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Kärntner Nachrichten - Ausgabe 19.2011

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KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Doris SantnerOgertschnig. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

Nr. 19 • 57. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 13. Mai 2011

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal

Landesausstellung in Fresach:

GlaubWürdig!

Offener Arbeitsmarkt seit 1. Mai: 362.000 Österreicher sind arbeitslos, Verdrängungswettbewerb droht!

Volksbefragung zur Ortstafellösung: Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie in den Kärntner Nachrichten!

Seiten 2 und 3

Seiten 4 und 5


2 KärntnerNachrichten I 13. Mai 2011

THEMA DER WOCHE

Offener Arbeitsmarkt, aber 362.000 Österreicher arbeitslos! Seit dem 1. Mai sind Österreichs Grenzen für Arbeitskräfte aus dem Osten offen. Es droht die Gefahr eines Verdrängungswettbewerbes. Freiheitliche auf Bundesebene und in Kärnten verlangen neuerliche Übergangsfristen. Arbeitslosigkeit sieht man nicht, aber man spürt sie. Just am 1. Mai, am Tag der Arbeit, sind die Übergangsfristen am österreichischen Arbeitsmarkt gefallen. Genau am Tag der Arbeit, wurde damit ein weiterer Schritt für Massenzuwanderung gesetzt. FPÖ-Obmann HC Strache holt aus: „Es ist auch ein weiterer Schritt in Richtung Massenarbeitslosigkeit für unsere österreichischen Arbeitnehmer!“ In Österreich sind derzeit 362.000 Menschen ohne Arbeit. Aber die österreichische Bundesregierung habe nicht einen Finger dafür krumm gemacht, eine weitere Verlängerung der Übergangsfristen zu erreichen. Die FPÖ hat wiederholte Male Anträge eingebracht, diese Frist auf unbestimmte Zeit zu begrenzen. Kärntens FPK-Chef LhStv. Uwe Scheuch: „Unser Ziel war es, dass die derzeit herrschenden massiven Lohn- und Einkommensunterschiede zwischen Österreich und der Masse der neuen EULänder sich solcherart angleichen, dass Wanderungsoder Pendleranreize ausbleiben!“ Genau das war ja auch der ursprüngliche Sinn der Übergangsfristen und der einmaligen Verlängerung. Aber die EU erfüllt die Interessen der großen Konzernen nach billigen Arbeitskräften. Und die Regierung verschanzt sich hinter einer Regelung, die unter ganz

Kundgebung der Freiheitlichen mit HC Strache in Linz. Es hagelte massive Kritik an der Bundesregierung, die der Arbeitsmarktöffnung konzeptlos gegenüberstehe. anderen Voraussetzungen getroffen worden ist. Das ist kein Schutz, sondern tatsächlich Verrat an den Interessen der österreichischen Arbeitnehmer. SPÖ und ÖVP setzten auch keinerlei Schritte gegen die nächste Öffnung 2015. Dann wird der Arbeitsmarkt auch für Rumänien und Bulgarien geöffnet. Zu befürchten ist jedenfalls ein starker Zustrom von Arbeitskräften, insbesondere von Pendlern aus den Nachbarstaaten, mit den Folgen eines Verdrängungswettbewerbs und eines starken Anstiegs der Arbeitslosigkeit in Österreich. Einmal mehr haben sich auch

die Modellrechnungen der EU als falsch erweisen. Die Angleichung der Lohnniveaus vollzieht sich langsamer als erwartet. „Und für alle Probleme unserer Zeit kennen Faymann und die Schwarzen nur zwei Antworten: Zuwanderung erhöhen und Steuern erhöhen. Das ist die bittere Wahrheit!“, so FPÖ-Obmann HC Strache bei seiner Kundgebung zum 1. Mai in Linz.

jetzt aber um den Job des Generaldirektors von Raiffeisen bewirbt - oder das systematische Verabschieden von allen Kernkompetenzen - die ÖVP sei keine Familienpartei mehr; keine wertkonservative Par tei mehr; keine Partei des Mittelstandes; keine patriotische, sondern eine EU-Partei aus lauter EU-Sektierern; und sie ist keine Sicherheitspartei, sagte Strache.

Ob die massiv gestiegene Staatsverschuldung unter Finanzminister Pröll Strache bemerkte, dass es ziemlich seltsam anmutet, dass Pröll zwar aus Gesundheitsgründen von seiner politischen Verantwortung zurückzutreten sei, sich

Die FPÖ hat diese Bereiche übernommen. Die FPÖ ist heute die glaubwürdige Alternative zur Bundesregierung. Das zeigt sich auch an den Übergangsfristen am Arbeitsmarkt. Auch hier hat die FPÖ als einzige Partei vehement auf eine Ver-


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THEMA DER WOCHE längerung gedrängt. Aber ÖVP und SPÖ haben wieder einmal den EUMusterschüler gespielt und nehmen den weiteren Anstieg der Massenarbeitslosigkeit in Kauf.

Kärnten ist für die Zukunft gut gerüstet! Der heimische Arbeitsmarkt sei in den letzten Jahren mit großen Herausforderungen konfrontiert gewesen, durch eine Bündelung der Kräfte habe man diese allerdings gut bewältigt, erklärt Arbeitsmarktreferent LHStv. DI Uwe Scheuch anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai. Diesen Erfolg würden in Kärnten zum Beispiel der Anstieg an offenen Stellen um 51,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und auch die Steigerung der offenen Lehrstellen um 41,4 Prozent belegen. Aber auch künftig werde es immer wieder schwierige wirtschaftspolitische Situationen geben, stellt Scheuch klar. „Gerade die jetzt anstehende Ostöffnung mit tausenden potenziellen neuen Arbeitskräften zeigt, wie wichtig es ist, auf unsere heimischen Arbeitskräfte zu schauen und sie durch verschiedenste Weiterbildungsprogramme zu unterstützen. Wir müssen den Kärntner Arbeitsmarkt für künftige Herausforderungen wappnen“, so Scheuch. Man werde deshalb umso intensiver und nachdrücklicher Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitsmarktes setzen und auch weiterhin heimische Arbeitskräfte fördern. „Entgegen

dem allgemeinen Sparkurs und den Budgetkürzungen für das AMS Kärnten, die von Wien aus beschlossen wurden, werden wir in Kärnten beim Arbeitsmarktbudget keinerlei Kürzungen vornehmen. Wir werden unser Bundesland bestmöglich auf die bevorstehenden Herausforderungen und Chancen, die unter anderem die Ostöffnung mit sich bringen, vorbereiten! Das sind wir jeder einzelnen Kärntner Arbeitskraft schuldig“, meint der Kärntner Arbeitsmarktreferent Uwe Scheuch.

Arbeitsmarktreferent LhStv. DI Uwe Scheuch

Austria Tabak zieht nach Polen Der Bundesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) LAbg. Ing. Bernhard Rösch kritisiert, dass die für den Bereich Arbeitnehmerpolitik zuständigen roten Genossen auf Tauchstation gegangen sind. „Keine Worte gab es von Sozialminister Hundstorfer, AK-Präsident Tumpel und Gewerkschafter Foglar zu der Schließung des Werkes der ,Austria Tabak’ in Hainburg, dessen Handschrift die Ostöffnung des Arbeitsmarktes trägt. Hundstorfer habe großspurig angekündigt, dass Österreich sich bezüglich der Arbeitsmarktöffnung nicht fürchten bräuchte, man sei ja „bestens vorbereitet“. „Jene Arbeitnehmer des Hainburger Werkes, aber auch die Wiener Kollegen, die nun allesamt beim AMS stempeln gehen müssen, sind die ersten, welche erkennen, was Hundstorfers Worte wert waren - nämlich nichts anderes als heiße Luft“, so der FA-Obmann. Rösch rechnet damit, dass weitere andere Betriebe dem traurigen Beispiel der Auslagerung ins Ausland folgen.

Kommentar von Dr. Helmut Prasch

Angst beseitigen!! Ausgerechnet die alt-ehrwürdige Austria Tabak war der erste Betrieb, der die neuen Möglichkeiten des geöffneten OstArbeitsmarktes nutzte und ihre niederösterreichischen Arbeiter auf die Straße setzte und stattdessen in Polen arbeiten lässt. Ausgerechnet das erst 2011 privatisierte, ehemalige staatliche Unternehmen zeigte den anderen Konzernen und Arbeitgebern ein schlechtes Beispiel. Und das Ganze justament in zeitlicher Nähe zum 1. Mai, dem ehemals stolzen Tag der Arbeit. Was haben Sozialminister Hundsdorfer und seine roten Genossen uns nicht alles erklärt: Wer wird schon seine Heimat verlassen und bei uns arbeiten wollen, hieß es in launigen Ansprachen. Die Realität sieht leider anders aus. 362.000 Österreicher sind arbeitslos, in grenznahen Gebieten (wozu auch Kärntern gehört) pendeln billigere Arbeitskräfte ein. In Wahrheit hat ein beinharter Verdrängungswettbewerb begonnen. Das ist eine der fatalen Auswirkungen des EU-Beitritts Österreichs. Brüssel schreibt vor, wir trotten hinten nach. Dass sich Österreich in Brüssel in einer entscheidenden Frage auch nur einmal durchgesetzt hätte, ist nicht bekannt. Einstimmig beschließen die Kommissare ihre Regelungen, Land und Leute lassen die österreichischen EUSpitzen beim Abflug von Wien-Schwechat nicht nur sprichwörtlich hinter sich. Arbeitslosigkeit sieht man nicht, aber man spürt sie. Im Supermarkt, wo Familien schon lange nicht mehr das einkaufen können, was sie sich verdient haben. Im Freundeskreis, wo man spürt, wie sich ganze Gruppen plötzlich zurückziehen, weil das Geld schon lange nicht mehr reicht zum Fortgehen. Im Job, wo Kollegen aus Furcht vor dem Rausschmiss Dinge in Kauf nehmen, für die sie früher auf die Barrikaden gegangen wären. Die Angst geht um in Europa: die Angst vor der persönlichen Pleite, vor dem JobVerlust, vor dem Verlust der eigenen Existenz. Es ist die verdammte Pflicht der Politik, dieses Angstgefühl besser heute als morgen zu beseitigen!


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HINTERGRUND

Ortstafelfrage: Bevölkerung soll historische Einigung mittragen! Die direkte Einbindung der Bevölkerung als für die Legitimierung der Ortstafellösung ist unerlässlich. Die Kärntner Bevölkerung wird Anfang Juni zur vorliegenden Lösung der Ortstafelfrage befragt. Dies hat die Landesregierung mit den Stimmen der Vertreter der FPK mehrheitlich beschlossen. „Nun ist es wichtig, dass die Menschen mit eingebunden werden und diese historische Einigung unterstützen“, erklärt Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Unter Bundeskanzler Bruno Kreisky und Landeshauptmann Hans Sima hat es in den 70er Jahren eine Ortstafellösung über die Köpfe der Menschen hinweg gegeben, mit den Folgen des Ortstafelsturms. „Ich will die Kärntnerinnen und Kärntner einbinden, es soll nicht nur eine politische Entscheidung, sondern auch eine der Menschen sein. Ich bin momentan auf einer Pilgerreise des Miteinanders, da ich Informationsveranstaltungen in den Gemeinden abhalte“, erklärt der Landeshauptmann und berichtet von einer sehr positiven Stimmung im Land. So hat es bei der Veranstaltung in Sittersdorf mehrheitlich Lob und Gratulationen gegeben für die Lösung gegeben.

Volksbefragung unerlässlich Der Landeshauptmann weist auch darauf hin, dass man schon vor Monaten die direkte Einbindung der Bevölkerung als für die Legitimierung der Ortstafellösung unerlässlich angesehen hat. Dies sei auch von vielen Bundespolitikern quer durch alle Parteien akzeptiert worden, so LH Dörfler mit Verweis auf Spindelegger, Ostermayer, Fischer und Faymann. „Es geht darum, dass der Konsens der politischen Ebene auch die Zustimmung der Bevölkerung erhält. Hier stimmt keine Mehrheit über eine Minderheit ab, sondern die Kärntnerinnen und Kärntner stimmen einer Lösung zu – mit großer Mehrheit. Davon bin ich überzeugt“, gibt sich der Landeshauptmann optimistisch. Wenn man in Wien in großem Stil und medial unterstützt über Citymaut, Kampfhunde und Hausmeister abstimmen dürfe, so sei es wohl mehr als legitim, in Kärnten eine Volksbefragung über das seit 56 Jahren umstrittene Thema Ortstafel abzuhalten, stellt Dörfler außerdem fest.

Einstimmiger Beschluss der FPK „Die Volksbefragung zur Ortstafellösung wird als Briefbefragung in ganz Kärnten durchgeführt. Das bringt nicht nur eine Beteiligungsoptimierung, sondern auch eine Budgetminimierung“, informiert FPK-Obmann Uwe Scheuch über einen einstimmigen Beschluss des FPK-

Parteivorstandes. Damit wird man gravierende Kosteneinsparungen erreichen, auch wenn dies nicht das vorrangigste Kriterium bei einer so wichtigen Frage sein darf. Er werde, kündigt Scheuch an, auch weiterhin bei den anderen Parteien für die Mitwirkung werben. Schließlich müssten auch die Kärntner Parteichefs von ÖVP, SPÖ und auch der Grünen die historische Chance dieses Kompromisses erfassen und dürften dieser keine Steine mehr in den Weg legen. Es handle sich ja um einen Lösungsentwurf des Landes Kärnten, der von Bundespolitikern aller Couleurs breiteste Unterstützung erhalte.

Details der Volksbefragung Vom 6. bis 12. Juni 2011 werden die Befragungs-Formulare ausgeschickt, Stichtag der Rücksendung an die Wahlabteilung des Landes ist der 17. Juni 2011, 12 Uhr. Der Text lautet wie folgt: „56 Jahre nach Unterzeichnung des Staatsvertrages ist es in intensiven Verhandlungen zwischen Vertretern der Kärntner Landesregierung, der österreichischen Bundesregierung, der Volksgruppenorganisationen und der Heimatverbände gelungen, in der ‚Ortstafelfrage‘ eine Einigung zu erzielen, die zweisprachige Bezeichnungen in insgesamt 164 Ortschaften vorsieht (alle bereits erfassten Orte, sämtliche Verfassungsgerichtshoferkenntnisse sowie alle weiteren Orte mit mehr als 17,5 Prozent Volksgruppenanteil). Es ist beabsichtigt, diese Einigung durch ein Verfassungsgesetz abzusichern, damit es in Zukunft keine Möglichkeit gibt, diesen Dauerstreit weiterzuführen. Sind Sie mit dem erzielten Verhandlungsergebnis einverstanden?“ Anzukreuzen ist entweder bei „Ja“ oder „Nein“. Eine Kommission bestehend aus Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Gerhard Jesernig (gf. Leiter der Wahlabteilung) und dem ehemaligen Notariatskammerpräsident Peter Zdesar wird für eine ordnungsgemäße Abwicklung der Volksbefragung sorgen.

„Ich darf alle bitten, die diese Lösung wollen, diese auch mitzutragen!“, Landeshauptmann Gerhard Dörfler


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HINTERGRUND

Kärnten ist am Wort! Nach 56 Jahren Diskussion rund um die zweisprachigen Ortstafeln liegt nach langen Verhandlungen ein Lösungsentwurf am Tisch. Jetzt sind die Kärntnerinnen und Kärntner am Wort, denn trotz Kritik von SPÖ und ÖVP haben die Freiheitlichen in Kärnten eine Volksbefragung durchgesetzt. Dazu hier die wichtigsten Eckdaten:

Wer ist bei der Volksbefragung stimmberechtigt?

ein Verfassungsgesetz abzusichern, damit es in Zukunft keine Möglichkeit gibt, diesen Dauerstreit weiterzuführen.

Alle österreichischen Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Kärnten, die spätestens am 17. Juni 2011 das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Sind Sie mit dem erzielten Verhandlungsergebnis einverstanden? O Ja

Wie ist der zeitliche Ablauf der Volksbefragung? Anfang Juni werden an alle Wahlberechtigen Stimmzettel inklusive Rücksendekuvert übermittelt. Der Befragungszeitraum ist vom 6. bis zum 12. Juni 2011. Alle Rücksendungen, die bis 17. Juni 12 Uhr in der Kärntner Landesregierung einlangen, werden berücksichtigt. Das Auszählungsergebnis wird am 22. Juni 2011 bekanntgegeben.

Wie hoch sind die Kosten der Volksbefragung? Normalerweise würde eine Volksbefragung das Land über 400.000 Euro kosten. Durch die Entscheidung der freiheitlichen Regierungsmitglieder, die Befragung mittels Briefwahl durchzuführen, konnten die Kosten auf 230.000 bis 250.000 Euro - für Versand und Druck von 440.000 Befragungs-Formularen - verringert werden.

Wie wird der Stimmzettel aussehen? Wie wird die Frage lauten? „56 Jahre nach Unterzeichnung des Staatsvertrages ist es in intensiven Verhandlungen zwischen Vertretern der Kärntner Landesregierung, der österreichischen Bundesregierung, der Volksgruppenorganisationen und der Heimatverbände gelungen, in der „Ortstafelfrage“ eine Einigung zu erzielen, die zweisprachige Bezeichnungen in insgesamt 164 Ortschaften vorsieht (alle bereits erfassten Orte, sämtliche Verfassungsgerichtshoferkenntnisse sowie alle weiteren Orte mit mehr als 17,5 Prozent Volksgruppenanteil). Es ist beabsichtigt, diese Einigung durch

O Nein“

Mit einer positiven Antwort „Ja“ wäre ein 10-jähriges Vakuum beendet, währenddessen der Verfassungsgerichtshof quasi ohne Vorgaben und ohne Einbindung Kärntens einfach zweisprachige Ortstafeln erlassen konnte.

Welche rechtliche Bedeutung hat die Volksbefragung? Eine Volksbefragung ist ein ganz wichtiges demokratiepolitisches Instrument. Auch wenn sie keine direkten rechtlichen Verpflichtungen auslöst, ist ihr Ergebnis demokratiepolitisch bedeutsam. Der Wille der Kärntner Bevölkerung ist auch in der Ortstafelfrage das entscheidende Kriterium. Erst nach einer positiven Volksbefragung wird die Landesregierung den Entwurf formell unterstützen und der Nationalrat das vorliegende Ortstafelpaket im Parlament beschließen.

Wieso wird der Bevölkerung das ausverhandelte Paket noch einmal vorgelegt? 56 Jahre lang sind die Kärntnerinnen und Kärntner in ganz Österreich für die ungelöste Ortstafelfrage gescholten worden. Der Versuch der Politik, in den 70er Jahren dieses Problem ohne Mitwirkung der Bevölkerung zu lösen, endete im Ortstafelsturm. Das darf nicht mehr passieren. Daher ist es wichtig, dass die Bevölkerung in diese historische Entscheidung mit eingebunden wird und ihre Unterstützung zum Ausdruck bringen kann. Jetzt besteht die Möglichkeit, mit einer breiten Zustimmung in der Volksbefragung alle Kritiker und Kärnten-Beschimpfungen ein für alle Mal zum Verstummen zu bringen.


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LANDESPOLITIK

FPÖ: Protest gegen türkischen Botschafter bei Staatsbesuch! Offener Protestbrief an türkischen Präsidenten. HC Strache fordert sofortigen Abzug von Botschafter Tezcan. Die FPÖ hat anlässlich des Besuchs des türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül in Österreich abermals ihre ablehnende Haltung gegenüber einem EU-Beitritt der Türkei bekräftigt. Für FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache gehört die Türkei nicht zu Europa. Daher erteilt er einem EU-Beitritt dieses Landes eine klare Absage. Wesentlich sinnvoller sei es, Gespräche über die Bildung einer privilegierten Partnerschaft zu führen. Weiters müssten in Österreich lebende Türken von

Seiten der Türkei dazu angehalten werden, sich zu integrieren samt dem Erwerb der deutschen Sprache. Um gegen den türkischen Botschafter in Wien, Kadri Ecvet Tezcan, zu protestieren, hat die FPÖ demonstrativ nicht am Staatsbankett teilgenommen und Gül einen offenen Protestbrief (siehe Faksimile) übergeben. Darin fordern die Freiheitlichen die Abberufung des türkischen Botschafters, der im vergangenen November in einem umstrittenen Interview die österreichische

Integrationspolitik kritisiert hatte. „Er hat den Österreichern ausrichten lassen, dass sie in der Kopftuchfrage nichts mitzureden haben. Er hat angekündigt, dass er türkische Lehrer ins Land holen will. Und unsere Bundesregierung redet in vorauseilendem Gehorsam von einer türkischen Matura. Solange dieser türkische Botschafter im Amt ist, kann es daher keine korrekten, freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und der Türkei geben“, erklärte Strache.


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LANDESPOLITIK

Mehr Kärntner bekommen ab nun die Wohnbauförderung Höhere Einkommensgrenzen erleichtern den Zugang zum Fördergeld. Zukünftig bekommen mehr Kärntner eine Förderung für ihr Haus oder ihre Wohnung. Durch einen entsprechenden Beschluss der Landesregierung wurden nämlich die Einkommensgrenzen zur Erlangung einer Wohnbauförderung erhöht. Daher sind ab sofort mehr Personen anspruchsberechtigt. „Durch die Anpassung des höchstzulässigen Jahresnettoeinkommens (Familieneinkommen) wird nunmehr einer größeren Anzahl von Menschen ein Zugang zur Wohnbauförderung eröffnet“, zeigt sich Wohnbaureferent Landesrat Christian Ragger erfreut.

anderem die Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaften und eine Senkung der Mindestgröße einer Wohnung von 30 m2 Nutzfläche auf 25 m2.

Das höchstzulässige Jahreseinkommen beträgt nun bei Einräumung des Miet- oder Nutzungsrechtes oder für die Gewährung von Annuitätenzuschüssen bei einer Haushaltsgröße von einer Person 34.000 Euro, bei zwei Personen 50.000 Euro und bei jeder weiteren Person jeweils 5.000 Euro zusätzlich. Bei Übertragung von Wohnungen in das Eigentum und für die Gewährung von Wohnbauförderungsdarlehen an natürliche Personen je nach Haushaltsgröße gibt es einen um 3.000 Euro höheren Betrag.

Neue Förderungsmöglichkeiten

Weiter Neuerungen In der Wohnbauförderungsnovelle 2011 finden sich auch noch andere Schwerpunkte. Dazu gehören unter

Bei so genannten „Reconstructing-Projekten“ (Abbruch bestehender Objekte und Neuerrichtung von Wohnungen) wird klargestellt, dass die Mieter der Altobjekte keiner neuerlichen Einkommensprüfung unterliegen. Damit soll sichergestellt werden, dass kein Mieter auf Grund einer notwendigen Wiedererrichtung eines nicht mehr sanierbaren Wohnobjektes seine Wohnung verliert.

Variante einer Revitalisierung gewählt wird. Diese wird nun durch die Eröffnung der Sanierungsförderung auch für bisher gewerblich genutzte Objekte um vieles attraktiver. Durch die strikten Anforderungen zur Erlangung der Wohnhaussanierungsförder ung im energetischen Bereich werde über den Anreizeffekt der Förderungssumme ein wichtiger Beitrag zur Klimaschonung geleistet. Eine weitreichende Änderung gibt es auch bei der Wohnbeihilfe. Hier werden die zwei bisher nebeneinander bestehenden Systeme für geförderte Wohnungen und nicht geförderte Wohnungen zu einem vereint. Die Vorteile einer derarti-

Wohnbaureferent LR Christian Ragger gen Vereinheitlichung liegen in einer Verwaltungsvereinfachung. Demgegenüber besteht die Absicht, die Wohnbeihilfe für Personen, die ihre erste eigene Wohnung realisieren, um einen sogenannten Startzuschuss anzuheben.

Bei den Veränderungen in den Förderungsmöglichkeiten hebt der Wohnbaureferent vor allem zwei große Vorhaben hervor. Diese betreffen die Wohnhaussanierungsförderung und die Wohnbeihilfe. Bei der Wohnhaussanierungsförderung wird es nunmehr auch möglich sein, eine Förderung zu erhalten, wenn das zu fördernde Objekt bisher als gewerbliches Objekt genutzt wurde und es nach erfolgter Sanierung als Wohnobjekte zur ganzjährigen Befriedigung eines dringenden Wohnbedürfnisses genutzt wird. Diese Neuerung soll Impulse dafür schaffen, dass anstelle eines Neubaues die ressourcenschonendere.

eger Austausch zwischen Landeshauptmann Gerhard R Dörfler und Bundespräsident Heinz Fischer fand Anfang dieser Woche in Kärnten statt. Bei einem ganztägigen Besuch des Bundespräsidenten in unserem Bundesland absolvierten beide gemeinsam zahlreiche Veranstaltungen – vom Europatag in der Gemeinde Arnoldstein, dem Dialogforum in Globasnitz oder der Eröffnung der Kulturwoche der Kärntner Slowenen in Pörtschach. Unser Bild zeigt den Bundespräsidenten mit Pörtschachs Bürgermeister Mag. Franz Arnold und Landeshauptmann Gerhard Dörfler.


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LANDESPOLITIK

LH Dörfler: Spatenstich für Photovoltaik Sonnenkraftwerk! Freiland-Schaukraftwerk entlang der S 37 und Forschungsprojekt Jacques Lemans Arena bringen Kärnten Alternativ-Energie-Schub.

Kärnten ist einen Schritt weiter in Sachen alternativer Energiegewinnung. Am vergangenen Freitag wurde in der Sonnenstadt St. Veit nämlich der Spatenstich für Österreichs größtes Photovoltaik Kraftwerk gefeiert. „Mit diesem Projekt setzen wir neue Maßstäbe in Sachen alternativer Energiegewinnung. Mit der „Kraft der Sonne“ baut Kärnten seine energiepolitische Vorreiterrolle weiter aus“, fasst Dörfler den erfolgreichen Weg der Sonnenstadt St. Veit als Teil der Initiative Lebensland zusammen. Das Projekt „Sonnenstadt St. Veit“ umfasst das Photovoltaik-Freilandkraftwerk der SKW Sonnenpark in Untermühlbach an der S 37, die es auch betreiben wird, weiters das innerstädtische

Kraftwerk, errichtet und betrieben von der Kelag, ein Teil davon ist das Forschungsprojekt Jacques Lemans-Arena und die Informations- und Erlebniswelt für erneuerbare Energien in der Innenstadt von St. Veit, das von der Stadtgemeinde St. Veit errichtet und betrieben wird. Insgesamt werden rund 6,4 Mio. Euro in das Pilotprojekt „Sonnenstadt St. Veit“ investiert, davon sind über 2 Mio. Euro Landesmittel. „Kärnten geht neue Wege, um die Kraft der Sonne zu nützen“, betont „Lebensland“-Initiator LH Gerhard Dörf ler im Rahmen des Spatenstichs. Kärnten habe sich den regenerativen und Alternativ-Energien sowie der E-Mobilität verschrieben. Dank gebührt laut Dörfler

aber auch allen Beteiligten und Partnern, die den Mut haben, in die Zukunft zu investieren. So habe es die Kelag immer verstanden, Natur zu nützen und sorgsam mit ihr umzugehen. Mit dem Photovoltaikkraftwerk an der S 37 wird Treibstoff für über 700 Elektroautos produziert, was insgesamt wieder ein Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen ist. Die Stadtkerne könnten durch die E-Mobilität endlich sauberer und auch vom Lärm befreit werden. Der Landeshauptmann geht zudem davon aus, dass damit Vorzeigeprojekte schaffen werden, die Fachtourismus nach St. Veit holen werden. Kärnten hat aber bereits jetzt eine Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität einge-

nommen. So ist das Land bereits Test-Partner von Mercedes Benz-E-Autos und demnächst werden hundert E-Autos von Renault auf Kärntens Straßen unterwegs sein. Zudem nimmt die Zahl an E-Bikes ständig zu. Bereits heuer wurden 500 E-Bikes, die vom Land gefördert werden, verkauft.

Infobox • Auf über 10.000 Quadratmetern Photovoltaikmodulen wird „saubere Energie“ erzeugt. • Jahreserzeugung von rund 1,5 Mio. Kilowattstunden • Mit dieser Jahresmenge werden 850.000 Kilogramm an schädlichem CO2 eingespart.


REGIONALES

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Der Landeshauptmann beim Papst

Senioren feierten Muttertag

Papst Benedikt XVI. weilt an diesem Wochenende in Venedig und in der alten Patriarchenstadt Aquileja. Dort traf auch Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit dem Heiligen Vater zusammen. „Wir reichten uns beide Hände und führten ein freundliches Gespräch“, zeigte sich Dörfler von der Begegnung beeindruckt. Der Landeshauptmann lud den Papst herzlich zu einem Besuch seiner Heimat, dem Gurktal, ein. Diese Einladung werde er auch noch schriftlich wiederholen. Dörfler verwies auf die enge Verbindung des Landes Kärnten mit der katholischen Kirche. Schon Landeshauptmann Jörg Haider habe gute Kontakte mit dem Vatikan gehabt und Gurks Bürgermeister Siegfried Kampl habe dem Papst einen Gurktaler Christbaum überreicht. Zur Audienz bei Benedikt XVI. ist der Landeshauptmann vom Präsidenten Friaul-Julisch Venetiens, Renzo Tondo, als Ehrengast eingeladen worden. Er führte auch Gespräche mit dem italienischen Wirtschaftsminister Giulio Tremonti.

Die Muttertagsfeier des Seniorenringes Klagenfurt besuchte Landesrat Harald Dobernig im Gasthaus Wölfnitzerhof. Der Landesrat hob die Bedeutung der älteren Generation hervor und dankte im besonderen FPK-Gemeinderat Johann Berger für seine wertvolle Arbeit als Obmann des Seniorenringes. „Wir von der jungen Generation können sehr viel von der Erfahrung unserer Eltern und Großeltern lernen. Der größte Dank gebührt heute aber unseren Müttern, die uns aufgezogen und wichtige Werte fürs Leben mitgegeben haben“, so Dobernig.

Mit dem Wettbewerb „Naturschutz aus Bauernhand“ wurden zum zweiten Mal alle Naturschutz-Ideen und Projekte von Kärntens Bäuerinnen und Bauern gesucht. Die Sieger und somit besten Naturschutzideen wurden im Rahmen eines großen Ideenkirchtages in der Landw. Fachschule Ehrental durch Naturschutzreferent LHStv. Uwe Scheuch gekürt. Scheuch würdigte das Bewusstsein der Bäuerinnen und Bauern für eine gesunde und intakte Umwelt.

Im Gasthof Gössnitzer im Granitztal besuchte Landesrat Harald Dobernig die Muttertagsfeier des Seniorenringes Granitztal unter Obfrau AnnaElisabeth Trettenbrein. „Unsere Seniorinnen und Senioren und speziell unsere Mütter haben dieses Land mit aufgebaut. Daher freut es mich, dass der Seniorenring immer eine eigene Feier speziell für die Mütter organisiert. Wir sollten aber jeden Tag des Jahres unseren Müttern dafür zu danken, dass sie immer für uns da sind“, betonte Dobernig.

Alle aktuellen Infos zur Landespolitik jederzeit auch auf www.freiheitliche-ktn.at


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REGIONALES

Unter dem Vorsitz von FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache trafen sich vergangene Woche die Klubmänner der freiheitlichen Landtagsklubs in Linz. Die Landesorganisationen arbeiten schon lange sehr gut und effektiv zusammen. Mit nun regelmäßig stattfindenden Konferenzen soll künftig die Vernetzung der einzelnen Klubs bzw. Büros weiter optimieren werden. Auch eine inhaltliche Diskussion über aktuelle politische Themen – wie etwa die dringend notwendigen Strukturreformen – wurde im Rahmen der Klubobmänner-Konferenz geführt. Kärnten war mit Klubobmann LAbg. Kurt Scheuch und Klubdirektorin Nina Petauer bei dem Treffen vertreten.

Eine lebensbezogene Initiative startete kürzlich die Althofener Bildungsund Familienstadträtin LAbg. Wilma Warmuth durch das Praxisseminar „Krappfelder Brotspezialitäten“ im Landwirtschaftlichen Kompetenzzentrum. Neben Unterlagen und Rezepten gab es auch eine geschmackige Brotverkostung mit Aufstrichen sowie Kostproben zum Mitnehmen.

Informationsveranstaltungen zur Ortstafellösung Info-Veranstaltung mit LH Gerhard Dörfler Montag, 16.5. 19.30 Uhr Informationsveranstaltung zur Kärntner Ortstafellösung, Eberndorf, GH Pucher Dienstag, 17.5. 19.30 Uhr: Informationsveranstaltung zur Kärntner Ortstafellösung St. Kanzian, Kulturhaus K3

Info-Veranstaltung mit LPO LHStv. DI Uwe Scheuch Samstag, 14.5. 14.00 Uhr: Informationsveranstaltung zur Kärntner Ortstafellösung für Rosegg, Velden und Finkenstein GH St. Egydenerhof, 9536 St. Egyden, Montag, 16.5. 19.30 Uhr: Informationsveranstaltung zur Kärntner Ortstafellösung für Ferlach, Feistritz, St. Margarethen GH Schütz, Kirschentheuer 2, 9162 Kirschentheuer

Mittwoch, 18.5. 19.30 Uhr: Informationsveranstaltung zur Kärntner Ortstafellösung für Eberstein, Brückl, Klein St. Paul, Hüttenberg, Guttaring GH Liegl, Oberer Platz 8, 9372 Eberstein

Info-Veranstaltung mit Landesrat Mag. Christian Ragger Mittwoch, 18. 5. 18.00 Uhr: Informationsveranstaltung zur Kärntner Ortstafellösung für Arnoldstein, Hohenthurn & Feistritz/Gail; GH Wankerhof in Stossau 17

Info-Veranstaltung mit Landesrat Mag. Harald Dobernig Mittwoch, 18.5. 20.00 Uhr: Informationsveranstaltung zur Kärntner Ortstafellösung für Köttmannsdorf, Ludmannsdorf, Schiefling, GH Hallegger in Göriach


REGIONALES

Arbeitsmarkt- und Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch und Sozialreferent LR Christian Ragger stellten die neue pro mente-Lehrwerkstätte Kretha in Spittal vor. Derzeit werden zehn Ausbildungsplätze für den Lehrberuf Tischler und verwandte Lehrberufe angeboten, das Land investiert 220.000 Euro in die Lehrwerkstätte. Die Lehrwerkstätte Kretha bietet Jugendlichen mit psychischer und sozialer Beeinträchtigung eine Chance, denn meist sind diese am freien Arbeitsmarkt schwer oder gar nicht zu vermitteln. In der Lehrwerkstätte haben sie die Möglichkeit, eine Lehre abzuschließen.

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Volkskulturreferent LR Harald Dobernig besuchte kürzlich eine Probe der Trachtenkapelle Steuerberg in der Schule in Steuerberg. „Ohne Blasmusik wäre die Kärntner Kulturszene um ein großes Stück ärmer. Mich fasziniert die Vielfalt, die in der Blasmusik geboten wird. Von der Bauernkapelle bis zum symphonischen Blasorchester, von der Trachtenkapelle bis hin zu Brass-Ensembles. Musizieren bereichert nicht nur das Leben, die Musikvereine, die Blaskapellen und ihre Trachtengruppen sind auch wichtige Volkskulturträger und Botschafter unserer Gemeinden und Täler“, betonte Dobernig.

Ein beschwingtes Frühlingskonzert speziell für die Mütter präsentierte Sonntag Nachmittag das SFK Symphony Orchestra in der Carinthischen Musikakademie in Ossiach. Auch Kulturreferent LR Harald Dobernig besuchte das Konzert im Alban Berg Saal und danke dem Musikverein Kärnten mit Vorstand Wolfgang Schreiner für die Organisation.

Da Tschriasche sagt: „Der Korinek soll sich brausen gehn, das Volk ist höchster Souverän!“


12 KärntnerNachrichten I 13. Mai 2011

LESERBRIEFE

Sinn von Volksbefragungen Mir ist völlig schleierhaft, wieso außer den Freiheitlichen auf einmal alle gegen Volksbefragungen sind. Schließlich hat man mit Volksbefragungen schon eine breite Palette von Themen behandelt, in Wien zum Beispiel über Konferenzzentren, Hausmeister und U-Bahnen und in Niederösterreich über St. Pölten als neue Landeshauptstadt. Wieso nicht auch über einen

Entwurf zur Ortstafellösung? Und dass eine Volksbefragung keine direkte rechtliche Auswirkung hat, ist keine Neuigkeit, sondern in der Verfassung seit Jahrzehnten so festgelegt. Offenbar gibt es hier Kräfte, die Angst vor einer Entscheidung der Kärntner Bevölkerung haben. Dabei geht das Recht doch vom Volk aus.... Paula Huber, Spittal

Volksbefragung: Unsachliche Kritik Die Kritik rund um die Volksbefragung ist für mich nicht nachvollziehbar. Trauen SPÖ und ÖVP der Bevölkerung nicht zu, zu erkennen, wenn eine Lösung für Kärnten gut ist? Dass die Volksbefragung zur Kärntner Ortstafelfrage positiv ausgehen wird, ist für mich klar. Denn die Kärntner wollen das Thema endlich vom

Tisch haben und werden sich deshalb auch positiv dazu positionieren. Zudem finde ich es gut, dass einmal das Volk direkt seine Meinung abgeben kann. Wenn es nach mir geht, könnte es viel mehr solcher Volksbefragungen geben. Wolfgang Miglar, Völkermarkt

Direkte Demokratie Schon vor Monaten stand in allen Medien zu lesen, dass neben den Freiheitlichen auch der Chefverhandler des Bundes, Ostermayer, betont hat, dass es in der Ortstafelfrage keine Entscheidung ohne die Kärntner Bevölkerung geben darf. Welches bessere Mittel als eine Volksbefragung gibt es, die Menschen in den Ent-

scheidungsprozess binden?

einzu-

Die Politik hat einen Vorschlag entworfen, jetzt haben die Kärntnerinnen und Kärntner das Recht, diesen Entwurf mit ihrer Stimme zu legitimieren. Thomas Maurer Ferndorf

Die Schweiz gilt als Musterland für die Demokratie. Wenn bei uns das Volk zu einer wichtigen Frage seine Meinung äußern soll, hat man Angst! F. Strutz, Wölfnitz

Ortstafelfrage

Abgehoben!

Wenn es den Slowenenverbänden erlaubt ist, über den ausgearbeiteten OrtstafelEntwurf eine Abstimmung unter ihren Mitgliedern zu machen, so wird eine Volksbefragung für die Kärntnerinnen und Kärntner wohl recht und billig sein.

Was spricht gegen eine Volksbefragung zur Ortstafelfrage? Seien wir ehrlich: nichts! Wir Bürger sprechen oft davon, könnten wir doch mitreden, was die Politik entscheidet. Jetzt ist es soweit und vielen passt das wiederum nicht. Nutzen wir doch unsere Chance, reden mit und nehmen wir an der Volksbefragung teil. Somit sind auch wir Teil der Lösung.

Kurt Prinz Strandhotel Prinz, Ossiach

Bin dabei! Ich bin dabei, wenn man in Kärnten über das Verhandlungsergebnis zur Ortstafellösung abstimmen kann. Und zwar deshalb, weil das Ergebnis, 56 Jahre nach dem Staatsvertrag, erstens ein gutes ist, weil damit das Thema endlich vom Tisch ist und weil ich Teil der Entscheidung sein will. Meine Stimme wird klar positiv sein. Karin Krainer Klagenfurt

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Elisabeth Mosser Weißbriach

Der Souverän In Wien und im Burgenland wurden mitten im Wahlkampf für 9 Mio Euro Volksbefragungen über Hunde und Hausmeister durchgeführt. In Kärnten hat man einen Konsens in der Ortstafelfrage gefunden. Wenn Volksgruppen darüber abstimmen dürfen sollte auch der Kärntner (egal welcher Sprache) zumindest um seine Meinung befragt werden. Nicht Funktionäre sondern der Staatsbürger ist der Souverän in einer gelebten Demokratie. Dr.Mario Hilse, Wien

Legitimation Dass wir nun eine Lösung der Ortstafelfrage am Tisch haben, ist primär Verdienst von Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Ihm haben wir es zu verdanken, dass das leidige Thema endgültig und für alle Zeit gelöst wird. Wenn es für ihn und seine Partei notwendig war, die Legitimation des Volkes ein-

zuholen, um dieses Ergebnis mitzutragen, warum sollen wir dann nicht mitmachen. Wir alle wollen ja eine Lösung, also kreuzen wir das „ja“ an und unterstützen damit den Landeshauptmann auf einem sicher nicht einfachen Weg. Walter Leitl, Wolfsberg

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13. Mai 2011 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Ab sofort zweimal pro Woche 15 Mio. Euro oder mehr gewinnen: EuroMillionen jetzt auch Dienstag ehr Gewinnchancen, und das gleich in doppeltem Sinn, bietet EuroMillionen seit Dienstag, den 10. Mai 2011. Denn ab sofort gibt es eine zweite Ziehung pro Woche und überdies einen zusätzlichen Gewinnrang. Die neue Spielformel lautet „5 aus 50 und 2 aus 11“. Neun Länder, eine europäische Lotterie und Gewinnsummen, die ihresgleichen suchen – das ist die Kurzformel von EuroMillionen. Von Frankreich, England und Spanien im Februar 2004 eingeführt und im Oktober desselben Jahres um die Länder Österreich, Belgien, Irland, Luxemburg, Portugal und die Schweiz ergänzt, entwickelte sich das Spiel hervorragend und erfreut sich nach wie vor stetig wachsender Beliebtheit. Schlüssel zum Erfolg eines Spiels ist seine Attraktivität, die im Fall von EuroMillionen in erster Linie auf die Höhe der in Aussicht gestellten Gewinnsumme, aber auch auf die hohe Anzahl an Gewinnmöglichkeiten zurückzuführen ist. Jetzt, sieben Jahre nach Einführung war es an der Zeit, Europas größte Lotterie einem Relaunch zu unterziehen, wesentliche Veränderungen vorzunehmen und damit an das gestiegene Niveau anzupassen. • 2. wöchentliche Ziehung, damit zwei Chancen pro Woche auf Millionengewinn: Die wichtigste Neuerung ist die Einführung der zweiten Ziehung pro Woche, und zwar jeweils am Dienstag. Damit besteht die Chance, zweimal pro Woche, nämlich Dienstag und Freitag, 15 Millionen Euro oder mehr gewinnen zu können. Das heißt: Gibt es am Freitag keinen Gewinn im ersten Rang, so bleibt die Summe im Europot und wird der Gewinnsumme am Diens-

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tag zugeschlagen (und umgekehrt). Das Jackpot-Prinzip gilt aber nach wie vor nur für den ersten Gewinnrang. Gibt es in den unteren Gewinnrängen keinen Gewinn, so wird die Rangsumme – wie auch schon bisher - jeweils dem nächstniedrigeren Rang zugeschlagen.

• Zusätzlicher Gewinnrang, damit mehr Chancen auf einen Gewinn: Gab es bisher 12 Gewinnränge, so wird künftig ein zusätzlicher 13. Gewinnrang eingeführt. Das heißt, dass man bereits mit „2 plus 0 Richtigen“ gewinnt. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn steigt damit deutlich von 1:24 auf 1:13. • Neue Spielformel „5 aus 50 und 2 aus 11“: Um auch in Zukunft hohe Europots mit Gewinnsummen von über 100 Millionen Euro zu gewährleisten war es erforderlich, die Spielformel zu adaptieren und den „Sternenkreis“ von neun auf elf Zahlen zu erhöhen. Die neue Spielformel lautet demnach „5 aus 50 und 2 aus 11“. Der Preis bleibt mit 2,- Euro pro Tipp unverändert. • Wettschein oder Quicktipp, Annahmeschluss jeweils 18.30 Uhr:

Die Spielteilnahme an EuroMillionen ist sowohl per Wettschein als auch per Quicktipp möglich. Man kann mit einem Wettschein bzw. einem Quicktipp an bis zu zehn aufeinanderfolgenden Ziehungen teilnehmen. EuroMillionen kann auch über die Spieleplattform win2day.at via Internet und auch mit Mobiltelefon gespielt werden. Der Annahmeschluss ist sowohl am Dienstag als auch am Freitag um 18.30 Uhr. • NEU: Ausstrahlung der Ziehung um 22.25 Uhr in ORF 2: Die Ziehung von EuroMillionen findet jeweils zwischen 20:45 Uhr und 21.30 Uhr bei der französischen Lotteriegesellschaft „La Francaise des Jeux“ in Paris statt. Die Ziehung wird von „La Francaise d’Images“ aufgezeichnet und den teilnehmenden Ländern für die Ausstrahlung im Fernsehen zur Verfügung gestellt. Die EuroMillionen Ziehung wird jeweils am Dienstag und am Freitag um 22.25 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt. Dafür erhält der ORF die

Ziehung vom Mi., 04. 05. 2011

74167 Ziehung vom Do., 05. 05. 2011

12503 Ziehung vom Fr., 06. 05. 2011

46027 Ziehung vom Sa., 07. 05. 2011

79945 Ziehung vom Mo., 09. 05. 2011

Z U V E R K AU F E N TOP-ANGEBOT: Ferrari F355 Berlinetta F129AB, 3.496 ccm, 380 PS, BJ 7/96, nur 55.800 km, rot, beige Lederausstattung, Zahnriemen neu, vorgeführt, Top-Zustand zu verkaufen. Telefon: 0664/9850850

47235 Ziehung vom Di., 10. 05. 2011

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Foto: ORF/Andreas Friess. Ziehung via Satellit überspielt und baut sie in eine eigene Sendung ein. Carolyn Aigner und Isabella Krassnitzer moderieren abwechselnd die Sendung. • Der Joker als Besonderheit in Österreich: In Österreich kann man mit dem EuroMillionen Wettschein auch am Joker teilnehmen. Bis zu drei Joker pro Wettschein sind möglich. Man spielt bei allen Joker Ziehungen während der gesamten Laufzeit des EuroMillionen Wettscheines mit. Und zwar immer bis zu der der letzten EuroMillionen Ziehung folgenden Joker Ziehung.

VO R S C H AU 19. Runde 2011 1: SV Mattersburg– RB Salzburg 2: SV Ried– Rapid Wien 3: LASK Linz– Sturm Graz 4: Austria Wien– Wacker Innsbruck 5: SV Kapfenberg– SC Wr. Neustadt 6: Bayern München– VfB Stuttgart 7: SC Freiburg– B. Leverkusen 8: Hannover 96– 1. FC Nürnberg 9: FSV Mainz 05– FC St. Pauli 10: 1. FC Köln– Schalke 04 11: TSG Hoffenheim– VfL Wolfsburg 12: 1. FC Kaiserslautern– Werder Bremen Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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14 KärntnerNachrichten I 13. Mai 2011

WIRTSCHAFT

Kelag ist Partner des Projektes „Sonnenstadt St. Veit“! n St. Veit an der Glan entsteht das größte Photovoltaik-Sonnenkraftwerk Österreichs, mit einer maximalen Leistung von 1.500 kW und einer Jahreserzeugung von rund 1,5 Millionen Kilowattstunden.

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6,4 Millionen Euro werden in dieses Pilotprojekt investiert. Die ‘Sonnenstadt St. Veit’ wird von der SKW Sonnenkraftwerk GmbH, der Kelag und der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan umgesetzt und vom Land Kärnten unterstützt. An vier Standorten in der Innenstadt installiert die Kelag insgesamt 3.500 Quadratmeter Photovoltaikmodule mit einer maximalen Leistung von 450 kW. Die Standorte sind die Betriebsstelle der KELAG Netz GmbH, die Jaques Lemans Sportarena, die Tennishalle Kölnhof und die Tennishalle

Hallenbad. „Wir wollen hier verschiedene Zell- und Modultechniken testen, ebenso verschiedene An-

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Die Kelag beschäftigt sich bereits seit 20 Jahren mit der Entwicklung der Photovoltaik!“ Kelag-Vorstandssprecher Hermann Egger

ordnungen und Orientierungen der Module“, sagt KelagVorstandssprecher Hermann Egger. „Testen werden wir auch die Funktion von verschiedenen Wechselrichtern und die notwendige Messtechnik.“ Außerhalb der Stadt, direkt an der S37 Klagenfurter Schnell-

straße bei Untermühlbach, wird die SKW Sonnenkraftwerk GmbH 7.300 Quadratmeter Photovoltaikmodule mit einer maximalen Leistung von 1.000 kW installieren. Das Kraftwerk ist ein Beispiel für die Sonnenenergienutzung in dünner besiedeltem Gebiet. Auch im Bereich des im freien Geländes montierten Sonnenkraftwerkes werden verschiedene Modultechniken sowie Verankerungssysteme getestet. Auf dem Hauptplatz wird die Stadt St. Veit eine Informationsund Verkaufsstelle einrichten. Dort kann sich die Bevölkerung über alternative Energieformen informieren. Zusätzlich wird am Hauptplatz eine sogenannte Weltzustandsmaschine errichtet, die Auskunft über Energieverbrauch und -verhalten der Stadt und darüber hinaus geben wird. Eine Lichtgasse, an der die neueste

Hermann Egger: „Es gehe darum, durch die sauberen Energien die Umwelt zu entlasten“. solare Beleuchtungstechnik installiert wird, macht die Nacht zum Tage. „Wir haben schon damals an unserer Zentrale in Klagenfurt eine Photovoltaik-Fassade installiert. Auch auf dem Dach unserer Lehrlingsschulen arbeitet eine Photovoltaik-Anlage, die von den Lehrlingen jedes Jahr er weitert wird“, so Egger.

TRIGOS Kärnten: Verantwortung verdient einen Preis! anzheitliches gesellschaftliches Engagement und aktuelle CSR-Projekte brachten zwölf Kärntner Unternehmen eine Nominierung für den TRIGOS Kärnten 2011 ein. Am 27. April 2011 fand im Casineum in Velden im Rahmen einer feierlichen Gala mit 250 geladenen Gästen das Finale des TRIGOS Kärnten 2011 statt. Vier verantwortungsbewusste Preisträger wurden in den Kategorien Arbeitsplatz, Markt, Gesellschaft und Ökologie geehrt. „Schon eine Nominierung für den TRIGOS Kärnten

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Gen. Dir. Dr. Heimo Penker und VD Dr. Herta Stockbauer mit den Preisträgern. 2011 ist ein Sieg“, bestätigt BKS Bank Vorstandsdirektorin Dr. Herta Stockbauer bei der Preisverleihung des TRIGOS Kärnten. Die Auszeich-

nung wird heuer zum fünften Mal an Unternehmen vergeben, die sich über das gesetzliche Ausmaß hinaus im Bereich Corporate Social

Responsibility engagieren. „Die Vielzahl der Einreichungen und deren breites Themenspektrum zeigen, dass Kärntner Unternehmen soziale Verantwortung wirklich leben. Davon profitiert unser Bundesland in vielen Bereichen. Gleichzeitig bietet die TRIGOS Gala diesen vorbildlich agierenden Unternehmen eine Bühne und zollt ihnen entsprechende Anerkennung. Wir hoffen, dass sich viele Unternehmer von den heurigen Siegern motivieren lassen, ihre Projekte ebenfalls voranzutreiben.“


13. Mai 2011 I KärntnerNachrichten 15

GESUNDHEIT

Großer Andrang beim Nachmittag der offenen Tür auf der Geburtenstation in St. Veit/Glan Anlässlich des Internationalen Hebammentages veranstaltete das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan am 5. Mai für alle Interessierten einen InformationsNachmittag rund um die Themen Baby und Geburt. Viele Interessierte zog es zum Informations-Nachmittag in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und nahmen die Gelegenheit wahr, sich schon vor dem großen Tag mit Kreiszimmer, Geburtswanne und Gebärhocker vertraut zu machen oder mit den ÄrztInnen und Hebammen des Krankenhauses erste Gespräche zu führen. „Das rege Interesse an unserer Geburtsstation freut uns und bestätigt die Ausrichtung unseres Hauses auf den drei Säulen: einer einfühlsamen Betreuung, der medizinischen Kompetenz und einer modernsten Ausstattung. Als drittgrößte Geburtenstation in Kärnten können wir auf eine hohe Patientinnen Zufriedenheit und eine geringe Zahl an operativen Entbindungen blicken“, sagt der Gesamtleiter des Krankenhauses, Mag. Michael Steiner.

Geburtshilfe beginnt schon vor der Geburt Im Vordergrund stand am Informationsnachmittag ein erstes Kennenlernen zwischen den werdenden Eltern und dem Team des Krankenhauses. Hier konnten künftige Mütter und Väter erste Fragen rund um die Geburt stellen. Die Hebammen gaben Auskunft zu den Themen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett sowie Stillzeit und gaben wertvolle Tipps zur Säuglingspflege. Mein Team schafft es mit

Hebamme Karin Koch-Simonitti (rechts außen) mit Besucherinnen. Foto: KH Barmherzige Brüder St. Veit/Glan viel Herz und Einfühlungsvermögen eine familiäre Atmosphäre für die PatientInnen und deren Angehöri-

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Für werdende Mütter ist es wichtig, sich vor, während und nach der Geburt wohlzufühlen!“ Prim. Dr. Freydun Ronaghi

ge zu schaffen“, so Primar Dr. Freydun Ronaghi, Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus. Auch Kreiß- und Kinderzimmer, die in einem wohnlichfamiliären Ambiente gestaltet sind und alle medizini-

schen Notwendigkeiten vorweisen, konnten besichtigt werden und die BesucherInnen warfen einen ersten Blick auf Geburtsmatte, Geburtswanne oder Gebärhocker. Bei Kaffee oder Tee und Kuchen wurde den BesucherInnen das breite Angebot an natürlichen Methoden der Schmerzerleichterung wie Aromatherapie, Homöopathie und Akupunktur vorgestellt und das rund um die Uhr verfügbare Schmerzmanagement erläutert. Interesse zeigten die werdenden Eltern und Angehörige auch an den individuellen 24-Stunden „Rooming-in“, wo die junge Mutter ihr Baby von der ersten Minute an bei sich haben kann oder an der täglichen Kuschelphase „Kuscheln & Genießen“ für ein intensiveres Kennenlernen zwischen

Mutter, Vater und ihrem Baby. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Geburtenstation sind darauf bedacht, dass sich werdende Mütter und junge Eltern bei uns rundum wohlfühlen können. Denn gute Geburtshilfe beginnt für uns schon weit vor der Geburt“, so Primar Dr. Ronaghi. „Engagement kombiniert mit der kompetenten medizinischen Betreuung durch unsere MitarbeiterInnen können wir auf eine lange Tradition unserer gynäkolog i s c h - ge b u r t s h i l f l i c h e n Abteilung im Ordensspital zurückblicken.“


16 KärntnerNachrichten I 13. Mai 2011

KULTUR

Explosion der Farbe: Aquarelle der Sammlung Leopold Werner Berg Museum • Bleiburg/Pliberk • 1. Mai bis 30. Oktober 2011 • Eröffnung: Samstag, 30. April 2011, 18 Uhr • Musikalische Umrahmung: Janez Gregoric (Gitarre) und Arthur Ottowitz (Mundharmonika). Meisterwerke der Aquarellmalerei aus dem Leopold Museum sind heuer zu Gast im Werner Berg Museum. Über 50 ausgewählte Blätter illustrieren in herausragenden Beispielen die Entwicklung des Aquarells im 20. Jahrhundert und begeistern durch die Brillanz der Farben und ihr ausdrucksstarkes Kolorit. Die Ausstellung spannt den Bogen vom Expressionismus eines Egon Schiele und Oskar Kokoschka über zentrale Arbeiten von Oskar

lie als Bauer und Maler zu leben. Sein Werk, dessen Wurzeln im deutschen Expressionismus liegen, ist auch einmaliges Dokument seiner Wahlheimat Südkärnten. Das Museum selbst ist in einem Jahrhunderte alten Gebäude am Bleiburger Hauptplatz untergebracht, dessen sehr gefühlvoll revitalisierte Bausubstanz den idealen Rahmen für die Kunstwerke bietet. Die geLASKE, Oskar, Kirchgang (Luzna in der lungene Symbiose von moSlowakei), 1930, Aquarell und Deckweiß auf derner Formensprache mit Papier, Privatbesitz. historischer Bausubstanz, lässt den Besuch auch zu eiZur Ausstellung erscheint - herausge- nem architektonischen Erlebnis wergeben vom Ausstellungskurator Franz den. Smola / Leopold Museum - im Hermagoras Verlag / Mohorjeva zalozba ein Kinder reich bebilderter Katalog. Das Museum bietet Kinderführungen Der Skulpturengarten des Werner Berg durch die jeweilige Ausstellung mit Museums steht 2011 ganz im Zeichen anschließendem Malen in kleinen des 100. Geburtstages des bedeutenden Gruppen gegen Voranmeldung. Kärntner Bildhauers Othmar Jaindl Malstifte und Papier stehen unseren (1910 – 1982). Dessen Holzskulpturen kleinen Besuchern in der Kreativwerkwerden auch in den Räumen der stän- stätte ständig zur Verfügung und redigen Sammlung dem reichen Bildbe- gen zu kreativer Auseinandersetzung stand der Stiftung Werner Berg gegen- mit den Kunstwerken an. übergestellt.

Das Werner Berg Museum SCHIELE, Egon, Laufende, 1915, Bleistift und Gouache auf Papier, Leopold Museum, Wien. Laske, Wilhelm Thöny, Herbert Boeckl, Josef Dobrowsky und Gerhart Frankl bis zu den späten Höhepunkten bei Gustav Hessing, Kurt Moldovan und Karl Stark, um nur die wichtigsten Künstler zu nennen. Einzelne Aquarelle Werner Bergs ergänzen dieses intime Feuerwerk expressiver Farbigkeit.

Das Museum des Malers Werner Berg (1904-1981), einem der bedeutendsten österreichischen Künstler des 20. Jh., ist zu einem Anziehungspunkt für Kunstliebhaber aus ganz Europa geworden. Das Museum bietet einen repräsentativen Überblick über das Lebenswerk dieses 1904 in Wuppertal Elberfeld geborenen Künstlers, der sich 1931 auf dem Rutarhof in Unterkärnten angesiedelt hatte, um dort bis zu seinem Tode 1981 mit seiner Fami-

BERG, Werner, Liebe, 1932, Aquarell und Tusche auf Papier, Künstlerischer Nachlass Werner Berg.


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