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Tourismus LAB Mensch und Maschine

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Mensch & Maschine

LINZ. TOURISMUS LAB


Mensch und mit Maschine In Fortsetzung des TourismusLabs wird am Beispiel von drei Projekten der sinnvolle und unterstützende Einsatz vom Medium „Maschine“ für Tourismus, Gastlichkeit und schönem Reiseerlebnis behandelt. Wiederum mittels der Triple-Diamond Methode wurden Interventionen im (halb-) öffentlichem Raum erforscht, entwickelt und getestet. Die aktuellen Themen sind Wahrung der Menschenwürde, Vermeidung von Missverständnissen und Assistenz in der Informationsbeschaffung. Durchgeführt von Studierenden der Sigmund Freud Privatuniversität Linz.


Akustik in Restaurants.


AKUSTIK IN RESTAURANTS

25. JUNI 2018 JULIA MENDE, LISA STOCKINGER & LAURA SONNLEITNER


Nach unserer ersten Intervention war es für uns schnell klar, wo wir unseren Ansatz setzen. Leider scheitert es im Tourismusbereich oft an akustischen Problemen, welche zu Missverständnissen und unzufriedenen Konsumenten führen. Die sprachlichen Kenntnisse mancher Angestellten sind oftmals leider nicht ausreichend, um die Missverständnisse zu minimieren und in manchen Fällen die Kunden zufriedenzustellen. Natürlich kommen öfter auch andere Faktoren hinzu, welche die akustische Übermittlung erschweren wie z.B. Geräuschkulisse, Konsumenten aus dem Ausland usw...


Uns war bewusst, dass sprachliche Kenntnisse in chinesischen bzw. italienischen Restaurants schwierig zu verbessern sind, daher haben wir uns an die Ideenfindung gemacht und sind schließlich nach einigen Fehltritten bei der Kartengestaltung stehen geblieben. Wir ließen uns einige Verbesserungen für die Speisekarte in Restaurants einfallen und gestalteten einen Flyer, mit welchem wir unterschiedlichste Restaurants aufsuchten und die Kellner dazu befragten. Das Ergebnis dieser Intervention war nicht ganz so wie erwartet, aber weist um so deutlicher daraufhin, dass sich hier ein Ansatz befindet, welcher im Tourismusbereich nicht außer Acht gelassen werden sollte. Auch wenn wir mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden sind, ist ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt und eine Weiterführung des Projekts wäre sicherlich interessant.


Auf die Idee brachte uns ein aufgeschlossenes Pärchen – Jörg und Ulli – die berichteten, dass oft die Sprache im Tourismusbereich ein Problem ist. Servicekräfte sind nicht richtig geschult und bieten gegenüber Maschinen keinen Mehrwert. Schulungen der Sprachkenntnisse sind die Lösung!


Erster Anlauf: Vapiano. Sehr laut, sehr hektisch.

Italienische Köche, die jeweils 2 Gerichte gleichzeitig kochen und Bestellungen aufnehmen. Und die alles entscheidende Frage: „Bekomme ich das zu Essen, was ich bestellt habe?“ Selten. Sei es nur der Parmesan in der Tomatensuppe, der zu viel ist oder gleich ein falsches Gericht. Wie kann man den Stress auf beiden Seiten – Köche und Kunde – reduzieren, die Geräuschkulisse senken und wie kann ich garantieren, dass jeder das bekommt, was er bestellt hat? Wie kann ich verhindern, dass die fehlende Sprachkenntnis der Köche und der Lärm die Bestellung beeinträchtigt? Kann man hier mit weiteren Menschen arbeiten oder doch mit Maschinen? Schnell war klar: Es müsste einen Zwischenschritt geben. Die Schauküche ist toll, aber die Köche sind überfordert. Wenn man bei jemanden im


Vorhinein bestellen könnte, der der deutschen Sprache und der Karte mächtig ist, wäre es ideal. Man kommt also hinein, bekommt seine Karte mit der man im Anschluss bezahlen kann und wird weitergeleitet zu einem Vapianisten, der die Bestellung aufnimmt und den ein oder anderen Tipp geben kann. Dann wird die Bestellung weitergeleitet zu den Köchen, wo man dann beim Kochen zusehen kann. Soweit die Idee! Dann die Erkenntnis: In Wien gibt es bereits in einigen Lokalen Bestellautomaten. Wir wollten es trotzdem wagen und sind zum Vapiano am Hauptplatz gegangen. Dort wurde schnell klar: Wir werden scheitern. Das Vapiano gehört einer Franchisekette an und der dortige Geschäftsführer kann nichts für uns tun, um unser Projekt zu testen. Wir sind also im ersten Anlauf leider gescheitert.


Zweiter Anlauf: die Pauschalisierung unseres Projekts. Es hieß, nochmal darüber nachdenken, was die Grundidee unseres Projekts ist und aufzuhören, uns auf das Vapiano zu versteifen. Wir befassten uns also mit dem Thema Akustik und erstellten einen Flyer, mit dem wir in verschiedene Restaurants gegangen sind, um noch einmal nachzuforschen, ob es eine Lösung dafür gibt, das Bestellen für alle einfacher zu machen.


Zuerst versuchten wir unser Glück beim Lokal Gösser, wo wir sehr schnell abgewimmelt wurden. Es gibt keine Probleme. Es ist noch nie vorgekommen, dass jemand etwas Falsches serviert bekommen hat. Es wird weggeschaut und blind weitergemacht. Wir sind Gewohnheitstiere. Eine Veränderung ist nicht in Erwägung zu ziehen.

Der Kern der Problematik. Wir konnten nicht einmal erklären, um was es bei unserem Projekt geht, da wir nicht verstanden wurden. „Wollt ihr etwas trinken?“ war die Antwort auf unser Anliegen. Die Zahlen auf der Speisekarte erleichtern zwar das Bestellen, doch alles was darüber hinausgeht, ist ein Ding der Unmöglichkeit. An diesem Punkt war uns klar, dass definitiv Handlungsbedarf herrscht!


Die Anfangsphase hat ja ganz gut funktioniert, wir sind offen und gut gelaunt auf die Menschen zugegangen. Haben uns auch gleich meistens Paare gesucht, damit sie untereinander diskutieren können, wir mussten uns nur noch zurücklehnen und lauschen. Und ich denke, das ist auch schon des Rätsels Lösung, wir haben uns zurückgelehnt, den Dingen ihren Lauf gelassen, nur nicht zu viel eingreifen, wenn sie mal zum Reden begonnen hatten. Als es dann konkreter wurde - Stichwort Vapiano - waren wir noch frohen Mutes, überzeugt von unserer Idee!


Bis wir dann langsam begriffen, dass wir wirklich versuchen sollten Erfolg zu haben. „Wie sollen wir, 3 Psychologiestudenten im 2. Semester, denn Einfluss auf einen Betrieb, der an sich gut läuft, nehmen?“ Miese Stimmung brach in unserer Gruppe aus und wir haben unser Projekt vorerst auf Eis gelegt. Dann, nach einiger Überzeugungsarbeit unseres Professors, haben wir es doch probiert und beim Vapiano unsere Idee vorgestellt und präsentiert. An dieser Stelle sei gesagt - Ja…wir hätten das ganze wesentlich besser verkaufen können -


...aber wir waren einfach der Meinung, dass sich das sowieso nichts bringt. Wären wir offen, frÜhlicher und noch motivierter und vorbereiteter hingegangen, hätten wir vielleicht eine andere Reaktion des Managers bekommen...dem war aber nicht so. Deshalb: Kontrolliertes Scheitern Versagen mit Stil.


Die meisten Menschen waren sehr offen und auch hilfsbereit, besonders in der ersten Intervention. Der Manager vom Vapiano war sehr verhalten, kann auch an unserem Auftritt liegen. Wir wurden schnell abgespeist. Ich denke, er hat unsere Unsicherheit und dass wir selbst nicht von der Sache überzeugt waren, gemerkt und uns deshalb gleich weitergeleitet, damit er nicht mehr darüber nachdenken muss… Als wir die verschiedenen Restaurants besuchten, waren die meisten sehr von sich und ihrer Ladenführung überzeug, “Nein, bei mir läuft alles rund, ich brauche das alles nicht”.


Lediglich einer hat etwas mehr mit uns geredet, alles genau erklärt, gesagt wo es Schwierigkeiten gibt und uns auch zugehört. Warum ist das so? - Naja, die meisten Menschen werden nicht gerne kritisiert und auch wenn das von uns in keinem Fall als Kritik gemeint war bzw. wir nicht besserwisserisch klingen wollten, kam das bei vielen so an. Außerdem sind Menschen eher faul und Gewohnheitstiere sind wir ja sowieso und Veränderung bedeutet immer etwas aktiv machen - wozu, wenn etwas mehr oder weniger gut von allein läuft.


Wir sind leider an der AusfĂźhrung der Grundidee gescheitert. Nichtsdestotrotz sollte der Ansatz weiterverfolgt werden, da die Konsumentenzufriedenheit unter dem Problem der Akustik leidet. Die Kartengestaltung ist ein wichtiger Teil der Kommunikation in verschiedensten Restaurants und sollte als wichtiger Bestandteil des Konzeptes gesehen werden. Um unser Projekt zu verbessern, sollte nicht bei den Kellnern begonnen werden, sondern direkt die Restaurantbesitzer sollten mit diesem Thema konfrontiert werden. Mit entsprechenden Analysen und FragebĂśgen kĂśnnte den


Restaurantbesitzern bewusst gemacht werden, dass sich der Umsatz bei guter Akustik steigern könnte. Bei verbesserter Akustik erhöht sich die Kundenzufriedenheit und gleichzeitig auch die Weiterempfehlung an Freunde, Familie und Bekannte, was wiederum den Bekanntheitsgrad eines Restaurants steigert. Legt man diese Fakten den Unternehmern vor, wäre es möglich eine Verbesserung in diesem Bereich zu erzielen. Um die Unternehmer überzeugen zu können, sollten die Umfragen einige wichtige Fragestellungen beinhalten und so den Geschäftsführer zum Nachdenken anregen.


Eine weitere Möglichkeit, um unser theoretisches Konzept mit einem praktischen Ansatz zu unterstreichen, wäre ein Art Selbstversuch. Man könnte für ein Restaurant eine Karte in diesem Stil gestalten und diese einige Wochen testen. Eventuell steigern sich die Besucherzahlen bzw. könnte eine weitere Umfrage Auskunft über die Kundenzufriedenheit nach dem Test geben.


Der 28.05.2018… Tag der Präsentation. Ahnungslos, um ein Teammitglied zu wenig und nicht vorbereitet wurden wir überrumpelt mit der Präsentation vorm Tourismusverband. Spontan wurde in 10 Minuten eine Powerpoint Präsentation erstellt und jeglicher Mut zusammengenommen, um die Präsentation zu halten. Da wir Gott sei Dank im Präsentieren geübt sind, wurde die Situation so gut wie möglich gemeistert. Die Reaktion von Herrn Steiner, dem Rektor des Verbandes, zufolge ist dieses Thema wichtig und sollte keinesfalls aus den Augen verloren werden, jedoch hat er auch angemerkt, dass wir an der Umsetzung gescheitert sind.


Geburtsdatum: 04.10.1995 Hobbys:

mein Hund, Zeichnen, Lesen & Serie schauen

Stärken:

sehr empathisch, aufmerksam, pflichtbewusst

Schwächen:

ungeduldig und schnell frustriert/ genervt


Geburtsdatum: 15.07.1999 Hobbys:

Reiten, Fitnessstudio, Serien schauen

Stärken:

zielstrebig, offen, hilfsbereit, optimistisch

Schwächen:

ungeduldig, unordentlich, selbstkritisch


Geburtsdatum: 01.03.1997 Hobbys:

Reiten, mein Hund, Zeichnen

Stärken:

Künstlerische Begabung, aufrichtig, neugierig, verantwortungsbewusst

Schwächen:

Perfektionistisch, pessimistisch, eigenwillig


Leichter Linz.


Leichter.Linz. Wir sind Leonie Lamm, Michelle Mader, Nina Nosek und Nina Zoister. Unsere Wege haben sich im Psychologiestudium der Sigmund Freud PrivatUniversität gekreuzt und gemeinsam haben wir das Projekt „Leichter.Linz.“ auf die Beine gestellt. Auf den folgenden Seiten begleitest Du uns auf unserem Werdegang – wir wünschen Dir viel Spaß dabei!

von l. n. r.: Leonie Lamm, Nina Zoister, Michelle Mader, Nina Nosek


Leichter.Linz.

Thema und Kurzbeschreibung

Nach einem kurzen Briefing wurde unser Team mit der Aufgabe, Passanten zum Thema MenschMaschine im Tourismusbereich zu befragen, in die freie Wildbahn (beziehungsweise Linz und Umgebung) entlassen. Trotz anfänglicher Ratlosigkeit der Befragten, die wir mit dieser doch komplexen Thematik konfrontierten, hatten die meisten etwas zu unserem Input hinzuzufügen. Zusammengefasst ergaben sich einige Hauptaussagen: v v

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Menschlicher Kontakt hat immer Priorität Technischer Fortschritt ist trotzdem erwünscht Menschen sollen nicht durch Maschinen ersetzt werden Viele ältere Personen fühlen sich wegen technischer Neuerungen überfordert

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Leichter.Linz. Unsere Aufgabe bestand darin, uns der Problematik mit dem Ziel zu nähern, einem kleinen Bruchteil der Linzer Bevölkerung das Leben leichter zu machen. Aber wie kann man den Wunsch nach einem menschlichen Gegenüber und einem technischen Fortschritt nachgehen? Mithilfe unseres Infomaten! Das Konzept kann man sich anhand eines Ticketautomaten vorstellen. Stell Dir vor Du willst das Lentos besuchen. Du befindest Dich bei der Goethekreuzung und siehst weit und breit keine Information (1). Nun kannst Du ganz einfach zu dem nächsten Ticketautomaten gehen, welcher mit einem blauen „i“ gekennzeichnet ist (2). Dort kannst Du einen Videoanruf mit einem Mitarbeiter starten (3) und erhältst somit Auskunft über die benötigten Fahrscheine, über das Lentos selbst, aber auch andere Sehenswürdigkeiten in Deiner Nähe, die Du ebenfalls besuchen könntest (4). Leonie - Michelle - Nina - Nina


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Solche Art von Automaten könnten an besonders gut besuchten Plätzen platziert werden, aber auch an Orten, an denen keine entsprechenden Ansprechpartner für diese Art von Fragen vorzufinden sind – was leider auch an gut besuchten Plätzen oft nicht der Fall ist. Zusammengefasst ist der Infomat ein Ticketautomat mit einer Sonderfunktion, die einen Videoanruf mit einer Ansprechperson ermöglicht und so gestrandeten Touristen und betagten Personen aus der Patsche helfen kann.

Leonie - Michelle - Nina - Nina


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Eingebaute Video-Chat Funktion Man erhält Auskunft über Hotspots für Touristen Beratung über öffentliche Verkehrsmittel und Fahrkarten An hoch frequentierten und abgelegenen Plätzen zu finden

Leonie - Michelle - Nina - Nina


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Intervention

Um unsere Idee auf den Straßen von Linz testen zu können, bauten wir uns einen Prototyp unseres Infomaten. Dafür verwendeten wir einen zugeschnittenen Karton, der einen herkömmlichen Ticketautomaten der Linz AG Linien repräsentieren und das Grundgerüst bilden sollte. Zusätzlich befestigten wir noch zwei Schachteln, die unter anderem die Ausgabe der Fahrkarten darstellen sollten. Beim Design haben wir versucht die Funktionalität des Infomaten in den Vordergrund zu stellen und ihn für Passanten ansprechend zu gestalten. Um unser Konzept zu veranschaulichen, erstellten wir ein Plakat mit verschiedenen Grafiken, die die richtige Benutzung des Infomaten darstellen sollten. Erwähnenswert ist auch, dass das Konzept des Infomaten auch sehr gut mit dem „Fast und Slow Lane“ Konzept einer anderen Gruppe verknüpfbar wäre. Leonie - Michelle - Nina - Nina


Leichter.Linz.

Der Infomat

Infomat mit und ohne Plakat

Unsere beiden Ninas bei der Befragung von Passanten

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Leichter.Linz.

Ergebnisse der Befragung

An dieser Stelle eine kleine Anekdote… ein Wellpappe-Infomat steht besser, wenn er nicht mit einer Sturmwarnung und einer weniger leichten Brise konfrontiert wird (einen Innenhof ausfindig zu machen und die Befragung dort fortzuführen hat geholfen). Es sollte einen trotz allem zum Nachdenken anregen, dass keine einzige Person, die wir befragt haben, das Projekt für unnötig hielt. Vier von fünf Personen gaben sogar an, dass sie den Infomaten nützen würden. Die fünfte Person verwies auf Touristen und Senioren, hielt unsere Intervention aber ebenfalls für nützlich. All das weist darauf hin, dass die Nutzung der Ticketautomaten so gut wie jeden betrifft.

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Leichter.Linz. Abgesehen davon… man kommt bei der derzeitigen Verkehrslage in Linz kaum mit dem Auto zur Arbeit, wenn man nicht wertvolle Lebenszeit im Stau verbringen will. Warum also nicht das öffentliche Verkehrsmittel optimieren, auf das wir ausweichen müssen? Eine Aussage die uns besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist die eines erwachsenen Herren, der schon seit 20 Jahren nicht mehr in Linz gewesen war. Es stellte sich während des Gesprächs heraus, dass er die Umsetzung unseres Konzepts sehr befürworten würde und froh wäre, wenn es diese Funktion bereits an den Ticketautomaten geben würde. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Infomat eine gute Möglichkeit wäre, dem technischen Fortschritt gerecht zu werden, ohne den erwünschten zwischenmenschlichen Kontakt aufgeben zu müssen. Leonie - Michelle - Nina - Nina


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Feedback und das Rundherum

Wir haben uns gefragt, wie viel Frust manche unserer Befragten durchlitten haben, um derart enthusiastisch auf die Möglichkeit eines verbesserten Ticketautomaten zu reagieren. Die Antwort liegt wahrscheinlich in verpassten Öffis aufgrund von planlosen Touristen oder überforderten Mitmenschen aller Altersklassen. Natürlich ist es auch für die eben genannten Individuen frustrierend, wenn man sich, um ein einfaches Bim-Ticket zu erwerben, an den Tourismusverband wenden muss, weil keiner weiß, dass das nahegelegene Büro der Linz-AG auch noch existiert. Jeder sollte in Linz die Chance haben, problemlos eine schöne Zeit in der Stadt zu verbringen, ohne durch übereifrige Kontrolleure gefährdet zu werden, da man aus Versehen eine Station zu wenig bezahlt hat.

Leonie - Michelle - Nina - Nina


Leichter.Linz.

Jedenfalls gibt es einige Erklärungen für das positive Feedback, alle unterstreichen die Notwendigkeit einer Verbesserung. Die Goodies - no surprises here. Wer wird nicht gerne mit handgeschriebenen Glückstickets und BrauseBonbons für ein paar Minuten investierte Lebenszeit belohnt? Zumindest stellten unsere Goodies einen guten Motivator dar, sich mit uns über Ticketautomaten zu unterhalten. Luftballons und Kugelschreiber haben auch noch keinem geschadet (und um die psychologische Erklärung nicht aus den Augen zu verlieren… dieses Phänomen nennt sich positive Verstärkung oder operante Konditionierung).

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Beispiele der Goodies

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Umsetzung und Verbesserungen

Anscheinend muss man schon der Papst sein, um bei der Linz-AG etwas durchzusetzen (obwohl wir nicht bestätigen können, dass er es geschafft hätte). Wir hoffen zumindest, dass unsere Intervention zum Nachdenken anregen konnte. Vielleicht wird es ja eines Tages einen Infomaten in Linz geben. Um selber in diese Richtung weiterzuarbeiten, mangelt es unserer Gruppe leider an programmierfähigen Mitgliedern und finanzieller Kompensation. Daher wären unsererseits folgende Punkte noch näher zu betrachten: ? Technisches Know-How

? Kontakt zur Linz AG Linien

? Mehrsprachig ausgebildetes Personal

Es gibt dennoch definitiv Möglichkeiten, das bestehende System auszubauen und unsere Befragten stimmen uns hierbei ausnahmslos zu. Leonie - Michelle - Nina - Nina


Leichter.Linz.

Behind the Scenes

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Slow Lane, Fast Lane.


Slow Lane und Fast Lane Medienpsychologie 2018

Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Unser Team Es bestand aus drei weiblichen und einer männlichen Person, im Alter zwischen 20 und 38 Jahren. Wir studieren alle an der SiegmundFreud-Privatuniversität in Linz, Psychologie und wohnen alle in der Umgebung von Linz. Aufgrund unserer verschiedenen Charaktere haben wir uns bei der Projektarbeit sehr gut ergänzt und gegenseitig unterstützt. Ein regelmäßiger Meinungsaustausch, um immer wieder neue Idee zu generieren, war uns sehr wichtig und führte uns letztendlich zu einem spannenden Thema und einer gelungenen Projektarbeit. Wir sind: Anna Harz, Irena Steibl, Sarah Eder und Sebastian Paul! Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Slow-Lane und Fast-Lane Linz ist eine moderne und schnell wachsende Stadt. Dynamische und innovative Unternehmen, sowie wachsender Tourismus, unter anderem durch die Donauschifffahrt und den Titel „Kulturhauptstadt 2009“, prägen den Alltag dieser Stadt. Linz gibt den Menschen seit Jahrzehnten, durch technische Weiterentwicklung direkt die Möglichkeit zur Information und Mitgestaltung. Aufgrund der Mitgestaltung durch die Bevölkerung führten wir eine Feldbefragung zu dem Thema „Mensch und Maschine im Tourismusbetreib“ durch. Als Ergebnis zeigte sich, dass für die Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Befragten, in der Zielgruppe von älteren Personen und Touristen der Wunsch nach einer stressfreien und leicht überschaubaren Auseinandersetzung mit technischen Einrichtungen (z.B.: Ticketautomaten) sehr präsent war. Dieser Wunsch ist uns besonders im Gedächtnis geblieben, daher haben wir beschlossen, uns mit dieser Problemstellung in unserer Projektarbeit mit dem Titel „Slow and Fast Lane“ auseinanderzusetzten.

Als nächsten Schritt entschieden wir uns im Team für eine Intervention im Linzer Stadtzentrum (Hauptplatz). Ausgestattet mit zwei Beschilderungen, eines mit der Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Beschriftung „Slow Lane“ und ein anderes mit „Fast Lane“ und einem Absperrband bildeten wir jeweils einen Korridor. So konnten wir den Befragten unsere Idee veranschaulichen und gleichzeitig die Möglichkeit zu ihrer persönlichen Mitgestaltung bieten.

Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Wie könnte man das Konzept umsetzen? Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir unsere super Idee jetzt umsetzen könnten. Dies dauerte nicht lange und schon war die „Slow & Fast Lane“ geboren. Die Umsetzung an einem Ticketautomaten kann ganz simpel gestaltet werden. Der FastAutomat entspricht dem jetzigen Modell. Der Fast-Automat wird nach unseren Vorstellungen vom Layout her verändert. Für Ortsunkundige und ältere Menschen wird es übersichtlich und vielseitig aufgebaut sein, dass man das gewünschte Ziel eingeben kann oder bestimmte Angebote einem aufgelistet werden. Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Bei unserer Befragung in der Stadt wurden wir ebenfalls darauf hingewiesen, dass man schlecht sieht, wenn man beispielsweise die Sonne im Genick hat. Dies haben wir ebenfalls berücksichtigt und hatten die Idee, dass man einen Lichtsensor einbaut, den man manuell bedienen kann. Für Passanten, die aufgrund des Sehens beeinträchtigt sind, hatten wir die Lupenfunktion im Sinne. Dies kann ebenfalls sehr unterstützend sein. Unsere Idee der „Slow & Fast Lane“ hat sinnvolle Aspekte, die man ebenfalls auf andere alltägliche Situationen projizieren kann. Egal, ob im Supermarkt an der Kasse, am Bankomaten oder sonstigen öffentlichen Schauplätzen. Jeder braucht mal eine Sekunde länger, ohne dass Anna – Sarah - Irena - Sebastian


man schief von der Seite angeschaut wird. Warum dann keine „Slow & Fast Lane“? Wir haben hier den Sinn für uns erkannt und können uns dieses Konzept überall vorstellen. Um Zeit zu sparen oder sich auch mal einen Moment mehr zu gönnen, sich auch für das individuell Richtige zu entscheiden – dafür brauchen wir die Lane.

Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Psychologie Wir wurden bei unserem Projekt gleich zu Beginn darauf aufmerksam gemacht, dass im täglichen Leben in Linz viele Situationen entstehen, in denen man mit Kränkungen, Ungemach und Stress konfrontiert werden kann. Problem: Wenn man mit fortgeschrittenem Alter ein Ticket für die Linzer Straßenbahnen oder die Pöstlingbergbahn lösen möchte und dafür auch noch etwas mehr Zeit braucht, aufgrund schlechter Sehstärke und Nervosität weil man sowieso unter Zeitdruck steht und der Unselbstverständlichkeit einen Touchscreen zu bedienen, wird man von Teenagern für die das alles viel leichter ist, ziemlich gekränkt und der ganze Tag Anna – Sarah - Irena - Sebastian


beginnt dadurch mit schlechteren Vorzeichen. Dem wollen wir mit unserem Projekt Abhilfe schaffen und das sah man auch an unserem Versuchsaufbau. Wir mussten aber auch schnell lernen, dass es außerhalb der Zielgruppe (ca. 60+) kein wirkliches Verständnis dafür gibt, etwas verbessern bzw. ändern zu wollen, da jüngere Generationen dieses Problem zumeist nicht kennen. Bei näherer Erläuterung und wenn man sich bemüht, auch Jüngere für dieses Thema „Ticketautomat" zu sensibilisieren, fällt es denjenigen wie Schuppen von den Augen. Daher verstehen wir seit diesem Tag unser Projekt nicht als einzige Lösung, wir versuchen auch, Bewusstsein zu schaffen, dass verschiedene Altersgruppen Anna – Sarah - Irena - Sebastian


verschiedene Bedürfnisse im täglichen Leben haben. Wir können einen Ticketautomat verbessern, aber wir können auch versuchen, das tägliche Miteinander etwas friedvoller zu gestalten. Bei unseren Versuchsaufbauen in freier Wildbahn, sahen wir jedenfalls, dass mehr als ausreichend Bedarf da wäre und unzählige Konflikte darauf warten würden, entschärft zu werden. Vielleicht sogar in Teamübergreifender Zusammenarbeit, da wir die Idee eines anderen Teams als sehr tolle Ergänzung zu unserem Projekt sehen. So heißt es in Zukunft vielleicht in einer Linzer Tageszeitung: „“Infomat“ meets „fast- and slow-lane“ – zwei Projekte machen Linz zu einer kränkungsfreieren Stadt“. Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Wir können unser Forschungsprojekt als, in ganzer Linie erfolgreich betrachten! Erstens für uns selbst und zweitens für den Tourismusverband. Nach längerer Forschungszeit, Befragung und Sammlung von Bildmaterial, entwickelte sich die Forschungsfrage beziehungsweise die zu lösende Problemstellung. Was bei uns wie ein makelloses Projekt aussieht, ist in Wirklichkeit eine lange und mühsame Zeit, die hinter uns liegt, geprägt von manchen Misserfolgen und Rückschlägen. Dennoch kämpften wir mit vereinten Kräften um unsere Gedanken und Lösungsansätze durch- und umsetzten zu können. Die langsam entstehende Idee, den Alltag für die gestressten Menschen in einer großen Stadt wie Linz, etwas angenehmer und Anna – Sarah - Irena - Sebastian


entlastender zu machen und gleichzeitig älteren und ortsunkundigen Personen die Chance zu geben sich in ihrem Tempo mit Mensch und Maschine im Tourismusbetrieb auseinanderzusetzen, erreichte mit der Projektnamensgebung „SlowLane und Fast-Lane“ ihren Höhepunkt. Wir konnten an Hand der gesammelten Informationen und Meinungen der Befragten, ein Projekt entwickeln und greifbar machen. Wir durften es dem Tourismusverband vorstellen und zeigen, welche Veränderung wir hervorrufen wollten. Wie wir feststellen konnten, trafen wir auf Interesse unsere Idee weiter zu verfolgen. Die Stadt Linz ist auf der Suche nach neuen Möglichkeiten die Menschen zu Anna – Sarah - Irena - Sebastian


entlasten und trotz der rasant wachsenden Technik, etwas Würde und Menschlichkeit bewahren zu können. Die Bemühungen den Menschen im Tourismusbetreib mit modernen Maschinen in Einklang zu bringen steht dabei im Vordergrund. Etwas Zeit geben, da wo keine Zeit vorhanden ist, ist die Kunst des Daseins. Wir nahmen uns diese Aufgabe zu Herzen und machten daraus eine Tugend. Wir waren sehr erfreut als wir erfuhren, dass es in der wirtschaftsorientierten Welt, nicht nur um Umsatz und Ersatz des Menschen durch Maschinen geht, sondern dass sehr wohl auch ein freundlicher und emphatischer Umgang mit Menschen in Tourismusbetrieben geschätzt wird. Immerhin war es der Mensch Anna – Sarah - Irena - Sebastian


der die Maschinen erschaffen hat. Der Mensch war es, der die Industrialisierung voran brachte. Angefangen von unseren Neandertaler Vorfahren bis Heute, war es der Mensch dem wir zu verdanken haben, dass die Fortschritte und Bequemlichkeiten des Internets, sowie die Unterstützung durch Maschinen vorhanden ist. Gerade deshalb finden wir es für unerlässlich den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und die evolutionär gegebene Gabe der Empathie zu fördern und auch in unseren Tourismusbetrieben durch menschliche Mitarbeiter beizubehalten. Es ist nicht von Wichtigkeit wie weit wir noch in der Zukunft kommen und was der Mensch imstande sein wird alles zu Anna – Sarah - Irena - Sebastian


erschaffen, es ist und bleibt der MENSCH der zählt.

Anna – Sarah - Irena - Sebastian


Next Festival: 7. - 9. November 2018

TravelCulture.at


Ein gemeinsamer Anfang mit: Eine Fortsetzung HLW Linz Auhof des TourismusLabs an der Bad Leonfeldner Tourismusschulen Sigmund Freud Privatuniversität Linz und Sigmund Freud Privatuniversität

www.linztourismus.at


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Tourismus LAB Mensch und Maschine by hi-pe.at / martin foessleitner - Issuu