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fitness MANAGEMENT international 04/22 (Vollversion)

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4/2022

Aug./Sep.

Nr. 162

EUR 9/12 (D/INT)

C 31071

MIT DEM INBODY-KONZEPT ZUM SICHTBAREN ERFOLG Lesen Sie mehr ab Seite 48

PHASENWINKEL

KÖRPERWASSER

MUSKELMASSE VISZERALFETT

Bewegung auf Rezept Umdenken im Gesundheitssystem gefordert: Fitnessbranche als Teil der Lösung

Kongresse als Impulsgeber Die Bedeutung von Fachkongressen für Studios und die gesamte Branche

Kostenmanagement im Studio Preiskampf und Kostenexplosion mit Analyse und Strategie begegnen

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EDITORIAL

Nicht nur wollen, sondern handeln

W

ürden Sie die Frage stellen, ob regelmäßiges Fitnesstraining gut für die Gesundheit ist, würden Sie voraussichtlich eine fast 100-prozentige Zustimmung erhalten. Die Folgefrage: „Betreiben Sie selbst regelmäßig Fitnesstraining?“, würde vermutlich ein großer Teil mit „Ja“ oder „Ich habe es vor“ beantworten. Würden Sie dann überprüfen, ob die Personen auch tatsächlich ins Fitnessstudio gehen, würde dieser Anteil vermutlich deutlich geringer ausfallen. Wenn man sich parallel dazu die jüngsten Ergebnisse des Eurobarometers anschaut, lässt sich dieser Anteil auch beziffern: 38 Prozent der Deutschen treiben nie Sport, also auch kein Fitnesstraining – ein fatales Ergebnis. Warum ist das so? Die Menschen wollen sich körperlich betätigen, sie tun dies aber nicht – zumindest nicht alle. In der Literatur wird dieses Phänomen als Value-Action-Gap bezeichnet; zu Deutsch: die Lücke zwischen Absicht (dem, was Menschen sagen) und Handeln (dem, was Menschen tun). Aktuelle Studien begründen dieses Verhalten damit, dass die Absichten teilweise zu abstrakt gestaltet sind. Es fehlt ein Impuls oder es gibt keine konkreten Rahmenbedingungen dafür, wie Fitnesstraining in den Tagesablauf eingebunden werden kann.

Durch die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ haben wir zu diesem Thema wichtige Erkenntnisse für unsere Branche gewinnen können. Das Modellprojekt hat vielen Menschen, die gern trainieren wollten, den entscheidenden Anstoß gegeben, sich tatsächlich ins Fitnessstudio zu begeben (S. 24). Genau das ist der Impuls, der in der Value-Action-Gap-Theorie beschrieben wird. Mit diesem Wissen startet der DSSV im September eine bundesweite Bewegungsinitiative, die Menschen für das Training im Fitnessstudio begeistern soll: Die #BEACTIVE-Kampagne im Rahmen der europäischen Woche des Sports vom 23. bis 30. September 2022. Die Aktion hat gleich zwei Aspekte, die ich für sehr positiv halte: Zum einen hat sich der DTB (Deutscher Turner-Bund e. V.) als Teil des organisierten Sports geöffnet und ist eine Kooperation mit dem DSSV eingegangen. Das bedeutet ganz konkret, dass Vereine und kommerzielle Einrichtungen – wie Ihr Studio – nicht mehr parallel, sondern gemeinsam agieren. Das ist ein Meilenstein, wenngleich auch nur ein erster Schritt, dem viele weitere Aktionen folgen werden. Zum anderen haben Sie, liebe Betreiber:innen, die Möglichkeit, unsere Branche bei Ihnen vor Ort, auf Bundesebene in Berlin, aber auch auf Europaebene in Brüssel bestmöglich darzustellen. Eine großartige Initiative, an der Sie sich definitiv beteiligen sollten. Wie, erfahren Sie auf Seite 54. Ein weiterer Anstoß, der den Value-Action-Gap schließen könnte, ist die Maßnahme „Rezept auf Bewegung“ der Bundesärztekammer. Hierbei geht es nicht um ein Rezept im abrechnungsfähigen Sinn. Vielmehr geht es um eine Empfehlung durch ärztliche Praxen an Patient:innen, sich körperlich zu bewegen, z. B. in einer Fitness- und Gesundheitsanlage wie Ihrer. Hier durfte ich im Juni mit mehreren DSSV- und DHfPG-Vertreter:innen sowie Fachleuten aus Politik, Sport, Medizin und der Krankenkassen das Thema diskutieren und weitere Ansatzpunkte erörtern. Mehr dazu lesen Sie im Erfahrungsbericht von Florian Kündgen ab Seite 56. Natürlich haben wir in dieser Ausgabe auch weitere spannende Bereiche für Sie beleuchtet. Derzeit beschäftigen sich viele von Ihnen mit den Themen Energiekosten, Preise und Inflation. In unserem DSSVArtikel „Zwischen Preiskampf und Kostenexplosion“ stellen wir Ihnen dazu einige Anregungen vor (S. 58).

Foto: fitness MANAGEMENT

Zudem freue ich mich sehr, Sie dieses Jahr wieder zu einer hochkarätigen Branchenveranstaltung einladen zu dürfen: Der Aufstiegskongress – DER Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter – wird vom 7. bis 8. Oktober 2022 wieder in Präsenz stattfinden (Seite 42). Ich freue mich, wenn Ihre Absicht Sie auch zum Handeln animiert und wir Sie in Mannheim persönlich begrüßen dürfen.

Janosch Marx Geschäftsführer fitness MANAGEMENT Literatur Burford, G., Hoover, E., Dahl, A. & Harder, M. K. (2015). Making the invisible visible: Designing values-based indicators and tools for identifying and closing ‘value-action gaps’. In Responsible Living (pp. 113-133). Springer, Cham. Deutscher Turner-Bund e. V. (2022). Europäer bewegen sich zu wenig!. Zugriff am 30.06.2022. Verfügbar unter https://www.beactive-deutschland.de/beactive-website-europaeische-woche-des-sports/ueber-beactive

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13 – 16 APR 23 Exhib

For a strong and

he


d

GLOBAL FITNESS

ition Centre Cologne

healthy society.

fibo.com


INHALT

Dr. Hartmut Klose

Norman Heller

Stephan Schulan

Prof. Dr. Thomas Wessinghage

Alexander Sosa

30

Innovationen im Unternehmen planen und umsetzen

38

Gerd Maurer

Fachkongresse und ihre Bedeutung für die Branche

INHALT

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AKTUELLES

DSSV

10 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 16 Studio des Monats: City Fitness- und Gesundheitszentrum Recklinghausen 24 Erste Ergebnisse der „Fitmach-Aktion“ im Saarland 30 Erfolgsreiches Innovationsmanagement: Innovationen im Unternehmen planen und umsetzen 38 Interdisziplinär: Fachkongresse und ihre Bedeutung für die Branche 42 Aufstiegskongress 2022: Better & stronger! 44 Krafttraining im höheren Lebensalter 48 Mit dem InBody Konzept zum sichtbaren Erfolg 52 „Wir müssen von Boutique-Konzepten lernen“ Interview mit Phillip Mills über die Zukunft der Branche

54 56 58 60 64 66

Europa wird fit! It´s time to #BEACTIVE! Studios können von der Aktionswoche der EU profitieren Kolumne Florian Kündgen: „Bewegung auf Rezept?!“ Preiskampf und Kostenexplosion: Studios im Spannungsfeld Recht: Änderungen in den Bereichen Mini- und Midijobs Neue Mitglieder und Fördermitglieder Kommentar Birgit Schwarze: Gemeinsam gesundheitliche Probleme lösen

MANAGEMENT 70 74 78 80 82 84 86 88

Urban Sports Club stellt die Stars seines neuen TV-Spots vor Erfolgsfaktor Storytelling: authentisches Marketing PRIME TIME fitness setzt auf Studiozertifizierung mit BSA-Zert Matrix stattet Trainingsräume des DFB-Campus aus EGYM: Wie steht‘s um die Digitalisierung in den Studios? LES MILLS: Instruktor:innen fair entlohnen Concept2: Interview mit Ruderweltmeister Hannes Ocik SEO-Strategien und Content-Tipps für Studios


Florian Kündgen

54

Europa wird fit! It´s time to #BEACTIVE!

58

Preiskampf und Kostenexplosion – Studios im Spannungsfeld

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Umdenken im Gesundheitssytem: „Bewegung auf Rezept?!“

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FITNESS & GESUNDHEIT

WISSENSCHAFT & PRAXIS

92 feels.like: Was ist dran am Hype um CBD? 94 Körperformen: Das Personal Training mit Zukunft 96 Diagnostische Verfahren in EMS-Betrieben 100 Erfolgreich mit Technogym und Crown Consultancy 102 Digitales Studioportfolio für mobile Endgeräte: Ein benutzungsorientierter Weg zur studioeigenen App 106 Gezieltes Muskellängentraining für mehr Beweglichkeit 110 Branchenkonzepte im Praxischeck: Beweglichkeitstraining 116 Optimale Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung

120 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 122 Kommentar Albert Busek: Nothing beats the real thing! 124 Personenporträt: Florian Kästner 126 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 128 DHfPG-Science-Lab: Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten 130 Partnerverband BfB: Initiative sicheres Solarium (SiSo) 132 Buchtipp: Ganzkörper-Elektromyostimulation 134 Kolumne Antonio e Silva: „Wir planen Ihre Trainingsziele gemeinsam“

Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie


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Foto: rbphotography

Foto:Foto: DHfPG/BSA

Jubiläumsgala: 40 Jahre Linzenich-Gruppe

„Fitmach-Aktion“ liefert erste Ergebnisse

In Bergisch Gladbach beging die Linzenich-Gruppe 40-jähriges Jubiläum. In familiärer Atmosphäre blickten die Feiernden auf erfolgreiche Jahrzehnte zurück. Mehr als 400 Gäste erlebten eine große Bühnenshow und eine rauschende Party. Im Namen des DSSV e. V. gratulierte Sabrina Fütterer herzlich. In diesem Zuge verabschiedete sich Johannes Linzenich aus dem Mitgliederausschuss des DSSV. Seine Rolle wird ab sofort Ferdinand Linzenich übernehmen.

Im Rahmen der „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ trainieren Proband:innen, die zuvor gar nicht, wenig oder unregelmäßig sportlich aktiv waren, acht Wochen lang kostenfrei in teilnehmenden Fitnessstudios. Ziel des Modellprojekts ist es, sie langfristig für regelmäßiges Training zu begeistern. Einige Wochen nach Start der Aktion liegen nun erste Ergebnisse sowie Stimmen zahlreicher begeisterter Proband:innen vor. Mehr erfahren Sie ab Seite 24.

www.bit.ly/linzenich-jubilaeum

www.fitmach-aktion.de

Foto: Myzone Group Ltd

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Foto:Foto: DHfPG/BSA

Myzone unterstützt National Fitness Games

Aufstiegsjobs.de bringt Suchende zusammen

Die Herzfrequenz live auf dem Großbildschirm: Myzone war offizieller Partner der National Fitness Games (NFG) in London. Die Veranstaltung fand am 25. und 26. Juni 2022 im NFG Dome Cranford College statt. Die Athlet:innen der NFG FitGames treten als Paare oder Viererteams in drei Kategorien an. Jede:r Athlet:in muss Trainingsaufgaben in vier Zonen absolvieren und seine :ihre Allround-Fitness in den Bereichen Kraft, Schnelligkeit, Leistung und Ausdauer unter Beweis stellen.

Die von der DHfPG betriebene kostenfreie Online-Jobbörse Aufstiegsjobs.de hilft Unternehmen aus den Bereichen Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit sowie Jobsuchenden dabei, miteinander in Kontakt zu kommen und Anstellungsverhältnisse anzubahnen. Dies geschieht sowohl durch Stellenangebote Arbeitgebender als auch durch Gesuche, die von Stellensuchenden kostenfrei auf der Plattform veröffentlicht werden können.

www.bit.ly/myzone-nfg

www.aufstiegsjobs.de

V

Foto: Technogym Germany GmbH

Technogym eröffnet Boutique in München Der italienische Gerätehersteller Technogym hat eine Boutique in der bayerischen Hauptstadt eröffnet. Mitten in der Altstadt können Fitnessbegeisterte und Interessierte Produkte, Technologien und Services im Bereich Homefitness entdecken und sich von Personal Trainer:innen und Innenarchitekt:innen zu Home-Gym-Projekten beraten lassen.Technogym will mit dem Konzeptstore seine Präsenz in den wichtigsten Metropolen rund um den Globus stärken. www.bit.ly/technogym-boutique

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Foto: CPO HANSER SERVICE Hanser & Co GmbH

Foto: INKO

Gipfeltreffen „Bewegung auf Rezept?!“

INKO feiert 40-jähriges Jubiläum

Mehr als 30 Vertreter:innen aus Wissenschaft, Gesundheitspolitik, Medizin, Krankenkassen und Vereinen haben am 17. Juni in Hamburg über das Thema „Bewegungsförderung in der Prävention – Bewegung auf Rezept?!“ gesprochen. Die Teilnehmer:innen verständigten sich auf eine intensivere Zusammenarbeit, um die „Verschreibung“ von Bewegung zu stärken. Geplant ist außerdem ein Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD). Mehr dazu auf Seite 56.

Die INKO Internationale Handelskontor GmbH wurde am 28. Januar 1982 im bayerischen Roth gegründet und feiert 2022 ein rundes Firmenjubiläum. Geschäftsführerin Angelika Müller, Key Account Manager Hans Heller und viele weitere Mitarbeiter:innen, Fitnessstudiobetreiber, Partner:innen und Freund:innen haben in Roth ein fantastisches Sommerfest gefeiert. Den großen Nachbericht lesen Sie in der fMi 05/22 (erscheint am 30. September 2022).

www.bit.ly/gipfeltreffen-hh

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Fitnesssektor trägt erheblich zum globalen BIP bei

DSSV-Workshop „Kostenmanagement“ am 4. August

Der Report „Economic health and societal wellbeing: quantifying the impact of the global health and fitness sector“ der Global Health & Fitness Alliance (GHFA), IHRSA und Deloitte beschreibt die Auswirkungen der Gesundheits- und Fitnessbranche auf das BIP und die Gesundheitssysteme weltweit sowie das Aktivitätsniveau in 46 verschiedenen Ländern. Dieser weltweite Gesamteinfluss beläuft sich demnach auf bis zu 91,22 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Am 4. August sprechen Günter Noll (öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger und Inhaber einer Damenfitnesskette) und Sabrina Fütterer (Geschäftsstellenleitung des DSSV e. V. sowie öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige) mit den Mitgliedern des DSSV in einem Workshop über potenzielle Kostenoptimierungen. Neben aufgezeigten Maßnahmen können die Teilnehmenden eigene Ideen zur Diskussion stellen sowie sich untereinander austauschen und beraten.

www.bit.ly/bip-fitness

www.dssv.de/kostenmanagement/

Foto:Foto: DHfPG/BSA

Foto: Panatta srl

Neuer digitaler BSA-Workshop: Vegane Ernährung

Panatta und FIJLKAM schließen Sponsoringvertrag

Die BSA-Akademie bietet den neuen Workshop „Vegane Ernährung“ für Personen mit „Ernährungstrainer/in-B-Lizenz“ an. In dem Online-Kurs erwerben die Teilnehmenden Kompetenzen, die sie dazu befähigen, Kund:innen hinsichtlich veganer Ernährung individuell und bedarfsgerecht zu beraten. Zudem können die Teilnehmenden nach Absolvierung des Workshops die ausreichende Nährstoffversorgung ihrer Klient:innen planen und sicherstellen.

Der italienische Verband FIJLKAM vereint die Disziplinen Judo, Ringen, Karate und Kampfsport und wird in diesem Jahr 120 Jahre alt. Das italienische Olympiazentrum des Verbandes wurde nun von Panatta ausgestattet, um den Athlet:innen für Olympia 2024 in Paris eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten. Panatta erhält damit die Möglichkeit, durch die Kooperation mit FIJLKAM und SocialMedia-Marketing seine Reichweite zu erhöhen.

www.bsa-akademie.de/vegane-ernaehrung

www.bit.ly/panatta-fijlkam

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fitness MANAGEMENT international

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AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: EGYM

Foto: Mongkolchon – stock.adobe.com

EGYM erweitert Führungsspitze mit Christoph Bischoff

Branchen-Talk: Podcast zur aktuellen Lage

Chief Customer Officer (CCO) Christoph Bischoff wurde zum vierten Geschäftsführer des Sportstech-Unternehmens EGYM mit Hauptsitz in München berufen. „Die Entscheidung ist die logische Konsequenz seiner hervorragenden Arbeit und unseres signifikanten Wachstums“, sagt Geschäftsführer und Gründer Philipp Roesch-Schlanderer. Ebenfalls im Führungsteam sind Mitgründer Florian Sauter (Chief Technology Officer, CTO) sowie Patrick Meininger (Chief Financial Officer, CFO).

Das erste Halbjahr 2022 im Rückblick, Mitarbeiter:innenmangel, steigende Inflation und Preispolitik der Fitnessbranche: In Folge 67 des Podcasts „Hashtag Fitnessindustrie“ sprechen Janosch Marx (Geschäftsführer fitness MANAGEMENT), Florian Kündgen (stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V.) und Gastgeber Andreas M. Bechler über Themen, die die Branche derzeit beschäftigen. Die neue Folge ist u. a. bei Spotify, in den Apple Podcasts oder bei Amazon Music verfügbar.

www.bit.ly/egym-bischoff

www.bit.ly/podcast-wirtschaftliche-lage

Foto: BillionPhotos.com – stock.adobe.com

Foto: DAK-Gesundheit/iStock

Einkommens- und Karrierechancen dank Studium

DAK-Gesundheitsreport 2022

Laut Gehaltsberechnungen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zahlt sich ein Studium im Vergleich zu einer Ausbildung aus, denn Akademiker:innen erzielen langfristig gesehen deutlich höhere Einkommen und kompensieren die Studienkosten/Mehraufwände im Laufe ihrer Berufskarriere nachweislich. Je nach Fachrichtung und Studienbeginn überholen Absolvent:innen mit einem Bachelor-Abschluss mit ihrem Einkommen Nicht-Akademiker:innen bereits im Alter von 34 Jahren.

Der aktuelle Gesundheitsreport der DAK Gesundheit zeigt, wie Depressionen, Ängste und Stress das Herz belasten und somit das Risiko für einen Herzinfarkt signifikant steigern. Die alarmierenden Zahlen: 20 Prozent der Beschäftigten in Deutschland leiden unter mindestens einem psychischen Risikofaktor. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der Arbeit unter Pandemiebedingungen wird das Thema psychische Gesundheit von Arbeitnehmer:innen immer wichtiger.

www.bit.ly/studium-karriere

www.bit.ly/dak-report-2022

Foto: Patrick Wiese

Foto: Bojan – stock.adobe.com

CBD erobert den deutschen Sportmarkt

Die besten regionalen Fitnessstudios

Studien deuten auf eine entzündungshemmende, schmerzlindernde, muskelentspannende und schlaffördernde Wirkung von CBD hin, was diesen natürlichen Wirkstoff zum optimalen Trainingsund Regenerationspartner macht. Die Marke feels.like ist die erste deutsche CBD Sportmarke, die speziell für Sportler:innen wirksame und sichere Produkte entwickelt hat. Mehr Infos dazu finden Sie auf Seite 92.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat in Kooperation mit dem Nachrichtensender ntv die Fitnessstudios in den Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt unter die Lupe genommen. Im Städtevergleich zeigten sich zwischen den Metropolen und den ortsansässigen Fitnessketten deutliche Qualitätsunterschiede. Die Anbieter:innen in Frankfurt präsentierten sich am stärksten; das Schlusslicht bildet Berlin.

www.feelslike.organic

www.bit.ly/disq-ranking

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fitness MANAGEMENT international

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Foto: DSSV e. V.

Foto: © The Schwarzenegger Climate Initiative

Mittelstandsausschüsse der BDA/BDI und DIHK

Arnold Schwarzenegger beim AWS 2022

Im Juni 2022 nahm Florian Kündgen (stellv. Geschäftsführer des DSSV e. V. und Mittelstandsausschussmitglied der BDA) an der Sitzung der BDA/BDI und DIHK in Berlin teil. Über 80 Branchenvertreter:innen wohnten den Impulsvorträgen bei. Allgemeine Klein-Mittelständische-Unternehmer-Politik, Energie- und Klimapolitik sowie Fachkräftegenerierung waren die Hauptthemen der Vortragenden. Auch zum Thema Fachkräftemangel fand ein reger Meinungsaustausch statt.

Auf dem sechsten AUSTRIAN WORLD SUMMIT (AWS) am 14. Juni 2022 in der Wiener Hofburg hat Gastgeber und Fitnessikone Arnold Schwarzenegger mit dem Ukrainekrieg und der Klimakrise aktuelle globale Probleme in den Fokus gerückt. „Wir müssen tun, was auch immer nötig ist, um unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu beenden“, sagte Schwarzenegger bei seiner Eröffnungsrede.

www.bit.ly/mittelstandsausschuesse

www.bit.ly/aws_22

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen

„Training unter Freunden“ Text: Anke Sörensen

Das Motto „Training unter Freunden“ wird im City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen nicht einfach nur dahergesagt, sondern ist ein Werteversprechen. Ein freundschaftliches Verhältnis sowie ein kollegialer Umgang mit Mitgliedern, Mitarbeiter:innen und Kooperationspartner:innen aus der Region haben Priorität. Wie wichtig den Betreibern ihr Versprechen ist, zeigt sich auch an den hohen Qualitätsstandards der Trainingsausstattung und -betreuung, der angenehmen Atmosphäre im Studio, den flachen Hierarchien, der fachlichen Qualifikation sowie der Betreuungsstruktur im Gesundheitsnetzwerk.

S 16

auf diese Expertise. „Das Studio in Recklinghausen ist unser Flaggschiff, mit dem wir groß geworden sind“, erklärt Geschäftsführer Patrick Arntzen. „Von hier aus steuern wir das Marketing, die Verwaltung und die Personalplanung in den anderen Studios.“

Weiterentwicklung und Wachstum Doch von Anfang an: Im September 1996 eröffneten Herbert fitness MANAGEMENT international

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Foto: Max Böhm

eit über einem Vierteljahrhundert wird im City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen gesundheitsorientiertes Training angeboten. Das moderne, großzügig gestaltete Studio, zertifiziert von der BSA-Zert, hat sich in dieser Zeit einen Namen gemacht. Es erhielt mehrere nationale und internationale Auszeichnungen, u. a. für die umfassende Betreuung der Mitglieder und seine hervorragenden Trainingskonzepte. Auch der Chemiekonzern Evonik® vertraut


io des Mona ud ts t S

City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen

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Dortmund auf insgesamt vier Standorte im Ruhrgebiet. Als Herbert Rusch nach 25 Jahren in den Ruhestand ging, stand in der Geschäftsführung ein Generationenwechsel an. Zum Januar 2022 wurden die Firmenanteile gleichberechtigt unter Philipp Kunz, der bereits seit 2019 als Partner und Geschäftsführer im Unternehmen arbeitete, und Patrick Arntzen aufgeteilt. Seitdem leiten beide das Unternehmen gemeinsam und setzen neue, zeitgemäße Impulse, beispielsweise mit der Digitalisierung der Geschäftsprozesse.

Premiumanbieter für Gesundheit Das City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen positioniert sich im Premiumsegment. Seine Stärken liegen klar im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und in der Gesundheitsdienstleistung. Seit 2004 gibt es einen eigenen Rehasportverein, in dem momentan ca. 500 Zusatzmitglieder mit Rehasportverordnung trainieren. Diagnostik und Prävention sind fest in den Betreuungsalltag integriert. „Seit über zwanzig Jahren schicken Ärzt:innen ihre Patient:innen nun schon zu uns“, so Patrick Arntzen. „Sie wissen, dass wir hier sehr gute Arbeit leisten.“ Neben regulären Kursen wie Jumping Fitness, Zumba® und Step Aerobic finden jede Woche ca. 50 Rehasportkurse statt. Das Studio arbeitet außerdem mit sämtlichen Krankenkassen zusammen und bietet vor Ort und online Paragraf-20-Präventionskurse an. Doch auch die Fitnesskund:innen kommen auf ihre Kosten: Sie powern sich beim Cardio- und Krafttraining oder in der neuen Outdoor Area für Functional Training in einem alten umgebauten Schiffscontainer aus. Schon seit dem Beginn sind die Betreiber außerdem große Fans des effektiven Trainings von milon und five, deren Zirkel das Angebot ergänzen.

Starkes Netzwerk Um die Bedürfnisse der Mitglieder optimal zu erfüllen, haben die Geschäftsführer ein starkes Netzwerk aus Firmen, Vereinen, Krankenkassen und Ärzt:innen relevanter Fachgebiete aufgebaut. City-Fitness-Kund:innen bekommen bei den kooperierenden Ärzt:innen schneller einen Termin. Viele Ärzt:innen und ihre Mitarbeiter:innen sind selbst Studiomitglieder, was natürlich positiv für das Image ist. Man kennt sich persönlich. Philipp Kunz sieht einen weiteren Vorteil: „Unser Internist für den Rehabereich trainiert hier zwei- bis dreimal pro Woche. Wenn ein Mitglied gesundheitliche Beschwerden hat, kann es ihn einfach ansprechen. Oft geht er direkt mit ihm in den Behandlungsraum und weist manchmal sogar selbst Patient:innen ins Training ein. Besser geht es nicht.“

Rusch und Wilhelm Kleimann am heutigen Standort Hubertusstraße ihr erstes eigenes Studio. 2005 fusionierten sie mit dem Topic Fitness und Gesundheitszentrum. Patrick Arntzen stieg als gleichberechtigter Geschäftsführer ein, die City Fitness und Gesundheitszentrum GmbH & Co KG war geboren. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Unternehmen strategisch weiter und expandierte mit Datteln, Marl und 04/22

fitness MANAGEMENT international

An einer Wand im Eingangsbereich wird das Gesundheitspartnerschaftsnetzwerk präsentiert, die Ärzt:innen stellen sich hier mit Flyern und Visitenkarten vor. Eine zweite Wand zieren die Logos von etwa dreißig Kooperationsfirmen, kleinen und mittelständischen Unternehmen vor Ort, mit denen das Studio BGM-Maßnahmen durchführt. „Die Zusammenarbeit ist mit jedem Betrieb unterschiedlich. Bei dem einen geht es um Firmenfitness, bei dem anderen um Bewegung am Arbeitsplatz“, so der Geschäftsführer. „Beim nächsten bieten wir Gesundheitstage an. Auf der InBody Waage wird dann vielen Menschen bewusst, dass sie etwas für ihre Gesundheit tun sollten – am besten bei uns, in den zahlreichen Kursen oder an den Geräten.“ Beide Netzwerke sind ein Top-Tool zur Kund:innenbindung

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

und -akquise, mit denen das Studio sein Werteversprechen „Training unter Freunden“ einlöst und sich von den zehn konkurrierenden Studios im nahen Umkreis abhebt.

Fokus auf BGM

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Das neue Geschäftsfeld Consulting 2019 gründeten Patrick Arntzen, Philipp Kunz und Herbert Rusch mit der ARK eine Unternehmensberatung für BGM und BGF, die BAFA-förderungsfähig ist. Als Beratungsfirma für Gesundheit können sie am Markt ganz anders auftreten, als wenn sie als Fitnessanbieter agieren. Die ARK führt klassische fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Max Böhm

Viele Mitglieder, die ursprünglich über eine Firmenkooperation oder Rehasport zum City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen kamen, sind geblieben. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, sich auf Firmen zu spezialisieren: „In der aktuellen Situation ist die Zahl der Neuanmeldungen überschaubar, viele Neumitglieder schrecken vor langen Vertragslaufzeiten zurück. Gleichzeitig finden Firmen aufgrund des Fachkräftemangels keine geeigneten Mitarbeitenden mehr

und müssen die Konkurrenz ausstechen“, erklärt Patrick Arntzen. „Das Thema Employer Branding, also eine positive Selbstdarstellung der Firma, sowie die Förderung der Mitarbeitenden, haben viele Unternehmen auf dem Schirm. Oft wissen sie aber nicht, wie sie es umsetzen sollen. Dabei können wir mit der ARK Health Consulting unterstützen.“


BGM-Partnerschaft mit Chemiekonzern

Evonik® Gym in Marl

Der Chemiepark Marl ist einer der größten Chemiestandorte in Deutschland und der größte Produktionsstandort von Evonik®. Das Gelände umfasst mehr als sechs Quadratkilometer mit rund 10.000 Arbeitsplätzen. Neben Evonik®, Tochtergesellschaften und Beteiligungen sind hier weitere 17 Unternehmen angesiedelt. „Das Werksgelände ist eingezäunt, man kommt nur mit einer Genehmigung durch die Tore und durchläuft eine Sicherheitskontrolle. Es ist wie eine Kleinstadt mit eigener Tempozone, eigenem Brandschutz und eigener Feuerwehr“, erklärt Philipp Kunz. Gemäß der Unternehmensphilosophie „Leading beyond chemistry – to improve life, today and tomorrow“ engagiert sich Evonik® in den Bereichen Soziales, Bildung und Wissenschaft, Kultur sowie Sport für Projekte, die zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung an den Standorten beitragen. Für 2016 plante der Konzern in Marl den Neubau einer Dreifach-Sporthalle mit Fitnesseinrichtung und Präventionsangeboten. Die City Fitness und Gesundheitszentrum GmbH & Co KG war bereits mit BGM-Maßnahmen auf dem Werksgelände tätig und bewarb sich mit einem BGM-Konzept. Nach einem knapp zweijährigen Bewerbungprozess und intensiver Prüfung in diversen Gremien erhielt sie den Zuschlag und betreibt seitdem das Evonik® Gym.

Analysen zu Arbeitsschutz, -medizin und -sicherheit durch und fragt im Rahmen der psychischen Gefährdungsbeurteilung auch die Mitarbeiter:innenzufriedenheit ab. „Dabei zeigt sich immer, dass sich die Mitarbeiter:innen mehr Wertschätzung durch die Geschäftsführung wünschen. Auf die Fragen: ‚Haben Sie Interesse an Gesundheitsthemen und Entspannung?‘ oder ‚Möchten Sie sich körperlich betätigen?‘ kommt stets ein Ja“, so Patrick Arntzen. „Über diese Analyse sieht ein:e Arbeitgeber:in ganz deutlich, wo er:sie mehr für die Mitarbeitenden tun sollte. Dann setzen wir uns zusammen, empfehlen unser Studio sowie unsere BGM-Konzepte und können ab sofort Programme beispielsweise zum 04/22

fitness MANAGEMENT international

Das Studio liegt außerhalb des Werksgeländes im Sportpark und wird ausschließlich von Evonik®-Mitarbeiter:innen genutzt. Je nach Wohnort können diese auch in den drei anderen City-Fitness-Studios trainieren. Neben BGM wird im Evonik® Gym gesundheitsorientiertes Fitness- und Beweglichkeitstraining praktiziert. Um faire Mitgliedsbeiträge bieten zu können, schaffte Evonik® nach den Vorgaben von City Fitness das gesamte Equipment sowie die Studioausstattung an. Die City Fitness und Gesundheitszentrum GmbH & Co KG fungiert als Mieter und Betreiber und erreichte so relativ schnell den Break-even-Point und Gewinnbereich. „Wir sind sehr froh, dass wir Evonik® als Partner gewinnen konnten“, betont Patrick Arntzen. „Das macht es für uns leichter, auch andere Partnerfirmen zu akquirieren, denn das Unternehmen hat eine sehr hohe Reputation. Wenn jemand fragt, was wir für Evonik® anbieten, können wir sagen: Nichts anderes als für euch auch.“

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Die Unternehmer hinter dem City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen Der Diplom-Sportwissenschaftler und Sporttherapeut Patrick Arntzen ist seit 2005 Geschäftsführer der City Fitness und Gesundheitszentrum GmbH & Co KG. 2019 gründete er mit Philipp Kunz und Herbert Rusch die ARK Health Consulting, eine Unternehmensberatung für BGM und BGF, die vor allem mit KMUs arbeitet. Erfahrungen in der Gesundheitsbranche sammelte er bereits Mitte der Neunzigerjahre als leitender Angestellter der Sport Reha Westfalen Dortmund. Seit 1999 leitete er das Topic Fitness und Gesundheitszentrum in Recklinghausen, das 2005 mit City Fitness fusionierte.

Philipp Kunz

Philipp Kunz ist Sportwissenschaftler für Prävention und Rehabilitation. Er war Berufsfußballer und nebenberuflich Trainer, bevor er 2016 die Studioleitung im City Fitness Datteln übernahm. 2019 stieg er als Partner in die Geschäftsführung der City Fitness und Gesundheitszentrum GmbH & Co KG ein. Im Januar 2022 wurden die Firmenanteile unter Philipp Kunz und Patrick Arntzen aufgeteilt. Seitdem leiten beide als gleichberechtigte Inhaber und Geschäftsführer das Unternehmen.

Thema Rücken oder Stress anbieten.“ Eine Win-win-Situation, denn sobald eine Firma für das City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen gewonnen wird, entstehen schnell hohe Zuwächse.

Zeitgemäße Kommunikation und eigener Radiosender Neben Firmenfitnesskund:innen und Rehasportler:innen spricht die Anlage mit ihrem breiten Kursangebot, der Outdoor Area für Functional Training und dem großzügigen Kraft- und Cardiobereich auch die junge Generation an. Social Media ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Mitgliederkommunikation geworden. Dafür wurden die Facebook-, Instagram-, WhatsApp- und YouTube-Kanäle stetig ausgebaut und eine eigene Studio-App ins Leben gerufen. In Lockdown-Zeiten nutzte das Unternehmen YouTube erfolgreich für Online-Kurse und konnte dort knapp 600 Follower:innen und bis zu 16.000 Views pro Video generieren. Auch heute werden weiter Online-Livekurse angeboten. Über die Social-Media-Kanäle werden neben Studionews vorrangig Gesundheitsthemen und -konzepte sowie das Angebot von Paragraf-20-Kursen kommuniziert. Ein festangestellter Marketing- und Social-Media-Manager übernimmt die Content-Produktion für alle Standorte.

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Die Eckdaten zum City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen Fläche des Studios gesamt: Kraft- und Cardiobereich: Kurse: Outdoor: Beweglichkeitstraining: Rehasport: Wellness:

2.200 m2 800 m2 250 m2 150 m2 60 m2 100 m2 180 m2

Ausstattung Kraft: milon®-Zirkel, milcanic milon, Outdoor Area für Functional Training Cardio: Precor, Matrix Gesundheit: five®-Beweglichkeitszirkel, Vibrationstraining, Schwerpunkt gesundheitsorientiertes Training Kurse: 38 Live-Kurse von Jumping Fitness bis Pilates, 19 virtuelle Kurse, Paragraf-20-Präventionskurse, Rehasport Wellness: Saunen, Solarien, Vacustyler, Massageliegen Gesundheit: InBody, cardioscan, milonizer Diagnostik: HRV-Scan, Körperanalyse, Puls-Trainingszonenanalyse Mitarbeitende: 32 insgesamt, 3 Festangestellte (1 Diplom-Sportwissenschaftler), 2 Teilzeitkräfte, 25 450-Euro-Kräfte, 2 dual Studierende City Fitness und Gesundheitszentrum Recklinghausen Hubertusstrasse 26 45657 Recklinghausen www.city-fitness-re.de

Fotos: Max Böhm

Darüber hinaus gibt es mit dem City Fitness REdio bereits seit 15 Jahren einen eigenen Radiosender, der in allen Studios läuft. „Wir kooperieren dafür mit einem Mitglied, einem Radiomoderator. Die Musik ist Mainstream. Wir senden News und Infos zu aktuellen Angeboten, können aber auch Partnerwerbung produzieren“, erklärt Philipp Kunz. Besonders beliebt sind die Erfolgsgeschichten, in denen Mitglieder 30 Sekunden darüber sprechen, warum sie hier trainieren und sich wohlfühlen. Und oft beschreiben die Mitglieder, warum das Konzept aufgeht – das liegt daran, dass sie hier wirklich unter Freunden trainieren.

Patrick Arntzen

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AKTUELLES | AKTIONEN

Im Saarland bewegt sich etwas

Erste Ergebnisse der „Fitmach-Aktion“ Text: Prof. Dr. Sarah Kobel

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Foto: DHfPG/BSA

Vor drei Monaten fiel der Startschuss zur „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“, die 1.000 Saarländer:innen den Zugang zu einem regelmäßigen Fitnesstraining und damit zu mehr Gesundheit ermöglichen sollte. Die Nachfrage war riesig – nur wenige Wochen nach Aktionsbeginn waren bereits alle Plätze belegt. Dass die Organisatoren mit diesem Modellprojekt tatsächlich etwas Wesentliches in Richtung Gesundheit bewegen, zeigen die ersten Ergebnisse, die der fitness MANAGEMENT international (fMi) nun exklusiv vorliegen.


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as saarländische Gesundheitsministerium, die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der Verein für Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS) e. V. haben mit Unterstützung des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) e. V. die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ ins Leben gerufen. Erstmals arbeiten diese Institutionen zusammen an einem solchen Modellprojekt, um Menschen mit fehlendem oder unzureichendem Bewegungsverhalten zu einem regelmäßigen Training und damit zu einem aktiven Beitrag für die eigene Gesundheit zu bewegen. Seit dem Start haben die 1.000 Proband:innen des Modellprojektes nach und nach ihr Training in den mehr als 60 teilnehmenden saarländischen Fitness- und Gesundheitsanlagen aufgenommen. Ihr Durchschnittsalter liegt bei etwa 48 Jahren, die jüngste teilnehmende Person ist 16, die älteste sogar 90 Jahre alt. Schon hier zeigt sich: Die Aktion bewegt die Menschen aller Altersklassen zu einem gesunden Verhalten.

Proband:innenstimmen zur „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ Proband, 83 Jahre: „Vor zwei Monaten sagte ich immer: Mir geht es gut! Heute sage ich: Mir geht es nun deutlich besser! Das hätte ich nicht erwartet. Ich merke es vor allen Dingen im Bereich der Kraft, aber auch der Kraft-Ausdauer. “

Proband, 80 Jahre: „Ich nehme an der Aktion teil, um wieder etwas fitter, beweglicher und wendiger zu werden.“

Bewegungsempfehlungen der WHO als Grundlage Die „Fitmach-Aktion“ orientiert sich an den international anerkannten Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und an der wissenschaftlichen Evidenz zur gesundheitlichen Wirksamkeit eines körperlichen Trainings. Der achtwöchige Trainingsplan, den jede:r Proband:in individuell auf seine:ihre Bedürfnisse abgestimmt erhält, sieht zwei Einheiten Krafttraining sowie 150 Minuten moderates bzw. 75 Minuten intensives Ausdauertraining pro Woche vor.

Wissenschaftliche Evaluation der Aktion Ob und inwieweit die Teilnehmenden diese Bewegungsempfehlungen tatsächlich während der Projektlaufzeit umsetzen, wird im Rahmen von insgesamt drei Erhebungen untersucht. Die Proband:innen werden vor dem ersten Training sowie jeweils nach vier und nach acht Wochen Trainingslaufzeit (netto) befragt. Neben dem Bewegungsumfang werden auch weitere Parameter, wie die Motivation zum Training, die Rolle von Gesundheit als Trainingsmotiv sowie das körperliche und mentale Befinden erfasst. Schließlich soll einige Wochen nach Abschluss des Modellprojektes überprüft werden, wie viele der Teilnehmenden durch die „Fitmach-Aktion“ ein regelmäßiges Fitnesstraining auch langfristig in ihren Alltag integrieren konnten, das heißt: auch nach Ende der Projektlaufzeit von acht Wochen ein regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining betreiben.

Erste Ergebnisse verdeutlichen Bewegungsmangel Noch liegen die Daten des ersten und zweiten Erhebungszeitraums nicht vollständig vor. Doch bereits jetzt zeichnen sich erste Tendenzen ab. Mehr als jede:r vierte Teilnehmende gab im ersten Fragebogen vor Beginn der Trainingsphase an, in einer typischen Woche null Minuten mit Sport, Fitness oder körperlicher Aktivität zu verbringen. Bei weiteren 40 Prozent sind es maximal 60 Minuten pro Woche. Das sind alarmierende Zahlen, die nochmals deutlich visualisieren, wie stark die Menschen in Deutschland vom Bewegungsmangel betroffen sind. Der BMI (= Body Mass Index) der Teilnehmenden liegt im Mittel bei 27, was 04/22

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Probandin, 65 Jahre: „Ich bin übergewichtig und konnte durch die Aktion mit ‚etwas Druck von außen‘ meinen ‚inneren Schweinehund‘ überwinden.“

Proband, 47 Jahre: „Ich mache wieder regelmäßig Sport und fühle mich jetzt schon fitter. Ich bleibe auf jeden Fall dabei!“

Probandin, 55 Jahre: „Ich habe mich seit der Pandemie so wenig bewegt wie noch nie in meinem Leben. Das hat sich auch an meinem Körpergewicht gezeigt. Ich bin motiviert, etwas zu tun. Es fehlte nur noch der letzte ‚Anstoß‘, den ich durch die ‚Fitmach-Aktion‘ erhalten habe.“

Probandin, 69 Jahre: „Ich merke jetzt schon, wie positiv sich das regelmäßige Training auf meine Gesundheit auswirkt.“

Probandin, 34 Jahre: „Nach langer Pause bin ich sehr froh, durch die ‚FitmachAktion‘ wieder den Einstieg in den Sport gefunden zu haben. Ich fühle mich fitter und gesünder.“

Zur Wahrung der Anonymität der Teilnehmenden werden keine Namensangaben gemacht.

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AKTUELLES | AKTIONEN einer Präadipositas entspricht. So sehr die Kennzahl BMI an sich auch kritisiert werden kann, verdeutlicht sie in diesem Zusammenhang noch einmal mehr, wie es um die Teilnehmenden vor Beginn der Aktion stand. Gleichzeitig aber zeigen diese Zahlen, dass die „Fitmach-Aktion“ genau die richtigen Personen anspricht und diesen einen Zugang zu einem gesünderen Leben ermöglicht. Dass dies tatsächlich gelingt, ist anhand der ersten Ergebnisse bereits erkennbar.

Teilnahme hauptsächlich aus gesundheitlichen Motiven Führt man sich vor Augen, wie selten die Teilnehmenden vor der „Fitmach-Aktion“ trainierten und welche positiven gesundheitlichen Effekte regelmäßiges Training hat, so ist es wenig verwunderlich, dass das Streben nach einem gesunden Leben und körperlichem Wohlbefinden die Haupttreiber für die Teilnahme an der „Fitmach-Aktion“ sind. Während wettkampfbezogene oder auch soziale Motive eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielen, sind „sich gut fühlen“, „Erhalt der Gesundheit“ und „Vorbeugen gesundheitlicher Probleme“ für neun von zehn Personen klare Motivatoren.

„Fitmach-Aktion“ bewegt – buchstäblich Erste Einblicke in die Ergebnisse der zweiten Erhebung zeigen, dass das Modellprojekt Wirkung bei den Proband:innen zeigt. Waren es vor Trainingsbeginn noch etwa drei Viertel der Men-

schen, die pro Woche null bis maximal 60 Minuten trainierten, reduziert sich die Zahl der Personen mit einer derart geringen Trainingshäufigkeit auf einen niedrigen einstelligen Wert. Die Proband:innen scheinen nicht nur den Einstieg in ein aktiveres und gesünderes Leben gefunden zu haben, sondern dieses Leben auch beibehalten zu können. Ein erster Meilenstein, den die „Fitmach-Aktion“ zu diesem frühen Zeitpunkt bereits verzeichnen kann.

Exkurs: Großes entsteht im kleinen Saarland Am Mittwoch, 18. Mai 2022, veranstalteten der DSSV, die DHfPG sowie die BSA-Akademie unter dem Motto „fit & gesund in Deutschland – Fitnessstudios bewegen das Land“ den 6. Parlamentarischen Abend in der Saarländischen Landesvertretung in Berlin. In einem spannenden Vortrag, einer hochinteressanten Gesprächsrunde und vielen anregenden Diskussionen stellten die Veranstalter die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ den Vertreter:innen des Bundestags, der Forschung, der Fitness- und Gesundheitsbranche sowie der gesetzlichen Krankenkassen vor. Die Veranstaltung sollte die Teilnehmenden für die Umsetzung eines solchen Modellprojektes auf Bundesebene begeistern. Aufgrund der positiven Resonanz kann dieser 6. Parlamentarische Abend in Berlin eine Initialzündung sein, um ein gesamtdeutsches Modellprojekt zu starten, das den Menschen nachhaltig dabei hilft, regelmäßiges Fitnesstraining zu betreiben und so ihre Gesundheit aktiv zu verbessern.

Fazit Die ersten Ergebnisse der „Fitmach-Aktion“ zeigen, dass die Motivation zum Training bei den Menschen hoch ist. Gerade dann, wenn ein Verhalten noch nie oder über längere Zeit nicht praktiziert wurde, fällt der Einstieg besonders schwer. Mit dem saarländischen Modellprojekt ist es dennoch gelungen, Menschen mit fehlendem oder unzureichendem Bewegungsverhalten in die richtige Richtung hin zu einem regelmäßigen Training zu begleiten. Auch vier Wochen nach Trainingsbeginn bewegt sich die Motivation der Teilnehmenden auf hohem Niveau. Und dieser mehr als positive Zwischenbericht kann der nächste Schritt in Richtung einer „Fitmach-Aktion“ für ganz Deutschland sein. Die Vorzeichen für eine bewegte Zukunft stehen also gut! Weitere Infos zur „Fitmach-Aktion“ unter: www.fitmach-aktion.de. Initiatoren

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Die Pressemeldung zum 6. Parlamentarischen Abend zur Ansicht unter: www.dhfpg.de/parlamentarischerabend

Projektpartner Foto: DHfPG/BSA

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AKTUELLES | INNOVATIONSMANAGEMENT

Fotos: KirichaiE – stock.adobe.com | Enjoy Fitness | BestFit GmbH | Sports Club

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Innovationen im Unternehmen planen und umsetzen

Erfolgreiches Innovationsmanagement Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff

Zeit für einen Abgleich zwischen Anspruch und Realität: Was hat sich in den letzten zwei Jahren im Angebot der Studios geändert? Welche neuen Erwartungen haben die Mitglieder 2022? Wie innovativ reagieren Studiobetreiber:innen in Bezug auf Digitalisierung, Trainingstechnologie, Vertragsgestaltung und Mitarbeiter:innenführung? Und ähnelt das Innovationsmanagement eines Einzelstudios dem einer großen Kette? Mit Dr. Hartmut Klose und Norman Heller von Enjoy Fitness, Alexander Sosa, Inhaber der Studiokette Sports Club, sowie Stephan Schulan, dem CEO der BestFit Group, hat fitness MANAGEMENT international darüber gesprochen, wie sie sicherstellen, dass ihre Unternehmen innovativ bleiben.

Dr. Hartmut Klose

Norman Heller

Stephan Schulan

Alexander Sosa

Der Geschäftsführer des Enjoy Fitness in Oyten und Lady Fitness in Schenefeld entwickelt für seine Studios innovative Trainings- und Ernährungskonzepte. Mit dem Rehazentrum e. V. bietet er ärztlich verordneten Rehabilitationssport und Präventionskurse an. Seine Erfahrung gibt er als Ausbilder für Sport- und Fitnesskaufleute und seinen Studierenden der dualen Studiengänge Fitnessökonomie und Sport-/Gesundheitsinformatik weiter. Kraft, Sport und Gesundheit sind wichtige Konstanten in seinem Leben – als Bodybuilder, Trainingsbetreuer einzelner Fußballbundesligisten oder als Copilot und Coach des Weltspitze-WasserskiRacing-Teams Walhalla.

Seit 2017 ist Norman Heller Vertriebsleiter und Clubmanager der Enjoy Fitness GmbH & Co. KG. Mittlerweile seit 25 Jahren in der Fitnessbranche, war er zuvor u. a. bei ULC Management OHG, milon, Fitness Company, Kieser Training und Swiss Training tätig. Seit vielen Jahren setzt er sich mit dem Thema Digitalisierung auseinander und hat zahlreiche Fortbildungen zum Online- und Social-Media-Marketing besucht. Mit Sebastian Riehle spezialisierte er sich auf Messenger Marketing und entwickelte einen Chatbot Master zur Kund:innenkommunikation mit WhatsApp-API. Mit diesem Tool sind beide Partner der Magicline / Sport Allianz GmbH.

2006 eröffnete Stephan Schulan als Franchisenehmer der Marke clever fit seinen ersten Fitnessclub. Sein weiterer beruflicher Werdegang ist von Expansion geprägt: Zwei Jahre später gründete er mit Kurt Künzl die Marke jumpers fitness. Die NORD Holding stieg als Investor ein. Unter ihm als geschäftsführendem Gesellschafter expandierte das Unternehmen schnell auf 36 Standorte. Im Herbst 2020 schloss sich jumpers fitness mit Ai Fitness in NRW und Niedersachsen zur BestFit Group zusammen. Durch weitere Zukäufe wuchs die Gruppe auf aktuell 77 Studios und ist jetzt einer der größten PremiumdiscountFitnessstudioanbieter.

Nach mehreren Stationen im Marketing namhafter Marken (Philips, Shell, Esso, Mercedes Benz) und einer eigenen Werbeagentur wechselte Alexander Sosa 2011 in die Fitnessbranche, mit dem Ziel, hochwertige Studios zu bauen und ein umfangreiches Sport- und Gesundheitsangebot zu einem günstigen Preis anzubieten. Inspiriert durch seine Leidenschaft für Architektur und Innovationen hat Alexander Sosa das Konzept mit jedem neu eröffneten Club weiterentwickelt. Im Sommer 2022 gibt es im Großraum Hamburg acht Sports Clubs sowie je einen in Rostock und Wittenberge. Weitere Anlagen befinden sich in Planung.

www.enjoy-fitness.de

www.enjoy-fitness.de

www.bestfit-group.de

www.sports-club.de

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AKTUELLES | INNOVATIONSMANAGEMENT

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er Stellenwert von Innovationen wird immer wichtiger. In den letzten zwei Jahren war die Fitness- und Gesundheitsbranche coronabedingt dazu gezwungen, quasi über Nacht digitale Trainingsalternativen plus Infrastruktur zu entwickeln. Dafür hat sie äußerst kreativ und entschlossen ihre Möglichkeiten genutzt – trotz erheblicher Einnahmeverluste und großer Unsicherheit wegen der ständig geänderten Hygieneauflagen. Dabei ist es von Vorteil, dass Innovationen zur „DNA“ der Branche gehören. Seit jeher ist sie lifestyle- und trendaffin, also darin geübt, ihren Mitgliedern regelmäßig Neues anzubieten. Genau das ist aber der Punkt: Der Erfolg bei der Einführung von Innovationen ist kein Zufall, sondern fußt auf Branchenkenntnis, Kund:innennähe und Erfahrung. Doch wie managen Fitness- und Gesundheitsanbieter:innen Innovationen erfolgreich und setzen diese in die Praxis um?

In kleineren Clubs wie dem Enjoy Fitness gleicht es dagegen einer One-Man-Show, bei der Clubmanager Norman Heller die Ideen liefert und deren Umsetzbarkeit mit seinem erfahrenen Geschäftsführer Dr. Hartmut Klose abstimmt. „Die Gesellschaft lebt in einem ständigen Wandel, Stillstand wird schnell bestraft und kann höchst erfolgreiche Unternehmen in kürzester Zeit zu Fall bringen“ fasst Stephan Schulan, CEO BestFit Group, die Situation zusammen. „Im Gegensatz dazu können wir uns durch ein stringentes Innovationsmanagement kontinuierlich weiterentwickeln und für die Zukunft justieren.“

Gestiegene Erwartungen der Mitglieder

Innovation auf allen Hierarchieebenen

Nach zwei schwierigen Jahren sind die Ansprüche der Kund:innen an ihre Studios gewachsen: Digitale Angebote werden auch nach Wiedereröffnung der Studios nachgefragt bzw. vorausgesetzt. Ebenso wichtig ist den Kund:innen inzwischen mehr Flexibilität in der Vertragsgestaltung, also kurzfristig kündbare Mitgliedschaften. Die Trainingsbetreuung soll fachlich fundiert, zielgerichtet und möglichst individuell sein und der Leistungsfortschritt nachvollziehbar dokumentiert werden.

Unabhängig von der Größe ihrer Unternehmen legen alle vier Interviewpartner großen Wert darauf, dass alle Mitarbeitenden zur Ideenfindung beitragen. Alle profitieren von einer offenen Vorschlagskultur und flachen Hierarchien. Dr. Hartmut Klose unterstreicht: „Es ist uns sehr wichtig, dass die Beschäftigten jederzeit mit ihren Ideen zu uns kommen können. Dann wird ein Vorschlag analysiert und besprochen, ob und wie daraus ein Projekt generiert werden kann.“ Auch Alexander Sosa, Inhaber der Sports Clubs, betont: „Innovation muss auf allen Hierarchiestufen stattfinden. Dafür ist ein freundliches und angstfreies Miteinander wichtig. Auch die Förderung und Entwicklung von Mitarbeitenden hat unter diesem Aspekt einen wichtigen Stellenwert.“

Die Zahl der Herausforderungen steigt und diese kommen in immer kürzeren Intervallen auf die Entscheidungsträger:innen der Branche zu.

Wir arbeiten alle an einem gemeinsamen Projekt: die Erhöhung des Kund:innennutzens“ Alexander Sosa, Inhaber Sports Club

„Innovationsmanagement bezeichnet die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen in Organisationen. Im Unterschied zu Kreativität, die sich mit der Entwicklung von Ideen beschäftigt, ist Innovationsmanagement auch auf die Verwertung von Ideen bzw. deren Umsetzung in wirtschaftlich erfolgreiche Produkte oder Dienstleistungen ausgerichtet.

Quelle: Wikimedia Foundation Inc. (2022). Innovationsmanagement. Zugriff am 05.07.2022. Verfügbar unter https://de.wikipedia.org/wiki/Innovationsmanagement

Prozesse und Maßnahmen schaffen eine Innovationskultur Schließlich sind es die Teams, die mit den Mitgliedern in engem Kontakt und Austausch stehen und daher wertvollen Input liefern. Die Mitarbeitenden sind meist jünger als die Clubbetreiber:innen und daher häufig erfahrener im Umgang mit Technologie, Digitalisierung und Social Media. Regelmäßige Mitarbeitendenmeetings und Weiterbildungsmaßnahmen sowie der kontinuierliche Austausch mit der Industrie sind für Alexander Sosa von zentraler Bedeutung, um Prozesse im Unternehmen sowie dessen Ausstattung regelmäßig und zielgerichtet auf den Prüfstand zu stellen. Dem Feedback seiner Kund:innen schenkt er besondere Aufmerksamkeit: „Welche unserer Geräte und Maßnahmen bringen sie weiter und gefallen ihnen besonders gut? Womit haben sie Schwierigkeiten? Was sind ihre Wünsche? Wir müssen immer ein offenes Ohr für die Kund:innen haben. Sie bringen uns meistens die Lösung.“ fitness MANAGEMENT international

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Fotos: BestFit GmbH | Sports Club

Das Management von Innovationen ist Teil der Umsetzung der Unternehmensstrategie und kann sich auf Produkte, Dienstleistungen, Fertigungsprozesse, Organisationsstrukturen, Managementprozesse u. v. a. m. beziehen. Während Produktinnovationen in der Regel darauf abzielen, die Bedürfnisse von Kund:innen besser zu befriedigen, sind Prozessinnovationen meist auf Verbesserung von Effektivität und Effizienz betriebsinterner Verfahren ausgerichtet.“

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Stellenwert des Innovationsmanagements Innovationsmanagement nimmt deshalb heute in den Studios einen wesentlichen Raum ein, auch wenn die Umsetzung je nach Größe der Unternehmen variiert. Während in großen Ketten wie der Best Fit Group ganze Projektteams für Innovationsmanagement zuständig sind, ist es in mittleren Ketten wie dem Sports Club Teil der „Unternehmens-DNA“.


Die erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung im täglichen Betrieb ist laut Stephan Schulan viel schwieriger, als Innovationsprozesse „am Reisbrett“ zu entwickeln. Entsprechend wurden bei BestFit feste Prozess- und Ablauftools installiert, die es dem Team ermöglichen, alle Unternehmensebenen einheitlich zu informieren und abzuholen. Spezielle Teams betreuen und setzen die Innovationen gemeinsam um: „Wir leben eine sehr offene Vorschlagskultur und freuen uns über jede Idee zur Optimierung und Innovation – unabhängig davon, für welchen Bereich und von wem aus unserem Team sie kommt. Ein großer Erfolgsfaktor bei BestFit ist das hochmotivierte Team, das ständig daran arbeitet, seinen jeweiligen Unternehmensbereich noch besser und effizienter zu gestalten. Unabhängig davon gibt es hierzu regelmäßige Workshops, bereichsübergreifende Meetings und monetäre Anreize, um diesen Prozess ständig in Bewegung zu halten.“

gliedern den größtmöglichen Nutzen zu bieten und sie langfristig im Studio zu halten.

Innovationsfeld Mitgliederbindung „Aus meiner Sicht wird es immer wichtiger, die Mitglieder emotional an die Clubs zu binden und eine möglichst individuelle und regelmäßige Ansprache zu ermöglichen. Wir bauen hier momentan ein eigenes CRM, Customer Relationship Mangagement, auf und implementieren ein CRM-Tool, um einen noch intensiveren und zielgerichteteren Austausch mit den Mitgliedern zu ermöglichen“, sagt Stephan Schulan. Dabei ist eine Erkenntnis für alle Studios wichtig: „Wir dürfen die Beziehung zu unseren Kund:innen nicht nur auf die Trainingsbesuche reduzieren, sondern müssen Teil des täglichen Lebens unserer Mitglieder werden.“

An dieser Aufgabe wird mit einer Projektgruppe gearbeitet, die Kund:innenwünJede Innovation sche und deren technische Realisierung Erfolgsfaktor Team ist ein Baustein für im Detail analysiert und optimale LösunIm Enjoy Fitness sind im Rahmen der nachhaltigen Erfolg“ gen erarbeitet – immer unter der PrämisVorschlagskultur monatlich fest termiStephan Schulan, CEO BestFit Group se, den Mitgliedern die Beziehung zum nierte Meetings installiert. „Unsere MitarStudio auf vielerlei Ebenen zu erleichbeiter:innen können jederzeit anfragen, tern. Die Themenfelder reichen von flexiblen Mitgliedschaften wenn Themen von ihrer Seite kommuniziert werden müssen. über ein einfaches Handling der Zutrittsoptionen bis hin zu Es werden fortwährend Ideen und Projekte besprochen und modernen Zahlungsmethoden. analysiert, die die Mitarbeitenden entwickelt oder deren Umsetzung sie sich vorgenommen haben – und gegebenenfalls Alle Unternehmensbereiche auf dem Prüfstand dann geplant. Die Mitarbeitenden sind sehr stark eingebunDigitalisierung, Automatisierung, Gamification und Infotainden, weil sie gut vernetzt und aufgrund ihres Alters näher am ment sind nur einige der Themen, die auch der Sports Club Puls der Zeit sind als wir in der Leitung.“ in Sachen Innovationsmanagement auf seiner Agenda hat. „Die Ansprüche steigen in allen Altersgruppen. Wir müssen Dabei ist die Rückbesinnung auf den Kern der Fitnessdienstleistung der wichtigste Schritt: „Die Kund:innen und ihre Wünnoch besser aufdie Kund:innen undihre Bedürfnisse hören“, sche sind unser Maßstab“, betont Alexander Sosa. „Dafür sagt Alexander Sosa. „Es geht darum, Dinge für sie einfacher müssen wir uns ständig weiterentwickeln, neue Ideen haben und interessanter zu machen, beispielsweise in der Geräteund neue Techniken ausprobieren.“ Mithilfe der Digitalisierung technologie.“ Für einen größeren Kund:innennutzen wünscht und neuer Technologie ist es heute besser möglich, den Miter sich, dass Trainingssysteme und -analysen in Zukunft

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AKTUELLES | INNOVATIONSMANAGEMENT besser vernetzt werden und die Industrie langfristig offene Systeme anbietet.

Anpassungen bei Trainingsangebot und Vertragslaufzeiten BestFit hat aus seinen Umfragen die Erkenntnis gewonnen, dass sich die Trainingsmotivation verändert hat: „Der Faktor Gesundheit ist etwas mehr in den Vordergrund gerückt.“ Gleichzeitig sind die Neumitglieder jünger geworden. Aktuell melden sich vor allem 16- bis 28-Jährige neu bei den BestFit-Clubs an, dementsprechend wächst ist die Nachfrage nach Functional Training, Free-Weight-Bereiche werden vergrößert und die Nutzungszahlen der eigenen App und anderer digitaler Produkte steigen. Als Resultat daraus wird die Marketingstrategie von BestFit auf die jüngere Zielgruppe erweitert und intensiviert. Das betrifft sowohl die Art der Ansprache, die gewählten Werbekanäle als auch die Anpassung der Vertragslaufzeiten auf mehr Flexibilität.

Innovationen in allen Unternehmensbereichen

Mehr Zeit für persönliche Betreuung „Dieses Tool ist für alle Fitnessstudios hochinteressant. Überall in der Branche haben wir die gleichen Bedürfnisse, was Kund:innenbetreuung, Motivation, Retention und Neumitgliedergewinnung angeht“, sagt Clubmanager Norman Heller, der die Idee zum Coach hatte. „Alle wichtigen Informationen, die ich als Fitnessstudio an meine Mitglieder weitergeben möchte, kommuniziert der digitale Coach. Wir nutzen ihn jetzt seit sechs Monaten und bekommen durchweg positives Feedback. Die Öffnungsrate der Nachrichten liegt bei über 90 Prozent. Es ist toll zu sehen, wie das Tool unabhängig vom Alter angenommen wird. Da holt sich die 70-Jährige ebenso ihren Eiweißshake zur Belohnung ab wie der 20-Jährige vor seinem Freund mit seiner Goldmedaille prahlt. Den Erfolg dieser spielerischen Motivationsgeschichten zu erleben macht einfach Spaß!“ Der wichtigste Benefit für Studios liegt aber darin, dass die Telefonzeiten reduziert werden und die Trainer:innen so frei für die eigentliche Mitgliederbetreuung und -bindung auf der Fläche und im Kurs sind. „Wir haben alles, was aus unserer Sicht machbar war, digitalisiert. Jetzt können wir in der Betreuung einen Schritt weiter gehen und haben wieder mehr Kapazitäten frei für das Verhältnis von Mensch zu Mensch.“ Der soziale Kontakt, darüber herrscht in der Branche und Forschung ein breiter Konsens, ist es schließlich, der den Kund:innen während der Pandemie bei ihrem Trainingserlebnis am meisten gefehlt hat.

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Foto: Enjoy Fitness

Von Digitalisierung, ständigem Wandel und der notwendigen Weiterentwicklung sind alle Bereiche des Studioalltags betrofEs findet ein Wandel fen, gleichzeitig hat COVID-19 die Entwickstatt, hin zur Digitalilung sehr beschleunigt. „Am Ende jeder sierung und zu innoInnovation steht ein Gewinn gegenüber vativen Trainingsmader Vergangenheit — entweder an Zeit, schinen“ Komfort oder monetärer Art. Ob interne Norman Heller, Abläufe im Onboardingprozess der Teams, Clubmanager Enjoy Fitness die Betreuung der Mitglieder über Selfservice und ChatBooth oder ein verbessertes Trainingserlebnis in den Studios, jede Innovation ist ein Essenziell: der Blick über den Tellerrand Baustein für nachhaltigen Erfolg“, konstatiert Stephan Schulan. Neben der Befragung der Mitglieder bietet die Fitness- und Gesundheitsbranche eine große Auswahl an Quellen für krea„360° Coach“ als digitaler Mitarbeiter tiven Input und Neuheiten: Messen, Kongresse, Netzwerk- und Von den drei befragten Parteien ist das Enjoy Fitness das Branchentreffen sowie Fachmagazine. kleinste Studio, braucht sich aber in Sachen Innovationsmanagement nicht zu verstecken. Ein rigoroses Innovationsma„Alle genannten Punkte sind von Bedeutung“, sagt Alexander nagement ist mit zwei Clubs zwar gewünscht, aber nicht mögSosa. „Über Fachmagazine erhalte ich Informationen über lich. „Das hält uns aber nicht davon ab, nach Innovationen zu neue Geräte oder Systeme. Auf Messen kann ich diese dann schauen oder sie selbst im Rahmen unserer Möglichkeiten zu ausprobieren. Branchentreffen sind für den Austausch wichliefern“, so Norman Heller. Gemeinsam mit Dr. Hartmut Klose tig. Letztendlich haben wir alle das gleiche Ziel und arbeiten an verfolgt er wie viele andere Betreiber:innen das Ziel, möglichst einem gemeinsamen Projekt: Die Erhöhung des Kund:innenviele Mitglieder zurück ins Training zu bringen. Dafür brauchen nutzens. Die Kund:innen und ihre Wünsche sind unser Maßsie vor allem Manpower. Mithilfe von Sebastian Riehle, Spezistab. Wir machen dabei auch nicht vor anderen Branchen halt alist für Messaging Automation, haben sie deshalb den „360° und können z. B. von der Systemgastronomie viel lernen. Dort Coach“ entwickelt, den sie auch vertreiben. Das automatisierist man in vielen Dingen viel weiter als wir.“ te Tool zur Kund:innenbindung und Neukund:innengewinnung funktioniert über WhatsApp-API und spart PersonalressourStephan Schulan sieht größere Chancen auf gewinnbringende cen. Diese Variante hat nichts mit der privaten Nutzung von Ideen zu stoßen, je mehr Inspiration er bekommt. „Neben dem WhatsApp gemein und ist komplett DSVGO-konform. Über intensiven Austausch mit unseren Teams als Multiplikatoren den „360° Coach“ können die Mitglieder 24 Stunden am Tag stehen wir in engem Kontakt zu tollen Kolleg:innen aus der Termine vereinbaren, mit Trainer:innen kommunizieren soBranche, nehmen aktiv am Verbandsleben teil und schätzen wie Newsletter, Informationen und Umfragen erhalten und Branchentreffen wie MEET THE TOP. Fachmagazine gehören Feedback geben. Als zusätzlichen Motivationsanreiz könebenso zur täglichen Lektüre. Darüber hinaus unterstützen wir nen sie für jedes Training Punkte und Prämien sammeln. unsere Teams, regelmäßig Fort- und WeiterbildungsmaßnahUnd falls ein Mitglied drei Wochen lang nicht zum Training men in den jeweiligen Fachbereichen wahrzunehmen. Hinzu erschienen ist, bekommt es automatisch eine Erinnerung.


kommt der aus meiner Sicht enorm wichtige Blick ‚über den Tellerrand‘ der Fitnesswelt durch die Teilnahme an branchenübergreifenden Veranstaltungen, Kongressen und einem stetigen bilateralen Austausch mit unserem Netzwerk.“ Clubmanager Norman Heller pflegt ein umfangreiches Netzwerk auf Social-Media-Plattformen. „Über perspektivische Digitalisierungsbereiche für Betriebssowie Empfehlungssysteme und Marketing bin ich so immer up to date. Wenn sich gerade irgendwo auf der Welt jemand etwas Tolles überlegt hat, kann ich ruckzuck Kontakte aufbauen, mehr Informationen finden und Schnittstellen aufbauen.“

Wo geht die Reise hin? „Es findet ein Wandel statt, hin zur Digitalisierung und zu innovativen Trainingsmaschinen, die stylischer sind und auch ein junges Publikum ansprechen“, ist Dr. Hartmut Klose überzeugt. „Wir glauben, dass der Mix aus Digitalisierung der Trainingsgeräte und aus Betreuung im klassischen Training auf jeden Fall in Zukunft weiter bestehen wird. Das gilt auch für Prävention und Reha.“ Norman Heller fügt hinzu: „Mit hochwertigen Apps und Trainingstools im Studio, außerhalb des Studios, vorm Sofa, auf dem Sofa oder outdoor, wird alles vernetzt – da geht die Reise hin. Bald wird man wirklich alle Freizeitaktivitäten mit dem Fitnessstudio kombinieren können.“ „Wir müssen den Anreiz erhöhen und Hürden abbauen. Die Kund:innen möchten alles einfach, schnell und ohne Komplikationen – im Idealfall noch mit einem Belohnungseffekt“, fasst Alexander Sosa zusammen. „Den bietet das Training an sich schon, aber wir arbeiten auch an Kund:innenbindungs- und Empfehlungsprogrammen, um die Belohnung noch sichtbarer zu machen. Mitglieder- und Mitarbeitendenbefragungen, die Umsetzung der dadurch erhaltenen Ergebnisse und die Schaffung einer Innovationskultur sind hier die Schlüsselelemente.“

Fazit Wer stillsteht, lebt in der Gefahr, vom Markt zu verschwinden. Unternehmen sind heute gefordert, sich mit kontinuierlichem Innovationsmanagement weiterzuentwickeln und ihre Dienstleistung an die Erfordernisse eines sich stetig wandelnden Marktes anzupassen. Dabei hat sich für viele Unternehmer bewährt, auch „über den Tellerrand“ zu blicken, denn die Fitnessbranche kann viel von anderen Dienstleister:innen wie beispielsweise der Systemgastronomie über die Befriedigung von Kund:innenbedürfnissen lernen. Die wichtigsten Faktoren für die Veränderungen der Zukunft sind die hybride Trainingswelt, Digitalisierung, Technologisierung und Modelle für flexible Studiomitgliedschaften.

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AKTUELLES | INTERDISZIPLINÄR

Für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg

Fachkongresse und ihre Bedeutung für die Branche Text: Carolin Schmidt und Florian Schmidt

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Foto: DHfPG/BSA

Die Fitness- und Gesundheitsbranche befindet sich in stetigem Wandel. Betreiber:innen müssen meist schnell auf Veränderungen reagieren, um den langfristigen Erfolg ihres Unternehmens sicherzustellen. Wie Betreiber:innen und ihre Mitarbeitenden dabei von den Vor-Ort-Kongressen der Branche inklusive spannender Ideen und praxisnaher Impulse für die Umsetzung im Studio profitieren können, haben wir die beiden erfahrenen Mitglieder des Aufstiegskongressteams Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Gerd Maurer gefragt.

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und:innenbedürfnisse ändern sich, innovative Geräte erobern den Markt, neue Fitnesstrends werden immer populärer und die digitale Studiovernetzung schreitet weiter voran – all das sind nur einige Herausforderungen, auf die Betreiber:innen von Fitness- und Gesundheitsanlagen meist schnell, effektiv und effizient reagieren müssen. Doch woher erhalten sie die notwendigen Informationen über veränderte Mitgliederbedürfnisse, relevante Marktentwicklungen, neueste Forschungserkenntnisse oder Produktinnovationen? Und wie können sie sich mit anderen Studiobetreiber:innen über Lösungen und Strategien austauschen, ohne der direkten Konkurrenz zu viele Einblicke zu gewähren?

stellen, um diesen wachsenden Herausforderungen aktiv zu begegnen?

Wachsende Herausforderungen brauchen neue Lösungen

Warum ist es so wichtig, dass die Mitglieder der Fitness- und Gesundheitsbranche an Kongressen teilnehmen? Worin besteht das Ziel der Veranstalter? Und was macht diese Events so besonders?

Wie schnell ein tiefgreifender und existenzverändernder Wandel in einer Branche erfolgen kann, hat die Corona-Krise auf eindrückliche Weise bewiesen. Innerhalb von zwei Jahren änderten sich u. a. die Kund:innenbedürfnisse, die Ansprüche an das Training, aber auch die Anforderungen an die Anlagen selbst teilweise radikal. Es stellt sich bei einem so einschneidenden Erlebnis die Frage: Wie können sich Studiobetreiber:innen und ihre Mitarbeitenden langfristig auf-

Geballtes Fachwissen und Know-how an einem Ort Egal, ob Aufstiegskongress oder der neue FIBO Congress, nirgendwo sonst erhalten Teilnehmende einen so präzisen Blick auf den gegenwärtigen Stand der Branche. Diese Events leben davon, dass Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen aktuelle Erkenntnisse bzw. Ergebnisse präsentieren und mit den Besucher:innen diskutieren.

Kongresse als Ticket zu mehr Innovation und Erfolg

Darüber haben wir mit den beiden Kongressexperten Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Gerd Maurer gesprochen. Sie sind seit Jahren im Organisationsteam des Aufstiegskongresses aktiv und wissen genau, worin der essenzielle Mehrwert solcher Veranstaltungen besteht.

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AKTUELLES | INTERDISZIPLINÄR

Fachkongresse sind eine wunderbare Möglichkeit, spannenden Input zahlreicher Branchenexpert:innen mitzunehmen!

fMi: Prof. Wessinghage, Sie sind seit Jahren eines der prominentesten Gesichter des Aufstiegskongresses. Was waren bisher für Sie die eindrücklichsten Momente? Prof. Dr. Thomas Wessinghage: Da gibt es viele Momente, in denen ich mehr als stolz darauf war, Teil einer so tollen und wichtigen Veranstaltung für die Fitness- und Gesundheitsbranche zu sein. Nicht zuletzt haben mich die Vorträge unserer Keynote-Speaker:innen wie Jan Frodeno, Prof. Dr. Jan Mayer oder Pierre Geisensetter immer sehr berührt. Fasziniert hat mich beim Aufstiegskongress 2017 z. B. auch Denise Schindler, die Para-Radsportlerin. Sie inspirierte mit ihrer lockeren Art und einem tollen Vortrag, in dem sie ehrlich u. a. über Angst, Verantwortung und die Chancen zu wachsen sprach. Ich bin jedes Jahr aufs Neue von der Atmosphäre, die auf dem Aufstiegskongress herrscht, überzeugt. Es ist eine Art großes Familientreffen, das alle mit Spannung und Begeisterung erwarten und bei dem viele neue großartige Kontakte und Synergieeffekte entstehen. Natürlich lebt der Kongress auch von den renommierten Branchenexpert:innen, spannenden Diskussionen und der branchenorientierten Partner-Ausstellung.

Das macht das Thema Forschung für unsere Branche immer wichtiger. So hat z. B. die DHfPG eine eigene Forschungsabteilung ins Leben gerufen. Die Kenntnis der neuesten Daten und Fakten sowie das Bewusstsein für deren Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche ist für die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen heute substanziell. Gleichzeitig erfahren Gesellschaft und Politik mehr über den Mehrwert unserer Branche.

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Im Rahmen eines Kongresses werden meist die wichtigsten Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert. Sie können ein neues Licht auf u. a. Kund:innenbedürfnisse oder Trainingsgestaltung werfen und sind entsprechend essenziell für die Branche. Es ist also vor allem 2022 entscheidend, sich auf Kongressen über die neuesten Entwicklungen zu informieren, um besser und stärker zurückzukehren. Warum sind Innovation und Weiterentwicklung für die Unternehmen der Branche bedeutender denn je? Unternehmen müssen immer auf dem neuesten Stand sein, was u. a. die Kund:innenbedürfnisse anbelangt, und sich stetig neuen Marktentwicklungen und sich verändernden wirtschaftlichen Voraussetzungen anpassen. Sie müssen immer genau wissen, welche Innovationen es am Markt aktuell gibt – seien es Trainings-/BGM-Konzepte, Geräteinnovationen oder die neueste Software. Nur so können sie mit passenden Lösungen auf die Veränderungen reagieren und sich vom Wettbewerb abheben. Gleichzeitig sollten sie sich auch in Bezug auf ihr Fachwissen ständig professionalisieren, um sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und vom neuen Gesundheitsbewusstsein langfristig zu profitieren. Welche Rolle spielen Netzwerk und Austausch auf solchen Veranstaltungen? Netzwerk und Austausch sind meist zwei der Kernpunkte von Vor-Ort-Kongressen. Hier können besonders Studierende bzw. Berufseinsteiger:innen sich ein Netzwerk aufbauen und so wichtige, für den beruflichen Erfolg entscheidende Kontakte knüpfen. Zusätzlich haben sie die Gelegenheit, sich auch einen Überblick über potenzielle Arbeitsfelder in der Branche zu verschaffen. Auch Selbstständige können ihr Netzwerk aus Fachexpert:innen, die wohl nirgends so geballt zusammenkommen wie bei einem Kongress, pflegen. Zusätzlich sind Kongresse auch tolle Teamevents – zur gemeinsamen Weiterbildung und zum persönlichen Austausch mit Branchenkolleg:innen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: fitness MANAGEMENT | DHfPG/BSA

Warum sollte man gerade 2022 an Kongressen teilnehmen, um sich über Trends und Entwicklungen zu informieren? Die Corona-Krise hat die Kund:innenbedürfnisse enorm verändert und beeinflusst, nicht zuletzt, weil nun eine Vielzahl von Mitgliedern und Neukund:innen in die Studios kommen, die während der vergangenen zwei Jahre sehr wenig bis gar nicht körperlich aktiv waren. Diese Menschen brauchen eine viel intensivere Betreuung, um wieder körperlich fit zu werden, aber auch um motiviert zu bleiben. Die Themen Bewegungsmangel und Prävention haben eine neue Tragweite erhalten. Darauf muss sich die Branche einstellen und dies für sich nutzen.

Prof. Dr. Thomas Wessinghage Der Facharzt für Orthopädie sowie für Physikalische und rehabilitative Medizin ist als Prorektor „Hochschulentwicklung und Transfer“ an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig.


Menschen, die über sich hinauswachsen. Wahre Emotionen, die begeistern. Praxisorientierte Inspirationen, die Unternehmen voranbringen – davon leben Kongresse!

Gerd Maurer Seit fast 30 Jahren ist der heutige Inhaber der Stabsstelle „Unternehmensentwicklung“ für die BSA-Akademie und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. Von Beginn an zählt er zum Aufstiegskongressteam.

fMi: Herr Maurer, Sie sind von Beginn an fester Bestandteil des Aufstiegskongressteams. Was war damals die Intention der DHfPG, der BSA-Akademie und der BSA-Zert, solch einen Kongress ins Leben zu rufen und wie hat er sich seither weiterentwickelt? Gerd Maurer: Die Intention war schon 2007, als wir den ersten Kongress veranstaltet haben, einen reinen Fachkongress in der Fitness- und Gesundheitsbranche zu etablieren. Das wurde vom Start weg sehr positiv aufgenommen und hat sich über die Jahre so gut weiterentwickelt, dass wir 2019 bei der bis zu diesem Zeitpunkt letzten Live-Veranstaltung des Aufstiegskongresses über 1.100 Teilnehmer:innen in Mannheim begrüßen durften. Wir waren damit schon ganz nah an der Auslastungsgrenze. Mit Jan Frodeno hatten wir damals einen Ausnahmeathleten als Keynote-Speaker dabei, der kurze Zeit vorher wieder den Ironman auf Hawaii gewonnen hatte. Das war sicher für alle Teilnehmer:innen ein einmaliges Erlebnis, vor allem, da sich Jan im Nachgang auch viel Zeit nahm und stundenlang Bücher signierte sowie Autogramme gab. Dass wir mittlerweile jedes Jahr eine:n Keynote-Speaker:in mit dabei haben, schafft nochmals zusätzlichen Charme. Es wird nicht nur über die Optimierung des Business gesprochen; wir zeigen auch authentische Menschen, die über sich hinausgewachsen sind, unglaubliche sportliche Leistungen erbracht und große Hürden überwunden haben – das ist für alle Beteiligten auf so vielen Ebenen inspirierend und motivierend. Wie wichtig sind Events, wie z. B. der Aufstiegskongress oder der neu ausgerichtete FIBO Congress, zur Weiterbildung von Fach- und Führungskräften? Welche Rolle spielen diese Veranstaltungen für die Professionalisierung und langfristige Entwicklung der Branche? Fachkongresse haben eine ganz zentrale Bedeutung für die Weiterbildung und damit auch für die Weiterentwicklung einer Branche. Solche Events sind die perfekte Plattform sowohl für Inhaber:innen von Fitnessanlagen als auch für zukünftige Führungskräfte – also sozusagen die nächste Generation – , um aktuelles Know-how, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und konkrete Umsetzungstipps zu erhalten. In einer Branche, die sich so dynamisch entwickelt wie 04/22

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die Fitness- und Gesundheitsbranche, ist es wichtig, dass neueste Informationen und aktuelle Forschungsergebnisse möglichst vielen Entscheider:innen zugänglich sind. Nur wer weiß, wo in seinem:ihrem Unternehmen Verbesserungs- sowie Zukunftspotenzial steckt, kann sich und sein:ihr Team gezielt professionalisieren, weiterentwickeln und langfristig erfolgreich machen. Nach zwei Jahren „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ trifft sich die Branche 2022 endlich wieder vor Ort in Mannheim. Welche Vorteile bietet ein Präsenzkongress und welche Chancen ergeben sich daraus für Fitness- und Gesundheitsanlagen? Ein Vor-Ort-Kongress ist natürlich ein Erlebnis. Man steigt ganz bewusst aus dem Alltag aus und taucht ganz in die Atmosphäre dieser Veranstaltung ein. Die gehörten Inhalte wirken nach und man entwickelt schon während des Kongresses eigene Ideen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich der Austausch mit den anderen Teilnehmenden und das Netzwerken. Dieser persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen – das ist v. a. für Berufseinsteiger:innen oder Selbstständige ein essenzieller Faktor. Auch die Referent:innen stehen nach den Vorträgen in einer Speakers Corner oder Ähnlichem für Fragen zur Verfügung, was von vielen Teilnehmenden sehr geschätzt wird. So können sie individuelle Fragen stellen und dadurch noch konkretere Lösungen für ihr Unternehmen entwickeln. Das diesjährige Motto lautet „Better & stronger“. Warum haben Sie sich für dieses Motto entschieden und inwiefern sehen Sie darin einen Mehrwert für die Branche? Wir wollten damit ganz bewusst ein Zeichen setzen: Wir sind uns sicher, dass die Branche besser und stärker aus der Krise zurückkommen kann und wird. Das Gesundheitsbewusstsein ist gestiegen und wenn die ganze Branche konsequent daran arbeitet, besser zu werden, dann werden wir uns weiterentwickeln, noch mehr Akzeptanz – auch vonseiten der Politik – erhalten und zu einem noch anerkannteren Partner im Zweiten Gesundheitsmarkt werden. Denn wir machen auch unsere Kund:innen „Better & stronger“ und damit gesünder!

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AKTUELLES | FACHKONGRESS | ANZEIGE

Aufstiegskongress 2022

Seien Sie dabei – endlich wieder vor Ort! „Live und in Farbe“: In diesem Jahr findet der Aufstiegskongress am 7. und 8. Oktober 2022 endlich wieder vor Ort im Mannheimer m:con Congress Center Rosengarten statt! Nachdem der Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter:innen nun zwei Jahre lang online durchgeführt wurde, können sich Entscheider:innen und Mitarbeitende der Fitness- und Gesundheitsbranche jetzt wieder persönlich über die aktuellsten Themen und Trends informieren und austauschen.

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ir können wieder aufatmen! Mit dem Ende der coronabedingten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen erholt sich auch die Fitness- und Gesundheitsbranche von den Auswirkungen der Pandemie; die Mitglieder kehren in die Studios zurück und immer mehr Neukund:innen melden sich zum Training an. Zudem können sich Studiobetreiber:innen endlich wieder persönlich austauschen,

netzwerken und informieren, denn der Aufstiegskongress findet wie zuletzt 2019 im gewohnten Rahmen als Vor-Ort-Veranstaltung statt.

Das Motto: „Better & stronger“ Unter dem Motto „Better & stronger“ freuen sich die Veranstalter – die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsma-

Foto: DHfPG/BSA

Alle Infos rund um den Aufstiegskongress sowie das aktuelle Programm und Tickets finden Sie unter www.aufstiegskongress.de

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nagement (DHfPG), die BSA-Akademie und die BSA-Zert –, die Entscheider:innen und Mitarbeitenden der Fitness- und Gesundheitsbranche in diesem Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Nachdem die Studios in den letzten beiden Jahren auf eine harte Probe gestellt worden sind und ihrem gewohnt positiven Wachstum schlagartig „ein Riegel vorgeschoben“ wurde, gilt es jetzt, mit neuer Kraft in die Zukunft zu blicken. Denn infolge der Pandemie hat sich auch das Bewusstsein für gesundheitsorientiertes Fitness- und Krafttraining innerhalb der Gesellschaft verändert – mehr Menschen erkennen den Nutzen von Gesundheitstraining und damit auch die Relevanz der Branche. Diese Entwicklung sollten Fitnessstudios nun als Chance wahrnehmen und sich als qualifizierte Dienstleister:innen für gesundheitsorientiertes (Kraft-)Training etablieren. Die Folgen: positive wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltiger Erfolg, finanzielle Stärke sowie stetiges Wachstum der gesamten Branche. Aus diesem Grund gilt für Fitnessund Gesundheitsanlagen: besser werden und sich stärker aufstellen – eben „Better & stronger“!

Vielseitiges Kongressprogramm Damit die Unternehmen dieses Ziel erreichen, muss sowohl das Vertrauen von Trainierenden als auch von Investor:innen gewonnen werden. Außerdem ist die Anerkennung und Unterstützung vonseiten der Bevölkerung im Allgemeinen, der Politik sowie des Gesundheitsmarktes enorm wichtig. So kann jeder einzelne Betrieb aktiv zur positiven Wahrnehmung und Wertschätzung von gesundheitsorientiertem Training wie auch der Branche insgesamt beitragen. Die Teilnehmenden des Aufstiegskongresses erhalten wertvolle Tipps aus der Praxis für die Praxis. Zudem erwarten sie spannende Vorträge aus den Bereichen Management, Fitness, Coaching, Gesundheit, Ernährung und Betriebliches Gesundheitsmanagement. Auch wissenschaftliche Erkenntnisse werden dem Fachpublikum von den Top-Referent:innen präsentiert. Prof. Dr. Sarah Kobel stellt beispielsweise die Ergebnisse der „Fitmach-Aktion“ vor, die 1.000 Proband:innen, die zuvor gar nicht, wenig oder unregelmäßig sportlich aktiv waren, in Bewegung gebracht hat. Im Anschluss an ihre Präsentation werden in einer Diskussionsrunde die Erkenntnisse des Modellprojekts debattiert. Clive Salz, der sich als Athletiktrainer und Ernährungsberater unter Spitzensportler:innen und Prominenten einen Namen gemacht hat, klärt in seinem Vortrag

„Mythos: Kohlenhydrate und Fettabbau“ über den Stellenwert von High- und Low-Carb-Strategien in den Bereichen Ernährungstherapie und Leistungssport auf. Die Teilnehmenden dürfen sich im Rahmen seines fesselnden Beitrags auch über Tipps für die Studiopraxis freuen. „Stark in die Zukunft – Nachfolgeregelung und Unternehmenskauf“ – so lautet der Titel von Ralf Capelans Vortrag, in dem der Unternehmensberater unter anderem die Vor- und Nachteile der Nachfolgemethodik denen der klassischen Existenzgründung gegenüberstellt. In Patrick Berndts Präsentation „Emerging Strategies im Personal Training“ erfahren die Besucher:innen anhand eines Praxisbeispiels, wie man entwicklungs- und tagesformabhängig Trainingsinhalte auswählt und die Belastung der Trainierenden steuert, um die Trainingseffekte langfristig zu optimieren. Nicole Capelan widmet sich in ihrem Beitrag „Die RecruitingMarketing-Methode – Personalbeschaffung neu gedacht und besser gemacht“ der Frage, wie sich Dienstleistende besser aufstellen können, um für qualifizierte Mitarbeitende attraktiver zu werden. In Andreas Barz’ Vortrag „Immunbooster oder doch Open Window?“ erfahren die Teilnehmenden, warum regelmäßiges Training die Abwehrkräfte stärkt. Mit diesem Thema trifft Andreas Barz den Nerv der Zeit und macht die Bedeutung gesundheitsfördernden Trainings einmal mehr deutlich. Auch auf das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Partner-Ausstellung und Speakers Corner dürfen die Besucher:innen in diesem Jahr wieder gespannt sein. Das komplette Programm finden Sie unter: www.aufstiegskongress.de/programm

Tickets sichern – nur 49 Euro für beide Kongresstage! Seien Sie dabei, wenn die Branche nach langer Zeit wieder auf dem Aufstiegskongress zusammenkommt. Tickets für den Fachkongress am 7. und 8. Oktober 2022 im m:con Congress Center Rosengarten erhalten Sie unter: www.aufstiegskongress.de/tickets

Unsere ersten Partner

Veranstalter

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AKTUELLES | FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING

Verbesserung der Lebensqualität

Krafttraining im höheren Lebensalter Text: Prof. Dr. Christoph Eifler

Zunehmend mehr Menschen sind von einem altersbedingten Rückgang der Skelettmuskulatur betroffen. Der Verlust an Muskelkraft kann gerade für Menschen im hohen Alter starke Einschränkungen bedeuten, wenn alltägliche Dinge wie das Treppensteigen, Stehen oder Gehen fast unmöglich werden. Ein individuell angepasstes Krafttraining in Fitness- und Gesundheitsanlagen kann diesen degenerativen Prozessen entgegenwirken – womit die Anlagen sozusagen die Tür zu mehr Lebensqualität bis ins hohe Alter öffnen.

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zehnten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine maßgebliche Einflussgröße zum Erhalt dieser Faktoren ist die Aufrechterhaltung einer hohen individuellen Kraftleistungsfähigkeit. Die Anpassungsprozesse an ein Krafttraining sind weitgehend altersunabhängig. Auch im hohen Alter reagiert der Körper auf fitness MANAGEMENT international

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Foto: sergojpg – stock.adobe.com

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ie demografische Alterung ist in Deutschland bereits weit vorangeschritten. Jede zweite Person ist heute bereits älter als 45 und jede fünfte älter als 66 Jahre (Statistisches Bundesamt, 2019). Faktoren, wie der Erhalt der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie der Erhalt der Selbstständigkeit und Selbstversorgung älterer Menschen im Alltag, werden daher in den nächsten Jahr-


überschwellige Trainingsreize. Somit können auch bei älteren Menschen u. a. • eine Verbesserung der Kraftfähigkeit, • Muskelhypertrophie, • Knochenfestigkeitserhöhung, • gesteigerter Gelenkschutz und • insbesondere eine verbesserte Alltagsmotorik sowie • eine Sturzprophylaxe

ter ist der altersbedingte Rückgang der Skelettmuskelmasse (= Sarkopenie). Auslöser der Sarkopenie sind zum Teil altersphysiologische Vorgänge, aber auch Lebensstilfaktoren, wie z. B. reduzierte Alltagsbelastungen bzw. die im Altersverlauf zunehmende Bewegungsarmut. Als Ursachen für die Sarkopenie werden in der Literatur folgende Mechanismen genannt (Roth, Ferrel & Hurley, 2000; Roubenoff, 2001; Waters, Baumgartner & Garry, 2000): • Verlust von Muskelfasern, ausgelöst durch den Verlust von motorischen Einheiten, • Rückgang der Proteinsynthese, • Rückgang der Produktion von Testosteron und IGF-1, • Bewegungsarmut

erwartet werden (Gomez-Cabello, Ara, Gonzales-Agüero, Casajus & Vicente-Rodriguez, 2012; Lichtenberg, von Stengel, Sieber & Kemmler, 2019; Liu & Latham, 2009; Papa, Dong & Hassan, 2017; Seo et al., 2021). Diese mannigfaltigen Anpassungsprozesse steigern im höheren Alter deutlich die Lebensqualität (Kekäläinen, Kokko, Sipilä & Walker, 2018). Die Ausführung eines regelmäßigen Krafttrainings kann in Fitness- und Gesundheitsanlagen erfolgen, in denen das qualifizierte Fachpersonal individuell auf die Trainierenden eingehen kann.

Trainierbarkeit älterer Personen Die Trainierbarkeit älterer Menschen wird heute anerkannt. Ein individuell angepasstes Kraftprogramm, wie es in Fitness- und Gesundheitsanlagen möglich ist, kann den altersbedingten degenerativen Prozessen entgegenwirken, indem durch entsprechende Trainingsreize der Verlust an Muskelmasse gestoppt bzw. sogar neue Muskelmasse aufgebaut und die Kraft dementsprechend gesteigert wird (Bautmans et al., 2005; Bruunsgard, Bjerregaard, Schroll & Pedersen, 2004; Kosek, Kim, Petrella, Cross & Bamman, 2006; Porter, 2001).

Bedeutung des Krafttrainings im höheren Lebensalter Der altersbedingte Kraftverlust hat im höheren Lebensalter deutliche Auswirkungen auf die Körperhaltung, die Fortbewegung und auf die Fähigkeit, Aktivitäten des alltäglichen Lebens zufriedenstellend erledigen zu können. Elementare Tätigkeiten des Alltags, wie z. B. das Aufstehen von Stühlen, das Überwinden von Stufen, das Tragen von Lasten oder einfach nur Stehen und Gehen, sind an ein Mindestmaß an Körperkraft gebunden und für den Erhalt einer selbstständigen Lebensführung essenziell. Viele ältere Menschen in den modernen Industriestaaten laufen Gefahr, Schwellenbereiche der Kraft, die für Tätigkeiten des täglichen Lebens notwendig sind, zu unterschreiten und sind in vielen Bereichen bereits auf fremde Hilfe angewiesen.

In diesem Kontext zeigen Studien, dass die Lebenserwartung älteren Menschen eng mit der Körperkraft korreliert (Gale, Martyn, Cooper & Sayer, 2007; Metter, Talbot, Schrager & Conwit, 2002; Newman et al., 2006; Rantanen et al., 2000; Sasaki, Kasagi, Yamada & Fujita, 2007). Neben funktionellen und morphologischen Anpassungen kann ein Krafttraining im hohen Lebensalter über die erzielte verbesserte Hirndurchblutung auch die kognitiven Funktionen der älteren Sportler:innen verbessern (Cassilhas et al., 2007).

Ursache des altersbedingten Kraftverlusts

Handlungsempfehlungen zur Belastungsdosierung

Primäre Ursache für diesen multifaktoriell bedingten deutlichen Verlust an Muskelkraft mit fortschreitendem Lebensal-

Entscheidend ist beim Krafttraining mit älteren Menschen, dass die gesetzten Reize überschwellig sind, um die

Tab. 1: Handlungsempfehlungen zur Belastungsdosierung des Krafttrainings mit gesunden älteren Menschen (modifiziert nach American College of Sports Medicine, 2014; Fragala et al., 2019)

Programmparameter

Empfehlungen

Erläuterungen

Trainingshäufigkeit

2–3 Einheiten/Woche

2–3 Einheiten für jede große Muskelgruppe an nichtkonsekutiven Tagen

Sätze/Serien

1–3 Sätze/Übung

1 Satz/Übung für Trainingsbeginnende; progressive Steigerung auf 2–3 Sätze

Wiederholungen

10–15, 8–12 oder 15–20

10–15 Wdh. zum Trainingseinstieg, 8–12 Wdh. zur Kraftsteigerung, 15–20 Wdh. zur Verbesserung der Kraftausdauer

Intensität

60–70 % 1-RM oder 70–85 % 1-RM

60–70 % 1-RM zum Trainingseinstieg; Steigerung auf 70–85 % 1-RM je nach Wdh.zahl

Übungsauswahl

8–10 unterschiedliche Übungen

Übungen für alle großen Muskelgruppen, Schwerpunkt auf mehrgelenkigen Übungen; Übungen mit hohem Alltagstransfer berücksichtigen

Belastungsformen

Maschinenübungen oder Übungen mit freien Gewichten

Maschinenübungen für Trainingseinsteiger:innen, Übungen mit freien Gewichten geeignet für gesunde Ältere ohne Einschränkungen und mit adäquater Krafttrainingserfahrung

1-RM = Ein-Wiederholungs-Maximum bzw. konzentrische Maximalkraft 04/22

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AKTUELLES | FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING anvisierten Effekte zu erzielen. Fragala et al. (2019) betonen daher, dass auch Krafttrainingsprogramme für ältere Menschen den übergeordneten Trainingsprinzipien • der Individualisierung, • Periodisierung und • progressiven Belastungssteigerung folgen sollten. Insbesondere individualisierte präventive Strategien in Form eines individuell angepassten Krafttrainingsprogramms ermöglichen über eine adäquate Dosierung der Belastungen ein gleichermaßen effektives wie sicheres Krafttraining mit älteren Menschen. Tabelle 1 verdeutlicht die aktuellen evidenzbasierten Empfehlungen der National Strength and Conditioning Association sowie des American College of Sports Medicine zur Belastungsgestaltung und -dosierung des Krafttrainings mit gesunden älteren Menschen. Liegen individuelle Einschränkungen oder Erkrankungen vor, so empfiehlt die National Strength and Conditioning Association die in Tabelle 2 aufgeführten Modifikationen an den individuellen Krafttrainingsprogrammen. Tab. 2: Empfehlungen zur Modifikation von Krafttrainingsprogrammen bei gesundheitlichen Einschränkungen/Erkrankungen (modifiziert nach Fragala et al., 2019)

Einschränkung/ Erkrankung

Programmmodifikationen

Gebrechlichkeit

Start des Trainings mit 8–12 Wdh. und einer Intensität von 20–30 % 1-RM; langsame progressive Steigerung bis 80 % 1-RM

Mobilitätsdefizite

Übungen in sitzender Position berücksichtigen

leichte kognitive Einschränkungen

leicht auszuführende Übungen berücksichtigen; intensive Übungsunterweisung mit mehrfacher Übungsdemonstration

Diabetes mellitus

Blutglukosekontrolle vor und nach dem Training; Besonderheiten des Krafttrainings bei kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen beachten

Osteoporose

Start des Trainings mit geringer Intensität; progressive Intensitätssteigerung; Gleichgewichtstraining mit minimiertem Sturzrisiko integrieren; vorsichtiger Umgang mit Biege- und Rotationsbelastungen

Gelenkschmerzen

Sehschwäche, Gleichgewichtsstörungen, Rückenschmerzen

Maschinen mit Möglichkeit der Bewegungslimitierung bevorzugen, um das Training im schmerzfreien Bewegungsbereich durchzuführen bevorzugt Krafttrainingsmaschinen bei der Übungsauswahl berücksichtigen

Zusammenfassend lässt sich ableiten, dass ein individuell angepasstes, in Fitness- und Gesundheitsanlagen mit qualifiziertem Personal durchgeführtes Krafttraining eine evidenzbasierte effektive Möglichkeit zur Lebensverlängerung und zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter darstellt. Einen zusammenfassenden Überblick zur Evidenz der Effekte eines individualisierten Krafttrainings bei älteren Menschen liefert ein Positionspapier der National Strength and Conditioning Association (Fragala et al., 2019): Ein individuell angepasstes Krafttrainingsprogramm • wirkt der altersbedingten Sarkopenie entgegen, • fördert die Muskelkraft und die neuromuskuläre Kontrolle, • fördert die Mobilität sowie die körperliche Leistungsfähigkeit bei Alltagsbelastungen und erhält somit die selbstständige Lebensführung älterer Menschen, • beugt Verletzungen vor und stellt eine wichtige Maßnahme zur Sturzprophylaxe dar, • fördert das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität. Fragala et al. (2019) betonen im Positionspapier der National Strength and Conditioning Association, dass ein adäquat geplantes Krafttrainingsprogramm mit einer angemessenen Unterweisung in die Bewegungsabläufe der Übungen und entsprechender Supervision bzw. Betreuung durch qualifizierte Trainer:innen auch bei älteren Menschen eine sichere Intervention darstellt.

Prof. Dr. Christoph Eifler Prof. Dr. Christoph Eifler leitet den Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie den Fachbereich Fitness der BSA-Akademie. An der DHfPG erfüllt er zudem das Amt des Prorektors für Forschung. www.dhfpg-bsa.de Auszug aus der Literaturliste Fragala, M. S., Cadore, E. L., Dorgo, S., Izquierdo, M., Kraemer, W. J., Peterson, M. D. et al. (2019). Resistance training for older adults: position statement from the National Strength and Conditioning Association. Journal of Strength and Conditioning Research, 33 (8), 2019–2052. Lichtenberg, T., von Stengel, S., Sieber, C. & Kemmler, W. (2019). The favorable effects of high-intensity resistance training on sracopenia in older community-dwelling men with osteosarcopenia: the randomized controlled FrOST study. Clinical Interventions in Aging, 14, 2173–2186. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Foto: DHfPG/BSA

Die vollständige Abhandlung können Sie auf der Webseite des DSSV e. V. herunterladen und für Ihre politische Arbeit vor Ort verwenden: www.dssv.de/abhandlung-krafttraining

Fazit


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AKTUELLES | INTERNATIONAL

Interview mit Phillip Mills über die Zukunft der Branche

„Wir müssen von Boutique-Konzepten lernen“ LES MILLS Executive Director Phillip Mills sprach mit fitness MANAGEMENT international über die Perspektiven der internationalen Fitnessbranche und die nächste Generation von Fitnessclubmitgliedern. Im exklusiven Interview erläutert er seine Einschätzung zu den Zielgruppen der Zukunft und zeigt, wie Studiobetreiber:innen diese optimal ansprechen können. Boutique-Konzepte nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Phillip Mills erklärt, was der Markt von ihnen lernen kann.

Phillip Mills Executive Director von LES MILLS International

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Millennials mögen Boutique-Fitness. In den USA nutzen 50 Prozent der Millennials Boutique-Konzepte als Teil ihres Trainingsprogramms. Vielleicht sind sie parallel auch Mitglied in einem traditi-

onellen Studio oder einem Mehrzweckclub, aber 50 Prozent nutzen Boutique-Fitness als Teil ihrer Trainingsroutine und bezahlen dafür viel Geld. Sie geben für einen einzigen Kurs so viel aus wie die meisten Menschen für eine ganze Monatsmitgliedschaft. Wie können Studiobetreiber:innen ein Boutique-Fitnesskonzept etablieren und so höhere Einnahmen pro Mitglied erzielen? Wir spüren, wie sehr bestimmte Zielgruppen das Angebot von Boutique-Konzepten schätzen. Boutique-Studios bauen wirklich Kernmarken auf. Studios müssen eine coole Marke verkörpern, damit sie für diese Zielgruppe attraktiv sind. FOMO (=Fear of missing out) ist eine zielführende Strategie, um Millenials zu erreichen, wobei Marketing und soziale Medien eine wichtige Rolle spielen. Dort werden Communities aufgebaut. Die Menschen mögen die Gemeinschaft – und das ist etwas, worin wir immer besser werden können. Sie brauchen coole Räume in coolen Umgebungen, in denen es sich gut anfühlt, dabei zu sein. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: LES MILLS GERMANY GmbH

fMi: Die Fitness- und Gesundheitsbranche muss sich mit einer neuen, jungen Generation von Studiomitgliedern auseinandersetzen. Wie nehmen Sie diese Zielgruppe wahr? Phillip Mills: Wir müssen uns ansehen, was die Menschen im Moment wirklich wollen – dadurch erlangen wir eine Reihe wichtiger Erkenntnisse. Eine davon ist, was der Markt momentan eigentlich braucht. Unser Markt besteht aktuell zu mehr als 80 Prozent aus Millennials und der Generation Z. Die Millennials sind Jahrgang 1980 bis 1999, also zwischen 20 und 40 Jahre alt. Sie sind das, was wir früher als junge Menschen bezeichnet haben – das ist heute anders.


Man muss auch über „Instagram Momente“ nachdenken. Es gibt den Leuten ein gutes Gefühl, wenn sie ein Selfie machen, es posten und sehen, wie ihre Freund:innen und Follower:innen darauf reagieren. Wenn Sie es schaffen, dass Ihr Club Teil dieser guten Stimmung wird, z. B. wenn die Selfies in Ihrem Club oder mit Ihrem Trainer gemacht werden, sind die Mitglieder glücklich – und gleichzeitig hilft es Ihnen, Ihre Marke zu stärken. Die guten Boutique-Clubs haben wirklich tolle Trainer:innen und großartige Workouts, das sind die entscheidenden Faktoren. Man braucht ein großartiges Trainingsprogramm. Das sollten die traditionellen Clubs verstärkt anbieten. Was können traditionelle Clubs von den Boutique-Clubs lernen? Wir müssen Boutique-Konzepte in die Clubs bringen. Viele Clubs in den USA tun das aktuell. Alle niedrigpreisigen Clubs haben mit Krafttraining angefangen, dann Gruppentraining ergänzt und bieten ihren Mitgliedern jetzt Boutique-Konzepte als zusätzliche Option an. Man kann also im Monat 15 Dollar für Kraftsport, 30 Dollar für Kraftsport und Kurse oder 45 Dollar für das Boutique-Training bezahlen. Ich habe schon 1980 Boutique-Studios in Neuseeland und Australien betrieben. Meine Frau Jackie und ich eröffneten reine Aerobic-Studios. Damals gab es einen unglaublichen Aerobic-Boom. Die Leute standen die Straße hinauf Schlange und zahlten drei Dollar, um mitzumachen – damals war das eine Menge Geld. Wir bezahlten den Instruktor:innen zwischen 50 Cent und einem Dollar für jede Person, die teilnahm. Die Instruktor:innen bekamen also viel Geld und wir hatten dementsprechend großartige Sportler:innen und richtig gute „Entertainer:innen“, die unsere Kurse unterrichteten. Wir beschäftigten unglaubliche Instruktor:innen – und genau das passiert jetzt bei den Boutique-Konzepten: Dafür bezahlen die Mitglieder viel mehr Geld. Es geht aber nicht nur ums Geld. Man muss erst einmal lernen, wie man Menschen anspricht, sie motiviert und begeistert. Vieles davon vermitteln wir im Grupppenfitnessmanagement Training, das ich wirklich allen Clubbesitzer:innen empfehle. Wir haben den Lehrplan für das Gruppenfitnessmanagement Training überarbeitet und vermitteln hier die wichtigsten Erkenntnisse darüber, wie der Markt in Zukunft aussehen wird. Die Antwort lautet: Millennials. Die jungen Leute, die heute in die Clubs kommen, und auch viele ältere Menschen wie ich selbst lieben Boutique-Konzepte. Ich empfehle: Holt Boutique in eure Clubs.

In unserem Flaggschiffclub in Auckland haben wir kurz vor COVID drei Boutique-Konzepte in den ehemaligen 1.000 Quadratmeter großen CrossFit®-Räumen eingerichtet. Eines ist eine Art funktionelles Training, das zweite ist eine Box- und Laufschule und das dritte ein großes Cycling-Studio mit 100 Bikes und einem 20 Meter großen Screen für THE TRIP® und andere Kurse. Wir haben uns in diesem Raum innerhalb von drei Monaten von 500 Besucher:innen pro Woche für CrossFit® auf 5.000 Besucher:innen pro Woche für Boutique gesteigert. Die Boutique-Konzepte sind also unglaublich erfolgreich. Jetzt sind wir gerade dabei, diese Konzepte in allen unseren anderen Clubs in Neuseeland einzuführen. Sie können allerdings nicht einfach einen Raum einrichten und ihn Boutique nennen. Man muss alles tun, was die guten Boutique-Anbieter:innen tun und von ihnen lernen. Dabei ist Gruppenfitness einer der Schlüsselfaktoren, die man berücksichtigen sollte. Haben Sie diese Entwicklung erwartet, als Sie die AerobicWelle in Kalifornien erlebten und diese Trainingsform 1980 nach Neuseeland brachten? Wie verlief Ihre Reise von damals bis heute? Ich blicke mit Liebe und Dankbarkeit auf diese Reise zurück. Ich bin in der Fitnessbranche groß geworden. Meine Eltern eröffneten 1968 ihren ersten Club und alle Menschen, die sie beschäftigten, waren Athlet:innen und Trainer:innen, kamen aus der Leichtathletik, vom Gewichtheben oder dem Kampfsport. Es waren Menschen mit einer echten Leidenschaft für Fitness. Das hat mich damals sehr inspiriert und tut es bis heute. Die Branche ist seither allmählich gewachsen und wird noch weiterwachsen. Es gibt dafür viele Gründe: Wichtige soziale und soziologische Faktoren werden das Wachstum der Fitnessbranche weiter vorantreiben. Unsere Untersuchungen zeigen, dass heute etwa 33 Prozent der Erwachsenen in ein Fitnessstudio oder einen Club gehen. Ich denke, dass diese Zahl weiter steigen und irgendwann bei über 50 Prozent liegen wird. Ich glaube, dass unsere Branche eine riesige Zukunft vor sich hat, wir müssen einfach weiter innovativ sein und immer besser werden.

Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückschaue, sehe ich, wie wir uns weiterentwickelt haben. Ich glaube, wir sind zur einen Hälfte eine Motivations- und zur anderen Hälfte eine Fitnessbranche. Die Leute würden zu Hause trainieren, wenn sie nur trainieren wollten. Sie kommen aber zu uns, um zum Training motiviert zu werden. Im Laufe der Jahre sind wir darin imHaben Sie ein paar Beispiele? mer besser geworden. Der Schlüssel zum ErSehen wir uns die besten Clubs der Welt an, folg in der Zukunft liegt darin, die Menschen wie z. B. den Midtown Athletic Club in Chicago. in unseren Clubs zu allen möglichen LeistunDas ist wahrscheinlich der profitabelste Club gen motivieren zu können. Es ist die Gemeinder Welt mit 16.000 Mitgliedern, von denen schaft, es sind die Menschen, insbesondere Das gesamte Interview ein einzelnes Mitglied 240 Dollar pro Monat einige der Instruktor:innen, es ist die Musik, können Sie hier als Video anschauen. bezahlt. Er hat sich unglaublich schnell erholt die Qualität der Trainingseinheiten und die und ist wieder auf dem Rentabilitätsniveau Faszination dafür. von vor COVID. Und das, obwohl Chicago einen sehr strikten Lockdown hatte. Midtown Chicago hat fünf unglaubliche BouWir sollten also weiter darüber nachdenken, wie wir mehr und tique-Konzepte im Club. Wir müssen also von ihnen lernen, mehr zu einem motivierenden Ort werden können, an dem wie man es macht. sich die Menschen gern aufhalten. 04/22

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DSSV | #BEACTIVE KAMPAGNE

Europa wird fit! Teilnehmen und Mitglieder gewinnen

It´s time to #BEACTIVE! Text: Niklas Kornemann

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ls Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen ist es unser Anliegen, dass die Branche die Potenziale der #BEACTIVE Kampagne für sich nutzt. Denn es handelt sich hierbei um eine Kampagne, an der jede Anlage unkompliziert teilnehmen kann und sollte.

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Was ist #BEACTIVE? #BEACTIVE steht für: Sport, Spaß, Bewegung, Gesundheit, Gemeinschaft und Inklusion. Unter diesem Motto wurde die Europäische Woche des Sports 2015 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Seitdem werden Menschen während dieser Woche mit einem vielfältigen Bewegungsanfitness MANAGEMENT international

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Fotos: NDABCREATIVITY, David Pereiras – stock.adobe.com

Vom 23. bis zum 30. September 2022 findet die Europäische Woche des Sports unter dem Motto #BEACTIVE statt. Seit 2015 verfolgt die Kampagne das Ziel, Menschen über ein vielseitiges Angebot für mehr Bewegung zu begeistern. Der DSSV e. V. – als nationaler Koordinator der Fitnessbranche – ist davon überzeugt, dass die Fitness- und GesundheitsAnlagen hierzu einen großen Beitrag leisten können. Nutzen Sie die kostenlose Kampagne zur Kund:innenbindung und -gewinnung für Ihr Studio und fördern Sie gleichzeitig Ihre politische Arbeit vor Ort – wir zeigen Ihnen wie!


gebot zum Sport motiviert. Die Kampagne wurde in Deutschland bisher primär vom Deutschen Turner-Bund e. V. koordiniert und hat in unserer Branche noch nicht den Stellenwert erlangt, der ihr gebührt. Gerade die hohen Qualifikationsstandards der Fach- und Führungskräfte in unserer Branche bergen viel Potenzial – wir können die beste Dienstleistung in den Bereichen Fitness und Gesundheit anbieten!

die Aktion in Ihrem Studio zu bewerben. Anschließend können Sie Ihre Aktion planen. Alle weiteren Informationen, Hilfestellungen und Ideen erhalten Sie in unserem öffentlich zugänglichen DSSV-Leitfaden unter www.dssv.de/beactive. Hier finden Sie außerdem viele verschiedene Bild- und Marketingvorlagen, die Sie für die Promotion nutzen können.

In den vergangenen acht Jahren ihres Bestehens konnte #BEACTIVE in Deutschland bereits große Erfolge erzielen: 2015: Erste Veranstaltung 2016: 284 Veranstaltungen 2017: 490 Veranstaltungen, 70.000 Teilnehmende 2018: 589 Veranstaltungen, 100.000 Teilnehmende 2021: 600 Veranstaltungen (coronabedingt keine Angabe zur Teilnehmendenzahl möglich)

Nach der Registrierung können Sie bereits mit der Planung Ihrer Aktion/Ihres Events starten. Hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Schauen Sie, welche Möglichkeiten Ihre Zielgruppe und die räumlichen Gegebenheiten hergeben. Machen Sie Bestandsmitglieder sowie interessierte und potenzielle Mitglieder neugierig. Stellen Sie vielleicht auch Kontakt zu möglichen Kooperationspartner:innen her. Diese könnten u. a. Schulen, die Stadt-/Gemeindeverwaltung, Kommunen oder Ärzt:innen sein, vielleicht aber auch lokale Unternehmen für BGM-Dienstleistungen (#BEACTIVE am Arbeitsplatz) oder politische Entscheider:innen in Kombination mit der Presse (Hinweise zur politischen Arbeit vor Ort finden Sie unter www. dssv.de/politische-arbeit-vor-ort). Wichtig ist ebenfalls, dass Sie die Kampagne über Ihre Kanäle bewerben. Stellen Sie hier Ihr individuelles #BEACTIVE Programm vor und geben Sie den Zeitraum Ihrer Aktion bekannt. Nutzen Sie bitte auch das Hashtag „BEACTIVE“ bei all Ihren Posts auf Social Media. Diese Kleinigkeit trägt enorm zum Erfolg der Kampagne bei. Nutzen Sie dabei für die Bewerbung Ihrer Aktion/Ihres Events gern die Bild- und Marketingvorlagen auf unserer Website.

2022 möchten wir das stetige Wachstum weiter mit einem großen Plus an Veranstaltungen vorantreiben und alle Fitness- und Gesundheits-Anlagen dazu motivieren, an #BEACTIVE teilzunehmen. Zahlreiche Aktionen und Teilnahmen helfen der Branche, europaweit Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erlangen – vor allem bei den politischen Entscheider:innen. Werden Sie ein Teil der Kampagne und profitieren Sie von Kund:innenbindung und -gewinnung durch Ihre Aktion. In diesem Jahr findet die #BEACTIVE Woche vom 23. bis 30. September statt. Den Auftakt bildet der #BEACTIVE DAY am 23. September 2022.

Wie kann ich #BEACTIVE für mein Studio nutzen? Registrieren Sie sich unter www.beactive-deutschland.de für Ihre Teilnahme und nutzen Sie das Hashtag „BEACTIVE“, um

Welche Vorbereitungen können Sie treffen?

Auch das Controlling der Kampagne ist wichtig. Zu diesem Thema werden wir Ihnen vorab weitere Informationen zusenden.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns über jede Teilnahme an #BEACTIVE! Nutzen Sie gern unseren Leitfaden zur Hilfestellung und Inspiration. Sie finden ihn unter www.dssv.de/beactive. Zögern Sie nicht, uns mit Ihren Anliegen und Fragen zu kontaktieren. Tel.: 040 766 24 00 | E-Mail: dssv@dssv.de

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DSSV | KOLUMNE

Ärzt:innen sollen mehr Bewegung verschreiben

„Bewegung auf Rezept?!“ Text: Florian Kündgen

Auf Einladung des Sports, Medicine and Health Summit haben sich am 17. Juni 2022 an der Universität Hamburg mehr als 30 Vertreter:innen von mehr als 20 Institutionen aus Politik, Sport, Medizin und von Krankenkassen auf eine intensivere Zusammenarbeit verständigt, um die Verschreibung von Bewegung in der ärztlichen Praxis zu stärken. Auch der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die fitness MANAGEMENT international waren vor Ort.

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gesetzt. Warum nur eine zögerliche Beratung zum Thema Bewegung stattfindet, wurde im Rahmen dieses ersten Gipfeltreffens stellenweise hitzig von den Workshopteilnehmenden diskutiert. Als mögliche Gründe identifizierten sie u. a. folgende Punkte: Den Mediziner:innen fehlt schlichtweg das Wissen über den Effekt und die angemessene Dosis von Sport und Bewegung. Darüber hinaus vergüten die Krankenkassen eine Beratung zu gesundheitspositiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität nicht, selbst wenn das nötige Know-how vorhanden wäre. Hinzu kommt allerdings auch die mangelnde Vernetzung zwischen den Ärzt:innen und den Anbieter:innen von Sport und Bewegungskursen.

Anregende Diskussionen mit Fachexpert:innen Nach dem Auftakt des Gipfeltreffens im Workshopformat griffen die beteiligten Akteur:innen einzelne Aspekte der Thematik in einer Podiumsdiskussion auf. Die Expertise in dieser Runde war groß, denn es nahmen teil: • Joachim Becker, zuständig für den Bereich Prävention im Bundesministerium für Gesundheit, • Kerstin Holze, Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes, • Tanja Obst, Leiterin des Geschäftsbereichs Leistung der DAK-Gesundheit, • Prof. Dr. med. Klaus-Michael Braumann, Hamburger Sportmediziner und Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention sowie • Christoph Holstein, Sportstaatsrat der Hamburger Behörde für Inneres und Sport.

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Grafik/Fotos: liuzishan – stock.adobe.com | CPO HANSER SERVICE Hanser & Co GmbH | DHfPG/BSA

ie positiven Effekte von regelmäßiger körperlicher Aktivität sowohl zur Prävention als auch zur Therapie von Erkrankungen sind erwiesen. Dies gilt für kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ II, diverse Krebserkrankungen und viele weitere sogenannte Volkskrankheiten. Dennoch bewegt sich der Großteil der Deutschen nicht ausreichend. Die gesundheitlich relevante Dosis an körperlicher Aktivität und Sport scheint in unserer vom Bewegungsmangel geprägten Gesellschaft nicht hinreichend gefördert zu werden. Die Verschreibung von Bewegung durch Mediziner:innen könnte ein wichtiges Instrument in der Gesundheits- und Bewegungsförderung werden. Denn infolge einer mündlichen oder schriftlichen Empfehlung durch eine solche Vertrauensperson werden Patient:innen eher körperlich aktiv – nur leider wird dies selten durch Ärzt:innen um-


Meinungen der Expert:innen als positives Signal Das Resümee dieser Veranstaltung ist eindeutig: Wir als Fitness- und Gesundheitsbranche sind ein Teil der Lösung! Dies bestätigen auch die Aussagen der Akteur:innen. So betonte Christoph Holstein gleich zu Beginn: „Ärztinnen und Ärzte können eine Schlüsselfunktion in der Bewegungsförderung übernehmen – wir wollen Ärztinnen und Ärzte in Hamburg ermutigen, häufiger zu Bewegung zu beraten“. Klaus-Michael Braumann störte sich insbesondere an der begrifflichen Trennung von Prävention und Therapie und den damit verbundenen sich verändernden Verantwortungsbereichen bei Krankenkassen, da Präventionsmaßnahmen aktuell nur als Empfehlungen „verschrieben“ werden und von Ärzt:innen nicht abgerechnet werden können. „Für mich ist es ganz klar: Man mogelt sich um die Zuständigkeiten herum.“ Er wies daher darauf hin, dass sich Bewegung längst als wirksame Therapie erwiesen habe und eine angemessene Rolle im Gesundheitssystem erhalten müsse.

ter:innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, von Krankenkassen, Verbänden sowie der Praxis aus Medizin und Bewegung unabdingbar ist. Diese Veranstaltung war ein guter Einstieg in eine noch intensivere Zusammenarbeit der verschiedenen wichtigen Akteur:innen, um Bewegungsförderung in unterschiedlichen Settings erfolgreich umzusetzen und insbesondere ein Rezept für Bewegung als wichtiges Tool zu stärken. Gemeinsam mit unseren Partnern – der DHfPG und dem Fachmagazin fitness MANAGEMENT international – sind wir der Einladung des Sports, Medicine and Health Summit gern gefolgt, um unserer Branche erneut eine Plattform für ihr Anliegen schaffen zu können: sich als Problemlöserin zu präsentieren und ihre Akezptanz in der Politik und der Gesellschaft zu erhöhen!

Kerstin Holze hielt es beim Thema Bewegungsförderung für unabdingbar, Sport und Bewegung mit dem Fokus auf Gesundheit und Prävention strukturell im Bundesministerium für Gesundheit zu verankern. Ob alleine dadurch der Stellenwert von Bewegung gesteigert werden würde, ist aus unserer Sicht fraglich.

Das Fazit des DSSV Erneut hat der intensive Austausch mit Expert:innen gezeigt, dass für die Umsetzung von Sport und Bewegung in der Gesundheitsförderung die Zusammenarbeit zwischen Vertre04/22

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Florian Kündgen stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V.

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DSSV | KOSTENMANAGEMENT

Fitness- und Gesundheits-Anlagen im Spannungsfeld

Zwischen Preiskampf und Kostenexplosion Text: Sabrina Fütterer

Die Fitnessbranche wurde aufgrund ihrer Abo-Systeme und der staatlichen Auflagen von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Die aus den Verordnungen resultierenden Schließungen verhinderten einen Ausgleich der natürlichen Fluktuation und auch die Neukund:innengewinnung auf einem Vor-Krisen-Niveau war nahezu unmöglich. Hinzu kommt das aktuelle BGH-Urteil (Az. Xll ZR 64/21), das eine Kompensation der Schließungszeiträume durch Verlängerung der Mitgliedschaft untersagt. Betreiber:innen, die keine individuellen Vereinbarungen mit ihren Kund:innen getroffen und weiterhin Beiträge abgebucht haben, erfahren jetzt unter Umständen noch zusätzliche negative Auswirkungen der Pandemie.

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menden Monate. In den meisten Bundesländern wurden die Auflagen komplett aufgehoben und ein regulärer Studiobetrieb ist wieder möglich. Auch der Blick in den aktuellen

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Grafik: Jiw Ingka – stock.adobe.com

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ie Corona-Welle aus dem Winter 2021/22 ist überstanden. Ein Blick auf die aktuellen behördlichen Verordnungen ermöglicht eine optimistische Sicht auf die Branchensituation für die kom-


Arbeitsalltag der Studios zeigt die schönen Seiten der Branche und erinnert alle Beteiligten wieder an ihre ursprüngliche Motivation, in dieser Branche aktiv zu sein. Der Blick auf den Wettbewerb und die aktuellen politischen Entwicklungen offenbart jedoch neue Herausforderungen.

Unschlagbar positives Produkt für kleines Geld? Eigentlich sollte die Corona-Krise noch einmal deutlich gezeigt haben, dass die Fitnessbranche ein aus volkswirtschaftlicher sowie individuell persönlicher Sicht unschlagbar positives Produkt anbietet: Fitness- und Gesundheitstraining trägt nachweislich wesentlich dazu bei, den Gesundheitszustand und auch das Wohlbefinden der Bevölkerung zu verbessern. Es stellt sich die Frage, warum der Wert für dieses Produkt stetig abnimmt, obwohl alles um die Branche herum teurer wird. Die Generierung von Neumitgliedern wird nicht selten durch Rabattaktionen und mehrere Freimonate in Angriff genommen. Hierdurch wird zwar die Mitgliederzahl erhöht, der Durchschnittsbeitrag jedoch verringert. Hinzu kommt eine durch das Gesetz für faire Verbraucherverträge erschwerte langfristige Bindung der Mitglieder und damit eine zusätzliche Unsicherheit bei betriebswirtschaftlichen Kalkulationen.

Kostendruck erfordert Analyse und Strategie Die zweite Herausforderung resultiert aus den aktuellen politischen Entwicklungen und Entscheidungen. Diese führen zu einem enormen Kostenanstieg, beginnend bei den Energiekosten über die benötigten Waren und steigenden Indexmieten bis zu dem ab Oktober 2022 steigenden Mindestlohn. Somit steht unsere Branche nach zwei pandemiegetriebenen Jahren vor weiteren Aufgaben, die eine betriebswirtschaftliche Analyse des eigenen Unternehmens und eine individuelle Strategie erfordern. Viele Anlagenbetreiber:innen haben bereits damit begonnen, sich über die rechtlichen Möglichkeiten einer Beitragsanpassung bei den DSSV-Juristinnen zu informieren. Ihnen ist bewusst, dass die Beiträge der Kostensituation angepasst werden müssen. Eine detaillierte und individuelle Analyse der Mitglieder- und Beitragsstruktur sowie eine Ermittlung des Break-even-Points ist notwendig. Auch wenn individuelle Faktoren wie das Image oder die Marktpositionierung berücksichtigt werden müssen, sollte der Beitrag der Mitglieder generell so kalkuliert werden, dass dieser bei allen Mitgliedern zu einer Überschreitung der Gewinnschwelle führt. Daher kann ein Discountpreis auch nur von Unternehmen aufgerufen werden, hinter denen auch ein Discountangebot und die entsprechende Kostenstruktur steckt. 04/22

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Das Potenzial der Kostenoptimierung Der Erfolg und das stetige Wachstum der Branche haben in der Vergangenheit häufig dazu geführt, dass der Blick auf die Umsatzgenerierung gerichtet war und viele Kostenpositionen als gegeben hingenommen wurden. Doch auch in diesem Bereich steckt viel Potenzial zur Gewinnoptimierung. Eine individuelle Analyse der einzelnen Kostenpositionen kann dabei helfen, in verschiedenen Unternehmensbereichen Optimierungen durchzuführen und damit bedeutende Einsparpotenziale zu erzielen. Hierbei können die einzelnen Kosten aus den betriebswirtschaftlichen Unterlagen zunächst gesammelt und dann die einzelnen Bereiche nach und nach analysiert werden.

Unternehmensbereiche mit Einsparpotenzial Im Energiebereich handelt es sich dabei beispielsweise nicht nur um die Auswahl der Energielieferanten, sondern auch um den Austausch von Leuchtmitteln sowie die Einrichtung von Wassersparinstallationen und energiesparenden Beleuchtungs- und Heizkonzepten. Der Bereich der Prozesse befindet sich meist in einem Spannungsfeld zwischen Kostenoptimierung und Aufrechterhaltung der Qualität. Dennoch bietet auch dieser Bereich häufig Optimierungspotenziale, z. B. im Rahmen der Ablauforganisation und der Einsatzplanung. In Zeiten des Fachkräftemangels sollte jedoch keinesfalls an den Mitarbeiter:innen gespart, sondern vielmehr der Arbeitseinsatz effizient gestaltet werden. Auch der Verbrauch von Ressourcen kann analysiert und optimiert werden. Dabei stellen Kostenvergleiche von Waren sowie klare Mengen- und Ausgaberegelungen nur eine Auswahl an Möglichkeiten dar.

Fazit Die Fitness- und Gesundheitsbranche kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Corona-Krise entgegenzuwirken und zusätzlich dabei zu unterstützen, die aus dem Gesundheitszustand der Bevölkerung resultierenden volkswirtschaftlichen Probleme abzuschwächen. Die aktuellen Entwicklungen stellen die Branche aber vor weitere Herausforderungen, die für die meisten Betreiber:innen eine individuelle Analyse sowie Strategie voraussetzen.

Jetzt anmelden: DSSV-Workshop „Kostenmanagement“ am 4. August 2022 Um Betreiber:innen eine Hilfestellung zur Einsparung der Unternehmenskosten zu geben, hat der DSSV e. V. in Kooperation mit der W.I.F.F. GmbH einen Leitfaden veröffentlicht, um den aktuellen nachteiligen Entwicklungen entgegenzuwirken. Der neue Leitfaden gibt Studiobetreiber:innen wichtige Kostenrichtwerte an die Hand und liefert einen detaillierten Überblick zu relevanten Kostenposten. Die Autor:innen des Leitfadens veranstalten am 4. August einen Workshop zum Thema „Kostenmanagement“. Für DSSV-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei möglich. Anmeldung unter: www.dssv.de/kostenmanagement

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DSSV | RECHT

Stichwort Mindestlohnerhöhung

Änderungen in den Bereichen Mini- und Midijobs Text: Iris Borrmann und Gülizar Cihan

Zum 1. Oktober 2022 wird der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro brutto pro Stunde angehoben. Der Gesetzesentwurf wurde von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgelegt und die Erhöhung schließlich am 3. Juni 2022 durch den Bundestag beschlossen. Was das für Sie als Arbeitgebende bedeutet und wie Sie trotz dieser Erhöhungen Ihr Personalkostenbudget sinnvoll einsetzen, erklären die DSSV-Juristinnen im folgenden Artikel.

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as Thema Mindestlohn beschäftigt die Unternehmen bereits seit einigen Jahren immer wieder. Am 1. Juli steht nun die nächste turnusmäßige Erhöhung für 2022 von 9,82 Euro auf 10,45 Euro an. Zusätzlich folgt zum 1. Oktober der nächste Anstieg auf genau 12 Euro brutto pro Stunde.

Mini, midi oder mehr? Ein kurzer Überblick! Um die richtigen Entscheidungen hinsichtlich der Personalplanung treffen zu können, sollte man sich einen Überblick über die möglichen Beschäftigungsformate verschaffen. Minijobber, kurzfristig Beschäftigte und Midijobber bieten eine sozialversicherungstechnisch günstige Alternative zu anderen Arbeitnehmenden. Auf hochqualifizierte Mitarbeitende sollte selbstverständlich aber keinesfalls verzichtet werden, da sie den direkten Weg zur Kundenzufriedenheit und -bindung darstellen. Eine optimale Ergänzung der Personaldecke sind außerdem dual Studierende und Auszubildende. Da die Midi- und Minijobschwellenwerte als Konsequenz der Mindestlohnerhöhung aber angehoben wurden, gehen wir im Folgenden auf die konkreten Auswirkungen in genau diesen zwei Bereichen ein.

werden. In diesen Fällen sind Sozialversicherungsbeiträge von höchstens 31,28 Prozent fällig. Als Midijobber wiederum werden alle Beschäftigten bezeichnet, die aktuell bis zu 1.300 Euro brutto im Monat verdienen dürfen, unabhängig von der Anzahl der Beschäftigungstage (vgl. Tabelle 2). Grundsätzlich haben sie volle Ansprüche in allen Zweigen der Sozialversicherung. Sie sind also sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmende, wobei der Vorteil darin besteht, dass die Arbeitnehmeranteile nicht prozentual, sondern über eine besondere Formel berechnet werden und damit günstiger ausfallen.

Sozialversicherungsbeiträge richtig berechnen Beschäftigen Betriebe beispielsweise jemanden im Midijobverhältnis für aktuell 500 Euro brutto, beläuft sich der Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung auf ca. 100 Euro. Der

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Wer ist wer? Bei Minijobbern handelt es sich um Mitarbeitende, die aktuell noch maximal 450 Euro brutto verdienen dürfen. Sogenannte kurzfristig Beschäftigte dürfen nicht mehr als 70 Tage im Jahr beschäftigt

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Grafik/Fotos: Diki – stock.adobe.com | fitness MANAGEMENT

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Tab. 1: Gehalts- und Arbeitsstundenanpassungen für Minijobs im Jahr 2022 (eigene Darstellung)

Minijobgrenze

450 Euro

450 Euro

520 Euro

Mindestlohn

9,82 Euro (bis 30.06.2022)

10,45 Euro (bis 30.09.2022)

12 Euro (ab 01.10.2022)

Maximale Arbeitsstunden monatlich

45,8 Std.

43,06 Std.

43,33 Std.

Arbeitnehmeranteil liegt bei etwa 70 Euro. Im Vergleich hierzu zahlen Sie für einen über der Midijobgrenze bezahlten Mitarbeitenden (bei 1.500 Euro brutto) bereits 300 Euro Sozialversicherungsbeiträge. Sinnvoll ist es also, diesen sogenannten Gleitzonenbereich zwischen Mini- und Midijobgrenze gut zu nutzen. Gleichzeitig sind die Sozialversicherungsbeiträge ab der Minijobgrenze von aktuell 450 Euro, entgegen der weit verbreiteten Meinung, nicht in diesem Maße hoch, dass man sich dazu gezwungen sehen sollte, dringend unter dieser Grenze zu bleiben. Um den jeweiligen Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung konkret berechnen zu können, finden sich verschiedene Gehaltsrechner online. Einer dieser Rechner ist der sogenannte Übergangsbereichsrechner der Deutschen Rentenversicherung. Die Minijobgrenze wird entsprechend der Änderung des Mindestlohns zum 1. Oktober 2022 auf 520 Euro monatlich erhöht. Gleiches gilt für die Midijobgrenze. Diese steigt von bis-

her 1.300 Euro auf 1.600 Euro. Diese Grenzanhebungen sind nicht nur dringend erforderlich, sondern auch von großem Vorteil (vgl. Tab. 1).

TIPP: Selbstständige Trainer beauftragen – nicht ungefährlich! Auf den ersten Blick scheinen Themen wie Sozialversicherungsabgaben bis hin zur Mindestlohnzahlpflicht nicht mehr relevant zu sein, sobald man sich dafür entscheidet, externe Beschäftigte für bestimmte Aufgaben im Studio zu beauftragen. Allerdings laufen Betreibende dann Gefahr, hohen Nachzahlungen ausgesetzt zu sein. Die vorgenannten Sozialversicherungsabgaben treffen nämlich zu, wenn die regelmäßig beauftragte Person beispielsweise nur ein Unternehmen als Auftraggeber hat, sich zeitlich nach dessen Vorgaben richtet oder anderweitig weisungsgebunden ist. In jedem Fall sollten Betreiber vor der entsprechenden Beauftragung ein sogenanntes Statusfeststellungsverfahren veranlassen, um später keinen Nachzahlungen ausgesetzt zu sein. Weitere Infos hierzu gibt es auf der DSSV Homepage.

Tab. 2: Gegenüberstellung der Beschäftigungsarten und ihrer Besonderheiten (eigene Darstellung) Minijob

Kurzfristige Beschäftigung

Midijob

> Midijob

Beschäftigung

geringfügige Beschäftigung

bis zu 70 Tage im Jahr

mehr als eine geringfügige Beschäftigung

mehr als ein Midijob

Gehalt (monatlich)

bis max. 450 Euro

keine Beschränkungen

von 450,01 bis 1.300 Euro

ab 1.300,01 Euro

Gehaltsänderung ab 1. Oktober 2022

520 Euro

keine Änderungen

520,01 bis 1.600 Euro

ab 1.600,01 Euro

Iris Borrmann, DSSV-Juristin

Gülizar Cihan, DSSV-Juristin

Iris Borrmann ist seit 1993 als Rechtsanwältin zugelassen und hat seitdem sowohl als Anwältin in einer arbeitsrechtlich ausgerichteten Kanzlei als auch in der Mitgliederberatung eines Verbandes gearbeitet. Ihr Schwerpunkt ist das Arbeitsrecht. Seit Oktober 2016 ist sie als Syndikusanwältin für den DSSV tätig und berät Sie zu allen Fragen rund um das Arbeitsverhältnis zu Ihren Beschäftigten.

Gülizar Cihan war jahrelang als selbstständige Rechtsanwältin in verschiedenen Fachrichtungen tätig. Gleichzeitig war sie einige Zeit in einem mittelständischen Unternehmen rechtsberatend aktiv. Seit August 2021 gehört sie zur Rechtsabteilung des DSSV und berät die Mitglieder vor allem in verwaltungsrechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen.

Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de

Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de

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AUFBRUCHSTIMMUNG! JETZT DURCHSTARTEN MIT UNS ALS STARKEM PARTNER GEMEINSAM FÜR EINE STARKE BRANCHE

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WERDEN SIE TEIL DER DSSV-COMMUNITY


www.dssv.de/vorteile


DSSV | NEUE MITGLIEDER & FÖRDERMITGLIEDER

Der DSSV begrüßt –

Neue Mitglieder body + soul Center Theresienhöhe body + soul group AG & Co. KG 80339 München

Body Fitness- u. Gesundheitszentrum Joachim Probst 38536 Meinersen

Bodystreet Hannover Bothfeld Siebert Personal Training & Health GmbH 30659 Hannover

Bodystreet Kelkheim Igor Feldmann 65779 Kelkheim (Taunus)

Fit/One Würzburg Moritz Mühleck, Peter Leisten, Frank Duffner 97096 Würzburg

Fitness Factory Daniel Münchinger 75179 Pforzheim

Fitness- und Gesundheitsstudio FRIENDS Sascha Nunner 90542 Eckental

Life Fitness- und Gesundheitsclub Steffen Teichmann 07318 Saalfeld / Saale

Der DSSV begrüßt –

Neue Fördermitglieder feels.like – die Zukunft der Regeneration im Sport feels.like ist die europaweit erste CBD-Sportmarke. Das Kölner Start-up stellt CBD-Premiumprodukte speziell für Sportler:innen her und ist in 2022 mit einem Sportgel, Schlaf-Mundspray und Wundbalsam auf den Markt gegangen. Das Team von feels.like hat es sich zur Aufgabe gemacht, leidenschaftliche Sportler:innen mit hochwirksamen, pflanzlichen und vertrauenswürdigen CBD-Produkten bei der körperlichen und mentalen Regeneration zu unterstützen. Das „feels.like a comeback“-Sportgel unterstützt die Regeneration von Muskulatur und Gelenken bei Schmerzen, Verspannungen und Überbeanspruchung. Mit dem „feels.like a dream“-Mundspray kann hingegen nach Tagen intensiver Anstrengung, Anspannung und viel Stress ganz natürlich abgeschaltet und ein erholsamer Schlaf eingeleitet werden. Das „feels.like a wonder“- Wundbalsam pflegt und beruhigt durch das Training irritierte und verletzte Haut und beschleunigt die Zellregeneration. Bei der Produktentwicklung setzt das Start-up auf wissenschaftliche Evidenz für eine bestmögliche Wirkung. Durch den Verzicht auf Füllmittel wie Wasser oder Alkohol – was einzigartig am Markt ist – sind hochwirksame Produkte entstanden, die mit 50 auserlesenen Pflanzenextrakten und hochwertigem CBD die geballte Kraft der Natur in sich vereinen. Aufgrund des pharmazeutischen Backgrounds von feels.like sind höchste Qualitätsstandards Teil der „DNA“ des jungen Unternehmens. So kann bspw. jede:r Kund:in die Analyseergebnisse von drei unabhängigen Laboren (u. a. TÜV Süd) einsehen, welche die Produkte auf THC-Rückstände prüfen. Im Profisport findet feels.like täglich neue Abnehmer:innen und auch immer mehr Fitnessstudios und Gesundheits-Anlagen bieten die feels.like Produkte ihren Mitgliedern an – mit großem Erfolg. www.feelslike.organic

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SONY® ADVAGYM™: Erreichen Sie Ihre Fitnessziele überall Das von SONY® ins Leben gerufene System Advagym vernetzt bestehende Fitnessgeräte mit einer App und bietet so viele neue Möglichkeiten der Trainingsdokumentation. Um das Advagym-System nutzen zu können, benötigen Mitglieder eine kostenlose App, die durch einen Cloud-Service mit den Sensoren an den Geräten verbunden wird. Neben der Echtzeitführung und der automatischen Nachverfolgung des Trainings bietet die App die Möglichkeit, vorgefertigte Übungen und Trainingspläne einzubinden, die für die Mitglieder kostenlos abrufbar sind. Über das Web-Tool können Trainer:innen eigene Übungen und Trainingspläne erstellen sowie die Entwicklung der Mitglieder nachvorfolgen, um so neue Möglichkeiten der Betreuung zu schaffen. Das Tool bietet ebenfalls die Möglichkeit, die Geräteauslastung aller angeschlossenen Geräte jederzeit zu messen sowie einzusehen, wann die Mitglieder im Studio gewesen sind. Mit Advagym werden Studios zu einer modernen und vernetzten Anlage. Die Digitalisierung der Geräte bietet für Inhaber:innen und Mitglieder viele neue Möglichkeiten und Hilfestellungen, die zur nachhaltigen Verbesserung des Trainings beitragen – und dies ohne, dass alte Geräte ausgetauscht werden müssen. www.advagymsolutions.com

go2zero: KLIMAZIELE. GEMEINSAM. REALISIEREN. Energieeffizienz, autarke und grüne Energieerzeugung sowie ganzheitliches Klimamanagement rücken immer mehr in den Fokus von Unternehmen, auch in der Fitness- und Wellnessbranche. go2zero ist ein Partner für ganzheitliche CO2-Einsparkonzepte und unterstützt auf dem Weg zur Klimaneutralität. Neben einer allumfassenden Ausarbeitung der Konzepte verwirklicht go2zero Ziele zu aktuellen Schwerpunktthemen. Hierbei arbeitet das Beratungsunternehmen deutschlandweit mit einem Netzwerk aus Kooperationsfirmen, Energieberater:innen und Planungsbüros zusammen. Um ein hohes Maß an Service und Qualität bieten zu können, differenziert go2zero innerhalb seines Leistungsangebot vier verschiedene Geschäftsbereiche: • Im Austausch mit den Kund:innen arbeitet go2consulting, von der Analyse der Emissionstreiber über die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen bis hin zur Finanzierung, ein ganzheitliches Betriebliches Klimamanagement aus. • Mit go2reduce werden Unternehmen bei der Umsetzung der Klimastrategie sowie der Realisierung wirkungsvoller Energieeffizienzmaßnahmen unterstützt. • Bei go2mobility werden in Zusammenarbeit mit dem Kund:innen innovative Mobilitätskonzepte inklusive Mobilitätskostensenkung entwickelt. • Die fossilfreie Energieerzeugung ist einer der Schlüssel zur Treibhausgasneutralität, so auch die Solarenergie. Mit go2energy werden Photovoltaikprojekte entwickelt und die Speicherung der erzeugten Energie organisiert. www.go2-zero.de

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DSSV | KOMMENTAR

Gemeinsam gesundheitliche Probleme lösen Eine langjährige politische Forderung des DSSV nimmt Gestalt an: Im Jahr 2023 wird der Sports, Medicine and Health Summit in Hamburg stattfinden. Im Vorfeld dieser Veranstaltung trafen sich im Juni mehr als 30 Vertreter:innen von über 20 Institutionen aus Politik, Sport, Medizin sowie Krankenkassen für eine Intensivierung der gemeinsamen Zusammenarbeit.

Jahrzehntelange Arbeit trägt Früchte Bislang scheiterten entsprechende Bemühungen häufig an mangelnder Bereitschaft zur Zusammenarbeit der beteiligten Kreise und an fehlender Vernetzung. Erstmalig gibt es jetzt mit dieser Veranstaltung im Hause der Universität Hamburg die Möglichkeit, ein Umbruchdenken herbeizuführen. Der DSSV sieht sich darin bestätigt, dass unsere jahrzehntelange Arbeit in diese Richtung Früchte trägt und wir am Beginn einer neuen Ära für unsere qualifizierten Betriebe stehen.

Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.

Das Ziel: Die Empfehlung von Bewegung und Training in der ärztlichen Praxis. Das Motto: „Rezept auf Bewegung“ – denn nur so werden die gesundheitlichen Probleme der Bevölkerung in Deutschland überhaupt zu lösen sein.

Neueste Erkenntnisse werden auf dem Aufstiegskongress präsentiert Politische und gesellschaftliche Erfolge sind nur durch qualitative Arbeit auf der Basis der neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft für unsere Branche möglich. Genau in diesen Bereichen ist der Aufstiegskongress 2022 wieder mit hochkarätigen Fachleuten und den neuesten Informationen zu Forschung und Trainingsbetreuung aufgestellt, um den Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz den erforderlichen Input für eine positive Entwicklung in der Zukunft zu vermitteln. Der Aufstiegskongress der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der BSA-Akademie und der BSA-Zert findet wieder am 7. und 8. Oktober 2022 in Mannheim statt.

www.aufstiegskongress.de

Selbstverständlich sind der DSSV und der fitness MANAGEMENT Verlag mit dabei und deshalb rufe ich Sie auf, sich und Ihre Mitarbeitenden für den Kongress anzumelden! Es lohnt sich – für Sie und unsere gemeinsame Zukunft! Alle guten Wünsche sende ich Ihnen aus Hamburg Ihre Birgit Schwarze

Foto: fitness MANAGEMENT

Birgit Schwarze

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„UND… ACTION!“ Urban Sports Club stellt die Stars seines neuen TV-Spots vor

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Fotos: Urban Sports Club

„Wo auch immer du bist, mit Urban Sports Club findest du einen Sport- oder Wellnesspartner in deiner Nähe – mit Aktivitäten, die deinen Bedürfnissen entsprechen und dir helfen, dich besser zu fühlen.“ Mit diesem Versprechen lockt Urban Sports Club mit seiner neuesten 360-Grad-Werbekampagne die Mitglieder in die Studios und macht Lust, Neues zu entdecken und den sportlichen Horizont zu erweitern. Der neue TV-Spot, der im Mai seine Premiere feierte, wurde dafür eigens in Köln und Düsseldorf gedreht und stellt vor allem eines in den Vordergrund: die Partner:innen von Urban Sports Club. Grund genug, die sechs Kooperationspartner:innen des Sport- und Wellnessanbieters noch etwas genauer zu beleuchten und herauszufinden, wie sie den Drehtag empfunden haben.


Frank Böhme und sein Sohn Pascal Böhme

FRANK BÖHME

Das Team von Bootbox

TIMO WAGNER

Gründer und Geschäftsführer Just Fit

Head of B2B Management & Boutique Studios Bootbox

fMi: Just Fit feiert dieses Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum – wie wollt ihr das zelebrieren? Frank Böhme: Wir blicken diesen September auf unser zwanzigjähriges Bestehen und dabei geht es uns vor allem um unsere Mitarbeitenden, bei denen wir uns bedanken wollen. Wir möchten natürlich etwas Schönes machen und das bedarf einiger Vorbereitungen. Jetzt, wo die meisten Corona-Regulierungen weggefallen sind, können wir mehr in die Planung gehen und unsere „20 + 1 Party“ organisieren.

fMi: Die Nachfrage nach euren Outdoor-Bootcamps ist sehr hoch. Wie erklärst du dir das? Timo Wagner: Das stimmt, wir haben jetzt sogar sieben Tage die Woche geöffnet und bieten diesen Sommer weitere exklusive Kurse für Urban Sports Club Mitglieder an. Mein Team besteht aus richtigen Expert:innen, insgesamt 20 Mitarbeitende, die schon an der Gangart der Teilnehmer:innen sehen, was sie mit ihnen trainieren müssen. Es sind oft Rückenprobleme, die wir dann auch einzeln angehen. Kalorien verbrennen ist schön und gut, aber wir wollen einen nachhaltigen, gesunden Erfolg bei den Sportler:innen erreichen. Das merken sie und kommen dementsprechend immer gern wieder.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren, wo geht die Reise hin? (Zeigt auf seinen Sohn) Bei ihm! In den nächsten Jahren soll der „Staffelstab“ an meinen Sohn Pascal übergehen. Ich leite die Clubs schon seit 38 Jahren und mein Sohn war natürlich immer mit dabei – er hat es also in der „DNA“. Pascal hat viele Positionen durchlaufen und bringt einen modernen und frischen Wind mit rein. Es fällt mir natürlich trotz des Vertrauens in ihn schwer, diesen großen Teil meines Lebens aufzugeben. Aber ich bleibe im Hintergrund und helfe unglaublich gern. In den nächsten 18 bis 24 Monaten eröffnen wir zehn neue Studios im Stadtkern Kölns, gemeinsam mit unserem Exklusivpartner Urban Sports Club. Wir wollen den Marktanteil in Köln weiter ausbauen und hier liegt mein Fokus – natürlich kann mein Sohn dann in ein paar Jahren schauen, in welche Städte er sonst noch expandieren möchte. Ihr seid Teil des neuen Urban Sports Club Werbespots. Wie findest du den TV-Spot? Ich finde es gut, wenn etwas für die Fitnessbranche gemacht wird. Wir haben in der Pandemie gemerkt, dass unserer Branche keine wirkliche Beachtung geschenkt wurde. Die politische Anerkennung hat uns gefehlt. Professionelle Kampagnen wie dieser Spot sind toll für unsere Branche. Wir müssen sie am Leben erhalten und solche Werbemaßnahmen sind da sehr gut.

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Was macht euer Trainingskonzept so besonders? Bei uns geht es nicht um „höher, schneller, weiter“, um oberkörperfrei seine Muskeln zu präsentieren und stark zu schwitzen. Das ist gar nicht unser Anspruch. Unser Anspruch ist es, ein Konzept zu vermitteln, das sich langfristig positiv auf die Gesundheit auswirkt. Wir haben daher auch kleine Kurse, damit die Trainer:innen sich auf jede:n Teilnehmer:in konzentrieren können. Die Leute sollen vor allem Spaß am Training haben und am besten so regelmäßig wie möglich kommen – es ist umso schöner, wenn häufig bekannte Gesichter dabei sind. Wie war es, bei dem Werbespot mitzuwirken? Wir haben hier fast jede Woche einen Dreh. Unsere Location ist optisch sehr ansprechend und wir stellen unsere Räumlichkeiten gern zur Verfügung. Aber was bei dem Dreh jetzt besonders war: Es war ein gemeinsames Projekt. Ich stand mit dabei, habe dem Model gezeigt, wie man die Kettlebell richtig hält – das war schon teilweise etwas improvisiert (lacht). Wir waren Teil des Drehs und unsere Trainer:innen waren auch dabei – dadurch ist alles super authentisch.

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Sönke Schacht, Geschäftsführer vom vabali spa Düsseldorf

SÖNKE SCHACHT

RICCARDA KOLB

Geschäftsführer vabali spa Düsseldorf

Gründerin von karmakarma Yoga

fMi: Wie hat sich euer Gästeverhalten in den letzten zwei Jahren verändert? Sönke Schacht: Die Leute konnten wenig reisen bzw. wollten nicht langfristig planen. Viele haben sich auf kurzfristige Trips konzentriert und wir haben davon profitiert. Wir sind hier wie eine kleine Erholungsinsel – man kann dem Alltag entkommen, ohne großartig wegfliegen oder lange vorher verbindlich buchen zu müssen. Das kam uns sehr entgegen.

fMi: Du bist Studiobesitzerin, Yogalehrerin, Coachin, Energy-Mentorin und Autorin – ganz schön viele Aufgaben. Wie bewältigst du all das? Riccarda Kolb: Diese Vielfalt hält mich lebendig – es gibt mir Kraft und Freude. Das ist auch der Grund, warum ich eine der Ersten war, die bei der Urban Sports Club Kooperation zugesagt hat, als alle noch dachten: „Hä, was ist das?“. Ich fand das Konzept genial, denn es hat mein Portfolio erweitert.

Das vabali spa Düsseldorf liegt mitten im Naturschutzgebiet. Inwiefern spiegelt sich das bei euch wider? Unser USP ist diese Ruhe, die Natur und der weite Blick auf die Landschaft. Es ist, als würde man in eine andere Welt eintauchen. Hier genießt man mit allen Sinnen – das beinhaltet übrigens auch Digital Detox, damit man sich völlig auf sich und seine Entspannung konzentrieren kann.

Ich bin ein sehr neugieriger und offener Mensch. Diese Vielfalt hat uns dann auch während der Pandemie gerettet – wir haben uns schnell angepasst. Hin und wieder muss ich dann mal für zwei, drei Tage komplett runterfahren, um etwas zur Ruhe zu kommen. Aber danach geht es mit vollem Elan weiter.

Wie habt ihr den Drehtag empfunden? Wir müssen Drehproduktionen eigentlich immer ablehnen, weil hier unbekleidete Gäste herumlaufen. Für externe Anfragen sind wir daher nicht empfänglich. Wir haben außerdem 365 Tage im Jahr geöffnet, 24 Stunden – hier ist immer Betrieb. Das war allerdings die erste Anfrage, bei der wir auch selbst Teil des Ganzen sind und eine Kooperation eingehen. Das Team von Urban Sports Club war kooperativ und freundlich – und das hat sehr toll funktioniert.

Was waren die schönsten Momente, die du seit der Eröffnung deines Studios erleben durftest? Das ist eigentlich nach jedem Kurs der gleiche Moment: Wenn ich nach der Stunde in die entspannten Gesichter der Teilnehmer:innen schauen kann. Dieses Gefühl von Dankbarkeit. Ich habe die Möglichkeit, Menschen, die gestresst oder traurig sind, wieder mit Energie „aufzuladen“. Wie findest du den neuen Urban Sports Club Werbespot als Marketingwerbemaßnahme? Ich fand es super cool; ich bin immer für lustige Dinge zu haben. Es war eine riesige Chance für mich und auch ein Kompliment an meine Räume, dass alles so einladend rüberkommt. Urban Sports Club und ich unterstützen uns als Partner und wir helfen uns gern gegenseitig. Sie haben hier viel Geld in die Hand genommen, um das auf die Beine zu stellen und die Branche profitiert dadurch. Und was noch schöner ist: Aktuell erreichen mich einige Nachfragen wie: „Hey, ist das nicht dein Studio?“. Solch ein Feedback macht mich sehr stolz.

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Fotos: Urban Sports Club

Euer vabali spa in Düsseldorf feiert dieses Jahr fünfjähriges Bestehen. Worauf können sich vabali-Fans dieses Jahr noch freuen? Am 26. Juni haben wir in Hamburg eine neue Anlage eröffnet – unsere Marke wächst und wir sind stolz auf unser Produkt und darauf, den Gästen ein so tolles, einzigartiges Erlebnis bieten zu können. Wir haben im Februar einige Specials zum Geburtstag angeboten. Diesen Sommer wird es voraussichtlich noch Chillout-Sessions mit einem bekannten Düsseldorfer DJ bei uns geben und auch unsere Livemusik sowie die Entspannungszeremonien bekommen Zuwachs!

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Riccarda Kolb, Gründerin von karmakarma Yoga in Düsseldorf


Florian Schiffer, leidenschaftlicher Boulderer und Gründer vom Stuntwerk

FLORIAN SCHIFFER

Jan Güntner und Rens Bouwmans haben 2021 Padel Megasport gegründet

JAN GÜNTNER

Gründer vom Stuntwerk

Co-Gründer und Geschäftsführer Padel Megasport

fMi: Viele der Urban Sports Mitglieder lernen sich beim Bouldern kennen und manchmal entsteht daraus sogar mehr. Kennst du eine Liebesgeschichte, die beim Bouldern beginnt? Florian Schiffer: Tatsächlich habe ich so meine Frau Elisa kennengelernt – bei uns im Stuntwerk in Köln. Sie hatte damals eine Boulderstunde bei mir – und das nur, weil mein Kollege damals spontan ausgefallen ist. Tja, und da kam dann halt meine Zukünftige durch die Tür.

fMi: Padel ist gerade in aller Munde und seit Anfang 2022 DIE Trendsportart. Woher kommt die Faszination? Jan Güntner: Padel ist sehr einfach zu lernen: Nach ungefähr dreimal Ausprobieren hat man das drauf. In Südamerika, wo Padel herkommt, spielt das jede:r. Dort ist es auch eine Familiensportart – weil es so einfach ist und mega viel Spaß macht. Die Zielgruppe ist auch sehr breit gefächert, denn der Sport spricht Sportler:innen zwischen 20 und 50 Jahren an. Padel ist für alle geeignet, die Ballsportarten mögen und einfach nur Spaß in der Gruppe haben möchten.

Neben dem Erfolg in der Liebe, wie läuft das Stuntwerk? Die Marke Stuntwerk wächst und entwickelt sich rasant weiter. Wir haben gerade unseren fünften Standort in Senden aufgemacht und schauen uns nach weiteren Expansionsmöglichkeiten um. Die Fanbase um diesen Sport wird immer größer und Urban Sports Club Mitglieder kommen in regelmäßigen Abständen immer wieder zu uns. Wir mögen noch ein kleiner Teil in dieser großen Sportwelt sein, aber wir bekommen viel Zuspruch und das freut uns. Wieso ist Bouldern als Sport so erfolgreich? Es trifft total den Zeitgeist und andere fundamentale Bedürfnisse: zum einen das Soziale und zum anderen das Klettern als Bewegungsform. Beim Bouldern werden verschiedene Gehirnareale aktiviert. Dieser Sport tut also sowohl unserem Körper als auch unserem Gehirn gut; er hält alles gleichermaßen auf Trab. Er hat also viele gesundheitliche Vorteile und das erkennen die Mitglieder.

Wie kamt ihr darauf, Padel mit ins Angebot zu nehmen? In den Niederlanden, Belgien und Skandinavien ist es ein regelrechter Boom. Ein Bekannter und ich merkten, dass es auch hier langsam losgeht und haben als Nebenprojekt zu unseren eigentlichen Jobs unsere zwei Padel Courts aufgemacht. Wir wollten einfach mal schauen, wie es anläuft und haben mittlerweile super viele Anmeldungen. Die Nachfrage ist definitiv da. Das war der Grund, einen dritten Court zu planen. Padel bekommt durch den Werbespot viel mehr Aufmerksamkeit. Wie findest du das? Es war schon smart von Urban Sports Club, mal eine neue und außergewöhnliche Sportart mit reinzunehmen. Ich finde es auf jeden Fall gut, dass wir damit mehr Aufmerksamkeit bekommen und nehmen den Aufschwung gern mit, um zu schauen, wie wir das Ganze weiter ausbauen können.

360-Grad-Kampagne „Und, was machen wir morgen?“ Der TV-Spot spiegelt das vielseitige Angebot seiner tausenden von Partner:innen wider. Die Kampagne weckt die Motivation in den Menschen, wieder Sport zu machen. Mitglieder können unsere Partner:innen und deren Angebote in ihren Städten entdecken, den sportlichen Horizont erweitern und voller Elan in das Frühjahr starten. Die Kampagne wird über TV auf den Kanälen der ProSiebenSat.1-Gruppe, als Out-of-Home, auf Social Media sowie auf den eigenen Kanäle gespielt und über eine Influencer:innen-Aktivierung verlängert.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL STORYTELLING

Mit authentischen Geschichten Werte vermitteln

Erfolgsfaktor Storytelling Text: Julian Lohau

Storytelling ist weit mehr als nur ein Marketingtrend und bietet Fitness- und Gesundheitsunternehmen im Rahmen des Markenmanagements zahlreiche Einsatzmöglichkeiten und Vorteile. Welche das sind und wie sich Studios mit authentischen Geschichten von der Konkurrenz gezielter abheben und die eigene Marke stärken können, erfahren Sie anhand praxisnaher Umsetzungsimpulse.

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treiber:innen in vollem Umfang. Ein Grund mehr, dieses innovative und spannende Marketingtool einmal genauer zu beleuchten.

Warum wird Storytelling immer wichtiger? Gerade im Rahmen von Mitgliedergewinnungsmaßnahmen arbeiten viele Fitness- und Gesundheitsstudios häufig mit jeder

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Foto: Dusko – stock.adobe.com

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icherlich haben die meisten Fitness- und Gesundheitsunternehmer:innen den Begriff „Storytelling“ bereits gehört und den Marketingtrend in der Praxis – bewusst oder vielleicht auch unbewusst – bereits umgesetzt. Aber die genauen Hintergründe, Ziele und Potenziale des StorytellingAnsatzes, erschließen sich bisher nur den wenigsten Studiobe-


Menge „nüchterner“ Zahlen, Daten und Fakten anstatt mit Emotionen und persönlichen Geschichten. Umfassende Informationen sind ohne Frage relevant und wichtig, aber bergen sie auch das gleiche Überzeugungs- und Motivationspotenzial? Die Wissenschaft und auch die Marketingpraxis zeigen, dass authentische Geschichten für deutlich mehr positive Emotionen, eine bessere Unternehmensidentifikation sowie eine langfristige Bindung sorgen können (Etzold, 2014; Weber, 2017). Das liegt daran, dass fesselnde Geschichten und Bilder (Ruckenbrod, 2017) oftmals deutlich nachhaltiger in den Köpfen bzw. dem Unterbewusstsein der Rezipient:innen verankert sind und indirekt mit eigenen Erfahrungen und Erlebnissen verknüpft und assoziiert werden (Schmieja, 2014). Das ist aus marketing- und vertriebstechnischer Sicht sicherlich einer der wesentlichen Punkte, die für den Einsatz von Storytelling sprechen. Doch der Marketingtrend kann deutlich mehr und bringt für Fitness- und Gesundheitsunternehmen im Rahmen des Markenmanagements zahlreiche weitere Vorteile und Einsatzmöglichkeiten mit sich (Fordon, 2018).

W-Fragen (Wer, Was, Warum)

WER?

die Menschen dahinter • zufriedene und begeisterte Mitglieder • Studiobetreiber:innen • Netzwerkpartner:innen • Trainer:innen & Mitarbeiter:innen

Nachhaltiges Markenmanagement – Erfolgsfaktor Authentizität In einem hart umkämpften Markt wie der Fitness- und Gesundheitsbranche wird es angesichts vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen für Studios zunehmend schwieriger, aus der Masse an Mitbewerber:innen herauszustechen und als Marke auch entsprechend wahrgenommen zu werden. Aber wie trägt man die eigenen Unternehmenswerte und Geschichten bestmöglich nach außen? Die Antwort: authentische Storys von Menschen mit Menschen für Menschen! Bei der Umsetzung eines Storytellings geht es in der Praxis immer darum, das Image und die Unternehmens-/Markenwerte gezielt zu unterstützen und emotional aufzuladen. Die eigene Unternehmensgeschichte sowie die Menschen dahinter sollten dabei möglichst ehrlich und authentisch in den Fokus gerückt werden. Wichtig: Die Geschichten und die darin agierenden Personen müssen immer zu den eigenen Unternehmenswerten passen. So weckt man Interesse und Neugier und schafft im besten Fall schon frühzeitig eine Identifikation mit dem Unternehmen (Sammer, 2019). Doch wie kann das gelingen und welche Persönlichkeiten und Inhalte können Sie dafür nutzen?

Jede Story braucht eigene Held:innen In Sachen Marketing und Mitgliedermotivation spielen für Fitnessstudios gerade Testimonials und unterschiedliche (Alltags-) Held:innen eine zentrale Rolle. So unterschiedlich wie die Menschen im Studio sind auch die Charaktere und damit die Geschichten, die Sie erzählen können. Am besten gehen Sie hier mithilfe der folgenden Drei-W-Formel strukturiert vor und stellen sich bei der Planung bzw. Umsetzung die folgenden W-Fragen: „Wer, Was, Warum?“ (vgl. Abb. 1).

WAS?

authentische Geschichten aus dem Studioalltag • Erfolgsgeschichten und Testimonials • Gründungsgeschichte, Studiophilosophie, Visionen, Werte & Co • Persönliche Motivation/Antrieb/Passion, Blick hinter die Kulissen usw. • Kooperations-/Projekterfolge

WARUM? Einsatz sinnvoll für …

• Mitgliedergewinnung/-bindung • Werbung & Marketing • Abgrenzung/Positionierung • Motivation, Identifikation & Wertschätzung • positives Markenimage usw. • Umsatzsteigerung

Mit der Drei-W-Formel neue Geschichten schreiben Potenzielle Held:innen können sowohl Kund:innen, Trainer:innen als auch Sie als Unternehmer:in sein. Eine große Bandbreite an Protagonist:innen macht es Ihnen deutlich leichter, verschiedene Themengebiete zu bedienen und dadurch unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. 04/22

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Abb. 1: Die Drei-W-Formel für ein erfolgreiches Storytelling (eigene Darstellung)

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL STORYTELLING Neben authentischen Menschen gehören zu einer gelungenen Geschichte immer auch eine zentrale Herausforderung, ein abwechslungsreicher Spannungsbogen sowie ein Wendepunkt, mit der/dem sich die Menschen identifizieren können (Etzold, 2017). Da Fitnessstudios in der Regel „Problemlöser“ für viele unterschiedliche Zielgruppen sind und der Bedürfniserfüllung dienen, sollten Sie deshalb „mehrere Kapitel aufschlagen“ und abwechslungsreiche Erfolgsgeschichten erzählen.

Zufriedene Mitglieder sind Ihre besten Markenbotschafter:innen Nichts überzeugt und motiviert in der Praxis mehr als zufriedene, loyale und begeisterte Mitglieder. Das ist sicher auch ein wesentlicher Grund, warum die Erfolgsgeschichten von Trainierenden für viele Studios in Sachen Image und Vermarktung eine Rolle spielen. Bewusst oder auch häufig unbewusst werden hier die ersten Erfahrungen mit dem Thema Storytelling gesammelt und individuelle Erfolgsgeschichten der Mitglieder erzählt. Aber reicht das?

ten Einsatz solcher Geschichten können Sie zum einen aktiv die Identifikation mit und Bindung zu Ihren Trainer:innen bzw. dem Studio fördern und Ihrem Team gleichzeitig auch entsprechende Wertschätzung und Dankbarkeit für die geleistete Arbeit und das Engagement entgegenbringen. Durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten wird das Thema Storytelling auch im Hinblick auf das eigene Recruiting und den Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke (Employer Branding) heute immer wichtiger.

Fazit Storytelling ist sicherlich nicht die einzige zielführende Methode im „Marketingbaukasten“ von Fitness- und Gesundheitsunternehmen, aber definitiv eine der innovativsten, nachhaltigsten und authentischsten. Die aufgeführten Ideen und Denkanstöße liefern zahlreiche Umsetzungsideen, wie Sie Storytelling zielführend einsetzen und gewinnbringend für Ihr Studio nutzen können. Gemäß dem Leitspruch von James M. Kouzes: „If you don't believe the messenger, you won't believe the message“, sollten

Spannende Storys aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Sie gerade deshalb dem Thema Storytelling – neben den

Je individueller, glaubwürdiger und kundennäher Ihre Geschichten sind, umso eher fühlen sich andere Mitglieder und auch potenzielle Neukund:innen davon angesprochen. Die Bandbreite Ihrer Erfolgsgeschichten sollte daher auch das volle Spektrum Ihrer Mitglieder- und Netzwerkstruktur abdecken sowie verschiedene Zielgruppen als auch Generationen ansprechen. Denn die einen fühlen sich durch die Geschichte des arbeitenden Familienvaters angesprochen, der dreimal die Woche regelmäßig zum Training kommt und seinen „inneren Schweinehund“ überwindet. Für leistungsorientierte Fitnesssportler:innen können Athlet:innen, die ihre Performance steigern und erfolgreich an Fitness-/Bodybuildingwettbewerben teilnehmen, ein Vorbild sein. Und andere fühlen sich wiederum durch authentische Statements oder Videos auf ihrem Weg zur perfekten Sommerfigur, bei der Rückkehr nach einer schweren Verletzung oder beim Kampf gegen das Altern bestärkt und motiviert.

klassischen Marketing-/Werbeaktivitäten – zukünftig noch mehr Beachtung schenken und Ihre unverwechselbaren persönlichen Erfolgsgeschichten schreiben!

Julian Lohau

Das Leben Ihrer Kund:innen schreibt täglich unzählige Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden – Sie müssen es nur tun!

Julian Lohau ist pädagogischer Mitarbeiter, Tutor und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie Referent an der BSA-Akademie. Der Sportökonom verfügt über langjährige Praxiserfahrung in der Verbands- bzw. Sportvereinsarbeit und beschäftigt sich intensiv mit den Themen Vermarktung und Markenmanagement.

Sie und Ihr Team im Mittelpunkt

www.dhfpg-bsa.de

Auch Sie und Ihr Studioteam können persönliche Einblicke und Geschichten liefern, die motivieren und begeistern: Ihre Gründungsgeschichte, gemeinsame Erfolge mit Trainierenden und langjährigen Mitarbeitenden, informative Blicke hinter die Kulissen des Studioalltags, ein erfolgreicher Abschluss einer neuen Lizenz, des dualen Studiums oder ähnliches – all das sind Geschichten, die für Mitglieder oder auch für potenzielle neue Mitarbeiter:innen abwechslungsreich, spannend, informativ und hilfreich sein können. Durch den geziel-

Auszug aus der Literaturliste Fordon, A. (2018). Die Storytelling-Methode. Wiesbaden: Springer Gabler. Sammer, P. (2019). What's your story? Leadership Storytelling für Führungskräfte, Projektverantwortliche und alle, die etwas bewegen wollen. Heidelberg: O'Reilly. Schmieja, P. (2014). Storytelling in der internen Unternehmenskommunikation. Wiesbaden: Springer Gabler. Weber, S. (2017). Wie Geschichten wirken – Grundzüge narrativer Psychologie. In J. Chlopczyk (Hrsg.), Beyond Storytelling (S. 11–22). Berlin, Heidelberg: Springer Fachmedien. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

Infos und Tickets unter: www.aufstiegskongress.de

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Foto: DHfPG/BSA

Themen rund um Management oder Marketingmaßnahmen sind auch in Fitness- und Gesundheitsanlagen „Dauerbrenner“. Erhalten Sie vor Ort beim Aufstiegskongress am 7. und 8. Oktober in Mannheim spannende Impulse für Ihre Studiopraxis.


MANAGEMENT | ZERTIFIZIERUNG

PRIME TIME fitness setzt auf Studiozertifizierung mit BSA-Zert

Beste Kund:innenbetreuung dank „ZertFit“

Durch die Corona-Pandemie hat sich das Gesundheitsbewusstsein sowie das Bedürfnis nach Sicherheit weiter verstärkt. Um die Qualität der Fitnessstudios prominent hervorzuheben, hat sich PRIME TIME fitness für die neutrale Zertifizierung nach DIN EN 17229 sowie nach der DIN-Norm 33961 entschieden. Im Gespräch erläutern Giana Doll, Leitung Marketing, sowie Markus Schneider, Operativer Leiter, warum PRIME TIME fitness konsequent auf die Zertifizierung aller zwölf Studios setzt.

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Sicherheit durch geschultes Personal Mit dem Zertifizierungsprogramm „ZertFit“ der unabhängigen Zertifizierungsstelle BSA-Zert erhält PRIME TIME fitness höchste

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Qualitätsstandards aufrecht: „Das Zertifikat ist ein Zeichen von Qualität und Sicherheit und schafft Vertrauen. Es zeigt, dass unsere Geräte auf dem neuesten Stand sind. Außerdem sind unsere Trainer:innen hervorragend geschult, sodass sie im Fall der Fälle auch Erste Hilfe leisten können“, erzählt Giana Doll. „Das kam leider in der Vergangenheit bereits vor. Zum Glück konnte der Trainer vor Ort Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen. Das Mitglied hat den Vorfall dadurch heil überstanden – und war natürlich sehr dankbar für die schnelle Hilfe.“ „Durch die klaren Vorgaben, wann welche:r Mitarbeiter:in zu rettungs- und sicherheitsrelevanten Themen fortzubilden ist, stellen wir sicher, jederzeit die Vorgaben und Standards zu erfüllen. Nicht zu vernachlässigen ist die potenzielle Haftung. Wenn alles den Vorgaben der BSA-Zert entspricht, erleichtert das – beispielsweise bei Unfällen oder Verletzungen – auch den Austausch mit Versicherungen enorm“, erklärt Markus

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Fotos: PRIME TIME fitness

remiumtraining ist das Hauptangebot von PRIME TIME fitness. „Uns unterscheidet von anderen Dienstleistenden der Branche, dass wir keinen ‚Schnickschnack‘ anbieten. Unsere Kund:innen kommen zu uns, um effektiv zu trainieren – und das inklusive bester Betreuung. Wir bieten daher verschiedene Mitgliedschaften an: Manchen Kund:innen reicht beispielsweise ein Personal Training im Monat aus, um ihre Technik zu verbessern. Andere buchen ein Personal Training in der Woche“, sagt Giana Doll über das Konzept von PRIME TIME fitness. „Da die Studios im Premiumsegment angesiedelt sind, gehören auch eine Premiumausstattung und hohe Qualitätsstandards dazu“, ergänzt Markus Schneider.


Schneider. Neben den Sicherheitsaspekten sind auch standardisierte Prozesse in der Organisation sehr wichtig für die Studios: „Wir haben für sämtliche Abläufe rund um den Betrieb Checklisten. Das macht vieles einfacher!“

Zertifizierung für das eigene Marketing genutzt „Das ‚ZertFit‘-Logo macht sich auch gut auf unseren Marketingmaterialien: Wir verwenden es auf der Website und auf Plakaten. Zudem hängen die Zertifikate in allen Clubs aus“, erklärt die Leitung Marketing, Giana Doll. „Auch wenn Siegel in der Fitnessbranche bisher wenig üblich sind und im Gegensatz zu beispielsweise Lebensmittelsiegeln nicht so prominent herausgestellt werden, sind sie dennoch sehr wichtig. Die Zertifizierung ermöglicht den Premiumanbieter:innen, sich von anderen Fitnessstudios abzuheben und diese Qualität auch heraus- sowie sicherzustellen. Empfehlen würde ich es jedenfalls jedem Fitness- und Gesundheitsbetrieb!“

Fitnessstudios jetzt zertifizieren lassen!

Durch ein „ZertFit“-Zertifikat erhalten Fitness- und Gesundheitsstudios eine unabhängige und neutrale Bestätigung zur Einhaltung der Qualität und Quantität von Mitarbeiter:innen sowie des Geräteparks für Kraftund Herz-Kreislauf-Training. Mehr Infos unter: www.bsa-zert.de/zertfit

Markus Schneider ist sehr glücklich über die Zertifizierung

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BSA-Zert Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie

MIT ZERTFIT QUALITÄT SICHTBAR MACHEN Zwei Normen – eine Zertifizierungsstelle Steigern Sie nachhaltig das Vertrauen von Kunden in Ihre Dienstleistungen durch eine Zertifizierung gemäß DIN EN 17229 und DIN-Norm 33961. Jetzt kostenfrei beraten lassen: +49 681 6855 330

nach DIN 33961

bsa-zert.de/zertfit


MANAGEMENT | SPITZENSPORT | ANZEIGE

Partner des Spitzensports

Matrix stattet Trainingsräume des DFB-Campus aus Der Deutsche Fußball-Bund e. V. (DFB) hat feierlich sein neues Domizil eröffnet. Auf dem Gelände des DFB-Campus sollen Sport und Verwaltung zusammenwachsen sowie Talente entwickelt werden. Das Unternehmen Johnson Health Tech stattet die DFB-Auswahl-Teams seit vielen Jahren bei Lehrgängen oder großen Turnieren mit Trainingsgeräten seiner Marke Matrix aus und hat auch den Zuschlag für die Ausstattung der neuen Trainingsräume des DFB-Campus bekommen.

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Nicklas Dietrich (l.), Fitnesstrainer der DFB-Auswahl, und Volker Lichte, Key Accout Manager Matrix, im Kraftraum des DFB-Campus

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Die Ausstattung der Trainingsräume am neuen DFB-Campus hat Matrix übernommen. Anlässlich der Eröffnungsfeier hat fMi mit Matrix Key-Account-Manager Performance und Sport Volker Lichte und Nicklas Dietrich, Fitnesstrainer der HerrenNationalmannschaft, gesprochen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Johnson Health Tech. GmbH

nvestitionen in Höhe von 150 Millionen Euro, 49.365 Quadratmeter Gebäudefläche, 543 Arbeitsplätze, 3,5 Naturrasenplätze, eine Großfeld-Kunstrasen-Halle mit FIFAMaßen, ein eigenes Rehazentrum, 33 Athlet:innenzimmer – nach der feierlichen Eröffnung am 30. Juni startete am 1. Juli 2022 der „Vollbetrieb“ des Deutschen Fußball-Bundes auf dem DFB-Campus. An der Kennedyallee 274, auf dem Gelände der ehemaligen Galopprennbahn in Frankfurt-Niederrad, sollen Fußball und Verwaltung zusammenwachsen und beste Voraussetzungen für die Basis geschaffen sowie Erfolg und Talent für die Spitze entwickelt werden.


fMi: Herr Lichte, Sie statten für Matrix die Auswahl-Teams des DFB seit mehreren Jahren mit Trainingsgeräten aus. Welchen Stellenwert hat die Rolle als Ausstatter der Trainingsräume des neuen DFB-Campus für das Unternehmen Johnson Health Tech und die Verbindung zum DFB? Volker Lichte: Einen sehr großen Stellenwert. Wenn man bedenkt, welche Dimension diese DFB-Akademie oder auch der DFB-Campus in der Außenwirkung hat, nicht nur in Deutschland, sondern auch international, dann kann ich nur sagen, dass das eine sehr große Bedeutung für Matrix als Firma hat. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir den Zuschlag bekommen haben und letztendlich das, was wir in den vergangenen Jahren schon bei Lehrgängen und bei Europameisterschaften beziehungsweise Weltmeisterschaften umgesetzt haben – nämlich die Nationalspieler:innen mit Fitnessgeräten auszustatten –, nun hier am Stützpunkt in Frankfurt gemacht haben. Was bedeutet dieser Tag für Sie persönlich? Es ist ein herausragendes Erlebnis, Matrix hier vertreten zu dürfen. Ein Tag, an dem man für das belohnt wird, was man in den letzten Jahren an Support für die Nationalmannschaft geleistet hat, ist ein besonderer Tag. An dieser Stelle ist mir eines sehr wichtig: Für unser Team, das Matrix-Team – sei es in der Logistik oder in der Abwicklung – ist das auch eine Belohnung und ich stehe stellvertretend da. Darüber freue ich mich sehr. Worin lagen für Matrix und Sie als Verantwortlichen die größten Herausforderungen in den Monaten der Fertigstellung des DFB-Campus? Weil es sich um eine Großbaustelle handelte, mussten wir verschiedene Szenarien durchgehen: Wie können wir unsere Geräte platzieren? Wie nutzen wir die Abläufe und Wege der Spieler:innen optimal? Mit welchen Geräten nutzen wir den unteren und oberen Bereich der Räumlichkeiten? Wie kombinieren wir die Geräte optimal auf den Flächen? Das waren große Herausforderungen. Darüber hinaus gab es die klassischen To-dos, wie die LayoutErstellung und standardisiert zu schauen, wie die Geräte am besten passen – all das sind Dinge, die hier beim DFB eine besondere Rolle gespielt haben. Wie geht es für Matrix am DFB-Campus weiter? Inwieweit werden Sie in den kommenden Monaten dort noch in Prozesse eingebunden sein? Wer mich oder meine Interpretation von Partnerschaft kennt, der weiß, dass das Ganze mit der Lieferung nicht abgeschlossen ist, weil eine Partnerschaft ein fortwährender Prozess ist, in dem wir uns verbessern und auf Wünsche eingehen. Wir optimieren und werden möglicherweise auch neue Geräte und Innovationen von Matrix dort platzieren. Dabei geht es nicht nur um das Athletiktraining, sondern auch um den regenerativen Bereich. Dort stehen bereits unsere Massagesessel, die übrigens sowohl bei der Männer- als auch bei der FrauenNationalmannschaft sehr beliebt sind. 04/22

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fMi: Herr Dietrich, mit der Akademie auf dem neuen Campus bezieht der DFB ein festes Zuhause. Die Nationalmannschaften mussten bisher immer an Stützpunkten oder bei Vereinen unterkommen. Was bedeutet dieser Meilenstein für Ihre Arbeit als Fitnesstrainer der DFB-Auswahl? Nicklas Dietrich: Wir werden auch in Zukunft viel unterwegs sein und die Mannschaften werden trotzdem weiterhin darauf angewiesen sein, extern gute Trainingsbedingungen vorzufinden. Jedoch ist es so, dass die neue DFB-Akademie, der Campus, als Anlaufstelle fungieren soll und wir möglichst oft unsere Mannschaften, vor allem die U-Mannschaften, hier haben wollen, um das neue Zuhause des DFB zu gestalten. Zusätzlich finden sich hier am Campus unterschiedlichste Expertisen, die wir zusammenführen wollen, um dadurch einen Benefit für unsere Spielerinnen und Spieler zu erzeugen. Wie ist der Bereich Fitness innerhalb des Campus aufgestellt? Welche Aspekte des Fitnesstrainings können hier abgebildet werden und auf welchen Elementen lag bei der Ausstattung ein Schwerpunkt? Wir haben vor allem darauf geachtet, dass wir ein bis zwei Mannschaften vor und nach den Trainingseinheiten auf dem Platz perfekt betreuen können. Unser Fokus lag sehr stark auf dem Leistungstraining, weil wir sehr selten in Kontakt mit Rehapatient:innen kommen. Zusätzlich war uns wichtig, dass der Fitnessbereich mit Kraftraum auf höchstem Niveau ausgestattet und – was ideal ist – direkt an einen Platz und die Kabinen angebunden ist. So können wir eine gute und unkomplizierte Nutzung vor Ort gewährleistet. Welchen Stellenwert hat Matrix als Partner für die Ausstattung der Fitnessbereiche für Sie? Matrix ist ein sehr zuverlässiger Partner, der uns schon seit langer Zeit auf unseren Reisen mit der Nationalmannschaft und den U-Mannschaften unterstützt und hervorragende Leistungen bringt. Daher haben wir uns frühzeitig entschieden, den Kraftraum mit Matrix auszustatten. Einzelne Geräte kaufen wir spezifisch noch zusätzlich dazu, aber die Basis ist von Matrix. Inwieweit kann der neue Standort DFB-Campus die Leistung der Auswahl-Teams mittel- und langfristig verbessern? Die fußballerische Entwicklung muss natürlich auf dem Platz stattfinden. Das bedeutet: Am Schluss geht es darum, guten Fußball zu spielen, sich fußballerisch weiterzuentwickeln. Dafür ist der Campus ist mit seinen Möglichkeiten für unsere Teams hervorragend geeignet. Aber ich glaube, der größte Vorteil des Campus ist, dass wir hier unterschiedlichste Expertisen vereinen. Die gemeinsamen Erkenntnisse aus verschiedenen relevanten Fachrichtungen werden auf den Fußball, auf den Platz übertragen. Davon versprechen wir uns mittel- oder langfristig auch eine Optimierung – sowohl im Bereich Fußball als auch in der individuellen Entwicklung der Spieler und Spielerinnen.

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MANAGEMENT | DIGITALISIERUNG | ANZEIGE

Wie steht‘s um die Digitalisierung in den Studios?

EGYM Online-Umfrage zeigt große Potenziale auf „Wie smart ist dein Studio?“ EGYM wollte das genau wissen und postete auf seiner Website einen entsprechenden Online-Test. Über 250 Betreiber, davon knapp zwei Drittel aus der DACH-Region, haben bisher mitgemacht. Ergebnis: Es geht voran, aber es bleibt noch viel Luft nach oben!

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ie gute Nachricht zuerst: 85 Prozent der befragten Fitnessstudiobetreiber haben bereits, ganz allgemein gesprochen, in irgendeiner Form Digitalisierungsprozesse in ihrem Studio eingeleitet. Zugleich geben allerdings 77 Prozent der Teilnehmer an, sie könnten sich in vielen der untersuchten Bereiche – Mitgliederakquise, Onboarding, Workout, Visualisierung von Trainingsfortschritt und Zielerreichung, Marketing und Kundenbindung – noch verbessern. Besonders sticht heraus, dass fast 60 Prozent der teilnehmenden Fitnessstudios bislang bestenfalls minimal in die Digitalisierung der Mitgliederakquise investiert haben. Die Mitglieder müssen entweder persönlich vorbeikommen und sich für eine Mitgliedschaft anmelden, oder sie

Stand der Digitalisierung Noch deutliches Verbesserungspotenzial

Auf einem guten Weg

Level 1 + 2

Level 3 + 4

77 % l ve Le

23 % 3 Level 4

5,5 %

el 1 Lev

82

62 %

Immer mehr Vernetzung Immerhin 60 Prozent der Teilnehmer an der Online-Umfrage haben die Digitalisierung des Trainingserlebnisses ihrer Mitglieder so weit ausgebaut, dass die Fitnessgeräte zumindest miteinander vernetzt sind und die Leistung der Mitglieder über eine mobile App anzeigen oder – im besten Fall – das gesamte Trainingserlebnis auf einem Ökosystem aus vollständig integrierter Hardware, Software und Dienstleistungen basiert. Bei 40 Prozent der Teilnehmer sind die Geräte aktuell noch offline, und das Training findet ganz ohne oder lediglich mit App-Unterstützung und/oder verbundenen Wearables statt. Wie erfolgreich ein Fitnessstudio ist, hängt wesentlich davon ab, wie gut die Mitglieder ihre Trainingsziele erreichen. Daher ist es erstaunlich, dass erst 28 Prozent der Anlagen die Zielverfolgung für ihre Mitglieder vollständig automatisiert haben. Diese erhalten personalisierte Trainingsempfehlungen und Fortschrittsanzeigen über eine mobile, in die angeschlossenen Fitnessgeräte integrierte App. Für die Hälfte der Gyms gilt leider noch, dass Trainingsfortschritte und -ziele entweder auf Papier oder manuell in eine App eingetippt dokumentiert werden. fitness MANAGEMENT international

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Foto/Grafik: EGYM GmbH

15 %

Level 2

17,5 %

können ihren Antrag auf Mitgliedschaft online stellen, aber nur vor Ort ausfüllen. Zusätzlich verlassen sich 42 Prozent immer noch vollständig auf die manuelle Aufnahme neuer Mitglieder, d. h., ein Mitarbeiter des Studios füllt persönlich Anamnesebögen in Papierform aus und führt selbst die Onboardings durch.


Das EGYM Ökosystem

Smarte Workouts für „echte Menschen“ EGYM hat ein umfassendes, komplett digitalisiertes FitnessÖkosystem entwickelt, das Mitglieder aller Erfahrungslevel auf ihrer gesamten „Fitnessreise“ dies- und jenseits der Trainingsfläche begleitet. Die Kombination von EGYM Trainingsund Partnergeräten, digitalen Apps, Software, Services und den individuellen EGYM Trainingsprogrammen mit motivierender Nutzerführung sorgt dafür, dass das Training wirklich für jeden zum Erfolg wird.

EGYM Fitness Hub EGYM Fitness Hub ist das Herzstück der vernetzten Trainingsfläche. Er unterstützt Trainer und hilft Mitgliedern, mit intuitiven Messungen und leicht verständlichen Fortschrittsvisualisierungen motiviert zu bleiben. Blitzschnelles Onboarding, optimale Mitgliederbetreuung und dauerhafte Motivation – alles direkt auf der Trainingsfläche.

EGYM Smart Strength Die EGYM Smart Strength Geräte bieten personalisierte Trainingserlebnisse für unterschiedliche Nutzergruppen und Erfahrungslevel – auf ein und derselben Maschine und Trainingsfläche. EGYM Smart Strength passt das Training der Mitglieder exakt an ihre individuellen Bedürfnisse an und begeistert so Einsteiger und Experten mit einem einzigartigen Nutzererlebnis.

Neu: EGYM Smart Strength Open Modus Im Open Modus profitieren alle Mitglieder – vom Einsteiger bis zum Experten – auch außerhalb des Zirkels auf der gesamten Trainingsfläche von den beliebten Highlights der EGYM Kraftgeräte. Dazu gehören die automatischen Geräteeinstellungen, verschiedene Trainingsmethoden und smarte Trainingsprogramme. Mitglieder ohne EGYM ID trainieren im Gastmodus wie bisher, auch ohne Armband oder Karte. 04/22

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EGYM Smart Flex EGYM Smart Flex ist das erste smarte Mobilitäts- und Flexibilitätstrainingserlebnis: Smart Flex stellt sich vollautomatisch auf das Mitglied ein und gibt die idealen Belastungs- und Pausenzeiten mit Licht- und Vibrationssignalen vor, für ein korrektes und zielgerichtetes Muskellängentraining.

EGYM Smart Cardio EGYM Smart Cardio macht Ausdauertraining mit nur einer Handbewegung smart: Die Mitglieder loggen sich mit ihrer EGYM ID per RFID an sämtlichen vernetzten Partnergeräten ein und erleben auch dort die EGYM Experience.

EGYM Digital EGYM Trainer App, Branded Member App und Schnittstellen zu vielen beliebten Apps und Wearables vernetzen alle Trainingserfolge über die Grenzen des Studios hinaus und begeistern mit einem voll integrierten Trainingserlebnis. Die Funktionen der EGYM Branded Member App helfen Betreibern, ihre Kunden besser zu betreuen, sie dauerhaft zu binden und zu motivieren. Smarte Organisationsfunktionen optimieren die gesamte Interaktion zwischen Mitglied und Studio. Durchdachte Marketing-Features unterstützen bei der Akquisition von Neukunden und in der Leistungs- und Angebotskommunikation.

Bieten Sie Ihren Kunden schon ein Workout-Erlebnis der nächsten Generation? Und wie schneiden Sie im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz ab? Unser Online-Test „Wie smart ist dein Studio?“ ist nach wie vor live! Laden Sie sich hier das aktuelle Whitepaper von EGYM herunter und erfahren Sie, wie Sie Ihren „Gym-IQ“ steigern:

EGYM GmbH | Einsteinstraße 172 | 81677 München Tel. +49 89 9213 105 100 | egym.com | sales@egym.com

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MANAGEMENT | MITARBEITER:INNENBINDUNG | ANZEIGE

Nachhaltiger Erfolg

Instruktor:innen fair entlohnen Schneller Wandel ist nicht neu für die Fitnessbranche. In den letzten 20 Jahren haben preisgünstige Fitnessstudios ein Hoch erlebt, Boutiquen sind entstanden, Wearable Tech hat Einfluss auf unser Training genommen und es gibt mehr Innovationen und Online-Fitnessanbieter:innen denn je. Doch es gibt eine Sache, die sich in dieser Zeit kaum verändert hat – und das ist die Bezahlung von Instruktor:innen im Bereich Gruppenfitness. Die Bereitstellung von Budget, um für eine angemessene Entlohnung zu sorgen, ist für viele Studios nach wie vor ein großes Hindernis. Mit den folgenden fünf Maßnahmen können Studios zusätzliche Einnahmen generieren, um echte Rockstar-Instruktor:innen fürs Studio zu gewinnen und langfristig zu binden.

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Das ist deutlich weniger als das durchschnittliche Stundenhonorar von Personal Trainer:innen und noch weniger, wenn Sie die Reise-, Vorbereitungs- und Einrichtungszeiten berücksichtigen, die für die Durchführung der Classes investiert werden müssen, ohne dass diese entlohnt werden. Für Fitnessstudios wird es deswegen immer schwieriger, neue Talente für die Branche zu

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gewinnen. Auch auf der FIBO 2022 wurde die Rekrutierung und Bindung guter Mitarbeiter:innen von Studiobetreiber:innen als eine der aktuell größten Herausforderungen genannt. Durch den Boom von Boutique-Fitnessstudios hat sich der Wettbewerb um die besten Talente im letzten Jahrzehnt noch verschärft. Die Boutique-Studios haben sich auf spezielle Gruppenfitnesserlebnisse spezialisiert und ihr Erfolg mit Preisen von über 30 US-Dollar (ca. 29 Euro) pro Class zeigt, dass Menschen bereit sind, für ein qualitativ hochwertiges Training „tiefer in die Tasche zu greifen“. Diese höheren Gewinnspannen ermöglichen es, Top-Talente besser – sogar mit bis zu 100 US-Dollar pro Class – zu entlohnen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: LES MILLS GERMANY GmbH

bwohl es sich bei Instruktor:innen um hochqualifizierte Expert:innen handelt, die für die Gesundheit, die Sicherheit und das Vergnügen einer großen Gruppe von Menschen verantwortlich sind, stagniert die übliche Vergütung für die Leitung einer einstündigen Class laut IHRSA (2018) bei 27 US-Dollar (ca. 26 Euro).


Alexandra Haase, Wellbeing Managerin bei Aspria HamburgAlstertal, bringt die Relevanz eines guten Teams auf den Punkt: „Nur unsere Instruktor:innen sind es, die eine großartige Atmosphäre schaffen und gute Beziehungen zu den Mitgliedern aufbauen, denn unsere besten Instruktor:innen mit den vollsten Classes sind diejenigen, die seit zehn Jahren oder länger bei uns sind.“

Erfolgsschlüssel für nachhaltiges Wachstum Mit diesen fünf Möglichkeiten können Fitnessstudios ihre Rockstar-Instruktor:innen angemessen entlohnen und langfristig an sich binden:

1) Der Kursraum – je größer, desto besser! ntersuchungen zeigen, dass der Kursraum der profitaU belste Bereich des Studios pro Quadratmeter ist. „In unseren neuseeländischen Fitnessstudios stellen wir Gruppenfitness in den Mittelpunkt, indem wir große Kursräume mit einer Fläche von bis zu 8.000 Quadratmetern bauen, die Platz für 200 Personen pro Class bieten“, so Phillip Mills, CEO von LES MILLS International, der überzeugt davon ist, dass ein Kursraum, der von einem:einer guten Gruppenfitnessmanager:in geführt wird, enormes Potenzial für das Mitgliederwachstum bietet.

2) Bezahlen Sie Ihr Team nach Leistung Eine Bezahlung danach, wie voll der Kursraum ist, ist eine gute Methode für Ihre Instruktor:innen, um sich aktiv am Erfolg des Studios zu beteiligen. Volle Kursräume bedeuten, dass mehr Mitglieder in Ihr Studio kommen und länger dort verweilen. So können Sie die Instruktor:innen am Gewinn des daraus resultierenden Erfolgs beteiligen. Im Gegenzug ist es wahrscheinlich, dass Ihre Instruktor:innen die Classes Ihres Studios über ihre eigenen SocialMedia-Kanäle bewerben.

3) Investieren Sie in Ihr Team Mut wird belohnt, denn die Investition in Aus- und Fort04/22 fitness MANAGEMENT international

bildung des eigenen Teams kann beeindruckende Resultate erzielen: höhere Kursraumauslastung, stärkere Mitgliederbindung und bessere Weiterempfehlungsraten. Dadurch werden Einnahmen generiert, die in eine bessere Bezahlung der Instruktor:innen investiert werden können.

4) Prüfen Sie, wie smart Ihr Kursplan ist Für diejenigen, die nur wenig Platz zur Verfügung haben, entstehen durch die smarte Nutzung des Kursplans Möglichkeiten, zusätzliche Einnahmen zu generieren und die besten Instruktor:innen angemessen zu entlohnen. Durch virtuelle Fitnesslösungen oder Indoor Cycling – was u. a. das lukrativste Angebot für Fitnessstudios ist – ist es auch eine der beliebtesten Trainingsarten bei Verbraucher:innen und birgt großes Wachstumspotenzial für Studios, die dies zu nutzen wissen.

5) Geld ist nicht alles Manchmal reicht das Budget eines Studios selbst beim besten Willen nicht aus, um Instruktor:innen besser zu entlohnen. In diesem Fall ist Motivation der Treibstoff, der ein leistungsstarkes Gruppenfitnessteam beflügelt. Zielsetzungen fürs Team, gemeinsame Unternehmungen, die das Teamgefühl stärken sowie Belohnungen, wie Entwicklungsmöglichkeiten für High-Performer:innen, sind nur einige Punkte, die hier infrage kommen. Für das gesamte Team ist es wichtig, dass es jederzeit eine:n gute:n Coach:in und Mentor:in für die eigene Entwicklung und Zufriedenheit an seiner Seite hat. So können Sie für den langfristigen Erfolg Ihres Studios sorgen. Erfahren Sie mehr über Ihre Möglichkeiten für nachhaltigen Erfolg im Studio unter www.lesmills.com/de/studios. Literaturliste IHRSA (2018). IHRSA U.S. Fitness Professional Outlook. Zugriff am 28.06.2022. Verfügbar unter https://www.ihrsa.org/publications/ihrsa-u-s-fitness-professional-outlook/

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MANAGEMENT | TRAINING IM LEISTUNGSSPORT | ANZEIGE

Interview mit Ruderweltmeister Hannes Ocik

„Man darf den Spaß nicht verlieren“

Hannes Ocik hat als Schlagmann im Deutschland-Achter drei Weltmeistertitel gewonnen. Im Interview mit fitness MANAGEMENT international spricht er über die Eigenschaften, die ein:e Leistungssportler:in braucht, den Erfolgsfaktor Rücksichtnahme sowie sein beeindruckendes Trainingsvolumen und die Zuverlässigkeit des Concept2 RowErg.

fMi: Herr Ocik, Sie sind als Ruderer seit über zehn Jahren in der Weltspitze aktiv. Wie sind Sie zum Rudersport gekommen? Hannes Ocik: Ich komme aus einer sehr sportlichen Familie. Meine Eltern waren beide ehemalige Leistungssporttreibende. In der Jugend habe ich verschiedene Sportarten ausprobiert, u. a. Leichtathletik, Judo und Triathlon.

Hannes Ocik Der Weltklasseruderer Hannes Ocik wurde 1991 in Rostock geboren und ist Polizeiobermeister bei der Landespolizei MV, Sportfördergruppe. Als Schlagmann des Deutschland-Achters wurde er drei Mal Weltmeister (2017, 2018, 2019), gewann zwei Mal Olympia-Silber (2016, 2021) und konnte sieben Europameister-Titel erringen. Darüber hinaus wurde Hannes Ocik im Achter auch Juniorenweltmeister sowie U23-Weltmeister im Vierer ohne Steuermann. hannes-ocik.de

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Viele Menschen rudern, aber nur wenige werden Weltmeister:in. Was haben Sie anders, bzw. besser gemacht, als viele andere Ruder:innen? Vor allem muss man immer mit Spaß an der Sache bleiben. Wenn man den Spaß verliert, dann verliert man sehr schnell die Motivation. Rudern ist eine der Sportarten, die sehr umfangreich ist, was das Training angeht. Da gibt es durchaus Momente, in denen man zweifelt und sich fragt, ob das der richtige Weg ist. Das Rudern macht vor allem aus, dass man dann im Frühjahr und im Sommer auf dem Wasser unterwegs ist. Man muss es genießen, den Spaß daran behalten und nicht zu verbissen rangehen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Deutschlandachter/Lennart Heyduck | www.youtube.com/Concept2 Deutschland

In meinem Triathlon-Verein in Schwerin hat mich dann ein ehemaliger Ruderer angesprochen und meinte, von meiner Statur her könnte ich es mal beim Rudern versuchen. Bei der Schweriner Rudergesellschaft haben wir zunächst zweimal pro Woche freizeitmäßig mit einem Wanderboot gerudert bis der Landestrainer in Schwerin auf mich zukam und meinte: „Hannes, willst du es nicht mal ein bisschen ernsthafter versuchen?“ Und schwuppdiwupp sind irgendwie 15 Jahre rum.


Ich würde sagen, ich habe ein gutes Durchhaltevermögen gehabt. Ich habe immer versucht, neue Bewegungsabläufe oder neue Reize kennenzulernen. Neue Übungen im Training fühlen sich zunächst immer eigenartig an und ich glaube, dass ich mich im Vergleich zu vielen anderen besser durchkämpfen konnte. Ich hatte nie die Megawerte auf dem Ergometer oder im Kraftraum, aber dieses Durchhaltevermögen und die Ausdauer dranzubleiben, haben mich schon ausgezeichnet.

Inwiefern ändert sich diese Trainingszusammenstellung in den Wintermonaten? Wir versuchen, auch in den Wintermonaten so viele Kilometer wie möglich auf dem Wasser zu absolvieren. Im Vergleich zu anderen Nationen verfügen wir nicht über die finanziellen Möglichkeiten, so viele Trainingslager im Süden zu machen.

Ihre größten Erfolge haben Sie bisher im DeutschlandAchter gefeiert. Welchen besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten müssen Team-Rudernde mitbringen? Im Ruderachter hat man mit Steuermann neun, rechnet man den Trainer dazu, sogar zehn unterschiedliche Charaktere, die untereinander Rücksicht nehmen müssen. Diese Zehn sind das ganze Jahr über zusammen, jeden Tag etwa fünf Stunden; in Trainingslagern zwei bis drei Wochen lang sogar 24/7. Dass man unter solchen Umständen hin und wieder aneckt, ist ganz normal, denke ich. Eine der wesentlichen Softskills, die man lernen muss, ist Rücksichtnahme. In unserem Fall: Neun Athleten, die der Trainer ausgewählt hat, sitzen in einem Boot und wollen etwas erreichen. Diese Athleten müssen keine Freunde sein, aber die Fähigkeit zur Rücksichtnahme und das Verständnis für Schwächen oder einen schlechten Tag des anderen ist die Grundvoraussetzung dafür, sich gegenseitig zu pushen.

Welchen Stellenwert hat das Training auf dem Ergometer? Einen großen. International spielt das Ergometertraining aber eine wesentlich größere Rolle; Deutschland hinkt da noch ein bisschen hinterher. In einigen anderen Ländern wird klar festgelegt, welche Normen die Kaderathlet:innen auf dem Ergometer erfüllen müssen, um nominiert zu werden. Dementsprechend spielt das schon eine sehr große Rolle. Ein:e Athlet:in, der:die auf dem Ergometer stark gewertet ist, wird im Zweifel bei Nominierungen bevorzugt berücksichtigt.

Nach sieben Jahren als Schlagmann des Deutschland-Achters wechselten Sie im Herbst 2021 in den Einer – von Riemen zu Skulls. Was waren Ihre Beweggründe für diesen Schritt? Ich war zehn Jahre im Riemenbereich aktiv. Nach den Olympischen Spielen in Tokio 2021 hatte ich das Gefühl, dass ich erst einmal eine Auszeit, eine Pause oder besser einen Perspektivwechsel brauche. Ich bin zu der Zeit nach München umgezogen und hatte dort die Möglichkeit, mit Oliver Zeidler zu trainieren, der 2019 Weltmeister im Einer war – und den Einer fährt man mit Skulls. Ich habe mich dann entschieden, für das Jahr 2021/22 die Disziplin zu wechseln, von Riemen zu Skulls. Der grundlegende Gedanke hinter dem Wechsel war, etwas anderes zu probieren und den Sport von der Außenperspektive zu beobachten, um den Spaß und die Neugier auf Neues wieder in den Vordergrund zu rücken. Das ist auf jeden Fall eingetreten und ich bin sehr dankbar für die letzten Monate und dass ich diesen Schritt machen konnte. Wie oft sind Sie pro Woche zum Training mit dem Boot auf dem Wasser? Wie gestalten Sie Ihr zusätzlichesTraining? Wenn man den Durchschnitt der letzten zehn Jahre nimmt, dann bin ich etwa acht- bis zehnmal pro Woche auf dem Wasser gewesen. In Trainingslagern absolviert man auch zwölf bis fünfzehn Einheiten im Boot. Die Trainingseinheiten haben immer einen Umfang zwischen 60 und 90 Minuten. Das Training im Boot wird durch Krafttraining – zwei- bis dreimal pro Woche –, Gleichgewichts- und Stabilitätstraining, z. B. Yoga, und Beweglichkeitstraining ergänzt. Um die Ausdauer auf einer anderen Ebene zu trainieren, laufen wir auch, fahren Rad oder schwimmen – je nachdem, was welcher unserer Trainer bevorzugt. Diese Einheiten dauern in der Regel auch 60 bis 90 Minuten. Viel mehr Zeit bleibt dann in einer Woche auch nicht. 04/22

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Wenn die Witterungsbedingungen das nicht mehr zulassen, geht es aufs Ergometer, auch in Einheiten von rund 90 Minuten.

Die kontinuierlichen Stufentests, die wir in Deutschland in regelmäßigen Abständen machen, sowie unsere Leistungstests und eine Meisterschaft fahren wir alle auf dem Ruderergometer von Concept2. Der RowErg hat den großen Vorteil, dass er sehr genau ist und dass die Leistungen auf den Geräten sehr gut vergleichbar sind, sodass alle Athlet:innen unter gleichen Bedingungen antreten. Davon profitieren wir im Spitzensport und auch die CrossFit®-Szene setzt deshalb auf die Geräte. Die Concept2-Geräte sind einfach konstruiert und deshalb sehr robust. Die müssen bei unserem Trainingsvolumen schon einiges aushalten. Was ist Ihr Ziel für die Rudersaison 2022? Ich habe unglaublich Spaß daran, den Rudersport zu betreiben und auch schnell, d. h. auf Wettkampfniveau zu betreiben. Das Ziel für nächstes Jahr geht in die Richtung, einfach das Maximum zu investieren, um dann auch maximal erfolgreich zu sein. In welcher Bootsklasse, das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

Einführung ins Indoor-Rowing auf dem RowErg mit Hannes Ocik auf YouTube

Die Vortriebsmittel für Ruderboote sind Riemen und Skulls, die unter dem Begriff „Ruder“ zusammengefasst werden. Beim „Skullen“ bedienen Ruderer:innen mit jeder Hand ein Skull, jeweils eines auf der Backbord- und der Steuerbordseite des Bootes. Ein längerer Riemen, der für die Aufnahme größerer Kräfte geeignet ist, wird mit beiden Händen gehalten und auf einer Seite des Bootes ins Wasser getaucht.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL SEO-MASSNAHMEN

Fünf-Punkte-Plan für mehr Sichtbarkeit auf Google und YouTube

SEO-Strategien und Content-Tipps für Studios Text: Frederik Neust und Roman Spitko

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nteressent:innen, die auf Google und YouTube suchen, wollen schnell und einfach an Informationen gelangen oder Lösungen für ihre Probleme finden (Alpar, Koczy & Metzen, 2015). Als „Problemlöser“ können Sie und Ihr Studio die besten Lösungen und Dienstleistungen bieten – das nutzt Ihnen aber leider in der Praxis nur wenig, wenn Sie im Netz von potenziellen Neukund:innen nicht gefunden werden.

Suchmaschinenoptimierung immer wichtiger Angesichts vergleichbarer Angebote, steigender Werbekosten und wachsendem Wettbewerbsdruck wird es zunehmend wichtiger, sich online bestmöglich zu positionieren, um aus

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Foto/Grafik: chinnarach, Viacheslavikus – stock.adobe.com

Um auf Google und YouTube möglichst gut sichtbar zu sein, braucht es nicht immer zwingend ein großes Werbebudget. Wie Studios mit gezielten Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung und dem richtigen Content aus der Masse an Mitbewerber:innen herausstechen und so ihre Erfolgschancen deutlich erhöhen können, zeigen die folgenden Praxisimpulse.


Content-Planung mit Fachexpert:innen

Optimale Produktion von zielführendem Content

Querverlinkungen & Backlinks nutzen

KeywordRecherche

Analyse & kontinuierliche Weiterentwicklung

Abb. 1: Fünf-Punkte-Plan für mehr Sichtbarkeit und Erfolg

und Budget vor allem auch am nötigen Know-how, wie man auf Google und YouTube auch ohne bezahlte Werbung auf der ersten Suchergebnisseite (SERP= Search Engine Result Page) erscheint. Doch das muss nicht so bleiben.

Fünf-Punkte-Plan für mehr Sichtbarkeit und Erfolg Der nachfolgende Fünf-Punkte-Plan (vgl. Abb. 1) bietet Studios wertvolle Hilfestellungen, Praxistipps sowie zeiteffiziente Umsetzungsimpulse, wie man dieses „schlummernde“ Marketingpotenzial effektiv nutzen und die eigenen Produkte/ Dienstleistungen auf den ersten Ergebnisseiten bestmöglich positionieren kann.

dem Markt an Mitbewerber:innen herauszustechen (Sens, 2020). Durch Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) können Studios sich hier wichtige Wettbewerbsvorteile verschaffen und ihre Erfolgschancen deutlich steigern – ohne gleich das Online-Marketing-Budget zu belasten (Erlhofer, 2020). Leider schöpfen bisher nur die wenigsten Studios das volle Potenzial der beiden größten internationalen Suchplattformen aus, indem sie für ihre Websitetexte und/ oder YouTube-Videos aktiv Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben. Häufig fehlt es in der Praxis neben Zeit

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Die einzelnen Schritte umfassen dabei die wesentlichen Aspekte von der Suchbegriff- bzw. Schlüsselwortsuche (sog. Keywords), über die Content-Planung/-Erstellung bis hin zur Analyse der entsprechenden Optimierungsmaßnahmen. Da beide Suchplattformen auf ähnlichen Algorithmen und gleichen Keyword-Grundlagen basieren, lohnt es sich, bei der Umsetzung synchron vorzugehen. Dieses Vorgehen schafft in Sachen Zeiteffizienz und Stringenz wertvolle Synergieeffekte und wird sich langfristig in mehrfacher Hinsicht auszahlen.

1. Keyword-Recherche Relevante Keywords spielen in der Suchmaschinenoptimierung eine zentrale Rolle und sind der Grundstein für alle nachfolgenden Umsetzungsschritte (Raymond, 2021). Denn nur wer weiß, welche Zielgruppe nach welchen Begriffen sucht, kann den Content auch entsprechend ausrichten, um online überhaupt gefunden zu werden und so eigene Angebote zielführend vermarkten zu können. Dieses strukturierte Vorgehen sorgt langfristig dafür, dass im Optimalfall aus Suchenden bzw. Interessierten auch zahlende Mitglieder werden. Eine solche „Umwandlung“ nennt man in der Marketingpraxis „Conversion“.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL SEO-MASSNAHMEN Die Recherche beginnt meist mit einem gemeinsamen Brainstorm-Meeting, in dem Sie zusammen mit Ihrem Team die wichtigsten Keywords zusammentragen und in einer Liste notieren. In einem weiteren Schritt können spezielle Tools, wie bspw. der Google Keyword-Planner, Google Trends oder Google Suggest weitere wichtige Suchbegriffe liefern. Hierbei wird häufig zwischen Short-Tail- und Long-Tail-Keywords unterschieden (Schlömer, 2018). Short-Tail-Keywords sind einzelne Begriffe wie z. B. „Fitnessstudio“ und Long-Tail-Keywords sind längere Begriffskombinationen, z. B. „Bestes Fitnessstudio in Hamburg-Harburg“. Long-Tail-Keywords haben zwar in der Regel geringere Suchvolumina, können aber in der Praxis zu besseren Conversion-Raten führen. Dies liegt daran, dass Menschen, die mithilfe längerer Begriffe suchen, allgemein „aktivierter“ sind und nach einer spezifischeren Lösung in ihrem regionalen Umfeld suchen. Nachdem Sie so die wichtigsten Keywords identifiziert haben, können Sie nun Ihre Website sowie die bestehenden Landingpages optimieren und über zusätzlichen Text-/Bild-/Video-Content (bspw. kurze Informationsartikel, Erklärvideos o. Ä.) Ihre Erfolgschancen weiter erhöhen.

2. Content-Planung mit Fachexpert:innen Fitnessstudios beschäftigen qualifizierte Fach- und Führungskräfte und verfügen damit automatisch über ein hohes interdisziplinäres Fachwissen – doch wird dieses Wissen auch im Rahmen der Vermarktung und Content-Erstellung immer zielführend genutzt? Websitetexte, Blogartikel und Videos bergen großes Marketingpotenzial und können Ihnen dabei helfen, Ihre Expertise auch nach außen zu tragen. Indem Sie basierend auf der Keyword-Recherche thematisch passende Texte, Bilder und Videos erstellen, bieten Sie Informationen zu diversen Bereichen bzw. Lösungen für verschiedenste Bedürfnisse und können dadurch bei Interessent:innen punkten. Wählen Sie dafür im ersten Schritt unternehmenseigene Expert:innen für die jeweiligen Themengebiete (Training, Ernährung usw.) aus und gehen Sie gemeinsam an die ContentPlanung. Wenn Marketing- und Fachexpert:innen einzelner Bereiche dabei von Anfang an eng zusammenarbeiten, sichert das eine hohe Qualität der Inhalte und sorgt für eine zeiteffiziente Umsetzung. Doch wie sollte geeigneter Content aussehen? Die Texte, Bilder und Videos sollten immer anhand bestimmter Kriterien charakterisiert, strukturiert und ausgerichtet sein. Folgende Anhaltspunkte können als Orientierung dienen: Content für Google und YouTube sollte immer hilfreich, inspirierend, motivierend und/oder aktivierend sein (Weller & Harmanus, 2020). Für die weitere Umsetzung bietet es sich an, eine:n interne:n Content-Koordinator:in zu benennen, der:die die Inhalte bei den verschiedenen Expert:innen „eintreibt“ und einen ContentPlan erstellt. Dieser Plan sollte mindestens folgende Punkte beinhalten: Keywords, Thema, Titel, Zielgruppe, Content-Art (Interview, Trainingsvideo o. Ä.), zuständige Umsetzungsverantwortliche bzw. Ansprechpartner:innen sowie einen strukturierten Zeit-

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plan inklusive relevanter Deadlines von der Erstellung bis zur Veröffentlichung. Beachten Sie bei der Planung, dass der Content immer im Einklang mit Ihrem Markenversprechen und den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe(n) stehen sollte.

3. Optimale Produktion von zielführendem Content Auf Basis der Keywords (1.) und der geplanten Content-Schwerpunkte (2.) können Sie und Ihr Team nun gemeinsam an die Produktion der jeweiligen Beiträge gehen. Wo möglich, bietet es sich an, die jeweiligen Themen parallel im Text-, Bild- und Video-Format umzusetzen. Das sorgt für einen guten Content-Mix und schafft bei der Umsetzung wertvolle Synergieeffekte (Zeiteffizienz, Stringenz etc.). Um eine hohe Conversion-Rate zu erzielen, sollte der Inhalt jeweils direkt mit einem spezifischen Angebot verknüpft sein. Texte/Blogartikel: Verwenden Sie die Keywords in den Überschriften (H1), im Titel sowie im Artikeltext, idealerweise zu Beginn des Textes. Setzen Sie Bilder ein und sorgen Sie am Ende für eine klare Handlungsaufforderung bzw. einen „Call to Action“ (CTA). Dieser CTA kann dann beispielsweise direkt auf einen Buchungskalender zu einer Dienstleistung, z. B. Personal Training, führen. Bei Artikeln ist es besonders wichtig, dass sie einen guten, natürlichen Lesefluss aufweisen. Deshalb sollte auf die inflationäre Verwendung einzelner Keywords verzichtet werden. Arbeiten Sie lieber auch mit Synonymen und sorgen sie für Varianz. Videos: Die Keywords sollten im Video (gesprochen), dem Untertitel sowie im Titel und der Videobeschreibung entsprechend verwendet werden. Je früher sie im Video oder im Text erwähnt werden, desto besser. Ziel muss es sein, dass das Video so lange wie möglich angeschaut wird. Deshalb sollte der Clip direkt Aufmerksamkeit erregen und einen Spannungsbogen bis zum Ende aufweisen. Dies erreichen Sie mit einem einfachen Einstiegsimpuls zu Beginn, einer klaren Struktur über den Verlauf des Videos hinweg und kurzweilig vermitteltem Expert:innenwissen. Im Rahmen der Content-Erstellung für Google und YouTube gibt es viele technische Gemeinsamkeiten – jedoch sind auch einige Unterschiede zu beachten; z. B., dass YouTube im Gegensatz zu Google kürzere Überschriften bevorzugt.

4. Querverlinkungen und Backlinks nutzen Interne Verlinkungen helfen Google, Ihre Website thematisch besser einzuordnen. Beachten Sie bei der Erstellung neuer Artikel, dass sich diese Beiträge deshalb aufeinander beziehen sollten. Nutzen Sie sogenannte Ankertexte regelmäßig, um auf andere interne Seiten/Beiträge zu verlinken. Auch auf YouTube sind interne Verlinkungen wichtig. Nutzen Sie die Optionen „Playlists“, „Cards“ oder „Endcards“, um Ihre Videos zielführend miteinander zu verbinden. Externe Verlinkungen, sogenannte Backlinks, geben Ihrer Seite zusätzlich mehr Glaubwürdigkeit und schaffen Vertrauen aufseiten von Suchmaschinen und Websitebesucher:innen. Im besten Fall erhalten Sie Backlinks von etablierten Websites, die ihrerseits bereits ein hohes Ansehen genießen – bspw. fitness MANAGEMENT international

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indem Sie einen Gastartikel veröffentlichen. Je mehr professionelle Unternehmen/Websites auf Sie und Ihre Beiträge verlinken, umso besser. Backlinks sind neben gutem Content eines der wichtigsten Ranking-Signale für Google und können stark beeinflussen, wie weit oben ein Artikel in den SERPs gerankt wird. Auch für YouTube-Videos bedeuten mehr Backlinks mehr Glaubwürdigkeit, was ein höheres Ranking auf den YouTube-SERPs zur Folge hat. Die Einbettung von Videos auf anderen Websites und Kanälen oder das Gastblogging auf größeren YouTubeKanälen sind ebenfalls geeignete Methoden, um ein höheres Ranking zu erreichen. Abschließender Tipp: Verlinken Sie immer auch Ihr Google-Unternehmensprofil mit Ihrer Website und dem YouTube-Account und stellen Sie so sicher, dass all Ihre Kanäle optimal vernetzt sind.

suchen, sondern auch sukzessive mehr über die Zusammensetzung Ihrer Zielgruppen erfahren. Durch diese wertvollen Erkenntnisse können Sie Ihren Content weiter optimieren und neue Ideen für weitere Content-Beiträge generieren. Beachten Sie dabei aber, dass Entwicklungen häufig nicht unmittelbar sicht- bzw. messbar sind.

Fazit

Für die Suchmaschinenoptimierung muss man Geduld mitbringen, denn Veränderungen in den SERPs machen sich oftmals erst nach einigen Monaten bemerkbar – sind dafür aber deutlich nachhaltiger. Mit dem richtigen Content-Mix und einer passenden SEO-Strategie können Studios ihre Sichtbarkeit deutlich verbessern und sich dadurch wichtige Wettbewerbsvorteile verschaffen. Der aufgezeigte Fünf-Punkte-Plan liefert nützliche Ansätze und Impulse dafür, wie das „schlummernde“ Marketingpotenzial der beiden größten internationalen Suchplattformen zielführend genutzt werden kann – sowohl für die Mitgliedergewinnung als auch zur Umsatzsteigerung.

5. Analyse und kontinuierliche Weiterentwicklung Analysieren Sie regelmäßig Ihre Weiterentwicklung hinsichtlich der Sichtbarkeit anhand von relevanten Klickzahlen, Rankingpositionen usw. Nutzen Sie dafür z. B. die Google Search Console oder YouTube Insights. Mit diesen hilfreichen Tools können Sie nicht nur den Erfolg Ihrer Maßnahmen unter-

Frederik Neust

Roman Spitko

Frederik Neust ist Fitnessökonom und hilft innovativen Firmen, den Markteintritt in Asien zu schaffen und nachhaltig „digitale Muskeln“ aufzubauen. Er ist Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und Referent der BSA-Akademie.

Roman Spitko schloss ein Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie ein Master-in-Commercial-Law-Studium (LL. M.) ab. Er ist Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und Referent der BSA-Akademie. Zudem hat er die Fachleitung Management/Ökonomie inne.

www.dhfpg-bsa.de

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Erlhofer, S. (2020). Suchmaschinen-Optimierung – Das umfassende Handbuch (10., aktualisierte und erweiterte Auflage). Bonn: Rheinwerk Verlag. Schlömer, B. (2018). Inbound! – Das Handbuch für modernes Marketing. Bonn: Rheinwerk Verlag. Sens, B. (2020). Das SEO-Cockpit: 8 Phasen einer erfolgreichen SEO-Strategie für bessere Google Positionen. Wiesbaden: Springer Gabler Verlag. Weller, R. & Harmanus, B. (2021): Content Design: Das Handbuch für Conversionorientierte Content Marketer, Webdesigner & Unternehmer. München: Carl Hanser Verlag. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

Fotos: DHfPG/BSA

Wenn Sie Ihre Fitness- oder Gesundheitsanlage mithilfe von Marketingmaßnahmen pushen wollen, sind Sie hier genau richtig: Der Aufstiegskongress am 7. und 8. Oktober in Mannheim liefert Ihnen spannende und praxisnahe Impulse für Ihr Unternehmen! Infos und Tickets unter: www.aufstiegskongress.de

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FITNESS & GESUNDHEIT | PRODUKTINNOVATION | ANZEIGE

Cannabidiol im Sport

Megatrend: Was ist dran am Hype um CBD?

Cannabidiol (CBD) ist in den USA aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Internationale Spitzensportler:innen wie Basketballstar Paul Pierce, Boxlegende Mike Tyson sowie die Fußballer:innen Rachael Rapinoe und Luís Figo haben innerhalb der letzten Jahre ihre eigene CBD Sport Brand gegründet. Zahlreiche andere Athlet:innen, wie Footballstar Rob Gronkowski und Strongman Eddie Hall, sind Kooperationen mit bestehenden CBD-Marken eingegangen. Die Liste ist endlos. Auch hierzulande ist der Hype mittlerweile angekommen, wobei die offizielle Unbedenklichkeitseinstufung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusätzlich als Katalysator für den Megatrend CBD wirkt. Junge Unternehmen wie feels.like, die erste CBD Sport Brand in Europa, untermauern die Dynamik des weltweiten CBD-Marktes. Wir haben Simon Zweigler, Gründer von feels.like, erneut getroffen, um genauer zu erfahren, was an dem Hype dran ist und wie CBD Sportler:innen wirklich helfen kann.

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Sowohl die Phyto- als auch die Endocannabinoide entfalten ihre Wirkung durch die Stimulation des Endocannabinoid-Systems (ECS) – ein körpereigenes und weitverzweigtes System aus Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2), die in unserem gesamten Körper vor allem im Nerven- und Immunsystem vorkommen (Anm. d. Redaktion: vgl. Abbildung). Über dieses System werden wesentliche Prozesse wie der Stoffwechsel, Schmerz, Schlaf, die Stimmung, die Immunfunktion und die Regulierung von Entzündungen gesteuert, weshalb das ECS zu den wichtigsten Systemen im menschlichen Körper zählt. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: © Frederike Wetzels

fMi: Herr Zweigler, Grund für den Hype um CBD sind die zahlreichen positiven Eigenschaften, die dem Pflanzenwirkstoff zugeschrieben werden. Was ist CBD genau und wie wirkt es im menschlichen Körper? Simon Zweigler: CBD steht für Cannabidiol. Es ist eines von über 100 entdeckten Cannabinoiden der Hanfpflanze. Neben diesen pflanzlichen Cannabinoiden, den sogenannten Phytocannabinoiden, existieren ebenfalls sogenannte Endocannabinoide, die im Gegensatz zu Phytocannabinoiden nicht pflanzlichen Ursprungs sind, sondern von unserem Körper selbst produziert werden (Endo = von innen).


Das ECS wurde Anfang der 1990er-Jahre entdeckt, weshalb es als relativ „neues“ Thema zu den aktuellen Trendthemen in der Wissenschaft gehört und die Anzahl an Forschungsarbeiten rasant ansteigt. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das ECS eine Gleichgewichtsfunktion in unserem Körper übernimmt und CBD die natürliche Funktion des ECS unterstützt. Eine Kernaussage des WHO-Forschungsberichts zu CBD aus dem Jahr 2018 war, dass CBD in der Regel sehr gut verträglich und sein Gebrauch für Anwender:innen sicher sei. Noch im selben Jahr wurde CBD von der Liste verbotener Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gestrichen. Im Jahr 2021 folgte schließlich die Aufnahme von CBD in die sogenannte CosIng-Datenbank, in der Inhaltsstoffe geführt werden, die in der EU für den Gebrauch in Kosmetika zugelassen sind. Die Türen für CBD im Sport wurden somit offiziell geöffnet. Wie haben Sie die Power von CBD bei feels.like umgesetzt? Während meiner Anstellung bei Cannaflos, einer Firma, die verschreibungspflichtige Cannabis-Arzneimittel erforscht und vertreibt, beschäftigte ich mich vor allem mit der positiven Wirkung, die CBD auf den menschlichen Organismus hat. Schnell wurde mir klar, dass diese Effekte – u. a. entspannend, entzündungshemmend, schmerzlindernd – vor allem den Regenerationsprozessen von Sportler:innen zugutekommen können. In unseren Produkten wird das Potenzial von CBD in Kombination mit anderen natürlichen Powerwirkstoffen synergetisch entfaltet. Ziel bei der Produktentwicklung war es, die Produkte so wirksam wie möglich zu machen. Die Natur bietet hierfür die effektivsten Lösungen, weshalb wir insgesamt 50 auserlesene Pflanzenextrakte, deren Effekte wissenschaftlich nachgewiesen sind, mit hochwertigem CBD kombiniert haben. Viele unserer Wirkstoffe stammen aus den ältesten Heilpflanzen der Welt und haben sich in der Sportmedizin längst bewährt. Wodurch zeichnen sich die einzelnen feels.like Produkte aus? Wir möchten mit unseren Produkten Menschen mit einer Leidenschaft für Sport stärken, damit sie Hindernisse überwinden und ihre Grenzen verschieben. Unser „feels.like a comeback“-Sportgel unterstützt die Regeneration von Muskulatur und Gelenken bei Schmerzen, Verspannungen und Überbeanspruchung. Es findet über alle Sportarten hinweg bei allen Sportler:innen Anwendungsbedarf. CBD in Kombination mit Powerwirkstoffen wie Arnika, Wintergrün, Kampferöl und Eukalyptus machen das Sportgel zu einem effektiven Kraftpaket bei Sportverletzungen und Entzündungen. Mit dem „feels.like a dream“-Mundspray kann nach Tagen intensiver Anstrengung, Anspannung und Stress ganz natürlich abgeschaltet und ein erholsamer Schlaf eingeleitet werden – der Schlüssel zur effektivsten Regenerationsmethode. Das Mundspray eignet sich vor allem für Menschen, die abends nicht zur Ruhe kommen, aber am nächsten Tag wieder 100 Prozent geben möchten. Natürlich beruhigende Wirkstoffe wie Lavendel und Kamille unterstützen das CBD in seiner entspannenden und beruhigenden Wirkung. Der Lavendel verleiht dem Spray außerdem seinen sanft-blumigen Geschmack. 04/22

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Abb. 1: Das Endocannabinoid-System

Das „feels.like a wonder“-Wundbalsam pflegt und beruhigt durch das Training irritierte und verletzte Haut und beschleunigt die Zellregeneration. Unser „wonder“ ist insbesondere bei Athlet:innen beliebt, die Sportarten betreiben, bei denen bestimmte Hautpartien besonders stark beansprucht werden oder die Verletzungsgefahr besonders hoch ist. Trockene und rissige Haut sowie Schürfwunden und Blasen gehören für manche Sportler:innen zum sportlichen Alltag dazu. Ein Mix aus antibakteriellen, feuchtigkeitsspendenden und zellreparierenden Wirkstoffen wie Jojobaöl, Mandelöl und Sheabutter macht das Wundbalsam zu einer wahren Nährstoffbombe. Welchen Vorteil haben Studios durch feels.like Produkte? Neben unserem Online-Shop – www.feelslike.organic – werden unsere Produkte ebenfalls von Partnern in Fitness-, Gesundheits- und Yogastudios sowie Physiotherapiepraxen vertrieben. Wir stellen hierfür hochwertiges Infomaterial in Form eines Verkaufsdisplays und Flyern zur Verfügung und bieten über unsere feels.like academy Schulungen für Mitarbeitende an. Über diese digitale Schulungsplattform haben Verkäufer:innen von feels.like Produkten die Möglichkeit, ein „CBD-Recovery-Expert“-Zertifikat zu erlangen und sich so für informative und überzeugende Verkaufsgespräche zu qualifizieren.

Für Geschäftskund:innen, die die fMi abonniert haben, bieten wir einen einmaligen Preisnachlass von zehn Prozent an. Scannen Sie einfach den QR-Code – wir melden uns bei Ihnen. Alternativ sind wir auch per E-Mail und Telefon erreichbar. Mit dem Code „DHfPG“ erhalten Studierende zehn Prozent Rabatt im Online-Shop.

OF Organic Future GmbH Vogelsanger Str. 348 50677 Köln +49 (0) 221 986 574 547 hello@feelslike.organic www.feelslike.organic

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FITNESS & GESUNDHEIT | EMS-TRAINING | ANZEIGE

EMS-Training

Das Personal Training mit Zukunft Erfahrung, Sicherheit und Qualität bilden die Grundpfeiler eines jeden Körperformen Studios. Trainierende stehen im Fokus. EMS-Training im professionellen Rahmen und mit individueller Beratung kann niemals adäquat durch Heimtraining ersetzt werden. Körperformen ist nicht nur Betreiber eigener EMS-Studios, sondern ein ausgefeiltes Lizenzsystem ermöglicht auch den Newcomer:innen unkompliziert den Einstieg in die Fitness- und Gesundheitsbranche.

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nelle Fitness- und Gesundheitsanlagen schließen die Türen – es herrscht Lockdown. Der Wunsch, sich weiterhin fit zu halten und etwas für die eigene Gesundheit zu tun, lässt den Markt fitness MANAGEMENT international

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Foto: Körperformen

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rühjahr 2020. Kitas und Schulen schließen. Unternehmen schicken die Mitarbeiter:innen ins Homeoffice. Freund:innen treffen sich nur noch online. Professio-


für Heimfitnessgeräte, Apps und Online-Fitnessanbieter:innen während des Lockdowns boomen. Im 21. Jahrhundert bedarf es nur noch weniger Klicks, um das heimische Wohnzimmer vielerorts in ein kleines Gym zu verwandeln, in dem sich sogar EMS-Geräte finden lassen. Eine Einweisung oder gar ein Trainingskonzept wie in den Körperformen Studios gibt es dabei nicht. Werbespots suggerieren schnelle Trainingserfolge ohne viele Mühen. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus und ist problematisch für den EMS-Markt. Produziert das mobile EMS-Gerät für den heimischen Gebrauch zu niedrige Trainingsreize, ist das Training wenig effizient und der erhoffte Effekt stellt sich nicht ein. Kund:innen projizieren diese negativen Erfahrungen möglicherweise auf den gesamten EMSMarkt, wodurch eine falsche Wahrnehmung gegenüber der Effizienz des EMS-Trainings entsteht.

Erhöhtes Verletzungsrisiko durch EMS-Heimtraining – sicher trainieren mit Körperformen Trainingsunfälle durch falsche Einstellungen am EMS-Gerät oder falsch ausgeführte Übungen – wer glaubt, er:sie könne auf die professionellen Körperformen Fitnesstrainer:innen verzichten, wird schnell eines Besseren belehrt. Je komplexer das EMS-Gerät, desto schwieriger stellt sich die Nutzung für Laien dar. Falsche Reizeinstellungen sowie unbemerkt falsch ausgeführte Übungen führen dabei schnell zu gesundheitlichen Schäden. Diese können mitunter sogar schwerwiegend und gefährlich sein – auch deshalb, weil die Geräte für den Heimgebrauch bisher kaum Regulierungen unterliegen. Die sichere Anwendung von EMS-Geräten ist im privaten Gebrauch nicht zu gewährleisten. Aufgrund dessen spricht sich sogar die Strahlenschutzkommission inzwischen dafür aus, die private Anwendung von EMS-Geräten zu verbieten. Das EMS-Training von Körperformen unterscheidet sich gleich in mehreren Punkten vom EMS-Training im heimischen Wohnzimmer und ist daher maximal sicher und erfolgreich. Die professionellen EMS-Geräte eines deutschen Premiumherstellers, die in den Körperformen Studios zum Einsatz kommen, erfüllen alle relevanten Sicherheitsauflagen. Sie werden zudem fortlaufend auf ihre Funktion und Sicherheit überprüft. Sicherheit und Qualität spielen in den Körperformen Studios die Hauptrolle. An dieser Stelle beweisen sich einmal mehr die sicheren Rahmenbedingungen des Körperformen EMS-Trainings.

Professionelle Anleitung ein Muss für das EMS-Training Dass sich Sport und Bewegung positiv auf die Gesundheit auswirken und zudem eine präventive Wirkung haben, ist unter Expert:innen unumstritten. Gerade das EMS-Training erzielt jedoch nur mit Unterstützung und unter professioneller Anleitung von ausgebildeten Trainer:innen seine gewünschte förderliche Wirkung. Nach einem ersten Gespräch mit dem:der Kund:in erstellen die versierten Personal Trainer:innen einen individuellen Trainingsplan. Dieser umfasst alle gesundheitlich relevanten Aspekte des:der Trainierenden ebenso wie das persönliche Trainingsziel und wird im Verlauf der Zeit durch Zahlen und Trainingsdaten analysiert, bewertet und gegebenenfalls angepasst. Durch das professionelle Personal Training in den 04/22

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Körperformen Studios kennen die Trainer:innen ihre Kund:innen sowie deren individuelle Leistungsgrenze genau. Um bestmögliche Trainingsergebnisse zu erzielen, schaffen es die ausgebildeten Trainer:innen, ihre Kund:innen aus deren Komfortzone zu locken und sie an ihre persönlichen Grenzen zu bringen. Dies bringt die Kund:innen nicht nur ihrem eigentlichen Ziel näher, es motiviert sie außerdem, auch über die ersten Trainingseinheiten hinaus am Ball zu bleiben und sorgt für Spaß beim Training sowie einen persönlichen Austausch. Das individuelle Training und die engmaschige Betreuung bei Körperformen sorgen für eine enge und langfristige Kund:innenbindung. Des Weiteren können die Expert:innen in den Körperformen Studios auch in Sachen Ernährung und allgemeiner ausgewogener Lebensweise wertvolle Impulse geben, um die Lebensqualität ihrer Kund:innen zu steigern. Trainierende zu Hause sind dagegen völlig auf sich allein gestellt und haben lediglich ein subjektives Gefühl für den Trainingserfolg, wodurch sie ihr Training kaum bis gar nicht einschätzen und beurteilen können.

Das große Potenzial von Körperformen Mit Studios an über 260 Standorten in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz bildet Körperformen gemeinsam mit seinen Lizenzpartner:innen ein dichtes Netz an EMS-Studios. Damit leistet Körperformen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung der Bevölkerung. Erfahrung, Sicherheit und Qualität bilden die Grundpfeiler eines jeden Körperformen Studios. Im Fokus des Körperformen EMS-Trainings steht immer der:die Kund:in. Die vertraute Atmosphäre ermöglicht zudem jederzeit eine professionelle und individuelle Beratung. Durch das gesteigerte Bewusstsein für Gesundheit und sportliche Betätigung sowie die Erkenntnis, dies mit Expert:innen umzusetzen, wächst auch das Potenzial für eine Selbstständigkeit im EMS-Markt. Körperformen hat sich seit seiner Gründung 2011 zu einer der wachstumsstärksten Marken auf dem EMS-Gesundheitsmarkt entwickelt. Dabei ist Körperformen nicht nur Betreiber eigener EMS-Studios. Die Gründer haben außerdem ein ausgefeiltes Lizenzsystem erarbeitet, welches ambitionierten und engagierten Newcomer:innen den unternehmerischen Einstieg in die Fitness- und Gesundheitsbranche ermöglicht. Dank der großen Expertise und der Unterstützung von Körperformen ist es auch Neuunternehmer:innen möglich, nach nur zwölf Wochen ein eigenes Studio zu eröffnen und die ersten Kund:innen zu empfangen. Dabei ist die Eröffnung eines eigenen Körperformen Studios nicht nur der Schritt in die Selbstständigkeit, sondern auch ein Schritt in eine sichere berufliche Zukunft. Die qualitativ hochwertige Dienstleistung ist im Bereich EMS-Training nicht zu ersetzen und wird daher auch nicht „aussterben“.

Wie werde ich Körperformen Lizenzpartner:in? Sie möchten das Körperformen Netz weiter verdichten? Die professionelle Form des individuellen, effektiven und vor allem sicheren EMS-Trainings auch in Ihre Region holen? Dann vereinbaren Sie am besten gleich ein Beratungsgespräch auf www.koerperformen.com/lizenzpartner-werden. Wir freuen uns, Sie in der Körperformen Familie begrüßen zu dürfen!

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL EMS-DIAGNOSTIK

Wie misst man die Trainingserfolge von Kund:innen?

Diagnostische Verfahren in EMS-Betrieben

Text: Dr. Joshua Berger

Mittels differenzierter Diagnostik konnten Veränderungen der Körperzusammensetzung sowie Verbesserungen der körperlichen Leistungsfähigkeit durch Ganzkörper-Elektromyostimulation (GK-EMS) in unterschiedlichsten Zusammenhängen festgestellt werden. Wie sind diese Verbesserungen allerdings im Studiokontext messbar zu machen und welche adäquaten Assessments gibt es?

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für viele Kund:innen die ausschlaggebenden Faktoren dafür, EMS-Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen: Es wird sowohl inaktiven Personen durch eine individuelle Trainingsgestaltung der Zugang zu sportlicher Betätigung ermöglicht, als auch erfahrenen Freizeit- und Breitensportler:innen sowie Athlet:innen eine intensive, abwechslungsreiche und innovative Trainingsmöglichkeit geboten. Die simultane Stimulation aller fitness MANAGEMENT international

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Foto: innervisionpro – stock.adobe.com

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ie Anwendung von Ganzkörper-Elektromyostimulation (GK-EMS) hat in den letzten Jahren vor allem in Mikrobetrieben und Boutique-Studios stark zugenommen und ist einer der am stärksten wachsenden Bereiche im Leistungsumfang gemäß DIN 33961. Die intensive persönliche Betreuung sowie die Zeiteffizienz des Trainings bei gleichzeitiger Verbesserung der körperlichen Fitness sind


großen Muskelgruppen durch einen hochintensiven und trainingswirksamen Reiz charakterisiert hierbei das GK-EMS; sie konnte in vorangehenden Untersuchungen zu umfangreichen Steigerungen der Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Personengruppen führen (Berger, 2021; Pano-Rodriguez, BeltranGarrido, Hernández-González & Reverter-Masia, 2019). Die Visualisierung des individuellen Trainingserfolges durch wiederkehrende Diagnostiken ist hierbei einer der Schlüsselfaktoren zur Motivation der Kund:innen und zum Schaffen eines „Dabeibleiben-Motivs“. Wie können nun allerdings Veränderungen unterschiedlicher Parameter gemessen werden und welche Diagnostiken sind im Studiokontext anwendbar? Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über kompatible und umsetzbare Assessments gegeben werden. Diese können sowohl in das bestehende Angebot eines Mikrostudios integriert werden, als auch den Kund:innen in Form einer zusätzlich buchbaren Option zur Verfügung stehen. Der Vorteil hierbei ist eine Erweiterung des Dienstleistungsangebotes zur Generierung zusätzlicher Einnahmen bei gleichzeitigem Kund:innenmehrwert durch eine umfangreiche Dar- und Bereitstellung von Gesundheitsdaten.

Diagnostik der Körperzusammensetzung Eine Diagnostik der Körperzusammensetzung erfolgt in vielen EMS-Betrieben bereits anhand unterschiedlichster Geräte von verschiedenen Herstellern und hat sich als Maßnahme zur Darstellung der körperlichen Veränderung bewährt. Bei standardisierter Anwendung bietet die sogenannte Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) eine detaillierte Abbildung von Faktoren wie absoluter Fettmasse, Muskelmasse sowie prozentualem Körperfettanteil und ermöglicht eine genaue Interpretation der körperlichen Veränderungen durch das GK-EMS-Training. Die Aufnahme weiterer Parameter wie z. B. eine Umfangsmessung zur Berechnung des Taille-Hüft-Quotienten oder des Taille-Größen-Verhältnisses sowie eine Umfangsmessung der Extremitäten – an dominanten Stellen zur Darstellung des Muskelwachstums – liefert ergänzende Erkenntnisse zur

Bewertung des Trainingserfolges. Ebenso kann mithilfe einer Kaliperzange über die Messung der Hautfaltendicke an unterschiedlichen Körperstellen der prozentuale Körperfettanteil berechnet werden, wodurch mit niedrigem materiellem Aufwand eine spezifische und fundierte Messung des Körperfettgehaltes ermöglicht wird. Die Wahl der Diagnostik hängt hier sowohl von den Anwender:innen als auch von der technischen Ausstattung des Betriebes ab. Eine korrekte Anwendung der Messmethoden (z. B. Standardisierung der BIA und Kalipermessung) ist erforderlich, um die Vergleichbarkeit der Messdaten zu gewährleisten, was als Grundlage dazu dient, den Kund:innen ihren individuellen Trainingserfolg zu visualisieren und somit ihre Motivation für das Training zu steigern.

Diagnostik der Kraftfähigkeiten Diagnostiken der Maximalkraft sind im Kontext von GK-EMS in zahlreichen Studien zum Einsatz gekommen. Für unterschiedlichste Muskelgruppen konnten deutliche Leistungssteigerungen festgestellt werden (Pano-Rodriguez et al., 2019). Die Diagnostik der maximalen Kraftfähigkeit ist allerdings immer mit einem hohen gerätetechnischen Aufwand verbunden, was sowohl aus finanziellen als auch aus logistischen Gründen in vielen Betrieben nicht umsetzbar ist. Deshalb sollte bei der Diagnostik von Kraftfähigkeiten im Studiokontext auf einfache Krafttests zurückgegriffen werden. Im Fokus der Kund:innen steht die Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit und somit der intraindividuelle Vergleich der durchgeführten Diagnostiken vor und nach der Trainingsphase. Deshalb sind z. B. die Messung der Dauer eines Unterarmstützes, die Anzahl an Liegestützen oder an Sit-ups bereits gute Möglichkeiten, den individuellen Trainingserfolg zu visualisieren. In Form des isometrischen Krafttests nach McGill (Esfahani, Rezaeian & Dommerholt, 2019) oder mit dem Kraftausdauertest nach Spring et al. (1997) kann eine Erweiterung der diagnostischen Möglichkeiten erfolgen. Diese setzen sich aus unterschiedlichen, einfach umzusetzenden Übungen zusammen und ermöglichen den Vergleich der eigenen

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL EMS-DIAGNOSTIK Leistungsfähigkeit anhand von bestehenden Normwerten. Hierdurch können den Kund:innen nicht nur die intraindividuellen Leistungsverbesserungen, sondern auch interindividuelle Vergleiche ihrer Leistungsfähigkeit ermöglicht werden.

Diagnostik unspezifischer Rückenschmerzen durch die Visuelle Analogskala (VAS) Rückenschmerzen stellen ein weitverbreitetes Gesundheitsproblem dar und gelten heute als Volkskrankheit – damit einher gehen volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe. Im Jahr 2016 wurden Rückenschmerzen als einer der häufigsten Gründe für Rentenneuzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit angegeben. Des Weiteren liegt die Jahresprävalenz von Rückenschmerzen in der Gesamtbevölkerung Deutschlands bei 61,3 Prozent (Raspe, 2012). Die Linderung von Rückenschmerzen ist somit ein essenzieller Teil der Gesunderhaltung und spielt gerade in der breiten Bevölkerung aufgrund des oftmals inaktiven Lebensstils eine wichtige Rolle. Untersuchungen konnten einen umfassenden positiven Einfluss von GK-EMS auf unterschiedlichste Ausprägungen von Rückenschmerzen sowie auf die Steigerung der muskulären Leistungsfähigkeit der Rückenmuskulatur feststellen. Solche Diagnostiken sind im Studiokontext allerdings aufgrund des gerätetechnischen Aufwands sehr schwer umzusetzen (Berger, 2021; Weissenfels et al., 2018). Die Visuelle Analogskala (VAS) bietet eine Möglichkeit, die aktuelle Intensität von Rückenschmerzen festzustellen und ist ein – unabhängig von der maximalen muskulären Leistungsfähigkeit – verlässlicher Parameter zum Aufzeigen des Trainingserfolges: Eine zehn Zentimeter lange Linie ist auf der linken Seite durch eine Null (kein Schmerz) und auf der rechten Seite durch eine Zehn (maximaler Schmerz) begrenzt. Es wird an der Stelle eine Markierung gesetzt, an der die Person ihre Rückenschmerzen der letzten 24 Stunden bzw. 7 Tage (in Abhängigkeit der Fragestellung; beides kann abgefragt werden) einordnet. Nach Ablauf eines gewissen Zeitraums, in dem die Trainingsintervention stattgefunden hat, wird die Abfrage über die Skala erneut vorgenommen. In der Folgediagnostik kann somit durch einfache Mittel eine Veränderung der subjektiv wahrgenommenen Rückenschmerzen visualisiert werden. So kann das Studio den Kund:innen ihren Trainingserfolg durch die GK-EMS-Applikation aufzeigen und unabhängig von kostenintensiven Diagnostiken den Mehrwert des Trainings abbilden (Berger, Ludwig, Becker, Kemmler & Fröhlich, 2020).

Fazit

Gemäß dem Vier-Faktoren-Modell des GK-EMS müssen sowohl die Trainingsinhalte als auch die diagnostischen Verfahren zielgruppenspezifisch angepasst werden, um potenzielle Leistungssteigerungen und Veränderungen unterschiedlicher Parameter überprüfen zu können (Berger, 2021). Nicht nur aus Gründen der Motivation aufseiten der Trainierenden ist dieser Ansatz sinnvoll. Ebenso findet über die zielgruppenspezifische Auswahl diagnostischer Verfahren automatisch eine gesundheitliche Absicherung der Kund:innen statt, da eine physische Überforderung vermieden wird. Im Studiokontext sollte demnach zur Dokumentation der Leistungsentwicklung, zur Steigerung der Motivation (durch Aufzeigen der individuellen Verbesserungen) sowie zur Absicherung der Kund:innen eine adäquate Auswahl diagnostischer Möglichkeiten bestehen, um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten. Aus ökonomischer Perspektive kann das Zusatzangebot außerdem eine Erweiterung des betriebseigenen Dienstleistungsportfolios darstellen. So bietet die Diagnostik nicht nur einen finanziellen Mehrwert, sondern stellt auch durch die Erweiterung des eigenen Kompetenzbereiches eine Abgrenzung zu anderen Mitbewerber:innen dar, was gerade in Ballungsgebieten im Hinblick auf die daraus resultierende branchenbezogene Konkurrenz einen Marktvorteil bedeuten kann.

Dr. Joshua Berger Dr. Joshua Berger arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Fachbereich Fitness/Individualtraining an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Referent an der BSA-Akademie. Seit 2017 ist er Mitglied im EMS-Fachkreis, der sich mit aktuellen Themen rund um EMS-Training sowie mit praktischen Leitlinien für den konventionellen Gebrauch befasst. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Berger, J. (2021). Eine Evaluation der Anwendbarkeit und Effektivität von Ganzkörper-Elektromyostimulation. Dissertation. Technische Universität, Kaiserslautern. Berger, J., Ludwig, O., Becker, S., Kemmler, W. & Fröhlich, M. (2020). Effects of an 8-Week Whole-Body Electromyostimulation Training on Cycling Performance, Back Pain, and Posture of a 17-Year-Old Road Cyclist. International Journal of Athletic Therapy and Training, 26 (2). Pano-Rodriguez, A., Beltran-Garrido, J. V., Hernández-González, V. & Reverter-Masia, J. (2019). Effects of whole-body ELECTROMYOSTIMULATION on health and performance: a systematic review. BMC complementary and alternative medicine, 19 (1), 87. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

Infos und Tickets unter: www.aufstiegskongress.de

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Foto: DHfPG/BSA

EMS-Training ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Wenn Sie mehr zu der spannenden Trainingsform erfahren möchten, merken Sie sich diesen Termin vor: Der Aufstiegskongress 2022 am 7. und 8. Oktober – wieder live und vor Ort in Mannheim!


FITNESS & GESUNDHEIT | TRAININGSKONZEPT | ANZEIGE

FFS Wallenhorst –dein Sport- und Wellnesspark in der Region

Erfolgreich mit Technogym und Crown Consultancy

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itnessangebote, wie man sie heute kennt, haben ihren Ursprung in den Neunzigerjahren. Zu dieser Zeit gewannen die eigene körperliche Gesundheit und das eigene körperliche Wohlbefinden in der Gesellschaft stark an Bedeutung – mit Recht! Als gelernter Physiotherapeut wusste Jürgen Berner um die unzähligen Vorteile eines regelmäßigen und gut durchdachten Kraft- und Cardiotrainings und gründete daher 1992 den FFS Sport- und Wellnesspark Wallenhorst. Schon damals zeichnete sich das Studio als einer der ersten Anbieter in der Branche durch eine individuelle Trainingsbetreuung aus. Jürgen Berner berichtet: „Im Laufe der bald 30-jährigen Firmengeschichte haben wir unser Angebot stetig erweitert. Heute ist das FFS Wallenhorst ein Premium Sport- und Wellnesspark. Qualität ist für uns besonders wichtig. Das betrifft die Ausstattung mit hochwertigem Technogym-Gerätepark auf der Trainingsfläche und auch unsere Dienstleistung, die unsere Mitarbeitenden täglich mit viel Leidenschaft erbringen.

es geschafft haben, die ‚DNA‘ und den Erfolg unserer 30-jährigen Firmengeschichte aufzunehmen. Damit ist es uns gelungen, vorhandene Stärken auszubauen und neue Wege in der Kund:innenansprache zu gehen. Die Kooperation zwischen Technogym und Crown Consultancy hat uns voll überzeugt. Bei diesem umfangreichen Projekt war es sehr wichtig, einen externen Begleiter zu haben, der neue Reize von außen setzen konnte. Im FFS Wallenhorst erhält der:die Kund:in keine Insellösung, sondern die Möglichkeit, seine:ihre körperliche Fitness und sein:ihr körperliches Wohlbefinden durch das Zusammenspiel von Sport und Wellness dauerhaft zu steigern. Die Kooperation mit Technogym und Crown Consultancy hilft uns als Einzelbetrieb, im ‚Dschungel‘ der Discounterstudios die Qualitätsführerschaft weiter auszubauen“, so der Studiobetreiber.

Bei dem Vergleich verschiedener Herstellungsunternehmen haben wir bei Technogym schnell den entscheidenden Unterschied festgestellt. Wir brauchten eine:n Partner:in und keine ‚reinen Lieferant:innen‘. Letztlich ist es uns mit diesem Partner gelungen, eine völlig neue Trainingsinfrastruktur für unsere Kund:innen und deren Betreuung zu schaffen. Zu den Vorteilen zählen BioCircuit, MyWellness-Anbindung für Trainingsplansteuerung, objektive Ergebnisse über BIA-Messung etc.“

„Bei der Etablierung unserer neuen Strukturen trat mit der Zeit Crown Consultancy als ein weiterer starker Partner auf. Beide Unternehmen fungierten für uns als Ansprechpartner, die

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Fotos: Technogym

Zwei starke Partner

Technogym Germany GmbH Frankfurter Str. 211 63263 Neu-Isenburg Tel.: 0800 0556633 www.technogym.com fitness MANAGEMENT international

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL DIGITALISIERUNG

Ein benutzungsorientierter Weg zur studioeigenen App

Mobile Endgeräte effizienter nutzen Text: Prof. Dr. Marco Speicher

Nicht nur, dass Sensoren heutzutage unsere Aktivitäten überwachen – unabhängig davon, ob man sich im Fitnessstudio befindet, zu Hause, im Büro oder am Schlafen ist. Auch Kurse können online gebucht, storniert und abgerechnet werden. Die Digitalisierung im Fitnessbereich ist also voll im Gange. Doch viele digitale Angebote sind zurzeit entweder mobil nicht verfügbar oder wenig benutzungsfreundlich.

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ie Erweiterung des unternehmenseigenen digitalen Portfolios auf mobile Endgeräte ist in der heutigen Zeit nahezu unumgänglich. Doch wie schafft man es, dass die eigene App nicht in der Masse an ungenutzten Apps in den App Stores untergeht?

Lange vor dem Schreiben der ersten Codezeile müssen wichtige Schritte unternommen werden, um eine möglichst ziel-

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Foto: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

Der Großteil der existierenden Angebote an Apps aus dem Gesundheits- und Fitnessbereich stellt meist nur Lösungen dar, die entweder eine benutzer:innenfreundliche und funktionierende IT-Lösung ohne brauchbares branchenspezifisches Fachwissen anbieten, oder eine fachlich wertvolle Software, die jedoch schlecht bedienbar oder sogar fehlerhaft ist.

gruppenorientierte und benutzungsfreundliche Lösung zu finden. Eine Smartphone-App hat gegenüber einer mobilen Website klare technische Vorteile, wie zum Beispiel das Erfassen und die Speicherung von Trainings- und Gesundheitsdaten. Zudem ist während der Verwendung von SmartphoneApps nicht zwingend ein Internetzugang notwendig, was besonders beim Training in Räumlichkeiten mit schlechtem Empfang von Vorteil sein kann. Mobile Websites bieten hingegen schnelleren und einfacheren Zugang zu Informationen und sind günstiger in der Entwicklung. Doch welche Art der mobilen Lösung und welche Funktionalitäten kommen konkret für eine eigene Studio-App infrage? Die Lösung sollte immer nah an dem:der Benutzer:in und der Zielgruppe orientiert sein und nicht an den technischen Möglichkeiten des Endgeräts.


Die Benutzer:innen verstehen Bevor man sich mit der Entwicklung von ersten Designentwürfen oder Funktionen befasst, ist es wichtig, die Benutzer:innen und die Zielgruppe besser und in einem mobilen Kontext zu verstehen. • Wie ziehen sie es vor, auf das Internet zuzugreifen? Über stabile WLAN-Verbindungen oder über das mobile Netz? Oder sollte sogar offline voller Zugriff möglich sein? • Wie viel Zeit verbringen sie im Moment der Interaktion mit der Website (sofern bereits eine existiert) oder mit schon vorhandenen Apps oder sonstigen digitalen Angeboten (wie z. B. Fitnessvideos)? • Welche Funktionen wären für die bestmögliche mobile Erfahrung entscheidend? • Sind die Nutzer:innen an einigen Stellen des digitalen oder auch analogen Angebots in der Fitness- oder Gesundheitseinrichtung frustriert, weil sie Potenzial sehen, einige Dinge besser über das Smartphone oder Tablet erledigen zu können (Stichwort: ,,Pain Points‘‘)? • Welche Geräte benutzen sie für den Zugang zum mobilen Web? Smartphone, Tablet, Desktop-PC oder Laptop? Welche Betriebssysteme werden genutzt? Verfügt man über mehr als eine Zielgruppe, muss man diese Fragen für jede einzeln beantworten. Man sollte die Antworten außerdem in ein übergeordnetes Bild eingliedern und die Trends in der Branche vor Ort, in den App-Stores und im mobilen Web untersuchen. Vielleicht stellt sich heraus, dass Smartphone-Apps beliebter sind als das Surfen im mobilen Web – spielt das für die Benutzer:innen eine Rolle? Was sind die Schlüsselelemente der besten Apps, die auf dem Markt sind? Warum sollten die Kund:innen gerade die eigenen digitalen Angebote nutzen und nicht die der anderen? Beispielsweise bieten viele Shopping-Plattformen in ihren individuellen Applikationen spezielle Gutscheine, die die Kund:innen ausschließlich an dieser Stelle erhalten. Das bringt die Benutzer:innen dazu, die Apps regelmäßig zu öffnen und nicht nach kurzer Zeit wieder zu entfernen. Entsprechende Lösungen können auch für Apps, die für Sport-, Fitness- und Gesundheitsstudios entwickelt werden, interessant sein.

Was soll die mobile Erfahrung bieten? Nach einer ersten Bestandsaufnahme ist es an der Zeit, Prioritäten für die mobile Erfahrung zu setzen. Eine Benutzer:innenanalyse wird aufzeigen, was die Benutzer:innen an Funktionen nutzen wollen, aber noch viel wichtiger: was die App nicht benötigt. Wenn die Benutzer:innen ohnehin immer online sind, ist es zum Beispiel unnötig, eine Offline-Variante zu implementieren. Sind z. B. die Kund:innen zufrieden mit der Art, wie die aktuelle Kommunikation mit dem:der Trainer:in abläuft, sollte die App eine diesbezügliche Funktion nicht auch noch enthalten. Der Fokus sollte nicht auf mehr als zwei bis drei Schlüsselelementen liegen, die explizit auf die Benutzer:innengruppe(n) zugeschnitten sind. Man sollte aber auch berücksichtigen, was das Sport-, Fitness- und Gesundheitsunternehmen – also der:die Anbieter:in der App – von diesem Prozess erwartet. Möglicherweise muss man Komponenten der Benutzer:innenerfahrung (engl. User Experience) überarbeiten und modifizieren, um Kund:innenbedürfnissen möglichst optimal zu entsprechen. Die User Experience ist unerlässlich, aber sie nutzt nichts, wenn sie nicht für Geschäftsergebnisse sorgt. Kompromisse können hier der Schlüsselfaktor sein. Es sollte außerdem nicht vergessen werden, dass zu hohe Komplexität zu Beginn des Produktlebenszyklus ein großer Nachteil sein kann. 04/22

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Im Folgenden wird anhand eines konzeptionellen Beispiels aufgezeigt, wie sich ein kleines Projekt zur Erstellung einer eigenen Smartphone-App oder mobilen Weboberfläche angehen lässt.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL DIGITALISIERUNG Bedürfnisse zu priorisieren bedeutet auch, keine Angst davor zu haben, Bedürfnisse für zukünftige Versionen zurückzuhalten. Diese Art der Anforderungen an eine Software nennt man auch May-haves, im Vergleich zu den unbedingt notwendigen Must-haves oder den Must-not-haves, die auf keinen Fall enthalten sein sollten. Ein Projekt sollte daher möglichst wenig Must-haves und so wenig May-haves wie möglich haben. Ein großes, minimal realisierbares Produkt ist oft besser als ein übermäßig komplexes.

Überlegungen zum Mobile Design Bei der Planung einer mobilen App oder Weboberfläche sollte es auch mobilspezifische Designüberlegungen geben. Wird man zum Beispiel die eigenen Kursangebote oder sonstige eigene Produkte in das aktuelle Angebot integrieren? Jede Überlegung hat ihre Vor- und Nachteile und Entscheidungen müssen aufgrund des Kontextes, in dem das mobile Gerät genutzt werden soll, getroffen werden. Wenn Benutzer:innen von ihrem Schreibtisch aus auf die mobile Weboberfläche zugreifen, ist das großartig, aber viele werden das nicht tun. Sie werden eher geneigt sein, die App oder mobile Website unterwegs in alltäglichen Situationen zu benutzen – oder auch bequem von ihren Sofas aus (oder wo auch immer sie ihre mobilen Endgeräte nutzen). Das bedeutet auch, dass man sich überlegen muss, wie man potenzielle Ablenkungen reduzieren und es dem:der Benutzer:in leicht machen kann, sich auf die eigentliche Aufgabe in der App zu konzentrieren, wie z. B. das Ausfüllen einer Umfrage, das Lesen von Neuigkeiten oder das Erstellen eines neuen Trainings. Josh Clark, der Autor von „Tapworthy: Designing Great iPhone Apps“ (Clark, 2010), unterscheidet drei Kategorien des mobilen Webzugriffs: • Mikrotasking: Wenn der:die Benutzer:in für kurze, aber hektische Aktivitätsperioden mit seinem:ihrem Gerät interagiert – zum Beispiel der Check der gelaufenen Strecke oder der Herzfrequenz während des Cardiotrainings. • Lokal: Wenn der:die Benutzer:in das Gerät intensiver nutzt, aber dennoch wissen will, was um ihn:sie herum vorgeht. • Gelangweilt: Wenn der:die Benutzer:in nichts Besseres zu tun hat und unterhalten oder anderweitig abgelenkt werden möchte, wie zum Beispiel in den Ruhephasen oder nach dem Training. Wenn man diese Kategorien im Hinterkopf behält, kann es viel einfacher werden, auf die Bedürfnisse der Benutzer:innen einzugehen und sich auf das zu konzentrieren, was mobile Anwendungen von anderen Zugangsplattformen unterscheidet.

Überprüfung und Verfeinerung Nun können Skizzen, Designentwürfe und einfache Prototypen für die ersten Iterationsphasen erstellt werden. Es sollte

sichergestellt sein, dass man jede einzelne Iterationsphase mit ausgewählten Benutzer:innen testet. Hier sind nicht mehr als fünf Tester:innen notwendig, um mehr als 95 Prozent aller Fehler zu finden (Nielsen & Landauer, 1993). Zunächst sollte Feedback eingeholt und dann unmittelbar iteriert werden. Man sollte außerdem nicht vergessen, sicherzustellen, dass die App oder Weboberfläche den Standards (z. B. W3C) entspricht. Anschließend geht man zum Anfang zurück und iteriert ein weiteres Mal, bis keine Fehler mehr gefunden werden und alle Anforderungen aus der Benutzer:innen- und Marktanalyse in einem finalen Prototyp enthalten sind.

Fazit Bei der Entwicklung einer mobilen Lösung für Sport-, Fitness- und Gesundheitseinrichtungen ist neben der Programmierung und dem Design im Vorfeld einiges an benutzer:innenzentrierter Analyse und anschließender Bewertung notwendig. Dafür ist Fachwissen sowohl aus dem IT-Bereich als auch aus dem fachspezifischen Fitness- oder Gesundheitsbereich notwendig. Die Sportund Gesundheitsinformatik steht hierbei für eine interdisziplinäre Lösung, sowohl die theoretischen als auch die praktischen Aspekte und Methoden der Informatik und der Sportwissenschaft zu verbinden.

Prof. Dr. Marco Speicher Prof. Dr. Marco Speicher ist stv. Fachleiter Informatik an der DHfPG und leitet den IT-Bereich „App- & Webentwicklung“. 2019 promovierte er an der Universität des Saarlandes zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“. Von 2014 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dort im Ubiquitous Media Technologies Lab (UMTL) und Innovative Retail Laboratory (IRL) tätig. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Nielsen, J. & Landauer, T. K. (1993). A mathematical model of the finding of usability problems. In B. Arnold, G. van der Veer & T. White (Hrsg.), Proceedings of the SIGCHI conference on Human factors in computing systems - CHI '93 (S. 206–213). New York : ACM Press. Clark, J. (2010). Tapworthy: Designing Great iPhone Apps (1st. ed.). Farnham: O'Reilly Media, Inc.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL BEWEGLICHKEITSTRAINING

Gezieltes Muskellängentraining für mehr Beweglichkeit

Klassisches Dehntraining war gestern Text: Johanna Kummer

Zur Verbesserung der Beweglichkeit wird häufig ein statisches Dehntraining durchgeführt. Ob dies immer die sinnvollste Methode ist, ist fraglich. Dehnen ist nicht die einzige Möglichkeit, um die Beweglichkeit zu trainieren: Das Muskellängentraining kann eine adäquate Alternative bzw. Ergänzung sein.

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Die serielle Sarkomeraddition führt zu einer Veränderung der Kraft-Längen-Relation. Diese wandelt sich dahingehend, dass der Muskellängenbereich, über den aktiv Kraft produziert werden kann, vergrößert wird. Darüber hinaus führt die serielle Sarkomeraddition dazu, dass die maximale Kraft (Fpeak) und somit der maximale Überlappungsgrad zwischen den Proteinen Aktin und Myosin bei einer größeren Muskellänge erreicht wird (Kruse, Rivares, Weide, Tilp & Jaspers, 2021). Die Muskulatur wird somit bei großen Gelenkwinkeln toleranter gegenüber hohen Kräften (Timmins et al., 2016). Somit kann das Muskellängentraining zur Leistungssteigerung und zur Verletzungsprophylaxe durchgeführt werden (Alegre, Ferri-Morales, Rodriguez-Casares & Aguado, 2014). fitness MANAGEMENT international

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m die Beweglichkeit zu verbessern, wird in der Praxis üblicherweise ein Dehntraining absolviert. Die Dehnpositionen werden dabei langsam eingenommen und entweder statisch gehalten oder dynamisch wechselnd eingenommen und direkt wieder aufgelöst. Behm, Blazevich, Kay und McHugh (2016) vermuten, dass die Effekte eines Dehntrainings sowohl aus der reduzierten Reflextätigkeit durch die Resensibilisierung der Muskelspindeln als auch aus der Erhöhung der Schmerztoleranz durch das Desensibilisieren der Nozizeptoren resultieren (Behm et al., 2016).

Um die Beweglichkeit zu verbessern, bietet sich neben dem Dehntraining auch ein Muskellängentraining an. Durch diese Art des Trainings kann es unter anderem zu einer seriellen Sarkomeraddition kommen. Daraus resultiert eine Erhöhung der Anzahl der in Serie geschalteten Sarkomere. Gleichzeitig nimmt die Ruhelänge jedes einzelnen Sarkomers ab (Brughelli & Cronin, 2007; Wisdom, Delp & Kuhl, 2015).


Muskellängentraining kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden. Möglichkeiten sind • ein Krafttraining über die volle ROM, • ein betont exzentrisches Krafttraining oder • das isometrische Krafttraining bei langen Muskellängen.

Einfluss der ROM und der Kontraktionsformen Das Muskellängentraining kann bspw. in Form eines Krafttrainings über die volle ROM oder in Form eines betont exzentrischen Krafttrainings durchgeführt werden. Dafür eignen sich alle Übungen, die in einem klassischen Krafttraining ebenfalls Anwendung finden. Muskuläre Verletzungen, die während des Trainings oder der Ausübung von Sportarten entstehen, sind darauf zurückzuführen, dass der Muskel eine ungewohnte Beanspruchung erfährt. Die Ergebnisse von Timmins et al. (2016) zeigen, dass Verletzungen an der Ischiocruralmuskulatur durch eine geringe Faszikellänge des M. biceps femoris (reduzierte Anzahl der in Serie geschalteten Sarkomere) und durch eine geringe exzentrische Kraft bedingt sind. Zur Minimierung des Verletzungsrisikos sollte die Muskulatur dementsprechend darauf vorbereitet werden, bei großen Bewegungsamplituden weiterhin Kraft generieren zu können, um somit auch gegen04/22

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über den einwirkenden Kräften toleranter zu werden. Blazevich, Cannavan, Coleman und Horne (2007) untersuchten anhand zweier Trainingsgruppen, inwiefern sich ein rein konzentrisches und ein rein exzentrisches Krafttraining mit einer ROM, die über das gewöhnliche Ausmaß der Alltagsbewegungen hinausgeht, auf die Muskelarchitektur auswirken. Die Faszikellänge bzw. die Anzahl der Sarkomere in Serie nahm in beiden Gruppen signifikant zu. Ein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen konnte nicht nachgewiesen werden. Hervorzuheben ist, dass nicht die Kontraktionsform, sondern die vergrößerte ROM der entscheidende Reiz zur Auslösung der seriellen Sarkomeraddition ist. Die Übungen müssen folglich mit einer größeren ROM absolviert werden als üblich. Franchi et al. (2014) bestätigen, dass sich sowohl durch ein rein konzentrisches als auch durch ein rein exzentrisches Training die Anzahl der Sarkomere in Serie signifikant erhöht. Jedoch zeigen die Ergebnisse, dass ein rein exzentrisches Training einem rein konzentrischen Training hinsichtlich der Effektivität überlegen ist. Wird also das Training mit einer ROM trainiert, die vergleichbar mit der gewohnten Bewegungsreichweite ist, so ist die Kontraktionsform der entscheidende

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL BEWEGLICHKEITSTRAINING Trainingsreiz. Bei Vergrößerung der ROM über die gewohnte Bewegungsreichweite hinaus ist nicht die Kontraktionsform der entscheidende Reiz, sondern die vergrößerte ROM. In der Trainingspraxis sollte demnach für jede Übung ein Bewegungsumfang angestrebt werden, der das räumliche Ausmaß der Bewegungen aus Alltag, Beruf oder Primärsportart übersteigt. Dadurch wird der Körper langfristig dazu in die Lage versetzt, bei längeren Muskellängen Kraft zu erzeugen und somit die betroffenen Muskel-Gelenk-Systeme über eine größere ROM zu stabilisieren, als dies außerhalb des Krafttrainings erforderlich ist. Daraus kann neben einer Steigerung der Beweglichkeit auch eine verbesserte Verletzungsprophylaxe resultieren.

Fazit Das klassische Dehntraining ist kein „Universalmittel“ zur Optimierung der Beweglichkeit. Stattdessen kann zur Beweglichkeitsverbesserung ein Muskellängentraining in verschiedenen Formen durchgeführt werden: mithilfe eines Krafttrainings über die volle ROM, eines betont exzentrischen Krafttrainings oder eines isometrischen Krafttrainings bei großen Muskellängen. Durch ein Muskellängentraining kann die Muskelarchitektur dahingehend verändert werden, dass sich die Anzahl der Sarkomere in Serie erhöht. Der Muskel kann über einen größeren Bereich Kraft generieren

Isometrisches Krafttraining bei langen Muskellängen

und ist somit bei großen Bewegungsamplituden ge-

Eine weitere Form des Muskellängentrainings ist das isometrische Krafttraining bei langen Muskellängen. In der Praxis wird das Training so umgesetzt, dass die beanspruchte Muskulatur bei verschiedenen Übungen wie z. B. dem Ausfallschritt oder der Seitneigung auf eine große Länge ausgerichtet wird (Dehnung). Die Position wird dann über einen gewissen Zeitraum statisch gehalten. Diese Form der Belastung ist u. a. im Yoga zu finden. Alegre et al. (2014) untersuchten, inwiefern sich ein isometrisches Krafttraining bei unterschiedlicher Muskellänge auf die Kraft und Muskelarchitektur auswirkt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich ein isometrisches Krafttraining bei langen Muskellängen im Vergleich zu einem isometrischen Krafttraining bei kurzen Muskellängen positiv auf die Maximalkraft (Fpeak) auswirkt. Darüber hinaus konnten positive Effekte hinsichtlich der Muskelhypertrophie und der Zunahme der Anzahl in Serie geschalteter Sarkomere verzeichnet werden. Oranchuk, Storey, Nelson und Cronin (2019) bestätigen in einem systematischen Review diese Ergebnisse. Auch hier deuten die Resultate darauf hin, dass sich ein isometrisches Krafttraining bei langen Muskellängen positiv auf die Steigerung der Anzahl in Serie geschalteter Sarkomere auswirkt. Der Muskellängenbereich, über den aktiv Kraft erzeugt werden kann, vergrößert sich. Vergleicht man ein isometrisches Krafttraining bei verschiedenen Muskellängen, aber gleichem Trainingsvolumen, so löst das Krafttraining bei langen Muskellängen einen größeren Hypertrophieeffekt aus als bei kurzen. Der Effekt der Volumenzunahme ist vor allem bei untrainierten Personen zu erkennen. Zu beobachten war auch, dass bei einem isometrischen Krafttraining bei langen Muskellängen die mechanische Spannung und somit auch die Mikrotraumatisierungen erhöht sind. Zusätzlich kommt es durch die Belastungsform im Vergleich zur Trainingsdurchführung bei kurzen Muskellängen zu einer stärkeren Metabolitenakkumulation (Anhäufung von Stoffwechselzwischen- und endprodukten). Die hohe mechanische Spannung und Metabolitenakkumulation stellen die zentralen Mediatoren für die krafttrainingsinduzierte Muskelhypertrophie dar (Schoenfeld, 2010).

genüber großen Kräften toleranter. Der entscheidende Trainingsreiz zum Erzielen der genannten Effekte ist das Durchführen des Krafttrainings über große und ungewohnte Bewegungsamplituden. Neben der Veränderung der Muskelarchitektur konnte ein Krafttraining über große Bewegungsumfänge speziell bei Trainingsbeginner:innen positive Effekte hinsichtlich des Muskelvolumens erzielen.

Johanna Kummer Johanna Kummer ist Sportwissenschaftlerin und arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin und Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie als Referentin an der BSA-Akademie im Fachbereich Trainingsund Bewegungswissenschaft. Durch ihre Tätigkeit als Trainerin in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen konnte sie darüber hinaus praktische Erfahrungen in der medizinischen Trainingstherapie bei orthopädischen Erkrankungen sammeln. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Blazevich, A. J., Cannavan, D., Coleman, D. R. & Horne, S. (2007). Influence of concentric and eccentric resistance training on architectural adaptation in human quadriceps muscles. Journal of applied physiology (Bethesda, Md. : 1985), 103 (5), 1565–1575. Franchi, M. V., Atherton, P. J., Reeves, N. D., Flück, M., Williams, J., Mitchell, W. K. et al. (2014). Architectural, functional and molecular responses to concentric and eccentric loading in human skeletal muscle. Acta physiologica (Oxford, England), 210 (3), 642–654. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Aufstiegskongress 2022 am 7. und 8. Oktober – endlich wieder vor Ort in Mannheim und mit spannenden Themen rund um Fitness und Gesundheit! Hören Sie interessante Fachvorträge von hochkarätigen Speaker:innen und freuen Sie sich auf den tollen Austausch mit Mitgliedern der Branche! Infos und Tickets unter: www.aufstiegskongress.de


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FITNESS & GESUNDHEIT | PRAXISCHECK BEWEGLICHKEITSTRAINING

Branchenkonzepte im Praxischeck: Beweglichkeitstraining

Mehr als nur Warm-up Text: Alisha Dittmer

Beweglichkeit von Kopf bis Fuß – ein Wunsch, den viele Trainierende mithilfe eines klassischen Dehntrainings erreichen wollen. Oft wird diese Form des Trainings jedoch nur zum Aufwärmen oder im Cool-down eingesetzt und wird selten attraktiv gestaltet. Aber es geht auch anders: Mit einem Beweglichkeitstraining, das effektiv, einfach und vor allem ökonomisch umsetzbar ist.

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ehnen oder nicht dehnen? Wenn es um diese Frage geht, treffen verschiedenste Meinungen aufeinander. Befürworter:innen und Gegner:innen diskutieren dieses Thema immer wieder kontrovers. Dennoch zeigt die Praxis vieler Sportler:innen, „dass regelmäßig und systematisch durchgeführtes Dehnen der Muskulatur ihr physisches und psychisches Wohlbefinden fördert“ (Jakob, Verdonck, Völker & Lengemann, 2013). Doch trotz dieser positiven Effekte wird das Potenzial des Dehntrainings nicht in allen Einrichtungen und von allen Trainer:innen gleichermaßen genutzt. Die Realität in manchen Studios: eine ruhige, meist eher ungenutzte

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Muskellängentraining: Dehnen „neu gedacht“ Über die klassische Form des Dehnens hinaus bietet das sogenannte Muskellängentraining eine attraktive Möglichkeit, um die positiven Effekte eines Beweglichkeitstrainings in den Trainingsplan der Mitglieder zu integrieren, da dieses sich auf verschiedene Weisen durchführen lässt (Kummer, 2022): 1. Krafttraining über die volle Range of Motion (ROM) 2. isometrisches Krafttraining bei langer Muskellänge 3. betont exzentrisches Krafttraining Durch diese Formen bietet das Muskellängentraining schon von vornherein Variabilität. Trainer:innen verfügen damit bereits über eine erste Differenzierungsmöglichkeit, um den Trainingsplan an die Gegebenheiten im Studio sowie an das Mitglied individuell anzupassen.

Wenig Aufwand, große Wirkung Zusätzlich bietet das Muskellängentraining einen Vorteil im Rahmen der Studioplanung, da nicht wie bei vielen neueren fitness MANAGEMENT international

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Foto: Drobot Dean – stock.adobe.com

Lese-Tipp: Dehnen im Fitnesstraining Aktiv oder Passiv? Statisch oder dynamisch? Schon die Dehnmethoden und -formen erfordern erste Entscheidungen in der Trainingsplanung. Diese und weitere theoretische Grundlagen zu den Effekten und Auswirkungen des Dehntrainings stellte Prof. Dr. Daniel Kaptain in seinem Artikel „Dehntraining – Hintergründe und Anwendungsempfehlungen“ vor, der erstmals in der medical fitness and healthcare (02/19) erschienen ist.

Ecke und ein verwaistes Widerstandsband. Ein enormes Potenzial, das an dieser Stelle liegen bleibt.


Trainingstrends und -formen die Ausrichtung der Räumlichkeiten unter Umständen komplett angepasst werden muss, um „den Finger am Puls der Zeit“ zu haben.

und kalkulatorisch eingeplant. Wer seine bestehenden Kurse jedoch nicht ergänzen oder anpassen möchte, kann natürlich auch ein eigenes Mobility-Angebot in den Kursplan einbauen.

Angefangen bei der Ausstattung bietet sich Betreiber:innen eine Vielzahl an Umsetzungsmöglichkeiten. So kann mittels eines Beweglichkeitszirkels eine eigene „Mobility Area“ mit stationären Geräten im Studio eingerichtet werden. In diesen Zirkeln kann ein apparatives Beweglichkeitstraining durchgeführt werden, bei dem die Übungen isometrisch bei langer Muskellänge gehalten werden. Diese Area kann in den bestehenden Gerätepark integriert werden oder aber einen eigenen Bereich im Studio bilden.

Durch leichtes Modifizieren klassischer Kraftübungen kann ein Beweglichkeitstraining auch hier integriert werden. So kann z. B. das Kreuzheben durch den Stand auf einer festen Erhöhung wie einer Hantelscheibe absolviert werden, wodurch der Weg der Bewegung länger wird. Hierdurch entsteht der gewünschte Effekt, der zusätzlich eine weitere Übungsvariation ermöglicht.

Auch in das bestehende Kursangebot kann das Muskellängentraining problemlos eingefügt werden, denn Yoga- und Pilates-Kurse stellen diesbezüglich eine Win-win-Situation für Mitglied und Studio dar. Durch minimale Anpassungen der Übungen, z. B. über einen großen Bewegungsradius, wird Muskellängentraining simultan absolviert und es entsteht ein weiterer Benefit für die Mitglieder, der sogar als zusätzliches Angebot beworben werden kann. Yoga und Co. sind oft bereits fester Bestandteil des Kursplanes – der Raum, das Personal und die Mitglieder im Kurs sind also bereits vorhanden

Zielgruppenspezifisch agieren und Effekte klar herausstellen Neben der Planung und Umsetzung im Trainingsalltag ist natürlich auch die Vermarktung entscheidend. Autor Florian Kreis (2021, S. 94–96) beschreibt in seinem Artikel „Zielgruppenspezifischer Verkauf“ verschiedene Kund:innentypologien, die eine eigene Art der Ansprache benötigen. Dieses Wissen kommt – wie bei allen anderen Neuerungen in der Trainingsplanung, der Studiokonzeptionierung und natürlich im grundsätzlichen Kund:innenkontakt – auch hier zum Tragen, denn Beweglichkeitstraining ist kein auf nur eine Zielgruppe zugeschnittenes Angebot, sondern kann für Mitglieder aller

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FITNESS & GESUNDHEIT | PRAXISCHECK BEWEGLICHKEITSTRAINING

Alters- und Leistungsgruppen sinnvoll sein. Die Unterscheidung findet daher in der Ansprache statt, denn auch hier gilt: Aufklärung ist alles. Je nach Adressat:in sollten durch gezielte Kommunikation der Trainer:innen die Effekte und Ziele klar vermittelt werden, um ein besseres Verständnis bei dem:der Kund:in zu erzeugen. Hierzu zählt – wie bei allen anderen Trainingsformen auch –, die individuellen Merkmale des:der Trainierenden (Ziele, Leistungslevel etc.) stets im Blick zu behalten (Kaptain, 2019, S. 32–35).

Dehnen ist nicht „lifestylig“ – na und? Eine eindeutige Erklärung der Vorteile ist jedoch nicht alles. Neben der Antwort auf die Frage „Warum genau soll ich diese Übung nun machen?“ sind spürbare Effekte das A und O. Die Trainingsgestaltung sollte daher so unkompliziert wie möglich sein, gleichzeitig aber die größtmöglichen Ergebnisse für das Mitglied berücksichtigen. So können die Trainer:innen sowohl sich selbst als auch das Studio als maximal kompetent positionieren und gleichzeitig sofort eine Nachfrage erzeugen.

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Die Theorie zum Beweglichkeitstraining ist relativ eindeutig. Doch die Umsetzung in der Praxis ist der entscheidende „Knackpunkt“ für Betreiber:innen und Trainer:innen. Daher lohnt sich oft ein Blick „über den eigenen Tellerrand“, um gute Ideen auch für das eigene Studio adaptieren zu können. Ein Studio, dem dies bereits gelungen ist, ist das Campus Wellness & Sports aus Pirmasens in Rheinland-Pfalz. Mitglieder können dort sowohl mittels eines apparativen Zirkels als auch in Kursen verschiedene Formen des Muskellängentrainings absolvieren. Im Interview mit fitness MANAGEMENT international verrät der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Kelbling, wie er mit seinem Team das Beweglichkeitstraining als essenzielles Element in das Studiokonzept und auch in jeden Trainingsplan integriert.

Literaturliste Jakob, E., Verdonck, A., Völker, K., & Lengemann, A. (2013). Zur Bedeutung des Dehnens in der Sportpraxis (2. Aufl.). Zugriff am 01.06.2022. Verfügbar unter https://www.vibss.de/ fileadmin/Vereinsservice/Sport_und_Gesundheit/Bedeutung_des_Dehnens.pdf Kaptain, D. (2019). Dehnen im Fitnesstraining. medical fitness and healthcare, 02/2019, 32–35. Kreis, F. (2021). Zielgruppenspezifische Verkaufsstrategien. fitness MANAGEMENT international, 1 (153), 94–96. Kummer, J. (2022). Gezieltes Muskellängentraining für mehr Beweglichkeit. fitness MANAGEMENT international, 4 (162), 106-108.

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Foto: ty – stock.adobe.com

Im Trainingsalltag können Trainierende darauf abzielen, durch zusätzliches Beweglichkeitstraining eine höhere ROM zu erreichen. Hierdurch können die Übungsausführungen zum Teil leichter fallen, Alltagssituationen wie bspw. das Schuhebinden im Stehen besser bewältigt oder neue Übungen durch Technikverbesserung erst ermöglicht werden.

Beweglichkeit als fester Bestandteil des Studiokonzeptes


FITNESS & GESUNDHEIT | PRAXISCHECK BEWEGLICHKEITSTRAINING

Branchenkonzepte im Praxischeck: Beweglichkeitstraining

„Das Konzept muss stimmen und das Personal gut geschult sein“ Thomas Kelbling, geschäftsführender Gesellschafter Campus Wellness & Sports Club Pirmasens

Thomas Kelbling Thomas Kelbling, Jahrgang 1959, gründete nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und zwei Jahren als Zeitsoldat bei der Marine 1984 einen Zulieferungsbetrieb für die Schuhindustrie in Pirmasens, der damaligen deutschen Metropole für die Schuhherstellung. Mit der Campus Wellness & Sports GmbH eröffnete er 2001 sein erstes Fitness- und Gesundheitsstudio in Pirmasens. 2007 erfolgte der Umzug in einen Neubau, in dem das Studio noch heute sein Zuhause hat. 2016 gründete Thomas Kelbling mit der CTK – Coaching, Training & Konzepte GbR eine Unternehmensberatung zur Implementierung und Umsetzung von Paragraf-20-Konzepten in Fitness- und Gesundheitsanlagen. campus-ps.de; campus-saar.de; www.ctk.works

fMi: Im Campus Wellness & Sports Club integrieren Sie Beweglichkeitstraining als eine Art „Körperhygiene“ in die Trainingspläne Ihrer Kund:innen. Wie würden Sie Ihr Studiokonzept beschreiben? Was waren Ihre Beweggründe, Beweglichkeitstraining diesen Stellenwert beizumessen? Thomas Kelbling: Beweglichkeitstraining war nicht von Anfang an Bestandteil in unseren Clubs. Sehr bald, nachdem diese Trainingsform auf dem Markt sichtbar wurde, sind wir als Premiumclub darauf aufmerksam geworden. Vor acht Jahren haben wir Beweglichkeitstraining als essenziellen Trainingsbestandteil integriert, als dritte Säule neben Cardio und Kraft, weil beide nur mit guter Beweglichkeit wirklich funktionieren. Diesen Stellenwert promoten wir auch konsequent. Implementiert haben wir sowohl ein Geräte- als auch ein Kurskonzept, um Beweglichkeitstraining in der Breite und in allen Facetten anzubieten. Dazu gehören schon seit vielen Jahren Präventionskurse, die von den Krankenkassen unterstützt werden und deren Teilnehmende wir dauerhaft über dieses Training ins Studio überführen wollen. Unser five-Bereich ist über 100 Quadratmeter groß. Die Kurse finden sowohl dort als auch mit freien Übungen ohne Geräte im Kursraum statt.

Wir machen mit allen Interessent:innen im Rahmen unseres Eingangschecks Beweglichkeitstests. Dazu gehören erste

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Welche fachlichen sowie auch pädagogisch-didaktischen Anforderungen bringt das für die Trainingsbetreuung mit sich? Inwiefern beeinflusst diese konzeptionelle Ausrichtung Ihr Personalmanagement und die Aus- und Weiterbildungskultur im Campus Wellness & Sports Club? Das Angebot Beweglichkeitstraining bringt spezielle Anforderungen mit sich, ganz klar. Da wir aber schon immer einen sehr hohen Standard bei der Qualifikation unserer Mitarbeitenden hatten, war die Umsetzung für uns relativ leicht. Unsere dual Studierenden bilden wir an der DHfPG in Fitnessökonomie und Gesundheitsmanagement zum Bachelor und Master of Arts aus, womit wir einen hohen Ausbildungsstandard gewährleisten. Wir finanzieren die Master-Studiengänge sehr gern, weil wir die jungen Leute so sicher fünf bis sechs Jahre bei uns haben. Außerdem versuchen wir, unsere Studierenden nach Abschluss der Ausbildung zu halten und sie zu übernehmen. Schon während der Ausbildung verfügen sie über einen hohen Wissensstandard und können unsere Qualität den Kund:innen gegenüber vermitteln. Dieses Know-how im Team zu halten, ist wichtig. Zusätzlich zum Studium und der Basisausbildung schicken wir unsere Mitarbeitenden zu Lehrgängen und Workshops für Beweglichkeitstraining – und sie bekommen natürlich Schulunfitness MANAGEMENT international

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Foto: Campus Wellness & Sports GmbH

Wie haben Sie dieses Beweglichkeitstraining und das entsprechende Betreuungskonzept mit anderen Trainingsformen kombiniert und in den Studiobetrieb eingebunden? Bei uns kommt keine:r mehr daran vorbei. Beweglichkeitstraining ist fester Bestandteil jedes Trainingsprogrammes sowie der Warm-up- und Cool-down-Routine. Auch reine Kraftsportler:innen wissen das Training zu schätzen.

Übungen mit einem Stock und einer unbeladenen Hantel. Wenn dabei jemand mit Ambitionen für schweres Langhanteltraining die richtige Position für einen Overhead-Squat nicht einnehmen kann, weil er:sie in den Schultern nicht ausreichend beweglich ist, dann hat das einen „mords Aha-Effekt“. Der:die Interessierte spürt das Defizit, entwickelt sofort ein Verständnis und erkennt den Bedarf, seine:ihre Beweglichkeit zu verbessern – und er:sie realisiert unsere Kompetenz.


gen von den Geräteherstellern, in denen es wirklich in die Tiefe geht: z. B. zu spezifischen Krankheitsbildern und entsprechenden therapeutischen Trainingsmaßnahmen. Und wir führen regelmäßig Inhouse-Schulungen durch, z. B. mit einem Osteopathen, die inhaltlich noch einen Schritt weitergehen. Wie schaffen Sie es, dass Beweglichkeitstraining für viele verschiedene Zielgruppen attraktiv ist? Wie kommunizieren Sie den Benefit der Trainingsform? Wir bieten regelmäßig Infoabende an. Während der Pandemie war das nicht immer möglich, aber in den letzten Monaten haben wir zum Wiedereinstieg ins Training diese Abende wieder sehr erfolgreich veranstaltet. Regelmäßig veranstalten wir auch Workshops zu verschiedenen Schmerzthemen. Dafür haben wir Anmeldelisten und sprechen die Leute gezielt an. Ein:e Mastertrainer:in führt dann mit acht bis zehn Mitgliedern einen 45-minütigen Workshop durch, z. B. zu Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen oder Schulterschmerzen. Dort werden die Probleme besprochen und die verantwortlichen Verhaltensmuster identifiziert. Mithilfe von Freiwilligen wird erklärt und vorgeführt, was man warum machen muss. Anschließend wird in der Gruppe zusammen trainiert. Das ist sehr erfolgreich und wird hauptsächlich von Bestandskund:innen sehr gut angenommen.

deshalb bei den Teilnehmer:innen der Rehasportkurse. Rehasport ist bei uns sehr gut gebucht, weil wir die Kurse mit einem sehr hohen Standard durchführen. Rehasport ist für Studios oft nicht kostendeckend und bei vielen Betreiber:innen nicht beliebt. Bei uns bekommen auch alle Teilnehmer:innen der Rehasportkurse einen Eingangscheck plus Studiorundgang. Wir präsentieren unser Angebot, weisen auf unsere Präventionskurse hin und erläutern den Leuten ihre Optionen. Welche Zielgruppen haben Ihrer Einschätzung nach das größte Wachstumspotenzial für das Beweglichkeitstraining? Inwieweit haben Sie Ihr Marketing darauf eingestellt? Zielgruppe ist für mich eigentlich das falsche Wort, weil jede:r zur Zielgruppe für Beweglichkeitstraining gehört. Die Möglichkeiten, mit Beweglichkeitstraining zu helfen, sind unglaublich vielfältig. Schwerpunkt ist aktuell noch die Altersgruppe 40 plus, bei der sich vielleicht die ersten Probleme durch zu viel Sitzen, einseitige Belastungen und falsche Haltung festgesetzt haben. Menschen ab Ende 30 sind offen für die Trainingsform, weil sie ihre Defizite kennen und die Effekte sind größer, weil falsche Bewegungsmuster relativ schnell aufgebrochen werden können. Aber die Jüngeren, die noch nie Sport gemacht, den Großteil ihrer Freizeit vorm Computer verbracht oder an der Konsole gezockt haben, sind auch eine Zielgruppe, die wir in Zukunft abholen müssen.

Entscheidend für diesen Erfolg ist es, den Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten. Es muss sich in den Köpfen der Menschen verankern, dass wir für ihre Probleme echte Lösungen anbieten. Durch unsere Aktionen und Events stellen wir wirksam unsere Kompetenz heraus. Kompetenz ist ein unschlagbares Marketing-Tool. Mittlerweile haben wir uns in der Region einen entsprechenden Status erarbeitet. Interessent:innen kommen zu uns, weil ihnen das Training und die Betreuung bei uns empfohlen wurde. Diesen Status in der Mundpropaganda erreicht man nicht durch schicke Flyer oder einen tollen Facebook-Auftritt, sondern nur, wenn man seine „PS wirklich auf die Straße bringt“.

Von unserem Marketingbudget fließen mindestens 40 Prozent in das Thema Beweglichkeit.

Wie animieren Sie Ihre Mitglieder, die auf ein Beweglichkeitstraining nicht direkt ansprechen? Welche Methodik bewährt sich in der Überzeugungsarbeit besonders? Es gibt durchaus eine Klientel, die schwer vom Nutzen der Trainingsform zu überzeugen ist. Diese Menschen gewinnen wir am wirkungsvollsten durch die Tests im Rahmen unseres Eingangschecks, anhand derer sie sofort ihre Defizite erkennen, sowie durch unsere Workshops.

Welche Empfehlungen haben Sie für Existenzgründer:innen, Trainer:innen und Studiobetreiber:innen, die Beweglichkeitsund Mobilitätstraining stärker in den Fokus ihres Trainingsund Betreuungskonzeptes stellen wollen? Es ist wichtig, im Studio einen Bereich dafür zu schaffen: möglichst prominent platziert, mit ausreichend Platz. Der größte Fehler ist, zwanzig Quadratmeter in einer Ecke leer zu räumen und dort einfach nur etwas hinzustellen. Das funktioniert nicht.

Einige dieser Workshops hat der ehemalige deutsche Weltklassegewichtheber Oliver Caruso geleitet. Er hat sehr anschaulich rübergebracht, dass es für maximale Leistungsfähigkeit auch auf Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit ankommt und warum ein Trainingsplan für ambitionierte Kraftsportler:innen zu 30 Prozent aus Beweglichkeitstraining und nur zu 70 Prozent aus hartem Training mit Gewichten bestehen sollte. Das hat bei einigen Mitgliedern zum Umdenken geführt.

Es muss ein gutes Konzept hinter dem Angebot stehen. Man muss sich klar sein, wie Beweglichkeit in der Beratung und der Betreuung mit Kraft- und Cardiotraining verknüpft wird und von welchem Hersteller man gute Unterstützung bekommt.

Die Menschen mit kompetenter Beratung an das Beweglichkeitstraining heranzuführen und sie es probieren zu lassen, ist für uns die beste Methode. Eine sehr gute Resonanz haben wir

Gebt dem Beweglichkeitstraining einfach den Raum in eurem Konzept, den es verdient – im Studio, in der Beratung und in der Ausbildung. Dann wird es auch erfolgreich.

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Welche Faktoren machen Beweglichkeits- und Mobilitätstraining aus Ihrer Sicht in Studios erfolgreich? Da gibt's nur einen Punkt: gut geschultes Personal und ein Team, das das Konzept auch lebt. Funktionale und qualitativ hochwertige Geräte sind die Grundvoraussetzung, aber das Konzept muss stimmen; nur dann wird es erfolgreich. Die Kund:innen müssen selbst spüren, dass Kompetenz da ist und dass ein Plan dahintersteckt, von dem sie im Training profitieren.

Der dritte Baustein ist die Kompetenz des Teams. Die Geräte, Kurse und das Konzept brauchen Menschen, die dieses tolle Angebot kompetent und empathisch vermitteln.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL VEGANE ERNÄHRUNG

Optimale Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung

Veganes Functional Food für Trainierende Text: Antje Ruhwedel

Regelmäßiges Training kombiniert mit veganer Ernährung bedarf einer intensiven Auseinandersetzung mit dem individuellen Speiseplan. Nur so wird sichergestellt, dass der Körper alles bekommt, was er braucht, um sich optimal zu regenerieren und leistungsfähig zu bleiben. Was kann das sogenannte Functional Food in diesem Kontext leisten?

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Eine nicht durchdachte vegane Ernährung kann Menschen für einen Mangel an den Makronährstoffen Protein und Omega-3-Fettsäuren sowie den Mikronährstoffen Vitamin B12, Vitamin D, Calcium, Eisen, Jod und Zink präpositionieren, sofern sie nicht regelmäßig Lebensmittel zu sich nehmen, die mit den entsprechenden Nährstoffen angereichert sind. Nichtsdestotrotz sollte sichergestellt werden, dass vegane Ernährung sowohl den Gesundheits- als auch den Leistungsanforderungen entspricht (Craig, 2009). Um sportliche Leistung zu erbringen und Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollten v. a. Athlet:innen, die sich vegan ernähren, ihren Speiseplan gezielt gestalten (Rogerson, 2017).

Durch die vegane Ernährungsweise werden ausschließlich pflanzliche Lebensmittel verzehrt. Alle tierischen Lebensmittel inklusive Honig werden nicht konsumiert (DGE, 2022).

Sonderstatus Vitamin B12 Vitamin B12 (Cobalamin) wird aus Mikroorganismen in der Darmflora von pflanzenfressenden Tieren hergestellt und fitness MANAGEMENT international

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Foto: Yakobchuk Olena – stock.adobe.com

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treng genommen kann man alle Lebensmittel als „funktionell“ bezeichnen: Sie dienen der Versorgung des Körpers mit Nährstoffen. Der englische Begriff Functional Food bezeichnet per Definition neuartige Nahrungsmittel, welche die Gesundheit zusätzlich fördern sollen. Im Handel ist Functional Food in Form von ACE-Säften, mit Calcium angereicherten Pflanzendrinks oder mit Omega-3-Fettsäuren versetztem Brot erhältlich. Funktionelle Lebensmittel sind also mit ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffen „veredelt“. Durch den Konsum soll bspw. Mangelerscheinungen, mitbedingt durch den individuellen Lebensstil, entgegengewirkt werden (DEBInet, 2022).


kommt in der menschlichen Nahrung nur in Fleisch- und Milchprodukten vor. Am Markt finden sich angereicherte Pflanzendrinks oder Frühstücksmüsli mit Vitamin-B12-Zusatz; allerdings ist noch unklar, wie viel davon vom Körper aufgenommen werden kann. Veganer:innen müssen Vitamin B12 entsprechend supplementieren (Fuhrmann & Ferreri, 2010).

Makronährstoffe Untersuchungen zeigen, dass durch eine vegane Ernährungsweise im Vergleich zu einer omnivoren durchschnittlich weniger Energie zugeführt wird (Clarys et al., 2014). Vegan lebende Sportler:innen konsumieren in der Regel weniger Protein als Sportler:innen, die tierische Produkte zu sich nehmen. Somit besteht die Notwendigkeit, auf die Quantität und Qualität der Proteinzufuhr zu achten. Pflanzliche Proteinquellen enthalten oft nicht alle essenziellen Aminosäuren (EAA) (Venderly & Campbell, 2006). Generell hat Protein einen guten Ruf – nicht nur als Fit-, sondern auch als Sattmacher. Deshalb liegen Lebensmittel mit einer Extraportion Protein im Trend. Supermärkte verkaufen Eiweißbrot, pflanzenbasierte Joghurtalternativen oder Müsli mit Proteinzusatz und vieles mehr. Allerdings kosten diese Produkte oftmals mehr als doppelt so viel wie vergleichbare Lebensmittel ohne Eiweißzusatz. Zudem weisen Lebensmittel mit Proteinanreicherung teils einen hohen Gehalt an Süßungsmitteln, Zusatzstoffen und Aromen auf (Verbraucherzentrale Hessen, 2021). Die Academy of Nutrition and Dietetics empfiehlt, verschiedene pflanzliche Proteinquellen zu konsumieren, z. B. Lebensmittel wie Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. So lässt sich sicherstellen, dass alle EAA vorhanden sind und dass ausreichend BCAA (verzweigtkettige Aminosäuren) zugeführt werden (Craig & Mangels, 2009). Schlussendlich kann Functional Food in Form von bspw. Eiweißbrot eine von Grund auf ausgewogene und bewusste Ernährung nicht ersetzen, diese aber sinnvoll ergänzen. Auch essenzielle Omega-3-Fettsäuren spielen in einer gesunden (Sport-) Ernährung eine wichtige Rolle. Sie können unter anderem entzündliche Reaktionen in Muskeln und Gelenken vorbeugen (Jouris, McDaniel & Weiss, 2011). In pflanzlichen Ölen, wie Raps-, Walnuss- oder Leinöl, findet sich die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA). Diese Fettsäure muss im menschlichen Körper erst in ihre aktiven Formen umgewandelt werden, um den vollständigen gesundheitspositiven Nutzen zu entfalten. Im Algenöl sind, anders als in den bereits genannten pflanzlichen Ölen, die für den Körper wichtigen aktiven Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) enthalten. Seine Zusammensetzung ist daher ähnlich der des Fischöls. Mikroalgenöle bzw. damit angereicherte Lebensmittel werden von den Verbraucherzentralen als empfehlenswerte vegane Quelle für EPA und DHA angesehen. Mögliche Omega-3-Functional-Foods sind Milchersatzerzeugnisse, Streich- und Speisefette, Salatsoßen sowie Frühstückscerealien (Verbraucherzentrale NRW, 2020). Eine vegane Ernährung ist besonders reich an Kohlenhydraten und somit auch an Ballaststoffen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Der hohe Anteil an Mikronährstoffen ist einer der bedeutendsten Vorteile einer pflanzenbasierten Kost (Fuhrmann & Ferreri, 2010). Gerade im Hinblick auf das Training wird eine Optimierung der Kohlenhydrataufnahme in der Literatur oft beschrieben. So soll bspw. durch die Aufrechterhaltung hoher Muskelglykogenspeicher die Trainingsleistung verbessert werden. Erreicht wird dies durch eine kohlenhydratreiche Ernährung mit gezieltem Verzehr von Kohlenhydraten vor und während des Trainings. Die Menge und Art der jeweiligen Kohlenhydrate wird dabei an die Intensität und Art der Sporteinheit angepasst. Beispielsweise können mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte eine mögliche Kohlenhydratzufuhr in flüssiger 04/22

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DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN

Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.

Werner Kündgen

Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen) Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de

Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.

Günter Noll

Sabrina Fütterer

Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de

Von der Handelskammer Hamburg öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitness- und Gesundheits-Anlagen.

Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de


FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL VEGANE ERNÄHRUNG Form während des Trainings darstellen und zeitgleich helfen, den Bedarf an Calcium zu decken (Rogerson, 2017).

Mikronährstoffe Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff – mengenmäßig auch der bedeutsamste im menschlichen Körper. Die empfohlene Zufuhr für Erwachsene beträgt 1.000 mg pro Tag (DGE, 2013). Als gängigste Calciumquelle gilt Kuhmilch, aber auch mit veganer Ernährung kann der Bedarf gedeckt werden – beispielsweise über angereicherten Milchersatz wie Soja-, Hafer-, Mandel- oder Reisdrinks sowie andere mit Calcium angereicherte Lebensmittel (IQWiG, 2021). Durch den Verzicht auf Fleisch und den vermehrten Verzehr von phytathaltigen Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten ist die Aufnahme von Eisen und Zink gehemmt. Dabei liefern insbesondere pflanzliche Lebensmittel diese Mineralstoffe in reichlicher Menge. Eisen kommt hier allerdings ausschließlich in Form von Nicht-Häm-Eisen vor, welches vom Körper schlechter aufgenommen wird als das tierische Häm-Eisen. Die Resorption kann jedoch durch die Kombination mit Vitamin C gesteigert werden (Hunt, 2003). Mit Eisen angereicherte Obst- und Gemüsesäfte sind, falls nicht mit Gelatine geklärt, vegan und enthalten Vitamin C. Sie können Veganer:innen helfen, ihre empfohlene tägliche Eisenmenge zu konsumieren. Zink ist wichtig für das Zellwachstum, die Regeneration und den Proteinstoffwechsel und wirkt sich positiv auf die körperliche Belastbarkeit aus (Chu, Varma, Petocz & Samman, 2017). Daher muss insbesondere bei veganer Sporternährung auf eine ausreichende Zufuhr des Spurenelements geachtet werden, das in Haferflocken, Bohnen, Nüssen und Samen enthalten ist (Hunt, 2003). Eine gezielte zusätzliche Aufnahme von Zink in Kombination mit Kohlenhydraten und Koffein konnte in einer Studie von Fröhlich et al. (2017) eine Leistungsverbesserung aufzeigen: Die Nährstoffe waren über ein Functional-Food-Sportgetränk eine Stunde vor der Belastung aufgenommen worden. Jod wird zum Aufbau der Schilddrüsenhormone benötigt, die Wachstum, Entwicklung und Stoffwechsel regulieren. Besteht ein manifester Jodmangel, vergrößert sich die Schilddrüse bis hin zur Bildung eines Kropfs. Aber bereits ein mildes Joddefizit ohne sichtbaren Kropf kann die geistige Leistungsfähigkeit einschränken. Deshalb wird empfohlen, bei der Speisenzubereitung Jodsalz als Functional Food (wenn auch sparsam) zu verwenden (Thielking, 2021). Die Optimierung des Vitamin-D-Status, basierend auf den bestehenden Blutspiegeln des:der Einzelnen, stellt eine wichtige Maßnahme für alle Sportler:innen dar, denn ein schlechter

Vitamin-D-Status beeinflusst die Muskelkraft und den Sauerstoffverbrauch negativ (Ceglia, 2008). Ein Mangel kann es erforderlich machen, dass die Supplementierung über maßgeschneiderte Behandlungsstrategien optimiert werden muss (Reichrath & Nürnberg, 2009).

Fazit Vegane Ernährung liefert tendenziell weniger Energie, Protein, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12 und D sowie Calcium, Eisen, Zink und Jod als die omnivore Ernährung. Wer aber beim Sport und im Alltag langfristig leistungsfähig und gesund bleiben möchte, sollte zur Analyse der individuellen Ernährungsbedürfnisse sowie zur gezielten Optimierung der eigenen Ernährung unbedingt ausreichend qualifiziertes Personal konsultieren. Functional Foods können in diesem Kontext – neben einer grundsätzlichen ausgewogenen Ernährungsweise – als sinnvolle Ergänzung zur Aufrechterhaltung des Nährstoffhaushaltes angesehen werden und die Leistungsfähigkeit vegan lebender Sportler:innen somit unterstützen.

Antje Ruhwedel Antje Ruhwedel, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist Dozentin und Tutorin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie Referentin an der BSA-Akademie. Sie ist selbstständige zertifizierte Ernährungsberaterin mit eigener Praxis sowie Inhaberin eines Sportund Gesundheitsstudios. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Clarys, P., Deliens, T., Huybrechts, I., Deriemaeker, P., Vanaelst, B., De Keyzer, W., Hebbelinck, M., & Mullie, P. (2014). Comparison of nutritional quality of the vegan, vegetarian, semi-vegetarian, pesco-vegetarian and omnivorous diet. Nutrients, 6(3), 1318–1332. Fröhlich, H., Gatterer, H., Philippe, M., Insam, K., Gröbner, F. & Burtscher, M. (2017). Effekte ergogener Substanzen eines Sportgetränks auf die Ausdauerleistung – eine randomisierte Cross-Over-Studie. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 68. 14–19. Rogerson, D. (2017). Vegane Ernährung: Praktische Ratschläge für Sportler und Trainierende. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 14, 36. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Foto: DHfPG/BSA

Bewusste Ernährung ist essenziell für einen fitten und gesunden Lebensstil. Mehr über Ernährung in den Bereichen Fitness und Gesundheit erfahren Sie auf dem Aufstiegskongress 2022 am 7. und 8. Oktober vor Ort in Mannheim!

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Die Corona-Pandemie hat die Fitnessbranche schwer getroffen. Lasst uns diese Krise nutzen, um die Branche gemeinsam neu zu definieren. Dazu brauchen wir eine gute Vernetzung und starke Innovationen – all das findet man bei der FitnessConnected.“ MARKUS VANCRAEYENEST Geschäftsführer, FitX Deutschland GmbH

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BILDUNG | ANZEIGE

Studium–Weiterbildung–Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)

NEU: „EMS-Trainer/in“ digital und vor Ort Sichern Sie Ihr Dienstleistungsangebot für 2023 Ab dem 1. Januar 2023 dürfen nur noch Personen EMS-Training an Kund:innen durchführen, die über die von der NiSV geforderte „Fachkunde EMF“ zur Stimulation verfügen. Ab sofort bietet die BSA-Akademie den Lehrgang „EMS-Trainer/in“, der Voraussetzung für den Fachkundeerwerb ist, zusätzlich zur zweitägigen Vor-Ort-Präsenzphase als hybrides Modell an: Teilnehmende können den ersten der beiden Präsenztage als Livestream absolvieren. Am zweiten Tag, an dem die praktischen Übungen im Mittelpunkt stehen sowie von der BSA-Zert die Zertifizierungsprüfung zur „Fachkunde EMF“ durchgeführt wird, ist die Vor-Ort-Teilnahme Pflicht. Profitieren Sie von mehr Flexibilität und erfüllen Sie die gesetzlichen Voraussetzungen, damit Sie auch 2023 EMS-Training in Ihrer Anlage anbieten können. Für mehr Infos kontaktieren Sie das BSA-Service-Center unter Tel.: +49 681 6855 143. www.bsa-akademie.de/ems; www.bsa-zert.de/ems

Rezertifizierung „Fachkraft UVSV“ Präsenzphasen bald auch online absolvierbar! Personen, die die Rezertifizierung zur „Fachkraft UVSV“ anstreben, müssen eine gesetzlich geforderte Fortbildung zur Vorbereitung auf die Rezertifizierung absolvieren. Die BSA-Akademie bietet die Präsenzphase der „Fortbildung UVSV“ auch bald als Livestream an. Die Möglichkeit der Teilnahme an der Vor-Ort-Veranstaltung bleibt weiterhin bestehen. Nachdem die Teilnehmenden die Inhalte der Erstzertifizierung vorab in der Selbstlernphase aufgefrischt und den anschließenden Online-Test erfolgreich bestanden haben, üben sie in der (digitalen) Präsenzphase das Beratungsgespräch mit Kund:innen zu Themen wie u. a. UV-Bestrahlung sowie deren gesundheitlichen Wirkungen und Risiken. Die Teilnahme an der Fortbildung setzt eine erfolgreiche Erstzertifizierung zur „Fachkraft UVSV“ voraus. Fotos: DHfPG/BSA

Die BSA-Zert steht Ihnen gern bei Fragen zur Erst- und Rezertifizierung unter Tel.: +49 681 6855 330 zur Verfügung. www.bsa-akademie.de/uvsv

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zum dualen Bachelor- und Master-Studium, zu den BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

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NEU: Sport- und Bewegungstherapie Neuer B. A.-Studiengang an der DHfPG Zum Wintersemester 2022/23 bietet die DHfPG den dualen Bachelor-of-Arts-Studiengang Sport- und Bewegungstherapie an. In Form eines dualen Studiums qualifizieren sich die Studierenden für eine sporttherapeutische Tätigkeit in allen Präventionsbereichen sowie im Bereich Sport- und Bewegungstherapie. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelor-Studiums können Absolvent:innen die Zusatzqualifikation „Sport- und Bewegungstherapie DVGS“ erwerben. Bei Fragen zum neuen Studiengang Sport- und Bewegungstherapie kontaktieren Sie gern den Career Service der DHfPG unter Tel. +49 681 6855 599. www.dhfpg.de/bsbt

B. A. Gesundheitsmanagement an der DHfPG Spezialist:innen in Ihrem Betrieb ausbilden Immer mehr Fitness- und Gesundheitsanlagen setzen auf qualifizierte Mitarbeitende, die über Kompetenzen zum Management von Gesundheit aus gesundheits-, sozialwissenschaftlicher sowie ökonomischer Perspektive verfügen. Mit dem Bachelor-of-Arts-Studiengang Gesundheitsmanagement werden die Studierenden zu Spezialist:innen in Prävention und Gesundheitsförderung ausgebildet, die zukunftsorientierte Strategien im Unternehmen entwickeln, umsetzen und evaluieren können. Der große Vorteil: Das duale Studiensystem ermöglicht hohe Anwesenheitszeiten im Betrieb sowie die direkte Umsetzung des Gelernten. Der Career Service der DHfPG berät Sie gern unter Tel. +49 681 6855 599. www.dhfpg.de/bgm

Zurück zur Normalität an DHfPG/BSA-Akademie Vor-Ort-Präsenzphasen wieder möglich Mit dem Wegfall der durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen haben Studierende der DHfPG und Lehrgangsteilnehmende der BSA-Akademie seit April die Möglichkeit, die Präsenzphasen vor Ort zu besuchen, um wieder in den Studien- bzw. Lehrgangszentren mit den Dozierenden sowie innerhalb der Gruppe zu interagieren. Das Tragen einer medizinischen Maske, das regelmäßige Lüften sowie die Einhaltung eines Mindestabstands zu anderen Personen werden weiterhin empfohlen. Selbstverständlich sind die Online-Angebote der DHfPG bzw. der BSA-Akademie weiterhin nutzbar. www.dhfpg.de; www.bsa-akademie.de

Über die DHfPG und die BSA-Akademie informieren Die DHfPG und die BSA-Akademie bieten Infoveranstaltungen vor Ort sowie kostenfrei abrufbare Infovideos auf ihren Websites an. Jeweils zwei Mal im Monat werden digitale Infoveranstaltungen zum Studium an der DHfPG bzw. zu den Lehrgängen der BSA-Akademie angeboten. Beide Unternehmen sind regelmäßig auf (digitalen) Messen vertreten. Alle Termine finden Sie unter: >> dhfpg.de/events

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>> bsa-akademie.de/events

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK

Teilnehmer und Teilnehmerinnen des ersten BSA-Lehrgangs „Fitnesstrainer/ in-B-Lizenz“ treffen 1983 Albert Busek und Arnold Schwarzenegger

Plädoyer für Präsenz

Nothing beats the real thing! Text und Foto: Albert Busek

Über das gesamte erste Juniwochenende habe ich die Ausgabe 03/2022 der fMi immer wieder zur Hand genommen und begeistert die Berichte gelesen – alle! Seit meinem 20. Lebensjahr spielen Zeitschriften in meinem beruflichen Leben eine sehr wichtige Rolle. Die freudige Erwartung spüre ich auch in meinem 79. Lebensjahr immer noch sehr intensiv, wenn ich die aktuelle Ausgabe der fMi aus dem Postfach hole. Gedruckte Seiten vor mir zu haben ist für mich auch im digitalen Zeitalter eine Freude, auf die ich nicht verzichten möchte. Gern lasse ich dabei zunächst meinen Blick über Einzel- oder Doppelseiten gleiten und gewinne so einen unvergleichlichen Gesamteindruck von der Gestaltung. Vor allem aber ist es der direkte Kontakt, dieses „Papiergefühl“, das mir eine Lebendigkeit der Inhalte vermittelt, die ich digital nicht so intensiv erlebe und wodurch die Nachhaltigkeit des Gelesenen gesteigert wird. Diese Gedanken führten mich schließlich zum Thema für diesen Kommentar: Präsenz!

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n allen Lebensbereichen ist Präsenz von großer Bedeutung – und dabei meine ich die physische Präsenz, die auch im digitalen Zeitalter den Unterschied macht. Wissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller und Künstler widmen sich seit Menschengedenken dem außerordentlich komplexen Thema der Kommunikation, die in so vielfältiger Weise essenzielle Grundlage für jegliche Gemeinschaft ist. Wie wichtig dabei der persönliche Kontakt ist, konnten die vielen Besucher nach der zweijährigen Zwangspause auf der FIBO im April erleben. Die Freude war allseits riesengroß. Ob auf dem FIBO Congress oder bei den Ausstellern – überall vermittelten Fachleute den Besuchern im direkten Kontakt Wissen und vor allem ein Wir-Gefühl, das ganz offensichtlich von der überwältigenden Mehrheit der FIBO-Besucher sehr vermisst worden war. Die Konflikte, die auch in unserer Branche während der Pandemie immer wieder aufbrachen, spielten bei diesem „Familientreffen“ der Branche im April 2022 keine Rolle mehr.

Pandemie als Disruption

Im dualen Bildungssystem, wie in unserer Branche überwiegend angeboten, ist die Präsenzphase in ihrer Bedeutung für die Nachhaltigkeit gar nicht hoch genug einzuschätzen. Inzwischen sind die behördlich angeordneten Einschränkungen im Bereich Ausbildung weitgehend aufgehoben und die Studenten und Studentinnen haben die Wahl: Präsenz oder online. Ich plädiere aus tiefster Überzeugung für Präsenz. Nothing beats the real thing!

Albert Busek Experte für Bodybuilding und Fitness

Foto: Mediteraneo – stock.adobe.com

Als Zeitzeuge der Anfänge unserer Branche habe ich die Ausbildung immer priorisiert. Umso größer war meine Betroffenheit darüber, welche unvorstellbaren Auswirkungen die Pandemie auf die Ausbildung hatte und noch hat. Die Herausforderungen waren im Frühjahr 2020 für alle Beteiligten gewaltig. Für die Akzeptanz unserer Branche war und ist die Qualifizierung des Personals von entscheidender Bedeutung. Ausbildung, ja Bildung ganz allgemein, ist ein Geschehen sozialer Interaktion. Es hat mich zutiefst erschüttert, dass die Präsenz während der Ausbildung schließlich aufgrund politischer Entscheidungen faktisch über Nacht nicht mehr möglich war.

Vorteile der Interaktion

Auch im Zeitalter von Social Media halte ich den Präsenzunterricht für unabdingbar, egal auf welchem Niveau. Vom einfachsten Wahrnehmungsprozess über die Begriffsbildung bis hin zur kreativen Problemlösung und zum Handeln im sozialen Umfeld erhöht Präsenz die Nachhaltigkeit höchst effektiv. Ein anregendes Umfeld herzustellen, positive emotionale Bindung zu ermöglichen, Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu beobachten und zu ermutigen, dies sind sehr wichtige pädagogische Aufgaben. Ich habe in der BSA-Akademie und an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Jahrzehnten viele Dozenten und Dozentinnen erleben dürfen, die neben der Vermittlung von Wissen genau diese Interaktion in der Gemeinschaft zum bleibenden Erlebnis werden ließen. Wichtiger und meistens auch unvergesslicher Teil des Studentenlebens sind die Erlebnisse im direkten Umgang miteinander. Viele Dichter haben das beschrieben.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PERSONENPORTRÄT

Jüngster Cheftrainer der B-Junioren-Bundesliga

Bachelor-Studium als Basis des Erfolgs Text: Felix Laufer und Carolin Schmidt

Florian Kästner wollte nach einigen Verletzungen seinem Lieblingssport Fußball auf andere Weise nachgehen und entschied sich für den Bachelor-of-Arts-Studiengang Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) – und das mit Erfolg. Er wird jüngster Cheftrainer der B-Junioren-Bundesliga.

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er gebürtige Thüringer wollte dem Fußball auch ohne Profikarriere in jedem Fall treu bleiben. Aus diesem Grund suchte er nach einem Studiengang, mit dem er auf andere Weise in diesem Sport aktiv werden konnte. „Ich wurde auf die DHfPG mit ihren sechs Bachelor-Studiengängen aufmerksam und entschied mich für den Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement, der die Fachbereiche Trainings-, Natur-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften miteinander kombiniert.“

Schlotheim. „So hatte ich auch in meiner betrieblichen Ausbildung direkten Kontakt zum Fußball. Bei den Trainingseinheiten und in der administrativen Tätigkeit konnte ich immer auf die Studieninhalte zurückgreifen.“ Als dann das Angebot für die Fortsetzung seines dualen Studiums beim FC Carl Zeiss Jena kam, war das eine einmalige Chance für den heute 23-Jährigen.

Zusätzlich überzeugte ihn das duale Bachelor-Studiensystem, das ein Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen vor Ort und/oder digital inklusive einer betrieblichen Tätigkeit miteinander verbindet.

Für seinen neuen Arbeitgeber waren vor allem die flexible Gestaltung des Studiums und die geringen Abwesenheitszeiten des Studierenden – nur alle vier bis sechs Wochen für maximal zwei bis vier Tage – extreme Pluspunkte. „Damit konnte ich meine Aufgaben im Verein optimal mit dem Studium verbinden und zusätzlich als Trainer für die U16 des FC Carl Zeiss Jena fungieren.“

Einmalige Chance genutzt

Beruflich geht's weiter hoch hinaus

Florian Kästner absolvierte den praktischen Teil des Studiums zunächst in einem Fitnessstudio. „Dort konnte ich in den Personal Trainings neben meinen Kompetenzen aus dem Studium auch meine eigenen Erfahrungen mit den Knieverletzungen an die Kund:innen weitergeben. Das Studiensystem bot mir auch genug Flexibilität, sodass ich nebenberuflich als Co-Trainer in einer U17-Mannschaft tätig sein konnte.“

Nach einiger Zeit im Verein wurde Florian Kästner in das Trainer:innenteam der U17 berufen und überzeugte dort auf ganzer Linie. Deswegen übernimmt er in der kommenden Spielzeit die Cheftrainerrolle bei den U17-Junioren und wird damit der jüngste Trainer der B-Junioren-Bundesliga.

Nach knapp einem Jahr ging er ans Jugendfußball-Leistungszentrum in

Nach seinem Bachelor-Abschluss entschied sich Florian Kästner für den Master of Business Administration Sport-/ Gesundheitsmanagement mit Schwerpunkt Betriebliches Gesundheitsmanagement an der DHfPG. „Ich konnte so viel von meinem Bachelor-Studium profitieren, dass der Entschluss für das weiterführende Master-Studium schnell feststand.“

Sein Tipp für Studierende

Foto: FC Carl Zeiss Jena e. V.

„Ein duales Studium ist meiner Meinung nach eine optimale Grundlage, um im Vereinswesen Fuß zu fassen. Man kann aktiv im Vereinsgeschehen mitwirken und auch seine eigenen Projekte betreuen. Für den Verein bietet sich eine Vielzahl von Mehrwerten, auf die auch Studieninteressierte gern bei Initiativbewerbung zurückgreifen können.“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte unter: www.dhfpg.de/fkaestner

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Gesundheit zukunftsorientiert gestalten – Jetzt dual Studierende ausbilden!

B. A. Gesundheitsmanagement ●

Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen – vor Ort und/oder digital – plus betriebliche Tätigkeit

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qualifiziert zur Planung, Koordination, Umsetzung und Evaluierung von gesundheitsfördernden Maßnahmen in den zentralen Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Entspannungs-/ Stressmanagement

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ein Studienstart ist jederzeit möglich

6 weitere duale

Bachelor-Studiengänge, u. a. Sport- und Bewegungstherapie

Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

dhfpg.de/bgm

University of Applied Sciences


WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS

Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus

Wissenschaft für die Studiopraxis

Inklusion im Fitnessstudio

Mit Fitness gegen Depressionen

Herausforderung Studiovernetzung

Gym staff perspectives on disability in-

Association Between Physical Activity

Self-tracking behaviour in physical acti-

clusion: a qualitative study

and Risk of Depression

vity: a systematic review of drivers and outcomes of fitness tracking

Untersuchungsschwerpunkte Psychische Belastungen und depressive Erkrankungen sind „auf dem Vormarsch“. Inwieweit regelmäßige körperliche Aktivität das Entstehungsrisiko von Depressionen beeinflussen kann, wurde in dieser Studie untersucht. Methode Im Rahmen der systematischen Übersichtsarbeit wurden dazu die Forschungsdatenbanken PubMed, Scopus, Web of Science und PsycINFO gescreent. Auf Basis verschiedener Ein- bzw. Ausschlusskriterien wurden 15 Studien in die Analysen einbezogen.

Methode Der systematische Review bietet einen mehrperspektivischen Überblick über die aktuelle Studienlage und leitet daraus konkrete Innovations- bzw. Forschungsfelder für die Praxis ab.

Untersuchungsschwerpunkte Die Studie untersuchte aktuelle Herausforderungen und Perspektiven rund um das Thema „Inklusion in Fitness- und Gesundheitsanlagen“. Methode Mittels eines halbstandardisierten Interviewleitfadens wurden 16 Studiomitarbeitende zu unterschiedlichen Inklusionsaspekten befragt. Die Interviews wurden mithilfe von qualitativen Inhaltsanalysen ausgewertet und daraus praxisrelevante Empfehlungen abgeleitet. Zentrale Ergebnisse Neben den gesundheitspositiven Effekten des Trainings spielen die Aspekte „Barrierefreiheit“, „Soziale Teilhabe“, „Gemeinschaft“ und „Gleichberechtigung“ bei solchen Angeboten eine wesentliche Rolle. Einige Studios bieten bereits entsprechende Trainingsprogramme und behindertengerechte Studiokonzepte an. Aus Sicht der Befragten gilt es, diese Angebote bekannter zu machen und über neue Netzwerke sowie branchenübergreifende Partnerschaften sukzessive auszuweiten.

Zentrale Ergebnisse Bewegung ist die beste Prävention: Laut der Ergebnisse wiesen körperlich aktive Menschen ein um bis zu 25 Prozent geringeres Depressionsrisiko auf als inaktive Vergleichspersonen. Bereits relativ geringe Umfänge an zusätzlicher körperlicher Aktivität bringen laut den Forscher:innen einen „erheblichen Nutzen“ für die langfristige psychische Gesundheit mit sich.

Zentrale Ergebnisse Auf Basis der 71 einbezogenen Studien identifizierten die Forscher:innen u. a. relevante Faktoren (Usability, Funktionalität, Individualisierbarkeit usw.), die für die Nutzung solcher digitaler Tools sprechen. Darüber hinaus bieten die Analysen gleichzeitig wertvolle Informationen zu spezifischen Motiven und Bedürfnissen von unterschiedlichen Nutzer:innen, die künftig noch weiter berücksichtigt werden sollten.

Praxisrelevanz und Fazit Die Review-Ergebnisse unterstreichen einmal mehr, wie wichtig ein aktiver Lebensstil und ausreichend Bewegung für die körperliche und mentale Gesundheit sind. Mit ihrem umfangreichen Angebot sind die Studios der perfekte Ort, um sich ganzheitlich fit zu halten.

Praxisrelevanz und Fazit Der Studienüberblick liefert wichtige Hinweise zum zielführenden Einsatz von Fitnesstrackern/Wearables. Außerdem wird verdeutlicht, wie Studios mithilfe dieser Tools Mitglieder künftig noch besser unterstützen, nachhaltiger motivieren und das Trainingserlebnis weiter steigern können.

Praxisrelevanz und Fazit Die Empfehlungen liefern wertvolle Denkanstöße und Umsetzungsideen, wie ein behindertengerechtes Trainingsumfeld im Studio geschaffen werden und das Thema Inklusion weiter vorangetrieben werden kann.

Pearce, M., Garcia, L., Abbas, A., Strain, T., BarretoSchuch, F. et al. (2022). Association Between Physical Activity and Risk of Depression: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Psychiatry. Zugriff am 30.05.2022. Verfügbar unter https://jamanetwork. com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2790780

Jin, D., Halvari, H., Maehle, N. & Olafsen, A. H. (2022). Self-tracking behaviour in physical activity: a systematic review of drivers and outcomes of fitness tracking. Behaviour & Information Technology, 41(2), 242–261.

Cunningham, C., O’Donoghue, G., Cosgrave, S., Sands, T., Leacy, B., Markievicz, I. et al. (2022). Gym staff perspectives on disability inclusion: a qualitative study. Disability and Rehabilitation. Zugriff am 29.05.2022. Verfügbar unter https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35191365/

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Fotos: dusanpetkovic1, Bojan, romaset – stock.adobe.com

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Untersuchungsschwerpunkte Fitnesstracking ist beliebt und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Welche Potenziale und Herausforderungen mit der Weiterentwicklung solcher digitaler Unterstützungstools einhergehen, untersuchte diese Studie.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten

Training für das Gehirn Die Bedeutung von psychischer und physischer Leistungsfähigkeit nimmt stetig zu. Gut ausgeprägte kognitive Fähigkeiten stellen dabei eine wichtige Ressource dar, um dem Auftreten psychischer Erkrankungen entgegenzuwirken und wachsenden Herausforderungen effektiv zu begegnen. Welchen Einfluss sportliche Aktivitäten, wie bspw. das Training im Fitnessstudio, auf die kognitiven Fähigkeiten von gesunden Erwachsenen haben, wurde im Kontext einer Bachelor-Thesis an der DHfPG untersucht.

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ie Corona-Krise hat aufgezeigt, wie wichtig die körperliche und mentale Fitness für die Gesundheit der Menschen ist. Wachsende gesellschaftliche Herausforderungen und immer komplexer werdende Anforderungen im Berufs- wie Privatleben (Ducki, 2019, S. 3; WHO Europe, 2019, S. 1; Willmann, Fuchs & Braun, 2020, S. 177) machen deutlich, warum ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit immer wichtiger wird.

In diesem Zusammenhang spielen die kognitiven Fähigkeiten eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Sie umfassen das geistige Können, das den Menschen befähigt, Situationen und Informationen wahrzunehmen, zu erkennen und zu verarbeiten. Lern- und Gedächtnisprozesse gehören für Lohaus und Vierhaus (2019, S. 134) zu den kognitiven Fähigkeiten. Auch Informationsverarbeitungs- und Problemlösekompetenzen sowie die eigene Handlungsplanung und -steuerung, die zur

Grafiken/Foto: Visual Generation, Nizwa Design, Kindlena – stock.adobe.com | privat

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DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Psychologie

Steigerung der eigenen Resilienz beitragen, schließen sie mit ein. Um die psychische und physische Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern, ist ein aktiver Lebensstil von großer Bedeutung (Lippke & Vögele, 2006, S. 195).

Training führt zu einer Verbesserung der …

Welchen Einfluss sportliche Aktivitäten und regelmäßiges Training auf die kognitiven Fähigkeiten von gesunden Erwachsenen haben, wurde im Rahmen einer Bachelor-Thesis an der DHfPG mittels einer systematischen Übersichtsarbeit genauer untersucht.

Aufmerksamkeit Verarbeitungsgeschwindigkeit Exekutiven Funktionen Gedächtnisleistung

Methodik

Reaktionszeit

Die Abschlussarbeit widmete sich der Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands, um daraus ableiten zu können, wie sich die Belastungskomponenten verschiedener Arten sportlicher Aktivität für eine optimale Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten einsetzen lassen. In diesem Kontext wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed der National Library of Medicine sowie PubPsych, Google Scholar und Thieme durchgeführt. Mittels zuvor festgelegter Suchbegriffe wurden Studien gefiltert, die den Einfluss mindestens einer Art von sportlicher Aktivität auf verschiedene kognitive Fähigkeiten untersucht haben. Um passende Studien zur Beantwortung der Forschungsfrage mit den zuvor definierten Ein- und Ausschlusskriterien zu extrahieren, wurden Titel und Abstracts hinsichtlich der thematischen Relevanz gesichtet. Anschließend wurde die Verfügbarkeit als Volltext für alle als relevant identifizierten Studien geprüft.

Ergebnisse Die beschriebene Literaturrecherche ergab insgesamt 15 relevante Studien, die Aufschluss über den aktuellen Forschungsstand geben sowie zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen können. Jede Studie untersuchte die Auswirkungen mindestens einer Art von sportlicher Aktivität auf verschiedene kognitive Fähigkeiten. 14 der 15 Studien stellten einen positiven Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und kognitiven Fähigkeiten fest, lediglich eine Studie konnte keine signifikanten Ergebnisse verzeichnen.

Studios bieten den optimalen Trainingsrahmen, um sich physisch und mental fit und gesund zu halten.

Fazit Die Ergebnisse des systematischen Reviews haben gezeigt, dass sowohl Ausdauertraining als auch Krafttraining einen positiven Einfluss auf die verschiedenen Komponenten der Kognition hat. Für die Praxis lässt sich daraus ableiten, dass Ausdauer- und Krafttraining, neben den physischen Vorteilen in Form von Aufbau und Erhalt der Ausdauerleistungsfähigkeit sowie der Muskelmasse, auch einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit von Erwachsenen leistet. Fitnessstudios können den zusätzlichen Mehrwert „Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten“, was beispielsweise die gesteigerte Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie die Reduktion der Reaktionszeit umfasst, im Rahmen des eigenen Marketings künftig noch prominenter hervorheben und so gezielt mit diesen positiven Aspekten werben. Denn eine qualifizierte Trainingsbetreuung und das umfassende Leistungsangebot schaffen den Mitgliedern

Elf der identifizierten Studien nutzten das moderate Ausdauertraining als Trainingsintervention. Insgesamt konnte bei gesunden Erwachsenen eine Verbesserung der Aufmerksamkeit, der Verarbeitungsgeschwindigkeit, der exekutiven Funktionen und der Gedächtnisleistung festgestellt werden. Zwei Studien untersuchten die Auswirkungen von Krafttraining auf die kognitiven Fähigkeiten. Intensität und Gestaltung der Trainingsinterventionen entsprachen derselben Art und Weise und erzielten trotz verschiedener Testungen signifikante Verbesserungen der Reaktionszeit. Eine weitere Studie stellte zusätzlich einen Vergleich zwischen den Auswirkungen von Ausdauer- und Krafttraining auf die Reaktionszeit an. Beide Trainingsinterventionen verbesserten die Reaktionszeiten. Dabei konnte jedoch kein signifikanter Unterschied im Gruppenvergleich festgestellt werden. 04/22

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optimale Voraussetzungen, um aktiv etwas für ihre kognitiven Fähigkeiten zu tun sowie sich langfristig körperlich und mental rundum fit zu fühlen.

Dorothea Grabo Alter: 23 Duales Studium: Venice Beach Worms Abschluss: B. A. Fitnessökonomie Aktuelle Tätigkeit: S tudioleiterin Venice Beach Worms

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PARTNERVERBAND BFB

Mitmachen ist angesagt und dringend empfohlen

Initiative sicheres Solarium (SiSo) Text: Holger Ziegert

Das Thema Solarium wird seit jeher kontrovers diskutiert. In den letzten Jahren hat sich jedoch aus dem ewigen Schwarz-Weiß der Meinungen eine lebhafte, wissenschaftliche Diskussion entwickelt. Forschende aus unterschiedlichen Bereichen haben erkannt, dass die generelle „Verteufelung“ der UV-Strahlung eher Schaden als Nutzen bringt.

Dennoch regen sich Zweifel an den bisherigen Aussagen zur UV-Gefahr, deren wissenschaftliche Untermauerung aus mei-

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ner Sicht mitunter nicht ganz lückenlos, wenn nicht gar kreativ ausgestaltet erscheint.

Initiative sicheres Solarium Doch wie kann man hier noch meinungsbildend Einfluss auf die offenbar gesetzten Standpunkte der politischen Elite nehmen? Nur mit den Stimmen der Akteur:innen sowie der Nutzer:innen. Für Erstere hat der Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) eine Plattform entwickelt, auf der alle Betroffenen den Unternehmen, Institutionen und Personen ihre Unterstützung für die Branche zeigen können. Zu finden ist fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Yakobchuk Olena – stock.adobe.com | BfB e. V.

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llerdings scheint es so, als sei es der „Zunft der Solariengegner:innen“ gelungen, die Meinung contra Solarium zu manifestieren und damit den politischen Entscheider:innen weniger Spielraum für andere Sichtweisen zu lassen. Dass Solarien Krebs verursachen, sagte selbst der amtierende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in einem Interview mit Kurt Krömer wie aus der Pistole geschossen. Wer will da noch widersprechen?


diese Initiative SiSo auf einer eigenen Website des BfB unter www.initiative-siso.de/die-initiative-siso.html. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Anerkennung der Charta für sichere Besonnung. Im Prinzip beschreibt sie nichts anderes, als das, was Sie ohnehin schon tun, indem Sie die gesetzlichen Vorgaben gemäß UV-Schutz-Verordnung zum Betreiben von Solarien einhalten. Die Kernbotschaften sind klar und unmissverständlich formuliert: 1. Solarien in Deutschland sind sicher. 2. Herstellungsfirmen von Bräunungsgeräten und Lampen sind zur Einhaltung eindeutiger Normen verpflichtet. 3. Mitarbeitende in Solarien sind hervorragend ausgebildet und werden fortwährend qualifiziert. 4. Kund:innen werden optimal beraten. 5. Die gesundheitlichen Auswirkungen von UV-Strahlungen werden transparent kommuniziert. 6. Die Behörden werden aktiv dabei unterstützt, die Einhaltung der Vorschriften zu prüfen. 7. Eine Verschärfung der UV-Schutz-Verordnung (UVSV) ist unangemessen und schadet mehr, als sie nutzt.

Appell zur Teilnahme Als Betreiber:in von Fitnessanlagen mit Solarien sollten Sie sich unbedingt online eintragen und die Initiative mit Ihrer Stimme unterstützen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Mitgliedschaft im BfB ist dafür nicht erforderlich.

Holger Ziegert Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Holger Ziegert ist Mitglied des BfB-Vorstands. Seit 2008 ist er u. a. als Geschäftsführer und Gesellschafter der AYK Gruppe mit Sitz in Köln aktiv. Zuvor durchlief er Führungs-, Geschäftsführerund Vorstandspositionen in Unternehmen der Medizintechnik sowie der Kosmetik- und Freizeitindustrie.

Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP Wolfgang Kemmler, Michael Fröhlich, Christoph Eifler

Ganzkörper-Elektromyostimulation Effekte, Limitationen, Perspektiven einer innovativen Trainingsmethode

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber

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Privates Institut für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH

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Beutnerring 9

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Jahresabonnement Inland 43 EUR*

Partnerschaften

*inkl. MwSt. und Versandkosten

9 EUR*

Jahresabonnement Ausland 61 EUR* Wolfgang Kemmler, Michael Fröhlich, Christoph Eifler ISBN: 978-3-66265-205-3 | Sprache: Deutsch | Taschenbuch Seitenzahl: 52

Offizielles Organ des DSSV e. V. und BfB e. V.,

Kündigungsfrist

Nationaler Medienpartner von

1 Monat vor Ablauf des Bezugsjahres

EuropeActive Produktion

»Ganzkörper-Elektromyostimulation«

Effektiv und zeitsparend – das macht EMS-Training aus. Die Trainingsform, die sich inzwischen als fester Bestandteil im Fitnessmarkt etabliert hat und eine Vielzahl eigens hierauf spezialisierter Studios aufweist, ist in den vergangenen Jahren zum Trend geworden. Die Akzeptanz hierfür steigt stetig und trotz der Corona-Pandemie war und ist kein Ende in Sicht. Mit der steigenden Bekanntheit und Anzahl der Trainierenden wird auch der Informationsbedarf für Ganzkörper-Elektromyostimulation (WB-EMS) immer größer. Die Autoren Wolfgang Kemmler, Michael Fröhlich und Christoph Eifler bieten mit ihrem Taschenbuch „Ganzkörper-Elektromyostimulation – Effekte, Limitationen, Perspektiven einer innovativen Trainingsmethode“ ein kompaktes Nachschlagewerk für dieses komplexe Thema. Neben Hintergründen und Informationen zur WB-EMS-Applikation, bei der die Autoren besonderes Augenmerk auf die sichere und effektive Anwendung legen, erfolgt eine aktuelle Übersicht über Forschungsergebnisse, welche die Effekte von WB-EMS auf unterschiedliche Zielgrößen zusammenfasst. Abschließend wird eine Charakterisierung der Marktsituation sowie derzeitiger Trends und eine Prognose von Entwicklungen im Spannungsfeld WB-EMS vorgelegt.

Geschäftsführer

Prospektus Druckerei

Janosch Marx,

Tartu Str. 6

Johannes Marx

H-8200 Veszprem

Vertrieb und Anzeigen

Registereintragung

Refit Kamberovic,

Amtsgericht Hamburg

Alisha Dittmer,

HRB 147152

Cara Jedamski VerpackG-Registrierungsnummer Kontakt

DE5601912575515

Telefon: +49 (0) 40 / 300 945 - 0 E-Mail:

info@fitnessmanagement.de

ClimatePartner ID 11266-2002-1001

Website www.fitnessmanagement.de

Redaktionelle Mitarbeit

Prof. Dr. Marco Speicher, Roman Spitko,

Dr. Joshua Berger, Patrick Berndt,

Jürgen Wolff, Holger Ziegert

Katrin Bohr, Iris Borrmann, Albert Busek, Gülizar Cihan, Alisha Dittmer,

Lektorat

Prof. Dr. Christoph Eifler, Antonio e Silva,

Lena Henning, Carolin Schmidt,

Sabrina Fütterer, Dorothea Grabo,

Sophie Wild

Prof. Dr. Sarah Kobel, Niklas Kornemann, Johanna Kummer, Florian Kündgen,

Layout und Bildbearbeitung

Felix Laufer, Julian Lohau,

Lars Marschalek,

Frederik Neust, Ronja Reuber,

Katharina Mühlenberg,

Antje Ruhwedel, Carolin Schmidt,

Lara-Chantal Müller,

Florian Schmidt, Anke Sörensen,

Stefanie Reifschneider

Gendergerechte Sprache Als Fachverlag, der das Leitmagazin einer offenen und bunten Zukunftsbranche herausgibt, sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Dazu gehört auch eine klare Haltung gegenüber Diskriminierung jeglicher Art. Mit Beginn des Jahres 2022 verwenden wir deshalb in unseren Medien gendergerechte Sprache. Uns ist wichtig, niemanden auszuschließen – vor allem nicht sprachlich. Hinweis: Auf expliziten Wunsch sind ausgewählte Artikel davon nicht betroffen. Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.

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Das gilt auch für die veröffentlichten Anzeigen sowie redaktionellen Anzeigen (Advertorials). Kein Teil dieses Magazins darf außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgendeiner

Wie hat Ihnen unsere Ausgabe gefallen? Nehmen Sie bis zum 9. September 2022 an unserer OnlineUmfrage teil und nutzen Sie die Chance, das Buch „Ganzkörper-Elektromyostimulation“ als eBook zu gewinnen! Zur Umfrage gelangen Sie über den nebenstehenden QR-Code oder den folgenden Link:

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE

„Wir planen Ihre Trainingsziele gemeinsam“

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ch stelle hier ein Konzept vor, das ich seit 1992 in zahlreichen Fitnessstudios sehr erfolgreich umsetze und mit dem Sie Ihre Verkaufszahlen maximieren sowie profitable, nachhaltige Kund:innenbeziehungen aufbauen können. Zunächst der gängige Ablauf einer Beratung: 1. Kund:innenbegrüßung 2. Rundgang durch das Fitnessstudio 3. Information über das Angebot mit Vertragsabschluss. Solche Abläufe sind nicht optimal, denn dieser Art der Beratung begegnet man überall. Falls alle Studios die gleiche Verkaufsstrategie praktizieren, entscheidet nur der Abopreis.

Wie wollen Kund:innen wahrgenommen werden? Behandeln Sie Ihre Kund:innen wie Freund:innen. Sie interessieren sich füreinander und sollten sich gegenseitig und den Trainer:innen zielgerichtete Fragen stellen. Die Kommunikation dient dazu, Trainingsziele auszutauschen und die Effektivität einer Trainingseinheit oder Dauer einer Fitnesssequenz zu besprechen. Mit den Informationen aus diesen Gesprächen konstruieren Sie interessante Trainingszielkategorien: a. Gesunder Rücken b. Krafttraining c. Figurtraining d. Abnehmen Gestalten Sie zu jeder Kategorie DIN-A4-Prospekte mit fundiertem Inhalt, dem Interessenschwerpunkt sowie einer adäquaten Trainingslösung. Ein Augenmerk sollte auf der professionellen Gestaltung liegen. Auf der Titelseite werden die Namen der jeweiligen Kund:innen sowie der gewünschte Trainingstermin handschriftlich vermerkt. Viele Menschen haben einen durchgetakteten Wochenplan – ein Jour fixe für eine Trainingseinheit ist dann eine Wohlfühlveranstaltung.

Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing

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Der Prospekt enthält folgende Informationen: 1. Was erwartet die Kund:innen beim ersten und zweiten Termin? 2. Was passiert während Phase 1 im ersten und zweiten Monat? 3. Was passiert während Phase 2 im dritten und vierten Monat? 4. Was passiert während Phase 3 im fünften und sechsten Monat?

Zweiter Termin: Eingangsanalyse, individuelles Trainingsprogramm mit einfachen Übungen an einer Kraftmaschine Phase 1: Trainingsplanung für zwei Monate, leichte Kräftigung und Dehnung der Skelettmuskulatur rund um die Wirbelsäule, Bauchtraining, um die Rumpfmuskulatur zu kräftigen und die Haltemuskulatur zu unterstützen. Bekämpfung muskulärer Dysbalancen, Bekämpfung und Prophylaxe von Haltungsschwächen und Beschwerden am Bewegungsapparat. Phase 2: Erweitertes Trainingsprogramm, z. T. „freiere” Übungen. Verbesserung der Haltemuskulatur und der Mobilisation rund um die Wirbelsäule. Bänder, Sehnen und Knochen werden gefestigt und vor Verletzungen geschützt. Phase 3: Komplexere Übungen und Trainingsprogramme. Freie Übungen werden durch Verbesserung von Körpergefühl und Haltung möglich. Das komplette Muskelkorsett wird weiter gekräftigt. Bei Haltungsschwächen kann komplette Schmerzfreiheit erlangt werden. Steigerung und Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens. Zusätzliche Maßnahmen: Der Kurs „Gesunder Rücken” kann in jedem Trainingsstadium hinzukommen. Hier wird die Rückenmuskulatur gedehnt und gekräftigt, die Wirbelsäule mobilisiert, Bewusstsein für die Haltung geschaffen sowie das Körpergefühl und die Koordination geschult. In diese individuelle Kund:innenberatung wird Ihr Trainingskonzept impliziert. Den Ablauf sollten Sie mit Ihrem Trainer:innenteam für die drei weiteren Kategorien (Krafttraining, Figurtraining und Abnehmen) konzipieren.

Beratung statt Verkauf Mein Silva-Sales-System priorisiert Problemlösungen. Ziel sind dauerhafte Kund:innenbeziehungen. Der Weg: Die Trainer:innen bieten den Kund:innen die individuelle Lösung eines Gesundheitsproblems an, diese schließen daraufhin ein Fitnessabo ab. Mit diesem Konzept wird Ihre Fitnessstudioleistung enorm an Glaubwürdigkeit gewinnen. Sie wollen die Roadmap auch für Ihr Studio nutzen? Dann schreiben Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Silva-Sales-System“ an antoniosilva@ online.de und erhalten Sie meine vorgefertigten Materialien. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: lIrynao – stock.adobe.com | Volker Beushausen

Ihre persönliche Roadmap

Ein Beispiel für eine gelungene Kund:innenberatung mit dem Schwerpunkt „Gesunder Rücken“: Erster Termin: Fitnesstest, Analyse der Kraft und der Dehnfähigkeit der Rückenmuskulatur, passende Dehnübungen


KRA ft masc hine Wir sind ein Traditionsunternehmen aus dem Ruhrpott und produzieren seit 1980 "Made in Germany". Bei uns dreht sich alles um Fitness- und Krafttraining! Mit exzellenter Biomechanik, handwerklicher Präzision und klarem Design haben wir das Training revolutioniert und verbessern es stetig weiter.

Wir sind dabei! Wir sind Partner des Aufstiegskongresses 2022.

www.gym80.de

gym80.de

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