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fitness MANAGEMENT international 01/24 (Vollversion)

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Febr./März

Nr. 171

EUR 9/12 (D/INT)

Mehr ab Seite 48

Kundenbindung durch Digitalisierung Wie digitale Tools Mehrwerte für Studios, Teams und Mitglieder schaffen

Digital Content Creation Inhalt entscheidet: Praxisimpulse für effizientes, modernes Online-Marketing

Kieser: Purismus und Effizienz Die Marke Kieser und die aktuelle Entwicklung des Unternehmens

www.fitnessmanagement.de

C 31071


EDITORIAL

Sollten Sie KI nutzen?

Janosch Marx

Geschäftsführer fitness MANAGEMENT

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aben Sie ChatGPT schon einmal gefragt, warum Sie das Programm nutzen sollten? Als Antwort auf meine Anfrage wurden Anwendungsbereiche wie Informationssuche, Ideenentwicklung, Programmierung und Sprachunterstützung genannt. Es wurde aber auch folgende Aussage getroffen, die ich mit Ihnen teilen möchte: „Das Modell ChatGPT hat keinen echten Einblick in die Welt und kann daher keine zuverlässigen Informationen für wichtige Entscheidungen bieten.“ Dennoch beschäftigen sich viele Unternehmen mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (kurz: KI) bzw. KI-Anwendungen wie ChatGPT, Google Bard, Microsoft Copilot und Co. Große Medienhäuser wie bspw. das Handelsblatt haben der KI mittlerweile ein eigenes Ressort gewidmet. Teilweise wird KI auch als die nächste Welle im Kondratjew-Zyklus bezeichnet. Wie passt das mit der Aussage von oben zusammen? Meines Erachtens ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Mensch und Maschine, dass Menschen in der Lage sind, die Welt physisch und emotional zu erfahren. Durch diese Erfahrungen können sie Neues schaffen, während die KI nur Bestehendes auf Basis ihrer Algorithmen mit den verfügbaren Daten neu vermengen und Kreativität nur imitieren kann. Was nicht bedeuten soll, dass man Abstand von KI-Anwendungen halten sollte. Vielmehr sollte man verstehen, wie KI arbeitet, was sie kann und was nicht und wie man mit ihr umgehen sollte.

Digitalisierung und KI in der Fitness- und Gesundheitsbranche Entsprechend haben wir diese Ausgabe dem Schwerpunktthema „KI und Co.: nachhaltige Kundenbindung durch Digitalisierung“ gewidmet. Wir haben uns der Frage gestellt, wie und wo diese Werkzeuge in der Fitness- und Gesundheitsbranche gewinnbringend eingesetzt werden können. Hierfür hat unsere Redaktion mit ausgewählten Betreibern gesprochen (ab S. 26). Zudem liefern wir Ihnen in unserem MANAGEMENT Impuls Anregungen zur Erstellung von digitalen Inhalten für Ihr Online-Marketing (S. 76). Juristische Aspekte, die beim Einsatz von KI beachtet werden sollten, erfahren Sie in unserem DSSV-Rechtsartikel (S. 54).

Die Bedeutung und die Potenziale von KI Um Ihnen die Bedeutung von KI für die Fitness- und Gesundheitsbranche greifbarer zu machen, finden Sie in dieser Ausgabe begleitende Fachartikel. Bspw. geben wir Umsetzungsimpulse für die digitale Studiovernetzung (S. 88), einen Überblick zum Einsatz von Wearables im Studioalltag (S. 104) und zeigen, wie KI zur Früherkennung von Gesundheitsrisiken und zur kosteneffizienteren Kundenbetreuung eingesetzt werden kann (S.108). Warum der Trainerberuf trotz der rasanten Entwicklungen von KI nicht überflüssig wird, erfahren Sie auf Seite 92.

Foto: fitness MANAGEMENT

Kieser Training – Historie und Zukunft Zudem freuen wir uns Michael Antonopoulos, CEO und Miteigentümer der Kieser Training AG, als Interviewpartner gewonnen zu haben. Branchenpionier Werner Kieser († 2021) hatte vor über 55 Jahren die Vision, gesundheitsorientiertes Krafttraining voranzutreiben. Michael Antonopoulos berichtet, wie er die Marke Kieser weiter ausbaut, das Kieser-Angebot vertieft und welche Pläne er für die kommenden Jahre hat (S. 64). Mit den besten Grüßen aus Hamburg

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GLOBAL FITNESS

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healthy society.

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Jürgen Kohne

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Philipp Roskot

Carsten Kerner

Nachhaltige Kundenbindung durch Digitalisierung

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Kieser Historie und Interview mit CEO Michael Antonopoulos

INHALT

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AKTUELLES

MANAGEMENT

10 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 18 Studio des Monats: WHY.BE.FIT Hillesheim 26 Nachhaltige Kundenbindung durch Digitalisierung – Digitale Tools schaffen Mehrwerte für Studios und Miglieder 44 Das FIBO-Education-Programm 2024 46 FIBO Congress 2024 – Bereits jetzt Tickets sichern! 48 milon X – die Revolution des Seilzugtrainings

62 Personenporträt: Mara Mones, die berufliche Vielfalt einer Fitnessökonomin 64 Kieser: Purismus und Effizienz 68 Kieser heute: CEO Michael Antonopoulos im Interview 72 Les Mills: Kursräume als TikTok-Hotspots mit Dance-Workouts 74 miha bodytec Update: News aus der EMS-Branche 76 MANAGEMENT Impuls: Praxisimpulse für effizientes, modernes Online-Marketing 82 EGYM: Digitale Innovation für mehr Erfolg in der Physiopraxis 84 DHZ-Reise nach China – Fitness in beeindruckenden Dimensionen 88 Umsetzungsimpulse für die Studiovernetzung: wie Studios die Digitale Transformation weiter vorantreiben 92 Kolumne Andreas M. Bechler: Warum KI den Trainer nicht überflüssig macht

DSSV 52 Die Fitnesstrends 2024 – Was bewegt die Fitnessbranche im neuen Jahr? 54 Recht: KI erobert die (Fitness-)Welt 58 Neue Fördermitglieder und neue Mitglieder 60 Kommentar Prof. Dr. Thomas Wessinghage: KI in der Fitnessbranche – Freund oder Feind?


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DSSV-Rechtsartikel: KI erobert die (Fitness-)Welt

Alexander Krieg

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Praxisimpulse für effizientes, modernes Online-Marketing

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KI in der Fitnessund Gesundheitsbranche

www.fitnessmanagement.de

FITNESS & GESUNDHEIT

WISSENSCHAFT & PRAXIS

94 Zeitgemäße BGM-Dienstleistung: digitale BGM-Lösungen für die Arbeitswelt 4.0 98 Freihantel- und Kettlebelltraining – Charly Freninger im Expertentalk 104 Smarte Trainingsbegleiter: Was können Smartwatches, Fitnessuhren und Aktivitätstracker? 108 KI in der Fitness- und Gesundheitsbranche – Revolution durch datenbasierte Innovation

112 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 114 Kommentar Albert Busek: WORK(OUT)! 116 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 118 Science-Lab: Intermittierendes Fasten im Kraftsport 128 Buchtipp: People Sustainability – Partizipation, Wertschätzung, Purpose 122 Kolumne Antonio e Silva: Die Zeiten von Karteileichen sind vorbei

Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie


AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: DHfPG/BSA

Foto: Dorde – stock.adobe.com

Collegestyle-Hoodie von DHfPG/BSA verfügbar

ACSM-Fitnesstrends 2024

Im DHfPG/BSA-Webshop können Interessierte ab sofort den Collegestyle-Hoodie von ihren Lieblingsbildungsanbietern für 34,90 EUR inkl. MwSt. und Versand erwerben. Der lässig geschnittene Unisex-Hoodie in kräftigem Rot und mit einem hochwertigen Aufdruck ist in den Größen S bis 3XL verfügbar. Lehrgangsteilnehmende und Studierende können an ausgewählten Studien- und Lehrgangszentren den Collegestyle-Hoodie zum vergünstigten Preis erwerben.

Pünktlich zum Start ins neue Jahr veröffentlicht das American College of Sports Medicine (ACSM) seinen „Worldwide Survey of Fitness Trends for 2024“. Die Studie ist für Fitnessstudiobetreibende, Personal Trainer sowie Trainerinnen und Trainer ein wichtiges Trendbarometer für aktuelle Kundenbedürfnisse und internationale Branchenentwicklungen. Einen Überblick zu den Fitnesstrends 2024 finden Sie auch ab Seite 52.

www.dhfpg-bsa.de/shop/

www.bit.ly/acsm-trends-2024

Foto: LifeFit Group

Foto: Beyond Activ

LifeFit Group: Übernahme von 19 Fitnessclubs

EGYM: Partnerschaft mit NovoFit und Expansion

Die LifeFit Group erweitert ihr Netzwerk durch die Übernahme von 19 Fitnessclubs in Baden-Württemberg. Durch diesen Schritt expandiert die Fitnesskette auf 140 Anlagen und mehr als 380.000 Mitglieder. Im Jahr 2024 sind zudem drei Neueröffnungen in Baden-Württemberg, die Eröffnung eines ELBGYM in München und des ersten YogaSix in Frankfurt geplant. Der bisherige Eigentümer Marcus Abele zieht sich zurück und konzentriert sich auf Immobilien.

Das Münchener Gymtechunternehmen EGYM baut seine globale Präsenz aus. In Kooperation mit NovoFit, einem Anbieter für Fitnesslösungen, Dienstleistungen und Support, strebt EGYM an, die digitale Transformation im Fitnessbereich in Australien und Neuseeland voranzutreiben. Die Kooperation verbindet die Expertise von EGYM im Bereich elektronischer Fitnessgeräte und Plattformintegration mit dem lokalen Markt-Know-how und den Supportservices von NovoFit.

www.bit.ly/lifefit-group-expandiert

www.bit.ly/egym-novofit

Foto: High5/Moritz Schmid

Studiokette High5 wird zu McFIT Die RSG Group GmbH gibt das Ende ihrer Marke High5 bekannt. Wie die CEOs Müller-Trimbusch und Wingertszahn mitteilten, werden die zehn High5-Studios in McFIT umbenannt werden. Dieser Schritt soll die Marke McFIT stärken. Für die Mitglieder bleiben die Vertragskonditionen und Angebote gleich, eine Preisanpassung fand bereits statt. Das High5-Konzept ist aus Sicht der CEOs nicht mehr differenziert genug, um neben McFIT zu bestehen. www.bit.ly/high5-wird-mcfit

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AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: DSSV e. V.

Foto: Jeanine Minaty – LinkedIn

DSSV e. V. im Austausch mit Philipp Hartewig (MdB)

Jeanine Minaty wechselt zu Kieser

Prof. Dr. Wessinghage (1. Vorsitzender des DSSV e. V.) informierte im November 2023 im Deutschen Bundestag über die Bedeutung der Fitness- und Gesundheitsbranche im deutschen Gesundheitssystem. Mit Philipp Hartewig (MdB), dem sportpolitischen Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten (FDP) im Deutschen Bundestag, tauschte er sich zudem über die politischen Verbandsaufgaben und die gemeinsamen Ziele aus.

Als Mitglied der Geschäftsleitung der Kieser Training AG verantwortet Jeanine Minaty seit dem 1. Januar 2024 die Bereiche PR und HR als CCO in der DACH-Region. Zuvor arbeitete sie 13,5 Jahre für die RSG Group, zuletzt als Global Director Corporate Communications. Highlights in dieser Zeit waren u. a. der Aufstieg von McFIT zur Nummer eins der Fitnessketten in Europa und die Expansion der RSG Group von einer Marke auf 22 Marken.

www.dssv.de/politische-arbeit

www.bit.ly/minaty-kieser

Foto: DHfPG/BSA

Foto: seca gmbh & co. kg

Bildung schenken zu verschiedenen Anlässen

Neuer Salesmanager bei seca

Auf der eigens eingerichteten und nutzungsfreundlichen Landingpage der BSA-Akademie können Interessierte ganz einfach einen Lehrgangsgutschein in der von ihnen gewünschten Höhe anfordern und erhalten nach ein bis zwei Werktagen ihren Gutschein als PDF zum Selbstausdrucken – auch der Versand per Post ist möglich. Die Gutscheine gibt es mit Oster- und Geburtstagsmotiv, im neutralen Look und im weihnachtlichen Stil.

Mit Daan van den Ende hat seca einen erfahrenen Salesmanager für den Bereich mBCA Medical & Fitness gewonnen. Mit der neuen Besetzung soll der Markteintritt in den aufstrebenden Fitnessmarkt der Beneluxländer gemeistert werden. In den Niederlanden ist seca mit einer eigenen Niederlassung inklusive Showroom in Naarden ansässig und unterstützt seine Kunden mit Vertrieb und Service in Landessprache.

www.bsa-akademie.de/gutschein

www.bit.ly/seca-benelux

Foto: Sport Alliance GmbH

Foto: Marco Wolf

Sport Alliance weiter auf Wachstumskurs

Deutscher Handballbund (DHB) setzt auf Matrix

Das Hamburger Softwareunternehmen Sport Alliance hat sich eine weitere Investition in Höhe von 100 Mio. USD von der EquityGrowth-Firma PSG Equity gesichert. Nach einem ersten Investment in Höhe von 65 Mio. USD im Jahr 2021 will das Unternehmen die Branche mit Cloud- und App-Lösungen verändern. Mit der Managementsoftware Magicline als Flaggschiff plant das Unternehmen nun die internationale Expansion.

Johnson Health Tech. ist seit dem 1. Januar 2024 „Offizieller Fitnessgeräte-Supplier des Deutschen Handballbundes (DHB)“. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Marke Matrix, deren Geräte den Nationalmannschaften für alle EM- und WM-Turniere sowie bei allen Lehrgängen vor Länderspielen zur Verfügung stehen. Mit der neuen Kooperation baut die Marke Matrix ihre Stellung als Partner des Spitzensports weiter aus.

www.bit.ly/wachstum-sport-alliance

www.bit.ly/matrix-dhb

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Körperanalyse voll integriert in Dein Studio Noch nie war es so einfach, Muskelaufbau und Fettreduktion mit so hoher Präzision zu tracken und die Daten direkt in Deiner Software und angebundenen Apps zur Verfügung zu stellen. Biete Deinen Mitgliedern ein Trainingserlebnis auf Basis medizinisch validierter Körperanalysedaten und voll digitalem Workflow.

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AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: Les Mills Germany GmbH

Foto: TECHNOGYM GERMANY GmbH

VR-Fitnessspiel LES MILLS XR DANCE®

Technogym Skillup™ für Cardio- und Krafttraining

Mit LES MILLS XR DANCE launchte der neuseeländische Group-Fitness-Anbieter im Dezember 2023 das weltweit erste VR-Fitnessspiel. Die App bringt die dynamische und lebendige Atmosphäre eines LES MILLS DANCE®-Kurses direkt in das „Meta Quest 3“-Headset und umfasst moderne Tanzstile von Pop bis hin zu Techno. Die Grundlagen von Fitness werden mit Tanz verbunden und umfassen drei Schwierigkeitsstufen und mehr als 25 verschiedene Routinen.

Mit Skillup präsentiert der italienische Gerätehersteller ein Ergometer für ein umfassendes und intensives Training des Oberkörpers. Die exklusive Produktlinie Skill Line, zu der Skillup gehört, wurde in Zusammenarbeit mit Athletinnen und Sportchampions aus der ganzen Welt sowie Forschungsinstituten und Universitäten entwickelt. Zielgruppe sind alle, die u. a. im Fitnessstudio wie Profiathletinnen und -athleten trainieren wollen.

www.bit.ly/les-mills-xr-dance

www.bit.ly/technogym-skillup

Foto: Urban Sports Club

Foto: EuropeActive

Urban Sports Club erhält 95 Mio. EUR

#BEACTIVE DAY Konferenz fördert Fitness in Europa

Die jüngste Finanzierungsrunde unterstützt die Berliner Sport- und Wellnessplattform Urban Sports Club mit 95 Mio. EUR. Unter den Investoren ist neben HV Capital und ProSiebenSat. 1 Media SE auch die europäische Beteiligungsgesellschaft Verdane, die sich auf Wachstumskapital spezialisiert hat. Das Geld fließt in die Beschleunigung des wachsenden B2B-Marktes, in die Verbesserung der Plattform und in den Ausbau des Partnernetzwerkes.

EuropeActive und seine nationalen Verbände trafen sich Anfang Dezember 2023 zu ihrer jährlichen Konferenz in Brüssel. Dort wurden u. a. die Erfolge des zu Ende gegangenen Jahres gefeiert. Dazu gehört auch die Kampagne #BEACTIVE DAY 2023, bei der sich Teilnehmer aus 24 Nationen beteiligten und die mit 6,18 Millionen Menschen über Social Media fast doppelt so viele Personen wie im Vorjahr (3,2 Millionen) erreichte.

www.bit.ly/usc-finanzierung

www.bit.ly/konferenz-beactive-day

Foto: EuropeActive

Foto: DHfPG/BSA

Erster Exercise for Health Summit

Rehasport: Sonderlehrgang für DHfPG-Absolventen

Der erste Exercise for Health Summit (EfHS) im November 2023 in Madrid widmete sich der globalen Bewegungsförderung und deren Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Zu den Hauptrednerinnen gehörten Juana Willumsen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Prof. I-Min Lee von der Harvard University und ao. Prof. Melody Ding der Universität Sydney. Sie teilten ihre Erkenntnisse zu körperlicher Aktivität und ihrem gesundheitlichen Nutzen.

Der Deutsche Behindertensportverband e. V. (DBS) hat einige Studiengänge der DHfPG rezertifiziert. Die entsprechenden Studienabschlüsse sind somit für weitere zwei Jahre im Ausbildungssystem des Deutschen Behindertensportverbandes anerkannt. Absolventen können weiterhin an einem Sonderlehrgang für vorqualifizierte Fitnesstrainer des DBS teilnehmen, um eine Übungsleiterlizenz B Rehabilitationssport im Profil Orthopädie zu erhalten.

www.bit.ly/efhs-2023

www.dhfpg.de/sonderlehrgang-rehasport

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DIESE WORKOUTS HABEN SUCHTPOTENZIAL! Seid ihr bereit die Aufmerksamkeit der nächsten Fitnessgeneration mit den Limited Editions von Les Mills auf euch zu ziehen? Neue Zielgruppen zu erreichen und Trends anzuführen ist der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg von Fitnessstudios. Entscheidend dabei ist, ob der Kursplan attraktiv genug ist, um neue Mitglieder ins Studio zu locken. Krafttraining ist derzeit der heißeste Trend, insbesondere für die jüngere Zielgruppe, von der bereits 50 % an Krafttrainings in der Gruppe teilnehmen*. Und nicht nur Krafttraining zieht sie an sondern auch Yoga und PilatesWorkouts stehen ganz oben auf ihrer Liste. Um Studios Programme an die Hand zu geben, die auf die aktuellsten Trends eingehen, hat Les Mills die Limited Edition Workouts entwickelt. Diese Workouts machen Spaß, sind wissenschaftlich fundiert, können schnell im Studio starten und machen die Mitglieder süchtig! Und das Beste: Studios entscheiden selbst, ob es als zeitlich limitierte Challenge oder als fester Bestandteil des Kursplan aufgenommen wird. *Les Mills Gen Z Report 2023

SCANNEN FÜR MEHR INFOS


AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

WHY.BE.FIT Hillesheim

„Trends und Innovationen in meine Heimat bringen“ Text: Anke Sörensen

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Foto: WHY.BE.FIT

Das WHY.BE.FIT in der Eifel steht für Gesundheit und Performance, für ein topmodernes Angebot in ländlicher Umgebung. Inhaber Yannik Busch und sein Team konzentrieren sich auf klassisches Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining sowie Functional Fitness. In einer großen Industriehalle arbeitet ein junges Team mit viel Leidenschaft für Fitness und unterstützt junge und ältere Mitglieder individuell dabei, ihre Trainingsziele zu erreichen. Modernes Design, der offene Bau des Studios und coole Musik schaffen eine Atmosphäre, in der sich Mitglieder wohlfühlen und zum Training motiviert werden.

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WHY.BE.FIT Hillesheim

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an kann Yannik Busch wirklich nicht vorwerfen, dass er viel Zeit verliert. Bereits einen Tag nach der Abiturfeier begann er sein duales Studium zum B. A. Fitnessökonomie an der DHfPG, für das er aus der Eifel nach Düsseldorf zog. Er wollte mal raus und in der Stadt leben, wo es eine größere Auswahl an Ausbildungsbetrieben gibt. Das war 2017. Ein Jahr später plante er im Urlaub mit seinen Eltern bereits die Gründung eines eigenen Studios in

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der Heimat, 2019 stand der Neubau und die Gründung des Unternehmens war vollzogen. Da die Banken den 19-jährigen Studierenden nicht finanzieren wollten, liefen Kredit und Firmengründung zunächst auf den Namen seines Vaters und wurden erst später auf ihn übertragen. Das Studio leitete er jedoch von Anfang an selbst. Mit gerade einmal 21 Jahren hatte sich Yannik Busch seinen Traum erfüllt und 2020 das WHY.BE.FIT in Hillesheim eröffnet.

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Modernes Angebot im ländlichen Raum „Während meiner Tätigkeit in großen Fitnessketten und Erfahrungen im Personal Training in Düsseldorf lernte ich die neuesten Trends und Innovationen der Branche kennen“, sagt der Geschäftsführer. „Diese wollte ich in meine Heimat bringen. Auf dem Land gibt es meist Einzelbetriebe, die oft erst spät auf Neuerungen reagieren, weil der Wettbewerbsdruck geringer ist als in den Ballungsgebieten.“ Darin sah der Jungunternehmer seine Chance. In der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz geboren und aufgewachsen, war er mit dem Einzugsgebiet und Fitnessangebot der Region bestens vertraut – und unzufrieden. Er wusste, dass es vielen Mitgliedern genauso ging und es gleichzeitig an Konkurrenz mangelte. „Mir war klar, dass hier Bedarf für einen wirklich guten, modernen Fitnessanbieter bestand. Ich höre immer auf mein Bauchgefühl und weiß, dass meine Intuition mich selten täuscht“, sagt Yannik Busch. „Damals spürte ich genau, dass es funktionieren wird, und hatte überhaupt keine Bedenken, dass ich zu wenige Mitglieder ansprechen würde.“ Seine Prognose hat sich bestätigt. Heute hat das WHY.BE.FIT in Hillesheim 850 Mitglieder. Im Februar 2024 wird Yannik Busch in Blankenheim ein zweites Studio eröffnen. Seine Vision ist es, innerhalb der nächsten Jahre noch weitere Standorte in der Eifel zu eröffnen und dadurch den Bewohnern der Region flächendeckend ein hochwertiges Fitnessangebot zu bieten. „In unserem Einzugsgebiet ist man bereit, eine gewisse Fahrzeit auf sich zu nehmen. Wir bekommen regelmäßig Nachrichten von trainingsbegeisterten Personen aus weiteren Gemeinden in der Eifel, weil sie sich selbst ein WHY.BE.FIT in ihrer Nähe wünschen.“

Das Konzept kommt an Während seiner zwei Studiengänge arbeitete Yannik Busch bei Arbeitgebern mit sehr unterschiedlichen Fitnesskonzepten. Diese Erfahrung nutzte er zur Entwicklung seines eigenen Konzepts. Im Logo ließ er visualisieren, was Gesundheit und Fitnesstraining für das WHY.BE.FIT bedeuten. Das Logo erinnert an eine Blüte mit fünf dreieckigen Blättern. Jedes dieser Dreiecke steht für einen Bestandteil von Gesundheit und Fitness, also für Ausdauer, Kraft, Mobilität, Selbstwahrnehmung und Funktionalität – die fünf Bereiche, die im Studio trainiert werden sollen.

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„Unser Anspruch als WHY.BE.FIT ist es, die erste Anlaufstelle für Fitness- und Krafttraining in der Eifel zu sein. Wir positionieren uns als Experten für Gesundheit und Performance und bieten eine Atmosphäre, in der jeder gern trainiert, vom 17-jährigen Schüler, der mehr Muskeln aufbauen möchte, bis hin zur 70-jährigen Rentnerin. Ich denke, wir haben einen echt schönen Mix gefunden, in dem sich jeder wohlfühlen kann und das Trainingsequipment findet, das zu seinem Alter

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Fotos: WHY.BE.FIT

„Wir möchten nicht nur die Bewegung fördern, sondern auch nachhaltig die Leistung unserer Mitglieder steigern“


und Ziel passt“, sagt der Inhaber. Gestaltet wurde das Studio von Dustin Kuhl, ausgestattet vorwiegend mit Geräten von gym80. Yannik Busch glaubt daran, dass gut ausgerichtetes Kraft- und Ausdauertraining das effektivste Training für eine langfristige und nachhaltige Gesundheit und gute Trainingserfolge ist. „Wir möchten nicht nur die Bewegung fördern, sondern auch nachhaltig die Leistung unserer Mitglieder steigern, sodass Gesundheit und Kraft auch im Alter erhalten bleiben.“

Fokussiert auf Kernkompetenzen Im WHY.BE.FIT wird klassisches Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining sowie Functional Fitness angeboten, auf Rehamaßnahmen und Kurse dagegen verzichtet. Mit diesem Angebot grenzt sich das Studio bewusst von den Wettbewerbern ab. „Uns geht es um präventives Training mit unverletzten Personen, die aufgrund von Bewegungsmangel oder Übergewicht gesundheitliche Probleme haben und wieder fit werden wollen. Gleichzeitig sprechen wir durch unser modernes Design, starkes Social-Media-Marketing und eine tolle Ausstattung auch die junge Zielgruppe an, die klassisches Krafttraining betreiben will.“

Die Inneneinrichtung stammt von Dustin Kuhl von FiftyFifty Design

Das funktioniert: Das Durchschnittsalter liegt bei 35 Jahren, 55 Prozent der Mitglieder sind Männer, 45 Prozent Frauen. Kurse würden sich hier ökonomisch nicht rechnen, weil das Interesse in seinem Einzugsgebiet (ca. 25.000 Einwohner) zu gering sei und Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stünden, so der Betreiber.

Noch besser trainieren Wer die Premiummitgliedschaft WHY.BE.SMART abschließt, bekommt zusätzlich einen festen SMART-Trainer oder eine SMART-Trainerin an die Seite gestellt. Gemeinsam erarbeitet man die persönlichen Fitnessziele und überprüft die Ergebnisse regelmäßig per Körperanalyse. Mehrmals wöchentlich sehen alle SMART-Trainer ihre Klientenliste durch und kontaktieren die Mitglieder rasch, sobald sie einige Tage nicht mehr im Studio eingecheckt haben. Der ständige Kontakt hilft, die gesteckten Ziele zu erreichen und dieser wichtigen Zielgruppe die beste Betreuung zu bieten. Als Teil eines BGM-Netzwerks bietet das WHY.BE.FIT spezielle Konzepte für Firmen in der Region an, welche die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern wollen. Die Firmen zahlen einen Pauschalbetrag an das BGM-Netz, die gesamte Belegschaft der Firma kann dann ohne monatliche Kosten im WHY.BE.FIT oder anderen Partnerstudios aus der Region trainieren.

Hoher Eigenanspruch als Arbeitgeber Mit seinen 26 Jahren ist Yannik Busch kaum älter als seine dual Studierenden und kann sich noch sehr gut in deren Wünsche und Bedürfnisse hineinversetzen. Er hat sein eigenes Konzept zur Personal- und Teamführung entwickelt. Yannik Busch hat sich auf die Fahne geschrieben, ein hervorragender Arbeitgeber zu sein und seine Mitarbeitenden dabei zu unterstützen, ihre persönlichen Interessen mit der Arbeit zu verknüpfen und ihre beruflichen Ziele zu erreichen. 01/24

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Im WHY.BE.FIT wird viel Wert auf stimmige Details gelegt

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Yannik Busch Im Alter von 19 Jahren nahm Yannik Busch an der deutschen Meisterschaft im Natural Bodybuilding teil. Der begeisterte Kraftsportler wollte sein Hobby zum Beruf machen und begann ein duales Studium zum B. A. Fitnessökonomie an der DHfPG. Nach Stationen bei FIT/ONE, einem Studio für Personal Training und clever fit beschloss Yannik Busch, in seiner Heimat ein eigenes Fitnessstudio aufzumachen. 2020 eröffnete er das WHY.BE.FIT Hillesheim. Parallel zum Studiobetrieb machte er seinen Master in Fitnessökonomie. Im Frühjahr 2022 folgte die Eröffnung eines personalarmen Fitness Clubs (fit+ Franchise), im Februar 2024 kommt das WHY.BE.FIT Blankenheim dazu.

Instagram und Co. clever genutzt Das Recruiting läuft komplett über Social Media, wo sich die relevante Zielgruppe informiert: „Bisher hat das immer gut funktioniert. Wenn wir eine Stelle besetzen wollten, war sie bisher innerhalb von einem bis eineinhalb Monaten neu vergeben.“ Trotzdem hält Yannik Busch immer die Augen nach neuen dual Studierenden offen, denen er im WHY.BE.FIT wegen der geplanten Expansion in den nächsten fünf Jahren gute Karrieremöglichkeiten bieten will. Natürlich nutzt das Fitnessstudio Social Media auch zur Kommunikation mit den Mitgliedern. Zwei Studierende posten wöchentlich drei Beiträge auf Instagram, Facebook und TikTok. Dafür gibt es klare Designvorgaben, besonders beliebt sind Insta-Stories. Weil das Studio gut läuft, wird in regelmäßigen Abständen das Equipment erweitert: „Die Mitglieder dürfen per Umfrage auf Instagram bestimmen, welches Gerät wir anschaffen“, erzählt Yannik Busch. „Da dort die Reaktionsquote am höchsten ist und die Mitglieder, die sich für neue Trainingsgeräte interessieren, interagieren.“

Personallose Öffnungszeiten

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Mit seinen 26 Jahren hat Yannik Busch in der Fitnesslandschaft seiner Heimat schon einiges bewegt. Man darf gespannt sein, in welchem Tempo er seine Vision weiterverfolgen wird.

WHY.BE.FIT in Zahlen Fläche des Studios gesamt:

880 m2

Kraft: Cardio: Beweglichkeit und Functional Fitness: Outdoor: Wellness:

550 m2 150 m2 70 m2 220 m2 20 m2

Ausstattung: Kraft: gym80 Cardio: Precor Beweglichkeit: gym80 Circular Gerätezirkel, gym80 Mobility Qube, Dr. Wolff Functional: gym80 Diagnostik: InBody 770 inkl. InBody TOUCH Wellness: Solarium von MegaSun, Massageliege

Mitarbeitende:

2 Festangestellte 2 dual Studierende 5 Teilzeitkräfte

Foto: WHY.BE.FIT

Neue Wege geht das WHY.BE.FIT auch an anderer Stelle. Unter der Woche ist von 6 bis 24 Uhr, am Wochenende von 6 bis 22 Uhr geöffnet, aber es gibt zum Teil personallose Öffnungszeiten. „Das ist ein großer Vorteil für den Betrieb und die Mitglieder“, so Yannik Busch. „Heute muss aus meiner Sicht kein Studiomitarbeiter um 6 Uhr morgens oder 23 Uhr abends vor Ort sein. Gleichzeitig möchten die Mitglieder aber zu diesen Zeiten trainieren, z. B. vor der Arbeit oder nach der Spätschicht.“ Ermöglicht wird der Zugang durch eine elektronisch gesteuerte Eingangstür und Videoüberwachung. Durch Personalzeiten von 10 bis 21 Uhr in der Woche und mehrfach besetzt Schichten ist dennoch eine starke Betreuung der Mitglieder gewährleistet. Diese wissen, wann sie Personal antreffen und Fragen stellen können, aber aufgrund ihrer persönlichen Einweisung zum Anfang auch, wie sie ihr Training allein gestalten können.

Anfängliche Bedenken wegen Diebstahls oder unbefugten Eindringens während der personallosen Öffnungszeiten haben sich inzwischen erledigt. „Das hat man auf dem Land schnell im Griff“, sagt Yannik Busch. „Ich kenne die Mitglieder. Falls jemand heimlich einen Freund zum Training mitnimmt, sehen wir es auf der Kamera. Dann wird das Mitglied angesprochen und bekommt eine mündliche Verwarnung.“ Da sich die Mitglieder großteils untereinander kennen und freundlich miteinander umgehen, vertraut man sich gegenseitig.

WHY.BE.FIT Industriestraße 19 | 54576 Hillesheim | www.whybefit.de

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Ihre Studiokonzepte sind unterschiedlich. Aber alle erreichen MEHR mit EGYM. Entdecke unsere passgenauen Konzeptlösungen für dein Studio. Von der Gewinnung neuer Mitglieder bis zur Optimierung deines Geschäfts, wir helfen dir, deine unternehmerischen Herausforderungen im Studio-Alltag zu meistern.

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AKTUELLES | KUNDENBINDUNG DURCH DIGITALISIERUNG

Fotos: Beaunitta V W/peopleimages.com, kras99 – stock.adobe.com

Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff

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Die Bindung ihrer Bestandsmitglieder ist neben der Gewinnung von Neumitgliedern der Umsatzgarant für Fitness- und Gesundheitsstudios. Die Digitale Transformation ist in der Fitness- und Gesundheitsbranche in vollem Gange und bietet vielfältige Optionen zur Kundenbindung. Betreiberinnen und Betreiber stehen vor der Herausforderung, aus einem riesigen Angebot genau die Tools und Anwendungen zu implementieren, die zu ihrer Anlage passen. fitness MANAGEMENT international betrachtet diese Herausforderung vom gewünschten Ergebnis her und hat dazu drei Studiobetreiber befragt, die digitale Anwendungen sehr erfolgreich für die Bindung ihrer Kunden nutzen.

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ie Digitale Transformation und die damit einhergehenden Möglichkeiten wurden in der Fitness- und Gesundheitsbranche lange abwartend betrachtet. Viele Branchenteilnehmer stellten sich Fragen: Welchen Mehrwert bringt die Digitalisierung für die Studios? Welchen Mehrwert kann sie für die Mitglieder bringen? Wie lassen sich digitale Optionen handhaben?

Inzwischen sind digitale Anwendungen fester Bestandteil in allen Bereichen des Lebens und z. B. Streaminganbieter so gut wie in allen Haushalten zu finden. Auch Fitness- und Gesundheitsanbieter haben sich orientiert und in den vergangenen Jahren gezielt in die Digitale Transformation ihrer Anlagen investiert.

Mit ihrer vorsichtigen Zurückhaltung war die Branche nicht allein. Die meisten Menschen haben eher skeptisch abgewartet und auf Erfahrungen anderer gezählt, weil sich technische Möglichkeiten unglaublich schnell entwickelten und es nicht einfach war und immer noch nicht ist, alle Entwicklungen und Optionen im Blick zu behalten.

Rückblick: 2019 hatte die Digitalisierung in der Fitness- und Gesundheitsbranche bereits Fahrt aufgenommen. Für die Eckdatenstudie 2020 gaben gut zwei Drittel (67,5 %) (DSSV, 2020) der deutschen Studiobetreiber an, 2019 in die Digitalisierung investiert zu haben (Einzelstudios 63,9 %; Kettenbetriebe 76,9 %; Mikrostudios 69,9 %).

Die Pandemie als Beschleuniger

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AKTUELLES | KUNDENBINDUNG DURCH DIGITALISIERUNG Die Corona-Pandemie beschleunigte diesen Trend immens. Mit den Studioschließungen mussten Betreiberinnen und Betreiber quasi über Nacht ein digitales Trainingsangebot für ihre Mitglieder gestalten und produzieren. Kurse wurden aufgezeichnet oder live gestreamt, Social-Media-Kanäle wurden für die Kommunikation mit den Mitgliedern intensiv bespielt. Für die Eckdatenstudie 2021 gaben dementsprechend drei Viertel (75,2 %) (DSSV, 2023) der deutschen Studiobetreiber an, im ersten Corona-Jahr 2020 in die Digitalisierung ihrer Anlagen investiert zu haben (Einzelstudios 71,7 %; Kettenbetriebe 95,5 %; Mikrostudios 46,7 %). 2021 investierten sogar rund 80 Prozent der Studios (Einzelstudios 77,8 %; Kettenbetriebe 96,9 %; Mikrostudios 51,2 %) in die Hard- und Software ihrer digitalen Studioausstattung. Die Branche zeigte sich lernfähig und flexibel und die digitalen Angebote wurden immer professioneller. Viele Studios haben auch nach der Pandemie noch digitale Kurse im Angebot – als Service, Upselling-Tool oder Add-on für ihre Kundinnen und Kunden.

Was wollen Mitglieder? Für die digitale Weiterentwicklung der Branche sind drei Erkenntnisse aus der Corona-Zeit besonders nachhaltig: Social-Media-Kanäle sind unkompliziert in der Handhabung, kostengünstig und sehr effektiv für die Kommunikation mit Mitgliedern, Kunden und Interessenten sowie möglichen Interessenten. Daten machen den Unterschied. Digitale Anwendungen sammeln z. B. die Teilnehmerzahlen von Kursen, die Trainingshäufigkeit einzelner Mitglieder und viele weitere Indikatoren für die Wünsche und Vorlieben der Studiomitglieder. Alle Zahlen können getrackt und ausgewertet werden und als Basis für eine zielgenaue Weiterentwicklung der Angebote der Studios dienen – vom Trainingsangebot über Nahrungsergänzung bis hin zu Wellness. Studios bekommen durch digitale Tools die Möglichkeit, ihre Kundinnen und Kunden genau zu verstehen und können exakte Kundenprofile zeichnen. Auf der Basis valider Daten können sie Strategien entwickeln (Predictive Intelligence), wie sie ihr Angebot für einzelne Profile passgenau verbessern können, um ihre Bestandsmitglieder zu binden und Neumitglieder zu gewinnen. Während der Lockdowns konnten Betreiberinnen und Betreiber eindrucksvoll erleben, wie sehr die Menschen ihr Training im Studio vermissten und welch positive Unterstützung viele Studios von ihren Mitgliedern bekamen. Digitale Trainingsangebote können das Training – ob im Kurs oder auf der Fläche – nicht ersetzen, sondern können es sinnvoll ergänzen.

Mehrwerte nutzen Digitale Tools und Anwendungen bieten einen echten Mehrwert für Studios. Den Studioteams werden Routinetätigkeiten abgenommen. Durch die Automatisierung vieler zeitraubender Prozesse im Studioalltag gewinnen Trainerinnen und Trainer wertvolle Zeit für die Betreuung der Mitglieder und Interessierten. Onboardings und Check-ups verlaufen schneller und präziser.

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Mitglieder profitieren insbesondere von der gewonnenen Zeit der Mitarbeitenden, aber auch davon, dass diese sie auf Basis individuell ermittelter Daten zielgerichtet coachen können. Kundinnen und Kunden, die persönlich anhand ihrer eigenen Trainingsdaten beraten und betreut werden, haben transparente, nachvollziehbare Trainingserfolge und entwickeln eine emotionale Bindung zum Studio, was zu einer Verlängerung der Customer Lifetime führt. Digitale Trainingsfeatures – auch die Industrie hat in den vergangenen Jahren enorme Entwicklungssprünge gemacht – sorgen zusätzlich für Entertainment, Information und Motivation während des Workouts, sei es durch den Film auf dem Laufband oder ein forderndes Trainingsprogramm am Kraftgerät. Mitglieder profitieren auch von der zielgerichteten Ansprache durch das Studio: keine unspezifischen Newsletter mehr, sondern WhatsApp-Mitteilungen mit individuell relevanten Informationen. Für Studios ergeben sich aus einer konsequenten Vernetzung von Verwaltung, Trainingsfläche und Marketing viele Optionen für eine umfassende und persönlich zugeschnittene Betreuung ihrer Kundinnen und Kunden mit einer individuellen Ansprache, die die spezifischen Ansprüche und Bedürfnisse der Mitglieder berücksichtigt. Studiobetreiberinnen und -betreiber stehen vor der Herausforderung, mit einer durchdachten Strategie, die die Besonderheiten ihres Standortes, ihrer Zielgruppen und die Voraussetzungen in ihren Studios miteinbezieht, die für ihre Anlage passenden Tools zu finden und einzusetzen.

Digitale Transformation in Studios In welchen verschiedenen Ebenen die Digitalisierung in Fitness- und Gesundheitsanlagen zielgerichtet für die Kundenbindung eingesetzt werden kann und welche Tools und Anwendungen sich in der Praxis bewähren, beantworten drei Interviewpartner aus verschiedenen Bereichen der Branche. Der ehemalige IT-Unternehmensberater Jürgen Kohne ist Geschäftsführer der Sport Lounge Munte in Bremen. Es liegt in seiner DNA, manuelle Prozesse in digitale Prozesse zu transferieren und zu überprüfen. Philipp Roskot verantwortet die Zukunftsprojekte für die clever-fit-Studios in Dieburg und Groß-Umstadt. Für ihn macht die Mischung aus echten menschlichen Emotionen und modernen Hilfsmitteln das Trainingserlebnis in den Studios besonders. Der Geschäftsführer von Holmes Place Deutschland, Carsten Kerner, ist Diplom-Informatiker und hat viele Jahre in leitender Funktion in Softwareunternehmen gearbeitet. Eines seiner Prinzipien lautet, den Kunden ohne Kompromisse die bestmögliche User Experience zu bieten.

Auszug aus der Literaturliste DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (Hrsg.). (2020). Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2020. Hamburg: Hrsg. DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (Hrsg.). (2023). Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2023. Hamburg: Hrsg. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte presse@fitnessmanagement.de.

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Nachhaltige Kundenbindung durch Digitalisierung

Das eine tun und das andere nicht lassen! Interview mit Jürgen Kohne, Sport Lounge Munte

JÜRGEN KOHNE Der Geschäftsführer ist in der Fitnessbranche ein Quereinsteiger. Jürgen Kohne startete seine Karriere 1972 als Systemprogrammierer bei Airbus. Anfang der Achtzigerjahre machte er sich als IT-Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Netzwerken, Netzwerkmanagement und Systemprogrammierung selbstständig. In den Neunzigerjahren spezialisierte er sich auf Banken, die Digitalisierung von Altsystemen und Prozessen sowie die Begleitung von Fusionen. 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Sport Lounge Munte GmbH, an der er als Gesellschafter beteiligt ist, und die 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. www.sportlounge-munte.de

fMi: Wie beschreiben Sie Ihr Studiokonzept, Ihre Positionierung und Ihre Zielgruppen? Jürgen Kohne: Ich betreibe ein Gesundheitsstudio. Neben der Kernkompetenz Training bieten wir Kurse und Sportangebote wie Badminton und Squash an, außerdem Wellness und Beautyanwendungen.

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Inwiefern beeinflusst Ihr beruflicher Werdegang diese Art der Prozessoptimierung? Meine Erfahrungen mit der Digitalisierung und Prozessoptimierung prägten das Studio von Anfang an. Für das Tagesgeschäft waren natürlich digitale Hilfsmittel wertvoll, für die Verwaltung nutzten wir eine Software und der Check-in wurde durch Chipkarten vereinfacht. Unsere Mitarbeitenden konnten am PC erkennen, wer im Studio war, wie häufig ein Mitglied trainierte etc. Zur Unterstützung der Trainerinnen und Trainer hatten wir ebenfalls bereits Software im Einsatz. fitness MANAGEMENT international

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Foto: Sport Lounge Munte

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die gesundheitsorientiertes Training suchen. Wir bieten verschiedene Coachings und Personal Trainings an. Damit vermitteln wir unseren Mitgliedern die Trainingssteuerung unserer komplexen Leistungen. In den Rehakursen zeigen wir, dass Bewegung guttut und Krafttraining für die Muskeln ebenso wichtig ist wie tägliches Zähneputzen für die Gesundheit. Zur Zielgruppe gehören auch Firmenfitnessmitglieder sowie Tagesgäste für den Sport- und Wellnessbereich.

Seit knapp 20 Jahren leiten Sie die Sport Lounge Munte. Warum setzten Sie dabei konsequent auf Digitalisierung? Als ich 2000 die Anlage mit Geschäftsfreunden übernahm, tat ich damit Werder Bremen einen Gefallen. Dem Verein gehörte das Grundstück mit Gebäuden, in denen Pächter seit den Siebzigerjahren verschiedene Sportarten anboten. Wegen ihrer guten Lage und der modernen Ausrichtung war die Anlage sehr geschätzt, verschiedene Betreiber gerieten jedoch in Insolvenz. So bot ich im Juni 2004 meinen Mitgesellschaftern an, die Geschäftsführung der Sport Lounge Munte zu übernehmen. Ich bin von Haus aus Kaufmann, kein Studiobetreiber. Seit 1974 bin ich in der IT, früher EDV, tätig. 1984 machte ich mich als Unternehmensberater im IT-Bereich selbstständig. Meine Aufgabe war es, manuelle Prozesse in digitale Prozesse zu transferieren und zu überprüfen. So funktioniere ich heute noch. Als Zahlenmensch versuche ich, sich ständig wiederholende Aufgaben zu digitalisieren.


Seit 2011 führen wir Körperanalysen mit InBody durch. Als dann Geräte für digitale Trainingsunterstützung auf den Markt kamen, war ich sofort dabei. Wir setzen seit 2013 EGYM ein. Heute scannen wir unsere Mitglieder im Fitness Hub und machen so automatisch das Onboarding an allen elektronischen Geräten. Der Maximalkrafttest errechnet mithilfe der Hub-Daten eine nahezu korrekte Trainingssteuerung. Gerade für ungeübte Mitglieder ist das eine großartige Hilfe und erspart den Trainerinnen und Trainern die Zeit, in der sie sonst Geräte einstellen würden. So können sie ihre Skills für hochwertigere Aufgaben nutzen. Die Erfassung der Trainingseinheiten an den digitalen Geräten zeigt unseren Mitgliedern ihren Erfolg, indem das biologische Alter (BioAge) ständig neu errechnet wird. Heute bilden die elektronischen Geräte nicht nur eine Trainingsmethode ab, sondern können dem Nutzer die gesamte Periodisierung und darüber hinaus spezielle Methoden für Dynamik, Reha oder – zurzeit ganz wichtig – die Stärkung des Immunsystems anbieten. Das zeigt, wohin der Weg geht. Der nächste Schritt wird sein, diese Ergebnisse zu nutzen, um mit KI-Prozessen das weitere Training zu planen. Trainer sollten den Mitgliedern dieses Portfolio vermitteln können. Ich habe diese Prozesse so ergänzt, dass kostenpflichtige Leistungen an den Geräten per RFID-Armband überprüft werden. Der Nutzer kann ein Guthaben einzahlen und Leistungen on demand über das Armband hinzubuchen. Wie unterstützt Sie Ihr digitales Angebot bei der Kommunikation mit den Mitgliedern? 2010 kam im Fitnessbereich der Begriff Premium auf, der heute verwässert ist. Das Premiumsegment wird durch Gesundheitsstudios und entsprechende Dienstleistungen ersetzt. Ich suche dafür seit einer Weile nach dem passenden Genre. Für den Übergang ist der Begriff Gesundheitsstudio hilfreich. Beim Recruiting sehe ich, dass sich akademisch ausgebildete Trainerinnen und Trainer damit zu Hause fühlen. Bei unseren umfangreichen Eins-zu-eins-Trainings spüre ich, wie wichtig meinen Mitgliedern ein digitales Angebot ist. Beim Coaching hilft die Digitalisierung enorm. Mein Team nutzt eine Trainer-App, um sich einen Überblick über das Training ihrer Klienten zu verschaffen, Dysbalancen zu erkennen, digitale Trainingsanleitungen zu erstellen und in der Member-App zur Verfügung zu stellen. Eins-zu-eins-Trainings werden per Tablet dokumentiert, das jeder Trainer und jede Trainerin bei sich trägt. Das Mitglied bekommt alle Informationen in unserer Branded Member App, wo alle digitalen Angebote zusammengefasst sind. Welche Bereiche Ihres Unternehmens profitieren am stärksten von der Digitalisierung – zum einen qualitativ im Hinblick auf den Service, zum anderen wirtschaftlich? Als ich die Geschäftsführung übernahm, wurde ein Großteil der Kommunikation noch in Papierform gemacht. Es gab Faxmitteilungen an Mitglieder und Geschäftspartner. Immerhin wurden Abbuchungen schon auf Diskette zur Bank gebracht. Heute funktioniert die Verwaltung im hohen Grad digital, wenn auch noch nicht zu 100 Prozent. Schriftverkehr, Rechnungen und Verträge werden digitalisiert, sodass man alle Unterlagen schnell zur Hand hat. 01/24

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Beim Check-in findet keine Schlüsselübergabe mehr statt. Mitglieder checken mit dem RFID-Armband ein und nutzen darüber auch den Spind. Das spart Zeit am Empfang, wo wir nur für die hohe Anzahl an Tagesgästen manuell Armbänder ausgeben. Hilfreich ist auch, dass durch die Digitalisierung nicht nur ein einzelner Trainer das Wissen über ein Mitglied hat, sondern sich auch Kollegen ein Bild von dessen Trainingsstand machen können, falls sie einmal übernehmen sollten. Durch die digitalen Geräte können außerdem sehr viel mehr Mitglieder in kürzerer Zeit ihr Training absolvieren. Wir haben ca. 3.000 Mitglieder. In der Hauptsaison sind zu Spitzenzeiten über 500 Personen im Studio. Wie gelingt es Ihnen als Premiumfitnessanbieter, erfolgreich online Leads zu generieren, die zum Abschluss von Mitgliedschaften führen? Wir haben schon sehr früh Landingpages zur Generierung von Leads installiert. Dabei hat uns ein Dienstleister geholfen: Mit dessen App werden Leads gesammelt, die das Trainerteam direkt auf die Tablets bekommt. Ein Lead ist „heiß“, wenn er innerhalb von zehn Minuten kontaktiert wird. Das ist meine Wunschvorstellung, aber nicht immer umsetzbar. Inzwischen arbeiten wir mit drei Dienstleistern zusammen. Mit fitaso werben wir für unsere eigenen Angebote, also Gesundheitstraining, mit der KWS sprechen wir die Rehakunden an und mit FACEFORCE erstellen wir unsere Jahreskampagnen. Seit April dieses Jahres haben wir mitfitMEMBER von FACEFORCE aktiviert. Dieses Produkt generiert keine Leads, sondern Mitglieder. Wer das Angebot über Facebook bucht, kommt mit einer Mitgliedschaft ins Studio und nutzt 14 Tage lang kostenfreies Training mit täglicher Kündigungsfrist. Ohne eine Kündigung wird die Mitgliedschaft kostenpflichtig. Dadurch kommt eine ganz neue Zielgruppe ins Studio. Die Menschen sind jünger und wollen vornehmlich frei im Functional- oder Hantelbereich trainieren. Wer mehr will, kann das Gesundheitstraining dazubuchen. Ich probiere gern neue Angebote aus. Aber meine Erfahrung sagt auch, dass ein Urteil über den Erfolg erst nach circa zwei Jahren abgegeben werden sollte. Wer denkt, dass sich solche Systeme sofort rentabel zeigen, irrt, denn dann würde es doch jeder sofort machen, oder? Welchen Stellenwert haben bei Ihnen digitale Leistungen, die die Mitglieder als Dienstleistung hinzubuchen können? Seit 2011 haben wir mit sehr großem Erfolg die Wochenpreise und ein Modulsystem eingeführt. Wir buchen wöchentlich bei den Mitgliedern ab. Unsere Standardverträge schließen das digitale Strength- und fle-xx-Training ein, aber die Mitglieder können auch noch digitales Cardiotraining oder weitere Strength-Trainingsprogramme hinzubuchen. Das gilt auch für kognitives Training am SKILLCOURT®, Balancetraining am Sensopro, die Analyseberechtigung für InBody etc. Diese Module nutzen wir, um unsere Mitglieder langfristig zu binden. Für eine Zubuchung zum Standardvertrag muss der Vertrag verlängert werden, erst dann wird das Modul günstiger

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AKTUELLES | KUNDENBINDUNG DURCH DIGITALISIERUNG | ANZEIGE oder sogar kostenlos. Durch diesen ständigen Prozess haben wir eine sehr niedrige Fluktuation erreicht. Auch über die Pandemie hat uns das System geholfen, denn Ende 2019 hatte ein Großteil unserer Mitglieder die Verträge um 24 Monate verlängert. Auch für unser Trainerteam sind Vertragsverlängerungen ein wichtiges Instrument, da sie provisioniert werden. Wie erfolgreich ist dieses Geschäftsmodell und wie hoch ist der Anteil der Mitglieder, die Zusatzleistungen buchen? Die Module kosten je zwischen 0,50 EUR und 3 EUR. Ab einer gewissen Anzahl oder einem Höchstbeitrag gibt es das „All-inone“-Paket. 80 Prozent unserer Mitglieder nutzen die Zusatzmodule, es ist also sehr erfolgreich. Provokativ gefragt: Widerspricht der Gebrauch von digitalen Tools nicht in Teilen dem Anspruch eines Premiumanbieters in Bezug auf die persönliche Betreuung? Das eine tun und das andere nicht lassen! Das sehen wir gerade bei dem Projekt „Online-Mitgliedschaften“. Ich war lange skeptisch, ob sie zu uns als Gesundheitsstudio passen. Hier wird eine neue Zielgruppe erfasst. Es ist Aufgabe des Teams, Mitglieder, die bisher am liebsten im Functional- und Hantelbereich trainierten, im Coaching vom ganzheitlichen Gesundheitstraining zu überzeugen. Bei der Einführung von digitalen Kursangeboten bin ich hinund hergerissen. Aufgrund der Personalsituation – Stichwort Fachkräftemangel – werde ich daran nicht vorbeikommen. Allerdings ist mein Plan, dass trotzdem ein Trainer als Coach in den Kursen anwesend ist. Er muss bspw. nicht die Choreografie vorführen, kann aber den Teilnehmenden Hilfestellungen und Trainingstipps geben, Upselling eingeschlossen! Beobachten Sie bei unterschiedlichen Zielgruppen eine unterschiedliche Affinität zur Nutzung digitaler Angebote? Ja, natürlich. Anfänger fühlen sich im Zirkel für Beweglichkeit und Kraft an digitalen Geräten, die sich automatisch einstellen, sehr wohl und sicher. Beim Fortschreiten werden Seilzüge und freies Training in die Trainingssteuerung eingebunden. Junge und geübte Mitglieder bevorzugen häufig freies Training. Durch die Öffnung der digitalen Geräte in den Open-Modus mit neuen Bildschirmanzeigen wird freies Training ebenfalls erfasst und wir erkennen langsam auch bei dieser Zielgruppe einen Bedarf. Unsere Mitglieder haben dafür einen halbstündigen Expertentermin pro Quartal, der vertraglich mit der Servicepauschale von 25 EUR abgedeckt ist. Für die Trainerinnen und Trainer ist das eine Gelegenheit, sich zu präsentieren und eventuell ein Upselling zu generieren. Auf alle Fälle erhält der Trainer einen Teil der Servicepauschale als Belohnung.

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Mitarbeitenden im Hinblick auf Prozesse und digitaleTools geschult und diese wiederum strikt umgesetzt werden. Alle meine Mitarbeitenden haben eine akademische Ausbildung oder sind noch in der Ausbildung. Zudem machen wir regelmäßig interne Schulungen durch eigene Mentoren oder engagieren externe Instruktoren, um das Know-how für die digitalen Tools bestimmter Hersteller zu vermitteln. Auch in der digitalen Welt sind Human Resources die wichtigsten Ressourcen. In der Hochsaison trainieren über 500 Personen bei uns im Haus. Sie können nicht alle permanent ein Eins-zu-eins-Training bekommen, sondern müssen lernen, ihre Trainingssteuerung selbst zu organisieren. Der Weg dorthin ist die Aufgabe der Trainerinnen und Trainer durch das Coaching. Digitale Geräte und Tools sind dabei für uns eine wertvolle Unterstützung. Welche Tools zur digitalen Betreuung haben sich im Kontakt und zur Bindung Ihrer Mitglieder besonders bewährt? Bei uns gibt es kein Probetraining. Wir bieten Interessierten eine Erlebnistour. Dabei erfahren sie, wie es um ihre Beweglichkeit, kognitiven Fähigkeiten – jede Bewegung beginnt im Kopf – und Gesundheit steht. Sie werden über unsere Homepage sowie die Jahresmarketingkampagnen auf Facebook und Instagram auf uns aufmerksam. Sobald sie Mitglied werden, bekommen sie die munter-App mit allen Schnittstellen zu Trainingsergebnissen, Körperanalysen, Terminplänen, News etc. zur Verfügung gestellt. Diese Tools werden immer häufiger genutzt. Aber die persönliche Ebene, vom Empfang bis hin zur Trainingsfläche, hat ihren Reiz trotzdem noch nicht verloren. Welche Fallstricke müssen Studiobetreibende bei der digitalen Kundenbetreuung beachten? Haben Sie Tipps zur Fehlervermeidung? Mitarbeitende müssen abgeholt, Investitionen für Weiterbildung eingeplant werden. Auch die Kundengruppe des nichtdigitalen Zeitalters müssen wir beachten, die wollen wir doch nicht verlieren. Wichtig ist darüber hinaus eine offene digitale Welt. Die Schnittstellen der digitalen Prozesse dürfen keine Einschränkungen für uns Unternehmer haben. Die im Studio generierten Daten sind Gold wert, die dürfen wir nicht verschenken.

Wie ist das Feedback Ihrer Kundinnen und Kunden? Kurz gesagt: Unser Feedback ist die Generierung von Neukunden über Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Mitglieder nehmen ihren Expertentermin wahr, der ist ihnen wichtig. Und die Fluktuation ist bei uns überschaubar.

Wird die Digitalisierung die Kundenbetreuung in der Fitnessund Gesundheitsbranche noch weiter verändern? Wie bereiten Sie sich darauf vor? Derzeit geht ein neues Konzept durch die Decke: das personallose Studio. Kameras werden aufgehängt, Bildschirme, Mikrofone und Lautsprecher installiert und an einer zentralen Stelle sitzen Trainer vor dem Bildschirm und beobachten das Geschehen im Studio. Die Trainierenden können sie jederzeit ansprechen und umgekehrt. Der räumlich entfernte Trainer kann Hilfe bei den Übungen geben und im Notfall eingreifen. Für die Branche ist das ein Gamechanger, für mich kommt ein personalloses Studio nicht infrage.

Wie wichtig sind Ihre Mitarbeitenden und deren Know-how für die Planung und Umsetzung der Digitalen Transformation? Heute wächst die Jugend mit der digitalen Welt auf. Diese Alltagstools haben mit der Handhabung am Arbeitsplatz jedoch wenig zu tun. Bei der strukturellen Arbeit im Studio müssen die

KI-basierte Trainingssteuerungen auf Basis der digital erfassten Trainingsdaten einer Person werden die nächste Innovationsstufe erreichen und die weiteren Schritte vorgeben. Mal schauen, was die Hersteller uns demnächst noch alles zu bieten haben. Ich bleibe offen für Innovationen. fitness MANAGEMENT international

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Nachhaltige Kundenbindung durch Digitalisierung

Digitales Training soll nicht das konventionelle Training ersetzen Interview mit Philipp Roskot, clever fit Dieburg und Groß-Umstadt

PHILIPP ROSKOT Philipp Roskot (Jahrgang 1997) begann seinen Weg in der Fitnessbranche schon als Jugendlicher und führte ihn nach dem Abitur durch verschiedene Aushilfsjobs im Studio seiner Eltern weiter. Sie betreiben seit 2012 das clever fit Dieburg und seit Ende 2020 auch das clever fit Groß-Umstadt. 2021 schloss Philipp Roskot sein duales Studium der Fitnessökonomie an der DHfPG ab. Seitdem übernimmt er eine leitende Rolle in den beiden Studios und verantwortet Zukunftsprojekte.

Eine intelligente und moderne Kundenbetreuung ist uns sehr wichtig. Als ich im Frühjahr 2021 bei den EGYM Digital Days in

Welche Bereiche profitieren am stärksten von der digitalen Unterstützung und wie macht sich das bemerkbar? fitness MANAGEMENT international

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Foto: Benjamin Olszewski / OptiMal Training GmbH

fMi: Welchen Stellenwert haben digitale Tools, Programme und Angebote in Ihren Studios? Philipp Roskot: Digitale Tools, Programme und andere digitale Angebote haben in unseren Studios einen hohen Stellenwert, der sich in den vergangenen Jahren immens entwickelt hat. In meiner Ausbildungs- bzw. Studienzeit haben wir Trainingspläne noch auf Papier geschrieben. Das ist Geschichte, seitdem wir mit der Magicline und der EGYM Trainer App arbeiten.

Digitale Trainingspläne schreiben wir seit Mitte 2020 mit Magicline und MySports und nutzen deren gesamte Bandbreite an Möglichkeiten, um das Erlebnis unserer Mitglieder und damit die Bindung zu unseren Kundinnen und Kunden auf einem hohen Niveau zu halten. Unsere Kunden haben die Möglichkeit, in der MySports App ihre persönlichen Daten einzusehen und zu verändern. Darüber hinaus können sie Termine für die Trainingsbetreuung oder auch Kurse von überall buchen. Der Self-Service-Bereich für den Kunden innerhalb dieser Anwendung umfasst zudem die Buchung von Zusatzmodulen, Beantragung von Ruhezeiten, Änderung von Bankdaten, Protokollierung von Check-ins für die Krankenkasse u. v. m. Wir haben auch ein Treueprogramm installiert, das die Treue unserer Kundinnen und Kunden mit Punkten und schließlich Prämien belohnt.

www.clever-fit.com/de/fitnessstudio/dieburg; www.clever-fit.com/de/ fitnessstudio/gross-umstadt

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München war, sagte mir deren Expertise im Bereich Software und Trainingsbetreuung sofort zu. Etwa ein Dreivierteljahr später standen dann auch schon die ersten elf Geräte bei uns im Studio. Das war gleichzeitig der Startschuss für die Trainer App.


Der Studiobetrieb profitiert von den vielfältigen Optionen, die uns die Softwares bieten. Essenziell ist dafür eine moderne IT-Infrastruktur im Studio. Ohne stabile Internetverbindung, die das gesamte Studio sicher abdeckt, sowie Hardwaresysteme, wie z. B. von GANTNER, würden die Softwares nicht diesen Wirkungsgrad haben.

Wie ist das Feedback Ihrer Mitglieder auf die neuen digitalen Angebote? Wie digitalaffin sehen Sie Ihre Hauptzielgruppe? Nicht alle Mitglieder nutzen alle digitalen Angebote in unseren Studios. Aber wenn ich darauf schaue, wie viele Personen ab 60 oder 70 Jahren mit unseren Apps arbeiten und damit auch gut zurechtkommen, bin ich schon stolz auf diese Entwicklung.

Ich würde unser Unternehmen in drei Kategorien einteilen: Trainingsbetreuung bzw. Trainingsfläche, Verwaltung und Services. In diesen Kategorien arbeiten verschiedene Menschen mit den verschiedensten Aufgaben – alle mit dem gleichen Stellenwert. Auf der Trainingsfläche profitieren Mitglieder und Trainerteam mehr von der digitalen Trainingssteuerung und bei den anderen beiden Kategorien stärker vom Potenzial der Software und der Zuverlässigkeit unserer Ausstattung.

Unsere größte Zielgruppe sind die 18- bis 35-Jährigen. Sie sind sehr viel technikaffiner und der Anteil der Nutzer der digitalen Anwendungen ist größer als bei den Älteren. Das Potenzial ist aber noch nicht ausgeschöpft. Um das zu ändern, bewähren sich die Tools sehr gut, die in der Ausstattung des Floors bereits enthalten sind. Der Bildschirm mit dem Ranking sorgt für Aufmerksamkeit und lockt immer mehr Mitglieder auf den Digital Fitness Floor – aus allen Altersklassen. Wir arbeiten an einem Belohnungssystem für Tages- oder Wochensieger, um den Floor weiter zu promoten.

Wie weit ist die Digitalisierung in Ihren Studios fortgeschritten und wie umfangreich schätzen Sie die digitalen Optionen ein, die noch auf Sie zukommen? Wir haben zwar keine Self-Service-Terminals oder eine robotisierte Künstliche Intelligenz, aber andere Optionen der Digitalisierung haben wir in unseren Studios gut genutzt. Die Vision einer unterstützenden Servicekraft in Form eines Hologramms – z. B. in einem Personal-Trainer-Raum für eine Eins-zu-eins-Betreuung, wo eine Künstliche Intelligenz basierend auf gewonnenen persönlichen Daten zeitlich, aber auch qualitativ effizient die Customer Journey der Gäste verbessert – finde ich spannend. Ernährungspläne können heute schon mit ChatGPT erstellt werden, müssen aber immer fachlich geprüft und den Gästen von Menschen erläutert werden. Dabei möchte ich klar betonen, dass es immer unser Team sein wird, das den Unterschied macht. Die noch kommenden Digitalisierungsmöglichkeiten können unsere Studios aber auf ein neues Level bringen, wenn sie richtig für das Studio und für die Mitglieder genutzt werden. Wie haben Sie das digitale Angebot in die Struktur der Mitgliedsbeiträge eingebunden? Der Digital Fitness Floor ist als Bestandteil unserer BlackLabel-Mitgliedschaft ein Upselling-Tool. Die Red-Label-Mitgliedschaft beinhaltet „nur“ das Training. Im Rahmen des Onboardings gehen wir mit allen Interessierten an den Fitness Hub und lassen sie das unterstützte Training ausprobieren. Wenn es ihnen gefällt, können sie es jederzeit dazubuchen. Unsere Interessenten können sich online über die Website oder über die Apps anmelden. Kundinnen und Kunden können über flexible Tagestickets sowie kurze, aber auch lange Erstlaufzeiten den Zutritt zum Studio erwerben. Standardzahlungsart ist das Lastschriftverfahren. Kunden haben aber auch die Möglichkeit, Tagestickets per PayPal oder Kreditkarte online zu zahlen. Vor Ort bieten wir auch die Zahlungsmittel Apple Pay und Google Pay sowie alle anderen Karten an. Noch bequemer machen wir es unseren Mitgliedern, indem sie alle Käufe im Haus auch mit ihrem Bändchen, also später mit dem Einzug des Mitgliedsbeitrags bezahlen können. 01/24

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Wie werden der Digital Fitness Floor, die KI-gestützten Geräte sowie die Trainingsdokumentation angenommen? Wie haben Sie das digitale Angebot in das herkömmliche Training organisatorisch eingebunden? Wir können den Freihantelbereich nicht ersetzen – das wollen wir auch gar nicht! Das digital unterstützte Training soll das konventionelle Training nicht ersetzen, sondern lediglich unterstützen. Aber zur schnelleren Erreichung und allgemeinen Unterstützung der eigenen persönlichen Ziele könnten noch mehr Menschen in unserem Studio davon profitieren. Wir können über die Software beobachten, dass die Anzahl der jüngeren und älteren Menschen, die regelmäßig auf unserem Digital Fitness Floor trainieren, stetig steigt. Selbst wenn Kunden eine gewisse Zeit den Fokus im Freihantelbereich haben und lediglich einmal in zwei Wochen digital trainieren, schadet das dem Digital Fitness Floor nicht. Gewonnene Trainingsergebnisse werden weiterhin getrackt und zusammen mit der Bioelektrischen Impedanzanalyse ausgewertet. Bodybuilder merken spätestens beim Flexibilitätstest, dass auch dem Hypertrophietraining neue Impulse guttun. Dadurch, dass wir alle Trainingspläne, die wir digital erfassen, auch physisch auf ein Blatt drucken können, werden diese Pläne ausnahmslos von allen Kunden positiv aufgenommen. Mithilfe der Trainer-App können wir alle Übungen digital festhalten. Über unsere clever-fit-App können unsere Kundinnen und Kunden ihre Pläne aufrufen und die gewonnenen Trainingsdaten stetig speichern und mitverfolgen. Es gibt kein vergessenes Trainingsbuch mehr. Wer vergisst heutzutage schon sein Handy? Welche Tools aus Ihrem digitalen Angebot bewähren sich besonders zur Kundenbindung? Eine große Bereicherung ist der Fitness Hub, da dem Kunden das Erreichte verständlich vermittelt werden kann. Eventuelle Motivationstiefs können durch eine Historiensammlung behandelt werden. Das BioAge zeigt unseren Kunden, wie viel „jünger“ sie in wenigen Monaten geworden sind. Das Großartige dabei ist, dass es keine allgemeinen Daten sind, sondern individuell, detailliert Ergebnisse gezeigt werden können. Wenn Mitglieder nach ihrem ersten Jahr Fitness

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AKTUELLES | KUNDENBINDUNG DURCH DIGITALISIERUNG | ANZEIGE wieder aussteigen wollen, weil sie denken, es würde nichts bringen, können wir anhand verlässlicher Daten das Gegenteil belegen. Sie generieren viele Daten in den digital unterstützten Trainingsbereichen. Wie nutzen Sie diese und inwieweit können Sie sie zur Kundengewinnung und -bindung verwenden? Mithilfe der Daten aus den analytischen Bereichen sowie der BIA können wir Zielgruppen über unser Marketing zielgerichtet ansprechen. Wir können z. B. Fettverlust oder Kraftzuwachs bei uns im Studio nachweisen und die Menschen über ihre Wünsche und Probleme direkt ansprechen. Ein Beispiel: Wir können aus den gewonnenen Daten Durchschnittswerte errechnen und Interessenten sowie Mitgliedern erklären, dass unsere Kundinnen und Kunden mit ihrem Einstieg ins Fitnessstudio und ihrem kontinuierlichen Training auf dem Digital Fitness Floor ihr BioAge in sechs Monaten durchschnittlich um drei Jahre verringern. Welche Rolle spielen Ihre Mitarbeiter und deren Know-how bei der Planung und Umsetzung der Digitalen Transformation und welchen Stellenwert nehmen sie bei der digital unterstützten Kundenbetreuung ein? „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.“ Bei all den großartigen digitalen Möglichkeiten muss die Bedienung für den Kunden, aber auch für die Mitarbeitenden so einfach wie möglich sein. Regelmäßige Briefings und Schulungen helfen unseren Mitarbeitenden, diese Veränderungen nachzuvollziehen und auch umsetzen zu können. Wir holen hierzu regelmäßig das Feedback unserer Teams ein und passen bei Bedarf die Schulung an oder optimieren den jeweiligen Prozess. Wenn wir Aufgaben zur Kundenbetreuung in der Trainer-App erstellen, bearbeiten wir diese regelmäßig. Digitale Hilfsmittel sind nur gute Hilfsmittel, wenn einzelne Mitarbeitende verstehen, mit ihnen gut umzugehen, und auch die Informationen, Funktionen und deren Mehrwert an die Mitglieder vermitteln können. Unser Team spielt eine entscheidende Rolle für die Digitale Transformation. Wie wird bei clever fit ein einheitliches Qualitätsmanagement in Bezug auf die Digitalisierung gewährleistet? Inwieweit nimmt die Franchisezentrale Einfluss auf die Prozesse in den Studios? Mithilfe von standardisierten infrastrukturellen Systemen wurde vor Jahren das Fundament von clever fit gebaut und wie bei einem Hausbau permanent optimiert. So ist es auch in unserem System.

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Welche „Knackpunkte“ und Fallstricke müssen Studiobetreiberinnen und -betreiber bei der digitalen Kundenbetreuung im Auge behalten? Haben Sie Tipps für die Fehlervermeidung? Die Kundenbetreuung sollte auf ein bis zwei Softwares fokussiert sein. Das minimiert die Anfälligkeit für Fehler. Wenn Mitarbeitende in einzelnen Prozessen Fehler machen, sollten Betreiber sich fragen, ob sie genug Zeit und Material für Schulungen zur Verfügung stellen und ob Prozesse und Schulungen noch zeitgemäß sind. Alle im Team sollten wissen, wie man z. B. Fehler bei einer Appregistrierung lösen kann oder wie man den Kundinnen und Kunden bei allgemeinen Nutzungsschwierigkeiten helfen kann. Mögliche Fehlerquellen oder Worst-Case-Szenarien sollten vorher besprochen werden. Am Ende zählt der menschliche Service, denn dieser kann kleine Fehler oder Schwierigkeiten wiedergutmachen. Ein weiterer Knackpunkt beim Thema Digitalisierung kann eine fehlende Infrastruktur sein. Man sollte hier schon etwas in die Zukunft denken und prüfen, inwieweit die eigenen Räume in Sachen Internettechnik strukturell noch optimiert werden können. Neue Anwendungen wie ChatGPT, die aktuell extrem gehypt werden, befinden sich noch im „Learning“ und es kann passieren, dass Falschinformationen wiedergegeben werden. Macht man sich noch die Mühe und schreibt eigene Blogs oder integriert man gleich ein intelligentes System? Ich persönlich nutze ChatGPT privat und teilweise geschäftlich und würde ähnliche Programme zur Unterstützung der Kundenbetreuung zukünftig mehr einbinden wollen. Weil wir noch keine Erfahrungswerte haben, ist die Frage hier nur, wie man es am geschicktesten macht und wie man Falschinformationen vermeidet. Inwiefern wird die Digitalisierung die Kundenbetreuung in der Fitness- und Gesundheitsbranche verändern und wie bereiten Sie sich darauf vor? Die Prozesse im Studio müssen einfach und verständlich strukturiert sein, damit uns am Ende möglichst viel individuelle Zeit mit unseren Kundinnen und Kunden bleibt. Wir möchten uns nicht mehr mit Zettelwirtschaft herumschlagen. Kein Teammitglied muss sich mehr Details zu einzelnen Kunden merken, da wir diese für alle Trainer und Trainerinnen in der Trainer-App darstellen können.

Die clever-fit-Zentrale selbst unterstützt uns mit einer modernen Website zur Zentralisierung und Integrierung der digitalen Möglichkeiten. Kundinnen, Kunden und Interessierte finden hier Nützliches zu den Themen Training, Mitgliedschaft und Termine. Dass die beiden Apps MySports und Branded Member App gebrandet sind, stärkt das clever-fit-Markengefüge.

Entscheidend für den Erfolg ist die Frage, inwieweit die Mitarbeitenden mit diesem System umgehen bzw. inwieweit sie den kompletten Funktionsumfang verstehen können. Hier bedarf es der Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neue Themen, für die gerade neue Tools zu implementieren sind. Da wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich fragen, wie sie damit zurechtkommen, gewinnen wir auch wichtiges Feedback aus der Praxis. Ich persönlich glaube an eine gute Mischung aus echten menschlichen Emotionen und modernen Hilfsmitteln, die das Trainingserlebnis in unseren Studios zu einem besonderen machen.

Auf interne Prozesse im Studio nimmt die Zentrale keinen großen Einfluss. Die individuellen Strukturen sind zu unterschiedlich. Wir arbeiten z. B. im Bereich Aufgaben und Kommunikation noch mit einer weiteren Software, die nicht Systempartner ist.

Zwei Leitsätze habe ich hierbei im Kopf, die sich gegenseitig bei der Entscheidungsfindung gesund regulieren. Der eine lautet: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, der andere: „Never change a running system.“ fitness MANAGEMENT international

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JEDE BEWEGUNG ZÄHLT, SCHLIEß DICH DER MYZONE BEWEGUNG AN #EffortOverEgo

Erfahre mehr unter myzone.org oder deutschland@myzone.org


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Nachhaltige Kundenbindung durch Digitalisierung

Das Wichtigste ist, unsere Kunden besser zu verstehen Interview mit Carsten Kerner, Geschäftsführer Holmes Place Deutschland

CARSTEN KERNER Der Diplom-Informatiker (TU Berlin) und gelernte Datenverarbeitungskaufmann Carsten Kerner (Jahrgang 1968) hat seit seinem neunten Lebensjahr aktiv Basketball gespielt. Während seiner Tätigkeit in der EDV-Beratung war er auch Manager des Berliner Basketballzweitligisten TuS Lichterfelde. 1999 übernahm er hauptberuflich den Managerposten beim Basketballbundesligisten Alba Berlin, der während seiner Amtszeit viermal deutscher Meister und zweimal DBB-Pokalsieger wurde. Nach seinem Ausscheiden bei Alba Berlin arbeitete Carsten Kerner ab 2004 in Softwareunternehmen, die auf den Ticketverkauf für Events spezialisiert sind, zunächst im Vertrieb später in leitender Funktion. Seit Januar 2021 verantwortet Carsten Kerner die Geschäfte von Holmes Place Deutschland. www.holmesplace.de

Dann kam mit Corona ein Schub in Sachen Digitalisierung. Plötzlich musste das Ziel sein, Kurse und Trainings im Live-

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2021 bin ich eingestiegen, mitten im Lockdown. Weil damals kein laufender Betrieb herrschte, hatte ich Zeit, mir die Fitnessbranche insgesamt sowie die Situation bei Holmes Place genau anzuschauen und gleichzeitig ein Gefühl zu entwickeln: Wo waren die größten Bottlenecks, wo die größten Schmerzen und wo die größten manuellen Workarounds. Es zeigte sich relativ schnell, wo man ansetzen musste. Diese Learnings habe ich in einen Dreijahresplan gegossen. Wir sind mit unserem Plan gut vorangekommen. 2024 ist das dritte Jahr mit dem Fokus auf Digitalisierung und wird auch das wichtigste werden, weil ganz viele Projekte, die direkte Abhängigkeiten untereinander haben, zu Ende gebracht werden. Wir sind bisher etwa zwei Drittel des Weges gegangen. Das letzte Drittel wollen wir im nächsten Jahr gehen. Es wird das Drittel sein, in dem auch unsere Mitglieder und unsere Kundinnen und Kunden viel davon sehen werden, weil sich in der App etwas verändert, weil sich auf der Website etwas verändert und, und, und. Anhand welcher Kriterien haben Sie den Masterplan für die Digitalisierung entwickelt? fitness MANAGEMENT international

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Foto: Holmes Place Health Clubs GmbH

fMi: Holmes Place feiert gerade 25-jähriges Jubiläum. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihren Studios fortgeschritten und wie weit ist der Weg, den Sie noch gehen müssen? Carsten Kerner: Holmes Place hat seit längerem in vielen Bereichen mit digitalen Lösungen und verschiedenen Plattformen gearbeitet, um praktische Probleme zu lösen und Prozesse zu vereinfachen, vor allem im Zuge der Einführung von Neuheiten. Zusammengefasst kann man aber sagen, dass das Thema Digitalisierung bis Corona mehr oder weniger beobachtet wurde. Es fehlte ein zielgerichtetes unternehmensübergreifendes Konzept mit Roadmap und einer Perspektive für die Zukunft, damit aus vielen Puzzleteilen ein Bild werden konnte.

stream anzubieten. Vorher hatte man das nicht gemacht, musste es also innerhalb von zwei, drei Monaten aus dem Boden stampfen. Das haben die Teams bei Holmes Place geschafft und rückblickend können wir sagen, dass es sehr erfolgreich war. Wir bieten diesen Service auch nach Corona weiterhin an.


Ganz zu Anfang habe ich drei Prinzipien für die Digitale Transformation gesetzt. Das erste Prinzip lautet, dass wir für unsere Kunden die bestmögliche User Experience bieten wollen – ohne Kompromisse. Der Zusatz ist ganz, ganz wichtig, weil wir bei Holmes Place in der Vergangenheit immer wieder Kompromisse machen mussten, was zu manuellen Workarounds führte. Das heißt, wir konnten unseren Kunden keinen perfekten Service anbieten, weil wir die technischen Voraussetzungen im Hintergrund noch nicht hatten. Da Service bei uns im Vordergrund steht, mussten wir Kompromisse machen. Das zweite Prinzip ist, dass wir in den Clubs alles digitalisieren und automatisieren wollen, was möglich ist, sodass kein Mitarbeiter mehr Zeit damit verschwendet, hinten im Büro zu sitzen und irgendwelche Listen oder E-Mails zu schreiben. Unser Team soll im Club mit den Mitgliedern im persönlichen Kontakt stehen, ihnen helfen, sie unterstützen oder Fragen beantworten. Das dritte Prinzip ist ein Versprechen an die Zukunft: Alle Daten, die wir aktuell sammeln und die wir zukünftig generieren, werden an einer Stelle zusammengeführt. Wir haben damit vor eineinhalb Jahren begonnen und werden diese Daten dazu nutzen, immer persönlicher und personalisierter mit unseren Mitgliedern und Kunden zu kommunizieren und sie besser zu verstehen. Wir haben ein Data Warehouse aufgesetzt, das über allem steht. Hier bündeln wir die Daten aus der Mitgliederverwaltung, aus unserer App, aus der EGYM Trainer App, von cardioscan, aus unserem Webshop Shopify sowie von unseren Google-Ratings und NPS-Umfragen, von allen Checkins, allen Gruppenbuchungen etc. Das Data Warehouse wird zukünftig die Grundlage all unserer Services sein. Welchen Stellenwert hat die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen? Sie hat grundsätzlich einen sehr hohen Stellenwert. Wenn wir diese Schritte der Digitalisierung vor zweieinhalb Jahren nicht angestoßen hätten, könnten wir in der Zukunft nur noch sehr schwer wachsen. Diese Digitalisierung ist die Grundlage dafür, dass wir sehr einfach neue Angebote für unsere Mitglieder oder auch einen neuen Club integrieren können. Es gibt jetzt klare Schnittstellen. Es gibt klare Beschreibungen, welche Anforderungen ein neuer Service erfüllen muss, damit er bei uns aufgenommen und kommuniziert werden kann und unsere Mitglieder ihn nutzen können. Die Digitalisierung gibt uns die Perspektive, die wir mittel- und langfristig brauchen.

unsere Kundinnen und Kunden gezielt mit Informationen und sogar konkreten Angeboten adressieren, die Sie tatsächlich interessieren.Wir können viel besser auf die realen individuellen Bedürfnisse unserer Mitglieder eingehen. Dadurch werden Maßnahmen zur Kundengewinnung und -bindung deutlich effizienter. Bitte erläutern Sie kurz die einzelnen Tools in Ihrem Angebot: Holmes Place App, Digital Club, Holmes Place Live und Holmes Place On Demand. Ist die Nachfrage immer noch so hoch wie zu Pandemiezeiten? Die App ist der verlängerte Arm von Holmes Place, den jedes Mitglied auf dem Smartphone haben sollte – was bisher noch nicht der Fall ist, aber wir arbeiten daran –, damit wir die User Experience weiter verbessern können. Sie fungiert quasi als Schnittstelle für alle digitalen Tools. Unsere App haben wir gemeinsam mit EGYM entwickelt. Holmes Place Deutschland hat inzwischen eine völlig eigenständige App mit Features, die so in keinem anderen Land genutzt werden. In die Weiterentwicklung unserer Website haben wir viel investiert. Sie ist inzwischen mobile-first, mit der Apple Watch koppelbar und soll in der ersten Jahreshälfte 2024 personalisiert werden. Das heißt, Kundinnen und Kunden können sich auf der Website einloggen und dort sehen, wann welcher Kurs gebucht wurde, sie können Infos zur Mitgliedschaft erhalten, an Challenges teilnehmen und Workouts zu Hause machen, was dann getrackt wird. Aus diesen Daten entwickeln wir eine zielgerichtete Kommunikation und maßgeschneiderte Angebote. In unserem Ökosystem haben wir neben dem Angebot in unseren Clubs ein Outdoorkursangebot sowie ein Livestreamangebot, das über die App abrufbar ist. Die Streamingnutzer sind zu 75 Prozent Holmes-Place-Mitglieder, die aktiv die Clubs nutzen. Der Streamingdienst ist für uns also ein Instrument zur Kundenbindung für unsere Mitglieder auf Reisen oder wenn sie beispielsweise bei drei Grad und Nieselregen sonntags mal nicht aus dem Haus möchten. Unser Streamingangebot umfasst momentan 40 bis 50 Kurse pro Woche und wird gut genutzt. Zu Corona-Zeiten hatten wir mit 140 bis 150 Kursen pro Woche allerdings ein deutlich größeres Angebot.

Kurzfristig – und da bleiben wir noch mal kurz bei den drei Prinzipien – ist für mich das Wichtigste, dass wir unsere Kunden besser verstehen. Wir können Daten so aufbereiten, dass wir eine saubere Entscheidungsgrundlage haben. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wir können unsere Entscheidungen auf Basis valider Daten treffen, weil wir schon jetzt viele Dashboards haben, die mindestens tagesaktuell sind, teilweise sogar in Realtime. Dort sehen wir genau, was passiert: Wie viele Mitgliedschaften werden online abgeschlossen? Wie erfolgreich ist die aktuelle Kampagne? Wer ist die beliebteste Trainerin für einen Yogakurs im Club XY?

Holmes Place ist im Premiumsegment positioniert. Inwieweit braucht Ihre Zielgruppe eine besondere Ansprache und wie berücksichtigen Sie das in Ihrer digitalen Kommunikation? Unsere Zielgruppe braucht per se keine komplett andere Ansprache als andere Zielgruppen. Man kann schon sagen, das Holmes Place anspruchsvolle Mitglieder hat – das haben andere Anbieter aber auch. Zudem beobachten wir seit Corona, dass der Altersdurchschnitt unserer Mitglieder langsam sinkt. Und auch wir haben Mitglieder, die überhaupt keine Eins-zueins-Betreuung wünschen, sondern in aller Ruhe trainieren möchten und wissen, was sie tun. Wir müssen die alten Strukturen und Muster hinterfragen und neu denken, weil der Markt sich aktuell sehr dynamisch entwickelt – sowohl bei den technischen und digitalen Optionen als auch bei den Mitgliedern und Interessenten.

Mit den Daten aus unserem Warehouse können wir z. B. unsere Newsletter in Zukunft weitgehend personalisieren und

Insofern ist es umso wichtiger, die Mitglieder und Interessenten mit personalisiertem Content anzusprechen, denn

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AKTUELLES | KUNDENBINDUNG DURCH DIGITALISIERUNG dadurch verliert die Kategorisierung der Zielgruppen an Bedeutung. Wir wollen verhindern, dass wir Angebote bewerben, die von den Adressierten schon genutzt werden oder sie überhaupt nicht interessieren. Durch gezielte Angebote und Vorschläge wollen wir dazu motivieren, die Vielfalt unseres Ökosystems auszutesten, damit die Menschen ihre Ziele in unseren Clubs erreichen. Diese ändern sich über einen längeren Zeitraum hinweg übrigens auch, weswegen unsere Mitglieder individualisierte Angebote gern annehmen. Welche Bereiche profitieren bei Holmes Place am stärksten von der digitalen Unterstützung und wie macht sich das bemerkbar? Der erste Bereich, den wir deutlich auf ein anderes Niveau gehoben haben, war der Kundenservice. Im Rahmen eines größeren Projektes haben wir den Kundenservice auf wirklich alle Bereiche von Holmes Place erweitert. „Welcher Bus hält in der Straße?“, „Wie lange läuft meine Mitgliedschaft?“ oder „Wo sind die Fahrradstellplätze für Club XY?“. Egal welche Frage Kundinnen und Kunden oder Interessenten haben, sie wird zentral beantwortet. Wir haben dazu die Antworten zu Fragen aus allen Clubs und auch zu den großen übergeordneten Themen in einer Knowledge-Base erfasst und unter Stichworten und Suchbegriffen kategorisiert. Insgesamt haben wir 600 Antworten vorformuliert, inklusive der englischen Version sind es 1.200, sodass Anfragen zu 85 Prozent über den Hilfebereich unserer Website beantwortet werden können. Nur noch 15 Prozent unserer Kundinnen und Kunden, die Unterstützung brauchen, schicken uns ein Ticket. Wir sind jetzt aber in der Lage, jedes Ticket innerhalb von 24 Stunden zu beantworten und haben eine Self-Servicerate von 85 Prozent. Die Bereiche Marketing und Sales profitieren ebenfalls stark von der Digitalisierung. Im Rahmen unserer Online-Kampagnen generieren wir die Termine mit Interessenten, die den Club kennenlernen wollen, wenn sie nicht direkt online eine Mitgliedschaft abschließen. Interessenten, die wir durch unser Online-Marketing erreichen, haben immer die Möglichkeit, gleich eine Mitgliedschaft abzuschließen, eine Testphase zu vereinbaren oder aber direkt einen Termin im Club zu vereinbaren. Diese Termine können Interessenten inzwischen selbst online abschließen. Welche Rolle spielen Ihre Mitarbeiter und deren Know-how bei der Planung und Umsetzung der Digitalen Transformation? Wir haben in Schlüsselbereichen eigenes Know-how aufgebaut und die Zusammenarbeit mit externen Agenturen zurückgefahren. Den ersten Schritt haben wir im Marketing gemacht, insbesondere bei der Suchmaschinenoptimierung, im PerformanceMarketing und im CRM. Bei der Rekrutierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen lag unser Fokus stärker auf der fachlichen Expertise als auf Erfahrungen in der Fitness- und Gesundheitsbranche, weil wir ja externes Know-how ersetzt haben. Von der internen Expertise profitiert inzwischen die gesamte Organisation. Es gibt für unsere dual Studierenden z. B. die Möglichkeit, sich im Rahmen ihres Studiums im Marketing zu engagieren. Dadurch können wir unsere Expertise intern weiterentwickeln. Wir können unseren Mitarbeitenden eine spannendere und abwechslungsreichere Palette anbieten, unser Team besser fördern und Karrieren entwickeln.

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Der zweite Bereich, für den wir eigene Expertise entwickelt haben, ist der Bereich Daten rund um unser Data Warehouse. Wir haben für diesen Schlüsselbereich jemanden gesucht, der sehr qualifiziert ist, und haben inzwischen schon zwei Mitarbeiter intern in diese Richtung entwickelt. Durch welche Maßnahmen pflegen und entwickeln Sie die Digitalisierung kontinuierlich weiter und wie bleibt Ihr Team immer up to date? Die Voraussetzung, um uns immer weiterzuentwickeln und unser Angebot zu aktualisieren, haben wir mit unserem Ökosystem geschaffen. Es ermöglicht uns, neue Trends oder Ideen, die wir ausprobieren wollen, ohne größeren Aufwand an diese Struktur anzudocken und anzupassen. Holmes Place ist eine große internationale Organisation mit vielen Mitarbeitenden, die in der Fitness- und Gesundheitsbranche groß geworden sind. Sie sind alle Experten, die sehr agil sind, viel hören und viel unterwegs sind – auch international in den USA oder UK –, um neue Trends aufzuspüren. Dementsprechend ist unsere gesamte Organisation immer in Bewegung und es kommen ständig neue Ideen und Optionen auf den Tisch, sodass es für uns eher darum geht, die richtigen herauszufiltern. Und wir arbeiten mit Partnern zusammen, die international aktiv sind und uns auch regelmäßig neue Trends vorstellen. Welche „Knackpunkte“ und Fallstricke müssen Studiobetreiberinnen und -betreiber bei der digitalen Kundenbetreuung im Auge behalten? Haben Sie Tipps für die Fehlervermeidung? Jeder Betreiber oder Anbieter sollte sich in den Kunden hineinversetzen. Das Angebot, das man den Kundinnen und Kunden unterbreiten will, muss so einfach wie möglich zu nutzen sein. Wenn irgendetwas kompliziert und umständlich ist, lieber die Finger davonlassen, einen Schritt zurückgehen und vielleicht noch ein Jahr warten. Dann gibt es vielleicht eine Lösung, die besser passt. Bei der Kundenorientierung würde ich keine Kompromisse machen. Inwiefern wird die Digitalisierung die Kundenbetreuung in der Fitness- und Gesundheitsbranche weiter verändern und wie bereiten Sie sich darauf vor? Die Branche wird von immer besser werdenden Analyseoptionen massiv profitieren, weil das Verhalten und die Wünsche der Kundinnen und Kunden immer transparenter werden. Es wird darüber hinaus immer bessere Tools geben, immer bessere Dashboards, die Daten so visualisieren, dass man kein Experte sein muss, dass man die Daten gleich auswerten kann und auf den Punkt sieht, was gerade die Top-Themen oder die Probleme sind und was die Mitglieder beschäftigt. Wenn man diese Analyse weiter verbessert, kann man dadurch relativ einfach auch den Service verbessern. Man sieht genau, was die Mitglieder machen, was sie brauchen, wonach sie fragen und was sie am meisten nutzen. Die Bereiche Marketing, Sales und vor allen Dingen CRM werden von einer personalisierten Ansprache und von personalisiertem Content profitieren. Das wird die Qualität der Kommunikation mit den Mitgliedern positiv verändern und auch die Customer Lifetime. fitness MANAGEMENT international

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AKTUELLES | EVENTS | ANZEIGE

Infos, Insights und Impulse – 11. bis 14. April, Messegelände Köln

Das FIBO-EducationProgramm 2024

In den zahlreichen Weiterbildungsformaten der FIBO erhalten Besucherinnen und Besucher auch in diesem Jahr exklusive Insights und Best Practices von Branchenkoryphäen, Wissenschaftlern, Ärzten und Therapeuten sowie Ernährungsexperten und Trainern.

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nagement (DHfPG) und der BSA-Akademie (BSA) unter Federführung der FIBO organisiert und durchgeführt. Vom 11. bis 13. April profitieren die Teilnehmenden von praxisbezogenen Inhalten aus den Themensträngen Training, Management von Fitness- und Gesundheitsanlagen, Ernährung, Mentale Fitness/Coaching, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Existenzgründung.

FIBO Campus

Ebenfalls Teil des FIBO Campus ist das Symposium der Sportmedizin und -physiotherapie „when therapy becomes training“. Die Partner Georg Thieme Verlag und die sportärztezeitung bündeln die Kompetenzen von Physiotherapeuten und Sportmedizinern und zeigen, wie beide Disziplinen voneinander profitieren können.

Der FIBO Campus ist das Dach des Weiterbildungsprogramms der FIBO 2024. Er fasst alle kostenpflichtigen Angebote in einem Ticket zusammen. Über den FIBO Campus erhalten Besucherinnen und Besucher u. a. Zugang zum FIBO Congress. Der dreitägige Fachkongress für Expertinnen und Experten aus den Themenfeldern Fitness, Prävention und Gesundheit wird auch 2024 von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsma-

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Der Place-to-be für alle Physiotherapeuten, die sich zu aktuellen Chancen und Herausforderungen austauschen und mit praktischen Tipps zurück in ihre Praxis kehren wollen, fitness MANAGEMENT international

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Fotos: FIBO / RX Austria & Germany, FotoBehrendt

ls DIE internationale Plattform für Fitness, Wellness und Gesundheit bringt die FIBO erstklassige Referenten und branchenführende Experten nach Köln. Besucherinnen und Besucher erhalten die einmalige Gelegenheit, von den Besten zu lernen, ihre Fähigkeiten zu erweitern und sich über die neuesten Entwicklungen in ihrem Fachgebiet auf dem Laufenden zu halten.


ist der Physio Summit. Durchgeführt wird dieser von Physio Deutschland. Der Freitag des FIBO Campus steht darüber hinaus im Zeichen der Initiative für mehr Bewegung. Der Exercise is Medicine Summit bringt hochrangige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und fokussiert sich auf die Themen der mobilen Stadtentwicklung, Frauengesundheit und den Megatrend Künstliche Intelligenz.

Weiterbildungsforen: Wissensimpulse für alle und überall Das Education-Programm der FIBO erstreckt sich 2024 über den Campus hinaus in alle Hallen. Besucher können aus vielfältigen Themen und Formaten die Inhalte wählen, die den eigenen Interessen und Zielen entsprechen.

Halle 5.2: Lifestyle Area Hier stehen Consumer-Themen im Mittelpunkt. Die Lifestyle Area bietet Workshops zu Themen wie Permanent und GymMake-up sowie Haar- und Bartstyling. Sprichwörtlich unter die Haut gehen Sessions zu Clean Beauty, Gesichtspflege, Regeneration und Healthy Skin. Die dafür nötigen Hautanalysen und Lösungen für Hautunreinheiten gibt es inklusive.

Halle 7: Future Forum Die Halle 7 ist Anlaufstelle für alle, die schon jetzt einen Blick in die Fitness- und Gesundheitswelt von morgen werfen wollen. Das Future Forum bietet die perfekte Bühne für disruptive Ansätze, die neuesten Trends und setzt mutige Impulse für eine starke Branche.

das Programm am Meeting Point Health Einblicke in die neuesten Erkenntnisse aus Sportmedizin, Physiotherapie, Long-COVID-Forschung und vielem mehr. Der Meeting Point lädt außerdem zum Netzwerken mit Branchenexperten ein. Der Treffpunkt für alle innovativen Gastgeber wird der benachbarte Meeting Point Spa & Wellness. Am Donnerstag richtet die FIBO dort das Scheinwerferlicht auf die Hotellerie. Ein Highlight ist die festliche Vergabe des Aktiv Hotel Awards durch Mein Tophotel. Internationaler wird es am Freitag mit englischsprachigen Vorträgen und globalen Branchen-Insights. Den feierlichen Abschluss bildet der Spa Manager Tag am Sonntag. Hier erwartet die Besucher eine SpaCamp Session und die Verleihung der Spa Manager Awards durch den Deutschen Wellness Verband.

Halle 9: Functional Forum Functional und Personal Trainer werden in Halle 9 fündig. Das Functional Forum bietet ein beeindruckendes Portfolio aus Vorträgen und Praxiseinheiten. Der IFAA Trainer Plaza wiederum bildet den perfekten Rahmen für den persönlichen Austausch mit Gleichgesinnten. Besucher können aktuelle Workouttrends hier gleich selbst ausprobieren. Mit den vielfältigen Education-Formaten der FIBO steigern Besucher nicht nur ihre Kompetenz, sondern mit anerkannten Zertifikaten auch gleichzeitig ihre berufliche Anerkennung.

Halle 8: Meeting Points Als Branchentreff für alle Disziplinen der Gesundheit liefert 01/24

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Jetzt Tickets sichern: www.fibo.com

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AKTUELLES | FIBO CONGRESS | ANZEIGE

Bereits jetzt Tickets sichern!

FIBO Congress 2024 Vom 11. bis 13. April 2024 findet er wieder statt: der FIBO Congress im CongressCentrum Nord Koelnmesse. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf drei Tage voller Fachvorträge „aus der Praxis für die Praxis“, Gespräche mit Referierenden und mit viel Raum zum intensiven Netzwerken freuen. Tickets gibt es bereits ab 129 EUR.

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xpertinnen und Experten aus den Themenfeldern Fitness, Prävention und Gesundheit können sich auch in diesem Jahr während der drei Kongresstage in mehr als 80 Fachvorträgen über aktuelle Themen der Branche informieren. Die parallel stattfindende FIBO, die internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, bietet darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten, um sich über aktuelle Entwicklungen am Markt zu informieren.

Fachvorträge am Puls der Zeit Die mehr als 80 Fachvorträge in den Themensträngen Training, Management, Ernährung, Mentale Fitness/Coaching, BGM und Existenzgründung spiegeln auch die aktuellen Bedürfnisse der Mitglieder wider. In den Fokus rückt beispielsweise zunehmend die mentale Gesundheit aufgrund der Auswirkungen der ständigen Erreichbarkeit und des maximalen Leistungsdrucks in der heutigen Arbeitswelt. In einigen Vorträgen erfahren Inhaber und Mitarbeitende von Fitness- und Gesundheitsanlagen u. a., welche Kompensationsstrategien es für Beschäftigte gibt und welche Potenziale das Präventionsprinzip „gesunder Schlaf“ birgt.

Auch in diesem Jahr wird der Kongress von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

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Ein Meer an Mehr! Kommen Sie vom 11. bis 13. April 2024 ins Congress-Centrum Nord Koelnmesse und profitieren Sie von drei Tagen gefüllt mit interessanten Fachvorträgen „aus der Praxis für die Praxis“ von erfahrenen Referierenden, wichtigen Impulsen für Ihre berufliche Praxis und vielen anregenden Begegnungen mit anderen Branchenmitgliedern. In diesem Jahr ist der FIBO Congress Teil des FIBO Campus, dem Weiterbildungsevent der FIBO, das alle Fachkongresse im Rahmen der FIBO unter einem Dach vereint. Ein-, Zwei- oder Dreitagestickets für Fachkongress und Leitmesse gibt es bereits ab 129 EUR. Wenn Sie bereits ein FIBO-Ticket gekauft haben, können Sie den FIBO Congress einfach ab 89 EUR zubuchen. www.fibo-congress.com/tickets

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Foto: DHfPG/BSA

Bewährtes Konzept bleibt

(DHfPG) und der BSA­-Akademie unter Federführung der FIBO organisiert und durchgeführt. Teilnehmende erwarten neben den mehr als 80 Fachvorträgen die Speakers Corner zum Austausch mit den Referierenden im Anschluss an die Vorträge sowie viel Raum zum Netzwerken mit Entscheidern der Branche.


Auszug aus dem Programm mit über 80 Vorträgen Donnerstag, 11. April 2024 Uhrzeit

Referent/Referentin

Vortrag

10:00 Uhr

Nils Ballenweg

Krafttraining für Alltagsathleten – Belastungen im Alltag leichter meistern

10:00 Uhr

Anke Mächler-Poppen

Firmenfitness, BGF oder BGM – welche Unternehmen brauchen was?

14:15 Uhr

Jochen van Recum

Neue Generation an der Spitze – effektive Entwicklung junger Führungskräfte

14:15 Uhr

Antje Ruhwedel

Brauchen sportlich aktive Kinder und Jugendliche mehr Ernährungsunterstützung?

Freitag, 12. April 2024 Uhrzeit

Referent/Referentin

Vortrag

12:00 Uhr

Ralf Capelan

Controlling – Transparenz statt Blindflug

14:15 Uhr

Tobias Mischo

Diabetes mellitus Typ 2: Was kann durch Ernährung und Training erreicht werden?

16:15 Uhr

Tanja Linhard

Gruppentraining für Kinder und Jugendliche abwechslungsreich und spannend gestalten

16:15 Uhr

Barbara Nützel

Mentales Training als optimale Ergänzung zum körperlichen Training?

Samstag, 13. April 2024 Uhrzeit

Referent/Referentin

Vortrag

11:00 Uhr

Clive Salz

Trainer versus Übungssammler – Trainingssteuerung für unterschiedliche Zielgruppen

15:15 Uhr

Stefan Lang

Mit Digitalisierung Kundenziele erreichen und sich als Lösungsanbieter positionieren

15:15 Uhr

Bernhard Beidl

Erfolgreiches Ernährungscoaching – die wichtigsten „Gamechanger“ aus der Praxis

15:15 Uhr

Christoph Mundt

Systemisches Coaching im Fitnessclub – Tools und Praxistipps

Das gesamte Programm und weitere Infos finden Sie unter www.fibo-congress.com/programm.

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AKTUELLES | TRAININGSINNOVATION | ANZEIGE

The next level. For every body.

milon X – die Revolution des Seilzugtrainings milon präsentiert die ersten intelligenten Seilzugstationen mit digitaler Steuerung und direkter Einbindung in die milon Welt. Die innovative Geräteserie ermöglicht ein mehrdimensionales Ganzkörpertraining auf einem völlig neuen Leistungsniveau – für alle Zielgruppen! milon treibt die Digitalisierung des Trainings weiter voran: Nach milon Q folgt nun mit milon X der nächste Meilenstein auf diesem Weg. Bei der neuen Geräteserie handelt es sich um die ersten Seilzugstationen der Digital- und Trainingsexperten aus Emersacker bei Augsburg.

„milon X ist das modernste und technologisch hochwertigste Seilzugkonzept der Welt“, erläutert Wolf Harwath, Trainingsexperte und Geschäftsführer der milon Holding GmbH. „Es macht das Seilzugtraining für alle Menschen einfacher, sicherer und effektiver und erleichtert den Einstieg in die Welt des freien und mehrdimensionalen Ganzkörpertrainings.“

Freies Training milon Style Freie Bewegungen sind wichtig und wertvoll für das Training. Der Grund: Höhere Freiheitsgrade steigern die Funktionalität der Bewegung und bieten somit schnelle Übertragungseffekte in den Alltag. Aber mehr Bewegungsfreiheit bedeutet auch mehr Fehlerquellen. Vor allem Trainierende ohne Seilzugerfahrung riskieren Fehlbelastungen durch falsch ausgeführte Übungen. Genau hier setzt milon X an: Die neuen Geräte vereinen die Vorzüge des freien, mehrdimensionalen Trainings mit den bekannten Vorteilen, die auch alle anderen milon Geräte auszeichnen – maximale Einfachheit durch intuitive Bedienung, maximale Sicherheit durch geführte Bewegungen und maximale Effektivität durch innovative Trainingsarten. Fotos: milon industries Gmbh | Phoenix Fitness Dättwil | Panther Gym | MOVE Donauwörth

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Innovative Trainingsarten für alle milon X eignet sich für alle Zielgruppen – egal ob jung oder alt, geübt oder Anfänger. Das Training an den neuen Seilzugstationen ist dabei so einfach, sicher und effektiv, wie man es von milon kennt. Fortgeschrittene, die bereits am Seilzug trainiert haben, werden durch die verschiedenen Trainingsarten völlig neue Muskelreize und Fortschritte erzielen können. So lassen sich mit milon X erstmals auch die milon Trainingsarten „Isokinetik“ oder „Exzentrisch Überhöht“ an einer Seilzugstation trainieren. Hierzu Wolf Harwath: „Damit können Studios endlich auch die Menschen abholen, denen ein geführtes Gerätetraining bislang zu eintönig war. Auch unilaterales Training ist möglich, was insbesondere für Trainierende mit Einschränkungen von Bedeutung ist.“ Wie bei den Geräten der milon Q Serie können die Trainierenden mit milon X ihre Ziele individuell auswählen und ihre Erfolge vollautomatisch nachverfolgen.

Deshalb gehen wir mit milon X den nächsten Schritt!

Ayhan Türküm, Phoenix Fitness Dättwil, Schweiz „Vom geführten Training mit milon Q hin zum freien Training mit milon X ist für uns der nächste logische Schritt und eröffnet uns völlig neue Perspektiven: neue Zielgruppen und ein Seilzugtraining auch für Einsteiger! Der Launch in Emersacker hat mich so überzeugt, dass wir direkt zugeschlagen haben.“

So geführt war freies Training noch nie Mit milon X feiert auch eine brandneue Trainingssoftware ihre Premiere: Die Stationen verfügen über hochauflösende 16-Zoll-Displays mit Echtzeit-3D-Avatar-Technologie. Die 3D-Trainingsunterstützung führt den Trainierenden perfekt durch die optimale Bewegungsausführung: richtige Haltung, richtige Geschwindigkeit, richtige Handhabung und die richtige Wahl der Widerstände! Zusätzlicher Support steckt im Design der milon X Geräte: Sie haben spezifische Polster, die als eine Art „unsichtbare Hand“ des Personal Trainers fungieren und den Trainierenden unbewusst führen.

Stationskonzept für mehr Trainingserfolg Zum Konzept von milon X gehören unterschiedliche Stationen, die entweder im Zirkelverbund oder als Mehrsatztraining absolviert werden können. An jeder Station lassen sich dabei mindestens drei unterschiedliche Übungen ausführen. Dadurch sind nicht nur mehr Variationen möglich, sondern auch verschiedene Schwierigkeitsgrade pro Gerät – zum Beispiel für unterschiedliche Zielgruppen.

Philipp Asum, Panther Gym, Augsburg „Wir waren schon im September 2023 eines der ersten Studios weltweit, das milon X angeboten hat. Darauf sind wir ziemlich stolz. Wer kann schon behaupten, dass er seinen Mitgliedern eine richtige Weltneuheit im Training offerieren kann! Die Nachfrage ist groß, das Feedback begeisternd. Was will man mehr!“

Mehr Effizienz für Fitness- und Therapieeinrichtungen Das in Deutschland nach höchsten Qualitätsaspekten gefertigte System bedeutet auch für Betreiber eine einmalige Chance: Durch seinen innovativen Ansatz und die hochwertige Ausführung erschließt milon X neue Zielgruppen und spart aufgrund seines Stationskonzepts samt Trainingssteuerung zugleich wertvolle Ressourcen, Zeit und Personal. „An konventionellen Multifunktionsgeräten, egal ob mit Steckgewichten oder Elektromotor, ist ein Trainer quasi unabkömmlich. Außerdem kann es leicht sein, dass ein einziger Seilzug lange von Trainierenden blockiert wird“, so Harwath. Demgegenüber erhöht milon X in der Zirkelanwendung den Durchlauf und beschleunigt das Training. Und macht es insgesamt noch einfacher, sicherer und effektiver als je zuvor.

Du möchtest milon X selbst ausprobieren? Wir kommen mit unseren Seilzugstationen 2024 auch in deine Nähe! Oder du besuchst uns auf der FIBO 2024 in Halle 7 an Stand A50.

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Felix und Heike Klauser, MOVE smart trainieren, Donauwörth „Wir haben im Oktober 2023 ein neues Studio eröffnet. Nach der FIBO 2022 stand für uns schnell fest, dass wir das gemeinsam mit milon und five machen möchten. Neben den milon Q Kraftgeräten für freies und Zirkeltraining waren die neuen Seilzugstationen jetzt eine perfekte Ergänzung für uns. Wir holen damit alle Mitglieder ab, vor allem auch die Einsteiger ins funktionelle Training. Für uns hat milon das perfekte Gesamtsortiment für ein zeitgemäßes digitales Gesundheitstraining auf höchstem Niveau!“

Mehr Informationen zu unseren Roadshowterminen und milon X unter: www.milongroup.com/milonx

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www.dssv.de/vorteile


Nutzen Sie unsere künstliche Intelligenz

natürliche

Als DSSV-Mitglied steht Ihnen ein Team aus Sachverständigen und Experten zur Verfügung, die Sie zu den relevanten Themen der Branche umfassend beraten.


DSSV | FITNESSTRENDS 2024

GT E W B E S SS A W F IT N E DIE NCHE IM? B R AE N J A H R NEU lf er Wu

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Platz 2: Freihanteltraining – der Dauerbrenner

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as Jahr 2024 verspricht, eine spannende Zeit für die Fitness- und Gesundheitsbranche zu werden. Die Folgen der Pandemie rücken immer mehr in den Hintergrund, große Herausforderungen und Potenziale warten auf uns und neue, wiederauflebende oder anhaltende Trends werden die Menschen in Bewegung bringen. In einer Welt, die sich rasant verändert und in der das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil immer weiterwächst, ist es von entscheidender Bedeutung, die aktuellen Entwicklungen in der Fitnessund Gesundheitsbranche zu verstehen. Der DSSV e. V. gibt einen Einblick in die kommenden Trends, die unsere Fitnessgewohnheiten und unser Gesundheitsverhalten im neuen Jahr maßgeblich prägen werden. Dabei haben wir nicht nur aktuelle Bedürfnisse von Trainierenden berücksichtigt, sondern auch Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland nach den Trends für das kommende Jahr befragt. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die vielversprechenden Trends werfen, die die Fitness- und Gesundheitslandschaft im Jahr 2024 prägen werden.

Platz 1: Best Ager als Zielgruppe Platz 1 der diesjährigen Trends zeigt, dass die Fitnessbranche verstärkt darauf abzielt, maßgeschneiderte Programme anzubieten, die die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung berücksichtigen. Die steigende Lebenserwartung, der demografische Wandel und das gesteigerte Interesse am gesunden Altern haben dazu geführt, dass Fitnessprogramme für ältere Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das Potenzial dieser Zielgruppe ist groß. 2022 waren nur 8,4 Prozent der

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Fitnessprogramm für Ältere Krafttraining mit freien Gewichten

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Back to the roots? Nicht in diesem Fall. Das Krafttraining mit freien Gewichten ist seit Jahrzehnten der Dauerbrenner unter den Trends der Branche. Die Belegung des zweiten Platzes zeigt das gesteigerte Interesse an dieser Form des Krafttrainings. Im Vergleich zum geführten Kraftgerätetraining ermöglichen freie Gewichte eine natürliche Bewegungsfreiheit, was zu einer verbesserten muskulären Stabilität und Koordination führt. Dies trägt nicht nur zur Steigerung der Muskelkraft bei, sondern fördert auch die allgemeine Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig ist zu beachten, dass beim Freihanteltraining ein höheres Maß an Trainingserfahrung bzw. Trainingsbetreuung erforderlich ist als z. B. beim geführten Gerätetraining.

Platz 3: Das Know-how ist entscheidend Der dritte Platz der diesjährigen Trends hebt zu Recht die Bedeutung der Qualifikation der Mitarbeiter hervor. Die Platzierung unterstreicht den Bedarf von professioneller Expertise und gut ausgebildeten Fachkräften in der Branche. Dies ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Trainer ihre Kunden, insbesondere diejenigen, die noch nie mit Fitnesstraining zu tun hatten, optimal und individuell betreuen können. Die Qualität der Ausbildung eines Fitnesstrainers spielt eine wesentliche Rolle bei der Bereitstellung fundierter und effektiver Trainingsprogramme. Bereits 2022 waren über ein Fünftel (22,8 %) der Mitarbeitenden in der Fitness- und Gesundheitsbranche Akademiker. In Zukunft wird es daher noch wichtiger sein, dass Fitnesstrainer eine fundierte Ausbildung oder ein einschlägiges Studium absolviert haben und Kunden umfassend und kompetent betreuen (DSSV, 2023).

Beschäftigung von gut ausgebildeten Fachkräften Functional Fitness Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz (BGM/BGF) Fitness-/Gesundheitschecks (Effektmessungen)

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Training zur Gewichtsreduktion Präventionskurse (§ 20 SGB V) Rehasportprogramm (§ 44 SGB IX) Wearables

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Foto: JJAVA – stock.adobe.com

TOP 10 TRENDS DEUTSCHLAND

über 60-jährigen Mitglied in einer Fitnessanlage. Zum Vergleich: Bei Personen im Alter zwischen 40 und 50 lag der Wert bei über 22 Prozent (DSSV, 2023).


Vergleich mit internationalen Fitnesstrends Werfen wir auch einen Blick über den Tellerrand hinaus und schauen uns die globalen Fitnesstrends an. Regelmäßig erscheint zum Jahresstart eine Studie des American College of Sports Medicine (ACSM) zu den internationalen Trends der Fitnessbranche. Als renommierte Institution im Bereich Sportmedizin und Bewegungswissenschaften veröffentlicht das ACSM kontinuierlich vielseitige Berichte und Untersuchungen, die die aktuellen Entwicklungen im Bereich Fitness und Gesundheit weltweit beleuchten. Diese Trendreports bieten nicht nur spannende Einblicke in sich verändernde Kundenbedürfnisse und Branchenentwicklungen, sondern dienen auch als Orientierung für Fachleute und Trainierende gleichermaßen (Newsome et al., 2023). An erster Stelle stehen 2024 Wearables, also tragbare Technologien wie Fitnesstracker und Smartwatches, die den persönlichen Gesundheits- und Fitnessstatus überwachen. Auf Platz 2 findet sich die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz (BGM/ BGF), was auf die wachsende Bedeutung von Programmen zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz hinweist. Ähnlich wie die deutsche Trendumfrage sieht auch die internationale Fitnessbranche das große Potenzial von Fitnessprogrammen für Ältere (Platz 3), was auf eine verstärkte Ausrichtung auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung hindeutet und die Notwendigkeit von maßgeschneiderten Fitnessprogrammen für diese Zielgruppe betont.

Fazit Die Trends für den deutschen Markt zeigen, dass die Fitnessund Gesundheitsbranche vielfältige Ansätze verfolgt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen der Bevölkerung gerecht zu werden. Sie verdeutlichen die Fähigkeit der Fitness- und Gesundheitsanlagen, sich wandelnden Bedürfnissen der Kunden anzupassen und individuelle Gesundheitsdienstleistungen für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen anzubieten. Die Themen Aus- und Weiterbildung sowie hohe Qualifikationsstandards sind aus Sicht der befragten Betreiber ebenfalls sehr wichtig. Die Top-Three-Fitnesstrends des ACSM 2024 zeigen, dass sich die globale Fitnessbranche weiter in Richtung Digitalisierung und Individualisierung entwickelt. Wearables bieten die Möglichkeit, Fitnessziele kontrolliert zu erreichen und einen gesunden Lebensstil permanent transparent zu machen. In Deutschland ist dieser Trend ebenfalls am kommen, belegt aber nur Platz 10. BGM/BGF und Fitnessprogramme für Ältere sind relevante Angebote, die sowohl international als auch national eine zunehmende Rolle spielen. Welche konkreten Auswirkungen diese Trends haben werden, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch klar erkennbar, dass die Fitnessbranche einem stetigen Wandel unterliegt und sich kontinuierlich weiterentwickelt/professionalisiert, um wachsenden Mitglieder-/Marktbedürfnissen gerecht zu werden. Literaturliste DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2023). Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2023. Hamburg: Hrsg. Newsome, A., Reed, R., Sansone, J., Batrakoulis, A., McAvoy, C. & Parrott, M. (2023). 2024 ACSM Worldwide Fitness Trends: Future Directions of the Health and Fitness Industry. ACSM's Health & Fitness Journal, 28 (1), 14–26.

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TOP 10 TRENDS WELTWEIT (ACSM)

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Wearables Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz (BGM/BGF)

Fitnessprogramme für Ältere Training zur Gewichtsreduktion Erstattung für qualifizierte Fachkräfte Beschäftigung von zertifizierten und gut ausgebildeten Fachkräften Mobile Übungs-/ Trainings-Apps Training zur mentalen Gesundheit Bewegungsförderung im Jugendalter Personal Training

Mehr zu den ACSM-Fitnesstrends 2024 lesen Sie hier.

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DSSV | RECHT

Künstliche Intelligenz in Fitness- und Gesundheitsanlagen: die Rechtslage

KI erobert die (Fitness-)Welt Text: Gülizar Cihan

KI ist eines der Themen des 21. Jahrhunderts. Der Hype um lernende Maschinen hat 2023 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Aber wie viel davon ist „heiße Luft“? Welchen Nutzen hat KI für unsere Branche? In welchen Bereichen und unter welchen Voraussetzungen kann sie in Fitness- und Gesundheitsanlagen aktuell eingesetzt werden? DSSV-Juristin Gülizar Cihan erläutert die Rechtslage.

L

aut der Kommission der Europäischen Union wird Künstliche Intelligenz (KI) als ein System bezeichnet, das intelligentes Verhalten dadurch zeigt, dass es seine Umgebung analysiert und – mit einem gewissen Grad an Autonomie – Maßnahmen ergreift, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Die Künstliche Intelligenz lernt also (selbst-)ständig dazu und kann, im Unterschied zu allem, was Wissenschaft und Technik bis heute leisten konnten, wahrnehmendes, erkennendes und bewertendes Verhalten von Menschen nachbilden. So unheimlich diese Eigenschaft scheinen mag, so leicht lässt sie sich erklären: Durch Algorithmen, also mathematische Handlungs-

Foto: stokkete – stock.adobe.com

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anweisungen bzw. Steuerungsbefehle, werden eingespeiste Daten in neue Daten umgeformt, die die Antwort auf die ursprünglich gestellte Frage sein sollen. Durch den Input der Daten und das stete Feedback zu den Ergebnissen lernt das System, sich (selbst-)ständig weiter zu optimieren.

KI und Fitness In Fitness- und Gesundheitsanlagen kann KI dazu eingesetzt werden, bei der Erstellung von Trainings- und Therapieplänen zu unterstützen. KI findet sich auch dort, wo Systeme z. B. mittels Gesichtserkennung Einlasskontrollen durchführen. KI-gesteuerte 3D-Animationen auf dem Gerätedisplay können dabei unterstützen, die jeweilige Fitnessübung so effektiv wie möglich auszuführen. Die Daten für den Input in das intelligente System stammen in allen genannten Fällen von Ihren Mitgliedern. Um deren Grundrechte und Grundfreiheiten effektiv zu schützen, gilt es für Sie, sowohl beim Einsatz als auch bei der Entwicklung der KI, stets die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu beachten. Artikel 5 DSGVO regelt die Grundsätze der Datenverarbeitung: Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung.

KI und Datenschutz im Studio Zwischenzeitlich zeichnet sich ab, dass bei KI-Systemen neben dem Schutz der personenbezogenen Daten die Transparenz eine wichtige Rolle spielt. Den betroffenen Personen muss die Möglichkeit gegeben werden, einen Einblick in das komplette System zu erhalten. Gleichzeitig müssen die Ergebnisse der KI nachvollziehbar sein; diskriminierende Entscheidungen müssen erkennbar und sofort korrigierbar sein. Damit ist klar: Eine übliche Datenschutzeinwilligung, die Ihnen durch Vertragsabschlüsse mit Ihren Mitgliedern bereits bekannt ist, reicht in diesen Fällen nicht mehr aus. Da die Mitglieder in der Regel die KI selbstständig mit ihren Daten füttern, müssen sie in diesem Zusammenhang bereits regelmäßig die Datenschutzerklärung der Hersteller der KI-Systeme akzeptieren. Studiobetreiberinnen und -betreiber müssen dennoch überprüfen, ob die DSGVO eingehalten wird. Als Vertragspartner ihrer Mitglieder sind sie dafür verantwortlich. Aus Verstößen resultieren – bedingt u. a. durch den Grundrechtebezug und -schutz – schmerzlich hohe Bußgelder, die es zu vermeiden gilt.

KI und Studiowerbung Der Begriff „Werbung“ in Verbindung mit rechtlichen Problemstellungen führt schnell dazu, dass man sich mit dem Urheberrecht vertraut machen muss. Sowohl der Input als auch der Output muss bei KI-Systemen rechtlich vernünftig bewertet werden. KI nutzt eine große Menge an Datensätzen, um grundsätzlich funktionieren zu können. Für den KI-Einsatz in der Werbung ist deshalb folgende Frage maßgeblich: Können KI-Anbieter sich einfach öffentlich zugänglicher Daten bedienen und ihre KI damit ausstatten oder bedarf es zur Verwendung urheberrechtlich geschützter Texte oder Bilder einer entsprechenden Erlaubnis? Gemäß § 44 b Abs. 2 Urheberrechtsgesetz (UrhG) sind Vervielfältigungen von rechtmäßig zugänglichen Werken für das Text- und Data-Mining auch ohne Einwilligung des jeweiligen Urhebers zulässig. Aktuell besteht in der Rechtsprechung Einstimmigkeit dahingehend, dass KI genau dieses Text- und Data-Mining betreibt. Urheberrechtliche Probleme sind damit weitestgehend auszuschließen. 01/24

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DSSV | RECHT

Fazit KI kann also nach deutschem Recht keine urheberrechtlich geschützten Ergebnisse erzeugen. ABER: Hier versteckt sich viel Streitpotenzial. KI-Anbieter schreiben sich selbst immer wieder das Urheberrecht zu. Dem entgegen halten die Nutzer den Umstand, dass sie die KI füttern und damit schöpferisch aktiv werden; sie bedienen sich also lediglich technischer Hilfsmittel, wie ein Fotograf, der eine Kamera nutzt und dennoch der Urheber des geschossenen Fotos wird. Der menschliche Anteil am „kreativen“ Prozess müsste, um dem KI-Nutzer das Urheberrecht zuschreiben zu können, allerdings deutlich höher ausfallen; so hoch, dass die KI nur noch als Werkzeug einzustufen wäre. Nach aktuellem Stand lässt sich das allerdings nicht bejahen und das KI-Ergebnis ist damit nicht als gestalterischer oder künstlerischer Prozess des KI-Nutzers zu bewerten. WICHTIG: Das KI-generierte Ergebnis kann selbst allerdings durchaus gegen das Urheberrecht verstoßen. Ähnelt es der Grundlage zu sehr, sodass z. B. das Bild oder Lied nahezu identisch mit dem Original ist, greift § 23 UrhG. DIE FOLGE: Unterlassungs-, Schadensersatzansprüche und insgesamt hohe Anwalts- und Prozesskosten können Sie erwarten. Auch hier gilt also: Einmal mehr rechtlich prüfen lassen, bevor etwas passiert!

§ 44 b Abs. 1 UrhG: „Text und Data Mining ist die automatisierte Analyse von einzelnen oder mehreren digitalen oder digitalisierten Werken, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen zu gewinnen.“

Wem gehört der KI-Output?

KI nutzen oder nicht? Selbstdenkende, sich weiterentwickelnde Intelligenz wirkt bei genauerem Nachdenken befremdlich und lässt die Gedanken in die Science-Fiction-Abteilung von Hollywood abschweifen. Aber wie bei fast allem gilt: Vernünftig und in Maßen genutzt kann KI uns Menschen sowohl privat als auch beruflich unterstützen und voranbringen. Gesunden Menschenverstand und Fachkräfteeinsatz kann KI jedoch nicht ersetzen.

Nehmen wir an, Sie bedienen sich eines der neuen KI-Systeme, um Studiowerbung zu kreieren. Sie generieren dadurch Bild und Musik. Genießt Ihre neue Werbung nun urheberrechtlichen Schutz? Gehört sie Ihnen?

Gülizar Cihan, DSSV-Juristin

§ 23 Abs.1 UrhG: „Bearbeitungen oder andere Umgestaltungen eines Werkes, insbesondere auch einer Melodie, dürfen nur mit Zustimmung des Urhebers veröffentlicht oder verwertet werden. Wahrt das neu geschaffene Werk einen hinreichenden Abstand zum benutzten Werk, so liegt keine Bearbeitung oder Umgestaltung im Sinne des Satzes 1 vor.“

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Gülizar Cihan war jahrelang als selbstständige Rechtsanwältin in verschiedenen Fachrichtungen tätig. Gleichzeitig war sie einige Zeit in einem mittelständischen Unternehmen rechtsberatend aktiv. Seit August 2021 gehört sie zur Rechtsabteilung des DSSV und berät die Mitglieder vor allem in verwaltungsrechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de

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Fotos: woravut – stock.adobe.com | fitness MANAGEMENT

Auch hier hilft wieder ein Blick ins Gesetz: Gemäß § 2 Abs. 2 UrhG ist ein Werk urheberrechtlich schutzfähig, wenn es eine persönliche geistige Schöpfung des Urhebers ist. Die geistige Schöpfung muss hier allerdings der KI zugeschrieben werden. Am persönlichen Faktor scheitert die KI derzeit noch. Persönlich ist nur das, was vom Menschen geschaffen wurde.


DSSV | NEUE FÖRDERMITGLIEDER & NEUE MITGLIEDER

Der DSSV begrüßt –

Neue Fördermitglieder Absicherung von Risiken für Fitnessstudios Hinter der Marke TOPLINE INSURANCE BROKER steht eine der umsatzstärksten Exklusivagenturen der SIGNAL IDUNA, die Schumann & Simons GmbH, die sich seit dem Jahre 2020 auch auf die Absicherung von Risiken von Fitnessstudiobesitzern spezialisiert. In Abstimmung mit den führenden Experten der Fitnessbranche wurde ein Versicherungspaket entwickelt, welchem bereits über 500 Kunden vertrauen.

Interdisziplinäre Problemlösungen Dabei versteht sich die TOPLINE INSURANCE BROKER nicht als reiner Versicherungsvertreter, sondern vielmehr als interdisziplinärer Problemlöser. So wurde das personalarme Studiokonzept, die Mitversicherung von Outdoorparks und die Mitversicherung sämtlicher elektronischer Geräte im Studio in den Versicherungsschutz integriert. Mit über 20 Mitarbeitern im Innendienst ist eine schnelle und vor allem unkomplizierte Schadensabwicklung, wie bspw. auch während der Corona-Pandemie innerhalb der Betriebsschließungsversicherung, stets gewährleistet. Der Beitrag wird einfach anhand der Quadratmeter des Studios ermittelt und der Schutz passt sich den aktuellen Gegebenheiten der Fitnessbranche an. www.topline-insurance.de

Mit externem Datenschutzbeauftragten Pflicht nachkommen Datenschutz einfach gemacht und das bereits ab 150 EUR im Monat. Ohne versteckte Kosten – ohne Kopfschmerzen. Die adverit compliance GmbH & Co. KG ist eine Unternehmensberatung mit angeschlossener Wirtschaftskanzlei und Akademie. Sie erbringt Revisionsdienstleistungen in den Bereichen Governance, Risk und Compliance mit den Schwerpunkten IT, Datenschutz und Werkvertragslogistik. Als externer Revisor und Berater prüft das Unternehmen Sachverhalte auf Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit und unterstützt bei der Umsetzung von Handlungsempfehlungen. Wenn Gesundheitsdaten verarbeitet werden, ist – gem. Paragraf 22 BDSG Abs. 2 – die Benennung eines Datenschutzbeauftragten Pflicht. Bei Verstößen gegen die Maßgaben der DSGVO können empfindliche Bußgelder fällig werden. Verarbeiter von personenbezogenen Daten besonderer Kategorie müssen umfangreiche gesetzliche Anforderungen erfüllen und deren Umsetzung dokumentieren. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung, technische und organisatorische Maßnahmen, die Einhaltung von Auskunfts- und Löschpflichten sowie regelmäßige Schulungen sind nur einige dieser Anforderungen. www.adverit.de

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Der DSSV begrüßt –

Neue Mitglieder Activum Sebastian Münch 78176 Blumberg

Boulderwelt Markus Grünebach 76133 Karlsruhe

BS Sports and Health Burcin Spiekermann 56203 Höhr-Grenzhausen

Enjoy Fitness Steffen Suhl 28876 Oyten

fitbox Berlin Turmstraße Hannes Homagk 10551 Berlin

fitbox Wiesbaden Hauptbahnhof Patrick Schröder 65189 Wiesbaden

Sportcenter by Peter Hensel Peter Hensel 82054 Sauerlach

Studio Herzschlag Anne-Katrin Hartmann 90489 Nürnberg

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Wie ermittle ich meinen... Firmenwert korrekt?

Günter Noll und Sabrina Fütterer Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige www.fitnesssachverstaendige.de


DSSV | KOMMENTAR

KI in der Fitnessbranche – Freund oder Feind? Digitalisierung oder die Integration von Künstlicher Intelligenz birgt sowohl Vorteile als auch Risiken. Meiner Meinung nach ist hier der Blickwinkel entscheidend. Sehe ich Künstliche Intelligenz als Bedrohung für meinen Arbeitsplatz oder mein Unternehmen oder nutze ich die technischen Fortschritte, um mich weiterzuentwickeln und meinen Service zu verbessern? Eins ist klar: Eine KI kann eine persönliche Begrüßung der Servicekraft oder eine individuelle Betreuung durch einen geschulten Trainer nicht ersetzen. Müssen sich doch eher Programmierer, Buchhalter und Dolmetscher um ihre Jobs sorgen, während hingegen die Berufe in unserer Dienstleistungsbranche nicht von KI bedroht sind.

Prof. Dr. Thomas Wessinghage 1. Vorsitzender des DSSV e. V.

Künstliche Intelligenz wird die Fitnessbranche nicht revolutionieren oder das Training grundlegend verändern, aber sie kann das Angebot der Fitness- und Gesundheitsanlagen erweitern und professionalisieren – wenn man sie zu nutzen weiß. Ein Vorteil KI-gesteuerter Geräte liegt in der Echtzeitüberwachung von Gesundheitsparametern. Wearables und intelligente Gadgets können mithilfe von KI kontinuierlich Daten sammeln und analysieren, um den Nutzern sofortiges Feedback zu geben und Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich kann gemeinsam mit ausgebildeten Trainern das Training gezielt geplant werden. Jedoch sind auch Risiken zu beachten, insbesondere im Bereich Datenschutz und Privatsphäre. Die umfassende Sammlung von persönlichen Gesundheitsdaten birgt die Gefahr von Missbrauch oder unbefugtem Zugriff. Es ist daher entscheidend, dass strenge Datenschutzrichtlinien und Sicherheitsmaßnahmen implementiert werden, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Ein weiterer Aspekt ist die Abhängigkeit von Technologie. Zu viel Vertrauen in KI-gesteuerte Fitnesslösungen könnte dazu führen, dass Menschen ihre intuitive Verbindung zum eigenen Körper vernachlässigen. Es ist wichtig, dass KI als unterstützendes Werkzeug betrachtet wird und nicht als Ersatz für das Verständnis der eigenen körperlichen Bedürfnisse. Die Digitalisierung eröffnet Möglichkeiten für nachhaltige Kundenbindung. Ein Beispiel: Durch die Schaffung von Online-Plattformen, Apps oder sozialen Netzwerken können Fitnessstudios eine kontinuierliche Interaktion mit ihren Kunden aufrechterhalten. Dies ermöglicht nicht nur die Bereitstellung von personalisierten Trainingsplänen, sondern auch die Integration von Community-Elementen, die den sozialen Aspekt des Fitnesserlebnisses fördern. Insgesamt bieten die Fortschritte in der KI der Fitnessbranche die Möglichkeit, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen zu verbessern. Es ist jedoch entscheidend, die Herausforderungen sorgfältig anzugehen, um eine ausgewogene und verantwortungsbewusste Integration von KI in den Fitnessbereich sicherzustellen.

Foto: fitness MANAGEMENT

Ihr Prof. Dr. Thomas Wessinghage 1. Vorsitzender des DSSV e. V.

Prof. Dr. Thomas Wessinghage

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MANAGEMENT | PERSONENPORTRÄT

Fitness – ein(e) Beruf(-ung)

Die berufliche Vielfalt einer Fitnessökonomin Text: Ronja Reuber und Carolin Schmidt

Mara Mones wollte den menschlichen Körper begreifen. Aus diesem Interesse und der Passion für Bewegung und Gesundheit entstand schließlich der Wunsch, in der Fitnessbranche zu arbeiten. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Customer Relations Managerin bei EUPD Research | Social hat sie gemeinsam mit einer Freundin den Podcast „Fitspamm“ ins Leben gerufen, in dem sie unter anderem über Fitness, Ernährung und Lifestyle spricht.

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as passiert im Körper, wenn man Sport treibt oder krank ist? Mara Mones trieben diese Fragen bereits in ihrer Schulzeit um. Gleichzeitig jobbte sie als Schülerin in einem regionalen Fitnessstudio. Das berufliche Ziel Fitnessbranche war damit schnell ausgemacht. Für die Aachenerin war aber eines klar: „Ich möchte nicht nur studieren, sondern auch schon Geld verdienen.“

Mittendrin statt nur dabei Als ihre damalige Chefin ihr erzählte, dass sie im Studio eine Person für ein duales Studium an der DHfPG suchten, bewarb sich die heute 25-Jährige und startete kurz darauf mit dem dualen Bachelor-Studiengang Fitnessökonomie. Neben den Grundlagen im Umgang mit Kundschaft wurde u. a. in den Modulen „Medizinische Grundlagen“ sowie „Trainingslehre I bis IV“ wichtiges Wissen vermittelt. „Alles, was wir an der Hochschule besprochen hatten, konnte ich im Studio auch durchführen.“ Im Laufe der Zeit wuchs mit ihrem Wissen auch die Verantwortung, z. B. Personalplanung, Verhandlungen mit B2B-Kontakten oder allgemeine administrative Aufgaben. Aber zu jeder Zeit fühlte sich die gebürtige Aachenerin wohl in ihrem Ausbildungsbetrieb ebenso wie an der Hochschule. „Man sollte wirklich schauen, wo man seine Ausbildung macht. Die DHfPG hat uns Bahnen geschaffen, die wir fahren konnten.“

Weiterbilden heißt weiterkommen „Weil ich eine Führungsposition anstrebe, wollte ich mich von potenziellen Mitbewerbern abheben.“ Also absolvierte Mara Mones von 2020 bis 2022 den weiterführenden DHfPG-Studiengang Master of Business Administration (MBA). Dadurch konnte sie vor allen Dingen ihre Kenntnisse z. B. in Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement vertiefen. „Durch das Studium habe ich wiederum gemerkt, ich identifiziere mich zu 100 Prozent mit der Branche und brenne richtig dafür.“

„Fitspamm“ motiviert, informiert, klärt auf Im zweiten Corona-Jahr startete sie gemeinsam mit ihrer Freundin Michelle Canisius (26) mit „Fitspamm“, einem Podcast. In den wöchentlich erscheinenden Folgen sprechen die beiden Frauen über unterschiedliche Themen zu Fitness, Ernährung und Lifestyle. So wird über Training während der Periode genauso gesprochen wie über die perfekt gepackte Gym-Bag.

Weitere Karriereschritte in der Branche Mara Mones hat sich nach einigen Jahren im Fitnessstudio nun einer neuen beruflichen Herausforderung gestellt. Mittlerweile ist sie als Customer Relations Managerin bei EUPD Research | Social tätig und möchte dort die erworbenen Kompetenzen aus ihrem Master-Studium noch besser einsetzen.

Ihr Tipp für Studierende „Der persönliche Austausch mit anderen Menschen ist das, was mich immer vorangebracht hat. Ich kann jedem empfehlen, anderen Personen und Dingen immer offen entgegenzutreten, dabei aber auch wiederum jeden und alles kritisch zu hinterfragen.“ Foto: Dayvandi

Das ganze Interview mit Mara Mones und Michelle Canisius gibt’s im DHfPG-Podcast „Studieren mit Gehalt“.

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Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

University of Applied Sciences

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WEITERQUALIFIZIEREN! MBA SPORT-/GESUNDHEITSMANAGEMENT Auf dem Weg ins Top-Management l qualifiziert durch den Erwerb von Fach- und Führungskompetenzen insbe-

sondere in den fundamentalen Bereichen der Ökonomie für eine Führungsposition im gehobenen Management

l 4 Spezialisierungsrichtungen stehen zur Auswahl:

Fitnessökonomie, Gesundheitsmanagement, Sportökonomie und Betriebliches Gesundheitsmanagement

dhfpg.de/mba


MANAGEMENT | UNTERNEHMENSPORTRÄT

Einmal Boxer, immer Boxer – Werner Kieser blieb seiner ersten sportlichen Liebe treu

Schweizer Unternehmen „regiert“ gesundheitsorientiertes Krafttraining

Kieser: Purismus und Effizienz Text: Lena Henning

„Bei Kieser Training gibt es keinen Sport, sondern körperliche Wartungsarbeit“ – provokant und ebenso treffend. Werner Kieser (1940–2021), der legendäre Gründer von Kieser Training, war für seine polarisierenden Aussagen bekannt. Doch trifft sie hier den Nagel auf den Kopf, denn diese Haltung wird in den Kieser-Studios rund um den Globus seit über 55 Jahren gelebt. Das gesundheitsorientierte Krafttraining steht von jeher im Fokus. Kein „Schnickschnack“. Keine Ablenkung. Das Versprechen: maximale Trainingseffekte bei minimalem Zeitaufwand.

1957:

Zweimal 30 Minuten Training pro Woche sollen ausreichen. Der Kieser-Methode, einem High-Intensity-Training, gehen die Mitglieder an den eigens konstruierten Trainingsmaschinen nach. Jede Trainingseinheit besteht aus ca. zehn Übungen à 90 bis 120 Sekunden. Damit sich die Trainierenden ganz auf sich und ihre eigenen „körperlichen Wartungsarbeiten“

1967:

Werner Kieser entdeckt das Krafttraining für sich

Gründung der Kieser Training AG

1966:

Werner Kieser schweißt selbst Trainingsmaschinen und eröffnet sein erstes Krafttrainingsstudio in Zürich

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1978:

Ausstattung mit Nautilus Maschinen

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Foto: Kieser Training AG

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iesern – ein wunderbarer Neologismus für gesundheitsorientiertes Krafttraining, oder? Denn genau dafür steht Kieser Training (seit 2023 nur noch Kieser) bereits seit der Unternehmensgründung im Jahr 1967. Und auch heute noch ist das Schweizer Unternehmen wie kaum ein anderes für gesundheitsförderndes Training bekannt.


konzentrieren können, herrscht bewusst eine ruhige Trainingsatmosphäre – keine Musik, keine Spiegel, keine Dekoration, nur die großen Maschinen, die Trainierenden und die Trainer. Doch wieso eigentlich? Warum ist das Training bei Kieser so anders als in anderen Fitnessstudioketten? Wo liegen die Anfänge von Kieser und wie hat sich das Unternehmen entwickelt?

Wie alles begann Manchmal muss erst einmal etwas schief gehen, bevor es so richtig gut gehen kann. So auch im Falle von Werner Kieser: 1957 zieht sich der 17-jährige Werner Kieser im Boxring eine Rippenfellquetschung zu. Während die Ärzte zur Schonung raten, empfiehlt ihm ein anderer Boxer, mit Krafttraining den Genesungsprozess zu beschleunigen. Es funktioniert. Von da an trainiert Werner Kieser weiter und will immer mehr über Krafttraining erfahren. Nachdem er in Deutschland zum ersten Mal ein Fitnesscenter betritt, beschließt er, seine Begeisterung für Krafttraining mit anderen zu teilen und ebenfalls ein Studio zu gründen. Gesagt, getan. Mit Alteisen vom Schrottplatz schweißt der Pionier seine ersten Maschinen selbst zusammen und eröffnet schließlich 1966 sein erstes Center in Zürich – der Beginn von Kieser Training. Damals aus Geldmangel, heute aus Überzeugung ist die Ausstattung des ersten Studios sehr reduziert und auf das Wesentliche beschränkt.

Kieser Training nimmt an Fahrt auf In den Siebzigern experimentiert Werner Kieser kurzzeitig mit dem anderen, dem opulenten Angebot von Sauna, Bar, Solarium und Co. und muss schnell feststellen, dass dies so gar nicht zu dem gesundheitsorientierten Krafttraining passt, wie er es sich vorstellt: „Je breiter mein Angebot wurde, desto weniger trainierten meine Kunden.“ Also zurück zum bewusst reduzierten Angebot. Im gleichen Jahrzehnt reist Werner Kieser in die USA und trifft dort den Entwickler der NautilusTrainingsmaschinen, Arthur Jones (1926–2007), der von da an zu seinem Mentor wird. Überzeugt von der Qualität und den Ideen hinter den Maschinen stattet Werner Kieser sein Studio als Erster in Europa mit den neuartigen Geräten aus. 1987 bringt er dann auch die Lumbar Extension-Maschine (LE) von Arthur Jones nach Zürich. Werner Kiesers Frau, Dr. med. Gabriela Kieser, setzt die Lumbar Extension-Maschine in ihrer Praxis für medizinische Kräftigungstherapie ein und es zeigt sich schnell die enorm positive Wirkung der Maschine bei Schmerzpatienten. Die Kräftigungstherapie wird Teil des Kieser-Konzepts. Noch immer höchst begeistert von den Geräten erwirbt die Kieser Training AG 1998 die Lizenz zur Produktion der Nautilus- bzw. zu diesem Zeitpunkt der MedX-Maschinen. Nur zwei Jahre später gründet Werner Kieser eine eigene Forschungsabteilung, um das eigene Angebot stets im Hinblick auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse überprüfen und

1981:

1999:

Zweites Kieser-Studio in der Schweiz

Kieser Training in Luxemburg

1991:

Kieser Training in Deutschland

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MANAGEMENT | UNTERNEHMENSPORTRÄT

Werner Kieser an der legendären Nautilus-Pullover-Maschine

Eigentümerwechsel bei Kieser (v. l. n. r.): Michael Antonopoulos, Werner Kieser, Dr. med. Gabriela Kieser und Nils Planzer

anpassen zu können. Seitdem werden die Maschinen intern entwickelt und produziert.

Franchises rund um die Welt 1981 entscheidet sich Werner Kieser, ein zweites Studio in der Schweiz mittels Franchising zu eröffnen. Und schließlich wagt er auch den Sprung in andere Länder. Zunächst folgen in den Neunzigern Studios in Deutschland (Frankfurt, Hamburg, Köln und München). Damals ein höchst mutiger Schritt, denn Kiesers Purismus verwirrt zunächst die Deutschen, die mit Fitnessstudios völlig andere Bilder verknüpfen; die Vorstellung von Fitnesstraining ist Anfang der Neunziger bei der breiten Masse noch von Bodybuildern wie Arnold Schwarzenegger und Aerobic-Ikonen wie Jane Fonda geprägt. Doch auch diese anfängliche Skepsis schlägt schon bald in Begeisterung um. So eröffnet Kieser Training 1999 in Luxemburg ein weiteres Franchise und tritt in den österreichischen Markt ein, indem es 2000 sein erstes eigenes Studio in Wien eröffnet. Das Unternehmen, das als erste Franchisekette im deutschsprachigen Raum gilt, zählt heute weltweit 172 Studios. Zu den europäischen Centern kommt 2006 ein weiteres Franchisestudio hinzu. Fernab, auf der anderen Seite des Globus eröffnet Kieser eine Filiale in Australien. Mittlerweile sind in Down Under 26 Kieser-Standorte zu finden.

Der „Rückenguru“ Werner Kieser In welchen Ländern der Erde in Zukunft gesundheitsorientiertes Krafttraining à la Kieser postuliert werden wird, erfährt der Gründer und Namensgeber Werner Kieser leider nicht mehr. Am 19. Mai 2021 stirbt er im Beisein seiner Frau in Zürich. Werner Kieser ist und bleibt aber untrennbar mit dem Unternehmen verknüpft. Auch Dr. med. Gabriela Kieser prägt, nicht zuletzt durch ihr medizinisches Fachwissen, die Entwicklung von Kieser Training. Mit der Lumbar Extension-Maschine und dem damit verbundenen Fokus auf Rü-

2000:

Kieser heute Seit 2009 ist Michael Antonopoulos der CEO von Kieser, seit 2017 zudem gemeinsam mit Nils Planzer Eigentümer. Auch heute noch entwickelt und produziert Kieser alle Maschinen selbst. Dabei werden aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der internen Forschungsabteilung verwertet und kommen in den Kieser-Maschinen zum Tragen – Forschung und Maschinenentwicklung arbeiten Hand in Hand, um Trainingstechnologien voranzubringen und bestehende Maschinen zu optimieren. Und auch heute noch wird in den Studios nach dem Kieser-Konzept trainiert. Lesetipp: Hat sich in über 55 Jahren Firmengeschichte also nichts verändert? Wo steht das Unternehmen jetzt und wie sieht seine Zukunft aus? Antworten dazu lesen Sie ab Seite 68 im Interview mit CEO Michael Antonopoulos. In der nächsten Ausgabe der fMi erfahren Sie darüber hinaus, wie Kieser nach Australien gekommen ist und wie die Studios dort arbeiten.

2006:

Kieser Training in Österreich

2017:

Kieser Training in Australien

Kieser Training beginnt, alle Maschinen selbst zu entwickeln und zu produzieren

Verkauf von Kieser Training Fotos: Kieser Training AG

2003:

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ckentraining, den zahlreichen Publikationen Werner Kiesers zu gesundheitsorientiertem Krafttraining sowie dem „Weniger ist mehr“-Konzept, das sich von dem der anderen Fitnessstudios abhebt, verleihen die Medien Werner Kieser zahlreiche Spitznamen. „Rückenguru“, „Kraftapostel“, „Rückenpapst“ und „Feind aller Orthopäden“ – all diese Titel wurden für Werner Kieser in der Berichterstattung über ihn und die Kieser-Methode verwendet und all diese Titel charakterisieren ziemlich gut Werner Kiesers Vision und das Kieser-Konzept. Es geht um gesundheitsorientiertes Krafttraining, das die Muskeln stärkt und so den Trainierenden sowohl präventiv als auch reaktiv helfen kann. Nicht mehr und nicht weniger.

2009:

Werner Kieser zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück

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MANAGEMENT | KIESER HEUTE

Über den Interviewpartner Michael Antonopoulos (52) ist seit 2009 CEO und seit 2017 Miteigentümer der Kieser Training AG. Seinen Einstieg bei Kieser hatte der Familienvater, der ursprünglich aus der Finanz- und Beratungsbranche kommt, bereits 2004 als CFO.

Kieser heute: CEO Michael Antonopoulos im Interview

Authentizität und Vertrauen als Erfolgskonzept Text: Andreas Barz und Lena Henning

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Foto: DHfPG/BSA

Bereits seit mehr als 55 Jahren gibt es das Kieser-Konzept – gesundheitsorientiertes Krafttraining mit minimalem Zeitaufwand und maximalen Effekten, das auch heute noch in den Kieser-Studios weltweit umgesetzt wird. Hat sich bei Kieser also seit 1967 nichts verändert? Die fitness MANAGEMENT international hat mit dem Kieser-CEO Michael Antonopoulos über Werner Kieser, die Marke Kieser und die aktuelle Entwicklung des Unternehmens gesprochen.


fMi: Sie kommen aus der Finanz- und Beratungsbranche. Wie sind Sie erstmals mit Kieser Training in Kontakt gekommen? Wie und auch wann war Ihr erstes Training nach dem Kieser-Konzept? Michael Antonopoulos: Ich kannte Kieser schon bevor ich 2004 im Unternehmen angefangen habe. Einige meiner damaligen Kollegen und Kolleginnen haben zu der Zeit bei Kieser trainiert und so bin ich auch das erste Mal mit Kieser in Kontakt gekommen. Der Name war mir also schon weit vor meiner Zeit im Unternehmen ein Begriff. Mein erstes Training als Teil des Unternehmens ist mir in bester Erinnerung. Da ich jahrelang nur in klassischen Fitnessstudios trainierte habe, war die Atmosphäre bei Kieser zunächst eine Umstellung. Ich habe jedoch schnell gemerkt, wie durchdacht das Konzept und die zugrunde liegende Philosophie ist. Wann haben Sie Werner Kieser das erste Mal getroffen? Was ist Ihnen von dieser Begegnung noch in Erinnerung? Das war noch vor meinem ersten Arbeitstag im Rahmen eines unternehmensinternen Workshops. Ich kann mich noch gut erinnern, wie er zusammen mit seinem Rottweiler auf mich zukam. Viel von dem, was ich im Vorfeld über seine Ausstrahlung gehört habe, hat sich bei unserer ersten Begegnung bestätigt. Schon beim ersten Treffen ist er mir als charismatische Persönlichkeit aufgefallen. Was hat Sie persönlich wie geschäftlich an Kieser Training fasziniert, sodass Sie in das Unternehmen eingestiegen sind? Das lag sehr stark am Unternehmensgründer Werner Kieser. Seine Leistung, ein Unternehmen wie Kieser aufzubauen, hat mich sehr fasziniert. Darüber hinaus natürlich auch das Produkt bzw. die Marke Kieser, die er geschaffen und die mir sehr zugesagt hat.

und Widerstandsfähigkeit unserer Mitglieder in Kombination mit dem Krafttraining. Da wir immer von unserem Kern – dem Krafttraining – ausgehen, sehen wir das auch nicht als eine Verbreiterung, sondern vielmehr als eine Vertiefung unseres Angebots. Wofür steht Kieser heute? Kieser ist ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten erfolgreich auf dem Fitness- und Gesundheitsmarkt besteht. Zudem zeichnet uns die Kompetenz unserer Mitarbeiter und die hohe Qualität der Dienstleistung aus. In Zeiten, in denen manche auf Fitnessstudios ohne Trainer setzen, steht für uns die intensive Betreuung durch kompetente Mitarbeiter ganz klar im Fokus. Als Marke konnten wir uns dadurch eine starke Glaubwürdigkeit aufbauen und genießen ein sehr hohes Maß an Vertrauen durch unsere Kunden. Von außen betrachtet, wird die Marke Kieser immer noch sehr stark mit der Person Werner Kieser assoziiert. Wie sieht es innerhalb des Unternehmens aus? Wie viel Werner Kieser ist im Unternehmen noch spürbar? Werner Kieser ist nach wie vor präsent. So stammen z. B. viele unserer Ausbildungsmaterialen und Bücher von ihm. Uns liegt auch viel daran, die Lehren von Werner Kieser zu bewahren. Die Tatsache, dass wir so viele Dokumente von unserem Gründer haben, ist etwas, was uns aus meiner Sicht auszeichnet. Dennoch dreht sich auch für uns die Welt weiter und verändert sich und so passen auch wir gewisse Dinge mit der Zeit an.

Kieser Training wurde bereits 1967 gegründet. Was war der Kern des Unternehmens? Welche grundlegenden Punkte gelten heute noch? Der Kern liegt nach wie vor in dem Aufbau und Erhalt der Muskulatur durch Krafttraining. Mit unserem Konzept waren wir vor über 50 Jahren schon unserer Zeit voraus und es ist auch heute noch aktuell. Daher werden wir davon auch nicht abweichen. Allerdings verändern wir unsere Dienstleistung auch und überdenken sie. Dabei gilt jedoch der Grundsatz, dies nur zu tun, wenn die Verbindung zu unserem Markenkern nach wie vor bestehen bleibt.

Welche Bedeutung hatte der Mensch Werner Kieser für Sie persönlich? Wie prägt er Ihr unternehmerisches Handeln heute? Für mich war er ein großer Mentor. Ich gehöre zu den Glücklichen, die viel Zeit mit ihm verbringen durften. Wir haben auch viele intensive Gespräche geführt, wo wir übrigens auch nicht immer einer Meinung waren. Werner Kieser war jedoch ein anderer Typ als ich. Daher war mir auch klar, dass ich ihn nicht imitieren kann oder seine Lücke füllen werde. Man muss sich auch vor Augen führen, dass er in der Unternehmensgeschichte viele Höhen und Tiefen erlebt hat. Die Art und Weise, wie er damit umgegangen ist, sein Führungsstil und die Fähigkeit, Menschen mitzunehmen, sind für mich nach wie vor beeindruckend. Durch die vielen Erfahrungen, die er über die Jahrzehnte gemacht hat, konnte ihn auch so schnell nichts aus der Ruhe bringen.

Wie gelingt es Ihnen, der Kieser-Lehre treu zu bleiben und dennoch stets neueste Entwicklungen und Erkenntnisse zu berücksichtigen? Wir ergänzen natürlich unser Angebot auch um weitere Aspekte. Ich verstehe, dass von außen betrachtet z. T. der Eindruck entsteht, wir würden von unserem bewährten Konzept abweichen. Allerdings sehen wir das überhaupt nicht so. Nehmen wir z. B. unser neues Angebot der Nährstoffberatung. Hier sagen viele, dass wir jetzt auch auf den Zug der Ernährungsberatung aufspringen. Allerdings bereiten wir das Thema auf unsere ganz eigene Art auf. Das heißt, wir fragen uns, welchen Stellenwert hat Ernährung für die Gesundheit

Eben haben Sie erwähnt, dass Sie eine Nährstoffberatung in Ihr Konzept aufnehmen. Zudem „experimentieren“ Sie aktuell mit der Integration von Cardiogeräten. Welche Zielsetzung verfolgen Sie mit diesem Angebot? Planen Sie das Herz-Kreislauf-Training flächendeckend in Ihren Studios einzuführen? Grundsätzlich verfolgen wir nicht das Ziel, unser Angebot zu erweitern, sondern es zu vertiefen. So geht es uns z. B. bei der Nährstoffberatung darum, sicherzustellen, dass die Muskulatur optimal versorgt wird. Mit der Einführung von Herz-Kreislauf-Training möchten wir den einen Muskel trainieren, den wir bisher noch nicht abgedeckt haben. Nämlich den

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MANAGEMENT | KIESER HEUTE

Alte und neue Generation – Werner Kieser mit Michael Antonopoulos

Herzmuskel. Dabei möchten wir ein Herz-Kreislauf-Training anbieten, dessen Philosophie der unseres Krafttrainings entspricht. Also ein hoher kardiovaskulärer Trainingseffekt in kurzer Zeit. Bei der Trainingsmethode haben wir uns daher auch für High-Intensity Interval Training entschieden. Zwar können wir Herz-Kreislauf-Training nicht in allen Studios einführen, da wir zum Teil schlichtweg nicht genügend Platz für die entsprechenden Geräte haben, wir sind allerdings auch bereit, gewisse Dienstleistungen modular anzubieten. Letztlich geht es uns immer darum, von unserem Markenkern ausgehend die Probleme unserer Kunden zu lösen. Kieser-Studios arbeiten ausschließlich mit eigens konstruierten Kraftgeräten. Gibt es auf dem Weltmarkt keine vergleichbar guten Trainingsgeräte? Die Entscheidung, unsere eigenen Geräte zu konstruieren, geht in Teilen auf unsere langjährige Unternehmensgeschichte zurück. Für uns steht der Trainingsnutzen im Vordergrund; wir arbeiten immer an einer Problemlösung für unsere Kunden. So haben wir z. B. Trainingsgeräte entwickelt, die es auf dem Gerätemarkt in der Form nicht gibt, weil das Interesse dafür auch zu gering ist. Neben unseren Maschinen speziell für den Rücken haben wir beispielsweise in Kooperation mit einer Universität auch eine spezifische Maschine zum Training der sprunggelenkumgebenden Muskulatur entwickelt, um Probleme unserer Zielgruppe zu lösen, wie z. B. die Sturzgefahr.

Die engmaschige Betreuung der Trainierenden ist ein wesentlicher Teil des Kieser-Konzepts. Wie gelingt es Ihnen, in Zeiten von Fachkräftemangel und „War for Talents“ qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten? Diese branchenübergreifende Entwicklung spüren wir natürlich auch. Der Job bei Kieser ist anspruchsvoll: Die Instruktoren sind viele Stunden auf der Trainingsfläche und für die enge Arbeit mit den Kunden muss man ein hohes Maß an Motivation und Freude mitbringen. Allerdings sehe ich auch, dass unsere Mitarbeiter dieser Aufgabe mit einer hohen Begeisterung nachgehen. Wir haben auch viele, die z. T. schon seit 30 Jahren bei uns arbeiten und uns die Treue halten. Diese Mitarbeiterloyalität zeichnet Kieser auch aus und ist keine Selbstverständlichkeit. Dennoch versuchen wir die Arbeitgeberattraktivität weiter zu erhöhen, denn es wird in Zukunft sicher ein noch stärkeres Ringen um gute Mitarbeiter geben.

Im Moment teilt sich der Markt in immer mehr Segmente und fast alle Studios werben mit dem Angebot eines gesunden und funktionellen Trainings. Hat dies Auswirkungen auf die Marktposition von Kieser Training? Und wie stehen Sie dazu, dass immer mehr Studios auf „diesen Zug“ mitaufspringen? Natürlich gibt es mittlerweile viele Mitbewerber, die auch eine Form von Krafttraining anbieten, sich jetzt dem Thema Gesundheit annehmen und versuchen, sich dementsprechend zu vermarkten. Das blenden wir natürlich nicht aus. Wir widmen uns aber schon seit Jahren dem Thema Gesundheit. Und in vielen Bereichen, wo jetzt andere auch Fuß fassen möchten, sind wir schon lange präsent. Außerdem haben wir eine spezifische Zielgruppe, nämlich diejenigen, die eine geringere Affinität zum Training haben, aber aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation gezwungen sind, aktiv zu werden. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel gehe ich davon aus, dass unsere Zielgruppe noch weiter wachsen

Kieser hat Franchises in fünf Ländern; das sind fünf verschiedene Gesundheits- und Fitnessmärkte. Sind die Franchisestudios auf die einzelnen Märkte zugeschnitten? Und wie schätzen Sie die Wachstumspotenziale in den unterschiedlichen Märkten ein? Ich denke, dass die Gegebenheiten auf den deutschsprachigen Märkten vergleichbar sind. Unsere Studios in Australien spielen in dem Zusammenhang sicherlich eine Sonderrolle. Auch die Australier haben Probleme am Bewegungsapparat, allerdings müssen hier soziokulturelle Gegebenheiten schon berücksichtigt werden und diese ggf. auch zu Anpassungen an unserem Konzept führen. Hier waren wir vielleicht in der Vergangenheit zu strikt. Aus diesem Fehler haben wir aber gelernt und gucken heute genauer, wo die jeweilige Marktsituation Anpassungen erfordert. Die Kieser-Methode mit dem Training an unseren Geräten ist allerdings überall gleich, denn sie funktioniert auch überall gleich gut. fitness MANAGEMENT international

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Foto: Kieser Training AG

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wird. Natürlich ist das aber kein Selbstläufer: In der breiten Bevölkerung gibt es zwar ein Verständnis für die Bedeutung regelmäßiger Bewegung, aber dennoch kostet körperliche Aktivität immer noch Überwindung. Aus meiner Sicht ist die größte Konkurrenz übrigens die Pharmaindustrie. Bei gesundheitlichen Problemen wird heute sehr schnell auf Medikamente zurückgegriffen, um die Schmerzen zu lindern, ohne jedoch das eigentliche Problem in den Griff zu bekommen.


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Neues LES MILLS Workout

Kursräume als TikTokHotspots mit Dance-Workouts

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pätestens seitdem Tanzvideos zu einem Social-MediaPhänomen geworden sind, liegen Dance-Workouts wieder absolut im Trend. Es lohnt also ein Blick auf drei Bereiche, in denen der Bereich „Dance“ im kommenden Jahr ein wichtiger Faktor für das Studiowachstum sein könnte.

ergab, dass 81 Prozent der Fitnessstudiobesucher:innen aus der Generation Z an Gruppenfitnesskursen teilnehmen und dabei die Energie der Gruppe und das Training zu großartiger Musik als wichtigste Faktoren betrachten. Ein definitiver Indikator mit viel Potenzial im Jahr 2024.

Dance-Fitness ist, wie viele Betreiber:innen bestätigen werden, eine schwierige Kategorie, wenn man es richtig machen will. Mit einem guten Dance-Programm können Studios aber großartige Resultate erzielen. Es bietet die Chance, eine lebhafte und hochmotivierte Mitgliedercommunity aufzubauen, denn Tanzen zieht Menschen an, die für Stimmung sorgen (sowohl im Kursraum als auch in den sozialen Medien).

3 Mehr Mitglieder begeistern: Qualitativ hochwertige Dance Programme können alle Arten von Mitgliedern ansprechen und bieten ein großartiges intensives und dennoch gelenkschonendes Workout. Sie sind eine bewährte Säule im Kursplan. Und da für Dance-Programme kein Equipment benötigt wird, bieten sie euch maximale Flexibilität, besonders, was die Räumlichkeiten angeht. Zum Beispiel können sie bei gutem Wetter auch im Freien angeboten werden. Outdoor-Workouts sind ideal, um Passant:innen aufmerksam zu machen, während Kurse auf der Trainingsfläche dazu beitragen können, Mitglieder, die bisher keine Kurse gemacht haben, dafür zu begeistern und die Energie der Class auch außerhalb des Kursraums zu erleben.

Aus diesen drei Gründen werden Dance-Workouts im Jahr 2024 ein wichtiger Faktor für das Studiowachstum sein: 1 #FitTok: Der Hashtag bei TikTok, unter dem Trainingshacks und Fitnesstipps zu finden sind, hat bis Oktober 2023 über 61 Milliarden Aufrufe verzeichnet. #FitTok hat mehrere Fitnesstrends hervorgebracht – darunter das 12-3-30-Workout auf dem Laufband (Thompson Payton, 2023), das bis dato 336 Millionen Aufrufe verzeichnet hat. Und jeden Tag werden es mehr. Der Hashtag #DanceFitness steuert auf eine Milliarde Views zu. Da viele Studiobetreiber:innen mittlerweile auf TikTok präsent sind, um diese riesige Zielgruppe zu gewinnen, sind Dance-Workouts ein vielversprechender Weg, um neue Fans in die Kursräume zu locken.

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www.lesmills.com/de/dance/

Neugierig auf alle Innovationen von Les Mills? Les Mills steht jederzeit unter info@lesmills.de oder telefonisch unter +49 (0) 40 524 7212 0 bei Fragen oder für eine individuelle Beratung zur Verfügung. Literaturliste Les Mills. (2023). Gen Z Fitness: Cracking the code. Zugriff am 16.11.2023. Verfügbar unter https://www.lesmills.com/de/gen-fit-training-partners/ Thompson Payton, L. (2023). Want to walk more in the new year? Try TikTok’s popular 12-3-30 workout. Zugriff am 16.11.2023. Verfügbar unter https://fortune.com/ well/2022/11/26/what-is-12-3-30-workout-does-it-work/

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Foto: Les Mills Germany GmbH

2 Der Schlüssel zur Gen Z: Der Grund, warum TikTok vom Tanzen dominiert wird, ist, dass die Generation Z nicht genug davon bekommen kann. Als die größte Generation aller Zeiten mit der weltweit größten Kaufkraft ist die Gen Z eine immens wichtige Zielgruppe für Fitnessstudios, und Dance-Workouts sind eine großartige Möglichkeit, ihre Herzen zu erobern. Der Report „So tickt die Gen Z“ (Les Mills, 2023) – die bisher größte globale Studie über die Fitnessgewohnheiten der Generation Z –

Um diesen Trend zu befeuern, hat Les Mills mit LES MILLS DANCE ein neues Programm entwickelt, das auf die aktuellen Bedürfnisse der Zielgruppen eingeht. Im Frühjahr 2024 wird es das Programm auch in den ersten deutschen Studios geben. Erste Infos dazu gibt es bereits hier:


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MANAGEMENT | EMS-TRAINING | ANZEIGE

miha bodytec Update

News aus der EMS-Branche

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Fotos: miha bodytec GmbH

Wie für die Fitness- und Gesundheitsbranche üblich, ist auch das Segment EMS-Training schnelllebig und von neuen Innovationen und wissenschaftlichen Ergebnissen geprägt. Der Markt für EMS-Training entwickelt sich dynamisch und zeigt unterschiedliche Ausprägungen: vom Personal Training über das Zusatzangebot in bestehenden Einrichtungen bis hin zum reinen EMS-Studio. Gerätehersteller miha bodytec informiert in den „News aus der EMS-Branche“ über aktuelle Veranstaltungen, Trainingstechnologien und Studien rund um das Thema EMS.


miha bodytec workstation m.ove Konzipiert für den mobilen Einsatz „room to room“ ist diese Erweiterung des miha bodytec m.ove die optimale Lösung für die EMS-Anwendung in unterschiedlichen Räumen oder Etagen. Die workstation m.ove kombiniert Transport und Aufbewahrung mit einer Halteeinrichtung zur Stabilisierung und Trainingsunterstützung. Für weitere Infos einfach den Code scannen!

Erleben Sie Medizinische EMS auf der TheraPro in Stuttgart, der Fachmesse für Therapie, Prävention und medizinische Rehabilitation. Vom 26. bis 28. Januar 2024 informieren wir Sie über unsere Produktneuheiten, Anwendungsbereiche der Medizinischen EMS und Umsetzungsmöglichkeiten in Ihrer Einrichtung. Sie finden uns in Halle 6 am Stand 6B30.

Die optimale Trainingshäufigkeit: 1x pro Woche Bei einem EMS-Training wird die Muskulatur stärker beansprucht als bei allen anderen Sport- oder Trainingsarten. Die Belastung des Körpers lässt sich durch einen erhöhten CKWert feststellen (CK = Creatinkinase). Diese Belastung erreicht

erst am vierten Tag nach dem EMS-Training ihren Höhepunkt! Daher sind unbedingt mindestens vier Tage Pause zwischen zwei Trainingseinheiten einzuhalten (Kemmler, Teschler, Bebenek & von Stengel, 2015; Kemmler, Froehlich, von Stengel & Kleinöder, 2016).

Auszug aus der Literaturliste Kemmler, W., Teschler, M., Bebenk, M. & von Stengel, S. (2015). Hohe Kreatinkinase-Werte nach exzessiver Ganzkörper-Elektromyostimulation: gesundheitliche Relevanz und Entwicklung im Trainingsverlauf. Wiener Medizinische Wochenschrift, 15 (165), 427–435. Kemmler, W., Froehlich, M., von Stengel, S. & Kleinöder, H. (2016). Whole-Body Electromyostimulation – The Need for Common Sense! Rationale and Guideline for a Safe and Effective Training. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 67 (9), 218–221.

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MANAGEMENT | IMPULS

Praxisimpulse für effizientes, modernes Online-Marketing

Digital Content Creation Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff

Die Digitalisierung bietet Fitness- und Gesundheitsstudios zahlreiche Möglichkeiten, ihre Mitglieder und Interessenten im Rahmen des Online-Marketings mit abwechslungsreichen Inhalten und Informationen zu versorgen. Aber welches Set-up ist für welchen Betrieb zielführend? Online-Marketing-Experte Alexander Krieg erklärt im Interview, wie ein erfolgreicher digitaler Content-Mix aussieht und was es bei der Planung und Erstellung von attraktivem Fitnesscontent zu beachten gilt.

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arketingcontent für die Studiowebsite oder Landingpage, Workout-Videos und Tutorials für den Online-Trainingsbereich, Blogs zu unterschiedlichen Fitness- und Ernährungsthemen oder Bildergalerien und Videos für YouTube, Instagram, Facebook, Twitter oder TikTok – die Anforderungen an qualitativ hochwertigen digitalen Fitnesscontent steigen kontinuierlich. Studios sehen sich bei

der Planung und Erstellung ihrer digitalen Inhalte vor großen Herausforderungen (Thum, 2023a).

Mit hochwertigem Content-Mix überzeugen Eine zeitgemäße und umfassende Strategie für digitalen Content wird für Unternehmen im Rahmen des Online-Marketings immer wichtiger und stellt in der Praxis einen

n Foto: Video_StwockOrg – stock.adobe.com

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entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar (Weller & Harmanus, 2021). Ein guter Content-Mix sorgt unter anderem für höhere Klickzahlen und mehr Social-Media-Engagement der Mitglieder, vergrößert die digitale Reichweite, weckt Interesse, verbessert die Conversion von Interessierten zu Mitgliedern, schafft Vertrauen und trägt enorm zu einer nachhaltigen Markenbildung bei.

Lösungen für unterschiedliche Zielgruppen und Bedürfnisse Grundsätzlich wird in der Praxis zwischen vier zentralen Inhaltsbausteinen unterschieden, die einen abwechslungsreichen und erfolgreichen Content-Mix ausmachen: Dieser sollte immer unterschiedliche Interessen und Wünsche abdecken und informierend, inspirierend, motivierend und/oder unterhaltend gestaltet sein (Neust & Spitko, 2022; Thum, 2023b). Durch die unterschiedlichen digitalen Kanäle und Formate haben Fitness- und Gesundheitsstudios eine große Bandbreite an Möglichkeiten, um Mitglieder und Interessenten gezielt anzusprechen. Mit zielgruppenspezifischen Inhalten lassen sich Trainierende generationsübergreifend motivieren und für das Studio und die eigenen Dienstleistungen begeistern (Schmidt & Wolff, 2022).

Mehr zu zielgruppenspezifischen Kommunikations- und Content-Strategien erfahren Sie über den folgenden QRCode. Bastian Thum von der DHfPG veranschaulicht in seinem Fachartikel „Generationsübergreifend begeistern“ praxisnahe Lösungen für unterschiedliche Mitgliedergenerationen und liefert wertvolle Marketingtipps.

Mit welchen Content-Strategien Studios in der Praxis überzeugen können und was es in puncto Know-how und Technikequipment alles braucht, um abwechslungsreichen und qualitativ hochwertigen digitalen Fitnesscontent zu erstellen, hat die fMi im Interview mit Alexander Krieg besprochen. Literaturliste Neust, F. & Spitko, R. (2022). SEO-Strategie & Content-Tipps für Studios. fitness MANAGEMENT international, 4 (162), 88–91. Schmidt, F. & Wolff, J. (2022). Wie geht Generationenmix?. fitness MANAGEMENT international, 2 (161), 62–66. Thum, B. (2023a). Erfolgreicher Digital-Content-Mix für Fitnesscenter. FITNESS TRIBUNE 3 (203), 80–82. Thum, B. (2023b). Generationsübergreifend begeistern. fitness MANAGEMENT international, 1 (165), 84–87. Weller, R. & Harmanus, B. (2021). Content Design: Das Handbuch für Conversion-orientierte Content Marketer, Webdesigner & Unternehmer (2., aktualisierte und erweiterte Auflage). München: Carl Hanser Verlag.

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MANAGEMENT | IMPULS

Digital Content Creation: Interview mit Alexander Krieg, digital life solutions

„Inhalt entscheidet! Kurz, knapp, zielgruppengerecht“ fMi: Herr Krieg, als Experte für Performance-ContentMarketing in der Fitness- und Gesundheitsbranche beraten Sie viele Studios. Was sind deren aktuelle Herausforderungen bei der Content-Gestaltung und welche Bedürfnisse sehen Sie bei Mitgliedern und Interessierten? Alexander Krieg: Die Erwartungen der User haben sich geändert. Sie schätzen vielfältige, personalisierte Inhalte. Das reicht von Videos zu Übungen, „Die größten Fehler bei xy“, Bildern mit Rezepten, Outdoortrainingstipps oder Muster für Trainingspläne bis hin zu Podcasts und interaktiven Inhalten. Studios müssen sicherstellen, dass ihre Content-Strategie variantenreich und ansprechend ist und dass sie mit ihren Mitgliedern auch online eine positive Gemeinschaft aufbauen. Motivation ist der Schlüsselfaktor zur Bindung von Mitgliedern. Eine Herausforderung ist es, dass Studios und insbesondere Trainerinnen und Trainer sich nicht von den Fitnessinfluencern und -influencerinnen „den Rang ablaufen lassen“. Die Generation, die mit Smartphone und mobilem Internet aufgewachsen ist, misst den Influencern, denen sie folgt, eine große Glaubwürdigkeit zu. Für Studios spielt es keine Rolle, ob man das nachvollziehen kann oder gut findet; es geht darum, damit umzugehen. Man muss die Gen Z mit Fachwissen, Kreativität und Humor überzeugen und mit Inhalten überraschen.

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Interaktive Elemente wie Liveworkouts, Q&A-Sessions und Umfragen schaffen eine direkte Verbindung zu den Mitgliedern. Studios sollten Inhalte erstellen, die ihre Mitglieder inspirieren, motivieren und unterstützen – insbesondere in Zeiten, in denen die Motivation schwanken kann, wie in den Sommermonaten oder bei schmuddeligem Herbstwetter. Neue Leads zu generieren, erfordert eine klare Strategie und Vorbereitung. Wichtig sind digitale Produkte – Trainingspläne, Ernährungstipps oder Programme mit einem klaren Ziel, wie z. B. Acht-Wochen-Fatburner, auch für (Noch-)Nichtmitglieder, Sechs-Wochen-Challenge mit Trainer XY, EMS, Group Fitness. Wie sollte ein effektiver Content-Mix für Studios konkret aussehen? Welche Kombinationen sind Ihrer Erfahrung nach erfolgreich? Die Wahrheit ist: Es gibt leider nicht DAS Erfolgsrezept. Jedes Studio unterscheidet sich vom anderen, hat eigene Stärken und unterschiedliche Zielgruppen. Grundsätzlich hilft es, sich an ein Content-Raster – drei bis vier Formate, die sich abwechseln und immer wiederholen – zu halten und verschiedene Content-Typen abzuholen. Aber ein paar Inspirationen kann ich geben: 1. Visuelle Anleitungen und Tutorials für Workouts und korrekte Übungsausführungen sowie Tipps von Trainern sind äußerst beliebt. 2. Expertenwissen: Hat eine Trainerin oder ein Trainer im Studio eine Zusatzausbildung, z. B. als Ernährungscoach, dann sollte sie auch gezeigt werden, bespielsweise in fitness MANAGEMENT international

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Foto: DHfPG/BSA

Wie kann professioneller digitaler Fitnesscontent effektiv dazu beitragen, mehr Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit, Reichweite und neue Leads zu generieren? Mitglieder suchen nach qualifizierten Informationen und Bildung. Studios können durch informative Inhalte, die auf wis-

senschaftlichen Erkenntnissen basieren, als Experten in der Branche wahrgenommen werden und Vertrauen aufbauen. Wir nennen das „Arbeitsprobe“ oder „Kompetenzbeweis“.


Alexander Krieg Der Experte für Performance-Content-Marketing in der Fitness- und Gesundheitsbranche Alexander Krieg bringt in seiner Expertise eine erfolgreiche und sportliche Kombination mit: Durch über 20 Jahre Erfahrung im Handel, Direktvertrieb und Marketing in mehreren eigenen Unternehmen kennt er die entscheidenden Facetten der Content-Produktion und weiß, wie Inhalte gestaltet sein müssen, damit sie nicht nur gefallen, sondern auch verkaufen. Als Erfolgsinstrument steht ihm sein Knowhow als Vertriebsspezialist zur Verfügung, mit dem er strategische Kundenakquise und langfristige Kundenbindung durch Content verknüpft. Alexander Kriegs Schwerpunkt liegt darin, Content-Marketing für jeden attraktiv zu machen. Er ist Geschäftsführer der digital life solutions GmbH sowie Dozent an der BSA-Akademie. www.dlsolutions.de

vielen Studios in größeren Städten auch ein großes Thema. Die Verbindung von Nachhaltigkeit und Sport wäre eine Erfolg versprechende Content-Kombination. Kooperationen mit Influencern sind bei jungen Erwachsenen wichtig, da sie in ihren Augen die Glaubwürdigkeit steigern. Und ganz wichtig: Die Gen Z betrachtet Fitness oft als Lifestyle und integralen Bestandteil ihrer Lebensführung. Beantworten Sie also die Frage: „Wie kann Fitness in den Alltag integriert werden?“ Welche Kanäle sollten Studios mit Inhalten bespielen? Gibt es Must-dos für die Gestaltung der Beiträge oder die Häufigkeit von Posts? Das kommt wiederum auf die jeweilige Zielgruppe des Studios an. Meiner Meinung nach ist für die Studios unbedingt wichtig, sich zu positionieren und keinen „Bauchladen“ anzubieten. Dementsprechend sollten die Kanäle gewählt werden. Instagram und Facebook funktionieren eigentlich immer. Podcasts sind effektiv für die Verbreitung von Fachwissen, Interviews und Diskussionen. Blogs und E-Mail-Marketing bleiben auch 2024 sehr wichtig. Wir sollten uns nicht nur auf Social-Media-Content konzentrieren. Ein Blog kann enorm bei der Suchmaschinenoptimierung helfen, weil ich viele Inhalte transportieren kann. YouTube-Videos können eingebettet werden und man kann einen Podcast bewerben.

einem Interview mit dem Studiobetreiber oder einem anderen Trainer auf YouTube, in einem Blog oder Podcast. Kurze Clips auf Social Media runden das Ganze ab und machen neugierig auf ein Personal Training o. Ä. 3. Storytelling: Ein Blick hinter die Kulissen, Trainerprofile, Abläufe oder lustige Momente – Storytelling ist wichtig, um eine persönliche Verbindung herzustellen. 4. User-generated Content: Mitglieder teilen ihre Erfolge oder Fitnessreisen. 5. Motivierende, lustige oder provokante Sprüche. Inwieweit können Studios ihren digitalen Content auf ihre Zielgruppen zuschneiden? Welche Art Content performt z. B. besonders gut bei Best Agern oder der Gen Z? Best Ager oder Babyboomer sind vermehrt auf Facebook und YouTube unterwegs und suchen gezielt nach Lösungen für spezifische Probleme, wie z. B. Rückenschmerzen oder Figuroptimierung. Eine Ansprache der negativen Seiten des Altseins erfordert ein tiefes Gespür und Sensibilität, wenn sie erfolgreich sein soll. Es ist wesentlich leichter, auf der positiven Seite zu bleiben und hier Emotionen zu wecken, die Menschen zu motivieren und zu inspirieren. Menschen Ü-50 sind stärker an Gesundheitsaspekten, speziellen modifizierten Übungen, die gezeigt werden, sozialer Interaktion und Veranstaltungen sowie viel Ratgeber- und Informationscontent interessiert. Die Generation Z hingegen erfordert eine andere Ansprache und eine andere Plattform. Die Gen Z hat gelernt, Informationen wesentlich schneller zu sortieren und zu entscheiden: Ist das was für mich? Wie verbessert das mein Leben? Die Aufmerksamkeitsspanne der Gen Z ist kurz und TikTok-ähnliche Inhalte sind besonders wirksam. Nachhaltigkeit ist in 01/24

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Newsletter abonniert kaum jemand freiwillig. Wenn man es aber schafft, dort Inhalte zu versenden, die die Empfänger in den Bereichen weiterbilden, die sie interessieren, dann nehmen sie sich auch die Zeit, sie zu lesen. Das Stichwort lautet hier „Education Marketing“. Die meisten Suchanfragen werden bei Google zu Bildung und Informationsbeschaffung gestellt. In Newslettern können Studios den Menschen mit ihrem Know-how einen Mehrwert bieten, der Social Media sehr gut ergänzen kann. Must-dos für die Gestaltung: Ich glaube, dass man sich mit den grundlegenden Marketingregeln, wie dem AIDA-Modell, also Attention, Interest, Desire, Action, vertraut machen und dessen Anwendung erlernen sollte. Die Häufigkeit von Social-Media-Posts hat nicht mehr so große Relevanz. Es geht hier einfach darum, möglichst schnell eine Lernkurve zu bekommen und herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Deshalb sollte man am Anfang mehr und häufiger posten. Der Feed – also das Raster bei Instagram oder die Timeline bei Facebook – ist für die meisten die neue Homepage und damit für die Studios ein Kompetenzbeweis und eine „Arbeitsprobe“. Wichtig sind hochwertige Bilder und Videos, Konsistenz im Branding – also Farben, Logos, wiederkehrende Elemente –, Sprachstil und Storytelling. Die Inhalte sollten „snackable“ und „spreadable“ sein, d. h. schnell und leicht zu konsumieren – wir bekommen etwa acht Sekunden Aufmerksamkeit, in denen wir die Leute abholen müssen – und die User dazu animieren, den Inhalt zu teilen.

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MANAGEMENT | IMPULS Braucht es für die Umsetzung einer solchen ContentStrategie zwingend ein großes Online-Marketing-Budget? Wie können auch kleinere Einzelstudios solche Maßnahmen gewinnbringend umsetzen? Es gibt Tools, mit denen jeder günstig und effizient guten Content erstellen kann. Dazu zitiere ich gern den Spruch „There is an app for that“; es gibt für alles irgendeine App. Eine kostenlose App, die viel nutze, ist Canva, mit der eigentlich jeder oder jede guten Content produzieren kann. Für den Schnitt von Filmen gibt es auch kostenlose Programme. Wenn man sich gezielt etwas umschaut oder umhört, wird man relativ schnell fündig. Es geht eher um die Inhalte an sich, die die Kunden ansprechen sollten. Kunden kaufen aus zwei Gründen: Pain oder Pleasure. Entweder will ich ein Problem lösen – größerer Bizeps, Abnehmen, Ski fahren mit kaputtem Knie – oder ich will meine Traumfigur erreichen, noch breiter werden, will ein schöneres Sixpack o. Ä. Welche Themen eignen sich besonders gut für digitalen Content? Wie findet man Themen, die bei der Zielgruppe ankommen? Wenn ich weiß, was meine Kunden wollen, kann ich ihnen perfekte Inhalte erstellen. Dazu sollte man ihnen zuhören und mit ihnen sprechen. Alle Mitarbeitenden sollten das wissen und alle Fragen, seien sie noch so banal, sollten gesammelt werden. Je mehr Mitglieder, aber auch Trainerinnen und Trainer sich einbringen, umso besser. Jede Frage einer Kundin oder eines Kunden ist die Basis für Content. Niemand sollte sich allein hinsetzen und sich Content ausdenken. Das Team sollte immer eingebunden werden. Mehr Menschen, mehr Ideen, mehr Möglichkeiten. Ein Content-Sammelbecken in Form einer WhatsApp-Gruppe ist z. B. Gold wert. Wichtig für die inhaltliche Gestaltung ist, dass ich nicht darauf antworte, was ich denke, was die Kunden gemeint haben, sondern dass ich exakt auf das antworte, was sie gesagt haben. Wenn der Kunde fragt, „Was ist die beste Übung für einen höheren Bizeps?“, dann meint er eben nicht die beste Bizeps-Übung, weil er die auch googeln könnte. Durch einen Post mit einer Übung für einen höheren Bizeps entsteht personalisierter, fachlicher Content, der die Kunden interessiert. Inhalt entscheidet! Kurz, knapp, zielgruppengerecht. Was sind für Studios die Must-haves in Sachen Equipment, um professionellen Content zu produzieren? Ton und Licht. Ein modernes Smartphone reicht am Anfang völlig aus. Für den Ton ist eine Funkstrecke oder ein Bluetooth-Ansteckmikro (Lavalier-Mikrofon) sehr praktisch sowie eventuell zwei günstige LED-Softboxen für das Licht. Am besten ist es, das Equipment immer parat zu halten oder – wenn möglich – eine Studioecke einzurichten. Das spart generell Rüstzeit und man kann spontan loslegen. Videos haben sich am besten bewährt. Dazu braucht man einen Trainer oder eine Trainerin, der oder die das machen möchte und auch die Personality dazu hat. Bei der Einbindung des gesamten Teams sehe ich für das Studio zusätzlich den Vorteil der Mitarbeiterbindung. Auch der Geschäftsführer sollte sich nicht verstecken. Je mehr man von sich zeigt, umso besser, weil man Emotionen weckt.

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Unter welchen Voraussetzungen empfehlen Sie den Studios, sich bei der Content-Strategie von Profis unterstützen zu lassen? Die digitale Landschaft verändert sich schnell und ständig und es ist wichtig, mit den neuesten Trends und Best Practices Schritt zu halten. Content-Experten können Studios dabei helfen, relevante Trends zu identifizieren und ihre Strategie entsprechend anzupassen. Die Produktion von digitalen Beiträgen und On-demand-Inhalten erfordert oft Fachkenntnisse. Wenn die Mitarbeiter nicht die entsprechenden Fachkenntnisse mitbringen oder man einfach begrenzte personelle Ressourcen hat, empfehle ich auch grundsätzlich allen Studiobetreiberinnen und -betreibern in Weiterbildung in diesem Bereich zu investieren. Welche Qualifikationen, Fähigkeiten und auch technisches Know-how braucht es, um qualitativ hochwertigen Content für Social Media und die Studiowebsite zu erstellen? Wie können sich Betreiberinnen und Betreiber sowie deren Mitarbeitende in diesem Bereich zielführend weiterbilden? Die Qualifikationen von Tontechnikern, Beleuchtungstechnikern, Kameramann oder -frau – das sind alles Ausbildungsberufe – brauchen wir nicht, weil wir keine 8K-Spielfilme produzieren. Qualitativ hochwertigen Content für Social Media und die Studiowebsite zu erstellen, erfordert eine Kombination aus Qualifikationen, Kreativität und technischem Know-how. Das Team braucht trainingswissenschaftliches Fachwissen, um fundierte Informationen oder Antworten auf Fragen zu posten sowie ein Gespür dafür, diese so zu präsentieren, dass die studioindividuelle Zielgruppe darauf anspringt. Marketing- und Content-Marketing-Grundlagen sollten vorhanden sein, ebenso wie Fähigkeiten in kreativem Denken und Storytelling sowie Grafikdesign, Bildbearbeitung und Fertigkeiten in der Texterstellung. Wenn Betreiber oder Betreiberinnen die Content-Erstellung Mitarbeitenden übergeben, die sich dort einarbeiten sollen, dann muss man ihnen auch entsprechend Zeit geben und Ressourcen zur Verfügung stellen. Aber auch hier: Für den Start reicht meistens ein YouTubeTutorial. Dann kann man sich langsam herantasten und merkt selbst, wo man den Support von Profis braucht. Es gibt viele Seminare, Weiterbildungen und Workshops zu diesen Themen. Networking und Erfahrungsaustausch sind ebenso wichtig. Abschließend: Wird das Thema Digital Content Creation in Zukunft weiter an Relevanz gewinnen? Warum sollten Studios vermehrt in diesen Bereich investieren? Digital Content Creation wird voraussichtlich weiterhin an Relevanz gewinnen und kann zu einer Schlüsselqualifikation werden. Bindung der Mitglieder, Sichtbarkeit, Kompetenzbeweis und verstärkter Wettbewerb durch Aggregatoren – die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig digitale Präsenz und Online-Angebote sind. Studios können sich als moderne, innovative und zukunftsorientierte Anlaufstelle im Fitness- und Gesundheitssektor positionieren. Wenn Trainerinnen und Trainer in den Studios die Kompetenz in der Content Creation haben, bekommen die Mitglieder fundierten Content, der wirklich motiviert und unterstützt. fitness MANAGEMENT international

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Digitale Innovation für mehr Erfolg in der Physiopraxis Smart Therapieren ist das innovative, digital unterstützte Konzept von EGYM zum Aufbau einer unabhängigen Trainingstherapie, die ganz ohne Verschreibungen funktioniert. Aus der kurzfristigen Praxis-Patienten-Beziehung wird so eine langfristige Mitgliedschaft mit enormem Nutzen für beide Seiten.

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das Erhöhen der Rezeptwerte und das Einstellen neuer Therapeuten als einzige Wege, um den wirtschaftlichen Erfolg einer Physiotherapiepraxis zu steigern. Doch Smart Therapieren verändert dieses Paradigma: Statt sich am klassischen Arbeitsmodell zu orientieren, setzt das Konzept auf digital unterstützte Arbeitsweise, ein durchdachtes Umsetzungskonzept und hochmoderne Trainingsgeräte.

Ausstieg aus dem Konventionellen: Smart Therapieren als Wachstumskonzept

Die Umsetzung von Smart Therapieren beginnt nach einer eingehenden Potenzialanalyse mit der präzisen Raumplanung, die sich an den vorhandenen Gegebenheiten und der geplan-

Bisher galten die Steigerung der Anzahl von Behandlungen,

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Die Bausteine von Smart Therapieren

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mart Therapieren wurde von Physiotherapeuten für Physiotherapeuten als „schlüsselfertiges“ Konzept für den Aufbau eines zweiten Standbeins entwickelt. Es unterstützt Patienten beim nachhaltigen Erreichen ihrer Gesundheitsziele und ermöglicht den Betrieb einer erfolgreichen, unabhängigen Trainingstherapie. Durch ein intelligentes Trainingssystem löst es auch den teilweise in Physiotherapiepraxen vorherrschenden personellen Engpass.


ten Gerätekonfiguration orientiert. Individuelle Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter und gezieltes Marketing bilden weitere Schlüsselkomponenten. Strategiemeetings vor der Geräteauslieferung stellen sicher, dass das gesamte Team der Physiotherapieeinrichtung auf dem gleichen Kurs ist.

Auch auf kleinster Fläche erfolgreich Die Sorge um limitierten Platz ist unbegründet: Bereits 40 Quadratmeter Trainingsfläche genügen, um mit Smart Therapieren loszulegen. Durch intelligente Raumplanung und die Nutzung von Software lässt sich die Trainingsfläche optimal gestalten. Beispielsweise mit sechs bis acht Smart Strength und vier Smart Flex Geräten sowie dem Fitness Hub.

Das Geheimnis der EGYM Smart Strength Geräte Die Smart Strength Geräte von EGYM stellen sich vollautomatisch auf jeden Trainierenden ein und bieten personalisierte Trainingserlebnisse für unterschiedlichste Nutzergruppen und Erfahrungslevel – auf ein und derselben Maschine und auf ein und derselben Trainingsfläche. Die Geräte lassen sich entweder im Zirkelmodus oder im Open Modus (völlig eigenständiges Training) über die gesamte Trainingsfläche hinweg einsetzen. Der Clou: Alle Smart Strength Geräte bieten fünf fortschrittliche Trainingsmethoden, darunter das für die Reha so wichtige isokinetische Training. Somit ist selbst auf kleinster Fläche komplett individuelles Training möglich, z. B. isokinetisches Training plus isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik. Die Geräte passen das Trainingsgewicht während jeder Wiederholung an und sorgen so für effizienteres und effektiveres Training als mit herkömmlichen Steckgewichten. Und so trainieren Präventionskunden und Rekonvaleszenten nebeneinander an den gleichen smarten EGYM Strength Geräten – allerdings mit völlig unterschiedlichen Trainingserlebnissen.

Vom Patienten zum Kunden: Strategien für langfristigen Erfolg Die Transformation von Patienten zu zahlenden Kunden erfordert einen Paradigmenwechsel. Während Patienten mit Rezept oft von selbst kommen, müssen Selbstzahlerleistungen aktiv vermarktet werden. Hier setzt Smart Therapieren an, indem es Physiotherapeuten mit maßgeschneiderter Strategie01/24

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beratung unterstützt. Strategiemeetings sorgen für eine klare Zielsetzung und effektive Arbeitsprozesse.

Neue Standards durch Kooperationen Dank strategischer Partnerschaften, u. a. mit KWS Kämmerling aus Schwerte oder Myokraft aus Kevelaer, lassen sich Prozesse in Form digitaler Beratung in der Branche duplizieren. EGYMs technologisches Ökosystem wird so durch ein prozessuales bzw. konzeptionelles Ökosystem ergänzt. Dazu gehören Themen wie Berufsinhalte, Arbeitsbedingungen sowie Zeitmanagement/Prozessoptimierung. Ergebnis ist eine professionelle 360-Grad-Begleitung für Patienten und Mitglieder, wodurch skalierbares Wachstum und digitale Prozessoptimierung noch stärker in den Fokus rücken.

Die Vier-Phasen-Methodik: Erfolgspaket für Physiopraxen Smart Therapieren von EGYM folgt einer klaren Vier-PhasenMethodik, um das Konzept passgenau in Physiotherapiepraxen umzusetzen. Von der internen Implementierung über externe Marketingmaßnahmen bis zum Transfer von Therapie zu Training und bis zu langfristiger Entwicklung und Wachstum – jede Phase ist darauf ausgerichtet, den unternehmerischen Erfolg der Praxis zu steigern.

Fazit: Smart Therapieren als Wegbereiter für die Zukunft der Physiotherapie Smart Therapieren mit EGYM ist nicht nur ein Konzept, sondern eine Revolution in der Art und Weise, wie Physiotherapiepraxen arbeiten und wachsen können. Die Digitalisierung und die intelligenten Trainingsgeräte von EGYM ermöglichen nicht nur eine effizientere Raumausnutzung, sondern auch die Transformation von Patienten zu langfristigen zahlenden Kunden. Mit Smart Therapieren betreten Physiotherapeuten eine neue Ära des Erfolgs und gestalten aktiv ihre unternehmerische Zukunft.

Kontakt EGYM GmbH | physio@egym.com

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Fitness in beeindruckenden Dimensionen

DHZ-Reise nach China Text: Jürgen Wolff

Es war eine ganz besondere Woche: DHZ hatte zu einer Reise nach China eingeladen. Die Betreiber großer Fitnessunternehmen erlebten im November 2023 eine atemberaubende Reise in das Reich der Mitte sowie ein Netzwerktreffen der besonderen Art. Die Highlights waren u. a. der Besuch von Peking, die Chinesische Mauer, der Shanghai Tower und natürlich das DHZWerk in Dezhou.

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or einigen Jahren war es eher ungewöhnlich, dass sich die Betreiber der großen Fitnessketten untereinander ausgetauscht und vernetzt haben. Doch spätestens seit der Corona-Pandemie haben viele Fitnessstudiobetreiber den Mehrwert vom Netzwerken und vom Austausch untereinander erkannt und forcieren den Dialog.

Eine Woche im Reich der Mitte

So auch bei einer der jüngsten Zusammenkünfte von namhaften Kettenbetreibern, die der Einladung des Geräteherstellers DHZ zu einer ganz besonderen Reise nach China gefolgt sind. Betreiber von insgesamt rund 700 Anlagen in Deutschland und über 1.000 weltweit haben die Reise zum Austausch genutzt und eindrucksvolle Erlebnisse geteilt. Mit dabei waren u. a. die BestFit Group, EASYFITNESS, Holmes Place, die LifeFit Group, die RSG Group und wellyou.

Das beeindruckendste Highlight war vermutlich der Besuch der Chinesischen Mauer am zweiten Tag. Sie schützt eine Strecke von über 6.000 Kilometern und weist neuesten archäologischen Erkenntnissen zufolge sogar eine Gesamtlänge von rund 21.000 Kilometern auf. Die Teilnehmer der DHZ-Reise konnten sich davon überzeugen, dass das größte Bauwerk der Welt an vielen Stellen deutlich steiler ist, als man im ersten Moment vermuten würde.

Für die Woche vom 13. bis zum 19. November 2023 hatte DHZ ins Reich der Mitte eingeladen. Die China-Tour startete in der Hauptstadt Peking. Die 21-Millionen-Metropole im Nordosten Chinas faszinierte und bot kulinarische Höhepunkte, wie Pekingente und Hot Pot, die den Tag der Anreise abrundeten.

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Die Dimension der Produktion von DHZ in Dezhou beeindruckte die Gruppe


Stephan Schulan, BestFit Group: „Es ist natürlich fantastisch, wenn so viele Kollegen aus der Branche zusammenkommen, und mit Sicherheit war eines der ganz großen Highlights der Besuch des DHZ-Werkes, um zu erleben in welcher Schlagkraft hier produziert wird.“

Carsten Kerner, Holmes Place: „Das Event war top organisiert. Für mich persönlich war es sehr spannend, in dieser illustren Gruppe mit dabei sein zu dürfen und sich auszutauschen. Aber auch die Fabrik zu sehen war spannend, um ein paar Eindrücke zu erhalten, wo die Reise hingehen kann.“

Zum Abendessen in Shanghai gab es chinesische Spezialitäten

Christian Jäger, milon Group: „Ein absolutes Highlight war die Chinesische Mauer. Das zweite Highlight waren die Leute, die hier dabei waren. Bedeutende Player der Fitnessbranche aus den großen Ketten und Partner. Für mich als Neuling in der Fitnessbranche ist das sehr beeindruckend und schön zugleich.“

Benjamin Roth, Urban Sport Club: „Ich bin absolut beeindruckt, da es mein erstes Mal in China war, noch dazu mit dieser Reisegruppe. Hier zu sein, hat wirklich viel Spaß gemacht und meine Erwartungen übertroffen.“

Gerätebauer aus Leidenschaft An Tag drei ging die Reise nach Dezhou in das Werk von DHZ. Die Stadt liegt rund 300 Kilometer südlich von Peking und hat rund 5,5 Millionen Einwohner. Der Unternehmer und DHZGründer Tom begrüßte die deutschen Gäste und führte sie persönlich durch das Werk. In China gibt man sich üblicherweise einen Spitznamen, der für Ausländer leichter auszusprechen ist. Der richtige Name von „Tom“ lautet Zhou Yueming.

Produktion in beeindruckender Dimension Die Produktion begann zunächst in einer alten Scheune, die Tom speziell dafür umgebaut hatte. Heute, rund 20 Jahre später, hat er sich zu einem der größten Fitnessgerätehersteller gemausert. Alleine in Dezhou beschäftigt DHZ über 1.000 Mitarbeiter, rund zwei Drittel davon in der Produktion. Die 01/24

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Produktion wurde mittlerweile in mehreren modernen Fabrikhallen auf insgesamt 350.000 Quadratmeter erweitert. Ein weiterer Anbau ist in den kommenden Jahren geplant. Von der Produktion des Formrohrs bis hin zu den fertig montierten Geräten können alle Produktionsschritte in der Fabrik durchgeführt werden. Derzeit stehen 200 Schweißroboter zur Verfügung, weitere 400 sind in Planung. Tom verkündete stolz, dass er durchschnittlich rund 700 Geräte pro Tag, in der Spitze aber auch bis zu 1.000 Geräte pro Tag fertigen kann. Mit den neuen Schweißrobotern werden die Kapazitäten entsprechend hochgefahren. Im Jahr 2015 brachten Michael Birk und David von Hase DHZ-Fitness aus China nach Europa. 2023 brachten sie

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Ein großes Highlight war die Besichtigung der Chinesischen Mauer

Die Guided Tour auf der Qianmen Street im Herzen Pekings

Die Skyline von Shanghai bei Nacht

einen Teil der deutschen Fitnessbranche nach China. Die deutschen Gäste zeigten sich beeindruckt vom Land China, vor allem aber von den Dimensionen der Produktionskapazitäten.

Internationale Kooperation

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Fitness in Shanghai Die letzte Station der Reise war die Millionenmetropole Shanghai. Von der Aussichtsplattform des Shanghai Towers in der 121. Etage hatte die Gruppe aus 562,1 Metern Höhe einen atemberaubenden Blick über die Skyline der Stadt. Im Yu Garden und City God Temple konnte sie die Stadt von ihrer traditionellen Seite her erkunden. Die Gäste der DHZ-Reise bekamen in Shanghai außerdem Einblicke in die chinesische Fitnessszene. Sie besuchten den Pure Fitness und Yoga Club, eine Premiumanlage mit starker Personalpräsenz. Laut Betreiber sei es in China üblich, zusammen mit einem Trainer zu trainieren. Umgerechnet kostet die Mitgliedschaft rund 200 Euro pro Monat. Darin ist aber nicht nur ein Handtuchservice enthalten, sondern man fitness MANAGEMENT international

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Im Rahmen des Besuches bei DHZ verkündeten Wolf Harwath und Christian Jäger die Kooperation zwischen der milon group und DHZ. Über das internationale DHZ-Netzwerk soll der Vertrieb von milon weiter ausgebaut werden. Zudem soll die Produktion der milon Geräte für den asiatischen Markt in Dezhou zeitnah starten. Christian Jäger betonte, dass die deutsche Produktion in Emersacker definitiv bestehen bleiben wird und alle Mitarbeiter, die milon so viele Jahre treu begleitet haben, das Unternehmen auch weiterhin begleiten werden. Wie die Kooperation im Detail aussieht, soll im April auf der FIBO 2024 verkündet werden.

Christian Rapior, wellyou: „Danke, dass wir dabei sein durften. Peking als Stadt ist beeindruckend. Aber auch das DHZWerk war für mich vorher unvorstellbar.“


Wolf Harwath, milon Group: „Es war großartig, mit dieser Truppe von Fitnessunternehmern in China zu sein und zu zeigen, was wir können. Mit DHZ als neuen milon Partner haben wir Großes vor und freuen uns brutal, den internationalen Vertrieb voranzubringen.“

Die Gäste der China-Reise vor der Besichtigung der DHZ-Produktion

kann vor Ort ein komplettes Trainingsoutfit erhalten sowie einen Personal Trainer. Bei Nacht hatten die Gastgeber eine Bootstour auf dem Huangpu River organisiert, bei der die farbig beleuchtete Skyline von Shanghai in ihrem vollen Glanz erschien. Im Anschluss konnte die Gruppe den Abend am Shanghai Plaza ausklingen lassen.

Ein Event, das in Erinnerung bleibt Die Reise wird allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben und auch die Veranstalter zeigten sich zufrieden. „Das Event war ein sehr wichtiger Austausch für uns, um die Anforderungen der Studiobetreiber besser zu verstehen und Lösungsansätze dafür zu entwickeln“, so David von Hase von 01/24

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Michael Mäder, EASYFITNESS: „Wir haben sehr viele neue Eindrücke bekommen und viel über das Land China gelernt. Bei DHZ selbst haben wir gesehen, wie die Produktion dort abläuft und welche Logistik dahinter steht.“

DHZ. „Wir konnten feststellen, dass unsere Strategie aufgeht. Günstige Preise sollen nicht durch Einsparungen an Rohstoffen und Qualität erreicht, sondern durch hohe Produktionsmengen und smarte Produktionsprozesse realisiert werden.“ Mastermind hinter der China-Reise war Michael Birk. Vor einigen Monaten hatte er die Idee und setzte diese nun in die Tat um. „Für mich ist es eine riesengroße Freude, dass so viele Studiobetreiber meiner Einladung gefolgt sind. Klar, wollen wir unser Werk zeigen, auf das wir so stolz sind, aber in erster Linie ging es bei der Reise um den Austausch. Und das haben wir gut hinbekommen“, so Michael Birk von DHZ. Die Teilnehmer waren sich einig: Ja, das DHZ-Team hat mit der China-Reise ein großartiges Event veranstaltet.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL STUDIOVERNETZUNG

Die Digitale Transformation weiter vorantreiben

Umsetzungsimpulse für die Studiovernetzung Text: Florian Schmidt

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ie zunehmende Digitalisierung stellt Fitness- und Gesundheitsanlagen im Rahmen des Studiomanagements vor große Herausforderungen, bietet aber

auch zahlreiche Chancen zur Weiterentwicklung und Vernetzung (García-Fernández, Valcarce-Torrente, Mohammadi & Gálvez-Ruiz, 2022; Speicher, 2021). fitness MANAGEMENT international

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Foto: Allistair/peopleimages.com – stock.adobe.com

Durch eine zielgerichtete Vernetzung unterschiedlicher Studiobereiche entstehen für Betreiber, Trainer und Mitglieder zahlreiche neue Mehrwerte und Synergieeffekte. Wie man die Digitale Transformation weiter vorantreiben kann und welche Aspekte dabei zu beachten sind, erfahren Sie in diesem Artikel.


Durch eine bessere Vernetzung können Studios … • d ie Betreuungsqualität verbessern und das Trainingserlebnis steigern. • Trainerinnen und Trainern hilfreiche Unterstützungstools an die Hand geben. • Dienstleistungsprozesse vereinfachen und neue Service-/Kundenmehrwerte schaffen. • die Studiomanagement/Mitgliederverwaltung optimieren und Prozesse automatisieren. • wertvolle Zeit/Ressourcen für eine noch intensivere Mitgliederbetreuung gewinnen. • die Motivation und die Kundenbindung der Trainierenden langfristig fördern.

Studienergebnisse verdeutlichen, dass bisher aber nur die wenigstens Studios das volle Potenzial der digitalen Möglichkeiten ausschöpfen und bei der Vernetzung trotz des „CoronaSchubs“ weiterer Nachholbedarf besteht (ClubIntel, 2019; EGYM, 2022; Jin, Halvari, Maehle & Olafsen, 2022; Wang et al., 2021; Roth, 2020).

Ganzheitliche Ansätze statt Insellösungen Die Digitale Transformation setzen bisher nur die wenigsten Unternehmen umfassend über alle Studiobereiche ganzheitlich um. Zwar existieren in vielen Anlagen bereits digitale Insellösungen, diese sind aber häufig nicht oder nur unzureichend miteinander vernetzt. Durch unterschiedliche Lösungen der Geräte-/Softwarehersteller sind viele Trainingsflächen in Sachen Konnektivität mit Wearables, Smartphones/-watches bereits gut aufgestellt. Dadurch ergeben sich im Hinblick auf das Trainingserlebnis und eine individualisierte Trainingsbetreuung zahlreiche Mehrwerte, die sowohl den Mitgliedern als auch dem Trainerteam zugutekommen. Aber reicht das? Smarte Trainingsgeräte sind eine gute Basis, reichen jedoch allein nicht aus, um der Digitalen Transformation im Studio ganzheitlich gerecht zu werden (Speicher & Schmidt, 2021). Um die Studiovernetzung zielführend voranzubringen, ist es wichtig, sich zunächst Gedanken zu machen, wo und wie neue digitale Tools sinnvoll eingesetzt werden können und welchen Mehrwert sie bieten. Wichtig ist, dass dabei verschiedene Studiobereiche nicht isoliert voneinander, sondern immer übergreifend betrachtet werden. Aufgrund der oft hohen Investitionssummen, die mit dem Kauf bzw. der Implementierung neuer Geräte, Systeme und/oder Softwares einhergehen, gilt es genau hinzuschauen und verschiedene Angebote hinsichtlich der Kompatibilität intensiv zu prüfen und zu vergleichen. Kooperationen zwischen Geräte- und Softwareanbietern ermöglichen es, passende Lösungen für die individuellen Studiobedürfnisse zu finden. Diese gilt es sinnvoll miteinander zu vernetzen, um für die Kunden und das Unternehmen den größtmöglichen Nutzen und langfristige Mehrwerte zu erzielen.

Mitarbeiterführung im Rahmen der Transformation Damit die Digitalisierung erfolgreich umgesetzt werden kann, ist vor allem die Unterstützung und das Know-how der Mitar01/24

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beitenden entscheidend. Ein Vorgehen gemäß dem Motto „radikal digital“ kann dazu führen, dass Mitarbeitende sich dem Thema im schlimmsten Fall verschließen. Deshalb sollte das Team von Anfang an in die Digitalisierungsprozesse einbezogen werden. Im gemeinsamen Austausch werden konkrete Bedürfnisse und Schnittstellenproblematiken deutlich, deren Berücksichtigung bzw. Lösung für eine sinnvolle und effektive Vernetzung unverzichtbar ist. Nehmen Sie Ihr Team auf dem Weg des digitalen Wandels mit, zeigen Sie Chancen und Vorteile auf und bauen Sie bestehende Ängste und Barrieren ab. Führen Sie die Mitarbeitenden langsam an die neuen Lösungen heran und schulen Sie sie umfassend, damit sie die Tools auch zielführend nutzen und einsetzen. Folgende Checkliste können Sie bei der Umsetzung als Orientierung nutzen.

Checkliste zur Umsetzung:

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ystematische Analyse von Digitalisierungspotenzialen im Studio

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eam von Anfang an aktiv in die Planung und Umsetzung miteinbeziehen

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ser- und Mitarbeiterbedürfnisse abfragen und berücksichtigen

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igitalisierungsstrategie ganzheitlich planen und neue Schnittstellen schaffen

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ntensive Prüfung und Vergleich von verschiedenen Anbietern/Lösungen

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ffener und konstruktiver Umgang mit Bedenken/Ängsten

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orteile/Mehrwerte aufzeigen und so Support und Unterstützung sichern

E

inarbeitung des gesamten Teams in die neuen Tools/Prozesse

R

outinen entwickeln und digitale Tools sinnvoll in die tägliche Arbeit integrieren

N

utzen und Mehrwerte der Schnittstellen/Tools in der Praxis überprüfen

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rfahrungen/Feedbacks von Mitarbeitenden und Mitgliedern einholen

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ouchpoints nutzerorientiert weiterentwickeln und Prozesse optimieren

Z

ielführende Vernetzung von weiteren relevanten Studiobereichen

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msatz-/Kundenbindungspotenziale effektiv nutzen und nachhaltig profitieren

N

eue Features/Upgrades regelmäßig ins bestehende Angebot integrieren

G

amification und digitale Incentiveprogramme zur Motivation/Belohnung einsetzen

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL STUDIOVERNETZUNG

Studio-App als wichtige Schnittstelle Im Rahmen der digitalen Studioorganisation/Mitgliederverwaltung (Check-in, Kursbuchungen, Personalplanung usw.) bestehen zahlreiche Möglichkeiten, um Prozesse zu automatisieren und gleichzeitig wichtige Kundendaten zu sammeln, die für das Management, das Marketing und die Trainingsbetreuung wichtig sind. Eine Studio-App stellt in diesem Zusammenhang eine wichtige Schnittstelle dar und bündelt wertvolle Informationen. Individualisierte Studio-Apps können dabei helfen, die Motivation zu fördern, die Mitgliederzufriedenheit zu steigern und die langfristige Kundenbindung zu erhöhen (Ferreira Barbosa, García-Fernández, Pedragosa & Cepeda-Carrion, 2021). Durch eine App können wertvolle Informationen zu Checkin-Zeiten, Trainingshäufigkeit, dem individuellen Trainingsfortschritt, persönlichen Vorlieben usw. automatisch erfasst werden (Speicher, 2022a). Daraus ergeben sich für das Studio und die Mitglieder zahlreiche Vorteile – vorausgesetzt, diese Informationen werden auch zielführend genutzt. Trainer können so direkt auf aktuelle Trainingsdaten der Mitglieder zugreifen, noch individuellere Empfehlungen geben und eine optimale Mitgliederbetreuung bieten. Durch ein vernetztes Check-in-System können Studios ihre Auslastung automatisch erfassen und auf Basis dieser Daten bspw. auch ihre Personalplanung abstimmen. Mitglieder wiederum können per App den Livestatus der Studioauslastung abrufen, Trainingsdaten/-fortschritte jederzeit von überall einsehen, Kurse online buchen, ihre Mitgliedschaft schnell und einfach verwalten und sich mit der Studiocommunity vernetzen. Mithilfe von Pushnachrichten können Mitglieder zielgerichtet über neue Angebote, freie Personal-Training-Termine o. Ä. persönlich informiert und so schnell und einfach Upgrades und zusätzliche Umsätze realisiert werden.

Digitale Tools zur Motivation und Kundenbindung Für noch mehr Spaß und Abwechslung beim Training können smarte Körperanalysetools, digitale Infomonitore im Studio, VR-Brillen, immersive Workouts, QR-Codes an Geräten mit zusätzlichen Übungsvideos usw. wertvolle weitere Motivationsimpulse liefern. Solche digitalen Unterstützungstools sind eine optimale Ergänzung und helfen dabei, das Trainings-/ Kundenerlebnis nachhaltig zu steigern sowie Trainingserfolge innovativ sicht- und erlebbar zu machen (Schmidt & Schmidt, 2022).

Durch den Einsatz von Gamificationelementen können Studios über die App zusätzliche Motivationsanreize schaffen, die die Trainingsbeteiligung und die Kundenbindung positiv beeinflussen (Altmeyer, Schubhan, Krüger & Lessel, 2021; Speicher, 2022b). Ein digitales Belohnungssystem, bspw. in Form von Upgrades für eine kostenlose Ernährungsberatung, ein Personal Training oder Wellnessgutscheine, kann ein weiterer Baustein sein, um Trainingsfleiß und Kundentreue automatisch zu belohnen. Solche systematischen Bonussysteme können nachweislich dazu beitragen, Verhaltensänderungen positiv zu beeinflussen und die Bindung an das Unternehmen zu stärken (Milkman et al., 2021).

Fazit Die aufgezeigten Digitalisierungsimpulse liefern Studios verschiedene Ansatzpunkte, um die Vernetzung weiter voranzutreiben. Durch neue digitale Schnittstellen profitieren Betreiber, Trainer und Mitglieder gleichermaßen und es entstehen langfristige Synergieeffekte.

Florian Schmidt Florian Schmidt absolvierte nach einem HotelmanagementStudium und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Bachelor- und Master-Studium in Sportwissenschaft (Schwerpunkte Leistungs- und Gesundheitssport). Er ist als Dozent und Wissenschaftsredakteur für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie tätig. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste García-Fernández, J., Valcarce-Torrente, M., Mohammadi, S. & Gálvez-Ruiz, P. (Hrsg.). (2022). The Digital Transformation Of The Fitness Sector: A Global Perspective. Bingley: Emerald Publishing Limited. Ferreira Barbosa, H., García-Fernández, J., Pedragosa, V. & Cepeda-Carrion, G. (2021). The use of fitness centre apps and its relation to customer satisfaction: a UTAUT2 perspective. International Journal of Sports Marketing and Sponsorship, 5, 966–985.

Speicher, M. (2021). Digitale Transformation – Quo vadis?. fitness MANAGEMENT international, 1 (154), 78–80. Speicher M. (2022a). Mobile Endgeräte effizienter nutzen. fitness MANAGEMENT international, 4 (162), 102–104. Speicher, M. (2022b). Gamification in der Fitness- und Gesundheitsbranche. fitness MANAGEMENT international, 5 (163), 92–94. Speicher, M. & Schmidt, F. (2021). Digitalisierungsimpulse für Fitnessstudios. fitness MANAGEMENT international, 4 (156), 74–76. Wang, T., Gan, Y., Arena, S. D., Chitkushev, L. T., Zhang, G. & Rawassizadeh, R. (2021). Advances for Indoor Fitness Tracking, Coaching, and Motivation: A Review of Existing Technological Advances. IEEE Systems Man and Cybernetics Magazine, 7 (1), 4–14. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Foto: DHfPG/BSA

Lesetipp: Über den nebenstehenden QR-Code gelangen Sie zur neuen exklusiven Clusternews zum Thema „Digitalisierung im Fitnessstudio“. Dort finden Sie eine umfangreiche Sammlung von praxisnahen Fachartikeln, Experteninterviews und Studienergebnissen, die Ihnen im Rahmen der Studiovernetzung wertvolle Orientierung bieten.

Jin, D., Halvari, H., Maehle, N. & Olafsen, A. H. (2022). Self-tracking behaviour in physical activity: a systematic review of drivers and outcomes of fitness tracking. Behaviour & Information Technology, 41 (2), 242–261.


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MANAGEMENT | KOLUMNE

Der Trainerberuf in Zeiten von KI und Co.

Warum KI den Trainer nicht überflüssig macht Zahlreiche Branchen wurden durch die Veröffentlichung von KI-Tools ordentlich aufgeschreckt und sahen teilweise bisherige Geschäftsmodelle und damit auch Arbeitsplätze in Gefahr. Auch in der Fitnessbranche wurden entsprechende Stimmen laut, welche bereits den Trainerberuf in Gefahr sahen. Warum der Fitnesstrainer auch mit den denkbaren KI-Tools Zukunft hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

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as Thema KI (= Künstliche Intelligenz) hat zuletzt die Gesellschaft und Arbeitswelt in Aufruhr versetzt. Programme wie ChatGPT haben unter Beweis gestellt, wie weit die KI bereits ist. Wie jede Veränderung sorgt auch diese für Ängste in der Bevölkerung. Neben gesellschaftlichen Themen steht nach Zandt (2023) auch die Frage für viele Personen weit oben, ob durch diese Entwicklungen Arbeitsplätze verloren gehen könnten (28 % der Befragten). Auch die Fitnessbranche mit der zentralen Arbeitskraft – dem Trainer – kann sich dem Diskurs nicht entziehen. In welchen Tätigkeiten könnte eine KI unterstützen? Wie muss sich das Skill-Set des Trainers verändern, um damit Schritt halten zu können? Für diese Fragen soll im Folgenden ein Denkanstoß gegeben werden.

Was die KI kann und auch nicht kann Nach Hess (2019) liegt der Ansatzpunkt für die Nutzung digitaler Innovationen im Unternehmen in der Übertragung von Aufgaben, die der Mensch zuvor ausgeübt hat, auf den Computer. Wie Moustakas et al. (2020) aufzeigen, ist dieser

Trainingssteuerung und der Einsatz digitaler Technologien

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Durchführung

Trainingsplanung

Zielsetzung

Abb. 1: Fünf-Stufen-Modell der Trainingssteuerung (modifiziert nach Olivier, Marschall & Büsch, 2008, S. 55 ff)

Die Stufen (1) Diagnose, (2) Zielsetzung und (3) Trainingsplanung nach Olivier et al. (2008) lassen sich im Sinne ihres Outputs – dem Trainingsplan – gut zusammenfassen und technologisch abbilden. Hier könnten generative KI-Tools wie ChatGPT eine Rolle spielen, da sie verfügbare Informationen zu einem Trainingsplan kombinieren. Die Qualität der entstandenen Trainingspläne kann bisher jedoch noch nicht wissenschaftlich eingeordnet werden (Al Magrebi, 2023). Das Grundvorgehen der KI simuliert dabei das Vorgehen eines Trainers (Input durch Kunde Kombination mit vorhandenen Informationen Output). Hier ergibt sich jedoch ein großer Nachteil der KI gegenüber dem Trainer: Jeder Output, z. B. der Trainingsplan, ist nur so gut wie der zuvor erhaltene Input bzw. die der KI zur Verfügung stehenden Informationen. KITools sind nicht in der Lage, eine Differenzierung und Bewertung von Quellen vorzunehmen. Während der Trainer in seiner Ausbildung oder seinem Studium genau dieses evidenzbasierte Wissen erlernt hat, weiß die KI nicht, ob eine Information fundiert ist oder nicht (Alkan, 2023). Die Phase (4) zielt insbesondere auf eine korrekte Durchführung der zuvor zusammengestellten Übungen ab. Dem Kunden könnte hierbei eine KI durch Live Auswertung ein individuelles Feedback zu diversen Parametern einer Übungsausführung geben, sofern entsprechende Wearables oder andere geeignete Geräte vorhanden sind. Beispiele wie die sogenannten Fitnessspiegel verfolgen diesen Ansatz. Jedoch ist KI nicht in der Lage auf individuelle Besonderheiten einzugehen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Wesley JvR/peopleimages.com | Detlef Springmann

Fünf-Stufen-Modell der

Einfluss auf die Fitnessbranche auch unter Experten unbestritten. Möchte man die relevanten Aufgaben in der Fitnessbranche selektieren, so kann als Orientierungsgrundlage das Fünf-Stufen-Modell der Trainingssteuerung nach Olivier et al. (2008) genutzt werden.


Was dies für den Trainer bedeutet Betrachtet man die Möglichkeiten von KI und die aktuelle Studienlage näher, so zeigt sich, dass sich Trainer und Trainerin keine Sorgen machen müssen, was die Zukunft ihres Berufstandes angeht – eine These, die auch vom Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit gestützt wird. Trotzdem wird sich der Trainer verändern müssen, was sich primär auf zwei Ebenen abspielen dürfte: „A fool with a tool is still a fool.“ Mit dieser plakativen Aussage betont Horcher (2023) die Bedeutung des Trainers in der Unterstützung der Kunden bei der Nutzung der digitalen Tools. Am hierfür benötigten Fachwissen mangelt es nach Speicher (2021) allerdings häufig noch. Diese zunehmende Bedeutung des digitalen Know-hows eines Trainers und den damit verbundenen Aufruf an die Bildungsinstitute wie Studios betont neben Düking (2022) auch EuropeActive (2021). Erste einschlägige Studiengänge wie beispielsweise der Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik haben bereits in der Fitnessbranche Einzug gehalten. Jetzt die neue Folge von Hashtag Fitnessindustrie anhören. Einfach den QRCode scannen.

Für die Phase (5) Analyse/Evaluation ist insbesondere die Trainingsdokumentation von großer Bedeutung. Hierbei bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Datenerfassung, welche Wang et al. (2021) eindrucksvoll darstellen. Nicht nur die Anzahl unterschiedlicher Wearables ist stetig gestiegen, sondern auch, wie Düking (2020) betont, die Anzahl bereitgestellter Parameter und deren Genauigkeit. Aufgrund dieses erheblichen und unbestrittenen Nutzens ist es wenig verwunderlich, dass Thompson (2023) die Wearbles als zentrales Element zur Datenerfassung als „Dauerbrenner“ in den ACSM-Fitnesstrends der letzten Jahre sieht. Allerdings sieht Düking (2022) diesbezüglich das Problem, dass die meisten Wearables zu einer sinnvollen Datenauswertung, und damit der eigentlichen Arbeit einer KI, noch nicht in der Lage sind.

Aber auch die Soft Skills werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen und sind damit nach Nitschke (2021) genauso wichtig wie sämtliche fachliche Fähigkeiten. Dies überrascht nicht, bedenkt man die von Stuber (2023) aufgezeigten Grenzen der KI in der menschlichen Interaktion. Hierunter ist besonders die individuelle Betreuung und motivierende Kommunikation seitens des Trainers gemeint, welcher das „Dranbleiben“ eines Kunden überhaupt erst möglich macht. Eine These, der sich sowohl Wang et al. (2021) wie auch die Experten von Moustakas et al. (2020) anschließen.

Fazit: Der Trainer ist und bleibt das Zentrum Wie in vielen anderen Bereichen auch wird sich der Trainer und sein Berufsfeld verändern. Dies ändert allerdings nichts daran, dass der Trainer auch in Zukunft der zentrale Anker in einem Fitnessstudio sein wird. Keine KI kann ihn und seine wertstiftende Interaktion mit den Kunden ersetzen. Heute nicht und auch nicht in Zukunft!

Was die Kunden wollen Wie Kunden zur Nutzung entsprechender digitaler Tools und insbesondere KI stehen, ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht klar darstellbar. Anhand zweier Beispiele soll dies verdeutlicht werden. Einerseits verdeutlichen die Zahlen von Rutgers et al. (2023), dass Wearables als ein präsentes Beispiel digitaler Tools für viele Fitnesskunden bereits zum Alltag gehören (39 % der Trainierenden). Diese europäische Analyse kann in einem begrenzten Setting von Bossemeyer (2020) auch auf die deutsche Fitnessbranche bei geringeren Nutzerzahlen übertragen werden, wobei besonders der Kundennutzen in der Trainingsdokumentation hervorsticht. Andererseits zeigt Schwarzenberger (2021) in seiner Arbeit auf, dass für einen Großteil der Trainierenden (ca. 90 %) der Einsatz digitaler Möglichkeiten keine Notwendigkeit darstellt. Entsprechend sieht er im Sinne der Kundenzufriedenheit die Erfüllung der Hygienestandards und den Fokus auf die aktuellen Trainingsangebote als zentrale kundenorientierte Handlungsempfehlungen an. 01/24

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Andreas M. Bechler Andreas M. Bechler ist Autor, Dozent, Podcaster sowie Video-Content-Producer und arbeitet mit der ContentPlattform Hashtag Fitnessindustrie daran, die Fitnessbranche mit businessrelevantem Input zu bereichern. Daneben verfügt er über langjährige Erfahrung als Berater in und außerhalb der Fitnessbranche. www.hashtag-fitnessindustrie.de

Auszug aus der Literaturliste Al Magrebi, A. (2023). Wie ihr mit Chat GPT einen personalisierten Trainings- und Ernährungsplan erstellen könnt – und warum das einen Personal Trainer nicht ersetzt. Zugriff am 10.12.2023. Verfügbar unter https://www.businessinsider.de/leben/ taugt-chatgpt-als-fitnesstrainer-ernaehrungsberater-ein-test Olivier, N., Marschall, F., Büsch, D. (2008). Grundlagen der Trainingswissenschaft und -lehre (1. Auflage). Schorndorf: Hofmann Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte presse@fitnessmanagement.de.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL DIGITALES BGM

BGM in der Arbeitswelt 4.0

Zeitgemäße BGM-Dienstleistung Text: Sarah Staut

Im Einklang mit der zunehmenden Digitalisierung im Kontext von Industrie 4.0 und Arbeiten 4.0 werden auch im BGM digitale Lösungen immer präsenter. Ob Webinare zu Gesundheitsthemen, Gesundheits-Apps oder Gesundheits-/Aktivitätstracker – das digitale BGM ist vielfältig und findet immer mehr Beachtung.

Foto: Delcio/peopleimages.com – stock.adobe.com

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as Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) vereint den Arbeits- und Gesundheitsschutz, das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) sowie die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Die nebenstehende Tabelle (Tab 1.) liefert einen Einblick exemplarischer digitaler Maßnahmen, die derzeit bereits vielerorts im Rahmen des BGM angeboten werden.

Gesundheitsförderung Neben Apps in den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Stressmanagement/Entspannung ist es vor allem sinnvoll, Gesundheitskompetenz via Online-Seminare und digitale Gesundheitsförderungsmaßnahmen auf einer BGM-Plattform aufzubauen. Eine solche Plattform kann zudem dazu dienen, über vorhandene BGM-Maßnahmen (bspw. Kurse) zu informieren und sich dort direkt dafür anzumelden. Der KulturCheck der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. [DGUV] (2022) ermöglicht mithilfe eines Analysetools via App eine Bestandsaufnahme der Unternehmenskultur, um diese weiterzuentwickeln. Damit werden verschiedene Handlungsfelder (Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur, Betriebsklima, Sicherheit und Gesundheit) erfasst und ein umfassender Blick auf die Präventionskultur von Unternehmen geliefert.

und vorbereitet. Diese Themen sind wichtig, um Beschäftigte gesund und empathisch führen und ein Verständnis für Beschäftigte bezüglich Vorbehalten/Ängsten gegenüber Digitalisierung/Arbeitswelt 4.0 schaffen zu können. Tab. 1: Exemplarische digitale Maßnahmen auf den Ebenen Gesundheitsförderung, Prävention und Arbeitsschutz (eigene Darstellung)

SYSTEM/ BEREICH

MASSNAHMEN

Gesundheitsförderung

• KulturCheck • BGM-Plattform (Zugang zu (digitalen) Gesundheitsangeboten und BGMWissen) • Bewegungs-Apps • Social-Fitness-Apps/-Challenges • Ernährungssoftware/-App • Online-Ernährungsberatung • Moodtracker/Stimmungstagebuch • Apps zur Trink-/Wassererinnerung • Apps zur Meditation/zum Entspannen • Apps und Webinare zum Thema Schlaf

Sekundär-, Tertiärprävention, BEM

• Apps zur Reduktion von Stressbeanspruchung • Apps zur Behandlung von Übergewicht • Apps zur Verbesserung der Diabeteskontrolle • Apps zur Behandlung und Reduzierung der Symptomschwere einer Panikstörung • Apps zur Reduktion von Schlafstörungen • Digitale Drogen- und Suchtberatung • Apps zur Reduktion von Verhaltensund stoffgebundenen Süchten

Arbeitsschutz

• „Virtual Reality“-Trainings zur Unterweisung • App/Software zur Haltungsanalyse und Risikobeurteilung • Webinare zur Gestaltung der (psychischen) Gefährdungsbeurteilung • Apps für Sicherheitsbeauftragte • Sensorstreifen an der Wirbelsäule zur individuellen Haltungskorrektur

Führung

• Online-Coachings • Webinare

Sekundär- und Tertiärprävention/BEM Auf Ebene der Sekundär-/Tertiärprävention und damit verbunden auch im Rahmen des BEM können Apps/Softwarelösungen beispielsweise in Bezug auf die Behandlung von Bluthochdruck, Übergewicht und Stressbeanspruchungen Einsatz finden. Zudem gewinnt die digitale Drogen- und Suchtberatung an Aufmerksamkeit. In Bezug auf Apps können Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) hinzugezogen werden. DiGA „sind digitale Medizinprodukte niedriger Risikoklassen, die die Versicherten etwa bei der Behandlung von Erkrankungen oder dem Ausgleich von Beeinträchtigungen unterstützen können. Anwendungsfelder wie Diabetologie, Kardiologie, Logopädie, Psychotherapie oder Physiotherapie vermitteln nur einen kleinen Überblick über die Vielzahl der Einsatzgebiete“ (Bundesministerium für Gesundheit [BMG], 2023).

Arbeitsschutz Im Rahmen des Arbeitsschutzes werden bereits Maßnahmen, wie „Virtual Reality“-Trainings zur Arbeitsplatzunterweisung für Beschäftigte, Sensorstreifen in der Kleidung für die Messung der Wirbelsäulenbelastung und zur Haltungskorrektur sowie Kamera- und Softwarelösungen zur Risikoanalyse und -beurteilung von arbeitsbedingten Belastungen angeboten. Hierzu existieren unter anderem bereits webbasierte Lösungen zur Durchführung und Dokumentation von Arbeitsschutz, BEM und Gesundheitsförderung. Diese ermöglichen Unternehmen, den Gesundheitsschutz zu steuern, zu organisieren und kennzahlenbasiert zu analysieren.

Führung Derzeit bieten zahlreiche Dienstleister (Online-)Trainings für Führungskräfte rund um das Thema Führung auf Distanz/ virtuelle Führung an. Mithilfe dieser Trainings werden Führungskräfte für Mindset 4.0 sowie zur Optimierung der virtuellen Kommunikation und Zusammenarbeit sensibilisiert 01/24

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Vorteile digitaler Maßnahmen Das digitale BGM ermöglicht die Übertragung von vorhandenen oder neu erfassten Daten im Rahmen eines BGMs in ein digitales Format mit dem Ziel der Verbreitung über und in Datennetze/-n (Walle, 2018). Einer der größten Vorteile, der sich durch den Einsatz digitaler Medien im BGM ergibt, ist die transparente und schnelle Informationsbereitstellung: Unternehmen können standortübergreifend flexibel und zu jeder Zeit über anstehende betriebliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung informieren und Online-Coachings anbieten. Auch Mitarbeiterbefragungen können über digitale Instrumente erfolgen, sodass die Möglichkeit der Teilnahme zeit- und ortsunabhängig wird. Darüber hinaus kann mithilfe von

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL DIGITALES BGM

Palliativregeneratives Stressmanagement

Vorbereitend:

Kernprogramm:

• Z iel: Information; Wissensvermittlung zur Thematik; theoretische Vorbereitung • M ethodik: Einsatz digitaler Lösungen, so z. B. App mit Gamificationfunktion zum Kennenlernen relevanter Begriffe und Verständnis von Stressreaktionen sowie Screencasts zur Erläuterung von Stressmanagement (Ablauf, Inhalte) • B ewerbung: über mehrere Kommunikationskanäle: analog (bspw. Teammeetings) und digital (Intranet, Newsletter, Unternehmens-App etc.)

• analog: Umsetzung als klassischer Kurs in Präsenz – innerhalb des Unternehmens (eigene Räume) oder außerhalb bei Dienstleister • digital: Kursprogramm über Livestream oder Selbstdurchführung über Softwarelösung/ App; parallel Aufzeichnungen/ Online-Seminare zu speziellen Themen (bspw. Resilienz, Achtsamkeit, positive Psychologie) auf BGM-Plattform einbinden (können jederzeit abgerufen werden)

Follow-up und langfristige Umsetzung: • digital: • Webmeeting mit allen Teilnehmenden zu wahrgenommenen Wirkungen und nachhaltiger Umsetzung • Anonyme Online-Umfrage zu Akzeptanz und Zufriedenheit • Einsatz App (o. a. digitale Lösung) zur Fortführung der erlernten Inhalte aus der Präsenzmaßnahme

Abb. 1: Beispiel hybrider Maßnahmengestaltung (©DHfPG/BSA)

spielerischen Elementen (Gamification), beispielsweise in Form von Apps, die Motivation zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten gesteigert werden. Dies wird unter anderem dadurch begünstigt, dass viele Apps und Softwarelösungen die individuell gesetzten Gesundheitsziele visualisieren und Erfolge messen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Wearables, Apps und Co. auch im Privatleben genutzt und das Aktivitätsverhalten, die Schlafdauer und der Stresspegel gemessen und gespeichert werden können. Unternehmen profitieren von digitalen Lösungen dahingehend, dass die Gesundheitsdaten zusammengeführt werden und dadurch ermittelt werden kann, ob das Gesundheitsverhalten in die richtige Richtung geht.

die Möglichkeit geschaffen werden, digitale BGM-Maßnahmen (bspw. Apps, BGM-Plattformen) sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext abzurufen.

Trotz aller Vorteile darf jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass ein digitales BGM das „analoge“ BGM komplett ersetzen kann.

Hybride Maßnahmengestaltung

Anforderungen an ein digitales BGM

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In der Praxis zeigt sich oftmals, dass BGM-Maßnahmen primär in analoger Form angeboten werden. Digitale Lösungen kommen eher situations- und zielgruppenspezifisch zum Einsatz. Gerade aufgrund der jeweiligen Vorteile von analogen und digitalen Maßnahmen ist es sinnvoll, diese kombiniert anzubieten. Abbildung 1 veranschaulicht einen exemplarischen Ablauf einer hybriden BGM-Maßnahme. Hierbei wird auf allen Ebenen die Kombination aus digitalen und analogen Gesundheitsmaßnahmen berücksichtigt. Die Beschäftigten werden zunächst sowohl analog als auch digital über die Gesundheitsmaßnahme informiert. Die Anmeldung erfolgt über die BGM-Plattform, auf der sich die Beschäftigten über die Maßnahme informieren und parallel mithilfe einer App auf die Maßnahme vorbereiten können. Die Praxiseinheiten werden zwar vor Ort durchgeführt, jedoch werden diese mithilfe einer Kamera und eines Laptops als Livestream übertragen, sodass Beschäftigte sowohl vor Ort als auch im Homeoffice/ an anderen Standorten an der Maßnahme teilnehmen können. fitness MANAGEMENT international

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Foto: DHfPG/BSA

Viele digitale BGM-Lösungen haben primär den Charakter der Informationsvermittlung, des Austauschs auf Distanz, der Förderung der individuellen Gesundheit und der Verhaltensprävention. Da es im Rahmen eines BGMs auch um die Schaffung gesundheitsförderlicher Strukturen, Rahmenbedingungen und Prozesse geht, muss jedes Unternehmen für sich prüfen, wie diese entsprechend umgesetzt werden können, wenn sich zahlreiche Beschäftigte im Homeoffice befinden. Zudem gilt es auch zu prüfen, wie Beschäftigte ohne Chance auf Homeoffice (hierzu zählen u. a. Mitarbeiter in Produktionsund Logistikbereichen, aber auch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen) gesund und arbeitsfähig gehalten werden können. Dementsprechend sollte mithilfe einer fundierten technischen Basis für alle Beschäftigten eines Unternehmens

Selbst wenn digitale Elemente die Informationsverbreitung und Datenerfassung erleichtern, sind persönlicher Kontakt und Motivationsförderung von Seiten der Führungsebene und Arbeitskollegen stets bedeutsame Faktoren, die zum Erfolg eines BGMs beitragen. Entscheidend für ein digitales BGM ist, dass möglichst viele Mitarbeiter die digitalen Medien nutzen und bereit sind, dem Unternehmen ihre Daten in anonymisierter Form zur Verfügung zu stellen.


Daneben bietet die Plattform ergänzende Online-Seminare zu Themen an, die über die Kurseinheiten (thematisch) hinausgehen. Im Nachgang an die Kurs-/Praxiseinheiten erfolgt die Evaluation des Kurses über ein Webmeeting. Zudem wird der Kurs mithilfe einer Online-Umfrage anonym evaluiert. Um das Erlernte aus dem Kursprogramm nachhaltig und selbstständig umsetzen zu können, steht den Beschäftigten eine App oder eine anderweitige digitale Lösung sowie die Aufzeichnungen der Livestreams zur Verfügung.

Fazit Nicht nur für Unternehmen bestehen Anforderungen an digitale BGM-Lösungen, denn auch BGM-Anbieter/-Dienstleister müssen den aktuellen Entwicklungen in der Arbeitsund Lebenswelt Folge leisten und ihre Dienstleistungen dementsprechend anpassen und aktuell halten. Ein bedarfsorientierter Einsatz digitaler BGM-Lösungen ist unabdingbar, um Beschäftigte sowohl im Homeoffice und auf Dienstreisen als auch im Unternehmen erreichen zu können.

Sarah Staut Sarah Staut schloss 2016 erfolgreich den M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ab. Von 2017 bis 2021 war sie dort wie auch an der BSA-Akademie als wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Arbeitsschwerpunkt im BGM-Bereich tätig. Seit Ende 2021 ist Sarah Staut im BGM am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) tätig. Das Projekt „Faszientraining in den OP-Bereichen des UKS“ wurde mit dem Innovationspreis 2022 des Bundesverbandes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM e. V.) ausgezeichnet. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Bundesministerium für Gesundheit (2023). Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA). Zugriff am 18.10.2023. Verfügbar unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ themen/krankenversicherung/online-ratgeber-krankenversicherung/arznei-heil-und-hilfsmittel/digitale-gesundheitsanwendungen Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (Hrsg.). (2022). Der KulturCheck. Ein Analysetool für Unternehmen zur Erfassung der eigenen Kultur der Prävention. Zugriff am 10.11.2023. Verfügbar unter https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3493 Walle, O. (2018). Der Einsatz digitaler Lösungen zum Erreichen und zur Motivation von Beschäftigten in einem BGM. In D. Matusiewicz (Hrsg.), Digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement (S. 83–97). Wiesbaden: Springer Fachmedien.

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Expertentalk: Freihantel- und Kettlebelltraining

Der „Heilige Gral“ des Krafttrainings Text: Alisha Dittmer

Keine Trainingsform ist alltagsnäher als Freihanteltraining. Umso erstaunlicher – oder fast schon erschreckend –, dass sich weiterhin viele Trainierende davor scheuen, Langhanteln und Co. in ihren Trainingsplan einzubauen. Wie Fitnessstudios ihren Mitgliedern die Hemmungen nehmen und Freihantel- und Kettlebelltraining bestmöglich anbieten können, zeigt die neue Artikelreihe „Expertentalk“.

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ardioarea, Kraftgeräte und ein Freihantelbereich – nahezu jedes klassische Fitnessstudio verfügt über diese drei Trainingszonen. Oft wird diese Ausstattung von den Mitgliedern als Minimum angesehen und daher auf eigene Faust „drauflostrainiert“. Dabei steckt insbesondere im Freihantelbereich ein viel größeres Potenzial, als es von Trainerinnen und Trainern, aber auch Betreibern genutzt wird.

Variation statt Schema F Ein Trainingsplan für alle: Was bei vielen Instagram-Pages und #FitTok-Profilen Nutzerinnen und Nutzern zum Teil versprochen und „gelehrt“ wird, entspricht natürlich nicht immer der Realität und auch nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Doch das Bewusstsein dafür hat oft nur das Fachpersonal der Fitness- und Gesundheitsbranche, nicht aber das Mitglied selbst. Daher sind Trainerinnen und Trainern der Anblick von interessanten Interpretationen einiger Übungen und völlig überladene Trainingspläne bekannt. Umso wichtiger, in solchen Situationen einzugreifen bzw. mit Einweisungen und personalisierten Trainingsplänen falsches oder zu ambitioniertes Training zu vermeiden.

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Insbesondere der Freihantelbereich und das zugehörige Equipment sollten als das „Übungsschlaraffenland“ genutzt werden, das sie sind. Denn neben unterschiedlichen Gewichten kann mit der Wahl des Gerätes (Lang- oder Kurzhantel, Kettlebell etc.) und der Trainingsform (z. B. Schnell- oder Maximalkraft) auf sehr viele Aspekte eingegangen und ein auf die Person zugeschnittenes Training geboten werden. So kommen schnell einige hundert bis tausend Übungsvariationen zusammen, die die Angebotspalette erweitern und sich mit gut geschultem Personal auch monetarisieren lassen. Und das ist der entscheidende Aspekt: All das ist mit bereits bestehenden Ressourcen (Trainingsfläche, Equipment und Know-how des Personals) realisierbar, sodass es ausschließlich um einen Zusatzgewinn geht. Jetzt heißt es nur noch, das Potenzial voll auszuschöpfen.

Neue Artikelreihe „Expertentalk“ Die Theorie ist das eine, die Praxis aber oft ganz anders. Hier den Transfer zu schaffen, stellt Menschen daher immer wieder vor Herausforderungen. Die neue Artikelreihe der fMi unterstützt dabei, genau diese Lücke zu schließen. Den Anfang macht Charly Freninger, Experte für den Bereich Freihantel- und Kettlebelltraining mit über 40 Jahren Branchenerfahrung. Er erläutert im Interview, wie ein professioneller Freihantelbereich aussieht, worauf es bei der Trainingsplangestaltung ankommt und welche Rolle die Trainerinnen und Trainer dabei spielen.

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Expertentalk: Freihantel- und Kettlebelltraining

„Hanteltraining ist das ‚Brot- und Buttergeschäft‘“

Charly Freninger Schon während seiner Pubertät entdeckte der passionierte Leichtathlet Charly Freninger seine Leidenschaft für Fitness und Bodybuilding. Nach einer Ausbildung zum Kaufmann in den Achtzigerjahren arbeitete der Österreicher in einem Fitnessstudio und nahm von 1986 bis 1988 auf nationaler Bühne an Amateurwettbewerben im Bodybuilding teil. Ab 1989 arbeitete er als Personal Trainer und war Teil des legendären Busek Sportcenters in München. Er absolvierte das Studium zum Diplom-Fitnessökonom (BA Saarland) und machte weitere Zusatzausbildungen. Parallel zu seiner Tätigkeit als Personal Trainer und Trainer in Kliniken, mit dem Fokus auf postoperatives Training, ist er seit 1995 als Dozent für die BSA-Akademie bzw. seit 2004 für die DHfPG tätig.

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Das Kuriose ist, dass die Gruppentrainingsindustrie Freihanteln zu dieser Zeit für sich entdeckt hat. Plötzlich wurde LES MILLS BODYPUMP® kultiviert. Man hat versucht, so Frauen an Hanteln heranzubringen. Die Idee war genial: Man hat einen Raum genommen, Hanteln reingelegt, hat das „Baby“ einfach anders genannt und die Damen sind reingestürzt und haben Kniebeugen, Bankdrücken, Langhantelrudern und was weiß ich was alles gemacht. Heute ist Freihantel- und Kettlebelltraining in den meisten Studios fest etabliert. Welche Voraussetzungen müssen Studios aber erfüllen, um es auch erfolgreich anbieten zu können? fitness MANAGEMENT international

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Foto: DHfPG/BSA

fMi: Für das Thema Freihantel- und Kettlebelltraining sind Sie seit vielen Jahren ein Experte. Wie haben Sie die Entwicklung dieser Trainingsform miterlebt? Charly Freninger: Hanteltraining ist, um mal diesen alten Spruch zu zitieren, dass „Brot- und Buttergeschäft“ für Fitnessstudios! Anfang der Neunzigerjahre gab es eine Zeit in Amerika, da haben viele Studios ihre Hanteln aus dem Trainingsbereich eliminiert. Auch wir haben damals diskutiert, wie sinnvoll das vielleicht für unser Studio hier in Deutschland wäre. Als wir aber darüber sprachen, hat sich in Amerika das Rad schon wieder anders gedreht. Etwas Ähnliches gab es auch mit Kettlebells. Heutzutage ist das aber kaum noch denkbar.


Die Räumlichkeiten sind in der Regel in den meisten Studios vorhanden. Ein entscheidender Faktor sind spezielle Bodenbeläge, die die meisten Anlagen aber standardmäßig verlegt haben. Aber auch Spiegel gehören dazu, um Kontrollmöglichkeiten für die Übungsausführung und das Posing zu schaffen. Das Design sollte aber natürlich zur Philosophie des Studios und den Zielgruppen passen. Beim Equipment gibt es inzwischen eine Vielzahl guter Hersteller. Da kommt es dann eher auf eine multifunktionale und breite Auswahl unterschiedlicher Geräte an: Power- und Halfracks, Hantelbänke und eine Range an Gewichten, damit alle meine Mitglieder – egal ob Anfänger oder trainingserfahren – trainieren können. Wer den Platz hat, kann für besonders ambitionierte Mitglieder das Training mit Gewichtheberplattformen auf ein professionelleres Level bringen. Viele Mitglieder haben trotz guter Voraussetzungen immer noch Angst vor freien Gewichten. Wie entscheidend ist hier der Faktor Mensch in Form von Trainerinnen und Trainern? Die Ausbildung ist ein entscheidender Faktor. Eine B-Lizenz ist für jeden, der im Studio arbeitet, die Basis. Setze ich aber in meinem Angebot auch einen Fokus auf freies Training, sollte auch eine Spezialisierung da sein: also mit der B-Lizenz beginnend über Freihantel- und Kettlebelltrainerlehrgänge hin zu spezifischen Lizenzen wie für den Leistungssport.

Alle „klassischen“ Trainerinnen und Trainer haben das Thema zwar in einer gewissen Form in ihrem Portofolio, aber Besonderheiten im Hinblick auf Equipment, Trainingsvariation etc. sind nicht immer Bestandteil aller Basisausbildungen. Ganz entscheidend wird die Qualifikation dann im Athletiktraining. Das heißt, wenn es darum geht, mit Leistungs- oder Breitensportlern zu arbeiten, muss das entsprechende Wissen da sein und auch übermittelt werden, um die Übung anbieten zu können. Hier sind also Hintergründe gefragt: Mache ich die Ausführung mit der Kettlebell oder mit der Kurzhantel? Welche Varianten gibt es? Warum soll mein Mitglied genau so trainieren? Studien zeigen, dass der Motivator „Gesundheit“ aktuell sehr entscheidend ist. Wie hole ich Trainierende mit diesem Motiv ab und bringe ihnen Freihantel- und Kettlebelltraining näher? Prinzipiell liegt es im ersten Moment immer an der Beratung, in der ich auf die positive Wirkung dieser Trainingsform aufmerksam machen kann. Zudem ist Vertrauen die Basis. Ich habe im Rehatraining sehr häufig Kettlebells eingesetzt. Hier ist dann die schon angesprochene Range bei den Gewichten entscheidend. Für ältere Leute nehme ich zu Anfang niedrige Gewichte und suche Übungen, die sie einfach ausführen können, so kriegen sie Vertrauen. Dazu brauche ich aber natürlich das Know-how und die Überzeugungskraft.

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FREIHANTEL- UND KETTLEBELLTRAINING

Potenzial Freihantelbereich voll ausschöpfen Lehrgangsinhalte u. a.:  Technikmerkmale und Funktionalität des Krafttrainings mit freien Gewichten  Integration von Freihanteltraining in die Trainingsplanung  Komplexe Belastungssteuerung

BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit

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FITNESS & GESUNDHEIT | EXPERTENTALK

Freies Training gilt oft als eine Universallösung. Was halten Sie von der Vorstellung, dass es bei den Zielgruppen überhaupt keine Einschränkungen gibt und Studios versuchen sollten, immer alle Mitglieder gleichermaßen anzusprechen? Freies Training ist für alle klassischen Trainingszielgruppen geeignet. Wir nutzen es aber noch zu wenig in der Beginnerebene und auch zu selten in der Weiterführung, um damit einen Zwischenschritt für die nächste Trainingsstufe zu erzeugen. Wenn also ein Mitglied sagt: „Ich möchte meine Kraftleistung steigern“, würde ich raten, einen Monat lang nur mit der Kettlebell zu trainieren. Dadurch werden die Mitglieder spritziger und stabiler. Das schafft die Grundlage für das nächste Trainingslevel. Aber Trainerinnen und Trainer müssen sich auch hinterfragen. Das Training ist für alle Mitglieder wichtig, aber sehr häufig wird bei derselben Übungsauswahl geblieben. Die Range der Trainingsvariation, die wir haben, muss auch genutzt werden. Und da kommt auch wieder der Punkt mit der Ausbildung, den wir ja schon hatten. Durch die entsprechende Ausbildung müssen wir den Trainerinnen und Trainern ermöglichen, genau diese Variation an Übung anbieten zu können.

Habe ich beispielsweise ein Mitglied mit Schulterproblematik, erkläre ich, dass es hilfreich ist, diese Übung mit der Kettlebell auszuführen, da man hiermit die Sensomotorik trainiert und dadurch mehr Stabilität erzielt. Kann ich diese Erklärungen liefern, ist der Kunde bereit, das auch zu tun. Ich bin zuerst mal in der Pflicht, hier den Nutzen hervorzuheben.

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Viele Mitglieder setzen ein solches Trainingsangebot bereits mit ihrem Monatsbeitrag voraus. Wie kann ich das also als Zusatzangebot monetarisieren? Ein Freihantelbereich allein ist Standard. Ich muss also weiterdenken, z. B. mit Gruppentraining. Ich kann Angebote mit unterschiedlicher Dauer und in verschiedenen Varianten anbieten. Dann kann ich automatisch die Räumlichkeiten füllen, die sonst häufig über den Tag Leerstand haben. Und die Kurse können natürlich auch zielgruppengerichtet sein: Schulkinder, Athleten etc. Auch Rehasport ist ein denkbares Beispiel. In den USA ist Kettlebelltraining in der Reha sogar dominierend. Die älteren Herrschaften kann man mit der Hantel in der Hand im Kreis laufen lassen, um das Tragen einer Einkaufstüte zu simulieren, oder Aufstehen vom bzw. Hinsetzen auf den Stuhl üben. Die Übungen haben in dem Fall logischerweise eine gewisse Übertragbarkeit in den Alltag. Welchen Tipp können Sie angehenden Trainerinnen und Trainern oder Studiobetreibern geben, um das Konzept erfolgreich umzusetzen? Die Wenigsten nutzen ihre Möglichkeiten, die sie dank bestehender Ressourcen wie dem Know-how des Trainerteams und dem Equipment haben. Insbesondere die Ausbildung ist hier entscheidend. Dadurch kann ich viel herausholen. Wenn ich keine Ausbildung habe, ist natürlich das Risiko groß, dass Mitglieder sich mit der Hantel überlasten. Außerdem muss ich die Trainerinnen und Trainer auch dazu animieren bzw. unterstützen, sich einzubringen. Das ist der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg. fitness MANAGEMENT international

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Wie können Studios die Vorteile vermarkten, um Bestandsmitglieder zu halten und Interessenten zu Mitgliedern zu machen? Ich muss einfach immer die Lösung erklären. Also ich sage nicht: „Wir trainieren jetzt mal Hantel“, sondern wir trainieren in dem Fall aus bestimmten Gründen diese Übung mit dieser Hantel. Es muss die Begründung geliefert werden.

Wie sollten Studios diese Vorteile kommunizieren? Gibt es den perfekten Werbeslogan? „Sie möchten so viele Muskeln wie möglich mit wenig Aufwand trainieren? Dann trainieren Sie mit Freihanteln oder Kettlebells.“ Das ist die entscheidende Aussage.


FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL WEARABLES

Was können Fitnessuhren und Co.?

Smarte Trainingsbegleiter Text: Andreas Barz

Tragbare Sensoren (engl. wearables) wie Smartwatches, Fitnessuhren oder Aktivitätstracker stehen seit einigen Jahren in den Fitnesstrends ganz oben (Thompson, 2023). Handelt es sich hier vor allem um einen Modetrend oder können Wearables am Handgelenk tatsächlich die Trainingseffektivität steigern?

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er weltweite Absatz von Wearables stieg von ca. 29 Millionen im Jahr 2014 auf über 500 Millionen im Jahr 2021 an (IDC 2023; zitiert nach Statista 2023).

Besonders verbreitet sind die am Handgelenk getragenen Geräte wie Fitnessuhren, Aktivitätstracker oder Smartwatches (vgl. Infokasten). Waren es vor einigen Jahren vor allem noch

Foto: Anatoliy Karlyuk – stock.adobe.com

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Informationen zur Herzfrequenz und zu den täglich absolvierten Schritten, sind moderne Geräte mittels verbesserter Sensor- und Rechenleistung in der Lage, eine weitaus größere Anzahl an Gesundheits- und Leistungsdaten zu erfassen (vgl. Abb. 1). Diese können dann entweder direkt am Gerät oder über entsprechende Mobile Apps ausgewertet und dargestellt werden.

gute Möglichkeit dar, um die Herzfrequenz im Alltag und beim Training zu monitoren. Trainingsanpassungen, wie z. B. die Reduktion der Ruheherzfrequenz, lassen sich dadurch einfach und ohne zusätzlichen Zeitaufwand dokumentieren.

Körperliche Aktivität und Kalorienverbrauch

Mithilfe inertialer Messeinheiten können am Handgelenk getragene Wearables Daten zur Lage und Fortbewegung des Körpers sammeln und ermöglichen so z. B. Rückschlüsse Die umfassende Dokumentation des Alltags, Trainings und zur körperlichen Aktivität. Der gängigste Parameter, um das Schlafs soll laut Herstellern den Nutzerinnen und Nutzern Einblicke in den eigenen Körper geben, Maß an körperlicher Aktivität im Alltag um so z. B. die Trainingsbelastung inauszudrücken, sind die zurückgelegten dividuell auf die momentane körperliSchritte. Ein weiteres Feature vieler GeTROTZ SCHWANKENDER che Verfassung anpassen zu können. räte ist die Bestimmung des EnergieMESSGENAUIGKEIT LIEFERN Allerdings liegt nicht für alle der versproverbrauchs auf Basis der erhobenen TRACKER WERTVOLLE chenen Funktionen eine wissenschaftliBewegungs- und Herzfrequenzdaten EINBLICKE IN ZAHLREICHE FITNESSDATEN. che Evaluierung vor (Peake, Kerr & Sullisowie weiterer Informationen des Trävan, 2018). Gerade die Möglichkeit, eine gers bzw. der Trägerin (z. B. Alter und Vielzahl von Daten auf digitalem Weg Gewicht). Auch wenn Informationen und in Echtzeit erfassen und einsehen zu können, eröffnet zum Kalorienverbrauch gerade im Kontext des GewichtsTrainerinnen und Trainern jedoch neue Wege in der Trainingsmanagements einen hohen Nutzen versprechen, muss die betreuung und -steuerung. Genauigkeit der erhobenen Daten bei vielen Geräten relativiert werden (Shei et al., 2022). Gerade während körperlicher Um diese Potenziale zu nutzen, sollten Trainerinnen und TraiAktivität kommt es zu den größten Messfehlern bei der Bener die Wearables nicht als Konkurrenz zum eigenen Betreurechnung des Kalorienverbrauchs. Allerdings ist davon ausungsangebot sehen, sondern es schaffen, die Geräte in das zugehen, dass Innovationen im Bereich der Sensorik (z. B. eigene Betreuungskonzept zu integrieren. Dies setzt jedoch Wärmemessungen) die Genauigkeit in Zukunft noch weiter ein Grundverständnis der Funktionsweise, Messgenauigkeit erhöhen werden (O'Driscoll et al., 2020). Dennoch sollten und potenzieller Einsatzbereiche voraus. Trainerinnen und Trainer die Angaben zum Kalorienverbrauch bereits jetzt nutzen, um z. B. die Unterschiede im EnergieverHerzfrequenzmessung brauch bei verschiedenen Trainingsformen zu veranschauDie meisten Smartwatches und Fitnessuhren verfügen über lichen. Auch wenn die Messgenauigkeit nicht mit Laboroptische Sensoren, die in Kombinaverfahren gleichzusetzen ist, bieten tion mit Leuchtdioden (PhotoplethysFitnesstracker wertvolle Einsichten in mographie, PPG) beim Kontakt mit den Energieverbrauch und ermögliDAS TRAGEN EINES dem Handgelenk Daten zu Herzfrechen die Erstellung individuellerer ErAKTIVITÄTSTRACKERS quenz und -rhythmus erfassen können nährungs- und Trainingsempfehlungen. WIRKT UNTERSTÜTZEND IM (Kim & Baek, 2023). Der Vorteil der RAHMEN VON LEBENSSTILMessung mittels PPG liegt in der einfaBeanspruchung und Erholung INTERVENTIONEN. chen Durchführbarkeit ohne Brustgurt Eine weitere vielversprechende Anwenund der Möglichkeit, die Daten im Tadung ist das Monitoring von Beansprugesverlauf zu dokumentieren. Die Genauigkeit der PPG ist chung (engl. training stress) und Erholungsstatus. Diese zu Ruhebedingungen am höchsten, kann allerdings durch BeInformationen können es Trainerinnen und Trainern potenwegungsform und -intensität beeinflusst werden (Martín-Esziell ermöglichen, Trainingsreize optimal auf die momentane cudero et al., 2023), insbesondere rhythmische BewegungsLeistungsreserve abzustimmen, indem sie z. B. Einblicke in formen (z. B. Laufen) führen zu reduzierter Messgenauigkeit. den Erholungsstatus und die individuelle Trainingsreizverarbeitung der Trainierenden bekommen. In die Ermittlung Trotz geringfügiger Messschwankungen bei intensiveren Beder entsprechenden Daten fließen sowohl die erfassten wegungsformen stellt die optische Pulsmessung am HandBelastungsparameter (z. B. Trainingsdauer und -intensität) als gelenk gerade wegen der hohen Nutzerfreundlichkeit eine auch physiologische Größen (z. B. Herzratenvariabilität)

„Aktivitätstracker“ bezeichnet alle tragbaren Geräte, die in der Lage sind, körperliche Aktivität zu erfassen (z. B. Schrittzähler). Fitnessuhren und -tracker bieten darüber hinaus die Möglichkeit, weitere Daten mit Trainingsbezug – wie z. B. die Herzfrequenz – zu messen. Diese Features finden sich meist auch in Smartwatches, die zusätzlich über weitere Apps und Konnektivität mit anderen Geräten verfügen. Der Überbegriff für alle Arten tragbarer Elektronik lautet Wearable Technology (kurz: Wearables) und umfasst unter anderem auch Sensoren in der Kleidung oder an Trainingsgeräten.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL WEARABLES mit ein. Auch wenn in diesen Bereichen in Zukunft noch weitere technische Neuentwicklungen und eine zunehmende Genauigkeit der zugrundeliegenden Algorithmen zu erwarten sind, können Angaben zum Erholungsstatus aktuell allenfalls als generelle Empfehlung bzw. Entscheidungshilfen in der Trainingssteuerung gesehen werden (Shei et al., 2022).

dass allein das Tragen eines Trackers zu einer Steigerung der körperlichen Aktivität um im Mittel 1.800 Schritte täglich führt.

Integration in Betreuungskonzept

Fitnesstracker bieten den großen Nutzen einer zeiteffizienten Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten und ermöglichen so eine individuellere und ganzheitliche TrainingsbeWearables und treuung. Eine nicht zu unterschätzenGesundheitsverhalten de Herausforderung liegt jedoch darin, Das Tragen von Aktivitätstrackern oder auf effizientem Weg Einsicht in die DIGITALE DATENERHEBUNG Kundendaten zu bekommen. IdealerSmartwatches kann zu einer intenUND -AUSWERTUNG WIRD IN siveren Auseinandersetzung mit der weise werden die Daten verschiedener DER TRAININGSBETREUUNG eigenen Fitness und Gesundheit fühGeräte und Kunden in einer Datenbank AN BEDEUTUNG GEWINNEN. ren. Teilweise wird in diesem Zusamzusammengefasst. Dies bietet den Vorteil, dass nicht nur intra-, sondern menhang davor gewarnt, dass dies zu Unzufriedenheit und Frustration auch interindividuelle Auswertungen auf Seiten der Nutzer führt. Untersuchungen hierzu fanden möglich sind, bringt jedoch erhebliche datenschutzrechtlijedoch gegenteilige Ergebnisse. So stellten Ryan, Edney und che und technische Hürden mit sich. Auch wenn es Plattformen zum Austausch der Daten zwischen Trainer und Maher (2019) fest, dass das Tragen eines Aktivitätstrackers Kunde gibt, ermöglichen nur wenige Wearable-Hersteller die positiv erlebt wird und das Risiko für negative psychologische einfache und direkte Verarbeitung der Daten außerhalb der Effekte (z. B. Ängste) als gering einzustufen ist. Bei einer Beeigenen Apps. Zudem stellt das Datenschutzgesetz besonfragung von über 1.000 Patienten konnte sowohl eine große Bereitschaft zum Tragen eines Aktivitätstrackers als auch ders hohe Anforderungen an die Verarbeitung gesundheitsbezogener Daten. In Zukunft werden im Bereich der digitalen die generelle Erwartung, dass dies zu einem größeren GeTrainingsdokumentation daher Fachkräfte an Bedeutung sundheitsbewusstsein führt, festgestellt werden (Holko et al., gewinnen, die über Kompetenzen im Bereich der Informatik 2022). Den positiven Einfluss auf das Gesundheitsverhalten und Trainingswissenschaft verfügen und eigene technische bestätigt eine Metaanalyse von Ferguson et al. (2022). Auf BaLösungen für Studios entwickeln können. sis der Daten von über 160.000 Personen wurde festgestellt,

Herzfrequenz (heart rate)

O2

Sauerstoffsättigung (blood oxygen rate)

J

O2

Emotionen (emotion)

D

Schlaf (sleep)

A

B

Atemfrequenz (breathing rate)

E

Körperliche Aktivität (movement patterns) Foto: DHfPG/BSA

Abb. 1: Auswahl von Messparametern moderner Fitnessuhren und Smartwatches (modifiziert nach Peake et al., 2018, S. 3)

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Fazit Spätestens mit der zunehmenden Verbreitung von Aktivitätstrackern, Smartwatches und ähnlichen Wearables hält der digitale Wandel Einzug in das Fitnesstraining. Auch wenn die Aussagekraft der Geräte teils noch durch Messfehler und Störanfälligkeit limitiert ist, tragen die erhobenen Daten zur individualisierten und professionellen Trainingsbetreuung bei. Gerade im Hinblick auf die zu erwartenden Innovationen in der Sensorik und Datenverarbeitung sollten Trainerinnen und Trainer die Chancen der digitalen Erfassung von Gesundheits- und Trainingsdaten mittels Wearables nutzen. Durch im Alltag getragene Wearables kann bei Kunden ein stärkeres Bewusstsein für die eigene Gesundheit und Fitness gefördert werden, was letztlich eine Änderung in Richtung eines proaktiven Gesundheitsverhaltens begünstigt. Dadurch kann bei bisher inaktiven Personen der Bedarf nach professioneller Trainingsbetreuung durch kompetente Fachkräfte geweckt und so neue Zielgruppen gewonnen werden.

Andreas Barz Der Fitnessökonom und Sportwissenschaftler hat neben seiner Tätigkeit als Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und Referent an der BSA-Akademie langjährige Erfahrung als Personal Trainer. Außerdem betreute er Studien zu den gesundheitlichen Effekten von Ausdauertraining. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Ferguson, T., Olds, T., Curtis, R., Blake, H., Crozier, A. J., Dankiw, K. et al. (2022). Effectiveness of wearable activity trackers to increase physical activity and improve health: a systematic review of systematic reviews and meta-analyses. The Lancet. Digital health, 4 (8), e615–e626. Peake, J. M., Kerr, G. & Sullivan, J. P. (2018). A Critical Review of Consumer Wearables, Mobile Applications, and Equipment for Providing Biofeedback, Monitoring Stress, and Sleep in Physically Active Populations. Frontiers in physiology, 9, 743. Shei, R.-J., Holder, I. G., Oumsang, A. S., Paris, B. A. & Paris, H. L. (2022). Wearable activity trackers-advanced technology or advanced marketing? European journal of applied physiology, 122, 1965–1988. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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B. SC. SPORT-/GESUNDHEITSINFORMATIK Erfolgsfaktor Digitalisierung nutzen l

Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen – vor Ort und/oder digital – plus betriebliche Tätigkeit

l

qualifiziert zum Spezialisten, der die technische Entwicklung von digitalen Trainings-, Assistenz- und Datenverarbeitungssystemen im Sport-, Fitness- und Gesundheitsbereich plant, koordiniert, umsetzt und evaluiert

l Mehr Flexibilität: 2 aus insgesamt 12 Wahlpflichtmodulen aus den Fachbereichen Training, Ernährung, NEU

Gesundheit und Management frei wählbar

dhfpg.de/bsgi


FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL DATENBASIERTE INNOVATION

Revolution durch datenbasierte Innovation

Text: Prof. Dr. Marco Speicher

Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Fitness- und Gesundheitsbranche kann im heutigen digitalen Zeitalter nicht hoch genug eingeschätzt werden. KI-Technologien haben eine neue Ära der individualisierten Betreuung eingeläutet und machen es möglich, riesige Datenmengen zu sammeln, zu analysieren und zu interpretieren.

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KI in der Fitness- und Gesundheitsbranche


K

ünstliche Intelligenz wird in der Fitness- und GeDie Anwendung von Predictive Analytics in der Fitsundheitsbranche durch tragbare Geräte und Anness- und Gesundheitsbranche bietet neben der Frühwendungen dazu genutzt, erkennung von Krankheiten oder die körperliche Aktivität zu übersonstigen Gesundheitsrisiken noch wachen und zu optimieren, wichweitere zahlreiche Vorteile, wie zum KI-GESTEUERTE FITNESStige Gesundheitskennzahlen zu Beispiel eine kosteneffizientere und TRACKER KÖNNEN TRAINING UND erfassen und maßgeschneiderte personalisierte Kundenbetreuung, Trainingspläne anzubieten. So samdenn mithilfe von KI können indiviGESUNDHEIT VERBESSERN. meln und analysieren beispielsweiduelle Gesundheits- bzw. Leistungsse KI-gestützte Fitnesstracker und profile erstellt und personalisierte Wearables Daten zur körperlichen Trainings- und ErnährungsempfehAktivität, zum Schlafverhalten und zur Herzfrequenz und hellungen generiert werden. Dies führt zu maßgeschneiderten fen so dem Einzelnen, seine Gesundheit zu überwachen und Betreuungsstrategien und potenziell besseren Ergebnissen. sein Fitnessniveau zu verbessern. Die Früherkennung und präventive Behandlung von Gesundheitsrisiken kann außerdem die Gesundheitskosten erheblich reduzieren, da teure spätere Behandlungen vermieden werden können (Nithya & Ilango, 2017). Hier können SchnittLesetipp: Was Wearables bringen und wie sie eingesetzt stellen der medizinischen Behandlung mit körperlicher Akwerden können, erfahren Sie im Fachartikel „Smarte tivität generiert werden, was einen essenziellen Beitrag zur Trainingsbegleiter“ von Andreas Barz ab Seite 104. Verbesserung der allgemeinen Gesundheit und körperlichen Leistungsfähigkeit leisten könnte. Betrachtet man beispielsweise Erkrankungen am metabolischen Syndrom oder an DiKI-gesteuerte Leistungsanalysetools bieten Trainern und abetes mellitus Typ 2, so könnte durch Predictive Analytics Sportlern unschätzbare Einblicke in die sportliche Leistung, nicht nur eine Früherkennung der an der Entstehung beteidienen der Optimierung von Spiel- und Trainingsstrategien ligten Gesundheitsrisiken stattfinden, sondern automatisch und können zur Prävention von Verauch eine Empfehlung zu einer Trailetzungen eingesetzt werden. Darünings- und Ernährungsintervention ber hinaus spielt die KI eine entscheiinklusive Ansprechpartner in FitPREDICTIVE ANALYTICS UMFASST dende Rolle im Gesundheitswesen, ness- und GesundheitseinrichtunDIE DATENSAMMLUNG UND von der Krankheitsfrüherkennung gen gegeben werden. Somit könnte -BEREINIGUNG, DIE und -diagnose mithilfe von AlgorithKunden in der Fitness- und Gesundmen des maschinellen Lernens bis heitsbranche eine optimale BetreuIDENTIFIZIERUNG VON MUSTERN hin zur Entwicklung von Medikamenung geboten werden. UND DIE EINLEITUNG ten und der Personalisierung von PRÄVENTIVER MASSNAHMEN. Behandlungen (Esteva et al., 2017). Anwendung von Predictive

Analytics

Diese technologischen Fortschritte haben zu einem datengesteuerten Ansatz in den Bereichen Fitness, Sport und Gesundheit geführt, der es dem Einzelnen ermöglicht, fundierte Entscheidungen über seine Gesundheit zu treffen, die sportliche Leistung zu optimieren und die Früherkennung und Prävention von Krankheiten zu erleichtern. Im Folgenden soll ein Überblick über aktuelle Anwendungen von KI in der Fitness-, Sportund Gesundheitsbranche im Hinblick auf die Prozessoptimierung gegeben werden.

Die Anwendung von Predictive Analytics im Gesundheitswesen erfordert umfangreiche Datenquellen und hocheffiziente Algorithmen. Hier die notwendigen Schritte, der Reihenfolge nach aufgelistet und kurz erläutert:

1. Zu Beginn werden die erforderlichen Gesundheitsdaten aus verschiedenen Quellen gesammelt, darunter allgemeine Gesundheitsdaten, Leistungs- und Gesundheitsdiagnostiken, medizinische Befunde und sogar Daten aus Wearables wie Fitnesstrackern. 2. Die gesammelten Daten werden anschließend bereinigt Predictive Analytics für Gesundheitsrisiken und in einem einheitlichen Format zusammengeführt, um In den letzten Jahren hat sich die Anwendung von KI rapisicherzustellen, dass sie für die Analyse geeignet sind. 3. Wenn das Datenvolumen groß gede entwickelt und erhebliche Fortschritte gemacht. Eine der vielvernug und möglichst gut bereinigt sprechendsten Anwendungen von ist, können die KI-Algorithmen daKI ist unter dem Fachbegriff „Premit beginnen, relevante Merkmale KI DIENT ALS UNTERSTÜTZUNG, oder Muster in den Daten zu idendictive Analytics“ bekannt und wird NICHT ALS ERSATZ FÜR tifizieren, die auf Gesundheitsrisiauch im Kontext der Gesundheit MENSCHLICHE BETREUUNG. ken hinweisen können. und körperlichen Leistungsfähig4. KI-Modelle, wie neuronale Netzkeit eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Disziplin innerhalb der werke oder Entscheidungsbäume, KI, die Datenanalysen und maschiwerden dann auf Grundlage der exnelles Lernen verwendet, um zukünftige Ereignisse oder trahierten Merkmale trainiert. Dies geschieht mit historischen Trends vorherzusagen. Daten, um die Vorhersagegenauigkeit zu maximieren.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL DATENBASIERTE INNOVATION 5. Das trainierte Modell wird verwendet, um zukünftige Gesundheitsrisiken oder Leistungsentwicklungen für bestimmte Patienten oder Populationen vorherzusagen. 6. Auf Grundlage der Vorhersagen können Ärzte und medizinisches Personal geeignete präventive Maßnahmen ergreifen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Beispielsweise können aus Alter, Geschlecht, Körpergröße und Gewicht der BMI gebildet und anhand dessen ein potenzielles Über- oder Untergewicht festgestellt werden. Kommen zu einem Übergewicht noch Indizien aus den Aktivitätsdaten hinzu, die darauf hinweisen, dass ein Patient wenig körperlich aktiv ist, und die Ernährungsdaten auf eine ungesunde Ernährung hindeuten, wird die KI mit hoher Wahrscheinlichkeit hier ein Muster erkennen und eine Empfehlung für mehr Bewegung und eine bessere Ernährung aussprechen.

Personalisierte Trainingsprogramme KI spielt im Fitness- und Gesundheitsbereich durch die Erstellung personalisierter Trainings- und Ernährungsprogramme eine wichtige Rolle (Bloch, Schumann & Clauss, 2022). Jeder Körper ist einzigartig, weswegen es keine „One size fits all“-Lösung für Fitness und Gesundheit gibt. KI entwickelt personalisierte Trainingsprogramme in Schritten ähnlich denen der Predictive Analytics zur Früherkennung von Gesundheitsrisiken und Leistungsentwicklungen. Nach Datensammlung und Auswertung erstellt die KI basierend auf analysierten Daten und Expertenregeln ein individuelles Trainingsprogramm. Datenquellen können hierbei persönliche Informationen, körperliche Messwerte, Aktivitätsdaten von Wearables sowie Ernährungsinformationen sein. Während der Kunde das Trainingsprogramm durchläuft, sammelt die KI kontinuierlich Daten, um es an aktuelle Bedürfnisse und Ziele anzupassen. So hilfreich und effizient KI-unterstützte Programme auch sein können, sollte man deren Erzeugnisse nicht ungeprüft nutzen oder weitergeben. Eine menschliche Kontrollinstanz mit Bezug zum Kunden und fachlichem Hintergrundwissen ist hier der entscheidende Erfolgsfaktor. Die Informationen und Empfehlungen des KI-Modells können Trainerinnen und Trainer als Basis nutzen und darauf aufbauend einen größeren Fokus auf die Trainingsbetreuung sowie die praktische Umsetzung der Übungen bzw. die Bewegungskorrektur legen, was zu einer Prozessoptimierung im Studioalltag sowie einer Entlastung des Personals beiträgt.

Weitere Anwendungsgebiete von KI

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Personalisierte Trainingsprogramme durch KI haben das Potenzial, die Fitness- und Gesundheitsbranche grundlegend zu verändern. Sie ermöglichen es den Menschen, ihre Ziele effizienter zu erreichen und ihre Gesundheit zu verbessern. Diese innovative Anwendung von KI zeigt, wie Technologie dazu beitragen kann, unser Wohlbefinden zu steigern und uns auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu unterstützen. Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass diese Technologie verantwortungsvoll eingesetzt wird und u. a. auch die Privatsphäre und Sicherheit der Benutzer gewahrt bleibt.

Fazit Predictive Analytics und personalisierte Trainingsprogramme sind vielversprechend, stoßen jedoch auf Herausforderungen wie Datenschutz und Zugang zu Technologie. Der Einsatz von KI im Fitness- und Gesundheitsbereich erfordert sorgfältige Prüfung, da KI nicht die persönliche Betreuung auf unterschiedlichen Ebenen ersetzen kann. Menschliches Fachpersonal sollte die Verantwortung für Entscheidungen behalten, während KI als effiziente Unterstützung dient, damit sich der Mensch auf seine eigentlichen Stärken konzentrieren kann.

Prof. Dr. Marco Speicher Prof. Dr. Marco Speicher leitet den Fachbereich Informatik an der DHfPG. 2019 promovierte er an der Universität des Saarlandes zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“. Von 2014 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dort im Ubiquitous Media Technologies Lab (UMTL) und Innovative Retail Laboratory (IRL) tätig. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Esteva, A., Kuprel, B., Novoa, R., Ko, J., Swetter, S. M., Blau, H. M. et al. (2017). Dermatologist-level classification of skin cancer with deep neural networks. Nature, 542, 115–118. Bloch, W., Schumann, M. & Clauss, D. (2022). Live-remote-Trainingsprogramm für die Krebsnachsorge. Zugriff am 20.11.2023. Verfügbar unter https://www.springerpflege.de/onkologische-reha/live-remote-trainingsprogramm-fuer-die-krebsnachsorge/23294000 Nithya, B. & Ilango, V. (2017). Predictive analytics in health care using machine learning tools and techniques. In International Conference on Intelligent Computing and Control Systems (ICICCS 2017), 492–499.

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Foto: DHfPG/BSA

Viele Fitness-Apps und Wearables nutzen bereits KI, um personalisierte Trainingspläne, Trends und Gesundheitsempfehlungen bereitzustellen. Sie erfassen Daten wie Schrittzahl, Herzfrequenz und Schlafmuster, um Benutzern bei der Verbesserung ihrer Gesundheit zu helfen. Auch in der Rehabilitation – nach Verletzungen oder Operationen – kann KI-basierte Technologie verwendet werden, um personalisierte Trainingsprogramme zu erstellen, die die Gesundheitsverbesserung und Leistungssteigerung beschleunigen können. Ein weiteres Anwendungsbeispiel von KI: Im professionellen Sport tragen immer häufiger personalisierte Trainingsprogramme dazu bei, die Leistung der Athleten

zu optimieren, indem sie auf deren individuelle Stärken und Schwächen eingehen.


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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BILDUNG | ANZEIGE

Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik

Studiengang an Marktentwicklung angepasst Um den Anforderungen am Markt und in den Betrieben gerecht zu bleiben, hat die DHfPG ihren dualen Bachelorof-Science-Studiengang Sport-/Gesundheitsinformatik angepasst. Studierende ab dem Sommersemester 2024 wählen neben den obligatorischen Studienmodulen zusätzlich zwei aus insgesamt zwölf Wahlpflichtmodulen in den vier Fachbereichen Gesundheit, Management, Ernährung und Training aus, wie z. B. „Psychologie des Gesundheitsverhaltens“ und „Sportmanagement“. Eine fachbereichsübergreifende Auswahl ist dabei möglich. Damit können sie ein individuelles, auf ihren Ausbildungsbetrieb abgestimmtes Kompetenzprofil entwickeln und sich noch besser in die unternehmensspezifischen Abläufe integrieren. Eine Anmeldung zum Sommersemester 2024 ist ab sofort möglich. Für eine persönliche Beratung zum neu konzipierten dualen Bachelor-Studiengang Sport-/Gesundheitsinformatik der DHfPG rufen Sie uns an unter Tel.: +49 681 6855 580. www.dhfpg.de/bsgi

Fachwirtlehrgänge der BSA-Akademie

2024 (neben-)beruflich mehr erreichen

Fotos: DHfPG/BSA

Die Grundlage jedes beruflichen Erfolgs sind fundierte Kenntnisse und ein anerkannter Abschluss im entsprechenden Fachgebiet. Mit den nebenberuflichen Fachwirtlehrgängen „Fitnessfachwirt/in“ und „Fachwirt/in für Prävention und Gesundheitsförderung“ schaffen Sie diese Grundlage und machen sich fit für die gleichnamigen öffentlich-rechtlichen IHK-Fachwirtprüfungen. Durch deren Absolvierung sichern Sie sich die Vorteile einer öffentlich-rechtlichen Überprüfung und Dokumentation Ihrer Kompetenzen und machen sich noch attraktiver für Arbeitgebende. Die einschlägigen und praxisnahen Kompetenzen erhalten Teilnehmende in spezifischen Basis- und Aufbauqualifikationen, aus denen sich die beiden Kombilehrgänge „Fitnessfachwirt/in“ und „Fachwirt/in für Prävention und Gesundheitsförderung“ zusammensetzen. Durch die Absolvierung der Einzellehrgänge können Teilnehmende bis zu elf einzelne Abschlüsse inklusive zahlreicher Trainerlizenzen erhalten. Für eine umfassende Beratung zu den Weiterbildungsmöglichkeiten durch die Fachwirtlehrgänge kontaktieren Sie das BSA-Service-Center gern unter Tel.: +49 681 6855 143. www.bsa-akademie.de/fachwirte

dhfpg.de

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bsa-zert.de fitness MANAGEMENT international

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Bewährtes Angebot neu vermarkten

Mit „ZertFit“ zu noch mehr Sichtbarkeit Wer in seinem Fitnessstudio ein qualitativ hochwertiges Angebot etabliert hat, kann dies mit dem „ZertFit“-Zertifikat der BSA-Zert, der Zertifizierungsstelle der Fitnessbranche, offiziell bestätigen lassen und im Marketing gezielt einsetzen. Das Zertifizierungsprogramm „ZertFit“ für Fitness- und Gesundheitsanlagen prüft auf Basis der europäischen Norm DIN EN 17229 und der DIN-Norm 33961 (Teil 2 bis 5) die Quantität und Qualität der eingesetzten Trainer und Trainerinnen sowie den Gerätepark für Kraft- und Herz-Kreislauf-Training. Nach erfolgreicher Zertifizierung erhalten Anbieter ein Zertifikat, mit dem sie u. a. auf ihrer Website, ihren Social-Media-Kanälen und direkt vor Ort im Studio auf die Qualität ihrer Dienstleistung aufmerksam machen können. Damit heben sie sich vom Markt ab und können Interessierte von sich überzeugen, Mitglieder langfristig an sich binden und ihre Arbeitgeberattraktivität steigern. Beratung und detailliertere Informationen zu „ZertFit“ und den weiteren Zertifizierungsprogrammen der BSA-Zert erhalten Sie unter Tel.: +49 681 6855 330. www.bsa-zert.de/zertfit

Neues Webinar der DHfPG-Informationsreihe „Jobporträt – Was macht ein ...?“

Welche Tätigkeiten übernehmen Ernährungsberater? Auch 2024 wird die DHfPG-Informationsreihe „Jobporträt – Was macht ein ...?“ fortgeführt. Am 21. Februar 2024 von 17 bis 18 Uhr können sich Studiumsinteressierte sowie (potenzielle) Ausbildungsbetriebe über das Tätigkeitsprofil eines Ernährungsberaters bzw. einer Ernährungsberaterin informieren und erfahren, welche Möglichkeiten der duale DHfPG-Bachelor-Studiengang Ernährungsberatung bietet. Die stellvertretende DHfPG-Fachbereichsleitung der Ernährungswissenschaften Aline Emanuel und DHfPG-Dozentin Anika Dornberg stellen die umfangreiche Palette der Tätigkeiten als Ernährungsberater/-in vor. Unterstützt werden sie dabei von den Ernährungsberaterinnen Maria Lidl und Ina Eidner, die die Studiengänge Ernährungsberatung (B. A.) und Prävention und Gesundheitsmanagement (M. A.) an der DHfPG absolviert haben und aus ihrem vielschichtigen Berufsalltag berichten. Während der Veranstaltung können Teilnehmende Fragen direkt an die Expertinnen aus der Praxis richten und sich austauschen. Um Voranmeldung wird über untenstehenden Link gebeten. www.dhfpg.de/jobportraet

Über die DHfPG und die BSA-Akademie informieren Nutzen Sie jetzt die Infoveranstaltungen vor Ort und digital oder die Infovideos der DHfPG und BSA-Akademie, um das Studien- bzw. Lehrgangskonzept sowie das Bildungsangebot der beiden Institutionen näher kennenzulernen. Scannen Sie dazu einfach die nebenstehenden QR-Codes. dhfpg.de 01/24

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE ALBERT BUSEK

Arbeit, Leistung und Resultate

WORK(OUT)! Text: Albert Busek

Wenn du dir nicht die Zeit nimmst und wenn du nicht die Arbeit machst, wirst du auch keine Resultate erzielen. Arnold Schwarzenegger

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wei meiner lebenslangen Freunde beschrieben ihre Einstellung zu Arbeit und Leistung so: Arnold Schwarzenegger: „Work your ass off“; Joe Weider: „Always be the hardest worker in the room“. Diese beiden Ikonen der Bodybuilding- und Fitnessbranche setzten auch einen der Grundsätze von Muhammad Ali höchst effektiv in die Tat um: „He who is not courageous enough to take risks will accomplish nothing in life.“ Und ganz aktuell steht folgender Satz seit September 2023 im Goldenen Buch der Stadt Braunschweig: „Hard work always pays off“. Geschrieben vom Kapitän der deutschen Basketballnationalmannschaft, Dennis Schröder, der auch zum Most Valuable Player (MVP) der Weltmeisterschaft 2023 gewählt wurde. Auf den Punkt gebracht: Leistungs- und Risikobereitschaft sind für ein zielorientiertes Leben essenziell. Diese Lebenseinstellung wird zurzeit in vielfacher Hinsicht vehement kritisiert. Dabei wird ein Bild gezeichnet, als wären wir alle gleich. Das sind wir nicht. Jeder Mensch ist einzigartig.

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Leistung ist per se nichts Negatives, wie uns verschiedene „Ideologien“ neuerlich weismachen wollen. Nicht, was man kann und tut, soll gemäß dieser Einstellung honoriert werden, sondern was einem angeblich vorenthalten wird. Subvention und Alimentation sollen eine „Gleichmacherei“ befördern, die nicht nur der menschlichen Natur widerspricht, sondern unsere Gesellschaft vor sehr große Probleme stellen würde.

Wo ein Wille ist … Bei Leistung ist es wie mit den Muskeln – ohne sie geht wenig bis gar nichts. Für Menschen mit Einschränkungen ist das Erbringen einer Leistung in vielen Fällen sogar überlebenswichtig, auch wenn diese Leistung für Außenstehende schwach oder gar unnütz erscheinen mag. Ich habe sehr oft in meiner jahrzehntelangen Betreuungsarbeit im Studio und in der Ausbildung erlebt, dass Menschen sogar mit extremen körperlichen Einschränkungen nachhaltig großartige Leistungen erbracht haben. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – lautet ein Sprichwort. Dem Willen muss aber die Leistung folgen. Im Sport und in der Therapie heißt das: bewegen, bewegen, bewegen! Kinder machen es uns allen immer wieder aufs Neue vor. Sie sind ständig in Bewegung und haben größten Spaß dabei. Es fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Albert Busek

Die grundsätzlichen Lebenseinstellungen von Arnold, Joe, Muhammad und Dennis mögen vielen überzogen und nicht nachahmenswert erscheinen, aber im Kern sind sie die Voraussetzung für ein sinnvolles und erfülltes Leben – egal auf welchem Gebiet. Wir haben nur dieses eine Leben und sollten die erwähnten Grundsätze so beherzigen, dass sich die

jeweiligen Talente voll entfalten können – geistig, körperlich, kulturell und sozial.


1991: Beim Great American Workout, das vor dem Weißen Haus und Capitol in Washington abgehalten wurde, hält Arnold Schwarzenegger eine Rede

2008: Arnold Schwarzenegger als Gouverneur von Kalifornien in seinem Büro in Sacramento

ist keine Gesetzmäßigkeit, dass Erwachsenen die Freude an der Bewegung abhanden gehen muss! Die Weichen werden im Kindes- und Jugendalter gestellt. Wenn der natürliche Spiel- und Bewegungstrieb nicht entsprechend gefördert wird, verkümmert er schon sehr früh. Das langsame und kontinuierliche Überhandnehmen der Bequemlichkeit ist die völlig unnötige Folge, von den möglichen volkswirtschaftlichen Schäden ganz zu schweigen.

Ungesunde Entwicklung Die Krankenkassen schlagen schon seit vielen Jahren Alarm. Übergewicht und Adipositas nehmen nach neuesten Erhebungen rasant zu, wobei Adipositas am Beispiel Hessen (eines von vielen) bei den 13- bis 14-Jährigen anteilsmäßig am häufigsten auftritt. Die Entwicklung ist aber flächendeckend ähnlich und betrifft laut Barmer Arztreport 2023 auch die Erwachsenen – von 2012 bis 2021 stieg in Hessen die Zahl der extrem Übergewichtigen um 32 Prozent auf 634.200 (Grobe & Szecsenyi, 2023). Viele Menschen aus der Gruppe der Übergewichtigen sind Sportfans und treiben teilweise auch selbst mit ganz individuellen Zielen Sport. Die gigantischen Zahlen der TV-Einschaltquoten bei Sportevents und die Reichweiten der populärsten Sportlerinnen und Sportler im Netz belegen, dass herausragende Leistungen größtes Interesse wecken. Zu den Interessierten zählen auch viele Menschen, die ansonsten mit aktivem Sport gar nichts zu tun haben wollen. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung respektiert zumindest die hinter diesen Leistungen stehende Kombination von Arbeit und Willen. Oft wird daraus auch Bewunderung und Vorbild.

Motivation mit Kompetenz Warum also bleiben so viele Menschen auf dem Weg zur Tat 01/24

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hängen? Gabor Steingart, renommierter deutscher Journalist, hat es so formuliert: „Machen ist wie Wollen, nur krasser!“. Und Goethe schrieb seinen Mitmenschen schon vor 200 Jahren ins Stammbuch: „Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“ Bezüglich unserer Branche haben viele Menschen immer noch Vorbehalte, ja sogar die Version der „Folterkammer“ als Beschreibung eines Fitnessstudios kursiert noch in so manchen Köpfen. Diese Barriere ist nur mit vorgelebter Freude nachhaltig zu überwinden. Um bei jeglicher Anstrengung Freude zu spüren, ist eine kompetente Beratung und Förderung die Brücke zum Erfolg – in jedem Leistungsstadium, aber vor allem zu Beginn. In der Fitnessbranche ist diese zwingend notwendige Kompetenz der Betreuer und Trainer dank hervorragender Ausbildungsmöglichkeiten heute weitgehend vorhanden. Die Freude ist aber schwankend und muss deshalb beständig neu angestachelt werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies mit Abstand am effektivsten in der Präsenzbetreuung erreicht werden kann. Ob in der Gruppe oder one-to-one, der direkte und persönliche Kontakt ist entscheidend. Ähnlich verhält es sich in der Ausbildung. Präsenz ist unvergleichlich effektiv. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: „Nothing beats the real thing!“. Und zu den schönsten „real things“ gehört die Dusche nach einer erbrachten Trainingsleistung. Für 2024 wünsche ich allen Leserinnen und Lesern, dass sie dieses Gefühl oft erleben können. Literaturliste Grobe, T. G., Szecsenyi, J. (2023). Barmer Arztreport 2023. Berlin: Barmer.

Albert Busek Experte für Bodybuilding und Fitness

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS

Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus

Wissenschaft für die Studiopraxis

Gamification sinnvoll einsetzen

Supervision during resistance training

Kundentreue statt Kündigung

Positive and Negative Impacts of

positively influences muscular adaptations

Dropout & Prevention in Fitness Sports

Untersuchungsschwerpunkte Die Studie untersuchte den Einfluss von betreutem versus unbeaufsichtigtem Krafttraining auf ausgewählte muskuläre Anpassungseffekte von Trainierenden.

Untersuchungsschwerpunkte Ein kürzlich erschienener Review untersuchte verschiedene Drop-outGründe von Fitnesstreibenden und leitete daraus Handlungsempfehlungen für das Studiomanagement ab.

Methode 36 Probanden wurden per Zufall zwei Interventionsgruppen zugeteilt. Beide absolvierten ein standardisiertes achtwöchiges Trainingsprogramm. Eine Gruppe wurde professionell begleitet, die andere führte das gleiche Programm unbeaufsichtigt durch. Vor und nach der Intervention wurden Körperzusammensetzung, Muskeldicke und Kraftparameter analysiert.

Methode Auf Basis aktueller Studien wurden relevante Gründe, die zu einem vorzeitigen Trainingsabbruch bzw. einer Kündigung der Mitgliedschaft führten, analysiert. Im Anschluss wurden Lösungsstrategien entwickelt, um die Drop-out-Quote zu senken und die Kundenbindung zu verbessern.

Erfolgsfaktor Betreuung

Gamification on the Fitness Industry

Untersuchungsschwerpunkte Gamificationelemente erfreuen sich wachsender Beliebtheit und werden immer häufiger auch im Fitness- und Gesundheitssektor eingesetzt. Wo Chancen und Grenzen solcher digitalen Unterstützungstools liegen, untersuchte ein aktueller Review. Methode Im Rahmen der systematischen Literaturrecherche wurden die Datenbanken Web of Science und Scopus durchsucht. Unter Berücksichtigung von spezifischen Ein-/Ausschlusskriterien wurden 48 Artikel in die Analysen einbezogen. Zentrale Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen, dass spielerische Elemente – sofern sie sinnvoll eingesetzt werden – zur Unterhaltung und Motivationssteigerung beitragen können. Sie sorgen für mehr Abwechslung/Spaß beim Training und unterstützen Trainierende dabei, aktiv zu bleiben und ihre Ziele zu erreichen. Trotz der Vorteile haben diese Tools auch ihre Grenzen und sollten im Hinblick auf eine langfristige Verhaltensänderung nicht überbewertet werden.

Ozdamli, F. & Milrich, F. (2023). Positive and Negative Impacts of Gamification on the Fitness Industry. European Journal of Investigation in Health, Psychology and Education, 13 (8), 1411–1422.

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Praxisrelevanz und Fazit Durch qualifiziertes Fachpersonal sichern Fitnessstudios eine individuelle Trainingsbetreuung, die Mitglieder bei der Erreichung ihrer Ziele optimal unterstützt und begleitet. Coleman, M., Burke, R., Benavente, C., Piñero, A., Augustin, F., Maldonado, J. et al. (2023). Supervision during resistance training positively influences muscular adaptations in resistance-trained individuals. Journal of Sports Sciences, 41 (12), 1207–1217.

Praxisrelevanz und Fazit Um Mitglieder langfristig zu halten und zu begeistern, sind kundennahe Angebote, eine individuelle Betreuung, flexible Mitgliedschaftsmodelle, zeiteffiziente Workouts und ein funktionierendes Kundenbindungsmanagement erfolgsentscheidend. Tokarski, W., Tosounidis, A. & Zarotis, G. F. (2023). Dropout & Prevention in Fitness Sports. Saudi Journal of Humanities and Social Sciences, 8 (8), 234–239.

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Fotos: Drazen, lkegfire, Ivan Kurmyshov – stock.adobe.com

Praxisrelevanz und Fazit Der Einsatz von Gamification bietet Fitnessstudios neue Mehrwerte. Jedoch besteht die Herausforderung darin, solche Lösungen zielführend in das bestehende Angebot zu integrieren und Mitglieder langfristig für einen aktiven, gesunden Lebensstil zu begeistern.

Zentrale Ergebnisse Bei der Gruppe, die unter Aufsicht trainierte, waren verschiedene Anpassungseffekte größer als bei der Vergleichsgruppe. Es konnte u. a. eine stärkere Zunahme der Muskeldicke vom M. triceps brachii, M. rectus femoris und M. vastus lateralis gemessen werden. Das 1-RM bei der Kniebeuge war im Vorher-nachher-Vergleich ebenfalls höher. Beim Bankdrücken und der isometrischen Kniestreckung erzielten beide Gruppen ähnliche Zuwächse.

Zentrale Ergebnisse Ein Drop-out kann individuelle, situative und/oder strukturelle Gründe haben. Oft handelt es sich um ein komplexes Bündel von Faktoren. Während Studios auf Aspekte wie Umzug oder familiäre/gesundheitliche Gründe keinen Einfluss haben, können aufmerksame Mitarbeitende und ein Kundenbindungsmanagement dabei helfen, weiteren Drop-out-Gründen vorzubeugen: Motivations-/Zeitproblemen, Unzufriedenheit mit Service/Betreuung oder Preissensibilität kann man so effektiv begegnen und die Zufriedenheit/Motivation steigern.


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Bizeps fürs Business DSSV-MITGLIEDER ERHALTEN BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE UND JURISTISCHE BERATUNG.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

Einfluss auf die Kraftleistung

Intermittierendes Fasten im Kraftsport Sowohl das Krafttraining als auch das intermittierende Fasten sind für ihre Eignung zur positiven Beeinflussung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit bekannt. Da mögliche Wechselwirkungen bislang eher selten betrachtet wurden, untersuchte eine Master-Thesis der DHfPG den Effekt der zeitlich begrenzten Nahrungsaufnahme auf die Kraftleistung.

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as intermittierende Fasten ist eine Ernährungsform, bei der tage- oder stundenweise auf Nahrung verzichtet wird. Bewusst gesteuerter Nahrungsverzicht kann zu einem längeren und gesünderen Leben beitragen, indem diverse gesundheitsfördernde Faktoren günstig beeinflusst werden. Mittlerweile hat sich das intermittierende Fasten aufgrund diverser positiver Effekte auf die allgemeine Gesundheit sowie den Stoffwechsel zunehmend zu einer etablierten Trendernährung entwickelt (Backes, 2018). Diese Ernährungsform stellt bei adäquater Umsetzung außerdem eine effektive Strategie zur Gewichtsreduktion dar (Hottenrott & Hottenrott, 2017, S. 266).

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Aber auch Krafttraining nimmt im Kontext der körperlichen Fitness sowie der Prävention und Rehabilitation unterschiedlicher Erkrankungen eine immer wichtigere Rolle in der Gesellschaft ein. Krafttraining trägt dabei zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit bei (American College of Sports Medicine, 2011, S. 1337). Zusätzlich wirkt sich Krafttraining positiv auf die körperliche Entwicklung (Fröhlich, Gießing & Strack, 2019, S. 2), den Gehirnstoffwechsel und die Psyche aus (Latham et al., 2004, S. 48–61). Im Sport allgemein sowie auch speziell im Kraftsport zielt das Training, unabhängig von der Leistungsstufe, immer auf eine Steigerung der Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung der Gesundheit ab. Demzufolge fitness MANAGEMENT international

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DHfPG-Science-Lab: Master-Thesis Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft

Ergebnisse 1.

Intermittierendes Fasten hat keinen negativen Einfluss auf die Kraftleistung.

2. Die Trainingszeiten sollten nicht im Fastenzeitraum liegen, um einen negativen Einfluss auf das Krafttraining zu vermeiden. 3. Für optimale Kraftsteigerung und Muskelaufbau sollte eine ausreichende Energie- und Proteinzufuhr sichergestellt werden. Abb. 1: Zentrale Ergebnisse der Übersichtsarbeit (eigene Darstellung)

bestünde großes Potenzial, wenn sich intermittierendes Fasten auch positiv auf die Leistungsfähigkeit im Kraftsport auswirken würde. Aus diesem Grund widmete sich eine Master-Thesis der DHfPG dieser Fragestellung.

Methodik Ziel der vorliegenden Untersuchung war, anhand einer systematischen Literaturrecherche herauszufinden, ob sich intermittierendes Fasten auf die Leistungsfähigkeit im Kraftsport auswirkt, und falls ja, inwiefern dieses die sportliche Leistung positiv oder negativ beeinflusst. Die Literaturrecherche wurde mit den Datenbanken PubMed und Google Scholar durchgeführt. Die gefundenen Primärstudien wurden in einem mehrstufigen Selektionsprozess mit den vorher definierten Ein- und Ausschlusskriterien abgeglichen und zusätzlich die methodische Qualität der betrachteten Untersuchungen beurteilt, um deren Eignung zur Beantwortung der Forschungsfrage festzustellen. Nach ausgiebiger Recherche und Prüfung der gefundenen Quellen wurden sechs inhaltlich sowie methodisch geeignete Studien zur Beantwortung der Forschungsfrage ermittelt. Die Studieninhalte und -ergebnisse wurden anschließend hinsichtlich der untersuchten Forschungsfrage detailliert analysiert und diskutiert.

Ergebnisse Die Analyse der Ergebnisse aller sechs Studien zeigte, dass die muskuläre Kraft über den Zeitraum der Intervention in der Fasten-Gruppe gestiegen ist. In den Kontrollgruppen mit nicht begrenzten Zeitfenstern zur Nahrungsaufnahme wurden ebenfalls positive Effekte auf die Leistungsfähigkeit festgestellt. Demzufolge konnte in allen einbezogenen Studien über die Dauer des Untersuchungszeitraums ein signifikanter Anstieg der Kraftleistung in beiden Gruppen beobachtet werden. Da sich die hier analysierten Studien in der Probandenstichprobe und der angewandten Methode unterscheiden, muss die Allgemeingültigkeit der Ergebnisse jedoch kritisch betrachtet werden. Bei der Interpretation der Ergebnisse sollte beachtet werden, dass es sich bei der Stichprobenauswahl mehrheitlich um trainierte Personen handelte, die Proteinzufuhr pro Tag kontrolliert wurde und das Training nicht während des Fastenfensters stattfand.

rungsweise keine besseren oder schlechteren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit im Kraftsport festgestellt werden (vgl. Abb. 1). Auf Grundlage der aktuellen Studienlage kann hinsichtlich der untersuchten Forschungsfrage konstatiert werden, dass Intervallfasten keinen negativen Einfluss auf die sportliche Leistung im Kraftsport hat.

Fazit

Die Hypothese, dass intermittierendes Fasten einen Einfluss auf die sportliche Leistung im Kraftsport besitzt, konnte der dargestellten Untersuchung zufolge nicht bestätigt werden. Aufgrund der geringen Anzahl sowie der methodischen Heterogenität der einbezogenen Studien sollten zur finalen Klärung jedoch weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Nach aktuellem Kenntnisstand kann allerdings davon ausgegangen werden, dass Kraftsportler keinen Kompromiss zwischen den gesundheitlichen Vorteilen des intermittierenden Fastens und einer fitnessgerechten Ernährung eingehen müssen, sondern sich beides erfolgreich kombinieren lässt. Da die Energie- und Proteinzufuhr sowie die Abstimmung von Fasten- und Trainingszeiten jedoch einen Einfluss auf die Erreichung der Trainingsziele im Kraftsport haben können, sollte vor der Umsetzung einer solchen Ernährungsweise sicherheitshalber der Rat von qualifizierten Ernährungsexperten eingeholt werden.

Maren Rheingans Alter:

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Abschluss: M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement Aktuelle Tätigkeit: Sachbearbeiterin bei BKK PFAFF – Die Krankenkasse, Kaiserslautern

Bei vergleichbarer Energie- und Proteinzufuhr konnten mit intermittierendem Fasten im Vergleich zu einer normalen Ernäh01/24

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP Gunnar Kilian, Joachim Gutmann

People Sustainability

Partizipation, Wertschätzung, Purpose

49,99 €

Gunnar Kilian, Joachim Gutmann | ISBN 978-3-648-17341-1 Sprache: Deutsch | Hardcover | Seitenzahl: 264

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Unternehmen sind im Zuge der ESG-Nachhaltigkeitskriterien dringend gefordert, durch geeignete Konzepte und Maßnahmen ein gesundes und motivationsförderndes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen sich einbringen und ihr Bestes zum Erfolg des Unternehmens beitragen können. Dieses Buch vermittelt konkrete Impulse für eine zukunftssichernde, nachhaltige HR-Strategie.

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Es stellt Aktivitäten und Erfahrungen von Unternehmen mit nachhaltigem HR-Management vor. Ebenso dokumentiert es innovative Ansätze zur Gestaltung eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements. In 16 Einzelbeiträgen präsentieren 29 Autorinnen und Autoren aus Industrie und Wissenschaft aktuelle Erfahrungen und Erkenntnisse, neueste Forschungsergebnisse sowie konkrete Fallbeispiele aus namhaften Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen. Die Schwerpunkte liegen auf folgenden Themenfeldern: • Purpose: Verankerung von nachhaltigen Werten in der Unternehmensführung und -kultur • Wertschätzung: Umsetzung einer integrierten Diversity-, Equity- und Inclusion-Strategie • Partizipation: Förderung des Engagements von Mitarbeitenden für soziale und ökologische Projekte Anhand von Beispielen und Fallstudien zeigen die Autoren, wie bekannte Unternehmen, u. a. die Volkswagen AG , Otto Group und STIHL, diese HR-Strategie implementieren und was sie damit erreichen können. Das Praxisbeispiel zur Firma STIHL stammt von Absolventen der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).

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Redaktionelle Mitarbeit

Lektorat

Andreas Barz, Andreas M. Bechler,

Lena Henning,

Dr. Joshua Berger, Patrick Berndt,

Carolin Schmidt

Albert Busek, Gülizar Cihan, Alisha Dittmer, Antonio e Silva,

Layout und Bildbearbeitung

Lena Henning, Ronja Reuber,

Lars Marschalek,

Maren Rheingans, Carolin Schmidt,

Katharina Mühlenberg,

Florian Schmidt, Anke Sörensen,

Lara-Chantal Müller,

Prof. Dr. Marco Speicher,

Stefanie Reifschneider

Sarah Staut, Jürgen Wolff, Alexander Wulf

Gendergerechte Sprache Als Fachverlag, der das Leitmagazin einer offenen und bunten Zukunftsbranche herausgibt, sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Dazu gehört auch eine klare Haltung bzgl. Gleichbehandlung und gegenüber Diskriminierung jeglicher Art. Bei allen Bezeichnungen in unseren Publikationen, die sich auf Personen beziehen, sind mit der gewählten Formulierung alle Geschlechter gemeint, auch wenn aus Gründen der leichteren Lesbarkeit teilweise nur das generische Maskulinum oder die weibliche Form verwendet wird. Urheber- und Verlagsrechte

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE

Die Zeiten von Karteileichen sind vorbei

K

arteileichen in Fitnessstudios sind Mitglieder, die ihr Abonnement nicht mehr nutzen, aber trotzdem weiterzahlen. Sie machen einen erheblichen Teil der Mitglieder aus, in Deutschland bis zu 50 Prozent. Es gibt verschiedene Gründe, warum Mitglieder zu Karteileichen werden. In vielen Fällen ist es eine Frage der Motivation, andere Gründe sind Zeitmangel, Verletzungen oder unzureichendes Interesse am Sport. Für Fitnessstudios sind Karteileichen ein Problem. Sie füllen die Datenbank und sorgen dafür, dass die Einnahmen stagnieren, da diese Mitglieder keine Zusatzangebote buchen. Allerdings sind sie auch eine gute Einnahmequelle, denn die Mitglieder zahlen weiter, obwohl sie den Service nicht nutzen. Karteileichen können aber auch zu einem schlechten Ruf des Fitnessstudios führen. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, dieses Problem zu reduzieren. Fitnessstudios können ihren Mitgliedern zum Beispiel flexiblere Kündigungsfristen oder Rabatte für regelmäßiges Training anbieten, um die Motivation zu erhöhen.

Die häufigsten Ursachen Motivationsmangel: Viele Mitglieder nehmen sich vor, regelmäßig Sport zu treiben, aber ihre Motivation lässt dann schnell nach.

Gute Lösungsmöglichkeiten Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing

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Kurze und effektive Workouts: Fitnessstudios können kürzere Workouts anbieten, die sich in den Alltag in-

Online-Fitnessangebot: Mit Online-Angeboten ermöglicht ein Fitnessstudio es seinen Mitgliedern, zu Hause zu trainieren. Das ist eine gute Option für Menschen, die wenig Zeit oder keine Lust haben, zum Fitnessstudio zu fahren. Personal Training: Diese Trainingsform bietet eine gute Möglichkeit dazu, individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen. Ein Personal Trainer kann ein Trainingsprogramm erstellen, das sich an den Zeitmangel des Kunden anpasst.

Lösungsalternative flexible Kündigungsfristen Warum sind flexiblere Kündigungsfristen wichtig? Mit ihnen können die Mitglieder ihre Mitgliedschaft leicht und zeitnah kündigen, wenn sie sie nicht mehr nutzen. Das trägt zur Zufriedenheit bei und sorgt dafür, die Zahl der Karteileichen zu reduzieren. Viele Fitnessstudios haben allerdings lange Kündigungsfristen, die es den Mitgliedern erschweren, den Vertrag zu beenden. Das kann dazu führen, dass Menschen einfach weiterzahlen, auch wenn sie längst nicht mehr zum Training gehen.

Welche flexiblen Kündigungsfristen gibt es? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, flexible Kündigungsfristen zu gestalten: Eine Möglichkeit ist, die Kündigungsfrist auf einen Monat zu verkürzen. Die Mitglieder können damit ihr Abonnement jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Kündigungsfrist an die Laufzeit des Abonnements anzupassen. So können die Mitglieder zum Beispiel jederzeit kündigen, wenn es sich um einen Vertrag mit einer Laufzeit von nur einem Monat handelt.

Wie bewerten Verbraucher flexible Kündigungsfristen? Verbraucher bewerten flexible Kündigungsfristen in der Regel positiv. Eine Umfrage des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) hat gezeigt, dass 83 Prozent der Verbraucher flexible Kündigungsfristen als wichtig oder sehr wichtig ansehen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: georgerudy – stock.adobe.com | Volker Beushausen

Zeitmangel: Fitness ist oft zeitaufwändig. Zeitmangel ist eine der größten Herausforderungen für Studiobetreibende. Immer mehr Menschen sind berufstätig und haben wenig Zeit für Freizeitaktivitäten und Sport, was dazu führt, dass sie sich weniger regelmäßig bewegen. Studiobetreibende sollten sich auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe mit wenig Zeit konzentrieren, indem sie Angebote schaffen, die sich an deren zeitliche Möglichkeiten anpassen.

tegrieren lassen, wie zum Beispiel 20-minütige HIIT- oder 30-minütige Bodyweight-Workouts.


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