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Alumnimagazin

Institut für Design und Kommunikation

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Big thanks to the IDK Team: Bachler Birgit Baumann Konrad Baumegger Thomas Bobinec Tomislav Bürstmayr Sigrid Drechsler Astrid Fabry Daniel Gjecaj Bettina Gruber Sarah Hatzl-Schönbacher Tanja Jarosova Lucia Kainer Elisabeth Kaya Bensu Kernbichler Michael König Martina Kronberger Anika Lagger Ursula Marek Christoph Mosbacher Dietmar Nestelberger Stefanie Neuhold Christoph Pavlov Illya Pivec Maja Pürcher Roman Schlacher Andrea Strittmatter Anke Szögyenyi Zita Ulrich Doris Van der Meer-Gruber Daniela Schroll Anna

Imprint Bonbonniere_03_2025 Alumni Magazin IDK Institute of Design and Communication FH JOANNEUM University of Applied Sciences Graz, Austria Information Design Bachelor’s Degree Program Communication, Media, Sound and Interaction Design Master’s Degree Program Exhibition Design Master’s Degree Program Publisher FH JOANNEUM GmbH Alte Poststrasse 152 8020 Graz www.fh-joanneum.at/idk Concept Birgit Bachler & Daniel Fabry Layout Informationdesign Students IND23 Client centered Design with Lecturer Cora Akdogan Design Proof Tomislav Bobinec Translation Edith Podhovnik Interviews Betty Gjecaj Print Medienfabrik Graz ISBN 978-3-9504761-8-7

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Gute Witze beginnen immer so: Treffen sich drei Absolvent:innen in einer Pralinenschachtel. Aber, wie geht es weiter? Auf der vergeblichen Suche nach einem guten Einstieg mit der Nummer Drei sagt die eine zum anderen: „Was hast du eigentlich so nach dem Studium gemacht?” Die Antworten befinden sich in unserer heurigen dritten Ausgabe des Alumni:ae-Magazins „Bonbonniere“, das als süße Versuchung die Vielfalt und das Talent unserer Absolvent:innen symbolisiert. Gestaltet wurde diese Edition von Informationsdesign Studierenden des Jahrgangs IND23, unter der Leitung von Cora Akdogan. Ihre Aufgabe war es, Interviews mit Absolvent:innen und Instituts-Projekte in ein ansprechendes Magazinformat zu überführen. Die Gestaltung spiegelt die Vielfalt unserer Disziplinen und die Individualität jedes Beitrags wider, verpackt in der liebevollen Metapher unserer „Bonbonniere“. Wir laden Sie ein, sich von dieser Ausgabe inspirieren zu lassen und zu erfahren, welchen Impact unsere Absolvent:innen in der Welt haben. Wir sind sehr beeindruckt! Kein Witz! Birgit & Daniel

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die alumni:ae die alumni:ae die alumni:ae die alumni:ae die alumni:ae Das kreative Herz des Informationsdesign-Absolventen Tihomir Tadic schlägt seit jeher für UI/UX-Design. Vor vielen Jahren wanderte er nach Kanada aus und war über zehn Jahre als User Experience Lead bei CampBrain tätig. 2022 wechselte Tadic zu WorkTango, wo er nun als Principal Product Designer für ein Unternehmen arbeitet, das sich auf den Bereich „Employee Experience“ spezialisiert hat.

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Die große Leidenschaft der selbstständigen Grafikdesignerin Verena Bachernegg liegt in der Verpackungsgestaltung und im analogen Design, wo sie regelmäßig Projekte realisiert. Gemeinsam mit ihrer Freundin Valentina Grabner organisiert sie in Graz das Format „Ladies, Wine & Design“, das ursprünglich von Jessica Walsh gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, ein starkes Kreativnetzwerk für Frauen zu etablieren und kontinuierlich auszubauen – und das gelingt den beiden ausgespro-

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In dieser dritten Ausgabe unseres Alumni:ae Magazins finden sich folgende sieben Lebensläufe:

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Valentina Grabner, Mitorganisatorin des Formats „Ladies, Wine & Design“ und Absolventin des Masterstudiengangs Communication Design, zog es bereits während ihres Praktikums in die USA. Diesen Sommer packte die selbstständige Grafikdesignerin erneut ihre Koffer und zog spontan mit ihrem Freund nach Virginia in den Südstaaten. Von dort aus arbeitet sie weiterhin für ihre österreichischen Kund:innen und ist derzeit vor allem in den Bereichen Branding sowie Buch- und Editorial-Design tätig.

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die alumni:ae die alumni:ae Absolventin Ricarda Musil beschreibt sich selbst als Grafikdesignerin mit einer Leidenschaft für Papier, Handwerk, Typografie, Druckveredelung und nachhaltigem Design. Vor etwa acht Jahren hat sie sich gemeinsam mit ihrem Partner mit der Agentur BRANDED selbstständig gemacht. Musil lehrt an der Ortweinschule die Fächer Marketing und Entwerfen und gibt ihr fundiertes Wissen an junge Kreative weiter.

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Filmemacher und Informationsdesign-Alumni Christian ZmolnigKermer schätzt es in seiner täglichen Arbeit besonders im Schneideraum zu sitzen, Filme zu bearbeiten und dabei das Material immer wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Er wirkte beispielsweise an der großartigen Dokumentation „Welcome to Sodom“ mit, die sich mit der damals größten Elektroschrott-Müllhalde der Welt in Ghana beschäftigte.

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Informationsdesign-Absolventin Verena Artinger ist Head of UX Design bei der Onlineplattform willhaben. Sie leitet mit großer Begeisterung ein Team von vier Leuten – drei Designer:innen und einen Researcher. Ihaltlich verantwortet sie die Entwicklung neuer Konzepte, führt Experimente durch, erstellt Prototypen und testet die Umsetzung gemeinsam mit den Entwickler:innen.

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Langfristige Kund:innenbeziehungen sind für den User Experience- und User Interface-Designer Wolfgang Bartelme von großer Bedeutung. Sie ermöglichen ihm, ein tiefes Verständnis für das Produkt und die Bedürfnisse der Kund:innen zu entwickeln. Als Selbstständiger führt er erfolgreich seine eigene Firma, StepsApp, und übernimmt zunehmend auch die Rolle des Design-Leads in größeren Projekten mit Kund:innen auf der ganzen Welt.

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Design&TAlk Design&TAlk

Interview mit Verena Bachernegg Interview mit

Design&TAlk Verena Bachernegg

Interview mit Interview mit Verena Bachernegg Verena Bachernegg

Verena Bachernegg, selbstständige Grafikdesignerin, ist spezialisiert auf Verpackungsgestaltung und analoges Design. Gemeinsam mit Valentina Grabner organisiert sie in Graz „Ladies, Wine & Design“, um ein starkes Kreativnetzwerk für Frauen aufzubauen.

What do you think is the USP of this event? The networking aspect! Years ago, when I was asked if I knew a photographer or filmmaker, for example, I could only think of men – mainly from my course. Even though I really appreciate my male fellow students, it‘s a shame to limit yourself to this ‘bubble’. Since we started ‘Ladies, Wine & Design’, we probably know 60 more women in this field, and the network continues to grow! You and Valentina Grabner organise the ‘Ladies, Wine & Design’ event. How did that come about? Valentina told me about the ‘Ladies, Wine & Design’ format by Jessica Walsh, which she had discovered on Instagram. I was in, of course! At the beginning, though, I thought we would have problems getting people to come. But we simply advertised the first event on Instagram and invited an illustrator, Jelena Ristic, as a guest lady. Within two days, we were fully booked. It was a great feeling and it still confirms to us today that this format is in high demand. Since then, we have been organising the event regularly and are continuously expanding this strong creative network for women.

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Wusstest du direkt, was du nach dem Studium machen wolltest? Gegen Ende des Studiums fiebert man ja auf das Pflicht-Praktikum hin, und ich war mit meinen Bewerbungen ziemlich spät dran. Glücklicherweise habe ich aber ein Praktikum in einer coolen Agentur in Cornwall, Südengland (Gendall Design), bekommen. Kurz vor Beginn des Praktikums rief mich der Chef einer anderen Agentur aus Graz an, bei der ich früher ein Praktikum gemacht hatte, und bot mir eine fixe Stelle ab Herbst an. Somit blieb der BewerbungsMarathon nach dem Studium für mich aus.

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Wo wendest du diese Fähigkeiten konkret an? Idealerweise kann ich sie im Bereich der Verpackungsgestaltung anwenden, wo ich regelmäßig Projekte durchführe. Dieses „Produktdesign“ ist zwar nicht so komplex wie im Industriedesign, wo es beispielsweise um Fahrzeug- oder Flugzeuggestaltung geht, aber ich liebe es immer wieder, mit dreidimensionalen Oberflächen zu spielen.

Erinnerst du dich an besondere Highlights aus dem Studium? Typografie im ersten Jahr war genau meins. Hätte ich damals schon besser erkannt, wie wichtig dieses Fach für meine weitere Arbeit ist, hätte ich wahrscheinlich noch mehr daraus mitgenommen. Das Studium ist generell sehr breit gefächert, was währenddessen anstrengend sein kann, weil nicht jeder Bereich jeden anspricht. Aber diese Vielfalt bringt einem später sehr viel, weil man ein umfassendes Verständnis entwickelt und herausfindet, in welche Richtung man sich weiterentwickeln möchte. In nur fünf Semestern haben wir so viele verschiedene Bereiche kennengelernt, das ist wirklich etwas Besonderes.

Did you know what you wanted to do right away? I still don‘t know for sure today! ;-) But basically, graphic design was my focus. When I started my own business, I took on all clients because I felt so honoured that someone wanted to work with me. At the beginning, the network of the office community helped me a lot. I just didn‘t want to work alone in my ‘little room’, but at the same time, a lot of projects came from there and it was a pricelessly important place to discuss everyday problems. Right at the beginning, I got a big project through the office, where I designed a magazine for Nationalparks Austria together with two copywriters. Smaller projects also came up, as the other graphic designer in the office shared her work with me because she was so busy. Many of my jobs come from my circle of friends; you just have to proactively communicate that you are self-employed. (Incidentally, the city of Graz also offers a rental subsidy, which was very helpful.)

Was hast du vor dem Informationsdesign-Studium gemacht? Vor dem Studium war ich an der Ortweinschule, wo ich mich auf Produktdesign und -präsentationen spezialisiert habe. Allerdings war mir dieser Bereich – langfristig als Beruf gesehen – zu technisch. Ich habe schnell gemerkt, dass mir die Gestaltung von Plakaten und Marken bei unseren Schulprojekten immer mehr Spaß machte als das Produktdesign selbst. Daher habe ich mich zunehmend für Grafikdesign interessiert. Das Basteln und Modellieren selbst genoss ich aber immer sehr, daher versuche ich, diese Fähigkeiten weiterhin in meine Arbeit einfließen zu lassen. So bleibt zumindest ein Teil, den ich analog gestalten kann – oft zum Beispiel mit Illustrationen.

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Did you know right from the start what you wanted to do after graduating? Towards the end of your studies, you look forward to the compulsory internship, and I was quite late with my applications. Fortunately, I got an internship at a cool agency in Cornwall, in the south of England (Gendall Design). Shortly before the start of the internship, the head of another agency in Graz, where I had done an internship earlier, called me and offered me a permanent position starting in the autumn. So I didn‘t have to go through the application marathon after graduating.

Wie alt warst du, als du dich selbstständig gemacht hast? Ich war 26. Damals dachte ich: „Was soll schon passieren?“ Ich hatte wenige finanzielle Verpflichtungen und war zeitlich sehr flexibel. Das Gleiche denke ich mir beim Auslandssemester – jeder sollte die Möglichkeit in seiner Studienzeit nützen. Man hat in dieser Zeit so viel Freiraum, keine Verpflichtungen und oft noch die finanzielle Unterstützung der Eltern. Später wird man da oft schon eingeschränkter und alles wird komplizierter.

What was your first job after graduating like? My first job was at this advertising agency in Graz – at Kufferath. It was a small agency with just a few employees: our clients came from the cultural and food sectors, and thus the packaging industry. Due to the small team size, things often went haywire – each of us was responsible for our own clients and projects. Our boss trusted us implicitly and was only on hand for larger issues or problems. This meant I learnt an enormous amount and was involved in all processes from start to finish – including contact with customers and producers. Fortunately, the office work remained the boss‘s preserve – such as writing offers and invoices.

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How long did you work at this agency? I was at the agency for three years but then realised that I needed a change of scenery. However, since I didn‘t have any other specific agency in mind, the possibility of becoming selfemployed became more and more present. I was encouraged to take this step by my acquaintances in the office community where I still work today. I finally handed in my notice at the agency, registered for the AMS start-up programme (Unternehmensgründungsprogramm, UGP) and then everything went step by step – relatively easily – towards self-employment.

Wie war dein erster Job nach dem Studium? Mein erster Job war eben in dieser Werbeagentur in Graz – bei Kufferath. Es war eine kleine Agentur mit wenigen Mitarbeiter:innen, unsere Kund:innen kamen aus dem Kultur- sowie aus dem Lebensmittel- und somit Verpackungsbereich. Aufgrund der kleinen Teamgröße ging’s schon oft mal drunter und drüber – jeder von uns war für seine Kund:innen und Projekte verantwortlich. Unser Chef vertraute uns da sehr und war nur bei größeren Themen oder Problemen zur Stelle. Somit lernte ich extrem viel, war von Anfang bis Ende in alle Prozesse involviert – auch beim Kunden- und Produzentenkontakt. Einzig – zum Glück – die Büroarbeit blieb „Chef-Sache“ – wie zum Beispiel das Schreiben von Angeboten und Rechnungen.

Wie lange warst du in dieser Agentur tätig? Ich war drei Jahre in der Agentur, habe dann aber gemerkt, dass ich einen Tapetenwechsel brauche. Da ich aber keine andere konkrete Agentur im Kopf hatte, wurde die Möglichkeit sich selbstständig zu machen, immer präsenter. Über die Bekanntschaften in der Bürogemeinschaft, in der ich heute noch arbeite, wurde ich ermutigt, diesen Schritt zu machen. Schließlich habe ich in der Agentur gekündigt, mich für das Unternehmensgründungsprogramm (UGP) des AMS gemeldet und dann ging alles Schritt für Schritt – relativ einfach – Richtung Selbstständigkeit.

How old were you when you started your own business? I was 26. At the time, I thought: ‘What could possibly go wrong?’ I had few financial obligations and was very flexible in terms of time. I think the same applies to a semester abroad – everyone should take advantage of the opportunity during their studies. During this time, you have so much freedom, no obligations and often still the financial support of your parents. Later on, things often become more restrictive and complicated.

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Seit wir „Ladies, Wein & Design“ machen, kennen wir wahrscheinlich 60 Frauen mehr in diesem Bereich, und das Netzwerk wächst stetig weiter!

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Seit wir „Ladies, Wein & Design“ machen, kennen wir wahrscheinlich 60 Frauen mehr in diesem Bereich, und das Netzwerk Seit wir „Ladies, Wein & Design“ machen, kennen wir wahrwächst stetig weiter! scheinlich 60 Frauen mehr in diesem Bereich, und das Netzwerk wächst stetig weiter!


What did you do before studying Information Design? Before my studies, I attended the Ortweinschule, where I specialised in product design and presentations. However, this area was too technical for me – as a long-term career. I quickly realised that I always enjoyed designing posters and brands for our school projects more than I enjoyed product design itself. That‘s why I became more and more interested in graphic design. However, I always really enjoyed the crafting and modelling itself, so I try to continue to incorporate these skills into my work. This way, at least some of my work is analogue – often with illustrations, for example.

Was ist deiner Meinung nach der USP dieses Events? Der Vernetzungscharakter! Wenn ich vor Jahren gefragt wurde, ob ich zum Beispiel einen Fotografen:innen oder Filmemacher:innen kenne, fielen mir nur Männer – hauptsächlich aus dem Studiengang – ein. Auch wenn ich meine männlichen Studienkollegen sehr schätze, ist es doch schade, sich nur auf diese „Bubble“ zu beschränken. Seit wir „Ladies, Wine & Design“ machen, kennen wir wahrscheinlich 60 Frauen mehr in diesem Bereich, und das Netzwerk wächst stetig weiter!

Where do you apply these skills specifically? Ideally, I can use them in the area of packaging design, where I regularly carry out projects. This ‘product design’ is not as complex as in industrial design, where, for example, vehicle or aircraft design is involved, but I always love playing with threedimensional surfaces.

Do you have any highlights from your studies that stand out in your mind? I absolutely loved typography in my first year. If I had realised earlier how important this subject would be for my future work, I probably would have got even more out of it. The degree programme is very broad in general, which can be exhausting during the course because not every area appeals to everyone. But this diversity is of great benefit later on because you develop a comprehensive understanding and find out in which direction you want to develop further. In just five semesters, we got to know so many different areas, which is really something special.

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Verena Bachernegg, a freelance graphic designer, specializes in packaging design and analog design. Together with Valentina Grabner, she organizes “Ladies, Wine & Design” in Graz to build a strong creative network for women.

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Wusstest du direkt, was du machen willst? Das weiß ich ja heute noch nicht genau! ;-) Aber grundsätzlich war Grafikdesign mein Schwerpunkt. Zu Beginn der Selbstständigkeit nahm ich alle Kund:innen an, weil ich mich so geehrt fühlte, dass jemand mit mir zusammenarbeiten möchte. Zum Start half mir das Netzwerk der Bürogemeinschaft sehr. Ich wollte einfach nicht allein in meinem „Kammerl“ arbeiten, aber gleichzeitig ergaben sich dort viele Projekte und ein unbezahlbar wichtiger Austausch zu tagtäglichen Problemchen. Gleich am Anfang habe ich ein großes Projekt über das Büro bekommen, bei dem ich zusammen mit zwei Texterinnen ein Magazin für die Nationalparks Austria gestaltet habe. Auch kleinere Projekte ergaben sich, da mir die andere Grafiker:innen aus der Bürogemeinschaft wegen Auslastung ihre Aufträge abgaben. Viele meiner Jobs entstehen immer wieder durch den Bekanntenkreis, man muss einfach proaktiv kommunizieren, dass man selbstständig ist. (Es gibt übrigens auch eine Mietförderung der Stadt Graz, was sehr hilfreich war.)

Du gestaltest zusammen mit Valentina Grabner das Format „Ladies, Wine & Design“. Wie kam es dazu? Valentina erzählte mir von dem Format „Ladies, Wine & Design“ von Jessica Walsh, das sie über Instagram entdeckt hatte. Ich war natürlich dabei! Am Anfang dachte ich aber schon, dass wir Probleme haben werden, dass Leute kommen. Aber wir haben das erste Event einfach über Instagram ausgeschrieben und eine Illustratorin, Jelena Ristic, als Gast-Dame eingeladen. Innerhalb von zwei Tagen waren wir ausgebucht. Das war ein tolles Gefühl und bestätigt uns heute noch, dass dieses Format sehr gefragt ist. Seitdem veranstalten wir das Event regelmäßig und erweitern kontinuierlich dieses starke Kreativnetzwerk für Frauen.

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Christian Zmolnig-Kermer, Filmemacher und Informationsdesign-Alumni, liebt die Arbeit im Schneideraum. Er wirkte an der Doku „Welcome to Sodom“ über die größte Elektroschrott-Müllhalde in Ghana mit.

Der Filmemacher Der Filmemacher Der Filmemacher Der Filmemacher Wie bist du dazu gekommen, Informationsdesign zu studieren?

Besonders lebhaft erinnere ich mich an die Stunden mit Michael Schuster. Diese Kurse waren für mich äußerst wertvoll und abwechslungsreich, da sie Themen wie Kunstmalerei, Typografie, Grafikdesign, Sounddesign, Museumsdesign und Bewegtbild abdeckten. Vor dem Studium hatte ich mit diesen Bereichen kaum Berührungspunkte, und die Einführung in diese vielfältigen Disziplinen war für mich wie ein kleiner Schatz. Zu Beginn des Studiums war ich etwas eingeschüchtert, da viele Kolleg:innen bereits von der Ortweinschule kamen und eine umfassende Vorbildung hatten. Dennoch war es eine spannende Zeit. Der Studiengang ermöglichte mir den Zugang zu zahlreichen Werkzeugen und Materialien und bot einen bereichernden Austausch mit dem Lehrpersonal sowie den anderen Studierenden. Die breite Palette des Studiums war für mich besonders wertvoll, da ich nicht genau wusste, in welche Richtung ich gehen wollte und mir so ein umfassendes Bild machen konnte.

In the case of Sodom, it all started with a UNICEF photo competition. The winning picture was of a little boy in a Barcelona football kit carrying a television set above his head. In the background, you can see a white car wreck and tall columns of fire, which looked like a scene from a science fiction film. This image had left a deep impression on me and would not let go of me. Coincidentally, my colleagues from Vienna were already at this location for a research trip. The topic itself and the apocalyptic landscape were so visually impressive that we decided to pursue the topic further. There are several criteria for why we choose a topic, but for us it is particularly important to choose stories that we believe absolutely must be told. We want to tell important stories and bring them into the social discourse to a certain extent. For example, we are currently working on an exciting project that portrays the last true fishermen and the problems they face (overfishing, pollution, warming, mass tourism).

Gibt es Fächer, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

I find it extremely exciting to sit in the editing room and work on films. The actual film is only created in the editing process, and that brings additional challenges. I love it when there is a certain amount of time between shooting and editing, during which you can look at the material from a new perspective and shape the film. It’s fascinating to keep covering new topics, and although I didn’t expect my career to progress so quickly at the beginning, I’m very happy with my great job.

Nach meiner Matura im Jahr 2005 begann ich ein Studium der Informationstechnologie an der TU Wien, war jedoch tief unzufrieden. Die meiste Zeit verbrachte ich auf dem MUMOK-Gelände – einmal beobachtete ich, wie das Erwin Wurm-Objekt auf das Gebäude gesetzt wurde. Dieser kleine, prägende Moment ließ mich überlegen, dass es vielleicht noch andere berufliche Möglichkeiten gibt, die weniger trocken sind. So begann ich, nach Alternativen zu suchen, und stieß dabei auf das Informationsdesign Studium.

How can one imagine the process of how you generate your topics? Bonbonniere 03 2025

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Nach meinem Studium habe ich mich selbstständig gemacht. Ich hatte davor viele Produktionsfirmen kontaktiert, aber keine Anstellung gefunden. In den ersten Monaten konzentrierte ich mich darauf, Kontakte zu Regisseur:innen und Kameraleuten zu knüpfen. Das Networking zahlte sich aus, und ich begann, kleinere Projekte für Agenturen zu realisieren, bei denen ich sowohl das Drehen als auch das Schneiden übernehmen konnte. Ein Highlight war die Mitarbeit als Kameraassistent bei einer Universum-Produktion, was für mich eine sehr spannende Erfahrung war. Glücklicherweise stieß ich dann auf Christian Krönes und Florian Weigensamer von Blackbox Film, die gerade jemanden suchten. Die Zusammenarbeit klappte sofort, und seit 2014 arbeiten wir erfolgreich zusammen.

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How did you start working together?

Was hast du nach diesem Studium gemacht?

The first project I was involved in had some challenges in post-production and storytelling. Together with the team, I reviewed the story and started editing. Little by little, we figured out how I could prove myself in different roles. In addition to editing, I then also took on colour grading, the credits, the website and individual marketing tasks – tasks that were well suited to my training at the UAS. For the second project, I took on the camera, editing and post-production. That was incredibly exciting. We went on research trips to Israel, Palestine and America, where I operated the camera for the submission deadlines. The team liked the result so much that it was clear that I would take on the camera work. This moment was particularly gratifying for me, as I hadn’t expected it.

Bei Shot Shot Shot merkte ich jedoch bald, dass die Arbeit im Bereich Werbefilm mich nicht vollständig erfüllte. Deshalb bewarb ich mich an der FH Salzburg für den Masterstudiengang Multimedia Art (MMA) mit Spezialisierung auf Film. 2011 begann ich dort mein Studium, und es war eine ebenso lehrreiche Zeit. Zudem genoss ich es, in einer neuen Region zu leben; das Studium fand am Campus Urstein in Puch/Urstein statt, umgeben von einer beeindruckenden Bergkulisse, was ich sehr schätzte.

Can you name a few examples of films you have worked on?

Wie ging es nach dem Bachelor Abschluss für dich weiter?

Yes, for example, the documentary ’A German Life’ about Brunhilde Pomsel, the former secretary and stenographer of Joseph Goebbels, the Nazi Minister of Propaganda. Her life reflects the great historical ruptures of the 20th century. Many people today believe that the dangers of fascism have long been overcome. However, Brunhilde Pomsel shows that this is by no means the case. At over 100 years old, she has decided to give one more interview – luckily with us. Such contemporary documents about ’followers’ are rare, and the film has received significantly more attention internationally than in Austria.

Ich habe mein Praktikum bei Shot Shot Shot, einem Motion Design Studio, absolviert. Die Zeit dort war großartig. Es stellte sich schnell heraus, dass mich Bewegtbild mehr interessiert als andere kreative Ausdrucksformen. Meine breite grafische Ausbildung war dort von Vorteil und auch heute noch macht sich dieses Wissen bezahlt: Ich kann immer noch Webseiten gestalten, Plakate erstellen und weiß, wie diese Dinge funktionieren.

The second film, ’Welcome to Sodom’, deals with what was then the world’s largest electronic waste dump in Ghana. There we portray the lives of the people who are at the end of this digital lifeline and have to disassemble the electronic parts in the toxic smoke.

Wo hast du dein Praktikum gemacht?

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I did my internship at ShotShot Shot, a motion design studio. I had a great time there. It quickly became clear that I was more interested in moving images than in other forms of creative expression. My broad graphic design training was an advantage there, and this knowledge still pays off today: I can still design websites and create posters and I know how these things work. Where did you do your internship?

Ja, zum Beispiel die Dokumentation „A German Life“ über Brunhilde Pomsel, die ehemalige Sekretärin und Stenografin von Joseph Goebbels, dem Nazi-Propagandaminister. Ihr Leben spiegelt die großen historischen Brüche des 20. Jahrhunderts wider. Viele Menschen glauben heute, dass die Gefahren des Faschismus längst überwunden sind. Brunhilde Pomsel zeigt jedoch, dass dem keineswegs so ist. Mit über 100 Jahren hat sie sich entschlossen, noch ein Interview zu geben – glücklicherweise mit uns. Solche Zeitdokumente über „Mitläufer“ sind rar, und international hat der Film noch deutlich mehr Beachtung gefunden als in Österreich.

What happened for you after you graduated with your bachelor’s degree?

Magst du Filme nennen, an denen du mitgearbeitet hast?

However, I soon realised that working in the field of advertising films did not fully satisfy me. That is why I applied to the Salzburg University of Applied Sciences for the master’s programme in Multimedia Art (MMA) with a specialisation in film. I started my studies there in 2011, and it was an equally educational time. I also enjoyed living in a new region; the studies took place at the Urstein campus in Puch/Urstein, surrounded by an impressive mountain backdrop, which I appreciated very much.

Beim zweiten Projekt übernahm ich dann Kamera, Schnitt und Postproduktion. Das war unglaublich spannend. Wir waren auf Recherchereisen in Israel, Palästina und Amerika, wo ich die Kamera für die Einreichungstermine bediente. Das Ergebnis gefiel dem Team so gut, dass klar war, dass ich die Kameraarbeit übernehmen würde. Dieser Moment war für mich besonders erfreulich, da ich damit nicht gerechnet hatte.

What did you do after graduating?

Beim ersten Projekt, an dem ich beteiligt war, gab es einige Herausforderungen in der Postproduktion und beim Storytelling. Gemeinsam mit dem Team überprüfte ich die Geschichte und begann mit dem Schnitt. Nach und nach konnten wir herausfinden, wie ich mich in verschiedenen Funktionen bewähren konnte. Neben dem Schnitt übernahm ich dann auch die Farbkorrektur, die Credits, die Website und einzelne Bereiche des Marketings – Aufgaben, die durch meine Ausbildung an der FH gut machbar waren.

After graduating, I set up my own business. I had contacted many production companies before but couldn’t find a job. In the first few months, I concentrated on making contacts with directors and cameramen. The networking paid off, and I started to realise smaller projects for agencies where I was able to take on both filming and editing. One highlight was working as a camera assistant on a Universum production, which was a very exciting experience for me. Fortunately, I then came across Christian Krönes and Florian Weigensamer from Blackbox Film, who were looking for someone at the time. We hit it off immediately and have been working together successfully since 2014.

Wie lief zu Beginn eure Zusammenarbeit ab?

Der zweite Film, „Welcome to Sodom“, beschäftigt sich mit der damals größten Elektroschrott-Müllhalde der Welt in Ghana. Dort porträitierten wir das Leben der Menschen, die am Ende dieser digitalen Lebenslinie stehen und die Elektronikteile im giftigen Rauch zerlegen müssen.

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Wie kann man sich den Prozess vorstellen, wie ihr eure Themen generiert?

Are there any subjects that you particularly remember? After graduating from high school in 2005, I began studying information technology at the Vienna University of Technology, but I was deeply dissatisfied. I spent most of my time on the MUMOK premises – I once watched the Erwin Wurm object being placed on the building. This small, formative moment made me consider whether there might be other career options that are less dry. So I started looking for alternatives and came across the information design degree programme.

Ich finde es äußerst spannend, im Schneideraum zu sitzen und Filme zu bearbeiten. Der eigentliche Film entsteht erst im Schnitt und das bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich. Ich liebe es, wenn zwischen den Dreharbeiten und dem Schnitt eine gewisse Zeitspanne liegt, in der man das Material aus einer neuen Perspektive betrachten und den Film formen kann. Es ist faszinierend, immer wieder neue Themen zu behandeln, und obwohl ich am Anfang nicht erwartet hätte, dass mein Berufsweg so schnell vorangeht, bin ich sehr happy über meinen großartigen Job.

I have particularly vivid memories of the lessons with Michael Schuster. These courses were extremely valuable and varied for me, as they covered topics such as painting, typography, graphic design, sound design, museum design and moving images. Before my studies, I had hardly had any contact with these areas, and the introduction to these diverse disciplines was like a little treasure for me. At the beginning of my studies, I was a little intimidated because many of my fellow students already came from the Ortweinschule and had extensive previous training. Nevertheless, it was an exciting time. The course gave me access to numerous tools and materials and offered an enriching exchange with the teaching staff and other students. The wide range of the degree programme was particularly valuable to me as I didn’t know exactly which direction I wanted to go in and so I was able to get a comprehensive overview.

Im Fall von „Sodom“ begann alles mit einem Fotowettbewerb der UNICEF. Ein Bild gewann, auf dem ein kleiner Junge im Barcelona-Fußballdress einen Fernseher über dem Kopf trägt. Im Hintergrund sind ein weißes Autowrack und hohe Feuersäulen zu sehen, was wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film wirkte. Dieses Bild hatte sich tief eingeprägt und ließ mich nicht los. Zufällig waren meine Kollegen aus Wien bereits für eine Recherchereise an diesem Ort. Das Thema an sich und die apokalyptische Landschaft dort war visuell so eindrucksvoll, dass wir uns entschieden, das Thema weiter zu verfolgen. Es gibt mehrere Kriterien, warum wir uns für ein Thema entscheiden, aber für uns ist es besonders wichtig, Geschichten zu wählen, die unserer Meinung nach unbedingt erzählt werden müssen. Wir wollen wichtige Geschichten erzählen und diese ein Stück weit in den gesellschaftlichen Diskurs rücken. Aktuell z.B. arbeiten wir an einem spannenden Projekt, das die letzten wahren Fischer:innen porträtiert und mit welchen Problemen sie konfrontiert sind (Überfischung, Verschmutzung, Erwärmung, Massentourismus).

How did you come to study information design?

Christian Zmolnig-Kermer, a filmmaker and Information Design alumnus, loves working in the editing room. He contributed to the documentary “Welcome to Sodom” about the world’s largest e-waste landfill in Ghana.

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Verena Artinger Artinger Verena Artinger

Web Design UX Design UI Design

Wolltest du in New York bleiben? Ja, ich wollte bleiben, aber mein Visum lief aus, und deshalb entschied ich mich, erst einmal nach Österreich zurückzukehren, mit dem Plan, später vielleicht wieder nach New York zu gehen. Kurz darauf habe ich in Österreich ein Traineeship bei Styria Media gemacht und bin dort eine Zeit lang geblieben. Nach etwa zwei Jahren ging es dann aber tatsächlich wieder nach New York – zurück zu Firstborn. Leider kam 2008/2009 die Wirtschaftskrise, und mein Visum wurde nicht verlängert. Also bin ich wieder zurück nach Österreich und dann letztendlich hiergeblieben. Wie ging es dann in Österreich für dich weiter? Ich war einige Zeit selbstständig und habe klassisches Web- und Grafikdesign gemacht, wobei ich eigene Kund:innen hatte und auch als Freelancerin für größere Firmen wie Infonova oder Datenkraft tätig war.

to specialise: either you were more in-terested in everything digital or you were more of a classic graphic designer or typographer. A solid basic education is essential – how to create a logo, how to design a poster. I person-ally thought the broad-based approach at the beginning was great. The practical relevance is also important, especially when you have projects in which you cooperate with companies and implement real projects for the economy.

N E W YORK N E W YORK

Do you still have goals you want to achieve? At the moment, I’m very happy with my role at willhaben. I never thought I’d stay with a company for so long. At the moment, I don’t want to leave because I’ve grown very fond of the product and my team. Maybe in the future there will be a new topic that expands my range of tasks, but for the time being it’s perfect.

Wie ging es nach dem Informationsdesign-Studium für dich weiter? Ich bin direkt nach der Diplomprüfung nach New York gegangen, wo ich circa ein Jahr bei der Webagentur Firstborn Multimedia gearbeitet habe. Das war größtenteils Webdesign und Marketing für große Marken wie L’Oréal, Lexus, M&M‘s und Victoria’s Secret – eine bunte Mischung an Projekten. Eine sehr aufregende Zeit, weil für mich als „Kind vom Land“ das Leben dort plötzlich komplett anders war. Ein Sprung ins kalte Wasser.

N E W YORK N E W YORK

Do you have a final tip for graduates? Go abroad! I think it’s important to live somewhere else for a while, to test the waters and see how everyday life works in another country. In Austria, we are already very spoiled and soft-washed in many areas. Going to a big city or a foreign country is really exciting and can be enormously beneficial, especially in terms of personal development.

Verena Artinger, InformationsdesignAbsolventin, leitet als Head of UX Design bei willhaben ein Team aus Designer:innen. Sie entwickelt Konzepte, erstellt Prototypen und testet diese mit den Entwickler:innen.

„ Ein Sprung ins kalte Wasser. Ein Sprung ins kalte Wasser. “ Ein Sprung ins kalte Wasser.

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Q&A

Q&A Wie bist du schließlich zu willhaben gekommen? Während meiner Traineezeit hatte ich einige Leute von willhaben kennengelernt, und irgendwann kamen wir wieder ins Gespräch, da sie im Webdesign-Bereich Verstärkung brauchten. Im Frühling 2013 war es schließlich so weit. Ich war auf einer Asienreise und entschied mich, danach nach Wien zu ziehen, um bei willhaben anzufangen.

What was important about the Information Design degree programme? I thought it was very good that we had a lot of different subjects at the beginning and that the important basics were taught before we decided In retrospect, how did the degree programme benefit your career? The degree programme was extremely beneficial for me, especially the specialisation in usability and web design with Konrad Baumann. At the time, it was still a rather dry specialisation, but it was precisely there that I learned how important user experience and usability are for a product. The degree programme definitely set the course for my career, as I hardly knew anything about it before my studies.

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GO ABROAD

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Wohin entwickelt sich die Reise bei willhaben? Wir schauen, in welchen Bereichen wir den Markt für Kleinanzeigen weiter ausbauen können und welche Zusatzservices wir privaten User:innen und gewerblichen Kunden anbieten können. Besonders im Bereich Immobilien und Auto/Motor gibt es großes Potenzial. Generell geht es uns darum für unsere User:innen eine Art Lebensbegleiter zu sein: von ganz alltäglichen Dingen am Marktplatz, über das erste Fahrzeug, zur ersten Wohnung und dem richtigen Job. willhaben ist sehr vielfältig und vor allem mit dem Marktplatz wollen wir unseren Beitrag zum nachhaltigen Handeln und Tun in der Gesellschaft leisten.

Where is the journey headed at willhaben? We are looking at areas in which we can further expand the market for classifieds and what additional services we can offer private users and commercial customers. There is great potential in the real estate and automotive/motorcycle sectors in particular. In general, our aim is to be a kind of companion for our users throughout their lives: from the very everyday things on the marketplace, to the first vehicle, to the first apartment and the right job. willhaben is very diverse and, especially with the marketplace, we want to make our contribution to sustainable action and activity in society.

Did you do any further training in this area afterwards? No further training in the form of a classic apprenticeship. It was more a case of learning by doing – in every job and in every project, you are constantly learning new things. Even as a freelancer, I gained a lot of new insights. You are always working with other people, so you are constantly developing. Experience is really important in this field, especially when it comes to implementing large projects, working more efficiently and collaborating with developers. These are things you only learn through years of practice.

Was genau ist deine Tätigkeit bei willhaben? Anfangs habe ich hauptsächlich klassisches UI-Design gemacht, wir haben sehr viel an der damals neuen App gearbeitet. Dann ging es langsam immer mehr darum, richtige Prozesse zu etablieren. Vorab herauszufinden, wo die Probleme und Herausforderungen der User:innen liegen und wie man das Produkt dahingehend weiterentwickelt. So bin ich immer stärker in den UX-Bereich gekommen. Heute bin ich Teamlead für UX und Product Design und leite ein Team von neun Spezialisten:innen – fünf Designern:innen und vier Researcher:innen. Wir kümmern uns um grundlegende Research-Arbeit, Konzepte, Experimente, Prototypen, Testing, unser Design-System und die Umsetzung des Produktdesigns mit den Entwickler:innen. Wir bewegen uns stetig im iterativen Prozess von Verstehen, Beobachten, Definieren, Ideen ausarbeiten, Prototypen entwickeln und Testen.

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Was hat das Studium retrospektiv für deine Karriere gebracht? Das Studium hat mir extrem viel gebracht, insbesondere die Spezialisierung auf Usability und Webdesign bei Konrad Baumann. Damals war das noch eine eher trockene Spezialisierung, aber genau dort habe ich gelernt, wie wichtig User Experience und Usability für ein Produkt sind. Das Studium hat definitiv die Weichen für meine Karriere gestellt, da ich vor dem Studium kaum etwas darüber wusste.

What exactly do you do at willhaben? In the beginning, I mainly did classic UI design, and we worked a lot on the app, which was new at the time. Then it slowly became more and more about establishing the right processes. Finding out in advance where the problems and challenges of the users lie and how to further develop the product in that regard. That’s how I got more and more involved in UX. Today, I’m the team lead for UX and product design and manage a team of nine specialists – five designers and four researchers. We take care of fundamental research work, concepts, experiments, prototypes, testing, our design system and the implementation of the product design with the developers. We are constantly moving in an iterative process of understanding, observing, defining, developing ideas, developing prototypes and testing.

Hast du danach noch Weiterbildungen in diesem Bereich gemacht? Keine Weiterbildung in Form einer klassischen Ausbildung. Es war vielmehr Learning by Doing – in jedem Job und bei jedem Projekt, lernt man ständig dazu. Auch in der Selbstständigkeit gab es für mich viele neue Impulse. Man arbeitet immer mit anderen Leuten zusammen, und so entwickelt man sich stetig weiter. Erfahrung ist in diesem Bereich wirklich wichtig, besonders wenn es darum geht, große Projekte umzusetzen, effizienter zu arbeiten und mit Entwickler:innen zusammenzuarbeiten. Das sind Dinge, die man erst durch die langjährige Praxis lernt.

Was war wichtig am Studiengang Informationsdesign? Ich fand es sehr gut, dass wir am Anfang viele unterschiedliche Fächer hatten und die wichtigen Grundlagen vermittelt wurden, bevor wir uns für eine Spezialisierung entschieden haben: Entweder war man eher an allem Digitalen interessiert oder man war mehr die klassische Grafikdesigner:in oder Typograf:in. Eine solide Grundausbildung ist essenziell – wie man ein Logo erstellt, wie man ein Plakat gestaltet. Diese breite Aufstellung zu Beginn fand ich persönlich super. Der Praxisbezug ist ebenfalls wichtig, besonders wenn man Projekte hat, bei denen man mit Firmen kooperiert und echte Projekte für die Wirtschaft umsetzt.

How did you end up at willhaben? During my traineeship, I got to know a few people from willhaben, and at some point, we got talking again because they needed reinforcements in the web design department. In spring 2013, I was on a trip to Asia and decided to move to Vienna afterwards to start at willhaben.

What happened next for you in Austria? I was self-employed for a while, doing classic web and graphic design, where I had my own clients and also worked as a freelancer for larger companies such as Infonova and Datenkraft.

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Verena Artinger, an Information Design graduate, is Head of UX Design at willhaben, leading a team of designers and a researcher. She develops concepts, creates prototypes, and tests them with developers.

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What happened for you after your information design studies? I went to New York right after graduating and worked at the web agency Firstborn Multimedia for about a year. It was mostly web design and marketing for big brands like L’Oréal, Lexus, M&M's and Victoria’s Secret – a colourful mix of projects. It was a very exciting time because, for me as a “country kid”, life there was suddenly completely different. It was a leap in at the deep end.

Hast du noch Ziele, die du erreichen möchtest? Aktuell bin ich sehr glücklich mit meiner Rolle bei willhaben. Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange bei einer Firma bleibe. Momentan will ich dort nicht weg, weil mir das Produkt und mein Team sehr ans Herz gewachsen sind. Vielleicht gibt es in Zukunft ein neues Thema, das mein Aufgabenspektrum erweitert, aber für die nächste Zeit passt es perfekt.

Web Design UX Design UI Design

Did you want to stay in New York? Yes, I wanted to stay, but my visa expired, so I decided to go back to Austria for the time being, with the plan of maybe going back to New York later. Shortly afterwards, I did a traineeship at Styria Medien in Austria and stayed there for a while. But after about two years, I actually went back to New York – back to Firstborn. Unfortunately, the economic crisis hit in 2008/2009, and my visa was not renewed. So I came back to Austria and ended up staying here.

Hast du einen abschließenden Tipp für Absolvent:innen? Geht ins Ausland! Ich finde es wichtig, dass man einmal woanders lebt und sich die Hörner abstößt, und zu sehen, wie der Alltag in einem anderen Land funktioniert. Wir sind in Österreich in vielen Bereichen schon sehr verwöhnt und weichgespült. Einmal in eine große Stadt/ein fremdes Land zu gehen, ist wirklich aufregend und kann einem enorm viel bringen. Vor allem in der persönlichen Entwicklung.

Today, I’m the team lead for UX Today, I’m the team leadafor UX and product design and manage design manage team ofand nineproduct specialists – fiveand desia team nine specialists – five gners and four of researchers. designers and four researchers.


Roads Roads Es war klar: Ich wollte raus, die Welt sehen, Neues erleben. Also habe ich mich in Designstudios in Stockholm, London und – weil ich einfach mal optimistisch war – in New York beworben. Tatsächlich hatte ich dann zwei Zusagen im Posteingang, was mich vor die schwierige Wahl stellte: Sofort in New York starten oder sechs Monate später bei der anderen Agentur. Pragmatismus siegte, und so fand ich mich schon bald für sechs Monate im Big Apple wieder – mit einem kleinen Abstecher nach Hause zwischendurch.

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Fortunately, F ortunately, everything has always worked out quite easily for me. In reretrospect, the less I worried about it, the more perfectly everything turned out. What happened to you after your master‘s degree?

Valentina Grabner, Mitorganisatorin von „Ladies, Wine & Design“ und Communication Design-Absolventin, lebt nun in Virginia. Von dort aus arbeitet die selbstständige Grafikdesignerin für österreichische Kund:innen mit Fokus auf Branding und Editorial-Design.

Since 2017, I have been organising the Ladies, Wine & Design Graz event together with Verena Bachernegg. There I got into conversation with Stefanie Schöffmann – I already knew her because I had done an internship with her in Graz before. I mentioned that I was looking for a job after graduating, and it just so happened that she was looking for a graphic designer. So I practically had a job before I even finished my master‘s thesis. It was a case of “talking brings people together .

All

Du hast 2014 deinen Bachelor in Informationsdesign abgeschlossen. Wo hast du dein Praktikum gemacht?

War es leicht, ein Praktikum in New York zu finden?

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You then came back and did a master‘s in communication design – how did you find that?

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Erst war es sehr still im Postfach. Da bin ich schon etwas nervös geworden und dann ging plötzlich alles Schlag auf Schlag: Erst die eine Zusage, dann ein paar Tage später die zweite, und innerhalb eines Monats war ich in New York. Das Praktikum war richtig toll, und als ich zurückkam, hatte ich sogar die Möglichkeit, in Graz weiterzumachen und meine Bachelorarbeit über ein Jugendbuch zum Thema Hinduismus mit dem Team umzusetzen. Das Projekt war eine echte Herzensangelegenheit – mit allem, was dazugehört: Schweiß, Herzblut und ein paar Tränen. Und ich bin immer noch richtig stolz darauf, wenn ich es aufschlage.

The lectures and insights into different industries and directions were particularly exciting. For example, I remember a series of lectures and workshops with the illustrator Frau Isa and the art director Anaïs Horn, who was working for the magazine DIVA at the time and had also studied Communication Design before me. This gave me a real insight into what actually happens in the diffe different areas of the working world.

Leicht ist relativ. Entgegen aller Ratschläge meiner Professoren, die meinten „Bewirb dich nur bei deinen Favoriten“, habe ich einfach mal rund 60Bewerbungen rausgeschickt. Mein Gedanke: Die Chancen, im AusAus land etwas zu finden, sind doch eher gering, wenn man sich nur auf zehn Studios beschränkt. Also warum nicht die breite Streuung? Und in solchen Metropolen gibt es natürlich auch eine größere Auswahl an tollen Büros. Also man kann es schon alles relativ sehen.

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Was it easy to find an internship in New York?

You completed your bachelor‘s degree in information design in 2014. Where did you do your internship?

Seit 2017 organisiere ich zusammen mit Verena Bachernegg die Veranstaltung „Ladies, Wine & Design Graz“. Dort bin ich mit Stefanie Schöffmann ins Gespräch gekommen – ich kannte sie bereits, weil ich bei ihr in Graz schon einmal ein Praktikum gemacht hatte. Ich erwähnte, dass ich nach meinem Master einen Job suche, und zufällig war sie gerade auf der Suche nach einer Grafikerin. So hatte ich praktisch schon einen Job, bevor ich überhaupt meine Masterarbeit fertig hatte. Quasi: „Beim Reden kommen die Leute z’sammen.“

It was clear: I wanted to get out, see the world, experience new things. So I applied to design studios in Stockholm, London and – just being optimistic – in New York. Sure enough, I received two acceptances in my inbox, which presented me with a difficult choice: starting immediately in New York or six months later at the other agency. Pragmatism won out, and so I soon found myself in the Big Apple for six months, with a short detour home in between.

Easy is relative. Contrary to all the advice of my professors, who said just apply to your favourites , I just sent out about 60 applications. My thought: the chances of finding something abroad are rather slim if you limit yourself to just ten studios. So why not spread it around? And of course there is a wider selection of great offices in such metropolises. So you can see it all relatively.

Weil ich tatsächlich ein Jobangebot von dem zweiten Studio hatte. Habe es letztendlich, nach wochenlangem grübeln nicht angenommen. Das war eine der schwierigsten Entscheidungen für mich. Leider war es auch eine finanzielle Frage – New York ist eine unglaublich coole Stadt, aber das genießt man nur, wenn man auch das nötige Kleingeld hat. Es hat sich aber trotzdem alles gefügt und ich bin mit meinem damaligen Chef auch noch oft in Kontakt und war dazwischen schon wieder in New York und haben auch schon an Projekten mitgearbeitet.

At first, nothing came to my inbox. I started to get a little nervous, and then suddenly everything happened very quickly: first one acceptance, then a few days later the second, and within a month I was in New York. The internship was really great, and when I came back, I even had the opportunity to continue in Graz and work with the team on my bachelor‘s thesis about a book for young people on the subject of Hinduism. The project was a labour of love – with all that that entails: sweat, blood and tears. And I still feel real pride when I look at it.

Genau. Das hat sich aber ganz gut ergeben. Wie schon erwähnt, bin ich wieder zurück nach Graz, habe meine Bachelorarbeit gemacht und abgegeben und dann wieder retour nach New York geflogen und habe mein zweites Praktikum gestartet. Auch für 3 Monate. Nach den zweiten Aufenthalt und insgesamt 6 Monaten hat mir aber schon sehr das Herz geblutet. Und nach 90 Tagen musstest du wegen deines Touristenvisums wieder zurück, oder?

Glücklicherweise hat sich alles immer recht unkompliziert gefügt. Im Nachhinein betrachtet: Je weniger Sorgen und Gedanken ich mir gemacht habe, desto perfekter hat sich alles ergeben.

Y w e ork N Wie ging es nach dem Master für dich weiter?

And after 90 days, you had to go back because of your tourist visa, or...

What kind of projects were they?

In both studios, the focus was mainly on branding projects, particularly in the art and culture scene and hospitality scene – with theatres, restaurants, wine merchants and language institutes on the client list. Since we were always a small team, with a maximum of four people, I was never really just an intern but always in the thick of things, simply a designer, and I also had normal client contact depending on the project.

Exactly. But it worked out quite well. As already mentioned, I went back to Graz, did and handed in my bachelor thesis and then flew back to New York and started my second internship. That was also for three months. After the second stay and a total of six months, I was really torn.

In beiden Studios lag der Fokus hauptsächlich auf Branding Projekten, insbesondere in der Kunstund Kulturszene und Hospitality Szene – mit Theater, Restaurants, Weinhändlern und Sprachinstituten auf der Kund:innenliste. Da wir immer ein kleines Team waren, mit maximal vier Personen, war ich nie wirklich nur Praktikantin, sondern eigentlich immer mitten im Geschehen und einfach Designerin und hatte auch ganz normalen Kundenkontakt je nach Projekt.

Because I actually had a job offer from the second studio. In the end, after weeks of soul-searching, I didn‘t accept it. That was one of the most difficult decisions for me. Unfortunately, it was also a financial question – New York is an incredibly cool city, but you only enjoy it if you also have the necessary funds. But everything worked out in the end and I am still in touch with my former boss and have been back to New York in the meantime and have also worked on projects there.

Was waren das für Projekte?

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Besonders spannend waren die Vorträge und die Einblicke in verschiedene Branchen und Richtungen. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Vortrags- und Workshopreihe mit der Illustratorin Frau Isa und der ArtDirektorin Anaïs Horn, die damals für das Magazin DIVA arbeitete und ebenfalls vor mir Communication Design studiert hatte. Dadurch habe ich einen echten Eindruck davon bekommen, was in den unterschiedlichen Bereichen der Arbeitswelt tatsächlich passiert.

Du bist dann zurückgekommen und hast den Master in Communication Design gemacht – wie war das dann für dich?


Wann hast du dich schlussendlich als Designerin selbstständig gemacht?

Hattest du denn sowas wie ein Startkapital? Ja, ich hatte schon etwas auf dem Sparbuch und habe mir in abendlichen Angstzuständen ausgerechnet, wie viele Monate ich über die Runden kommen würde, wenn ich gar nichts verdienen und nur von meinem Ersparten leben müsste. Ganz so dramatisch ist es zum Glück nie geworden.

I think the training is a really good allround package. Of course, hindsight is always wiser, but the bachelor‘s programme offered broad insights into a wide rangwe of areas, such as text, video and animation. Because you may have to work with project partners from other fields and at least you know a little bit about what they are talking about and don‘t have to ask about every word. Looking back, is there anything you would have liked to have added to the training at the university of applied sciences?

It‘s good to have a rough roadmap... but from experience, sticking too rigidly to it often leads to much less. You should just try things that interest you without worrying too much about them. I can also highly recommend going abroad: New York had a big influence on me; I was much more carefree there than in Graz. Without the University of Applied Sciences, I might not have dared to do an internship abroad – it was the university that first encouraged me to do so. What would you say to students who are now finishing their training?

2024 haben mein Freund und ich wieder relativ spontan entschieden und die Chance ergriffen, vorübergehend über den großen Ozean zu siedeln. Im Moment sitze und arbeite ich gerade wieder in den Staaten – zwar nicht in New York, sondern etwas südlicher in Virginia – und erlebe die Südstaaten in vollen Zügen. Ich arbeite aber ganz normal für meine österreichischen Kund:innen und bin momentan viel im Branding sowie im Buch- und Editorial-Bereich beschäftigt.

In the last few years, I have also stumbled back into the field of animation. At first it was just out of personal interest, but then a few projects came up. I already had a basic understanding of the subject, which was very helpful because I didn‘t have to start from scratch. Which I probably wouldn‘t have done because I don‘t have the patience for it.

Ich hatte eigentlich immer schon ein paar Kunden oder Projekte nebenbei, auch schon während des Studiums. Endgültig bin ich dann Mitte 2020 (im Corona-Wahnsinn) in die Selbstständigkeit gesprungen. Im Januar 2021 bin ich in ein Büro in der Grazer Innenstadt gezogen, in den ersten Stock einer alten Druckerei. Ich teile mir mit zwei Freundinnen bzw. ehemalige Arbeitskolleginnen, die Buchbinderinnen sind, diese Räumlichkeiten.

Die Zeitverschiebung, dass Österreich sechs Stunden voraus ist, ist eigentlich optimal. In der Praxis: Ich schicke z. B. Entwürfe abends (USZeit) in die Korrektur. Und ich habe dann am nächsten Tag in der Früh oft schon die Korrekturen im Posteingang.

Musstest du anfangs Akquise machen? Klopf, Klopf (auf Holz). Ich habe bis jetzt noch nie aktive Kundenakquise betreiben müssen. Es haben sich immer wieder Projekte aus anderen Projekten ergebnen… Oder Vermittlung von Freundinnen etc. Und jetzt ist 2024 doch schon fast vorbei. Hier muss ich schon sagen, bin ich sehr froh so ein cooles Netzwerk und auch Freund:innen und Bekannten zu haben.

Knock on wood, I‘ve never had to actively acquire customers. Projects have always come up. From other projects... Or from friends, etc. And now 2024 is almost over. I have to say, I‘m very happy to have such a cool network and friends and acquaintances. Did you have to do acquisition in the beginning?

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Reden Beim Beim Reden kommen kommen

Leute die Leute die

zʼsammen.““ z’sammen.

Rückblickend: Hättest du dir noch was gewünscht von der Ausbildung an der FH? Ich finde, die Ausbildung ist wirklich ein sehr gutes Gesamtpaket. Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, aber der Bachelor bot einen breiten Einblick in verschiedenste Bereiche wie Text, Video oder Animation. Auch wenn ich heute nicht alles direkt anwende, ist es trotzdem hilfreich, ein Grundverständnis in gewissen Bereichen zu haben. Weil man ja evtl. mit Projektpartner:innen aus anderen Bereichen zusammen arbeiten muss und man zumindest ein bisschen weiß wovon sie reden und nicht bei jedem Wort nachfragen muss.

Yes, I already had something in my savings account, and during my evening anxiety attacks, I calculated how many months I would be able to make ends meet if I didn‘t earn anything and had to live only on my savings. Fortunately, it never got quite that dramatic. Did you have any start-up capital?

Wobei ich in den letzten Jahren auch wieder in das Thema Animationen hineingestolpert bin. Zuerst einfach aus Eigeninteresse, und dann haben sich auch einige Projekte ergeben. Hier hatte ich schon eine Basis an Grundverständnis, was sehr hilfreich war, da ich nicht bei null beginnen musste. Was ich wahrscheinlich nicht gemacht hätte, da mir die Geduld dazu fehlt.

The time difference, with Austria being six hours ahead, is actually ideal. In practice, I send drafts for correction in the evening (US time), and then the next morning, I often already have the corrections in my inbox.

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Einen groben Fahrplan zu haben ist gut, aber aus Erfahrung – sich zu streng daran festhalten, führt oft zu viel weniger.

Valentina Grabner, co-organizer of “Ladies, Wine & Design” and Communication Design graduate, now lives in Virginia. From there, she works as a freelance graphic designer for When did you finally set up your Austrian clients, focusing on branding and editorial design. own business as a designer?

Man sollte einfach die Dinge ausprobieren, die einen interessieren, ohne sich zu viele Gedanken darüber zu machen. Auch ins Ausland zu gehen kann ich nur wärmstens empfehlen: New York hat mich sehr geprägt, dort war ich viel unbeschwerter als in Graz. Ohne die FH hätte ich mich möglicherweise nicht getraut, ein Praktikum im Ausland zu machen – das wurde durch die FH erst angeregt.

I actually always had a few clients or projects on the side, even during my studies. I finally took the plunge into self-employment in mid-2020 (during the coronavirus madness). In January 2021, I moved into an office in the centre of Graz, on the first floor of an old print shop. Two friends and former work colleagues who are bookbinders share the space with me. It‘s a workshop/office partnership. In 2024, my friend and I again decided relatively spontaneously and seized the opportunity to temporarily settle across the great ocean. At the moment, I am sitting and working in the States again – not in New York, but a little further south in Virginia – and I am experiencing the southern states to the full. However, I work as usual for my Austrian clients and am currently very busy in the branding and book and editorial sectors.

Was würdest du Studieren Studierenden sagen, die jetzt mit der Ausbildung fertig werden?

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GRAFIK DESIGNERIN

BRANDEDAGENCY Interview mit Ricarda Musil

Ricarda Musil, Grafikdesignerin mit Fokus auf Papier, Typografie und nachhaltigem Design, gründete vor acht Jahren die Agentur BRANDED. Sie lehrt Marketing und Entwerfen an der Ortweinschule und fördert junge Kreative.

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How did you start your own business with the agency BRANDED? We basically started with four people: my partner Patrick, who worked at Hornig and was already partially self-employed; Christian Perner, who worked at Paperwhite and – like me – wanted a change; and Sebastian, another colleague who joined us. At the beginning, things went really well for us, but unfortunately the coronavirus pandemic has greatly changed our agency BRANDED and all of us have been realigned somewhat differently. However, we still continue to work together on a project-by-project basis.

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Was war für dich im Bachelor-Studium besonders prägend? Ich hatte anfangs die Erwartung, dass uns Programme und technische Skills viel intensiver nähergebracht werden. Das war etwas frustrierend, weil viele meiner Kommiliton:innen von der Ortweinschule kamen und bereits sehr fit in diesen Bereichen waren. Zum Glück haben sie uns dann gut unterstützt. Der Wendepunkt für mich war das 5. Semester, als es zur Vertiefung kam. Da wurde mir klar, dass Programmierung und 3D-Animation nicht mein Weg sind. Stattdessen habe ich in der Vertiefungsrichtung Print meine Leidenschaft gefunden. Diese Erkenntnis hätte für mich ruhig schon früher kommen können.

Instead, I found my passion in the specialisation in print.

Stattdessen habe ich in der Ver Vertiefungsrichtung Print meine Leidenschaft gefunden.

You also teach at HTL Ortwein. How did that come about? I set up my own business about eight years ago and applied to HTL Ortwein relatively soon after. My idea was to stay on the ball and continue to maintain social contacts in the graphics field. I also thought that the evening classes would be easy to combine with being self-employed. I was called shortly afterwards and was able to start the next semester. At first, I taught eight hours a week, which was perfect. In the third year, I was asked if I could exceptionally work full-time for a year. That didn‘t suit me at all because at BRANDED we had a very good order situation at the time, including a campaign for Wutscher. I remember sitting on the beach in Cape Town, crying and thinking how great self-employment was going. Then we flew home – that was in January 2020 – and in February, Corona hit.

Wie verlief dein Weg nach dieser Entscheidung? Ich habe an einer Mappenberatung teilgenommen, die zunächst ziemlich vernichtend für meine ausgewählten Arbeiten war. Doch gerade diese Kritik hat mich umso mehr motiviert. Daraufhin habe ich neue Arbeiten erstellt und es glücklicherweise gleich beim ersten Versuch geschafft, die Aufnahmeprüfung zu bestehen.

So the timing was actually perfect to teach more, right? Yes, exactly. I then decided to give up some of my customers in order to teach more at the Ortweinschule. There I teach the subjects of marketing and design. I particularly love the “virtual company”, the final project in design, because everything is fictitious! I tell the students at the briefing: “Now you have the opportunity to do something really ingenious just for yourself, for your portfolio.” This chance to be creative without any guidelines is something special. In their future careers, they will have to fulfil orders all the time, but now they can really do their own thing – and that‘s where great ideas come from.

Du hast das Akademische Gymnasium in Graz besucht und bist dann zur HLW Schrödinger gewechselt. Wie kamst du dann zu Informationsdesign? Genau, ich war im Akademischen Gymnasium in Graz, aber Latein wollte ich nicht als Fach bekommen. Deshalb habe ich mich entschieden, zur HLW Schrödinger zu wechseln, in den Bereich Kultur- und Kongressmanagement. Dort hatte ich das Glück, von Brigitte Schlick und der derzeitigen Direktorin Grete Petermandl unterrichtet zu werden – zwei Lehrerinnen, die mich sehr positiv beeinflusst haben. Ich erinnere mich noch genau an einen Ausflug, bei dem wir in der Straßenbahn nebeneinander standen. Brigitte fragte mich, was ich nach der Matura machen möchte. Ich hatte damals überlegt, entweder Medizin oder an der FH JOANNEUM Informationsdesign zu studieren. Sie hat mich sehr darin bestärkt, meiner kreativen Ader zu folgen und die Aufnahmeprüfung an der FH zu versuchen.


Mit meiner Arbeit habe ich in der JuniorKategorie Kommunikationsdesign einen Red Dot Award gewonnen.

With my work, I won a Red Dot Award in the junior category of communication design. Wo hast du dein Pflichtpraktikum absolviert? Während des Studiums habe ich bereits ein Praktikum bei Neuroth in der Reinzeichnung gemacht, was wirklich eine tolle Erfahrung war, weil ich dort viele essenzielle Dinge, insbesondere noch fehlende Programm-Skills erwerben konnte. Für mein großes, dreimonatiges Pflichtpraktikum war ich dann für ein halbes Jahr in der Werbeagentur Kolle Rebbe in Hamburg. Diese Zeit hat mir einen enormen Schub in Sachen Selbstbewusstsein gegeben. Nach dem Praktikum hätte ich dort sogar einen festen Job bekommen, aber dann hatte ich ein prägendes Erlebnis. Ich wurde beauftragt, ein Konzept für eine Broschüre für einen großen deutschen Energiekonzern zu entwickeln und habe schnell gemerkt, dass es sich dabei um klassisches Greenwashing handelte. Obwohl ich die Broschüre fertigstellen musste, wurde mir in diesem Moment klar, dass ich so nicht arbeiten kann – ich will nicht meine Seele verkaufen.

What was your experience at Kadadesign like? The projects, the clients and the work there were great in many ways, especially because of the size of the agency. It was a very good fit. Three to four years after graduating, you are faced with the decision: either take a new, exciting job – or start your own business? What made you decide to leave Hamburg? I didn‘t want to stay in Hamburg any longer, partly because of the weather – it was just too cold for me. But also because I didn‘t want to be exploited any longer. So I returned to Graz and concentrated fully on my bachelor‘s thesis. Fortunately, this commitment paid off: I won a Red Dot Award in the junior category of communication design with my work. I am very grateful to my former head of department, Karl Stocker and Elfriede Wolfsberger for this – they believed in my work. Helfried Pilz‘s teaching inspired me a lot in the area of marketing; I also wrote my thesis “Aren‘t we all a bit organic?” under his supervision.

Was hat dich dazu bewegt, Hamburg zu verlassen? Ich wollte nicht länger in Hamburg bleiben, zum einen wegen des Wetters – es war mir einfach zu kalt. Zum anderen wollte ich mich nicht weiter ausbeuten lassen. Also bin ich nach Graz zurückgekehrt und habe mich voll und ganz auf meine Bachelorarbeit konzentriert. Dieser Einsatz hat sich zum Glück voll ausgezahlt: Mit meiner Arbeit habe ich in der Junior-Kategorie Kommunikationsdesign einen Red Dot Award gewonnen. Dafür bin ich meinem ehemaligen Studiengangsleiter Karl Stocker und Elfriede Wolfsberger wirklich dankbar – sie haben sehr an meine Arbeit geglaubt. Der Unterricht von Helfried Pilz hat mich im Bereich Marketing sehr inspiriert; bei ihm habe ich dann auch meine Arbeit geschrieben.

Wie war deine Erfahrung bei Kadadesign? Die Projekte, die Kund:innen und die Arbeit dort waren in vielerlei Hinsicht großartig, insbesondere aufgrund der Größe der Agentur. Es hat sehr gut gepasst. Drei bis vier Jahre nach dem Abschluss steht man dann vor der Entscheidung: Entweder man nimmt einen neuen, spannenden Job an – oder man macht sich selbstständig.

Where did you do your mandatory internship? During my studies, I did an internship at Neuroth in the final artwork, which was a really great experience because I was able to acquire a lot of essential things there, in particular, programming skills that I still lacked. For my big, three-month mandatory internship, I then worked for the advertising agency Kolle Rebbe in Hamburg for half a year. This time gave me an enormous boost in terms of self-confidence. After the internship, I was even offered a permanent job there, but then I had a formative experience. I was commissioned to develop a concept for a brochure for a large German energy company and quickly realised that it was a case of classic greenwashing. Although I had to finish the brochure, it became clear to me at that moment that I can‘t work like that – I don‘t want to sell my soul.

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Wie hast du deine Selbständigkeit mit der Agentur BRANDED gestartet? Wir haben im Grunde zu viert gestartet: Mein Partner Patrick, der bei Hornig tätig war und bereits teilweise selbstständig arbeitete, Christian Perner, der bei Paperwhite beschäftigt war und sich – wie ich – verändern wollte, und Sebastian, ein weiterer Kollege, der sich uns anschloss. Anfangs lief es wirklich gut für uns, aber leider wurde unsere Agentur BRANDED durch die Corona-Pandemie stark verändert und hat uns allesamt etwas unterschiedlich ausgerichtet. Projektweise arbeiten wir aber nach wie vor weiterhin zusammen.

What was particularly formative for you in the bachelor‘s programme? At the beginning, I expected to be taught about programmes and technical skills much more intensively. That was a bit frustrating because many of my fellow students came from the Ortweinschule and were already very good at these things. Fortunately, they then helped us a lot. The turning point for me was the fifth semester when we started specialising. It became clear to me that programming and 3D animation were not for me. Instead, I found my passion in the print specialisation. I could have done with knowing this a bit sooner. Du unterrichtest außerdem an der HTL Ortwein. Wie kam es dazu? Vor etwa acht Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und mich relativ bald bei der HTL Ortwein beworben. Meine Idee war es, so am Ball zu bleiben und weiterhin soziale Kontakte im Grafikbereich zu pflegen. Außerdem dachte ich, dass das Abendkolleg gut mit der Selbstständigkeit kombinierbar wäre. Kurz darauf wurde ich angerufen und konnte bereits im nächsten Semester anfangen. Zunächst habe ich acht Stunden pro Woche unterrichtet, was perfekt passte. Im dritten Jahr wurde ich dann gefragt, ob ich für ein Jahr ausnahmsweise Vollzeit arbeiten könnte. Das kam mir überhaupt nicht gelegen, da wir bei BRANDED gerade eine sehr gute Auftragslage hatten, unter anderem eine Kampagne für Wutscher. Ich erinnere mich, dass ich heulend am Strand in Kapstadt saß und dachte, wie großartig die Selbstständigkeit gerade läuft. Dann sind wir nach Hause geflogen – das war im Januar 2020 – und im Februar ging es mit Corona los.

What happened after you made that decision? I took part in a portfolio consultation that was initially quite devastating for my selected works. But it was precisely this criticism that motivated me all the more. As a result, I created new works and fortunately managed to pass the entrance examination at the first attempt.

Also war das Timing eigentlich perfekt, um mehr zu unterrichten, oder? Ja, genau. Ich habe dann beschlossen, einige meiner Kund:innen abzugeben, um mehr an der Ortweinschule zu unterrichten. Dort lehre ich die Fächer Marketing und Entwerfen. Besonders die Entwer„Virtuelle Firma“, das Abschlussprojekt in Entwer Schüfen, liebe ich, weil dabei alles fiktiv ist! Den Schü ler:innen sage ich schon beim Briefing: „Jetzt habt ihr die Gelegenheit, etwas richtig Geniales nur für euch zu machen, fürs Portfolio.“ Diese Möglichkeit, eteinmal ganz ohne Vorgaben kreativ zu sein, ist et was Besonderes. Im späteren Berufsleben müssen sie ständig Aufträge erfüllen, aber jetzt können sie wirklich ihr eigenes Ding machen – und dabei entent stehen immer großartige Ideen.

You went to the “Akademisches Gymnasium“ in Graz and then transferred to the HLW Schrödinger. How did you end up at information design? I went to the ”Akademisches Gymnasium” in Graz, but I didn‘t want to take Latin as a subject. That‘s why I decided to switch to the ”HLW Schrödinger”, to the department of culture and congress management. There I was lucky enough to be taught by Brigitte Schlick and the current headmaster Grete Petermandl – two teachers who had a very positive influence on me. I still remember a trip when we were standing next to each other on the tram. Brigitte asked me what I wanted to do after graduating from high school. At the time, I was considering either studying medicine or information design at FH JOANNEUM. She strongly encouraged me to follow my creative side and try the entrance exam at the FH.

Ricarda Musil, a graphic designer specializing in paper, typography, and sustainable design, founded the agency BRANDED eight years ago. She teaches marketing and design at Ortweinschule, mentoring young creatives.

Interview with Ricarda Musil

BRANDED ARGENTUR

GRAFICDESIGNER

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Der UserInterview mit: Wolfgang Bartelme

Interface

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Vom Studium in Graz zur Zusammenarbeit mit Apple: Wolfgang Bartelme hat als Designer internationale Erfolge gefeiert. Erfahren Sie, wie er die meistgenutzte Schrittzähler-App gründete und warum er Freelancing einem festen Job bei Apple vorzieht.

I believe that both sides benefit enormously from each other: I draw inspiration from the fresh energy and creativity of my young colleagues while at the same time helping them to channel their ideas in the right direction. When you start out, you often want to bring your own style to the table, which is great. But to be truly successful, itʼs important to first fit into the existing (design) system and learn the basics. A good designer knows how to implement creative ideas within existing guidelines and then develop them

Was ist dir vom Bachelorstudium Informationsdesign besonders in Erinnerung geblieben? Besonders beeindruckt hat mich das breit gefächerte Angebot des Studiums, das Einblicke in verschiedenste Bereiche des Designs und in verwandte Fachgebiete wie Development, Kunst oder auch Buchhaltung ermöglicht. Davon profitiere ich auch heute noch – sei es in der Zusammenarbeit mit Entwickler:innen oder bei der Konzeption von Marketingstrategien. Dieses umfassende Wissen befähigt mich bis heute, in verschiedenen Bereichen kompetent mitzuwirken.

Bereits während meiner Festanstellung habe ich nebenbei eigene Projekte umgesetzt. Damals betrieb ich einen Blog, auf dem ich Tutorials und kostenlose Icon-Sets anbot, wodurch ich zunehmend Bekanntheit erlangte. Es folgten Anfragen, ob ich diese Arbeiten intensiver betreiben könnte, und da ich abends und an den Wochenenden noch Kapazitäten hatte, wuchs der Umfang dieser Projekte stetig. Als Resultat reduzierte ich meine Anstellung zuerst 50 % und nach kurzer Zeit stellte ich vollständig auf Freelancing um.

Graz is a springboard to the world and a place I love returning to.

Was Graz sometimes difficult for you as a location from a professional point of view? further. Once you know the strengths and weaknesses of the product, we can work together to improve the system, combining innovation with consistency. Bonbonniere 03 2025

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You have been doing this for quite some time now – what do you think has changed the most?

For me personally, Graz was never a hindrance as a location because I worked online and internationally from the very beginning. However, during my time at StepsApp, I found that it is not always easy to find talented iOS or Android developers in the greater Graz area. These professionals are in high demand and therefore often not actively looking for jobs. In addition, many are drawn to larger cities such as Berlin or London, where the job market seems broader and more attractive to many. Personally, I find Graz to be an incredibly inspiring place – it is a springboard for me to the whole world and, at the same time, a place where you are always happy to return.

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Wie kam es dann zur Selbstständigkeit?

From a technical point of view, the move to the mobile world was a big step. Another significant change is that Iʼm increasingly growing into the role of working with larger design teams and defining and building brands, apps and concepts. I used to be a one-man show, doing everything on my own. Now Iʼm managing teams, and thatʼs the biggest change for me personally.

Ich bin eher konservativ an meinen Berufseinstieg herangegangen und habe bei der Firma weitergearbeitet, bei der ich bereits meine Diplomarbeit verfasst hatte – Hyperwave in Graz. Dort war ich Teil des User-Experience-Teams und habe zunächst hauptsächlich grafische Aufgaben übernommen, wie etwa das Entwerfen von Icons. Im Laufe der Zeit habe ich dann auch begonnen, ganzheitliche UX-Konzepte zu entwickeln. Auch heute arbeite ich weiterhin auf Freelance-Basis mit Hyperwave zusammen. Langfristige Kundenbeziehungen sind für mich generell von großer Bedeutung, da sie es ermöglichen, ein tiefes Verständnis für das Produkt und die Bedürfnisse der Kund:innen zu entwickeln. So kann ich das Design optimal auf ihre Anforderungen abstimmen und das bestmögliche Ergebnis erzielen.

Does your many years of expertise also benefit you when working with young colleagues?

Wusstest du direkt nach dem Studium, wie es weitergeht?

Davon profitiere ich bis heute – sei es bei der Zusammenarbeit mit Entwickler:innen oder in der Konzeption von Marketingstrategien.

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Ein guter Designer versteht es, kreative Ideen innerhalb bestehender Guidelines umzusetzen.

Es klingt, als würdest du immer das tun, was dir Spaß macht. Das finde ich echt genial! Ich habe meine Entscheidungen wirklich nie bereut und war stets von meiner Arbeit überzeugt. Natürlich gibt es anstrengende Momente, wie wenn ein Kunde um 23 Uhr anruft, weil ein Apple-Feature dringend fertiggestellt werden muss. Aber wenn man seine Apps dann auf einer Apple- Keynote präsentiert sieht, weiß man, dass sich all die Mühe gelohnt hat.

How did the collaboration with Apple come about?

And youʼre very happy with your self-employment because you now have complete freedom, right?

Der Übergang verlief so nahtlos, dass ich ihn kaum bewusst wahrgenommen habe. Natürlich gab es zu Beginn der Selbstständigkeit auch Momente der Unsicherheit, doch die Faszination für die Vielfalt der Projekte überwog. Der Anreiz, Neues auszuprobieren, war stärker als die Zweifel.

Thatʼs right, but my week is still fully planned: my clients have been the same for years, and I often work in 1:1 sessions. So, working from home is nothing new for me, as my clients are based in San Francisco, Madrid, Germany, England, etc. Nevertheless, I like the variety. One project might be about music, another about fitness, etc. – that makes the work exciting and you always learn something new.

War der endgültige Schritt in die Selbstständigkeit für dich leicht?

entwickelte App ist mittlerweile die meistgenutzte Schrittzähler-App im App Store – eine einzigartige Erfahrung, durch die ich viel gelernt habe. Letztes Jahr gelang es uns zudem, die Firma erfolgreich zu verkaufen, sodass ich nun wieder verstärkt zu meinen Wurzeln im Freelancing zurückkehren konnte, was mir nach wie vor große Freude bereitet. I didnʼt work with Apple directly, but through several of my long-standing clients, with whom I have already won several Apple Design Awards. These clients are regularly invited to the keynotes, where my design contributions are also presented on stage – which is always an exciting experience for me. Apple has offered me a permanent position with them several times, but I value the flexibility and diversity of freelancing too much, which is why I have never really considered this offer.

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Freelancing offers flexibility and diversity I truly value.

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Deine Berufsbezeichnung ist UserInterface-Designer, richtig? Grundsätzlich sehe ich mich als User-Experience und User-Interface Designer, allerdings inzwischen auf einem erweiterten Niveau. Während ich weiterhin klassische Auftragsarbeiten, vor allem mit Schwerpunkt auf iOS, durchführe, übernehme ich zunehmend auch die Rolle des Design Leads in größeren Projekten. Dabei leite ich einzelne Teams und trage Verantwortung für das gesamte Designkonzept.

Wie kann man sich das genau vorstellen? Bis vor kurzem stand ich auf zwei Standbeinen: Zum einen das Freelancing, mit dem ich meine berufliche Laufbahn begann, und zum anderen die Firma StepsApp, die ich 2016 gemeinsam mit einem Freund gegründet habe. Die von uns

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Graz ist für mich ein Sprungbrett in die Welt – und zugleich ein Ort, an den ich gerne zurückkehre.

Seeing my designs presented at Apple Keynotes is always exciting.

Wolfgang Bartelme, UX/UI-Designer, legt Wert auf langjährige Kund:innenbeziehungen für tiefes Produktverständnis. Als Selbstständiger leitet er StepsApp und übernimmt weltweit Design-Lead-Rollen in großen Projekten.

Und du bist mit deiner Selbstständigkeit sehr zufrieden, weil du jetzt die volle Freiheit hast, oder?

The transition was so seamless that I hardly noticed it. Of course, there were moments of uncertainty at the beginning of my self-employment, but the fascination for the diversity of the projects outweighed them. The incentive to try something new was stronger than the doubts.

Technisch gesehen war der Wechsel in die mobile Welt ein großer Schritt. Eine weitere bedeutende Veränderung besteht darin, dass ich zunehmend in die Rolle hineinwachse, mit größeren Design-Teams zusammenzuarbeiten und Marken, Apps und Konzepte zu definieren und aufzubauen. Früher war ich eine One-ManShow und habe alles eigenständig erledigt. Heute leite ich Teams, und das ist für mich persönlich die größte Veränderung.

Your job title is user interface designer, right?

Du machst das jetzt schon einige Zeit – was hat sich aus deiner Sicht am meisten verändert?

Basically, I see myself as a user experience and user interface designer, but now at a more advanced level. While I continue to do classic contract work, mainly with a focus on iOS, I am increasingly taking on the role of design lead in larger projects. In this role, I lead individual teams and take responsibility for the overall design concept.

Until recently, I had two main areas of focus: on the one hand, freelancing, which is how I started my professional career, and on the other hand, the company StepsApp, which I founded together with a friend in 2016. The app we developed is now the most popular pedometer app in the AppStore – a unique experience that taught me a lot. Last year, we also managed to successfully sell the company, so I was able to return to my roots in freelancing, which I still really enjoy. What exactly does that involve?

Die Zusammenarbeit entstand nicht direkt mit Apple, sondern über mehrere meiner langjährigen Kunden, mit denen ich bereits mehrere Apple Design Awards gewinnen konnte. Diese Kunden werden regelmäßig zu den Keynotes eingeladen, wo dann auch meine Designbeiträge auf der Bühne präsentiert werden – was für mich immer eine aufregende Erfahrung ist. Apple hat mir zwar mehrfach angeboten, fest bei ihnen einzusteigen, doch ich schätze die Flexibilität und Vielfalt des Freelancings zu sehr, weshalb ich dieses Angebot nie wirklich in Erwägung gezogen habe.

It sounds like you always do what you enjoy. I think thatʼs really great!

Wie ist die Zusammenarbeit mit Apple entstanden?

No, I have never regretted my decisions and have always been convinced of my work. Of course, there are stressful moments, like when a customer calls at 11 pm because an Apple feature urgently needs to be completed. But when you see your apps presented at an Apple Keynote, you know that all the effort was worth it.

Das stimmt, allerdings ist meine Woche trotzdem komplett durchgeplant: Meine Kunden sind seit Jahren die gleichen, und oft arbeite ich in 1:1 Sessions. Homeoffice ist für mich also nichts Neues, da meine Kunden in San Francisco, Madrid, Deutschland, England etc. sitzen. Ich mag trotzdem die Vielfalt. Bei dem einem Projekt geht es um Musik, bei einem anderen um Fitness usw. – das macht die Arbeit spannend, und man lernt immer wieder etwas Neues.

Was the final step into self-employment easy for you?

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Ich lasse mich von der Energie und Kreativität der jungen Kolleg:innen inspirieren und helfe, ihre Ideen in die richtigen Bahnen zu lenken.

The wide range of subjects still benefits me today.

Did you know what was going to happen right after graduation? I approached my career entry rather conservatively and continued working at the company where I had already written my diploma thesis – Hyperwave in Graz. There I was part of the user experience team and initially took on mainly graphic tasks, such as designing icons. Over time, I also began to develop holistic UX concepts. Today, I continue to work with Hyperwave on a freelance basis. Long-term customer relationships are generally very important to me, as they enable me to develop a deep understanding of the product and the customerʼs needs. This way, I can optimally tailor the design to their requirements and achieve the best possible result.

Interview with: Wolfgang Bartelme Wolfgang Bartelme, a UX/UI designer, values long-term client relationships for deep product understanding. As a freelancer, he leads StepsApp and takes on design lead roles in large projects worldwide.

What do you remember most about the bachelorʼs programme in information design? I was particularly impressed by the wide range of subjects covered by the course, which provided insights into a wide variety of design areas and related fields such as development, art and even accounting. I still benefit from this today – whether Iʼm working with developers or designing marketing strategies. This comprehensive knowledge still enables me to work competently in a range of areas.

Ich glaube, dass beide Seiten enorm voneinander profitieren: Ich lasse mich von der frischen Energie und Kreativität der jungen Kolleg:innen inspirieren, während ich ihnen gleichzeitig dabei helfe, ihre Ideen in die richtigen Bahnen zu lenken. Wenn man neu anfängt, möchte man oft seinen eigenen Stil einbringen, was großartig ist. Aber um wirklich erfolgreich zu sein, ist es wichtig, sich zunächst in das bestehende (Design-)System einzufügen und die Grundlagen zu verinnerlichen. Ein guter Designer versteht es, kreative Ideen innerhalb bestehender Guidelines umzusetzen und diese dann weiterzuentwickeln. Sobald man die Stärken und Schwächen des Produkts kennt, können wir gemeinsam das System verbessern und so Innovation mit Beständigkeit verbinden. Bringt dir deine langjährige Expertise auch in der Zusammenarbeit mit jungen Kollegen Vorteile?

Für mich persönlich war Graz als Standort nie ein Hindernis, da ich von Anfang an online und international gearbeitet habe. Während meiner Zeit bei StepsApp habe ich jedoch festgestellt, dass es im Großraum Graz nicht immer leicht ist, talentierte iOS- oder Android-Entwickler:innen zu finden. Diese Fachkräfte sind sehr gefragt und daher oft nicht aktiv auf Jobsuche. Zudem zieht es viele in größere Städte wie Berlin oder London, wo das Jobumfeld breiter und für viele attraktiver erscheint. Ich persönlich empfinde ich Graz als einen unglaublich inspirierenden Ort. Es ist für mich ein Sprungbrett in die gesamte Welt und zugleich ein Platz, an den man immer wieder gerne zurückkehrt.

How did you end up becoming selfemployed?

Even during my permanent employment, I was already working on my own projects on the side. At the time, I ran a blog where I offered tutorials and free icon sets, which helped me to become increasingly well known. I received requests asking if I could do this work more intensively, and since I still had capacity in the evenings and on weekends, the scope of these projects grew steadily. As a result, I first reduced my employment to 50 % and after a short time, I switched completely to freelancing.

War Graz als Standort für dich manchmal schwierig in beruflicher Hinsicht?


DER UI/UX DESIGNER Tihomir Tadic, Informationsdesign-Absolvent, spezialisierte sich auf UI/UX-Design. Nach über 10 Jahren bei CampBrain ist er seit 2022 Principal Product Designer bei WorkTango, einem Unternehmen für „Employee Experience”.

Wie kamst du dazu, Informationsdesign zu studieren? Ich wollte beruflich schon immer etwas Kreatives machen. Da ich aus Bosnien stamme, wo es aufgrund von Korruption schwierig ist, mit kreativem Talent beruflich erfolgreich zu werden, suchte ich nach Alternativen im Ausland. Da Bosnien früher zur k. u. k. Monarchie gehörte, war es möglich, an einer österreichischen Universität kostenlos zu studieren, was ein großer Vorteil für Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln ist. Zunächst schloss ich in Bosnien eine elektrotechnische Hochschule in Informatik und Robotik ab, was mir sehr gefiel. Gleichzeitig war ich schon immer künstlerisch begabt, da ich gerne Porträts zeichnete und mich stark mit dem Stift verbunden fühlte. Schließlich entschied ich mich, meine technischen und künstlerischen Fähigkeiten zu kombinieren und begann, mich mit 3D-Grafik zu beschäftigen. Nachdem ich meinen ersten Job in Bosnien gefunden hatte, erkannte ich jedoch, dass meine Fähigkeiten noch sehr amateurhaft waren. Deshalb begann ich, in Graz Deutsch zu lernen, und wurde dann glücklicherweise auf die FH aufmerksam.

Nutzer:innen versetzen, was eine völlig andere Herangehensweise erforderte. Also war das Studium für dich perfekt- oder? Ja, absolut! Ich erhielt über das Studium direkt einige interessante Aufträge meines Professors Konrad Baumann. Ich reiste z. B. in die Schweiz und traf dort auf das Team von Leica. Neben Kameras produzierten sie auch ein Baumaschinenautomatisierungssystem, das ausschließlich über Hinweise auf einem Bildschirm gesteuert wurde. Das Problem war, dass die Endnutzer:innen, häufig Menschen, die nicht lesen konnten, mit dem System nicht zurechtkamen. Zudem musste der Bildschirm, der rund 1800 Funktionen enthielt, auf einer Baustelle bedient werden, wo alles wackelt, staubig ist und die Arbeiter große Handschuhe tragen.

Wie entwickelte sich dein Interesse speziell für das Thema User-Interface-Design? Da ich mein Studium alleine finanzieren musste, benötigte ich ein regelmäßiges Einkommen und gründete daher bereits ein Jahr vor Studienbeginn eine Firma im Bereich Webdesign. Neben dem Studium übernahm ich kleine Aufträge direkt für die FH und entwickelte unter anderem eine Projektmatrix für das Portfolio der Studierenden. Konrad Baumann, einer meiner Professoren, sprach mich daraufhin an und meinte, dass ich gut ins Thema Usability passen würde. Ich fand die Auseinandersetzung mit UI/UX-Design sofort extrem spannend, weil es in erster Linie darum ging, sich von seiner persönlichen Meinung zu isolieren und gezielt durch Usability-Tests herauszufinden, was die jeweilige Zielgruppe für Bedürfnisse und Wünsche in Bezug auf das Produkt hat. Irgendwie war diese Haltung komplett konträr zu Design, bei dem man als Designer oft der Überzeugung ist, dass die eigene Lösung die beste ist. Wir mussten uns komplett in die Rolle der

Hast du dann geholfen, das System zu retten? Ja, genau. Ein Studienkollege von Konrad Baumann, der bei Leica arbeitete, fragte, ob ich ihnen helfen könnte. Ich beschäftigte mich anderthalb Jahre mit dem Projekt, und schließlich gelangte das Produkt erfolgreich auf den Markt. Danach erhielt ich einen Job bei Philips, wo ich an einem Multifunktionsgerät arbeitete und Hilfe beim UI-Design für kleine Bildschirme leistete. Dort habe ich enorm viel gelernt und einen interaktiven Prototypen entwickelt, mit dem man das Produkt leicht testen und sofort anpassen konnte. Heute ist die Arbeit mit Prototypen ja völlig normaler Bestandteil der Vorgehensweise, das war damals noch Neuland.

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How did you come to study information design?

So the course was perfect for you, then?

I always wanted to do something creative professionally. Since I come from Bosnia, where corruption makes it difficult to achieve professional success with creative talent, I looked for alternatives abroad. Since Bosnia used to belong to the Austro-Hungarian Monarchy, it was possible to study at an Austrian university for free – which is a great advantage for people with limited financial resources. Initially, I graduated from an electrical engineering university in Bosnia in computer science and robotics, which I really liked. At the same time, I have always been artistically gifted as I liked drawing portraits and felt a strong connection to the pen. Finally, I decided to combine my technical and artistic skills and started to look into 3D graphics. After I found my first job in Bosnia, however, I realised that my skills were still very amateurish. That‘s why I started learning German in Graz and then fortunately came across FH JOANNEUM.

Yes, absolutely! I received some interesting assignments directly from my professor Konrad Baumann through the course. For example, I travelled to Switzerland and met the Leica team there. In addition to cameras, they also produced a construction machine automation system that was controlled exclusively by means of on-screen instructions. The problem was that the end users, often people who couldn‘t read, couldn‘t manage the system. In addition, the screen, which contained around 1800 functions, had to be operated on a construction site where everything is shaky and dusty and the workers wear large gloves. Did you then help to save the system? Yes, exactly. A classmate of Konrad Baumann, who worked at Leica, asked if I could help them. I worked on the project for a year and a half, and finally the product was successfully launched on the market. After that, I got a job at Philips, where I worked on a multifunction device and provided help with UI design for small screens. I learnt an enormous amount there and developed an interactive prototype that allowed the product to be easily tested and immediately customised. Today, working with prototypes is a completely normal part of the process, but at the time it was still uncharted territory.

How did your interest in user interface design develop in particular? Since I had to finance my studies myself, I needed a regular income and therefore founded a web design company a year before I started studying. During my studies, I took on small assignments directly for the University of Applied Sciences and developed a project matrix for the students‘ portfolio, among other things. Konrad Baumann, one of my professors, approached me and said that I would be a good fit for the usability topic. I found the examination of UI/UX design extremely exciting right from the start because it was primarily about distancing yourself from your personal opinion and using targeted usability tests to find out what the respective target group‘s needs and desires are in relation to the product. Somehow, this approach was completely contrary to design, where you as a designer are often convinced that your own solution is the best. We had to completely put ourselves in the shoes of the users, which required a completely different approach.

Tihomir Tadic, an Information Design graduate, specializes in UI/UX design. After over 10 years at CampBrain, he became Principal Product Designer at WorkTango in 2022, a company focused on ‘Employee Experience.’

THE UX/UI DESIGNER


Mailbox! Innerhalb weniger Monate war offensichtlich so viel Bewegung auf dem UI/UX-Markt entstanden, es wurden händeringend Leute gesucht und es waren nicht nur Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, sondern direkte Aufforderungen, Verträge bei Unternehmen zu unterschreiben. Ich schaute mir mehrere Unternehmen an und entschied mich schließlich für eine Stelle als User Experience Lead bei CampBrain, wo ich über zehn Jahre lang arbeitete. Was machst du aktuell? Seit 2022 arbeite ich als Principal-Product-Designer bei WorkTango, einem großartigen Unternehmen im Bereich „Employee Experience“. WorkTango verfolgt eine innovative Denkweise: Neben fairer Vergütung und vielfältigen Mitarbeiter:innenleistungen legt das Unternehmen besonderen Wert auf die öffentliche Anerkennung von Arbeitsleistungen und Teamwork. Diese simple, aber wirkungsvolle Idee wird überraschend selten konsequent umgesetzt – oft nur in Ausnahmefällen. Dabei führt die Anerkennung dazu, dass Mitarbeitende länger bleiben möchten, weil sie sich wertgeschätzt fühlen. Das spart dem Unternehmen Fluktuationskosten und steigert die Produktivität durch motivierte und zufriedene Teammitglieder. Diese Philosophie hat mich begeistert, und ich wollte Teil des Teams werden, das eine großartige digitale Plattform entwickelt, die das Arbeitsleben von tausenden Menschen verbessert.

Hast du dann eine sinnvollere Tätigkeit für dich gefunden? Ja, meine Schwester hatte dann die Idee, von der Dienstleistungsorientierung wegzugehen und ein eigenes Produkt für den Markt zu entwickeln. Sie hatte den Einfall, einen Jahresplaner speziell für Frauen herauszubringen. Wir entwickelten verschiedene Einlagen, die speziell auf diese Zielgruppe ausgerichtet waren, und das Konzept ging voll auf. Ich war für den Versand und das Design zuständig, und wir arbeiteten eng mit einem Kartonhersteller zusammen, mit dem wir alle unsere Vorstellungen vollständig umsetzen konnten. Es war sehr kreativ und befreiend, endlich einmal alles selbst auswählen zu können, aber gleichzeitig merkte ich, dass dies nicht der Bereich war, in dem meine Stärken wirklich lagen. Wie bist du schließlich in Kanada gelandet? Mir war es wichtig, in ein Land zu gehen, in dem man versteht, was UI/UX-Design bedeutet, ohne es lange erklären zu müssen. Also begann ich, in den USA nach Jobs zu suchen, wohl wissend, dass man dort zwar gut bezahlt wird, aber natürlich auch vieles schiefgehen kann. Langfristig sah ich mich allerdings auch nicht in den USA, da vieles dort gegen meine Prinzipien verstößt. Nachdem ich meine ehemalige Liebe nach zehn Jahren wiedergetroffen und in Kroatien geheiratet hatte, entschieden wir uns, auszuwandern. Kanada als Land unserer Wahl stand nach langen Überlegungen schließlich ganz oben auf unserer Liste, da es all unseren Kriterien entsprach, und ich fand dort zehn offene Stellen im UI/UX-Bereich. Wie habt ihr euren Traum vom Auswandern dann umgesetzt? Glücklicherweise lebte mein Onkel bereits in Kanada und lud uns ein, bei ihm zu wohnen, bis wir einen Job gefunden hatten. Nach einem Monat hatte ich eine Stelle als Interaction Designer, aber die Firma war sehr amerikanisch geprägt und nur an Zusatzzahlen orientiert, weniger am Wohl der Mitarbeiter:innen. Schon nach drei Monaten entließen sie viele Mitarbeiter:innen, darunter auch mich! Es war das erste Mal, dass ich entlassen wurde, und es war eine merkwürdige Situation, weil alles so plötzlich kam. Das war etwa fünf Monate nach unserer Ankunft in Kanada. Bist du da nicht nervös geworden? Nein, ich habe einfach auf Twitter gepostet: „UX Designer is looking for a Job!“ Danach machte ich mit meiner Frau einen kurzen Spaziergang, und als wir zurückkamen, hatte ich plötzlich acht Jobangebote in meiner

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Didn‘t you get nervou? No, I just posted on Twitter: ‘UX Designer is looking for a job!’ After that, I went for a short walk with my wife, and when we came back, I suddenly had eight job offers in my mailbox! Within a few months, there was obviously so much movement in the UI/UX market, people were desperately looking for people, and it wasn‘t just invitations to interviews, but direct requests to sign contracts with companies. I looked at several companies and finally decided on a position as User Experience Lead at CampBrain, where I worked for over ten years. What are you doing now? I have been employed as Principal Product Designer at WorkTango since 2022, a great company that works in the field of ‘Employee Experience’, which follows a fairly new way of thinking that people, in addition to adequate rewards and various employee benefits, also like to have their work performance and teamwork publicly recognised. Sounds super logical, but it‘s rarely done, or only in special cases. Because good employees want to stay longer because they feel valued, the company saves on churn costs and gains in productivity from all motivated, happy team members. I liked this philosophy and wanted to be part of building a great digital platform dedicated to improving the working lives of thousands of people.

Did you then find a more meaningful activity for yourself? Yes, my sister then had the idea of moving away from a service-oriented approach and developing our own product for the market. She came up with the idea of launching an annual planner specifically for women. We developed various inserts that were specifically geared to this target group, and the concept was a complete success. I was responsible for the design and shipping, and we worked closely with a cardboard manufacturer with whom we were able to fully implement all our ideas. It was very creative and liberating to finally be able to choose everything myself, but at the same time, I realised that this was not the area in which my strengths really lay. How did you end up in Canada? It was important to me to go to a country where people understand what UI/UX design means without having to explain it at length. So I started looking for jobs in the US, knowing full well that although you get paid well there, a lot can go wrong, of course. However, I didn‘t see myself in the US in the long term either because a lot of things there go against my principles. After I met my former love again after 10 years and married her in Croatia, we decided to emigrate. After much deliberation, Canada was at the top of our list because it met all our criteria, and I found ten vacancies in the UI/UX field there. How did you go about realising your dream of emigrating? Luckily, my uncle was already living in Canada and invited us to stay with him until we found jobs. After a month, I had a job as an interaction designer, but the company was very American and only focused on additional numbers, rather than the well-being of the employees. After only three months, they laid off a lot of employees, including me! It was the first time I had been laid off, and it was a strange situation because it all happened so suddenly. That was about five months after we arrived in Canada.


INTERVIEWS

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PROJEKTE

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Tobias Lechner Der User-Interface-Designer Seite

Hanna Sturmann Ricarda Musil Entwurf Seite

Alexander Kaufmann Klangspuren Seite

Anna Wochinz Index Zusatzblatt

Bastian Hochstrasser Die Musikmaschine Seite

Lea Murko Design & Talk Seite

Nathalie Pavić Krisenmodus Seite

Jakob Göslbauer Der UI/UX Designer Seite

Eva-Maria Sperl Der Filmemacher Seite

Patrick Ibrahim Roboexotica Seite

Larissa Binder Branded Agency Seite

Laura Koller Umschlag Seite

Prince Nyanney TrennseitenSeite

Maria Savas All Roads lead to New York Seite

Isis Pospischil Paths of discovery Seite

Eva Eklaude Editorial / Alumni:ae Seite

Florentina Hartbauer Verena Artinger Seite

Hier sind wir – Gruppe B des InformationsdesignJahrgang 2023! Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Auftragsorientiertes Gestalten“ unter der Leitung von Cora Akdoğan durften wir das Bonbonniere 2025 gestalten. Eine spannende Herausforderung, bei der wir unsere kreativen Ideen in die Praxis umsetzen konnten.

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Here we are – Group B of the 2023 Information Design class! As part of the course “Auftragsorientiertes Gestalten” under the guidance of Cora Akdoğan, we had the opportunity to design the Bonbonniere 2025. An exciting challenge that allowed us to put our creative ideas into practice.

Isis Pospischil Paths of discovery page

Maria Savas All Roads lead to New York page

Larissa Binder Branded Agency page

Patrick Ibrahim Roboexotica page

Nathalie Pavic Krisenmodus page

Lea Murko Design & Talk page

Alex Kaufmann Traces of charity page

Hanna Sturmann Ricarda Musil Draft page

Florentina Hartbauer Verena Artinger page

Eva Eklaude Editorial / Alumni:ae page

Prince Seperation pages page

Laura Koller Cover page

Eva-Maria Sperl The movie maker page

Jakob Göstelbauer The UI/UX Designer page

Bastian Hochstrasser The musicmachine page

Anna Wochinz Index additional sheet

Tobias Lechenr The User-Interface-Designer page


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This project is a tablet-based application where users can swipe left or right to browse through different in ingredients. Swipe left if you don‘t want the ingredient in your cocktail, or swipe right if you like it. The goal is to create your favourite cocktail by making these simple swipe decisions.

Match MatchY Your ourCocktail Cocktail Dieses Projekt ist eine tabletbasierte Anwendung, bei der die Benutzer:innen durch verschiedene Zutaten wischen können. Swipen Sie nach links, wenn Sie die Zutat nicht in Ihrem Cocktail haben möchten, und nach rechts, wenn Sie die Zutat mögen. Das Ziel ist es, Ihren Lieblingscocktail durch einfache Wischentscheidungen zu kreieren.

Das Roboexotica Festival steht mit seiner über 25-jährigen Tradition für die spielterische Verschmelzung von Cocktail-Robotik, Kunst und Technologie. Es präsentiert nicht nur innovative Technologien und kreative Cocktail-Kreationen, sondern bietet auch ein vielfältiges Programm mit Workshops, Performances und einem Nightline-Programm. Der Fokus liegt auf der Zusammenarbeit internationaler Künstler:innen und der Präsentation der Projekte aus unterschiedlichen Richtungen. Das Festival feiert die DIY-Kultur und motiviert Studierende sowie Fachleute aus den Bereichen Technologie und Design, in einem experimentierfreudigen Umfeld zu erforschen, zu bauen und zu innovieren und dabei das Potenzial des „Was wäre, wenn“ auszuschöpfen.

Lernen Sie den Robotender kennen – Ihren Begleiter für schnelle und unterhaltsame Entscheidungen rund um Getränke. Schluss mit dem endlosen Grübeln über die Speisekarte! Beantworten Sie einfach eine Reihe von spielerischen Fragen, um den Drink zu entdecken, der am besten zu Ihrer Stimmung passt. Freuen Sie sich auf einen entspannten Abend voller Getränke und Spiele, bei dem Ihre Wahl Ihre Persönlichkeit widerspiegelt. Prost auf eine Nacht in guter Gesellschaft mit personalisierten Drinks vom Robotender! Nahuel Monina, Santiago Conturso Molina, Dorota Bičárová

Im Rahmen des Kurses „Interaction Design” im 5. Semester wurden die Studierenden herausgefordert, ein Projekt für die Roboexotica zu entwickeln. Das Ergebnis waren sechs sehr unterschiedliche interaktive Installationen, die sich mit der Verschmelzung von Getränken, Psychologie, Technologie und Klang beschäftigen. Die Projekte wurden über vier Tage in der Kunsttankstelle Ottakring in Wien ausgestellt, wo die Studierenden die Möglichkeit hatten, Gleichgesinnte zu treffen und über ihre entwickelten Projekte zu sprechen. Drei der Projekte gewannen bei den Annual Cocktail Robot Awards (ACRA) 2023 in verschiedenen Kategorien.

Meet Robotender, your go-to companion for quick and fun drink decisions. No more endless pondering over the menu! Engage in a series of playful questions to discover the drink that best suits your mood. Get ready for a relaxed evening of drinks and games, where your choices reflect your personality. Cheers to a night of good company and personalised sips with Robotender!

Robotender Robotender

Eliska Zemanska, Vanessa Mitschdörfer, Ruben Blickle

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Projektbetreuung: Anika Kronberger mit Unterstützung von Didi Mosbacher und Christoph Neuhold.

Rahel Schuiki, Lea Wallgram, Emilie Wippel

Drink Drinkof ofFortune Fortune

Drink of Fortune ist ein Instagram-Filter, der Ihre Zukunft vorhersagen kann: Ihr Gesicht wird gescannt, Ihre Zukunft gelesen und eine Tarotkarte wird aufgedeckt. Die illustrierte Karte zeigt einen von sechs ikonischen Cocktails und verrät Ihnen, welches Getränk in naher Zukunft auf Sie wartet. Für einen zusätzlichen Bonus können die Karten in physischer Form mitgenommen oder zur nächsten Bar gebracht werden. Die Rückseite jeder Karte enthält das Rezept Ihres Getränks – so steht nichts zwischen Ihnen und Ihrem Schicksal! Drink of Fortune is an Instagram filter that can predict your future: your face is scanned, your fortune is read, and a tarot card is revealed. The illustrated card depicts one of six iconic cocktails and tells you which drink lies in your near future. For an added bonus, the actual cards can be picked up and taken home or to your nearest bar. The back of each card holds the recipe for your drink, so nothing stands between you and your fate! Dieses Projekt präsentiert die beliebtesten Cocktails aus den 1920er-, 1950er, 1980er- und 2000er- Jahren und ermöglicht eine immersive Erfahrung durch eine interaktive Scroll-Website. Mit einzigartigen Illustrationen und Animationen fängt die Website die Atmosphäre jeder Epoche ein. Das Scrollen erfolgt durch eine neuartige Interaktion: Eine Sanduhr, die an einer Wand-Holzkonstruktion befestigt ist, dient als Interface. Abhängig von der Position der Sanduhr wird nach oben oder unten gescrollt oder der Vorgang gestoppt.

Drinking DrinkingThrough ThroughDeca Deca-Decades des Linda Wertschnig, Eva Maria Mayer This project explores the most popular cocktails from the 1920s, 1950s, 1980s, and 2000s through an immersive scrolling website, allowing you to fully dive into each decade. With distinctive illustrations and animations, the website captures the essence of each era. Scrolling is controlled through a novel interaction—an hourglass attached to a wall-mounted wooden structure. Depending on the hourglass‘s position, scrolling either moves up or down, or stops completely.

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Tobias Schittenkopf, Tanja Kobler, Florian Thausing Introducing the first AI-powered (and alcohol-powered) therapist, proving once and for all that alcohol is a solution! Open up to the Bar Therapist about any problem in life, and it will use the latest AI technology to ”fix“ your life with the right cocktail. Therapy has never been so easy—and delicious.

Bar BarTherapist Therapist

Der erste KI-gestützte (und alkoholbetriebene) Therapeut beweist, dass Alkohol eine Lösung sein kann! Erzählen Sie dem Bar-Therapist von Ihren Problemen, und er wird mithilfe der neuesten KI-Technologie „Ihr Leben reparieren“ – mit dem passenden Cocktail. Therapie war noch nie so einfach und köstlich.

The Roboexotica Festival, with its 25+ year legacy, stands at the forefront of merging cocktail robotics, art, and technology. It not only showcases innovative technologies and creative cocktail concoctions but also offers a diverse programme of workshops, performances, and a vibrant Nightline. Emphasising international artist collaborations and highlighting past projects, the festival celebrates the spirit of DIY culture, engaging students and professionals in technology and design to explore, build, and innovate in an environment that values experimentation and the potential of ”what could be.“

Sipsynth Sipsynth

Embark on a sensory journey with Sipsynth, an innovative cocktail robot designed to revolutionise the bar and restaurant experience. At its core is the exploration of cocktails through sound. Using a MIDI Sprout biodata sonification sensor, the unique sounds of each cocktail ingredient are captured and translated into an auditory symphony. Larissa Rodiga, Christoph Rohrer, Verena Schneider, Benedikt Lechner Tauchen Sie ein in eine sensorische Reise mit Sipsynth, einem innovativen Cocktail-Roboter, der das Bar- und Restauranterlebnis revolutionieren soll. Im Mittelpunkt steht die Erkundung von Cocktails durch Klang. Mithilfe eines MIDI-Sprout-Biodata-Sonifikationssensors werden die einzigartigen Klänge jeder Cocktailzutat erfasst und in eine auditive Symphonie verwandelt.

In the course “Interaction Design” during the 5th semester, students were challenged to develop a project for Roboexotica. The outcome was six very distinct interactive installations that explore the fusion of drinks, psychology, technology, and sound. These projects were presented over four days at the Kunsttankstelle Ottakring in Vienna, where the students had the opportunity to meet other like-minded enthusiasts and discuss their creations. Three of the projects went on to win the Annual Cocktail Robot Awards (ACRA) 2023 in different categories.

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Das ist der Teaser. Im Herz der Dunkelheit erklingt ein Licht, das Grenzen überwindet: „Klanglicht der Nächstenliebe”. Eine Symphonie aus Flüstern und Glanz, wo Klang zu Farbe wird und Nähe neu erstrahlt.

Studierende des Masterstudiengangs Sound Design gestalteten Audioguides für die Caritas Steiermark.

The voice recordings for the audio guide were produced at Lakewood Studio in Graz. The audio guide is available via a smartphone app (@orpheodeutschlandgmbh) and can be used both as a companion on the routes of the institutions and as a virtual tour at any location. https:// klangspuren-caritas-steiermark.orpheo.app/

Der Audioguide wurde im April 2024 in der Bahnhofsmission am Grazer Hauptbahnhof der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Der Audioguide entstand im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen Studierenden des Masterstudiengangs „Sound Design” der FH JOANNEUM und der Kunstuniversität Graz sowie der Caritas Steiermark anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens. Unter dem Titel „Klangspuren der Nächstenliebe“ führt der Guide, der über eine Webanwendung auf das Smartphone geladen werden kann, an Orte, an denen die Caritas in Graz aktiv ist.

The audio guide project was supervised by lecturers Astrid Drechsler and Fabian Kühlein in terms of content, concept and technology. The background music was created by Hannah Albrecht, Astrid Drechsler, Mahtab Jafarzadeh Miandehi, Francisco Sylla and Georg Popp.

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Nächstenliebe

Klangspuren

der

(Traces of Charity)

Auf besonders innovative Weise erhält man Einblicke in das Marienstüberl, erlebt die Arbeit im Carla- Laden oder erfährt durch die Erzählungen von Bewohner:innen, wie es ist, in einer Notschlafstelle zu leben. „Wir haben uns in diesem Jahr das Ziel gesetzt, neue Orte der Nächstenliebe zu schaffen, an denen das Wirken der Caritas spürbar wird“ , betonte die Vizedirektorin Petra Prattes.

The guide is designed to introduce many people to places of social engagement in a low-threshold way and is aimed, among others, at school classes, companies, donors and people interested in social issues. At the places presented, contemporary witnesses describe the fate of the people who have received support there through personal experiences and moving stories.

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Students of the Master‘s programme in Sound Design have created audio guides for Caritas Steiermark.

Thats the teaser. In the heart of darkness, a light resounds, breaking all boundaries: ”soundlight of kindness”. A symphony of whispers and glow, where sound turns to color and closeness shines anew.

https://klangspuren-caritas-steiermark.orpheo.app/

Die Sprachaufnahmen für den Audioguide wurden im Lakewood Studio in Graz produziert. Der Audioguide ist über eine App (@orpheodeutschlandgmbh) auf dem Smartphone verfügbar und kann sowohl als Begleiter auf den Routen der Einrichtungen genutzt werden als auch als virtuelle Führung an jedem beliebigen Ort abgerufen werden.

In April 2024, the audio guide was presented to the general public at the railway mission at Graz Central Station. The audio guide was created as part of a cooperation project between students of the master’s programme ”Sound Design“ at the FH JOANNEUM and the University of Music and Performing Arts Graz, as well as Caritas Steiermark to mark its 100th anniversary. Called ”Klangspuren der Nächstenliebe“ (Traces of Charity), the guide, which can be downloaded to a smartphone via a web application, takes you to places where Caritas is active in Graz.

Das Audioguide-Projekt wurde inhaltlich, konzeptionell und technisch von den Dozent:innen Astrid Drechsler und Fabian Kühlein betreut. Die musikalische Untermalung stammt von Hannah Albrecht, Astrid Drechsler, Mahtab Jafarzadeh Miandehi, Francisco Sylla und Georg Popp.

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In a particularly innovative way, you can gain insights into the Marienstüberl, experience the work in the Carla shop or learn from the residents’ stories what it is like to live in an emergency shelter. “This year, we have set ourselves the goal of creating new places of charity where the work of Caritas can be felt,” said the deputy director.

Der Guide soll auf niederschwellige Weise vielen Menschen Orte des sozialen Engagements näherbringen und richtet sich unter anderem an Schulklassen, Unternehmen, Spender:innen sowie an sozial Interessierte. An den vorgestellten Orten kommen Zeitzeug:innen zu Wort, die durch persönliche Erlebnisse und bewegende Geschichten das Schicksal der Menschen schildern, die dort Unterstützung erfahren haben.


Der Historische Arbeitskreis Neumarkter Hochtal (HistAK Neumarkt), gegründet im Jahr 2015, widmet sich der Erforschung der Siedlungsgeschichte der Neumarkter Passlandschaft. Durch eine Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten – darunter Ausstellungen, Kunstprojekte, Vorträge, Bestimmungstage und historische Wanderungen – lädt der Verein sowohl Einheimische als auch Tourist:innen ein, an ihren Aktivitäten teilzunehmen. Ziel des Vereins ist es, ein breites Interesse für das kulturelle Erbe zu wecken und die Akzeptanz für die archäologische und historische Forschung in der Region zu fördern.

Der HistAK Neumarkt trat mit einem Wettbewerb unter dem Titel „Sagenhafte Landschaften“ an das Institut für Design und Kommunikation heran, bei welchem die Aufgabe bestand, ein grafisches System für das Erscheinungsbild zu entwerfen und bis Mitte Juni 2024 auszuarbeiten. Die Einreichung sollte ein Logo, das Corporate Design und deren Anwendung auf Plakaten für ein Projekt der HistAK Neumarkt (Historischer Arbeiterkreis Neumarkt) in Murau enthalten. Das Projekt „Sagenhafte Landschaften“ umfasst die Entwicklung einer App, welche örtliche Wanderrouten mit Sagen und Wissen rund um die Region vereint.

Later, I was delighted to be given the opportunity to design the new HistAK logo. The starting point for the logo was a vase excavated in the region, which represents a significant find for the HistAK. I am pleased to be part of a great project and look forward to trying out the app myself.”

HistAK Neumarkt (Historischer Arbeiterkreis Neumarkt) in Kooperation mit dem Institut Design und Kommunikation der FH JOANNEUM.

Die Studierende Julia Verwüster us dem 2. Semester Informationsdesign hat den Wettbewerb gewonnen, begleitet wurde sie im Gestaltungsprozess von Lecturer und Grafikdesigner Tomislav Bobinec. Den Prozess beschreibt Verwüster wie folgt:

“I got to work, and a few hand sketches and drafts later, I had my logo idea, simple and elegant. In the logo, you can find a hint of a hiking trail. Due to its archaeological significance, I decided on a brownish colour tone that resembles a find of a vase, or similar treasure, from another time. This corporate design was the starting point for the app design, which was programmed and designed by an external company for the ‘Legendary Landscapes’. For the app, I was to take over designs of icons for various categories, such as ‘visible monument’, ‘natural monument’ or ‘interesting facts’. During a visit to the municipality of Neumarkt, I was impressed by the beautiful surroundings as well as the exciting legends and historical knowledge. Julia Verwüster, a second-semester student of information design, won the competition. She was supported by lecturer and graphic designer Tomislav Bobinec during the design process. Verwüster describes the process as follows: Bonbonniere 03 2025

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HistAK Neumarkt (Neumarkt Historical Workers‘ Group) in cooperation with the Institute of Design and Communication at FH JOANNEUM. The Neumarkter Hochtal Historical Workers’ Group (HistAK Neumarkt), founded in 2015, is dedicated to researching the settlement history of the Neumarkter Passlandschaft. The association invites both locals and tourists to take part in its activities through a variety of events and projects, including exhibitions, art projects, lectures, identification days and historical hikes. The aim of the association is to generate broad interest in the cultural heritage and to promote acceptance of archaeological and historical research in the region.

HistAK Neumarkt approached the Institute of Design and Communication with a competition entitled ‘Sagenhafte Landschaften (Legendary Landscapes), in which the task was to design a graphic system for the organisation’s image and develop it by mid-June 2024. The submission was to include a logo, the corporate design and its application on posters for a project by HistAK Neumarkt (Historischer Arbeiterkreis Neumarkt) in Murau. The project “Sagenhafte Landschaften” (Legendary Landscapes) involves the development of an app that combines local hiking routes with legends and knowledge about the region.

„Ich machte mich an die Arbeit und einige Handskizzen und Entwürfe später, hatte ich meine erste Idee, schlicht und elegant. Im Logo findet man eine Andeutung auf einen Wanderweg. Aufgrund der archäologischen Bedeutsamkeit habe ich mich für einen bräunlichen Farbton entscheiden, der an ein Fundstück einer Vase, oder ähnlichen Schatz, aus einer anderen Zeit erinnert. Dieses Corporate Design war der Ausgangspunkt für jenes App-Design, welches von einer externen Firma für die „Sagenhaften Landschaften“ programmiert und gestaltet wurde. Für die App sollte ich Entwürfe von Icons zu verschiedenen Kategorien, wie unter anderem „sichtbares Denkmal“, „Naturdenkmal“, oder „Wissenswertes“, übernehmen. Bei einem Besuch der Gemeinde Neumarkt durfte ich mich von der traumhaften Umgebung sowie den spannenden Sagen und historischen Wissen beeindrucken lassen.

Später erfreute ich mich darüber, das neue Logo der HistAK entwerfen zu dürfen. Der Ausgangspunkt für das Logo war eine in der Region ausgegrabene Vase, welche für die HistAK ein bedeutsames Fundstück darstellt. Ich freue mich, Teil eines großartigen Projekts sein zu dürfen und bin gespannt die App selbst ausprobieren zu dürfen.“


Krisenmodus Krisenmodus Krisenmodus

Krisenmodus Krisenmodus Krisenmodus Exhibition design Students of the MA Exhibition Design programme, 2023 intake: Charlotte Ehrmann, Elisabetha Fetsch, Martina Hausegger, Lars Kähler, Karolin Kirner Teachers: Sigrid Bürstmayr, Christoph Neuhold, Anke Strittmatter Adaption der Skulptur „In then out“ im Österreichischen Skulpturenpark von 26. 05. –31. 10. 2024. Ein Projekt der Studierenden des Masterstudiengangs Ausstellungsdesign. The installation can be experienced not only visually and haptically, but also aurally. Short audio clips from news broadcasts since the pandemic began in 2020 can be heard. The soundtracks overlap and condense into an abstract news tangle. The tube ends can be used by visitors like ear trumpets. The oppressive feeling of being overwhelmed and powerless can thus be experienced through several senses. We feel worn out. But how can we lighten the load? Let’s listen and start a conversation!

Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt, Energiekrise, Pandemie, Klimawandel – die Zeiten scheinen düster zu sein. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat „Krisenmodus” zum Wort des Jahres 2023 gekürt. Der Ausnahmezustand ist zum Dauerzustand geworden. Angesichts der vielen Negativschlagzeilen fühlen wir uns überfordert, der Verdruss und die Nachrichtenmüdigkeit nehmen zu.

Wie kann das kollektive Gefühl der Überforderung sichtbar werden? Wir kennen den sprichwörtlichen „Knoten im Hals”, wenn vor Angst und Sorge die Stimme versagt. Wir “stehen auf dem Schlauch”, wenn wir etwas nicht verstehen. Und wir sprechen von einem „Gordischen Knoten”, wenn uns ein Problem unlösbar erscheint. Der Knoten ist eine visuelle Metapher für die komplexen, verdichteten Probleme unserer Zeit.

This metaphor is the basic idea for this year’s adaptation of the sculpture ”In Then Out”. Visitors can expect to see an oversized knot formed from plastic tubes that penetrates the existing installation. The organic, disorderly form of the knot is in formal tension with the surrounding orthogonal structures. Zusatzinformationen Der Österreichische SkulpSkulp turenpark lädt Schulklassen und Studierendengruppen zur Auseinandersetzung mit dem Park ein. Ziel ist die Entwicklung eigener temtem porärer Adaptierungen des Kunstwerks „In Then Out”, 2014, der Klasse Tobias RehReh berger, Städelschule FrankFrank furt/Main. Für 2024 konnten Studierende der FH JOANJOAN NEUM, Masterstudiengang Ausstellungsdesign dafür gewonnen werden.

Additional information The Austrian Sculpture Park invites school classes and student groups to explore the park. The aim is to develop their own temporary adaptations of the artwork In Then Out, 2014, by Tobias Rehberger, Städelschule Frankfurt/Main. For 2024, students from the FH JOANNEUM, Master’s programme in Exhibition Design, have been recruited.

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Diese Metapher ist die Grundidee für die diesjährige Adaption der Skulptur „In Then Out”. Die Besucher:innen erwartet ein überdimensional großer, aus Kunststoffschläuchen geformter Knoten, der die bestehende Installation durchdringt. Die organische, ungeordnete Form des Knotens steht in einem formalen Spannungsverhältnis zu den umgebenden Orthogonalen.

beHow can the collective feeling of be ing overwhelmed be made visible? We know the proverbial ‘lump in the throat’ when fear and worry cause our voice to unfail. We ‘don’t get it’ when we don’t un derstand something. And we speak of a ‘Gordian knot’ when a problem seems metaunsolvable. The knot is a visual meta probphor for the complex, condensed prob lems of our time.

Die Installation ist nicht nur visuell und haptisch, sondern auch auditiv erfahrbar. Zu hören sind kurze Audioausschnitte aus Nachrichtensendungen seit Pandemiebeginn 2020. Die Tonspuren überlagern und verdichten sich zu einem abstrakten Nachrichtengewirr. Die Schlauchenden können von den Besucher:innen wie Hörrohre verwendet werden. Das beklemmende Gefühl von Überforderung und Ohnmacht wird somit über mehrere Sinne erlebbar. Wir fühlen uns geschlaucht. Aber wie wird die Last leichter? Lassen Sie uns zuhören und miteinander ins Gespräch kommen!

The war in Ukraine, the Middle East conflict, the energy crisis, the pandemic, climate change – times seem bleak. The Society for the German Language has chosen ‘crisis mode’ as the word of the year 2023. The state of emergency has become the permanent state. In the face of so many negative headlines, we feel overwhelmed, and frustration and news fatigue are on the rise.

Adaptation of the sculpture ‘In then out’ in the Austrian Sculpture Park from 26 May to 31 October 2024. A project by students of the master’s programme in Exhibition Design

Ausstellungsgestaltung Studierende Masterstudiengang Ausstellungsdesign Jahrgang 2023: Charlotte Ehrmann, Elisabetha Fetsch, Martina Hausegger, Lars Kähler, Karoline Kirner Lehrende: Sigrid Bürstmayr, Christoph Neuhold, Anke Strittmatter

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Master‘s students of “sound design“ (in cooperation with the University of Music and Performing Arts Graz) and “interaction design“ developed the “music machine“ for the European Capital of Culture Bad Ischl. The “music machine“ made its grand appearance at the opening ceremony of KULTUR SALZT 2024, when it was played by sound and media artists Nick Acorne and Seppo Gründler: traditional instruments such as the zither and dulcimer were combined with contemporary electronic music. The “music machine“ is a kind of music robot that makes these instruments sound via an intuitive interface, similar to a drum machine. The sound of the old instruments is combined with rhythms, harmonies and elements of electronic music to create new and unusual soundscapes. Nick Acorne is a graduate of the Master‘s programme in Sound Design, which is offered in cooperation with FH JOANNEUM and the University of Music and Performing Arts Graz (KUG). Seppo Gründler teaches at the Institute of Design and Communication at FH JOANNEUM, among other places. The “music machine“ was developed and built by students at FH JOANNEUM and the University of Music and Performing Arts Graz. They are studying for a Master‘s in “communication, media, sound and interaction design - sound design“ - an inter-university cooperation between the Institute of Design & Communication at FH JOANNEUM and the Institute of Electronic Music and Acoustics (IEM) at KUG. They were supported by students from the Master‘s programme in “exhibition design“ at FH JOANNEUM. They designed the space and façade of the Lehár Theatre annex where the “music machine“ is exhibited. The project was supervised by Astrid Drechsler, lecturer in “communication, media, sound and interaction design“, and Daniel Fabry, head of the Institute of Design & Communication at FH JOANNEUM. After its appearance at the opening ceremony, visitors were able to play the “music machine“ in the Lehár Theater / Hetterger (extension) until 20 April 2024 and create their own miniature compositions, thus bridging the gap between tradition and innovation.

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Nach ihrem Einsatz bei der Eröffnungszeremonie konnten die Besucher:innen die „Musikmaschine“ bis 20. April 2024 im Lehár Theater / Hetterger (Anbau) selbst bespielen und Miniaturkompositionen erstellen und somit eine Brücke zwischen Tradition und Innovation schlagen. Die „Musikmaschine“ wurde von Studierenden der FH JOANNEUM und der Kunstuniversität Graz entwickelt und gebaut. Sie studieren im Master „Communication, Media, Sound and Interaction Design - Sound Design“ eine interuniversitäre Kooperation des Instituts Design & Kommunikation der FH JOANNEUM und des Instituts Elektronische Musik und Akustik (IEM) der KUG. Unterstützt wurden sie von Studierenden des Masterstudiengangs „Ausstellungsdesign“ der FH JOANNEUM. Diese haben Raum und Fassade im Anbau des Lehár Theaters, wo die „Musikmaschine“ ausgestellt ist, gestaltet. Das Projekt wurde von Astrid Drechsler, Lehrende am Studiengang „Communication, Media, Sound and Interaction Design“ und Daniel Fabry, Leiter des Instituts Design & Kommunikation der FH JOANNEUM betreut. Ihren großen Auftritt hatte die „Musikmaschine“ bei der Eröffnungsfeier KULTUR SALZT 2024, als sie von den Klang- und Medienkünstlern Nick Acorne und Seppo Gründler gespielt wurde: Traditionelle Instrumente wie Zither oder Hackbrett trafen dabei auf zeitgenössische elektronische Musik. Die „Musikmaschine“ ist eine Art Musikroboter, der diese Instrumente über ein intuitives Interface, ähnlich einem Drumcomputer, zum Klingen bringt. Der Klang der alten Instrumente wird mit Rhythmen, Harmonien und Elementen aus der elektronischen Musik kombiniert und so werden neue und ungewohnte Klangwelten geschaffen. Nick Acorne ist Absolvent des Masterstudiengangs „Sound Design“, der in Kooperation der von FH JOANNEUM und der Kunstuniversität Graz angeboten wird. Seppo Gründler unterrichtet unter anderem am Institut Design und Kommunikation der FH JOANNEUM.

Master‘s students of “sound design” (in cooperation with the University of Art and Design Graz) and “interaction design” developed the “music machine” for the European Capital of Culture Bad Ischl. Masterstudierende von „Sound Design“ (in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz) und „Interaction Design“ entwickelten die „Musikmaschine“ für die Europäische Kulturhauptstadt Bad Ischl.

THE MUSICMACHINE

DIE MUSIKMASCHINE


Idee Astrid Drechsler, Daniel Fabry Konzept und Prototyp Nagyija Bogás, Carolin da Silva Nasseri, Theresa Dietinger, Florian Drechsel-Burkhard, Valerie Feichtmair, Johanna Gumpelmeyer, Anine Hallén, Madeleine Hurst, Andrea Hurtado Torres, Daniil Ivanov, Georg Kiraly, Edwin Lang, Nadine Lowden, Helena Opower, Andrea Ortner, Nadja Pirchheim, Oliver Posmayer, Korin Rizzo, Yao Sossou, Alexander Wildinger, Weronika Wrzosek, Lea Zucker Umsetzung Astrid Drechsler, Daniel Fabry, Andreas Heller, Edwin Lang, Jakob Pock, Korin Rizzo Grafik und Ausstellungsdesign Eva Črepnjak, Luisa Krätzschmar, Tina Rustadstuen Betreuung Sigrid Bürstmayr, Lucia Jarošová, Brian Luque-Marcos, Christoph Neuhold, Anke Strittmatter Webdesign Anika Kronberger Unterstützung Dominikus Guggenberger, Tanja Hatzl-Schönbacher, Michael Kernbichler, Martina König, Stefanie Nestelberger, Winfried Ritsch, Victoria Sorko

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idea Astrid Drechsler, Daniel Fabry concept and prototype Nagyija Bogás, Carolin da Silva Nasseri, Theresa Dietinger, Florian Drechsel-Burkhard, Valerie Feichtmair, Johanna Gumpelmeyer, Anine Hallén, Madeleine Hurst, Andrea Hurtado Torres, Daniil Ivanov, Georg Kiraly, Edwin Lang, Nadine Lowden, Helena Opower, Andrea Ortner, Nadja Pirchheim, Oliver Posmayer, Korin Rizzo, Yao Sossou, Alexander Wildinger, Weronika Wrzosek, Lea Zucker realization Astrid Drechsler, Daniel Fabry, Andreas Heller, Edwin Lang, Jakob Pock, Korin Rizzo graphics and exhibition design Eva Črepnjak, Luisa Krätzschmar, Tina Rustadstuen supervision Sigrid Bürstmayr, Lucia Jarošová, Brian Luque-Marcos, Christoph Neuhold, Anke Strittmatter webdesign Anika Kronberger supported by Dominikus Guggenberger, Tanja Hatzl-Schönbacher, Michael Kernbichler, Martina König, Stefanie Nestelberger, Winfried Ritsch, Victoria Sorko


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the alumni:ae the alumni:ae Long-term customer relationships are of great importance to user experience and user interface designer Wolfgang Bartelme. They enable him to develop a deep understanding of the product and the customer‘s needs. As a freelancer, he successfully runs his own company, StepsApp, and is increasingly taking on the role of design lead in larger projects with customers all over the world.

Information Design graduate Verena Artinger is Head of UX Design at the online platform willhaben. She enthusiastically leads a team of four people – three designers and one researcher – and is responsible for developing new concepts, conducting experiments, creating prototypes and testing the implementation together with the developers.

In his daily work, filmmaker and information design alumni Christian Zmolnig-Kermer particularly appreciates sitting in the editing room, editing films and always looking at the material from a new perspective. For example, he took part in the great documentary “Welcome to Sodom”, which dealt with what was then the largest electronic waste dump in the world in Ghana.

Graduate Ricarda Musil describes herself as a graphic designer with a passion for paper, craftsmanship, typography, print finishing and sustainable design. About eight years ago, she set up her own agency, BRANDED, together with her partner. Musil teaches marketing and design at the Ortweinschule and passes on her indepth knowledge to young creatives


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the alumni:ae the alumni:ae the alumni:ae the alumni:ae In this third issue of our Alumni:ae magazine you will find the following seven CVs:

The creative heart of information design graduate Tihomir Tadic has always beaten for UI/UX design. He emigrated to Canada many years ago and worked as User Experience Lead at CampBrain for over ten years. In 2022, Tadic moved to WorkTango, where he now works as Principal Product Designer for a company specialising in “employee experience”.

Independent graphic designer Verena Bachernegg’s great passion lies in packaging design and analog design, where she regularly realises projects. Together with her friend Valentina Grabner, she organizes the format “Ladies, Wine & Design” by Jessica Walsh in Graz. Their aim is to establish and continuously expand a strong creative network for women - and the two of them are extremely successful at it!

Valentina Grabner, co-organiser of the “Ladies, Wine & Design” format and graduate of the Communication Design Master‘s degree course, was already drawn to the USA during her internship. This summer, the freelance graphic designer packed her bags again and spontaneously moved to Virginia in the southern states with her boyfriend. From there, she continues to work for her Austrian clients and is currently mainly active in the areas of branding as well as book and editorial design.


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Good jokes always start like this: three graduates meet in a box of chocolates. But what happens next? In the vain search for a good start with the number three, one says to the other: ‘What did you actually do after graduating?’ The answers can be found in this year's third edition of the alumni:ae magazine ‘Bonbonniere’, a sweet temptation that symbolises the diversity and talent of our graduates. This edition was designed by information design students from IND23, under the direction of Cora Akdogan. Their task was to translate interviews with graduates and institute projects into an appealing magazine format. The design reflects the variety of our disciplines and the individuality of each contribution, packaged in the loving metaphor of our ‘bonbonniere’. We invite you to be inspired by this issue and discover the impact our graduates are having in the world. We are very impressed! No joke! Birgit & Daniel

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55 Big thanks to the IDK Team: Bachler Birgit Baumann Konrad Baumegger Thomas Bobinec Tomislav Bürstmayr Sigrid Drechsler Astrid Fabry Daniel Gjecaj Bettina Gruber Sarah Hatzl-Schönbacher Tanja Jarosova Lucia Kainer Elisabeth Kaya Bensu Kernbichler Michael König Martina Kronberger Anika Lagger Ursula Marek Christoph Mosbacher Dietmar Nestelberger Stefanie Neuhold Christoph Pavlov Illya Pivec Maja Pürcher Roman Schlacher Andrea Strittmatter Anke Szögyenyi Zita Ulrich Doris Van der Meer-Gruber Daniela Schroll Anna

Imprint Bonbonniere_03_2025 Alumni Magazin IDK Institute of Design and Communication FH JOANNEUM University of Applied Sciences Graz, Austria Information Design Bachelor’s Degree Program Communication, Media, Sound and Interaction Design Master’s Degree Program Exhibition Design Master’s Degree Program Publisher FH JOANNEUM GmbH Alte Poststrasse 152 8020 Graz www.fh-joanneum.at/idk Concept Birgit Bachler & Daniel Fabry Layout Informationdesign Students IND23 Client centered Design with Lecturer Cora Akdogan Design Proof Tomislav Bobinec Translation Edith Podhovnik Interviews Betty Gjecaj Print Medienfabrik Graz ISBN 978-3-9504761-8-7


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Alumnimagazine

Institute for Design and Communication

2025


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