Skip to main content

Kärntner Nachrichten - Ausgabe 25.2012

Page 1

Nr. 25 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 22. Juni 2012

PROMOTION

Neues Pflegeheim in Afritz eröffnet!

Kürzlich wurde das neue Pflegeheim in Afritz am See feierlich eröffnet. Dr. Dr. Wagner (Bildmitte) erhielt eine Auszeichnung von Bürgermeister und Nationalratsabgeordneten Max Linder (2. v.r.).


II KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

PFLEGE

Pflegeheim Afritz offiziell eröffnet Zu Gast in einem der modernsten Pflegeheime Österreichs.

Zimmer mit Seeblick

Das zu Dr. Dr. Wagner Gesundheit & Pflege gehörende Pflegeheim Afritz am See wurde am 15. 6. 2012 im Rahmen einer feierlichen Eröffnung offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Ehrengäste beeindruckt Grußbotschaften wurden von Nationalratsabgeordneten Bürgermeister Maximilian Linder, Landesrat Mag. Christian Ragger und Bezirkshauptmann Dr. Bernd Riepan überbracht, die in ihren Reden den wachsenden Stellenwert der Betreuung einer immer älter werdenden Gesellschaft mit sich stark ändernden Bedürfnissen ansprachen. Die Pflegedienstleiterin des Pflegeheimes Afritz Brigitte Messner sprach sich für die Verantwortung gegenüber der älteren Generation aus. Gerade hier kann man mit einem der modernsten Pflegeheime im Land punkten. „Denn auf eines kommt es an: Das persönliche Wohlfühlen wird in Afritz zum Erlebnis – bis ins hohe Alter“, betonte Waltraud Kahlhofer, die Leiterin des Pflegeheimes in ihrer Eröffnungsansprache. Dr. Dr. Stephan Wagner, der Eigentümer und Mag. Dietmar Kert, Geschäftsführer der Dr. Dr. Stephan Wagner Gesundheit & Pflege Betriebe, waren mit der Akzeptanz des seiner offiziellen Bestimmung übergebenen Pflegeheimes Afritz mehr als zufrieden.

Anders als andere Pflegeheime: Modernes Konzept mit Zukunft Geführt wird das Haus nach dem modernen Hausgemeinschaftskonzept. In dieser gemeinschaftlichen und familiären Wohnform für ältere Menschen werden Alltagsarbeiten zusammen verrichtet. Die Hausgemeinschaft ist eine bewusste Abkehr vom traditionellen Pflegeheim-Dasein. Die Heimgäste werden in die notwendigen Aufgaben des Tagesablaufes der Wohngemeinschaft aktiv inte-

griert. Diese Alltagstätigkeiten sowie das angebotene Freizeitprogramm sollen die Fähigkeit zur Selbständigkeit erhalten. Ebenso wird darauf Wert gelegt, neue Fähigkeiten zu entdecken beziehungsweise zu erlernen.

Hausgemeinschaft als Großfamilie Wohlfühlen, vertraute Aufgaben verrichten sowie ein liebevolles und engagiertes Mitarbeiter-Team als fixe Bezugspersonen sind das Erfolgsrezept. Innerhalb kürzester Zeit wird das Gruppen-Erlebnis für die Bewohner zur Ersatzfamilie. In dieser Großfamilie werden mit Freude Haushalts- und Alltags-Tätigkeiten verrichtet. Ohne Zwang – aber mit viel Begeisterung und Spaß. Mit Beginn der warmen Jahreszeit erfolgten die Fertigstellung der großzügigen Außenanlage sowie die Bewirtschaftung des hauseigenen Kräutergartens. Im Garten wurden Sitzgelegenheiten, Blumenbeete und auch Hochbeete errichtet. Dies schafft bei vielen Hausgästen Erinnerungen an frühere Zeiten und an den eigenen Garten. Wenn nun die Kräuter geerntet werden, folgt die gemeinsame Verarbeitung in der Küche. Überdies werden die Kräuter zu wertvollen Kräuterölen weiterverarbeitet. Und dass die Bewohner enorm stolz auf ihre Küche und Kräuteröle sind, ist selbstverständlich.

Die besondere Lage des Pflegeheims in unmittelbarer Nähe und Blick zum Afritzer See verschafft den Bewohnern und Mitarbeitern eine angenehme und ruhige Wohn- sowie Arbeitsatmosphäre. Die idyllische Umgebung und die reiner Luft gibt es hier in Afritz wie selten wo. Und das Bewusstsein hier leben zu dürfen – wo andere Urlaub machen – entschädigt für Vieles!

Großzügig und modern Die 25 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pflegeheims – allen voran Heimleiterin Waltraud Kahlhofer und Pflegedienstleiterin Brigitte Messner– sind mit Recht auf eines der modernsten Pflege-Anstalten des Landes stolz. Das Pflegeheim ist mit 63 Einzelzimmern und 6 Doppelzimmern ausgestattet. Auf vier Geschoßen bietet das Gebäude jeglichen Komfort. Einladende Gemeinschaftsräume, die Küche als Kulinarik-Oase, weiters Wäscherei, Friseur- und Fußpflegesalon sowie Kapelle, Bibliothek und ein Gymnastikraum sind im Erdgeschoss untergebracht. Die Pflegestationen, die Schwesternstationen mit Dienstzimmern und Hauswirtschaftsräumen befinden sich in den drei Obergeschoßen. In der gemütlichen Atmosphäre der hell gestalteten Räumlichkeiten fühlen sich die Bewohner wohl und sicher. Alle Zimmer sind barrierefrei angelegt. Das professionell geschulte Personal garantiert eine hohe Qualität und individuelle Pflege.


KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z032986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Armin Kordesch. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

Nr. 25 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 22. Juni 2012

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal

Politwirbel um 110-kV-Leitung!

LH Gerhard Dörfler setzt bei Kelag Verlegung von 14 km Stromleitungen in die Erde durch! S.2 Politischer Schlagabtausch in der Landesregierung: SPÖ-Prettner macht Politik gegen sich selbst!

Schülerzahlen in Kärnten steigen wieder: Im Herbst drücken 5.624 Taferlklassler die Schulbank!

Seite 2

Seite 3


2 KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

THEMA DER WOCHE

Regierung: Schlagabtausch rund um 110-kV-Leitung! Zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen den freiheitlichen Regierungsmitgliedern und der SPÖ-Umweltreferentin Dr. Beate Prettner. Stein des Anstosses war die auf Grund einer Prettner-Entscheidung verhinderte Umweltverträglichkeitsprüfung der Errichtung einer 110-kV-Freileitung in Villach/Maria Gail. Ausser Streit steht, dass das Kelag-Projekt „Netzabstützung Villach Süd“ und damit die Sicherung einer ausreichenden Stromversorgung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Villach unverzichtbar ist. Allerdings haben die betroffenen Anrainer, zu denen auch LR Beate Prettner zählt, ein vitales Recht an einer verträglichen Umsetzung des Projektes. Im Klartext: Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat sich dafür stark gemacht, dass die 110-kV-Leitung in Wohngebieten oder anderen, sensiblen Gebieten in der Erde verlegt und nicht als „Freileitung“ geführt wird. Um das durchzusetzen, wäre allerdings eine

Umweltverträglichkeits prüfung durch die Landesbehörden notwendig. Dafür ist ausschließlich Landesrätin Beate Prettner politisch zuständig. Landesrätin Prettner hat aber sowohl im Juni 2010 als auch nach einer geringfügigen Projektänderung im Oktober 2011 amtlich bestätigt, dass die 110-kVLeitung keiner Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden müsse. Wissend, dass in weiterer Folge die Kelag einen positiven Bescheid nach dem Kärntner Elektrizitätsgesetz erhalten wird und somit die Freileitung grundsätzlich er richten kann, begann Landesrätin Beate Prettner nunmehr

Ein Wort dazu Jeder-“mann“, den es aus seinem angestammten Beruf in die Politik zieht, weiß, was ihn erwartet. Auch Jeder-“frau“ sollte bewusst sein, dass die Politik kein Honiglecken und die Landesregierung kein Mädchenpensionat ist. Frau Dr. Beate Prettner, als Ärztin in ihrer Reputation, Ausbildung und Intelligenz über jeden Zweifel erhaben, hat diese Woche in einem Rigorosum (rigorusus, lat. = streng) gelernt, dass die Politik abseits vom schönen Leben mit VIPEinladungen, dienerhaftem Mitarbeiterstab, Dienstwagen samt Chauffeur und freundlichem Blitzlichtgewitter auch eine rauhe Seite hat, die man zu spüren bekommt, wenn man einen nicht ausbesserbaren Fehler macht und plötzlich einsehen muss, dass die eigene Unterschrift Entscheidungen bewirkt, die von der Bevölkerung empfindlich gespürt werden. Dass man dann ein „politisches Hascherl“ genannt wird, ist ja beinahe noch zärtlich...

gemeinsam mit dem Villacher SPÖ-Bürgermeister parteipolitisch zu agieren. In einem Flugblatt verlangte Prettner nunmehr die Erdverlegung der 110kV-Leitung! „Damit stellte sich Frau Prettner diametral gegen den von ihr selbst genehmigten Bescheid! Sie hat damit praktisch gegen sich selbst Opposition bezogen!“, kritisierte LH Gerhard Dörfler im Gespräch mit den KN: „Das nenne ich zunächst politische Unfähigkeit. Wenn aber Frau Prettner dann versucht,

mir oder meinen Kollegen, die sich nachweislich für die Erdleitung eingesetzt haben, den schwarzen Peter zuzuschieben, dann spreche ich von Peinlichkeit. Mit Lügen kommt man nirgends weit. Schon gar nicht in der Politik!“, poltert der Landeshauptmann, der nunmehr in vorsichtigen Gesprächen mit der Kelag versuchen wird, eine bürgerfreundliche Lösung zu erreichen. Der Landeshauptmann muss also retten, was Landesrätin Prettner verbockt hat.

Verhandlungserfolg für Dörfler: Leitungen werden in Erde verlegt Nach dem mehr als unglücklichen Vorgehen von Umweltlandesrätin Beate Prettner hat Landeshauptmann Gerhard Dörfler Verhandlungen mit der Kelag aufgenommen. Fast 14 Kilometer Stromleitungen im Gebiet Villach-Süd werden verlegt! Obwohl die Kelag dank des Unvermögens von Landesrätin Prettner einen gültigen Bescheid für die Errichtung einer 110-kV-Leitung hat, wurde LH Dörfler „als Bürgeranwalt“ tätig und konnte vorläufig verhandeln, dass fast 14 Kilometer Leitungsnetz im betroffenen Gebiet in der Erde verlegt werden. Dörfler: „Das ist ein echtes Entgegenkommen, das der Kelag rund 1,7

Millionen Euro an Kosten verursacht. Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung der betroffenen Bürger!“ Dörfler unterstrich erneut, dass LR Prettner alle Möglichkeiten gehabt hätte, im Wege einer UVP-Prüfung im Sinne der Anrainer zu agieren. FPK-Frauenchef in Wilma Warmuth sagte: „Frau sein alleine ist zu wenig für die Politik!“


22. Juni 2012 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

Nach Horrorunfall: Resolution an Wien! Aktualisierung der Leitschienensysteme bereits 2010 gefordert – Aktueller Unfall hätte möglicherweise verhindert werden können Der tödliche Unfall eines LKW-Fahrers , bei dem dieser auf der Südautobahn die Leitschiene durchbrach und 15 Meter von einer Brücke abstürzte, veranlasste Landeshauptmann Gerhard Dörfler in der dieswöchigen Sitzung der Kärntner Landesregierung erneut dazu, eine dringliche Resolution an Verkehrsministerin Doris Bures zu richten. „Ich habe bereits am 28. September 2010 eine Resolution an Bundesministerin Bures als oberste Verkehrssicherheitsbehörde und Eigentümervertreterin der Asfinag eingebracht, die bestehenden Absicherungssysteme zu modernisieren. Unsere Resolution und Forderung nach einer Erneuerung der Sicherheitssysteme und der Erreichung einer Rückhaltesicherheit H 2 bis H 4 wurde aber ignoriert, weshalb ich meine

Forderung in dieser dringlichen Resolution erneuert habe. Möglicherweise hätte der aktuelle tödliche Unfall durch dieses Sicherheitssystem verhindert werden können“, erklärt Dörfler. Es müssten sofort sicherheitstechnische Maßnahmen eingeleitet werden – in einem ersten Schritt zumindest auf Autobahnbrücken und danach folgend auf allen Autobahnen. „Wenn es um Menschenleben geht, darf es keine Verzögerung bei Sicherheitsmaßnahmen geben“, so Dörfler.

Horror-Crash: Lauter Ruf nach mehr Sicherheit!

Dringliche Resolution im Wortlaut Es ist festzuhalten, dass die ASFINAG ... in den letzten Jahren zwar teilweise alte Leitschienensysteme ausgetauscht hat. Dieser Austausch erfolgte jedoch noch nicht flächendeckend. Es ist daher möglich, dass • auf Autobahnteilstücken mit älteren Rand- bzw. Mittelstreifensicherungen durch Leitschienen, wie sie auf der A 2 Südautobahn und der A 11 Karawankenautobahn noch bestehen, ein Unfall aufgrund des Durchbrechens der Leitschienen von LKW sich jederzeit wieder ereignen könnte und • Unfälle dieser Art mit tödlichem Ausgang sich durch einen Austausch der Leitschienen analog dem erfolgten Austausch auf der A10 Tauernautobahn und der Erreichung einer Rückhaltesicherheit H 2 bis H 4 verhindern hätte werden können.

LHStv. Uwe Scheuch bei einem Schulbesuch.

Ab 2013 wieder mehr Teferlklassler in Kärnten Über die aktuellen Zahlen des Pflichtschulwesens 2012/13 und über das Kärntner Minderheitenschulwesen informierte kürzlich Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch gemeinsam mit Landesschulratspräsident Walter Ebner. „Der zweisprachige Unterricht an 73 Volks-, und 16 Hauptschulen/Neuen Mittelschulen ermöglicht den Schülern, die deutsche und slowenische Sprache zu lernen, Verständnis für die andere und eigene Kultur zu entwickeln und Vorurteilen entgegenzuwirken. Im heurigen Schuljahr besuchten insgesamt 2.595 Pflichtschüler den zweisprachigen Unterricht“, erklärte Scheuch. Für das Pflichtschulwesen 2012/13 erwarten die Bildungsexperten 35.451 schulpflichtige Kinder. „Wir haben 5.624 Taferlklassler, das sind um 103 mehr als im Vorjahr. Auch wird es um 190 mehr Volksschüler geben, insgesamt sind das 20.790“, so Scheuch. Weiters gibt es 13.446 Hauptschüler (um 876 weniger als im Vorjahr), 720 Schüler in Polytechnischen Schulen

(um 127 weniger als im Vorjahr), 495 Sonderschüler in Sonderschulklassen (um 63 weniger als im Vorjahr) und 1.613 Integrationsschüler (um 104 mehr als im Vorjahr). „Im Schuljahr 2012/13 wird es gesamt 339 Schulstandorte geben, davon 236 Volksschuldirektionen und 19 Exposituren, 63 Hauptschuldirektionen und zwei Exposituren, sieben PTS-Direktionen und zwölf Sonderschuldirektionen“, erläuterte Uwe Scheuch. Elf Schulstandorte werden im Einverständnis mit der jeweiligen Gemeinde aufgelöst. Dies sind die Expositurklassen Forst, Zwickenberg, Möchling und Rattendorf. Weiters aufgelassen wird die Polytechnische Schule St. Veit. „Es ist davon auszugehen, dass in Kärnten ím kommenden Schuljahr rund 4.100 Lehrer benötigt werden. Der Bund zahlt aber nur rund 3.700 Dienstposten. Der Mehrbedarf von ca. 400 Lehrerinnen und Lehrern wird aus dem Landesbudget mit rund 15 Mio. Euro finanziert. Rund 700 Junglehrer warten derzeit auf eine Anstellung.


4 KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

HINTERGRUND

Sozialpolitik: Kooperation mit Friaul-Julisch-Venetien! Sozialreferent LR Christian Ragger traf Präsident Renzo Tondo – Arbeitsgespräch über Verblisterung, Austausch von Kindern mit Behinderung und EU-Projekten. Soziallandesrat Christian Ragger, der Präsident Friaul- Julisch Venetien, Renzo Tondo und Soziallandesrat von Friaul- Julisch Venetien, Vladimir Kosic, trafen zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Besprochen wurden die Möglichkeiten und Chancen gemeinsamer grenzüberschreitender Sozialprojekte. Im Mittelpunkt des Gespräches standen auch die Verblisterung und ein Austausch von Kindern mit Behinderung. Kärntens Know-how nach Italien Wie Ragger erklärte, wolle er im Bereich „Verblisterung“ soziales Know-how auch nach Friaul- Julisch Venetien transportieren. Pflegekräfte von Routinearbeiten entlasten, damit sie mehr Zeit für die Zuwendung für die Heimbewohner haben. Dieses Ziel versucht man in Kärntner Pflegeheimen zu erreichen, indem nicht mehr Pflegekräfte die Medikamente für jeden Bewohner händisch aussortieren, sondern diese Aufgabe durch moderne Technik, die Verblisterung, erledigt wird. 15.000 Arbeitsstunden haben diplomierte Schwestern sinnlos mit der Verpackung der Medikamente verbracht. Dadurch entstanden Mehrkosten im Jahr von über einer Million Euro. Mit der Verblisterung kann dieser Aufwand massiv reduziert werden. Einen Probebetrieb mit der

Firma Blistermed hat Ragger bereits in der Region Veneto mit LR Remo Sernagiotto in die Wege geleitet. „Kärnten exportiert damit erstmals ein innovatives Sozialprojekt. Damit wird auch ein Exportstandort gefestigt“, teilt Ragger mit.

Austauschprogramm Auf gleicher Linie sind Ragger und Tondo, was den Austausch von Kindern mit Behinderung aus Friaul- Julisch Venetien und Kärnten betrifft. In Kärnten steht ein ein- bis zweiwöchiger Urlaubsaufenthalt in Cap Wörth am Programm. „Für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, hier neue Erfahrungen zu sammeln und neue Leute kennenzulernen. Dieses Austauschprogramm bietet alle Möglichkeiten“, erklärt Ragger.

Sozialgipfel auf höchstem Niveau: Kürzlich traf Kärntens Sozialreferent Landesrat Christian Ragger mit dem Präsidenten von Friaul-Julisch-Venetien, Renzo Tondo (rechts), sowie dem zuständigen, Soziallandesrat Vladimir Kosic (oben) zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Künftig soll Kärntner Know How, etwa bei der Verblisterung von Medikamenten, in Friaul genützt werden.

Rotes Kreuz bekommt 1,5 Millionen Euro mehr LR Ragger: Aufteilung des Rettungseuros unter Rettungsorganisationen wurde fixiert Mit Jahresbeginn wurde mit der 30-prozentigen Erhöhung des „Rettungseuros“ die Absicherung der Rettungsdienste gewährleistet. Diese Woche beschloss die Landesregierung auf Antrag von Rettungsreferent LR Christian Ragger, wie die Gesamteinnahmen von 7.7 Millionen Euro unter den Organisationen aufgeteilt werden. Den Löwenanteil bekommt naturgemäß das Rote

Kreuz, das rund um die Uhr in ganz Kärnten den Rettungs- und Krankentransport garantiert. „6,3 Millionen Euro, das sind um 1,5 Millionen mehr als im Vorjahr, werden heuer an das Rote Kreuz ausgezahlt“, teilte Ragger mit. Die Kärntner Gemeinden bezahlen pro Einwohner seit heuer 6,90 Euro, das Land verdoppelt den Betrag. In Summe bringt die Solidargemeinschaft der Kärntner dafür 7,7 Millionen Euro auf, 1,8 Millionen mehr als 2011. Rund eine Million Euro verteilen sich auf Berg-, Wasser- und Höhlenrettung.


22. Juni 2012 I KärntnerNachrichten 5

HINTERGRUND

Kühnsdorf erhält neues Seniorenzentrum! Sozialreferent LR Christian Ragger bei Eröffnungsfeier – Optimale und beste Versorgung für die ältere Generation in Unterkärnten gewährleistet. Bei herrlichem Sommerwetter sind hunderte Gäste nach Kühnsdorf im Bezirk Völkermarkt gekommen, um das Hochglanz polierte und festlich geschmückte Alten- und Pflegeheim zu bewundern. Im Beisein von Sozialreferent LR Christian Ragger, Bezirkshauptmann Gert Klösch, Völkermarkts Bürgermeister Valentin Blaschitz, Eberndorfs Bürgermeister Gottfried Wedenig, Landtagsabgeordneter Gerald Grebenjak, Geschäftsstellenleiter des Sozialhilfeverbandes (SHV) Völkermarkt, Simon Marin, und SHV- Obmann Gerwald Kitz wurde das Seniorenzentrum feierlich eröffnet. „Es muss unser aller Ziel sein, für pflegebedürftige Menschen ein umfassendes Versorgungsangebot in ihrer gewohnten Umgebung zu garantieren. Die Verpflichtung unserer Gesellschaft, unseren alten,

Fröhliche Stimmung bei der Eröffnung des neuen Seniorenzentrums in Kühnsdorf. hilfs- und pflegebedürftig gewordenen Mitbürgern ein menschwürdiges Dasein zu sichern, ist prioritär“, betonte Landesrat Ragger bei seiner Eröffnungsrede. Das Seniorenzentrum ist mit 75 Betten und zehn Kurzzeit- bzw. Übergangsbetten ausgestattet. Das Siegerprojekt des Seniorenzentrums stammt vom Architektenbüro CroceKlug und fügt sich harmonisch in das Dorfbild der

Marktgemeinde Eberndorf ein. Bei der Planung wurde auch auf umweltfreundliche Energieverwaltung geachtet. So versorgt die Hackschnitzelanlage neben dem Seniorenzentrum auch weitere Gebäude. Dem Pflegestandard wirdwie in den mit dem Nationalen Qualitätszertifikat ausgezeichneten Häusern in Neuhaus und Völkermarkt- größte Bedeutung geschenkt.

Die Gesamtinvestition in das ZPSR Gemmersdorf betrug 2,5 Millionen Euro, wobei das Land Kärnten ein Darlehen von 400.000 Euro gewährt hat und den laufenden Betrieb mit einem garantierten Tagsatz von etwa 60 Euro gewährleistet. Ragger bedankte sich bei den Betreibern Horst Pirker und Daniel Vallant.

Rehab-Zentrum Gemmersdorf LR Ragger: Mit ZPSR Gemmersdorf Lücke im Sozialangebot geschlossen „Mit dieser Einrichtung schließen wir eine lange bestehende Lücke im Sozialangebot des Landes“, erklärte der Kärntner Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger bei der offiziellen Eröffnung des Zentrums für psychosoziale Rehabilitation in Gemmersdorf, Gemeinde St. Andrä. Bisher mussten Betroffene aus dem Lavanttal in anderen Kärntner Bezirken untergebracht werden, was die angestrebte Rückkehr in die Familie erschwert hat. Die Nähe zum bisherigen Wohnort der Bewohner ist ein wesentlicher Faktor für die Aufrechterhaltung der sozialen Beziehungen. Die Zentren für psychosoziale Rehabilitation übernehmen die Langzeitbetreuung sowie pflege von chronisch psychisch kranken Menschen, welche vorübergehend oder auch auf Dauer Betreuung und Pflege benötigen. „In ganz Kärnten stehen hierbei 700 Betten zur Verfügung. Der Bedarfsund Entwicklungsplan sieht im Lavanttal 71 Betten bis 2014 vor. Die ersten 35 stehen nun in Gemmersdorf zur Verfügung“, betont LR Ragger. Das Land reagiert damit auf die steigende Zahl sozialpsychologischer Erkrankungen.


6 KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

LANDESPOLITIK

„Mehr Sicherheit für unser Klagenfurt ist mein Ziel!“ Klagenfurts FPK-Stadtrat Wolfgang Germ hat sich dem Thema Sicherheit verschrieben. In Kürze bekommt die Landeshauptstadt ein eigenes Ordnungsamt.

Der Klagenfurter FPK-Stadtrat Wolfgang Germ präsentiert sich im Interview mit den Kärntner Nachrichten als dynamischer Stadtpolitiker, der wenig vom Herumreden, dafür mehr vom konkreten Handeln hält. KN: Herr Stadtrat, Sie sind Personalreferent, zuständig für das Feuerwehrwesen, das Stadtgartenamt, die Bestattung. Ihr politisches Liebkind ist aber die Sicherheit. Ganz schön viele verschiedene Themen? Germ: Ich bemühe mich als Stadtpolitiker grundsätzlich um alle Interessen der Stadt und bringe mich überall dort ein, wo es notwendig ist, Klartext zu sprechen. Das ist gerade im Bereich der öffentlichen Sicherheit besonders wichtig. Wenn Eltern Angst haben müssen, dass ihre Kinder vom Schulweg sicher nach Hause kommen oder ältere Menschen sogar im Dom tätlich angegriffen werden, dann haben wir Handlungsbedarf. Deshalb habe ich mich als einer der ersten Kärntner Politiker für ein Bettelverbot stark gemacht und ich bin froh, dass das der Landtag beschlossen hat. Und daher gehört auch die Einrichtung eines Ordnungsamtes zu mei-

nen wichtigen politischen Zielen. KN: Wie ist hier der Stand der Dinge? Germ: Im Herbst werden wir in Klagenfurt erstmals ein Ordnungsamt haben, das wir im Stadtteil St. Ruprecht ansiedeln werden, das aber im ganzen Stadtgebiet zum Einsatz kommen wird. Derzeit befinden sich die Organe des Ordnungsamtes gerade in Ausbildung. Anschließend werden sie vereidigt und haben sodann nach dem neuen Sicherheitsgesetz auch besondere Befugnisse. KN: Das Ordnungsamt ersetzt aber nicht die Polizei? Germ: Natürlich nicht. Das Ordnungsamt ist eine Ergänzung zu den bestehenden Wachkörpern. In erster Linie geht es um Maßnahmen zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung. Organe des Ord-

nungsamtes dürfen künftig bei Feststellung von Ordnungswidrigkeiten Personen anhalten, deren Identität feststellen. Im Regelfall wird dann die Polizei verständigt. Unsere Ordnungsorgane werden Uniform tragen und sind mit Funkgeräten ausgestattet. Autos und sogar Fahrräder sichern die Mobilität. Das Ordnungsamt hat schwerpunktmäßig auch für die Einhaltung städtischer Verordnungen, beispielsweise in Park- und Grünanlagen zu sorgen. Auch bei den großen Events wird das Ordnungsamt wichtige Unterstützung leisten. KN: Apropos Events. Das Gebiet rund um den Europapark wird immer mehr zur Event-Zone, was auch zu heftiger Kritik geführt hat. Germ: Das ist so nicht richtig. Der Europapark bleibt das Naherholungsgebiet der Klagenfurterinnen und Klagenfurter. Für Veranstalter, die in der

Nähe dieser sensiblen Zone Events durchführen, haben wir mit den Fachabteilungen ganz klare Richtlinien erarbeitet, die im Sinne der Anrainer und der Bevölkerung bis auf Punkt und Beistrich einzuhalten sind. Zuletzt hat das Hafenfest gezeigt, wie ein großes Event, das bei allen besten Anklang gefunden hat, ohne Schwierigkeiten organisiert werden kann. Mit einem Entlastungskonzept haben wir vor allem die Parkplatzsituation in den Griff bekommen. Bei den großen Events gibt es künftig auch Shuttle-Busse, die im 15-Minuten-Takt verkehren werden. KN: Das führt uns zur Parkraumsituation rund um Minimundus und Universität. Germ: Ein ganz besonders wichtiges Thema, um das ich mich im Stadtsenat gekümmert habe, nachdem der zuständige Verkehrsreferent, ÖVPStadtrat Steinkellner hier


22. Juni 2012 I KärntnerNachrichten 7

LANDESPOLITIK

Stadtrat Wolfgang Germ.

untätig geblieben ist. Ich konnte nicht länger zusehen, wie auf der kostenpflichtigen Park & RideAnlage vis a vis von Minimundus zuletzt nur mehr drei oder vier Autos standen, während die Parkplätze bei den wichtigen Klagenfurter Betriebe Minimundus, Reptilienzoo Happ und dem Planetarium von Dauerparkern verstellt wurden. Ich habe daher durchgesetzt, dass die Schranken bei der Park

& Ride Anlage in Kürze entfernt werden und damit kostenloser Parkraum für Studenten und Pendler geschaffen wird. Von dort kommt man mit den städtischen Bussen problemlos in die Innenstadt oder zu Fuß zur Uni. Bei Minimundus wird es in Zukunft einen abgegrenzten Parkplatz geben, wobei mir versichert wurde, dass Besucher dieser Einrichtung dort kostenlos parken dürfen. KN: Wenn Sie kurz vor Sommerbeginn eine politische Bilanz ziehen, wie würde diese aussehen? Germ: Aus der Sicht der Bürgermeister-Partei FPK in jedem Fall positiv. Viele Dinge, die zur Entscheidung anstanden, haben wir erledigt. Ich selbst darf aus meinen Ressorts noch erwähnen, dass wir mit

dem Stadtgarten-Amt sowie dem Tourismusreferat die Klagenfurter Wanderwege vernetzt und mit 900 Tafeln ausreichend beschildert haben, was ein tolles Angebot für die Schulen, für alle Sportler aber auch für unsere Urlaubsgäste darstellt. Des weiteren sind uns die Anliegen der Hundebesitzer wichtig, weshalb wir erstmals sogenannte „Gassi-Matten“ aufstellen und Hunde-Freilaufzonen anbieten. Wichtig sind mir schließlich auch familienfreundliche Spielplätze. Hier werden wir im Europapark einen Schwerpunkt setzen,

nen künftig an den Wurzeln von Bäumen bestattet werden. Ein schöner Gedanke, den wir gerne verfolgt haben. KN: Und nicht zuletzt fällt in Ihre Kompetenz die Renovierung des Klagenfurter Wörthersee-Mandls, eines der Wahrzeichen im Herzen der Landeshauptstadt Klagenfurt. Germ: Der Brunnen in der Altstadt ist wirklich schön geworden und erstrahlt in neuem Glanz. Das Wörthersee-Mandl, übrigens eine frühe Skulptur des Kärntner Bildhauers Heinz Goll, gehört einfach zum Stadtbild dazu.

KN: Auch von einem neuen Urnenhain war zuletzt die Rede.

KN: Danke für das Gespräch.

Germ: Richtig. Im Süden der Stadt realisieren wir dieses Projekt. Urnen kön-

Germ: Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Sommer!


8 KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

Der beliebte ORF-Moderator, ehemalige Hüttenwirt und „Alpen-Journalist“ Herbert Gschwendtner verbrachte einen Sommer an- und abseits der Großglockner Hochalpenstraße (Hütte „Mesenaten“ Nähe Hochtor-Süd, Gemeinde Heiligenblut), um diese einzigartige Straße und die prachtvolle Gebirgswelt mitten im Nationalpark Hohe Tauern einmal mit all ihren Attraktionen und Schönheiten zu erleben. Kürzlich stellte er beim Österreichischen Alpenverein (OeAV) in Klagenfurt sein Buch „Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße“ vor. Mit dabei war auch Nationalparkreferent LHStv. Uwe Scheuch, der der OeAV-Sektion Klagenfurt zum 150sten Bestandsjubiläum gratulierte.

Anlässlich des großen Erfolges des Dalai LamaBesuches in Kärnten suchte Jugend- und Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch das Gespräch mit dem Direktor des Tibetzentrums Hüttenberg, Geshe Tenzin Dhargye, um gemeinsam ein Konzept auszuarbeiten, wie man jungen Menschen das Angebot des Tibetzentrums näher bringen könnte. „Bei den Vorträgen des Dalai Lama ist mir das große Interesse der Jugendlichen aufgefallen. Viele Schüler und junge Kärntnerinnen und Kärntner nahmen an den Veranstaltungen rund um seinen Besuch teil. Aus diesem Grund möchte ich nun durch eine Kooperation mit dem Tibetzentrum einen leichteren Zugang für unsere Jugend schaffen“, erklärte Scheuch. Bis zum Herbst werden nun mögliche Projekte erarbeitet und Konzepte zur Umsetzung erstellt.

REGIONALES

In Tainach wurde bei der Gründungsversammlung im Gasthaus Platzlwirt die neue Ortsgruppe der Freiheitlichen (FPK) gegründet. Gewählter FPKOrtsobmann ist der 42-jährige Mario Tschische, welcher in Völkermarkt ein Farbengeschäft betreibt und als sein Stellvertreter fungiert der 30-jährige Vermessungstechniker Ersatzgemeinderat Wolfgang Miglar. Das neue FPK-Team wird sich künftig für die Interessen der Tainacherinnen und Tainacher einsetzen. Mit dabei, FPK-Bezirksobmann LTP Josef Lobnig, LAbg. Vzgm. Gerald Grebenjak, STR Hans Steinacher, LAbg. a. D. Fritz Schretter und BGF Hans Georg Lopar. Auch die KN wünschen dem neuen Team alles Gute und viel Erfolg!


REGIONALES

22. Juni 2012 I KärntnerNachrichten 9

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer, im Bild mit den AK-Vorstandsmitgliedern Manfred Mischelin und Hanspeter Traar, beantragten in der AK-Vollversammlung unter anderem die „Spritpreissenkung JETZT“, die „Einführung eines Blum-Bonus NEU“, die „Rücknahme der Kürzung der staatlichen Förderung für Bausparverträge“ und ein „Faires Maßnahmenpaket zu Gunsten der Frauen“, indem Familien- und frauenfreundliche Arbeitszeiten, eine faire Einkommenssituation - gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie verstärkte Förderung der Mädchen zur Ausbildung in technischen Berufen gefordert werden. Die freiheitlichen Arbeitnehmervertreter kritisieren die unkooperative Haltung von FSG und Grüne. So werden freiheitliche Anträge bei Antragsprüfung (2 Tage vor der Vollversammlung) immer wieder wegen Nichtigkeiten abgelehnt.

Kürzlich lud der Vorsitzende der Wohnungskommission der Stadt Villach Gemeinderat Dipl.Päd. Otto Markus Hoffmann die Ausschussmitglieder zu einer Baustellenbesichtigung zum aktuellen Bauvorhaben „Eschenbachstraße“ in Villach-Auen. Nach interessanten Erläuterungen durch die Bauleitung und Vertretern der Wohnbaugesellschaft über zukunftsorientiertes und energieeffizientes Bauen, traf man sich gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wohnungsamtes bei einer Buschenschank zu einem gemütlichen Gedankenaustausch. im Bild von links: Gemeinderat Alfred Waldner, Gemeinderat Erwin Baumann, Wohnungsstadtrat Dr. Zauchner und Vorsitzender Gemeinderat Dipl.-Päd. Otto Markus Hoffmann überzeugten sich vom Baufortschritt in VillachAuen.

Ein Fest mit Freunden, Nachbarn und Jagdkollegen feierte kürzlich der dynamische Friesacher Hegeringleiter und Gemeinderat Helmuth Khom anlässlich seines „runden“ Geburtstages. Der einsatzstarke Organisator für erfolgreiche Kultur- und Tourismusaktivitäten konnte, gemeinsam mit Gattin Anneliese und Sohn Rudolf- zahlreiche Gratulanten begrüßen. Launige Dankesworte gab es vom Friesacher Bürgermeister Josef Kronlechner und von LAbg. Wilma Warmuth. Gesehen: VzBgm. Theodor Staduan, Max Koschitz, die Bürgermeister BR Franz Pirolt und Siegfried Kampl, Kammerrat Thomas Rinner, Ing. Helmuth Wachernig u.v.m.

Zur Förderung wertvoller Kinder- und Jugendliteratur verleiht das Landesjugendreferat Kärnten durch Landesjugendreferenten LHStv. Uwe Scheuch einen Förderungspreis für die Sparten Kinderbücher und Jugendbücher. Bereits seit 1978 gibt es den Kinder- bzw.- Jugendbuchpreis des Landes Kärnten. „In diesem Jahr war die Sparte Jugendbuch an der Reihe, aus über zehn Einsendungen ging das Buch „Leaving Ararat“ als Sieger hervor“, freut sich Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch bei der Preisübergabe an die beiden Autorinnen Susanna Lawson und Doris Behrens am BORG Klagenfurt.


10 KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

Der Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt, Alois Schwarz, feierte kürzlich seinen 60. Geburtstag und erhielt anlässlich eines Empfangs im Bischofshaus in Klagenfurt den „Kärntner Landesorden in Gold“ überreicht. Der Landeshauptmann dankte dem Bischof für sein über elfjähriges Wirken in Kärntens seitens des Landes und auch persönlich. „Sie sind eine Instanz, die unaufgeregt und klar die Zeichen der Zeit aufzeigt und allen Menschen gegenüber Wertschätzung entgegenbringt“, sagte Dörfler. „Ihr Wirken bereichert uns, Sie beschenken uns“. Dörfler dankte auch für die konstruktive und motivierende Unterstützung im Rahmen der Gespräche zur Ortstafellösung.

In St. Veit hat der Kärntner Abwehrkämpferbund kürzlich das „Fest der Freiheit“ gefeiert. Mehr als 500 Personen waren der Einladung zu der Veranstaltung gefolgt, die von Fahnenabordnungen aus allen Teilen Kärntens besucht wurde. In seiner Festansprache mahnte KAB-Landesobmann LAbg. A.D. Fritz Schretter erneut das ewige Erinnern an die Rettung der Kärntner Einheit durch den Abwehrkampf und die Volksabstimmung von 1920 ein.

Sprechtag mit LAbg. Bürgermeister Peter Suntinger FPK-Bezirksgeschäftsstelle Spittal/Drau Tirolerstrasse 10 Dienstag, 26. Juni 2012 von 9 bis 11 Uhr Anmeldung: 0664 88 46 63 55

REGIONALES

„Es ist schön, in diesem Haus die Würde des Alterns zu haben“, sagte LH Gerhard Dörfler im Laetitia Pflegeheim Straßburg und gratulierte gemeinsam mit Bgm. Franz Pirolt Juliana De Cillia ganz herzlich zum 100. Geburtstag. „Die wichtigsten Lebensbausteine sind immer zuerst die menschlichen“, so der Landeshauptmann. Besonders hervorgehoben hat Dörfler, dass die Jubilarin Mutter von neun Kindern sei und auch schon viele Enkerln und Urenkerln habe. Dörfler dankte dem Team für die Gemeinschaft im Haus, die Sorge und Gestaltung des Lebensabends sowie die liebevolle Pflege: „Es ist schön, eine gute Gemeinschaft im Lande zu haben, die in allen Facetten des Lebens besteht!“


REGIONALES

Ein zentrales Anliegen der Tabea Mosaik-Lebenshilfe Villach ist die Essenausgabe für bedürftige Menschen. Rund 25 bis 40 Personen, hauptsächlich aus Österreich, aber auch aus anderen Ländern kommen wöchentlich zum Mittagessen in den Westbahnhof Villach. Circa 2000 Essen und ebenso viele Lunchpakte für den Sonntag werden jährlich ausgegeben. Jede Woche übernimmt ein anderes Kochteam die Planung und Zubereitung der Mittags-Menüs. Kürzlich engagierten sich Sozialreferent LR Christian Ragger, GR Erwin Baumann, STR Mag. Dr. Josef Zauchner sowie LGF Gernot Schick und halfen dem Verein bei der Ausspeisung.

22. Juni 2012 I KärntnerNachrichten 11

Eine besonders gelungene Überraschungsfeier gab es anlässlich des 60. Geburtstages für Friedrich Möderndorfer aus Klein St. Veit. Bei geselliger Unterhaltung und schwungvoller Tanzmusik wurde in der Buschenschenke Bürger in Maltschach ausgiebig gefeiert. Friedl Möderndorfer ist seit über 30 Jahren als Notfallsanitäter und Lehrbeauftragter des Roten Kreuzes tätig und war wesentlich am Aufbau des Notfallhubschraubers RK1 beteiligt. Im Bild Jubilar Friedrich Möderndorfer mit Gattin Her mine und Sohn Manuel sowie LAbg. Jutta Arztmann.

LH Gerhard Dörfler gratulierte Altbürgermeister Walter Puff und seiner Gattin Grete, welche beide dieser Tage ihren Sechziger feierten. LH Dörfler dankte beiden für die persönliche langjährige Freundschaft, hob das große und vielseitige Engagement des früheren Bürgermeisters Walter Puff und die stets sehr herzliche Art der Obfrau der Bürger- und Goldhaubenfrauen Grete Puff hervor und wünschte beiden alles Gute für ihre Zukunft. Im Bild Stefan Puff, LH Gerhard Dörfler mit Grete und Walter Puff, LAbg. Jutta Arztmann.

Kärntner Nachrichten: Die besten Nachrichten aus ganz Kärnten!


12 KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

LESERBRIEFE

Tourismusgesetz Neu

ZITIERT

Das Ergebnis der Urabstimmung zum neuen Tourismusgesetz hat nicht nur für mich eines gezeigt: Das mit viel Geld von der ÖVP beworbene Tourismusgesetz wird eindeutig abgelehnt! Kärntenweit haben 70 Prozent der Betriebe nicht an der Urabstimmung teilgenommen! In meiner Gemeinde Seeboden lag die Wahlbeteiligung lediglich bei 15,9 Prozent! Das heißt: von 469 Wahlberechtigten haben nur 49 für das neue Tourismusgesetz und somit für einen zu gründenden Tourismusverband gestimmt. Wie kann man da hergehen und das als Erfolg

und klares „Ja“ verkaufen? In Wahrheit wurde der Politik ein klares „NEIN“ signalisiert!! Wenn Tourismusreferent Achill Rumpold von einem „eindrucksvollen Votum“ für die neu zu gründenden privaten Tourismusverbände spricht, dann empfinde ich das wirklich nur mehr als Hohn! Indem man eine Niederlage als große Zustimmung verkauft, versucht man die Bevölkerung als dumm zu verkaufen. Dagegen verwehre ich mich!

Deutsche Minderheit

Wunder von Kärnten

„Früher war die Wahrnehmung Kärntens getrübt. Jetzt ist sie ungetrübt und offen. Vor diesem Hintergrund richte ich die nachbarschaftliche Bitte an Slowenien, dass auch die deutschsprachige Minderheit neue Wertschätzung erfährt.“ Diese Zeilen stammen aus einem Interview unseres Landeshauptmannes Gerhard Dörfler im Vorfeld der Kulturwoche, zu der die Ministerin für Auslandsslowenen und Staatssekretär Longar erwartet werden. Es wird wirklich Zeit, dass auch Slowenien die deutschsprachige Minderheit anerkennt und Kärnten damit signalisiert, dass gute nachbarliche Beziehungen keine „Einbahnstraße“ darstellen, sondern auf Gegenseitigkeit beruhen. Auch die deutschsprachige Minderheit in Slowenien hat Minderheitenrechte!

Als in Wien lebende Kärntnerin habe ich mich bei meinem Kurzurlaub in Kärnten wie Alice im Wunderland gefühlt. Peter Kaiser, im lila Hemd, macht Werbung unter dem Slogan „Du bist Kärnten“!

Erich Katzenberger Moosburg

Marita Lex Wien

Irmingard A. Berger Seeboden

Kärnten, meine Heimat assoziiere ich mit Kärntner Anzug, Tracht, Brauchtum usw. …das muss gelebt werden! Peter Kaiser, bleiben Sie authentisch und versuchen Sie bitte nicht ständig andere politische Mitbewerber zu kopieren. Oft kopiert, doch nie erreicht! Man wundert sich ohnehin nur mehr über die SPÖ, also finden Sie endlich Ihren eigenen Weg, um den Zugang zu Ihren Wählern zu bekommen und auch zu behalten. Sonst werden Sie sich bei den nächsten Wahlen, im negativen Sinne, wie Per im Wunderland fühlten!

Alle Infos auch im Internet auf: www.freiheitliche-ktn.at

Wer (nicht) die besseren Politiker sind! Während Österreich bei der FußballEM 2012 fehlt, begann vor 91 Jahren die Siegesserie des Wunderteams. Trainer Hugo Meisl hatte die Besserwisserei der Medien anerkannt, und den Journalisten einen Zettel mit deren Wunschaufstellung hingeworfen: „Da habt’s euer Schmieranski-Team!“ Was das mit Politik zu tun hat? Im Volksmund sind nicht nur balltretende Teamchefs sowieso Idioten, sondern machen Bundesminister & Co angeblich genauso alles falsch. Wir wüssten und könnten es auf jeden Fall besser. Neben den Politikjournalisten und Politologen - beide Berufsgruppen schreiben gerne über in der Theorie geniale Dinge, welche sie niemals praktisch und in Eigenverantwortung umsetzen müssen - sind hier vor allem Unternehmer verdächtig. ... Doch unabhängig davon sind weder Medienleute noch Unternehmer gute Politiker. Spitzenkräfte in der Wirtschaft werden als Kooptationseliten ernannt – also etwa ein Vorstand durch den Aufsichtsrat –, und haben null Erfahrung, das Richtige zu tun, um als Delegationselite gewählt zu werden. Da würden sie ihre blauen Wunder erleben. Zudem sehen sich Politiker permanent einer öffentlichen Beobachtung ausgesetzt. Im Vergleich dazu kann der medienbewussteste Firmeneigner sich auf seine Arbeit konzentrieren, ohne dass von ihm bei jedem Dorffest der Anstich zum Sauschlachten erwartet wird. Die Aha-Erfahrung von Journalisten wäre ähnlich beklemmend, wenn sie nicht in Ruhe recherchieren dürften, sondern als Amtsträger selbst im Fokus missliebiger Augen stünden. Politologe Dr. Peter Filzmaier, „Kleine Zeitung“, 4. Juni 2012

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


22. Juni 2012 I KärntnerNachrichten III

SERVICE

Österreichische Lotterien öffnen Türen zum MuseumsQuartier in Wien

Dir. Mag. Peter Weinhäupl und Dir. Dr. Tobis Natter/LEOPOLDMUSEUM, Dir. Dr. Karola Kraus/mumok, Dir. Dr. Christian Strasser/ MuseumsQuartier, Vorstandsdirektor DI Friedrich Stickler/Öster© Österreichische Lotterien/Ludwig Schedl reichische Lotterien (v.l.n.r.). er 22. Juni ist als „Lotterien Tag im MuseumsQuartier“ wieder ein spezieller Tag für die Kunst und seine Liebhaber. Wer mit einer Spielquittung oder einem Los der Österreichischen Lotterien kommt, erhält freien Eintritt in die KUNSTHALLE Wien, ins mumok und ins LEOPOLD MUSEUM. Das MuseumsQuartier Wien ist eines der weltgrößten Areale moderner Kunst und Kultur mit einer ausgesprochen großen Angebotsvielfalt. Wer am „Lotterien Tag“, das ist Freitag, der

D

22. Juni 2012, ab 10 Uhr mit einem Produkt der Österreichischen Lotterien, also beispielsweise mit einer Lotto-, EuroMillionen-, Toto- oder Bingo-Quittung, aber auch mit einem Brief- oder Rubbellos, ins MuseumsQuartier zum MQ-Point kommt, erhält eine Eintrittskarte zum unentgeltlichen Besuch der drei Museen „KUNSTHALLE Wien“, „mumok“ und „LEOPOLD MUSEUM“. Der Spielschein muss dabei nicht aus einer aktuellen Runde bzw. LosSerie sein. Ziehung vom Do., 14. 06. 2012

99320 Ziehung vom Fr., 15. 06. 2012

07612 Für den Bereich der Kärntner Landesverwaltung sind in der Kärntner Landeszeitung vom 21. Juni 2012 folgende Planstellen ausgeschrieben:

Amt der Kärntner Landesregierung und nachgeordnete Dienststellen Planstellen im „Gehobenen Sozialen Betreuungsdienst“ Bewerber/innen um diese Planstellen haben nachzuweisen: Diplomprüfung an einer Akademie für Szialarbeit oder einer Fachhochschule – Studiengang Soziale Arbeit, Führerschein der Klasse B.

Bezirkshauptmannschaft Spittal/Drau Eine Planstelle im „Gehobenen Sozialen Betreuungsdienst“ als Karenzvertretung Bewerber/innen um diese Planstellen haben nachzuweisen: Diplomprüfung an einer Akademie für Szialarbeit oder einer Fachhochschule – Studiengang Soziale Arbeit, Führerschein der Klasse B. Weitere Details sind im Internet unter der Adresse www.ktn.gv.at (Service Stellenausschreibungen) sowie unter der Telefon-Nr.: 050 536 10324 zu erfahren.

Ziehung vom Sa., 16. 06. 2012

63081 Ziehung vom So., 17. 06. 2012

57932 Ziehung vom Mo., 18. 06. 2012

92299 Ziehung vom Di., 19. 06. 2012

73219

VO R S C H AU 25. Runde 2012 1: Rosenborg Trondheim– Strömsgodset 1 2: Aalesunds FK– Sogndal IL 1 3: Los Angeles Galaxy– Vancouver Whitecaps 1 4: FC Dallas– Chivas USA 2 5: Real Salt Lake– San Jose Earthquakes X 6: Chicago Fire– Colum bus Crew 1 7: Montreal Impact– Houston Dynamo 1 8: Philadelphia Union– Sporting Kansas City 1 9: Toronto FC– New England Rev. 2 10: Sligo Rovers– Monaghan United 1 11: Hammarby IF– Östers IF 1 12: Varbergs FC– IK Brage X Spiel 1-4 TOTO-Torwette

1 X 1 1 X 1 1 2 X X 1 2


IV KärntnerNachrichten I 22. Juni 2012

WIRTSCHAFT

100 Jahre Metallbau Selinger

Verleihung des Landeswappens durch LH Gerhard Dörfler. Mit einem großen Fest an ihrem Standort in Mellach bei Straßburg feierte kürzlich die Firma Metallbau Selinger ihr 100-jähriges Bestandsjubiläum. „Als Gurktaler bin ich heute mehrfach stolz, vergangene Woche gab es das zehnjährige Jubiläum des Kindergartens Deutsch-Griffen, in Weitensfeld haben wir eine moderne Volksschule eröffnet und heute feiern wir 100 Jahre Metallbau Selinger“, sagte der Landeshauptmann. Die Firma sei die Visitenkarte der Gemeinde, des

K U R Z NO T I E RT Die Firma Selinger wurde 1912 von Otto Selinger in Form einer Hufund Wagenschmiede in Gundersdorf bei Straßburg gegründet, von Johann Selinger sen. 1960 übernommen und als Schmiede- und Fahrzeugbaubetrieb bis 1982 weitergeführt. Seit 1982 wird die Firma von Johann Selinger jun. geleitet und wurde 1998 in die Metallbau Selinger GmbH umgegründet. Die Betriebsstätte in Mellach wurde ebenfalls 1998 bezogen. Die Produktpalette umfasst den Bau von Fassaden aus Aluminium, Stahl und Glas, Wintergärten, Portale, Fenster, Stahlkonstruktionen, Überdachungen, Geländer, automatische Türen und Tore, sowie sämtliche Schlosserarbeiten. Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich über ganz Österreich.

Tales und des Landes. Der unternehmerische Auftrag werde von der Familie großartig geleistet. „Ohne Selinger geht nichts in Kärnten“, so Dörfler, der dem Unternehmen das Recht auf Führung des Landeswappens verlieh. „Das mache ich mit großer Freude, Dankbarkeit und Wertschätzung“, sagte der Landeshauptmann und berichtete, dass der Beschluss in der Kärntner Landesregierung einstimmig gefasst worden sei. Für Emilis Selinger gab es Blumen vom Landeshauptmann. „Alleine ist es schwer, Erfolg zu haben, das geht nur, wenn man eine gute Partnerschaft und eine Familie hat, denn der Mensch steht im Mittelpunkt“, meinte Dörfler, der außerdem zu dem außergewöhnlichen Fest gratulierte. Pirolt lobte die Firma Selinger als größtes Unternehmen im Tal und wichtigen Arbeitgeber in der Region. „Wir wollen als Stadtgemeinde Danke sagen und verleihen Ihnen das Recht zur Führung des Stadtwappens“, so der Bürgermeister.

„Ich bin überwältigt“, sagte Firmenchef Johann Selinger. Er wolle diese Ehrungen nicht alleine für sich in Anspruch nehmen, sondern sich bei seinen Mitarbeitern bedanken ohne diese das alles nicht möglich wäre. „Mitarbeiter sind das größte Gut einer Firma, zum Jubiläum gibt’s für jeden einen zusätzlichen Urlaubstag“, so der Unternehmer. Weitere Infos unter: www.metallbau-selinger.com


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook