KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z032986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Armin Kordesch. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande
Nr. 30 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 27. Juli 2012
Hunderte FF-Einsätze! Nachdem Kärnten in den vergangenen Tagen von zahlreichen schweren Unwettern heimgesucht wurde und teils erheblicher Schaden entstand, dankte der Kärntner Feuerwehrreferent LHStv. DI Uwe Scheuch den ausgerückten Kärntner Feuer wehrleuten. In kürzester Zeit sind die Kärntner Einsatzkräfte imstande schnell zu reagieren und so die Situation in den Griff zu bekommen. Dafür gebührt allen Beteiligten an dieser Stelle ein großer Dank“, betont Scheuch.
9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal
L H S t v. U w e S c h e u c h :
Ein Dank an alle Feuerwehrleute!
Der Kärntner Feuerwehr referent unterstreicht einmal mehr seine Forderung nach der Aufstellung von Katastrophenzügen in den Kärntner Feuerwehren. Bereits in Kürze wird es dazu einen „Runden Tisch“ mit dem Gemeindebund, dem Feuerwehrverband und der Wirtschaftskammer geben“, kündigt Scheuch an.
Causa Birnbacher: FPK wehrt sich gegen haltlose Vorwürfe und spricht von schmutzigen Attacken!
Landeshauptmann Gerhard Dörfler zieht Bilanz: „In Kärnten wird weiter erfolgreich gearbeitet!“
Seite 7
Seiten 4 und 5
2 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
THEMA DER WOCHE
Bildungspolitischer Bankrott der Bundesregierung! Aktuelle Diskussion zur Ausbildungspflicht schlecht durchdacht – Entwicklung eines einjährigen Integrationsmodells gefordert. Zur aktuellen Diskussion der Ausbildungspflicht der rund 8.000 Jugendlichen, welche nach Abschluss der Pflichtschulzeit keine weitere Ausbildung machen, hält der Kärntner Bildungsreferent LHStv. DI Uwe Scheuch folgendes fest: Die von ÖGB-Chef Erich Foglar und WK-Chef Christoph Leitl geführte Diskussion ist schlecht durchdacht und voller Lücken.“ Auf die noch vor Jahren von Sozialminister Rudolf Hundstorfer groß proklamierte Lehrstellengarantie, folgt nun durch die von Vogler geforderte Erweiterung der Schulpflicht, das Eingeständnis des bildungspolitischen Scheiterns der SPÖ“, macht der Kärntner Bildungsreferent klar. Heute muss sich die SPÖ eingestehen, dass dieses Modell in der Realität niemals umgesetzt werden konnte. Nun versucht der ÖGB die Jugendlichen pseudohalber in Schulen Zwang zu verpflichten. Dies ist der falsche Weg, man muss den 15-18 Jährigen eine Perspektive bieten, wie sie am Arbeitsmarkt in ein ordentliches Lehrausbildungsverhältnis integriert werden können. „Die Bundesregierung hat diesbezüglich ihre Hausübung noch nicht einmal begonnen“, so Scheuch und zeigt beispielsweise auf, dass Jugendliche die eine Anlehre absolvieren, derzeit weder als Schüler noch als Lehrlinge gelten
und daher keine Freifahrtmöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten. „Damit zieht die Bundesregierung indirekt den Jugendlichen den letzten Euro aus der Tasche“, stellt Scheuch fest.
‘‘
Der Kärntner Bildungsreferent fordert das Sozialmi-
Die Bundesregierung zieht den Jugendlichen den letzten Euro aus der Tasche!“ Landeshauptmann-Stv. Uwe Scheuch
nisterium auf, nun endlichen gemeinsam mit der Wirtschaft ein einjähriges Integrationsmodell auf dem Lehrlingsausbildungsmarkt zu entwickeln, um den Jugendlichen nach einer Übergangsphase von rund einem Jahr, den Start in ein ordentliches Lehrverhältnis zu ermöglichen. Eine vorübergehende „Entsorgung“ von Schulaussteigern in ein zehntes Schuljahr lehnt Scheuch als völligen Schwachsinn ab. Das von Leiltl vorgeschlagene Pflichtjahr für eine Lehre ist ebenso undurchführbar. Schlussendlich würde dann die öffentliche Hand die Lehrlingsentschädigung für die Betriebe zur Gänze über-
Bildungs- und Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch! nehmen müssen, was einer indirekten nicht gewollten Quersubvention entsprechen würde. „Das von Leitl vorgeschlagene System ist nicht durch-
dacht. Sollte er die Lehrlingsentschädigung der öffentlichen Hand zuschreiben, wäre das nicht zielführend“, so LhStv. Scheuch.
Peter Pilz: Diskussion um Dissertation entbrannt! Strache: „Linkische Kopie inklusive Tippfehlern!“ Erhöhten Erklärungsbedarf ortet FPÖ-Bundesparteiobmann Strache beim grünen Nationalratsabgeordneten Peter Pilz. Dieser hat im Oktober 1983 seine Dissertation abgeliefert. Im Dezember 1982 hat Peter Pilz im Auftrag des Wissenschaftsministeriums eine Studie mit dem Titel „Ökonomische Bedeutung der Neuen Medien in Österreich“ erstellt, und zwar gemeinsam mit Hannes Werthner. Seine Dissertation wiederum trägt den Titel „Ökonomische Bedeutung der
Einführung neuer Medien in Österreich“. Bei Durchsicht der Dissertation stellte sich allerdings heraus, dass es sich um genau den gleichen Text handelt, nämlich bis hin zu den Tippfehlern. Strache: „Mit anderen Worten: Pilz hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Studie für seine Dissertation wenigstens neu abzutippen, sondern er hat schlicht und ergreifend einfach die Kopiermaschine angeworfen. Es ist sozusagen ein Selbstplagiat!“
THEMA DER WOCHE
27. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 3
17. Gipfeltreffen der Stars in den Kärntner Nockbergen LH Dörfler und LR Dobernig dankten dem Musi-Team und den Tausenden Fans – Optimale Werbung für Kärnten. Eine Superstimmung und ein Großaufgebot an Volksmusik- und Schlagerstars machten auch das 17. „Wenn die Musi spielt“-Sommer Open Air zu einem ganz besonderen Fest in den Kärntner Nockbergen. „Hits, Stars und wunderschöne Landschaften“ lautet das Erfolgsrezept der Sendereihe „Wenn die Musi spielt“. Es ist schon etwas ganz Besonderes: eine Mischung aus Festival und Volksfest, die Schönheit der landschaftlichen Kulisse des malerischen Örtchens und dem tosenden Jubel vieler tausender Zuschauer vor Ort, wenn sich die Elite der europäischen Volksmusik wieder in den Nockbergen einfindet. Auch vergangenes Wochenende war es wieder so, und das trotz wenig sommerlicher Temperaturen und kurz nachdem – gleichsam wunschgemäß – heftige Regengüsse aufgehört hatten. Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Kulturreferent Landesrat Harald Dobernig genossen das Musi-Open-Air und dankten dem gesamten Musi-Team mit Arnulf Prasch sowie den Stars und den Tausenden Fans. Den Fans gebühre ein großes Kompliment, sagt der Landeshauptmann. Er gratulierte dem Musi-Team, insbesondere „Mister Musi“ Arnulf Prasch, der Jahr für Jahr die Sendung optimal moderiert und Kärnten positiv ins Bild bringt. Weiters dankte Dörfler Otto Lobenwein und seinem Team für die Organisation vor Ort. Ihm würde es immer gelingen, auch bei widrigen Verhältnissen, die Riesenveranstaltung perfekt durchzuführen. Der Landeshauptmann gratulierte auch dem Kärntner Schlagerstar Nik.P, der kürzlich seine Gaby geheiratet hat, und überreichte dem frischvermählten Paar ein kleines Präsent. Das Sommer Open Air von „Wenn die Musi spielt“ am Hoferriegel in den Nockbergen ist stets aufs Neue ein einmaliges Event, wie auch Finanz- und Kulturlandesrat Harald Dobernig betonte. Die Darbietungen von Volksmusik und Schlagermusik würden jedes Mal eine riesige Zahl von Menschen erfreuen. Damit werde eine überaus sympathische Werbung für unser Bundesland, insbesondere in ganz Österreich sowie in Deutschland und der Schweiz, gemacht. Folgende Interpreten sorgten diesmal für Musik und gute Stimmung: Andreas Gabalier, Nik P., Nockalm Quintett, Marc Pircher, Ursprung Buam, Seer, Marco Ventre & Band, Mayerhofner, Die Jungen Aschenwald, Kastelruther Spatzen, Als „Begleitband“ erfreuten Meilenstein und Carinthia Chor Millstatt das Publikum.
Einen traumhaften Sommerabend erlebten LH Gerhard Dörfler und LR Harald Dobernig gemeinsam mit tausenden Fans und den Stars der Volksmusik.
4 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
HINTERGRUND
LH Dörflers Bilanz „In Kärnten wird erfolgreich gearbeitet!“ LH Dörfler zog Bilanz über erfolgreiche Projekte – Haben auch in Angriff genommen, was viele für unmöglich gehalten haben. „In Kärnten wird erfolgreich gearbeitet“, betonte Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz. Er zählte zahlreiche gelungene Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Sport, Kinderbetreuung, Auslandskontakte und -kooperationen, Wirtschaft und Verwaltungsreform auf. Er wolle in dieser Zeit, in der Berichte über Gerichtsverhandlungen und Proteste vorherrschen, aufzeigen, dass es vor allem auf die politische Arbeit ankomme. „Ich werde dafür bezahlt, für die Menschen etwas zu leisten“, betonte der Landeshauptmann. Unter den von ihm genannten erfolgreichen Projekten seien auch einige, die lange für unmöglich gehalten oder jahrzehntelang von niemandem in Angriff genommen worden seien.
Investitionen in Infrastruktur Im Bereich Infrastruktur begann Dörfler mit der kürzlich eröffneten Umfahrung Bad St. Leonhard, bei der es ein Spannungsfeld gab und deren ursprünglich veranschlagte Baukosten „zu Recht vom Rechnungshof kritisiert wurden“. Diese Kritik habe man aufgegriffen und mit 33,15 Mio. Euro die ursprünglichen Baukosten deutlich unterschritten.
10,7 Mio. Euro habe man für die Ablöse von Grundstücken und 18 bewohnten Häusern aufgewendet, die auf persönlichen Ge-
das Baulos KAT 3 des Koralmtunnels werde noch heuer ausgeschrieben und nächstes Jahr begonnen. Die Koralmbahn sei Teil
Eröffnung der Umfahrung Bad St. Leonhard sprächen mit den Eigentümern basierten. „So verstehe ich Politik in schwierigen Situationen“, betonte der Landeshauptmann und verwies darauf, dass die Umfahrung auch Voraussetzung für das Kurbad war. Weiters nannte er die Draubrücke Stein, ein Projekt, über das sich „jahrzehntelang niemand drübergewagt hat“ und das nun am 3. August für den Verkehr freigegeben werde. Dörfler dankte den ÖBB für ihre Investitionen in Kärnten und auch der Asfinag, die heuer 50 Mio. Euro in Kärnten investiere.
Koralmbahn: 390 Millionen verbaut Bei der Koralmbahn seien bisher 390 Mio. Euro in Kärnten verbaut worden,
der Baltisch-Adriatischen Achse, die in Kooperation mit den Adriahäfen allen an ihr liegenden Regionen große Vorteile bringen werde. Kärnten baue in diesem Zusammenhang auf den Logistikstandort Fürnitz. Dörfler erinnerte außerdem daran, dass nunmehr alle drei bei den Pendlern beliebten Kärntner S-Bahnen in Betrieb seien, für die das Land 2,2 Mio. Euro jährlich aufwende.
Überregionale Radwege An überregionalen Radwegen seien heuer 24,8 Kilometer in Bau, damit würden bald über 200 neue Kilometer seit seiner Verkehrsreferatsübernahme errichtet sein, so Dörfler. 14 weitere Projekte seien in Vorbereitung, etwa in der Lieser-
Erfolgreicher Landeshauptmann: Gerhard Dörf ler gilt als konstruktiver Brückenbauer schlucht, wo man nächstes Jahr beginne. 10,62 Mio. Euro betrage die Gesamtinvestitionssumme der 14 Projekte, für die es vom Klimafonds erstmals 1,3 Mio. Euro geben werde. Dörfler ging auch auf den Radwegbau am Wörthersee-Südufer ein, wo der Radwegbau im Bereich Dellach gänzlich von der Flick-Stiftung finanziert werde. Die Ablösesumme von 1,5 Mio. Euro der alten Trasse sei gutachterlich geschätzt worden, betonte Dörfler. Er freute sich über dieses private Engagement und sprach sich gegen die „Kritik von Neidern“ aus. Aus dem Bereich der Infrastruktur komme auch das erste gemeinsame Erfolgsprojekt zwischen Kärnten und Slowenien seit der neuen guten Chemie nach der Ortstafellösung. So habe man gemeinsam eine zweite
27. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 5
HINTERGRUND
Projekte wurden vor meiner Zeit als Sportreferent lange diskutiert und sind jetzt in Bau oder fertig“, betonte Dörfler. Eine „Zeitreise des Hin und Her“ werde auch durch die Fertigstellung des Klagenfurter EM-Stadions beendet. Mit ÖFB-Präsident Leo Windtner habe er bereits ein „echtes Knallerspiel“ im fertigen Stadion ausverhandelt. In den Bau der Koralmbahnbau wurden bereits 390 Millionen Euro investiert. Vollröhre für den Karawankentunnel durchgesetzt. „Diese vorher undenkbare politische Kooperation zeigt die neue Qualität zwischen Laibach und Klagenfurt.“
Erfolgreiche Aussenpolitik Dörfler berichtete zudem von seinen Besuchen in Bosnien-Herzegowina, von den Kelag-Kraftwerksprojekten im Kosovo und der Republik Srpska, die auch Kärntner Arbeitsplätze sichern und ausbauen würden, sowie vom gelungenen und sehr freundschaftlichen KärntenBesuch des Dalai Lama. Kärnten sei zudem Brückenbauer für den
Kanton Sarajewo auf dem Weg in die EU. Für die Euregio „Senza Confini“ gebe es nun auch Grünes Licht aus Rom. Neben Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Veneto wolle auch Istrien beitreten, viele positive Rückmeldungen gebe es auch aus Slowenien.
Verwaltungsreform In der Kinderbetreuung erwähnte der Landeshauptmann die Landesförderung bei der Sommerbetreuung, die von zehn kleineren Gemeinden angenommen worden
Kooperationen der Bezirkshauptmannschaften. Seit zehn Jahren gebe es zudem eine Nulllohnrunde für Kärntens Politiker. Der Budgetweg Kärntens sei von Rechnungshofpräsident Josef Moser als richtig bestätigt worden. Die Nettoneuverschuldung 2011 betrage in Kärnten 220,6 Euro pro Kopf, in Wien 558,3 Euro und in der Steiermark 351,8 Euro, veranschaulichte der Landeshauptmann: „Wir sind also nicht Ankündigungsweltmeister, sondern haben unseren Erfolg in Zahlen gegossen.“ Der Landeshauptmann ging weiters auf große Investitionen am Wirtschaftsstandort Kärnten ein, etwa von LAM Re-
Kärnten Sport „Kärnten baut für Kärnten Sport“ gab der Landeshauptmann für den Sportbereich als Motto vor. Er zählte die „Leopold Wagner“-Leichtathletik arena in Klagenfurt auf, die Skirollerstrecken in Villach und St. Jakob, den Ausbau des WAC-Stadions oder die Tennishalle Klagenfurt. „Viele dieser
Sportliches Kärnten: Die Leopold-Wagner-Arena ist das neue Leichtathletikzentrum Österreichs.
Aktive Aussenpolitik trägt Früchte: Der Landeshauptmann in Bosnien. sei. Bei der Verwaltungsreform habe man seit 2009 250 Planstellen abgebaut, bis 2014 sollen es 400 sein, was einer Reduktion der Mitarbeiterzahl in der Verwaltung von elf Prozent entspreche. Bei den Landeslehrern habe man 180 Planstellen abgebaut und die Bildungsangebote würden weiterhin bestens funktionieren. Dörfler verwies auf die Zusammenlegung der 20 Landesabteilungen in zehn Kompetenzzentren und die geplanten
search, Bosch-Mahle, Infineon oder Mondi. Hier nannte er auch Reißeck II und fasste das aktuelle Investitionsvolumen mit 773 Mio. Euro zusammen.
Aktuelle Infos jederzeit im Internet: www.fpk.at
6 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
LANDESPOLITIK
Causa Birnbacher: FPKAufsichtsräte handelten korrekt Unverständlich: SPÖ stimmt gegen privaten Klagsanschluss der Landesholding gegenüber Dietrich Birnbacher und Josef Martinz! Die Kärntner Landesholding hat in einer Sitzung des Aufsichtsrates beschlossen, sich als Privatbeteiligte dem Strafprozess in der „Causa Birnbacher“ gegen den ehemaligen Holding AR-Chef und nunmehrigen ÖVP-Obmann Josef Martinz sowie gegen den Villacher Steuerberater Dietrich Birnbacher anzuschließen. Ein Privatbeteiligtenanschluss gegen die ebenfalls angeklagten Holding-Vorstände Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander erfolgte nicht. Denn dafür ist nach dem Landesholdinggesetz die Landesregierung zuständig. Der Aufsichtsratsbeschluss fiel mit den Stimmen der FPK und der ÖVP. Die SPÖAufsichtsräte Reinhart Rohr und Oliver Stauber
FPK-Klubobmann Kurt Scheuch
Ing.
stimmten unverständlicherweise gegen die klaren Empfehlungen der beigezogenen Rechtsberatung und somit gegen den privaten Klagsanschluss der Landesholding gegenüber Birnbacher und Martinz. Ein Verhalten, dass FPKKlubobmann und HoldingAufsichtsrat Kurt Scheuch erzürnt: „Dass Rohr und Stauber damit ihre Sorgfaltspflicht gegenüber der Landesholding und dem
Land Kärnten schändlich vernachlässigen, liegt klar auf der Hand. Man kann gespannt sein, wie Herr Rohr der Öffentlichkeit erklären wird, dass er bei einer eventuellen Verurteilung von Birnbacher und Martinz gegen einen privaten Klagsanschluss des Landes bzw. der Holding gegenüber diesen beiden Personen gestimmt hat, war es doch der gleiche Reinhart Rohr, der dies vor nicht allzu langer Zeit gefordert hat“, erklärt Scheuch. Und weiter: „Rohr scheint aufgrund der schwerwiegenden Vorwürfe gegenüber seiner Person und seiner Partei in der Top TeamAffäre völlig durcheinander geraten zu sein. Fassungsloses Kopfschütteln vom zweiten SP-Aufsichtsrat Stauber über
diese Vorgangsweise im Rahmen der Abstimmung ließ tief blicken. Dass aber auch Stauber diesen offensichtlichen völligen Unsinn dennoch mitmachte, zeigt, dass in der SPÖ immer noch Parteidoktrin mehr zählt als Hausverstand“, so der FPK-Klubobmann. Von Seiten der freiheitlichen Aufsichtsräte hat man aufgrund des Birnbacher-Geständnisses in der Aufsichtsratssitzung klar die notwendigen rechtlichen Konsequenzen gezogen und sich im Fall Birnbacher und Martinz als Privatkläger angeschlossen, so wie es das Holdinggesetz vorsieht. Damit seien auch sämtliche Aufsichtsratspflichten sowie Interessen des Landes gewahrt“, betont Scheuch.
Top-Team: FPK verlangt lückenlose Aufklärung! FPK stellt Antrag auf Rechnungshofüberprüfung der dubiosen Geldflüsse an SPÖ-Firmen. Beim „Top-Team-Skandal“ der SPÖ Kärnten tun sich laut FPK-Klubobmann Kurt Scheuch bereits nach einer ersten Sichtung diverser Rechnungen Abgründe auf. „Die Rechnungen, welche SP-nahe Firmen an SPLandesregierungsmitglieder gestellt haben, lassen tief blicken. Nicht nur, dass bei zahlreichen Rechnungen Leistungsnachweise fehlen oder Belege nicht vorhanden sind, sind auch finanzielle Mittel aus den SPRegierungsreferaten zweckwidrig verwendet wurden. Es ist klar ersichtlich, dass es hier zu einem Missbrauch von Steuergeld gekommen ist und der Verdacht von Amtsmissbrauch und illegaler Parteienfinanzierung im Raum steht“, erklärt Scheuch. Da die SPÖ-Spitze bei-
spielsweise im Zeitraum von 2005 bis 2010 der Werbefirma „Top Team“ freihändig Aufträge über 1,24 Millionen Euro zuschanzte, hat die FPK im Landtag einen Antrag auf Rechnungshofüberprüfung der dubiosen Geldflüsse an SPÖ-nahe Firmen gestellt. „Konkret soll der Landesrechungshof überprüfen, welche Zahlungen des Landes Kärnten, und hier insbesondere Zahlungen aus den Referaten der Mitglieder der Kärntner Landesregierung an SPÖ-nahe Firmen geflossen sind“, so Scheuch. Erstaunt zeigt sich der FPK-Klubobmann darüber, dass sich die Grünen als selbsternannt Kontrollpartei als einzige Partei im Kärntner Landtag gegen eine solche Überprüfung ausgesprochen haben und gegen den Antrag stimmten.
27. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 7
LANDESPOLITIK
Freiheitliche: Haltlose Vorwürfe in Martinz-Birnbacher-Affäre! FPK-Parteiobmann Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch und Landesrat Harald Dobernig geben in einer Reaktion auf die Aussagen von Dr. Birnbacher bekannt, dass der Gesprächstermin im Jahr 2009 nichts Besonderes gewesen ist und die mediale Aufregung daher völlig unverständlich ist. Fakt ist, dass es im Jahr 2009 ein kurzes Gespräch mit Dr. Birnbacher gab. Sinn dieses Gespräches war die Klärung, dass die damals medial kolportierten Vorwürfe einer angeblichen Parteienfinanzierung in Richtung BZÖ und/oder Dr. Jörg Haider nicht der Wahrheit entsprechen und dass es keine entsprechenden Vereinbarungen zwischen Dr. Birnbacher und Dr. Haider gegeben hat. In diesem Gespräch hat Dr. Birnbacher unmissverständlich erklärt, dass es keine Vereinbarungen zwischen ihm und Dr. Haider gegeben hatund dass kein Geld in Richtung Dr. Haider oder an die Partei geflossen ist. Birnbacher
hat in diesem Gespräch mehrfach auf den Erfolg seiner Leistungen und auf das ihm zustehende Honorar im Zusammenhang mit dem Hypo-Verkauf hingewiesen.
Keine Zahlungen an die Partei! Scheuch und Dobernig schließen aus, dass es im Zusammenhang mit der Causa Birnbacher eine Zahlung an die Partei oder entsprechende Forderungen gegeben hat. „Das ganze ist somit ein weiterer untauglicher Versuch, die Freiheitlichen in Kärnten und ihre Führungsspitze anzupatzen und zu beschädigen“, so Scheuch und Dobernig.
100.000 Euro für die Opfer der Unwetterkatastrophe Soforthilfe für Betroffene – Geschädigte sollen so rasch entstandene Schäden beseitigen können. Nach den jüngsten Hochwasser- und Unwetterschäden, welche über das Land hereingebrochen waren, stehen weitere rund 53.000 Euro an Soforthilfe für Betroffene in anderen Regionen in Kärnten zur Verfügung. „Geschädigte sollen so rasch die entstandenen Schäden beseitigen“, teilte Sozialreferent LR Christian Ragger mit. Aufgrund seiner Initiative wurden bereits
47.100 Euro an Hochwasseropfer in Reichenfels ausbezahlt. Das Antragsformular für eine rasche finanzielle Hilfe ist auf der Homepage der Kärntner Landesregierung erhältlich. Der Landesrat bedankt sich bei den Einsatzorganisationen und den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihren enormen und unermüdlichen Einsatz im Dienst der Allgemeinheit.
Mehr Holz und Sonnenenergie nutzen! LR Ragger: Neues Gesetz bringt Erleichterungen für ökologisches Bauen. „Mit der Änderung der Kärntner Bauordnung schaffen wir neue Möglichkeiten, damit bei Projekten in Kärnten mehr Holz genutzt wird und noch mehr Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung aus Sonnenenergie errichtet werden“, so charakterisiert der Kärntner Baureferent LR Christian Ragger das neue Regelwerk, welches der Landtag vergangene Woche einstimmig beschlossen hat. „Wir öffnen die Türe dafür, dass auch beim mehrgeschossigen Wohnbau der Rohstoff Holz zum Einsatz kommen kann. Bisherige Beschränkungen, u. a. im Rahmen des Brandschutzes, fallen. Damit reagieren wir auf neue technische Möglichkeiten im Holzbau“, erklärt Ragger.
Insbesondere werde die konstruktive Verwendung von Holz für Gebäude mit bis zu vier oberirdischen Geschossen zugelassen. Im Einzelfall werden laut Ragger sogar fünf und sechs Geschosse in Holzbauweise möglich sein. Erleichterungen würden sich sowohl im Einfamilienhausbau ergeben, als auch im Reihenhauswohnbau, zeigt sich Ragger erfreut. Der Landesrat hofft, dass Holz in Zukunft auch bei Großprojekten zum Einsatz kommt. Bei der Errichtung von Wohnanlagen in Holzbauweise, werde die Bauzeit erheblich reduziert und eine hohe Witterungsunabhängigkeit erreicht. Die Energiekosten in Holzwohnbauten seien signifikant niedrig. Weiters sei Holz ein heimischer ressourcenschonender Werkstoff, mit man eine große CO2-Einsparung sowie eine hohe Wertschöpfung erziele.
8 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
LANDESPOLITIK
Behinderte: Kärnten ist am richtigen Inklusionsweg LR Ragger: Bundesregierung beschloss Aktionsplan für Menschen mit Behinderung Kärnten bereits österreichweit Vorreiter bei Umsetzung der Inklusion. Erfreut zeigte Sozialreferent LR Christian Ragger über den Beschluss der Bundesregierung, welche einen umfassenden Aktionsplan mit verbindlichem Rahmenprogramm für die Umsetzung der UNBehindertenkonvention für Menschen mit Behinderung beschlossen hat.
Kärnten als Vorreiter „Kärnten ist das erste Bundesland, in dem die UN- Behindertenkonvention mit einer wohnortnahen schulischen Integration von beeinträchtigen Kindern flächendeckend umgesetzt wird. Kärnten ist damit den anderen Bundesländern bei der Umsetzung über zwei Jahre voraus“, erklärte Ragger. Das Pilotprojekt im Herbst mit zwei Inklusionsklassen im Bezirk Völkermarkt ist der Auftakt.
Neues Bildungsangebot Das Willkommensfest in Kühnsdorf fand vor wenigen Wochen statt. Dies war der Auftakt zu einem völlig neuen Bildungsangebot für Kinder mit Beeinträchtigung. Künftig muss kein Kind mehr den Bezirk verlassen, um eine entsprechende schulische Förderung mit Nachmittagsbetreuung und Therapie zu
erhalten, sondern hat an der VS und HS Kühnsdorf die Möglichkeit dazu. Mit diesem Fest wurde ein Meilenstein in der Integrationsbewegung gefeiert.
Wohnortnahe Angebote Bisher war es notwendig, dass Kinder mit höherem Assistenzbedarf aus dem Bezirk Völkermarkt nach Klagenfurt ins bfz fahren, um die notwendige Betreuung in Sonderschulklassen mit Nachmittagsbetreuung und Therapie zu erhalten. Statt einem zentralen Angebot in Klagenfurt sollen in Zukunft schulische und therapeutische Angebote für beeinträchtige Kinder in den Regionen nahe am Wohnort der Kinder ermöglicht werden. In Kühnsdorf werden ab Herbst in einem Pilotprojekt je eine Klasse an die Volks- und Hauptschule angeschlossen, insgesamt werden 12 Schülerinnen in den zwei Kleinklassen unterrichtet werden. Fünf Kinder, die derzeit halbintern im bfz sind, können somit in ihren Heimatbezirk reintegriert werden. Sieben Kinder, die aus dem Bezirk kommen, werden ebenfalls ab Herbst in der VS/HS beschult werden. Zwei davon sind Schulanfänger, für vier weitere erfolgt der Wechsel in die Hauptschule. Würde die
ses Projekt in Kühnsdorf nicht umgesetzt werden, hätten die Eltern, aufgrund des bisher mangelnden Angebotes an Kleinklassen, Nachmittagsbetreuung und therapeutischer Versorgung im Bezirk, ihre Kinder auch nach Klagenfurt ins bfz geben müssen. „Mit dem
heutigen Beschluss der Bundesregierung wurde bestätigt, dass sich Kärnten am absolut richtigen Weg befindet und wir als erstes Bundesland der Ausgrenzung von behinderten Kindern entgegenwirken“, betonte Landesrat Christian Ragger abschließend.
Landesrat Christian Ragger: Auch bei der Integration beeinträchtigter Menschen ist Kärnten Vorbild!
FPK-Initiative bringt Kärnten nach vorne! Der Kärntner Landtag hat beschlossen, dass längst fällige Vereinfachungs- und Einsparungspotentiale, wie insbesondere eine Zusammenlegung von Landesschulrat und Bildungsabteilungen, nachhaltig verwirklicht werden müssen“, freut sich der Ausschussvorsitzende 3. LT-Präsident Johann A. Gallo über den Landtagsbeschluss. FPK und Grüne waren sich außerdem
darüber einig, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen auch auf Bundesebene dementsprechend zu gestalten sind. Kärnten bleibe dank des Blau-GrünBeschlusses damit auch im Bildungsbereich weiter auf der Überholspur, sagte Gallo. Den Blockierern von SPÖ und ÖVP mögen die bevorstehenden Ferientage zur Besinnung und zum Auftanken gereichen.
REGIONALES
Hochkulinarisch und volkskulturell ging es kürzlich beim 16. Blondviehfest in Ebersteiner Gasthof Liegl zu. Der Veranstalter und Obmann der Norischen Region, Raphael Pliemitscher, neutralisierte das Regenwetter mittels gelungenem Rahmenprogrammes, nämlich: Neben Blondviehschmankerln und Blondviehschoko, gab es auch „gesunde“ Edelbrände. Für zünftige Unterhaltung sorgten das Landwirtschaftskammerquintett, die „Volkstanzgruppe Lölling“ und die „Mirniger Schuhplattler“. Neben Bürgermeister Andreas Grabuschnig wurden u.a. auch Hemmalandchefin LAbg. Wilma Warmuth, die Heimatdichterin Annemarie Kaiser, Regionsbetreuer Dr. Andreas Duller und HUMANOMED-Betriebsrat Hans Kerndle gesichtet. Im Bild Obmann Raphael Pliemitscher (2. V.l.) mit Ehrengästen.
27. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 9
Lehre mit Matura um eine weitere Periode verlängert! Bereits im Jahr 2005 hat das Land Kärnten ein ganz besonders praxisnahes Ausbildungsprojekt ins Leben gerufen: Damals wurde die „Lehre mit Matura“ als Pilotversuch an zwei Fachberufsschulstandorten gestartet. Seit dem Schuljahr 2007/2008 wird der duale Ausbildungsweg in allen Lehrberufen, für alle Lehrbetriebe in allen Fachberufsschulen flächendeckend angeboten. Seit 2008 gibt es für das Programm „Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung“ einen Fördervertrag mit dem Bund. Dieser Vertrag wurde heuer um eine weitere Periode verlängert, was das Ausbildungsmodell bis zum Jahr 2015 sicherstellt. „Aber auch darüber hinaus wird es die Lehre mit Matura in Kärnten geben, denn mit dieser Ausbildung wird nicht nur für die Betriebe in der Facharbeiterfindung, sondern auch für die Jugendlichen und Eltern in der Zeit der Berufsfindung ein entscheidender Impuls gesetzt“, teilt Lehrlingsreferent LHStv. Uwe Scheuch mit. „Kärnten war das erste Bundesland, in welchem die Lehre mit Matura absolviert werden konnte. Kurz darauf wurde das Kärntner Modell von den anderen Bundesländern übernommen. Der Erfolg ist enorm – aktuell werden rund 1.000 Lehrlinge in diesem Modell ausgebildet, 168 Absolventen beweisen das hohe Niveau der Ausbildung“, erklärt Scheuch.
Bundesratspräsident Georg Keuschnigg besuchte diese Woche Landeshauptmann Gerhard Dörfler, um das Thema Bundesrat und mögliche Reformschritte zu erörtern. Mit Beginn des zweiten Halbjahres 2012 hatte Tirol den Bundesratsvorsitz und ebenso den Vorsitz der Landeshauptleutekonferenz übernommen. Dörfler und Keuschnigg waren sich rasch einig darüber, dass der Bundesrat als Länderkammer aufgewertet werden müsse. Der Bundesrat sollte nicht länger nur eine verlängerte Werkbank der Bundesparteizentralen sein, unterstrich Dörfler.
Auch die Betriebe, die Lehrlinge im Rahmen der Lehre mit Matura ausbilden, erhalten eine Förderung für den zusätzlichen Schultag der Lehrlinge. „Durch die Möglichkeit eines zweiten Schultages pro Woche haben die Lehrlinge mehr Zeit, sich intensiv auf die Prüfungen vorzubereiten. Dies ist auch einer der Gründe, warum die Anzahl der Absolventen in Kärnten am höchsten ist“, so Scheuch.
KN-Abotelefon: 0463 51 15 15 - 0
10 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
Mit einer Hl. Messe und Autosegnung begann der diesjährige Frühschoppen der FF St. Georgen a. W. Kommandant OBI Michael Dreier konnte unter den zahlreichen Gästen auch LT-Präs Josef Lobnig, Bgm. Valentin Blaschitz, LAbg. Gerald Grebenjak sowie Feuerwehrreferent StR Hans Steinacher begrüßen. Großen Anklang bei den Gästen fanden auch die Drehleitervorführung und der große Glückshafen, bei dem sich Daniel Dreier über den Gewinn eines Mountain-Bikes freuen konnte. Im Bild Johann Fischer, Gerald Grebenjak, Josef Lobnig, Mountain-Bike-Gewinner Daniel Dreier, Michael Dreier, Alfred Morak (vo li).
Große Freude herrschte bei allen Mieterinnen und Mietern bei der Übergabe von 31 Wohneinheiten der gemeinnützigen Bau,- Wohn,- und Siedlungsgenossenschaft „meine heimat“ in der St. Michaeler-Straße in Wolfsberg. Die feierliche Schlüsselübergabe wurde von Wohnbaureferent LR Christian Ragger, LAbg. Harald Trettenbrein, Obmann-Stellvertreter Karl Woschitz, und Geschäftsführer Harald Repar vorgenommen. Mit dem Generationenpark wurde ein einzigartiges Projekt für das Lavanttal geschaffen, nun konnten die ersten Wohnungen übergeben werden. „Als Wohnbaureferent des Landes freut es mich sehr, den neuen Mietern tolle Wohnungen in einer schönen Lage übergeben zu können und ich wünsche ihnen viel Spaß und Glück in ihrer neuen Wohnung“, sagte Ragger.
REGIONALES
Nach der Devise „Holz im Hemmaland“ präsentierte sich kürzlich der 18. Holzstraßenkirchtag in Gurk. Dem Organisator, Vzbgm. Siegfried Wuzella gelang in Zusammenarbeit mit dem Mitarbeiterteam der Marktgemeinde und zahlreichen Ausstellern ein erlebnisreicher Tag für die Besucher aus dem In- und Ausland. Zudem gab es interessante Leistungsbewerbe, eine Parade der Hemmaland-Reiter und kompetente Beratung bei den „Standln“ aus der Region Holzstraße. Ein großes Gewinnspiel rundete das anspruchsvolle Programm ab. Im Bild Regionalmanager Dr. Andreas Duller, BR Bgm. Franz Pirolt, BR Bgm. Hans Petritz, „Holzstraßen-Obmann“ DI Günther Sonnleitner, Organisator Vzbgm. Siegfried Wuzella, „Hemmalandchefin“ LAbg. Wilma Warmuth, Kammer rat Thomas Rinner und Gastgeber-Bürgermeister LAbg.a.D. ÖR Siegfried Kampl.
Seniorenkirchtag in Klagenfurt Sozialreferent LR Christian Ragger besuchte den von Bürgermeister Christian Scheider, vom Seniorenbeirat und Seniorenbüro der Stadt Klagenfurt veranstalteten Seniorenkirchtag am Messegelände. Trotz der großen Hitze zeigten sich die Klagenfurter Senioren in Feierlaune bei einer Trachtenmodenschau von Trachten Strohmaier Weiternsfeld, gutem Essen und Unterhaltungsmusik.
REGIONALES
Der rüstige Jubilar Walter Pagitz feierte kürzlich seinen 85. Geburtstag. Zu diesem Anlass stellte sich Gemeinderätin Eveline Tilly in Vertretung von Stadtparteiobmann LAbg. Roland Zellot beim freiheitlichen Urgestein mit einem Geschenkskorb ein. Walter Pagitz ist seit 1964 Mitglied der Freiheitlichen und vertrat immer freiheitliche Grundsätze, welche dem Wohl der Villacher Bevölkerung dienten. Alles Gute und vor allem viel Gesundheit im Namen der Freiheitlichen in Villach und der Freiheitlichen in Kärnten.
Pünktlich zum Urlaubsbeginn publizierten die Automobilclubs ÖAMTC und ADAC die Ergebnisse des Raststättentests 2012. Geprüft wurden 65 Raststätten in 13 Ländern. Der Testsieg ging dieses Jahr nach Kärnten: Marché Wörthersee holte den begehrten 1. Platz. Die Raststation Wörthersee punktete vor allem mit familienfreundlichen Angeboten, Top-Gastronomie, einwandfreier Sauberkeit und freundlichem Personal. Landeshauptmann Gerhard Dörfler besuchte das Team der Raststätte Marché Wörthersee unter seinem Leiter Tobias Geissler. Er gratulierte zum großen Erfolg und überreichte ihm ein Präsent. Wie Geissler sagte, gebe das Team täglich sein Bestes. Die Auszeichnung zeige, dass sich die Arbeit und der Einsatz lohnen. Der Landeshauptmann drückte seine Freude über die hohe Auszeichnung und das gelebte Qualitätsbewusstsein aus und sagte, dass er selbst die beliebte Raststätte sehr schätze.
27. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 11
Neue Ortsdurchfahrt für Kolbnitz! Kolbnitz in der Gemeinde Reißeck im Mölltal hat eine neue Ortsdurchfahrt. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde sie kürzlich offiziell durch den Verkehrsreferenten Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Rahmen einer Feier beim Parkplatz des Gasthauses Walter freigegeben. Seit September des vorigen Jahres war an der Sanierung der Ortsdurchfahrt Kolbnitz auf der B 106 Mölltal Straße gearbeitet worden. Die Kosten für die Sanierung des rund 1,5 km langen Abschnittes belaufen sich auf insgesamt 1,97 Mio. Euro, davon entfallen auf das Land Kärnten rund 1,9 Mio. Euro und auf die Gemeinde rund 70.000 Euro. „Ein gelungenes Projekt“, sagte der Landeshauptmann zu den vielen Eröffnungsgästen. In diesem Abschnitt sei alles neu, es sei Ortsraumgestaltung gemacht worden. Er dankte allen Beteiligten, darunter auch der Bürgerinitiative und wies auf die vielen Projekte in Oberkärnten hin, vom Abschnitt Lendorf-Möllbrücke über die Ortsdurchfahrt Dellach und Judenbrücke bis zur demnächst beginnenden Umfahrung Greifenburg. Auch die Straße zum Mölltaler Gletscher werde saniert, was dem Tourismus diene und ebenso die Verkehrssicherheit steigere. Ihm gehe es darum, „anzupacken“, zu ermöglichen und nicht zu verhindern, so Gerhard Dörfler.
Kärntner Landtag gegen ESM Mit der Stimmenmehrheit der Freiheitlichen im Kärntner Landtag wurde ein Beschluss zur Verhinderung einer europäischen Transferunion gefasst. „Ebenso mit der Stimmenmehrheit der Freiheitlichen wurde eine unmissverständliche Aufforderung an die Österreichische Bundesregierung beschlossen, die Bevölkerung mittels Volksabstimmung in wesentlichen europäischen Fragen einzubinden“, teilt FPK-Klubobmannstellvertreter Gernot Darmann mit. Kärnten hat damit als einziges Bundesland ein klares Zeichen gesetzt.
12 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
LESERBRIEFE
Für das Land arbeiten! Wir brauchen Politiker, die für das Land arbeiten! Das möchte ich gern Herrn Peter Kaiser mit auf dem Weg geben, bevor er wieder seine Funktionäre auf die Straße zum Demonstrieren schickt. Wirbel schlagen und dann von
Das ist eine Methode, die durchschaubar ist und damit unserem Land schadet. Alexander Wallner Villach
SPÖ-Menschenkette: Parteisoldaten zusammengekarrt! Trotz der Schaltung von einseitigen Inseraten hat die SPÖ-Kärnten für ihre groß angekündigte Menschenkette offensichtlich nicht einmal ihre eigenen „Parteisoldaten“ nach Klagenfurt bringen können. Rund 1000 Teilnehmer, aus ganz Kärnten zusammenge-
Berufung
Wien aus auf Kärnten zeigen, wie es dort zugeht!
karrt, beweisen, es gibt Hoffnung für unser Land! Die Bevölkerung lässt sich nicht missbrauchen und ignoriert solchen Aktionismus, der uns in Wirklichkeit nur schadet! Karin Krainer Klagenfurt
Täglich gibt es im staatlichen TV Sendungen, die „Kärnten-Beleidigungen“ im Packet anbieten!
ende Menschen, ein umfangreiches, vielfältiges Kulturangebot und die herrlichste Landschaft der Welt!
Die „Seitenblicke-Prominenz“ darf sich via TV, von ihren Spezies in Wien, mit einer ordentlichen Ausfälligkeit gegen Kärnten verabschieden, bevor sie sich auf den Weg zum Wörthersee bewegen, um mit ihren Motorbooten, den Kärntnern, das Seewasser zu versauen!
Die Feindseligkeiten gegenüber Kärnten, Pausc halver ur teilungen, ewiges Vernadern, Schlechtreden, Beschimpfungen und Beleidigungen, die das Maß des Erträglichen schon bei weitem überschreiten, schaden unserem Bundesland im Allgemeinen und der Bevölkerung im Speziellen!
Zur tragischen Figur wurde eine bekannte Kärntner Journalistin, die sich von der ORF- Report Redakteurin, eine in Wien lebende Kärntnerin, bekannt für ihre niveaulose Respektlosigkeit gegenüber unserem Bundesland, als frustrierte, hasserfüllte Kärnten-Beschimpferin vorführen ließ! Sehr verehrte Damen! Sie haben mein Mitgefühl, jedoch für ihre Desillusionierung, ihre gescheiterten Hoffnungen und Frustrationen, die man Ihnen leider auch schon äußerlich ansieht, dürfen Sie nicht die KärntnerInnen verantwortlich machen! Das „Kärnten-Bild“ prägen nicht verurteilte und noch nicht verurteilte Volksvertreter, sondern fleißige, friedlieb-
Die Vorkommnisse in der Politszene beschädigen den Ruf der Parteien! Die Bevölkerung ist mündig, weiß Bescheid und vergisst nichts! Schwarzer Koffer, Rablbauer, Lucona mit den Herren Blecha und Gratz, LKH-Wien, Konsum, Bawag, FlughafenWien, Buwog usw. usw. usw.! Im Parlament sitzen einige „verurteilte“ Abgeordnete, aktuell wird auch gegen den Bundeskanzler „erhoben“! Bestechung, Schmiergeld, Kor ruption wurden nicht in Kärnten geboren, die Brutstätte heißt „Wien“! Muss ich jetzt „Unschuldsver mutung“ schreiben? Okay: Unschuldsvermutung! Ing. Hans Peter Jank Villach
LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at
27. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 13
SERVICE
„Lotterien Tag“: Die Österreichischen Lotterien öffnen Türen zum Tiergarten Schönbrunn er 31. Juli ist als „Lotterien Tag“ im Tiergarten Schönbrunn diesmal ein spezieller Tag für die Fans des Zoos in Wien und seine tierischen Bewohner. Wer mit einer Spielquittung oder einem Los der Österreichischen Lotterien zu einem der drei Eingänge kommt, erhält freien Eintritt.
D
Der Tiergarten Schönbrunn wurde bereits zwei Mal als bester Zoo Europas ausgezeichnet. Und er feiert am 31. Juli 2012 seinen 260. Geburtstag. Die Spielteilnehmer der
Österreichischen Lotterien können mitfeiern und haben an diesem Tag freien Eintritt: Wer am „Lotterien Tag“, Dienstag, 31. Juli 2012, ab 9 Uhr mit einem Produkt der Österreichischen Lotterien, also beispielsweise mit einer Lotto-, EuroMillionen-, Toto- oder Bingo-Quittung, aber auch mit einem Brief- oder Rubbellos, zu einem der drei Eingänge des Zoos kommt, kann die Affen in ihrem neuen Haus, Panda Fu Hu, Elefant & Co besuchen. Der Spielschein muss dabei nicht aus einer aktuellen Runde bzw. Los-Serie sein.
Fu Hu freut sich auf die Besucher. © Zupanc/Tiergarten Schönbrunn
Sicherheit keine Frage von Zufall icherheit und Seriosität genießen bei den Österreichischen Lotterien höchste Priorität. Dies gilt für die Durchführung der Spiele ebenso wie für die Spielteilnehmer und deren Schutz, und nicht zuletzt natürlich auch für die Annahme- und Vertriebsstellen.
S
Das Unternehmen hat sich seinem umfassenden Security Konzept folgend mit dem Thema „Sicherheit bei den Vertriebspartnern“ beschäftigt und in Kooperation mit dem Kuratorium Sicheres
Österreich einen Sicherheitsleitfaden herausgebracht. Diesen Leitfaden erhielten nun alle Annahme- und Vertriebs-
Mag. Johanna Mikl-Leitner, Bundesministerin für Inneres, und Lotterien-Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner präsentieren den Sicherheitsleitfaden für Vertriebspartner. © Peter Svec/Österreichische Lotterien
stellen der Österreichischen Lotterien. Oft sind es nur Kleinigkeiten oder Unachtsamkeiten, die Gaunern in die Hände spielen und sie zu kriminellen Handlungen einladen. Dementsprechend sind es oft auch nur Kleinigkeiten, die
einen folgenschweren Diebstahl oder Einbruch verhindern. Die Broschüre soll mithelfen, die Verkaufslokale der Vertriebspartner sicherer zu machen, weil der Zufall beim Thema Sicherheit keine Rolle spielen darf.
Ziehung vom Do., 19. 07. 2012
VO R S C H AU
07144 Ziehung vom Fr., 20. 07. 2012
46948 Ziehung vom Sa., 21. 07. 2012
08842 Ziehung vom So., 22. 07. 2012
61613 Ziehung vom Mo., 23. 07. 2012
57777 Ziehung vom Di., 24. 07. 2012
35813
30. Runde 2012 1: Austria Wien– Sturm Graz 1 2: RB Salzburg– SV Mattersburg 1 3: SC Wr. Neustadt– Rapid Wien 2 4: Wacker Innsbruck– FC Admira 1 X 5: SV Ried– Wolfsberger AC 1 6: Grasshopper Zürich– FC Basel 2 7: FC St. Gallen– FC Zürich X 8: Young Boys Bern– FC Thun 1 9: FC Lausanne– Servette Genf 1 2 10: FC Luzern– FC Sion X 11: Djurgaarden IF– Elfsborg IF 1 12: Kalmar FF– GIF Sundsvall 1 Spiel 1-4 TOTO-Torwette
1 1 2 2 1 X 1 1 X 1 X X
14 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
DIES & DAS
Landeshauptmann Gerhard Dörfler von umweltfreundlicher Initiative begeistert.
Stadtwerke Gruppe setzt auf e-Mobilität! H Gerhard Dörfler gab vor einigen Monaten im Hof der Stadtwerke den Startschuss für eine umfangreiche und erfolgreiche Kunden-eMobilität-Testaktion. STW-Vorstand Dipl. Ing. Romed Karré erklärte, dass das Interesse an der e-Mobilität weiter steigen wird, wenn entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden. Karrè wies auf die von der Energie Klagenfurt gemeinsam mit „Lebensland Kärnten“ errichteten eTankstellen im gesamten Bundesland hin. Außerdem werde bereits ein erster Teil der Firmenflotte auf eAutos bzw. Erdgasautos umgerüstet. Die Stadtwerke Klagenfurt Gruppe präsentierte zehn moderne e-Roller (Helmpflicht) und zehn nagelneue eBikes. Ab sofort kann sich jeder Interessierte beim STW-Mobilitäts-
L
Kundenservice am Klagenfurter Heiligengeistplatz (während der Öffnungszeiten) seinen coolen fahrbaren Untersatz abholen. Wichtig: Unbedingt Personalausweis oder Reisepass mitbringen! Für eRoller ist weiters ein Führerschein oder ein spezieller Mopedausweis
‘‘
Klagenfurt liegt am schönen Wörthersee - so ist es doch naheliegend, dass man für einen Ausflug zum e-Bike greift!“ Landeshauptmann Gerhard Dörfer
Mit „grüner“ Energie in den Alltag und für mehr Lebensqualität: Landeshauptmann Gerhard Gerhard Dörfler, STW-Vorstand Dipl. Ing. Romed Karré und Stadtrat Peter Steinkellner (v. l.). erforderlich. Das gewünschte Mietdatum so früh als möglich bekanntgeben. Bei Langzeitmieten, z. B. für den Urlaub, werden Sonderkonditionen angeboten. Die Buchungshotline: 0463/ 521-521 (E e-mobil@stw.at)
LH Dörfler und LR Dobernig zum Ableben von Franco Andolfo Tief betroffen reagierte Landeshauptmann Gerhard Dörfler zum Ableben des Ausnahmemusikers Franco Andolfo. „Er hat Kärnten, besonders die Region rund um den Wörthersee mit seiner Musik und seinem Charisma geprägt. Man kann ihn mit Recht als Legende der Unterhaltung und als Lifestyle-Ikone des Wörthersees und von Velden bezeichnen“, betonte der Landeshauptmann. Andolfo war auch ein besonderer Freund des Landes, im Jahr 1986 erhielt er das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten und 2002 den Landesorden in Silber vom damaligen Landeshauptmann Jörg Haider. „Der Wörthersee war Franco Andolfos Bühne, man wird ihn und sein Showtalent vermissen“, würdigte Dörfler den verstorbenen Musiker. Der Witwe Andolfos wie auch seiner Familie sprach der Landeshauptmann sein tiefstes Mitgefühl aus. Auch Kulturlandesrat Harald Dobernig drückt seine Anteilnahme aus und würdigt Andolfo als große Persönlichkeit. „Andolfo wird als Schlagersänger und Entertainer für immer unvergessen bleiben. Er hat auch in den letzten Jahren noch mit einigen Auftritten bei Veranstaltungen seine Fans erfreut. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei seiner Familie und seinen Freunden“, so Dobernig.
27. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 15
WIRTSCHAFT
RfW-Sommerfest: Ein Abend voller Genuss und tollen Gesprächen as diesjährige Sommerfest des RfW-Kärnten fand wie alle Jahre wieder im Kropfitschbad in Krumpendorf statt. Unter freiem
D
Himmel wurde das Gelände zum Festgelände umfunktioniert. Livemusik vom Two on Top sorgte für Stimmung. Durch den
RfW – Landesobmann Matthias Krenn, Kuhes Jakob mit Sohn, KommR. Günther Tenkl und RFW-LG Druml Herwig genossen die ausgezeichnete Live-Musik.
v.l.n.r. Zechner Christina, Druml Verena, RfW-LG Druml Herwig, Weyrer Alexandra und Ute Kogler freuten sich über die zahlreich erschienenen Gäste. Abend führte Michael Tala (keine Gala ohne Tala). Das Team rund um Klara Wieser sorgte für die kulinarische Umrahmung mit einem internationalen Buffet und gut gekühlten Sommerdrinks. Zu sehen waren viele Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft wie unter anderem: SSB-Bau Hans Winkler, DI Axel Madile, Ing. Herbert Graf, Karl Mörtl, Josef,
Bernd Roth, Dr. Arno Ruckhofer, Dkfm. Ernst Kohlfürst, Stadtrat Gerhard Reinisch uvm. Im Rahmen dieses Abends sollten sich bei Live-Musik und kühlen Getränken die Menschen begegnen, Kontakte knüpfen und pflegen oder vielleicht einfach nur die Seele baumeln lassen. Ein unvergesslicher Abend mit viel Genuss und guten Gesprächen!
Geöffnet bis 28. Oktober 2012 Weltenbummler reisen hier in nur wenigen Studen um die ganze Welt. Vom Eiffelturm zum Petersdom sind es nur wenige Schritte, die Chinesische Mauer ist nur einen Katzensprung von der Freiheitsstatue entfernt. Und stündlich startet das Space Shuttle. Music around the world Jeden Mittwoch im Juli und August, 20.30 Uhr Musik aus aller Welt wird vor der einzigartigen Kulisse von Minimundus zum grenzenlosen Klangerlebnis. In Kooperation mit dem Kulturraum Klagenfurt und dem Kärnten Musiker Hans Lassnig.
16 KärntnerNachrichten I 27. Juli 2012
KÄRNTEN BAUT
Bad St. Leonhard kann endlich durchatmen LH Dörfler: Das Projekt Umfahrung Bad St. Leonhard ist gelungen, weil wir gemeinsam dafür gekämpft und gearbeitet haben.
Bei der feierlichen Eröffnung der langersehnten Umfahrung Bad St. Leonhard kamen rund 2.000 Menschen in die Unterflurtrasse beim TunnelportalSüd, um dabei zu sein, wenn nach den Festrednern „ein Meilenstein, eine Traumlösung, ein Projekt der Superlative“ eröffnet wird und somit eine neue Epoche für Bad St. Leonhard beginnt. Für die vorzüglichen und termingerechten Bauarbeiten zeichnete sich BM Stefan Bojer seitens des Bauunternehmens Massivbau GmbH verantwortlich. Der Landeshauptmann dankte allen Baufirmen und Arbeitern, die auf dieser Baustelle tätig gewesen sind und lobte das Bauunternehmen Massivbau für
die präzisen Bauarbeiten des Projektes Umfahrung Bad St. Leonhard. Ein sehr großes Dankeschön richtete der Landeshauptmann an alle Menschen, die ihre Häuser hätten hergeben müssen. „Sie waren bereit aus ihren Häusern zu gehen und in eine neue Lebensumgebung zu ziehen“, so Dörfler. Hervorgehoben hat der Landeshauptmann auch die Bürgerinitiativen, durch deren Einsatz Lärmschutzwände in ausreichender Zahl für die Bevölkerung errichtet worden seien. Auch die besonders gute Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern des Gemeinderates betonte Dörfler. „Wir haben kurz gestritten, aber dann etwas zusammengebracht“, so der Landeshauptmann.
K U R Z NO T I E RT Die Baukosten betrugen 33,15 Mio. Euro, mit den Kosten für Ablösen, Vermessung und Planung kommt man insgesamt auf 46,85 Mio. Euro. Ausführende Baufirmen waren Massivbau, Kostmann, Mörtl und Alpine.
„Mit der Eröffnung der Umfahrung wird in Bad St. Leonhard eine neue Zeitrechnung beginnen, die von den Bewohnern lang gewünschte Entlastung vom Schwerverkehr wird endlich Realität“, sagte Bürgermeister Simon Maier. Mit der Verkehrsfreigabe werde auch die Blechlawine durch den Ort und über den Hauptplatz ein Ende haben. Zu Spitzenzeiten frequentierten ihn 9.000 Fahrzeuge, davon 1.000 LKWs. „Gleichzeitig mit der Eröffnung der Umfahrung feiert dieses Projekt auch sein zehnjähriges Jubiläum, vor zehn Jahren wurde nämlich die erste Besprechung zu diesem Projekt abgehalten“, berichtete der Bürgermeister. Es sei ein sehr langer Weg und eine große He-
rausforderung gewesen, aber gemeinsam mit allen Beteiligten, an der Spitze Landeshauptmann Dörfler, habe man dieses Jahrhundertprojekt verwirklichen können. Landesstraßenbauabtei lungsvorstand Volker Bidmon berichtete von den großen Herausforderungen im Zuge des Umfahrungsprojektes. Die Bauzeit sei eingehalten worden und man habe eine sehr gute Trasse gebaut, meinte Bidmon. Er nannte auch einige Zahlen. So sind 22.000 Kubikmeter Beton, 2.300 Tonnen Baustahl und 19.000 Tonnen Asphalt verbaut worden. Man hat 5.500 Meter neue Kanäle gelegt und 8.000 Quadratmeter Lärmschutzwände errichtet.