Nr. 21 • 56. Jahrgang • Euro 0,51 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 28. Mai 2010
Happy birthday, Gerhard!
Landeshauptmann Gerhard Dörfler feiert am kommenden Wochenende seinen 55. Geburtstag. Die KN gratulieren recht herzlich!
Landeshauptleutekonferenz tagte in Kärnten: Aktuelle Finanz- und Bildungsfragen standen im Mittelpunkt! Seiten 2 und 3
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THEMA DER WOCHE
Landeshauptleute-Konferenz tagte unter Vorsitz von LH Dörfler Erfolgreiches Treffen der Landeshauptleute im Seeparkhotel in Klagenfurt. Landeshauptmann Dörfler konnte wichtige bundespolitische Akzente setzen.
Alle neun Länderchefs trafen sich im Rahmen der Landeshauptleute-Konferenz zu Gesprächen an den Gestaden des Wörthersees. ie in der vergangenen Woche unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Gerhard Dörfler abgehaltene Landeshauptleute-Konferenz im Lindner Seepark Hotel in Klagenfurt war ein großer Erfolg. „Wir haben uns gemeinsam mit meinen Landeshauptleute-Kollegen über wichtige richtungsgebende Themen ausgetauscht und damit einmal mehr unter Beweis gestellt, welche Bedeutung die einzelnen Bundesländer haben, wenn sie gemeinsam für ein Thema eintreten“, resümiert Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der noch bis Ende Juni Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz ist.
D
Wichtige Schwerpunkte der Konferenz waren unter anderem die ORF-Landes-
studios, die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte angesichts der Wirtschaftskrise, der Themenkomplex Bildung mit dem Schwerpunkt „Neue Mittelschule“ wie auch die Flugrettung und die Verwaltungsreform.
ORF Landesstudios Einigkeit der Länderchefs gab es zu den ORF-Länderstudios. „Alle Landeshauptleute ziehen hier an einem Strang und setzen sich für die ORF-Landesstudios ein“, betont Landeshauptmann Dörfler. Ein Kahlschlag bzw. ein Auflösen der Landesstudios würde dem gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk immensen Schaden zufügen, weshalb diese
unbedingt erhalten bleiben müssen. „Die ORF-Landesstudios müssen außer Streit gestellt werden“, bekräftigt der Kärntner Landeshauptmann erneut. Um sie zukünftig finanziell abzusichern, sollten sie bei der Umsetzung von Projekten und Kooperationen liberaler agieren dürfen.
Kernthema Bildung Bildungspolitische Themen standen unter dem Beisein von Bundesministerin Claudia Schmied ebenfalls im Mittelpunkt der Landeshauptleute-Konferenz. So sprach sich Gerhard Dörfler klar für die gemeinsame Schule aus. Dabei sei es dringend notwendig, die „zehn Prozent Deckelung“
bei der Neuen Mittelschule aufzuheben, damit die große Nachfrage nach diesem Schultyp auch entsprechend flächendeckend umgesetzt werden könne. Hierfür fand Landeshauptmann Dörflers Forderung offene Ohren bei Bundesministerin Schmied, die dem Vorsitzenden der Landeshauptleute-Konferenz dazu ihre Unterstützung zusicherte. Zudem forderte der Landeshauptmann die Nutzung von Synergien zwischen dem Schul- und Nachmittagsbetreuungswesen. „Es ist nicht nachvollziehbar, wie einerseits für die Schule die Infrastruktur aufgebracht wird und parallel dazu ein eigenes Hortsystem erhalten werden muss. Hier könne auf einfachste Weise zusammen
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THEMA DER WOCHE gearbeitet werden, was nicht nur für die Schüler eine Entlastung bringe, sondern auch das Bildungsbudget entlasten würde“, stellt LH Dörfler klar.
Gleiche Gesetze in der EU Einen großen Nachteil für den Wirtschaftsstandort Österreich sehen die Landeshauptleute in den unterschiedlichsten Gesetzen und Normierungen auf EU-
Ebene. So sei es unverständlich, wie in Österreich im Vergleich zu Deutschland strengere Lärmschutzauflagen gelten können, obwohl die Nachbarländer beide in der EU seien. Die Grenzwerte an Autobahnen in Deutschland liegen beispielsweise um zehn Prozent unter jenen in Österreich. „Derartige Unterschiede aus den verschiedensten Bereichen darf es in der EU nicht geben“, sagt Landeshauptmann
Dörfler und fordert EUweite Vereinheitlichungen.
Finanzbelastung der Länder Eine klare Absage erteilten die Länder der Forderung des Bundes, mehr Finanzmittel für das Bundesbudget aufzubringen. So seien laut Landeshauptmann Dörfler die Länder an ihre Grenzen der Finanzierbarkeit der öffentlichen
Haushalte gelangt, weshalb ohne Reformwillen seitens des Bundes ein Sparpaket zu Lasten der Länder und Gemeinden nicht möglich sei. „Die Bundesländer dürfen keinesfalls als SparVerweigerer gesehen werden. Wir sind aber auch nicht die Melkkühe des Bundes, weshalb eine faire und für alle Beteiligten akzeptable Lösung gefunden werden muss“, stellt der Landeshauptmann von Kärnten klar.
Gemeinsam feuerten die Länderchefs von Vorarlberg, Wien, Kärnten, Tirol und Oberösterreich das Team der Österreicher an.
Großes Spiel mit hochrangigen Gästen. Klagenfurter Stadion als Liebling der Länderchefs. Gleich vier Landeshauptleute ließen es sich nicht nehmen, schon einen Tag vor der LandeshauptleuteKonferenz nach Kärnten zu reisen, um mit Landeshauptmann Gerhard Dörf ler gemeinsam am großen Ländermatch „Österreich – Kroatien“ teilzunehmen und sich für das „schönste Stadion Österreichs“ stark zu machen.
mann Gerhard Dörfler an einem Strang, der sich ebenfalls für den Erhalt des Stadions einsetzt. „Mit diesem Stadion schaffen wir nicht nur für den Fußball, sondern auch für Veranstaltungen jeglicher Art eine Infrastruktur, die erst einmal ihresgleichen finden muss“, erklärt Landeshauptmann Dörfler.
„Dieses Stadion ist wunderbar und soll – wenn irgendwie möglich – so erhalten bleiben“, erklärten Michael Häupl (Wien), Günther Platter (Tirol), Josef Pühringer (Oberösterreich) und Herbert Sausgruber (Vorarlberg) unisono. Somit ziehen sie mit Sportreferent Landeshaupt-
Erneut zugesichert hat ÖFB-Präsident Leo Windtner seine Zusage, dass es auch zukünftig ein Sommerländerspiel wie auch das Cupfinale im EM-Stadion in Klagenfurt geben wird. Dafür müsse das Stadion aber in seiner jetzigen Form beibehalten werden.
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HINTERGRUND
Dobernig: Kärnten bleibt weiter auf solidem Sparkurs Kritik an der Bundesregierung. Finanzminister Pröll zeigt wenig Beweglichkeit, stattdessen sündhaft teure Inseratenkampagne zu Lasten der Steuerzahler. Im Laufe dieser Woche findet der zweite Budgetkonvent des Landes Kärnten im neuen Verwaltungszentrum statt. Dabei werden im Hinblick auf das Budget 2011 die bisherigen Sparerfolge des Landes überarbeitet und alle Budgetposten noch einmal überprüft. Auch die legistische Umsetzung der bisher verhandelten Reformen steht auf der Tagesordnung. Nach den Beratungen mit den SPÖ-Regierungsmitgliedern Peter Kaiser und Beate Prettner im Budgetkonvent zieht Finanzreferent LR Harald Dobernig (FPK) jedoch eine ernüchternde Bilanz: „Statt Einsparungen will die SPÖ ihre Budgets ausweiten. Leider gibt es keinerlei Bereitschaft, über sinnvolle und umsetzbare Einsparungen in den eigenen Referatsbereichen nur im Ansatz nachzudenken. Es wird gemauert, gejammert, die Interessen des Landes werden von Kaiser & Co in bester parteipolitischer Manier mit den Füßen getreten“, erklärt Dobernig. Indes bleibt Kärnten weiter auf Sparkurs. „Wir haben uns frühzeitig dem Spardruck gestellt und eine Verwaltungs- und Pensionsreform eingeleitet. Wir verzichten auf Einmaleffekte, sondern setzen jetzt strukturelle Reformen um, die auch langfristig für das Budget wirksam werden. Die aktuellen Entwicklungen in den anderen Bundes-
ländern und EU-Staaten zeigen, dass dies der einzig richtige Weg ist“, so Dobernig. Kärnten hat bereits 2009 budgetär und außerbudgetär Einsparungen in Höhe von 56 Mio. Euro umgesetzt, die Nettoneuverschuldung konnte auf 138 Mio. Euro reduziert werden.
Mitte Juni beginnt Budgetberatung für 2011 Für das Budget 2011 konnten im ersten Budgetkonvent im März Sparpotentiale in Höhe von rund 53 Mio. Euro gehoben werden. Die bisherigen Sparerfolge müssen nun überarbeitet und fixiert werden. Gemeinsam wurde in der Koalition der 17. Juni für die Budgeteinbegleitung im Landtag festgelegt. In der letzten Landtagssitzung vor der Sommerpause, am 8. Juli, soll das Budget 2011 beschlossen werden. „In Budgetfragen muss im Interesse des Landes die Parteipolitik hintan gestellt werden“, so der Aufruf des Finanzreferenten. Er werde gemeinsam mit seinen Regierungskollegen alles daran setzen, um alle Sparpotenziale auszuschöpfen. Die wesentlichen Interessen des Landes und seiner Bewohner dürften allerdings nicht unter die Räder kommen. Finanzreferent Harald Dobernig verspricht: „Dafür werde ich Sorge tra-
Finanzreferent Dobernig: 56 Mio. Euro eingespart gen. Hier geht es um die Zukunft Kärntens!“ Dobernig weist auch Finanzstaatssekretär Lopatka zurecht, der im aktuellen „Profil“ mit der Aussage, Kärnten sei das Griechenland von Österreich, auffällt. „Der Bund sucht nach neuen Steuern, anstatt endlich die Ver waltungsreform vorantreiben und Sparpotenziale zu heben. Der Bund erhöht die Beamtengehälter um 0,9 Prozent, während in 13 EU-Ländern die Gehälter eingefroren, in zehn sogar gekürzt werden. In Kärnten ticken die Uhren anders. Schon im Vorjahr hat Landesrat Dobernig eine Verwaltungsreform eingeleitet und die Zahl der Abteilungen von ursprünglich 20 auf derzeit 14 reduziert. Im Endausbau der
Reform wird es ab Anfang 2011 nur mehr zehn Kompetenzzentren geben. Beim Personal sollen bis 2014 rund 10 Prozent der Planstellen eingespart werden.
Umsetzungszwerge Die Mitglieder der Bundesregierung sind für Dobernig „Ankündigungskaiser aber Umsetzungszwerge“. Das permanente hinhauen auf Kärnten dient längst nur mehr der Ablenkung von den eigenen Versäumnissen. Wo bleibt eine echte Ver waltungsreform des Bundes, die laut Rechnungshof Milliarden für das Budget bringen würde? Wo bleibt die Umsetzung der unzähligen Krisenpläne, die von der Regierungsspitze verkündet wurden?“, fragt Dobernig.
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HINTERGRUND
Unterstützung für Projekt „Mein Körper gehört mir“ LHStv. Scheuch: Österreichisches Zentrum für Kriminalprävention leistet wichtige Arbeit zum Schutz der Kinder. Förderung in Höhe von 5.000 Euro. nommen. In der HS/VS Rennweg überreichte Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch dem Zentrum für Kriminalprävention einen Scheck über 5.000 Euro zur Unterstützung des Projektes.
LHStv. Scheuch: Wichtiges Projekt
Das Projekt „Mein Körper gehört mir“ gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Buben für die 3. und 4. Klassen der Volksschulen wurde vor mehr als zehn Jahren von den Leitern der Theaterpädagogischen
Werkstatt Osnabrück Anna Pallas und Reinhard Gesse entwickelt. Das Österreichische Zentrum für Kriminalprävention, das sich auf primärpräventive Projektarbeit spezialisiert, hat dieses Projekt österreichweit über-
„Das interaktive theaterpädagogische Projekt ‚Mein Körper gehört mir‘ läuft bereits seit 2001 höchst erfolgreich an den 3. und 4. Klassen der Volksschulen in Österreich. 34 Theaterpädagoginnen und -pädagogen, insgesamt 17 Teams, arbeiten Woche für Woche mit hunderten von Kindern. Angst und Misstrauen sind Vokabeln, die in diesem Theaterstück nicht vorkom-
men. Dagegen werden die Mädchen und Buben der 3. und 4. Klasse Volksschule in ihrer Persönlichkeit gestärkt“, erklärt Bildungsreferent Scheuch. Hauptziele sind, den Kindern zu lernen „Nein“ zu sagen und ihnen das nötige Selbstvertrauen dafür zu geben. Weiters wird den Kindern richtiges Verhalten bei Begegnungen mit Fremden vermittelt. „In Öster reich sind 50 Prozent der Betroffenen unter 6 Jahre, 30 Prozent sind im Alter von 6 bis 10 Jahren. In 80 Prozent der Fälle sucht das Opfer die Schuld bei sich und zu 90 Prozent handelt es sich beim Täter um jemanden aus dem Familienkreis“, verweist LHStv. Scheuch auf aktuelle Daten.
Gesamtschule der 10 bis 14Jährigen ist zukunftsweisend LHStv. Scheuch: Keine Denkverbote bei Überlegungen zur Jugend-Ausbildung. „Endlich unterstützt auch die Wissenschaftsministerin unseren Kärntner Weg einer gemeinsamen Schule aller Zehn- bis 14-Jährigen“, zeigt sich Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch erfreut, aber auch überrascht, über die jüngsten Aussagen von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl. „Die Diskussionen über die künftigen Ausbildungswege unserer Jugend müssen ohne Denkverbote geführt werden. Grundsätzlich ist eine Gesamtschule der 10 bis 14-Jährigen eine zukunftsweisende Alter-
native. Das hat das Schulprojekt der Neuen Mittelschule in Kärnten bewiesen“, stellt LHStv. Scheuch klar. Auch wenn man gewährleisten müsse, dass die Bildungsstandards trotz der Zusammenlegung verschiedener Schultypen erhalten blieben und keine Nivellierung nach unten stattfinde, so müsse es doch erlaubt sein, verschiedene Modelle zu evaluieren. Bundesministerin Karl hat in ihren Überlegungen meine volle Unterstützung. „Wichtig wird aber sein, dass sie in ihrem engeren politischen Umfeld Überzeugungsarbeit leistet. Dort sitzen die größten Blockierer“, so der Kärntner Bildungsreferent.
LHStv. Uwe Scheuch.
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LANDESPOLITIK
LR Ragger: Neue Kärntner Wohnbaufibel wurde präsentiert LR Ragger: Kärnten setzt auf betreubares, anpassbares und barrierefreies Bauen Seit 1. April ist die neue Kärntner Wohnbauförderung in Kraft. „Energieeffizient, umweltschonend, behindertenfreundlich, platzsparend und familienfreundlich zu bauen, wird künftig forciert“, erklärt dazu Wohnbaulandesrat Christian Ragger. Nun ist die neue Kärntner Wohnbau-Fibel erschienen, die als Leitfaden auf 65 Seiten über alle Möglichkeiten und Förderungen sowie mit Beispielen über das neue Wohnbauförderungsgesetz umfassend informiert. Wie Landesrat Ragger betont, werde besonderes Augenmerk auf das betreubare und anpassbare Wohnen und auf die Errichtung und Sanierung von Wohnraum im Ortskern gelegt. Mit den neuen Vorgaben für barrierefreies Bauen werde dem Älterwerden der Gesellschaft Rechnung getragen und ältere Menschen könnten möglichst lange in ihrer Wohnung leben.
Hauptaugenmerk auf Sanierung Wer umweltgerecht und energiebewusst im Ortskern baue, bekomme die höchsten Förderungen, sagte Ragger. Die Fördersumme wird künftig nach dem Heizwärmebedarf und der thermischen Qualität der Gebäudehülle berechnet und nicht mehr nach Ökostufen. Diese Grundförderung kann sich etwa durch Beiträge für ökologisches und/oder barrierefreies Bauen, Photovoltaik, für ein Passivhaus oder für die Errichtung und Sanierung von Wohnraum in Ortskernen weiter erhöhen. Wie schon in der Neubauförderung wird das Hauptaugenmerk bei
der Wohnhaussanierung auf ein ökologisch optimales, klimaverträgliches und ressourcenschonendes Endergebnis gelegt. So wird die Förderung umso höher, je niedriger der Heizwärmebedarf des Hauses nach der Sanierung ist. Weiters gibt es Förderanreize für die umfassende energetische Sanierung sowie das Erreichen des Passivhausstandards. Informationen: Für alle Informationen, Anträge und Auskünfte steht die Wohnbauabteilung in der Mießtaler Straße 6 in Klagenfurt zur Verfügung. Tel.: 050 536 - 30442, Internet: www.wohnbau.ktn.gv.at, E-Mail: post.wohnbau@ktn.gv.at
Landesrat Christian Ragger.
Landesrat Ragger fordert Pilotprojekt „Pflegelehre“ Am Ende der Ausbildung soll man Pflegehelferdekret erhalten „Die bestmögliche Versorgung von pflegebedürftigen Menschen erfordert auch begleitende Maßnahmen in der Bildungspolitik. Es ist nicht einzusehen, warum in einem Berufsfeld, das wegen langfristigen Bedarfs absolut krisensicher ist – nämlich der Pflege – keine Lehre angeboten wird“, erklärt Sozialreferent Landerat Christian Ragger. Er trete dafür ein, dass so rasch wie möglich ein Pilotprojekt „Lehre in Pflegeheimen“ eingeführt werde. Kärnten würde sich sofort darum bewerben, betonte der Sozialreferent. Bei einem solchen Pilotprojekt könnte man prüfen, ob die bisherigen Gegenargu-
mente zutreffend sind. Diese laufen darauf hinaus, dass junge Menschen noch nicht reif genug für Tätigkeiten in einem Pflegeheim sind. Natürlich müsse man diese Einwände laut Landesrat Ragger ernst nehmen, es gebe aber auch andere Meinungen hierzu. Man könnte die Ausbildung der Pflege-Lehrlinge auch so gestalten, dass Rücksicht darauf genommen wird und die direkte praktische Pflege-Ausbildung in die zweite Hälfte der Lehrzeit verlagert wird. Die Lehrzeit sollte laut dem Soziallandesrat jedenfalls mit dem Ausbildungsdekret zum Pflegehelfer enden. Landerat Ragger begrüßt daher die Initiative einiger Nationalratsabgeordneter, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen dementsprechend geändert werden.
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LANDESPOLITIK
Verhandlungsstopp in der Kärntner Ortstafelfrage Klubobmann Kurt Scheuch: Anschlagserie in den 70er Jahren lückenlos aufklären! Bevor es weitere Verhandlungen in der Kärntner Ortstafel-Causa geben kann, muss die in den 70er Jahren verübte Anschlagserie lückenlos aufgeklärt werden. Dies fordert der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten Kurt Scheuch. Ein entsprechender Antrag für einen Verhandlungsstopp wurde diese Woche im Kärntner Landtag eingebracht. „Wir wollen wissen, welche Rolle die Kärntner Slowenen dabei gespielt haben, und wer, was, wann angestellt hat“, verlangt Kurt Scheuch. Der freiheitli-
che Klubobmann, der von Innenministerin Fekter bereits die Einsicht in entsprechende Unterlagen eingefordert hat, ortet Desinteresse der zuständigen Stellen, denn bisher habe er außer Absichtserklärungen nichts erhalten. Kurt Scheuch fordert Fekter daher wiederholt auf, endlich die entsprechenden Archive zu öffnen und die Quellen frei zu geben. „Der Mantel des Schweigens wurde lange genug über die Anschläge und somit die Täter gebreitet“, erklärt Kurt Scheuch.
Klubobmann Ing. Kurt Scheuch.
Uwe Scheuch fordert: Griechenland muss Waffenzukäufe stoppen bsolut letztklassig!“ Mit diesen klaren Worten beschreibt Parteiobmann Uwe Scheuch das Verhalten der griechischen Regierung. Deutschen Medien zufolge hat nämlich Griechenland, weltweit schon bisher fünftgrößter Waffenimporteur, wieder neue U-Boote, Jagdbomber und Panzer um hunderte Millionen Euro bestellt.
A
Uwe Scheuch: „Ich fordere von Kanzler Werner Faymann und Finanzminister Josef Pröll einen sofortigen Stopp der Finanzhilfe, solange die Griechen Waffen im großen Stil einkaufen und keinerlei Sparwillen zeigen.“
„Einerseits ist Griechenland völlig bankrott und auf Milliardenhilfe auch aus Österreich angewiesen, andererseits ist es ein Feinspitz am Waffenmarkt. Das ist eine Frechheit“, ärgert sich Uwe Scheuch. Die österreichische Bundesregierung müsse die heimische Finanzhilfe an die Zusage der Griechen binden, solche Waffenzukäufe rigoros zu stoppen. Uwe Scheuch sieht nicht ein, dass die Österreicherinnen und Österreicher den griechischen Waffenimport stützen sollten. „Wir in Österreich müssen den Gürtel enger schnallen, damit sich die Griechen neue Waffen leisten können? Sicher nicht“, stellt der Parteiobmann fest. Wenn schon die Spitzen der EU dem aberwitzigen Treiben der griechischen Regierung tatenlos zusehen würden, müsse man zumindest hierzulande reagieren.
Sorgenkind Europas ist und bleibt der griechische Euro. LhStv. Uwe Scheuch kritisiert nun die milliardenteure griechische Rüstungspolitik.
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LANDESPOLITIK
Bewegungskindergarten aus Kärnten trifft China Nachdem viele chinesische Kinder bereits sehr früh Übergewicht aufweisen, haben die Experten aus dem Reich der Mitte sich ein Bild vom Kärntner Modell „bewegte-kids“ im Bewegungskindergarten St. Veit gemacht. Die Chinesen möchten das Kärntner Modell nun für ihre eigenen Kindergärten übernehmen. Zu einem Treffpunkt der Kulturen wurde der St. Veiter Bewegungskindergarten. Eine hochrangige Expertenrunde besuchte die Kärntner Betreuungseinrichtung, um sich Anregungen und Tipps zu holen. Nach ihrem Besuch waren die Experten aus Asien einhellig der Meinung, dass das Kärntner Modell beispielgebend für gesunde Kids ist. Darauf aufmerksam wurden sie bei einer Präsentation des Sportwissenschaftlers Hans Holdhaus vom Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSBAustria) in Peking.
Glücklicher durch Bewegung Kindergartenreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Hans Holdhaus empfingen die chinesische Delegation und informierten die heimischen Medien über den Export des erfolgreichen Bewegungskonzeptes. Der Landeshauptmann betonte, dass „bewegte-kids“ das beste Bewegungsprojekt für Kinder ist, weil hierbei die Freude der Kleinen eine große Rolle spielt: „Diese Kinder sind fitter, vitaler und auch glücklicher.“ In der heutigen Zeit haben Kinder oft keinen Platz mehr für Bewegung und werden oft falsch behütet.
Kärntner Erfolgsmodell: Der Bewegungskindergarten St. Veit. Dabei ist Bewegung auch für die geistige Entwicklung der Kinder ausgesprochen wichtig. Im Bewegungskindergarten St. Veit werden Kindergärtnerinnen aus ganz Kärnten in diesem Sinne weitergebildet. Dass das Konzept funktioniert, beweist für Landeshauptmann Dörfler am besten die Kindergartenkinder selbst. „Man sieht, dass es keine Inszenierung ist, dass sie sich wirklich mit viel Freude bewegen“, meinte er über die Kleinen, die mitten unter den Journalisten und chinesischen Gästen spielten. Der Bewegungskindergarten St. Veit feierte kürzlich sein fünf Jahre Jubiläum. Dieses einzigartige Erfolgsmodell, ist eine Garantie für gesunde Zukunft unserer Kinder. Im Jahr 2001 hat
Chinesische Experten sind begeistert. sich Landeshauptmann Jörg Haider der Intention verschrieben, die Bewegung der Kinder zu fördern, ihnen den natürlichen Bewegungsdrang wieder möglich zu machen. Der Bewegungskindergarten St. Veit ist auch als eine zentrale Aus- und Fortbildungsstätte
für Kindergartenpädagoginnen zum Thema Bewegung und Bewegungsförderung konzipiert. Im Herbst 2003 wurde mit dem Bau des Kindergartens begonnen, die Eröffnung und Inbetriebnahme erfolgte im September 2004.
REGIONALES
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Da Tschriasche sagt: „SPÖ-Chef Kaiser zieht mit einem heißen Stuhl durch das Land, dabei hat sich aber schon so mancher den Hintern verbrannt.“
Eine Delegation aus Kärnten besuchte kürzlich die Weinkellerei „Lenz Moser“ in Krems. Ganz besonders freuten sich die Veranstalter Bezirksgeschäftsführer Patrick Strauss und Erika Daxerer (Fa. Lenz Moser) über den herzlichen Empfang in Krems. Nach einer Führung im Weinkeller, der einige tausend Weine beinhaltet, lud die Fa. Lenz Moser zur Weinverkostung mit Musik, Tanz und viel Spaß. Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Otto Bruckner, Chef der Weinkellerei, für den tollen Empfang! Mit dabei KOStv. LAbg. Mag. Gernot Darmann und Bundesrat Peter Zwanziger, sowie zahlreiche Gemeinderäte.
Kürzlich feierte Gemeinderat Berger Johann seinen 80. Geburtstag im Gasthaus Rösch in Klagenfurt. Unter den Gratulanten befanden sich zahlreiche Stadtsenatsmitglieder, die den langjährigen Gemeinderat das Allerbeste wünschten.
Die Kärntner Nachrichten jetzt im Abo: Hotline: 0463 / 51 15 15 - 0
Zu einem Wiedersehen luden vergangene Woche die langjährige First-Lady der Kärntner Parteizentrale der Freiheitlichen in Kärnten, Monika Schneider, und der langjährige Landesgeschäftsführer LAbg. Manfred Stromberger die Mitarbeiter bzw. ehemaligen Kollegen ein. Im Lanvanttal fand man sich bei Mostbarkeiten und kulinarischen Spezialitäten der Region zu einem gemütlichen Nachmittag zusammen. Vom Restaurant Kristall ging es zum Zogglhof und mit dem Mostlandexpress quer durch das Granitztal zur Burschenschänke Buchbauer. Dort wurde die lustige Gesellschaft von Landesrat Christian Ragger würdig empfangen. Alle Beteiligten waren sich einig, dieses Treffen zu wiederholen.
Kürzlich feierte Maria Dreier in Völkermarkt einen runden Geburtstag. Landtagspräsident Josef Lobnig, LAbg Gerald Grebenjak und GR Gabi Pitomec ließen es sich nicht nehmen, der Jubilarin persönlich zu gratulieren und ihr die herzlichsten Glückwünsche zu überbringen.
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LESERBRIEFE
Investoren nicht verschrecken Ich denke, dass durch das Skandalisieren, das derzeit im Zusammenhang mit Staatsbürgerschaften für ausländische Investoren einhergeht, Investoren auch verschreckt werden. Mit der Absicht politischen Gegnern zu schaden, vertreibt man Investoren, die Arbeitsplätze schaffen. Das ist leider auch politische Kultur bzw. Unkultur in diesem
Land! Verantwortlich Politik zu betreiben heißt jedoch, von kleinkarierten Skandalisierungen abzusehen, wenn es um Kärnten geht. Das Tibet-Hotel ist noch nicht gestorben und es sollten endlich alle an einem Strang ziehen! Chritian Krassnitzer, Weitensfeld
Villachs Schulden Wochenlang wurde über die große Verschuldung in Klagenfurt berichtet. Nun stellt sich heraus, dass bereits einiges wieder eingespart wurde und Villach höher verschuldet ist als Klagenfurt. Bürgermeister Helmut Manzenreiter wird gegenüber den Villachern jetzt
Wir brauchen die Rettungsgasse
Weshalb hat man besonders bei der Kärntner SPÖ immer das Gefühl, dass sich deren Mandatare tierisch freuen, wenn in Kärnten etwas nicht klappt? Das beste Beispiel ist das Tibet-Projekt, das von den SPÖ-Mandataren ja immer wieder in Misskredit gebracht wurde. Es wäre schön, wenn diese
Partei auch einmal für ein Projekt einstehen würde. Denn das Tibet-Projekt belebt eine ganze Region, die vom Aussterben bedroht ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich die positiven Kräfte in diesem Land durchsetzen!
Jeder der in einen schweren Unfall verwickelt ist, ist auch auf das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte angewiesen. Die Idee von Uwe Scheuch, von den Autofahrern wie in Deutschland eine Rettungsgasse zu verlangen ist daher mehr als überlegenswert, denn dadurch könnten Rettung, Feuerwehr und Polizei künftig schneller zum Unfallort.
Dietmar Wurzer Grades
Jaqueline Kulterer Villach
Geld für Faschingsprinzen
Klares Ja zur Rettungsgasse
Nachdem wir nun erfahren mussten, dass Villach eine Hochburg bei der Verschuldung ist, kann es wohl nicht angehen, dass der Faschingsprinz Eberhart eine Förderung von 30.000 Euro kassiert. Wenn das die Prioritäten unseres Bürgermeisters sind, dann gute Nacht Villach.
Wer in seinem Leben schon einmal auf Feuerwehr, Polizei oder Rettung angewiesen war, weiß, dass es nicht schnell genug gehen kann. Gerade darum finde ich die Forderung von LHStellvertreter Scheuch, dass Autos bei einem Stau zwischen zwei Autobahnfahrstreifen Platz für Einsatzkräfte lassen müssen, ausgezeichnet! Im Notfall zählt jede Sekunde! Daher Ja zur sogenannten Rettungsgasse!
Gedanken zum Tibet-Hotel
Heidraut Waldner Villach
Die KN im Abo:
0463 / 51 15 15
Peter Pirolt Villach
Jede Woche Nachrichten aus allen Teilen Kärntens: Ihre Kärntner Nachrichten
wohl gehörigen Erklärungsbedarf haben! Denn laut neuesten Daten der Statistik Austria ist Klagenfurt mit 1.039 Euro pro Kopf verschuldet und Villach mit 1.886 Euro. Rudi Maier Villach
Minarette statt Kirchen? Wer behauptet, die Ausbreitung des Islams sei in Österreich (noch) kein Problem, der verschließt die Augen vor dem Morgen! Minarette und Burkas statt Kirchen und Trachten. Eine tolle Vorstellung? Für manche Medien und Linke offenbar schon, sonst würde man die Initiative von Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch, der ein generelles Burkaverbot fordert, mehr und kräftig unterstützen. Aber nichts ist den Linken weniger wert als österreichische Tradition und europäische Werte! Isabella Lehner Villach
Verschuldung in der Draustadt Die Villacher sind mit 1.886 Euro pro Kopf-Verschuldung bereits vor der Landeshauptstadt gelandet. Das verwundert schon, denn Bürgermeister Manzenreit-
er hat Villach bisher als Musterstadt hingestellt. Man hatte das Gefühl, dass in Villach Milch und Honig fließen. Alex Wallner, Villach
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GESUNDHEIT
Themen der Woche: Erfahrungsaustausch am Pfingstsamstag in K辰rnten: 25 Duodopa速-Patienten trafen sich in St. Stefan im Gailtal Interview mit Oberarzt Dr. Volker Tomantschger von der Gailtalklinik Spatenstich in Grafendorf f端r ein neues Gesundheits- & Pflegezentrum W端rdevoller Abschied vom ungeborenen Kind
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GESUNDHEIT
Erfahrungsaustausch am Pfingstsamstag in Kärnten:
Parkinson-Patienten mit spezieller Therapie trafen sich in St. Stefan/Gailtal Am 22. Mai fand im Kulturzentrum St. Stefan im Gailtal ein Erfahrungsaustausch für Parkinson Patienten im fortgeschrittenen Stadium mit OA Dr. Volker Tomantschger von der Gailtal-Klinik statt. Irgendwann kommt fast jeder Parkinsonpatient in die Situation, dass seine Medikamente nicht mehr den gewünschten Therapieerfolg bringen. Dies ist auch der Fall bei einigen Parkinson Patienten der Gailtal-Klinik in Hermagor, Kärntens Kompetenz-Zentrum für neurologische Rehabilitation. Manche von ihnen waren z.T. auf den Rollstuhl angewiesen, konnten nicht allein
Ich habe wieder Lebensfreude, mein Leben hat wieder Qualität!“ Patienten
aufstehen, sich nicht waschen, nicht alleine essen, benötigten Pflege durch ihre Angehörigen. Dank eines neuen Therapiekonzepts, mit dem OA Dr. Volker Tomantschger diese Patienten behandelt, können sie nun wieder am Leben teilnehmen. „Ich habe wieder Lebensfreude, mein Leben hat wieder Qualität!“, sind sich die Patienten einig, die Dr. Tomantschger in den vergangenen vier Jahren auf die Duodopa®-Pumpe eingestellt hat. Am 22. Mai trafen sich die Patienten und ihre Angehörigen mit den Behandlungsteams der GailtalKlinik, des LKH Laas und der
Ü B E R D I E D U O D O PA ® -T H E R A P I E Duodopa® ist eine tragbare, Computer-gesteuerte Pumpe, die über eine Sonde durch die Bauchhaut kontinuierlich L-Dopa in den Dünndarm liefert. Das Besondere an dem Duodopa®-Therapie-Konzept ist, dass die Dosis über den Computer individuell steuerbar ist, das heißt eine schnelle Anpassung jederzeit vom Patienten oder Betreuer selber durchgeführt werden kann. Die innovative Therapie sorgt somit für Stimulation von Hirnarealen, die u.a. für die Bewegungskoordination verantwortlich sind.
Hier im Bild die neue Gailtal-Klinik mit dem Zubau. Damit ist im Gailtal ein sehr wichtiges Kompetenzzentrum geschaffen worden. Pharmafirma im Kulturzentrum St. Stefan im Gailtal, zum Erfahrungsaustausch. „Für Parkinsonpatienten, die aufgrund der Abnahme der Wirksamkeit der Medikamente nach langjähriger Erkrankungsdauer eine zunehmende Verschlechterung erfahren und sich zum Beispiel ohne fremde Hilfe nicht mehr fortbewegen können oder oft stürzen, kann unter gewissen Bedingungen eine Therapie mit der Duodopa®-Pumpe infrage kommen. Bei unseren Patienten konnten wir eine Verbesserung der Bewegungsfähigkeit erreichen
und die Lebensqualität anheben“, so OA Dr. Volker Tomantschger, Abt. für Neurologie in der Gailtal-Klinik Hermagor. Das kann Franz Skutl nur bestätigen: „Im Alter von 49 Jahren bin ich an Parkinson erkrankt. Zuletzt musste ich täglich 32 Tabletten schlucken, mit mäßigem Erfolg. Ich konnte an manchen Tagen nur liegen oder sitzen, nicht alleine essen, meine Frau musste mich waschen. Nun bin ich 67 Jahre alt und erhalte seit zwei Jahren die Duodopa®-Therapie. Ein grosses Glück! Ich kann wieder gehen und aktiv am Leben teilnehmen!“
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GESUNDHEIT
Interview mit Oberarzt Dr. Volker Tomantschger von der Gailtalkinik: soziales Umfeld ist eine Voraussetzung für diese Therapie. Die Pumpe wird an und für sich gratis vom Pharmakonzern bereitgestellt, das Medikament muss jedoch bezahlt werden. Auch Herr Dreier musste früher Unmengen von Tabletten schlucken und hatte deswegen erhebliche Magenschmerzen. Mit dem Einsatz der Parkinson-Pumpe ist seine Lebensqualität deutlich gestiegen.
F: © Monika Zore
arkinson Patienten leben eher zurückgezogen. Daher hat OA Dr. Volker Tomantschger im Jahre 1998 die Parkinson-Selbsthilfegruppe Oberkärnten ins Leben gerufen. Der Oberarzt beschäftigt sich schon seit 1991 mit Parkinson und ist seit 1996 als Neurologe in der Gailtal-Klinik tätig. Alle zwei Jahre findet in St. Stefan im Gailtal ein Erfahrungsaustausch mit Infotagen der Parkinson-Patienten statt. Österreichweit gibt es neben St. Stefan im Gailtal nur noch in Niederösterreich eine derartige Veranstaltung (Infotage) in diesem Ausmaß. Am 22. Mai haben sich zum ersten Mal Parkinson-Patienten, die mit einer speziellen medikamentösen Therapie (Duodopa®-Pumpe) behandelt werden, gemeinsam mit ihren Angehörigen mit dem Behandlungsteam der Gailtal-Klinik, des LKH Laas sowie der zuständigen Pharmafirma zum Erfahrungsaustausch getroffen. Die Duodopa®-Pumpe sorgt für die direkte Aufnahme des Medikamentes in den Zwölffingerdarm. Dies stellt in vielen Fällen eine enorme Erleichterung und Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Parkinson-Patienten dar. Diese mussten ohne die Pumpe früher oft 25-30 Tabletten pro Tag schlucken. Magenschmerzen und Übelkeit waren die logische Folge. „Die Gailtal-Klinik ist als neurologisches Reha-Zentrum für Parkinson-Patienten in Österreich etabliert“, so der anerkannte Oberarzt Dr. Tomantschger zu den Kärntner Nachrichten. Herr Mag. Hilmar aus Bruck an der Mur zur KN: „Seit 18 Jahren habe ich Parkinson und musste zuletzt schon 20 Tabletten pro Tag schlucken, ehe ich im September des Vorjahres die Pumpe verschrieben bekam. Nun brauche ich keine Tabletten mehr und habe ein deutlich besseres Lebensgefühl!“ Seit 2010 leitet Herr Robert Dreier aus Mittertrixen die ParkinsonSelbsthilfegruppe in Klagenfurt. „Wir wollen uns nach außen hin präsentieren - Meinungen austauschen und Hilfe anbieten. In vielen Fällen gestaltet sich die Bewilligung einer solchen Pumpe durch die Krankenkassen als schwierig. Es muss aber auch berücksichtigt werden, dass die Pumpe nicht für jeden geeignet ist. Prinzipiell kann die Pumpe nur für Patienten mit dem klassischen Parkinsonsyndrom in Erwägung gezogen werden. Eine ausführliche Untersuchung durch einen erfahrenen Facharzt geht der Indikationsstellung für die Pumpe voraus. Auch ein intaktes
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OA Dr. Tomantschger mit Patient Franz Skutl. „Jeder Tag, an dem du nicht lachst, ist ein verlorener Tag“
Volker Tomantschger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, entstammt einer Ärzte-Familie. „Mein Vater war mein großes Vorbild“, sagt der Görtschacher, dessen Geschwister auch Ärzte sind und der sich beruflich wie privat Parkinson-Patienten verschrieben hat.
„Herausholen“ „Ich will diese Menschen aus ihren Schlupflöchern herausholen“, sagt der 46-Jährige, der eine Wahlarztpraxis führt und in der Gailtal-Klinik arbeitet. Denn die Umgebung der rund 1500 Betroffenen in Kärnten ist oft nicht sensibilisiert genug und zeigt nicht immer das nötige Verständnis, wenn Erkrankte nur langsam auf ihre Umwelt reagieren können. „Im Kopf läuft alles auf Sparflamme. Parkinson hat man von Kopf bis Fuß“, sagt Tomantschger, der u.a. auch die drei Kardinalsymptome Steifigkeit, Zittern und Verlangsamung erwähnt. „Leider werden die ersten Anzeichen (z.B. Depression, Schlafstörung, Riechstörung, Verstopfung, Wadenkrämpfe, Verspannung, usw.) , die einer motorischen Störung vorausgehen können, oft erst spät erkannt“, sagt der zweifache Vater, der 1998 die Parkinson-Selbsthilfegruppe in Oberkärnten gegründet hat und rät, Spezialisten aufzusuchen.
IV KärntnerNachrichten I 28. Mai 2010
GESUNDHEIT
Spatenstichfeier in Grafendorf für ein neues Gesundheits- und Pflegezentrum n Grafendorf im Gailtal, Marktgemeinde Kirchbach, entsteht das neue „Gesundheits- und Pflegezentrum Grafendorf“. Vergangene Woche wurde der Spatenstich von LH Gerhard Dörfler, Sozialreferent Landesrat Christian Ragger, Bürgermeister Hemann Jantschgi und den Betreibern des Heimes vorgenommen. Die Bevölkerung von Grafendorf nahm zahlreich an der Feier teil, die von den Dorfmusikanten aus Reisach umrahmt wurde. Der Landeshauptmann sagte, dass dieses Pflegezentrum ein besonderes Bauwerk für Menschen sei. Dieses Projekt stelle die älteren Menschen in den Mittelpunkt und zeige auch, dass das Land die dezentrale Versorgung sehr wichtig nehme. Er wolle den Pflegenden größten Respekt entgegenbringen, ihre Arbeit im
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Spatenstich „Gesundheits- und Pflegezentrum NEU“ beim Gasthof Jantschgi in Grafendorf. Seniorenwohnheim mit insgesamt 70 Betten westlich des alten Pfarrhofes. Errichter: „Menschen im Mittelpunkt Projektentwicklungs GmbH“. Betreiberfirma: „Gemeinsam statt Einsam GmbH (GSE)“ unter GF Andreas Grauf. Dienst der Älteren, die neben Können viel Herz und Zeit abfordere, verdiene größte Wertschätzung. Andreas Grauf dankte dem Land Kärnten und allen Beteiligten, insbesondere dem Landesrat und Landeshauptmann für die rasche
Abwicklung des Projektes. Kärnten sei hier vorbildhaft. Das neue Gesundheits- und Pflegezentrum wird auf einem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe dem Gasthof Jantschgi gebaut und wird über 70 Betten verfügen. Die Gesamtbaukosten wer-
den mit rund 7 Mio. Euro angegeben. Die Eröffnung soll Mitte 2011 erfolgen. Das Haus wird von der Firma „Menschen im Mittelpunkt Projektentwicklungs GmbH“ errichtet und von der Firma „Gemeinsam statt Einsam GmbH“ betrieben. Gebaut wird das Gesundheits- und Pflegezentrum von der Fa. Wechselberger Bauges.m.b.H. als Generalunternehmer. Mit dem neuen Zentrum wird Hermagor zu den bestversorgten Regionen gehören. Neben Pflegehäusern bzw. -betten in Hermagor, im Krankenhaus Laas und dem neuen Projekt in Grafendorf wird bis 2012 noch ein weiteres Pflegeheim in St. Stefan dazukommen. Damit wird dem Konzept der Dezentralisierung und der Schaffung von Arbeitsplätzen in der ländlichen Region Rechnung getragen.
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan:
Würdevoller Abschied vom ungeborenen Kind m Mai fand im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan eine Abschiedsfeier für Eltern statt, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Bei der würdevollen Zeremonie fanden die Hinterbliebenen Platz für ihre Trauer und ihren Schmerz.
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„Uns ist der würdevolle Umgang mit allen fehl- und totgeborenen Kindern ein besonderes Anliegen. Deshalb gibt es in unserem Krankenhaus halbjährlich eine überkonfessionelle Abschiedsfeier für alle Kinder, die nicht ins Leben geboren wurden“, erklärt Mag. Michael Steiner, der Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan. Organisiert wird der Abschied von der Krankenhausseelsorge und der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Deren Leiter, Primar Dr. Freydun Ronaghi, dazu: „Nicht nur die Angehö-
rigen, auch mich und mein Team bewegen diese entscheidenden Schritte im Trauerprozess der Hinterbliebenen sehr“.
Hilfe in einer schwierigen Zeit Aber auch neben diesen würdevollen Ritualen finden Eltern von im Kran-
kenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan die Unterstützung, die sie in dieser schwierigen Zeit brauchen. „Selbstverständlich stehen den Eltern unmittelbar nach einem solchen traumatischen Erlebnis ausgezeichnete Psychologinnen und Psychologen sowie unsere Krankenhausseelsorge zur Verfügung“, erklärt Steiner.
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KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Daniela ClaureValdez. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande 9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Carinthia GmbH. & Co. KG, 9300 St. Veit/Glan, Industrieparkstraße 6
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VO R S C H AU 21. Runde 2010 1: Ungarn– Deutschland 2: Japan– England 3: Tunesien– Frankreich 4: Spanien– Saudi Arabien 5: Neuseeland– Serbien 6: Polen– Finnland 7: USA– Türkei 8: Schweden– Bosnien Herzegowina 9: Weißrussland– Südkorea 10: Paraguay– Elfenbeinküste 11: Ver. Arab. Emirate– Moldawien 12: Aserbaidschan– FYRO Mazedonien Spiel 1-4 TOTO-Torwette
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KLAGENFURT AKTUELL
Blumenpyramiden Klagenfurt
Besuch in Wien Zum gegenseitigen Gedankenaustausch und um sich besser kennenzulernen fuhren Stadtparteiobmann Christian Scheider und Organisationsreferent Wolfgang Germ in die Bundeshauptstadt und statteten HC Strache, Bundesparteiobmann der FPÖ, einen Besuch in seinem Büro ab. „Ein gutes, konstruktives Gespräch, welches wieder einmal zeigt, dass wir alle auf Seiten der BürgerInnen stehen und gemeinsam für unser Land viel erreichen können“, zeigten sich beide Klagenfurter Politiker positiv gestimmt und freuen sich bereits auf den versprochenen Gegenbesuch des Bundesparteiobmannes im Sommer.
Vor kurzem wurden auf vielfachen Wunsch der Bevölkerung zwei wunderschön bepflanzte Blumenpyramiden auf dem Neuen Platz aufgestellt. Diese Initiative geht auf die Bemühungen von Stadtgartenreferent Wolfgang Germ zurück, der sich unbürokratisch und rasch dafür einsetzte, dass die KlagenfurterInnen einen sommerlich und freundlich gestalteten Platz im Zentrum der Stadt vorfinden. Mit dabei Mag. Andrea Wulz und Claudia Haider.
Kinderspielplätze
Feuerwehrlauf 2010 Zum 4. Mal fand der Feuer wehrlauf der Berufsfeuerwehr Klagenfurt statt und war wie immer bestens organisiert. Bürgermeister und Feuerwehrreferent Christian Scheider und der Personalreferent Wolfgang Germ ließen es sich als begeisterte Läufer nicht nehmen selbst am 10 km langen Lauf teilzunehmen. Ihr Resümee: Eine gelungene Veranstaltung die bereits ein Fixpunkt für alle Laufbegeisterten in Klagenfurt ist und auch nächstes Jahr hoffentlich wieder so perfekt über die Bühne gehen wird.
44 Spielplätze betreut die Landeshauptstadt Klagenfurt und sorgt damit dafür, dass die kleinsten BürgerInnen der Landeshauptstadt Raum haben um sich auszutoben und Zeit in der Natur verbringen können. Jetzt wurde der beliebte Spielplatz im Stadtgraben modernisiert und mit attraktiven neuen Geräten ausgestattet. Rund 20.000 Euro wurde dafür von der Stadt investiert. „Kinder sind unsere Zukunft und es ist uns daher ein besonderes Anliegen, dass sie sich entfalten können und Möglichkeiten haben sich in ihrer Freizeit an der frischen Luft aufzuhalten und damit auch ihre Gesundheit zu fördern“, zeigt sich Stadtgartenreferent Wolfgang Germ erfreut darüber, dass die kleinen KlagenfurterInnen den Spielplatz vom ersten Tag an sehr eifrig besuchen.
28. Mai 2010 I KärntnerNachrichten 17
WIRTSCHAFT
Die Erneuerbaren gründen EnergieDachverband Den Solarfirmen und Photovoltaikern, den Biomasse-Anlagenbauern und den Betrei bern von Windkraftwerken geht die politische Trägheit auf die Nerven: Um mehr für Branche und Umwelt zu erreichen, wird ein österreichischer Dachverband gegründet. Es lag schon in der Luft: Seit Monaten treten die Lobbyisten für Erneuerbare Energien gerne in trauter Einheitlichkeit in Erscheinung, entwerfen Strategien und Energie-Pläne und fordern ihren Platz an der Sonne. Da sitzen die Betreiber von Windkraftwerken einträchtig neben den BiomasseVertretern, die Photovoltaiker kämpfen für Kleinwasserkraft und umgekehrt. „Wir werden voraussichtlich im Juni soweit sein“ bejahte Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria eine entsprechende Anfrage der Zeitschrift „energie:bau“. Gemeint ist die Gründung eines Österreichischen Dachverbandes für Erneuer-
Foto: Starmühler
bare Energien. Darin werden voraussichtlich der Biomasse-Verband, die IG Windkraft, die Kleinwasserkraft Österreich, Austria Solar, die ARGE Kompost & Biogas Österreich, proPellets Austria und die Photovoltaic Austria vertreten sein. Allerdings ist noch keine definitive Einigung darüber zustande gekommen. Die Sozialpartner wie Kammern stehen nicht im Focus der Verbandsgründer, weil dort andere Interessen vorherrschen und die etablierten Energieversorger das Sagen haben, wie Josef Witke, der neue Bundesinnungsmeister der Elektrotechniker und Vorstandsmitglied der Photovoltaic erklärt.
18 KärntnerNachrichten I 28. Mai 2010
KN-EXKLUSIV
Sloweniens Probleme mit seinen Deutschen Die Gottscheer richteten den diesjährigen FUEV-Kongreß in Laibach aus. OMR Dr. Bruno Burchart berichtet exklusiv für die „Kärntner Nachrichten“. Der diesjährige Kongress der Föderation Europäischer Volksgruppen (FUEV) fand kürzlich in Laibach statt und wurde von den Gottscheer Deutschen vorbildlich organisiert. Bei dieser Zusammenkunft von hunderten Delegierten der 86 Mitgliedsverbände aus allen Teilen Europas waren mehrere sehr beachtenswerte Dinge zu beobachten: Mehr als pikant war wohl, dass ausgerechnet die nicht verfassungsmäßig anerkannten Gottscheer diese Veranstaltung in Slowenien durchführten, wodurch sie einen bedeutenden Achtungserfolg erzielten. Außerdem gelang es erstmals in der 60-jährigen FUEV-Geschichte, einen Staatspräsidenten für einen Festvortrag zu gewinnen. Leider gab es aber auch von diesem (noch?) keine Signale für eine verfassungsmäßige Anerkennung der deutschen Volksgruppe in Slowenien.
„Rettung“ zur Verfügung gestellt, aber die Minderheiten erhalten immer weniger Geld von den Einzelstaaten. Umso erfreuter konnte er den Gottscheern für die gute Zusammenarbeit im Namen aller danken. Für diese ergriff dann Dipl.Ing. August Grill, der Obmann des Gottscheer Altsiedler-Vereins, das Wort und hieß alle herzlich willkommen. Er betonte, dass die Gottscheer schon jahrhundertelang in ihrer Heimat südlich von Laibach siedeln und trotz aller Fährnisse ihre Sprache und Kultur weiter pflegen. Daher sei jetzt auch endlich eine entsprechende Verfassungs- Anerkennung wichtig. Der Südtiroler EU-Abg. Dorfmann besprach die eher mäßigen Eingriffs-Möglichkeiten des Europa-Parlaments in Bezug auf Minderheiten-Angelegenheiten.
MinderheitenProbleme Europas
Unbefriedigender Türk-Auftritt
Bei der Eröffnung des Kongresses hatte der FUEVPräsident Hans-Heinrich Hansen, ein Dänendeutscher, auf einige negative Erscheinungen hingewiesen: Gibt es doch seit Inkrafttreten vom Lissabon-Vertrag keinen eigenen EU-Kommissar mehr als direkten Ansprechpartner für die FUEV. Auch werden zwar Milliarden für die Euro-
Gespannt wurde auf den Staatspräsidenten Sloweniens, Dr. Danilo Türk, gewartet: Er behauptete zunächst, dass die Minderheitenpolitik mit der Anerkennung der italienischen und ungarischen Volksgruppe einen erfolgreichen Weg gegangen sei. Er räumte aber ein, dass mit den Nachbarstaaten Kroatien und Italien noch Vereinbar-
FUEV-Präsident Hans-Heinrich Hansen und Delegierte. ungen über die dortigen Slowenen ausstünden, aber auch für die slowenischen Kroaten und Serben keine Lösungen vorhanden seien. Als anerkannter Völkerrechtler ging er dann ein auf die Bemühungen der Europäer um ihre Minderheiten von der Monarchie bis heute. Dabei sei auch ein Minderheiten-Maßstab bezüglich eines EU-Neu-Beitrittes durch die verpflichtende Durchführung der Kopenhagener EU-Erklärung 1990 bezüglich Anerkennung, Sprachpflege, gesetzt worden. Allgemein erklärte Türk dann die Wichtigkeit der Muttersprachen-Pflege als Identitätsfaktor und das durch entsprechende Organisation sicherzustellende gemeinsame Auftreten einer Minderheit. Bei der anschließenden lebhaften Diskussion mit Dr. Türk, brachte die FUEVVizepräsidentin Martha
Stocker aus Südtirol die Hoffnung zum Ausdruck, dass jetzt doch die verfassungsmäßige Anerkennung der Sloweniendeutschen erfolge. Leider ging der Staatspräsident nur sehr allgemein auf diese Problematik ein und verlor auch kein Wort über das in Slowenien nicht durchgeführte Österreic hisc h-Slowenisc he Kulturabkommen, das sowohl eine Unterstützung beim Sprach-Unterricht als auch Kultur-, Medien- und Finanz-Hilfe vorsieht. Traurig, wenn man das mit der mehr als großzügigen Unterstützung der SlowenischKärntner vergleicht. Bezüglich dieser Themen und auch bei der Bemerkung von Dr. Türk, dass Slowenien eine Mitratifizierung des Staatsvertrages 1955 wolle, fiel unangenehm auf, dass der ebenfalls eingeladene Botschafter Österreichs nicht erschienen war, der dazu doch eine offizielle Entgegnung hätte geben können und sollen!
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FREIZEIT
Beim „alles inklusive“ Angebot im ****Hotel Gut Wenghof im Salzburger Land ist sogar die Oma kostenlos inkludiert!
Mit der Oma im Gepäck sind die Eltern relaxt Nach dem Kinderkochkurs mit der Rutsche in den Badesee und vom Ponyreiten direkt zur Fahrt mit dem BioGrashüpfer. Alles und noch mehr ist bei einem Familienurlaub im Gut Wenghof Inklusive! Das 4-Sterne Hotel Gut Wenghof family resort hat sich ganz und gar dem Familienurlaub verschrieben. Unter dem Motto „Erholung mit der Familie, nicht von ihr“ werden die umfangreichsten „alles inklusive Leistungen“ der Alpen geboten. OutdoorAktivitäten sind angesagt: Die traumhaften Berge und bewirtschafteten Almen rings um das Hotel laden zum wandern und klettern ein. Noch mehr Freizeitvergnügen gibt es am Badesee, beim Beachvolleyball, Reiten, Tennis oder einer Pferdekutschenfahrt. Im Baadingoo Kinderclub erleben Kids von 3 – 12 Jahren ein actionreiches Programm an 6 Tagen pro Woche. Das bedeutet Auszeit für die Eltern, die am Pool dem süßen Nichtstun frönen, bei einer Nordic-Walking-Tour die Natur genießen oder eine Ausflug in die Umgebung starten.
„Lecker Schmecker... rund um die Uhr“ Das kulinarische Angebot des Hotels wird rund um die Uhr angeboten. Die hoteleigenen Spezialitätenrestaurants
bieten neben täglich wechselnden Themenabenden auch Pizza, Pasta und Fondue ohne einen Cent Aufpreis. Sämtliche Getränke wie Tee, Kaffee, Säfte, Bier, Wein und Spirituosen laut
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Informationen
Karte sind ebenfalls inkludiert. Das Thema „Gesunde Küche“ wird den Kindern im Kinderkoch-Kurs näher gebracht. „Der Tag beginnt mit einem Ausflug zum Bauernhof. Die mitgebrachten Eier können anschließend gleich verwertet werden,“ verrät der Küchenchef. Die frisch gebackenen Küchenmeister haben viel Spaß dabei und erhalten viele Tipps und Tricks zum nachkochen.
Pferdekutsche und/oder Privatchauffeur? Werfenweng bietet seinen Gästen das Angebot der sanften Mobilität – das heißt Urlaub vom Auto und trotzdem mobil sein. „Wenn Sie für mindestens
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20 KärntnerNachrichten I 28. Mai 2010
Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Maria Wörth, Adolf Stark, ist 60 Jahre alt. Die Geburtstagsparty stieg in der bekannten Buschenschenke Holzer in Holz in Hörzendorf. Überaus groß war die Schar der Gratulanten, unter ihnen auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler, LHStv. Uwe Scheuch, Landesrat Christian Ragger. Der Landeshauptmann würdigte Stark als Macher. Stark habe sich auch für das GTI-Treffen, das ein bedeutender Wirtschaftsund Tourismusfaktor sei, ganz vehement eingesetzt. Stark sei stark auch bei Gegenwind, so Dörfler. Der Bürgermeister sei nicht nur zielstrebig, sondern auch liebenswürdig. Der Landeshauptmann dankte dem Bürgermeister auch Namens des Regierungsteams und überreichte ihm ein Präsent für die Jagd. Jagen und Golfen zählen zu den Hobbys des Jubilars. „Die Kärntner aus Maria Wörth“, Bert Stubinger und auch Mitglieder vom Kärntner Doppelsextett sorgten für Musik und Gesang. Durch das Programm führte der Bruder des Jubilars, Winfried Stark. Für Dörfler ist Winfried Stark der bekannteste Kärntner in Deutschland. Der Jubilar und seine Familie – Gattin Heidelinde und Kinder Alex und Christiane sowie Mutter und Schwester - zeigten sich gerührt von den vielen Glückwünschen und originellen Geschenken. Adolf Stark ist seit 1997 Bürgermeister von Maria Wörth. Er sagt, dass es für ihn ein großes Anliegen sei, Maria Wörth als Wallfahrtsort mehr Bedeutung zu verschaffen. Mehr Belebung und mehr Kooperation der Betriebe brauche es dafür.
REGIONALES
Festa Carinziana in Jesolo! Das erste „Festa Carinziana“ in Jesolo am Pfingstsamstag war ein Riesenerfolg. Jesolo war gleichsam in Kärntner Hand und hatte endlich auch den lang ersehnten Sonnenschein. Die Initiatoren, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der Bürgermeister von Jesolo, Francesco Calzavara, und Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider betonten, dass dieses Fest der Freundschaft unbedingt fortgesetzt und im nächsten Jahr eine weitere Auflage erleben sollte. Ein Gottesdienst, Sportbewerbe von Kärntner und italienischen Mannschaften sowie das Fest auf der Piazza Aurora mit kulturellen Darbietungen sowie dem Angebot von Spezialitäten aus der Kärntner und der Venezianischen Küche standen auf dem Programm. Die Stimmung war einzigartig, zusätzlich befeuert durch das Finalspiel der Champions League und dem Sieg von Inter Mailand, das via Bildschirm live von vielen Hunderten Menschen auf der Piazza Aurora mitverfolgt wurde. „Begegnung, Austausch, Freundschaft und Kooperationen, soll weiter ausgebaut und gefördert werden“, betonte der Landeshauptmann. Die touristischen Beziehungen, die zwischen Kärnten und Jesolo Tradition haben, sollen auch in andere Bereiche verbreitert werden. „Die neue Euregio wird ein gutes Fundament dafür bilden, die wirtschaftlichen Kontakte und Kooperationen überregional zu verstärken“, erklärte Dörfler.
REGIONALES
Aus eigener leidvoller Erfahrung gründete Frau Dr. Gunda Strohecker die Plattform DANA. Hier wird Müttern bzw. Familien mit herz- oder schwerstkranken Kindern Hilfe angeboten. Der Verein hilft Betroffenen in Form psychologischer Betreuung um mit dieser schwierigen Situation besser umgehen zu können. Frau Claudia Haider unterstützte mit ihrer Spende die Aktivitäten und hofft dadurch ein Licht anzuzünden. Im Bild Claudia Haider und Dr. Gunda Strohecker. www.mein-klagenfurt.at
Kürzlich luden LPO LHStv. Uwe Scheuch, Bundesrat Peter Zwanziger, LAbg Gernot Darmann, Vzbgm. Albert Gunzer und StR. Christine Jeremias ins Kunstcafe Lidmansky am Benediktinermarkt zum „Frühlingserwachen“. Viele Freunde, Sympathisanten und Besucher des Benediktinermarktes sind der Einladung gefolgt und freuten sich bei schönem Wetter, Musik und viel Spaß über die tolle Stimmung. Auch Inhaber Gerhard Lippitz freute sich über den Besuch der Spitzenpolitiker aus Stadt und Land.
Jetzt die KN im Vorteilsabo beziehen: Hotline: 0463 / 51 15 15 - 0
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22 KärntnerNachrichten I 28. Mai 2010
FREIZEIT
Via Claudia Augusta: Mit dem Rad auf den Spuren von Kaiser Claudius Mit Kofferservice, Shuttlediensten & Rückholbus jetzt noch genussvoller über den leichtesten Alpenübergang für Radler und Wanderer - die Via Claudia Augusta.
Schon bei ihrem Feldzug über die Alpen 15 v. Chr. wählten die Römer die Route über den Reschen- und Fernpass, weil sie der niedrigste mögliche Alpenübergang war. Kaiser Claudius ließ die Route 45/46 n. Chr. zur ersten richtigen Straße über die Alpen ausbauen. Die gut geschotterte Straße maß in der Breite großzügige 4 – 8 Meter. Sie führte fast durchwegs den Sonnenhängen entlang und eröffnete so herrliche Panoramablicke. Via Claudia Augusta – „Augusta“ bedeutet kaiserlich - ist also nicht nur treffend, weil der römische Kaiser Claudius den Bau der Straße aus seinem eigenen Säckel finanzierte, sondern durchaus auch auf Grund des Komforts, den sie den Reisenden schon damals bot. Die Römer waren berühmt für ihre gute Logistik. In Anlehnung daran hat die ARGE Gastlichkeit der Tourismusregionen und Gastbetriebe an der Via Claudia Augusta eine optimale Logistik für die entlangreisenden Tourenradler und Fernwanderer organisiert, die das Reisen entlang der Römerstra-
Gewinnen Sie eines von zehn Radtourenbücher über die Via Claudia Augusta: Hotline 0043 (0)664 - 27 63 555 office@viaclaudia.at www.viaclaudia.org
Radshuttle über die Pässe machen die Via Claudia Augusta auch für Familien und rüstige Senioren machbar. Foto: Via Claudia Augusta/Christoph Tschaikner ße noch genussvoller machen – kaiserlicher Komfort auch heute wieder.
NEU! Reisen ohne Gepäck Die Reisebüros Zoller aus Lermoos, Schmid aus Nauders Casarotto aus Venetien und 170 ViaClaudiaGastgeber entlang der Route sorgen gemeinsam dafür, dass das schwere Gepäck in der Früh im Gastbetrieb stehen bleiben kann und am Abend schon im nächsten Gastbetrieb steht. Damit wird das Radeln und Wandern entlang der Via Claudia Augusta noch genussvoller.
NEU! Einfach retour zum Startpunkt Ein regelmäßiger Bus mit Radanhänger bringt Radler und Wanderer von jedem beliebigen Tourziel entlang der Route zurück zu jedem beliebigen Ausgangspunkt entlang der Route.
Mühelos über die Pässe Schon gut bewährt haben sich die Radshuttle über den Fernpass und auf
den Reschenpass. Im Trentino und im Veneto wird an ähnlichen Services gearbeitet. Für die Räder stehen große Anhänger zur Verfügung. Trotzdem ist es sinnvoll, vorzureservieren.
Der leichteste Alpenübergang für Radler: Strecke: ca. 700 km von Donauwörth nach Altino bei Venedig bzw. Ostiglia am Po. Profil: auf asphaltierten oder geschotterten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen. Auch durch Tirol durch die beiden Radshuttle nur wenige Steigungen und damit auch für Familien und rüstige Senioren geeignet.
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KULTUR
Die Schöne und das Biest Das Musical-Highlight 2010 ie Schöne und das Biest zählt zu den ältesten und poetischsten Märchen Europas. In einem verwunschenen Schloss lebt ein Prinz, der einst wegen seiner Grobheit und Unmenschlichkeit von einer Fee in ein Biest verwandelt wurde. Als sich eines Tages der Kaufmann Wilhelm in das verwunschene Schloss verirrt, schlägt ihm das grausame, verzweifelte Biest einen Tauschhandel vor: Wilhelms Freiheit und ein nie versiegender Reichtum gegen eine seiner Töchter – denn der Bann des Biests kann nur gelöst werden, wenn sich ein Mädchen in ihn verliebt. Es ist Bella, die jüngste der drei Töchter Wilhelms, das Aschen-
Pressestimmen:
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brödel der Familie, die sich für ihren Vater aufopfern will und sich auf den Weg zu dem schrecklichen Schloss macht. Sie ist eine Träumerin mit der Sehnsucht nach einem Leben jenseits des tumben Dorfalltags. Bella entscheidet sich für ein Leben mit dem Biest und
Veranstaltung Schloss Albeck So, 30. 05., 11 & 15 h: Daniela dé Santos, Die Königin der Panflöte: Panflötenkonzert - neues Programm! ... schon der Name klingt wie Musik. Was ihr Name verspricht, dürfen Sie auch erwarten. Die Künstlerin spielt eine Panflöte, wie Sie sie noch nie gehört haben mit einem ausgewählten, schönen Repertoire. Die meisten ihrer interpretierten Lieder sind uns wohlvertraut – und nicht nur das, sie wecken wunderbare Gefühle, schönste Erinnerungen, lassen uns Anteil nehmen an den Empfindungen der Musikerin und betten uns in eine Faszination, die viele von uns schon lange gesucht haben. Die einzigartige Atmosphäre im stimmungsvollen Ambiente des Konzertsaales im Schloß Albeck, bequeme Gastlichkeit und ein herzliches „Willkommen!“ laden Sie ein. Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz, Tel.: 04279/ 303, Fax: 04279/3034 E-Mail: info@schloss-albeck.at • www.schloss-albeck.at
gegen den aufschneiderischen Gustav, der schon lange plump um sie geworben hat. Daraufhin mobilisiert Gustav das ganze Dorf, um das Biest zu vernichten. Während des Kampfes erkennt Bella, dass es nicht Mitleid, sondern Liebe ist, die sie mit dem Biest verbindet. In letzter Sekunde gesteht sie ihre Liebe und löst damit den Fluch, der auf dem verwunschenen Prinzen, dem Schloss und all seinen Bewohnern gelastet hat.
...1200 Premierenbesucher hatten Grund zu Jubel und Beifall. Keine effekthaschende Show, kein weichgespülter Lloyd Webber, sondern ein echtes Highlight der Musicalszene ist das deutsche Musical „DIE SCHÖNE UND DAS BIEST“.... Aachener Nachrichten ...Die Schöne und das Biest... ist wie gemacht für märchenhafte Familienunterhaltung und bietet, was das Herz des Musical-Fans begehrt.... Weser Kurier ...Einige Songs sind ohrwurmverdächtig... Zweieinhalb Stunden tauchen die Zuschauer in eine dichte Fabelwelt mit allem was dazugehört... Frankfurter Rundschau ...Sanft schneien die Melodien aus dem Orchestergraben. Ohne die Ohren zu belasten, wühlen sie sich ins Gehirn... Gefühlvoll, ergreifend, wunderschön kitschig.... Einfach zauberhaft - das tolle Ensemble freute sich über begeisterten Beifall, der zur Standing Ovation wurde... Bild.
17. und 18. 08. 2010 Wörthersee-Bühne Klagenfurt Kartenvorverkauf in allen oeticket-Verkaufsstellen, zB Ruefa- und Verkehrsbüros, MediaMarkt, Saturn, Libro-Filialen, Villacher Kartenbüro, Raiffeisenbanken, Trafikplus-Trafiken sowie unter 01/96096 oder www.oeticket.com Weitere Infos unter www.showfactory.at