KÄRNTNER
Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H.; Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch; Redakteur: Armin Kordesch; Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande, 9020 Klagenfurt, Messeplatz 1, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51; E-Mail: office@abc-werbeagentur.at; Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal; Fotos: LPD und Privat; Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten
NACHRICHTEN Nr. 8 • 59. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 22. Februar 2013
Gerhard Dörfler Wer sonst!
2 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
THEMA DER WOCHE
Kärnten bei Betriebsansiedelungen österreichweit auf Platz 2! Kärnten konnte auch 2012 nach Wien die meisten Betriebe ansiedeln. Der Arbeitsmarkt ist stabil! Auf die für Kärnten wieder sehr erfreuliche Bilanz der österreichischen Betriebsansiedelungsagentur ABA-Invest in Austria verweisen Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Wirtschaftsreferent LR Harald Dobernig: „Bei der Zahl neuer Betriebsansiedelungen aus dem Ausland liegt Kärnten auch im Jahr 2012 österreichweit auf Platz 2. Nur in Wien gab es mehr Betriebsansiedelungen, große Bundesländer wie Oberösterreich, Niederösterreich oder die Steiermark liegen deutlich hinter Kärnten. Lob gibt es in diesem Zusammenhang für die erfolgreiche Arbeit der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK). Neue Betriebsansiedelungen gab es 2012 vor allem aus Italien, Deutschland und Slowenien. Zu den Top-Projekten aus Italien zählen die Ansiedlungen der Unternehmen Cougar GmbH, Nortec Sport GmbH, OEN Chemicals GmbH
sowie HIP Health Investment Project. Auch die aus Deutschland stammende Energate-Unternehmensgruppe hat sich für eine Ansiedlung in Kärnten entschieden. Steigendes Interesse an Kärnten kommt auch von slowenischen Unternehmen. Das slowenische Softwarehaus Stroka Group gründete die OMNI4it GmbH, die von Klagenfurt aus den gesamten österreichischen Markt erschließen wird. „Die neue Ansiedelungsstatistik ist ein Beweis dafür, dass Kärnten für Unternehmen ein innovativer Wirtschaftsstandort mit top ausgebildeten Arbeitskräften, toller F & E Infrastruktur und einem guten Netzwerk in der Alpen-AdriaRegion ist. Diese Rahmenbedingungen wollen und werden wir mit unserer FTIStrategie ´Kärnten 2020´ noch weiter verbessern“, betont der Landeshauptmann. An Kärnten werden insbesondere die geringe Bürokratie, schnelle Ge-
nehmigungsverfahren, die wirtschaftliche und rechtliche Sicherheit sowie die steuerlichen Rahmenbedingungen geschätzt. Die Bundesländer-Statistik der ABA besagt, dass Wien vor Kärnten und Oberösterreich liegt. 2012 siedelte sich mit 107 mehr als die Hälfte aller ausländischen Unternehmen in Wien an. Stärkstes Bundesland nach Wien war Kärnten mit 27 ausländischen Betriebsansiedlungen vor Oberösterreich mit 18. „Zusätzlich hat die EAK noch Ansiedelungsprojekte aus dem Inland sowie Expansionsprojekte ohne Beteiligung der ABA Invest umgesetzt. „In Summe konnten 2012 in Kärnten 44 Betriebsansiedlungen und Expansionen realisiert und damit über 300 Arbeitsplätze neu geschaffen werden“, erklärt Wirtschaftslandesrat Harald Dobernig. Für Ihre Leistungen hat die EAK im letzten Jahr auch den „Award for the Best Inward
22. Februar 2013 I KärntnerNachrichten 3
THEMA DER WOCHE Investment Agency, Europe 2012“ gewonnen, den das „The New Economy“Magazin vergibt.
„Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz in Kärnten!“ Landeshauptmann Gerhard Dörfler Zur Unterstützung von 26 Projekten in allen Regionen Kärntens wurden diese Woche von der Kärntner Landesregierung 1,8 Mio. Euro an Sonderbedarfszuweisungen (SBZ) mehrheitlich beschlossen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wies vehement die Kritik zurück, dass es sich dabei um ein Füllhorn vor den Landtagswahlen handle. „Das sind wichtige Unterstützungen für Projekte, die alle schon lange entwickelt, beschlossen und zugesagt wurden. Es sind Verpflichtungen, die wir haben, das hat nichts mit den Wahlen zu tun“, so Dörfler. Es sei nicht nur wichtig, die Großen zu fördern,
sondern vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen in den Regionen. „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz“, betonte der Landeshauptmann: „Gerade in der jetzigen Situation, ist es entscheidend, dass wir um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen. Gerade die Politik muss im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles unternehmen, um Standorte von Unternehmen und Arbeitsplätze abzusichern“, betonte auch Finanz- und Wirtschaftslandesrat Harald Dobernig. Allein durch die Unterstützung der 26 Projekte könnten rund 700 Arbeitsplätze in den Kärntner Regionen abgesichert und viele neue geschaffen werden. Ungustiöses Vorgehen bei PAGO Der Landeshauptmann äußerte sich auch zur seiner Meinung nach „ungustiösen“ Vorgehensweise rund um die Schließung des Pago-Standortes in Klagenfurt. Ein Termin mit dem Management des PagoKäufers habe wie eine Provokation auf ihn gewirkt. „Niemand hat von diesen Schließungsplänen gewusst. Man hat
Weiterbildung von Mitarbeitern in Kärntner Betrieben wird gefördert Auch 2013 Qualifizierungsförderung für Betriebe im Sinne des „Lebenslangen Lernens“. 800 Anträge positiv erledigt. Mit der Qualifizierungsförderung für Betriebe (QfB) werden alle Kärntner Unternehmen gefördert, die ihren Mitarbeitern eine Weiterbildung oder Höherqualifizierung ermöglichen. „Im Vorjahr wurden über 800 Anträge positiv bearbeitet und somit über 700.000 Euro in diesem Bereich ausbezahlt. Auch für das Jahr 2013 steht für die QfB wieder ein ausreichendes Budget zur Ver fügung“, erklärt Arbeitsmarktreferent LHStv. Kurt Scheuch die Förderung im Rahmen des Territorialen Beschäftigungspaktes.
Förderungen sind Unternehmen mit Sitz, Niederlassung oder Betriebsstätte in Kärnten, die für ihre Mitarbeiter weiterbildende Ausbildungsund/oder Qualifizierungsmaßnahmen organisieren. Von den förderbaren Gesamtkosten werden bis zu 50 Prozent an Förderungen gewährt. Wir fördern Schulungsgebühren sowie Kosten für Unterrichtsmaterialien.
Förderbar sind Weiterbildungen für Männer bis 45 Jahre mit Lehre und Frauen bis 45 Jahre mit Matura. Gefördert werden alle Branchen und alle Betriebe, ausgenommen Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleistungsunternehmen sowie kommunale Unternehmen. Empfänger von
Wichtig ist, dass die Antragsstellung unbedingt vor Beginn der Schulungsmaßnahme erfolgen muss.
700.000 Euro an Förderungen!
Weiterführende Informationen erhalten Interessierte unter dem Menüpunkt „Förderungen“ auf der Homepage www.bildungsland.at
dem Land keine Möglichkeit gegeben, zuvor über Lösungen zu verhandeln“, kritisierte Dörfler. Er verwies auch darauf, dass noch vom Vorbesitzer eine 6 Mio. Euro-Investition in den Klagenfurter Pago-Standort umgesetzt worden sei, für die es 500.000 Euro an Landesförderungen hätte geben sollen. Diese seien jedoch nicht abgeholt worden. Mit der maximal zulässigen Förderung wollte das Land einen Beitrag zur Absicherung des Standortes und der Arbeitsplätze leisten. Der Landeshauptmann appelliert an die Konsumenten, verstärkt heimische Lebensmittel zu kaufen und damit auch die Arbeitsplätze in unseren Regionen zu sichern: „Dazu kann jeder Kärntner seinen Beitrag leisten!“
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4 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
FAKTEN Aktuelle Studie: Das renommierte Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut BAKBASEL hat eine volkswirtschaftliche Benchmarkingstudie zur grenzüberschreitenden Euroregion "Senza Confini" erstellt. Diese Euroregion hat in der EU ein Gewicht von rund zwei Prozent und umfasst die italienischen Regionen Veneto, FriuliVenezia Giulia, Kärnten, die Republik Slovenija sowie die kroatischen Gespanschaften (županije) Istarska (Istrien) und Primorski-goranska (Region Rijeka). Veränderungsprozess: Die Euregio "Senza Confini" erfuhr nach dem Fall des eisernen Vorhangs eine fundamentale Transformation: aus einem Randgebiet (sowohl vom Westen als auch Osten aus gesehen) wurde eine Nahtstelle des neuen Europas. Dies hat neue wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen, die derzeit erst zum Teil genutzt werden. Insgesamt zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild der sozioökonomischen Entwicklung: Während BIP und Produktivität nur wenig wachsen, ist das Bevölkerungsund Beschäftigungswachstum relativ hoch. Die vergleichsweise liberale Marktregulierung trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Attraktivität bei. Kärnten: Kärnten hat in der Euregio "Senza Confini" ein Gewicht von sieben Prozent und weist ein völlig anderes Profil auf. Wohlstand und Produktivität liegen deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Produktivität und BIP pro Kopf sind sehr stark angestiegen. Somit ist Kärnten wirtschaftlich überdurchschnittlich leistungs- und wettbewerbsfähig. Dazu hat auch das hohe Innovationspotenzial in Kärnten beigetragen.
Die neue EUREGIO geografisch!
HINTERGRUND
„Wir wollen Region der Menschlichkeit!“ Konstituierende Senza-Confini-Sitzung mit LH Dörfler und den Präsidenten Luca Zaia und Renzo Tondo in Klagenfurt
D
iese Woche fand die konstituierende Sitzung der Versammlung der Euregio „Senza Confini – Ohne Grenzen“ im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung statt. Landeshauptmann Gerhard Dörfler traf mit den Präsidenten der Euregio-Regionen, Renzo Tondo (FriaulJulisch Venetien) und Luca Zaia (Veneto) zusammen, um wichtige Entscheidungen und Pläne zur Zukunft der Euregio zu besprechen und mitzuteilen.
das nur durch das Zusammenwirken der 18 Anrainerregionen - forciert durch das Batco-Projekt - gelungen sei, erklärte Dörfler und für das es nun eine EUCofinanzierung für Semmering- und Koralmtunnel gebe. Es gehe um enorme Standortvorteile für die Adriahäfen wie auch für Kärnten. Diese Achse soll den Zugang zu neuen Märkten eröffnen und damit den Menschen und der Wirtschaft zugutekommen.
Am 27. November 2012 war der Gründungsvertrag zu diesem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) und somit der Euregio von LH Dörfler sowie den Präsidenten Tondo und Zaia in Venedig unterzeichnet worden. Präsident Luca Zaia wurde nun auch zum ersten Präsidenten der Euregio gekürt.
Man wolle viele neue Schwerpunkte setzen, vor allem im Bereich Bildung, Alternativenergien, Forschung und Entwicklung. Heute erfolge der Start in eine neue Zukunft, bekräftigte Dörfler. Er dankte den beiden Präsidenten für ihr großes Engagement und ihre persönliche Freundschaft. „Wir wollen Regionen der Menschlichkeit sein“, so Dörfler.
Der Landeshauptmann sprach von einem historischen Tag für Kärnten und für die Regionen der Euregio. Mit der Kraft dieser drei Regionen, die künftig um Slowenien und zwei kroatische Regionen erweitert werden sollen, wolle man ein kleines vitales Europa der Zukunft schaffen. Insgesamt würde dann diese Makroregion rund 9,2 Mio. Einwohner zählen. Man habe viel Potentiale und Stärken, die man gemeinsam entwickeln wolle, so Dörfler. Hervorgehoben wurde das erfolgreiche Projekt der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse zwischen Ostsee und Adria,
Luca Zaia sprach ebenfalls von einem historischen Tag. Auch er betonte die Notwendigkeit und den Willen, die Euregio Senza Confini mit Leben zu erfüllen. Man habe großen Ehrgeiz, um viele neue Projekte umzusetzen. Renzo Tondo sagte, dass man nunmehr ein stolzes Ergebnis nach jahrelanger, intensiver Aufbauarbeit erreicht habe. Europa müsse mehr zu einem Europa der Regionen werden. Die Euregio sei eine große Chance und eine Hoffnung für die grenzüberschreitenden Kooperationen und für Zukunftsperspektiven.
22. Februar 2013 I KärntnerNachrichten 5
HINTERGRUND
Nulllohnrunde für Politiker wird auch 2013 fortgesetzt! LH Gerhard Dörfler: Auch 2013 sollen Politiker bei sich sparen. Andere Bundesländer und der Bund sollen Kärntens Vorbild nachahmen. Kärnten will auch für 2013 eine Nulllohnrunde bei den Politikern umsetzen. Das stellte Landeshauptmann Gerhard Dörfler klar. Damit wolle Kärnten seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen. „In Kärnten leben wir bereits seit Jahren einen Sparkurs bei den eigenen Politikergehältern vor. Diese uns selbst auferlegte Kosteneinsparung wird auch 2013 fortgesetzt“, so Dörfler. In Kärnten wird bereits seit dem Jahr 2004 eine Nulllohnrunde für Politiker vorbildhaft umgesetzt, wodurch das Land Kärnten Kosten von weit über einer Million Euro eingespart hat. „Der Verzicht
auf die eigene Politiker-Gehaltserhöhung, und damit einhergehend das nicht vollständige Ausschöpfen von uns eigentlich zustehenden Bezügen, ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Selbstverständlichkeit, die auch von anderen Bundesländern und der Bundesregierung übernommen werden sollte“, so Dörfler.
„Politiker müssen bei sich mit dem Sparen beginnen!“ Für den Landeshauptmann steht fest,
Kärnten ist jetzt mit Pflegeplätzen für die Zukunft gut ausgestattet! Geronto-psychiatrisches Pflegeheim beschließt erfolgreiches Ausbauprogramm. Insgesamt wurden 1.000 Betten geschaffen! In Kärnten muss nach der Pflegeoffensive von Soziallandesrat Christian Ragger kein Pflegebedürftiger auf einen Platz in einem Pflegeheim warten. Insgesamt wurden 1.000 neue Pflegebetten geschaffen. Die einzige Aufgabe, die für die nächsten Jahre noch verbleibt, ist die Bereitstellung von genügend Betten für ältere pflegebedürftige Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Dies wurde mit der Genehmigung eines gerontopsychiatrisches Hauses mit 75 Betten in Kraig erfüllt. Der dafür notwendige Beschluss wurde in der Landesregierung gefasst. Damit wird die letzte Pflege-Lücke aufgrund des Bedarfsentwicklungsplanes geschlossen. Es gibt bereits gerontopsychiatrische Häuser in Klagenfurt, Velden und Maria Elend,. Nur in St. Veit gab es noch keine solche Einrichtung.
Im Bezirk St. Veit gibt es bereits mehrere Zentren für psychosoziale Rehabilitation mit über 300 Klienten. Diese Zentren dürfen ihre Bewohner aber nur bis zur Pflegestufe 3 versorgen; bei einem erhöhten Pflegebedarf ist ein eigenes Heim mit mehr Fachkräften erforderlich, weshalb das Projekt in Kraig notwendig ist. Sozialreferent Christian Ragger kann damit nach der letzten Sitzung der Landesregierung in dieser Periode eine erfreuliche Bilanz ziehen. „Kärnten ist dank unseres Ausbauprogrammes mit Pflegeplätzen optimal ausgestattet, mit ausreichenden Kapazitäten für Kurzzeitund Übergangspflege sowie für Senioren mit psychischen Erkrankungen. Lange Wartezeiten, die früher üblich waren und Mängel an Spezialplätzen gehören mittlerweile längst der Vergangenheit an!“
dass die Umsetzung des Sparkurses nicht vor den eigenen Politikerbezügen Halt machen dürfe. Kärnten nehme dabei bereits seit Jahren eine klare Vorbildrolle ein. „Nun sind die Bundespolitik und die anderen Bundesländer an der Reihe, den Sparstift bei sich selbst anzusetzen. Das eigene Geldbörserl des Bundeskanzler, der gesamten Bundesregierung, des Nationalrates, der Landeshauptleute und der Landtagsabgeordneten ist keine heilige Kuh. Auch sie haben die Verpflichtung, bei sich selbst zu sparen. So könnten pro Jahr mehr als 15 Millionen Euro eingespart werden. Dies wäre ein Signal gegenüber den Bürgern“, so Dörfler.
6 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
LANDESPOLITIK
Venetos Präsident Luca Zaia trägt Kärntner Landesorden in Gold! Auszeichnung in Würdigung der Verdienste um das Entstehen einer gemeinsamen EUREGIO. Der Präsident der Region Veneto, Luca Zaia, erhielt diese Woche die höchste Auszeichnung des Landes Kärnten. Landeshauptmann Gerhard Dörfler würdigte die Verdienste seines Amtskollegen und persönlichen Freundes und überreichte ihm den Landesorden in Gold. „Es ist mir eine große Ehre, Dich namens des Landes auszeichnen zu können“, betonte Dörfler. Er wies auf die zahlreichen guten
und vielfältigen Beziehungen zwischen Kärnten und dem Veneto hin. Die Ehrung fand im Beisein von Präsident Renzo Tondo (Friaul-Julisch Venetien), der ebenfalls herzlich gratulierte, sowie vieler Ehrengäste, Mitarbeiter der Regionspräsidenten Tondo und Zaia sowie italienischer Journalisten statt. Weitere Gäste waren die Landesräte Elio De Anna (Friaul-Julisch Venetien) und Roberto Ciambetti (Veneto), Landtagspräsident Johann Gallo, Landesamtsdirektor und Interims-Direktor der Euregio, Dieter Platzer, Villacher BrauereiVorstand Josef Pacher, Polizeidirektorin Michaela Kohlweiß, u.v.m. Luca Zaia, Präsident der Region Veneto, kam 1968 in Conegliano zur Welt, studierte später Agrarwissenschaften an der Universität Udine. Er wurde Unternehmer und bekleidete zahlreiche Funktionen, so war er Assessore für Landwirtschaft in der Provinz Treviso, später Präsident der Provinz, ab 2005 Vizepräsident der Region Veneto, dann Minister für Agrar-,
Nahrungsmittel- und Forstpolitik in Rom. Seit 2010 ist er Präsident der Region Veneto Luca Zaia hat seit Beginn seines Mandates als Präsident des Veneto die Strategie der grenzüberschreitenden Kooperation, bi- und trilateral, sehr unterstützt und mit seinen fachlich fundierten Beiträgen weiter entwickelt. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz bei der Entwicklung der Euregio „Senza Confini“ mit Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Veneto und bei strategisch relevanten Projekten für diese Nachbarregionen, wie z.B. der Baltisch Adriatischen Verkehrsachse als europäisch bedeutsame Wirtschaftsader. Seine fachliche Kenntnis und seine tiefe Wertschätzung für Kärnten zeigen sich in zahlreichen grenzüberschreitenden Vereinbarungen und Projekten, die die Regierung des Veneto unter seiner Führung unterstützt. Für Kärnten ist die strategische Anbindung an diesen Wirtschaftsraum von größter Bedeutung.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit den Regionspräsidenten von Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, und dem Veneto, Luca Zaia. Beide Spitzenpolitiker tragen nun den Kärntner Landesorden in Gold!
22. Februar 2013 I KärntnerNachrichten 7
LANDESPOLITIK
Kärnten wird energieunabhängig: Neues Pilotprojekt gestartet! Landeshauptmann Gerhard Dörfler: E-Fahrzeuge sollen künftig auf kurzen Strecken dominieren! Landeshauptmann Gerhard Dörfler präsentierte diese Woche ein „Public Private Partnership"-Modell zur Steigerung der EMobilität in Kärnten. Das Modell sieht vor, dass sich in den nächsten Monaten 66 Kärntner ein beliebiges E-Fahrzeug anschaffen und sich an einem PhotovoltaikBürgerkraftwerk beteiligen, bzw. eine Photovoltaik-Einzelanlage errichten, mit der sie den Strom für ihr E-Mobil selber produzieren.
„Die Ölpreise werden weiter stark steigen. Kärnten sorgt mit einem neuen Pilotprojekt für noch mehr E-Mobilität!“!“ Landeshauptmann Gerhard Dörfler
Sprit- und Heizölpreise energieunabhängig machen, und gleichzeitig eine Verringerung der Luftschadstoff- und CO2Emmissionen erreichen. Bis Ende 2015 sollen in Klagenfurt 1.500 E-Fahrzeuge unterwegs sein. Dörfler erwartet, dass E-Fahrzeuge speziell auf kürzeren Strecken in den nächsten Jahren immer mehr ins Rampenlicht treten werden. „VW hat das Jahr 2013 zum Jahr des E-Fahrzeuges erklärt", so der Landeshauptmann. Langfristiges Ziel des Landes ist es, das Pilotprojekt auf ganz Kärnten auszudehnen. Lob gab es von ihm für das Lebensland Kärnten und Hafner. „Beide sind E-Mobil Gurus die viele kreative Ideen haben". Die Landesfördermodalitäten im Detail: Die Förderung für das E-Fahrzeug beträgt
Der Landeshauptmann am Steuer eines modernen Elektrofahrzeuges: „Wir wollen es den KärntnerInnen ermöglichen, E-Fahrzeuge günstig anzuschaffen!“ „Wir wollen den Kärntnern die kostengünstige Anschaffung und Verwendung eines E-Fahrzeuges ermöglichen wobei der benötigte Ökostrom durch das Bürgerkraftwerk bzw. die Einzelanlage selber produziert werden soll. Seitens des Landes stehen dafür 400.000 Euro als Förderung zur Verfügung", stellte der Landeshauptmann das Projekt vor. Kärnten wolle sich damit in den nächsten Jahren auch angesichts der steigenden
maximal 12 Prozent oder 3.500 Euro und jene für die Photovoltaikanlage macht 3.125 Euro aus. Der E-Fahrzeugbesitzer kann sich entweder am PhotovoltaikKraftwerk 13 Jahre beteiligen, oder eine eigene 3,5 Kilowatt starke Anlage (Investitionskosten: ca. 10.000 Euro) installieren. Beteiligt sich der E-Mobilbesitzer am Bürgerkraftwerk mit der benötigten Stromenergie von 3,5 Kilowatt, betragen die Investitionskosten für ihn, abzüglich der Landesförderung, rund
5.030 Euro. Mit dem Flottenrabatt, beispielsweise für den Renault Zoe (865 Euro), der Förderung für die Lebensland Ladestation (1.300 Euro) und den GratisStrom aus den öffentlichen Ladestationen (ca. 1.000 Euro), kommt man auf eine Fördersumme von rund 9.339 Euro. „Mit dem Modell und der Aktion kann man sich ein E-Mobil günstig anschaffen“, sind sich Experten einig.
8 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
LANDESPOLITIK
Pyramidenkogel: Der Turm wächst und wächst... LH Dörfler machte sich ein Bild vom Baufortschritt. Eröffnung im Juni 2013. Leuchtturmprojekt und Visitenkarte für Architektur und Holzland Kärnten. Vom Baufortschritt beim neuen Aussichtsturm am Pyramidenkogel machte sich Landeshauptmann Gerhard Dörfler zusammen mit dem Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko ein Bild. Dieser einmalige Aussichtsturm werde ein neues Wahrzeichen werden, zeigte sich der Landeshauptmann begeistert. Mit dem Turm werde eine Vision von Natur und Hightech umgesetzt. Dörfler wurde mit einem Aufzug auf eine Höhe von über 40 Meter hinaufgebracht, wo sich ihm ein Gesamtbild der Baustelle und darüber hinaus bot. Mit dem Neubau des Aussichtsturmes am Pyramidenkogel
entsteht ein LeuchtturmProjekt für die Wörtherseeregion und für ganz Kärnten. Mit dem Turm werde eine Vision von Natur und Hightech umgesetzt. Der neue Aussichtsturm als höchster Holzturm sei ein Symbol für eine großartige Baukunst und eine Visitenkarte für eine architektonische Meisterleistung sowie Werbung für Kärnten als Holzland und für die Holzwirtschaft, sagte Dörfler. „Es freut mich, dass der neue Aussichtsturm immer mehr in die Höhe wächst. Der einmalige Turm ist ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft und den Tourismus in Kärnten“,
Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Bürgermeister Gerhard Oleschko aus Keutschach machten sich selbst ein Bild über den Baufortschritt am Pyramindenkogel. Der Aussichtsturm soll im Juni 2013 fertig sein und wird 100 Meter hoch sein. erklärte er und betonte seinen großen Respekt für die schwierige Arbeit der Bauarbeiter. Diese leisten hier bei
jedem Wetter großartige Arbeit. Mit dem Neubau des Aussichtsturmes entsteht ein Leuchtturm-Projekt.
Infrastrukturprojekte für Klagenfurt vorgestellt! „Grüne Welle“ jetzt auch auf Rosentalerstraße. Heuer erfolgen Sanierungen auf Loiblpaß und Packer Straße sowie Radweglückenschlüsse. Die Landeshauptstadt Klagenfurt soll flüssiger befahrbar werden. Das Land Kärnten setzt mehrere Infrastrukturprojekte um, die Staus und Feinstaub und damit auch Hektik und Stress bei den Autofahrern reduzieren sollen. Wie Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Straßenbauabteilungschef Volker Bidmon erklärten, ist auf der B70d Harbacher Straße (Südring) eine Unterführung der Rosentalbahn geplant. Sie soll 2014/15 gebaut werden, Land und ÖBB sollen die Kosten von
sechs bis sieben Mio. Euro je zur Hälfte tragen. Gut voran schreitet das mit der Landeshauptstadt betriebene Projekt der „Grünen Welle“, vorige Woche wurde es in der Rosentalerstraße umgesetzt. In die Sanierung der B70 Packer Straße und der B91 Loiblpaß Straße sowie in Lückenschlüsse am R7A Görtschitztal Radweg und R7 Friesacher Radweg investiert das Land laut Dörfler heuer insgesamt rund 1,2 Mio. Euro. „Wir haben einiges vor“, betonte der Landeshaupt-
Der des Kompetenzzentrums Infrastruktur, DI Volker Bidmon mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler. mann. Um die S-Bahnverbindung aus dem Rosental kreuzungsfrei zu gestalten, würden die Planungen intensiv laufen. „28.000 Fahr zeuge werden täglich auf der Rosentalerstraße gezählt und 20.000 am Südring. Diese Unterführung würde den Verkehr viel flüssiger machen“, berichtete Dörfler.
Bidmon ergänzte, dass die Autofahrer hier täglich über eine Stunde warten müssten. „Wir können also 365 Staustunden pro Jahr weginvestieren“, so Landeshauptmann und Verkehrsreferent Dörfler. Die geplante Unterführung soll auch einen Radund Gehweg beinhalten.
22. Februar 2013 I KärntnerNachrichten 9
REGIONALES
Sene-Cura-Pflegeheim in Wolfsberg ist eröffnet! Mit dem neuen Pflegeheim in Neudau-Wolfsberg wurde die Pflegeoffensive im Lavanttal erfolgreich abgeschlossen. „Die Zeit, in der Pflegebedürftige Wochen und Monate auf ein Pflegebett warten mussten, ist nun endgültig vorbei", erklärte Sozialreferent LR Christian Ragger bei der Eröffnung des Heimes der Sene Cura in Neudau. Der Sozialreferent lobte auch das Sene Cura-Konzept in Neudau. Das Pflegeheim mit 85 Betten beschränkt sich nicht allein auf die Versorgung von Senioren. Es dient als Sozialzentrum für die daneben
befindliche Wohnanlage und als ein Treffpunkt der Generationen mit zahlreichen Leistungen: Dazu zählen die Rehabilitative Übergangspflege nach Krankenhausaufenthalten, das Tagespflegezentrum, die optimale Betreuung von Menschen mit Demenz in der hauseigenen Demenzstation, die Unterstützung der Senioren in der neuen Wohnanlage im Rahmen des betreubaren Wohnens, das hauseigene Senioren-Fitnesscenter, die Tagesstätte für Kinder, die Ausstattung mit einem Heimkino, eigener Kapelle, Friseur und die große Gartenanlage.
Kleine Aufmerksamkeiten wurden auch heuer wieder am Valentinstag verteilt. Die kleinen Blumentöpfe mit Sonnenblumensamen fanden vor allem bei den Frauen großen Anklang Im Bild Sofie Magnet und LAbg. Gerald Grebenjak.
Wichtig für Wolfsberg: Das neue Sene-Cura-Pflegeheim wurde im Beisein von Landesrat Christian Ragger seiner Bestimmung übergeben.
Wieder eine glückliche Siegerin beim großen Gewinnspiel der „Kärntner Nachrichten“. Frau Margreth Glanzer aus Bodensdorf hat die Gewinnspielfrage richtig beantwortet und „4 Tage & 3 Nächte all inclusive Urlaub“ in Eurpas 1. Baby- und Kinderhotel in Trebesing gewonnen. Die Kärntner Nachrichten gratulieren herzlich und wünschen angenehmen Urlaub! LH Gerhard Dörfler gewann kürzlich das Schnapserturnier des SV Steuerberg. Bekanntlich wird der Landeshauptmann auf seinen vielen Fahrten quer durch Kärnten und bei Kurzbesuchen in Kärntner Gasthäusern immer wieder eingeladen, einen schnellen Schnapser zu spielen. „Jetzt freue ich mich, dass ich Schnapser-König geworden bin“, sagt Dörfler. Das Preisgeld spendete Dörfler gleich dem Nachwuchs des Sportvereins Steuerberg. Insgesamt nahmen 68 hoch motivierte Spielerinnen und Spieler teil.
10 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
REGIONALES
2. Generations-Erlebnistag war ein echter Hit! In der Firma Leopold in Feldkirchen gab es kürzlich Grund zum Feiern. Stellte sich doch Landeshauptmann Gerhard Dörfler bei der bekannten Dachdecker- und Spenglereifirma mit der Urkunde zur Führung des Kärntner Landeswappens ein. „Ich könnte über die Firma drei Stunden lang reden, weil ich seit Beginn meiner Lehrzeit als Banklehrling das Unternehmen gekannt und nur das Beste über dieses High Tech- und Paradeunternehmen gehört habe, das eine Visitenkarte für ganz Kärnten ist", teilte der Landeshauptmann den Anwesenden mit.
Aus einem kleinen Unternehmen wurde ein Kärntner Vorzeigebetrieb, von dem man in ganz Österreich stets höre: „Ohne den Leopold läuft nix". Der Landeshauptmann wartete auch mit einem Beispiel auf. Er teilte Firmenchef Alexander Leopold mit, dass Franz Klammer, als er hörte, dass die Firma heute die Urkunde überreicht bekomme, meinte: „Besser geht’s nicht, das weiß ich von meinen beiden Häusern und dafür gebe ich eine Garantie ab". - Wenn das der „Kaiser“ sagt? Die Feierstunde bot für den Landeshauptmann Gelegenheit zur Aussprache mit der Unternehmerfamilie.
Der Landeshauptmann besuchte die Traditions-Dachdeckerei Leopold in Feldkirchen. Mit im Gepäck das Landeswappen.
Am Faschingssamstag hat es im Unteren Drautal einen regelrechten Veranstaltungsmarathon gegeben. LAbg. Hannes Anton, Arriachs Vizebürgermeister Gerald Ebner und GR Christian Gasser haben an diesem Abend vier Veranstaltungen besucht. Dabei wurde in Fresach beim Maskenball des Schiclubs und in Stockenboi beim Maskenball der Feuerwehr länger Station gemacht. In Fresach und in Stockenboi wurden die FPK-Wahlwerber von den jungen Ballbesuchern bestürmt. Das Motodrom Harley-Davidson in Klagenfurt wurde im April 1998 von Stefan Masopust-Sintschnig gegründet. Kürzlich feierte Österreichs größter Harley-Davidson Vertragshändler sein 15-jähriges Firmenjubiläum, 110 Jahre Harley und die Eröffnung des neuen 1.500 Quadratmeter großen Megastore in der Klagenfurter Lodengasse. Der Eröffnungsfeier wohnte auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler bei, der der Klagenfurter Unternehmerfamilie und dem gesamten Team zum Jubiläum für ihren Mut und ihr Engagement dankte.
REGIONALES
22. Februar 2013 I KärntnerNachrichten 11
Ausgezeichnet: Kärntner, die anpacken und handeln!
Musik, Gesang, Fröhlichkeit und gesunder sportlicher Ehrgeiz standen am Sonntag beim traditionellen Eisstockturnier der Volkskultur im Mittelpunkt. Heuer gab es fünf Bezirks-Ausscheidungsturniere in Althofen, Völkermarkt, Steindorf und in in Velden. 78 Moarschaften mit 312 Sänger Musikanten, Volkstänzer und diverse Brauchtumsgruppen machten bei diesem freundschaftlichen Wettbewerb mit. Die fünf besten Moarschaften pro Turnier kamen ins Finale. Landesrat Mag. Harald Dobernig hob den großen Idealismus der Kulturvereine hervor. Sie würden nicht nur Kärntens Tradition und Identität aufrecht erhalten, sondern seien auch vorbildlich im Pflegen von Freundschaften und Zusammenhalt. Nach der Siegerehrung wurde gemeinsam gesungen und musiziert.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Major Adolf Winkler übergeben das Ehrenzeichen des Landes Kärnten an Chefinspektor Horst Binder. Mehrere Bundes- und Landesauszeichnungen wurden kürzlich von Landeshauptmann Gerhard Dörfler überreicht. Die Feier im Spiegelsaal des Amtes der Kärntner Landesregierung eröffnete Dörfler mit dem passenden Dante-Zitat „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Geehrt wurden verdiente Persönlichkeiten aus den verschiedensten Bereichen, wie Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Sport oder Verwaltung, aber auch einige Lebensretter. Der Landeshauptmann freute sich, endlich Sabine Ladstät-
ter mit dem „Großen Ehrenzeichen des Landes Kärnten“ auszeichnen zu dürfen. Die Ephesos-Grabungsleiterin und „Wissenschaftlerin des Jahres 2011“ sei eine Kärntner Erfolgsfrau und habe eine Weltkarriere geschafft. Dörfler dankte auch dem früheren Landeskonservator Axel Hubmann und dem Historiker Stefan Karner, beide bekamen das „Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten“. Karner und seine wissenschaftlichen Weggefährten wie Claudia Fräss-Ehrfeld oder Hellwig Valentin hätten ihm wichtiges historisches Wissen für die Lösung der Ortstafelfrage vermittelt.
Sabine Ladstätter, Wissenschaftlerin mit Weltruf, leitet die Grabungsarbeiten in Ephesos.
12 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
LESERBRIEFE
Skandalinterview mit Peter Turrini Es ist unerträglich, wie Herr Turrini im Sonntags-Interview der Kleinen Zeitung krampfhaft versucht ein Land und seine Bevölkerung negativ darzustellen. Im selben Atemzug schwärmt er von Erwin Pröll, der ihm im schwärzesten Gewand lieber ist als ein Kärntneranzugträger. Als echter Kärntner muss man froh sein, dass eine Person wie der Kärnten verachtende Peter Turrini, nicht mehr in Kärnten lebt. Es ist bedauerlich, dass die Kleine Zeitung diesem KärntenHasser vier (!) ganze Seiten
spendiert. Interessant, wie sich dieser Linke „Künstler“ eindeutig und in einer herabwürdigenden Art und Weise gegen die amtierende Landespolitik aussprechen darf. Ist es Zufall, dass sich solche Interviews vor den bevorstehenden Landtagswahlen häufen? Herr Turrinis verbaler Angriff auf Kärnten wird so manchem Kärntner seine politische Einstellung bestätigen. Der Versuch Kärnten und seine Politik zu beschmutzen ist absolut nicht gelungen Florian Maier Millstatt
Wahlkampf in Kärnten Kärnten wird zunehmend von Wienern wieder als Reiseland wahrgenommen. Ständig besuchen Mitglieder der Bundesregierung unser schönes Bundesland: Ministerin Schmied, Staatssekretär Ostermeier, Minister Hundsdorfer uvm. Noch vor wenigen Wochen und Monaten sind die SPÖ und ÖVP Mitglieder der Bundesregierung nicht müde geworden, unser Bundesland täglich schlecht zu reden bzw. schlecht zu schreiben. Insbesondere die Entwicklung der Hypo wurde beinahe täglich genutzt, um auf unserem Bundesland im wahrsten Sinne des Wortes „herumzutrampeln“. Jetzt ist alles anders: die Mitglieder der Bundesregierung geben sich in Kärnten sozusagen die Türklinke in die Hand. Haben wir schon Nationalratswahlen? Nein, die haben wir erst im kommenden
Herbst 2013. Die SPÖMitglieder der Bundesregierung führen den Landtagswahlkampf in Kärnten, weil der SPÖ-Spitzenkandidat offenbar alleine nicht in der Lage ist, die Kärntnerinnen und Kärntner zu überzeugen. Christian Weis per E-Mail
Rotes Kreuz Nach dem Motto, Angriff ist die beste Verteidigung werden jetzt von Seiten der „roten“ Rot-Kreuz-Führung FPK-Politiker geklagt, die sich für Kontrolle und Überprüfung der Vorgänge im Rot-KreuzSkandal einsetzen. Das schreit wirklich zum Himmel! Warum verweigert Rot-Kreuz-Präsident Ambrozy die Überprüfung der Spendengelder, immerhin machen diese im Jahre rund 3 Millionen Euro aus? Dominik Schrammel per E-Mail
„Grüner“ Wahlkampf Sechs Monate ist es her, da tourte Fr. Glawischnig mit einem Bus durch ganz Österreich. Kürzlich startete Rolf Holub seine „Bustour durch Kärnten“. Die Grünen, die das ganze Jahr die Nutzung des öffentlichen Verkehrs propagieren, fahren wahlwerbend mit einem Bus durch das Land, der rund 30 Liter Diesel auf 100
km verbraucht. Im Bus sitzen dann maximal 5 bis 6 Personen (2 Abgeordnete und einige Hilfskräfte). So sieht also die Realität der Grünen wirklich aus, während sie uns Pendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwangsverpflichten wollen. Christa Weber per E-Mail
Nach der Wahl hab` ich Zeit für Dich! Der Wahlkampf in Kärnten hat schon einige Male seltsame Züge angenommen, doch die neuen Inserate der SPÖ, in denen mit den eigenen Kindern wahlgekämpft wird, schlagen dem Fass doch wirklich den Boden aus. Da frage ich mich doch ob die Herren der SPÖ nicht wissen, dass auch wir Menschen außerhalb der Politik viel arbeiten müssen und oft auch außerhalb unserer Heimat! Und dass wir unsere Kinder auch oft erst
abends oder an den Wochenenden sehen? Und wir können ihnen aber nicht versprechen, dass wir ab dem 3. März ganz viel Zeit haben! Da stellt sich mir überhaupt die Frage was die Herren der SPÖ ab 3. März machen, wenn „Ihr Chef“ Landeshauptmann wird? Lehnen sie sich dann wieder fünf Jahre zurück und tun nichts? Alexander Wallner Villach
Viel Lärm um nichts! Als Kärntner Fischer habe ich mich über die zugesendete Fischerfibel des Fischereireferenten Scheuch sehr gefreut. Sie ist handlich und man kann sie in die Fischerweste einstecken – gerade wichtige Informationen wie Schonzeiten und wichtige Kontakte hat man so
immer dabei. Daher ist der medialen Wirbel völlig unverständlich. Wenn jemand dieses Geschenk nicht haben wil,l soll er es nicht verwenden – und der Rest findet es nützlich und benutzt es. Johann Krall Gallizien
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VO R S C H AU 8. Runde 2013 1: RB Salzburg– Rapid Wien 2: Austria Wien– Admira Wacker 3: Sturm Graz– Wolfsberger AC 4: SC Wr. Neustadt– SV Ried 5: Wacker Innsbruck– SV Mattersburg 6: Bayern München– Werder Bremen 7: Schalke 04– F. Düsseldorf 8: FSV Mainz 05– VfL Wolfsburg 9: VfB Stuttgart– 1. FC Nürnberg 10: Hannover 96– Hamburger SV 11: B. Mönchengladbach– B. Dortmund 12: SpVgg. Gr. Fürth– B. Leverkusen Spiel 1-4 TOTO-Torwette
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14 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
KÄRNTEN BAUT
400 Mio. Euro aus Brüssel für die Finanzierung des Koralmtunnels Landeshauptmann Gerhard Dörfler spricht von einem Riesenerfolg für Kärnten. Arbeitsgemeinschaft STRABAG AG und Jäger Bau GmbH errichten das Baulos KAT2. Bis zu 450 Personen beschäftigt. Sehr erfreut zeigt sich Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler über die Mitteilung von Infrastrukturministerin Doris Bures, dass es eine Kofinanzierung der EU für heimische Bahnprojekte in Höhe von 400 Millionen Euro geben würde. Damit ist die Kofinanzierung des Koralmtunnels als wichtigstes Kärntner Bauprojekt sichergestellt.
GmbH errichten das Baulos KAT2, das Auftragsvolumen dafür beträgt ziemlich genau 570 Millionen Euro. Allein in diesem Baulos sind in Summe ca. 4,5 km zyklische Vortriebe (Spreng- u. Baggervortriebe) und ca. 32,7km kontinuierliche Vortriebe (TBM Vortriebe, TBM=Tunnelbohrmaschine) herzustellen. 450 Arbeiter beschäftigt
„Dieser größte Erfolg in der Geschichte des Landes muss nun auch dazu führen, dass die bereits fertig geplante Wörthersee-Tunnelkette als krönender Abschluss ein Muss zu sein hat“, sagte der Landeshauptmann. Der kürzeste und schnellste Weg zwischen Klagenfurt und Villach solle so in den Berg hineinverlagert werden.
Die Bauzeit für den Auftrag beträgt rund acht Jahre. Der Baubeginn war bereits am 10. Jänner 2011 und die Fertigstellung unserer Arbeiten sind für ca. Anfang 2019 geplant. Zu Spitzenzeiten werden in unserem Baulos wohl bis zu 450 Personen beschäftigt werden.
ÖBB-Generaldirektor Christian Kern mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Infrastrukturministerin Doris Bures.
32,9 Kilometer Tunnellänge Bereits vergangene Woche fand auf der steirischen Seite der Koralm die offizielle Andrehfeier der ersten Tunnelbohrmaschine beim Tunnelbaulos KAT II des Koralmtunnels statt. „Mit diesem Baulos werden die beiden Bundesländer erstmals durch einen Tunnel unter der Koralm verbunden und damit die natürliche geographische Barriere überwunden. Die neue Verbindung wird sowohl für Kärnten als auch die Steiermark die Erreichbarkeit und damit die Standortqualität massiv verbessern“, so der Landeshauptmann. Riesenauftrag für die heimische Bauwirtschaft Die Arbeitsgemeinschaft STRABAG AG und Jäger Bau
Der Koralmtunnel hat eine Gesamtlänge von 32,9 km und bildet das Herzstück der Koralmbahn Graz-Klagenfurt. Es werden zwei jeweils eingleisige Tunnelröhren (je 32,9 km) gebaut, die alle 500 m mit sogenannten Querschlägen verbunden sind. Ungefähr in der Mitte der Tunnellänge wird aus Sicherheitsgründen eine sogenannte Nothaltestelle mit fast einem Kilometer Länge zwischen den beiden Tunnelröhren errichtet. Es ist eine gewaltige Baustelleneinrichtung für dieses Großprojekt (Tübbingproduktionsanlagen, Mischanlagen, Kiesaufbereitungsanlage, Bahnbelade- und Bahnentladeanlagen, Werkstätten, Wohnlager etc.) zu errichten.
Blick von oben: Mit dem Baulos KAT2, das von der ARGE Strabag AG und der Jäger Bau GmbH übernommen wurde, sind die Bauarbeiten für den Koralmtunnel bereits in vollem Gange.
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KÄRNTEN BAUT Projektleiter Manfred Köpf: „Ich bin für die Arge STRABAG AG und Jäger Bau GmbH der Projektleiter der Baustelle. Ich bin seit über 30 Jahren bei der Fa. Strabag und den größten Teil meiner beruflichen Karriere, etwa 25 Jahre, im Tunnelbau tätig. Es ist für mich eine große Herausforderung ein derartiges Großprojekt auf der bauausführenden Seite leiten zu dürfen!“
Seit 25 Jahren im Tunnelbau tätig: Projektleiter Ing. Manfred Köpf Sowohl die Steiermark als auch Kärnten sind aufgrund der geographischen Lage zwischen den Karawanken, Koralm, Pack, Semmering und dem Tauernhauptkamm bei der Erreichbarkeit benachteiligt. Die Erreichbarkeit ist einer der wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort. Das Projekt neue Südbahn mit Semmeringbasistunnel, Koralmbahn und Koralmtunnel diesen Nachteil aufheben und völlig neue Voraussetzungen für beide Bundesländer schaffen. „Ich bin stolz, dass die Vision, die wir lange Jahre massiv vorangetrieben haben, jetzt Wirklichkeit wird und mit diesem Baulos KAT II Geschichte geschrieben wird“, stellt dazu auch der Kärntner Landeshauptmann fest.
Der Bau der Koralmbahn, als Herzstück der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse, sichert schon während der Bauphase tausende Arbeitsplätze und die Investitionen sind ein wichtiger Konjunkturmotor für ganz Österreich, wie kürzlich in einer Studie bestätigt wurde. „In Kärnten werden in den kommenden fünf Jahren Aufträge in der Höhe von 1,5 Mrd. Euro vergeben. Laut der Studie ‚ökonomischer Fußabdruck des Systems Bahn‘ entsteht pro 68.300 Euro, die in den Bahnbau investiert werden, ein neuer Arbeitsplatz“, so Verkehrsreferent Dörfler.
Der gewaltige Bohrkopf einer der beiden Tunnelbohrmaschinen. Sie frästen einen Tunnel von 32,9 Kilometer durch das KoralmMassiv.
Laut dieser Studie werden Klein- und Mittelbetriebe ganz besonders von den Investitionen in die Bahn profitieren. Speziell die Kärntner Bauwirtschaft werde dadurch einen echten Aufschwung erleben. „Durch unsere Entscheidung im Jahr 2004, gemeinsam mit der Steiermark dieses Projekt mitzufinanzieren, haben wir diese Investitionen möglich gemacht“, so Dörfler. Die Koralmbahn ist Teil der Baltisch-Adriatische Verkehrsachse. Diese ist ein europäisches Hochleistungsbahnprojekt von Danzig in Polen bis nach Bologna in Italien, es enthält das Herzstück der Koralmbahn von Graz über Klagenfurt, Villach und weiter nach Udine bis Ravenna. „Im Rahmen des EU-Projekt BATCo (BalticAdriatic Transport Cooperation) arbeiten wir als LeadPartner gemeinsam mit den Regionen entlang der Achse an gemeinsamen Wirtschaftskooperationen und bringt damit Europa noch ein Stück näher zusammen. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat Kärnten die Möglichkeit gegeben, die Zukunft zwischen den Adria-Häfen und dem Baltikum darstellen zu dürfen. Als 2004 im Rahmen
Dieses Bild zeigt den von der ARGE errichteten neuen Bauschacht, über den die gesamten Ver- und Entsorgungsarbeiten für die Vortriebe abgewickelt werden. des internationalen „Infrastrukturgipfel Süd“ in Warmbad Villach eine neue verkehrspolitische Weichenstellung nach der EU-Erweiterung beschlossen wurde, wo künf-
tig Österreich nicht umfahren, sondern vernetzt werden müsse, hat sich noch keiner diese Erfolge vorstellen können. Jetzt sind sie Wirklichkeit geworden.
16 KärntnerNachrichten I 22. Februar 2013
KULTUR
Schloss Albeck Kabarett 2013 Kartenreservierung ab sofort: 0650/ 57 52 066 Vor der Aufführung um 18 Uhr: Kabarettdinner - 3-Gang-Menü 18,00 standen wurde, auf Cabaretbühnen und in Vortragssälen. Eine tolle sängerisch/schauspielerische Leistung von Nina Proll, die wunderbar eine Vorstellung des „Flairs“ dieser Zeit herüber zu bringen vermag... Eine tolle musikalische Darbietung, exzellente Musiker, die enormes Können, Vielfalt und musikalische Phantasie beweisen Vertriebene Komponisten, die zuerst in ihrer deutschsprachigen Heimat und dann erst recht in Amerika großartige Karrieren machten, haben Texte von Bertold Brecht, Georg Kaiser, Robert Liebmann, Ira Gershwin u.a. vertont. Sie hören fabelhafte Musik von Friedrich Hollaender, Hanns Eisler, Kurt Weill und Hermann Leopoldi, neu arrangiert von Gerrit Wunder. Regie und Konzept: Nora Dirisamer Idee und Leitung: Peter Gillmayr Fr, 17. Mai, 20 Uhr: Die Dornrosen „ Volle Kanne“ ...oder wie man das Leben sonst noch verbringen kann. Die Show außerhalb des Nichtschwimmerbereichs. Nichts für Planschbeckenbesitzer! Die drei Geschwister schwimmen durchs Leben und versuchen herauszufinden wie man die Zeit, die man als Mensch geschenkt bekommt, verbringen kann um glücklich zu sein. Es gibt 1000 Möglichkeiten. Manche glauben man muss alle davon nützen. Andere geben sich mit dem Fernseher zufrieden. Nicht aber die Dornrosen! Was ist es, das dir Wonnegefühle beschert? Welches Tempo kann man fahren um nicht einzufahren? Die Dornrosen haben es probiert... Katharina Schicho: singt laut, spielt viel, ist Chef (Gitarre) Christine Schicho: singt süß, spielt gern, ist blond (Violine) Veronika Schicho: singt hoch, spielt tief, ist da (Bass) Fr, 7. Juni, 20 Uhr: „ Lieder eines armen Mädchens“ Nina Proll & Trio de Salón Benannt nach dem Liederzyklus, den Friedrich Hollaender in den 20ern für seine erste Frau, die Berliner Diseuse Blandine Ebinger, komponiert hat, beschäftigt sich dieser etwas andere Liederabend mit dem Schicksal der unteren Zehntausend. In Anlehnung an Else Lasker-Schülers Schauspiel „Die Wupper“
schuf Hollaender die Figur des Lieschen Puderbach, eines jungen Mädchens, das in den 12 Liedern von seinen Träumen und Sehnsüchten, von Armut und Elend, von Hunger und Tod erzählt. Eine Figur, armselig und liebenswert zugleich, in der Blandine Ebinger für viele Jahre das Publikum zu Lachen und Tränen rührte. Es lachte und weinte, wo immer Deutsch ver-
Peter Gillmayr, Violine, Andrej Serkov, Akkordeon, Markus Kraler, Kontrabass Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz Tel.: 04279/ 303 • Fax: 04279/3034 E-Mail: info@schloss-albeck.at Web: www.schloss-albeck.at