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Kärntner Nachrichten, Ausgabe 2/2010

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Nr. 1/2 • 56. Jahrgang • Euro 0,51 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 15. Januar 2010

28. Landesparteitag der Freiheitlichen in Kärnten:

Für den eigenständigen Weg Kärntens! 0, 11.00 Uhr 1 0 2 r e n n Jä 16. Klagenfurt Konzerthaus

Letztklassiges Schauspiel: Seppi Bucher will geeintes freiheitliches Lager verhindern!

Getrennt kämpfen, gemeinsam siegen: Das CDU/CSU-Modell als Vorbild für eine neue politische Konstellation!

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2 KärntnerNachrichten I 15. Januar 2010

THEMA DER WOCHE

28. Landesparteitag der Freiheitlichen in Kärnten

Stärkung für eigenständigen Kärntner Weg! Massive Zustimmung für den neuen Kurs quer durch das Land. Parteivorstand nominierte Uwe Scheuch einstimmig als Obmannkandidaten. Anträge garantieren eigenständigen Kärntner Weg. Die Vorbereitung für den samstägigen Landesparteitag der „Freiheitlichen in Kärnten“ laufen auf Hochtouren. Alle sind sich einig, dass es einer der spannendsten Parteitage in der Geschichte der Kärntner Freiheitlichen sein wird. Denn gleich mehrere Weichenstellungen für die Geschichte der freiheitlichen Gesinnungsge mein schaft stehen am Programm. Der Parteitag wird völlig korrekt und statutenkonform ablaufen. Damit daran auch nicht der geringste Zweifel besteht, wird ein unabhängiger Notar mit einbezogen. Mag. Martin Scheichenbauer, Notar in Gurk, wird sowohl die Einladungsphase als auch den Ablauf des Parteitages begleiten. Manipulationen – wie von Vertretern des Bundes-BZÖ immer wieder unterstellt – sind damit ausgeschlossen.

Uwe Scheuch als Obmannkandidat Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte des Parteitages wird die Wahl des Obmannes sein. Der Parteivorstand der „Freiheitlichen in Kärnten“ hat am Montag den amtierenden Parteiobmann Uwe Scheuch einstimmig als Kandidat für die Obmannwahl beim Parteitag am kommenden Samstag nominiert. Er wird

sich der geheimen Wahl stellen. Zudem werden auch die Obmann-Stellvertreter, die Mitglieder des Landespar teivorstandes und der Landesparteileitung sowie die Rechnungsprüfer und die Mitglieder des Landesparteigerichtes gewählt.

Anträge für Eigenständigkeit Am Parteitag wird auch über den künftigen inhaltlichen Kurs abgestimmt. Ein Leitantrag über den eigenständigen Kärntner Weg skizziert die Eckpfeiler der Politik der „Freiheitlichen in Kärnten“, von einer strengen Asylpolitik und einem Heimat- und Traditionsbewusstsein über eine umfassende Familienpolitik bis hin zum Bildungsmodell Kärnten. Beim Parteitag

werden noch weitere Anträge behandelt. Sie alle sollen die Eigenständigkeit der Kärntner Landesgruppe und zukünftige Wahlerfolge garantieren. Mit vier Anträgen sollen der Austritt aus der Dachorganisation des BZÖ, die Eigenständigkeit der Freiheitlichen in Kärnten und die Stärkung der Mitsprache Kärntens auf Bundesebene durch eine Wahlplattform mit der FPÖ bei künftigen Nationalratswahlen beschlossen werden.

Anträge im Detail Antrag 1 behandelt die Statutenänderung der Partei dahingehend, dass die „Freiheitlichen in Kärnten“ aus der Dachorganisation „Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)“ austreten und

eine Wahlplattform für künftige Wahlen zwischen den „Freiheitlichen in Kärnten“ und der „Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ)“ nach dem CDU/CSU-Modell geschaffen werden kann. Antrag 2 lautet: „Im April 2005 sind die Freiheitlichen in Kärnten durch einen Beschluss am außerordentlichen Parteitag der Dachorganisation Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) beigetreten. Da wir künftig wieder eine 100-prozentig eigenständige Landesgruppe sein wollen, wird dieser Beschluss zurückgezogen und wir treten aus der Dachorganisation Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) wieder aus.“ Im Antrag 3 heißt es: „Die Freiheitlichen in Kärnten bleiben eine eigenständige


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THEMA DER WOCHE Partei und ein eigenständiger Verein, deren zentrales Anliegen auch weiterhin die Vertretung der Interessen Kärntens sein wird.“ Und in Antrag 4 geht es um das CDU/CSU-Modell: „Um die Rolle Kärntens in Wien zu stärken und um die Umsetzung von Kärntner Interessen auf Bundesebene abzusichern, soll bei künftigen Wahlgängen eine Wahlplattform zwischen den Freiheitlichen in Kärnten und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) nach dem CDU/CSU-Modell gebildet werden. Diese Wahlplattform soll die Autonomie und Eigenständigkeit der Freiheitlichen in Kärnten in keinster Weise einschränken.“

Keine Anträge von Bucher Alle Anträge betonen die Autonomie der Kärntner Freiheitlichen. Landesparteiobmann Uwe Scheuch ist zuversichtlich, dass den Anträgen am Parteitag mit großer Mehrheit zugestimmt wird. „Die zukünftige Richtung wird am Parteitag klar definiert werden“, ist Uwe Scheuch überzeugt. Die Frist, Anträge für den Parteitag einzubringen, ist bereits abgelaufen. Von Josef Bucher oder Stefan Petzner sind übrigens keine Anträge oder Anfragen eingelangt. „Bucher und Petzner kommen zwar immer wieder mit ihrer Forderung nach gelebter Demokratie am Parteitag, selbst halten sie sich aber nicht daran. Sonst wären ihrerseits ja wohl fristgerecht Anträge eingereicht worden. Das ist aber nicht passiert. Stattdessen verunglimpfen sie die knapp 400 altgedienten Delegierten des Parteitags als undemokratisch. Viel-

leicht hat man ja doch eingesehen, dass man mit einem liberalen Kurs a la Heide Schmidt in Kärnten nicht weit kommt“, erklärt Landesparteiobmann Uwe Scheuch.

Viele positive Rückmeldungen Die Rückmeldungen der letzten Tage, von Heiligenblut bis Wolfsberg hätten gezeigt: „Auch wenn es anfangs viele Fragen zu beantworten galt, gibt es jetzt eine massive Unterstützung sowohl für das Ziel dieses Schrittes als auch das Vorgehen. Der Kampf gegen Rot und Schwarz braucht eine starke Kärntner Landesgruppe und ein geeintes freiheitliches Lager. Das sehen die meisten so!“ Wie geeint und geschlossen die Parteiführung ist, zeigt sich daran, dass am Parteitag gleich sechs Obmann-Stellvertreter gewählt werden, um die Breite der Unterstützung zu demonstrieren. Neben den bisheri-

gen Stellvertretern Harald Dobernig, Christian Ragger, Martin Strutz und Wilma Warmuth kommen nun auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landtagspräsident Josef Lobnig

neu mit ins Boot. Mit der Nominierung von Landeshauptmann Dörfler soll eine noch engere Verschränkung von Partei- und Regierungsarbeit erzielt werden.


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HINTERGRUND

Samstag, 16. Jänner 2010 Beginn: 11.00 Uhr Konzerthaus Klagenfurt Auf Grund der begrenzten Anzahl an Sitzplätzen bitten wir alle interessierten Gäste, die am 28. ordentlichen LANDESPARTEITAG der Freiheitlichen in Kärnten in Klagenfurt teilnehmen möchten, um Anmeldung in den zuständigen Bezirkbüros. Nur angemeldete Personen können bei der Vergabe von Gästekarten berücksichtigt werden.


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HINTERGRUND

BZÖ-Schmutzkübelkampagne gegen Kärntner Delegierte Das BZÖ versucht, mit bewusster Falschinformation einen Keil in die Kärntner Landesgruppe zu treiben. Ein zu offensichtlicher Versuch, stellt der Landesparteiobmann der Freiheitlichen in Kärnten, DI Uwe Scheuch, im Gespräch mit den „Kärntner Nachrichten“ klar. „Das Bundes-BZÖ startet als letzten Ausweg jetzt offenbar eine Schmutzkübelkampagne gegen die Delegierten des Parteitages“, stellt Landesparteiobmann Uwe Scheuch aufgrund der in den vergangenen Tagen gestarteten Hetze des Bundes-BZÖ fest. Mit bewusster Falschinformation werde von dieser Seite versucht, einen Keil in die Kärntner Landesgruppe zu treiben.

stens prüfen. Ich bitte um Rücksprache bei uns, bevor man hier den gestreuten Fehlinformationen aufsitzt“, fordert der Parteiobmann.

Appell von Uwe Scheuch

Unseriöse Vorgangsweise Uwe Scheuch führt als bestes Beispiel für die unseriöse Vorgehensweise den Fall Christian Troger aus Seeboden an. Dieser habe als angeblicher Delegierter keine Stimmberechtigung erhalten, so der Vorwurf. Dafür gebe es eine logische Erklärung, so der Landesparteiobmann: „Herr Troger war zwar von der Ortsgruppe als Delegierter vorgeschlagen, wurde aber nie zu einem Delegierten gewählt. In seinem Bezirk gab es nämlich seit 2005 gar keinen dafür zuständigen Bezirksparteitag. Leider war das dem Herrn Troger offenbar nicht ganz bewusst.“ Derzeit läuft eine Überprüfung des Parteitages, der Delegiertenlisten und der Tagesordnung für den Parteitag durch einen unabhängigen Notar, die nach derzeitigem Stand die 100prozentige Statutenkonfor-

Stellt sich vor die Delegierten: LPO Uwe Scheuch. mität bestätigen wird. Für Parteiobmann Scheuch logisch: „Unsere Parteitage werden natürlich statutengemäß abgehalten und sind nach streng demokratischen Prinzipien organisiert“.

Ferngesteuert von Stadler & „Westi“ Der Intrigantenstadel rund um Ewald Stadler und Peter Westenthaler schütte jetzt Schmutzkübel über die Freiheitlichen in Kärnten aus, weil ihre Marionetten Seppi Bucher und Stefan Petzner in der Sache selbst gescheitert seien, kommentierte Uwe Scheuch die Verleumdungskampagne

gegen die Kärntner Delegierten. „Dem Bundes-BZÖ gehen einfach die Argumente aus. Trotzdem ist es nicht gerechtfertigt, knapp 400 altehrwürdige und langgediente Delegierte als undemokratisch zu beschimpfen. Dagegen verwehre ich mich“, so Uwe Scheuch weiter. Es werde statt mit Argumenten leider nur versucht, für Irritationen zu sorgen und durch diese Negativ-Kampagne Delegierte bewusst zu beeinflussen. „Das ist ein letzter letztklassiger Versuch, der bestätigt, wieso wir weg von diesen Leuten mussten. Ein unabhängiger Notar wird jedenfalls alle Vorwürfe genaue-

Rein argumentativ sei es auch für niemanden verständlich, wieso Leute, die das Bundes-BZÖ von 11 Prozent bei der Nationalratswahl 2008 mit ihrer liberalen Politik a la Heide Schmidt auf inzwischen 3 Prozent laut Umfragen heruntergewirtschaftet haben, jetzt die selbsternannten Retter der starken Kärntner Freiheitlichen sein sollten. Parteiobmann Scheuch: „Jedem sein Weg! Wir gehen den erfolgreichen Kärntner Weg der Eigenständigkeit weiter. Das sollte man akzeptieren.“ Abschließender Appell von Landesparteiobmann Uwe Scheuch: „Lasst uns in Ruhe für die Kärntnerinnen und Kärntner arbeiten. Jeder ist aufgerufen, persönliche Empfindlichkeiten beiseite zu legen und im Sinne unseres erfolgreichen Vorgängers Jörg Haider die Sachpolitik vor interne Diskussionen zu stellen. Es geht um die Stabilität für unser Kärnten, aber auch um Geschlossenheit und Einigkeit für uns Freiheitliche in Kärnten im Kampf gegen Rot und Schwarz!“


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LANDESPOLITIK

LH Gerhard Dörfler: „Parteitag ist wichtiger Schritt in die Zukunft!“ KN: Herr Landeshauptmann! Am kommenden Samstag findet der richtungsweisende Parteitag der Freiheitlichen in Kärnten statt. Wo sehen Sie die entscheidenden Weichenstellungen? LH Dörfler: Die richtungsweisende Entscheidung hin zur neuen starken Kraft in Kärnten sowie der bevorstehende Parteitag sind wichtige Schritte in die Zukunft unserer politischen Gemeinschaft. Da das BZÖ über kurz oder lang außerhalb unseres Bundeslandes keine Chance hat, war es dringend notwendig, sich einen starken Partner zu suchen, ohne dabei seine Selbständigkeit und Eigenverantwortung aufzugeben. Diese Zusammenarbeit ist eine reine Kooperation auf Bundesebene – nicht mehr und nicht weniger! Es ist keine Fusion, keine feindliche Übernahme, keine Wiedervereinigung. Diesen Schritt habe ich mir sehr lange überlegt, er war aber

für eine gute und richtige Zukunft Kärntens dringend notwendig. Durch diese Zusammenarbeit auf Bundesebene wird es uns nämlich leichter fallen, in Wien und somit bei wichtigen Bundesentscheidungen für unser Bundesland Gehör zu finden. Seit der SP/VP-Bundesregierung, die eine reine Ost-Regierung ist, werden viele Entscheidungen nämlich über den Kopf der Kärntner getroffen. Damit muss endlich Schluss sein! KN: Wird sich an der Arbeit der Freiheitlichen in Kärnten etwas ändern? LH Dörfler: Für unsere Arbeit in Kärnten ändert sich durch diesen eigenen, getrennten Weg vom BZÖ nichts. Wir werden weiterhin erfolgreich für die Kärntnerinnen und Kärntner arbeiten und sachpolitische Akzente setzen. Wir sind und bleiben die sozia-

le Volkspartei in Kärnten. Ich bin ein Kämpfer für ein soziales, aber nicht sozialistisches Kärnten, bodenständig und ehrlich, so wie mich die Kärntnerinnen und Kärntner in den vergangenen neun Jahren in der Politik erlebt haben. Ich garantiere, dass sich an unserem Kurs nichts ändern wird. Dafür stehe ich felsenfest ein. Ich bin den Menschen im Wort, die uns am 1. März 2009 das Vertrauen geschenkt haben. Diese Verpflichtung steht für mich in jeder Hinsicht an vorderster Stelle!

Landtagspräsident Josef Lobnig: „Klug ist, das Dritte Lager zu einen!“ KN: Herr Landtagspräsident, wie sehen Sie den neuen Weg der Freiheitlichen in Kärnten? Präs. Lobnig: Da das Bundes-BZÖ den Wahlerfolg von Jörg Haider bereits binnen einem Jahr „verspielt“ hat, ist es klug das Dritte Lager zu einen, um künftig auch auf Bundesebene eine starke Vertretung für Kärnten zu gewährleisten. Ich unterstütze diesen Weg ausdrücklich! Wie derzeit über Kärnten hergezogen wird, ist beispiellos, und sollte eigentlich jeden Kritiker zum Umdenken veranlassen. Die Kärntner SPÖ sowie auch die ÖVP werden in Wien nicht ernst genommen und nur ein starkes geeintes Drittes Lager kann für Kärnten wieder etwas Positives bewegen. Die derzeitige Aufgeregtheit quer durch die Parteien- und Medienlandschaft sowie die Hetzkampagne gegen unseren Landesparteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter DI Uwe Scheuch zeigt eigentlich ganz deutlich: Wir sind am richtigen Weg!

KN: Am Parteitag sollen Sie neben LH Gerhard Dörfler, NRAbg. Martin Strutz, LAbg. Wilma Warmuth, LR Christian Ragger und LR Harald Dobernig auch zum Landesparteiobmann-Stellvertreter gewählt werden? Präs. Lobnig: Ja. Damit zeigen wir am Parteitag eine breite Geschlossenheit für den neuen Weg. Unsere Gesinnungsgemeinschaft hat immer eines ausgezeichnet, nämlich, dass wir gemeinsam an einem Strang gezogen haben. Dies wünsche ich mir auch für die Zukunft. Denn es wird sich am eigenständigen Weg in Kärnten ja nichts ändern und Uwe Scheuch ist Garant dafür, dass er das freiheitliche Schiff trotz rauestem Gegenwind auf Kurs hält. Die Menschen erwarten sich von uns, dass wir im Sinne Kärntens arbeiten und persönliche Ressentiments hintangehalten werden. Nur ein starkes freiheitliches Lager ist fähig, Kärnten wieder den Stellenwert zu geben, den dieses wunderschöne Bundesland verdient.


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LANDESPOLITIK

Landesrat Harald Dobernig: „Klare Mehrheit für unseren Weg!“

KN: Herr Landerat, was erwarten sie vom Parteitag? Dobernig: Ich erwarte mir ein klares Votum für Uwe Scheuch als Parteiobmann der Freiheitlichen in Kärnten und eine klare Mehrheit für unseren eigenständigen Weg. Denn gerade die Einigkeit war immer eine unserer größten Stärken. Beim Parteitag gilt es zu zeigen, dass wir auch in Zukunft zusammen stehen. Dass wir uns mit ganzer Kraft für Kärnten und unsere Kärntner Interessen einsetzen. Und

dass wir deshalb gemeinsam einen Weg gehen, der für Kärnten entscheidend ist. Denn wir brauchen einen starken Partner auf Bundesebene. Die Schmutzkübelkampagne von Bucher und Petzner gegen uns Freiheitliche in Kärnten beweist, dass die Trennung vom Bundes-BZÖ notwendig ist. Anstatt eine Alternative zu SPÖ und ÖVP darzustellen, kämpfen sie gegen uns. Deshalb hat das BZÖ auch in Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich den Einzug in den Landtag klar verfehlt und ist damit weiter in keinem Landtag vertreten. Für uns in Kärnten steht dagegen die Arbeit für die Menschen an erster Stelle. KN: Welche Vorteile erwarten sie sich durch den eigenständigen Weg Kärntens und die Kooperation mit der FPÖ auf Bundesebene? Dobernig: Wir werden in Kärnten wei-

ter den sozialen Weg gehen und die Menschen unterstützen. Werte wie Familie, Tradition und Heimatliebe werden auch in Zukunft an erster Stelle stehen. Das war immer der Weg Jörg Haiders und nicht ein wirtschaftsliberaler Kurs á la Bucher. Dieser Kurs des Bundes-BZÖ hat dazu geführt, dass sie heute nicht einmal mehr den Einzug in den Nationalrat schaffen würden. Aus der Zeit unserer Regierungsbeteiligung wissen wir aber, wie wichtig eine starke Stimme in Wien ist. Nur mit einem Partner auf Bundesebene, der auch ernst genommen wird, können wir Gelder in Wien lukrieren, wie es uns etwa mit dem Bau des Koralmtunnels und des Klagenfurter Stadions gelungen ist. Für Kärnten bedeutet das die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, was gerade in der heute schwierigen Zeit das wichtigste für die Menschen ist!“

Landesrat Christian Ragger: „Starkes Signal für die Geschlossenheit! KN: Herr Landesrat Ragger, wie stehen Sie zu den aktuellen Entwicklungen? LR Ragger: In der Öffentlichkeit wird der falsche Eindruck erweckt, als ob sich die Freiheitlichen in Kärnten mit Haut und Haaren der Bundes- FPÖ ausliefern würde. Doch die Wahrheit ist, dass unsere erfolgreiche Kärntner Partei eigenständig bleibt. Wir brauchen aber bei einigen Themen die Unterstützung einer maßgeblichen politischen Kraft, die bundesweit handlungs- und kampagnenfähig ist. Von Rot und Schwarz brauchen wir uns da nicht viel erwarten. Und um ein solches notwendiges Gegengewicht gegenüber der erdrückenden SPVP-Regierungsmacht entfalten zu können, benötigen wir eine strategische Allianz. Wir wollen für Kärnten das Maximum herausholen und das gelingt nur mit einem starken Partner in Wien. Wenn wir die jetzigen Irritationen überwinden, wird Kärnten gewinnen. Dafür brauchen wir größtmögliche Geschlossenheit. Es ist

unsere Aufgabe die Mitglieder und Freunde davon zu überzeugen, dass dies der richtige Weg ist. Ich bin überzeugt, dass unsere Argumente alle Zweifler überzeugen können. Das letzte Wort haben die Delegierten am Parteitag. Ich appelliere an die Delegierten ein klares Votum unserem Parteiobmann Dipl. Ing. Uwe Scheuch zu geben, um ein starkes Signal zu setzen, dass die Partei geeint und geschlossen ist. KN: Wie wird die politische Linie in Kärnten weitergeführt? LR Ragger: Die Frage, mit welcher Partei in Wien wir kooperieren, ist für die laufende Arbeit im Land nicht so bedeutend. Wir werden diese unter den schwierigen Bedingungen der schrumpfenden Steuereinnahmen fortsetzen. Noch keine Landesregierung zuvor musste diese Herausforderung bewältigen, alle gewohnten Aufgaben bei sinkenden Steuererlösen aufrecht zu erhalten. Dafür brauchen

wir größtmögliche Geschlossenheit. Ich bin überzeugt, dass wir diese nach dem Parteitag wieder herstellen, bei dem auch die Entscheidung fällt, mit wem wir auf Bundesebene kooperieren.


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LANDESPOLITIK

Letztklassiges Schauspiel von Bucher und Petzner Seppi Bucher will geeintes freiheitliches Lager verhindern. Uwe Scheuch: „Wenn Stefan Petzner so überzeugt von seinem Kurs ist, soll er am Parteitag gegen mich antreten.“ „Wenn man von seiner Sache überzeugt ist, dann soll man sich nicht verstecken. Ich stehe für den eigenständigen Kurs der Freiheitlichen in Kärnten. Und ich fordere vom BZÖ dasselbe Rückgrat!“. Mit diesen Worten reagiert Landesparteiobmann DI Uwe Scheuch auf die permanenten Störfeuer aus den Reihen des BZÖ. Und Uwe Scheuch fordert Stefan Petzner auf, am Parteitag Farbe zu bekennen: „Ich wünsche mir einen Gegenkandidaten am Parteitag. Wenn der Herr Petzner so überzeugt von seinem Kurs ist, dann soll er sich doch endlich als Gegenkandidat beim Parteitag deklarieren, anstatt sich hinter Internet, Facebook und Co zu verstecken. Die Zeit der Cybergegner ist vorbei!“

BZÖ will Landesgruppe spalten Die vom BZÖ inszenierte Schmutzkübelkampagne ziele nur darauf ab, die Kärntner Landesgruppe zu spalten und die Delegierten zu verunsichern und zu beeinflussen. „Es ist ungeheuerlich, das zwei Mandatare des Bundes-BZÖ versuchen, die gesamte Landesgruppe in Geiselhaft zu nehmen und die Delegierten zu diskreditieren. Seppi Bucher will ein geeintes freiheitliches Lager in Kärnten verhindern. Er hat die

gericht konstituiert, um über allfällige Anfragen zu entscheiden. „Ich appelliere an alle Mitglieder, sich mit ihren Fragen an dieses Gremium zu wenden.“

Parteitag wird Klarheit bringen

Spaltpilze: Stefan Petzner und Josef Bucher. Politik eines Jörg Haiders verraten. Ohne Mitgliederbefragung, ohne demokratische Abstimmung hat er sich vom freiheitlichen Kurs verabschiedet und aus reiner Selbstverwirklichung einen liberalen Kurs a la Heide Schmidt forciert. Wenn es Bucher und Petzner wirklich um die Kärntner Landesgruppe gegangen wäre, hätten sie nicht die Vorstandssitzungen der letzten Monate geschwänzt. Stattdessen kochen sie lieber in Wien ihr liberales Süppchen und grenzen sich unter medialem Beifall von Kärnten ab“, kritisiert Uwe Scheuch.

Wo sind die Unterschriften? „Das BZÖ ist eine Scheinwelt“, so Landesparteiobmann Scheuch. „Sie besteht nur aus angeblichen Manipulationsvorwürfen ohne Namen, letztklassiger Schmutzwäsche, virtuellen

Scheingegnern im Internet und Spitzenfunktionären wie Stadler, die selbst nicht einmal Mitglieder sind. Und die behauptete breite Unterstützungswelle bei den Unterschriften lässt auch auf sich warten. Niemand weiß, ob da tatsächlich Mitglieder – oder vielleicht doch nur Asterix und Obelix – unterschrieben haben. Viel Lärm um nichts“, kommentiert Scheuch die Vorwürfe der letzten Tage. Im Gegensatz zur Jammertaktik Petzners und den nebulösen Unterstellungen Buchers garantiere man in Kärnten Transparenz und natürlich einen statutenkonformen Ablauf des Parteitags. „Ein Notar begleitet und überwacht als unabhängige Instanz sowohl die Erstellung und Einladung der Delegierten als auch den Ablauf des Parteitags und die Beschlussfassung“, so Uwe Scheuch. Außerdem hat sich das Parteischieds-

Der Ablauf des Parteitages wurde laut Scheuch so organisiert, dass das BZÖ keinen Grund zu Beanstandungen hat. Sowohl der Tagesordnungspunkt mit den Berichten von LH Dörfler und ihm selbst als auch die Aussprache dazu seien vor den Wahlen und den Anträgen angesetzt worden. „Es gibt für Bucher und Petzner keinen Anlass, sich zu beschweren. Aber weil sie sehen, dass sie inhaltlich und sachlich auf verlorenem Posten stehen und ihr liberaler Kurs in Kärnten bei weitem nicht mehrheitsfähig ist, versuchen sie jetzt, politische Schmutzwäsche zu waschen und uns öffentlich zu diskreditieren. Genau dieselbe Taktik hat man schon bei Jörg Haider vergeblich versucht – und sie wird auch bei Gerhard Dörfler, Uwe Scheuch und all den anderen Freiheitlichen in Kärnten, die unseren Weg unterstützen, nicht funktionieren. Wer so schmutzig kämpfen muss, um Gehör zu finden, hat bei den Kärntner Freiheitlichen nichts mehr zu suchen. Der Parteitag wird hier Klarheit bringen“, stellt LPO Uwe Scheuch fest.


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REGIONALES

Getrennt kämpfen, gemeinsam siegen: das CDU/CSU-Modell Um die Rolle Kärntens in Wien zu stärken und um die Umsetzung von Kärntner Interessen auf Bundesebene abzusichern, wird bei künftigen Wahlgängen eine Wahlplattform zwischen den „Freiheitlichen in Kärnten“ und der FPÖ gebildet. Trotzdem bleiben „Die Freiheitlichen in Kärnten“ eine eigenständige Partei, die einzig und allein den Interessen Kärntens verpflichtet ist. Als Vorbild dient das CDU/CSU-Modell. Dieses Modell gibt es in Deutschland zwischen CSU und CDU. Wie sieht dieses CDU/CSU-Modell dort aus und welche Gemeinsamkeiten zur Zusammenarbeit der „Freiheitlichen in Kärnten“ mit der FPÖ hat es? • Die Geschichte der bayrischen CSU ist geprägt von ihrem Bestreben nach Selbständigkeit. Bereits in den Nachkriegsjahren wird deutlich, dass die CSU eine starke Rolle spielt - über Bayern hinaus. • Programmatisch konservativer (vor allem in der Familien- und Gesellschaftspolitik) als die CDU wendet sich die bayrische CSU an „Bürger aller sozialen Schichten“. Sie ist eine Volkspartei im klassischen Sinne. • Es kommt in den 50ern zwischen CSU und CDU zu einer Kooperationsvereinbar ung. Motto: „Getrennt kämpfen, gemeinsam siegen“. • Sowohl die CSU als auch die CDU sind 2 vollkommen eigenständige Parteien mit eigenen Parteiprogrammen, Statuten und Organisationsstrukturen. •Keine gegenseitige Einmischung in interne Angelegenheiten, in inhaltliche Fragen und in Personalangelegenheiten.

• Sowohl die CSU als auch die CDU haben einen eigenen Parteivorsitzenden. • Die Parteivorsitzenden sind „nur“ für ihre Partei zuständig und haben keinerlei Mitspracherecht bei der anderen Partei. • Die Kandidatenlisten für die Wahlen entscheiden CSU und CDU immer ohne Rücksprache mit der anderen Partei. • Die CSU kandidiert ausschließlich in Bayern. In den anderen deutschen Bundesländern kandidiert die CSU nicht. • Die CDU hingegen tritt in Bayern nicht zur Wahl an, dafür aber im Rest von Deutschland. • Im Deutschen Bundestag (entspricht unseren Nationalrat) bilden CSU und CDU eine Fraktionsgemeinschaft, um mit vereinten Kräften ihre Interessen durchzusetzen. • Obwohl die CSU ihr Hauptaugenmerk auf Bayern legt, hat sie trotzdem starke Bundesambitionen und ein starkes Mitspracherecht innerhalb der Fraktionsgemeinschaft. * Die bayrische CSU hat immer maßgeblich zum Wahlerfolg der Unionsparteien beigetragen. Mit ihren

Vereinbarung zwischen CDU und CSU als Vorbild. Stimmen hat sie so manchen Wahlsieg ermöglicht. Klar wird: Eine Zusammenarbeit der Freiheitlichen in Kärnten und der FPÖ ist nach ähnlichen Grundsätzen geplant. Wichtig ist: Die Eigenständigkeit der Kärntner Freiheitlichen wird in keinster Weise von einer Zusammenarbeit beeinflusst. Die „Freiheitlichen in Kärnten“ bleiben eine eigenstän-

dige Partei, die einzig und allein den Interessen Kärntens verpflichtet ist. Die Bundes-FPÖ hat nichts mitzureden. Es gibt auch keinen Pakt zwischen HC Strache und Uwe Scheuch, sondern nur eine mündliche Übereinkunft. Ziel ist: Stärke statt Streit wird die Umsetzung unserer Kärntner Interessen erleichtern! Kärntner Anliegen müssen wieder mehr Gewicht bekommen.


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REGIONALES

Neujahrsempfang mit Landesrat Harald Dobernig: „2010 im Zeichen der Stabilität!“ Zum 1. Mal lud Landesrat Harald Dobernig zum Neujahrsempfang in den neuen Kultursaal Grafenstein und konnte gemeinsam mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler über 300 Gäste begrüßen. „2010 muss das Jahr der Stabilität werden“, betonte Finanzreferent Harald Dobernig. Er sehe es als seine Aufgabe, für die Menschen zu arbeiten. Dobernig verwies auf die Sommerakademie mit Impulsen für Strukturreformen, die Verwaltungsoder die Pensionsreform. „Unser Ziel ist es, die Stärken Kärntens in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Gesundheit, Soziales und Familienwesen weiter zu stärken. Hier werden wir die notwendigen Schritte setzen.“ Am wichtigsten werde für die Menschen auch 2010 das Thema Arbeit und Beschäftigung sein. Der Einladung zum Neujahrsempfang folgten unter anderen LHStv. Uwe Scheuch, Landtagspräsident Josef Lobnig, Dr. Dieter Platzer, LSR-Präsident Walter Ebner, der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich Bgm. Matthias Krenn, ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer, Kelag-Vorstandsdirektor Harald Kogler, Mahle-Chef Franz Mlinar, Unternehmer Alfred Laas, der künstlerische Leiter des Musikvereins Kärnten Ernest Hoetzl, der Kärntner Liedschöpfer Walter Kraxner sowie der Obmann des Abwehrkämpferbundes Fritz Schretter.


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LESERBRIEFE

Zum Leserbrief „Ursula Haubner an Uwe Scheuch“ Dass sich die Oberösterreicherin Haubner grämt, dass die starke Kärntner Landesgruppe das BundesBZÖ verlässt, ist objektiv gesehen logisch. Schließlich ist damit garantiert, dass Ursula Haubner nur mehr bis zur nächsten Nationalratswahl einen Job hat. Denn ohne die vielen tau-

senden Kärntner Stimmen fliegt das BZÖ aus dem Parlament. Uwe Scheuch aber öffentlich einen Verräter zu schimpfen, weil er das freiheitliche Lager endlich wieder eint, ist letztklassig. Domenic Mailänder Villach

Die Scheuch-Brüder Uwe und Kurt Scheuch sind über 10 Jahre treue Weggefährten von Jörg Haider gewesen. Wer, wenn nicht die beiden, sollte die freiheitlichen Ideen Haiders besser fortsetzen. Doch nicht etwa Josef Bucher, der mit dem ÖVP-Chef nicht nur den Vornamen, sondern auch die schwarzen Wurzeln teilt. Oder etwa der weinerliche Petzner, der nach Haiders Ableben jetzt offenbar in Bucher einen neuen Lebensmenschen gefunden hat. Oder der rechtskräftig we-

gen Meineids verurteilte ehemalige Tascherlträger Westenthaler. Oder der bekennende Extrem-Katholik Stadler. Das Bundes-BZÖ ist nichts anderes als ein bunt zusammengewürfelter Haufen von (teilweise fragwürdigen) Egoisten, die jetzt um ihr berufliches Überleben schwitzen. Das, aber nicht die Sorge um Haiders Erbe führt dazu, dass sie sich jetzt nach der Kärntner Loslösung so aufspielen. Michi Stingl Villach

Starke Kraft auf Bundesebene Eines ist klar, mit dem BZÖ, das bundesweit nicht auf die Füße kommt und das bei einigen gesellschaftspolitischen Fragen wie z.B. die Homo-Ehe oder die Ausländerbeschäftigung nicht gerade freiheitliche Standpunkte vertritt, wäre in weiterer Zukunft kein Erfolg sichtbar gewesen. Wir Kärntner brauchen uns auch von ROT und Schwarz nichts erwarten, denn deren Obmänner finden auf Bundesebene null Gehör,

im Gegenteil wird von diesen Parteien gegen Kärnten eine Kampagne geritten, die ihres gleichen sucht. Daher ist ein gestärktes Freiheitliches Lager notwendiger denn je! Markus Stark Feldkirchen

Alle Infos auch im Internet: www.freiheitliche-ktn.at

Zukunft Kärntens sichern! Haiders oberstes Gebot war Leistung, davon ist aber leider bei der Schläfertruppe vom Bundes-BZÖ nichts zu merken. Die Bundespartei fällt nur mit Peinlichkeiten eines Herrn Westenthaler, Stadler & Co auf. Über die Art und Weise der Spaltung kann man unterschiedlicher Meinung sein, der Zeitpunkt ist der Richtige. Denn nach weiteren verlorenen Wahlen ist das BZÖ auf Bundesebene nichts mehr Wert. Außer im freiheitlichen Ur-Lager in Kärnten konnte kein Einzug in eines der anderen Landesparlamente erreicht werden. Die Kärntner Freiheitlichen sind seit jeher eine eigenständige Landespartei und ein Symbol für Erfolg und Ehrgeiz. Nun ist es mit einem starken Partner im Bund und der CDU/CSU Lösung auch wieder möglich zu einem gewichtigen Faktor in der Bundespolitik zu werden und bei der nächsten Wahl auch in der Bundesregierung vertreten sein zu können. So wird es auch wieder möglich Gelder für Projekte von Wien nach Kärnten, welche uns durch die aktuelle OstRegierung verwehrt sind, zu forcieren. Das BZÖ hat ohne Haider keine Zukunft. Daniela Goi Klagenfurt

Was plant Josef Bucher? Es wundert nicht, dass Josef Bucher gegen die Kooperation der Freiheitlichen in Kärnten mit der FPÖ ist. Schließlich lassen seine Äußerungen der letzten Monate darauf schließen, dass er seit längerem eine Zusammenarbeit des BZÖ mit der ÖVP plant. Schließlich sind doch seine Pläne sehr nahe an denen der ÖVP, wie er selber zugibt.

Die Kärntner haben ihm da offenbar einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie zusammengeführt haben, was seit jeher zusammengehört. Schließlich war Kärnten immer ein Zentrum des dritten Lagers in Österreich. Paula Huber Spittal/Drau

Stefan Petzner & Josef Bucher Seit Monaten ließ man die Kärntner im Stich. Egal, ob beim Hypo-Desaster, dem Teuerungsausgleich oder mit den eigenartigen liberalen Anwandlungen des Bundes-BZÖ. Petzner und Bucher dürfen sich jetzt nicht wundern und weinerlich klagen, dass Kärnten einen eigenen Weg geht. Zu viele Gräben wurden von den beiden Orangen aufgerissen. Jetzt sollte man akzeptieren, dass die Freiheitlichen in Kärnten entsprechend handeln. A. Stornig, Spittal/Drau

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


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LESERBRIEFE

Delegierte nicht willenlos Als Delegierte zum Landesparteitag der „Freiheitlichen in Kärnten“ finde ich es gleichermaßen unverschämt wie skandalös, dass Seppi Bucher und Stefan Petzner permanent versuchen, uns Delegierte als willenlose Zombies hinzustellen, die nicht in der Lage sind, selbständig Entscheidungen zu treffen. Die laufenden Unterstellungen der beiden Herren weise ich auf das Schärfste zurück. Ich für meine Person möchte in aller Klarheit feststellen, dass ich den Entschluss von Uwe Scheuch für einen eigenständigen Kärntner Weg aus tiefster Überzeugung unterstütze. Und ich zweifle nicht daran, dass diesem Kurs am Parteitag mit überwältigender Mehrheit zugestimmt wird. Dr. Nina Petauer Gemeinderätin in Maria Saal Delegierte zum Landesparteitag

Richtiger Schritt Uwe Scheuch hat seine Entscheidung nicht wegen dem Erhalt seines Postens getroffen, denn der ist ihm in Kärnten zumindest bis zu den nächsten Landtagswahlen sicher. Im Gegenteil, mit dem Schritt das Freiheitliche Lager zu einen und dadurch zu stärken, hat er viel auf sich genommen. Hingegen will das Bundes-BZÖ mit Bucher und Petzner ihr Schäfchen ins Trockene bringen, denn ein

politisches Überleben ohne die Kärntner ist nicht möglich. Sollen die Freiheitlichen in Kärnten aus Mitleid mit untergehen?

Schmutzkübelkampagne

Regierungsstreit

Die von BZÖ-Generalsekretär Petzner angezettelte Schmutzkübelkampagne gegen Uwe Scheuch und die Freiheitlichen in Kärnten ist letztklassig. Fakt ist: Petzner und Bucher, geht es nicht um die Sache, sondern um ihr politisches Überleben. Da scheint inzwischen jedes Mittel recht zu sein. Thomas Kucher, per E-Mail

Eine verlorene Bundeswahl hätte auch verheerende Auswirkungen auf Kärnten. Ich wünsche jedenfalls Uwe Scheuch beim Parteitag alles Gute. Peter Pirolt Villach

Man hat das Gefühl, dass ÖVP-Chef Josef Pröll schon längst den Absprung aus der Koalition sucht. Es würde mich nicht wundern, wenn bald Neuwahlen ins Haus stehen würden. Damit rechnen auch die Freiheitlichen in Kärnten und haben die Reißleine gezogen. Mit dem Bundes-BZÖ sind nämlich keine Wahlen zu gewinnen. Bernhard Bolesch, Velden

Haubner bald arbeitslos? Sozialministerin war Ursula Haubner, weil sie die Schwester Jörg Haiders war. Nationalrätin wurde sie, weil die starke Kärntner Landesgruppe das BZÖ in den Nationalrat gehoben hat. Landesparteiobfrau des BZÖ in Oberösterreich ist sie, weil sich kein Besserer gefunden hat. Und bald arbeitslos wird sie sein, weil das BZÖ Buchers mit seiner liberalen Ausrichtung wei-

terhin nichts reißen wird – auch wenn so manche Medien jetzt Stefan Petzner und Josef Bucher als bemitleidenswerte Heilige darzustellen versuchen. Der einzige Grund dafür ist, dass man so die Kärntner Freiheitlichen spalten und schwächen will! Christl Enzi Weißbriach

CDU-CSU-Modell Ich bin davon überzeugt, dass eine starke Kärntner Partei auf Bundesebene einen kongenialen Partner braucht. Es war absolut die richtige Entscheidung vom Obmann der Freiheitlichen in Kärnten, Uwe Scheuch, die Kooperation mit der FPÖ nach dem CDU/CSU-Modell, durchzuführen. Mit dieser

Zusammenarbeit auf Bundesebene kann in Zukunft für die Kärntnerinnen und Kärntner viel mehr erreicht werden. Ich bin überzeugt, dass die FPK mit ihrer Argumentation die Zweifler noch überzeugen wird.

Geheime Wahl

Nicht unter Druck

Stefan Petzner posaunt landauf, landab herum, dass Delegierten Sanktionen angedroht werden, wenn sie nicht Uwe Scheuch zum Landesparteiobmann der Freiheitlichen in Kärnten wählen. Bei der Wahl des Landesparteiobmannes am Parteitag, die ja wie Scheuch öffentlich angekündigt hat, geheim abgehalten wird, wird der Landesparteiobmann aber niemals erfahren, wer ihn gewählt hat und wer nicht. Wen soll er denn dann sanktionieren, Herr Petzner? Die Hasstiraden des Bundes-BZÖ sind wirklich durchschaubar. Sabrina Kropiunig Ludmannsdorf

Für so dumm, wird man Landesparteiobmann Uwe Scheuch doch wohl nicht halten, dass er Delegierte unter Druck setzt. Bei einer geheimen Wahl, die es am kommenden Parteitag geben wird, wäre das wohl eher kontraproduktiv. Herr Petzner scheint die freiheitlichen Funktionäre in Kärnten für nicht besonders intelligent zu halten, wenn er solche Vorwürfe via Medien in den Raum stellt.

Marcel Strauss Feldkirchen

Elfriede Petauer Klagenfurt

KN im Abo: 0463 / 511 515-0

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


15. Januar 2010 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE Sprechtage von Volksanwältin Maga. Terezija Stoisits in Kärnten im Februar 2010

Mit „Lucky Seven“ rubbeln und 3 x 50.000 Euro gewinnen! icht am Hebel der Slotmachine ziehen sondern die Slotmachine aufrubbeln, das können Rubbellos Fans jetzt: „Lucky Seven“ heißt das brandneue Rubbellos, das nun in allen Annahmestellen erhältlich ist.

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gewinnt der Spielteilnehmer den in der Gewinntabelle vorgesehenen Betrag einmal. Die Gewinntabelle ist neben dem Rubbelfeld abgedruckt.

Als Höchstgewinn warten dreimal 50.000,- Euro Der Höchstgewinn bei „Lucky Seven“ beträgt 50.000,- Euro. Er ist pro Serie dreimal enthalten. Insgesamt gibt es 4,7 Millionen Euro zu gewinnen. Der Lospreis beträgt 2,- Euro.

KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Daniela ClaureValdez. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande 9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Carinthia GmbH. & Co. KG, 9300 St. Veit/Glan, Industrieparkstraße 6

Für den Bereich der Kärntner Landesverwaltung sind in der Kärntner Landeszeitung vom 14. Jänner 2010 folgende Planstellen ausgeschrieben:

Abteilung 13 – Soziales: Zwei Planstellen im „Gehobenen Sozialen Betreuungsdienst“. BewerberInnen um diese Planstellen haben nachzuweisen: Diplomprüfung an einer Akademie für Sozialarbeit oder einer Fachhochschule - Studiengang Soziale Arbeit, Führerschein der Klasse B.

Straßenmeisterei Winklern: Ein/-e StraßenfacharbeiterIn. BewerberInnen um diese Planstelle haben nachzuweisen: Abgeschlossene Lehre eines Metallberufes oder eine diesem Lehrberuf entsprechende Berufsausbildung, Führerschein der Klassen B, C. Erwünscht: Führerschein der Klasse E.

Fachberufsschule für Tourismus Oberwollanig: Eine Erzieherin für das Mädcheninternat in Teilbeschäftigung (50 %). BewerberInnen um diese Planstelle haben nachzuweisen: Die erfolgreiche Ablegung der Befähigungsprüfung für ErzieherInnen oder der Reife- und Befähigungsprüfung für ErzieherInnen oder die erfolgreiche Ablegung der Befähigungsprüfung für KindergärtnerInnen und HorterzieherInnen oder der Reifeund Befähigungsprüfung für Kindergärten und Horte oder die erfolgreiche Ablegung einer Lehrbefähigungs- oder Lehramtsprüfung. Für die Fälle, in denen keine geeignete Person zur Verfügung steht, die diese in Betracht kommenden Anstellungserfordernisse erfüllt, werden folgende Anstellungserfordernisse als ausreichend anerkannt, jedoch ausschließlich neben einer Person, die die Erfordernisse als ErzieherIn an Horten und an Schülerheimen erfüllt: Erfahrung in der Erziehung und Betreuung einer Gruppe von Schulpflichtigen oder der erfolgreiche Abschluss einer höheren oder mindestens dreijährigen mittleren Schule oder die abgeschlossene Berufsausbildung. Führerschein der Klasse B. Weitere Details sind im Internet unter der Adresse www.ktn.gv.at (Service Stellenausschreibungen) sowie unter der Telefon-Nr.: 050 536 30104 zu erfahren.

Ziehung vom Mi., 6. 1. 2010

89441 Ziehung vom Do., 7. 1. 2010

67960 Ziehung vom Fr., 8. 1. 2010

09472 Ziehung vom Sa., 9. 1. 2010

83453 Ziehung vom Mo., 11. 1. 2010

70599 Ziehung vom Di., 12. 1. 2010

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VO R S C H AU 2. Runde 2010 1: VfB Stuttgart– VfL Wolfsburg 2: B. Leverkusen– FSV Mainz 05 3: Hamburger SV– SC Freiburg 4: E. Frankfurt– Werder Bremen 5: Mönchengladbach– VfL Bochum 6: Hannover 96– Hertha BSC 7: Schalke 04– 1. FC Nürnberg 8: 1. FC Köln– B. Dortmund 9: Everton FC– Manchester City 10: Wolverhampton– Wigan Athletic 11: Portmouth FC– Birmingham City 12: Blackburn Rovers– Fulham FC Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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14 KärntnerNachrichten I 15. Januar 2010

WIRTSCHAFT

Erdgasleitung: Auf gute Nachbarschaft ie OMV betreibt in Österreich ein etwa 2000 km langes Pipelinesystem zum Transport und zur Versorgung mit Erdgas. Der Bedarf an diesem umweltfreundlichen Energieträger steigt stetig an. Allein in den letzten drei Jahren hat die OMV Gas GmbH ihre Transportkapazitäten um ein Drittel erweitert. Derartige Ausbauten können aber nur in einem guten Klima und in nachbarschaftlichem Einvernehmen mit den Anrainern vor Ort erfolgen.

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Erdgas kann viel mehr als Wärmen Erdgas ist der umweltfreundlichste aller fossilen Energieträger. Bei der Verbrennung entstehen hauptsächlich

Bereits lange bevor Erdgas-Pipelines verlegt werden, werden ausführliche Gespräche mit den Anrainern geführt. Verbrauchs aus heimischer Produktion.

Augenhöhe voraus. Bauvorhaben werden vor Ort von den jeweiligen Pro-

Umweltfreundlicher Transport

Erdgas kann weit mehr als Wärme erzeugen. Wasserdampf und in sehr geringen Mengen Kohlendioxid. Neben klassischen Anwendungen wie Kochen, Heizen und der Warmwasseraufbereitung liefert Erdgas die Energie zum Kühlen, zur Stromerzeugung und immer öfter auch zum Autofahren. Sogar ein Airbus A340 der Qatar Airways wird seit Oktober 2009 mit Erdgas betrieben.

Österreich ist führend beim Speichern von Erdgas Österreich verfügt über ideale geologische Strukturen zur Lagerung von Erdgas. Kein anderes westeuropäisches Land hat – gemessen am Verbrauch – höhere Speicherkapazitäten als Österreich. Etwa die Hälfte des österreichischen Jahresbedarfes an Erdgas kann in unterirdischen Speichern eingelagert werden. Zudem kommen rund 20 Prozent des österreichischen Erdgas-

Zum Transport von Erdgas werden Pipelines aus Stahl in der Erde verlegt. Darin fließt Erdgas sicher und geräuschlos in Richtung Verbraucher. Ausgehend vom niederösterreichischen Baumgarten, der zentralen Verteilstation für Erdgas, wurden entlang der Pipelines in regelmäßigen Abständen sogenannte Verdichterstationen errichtet. Sie sind notwendig, um das Erdgas für den Weiter transport zu komprimieren.

OMV als verantwortungsbewusster Nachbar Beim Betrieb von Erdgasleitungen und regionalen Verdichterstationen ist der OMV Gas GmbH eine gute Nachbarschaft sehr wichtig. Langjährigen vertraglichen Bindungen gehen Gespräche mit Anrainern auf gleicher

Die OMV betreibt in Österreich Erdgasleitungen mit 2000 km Länge.

Experten in den OMV Verdichterstationen kommen vielfach aus der Umgebung des 2000 km langen Pipelinenetzes. jektleitern vorgestellt und im Rahmen von Anrainerforen mit allen Beteiligten diskutiert.

Wichtiger Teil im europäischen Erdgasverbund Neben der Versorgung für Österreich betreibt die OMV Pipelinesysteme, über die Erdgas nach Deutschland, Italien, Frankreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn transportiert wird. Damit ist die OMV Gas GmbH ein wichtiger Bestandteil des europäischen Erdgasverbundes. – Tausenden Anrainern entlang der Erdgas-Pipelines in Österreich ist die OMV Gas GmbH ein fairer Partner und verlässlicher Nachbar. Und das schon seit Jahrzehnten.


15. Januar 2010 I KärntnerNachrichten 15

WIRTSCHAFT

WK-Wahlen: Kärntner Freiheitliche sagen Wirtschaftsbund-Absoluter den Kampf an Spitzenkandidat Matthias Krenn: „Weg mit dem selbstherrlichen Monopol!“ RfW von Unstimmigkeiten im freiheitlichen Lager nicht berührt! as Brechen der absoluten Mehrheit des ÖVPWirtschaftsbundes ist das erklärte Ziel des Ringes Unabhängiger und Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) bei der Wirtschaftskammerwahl in Kärnten am 1. und 2. März. Von den derzeitigen Unstimmigkeiten im freiheitlichen Lager sei der RfW in keiner Weise betroffen, versicherte Spitzenkandidat Matthias Krenn in einer Pressekonferenz zum Auftakt des Wahlkampfes in Klagenfurt.

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„Wir sind seit jeher ein eigenständiger Verein für alle freiheitlichen, freisinnigen und unabhängigen Unternehmer sowie für jene, die den Knebel des schwarzen Wirtschaftsbundes abgeschüttelt haben“, erklärte Krenn. An der Linie des RfW, konsequent für die Anliegen der kleinen und mittleren Unternehmen einzutreten, habe sich nie etwas geändert, sei es vor oder nach der Gründung des BZÖ gewesen. Krenn: „Und das wird auch in Zukunft so bleiben, wie auch immer die Entscheidung auf dem Landesparteitag am 16. Jänner ausfallen wird.“ Krenn: „Wir sind offen für alle.“ „Weg mit dem selbstherrlichen Monopol des Wirtschaftsbundes“ lautet der Slogan des RfW in Kärnten, das bei der Wahl vor fünf Jahren knapp 29 Prozent errungen hatte. Dem Wirtschaftsbund – er erreichte im Jahre 2005 rund 53 Prozent der Stimmen – wird vorgeworfen, die Wirtschaftskammer quasi als

sein Eigentum zu betrachten und von Wien sowie der dortigen ÖVP „ferngesteuert“ zu sein.

Die Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer haben bei der kommenden Wahl die Möglichkeit, ein Signal zu setzen und erstmals in der Geschichte Österreichs den Machtapparat des Wirtschaftsbundes aufzubrechen. Matthias Krenn

Erreichen will Krenn, der am 29. Jänner 50 Jahre alt wird, dieses Ziel mit einer Reihe von Forderungen. Diese beziehen sich unter anderem auf mehr Eigenkapital für Betriebe durch Senkung der Unternehmenssteuern, den Rückfluss der den Banken gewährten Milliarden in die Wirtschaft, den Kampf gegen die übermäßig hohen Zinsen der Banken, die Auf-

hebung der Maastricht-Kriterien für die Gemeinden, die Rodung des Förderdschungels, eine Vereinfa-

gen, insbesondere bei Risikobetrieben, ist laut Krenn eine Einmalberatung bei weitem nicht ausreichend.

chung der Tourismusabgabe sowie auf Maßnahmen im Kampf gegen das Preisdiktat durch Konzern-Eigenmarken. Auch innerhalb der Kärntner Wirtschaftskammer will der RfW-Spitzenkandidat Reformen durchziehen, um das Service für die KleinUnternehmer zu verbessern. So sollen diese, etwa bei Kredit- und Förderansuchen, nicht nur in den Genuss einer Einmal-Beratung kommen, sondern laufend begleitet werden, „bis hin zum Erfolg“. Auch im Falle von Betriebsneugründun-

Eine „echte Schwachstelle“ ist für den RfW-Spitzenkandidaten die Rechtsabteilung der Wirtschaftskammer. Viele Unternehmer würden sich aus diesem Grund lieber an die Arbeiterkammer um eine Rechtsauskunft wenden. Krenn tritt deshalb dafür ein, praxiserprobte Rechtsanwälte außer Haus unter Vertrag zu nehmen. Eines steht für Matthias Krenn außer Zweifel: „Der Erfolg muss sich durch Leistung definieren.“ Dazu brauche es aber ein deutliches Mehr an unternehmerischer Freiheit, welche wiederum nur durch ein Mehr an Eigenkapital erreicht werden könne. Der Druck auf den Bund, die Unternehmenssteuern zu senken, müsse laut Krenn deutlich erhöht werden. Ein schwarzer Wirtschaftskammerpräsident werde hier aber nicht mitspielen. Daher auch der RfW-Wahlslogan: „Nicht länger Schwarz sehen!“


16 KärntnerNachrichten I 15. Januar 2010

WIRTSCHAFT

Planzahlen für 2009 erreicht: Umsatz: € 7 Millionen, Cash-Flow € 400.000,—

Messe trotzte 2009 der Wirtschaftskrise ber ein solides Geschäftsergebnis freuen sich die KÄRNTNER MESSEN für das abgelaufene Jahr 2009: Trotz angespannter Wirtschaftssituation und „messe-schwächerem“ Jahr liegt der Umsatz bei E 7 Millionen und der daraus resultierende Cash-Flow bei positiven E 400.000,—. Exakt 2.385 Unternehmen aus 18 Nationen nahmen vergangenes Jahr an den zehn Eigenmessen teil, die wiederum von insgesamt 302.000 Menschen besucht wurden.

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Erfreulicherweise ganz nach Plan lief das Jahr 2009 bei den KÄRNTNER MESSEN. „Wir haben trotz erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen sowohl den angepeilten Umsatz als auch die Aussteller- und Besucher-

zahlen erreicht“, ziehen Messepräsident Komm.-Rat Walter Dermuth und Geschäftsführer Ing. Erich Hallegger anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz in Klagenfurt ein zufriedenstellendes Jahresresümee. Der Jahresumsatz erreichte E 7 Millionen und der CashFlow gute E 400.000,—. 2.385 Firmen vertrauten dem Messestandort Klagenfurt: Ingesamt zehn Eigenmessen sowie weitere 145 Gastveranstaltungen wurden vergangenes Jahr am Messegelände Klagenfurt abgehalten. Insgesamt 2.385 Unternehmen aus 18 Nationen haben als Direktaussteller teilgenommen und über 300.000 Messebesucher angelockt. Rechnet man alle

Gastveranstaltungen dazu, so wurden im Jahr 2009 rund 685.000 Besucher am Messegelände gezählt. Unter den genannten Eigenmessen befand sich auch eine Messepremiere, nämlich die „Wood Energy Expo & Congress“, mit der die Kompetenz Klagenfurts als „Holzzentrum Mitteleuropas“ einmal mehr untermauert wurde.

Geschäftsführer der Kärntner Messen: Dr. Bernhard Erler und Ing. Erich Hallegger.

Investitionen von E 2,5 Millionen getätigt: 2009 war bei den KÄRNTNER MESSEN auch ein Jahr großer Investitionen: Von den investierten 2,5 Millionen Euro entfielen 2,3 Millionen Euro auf die Neuerrichtung der Messehalle 2 mit einer Fläche von 1.500 Quadratmetern und

Lagerräumlichkeiten von 800 Quadratmetern. Diese neue Halle besticht mit einer Hightech-Ausstattung, u.a. liefert eine Photovoltaikanlage Strom aus Sonnenenergie. Die verbleibenden 200.000 Euro wurden für die Generalsanierung des Messerestaurants in der Messehalle 5 aufgewendet.

Vorhang auf zur Redoute 2010: Der Höhepunkt der Ballsaison steht vor der Tür! ft kopiert, noch nie erreicht. Die Redoute, einer größten Ballveranstaltungen in ganz Österreich, geht am 13. Februar im Klagenfurter Messezentrum über die Bühne. Und verspricht auch heuer wieder Kärntens schönster Ball zu werden.

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Das Organisationsteam der ABC Werbeagentur verwandelt auch 2010 die Messehallen in bezaubernde Ballsäle. Herzstück der Redoute 2010 ist das technisch

enorm aufwändige Opernhaus (Messehalle 3), wo die glanzvolle Eröffnung mit den Spitzen der Kärntner Landespolitik, allen voran Landeshauptmann Gerhard Dörfler, stattfinden wird. Noch lassen sich die Veranstalter nicht in die Karten blicken, aber so viel sei verraten: die Eröffnungsshow wird eine PhantasyReise für alle Sinne… Ein eigener Ballsaal (Messehalle 2) ist diesmal der Landeshauptstadt Klagenfurt mit ihrem Bür-

germeister Christian Scheider und seinen zahlreichen Ehrengästen gewidmet. Auch hier wird eine eigene Eröffnungszeremonie einstudiert. An Dekoration und Technik wird übrigens seit Wochen gearbeitet. Rechtzeitig zum Höhepunkt der Ballsaison am Faschingssamstag, 13. Februar 2010, müssen alle Hallen glänzen und die Ballbesucher zu einer rauschenden Nacht voller Charme und Prickeln verführen. Stammgäste auf der Redoute sind seit vielen Jahren Multi-MediaKünstler Marco Moo und sein Vee:club. Die Hallen beben, wenn dieser Life-Style-Disco-Club seine Pforten öffnet, internationale Star-DJ`s und Supermodels die Nacht zum Tage machen. Auch für die gastronomische Versorgung der erwarteten, tausenden Ballgäste ist hervorragend gesorgt: vom Champagner bis

zum Luxus-Menü, vom klassischen Ball-Imbiss bis zur CafeLounge wird alles geboten, was lebendige Party-Girls und müde Ball-Tiger so richtig auf die Beine bringt. Sichern Sie sich rechtzeitig Karten für die Redoute 2010 beim Reisebüro Springer (Tel.: 0463 / 38 70 - 555). Kartenbestellungen und Tischreservierungen werden gerne auch entgegengenommen bei: ABC Werbeagentur GmbH, Kohldorferstrasse 98/1, 9020 Klagenfurt (Tel.: 0463 / 51 15 15-0). Am 13. Februar 2010 ist es so weit: Vorhang auf für die Redoute und ihre Gäste! Achtung: Der Haupteingang der Redoute 2010 befindet sich heuer in der Florian Gröger Strasse! Noch mehr Parkplatz, noch mehr Garderobe und kein Gedränge beim Einlass!


15. Januar 2010 I KärntnerNachrichten 17

AUTO & MOTOR

Das Volvo ICE CAMP presented by Nokia öffnet seine Pforten n wenigen Tagen wird das Volvo ICE CAMP presented by Nokia bereits zum vierten Mal mit einem Event der Sonderklasse eröffnet. Ab 16. Jänner 2010 erwartet die Besucher am Kitzsteinhorn eine beeindruckende Iglulandschaft voller architektonischer Highlights, aus-gereifter Technik und stilvollem Design aus Eis und Schnee. Auf 2.500 Metern Seehöhe, im höchsten Showroom der Welt wird außerdem der neue Volvo C30 präsentiert.

können die Besucher an der Ice-Bar einen Drink aus echten Eis-Gläsern genießen und dabei einen Blick auf das neueste Modell aus dem Hause Volvo riskieren: das kompakte Sportcoupe Volvo C30. In der auffälligen Farbe Orange Flame-Metallic, inmitten von aufwendigen Designelementen und raffinierten Lichtinszenier ungen, wird das Fahrzeug ganz sicher ein besonderes Highlight im höchsten VolvoShowroom der Welt darstellen.

Das Warten hat ein Ende. Mit einem außergewöhnlichen Opening-Event startet das Volvo ICE CAMP presented by Nokia am 16. Jänner in die diesjährige Wintersaison. Über zwei Monate hat das Team am Kitzsteinhorn gearbeitet, um unter schwierigsten Bedingungen am Gletscher eine eindrucksvolle Iglulandschaft zu schaffen. Auf einem 5.000 m2 großem Areal steht die Erlebniswelt und wartet nur darauf von ihren Besuchern erkundet und bestaunt zu werden. 60 Tonnen Eis und 5.000 m3 Schnee wurden zu vier direkt miteinander verbundenen Showiglus und sieben Schlafiglus verarbeitet.

Volles Programm beim Volvo ICE CAMP Opening

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In kristallklarer Atmosphäre

Nach der offiziellen Eröffnungszeremonie stehen den Besuchern jegliche Aktivitäten gratis zur Verfügung. Die Mutigen erklimmen den haushohen Eiskletterturm, stellen ihr Freestyle Können im Funpark unter Beweis oder schließen sich einer geführten Freeride-Tour im Gelände an. Aber nicht ohne eine Auffrischung in Lawinenkunde bei einem Safety Workshop im angrenzenden Lawinensuchfeld. Denn auch hier gilt – wie immer bei Volvo: Sicherheit geht vor. Diejenigen, die es lieber etwas gemütlicher haben, entspannen in den Liege-

stühlen am Sonnenplateau und in den Ice-Lounges.

Abenteuerübernachtung auf 2.500 Metern Seehöhe Wagemutige bleiben noch für eine Übernachtung im Iglu. Bei einem gemeinsamen Tatarenhut-Essen (ähnlich wie bei einem Raclette werden Fleisch- und Gemüsestücke gegrillt) am Eistisch, beim Bogenschießen oder der Sternenwanderung findet so mancher neue

Freunde. Und keine Angst vor kalten Füßen! Aufwärmen können sich die Übernachtungsgäste in der FassSauna oder im heißen Whirlpool, bevor sie in den sieben Schlafiglus – umhüllt von Rentierfellen und Polarschlafsäcken sanft entschlummern. Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstücksbuffet geht es dann weiter in einen aufregenden Tag am Kitzsteinhorn. Buchungen auf www.ice-camp.at


18 KärntnerNachrichten I 15. Januar 2010

FREIZEIT

Penthouse-Spa am Zeller See Mit dem neuen Spa eröffnet das legendäre Grand Hotel in Zell am See allerfeinste Aussichten auf Bergpanorama, See und Wellnesstreatments aus aller Welt.

Foto: Christian Wöckinger

Im August 2008 eröffnete der Wellnessflügel des traditionsreichen Grand Hotels Zell am See ein Panorama-Spa auf drei Etagen. Treatments aus aller Welt sowie Wellness-Deluxe-Zimmer und Suiten mit eigener Dampfdusche oder Sauna machen die Sache rund. Als Kulisse für einen neuen Spabereich hat der Wellnessflügel des altehrwürdigen Grand Hotels die umliegende See- und Bergwelt auf einzigartige Weise eingefangen. Das Herzstück bildet die lichtdurchflutete Spa-Lounge im 5. Stock mit großer Seeterrasse, aussichtsreichen Ruheräumen, Tepidarium, Kräuter- und Panorama-Sauna, türkischem Dampfbad, Laconium, sowie Sole- und Infrarotkabine.

In neun stimmungsvollen Anwendungsräumen bietet Wellnessleiterin Susanne Bauer-Dollinger mit ihrem Team eine Essenz der besten Treatments aus aller Welt und greift auch die Themen Bodyforming und Anti Aging auf. Wer sich für den Wohnkomfort Wellness entscheidet, logiert in Wellness-Deluxe-Doppelzimmern (ca. 42 m2) oder -Suiten (50-70 m2) mit See-

blick, Balkon, Dampfdusche oder Dampfsauna und genießt neben dem exklusiven Zugang zu Spa und Saunawelt Annehmlichkeiten wie Tee- und Obstbar sowie ein gesundes Langschläfer-Vitalfrühstück. Infos: Grand Hotel Zell am See, A-5700 Zell am See, Esplanade 4-6, Tel. (0043) 6542 / 788, Fax (0043) 6542 / 788-305, email: info@grandhotel-zellamsee.at, www.grandhotel-zellamsee.at

Zum Eisskulpturen-Festival nach Harbin China Holidays kombiniert Kunst-Event mit PekingAufenthalt – Winterzauber im Reich der Mitte.

Wer diesen Winter zu einem Abstecher in den Norden Chinas nutzt, der hat neben dem meist klaren Himmel und der deutlich kleineren Zahl an Touristen einen weiteren Vorteil: Dank der aktuell in Deutschland herrschenden satten Minusgrade bleibt der „Kälteschock“ gänzlich aus. Und das ist gut so, schließlich bietet das Reich der Mitte auch im Winterkleid eine Vielzahl außergewöhnlicher Sehenswürdigkeiten. Jahreszeitengerecht beispielsweise das Eisskulpturenfestival im nordchinesischen Harbin. Bei dem international renommierten Event schaffen Künstler überwältigende Skulpturen, ja sogar ganze Gebäude aus Schnee und Eis und präsentieren diese in einer farbenfrohen Beleuchtung. Das Ganze hat zwar nur eine überschaubare Lebensdauer, ist aber einen Besuch wert. Zum Beispiel im Rahmen der achttägigen Tour „Winterzauber China“, die der Spezialveranstalter China Holidays

als Individualreise für 999 E (pro Person im Doppelzimmer) anbietet. Neben dem bereits erwähnten Harbin steht dabei das winterliche Peking im Mittelpunkt der Reise. Hier dürfen sich die Teilnehmer auf touristische Highlights wie die Verbotene Stadt oder die Große Mauer freuen. Auf dem Besichtigungsprogramm finden sich darüber hinaus u.a. ein Spaziergang durch ein traditionelles HutongViertel sowie der Besuch des größten Buddhistischen Tempels Pekings. Im Reisepreis enthalten sind neben dem Flug von/bis Frankfurt nach Peking die innerchinesischen Flüge, fünf Übernachtungen in Vier-SterneHotels, Verpflegung, Besichtigungsprogramm und Reiseleitung.

Weitere Informationen und Buchung: Tel.: +49-40-32 33 22-40 info@ChinaHolidays.de www.ChinaHolidays.de


15. Januar 2010 I KärntnerNachrichten 19

VERANSTALTUNGEN

GÖSSER startet Jahr der Jubiläen in Kitzbühel 150 Jahre Österreichs bestes Bier, 1.000 Jahre Stift Göss und 70 Jahre Hahnenkammrennen, wenn das kein Grund zum Feiern ist? Bereits zum 70. Mal fiebert die Ski interessierte Welt den Hahnenkammrennen in Kitzbühel von 22. bis 24. Jänner 2010 entgegen. Und auch dieses Jahr wird DIE Streif - ihres Zeichens die wohl schwierigste Skiabfahrt der Welt – der internationalen Ski-Elite wieder alles abverlangen. Ein Sieger steht schon jetzt auf dem Siegerpodest: GÖSSER seit 150 Jahren der Inbegriff für österreichische Biertradition und langjähriger, verlässlicher Top-Sponsor der Hahnenkammrennen.

Erstklassige Leistungen, atemberaubende Rennen, purer Nervenkitzel und hochkarätige Unterhaltung

auch abseits der Rennpisten sind garantiert beim größten Spitzensportund Society Event des Jahres: den

„Hahnenkamm 2009“ von links nach rechts: Klaus Kröll, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Generaldirektor der Brau Union Österreich DI Dr. Markus Liebl.

70. Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Und einer hat den Sieg bereits jetzt in der Tasche: GÖSSER – Österreichs bestes Bier. „Wir sind überzeugt, dass uns unser rot-weiß-rotes Powerteam auch bei den diesjährigen Hahnenkammrennen wieder mit Spitzenleistungen zum Jubeln bringen wird“, zeigt sich GÖSSER-Chef Markus Liebl optimistisch. „Und GÖSSER wird als verlässlicher Top-Sponsor mit einem faszinierenden Markenauftritt seinen Teil dazu beitragen und die Besucher zum Staunen bringen!“, so Liebl weiter. Als besonderes Highlight leitet GÖSSER DER Inbegriff für österreichische Biertradition – sein 150-Jahr-Jubiläum gebührend ein: mit dem Bieranstich des GÖSSER Jubiläumsbieres.

Naturpark Dobratsch Schneeschuhwanderung egen der regen Teilnahme an den Vollmond Schneeschuhwanderungen erweitert der Naturpark Dobratsch sein Programm und bietet Schneeschuhwanderungen auch am Tage an:

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Nächster Termin: kommenden Freitag, den 15.01.2010 Treffpunkt: 14 Uhr Dobratsch Rosstratte Kosten E 6,50 inkl. Führung, Schneeschuhe und Tee im Rosstrattenstüberl. Kosten, wenn eigene Schneeschuhe vorhanden E 3,50 inkl. Führung und Tee im Ro s st ra t te n st ü berl. Dauer etwa

drei Stunden. Neben der geführten Wanderung, erfahren die Teilnehmer interessantes über den Naturpark Dobratsch, wie die Entstehung des Karstberges, Bedeutung als Wasserberg, Geheimnisvolles über die Höhlen, Entstehung von Dolinen,... Tel. Voranmeldung unter 0664 / 96 36 185 oder robert.rulofs@aon.at


20 KärntnerNachrichten I 15. Januar 2010

REISEBERICHT

Sri Lanka – Trauminsel für Abenteurer, Sonnenanbeter und Kulturtouristen Nach Jahren blutigen Bürgerkrieges scheint der Friede stabil zu sein und die meisten Teile des Landes können gefahrlos bereist werden. Sudu ist Singhalese und möchte nach Beendigung seiner Karriere als Reiseleiter buddhistischer Mönch werden. Sehr zum Bedauern mancher Touristinnen, schwört der charmante, vielsprachige Tourismusexperte schon im Vorfeld seines Mönchtums auf totale Keuschheit. Er ist überzeugt, dass der Bürgerkrieg endgültig zu Ende ist und Tamilen und Singhalesen künftig friedlich zusammenleben werden. Sudu stammt aus einer wohlhabenden Großfamilie, die in der Nähe, des für seine Leopardendichte berühmten, Yala National Parks ein Anwesen besitzt. Die meisten seiner neun Geschwister sind ausgewandert und bekleiden in London und anderen europäischen Städten angesehene Positionen. Sudu selbst hat zwar mehrere Jahre in Deutschland verbracht, aber nie daran gedacht seine Heimat, die fürchterliche Katastrophen hinter sich hat (Tsunami, Bürgerkrieg) „im Stich zu lassen“. Ein Besuch bei seiner Mutter ist zumindest ebenso interes-

Tsunami Gedenkstätte.

Zugfahrt durch das Landesinnere.

Seit Sri Lanka wieder zur beliebten Feriendestination der Europäer aufsteigt, sind Luxustourismus und Tsunamiruinen nicht weit von einander entfernt. Der Küste entlang, mit Galle als Hochburg, findet man an den makellosen Sandstränden, erstklassige Ferienanlagen und Hotels mit noch sehr günstiger Preisgestaltung. Sri Lanka ist ein Ferienparadies für Naturliebhaber und solche, die sich im tropischen Klima abenteuer-

sant wie einer im benachbarten Nationalpark. Man gewinnt Einblick in den kultivierten Lebens- und Wohnstil ceylonesischer Familien und ist von der unaufdringlichen Gastfreundschaft beeindruckt. In der Nähe des Besitzes von Sudus Familie hat der Tsunami voll zugeschlagen. Er selbst hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern, die zu Halb- oder Vollwaisen geworden sind, zu einem besseren Leben zu verhelfen. Gerne spricht er von „seinen 51 Kindern“, denen er

Eine Schulklasse. auch Unterstützung über seine Kunden aus dem Ausland vermittelt. Der bekannteste Österreicher in Sri Lanka ist der SOS Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner. „SOS Children Villages“ haben sich um tausende von Tsunami Waisen gekümmert. Seit August 2009 unterhält die SOS Kinderdorf Organisation Betreungseinrichtungen für Kinder in dem riesigen Nachkriegs – Chettikulam Flüchtlingscamp und ist bestrebt zerrissene Familien wieder zusammen zu bringen.

sportlich betätigen wollen. Es gibt tolle Surfspots, die Voraussetzungen für Tauchen und Schnorcheln sind vorzüglich und ausgedehnte Kayakfahrten auf den dschungelgesäumten Flüssen sind noch wenig populär aber empfehlenswert. Es wäre ein großer Fehler Sri Lanka als reine Destination für Sonne, Strand und Meer zu betrachten. Die Indien vorgelagerte gebirgige Insel hat auch ein faszinierendes Landesinneres, das zum Wandern und sogar Mountainbiken einlädt und verfügt über zahllose Kul-


15. Januar 2010 I KärntnerNachrichten 21

REISEBERICHT

Elefanten beim täglichen Flußbad. turschätze. Sieben von ihnen zählen zum UNESCO Weltkulturerbe. Das sympatische Wesen der Menschen erlebt man bei einer Zugfahrt durch das Landesinnere, z. B. von Kandy nach Nuwara Eliya. Der Zug wird fast ausschließlich von Einheimischen bevölkert. Touristen sind die Ausnahme. Besonders anmutig sind die vielen Schülerinnen und Schüler in ihren blitzsauberen Unifor men. Die Reise führt lange durch üppigen Dschungel, in dem sich kleine Dörfer verstecken. Weiter oben in den Bergen geht die Fahrt durch sattgrüne Teeplantagen, in denen buntbetuchte Tamilenfrauen die Teeblätter abzupfen. Die offenen Wagons stammen ebenso wie die Bahnhöfe

noch aus der britischen Kolonialzeit. Kandy ist mit seinem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Zahntempel (Dalada Maligawa), in dem die heilige Reliquie von Buddhas Eckzahn aufbewahrt wird, eine der wichtigsten Pilgerstätten des Buddhismus. Im kühlen Klima des Hochlandes von Nuwara Eliya, wo die Engländer stattliche Residenzen errichtet haben, wird die koloniale Atmosphäre von den Ceylonesen nicht ohne einen Hauch von Nostalgie gepflegt und wohlhabende Familien aus Colombo haben dort weit ab vom hitzegeschwängerten Trubel der Hauptstadt ihre Zweitresidenzen. Ein Besuch in der Blue Tea Factory mit anschießender Teeverkostung kann auch bei auf Espresso eingeschworenen

Elefantenwaisenhaus von Pimavela.

Erstklassige Hotels laden zum Badeurlaub ein. Mitteleuropäern eine neue Einstellung zur Teekultur bewirken. Das Elefantenwaisenhaus von Pimavela liegt nur achtzig Kilometer vom Flugplatz von Colombo entfernt. Für Tierfreunde ist der Besuch dieser Anlage, die errichtet wurde um den gefährdeten Elefantenbestand zu sichern, ein unvergessliches Erlebnis. Die Neugeborenen werden dort buchstäblich mit dem Flascherl aufgezogen. Beim täglichen Flussbad zeigt die inzwischen auf vierhundert Jungelefanten angewachsene Herde wie überschäumend lebensfroh und temperamentvoll diese Tiere sein können.

Anreise:

Tamilische Teepflückerinnen geben ihre Ernte bei der Teefabrik ab.

Fünf wöchentliche Direktflüge zwischen Frankfurt und Colombo mit Sri Lanka Airlines.

Hoteltipps: „The Blue Water“ Wadduwa e-mail: sales@thebluewathersrilanka.com Luxuriöses Strandhotel, mit vielfältigem Sportangebot. Unterhaltung und bemerkenswerter Gastronomie. „The Tea Factory“ Nuwara Eliya E-mail: ashnres@aitkenspence.lk Umgebaute Teefabrik in 2200 Meter Höhe Deutschsprachiger Reiseführer: C.J.Sudusinghe E-mail: cjsudusinghe@yahoo.com Die interessanten Pauschalangebote für Sri Lanka Reisen finden Sie im Katalog von FTI Touristik „Vorderer Orient, Indischer Ozean“, in jedem guten Reisebüro zu buchen. KML


22 KärntnerNachrichten I 15. Januar 2010

VERANSTALTUNGEN

Tauschen Sie Ihr altes Bad gegen ein Neues – Auf zur Häuslbauermesse vom 15. bis 17. Jänner chon lange träumen Sie davon, Ihre unliebsame Nasszelle loszuwerden und gegen eine moderne Wohlfühloase auszutauschen. Das „Bäderland Kärnten“, ein Zusammenschluss der größten Badanbieter Kärn-

S

tens und die „Kärntner Messen“ bringen Sie vielleicht einen Schritt näher zu Ihrem Traumbad näher. Bringen Sie ein Foto Ihres alten Badezimmers auf die „Häuslbauermesse Klagenfurt“ vom 15. bis 17. Jänner 2010 mit und Sie gewinnen mit etwas Glück den kompletten Umbau Ihres Bades im Wert von E 10.000,—. Wenn Sie mitmachen möchten, brauchen Sie lediglich Ihr „altes“ Bad fotografieren, das Foto ausdrucken oder entwickeln lassen und dann anlässlich der „Häuslbauermesse Klagenfurt“ vom 15. bis 17. Jänner 2010 auf unseren „Tausche Bad“Messestand in der Messehalle 1 bringen.

54. Klagenfurter Garnisonsball m Freitag, den 22. Jänner 2010 um 20.30 Uhr, findet in der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt/ Lendorf der diesjährige Garnisonsball, welcher ganz unter dem Motto „50 Jahre Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres“ steht, statt. Das Große Tanzorchester der Militärmusik Kärnten und eine Antenne Kärnten Disco sorgen für Schwung und gute Laune. Für Schüler, Studenten und Präsenzdiener ist der Eintritt frei. Saaleinlass ist ab 19.30 Uhr. Um 20.30 Uhr wird der Garnisonsball mit einem „orientalischen-Showact“ durch die „Kamila Showdance Academy“ eröffnet.

A

Tischreservierungen und Vorverkaufskarten (E 10,—) sind beim Militärkommando Kärnten unter der Tel.: 050201/ 7040005 oder 7040006 sowie bei der Abendkasse (E 13,—) erhältlich.


15. Januar 2010 I KärntnerNachrichten 23

KULTUR / VERANSTALTUNGEN

Stadt Klagenfurt ehrte Prof. Josef Inzko it der Ehrenurkunde zeichnete die Stadt Klagenfurt Prof. Josef Inzko für sein seine besonderen Verdienste und Leistungen auf kulturellem Gebiet, insbesondere für sein musikalisches Lebenswerk aus. Bei der Überreichung der Urkunde im Festsaal des Rathauses betonte Bürgermeister Christian Scheider, dass Prof. Josef Inzko sein Leben den Liedern widmet und gleichzeitig eine herausragende Persönlichkeit im Kulturleben des Landes und weit darüber hinaus ist. „Ganz wichtig ist die kulturelle Identität über die Landesgrenzen hinweg, ohne Musik und Kulturgut würde es das nicht geben. Prof. Josef Inzko ist in diesem Bereich Vorbild für nachfolgende Generationen, die Landeshauptstadt ist sehr stolz auf solche Bürger“, so Bürgermeister Scheider. Auch Kulturreferent Vizebürgermeister Al-

M

bert Gunzer gratulierte Prof. Josef Inzko zur Auszeichnung. Über die ihm zuteil gewordene Ehrung freute sich Prof. Josef Inzko sehr und dankte der Stadt Klagenfurt herzlich. Die Ehrung fand im Beisein der Gattin von Prof. Inzko, Hanna Inzko, Tochter Mag. Pauline und Schwiegersohn Dr. Simon Korenjak und vielen Ehrengästen statt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Familienmusik Gollob und dem Quartett des Vokalkreises Klagenfurt. Josef Inzko wurde am 9. 1. 1925 in Rabenberg bei Weizelsdorf im Rosental geboren, wuchs in einer sehr musikalischen Familie in Ferlach auf, lernte bereits sehr früh Gitarre und Akkordeon und später auch Orgel und Klavier. Durch den Beitritt zum Kirchenchor kam er mit Kirchenmusik und klassischer Musik in Berühr-

Im Bild von links Vizebürgermeister Albert Gunzer, Dr. Simon Korenjak, Prof. Josef Inzko, Mag. Pauline Korenjak, Hanna Inzko und Bürgermeister Christian Scheider. Foto: Eggenberger ung. 1954 legte Josef Inzko die Staatsprüfung für Musik im Fach Violine an der Musikakademie in Wien ab. Er war Chorleiter des MGV Kelag, Chorleiter des Frauengesangsvereines „Harmonie“ und langjähriger Chorleiter der singgemeinschaft Krumpendorf. 1964 komponierte Inzko sein erstes Kärntner Lied. Bis 2009 entstanden über 700 Kärntnerlieder,

die er als „Lieder aus Kärnten“ bezeichnet, 30 Blasmusikorchester-, 20 Geigenmusik-Werke drei Messen aus seiner Feder. Im Dezember 2006 wurde Josef Inzko durch den Bundespräsidenten der Berufstitel Professor verliehen. Am 9. Jänner 2010 feiert Prof. Inzko seinen 85. Geburtstag.

Sonnenwinter am Kap 4613 iefverschneite Berge, glitzerndes Wasser, sich wärmende Sonnenstrahlen auf das Gesicht scheinen lassen, frische Luft in kuschelige Decken gehüllt bei Cappuccino und den Blick auf den schlafenden See genießen oder gemütlich bei schwungvollen Rhythmen und Aperol-Spritzer in der beheizten Pyramide sich bis in die späten Abendstunden amüsieren.

T

Das geht jetzt auch im Jänner und Feber! Wir haben jetzt auch am Wochenende geöffnet! Freitags ab 18.00 Uhr und Samstag, Sonntag schon ab 12.00 Uhr. Wir freuen uns auf Euren Besuch! Kap 4613 – Die Feuerinsel im Millstätter See www.kaerntenkult.at


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