Skip to main content

Kärntner Nachrichten - Ausgabe 16.2012

Page 1

KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z032986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Doris SantnerOgertschnig. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

Nr. 16 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 20. April 2012

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal

PROMOTION

Papierfabrik Frantschach auf Erfolgskurs!

Das internationale Papier- und Verpackungsunternehmen Mondi errichtet an seinem Standort in Frantschach einen modernen Laugenverbrennungskessel, den Recovery Boiler 4. Diese Woche wurde dafür der Spatenstich gesetzt. Insgesamt investiert Mondi 60 Mio. Euro in seine Papier- und Zellstofffabrik in Frantschach.


2 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

SERVICE NEUES BUCH von Anna-Maria Kaiser

Tag der offenen Tür am Freitag, 27., Samstag 28. & Sonntag, 29. 4.

„Lass deine Seele baumeln“, vom Verlag Deutsche Literaturgesellschaft Berlin ist im Buchhandel, im Internet bei Amazon, oder bei der Autorin selbst erhältlich und zeugt von ihrer großartigen Gabe, Menschen mit ihren geistigen Werken zu trösten, aufzuheitern oder zu erfreuen.

OFFENE STELLEN Außendienstmitarbeiter (m/w) für regionale Werbung im Bereich Gesundheit und Lebensrettung gesucht. Garantie + Provision: 3.000 € und mehr. Infos und Bewerbung bei Robert Finster unter Telefon 02262/621 57, r.finster@defimed.at, www.defimed.at

Die Kärntner Nachrichten immer schon donnerstags im Internet: www.kaerntnernachrichten.at

Für den Bereich der Kärntner Landesverwaltung sind in der Kärntner Landeszeitung vom 19. April 2012 folgende Planstellen ausgeschrieben:

Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Klagenfurt Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege (Karenzurlaubsvertretung) Bewerber/innen um diese Planstelle haben nachzuweisen: Diplom im gehobenen Dienst für die allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege oder die Kinder- und Jugendlichenpflege, eine rechtmäßige zweijährige vollbeschäftigte Berufsausübung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege / Kinder- und Jugendlichenpflege oder entsprechend länger bei Teilbeschäftigung, fachliche Kompetenz, Kenntnisse über die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, die erfolgreiche Absolvierung der entsprechenden Sonderausbildung für Lehraufgaben gem. § 71 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, BGBl. I Nr. 108/1997 idgF. Erwünscht: Unterrichtserfahrung, Erfahrung in der praktischen Ausbildung von Schüler/innen, Fort- und Weiterbildungen, Ergänzungsausbildung/Sonderausbildungen, EDV-Kenntnisse.

Bezirkshauptmannschaft Spittal/Drau Ein/-e Jugendfürsorgearzt/-ärztin in Teilbeschäftigung (75 %) Bewerber/innen um diese Planstelle haben nachzuweisen: abgeschlossenes Medizinstudium, Diplom als Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin bzw. Facharzt/ Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, praktische EDV-Kenntnisse, abgeschlossener Physikatskurs, Führerschein der Klasse B. Erwünscht: praktische Erfahrung in selbständiger ärztlicher Berufsausübung, weiterführende Tätigkeit an einer Kinderinternen oder Kinderneuropsychiatrischen Abteilung, Nachweis von einschlägigen Fortbildungsdiplomen. Weitere Details sind im Internet unter der Adresse www.ktn.gv.at (Service Stellenausschreibungen) sowie unter der Telefon-Nr.: 050 536 10324 zu erfahren.

Ziehung vom Mi., 11. 04. 2012

51285 Ziehung vom Do., 12. 04. 2012

01781 Ziehung vom Fr., 13. 04. 2012

28035 Ziehung vom Sa., 14. 04. 2012

26606 Ziehung vom Mo., 16. 04. 2012

83894 Ziehung vom Di., 17. 04. 2012

24979

VO R S C H AU 16. Runde 2012 1: Rapid Wien– Sturm Graz 2: RB Salzburg– SV Ried 3: SV Kapfenberg– Austria Wien 4: SV Mattersburg– FC Admira 5: Wacker Innsbruck– SC Wr. Neustadt 6: B. Dortmund– Mönchengladbach 7: Werder Bremen– Bayern München 8: TSG Hoffenheim– B. Leverkusen 9: 1. FC Köln– VfB Stuttgart 10: 1. FC Nürnberg– Hamburger SV 11: FC Augsburg– Schalke 04 12: Hannover 96– SC Freiburg Spiel 1-4 TOTO-Torwette

1

1

1

1

2

1

X

1

1

X

1

1

2

X

X

1

2

2

X

1

2

X

1

X


KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z032986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Doris SantnerOgertschnig. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

Nr. 16 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 20. April 2012

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal

FPK präsentiert Maßnahmenpaket:

Kampf den Spritpreisen!

Kein Gasdampfkraftwerk in Klagenfurt: Suche nach alternativer Energieversorgung hat begonnen!

Med-Uni für Klagenfurt ist eine Riesenchance für den Bildungsstandort Kärnten!

Seite 7

Seite 4


4 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

THEMA DER WOCHE

Med-Uni bietet große Chance für das Bundesland Kärnten Bildungsreferent LHStv. Scheuch: Bildungspolitik darf keine politische Farbe haben. „Kärnten braucht Visionen, vor allem auch im bildungspolitischen Bereich. Die derzeit laufende Diskussion über Vorteile, Chancen und Risiken einer Med-Universität in Klagenfurt darf daher nicht in eine Neid-Debatte und in ein parteipolitisches Hickhack ausarten. Schließlich geht es bei diesem Projekt darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Kabeg weiterzuentwickeln und den Jugendlichen ausbildungspolitische Perspektiven im eigenen Land zu schaffen“, erklärt Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch. Außerdem bekomme das Projekt vor allem vor dem Hintergrund der kommenden Pensionierungswelle bei den Ärzten und dem drohenden Ärztemangel einen zusätzlichen Reiz. Man werde nach derzeitigem Plan eine Anschubinvestition in drei Tranchen mit jeweils drei bis vier Millionen Euro in die Hand nehmen, um nach Gesprächen mit der Kabeg und der SF-Privatuni zum Beispiel die notwendigen infrastrukturellen Gegebenheiten für die Ansiedlung der Med-Uni am Gelände des Klinikums zu schaffen, kündigt Scheuch an. Die Geldmittel dafür könnten eventuell zum Teil vom Zukunftsfond, aus Synergieeffekten mit der Fachhochschule, aus dem laufenden Konsolidierungsprozess des Landes und

von Partnern dieses Projekts lukriert werden, informiert Scheuch. Außerdem gebe es eine starke Finanzierungs tang ente aus den vorgesehenen Studiengebühren.

Detaillierter Businessplan „Natürlich wird es einen detaillierten Businessplan geben. Alle offenen Punkte müssen geklärt sein und es darf keine laufenden Kosten für das Land über die Anschubfinanzierung hinaus geben. Es sei aber auch ein Vergleich erlaubt: „Wir verwenden für rund 1.500 FH-Studenten 14 Millionen aus Landes- und Gemeindekassen pro Jahr. Da ist es nur legitim, dass sich Kärnten - mit seinem Zwei-Milliarden Euro Budget – auch Gedanken macht über Investitionen in drei Tranchen zu je vier Millionen Euro für ein einzigartiges Projekt wie eine Medizinische Universität“, so Scheuch weiter. Schließlich sei die Neuverschuldung des Landes durch den laufenden Konsolidierungsprozess gesunken, was wiederum Mittel für nachhaltige Projekte frei machen würde. Abgesehen davon gebe es für alle möglichen private Projekte 20 Prozent öffentliche Unterstützung, zum Beispiel bei Betriebsansiedlungen, Unternehmensentwicklungen, Eishallen oder Hallenbädern. Auch bei der Med-Uni bewege man sich in genau dieser Größenordnung,

informiert der Bildungsreferent. „Wir wollen in einem offenen Prozess die anderen politischen Parteien als Mitstreiter für dieses Projekt gewinnen. Bildungspolitik darf keine politische Farbe haben. Außer Streit steht, dass wir mit dem Klinikum als modernstem Spital Österreichs, geographisch mit dem Alpen-Adria-Raum und grundsätzlich mit der Lebensqualität in Kärnten viele wichtige Standortvorteile bieten können. Die Bemühungen anderer Bun-

LHStv. Uwe Scheuch desländer in diesem Zusammenhang beweisen, dass wir am richtigen Weg sind“, meint Scheuch.

Ortstafel-Rasereien Einhalt gebieten! LH Gerhard Dörfler kritisiert organisierte „Raser“, die zweisprachige Ortstafeln erzwingen wollen. „Es kann nicht angehen, dass Menschen und hier besonders Kinder durch organisierte Raser gefährdet werden!“ - So kritisierte Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler einzelne Aktivisten, welche durch „Rasen“ im Ortsgebiet und Selbstanzeigen noch weitere zweisprachige Ortstafeln erzwingen wollen. Einsprachige Ortstafeln werden von diesen nicht als „Verkehrszeichen“ akzeptiert, laut deren Aussagen beabsichtigen sie, entsprechende Strafbescheide auf dem Instanzenweg bis zum Verfassungsgerichtshof zu bekämpfen. Dörfler ver-

langte, dass diese skandalöse Aktion im Sinne der gefährdeten Kinder sofort eingestellt wird. Die Selbstanzeigen würden die absolute Rücksichtslosigkeit dieser Raser demonstrieren: Ein Autofahrer sei nach eigenen Angaben mit 45 km/h an der Hauptschule in Eisenkappel vorbeigerast, dort gelte Tempo 30 zum Schutz der Schüler. „Wer vorsätzlich Gesetze übertritt, bei dem muss die Verkehrszulässigkeit angezweifelt werden“, so der Verkehrslandesrat. Verantwortungslosigkeit im Straßenverkehr sei sicher kein Beitrag zu vernünftigen Lösungen.


20. April 2012 I KärntnerNachrichten 5

THEMA DER WOCHE

Wohnbauförderung für mehr Kärntner! LR Christian Ragger: Die demnächst ins Haus stehende Mietensteigerung muss entschärft werden! FPK-Obmann Uwe Scheuch und LABg. Gernot Darmann sagen den hohen Spritpreisen den Kampf an.

FPK-Programm für Spritpreissenkung! Die aktuelle Spritpreisproblematik betrifft nahezu jede Kärntnerin und jeden Kärntner. „Da eine Änderung der Situation nicht in Aussicht ist, sondern sogar eher eine weitere Erhöhung der Spritpreise droht, haben die Freiheitlichen in Kärnten in der Landtagssitzung ihr Programm zur Spritpreissenkung mit einem Dringlichkeitsantrag eingebracht“, erklären FPK-LPO LHStv. Uwe Scheuch und der stellvertretende FPKKlubobmann Gernot Darmann. Die Freiheitlichen in Kärnten fordern somit die Bundesregierung auf, folgende Maßnahmen zur Bekämpfung der hohen Treibstoffpreise und zur Entlastung der Kärntner Bevölkerung bis Ende April umzusetzen: • Die Senkung der Mineralölsteuer auf alle Treibstoffarten • Die Erarbeitung und Umsetzung eines Treibstoff-Höchstpreismodells • Die Erarbeitung und Umsetzung einer nach Wegstrecke abgestuften MöSt.-Rückerstattung für Pendler aus den zusätz-

lichen MöSt-Erträgen des Bundes • die Umsetzung eines zeitgemäßen Wettbewerbsrechtes, das eine effektive Kontrolle der Mineralölkonzerne ermöglicht und Preisabsprachen verhindert • die sofortige Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung und die Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes von 0,42 Euro auf 0,45 Euro. „Wir stellen diesen Dringlichkeitsantrag mit einem klaren Ultimatum. Wenn die Bundesregierung bis zum Ende des Monats April nicht reagiert, werden wir gemeinsam mit der Kärntner Bevölkerung protestieren und die Straßen in Kärnten sperren. Während das Land Kärnten mit den Landestankstellen, der höchsten Pendlerförderung in Österreich und der Umsetzung der E-Mobilität im urbanen Bereich alles versucht hat um die Pendler zu unterstützen, schaut die Bundesregierung tatenlos zu. Das dürfen wir so nicht länger hinnehmen“, stellten FPK-Chef Scheuch und LAbg. Darmann klar.

Für ein Problem muss laut Wohnbaureferent LR Christian Ragger im Laufe dieses Jahres eine Lösung gefunden werden, nämlich die steigenden Mieten. „In Anbetracht der Teuerungswelle bei Treibstoffen oder Lebensmitteln ist es sozialpolitisch wichtiger denn je, den Mietzins so gering wie möglich zu halten. Wir arbeiten an einem Entlastungspaket, damit diese nun ins Haus stehenden Erhöhungen reduziert werden und wir Mieterinnen und Mieter unterstützen können“, kündigte Ragger an. Die Landesregierung habe vor 20 Jahren ein Gesetz beschlossen, demzufolge die Mieten im 21. Jahr aufgrund einer abrupten Anhebung der Rückzahlungen um bis zu 30 Prozent steigen. „Hier haben uns unsere Vorgänger ein schwieriges Erbe hinterlassen. Wir arbeiten an Modellen, dass diese überfallsartigen Steigerungen reduziert werden“, sagte Ragger. Dieses Problem stellte sich u.a. jetzt bei Wohnungen der BUWOG-Immofinanz in Villach. „Das Land hält für diese Wohnanlage eine Möglichkeit parat, damit die Steigerung dieser Mieten

Zuständig für die Wohnbauförderung: LR Christian Ragger durch eine Verlängerung der Laufzeit der Baukredite reduziert wird. Leider weigerte sich die Immofinanz als Vermieter bisher, dieses Angebot des Landes anzunehmen. Leidtragende sind die Mieter“, erklärte Ragger. Er appelliert an die Immofinanz, an einer Lösung im Sinne der Mieter mit zu arbeiten. Die Profitinteressen der Immobiliengesellschaft - dass das Wohnbau förderungsdarlehen rasch ausläuft, damit sie die Wohnungen verkaufen kann - dürfen nicht zu Lasten der Mieter gehen, meinte Ragger. In Kärnten sei die Wohnbauförderung ein wichtiges Instrument, um den sozialen Ausgleich zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde das Budget in den letzten Jahren dafür ausgeweitet. „Heuer wendet das Land Kärnten dafür knapp 150 Millionen auf“, teilte Ragger mit. Durch eine Gesetzesänder ung wurde erreicht, dass mehr Kärntner in den Genuss einer Förderung kommen.


6 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

HINTERGRUND

Kärntens Reform- und Sparkurs greift LH Dörfler und LR Dobernig: Ehrlicher und erfolgreicher Sparkurs in Kärnten – Rechnungsabschluss 2011 bringt deutliche Reduktion der Neuverschuldung. Finanzlandesrat Harald Dobernig präsentierte diese Woche den Rechnungsabschluss 2011 des Landes Kärnten und gab einen Ausblick auf die Erstellung des Budgets 2013. Der Rechnungsabschluss, der in den kommenden Wochen in der Regierung beschlossen wird, sieht für 2011 eine Neuverschuldung von 129 Millionen Euro vor. Unter Berücksichtigung der Tilgungsrücklage in Höhe von sechs Millionen Euro ergibt sich ein Nettodefizit von 123 Mio. Euro. „Damit haben wir gegenüber dem Landesvoranschlag, der ein Defizit von 231 Millionen Euro vorgesehen hat, über hundert Millionen Euro eingespart. Wir haben sämtliche Mehreinnahmen zur Budgetsanierung eingesetzt, es gibt keine Einmaleffekte und auch keine politischen Spielwiesen mehr“, erklärte Dobernig. Auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler streicht den Erfolg des Kärntner Reform- und Sparkurses hervor. „Es zeigt sich einmal mehr, dass Kärnten auf dem richtigen Weg ist. Dafür darf ich dem jungen, hochkompetenten Finanzreferenten großen Dank aussprechen. Wir können die Vorgaben des Stabilitätspaktes mit Sicherheit erfüllen und werden 2015 das Nulldefizit erreichen“, so Dörfler. Wenn man den Vergleich mit Wien, der Steiermark

oder Niederösterreich anstelle, zeige sich deutlich, dass es in Kärnten keine Budgettricks gibt. „Wir fahren einen ehrlichen und erfolgreichen Sparkurs. In anderen Bundesländern wird politische Wunderheilung und Ankündigung gelebt, in Kärnten zählen Daten und Fakten“, betonte der Landeshauptmann. Beim Maastricht-Ergebnis erreicht Kärnten 2011 ein Minus von 81,19 Millionen Euro oder 0,48 Prozent am BIP, wie Dobernig bekannt gab. „Zugestanden wurde Kärnten laut Stabilitätspakt ein Minus von 167 Millionen Euro. Damit nutzen wir fast 86 Millionen Euro nicht aus. Das beweist deutlich, warum Kärnten keine Angst vor dem neuen Stabilitätspakt bis 2016 hat. Wir können die bisher bekannten Vorgaben jedenfalls übererfüllen“, so der Finanzreferent. Kärnten fürchte daher auch keinen Sanktionsmechanismus, dieser dürfe aber kein Diktat sein und müsse auch für den Bund gelten. Dobernig nannte unter anderem die Verwaltungsreform, die Pensionsreform, den selektiven Einstellungsstopp mit dem Abbau von 400 Planstellen bis 2014, die massive Reduktion des Lehrerüberhanges oder die Trendwende bei den Personalkosten des Landes als bisher gesetzte Reform-

Finanzlandesrat Mag. Harald Dobernig hat Kärnten auf einen vernünftigen Sparkurs gebracht. schritte. Bei den Ermessenausgaben habe es von 2009 auf 2012 eine Reduktion um 117 Mio. auf 345 Millionen Euro gegeben. Bei den aktuellen Kreditübertragungen seien rd. 23 Millionen Euro eingespart bzw. nicht übertragen worden, wobei allein 14 Millionen Euro auf sein Referat entfallen.

Verschuldung deutlich gesenkt! „Gegenüber dem Budgetprogramm 2009 können wir die Neuverschuldung bisher um rund 1,35 Milliarden Euro absenken. Das sind 1,35 Milliarden. Euro Entlastung für den Landeshaushalt. Die außerbudgetären Schulden sinken sogar erstmals“, betonte der Landesrat. Dieser Reformkurs werde mit dem Budget 2013 fort-

gesetzt. Der Budgetbeschluss sei im Herbst geplant. Am Dienstag und Mittwoch tagte dazu der Budgetkonvent, insbesondere ging es um die Bereiche Hoheitsver waltung, Erziehung und Unterricht. Im Mai sei dann das Thema Gesundheit mit der Teilnahme des Gesundheitsreferenten an der Reihe. „Außerdem werden wir das neue Landeshaushaltsund Landesfinanzrahmengesetz thematisieren, das wir heuer beschließen. Wie im Budgetkonsolidierungsgesetz festgeschrieben, werden wir so das Nulldefizit 2015 erreichen, weit früher als vom Bund gefordert“, so Dobernig. Er erneuerte auch seine Kritik an der Vorgehensweise von Finanzministerin Fekter beim Stabilitätspakt. Dies werde Thema bei der Finanzreferenten-Konferenz am 24. und 25. April sein.


20. April 2012 I KärntnerNachrichten 7

KLAGENFURT

Suchen nach Alternativen zu Gasdampfkraftwerk Klagenfurt Negativer Bescheid des Umweltsenates birgt Chance für attraktive und zukunftsträchtige Enerielösungen für die Landeshauptstadt. Bei einem Gespräch zwischen Vertretern der Stadtwerke und der Stadt hat man sich für den Fall des Falles auf eine gemeinsame Vorgehensweise hinsichtlich möglicher Alternativvarianten für das GDK geeinigt. „Wir werden jetzt vorsorglich die nötigen Schritte zur Konkretisierung des ‚Plan B‘ eingeleitet“, informierten Bürgermeister Christian Scheider und St a d t we r ke - Vo r st a n d s direktor Romed Karré. Auf Initiative des Bürger-

meisters soll bei einem gemeinsamen Termin Entscheidungsträgern von Stadt und Land die möglichen Alternativ-Varianten für das GDK in der nächsten Woche präsentiert werden. „Wir werden zusätzlich eine gemeinsame Arbeitsgruppe bestehend aus den Spitzenbeamten der Stadt und den Stadtwerken einrichten, damit wir für alle Eventualitäten gerüstet sind. Auch die Experten des Landes möchten wir mit einbeziehen“, so Scheider. Nachdem die

Politik informiert wurde, werden die Stadtwerke die möglichen Alternativen auch öffentlich machen. Auch die Bürgerinitiativen seien in weiterer Folge eingeladen, konstruktiv mitzuarbeiten. „Es liegt in unserer Verantwortung, die Wärmeversorgung der Klagenfurterinnen und Klagenfurter in jedem Fall sicher zu stellen. Daher beginnen die Vorbereitungen für die Umsetzung von Alternativlösungen, um nicht von einer Entscheidung des Umweltsenates abhängig zu sein, von

der keiner weiß, wann sie fällt“, so Scheider. „In der negativen Beurteilung steckt auch eine neue Chance. Es muss eine Zukunftslösung mit Sinn und auf die Bedürfnisse von Klagenfurt abgestimmt sein“, so der Klagenfurter Bürgermeister im Gespräch mit den Kärntner Nachrichten weiter. Politisch lässt Scheider allerdings keinen Zweifel daran, dass die Freiheitlichen in der Landeshauptstadt nicht zu den „Vätern“ des GDK gehören.

ÖVP und SPÖ waren die Väter des Gasdampfkraftwerkes Am Anfang stand eine rot-schwarze Nacht-undNebel-Aktion im Gemeinderat 2005. Den negativen Bescheid zum GDK nimmt Klubobfrau Sandra Wassermann zum Anlass, um nochmals auf die Chronologie des Projektes und dessen Initiatoren in Erinnerung zu rufen. Das Vorhaben Gasdampfkraftwerk in Klagenfurt war Bestandteil des Teilverkaufs der Stadtwerke im Dezember 2005. ÖVP und SPÖ haben in einem Nacht-und-Nebel-Pakt den Deal in der Sitzung des Gemeinderates am 6. Dezember 2005 gegen die Stimmen von Freiheitlichen und Grüne abgesegnet. Inhalt des Deals war, dass der Verbund um 130 Millionen Euro mit 49 Prozent an der Energie Klagenfurt beteiligt wird. Zusätzlich wurde zwischen ÖVP und SPÖ im Gemeinderatsbeschluss vereinbart, in der Landeshauptstadt ein neues Fernheizwerk zu errichten. Wassermann: „Dieser Deal wurde von ÖVP und SPÖ streng geheim eingefädelt, der Gemeinderat kannte damals keinerlei Details. Dementsprechend groß war unsere Empörung und unser Widerstand“. Dies belegen auch die Stellungnahmen im Dezember 2005.

Christian Scheider, Freiheitlicher Stadtrat, 6.12.2005: „Die Vorgangsweise rund um den geplanten Teilverkauf der Stadtwerke AG ist undurchsichtig, ein Schnellschuss und rechtlich massiv zu hinterfragen. Jeder Würstelstand wird ausgeschrieben, aber bei einem 130-Millionen-Euro-Deal soll ohne rechtzeitige Information der Gremien, mittels eines Nacht- und Nebelpaktes von SPÖ und ÖVP, dieser Beschluss über die Bühne gehen. Ich kann nicht mit etwas mitgehen, in das man blind hinein taumelt und wir nicht einmal wissen, ob die Vorgangsweise rechtlich gedeckt ist.“ Harald Scheucher, ÖVP-Bürgermeister, 6.12.2005: „Das Ergebnis freut uns, denn die Stadt Klagenfurt erhält dadurch 80 Millionen Euro. Das Geld wird angelegt und aus den Erträgen kann die Stadt zahlreiche Maßnahmen im sozialen und im investiven Bereich finanzieren, die sonst nicht möglich gewesen werden.“ Ewald Wiedenbauer, SPÖ-Vzbgm., 6.12.2005: „Einerseits geht es natürlich um das Geld, andererseits auch darum, die Stadtwerke als Energielieferant für die Klagenfurter zu erhalten. Der Deal wurde professionell vorbereitet“.


8 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

LANDESPOLITIK

LHStv. Uwe Scheuch: Unser Parteiobmann auf Kärnten-Tour Der besondere Zusammenhalt der Freiheitlichen in Kärnten ist eines der großen Aushängeschilder der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft. Aus diesem Grund stattet FPK-Obmann LHStv. DI Uwe Scheuch den Ortsgruppen im ganzen Land regelmäßig Besuche ab. „Das persönliche Gespräch ist – trotz oder gera-

de wegen des Internets – die beste Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Die Ortsgruppen-Besuche sind dazu die perfekte Gelegenheit. Da werden in gemütlicher Atmosphäre Projekte besprochen, Ideen geboren und so die Gemeinschaft gestärkt“ erklärt FPK-Obmann Uwe Scheuch.

Obwohl in den Ortsgruppen Arbeitsgespräche mit dem Parteiobmann auf dem Programm standen, war landauf landab vor allem Herzlichkeit zu spüren. Echte Freunde trafen mit Uwe in St. Stefan (links oben), Frantschach (links Mitte), in Finkenstein (links unten) und natürlich auch in Diex (Bild rechts oben), Völkermarkt (Bild oben) und Wolfsberg (unten) zusammen. Diese Freundschaften sind die Basis für auch künftig große Wahlerfolge.


LANDESPOLITIK

20. April 2012 I KärntnerNachrichten 9

Entspannte Atmosphäre in Kirchbach (links), starke Teilnahme auch in Reichenfels (oben rechts) und in der Gemeinde Rennweg (rechts).

Netter Empfang für Uwe Scheuch in Kleblach (oben) und Nötsch (unten).

In St. Andrä (oben) gabs ein Geschenk, in Schiefling (Mitte) war auch LAbg. Adi Stark dabei.

In St. Georgen (oben) und Trebesing (rechts unten) wurde so wie in St. Kanzian (rechts oben) politisiert.


10 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

LANDESPOLITIK

Brücken bauen zwischen Kärnten und Sarajewo LH Dörfler: Durch persönliche Begegnungen auch Friedensprojekte voranbringen. Kärnten festigt seine Zusammenarbeit mit Bosnien-Herzegowina, im Besonderen mit seiner Hauptstadt und dem Kanton Sarajewo. Nach der erfolgreichen „Beziehungsaufbauarbeit“ zwischen Bosnien-Herzegowina, dem Kanton Sarajewo und dem Land Kärnten durch Landeshauptmann Gerhard Dörfler, wird noch heuer ein Kooperationsvertrag gemeinsam mit den EUKommissaren Stefan Füle und Johannes Hahn unterzeichnet werden. Am Wochenende gab es ein Treffen des Landeshauptmanns mit kirchlichen Vertretern aus Bosnien-Herzegowina - mit Kardinal Vinko Puljic aus Sarajewo an der Spitze. Diese Begegnung hatte Kärntens Diözesanbischof Alois Schwarz vermittelt. Einen Höhepunkt bildete eine außergewöhnliche Festmesse unter dem Motto „durch Glauben tief verbunden“ in der Wallfahrtskirche Hochfeistritz im Görtschitztal. Im Rahmen der Messe hatte der Landeshauptmann den Gästen aus Sarajewo ein besonderes Geschenk des Landes Kärnten zugesagt, nämlich ein Kärntner Marterl. Unter dem Motto „kleines Kirchlein – große Freundschaft“ soll dieses Geschenk aus Kärnten die politischen und menschlichen Beziehungen vertiefen und verbessern, sagte der Landeshauptmann

dem Kardinal und seiner Delegation aus Sarajewo. Das Marterl aus Kärnten solle ein Zeichen des Friedens, der Freundschaft und des Miteinanders sein. „Es ist mir besonders wichtig, nicht nur auf der Ebene politischer Initiativen Bosnien-Herzegowina zu unterstützen, sondern es sollen im Krisengebiet auch gemeinsam mit der Kirche Friedensprojekte entwickelt werden. Ich sehe es auch in diesem Bereich als meine Aufgabe an, als Mittler zwischen allen Gruppen aufzutreten“, so Dörfler. Er sagte, dass er Sarajewo im Zuge seiner Besuche besonders liebgewonnen habe. Diese Stadt sei historisch hoch interessant und übe eine

enorme Faszination aus. Die Probleme dreier Bevölkerungsgruppen Bosnier, Kroaten und Serben und die damit verbundenen religiösen Heraus-

forderungen in BosnienHerzegowina sowie Fragen der Bildung, Kultur und Entwicklungshilfe standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Gespräche.

Bei der großen Tourismusmesse ITB Berlin präsentierte sich im März die Welt von „A“ wie Aserbaidschan bis „Z“ wie Zypern. Auch Kärnten war als Hauptpartner der Österreich Werbung mit dabei und bekam für seinen Auftritt viel positives Feedback. Großen Anteil daran hatten die zwei vierten Klassen der Kärntner Tourismusschulen Warmbad-Villach um Direktor Gerfried Pirker. Die 33 Schülerinnen und Schüler hatten am Stand der Österreich Werbung Küche und Service übernommen. „Ihr habt hier einen Treffpunkt der besonderen Herzlichkeit geschaffen“, meinte damals Landeshauptmann Gerhard Dörfler bei seinem Berlinbesuch. Zum Dank lud er die Jugendlichen und ihre Lehrer gemeinsam mit Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch zu einem Empfang ein.


REGIONALES

Ein NET(T) working Abend der Entwicklungsagentur Kärnten fand kürzlich im Fuchspalast St. Veit statt. Das Thema „Erneuerbare Energie“ bildete den Schwerpunkt des Informationsaustausches zwischen den Kooperationspartnern AMS, bfi, Senat der Wirtschaft Österreich, EAK, Land Kärnten und Kärntner Unternehmern. Auch Energie- und Arbeitsmarktreferent LHStv. Uwe Scheuch besuchte die Veranstaltung, die auch die Vorstellung der „Erlebnis-Energie-Ausstellung“ beinhaltete. „Der Bereich der erneuerbaren Energie ist auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt zukunftsweisend und bietet viele neue Chancen für die kommenden Generationen“, so Scheuch.

Als familienfreundlich erwies sich Generationenreferentin Wilma Warmuth anlässlich der Durchführung von Baby- und Kindernotfallkursen im Pfarrzentrum Althofen. An insgesamt vier Abendkursen wurden Eltern und Kinderbetreuer praxisnahe Tipps für Erste Hilfe bei Verletzungen, Verbrennungen, Erkrankungen und Vergiftungen durch Seminarleiterin Eva Hagen (stellv. Bezirksstellenleiterin des Roten Kreuzes) vermittelt. Erfreut zeigten sich die teilnehmenden Mütter und Väter darüber, dass das Familienreferat der Stadtgemeinde eine 50 %ige Förderung der Kursgebühren ermöglichte. “Bei Bedarf werden wir diese Elternbildungs-Aktion auch 2013 gemeinsam mit dem Roten Kreuz durchführen!“, betonte Familienstadträtin Wilma Warmuth engagiert.

20. April 2012 I KärntnerNachrichten 11

Bartgeier-Freilassung im Nationalpark Hohe Tauern Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Nationalparkreferent LHStv. Uwe Scheuch und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch den Tätigkeitsbericht 2011 und das Programm für das Jahr 2012 vor. 2011 war für den Nationalpark Hohe Tauern ein Jahr der Jubiläen. Im Jubiläumsjahr ist es auch gelungen – auf ausdrücklichen Wunsch der Grundeigentümer - den Nationalpark um 2.042 ha im Großen und Kleinen Fleißtal in der Nationalparkgemeinde Heiligenblut zu erweitern. Ende 2010 wurde die Ausbildung zum Nationalpark Ranger von den sechs österreichischen Nationalparks vereinheitlicht. Nationalparkreferent LHStv. Uwe Scheuch: „Ein Highlight des diesjährigen Jahresprogramms ist die Bartgeierfreilassung am 23. Juni im Erweiterungsgebiet Fleißtal in Heiligenblut. Ein weiterer Schwerpunkt ist das BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz!“

Heuer fand wieder der ORF Radio Kärnten Frühschoppen live von der Rinderschau in der landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof bei Spittal statt. Moderiert wurde der Frühschoppen von Arnulf Prasch. Auch Volkskulturreferent LR Harald Dobernig, selbst von einem Bauernhof stammend, war mit dabei. „Die Landwirtschaft ist in Kärnten etwas wert und muss gut weiterleben“, betonte Dobernig.


12 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

Bei der Aufsichtsratssitzung der Carinthischen Musikakademie (CMA) in Ossiach wurden die letzten Verträge für das Jugend- und Familiengästehaus in Knappenberg unter Dach und Fach gebracht. Seitens der CMA wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der JUFA-Gruppe abgeschlossen. Das gibt Finanz- und Kulturreferent LR Harald Dobernig bekannt. „Damit steht der Errichtung des Jugend- und Familiengästehauses und des angeschlossenen Tibetzentrums nichts mehr im Wege. Wir sorgen damit für eine wichtige Belebung der Marktgemeinde Hüttenberg und einen dringend notwendigen Impuls für das Görtschitztal. Auch die Zusammenarbeit zwischen der CMA und JUFA bringt für beide Vorteile“, betont Dobernig.

REGIONALES

Die „Junge Generation“ im Kärntner Abwehrkämpferbund – mit seinem Obmann Lukas Helmut Moser (Bild Mitte) und seinen Funktionären, hat sich bei der Jahreshauptversammlung des KAB in Liebenfels mit über 200 Delegierten vorgestellt.

Landesobmann Fritz Schretter mit (von links nach rechts) OSR Dieter Fleiss, Fritz Döpper, Dr. Massimiliano Lacota, Prof. Mag. Gernot Kuglitsch, BO Ferdinand Pramerdorfer mit Dr. Enrico Neami von der Partnerschaft „Unione degli Istriani“ in Triest bei der Jahreshauptversammlung in Liebenfels.

FPK-Parteiobmann LHStv. Uwe Scheuch machte sich auf den Weg nach Himmelberg, um Gemeinderätin Sabine Gailer zu ihrem 40. Geburtstag zu gratulieren. Gemeinsam mit BGF LAbg. Jutta Arztmann und der Ortsgruppe Himmelberg wurde der Ehrentag im Cafe Heidi gefeiert.


REGIONALES

Landesrat Mag. Harald Dobernig, NRAbg. Bgm. Max Linder, LAbg. Peter Zwanziger und Vzbgm. Altziebler gratulierten Gemeindevorstand Erwin Possegger zum 50. Geburtstag. Erwin Possegger ist seit 1991 Mitglied der Freiheitlichen in Kärnten, seit 1991 auch Gemeinderat in Fresach und seit 2009 Gemeindevorstand. Gefeiert wurde am Amberg im Kreise der Familie und im Kreise seiner Freunde am Ostermontag. Alle Gratulanten würdigten seine Leistung, bedankten sich und wünschten ihm für die Zukunft im Namen der Freiheitlichen in Kärnten und Fresach viel Kraft.

Sprechtag FPK-Bezirksgeschäftsstelle Spittal Mit LAbg. Bgm. Franz Mandl Am Dienstag, 24. April 2012 09 bis 11 Uhr Anmeldung unter: 0664 - 88 466 355

Am 12. April feierte GR Herwig Tiffner aus Höfling seinen 30sten Geburtstag. LAbg. Jutta Arztmann besuchte gemeinsam mit GR Hermann Puschitz den Unternehmer und engagierten Gemeinderat aus Feldkirchen und überreichte ihm ein Präsent von LH Gerhard Dörfler. Im Kreise seiner lieben Familie mit Partnerin Barbara und den Töchtern Marlene und Theresa wurde auf den Jubilar angestoßen.

20. April 2012 I KärntnerNachrichten 13

Viele kleine Gärtner rückten aufgeregt mit Schaufeln, Rechen und Gießkannen im Kindergarten Gnesau aus. Kindergartenreferent LH Gerhard Dörfler war zu Besuch und hatte den Kleinen einen Kirschbaum mitgebracht, den sie gemeinsam mit ihm einpflanzen durften. „Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder im Garten arbeiten“, freute sich der Landeshauptmann, dem es ein Anliegen ist, dass schon vom Kindergarten an, das Kennenlernen der Natur und der Wachstumsabläufe im Reigen der Jahreszeiten gefördert wird. „Mir ist es sehr wichtig, schon den Kleinsten den Umgang mit dem so wichtigen Element Erde näherzubringen“, so der Kindergartenreferent.


14 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

LESERBRIEFE

Natürlich Kärnten Dass Kärnten in einigen Bereichen die Vorreiterrolle übernimmt, beweist eine weitere Initiative unseres Landeshauptmannes Gerhard Dörfler. „Natürlich Kärnten“, die Aktion im dritten Jahr, in Sachen Gartenarbeit und Gemüseanbau, lassen uns Bio-Produkte schmackhaft machen. Man fühlt sich wie um Jahrzehnte zurückversetzt, wie in den 70iger Jahren, wo Gartenarbeit bei unseren Großeltern

und Eltern einen hohen Stellenwert hatte. Dass diese Zeit nicht die schlechteste war, wissen wir alle. Gemüse von irgendwoher „gekarrt“, wurde als belastet empfunden. Oft belächelt, beweist uns Gerhard Dörfler immer wieder auf`s Neue, dass er ein Landeshauptmann aus dem Volk und für das Volk ist. Alfred Ehrenreich, Althofen

Brennesselsuppe ist in! Was hat die Brennesselsuppe doch für Schlagzeilen produziert als sich der Landeshauptmann als „grüner Genießer“ geoutet hat! Manche, die wahrscheinlich maximal eine Dosensuppe wärmen können haben sich über einen Landeshauptmann und seine suppenkochende Gattin lustig gemacht. Dabei hat er, wie auch bei vielen anderen Dingen, Stichwort E-Mobilität, einfach nur einen guten

Riecher und somit Weitblick gezeigt. Der eigene Garten erfährt eine Renaissance, zahllose Beiträge in Printmedien und im TV beweisen diesen Megatrend und das ist gut so und gesund, denn die Kraft der Kräuter ist in Kärnten kostenlos zu haben. Viele Küchenkünstler schätzen und nutzen das „grüne Angebot“ immer öfter. Sonja Ladstätter Velden

Gerechtigkeit! In der Zeitung Österreich, Ausgabe Dienstag 6. März 2012, war zu lesen, dass einige Schlepper (Menschenhändler) 250 Illegale nach Europa gebracht haben, die dafür pro Person 3.000 Euro bezahlt haben. Die Urteile fielen sehr milde aus. Einer bekam acht Monate, der andere sechs Monate Haft, die anderen eine Bewährungsstrafe. Unser Herr Landeshauptmann-

Stellvertreter DI Uwe Scheuch soll auch für sechs Monate ins Gefängnis, wobei sein Handeln harmlos ist, bzw. nichts zu Stande kam. Sein Einsatz für Kärnten ist beachtlich, daher soll er ins Gefängnis und somit außer Gefecht gestellt werden. Frage ans Gericht: Ist das gerecht? Franz Stark Deutsch Griffen

Günter Grass: Die Wahrheit ist uns zumutbar! Es stimmt doch, dass Israels Ministerpräsident Netanjahu von einem Präventivschlag gegen den Iran sehr deutlich und drohend gesprochen hat. Wo bleiben die Proteste der internationalen Gremien gegen diese Kriegsandrohung? Auch die Amerikaner sprechen ziemlich deutlich von einem Schlag gegen den Iran, weil man die Nutzung der Atomkraft angeblich nicht gründlich genug kontrollieren kann. Aber gegen Israel, das bereits jahrelang Atomwaffen besitzt, regt sich kein Protest! Da hat Günter Grass Recht, wenn er von zweierlei Maß in der Beurteilung bezüglich Atomkraft in der ziemlich gleich geschaltenen Weltpresse spricht! Überhaupt sind einige sogenannte Befreiungskriege nicht nur von Amerika, sondern u.a. auch von England und Frankreich mit ins Rol-

len gebracht worden. Paradebeispiel ist der Irak, wo man uns die Existenz von ungeheuren Massenvernichtungswaffen vorgaukelte – und wir kennen die Wahrheit – keine Spur dieser angeblichen Waffen fand. Allerdings gab es etwas Anderes, das man neu aufteilen wollte – nämlich viel Erdöl. Über 100.000 Iraker mussten für diesen unnötigen Krieg ihr Leben lassen. Auch im Iran gibt es Erdöl, das kann doch kein Zufall sein! Die Worte des Günter Grass sind also keineswegs abwegig, wie man tut. Wir haben gerade eindrucksvolle Ostern erlebt und gefeiert, in der Peterskirche in Rom, an vielen anderen Orten und in den Familien. Mögen die Verantwortlichen auf allen Seiten zur Besinnung kommen und ihre Gedanken und Taten auf den Frieden konzentrieren! Franz Thaler Villach

Anonyme Internet-Foren Anonym lässt es sich gut schimpfen, und mit der Wahrheit nehmen es manche leider auch nicht so genau. Daher bin ich eigentlich sehr froh darüber, dass die Scheuch-Brüder sich gegen diese Art der Kommunikation in den Internet-.Foren zur Wehr gesetzt haben. Denn dadurch wird endlich eine Diskussion im Word Wide Web möglich, die sich vom „Biertisch-Niveau“ abhebt. Ines Katzenberger, Moosburg

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


20. April 2012 I KärntnerNachrichten 15

WIRTSCHAFT

Täglich verschwindet ein Bauernhof durch Verbauung Studie bestätigt: Bodenverbrauch auch für Klimaschutz problematisch. Mit dem raren Gut Boden wird in Österreich viel zu sorglos umgegangen. Diese Tatsache belegt auch eine von der Hagelversicherung beauftragte Studie der Universität für Bodenkultur. Täglich verschwinden in Österreich 15 Hektar Boden für Bau- und Verkehrsflächen. Das ist die Fläche eines durchschnittlichen heimischen Bauernhofes beziehungsweise entspricht 20 Fußballfeldern. „Für die Österreichische Hagelversicherung hat dies in zweifacher Hinsicht negative Konsequenzen. Zum einen verringert sich mit

dem verschwindenden Ackerland Tag für Tag der Versicherungsgegenstand, weil landwirtschaftliche Nutzflächen für Verkehrs-, Siedlungs- und Industriezwecke verwendet werden. Zum anderen hat dieser hohe Bodenverbrauch Einfluss auf den Klimawandel, das heißt auf die Erder wärmung“, erläutert Kurt Weinberger, Vorstandvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung. „Wenn Tag für Tag große Flächen des CO2-Speichers „Boden“ versiegelt werden, wird der Klimawandel be-

Feierliche Eröffnung Frisuren Krug Villach im Neukauf Neu Wenn aus Leidenschaft Erfolg wird… Frisuren Krug ist schon seit fast 40 Jahren das größte Friseur unternehmen und ist auch der größte Lehrlingsausbildner in Kärnten. Ende März eröffnete er in Neukauf Neu in Villach wahrscheinlich das modernste Friseurgeschäft Kärntens. Auf 180 m2 wurde ein Salon eingerichtet der den aktuellsten Anforderungen entspricht. Der Kunde wird sogar bei der Haarwäsche auf modernsten Massagestühlen verwöhnt. Die Mitarbeiter werden permanent von externen Trainern in der Pivot-Point-Schneidetechnik ausgebildet und in Seminaren werden ständig neue Farbtechniken erarbeitet. Bei der Eröffnung konnten die

Familie Krug viele Ehrengäste begrüßen - Landeshauptmann Gerhard Dörfler - den Bürgermeister der Stadt Villach Helmut Manzenreiter – den Bundesinnungsmeister Wolfgang Eder - Landesinnungsmeister Georg Wilhelmer – Geschäftsführer Wella Österreich Manfred Liebl und die Eigentümer des Neukauf EKZ Stefan Rutter und Dr. Christian Harisch. Auch die Mitarbeiter aus allen Filialen der Firma Krug gratulierten zu dem neuen Friseurgeschäft.

schleunigt. Mit einem Wort: Boden ist ein wichtiger Klimaschutzfaktor. Deshalb ist es wichtig, dass diese Entwicklung verlangsamt wird“, so Weinberger. Ein Beispiel zur Größenordnung des Bodenverbrauchs: Wenn man den derzeitigen Flächenverbrauch für ein ganzes Jahr hochrechnet, entspricht dieser der gesamten Ackerfläche der Bundeshauptstadt Wien und in 10 Jahren in etwa der ganzen Ackerfläche Kärntens.

Nicht die Zukunft verbauen „Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen dem Boden als Faktor im Klimaschutz, dem Bodenverbrauch und den raumplanerischen Steuerungsmöglichkeiten aufzuzei-

gen“, betont die Studienautorin Univ. Prof. Gerlind Weber vom Institut für Raumplanung und ländliche Neuordnung der Universität für Bodenkultur. „Die Reduzierung des Flächenverbrauchs kann nur durch eine Ziel führende Gesamtstrategie erreicht werden,“ so Weber. Eine fortschreitend starke Zersiedelung hat viele klimarelevante Konsequenzen: eine Geringschätzung des Bodens als bedeutende Energie- und Rohstoffquelle der Zukunft, steigende Nachfrage nach fossilen Energieträgern, einen ungerechtfertigt hohen Verlust an landwirtschaftlich genutztem Boden, hohe Infrastrukturkosten für Errichtung, Pflege und Reparatur der verbauten Fläche und den Niedergang der Nahversorgung.


16 KärntnerNachrichten I 20. April 2012

WIRTSCHAFT

60 Mio. Investition für Laugenverbrennungskessel Recovery Boiler 4 Eine hohe Abordnung der Kärntner Landesregierung kam zum Spatenstich nach Frantschach. Das internationale Papier- und Verpackungsunternehmen Mondi investiert 60 Mio. Euro in seine Papier- und Zellstofffabrik in Frantschach. Der neue Kessel soll im zweiten Halbjahr 2013 in Betrieb gehen. Vom Land Kärnten wird dieses Projekt mit 800.000 Euro unterstützt. LH Gerhard Dörfler überreichte gemeinsam mit Industriellenvereinigungs-Präsident Veit Sorger das „Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten“ an Peter J. Oswald, den CEO Mondi Europe & International. Dörfler strich hervor, dass diese Investition eine Entscheidung für die Zukunft Frantschachs und Kärntens sei. Mondi investiere hier nicht nur in den Standort, sondern auch in den Umweltschutz, strich der Landeshauptmann hervor. CEO Oswald verwies auf den Drang der Frantschacher Mondi-Mitarbeiter, immer alles zu verbessern. Diese Stärke des Werks sei auch der Grund gewesen, hier ein Forschungs- und Entwicklungszentrum zu errichten. Die Entscheidung für die Errichtung des Laugenverbrennungskessels sei jedoch schwierig gewesen. Oswald erklärte, dass es in Österreich – im Gegensatz zu anderen Ländern mit Mondi-Standorten – für dieses intelligente Biokraftwerk, das „flüssiges Holz“

K U R Z NO T I E RT Mondi Frantschach ist ein Papierund Zellstofflieferant für nationale wie internationale Verpackungshersteller und Verarbeitungsbetriebe. Der Standort verfügt über ein eigenes Forschungs- und Entwicklungslabor, dessen Know-how Mondi weltweit nutzt. Mit mehr als 130 Jahren Erfahrung ist das Werk Frantschach heute einer der führenden Hersteller von Sackkraft- und Kraftpapieren sowie Spezialzellstoffen. Mondi Frantschach ist ein Unternehmen der Mondi Group und zählt mit 450 Mitarbeitern zu den bedeutendsten Arbeitgebern der Region. Infos unter www.mondigroup.com

nutze, keine Ökostromförderung gebe. Er hoffe nun auf eine entsprechende Novelle des Ökostromgesetzes. „Wir haben unsere Investition im Vertrauen darauf getätigt“, so Oswald, der Land, Gemeinde und Bund für die rasche Verfahrensabwicklung beim Projekt dankte. Gottfried Joham, Gf. der Mondi Frantschach GmbH, sagte, dass die neue Anlage das Erscheinungsbild des Werkes stark verändern werde, er verwies auf den 60 Meter hohen Bau mit 90 Meter hohem Kamin. Laut Joham werden 3.875 Tonnen Stahl und 4.300 Kubikmeter Beton verarbeitet. Der Laugenverbrennungskessel werde höchsten technischen Standards entsprechen und dem Werk vollkommene Energieautarkie bescheren. Bei niedrigeren Emissionen würden zudem die Produktivität und Effizienz des gesamten Werkes gesteigert. Präsident Sorger verwies auf die Wichtigkeit des Produktionssektors, ohne den auch Forschung und Entwicklung sowie der Wohlstand in Österreich verloren gehen würden. Die imposante Laugenverbrennungsanlage errichtet das renommierte Bauunternehmen PORR Bau GmbH, Niederlassung Kärnten unter der Leitung von Ing. Rainer Niederer. PORR ist besonders spezialisiert für derartige Bauprojekte. Mit dem neuen Laugenverbrennungskessel als Teil der Ökostrom-Anlage kann von Mondi die Eigenenergieversorgung durch den Einsatz kombinierter Wärmeund Stromerzeugung weiter gesteigert werden. Die Zellstoff- und Papierfabrik kann künftig energieautark arbeiten. Der neue Laugenverbrennungskessel wird die beiden bestehenden Anlagen aus den 1950er und 1970er Jahren ersetzen. Der Laugenverbrennungskessel wird zu 98

Prozent mit biogenem Brennstoff betrieben – mit Lauge, die beim Kochen von Hackschnitzeln im Werk gewonnen wird. Die Technologie ist zentraler Bestandteil der integrierten Zellstoff- und Papiererzeugung: Der bei der Laugenverbrennung erzeugte Hochdruckdampf wird in Folge als Prozesswärme für die Papiererzeugung und Stromgewinnung genutzt.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook