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Kärntner Nachrichten - Ausgabe 08.2010

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KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Daniela ClaureValdez. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

Nr. 8 • 56. Jahrgang • Euro 0,51 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 26. Februar 2010

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Carinthia GmbH. & Co. KG, 9300 St. Veit/Glan, Industrieparkstraße 6

Landeshauptmann Gerhard Dörfler:

Sorge um den Rechtsstaat! Gastkommentar auf Seiten 2 und 3

Willkommen in Kärnten: LH Dörfler und LR Dobernig freuen sich über Top-Betriebsansiedelungen!

Wirtschaftskammerwahlen am 1. und 2. März: RFW-Spitzenkadidat Matthias Krenn im KN-Interview!

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2 KärntnerNachrichten I 26. Februar 2010

THEMA DER WOCHE

„Die Wahrheit ist dem Verfassungsgerichtshof zumutbar!“ In einem Exklusivkommentar für die „Kärntner Nachrichten“ nimmt Landeshauptmann Gerhard Dörfler zum Interview von Ver fassungsgerichtshofpräsidenten Gerhart Holzinger im „Standard“ vom 13./ 14. Februar 2010 Stellung. Dort bezeichnete Holzinger das Agieren der Justiz in der Ortstafelfrage als „Fehlleistung“. „Erstaunlich, dass ein ganzes Bundesland von den Medien und zuletzt auch unterschwellig vom Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes als Land der Rechtsbrecher dargestellt wird. Es wird in den Aussagen von Präsident Holzinger der Eindruck erweckt, als würden im Zusammenhang mit der Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln in Kärnten Verfassungsgerichtshoferkenntnisse missachtet und nicht umgesetzt. So sehr sich der Präsident des Verfassungsgerichtshofes auch über die Fehlleistungen der Justiz ärgert, so muss er doch der Kärntner Bevölkerung und ihren Repräsentanten zugestehen, dass es zulässig ist, Fehlleistungen des Verfassungsgerichtshofes zu hinterfragen bzw. ihren Unmut darüber zum Ausdruck zu bringen, ohne dessen Entscheidungen zu missachten. Eines wird nämlich von allen außer Acht gelassen: Kärnten hat im Zusammenhang mit der Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln die TopographieVerordnung und die Verfassungsgerichtshof-Er kenntnisse zu 100 Prozent erfüllt. Alle Kärntnerinnen und Kärntner leben unabhängig von ihrer Sprachzugehörigkeit in einem Bundesland mit der großzügigsten Minderheitenförderung in Österreich und

sie leben gerne hier. Der Präsident des Verfassungsgerichthofes stellt fest, dass am Ende immer der Rechtsstaat siegt. Darauf dürfen auch wir Kärntnerinnen und Kärntner hoffen! Denn dort, wo der Verfassungsgerichtshof sich nicht traut, den verantwortlichen Bundesgesetzgeber in die Verantwortung zu nehmen, fühlt er sich der Rechtsstaatlichkeit offensichtlich dadurch verbunden, als er an die Stelle des Verfassungsgesetzgebers tritt und selbst auf unzulässige Weise die Gesetzgebung in die Hand nimmt. Dies dadurch, als er willkürlich Prozentsätze bestimmt, ab welchen zweisprachige Ortstafeln aufzustellen sind, indem er die Direktgeltung der Staatsverträge so deutet, dass die Bezirkshauptmannschaft aus eigener Anstrengung slowenischsprachige Ortsnamen zu suchen hat, wo keine amtlichen Namen bestehen. Willkürlich auch, indem er die Verantwortlichkeit von der Bundesregierung an das schwächste Glied der Verwaltung, nämlich die Bezirks haupt mann schaft, delegiert.

Sorge um den Rechtsstaat So darf ich mir als Landeshauptmann gleichermaßen

Sorge um die Rechtsstaatlichkeit machen und muss darauf hinweisen, dass auch für den Ver-


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THEMA DER WOCHE fassungsgerichtshof das Prinzip der Gewaltenteilung gilt. Es ist also nicht erstaunlich, wenn ich als Landeshauptmann, dem das Wohl der Kärntner Bevölkerung – unabhängig von der Sprachzugehörigkeit – am Herzen liegt, Fragen stelle und mir erlaube, nicht den Verfassungsgerichtshof als Institution, sondern manche seiner Entscheidungen zu hinterfragen. Dies umso mehr, als der Verfassungsgerichtshof im Jahr 2001 vermeinte, die Ortstafel von St. Kanzian sei zweisprachig auszuführen, im Jahr 2006 aber erklärt, die Betrachtungsweise sei nunmehr aber doch eine andere, es reiche eine einsprachige Ortstafel aus. Der Verfassungsgerichtshof hat die von ihm selbst in Erkenntnissen aufgestellten Grundsätze, wonach die Bezeichnungen und Aufschriften topographischer Natur durch die zweisprachige Gestaltung lediglich die Allgemeinheit auf das Bestehen der Minderheit in diesem Gebiet aufmerksam machen sollten, missachtet. Damit hat er seine Erkenntnisse – durch seinen Präsidenten – zwar optimistisch, aber dennoch gegen das Bundesland Kärnten und dessen Bevölkerung gerichtet, und im besten Einvernehmen mit allen Medien einem ganzen

Bundesland, zwischen den Zeilen ohne es ausdrücklich auszusprechen mitgeteilt, dass es ein Land der „Rechtlosen“ sei.

Bundesregierung verantwortlich Im selben Atemzug wird zwar die Bundesregierung und der Bundesgesetzgeber aufgrund seiner Untätigkeit nur sanft getadelt, es wird aber darauf vergessen, dass hier die Hauptverantwortlichkeit liegt, jene Lösungen zu finden, die im Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen jenes Einfühlungsvermögen und Sensibilität an den Tag legen, die einem friedlichen Miteinander entsprechen. Kärnten und seine politischen Repräsentanten, allen voran ich als Landeshauptmann, sind bereit, den dafür erforderlichen konstruktiven Beitrag zu leisten, jedoch ohne einseitige Verschiebung der Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie dies offenbar der Verfassungsgerichtshof in einer überbordenden Interpretation seines Spielraumes manchmal gerne für sich in Anspruch nimmt!“ Landeshauptmann Gerhard Dörfler

Vermehrter Betrug mit gefälschten Identitäten Die „Freiheitlichen in Kärnten“ fordern: Bei falschen Identitätsangabe Asylwerber in Schubhaft nehmen und Sozialleistungen streichen. Aufgrund der aktuellen Diskussion um den vermehrten Betrug von Asylwerbern mit gefälschten Identitäten schlägt Landeshauptmann Gerhard Dörfler Alarm. „Das Vortäuschen einer falschen Identität zur Erlangung österreichischer Urkunden ist eine strafbare Handlung und muss im Rechtsstaat Österreich aufs Schärfste bekämpft werden. Alleine 2008 konnte das Bundesministerium 214 Asylwerber aufdecken, die sich mit gefälschten Papieren ausgewiesen hatten“, teilt der Landeshauptmann mit. Bei vielen Asylwerbern lässt sich trotz der Abnahme von Fingerabdrücken im Rahmen des Asylverfahrens die Identität nicht exakt feststellen, da in den wenigsten Herkunftsländern Datenbanken mit Fingerab-

Klarer Standpunkt in der Ortstafelfrage: LH Dörfler.

drücken existieren bzw. diese abgespeichert werden. Ist die Identität bei einem Asylwerber nicht feststellbar, führt dies in weiterer Folge dazu, dass eine Abschiebung in sein Heimatland bei rechtskräftig negativem Asylbescheid faktisch unmöglich ist. Der Asylwerber kann somit nicht aus Österreich ausgewiesen werden und erhält darüber hinaus uneingeschränkten Zugang zu unseren Sozialleistungen. Der Landeshauptmann fordert daher eine verstärkte Zusammenarbeit auf ministerieller Ebene mit den ausländischen Ver tretungsbehörden. Auch eine koordinierte Zusammenarbeit auf EUEbene wäre wichtig und notwendig. „Asylwerber, die wissentlich falsche Angaben machen, oder die Erlangung eines Heim reise-zertif ikates verzögern oder verhindern sind verpflichtend in Schubhaft zu nehmen. Der Zugang zu unseren Sozialleistungen muss in diesem Fall ebenso gänzlich gestrichen werden


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HINTERGRUND

Wieder neue Betriebe in Kärnten angesiedelt I

m Forschungsland Kärnten hat sich wieder ein neues innovatives Unternehmen angesiedelt. Die Firma Lantiq, die über 100 Mitarbeiter beschäftigt, eröffnete ihre neuen Büro- und Laborräumlichkeiten am Infineon-Gelände in Villach. Das weltweit tätige Unternehmen ist Marktführer im Bereich BreitbandAccess und fungiert als Innovationstreiber für die künftigen Generationen von Access- und Heimnetzwerken. Lantiq-CEO Christian Wolff hat sich für Kärnten entschieden, denn hier „sei man willkommen, bekomme Hilfe und werde immer sehr wohlwollend behandelt“, führte er aus und dankte für dieses Umfeld. Besonders strich Wolff die gute Partnerschaft mit Infineon und

die Kompetenz der Mitarbeiter in Kärnten hervor: „Diese Mannschaft hat Mut in ganz großer Weise“.

Besondere Standortvorteile in Kärnten Für Technologiereferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist die Betriebsansiedelung für den Ausbau der Führungsposition Kärntens bei Forschung und Entwicklung enorm wichtig. „Sie schaffen hier Zukunftsarbeitsplätze und wir haben die Mitarbeiter, mit denen sie international erfolgreich sein können“, sagte der Landeshauptmann bei der Eröffnung der Firma Lantiq.

LH Gerhard Dörfler mit der Lantiq Geschäftsführerin Liane Schuhmacher und CEO Christian Wolff.

Kommentar von Nina Petauer

Willkommen in Kärnten Standortpolitik in Kärnten für Kärnten! Dieses Motto verfolgen die „Freiheitlichen in Kärnten“ und wie sich zeigt, mit großem Erfolg. Die jüngsten Betriebsansiedelungen gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) stellen klar unter Beweis: Kärnten ist attraktiv und viele Unternehmen schätzen diesen Standortvorteil. So haben sich die Firmen Lantiq, Petraglas, Bosch-Mahle und Total Health Innovation (THI) erst kürzlich für Kärnten entschieden. Ein klares Signal, dass Kärnten in Sachen Technologie, Fortschritt und Innovation vielen anderen Regionen weit voraus ist. Das Land Kärnten macht somit seine Hausaufgaben, auf seine Initiative hin lassen sich Erfolgsgeschichten mit neu angesiedelten Firmen schreiben. Auch, wenn es ein Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher nicht wahrhaben will, und den verantwortlichen Politikern nicht zugestehen will. Statt mit den heimischen Politikern rund um Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landesrat Harald Dobernig an einem Strang zu ziehen und gemeinsame Standortpolitik im Sinne Kärntens zu betreiben, macht er genau das Gegenteil: nämlich nichts. Zu keinem dieser Projekte haben weder der oberste „Kärnten Beschimpfer“ Pacher noch sein Industriellenvereinigung-Kollege Othmar Petschnig etwas beigetragen! Hinzu kommt noch deren andauernde Kärnten Besudelei. Während die „Freiheitlichen in Kärnten“ weiter erfolgreich um jeden Arbeitsplatz und jede Betriebsersiedelung kämpfen, beschimpfen die Herrn Präsidenten das Bundesland – und das ist tragischerweise an wirtschaftspolitischer Dummheit nicht zu überbieten.

Neu in Kärnten: Finanzstarke Firmen bringen Arbeit! petraglas: Das italienische Unternehmen petraglas GmbH hat sich mit rund 10 Millionen Euro Investitionssumme im St. Veiter Industriepark niedergelassen. Bosch-Mahle: Das Gemeinschaftsunternehmen Bosch Mahle Turbo Systems Austria GmbH wird von 2011 an in St. Michael ob Bleiburg Turbolader für die europäische

Automobilindustrie fertigen. Der Region Südkärnten sichert das mehr als 100 Arbeitsplätze. Total Health Innovation (THI): Die italienische Medizintechnikfirma hat sich mit 20 Mitarbeitern am Gelände der EAK in Klagenfurt angesiedelt. THI investiert fünf Millionen Euro.


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HINTERGRUND

Scheuch: Für eine neue politische Kultur! Der Obmann der Freiheitlichen in Kärnten fordert ein neues Miteinander der Parteien in Kärnten. Nach den Diskussionen der vergangenen Woche strebt der Obmann der Freiheitlichen in Kärnten Uwe Scheuch ein neues Miteinander der Parteien in Kärnten an. „Wir müssen unseren Umgang miteinander neu aufsetzen. Nur so wird es möglich sein, die Außendarstellung Kärntens zu verbessern. Dieses Fairnessabkommen soll aber generell – und nicht nur für künftige Wahlkämpfe – gelten“, sagt Uwe Scheuch. Gewisse Sachthemen, wie z.B. Bildung oder Budget, sollten mit den anderen Parteichefs regelmäßig besprochen und außer Streit gestellt werden. So könnten diese Anliegen besser gegenüber dem Bund

vertreten werden. Als Obmann der stärksten Kärntner Partei will Uwe Scheuch eine Erneuerung des politischen Systems Kärntens starten. „Es kann nicht sein, dass ein Faschingsnarr meint, Politik machen zu können“, erklärt Scheuch. Neben dem Außerstreitstellen wichtiger Kärntner Themen denkt Scheuch an eine generelle Reduktion der Wahlkampfkosten, zeitliche und örtliche Beschränkungen für Parteienwerbung und als Kontrollinstanz einen „Weisenrat“ honoriger Persönlichkeiten. „Ich würde mir wünschen,

Um politische Kultur bemüht: LHStv. Uwe Scheuch. dass es statt Diffamierungskampagnen künftig in Wien ein gemeinsames Auftreten aller Kärntner Parteien gibt. So könnte man

als Team das Image unseres Bundeslandes wieder auf Vordermann bringen“, ist Parteiobmann Scheuch überzeugt.

Tausendstes Jugendstartgeld ausbezahlt! Großer Andrang beim Jugendstartgeld. Bereits tausend Auszahlungen vorgenommen. Seit 1. Jänner ist das Kärntner Jugendstartgeld Realität. Mit dieser österreichweit einzigartigen Unterstützungsaktion werden Jugendlichen bis zu 1.000 Euro für Führerschein, Wohnraum oder Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ersetzt. Die Initiative von Jugendreferent Uwe Scheuch soll der Kärntner Jugend den Weg ins Erwachsenen- und Berufsleben erleichtern und einen Anreiz geben, weiterhin in Kärnten zu leben und zu lernen. Außerdem wird laut Experten das Familienbudget entlastet und die Wertschöpfung in Kärnten gestärkt, weil nur Leistungen von Kärntner Unternehmen refundiert werden.

Wichtige Unterstützungsaktion Der Andrang war von Anfang an stark, sodass Initiator Uwe Scheuch bereits diese Woche die Auszahlung des tausendsten Jugendstartgelds bekanntgeben konnte.

René Egarter aus Rennweg bekommt das Jugendstartgeld für Führerschein- und Heimkosten. „Eine gut ausgebildete, selbständige Jugend ist das größte Potenzial unseres Landes und vor allem in der Krise der Schlüssel zu einer positiven Zukunft. Daher nehmen wir bei allen Sparvorhaben dafür Geld in die Hand. Mich freut der Run aufs Jugendstartgeld. Er beweist, wie notwendig eine solche Unterstützungsaktion ist“, erklärt LHStv. Uwe Scheuch. Der Jugendreferent verweist auch auf viele positive Rückmeldungen aus jenen Wirtschaftsbetrieben, die sich besonders um jugendliche Kunden bemühen würden. „Schließlich werden mit dieser Initiative insgesamt rund 12 Millionen Euro in Kärnten investiert. Das kurbelt unsere Wirtschaft ordentlich an“, betont Uwe Scheuch.


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LANDESPOLITIK

Landesrat Ragger: Pflegeheim als „Brücke nach Hause“! Überleitungspflege als neue unbürokratische Hilfe zur Selbständigkeit. „Derzeit ist es so, dass Personen, die einmal in ein Pflegeheim kommen, im Regelfall auch dauerhaft dort bleiben. Diese Systematik bedarf einer Änderung. Die Pflegeheime sollten in Zukunft vermehrt auch als eine Brücke zwischen einer vorübergehenden Pflegebedürftigkeit und der Rückkehr in die eigenen vier Wände genutzt werden.“ So beschreibt der Kärntner Sozialreferent Landesrat Christian Ragger den Sinn der neuen Überleitungspflege in Kärnten.

mit dem Heimeintritt sehr rasch die Auflösung der eigenen Wohnung verbunden war. Betroffene hatten, selbst wenn sie wollten, gar keine Möglichkeit mehr zur Rückkehr in die eigenen vier Wände.

Sozialreferat übernimmt Kosten

Landesrat Ragger: „Der Pflegebedürftige kann sich aufgrund der guten Betreuung erholen und die Zeit kann genutzt werden, um eine anschließende Versorgung zu Hause zu organisieren.“ Sollte sich in dieser Zeit aber herausstellen, dass eine dauerhafte Unterbringung im Heim notwendig ist, kann die Umstellung auf eine solche rasch erfolgen. Eine Überleitungspflege ist auch in den alternativen Lebensräumen (Familien-

Sie bedeutet, dass das Sozialreferat in unbürokratischer Weise die Kosten für einen gesundheitsbedingten vier- bis sechswöchigen Aufenthalt in einem Pflegeheim übernimmt. Es muss hierfür kein Antrag auf Kostenübernahme mit Vermögensprüfung gestellt werden. Dieses Verfahren führte häufig dazu, dass

Rückkehr nach Hause Während der Überleitungspflege gibt es auch die Möglichkeit der umfassenden Information über die Angebote von Hauskrankenhilfe durch mobile Dienste.

Soziallandesrat Christian Ragger pflegestellen) möglich, in denen maximal sechs Klienten betreut werden. Die Zielgruppe dieser Maßnahme sind Personen mit niedrigen Pflegestufen, die nach einer vorübergehenden Phase der Pflegebe-

dürftigkeit, z.B. nach einem Spitalsaufenthalt, wieder selbständig wohnen können, sofern sie regelmäßig Hilfe bekommen. Nähere Informationen: Anna Scheiber-Glienke 050536 / 31302

Haas: Erhalt der Kärntner Nebenbahnen sichern Infrastrukturministerin Bures habe sicherzustellen, dass es zu keinen Einstellungen bei Kärntens Nebenbahnen komme, verlangt der Verkehrssprecher der Freiheitlichen in Kärnten, LAbg. Helmut Haas, der auch auf einen entspreLAbg. Haas chenden einstimmigen Beschluss im Kärntner Landtag, der vor zwei Monaten gefasst wurde, verweist. „Es ist aber hochinteressant, wie sich Noch-Parteichef Reinhart Rohr in Presseaussendungen wichtig macht und von Solidarität gegenüber den

Gemeinden und der Gewerkschaft spricht. Rohr ist anscheinend entgangen, dass seine Parteikollegin Infrastrukturministerin Doris Bures für die ÖBB Politik bzw. die Postschließungswelle zuständig ist“, so Haas. Das von Bures jüngst verabschiedete Postmarktgesetz schaffe die Basis für die aktuelle Schließungswelle der Postämter und auch der angekündigte Kahlschlag bei Nebenbahnen falle in ihre Verantwortung. „Es zeigt sich einmal mehr wie durchschaubar die Kritik der Sozialdemokraten ist“, so Haas abschließend.


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KAMMERWAHL

KN-Interview mit RFW-Spitzenkandidat Matthias Krenn

„Freie Unternehmer wollen nicht länger schwarz sehen!“ Unternehmer in der Nacht Plakate verunstalten würden, wage ich wirklich zu bezweifeln. Ich werde auch in Zukunft keine Schmutzkübel werfen sondern konzentriere mich ausschließlich auf eine gute Gesprächsbasis, um die Interessen und Anliegen der Kärntner Unternehmer vertreten zu können.

KN: Herr Vizepräsident, Sie wollen die Mehrheit des Wirtschaftsbundes brechen und hoffen auf den Mut der Unternehmer, Sie dabei zu unterstützen. Werden die Unternehmer den Mut haben? Krenn: Sicher. Die freien Unternehmerinnen und Unternehmer wollen einfach nicht länger schwarz sehen. Sie sehen genauso wie ich die Zeit gekommen, um den Machtapparat des Wirtschaftsbundes zu brechen und die Kammer auf die Bedürfnisse des Kleinen Unternehmertums auszurichten. Wer nicht will, dass alles beim Alten bleibt wird mich unterstützen und zur Wahl gehen. Dafür will ich mich schon jetzt bedanken.

KN: Mit dem Kärntner Wertschöpfungssiegel ist es Ihnen auch gelungen, die Zustimmung aller Parteien zu bekommen. Was soll die Aktion bewirken?

KN: Sie werden vom Wirtschaftsbund hart angegriffen. Ihnen wird z.B. vorgeworfen, mit teuren Plakaten zu werben. Wie begegnen sie diesen Vorwürfen? Krenn: Daran kann man erkennen wie offensichtlich der WB die Unternehmer täuschen will. Laut einer

Wer nicht will, dass alles beim Alten bleibt, wird mich unterstützen und zur Wahl gehen! Dafür will ich mich schon jetzt bedanken. Matthias Krenn

Studie des Focus Media Research hat der Wirtschaftsbund unter dem Deckmantel der Kammer, also von den Beiträgen der Zwangsmitglieder finanziert, im Jahr 2009 satte 16 Millionen Euro für Eigenwerbung ausgegeben. Unsere Plakate sind eine günstigste, vor allem aber die effizienteste Maßnahme. KN: Ihre Plakate sind sogar verunstaltet worden, ärgert

Sie dieser Vandalismus? Krenn: Nicht wirklich, ich finde es nur schade, dass mit solchen letztklassigen Mitteln gearbeitet wird. Woher diese Nacht und Nebelaktion kommt ist wohl ziemlich klar. Es zeigt nur, dass sich die Konkurrenz fürchtet, sonst würde man nicht auf so einen dummen Vandalismus und auf lächerliche Schmutzreden zurückgreifen. Das

Krenn: Durch diese Aktion werden wir die Wertschöpfung in Kärnten maßgeblich steigern. Mit einer gezielten Förderung der Wertschöpfung und der Vertiefung der Wertschöpfungsketten in der Region ergeben sich eine Reihe von Vorteilen für die Beschäftigung und das Einkommen. Ich will sowohl bei den Auftraggebern als auch bei den Konsumenten das Bewusstsein für Kärntner Produkte und Dienstleistungen schärfen. Wo immer es möglich ist, sollen öffentliche aber auch private Aufträge in Kärnten vergeben werden. Unternehmer, die zum Großteil mit Kärntner Partnern, Lieferanten oder Produkten arbeiten, werden mit dem Wertschöpfungssiegel ausgezeichnet. Diese Aktion zeigt, dass man durch gute Kommunikation wesentlich mehr erreichen kann als durch Dauerstreit, wie ihn mein Konkurrent Franz Pacher sucht.


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LANDESPOLITIK

Neuer Aussichtsturm für den Pyramidenkogel! Fördervereinbarung zwischen Land Kärnten und Gemeinde Keutschach unterzeichnet. Baubeginn im Herbst.

Die Väter eines einzigartigen Projektes: Landesrat Harald Dobernig und Bürgermeister Gerhard Oleschko Endlich ist es so weit. Im Herbst erfolgt der Baubeginn für den neuen Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel, der zu den beliebtesten Ausflugszielen in Kärnten zählt. Weit über 100.000 Besucher jährlich genießen den Ausblick von den Tauern bis zu den Karawanken. Der neue Turm am Pyramidenkogel wird als weltweit höchster

Holz-Aussichtsturm ein Magnet für ganz Kärnten werden. Die Eröffnung des neuen Turmes ist im Mai 2011 geplant. Die Fördervereinbarung zwischen dem Land Kärnten und der Gemeinde Keutschach ist mittlerweile unterzeichnet, der Finanzierungsbeitrag des Landes damit fixiert. Für Finanzlandesrat Harald

Dobernig ist der neue Aussichtsturm der Klagenfurter Architekten Markus Klaura und Dietmar Kaden ein „einzigartiges Projekt“, weil mit dem Rohstoff Holz gearbeitet werde. „Mit einhundert Metern Höhe entsteht am Pyramidenkogel der höchste Holzturm der Welt. Wir schaffen so ein touristisches und architektonisches Leuchtturmprojekt für ganz Kärnten, das auch bei Schlechtwetter ein Anziehungspunkt sein wird. Neben der touristischen Komponente werden aber auch wichtige Arbeitsplätze geschaffen“, erklärt Landesrat Dobernig. Bürgermeister Gerhard Oleschko zeigt sich als „Bauherr“ erfreut darüber, dass der neue Aussichtsturm nun nach jahrelanger Vorarbeit Realität werde. „Wir setzen damit positive Akzente für den gesamten Mittelkärntner Raum. Es freut mich, dass das Projekt

Zahlen Daten Fakten • Zehn Millionen Euro Investition • Höchster Holzturm der Welt • Sechs Aussichtsterrassen • Höchste Rutsche Europas • Über 100.000 Besucher im Jahr nun durch die Bündelung aller positiven Kräfte umgesetzt werden kann“, so der Bürgermeister, der auch ankündigte, die Filmrechte für die Sprengung des bestehenden, über 40 Jahre alten Turmes, in Kürze auszuschreiben.

„profil“-Umfrage: Klare Entscheidung für die Freiheitlichen Würden am Sonntag Nationalratswahlen stattfinden, käme laut einer vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung im Auftrag des Nachrichtenmagazins „profil“ durchgeführten Umfrage die ÖVP auf 33 Prozent der Stimmen, die SPÖ würden 32 Prozent wählen. Die Wahlplattform aus FPÖ und FPK hält weiterhin bei 22 ProAktuelle Profil-„Sonntagsfrage“: Die Freiheitlichen erreichen 22 Prozent, zent. Das Rest-BZÖ liegt mit ein Prozent das BZÖ liegt mit einem Prozent unter der Wahrnehmungsschwelle. Wähleranteil weit abgeschlagen.


REGIONALES

Unter dem Titel „Bewegungsfluß“ wurde am Montag, die neue Ausstellung der galerie.kärnten im Landesregierungsgebäude am Arnulfplatz feierlich eröffnet. Kulturlandesrat Harald Dobernig zeigte sich von den Malereien und Fotos des 43-jährigen Klagenfurter Künstlers Michael Seyer sehr beeindrukkt. „Die Möglichkeit, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum präsentieren zu können, ist gerade in Zeiten wie diesen ein sehr wichtiger Beitrag zur Unterstützung der Künstler von Seiten des Landes“, so Dobernig. Er werde Ausstellungen im öffentlichen Raum – speziell die galerie.kärnten – in Zukunft weiter unterstützen. Von Bedeutung sei es auch, die soziale Situation der Künstler stärker zu berücksichtigen, damit sich Kunst und Kultur weiter entwickeln könne.

Heiß her ging es bei der Rosenmontagsparty der Klagenfurter Ortsgruppe St. Ruprecht mit Ortsparteiobfrau GR Elke Lippitz im Cafe Jasmin. Das Team verköstigte die Gäste mit Kuchen und Freibier. Auch Bürgermeister Christian Scheider und Gemeinderäte der Stadt Klagenfurt fanden sich unter den Gästen ein. Foto: Stadtrat Wolfgang Germ, GR OPO Elke Lippitz, Sonja Kitz (Cafe Jasmin), Bundesrat Peter Zwanziger.

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Hoch her ging es vergangenes Wochenende bei FPKBezirksobmann, LAbg. Bgm. Ing. Helmut Haas in Hermagor. Zu seinem 60er lud er in die Produktionshalle der Schlosserei Ball. Auch die FPKSpitze mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler, LHStellvertreter LPO DI Uwe Scheuch, Landesrat Harald Dobernig und Klubobmann Ing. Kurt Scheuch stellten sich als Gratulanten ein und ließen ihn hochleben.

Kürzlich besuchte LPO LH-Stv. DI Uwe Scheuch die Ortsgruppe Ludmannsdorf, um mit den Funktionären sowie mit der Jugend die aktuelle politische Lage zu diskutieren. OPO-Stv. Günther Reichenhauser, GR Claudia Reichenhauser, LAbg. Gernot Darmann sowie LPO Uwe Scheuch zeigten sich erfreut über das rege Interesse der Jugend, denn gleich 30 Mädels und Burschen kamen, um Fragen zu stellen und bei einer entspannten Gesprächsrunde über Initiativen des Jugendreferenten, wie aktuell beispielsweise das Jugendstartgeld, mehr zu erfahren.

Da Tschriasche sagt: Bei Eberau, do möchte i klatschn, Ist für die Mitzi Fekter a feste Watschn.


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Auf Initiative des Österreichischen Gemeindebundes fand durch die Lutsch Consulting mit Unterstützung durch LH Gerhard Dörfler auch in Völkermarkt ein „Sicherheitstag“ statt, bei dem sich die Bevölkerung rund ums Thema Sicherheit informieren konnte. Neben den häufigsten Einbruchsformen wurden auch mögliche Sicherheitseinrichtungen wie Sicherheitsschlösser, Türen- und Fenstersicherungen sowie Alarmanlagen vorgestellt. Nützliche Tipps bei diesem Vortrag holten sich u.a. auch LT-Präs. Josef Lobnig, LAbg. Gerald Grebenjak, StR Hans Steinacher.

REGIONALES

Für die Knirpse der Kindergruppe und des Kindergartens Schleppealm gab es am Montag eine große Überraschung. Sie rodelten gerade mit ihren Bobs, als Kindergartenreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler vorbeischaute. Mit dabei hatte er die Kinderschier, die er den Kleinen bei der Kindergarteneröffnung versprochen hatte. Dem Landeshauptmann ist es wichtig, gesunde Bewegung schon im Kindergarten zu fördern. Beim Kindergarten Schleppealm war es natürlich naheliegend, dabei auf Schier zu setzen. „Die Kleinen werden bestimmt die Schikönige von morgen“, freute sich Dörfler. Groß war auch die Freude bei den Kindern über dieses besondere Geschenk. Als Dankeschön für den Landeshauptmann wurde kurzerhand ein Bobrennen im Stile der Olympischen Spiele veranstaltet. Die begeisterten Kinder wollten den Landeshauptmann danach gar nicht mehr in sein Büro zurücklassen.

Führungswechsel im Krankenhaus Waiern: Auf Primarius Univ-Prof. Herwig Scholz, seit 2006 Medizinischer Direktor am Krankenhaus Waiern, folgte Richard Gaugeler als neuer Primar. Gaugeler war bisher Leiter der Abteilung für Innere Medizin und Akutgeriatrie in Waiern. Landeshauptmann Gerhard Dörfler sowie Finanzreferent Harald Dobernig zeigten sich von den Leistungen dieses kleinen, aber sehr feinen und bekannten Krankenhauses, tief beeindruckt.

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Gemeinsam mit Vzbgm. Albert Gunzer übergab GR Stefan Tschinder den Reinerlös seiner Faschingszeitung von 407,22 Euro den Schmetterlingskindern von DEBRA Austria, die an einer schweren Hauterkrankung leiden. Seit drei Jahren schreibt GR Tschinder Stefan schon die Faschingszeitung von Hörtendorf die Jahr für Jahr sehnsüchtig von der Bevölkerung aus Hörtendorf gelesen wird und deren Erlös gespendet wird.


REGIONALES

1.200 Gäste, darunter viele hohe Vertreter des öffentlichen Lebens, füllten diese Woche das Casineum Velden beim Konjunkturforum 2010. Die Kärntner Landesregierung war durch Landeshauptmann Gerhard Dörfler und die Landesräte Harald Dobernig, und Christian Ragger vertreten. Hauptredner war der bekannte Management-Vordenker Fredmund Malik vom Malik Management Zentrum in St. Gallen. Er sieht die weltweite Krise als Zeitenwende, als "Geburtswehen einer neuen Welt". Neue Lösungen seien nun gefragt und neue Werte. Maliks Methode nennt sich "Syntegration". Dabei werden in einer Klausur Menschen und Themen so miteinander vernetzt, "dass etwas Sinnvolles herauskommt". Malik hat solch eine "Syntegration" bereits erfolgreich in St. Veit begleitet.

26. Februar 2010 I KärntnerNachrichten 11

Neue Wohnbauförderung fördert barrierefreies Wohnen! Die mit 1. April 2010 in Kraft tretende novellierte Wohnbauförderung in Kärnten soll barrierefreie und behindertengerechte Architektur forcieren. Damit soll dem Älterwerden der Gesellschaft Rechnung getragen und älteren Menschen ermöglicht werden, möglichst lange in ihrer barrierefreien Wohnung leben zu können, erklärte Soziallandesrat Christian Ragger. Mit dem neuen Fördersystem werde aber auch eine ökologisch sinnvolle und ressourcenschonende Bauweise unterstützt, sagte Ragger. Mit der Reform sollen etwa die Sanierungsrate von Altbauten gesteigert, Passivhausstandards bei Wohnungsneubauten erreicht und die Nutzung fossiler Brennstoffe für Warmwasser und Heizung zurückgedrängt werden.

Im Rahmen seiner Gemeindebesuche besuchte Landeshauptmann Gerhard Dörfler heute, Mittwoch, die Südkärntner Marktgemeinde Bad Eisenkappel-Vellach. Auf der Besuchs- und Informationstour wurden das Kurzentrum und der Kindergarten ebenso besucht, wie die Galerie Vorspann. Im Gespräch mit Bürgermeister Franz Smrtnik , seinen beiden Stellvertretern Harald Kogelnik und Hans Lopar und Amtsleiter Ferdinand Bevc im Marktgemeindeamt ging es um den Bau eines Kleinkraftwerkes, die Straße über den Paulitschsattel und die Obir-Tropfsteinhöhlen. Beim Gespräch im Gemeinderatssaal hob der Landeshauptmann die Mannigfaltigkeit des Südkärntner Ortes hervor. Er nannte dabei die Obir Tropfsteinhöhlen, das für den Ort wichtige Kurzentrum, die Paulitschsattelstraße und den alten Brauch des Kirchleintragen.

Mit der Novellierung werden weiters auch Jungfamilien, die sich ein Eigenheim schaffen wollen, zusätzlich gefördert. Ihnen steht ein Erhöhungsbeitrag von 7.500 Euro zu. Zu der Grundförderung, die zukünftig nach Heizwärmebedarf und der thermischen Qualität der Gebäudehülle sowie den Quadratmetern förderbare Nutzfläche berechnet wird, gibt es noch weitere Erhöhungsbeiträge: Für eine ökologische Bauweise gibt es zukünftig 6.000 Euro und für eine Niedrigtemperaturheizung 1.000 Euro. Eine solarunterstützte Heizung wird mit 5.000 Euro gefördert, eine optimierte Frischluftanlage mit 2.000 Euro und eine optimierte Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung mit 5.000 Euro. Wer auf Photovoltaik setzt, bekommt zwischen 3.000 und 12.000 Euro. Bei baulichen Maßnahmen für ein Haushaltsmitglied mit Behinderung gibt es 7.500 Euro extra, eine barrierefreie Bauweise wird mit 3.000 Euro unterstützt. 5.000 Euro gibt es für die Errichtung eines Wohnobjektes im ländlichen strukturschwachen Raum.


12 KärntnerNachrichten I 26. Februar 2010

LESERBRIEFE

Fasching ist aus!

Eberhart und die SPÖ Man höre und Staune. Der Faschingsgeneralintendant Eberhard legt für eine von ihm am 25.Feber 2009 organisierte „Leistungsschau“ in der Schleppe-Arena dem LandesSportreferenten und SPÖVize Kaiser eine Rechnung über 10.000 Euro. In Wahrheit, so entnimmt man der Zeitung des Folgetages, war das der Heringsschmaus der SPÖ von Kaiser, Cernic und Rohr. Wie neu ist Eberharts Kärnten also, das er uns verkaufen will? Oder hat

er sich schon einkaufen lassen von den Roten? Und zu guter letzt: Wie kommt die Landesregierung dazu eine angebliche Leistungsschau, die nichts anderes als eine SPÖ-Veranstaltung war, mit 10.000 Euro Steuergeld zu unterstützen? Aber mit Geld haben die Roten noch nie umgehen können, schon gar nicht mit fremdem! Viktoria Stefan Wolfsberg

Demo als Show

Freitags-Demo

Die Grünen in Kärnten sollen sich endlich ihrer politischen Arbeit widmen und nicht auf der Straße eine Politshow abliefern. Es ist ein Armutszeugnis, wenn Politiker ihr Unvermögen dadurch beweisen, dass sie auf der Straße gegen die Politik im Land krawallisieren. Diese Politiker führen sich selbst ad absurdum. Christoph Staudacher Spittal/Drau

Die Grünen kündigen den 5000ste Demonstrationsteilnehmer an. Man muss als Beobachter schon sagen, da wird ganz schön gemogelt! Das Desinteresse ist in Wahrheit enorm. Außerdem stellt sich die Frage, wo die für die Freitagsdemos angekündigten Superstars aus Kunst, Kultur und Sport bleiben? Irmingard Berger Spittal/Drau

Tolle Unterstützung für die Jugend Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, unsere Jugendlichen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Schnell fallen einige tausend Euro für Wo h n u n g s e i n r i c h t u n g , Führerschein, die Anschaffung eines Autos und erforderliche Aus- und Weiter-bildungen an. Umso mehr freut es mich, dass es nun mit dem Jugendstartgeld

eine Unterstützung seitens des Landes Kärnten gibt. Mit den vorgegebenen Förderkategorien können Jugendliche ihr Geld auch nicht einfach „verprassen“. Bei allen Spargedanken die wir zurzeit im Hinterkopf haben – bei unserer Jugend dürfen wir nicht sparen! Patrick Durchschlag Kühnsdorf

Der selbsternannte Faschingsnarr Reinhard Eberhart entpuppt sich als der größte Heuchler von allen. Das neue Kärnten möchte er ausrufen (!?). Selbst jedoch ließ er sich jahrelang von der „alten“ Politik immer schön brav bezahlen. Die Politik hat den Sparstift wohl auch beim „Faschingsintendanten“ angesetzt, was wohl der Hauptgrund für das Ausrufern eines „neuen Kärnten“ darstellt. Eberhart wird nun, so wie alle anderen Kärntner, jeden Morgen zur Arbeit gehen müssen, anstatt sich seinen (Schnaps)Ideen hinzugeben. Das Spiel ist schnell durchschaut, das Land muss sparen, gerade bei Eberhart. Domenic Mailänder Villach

Hundehalter aufklären Zur aktuellen Diskussion rund um die Hundehaltung in Kärnten möchte ich gerne festhalten, dass es vor allem am Hundehalter liegt, seinen Hund verantwortungsvoll zu halten und zu erziehen. Deshalb finde ich es positiv, dass es nun in Erwägung gezogen wird, unser Hundehaltegesetz an jenes in Oberösterreich anzupassen. Sicherlich wird ein Sac hkundenac hweis nicht alle Hundebisse vermeiden, aber es wäre ein Anfang die Hundehalter zumindest über ihre Pflichten und Aufgaben aufzuklären! Verena Maier Feldkirchen

„Danke, Frau Abgeordnete!“ Die Jugend vom Club Kärnten Feldkirchen möchte sich auf diesem Wege in aller Form bei der Landtagsabgeordneten Jutta Arztmann für ihre tatkräftige Unterstützung und ihre großartigen Ideen bei der Aufbauarbeit vom Club Kärnten in Feldkirchen bedanken. Weiters möchten wir ihren vollen Einsatz im Wahlkampf und die daraus resultierenden, sehr guten Ergebnisse bei den Wahlen herausstreichen. Ihre Arbeit kann man getrost mit wenigen Worten beschreiben: „Politik mit Herz und Verstand“. Liebe Jutta, der Club Kärnten Feldkirchen freut sich auf die weiterhin sicher sehr gute Zusammenarbeit! Club Kärnten Bezirksobmann Markus Stark und Stellvertreter Marcel Strauß

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26. Februar 2010 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Neuer Video Poker auf www.win2day.at Erstmals Freispiele bei „Joker Wanted“

„J

oker Wanted“ heißt der neue, der bereits siebente Video Poker auf win2 day.at. Das Besondere daran: Erstmals gibt es dabei die Möglichkeit, bis zu 7 Freispiele zu gewinnen. Joker Wanted besticht durch eine aufwändige 3D-Grafik und noch nicht da gewesene Animationen.

Mit Joker in den Freispiel-Modus Joker Wanted wird mit 52 Karten und zusätzlich einem Joker gespielt. Mit einem Joker an erster oder fünfter Stelle gelangt man in den

Freispiel-Modus. Die Anzahl der Schüsse des Cowboys verrät die Anzahl der gewonnenen Freispiele. Man kann auf bis zu fünf Kartendecks gleichzeitig pokern, die Einsätze reichen von 0,25 Euro bis 10,- Euro pro Kartendeck. Der Höchstgewinn beträgt 5.000,- Euro und wird mit einem Royal Flush erzielt. Nach jedem Gewinn besteht mit der Gamble Chance die Möglichkeit, diesen zu verdoppeln oder gar zu vervierfachen. Mit Joker Wanted kann auch

der win2day-Video Poker Jackpot geknackt werden. Dieser ist die Verbindung aller sieben Video Poker Spiele auf win2day.at zu

einem gemeinsamen Jackpot. Den Video Poker Jackpot gewinnt, wer auf einem Kartendeck drei GeldsackSymbole hat.

Das Glück kommt im Nachhinein: ToiToiToi „Glückstag“ mit 10 x 10.000,- zusätzlich

H

atten Sie in der vergangenen Zeit einfach kein Glück? Hat Sie Fortuna zuletzt im Stich gelassen? Das muss nicht so bleiben... Bei ToiToiToi kommt das Glück jetzt im Nachhinein.

Der ToiToiToi „Glückstag“ Am Samstag, den 13. März 2010 wird unter notarieller Aufsicht ein Tag aus dem Aktionszeitraum 22. Februar bis 13. März 2010 bestimmt: der „Glückstag“.

Unter allen an diesem Tag gespielten ToiToiToi Losnummern werden zehn Quittungsnummern gezogen, die jeweils 10.000,- Euro gewinnen. Diese „Glückstag“-Quittungsnummern werden im ORF-Teletext auf Seite 723, im Internet unter win2 day.at, beim InfoDienst unter Tel.: 0900 900 600 und mittels Aushang in den Annahmestellen bekannt gegeben. Gewinner setzen sich mit dem Kunden Service Center der Österreichischen Lotterien, Tel.: 0810 100 200 in Verbindung. ToiToiToi mit mehr Einsatzmöglichkeiten und damit höheren Gewinne. ToiToiToi ist eine Nummernlotterie, bei der täglich (außer Sonntag) eine Losnummer ermittelt wird. Es gibt bis zu 200.000,- Euro zu gewinnen. Den Höchstgewinn erzielt man mit richtiger Losnummer und einem Einsatz von 4,- Euro.

150.000,- Euro gewinnt man bei 3,- Euro Einsatz, 100.000,- Euro bekommt man mit einem Einsatz von

Ziehung vom Mi., 17. 2. 2010

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Ziehung vom Do., 18. 2. 2010

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Ziehung vom Fr., 19. 2. 2010

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Ziehung vom Sa., 20. 2. 2010

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Ziehung vom Mo., 22. 2. 2010

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Ziehung vom Di., 23. 2. 2010

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2,- Euro. ToiToiToi kann mittels Quicktipp oder Normalschein gespielt werden.

VO R S C H AU 8. Runde 2010 1: Rapid Wien– SV Salzburg X 2: LASK Linz– Sturm Graz 2 3: SV Ried– SC Wr. Neustadt 4: Austria Kärnten– SV Kapfenberg 5: Bayern München– Hamburger SV 6: B. Leverkusen– 1. FC Köln 7: FSV Mainz 05– Werder Bremen 8: VfB Stuttgart– E. Frankfurt 9: Hertha BSC– TSG Hoffenheim X 10: Mönchengladbach– SC Freiburg 11: VfL Bochum– 1. FC Nürnberg 12: Hannover 96– VfL Wolfsburg Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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14 KärntnerNachrichten I 26. Februar 2010

KÄRNTNER IN WIEN

Bundesratspräsident Peter Mitterer: „Absolutes Veto für Bundesrat & Abstimmung nach Bundesländern“ in „klares Bekenntnis zum Bundes- Foto: Rudolf Erber/Profi-Press E rat“, konkrete Vorschläge zu dessen Aufwertung, feine Kritik an der Medienberichterstattung über Kärnten und ein nachdrücklicher Appell zur Zusammenarbeit „gerade in schwierigen Zeiten“ standen im Mittelpunkt der Antrittsrede von Bundesratspräsident Peter Mitterer im Plenum des Bundesrates. For mal steht Mitterer dem Bundesrat bereits seit Jahresbeginn vor, die erste Sitzung fand jedoch erst kürzlich statt. Er übernehme den Vorsitz für Kärnten „mit stolz, aber auch mit Demut“, sagte Mitterer, und werde sich „erneut bemühen, ein objektiver Vorsitzender zu sein.“ Der Sitzung wohnte auch der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler bei, der nach Mitterer eine Erklärung abgab. Auf die „schon seit 1920 laufende“ Diskussion um den Bundesrat eingehend, strich Präsident Mitterer hervor, dass „nirgendwo anderes in Europa“ die zweite Kammer – meist Senat genannt – in Frage gestellt werde; Mitterer nannte dazu mehrere EULänder sowie den Schweizer Ständerat und das britische House of Lords. Mit dem Zitat des früheren Bundesratspräsidenten Prof. Herwig Hösele („Bundesrat ist unverzichtbar, nicht unveränderbar“) und unter Hinweis auf zahlreiche Vorschläge des Österreich-Konvents brachte Mitterer folgende konkrete Reform-Ideen ins Spiel: Absolutes Vetorecht für den Bundesrat, Abstimmung nach Bundesländern anstatt nach Fraktionen mitsamt entsprechender Sitzordnung, Verlängerung des Vorsitzes von einem halben auf ein ganzes Jahr (wie in Deutschland), „überlegenswert“ sei zudem die Anzahl der Bundesräte und der Wahlmodus. Wenn ein Kärntner seinen slowenischen Kollegen einlädt… Eine Möglichkeit, dem Bundesrat mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu verschaffen, sieht Mitterer in dem umfangreichen außenpolitischen Programm seines Vorsitzhalbjahres: Mitterer vertritt dabei die Republik Österreich bei Treffen der Senatspräsiden-

Bundesratspräsident Peter Mitterer bei seiner Antrittsrede. ten in Rom, Stockholm und Zypern. Zudem hat Mitterer seinen slowenischen Amtskollegen zur einem Treffen nach Klagenfurt eingeladen: „Damit setze ich auch eine Zeichen gegenüber den Medien, dass gerade dann, wenn ein Kärntner den Vorsitz im Bundesrat führt, ein Slowene eingeladen wird!“ Kennedy-Zitat: „Wenn wir uns einig sind….“ Bundesratspräsident Mitterer wandte sich in seiner Rede auch gegen die „besonders kritische Beurteilung“ Kärntens in den Medien: Das „hat System“. Mitterer wies hier darauf hin, das Kärnten seinerzeit als erstes Bundesland der neuen Republik Österreich beigetreten ist, und „ein guter Partner ist und bleibt“. Zudem gelte es, „gerade in schwierigen Zeiten zusammen zu arbeiten.“ Dazu zitierte der Bundesratspräsident John F. Kennedy: „Wenn wir uns uneinig sind, gibt es nur wenig, was wir tun können. Aber wenn wir uns einig sind, gibt es nur wenig, was wir nicht tun können.“ Seit 1973 politisch tätig, seit 2005 im Bundesrat Mitterer führt als erstgereihter Bundesrat Kärntens den Vorsitz in der Länderkammer für das erste Halbjahr 2010. Er hat diese Funktion bereits im zweiten Halbjahr 2005 ausgeübt und gehört dem Bundesrat seit 1. Juli 2005 an. Seine politische Tätigkeit begann Kommerzialrat Mitterer 1973 als Gemeinderat und Vizebürgermeister in Treffen. Dem Kärntner Landtag gehör-

te Mitterer von 1989 bis Mitte 2005 an, davon knapp sieben Jahre lang als zweiter bzw. dritter Präsident (Unterbrechung von 1990-1992 als Abgeordneter zum Nationalrat). Seit 1995 ist Mitterer zudem auch Kammerrat der Wirtschaftskammer Österreich sowie der Wirtschaftskammer Kärnten und derzeit deren Vizepräsident.

18.02.2010 - 16.05.2010: Herbert Boeckl. Retrospektive

D

ie Ausstellung zum Werk von Herbert Boeckl zeigt einen Überblick über fünfzig Jahre moderne Kunst produktion. In mehreren Werkphasen spannt sich so ein reiches Spektrum von der Linienkunst der Wiener Secession über die Rezeption der Kunst Paul Cézannes in den 1920er Jahren und den expressiven Realismus der 1930er Jahre bis hin zur kubistisch inspirierten Farbflächenmalerei der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem Wandbild im Dom von Maria Saal, dem großen Altartriptychon und den Fresken in der Benediktinerabtei Seckau leistete Boeckl zudem bedeutende Beiträge zur modernen Sakralkunst. MMKK Museum Moderne Kunst Kärnten Di – So von 10.00 bis 18.00 Uhr, Do bis 20.00 Uhr, feiertags bis 18.00 Uhr geöffnet. Burggasse 8, 9021 Klagenfurt Tel.: 05036/30542, office.museum@ktn.gv.at, www.mmkk.at


16 KärntnerNachrichten I 26. Februar 2010

GESUNDHEIT

Bei Prostatakrebs – erfolgreiche Behandlung Etwa jeder sechste Mann leidet an Prostata-Krebs und sie ist die häufigste Krebserkrankung der Männer. Meist wird es verabsäumt, bei notwendigen jährlichen Vorsorgeuntersuchungen dies rechtzeitig zu erkennen. Je früher man das Auftreten eines Prostatakrebses bzw. dessen Symptome feststellen kann, desto besser sind die Erfolgsaussichten der Behandlungen. In Österreich stirbt alle 7 Stunden ein Mann an Prostatakrebs. Neben der Entfernung und der Bestrahlung der Prostata stellt die Hormontherapie eine wichtige Säule in der Behandlung des hormonabhängigen Prostatakarzinoms dar. Ob und wie schnell entartete Tumorzellen wachsen, hängt vom männlichen Sexualhormon Testosteron ab. Gelingt es, den Testosteron-Spiegel zu senken, kommt es zu einer Verlangsamung des Wachstums bwz. zu einem Wachstumsstopp des Karzinoms. Diese Hormonblockade kann operativ oder medikamentös erfolgen. Bisher erfolgt die medikamentöse Therapie hauptsächlich mittels GnRH Agonisten, die nach anfänglicher Überstimulierung der GnRH Rezeptoren zu einer Desensibilisierung führen, wodurch der Testosteronspiegel langsam sinkt. Nun steht in Österreich mit dem GnRHBlocker Degarelix ein neuer Ansatz in der Hormontherapie zur Verfügung. Herkömmliche GnRH-Agonisten führen über die Dauerstimulation zur DownRegulation der GnRH-Rezep-

Etwa jeder sechste Mann leidet an Prostata-Krebs.

toren in den Hypophysenzellen. Kurzzeitig steigen jedoch die Hormonspiegel, da die Agonisten das System zuerst ankurbeln. Dies kann

de Hormon unterdrückt, was die Produktion von Testosteron in den Hoden reduziert. Prostatakrebs ist hinsichtlich seiner Progres-

Die Früherkennung ist sehr wichtig. das Tumorwachstum fördern und bei einigen Patienten Beschwerden wie Knochenschmerzen und Harnwegsobstruktion auslösen. Dem kann man mit Antiandrogenen begegnen. Mit dem GnRH-Blocker ist eine neue Behandlungsoption für die hormonellen Therapie bei Prostatakrebs auf den europäischen Markt gekommen. Es verfügt über einen Wirkmechanismus, der sich von üblichen Hormontherapien unterscheidet. Es wird subkutan injiziert und reduziert in sehr kurzer Zeit die Werte des prostataspezifischen Antigens (PSA), indem es unmittelbar die GnRHRezeptoren in der Hirnanhangdrüse blockiert. Durch das Blockieren der Rezeptoren wird das luteinisieren-

sion vom Testosteronspiegel abhängig, so dass eine Senkung des Testosteronspiegels das Wachstum der Krebszellen verlangsamen kann. In klinischen Studien unterdrückte Degalerix Testosteron und PSA schneller als Leuprolide, ein GnRH (Gonadotropes releasing Hormon) Agonist. Ziel der Therapie ist es, eine schnelle und lang anhaltende Senkung des Testosteronspiegels zu erreichen. Degalerix liefert eine schnelle Wirkung, die mit der Sofortwirkung eines operativen Eingriffs vergleichbar ist. In der Zulassungstudie konnte gezeigt werden, daß über 96 % der an der Studie teilnehmenden Patienten in-

nerhalb von drei Tagen eine Senkung des Testosteronspiegels unter das Kastrationsniveau bewirkte. Testosteron spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum und der Ausbreitung von Prostatakrebszellen. Anhand der Studiendaten konnte nachgewiesen werden, dass Degalerix eine schnelle Senkung des Testosteronspiegels auf sehr niedrige Werte erreichte, ähnlich der Sofortwirkung, die man mit einem chirurgischen Eingriff (Orchidektomie) erzielt. Die Wirkung wurde über die gesamte Studiendauer aufrechterhalten. Degarelix besitzt einzigartige gelbildende Eigenschaften. In Gegenwart von Wasser und bei einer bestimmten Konzentration bilden die Degarelix-Moleküle kleine Fäden, die wachsen und sich vernetzen. Nach der Injektion bildet sich im Körper ein gelartiges Depot. Dieses Depot mit verzögerter Freisetzung erleichtert die gleichmäßige Freisetzung des Arzneimittels in den Kreislauf und gewährleistet die Aufrechterhaltung eines klinischen Effekts über ein Monat. D.h. das Medikament muß monatlich injiziert werden. Weitere Informationen und Ratschläge erhalten Sie auch bei der Selbsthilfegruppe Prostata- und Hodenkrebslandesverein Kärnten, Herr Peter Brunner, Tel.: 04762/33336 oder 0676/5800581.


26. Februar 2010 I KärntnerNachrichten 17

WIRTSCHAFT

Wasserhochbehälter Spitalberg: Countdown für Generalsanierung! Genehmigte Rodungen für MillionenInvestition. Nach den baulichen Maßnahmen wird diese Fläche wieder zur Gänze aufgeforstet. Die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten für die Generalsanierung des Klagenfurter Hochbehälters Spitalberg (25.000 Kubikmeter) beginnen in den nächsten 14 Tagen! Zunächst sind entsprechende Rodungen rund um den Behälter vorgesehen. Nach diversen weiteren Planungen und Ausschreibungen erfolgen schließlich die baulichen Maßnahmen für die erste Kammer im März 2011. Dafür sind neun Monate vorgesehen, im März 2012 soll die zweite Kammer generalsaniert werden. Geplante Gesamtkosten: Rund fünf Millionen Euro! Gerodet wird um den Hochbehälter im Westen, Norden und Osten ein ca. 25 Meter breiter und im Süden ca. zehn Meter breiter Streifen. Diese Rodung ist erforderlich, um entsprechende Baumaßnahmen durchführen zu können. Die notwendige Zufahrt wird über das öffentliche Gut (Hohlweg) und dann weiter auf dem im Eigentum der Stadtwerke Klagenfurt stehenden Grundstücken erfolgen. Dieser in der Natur bereits bestehende Weg muss für den Lastverkehr geringfügig verbreitet werden. Die für die Rodung (ca. 1 Hektar) notwendigen Genehmigungen liegen selbstverständlich vor! Nach den Sanierungsmaßnahmen erfolgt - in Abstim-

mung mit der Bezirksforstinspektion Klagenfurt - die komplette Wiederaufforstung des Geländes (vorzugsweise Laub- und Mischwald).

ständig gewartet. Das Wasser muss in Klagenfurt aus der Erde gepumpt werden. Auf die Sicherung der Wasserqualität wird sei-

Im „Vorzimmer“ des 25.000 Kubikmeter fassenden Hochbehälters am Spitalberg: wegführende Leitungsrohre. Übrigens - Das Wasserwerk verfügt über die Gewinnungsanlagen Rain, Straschitz und Zwirnawald mit 33 Brunnenanlagen, die sich wiederum auf 961 Hektar Schutzgebiet befinden. Insgesamt sprudeln jährlich über acht Millionen Kubikmeter aus diesen Quellen. Weitere Daten: 18 Hochbehälter mit einem gesamten Fassungsvermögen von 31.126 Kubikmetern mit dem großen „Bruder“ am Spitalberg, 23 Druckverstärkungsanlagen, 561 Kilometer Haupt - Rohrnetzlänge und 140 Kilometer Hausanschlussleitungen mit 17.568 Hausanschlüssen (Wohnblöcke und Einzelobjekte). Mit Streetworkern wurden Hydranten von jungen Künstlern bemalt, als bunte Botschafter im Straßendschungel. Die Hydranten werden für die Löschwasserversorgung

tens des Wasserwerkes dabei großer Wert gelegt. Jährlich erfolgen deshalb rund 400 externe Wasseruntersuchungen (chemische, bakteriologische usw.). Noch ein Blick auf die Statistik - der durchschnittliche Tagesverbrauch in den Sommermonaten liegt in der Landeshauptstadt bei 28.000 Kubikmetern. Bei Rohrbrüchen stellt das Wasserwerk mit seinen engagierten Mitarbeitern den betroffenen Klagenfurtern stilles Tafelwasser in Flaschen zur Verfügung - und zwar im Rahmen eines 24Stunden-Bereitschaftsdienstes! Mit dem Wasserverband St. Veit besteht eine enge Kooperation.

WK-Vizepräsident Krenn: Bewusst Kärnten

N

ach einer Idee und auf Grund einer Initiative von WK-Vizepräsident Matthias Krenn wurde kürzlich das Kärntner Wertschöpfungsgütesiegel präsentiert. Gemeinsam mit LR Harald Dobernig wurden Details bekannt gegeben. So sollen von der Landwirtschaft bis hin zur Industrie bewusst Produkte aus Kärnten vermarktet werden. Bereits vorhandene Kärnten Marken, wie z.B. Genussland Kärnten u.v.a. sind hier mit eingebunden. Betriebe, die zu 80 Prozent Produkte aus Kärnten vertreiben, erhalten dieses WertschöpfungsGütesiegel seitens der Landesregierung verliehen. LR Dobernig hob die

Bedeutung der Wertschöpfung für Kärnten hervor und will auch bei Betriebsansiedelungen in Kärnten tätig werden. Auch am Dienstleistungssektor will man den Anteil der Beschäftigung von Kärntnern auf 80 Prozent anheben. Matthias Krenn appellierte auch an die Medien, dieses Anliegen der Wirtschaftskammer weiter zu transportieren. Man würde damit Arbeitsplätze schaffen und mittelfristig absichern.


18 KärntnerNachrichten I 26. Februar 2010

FREIZEIT

Um „Null Komma Nix“ zum Sonnenskilauf nach Ischgl. Die zweite Person urlaubt im neuen ****Alpen-Avantgarde-Hotel Solaria kostenlos!

Sonne, Schnee und Liegestuhl lometern. Auf den traumhaften Pisten kann – wer will – sich so richtig auspowern und danach im Liegestuhl auf der Sonnenterrasse relaxen. Nach Sonnenuntergang empfiehlt sich ein Wechsel in die Solaria Wellness- und Beautyoasen.

„D

er Sonnenskilauf bei uns in Ischgl hat seinen ganz besonderen Flair“, schwärmt Ankie Kathrein vom Alpen-Avantgarde-Hotel Solaria. Durch die Höhenla-

ge garantieren wir Schneesicherheit bis weit ins Frühjahr. Direkt neben dem Hotel ist der Einstieg in diese einzigartige Skiarena mit insgesamt 235 Pistenki-

„2 für 1“ - Die zweite Person urlaubt kostenlos!

Vom 17. – 29. April 2010 bieten wir unseren Lesern ein sensationelles Angebot: Egal wie lange Sie buchen, die zweite Person ist kostenlos. Preisbeispiel: 1 Nacht im Doppelzimmer inklusive Halbpension ist bereits um � 99,— erhältlich – die 2. Person ist kostenlos. Buchbar mit dem Kennwort „2 für 1“ + Kärntner Nachrichten“.

Um „Null Komma Nix“ zum Sonnenskilauf Nach einem groß angelegten Umbau eröffnete die Familie Kathrein das erste Alpen- Avantgarde-Hotel. „Wir wollten die ausgetretenen Wege verlassen und eine neue, zukunftsorientierte Richtung einschlagen ohne dabei den Bezug zur Region zu verlieren. Unsere heimische Bergwelt bietet einzigartige Schönheiten, die bei unserem Neubau ein-

gebracht wurden. Wir bieten dem Gast etwas Einzigartiges – etwas das er nirgendwo sonst findet. Es ist uns gelungen aus unseren Suiten Unikate zu kreieren!“ so Hotelier Markus Kathrein. Die edel eingerichteten Wohlfühlzimmer verströmen die Kraft und Nähe zur Natur und sind dennoch geradlinig im Design. Für ein gutes Bauchgefühl wird in der Küche gesorgt. Das Team rund um Küchenchef Rudi Seidl überrascht den Gourmet mit kreativen Feinschmecker-Menüs. Mehr Informationen: Alpen-Avantgarde-Hotel Solaria, Familie Kathrein Dorfstrasse 39 A-6561 Ischgl Tel.: +43 (0) 5444 5205 Fax: +43 (0) 5444 5205-84 hotel@solaria.at www.solaria.at

Ein Schmuckstück am Achensee D

as malerische Panorama von Pertisau ist einfach bezaubernd: Im Verwöhnhotel Kristall erleben Urlaubsgäste nicht nur die meisten Sonnenstunden im Jahr sondern vor allem ein RundumVerwöhnprogramm für die Seele. Das kleine aber feine Verwöhnhotel Kristall bietet den Luxus des Besonderen mit einem ganz persönlichen Flair: Wohnbehagen in hellen, komfortablen Zimmern und Suiten, köstliche Kulinarik in lichtdurchfluteten Speiseräumen, einen wunderschönen neuen Wellness & Spa Bereich und traumhafte Auszeiten auf der Sonnenterrasse.

Schon beim Betreten des neuen Wohlfühlareals schaltet man wie von selbst einen Gang zurück. Mit einem erfrischenden Schluck Granderwasser taucht man mit allen Sinnen ein in die feine, kostbar gehaltene Wasserlandschaft des Kristall. Im Kristall Saunadörf`l mit Finnischer Sauna, Kristallgrotte, Zirbenstuben, BioSauna oder dem Glücksschwitzbad Sommerwiese bringen die Temperaturen und die belebende Wirkung ausgesuchter Kräuter den Kreislauf auf Touren und stärken die Abwehrkräfte. Zum genussvollen Verweilen lockt eine ganz besondere Entspannungs-Oase: die Relaxlounge Wolke 7 mit

Schwebeliegen und Ausblick in den Kristall Garten. Mit den verschiedenen Kristall Wohlfühl-Extras können Paare ihre Verwöhnzeit zu Zweit aufs Schönste zelebrieren. Sogar den schönsten Tag des Lebens macht das Team des Verwöhnhotel Kristall zum wahren Hochgenuss! Frisch Vermählte lassen sich bei einem Urlaub in dem romantischen Verwöhnhotel die Flittertage versüßen. Mit einer Flasche Sekt in der kuscheligen Honeymoonsuite oder einem Candlelight-Dinner am liebevoll, festlich gedeckten Tisch genießen Gäste das volle Romantik-Programm.

Kontakt und Buchung: Verwöhnhotel Kristall Silvia & Adi Rieser Pertisau 51, A-6213 Pertisau a. Achensee Tel.: +43 (0)5243/5490 Fax: +43 (0)5243/5374-19 info@kristall-pertisau.at www.kristall-pertisau.at


26. Februar 2010 I KärntnerNachrichten 19

KULTUR

Leopold-Resch-Ausstellung 27. März bis 11. Juli 2010 – Planen Sie Ihren Besuch rechtzeitig! Der akademische Maler & Bildhauer Prof. Leopold Resch (1877-1937) gilt als der größte Trachtenund Brauchtumsmaler Kärntens. Er ist der Designer des Kärntneranzuges und des Kärntner Blaupunktdirndls, das als „Resch-Dirndl“ bekannt ist. Zu sehen sind über 100 Bilder des bedeutenden Künstlers. Eine Ausstellung der Werke Reschs in dieser Größe ist erst- und einmalig in Kärnten! Ergänzt wird die Schau durch Trachten des Kärntner Heimatwerkes. (Eine Kooperation von Schloß

Seminare 9571 Sirnitz Tel.: 04279/ 303 Fax: 04279/3034 info@schloss-albeck.at www.schloss-albeck.at

Albeck mit dem Verein Kärntner Heimatwerk - Dr. Wolfgang Lattacher)

Eintritt: Kombinations-Gr uppenEintrittskarte für 2 Ausstellungen 4 �, für eine Ausstellung 3 �. Einzeleintritt für 2 Ausstellungen 6 �, Senioren 4 �, für eine Ausstellung 5 �, Senioren 3,50 �.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und Feiertag, 10 – 17 Uhr Führungen nach Vereinbarung. Reservierungen unter: 04279/303. Café-Restaurant: Gruppenmenüs, Jause oder Kaffee & Kuchen ganztags möglich. Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte,

Vzbgm. Albert Gunzer präsentiert ein vielseitiges Kulturjahr 2010! „I

n Zeiten des Sparens sind wir im Bereich Kultur in Klagenfurt umso kreativer“. Vizebürgermeister Albert Gunzer zog in seiner Pressekonferenz zum „Kulturjahr 2010 in Klagenfurt“ kurz Bilanz und richtete seinen Blick jedoch gleich in Richtung nahe kultureller Zukunft. Ein weiterer „neuer Ort“ soll heuer ebenfalls regelmäßig bespielt werden: der Verein „Lendhauer“ wird für Belebung des Lendhafens sorgen. Sommertheater wird von Mitte Juni bis Mitte Juli im Innenhof des Stadthauses gespielt. Der in Klagenfurt geborene Schauspieler Wilhelm Prainsack kommt, so

Manuela Tertschnig „mit einem jungen Theaterensemble in seine Heimatstadt und wird Vormittags Theater für Kinder bzw. Schulklassen machen, Abends gibt es Nestroy“. Bei Schlechtwetter steht für die

Theateraufführungen der Napoleonstadel als Ausweichquartier zur Verfügung. Alle Kulturtermine der Stadt sind übrigens auf dem neu eingerichteten „Kulturserver“ www.kulturraum-kla-

Klagenfurts Kulturreferent Vzbgm. Albert Gunzer mit MMag. Manuela Tertschnig (l.) und Mag. Waltraud Isimekai (r.). Foto: Stadtpresse / Wedenig

genfurt.at zu finden. Hier sind sämtliche Veranstaltungstermine und alle heimischen Kulturinitiativen registriert. Veranstalter können sich übrigens einloggen und können ihre Termine über diese neue Website kommunizieren. Für 2011 stellt Kulturreferent Albert Gunzer übrigens ein groß angelegtes Stadtkulturfestival (in Anlehnung an die „Woche der Begegnung“) in Aussicht. Was die Finanzierung kommender und neuer Kulturprojekte in Klagenfurt betrifft, soll und müssen künftig auch Sponsoren und EUGelder lukriert werden. Dafür wurde nun eine „Kultur GesmbH“ gegründet.


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