19. Juli 2013

THEMA DER WOCHE

Preise für Lebensmittel sind im Juni um 4,4 Prozent angestiegen Inflationsrate in Österreich liegt bei 2,2 Prozent. FPÖ will Ende der kalten Progression. Mehrwertsteuer für erneuerbare Energie senken. Laut einer Analyse der Bank Austria erhöhten sich in Österreich die Verbraucherpreise seit Mitte 2009 bis heute kumuliert um 10,7 Prozent. Die Volkswirte der Bank Austria verglichen dies mit den Daten in Deutschland und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: In Österreich ist der Preisanstieg um ein Viertel höher als im Nachbarland. Dabei weisen beide Länder eine ähnliche Konjunkturentwicklung auf, auch das Konsumverhalten ist fast identisch. Teurer Warenkorb Besonders dramatisch ist der Preisanstieg bei Lebensmittel. Der sogenannte „Kleine Warenkorb“ verteuerte sich zuletzt im Durchschnitt um 4,4 Prozent. Extreme Teuerungen gab es zuletzt bei Fleisch (+ 6,3 Prozent), Gemüse (+ 10,5 Prozent) und Obst (+ 7,9 Prozent). Milchprodukte verteuerten sich um 3,1 Prozent. Beinahe unerschwinglich sind im Augenblick die Treibstoffpreise. Innerhalb der letzten vier Jahre sind die Benzinpreise um horrende 40 Prozent angestiegen. FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer schlägt nun Alarm! „Wir müssen die kalte Progression als schleichende und zusätzliche Belastung endlich einem Ende zuzuführen! Weiters ist dringlich die Mehrwertsteuer für Energie aus erneuerbaren Primärener-

gieträgern zu senken. Hofer zu den KN: „Die kalte Progression sorgt für stetig wachsende Einnahmen der öffentlichen Hand durch eine schleichende Belastung aller Einkommenssteuerpflichtigen. Mit der steigenden Inflationsrate von zuletzt 2,2 Prozent wird diese Belastung weiter steigen. Dem muss Einhalt geboten werden!“ Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Energie aus erneuerbaren Rohstoffen ist für Hofer ein Gebot der Stunde, das nicht nur der Entlastung der Endverbraucher sondern auch der Stützung der heimischen E-Wirtschaft diene, die in steigendem Ausmaß auf

erneuerbare Energie setzt. Hofer: „Die aktuellen Zahlen zeigen aber auch, dass die Politik des Gelddruckens nur ein Hinausschieben der anstehenden Probleme darstellt und letztendlich der Bürger die Rechnung begleichen muss. Niemand sollte glauben, dass sich Schulden von selbst zurückzahlen oder eingegangene Haftungen für spekulierende Institutionen nicht schlagend würden!“ Dramatische Schulden! Hofer erinnert daran, dass fast ein Viertel der gesamten Schulden der öffentlichen Hand in der laufenden Legislaturperiode gemacht wurden. Österreich müsse absolut

dringlich mit Reformen tief in die Strukturen des überverwalteten Staates hineingehen, um Potential für Entlastungen frei zu machen. Ansonsten drohe ein weiterer Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Vorschläge des Rechnungshofes und die vom Österreich-Konvent erarbeiteten Maßnahmen zur Entlastung des Staates sind aus der Sicht des Stv. FPÖ-Bundesparteiobmannes in kürzest möglicher Zeit politisch umzusetzen. „Diese Bundesregierung hat die Österreicherinnen und Österreicher in die Armutsfalle getrieben. Die bevorstehenden Nationalratswahlen sind die beste Gelegenheit für eine Abrechnung!“

KOMMENTAR

Die Armutsfalle hat zugeschnappt! Die EU und die Bundesregierung lügen sich in den eigenen Sack! Während die offiziell bekanntgegebene Inflationsrate bei nicht außergewöhnlichen 2,2 Prozent liegt, trifft die Bürger mit voller Wucht die sogenannte „kalte Progression“. Binnen nur einem Jahr sind die Preise für Lebensmittel im Durchschnitt (!) um 4,4 Prozent angestiegen. Dramatische Teuerungen gibt es nach wie vor bei Benzin und Mieten. Während sich die europäische Wirtschaftselite in die stolz geschwellte Brust wirft und vollmundig verlautet, dass man trotz internationaler Finanzkrise die Inflation im Griff habe, zahlen die EUBürgerinnen und Bürger, allen voran die Österreicher,

die Zeche für dieses fragwürdige Zahlenspiel am grünen Tisch. Während die Einkommen seit Jahren unverändert bleiben, steigen die Preise in so exorbitante Höhen, dass selbst Besserverdienende ins Schwitzen kommen. ++++++

Keineswegs ist es so, dass die Politik nichts gegen die Preistreiberei ausrichten könnte. Seit Jahren steht beispielsweise die Forderung der FPÖ im Raum, die Treibstoffpreise endlich wieder der amtlichen Preiskontrolle zu unterwerfen. Im Bereich der Lebensmittel schaut die Bundesregierung beharrlich weg, wie sich drei

Supermarktketten flächendeckend den Markt teilen! Ein Schelm, wer da glaubt, dass es hier zu illegalen Preisabsprachen kommt! Wobei: wir Österreicher müssten eigentlich seit dem Auffliegen des hochnoblen „LombardClubs“ wissen, dass es in Wien durchaus Usus ist, sich im stillen Kämmerlein zu verabreden, um nur ja die Bürgerinnen und Bürger schröpfen zu können. ++++++

Bleibt hier nur noch zu erwähnen, dass der Politiker, der in Zeiten wie diesen auch noch den Teuerungsausgleich abschafft, überhaupt nichts kapiert und den Boden unter den Füßen verloren hat.


19. Juli 2013 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

Umstrittene EU-Pönale: Ragger will Aufklärung über die Hintergründe! Verdacht des Fördermissbrauches überprüfen! LinksKoalition beschließt Gesundheitsreform im Blindflug. Diesel-Märchen zerplatzt!

Landes dafür sorgen, dass eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachts des Verstoßes gegen § 153 StGb an die Anklagebehörde er folgt.

„Seit Monaten kennt die „Links-Koalition“ das Problem um die Strafzahlung an die EU. Sie hat es verabsäumt, ordentlich zu verhandeln und damit einen großen Zeitdruck erzeugt. Jetzt hat die Regierung diese Pönale in Höhe von rund 600.000 Euro beschlossen, damit nicht EUSubventionen in Höhe von 10,5 Mio Euro verloren gehen“, kritisiert der Obmann der Kärntner freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger.

Gesundheitsreformgesetz Gegen die Links-Koalition stimmte LR Ragger auch beim Gesundheitsreformgesetz. Noch nie sei in Kärnten ein Gesetz beschlossen worden, das im Gesundheitswesen so drastische Einsparungsziele vorsieht, wie der von LHStv. Dr. Beate Prettner diese Woche vorgelegte Entwurf. Dies noch dazu rückwirkend ab 1.1.2013 und mit Strafzahlungen, wenn die vom Bund vorgegebenen Ziele nicht erreicht werden.

Für ihn sind zwei Dinge unakzeptabel: Dass man die Angelegenheit monatelang vertuscht hat und dass der Verdacht des Fördermissbrauches nach § 153 StGb bisher nicht verfolgt wurde. „Wenn es bloße Formalfehler waren, dann ist die Höhe der Strafe unangemessen, wenn mehr dahinter steckt, ist eine strafrechtliche Untersuchung nötig“, so LR Ragger. Er habe daher die Pönalzahlung in der Regierung abgelehnt, und werde als Rechtsreferent des

Darin verpflichte sich Kärnten allein heuer 18 Millionen Euro in den Spitälern einzusparen. 2014 sind es 23,5 Millionen, 2015 weitere 44 Mio. Euro und 2016 schließlich nochmals 56,2 Millionen. „Solange LHStv. Dr. Prettner nicht die geringste Aussage machen kann, mit welchen Maßnahmen diese vom Bund vorgegebenen Summen eingespart werden können, kann man diesem Gesetz nicht zustimmen“, betont LR Mag.

Ragger. Es wäre ein Beschluss im Blindflug. Ragger bemängelt auch, dass die LinksKoalition den Weg des Konsenses im Gesundheitswesen verlässt. „In dem zukünftigen entscheidenden Gremium des Kärntner Gesundheitsfonds, der Zielsteuerungskommission sitzen nur drei Rote, ein Schwarzer und ein Grüner. Alle anderen werden ausgesperrt“. Märchen um Dieselschwund Beendet wurde laut LR Ragger in der Regierung auch das „Märchen“ um angebliche Missstände bei den Landestankstellen. Die Fakten sehen so aus: Der „Schwund“ an Treibstoff, der dadurch entsteht, dass sich das Dieselvolumen mit jedem Grad weniger um 0,84 Promille verkleinert, macht bei insgesamt 88 Millionen Litern Diesel knapp 340.000 Liter (0,39 %) aus. Eine unkorrekte Vorgangsweise oder gar ein Diebstahl sind damit ausgeschlossen. Die behaupteten Riesenabgänge seien ebenfalls widerlegt. Das vorgelegte Gutachten belegt, dass bei der Billigdiesel-Aktion in neun Jahren ein Abgang von 0,965 Mio Euro, pro Jahr 107.000 Euro entstanden sei.

Landesrat Christian Ragger (FPÖ) ist Referent für rechtliche Angelegenheiten des Landes Kärnten.

„Wenn es einen Förderungsmissbrauch gegeben hat, dann muss dieser strafrechtlich untersucht werden. War das nicht der Fall, so ist die von der EU verhängte Strafzahlung zu hoch und es muss verhandelt werden!“ Landesrat Mag. Christian Ragger


4 KärntnerNachrichten I 19. Juli 2013

HINTERGRUND

FPÖ-Klubobmann Leyroutz verlan über Verstrickung von LH Kaiser in Malversationen zwischen roter Parteizentrale und roten Regierungsbüros nicht ausgeschlossen. SPÖNachdem laut Medienberichten ein Zeuge Landeshauptmann Peter Kaiser in der SPÖAgentur-Affäre schwer belastet hat, fordert der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, Mag. Christian Leyroutz, von Kaiser eine Stellungnahme zu dessen Rolle rund um Malversationen in dieser Affäre. „Kaiser und die beteiligten Herrschaften in

„Die SPÖ hat Erkärungsnotstand und befindet sich in Schieflage!“ Klubobmann Christian Leyroutz den SPÖ-Organisationen kommen mit diesem Skandal wieder einmal in einen schweren Erklärungsnotstand. Die Kärntnerinnen und Kärntner können sich hier selbst ein Bild von der finanzpolitischen Schlagkraft von Kaisers „Spekulationspartei“ machen“, betont Leyroutz. Wie Leyroutz ausführt, soll der Zeuge unter Wahrheitspflicht ausgesagt haben, dass im SPÖ-Parteipräsidium darüber gesprochen wurde, dass einer SPÖ-nahen Werbeagentur Aufträge von den SPÖLandesräten zugeschanzt wurde. Den Schwellenwert von 40.000 Euro, ab dem Aufträge laut Bundesvergabegesetz ausgeschrieben werden müssen, habe man laut diesem Zeugen umgangen, indem man Aufträge gesplittet habe. „Ist das die neue ehrliche sozialistische Politik, von der Peter Kaiser immer spricht?“, fragt sich Leyroutz.

Gemeinsam mit Bundesparteiobmann HC Strache wollen der Kärntner FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz und Landesrat Christian Ragger auch in Wien verstärkt Druck für Kärnten machen! Zudem sei weiters zu hinterfragen, ob diese Vorgangsweise in den SPÖ-geführten Referaten der Landesregierung auch bei anderen Firmen

„Der SPÖ ist die zweckwidrige Verwendung von Mitteln der Sportförderung für diverse WahlkampfAktivitäten vorzuwerfen“ FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz angewandt wurde. So gebe es Hinweise, dass in der Zeit als Gabriele Schaunig-Kandut das Sozialreferat inne hatte, Aufträge von rund einer

Million Euro an die Agentur „Platzl Zwei Moser Gmbh“ vergeben wurde, wobei auch in diesen Fällen darauf geachtet worden sei, dass die Aufträge unter dem Schwellenwert bleiben. Schwerste Vorwürfe erhebt Leyroutz auch im Hinblick eines Aschermittwochfestes im Jahr 2009, wo aus Landesmitteln eine SPÖWahlveranstaltung finanziert worden sei. „Hier steht der glasklare Verdacht der Untreue im Raum“, bekräftigt Leyroutz. Weitere Gelder flossen auch in eine Feuerwehrzeitung. Nicht zu vergessen sei die zweckwidrige Ver wendung von Sportförderungsmitteln, wonach die SPÖ Förderungsmittel umgeschichtet habe, um damit

ihren Wahlkampf zu finanzieren und deren Werbeausgaben zu bezahlen. Hier kam es zu einer eklatanten Kürzung des Sportbudgets der Kärntner Sportverbände, Sportvereine und letztlich der Kärntner Sportler. Kaiser habe damals trotz schriftlicher Warnung alle Rechnungen aus den Mitteln der Sportförderung zu Lasten der Sportler abgesegnet, zeigt der freiheitliche Klubobmann auf. „Auch dafür wird sich der selbsternannte Saubermann Kaiser schließlich vor dem Richter erklären müssen. Denn die Korruptionsstaatsanwaltschaft wird sich auch damit beschäftigen, und die SPÖ wird den Steuer zahlern erklären müssen, warum frech in den Steuertopf


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HINTERGRUND

gt Aufklärung Agentur-Affäre! Granden in akutem Erklärungsnotstand.

IN KÜRZE Landestankstellen: Nach Vorliegen eines umfangreichen Prüfberichtes hat sich herausgestellt, dass die Landestankstellen in den letzten Jahren Billigdiesel kostendeckend bzw. sogar mit einem kleinen Gewinn angeboten haben. „Auf der Basis dieses Berichtes müssen die Landestankstellen weiter uneingeschränkt für Pendler offen bleiben“, fordert nun der freiheitliche Landesrat Christian Ragger. „Jahrelang hat die Politik in Kärnten erfolgreich Widerstand gegen die Abzockerei der Ölmultis geleistet. Als Großabnehmer kann das Land Treibstoff günstiger einkaufen. Und diese Preisvorteile gibt das Land an Zehntausende Kärntner weiter. Bis zu 100 Euro monatlich können sich Kärntner, die täglich 100 Kilometer und mehr zur Arbeit fahren müssen, auf diese Weise ersparen“, betont Ragger. Schulstartgeld: Der von den Kärntner Freiheitlichen eingeführte Heizkostenzuschuss und das Schulstartgeld bleiben bestehen. Das hat die Landesregierung einstimmig beschlossen. Die Antragsfrist für das Schulstartgeld in Höhe von 50 Euro (Einkommenshöhe max. 1.650 Euro netto) beginnt bereits am 30. Juli. Mit 15. September kann der Heizkostenzuschuss in Höhe von 110 Euro (für Einkommen bis 1.192 Euro) und 180 Euro (für Einkommen bis 795 Euro netto) beantragt werden.

Foto: apa

gegriffen wurde“, so Leyroutz. Fakt sei, dass Kaiser sich im Wahlkampf drauf festgelegt habe, dass er sein Amt zurücklegen werde, falls die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhebt. Nun rudere Kaiser bereits zurück. „Keine akzeptable Haltung eines amtierenden Landeshauptmannes. Im Falle einer Anklage, fordern wir Freiheitliche den sofortigen Rücktritt“, bekräftigt Leyroutz im Gespräch mit den Kärntner Nachrichten. Schützenhilfe erhält Leyroutz auch von FPÖ-Landesparteisekretärin Mag. Nina Schratter: „SPÖ-Chef Peter Kaiser versucht nun, seinen Spielraum zu vergrößern. Es ist nicht zu akzeptieren, dass er bei einer allfälligen Erhebung einer Anklage nur mehr zurükktreten will, wenn dadurch die Aufgaben eines Landeshauptmannes beeinträchtigt wür-

den“, betont die Landesparteisekretärin, die Kaiser beim Wort nehmen will. Vor Amtsantritt habe Kaiser klar gesagt, dass er bei einer Anklageerhebung sofort zurücktreten werde. Die Fakten widerlegen die Ausflüchte von Kaiser („nur ein Politikum“). Auch LHStv. Dr. Gabriele SchaunigKandut müsse bei Anklageerhebung die notwendige Konsequenz ziehen, erklärt Schratter.

„Die Fakten lassen keine Ausflüchte zu. Die Affäre ist kein Politikum, sondern wird wohl aller Voraussicht nach zur Anklage kommen!“ Landesparteisekretärin Nina Schratter

Nationalpark Hohe Tauern: Kärntnermilch und der Nationalpark Hohe Tauern ermöglichen 15 Jugendlichen, im Alter zwischen 13 und 15 Jahren, in den verantwortungsvollen, interessanten und abwechslungsreichen Beruf des Nationalpark Rangers hinein zu schnuppern. Am 15. Juli fand im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz der offizielle Auftakt statt. „Die Ranger sind das Sprachrohr des Nationalparks mit direktem Kontakt zu den Besuchern. Daher ist es besonders wichtig, sich aktiv um den Nachwuchs zu kümmern und der Jugend auf diesem Weg die einzigartige Welt des Nationalparks Hohe Tauern näherzubringen und ihr Interesse für die alpine Umwelt zu wecken“, zeigt sich LR Ragger von der Initiative begeistert. „Mit diesem Projekt verfolgen wir das Ziel, die Jugendlichen für die Nationalparkidee und den Nationalpark, als bedeutenden Teil ihrer Heimat, zu begeistern“, so Peter Rupitsch, Direktor des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten.


6 KärntnerNachrichten I 19. Juli 2013

LANDESPOLITIK

Landtag untersucht den Ankauf der ÖGB-Seen!

Ausländer-Zuwanderung ist 2012 um 40 Prozent gestiegen

Überhastete Zeugenladungen machen Untersuchungsausschuss immer mehr zur Farce.

Österreich ist kein Einwanderungsland und soll auch keines werden!

In seiner Kritik an dem von den Koalitionsparteien beschlossenen Fahrplan des Seen-Untersuchungs-Aus schusses sieht sich der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, Mag. Christian Leyroutz, bestätigt. „Den Abgeordneten liegt erst ein Bruchteil der angeforderten Unterlagen vor. Es war nicht möglich, sich in die Unterlagen intensiv einzuarbeiten. Die sich daraus ergebenden Probleme sind bei den jüngsten Zeugenbefragen bereits massiv zu Tage getreten“, so Leyroutz. Es zeige sich, dass viele für die Befragung wesentliche Unterlagen dem Ausschuss noch nicht zugeleitet worden sind. Mit dem frühen Befragungstermin habe es die grüne Ausschussvorsitzende Lesjak den Mitgliedern des Untersuchungsausschusses unmöglich gemacht, sich umfassend und ausführlich in die Materie einzuarbeiten, um so die Zeugenbefragungen mit

der notwendigen Sorgfaltspflicht vorzubereiten. Zudem könnten Befragungen und Vorhaltungen an die Zeugen nur dann vorgenommen werden, wenn die entsprechenden Schriftstücke allen Ausschussmitgliedern vorliegen würden. Die Freiheitlichen hätten auf diesen Umstand im Vorfeld der Sitzung mehrfach ausdrücklich hingewiesen. So habe sich die Vorsitzende selbst bei ihrer Befragung auf einen im Vorfeld des Seenverkaufs abgeschlossenen „Letter of Intent“ berufen, dessen Vorhaltung an den Zeugen vom Rechtsbeistand des U-Ausschusses als nicht zulässig erklärt wurde. Keine Fairness! „Die Sitzung des Untersuchungsausschusses kann als reines Ablenkungsmanöver der Vorsitzenden verstanden werden. Dieser Ausschuss wird durch überhastete Zeugenladungen immer mehr zur Farce. Durch ihre Koalitionstreue hat Lesjak den Boden der Fairness und Transparenz in der Führung des U-Ausschusses verlassen!“, kritisiert Leyroutz.

Wie die Statistik Austria bekanntgibt, ist die Zuwanderung nach Österreich im Jahr 2012 um mehr als 40 Prozent gestiegen. Insgesamt leben in Österreich 11,9 Prozent bzw. 1 Million Personen Nicht-Staatsbürger. In Wien beträgt der Anteil sogar 23 Prozent. Beinahe 114.000 türkische Staatsangehörige leben in Österreich. Nicht erfasst von der Statistik sind österreichische Staatsbürger mit sog. Migrationshintergrund. Für FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache sind diese Zahlen ein klarer Beweis für die völlig falsche Zuwanderungspolitik der Bundesregierung. Vor zwanzig Jahren habe die FPÖ mit dem Volksbegehren „Österreich zuerst“ eine Umkehr in der Zuwanderungspolitik verlangt. Die heutigen Zahlen würden beweisen, wie recht die Freiheitlichen damals gehabt hätten. Vor allem am Arbeitsmarkt zeige sich die

Pro-Erdogan-Demo mitten in Wien! dringende Notwendigkeit, diesen Entwicklungen gegenzusteuern. Hinzu käme ein immer krasser werdendes soziales und kulturelles Problem. Die Pro-ErdoganDemonstration vor wenigen Wochen habe deutlich gezeigt, dass viele türkische Zuwanderer sich nicht mit Österreich identifizieren würden und offenbar nicht im Traum daran dächten, sich zu integrieren, erklärte Strache. „Österreich ist kein Einwanderungsland und soll auch keines werden“, betonte Strache. Deshalb müsse Zuwanderung wesentlich restriktiver gehandhabt werden, als dies bisher der Fall gewesen sei.

Strache: „Facebook hat sich bei mir entschuldigt!“ FPÖ-Obmann verdächtigt Polit-Konkurrenz hinter der Sperre seines FacebookAccounts Erstmals nimmt FP-Chef Heinz-Christian Strache zu seiner Facebook-Sperre Stellung: „Facebook entschuldigt sich, hat aber gleichzeitig genau jene Postings, in denen ich die Abhörmethoden der USA kritisiert habe und Asyl für Edward Snowden

gefordert habe, gelöscht. Es ist offensichtlich, dass da ein Kommando dahinter steckt. Da wird jedes kritische Posting von US-Behörden kontrolliert.“ Strache verdächtigt die „Polit-Konkurrenz“ hinter der Sperre zu stecken: „Ich bin der erfolgreichste Politiker auf Facebook. Die politischen Mitbewerber sind neidig, dass ich dort mit so vielen

Interessenten kommunizieren kann. Daher kann ich mir vorstellen, dass der politische Mitbewerber da mit konzertierten Aktionen gegen mich vorgeht. In diesem Wahlkampf werden War-Rooms eröffnet, da wird mit schmutzigsten Tricks gearbeitet.“ HC Strache verlangte, keine öffentlichen Aufträge an amerianische IT-Konzerne zu vergeben.

FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache


8 KärntnerNachrichten I 19. Juli 2013

LANDESPOLITIK

Landtag lehnt Radiologen Manzenreiter kritisiert für Althofen ab: Protest! Nein zum Pflegeregress FPÖ-Dringlichkeitsantrag für Radiologen-Planstelle in Althofen wurde abgelehnt. Abgeordnete von SPÖ/ÖVP und Grünen ignorieren Protest der Bevölkerung!

Enttäuscht zeigt sich der FPÖBezirksobmann von St. Veit, LAbg. Bgm. Franz Pirolt über die ablehnende Haltung der Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen im Kärntner Landtag, einen Beitrag zur Erhaltung der RadiologenPlanstelle in Althofen zu leisten. Der FPÖ-Dringlichkeitsantrag wurde leider in koalitionärer Eintracht niedergestimmt. „Es ist vor allem bitter, dass sich nicht einmal die Abgeordneten des Bezirkes St. Veit, Klaus Köchl und Günther Leykam, für eine flächendeck-

ende medizinische Versorgung der rund 30.000 Menschen im Gurk, Metnitz- und Görtschitztal sowie dem Krappfeld stark machen und einer Verlegung der Radiologen-Planstelle, die die Gebietskrankenkasse veranlassen möchte, zustimmen“, so Pirolt. Der Bevölkerung werden mit der Verlegung weite Anfahrtswege und lange Wartezeit zugemutet. Eine Verlegung sei unlogisch, da die Kosten für die jährlichen rund 6500 Behandlungen für die Gebietskrankenkasse gleich bleiben, führt Pirolt aus.

Er fordert daher, dass der Protest der Bevölkerung entsprechendes Gehör findet und Gesundheitsreferentin Beate Prettner ihre Möglichkeiten nützt, um die Verlegung zu verhindern.

FPÖ setzt durch: Enquete für Qualität in Spitälern! Parteiübergreifendes Bekenntnis zur Qualitätssicherung und zum Erhalt unserer Spitäler muss aufrecht bleiben! Erfreut zeigt sich der Gesundheitssprecher der Freiheitlichen in Kärnten, LAbg. Harald Trettenbrein über den einstimmigen Beschluss im Kärntner Landtag zur Abhaltung einer Enquete zum Thema „Erhalt der Qualität in der Leistungserbringung der Kärntner Krankenanstalten“ und interpretiert dies als Zeichen, dass der Ernst der Lage offensichtlich erkannt wird. „Wir stehen nach wie vor zum parteiübergreifenden Bekenntnis, die Qualität der Krankenanstalten zu sichern und auszubauen sowie alle Standorte und

Die Links-Koalition erfährt bereits Kritik aus den eigenen Reihen. Der Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter bestätigt in einem Zeitungsinterview, dass die Abschaffung des Pflegeregresses eine unüberlegte Maßnahme von RotGrün- und Schwarz war. Sie sei ein für diese Koalition typischer parteipolitisch motivierter Schnellschuss gewesen, ergänzt FPÖ-Landesrat Mag. Christian Ragger. Manzenreiter sei nicht der einzige, der voraussehe, dass dies auf Dauer kaum machbar sein werde. Es werde der massive Anreiz geschaffen, pflegebedürftige Menschen abzuschieben.

deren Mitarbeiter zu erhalten“, führt Trettenbrein aus. „Eine gemeinsame Kraftanstrengung ist daher notwendig“, so Trettenbrein, denn die geplante „Gesundheitsreform“ entpuppt sich als das größte Sparpaket, das Österreichs Gesundheitswesen je gesehen habe. So sollen in nur 4 Jahren (bis 2016) beim Zuwachs an öffentlichen Gesundheitsausgaben 3,4 Milliarden Euro eingespart werden. Unserem sozialen Gesundheitssystem drohen Zentralisierung, Verstaatlichung und Leistungskürzung. Für Kärnten bringt die Reform das Risiko mit sich, dass maßgebliche Entscheidungen zukünftig in Wien getroffen werden“, so Trettenbrein.

Begeisterte Gäste bei den Friesacher Burghofspielen: Landtagspräsident a. D. DI Johann Gallo, GR Margit Unegg, Kulturkoordinator Rüdiger Nagy, Hemmalandobfrau StR. Wilma Warmuth, Festspielchef Ing. Helmut Wachernig, GR Winfried Unegg, Gabi und Reinhard Messner sowie Jürgen Nagy.

Der Brandner Kaspar und sein ewiges Leben! Als absolutes Highlight im heurigen „Kärntner Kultursommer“ gilt die Volkskomödie „Der Brandner Kaspar und das ewig` Leben“ anlässlich der „Friesacher Burghofspiele“. Regisseur Adi Peichl als „Boanlkramer“ gelang mit seinem hochkarätigen Ensemble der Spagat zwischen spritzig-pointierter Schauspielkunst, aber auch tiefsinnigemotionaler Darstellung. Erfreut zeigte sich Fest-

spielobmann Ing. Helmut Wachernig über den starken Zustrom. „Selbstverständlich bieten wir attraktive Gruppenpreise an, wobei die Karten auch bei Ö-Ticket buchbar sind!“ berichtet Ing. Helmut Wachernig. Nähere Informationen über das Festspielbüro (Fürstenhofplatz 1, Friesach) unter 04262-25151 bzw. im Internet unter „www.burghofspiele.com“.


19. Juli 2013 I KärntnerNachrichten 9

REGIONALES

Kärntens Sänger können auch Golfen! Das schon zur Tradition gewordene Sänger- Golfturnier in Moosburg auf der Anlage GC Moosburg Pörtschach war wiederum ein voller Erfolg. 74 Golfer tummelten sich auf dem gut gepflegten Rasen. Gösser Bier sorgte dafür, dass die Kehlen der singenden durstigen Golfer nicht trocken blieben. Es wurden insgesamt sehr gute Ergebnisse erspielt. Bei der anschließenden Siegerehrung am Nachmittag im Restaurant Werner Fischer durfte natürlich der Gesang nicht fehlen. Ein Terzett von

den jungen Stimmen sangen lustige Kärntnerlieder und die Teilnehmer amüsierten sich prächtig. Die Sieger erhielten Geschenkskörbe, Gösser Bier und erlesene Weine.

Kürzlich hat Sabine Wölbitsch im GH Schumi mit einer großen Gratulantenschar Hochzeit mit ihrem Patrick gefeiert. Sabine ist ja ob ihrer sozialen Kompetenz, sie ist Initiatorin des Jugendzentrums „Kuhstall“, ein überaus geschätztes Mitglied des Gemeinderates. Die Freiheitlichen Gemeinderäte mit Obmann Dr. Hans Slamanig stellten sich mit einem Hochzeitsgeschenk und vielen guten Wünschen für die Zukunft beim Hochzeitspaar ein.

Am Bild v.l.: Bgm. Stefan Deutschmann (Grafenstein), Reinhold Dottolo (CR.i.R. Kleine Zeitung), Bgm. Mathias Krenn (Bad Kleinkirchheim), Richi Di Bernardo (Veranstalter), Gerhard Brüggler (Agentur-Chef), Peter Schrott (Präs. GC Moosburg) Adi Winkler (CR Stv. Kleine Zeitung).

In den letzten drei Jahren haben 5.500 SchülerInnen die von Verbund und Nationalpark Hohe Tauern initiierte Klimaschule besucht. LR Christian Ragger überzeugte sich von dem Projekt.

Das Arnulfsfest ist vorbei und war auch für die freiheitliche Ortsgruppe Moosburg ein wunderbarer Tag! Ein Danke geht an LAbg. Christoph Staudacher und LAbg. Josef Lobnig für die tatkräftige Unterstützung. Die Ortsgruppe bedankt sich weiter beim RFJ Kärnten für die geliehene, 30 Meter lange Kärnten Fahne, die den Umzug verschönerten! Ein Dankeschön gilt auch Bezirksobmann Adi Stark, BGF Birgit Zemasch sowie Abg.z.NR Gernot Darmann! „Beste Grüße aus Moosburg. Wir hoffen euch auch im nächsten Jahr wieder begrüssen zu dürfen! Denn das nächste Arnulfsfest kommt bestimmt!“

Grund zum Feiern hatte Frau Meinhild Lassnig aus Wernberg. Anlässlich ihres 85. Geburtstages statteten ihr Bezirksobmann NAbg. Maximilian Linder, GV Gerhard Marinitsch und GR Harald Prisnig einen Besuch ab. Die Gratulanten bedankten sich bei der rüstigen Jubilarin für die jahrzehntelange Treue zu unserer Gesinnungsgemeinschaft und wünschten alles Gute sowie viel Glück und Gesundheit!


10 KärntnerNachrichten I 19. Juli 2013

LESERBRIEFE

Festhalten am HeimatHerbst Man kann zu den Freiheitlichen stehen wie man will, aber alles was sich bisher auch bewährt hat, zu zerschlagen, nur weil es in freiheitlichen Regierungsreferaten „geboren“ wurde, ist fatal! Die Veranstaltungsreihe „Heimatherbst“ wurde über viele Jahre aufgebaut und ist jedem

Kärntner ein Begriff. Der Tourismus hat davon enorm profitiert! Es ist wirklich ernüchternd, wir scheinen nun leider eine Regierung im Amt zu haben, der es nur um parteipolitische Interessen geht. Jürgen Katzenberger Moosburg

Den Heimatherbst erhalten! Es ist sehr enttäuschend, dass ÖVP-Landesrat Wolfgang Waldner nun den „Heimatherbst“ abschaffen will. Seine Ankündigung, von „reinen Folklore-Veranstaltungen hin zu einer modernen Kulturpolitik“ zu wollen, scheint leider nur darin begründet zu sein, dass der „Heimatherbst“ unter Jörg Haider ins Leben gerufen wurde, und das ist mehr als schade. Der „Heim-

atherbst“ ist inzwischen eine Marke, die man nicht einfach zu Grabe tragen darf. Damit wird Kärntens Tourismus enorm geschadet! Waldner soll seine parteipolitische Brille endlich abnehmen und im Sinne Kärntens und seiner Bevölkerung arbeiten! Kajetan Glantschnig Kühnsdorf

Steuergeldvernichtung Als die ÖVP die Tourismusagenden im Land von den Freiheitlichen übernahm, musste der schöne Werbeslogan „Urlaub bei Freunden“ um viel Steuergeld dem Slogan „Lust auf Kärnten“ weichen und nun kündigt der neue Landeshauptmann Peter Kaiser an, das Kärnten Logo zu ändern (den Kärnten-Schriftzug zu ändern beziehungsweise den

Fürstenstein zu eliminieren), wobei den Auftrag natürlich eine SPÖ-nahe Firma übernehmen wird. So sieht die Problemlösung der neuen Regierung unter Kaiser aus, wirklich visionär. Steuergeldvernichtung auf höchstem Niveau! Alfred Waldner Villach

Besuchen Sie die Freiheitlichen jetzt auch im Internet: www.freiheitliche-kaernten.at

Komisches Amtsverständnis In einem Interview erklärte kürzlich Gerhard Köfer vom Team Stronach wörtlich, „wenn es um Missbrauch von Steuergeldern geht, darf man sich nicht hinter der Verschwiegenheitspflicht verstecken“. Dieses Amtsverständnis eines auf die Verfassung vereidigten Mandatars ist eigentlich ein Skandal und es ist verwunderlich, dass dies einfach so hingenommen wird. Köfer hat als Straßenbaureferent bisher nur Chaos produziert, um zu skandalisieren. Allein, dass er ein Lager des Landes, nämlich der Straßenbaumeisterei ständig als „Geheimdepot“ bezeichnet, um als selbsternannter Auf-

decker in die Schlagzeilen zu kommen, ist fatal. Ansonsten hat er die erfolgreichen Billigtankstellen, die der Bevölkerung große Einsparungen in den letzten Jahren gebracht haben, vollkommen in Misskredit gebracht, wobei er nun vergeblich versucht, wieder zurück zu rudern. Der Schaden, den er dabei angerichtet hat, ist aber offensichtlich nicht mehr wieder gut zu machen. Es hat aber alles seine Grenzen. Wenn sich ein politischer Mandatar über das Gesetz stellt, sollte dies meiner Meinung nach Konsequenzen haben! Gerhard Marinitsch Wernberg

Volkskultur und Brauchtum Volkskultur und Brauchtum scheinen für die neue Regierung keinen Stellenwert mehr zu haben. Wie sonst kann es sein, dass Kulturreferent LR Waldner den erfolgreichen „HeimatHerbst“ abschaffen will. Diese Veran-

staltungsreihe als Eventkultur, die abzuschaffen ist, zu bewerten, zeigt, dass die ÖVP jeglichen Kontakt zur Bevölkerung verloren hat. Josef Franz Stattmann Presseggen

Rote Parteibuchwirtschaft Die Parteibuchwirtschaft feiert in Kärnten wieder fröhliche Urstände! Die SPÖ-Parteigänger werden an die Schaltstellen in der Landesregierung gehievt und nun schreckt man nicht einmal davor zurück, die Verwaltungsreform der alten Regierung rückgängig zu machen. Die zehn Kompetenzzentren werden auf 15 ausgeweitet, um wieder rote Günstlinge in Führungs-

positionen zu bringen! Der „Bürokratie-Schimmel“ wird wieder kräftig wiehern! Dadurch kann man auch wieder mehrere Abteilungsleiter mit SPÖ-Leuten installieren! Das ist sehr ernüchternd und wird der Bevölkerung wohl nicht gefallen. Herbert Tscharre Lieserbrücke

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


19. Juli 2013 I KärntnerNachrichten 11

FREIZEIT

NEU: Sommer 2013 Familientage am Burgbauplatz eden Donnerstag von 11. Juli bis 29. August 2013 finden um 14:30 Uhr FamilienFührungen am Burgbaugelände statt. Im Anschluss tauchen die Kinder mit Kreativprogrammen spielerisch in die Ritterzeit ein: Aufruf an die jungen Rittersleut´: „Geht auf die Suche nach dem geheimnisvollen Burgschatz, versucht euch selbst als Architekt und Baumeister, bastelt euren eigenen Ritterhelm oder Lederbeutel, strickt mit Schnurgabeln und spielt wie die Kinder im Mittelalter!“

J

Preise: A) Familienführung inkl. Eintritte: Kinder (6 –14 Jahre): 2

Euro, Erwachsene: 8 Euro, Familienkarte (2 Erwachsene, Kinder): 15 Euro B) Kreativprogramme: 10 Euro/Person – Die fertigen Werkstücke können mit nach Hause genommen werden. Mittelalterliche Kinderspiele werden bei jedem Termin zusätzlich zum Bastelworkshop angeboten. Begrenzte Teilnehmerzahl – daher bitten wir um Voranmeldung unter: office@burgbau. at; Burgbaubüro: +43 (0) 42 68 2213-18 oder Burgbauplatz: +43 (0) 660 544 88 56 Weitere Informationen findest du unter: www.burgbau.at

K R E AT I V P RO G R A M M S O M M E R 2 013 25. Juli „ Spiele im Mittelalter“ : Was spielten die Kinder im Mittelalter? Bastle dein Mühlespiel im Lederbeutel oder einen Würfel. 1. August „ Burgschatzsuche“ : Wer findet den geheimnisvollen Burgschatz? Schnitze dein Amulett aus Speckstein als Glückstalisman. 8. August „ Burgenforscher“ : Worauf musste der Baumeister einer Burg achten? Eine Zwölfknotenschnur wird von dir als Hilfsmittel zum Messen angefertigt. 15. August „ Wappenkunde“ : Wozu brauchten die Ritter ein Wappen? Entwirf dein eigenes Wappen auf einem kleinen Holzschild. 22. August „ Wolle-Filzen“ : Wie wurde im Mittelalter Wolle verarbeitet? Filze Deine Zauberkugel mit „Edelsteinen“. 29. August „ Lederverarbeitung“ : Was machte ein „Lederer“ im Mittelalter? Bastle dir deinen eigenen Lederbeutel.

Dauer jeweils ca. 3 Stunden (Führung und Kreativprogramm)

27. & 28. Juli 2013 Specta culum zu Friesach – Österreichs schönstes mittelalterliches Fa mi lienfest; www.friesach.at Zusätzliche Führungszeiten am Burgbauplatz am 27. / 28. Juli: Burgbaubesichtigung nur mit Führung jeweils 9:30 / 10:30 / 11:30 sowie 13 / 14 /15 / 16 / 17 Uhr.


12 KärntnerNachrichten I 19. Juli 2013

SERVICE

Otto Retzer plaudert über Gott und die Welt ngewöhnliche Talk-Show vor traumhafter Kulisse: „Kärntner Brückengespräche“ am Freitag um 14 Uhr im Strandbad Klagenfurt.

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Sein Markenzeichen ist die Glatze! Er gilt als unermüdlicher Partytiger und schillernder Wörthersee-Promi: Regis-

seur, Schauspieler und Autor Otto Retzer. Am Freitag den 19. Juli plaudert der gebürtige Löllinger um 14 Uhr bei den „Kärntner Brückengesprächen“ im Strandbad Klagenfurt über Gott und die Welt. Der coole Filmemacher stellt sich vor zahlreichen Badegästen und einer traumhaften Kulisse

„Filmglatze“ Otto Retzer gibt am Freitag bei den „Kärntner Brückengesprächen“ einen tiefen Einblick in sein bewegtes Leben. Die Veranstaltungsreihe im Klagenfurter Strandbad gilt bereits als Kult-Event am Wörthersee. Foto: blitzlicht/KK

den Fragen von STW-„Stimme“ Harald Raffer und Redakteur Georg Lux. Anschließend verteilt „Mister Wörthersee“ Autogramme. Am 9. August ist der bekannte Kärntner Maler Manfred Bockelmann Gast bei den „Kärntner Brückengesprächen“. Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen im Restaurant „sunset“ statt. In den letzten Jahren folgten etliche Promis der Einladung zu dieser Freiluft-Veranstaltung am Rande von Österreichs größter Badewanne: Nik P., Franz Klammer, Udo Wenders, H. C. Mayr, Sigi Grabner, Manny Viveiros mit KAC-Stars, Frenkie Schinkels, Hannes Jagerhofer, Josef Köpplinger

usw. Otto Retzer: „Ich freue mich schon auf diesen Freitag, auf viele Fans und die sicher höchst angenehme Plauderstunde!“ Die „Brückengespräche“ der Stadtwerke Klagenfurt führten in den letzten Jahren immer wieder zu ExklusivMeldungen in den Medien. So kündigte Manny Viveiros bei heißen Temperaturen und vor blaugrünen Wellen seinen Job als Bundestrainer an. Übrigens – wer am Freitag kurz vor 14 Uhr bei der Strandbad-Kasse auf das Stichwort „Brückengespräch“ verweist, darf als Zuhörer gratis zu dieser einstündigen Gesprächsrunde vor der See-Mittelbrücke.


19. Juli 2013 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Mit Bingo auf Genussreise in die Toskana Bingo verlost jetzt während sechs Wochen sechs exklusive GenussUrlaube in der Toskana für je zwei Personen plus 1.000 Euro Taschengeld. Für viele ist sie die schönste Region Italiens, einige sehen in ihr Europas malerischste Region, und manche empfinden sie sogar als den schönsten Flecken auf dieser Welt: Die Toskana, und das nicht zu Unrecht. Sie vereint wie kaum ein anderer Landstrich in Italien Kunst, Kultur und Natur auf so reizvolle Weise. Sie bietet zum einen eine Vielfalt an harmonischen Kontrasten, von einsamen etruskischen Dörfern und herrschaftlichen Villen über saftig grüne Hügel mit bunten Blumenwiesen bis hin zum tiefblauen Wasser des Tyrrhenischen Meeres. Zum anderen ist die Toskana ein wahres Eldorado für Kunst- und Kulturliebhaber mit den weltberühmten Städten Florenz, Siena oder Pisa.

edlen Tropfen Brunello, Chianti oder Vino Nobile, sei es die würzig-gehaltvolle Küche mit ihren Pasta-, Fisch- und Salami-Spezialitäten. Bingo Spielteilnehmer können jetzt sechs Urlaube in der Toskana gewinnen: Bingo verlost bei den sechs Ziehungen von Samstag, den 6. Juli bis Samstag, den 10. August jeweils eine einwöchige Genuss-Reise in die Toskana für zwei Personen, dazu gibt es jeweils 1.000 Euro Taschengeld. Dabei geht es mit dem Flugzeug von Wien nach Florenz, genächtigt wird in exklusiven Weingütern bzw. im 4Sterne-Hotel. Und natürlich ist die Toskana auch für ihre kulinarischen Genüsse weit über die Grenzen hinaus bekannt und ein Paradies für Gourmets: Seien es die

Jetzt wird wieder im Geld geduscht as Rubbellos Money Maker sorgt während des Sommers wieder für eine spezielle Art der Abkühlung. Es regnet in der Gelddusche täglich um 19.20 Uhr in ORF 2 für jeweils 30 oder vielleicht sogar 40 Sekunden Geld. Das beliebte Sommer-Rubbellos „Money Maker“ gibt es ja schon seit einigen Wochen wieder in allen Vertriebsstellen der Österreichischen Lotterien. Den Reiz des „Money Maker“ Rubbelloses bildet die Chance, in der Geldscheffel-TV-Show aufzutreten. In der heißen Gelddusche heißt es dabei zwar kühlen Kopf bewahren, zuvor allerdings ein glückliches Händchen zu beweisen, denn: Jeder Kandidat muss vor Eintritt in die Gelddusche eine von drei Karten ziehen. Je nach gezogener Karte darf er 30 Sekunden Geld scheffeln, 30 plus 10 Sekunden zusätzlich Geld scheffeln oder 30 Sekunden scheffeln und mit verdoppeltem Gewinn (Gewinn-Verdoppler-Karte) nach Hause gehen.

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So kommt man in die Gelddusche: Wer drei ORF-Symbole aufrubbelt, dem ist der Eintritt in die Gelddusche und das Geld-Scheffeln vor laufender Fernsehkamera sicher. Wer drei Lose mit je zwei ORF-Symbolen an „Money Maker“, 1038 Wien, Postfach 50, einsendet, nimmt an den Ziehungen zur Ermittlung weiterer Kandidaten teil. Geld-geduscht wird von Montag, den 1. Juli bis Sonntag, den 25. August 2013. Alexander Rüdiger präsentiert die TV-Show täglich um 19.20 Uhr in ORF 2.

Ziehung vom Do., 11. 07. 2013

08335 Ziehung vom Fr., 12. 07. 2013

47204 Ziehung vom Sa., 13. 07. 2013

81385 Ziehung vom So., 14. 07. 2013

99453 Am 8. Juli hatte Patrick aus Oberösterreich Glück: er konnte mit Gewinn-Verdoppler insgesamt 7.400,Euro mit nach Hause nehmen. © A. Friess/Österreichische Lotterien/ORF

Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H.; Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch; Redakteur: Armin Kordesch; Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande, 9020 Klagenfurt, Messeplatz 1, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51; E-Mail: office@abc-werbeagentur.at; Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal; Fotos: LPD und Privat; Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten

Ziehung vom Mo., 15. 07. 2013

78245 Ziehung vom Di., 16. 07. 2013

39023

VO R S C H AU 29. Runde 2013 1: Austria Wien– Admira Wacker 1 2: SC Wr. Neustadt– RB Salzburg 2 3: Wolfsberger AC– Rapid Wien X 4: SV Grödig– SV Ried X 5: Wacker Innsbruck– Sturm Graz 1 2 6: Grasshopper Zürich– FC Basel 2 X 7: FC Sion– FC Zürich X 8: FC Thun– FC St. Gallen X 9: AC Lausanne– Young Boys Bern 2 10: FC Aarau– FC Luzern X 11: Dynamo Dresden– 1. FC Köln 2 12: SpVgg. Greuther Fürth– Arminia Bielefeld 1 Spiel 1-4 TOTO-Torwette

1 2 2 X X 1 2 1 1 1 X 1


14 KärntnerNachrichten I 19. Juli 2013

KULTUR

Veranstaltungen Burgarena Finkenstein 20. 7. 2013, 20.00 Uhr Andy Lee Lang: Still Rockin‘ Mit der neuen Show „Still Rockin‘“ kehrt Andy Lee Lang zu seinen Wurzeln zurück: Mit fünf Musikern steht der „Botschafter des Rock’n’Roll“ auf der Bühne und bietet ein fetziges Rock’n‘Roll Programm. Schwerpunkte der Show sind die „Sun Records Legenden“ Carl Perkins, Charlie Rich, Roy Orbison, sowie Musik von Ricky Nelson, Chuck Berry, Pat Boone, Gene Vincent, Bill Haley, Eddie Cochran und Buddy Holly. Mit Ausnahme von Chuck Berry widmet sich Andy der „weißen Seite des Rock’n Roll“. Dass dabei Jerry Lee Lewis nicht fehlen darf, ist klar. Jerry Lee Lewis ist nicht nur Andys großes Vorbild, sondern auch sein Karriere-Motor: Als der Altmeister der „Great Balls Of Fire“ in den frühen Neunzigerjahren in Wien gastierte, bestritt Andy das Vorprogramm und 25. 7. 2013, 20.00 Uhr Roland Düringer: WIR – Ein Umstand Seit seinem ersten Soloprogramm „Hinterholzacht“ (1994) hat Roland Düringer nicht nur eine der erfolgreichsten Karrieren unter den heimischen Kabarettisten, sondern auch eine der außergewöhnlichsten Entwicklungen vorgelegt, die mit der Vortrags-Trilogie des „neuen Düringer“ ihren lebensphilosophischen Höhepunkt erlangt. Lachen und Nachdenken halten sich dabei die Waage. Nach dem ersten Teil „ICH Einleben“ thematisiert Roland Düringer das „WIR“, das er als „Ein Umstand“ bezeichnet. Der geerdete Philosoph klärt darin den Trugschluss auf, dass nicht viele gestörte ICHs den kollektiven WIR-Wahnsinn ergeben, sondern erst das WIR und die von ihm kreierte WIRklichkeit das gestörte ICH in unserem Selbst gebären. Um dies zu beweisen, beschäftigt der Vortragende sich in Teil 2 mit für das Leben (aber nicht für die Lebensgeschichte) unbedeutenden Dingen. Also mit all jenen Dingen, die nur

spielte den alten Hasen glatt an die Wand. Danach engagierte Chuck Berry ihn als Pianist für seine Europatournee und im Jahr darauf für eine Doppeltournee mit Jerry Lee Lewis. Als Jerry Lee während dieser Tour erkrankte, nahm Andy Lee statt Jerry Lee am Klavier und Piano Platz. Der internationale Durchbruch war geschafft, was folgte ist Teil der jüngeren österreichischen Musikgeschichte: Konzerte und Duette in aller Welt und mit allen relevanten Musikern des Rock’n’Roll stehen bei Andy Lee seither so gut wie an der Tagesordnung, von Fats Domino bis Peter Kraus. Noch ein Detail aus dieser Rock’n’ Roll-History: Andy Lee Lang ist der einzige österreichische Musiker, der sowohl mit einem „Beatle“ – George Harrison – als auch mit einem „Rolling Stone“ – Charlie Watts – auf der Bühne jammte. deshalb eine Bedeutung genießen, weil WIR sie ihnen geben, ohne sie zu hinterfragen: Sprache, Arbeit, WIRtschaft, Politik, Staat, Geld. Roland Düringer gibt ein Beispiel: „Würden Sie die Arbeit, die Sie nahezu täglich verrichten, auch dann tun, wenn Sie kein Geld dafür bekämen? ... Sie vielleicht sogar dafür bezahlen müssten, Ihre Arbeit tun zu können? ... Nein? … Warum tun Sie es dann?“ Apropos „der neue Düringer“: Das Jahr 2013 steht unter dem Motto „Rückzug aus den Systemen“. Seit 2. Jänner realisiert er das Projekt „Gültige Stimme“, den Verzicht auf viele der sogenannten Errungenschaften der modernen Zeit – Handy, Fernseher, Konto, Internet etc. –, um wieder so zu leben wie in seiner Kindheit in den 1970er-Jahren. Welche Entbehrungen und Verzichte das beinhaltet (z. B. kein neues Gewand) und wie es ihm dabei geht, darüber berichtet er auf www.gueltigestimme.at.

Kartenvorverkauf: Kartenreservierung: per E-Mail an office@burgarena.at sowie unter Tel. 04254/ 510 511 Ö-Ticket: in allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen, bei Ö-Ticket unter der Hotline 01/96 0 96 sowie auf www.oeticket.com Villacher Kartenbüro: Villach, 04242/ 27 3 41, www.villacherkartenbuero.at


19. Juli 2013 I KärntnerNachrichten 15

KULTUR

Veranstaltung Albecker Schloßtheater „Pariser Nächte“ Premiere Samstag, 20. Juli, 20 Uhr! Komödie nach Guy de Maupassant in ei ner Fassung von Elke Maria Schwab 20. Juli bis 24. August 2013, jeden Do, Fr, Sa, 20 Uhr Bei jeder Witterung im Albecker Schloßstadel Mitwirkende: Nikolaus Schwab, Alexander Schwab, Elke Maria Schwab, Birgit Radeschnig, Nicole Radeschnig, Justine Wunder, Robert Griessner Regie: Elke Maria Schwab Im Künstlerviertel von Paris führt Madame Tellier ein „Vergnügungslokal“ von zweifelhaftem Ruf, in dem jedoch nur die beste Gesellschaft verkehrt. Adelige und Politiker suchen hier Amüsement, Abenteuer oder Versteck für skrupellos-korrupte Unternehmungen. In den „Pariser Nächten“ träumt man von der wahren Liebe, der großen Bühnenkarriere, einer politischen Laufbahn oder davon, im gesellschaftlichen Rampenlicht zu stehen. Nobel und luxuriös war Paris immer schon. Die Dunkelheit der Nacht legt so manchen Schleier über geheimnisvolle Affären und dubiose Machenschaften. Wenn die Can-Cans ausgetanzt und die Champagnergläser geleert sind, bringt das Tageslicht echte Gefühle und falsche Geschäfte zum Vorschein und zeigt, dass

die Damen der sogenannten „Halb-Welt“, einer sich mondän gebenden und elegant auftretenden, aber verruchten Gesellschaftsschicht, alles andere als schlechte Menschen sind. (Ort und Zeit der Handlung: Paris, in der „Belle Epoque“ um 1890/95) Der Autor: 1850 in der Normandie geboren, unternahm Guy de Maupassant in der Gymnasialzeit erste literarische Versuche. Sein Jus-Studium unterbrach er bei Beginn des Deutsch-Französ. Krieges 187071. Nach dem Krieg arbeitete er über Vermittlung von Gustave Flaubert im Marineministerium. Über Flaubert erhält er Kontakt zu Pariser Literaten. Mit der psychologischen Novelle „Boule de suif“ („Fettklößchen“) gelang 1880 der Durchbruch.

Trotz gesundheitlicher Probleme arbeitete er bis 1891 wie besessen. Es entstanden 300 Erzählungen, 6 Romane, 3 Reisebücher, ein Gedichtband und ein Band Theaterstücke, sowie politische Artikel für Pariser Zeitungen. Maupassant starb 1893 in Passy bei Paris. In seinen Werken beschreibt er präzise die Wirklichkeit. Demnach ist er dem Naturalismus zuzuordnen. Sein bekanntestes Werk ist der Roman: „Bel Ami“. Guy de Maupassant gilt neben Stendhal, Balzac, Flaubert und Zola als einer der großen französischen Erzähler des 19. Jh. Kartenreservierung: 0650/57 52 066 Theaterdinner: Vor oder nach der Vorstellung können Sie im Schloßrestaurant speisen, Theaterdinner-3 Gang-Menü

Helene Fischer: Eintrag in das „Goldene Buch“ is zum Wochenende stand noch keine Königin im „Goldenen Buch“ der Landeshauptstadt Klagenfurt. Seit der „Starnacht“ ist das anders, Schlagerkönigin Helene Fischer hat sich eingetragen. Sie ist derzeit unangefochten die Königin des deutschen Schlagers. Helene Fischer, Stargast der heurigen „Starnacht“ auf der Seebühne. Zwischen Generalprobe, „Startalk“ und Live-Sendung fand Fischer noch Zeit, sich in das „Goldene Buch“ einzutragen. „Immer wieder wunderschön bei Euch! Ein Platz zum Träumen wie im Paradies. Ich grüße ganz herzlich alle, die das hier lesen! Von Herzen alles Liebe für Klagenfurt und die Menschen, die hier leben dürfen. Ich beneide Euch. Herzlichst Eure Helene Fischer.“ – so der Eintrag der Sängerin, über den sich auch Bürgermeister

B

Helene Fischer beim Eintrag in das „Goldene Buch“. Christian Scheider, ein großer Fan der Künstlerin, sehr freut. Übrigens gibt es im „Goldenen Buch“ nun

Foto: StadtPresse/Burgstaller

schon zwei Fischer-Einträge. Der erste stammt nämlich von Bundespräsident Heinz Fischer.


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