Skip to main content

Kärntner Nachrichten - Ausgabe 41.2010

Page 1

Nr. 41 • 56. Jahrgang • Euro 0,51 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 15. Oktober 2010

Ein Fest für Kärnten!

Zwei Jahre nach Jörg Haiders Tod: FPK-Landesobmann Uwe Scheuch zieht im KN-Interview Bilanz!

Wien ist anders: Häupl, ÖVP und Grüne stürzen ab, fulminanter Wahlsieg für H. C. Strache (plus 14 Mandate)!

Seite 5

Seite 4


2 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

THEMA DER WOCHE

Klare Worte zum Jubiläum: Ja zum Dialog, nein zur Provokation In zahlreichen Festansprachen beschäftigte sich die Landesführung auch mit der Minderheiten- und Ortstafelfrage. Einhelliger Tenor: Ja zu Dialog und konstruktiver Lösung, aber nein zu bewussten Provokationen! Für einige Verunsicherung hatte die Festansprache von Valentin Inzko im Wappensaal des Landhauses gesorgt. FPK-Chef Uwe Scheuch und Landeshauptmann Gerhard Dörfler stellten daraufhin klar: „Die Hand der Freiheitlichen ist ausgestreckt, darf aber nicht mit einem Schlag ins Gesicht der Kärntnerinnen und Kärntner entgegnet werden!“ Die Ortstafelfrage sei nur lösbar, indem beide Seiten aufeinander zugehen würden. Der Weg zu einem Ergebnis mit konkretem Prozentsatz und Stückzahl an Ortstafeln führe über eine Minderheitenfeststellung. In seiner viel beachteten Festansprache

forderte Landtagspräsident Josef Lobnig überdies Slowenien auf, die menschenverachtenden AVNOJ-Beschlüsse, die die deutsche Minderheit in Slowenien für vogelfrei erklärt, endlich aufzuheben. Bundeskanzler Werner Faymann versprach, eine Lösung „ohne Diktat aus Wien“, während der Bundespräsident einmal mehr suffisant blieb. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wies in vielen Ansprachen auf die vorbildliche Minderheitenpolitik Kärntens, engagierte Projekte im Südkärntner Raum und das positive Klima des Miteinanders und der Einheit in Kärnten hin.


15. Oktober 2010 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

Ganz Kärnten feierte den Ehrentag mit Würde, Eleganz und Liebe! Hunderte Chöre, Musikkapellen, geschmückten Festwägen und rund 15.000 Gäste aus allen Teilen Kärntens feierten den 10. Oktober beim Landesfestumzug in Klagenfurt. Es präsentierte sich das traditionsbewusste und heimattreue, aber auch das moderne und weltoffene Kärnten vor einer voll besetzten Ehrentribüne. Organisator Horst Moser und sein Team haben ganze Arbeit gelei-

stet. Der ORF präsentiert in Kürze eine DVD über das Fest des Jahres!

Kommentar von Helmut Prasch

Wenig Diplomatie! Seine Rede war mit Spannung erwartet worden, sorgte aber leider bestenfalls für Kopfschütteln. Dr. Valentin Inzko, angesehener Spitzendiplomat, hatte in den Tagen vor dem 10. Oktober durchaus hoffen lassen, dass sich das Gesprächsklima zur politischen Führung der slowenischen Minderheit künftig versachlicht. Beim Festakt im Klagenfurter Wappensaal stellte sich Inzko allerdings mit einer zeitlich und inhaltlich überzogenen Rede als Wolf im Schafspelz dar, wie LHStv. Uwe Scheuch treffend bemerkte. In der historischen Aufarbeitung der jüngeren Geschichte Kärntens erinnerte Inzko wohl an Verbrechen, die an slowenischen Bürgern begangen wurden, vergaß allerdings offenbar bewusst zu erwähnen, dass erst vor wenigen Wochen das offizielle Slowenien schier unglaubliche, von Partisanenkämpfern an Kärntnern begangene Bluttaten einbekennen musste. Von einem Diplomaten hätte man sich in diesem Zusammenhang zumindest mehr Diplomatie erwarten dürfen. So aber ähnelte Inzkos Ansprache eher einer Abrechnung mit Kärnten als einem Versuch der weiteren Annäherung der Standpunkte, obwohl die Landesführung mehrfach Bereitschaft zu Beweglichkeit bekundete. Weh getan, weil haarsträubend, war Inzkos Vorwurf der Assimilation. Das haben die roten, schwarzen und freiheitlichen Landeshauptleute der letzten 90 Jahre bei Gott nicht verdient! Gerade in der Minderheitenpolitik hat Kärnten immer wieder echte Meilensteine gesetzt: vom zweisprachigen Schulsystem bis zu großzügigen Förderungen slowenischer Kulturvereine in ganz Südkärnten; von wichtigen Infrastrukturund Betriebsansiedelungsmaßnahmen bis zum zweisprachigen ORF-Programm wurde alles unternommen, um die slowenische Minderheit fair, korrekt und gleichberechtigt zu behandeln. Die Ortstafeldiskussion ist nur eine von außen geschürte Provokation. Im Lande selbst weiß niemand von einer Benachteiligung slowenischer Mitbürger. Das sollten die Wiener Gäste am 10. Oktober doch auch gesehen haben.


4 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

HINTERGRUND

Wien ist anders: Fulminanter Sieg für Strache, Häupl stürzt ab Mit rund 27 Prozent der Stimmen und künftig 27 Mandaten (plus 14) feierte die Wiener FPÖ am 10. Oktober einen fulminanten Wahlsieg und fügte den regierenden Rathaus-Sozis eine schmerzliche Niederlage zu. Die Absolute der SPÖ ist weg, Häupl braucht einen Koalitionspartner. Eine kräftige „Wat`schn“ setzte es auch für die ÖVP, die in Wien mit 13,8 Prozent ab sofort noch schwächer ist als in Kärnten! Doch Wien ist wirklich anders! Das Endergebnis des Wahlergebnises war kaum verlesen, da machte der sich in seiner Rolle als Obergrant`ler zunehmends gefallende Wahlverlierer deutlich, dass er keineswegs beabsichtige, aus dem Wahlergebnis den Wunsch nach einer nachhaltigen, politischen Veränderung abzulesen, sondern vielmehr wie bisher weitermachen will. Mit wem ist Häupl offenbar egal, ob Schwarz oder Grün, Hauptsache nicht mit der FPÖ. Und Hauptsache mit ihm an der Spitze!

Angebot an SPÖ

chen auch am Mittwoch ihre Forderung nach einer Regierungsbeteiligung. Bei einer Landesparteivorstandssitzung wurde Johann Gudenus als neuer Klubobmann designiert und ein eigenes Verhandlungsteam für die - seitens der FPÖ - gewünschten Koalitionsgespräche fixiert worden. Diesem Team gehören neben Strache und Gudenus unter anderem auch die Gemeinderäte Schock und Matiasek sowie FPÖ-Generalsekretär Kickl an.

Sicherheit und Integration

Ganz anders der strahlende Wahlsieger HC Strache. Er zeigte sich offen für Regierungsverhandlungen mit der SPÖ und forderte Michael Häupl auf, die Botschaft der Wienerinnen und Wiener, die SPÖ, ÖVP und auch die Grünen abblitzen ließen, zu hören: „Wien will einen politischen Kurswechsel. Da liegt es doch wohl nahe, dass die beiden großen Rathausfraktionen sich zu Verhandlungen treffen!“, forderte Strache, der auch bei der Wahlparty unglaublichen Zuspruch seiner tausenden Fans genießen durften.

Im Falle einer Regierungsbeteiligung sei man vor allem an einem Sicherheits- und Integrationsressort sowie am Finanzund Wirtschaftsressort interessiert. Strache erneuerte zudem seine Forderung nach einer Änderung und Reform des Wiener Wahlrechts. Zudem forderte Strache aufgrund von „Ungereimtheiten“ bezüglich der Briefwahl, diese umgehend zu ändern. Ansonsten werde man verfassungsrechtliche Schritte anstreben.

Landesparteiobmann Heinz Christian Strache und GR Johann Gudenus unterstri-

FPK-Obmann DI Uwe Scheuch meinte in einer ersten Reaktion zur Wiener

Freude in Kärnten

FPK-Chef Uwe Scheuch und FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache: „Die gefundene Partnershcaft ist der richtige Weg für eine starke Kärnten-Vertretung in Wien!“ Wahl: „Ich gratuliere HC Strache und der Wiener FPÖ zu diesem tollen Wahlerfolg. Die Häupl-SPÖ muss zur Kenntnis nehmen, dass sie sich mit ihren Allmachtsgelüsten eine feste Abfuhr geholt hat. Der Erfolgszug der Freiheitlichen geht also weiter, nach der Steiermark ist die FPÖ nun auch in Wien der große - und auch einzige Wahlsieger. Unser Weg der Einigung des dritten Lagers war also der richtige, und er wird - wie man sieht - auch von den Wählerinnen und Wähler geschätzt.“ Scheuch sprach nach dem

Verlust der absoluten Mandatsmehrheit der SPÖ von einer echten Befreiung für die Wienerinnen und Wiener. Wien atmet auf! Der 10. Oktober ist jetzt nicht mehr nur in Kärnten ein Jubeltag für die Freiheitlichen, sondern jetzt auch in Wien“, so Scheuch wörtlich., Die Wiener Wahlen waren auch Gegenstand von Beratungen einer Klausur der Kärntner Freiheitlichen. Der eingeschlagene Weg der Zusammenarbeit werde sich positiv auf die Vertretung Kärntner Interessen in Wien auswirken.


15. Oktober 2010 I KärntnerNachrichten 5

HINTERGRUND

Uwe Scheuch: Letzten zwei Jahre turbulent, aber erfolgreich! Anlässlich des zweiten Todestages von Jörg Haider zieht FPK-Obmann DI Uwe Scheuch Resümee und spricht als Ausfluss der Wien-Wahl davon, dass die Freiheitlichen bei der nächsten Bundeswahlen den Führungsanspruch stellen sollen. KN: Vor zwei Jahren starb Jörg Haider. Wie geht es Ihnen dabei? LPO Scheuch: Viele Menschen können nach wie vor nicht verstehen, was damals passiert ist. Das war eine unglaubliche Tragödie für die Familie, für die Partei, aber auch für die Politik im Allgemeinen. Ich persönlich haben einen Freund verloren, mit dem gemeinsam Politik zu machen spannend und interessant war. KN: Welche Konsequenzen hatte der Tod von Landeshauptmann Haider auf die politische Arbeit? LPO Scheuch: Für uns als Partei hat sich sehr viel verändert. Wir haben ein Team gebildet, das die Ideen Jörg Haiders fortgeführt und die Verantwortung für das Land weitergetragen hat. Das war nicht leicht, aber wir, die ganze Kärntner freiheitliche Familie, sind noch enger zusammengerückt. Die Zeit seither war für uns nicht einfach, aber trotz all der Turbulenzen waren wir gemeinsam erfolgreich. KN: Ein gutes Stichwort: Jörg Haider wollte kurz vor seinem Tod bereits eine Zusammenarbeit mit der FPÖ. Sie haben dieses Vorhaben im letzten Dezember vollendet. Aus heutiger Sicht zu recht? LPO Scheuch: Voll und

ganz. Auch wenn die Entscheidung, sich aus dem Dach des BZÖ zu lösen und mit der FPÖ zusammenzuarbeiten, anfangs einige laute Zweifler auf den Plan gerufen hat, aber spätestens nach den Wahlen in der Steiermark und Wien gibt es allseits und auch öffentlich Bestätigung dafür. Uns haben in den letzten Tagen unzählige ehemals orange Funktionäre kontaktiert. Bucher und Petzner haben das BZÖ in den politischen Untergang geführt. Nachdem sie den freiheitlichen Weg verlassen und alle vergangenen Wahlen verloren haben, versinken sie in der totalen politischen Bedeutungslosigkeit. Meine Hand ist aber nach wie vor für all jene ausgestreckt, die einsehen, dass es mit dem BZÖ nicht mehr weitergeht. KN: Was haben die letzten zwei Jahre inhaltlich gebracht? Was bringen die nächsten? LPO Scheuch: Nach dem Tod von Jörg und der darauf folgenden schwierigen Phase haben wir mit einem starken Team einen großen Wahlerfolg gefeiert und viele wichtige Projekte im Land umgesetzt. Während der Bund nicht einmal ein Budget 2011 zusammenbekommt, haben wir eine nachhaltige Budgetkonsolidierung geschafft. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern ist bei uns die Pensionsreform

FPK-Landesparteiobmann LHStv. DI Uwe Scheuch.

bereits beschlossen. Und mit der KABEG Neu wird in Kärnten das Gesundheitswesen entpolitisiert – etwas, das sicherlich auch im schwarzen Niederösterreich oder im roten Wien fällig wäre. Ich bin mir aber sicher, dass wir im Verbund mit der FPÖ und HC Strache auch in Zukunft ein ganz gehöriges Wörtchen mitzureden haben – in Kärnten genauso wie auf Bundesebene. KN: Was meinen Sie mit „ein Wörtchen mitreden“? LPO Scheuch: Unsere gemeinsame freiheitliche Politik ist immer für Erfolge gut. Das war unter Jörg Haider so, und das ist jetzt

auch bei HC Strache so. Es wird gut gearbeitet, man kümmert sich um die Sorgen der Bevölkerung und das wird vom Wähler honoriert – in Kärnten genauso wie jetzt in Wien oder in ein, zwei Jahren dann auf Bundesebene. Aufgrund des anhaltenden Stillstands von Rot und Schwarz und der Tatsache, dass sich die Grünen politisch überlebt haben, sehe ich für uns Freiheitliche nach den nächsten Nationalratswahlen große Chancen, den Führungsanspruch zu stellen und Verantwortung übernehmen zu können. KN: Alles Gute dabei und danke für das Gespräch!


6 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

LANDESPOLITIK

Fit für Kärnten: FPK präsentiert Schwerpunkte für Herbstarbeit Bei einer zweitägigen Klausur wurden die Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Monate festgelegt. Unter dem Motto „Fit für Kärnten“ präsentierten Landeshauptmann Gerhard Dörfler, FPK-Obmann LHStv. Uwe Scheuch, Landesrat Harald Dobernig sowie Klubobmann Ing. Kurt Scheuch die Ergebnisse der FPK-Klubklausur, an der neben den Landtagsabgeordneten, Bundesräten, NRAbgeordneten und Regierungsmitgliedern auch FPÖFunktionäre miteingebunden waren. Klubobmann Kurt Scheuch kündigte als Ergebnis der Klausur unter anderem eine Änderung des Kärntner Wahlrechtes an. „Aus unserer Sicht muss die Möglichkeit des Wahlbetruges wie die Beispiele im Burgenland oder Wien gezeigt haben - verhindert werden“, so Scheuch, der einen entsprechenden Initiativantrag im Kärntner Landtag einbringen wird. So sollen die Wahlkarten nur mehr bis zum Wahltag abgeschickt werden dürfen und fliegende Wahlkommissionen in Altenheimen verstärkt zum Einsatz kommen. „Auch verlangen wir harte Strafen für Wahlfälscher, denn was derzeit passiert, ist ein Schlag ins Gesicht der Demokratie“, betont Scheuch.

Eine Milliarde für Infrastruktur Landeshauptmann Gerhard Dörfler verwies darauf, dass die Weichen für große Infrastrukturprojekte mit einem Volumen von rund

Fit für Kärnten: Die Freiheitlichen präsentieren ihre Schwerpunkte für die Herbstarbeit eine Milliarde Euro gestellt wurden. So sei trotz Störversuchen, der Vergabeakt für den Koralmtunnel an die Strabag ein Riesenerfolg, da es sich um ein heimisches Unternehmen und somit um heimische Arbeitsplätze handelt. „Wir haben uns viel vorgenommen wie die Projekte Bahnhof Kühnsdorf, die Umfahrung Greifenburg, die Weiterführung der Radwegoffensive oder die Villacher Alpen-Arena und der geplante Windpark zeigen“, so der Landeshauptmann.

Jugendstartgeld bleibt „Kärnten war im Schulbereich immer Modellregion und wird dies auch in Zukunft bleiben“, erklärte der Schulreferent LHStv. Uwe Scheuch, der sich gestern mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied darüber geeinigt hat, dass sich Kärnten federführend

bei der Strukturreformen beteiligen werde, auch werde eine neue Form der Objektivierung von Leiterbestellungen erarbeitet. Scheuch kündigte auch eine Neugestaltung des Regionalmanagementes mit dem Ziel einer Zusammenführung an. Mittelfristig solle es für Förderungen eine Anlaufstelle geben. „Trotz aller Unkenrufe, wird es das Jugendstartgeld auch 2011 geben. Wir zeigen unseren Sparwillen daran, dass wir die maximale Höhe um 10 Prozent auf 900 Euro gesenkt wird“, sagt Uwe Scheuch.

„Heißer Herbst“ kommt Auf einen „heißen Herbst“ stellt sich Landesrat Harald Dobernig ein. „Kärnten wird sich in die Verhandlungen mit dem Bund hineinreklamieren. Die Strukturreformen seien richtig, wichtig und zeitge-

recht gewesen und wir werden diesen Weg weiter gehen“, sagt Landesrat Dobernig. So seien bisher beispielsweise 113 Planstellen (4,3 Millionen) eingespart worden. Den Druck will der Finanzlandesrat im Bereich der Landesgesellschaften erhöhen. „Wir haben diese übertragen, die Arbeit ist jedoch in der Finanzabteilung des Landes geblieben“, kritisierte Harald Dobernig.

Brauchtum lohnt Der Kulturreferent machte auch darauf aufmerksam, dass das Brauchtum einen wichtigen volkswirtschaftlichen Nutzen für Kärnten habe. So habe eine Studie gezeigt, dass der Einsatz von 2,5 Millionen Euro eine Wertschöpfung von 135 bis 150 Millionen ausgelöst haben. Schließend teilte der Finanzreferent mit, dass es auch 2010/11 wieder den Teuerungsausgleich geben wird.


15. Oktober 2010 I KärntnerNachrichten 7

LANDESPOLITIK

In Griffen entsteht ein Vorzeigeprojekt für Kärnten Der Fertighaus-Produzent Griffner Haus baut Kärntens ersten Sozialbau mit Niedrigenergiestandart. Mit einem Spartenstich erfolgte der Startschuss für den Neubau von 18 geförderten Mietwohnungen.

Bei „Griffner Haus“, dem Kärntner Siedlungswerk und Landesrat Christian Ragger wird in die Hände gespuckt.

D

ie neue Idee im sozialen Wohnbau wurde von Wohnbaureferent Landesrat Christian Ragger in Kooperation mit der Firma „Griffner Haus“ und dem Kärntner Siedlungswerk ins Leben gerufen. Bei diesem Vorzeigeprojekt werden Niedrigenergiehäuser aus heimischem Holz für den sozialen Wohnbau errichtet.

Anpassbares Wohnen „Es freut mich sehr, dass aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Firma Griffner Haus, Thomas Lenzinger und dem Kärntner Siedlungswerk, Klaus Wutte, dieses Vorzeigeprojekt für ganz Kärnten geschaffen wurde. Mit Hilfe des sozialen Wohnbaus, welcher Kernpunkt der neuen Wohnbauförderung ist, wird die

Wertschöpfung in Kärnten erhöht“, betont Landesrat Ragger. Für den Wohnbaureferenten wäre es denkbar, die Ideen über die Grenzen Kärntens hinaus zu verwirklichen. Ragger spricht auch von anpassbaren Wohnen: „Erstens ist der Bau ökologisch und zweitens kann man dort auch noch leben, wenn man älter und gebrechlicher wird.“ Das Land fördert den Bau von „Griffen Green“ auf zwei Ebenen: Es gibt ein direktes Darlehen von 700.000 Euro und einen flexiblen Annuitäten-Zuschuss. Es gibt insgesamt 18 Wohnungen, wählbar in der Größe von 52, 75 oder 96 Quadratmetern. Die Kärntner Wohnbauförderung bezweckt die Reduktion des Heizwärmebedarfs, den Einsatz alternativer Energieträger und die Verwendung ökologischer Bau- und Dämmmater-

ialien. „Wir wollen zeigen, dass ökologisches Bauen und leistbares Wohnen kein Widerspruch sind“, sagt Klaus Wutte. „Es ist ein Pionierprojekt.“

Neues Wandsystem Ein Pionierprojekt sind die zwei dreigeschossigen Gebäude, die im Frühjahr 2011 bezugsfertig sein sollen, aufgrund ihrer energieeffizienten und ressourcenschonenden Bauweise. Laut Lenzinger könne man energieeffiziente Häuser auch mit dicken Betonmauern und Vollwärmeschutz mit hohem Erdöl-Anteil errichten. „Aber wir wollen die Energieeffizienz und ökologische Art erreichen.“ Also habe man für das Projekt „Griffen Green“ ein neues Wandsystem mit ökologischer Zellulose-Dämmerung entwickelt. Es erleichte-

re das Erreichen der geforderten Energiekennzahlen. Das Wandsystem wird mit einer Pelletsheizung, einer thermischen Solaranlage mit zusätzlicher Fotovoltaik-Anlage und einer intelligenten Wohnraum-Entlüftung kombiniert.

Barrierefreie Bauweise Weiters sind alle Wohnungen barrierefrei. Etwa sind die Gänge 1,5 Meter breit und das WC kann bei Bedarf um die Abstellkammer erweitert werden, um mit einem Rollstuhl benutzt werden zu können. „Mit der Realisierung der Bauvorhaben kann den betroffenen Menschen ein würdiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden“, sagt Wohnbau-Landesrat Christian Ragger.


8 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

LANDESPOLITIK

HeimatHerbst auch heuer wieder ein voller Erfolg LR Dobernig: 220.000 Besucher bei 111 Veranstaltungen in 74 Gemeinden – Ausbau zu AlpenAdria-Fest wird angedacht. Ein voller Erfolg war auch heuer wieder der Kärntner HeimatHerbst, der gestern in Klagenfurt mit dem Landesfestzug zum 10. Oktober als Abschlussveranstaltung zu Ende ging. Insgesamt kamen rund 220.000 Besucher zu den 111 Veranstaltungen in 74 Gemeinden. Damit konnte trotz mehrerer verregneter Wochenenden der Besucherrekord des Vorjahres eingestellt werden. Ein Erfolg war auch wieder das HeimatHerbst-Quiz auf der Klagenfurter Herbstmesse mit Übertragung im ORF Radio Kärnten. Der Sieg ging heuer an Radenthein. „Kärnten hat sich im Herbst wieder in all seiner Vielfalt, mit seinem einzigartigen Brauchtum und seiner Kulinarik präsentiert. Es ist ein schöner Erfolg, dass wir trotz Schlechtwetters an den stärksten Wochenenden den Besucherrekord des Vorjahres erreichen konnten. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit viel Herzblut und großem Einsatz zum Gelingen der unzähligen Feste in Kärnten beigetragen haben“, betonte Brauchtumsreferent LR Harald Dobernig angesichts der erfreulichen Bilanz. Der Landesrat besuchte selbst rund 30 HeimatHerbstVeranstaltungen. Der HeimatHerbst habe sich in den letzten Jahren auch zu einem bedeutenden Faktor für den Tourismus entwickelt. „Für Kärnten kann es keine bessere

Ob Palatschinken- oder Honigfest: Der HeimatHerbst mit seinen unzähligen Veranstaltungen ist auch aus dem touristischen Programm nicht mehr wegzudenken.

Landesrat Harald Dobernig und Organisator Horst Moser freuen sich über den Erfolg. Visitenkarte geben, als den HeimatHerbst. Das beweisen uns auch die gestiegenen Besucherzahlen aus Italien. Gerade auf Oberitalien haben wir heuer bei der Bewerbung ein großes Augenmerk gelegt“, so Dobernig. Er könne sich für die Zukunft einen Ausbau

des HeimatHerbst zu einem Alpen-Adria-Fest vorstellen. „Dann wären grenzüberschreitende Feste mit unseren Nachbarn möglich.“ Spitzenreiter war heuer das Käsefestival in KötschachMauthen, das 10.000 Besucher anlockte, gefolgt

vom Bauernbackhendlfest mit 7.500 Besuchern. Platz drei belegen konnte das Polentafest in Nötsch, das Kärntner Gulaschfest in Feldkirchen und das erste Lavanttaler Honigfest in Frantschach - St Gertraud mit jeweils 5.000 Besuchern.


REGIONALES

Sehenswerte Ausstellung in der Klagenfurter Landhausgalerie Landtagspräsident Josef Lobig hatte kürzlich die Ehre, Kunstinteressierte zu einer Vernissage in die Landhaus-Galerie in Klagenfurt zu bitten. Der international bekannte, italienische Maler Antonio Verone präsentiert dort noch bis zum 30. Oktober Bilder aus seinem breiten Schaffen. Die Kunst wurde Verone bereits in die Wiege gelegt, war doch sein Urgroßvater Maler am Hofe des Königs von Neapel, sein Vater ein bekannter Bildhauer. Bilder von Antonio Verone befinden sich im Besitz der wichtigsten Kunstsammlungen Europas. Zuletzt stellte Verone in München, Görz und Nova Gorica aus.

Auf Initiative des Obmanns des ÖKB Bodensdorf, Dieter Hardt-Stremayr, wurde anlässlich der 90. Wiederkehr der Kärntner Volksabstimmung ein Gedenkstein errichtet, um den Söhnen des Abwehrkampfes die Ehre zu erweisen. LR Mag. Harald Dobernig ließ es sich nicht nehmen, den neuen Gedenkstein gemeinsam mit LAbg. Jutta Arztmann persönlich zu besichtigen. Bei dieser Gelegenheit spendete der Kulturreferent einen namhaften Betrag, über den sich der Obmann besonders freute. Im Bild LAbg. Jutta Arztmann, Obmann Dieter HardtStremayr und LR Mag. Harald Dobernig.

15. Oktober 2010 I KärntnerNachrichten 9

Unterschriftenaktion des Bauernbundes verdeckt Stillstand Nachdem die EU-Agrarreform unmittelbar vor dem Abschluss steht, fordert der Bauernbund nun in der aktuellen Ausgabe der Österreichischen Bauernzeitung die Bauern auf, seine leeren Forderungen durch die Teilnahme an einer Unterschriftenaktion zu unterstützen. „Diese Unterschriftenaktion ist aber nicht mehr als eine Täuschungsaktion des Bauernbundes, welcher seine jahrelange Untätigkeit damit vertuschen will“, kritisiert LWK-Vizepräsident LAbg. Bgm. Peter Suntinger von den Freiheitlichen und Unabhängigen Bauern. Suntinger fordert die neun ÖVP-Landwirtschaftskammerpräsidenten und den ÖVP-Landwirtschaftsminister auf, endlich die Forderungen, welche die Bauern seit vielen Jahren stellen, in die Tat umzusetzen und endlich auch für die kleinstrukturierte Landwirtschaft einzutreten. „Diese fadenscheinige Unterschriftenaktion zum angeblichen Erhalt der ländlichen Regionen kann sich der Bauernbund sparen und soll sich stattdessen endlich für das Wohl und die Unterstützung der Bauern einsetzen!“, poltert Suntinger, der dem Bauernbund vorwirft, er würde ausschließlich die Agrarindustrie unterstützen. Der freiheitliche Landwirtschaftskammervizepräsident ist überzeugt davon, dass die Bäuerinnen und Bauern erkennen, dass die Forderungen des Bauernbundes nur leere Versprechungen sind, was durch das über zwei Jahrzehnte unaufhaltsame Bauernsterben stetig bewiesen werde. „Ich fordere die Herren Landwirtschaftskammerpräsidenten und den Landwirtschaftsminister auf, endlich tätig zu werden, den Inhalt der EU Agrar-Reform offenzulegen und sich wirklich für die Anliegen der Bauernschaft einzusetzen. Und zwar nicht durch eine halbherzige Unterschriftenaktion zur Erweiterung der Adressensammlung, sondern durch Taten“, so Suntinger.

www.kaerntnernachrichten.at


10 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

REGIONALES Da Tschriasche sagt: „Da Häupl in Wien weiß es jetzt g`wiss, dass Wiener Blut ganz bestimmt ka Nudlsupp`n is!“

Im Hafen der Ehe gelandet ist nun Klagenfurts FPKStadtrat Wolfgang Germ, der kürzlich seine hübsche Manuela im Klagenfurter Dom zum Traualtar führte. Bei der anschließenden Hochzeitsfeier im Schloß Loretto fanden sich Trauzeuge Bürgermeister Christian Scheider, Stadträtin Christine Jeremias, LHStv. Uwe Scheuch sowie zahlreiche Freunde und Verwandte ein. Die Kärntner Nachrichten wünschen dem glücklichen Paar auf diesem Wege alles Gute!

Die Kärntner Nachrichten jetzt im Abo bestellen: Hotline: 0463 51 15 15 - 0

Schon Tradition bei runden Jubiläen zur Kärntner Volksabstimmung haben die Schulwettbewerbe des Landes Kärnten. Auch in diesem Jahr wurden die Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen und Schultypen in die Feierlichkeiten rund um den 10. Oktober eingebunden und konnten am Kreativwettbewerb zum 90. Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung unter dem Motto „Gedanken ohne Grenzen – Misli brez meja – Pensieri senza confini“ teilnehmen. „Für diesen kreativen Plakatwettbewerb sollten die Schüler in einem vorgegebenen Umriss eines Kopfes alle ihre Visionen zum Thema Gedanken ohne Grenzen künstlerisch umsetzen“, so Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch, der die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbes kürte.

Kürzlich feierte ein treues Mitglied unserer Gesinnungsgemeinschaft, Herr Ingo Lackner aus der Gemeinde Glanegg, seinen 40. Geburtstag. Grund genug für LAbg. Jutta Arztmann, um den engagierten KFZ-Technik-Unternehmer direkt in seiner KFZWerkstätte in der Gewerbestraße in St. Veit einen Kurzbesuch abzustatten, um ihm persönlich die Glückwünsche unseres Landeshauptmannes zu überbringen. Die Firma KFZ-Technik Lackner besteht seit 6 Jahren und beschäftigt 3 Mitarbeiter. Im Bild Ingo Lackner, LAbg. Jutta Arztmann, Alfred Glanzer.

Unterteilt wurde der Wettbewerb in die vier Kategorien A Volksschulen, B Hauptschule, Neue Mittelschule, Unterstufe AHS, C Oberstufe AHS BMHS und D Sonderschulen. „Über 1350 Arbeiten wurden insgesamt in allen vier Kategorien eingereicht – ein Beweis für die Kreativität und die Heimatverbundenheit unserer Schülerinnen und Schüler“, freute sich der Bildungsreferent.

Infos auch im Internet: www.freiheitliche-ktn.at


REGIONALES

Die Wertschätzung für die Menschen ist sein Vermächtnis! Hunderte Menschen kamen am vergangenen Montag in Lambichl bei Klagenfurt an der Stelle zusammen, wo Landeshauptmann Jörg Haider vor zwei Jahren tödlich verunglückte. Es wurden Kränze niedergelegt und zahlreiche Kerzen bildeten ein Lichtermeer. Landeshauptmann Gerhard Dörfler und LHStv. Uwe Scheuch betonten in ihren Ansprachen, dass sie das Andenken an Jörg Haider immer aufrecht erhalten wollen. Sie hätten von ihm die Verantwortung übernommen, für die Menschen da zu sein und die Zukunft des Landes neu zu gestalten. „Ich fahre oft hier vorbei und habe immer das Bedürfnis, beim Jörg stehenzubleiben“, sagte Dörfler. Er freue sich, dass so viele Menschen in Kärnten und über Kärnten hinaus zum Verstorbenen stehen würden, dass die Gesellschaft in Kärnten zusammenhalte. Der Landeshauptmann verurteilte die Schlagzeilen über Haider der letzten Monate und forderte von den Medien mehr Respekt gegenüber der Witwe und den Kindern. Jörg Haider habe immer ein offenes Ohr für die Menschen gehabt, ihnen Wertschätzung und Würde gegeben. „Dieses Vermächtnis hat er an uns weitergegeben“, so Dörfler. „Das Land muss ein Herz und eine Seele haben. Wir sind keine Technokraten, sondern mit Leidenschaft für euch da“, betonte er. Der Landeshauptmann ging auch auf den 10. Oktober ein: „Das war Jörgs Tag. Den Landesfeiertag werden wir immer mit ihm verbinden.“ Einen besonderen Dank richtete Dörfler an die Familie, die neben der Gedenkstätte lebt und sehr viel Verständnis für die vielen Leute aufbringe, die immer wieder hier her kommen würden. Er versprach, Lärmschutzelemente aufzustellen, um sie etwas zu entlasten. Weiters bedankte er sich bei der Straßenmeisterei Ferlach, die die Gedenkstätte „als Freunde Jörgs“ betreue. Scheuch sagte, dass Menschen jeden Alters und aus allen Tälern eine Verbindung zu Jörg Haider hätten. Jede Kärntnerin, jeder Kärntner hätte ein persönliches Erlebnis mit ihm gehabt, viele hätten Fotos mit ihm. Jörg Haider sei mit jeder Faser für das Land und die Menschen dagewesen, auch wenn dadurch Persönliches und die Familie oft zu kurz gekommen seien. „Jörg hat einen Platz in unseren Herzen“, sagte Scheuch. Auch hätten die Menschen den Mut und Ehrgeiz, offen auszusprechen, dass sie stolz auf Kärnten seien. „Wir lassen uns den Jörg nicht schlecht machen“, ging auch er auf Medienberichte ein und verurteilte außerdem scharf die Aufrufe im Internet zur Gräberschändung. Scheuch sprach eine Einladung zu einer Gedenkmesse für den verstorbenen Landeshauptmann aus. Sie findet am Sonntag um 19.00 Uhr im Dom zu Klagenfurt statt. Bei der Gedenkfeier an der Unfallstelle begrüßte er die Landesräte Harald Dobernig und Christian Ragger, die Landtagspräsidenten Josef Lobnig und Johann Gallo sowie Klubobmann Kurt Scheuch mit Abgeordneten, Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider und sein Team für alle Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, den früheren Landtagspräsidenten Jörg Freunschlag sowie Traditionsverbände.

15. Oktober 2010 I KärntnerNachrichten 11

Einladung zum 29. ORDENTLICHEN STADTPARTEITAG DER FREIHEITLICHEN IN KÄRNTEN Bezirk: KLAGENFURT/STADT Samstag, 23. Oktober 2010 Beginn: 10.00 Uhr Messehalle 5, 1. Stock St. Ruprechter Straße, 9020 Klagenfurt Tagesordnung: 1. Eröffnung und Begrüßung durch den Stadtparteiobmann und Bürgermeister Christian Scheider 2. Totengedenken 3. Wahl der Mandats Prüfung- und Stimmzählkommission 4. Tätigkeitsbericht des Stadtparteiobmannes 5. Finanzbericht 6. Bericht des Rechnungsprüfers 7. Entlastung des Vorstandes 8. Neuwahlen a.) des/der Standtparteiobmannes/Obfrau b.) der Stadtparteiobmann Stellvertreter/innen c.) der Mitglieder der Stadtparteileitung d.) des Rechnungsprüfers e.) der Delegierten und Ersatzdelegierten zum Landesparteitag 9. Rede des Landesparteiobmannes LHStv. DI Uwe Scheuch 10. Schlusswort des/der neugewählten Stadtparteiobmannes/Obfrau 11. Kärntner Heimatlied Bezirksgeschäftsführung Klagenfurt Stadt, GR Elke Lippitz


12 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

LESERBRIEFE

Broschüre als Initialzündung Die Schulbroschüre zum 10. Oktober ist aus meiner Sicht eine gute Initiative des Landes und trägt wesentlich dazu bei, dass unsere Kinder die Geschichte ihrer Heimat erfahren. Durch die Broschüre werden Lehrer dazu animiert dies im Unterricht zu thematisieren. Sehr viele Pädagogen vergessen in diesem Bereich

auf ihren Bildungsauftrag. Umso wichtiger ist es daher, dass der Landeshauptmann als Landesschulratspräsident diese Broschüre ins Leben gerufen hat. Die Zukunft ist wichtig, man darf aber nicht auf das Gestern vergessen. Tina Berger Baldramsdorf

Bildung für die Kinder Die Schulbroschüre des Landes Kärnten, anlässlich der 90. Jahr Feier zum 10. Oktober, ist eine gute Möglichkeit unseren Kindern die Geschehnisse rund um die Kärntner Volksabstimmung näher zu bringen. Der Umgang mit dem Thema wird durch derar-

tige Arbeitsmaterialien wesentlich erleichtert und das Gedenken an die Geschehnisse der Vergangenheit wird hier mit der spielerischen Aufarbeitung der Thematik besonders gut verbunden. Sabine Jäger, Viktring

Club 2

Stolz auf uns!

In der Club2 Diskussion zur Ortstafelfrage fiel mir unangenehm auf, dass eigentlich hauptsächlich die Situation der Kärntner Slowenen dargestellt wurde. Wenn sich ein großer Teil der Mehrheitsbevölkerung in den betroffenen Gemeinden gegen zweisprachige Ortstafeln wehrt, dann muss es aber dafür auch triftige Gründe geben.

Wir können mit Recht stolz auf unser Kärnten sein – und zwar so wie es ist.

Diesen will man aber offensichtlich kein Gehör schenken. Die Zuseher wurden über die Gründe im Unklaren gelassen.

Auch die slowenische Volksgruppe lebt nicht im „Schatten“, wir pflegen entgegen aller Unkenrufe ein gedeihliches Miteinander.

Isabella Lehner Villach

Elisabeth Mosser Weißbriach

Das hat der Festumzug am 10. Oktober deutlich allen Österreicherinnen und Österreichern via ORF vor Augen geführt. Die Freude und Begeisterung war allen Festzugsteinehmern, Jung und Alt, ins Gesicht geschrieben.

Gedanken zum 10. Oktober Wir Kärntner können alle stolz auf den 10.Oktober 1920 sein. Und damit meine ich alle Kärntner (deutschsprachige, slowenische und windische)! Diese Abstimmung vor nun neunzig Jahren war wohl das demokratischste was diese Zeit gesehen hat. Immerhin wurde hier zum ersten Mal das Selbstbestimmungsrecht der Völker ausgeübt. Und diese Abstimmung war wohl ein Schritt in die andere Richtung als zum NS-Regime, denn immerhin hat man mit dieser Abstimmung bereits damals den ersten Schritt zu einem geeinten Europa und ein Zusammenleben der Völker bewiesen! Und dass 50 Prozent der JaStimmen von Slowenen kamen werden wir nie vergessen! Gerade das beweist auch, dass es vollkommen legitim ist, diesen Tag zu feiern und zu ehren, auch noch in tausend Jahren! Nur, dass es dann gut zwei Jahrzehnte nach der Abstimmung zum Anschluss und zum 2. Weltkrieg kam, dafür kann heute niemand mehr was. Die Feierlichkeiten mit dem auf eine Stufe zu stellen geht wohl zu weit! Immerhin haben wir hier in Kärnten die am besten und meist geförderte und unterstützte Minderheit Europas. Falls es soetwas wie Minderheiten überhaupt gibt, denn für mich gibt es nur Kärntner! Die einen sprechen halt deutsch und andere slowenisch oder windisch. Wenn

man diese Leute fragt, sind sie Kärntner und keine Slowenen und sie sind stolz darauf hier zu leben! Und alles immer nur von den Ortstafeln abhängig zu machen ist einfach nur kindisch, denn immerhin gab es unter Haider und Schüssel schon die Lösung. Wer diese verhindert hat, wissen wir doch alle! Darum sollte sich die linke „Reichshälfte“ einmal an der Nase nehmen und selbst damit anfangen für ein Miteinander zu werben, denn die letzen Jahre waren das genaue Gegenteil davon. Besonders die letzten Monate und Wochen rund um den 10.Oktober waren eine Schande für die Sozialdemokratie und bewirken nur ein verzerrtes und schlechtes Bild Kärntens nach außen. Auch die Linksaktivisten mit ihrer Demonstriererei wissen wohl kaum was sie tun, denn ein normaler Bürger hätte auch gar nicht die Zeit sich auf die Straße zustellen. Der geht nämlich seiner ehrlichen Arbeit nach! Hoffentlich kommen diese Leute bald zur Besinnung. Markus di Bernardo Wernberg

Die Kärntner Nachrichten jetzt im Abo!

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


15. Oktober 2010 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Österreichische Lotterien öffnen Türen zum Kunsthistorischen Museum in Wien

D

er 22. Oktober ist als „Lotterien Tag im Kunsthistorischen Museum“ ein spezieller Tag für die Kunst und seine Liebhaber. Wer mit einem Produkt der Öster reichischen Lotterien ins Kunsthistorische Museum kommt, hat freien Eintritt. Und erhält zudem die Jahreskarte zum Vorzugspreis. Die Österreichischen Lotterien und das Kunsthistorische Museum Wien verbindet eine nahezu zwei Jahrzehnte dauernde Partnerschaft. Das historische Gebäude zur Rechten Maria Theresias zwischen Burgring und Museumsplatz zählt mit seinen wertvollen Sammlungen zu den bedeutendsten Museen der Welt.

Wer am „Lotterien Tag “, das ist Freitag, der 22. Oktober 2010, mit irgend einem Spiel der Österreichischen Lotterien, also beispielsweise mit einer Lotto-, Totooder Bingo-Quittung, aber auch mit einem Brief- oder Rubbellos, zum Kunsthistorischen Museum kommt, erhält eine Eintrittskarte zum unentgeltlichen Besuch des Museums. Der Spielschein muss dabei nicht aus einer aktuellen Runde bzw. Los-Serie sein. Darüber hinaus können die Spielteilnehmer am Lotterien Tag die Jahreskarte des Kunsthistorischen Museums zum Vorzugspreis von 26,Euro erwerben. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben am „Lotterien Tag“ generell frei-

Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien (links) und Dr. Sabine Haag, Direktorin des Kunst historischen Museums, mit dem Gemälde „Füllhorn, 2010“, von Karin Pliem. © Achim Biniek en Eintritt ins Kunsthistorische Museum.

ToiToiToi „Glückstag“ mit 10 x 10.000,- zusätzlich: Das Glück kommt im Nachhinein

H

atten Sie in der vergangenen Zeit einfach kein Glück? Hat Sie Fortuna zuletzt im Stich gelassen? Das muss nicht so bleiben... Bei ToiToiToi kommt das Glück jetzt im Nachhinein. Am Samstag, den 23. Oktober 2010 wird unter notarieller Aufsicht ein Tag aus dem Aktionszeitraum 4. bis 23. Oktober 2010 bestimmt: der „Glückstag“. Unter allen an diesem Tag gespielten ToiToiToi Losnummern werden zehn Quittungsnummern gezogen, die jeweils 10.000,- Euro gewinnen. Bei ToiToiToi wird täglich (außer Sonntag) eine Losnummer ermittelt. Es gibt bis zu 200.000,- Euro zu gewinnen. Den Höchstgewinn erzielt man mit richti-

Ziehung vom Mi., 6. 10. 2010

63376

Ziehung vom Do., 7. 10. 2010

19081

Ziehung vom Fr., 8. 10. 2010

00689

Ziehung vom Sa., 9. 10. 2010

ger Losnummer und einem Einsatz von 4,- Euro. 150.000,- Euro gewinnt man bei 3,- Euro Einsatz, 100.000,- Euro bekommt man mit einem Einsatz von 2,- Euro. ToiToiToi kann mittels Quicktipp oder Normalschein gespielt werden.

91764

Ziehung vom Mo., 11. 710. 2010

72158

Ziehung vom Di., 12. 10. 2010

02702

KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Daniela ClaureValdez. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande 9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Carinthia GmbH. & Co. KG, 9300 St. Veit/Glan, Industrieparkstraße 6

VO R S C H AU 41. Runde 2010 1: SV Mattersburg– Austria Wien 2: Sturm Graz– SV Ried 3: Rapid Wien– Wacker Innsbruck 4: RB Salzburg– SV Kapfenberg 5: LASK Linz– SC Wr. Neustadt 2 6: Bayern München– Hannover 96 7: FSV Mainz 05– Hamburger SV 8: Werder Bremen– SC Freiburg 9: Schalke 04– VfB Stuttgart 10: FC St. Pauli– 1. FC Nürnberg 11: VfL Wolfsburg– B. Leverkusen 12: 1. FC Kaiserslautern– E. Frankfurt Spiel 1-4 TOTO-Torwette

2

2

1

X

X

1

1

1

X

1

1

1

1

X

1

X

1

X

1

X

1

X

X

1


14 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

ANZEIGE

VERKAUFE EXCLUSIVE VILLA

VIKTRING - KLAGENFURT am WÖRTHERSEE VP ! 650.000,00 Erfüllen Sie sich Ihren Traum und geniessen Sie das Leben in einem 250 m2 (EG und 1. OG), voll unterkellert grossen Traumhaus mit bester Lebensqualität und allen Luxus. Verkauft wird eine moderne 250 m2 grosse Stadtvilla in Klagenfurt am Wörthersee, im ruhig gelegenen und verkehrsarmen Villenviertel Viktring, nur 10 Minuten vom Wörthersee entfernt. Von allen Etagen und Terrassenflächen genießen Sie einen herrlichen Waldblick mit gesunder Luft. Mit mehreren Gästezimmer, einer modernen Küche, Zentralheizung, Solarheizung und die Verwendung erstklassiger und hochwertiger Materialien wie Marmor vollenden diesen Luxus. Diese Immobilie bietet ihnen viele Möglichkeiten, ob Sie es selbst als festen Wohnsitz oder als Ferienimmobilie, als rentable und beliebte Studentenimmobilie oder Langzeitmietobjekt nutzen. Lage: Grünblick, Grünlage, öffentliche Verkehrsmittel, OrtsStadtrand, repräsentativ, ruhig, Siedlungslage, sonnig, Zentrum-Nähe. Wohnfläche: 255,00 m2, Grundfläche: 976,00 m2. Zimmer: 9, Bäder: 2, WC: 2, Garagenplätze 1

und ein Carport. Heizung: ZH, Öl und Solar. Weiteres: Voll unterkellert / Alle Anschlüsse wie Kanal, Strom und Wasser. Beschreibung: Eine exklusive Villa in Viktring in ruhiger, sonniger, ebener Siedlungslage. Der ursprüngliche Bungalow wurde 2003 generalsaniert und um eine gesamte Etage aufgestockt. Dieses Architektenhaus zeichnet sich durch seine hochwertigen Materialien aus und verleiht Ihnen höchsten Wohnkomfort. Im Erdgeschoß befinden sich Küche, Wohn-Esszimmer, Wintergarten, ein Zimmer und ein Badezimmer mit WC. Das Obergeschoss verfügt über vier weitere Zimmer, ein Wintergarten, ein Bad und ein WC. Sämtliche Fußböden, Bäder und WC sind mit hochwertigstem Marmor ausgestattet. Eine Öl-Zentralheizung (Fußbodenheizung) und eine Solaranlage für Warmwasser runden das Angebot ab. Volle Unterkellerung, Nebengebäude - Doppelgarage, Holzschuppen, Geräteschuppen, Gartenhaus umrunden das Angebot. Adresse: Dkfm. Dr. Hans-Jörg Pawlik Polsterteichstraße 11; A-9o73 Klagenfurt am Wörthersee -Viktring AUSTRIA Kontakt: Phone: +43- (0) 463-292933. E-Mail: Webseite: http://8ung.at/emc-sts/pawlik/

pawlik.dr@aon.at


15. Oktober 2010 I KärntnerNachrichten 15

KULTUR

Veranstaltungen Schloss Albeck So, 17. 10., 11 Uhr: Tanzkapelle Begleiten Sie unser Salonorchester auf seiner Reise durch die Salon- und Tanzmusik: Vorbei an den zarten Wienerliedern der kleinen, verträumten Kaffeehäuser Alt-Wiens, durch die Ballsäle mit ihren fulminanten Walzern der Strauss-Familie, temperamentvollen SchnellPolkas und Quadrillen, in die Berliner Tanzpaläste mit ihren mondänen Tänzen wie Foxtrott, English-Waltz und Marsch-Fox hin bis zum erotisch-lasziven Tango. Tanzen Sie mit uns zu den Klängen der frühen SwingMusik aus den 20igerJahren. Schwelgen Sie zu alten ungarischen Zigeuner-

weisen, oder einem fetzigen Czardas in längst vergangener k.&k.-Glückseligkeit. Schlager der 1950er runden unser Tanzprogramm ab. www.tanzkapelle.at

minanten Konzertvormittag mit Werken von F. Schubert, C. Franck und D. Johnston. Beide sind als Solisten und kammermusikalisch weit über die Grenzen Öster-

So, 17. 10., 15 Uhr: Otto Laback, Violoncello, Joanna Niederdorfer, Klavier Zwei engagierte Professoren der Grazer Musikuniversität, Jurymitglieder bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben, bieten einen ful-

reichs hinaus tätig und leben so ihren Studenten echtes Künstlertum vor. Als Mitglied des Grazer Streichquartetts ist Prof. Laback die Pflege der Kammermusik ein besonderes Anliegen, und Prof. Niederdorfer hat sich auch als Liedbegleiterin profiliert. Ausstellungen: Albecker Angelwelt Ständige Ausstellung über Wesen & Wirken der Engel

Roland Arztmann: Bilder und Plastiken – noch bis 29. Oktober Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz Tel.: 04279/ 303 Fax: 04279/3034 E-Mail: info@schloss-albeck.at Web: www.schloss-albeck.at


16 KärntnerNachrichten I 15. Oktober 2010

GESUNDHEIT

Jetzt GKK-Grippeschutzimpfaktion in ganz Kärnten Die Grippeschutz-Impfaktion der Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK) mit dem Land Kärnten läuft seit 4. Oktober. Bisher haben sich über 2.000 Personen impfen lassen. „Das Land Kärnten übernimmt auch heuer wieder die Impfkosten für Pensionsbezieher, deren reiner Pensionsbezug den Bruttobetrag von 900 Euro für Alleinstehende und 1.300 Euro mit Familie nicht übersteigt“, gab Dörfler bekannt. Die Vorlage des Pensionsbezuges ist notwendig, mitzunehmen ist auch die e-card. Ansonsten kostet die Impfung, wie in den vergangenen Jahren, acht Euro, wobei Personen die von der Rezeptgebühr befreit sind, keinen Unkostenbeitrag zu bezahlen haben. Im Jahr 2009 wurde die Impfung von 7.644 Personen in Anspruch genom-

Im Bild von links: GKK-Direktor Johann Lintner, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der zweite Obmannstellvertreter Gernot Kleißner und Primarius Wilfried Peterz bei der Grippeschutzimpfung in der Hauptstelle der Kärntner Gebietskrankenkasse in Klagenfurt.

KGKK-Grippeimpfaktion bis 29. Oktober 2010: Alle Impforte auf einen Blick

"e-card" bitte nicht vergessen!

men. Für 2.274 Personen übernahm das Land Kärnten die Kosten. Auch heuer stellt das Land für die Impfaktion 18.000 Euro zur Verfügung. Die Impfung wird Menschen über dem 60. Lebensjahr, chronisch Kranken, Menschen mit Immundefekten und Stoffwechselerkrankungen angeraten.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook