KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z032986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Armin Kordesch. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande
Nr. 27 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 6. Juli 2012
9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal
18. Holzstraßenkirchtag am 15. Juli in Gurk!
HC Strache warnt vor einer europäischen Finanzdiktatur und verlangt ESM-Volksabstimmung!
Erfolgreiche Wirtschaftsmission im Kosovo: LH Gerhard Dörfler trifft Premierminister Thaci!
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THEMA DER WOCHE
„Grünes Licht“ für verstärkte Kooperation mit dem Kosovo LH Gerhard Dörfler, Premierminister Thaci und Kelag-Vertreter nahmen Spatenstich für Kraftwerke im Kosovo vor. Landeshauptmann Gerhard Dörfler absolvierte kürzlich gemeinsam mit einer Delegation der Kelag eine Wirtschaftsmission im Kosovo und in der Republik Srpska in BosnienHerzegowina. Im Westen des Kosovo unweit des weltbekannten Klosters Decan wurde ein Spatenstich für weitere Kraftwerke vorgenommen. Die Kelag betreibt bereits ein Kraftwerk im Kosovo, geplant sind nun der Bau von zwei Laufkraftwerken und einem Speicherkraftwerk. Die Investition bis 2015 wird mit 50 bis 60 Mio. Euro beziffert.
Bürgermeister von Decan, Rasim Selmanaj, sowie viele Firmen- und Behördenvertreter teil. Botschafter Johann Brieger moderierte die Feier.
Der Landeshauptmann sprach von einem Sterntag in Richtung Zusammenarbeit für wirtschaftlichen Erfolg und eine gemeinsame Zukunft. Es sei eine hohe Auszeichnung und Ehre, dass auch Premierminister Hashim Thaci zum Spatenstich gekommen sei. Er hoffe auf weitere Kooperationen mit Partnern im Kosovo, so Dörfler. Kärnten und Kelag stünden für alternative und regenerative saubere Energie. Die Kelag sei die erste Adresse, was Wasserkraft-Kompetenz anlange, unterstrich der Landeshauptmann.
Generalsekretär Botschafter Johannes Kyrle sagte, dass Österreich ein großer Freund des Kosovo sei. Auch die Republikwerdung sei von Österreich unterstützt worden. Im Anschluss an die Spatenstichfeier wurde das serbisch-orthodoxe Kloster Decan besucht.
Kosovo-Premierminister Hashim Thaci und Generalsekretär Johannes Kyrle begrüßten Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Rahmen seiner Wirtschaftsmission. Die Kelag errichtet im Kosovo zwei weitere Kraftwerke.
Den rund 30 Kärntner KFOR-Soldaten unter der Führung von Oberstleutnant Thomas Blaich überreichte Dörfler je einen Kärntner Jausenkorb. Er dankte ihnen für ihre Friedensmission im Ausland, die auch höchste Wertschätzung verdiene.
Kärnten investiert zum richtigen Zeitpunkt. Großes Potential in Südosteuropa erkennen!
An der Spatenstichfeier nahmen neben dem Premier minister auch Minister Dardan Gashi, der Generalsekretär im österreichischen Außenministerium, Johannes Kyrle, der
Premierminister Thaci zeigte sich überaus erfreut über die Investition und den Besuch aus Kärnten mit dem Landeshauptmann an der Spitze. Thaci sagte, dass der Kosovo sich bemühe, für internationale Firmen offen zu sein. Er hoffe auf Investoren aus dem Ausland. Thaci wurde vom Landeshauptmann zu einem Besuch nach Kärnten eingeladen.
Weitere Stationen der Reise bilden ein Besuch in Banja Luka und in Knezevo in der Republik Srpska, wo ein Kraftwerk eröffnet wird.
Volle Souveränität für den Kosovo ist wichtiges Ziel!
Für Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist die Erreichung der Souveränität des Kosovo eine wichtige Errungenschaft für den jungen Staat. „Wie sich zeigt, finden die Kärntner Investitionsbemühungen im Kosovo genau zum richtigen Zeitpunkt statt. Es ist erfreulich, dass unser Besuch im Kosovo und
der Spatenstich für die Kelag-Kraftwerkskette im West-Kosovo quasi zeitgleich mit dem Einstieg der Souveränität einhergeht“, sagte der Landeshauptmann. „Die außenpolitischen Bemühungen Kärntens im südosteuropäischen Raum führen Schritt für Schritt zum Erfolg und zu neuen Chancen!“
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THEMA DER WOCHE
IFF-Vorfeldorganisation in Kärnten gegründet Initiative Freiheitliche Frauen (IFF) um eine Landesorganisation reicher. In Kärnten wird man im politischen Diskurs künftig verstärkt mit einer vernetzten freiheitlichen Frauenpower rechnen müssen. Denn diese Woche wurde unter Vorsitzführung von IFF-Bundesobfrau NRAbg. Car men Gartelgruber in Klagenfurt die Kärntner IFF-Vorfeldorganisation gegründet. Damit erfüllte sich auch ein besonderes Anliegen von FPK-Landesparteiobmann LHstv. Uwe Scheuch, der mit FPÖObmann Christian Leyroutz bereits im Vorfeld diese Initiative tatkräftig unterstützte. Der Vorstand der IFF-Kärnten besteht sowohl aus FPK- als auch FPÖ-Mitgliedern und lässt die freiheitliche Familie wieder ein Stück weiter zusammenwachsen.
LAbg. Jutta Arztmann wird Obfrau Zur Landesobfrau wurde einstimmig FPK-Landtagsabgeordnete Jutta Arztmann gewählt. Die sympathische FPK-Bezirksgeschäftsführerin – seit 20 Jahren auch Gemeinderätin und Ortsparteiobfrau in Reichenau – ist es bereits durch ihre bisherigen Funktionen gewohnt, auf die Probleme der Menschen einzugehen und Lösungen zu finden. Arztmann: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und bin überzeugt davon, dass wir mit gemeinsamen Kräften noch
intensiver für die Anliegen der Frauen eintreten können.“ Zu ihren Stellvertreterinnen wurden LAbg. Wilma Warmuth aus dem Bezirk St. Veit, Klubobfrau Sandra Wassermann aus Klagenfurt und Katrin Nießner aus dem Bezirk Villach gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind FPK-Klubdirektorin Nina Petauer, Rosemarie Stöfler, Doris Neuhaus und Tina Berger. NRAbg. Carmen Gartelgruber zeigte sich sichtlich erfreut über die vielen freiheitlichen Teilnehmerinnen an der Gründungssitzung. Gartelgruber: „Ich freue mich über das kräftige Signal auch hier in Kärnten mit einer eigenen Frauenvorfeldorganisation zu starten, wünsche der Landesobfrau und ihrem Team alles Gute und freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.“
Geballte Frauenpower: Die Feldkirchner LAbg. Jutta Arztmann ist die neue Obfrau der Initiative Freiheitlicher Frauen.
Klarer Trennstrich zu Führerschein-Causa St. Veit Rücktritt und Parteiaustritt des Tatverdächtigen „Die Partei zieht einen klaren Trennstrich. Jener Gemeinderat aus St. Veit, der illegaler Handlungen im Zusammenhang mit der so genannten Führerschein-Affäre von St. Veit verdächtigt wird, hat diese Woche sein Gemeinderatsmandat und seine Mitgliedschaft zur FPK zurückgelegt“, teilt der stellvertretende Landesparteiobmann der FPK, LR Mag. Christian Ragger, mit. Der Betreffende ist seit dem Auffliegen der Affäre in stationärer ärztlicher Behandlung gewesen, sodass dieser selbst-
verständliche und notwendige Schritt zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgt ist. Ragger bedauert, dass ein Gemeinderat der FPK in solche dubiosen Vorgänge verwickelt ist und darunter auch der Ruf der Kommunalpolitik gelitten hat. „Es gibt seitens der FPK null Toleranz gegenüber solchen persönlichen Verfehlungen, was auch mit den getroffenen Konsequenzen deutlich zum Ausdruck kommt“, unterstrich LPO-Stellvertreter Ragger.
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HINTERGRUND
HC Strache warnt vor europäischer Finanzdiktatur Durchführung einer Volksabstimmung ist für die FPÖ unumgänglich. Beim Experten-Hearing im Nationalrat bekräftigte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache die freiheitliche Ablehnung des ESM und forderte eine Volksabstimmung darüber. Dadurch, dass der ESMGouverneursrat unbegrenzt hohe Kreditsummen bewilligen und diese von den Mitgliedsstaaten eintreiben könne, würden nicht nur die Steuerzahlerbürgschaften unbegrenzt erweitert, sondern auch jegliche Finanzhoheit der nationalen Parlament de facto abgeschafft. Ein Austrittsrecht für Mitgliedsstaaten sei außerdem nicht vorgesehen, kritisierte Strache. Das Grundkapital sei mit 700 Milliarden Euro vorgesehen. Alle ESM-Mitglieder würden sich bedingungslos und unwiderruflich verpflichten, ihre Einlage auf das Grundkapital zu leisten. Allein dies demonstriert laut Strache die Bedingungslosigkeit, mit der die Finanzhoheit der einzelnen Parlamente zerschlagen werden soll. Außerdem müssen die ESM Mitglieder bei Anforderung durch den Direktor einem Kapitalabruf binnen sieben Tagen Folge leisten (Artikel 9), erläuterte Strache weiter. Zusätzlich könne der Gouverneursrat eine Änderung des Grundkapitals beschließen und damit Artikel 8 ändern; der Gouverneursrat erhalte damit die Möglichkeit, nach Belieben weitere
Forderungen an die Mitglieder zu stellen.
Negierung aller Grundprinzipien „Neben diesen weitreichenden Befugnissen des ESM-Gouverneursrates, die ihn zur wahren Regierung der Mitgliedsstaaten macht, steht der ESM auch außerhalb jeglichen rechtsstaatlichen Systems der Gewaltentrennung“, betonte Strache. „Weder gibt es eine demokratische Legitimation des ESM noch eine Überprüfung seiner Tätigkeit durch Gerichte oder Prüfinstanzen wie etwa den Europäischen Rechnungshof. Die Mitglieder des Gouverneursrates, Direktoren und Stellvertreter sowie das Personal des ESM genießen zudem Immunität vor ordentlichen Gerichten.“ Eine Zustimmung zum ESM würde eine völlige Negierung aller demokratischen Grundprinzipien bedeuten, so Strache. De facto wäre es die Übertragung der österreichischen Souveränitätsrechte auf eine mit diktatorischen Vollmachten ausgestattete Exekutiveinrichtung namens Gouverneursrat, die ohne Kontrolle durch Legislative oder Judikative agieren könne. „Diesem Ermächtigungsgesetz einer europäischen Finanzdiktatur werden wir unter keinen Umständen zustimmen.“
Strache richtete folgende Fragen an die Experten: „Die Bundesregierung behauptet immer, dass der ESM alternativlos sei - gibt es aus Ihrer Sicht Alternativen zum ESM?
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Wir müssen alles tun, um das Entstehen einer europäischen Finanzdiktatur zu verhindern!“ FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache
Sind die Änderungen, die im ESM vorgesehen sind, so gravierend, dass nach Ihrem Dafürhalten eine Volksabstimmung in Österreich notwendig ist? Wie kann man gewährleisten, dass Österreich nicht zeitlich endlos und finanziell unbegrenzt in die Transferunion einzahlen muss? Löst der ESM die Probleme die der Euro an sich aufwirft bzw. verstärkt er sie nicht noch zusätzlich? Kann ein Euroland grundsätzlich aus dem ESM austreten?“
Misstrauensantrag gegen Regierung Die SPÖ-ÖVP-Koalition habe sich aufgrund der Krise darauf verständigt, wesentliche Kompetenzen nach Brüssel abzugeben und
dazu den Plan gefasst, in Zukunft einem EU-Finanzminister die Hoheit über die Haushalte zu überlassen. Dieser Kurs der Abkehr von einem pluralistischen Europa hin zu einem Zentralstaat werde mittels Übergehung der Meinung des Souveräns, der österreichischen Bevölkerung, beinhart durchgezogen. Dadurch, dass über dieses Thema keine Volksabstimmung zugelassen werde, begehe die Bundesregierung nach Meinung der FPÖ einen offenen Verfassungsbruch. Die FPÖ hat daher bei der Nationalratssitzung einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Bundesregierung eingebracht.
FPÖ-Bundespar teiobmann HC Strache thematisierte als erster österreichischer Politiker die neuen ESM-Mechansimen der Europäischen Union. In ganz Österreich finden Protestveranstaltungen und Bürgeraktionen zum Thema statt.
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KULTUR
Landesmuseum Rudolfinum mit selbstbewusster Zukunft! Über Gegenwart und Zukunft von Kärntens größtem Mehrspartenhaus sprachen die „Kärntner Nachrichten“ mit dem neuen Leiter des Landesmuseums Mag. Thomas Jerger.
Mag. Thomas Jerger ist seit Jänner 2012 der neue Leiter des Kärntner Landesmuseums. „Ein Museum ist eine gemeinnützige, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienst der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zu Studien-, Bildungsund Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“ - So lautet die internationale Museumsdefintion. Wie aber sieht das in der Praxis aus, fragten wir Mag. Thomas Jerger, den neuen Leiter des Landesmuseums. KN: Herr Mag. Jerger, in Kürze feiert das größte Kärntner Museum einen runden Geburtstag. Wie bereiten Sie sich darauf vor? Jerger: 2014 begeht das
Landesmuseum für Kärnten den 130. Geburtstag seines Stammhauses, dem Rudolfinum in der Museumgasse in Klagenfurt. Gegründet vom „Geschichtsverein für Kärnten und vom „Naturwissenschaftlichen Verein für Kärnten“ wurde es 1999 mit dem Kärntner Landesmuseumsgesetz aus der Landesverwaltung ausgegliedert und ist seither ein eigener Rechtsträger. Zum Geburstag wollen wir uns mit frischem Wind und einigen Sonderschauen als Museum, das sich auch im österreichweiten Vergleich sehen lassen kann, präsentieren. KN: Neben dem Rudolfinum verfügt das Landesmuseum Kärnten auch über mehrere Außenstellen. Jerger: Auf diese Aussenstellen sind wir besonders stolz. Dazu zählen der große Wappensaal im Landhaus in Klagenfurt, das Kärntner Botanikzentrum am Fuße des Kreuzbergls mit dem sehenswerten botanischen Garten und dem Kärntner Landesherbar, der Archäologische Park Magdalensberg, eine der größten und bedeutendsten Ausgrabungsstätten im Ostalpenraum und das Römermuseum Teurnia bei Spittal/ Drau mit dem berühmten frühchristlichen Mosaikboden. Das Landesmuseum Kärnten steht außerdem vielen Institutionen
mit wissenschaftlicher Fachkompetenz zur Seite, dem Freilichtmuseum Maria Saal etwa, oder dem Museum Globasnitz, den Ausgrabungen am Hemmaberg oder auch der Keltenwelt Frög bei Rosegg. KN: Worin sehen Sie die grundsätzliche Aufgabe eines Museums? Jerger: Zu den Kernaufgaben eines Museums zählen das Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen und Vermitteln. Diese Aufgaben sind untrennbar miteinander verknüpft, bedingen einander und sind auf generationenübergreifende Langfristigkeit ausgerichtet. Die Museumsarbeit des Landesmuseums Kärnten beruht somit in entscheidender Weise auf einer seit vielen Generationen bestehenden Kontinuität des Sammelns von Originalobjekten, Daten und Informationen, die laufend vermehrt, wissenschaftlich erschlossen, gesichert und allgemein zugänglich gemacht werden. KN: Was war eigentlich das erste Stück, das in den Sammlungen gelandet ist? Jerger: Die Inventarisierungsnummer 1 hat interessanterweise eine Mumie, was zeigt, wie vielfältig die Stücke sind, die in unseren Depots lagern und die wir nun im Rahmen von Sonderschauen mehr ins
Licht der Öffentlichkeit bringen wollen. KN: In einem Interview haben Sie gesagt, Sie wollen die Dinge sprechen lassen. Jerger: Dabei beziehe ich mich auf den deutschen Pädagogen Georg Kerschensteiner, der schon 1925 postuliert hat: „Museen arbeiten nicht mit dem Schatten der Dinge, nämlich mit den Worten, sondern mit den Dingen selbst. Das Museum ist also ein besonderer Erkenntnisort, an dem wir Wissen anhand der Objekte gewinnen. Basis sind die facettenreichen Sammlungen, die – und dies sei betont – allen „gehören“, da sie Teil des kulturellen und natürlichen Erbes sind und das öffentliche kulturelle Gedächtnis repräsentieren. Daraus ergeben sich wechselseitige Verpflichtungen der Gesellschaft und des Museums. KN: Wie verstehen Sie das Kärntner Landesmuseum? Jerger: Das Landesmuseum Kärnten ist Ort der Begegnung für Menschen jeglicher Herkunft und unterschiedlicher Interessen. Es baut Brücken zwischen verschiedenen Teilen der Gesellschaft, zwischen Altem und Neuem, Vertrautem und Fremdem und ist gleichzeitig Ort kritischer und öffentlicher Auseinandersetzung.
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KULTUR KN: Sie sind seit Jahresbeginn 2012 in Kärnten tätig. Haben Sie die Sammlungen Ihres Hauses bereits restlos gesichtet? Jerger: Ich habe mir natürlich einen Überblick gemacht. Unsere Sammlungen bestehen aus einer großen Fülle an Objekten aus allen Epochen der Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte Kärntens und Mitteleuropas. Dieser Wissensspeicher ist geradezu übervoll. KN: Sind die Objekte auch sicher genug gelagert? Jerger: Die Frage der dauerhaften Objektsicherung ist natürlich auch eine Frage nach Kosten und Ressourcen. So geschieht es ganz einfach aus Platzmangel, dass kleinere, wenngleich erlesene Sammlungen, im Archiv ruhen müssen und noch darauf warten, von der Öffentlichkeit neu entdeckt zu werden, wie z. B. die 500 Deponate der eigenen Schlüsselsammlung des Landesmuseums Kärnten. KN: Sie gelten als moderner Museumsmanager. Spielen auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle? Jerger: Museen sind nicht nur Ort ständiger Horizonterweiterung, sondern auch wichtige wirtschaftliche Faktoren. Das Landesmuseum Kärnten bewahrt, pflegt, und vermehrt unwiederbringliche materielle Werte und damit verbundenes Wissen. Es schafft dadurch direkt und indirekt zahlreiche Arbeitsplätze. Nicht zuletzt ist es wichtiger Auftraggeber von Unternehmen aus dem Bereich der Kreativwirtschaft.
KN: Das Landesmuseum Kärnten ist Kärntens Museumsleitbetrieb. Welche Rolle spielt das in Ihrem Management? Jerger: Schon heute setzt das Landesmuseum Kärnten mit seinen Sonder- und Themenausstellungen auf ambitionierte Inhalte und Themen, die auf dem reichhaltigen Wissensspeicher des Hauses basieren. Frische Akzente im Spannungsfeld regionaler und globaler Themen und Entwicklungen garantieren die gebotene Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Das Landesmuseum Kärnten positioniert sich in der Öffentlichkeit auch als Forschungsmuseum. Gemäß Landesmuseumsgesetz hat das Haus den Auftrag, das umfangreiche Natur- und Kulturerbe Kärntens zu erforschen, auszustellen und zeitgemäß zu vermitteln. Um diesem Auftrag und auch dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, blickt das Landesmuseum mit großen Visionen und konkreten Zielen auf seinen 130. Geburtstag im Jahr 2014 und die Jahre danach.
Auch architektonisch ein Prachtstück: Das Landesmuseum Rudolfinum in Klagenfurt.
Die Ausgrabungen am Magdalensberg gehören ebenso zum Kärntner Landesmuseum wie...
KN: Skizzieren Sie bitte Ihre Visionen? Jerger: Die Vision eines Landesmuseums Neu beinhaltet u. a. die Schaffung eines zentralen Sammlungs-, Studien- und Forschungszentrums, an welchem die Sammlungen langfristig gesichert, erforscht und vermehrt werden. Vorbild ist ein serviceorientiertes Museumskompetenzzentrum mit moderner Infrastruktur und funktioneller Architektur. Das Rudolfinum in Klagenfurt soll durch gezielte ausstellungstechnische und didaktische Intervent-
...das Römer-Museum in Teurnia bei Spittal an der Drau.
ionen attraktiver und besucherorientierter gestaltet werden. Für die Öffentlichkeit entsteht so ein Ort an dem das eigene kulturelle und natürliche Erbe individuell und gemeinsam erforscht und ent-
deckt werden kann. Daher versteht sich das Landesmuseum gewissermaßen als kultureller Dienstleister. KN: Danke für das Gespräch.
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LANDESPOLITIK
Moderne Wege zu einer inklusiven Bildungslandschaft LR Ragger setzt als erster Sozialreferent Österreichs UN-Behindertenkonvention um „Das Willkommensfest in Kühnsdorf ist der Auftakt zu einem völlig neuen Bildungsangebot für Kinder mit Beeinträchtigung im Bezirk Völkermarkt. Künftig muss kein Kind mehr den Bezirk verlassen, um eine entsprechende schulische Förderung mit Nachmittagsbetreuung und Therapie zu erhalten, sondern hat an der VS und HS Kühnsdorf die Möglichkeit dazu.“ Mit diesen Worten eröffnete Sozialreferent LR Christian Ragger, gemeinsam mit Bezirkshauptmann Gert Klösch und Dagmar Zöhrer, Landesschulinspektorin für Sonderpädagogik das Willkommensfest für die neuen Schülerinnen der beiden Inklusionsklassen in Kühnsdorf im Bezirk Völkermarkt. Mit dem Fest wurde ein Meilenstein in der Integrationsbewegung gefeiert. Bisher war es notwendig, dass Kinder mit höherem Assistenzbedarf aus dem Bezirk Völkermarkt nach Klagenfurt ins bfz fahren mussten, um die notwendige Betreuung in Sonderschulklassen mit Nachmittagsbetreuung und Therapie zu erhalten.
Wohnortnahes Angebot Statt einem zentralen Angebot in Klagenfurt sollen in Zukunft schulische und therapeutische Angebote für beeinträchtige Kinder in den Regionen
Freundliches Willkommen für Sozialreferent LR Christian Ragger in Kühnsdorf. nahe am Wohnort der Kinder ermöglicht werden. „Mit diesem Schritt wird Kärnten als erstes Bundesland in Österreich das System der Ausgrenzung von beeinträchtigten Kindern beenden und sie voll in Regelschulen integrieren und damit die Inklusion, welche von der UN- Behindertenkonvention gefordert wird, verwirklichen“, bekräftigte Ragger.
Pilotprojekt Kühnsdorf Die beiden Inklusionsklassen in Kühnsdorf sind der Auftakt dazu. Wie die Landesschulinspektorin Zöhrer ausführte, war es den Eltern wichtig, dass die Bedingungen in Kühnsdorf die Gleichen sind, wie in Klagenfurt.
„Die Ängste, die die Eltern der Inklusions- Kinder gehabt haben, sind völlig unbegründet. Sie werden gut in den Alltag integriert werden“, bekräftige Zöhrer. In Kühnsdorf werden ab Herbst in einem Pilotprojekt je eine Klasse an die Volks- und Hauptschule angeschlossen, insgesamt werden 12 Schülerinnen in den zwei Kleinklassen unterrichtet werden (sechs Volks- und sechs Hauptschülerinnen). Fünf Kinder, die derzeit halbintern im bfz sind, können somit in ihren Heimatbezirk reintegriert werden. Sieben Kinder, die aus dem Bezirk kommen, werden ebenfalls ab Herbst in der VS/HS beschult werden. Zwei davon sind Schulanfänger, für vier weitere erfolgt der Wechsel in die
Hauptschule. Würde dieses Projekt in Kühnsdorf nicht umgesetzt werden, hätten die Eltern, aufgrund des bisher mangelnden Angebotes an Kleinklassen, Nachmittagsbetreuung und therapeutischer Versorgung im Bezirk, ihre Kinder auch nach Klagenfurt ins bfz geben müssen. „Mit dem Fest dient dazu sich gegenseitig kennenzulernen, um so im Herbst ohne Unsicherheiten oder Ängste ins neue Schuljahr zu starten. Es sollen sich aber auch die Eltern und Lehrer begegnen können, denn der Hauptanteil an der Integrationsarbeit geht von ihnen aus, indem sie Vorurteilen, Problemen oder Fragen entsprechend positiv auf die Kinder und Jugendlichen einwirken können“, sagte Ragger.
REGIONALES
Im Rahmen des Europafrühstücks wird Schülern und Jugendlichen der Europäische Freiwilligendienst (EFD) vorgestellt. Der EFD bietet Jugendlichen zwischen 16 und 30 Jahren die einzigartige Möglichkeit, in ein anderes Land zu reisen und fremde Kulturen zu entdecken. „Da vielen Jugendlichen die Fördermöglichkeiten durch die EU nicht bekannt sind, stellen wir dieses Programm in regelmäßigen Abständen vor. Zur Zielgruppe gehören aber auch Lehrlinge und Jugendliche, die vor der Entscheidung Arbeit oder Studium stehen“, teilte Bildungs- und Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch beim EU-Frühstück in der Berufsschule Klagenfurt mit. Absolviert werden kann der EFD in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU sowie in Island, Norwegen, Liechtenstein und Türkei. Weiters in allen Nachbarländern Europas mit dem Schwerpunkt Osteuropa, Südeuropa und Mittelmeerraum“, so der Jugendreferent.
Besondere Menschen wurden beim Sommerfest im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Roten Kreuzes Feldkirchen geehrt. Landeshauptmann Gerhard Dörfler hatte für sie drei „Kärntner Lorbeeren“ mitgebracht. „Ihr seid unermüdliche Vorbilder und setzt eure ganze Energie für andere ein“, dankte der Landeshauptmann den Rot KreuzMitarbeiterinnen und -Mitarbeitern. Mit Dörfler gratulierten u. a. LAbg. Jutta Arztmann, Bgm. Robert Strießnig, Primar Richard Gaugeler, RKVizepräsident Felix Fuchs, RK-Bezirksstellenleiter Thomas Kraiger und Anita Dörfler.
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Im Gemeindekindergarten Frauenstein wurde das 20-Jahr-Jubiläum mit einem schönen, bunten Fest gefeiert. Probst Helmut Tuschar zelebrierte einen Jubiläumsgottesdienst, den die Kinder mitgestalteten. Sie hatten für den Probst auch eigens eine Kinderstola gestaltet. Landeshauptmann Gerhard Dörfler sagte, dass der Kindergarten Frauenstein ein buntes Netzwerk des Lebens sei. Er verwies auf den großen Zusammenhalt zwischen Familien, Gemeinde, Kindergarten und Schule: „Ihr seid eine kleine Gemeinde mit großem Herz.“ Vom Landeshauptmann gab es für die Kinder Turnschuhe, die Kindergärtnerinnen um Leiterin Daniela Auswarth bekamen einen Gutschein für ein Essen.
Die zweiklassige Volkschule am Weißensee wurde von Bildungs- und Naturparkreferent LHStv. Uwe Scheuch, vom Naturpark Vorsitzenden Franz Schier, dem Weißenseer Bürgermeister Johann Weichsler, dem Präsidenten des Verbandes der Naturparke Österreichs (VNÖ) Wolfgang Mair zur Naturpark Schule ernannt. „Als zuständiger Naturpark- und Bildungsreferent des Landes Kärnten freut es mich wirklich sehr, dass die Volksschule Weißensee den Weg zum Naturpark eingeschlagen hat. Gerade in den ländlichen Regionen Kärntens ist es wichtig, die Schulstandorte zu erhalten. Die Schule ist auch für die Schüler ein wichtiger Ort an dem sie mit ihrer näheren Umgebung vertraut gemacht werden. Je enger die Bindung an die Heimat umso geringer die Abwanderungstendenzen“, erklärte LHStv. Uwe Scheuch in seiner Ansprache.
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LESERBRIEFE
110-kV-Leitung in Villach Die SPÖ will mit ihrer künstlichen Aufregung um die Wortwahl bei der Regierungssitzung nur von einem Faktum ablenken: Landesrätin Prettner hat bei diesem Projekt der 110KV-Leitung offensichtlich völlig versagt. Offenbar war sie aufgrund ihres Scheiterns sogar so ver-
zweifelt, dass die Privatperson Prettner der Landesrätin Prettner einen Protestbrief schreiben musste.
Verantwortung
Parteiförderung
Frau Umweltlandesrätin Prettner, die der Kärntner Bevölkerung kürzlich via Pressekonferenz erklärt hat, dass sie ein Studium absolviert hat und daher nicht peinlich und kein Hascherl ist, kann ihre fachliche Kompetenz am besten beweisen, indem sie ihre „Baustelle“ 110-KVLeitung angeht und löst! Da führt kein Weg vorbei, und es hilft auch nicht, anderen die Verantwortung zuzuschieben. Als ressortzuständige Umweltreferentin sind sie selbst in der Verantwortung!
Wie hat man Kärnten für die Erhöhung der Parteienförderung damals geprügelt. Meiner Erinnerung nach ging es da um 10 Prozent mehr. Aber wenn SPÖ und ÖVP auf Bundesebene eine Verdoppelung der Förderung beschließen, geht das fast unter.
Alexander Wallner Villach
Emil Burger per E-Mail
Ich denke, diese Tatsache dürfte eigentlich als peinlich bezeichnet werden. Heidraut Waldner Villach
Es wäre interessant, was die ach so anständigen Chefs der Kärntner Oppositionsparteien, die auf Bundesebene da genauso davon profitieren, nämlich SPÖ Kaiser und der Grüne Frey, dazu sagen….
Frauenimage leidet unter Prettners Auftritt! Eine Schande für alle erfolgreichen Frauen ist die Art und Weise, wie sich Landesrätin Dr. Beate Prettner nach dem Eklat in der Sitzung der Kärntner Landesregierung verhält. Statt ihren fachlichen Fehler einzugestehen, spielt sie die leidende arme Frau. Es stimmt, dass sich ihre männlichen Regierungskollegen vielleicht ein wenig zu hart ausgedrückt haben, aber eine starke und erfolgreiche Frau steht über den Dingen und stellt sich nicht selbst wie das schwache Rehlein dar. Das Frauenimage leidet unter solchen Frauenlandesrätinnen. Corinna Fischer, Feldkirchen
Arbeit der Kärntner Landesregierung Wieso lese ich in den Kärntner Zeitungen nie etwas über positive Projekte der Kärntner Landesregierung? Weil es sie nicht gibt, könnte man meinen. Komischerweise lese ich allerdings in anderen Bundesländerzeitungen und in überregionalen Blättern immer wieder über gute und wirksame Maßnahmen, die in Kärnten umgesetzt werden. Ent-
weder ist der Blick von außen ein objektiverer als der interne der Kärntner Journalisten, oder aber man schreibt bewusst nur negative Schlagzeilen, statt auch ausgewogen zu berichterstatten. Beides wirft ein eigentümliches Bild auf die Kärntner Medienlandschaft. Christopher Winter per E-Mail
Rauer Wind in der Politik Der Wind in der Politik ist ein rauer. Das müsste auch LR Prettner bewusst gewesen sein, als sie ihr Regierungsamt angetreten hat. Einen Kuschelkurs gibt es für Frau Prettner vielleicht zuhause, aber nicht an ihrem Arbeitsplatz. Professionalität sowie Fachkompetenz sind im politischen Amt gefragt! Dafür bekommt sie ja auch ein hohes Salär vom Steuerzahler. Elisabeth Mosser, Weißbriach
Akademikerin ist nicht peinlich! Die Aufführung von SPÖLandesrätin Beate Prettner und ihrem Parteiobmann im Zuge einer eilends einberufenen Pressekonferenz war wirklich theaterreif und ich bin mir sicher, dass sich wohl einige SPÖFunktionäre bei dieser inszenierten „Empörung“ nicht ganz wohl gefühlt haben. Denn Frau Prettner erklärte der staunenden Zuhörerschaft sinngemäß nicht peinlich zu sein. Immerhin sei sie - wie viele andere nicht – Akademikerin! Ob Frau Prettner die fachliche Kompetenz als Umweltreferentin in der
Causa 110 kV-Leitung – die ihr offensichtlich in der Regierungssitzung von ihren Kollegen abgesprochen wurde - fehlt oder nicht, sei dahingestellt. Es sei nur erwähnt, dass es auch eine „emotionale Intelligenz“ gibt! Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen… Außer, dass sich viele in diesem Land wünschen, von solchen Skandalisierungsmätzchen verschont zu werden. Kajetan Glantschnig Kühnsdorf
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GESUNDHEIT
T h e m e n d e r Wo c h e : Informationsveranstaltung im Krankenhaus der Barmherzigen Br端der St. Veit/Glan:
Das Wunder Darm Vortrag von OA Dr.Volker Tomantschger im Kulturzentrum St. Stefan/Gailtal:
Dankbar f端r ein besseres Leben
E LAG+ I E en SB EITrausnehm H D He SUN+ Zum GE
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GESUNDHEIT
Reger Andrang auf der Fachausstellung.
Fotos: © blickpunkt
Das Wunder Darm Was lässt sich gegen Darmerkrankungen tun? Dieser Frage gingen Medizin-Experten und eine Vielzahl von Interessierten im Rahmen der Informationsveranstaltung „Tag der Darmgesundheit“ nach. Neben Europas größtem Darmmodell informierte man sich bei interessanten Vorträgen und einer Fachausstellung. Die Verleihung des „Goldenen Darm“-Preises mit einem 1.000 Euro Scheck an die Selbsthilfegruppe für chronisch entzündliche Darmerkrankungen war eines der Highlights.
brennen hört, wird man automatisch sensibilisiert. Vor allem waren uns chronisch immer wiederkehrende Entzündungen im Darm ein besonderes Anliegen, da Patienten oft zu lange unnötigen leiden, da diese meist zu spät erkannt und behandelt werden,“ so Primar Dr. Franz Siebert, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder St. Veit/Glan. Den Besucherinnen und Besuchern gab der Tag der Darmgesundheit die Chance, mit ExpertInnen persönlich ins Gespräch zu kommen. Eine Fachausstellung zur Magen-Darm-Gesundheit bot umfangreiche medizinische Informationen. Ergänzt wurde dazu das Programm durch eine Reihe von Fachvor-
Beim Tag der Darmgesundheit am 30. Juni in St. Veit/ Glan konnte mit dem größten Darmmodell Europas anschaulich das Thema Darmerkrankungen Laien wie auch SpezialistInnen näher gebracht werden. In einer Höhle umgeben von Muskeln, Gewebe und Darmschleimhaut befühlten die Interessierten Polypen und informierten sich über die verschiedenen Stadien von Darmerkrankungen. „Prävention stand bei dieser Veranstaltung an oberster Stelle. Wenn man über Probleme und Behandlungsmöglichkeiten von Übergewicht, mögliche Spätfolgen bei Speiseröhrenentzündung durch Sod-
Im Bild von links nach rechts: Gerhard Mock, Bürgermeister St. Veit/Glan, OA Dr. Hans Peter Gröchenig, Pater Prior Paulus Kohler, Rechtsträgervertreter KH Barmherzige Brüder St. Veit/Glan, Prim. Dr. Franz Siebert, EOA Dr. Wolfgang Plieschnegger, Interne Abteilung KH BB St. Veit/Glan.
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GESUNDHEIT
Das Darmmodell. trägen – zum Beispiel zu gesunder Ernährung, Darmkrebsvorsorge und Therapie von Erkrankungen. Für kulinarische Genüsse sorgten Köche aus der Region. Große und kleine Gäste konnten ihr „endoskopisches“ Können unter Beweis stellen und bei einem Geschicklichkeitsbewerb ihr Glück versuchen und u.a. wertvolle Uhrenpreise von Jacques LeMans erwerben. Eine Preisverleihung für besondere Verdienste im Bereich Darmgesundheit rundete die kostenlose Infor mationsveranstaltung ab. Übergeben wurde der Preis „Goldener Darm“ sowie ein Scheck über 1.000 Euro an die Österreichische Morbus Crohn-Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) für ihre Unterstützung von PatientInnen, die an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden.
viele Darmerkrankungen sind vor allem Vererbung, unausgewogene Ernährung oder Umweltfaktoren wie Stress verantwortlich“, erklärt Dr. Hans Peter Gröchenig, Darmspezialist der Abteilung Innere Medizin in St. Veit/Glan. Das zentrale Problem bei Darmerkrankungen ist, dass die PatientInnen zu spät zur Diagnose kommen. Zum Beispiel entwickelt sich Krebs häufig aus – zunächst gutartigen – Polypen im Darm. Werden diese rechtzeitig entfernt, kann die Häufigkeit von Darmkrebs um 90 % gesenkt werden. „Mit einer Darmspiegelung können Polypen rechtzeitig aufgefunden und entfernt werden. Mit dem Infor mationstag wollten wir auch Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig die regelmäßige medizinische Un-
tersuchung im Sinne von Prävention ist“, so Siebert.
Medizinische Vorsorge: neue, sanfte Methoden Die „sanfte“ Darmspiegelung gestaltet sich heute wesentlich angenehmer für die PatientInnen als noch vor einigen Jahren. Sie erhalten vorab bereits ein beruhigendes und krampflösendes Medikament, das etwaige Schmerzen reduziert. Besonders ab dem 50. Lebensjahr soll-
5.000 Darmkrebserkrankungen pro Jahr Wie brisant das Thema ist, zeigt die Statistik: Rund 5.000 Österreicherinnen und Österreicher erkranken jährlich an Dickdarmkrebs – und rund die Hälfte stirbt daran. Doch was sind die Ursachen und wie kann man sich schützen? „Für
Endoskopischer Geschicklichkeitsbewerb.
te die Darmspiegelung regelmäßig im Rahmen der Vo r s o r ge u n te r s u c h u n g stattfinden, da die Wahrscheinlichkeit für Darmkrebs ab diesem Alter ansteigt.
Gesundheit geht auch durch den Magen Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig, um Darmkrebs vorzubeugen. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel spielen eine wichtige Rolle. „Ballaststoffe binden krebserregende Stoffe im Stuhl, so dass sich Schadstoffe nur kurz im Darm aufhalten“, erklärt Siebert. Obst und Gemüse, Getreide, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte verhelfen zu einem gesunden Bauchgefühl. Hinzu kommt: Ohne Fleiß, kein Preis. Sport und ein gesunder Lebensstil – sprich: kein Nikotin und geringer Alkoholkonsum – stärken den Körper und das DarmWohlbefinden.
14 KärntnerNachrichten I 6. Juli 2012
GESUNDHEIT
Dankbar für ein besseres Leben Gibt es ein Zaubermittel gegen Parkinson? Mehr als 100 Parkinson-Betroffene interessierten sich für OA Dr. Tomantschgers Antwort auf diese Frage und trafen sich am vergangenen Samstag im Kulturzentrum St. Stefan/ Gailtal zum Erfahrungsaustausch. Irgendwann kommt fast jeder Parkinson-Betroffene in die Situation, dass seine Medikamente nicht mehr den gewünschten Therapieerfolg bringen. So auch die PatientInnen der Gailtal-Klinik in Hermagor, Kärntens Kompetenz-Zentrum für neurologische Rehabilitation. Manche von ihnen waren stark in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, konnten ihren gewohnten Hobbies nicht mehr nachgehen, sich nicht selbständig versorgen und waren auf die Pflege ihrer Angehörigen angewiesen. Dank eines innovativen Therapiekonzepts, mit dem OA Dr. Volker Tomantschger sie in der Gailtalklinik behandelt, können einige Betroffene nun wieder selbständiger am Leben teilnehmen. „Obwohl viele PatientInnen mit dieser Therapie gute Verbesserungen erzielen und an Lebensqualität gewinnen, ist es kein Zaubermittel. Die Krankheit kann nicht geheilt oder gestoppt werden, nicht alle störenden Symptome sprechen bei allen Betroffenen gleich gut an“, so OA Dr Tomantschger. „Allerdings besteht für fast alle Patienten die Chance, die Lebensqualität zu verbessern und das Leben wieder zu genießen.“ Ein paar Tipps, um die Krankheit zu akzeptieren gibt der empathische Arzt in seinem Vortrag auch: „Üben Sie sich in Gelassenheit! Lassen Sie sich antreiben, organisieren Sie alles Ihrem persönlichen Tempo entsprechend. Und lernen Sie das Nein-Sagen!“ Wie funktioniert die Therapie und worin liegen die Vorteile? Dr. Tomantschger: Das innovative Thera-
Bei welchen Parkinson-Patienten ist der Einsatz der Pumpentherapie angezeigt? Dr. Tomantschger: Für Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien, die grundsätzlich auf L-Dopa (z.B. Madopar, Sinemet oder Stalevo) ansprechen, jedoch unter schweren motorischen Wirkungsschwankungen mit guter und schlechter Beweglichkeit und unwillkürlichen Bewegungen leiden, wenn verfügbare Kombinationen von Parkinson-Medikamenten nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen geführt haben. Voraussetzung ist eine gute Mitarbeit von Seiten des Betroffenen und der Angehörigen.
OA Dr. Volker Tomantschger. piekonzept besteht aus einer tragbaren, Computer-gesteuerten Pumpe, die über eine so genannte PEG-Sonde durch die Bauchhaut kontinuierlich L-Dopa in den Dünndarm liefert. L-Dopa ist ein altbewährtes Medikament, das bereits seit langem in Tablettenform zur Verfügung steht. Das Besondere an der Therapie ist, dass die Dosis über den Computer individuell steuerbar ist, d. h. eine schnelle Anpassung kann jederzeit durchgeführt werden. Die Therapie sorgt somit für stabile Blut- und Gehirnkonzentrationen von L-Dopa und damit für eine kontinuierliche Linderung der Parkinson-Beschwerden.
Wie lange wirkt die Pumpentherapie, gibt es Altersgrenzen für den Einsatz? Tomantschger: Es ist derzeit keine zeitlich begrenzte Wirkdauer dieses Therapiekonzeptes bekannt. Gewisse Kriterien - unabhängig vom Alter – müssen allerdings erfüllt sein. Bei jeder Kontrolle werden die Indikation und die Wirksamkeit der Therapie überprüft. Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit der Pumpentherapie? Tomantschger: Ich konnte bisher 42 PatientInnen auf dieses Therapiekonzept einstellen. Bei vielen von ihnen zeigten sich rasch deutliche, bei einigen wenigen musste die Therapie auf Grund diverser Umstände allerdings auch wieder abgebrochen werden.
6. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 15
SERVICE Money Maker sorgt für spezielle Art der Abkühlung
Jetzt wird im Geld geduscht er Regen zeigt sich nun in seiner schönsten Form, nämlich als Geldregen. Seit Montag, den 2. Juli 2012, regnet es in der „Money Maker“ Gelddusche täglich um 19.20 Uhr in ORF 2 für jeweils 30 oder – heuer neu – vielleicht sogar 40 Sekunden Geld. Das beliebte Sommer-Rubbellos „Money Maker“ gibt es ja schon seit einigen Wo c h e n wieder in a l l e n
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Vertriebsstellen der Österreichischen Lotterien. Den Reiz des „Money Maker“ Rubbelloses bildet die Chance, in der Geldscheffel-TV-Show aufzutreten. In der heißen Gelddusche heißt es dabei zwar kühlen Kopf bewahren, zuvor allerdings ein glückliches Händchen zu beweisen, denn: Jeder Kandidat muss vor Eintritt in die Gelddusche eine von drei Karten ziehen. Je nach gezogener Karte darf er • 30 Sekunden Geld scheffeln • 30 plus 10 Sekunden zusätzlich (also 40 Sekunden) Geld scheffeln • 30 Sekunden scheffeln und mit verdoppeltem Gewinn
Die KN immer schon donnerstags: www.kaerntnernachrichten.at
Wer drei ORF-Symbole aufrubbelt, dem ist der Eintritt in die Gelddusche und das Geld-Scheffeln vor laufender Fernsehkamera sicher. Wer drei Lose mit je zwei ORF-Symbolen an
„Money Maker“, 1038 Wien, Postfach 50, einsendet, nimmt an den Ziehungen zur Ermittlung weiterer Kandidaten für die Geldscheffel-TV-Show teil. Geld-geduscht wird von Montag, den 2. Juli bis Sonntag, den 26. August 2012. Alexander Rüdiger präsentiert die TV-Show täglich um 19.20 Uhr in ORF 2.
Ziehung vom Do., 28. 06. 2012
VO R S C H AU
( G e w i n n - Ve r d o p p l e rKarte) nach Hause gehen
So kommt man in die Gelddusche
42339 Ziehung vom Fr., 29. 06. 2012
28442 Ziehung vom Sa., 30. 06. 2012
91611 Für den Bereich der Kärntner Landesverwaltung ist in der Kärntner Landeszeitung vom 5. Juli 2012 folgende Planstelle ausgeschrieben:
Bezirkshauptmannschaft Spittal/Drau Eine Planstelle im „Gehobenen Technischen Dienst“ Bewerber/innen um diese Planstelle haben nachzuweisen: Abschluss einer Höheren Technischen Lehranstalt der Fachrichtung Hochbau, gute EDV-Anwenderkenntnisse, Führerschein der Klasse B. Erwünscht: Kenntnisse der bautechnischen Vorschriften und den damit verbundenen Gesetzen und Normen, Erfahrung in der Erstellung von Stellungnahmen und Gutachten, Kenntnisse in Brandschutzangelegenheiten, Kenntnisse in Schall-/Schwingungstechnik, einschlägige Berufserfahrung.
Ziehung vom So., 01. 07. 2012
97774 Ziehung vom Mo., 02. 07. 2012
15896 Ziehung vom Di., 03. 07. 2012
Weitere Details sind im Internet unter der Adresse www.ktn.gv.at (Service Stellenausschreibungen) sowie unter der Telefon-Nr.: 050 536-10324 zu erfahren.
47686
27. Runde 2012 1: GIF Sundsvall– Atvidabergs X 2: Syrianska FC– Djurgaarden IF 1 3: Gefle IF– GAIS Göteborg 1 4: AIK Stockholm– BK Häcken 1 5: IF Elfsborg– Mjällby AIF 1 6: IFK Norrköping– Kalmar FF 1 7: Honefoss– Brann Bergen X 8: Tromsö IL– Sogndal IF 1 9: Sandnes Ulf– Valerenga X 10: Aalesunds FK– Viking Stavanger 1 11: Odd Grenland– Haugesund X 12: Rosenborg Trondheim– Molde BK 1 Spiel 1-4 TOTO-Torwette
1 2 X 1 1 1 2 1 2 2 X 1
16 KärntnerNachrichten I 6. Juli 2012
WIRTSCHAFT
m Süden der Stadt Villach hat die KELAG Netz GmbH das Umspannwerk Auen errichtet und in Betrieb genommen. Es dient der sicheren Versorgung von Infineon und des aufstrebenden Gewerbegebietes im Süden von Villach.
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Dieses Gebiet ist bisher über die Umspannwerke Seebach und Warmbad versorgt worden, Infineon über ein eigenes Umspannwerk. In den vergangenen Jahren haben sich im Süden von Villach zahlreiche Unternehmen angesiedelt, viele Betriebe sind erweitert worden. Es ist zu erwarten, dass sich das Gebiet weiter dynamisch entwickelt und der Strombedarf weiter zunimmt.
Ausreichende und sichere Stromversorgung Mit dem neuen Umspannwerk Auen und den zusätzlichen Verbindungen mit dem bestehenden 20-kV-Netz in der Stadt Villach kann dieses Gebiet weiterhin ausreichend und sicher
versorgt werden. „Der Stromverbrauch steigt und im Fall von Störungen und Instandhaltungsarbeiten haben wir mit dem neuen Umspannwerk mehr Schalt mög lich keiten für eine unterbrechungsfreie Versorgung unserer Kunden“, sagt Herbert Fuchs, Geschäftsführer der KELAG Netz GmbH.
K U R Z NO T I E RT Kelag und Infineon investierten insgesamt rund fünf Millionen Euro in das neue Umspannwerk Auen und die Einbindungen der 110-kV- und 20-kV-Leitungen.
Foto: Assam/Kelag
Neues Umspannwerk Villach-Auen in Betrieb
Infineon ist schon bisher über das 110-kV-Netz versorgt worden. „Mit dem neuen Umspannwerk bestehen auch für Infineon mehr Schaltmöglichkeiten auf der 110-kV-Ebene“, erläutert Fuchs. „Das gewährleistet die Sicherheit der Versorgung von Infineon bei Revisionsarbeiten und Umbauten.“ Nähere Infos: www.kelagnetz.at
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6. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 17
WIRTSCHAFT
Landeshauptmann Dörfler gratulierte Familie Zauchner zum Jubiläum
80 Jahre Gasthof „Bärnwirt“ und Transportunternehmen it einem großen Fest wurde vergangenen Samstag, in Sirnitz das 80. Firmenjubiläum des Gasthofs „Bärnwirt“ und der Transportunternehmens der Familie Zauchner gefeiert. Als Gratulant stellte sich Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit einer Dank- und Anerkennungsurkunde ein.
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Dörfler lobte den Familienzusammenhalt der Zauchners, ihre Bodenständigkeit und Erdigkeit. Den „Bärnwirt“ bezeichnete er als wichtigen Treff- und Mittelpunkt im Ort. Der Landeshauptmann konnte
gleichzeitig zum Firmenjubiläum Wirtin Christine Zauchner zum 55. Geburtstag gratulieren. Besonders würdigte er Seniorchefin Huberta Zauchner, die immer noch im Betrieb mitarbeitet. Sie stammt wie Dörfler aus DeutschGriffen und ist ihm wie die ganze Familie schon seit Jahren bestens bekannt. Über die Geschichte des vor 80 Jahren gegründeten „Bärnwirts“ und des Transportunternehmens referierte Landesarchivsdirektor Wilhelm Wadl. Das Gasthaus wird von Johann und Christine Zauchner
LH Gerhard Dörfler stieß mit einem Glas Wein auf Firmenchef Zauchner an.
mit Seniorchefin Huberta geführt, das Transportunternehmen von Kurt und Lydia Zauchner. Zum Firmenjubiläum gratulierte auch der Bürgermeister
der Gemeinde Albeck, Siegfried Unterweger. „Die Eigenverantwortung und die tägliche Leistungsbereitschaft der Unternehmerfamilie sind die Basis für einen gesunden Betrieb und für eine 80jährige Geschichte“, sagt der Landesrat für den Ländlichen Raum, Achill Rumpold, beim Besuch der Familie Zauchner. Das Fest wurde von der Trachtenkapelle Sirnitz, vom Gemischte Chor Sirnitz und von den Jagdhornbläsern Diana mitgestaltet. Zudem trat Marco Ventre mit seiner Band auf.
18 KärntnerNachrichten I 6. Juli 2012
WIRTSCHAFT
Eine junge, innovative Brauerei startet durch LH Dörfler besuchte „Wimitzbräu“ in Kraig. Ihren Traum von der eigenen Brauerei mit Bio-Bier haben die vier St. Veiter Josef Habich, Harald Moshammer, Erich Eibensteiner und Josef Jost gemeinsam mit dem bayrischen Braumeister Andreas Miller 2011 umgesetzt. Ihr „Wimitzbräu“ in Kraig besuchten kürzlich Bier-Experte Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der Bürgermeister der Gemeinde Frauenstein, Karl Berger, und Probst Helmut Tuschar. Dem Landeshauptmann, der bekanntlich selbst erfolgreich in der Bierbranche tätig war, war es ein Anliegen, das engagierte Team und das junge, innovative Unternehmen zu besuchen. „Ihr entwickelt hier mit großer Hingabe ein heimisches Produkt. Ich freue mich, dass ihr euer Bier nach der Wimitz benannt habt“, sagte er zu den Brauern. Kennengelernt hatte er das Quintett
bereits im Vorjahr am St. Veiter Wiesenmarkt, wo es zum allerersten offiziellen „Wimitzbräu“-Bieranstich geladen hatte. „Wimitzbräu“ wird völlig naturbelassen (ohne Filtration und Pasteurisierung) abgefüllt und ist drei Monate haltbar. Man kann es in einigen Geschäften kaufen und auch mehrere Wirte schenken es bereits aus. 4.000 Halbliterflaschen werden derzeit pro
Gartenbau Pichler-Koban: Vorbildlicher Betrieb ei einem Betriebsbesuch besichtigte Finanzreferent LR Harald Dobernig gemeinsam mit dem Veldener Gemeindevorstand Markus Kuntaritsch den Gartenbaubetrieb Pichler-Koban in Göriach. „Dieser Veldener Traditionsbetrieb hat sich vorbildlich entwickelt, im Laufe der Zeit kontinuierlich erweitert und ist heute ein wichtiger Arbeitgeber in der Marktgemeinde Velden am Wörthersee“, betonte Dobernig. Durch den Betrieb wurde er von Hei-
B
delinde Pichler-Koban und Felix Pichler-Koban geführt. Eine erste gärtnerische Nutzung begann die Familie Pichler-Koban im Jahr 1920. Mit der zunehmenden touristischen Entwicklung wurden die Gemüsebauflächen immer mehr reduziert, zugleich nahm die Zierpflanzenproduktion stetig zu.1969 wurde das jetzige Blumengeschäft im Zentrum von Velden von der Gemeinde gepachtet. Ein weiterer Ausbau und Erweiterung erfolgte im Jahr 2006, sodass die Gärtnerei heute über ein Verkaufshaus, neun Gewächshäuser, vier Folienblöcke sowie eine große Freilandfläche verfügt und 12 Mitarbeiter beschäftigt. Weiter Infos unter: www.pichler-koban.at
Woche abgefüllt. Das Wasser für das Bio-Bier wird übrigens aus einer besonderen Quelle gewonnen. Viele sagen ihr heilende Kräfte nach und kommen oft von weit her, um das Wasser zu holen. Die Brauerei plant auch, ein eigenes Sommer-Weizenbier auf den Markt zu bringen. Zur entsprechenden Verkostung war der Landeshauptmann während seines Besuches eingeladen.
St. Veit: Einkaufsnacht – Die Nacht in Weiss 2012 m Freitag, dem 6. Juli, findet heuer wieder die beliebte Einkaufsnacht unter dem bereits zur Tradition gewordenen Motto „Die Nacht in Weiß“ statt. Shoppingvergnügen mit Unterhaltung für Groß und Klein sind von 18 bis 22 Uhr garantiert. Einkaufen und bummeln und Köstlichkeiten genießen! St. Veit hüllt sich am Freitag, dem 6. Juli, in eine weiße Silhouette. Unter dem Motto „Die Nacht in Weiß“ veranstaltet die St. Veiter Kaufmannschaft und Gastronomie heuer wieder die beliebte Einkaufsnacht, die bereits zur Tradition geworden ist. Spezielle Angebote in den Geschäften und der Gastronomie, die Atmosphäre der in weiß gehüllten Innenstadt, die zahlreichen weiß gekleideten Besucher, die sommerlichen Temperaturen sowie die einzigartige Möglichkeit am Abend einzukaufen, untermalt von musikalischen Acts – das macht die Einkaufsnacht in St. Veit zu einem zauberhaften Erlebnis.
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Beginn ist um 18 Uhr!
6. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 19
WIRTSCHAFT
LR Dobernig: Neue Recycling-Linie der Kruschitz-Gruppe startet ab Juli
KR Kunststoff-Recycling startet Recycling von Kunststofffolien ie KR Kunststoff-Recycling GmbH in Kühnsdorf startet ab Juli mit dem Recycling von Kunststofffolien. Das gab Finanzreferent LR Harald Dobernig bekannt.
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„Die KR Kunststoff-Recycling GmbH mit Sitz in Kühnsdorf ist ein Joint Ven-
ture der Firma Kruschitz und der HNAT GmbH aus Niederösterreich. Damit kann die Firmengruppe Kruschitz, die seit 1976 in der Recycling-Branche tätig ist und sich seit 1990 mit der Verarbeitung von Kunststoffabfällen beschäftigt, ein Gesamtangebot im Kunststof f-Recycling be -
reich anbieten. Es freut mich, dass auch 35 neue Arbeitsplätze entstehen“, LR Harald Dobernig. Mit der neuen LD-PE (low
F I R M E NG E S C H I C H T E Seit über 50 Jahren arbeitet die Firma Kruschitz an Lösungen für ein zeitgemäßes Recycling von Abfällen. Mit der Eröffnung des zweiten Werkes in Kühnsdorf haben hat das Unternehmen im Jahr 2008 nochmals vergrößert. 1959: Gründung der Firma Kruschitz in Klagenfurt 1960: Übersiedlung nach Völkermarkt, Eröffnung der ersten Agip-Tankstelle in Österreich 1966: Errichtung eines Lagerplatzes für Altstoffe in Völkermarkt 1990: Bau der Recycling-Anlage in Haimburg 1999: Erwerb der PET-Recyclinganlage im Industriepark Völkermarkt 2003: Gründung der Firma „OVOPET“ 2004: Gründung der Firma „Plastcompound“ 2006: Inbetriebnahme der „Bottle to Bottle“-Anlage 2008: Erweiterung des Unternehmens um das „Werk 2“ in Kühnsdorf 2009: Inbetriebnahme von 2 neuen Waschanlagen inklusive Extrudern im Werk 2. Erwerb und Inbetriebnahme einer neuen PET Aufbereitungsanlage
densitiy Polyethylen) Recyclinganlage werden Kunststofffolien recycelt, die in den bisherigen Produktionslinien der KruschitzGruppe nicht verarbeitet werden konnten. Bei diesem Verfahren entsteht hochwertiges Foliengranulat, das zum Beispiel für die Produktion von Müllsäcken verwendet wird. Investiert wurden in die Recyclinganlage für LD-PE Folien rund 3,2 Mio. Euro, unterstützt wurde das Projekt aus KWF-, Bundes-, und EU-Mitteln. Seitens der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) wurde die Ansiedelung des niederösterreichischen Partners betreut.
LR Dobernig mit GF Werner Kruschitz und GF Siegfried Unterberger beim Betriebsbesuch der Firma KR KunststoffRecycling.
Weitere Infos unter www.kruschitz-plastic.com
20 KärntnerNachrichten I 6. Juli 2012
WIRTSCHAFT
Woche Weinverkostung im Stift St. Georgen am Längsee ei der 4. Woche Weinverkostung, die zum 2. Mal im Stift St. Georgen am Längsee stattfand, nahmen viele prominente Gäste teil. Horst Wild vom Weinverband Kärnten be-
B
richtete stolz, dass der Kärntner Weinbau, der vor 40 Jahren durch Familie Gartner begonnen wurde, bereits mehr als 55 Ha Rebfläche vorweisen kann und auch bereits im Aus-
Dirndlkönigin Karin Rattenberger, Horst Wild und Lederhosenkönig Robert Lassernig land sehr anerkannt ist. Über 100.000 Flaschen Kärntner Wein wurden im vorigen Jahr verkauft. LH Dörfler, Horst Wild, der Obmann des Kärntner Weinbauverbandes und Gert Leitner. Chefredaktion Kärntner Woche. Fotos: Anna-Maria Kaiser.
Die Gewinner bei der Weinverkostung waren: 1.
Gerald Neumaier aus Feldkirchen mit Chardonney, 2. Adolf Hriebernig aus Wutschein mit Muskateller und 3. Josef Math aus Wutschein mit Blauburger von der Seewiese Klagenfurt.
22 KärntnerNachrichten I 6. Juli 2012
Der Kindergarten Feffernitz hat erst kürzlich das 10-Jahrjubiläum nach dem Umbau gefeiert. LAbg. Hannes Anton war auch bei der Jubiläumsfeier dabei und übermittelte die Grüße vom Kindergartenreferenten LH Gerhard Dörfler. Vzbgm. Wolfgang Maurer und GR Christian Gasser überbrachten die angekündigten Geschenke. Für die Kinder gab es T-Shirts und passend zum sommerlichen Wetter Wasserbälle, für den Kindergarten einen Scheck über 700 Euro für den Ankauf von Spielsachen. Das Team des Kindergarten Feffernitz erhielt weiters einen Gutschein für die Landeshauptmann-Loge im Stadttheater Klagenfurt. Bei einer gesunden Jause und mitgebrachten Krapfen wurde das Jubiläum mit den Kindern und Betreuerinnen im Kindergarten nochmals kräftig gefeiert.
Nun hat auch die FF Pobersach-Feffernitz von Landeshauptmann Gerhard Dörfler eigene T-Shirts erhalten. LAbg. Hannes Anton und GR Christian Gasser haben die neuen T-Shirts mit dem Feuerwehr Schriftzug in Feffernitz anlässlich der Monatsübung an die FF-Mannschaft unter der Leitung von Kommandant Alfred Amann übergeben. Die T-Shirts sind ein kleines Dankeschön für die ständig freiwillig geleisteten Stunden zum Wohle unserer Gemeindebürger. Im Bild Hannes Anton (2.v.l.), Kommandant Alfred Amann (Mitte) und Christian Gasser.
REGIONALES
Bereits zum 10. Mal fand heuer im Festzelt am Neubruch in Völkermarkt der Dämmerschoppen der Freiheitlichen statt. Wie immer genossen die zahlreichen Gäste die köstlich am Holzkohlengrill zubereiteten Spanferkel. Die Hauptpreise beim Gewinnspiel konnten diesmal Nadine Pitomec und Roman und Barbara Rutter erzielen, wozu ihnen Vzbgm. Gerald Grebenjak herzlich gratulierte. Im Bild Gabi Pitomec, Nadine Pitomec, Hellfried Miklau, Hans und Martina Steinacher (h.v.l.) Barbara und Roman Rutter, Gerald Grebenjak (v.v.l.)
Die Kärntner Nachrichten jetzt im Abo: Hotline: 0463 / 51 15 15 - 0
Den Abschluss der Sporttage bildete das 6. Klagenfurter Inlinehockeyturnier am 23. und 24. Juni in der Sepp Puschnighalle. Es waren starke Teams aus Slowenien, Kroatien und Deutschland am Start, in deren sowie in den Reihen der Österreicher immer wieder hochkarätige Eishockeychraks zu finden waren. Das Turnier gewannen die Favoriten aus Villach rund um Michael Grabner und Michael Raffl. Mit dabei war in Vertretung des Klagenfurter Bürgermeisters sein Bruder GR Günther Scheider. Foto: Florian Bessentheiner.
REGIONALES
6. Juli 2012 I KärntnerNachrichten 23
Meisterlicher SV M&R Feldkirchen feierte mit dem Landeshauptmann! Der SV M&R Feldkirchen lud kürzlich zur großen Meisterfeier auf den Feldkirchner Hauptplatz. Mit dem Titel in der Kärntner Liga geht es nun nach einem Jahr Pause wieder zurück in die Regionalliga Mitte, aus der das Team 2010/11 abgestiegen ist. Sportreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler überreichte als Dankeschön und weitere Motivation eine Nachwuchsförderung in Höhe von 5.000 Euro und zusätzlich die Subvention für die Regionalliga. Der SV Feldkirchen will seinen jungen Weg weitergehen, der Kärntner Meistertitel konnte bis auf einen Spieler mit Fußballern aus dem Bezirk Feldkirchen erkämpft werden. In seinen verschiedenen Mannschaften betreut der Verein zudem 180 Jugendliche. Dörfler dankte und gratulierte dem Verein um Präsident Gottfried Zwatz und Meistermacher Robert Micheu. Er wünschte zudem alles Gute für das besondere Trainingsspiel gegen Austria Wien. „Feldkirchen ist seit Jahrzehnten ein guter Fußballboden mit großer Tradition“, betonte Dörfler und verwies auf die schon unter Hans Salbrechter und Ernst Roth vorangetriebene Spitzennachwuchsförderung. Nun sei in Feldkirchen wieder legendäre Kärntner Sportgeschichte geschrieben worden. Nachdem die Damen des FC Feldkirchen den Kärntner Meistertitel geholt haben, kickte sich auch die Kampfmannschaft des SV M&R Feldkirchen in einem unglaublich spannenden Finale zurück in die Regionalliga.
Auch heuer fand das Kinder- und Familienfest der Freiheitlichen in Eberstein, die „Sonnwendfeier“, mit einem Top-Programm für Kinder, Kinderanimation, zwei Hüpfburgen und einer Kinderpreiseverlosung mit traumhaften Preisen im Gesamtwert von weit über 2000,- Euro statt. Mehr als 50 Kinder machten beim Fackelumzug mit. Das war selbstverständlich auch der Bezirksobfrau LAbg. Wilma Warmuth, LR Mag. Harald Dobernig, Ldtg.-Präs. Josef Lobnig und LAbg. Peter Zwanziger einen Besuch wert.
Beim Bürgerstandl der Freiheitlichen in Völkermarkt mit LTG.-Präs. BO Seppi Lobnig, LAbg. Vzbgm. Gerald Grebenjak, STR Hans Steinacher und BGF Hans Georg Lopar gab es rege Diskussionen zum Thema ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) wobei Bürgerinnen und Bürger durchwegs ihre ablehnende Haltung zum Ausdruck brachten.
www.freiheitliche-ktn.at
24 K채rntnerNachrichten I 6. Juli 2012
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