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April/Mai
Nr. 160
EUR 9/12 (D/INT)
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Jetzt auch für Experten EGYM Smart Strength mit dem neuen Open-Modus für die freie Trainingsfläche Lesen Sie mehr ab Seite 44
Eckdaten 2022 Die Zahlen von DSSV, Deloitte und DHfPG zeigen die Perspektiven der Branche
Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland Modellprojekt für Fitness und Gesundheit von Ministerium, DHfPG und PuGiS e.V.
FIBO 2022 „Zurück zu alter Stärke!“ – Die Leitmesse öffnet nach zwei Jahren wieder ihre Tore
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EDITORIAL
Besser als befürchtet
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ie aktuelle Eckdaten-Studie des DSSV e. V., von Deloitte und der DHfPG zur Situation in der Fitness- und Gesundheitsbranche kann auf zwei Weisen interpretiert werden: Einerseits kann man sich erneut darüber beklagen, wie hart die Branche von der CoronaPandemie getroffen wurde. Der Mitglieder- und Umsatzrückgang liefert die entsprechenden Nachweise. Andererseits findet man auch einige bemerkenswerte Erkenntnisse, die Anlass für Optimismus geben. Die befürchtete Insolvenzwelle hat die Fitness- und Gesundheitsbranche nicht getroffen. Die Anzahl der Anlagen ist mit einem leichten Rückgang um 0,5 Prozent eher als konstant und weniger als sinkend einzustufen. Zudem haben über 90 Prozent der Betriebe den Schließungszeitraum im ersten Halbjahr 2021 produktiv genutzt, um ihre geplanten Investitionen zu tätigen. Und nicht zuletzt ist die Branche mit über zwei Millionen Menschen „Vorsprung“ nach wie vor die mitgliederstärkste Trainingsform in Deutschland. Weitere Details zur Studie finden Sie in unserem ausführlichen Bericht ab Seite 50. Dabei hatte unsere Redaktion exklusiv die Möglichkeit, direkt mit den Fachleuten und Macher:innen der Studie zu sprechen.
Besuchen Sie un s auf der FIBO in Halle 7 am Stand D49
Ein weiteres positives Signal für die Fitness- und Gesundheitsbranche kommt aus der Schweiz: Dort sind am 15. Februar 2022 sämtliche Beschränkungen gefallen. Dies hatte für die Schweizer Fitnesscenter einen äußerst umsatzstarken Jahresstart zur Folge. Diese Entwicklung wird zeitverzögert auch in Deutschland eintreten. Die Pandemie hat neben vielen anderen Dingen wie ein Beschleuniger in puncto Akzeptanz für die Fitness- und Gesundheitsbranche gewirkt. Die Bedeutung von Fitnesstraining zur Gesunderhaltung ist in der Gesellschaft und Politik weiter gestiegen und der Nachholeffekt und Wunsch nach Bewegung in der Bevölkerung ist enorm. Dazu kommen weitere Initiativen, die der Branche Rückenwind geben. Beispielsweise wurde das Modellprojekt „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ vom saarländischen Gesundheitsministerium in Kooperation mit der DHfPG als Projektverantwortliche und PuGiS e. V. als Projektpartner sowie mit Unterstützung des DSSV e. V initiiert. Ziel ist es, Menschen mit fehlender oder unzureichender körperlicher Aktivität zu einem regelmäßigen Training in einer Fitness- und Gesundheitsanlage zu bewegen. Nach erfolgreichem Abschluss könnte das Projekt auch bundesweit umgesetzt werden. Mehr dazu lesen Sie ab Seite 24.
„Wir freuen uns auf Ihr Feedback!“
Die FIBO vom 7. bis 10. April sowie der FIBO Congress vom 7. bis 9. April in Köln werden für weiteren Aufwind sorgen. Die Fitness- und Gesundheitsbranche hat in diesem Jahr wieder einen „physischen Anlaufpunkt“. Neben den zahlreichen Akteur:innen und Fachleuten der Branche werden auch wieder viele Medien sowie politische Vertreter:innen vor Ort sein. Die optimale Chance, um die Branche nach zwei Jahren der „Abstinenz“ von ihrer besten Seite zu zeigen und die Wichtigkeit eines regelmäßigen Trainings im Studio für die Menschen zu unterstreichen (S. 30 ff). Ich lade Sie herzlich ein, uns auf der FIBO in Halle 7 am Stand D49 zu besuchen – Unser Redaktionsteam ist für Sie in Köln vor Ort.
Foto: Klaudia Lech
Bevor Sie mit der Lektüre starten, danke ich Ihnen ganz herzlich, dass Sie trotz der herausfordernden Geschehnisse in den letzten zwei Jahren zuversichtlich geblieben sind. Sie liefern die Infrastruktur, um unsere Bevölkerung zu einer gesünderen und fitteren Gesellschaft zu machen. Für Unternehmen empfiehlt sich immer eine erfolgsorientierte Ausrichtung und diese umfasst die Zielerreichung in der Zukunft, weniger die Verlustbetrachtung in der Vergangenheit. Machen Sie auf diesem Weg weiter und lassen Sie uns über Ihre Erfolgsgeschichten und die Zukunftsfähigkeit der Branche berichten. Denn wie es in der Überschrift bereits heißt – es ist besser als befürchtet.
Janosch Marx Geschäftsführer fitness MANAGEMENT
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INHALT
Monika Bachmann
Gesundheitsministerin Saarland
Dirk Mathis
Geschäftsführer PuGiS e. V.
Roman Spitko
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Start für Modellprojekt: „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“
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Sandra Gärttner
Prof. Dr. Arne Morsch
Interdisziplinär: Praxisimpulse für die Mitgliedergewinnung
INHALT
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AKTUELLES 8 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 16 Studio des Monats: Josko fitness in Binzen 24 Modellprojekt von Gesundheitsministerium, DHfPG und PuGiS e. V.: „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ 30 FIBO 2022: „Zurück zu alter Stärke!“ 32 FIBO Congress: Informieren. Austauschen. Netzwerken. 36 Interdisziplinär: Praxisimpulse für die Mitgliedergewinnung 44 EGYM Smart Strength Geräte mit neuem Open-Modus 46 gym80: KRAFTcon. – die Inhouse Fitnessmesse.
DSSV 50 „Visitenkarte“ der Branche: Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022 62 Verbandsarbeit: NiSV – Was gilt jetzt im EMS-Bereich? 66 Recht: Was Sie jetzt beim Thema Urlaub beachten müssen 70 News und neue Mitglieder des DSSV 72 Kommentar Birgit Schwarze: Jetzt positiv in die Zukunft blicken!
MANAGEMENT 76 MANAGEMENT Impuls mit Frank Vogelgesang, Motivitas: Mitgliedergewinnung und -bindung in Zeiten von COVID-19 80 Die Branche im Wandel: Mit LES MILLS die Regeln neu definieren 82 Verkaufsstrategien: Erfolgsfaktor professionelle Beratung 86 Zertifizierung: Hygienesiegel als Wohlfühlfaktor 88 Karrierechancen bei FitnessLOFT: Wenn aus Arbeit Zuhause wird
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FIBO 2022: Nach zwei Jahren Pause „zurück zu alter Stärke!“
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Gesundheitstage: Aquisetools für Firmenfitness
Anke Mächler
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Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft
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FITNESS & GESUNDHEIT
WISSENSCHAFT & PRAXIS
90 Vorteile im Gesundheits- und Leistungssport: Theoretischer Hintergrund zu propriozeptivem Training 94 Branchenkonzepte im Praxischeck: Koordinationstraining 100 Erfolgskonzept Körperformen: Wachstum und Ausblick 104 Cannabidiol im Sport: „An CBD im Sport führt kein Weg mehr vorbei“ 106 Panatta im Panther Gym Augsburg 108 Praxistipp: Gesundheitstage Aquisetools für Firmenfitness 112 REIGN Total Body Fuel: Trendsegment Performance Energy 114 Marbo Sport: UpForm F-line – kraftvoll durch die Pandemie 116 MetaCheck Gen-Diät und MetaCheck POWER testen 118 Optimale Beratung zur Gewichtsreduktion: Ernährungsformen individuell einsetzen 122 Coaching: Tools und Erfolgsstrategien für mehr Resilienz
126 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 128 „Jede Zeit will eigene Antworten“ – Albert Busek über den langen Weg zur Etablierung des Muskeltrainings 132 DHfPG-Science-Lab: Neurotraining gegen das Computer-Vision-Syndrom 134 Personenporträt: René Hentschke 136 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 138 Partnerverband BfB: Die Bedeutung der Solarien für die Fitnessbranche 140 Buchtipp: „Zivilisationskrankheiten: Krankheitsketten vermeiden – Präventionskompetenzen entwickeln“ 142 Kolumne Antonio e Silva: Neupositionierung nach der Pandemie
Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie
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Foto: DHfPG/BSA
Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe
Modellprojekt als Chance für die gesamte Branche
Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website.
Das Gesundheitsministerium des Saarlandes hat in Kooperation mit der DHfPG als Projektverantwortliche sowie dem Verein PuGiS e. V. als Projektpartner die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ ins Leben gerufen. Mithilfe des Netzwerks aus lokalen Fitness- und Gesundheitsstudios soll die Wichtigkeit und das Potenzial der Branche sicht- und vor allem messbar gemacht werden. Mehr zu den Hintergründen und der Umsetzung auf Seite 24.
www.fitnessmanagement.de
www.fitmach-aktion.de
Foto: EGYM GmbH
Foto: Ievgen Skrypko – stock.adobe.com
qualitrain erneut ausgezeichnet
Austausch mit neuem Obmann des Sportausschusses
Das internationale Marktforschungs- und Beratungsunternehmen EUPD Research hat den Anbieter:innenmarkt im erweiterten Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) analysiert und das Qualitätssiegel „Top Brand Corporate Health“ an Deutschlands beste Dienstleister vergeben. Als Preisträger wählten BGM-Expert:innen zum zweiten Mal in Folge das Firmenfitnessnetzwerk qualitrain des Münchener Hightech-Unternehmens EGYM .
Florian Kündgen (stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V.) hat sich in Berlin mit Philipp Hartewig (sportpolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Bundestag) getroffen. Gesprächsthemen waren dabei unter anderem die Wirtschaftshilfen, das Infektionsschutzgesetz und die Umsatzsteuersenkung. Eine Intensivierung der Gespräche, auch mit dem Gesundheitsausschuss, für eine bessere politische Wahrnehmung unserer Branche sind bereits terminiert.
www.bit.ly/qualitrain-ausgezeichnet
www.bit.ly/philipp-hartewig
Foto: Maridav – stock.adobe.com
Aufruf zur Teilnahme an Schweizer Fitnessstudie Die DHfPG mit Sitz in Saarbrücken und Zürich führt gemeinsam mit der IG Fitness eine Umfrage im Schweizer Fitnessmarkt durch. Ziel der Untersuchung ist es, dem Fitnessmarkt in der Schweiz ein Mehr an Transparenz zu verleihen sowie eine stärkere Akzeptanz des Fitnessmarkts als bedeutsame Gesundheitsdienstleistungsbranche. Alle Fitnesscenter in der Schweiz sind aufgefordert an der Online-Umfrage teilzunehmen: www.fitnessmanagement.de/schweiz-umfrage/ www.bit.ly/schweizer-fitnessmarkt-umfrage
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Foto: DHfPG/BSA
DHfPG sichert sich FernstudiumCheck Award
FIBO Congress vor Ort in Köln
Mit einer Weiterempfehlungsrate von 96 Prozent hat es die DHfPG in die Top Ten der beliebtesten Fernhochschulen Deutschlands geschafft und sich einen FernstudiumCheck Award in der Kategorie „Beliebteste Fernhochschule“ gesichert. Als Deutschlands größtes Bewertungsportal für Fernlehr- und Fernstudiengänge präsentiert FernstudiumCheck jedes Jahr mit dem gleichnamigen Award die beliebtesten Fernhochschulen Deutschlands.
Die Konsolidierung des Fitnesssektors, Studioschließungen, globale Rezession — noch nie war Weiterbildung von solch erfolgsstrategischer Bedeutung wie jetzt. 2022 „boostert“ der FIBO Congress vom 7. bis 9. April in Köln das Know-how von Fitnessprofis. Behandelt werden relevante Fragestellungen, zukunftsweisende Inhalte und wertvolle Praxiserfahrungen. Kuratiert wird das Programm von der DHfPG und der BSA-Akademie.
www.dhfpg.de/fernstudium-check-award
www.bit.ly/fibo-congress2022
Foto: Natee Meepian – stock.adobe.com
Foto: Panatta
Myzone nach BGF-Deal 102 Millionen US-Dollar schwer
Panatta verdoppelt Präsenz auf der FIBO 2022
Der britische Wachstumskapitalinvestor BGF steigt beim Hersteller tragbarer Fitnesstrackingtechnologie Myzone ein und investiert 17,2 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Nach der erfolgreichen Einführung des Myzone MZ-Switch im Jahr 2021 und dem Start mit eigener Niederlassung in der DACH-Region im März 2020 folgt nun also die nächste gute Nachricht für das 2001 von Fitnessexperte Dave Wright gegründete Unternehmen Myzone.
Der italienische Gerätehersteller Panatta wird auf der diesjährigen FIBO mit gleich zwei Ständen vertreten sein. In Halle 7 (Stand A34) wird auf 255 Quadratmetern das Geräteportfolio präsentiert. Zusätzlich wird in der FIBO POWER-Area (Halle 10.2) das Panatta Muscle Gym (Stand D33) aufgebaut. Das offene Fitnessstudio lädt zum Testen der neuesten Geräte ein und bietet mit den Bodybuildern William Bonac und Nathan De Asha auch prominenten Besuch.
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Foto: Patrick Wiese
Foto: DHfPG/BSA
CBD erobert den deutschen Sportmarkt
Master-Studium: Jetzt studieren, später zahlen!
Studien deuten auf eine entzündungshemmende, schmerzlindernde, muskelentspannende und schlaffördernde Wirkung von CBD hin, was diesen natürlichen Wirkstoff zum optimalen Trainingsund Regenerationspartner macht. Die Marke feels.like ist die erste deutsche CBD Sportmarke, die speziell für Sportler:innen wirksame und sichere Produkte entwickelt hat. Mehr Infos dazu finden Sie auf Seite 104.
Alle Bachelor-Absolvent:innen, die bereits ihr Erststudium an der DHfPG absolviert haben, erhalten Starthilfe für ein weiterführendes Master-Studium an der Hochschule. Sie haben die Möglichkeit, die anfallenden Studiengebühren erst nach Abschluss des Studiums in monatlichen Raten zu entrichten. Die DHfPG möchte so die Hemmschwellen für ein Master-Studium senken. Beratung erhalten Interessierte unter Tel.: +49 681 6855 599.
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ZIVILISATIONSKRANKHEITEN Krankheitsketten vermeiden – Präventionskompetenzen entwickeln
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In Deutschland leiden mehr als 20 Prozent der Bevölkerung an Erkrankungen des sogenannten tödlichen Quartetts, zu denen Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Diabetes mellitus Typ 2 gehören. Das neue Herausgeberwerk „ZIVILISATIONSKRANKHEITEN: Krankheitsketten vermeiden – Präventionskompetenzen entwickeln“ analysiert in insgesamt 21 Beiträgen von namhaften Autor*innen aus Gesundheit, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die gegenwärtige Situation, gibt wertvolle Impulse zum Aufbau von Gesundheitskompetenzen und soll Leser*innen dazu motivieren, selbst aktiv zu werden.
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Foto: DHfPG/BSA
Foto: rilueda – stock.adobe.com
EMS-Markt: Mitgliederboom & Professionalisierung
Förderprogramme für Lehrgänge der BSA-Akademie
EMS-Training ist mehr als nur Trend und wird bei Fitnesskund:innen aufgrund seiner Vorzüge immer beliebter, was aktuelle Studien und ein Bericht des ZDF-Morgenmagazins belegen. Durch die steigende Nachfrage, die wachsenden Ansprüche und die neuen gesetzlichen Regelungen (novellierte Strahlenschutzverordnung [NiSV]) steigen aber auch die Anforderungen an EMS-Anbieter:innen. Niklas Kornemann (DSSV e. V.) erklärt die Neuerungen der NiSV ab Seite 62.
BSA-Lehrgangsteilnehmende haben viele Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung im Rahmen ihrer Weiterbildung zu erhalten. Antragsberechtigte können sich u. a. über Aufstiegs-BAföG oder die Bundesagentur für Arbeit oder auch über regionale Programme eine Förderung sichern. Das BSA-Service-Center steht bei Fragen rund um das Thema „Förderung von BSA-Lehrgängen“ unter Tel.: +49 681 6855 143 gern zur Verfügung.
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Sicher trainieren: Der Dr. WOLFF Medi Squat
CultGym: neue Marke im Krafttraining
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Ohne Schnickschnack trainieren – das ist das Motto der neuen Marke CultGym. Ohne teure Designelemente, spezielle Rohrformen, hohe Werkzeugkosten oder Serviceaufträge bietet CultGym – eine Marke der DHZ Fitness GmbH – Geräte für den In- und Outdoorbereich, die nicht nur solide und stabil verarbeitet, sondern auch wetterfest sind. Zusätzlich ist CultGym offizieller Sponsor des NAC Germany, dem nationalen Bodybuildingverband.
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BODYCOMBAT VR: Gruppentraining im Metaversum LES MILLS hat sich mit dem VR-Spezialisten Odders Labs zusammengetan, um das weltweit bekannte Programm BODYCOMBAT in eine fortschrittliche VR-Gaming-App auf der Quest-Plattform zu bringen. Die User:innen stellen sich in verschiedenen Levels Herausforderungen, die in intergalaktischen Wüsten oder atemberaubenden Skylines absolviert werden können. Mit der Erweiterung wird das beliebte Workout um den Bereich der Gamification erweitert. www.bit.ly/les-mills-bodycombat fitness MANAGEMENT international
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Josko fitness in Binzen
Immer neue Wege gehen Text: Anke Sörensen
Tradition und Innovation: Was passiert, wenn jahrzehntelange Erfahrung, wertebezogene Unternehmensführung und junger Unternehmergeist in einem Studio aufeinandertreffen? Wie sehr sich diese Erfolgsfaktoren gegenseitig bereichern, inspirieren und das Familienunternehmen zukunftssicher aufstellen, zeigt sich im Josko fitness. Tim Josko führt das 1977 von seinen Eltern eröffnete Fitnessstudio in Binzen bei Lörrach und Weil am Rhein heute erfolgreich in zweiter Generation und verwirklicht dort sehr moderne Ideen. Fotos: Josko fitness
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Wohlfühlatmosphäre statt unpersönliche Fitnesshalle: Im Studio wird viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt
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inter dem Josko fitness als einem der ältesten familiengeführten Fitnessstudios Deutschlands steht eine Geschichte, die mit viel Pioniergeist begann. 1977 gründeten Georg und Uschi Josko das Studio. Sie war Floristin und bis zur Geburt ihres Sohnes parallel in diesem Beruf tätig, er arbeitete tagsüber im Anzug als Vermögensberater in der Bank. Ab 17 Uhr machte er in Trainingshose sein Hobby zum Beruf. Erst 1994 kündigte Georg Josko seinen Job, um seine Zeit ganz dem Studio zu widmen. Von Beginn an verfolgten beide den Ansatz, einen Ort zu schaffen, der Menschen zusammenbringt, um dort gesundheitsorientiert zu trainieren. „Vor 45 Jahren ahnte niemand, dass Fitness und die gesamte Fitnessindustrie irgendwann zu einem der weltweit am stärksten expandierenden Märkte gehören würden“, so Tim Josko. „Das imponiert mir. Schon damals taten meine Eltern alles dafür, um im Fitnessbereich erfolgreich zu sein und ihre Leidenschaft umzusetzen.“ Aus den kleinen Kellerräumen der Gründungszeit zog das Unternehmen 1988 in ein größeres Studio. 2010 baute die Familie Josko ein eigenes Gebäude mit 1.650 Quadratmetern, das 2020 sehr geschmackvoll auf 1.850 Quadratmeter erweitert wurde: das heutige Domizil, das im selben Jahr zum „Studio des Jahres“ gewählt wurde. Schon immer bündelt sich die gesamte Energie an diesem einen Standort Binzen, gelegen im Dreiländereck in Baden-Württemberg. Bis heute bereichert es das Josko fitness, dass beide Elternteile aus anderen Branchen zum Sport kamen. Da ist zum einen die Liebe zum Detail und zur Dekoration, die für eine besonders schöne Raumgestaltung mit vielen Pflanzenelementen und warmem Holz sorgt, zum anderen die strategisch-wirtschaftliche Expertise, die das Studio auf eine solide Basis stellt. Die Benchmark für Dienstleistung, Service, Ambiente und Design war dabei immer die Hotellerie, nicht die Fitnessbranche: „Einen Kaffee servieren wir ansprechen02/22
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der als viele Cafés. Genau auf diesen hohen Service und Dienstleistungsgedanken legen wir großen Wert. Unser Sports Café ist ein sehr umsatzstarker Bereich und sehr wichtig für die Kommunikation und die Atmosphäre im Club.“
Herzlich, familiär und authentisch Josko fitness ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Familienunternehmen. Dieser USP schafft eine große Nähe zu den Mitgliedern. Oft sind alle Joskos vor Ort präsent: Vater Georg macht Neukund:innentermine und trainiert selbst, Mutter Uschi arbeitet am Empfang und in der Administration – wie ihr Sohn geben beide regelmäßig Kurse und machen das, worauf sie Lust haben. Ehefrau Christina übernimmt das Controlling im Büro und hält Kund:innenkontakt, und die anderthalbjährige Tochter tobt, wie früher ihr Vater, durchs Studio. „So präsentieren wir uns auch nach außen. Auf unserer Weihnachtskarte und den Social-Media-Posts sieht man uns fünf als Familie. Wir leben das konsequent. Es ist wie ein Baum, der über Jahrzehnte hinweg starke Wurzeln bekommen hat.“ Im Studio
Drei Generationen der Familie auf einen Blick (v. l. n. r.): Uschi, Tim, Leni , Georg und Christina Josko
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS
Florale Akzente: Im besonderen Ambiente des Body & Soul-Raums werden die Live-Videos produziert
herrschen eine freundschaftliche, familiäre Atmosphäre und ein respektvoller Umgang miteinander, den das Team und die Mitglieder gleichermaßen kultivieren. Mittlerweile hat die Gemeinschaft eine Eigendynamik entwickelt, sodass z. B. ältere Mitglieder die jungen freundlich darauf hinweisen, dass man sich im Club grüßt. Die bunte Mischung aller Altersgruppen wird geschätzt. In manchen Kursen wie Indoor Cycling trainiert ein 17-Jähriger neben einem 74-Jährigen. Ehrlicher Umgang, gegenseitige Wertschätzung und wirkliche Wahrnehmung der Bedürfnisse sind wichtig. So wurden während der Lockdowns mit sämtlichen Mitgliedern individuelle Lösungen vereinbart – ein Riesenaufwand, der mit hoher Loyalität und wenigen Kündigungen belohnt wurde.
Kurse als Herzstück Auf der Trainingsfläche den Mitgliedern steht eine große Auswahl an modernen Technogym-Geräten für Kraft- und Herz-Kreislauf-Training zur Verfügung, ebenso wie ein Freihantelbereich, chipgesteuertes Gerätetraining am milon Zirkel und das five Rücken- und Gelenkkonzept. Qualifizierte Trainer:innen unterstützen dabei, die individuellen Trainingsziele zu erreichen. Das Kursprogramm ist bei Josko fitness ein Herzstück. 55 Kurse stehen jede Woche auf dem Plan – von Yoga über zertifizierte Krankenkassenkurse wie Rückenfitness bis zu LES MILLS® Gruppenkursen. Auch hier macht die Mischung aus Bewährtem und Modernem den Reiz aus. Georg Josko unterrichtet seit über 35 Jahren am Sonntagmorgen Stretching, abends schwitzen die Mitglieder beim BODYCOMBAT® zu aktuellen Beats. Eine wichtige Rolle spielen auch extra bezahlte Intensivcoachings mit einer Laufzeit von ein bis zwei Monaten. Der Abnehmkurs dauert beispielsweise acht Wochen und sorgt für ein starkes Community-Building, sodass die Mitglieder danach gemeinsam weitertrainieren, um am Ball zu bleiben. Weitere Angebote sind u. a. Fit in Shape und Active Aging.
Team aus eigenen Reihen
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Fotos: Josko fitness
In puncto Dienstleistung und Design orientiert sich das Josko fitness an der Hotellerie
Unterstützt wird die Familie in der Leitung maßgeblich von Stefan Hilpüsch als Bereichsleiter Training, Fabienne Marqua als Head of Social Media und Verantwortliche für das Sports Café, sowie von Karin Plattner als Leiterin der Personal- und Kursorganisation. Alle drei sind auch in Kursen und Kund:innenterminen präsent. Die Auswahl aller Mitarbeiter:innen erfolgt aus dem Bauchgefühl heraus, danach, ob die Persönlichkeit ins Team passt. Wie gut das funktioniert, zeigt die geringe Fluktuation. Sechs der vierzig Mitarbeiter:innen sind seit über 20 Jahren dabei. Jährlich werden vier dual Studierende ausgebildet und einige übernommen. Die meisten Mitarbeiter:innen wurden aus den Reihen der Mitglieder akquiriert, nur ein Student kam über
eine Annonce dazu. Alle anderen hatten bereits durch Familie oder Freunde einen persönlichen Draht zum Unternehmen. „Ihnen war klar, was die Marke repräsentiert und sie konnten sehr gut einschätzen, welcher zwischenmenschliche Umgang hier erwartet wird. So haben wir in den letzten Jahrzehnten ein großartiges Team aufgebaut“, erklärt Tim Josko. „Unser kleiner Kosmos mit nur einem Standort ist eine Riesenstärke. Ein bisschen wie das gallische Dorf bei Asterix, das auf außergewöhnliche Weise funktioniert und miteinander harmoniert.“
Stärke der zwei Generationen Obwohl Tim Josko das Studio heute allein führt, bezieht er seine Eltern in wichtige Entscheidungen mit ein und lässt sie an allen Entwicklungen teilhaben. Jede Woche treffen sie sich einmal zum Austausch beim Mittagessen. Dabei war es zunächst eine Herausforderung, als zweite Generation in ein Unternehmen einzusteigen, das die erste Generation mit sehr viel Idealismus gegründet hatte. „Wie meine Eltern Dinge vorleben, ist sehr authentisch. Ihre gesunde Einstellung zum Leben, zum Körper und zu anderen Menschen endet nicht, wenn das Studio schließt. Sie gehören zur ersten Generation, die mit einem aktiven und bewussten Lebensstil altert und das sieht man.“ Konsequent haben alle drei daran gearbeitet, zusammen zu funktionieren. Heute macht der junge Unternehmergeist gepaart mit der wertebezogenen Unternehmensführung das Josko fitness aus. Doch im Übergangsprozess gab es durchaus Zeiten, in denen zwei Sichtweisen aufeinanderprallten, viel Überzeugungsarbeit gefragt war und gegenseitiges Verständnis wachsen musste.
Digitalisierung als Problemlösung Die visionären Ideen hat Tim Josko von seinem Vater geerbt. Er will das Leben seiner Mitglieder auf verschiedenen Ebenen bereichern. Schon 2014 begann er, Josko fitness digitaler auszurichten. Die Idee, Kurse aufzuzeichnen, sorgte zunächst für Irritationen, denn seine Eltern wollten ihre Mitglieder im Studio trainieren statt online. Doch die Trainingsvideos waren als Problemlösung gedacht, zum Mitnehmen in den Urlaub oder auf die Geschäftsreise. Er setzte sich durch und die Videos kamen gut an. Aus dieser Idee entstand my Personal Coach, eine kostenlose digitale Plattform auf der Website mit Rezepten und über 40 Trainingsvideos – immer ausgehend von der Frage, was den Mitgliedern das Leben erleichtert. Die Strategie folgte zunächst keinem wirtschaftlichen Ansatz, sondern sollte Interesse wecken – mit Erfolg. my Personal Coach wird intensiv genutzt und dient so auch als Werbung für Nichtmitglieder. Derzeit wird es konsequent zur kostenpflichtigen Online-App Josko Digital weiterentwickelt, die im Sommer 2022 gelauncht wird und weit über reines Studiodenken hinausgehen soll.
Der Wellnessbereich mit zwei Saunen und großzügiger Außenterrasse dient als Rückzugsort nach dem Workout
streams. Ein festangestellter Producer produzierte in dieser Zeit über 400 Live-Sessions. Per Chat blieben die Mitglieder in Kontakt. Alle Videos stehen auf der Website on demand und auf YouTube zur Verfügung. Sie haben inzwischen knapp eine Million Aufrufe generiert – ohne Werbung, als kleiner Fitnessclub im Süden Deutschlands mit einem Angebot, das nur für Mitglieder gedacht war! Auch der Podcast „Fitness neu definiert“, den Tim Josko selbst moderiert, wurde in dieser Zeit gelauncht und bisher 210.000 Mal gestreamt. „Wir haben uns in dieser Zeit sehr stark in der Wahrnehmung entwickelt“, sagt er zufrieden. Und weil er den Social-Media-Auftritt als wichtigste Visitenkarte des Studios ansieht, betreut er selbst die Posts auf Facebook, Instagram und LinkedIn gemeinsam mit Fabienne Marqua.
Virtueller Erfolg in Corona-Zeiten Während der Lockdowns war die langjährige Erfahrung mit digitaler Kommunikation ein großer Vorteil. „Ich bin überzeugt, dass sie heute in Bezug auf unser Image und unsere Außenwirkung eine unserer wesentlichen ‚Lebensadern‘ ist. Wir haben über Jahre hinweg die Voraussetzung in Sachen Infrastruktur und Gewohnheit der Mitglieder dafür geschaffen, dass unsere Kund:innen heute so gut annehmen, wie wir uns präsentieren, und die Kommunikation während der Lockdowns ‚einfach‘ war.“ Direkt nach der behördlich angeordneten Schließung startete das Studio mit den beiden ersten Live02/22
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Tim Josko (Mitte) mit Aron Stiefvater und Kevin Pabst Ende Januar beim Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann (FDP) in Berlin
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS
Tim Josko Der Geschäftsführer des Josko fitness wurde 1985 quasi in das Studio hineingeboren. Sein Laufstall stand auf der Trainingsfläche, später hat er für fünf Mark sonntags die Geräte geputzt. In einem dreijährigen Fernstudium in einem Fitnessclub in Worms sowie durch einige Zusatzausbildungen sammelte Tim Josko zunächst viele eigene Erfahrungen, bevor er 2007 aktiv in das Unternehmen einstieg. 2014 übernahm er die Geschäftsführung. Mit seinem kürzlich gegründeten Start-up erschafft er derzeit ein zusätzliches Standbein und führt die unternehmerische Entwicklung weiter. Die Zukunft der Marke Josko ist und bleibt sehr spannend! „Wir schaffen einen Rahmen und ein Umfeld, im dem die persönliche Entfaltung und Weiterentwicklung begünstigt und gezielt angeregt werden. Das gilt für Mitarbeiter:innen und Kund:innen gleichermaßen."
Support your Locals Dem Studio ist es wichtig, in der Region gute Partner:innen zu haben und mit diesen auch außerhalb der eigenen Räumlichkeiten etwas zu erschaffen: „Mein Ziel ist es nicht, wie in der Branche üblich, den Mitgliedern eine Auszeit vom Alltag zu bieten. Ich möchte der Teil im Leben meiner Mitglieder sein, der den Alltag so bereichert, dass weniger Auszeiten nötig sind.“ Nach dem Motto „Support your Locals“ wurden beispielsweise mit zwei verschiedenen Bäckereien zwei Josko fitness Brote entwickelt, von denen etwa 1.000 Stück pro Monat verkauft werden. Beim Café Hygge gibt es gebrandete Feel-Good-Kekse, in Bennys Tee und Gewürze den eigens kreierten Feel-Fresh-Tee und mit dem Restaurant Peja werden verschiedene Kochsessions veranstaltet, für die man die Produkte samt Rezepten sowie die Brote bei 17 Hieber's Frische Centern kaufen kann. Der hauseigene Producer dreht für diese Angebote hochwertige Werbeclips.
Health-Konzept als Win-win-Situation
PR für Gesundheit durch Fitness
Die Eckdaten des Josko fitness Fläche des Studios gesamt: Kraft- und Cardiobereich: Kurse: Wellness:
1.850 m2 800 m2 3 Räume, 350 m2 450 m2
Ausstattung Kraft: milon Kraft-Ausdauer-Zirkel, Technogym Cardio: Technogym, Life Fitness Gesundheit: five Beweglichkeitszirkel und Faszienbereich, Tanita Waage Kurse: 55 Kurse von Rückenfitness über Indoor Cycling bis BODYPUMP® Wellness: 2 Saunen von KLAFS: Biosauna und finnische Sauna, Massageund Entspannungsliegen Mitarbeitende: 40 gesamt 17 Festangestellte, 19 Teilzeitkräfte, 4 dual Studierende Josko fitness Konrad Zuse Str. 5 79589 Binzen www.josko-fitness.de
Foto: Josko fitness
Nah an den Bedürfnissen der Mitglieder ist auch das jüngste Projekt: Josko fitness Health, das Stefan Hilpüsch federführend leitet und weiterentwickelt. Dabei geht es um Gesundheit und Präventionssport in Zusammenarbeit mit Ärzten. Die Spezialisten Prof. Dr. med. Stefan Endres, Orthopäde und Sportmediziner, und Navid Khan, Heilpraktiker und Osteopath, bieten direkt in den Räumen des Studios eine Sprechstunde auf Selbstzahlerbasis an. Nach der Diagnose, falls nötig mit mobilem Röntgengerät, erfolgt eine individuelle Trainings- und Behandlungsempfehlung. Bei jedem Termin ist ein:e Trainer:in anwesend, der:die die Kund:innen dann im Studio dabei unterstützt, den Trainingsplan korrekt umzusetzen. Nach drei Wochen findet ein Folgetermin mit ausführlicher Nachkontrolle statt. Nach drei Monaten wird per Feedbackbogen abgefragt, ob eine zufriedenstellende Lösung erreicht wurde. Seit das Konzept im Juli 2021 gestartet ist, konnten über 200 Termine abgeschlossen werden. Zusätzlich kamen über die Empfehlung der Experten in ihrer jeweiligen Praxis über 30 Neumitglieder hinzu.
trotz hoher Wettbewerbsdichte in der Region gut aufgestellt ist. Ein wesentliches Anliegen von Tim Josko ist, dass Gesundheit durch Fitnesssport endlich die nötige Wertigkeit erhält. Unterstützt von der PR-Agentur Stiefvater & Partner hat er dazu Kontakte zur Politik aufgebaut. Ende Januar fuhr er nach Berlin, um mit Bundestagsabgeordneten der FDP und CDU konstruktive Gespräche zu führen, im März stehen weitere Gespräche mit dem Gesundheitsausschuss der SPD an. Das grundsätzliche Ziel ist dabei zunächst, dass die Themen Gesundheit, Eigenverantwortung für den Körper und Prävention mehr Wahrnehmung erhalten. In diese Richtung will er mit viel Geduld weiterarbeiten. Was daraus wird, ist noch nicht abzusehen. Eins aber ist klar: Es bleibt spannend bei Josko fitness – auch nach 45 Jahren.
All diese Aktivitäten führen dazu, dass das Josko fitness
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AKTUELLES | AKTIONEN
Modellprojekt für mehr Fitness und Gesundheit
„Fitmach-Aktion“ für das Saarland startet Text: Carolin Schmidt
Das saarländische Gesundheitsministerium hat in Kooperation mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) als Projektverantwortliche und dem Verein für Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS e. V.) als Projektpartner die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ initiiert. Mithilfe des Netzwerks aus Fitnessund Gesundheitsstudios in der Region soll dieses saarländische Pilotprojekt Menschen zu regelmäßigem körperlichem Training motivieren und langfristig dafür begeistern.
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Menschen verloren jegliche Motivation zur körperlichen Betätigung. Diesem Negativtrend möchten die Organisator:innen und Kooperationspartner:innen mit dem Modellprojekt „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ entgegengewirken.
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Foto: DHfPG/BSA
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ie Corona-Krise hat den Bewegungsmangel in der deutschen Bevölkerung zusätzlich verschärft. Viele mussten monatelang auf ihr Training in den Fitnessund Gesundheitsanlagen verzichten und ohnehin inaktive
Bewegungsmangel – die unterschätzte Gefahr Die vergangenen beiden Jahre waren für viele eine große Herausforderung – Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, Existenzängste, Sorge um Angehörige und Freunde sowie soziale Isolation. Gleichzeitig fehlte für lange Zeit der Ausgleich „Fitnesstraining“ aufgrund der behördlich angeordneten Schließungen der Fitness- und Gesundheitsanlagen. Welche negativen Folgen diese Situation für die Gesundheit von Menschen hatte, untersuchten die DHfPG-Expert:innen in drei großen Studien (Kobel, 2021). Die Befragung von Studiomitgliedern zum Zeitpunkt des zweiten Lockdowns zeigte z. B., dass sich das körperliche Wohlbefinden während der Schließungsphase der Fitness- und Gesundheitsanlagen von November 2020 bis Januar 2021 deutlich verschlechterte – mit teilweise alarmierenden Werten. Ein Grund hierfür war u. a. die sinkende Trainingsfrequenz: Während in der Öffnungsperiode der Anlagen von Juni bis Oktober 2021 fast 57 Prozent der Befragten zwei bis drei Mal die Woche trainierten, waren es im zweiten Lockdown nur noch 36,5 Prozent (Kobel, 2021). Es geht aber noch drastischer: Waren die Fitnessund Gesundheitsanlagen im Sommer 2021 geöffnet, trainierten lediglich 14,1 Prozent der Befragten nur einmal pro Woche oder seltener. Im zweiten Lockdown waren es allerdings bereits mehr als 40 Prozent (Kobel, 2021). Auch zeigen die Ergebnisse, dass das mentale Befinden der Trainierenden signifikant positiver ausgeprägt ist, wenn die Fitness- und Gesundheitsanlagen geöffnet sind und damit ein regelmäßiges Training möglich ist.
Potenzial von Fitness- und Gesundheitsanlagen noch nicht erkannt Wissenschaftlich erwiesen ist die Tatsache, dass ein regelmäßiges körperliches Training positive Effekte auf die Gesundheit der Menschen hat. Die Studienergebnisse der DHfPG verdeutlichen den zentralen Beitrag, den Fitness- und Gesundheitsstudios dabei leisten. Die Anlagen verfügen über das entsprechende Leistungsportfolio und qualifizierte Mitarbeiter:innen, um ein individuell ausgerichtetes Kraft- und Ausdauertraining anzubieten, das einen optimalen gesundheitsprotektiven Nutzen für die Menschen hat. Trotz dieser positiven Auswirkungen wird das Angebot von Fitness- und Gesundheitsanlagen noch immer von zu wenigen genutzt: Beispielsweise verfügen im Saarland nur 13,1 Prozent, also ca. 129.000 Personen, über eine Mitgliedschaft, obwohl im Schnitt 12,4 Anlagen auf 100.000 Einwohner:innen kommen – bundesweit sind es nur 11,4 Anlagen (DSSV, 2022).
Modellprojekt für ein gesundes Trainingsverhalten Die DHfPG, das Gesundheitsministerium des Saarlandes und der Verein PuGiS haben in Kooperation mit den saarländischen gesetzlichen Krankenkassen und lokalen Fitness- und Gesundheitsstudios die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ ins Leben gerufen, um dem Bewegungsmangel in der Bevölkerung entgegenzuwirken und den Zugang zu re-
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gelmäßigem Fitnesstraining mit dem daraus resultierenden gesundheitsprotektiven Nutzen zu ermöglichen. Das Ziel ist es, zu dokumentieren und zu analysieren, inwiefern die Proband:innen während der Projektlaufzeit und darüber hinaus ein regelmäßiges Training in ihren Alltag integrieren konnten. Dieses Modellprojekt soll den Grundstein legen, damit Menschen mit einem bislang fehlenden oder unzureichenden Bewegungsverhalten ein Training langfristig in ihren Alltag integrieren und so aktiv einen Beitrag für ihre Gesundheit leisten.
Training nach WHO-Empfehlungen Im Rahmen des Modellprojektes „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ werden 1.000 Proband:innen, die gar nicht, wenig oder unregelmäßig sportlich aktiv sind, in einem wohnortnahen Fitness- oder Gesundheitsstudio ihrer Wahl ein achtwöchiges, individuell ausgerichtetes Trainingsprogramm absolvieren, das den evidenzbasierten Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspricht. Vor dem Start wird die aktuelle Trainingshäufigkeit festgehalten. Nach der Hälfte und am Ende der acht Wochen sowie einige Zeit nach Projektabschluss dokumentieren die Fitnessfachkräfte vor Ort mithilfe von Fragebögen, wie oft die Proband:innen das Training absolviert haben und weiterhin absolvieren. Die Ergebnisse werden anonymisiert gesammelt, ausgewertet und in Form eines Ergebnisberichts veröffentlicht. Für den Zeitraum der achtwöchigen Trainingsphase trainieren alle Proband:innen kostenfrei in den Studios.
Die Partner:innen Um ein solches Pilotprojekt realisieren zu können, braucht es starke und engagierte Partner:innen. Die DHfPG ist daher sehr stolz darauf, die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann sowie den Verein PuGiS als Projektpartner:innen an ihrer Seite zu wissen. Auch die saarländischen gesetzlichen Krankenkassen sind als Kooperationspartner:innen mit dabei und unterstützen die „Fitmach-Aktion“ auf vielen Ebenen. Zusätzlich unterstützt auch der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen das Modellprojekt. Besonders wichtig für die Durchführung dieses Modellprojektes sind die saarländischen Fitness- und Gesundheitsstudios, die sich dazu bereit erklärt haben, mit ihren Räumlichkeiten und auch ihren qualifizierten Fachkräften die „Fitmach-Aktion“ zu unterstützen. Sie sind es, die die Proband:innen betreuen und für eine verlässliche Analysegrundlage sorgen. Alle Ergebnisse der Studie werden in der fitness MANAGEMENT international veröffentlicht. Weitere Informationen zum Modell projekt finden Sie unter www.fitmach-aktion.de. Literaturliste Kobel, S. (2021). Auswirkung der Corona-Krise auf das Trainingsverhalten. Zugriff am 02.02.2022. Verfügbar unter https://www.fitnessmanagement.de/fileadmin/user_ upload/Bilder_news/2021/01_januar/19_bis_20/Ergebnisbericht_dhfpg.pdf DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2022). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022. Hamburg: Hrsg.
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Monika Bachmann Monika Bachmann (CDU) ist bereits seit 1994 Mitglied des saarländischen Landtages und übte schon mehrere Jahre davor neben ihrer beruflichen Tätigkeit u. a. als Versicherungskauffrau politische Ämter aus. Seit 2014 ist sie Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.
fMi: Frau Gesundheitsministerin Bachmann, Sie haben gemeinsam mit der DHfPG und dem Verein PuGiS e. V. die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ ins Leben gerufen. Warum haben Sie dieses Pilotprojekt gestartet? Und aus welchen Gründen bietet sich gerade das Saarland hierfür an? Monika Bachmann: Durch Datenerhebung der DHfPG wurde ersichtlich, dass die Corona-Pandemie die Problematik des Bewegungsmangels nochmals verschärft hat und dass auch selbst körperlich aktive Menschen während der Krise die Motivation zum körperlichen Training verloren haben. Wir haben das Pilotprojekt gestartet, um dem entgegenzuwirken.
„Fitmach-Aktion“ das Potenzial, bundesweit die Themen Fitness und Gesundheit populärer zu machen? Wenn ja, warum? Wir unterstützen das Projekt, weil wir uns hierdurch eine langfristige Steigerung der körperlichen Aktivität der saarländischen Bevölkerung erhoffen. Sofern in anderen Bundesländern noch keine vergleichbaren Projekte stattfinden, könnte das hier durchgeführte Vorhaben bei positiven Ergebnissen sicherlich auch als Modellprojekt und Vorbild dienen. Bewegungsmangel ist kein spezifisch saarländisches Problem. Das Konzept hat daher auch das Potenzial, auf andere Bundesländer übertragen zu werden.
Neben verschiedenen anderen Faktoren gehört körperliche Inaktivität bzw. Bewegungsmangel zu den Hauptrisikofaktoren für nichtübertragbare Erkrankungen, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, psychische Störungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen, kurz MSE.
Weshalb ist Ihrer Meinung nach die Fitness- und Gesundheitsbranche eine so wichtige Akteurin, wenn es um den Erhalt der Gesundheit geht? Um die körperliche Aktivität der Bevölkerung zu steigern, sind viele Ansätze und viele beteiligte Akteur:innen wichtig. Hierzu gehört natürlich auch die Fitness- und Gesundheitsbranche, da hier Menschen ihrem Körper etwas Gutes tun und regelmäßig unter Anleitung trainieren können.
Laut dem Bericht „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2014/2015 – EHIS) gaben 48,0 Prozent der befragten saarländischen Männer an, mindestens 2,5 Stunden pro Woche ausdaueraktiv zu sein und 34,6 Prozent mindestens zwei Mal pro Woche muskelkräftigende Übungen zu absolvieren. Bei den saarländischen Frauen war der Anteil mit 35,9 Prozent Ausdaueraktivität und 24,0 Prozent Muskelkräftigungsaktivität deutlich geringer.
Sie engagieren sich seit Jahren auf Landes- und auf Bundesebene für mehr Bewegung und Prävention. Sehen Sie in der
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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Geleitet wird das Ministerium von Ministerin Monika Bachmann mit Unterstützung des Staatssekretärs Stephan Kolling. Die Mitarbeiter:innen widmen sich in den verschiedenen Abteilungen u. a. den Themen „Soziales, Inklusion, soziales Ehrenamt“, „Jugend, Senioren, Familien und Frauen“, „Sozialversicherung, Gesundheits- und Pflegeberufe, Krankenhauswesen“ und „Gesundheit und Prävention“. Das Ministerium trägt somit die Verantwortung in vielen Themengebieten: von Freiwilligendiensten und Tafeln über Gleichstellungs- und Frauenpolitik bis hin zum Gesundheitswesen und der Arzneimittelüberwachung.
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Fotos: Carsten Simon photography | PuGiS e. V.
Durch ein Mindestmaß an einem körperlich aktiven Lebensstil wäre eine Vielzahl der genannten Gesundheitsprobleme weitgehend vermeidbar oder sie würden verringert. Aus diesem Grund sind Maßnahmen sinnvoll, die dem Bewegungsmangel entgegenwirken und das Bewegungsverhalten der Bevölkerung verbessern. Studien der DHfPG (2021) zeigen, dass die Bereitschaft, künftig mehr auf die eigene Gesundheit zu achten, in der Bevölkerung zwar gegeben ist, die Umsetzung dieser Verhaltensintention aber nur einem Teil der Menschen ohne aktive Unterstützung durch eine:n qualifizierte:n Gesundheitsdienstleister:in aktuell gelingt. Genau an dieser Stelle setzt das Projektkonzept an. Ich freue mich, dass auch die saarländischen Krankenkassen dieses Projekt mitfördern und PuGiS ebenfalls beteiligt ist.
Das Projektkonzept ermöglicht, Menschen mit fehlendem oder unzureichendem Bewegungsverhalten den Zugang zu Fitness- und Gesundheitsanlagen, wo sie nach einem auf sie zugeschnittenen Trainingsplan, der auf den Empfehlungen der WHO basiert, und mit bedarfsorientierter Unterstützung durch qualifiziertes Personal trainieren können. Damit soll regelmäßige körperliche Aktivität in das Leben der Saarländer:innen – auch über die Dauer des Projektes hinaus – integriert werden, um die genannten Vorteile für die Gesundheit realisieren zu können. Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, dieses Modellprojekt zu unterstützen, um hierdurch die körperliche Aktivität der Saarländer:innen zu erhöhen.
Dirk Mathis Dirk Mathis ist seit 2019 Geschäftsführer von PuGiS e. V. Ebenfalls ist er als Autor für Fachzeitschriften aktiv. Sein Ziel ist es, für alle Saarländer:innen, speziell Kinder und Jugendliche bessere gesundheitsförderliche Strukturen zu schaffen und ein „gesundes Aufwachsen“ zu ermöglichen.
fMi: Herr Mathis, Sie sind Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins für Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS e. V.), der u. a. vom GKV-Bündnis für Gesundheit gefördert wird, und unterstützen die „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ der DHfPG und des saarländischen Gesundheitsministeriums. Wie hat sich Corona auf die gesundheitliche Situation der saarländischen Bevölkerung ausgewirkt? Dirk Mathis: Die Corona-Pandemie hat Veränderungen in fast allen Bereichen der Gesellschaft beschleunigt und verstärkt. Aber nicht nur aus gesellschaftspolitischer, sondern auch aus gesundheitlicher Perspektive hinterlässt die Pandemie ihre Spuren. Wie in ganz Deutschland hat die Pandemie auch weitreichende Auswirkungen auf die Alltagsstruktur der saarländischen Bürger:innen, was die negative Entwicklung von Zivilisationskrankheiten über alle Lebensphasen hinweg begünstigt. Vor allem die während der Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen, ein in dieser Zeit übermäßiger Medienkonsum, fortschreitender Bewegungsmangel und auch Fehlernährung stellen ein zusätzliches hohes Risiko für Zivilisationskrankheiten dar. Welche Rolle spielt die Fitness- und Gesundheitsbranche in Bezug auf die physische und psychische Gesundheit dieser Menschen im Speziellen? „Mens sana in corpore sano“ lautet eine lateinische Redewendung, die übersetzt „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ bedeutet. Eine Vielzahl an Studien hebt die Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit auf der emotionalen, aber auch auf der kognitiven Ebene über alle Lebensphasen hinweg hervor.
fischen Gesundheitsgefährdungen belastete Zielgruppe, die älteren Personen, erreichen. Durch die konkrete Ansprache im Rahmen des Modellprojektes besteht die große Chance, diese Zielgruppe kurzfristig „in Bewegung“ zu bringen und hoffentlich auch langfristig für ein Mehr an Bewegung im Tagesablauf zu begeistern. 2. Wir wollen unseren Beitrag zu einer breitgefächerten kommunalen Allianz zur Bewegungsförderung leisten. Durch das Zusammenführen von Hauptamt (z. B. Gesundheitsstudio) und Ehrenamt (v. a. Sportverein) in kommunalen Lenkungsgruppen oder kommunalen Präventionskonferenzen wollen wir zwei entscheidende kommunale Player zusammenführen, einen Austausch ermöglichen, eventuelle Ängste beseitigen und mögliche Fusionen anregen. 3. Wir erhoffen uns, durch die begleitend durchgeführte Evaluation einen Aufschluss über die relevanten Zusammenhänge von geplantem Input sowie realem Output zu erhalten. Nicht zuletzt sind wir aber auch auf das Outcome in Bezug auf die Zielgruppe gespannt. Im Optimalfall erhalten wir sogar einen konkreten Impact, also z. B. längerfristige positive Auswirkungen auf die (saarländische) Gesellschaft. Ebenfalls sollen die mit der Durchführung der Studie einhergehenden Ergebnisse nicht nur allen teilnehmenden Proband:innen, sondern auch der Fachöffentlichkeit und damit auch allen Saarländer:innen präsentiert werden.
Alternative Sporträume müssen erschlossen werden und die bekannten Möglichkeiten ergänzen. Die Chancen, die die Fitness- und Gesundheitsbranche bietet, sind enorm, da sie die vorhandenen kommunalen Ressourcen um ein Vielfaches erweitern kann. Was möchten Sie mit dem Modellprojekt erreichen? Wir haben drei unterschiedliche Ziele formuliert, die aber auch alle miteinander in Verbindung stehen: 1. Wir können durch das Modellprojekt unsere indirekte Zielgruppe der Kampagne „Das Saarland lebt gesund!“, nämlich alle saarländischen Bürger:innen und sogar eine mit spezi02/22
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Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS e. V.) Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS e. V.) ist ein gemeinnütziger Verein, der derzeit Projektträger von drei unterschiedlichen Projektbereichen ist: „Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit“, „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ sowie „Das Saarland lebt gesund!“. Der Verein unterstützt saarländische Kommunen fachlich vor allem in den Themen Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsplanung, besonders in den drei Bereichen Vernetzung, Qualifizierung und Beratung.
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FIBO 2022: Interview mit Event Director Silke Frank
“Zurück zu alter Stärke!”
Ideengeber- und Trendsetter-Event: Vom 7. bis zum 10. April 2022 trifft sich die Branche auf der FIBO, nachdem die internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit coronabedingt zwei Jahre pausieren musste. fMi hat mit der FIBO-Chefin Silke Frank über Veränderungen, Neuheiten und Highlights in diesem Jahr gesprochen.
fMi: In wenigen Tagen ist es soweit – die FIBO 2022 öffnet ihre Tore. Worauf freuen Sie sich als Event Director nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause am meisten? Silke Frank: Wir können es kaum erwarten, dass die FIBO ihre Tore wieder öffnet. Besonders freue ich mich darauf, wenn die Branche sich trifft und wir Aussteller:innen, Besucher:innen sowie Partner:innen zusammenbringen. Denn gemeinsam wollen wir in eine neue Zeit aufbrechen, unsere alte Stärke zurückgewinnen und die Branche wieder im Mittelpunkt positionieren. Vor allem aber bin ich darauf gespannt, wieder persönliche Gespräche führen zu dürfen und zu sehen, was sich in den letzten beiden Jahren in der Branche getan hat und welche Lösungen entwickelt wurden.
So ist die Halle 8 Hauptanlaufpunkt in Sachen Gesundheit. In den Hallen 6 und 7 gibt es eine große Bandbreite an Trainingsequipment. Die Halle 9 stellt sich neu auf und vereint Functional Training sowie Group-Fitness-Konzepte für Fach-
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Foto: Reed Exhibitions Deutschland GmbH
Sie und Ihr Team sind nah dran an den Aussteller:innen und ihren Themen. In welchen Bereichen werden dieses Jahr die Schwerpunkte liegen und wo werden die Highlights oder auch die spektakulären Neuheiten der internationalen Fitness- und Gesundheitsbranche präsentiert? Die FIBO 2022 liefert jede Menge Trends und Inspirationen für das Business rund um Fitness und Gesundheit und sorgt somit für echte Wiedersehensfreude. In sechs Hallen werden neue Produkte präsentiert, ergänzt um zahlreiche Sonderflächen und den FIBO Congress.
besucher:innen, wie Trainer:innen und Instruktor:innen, Wellnessexpert:innen und Studiobesitzer:innen. Die Halle 5.2 wird zur gemeinsamen Anlaufstelle von Fitness Professionals und Konsument:innen und zeigt alles rund um Healthy Nutrition, Fashion, Beauty und Group Fitness. Die Halle 10 wird erneut zur FIBO POWER-Halle mit den Bereichen Bodybuildung, Kraft- und Kampfsport. Mit dabei sind zum Beispiel nu3, BlenderBottle, Barebells/NOCCO, Gorilla Wear und NUTREND. Wie ist die Stimmung aufseiten der Aussteller:innen im Vorfeld? Trotz der coronabedingten Pause freuen wir uns nach wie vor über eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Aussteller:innen und Partner:innen. Man spürt bei allen die positive Stimmung, die Aufregung über das Wiedersehen und natürlich die Neugier und die Spannung auf das, was kommt. Inwieweit wird die Pandemie mit ihren Auswirkungen die Branche Ihrer Einschätzung nach in den kommenden Jahren noch beeinflussen? Die Corona-Pandemie ist immer noch allgegenwärtig und begleitet unsere Gesellschaft seit mehr als zwei Jahren. Umso mehr rückt auch das Thema Long COVID in den Vordergrund. Gerade während und aufgrund dieser Situation sind Gesundheit und Fitness mehr denn je in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Umso wichtiger ist es für die Fitnessbranche, dass die FIBO als Weltleitmesse ein signifikantes Zeichen setzt und wieder für frischen Wind und Optimismus sorgt. Auch in den Bereichen Wellness und Hotellerie wurde das Potenzial der Kombination aus Fitness und Gesundheit erkannt. Deshalb ist die FIBO einer der wichtigsten Branchentreffs für Physiotherapeut:innen, Sportmediziner:innen, Betriebliche Gesundheitsmanager:innen, Reha-Trainer:innen, Studio- und SpaBetreiber:innen sowie Hoteliers. Wir rechnen außerdem damit, dass die Ausgaben der Menschen für Fitness und Gesundheit weiter steigen werden. Was sind die wichtigsten Learnings aus der Krise für die Branche und wie kann es ihr gelingen, von dieser Entwicklung zu profitieren? Jetzt ist es besonders wichtig, dass sich die Branche mit neuen Aspekten, wie alternative Studio- und Trainingskonzepte, Lösungen seitens der Industrie sowie mit der Kommunikation gegenüber der Politik und den Trainierenden auseinandersetzt. Die Angst ist immer noch präsent und wir müssen darauf mit klaren Botschaften reagieren. Im Bereich „Digitale Trends“ hat die Krise viele neue Chancen gebracht. Neue Technologien werden einen großen Stellenwert einnehmen und immer weiter an Bedeutung gewinnen. Wichtige Stichwörter sind hier zum Beispiel Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Gamification, Apps und Tracker. In welcher Rolle sehen Sie dabei die FIBO als internationale Leitmesse? Die FIBO hatte schon immer eine Leitfunktion inne. Die von der Krise stark getroffene Branche braucht dringend Impulse, 02/22
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um gemeinsam strategische Weichen für die Zukunft zu stellen. Deshalb haben wir die FIBO 2022 so aufgestellt, dass sie aktuelle Marktentwicklungen aktiv fördert, neue sowie wichtige Themen der Branche aufgreift und den stark wachsenden Segmenten den entsprechenden Raum gibt. So platziert sich die FIBO als Ideengeber- und Trendsetter-Event. Welche Bedeutung hat der dreitägige FIBO Congress, den Sie gemeinsam mit der DHfPG und der BSA-Akademie durchführen? Der FIBO Congress ist eine wichtige Plattform für die Branche. Die Konsolidierung des Fitnesssektors, die Studioschließungen, die globale Rezession – noch nie war Weiterbildung von solch erfolgsstrategischer Bedeutung wie jetzt. Deshalb „boostert“ die FIBO das Know-how von Fitnessprofis mit dem FIBO Congress, der als physischer Content Hub vom 7. bis 9. April im Congress-Centrum Nord des Kölner Messegeländes veranstaltet wird. Behandelt werden relevante Fragestellungen, zukunftsweisende Inhalte und wertvolle Praxiserfahrungen. Die Agenda unterteilt sich in neun hochrelevante Themenstränge mit über 80 Vorträgen. Diese versprechen praxisnahen Input, der Handlungsfelder durchleuchtet, betriebliche „blind spots“ aufdeckt und Orientierung für strategische Entscheidungen liefert. Dafür analysieren renommierte Speaker, welche Angebote, Trends und Workflows gegenwärtig funktionieren und welche Perspektiven sich für die Zukunft ergeben. Es wird in diesem Jahr einige Veränderungen geben, beginnend bei der Hallenplanung, aber auch im Rahmenprogramm und bei den Themenwelten. Was sind die wichtigsten Neuerungen? Halle 8 haben wir komplett neu konzipiert. Hier treffen die Besucher:innen auf die Bereiche Health, Wellness & Spa, Interior und auf zahlreiche namhafte Aussteller:innen. Geplant sind zudem verschiedene Vortragsforen und auch ein Programm der internationalen Initiative „Exercise is Medicine“, um die Gesellschaft zu mehr Bewegung zu motivieren. In der Halle 7 erwarten die Besucher:innen zudem im Future Forum visionäre Digitalisierungsthemen. Hier demonstrieren innovationstreibende Speaker, wie tech-lastig die Fitnesswelt von morgen ist. Ganz neu werden in der Halle 5.2 CBD-Produkte vorgestellt. Hier gibt es auch eine Lifestyle Area, Bühnen und Mitmachflächen, das Cycling Festival und Mixed Reality Sports. Worauf dürfen sich die Besucher:innen der diesjährigen FIBO besonders freuen? Auf das erste große Zusammentreffen der Fitnessindustrie seit der coronabedingten Pause und vor allem auf die vielen Highlights.
FIBO 2022 – 7. bis 10. April Messegelände Köln www.fibo.com
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INFORMIEREN. AUSTAUSCHEN. NETZWERKEN. im Congress-Centrum Nord, nahe Halle 8
Vom 7. bis 9. April 2022 findet der FIBO Congress im Rahmen der FIBO, der internationalen Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, statt. Renommierte Referent:innen präsentieren in mehr als 80 Vorträgen topaktuelle Themen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Das Kongress-Ticket inklusive FIBO-Eintritt ist bereits ab 99 Euro verfügbar.
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er FIBO Congress, organisiert von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie unter Federführung der FIBO, ist ein dreitägiger Fachkongress für Expert:innen aus den Themenfeldern Fitness, Prävention und Gesundheit. Veranstaltungsort ist das Congress-Centrum Nord auf dem Messegelände Köln mit direkter Anbindung zur Leitmesse FIBO.
Vielfältiges Programm mit renommierten Referent:innen Besucher:innen des diesjährigen FIBO Congress können sich auf ein umfangreiches Programm mit spannenden Vorträgen „aus der Praxis für die Praxis“ von hochkarätigen Referent:innen sowie auf optimale Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch freuen. Vom 7. bis 9. April 2022 werden mehr als 80 Einzelvorträge in neun Themensträngen mit jeweils bis zu drei Vortragsblöcken angeboten, wie z. B.: Management von Fitness- und Gesundheitsanlagen Im zweiten Vortragsblock „Aktuelle strategische Herausforderungen in der Fitness- und Gesundheitsbranche“, am Donnerstag, 7. April 2022, sprechen Prof. Dr. Sarah Kobel, Henrik Gockel und Prof. Dr. Oliver Schumann über die Veränderungen und neuen Herausforderungen des Fitnessmarktes. Prof. Kobel geht in ihrem Vortrag „Die Kluft zwischen Wollen und Tun – Gesundheitsorientierung der Fitnesstreibenden“ beispielsweise darauf ein, wie sich die Krise auf die Ziel- und Wertevorstellungen der Menschen ausgewirkt hat. Sie analysiert, welches Handeln jetzt seitens der Fitness- und Gesundheitsanlagen notwendig ist. Henrik Gockel widmet sich in seinem Vortrag „Boutique-Studios – Wie sie den Markt verändern und wie man darauf reagieren kann“ u. a. den Chancen und Risiken von Boutique-Konzepten und gibt praxisorientierte Tipps, wie Betriebe Boutique-Angebote in ihren Club integrieren können. Unter dem Titel „Attraktives Employer Branding – Fokus: Onboarding“ präsentiert Prof. Schumann z. B. zentrale Merkmale und Phasen
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eines spezifischen Onboardings. Er stellt außerdem dar, wie ein Onboarding performant aufgebaut werden kann. Gesundheit (Training) Am Freitag, 8. April 2022, nähern sich Marlon Kreis, Prof. Dr. Ulf Sobek und Prof. Dr. Daniel Kaptain im ersten Vortragsblock „Athletiktraining – neue Ansätze, Belastungssteuerung und Gesundheitswirkung“ u. a. den Fragen, ob hochintensives Training auch automatisch effektiv ist und was bei einer permanenten Überdosis Sport passiert. Marlon Kreis klärt z. B. in seinem Vortrag „Testbatterie für Verletzungen der unteren Extremitäten“, wie eine wissenschaftliche Testbatterie aufgebaut ist und wie diese durchgeführt wird. Dem großen Thema Neurotraining nähert sich Prof. Sobek in seinem Vortrag „Neurotraining – Warum der biomechanische Trainingsansatz allein nicht ausreicht!“. Er stellt u. a. dar, was die Hauptaufgaben des Gehirns sind, wie es arbeitet und was die grundlegenden Prinzipien und Gesetze des Neurotrainings sind. Wie wichtig Regenerationsmanagement ist, wie Regeneration gemessen werden kann und ob der Spruch „No Pain, No Gain“ Wahrheit oder Mythos ist, erfahren Kongressbesucher:innen in Prof. Kaptains Vortrag „Regenerationsmanagement im Athletiktraining“. Zusätzlich bieten die Speakers Corner und die Kongress-Lounge mit Terrasse viel Raum zum Austausch mit den Referent:innen und zum Netzwerken mit Fachleuten, Führungskräften und Entscheider:innen der Branche. Das vollständige Kongressprogramm finden Sie unter www.fibo-congress.com/programm/.
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Seien Sie dabei, wenn sich die Branche wieder vor Ort trifft. Nutzen Sie Ihre Chance und profitieren Sie von der einzigartigen Kombination aus Fachkongress und Leitmesse bereits ab 99 Euro. Tickets unter: www.fibo-congress.com
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Programmübersicht
Die insgesamt neun Themenstränge bestehen aus bis zu drei Vortragsblöcken mit je drei Vorträgen. Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht über die Vortragsblöcke. Das gesamte Programm finden Sie unter www.fibo-congress.com/programm/. Donnerstag, 7. April 2022 Gesundheit
Management
BGM
Existenzgründung
1. Block, 3 Vorträge: Effektives Ausdauertraining durch Methodenvielfalt und neue Erkenntnisse
1. Block, 3 Vorträge: Mitgliedergewinnung und Mitgliederbindung durch effektives Online-Marketing
1. Block, 3 Vorträge: Erfolgreiche Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen in der betrieblichen Praxis
1. Block, 3 Vorträge: Mit der richtigen Strategie und Finanzierung zur erfolgreichen Existenzgründung
2. Block, 3 Vorträge: Kommerzielle Perspektiven von Ernährung im Fitnessmarkt
2. Block, 3 Vorträge: Aktuelle strategische Herausforderungen in der Fitness- und Gesundheitsbranche
2. Block, 3 Vorträge: Psychosoziale Gesundheit im Kontext Betrieb – Potenziale entwickeln
2. Block, 3 Vorträge: Standortwahl, Risikoabsicherung und Übernahmen im Rahmen der Existenzgründung
3. Block, 3 Vorträge: Mentaltraining: Willenskraft steigern und Verhalten ändern
Freitag, 8. April 2022 Gesundheit
Management
Sun, Beauty & Care
Physio
Existenzgründung
1. Block, 3 Vorträge: Athletiktraining – neue Ansätze, Belastungssteuerung und Gesundheitswirkung
1. Block, 3 Vorträge: Erfolgreiche Mitarbeiterführung in der Fitness- und Gesundheitsbranche
1. Block, 3 Vorträge: Customer Journey Management in der Sun, Beauty & Care-Branche
1. Block, 3 Vorträge: Rückenschmerz und Covid-19 powered by
1. Block, 3 Vorträge: Mit der richtigen Strategie und Finanzierung zur erfolgreichen Existenzgründung
2. Block, 3 Vorträge: Food, Training und Nutrition Regimes
2. Block, 3 Vorträge: Erfolgreiche Dienstleistung und herausragender Service
2. Block, 3 Vorträge: 2. Block, 3 Vorträge: Verkauf und Dienstleis- Laufen und tung in der Sun, Regeneration Beauty & Care-Branche
2. Block, 3 Vorträge: Standortwahl, Risikoabsicherung und Übernahmen im Rahmen der Existenzgründung
3. Block, 3 Vorträge: Coaching in Fitnessanlagen
Samstag, 9. April 2022 Gesundheit
Management
EMS
Existenzgründung
1. Block, 3 Vorträge: Forschungsupdate und neue methodische Ansätze im Krafttraining
1. Block, 3 Vorträge: Marketing: Mit den richtigen Strategien und Partnern die Kunden der Zukunft gewinnen
1. Block, 3 Vorträge: Praxis des EMS-Trainings – Wirkungsweise und Anwendungsmöglichkeiten
1. Block, 3 Vorträge: Mit der richtigen Strategie und Finanzierung zur erfolgreichen Existenzgründung
2. Block, 3 Vorträge: Ernährungsstrategien für Wettkampfathleten im Bodybuilding und Kraftsport
2. Block, 3 Vorträge: Erfolgreiche Strategien für den Verkauf und Vertrieb
2. Block, 3 Vorträge: EMS als erfolgreiches Businessmodell – Praxiswissen für Anbieter und Mitarbeiter
2. Block, 3 Vorträge: Standortwahl, Risikoabsicherung und Übernahmen im Rahmen der Existenzgründung
3. Block, 3 Vorträge: Stressmanagement
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AKTUELLES | INTERDISZIPLINÄR
Fitness- und Gesundheitsdienstleistungen zielführend vermarkten
Foto: Drazen – stock.adobe.com
Praxisimpulse für die Mitgliedergewinnung Text: Carolin Schmidt und Florian Schmidt
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In Sachen Mitgliedergewinnung und Vermarktung stehen viele Betreiber:innen aktuell vor großen Herausforderungen. Wir haben die DHfPG-Expert:innen Roman Spitko, Sandra Gärttner und Prof. Dr. Arne Morsch nach Praxistipps gefragt, wie die Studios diese Aufgaben erfolgreich meistern und ihre Dienstleistung zielführend vermarkten können.
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ufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie haben viele Fitness- und Gesundheitsanlagen hinsichtlich der Mitgliedergewinnung und Vermarktung mit wachsenden Herausforderungen zu kämpfen. Neben dem lockdown-bedingten Mitgliederrückgang (DSSV, 2022) machen den Studios Anfang 2022 vor allem die strengen behördlichen Auflagen und die längerfristig daraus resultierende Verunsicherung und Zurückhaltung der Kund:innen vielerorts Probleme. Es fehlen wichtige Neuverträge und auch die Check-in-Zahlen sind deutlich niedriger als im Vorjahr (DSSV, 2022; Schmidt & Wolff, 2021). All das sind relevante Aspekte, die unterstreichen, dass die Themen „Mitgliedergewinnung“ und „Gezielte Vermarktung des Dienstleistungsangebotes“ noch nie so wichtig waren wie heute. Doch wie lassen sich in der aktuellen Situation Marketingmaßnahmen nutzen, um Unsicherheiten abzubauen und Kund:innen bestmöglich zu überzeugen bzw. zu motivieren? Und wie können Fitness- und Gesundheitsstudios die
gesundheitspositiven Effekte des Fitnesstrainings (DHfPG, 2021) zielführend vermarkten? Mit den drei DHfPG-Expert:innen Roman Spitko, Sandra Gärttner und Prof. Dr. Arne Morsch haben wir im fMi Interview über geeignete Strategien und Ansatzpunkte gesprochen, um diesen wachsenden Herausforderungen in der Praxis zu begegnen. Literaturliste DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2022). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022. Hamburg: Hrsg. DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). Umfrage des DSSV – die Gesunderhaltung der Menschen nicht gefährden: Die Fitness- und Gesundheitsbranche wird unzureichend unterstützt. Zugriff am 20.01.2021. Verfügbar unter https://www.dssv.de/wp-content/uploads/2022/01/Pressemitteilung_20220117.pdf Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (Hrsg.) (2021). Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention durch regelmäßiges Fitnesstraining: Die Bedeutung der Fitness- und Gesundheitsbranche als Gesundheitsdienstleister – eine wissenschaftliche Betrachtung. Zugriff am 14.01.2022. Verfügbar unter https://www.dhfpg-bsa.de/wp-content/uploads/sites/2/2021/09/dhfpg_abhandlung.pdf Schmidt, F. & Wolff, J. (2021). Restart: zielgerichtete Kundenkommunikation in Zeiten von Corona: Neukundengewinnung als zentrale Herausforderung. fitness MANAGEMENT international, 2 (154), 70–74.
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AKTUELLES | INTERDISZIPLINÄR
Die Studios sollten einen Mix aus informierendem, inspirierendem, motivierendem und unterhaltendem Content anstreben.
Roman Spitko Der Diplom-Kaufmann / LL. M. (Com) ist als Fachbereichsleitung Management/Ökonomie an der DHfPG sowie an der BSA-Akademie tätig. Als Mitglied der Deutschen Badminton Nationalmannschaft feierte er nationale und internationale Erfolge.
fMi: Was sind Ihrer Meinung nach aktuell die größten Herausforderungen, wenn es darum geht, zeitnah wieder mehr Neukund:innen und Mitglieder in die Fitness- und Gesundheitsanlagen zu locken? Wie können Betriebe diesen wachsenden Aufgaben aus marketingtechnischer Sicht in der Praxis zielführend begegnen? Roman Spitko: Meiner Meinung nach sind aktuell die größten Herausforderungen diejenigen, die jede:r einzelne Studiobetreiber:in nicht selbst in der Hand hat: die politischen Rahmenbedingungen. Sobald sich diese entspannen und in Bezug auf Corona etwas mehr Ruhe einkehrt, gilt es, allen Beteiligten Vertrauen und Sicherheit mithilfe transparenter Kommunikation zu vermitteln. Dabei wird eine zielgruppenadäquate und individuelle Ansprache im Marketing essenziell sein, um die Menschen mit der richtigen Botschaft zur richtigen Zeit zu erreichen.
Immer mehr Interessierte nutzen die Website eines Studios u. a., um sich vorab zu informieren oder um direkt Mitgliedsverträge abzuschließen. Wie sollte ein professioneller SocialMedia- und Online-Auftritt konkret aussehen, um (Neu-) Kund:innen bestmöglich anzusprechen und vom eigenen Studioangebot zu überzeugen? Eine professionelle Website sollte umfassend informieren, rechtlich up to date und vor allem auch suchmaschinenoptimiert sein sowie die angesprochene „Mitgliederreise“ nahtlos ermöglichen – das ist in meinen Augen absolute Mindestvoraussetzung. Daneben sollte man zunehmend auf Landingpages für einzelne Angebote setzen, die darauf ausgerichtet sind, Interessierte in Kund:innen zu verwandeln. Dadurch wird es gelingen, die potenziell Interessierten noch zielgruppenspezifischer anzusprechen und in Kund:innen zu verwandeln.
Welche Verkaufskanäle sind für die Mitgliedergewinnung aus Ihrer Sicht in den nächsten Monaten besonders wichtig und warum? Was gilt es hier im Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen zu beachten? In meinen Augen sind neben den Möglichkeiten, die wir mit einer Betreuung vor Ort haben, die digitalen Kanäle zukünftig noch wichtiger als bisher. Die Pandemie mit der damit verbundenen Beschleunigung der Digitalisierung hat diese Entwicklung verstärkt. Zwar kann man aktuell des Öfteren eine gewisse „Online-Müdigkeit“ feststellen, aber auf keinen Fall im Rahmen der Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Kund:innen. Möchte man Marketingaktionen in Printmedien, z. B. mit Anzeigen, durchführen, sollte man unbedingt den Kosten-Nutzen-Faktor beachten und sich intensiv mit der Zielgruppe der jeweiligen Zeitung oder Zeitschrift beschäftigen, um Streuverluste zu minimieren. Das gilt natürlich auch für die Platzierung von Plakaten im Stadtbild. Nur so kann man sein Marketingbudget sinnvoll und vor allem effizient einsetzen.
Mit welcher Content-Strategie können Studios im Rahmen der Mitgliedergewinnung am besten punkten und langfristig motivieren? Die Studios sollten einen Mix aus informierendem, inspirierendem, motivierendem und unterhaltendem Content anstreben. Dabei ist aber entscheidend, dass sie sich auf das fokussieren, was am ehesten ihrer Positionierung und ihren Zielgruppen entspricht. Ich denke, ein großer Anteil an informierendem Content wird dabei für Fitnessstudios immer eine wichtige Rolle spielen. Das Augenmerk würde ich dabei neben den fremden, von einem Algorithmus gesteuerten und folglich nicht zu kontrollierenden Social-Media-Kanälen insbesondere auf die „eigenen und folglich kontrollierbaren“ Kanäle, wie Newsletter und Blogs auf der Website, und natürlich auf eine Paid-Ads-Strategie legen.
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Fotos: DHfPG/BSA
Des Weiteren sind die Menschen mittlerweile an nahtlos ineinandergreifende Prozesse gewöhnt und erwarten diese auch. Somit wird zukünftig eine komplett digitale Abbildung der „Mitgliederreise“ – vom Abschluss eines Mitgliedschaftsvertrages, über die Mitgliedschaftsverwaltung und die Betreuung bis hin zur Kündigung – unabdingbar sein.
Wie sieht ein erfolgreicher Marketingmix aus und wie lassen sich all diese Maßnahmen bestmöglich kombinieren? Ein erfolgreicher Marketingmix verbindet die zugrundeliegende „Infrastruktur“ aus Website, Landingpages, Newsletter und den damit verbundenen Prozessen mit zielgruppenspezifischen Traffic-Kanälen. So können die „richtigen“ Menschen mit der richtigen Botschaft zur richtigen Zeit erreicht und diese dann in Verbindung mit der oben angesprochenen Infrastruktur nahtlos in Kund:innen und Mitglieder verwandelt werden.
Das positive Image, das mit der Werbung vermittelt wird, muss in der Betreuung vor Ort spürbar sein und von den Mitarbeitenden gelebt werden.
fMi: Werbung mit positiven Bildern oder doch mit dem erhobenen Zeigefinger? Was sind aus psychologischer Sicht die richtigen Ansätze, um bei Neukund:innen zu punkten und warum? Sandra Gärttner: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte – positive Bilder schaffen ein positives Markenimage. Umgekehrt können negative Bilder ungewollt negative Emotionen bei Neukund:innen auslösen, die sie im schlechtesten Fall dann auch auf die beworbene Marke übertragen. Bewährt haben sich zum Beispiel Statements von zufriedenen Mitgliedern, Weisheiten oder Erfolgszitate bekannter Personen, da diese ansprechend und authentisch wirken. Wichtig ist dabei, dass dieses positive Image, das mit der Werbung vermittelt wird, für Neukund:innen auch in der Betreuung vor Ort spürbar ist und von den Mitarbeitenden gelebt wird. Durch welche praxisnahen Motivations- und Kommunikationsansätze können Studios in der aktuellen Situation Interessierte abholen, überzeugen und für eine Studiomitgliedschaft begeistern? Werbung ist bereits eine Art der Kommunikation. Im Optimalfall löst sie bei potenziellen Interessierten einen bestimmten Zustand, z. B. Emotionalität wie Euphorie oder Motivation, Bedarf nach einem Produkt bzw. einer Dienstleistung oder Verhaltensbzw. Einstellungsänderung, aus. Darauf aufbauend hilft es den Kund:innen, wenn in der Beratung Hemmschwellen abgebaut werden und auf die individuellen Bedürfnisse oder Wünsche eingegangen wird, um die Handlungsmotivation, die im besten Fall durch die Werbung geweckt wurde, zu bestärken. Welche Unterschiede gilt es in Sachen Motivation und Ansprache bei differenten Zielgruppen zu beachten? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für das Marketing sowie auch für die individuelle Beratung vor Ort? Die Zielgruppe ist der Dreh- und Angelpunkt einer jeden Marketingstrategie. Dabei ist es ganz wichtig, die Wünsche der Zielgruppe(n) zu kennen sowie den Nutzen und Vorteil, der sich für den:die Kund:in ergibt, überzeugend und auf den Punkt gebracht vermitteln zu können. Kund:innen müssen die Leistung als echten Mehrwert für sich erkennen. Sie müssen sich in der Anlage und mit den Trainer:innen wohlfühlen und sich in guten Händen wissen. Das „Kauferlebnis“ sollten sie als etwas Positives erinnern und anderen von den tollen Erlebnissen berichten wollen. 02/22
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Sandra Gärttner Die Fitnessexpertin, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist als Dozentin an der DHfPG und als Referentin an der BSA-Akademie u. a. mit dem Schwerpunkt Mentale Fitness/Entspannung tätig. Sie hat mehrere Jahre praktische Erfahrung im Individualund Gruppentraining gesammelt.
Für die Werbung und für die Betreuung vor Ort bedeutet dies gleichermaßen, dass es bei mehreren Zielgruppen, die sich bezüglich Alter, Geschlecht, Wünsche und Voraussetzungen unterscheiden, einer gesonderten Ansprache bedarf, um niemanden abzuschrecken oder auszugrenzen. Die Pandemie hat insbesondere auch auf mentaler Ebene für zusätzliche Belastungen, Stress und diverse Krankheitsund Fehltage gesorgt. Weshalb sollten Studios dem Thema „Mentale Fitness“ Ihrer Meinung nach zukünftig mehr Beachtung schenken? Neben der körperlichen spielt auch die mentale Fitness für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen eine tragende Rolle. Das Ziel eines mentalen Trainings unter professioneller Anleitung ist es, u. a. emotionale und mentale Blockaden zu lösen und das eigene Denken in positive und konstruktive Bahnen zu lenken. Grundlage dafür ist das Erkennen und Formulieren der Ist-Situation, der vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen sowie die Zieldefinition der Kund:innen. Trainer:innen mit der entsprechenden Ausbildung können das Verhalten Ihrer Klientel besser verstehen und verfügen über zahlreiche Techniken, um zu motivieren und bei der Zielerreichung zu unterstützen. Dieser Benefit leistet einen zusätzlichen Beitrag für mehr Kund:innenbindung und bietet eine ganzheitliche Betreuung sowie einen Wettbewerbsvorteil. Worauf sollten Studios konkret achten, wenn sie ihre interdisziplinären Angebote künftig gezielt und professionell vermarkten wollen? Als Fazit kann festgehalten werden, dass der Erfolg von interdisziplinären Angeboten in den Studios von mehreren Faktoren abhängig ist. Zunächst ist die Zielgruppenanalyse unumgänglich. Erst wenn diese konkret recherchiert wurde, kann zum einen mit zielgruppenspezifischen Marketingkampagnen geworben und zum anderen die individuelle Kund:innenbetreuung und -bindung entwickelt werden. Weitere Faktoren für den Erfolg sind die Professionalität, die Qualifikationen und die Empathie der Mitarbeitenden. Machen Sie sich Ihre Zielgruppe bewusst – je konkreter Sie diese beschreiben, umso leichter ist es, sie optimal anzusprechen, als Kund:innen zu gewinnen und langfristig zu binden!
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Die Positionierung als Gesundheitsstudio muss sich in Angebotsstruktur und Mitarbeiterqualifikation widerspiegeln.
fMi: Die positiven Effekte von regelmäßigem Fitnesstraining auf die körperliche und mentale Gesundheit sind umfänglich erwiesen. Können Sie uns die wichtigsten Argumente nennen, mit denen Studios auch im Marketing noch deutlicher auf die gesundheitspositiven Effekte von Fitnesstraining aufmerksam machen können? Prof. Dr. Arne Morsch: Im Zusammenhang von Bewegung und Gesundheit sollte der Fitnessbegriff zunächst in ein richtiges Licht gerückt werden. In Deutschland verbindet man damit oft eher Lifestyle und Körperkult. In der internationalen Fachsprache spricht man hingegen von „physical fitness“, also körperlicher Leistungsfähigkeit, sowie von metabolischer, kardiovaskulärer oder auch muskuloskelettaler Fitness. Das bringt viel besser zum Ausdruck, was Fitnesstraining leisten kann. Menschen, die regelmäßig körperlich trainieren, besitzen eine höhere Leistungsfähigkeit der verschiedenen Organsysteme – Gesundheit ist dabei ein „unausweichliches Nebenprodukt“. Ein individuelles regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining führt zu einer Verbesserung des Stoffwechsels, der Herz-Kreislauf-Funktion und des Muskel-Skelett-Systems und senkt das Risiko für schwere Erkrankungen. Das geht im Fitnessstudio in optimaler Weise und das sollte man sich im Marketing zunutze machen.
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Sie erwähnen Kooperationen. Welchen Platz können dabei auch z. B. Krankenkassen oder Unternehmen im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) bzw. des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) einnehmen? Welche neuen Chancen und Synergien können für Studios entstehen? Von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Maßnahmen der bewegungsbezogenen Prävention spielen z. B. eine wichtige Rolle, um Personen zu erreichen, die normalerweise nicht den Weg in ein Fitnessstudio gefunden hätten und vielleicht nur aufgrund einer ärztlichen Präventionsempfehlung gekommen sind. Da es sich hierbei um temporär finanzierte Angebote handelt, sollten die Fitnessstudios versuchen, diese neue Zielgruppe dauerhaft an die eigene Einrichtung zu binden. Damit dies gelingt, ist die qualitativ hochwertige Betreuung durch fachkompetentes Personal elementar. Auch Kooperationen mit Unternehmen im Bereich der BGF bieten vielfältige Potenziale. Viele Erwerbstätige verrichten coronabedingt ihre berufliche Tätigkeit derzeit im Homeoffice und werden nur digital erreicht. Auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung finden zunehmend digital statt und hier sind die meisten Betriebe auf Unterstützung angewiesen. Fitnessstudios sollten diese Chance nutzen, um Kooperationen, z. B. über Präventionskurse, Workouts oder auch Gesundheitsvorträge, zunächst digital zu beginnen. Zusätzlich sollten diese Lösungen mit individuellen Vor-Ort-Aktionen (z. B. „bewegte Mittagspause“) unter fachkundiger Anleitung kombiniert werden. Dies kann die Nachhaltigkeit der Angebote und die Inanspruchnahme maßgeblich unterstützen und macht Firmenfitness zu einem wichtigen Erfolgsfaktor. Was braucht es, Ihrer Meinung nach, zusammenfassend dazu, um im Markt als professionelle:r Gesundheitsdienstleister:in wahrgenommen zu werden und den wachsenden Kund:innenanforderungen gerecht zu werden? Fitnessstudios benötigen eine Angebotsstruktur, die ein breites Spektrum im Tätigkeitsfeld Bewegung und Gesundheit abdecken kann, angefangen bei der Anleitung zu einem selbstgesteuerten Gesundheitstraining, über Prävention oder auch Rehasport, bis hin zur kompetenten Betreuung von Personen mit Gesundheitsproblemen. Damit eine entsprechende Dienstleistung qualitativ hochwertig umgesetzt werden kann, bedarf es für die jeweiligen Bereiche Bewegungsfachkräfte mit den passenden Qualifikationen. fitness MANAGEMENT international
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Foto: DHfPG/BSA
Der Präventionsbedarf war noch nie so groß wie heute. Was müssen Studios in Sachen Außendarstellung bzw. Marketing jetzt konkret tun, um ihren Status als professionelle Fitnessund Gesundheitsdienstleister:innen weiter auszubauen und sich im Markt noch klarer zu positionieren? In den letzten Jahrzehnten ist bereits ein deutlicher Imagewandel weg von der „Muckibude“ der Achtzigerjahre hin zum Gesundheitsdienstleistungsunternehmen erfolgt. Es ist meines Erachtens aber nicht damit getan, sich lediglich Gesundheitsstudio zu nennen. Das muss sich auch in der Angebotsstruktur und in der Kompetenz der Mitarbeitenden widerspiegeln. Die Einrichtungen benötigen dann beispielsweise auch spezifische Präventionsangebote oder sporttherapeutisch qualifiziertes Personal, das Kund:innen mit Gesundheitsproblemen betreuen und bedarfsorientierte Trainingskonzepte entwickeln kann. Derartige Qualität und Kompetenz kann öffentlichkeitswirksam für die Außendarstellung genutzt werden. Ebenso können Kooperationen mit Ärzt:innen sowie medizinischen Einrichtungen die Akzeptanz von Fitness- und Gesundheitstraining in der Bevölkerung steigern.
Prof. Dr. Arne Morsch Als Fachbereichsleitung Gesundheitswissenschaft bzw. Gesundheitsförderung an der DHfPG und BSAAkademie liegen die Schwerpunkte des promovierten Diplom-Sportlehrers in den Bereichen Individualprävention und Gesundheitsförderung.
Wir sehen uns! 7. –10.4.2022 Halle 6 Stand C49
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EGYM Smart Strength Geräte mit neuem Open-Modus
Jetzt auch für Experten Mit dem neuen Open-Modus für EGYM Smart Strength Geräte profitieren erstmals alle Mitglieder vom personalisierten Training: Denn jetzt gibt es sämtliche Vorteile von EGYM Strength auch außerhalb des Zirkels für die freie Trainingsfläche!
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as Training an EGYM Smart Strength Geräten wird durch den neuen Open-Modus auch für ambitionierte Trainingsexperten zur spannenden Herausforderung. Fortgeschrittene Nutzer genießen ein völlig neues, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Trainingserlebnis mit speziell entwickeltem, motivierendem Live-Feedback. Einsteiger werden weiterhin durch die bewährte Nutzerführung, inklusive EGYM Kurve, unterstützt. Wer noch keine EGYM ID besitzt, trainiert im Gast-Modus genauso wie an herkömmlichen Geräten – ohne Karte oder Armband.
Mit Live-Feedback zur persönlichen Bestleistung Dank „Open“ erhalten jetzt auch erfahrene Nutzer auf der gesamten Trainingsfläche erstmals vollen Zugriff auf alle Trainingsmethoden – und verbessern so schneller ihre Leistung. Denn die Kombination aus effektiverem Training und einer völlig neu designten Benutzeroberfläche zielt genau auf ihre Bedürfnisse ab und motiviert zur stetigen Progression. Um die Messlatte immer höher zu legen, sehen die Trainierenden live das im aktuellen Satz insgesamt bewegte Gewicht im Vergleich zur letzten Trainingseinheit. Interaktive Animationen und Mitteilungen halten dazu an, noch „eine Schippe draufzulegen“. So wird jeder Satz zu einer persönlichen Bestleistung! Experten passen im Open-Modus mit einem Klick auf „Individuell“ Wiederholungen, Gewichte oder Trainingsmethoden
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ganz einfach an. Trainingsroutinen, wie Pyramidentraining oder Drop Sets, werden automatisch gespeichert und voreingestellt. Auch Split-Training ist verfügbar, denn anders als im Zirkel-Modus mit synchronisierten Geräten und einer vordefinierten Auswahl wählen Mitglieder die Geräte auf der freien Trainingsfläche bei jeder Einheit beliebig aus. Ihre Fortschritte und Erfolge werden automatisch getrackt und sind direkt im Studio über den Fitness Hub oder unterwegs über die Branded Member App verfügbar.
Trainingserlebnisse für die komplette Trainingsfläche Für Einsteiger ändert sich beim Training an den Smart Strength Geräten natürlich nichts: Im Open-Modus auf der freien Trainingsfläche wählen sie einfach „Auto“ und trainieren mit der beliebten EGYM Kurve und den intelligenten Trainingsprogrammen. Der Open-Modus eröffnet Betreibern völlig neue Einsatzmöglichkeiten: Die EGYM Smart Strength Geräte bieten nunmehr allen Mitgliedern auf der kompletten Trainingsfläche ihr ganz individuelles Trainingserlebnis.
Erleben Sie den neuen Open-Modus für die EGYM Smart Strength Geräte live: Besuchen Sie uns auf der FIBO, Halle 6, Stand C46.
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Thomas Jung, Atlas Sports Hadamar:
„Dank des neuen Open-Modus von EGYM sind wir im 21. Jahrhundert angekommen!“ Thomas Jung Geschäftsführer des Atlas Sports in Hadamar
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ls Thomas Jung, Geschäftsführer des Atlas Sports in Hadamar, zum ersten Mal davon hörte, dass EGYM seine Smart Strength Geräte künftig auch im Open-Modus anbieten würde, geriet er völlig „aus dem Häuschen“: „Der EGYM Zirkel ist bereits seit Jahren sehr erfolgreich bei uns im Einsatz, aber ich hatte immer im Kopf, dass wir auch etwas komplett Neues auf der freien Trainingsfläche anbieten müssten.“ Dass viele fortgeschrittene Mitglieder nicht im Zirkel trainieren wollten, leuchtete Thomas Jung durchaus ein; aber dass sie deswegen nicht die Chance auf das viel effektivere Training an den EGYM Geräten haben sollten, „wollte ich einfach nicht wahrhaben“.
Benutzeroberfläche motiviert nachhaltig Folglich gehörte das Atlas Sports zu den ersten Pilotkunden des Open-Modus. Etliche nicht smarte Altgeräte im freien Bereich mussten vergangenen November zehn neuen EGYM Smart Strength Geräten weichen.
Fotos: EGYM GmbH | Atlas Sports GmbH
Das Trainerteam wählte daraufhin Mitglieder aus, die ansonsten im normalen Gerätebetrieb trainierten, und führte sie als allererste in den Open-Modus ein. „Die waren begeistert – ‚Geil, das ist ja echte Anstrengung!‘ – und wurden sofort zu Testimonials, die viele weitere unserer ambitionierteren Mitglieder an die individuellen EGYM Smart Strength Geräte brachten“, so Thomas Jung. Inzwischen ist der größte Teil der Einführung abgeschlossen. Es folgen noch einige Gruppenschulungen, dann trainieren die Mitglieder selbstständig und tracken ihren Trainingsfortschritt per EGYM Fitness Hub und Branded Member App. „Für diese Mitglieder ist es ganz besonders motivierend zu sehen: ‚Wo habe ich noch Schwachpunkte, wo kann ich ansetzen?‘ Anhand des BioAge lässt sich das nach Kraft, Kardio, Stoffwechsel und Flexibilität ablesen.“ Die neue Benutzeroberfläche des Open-Modus mit ihrem visuellen Fokus auf dem insgesamt bewegten Gewicht bzw. dem Vergleich mit der letzten Trainingseinheit motiviere fortgeschrittene Nutzer nachhaltig. 02/22
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Individuelles Erlebnis für jedes Trainingsziel Das Atlas Sports setzt einen deutlichen Schwerpunkt in Sachen Gesundheit und Sportrehabilitation. Auch bei Rekonvaleszenten führe der neue individuelle Modus an den EGYM Smart Strength Geräten zu einem deutlich verbesserten Training. Thomas Jung: „Der Kunde trainiert etwa nach einer Knie-OP gezielt seine Beine. Im Zirkel wäre das nicht möglich, und die synchronisierten Gerätewechsel würden den Patienten vielleicht überfordern, weil er zwischendurch eine längere Pause benötigt. Im individuellen Bereich trainiert er gleichwohl sicher und kommt aufgrund der unterschiedlichen Trainingsmethoden, wie z. B. isokinetisch oder explonisch, deutlich voran – auch mit einem neuen „Bauteil“ im Körper. Per Fitness Hub und App sieht er sofort, wie sich z. B. seine Beweglichkeit verbessert.“ Und so trainieren ambitionierte Sportler und Rekonvaleszenten im Atlas Sports nebeneinander an den gleichen smarten EGYM Strength Geräten – allerdings mit völlig unterschiedlichen Trainingserlebnissen. Thomas Jung: „Dank des Open-Modus sind wir im 21. Jahrhundert angekommen!“
Quick Facts: Atlas Sports in Hadamar Das Atlas Sports in Hadamar hat eine Fläche von rund 1.000 m². Zum umfangreichen Angebot gehören EGYM Smart Strength und Smart Flex, Kardiotraining, ein großer Kursbereich, Rehasport, Sauna u. v. a. m. www.atlassports.de
EGYM GmbH Einsteinstraße 172 | 81677 München Tel.: 089 9213105100 egym.com | sales@egym.com
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AKTUELLES | EVENT | ANZEIGE
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Fotos: gym80 International GmbH
7. bis 9. April 2022, gym80 Headquarter, Gelsenkirchen: sensationelle Angebote, besondere Event-Specials und Neuigkeiten, ein Do-it-yourself-Projekt in den „heiligen Hallen“ sowie interessante Persönlichkeiten, großartiges Entertainment, leckeres Essen und köstliche Getränke – gekrönt von einem jetzt schon legendären Event-Abend! KING OF MACHINES aus dem Ruhrpott gibt richtig Gas!
Wer dann noch tiefer in das echte Produktionsgeschehen eintauchen möchte, kann sich für ein kleines Do-it-yourselfProjekt anmelden. Angeleitet von Facharbeiter:innen kann selbst zugepackt werden. Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte, zumal alle Teilnehmenden dann ein ganz besonderes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen können.
Highlights und Vorteile Neben diesen aufregenden Blicken hinter die Kulissen sind die ausgezeichneten Einkaufsvorteile, die für den Zeitraum des Events angeboten werden, die besonderen Highlights der KRAFTcon. Kund:innen und Interessierte können aus verschiedenen Angeboten wählen. Zudem hat KING OF MACHINES noch ein besonderes Event-Special vorbereitet: Alle Angebotsnutzer:innen der KRAFTcon. haben die Möglichkeit, eine Reise für zwei Personen nach Los Angeles oder Einkaufsvorteile im Gesamtwert von 175.000 Euro zu gewinnen. Da lohnt es sich erst recht, mal in Gelsenkirchen vorbeizuschauen. Anmeldungen unter www.gym80.de/de/kraftcon sind kostenlos! gym80 lädt für Freitagabend, den 8. April, außerdem zum Event-Abend ein. Gemeinsam soll ab dem späten Nachmittag bei leckerem Essen, gekühlten Drinks, guter Musik und weiteren Überraschungen die erste „KRAFTcon. – die Inhouse Fitnessmesse.“ gefeiert werden. Auch für die Party können Interessierte sich über www.gym80.de/de/kraftcon oder untenstehenden QR-Code anmelden. „Auch dieses Mal werden wir begeistern! Denn wir stehen jeden Morgen auf, um die Welt ein bisschen stärker zu machen!“, so Carolin Kämpf, Head of Communications bei gym80.
gym80 International GmbH Wiesmannstraße 46 45881 Gelsenkirchen info@gym80.de www.gym80.de @gym80international
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om 7. bis 9. April 2022 lädt gym80 nach Gelsenkirchen in das Headquarter ein und bietet Kund:innen, Interessierten und internationalen Partner:innen damit großartige Möglichkeiten. Das Traditionsunternehmen ist seit Jahrzehnten unter anderem für die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung von Kraftmaschinen bekannt. Getreu dem Motto „Wir wollen niemals aufhören zu begeistern!“ werden auf der KRAFTcon. eine Vielzahl an Neuheiten präsentiert.
Eine „Reise“ durch das Herzstück von gym80 Alle Besucher:innen der KRAFTcon., die schon immer einmal sehen wollten, wie und wo die Kraftgeräte von gym80 konstruiert und produziert werden, können an einer der Produktionsführungen teilnehmen. Vom Ovalrohr zum fertigen Produkt – eine einmalige und spannende „Reise“ durch das Herzstück des Betriebs. 02/22
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DSSV | ECKDATEN DER DEUTSCHEN FITNESS-WIRTSCHAFT 2022
„Visitenkarte“ der Branche
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ECKDATEN der deutschen Fitness-Wirtschaft
Text: Anke Sörensen
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Foto: Jacob Lund – stock.adobe.com
Nach über 30 Jahren des kontinuierlichen Wachstums der Fitness- und Gesundheitsbranche haben sich Fitness und aktives Gesundheitstraining als wesentlicher Bestandteil im Leben vieler Menschen etabliert. Dann kam mit der Corona-Pandemie eine Zäsur, von der sich die Branche noch nicht erholt hat. Nach dem zweiten von der Pandemie geprägten Wirtschaftsjahr sind die Folgen nicht vollständig absehbar. Die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ zeigen die bisherigen drastischen Auswirkungen der Krise in 2021. Gleichzeitig hat gerade durch die Pandemie der Stellenwert von Prävention, Fitness und Gesundheit deutlich an gesellschaftlicher Relevanz gewonnen. Das gibt Anlass zur Hoffnung auf erneutes Wachstum und auf eine baldige Erholung dieses Zukunftsmarktes innerhalb der nächsten anderthalb Jahre.
Doppelbelastung in 2021 Die Corona-Krise hat die Fitness- und Gesundheits-Anlagen im Betrachtungszeitraum 2021 vor große Probleme gestellt. Die behördlich angeordneten Schließungen von November 2020 bis Mitte des Jahres 2021 und die darauffolgenden Zugangsbeschränkungen (2G, 2G plus und 3G) wirken sich negativ auf zentrale Kennzahlen wie die Mitglieder- und Anlagenzahl sowie auf den Gesamtumsatz der Branche aus. Im zweiten Jahr in Folge wurde die Branche komplett ausgebremst, denn je nach Bundesland fand nur etwa vier Monate lang „Normalbetrieb“ statt. Gleichzeitig ist der Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining vielfach wissenschaftlich belegt. Die Branche muss jetzt die Chance nutzen und sich als professionelle Dienstleistungsbranche mit einem wesentlichen Gesundheitsauftrag positionieren, die Menschen zu einem aktiven und gesunden Lebensstil anregt. Hierfür bedarf es weiterhin der Investitionen in die hohe Qualifizierung der Mitarbeiter:innen ebenso wie in umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, damit sich die Mitglieder gut betreut und sicher fühlen.
Weiterentwicklung und Digitalisierung In den vergangenen Jahrzehnten konnte sich die Fitnessund Gesundheitsbranche immer wieder flexibel an veränderte Kund:innenbedürfnisse anpassen und neue zielgruppenspezifische Angebote entwickeln. Im zweiten Krisenjahr 2021 standen die Digitalisierung und die Schaffung von Outdoortrainingsmöglichkeiten dabei im Fokus. Die Branche entwickelte viele neue, kreative Lösungen für ein sicheres und innovatives Training, passend zu den neuen Rahmenbedingungen.
Sinkende Mitgliederzahlen Allen Anstrengungen zum Trotz führt die Corona-Krise wie bereits im Vorjahr zu einem Rückgang der Mitgliederzahlen. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 zählen die Fitness- und Gesundheits-Anlagen 9,26 Millionen Mitglieder, was einem Minus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau ergibt sich damit ein Rückgang um 2,4 Millionen Mitglieder, insgesamt etwas über 20 Prozent. Hinzu kommt, dass die Zahl der stillgelegten Mitgliedschaften durch die Corona-Pandemie Ende 2021 überproportional ansteigt. Sie beträgt 9,6 Prozent und ist neben der Angst vor Ansteckung primär auf die zu diesem Zeitpunkt geltende 2G-plus-Regelung zurückzuführen, die ungeimpften Mitgliedern den Zugang zum Studio verwehrte. Werden stillgelegte Mitgliedschaften von der Gesamtsumme abgezogen, sind in den Anlagen Ende 2021 noch 8,37 Millionen Mitglieder aktiv. 02/22
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Mitgliederentwicklung 2017– 2021 (in Mio.) 12,00
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M
it der Erhebung der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ führt der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen einmal jährlich eine repräsentative Untersuchung zum deutschen Fitnessmarkt durch. Unterstützt wird er dabei seit mehreren Jahren von dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Die Eckdaten liefern einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Kennzahlen der Fitness- und Gesundheitsbranche.
11,66 0,65
10,31 0,55
9,26 0,45
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2021
2021 exkl. sMG
0,00 2017 Einzel
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sMG = stillgelegte Mitgliedschaften (coronabedingt)
Erschwerte Mitgliedergewinnung Je nach Bundesland waren die Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland zwischen fünf und sechs Monate geschlossen. Da der Schließungszeitraum auch den Januar und Februar 2021 betraf, entfielen damit die wichtigsten Monate zur Neukund:innengewinnung. Die Reaktionsquote sinkt von 12,4 Prozent in 2020 auf 11,1 Prozent in 2021 und ist im Rahmen der Pandemie damit in den letzten zwei Jahren insgesamt um 2,9 Prozentpunkte gesunken. Da jedoch auch alle anderen Sportarten gleichermaßen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise betroffen sind, bleibt Fitnesstraining weiterhin die mitgliederstärkste Trainingsform vor Fußball und Turnen.
Einbrechende Umsätze Der Rückgang der Mitgliederzahlen sowie die Schließung der Anlagen im ersten Halbjahr 2021 führen zu einem Umsatzeinbruch in Höhe von 46,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche erwirtschaftete 2021 einen Nettogesamtumsatz von 2,23 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau bedeutet das einen Umsatzeinbruch von 59,5 Prozent. Dabei sind die akuten ökonomischen Schwierigkeiten der Branche ganz klar die Folge der pandemiebedingten Einschränkungen und keineswegs struktureller Natur.
Staatliche Hilfen Die Überbrückungshilfe III konnte den Umsatzrückgang zwar mildern, aber nicht vollständig ausgleichen. Antragsberechtigt waren alle Unternehmen, die im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 einen pandemiebedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Vorjahr erlitten haben. Aufgrund der behördlich angeordneten Schließungen traf dies auf einen Großteil der Fitness- und Gesundheits-Anlagen zu. 94,2 Prozent aller Betriebe in der Branche nahmen daher die staatlichen Fördergelder in Anspruch. Betrachtet man den Umsatz zuzüglich der Überbrückungshilfe beträgt der Gesamtumsatz 3,60 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt um 13,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
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DSSV | ECKDATEN DER DEUTSCHEN FITNESS-WIRTSCHAFT 2022
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Umsatzentwicklung 2017 – 2021 (in Mrd. EUR, netto) 5,51
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Gesundheitsauftrag wahrnehmen
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Wissenschaftliche Studien belegen (z. B. Bloch et al., 2020; Brawner et al., 2021), dass eine gute körperliche Fitness eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung ist und als Schutzfaktor vor schwerwiegenden Verläufen bei Infektionserkrankungen wie COVID-19 dient. Regelmäßiges körperliches Training führt zu einer verbesserten Funktionalität des Immunsystems und ist – gepaart mit einer guten körperlichen Leistungsfähigkeit – für eine angemessene Immunreaktion des Körpers von wichtiger Bedeutung (Bloch et al., 2020; Thevarajan, 2020; Duggal, Pollock, Lazarus, Harridge & Lord, 2018).
3,60
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3,00
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2018
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Ketten
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2021 zzgl. Hilfen
Positive Prognosen Obwohl derzeit jede:r zweite Betreiber:in die wirtschaftliche Situation als (eher) schlecht einstuft, gibt es große Hoffnung auf eine Besserung der Lage. Die Talsohle ist erreicht und die Zukunftsaussicht besser als zunächst befürchtet. Knapp zwei Drittel der Betreiber:innen (62,8 %) glauben, dass sich ihre wirtschaftliche Situation in den nächsten zwölf Monaten verbessern wird. Die Prognosen unterscheiden sich hier je nach Anlagenform: Im Vergleich zu Dezember 2019 verzeichnen die Ketten den größten Mitgliederverlust von über einer Million. Ausgehend von Dezember 2021 rechnen sie damit, innerhalb von 14 Monaten wieder ihr Ursprungsniveau zu erreichen. Die Einzelbetreiber:innen hatten zwar pro Anlage geringere Verluste, sind aber in ihrer Prognose vorsichtiger und rechnen mit 18 Monaten, um ihren Mitgliederstamm zu regenerieren. Die Mikroanlagen schließlich gehen davon aus, schon in der zweiten Jahreshälfte 2022, also bereits nach sieben Monaten, zu den ursprünglichen Mitgliederzahlen zurückkehren zu können. Über alle Anlagen hinweg schätzen die Betreiber:innen im Durchschnitt, dass sich die Branche im zweiten Quartal 2023
Laut Einschätzung des DSSV, der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie vieler Expert:innen bleibt die Fitness-Wirtschaft weiterhin die Schlüsselbranche für Prävention, Fitness und Gesundheit. Fitnessstudios sind zu einem elementaren Bestandteil der Gesundheitsversorgung geworden, tragen zur Gesunderhaltung der Bevölkerung bei und helfen, Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Die Corona-Pandemie hat das Bewusstsein für den hohen Wert von Gesundheit geschärft. Viele Menschen wollen jetzt aktiv etwas für ihre Gesundheit tun und haben einen hohen Nachholbedarf, den Fitness- und Gesundheits-Anlagen jetzt optimal erfüllen können – das ist Ihre Chance nach diesem schweren Jahr.
Die Einschätzung der Expert:innen Auf den folgenden Seiten haben wir mit Florian Kündgen, stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V., Ralf Capelan, Sachverständiger und Unternehmensberater im Fitness- und Gesundheitsmarkt, Prof. Dr. Sarah Kobel, Leiterin der Abteilung Marktforschung an der DHfPG, sowie Stefan Ludwig und Christian Rump von Deloitte, Protagonisten der Eckdaten-Erhebung zur Relevanz der Studie und ihrer Einschätzung der aktuellen Zahlen der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche befragt.
Die vollständige Studie „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022“ jetzt erhältlich Preis: 99,- EUR (zzgl. Versand), ermäßigt: 39,- EUR (zzgl. Versand) (für Schüler und Studierende bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung)
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Erwartete Dauer bis zum Wiedererreichen der Mitgliederzahl von Dezember 2019 (in Monaten, ausgehend vom 31.12.2021) 20
von den Auswirkungen der Pandemie auf die Mitgliederzahl erholt haben wird. Das entspräche einem Aufbau von 253 Mitgliedern pro Anlage – also 17 Neumitgliedern pro Monat – in den kommenden 15 Monaten.
Für DSSV-Mitglieder, Fördermitglieder und Studierende der DHfPG ist die Studie kostenfrei erhältlich. www.dssv.de
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Auszug aus der Literaturliste
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Bloch, W., Halle, M. & Steinacker, J. M. (2020). Sport in Zeiten von Corona. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 71 (4), 83–84.
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Brawner, C. A., Ehrman, J. K., Bole, S., Kerrigan, D. J., Parikh, S. S., Lewis, B. K. et al. (2021). Inverse relationship of maximal exercise capacity to hospitalization secondary to coronavirus disease 2019. Mayo Clinic Proceedings, 96 (1), 32–39.
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Duggal, N. A., Pollock, R. D., Lazarus, N. R., Harridge, S. & Lord, J. M. (2018). Major features of immunesenescence, including reduced thymic output, are ameliorated by high levels of physical activity in adulthood. Aging cell, 17 (2).
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Alle Anlagen
Thevarajan, I., Nguyen, T. H. O., Koutsakos, M., Druce, J., Caly, L., van de Sandt, C. E. et al. (2020). Breadth of concomitant immune responses prior to patient recovery: a case report of non-severe COVID-19. Nature Medicine, 26 (4), 453–455. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte info@fitnessmanagement.de.
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Mitgliedsbeiträge: Warum sich der Preiskampf langfristig nicht auszahlt Florian Kündgen stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V.
Die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ zeigen bei den Einzelbetrieben seit einigen Jahren die Tendenz eines leicht sinkenden Beitrags für eine Basismitgliedschaft (12 Monate) auf. Die Dienstleistung Fitness wird immer wieder – teils temporär – durch vergünstigte Lockangebote angepriesen. Und das, obwohl das Leistungsspektrum der deutschen Fitnessund Gesundheits-Anlagen qualitativ vielfältiger und professioneller wird.
H
ier möchte ich Ihnen aufzeigen, welche weitreichende Bedeutung die Preispolitik in Ihrem Positionierungskonzept hat und warum Sie nicht (immer wieder) in den Preiskampf gehen, sondern Fitnesstraining als gesundheitsprotektive Dienstleistung preislich langfristig höher ansetzen sollten.
Daran zu sparen wäre der falsche Ansatz, da Gesundheit Qualität und Kompetenz braucht, die unter einem niedrigen Preis leiden würden. Oder anders ausgedrückt: Über eine Korrektur der Mitgliedsbeiträge – egal, ob durch das Unterlassen diverser Lockangebote oder das Anheben des Preises – können wir das Image der gesamten Branche verbessern.
Positionierung als Qualitätsanbieter:in
Es gilt, gerade in diesen Zeiten, aber auch langfristig an Akzeptanz in der Wahrnehmung der politischen Entscheider:innen, der Banken und sämtlicher anderer Stakeholder:innen zu gewinnen.
Im Rahmen der Preispolitik werden die Konditionen festgelegt, zu denen eine Marke mittel- bis langfristig am Markt angeboten werden soll. Sie hat damit Einfluss auf das Markenimage (Fremdbild aus Sicht der relevanten Zielgruppen) und über die wechselseitige Beziehung auch auf die Markenidentität (Selbstbild der Marke aus Sicht des:der Unternehmer:in). Durch die Besonderheit der Immaterialität der Dienstleistung Fitness und der dadurch fehlenden sichtbaren Leistungsmerkmale kommt der Preispolitik zur Positionierung eine hohe Bedeutung zu. Die (potenziellen) Mitglieder nutzen auch das Preisniveau der Fitnessdienstleistung als Kriterium zur Qualitätsbeurteilung.
Foto: DHfPG/BSA
Qualität und billig – passt das zusammen? Bleistifte, die beim Spitzen abbrechen. Dosenöffner, die nach einer halben Runde im Deckel stecken bleiben. Eine Jeans, die nach zehn Wäschen aufreißt. „Wer billig kauft, kauft zweimal!“ In allen Bereichen unseres Lebens fordert gute Qualität ihren Preis. Gesundheit ist unser höchstes Gut. Gesundheit bedeutet Fitness, Lebensfreude und Zufriedenheit. Eine gute Gesundheit ist aber auch die Voraussetzung, um die Anforderungen des Lebens zu bewältigen. 02/22
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Differenzierung von Discountanbieter:innen Über den Preis können wir unter anderem verdeutlichen, dass Fitnessstudios keine „Muckibuden“ sind, sondern kompetente Gesundheitsdienstleister:innen. Somit sind immer wieder stattfindende Preiskämpfe kontraproduktiv. Natürlich ist mir bewusst, dass bei der Wahl des Mitgliedsbeitrages ein hohes kognitives Involvement der (potenziellen) Mitglieder mit einhergehenden Informationen rund um das Thema Gesundheit beachtet werden muss. Dementsprechend muss die Preisbereitschaft der Kund:innen bekannt sein. Ansonsten wäre die Bereitschaft zum Abschluss oder zur Verlängerung eines Vertrags gehemmt. Studien der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) zeigen auf, dass die Sensibilisierung der breiten Bevölkerung zu den Themen Fitness und Gesundheit in den vergangenen zwei Jahren sehr stark zugenommen hat und die Absicht, hierfür einen höheren Mitgliedsbeitrag zu verlangen, ebenfalls von einem Großteil bereits akzeptiert wird.
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DSSV | ECKDATEN DER DEUTSCHEN FITNESS-WIRTSCHAFT 2022 mals seit Erhebung der Eckdaten einen Rückgang um 1,35 Millionen bei der Mitgliederzahl. Das entspricht einem Minus von 11,6 Prozent. Für das Jahr 2021 weist die aktuelle Eckdaten-Studie einen Rückgang um 1,05 Millionen auf jetzt 9,26 Millionen Mitglieder aus. Das sind 10,2 Prozent weniger als 2020. Wenn wir die Entwicklung über beide Jahre betrachten, sehen wir einen Rückgang der Mitgliederzahl um etwas über 20 Prozent. Das bedeutet, dass die Pandemie die Branche mitgliedertechnisch auf das Niveau von 2015 – also um etwa sechs Jahre – zurückgeworfen hat.
Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022: Interview mit Ralf Capelan
„Sobald die Handbremse gelöst wird, läuft es!“
Ralf Capelan hat durch seine langjährige Tätigkeit als öffentlich bestellter Sachverständiger für betriebswirtschaftliche Bewertung von Fitness- und Sportanlagen einen sehr guten Überblick über den Fitness- und Gesundheitsmarkt im deutschsprachigen Europa. Zudem ist er als Unternehmensberater im Fitnessund Freizeitmarkt tätig sowie auch als Dozent im Fachbereich Management an der DHfPG und der BSA-Akademie.
Ich gehe auf ein paar Zahlen genauer ein, die die Herausforderungen und Chancen deutlich machen. 2020 hatten wir erst-
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Diese Nachholeffekte sehen wir in allen Zielgruppen und Marktsegmenten – sowohl bei den Jüngeren in den Discountanlagen als auch bei Älteren in Gesundheits- und Premiumstudios, aufgrund größerer Vorsicht etwas zeitverzögert. Ein internationaler Vergleich macht das enorme Potenzial dieser Entwicklung deutlich, obwohl die Märkte nicht zu 100 Prozent identisch sind. Nachdem in Großbritannien zum Sommer 2021 alle Infektionsschutzmaßnahmen gefallen sind, die ja zum Teil noch härter waren als bei uns, konnte die Branche dort beim Mitgliederzuwachs die besten Monate überhaupt verzeichnen. Ganz wichtig ist: Der Wert des Faktors Gesundheit ist bei allen Menschen sehr stark gestiegen – stärker als das ohne die Corona-Pandemie der Fall gewesen wäre. Dieses Phänomen zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten sowie Zielgruppen (Geschlechter, Altersgruppen etc.) und betrifft auch unseren Staat und die Unternehmen. Durch Corona ist deutlich geworden, dass die Gesellschaft widerstandsfähiger ist, wenn die Menschen über ein gestärktes Immunsystem verfügen. Der Staat muss das Funktionieren seiner Gesellschafts- und Infrastrukturbereiche gewährleisten. Unternehmen müssen die Arbeitskraft ihrer Beschäftigten, die zukünftig wohl bis zum Alter von 70 Jahren arbeiten werden, erhalten und sichern. All diese Entwicklungen werden dabei helfen, den Negativtrend der vergangenen zwei Jahre umzukehren. Auf welche Teilbereiche der Eckdaten-Erhebung legen Sie in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk und warum? Die Zahl der Mitglieder ist ein wichtiger Indikator. Sie ist stark zurückgegangen. Das hat aber in erster Linie mit dem ausgebliebenen Neukund:innengeschäft zu tun. Viele Mitglieder haben sich loyal verhalten und ihren Clubs die Treue gehalten – fitness MANAGEMENT international
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Foto: fitness MANAGEMENT
fMi: Sie begleiten die Eckdaten-Studie seit vielen Jahren als Experte. Nach einer Zeit des kontinuierlichen Wachstums verzeichnet die Branche seit Beginn der Pandemie im zweiten Jahr in Folge rückläufige Mitgliederzahlen. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Branche und durch welche Maßnahmen lässt sich dieser Negativtrend umkehren? Ralf Capelan: Seit inzwischen acht Jahren bin ich federführend bei der Erhebung der Eckdaten dabei. Die Herausforderungen der vergangenen zwei Jahre waren enorm. Die Pandemie hat die Branche extrem hart getroffen. Insbesondere die Unsicherheit über die Entwicklung der Pandemie und die Maßnahmen der Politik – 3G, 2G, 2G plus – Ende des Jahres 2021 haben zu hohen Belastungen geführt.
Die Fluktuation der Mitglieder ist dagegen in etwa auf Vorpandemieniveau geblieben. In einigen Anlagen war die Fluktuationsrate sogar niedriger als vor Corona. Die Studien, die Prof. Dr. Sarah Kobel für die DHfPG durchgeführt hat, belegen das. In den Monaten, in denen die Clubs zwischen den Lockdowns geöffnet waren, lief das Neukund:innengeschäft besser als in den gleichen Monaten 2019. Das verdeutlicht zum einen, wie hart die Schließung von Januar bis Juni 2021 die Studios getroffen hat – in diesen Monaten werden sonst 30 bis 40 Prozent des Neukund:innengeschäfts getätigt. Zum anderen sieht man ganz klar, wie gut die Perspektive der Fitness- und Gesundheitsbranche ist, wenn die Studios ohne Einschränkungen öffnen dürfen. Sobald die „Handbremse“ gelöst wird, läuft es!
die Kund:innenbindung ist gut. Die Reaktionsquote ist analog zur Mitgliederentwicklung in dem Zeitraum von zwei Jahren absolut um 3,9 Prozent auf 11,1 Prozent zurückgegangen. Hauptursache ist wie bereits erwähnt das weggebrochene Neugeschäft. Diese Zahlen sollten wir nicht nur pessimistisch betrachten, weil wir gesehen haben, wie gut es läuft, sobald die „Handbremse“ der Auflagen gelöst wird. Weitere wichtige Kennzahlen sind die Fluktuationsrate und die Zielgruppenmerkmale – insbesondere das Alter und die Geschlechterverteilung, weil das Verhalten einzelner Zielgruppensegmente Aufschluss darüber gibt, wo die Studios in den kommenden Monaten ansetzen können. Sind unter den Mitgliedern, die länger wegbleiben, mehr ältere Menschen, so lässt das beispielsweise auf ein größeres Sicherheitsbedürfnis schließen. Die Entwicklung der Preise der Kernleistung ist ein weiterer Punkt. In den letzten Jahren waren die Preise für Studiomitgliedschaften in Deutschland aufgrund eines steigenden Wettbewerbsdruckes insgesamt leicht rückläufig. Bei einer Inflationsrate von derzeit fast fünf Prozent (Anm. der Red.: Januar 2022, destatis.de) ist das natürlich eine bedenkliche Entwicklung: Real steigende Kosten bei real sinkenden Einnahmen. Inzwischen haben vor allem Discountanbieter:innen reagiert und ihre Preise für Neukund:innen angehoben. Einzelbetreiber:innen sind da eher vorsichtiger.
bei weniger Umsatz. Aufgrund des hohen Fixkostenanteiles in vielen Studios könnte das dazu führen, dass in einigen Betrieben die Kosten die Einnahmen übersteigen. Nicht alle Studios werden nach zwei Jahren Krise dieser Situation lange standhalten können. Zeit ist für das Überleben vieler Studios ein entscheidender Faktor. Welche Entwicklungen und Zahlen machen Hoffnung, dass die Branche sich erholen, weiterwachsen und sich professionalisieren wird? Ich bin sehr zuversichtlich, obwohl Prognosen aufgrund der Corona-Politik sehr schwierig sind. Wir sehen es in anderen Ländern, wie Spanien, der Schweiz oder Dänemark: Sobald eine endemische Lage ausgerufen wird und die „Handbremse“ des Infektionsschutzes gelockert wird, treten die Effekte ein, die ich beschrieben habe. Sobald Corona aus den Köpfen der Menschen verdrängt ist, die Angst und die Spaltung der Gesellschaft weg sind, werden die Anlagen sehr, sehr schnell ihre Mitgliederzahlen wieder nach oben ziehen können. Ich sage das unter der Prämisse, dass nicht weitere Ereignisse eintreten, die neue Einschränkungen mit sich bringen: Wir werden das Niveau von 2019 schneller wieder erreichen können, als die meisten es erwarten. Meiner Einschätzung nach werden wir dafür keine drei oder vier Jahre brauchen. Die Menschen wollen Normalität und sich selbst etwas Gutes tun.
Es muss darum gehen, die Leistung und die Kompetenzen der Studios nachhaltig zu kommunizieren
Aus Preis und Mitgliederzahl ergibt sich die nächste wichtige Größe – der Umsatz. Bei den Umsätzen war der Rückgang in 2020 und 2021 noch einmal deutlich massiver als bei der Mitgliederzahl. 2020 gingen die Umsätze der Branche um 24,5 Prozent zurück, 2021 um 46,4 Prozent. Im Vergleich zu 2019 haben die Studios in Deutschland über die zwei Pandemiejahre etwa 59,5 Prozent Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Das ist ein immenser Verlust, der zu erwarten war, weil die Anlagen auch etwa die Hälfte der Zeit geschlossen waren. Dieser Umsatzrückgang verliert etwas den Schrecken, wenn man ihn zu anderen Zahlen ins Verhältnis setzt: Die Anzahl der Anlagen ist 2020 um 1,4 Prozent und 2021 nur um 0,5 Prozent zurückgegangen. Daraus können wir schließen, dass viele Anlagen sehr solide aufgestellt waren und der Pandemie trotzen konnten. Zusätzlich waren die Hilfspakete des Staates nach anfänglichen Schwierigkeiten doch so gut, dass die massiven Umsatzeinbrüche teilweise aufgefangen werden konnten. Für die Jahre 2022 und 2023 können wir jedoch eine Marktbereinigung nicht gänzlich ausschließen. Zu Beginn des Jahres 2022 galt in den meisten Bundesländern weiterhin die 2G- bzw. 2G-plus-Regelung – bis im März 2022 dann endlich Lockerungen in Kraft getreten sind. Dies hat weiter an der Substanz der Clubs genagt. Begründung: Die Clubs konnten im Winter 2021/22 zwar für den Trainingsbetrieb öffnen, trugen seitdem aber auflagenbedingt höhere Kosten – 02/22
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Es kommt für die Studios jetzt darauf an, dass sie vor Ort weiter ihre Hausaufgaben machen und sich auf die veränderte Erwartungshaltung der Menschen vorbereiten. Hygiene und Sicherheit werden eine größere Rolle spielen ebenso wie die positiven Effekte des Trainings für die Gesundheit – Rücken, Gelenke, Herz-Kreislauf sowie das emotionale Thema Abnehmen bzw. Figurverbesserung. Die Studie der DHfPG hat ergeben, dass die Menschen im Durchschnitt etwas mehr als fünf Kilogramm zugenommen haben. Ein gutes Netzwerk mit Kooperationsunternehmen, die helfen, möglichst viele Menschen aus der jeweiligen Zielgruppe anzusprechen, wird wichtig für die Studios, um sich breit aufzustellen und so viele Menschen wie es geht zu erreichen. Es gilt, Mitgliedern, die wegen der Pandemie gekündigt haben, attraktive Angebote für den Wiedereinstieg zu machen und Interessierte mit einem passenden Dienstleistungsportfolio zu überzeugen – ohne dabei die Bestandsmitglieder „vor den Kopf zu stoßen“. Der Preis darf dabei nicht das Argument sein. Das wäre bei steigender Inflation fatal. Es muss darum gehen, die Leistung und die Kompetenzen der Studios nachhaltig zu kommunizieren, weil der Wert einer Betreuung durch Expert:innen und der Wert des Trainings für die Gesundheit sowie für soziale Kontakte und auch für den Spaß vielen Menschen bewusst ist und sie bereit sind, pro Monat entsprechendes Geld dafür auszugeben.
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DSSV | ECKDATEN DER DEUTSCHEN FITNESS-WIRTSCHAFT 2022 eine für die Gesundheit der Bevölkerung so wichtige Branche wie die Fitnessbranche durch Maßnahmen, die beschlossen werden, wirklich noch weiter schwächen oder muss hier endlich ein Umdenken stattfinden?” Sie haben für die DHfPG und den DSSV in den vergangenen zwei Jahren mehrere Umfragen in der Branche durchgeführt. Haben sich aus Ihrer Sicht im vergangenen Jahr bestimmte Trends verstärkt bzw. gab es wesentliche Veränderungen, die sich jetzt auch in den „Eckdaten 2022“ widerspiegeln? Was wir sehen, ist die zunehmend stärkere Positionierung im Bereich Gesundheit. Und auch das Gesundheitsbewusstsein der Menschen hat sich verändert. Die Kluft zwischen dem Wunsch nach einem gesünderen Leben und einem tatsächlich gesünderen Leben aber ist noch groß. Hier besteht noch viel Potenzial. Zudem rücken der Faktor der mentalen Gesundheit und die positiven Wirkungen von Fitnesstraining auf die mentale Gesundheit immer stärker in den Fokus.
Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022: Prof. Dr. Sarah Kobel im Interview
„Langfristig stehen die Chancen sehr, sehr gut“
Prof. Dr. Sarah Kobel promovierte am Institut für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes. Seit Oktober 2018 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der DHfPG und leitet dort seit Januar 2021 die Abteilung Marktforschung. Seitdem hat sie für Forschungsprojekte mehrere Marktbefragungen unter Studiobetreiber:innen und Fitnesskund:innen begleitet.
fMi: Die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ sind eine wichtige „Visitenkarte“ für die Fitness- und Gesundheitsbranche und ihre Unternehmen. Warum sind gerade in diesen unsicheren Zeiten verlässliche Daten und Marktkennzahlen für die Branche auch im Hinblick auf die Außendarstellung so wichtig? Sarah Kobel: Verlässliche Daten und Marktkennzahlen sind zu jeder Zeit wichtig. Insbesondere in der Krise müssen die Akteur:innen der Branche wissen, wo sie stehen – weniger als einzelner Betrieb, sondern in der Branche als Ganzes. Nur dann, wenn ich mich auf verlässliche Daten stützen kann, kann ich auch die richtige Strategie für die Zukunft wählen, um diese schwierige Zeit erfolgreich zu überwinden.
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Ein regelmäßiges körperliches Training entfaltet positive Wirkungen auf die physische und psychische Gesundheit. Doch das ist vielen so nicht klar. Noch immer werden Fitness- und Gesundheits-Anlagen mit vielen stereotypen Vorstellungen verknüpft. Dieses Bild gilt es zu ändern. Fitness- und Gesundheits-Anlagen erfüllen als Gesundheitsdienstleister:innen eine bedeutsame Aufgabe. Diese Rolle darf gern von ihnen selbst noch stärker internalisiert und nach außen kommuniziert werden. Die negativen gesundheitlichen Begleiterscheinungen der Pandemie stellen die Branche vor wachsende Herausforderungen. Wie beurteilen Sie die mittel- bis langfristigen Entwicklungschancen der Branche unter diesem Aspekt? Als sehr, sehr gut. Denn auch vor dem Hintergrund der Pandemie darf nicht vergessen werden, dass Bewegungsmangel und die daraus resultierenden Erkrankungen – z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen – zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland zählen. Langfristig betrachtet muss es gelingen, mehr und mehr Menschen zu einem regelmäßigen körperlichen Training zu bewegen – im wahrsten Sinne des Wortes. Unsere Daten zeigen, dass sich Menschen, die aufgrund der Schließungen nicht mehr regelmäßig trainieren konnten, sowohl mental als auch körperlich signifikant schlechter fühlten. Diesen Menschen wird nun noch deutlicher bewusst, wie wichtig Fitnesstraining für ihre Gesundheit ist. Menschen, die kein regelmäßiges Training betreiben, können und müssen zu einem Umdenken bewegt werden. Hier ist die Branche als Gesundheitsdienstleister:in in der Pflicht. Bewegungsmangel ist Gift für den Körper – und dagegen gilt es vorzugehen. Dann stehen sowohl die wirtschaftlichen Chancen für die Branche als auch die gesundheitlichen Chancen für die Bevölkerung gut! fitness MANAGEMENT international
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Foto: DHfPG/BSA
Aber auch für die Außendarstellung sind solche Daten von hoher Relevanz. Betrachten wir die Politik: Wenn auf Basis verlässlicher Daten klar gezeigt wird, wo eine Branche steht und wie diese durch die Krise geschwächt worden ist, müssen sich die Entscheidungsträger:innen natürlich fragen: „Kann ich
Welche Lehren können Betreiber:innen aus den schwierigen Corona-Jahren 2020 und 2021 ziehen, um ihre Unternehmen fit für die Zukunft zu machen? Hier können wir an die vorherige Frage anknüpfen. Die Krise hat uns etwas gelehrt, was wir alle eigentlich wissen, nämlich, dass Gesundheit das höchste Gut ist. Dennoch tun noch zu viele Menschen nichts aktiv dafür, ihre eigene Gesundheit zu stärken.
DSSV | ECKDATEN DER DEUTSCHEN FITNESS-WIRTSCHAFT 2022
Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022: Stefan Ludwig und Christian Rump im Interview
„Die Pandemie beschleunigt bereits zuvor existierende Trends“ fMi: Herr Ludwig, Sie begleiten die Erhebung der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ für Deloitte seit vielen Jahren in verantwortlicher Position. Wie ordnen Sie die Ergebnisse der diesjährigen Befragung nach zwei Jahren Corona ein? Stefan Ludwig: Wie bereits 2020 war die deutsche Fitnessbranche auch 2021 stark von der Pandemie beeinflusst. Aufgrund der temporären Schließungen musste die Branche erneut deutliche Rückgänge hinsichtlich des Umsatzes und der Mitglieder verkraften. Mit sieben bis acht Monaten, darunter die wichtigen Monate zum Jahresbeginn 2021, dauerte der zweite Lockdown für Fitnessanlagen in Deutschland im europäischen Vergleich länger als in vielen anderen Staaten. In Großbritannien durften die Studios bereits im Frühjahr 2021 wieder öffnen, während der Bevölkerung in Spanien oder Finnland keine zweite landesweite Lockdown-Periode auferlegt wurde. Im Vergleich zu anderen Ländern fielen die Kündigungszahlen im deutschen Fitnessmarkt deutlich geringer aus, als dies bei einem derart langen Lockdown zu erwarten gewesen wäre. Das liegt unter anderem daran, dass langfristige Mitgliedsverträge über zwölf oder sogar 24 Monate in Deutschland weit verbreitet sind. Wie bereits in 2020 verhielten sich zudem viele Mitglieder solidarisch und bezahlten zum Teil über die gesamte Schließungsperiode hinweg weiterhin Mitgliedsbeiträge. Bei dem insgesamt leichten Rückgang der Gesamtanlagenzahl um 0,5 Prozent ist das Kettensegment hervorzuheben, das als einzige der drei Betriebsstrukturen – Einzel-, Kettenund Mikrostudios – den Anlagenbestand im Jahr 2021 um 58 Anlagen erweitern konnte. Verantwortlich für das Wachstum war vor allem das Discountsegment, das trotz Pandemie seine Expansionspolitik verfolgte. Dies ist insbesondere durch die der Branche zugrunde liegenden Trends, wie bspw. ein steigendes Gesundheitsbewusstsein, bedingt.
(Master of Business Administration, M. Sc. Sport Management) ist bei der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Partner und leitet die Sport Business Gruppe.
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In der Pandemie ist bei vielen Kund:innen das Bedürfnis nach Flexibilität gestiegen. Um diesem Bedürfnis besser gerecht zu werden, haben Betreiber:innen ihr Dienstleistungsportfolio deutlich erweitert und bestehende Konzepte optimiert oder neue entwickelt. Hierzu gehören u. a. digitale Angebote, Verträge mit kürzeren Laufzeiten, Outdooroptionen oder sogar die Diversifizierung mit Vertrieb von Homefitnessgeräten, die bei manchen Betreiber:innen in Europa zu beobachten ist. Ergebnisse einer zu Beginn dieses Jahres von Deloitte gemeinsam mit EuropeActive durchgeführten Konsument:innenbefragung zeigen, dass ein großer Teil der Fitnesstreibenden verschiedene Angebote – in Fitnesseinrichtungen, zu Hause und im Freien – kombiniert. Aus Konsument:innenperspektive ist die Branche besser aufgestellt denn je. Entsprechend ist die Pandemie vor allem ein Beschleuniger bereits zuvor existierender Trends. Neben dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein und Flexibilitätsbedürfnis hat die Pandemie jedoch die klaren Vorteile der stationären Fitnessbranche gegenüber alternativen Angeboten aufgezeigt: der riesige Wert von persönlicher Betreuung, von qualitativ hochwertigen Geräten und Ausstattungen sowie des sozialen Miteinanders. Aus diesem Grund erwarten viele Branchenteilnehmende relativ zeitnah eine Rückkehr zu einem Mitgliederwachstum, wie es vor der Pandemie zu beobachten war und sich in einigen europäischen Ländern bereits abzeichnet.
Christian Rump
(M. Sc. Accounting & Finance Management, CEMS Master in International Management) ist bei der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Sport Business Gruppe tätig. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Stefan Ludwig
fMi: Welche Herausforderungen auf der einen und welche Chancen auf der anderen Seite entstehen aus den Ergebnissen der diesjährigen Befragung? Christian Rump: Unsere Studienergebnisse zeigen deutlich, dass der Rückgewinn der „verlorenen“ Mitglieder und eine Rückkehr zum Wachstum der vorherigen Jahre die zwei zentralen Herausforderungen für die Branche sind. Das ist keine leichte Aufgabe, da nicht zuletzt durch die Pandemie Alternativangebote im Outdoorfitnessbereich oder auch digitale Fitnessmöglichkeiten stärker in den Fokus gerückt sind.
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DSSV | VERBANDSARBEIT
Neuerungen bei der Strahlenschutzverordnung (NiSV)
Was gilt jetzt im EMS-Bereich? Text: Niklas Kornemann
Die novellierte Strahlenschutzverordnung (NiSV) trat am 1. Januar 2021 in Kraft. Bereits jetzt gilt die Melde-, Aufklärungs- und Dokumentationspflicht. Ab dem Jahreswechsel 2022/2023 muss das Personal über einen gesetzlich vorgeschriebenen Fachkundenachweis verfügen, um Kund:innen trainieren zu dürfen. In der täglichen Beratung erreichten den DSSV e. V. viele Anfragen zu einzelnen Inhalten der NiSV. Dieser Artikel soll die häufigsten Fragen beantworten und zeigen, welche Chancen sich in Sachen Professionalisierung bieten.
Seit dem 31. Dezember 2020 gilt für Studios mit EMS-Geräten die Meldepflicht. Der:Die Betreibende hat der zuständigen Behörde die Inbetriebnahme der Anlage spätestens zwei Wochen vorher anzuzeigen. Wurde eine Anlage am 31. Dezember 2020
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bereits betrieben, hatte die Anzeige bis zum Ablauf des 31. März 2021 zu erfolgen. Wenn Sie dies bisher nicht getan haben, sollten Sie nun schnellstmöglich agieren und sich bei der zuständigen Behörde als Betreiber:in einer EMS-Anlage melden. Im Falle einer Nichtmeldung drohen Bußgelder. Die für Ihren fitness MANAGEMENT international
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Grafik: ~ Bitter ~ – stock.adobe.com
Meldepflicht
Landkreis zuständige Behörde finden Sie über das Online-Tool des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz unter www.bit.ly/nisv-bmuv.
Dokumentationspflicht
Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie, für Trainingspersonal in EMS-Studios an. Zum Lehrgang „EMS-Trainer/in“ werden Übungsleiter:innen mit einer Vorbildung von mindestens 120 Lerneinheiten (à 45 Minuten) zugelassen.
Die Betreiber:innen einer Anlage müssen die Geräte dokumentieren und ein Bestandsverzeichnis erstellen. Zudem müssen sie sicherstellen, dass auch die durchgeführten Anwendungen dokumentiert werden. Zu dokumentieren sind bspw. das verwendete Gerät, technische Parameter, die tägliche Prüfung der Funktionsfähigkeit, der individuelle Behandlungs-/ Trainingsplan mit entsprechendem Belastungsgefüge (z. B. Intensität, Frequenz, Häufigkeit, Dauer) und die Einverständniserklärung der behandelten Person zur Anwendung. Eine detaillierte Übersicht über alle Anforderungen finden Sie als Mitglied des DSSV im Login unter der Kategorie Rechtliches – EMS-Training.
Tipp: Kümmern Sie sich frühzeitig um Termine für die Zertifizierung „Fachkunde EMF“ zur Stimulation. Stimmen Sie mit Ihrem:Ihrer Anbieter:in Kapazitäten und Termine für Ihre Mitarbeiter:innen ab. Da diese Qualifikation für den gesamten Branchensektor vonnöten sein wird, werden die Kapazitäten der Bildungsanbieter:innen gerade zum Ende der Frist ausgeschöpft sein. Wer sich frühzeitig bemüht, läuft keine Gefahr, nicht praktizieren zu können!
Hinweis: Diese Anforderungen müssen bereits seit dem 31. Dezember 2020 erfüllt werden.
Im Mitglieder-Login des DSSV finden Sie einen kompletten Rechtsleitfaden zur Strahlenschutzverordnung (NiSV) mit einer umfangreichen Checkliste, Musterschreiben sowie Expert:innentipps. Schauen Sie unter www.dssv.de/mitglieder-Login vorbei. Kategorie: Rechtliches – EMS-Training.
Beratung und Aufklärung der Trainierenden Betreiber:innen müssen sicherstellen, dass Trainierende von der anwendenden Person vor der ersten EMS-Einheit beraten und aufgeklärt werden. Speziell geht es hier um gesundheitliche Risiken, Kontraindikationen, Nebenwirkungen und die individuelle Situation des:der Trainierenden sowie die Anwendung im Allgemeinen. Weitestgehend decken die meisten Anamnesebögen diese Anforderungen an die Erfassung der individuellen Situation ab. Da dies jedoch nicht abschließend genügt, sind Betreiber:innen verpflichtet, allgemein über das EMS-Training und seine Wirkungen aufzuklären. Hierzu hat der DSSV ebenfalls ein Muster entworfen. Mitglieder finden dieses unter www.bit.ly/nisv-muster. Hinweis: Diese Anforderungen müssen bereits seit dem 31. Dezember 2020 erfüllt werden.
Qualifikation der Mitarbeiter:innen
Dokumente im DSSV Mitglieder-Login
Sie bieten EMS-Training in Ihrer Einrichtung an und sind noch kein Mitglied im DSSV? Dann informieren Sie sich unter www.dssv.de/vorteile/ über die Vorteile einer Mitgliedschaft oder kontaktieren Sie uns unter 040 – 766 24 00 in der DSSV-Geschäftsstelle.
Fazit Durch Regulierungen müssen Betreiber:innen in Zukunft z. B. sicherstellen, dass sie über die erforderliche „Fachkunde EMF“ zur Stimulation verfügen.
Eines der spannendsten und gefragtesten Themen bei der NiSV sind die Anforderungen an die Qualifikation der anwendenden Mitarbeiter:innen – genauer gesagt die „Fachkunde EMF“ (EMF = Elektromagnetische Felder) zur Stimulation. Durch eine Gesetzesänderung wurde die Frist zum Erwerb der „Fachkunde EMF“ zur Stimulation bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Ab diesem Zeitpunkt dürfen gewerbliche Anwendungen zur Muskelstimulation am Menschen ausschließlich von Personen, die nachweislich über die erforderliche Fachkunde verfügen, durchgeführt werden. Sie ist auf dem aktuellen Stand zu halten. Hierzu ist mindestens alle fünf Jahre die Teilnahme an einer Fortbildung erforderlich. Die Fachkunde wird durch die Teilnahme am Fachkundemodul „Elektromagnetische Felder (Niederfrequenz-, Gleichstrom oder Magnetfeldgeräte) zur Stimulation“ in Kombination mit einer Personenzertifizierung nachgewiesen.
Diese Absicherung des Marktes muss als Chance angesehen werden. EMS wird damit fest an die qualifizierte Dienstleistung gekoppelt und sichert das Geschäftsmodell EMS-Training vor Preisverfällen und Self-Service. Prof. Dr. Wolfgang Kemmler (Lehrstuhl für Medizinische Physik und Mikrogewebetechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Forscher und Wissenschaftler im Bereich Ganzkörper-EMS-Training, bestätigte: „Durch das Medizinproduktegesetz, die Strahlenschutzverordnung und die DIN-Norm 33961-5 sind Gerätesicherheit, Ausbildung und die richtige Anwendung geregelt. Somit hat jede:r, der:die aktuell im gewerblichen EMS-Markt aktiv ist oder es werden möchte, eine klare und eindeutige Handlungsempfehlung und kann dadurch sicheres EMS-Training anbieten.“
Die BSA-Akademie, Bildungspartner des DSSV, bietet den Lehrgang „EMS-Trainer/in“, der die Anforderungen zum Ersterwerb der „Fachkunde EMF“ zur Stimulation gemäß NiSV erfüllt, in Kombination mit der Zertifizierung „Fachkunde EMF“ zur Stimulation der BSA-Zert, der unabhängigen
Der Branchensektor EMS wird sich weiterhin an einer stark wachsenden Anzahl an Menschen erfreuen, die sich aufgrund der Professionalisierung gut aufgehoben und qualifiziert betreut fühlen.
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DSSV | RECHT
Aktuelle Gerichtsentscheidungen
Was Sie jetzt beim Thema Urlaub beachten müssen Text: Iris Borrmann und Gülizar Cihan
Manchen Studiobetreiber:innen reicht es schon, nur die Urlaubsansprüche für Vollzeit- und Teilzeitkräfte berechnen zu müssen. Auch der Urlaubsanspruch für geringfügig Beschäftigte wird oft übersehen. Nun sind allerdings durch zwei Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichtes weitere Parameter hinzugekommen, die für alle Arbeitgeber:innen von großem Interesse sind.
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Urlaub und Mitwirkungspflicht von Personalverantwortlichen Bisher sah die Rechtslage vor, dass nicht genommener Urlaub spätestens am Ende des Übertragungszeitraums, am 31. März des Folgejahres, verfällt. Das geschah unabhängig davon, ob die Arbeitgeber:innen die Arbeitnehmer:innen zuvor in die Lage versetzt hatten, den Urlaub in Anspruch zu nehmen. Der Urlaubssenat des Bundesarbeitsgerichtes legt § 7 Abs. 1 Satz 1 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) in o. g. Entscheidungen
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nun anders aus und verlangt, dass Arbeitgeber:innen „konkret und in völliger Transparenz“ dafür sorgen, dass Arbeitnehmer:innen tatsächlich in der Lage sind, ihren bezahlten Jahresurlaub anzutreten. Die erste Voraussetzung dafür ist, dass jede:r Arbeitnehmer:in weiß, wie viel Urlaub ihm:ihr zusteht und bis wann dieser spätestens genommen werden muss. Arbeitgeber:innen müssen Arbeitnehmer:innen – falls erforderlich sogar schriftlich – dazu auffordern, ihren Urlaub zu nehmen. Sie müssen ihnen unmissverständlich und rechtzeitig mitteilen, dass der Urlaub verfällt, wenn er nicht in Anspruch genommen wird. Arbeitgeber:innen tragen damit die Initiativlast, die tatsächliche Verwirklichung des Urlaubsanspruchs voranzutreiben. Erst wenn diese sogenannten Mitwirkungsobliegenheiten erfüllt sind, können Urlaubsansprüche wirksam auf das jeweilige Urlaubsjahr befristet werden. Der nicht erfüllte Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub erlischt folglich nur dann am Ende des Kalenderjahres bzw. des Bezugszeitraums, wenn der:die Arbeitgeber:in nach der genannten Vorgehensweise gehandelt und der:die Arbeitnehmer:in den Urlaub dennoch aus freien Stücken nicht genommen hat. Die Fristen im Bundesurlaubsgesetz
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Fotos: Belozersky – stock.adobe.com | fitness MANAGEMENT
s handelt sich bei den Gerichtsentscheidungen um die beiden folgenden Urteile: 1. Mitwirkungspflicht des Arbeitgebers bei der Inanspruchnahme des Urlaubs (BAG, Urteil vom 19. Februar 2019 – 9 AZR 541/15) 2. Kürzungen des Jahresurlaubs bei der Gewährung von Kurzarbeit (BAG, Urteil vom 30. November 2021 – 9 AZR 225/21)
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(§ 7 Abs. 3 BUrlG) werden erst wirksam, wenn Arbeitgeber:innen die Mitwirkungspflicht erfüllt haben.
Informationspflicht erfüllen Für die Praxis bedeutet das: Studioinhaber:innen sollten rechtzeitig allen Mitarbeitenden eine Mitteilung zukommen lassen (per E-Mail oder als Brief), wie viel Jahresurlaub ihnen im entsprechenden Jahr zur Verfügung steht und dass dieser verfällt, wenn er bis zum Jahresende nicht beantragt und genommen wurde. Diese Mitteilung kann zu Beginn eines Urlaubsjahres erfolgen, jedoch spätestens dann, wenn noch eine realistische Chance besteht, den Urlaub im verbleibenden Zeitraum zu nehmen. Sollte keine entsprechende Mitteilung an die Mitarbeitenden erfolgen, wird der noch nicht verwirklichte Urlaubsanspruch von Jahr zu Jahr angehäuft; er verfällt nicht!
Voraussetzungen Urlaubstage kürzen. Sofern einzelne Wochentage ausgefallen sind und der:die Arbeitnehmer:in ansonsten regelmäßig zu festen Werktagen gearbeitet hat, kann folgende Formel zur Urlaubsberechnung herangezogen werden: Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 (Urlaubsanspruch in Werktagen) 6 (übliche Arbeitstage: Montag bis Samstag) Der Urlaubsanspruch kann für jeden Monat, in dem der:die Beschäftigte aufgrund von Kurzarbeit nicht im Betrieb tätig war, um 1/12 gekürzt werden.
Kurzarbeit und Urlaubsanspruch Das Thema Kurzarbeit ist in der Pandemiezeit wieder in den Fokus gerückt. Das BAG musste sich daraufhin mit der Frage beschäftigen, ob Kurzarbeit den Urlaubsanspruch in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt. Grundsätzlich gilt, dass Kurzarbeit die regelmäßige Arbeitszeit vorübergehend aufgrund eines erheblichen Arbeitsausfalls im Betrieb reduziert. Sinn und Zweck der Kurzarbeit ist es, den Arbeitgeber:innen die Chance zu bieten, Arbeitsplätze zu erhalten. Daher verwundert es nicht, dass Arbeitnehmer:innen zuerst ihren Erholungsurlaub zur Vermeidung der Kurzarbeit einbringen müssen. 2020 wurde dieses Muss kurzzeitig ausgesetzt, gilt aber seit dem 1. Januar 2021 wieder. Ausnahmen sind zulässig, beispielsweise bei bereits existierenden Urlaubsplanungen oder Betriebsferien. Urlaub hingegen soll zur Erholung dienen. So regelt das Bundesurlaubsgesetz im § 1 ganz klar, dass jede:r Arbeitnehmer:in in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub hat. Wenn Mitarbeitende in Kurzarbeit geschickt werden und daher nicht nur weniger Stunden pro Tag arbeiten, sondern auch für einen ganzen Tag oder auch mehrere wegfallen, kann sich dadurch ihr Urlaubsanspruch reduzieren. Das hat das BAG in seiner Entscheidung vom 30. November 2021 (9 AZR 225/21; 9 AZR 234/21) bejaht – nicht zuletzt, weil der Europäische Gerichtshof bereits in der Vergangenheit schon eine Kürzung von Urlaubsansprüchen für Zeiten geduldet hat, in denen der:die Arbeitgeber:in tatsächlich nicht tätig war. Gleichzeitig wurde aber auch der Erholungsgedanke mit aufgegriffen. Wenn der:die Arbeitnehmer:in an Tagen, an denen er:sie regulär gearbeitet hätte, gar nicht tätig werden muss, kann er:sie sich „erholen“. Konsequenterweise gilt das nicht, wenn er:sie – selbst für kurze Zeit – an dem jeweiligen Tag im Einsatz ist. Gleichzeitig wird klargestellt, dass diese „freien“ Tage im Rahmen der Kurzarbeit nicht mit Arbeitszeiten gleichgestellt werden können. Nichtsdestotrotz muss die Kurzarbeit aber rechtlich wirksam eingeführt worden sein. Nur auf dieser Grundlage können Arbeitgeber:innen den Urlaubsanspruch ihrer Mitarbeitenden rechtssicher kürzen.
Formel zur Urlaubsberechnung Studioinhaber:innen, die ihre Mitarbeitenden zeitweilig in „Kurzarbeit null“ schicken mussten, können unter den genannten 02/22
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Iris Borrmann, DSSV-Juristin Iris Borrmann ist seit 1993 als Rechtsanwältin zugelassen und hat seitdem sowohl als Anwältin in einer arbeitsrechtlich ausgerichteten Kanzlei als auch in der Mitgliederberatung eines Verbandes gearbeitet. Ihr Schwerpunkt ist das Arbeitsrecht. Seit Oktober 2016 ist sie als Syndikusanwältin für den DSSV tätig und berät Sie zu allen Fragen rund um das Arbeitsverhältnis zu Ihren Beschäftigten.
Gülizar Cihan, DSSV-Juristin Gülizar Cihan war jahrelang als selbstständige Rechtsanwältin in verschiedenen Fachrichtungen tätig. Gleichzeitig war sie einige Zeit in einem mittelständischen Unternehmen rechtsberatend aktiv. Seit August 2021 gehört sie zur Rechtsabteilung des DSSV und berät die Mitglieder vor allem in verwaltungsrechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen.
Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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DSSV | NEWS & MITGLIEDER
Das DSSV-Update –
News im Überblick Politische Arbeit auf Kommunalebene vorantreiben Als Verband ist es die Aufgabe des DSSV e. V. stets im Austausch mit Ministerien, Politiker:innen und Ausschüssen zu sein, um die Branche zu vertreten, ihre Forderungen und Wünsche bestmöglich durchzusetzen und die Anerkennung der Branche weiter voranzubringen. Hierzu können Sie als Studiobetreiber:in einen Beitrag leisten und die Arbeit unterstützen, indem Sie vor Ort auf regionaler Ebene aktiv werden und mit dem DSSV gemeinsam die Ziele der Branche an die verschiedenen politischen Ebenen herantragen. Der Kontakt zu Politiker:innen bei Ihnen vor Ort trägt maßgeblich zur Anerkennung der gesamten Branche bei. Aber auch Kooperationen mit Schulen, Altersheimen, Schwimmbädern, Sportfachgeschäften und ortsansässigen Firmen gehören zur regionalen politischen Arbeit dazu. Nutzen Sie dieses Potenzial und entdecken Sie bisher ungenutzte Wege und Mittel der Neukund:innengewinnung. Wo suche ich nach Pressekontakten? Wie lade ich Politiker:innen ins Studio ein? Und welche Kooperationen kann ich sowohl zur Neumitgliedergewinnung als auch für die politische Arbeit nutzen? Genau für diese Fragen gibt der DSSV seinen Mitgliedern mit nützlichen Musteranschreiben, Studien und Leitfäden ein Tool an die Hand, um die regionale, politische Arbeit direkt vor Ort zu stärken. Gemeinsam mit dem DSSV werden die Weichen für die Branche gestellt! Weitere Informationen finden Sie unter: www.dssv.de
DSSV-Mediathek: Expert:innentipps, Seminare und mehr In der neuen Mediathek des DSSV erhalten Sie nun stets aktualisierte Einblicke in die Fachkunde und Praxistipps der DSSV-Fachexpert:innen. Von „Expertentipps in 3 Minuten“ über Fachvorträge im Bereich Versicherungen und Datenschutz oder komplette Seminare zu den Themen Digitalisierung, Social Media und Kund:innenkontakt – in der DSSV-Mediathek finden Sie zu jedem Thema ein passendes Fachvideo. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dssv.de
Wir freuen uns auf Sie! 7. – 10. April 2022 Halle 7, Stand D49 70
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Der DSSV begrüßt –
Neue Mitglieder Balance Sports Altes Land Sven Völker 21720 Steinkirchen
Gesundheitszentrum Body & Soul Martin Schmidt 35423 Lich
Best Fitness GmbH Tom Matz 18069 Rostock
Körperwelt Fitnessund Rehazentrum Markus Degenhardt 37213 Witzenhausen
Bodystreet Schloßparktheater Steffan Novy 12165 Berlin
Medicsport Jens Walter 64823 Groß-Umstadt
City Fitness Dortmund Patrick Arntzen und Philipp Kunz 44339 Dortmund
Mrs.Sporty Ingelheim Anne Sturm 55218 Ingelheim am Rhein
E-MotionSports-Minden Stefan Vierig 32427 Minden
Sports Club Eppendorf Alexander Sosa 22529 Hamburg
EMS-Studio Kulmbach by Leon Schenkendorf Leon Schenkendorf 95326 Kulmbach
Sports Club Rostock Alexander Sosa 18055 Rostock
Finest Fitness Waldshut Dzenis Mulic 79761 Waldshut-Tiengen
Steinhart Training Ralf Lenger 42349 Wuppertal
Fitness Center H. G. GmbH Claudia Henkelmann 97199 Ochsenfurt
Theuerkauf & Wohlleben Fitness GmbH Andy Theuerkauf und Rocco Wohlleben 02827 Görlitz
FitnessPark Deggendorf Mario Haidn 94469 Deggendorf
Vitarium Gesundheitszentrum Ralf Thode 24161 Altenholz
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DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN
Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Werner Kündgen
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen) Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de
Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Günter Noll
Sabrina Fütterer
Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de
Von der Handelskammer Hamburg öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitness- und Gesundheits-Anlagen.
Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de
DSSV | KOMMENTAR
Jetzt positiv in die Zukunft blicken! Unsere Branche hat schlimme Zeiten hinter sich und große Verluste erlitten. Wir werden noch viele Monate benötigen, um wieder auf das Vor-Corona-Niveau von 2019 zu kommen – die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022“ belegen es ganz deutlich! Gleichzeitig steht aber auch fest, dass die Branche alle Kräfte mobilisiert hat und über sich selbst hinausgewachsen ist. Jetzt gilt es mit voller Kraft den „Tunnel“ hinter sich zu lassen! Unsere Fachleute mahnen seit Langem, dass sich negative Konsequenzen aus den vielen Monaten der Einschränkungen für Millionen berufstätige Menschen ergeben, wenn es um ihre physische und psychische Gesundheit geht. Bei sehr vielen Menschen hat sich herausgestellt, dass sich ihre gesundheitlichen Parameter verschlechtert haben. Und damit ist nicht nur das Körpergewicht gemeint. Die Auswirkungen werden wir alle noch lange zu spüren bekommen, denn derartige Verschlechterungen sind in der Regel Teil eines schleichenden Prozesses. Auf der anderen Seite haben die gesetzlichen Krankenkassen durch die Aufwendungen während der zwei Jahre Pandemie ein viele Milliarden Euro schweres Defizit eingefahren. Welche Auswirkungen das hat, wird sich in den nächsten Jahren noch zeigen.
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
Was resultiert daraus? Wir sollten der Gesellschaft, den Unternehmen und der Politik konsequent aufzeigen, dass unsere Betriebe diejenigen sind, die den Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Adipositas oder Gefäßkrankheiten „Parole bieten“. Sie haben den besten „Hebel“ in der Hand, um viele Beeinträchtigungen der Menschen zu beheben. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist vielen unserer Betriebe geläufig und bietet optimale Chancen, um jetzt konsequent an die Unternehmen heranzutreten. Denn – das wissen auch die Arbeitgeber:innen in Deutschland – ohne Mitarbeiter:innen läuft nichts und es gibt viel aufzuholen! Ein zweiter wichtiger Bereich der Einflussnahme ist die Ansprache der politischen und gesellschaftlichen Vertreter:innen vor Ort. Auch unserer Regierung ist mehrheitlich bewusst, dass die Einschränkungen vielen Mitgliedern unserer Gesellschaft massiven Schaden zugefügt haben, den es jetzt Stück für Stück zu beheben gilt. Mit den Konzepten des DSSV erhalten Sie die richtigen Handlungsempfehlungen, um sich gegenüber der Kommunalpolitik als Gesundheitsdienstleister darzustellen. Außerdem: Die nächste Kommunal- und Landtagswahl kommt auch in Ihrem Wahlkreis. Die Basis für diese Aktivitäten stellt eine qualitativ hochwertige und kund:innenorientierte Dienstleistung für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Entsprechend wird Fachwissen in den kommenden Jahren so wichtig wie noch nie zuvor werden!
Lassen Sie uns gemeinsam positiv in die Zukunft blicken! Ich sehe die FIBO 2022 als guten Auftakt für unsere gemeinsame „Aufholjagd“ zurück zu unseren Erfolgen! In diesem Sinne freue ich mich darauf, Sie in Köln – endlich – wieder zu treffen!
Der DSS V auf d er FIBO in Halle 7 , Stand D 49
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MANAGEMENT | IMPULS
Mitgliedergewinnung und -bindung in Zeiten von COVID-19
Nähe, Empathie und Knowhow machen den Unterschied Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff
Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ist die Lage für Studios auch 2022 noch angespannt. Sie stehen insbesondere bei der Neukund:innengewinnung und Mitgliederbindung vor großen Herausforderungen. Mit Frank Vogelgesang vom Motivitas haben wir in einem Interview über zielführende Strategien und Ansatzpunkte gesprochen, um trotz Pandemie neue Mitglieder zu gewinnen und diese durch eine kund:innennahe und qualifizierte Betreuung langfristig für das Training im Studio zu begeistern.
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Mehr Überzeugungsarbeit gefordert Neben der schweren Hypothek der lockdown-bedingten Kündigungen macht vor allem das fehlende Neukund:innengeschäft den Unternehmen nach wie vor Probleme. Denn trotz hoher Investitionen in umfassende Sicherheits- bzw. Hygienekonzepte sowie in neue digitale Zusatzangebote
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Foto: GutesaMilos – stock.adobe.com
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ach Jahren des stetigen Wachstums haben die deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen infolge der Corona-Pandemie und der behördlichen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung mit deutlichen Mitgliederverlusten und wachsenden Herausforderungen zu kämpfen (DSSV, 2022, S. 38-43).
und trotz eines nachweislich geringen Infektionsrisikos in den Studios (EuropeActive, 2020, 2021) herrscht in den ersten Monaten diesen Jahres wegen der Omikron-Welle und den damit verbundenen Auflagen im Markt weiterhin große Verunsicherung.
Aktuelle Studienergebnisse (DHfPG, 2021b; Kobel & Preuschoff, 2020; Kobel, Preuschoff & Schmidt, 2020) unterstreichen, wie wichtig diese Kernkompetenzen im Hinblick auf Vertrauensbildung, Motivation, Kund:innenbindung sowie langfristige Mitgliederzufriedenheit in der Krise sind.
Das macht sich im Februar 2022 nicht nur anhand niedrigerer Check-in-Zahlen, sondern auch und vor allem anhand ausbleibender Neumitgliedschaften deutlich bemerkbar. Viele Interessierte und auch ein Teil der Mitglieder reagieren nach wie vor abwartend und die Studios müssen in der Praxis deutlich mehr Überzeugungsarbeit leisten.
Verlässlichkeit, Sicherheit und Professionalität bieten
Gestiegenes Gesundheitsbewusstsein als Chance nutzen Gleichzeitig hat die Corona-Krise auch für eine Sensibilisierung innerhalb der Bevölkerung gesorgt und die Themen Gesundheit und Prävention stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Alarmierende Zahlen (DHfPG, 2021a; Stockwell et al., 2021) belegen, dass die Pandemie die Ausbreitung zahlreicher Volkskrankheiten weiter begünstigt hat und der Bedarf an Präventionsleistungen und qualifiziert betreuten Bewegungsangeboten noch nie so groß war wie heute. Viele Menschen werden noch lange mit negativen Begleiterscheinungen der Pandemie zu kämpfen haben – Zunahme von Rückenschmerzen, Übergewicht und psychischen Belastungen etc. Sie brauchen professionelle und fachkundige Unterstützung mehr denn je.
Als Gesundheitsexpert:in überzeugen Aus diesen Entwicklungen ergeben sich für die Studios neben wachsenden Herausforderungen vor allem auch langfristig neue Chancen und Perspektiven – denn eine kund:innennahe Beratung, qualitativ hochwertige Gesundheitsdienstleistungen und eine individuelle Betreuung durch qualifizierte Trainer:innen sind seit jeher die zentralen Kernkompetenzen der Studios.
Angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Online-Angebote sowie der neuen Situation aufgrund der gestiegenen Kund:innenansprüche und der angespannten Marktlage sind die Studios gefordert, die eigenen Stärken bzw. Mehrwerte noch zielführender zu vermarkten und gerade jetzt Kund:innennähe, Verlässlichkeit und Präsenz zu zeigen. Wer hier im Umgang mit Interessierten und Mitgliedern erfolgreich kommuniziert, aktiv zuhört, relevante Bedürfnisse erkennt und zeitnah auf diese eingeht, wird eher als professionelles, kund:innenorientiertes Dienstleistungsunternehmen wahrgenommen und kann vom gestiegenen Gesundheitsbewusstsein langfristig profitieren. Frank Vogelgesang konnte in seinem Motivitas im saarländischen Kleinblittersdorf das Neukund:innengeschäft auf einem sehr guten Niveau halten und hatte wenige Drop-outs zu verzeichnen. Im Interview mit fitness MANAGEMENT international erläutert er Ansatzpunkte sowie konkrete Maßnahmen, Prozesse und Strategien, um den wachsenden Herausforderungen in der Praxis zu begegnen. Auszug aus der Literaturliste Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. (Hrsg.). (2021a). Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention durch regelmäßiges Fitnesstraining: Die Bedeutung der Fitness- und Gesundheitsbranche als Gesundheitsdienstleister – eine wissenschaftliche Betrachtung. Zugriff am 14.01.2022. Verfügbar unter https:// www.dhfpg-bsa.de/wp-content/uploads/sites/2/2021/09/dhfpg_abhandlung.pdf EuropeActive. (2021). SafeACTiVE Study #2: An independent assessment of the risk of transmission of COVID-19 in fitness clubs and leisure facilities across Europe: a THiNK Active report. Zugriff am 18.01.2022. Verfügbar unter https://www.ehfa-membership. com/sites/europeactive.eu/files/THiNKActive/SafeACTiVE-2-v1.pdf Stockwell, S., Trott, M., Tully, M., Shin, J., Barnett, Y., Butler, L. et al. (2021). Changes in physical activity and sedentary behaviours from before to during the COVID-19 pandemic lockdown: a systematic review. BMJ Open Sport & Exercise Medicine, 7 (1), 1-8. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte info@fitnessmanagement.de.
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MANAGEMENT | IMPULS
Mitgliedergewinnung und -bindung in Zeiten von COVID-19
„Es geht darum, Kompetenzen hervorzuheben“
Interview mit Frank Vogelgesang, Inhaber der Motivitas Fitness GmbH Frank Vogelgesang ist ursprünglich gelernter Krankenpfleger, spezialisiert auf den Bereich Onkologie und EDV in der Pflege. Durch diese Spezialisierung gelangte er ins Qualitätsmanagement, woraufhin er sich entschloss, aus der akuten Medizin in die Prävention zu wechseln und ein Studium der Fitnessökonomie zu absolvieren. Studienbegleitend war er als selbstständiger Berater für Studios und Physiotherapiepraxen tätig. 2013 eröffnete er gemeinsam mit seinem Mitgesellschafter Mike Schommer das Motivitas, um seine jahrelange Erfahrung in die Praxis zu überführen.
fMi: Mit welchen Herausforderungen haben Sie unter dem Eindruck der Pandemie bei der Neukund:innengewinnung und der Mitgliederbetreuung aktuell besonders zu kämpfen? Frank Vogelgesang: Das ist sehr vielschichtig. Da ist zunächst die Verunsicherung der Kund:innen über das vorhandene Infektionsrisiko. Unsere Aufgabe ist es, diese Verunsicherung in Vertrauen und Sicherheit umzuwandeln. Ein großes Problem ist das „Grundrauschen“ in den klassischen Medien und Social Media. Es gibt so viele unterschiedliche Informationen und Meinungen zum Infektionsgeschehen und zur Pandemie, dass es unglaublich schwer ist, sich Gehör zu verschaffen. Wir beobachten auch ein verändertes Kund:innenverhalten. Die Mitglieder haben eine kürzere Verweildauer in den Studios als vor der Pandemie und weniger zwischenmenschliche Kontakte. Das liegt sicher am Abstandsgebot und den Atemschutzmasken, aber zusätzlich haben viele noch Musik in den Ohren. Der Community-Faktor ist spürbar zurückgegangen. Wir haben dieses Phänomen noch nicht abschließend analysiert, nennen es aber „Kontaktvermeidungsstrategie“.
Durch welche Maßnahmen nehmen Sie Ihren Mitgliedern in diesen schwierigen Zeiten die Verunsicherung?
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Ganz wichtig ist die klare und transparente Umsetzung der angeordneten Maßnahmen in der Pandemie. In den Tagen nach dem ersten Lockdown wurde so viel über die Sinnhaftigkeit der behördlichen Vorgaben gesprochen, dass eine Diskussion darüber immer in eine Abwärtsspirale führte. Daraus haben wir gelernt und solche Diskussionen vermieden. Wir haben die Aussagen von Virolog:innen oder Politiker:innen nicht bewertet, sondern die Maßnahmen umgesetzt und die positiven Effekte – z. B. die Vorteile von Luftreinigungsanlagen – objektiv gegenüber unseren Mitgliedern kommuniziert, weil es sie schützt. Nicht zuletzt ist die Wissensvermittlung als Teil der engmaschigen Betreuung entscheidend. Wir merken, dass wir unseren Expert:innenstatus ausbauen müssen. Es gibt viele selbsternannte Expert:innen auf YouTube oder Instagram, gegen die wir uns mit unseren Fachkenntnissen ja leicht behaupten können. Wir sind gut ausgebildet und können unser Know-how mit fitness MANAGEMENT international
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Foto: Motivitas GmbH / Frank Vogelgesang
Darüber hinaus stellen wir eine zunehmende Trägheit der Kund:innen fest. Das ist wahrscheinlich den Lockdowns geschuldet. Die Kund:innen haben ihren „roten Faden“, ihren Trainingsrhythmus und damit auch einen Teil ihrer Motivation verloren. Die Folgen dieser veränderten Trainingsroutine werden wir noch lange spüren. Vielleicht befinden wir uns in einem Übergang von der Corona- in eine „Diabetes-Pandemie“.
An allererster Stelle sind wir für die Kund:innen da und hören ihnen zu. Man muss möglichst mit allen, die im Studio sind, ins Gespräch kommen, Präsenz zeigen und auch Antworten auf spezifische Fragen geben können. Die offene, transparente und kund:innennahe Kommunikation ist dabei ausschlaggebend. Wir haben immer eine:n Mitarbeiter:in, der:die nicht in Betreuungsterminen gebunden ist, sondern aktiv jede:n Kund:in anspricht und die Zeit hat, sich intensiv um die persönlichen Belange zu kümmern. Kümmern ist hier das Stichwort. Wir schaffen so intensive Kontakte und eine familiäre Atmosphäre über den reinen Kund:innenstatus hinaus und festigen unser Image als verantwortungsvolle Gesundheitsexpert:innen. Die Mitglieder verinnerlichen, dass sie uns wichtig sind.
unseren Kund:innen teilen. Durch die persönliche Wissensvermittlung erhalten wir bei ihnen einen besonderen Stellenwert, weil sie immer wieder Aha-Momente erleben und sich ernstgenommen fühlen. Sie schätzen, dass wir sie mit spezifischem Fachwissen beraten. Welche Verkaufsargumente sind für Sie in der jetzigen Situation besonders wichtig, um zeitnah wieder möglichst viele Neukund:innen zu gewinnen? Wir stellen fest, dass Hygiene, Sauberkeit und Luftqualität wichtige Verkaufsargumente sind – also ein sicheres Trainingsumfeld. Es macht sich auch bezahlt, dass wir ein Testzentrum im Hause haben und die Kund:innen, die sich testen müssen, keine zusätzlichen Wege haben. Unsere Mitglieder finden wenig Trainierende und viel Raum klasse. Wir halten uns an die Vorgabe: fünf Kund:innen pro Quadratmeter. Das wird elektronisch überwacht. Sehr gut kommt unser hybrides Angebot an. Wir bieten Online-Kurse – sowohl live als auch on demand – und arbeiten gerade an Online-Seminaren z. B. zu Ernährungsthemen, zu „Aktiv leben nach Krebs“ und auch zu BGM und Prävention. Ganz neu sind unsere flexiblen Aboangebote, damit die Kund:innen keine Laufzeitverträge mehr abschließen müssen. Das ist nicht ungefährlich, aber wir machen die Erfahrung, dass bei den flexiblen Mitgliedschaften die wenigsten Kündigungen eingehen. Und wir haben ein Leistungsversprechen: Wenn wir z. B. aufgrund eines Lockdowns unsere Leistung nicht erbringen können, ziehen wir auch keine Mitgliedsbeiträge ein. Dieses Versprechen kommunizieren wir und es kommt sehr gut an. Durch welche Maßnahmen kann der Status der Studios als professionelle Fitness- und Gesundheitsdienstleister:innen weiter untermauert und auch ihre Kernkompetenzen noch zielführender vermarktet werden? Wir haben uns im Gesundheitsmarkt auf vier Wissensgebiete spezialisiert: Herz-Kreislauf-System, Bewegungsapparat – insbesondere Rücken und Arthrose – Sport bei Krebs und Stoffwechselerkrankungen, hier vor allem Diabetes. Diese Spezialisierung kommunizieren wir intensiv nach außen. Wir können auch andere relevante Themen bedienen, aber es geht uns darum, unsere Kompetenzen hervorzuheben. Dadurch haben wir uns auch überregional einen Namen gemacht. Das ist ein wesentlicher Faktor, weil die Menschen für ein Fitnessstudio vielleicht nur zehn Minuten Fahrzeit auf sich nehmen würden, für eine:n Spezialist:in nehmen sie einen längeren Weg in Kauf. Welche Rolle spielen dabei Ihrer Erfahrung nach Netzwerke und Kooperationen mit Krankenkassen, Kommunen, Unternehmen usw.? Im Saarland kooperieren wir sehr eng mit den regionalen Krankenkassen IKK Südwest und AOK Saarland. Das ist ein „Game Changer“ für die Wahrnehmung der Kund:innen. Sie honorieren das und sehen uns als ernstzunehmende Expert:innen. Präventionsangebote und z. B. unsere Kurse „Aktiv leben nach Krebs“ und „Sport mit Krebserkrankung“ werden von beiden 02/22
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Kassen beworben und wir werden auf den Websites als Gesundheitsexperte erwähnt. Eine weitere immens wertvolle Verbindung besteht zur DHfPG, mit der wir gemeinsam verschiedene Projekte betreiben. In der Außendarstellung sind diese Projekte für uns Qualitätsbooster, weil die DHfPG überregional für hervorragende Ausbildung im Gesundheitsbereich steht und ihre externe Kommunikation klasse arbeitet. Das ist auch ein Grund, warum wir mit unserem Studio an der „Fitmach-Aktion: fit & gesund im Saarland“ teilnehmen. So können wir dazu beitragen, dass die Menschen zu regelmäßigem körperlichem Training motiviert und langfristig dafür begeistert werden. Das hilft uns dabei, durch das vorhin erwähnte „Grundrauschen“ zu kommen und besser wahrgenommen zu werden. Außerdem sind wir in verschiedenen Netzwerken aktiv. Besonders wertvoll ist für uns die Arbeitsgemeinschaft QFiSa, ein Zusammenschluss von acht inhaber:innengeführten Qualitäts- und Gesundheitsstudios im Saarland. Wie beurteilen Sie die mittel- bis langfristigen Wachstumschancen durch das gestiegene Gesundheitsbewusstsein innerhalb der Bevölkerung – für Ihr Unternehmen und für die gesamte Branche? Gesundheits- und Präventionstraining hatte lange ein leicht angestaubtes Image und wurde eher mit Krankheit verbunden als mit Wohlbefinden oder der Investition in ein gesünderes Leben. Der „Coolness-Faktor“ kommt aus der klassischen Fitnessbranche, doch für den durchschlagenden Erfolg einer Positionierung als Gesundheitsexpert:innen brauchen wir mehr positives Lebensgefühl. Durch die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre wird sich das Image der Branche wandeln, weil die Menschen verstanden haben, wie wichtig Training zur Prävention ist. Bezieht man dann die Altersentwicklung unserer Bevölkerung mit ein, dann sind die Entwicklungs- und Wachstumschancen richtig gut. Welche Maßnahmen haben Sie geplant, um nachhaltig von dieser Entwicklung zu profitieren? Wir werden unseren Weg weitergehen und immer nach Möglichkeiten Ausschau halten, um besser zu werden. Dafür beobachten wir den Markt sehr genau. Um möglichst viel „Manpower“ für die Betreuung unserer Mitglieder freizusetzen, werden wir viel Energie in die Digitalisierung und Automatisierung von Verwaltungsprozessen investieren. Unser Ziel ist zum einen, noch intensiver in die Wissensvermittlung für unsere Kund:innen zu gehen, um unseren Expert:innenstatus weiter aufzubauen. Zum anderen wollen wir durch den persönlichen Kontakt verhindern, dass unsere Mitglieder wieder ihren „roten Faden“ verlieren. Die digitalen Tools werden dabei helfen, wenn der Kontakt persönlich nicht möglich sein sollte. Weiter investieren werden wir in die Qualifikation und Spezialisierung unserer Mitarbeitenden. Jedes Teammitglied kommt als Rohdiamant mit einem ausgezeichneten breiten Basiswissen zu uns und findet im Laufe der Zeit sein:ihr Fachgebiet. Daran arbeiten wir, weil die Spezialisierung jedes:jeder Einzelnen den Expert:innenstatus unseres Unternehmens weiterentwickelt.
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MANAGEMENT | TRAININGSWELTEN | ANZEIGE
Veränderungen, die prägen
Mit LES MILLS die Regeln neu definieren Von digitalen Angeboten bis hin zu dynamischen neuen Studiomodellen, von Omnichannel bis hin zu Outdoor-Workouts – die Pandemie hat die Spielregeln in der Branche verändert, die Grenzen des Machbaren verschoben und die Möglichkeiten für diejenigen, die sich durchsetzen, erhöht. Die Branche befindet sich nicht nur im Wandel, sondern hat die Chance für einen Umbruch.
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uf Märkten in der ganzen Welt haben erfolgreiche Studios während der Pandemie eine agile Denkweise an den Tag gelegt, um Herausforderungen jeder Art mit einem starken Omnichannel-Geschäftsmodell zu meistern. Das Resultat: größere Reichweite, neue Einnahmequellen und ein attraktiveres 360-Grad-Angebot für Mitglieder.
Die Kombination aus spannenden Live-Workouts, virtuellen Lösungen im Studio und erstklassigen digitalen Optionen in einem echten Omnichannel-Angebot verschafft Betreiber:innen einen Vorteil gegenüber rein digitalen Konkurrent:innen. Zusätzlich hilft es dabei, bestehende Mitglieder zu binden und Fitnessanfänger:innen ein attraktives Angebot zu präsentieren.
Das digitale Nutzer:innenerlebnis
Rockstar-Instruktor:innen als Studiomagnet
Digitale Inhalte sind dabei bei Weitem keine einfachen Übergangslösungen mehr, sondern zu wichtigen Bestandteilen des langfristigen Angebots von Fitnessstudios geworden.
Zuletzt sind Rockstar-Instruktor:innen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Ihr Studio. Sie sind das Alleinstellungsmerkmal Ihres Angebots, das die Konkurrenz nicht kopieren kann. Theater- und Tanzgruppen und die erste Reihe in Ihrem Kursraum sind nur einige der Orte, an denen es sich lohnt, nach zukünftigen Rockstars Ausschau zu halten, neue Gesichter für das Team zu finden und Studiomitglieder nachhaltig zu begeistern.
Clubs haben dadurch die Möglichkeit, über ihren derzeitigen Einzugsbereich hinauszugehen und größere Teile der Bevölkerung zu erreichen, darunter Menschen mit Gesundheitsproblemen, die Bewegung sonst nicht als Lösung für ihre Probleme in Betracht gezogen hätten. Das digitale Nutzer:innenerlebnis ist dabei einer der wichtigsten Bereiche für die Zukunft von Studios. Der Fakt, dass die Welt der Studios nicht mehr nur auf ihre vier Wände begrenzt ist, bietet vielfältige Möglichkeiten, die eigene Markenaffinität und Reichweite zu stärken, neue Zielgruppen zu erschließen und Neumitglieder letztlich in Bestandsmitglieder zu verwandeln. Auch wenn Live-Fitness nach wie vor die erste Wahl ist, sorgt der digitale Fitnessboom und die Arbeit im Homeoffice dafür, dass Fitnesskonsument:innen ihr Training über alle Kanäle hinweg betreiben und flexible Angebote nutzen möchten, die es ihnen ermöglichen, einen aktiveren Lebensstil zu führen.
Die Königsdisziplin ist, das authentische Studioerlebnis zu den Menschen nach Hause zu bringen und ihnen so das Beste aus allen Welten zu bieten. Virtuelle Fitnesslösungen schlagen dabei die Brücke zwischen Live- und digitalen Angeboten und ermöglichen den Clubs, auch Randzeiten mit hochwertigen Fitness Classes in Kinoqualität zu bespielen.
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Fakt ist, das Spiel und die Regeln haben sich geändert. Erfahren Sie mehr über die ultimative Gruppenfitnesslösung und Ihre Möglichkeiten unter www.lesmills.com/ de/studios/ultimativ, melden Sie sich direkt bei uns unter info@lesmills.de oder besuchen Sie uns vom 7. bis 10. April auf der FIBO 2022 in Halle 6.
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Foto: LES MILLS GERMANY GmbH
Die geheime Zutat
MANAGEMENT | FACHARTIKEL VERKAUF VON DIENSTLEISTUNGEN
Zielführende Verkaufsstrategien für die Studiopraxis
Erfolgsfaktor professionelle Beratung Text: Niko Russ
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Foto: BullRun – stock.adobe.com
Wer im Verkaufsgespräch überzeugen, Neumitgliedschaften abschließen und zusätzlichen Umsatz generieren möchte, braucht deutlich mehr als „nur“ Verkaufstalent. Was zählt, sind starke Argumente, eine kund:innenorientierte Verkaufsstrategie und vor allem eine strukturierte, bedürfnisorientierte Beratung. Wie Studios hier noch zielführender agieren können, zeigen die folgenden Lösungsansätze.
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er erfolgreich verkaufen will, muss in der Praxis vor allem überzeugen und begeistern (Gouthier, 2022). Laut Duden bedeutet „überzeugen“, einen anderen durch einleuchtende Gründe und Beweise dazu zu bringen, etwas als wahr, richtig und notwendig anzuerkennen. Doch was hat diese Erklärung nun mit einer erfolgreichen Verkaufsstrategie zu tun? Tatsächlich eine ganze Menge. Denn obgleich es keine ultimative Erfolgsstrategie gibt, kommt es beim Verkauf besonders auf ein optimales Zusammenspiel der folgenden vier Faktoren an: • Emotionen, Leidenschaft und Optimismus • Zielsetzungen • Professionalität und Kreativität • Struktur
„Feuer und Flamme“ für die eigenen Dienstleistungen Zuallererst sollten Emotionen und Bedürfnisse geweckt werden. Nur wenn das „Feuer“ für das eigene Dienstleistungsangebot in den Augen eines jeden Teammitglieds brennt, können Interessierte überzeugt sowie motiviert werden und das steigert wiederum die Kaufbereitschaft (Schüler, 2009). Fitnesstraining bringt viele positive Vorteile für Körper, Geist und Seele mit sich und bietet individuelle Lösungen für unterschiedliche Zielgruppen. Genau das gilt es in jeder Beratungsund Verkaufssituation zu vermitteln. Emotionales Verkaufen dient hier als wichtiger Schlüssel, denn Begeisterung ist höchst „ansteckend“. Um hier noch näher an den Kund:innen und ihren Bedürfnissen zu sein, sollte Folgendes beachtet werden: • Raus aus dem Büro und auf der Trainingsfläche präsent sein • Optimismus gemäß dem Motto: „Alle, die durch unsere Tür kommen, möchten hier, heute und jetzt Mitglied werden“, ausstrahlen • Positive und authentische Kommunikation im Umgang mit allen Beteiligten pflegen • Interesse zeigen, aktiv zuhören und erkennen, was Kund:innen brauchen • Leidenschaftliche, persönliche Ansprache und Beratung einsetzen sowie Hinweise auf Zusatzangebote geben Tipp: Damit alle Mitarbeitenden „dieselbe Sprache sprechen“, könnte ein Teamworkshop ins Leben gerufen werden, in dem sie erfahren, wie sie die eigenen Stärken sowie überzeugenden Argumente noch zielführender zur Neukund:innengewinnung und Vermarktung einsetzen können.
Wer seine Ziele kennt, wird sie auch erreichen Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Definition der quantitativen und qualitativen Verkaufsziele (Nagel & Mieke, 2017). Die Neukund:innengewinnung mit allen dazugehörigen Kennzahlen stellt sicherlich eines der zentralen unternehmerischen Kernziele dar. Doch sollte dabei auch die Kund:innenbindung nicht außer Acht gelassen werden. Denn obwohl Verkaufen ohne jede Frage wichtig ist, gelingt es erst mit einer guten Kund:innenbindung, einen Mitgliederstamm nachhaltig aufzubauen. Diese Zielsetzungen stehen in enger Verbindung mit dem be02/22
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reits beschriebenen Optimismus. Die bestmögliche Unterstützung von Interessierten und Mitgliedern ist dabei nicht nur das oberste Ziel, sondern auch Voraussetzung für die Erreichung der quantitativen und qualitativen Verkaufsziele. Die Feinjustierung der Ziele mithilfe der sogenannten Subvariablen des Verkaufs erhöht die Qualität aller Maßnahmen. Die Definition der einzelnen Subvariablen legt fest, worauf man sich fokussieren möchte. • Kund:innenpotenzial, z. B.: Wie viele Check-ins pro Tag? • Kontaktquantität, z. B.: Wann wird ein Lead angerufen bzw. in welcher Situation werden Mitglieder angesprochen? • Kontaktqualität, z. B.: Was sind die konkreten Inhalte des Gesprächs und wie lange ist die Dauer eines einzelnen Verkaufskontaktes? • Kontaktperiodizität, z. B.: Wie häufig werden Leads bzw. in welchen Abständen werden Mitglieder angesprochen? Tipp: Es ist darauf zu achten, dass sich eher auf wenige, aber dafür aussagekräftige Vertriebsziele konzentriert wird. Zu viele Variablen machen die Erfolgsmessung häufig zu komplex.
Überzeugen durch Professionalität und Kreativität Angesichts wachsender Kund:innenansprüche (IHRSA Foundation, ABC Fitness Solution & ClubIntel , 2021) müssen Studios mit kreativen Lösungen im Verkauf und in der Beratung punkten. Dafür braucht es mehr denn je ... • professionelle Vorbereitung: Wer vorbereitet in ein Kund:innen- bzw. Beratungsgespräch geht, erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen Verkauf. Das Gespräch wirkt professioneller, Mitarbeitende sind ruhiger, entspannter, selbstsicherer und vermitteln dadurch mehr Kompetenz. • s tändige Weiterbildung: Um situativ auf neue Herausforderungen reagieren zu können, sind umfassend qualifizierte und geschulte Mitarbeitende unabdingbar. Denn nur sie sichern eine zielführende Beratung und können ad hoc individuelle Lösungspakete für verschiedenste Bedürfnisse präsentieren. Wer seinen Verkauf steigern und seine Beratung auf das nächste Level heben will, sollte deshalb kontinuierlich in die Weiterbildung und Schulung des Studioteams investieren und seinen Verkaufsversprechungen dann auch Taten folgen lassen. Tipp: Entwickeln Sie Ihr Team kontinuierlich weiter. Denn nur, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind, können Ihre Mitarbeitenden flexibel agieren und in der Verkaufsberatung jederzeit überzeugen.
Struktur – der „rote Faden“ im Verkaufsgespräch Erfolgreichen Vertriebler:innen wird sehr schnell ein ausgeprägtes Talent im Verkaufen zugeschrieben. Das trifft bei einigen mit Sicherheit zu, aber viel wahrscheinlicher ist, dass sie sich intensiv mit ihrem Gegenüber befassen und gezielt Frage- und Gesprächsführungstechniken einsetzen (Hofbauer & Hellwig, 2009). Diese Techniken bilden den „rote Faden“, mit dem der:die Interessierte bzw. der:die Kund:in durch das Verkaufsgespräch geführt wird. Mit den folgenden beiden Ansätzen, kann die Wahrscheinlichkeit eines positiven Gesprächsverlaufes deutlich erhöht werden.
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MANAGEMENT | FACHARTIKEL VERKAUF VON DIENSTLEISTUNGEN • OPAL-Methode: Zu Beginn des Verkaufsgespräches geht es darum, die bewussten und unbewussten Bedürfnisse herauszufinden. Hierbei empfiehlt sich eine strukturierte Vorgehensweise. Mithilfe der OPAL-Fragetechnik (Sickel, 2013; Rentzsch, 2013) kann man den Gesprächsverlauf aktiver steuern, für eine zielgerichtete Bedarfsanalyse sorgen und das Kaufbedürfnis verstärken.
O rientierungsfragen
P roblemfragen
Der:Die Mitarbeitende generiert Informationen über die Ausgangssituation des:der Kund:in und vermittelt ihm:ihr, dass er:sie selbst ein hohes Bedürfnis für das entsprechende Angebot hat.
Das Ziel dieser Fragen ist es, dem:der Kund:in seine:ihre eigenen Probleme, Schwierigkeiten oder Unzufriedenheiten zu verdeutlichen, um diese später wieder aufzugreifen.
Tipp: Durch ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten kann die FAB-Methode sowohl im Verkaufsgespräch als auch im Marketing und in Werbetexten gewinnbringend eingesetzt werden, um sich dadurch auch von Konkurrenzangeboten noch deutlicher abzugrenzen.
Menschen kaufen von Menschen Menschen kaufen in erster Linie von Menschen und nicht von Unternehmen. Trotz zahlreicher digitaler Möglichkeiten bevorzugen viele den Face-to-Face-Kontakt und lassen sich im persönlichen Gespräch deutlich besser überzeugen und begeistern. Umso wichtiger ist es, dass sich alle Mitarbeitenden in ihrer täglichen Arbeit nicht nur als Problemlöser:innen, sondern auch als Verkäufer:innen sehen. Wer hier nicht nur eine „Verkaufsrolle“ spielt, sondern mit Authentizität, Empathie und Interesse auftritt, wird langfristig erfolgreich verkaufen und als professionelle:r Fitness- und Gesundheitsdienstleister:in wahrgenommen werden.
Fazit
A uswirkungsfragen
L ösungsfragen
Mithilfe dieser Fragen rückt das kaufauslösende Motiv immer näher. Der:Die Kund:in beantwortet sich selbst dabei die „Was passiert, wenn“-Fragen und muss sich intensiv mit den Problemen und Lösungen beschäftigen.
Sie dienen dazu, herauszufinden, wie wichtig/dringend es für den:die Kund:in ist, das entsprechende Problem zu lösen. Sie verdeutlichen zudem, welchen Mehrwert/Nutzen die Lösung bietet.
Niko Russ Niko Russ, Diplom-Fitnessökonom, arbeitet seit 18 Jahren in der Fitnessbranche. Als freier Berater unterstützt er Fitnesseinrichtungen bei den Themen Sales und Kund:innenbindung. Er ist als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Referent für die BSA-Akademie tätig. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Gouthier, M. (Hrsg.) (2022). Erfolgreiche Wege zur Service Excellence: Von Service-Champions das 1 x 1 exzellenter Services erfahren (Reihe Dienstleistungsmanagement & Dienstleistungsmarketing, Band 7). Baden-Baden: Nomos. IHRSA Foundation, ABC Fitness Solution & ClubIntel (Hrsg.) (2021). The Next Fitness Consumer: 10 Key Findings. Zugriff am 01.02.2022. Verfügbar unter https://hub.ihrsa. org/next-fitness-consumer Sickel, C. (2013). Verkaufsfaktor Kundennutzen: Konkreten Bedarf ermitteln, aus Kundensicht argumentieren, maßgeschneiderte Lösungen präsentieren (6. Auflage). Wiesbaden: Springer Gabler. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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Foto: DHfPG/BSA
• Die FAB-Methode ist ein Marketingansatz zur optimalen Präsentation eines Produkts bzw. einer Dienstleistung und berücksichtigt dabei die Gesichtspunkte Features, Advantages und Benefit (Graf, 2020). Diese verbreitete Methode legt den Fokus auf den individuellen Kund:innennutzen und bringt für die Praxis zahlreiche Vorteile mit sich. • Die Features sind die zentralen Eigenschaften der Dienstleistung/des Angebots. Diese gilt es in der Praxis bestmöglich zu beschreiben und sie so in das rechte Licht zu rücken. • Die Advantages sind die konkreten Vorteile, die sich durch das Angebot ergeben. Da diese nicht allen Interessierten von Anfang an bewusst sind, sollten Studios in der Beratung auf diese Aspekte ein besonderes Augenmerk legen und die eigenen Stärken noch klarer herausarbeiten. • Der Benefit umfasst den wahren Kund:innennutzen und hat einen großen Einfluss auf die finale Kaufentscheidung. Berater:innen sollten deshalb keine „08/15-Verkaufsfloskeln“ verwenden, sondern mit individuellen Lösungen aufwarten. Wer hier strukturiert vorgeht und mit starken Argumenten überzeugt, wird seine Verkaufserfolge deutlich steigern.
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Eine positive Einstellung aller Mitarbeitenden, eine professionelle Vorbereitung und ein „roter Faden“ bringen in jedem Gespräch mehr Freude am Verkaufen, mehr Umsatz und langfristig mehr Kund:innenbindung. Diese Denk- und Herangehensweise ist vielleicht die schönste unternehmerische Aufgabe. Denn Service, Sales und Marketing heißt immer, Menschen glücklich zu machen.
MANAGEMENT | ZERTIFIZIERUNG
Mitgliederbedürfnisse erkennen und erfüllen
Hygienesiegel als Wohlfühlfaktor Text: Ronja Reuber und Carolin Schmidt
Die Fitness World Albstadt setzt auf ein ganzheitliches Betreuungskonzept. Neben einem umfassenden Fitnessangebot runden unter anderem auch eine Wellness- und Anti-Aging-Lounge mit Sauna und Lymphdrainagen das Portfolio ab. Zudem überzeugt das Studio seit Ende letzten Jahres auch durch das Hygienesiegel der BSA-Zert. Wir haben die Inhaberin Nada Conzelmann gefragt, warum sie sich für die Hygienezertifizierung entschieden hat und wie sie das Zertifizierungsverfahren erlebt hat.
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ell gecoacht werden, darauf ist auch unser Trainingskonzept ausgerichtet.“
Sicherheitsbedürfnis von Kund:innen steigt Nada Conzelmann und ihr Team gehen individuell auf die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Klientel ein. Sie sehen diese
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Fotos: Frank Luger
Nada Conzelmann Inhaberin Fitness World Albstadt
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ie Inhaberin der Fitness World Albstadt, Nada Conzelmann, erklärt die Positionierung ihres Betriebes so: „Wir stehen für Gesundheit und Lebensqualität mit dem Schwerpunkt Ganzheitlichkeit. Unsere Kund:innen wollen individu-
Dienstleistung als eine Art Handwerk. „Wir nutzen die Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen, um den Menschen zu helfen und sie zu unterstützen. Dazu gehört eben auch die Absolvierung von Zertifizierungsprogrammen, die die Wohlfühlatmosphäre in unserem Studio zusätzlich verbessern können.“ Um dem wachsenden Sicherheitsbedürfnis der Mitglieder gerecht zu werden, hat sich die Inhaberin für die Hygienezertifizierung der BSA-Zert entschieden. „Zum einen ist natürlich gerade die Zeit dazu, zum anderen hatten wir auch vor der Corona-Pandemie schon ein gutes Hygienemanagement und wollten das durch die Zertifizierung offiziell machen.“
Mit Zertifizierungsverfahren Hygienestandards verfeinert Die Aufgaben haben sich Nada Conzelmann und ihr Team aufgeteilt. „Die Zertifizierung ist aufgrund der Arbeitsteilung quasi nebenher gelaufen und hat unseren täglichen Betrieb fast gar nicht beeinträchtigt.“ Das verdanke sie auch dem sehr hilfsbereiten und zuvorkommenden Team der BSA-Zert, so die Inhaberin. Von der Angebotsanfrage, über den Zertifizierungsprozess bis zum Zertifikat sei für die Fitness World Albstadt aus diesem Grund alles perfekt gelaufen. „Da alles gut vorbereitet war und wir die Aufgaben im Team verteilt haben, konnten wir die Anforderungen ohne große Schwierigkeiten erfüllen. Vieles davon hatten wir bereits sowieso schon umgesetzt, also mussten wir an manchen Stellen nur noch ‚verfeinern‘.“
Offizielles Siegel steigert Kund:innenzufriedenheit Das Hygienesiegel hat die Fitness World Albstadt vor einigen Monaten erhalten und sie setzt es seitdem erfolgreich auf ihren Social-Media-Kanälen ein. „Es kommt auf jeden Fall gut an und sorgt für ein zusätzliches Sicherheitsgefühl und einen entsprechend höheren Wohlfühlfaktor bei unseren Kund:innen“, so Nada Conzelmann. „Zudem dient es als Imagefaktor und Aushängeschild“. Ein weiterer Effekt der Zertifizierung sei die bessere Strukturierung der Arbeitsabläufe. „Die Qualität unserer Hygienemaßnahmen wird nicht nur unterstrichen, wir können sie auch besser strukturieren. Das sorgt auch für mehr Klarheit – sowohl bei den Mitgliedern als auch bei den Mitarbeiter:innen.“ Jede Maßnahme habe nun ihren klaren Ablauf, das mache die Arbeit generell effektiver und effizienter. „Die Prozesse und Arbeitsschritte werden gut durchleuchtet. Man sieht schnell, wo etwas fehlt. Das ist auf jeden Fall eine sehr gute Basis.“
Jetzt am Webinar zur Hygienezertifizierung teilnehmen Sie möchten mehr über das Zertifizierungsverfahren, die Hygienenorm und das Hygienesiegel erfahren? Dann nehmen Sie am Donnerstag, 21. April 2022, um 14 Uhr am kostenfreien und kurzweiligen Webinar der BSA-Zert zur Hygienezertifizierung teil. Den Link zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage der BSA-Zert: www.bsa-zert.de
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BSA-Zert Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie
JETZT ANMELDEN! KOSTENFREIES WEBINAR ZUR HYGIENEZERTIFIZIERUNG Donnerstag, 21. April 2022, 14.00 Uhr
bsa-zert.de/hygiene
MANAGEMENT | KARRIERE | ANZEIGE
Wenn aus Arbeit Zuhause wird
Karrierechancen bei FitnessLOFT „Feels like home“ ist bei der Fitnesskette FitnessLOFT Programm. Nicht nur Mitglieder fühlen sich beim Training in den außergewöhnlichen Studios sofort heimisch – auch Mitarbeiter:innen finden hier ein lang ersehntes Zuhause, in dem sie sich individuell entfalten können. Das schnell wachsende Fitnessunternehmen besticht aber nicht allein mit einer familiären Arbeitsatmosphäre, einem jungen Team und flachen Hierarchien, sondern vielmehr mit fairen Aufstiegschancen für engagierte Mitarbeiter:innen.
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Das Karriereportal der FitnessLOFT Gruppe bietet für jedes Gesuch das passende Stellenangebot. Mittlerweile sind mehr als 300 zufriedene Mitarbeiter:innen an 28 Standorten und in der Firmenzentrale Teil der FitnessLOFT Familie – Tendenz steigend.
Vom Club in die Zentrale Eines dieser Familienmitglieder ist Nina Peter. Sie startete
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Fotos: FitnessLOFT
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edes Unternehmen schreibt seine Erfolgsgeschichten, aber bei FitnessLOFT schreiben sie vor allem die Mitarbeiter:innen. „Karriere im zweiten Wohnzimmer”, so könnte der Werbeslogan des Recruitings auch lauten, denn die stetig expandierende Fitnesskette ermöglicht jungen Talenten reale und attraktive Karrierechancen in der Fitnessbranche, und das in einem familiären Umfeld. Egal, ob Ausbildung oder Studium, Nebenjob oder Festanstellung:
2014 als dual Studierende des B. A. Gesundheitsmanagement ihre Laufbahn bei FitnessLOFT. Schon während ihres Studiums wurde sie mit dem Expansionsmanagement der Studiokette betraut und war in den kommenden Jahren maßgeblich an der erfolgreichen Neueröffnung vieler Standorte beteiligt. Anfang 2019 folgte dann die verdiente Beförderung zur Regionalmanagerin, nur ein halbes Jahr später der Sprung ins Qualitätsmanagement. Seit 2022 ist sie die exklusive Ansprechpartnerin aller 28 FitnessLOFT Clubs. Acht Jahre ist Nina Peter nun schon Teil der FitnessLOFT Familie und hat dort den perfekten Aufstieg von der Studierenden zur Führungskraft gemeistert. „Immer neue Herausforderungen lassen meinen Job bis heute nicht langweilig werden”, erklärt sie strahlend. Zu einem ihrer aktuellsten Projekte zählt die Ausgestaltung der neuen Bürofläche, die das Team der Zentrale im letzten Jahr bezogen hat. Auch hier wird deutlich, dass es weniger ein Büro als vielmehr ein gemütliches Wohnzimmer für die Mitarbeiter:innen darstellen soll: Stylische Loftatmosphäre trifft auf eine junge und moderne Einrichtung mit Schaukelsitzen, Kücheninsel, Loungemöbeln und Tischkicker. „Wir kommen alle so gern ins Büro, weil es sich hier einfach nicht nach Arbeit anfühlt“, schwärmt Nina Peter.
Sprung in die Selbstständigkeit Lange Zeit durfte auch Tobias Rautenstrauch die FitnessLOFT Zentrale sein Zuhause nennen. Sein Weg begann 2011 als dual Studierender der Kette und führte ihn durch diverse Abteilungen, bevor er sich seinen ganz persönlichen Karrieretraum erfüllte: „In Absprache mit den beiden Geschäftsführern wollte ich einen eigenen Standort eröffnen, aber vorher das System so weit aufbauen, dass es anschließend als Franchisekonzept von FitnessLOFT vertrieben werden kann.“ Gesagt, getan – 2020 eröffnete der „Fitnessmacher“ als erster Franchisenehmer sein eigenes FitnessLOFT Studio in Nordhausen und krönte so seine Karriere.
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Als Franchisenehmer profitiert er seitdem von seiner FitnessLOFT Familie: „Die Unternehmenskette FitnessLOFT hat 27 eigengeführte Standorte, an denen sie sehr viel Eigenerfahrung in Bezug auf Marketingmaßnahmen und Vertriebsmaßnahmen sammeln kann. Neue Ideen werden zuerst an eigenen Standorten getestet, bevor sie an die Franchisenehmer:innen weitergegeben werden. Das Risiko trägt hier somit der Franchisegeber und nicht direkt der:die Franchisenehmer:in.“
Neue Chancen und Herausforderungen Großartige Erfolgsgeschichten finden sich aber nicht nur in der Zentrale des Fitnessunternehmens, sondern auch in seinen einzelnen Studios. Da wäre zum Beispiel Kai Riedel, der Clubmanager des FitnessLOFT in Hamburg-Harburg. Frei nach dem Motto „Man lernt auch im Alter nie aus“ orientierte er sich mit 39+ Jahren nach einer erfolgreichen Karriere im Marketing noch einmal um und kehrte zu seinen Wurzeln im Sport zurück. Als er das FitnessLOFT kennenlernte, fühlte er sich endlich am richtigen Ort angekommen: „Hier kann ich noch selbst etwas bewegen! Ich möchte mit meinem Team nicht nur anderen Menschen helfen, sondern das gesamte FitnessLOFT auf allen Ebenen erfolgreicher machen. Gemeinsam können wir ein tolles Erlebnis für alle schaffen.“ Die letzte Station seiner Karriere hat der ambitionierte Clubmanager aber noch lange nicht erreicht: „FitnessLOFT gibt mir die Chance, mich selbst noch weiterzuentwickeln, wenn ich es möchte. In der Zukunft würde ich deshalb gern auf überregionaler Ebene Clubs coachen und ihnen helfen“, plant er. Damit ist er ein perfektes Beispiel dafür, dass man bei FitnessLOFT seine beruflichen Träume selbst in die Hand nehmen und verwirklichen kann. Damit die FitnessLOFT Familie auch in Zukunft weiterwächst, ist das Recruiting-Team stets auf der Suche nach neuen Familienmitgliedern und Erfolgsgeschichten, die geschrieben werden möchten. Aktuelle Stellenangebote sind auf www.fitnessloft.de/karriere zu finden.
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL PROPRIOZEPTION
Vorteile im Gesundheits- und Leistungssport
Theoretischer Hintergrund zu propriozeptivem Training Text: Marlon Kreis
Dass Kraft- und Ausdauertraining sowohl im Gesundheits- als auch im Leistungssport zu den Grundvoraussetzungen für das Erreichen der individuellen Ziele zählen, ist vielen bekannt. Weshalb auch propriozeptives Training einen großen Einfluss auf das körperliche Wohl sowie die Leistung der Kund:innen hat, zeigt dieser Artikel.
Foto: dusanpetkovic1 – stock.adobe.com
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m den Begriff der Propriozeption herzuleiten, muss man einige Jahrhunderte in die Vergangenheit blicken: Bereits im Jahr 1557 wurde der Begriff „motion sense“ (= Bewegungssinn) gebraucht (Jerosch & Prymka, 1996, S. 172).
man beispielsweise ein Kind, das zum ersten Mal versucht, einen Löffel in Richtung Mund zu bewegen, erkennt man, wie viele wichtige Informationen unbewusst an das ZNS weitergeleitet werden müssen. Trotz großer Anstrengung wird der Mund oftmals verfehlt und der Brei landet im Gesicht.
Über die Verbindung zwischen Muskulatur und Gehirn schrieb erstmals Charles Bell im Jahr 1826 (Bell, 1826). Einige Autor:innen bezeichnen ihn als Entdecker des Muskelsinns, da er auch die Bewegungswahrnehmung als solche benannte (Jahn & Krewer, 2020, S. 1855; Jerosch & Prymka, 1996, S. 172). Verwendet wurde der auch heute noch genutzte Begriff der Propriozeption im Jahr 1907 von Sir Charles Scott Sherrington (S. 467), einem Neurophysiologen, der auch den Begriff der Synapse prägte.
Auch nach Verletzungen oder Operationen ist die Propriozeption der betroffenen Körperteile gestört und Patient:innen müssen diese Fähigkeit erst wieder erlernen. Eine Vielzahl an Studien zur Propriozeption nach vorderer Kreuzbandruptur machen deutlich, wie wichtig dieses Thema insbesondere im rehabilitativen Bereich ist (Furlanetto et al., 2016; Guney-Deniz et al., 2020; Kaya et al., 2019; Ma et al., 2014). Aber auch in den oberen Extremitäten spielt die Propriozeption nach Erkrankungen oder Operationen eine wichtige Rolle (Castagna et al., 2021; Fabis et al., 2016).
Wie Charles Bell bereits 1826 aufführte, geht es bei der Propriozeption um die Wahrnehmung von Bewegungen. Propriozeption ist die afferente Verarbeitung bewusster und unbewusster Informationen über die Gelenkstellung und die Bewegung im Raum sowie die Änderung der Bewegungsbedingungen, wie z. B. das Einwirken von Kraft (Jahn & Krewer, 2020, S. 1855; Quante & Hille, 1999, S. 306). Diese Informationen werden von den Propriozeptoren, die sich in Muskeln, Sehnen und Gelenken befinden, zum zentralen Nervensystem (ZNS) weitergeleitet. Es entsteht ein elektrisches Signal, das bei intensiven Reizen stärker in Erscheinung tritt. Wenn dieses Signal einen gewissen Schwellenwert überschreitet, wird darauffolgend ein Aktionspotenzial ausgelöst (Jahn & Krewer, 2020, S. 1855–1856).
Relevanz von Propriozeption Wie wichtig die Propriozeption ist, wird deutlich, wenn sie nicht beziehungsweise noch nicht funktioniert. Betrachtet
Die eben aufgeführten Krankheitsbilder sind dem orthopädischen Fachbereich zuzuordnen. Den größten Einfluss auf die Propriozeption haben jedoch neurologische Erkrankungen. Spastiken, Multiple Sklerose, das Parkinson-Syndrom oder ein Schlaganfall sind mögliche Krankheitsbilder, die deutliche Defizite in der Propriozeption hervorrufen. Insbesondere beim Parkinson-Syndrom wird die oben beschriebene „Löffel-Mund-Problematik“, die bei Kleinkindern vorkommt, erneut präsent (Jahn & Krewer, 2020, S. 1856– 1857). Die Effektivität von propriozeptivem Training wird beispielsweise durch den systematischen Review von Aman, Elangovan, Yeh und Konczak (2014) belegt. Hier wurden verschiedene Interventionen des propriozeptiven Trainings hinsichtlich ihrer Effekte auf die Propriozeption untersucht.
Tab. 1: Effekte auf die Propriozeption durch unterschiedliche Interventionen (modifiziert nach Aman et al., 2014, S. 7)
Positive Effekte/Verbesserung
Durchschnittliche Verbesserung
Aktive Bewegung und Gleichgewichtstraining
• Klinische Beurteilungsskalen • Gleichgewicht • Somatosensorik • Somatosensorik/Motorik • Neurophysiologie
37 %
Passives Beweglichkeitstraining
• Somatosensorik/Motorik • Neurophysiologie
13 %
Somatosensorisches Stimulationstraining (z. B. mit Vibrationsplatten, TENS-Geräten oder Magnetfeldstimulation)
• Klinische Beurteilungsskalen • Gleichgewicht • Somatosensorik • Somatosensorik/Motorik • Neurophysiologie
35 %
Somatosensorische Benachteiligung (z. B. durch Störreize)
• Klinische Einstufung • Somatosensorik • Somatosensorik/Motorik • Neurophysiologie
38 %
Intervention
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL PROPRIOZEPTION Zu beachten ist, dass Aman et al. (2014, S. 7–8; vgl. Tab. 1) bei der Überprüfung der Effekte des passiven Beweglichkeitstrainings und des somatosensorischen Benachteiligungstrainings nur sechs bzw. fünf Studien berücksichtigt haben und dass nicht in jeder Studie eine Verbesserung nachgewiesen werden konnte. Die größte Anzahl an Studien (26) wurde in die Untersuchung der Effekte des aktiven Beweglichkeits- und Gleichgewichtstrainings einbezogen. Hier konnte auch das sehr aussagekräftige Ergebnis von durchschnittlich 37 Prozent Verbesserung erzielt werden.
• passives Bewegungstraining • somatosensorisches Stimulations- und Benachteiligungstraining und • Training, das an mehrere Körpersysteme gerichtet ist, einen positiven Einfluss auf die Propriozeption. Aman et al. (2014, S. 1) fanden heraus, dass Trainingsformen, die sowohl aktiv als auch passiv und sowohl mit als auch ohne visuelles Feedback durchgeführt werden, den größten Trainingseffekt auf somatosensorische und somatosensorisch-motorische Funktionen hervorrufen.
Bezug zum Gesundheitssport Neben den aufgeführten Krankheitsbildern und Verletzungen hat auch das Lebensalter einen Einfluss auf die Eigenwahrnehmung. Sowohl die propriozeptiven Leistungen als auch die sensorischen Funktionen nehmen in höheren Lebensdekaden ab. Dies kann gerade bei älteren Personen zu Sturzgefahr und Gangunsicherheit führen (Jahn & Krewer, 2020, S. 1857). Es liegt somit an den qualifizierten Trainer:innen, Gesundheitssportler:innen richtig zu betreuen und zu trainieren.
Bezug zum Leistungssport Natürlich sind insbesondere Leistungssportler:innen nicht gegen die ein oder andere orthopädische Verletzung gefeit. Und so ist es besonders hier wichtig, dem propriozeptiven Training großen Raum in der Rehabilitation zu geben. Neben der pathophysiologischen Betreuung von Sporttreibenden machen aber auch Studien wie die von Lephart et al. (1996) deutlich, dass die Propriozeption bei Leistungstrainierenden ausgeprägter sein kann als bei „normal“ sportlichen Personen. Untersucht wurden hierbei die Kniekinematik und das Erkennen einer passiven Kniebewegung bei Turnerinnen. Sowohl die Kniekinematik als auch die Reaktion auf passive Bewegungen des Knies waren bei den Turnerinnen signifikant positiv. Insbesondere in der Reaktionszeit waren die Turnerinnen um 73 Prozent schneller als die Kontrollgruppe. Ursächlich hierfür können vermehrt ausgebildete neurosensorische Bahnen sein (Lephart et al., 1996, S. 123). Eine weitere Studie mit Turnerinnen und „normal“ sportlichen Personen belegt ebenfalls die besseren Ergebnisse der Leistungstrainierenden. Die Autor:innen schließen daraus, dass die Sportler:innen auch über bessere neurosensorische Bahnen verfügen, die wahrscheinlich durch ein langjähriges Athletiktraining hervorgerufen werden (Aydin et al., 2002, S. 128). Anzumerken ist jedoch, dass es sportartspezifische Unterschiede bei der Propriozeption gibt, die teilweise sogar zwischen ähnlichen Disziplinen, wie z. B. Ballett und anderen Tanzsportarten, zu erkennen sind (Lephart et al., 1996, S. 123). Zusammenfassend scheint also Athletiktraining die sportliche Leistung und die Propriozeption positiv zu beeinflussen.
Fazit Bei der Propriozeption handelt es sich um die Wahrnehmung und Information der Körperstellung im Raum (Jahn & Krewer, 2020, S. 1856; Quante & Hille, 1999, S. 306). Sie ist sowohl für Leistungs- als auch für Gesundheitssportler:innen von Bedeutung (Aydin et al., 2002; Jahn & Krewer, 2020; Lephart et al., 1996). Alle Maßnahmen, die die Körperwahrnehmung bewusst und unbewusst fordern, trainieren die Propriozeption. Bei einem professionellen Personal- und Athletiktraining ist daher – neben Kraft- und Ausdauertraining – die Berücksichtigung der propriozeptiven Stimuli elementar.
Wie propriozeptives Training in der Praxis angewendet werden kann, erfahren Sie ab Seite 94.
Marlon Kreis Marlon Kreis, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Referent für die BSA-Akademie tätig. Der ehemalige Leiter eines Zentrums für Bewegungsanalyse hat langjährige Erfahrung in der sportorthopädischen Behandlung u. a. von Profisportler:innen. www.dhfpg-bsa.de
Training der Propriozeption
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Auszug aus der Literaturliste Aman, J. E., Elangovan, N., Yeh, I. L. & Konczak, J. (2014). The effectiveness of proprioceptive training for improving motor function: a systematic review. Front Hum Neurosci, 8, 1–18. Jahn, K. & Krewer, C. (2020). Propriozeption – Der „sechste Sinn“ und seine Störungen. Deutsche Medizinische Wochenschrift, 145, 1855–1860. Ma, Y., Deie, M., Iwaki, D., Asaeda, M., Fujita, N., Adachi, N. et al. (2014). Balance ability and proprioception after single-bundle, single-bundle augmentation, and doublebundle ACL reconstruction. ScientificWorldJournal, 2014, 1–8. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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Auch das propriozeptive Training sollte sich an den Bedürfnissen und den Zielen der zu betreuenden Personen orientieren. Es kann im Rahmen eines Athletiktrainings Sportler:innen leistungsfähiger und gegebenenfalls verletzungsresistenter machen (Aydin et al., 2002; Lephart et al., 1996). Im Gesundheitssport kann es ergänzend, im Rahmen der Sturzprophylaxe, eingesetzt werden (Jahn & Krewer, 2020, S. 1857). Nach Jahn und Krewer (2020, S. 1859) haben • aktives Bewegungs- und Gleichgewichtstraining
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FITNESS & GESUNDHEIT | PRAXISCHECK KOORDINATIONSTRAINING
Branchenkonzepte im Praxischeck: Koordinationstraining
Gut koordiniert? Text: Jürgen Wolff
Unter den motorischen Fähigkeiten spielt die Koordination eine zentrale Rolle. Sie beeinflusst die ökonomische Umsetzung der Kraftfähigkeit, der Beweglichkeit, der Ausdauer und der Schnelligkeit. Warum steht eine so wichtige physiologische Eigenschaft nicht viel stärker im Rampenlicht und welchen Stellenwert hat Koordinationstraining in Fitness- und Gesundheitsstudios? Höchste Zeit, das überaus komplexe Thema der Bewegungskoordination genauer zu betrachten und ihr Potenzial für die Branche auf den Prüfstand zu stellen.
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ie körperliche Leistungsfähigkeit des Menschen wird von den motorischen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination bestimmt. Diese motorischen Grundeigenschaften stehen in wechselseitiger Beziehung zueinander und sind bei spezifischen Anforderungen im Sport meist in Kombination (z. B. Kraft und Ausdauer) gefordert. Alle motorischen Fähigkeiten können durch Training verbessert werden.
Die Schaltstelle der körperlichen Leistungsfähigkeit Der Begriff „Koordination“ beschreibt das Zusammenwirken der Sinnesorgane, des Nervensystems und der Skelettmuskulatur innerhalb von Bewegungsabläufen. Die motorische Fähigkeit Koordination hat beim Erlernen, Steuern und Anpassen von Bewegungen eine zentrale Bedeutung. Je stärker die koordinativen Fähigkeiten ausgeprägt sind, desto präziser, direkter und ökonomischer können Bewegungsabläufe ausgeführt werden. Die Koordination wird bei jeder Bewegung gefordert – wobei das Ausmaß je nach Bewegung variiert –, auch wenn andere Trainingsziele, wie z. B. die Verbesserung der Kraft oder der Ausdauer, im Vordergrund stehen.
Koordinative Fähigkeiten Koordinative Fähigkeiten bestimmen die motorische Fähigkeit Koordination. Sie kennzeichnen das Vermögen eines Menschen, verschiedene Impulse innerhalb eines Bewegungsablaufs räumlich und zeitlich sowie hinsichtlich ihrer Intensität und ihres Umfangs aufeinander abzustimmen und die entsprechenden Muskeln anzusteuern.
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In der Trainingslehre werden sieben koordinative Fähigkeiten unterschieden. Diese sind die Grundlage dafür, Bewegungen und Haltungen erlernen und in verschiedenen Situationen anwenden zu können, ohne dabei die Gelenk- oder Körperstabilität zu verlieren: • Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit (Feinabstimmung des Bewegungsablaufes) • Reaktionsfähigkeit • Kopplungsfähigkeit (Feinabstimmung mit anderen Bewegungen) • Orientierungsfähigkeit • Gleichgewichtsfähigkeit
• Umstellungsfähigkeit (Anpassung an Veränderungen) • Rhythmisierungsfähigkeit
• der taktile Analysator • der optische Analysator • der akustische Analysator
Einzelne koordinative Fähigkeiten allein bestimmen nicht die sportliche Leistung. Das Gesamtpaket aus allen sieben Bestandteilen muss stimmen. Die Verflechtung der koordinativen Fähigkeiten untereinander wird vom menschlichen Körper sehr fein austariert – je nach Sportart oder einzelner Bewegung sind andere Schwerpunkte gefragt. Ein Tischtennisspieler braucht eine größere Portion Reaktionsfähigkeit, eine Fußballerin eher Differenzierungs-, Kopplungs- und Umstellungsfähigkeit, die Turnerin auf dem Schwebebalken benötigt insbesondere Orientierungs- und Gleichgewichtsfähigkeit.
Informationsaufnahme und -verarbeitung Für die sportliche Praxis ist es wichtig zu wissen, welche Sinne und welche Rezeptoren an der Steuerung dieser sportlichen und alltagstypischen Handlungen beteiligt sind. In der Trainingswissenschaft spricht man in diesem Zusammenhang von Analysatoren und versteht darunter Teilsysteme der Informationsaufnahme und -verarbeitung (Sensorik). Sie empfangen Informationen auf der Grundlage von Signalen – z. B. optisch, akustisch –, leiten diese weiter und verarbeiten sie. Für die motorische Koordination sind vor allem fünf Analysatoren verantwortlich (Chwilkowski, 2006, S. 58–59): • der kinästhetische Analysator • der statico-dynamische Analysator
Speziell den kinästhetischen Sinnesorganen – den Propriozeptoren – kommt bei der Bewegungskoordination eine große Bedeutung zu, da sie direkt in den Bewegungsorganen platziert sind und dadurch jeden Bewegungsvorgang unmittelbar analysieren können.
Der kinästhetische Analysator und die Propriozeptoren Kinästhetik kann auch als Bewegungsempfindung oder Tiefensensibilität beschrieben werden. Anatomisch gesehen ist der kinästhetische Analysator ein differenziertes, weit verzweigtes Gebilde. Seine Rezeptoren, die sogenannten Propriozeptoren, finden sich in allen Muskeln, Sehnen und Gelenken des menschlichen Bewegungssystems und können dadurch jeden Bewegungsvorgang unmittelbar analysieren. Seine Leitungsbahnen, die sensiblen Nervenfasern, übermitteln dem zentralen Nervensystem die aufgenommenen Signale.
Propriozeptives Training Propriozeption ist ein Teilaspekt der motorischen Fähigkeit Koordination. Ein Koordinationstraining im weiteren Sinne umfasst alle Ebenen der Motorik, also neben der Tiefensensibilität und reflektorischen Stabilisationsfähigkeit auch die bewusste Ausführung komplexer Bewegungsmuster. Ein propriozeptives
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FITNESS & GESUNDHEIT | PROPRIOZEPTION, SENSOMOTORIK, KOORDINATION Training fordert und schult die Tiefensensibilität, also einen Teilaspekt der Gesamtkoordination. Die Propriozeption umfasst die Gleichgewichtsfähigkeit sowie die Anpassungs- und Reaktionsfähigkeit (Häfelinger & Schuba, 2007, S. 21). Sie bildet die Grundlage der motorischen Kontrolle im Allgemeinen und der reaktiven Stabilisationsfähigkeit im Speziellen. Das Ziel des Trainings der Propriozeption liegt also darin, die Tiefensensibilisierung sowie die daraus resultierende reflektorische Stabilisationsfähigkeit der Muskelaktivität positiv zu beeinflussen. Einsatzbereiche eines propriozeptiven Trainings: • Koordinationsschulung • Haltungs- und Rückenschule • Gleichgewichtstraining bei Osteoporose • Gleichgewichtstraining bei neurologischen Erkrankungen • Therapie von Gelenkerkrankungen • Sporttherapie und rehabilitatives Training
Zielgruppen Im Leistungssport ist das propriozeptive Training längst angekommen. Sportler:innen werden darin geschult, auf Reize mit einer schnellen Reflexantwort zu reagieren und somit Verletzungen zu vermeiden. Im Fuß- oder Handball kann durch gut geschulte Reflexe z. B. bei der Landung nach einem Sprung ein Umknicken verhindert werden. Im Kampfsport kann z. B. nach einer Störaktion des:der Gegner:in das Gleichgewicht gehalten werden. Propriozeptives Training ist grundsätzlich nicht nur für Sportler:innen, sondern für Menschen aller Altersgruppen und sämtlicher Trainingslevel geeignet, die sich mehr Kraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit wünschen und nicht zuletzt Verletzungen vorbeugen möchten. Insbesondere für Senior:innen und Menschen mit Gangunsicherheiten ist das Training der Propriozeptoren ein entscheidender Baustein zur Sturzprophylaxe. fMi-Autor Marlon Kreis beschreibt in seinem Artikel „Theoretischer Hintergrund zu propriozeptivem Training“ auf S. 94 ff dieser Ausgabe, dass insgesamt 26 Studien, die die Effekte des aktiven Beweglichkeits- und Gleichgewichtstrainings untersucht haben, ein beeindruckendes Ergebnis von durchschnittlich 37 Prozent Verbesserung bei der Gleichgewichtsfähigkeit ermitteln konnten.
Erfolgreiche Trainingsform? Wie steht es um den Status des Trainings der motorischen Fähigkeit Koordination in der Fitness- und Gesundheitsbranche? In der Ergo- und Physiotherapie sowie in der Rehabilitation gehört es zum festen Repertoire – meist in Form von propriozeptivem Training. In der Fitness- und Gesundheitsbranche steckt das Training der Bewegungskoordination noch in den Kinderschuhen. Das Manko der Koordination: Sie ist schwer messbar. Eine verbesserte Koordination wird als bewegtes Gewicht beim Krafttraining sichtbar, in Winkelmaßen bei der Beweglichkeit, in Zeiteinheiten bei der Schnelligkeit und in Metern bei der Ausdauer – für ein eigenständiges Trainingsregime fehlt die geeignete individuelle Maßeinheit, um Trainingsfortschritte nachvollziehbar dokumentieren zu können. Als spezielle Form des Trainings der Bewegungskoordination ist propriozeptives Training für die Physiotherapie sowie auch für Fitness- und Gesundheitsstudios nicht nur aufgrund seiner Effektivität besonders geeignet, sondern vor allem, weil es auf kleinem Raum und mit nur wenigen Hilfsmitteln oder sogar ohne durchgeführt werden kann. Hier liegt aber u. U. ein weiterer „Hemmschuh“ für den Erfolg des Trainingsprinzips: Kleingeräte und therapieähnlich anmutende Trainingsformen sind nicht besonders „lifestylig“. Trainierende kommen eher im Ausnahmefall selbst auf die Idee, propriozeptive Elemente in ihre Trainingsroutine zu integrieren. Hier sind die Studios gefragt – insbesondere die Trainer:innen und ihre fachlich-pädagogische Qualifikation.
Kreativität ist gefragt
Propriozeptives Training in der Studiopraxis Wie lässt sich propriozeptives Training erfolgreich in den Studiobetrieb und in die Trainingsprogramme möglichst vieler Mitglieder integrieren? fitness MANAGEMENT international hat darüber mit Barbara Lohse gesprochen. Sie ist Produktchefin bei PRIME TIME fitness und hat in allen Studios der Kette propriozeptives Training erfolgreich in das Trainingsangebot integriert.
Literaturliste Chwilkowski, C. (2006). Medizinisches Koordinationstraining: Verbesserung der Haltungsund Bewegungskoordination durch Propriozeption (S. 58–59). Köln. Dt. Trainer Verlag. Häfelinger, U., Schuba, V. (2009). Koordinationstherapie: propriozeptives Training (S. 21). Aachen. Meyer & Meyer.
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Fotos: dusanpetkovic1 – stock.adobe.com | PRIME TIME fitness GmbH
Um das Potenzial des propriozeptiven Trainings auszuschöpfen, müssen Trainer:innen in der Betreuung kreativ werden. Kleingeräte können partiell für spezifische Übungen in jeden neuen Trainingsplan eingebaut werden. So werden z. B. auch ambitionierte Trainierende schnell merken, wie viel stärker es ihre Körper fordert, wenn sie sich beim Brusttraining am doppelten Kabelzug zur Abwechslung auf ein Balancekissen stellen und nur mit einem Drittel ihres üblichen Trainingsgewichtes arbeiten. Auch kann in den neuen Trainingsplan anstatt des höheren Gewichtes zunächst ein Balancekissen auf die Fußplatte der Beinpresse gesetzt werden. Der intensive und tiefliegende Muskelkater macht Propriozeption auch für fortgeschrittene Fitnesssportler:innen attraktiv.
„Das Training muss in erster Linie Spaß machen“ Barbara Lohse, Produktchefin PRIME TIME fitness
Die Sportwissenschaftlerin Barbara Lohse ist als Produktchefin der Premiumkette PRIME TIME fitness verantwortlich für die Ausstattung von zehn Studios. www.primetime-fitness.de
fMi: Die Schulung von sensomotorischen Fähigkeiten, Propriozeption und Koordination ist in der Physiotherapie und in der Rehabilitation sehr verbreitet, im Fitnessbereich steckt sie noch in den Kinderschuhen. Was waren Ihre Beweggründe, dieses Trainingskonzept in Ihren Studios anzubieten? Barbara Lohse: Vor dem Training der Sensomotorik haben viele Kund:innen zurückgeschreckt, weil es für die meisten zu schwer auszuführen war. Am leichtesten war noch das Training auf einem BOSU® Ball, danach kam erst einmal lange nichts. Ich sage auch immer, dass man sich auf einem Gerät gut fühlen, d. h. bei vielen Mitgliedern auch gut aussehen muss. Von wackeligen Untergründen ist man bisher immer leicht heruntergefallen, weil es zu wenig Halt gab und weil es zu schwer war, das Gleichgewicht zu halten. Das bedeutet, dass man auf einem einfachen Gerät bei einer vermeintlich
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FITNESS & GESUNDHEIT | PROPRIOZEPTION, SENSOMOTORIK, KOORDINATION einfachen Übung häufig scheitert und sich dabei nicht gut fühlt. Unsere Mitglieder waren deshalb nur schwer davon zu überzeugen, sensomotorische Übungen in ihren Trainingsplan einzubauen, obwohl diese Art des Trainings extrem wichtig ist. Ich habe schon lange nach einem Weg gesucht, Sensomotorik und Koordination in unser Konzept zu integrieren. Bislang gab es dafür aber kein gutes Gerät, das man freiwillig wirklich gern genutzt hätte. Wie haben Sie dieses anspruchsvolle Trainingsangebot in Ihr Betreuungskonzept und den Trainingsbetrieb eingebunden? Für uns und unser Trainingskonzept war der Sensopro optimal geeignet. Die Trainierenden haben Spaß und nutzen das Gerät auch gern. Einmal gezeigt und die Mitglieder nutzen es immer wieder – regelmäßig und selbstständig. Wir sind mit einem Gerät pro Club gestartet und mussten kontinuierlich nachrüsten. Heute haben wir schon drei Geräte pro Club. Wegen unserer kompakten Clubs müssen wir uns deshalb immer Gedanken machen: Was nehmen wir heraus …. Von welchen Zielgruppen wird dieses spezifische Training in Ihren Studios schwerpunktmäßig nachgefragt? Was ist der von Ihren Kund:innen am häufigsten genannte Grund, sich dafür zu entscheiden? Jeder ist Zielgruppe! Man kann gerade bei den Jüngeren feststellen, dass deren Sensomotorik und Koordination nicht die beste ist. Sie sind nicht mehr auf der Straße Rollschuh gefahren oder auf einen Baum geklettert. Alles, was wir früher in unserer Jugend hatten, gibt es heute in den Städten nicht mehr. Für die Älteren unter uns, die ein wenig aus der Übung geraten sind, bieten sensomotorische Übungen ein wichtiges Training zur Sturzprävention. Und bei Athlet:innen ist es essenziell für die Hand-Augen-Koordination, von der sie in ihrer Sportart profitieren. Sensomotorik und Koordination sind für alle Zielgruppen ein wichtiges Tool für das Gehirn.
Welche Zielgruppen haben Ihrer Einschätzung nach das größte Wachstumspotenzial für entsprechende Trainingskonzepte? Inwiefern werden Sie Ihr Marketing darauf einstellen? Da es keine konkrete Zielgruppe für diese Art von Training gibt, ist das Wachstumspotenzial generell sehr groß. Der Sensopro mit seinen unterschiedlichen Schwerpunktprogrammen erleichtert das Training und man kann sagen, dass vor allem Ältere, die sich sonst nicht so sehr trauen, etwas Neues zu auszuprobieren, sich von diesem Training sehr angesprochen fühlen. Es macht ihnen Spaß und sie haben Erfolg, schnellen Erfolg! Wir sind aber überrascht, dass tatsächlich auch Jüngere extreme Schwierigkeiten mit der Koordination und dem Gleichgewicht haben. Anders als bei bislang üblichen Sensomotorikübungen, die immer eher medizinisch waren und ein wenig nach Krankengymnastik aussahen, können wir mit unserem Trainingskonzept tatsächlich alle Zielgruppen ansprechen. Gleichgewichtstraining ist jetzt attraktiv. Welche wesentlichen Vorteile bieten Ihnen sensomotorisches und Koordinationstraining über das Dienstleistungsangebot hinaus – z. B. bei der Kund:innenbindung oder beim Aufbau einer Community? Es ist eigentlich ein Abrunden des Gesamtkonzepts „Training“. Endlich ist alles in einem Plan zusammengefasst. Unsere Kund:innenbindung ergibt sich über unser Gesamtkonzept des effizienten Trainings. Eine Community ergibt sich eher daraus, dass wir noch Trainer:innen haben, die mit den Mitgliedern sprechen. Unsere Mitglieder wiederum sprechen über uns und wie sie bei uns trainiert haben. In unseren Webinaren betonen wir immer wieder, dass das Training der Koordination und der Sensomotorik sehr wichtig ist und die Zuhörer:innen bestätigen dann des Öfteren, dass es auch Spaß macht, bei uns zu trainieren. Welche Faktoren machen das Angebot von sensomotorischem, propriozeptivem und Koordinationstraining aus Ihrer Sicht in Studios erfolgreich? Das Training muss in erster Linie Spaß machen. Die Trainierenden möchten beim Training auch möglichst gut aussehen. Ich denke, das ist uns mit der Einführung des Sensopro gelungen. Eignen sich Trainingskonzepte aus diesem spezifischen Bereich, um für Studios zusätzlichen Umsatz zu generieren? Bei uns ist alles inklusive. Ich finde es nicht richtig, extra bezahlen zu müssen, wenn etwas unbedingt zu einem erfolgreichen Training dazugehört. Dafür sind wir eventuell insgesamt ein wenig teurer als andere Clubs, aber das zahlt sich aus.
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Foro: PRIME TIME fitness GmbH
Welche Empfehlungen haben Sie für Trainer:innen und Studiobetreiber:innen, die sich dafür interessieren, Koordinationstraining sowie propriozeptives und sensomotorisches Training zu etablieren bzw. ihr Angebot um dieses Trainingskonzept zu erweitern? Finden Sie Trainingsgeräte, die zu Ihrem Studiokonzept und zu Ihren Zielgruppen passen – oder, ganz einfach: einen oder gleich mehrere Sensopro integrieren.
FITNESS & GESUNDHEIT | EMS-TRAINING | ANZEIGE
Die Zukunft der EMS-Branche: Wachstum und Ausblick
Erfolgskonzept Körperformen
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Fotos: Körperformen
Körperformen ist Vorreiter für gesundheitsorientierte EMS-Anwendung und bundesweit der wachstumsstärkste Anbieter am Markt. Inzwischen zählen zu Körperformen mehr als 150 Lizenzpartner:innen in über 250 Studios in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Im Interview gibt Körperformen Partner Dennis Sobiech einen Einblick in die Praxis und die Umsetzung des Körperformen Lizenzkonzeptes. Er ist seit knapp zwei Jahren Teil der Körperformen Familie und das mit großem Erfolg.
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achdem Dennis Sobiech in Rüsselsheim bereits im ersten Jahr über 250 Mitglieder gewinnen konnte, eröffnete er im November 2021 ein weiteres EMS-Gesundheitsstudio im benachbarten Nauheim. Hier hat er bereits 143 Mitglieder – trotz Corona. Von Beginn an wird er dabei intensiv und persönlich von dem Team aus der Körperformen Zentrale betreut. Hier vermittelt er einen Eindruck davon, was hinter dem Erfolgskonzept Körperformen steckt und wie die Zusammenarbeit funktioniert. fMi: Bitte geben Sie den Leser:innen einen kurzen Einblick: Wie sind Sie Teil der Körperformen Familie geworden? Dennis Sobiech: Seit Januar 2020 bin ich mit meinem EMS-Gesundheitsstudio in Rüsselsheim als Körperformen Lizenzpartner dabei. Sportlich aktiv war ich schon immer. Nach meiner Ausbildung zum KFZ-Mechaniker merkte ich schnell, dass dies nicht meiner Passion entspricht. Ich beschloss, einen Neustart in der Fitnessbranche zu wagen. Dazu nutzte ich das Bildungsangebot der BSA-Akademie, wo ich Weiterbildungen im Fitnessbereich absolvierte. Ich arbeitete unter anderem als privater Trainer und Studioleiter. Dabei fehlte mir aber vor allem die persönliche Betreuung und ich wurde auf das EMS-Training aufmerksam. Diese Trainingsmethode entspricht genau meinen Vorstellungen: Die EMS-Anwendung ermöglicht es mir, jedem – unabhängig von Alter, Zeit und ggf. körperlichen Einschränkungen – das für ihn bestmögliche Training anzubieten. Nach intensiver Recherche kam für mich dabei nur ein Konzept infrage: Körperformen. Diese Wahl war goldrichtig und ich bin mit meiner Entscheidung nach wie vor überaus glücklich. Die Vorteile des Körperformen Lizenzkonzeptes, die umfangreiche und kompetente Betreuung durch die Zentrale und natürlich der Erfolg sprechen für sich. Mit Körperformen als Lizenzgeber im Rücken eröffnete ich dann Ende 2021 mein zweites Studio. Auch dieses entwickelt sich sehr positiv, aktuell trainieren hier bereits über 140 Kund:innen. Diese sehr erfolgreichen Zahlen freuen uns! Die Körperformen Zentrale hat Ihnen aber lediglich das Rezept für den Erfolg an die Hand gegeben. Kochen müssen Sie selbst. Was macht Sie zu einem Erfolgspartner? Ich verkörpere lediglich die Werte und die Philosophie, die mir vorgegeben werden. Ich bin mit voller Leidenschaft dabei und manage viele Dinge in den Studios nach wie vor selbst. Gerade in der Anfangszeit muss man als Inhaber selbst aktiv werden, Gas geben und für seinen Erfolg arbeiten. Wenn man voll und ganz von seiner Dienstleistung überzeugt ist, hinter seinem Produkt und dem Körperformen Konzept steht sowie eine hohe Qualität anbietet, kommt der Erfolg von ganz allein. Wir überzeugen die Interessierten mit der Anwendung selbst und unserer Qualität. Ich bin weiterhin oft in den Studios und trainiere Kund:innen selbst, um die Bindung aufrechtzuerhalten und Feedback einzuholen. Zudem lege ich großen Wert auf die Personalauswahl. Qualifiziertes Personal ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Deshalb investiere ich ausschließlich in ausgelernte und erfahrene Fachkräfte. Gut ausgebildete Mitarbeiter:innen können ein hochwertiges Training und eine individuelle, kund:innenorientierte Betreuung anbieten. Im Rahmen der Personalsuche und -weiterbildung
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will und kann ich auf die Unterstützung von Körperformen und den Kooperationspartner:innen nicht mehr verzichten. Obwohl alle Körperformen Studios die gleiche Philosophie leben, sind dennoch alle individuell. Was ist es, was Ihre Kund:innen in Rüsselsheim und Nauheim so schätzen? Gibt es Besonderheiten hinsichtlich Ihres Kund:innenumgangs? Den Anspruch der Körperformen Zentrale, jede:n Lizenzpartner:in professionell und loyal zu betreuen, projiziere ich auf meine Kund:innen. Ebenso wie wir Teil der Körperformen Familie sind, sehen wir unsere Studios als Familienunternehmen an. Diese familiären Werte setzen wir sowohl untereinander als auch im Umgang mit unseren Kund:innen um. Das kommt sehr gut an und erhöht die Bindung. Neben der Atmosphäre schätzen unsere Mitglieder die persönliche Betreuung und das fachspezifische Know-how. Eben die Werte, die ich an der Körperformen Zentrale sehr schätze. Um jede:n potenzielle:n Kund:in individuell beraten zu können, verfügen wir in unseren geräumigen Studios über einen separaten Beratungsraum. Ihre Ansprechpartner:innen in der Zentrale von Körperformen beraten Sie zu Marketingthemen. Geben Sie den Leser:innen doch mal einen Einblick, welche Kanäle Sie nutzen und was bei Ihnen am besten funktioniert. In der Anfangszeit habe ich vor allem auf die klassischen Printmedien und Facebook-Marketing gesetzt. Zudem bin ich Kooperationen mit Ärzt:innen vor Ort eingegangen. Ich wurde regelmäßig mit weitreichenden Marketingkonzepten crossmedialer Art von der Körperformen Zentrale versorgt. Dies war für mich an dieser Stelle immens wichtig, da mir hier als gelernter KFZ-Mechaniker die Expertise fehlte. Mittlerweile funktioniert neben den Facebook Ads insbesondere die persönliche Empfehlung. Fast die Hälfte aller Mitglieder ist durch Empfehlungen von Freund:innen zu uns gekommen. Daher sind zufriedene und glückliche Kund:innen das A und O. Es gibt keine bessere Werbung als eine persönliche Empfehlung. Was war bisher Ihre größte Herausforderung? Spontan würde ich die Corona-Pandemie antworten. Januar
2020 war nicht nur der Startschuss für mein erstes Studio – auch die Pandemie hat Einzug in unser aller Leben gehalten. Daher kenne ich die Vor-Corona-Situation gar nicht. Anstatt mich unterkriegen zu lassen, habe ich die Situation jedoch als Chance und Herausforderung angesehen. Meine bisherige Erfahrung zeigt, dass man in schwierigen Zeiten mehr denn je Vollgas geben und positiv bleiben muss. Genau das ist der entscheidende Unterschied zwischen erfolgreichen Unternehmer:innen und denen, die während der Krise untergehen. Wir haben trotzdem weiter Werbung gemacht und an unserer Kund:innenbindung gearbeitet. Die sich ständig verändernden Verordnungen und geltenden Regeln haben die Situation nicht leicht gemacht. Daher bin ich sehr dankbar für die Unterstützung der Zentrale, die mich stets über alle Themen informiert und auf relevante Änderungen hingewiesen hat. Auch die Ausarbeitung verschiedener Konzepte, wie bspw. eines innovativen Hygienekonzeptes, waren für uns überaus hilfreich. Welchen Einfluss, glauben Sie, hat die Corona-Pandemie auf den EMS-Markt? Sind Sie zuversichtlich, was die Zukunft angeht? Ich blicke immer positiv in die Zukunft. Ich bin davon überzeugt, dass besonders die EMS-Branche von den aktuellen Entwicklungen profitiert und stärker aus der Krise hervorgehen wird. Die Mitglieder sehnen sich mehr denn je nach einem Training im kleinen Rahmen und einem strengen Hygienekonzept. Das eigene Gesundheitsbewusstsein steht mehr im Fokus. Hier setzt Körperformen mit der gesundheitsorientierten EMS-Anwendung und dem Ausbau der Positionierung im Gesundheitssektor perfekt an. Gleichzeitig wünschen sich viele Menschen Qualität und sind bereit, dafür mehr zu bezahlen. Der Trend geht weg vom reinen Fitnesstraining hin zu hochwertigem Personal Training. Durch die zukünftig verpflichtende Lizensierung der EMS-Anwendung wird es nochmals einen starken Kund:innenzulauf geben. Vielen Dank für das ausführliche und interessante Gespräch. Wir wünschen Ihnen, dass Sie den Erfolg gemeinsam mit Körperformen weiterhin ausbauen können.
Foto: Körperformen
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Cannabidiol im Sport
„An CBD im Sport führt kein Weg mehr vorbei“ Carlotta Nwajide – Olympia 2021 – Rudern
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Fotos: © Frederike Wetzels
Cannabidiol (CBD) ist in den USA bereits ein essenzieller Bestandteil der Trainingsroutine vieler Profi- und Freizeitsportler:innen. Nicht ohne Grund, denn Studien deuten auf eine entzündungshemmende, schmerzstillende, muskelentspannende, beruhigende und schlaffördernde Wirkung von CBD hin, was diesen natürlichen Wirkstoff zum optimalen Trainings- und Regenerationspartner macht. Mit feels.like kommt der Trend jetzt auch nach Deutschland. Das Kölner Start-up stellt als erste deutsche Marke CBD-Produkte speziell für Sportler:innen her. Mit einem Sportgel, Mundspray und Wundbalsam ist feels.like 2021 auf den Markt gegangen. Durch CBD in Kombination mit anderen natürlichen Powerwirkstoffen tragen die Produkte zu einer körperlichen und mentalen Ausgeglichenheit bei. fMi hat den feels.like Gründer Simon Zweigler zu einem Interview getroffen.
fMi: Herr Zweigler, wann genau kam Ihnen die Idee, das CBD-Start-up feels.like zu gründen? Simon Zweigler: Im Rahmen meines Studiums habe ich begonnen, mich wissenschaftlich mit dem Thema Cannabis und seinen vielfältigen Anwendungsbereichen auseinanderzusetzen. Besonders fasziniert hat mich die medizinische Nutzung dieser jahrtausendealten Heilpflanze. Ich habe auch meine Bachelor-Thesis diesem Thema gewidmet. Im Anschluss an mein Studium habe ich bei Cannaflos gearbeitet, einer Firma, die verschreibungspflichtige Cannabis-Arzneimittel erforscht und vertreibt. Wir haben früh erkannt, dass es im lifestyle-orientierten CBD-Markt an hochwertigen und sicheren, THC-freien Produkten mangelt – diese Lücke konnten wir mit unserem pharmakologischen Background schließen. Gemeinsam gründeten wir die OF Organic Future GmbH. Gekoppelt an meine Sportbegeisterung und die zu beobachtenden Entwicklungen auf dem amerikanischen Markt entstand die Idee für eine Marke, die sich auf die Bedürfnisse von Sportler:innen konzentriert – feels.like war geboren. Ist CBD sicher? Was ist der Unterschied zu THC? THC und CBD sind beides Phytocannabinoide aus der Hanfpflanze. THC hat eine psychoaktive Wirkung und ist für den typischen Cannabisrausch bekannt. CBD hingegen wirkt nicht psychoaktiv. Das bedeutet, man kann von CBD nicht „high“ werden. Im Mai 2018 hat die World Health Organization (WHO) CBD als unbedenklich eingestuft. Um unseren Kund:innen die Sicherheit bieten zu können, dass all unsere Produkte zu 100 Prozent frei von THC sind, durchlaufen diese ein sogenanntes Triple-Lab-Test-Verfahren. Drei führende Labore, darunter TÜV SÜD, testen unsere Produkte, um sicherzustellen, dass keine THC-Rückstände zu finden sind. Das ist vor allem für unsere Profi-Sportler:innen sehr wichtig, da THC als Dopingmittel eingestuft ist. Was sagt die Wissenschaft zur Wirkung von CBD? Das vielseitige Potenzial von CBD erhält in der Wissenschaft immer mehr Aufmerksamkeit. Während 2010 noch 92 Publikationen über CBD veröffentlicht wurden, waren es 2021 bereits 1.002 – Tendenz weiter stark steigend. In Bezug auf Sport und Regeneration konnten klinische Studien u. a. krampflösende, entzündungshemmende, schmerzlindernde, angstlösende und schlaffördernde Eigenschaften von CBD feststellen. Auf unserer Website www.feelslike.organic können Interessierte unter dem Reiter „knowledge“ gern tiefer in die wissenschaftliche Evidenz von CBD und unseren anderen natürlichen Powerwirkstoffen eintauchen. Dort haben wir auch Links zu den relevanten Studien hinterlegt. Unser Körper verfügt über ein eigenes, sogenanntes Endocannabinoid-System, ein weitverzweigtes System von Rezeptoren (CB1 & CB2), das als Teil des menschlichen Nervensystems eine steuernde Wirkung auf verschiedene körperliche Funktionen hat. Studien zeigen, dass CBD in diesem System die Aufgabe übernimmt, den Körper im dynamischen Gleichgewicht zu halten (Homöostase), um einen reibungslosen und effizienten Ablauf wichtiger Körperfunktionen sicherzustellen. Welche Wirkungen haben Ihre drei Produkte? Das „feels.like a comeback“-Sportgel pflegt die Haut bei Muskel- und Gelenkbeschwerden, Muskelkater und Verspannun02/22
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Simon Zweigler, Geschäftsführer der OF Organic Future GmbH
gen. Das „feels.like a dream“-Mundspray unterstützt einen erholsamen Schlaf – der Schlüssel zu effektiver Regeneration. Das „feels.like a wonder“-Wundbalsam ist wundpflegend, wirkt antibakteriell und beruhigt irritierte Haut. Wie unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz? Wir versprechen unseren Kund:innen Wirksamkeit, Natürlichkeit und Sicherheit. Besonders wirksam sind unsere Produkte, weil wir komplett auf Füllstoffe wie Wasser verzichten und neben CBD auf 50 weitere natürliche Pflanzenextrakte setzen, für deren Wirkung eine klare wissenschaftliche Evidenz besteht. Wir können Natürlichkeit versprechen, da unsere Produkte zu 100 Prozent natürlich sind und wir auf Parabene, Silikone und PEGs verzichten. Den Aspekt der Sicherheit deckt unser bereits erwähntes Triple-Lab-Test-Verfahren ab. Die Laborergebnisse können auch von unseren Kund:innen eingesehen werden. Wo kann man die feels.like Produkte kaufen? Neben unserem Online-Shop (www.feelslike.organic) möchten wir unsere Produkte in Studios und Gesundheitsanlagen vertreiben. Wir stellen hierfür hochwertiges Marketingmaterial zur Verfügung und bieten Schulungen für Mitarbeitende vor Ort an. Wer sich für unsere Produkte interessiert, ist herzlich eingeladen, uns auf der FIBO zu besuchen. Dort wird CBD-Produkten in diesem Jahr eine eigene Area gewidmet. Wir sind in Halle 5.2 an Stand G90/92 anzutreffen. Vereinbaren Sie gerne vorab schon einen Termin – wir freuen uns auf Sie! Gerne kommen wir auch schon vor der FIBO persönlich bei Ihnen vorbei.
Für Geschäftskund:innen, die die fMi abonniert haben, bieten wir einen einmaligen Preisnachlass von zehn Prozent an. Scannen Sie einfach den QR-Code – wir melden uns bei Ihnen. Alternativ sind wir auch per E-Mail und Telefon erreichbar. Mit dem Code „DHfPG“ erhalten Studierende zehn Prozent im Online-Shop.
OF Organic Future GmbH Vogelsanger Str. 348 50677 Köln +49 (0) 22198657447 hello@feelslike.organic www.feelslike.organic
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FITNESS & GESUNDHEIT | STUDIOAUSSTATTUNG | ANZEIGE
Panatta im Panther Gym Augsburg
Optimales Trainingserlebnis
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it über 5.000 Quadratmetern Fläche ist das Panther Gym Schwabens größtes Fitnessstudio. Es braucht nur ein wenig Glück, um hier direkt neben einem der Stars des Augsburger Eishockeyteams zu trainieren. Welche Besonderheiten das Studio sonst noch bietet und wie glücklich er mit der Geräteausstattung von Panatta ist, erläutert Geschäftsführer Philipp Asum im fMi-Interview. fMi: Was macht das Panther Gym besonders? Philipp Asum: Im Panther Gym kombinieren wir eine einzigartige Atmosphäre, großartige Geräte und Augsburgs größte Saunalandschaft zu einer unvergleichbaren Einheit. Wir bieten für jede:n von Jung bis Alt und von Einsteiger:in bis Profiathlet:in das richtige Equipment und die passende Betreuung. Einmalig ist auch die enge Zusammenarbeit mit unserem Augsburger Profi-Eishockeyteam, den Augsburger Panthern, die zugleich Namensgeber und Miteigentümer sind. Wie viele Mitglieder trainieren bei Ihnen und wie setzt sich Ihre Zielgruppe zusammen? Unsere Mitgliederstruktur ist sehr gemischt. Wir haben keine bestimmte Zielgruppe, sondern wollen jedem:jeder das optimale Trainingserlebnis bieten. Im Moment ist die Altersgruppe zwischen 26 und 35 Jahren bei uns im Studio am stärksten vertreten. Durch unsere Größe von über 5.000 Quadratmetern ist stets ausreichend Kapazität vorhanden.
Wie zufrieden sind Sie mit dem Gerätepark? Vom Konzept und von der Qualität der Geräte waren wir sehr
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Welche Geräte sind bei den Mitgliedern besonders beliebt, gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen? Bei den Damen ist die Hip Thrust Maschine im Lady GymBereich besonders beliebt. Bei den Männern hingegen findet unsere stehende Rudermaschine großen Anklang. Welches Feedback bekommen Sie von den Mitgliedern zur Ausstattung? Das Feedback der Mitglieder ist durch die Bank positiv. Natürlich gibt es immer das eine oder andere Gerät, das die Kund:innen noch erfreuen würde. Deshalb wird die nächste Bestellung beim italienischen Gerätehersteller unseres Vertrauens nicht lange auf sich warten lassen. Haben Sie ein Lieblingsgerät? Ich persönlich finde die 45-Grad-Beinpresse von Panatta super. Sie hat eine klasse Übersetzung und gute Einstellungsmöglichkeiten, um individuell zu arbeiten. Über das Panther Gym gäbe es noch viel zu erzählen – allerdings sollte sich am besten jede:r selbst ein Bild davon machen. Philipp Asum Ursprünglich war Philipp Asum IT-Manager. Seit Mai 2021 ist er Geschäftsführer der Panther Gym GmbH in der Neuburger Straße in Augsburg. Das Studio bietet faire Preise ohne versteckte Kosten. Kontakt: info@panthergym.de Tel.: 0821 74731300
Fotos: Panther Gym
Warum haben Sie sich gerade für die Geräteausstattung von Panatta entschieden? Was zeichnet diese Marke aus? Wir haben uns sofort in die Panatta Geräte des Vorbesitzers verliebt. Deren Qualität hat uns trotz ihres hohen Alters begeistert. Sie gefielen uns so gut, dass wir uns direkt für eine Neuausstattung mit dieser Marke entschieden haben. Da Qualität, Zuverlässigkeit und eine persönliche Ansprechperson in der Herstellungsfirma unsere Hauptansprüche sind, haben wir mit Panatta den perfekten Partner gefunden. Die Marke zeichnet sich durch hohe Qualität, tollen Kund:innensupport, gute Funktionalität und ein großartiges Design aus.
überzeugt und so kam die Zusammenarbeit schnell zustande. Wir sind absolut zufrieden mit der großartigen Betreuung durch die Firma Panatta und haben unsere Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Auch die schier unendlichen Konfigurationsmöglichkeiten haben uns überzeugt, da sie aus Standardgeräten individuelle Einzelstücke machen.
100 % „Made in Italy“ Besuchen Sie die Welt von Panatta: www.panattasport.com @panattasport, @panattaofficial
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FITNESS & GESUNDHEIT | KOMMENTAR AKTIONSTAGE BGF
Aquisetools für Firmenfitness
Praxistipp: Gesundheitstage Text: Anke Mächler
Gesundheitstage sind beliebte Maßnahmen, um sowohl Mitarbeiter:innen als auch Führungskräfte in Unternehmen für verschiedene Bereiche rund um das Thema Gesundheit zu sensibilisieren und zum aktiven Mitmachen zu motivieren. Wie Gesundheit durch diese Aktionen erlebbar gemacht und Interesse für weitere Angebote der Fitness- und Gesundheitsdienstleistenden geweckt werden kann, sind dabei zwei der wichtigsten Fragen.
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in Gesundheitstag ist in den meisten Unternehmen ein fester Bestandteil der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BFG) und kann je nach Thema und Motto des Tages Schwerpunkte in den Bereichen Bewegung, Ernäh-
rung, Sucht und Psyche setzen. Wichtig bei der Organisation eines Gesundheitstages ist, dass ihn die Beschäftigten und die Unternehmensleitung als echten Mehrwert wahrnehmen und nicht als „Pflichtveranstaltung“.
Foto: fizkes – stock.adobe.com
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Dabei spielt der Themenschwerpunkt bzw. ein ansprechendes Motto eine große Rolle. Nur so kann Interesse für Gesundheitsthemen geweckt und auf aktuelle Situationen im Unternehmen eingegangen werden.
Schritt 1: Verantwortlichkeit und Ansprechperson
Die Durchführung einer solchen Veranstaltung wird sicherlich nicht umgehend den Krankenstand im Unternehmen senken. Aber sowohl für das Unternehmen als auch für die BGF-Dienstleistenden ergeben sich individuelle Ziele, die ebenso mittelwie langfristig ausgelegt sein können.
Eine sorgfältige Analyse des „Gesundheitszustandes“ und der bereits bestehenden Maßnahmen im Unternehmen bzw. der erfolgten Evaluation ermöglicht eine optimale Ausrichtung der Inhalte und Ziele auf Verbesserungspotenziale im nächsten Schritt.
Beispielsweise haben Unternehmen mit dem Angebot von Gesundheitstagen die Möglichkeit, auf die Wichtigkeit der nachhaltigen Förderung eines gesunden Lebensstils ihrer Mitarbeiter:innen sowie auf die Einbindung des Themas „Gesundheit“ in die Unternehmenskultur hinzuweisen und damit unter anderem die Arbeitgeber:innenattraktivität zu steigern. Auf der anderen Seite können Fitness- und Gesundheitsbetriebe Ziele wie Mitgliedergewinnung und Imageverbesserung oder den Einstieg in eine Tätigkeit als BGF/BGM-Anbieter:in erreichen.
Schritt 3: Zielsetzung
Unabhängig davon, welche strategischen Überlegungen hinter der Durchführung eines Gesundheitstages stehen, stellt sich die Frage, wie dieser bestmöglich organisiert werden kann. Die folgenden sechs Schritte aus Sicht der Dienstleistenden in der Fitness- und Gesundheitsbranche haben sich dabei bewährt:
Dienstleistungsbetriebe sollten sich stets fragen, ob sie die Umsetzung allein bewältigen können oder ob sie Kooperationspartner:innen für besondere Angebote benötigen, die über das eigene Portfolio hinausgehen (z. B. Expert:innen, Physiotherapiepraxen, Sportartikelhersteller:innen, Krankenkassen, Unfallversicherungen).
Verantwortliche und Ansprechpersonen im Unternehmen und im Dienstleistungsbetrieb müssen benannt werden.
Schritt 2: Ist-Analyse
Was will das Unternehmen gemeinsam mit dem Dienstleistungsbetrieb durch einen Gesundheitstag erreichen? Die Ziele können vielfältig sein, sich von Jahr zu Jahr ändern und von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Bei der Zielsetzung sollten Dienstleistende immer die Sichtweise des Unternehmens, aber auch die eigenen Interessen berücksichtigen.
Schritt 4: Planung und Organisation
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FACHKRAFT FÜR BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT (IHK) BGM erfolgreich etablieren und weiterentwickeln Lehrgangsinhalte u. a.:
Grundlagen des BGM
Gesundheit als Managementansatz
Schritte zum erfolgreichen BGM
BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit
bsa-akademie.de/fkbgm
School for Health Management
FITNESS & GESUNDHEIT | KOMMENTAR AKTIONSTAGE BGF Diese Fragen können u. a. bei der Planung hilfreich sein: • Welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele werden mit dem Gesundheitstag verfolgt? • Welche Anforderungen hat die Zielgruppe? Sind die Aktivitäten auf die Zielsetzung und die Zielgruppe abgestimmt? • Wurden alle Mitarbeiter:innen informiert? Sind die Führungskräfte in die Organisation eingebunden? • Wurden Anmeldelisten für eventuelle Diagnostikangebote veröffentlicht? • Wurde der Datenschutz berücksichtigt? • Wurde der Arbeitsschutz in die Organisation eingebunden? • Sind Zugangsmöglichkeiten für alle Beschäftigten (zeitlich/ räumlich) sichergestellt?
Schritt 5: Durchführung eines Gesundheitstages Das Erstellen einer Checkliste kann für den reibungslosen Ablauf sehr hilfreich sein: • Sind alle Räume vorbereitet und die Stände sowie Dekorationselemente vollständig aufgebaut? • Funktioniert die technische Ausstattung und sind alle benötigten Materialien vor Ort? • Sind Beschriftungen und Wegweiser angebracht? Ist das Programm an den entscheidenden Orten sichtbar platziert? • Ist die Evaluation in Form von Dokumentation und Fotos sichergestellt? • Hat ein Briefing des Teams bzw. der Kooperationspartner:innen stattgefunden? Als Programmpunkte selbst kommen für einen Gesundheitstag Mitmachaktionen infrage, wie beispielsweise Koordinationsparcours mit Slackline oder 20- bis 30-minütige Schnupperkurse zu Yoga oder Functional Training. Die Schnupperkurse sollten hinsichtlich der Teilnahme und Akzeptanz evaluiert werden, damit der Dienstleistungsbetrieb im Anschluss an den Gesundheitstag die gefragtesten Kurse in den eigenen Räumen oder im Unternehmen anbieten kann. Während des Gesundheitstages können Listen zur Anmeldung bereitgestellt werden, um die Motivation aus dem Gesundheitstag direkt in eine aktive Handlung umzusetzen und Anmeldebarrieren zu minimieren.
Diese sogenannten Impulsvorträge können die Handlungsfelder Ernährung, Bewegung, Stress und Sucht abdecken, sollten aber immer entsprechend des Schwerpunktes bzw. Mottos des Gesundheitstages gewählt werden. Auch Themen mit aktuellem Bezug eignen sich hier sehr gut. Großen Anklang finden auch speziellere Themen, wie z. B. Schlaf, Burn-out, Resilienz, Achtsamkeit und Schichtarbeit.
Schritt 6: Nachbereitung Nach Abschluss des Gesundheitstages ist die Reflexion für das weitere Vorgehen von großer Bedeutung. Sowohl das Unternehmen als auch der Dienstleistungsbetrieb sollte wissen, was gut lief und was besser gemacht werden könnte. Das Feedback der Beschäftigten und Teilnehmenden ist hier genauso wichtig wie das der beteiligten Akteur:innen und Partner:innen. Damit die Wirkung des Gesundheitstages nicht verpufft, ist es empfehlenswert, weiterführende gesundheitsspezifische Schritte und Maßnahmen anzukündigen und den Mitarbeitenden Anreize zu schaffen, sich über diesen Tag hinaus mit Gesundheit und gesundheitsbewusstem Arbeiten und Leben zu beschäftigen.
Fazit Für die gelungene Ausrichtung eines Gesundheitstages ist es maßgebend, dass die Angebote auf die Zielgruppe abgestimmt sind und damit ein Bedürfnis geweckt wird. Dabei kann auch das Motto bzw. der Name der Veranstaltung eine wesentliche Rolle spielen. Ziel sollte nicht das Konsumieren von Angeboten und Informationen sein, sondern ein aktives Erleben von Gesundheitsförderung. Dazu gehört es auch, dass die Beschäftigten immer wieder etwas Neues erfahren und die Neugierde geweckt wird. Gerade Schnupperkurse helfen dabei, Hürden abzubauen und durch Ausprobieren ein Gefühl für das Angebot zu bekommen, ohne sich direkt binden zu müssen. Wichtig ist es auch, auf niedrigschwellige Angebote zu achten, die im ersten Moment nicht überfordern. Das ist besonders bei denjenigen Beschäftigten wichtig, die noch keine Affinität zu Bewegung haben.
Zusätzlich ist auch der Einsatz von Diagnostiktools möglich, wie z. B. Körperfettmessungen, Blutzucker- oder Koordinationstests. Die verschiedenen Angebote im Rahmen der Diagnostik sollten im Vorfeld terminiert werden, um einen geregelten Ablauf sicherzustellen und Wartezeiten zu vermeiden. Wichtig ist auch die Möglichkeit einer Nachbesprechung der Ergebnisse bzw. einer Nachbetreuung – sofern erforderlich.
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Anke Mächler Anke Mächler war nach ihrem Sport- und Germanistik-Studium viele Jahre als Geschäftsführerin und Inhaberin eines BGM/ BGF-Dienstleistungsunternehmens tätig. Heute gibt sie ihre Erfahrung als BGM-Beraterin und Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie als Referentin an der BSA-Akademie weiter. www.dhfpg-bsa.de
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Foto: DHfPG/BSA
Neben Infoständen und Check-ups „lebt“ ein Gesundheitstag auch von Kurzvorträgen zur Information über und Sensibilisierung für Gesundheitsthemen. Hier muss vor allem auf ein sinnvolles Zeitfenster geachtet werden. Zu lange und zu fachliche Vorträge könnten inhaltlich überfordern und das Zeitbudget der Teilnehmenden strapazieren, besonders da gerade auch Beschäftigte angesprochen werden sollen, die bislang keinen Zugang zu Gesundheitsthemen hatten. Eine Dauer von 20 bis maximal 30 Minuten sollte daher für Vorträge kalkuliert werden. Die Möglichkeit, im Anschluss Fragen zu stellen bzw. Informationen zu weiterführenden Angeboten zu erhalten, sollte auf alle Fälle gewährleistet sein.
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FITNESS & GESUNDHEIT | PERFORMANCE DRINK | ANZEIGE
Trendsegment Performance Energy
REIGN Total Body Fuel
Der sportliche Partner im Trendsegment Performance Energy: REIGN Total Body Fuel ist der ultimative Boost zum Workout für alle Kraftsportler:innen und Fitnessfans. REIGN überzeugt mit sechs starken Geschmacksrichtungen und den funktionalen Zusatzstoffen BCAA und L-Arginin ergänzend zum gewohnten Koffeinkick.
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nergydrinks sind die Wachstumskategorie im Markt der alkoholfreien Getränke, haben zweistellige Zuwächse und sind relevanter denn je1. Der wichtigste Wachstumsmotor ist die Innovationskraft der Branche, die so ein komplett neues Subsegment im Energydrink-Markt hervorgebracht hat: Performance Energy (PE). PE-Drinks grenzen sich durch einen funktionalen Zusatznutzen von den klassischen Energydrinks ab, indem sie um Aminosäuren wie BCAA ergänzt werden.
Das PE-Segment verzeichnet aktuell ein rasantes Wachstum und immer mehr Wettbewerb sorgt für Dynamik2. Um das Potenzial zu verdeutlichen, lohnt sich ein Blick auf das Herkunftsland USA. Dort hat PE bereits knapp 13,5 Prozent Umsatzanteil3 am gesamten Energydrink-Markt. Das zeigt, wohin die Reise gehen wird. Auch in Deutschland ist PE mittlerweile so präsent, dass fast ein Drittel des gesamten Energydrink-Wachstums durch PE getrieben wird4.
Außerdem besticht REIGN durch einflussreiche Markenbotschafter:innen – global: Natalie Eva Marie und Hafþór Júlíus „Thor“ Björnsson sowie Johannes Luckas in Deutschland und weitere nationale Influencer:innen. Weiterhin überzeugt die Marke ihre Konsument:innen durch relevantes Social-Media-Marketing und einen aufmerksamkeitsstarken Auftritt am Verkaufspunkt. REIGN positioniert sich so als starke Marke in einem zukunftsorientierten Markt und stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Die Betreiber:innen der bereits mit REIGN kooperierenden Fitnessstudios freuen sich über den signifikanten zusätzlichen Absatz. REIGN gekühlt dort verfügbar zu machen, wo die Konsument:innen trainieren, ist das gemeinsame Erfolgsrezept für die Marke und die Fitnessbranche. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an reign@nutritrade.de.
Das Erfolgsrezept von REIGN Total Body Fuel
Als Lifestyleprodukt steht REIGN nicht nur für hartes Krafttraining, bei dem Sportler:innen an ihre Grenzen gehen oder diese sogar überschreiten. Es ist auch die erste Wahl von fitnessbegeisterten Verbraucher:innen, die vor, während oder nach dem Sport einen Energieschub brauchen. Damit spricht es die junge, fitnessorientierte Gen Z zielgerichtet an.
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Quelle: 1 AC Nielsen, Umsatz in Mio €, Gesamtmarkt, Energy Drinks, FY 2017-2021 2 AC Nielsen, Performance Energy, LEH o Discount, MAT TY & MAT YA KW 07 2022, Volume Sales 3 Nielsen USA; Umsatzanteil am Energy Segment (ohne Kaffee- & Proteingetränke), Letzte 13 Wochen KW 04 2022 4 Nielsen, Deutschland Gesamtmarkt, Wachstumsanteil Performance Energy am Wachstum der gesamten Energy Kategorie, YTD Juni 2021 vs. VJ
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Fotos: © 2021 Reign Beverage Company LLC
Die Marke REIGN aus dem Hause Monster Energy ist dabei, sich als wachstumstreibende Marke im PE-Segment zu etablieren. REIGN überzeugt durch seine funktionalen Zusatzstoffe BCAA und L-Arginin. Zudem enthält der PerformanceDrink natürliches Koffein, B-Vitamine, Zero Zucker und Zero Kalorien. REIGN ist mit Kohlensäure versetzt und bietet seiner sportlichen Zielgruppe nicht nur den nötigen Boost für ein erfolgreiches Workout, sondern überzeugt zudem mit sechs einzigartigen Geschmacksrichtungen. Die Marke sorgt damit für Abwechslung im strikten Ernährungsplan von Kraftsportler:innen.
S E T A D P U S S E N T I F I E B H C U JE TZT A
FITNESS & GESUNDHEIT | KRAFTGERÄTEHERSTELLER | ANZEIGE
UpForm F-line – kraftvoll durch die Pandemie
„Qualität hat oberste Priorität“
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n den vergangenen zwei Jahren waren Hersteller:innen von Kraftgeräten auf der ganzen Welt mit Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie konfrontiert. Der Inhaber der Firma Marbo, Michał Ulikowski, spricht im fMi-Interview über die Chance der Kraftgeräteindustrie, sich in unsicheren Zeiten weiterzuentwickeln. fMi: Die Pandemie machte vielen Unternehmen „einen Strich durch die Rechnung“, einige mussten die Produktion einstellen. Wie ist es Marbo Sport ergangen? Michał Ulikowski: Nach zwei Jahren Pandemie können wir sagen, dass wir einer der größten Herstellungsbetriebe von Kraftgeräten in Europa sind und bleiben. Dank unseres breiten Angebots an Heim- und kommerziellen Trainingsgeräten konnten wir die Produktion an die Bedürfnisse des Marktes anpassen. Während der Pandemie stieg der Verkauf von Geräten für den Heimgebrauch enorm an, was man von kommerziellen Geräten nicht sagen kann. Also haben wir unsere Fertigung neu angeordnet und die Produktion sowie den Verkauf von Geräten für den Privatgebrauch maximiert. Unsere Designer:innen haben parallel an neuen Linien für Profigeräte gearbeitet. Uns war klar, dass die Pandemie irgendwann vorbei sein würde und sich der professionelle Fitnessmarkt wieder dynamisch entwickeln würde. Darauf wollten wir vorbereitet sein. Marbo Sport gilt durch die UpForm F-line weltweit als Pionier für modulare Trainingsstationen. Unsere UpForm F-line hilft Studiobetreiber:innen dabei, einen idealen Trainingsbereich in ihren Räumen zu schaffen, ohne irgendetwas aufzudrängen. Wir wollten ihnen Handlungsspielraum geben und einen Bewegungsraum für ihre individuellen Vorstellungen schaffen. Das System haben wir für Fitnessclubs und Hotels entwickelt. Für uns war es der Einstieg in den professionellen Premiummarkt.
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Darüber hinaus haben wir die Maschinen aus der aktualisierten PRO 2.0-Linie überarbeitet und raffinierter gestaltet. Die Linie wird massiver mit einem völlig neuen Design. Die PRO 2.0-Linie ist im mittleren Preissegment angesiedelt und ist deshalb für einen großen Kund:innenkreis sehr interessant. Die UpForm-Linien F-line, S-line und R-line werden wir auf der diesjährigen FIBO präsentieren. Sie finden uns in Köln in Halle 7, Stand C61. Ist die Produktion von Marbo Sport und UpForm Kraftgeräten noch immer in Europa angesiedelt? Durch den Einsatz modernster Laserbearbeitungsmaschinen, Schweißroboter und CNC-Bearbeitungszentren bietet unsere Produktion höchste Qualität. Durch die Fertigung der Geräte in Polen können wir die Qualität unserer Produkte garantieren. Was sind für Sie die Bedingungen für Wachstum nach der Pandemie? Hier gibt es kein fertiges Erfolgsrezept. Jedes Unternehmen ist anders, hat sein eigenes Geschäftsmodell und entwickelt Methoden des Krisenmanagements. Die Pandemie ist und bleibt die schlimmste globale Krise der letzten Jahrzehnte, die fast alle Branchen der Welt betrifft. Ein gesunder Menschenverstand, Mut zum Handeln und die ständige Suche nach innovativen Lösungen haben es uns ermöglicht, ohne größere Verluste auf dem Markt zu bleiben.
JK Sportvertrieb: Sylter Bogen 40 | 24107 Kiel | +49 431 - 39 908 990 kontakt@jk-sportvertrieb.de | www.jk-sportvertrieb.de
Foto: Marbo Sport
Welche Neuheiten gibt es in Ihrem Angebot? Wo liegen Ihre Schwerpunkte für 2022? Wir setzen immer auf Qualität und das ist auch dieses Mal der Fall. Wir haben die UpForm R-line in unser Angebot aufgenommen, eine völlig neue Linie aus der Premiumkategorie, die aus Maschinen für freie Gewichte und mit Steckgewicht besteht. Die
UpForm R-line überzeugt durch hochwertige Oberflächen, ein massives, ovales Profil und eine hervorragende Biomechanik.
www.upform.eu
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FITNESS & GESUNDHEIT | ERNÄHRUNGSBERATUNG | ANZEIGE
Treffen Sie uns auf der FIBO
MetaCheck Gen-Diät und MetaCheck POWER testen Nach zwei Jahren Pause: Die FIBO findet wieder statt und die for me do GmbH und die CoGAP GmbH sind gemeinsam dabei!
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itnessstudios entwickeln sich immer mehr zu Gesundheitsdienstleistungsunternehmen, die mit Individualität und Fachwissen überzeugen. Seit zehn Jahren arbeiten nun die for me do GmbH und die CoGAP GmbH zusammen und bieten eine Produktpalette an, die stets erweitert und an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst wird. Lernen Sie die unterschiedlichen Konzepte kennen und bauen Sie das Angebot für Ihre Kund:innen aus!
Individuelle Analysen Die MetaCheck Gen-Diät und der MetaCheck POWER der CoGAP GmbH revolutionieren seit Jahren die Abnehm- und Trainingswelt. Mithilfe eines Wangenschleimhautabstrichs werden bei der MetaCheck Gen-Diät relevante Gene analysiert und der Stoffwechsel- sowie Sport-Typ ermittelt. Daraus werden konkrete, individuelle Empfehlungen abgeleitet, die als Unterstützung für eine nachhaltige Gewichtsabnahme dienen können.
Neu entwickeltes Ernährungskonzept Die MetaCheck Gen-Diät lässt sich mühelos mit anderen Ansätzen kombinieren. So ist sie bereits ein wichtiger Bestandteil des Ernährungskonzeptes NUEL®, das von Jörg Heckenbach, Geschäftsführer der for me do GmbH, neu entwickelt wurde und von Ann-Katrin Färvers (Nutrigenetic Coachin) geleitet wird.
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Das bedeutet für Sie: • Angebotserweiterung im Bereich Gewichtsmanagement und gesunder Lebensstil • optimaler Wissenstransfer durch das for me do Expert:innenteam • zufriedene Kund:innen ohne Personalaufwand • langfristige Kund:innenbindung • keine zusätzlichen Kosten für Sie als Betreiber:in
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Fotos: for me do | NDAB Creativity/Shutterstock.com
Der MetaCheck POWER kombiniert zum ersten Mal eine Gen- und Blutanalyse miteinander und gibt Trainierenden Antworten auf die Frage, wie sie trainieren und regenerieren sollen und welche Proteinquellen für sie am besten geeignet sind. Einem effizienten Muskelaufbau steht somit nichts mehr im Wege.
NUEL ® steht für NUTRITION, ENERGY und LIFESTYLE! Das sechswöchige Ernährungskonzept unterstützt Ihre Kund:innen dabei, das Beste aus ihren Körpern herauszuholen. Dabei dreht sich alles um die drei Säulen: SäureBasen-Haushalt, gesunde Darmflora und individuelle, optimale Nährstoffversorgung. Unser Expert:innenteam begleitet alle Teilnehmer:innen exklusiv in wöchentlichen Calls, SocialMedia-Gruppen und bei der wählbaren VIP Variante auch in einer WhatsApp-Gruppe.
So finden Sie uns Zum ersten Mal können Sie nun beide Tests vor Ort auf der FIBO für exklusive Messepreise durchführen. Lassen Sie sich im direkten Gespräch mit unseren Expert:innen an den Ständen 5.2 E70 (MetaCheck Gen-Diät) und 10.2 G20 (MetaCheck Power) informieren und beraten. Sprechen Sie mit unseren Testimonials über deren Erfahrungen und Erfolge und überzeugen Sie sich selbst von unseren Gesundheitskonzepten.
for me do GmbH Salzdahlumer Straße 196 • 38126 Braunschweig 05 31 - 866 933 44 • info@formedo.de
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www.formedo.de
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNGSBERATUNG
Ernährungsformen individuell einsetzen
Text: Niklas Schwarz
Oft möchten Abnehmwillige mit einer Ernährungsumstellung ihr Aussehen und gleichzeitig bestimmte Krankheitsparameter verbessern. Welche Faktoren in der Beratung zur Gewichtsreduktion berücksichtigt werden müssen und welche Bedeutung qualifizierte Ernährungsfachkräfte für Fitness- und Gesundheitsanlagen haben, zeigt der folgende Artikel. 118
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Foto: IVASHstudio – stock.adobe.com
Effektive Gewichtsreduktion dank optimaler Beratung
Im Eingangsgespräch können die Erfahrungen einer:eines Klient:in mit verschiedenen Ernährungsformen abgefragt werden. Wurden beispielsweise mit einer Low-Carb-Ernährung positive Erfahrungen gemacht, kann daran angeknüpft werden. Trifft aber das Gegenteil zu, ist es sinnvoll, eine andere geeignetere Ernährungsform auszuwählen. Eine ketogene Ernährungsweise ist zum Beispiel für vegetarisch und v. a. vegan lebende Personen schwieriger umzusetzen als für sogenannte Mischköstler:innen. Außerdem wird die Durchführung verschiedener Ernährungsformen aufgrund vorliegender Allergien, Abneigungen oder Unverträglichkeiten von Klient:innen erschwert. Eine Ernährungsform mit einem hohen Anteil an Milchprodukten ist z. B. für eine laktoseintolerante Person nicht sinnvoll. Das Gleiche gilt für eine:n Zöliakiepatient:in, für den:die eine Ernährungsform mit starker Weizenzufuhr nicht geeignet wäre.
Unterschiedliche Ernährungsformen Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen differenter Zielgruppen müssen die Vor- und Nachteile der einzelnen Ernährungsformen individuell abgewogen werden. Ist die zu betreuende Person, die Gewicht reduzieren möchte, sportlich aktiv, sollte die Proteinzufuhr gesteigert werden. Trainierende benötigen eine Proteinzufuhr von 1,2 bis 2,0 g/kg Körpergewicht (König et al., 2020). Sportlich Inaktive können schon mit einem geringeren Proteinanteil in der Ernährung Erfolge bei der Gewichtsreduktion erzielen. Trotzdem profitieren auch weniger Aktive von einer erhöhten Proteinzufuhr. Positive Effekte dieser Ernährungsform sind eine verstärkte Sättigungswirkung, eine Blutdrucksenkung, verbesserte Blutfettwerte oder auch eine Abschwächung des Muskelmasseverlusts im Alter (Stulnig, 2011). Ein diesen Ausführungen entgegengesetztes Beispiel sind nierenkranke Personen. Diese Zielgruppe muss ihre Proteinzufuhr stark reduzieren. Zufuhrmengen wie bei Sportler:innen wären auch bei Abnehmwilligen gegebenenfalls sogar gesundheitsschädigend.
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eutzutage gibt es unzählige Ernährungsformen. Viele sollen mit der Gewichtsreduktion auch gewissen Krankheiten, wie bspw. Bluthochdruck oder Diabetes mellitus Typ 2, vorbeugen können. Außerdem wird häufig versprochen, dass die Ernährungsformen leicht anzuwenden und daher für jede Person geeignet sind. Doch ist tatsächlich jede Strategie auch für jede:n sinnvoll?
Zielgruppenanpassung Die Ansprüche an eine Ernährungsberatung wachsen immer weiter, gleichzeitig gibt es eine sehr große Anzahl unterschiedlicher Ernährungsformen. Dies macht eine zielgruppenorientierte Anwendung essenziell. Daher ist ein ausführliches Eingangsgespräch inklusive Anamnese die Basis für eine erfolgsorientierte Ernährungsberatung. 02/22
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Von einer kohlenhydratbetonten Ernährung profitieren Sportler:innen mit einer hohen Belastungsintensität (Raschka & Ruf, 2012). Da Personen aus dem Bereich des Leistungssports einen deutlich höheren Energiebedarf haben, wird eine erhöhte Kohlenhydratzufuhr von 6 bis 10 g/kg Körpergewicht empfohlen. Dagegen wird ein:e Durchschnittsbürger:in ohne hohe sportliche Aktivität, aber mit dem Ziel der Gewichtsreduktion, dieses nur schwer mit einer solch hohen Zufuhr an Kohlenhydraten erreichen. Somit zeigt sich: Während eine kohlenhydrat- und proteinbetonte Ernährung vor allem für Sportler:innen sinnvoll ist, sollte sie bei weniger aktiven Personen mit dem Ziel der Gewichtsreduktion mit Vorsicht eingesetzt werden. Nicht selten profitieren diese Personen sogar von einer kohlenhydratreduzierten Ernährungsform (Mansoor, Vinknes, Veierød & Retterstøl, 2016). Neben den genannten existieren weitere häufig eingesetzte Ernährungsformen wie intermittierendes Fasten, die Paleo-Diät,
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNGSBERATUNG die „High Carb Low Fat“-Diät (HCLF) oder eine vegane bzw. vegetarische Ernährungsweise. Auch deren Besonderheiten müssen mit den Voraussetzungen der Anwendenden abgeglichen und individualisiert werden.
Anforderungen an die Ernährungsformen Um sie als qualitativ hochwertig einstufen zu können, müssen die Ernährungsformen verschiedene Anforderungen erfüllen. Beim exemplarischen Ziel der Gewichtsreduktion ist die Grundvoraussetzung eine negative Energiebilanz, sprich die Anwendenden nehmen weniger Energie zu sich, als sie verbrennen. Zusätzlich soll der Umfang der Energiereduktion moderat gewählt werden. Wenn die eigentliche Kalorienzufuhr unter 3.000 kcal pro Tag liegt, kann ein Defizit von bis zu 500 kcal täglich gewählt werden. Personen mit einem Energiebedarf über 3.000 kcal können das Defizit entsprechend erhöhen. Gleichzeitig muss eine Mindestenergiezufuhr von 1.200 kcal gewährleistet werden. Unterhalb dieser Energiemenge kann nicht mehr sichergestellt werden, dass alle essenziellen Nährstoffe (bspw. Proteine, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe) bedarfsdeckend zugeführt werden (Groeneveld & Rösch, 2010). Denn diese Bedarfsdeckung ist für die Qualität der Ernährungsform ebenfalls essenziell. Außerdem sollte während der Gewichtsreduktion der Erhalt der fettfreien Masse gewährleistet sein und somit dem Abbau von Muskelmasse entgegengewirkt werden. Gleichzeitig muss die gewählte Kost eine bestmögliche Sättigung bewirken und individuell in den Alltag integrierbar sein (z. B. Esszeiten, Mahlzeitenfrequenz und -größe, Zubereitung). Weitere Anforderungen stellen die Befriedigung von Bedürfnissen (psychische und soziale Aspekte), eine langfristige Anwendungsdauer, die Anpassung an den finanziellen Rahmen und die mögliche Vermeidung des Jo-Jo-Effektes dar. Der:die Kund:in sollte möglichst ein neues, förderliches Ernährungsverhalten erlernen und sich nicht nur stumpf an die Vorgaben halten. Erfüllt die jeweils gewählte Ernährungsform diese Anforderungen, so ist sie zur Gewichtsreduktion geeignet und muss anschließend, wie bereits erwähnt, an die jeweilige Zielperson oder -gruppe angepasst werden.
physisch als auch psychisch zu individuell, um nur eine Ernährungsform für alle anbieten zu können. Daher sollte im Betrieb eine qualifizierte Ernährungsfachkraft tätig sein. Sie ist in der Lage, die aus wissenschaftlicher Sicht richtige Ernährungsform für eine Zielgruppe oder spezifische Personengruppe auszuwählen. Somit kann eine individuelle Ernährungsberatung gewährleistet werden, durch die die Kund:innen ihre Ziele nachhaltig erreichen und langfristig zufrieden sind. Eine zufriedene Klientel sorgt für eine Steigerung des Umsatzes und für neue Kund:innen. Weiterhin kann die Ernährungsfachkraft, je nach Ausbildung, interdisziplinär arbeiten und noch die Bereiche Bewegung und Verhaltensmodifikation mit in die Ernährungsberatung einbeziehen und so das Dienstleistungsangebot des Betriebes erweitern.
Fazit Wer Kund:innen nachhaltig und effektiv bei der Gewichtsreduktion unterstützen möchte, sollte eine Ernährungsform wählen, die zu den Bedürfnissen der Kund:innen passt. Um als Fitness- und Gesundheitsanlage bei den vielen verschiedenen Ernährungsformen, Diäten und Trends einen Überblick zu behalten, ist die Zusammenarbeit mit einer qualifizierten Ernährungsfachkraft essenziell. Sie sorgt für eine qualitativ hochwertige Ernährungsberatung, die einerseits zufriedene Kund:innen und andererseits eine Umsatzsteigerung mit sich bringt.
Bedeutung von Ernährungsberater:innen
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Niklas Schwarz, B. A. Ernährungsberatung, ist als Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie als Referent an der BSA-Akademie im Fachbereich Ernährung tätig. Praktische Erfahrung sammelte er mehrere Jahre als Fitnesstrainer und Ernährungscoach in der Betreuung von Sportler:innen sowie übergewichtigen Personen. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste König, D., Carlsohn, A., Braun, H., Großhauser, M., Lampen, A., Mosler, S. et al. (2020). Proteinzufuhr im Sport. Position der Arbeitsgruppe Sporternährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Ernährungs Umschau, 67 (7), 132–139. Raschka, C. & Ruf, S. (2012). Sport und Ernährung. Wissenschaftlich basierte Empfehlungen und Ernährungspläne für die Praxis (1. Aufl.). Stuttgart: Thieme Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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Foto: DHfPG/BSA
Für Unternehmen, die Ernährungsberatung anbieten, ist es aufgrund der oben genannten Punkte sinnvoll, sich nicht auf eine feste Ernährungsform festzulegen. Menschen sind sowohl
Niklas Schwarz
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Aufgrund der hohen Anzahl an Ernährungsformen sollten Ernährungsberater:innen hinsichtlich der Trends immer auf dem neuesten Stand sein und Effekte wissenschaftlich fundiert beurteilen können. Deshalb ist die Betreuung durch eine Fachkraft wichtig, da es zu diesen neuen Trends oftmals noch keine langfristigen Erfahrungsberichte gibt. Gleiches gilt für altbekannte Ernährungsformen. Auch diese sollten stets mit aktueller Literatur wissenschaftlich bewertet werden können. Auch eine ständige Auffrischung des eigenen Kenntnisstandes ist dabei von besonderer Bedeutung. Die Betreuung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft (z. B. Diätassistent:innen, B. A. Ernährungsberatung oder Oecotropholog:innen) ist wichtig, um eine Beratung auf einem qualitativen und wissenschaftlich hohen Niveau zu gewährleisten und somit eine nachhaltige Kund:innenbindung zu schaffen.
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE
Tools und Erfolgsstrategien für mehr Resilienz
Widerstandsfähiger dank Coaching Text: Heike Hofmann und Prof. Dr. Julia Krampitz
Mit Beginn der Coronavirus-Pandemie wurden starke Veränderungen des sozialen Alltagsverhaltens ausgelöst. Negative Folgen für die Wirtschaft und ihre Akteur:innen kamen hinzu. Wie kann die Zeit als Antreiberin von nachhaltigen und modernen Veränderungen genutzt werden? Wie kann man es schaffen, die getrübten Gefühle in positive Energie des sinnhaften Wirkens zu verwandeln?
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eit etwa zwei Jahren hält die Corona-Krise die Welt in Atem. Negative Schlagzeilen, Existenzängste, Sorgen, Stress und Einsamkeit prägen den Alltag vieler Menschen. Als Folge sind u. a. vermehrt Unsicherheit und Angst in der Gesellschaft wahrnehmbar. Diese Gefühle begründen
sich nicht nur in den eventuell auftretenden gesundheitlichen Problemen, sondern auch in der möglichen Veränderung der finanziellen Situation oder auch in den psychologischen Folgen der sozialen Isolation. Psycholog:innen rechnen daher damit, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen, wie
Foto: think4photop – stock.adobe.com
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Depressionen oder Angststörungen, und auch die Suizidrate in der nächsten Zeit deutlich ansteigen wird (Roth & Ryba, 2021). Dennoch gibt es auch Menschen, die der Krise anders begegnen. Obwohl sie ebenfalls stark davon betroffen sind, schaffen sie es dennoch, erfolgreich mit der Situation umzugehen. In der Psychologie wird diese Fähigkeit als „Resilienz“ bezeichnet. Die Personen entwickeln sich also trotz gravierender Belastungen oder widriger Lebensumstände psychisch gesund. Resilienz ist eine Art psychische Widerstandsfähigkeit, man spricht auch vom „Immunsystem der Seele“. Dabei ist die Resilienz kein festes Persönlichkeitsmerkmal, sondern sie entwickelt sich vielmehr im Laufe des Lebens durch die Auseinandersetzung mit Stress und Krisen (Roth & Ryba, 2021).
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Schutzfaktoren Die Resilienzforschung befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Ausgehend von einem neuen Verständnis von Resilienz als dynamischer und veränderbarer Prozess wurde u. a. der Identifizierung von Resilienzmechanismen größere Beachtung geschenkt. Auch wenn bislang keine allgemeingültige Definition vorliegt, existiert ein wissenschaftlicher Konsens über zwei grundlegende Elemente des Konzeptes: 1. Resilienz erfordert das Vorliegen eines bedeutsamen Stressors und 2. Resilienz besteht in der erfolgreichen Bewältigung dieses Stressors. Bislang wurden zahlreiche potenzielle Resilienzfaktoren untersucht. Es wird angenommen, dass sowohl interne (z. B. Bewältigungsstile, kognitive Fähigkeiten, [Epi-]Genetik) als auch externe Ressourcen (z. B. sozioökonomischer Status, soziale Unterstützung) Resilienz begünstigen. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass viele der Faktoren miteinander verknüpft sind oder interagieren (Heller, 2013). Doch welche konkreten Faktoren machen resiliente Menschen aus? Optimismus, Akzeptanz und Lösungsorientierung stehen heute im Fokus der Forschung. Manche Autor:innen benennen Selbstwirksamkeit und das Vorhandensein stabiler und guter sozialer Netzwerke als grundlegende Elemente. Tatsächlich lassen sich aus zahlreichen empirischen Studien und Veröffentlichungen (Bengel & Lyssenko, 2012, 44–46) folgende Schutzfaktoren ableiten: Interne Schutzfaktoren sind Optimismus, Empathie, Emotionssteuerung, Selbstwirksamkeitsüberzeugung und Kontrollüberzeugung. Externe Schutzfaktoren sind der Aufbau sozialer Netze, Beziehungen am Arbeitsplatz und Unterstützung durch professionelle Angebote.
Schutzfaktoren zur Entwicklung von Resilienz (Welter-Enderlin, 2010) • Positive Lebensmodelle (Vorbilder) • Entwicklung von guten Beziehungen zu Vertrauenspersonen • Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit • Beziehungen, die auf Gegenseitigkeit beruhen • Glaube an die eigene Kraft, der es ermöglicht, Schwierigkeiten anzugehen • Überwindung der Tendenz, sich als Opfer zu fühlen • Entwurf realistischer Ziele im Rahmen einer Langzeitperspektive • Mit Mut auf belastende Situationen reagieren • Perspektivenwechsel
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Das Konstrukt der sozialen Unterstützung wurde von allen Schutzfaktoren am häufigsten untersucht. Hierzu zählen neben guten und stabilen 02/22
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Die Relevanz der sozialen Unterstützung
FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE privaten Kontakten auch professionelle Angebote, wie z. B. eine Beratung oder ein Coaching. Tatsächlich hat sich Resilienz als Konzept nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch bereits im Coaching etabliert. Auch wenn die Wirksamkeitsforschung in diesem Bereich noch am Anfang steht, gibt es schon zahlreiche Forschungsentwicklungen, die in eine Richtung gehen und zeigen: Es ist zielführender, sein Augenmerk auf das Gesunde im Menschen zu richten, statt auf das Kranke (Salutogenese). Auch im Erwachsenenalter kann der Mensch fast alles erlernen und sogar manche Gene beeinflussen (Neuroplastizität und Epigenetik). Letzteres passiert in aller Regel aber unbewusst bzw. unwillentlich und oftmals willkürlich. Der Schriftsteller Max Frisch (1911-1991) sagte einst: „Eine Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Die Aussage von Max Frisch untermauert die Tatsache, dass es insbesondere in Krisenzeiten von Vorteil ist, den Blick auf die eigenen Ressourcen zu richten, mehr von dem zu tun, was bereits gelungen ist und die bestehenden Herausforderungen als Chance statt als Gefahr zu betrachten (Wenzel, Jaschke & Engelhardt, 2020, S. 1–2). Genau hier kann ein Coaching ansetzen und ebendiese Bestrebungen unterstützen. So bietet Coaching im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe u. a. die Möglichkeit, individuelle Ressourcen zu erkennen und zu stärken.
Durch folgende Selbstcoaching-Übungen können wesentliche Faktoren zur Herausbildung von Resilienz, wie u. a. Optimismus und Emotionssteuerung, gestärkt werden:
„Der positive Blick in den Tag“ Nehmen Sie sich jeden Morgen ein paar Minuten Zeit für folgende Fragen: • Worauf freue ich mich heute? • Was kann ich dafür tun, dass das freudige Ereignis eintreten wird?
„Energie tanken am Abend“ Nehmen Sie sich am Abend bewusst ein paar Minuten Zeit. Lassen Sie Ihren Tag Revue passieren und finden Sie dabei Antworten auf folgende Fragen: • In welcher Situation habe ich heute ein angenehmes Gefühl verspürt? • Wie benenne ich dieses Gefühl? • Welche Körperhaltung hatte ich dabei? • Was verbinde ich mit diesem Gefühl (z. B. Geruch, Geschmack, Bild, Verhalten)? Schreiben Sie sich jeden Abend drei Dinge auf, die an diesem Tag positiv waren.
Die Frage nach dem Sinn
Fazit
Einen zentralen Platz nimmt dabei auch das Thema Sinnhaftigkeit ein. Ein Coaching kann zur Reflexion anregen, um das einer jeden Situation innewohnende Sinnhafte zu erkennen. In einer Krisen- und Belastungssituation etwas Sinnvolles zu tun oder eben etwas sinnvoll zu unterlassen, versteht man „als die Fähigkeit, den einmaligen und einzigartigen Sinn, der in jeder Situation verborgen ist, aufzuspüren“ (Frankl, 2009). Hierbei geht es folglich zum einen um das Bewusstsein für die aktuelle Situation und das Anerkennen dessen, was gerade ist, und zum anderen um das Aufspüren der eigenen Möglichkeiten und die Initiierung von Veränderungen. Genau diese Fähigkeit stellt eine Art Resilienzstruktur dar, durch die Menschen flexibel und konstruktiv mit Situationen umgehen können, die sich durch Diffusität und Unberechenbarkeit auszeichnen. Im Coaching helfen hier sinnzentrierte Fragen, wie z. B.: • Wollen und können Sie die Handlungen oder Entscheidungen, die Sie im Begriff sind vorzunehmen bzw. zu treffen, auch verantworten? • Wer wollen Sie sein? • Auf welche Sache wären Sie stolz, wenn Sie diese verwirklichen würden? • Was können Sie selbst dazu beitragen? • Was müssten Sie an ihrer aktuellen Situation ändern, damit es besser wird?
Resilienz ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe des Lebens von uns erworben. Dieser Erwerb erfolgt im Interaktionsprozess zwischen dem Individuum und seiner Umwelt. Resilienz ist ein dynamischer Anpassungsund Entwicklungsprozess. Durch die Anwendung von (Selbst-)Coaching verliert eine Belastungssituation wie die Corona-Krise zwar nicht gänzlich ihren Schrecken. Sie kann aber durchaus als Chance betrachtet werden, um ebendiese psychische Widerstandsfähigkeit weiterzuentwickeln, resilienter zu werden und letztlich daran zu wachsen. Denn ähnlich wie bei einem Muskel, der sich aufbaut und stärker wird, wenn er Widerstände zu überwinden hat, kann auch die Psyche eines Menschen widerstandsfähiger werden, wenn Krisen durchlebt und bewältigt werden müssen.
Zur Erweiterung des eigenen Verhaltensrepertoires sowie zur Stärkung der Resilienz ist neben der professionellen Unterstützung durch eine:n externe:n Coach:in auch der Einsatz von Selbstcoaching-Tools sinnvoll. Diese können zur Selbstrefle-
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xion anregen oder eigenaktive Veränderungen anstoßen und beispielsweise im Rahmen eines Coachinggesprächs empfohlen werden.
Impulse für den Aufbau von Resilienz: • Akzeptanz gegenüber Unveränderbarem entwickeln • Bedürfnisse kennen, artikulieren und erfüllen • Verantwortung klären und kommunizieren • Atmung bewusst zur Emotionsregulation nutzen • Pausen planen, nehmen und einhalten • Dankbarkeit „praktizieren“ • Stolz als authentische Emotion erleben und bewusst machen • Sicherheit und Entspannung als Blankoressourcen spüren und z. B. in der Meditation kultivieren
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Fotos: DHfPG/BSA
Heike Hofmann
Prof. Dr. Julia Krampitz
Heike Hofmann, Diplom-Psychologin, ist als Dozentin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Referentin für die BSA-Akademie tätig. Darüber hinaus fungiert sie als Fachautorin und stellt mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich Coaching ihre Expertise in der psychosozialen Beratung unter Beweis.
Prof. Dr. Julia Krampitz, Doctor of Public Health und M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist als Dozentin, Autorin und Tutorin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Referentin für die BSA-Akademie tätig. Sie fungiert außerdem als Fachautorin und gefragte Expertin in den Medien.
www.dhfpg-bsa.de
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Auszug aus der Literaturliste Heller, J. (2013). Resilienz. München: Gräfe und Unzer. Roth, G. & Ryba, A. (2021): Coaching, Beratung und Gehirn: Neurobiologische Grundlagen wirksamer Veränderungskonzepte. Stuttgart: Klett-Cotta. Wenzel, J., Jaschke, S. & Engelhardt, E. (2020). Digitale Beratung in der Krise – Corona fördert Telefon- und Videointerventionen. FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung, 2, 6–9. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK
„JEDE ZEIT WILL EIGENE ANTWORTEN“ – Willy Brandt –
Vor 40 Jahren präsentierte Harry Valérien in der Sendung „das aktuelle Sportstudio" des ZDF in Mainz erstmals ein Fitnessstudio mit trainierenden Frauen und Männern
Text und Fotos: Albert Busek
Diese Zeilen schreibe ich wenige Wochen vor dem Tag, an dem Joe Gold 100 Jahre alt geworden wäre (10. März) und wenige Wochen, nachdem in München das „Gold’s Gym Munich“ eröffnet wurde (13. Januar). Persönlich erlebe ich diese Duplizität von Ereignissen wie in einer Zeitmaschine. Sogar die Anfänge erscheinen mir heute, als hätte ich sie gerade eben erst erlebt.
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ch starte 1965. Ein Jahr zuvor hatte ich mein Hobby als Studioleiter, Redakteur und Fotograf zum Beruf gemacht. Ich tauchte ein in die spannende Bodybuilding- und Fitnesswelt. Schnell waren wir im „Universum-Sportstudio“ in München ein verschworener Haufen „Verrückter“, wie uns die Außenwelt meistens bezeichnete – und das war noch freundlich! Die Geräteausstattung war spartanisch und Hanteln unser wichtigstes Werkzeug. In den USA war man schon viel weiter und ich war total davon überzeugt, dass diese Entwicklung zeitversetzt auch bei uns eintreten würde. Allerdings dauerte es viel länger als erhofft. Die Nachricht von der Eröffnung des „Gold’s Gym“ in Kalifornien motivierte mich sehr. Doch nicht einmal der größte Optimist hätte damals ahnen können, dass dies der Beginn einer weltumspannenden Ära sein würde. Rückblickend war es die Geburtsstunde der modernen Fitnessbranche. Joe Golds Leidenschaft und handwerkliches Geschick waren die Triebkraft und die dort trainierenden Athlet:innen schufen einen Mythos, allen voran der 1968 nach Kalifornien ausgewanderte Arnold Schwarzenegger.
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Peng – ich überfliege die Siebzigerjahre Anfang des Jahrzehnts startete der damalige Deutsche Sportbund (DSB) erfolgreich die Trimm-Dich-Kampagne und 1972 profitierte der Breitensport von den Olympischen Spielen in München – mit Ausnahme des Bodybuildings. Diese Form des isolierten Muskeltrainings wurde tabuisiert und ich war immer wieder aufs Neue konsterniert. Schon damals konnte ich nicht verstehen, wie man die partielle Körperbildung, sprich Bodybuilding, als etwas Negatives, sogar Abstoßendes wahrnehmen konnte.
Muskeln als „Wunder der Schöpfung“ Seit meinem ersten Hanteltraining 1959 war ich unumstößlich von der Wirksamkeit und den sich für alle Menschen bietenden Möglichkeiten dieser Trainingsform überzeugt. Doch nicht nur die Medien, auch die überwältigende Mehrheit der Trainer, Ärzte und Wissenschaftler – damals fast ausschließlich „Männerberufe“ – lehnte das Training mit Gewichten ab, egal ob Hanteln oder Gerät. Begründung: Man würde dadurch steif, langsamer, unflexibel und fitness MANAGEMENT international
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verletzungsanfälliger. Dabei hatte Bob Hayes mit seiner ausgeprägten Muskulatur bereits 1964 während der Olympischen Spiele in Tokio durch seinen grandiosen Sieg im 100-MeterFinale aller Welt das Gegenteil bewiesen. Ich freute mich damals vor dem Fernseher wie ein Kind an Weihnachten. Trotzdem blieb Muskeltraining bis Ende der Siebzigerjahre weitgehend ein „Tabu“. Obwohl unsere sehr junge Branche sich vielseitig bemühte, erhöhte sich die Anzahl der Fitnessstudios nur langsam und verharrte zunächst als eine Art „Subkultur der Subkultur“. Der Dokumentarfilm „Pumping Iron“ brachte 1977 Bodybuilding dann mit einem Schlag weltweit auf ein völlig neues Niveau. Muskeln „machten Schlagzeilen“ und Millionen Menschen auf allen Kontinenten wurde bewusst, dass man diese in unserer technisierten Welt auch trainieren kann und muss!
Peng – endlich die glorreichen Achtzigerjahre Zwei Personen waren maßgeblich für den raketenartigen Aufstieg verantwortlich, den die Fitnessstudios in den Achtzigerjahren auch in Deutschland erlebten: Arnold Schwarzenegger und Jane Fonda. Beide erreichten mit ihrem jeweiligen Markenkern „Muskeln“ respektive „Aerobic“ durch geniales Marketing weltweite Popularität. Das Interesse der Medien und der Öffentlichkeit wuchs kontinuierlich. Im Oktober 1982 durfte ich Teil einer besonderen Premiere sein. Der legendäre Harry Valérien baute im „aktuellen Sportstudio“ des ZDF erstmals ein Fitnessstudio im TV auf – ein Meilenstein. Mein Anfang 1983 eröffnetes Busek-Sportcenter in München erlebte eine wahre „Besucherflut“, da Arnold bei der Eröffnung anwesend war. Mit „Conan, der Barbar“ hatte er kurz zuvor den Durchbruch in Hollywood geschafft. Inzwischen bekannten sich hierzulande immer mehr Prominente zum Muskeltraining und steigerten die Popularität der Branche. Durch meine vielseitige und exponierte Tätigkeit in der Bodybuilding- und Fitnessbranche wurde ich häufig zu Talkshows im Radio und TV eingeladen, wo ich Vorurteile abzubauen und Überzeugungsarbeit zu leisten versuchte. Die Vorbehalte waren immer noch groß. Nur wenige Profisportler:innen machten Gewichtstraining. Bei den meisten Fußballprofis war in Bezug auf Muskelentwicklung von Beinen und Oberkörper eine große Diskrepanz zu erkennen. Schon damals arbeitete ich mit Ärzten und Kliniken zusammen und betreute viele Leistungssportler:innen, speziell nach Verletzungen. Heute ist es kaum vorstellbar, aber damals gab es selbst beim FC Bayern München keinen speziellen Kraftraum. Die Zeiten haben sich gewaltig geändert und die Körper der heutigen Profispieler:innen auch. Hollywood trug in dieser Dekade entscheidend dazu bei, dass sich die Zahl der Fitnessstudios jährlich signifikant erhöhte. Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und viele andere muskulöse Darsteller drehten einen Film nach dem anderen und machten damit indirekt Werbung für die Studios. Im Juni 1984 machte Sportreporter Manfred Vorderwülbecke im Bayerischen Fernsehen in der populären Livesendung „Sport-Stammtisch“ (Vorläufer des heutigen „Blickpunkt Sport“) Bodybuilding zum Thema. Neben Prof. Dr. Friedhelm Beuker vom Sportinstitut 02/22
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der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde auch ich eingeladen. Da ein Athlet als meine Begleitung gewünscht war, entschied ich mich für Ralf Möller, dem Gesamtsieger der Deutschen Meisterschaft 1983. Zu meiner und wohl auch zur Überraschung des Moderators ergab sich bezüglich der grundsätzlichen Auffassung von gezieltem Muskeltraining zwischen Professor Beuker und mir weitgehende Übereinstimmung. Dies war ein weiterer Meilenstein der fachlichen Anerkennung von Bodybuilding und der Beginn einer Freundschaft mit dem „Professore“ bis zu seinem Tod 2012. Inzwischen waren meine jahrelangen Bemühungen zur Gründung einer eigenen Ausbildungsinstitution erfolgreich und seit 1983 mit der BSA-Akademie am Start. Das Schicksal wollte, dass Arnold Schwarzenegger beim ersten Lehrgang „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ in München dabei war. In Hamburg setzten Refit Kamberovic und Birgit Schwarze 1984 mit der Gründung eines Arbeitgeberverbandes, damals unter dem Titel Deutscher Sportstudio Verband e. V. (DSSV), einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der Fitness- und Gesundheitsbranche in Deutschland. Ein Bonmot zum Thema Kraft: Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Boris Becker saßen nach dessen erstem Sieg in Wimbledon 1985 zum Interview im „aktuellen Sportstudio“ des ZDF nebeneinander. Es ging u. a. um Training und Vorbereitung. Boris sagte, er mache alles mit Technik, worauf ihn der Bundespräsident am Arm antippte und sagte: „Na, ein bisschen Kraft werden Sie schon brauchen...“.
Peng – die letzte Dekade des 20. Jahrhunderts Die Neunzigerjahre waren eine Zeit der Konsolidierung und der Vorbereitung auf eine neue Ära, die man sich zu Beginn
Harry Valérien im Interview mit Albert Busek
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK
In der Livesendung „Sport-Stammtisch“ des Bayerischen Fernsehens ging es im Juni 1984 um das Thema Bodybuilding und Sportstudios. Teilnehmer neben Moderator Manfred Vorderwülbecke waren Prof. Dr. Friedhelm Beuker, Albert Busek und Ralf Möller
des dritten Jahrtausends noch nicht vorstellen konnte. Auch der DSB beschäftigte sich nun intensiver mit den „kommerziellen Sportanbietern“, wie er die Fitnessstudios bezeichnete. Indirekt wurde damit insinuiert, dass es den Studios vorrangig um Geld ginge. Dass sie aber hohe Steuern zahlten und einen gewaltigen Teil zur Verbesserung der Volksgesundheit beitrugen, wurde nie erwähnt. Mit den Vereinen selbst hatten die Studios keinerlei Probleme.
dem kurz zuvor verstorbenen Willy Brandt: „Unsere Zeit steckt, wie kaum eine andere zuvor, voller Möglichkeiten – zum Guten und zum Bösen. Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“
Bereits 1984 sagte mir der damalige DSB-Präsident Willi Weyer auf einem Ärztekongress in der Rhön als Abschluss nach einer Diskussion zum Thema Sportstudios: „Herr Busek, amerikanische Verhältnisse werden wir sicher nicht bekommen, da unsere Vereine jetzt flächendeckend Fitnessabteilungen einrichten werden.“ Meine Skepsis erwies sich in den Folgejahren als berechtigt. Zwischenzeitlich hatte ich Kontakt mit dem DSB-Generalsekretär Karlheinz Gieseler und mit dem DSB-Breitensport-Beauftragten Prof. Dr. Jürgen Palm, den ich als Gastautor für die „Sportrevue“ gewinnen konnte. Prof. Palm hatte kurz nach Eröffnung mein Sportcenter besucht und war vom Gesamtangebot sehr beeindruckt. Beim „Bundestag“ des DSB 1992 sollten mit einer offenen Diskussion die Weichen neu gestellt werden. Zu dieser Großveranstaltung in Berlin gab es viele Referate und Arbeitskreise. Zur ersten Podiumsdiskussion, Thema „Angebotsentwicklung im Spannungsfeld zwischen Sportvereinen und anderen Anbietern“, wurde ich eingeladen. Die weiteren Teilnehmenden kamen vom DSB-Präsidium, einem Landessportbund, einem Verein und einer Kommune. Die Leitung hatte Prof. Palm. Nach den Einzelreferaten wurden in der Diskussion die unterschiedlichen Auffassungen ebenso deutlich wie der Wille zum Konsens und zur gemeinsamen großen Anstrengung.
Die Entwicklung der Fitness- und Gesundheitsbranche in den ersten neunzehn Jahren des 21. Jahrhunderts in Deutschland gehört zu den herausragenden Erfolgsgeschichten, auf die alle, die dort arbeiten, stolz sein können. Im Kontext der unzähligen neuen Ideen und der kontinuierlichen Diversifikation des Angebots war eine Entwicklung für mich einzigartig: Nach fast 20 Jahren höchst erfolgreicher Arbeit der BSA-Akademie erwuchs aus dieser „Ausbildungswurzel“ zunächst die BSA-Private Berufsakademie und daraus schließlich die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
In Erinnerung an diesen 27. November 1992, an die gesamten Neunzigerjahre und als Appell für die Zukunft möchte ich das Zitat wiederholen, das uns Johannes Eulering, Staatssekretär im NRW-Kultusministerium, vor 30 Jahren mit auf den Weg gab. Es stammt von
Aber nein, wir werden nie aufgeben, denn die Fitness- und Gesundheitsbranche ist wertvoller und notwendiger für die Volksgesundheit denn je. Zu allen Zeiten seines Lebens seit Teenagertagen gilt für Arnold Schwarzenegger der Leitsatz: „It’s just the beginning“! Schließen wir uns dieser unerschütterlichen Zuversicht einfach an.
Albert Busek Experte für Bodybuilding und Fitness
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Peng – das neue Jahrtausend ist schon in den Zwanzigerjahren
Die Zahlen der gesamten Branche vor der Pandemie (2019) sprechen für sich: fast 10.000 Studios, über elf Millionen Mitglieder, über fünf Milliarden Euro Umsatz. Selbst die Profifußballer:innen nutzen die heute bestens ausgestatteten „Kraftkammern“ in ihren Clubs offensichtlich mit größter Freude, wie Ronaldo schon sehr früh in seiner Karriere gern auch zeigte!
Die Zäsur und der Ausblick Ja, die für unvorstellbar gehaltene Pandemie hat der gesamten Welt – in unserem Land vor allem auch durch unzählige Fehleinschätzungen der Verantwortlichen – sehr, sehr viel abverlangt und Verluste gebracht. Es gab viele tragische Einzelschicksale.
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | NEUES AUS DER WISSENSCHAFT
Innovatives Training für die Studiopraxis
Neurotraining gegen Computer-Vision-Syndrom Personen, die hauptsächlich Bildschirmarbeit verrichten, haben häufig Kopf- und Nackenbeschwerden sowie ermüdungsbedingte Beeinträchtigungen der Augen. Ob sich ein Training durch die gezielte Kräftigung und Entspannung der Augenmuskulatur positiv auf diese Beschwerden auswirkt, wurde in einer Bachelor-Thesis der DHfPG untersucht.
Aufgrund der Corona-Pandemie wuchs zudem der Anteil der Arbeitszeit, die im Homeoffice verbracht wird, deutlich. Dadurch stieg vermutlich nicht nur die Bildschirmarbeitszeit im Allgemeinen, sondern die tägliche Bewegung verringerte sich gleichzeitig deutlich – das gaben in einer forsa-Studie der DAK 44 Prozent der befragten Personen an (2021) . Bereits bekannt ist allerdings, dass Bildschirmarbeit kurz- und langfristig zu gesundheitlichen Beschwerden im Bereich der Augen sowie im Nacken- und Schulterbereich führen kann (DGUV, 2015). Darüber hinaus kann es durch Computerarbeit
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zu Sehbeschwerden kommen, was als Computer-Vision-Syndrom (CVS) bezeichnet wird (Rosenfield, 2016, S. 1). Um diesen Symptomen entgegenzuwirken, können Betroffene neben dem Besuch bei Augenärzt:innen oder Optiker:innen auch ein ergänzendes Augentraining absolvieren, da hierdurch die Sehfähigkeit selbst verbessert werden kann (American Optometric Association, 2007; Angart, 2018, S. 21). Ein solches Augentraining besteht aus verschiedenen Übungen, die aus dem Bereich des Neurotrainings stammen, und soll zur gezielten Verbesserung des Sehvermögens beitragen. Unterteilt wird das Training der Augen in vier Komponenten, die alle gleichermaßen trainiert werden müssen, um das Sehvermögen ganzheitlich zu verbessern und dadurch auch Beschwerden zu reduzieren. fitness MANAGEMENT international
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Grafiken/Foto: Good Studio, svtdesign – stock.adobe.com | Frau Malke
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aut Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiteten bereits im Jahr 2015 ungefähr zwei Drittel aller Beschäftigten zwischen 25 und 54 Jahren vor einem Computerbildschirm (Jaschinski & König, 2015, S. 3).
DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft
Methodik Das Ziel der Untersuchung war, herauszufinden, ob Augentraining und Augenentspannung bei Personen mit sitzender beruflicher Tätigkeit am Computerbildschirm positive Effekte auf Kopf- und Nackenschmerzen sowie auf das CVS haben. Hierzu wurden dreißig Proband:innen mit CVS rekrutiert und anschließend je 15 der Kontroll- (KG) und der Interventionsgruppe (IG) randomisiert zugewiesen, wobei eine homogene Geschlechterverteilung berücksichtigt wurde. Beide Gruppen wurden vor Beginn und nach Ende der zehnwöchigen Interventionsphase getestet, um den Status quo des CVS sowie der Kopf- und Nackenschmerzen im Kontext der Büroarbeit zu erfassen. Diese Testungen waren für beide Gruppen identisch und basierten auf standardisierten Fragebögen. Der CVS-Fragebogen (Segui, Cabrero-García, Crespo, Verdú & Ronda, 2015) ermöglichte die Erfassung von Häufigkeit und Intensität der verschiedenen Symptome, wozu u. a. auch Kopfschmerzen zählen. Der Neck Disability Index (Jorritsma, Dijkstra, Vries, Geertzen & Reneman, 2012) lieferte Informationen zu Auftreten, Intensität und Dauer der Nackenbeeinträchtigungen. Im Gegensatz zur KG nahm die IG zwischen den beiden Testungen an einem zehnwöchigen Augentraining teil. Zu den trainierten Komponenten zählten die Augenbewegung (z. B. Konvergenz und Divergenz), die Sehschärfe bei Betrachtung statischer und bewegter Objekte in Nah- und Fernsicht, die Tiefenwahrnehmung sowie die periphere Wahrnehmung. Darüber hinaus wurde die Entspannung der Augenmuskulatur ebenfalls mithilfe verschiedener Übungen trainiert und zudem als „Reset“ zwischen den anderen Übungen angewendet. Dieses standardisierte Augentraining wurde einmal wöchentlich unter qualifizierter Aufsicht im Rahmen einer Kurseinheit absolviert. Zusätzlich sollten die Übungen selbstständig an vier bis sechs Tagen pro Woche für maximal 10 bis 15 Minuten zu Hause durchgeführt werden. Acht Teilnehmende brachen die Untersuchung aus diversen Gründen ab, davon vier aus der KG und vier aus der IG. Somit konnten am Ende der Untersuchung die vollständigen Daten von 22 Teilnehmenden mittels inferenzstatistischer Analyse ausgewertet werden.
Ergebnisse Bei der Analyse der Ergebnisse von Pre- und Posttest im Rahmen des CVS-Fragebogens konnte in der IG eine signifikante Verbesserung in den Kategorien „Juckreiz im Auge“, „Fremdkörpergefühl“, „Tränen“, „Augenröte“, „Augenschmerz“, „Trockene Augen“, „Verschwommene Sicht“, „Schwierigkeiten, nah zu fokussieren“, „Erhöhte Lichtsensibilität“, „Gefühl, dass die Sicht schlechter wird“ und „Kopfschmerzen“ beobachtet werden. In der KG wurden keine positiven Effekte festgestellt.
fahren“, „Schlafen“ und „Freizeitaktivitäten“ beobachtet. Auch hier konnten in der Kontrollgruppe keine positiven Veränderungen festgestellt werden. Auf Basis der dargestellten Ergebnisse kann folglich angenommen werden, dass ein zehnwöchiges Augentraining zu einer signifikanten Verbesserung der Kopfschmerzen, der Nackenbeeinträchtigungen und des CVS führt. Ob Augentraining auch bei Personen zu Verbesserungen führt, deren Symptome nicht durch das CVS, sondern beispielsweise durch orthopädische Ursachen hervorgerufen werden, kann hierdurch jedoch noch nicht abschließend beantwortet werden. Um sicherzustellen, dass die potenziellen Ursachen für Kopf-, Nacken- und Augenbeschwerden umfassend angesprochen werden, empfiehlt sich eine Kombination aus Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining mit ergänzenden Inhalten des Neurotrainings, wie beispielsweise dem in dieser Abschlussarbeit untersuchten Augentraining.
Fazit Mittlerweile verbringen sehr viele Menschen den Großteil ihrer Arbeitszeit vor dem Computerbildschirm, wodurch diese Personen häufig Probleme mit Kopfschmerzen, Nackenbeeinträchtigungen und den Augen haben. Neben den bereits als wirksam belegten Trainingsformen Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining stellt das Neurotraining, insbesondere in Form eines Augentrainings, eine effektive Maßnahme zur Linderung der Beeinträchtigungen bei CVS dar. In Sport-, Fitness- und Gesundheitsanlagen stellt Neurotraining somit eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Trainingsangeboten dar, um betroffenen Personen möglichst effektiv und umfassend zu helfen. Darüber hinaus gelten Anbieter:innen, die über ein derart breites Spektrum an Lösungsstrategien für gesundheitliche Beschwerden von Personen an Bildschirmarbeitsplätzen verfügen, mit ihren personellen, materiellen und räumlichen Voraussetzungen als ideale Kooperationspartner:innen für alle Unternehmen, die effektiv zur Gesunderhaltung ihrer Mitarbeitenden beitragen möchten.
Janina Malke Alter: 28 Duales Studium: Corpora Fitness GmbH & Co. KG/ World of Fitness Abschluss: B. A. Gesundheitsmanagement Aktuelle Tätigkeit: Leitung Kursbereich & Qualitätsleitung World of Fitness Würselen
Die Ergebnisse des Neck Disability Index der IG belegte eine signifikante Verbesserung der Mittelwerte in 70 Prozent der Kategorien von Pre- zu Posttest. Die größten Effekte wurden bei „Lesen“, „Kopfschmerzen“, „Konzentration“, „Arbeit“, „Auto02/22
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PERSONENPORTRÄT
Mit Wille und Passion zum Erfolg
Bachelor-Absolvent der DHfPG durchgestartet Text: Felix Laufer und Carolin Schmidt
René Hentschke hat mit dem Bachelor of Arts Fitnessökonomie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) seinen Ehrgeiz und seine Leidenschaft geweckt und ist heute im Bereich Marketing erfolgreich.
W
ährend seines Auslandsjahres in Neuseeland und Australien fand René Hentschke heraus, in welche Richtung es beruflich für ihn gehen sollte: Er wollte Sport studieren, aber mit Praxisbezug!
Die Kombination aus Studieren und Arbeiten überzeugte
anstaltungen gemeinsam mit praxiserfahrenen Dozent:innen und gab dann mein Wissen direkt an die Kund:innen auf der Trainingsfläche weiter.“
Bachelor-Abschluss als Startschuss für die Karriere
„Durch einen Freund, selbst Bachelor-Absolvent der DHfPG, wurde ich auf den interdisziplinären dualen Studiengang B. A. Fitnessökonomie aufmerksam. Die Kombination aus Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen plus betriebliche Tätigkeit war genau das Richtige für mich. Auch die Studienmodule in Bereichen wie Trainings- oder Wirtschaftswissenschaft haben mich direkt begeistert.“
Kurz vor seinem Bachelor-Abschluss wurde René Hentschke zum Betriebsleiter befördert. Er übernahm die Mitarbeiter:innenschulung und -führung, optimierte die Prozesse im Studio und konzipierte Marketingkampagnen. „In den Studienmodulen Marketing I und II habe ich sehr viel über die Umsetzung von Kampagnen gelernt. So steigerte sich der Erfolg des Unternehmens und meine Leidenschaft für den Bereich Marketing.“
Studiengang weckte Ehrgeiz und Leidenschaft
Traum von eigener Marketingagentur erfüllt
Mit der Zusage des Ausbildungsbetriebs war das Ziel klar: Jahrgangsbester werden. René Hentschke blühte im Studium auf und „verschlang“ einige der Studienbriefe zum selbstständigen Lernen während des Fernstudiums gleich mehrfach. „Auch in meinem Ausbildungsbetrieb eignete ich mir immer mehr Kompetenzen an, z. B. richtiger Umgang mit Kund:innen, korrekter Ablauf eines Einführungstrainings, Betreuung bei spezifischen Krankheitsbildern.“
Nach ersten Projekten im Bereich Marketing wagte der DHfPGAbsolvent den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich vereinte meine Erfahrung mit meinen Online-Marketing-Kompetenzen, um Gesundheits- und Fitnessstudios hinsichtlich der Entwicklung von Marketingkampagnen, der Integration von CRM-Systemen und der Optimierung der eigenen Sichtbarkeit im Einzugsgebiet zu betreuen.“
„Die Kombination aus Studium und Arbeit war einfach optimal. Ich bereitete mich zu Hause vor, vertiefte die Inhalte während der Lehrver-
Schließlich gründete er mit drei Geschäftspartnern die Marketingagentur onely. Ihre Klientel sind weiterhin u. a. Fitness- und Gesundheitsstudios. „Im Bereich Sponsoring hatten wir unser erstes Projekt mit dem 1. FC Köln. Für uns als junge Agentur war das natürlich eine tolle Sache.“
Sein Tipp für Studierende „Ich möchte allen gern folgende Worte mitgeben: Es kommen immer mal wieder Rückschläge – lasst euch davon aber nicht unterkriegen und gebt in jeder Situation Vollgas! Irgendwann zahlt sich der ganze Fleiß aus.”
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fitness MANAGEMENT international
Foto: privat
Zur ganzen Erfolgsgeschichte unter: www.dhfpg.de/rhentschke
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Ihre Zukunftsperspektive im strategischen Fitnessmanagement
M. A. Fitnessökonomie ●
Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen – vor Ort und/oder digital
●
qualifiziert zur Leitung von Fitness- und Gesundheitsunternehmen sowie zur Übernahme von strategischen Führungs- und Projektaufgaben
●
kann nebenberuflich absolviert werden 3 weitere Master-Studiengänge, u. a. Sport-/Gesundheitsmanagement
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
dhfpg.de/mfo
University of Applied Sciences
WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS
Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus
Wissenschaft für die Studiopraxis
Training für ein starkes Immunsystem
Wie sinnvoll sind Incentives im Studio?
Fitness in der Krebstherapie
Effects of Regular Physical Activity on
Megastudies improve the impact of ap-
With Bone Metastases: Expert Con-
the Immune System, Vaccination and
plied behavioural science
sensus for Health Care Providers and
Risk of Community-Acquired Infectious Disease in the General Population
Untersuchungsschwerpunkte In Bezug auf die Manifestation/Verbreitung von Infektionskrankheiten wie u. a. COVID-19 untersuchte die Studie den Einfluss von regelmäßiger körperlicher Aktivität auf das Immunsystem. Methode Dazu wurden im Rahmen eines Reviews relevante Studien, die bis April 2020 veröffentlicht wurden, in die Metaanalyse einbezogen.
Praxisrelevanz und Fazit Zielführende Prävention im Studio: Durch regelmäßiges Fitnesstraining können die körpereigenen Abwehrkräfte effektiv unterstützt und das Immunsystem langfristig aktiv gestärkt werden. Chastin, S. F. M., Abaraogu, U., Bourgois, J. G., Philippa, D. M., Darnborough, J., Duncan, E. et al. (2021). Effects of Regular Physical Activity on the Immune System, Vaccination and Risk of Community-Acquired Infectious Disease in the General Population: Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med, 51 (8), 1673–1686.
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Exercise Professionals
Untersuchungsschwerpunkte Ziel der Studie war die Testung der Effekte verschiedener Motivationsinstrumente, die zu einer Änderung der Bewegungsgewohnheiten und zu einer Steigerung der Fitnessstudiobesuche und Motivation beitragen sollen. Methode Ein Forscher:innennetzwerk entwickelte dazu das umfassende einmonatige Workout-Belohnungsprogramm „StepUp“, das mehr als 50 Strategien (u. a. Erinnerungs-SMS, Belohnungssysteme in Form von Incentives, Gutschriften, Boni usw.) beinhaltete. Diese wurden in einer Pilotphase mit 61.293 Mitgliedern der Studiokette 24 Hour Fitness getestet. Zentrale Ergebnisse 45 Prozent dieser Strategien steigerten im Untersuchungszeitraum die Trainingshäufigkeit signifikant (9 – 27 %). Als besonders geeignet stellten sich Treueboni und Mikroprämien heraus. Kritisch anzumerken ist aber, dass nur acht Prozent der Strategien zu einer langfristigen Verhaltensänderung nach der Testphase führten. Praxisrelevanz und Fazit Ein Belohnungssystem schafft zusätzliche Motivationsanreize und bietet Studios im Hinblick auf die Mitgliederbindung zahlreiche Synergieeffekte. Im Zusammenspiel mit einer kund:innennahen Betreuung und empathischen Trainer:innen ergeben sich so neue Potenziale für die Mitgliedermotivation. Milkman, K. L., Gromet, D., Ho, H., Kay, J. S., Lee, T. W., Pandiloski, P. et al. (2021). Megastudies improve the impact of applied behavioural science. Nature, 600, 478–483.
Untersuchungsschwerpunkte Die International Bone Metastases Exercise Working Group (IBMEWG) arbeitet an indikationsspezifischen Empfehlungen und Guidelines für Menschen mit Knochenmetastasen. Methode Auf Basis aktueller Forschungserkenntnisse, umfangreicher Befragungen sowie eines intensiven Austauschs mit verschiedenen Interessengruppen hat das Gremium ein neues Konsensuspapier veröffentlicht. Zentrale Ergebnisse Dieses umfasst u. a. Empfehlungen für geeignete Screening-Tools, einen adäquaten Belastungstest sowie konkrete Vorgehensweisen – von der Verschreibung bis zur Trainingsüberwachung – bei entsprechenden Bewegungsprogrammen. Ebenfalls wird verdeutlicht, wie wichtig qualifizierte Fachleute mit onkologischer Ausbildung und Therapieerfahrung sind, um Betroffenen individuelle und vor allem sichere Lösungen anzubieten. Praxisrelevanz und Fazit Das Konsensuspapier, an dessen Umsetzung auch DHfPG-Professorin Dr. Friederike Rosenberger beteiligt war, liefert wichtige Hinweise und wertvolle Argumente für die Integration von spezifischen Bewegungsprogrammen im Rahmen der Krebstherapie.
Campbell, K. L., Cormie, P., Weller, S., Alibhai, S. M., Bolam, K. A., Campbell, A. et al. (2022). Exercise Recommendation for People With Bone Metastases: Expert Consensus for Health Care Providers and Exercise Professionals. JCO Oncology Practice. Zugriff am 22.02.2022. Verfügbar unter https://doi.org/10.1200/ OP.21.00454
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Fotos: opolja, NDABCREATIVITY, WavebreakmediaMicro – stock.adobe.com
Zentrale Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen, dass ein höheres Maß an gewohnheitsmäßiger körperlicher Aktivität mit einem geringeren Infektions- und Sterblichkeitsrisiko sowie milderen Krankheitsverläufen verbunden war. Auf zellulärer Ebene konnten positive Effekte, wie eine verbesserte Immunantwort und eine vermehrte Aktivierung bzw. Bildung von Antikörpern, nachgewiesen werden. Ebenfalls lieferte die Studie Hinweise, dass eine gute körperliche Fitness auch die Wirksamkeit von Impfungen positiv beeinflussen kann.
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PARTNERVERBAND BFB
Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft
Die Bedeutung der Solarien für die Fitnessbranche Solarien sind aus vielen Betrieben kaum noch wegzudenken. Immerhin stehen mittlerweile ca. 5.000 Sonnenbänke in deutschen Fitnessanlagen. Die aktuellen Ergebnisse der Studie „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2022“ deuten darauf hin, dass sich hier zukünftig noch Potenziale zeigen werden.
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90,0 67,1
80,0 70,0 60,0 40,0
30,1
50,0 28,3
30,0 20,0 2,2
Der Anteil aller Fitnessanlagen, die Solarien in ihrem Sortiment anbieten, liegt laut der Studie bereits bei 30,1 Prozent. Im Segment der sogenannten Ketten mit fünf oder mehr Fitnessanlagen (> 200 m²) haben sogar mehr als zwei Drittel der Studios (67,1 %) Solarien im Angebotsportfolio. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt möglich, weil die meisten Fitnessanlagen von der Ausnahmeregelung innerhalb der UV-Schutz-Verordnung profitieren. Wenn in einer Fitnessanlage nur ein bis zwei UV-Bestrahlungsgeräte (Sonnenbänke) betrieben werden, muss zwar gemäß § 4 der UVSV eine UVSV-Fachkraft ausgebildet
100,0
10,0 0,0
Solarium Einzel
Ketten
Mikro
Alle Anlagen
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Fotos: Karoline Thalhofer – stock.adobe.com | BfB e. V.
Solarien sind für die Fitnessbranche wichtig
Anteil der Fitness- und Gesundheitsanlagen, die Besonnung anbieten (in %)
© DSSV
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ie Eckdaten-Studie wird jährlich vom DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Kooperation mit dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) durchgeführt. Die aktuellen Ergebnisse beziehen sich auf den Stichtag 31. Dezember 2021.
werden, sie muss aber nicht während der gesamten Öffnungszeiten anwesend sein. Ab dem Betrieb von mehr als zwei Geräten muss hingegen während der gesamten Öffnungszeiten immer eine ausgebildete Fachkraft anwesend sein. Daher betreiben die meisten Fitnessanlagen maximal zwei Sonnenbänke – im Durchschnitt 1,8 Solarien.
BSA-Akademie
BSA-Zert
School for Health Management
Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie
Prävention, Fitness, Gesundheit
Verantwortung der Unternehmen Bereits in früheren Artikeln wurde die wirtschaftliche Relevanz von Solarien für viele Fitnessbetriebe beschrieben. Im Gesamtkontext sollte aber klar sein, dass trotzdem auch eine Verantwortung gegenüber allen anderen Unternehmen, die Solarien mit ständig anwesendem Personal betreiben, besteht. Eine eigens über den Bundesfachverband Besonnung e. V. in Auftrag gegebene Studie des Institutes Kantar (Emnid) zeigt auf, dass es immerhin rund 27.000 Minderjährigen in Deutschland gelungen ist, Solarien in Fitnessanlagen ungehindert zu nutzen. Zwar entspricht dieser Wert nur 0,9 Prozent aller Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, ist aber trotzdem für das zuständige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) in Berlin Grund genug, hier genauer hinzuschauen.
Gesetzliche Vorschriften erfüllen
Schulung des Personals ist notwendig Es bleibt daher bei dem dringenden Appell, das in den Fitnessanlagen vorhandene Personal zu den notwendigen Schulungen zu schicken und beim Check-in darauf zu achten, dass Jugendlichen der Zugang zu Solarien verwehrt wird. Sollte das BMUV bei seiner bisherigen Einschätzung bleiben, könnte dies zu härteren Regeln im Umgang mit Solarien in Fitnessanlagen führen.
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Erstzertifizierung und Rezertifizierung
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Nebenberuflich mit nur 1 Tag Präsenzphase
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Bundesweite Lehrgangszentren
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Inhouse-Schulung möglich
Holger Ziegert Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Holger Ziegert ist Mitglied des BfB-Vorstands. Seit 2008 ist er u. a. als Geschäftsführer und Gesellschafter der AYK Gruppe mit Sitz in Köln aktiv. Zuvor durchlief er Führungs-, Geschäftsführer- und Vorstandspositionen in Unternehmen der Medizintechnik sowie der Kosmetik- und Freizeitindustrie.
Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de
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bsa-akademie.de/uvsv
WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP Prof. Dr. Bernhard Allmann, Prof. Dr. Jörg Loth, Prof. Dr. Arne Morsch (Hrsg.)
Zivilisationskrankheiten
Krankheitsketten vermeiden – Präventionskompetenzen entwickeln
IMPRESSUM Verlag und Herausgeber
Versand
fitness MANAGEMENT –
Deutschland, Österreich, Schweiz
Privates Institut für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
29,95 € Herausgeber: Prof. Dr. Bernhard Allmann, Prof. Dr. Jörg Loth, Prof. Dr. Arne Morsch | ISBN: 978-3-00-070151-1 Sprache: Deutsch | Hardcover | Seitenzahl: 456 Zu bestellen unter: www.fitnessmanagement.de/hgw
»Zivilisationskrankheiten« Das Herausgeberwerk „Zivilisationskrankheiten: Krankheitsketten vermeiden – Präventionskompetenzen entwickeln. Auswirkungen auf Betroffene, Gesellschaft und Ökonomie“ betrachtet die aktuelle Problematik von Zivilisationserkrankungen. Renommierte Autor:innen wie Dr. Eckart von Hirschhausen, Prof. Josef Hecken sowie Prof. Dr. Thomas Wessinghage beleuchten das Thema aus gesundheitswissenschaftlicher, medizinischer, soziologischer, ökonomischer und psychologischer Sicht und zeigen jeweils passende Lösungsansätze auf. Sie stellen außerdem wichtige individuelle als auch gesellschaftliche Strategien der Prävention und Gesundheitsförderung vor.
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Jahresabonnement Ausland 61 EUR* Offizielles Organ des DSSV e. V. und BfB e. V.,
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Nationaler Medienpartner von
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Prospektus Druckerei
Janosch Marx, Johannes Marx
Tartu Str. 6 H-8200 Veszprem
Chefredaktion Birgit Schwarze
Registereintragung Amtsgericht Hamburg
Vertrieb und Anzeigen
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VerpackG-Registrierungsnummer DE5601912575515
Kontakt Telefon: +49 (0) 40 / 300 945 - 0
ClimatePartner ID
E-Mail:
11266-2002-1001
info@fitnessmanagement.de
Website www.fitnessmanagement.de
Lebensstilbedingte Erkrankungen sind die Haupttodesursache in Deutschland. Mehr als 20 Prozent der Bevölkerung leiden an Erkrankungen des sogenannten tödlichen Quartetts. Dazu gehören Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Diabetes mellitus Typ 2. Das Herausgeberwerk gibt wertvolle Impulse zum Aufbau von Gesundheitskompetenzen und soll Leser:innen dazu motivieren, selbst aktiv zu werden. Dieses Buch erläutert die Grundlagen für ein zielgerichtetes Handeln. Es zeigt den Einfluss von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft auf die Gesundheit sowie die ökonomischen und persönlichen Folgen von Krankheit.
Redaktionelle Mitarbeit
Niklas Schwarz, Anke Sörensen,
Patrick Berndt, Katrin Bohr,
Jürgen Wolff, Holger Ziegert
Iris Borrmann, Gülizar Cihan, Albert Busek, Antonio e Silva,
Lektorat
Heike Hofmann, Niklas Kornemann,
Carolin Schmidt
Prof. Dr. Julia Krampitz, Marlon Kreis, Florian Kündgen, Felix Laufer,
Layout und Bildbearbeitung
Janina Malke, Anke Mächler,
Lars Marschalek,
Ronja Reuber, Niko Russ,
Lara-Chantal Müller,
Carolin Schmidt, Florian Schmidt,
Stefanie Reifschneider
Gendergerechte Sprache Als Fachverlag, der das Leitmagazin einer offenen und bunten Zukunftsbranche
Wie wird ein Gesundheitsbedarf erfasst und wie lassen sich entsprechende Maßnahmen evaluieren? Wie lässt sich die Qualität der Prozesse ständig weiterentwickeln? Best-Practice-Aktivitäten in verschiedenen Settings zeigen abschließend, wie Prävention erfolgreich gelingen kann.
herausgibt, sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Dazu gehört auch eine klare Haltung gegenüber Diskriminierung jeglicher Art. Mit Beginn des Jahres 2022 verwenden wir deshalb in unseren Medien gendergerechte Sprache. Uns ist wichtig, niemanden auszuschließen – vor allem nicht sprachlich. Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Anzeigen sowie redaktionellen Anzeigen
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(Advertorials). Kein Teil dieses Magazins darf außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben oder zugänglich
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE
Neupositionierung nach der Pandemie
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ach fast zwei Jahren Pandemie hat Ihr Fitnessstudio eine extrem harte Prüfung überlebt, die finanziell vermutlich mit Verlusten verbunden war (und möglicherweise noch ist). Darüber hinaus haben viele Fitnessstudios wertvolle Mitarbeiter:innen verloren. Krisenfolgen und längerfristige Herausforderungen haben sich intensiviert, es scheint an der Zeit für eine neue eindeutige Ausrichtung.
Positionierung ist gut, Differenzierung die Königsklasse Positionierung ist nicht gleichzusetzen mit Differenzierung. Denn „neue Positionierung“ impliziert, dass eine gänzlich neue Zielgruppe angesprochen wird, was letztendlich in der Gewinnung neuer Interessent:innen für Ihr Fitnessstudio zum Ausdruck kommt. Optimal wäre es, wenn eine klare Differenzierung zur Konkurrenz vor Ort entsteht, was wiederum bestmögliche Wettbewerbsvorteile für das eigene Fitnessstudio bringt. Welche Möglichkeiten gibt es, um dies schnell und optimal zu erreichen?
Schritt 1: Der neue Trend – Bewegung lindert Beschwerden
Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing
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„In guten Händen zu neuem Lebensgefühl“ könnte ein ausgezeichneter Slogan für Ihr neues Trainingskonzept sein. Das Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Verspannungen zu lösen, Kraft und Lebensqualität zurückzubringen und neuen Schmerzen vorzubeugen.
Zufriedene Stammkund:innen sind Ziel der Kund:innenbindung. Fitnessstudios müssen ihre Mitglieder optimal zufriedenstellen, indem sie ihnen regelmäßig Anreize geben: • Eine Bonus-Trainingskarte, die die Häufigkeit der Trainingsbesuche bzw. das Sammeln von Boni in Form von Getränken, Solariumsnutzung oder freiem Training für Bekannte dokumentiert. • „Check-in-Tombola“ für eine Urlaubsreise oder Ähnliches • Monatlich kurze Abendseminare (max. 45 Min.) für kleine Gruppen bis maximal 15 Teilnehmende. • Feste Ansprechpersonen für Kund:innenzufriedenheit bieten den Mitgliedern persönliche Ansprache und vermitteln Wohlbefinden.
Schritt 3: Warum wird BGM immer wichtiger? Die Fakten sprechen für sich: Mit der Corona-Krise hat sich eine gänzlich neue Situation für die Firmenmitarbeiter:innen ergeben. Ende Januar 2021 arbeiteten 24 Prozent und damit knapp ein Viertel der befragten Erwerbstätigen ausschließlich oder überwiegend im Homeoffice. Das bedeutet, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird digital. Allerdings ist es gerade jetzt für Unternehmen sehr wichtig, den Beschäftigten zu helfen, gesund zu bleiben, denn ihre Gesundheit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Bieten Sie Firmenmitarbeiter:innen, die im Homeoffice tätig sind, digital umgesetzte Sequenzen im Rahmen eines Bewegungsprogramms an. Interessante Themen sind: • Aktive Pause (optional mit Thera-Band) • Gesund im Homeoffice • Gesunde Ernährung • Geführte Meditationen • Yoga und Pilates Binden Sie auch ein BGM-Fitnessangebot mit Outdoortrainingsmöglichkeiten in Ihr Dienstleistungsportfolio ein. An der frischen Luft ist das Fitnesstraining noch sicherer und erfrischt gleichzeitig Körper und Geist.
Differenzierung mit dem Fokus auf Qualität Sie sind der:die Spezialist:in. Konzentrieren Sie sich auf wenige Punkte, die jedoch professionell umgesetzt werden sollten. Die Zukunftsthemen für Ihr Fitnessstudio lauten: medizinisch-therapeutische Lösungen, professionelle BGM-Konzepte und Kund:innenbindungsmaßnahmen. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: WavebreakMediaMicro – stock.adobe.com | Volker Beushausen
In Zeiten der Verunsicherung ist Vertrauen (basierend auf gesundheitsfördernden Konzepten) einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf Ihre Kernkompetenz, nämlich Gesundheitsförderung. Die Zeiten für Lifestyle- und hippe Konzepte sind vorbei, heutzutage bevorzugen die Kund:innen medizinisch-therapeutische Lösungen. Je intensiver Sie Themen mit den Schwerpunkten Krankheit und Schmerzen ansprechen, die die Lebensqualität des:der Einzelnen mehr oder weniger stark beeinträchtigen, desto mehr Mitglieder werden zu Ihnen finden. Schmerzen ist das neue Zauberwort im Marketing und in Verbindung mit wissenschaftlichen Trainingslösungen unschlagbar. Regionen für gesundheitliche Beschwerden bzw. Schmerzen sind vor allem Knie, Hüfte und Rücken.
Schritt 2: Früher wissen, was Kund:innen wollen
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