K1 Klubmagazin der FPÖ Kärnten
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© Klaus-Ingomar Kropf
Gedenkgottesdienst für Dr. Jörg Haider anlässlich seines zehnten Todestages:
„Jörg Haider liebte das Land Nun ist es bereits 10 Jahre her, seit wir Jörg Haider, den Landesvater, den Freund, das politische Ausnahmetalent, den Menschen, der für die Nöte und Sorgen der Bevölkerung immer ein offenes Ohr hatte, schweren Herzens verabschiedet haben. Als am 11. Oktober 2008 die Nachricht vom Ableben Jörg Haiders bekannt wurde, legte sich eine kollektive Trauer über Kärnten. Viele Menschen konnten und wollten es nicht glauben, dass „ihr Jörgale“ so plötzlich und tragisch aus dem Leben gerissen wurde. Dementsprechend groß war die Anteilnahme der Kärntnerinnen und Kärntner. Wir alle erinnern uns noch an das Kerzenmeer an der Unfallstelle und vor der Landesregierung, an die unzähligen Blumenspenden, an die langen Menschenschlangen, die sich vor dem Landhaus gebildet haben, weil aus dem ganzen Land Menschen kamen, um am Sarg dem verstorbenen Landeshauptmann die letzte Ehre zu geben, und vor allem an die vielen, vielen tausenden Besucher seines Begräbnisses. Für viele Kärntner war Jörg Haider weit mehr als nur ihr Landeshauptmann. Sie sahen in ihm einen, der sich um sie kümmerte. Er liebte das Land und seine Menschen, und das spürte jeder, der mit ihm zu tun hatte. Jeder konnte mit seinen Problemen zu ihm kommen, für jeden hatte er Zeit, jedes Anliegen wurde ernst genommen. Jörg war ein aufmerksamer Zuhörer, ein guter Gesprächspartner und vor allem jemand, der immer versuchte, möglichst schnell und unkompliziert zu helfen. Bei seinen vielen Terminen quer durch das Kärntnerland und den damit einhergehenden
Begegnungen erfuhr er, wo den Menschen der Schuh drückte. Seine große Menschlichkeit und sein Gespür für die so genannten „kleinen Leute“ zeichneten ihn aus. Er war ein Politiker zum Anfassen, der sofort mit jedem – auch über Parteigrenzen hinweg – eine Gesprächsbasis fand. Deshalb waren so viele von ihnen mit Jörg freundschaftlich verbunden, deshalb waren so viele von seinem Tod tief betroffen und deshalb bewahren ihn so viele auch noch heute – 10 Jahre später – in ihrem Herzen. Jörg Haider war ein großer Menschenfreund und Visionär. Die vielen Jahre, in denen er in der Politik tätig war, war er unermüdlich für die Bevölkerung im Einsatz und immer nahe an den Menschen.
„
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird.
Dieses Zitat von Immanuel Kant beschreibt den Sinn unseres Gedenkens an Jörg Haider. Seine jahrzehntelange Arbeit für Österreich und Kärnten im Speziellen hinterließ bleibende Spuren, die das heutige Leben vieler Bürger noch nachhaltig und positiv beeinflussen. Jörg gab uns auch eine Ahnung davon, wie das Verhältnis von Politik und Bürgern optimal funktionieren kann. Seine Spuren sind noch überall sichtbar und wirken weiter. „Unser Kärnten soll etwas ganz Besonderes sein. Ein wirtschaftlich starkes Land und modern. Ein Schmuckstück, eine Art Juwel der Mitmenschlichkeit, des Miteinanders und der Begegnung der Generationen, gerade dann, wenn es rundherum kälter und frostiger wird“. Das waren seine Worte im Zuge seiner „Kärnten Erklärung“ 2003 im Wappensaal des Landhauses und wie wir wissen, war er auch beseelt davon, dieses Leitbild ständig mit Leben zu erfüllen. Bundesweit wurden viele seiner Initiativen wie das „Kindergeld“ oder die „Lehre mit Matura“ übernommen. Seine soziale Handschrift war themenübergreifend spürbar. Er
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und seine Menschen“ hat sich dafür eingesetzt, dass alte Menschen in Würde zu Hause gepflegt werden können und bemängelte es leidenschaftlich, dass Mütter, die ihre Kinder aufgezogen und ihre Eltern gepflegt haben, also ihr Leben dem Wohl der Familie gewidmet haben, am Ende des Tages aber ohne eigene Pension dastanden. So wurde das einzigartige „Müttergeld“ ins Leben gerufen. Unter seiner Ägide wurden auch jene vor den Vorhang geholt und ausgezeichnet, die ihr Leben in den Dienst ihrer Mitmenschen stellten. Der Schutz der Familie stand für ihn, dem Familienmenschen, der seine Frau und seine Töchter über alles liebt, immer im Vordergrund, besonders da er durch die Globalisierung und den Mainstream die Gefahr der © Klaus-Ingomar Kropf
Entwurzelung gegeben sah. „Wir sind also nicht die Globalisierer, die alles dem Götzen Wirtschaft unterwerfen wollen. Uns ist es mehr wert, dass es Zeit für Gemeinschaft gibt, Zeit für die Familie. Denn wo Zukunftsangst herrscht, können auch keine Kinderaugen leuchten“, sagte er am 26. Oktober 2005 im Congress-Center in Villach. „Die Heimat erhalten – der Heimat im Wort“. Diesen Slogan prägte Haider. Für ihn schaffte „Heimat“ Sicherheit und Geborgenheit. Daher ging es ihm darum, unseren Kindern diese Heimat zu erhalten. Erhalten mit seiner Umweltstruktur, erhalten in seiner Lebenskultur, erhalten aber auch in den Traditionen, die uns wichtig sind. Deshalb war er ein großer Förderer der Volkskultur, des Brauchtums und natürlich auch der Kärnt-
nerlieder, die ihm, selbst ein leidenschaftlicher Sänger, immer ganz besonders am Herzen lagen. Jörg Haider stand aber auch für gelebte Nachbarschaftspolitik und unterstützte grenzüberschreitende Kooperationen und Projekte. Er hat den Alpen-Adria-Gedanken getragen und war einer der Wegbereiter für die „Euregio“. Sehr früh erkannte er auch, dass in der Hochtechnologie die besten Chancen für Kärntens wirtschaftliche Zukunft liegen und seine Nachfolger konnten und können darauf aufbauen. Jörg Haider rief dazu auf den Mut zu haben, durchaus zu träumen und Visionen zu entwickeln, die weit über den Augenblick hinaus reichen. Er sagte 2003: „Ich jedenfalls möchte ein solcher Träumer bleiben und lade alle ein, gemeinsam dran zu arbeiten, dass die Wirklichkeit unserer Vorstellung von ihr immer mehr entspricht.“ In diesem Sinne wollen wir Jörg Haider als Vorbild sehen und für unsere Heimat zukunftsweisende Visionen weiterentwickeln. Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken. Wir trauern heute und denken gleichzeitig mit Dankbarkeit daran, was uns Jörg Haider dank seiner vielen Talente gegeben hat. Rede von Landesparteiobmann Mag. Gernot Darmann
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Am Rande bemerkt Das politische Jahrhundert-Talent Jörg Haider fasziniert die Medien, nicht nur jene in Österreich, auch zehn Jahre nach seinem Tod. In überwiegender Mehrheit wurden die Zeitungs- und TV-Reportagen der vielschichtigen Persönlichkeit des Kärntner Landeshauptmannes gerecht. Negativ fielen aber jene medialen Versuche auf, Jörg Haider nach seinem Tod zu kriminalisieren. Einmal mehr tat sich in dieser Hinsicht die „Kleine Zeitung“ hervor. Die Tatsache, dass gegen Jörg Haider bis zu seinem Ableben kein einziges Verfahren anhängig war, wurde von einigen wenigen Journalisten und Kommentatoren ausgeblendet. Bösartige auf hypothetischen Angaben fußende Attacken gegen einen Verstorbenen, der sich nicht wehren kann, sind geschmacklos. Weitgehend unerwähnt blieb auch das Faktum, dass SPÖ und ÖVP die Hypo-AlpeAdria-Bank als Propaganda-Waffe gegen
Jörg Haider missbraucht haben und dabei Milliardenverluste in Kauf nahmen. Man braucht nur im Griss-Bericht nachzulesen, dass SPÖ und ÖVP sogar eine Agentur beschäftigt haben, welche Medien gezielt mit Hypo-Infos versorgt hat. Wer eine Bank auf diese Weise regelmäßig in die Schlagzeilen bringt, ruiniert sie bewusst. Und immer sollte Jörg der Schuldige im Hintergrund sein, obwohl er nie operativ in der Bank tätig war. Wenn man heute weiß, wie werthaltig die verbliebenen Hypo-Assets sind – sie bringen über 10 Milliarden Euro - kann man davon ausgehen, dass überhaupt kein Schaden
entstanden wäre, hätte man die Bank in Ruhe über die mageren Jahre der Finanzkrise gesteuert. Aber SPÖ und ÖVP wollten den Ruf von Jörg Haider zerstören, und dafür war ihnen kein Wertverlust zu teuer. Auch Kärntner SPÖ-Vertreter mit Peter Kaiser an der Spitze schlossen sich dem HaiderGedenken an. Doch wie glaubwürdig ist das, wenn man weiß, dass diese SPÖ dominierte Landesregierung eine Klage gegen Haiders Familie und indirekt einen Prozess gegen den Verstorbenen führen will. Es ist zu hoffen, dass die SPÖ diese beschämende Vorgangsweise beendet.
Jörg-Haider-Medaille an Vizekanzler Heinz-Christian Strache überreicht
© Klaus-Ingomar Kropf
Strache würdigte Jörg Haider als großartigen Menschen sowie außergewöhnlichen Politiker, der in Kärnten und Österreich vieles zum Besseren gestaltet hat
Nach einer gemeinsamen Kranzniederlegung durch FPÖ-Bundesparteiobmann Vizekanzler Heinz-Christian Strache und FPÖ-Landesparteiobmann Klubobmann Gernot Darmann an der Unfallstelle und am Grab von Jörg Haider im Bärental wurde Vizekanzler Strache von Witwe Claudia Haider und Gerald Grosz in einer würdevollen Zeremonie die Jörg-HaiderMedaille verliehen. Neben Strache erhielt auch der ehemalige FPÖ-Vizekanzler Her-
bert Haupt die Medaille, die "für Verdienste um die politische Erneuerung" verliehen wird, überreicht. Strache erklärte in seiner Dankesrede, es sei für ihn eine "große Ehre und Freude", er bedanke sich - auch im Namen von Herbert Haupt - für die Verleihung. „Es ist ja auch für mich keine Selbstverständlichkeit." Haider sei eine Ausnahmepersönlichkeit gewesen, er habe mit seinen
Leistungen seit den achtziger Jahren gezeigt, dass man den rot-schwarzen Filz aufbrechen könne. Als Haider 1986 die FPÖ übernommen habe, sei die FPÖ bei drei Prozent gelegen. Keiner habe damals geglaubt, dass diese FPÖ eine Überlebenschance hätte. „Haider hat alle eines Besseren belehrt, ist immer gegen den Strom geschwommen und hat einen Wahlsieg nach dem anderen errungen." Zugleich sei er immer auf die Menschen zugegangen. Zum Zerwürfnis mit der Gründung des BZÖ sagte Strache: „Für mich war es eine zutiefst emotionale Enttäuschung, als Haider sich von der freiheitlichen Familie abgewandt hat. Natürlich haben wir uns da auch unfreundliche Sachen gesagt." Das tue ihm sehr leid und er würde es gerne rückgängig machen, so der Vizekanzler. An Claudia Haider gewandt, meinte er: „Ich möchte mich auch bei der Familie entschuldigen, falls ich da und dort etwas gesagt habe, das sie beleidigt haben könnte."