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CLOUD November 2021: Breaking Through - Einfach anders machen

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CLOUD Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

November

16 — 18

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20 — 21

Giulia Pestoni: Sie weiss, was die Schweiz isst.

Oliver Steimer: Der FFHSAbsolvent schafft Arbeitsplätze.

Egon Werlen: Er kann Emotionen aus Texten lesen.

BREAKING THROUGH

Einfach anders machen

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00 – Inhaltsverzeichnis

INHALT

FFHS Magazin November – 21

SUCCESS STORY

EDITORIAL Die Macht der Gewohnheit brechen

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Interview: Warum Profi-Fussballerin Lia Wälti an der FFHS studiert

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FORSCHUNG

FOKUSTHEMA: BREAKING THROUGH Gibt es überhaupt ein Zurück?

Oliver Steimer: Vom FFHS-Student zum Arbeitgeber

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Egon Werlen: Er will wissen, wo den Studierenden der Schuh drückt

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UMFRAGE Wann sind Sie so richtig ausgebrochen?

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WEITERBILDUNG Was startet im Frühling? 2

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INTERNA Kurzmitteilungen 24 Medienecho 25 BLICK ZURÜCK Gleisarena: Die Bilder der Eröffnung Papierlose Prüfungen: Die Krise als Innovationstreiberin

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Endlich Doktor: Der lange Weg eines FFHS-Absolventen

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edu-ID: Was die Einführung des neuen Logins bedeutet 14 Kommentar: Warum die edu-ID wichtig ist

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PORTRÄT Giulia Pestoni: Auszeichnung für die FFHS-Forscherin

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Herausgeberin: Fernfachhochschule Schweiz, Überlandstrasse 12, Postfach 689, 3900 Brig Redaktion: Natascha Ritz, Caroline Huber und David Biner, FFHS E-Mail: cloudmagazin@ffhs.ch Gestaltung: id-k Kommunikationsdesign AG, Bern Druck: Valmedia AG, Visp Auflage: 5200 Exemplare Erscheinung: 2x jährlich Abo-Bestellung oder Änderung: ffhs.ch/cloudmagazin Bildnachweis Cover: id-k Kommunikationsdesign AG Bildnachweis Inhalt: David Price (Seite 6)

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01 – Editorial

DIE MACHT DER GEWOHNHEIT BRECHEN MICHAEL ZURWERRA Rektor Fernfachhochschule Schweiz

Liebe Leserinnen und Leser

Die FFHS hat vor vier Jahren einen Change Prozess eingeleitet, der viele Gewohnheiten aufgebrochen und gewachsene Strukturen und Organisationseinheiten sowie die Infrastruktur und die Arbeitsabläufe hinterfragt hat. Dieser Wind der Veränderung wurde durch den nicht vorhersehbaren Sturm des Lockdowns und der Covid-19-Schutzmassnahmen mit voller Stärke potenziert. Die Direktion, die Mitarbeitenden, Dozierenden und Studierenden mussten sich anpassen und zum Teil schmerzlich erleben, was es bedeutet, wenn Gewohnheiten mit Macht aufgebrochen werden und wir unsere Arbeits-, Lehr- und Lernwelt für uns neu definieren müssen. Es galt alte Gewohnheiten zu verlassen und neue aufzubauen, um wieder Sicherheit zu erlangen. Einige haben in diesem Wind der Veränderung ihre Chancen genutzt und sich weiterentwickelt, die FFHS als Institution hat dies geschafft, andere haben sich damit sehr schwer getan. Was sind Gewohnheiten? Gewohnheiten sind in vielen Fällen im Alltag und in der Arbeitswelt sehr praktisch. Wir erledigen oft unsere Arbeit nach einem erprobten Muster. Dadurch sind wir effizient und minimieren Fehler. Aus der Gehirnforschung wissen wir, dass es in unserem Gehirn einen Bereich gibt, in dem Gewohnheiten abgespeichert werden, die sogenannten Basalganglien. Der Nachteil von Gewohnheiten besteht darin, dass sie wenig Flexibilität zulassen, Selbstkritik minimieren und vor allem für die Entwicklung hinderlich sind.

Wie brechen wir aus Gewohnheiten aus? Weil wir nicht bewusst auf unsere gewohnheitsmässigen Prozesse in den Basalganglien zugreifen können, ist es schwierig, sich etwas abzugewöhnen. Meistens merken wir erst dann, dass unsere Gewohnheiten nicht mehr anwendbar sind, wenn wir schmerzlich erleben, dass die äusseren Umstände uns zum Um­ denken oder zu anderem als dem gewohnten Handeln zwingen. In diesem Moment ist es wichtig, dass wir uns unsere Verhaltensmuster bewusstmachen. Nur so können wir aktiv unser Verhalten verändern. Wie entstehen neue Gewohnheiten? Unsere Gewohnheiten sind Abläufe, die wir uns einmal bewusst oder unbewusst angeeignet haben. Wendet man dieses Verhalten häufiger an, wird es zur Gewohnheit. Daher ist es im Rahmen der laufenden Veränderungen wichtig, dass man sich zuerst bewusstwird, was man sich zur neuen Gewohnheit machen will: wie etwa ein ethisches Verhalten im Umgang mit Mitarbeitenden und Stakeholdern, eine nachhaltige Arbeitseinstellung mit informellen Pausen, den aktiven Einbezug der neuen Infrastruktur, mit dem Ziel innovativ und kooperativ zu arbeiten uvm. «The wind of change blows straight into the face of time» – Scorpions Es grüsst Sie freundlich

Michael Zurwerra Rektor Fernfachhochschule Schweiz

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

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Grosse Leere, Licht und Schatten. Die Innenstadt von Brig-Glis während des Lockdowns, aufgenommen am 23. März 2020. (Foto Alain Amherd)

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02 – Fokusthema Breaking Through

GIBT ES ÜBERHAUPT EIN ZURÜCK? Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir gewöhnen uns an alles, selbst an weniger Erfreuliches. Kurz nachdem die Corona-Pandemie die ganze Welt ein erstes Mal durchgeschüttelt hatte, war man schon drin in diesem finsteren Film: Die Masken, die medizinischen Gerätschaften, leere Innenstädte, die Bildschirme voll mit Kacheln, wo die Arbeitskollegen einem entgegenlächeln – an all das hat man sich irgendwie gewöhnt. Aus diesen neuen Gewohnheiten wieder auszubrechen, ist gar nicht so einfach. Man möchte wieder ohne Einschränkungen zurück in die Hörsäle, in die Kinos, in die Restaurants und Klubs. Zurück zur Normalität, zurück zu den alten Gewohnheiten. Aber gibt es überhaupt ein Zurück zum Vor-Corona? Krisen können Innovationstreiberinnen sein. Natürlich hätte man auf diese Art der Beschleunigung indes lieber verzichtet. Wenn sich so vieles im Alltag so schnell verändert, muss sich eine Gesellschaft auch fragen, an welchen Gewohnheiten lohnt es sich festzuhalten, wo ist Erneuerung und Anpassung gefragt. Diese Fragestellungen selbst können sich in einer Krise permanent ändern. Diese Ungewissheit dürfte mit ein Grund sein für Anspannungen und Spaltungen, die im Zusammenleben erkennbar werden. Natürlich wird die Menschheit Corona überstehen, genauso wie sie auch kommende Seuchen und Krisen meistern wird. Spätestens seit der Aufklärung, als man vermehrt begonnen hatte, auch über die Zukunft und über Perspektiven nachzudenken, spätestens seit der Idee, dass es einem morgen bessergehen könnte als heute, brechen die Menschen aus ihren Gewohnheiten, verändern sich und ihre Umwelt. In unserem Fokusthema «Breaking Through – einfach anders machen» erzählen wir die Geschichten von Menschen, die mit Gewohnheiten gebrochen haben, die es anders machen wollten. Auch sie sind Gewohnheitstiere, sie gewöhnen sich gerne an die Abwechslung, die Innovation, sie sind es gewohnt, aus- und durchzubrechen. Und das schon lange vor Corona. David Biner

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02 – Fokusthema Breaking Through

LIA WÄLTI – LONDON CALLING

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Die Profi-Fussballspielerin Lia Wälti gehört zu den ersten, die an der FFHS Betriebsökonomie Sportmanagement studieren. Ihr Studium absolviert sie online in London, wo sie bei Arsenal Women FC unter Vertrag steht. Die Emmentalerin erzählt, was die Unterschiede im Schweizer und im Englischen, im Männer- und Frauen-Fussball sind, und wie ihr Studium aus der Ferne läuft.

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02 – Fokusthema Breaking Through

INTERVIEW: CAROLINE HUBER

Sie spielen seit 2018 bei Arsenal. Sind Sie damit schon ans «Ziel Ihrer Träume» gelangt? Jein. Mein Ziel war es immer, im Ausland zu spielen, gesund zu bleiben und in einem Team zu spielen, in dem ich von Top-Spielerinnen umgeben bin. Ich habe ein Team von Weltklassespielerinnen um mich, kann als Spielerin wachsen und meinen Teil dazu beitragen, dass mein Team erfolgreich ist. Von daher kann man sagen, dass ich dort angelangt bin, wo ich es mir erträumt habe. Aber ich habe zum Beispiel noch nie einen Cup und noch nie die Champions League gewonnen. Das sind Ziele, die ich mit meinem Dreamteam bei Arsenal noch erreichen möchte. Wie war das für Sie, als Sie erfahren haben, dass Sie bei Arsenal unter Vertrag genommen werden? Als mein Vertrag in Potsdam ausgelaufen ist, hat sich mein Berater umgehört, in welchem Verein es Mittelfeldspielerinnen braucht, und dabei ist Arsenal ins Spiel gekommen. Es war ein unglaubliches Gefühl, als ich die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt hatte. Für einen Weltverein zu spielen und dessen Wappen auf der Brust zu tragen, ist für mich ein Traum. Ich bin sehr stolz, dass ich jetzt schon seit drei Jahren bei Arsenal spielen darf. Ich hoffe, dass wir den Verein wieder dorthin bringen, wo er hingehört im Frauenfussball, nämlich an die Spitze Englands. Ich wünsche mir, dass wir regelmässig Titel gewinnen können und dass wir in der Champions League ganz vorne mitspielen. Wie sind Sie eigentlich Fussballerin geworden? Ich war damals etwa sieben Jahre alt, als im Schulsport eine Fussballwoche angeboten wurde. Viele meiner Schulfreundinnen und –freunde gingen hin und da wollte ich natürlich auch mitmachen. Dies hat mir sehr viel Spass gemacht. Gleichzeitig war mein Vater Trainer des Frauenteams in Langnau. Da bin ich regelmässig auf den Fussballplatz mitgegangen, habe zugeschaut und dann später auch mittrainiert. So hat alles angefangen.

«Egal ob Männer- oder Frauenfussball: Der Fussball hat in England einen viel höheren Stellenwert als in der Schweiz» Wie erleben Sie die Akzeptanz des Frauenfussballs? Gibt es diesbezüglich Unterschiede in England und in der Schweiz? Ja, da gibt es wirklich grosse Unterschiede. Generell hat der Fussball, egal ob Männer- oder Frauenfussball, in England einen viel höheren Stellenwert als in der Schweiz. Das sieht man an den vielen Traditionsvereinen, die England hat, an den vielen Zuschauern, die jedes Wochenende in jedem Stadion Matches schauen gehen oder an der Treue der Fans. Der wichtigste Unterschied ist sicher auch, dass es in England eine professionelle Liga gibt, wo die Spielerinnen Geld verdienen können und kein zweites Standbein während der Karriere benötigen. In der Schweiz ist es nicht möglich, als Frau Vollzeit Fussball spielen zu können. Was sind die Unterschiede zum Männerfussball? Dies war über Jahre hinweg immer die erste Frage, die uns gestellt wurde. Es gibt natürlich viele Unterschiede, wie es sie auch beim Männer- oder Frauentennis gibt. Der absolut grösste Unterschied ist jedoch der Lohn. Aufs Spiel bezogen, taktisch und technisch, haben Frauen dieselben Fähigkeiten, physisch gibt es natürlich andere Leistungsgrenzen als bei Männern. Wie sieht Ihr Trainingsalltag aus? Wir sind jeden Tag, ausser donnerstags, von 09.00 bis 16.00 Uhr auf dem Trainingsgelände. Dort starten wir mit Frühstück, danach folgt Matchanalyse und nachher Training auf dem Platz. Nach dem Mittagessen haben wir eine Gym-Session und manchmal nochmals ein Meeting. Am Wochenende haben wir meistens ein Spiel, während den Champions-League-Wochen zusätzlich noch mittwochs.

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02 – Fokusthema Breaking Through

Können Sie sich in Ihrem Terminkalender nebst Training, Matches, Reisen etc. regelmässig Zeit fürs Studium reservieren? Ich lerne generell abends am besten. Dadurch, dass ich ab 16 Uhr meist zuhause bin, passt dies sehr gut. Wenn wir viel unterwegs sind, ist es etwas schwieriger, aber ich versuche mir die Zeit so einzuteilen, dass ich vorarbeite, wenn wir nur ein Spiel haben. Es ist sicher ein Kunststück, alles unter einen Hut zu bringen, aber ich glaube, mit dem richtigen Zeitmanagement bringt man alles hin. Was hat Sie überzeugt, sich für den neu lancierten ­Studiengang Betriebsökonomie Sportmanagement anzumelden?

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Was mich als erstes motiviert hat, war mein Alter (28). Ich hatte mich nach Angeboten in der Schweiz informiert und bin dann auf die FFHS und den Studiengang Betriebsökonomie und Sportmanagement gestossen. Für mich ist dies die ideale Kombination und eine gute Grundausbildung, die mir viele Möglichkeiten offenlässt. Natürlich ist ein grosser Pluspunkt, dass ich online studieren kann. So ist es mir möglich, egal in welchem Land ich gerade bin oder ob ich den Verein wechsle, mir in den nächsten vier Jahren ein zweites Standbein aufzubauen.

Sind die meisten Studierenden in Ihrer Klasse ebenfalls Athletinnen und Athleten? Die meisten sind auch Sportler aus Fussball und Eishockey. Wir alle machen aus demselben Grund beruflich den nächsten Schritt und es ist extrem spannend und motivierend, zu sehen, wie auch andere Sportler am selben Ziel dran sind. Ich habe grossen Respekt vor den Eishockeyspielern, die zwei bis drei Spiele pro Woche haben. Für diese Frage ist es wohl noch etwas früh: Aber haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wo Sie sich nach Ihrer Sportkarriere sehen? Was ich bereits weiss, ist, dass ich mich in irgendeiner Form in einer Führungsposition sehe, weil dies meinem Naturell entspricht. Ich organisiere gerne, übernehme sehr gerne Verantwortung und treibe Dinge voran. Ob dies im Fussball oder ganz in einem anderen Bereich sein wird, weiss ich noch nicht genau. Ich denke, das Studium bietet mir eine sehr gute Grundlage für Vieles.

Wie erleben Sie das Studium? Bis jetzt erlebe ich das Studium sehr positiv und spannend. Ich glaube, ich gehe das Lernen ganz anders an, als vor acht oder neun Jahren in meinen letzten Ausbildungen. Dies, weil ich ein genaueres Ziel vor Augen habe. Ich freue mich eigentlich meistens auf den Unterricht am Montag­ abend, um neue Inputs zu erhalten, nicht immer an den Fussball zu denken und über den Tellerrand hinaus­ zublicken und Neues zu lernen. Es ist sicher nicht einfach, aber ich glaube, der Aufwand wird sich lohnen.

«Freue mich auf den Unter­ richt, um nicht immer an den Fussball zu denken und über den Tellerrand hinauszublicken»

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Übernimmt Verantwortung. Lia Wälti, hier als Kapitänin der Schweizer Frauen-Nati. (Foto zvg)

Wer sollte sich nach Ihrer bisherigen Einschätzung für ein Studium in Betriebsökonomie mit Studienrichtung Sportmanagement anmelden? Das Studium ist besonders für Sportlerinnen und Sportler, die im Ausland tätig sind, extrem attraktiv, da sie in der Onlineklasse aus der Distanz einen Studiengang abschliessen können. Wenn man daran interessiert ist, beispielsweise in einem Sportverband, im Marketing oder Eventmanagement zu arbeiten, ist es eine coole Möglichkeit. Das Studium dauert etwas länger, aber dadurch kann man den Fokus ganz auf den Sport legen.


02 – Fokusthema Breaking Through

«Nach der Karriere? Was ich bereits weiss, ist, dass ich mich in irgend­ einer Form in ­einer Führungs­position sehe»

Studienrichtung für Sportinteressierte Das neue Bachelor-Studium Betriebsökonomie mit Studienrichtung Sportmanagement bereitet sowohl Profi-Sportler als auch Sportinteressierte auf eine Karriere im Management oder im Sportbusiness vor. Mit der Kombination von Betriebswirtschaft und sportspezifischem Know-how erlangen die Absolvierenden eine vollwertige Management-Ausbildung. Einen speziellen Fokus erhalten die Themen Digitalisierung, New Business und Nachhaltigkeit im Hinblick auf die damit verbundenen Chancen im Sportbusiness der Zukunft. ffhs.ch/bsc-sportmanagement

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02 – Fokusthema Breaking Through

«IRGENDWANN KOMMT DER MOMENT, WO DAS GANZE FUNKTIONIE­REN MUSS» TEXT: DAVID BINER

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An der FFHS hat man schon vor Corona vereinzelt papierlose Prüfungen abgenommen. Heute ist das Modell Standard. Wie eine Krise Innovation beschleunigt und wie das E-Didaktik-Team um Markus Dormann damit umgegangen ist. Plötzlich war Schluss. Die ganze Welt verabschiedete sich im Frühjahr 2020 in den Lockdown. Und mit ihr auch die Hochschulen. Die Umstellung vom Präsenz- auf Fernunterricht gestaltete sich dabei als herausfordernd. Die Pandemie hat zu Beginn auch aufgezeigt, dass die Schweiz in vielen Bereichen noch nicht so digitalisiert war, wie man das gemeinhin annehmen konnte. Die Krise hat Schwachstellen gnadenlos aufgedeckt. Und das schmerzt.

Voll auf Corona-Modus Der Fernfachhochschule ist es gelungen, ihr ganzes Angebot so umzugestalten, dass für die Studierenden die Weiterplanung und –führung ihres Studiums jederzeit garantiert war. Und zwar so, dass sie dabei nicht mal mitgekriegt haben, dass es manchmal auch hektisch hinter den Kulissen zu- und herging bei der Umsetzung der ­nötigen Schritte.

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Auch wenn die FFHS mit ihrem Blended-Learning-­Modell (80 Prozent Selbststudium und 20 Prozent Präsenz­ unterricht) es vergleichsweise einfacher hatte, voll auf Corona-Modus zu stellen und dabei von bereits 20 Jahren Erfahrung in Fernstudien profitieren konnte, ganz so einfach war es auch hier nicht. Denn nicht nur der ­Unterricht musste fortan von zuhause aus zugänglich sein. Die Studierenden sollten auch die Prüfungen von dort aus ablegen, wo es für sie am besten möglich war.

Vom Pilot zum Standard Markus Dormann und sein Team hatten schon Erfahrungen gesammelt mit papierlosen Prüfungen, einige Pilotprojekte waren bereits am Laufen. Als auch die FFHS in den Lockdown ging, war aber sein Departement E-Didaktik besonders gefordert. «Die grosse Herausforderung bestand darin, die Erkenntnisse aus den verschiedenen Einzelprojekten in dieser kurzen Zeit auf die gesamte Schule zu skalieren», blickt Dormann heute auf das Frühjahr 2020 zurück. «Und dann kommt irgendwann der Moment, wo das Ganze live geht und auch technisch funktionieren muss, das war schon anstrengend, aber auch eine sehr spannende Zeit.»

«Es ist schön zu sehen, dass wir an der FFHS ein grosses Team sind, bei dem jeder mit anpackt»


02 – Fokusthema Breaking Through

Wie mit einer Band auf Tour zu sein Klar habe es Momente gegeben, wo er sich schon mal nach geregelten Abläufen und mehr Routine gesehnt habe. Gleichzeitig habe er sich aber über jede knifflige Fragestellung gefreut, die sich in dieser turbulenten Zeit aufgemacht habe. «Schliesslich bin ich dafür angestellt», lacht der gebürtige Franke. Dormann verweist auf seine bisherige Laufbahn als Unternehmensberater und Hochschullehrer, aber auch als Hobby-Musiker sei er oft mit komplexen Situationen konfrontiert. «Wenn du mit einer Band unterwegs bist, musst du die verschiedenen Tagesformen der Kollegen handeln können, die ganze Organisation, die unterschiedlichen Bedingungen, die man in den Locations vorfindet», sagt der passionierte Bassist und Sänger. Der Vergleich mit der Einführung der papierlosen Prüfungen sei daher gar nicht so abwegig. «Das war ja nicht nur die Arbeit der E-Didaktik», sagt Dormann, «die Studierendenadministration war gefordert, die IT, die Departemente mussten eng zusammenspannen, dann die ganzen Rechtsfragen in Bezug etwa zum Datenschutz – da kam doch einiges zusammen». Am Ende sei es schön zu sehen, «dass wir an der FFHS ein grosses Team sind, bei dem jeder mit anpackt und mit dem wir zusammen für unsere Studierenden immer wieder viel erreichen».

In den drei Corona-Semestern hat die FFHS über 11 000 papierlose Prüfungen abgenommen. Künftig können die Studierenden selbst entscheiden, ob sie sich home based prüfen lassen wollen, oder ob sie die Prüfungen lieber an einem der FFHS-Standorte schreiben. Für Dormann haben sich in den letzten Monaten zwei Prinzipien heraus­ kristallisiert, die er und sein Team nun weiterverfolgen und verfeinern wollen. Einerseits die Zugänglichkeit («accessibility»). Das heisst: FFHS-Studierende sollen die Prüfungen ablegen können, egal ob sie im Ausland oder im Familienalltag zuhause sehr stark eingebunden sind, egal ob sie – aus welchem Grund auch immer – nicht die Möglichkeit haben, an einen vorgegebenen Prüfungs­termin zu reisen.

Qualität muss stimmen Weiter muss die Qualität auch bei den papierlosen Prüfungen gewährt sein. «Sie müssen valide und sie müssen fair sein», sagt Dormann, «und das ist uns schon ziemlich gut gelungen». Die Feedbacks der Studierenden hätten gezeigt, dass sie sehr froh waren über das Angebot und auch über die Tatsache, dass sie ihr Studium weiterführen konnten – Corona hin oder her.

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Die papierlosen Prüfungen basieren auf dem Prinzip «bring your own device». Das heisst, dass es für die Studierenden möglich sein soll, mit ihren eigenen Endgeräten die Prüfungen zu absolvieren – egal, wo sie sind. Das Team um Dormann hat hierfür den Studierenden Musterprüfungen zur Verfügung gestellt, damit sich diese auf die Prüfungssituation vorbereiten konnten. «Es war äusserst wichtig, dass man die technischen Hürden von Beginn an so tief wie möglich hielt.» Studierende, die dieses Angebot genutzt haben, um sich in den Ernstfall zu versetzen, hätten dann auch keine Probleme gehabt, die papierlosen Prüfungen von zuhause aus durchzuführen. Bei den Musterprüfungen geht es mittlerweile nicht nur darum, die technische Ausrüstung für den Ernstfall zu testen. Sie sind mithilfe der Studiengangsleitenden auch so aufgebaut, dass die Mustertests gleichzeitig eine letzte Lernkontrolle darstellen, indem bereits der Lernstoff abgefragt wird. Technik und Digitalisierung, so Dormann, müssen auch immer einen didaktischen Impact haben. «Sie sind nie Selbstzweck.»

Prof. Dr. Markus Dormann. Der Departementsleiter E-Didaktik mag es, wenn es knifflig wird. (Foto Christian Pfammatter)


02 – Fokusthema Nachhaltigkeit

AUF DEM ZWEITEN BILDUNGSWEG ZUM DOKTORTITEL TEXT: DAVID BINER

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Boris Miethlich wollte den Doktortitel, unbedingt. Jetzt hat er ihn. Dafür brauchte er einen eisernen Willen. Und die FFHS als Wegbereiterin. Boris Miethlich wirkt etwas klein vor dem klobigen Marmorgebäude. Aber der erste Eindruck des Fotos, das uns der Glarner stolz zeigt, täuscht. Denn er steht zuoberst auf der Treppe, hier an der Fakultät für Management an der Comenius Universität in Bratislava. Boris Miethlich hat endlich sein Ziel erreicht, er ist Doktor der Philosophie in Betriebswirtschaft. Boris Miethlich, PhD.

Keine Antwort von Schweizer Unis Der Weg dorthin war lange, sehr lange. Und der heute 38-Jährige hätte zig Gründe gehabt hinzuschmeissen, mehr noch: Ginge es nach dem hiesigen Bildungssystem hätte er eigentlich gar nie auf die Idee kommen sollen, den Doktor zu machen, er, der gelernte Informatiker. Aber er wollte es, weil er Spass am Forschen hat, als Hobby quasi. Und klar, «auch, weil sich ein Doktortitel gut macht», schmunzelt er. Boris Miethlich wollte es unbedingt. Und er hat es durchgezogen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Wer doktorieren will, geht meistens den klassischen Weg. Auch der ist nicht einfach, aber ziemlich klar vorgezeichnet. Master an einer Uni, bei einem Professor andocken, Mitarbeit am Lehrstuhl, die Lehre betreuen, immerhin kriegt man hierfür einen Lohn. Nach ein paar Jahren schliesst man die Promotion ab und veröffentlicht die Dissertation.

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Boris Miethlich hatte sich in der Schweiz nach einer Betreuungsperson und einer Zulassung umgeschaut. Aber es kam nie dazu. Auf viele Anfragen habe er nicht einmal eine Antwort bekommen. Das liege wohl daran, dass er eben «nur» eine Fachhochschule absolviert habe, mutmasst der FFHS-Absolvent ohne Groll. Dabei spiele eine gewisse elitäre und stark hierarchisch geprägte Haltung an den Unis mitunter auch eine Rolle, glaubt er. Boris Miethlich wurde dann fündig an der Comenius Universität in Bratislava. Das Verfahren sei dort vergleichsweise unkompliziert gewesen, die Zulassungsprüfung hat er auf Anhieb geschafft.

Paradebeispiel für Lifelong Learning In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich dann Boris Miethlich mit dem Thema der beruflichen Wiederein­gliederung von Menschen mit Beeinträchtigungen und welche betriebswirtschaftlichen Einflüsse diese auf kleinere und mittlere Unternehmen haben kann. Er zeigte dabei auf, dass ein positiver Zusammenhang zwischen dem Implementierungsgrad des sozialverantwortlichen Handelns, der Maturität der Unternehmenskultur sowie dem daraus resultierenden Beitrag zum Unternehmenserfolg besteht. Ein Thema, das er auch aus der Praxis bestens kennt. Boris Miethlich arbeitet schon seit einigen Jahren bei der IV-Stelle des Kantons Glarus. Die Berufslehre hatte er als Informatiker gemacht, dann die Technikerschule im gleichen Bereich. Miethlich ist ein Paradebeispiel dafür, dass man nie ausgelernt hat. Lifelong learning ist für ihn nicht nur ein Begriff, er lebt ihn.


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Der FFHS-Absolvent Dr. Boris Miethlich. (Bild zvg)

FFHS hat es möglich gemacht Auf diesem Weg spielte die FFHS eine wichtige Rolle. Für Boris Miethlich ist sie die Verbindung zwischen der Berufswelt und der akademischen Welt. Sie machte für ihn den Doktortitel über den zweiten Bildungsweg überhaupt erst möglich. Im Gegensatz zu anderen Fachhochschulen hätte ihn die FFHS damals nach der abgeschlossenen Technikerschule «mit offenen Armen» empfangen. Dank der Passarelle konnte er den Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen absolvieren. Es folgte der

«Gegenüber den anderen Doktoranden brauchte ich mich nicht zu verstecken»

Master in Business Administration. Die Ausbildung an der FFHS habe ihm das nötige Rüstzeug mitgegeben, um die ­Promotion dann später erfolgreich zu bestehen. «Ich möchte jetzt nicht arrogant klingen», sagt Boris Miethlich, «aber gegenüber den anderen Doktoranden brauchte ich mich nicht zu verstecken». Die FFHS hat Boris Miethlich nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Selbstbewusst­ sein. Er selbst wünscht sich, dass die Schweizer Bildungslandschaft noch viel durchlässiger gestaltet wird. «Ansonsten geht in diesem eher starren System doch sehr viel Poten­tial verloren.» Und jetzt, was macht man eigentlich als PhD? Er werde wohl ein Sachbuch schreiben zu seinem Doktor-Thema und schauen, dass er noch den einen oder anderen Fach­ artikel publizieren kann. Seine Ergebnisse finden Anklang sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Wirtschaft, freut sich Boris Miethlich. Dann werde er aber wohl eine kleine Pause einlegen in Sachen Weiterbildung. In den vergangenen Jahren hat er fortwährend berufsbegleitend studiert. Natürlich gehe das auch an die Substanz und er sei froh, dass ihn sein Umfeld dermassen gut unterstützt habe. «Ich werde über kurz oder lang wohl nicht drum herumkommen, mir ein anderes Hobby zu suchen», lacht Boris Miethlich, oder besser: Dr. Boris Miethlich.


02 – Fokusthema Breaking Through

SWITCH EDU-ID: DIE DIGITALE IDENTITÄT FÜR LEBENSLANGES LERNEN Ende November führt die FFHS SWITCH edu-ID ein und löst damit das bisherige SWITCHaai-Login ab. Die edu-ID ist eine persönliche digitale Identität, die ihre Nutzer während der gesamten Bildungskarriere begleitet. 14

TEXT: NATASCHA RITZ

Ab dem 25. November 2021 benötigen alle Angehörigen der FFHS eine SWITCH edu-ID, um auf die FFHS-Dienste zugreifen zu können. Die Erstellung und die Verknüpfung mit den bisherigen Login-Daten dauert nur ein paar Klicks. Dahinter steckt aber viel mehr, denn mit der Einführung der SWITCH edu-ID entsteht eine lebenslange digitale Identität für den persönlichen Bildungsweg. Seit 2005 betreibt SWITCH gemeinsam mit den Schweizer Hochschulen die Identitätsföderation SWITCHaai. Die SWITCHaai-Konten waren an die Hochschulen geknüpft: Wenn man die Institution verliess, verlor man jeweils auch das Login. Bei edu-ID steht nun die Person im Zentrum, es ist ein persönliches Login, das nicht verfällt. Gemäss Rolf Brugger von SWITCH stellt dieser benutzer­ zentrierte Ansatz einen Paradigmenwechsel dar: «Ein edu-ID-Konto soll eine Person während ihrer gesamten Bildungskarriere begleiten und somit das lebenslange Lernen unterstützen». Wechselt eine Dozentin die Hochschule oder beginnt ein Absolvent eine Weiterbildung an einer anderen Institution, bringen sie ihre edu-ID schon mit. «Diese Umkehr der Denkweise musste zuerst bei den Hochschulen verankert werden», so Brugger. SWITCH begleitete die Institutionen bei der technisch anspruchsvollen Implementierung dank finanzieller Unterstützung von swissuniversities. Mittlerweile haben drei Viertel der Schweizer Hochschulen SWITCH edu-ID integriert. Ende 2020 wurde edu-ID auch für die neue Bibliotheksplattform swissco-

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very aktiviert und ermöglicht den zentralen Zugriff auf 40 Millionen ­Bücher. Insgesamt zählt edu-ID heute rund 580'000 ­aktive Konten. Brugger hegt keine Zweifel, dass die SWITCH edu-ID an allen Hochschulen vollständig eingeführt wird. «Ich erhoffe mir für die Zukunft, dass alle bildungsaffinen Personen in der Schweiz auch vor und nach dem Studium die edu-ID sinnvoll einsetzen werden.» In diesem Sinne engagiert sich SWITCH bereits jetzt bei der Ausgestaltung einer künftigen, staatlich anerkannten eID. Ziel sei es, edu-ID als national relevante Infrastruktur mit einzubeziehen und somit einen optimalen Mehrwert zu schaffen für Hochschulen und ihre Mitglieder. e-Learning Videokoanferenz Hochschule X

Login mit Onlinespeicher Intranet Hochschule Y Benutzer

Groupware Catalogue Bibliotheken, Forschungs­ institutionen, Spitälter etc.

SWITCH edu-ID. Ein persönliches Login für die gesamte Laufbahn. (Grafik SWITCH)

Über SWITCH SWITCH ist die kompetente Vertrauenspartnerin für die gemeinsamen Digitalisierungsanliegen der Bildungs-, Forschungs- und Innovations-Community in der Schweiz. Die unabhängige Stiftung unterstützt Hochschulen und weitere Partner innerhalb und ausserhalb der akademischen Welt, die Möglichkeiten der Digitalisierung effektiv und effizient zu nutzen. Seit den Anfängen des Internets ist SWITCH auch die Registry für Domain-Namen mit den Endungen .ch und .li. Die Stiftung beschäftigt rund 130 Mitarbeitende an ihrem Sitz in Zürich.


02 – Fokusthema Breaking Through

EINFÜHRUNG DER EDU-ID

WIN-WIN FÜR ALLE SEITEN KOMMENTAR: SASCHA VOGEL

Die edu-ID bietet eine persönliche lebenslange Identität im Hochschulumfeld. Rund die Hälfte unserer Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden benutzen bereits heute die edu-ID, sei dies für SWITCH-Dienste wie SWITCH­drive, für Bibliotheks- und Verlagsdienste oder für ­Angebote anderer Hochschulen. Als Teil der Schweizer Hochschullandschaft ist es für die FFHS wichtig, ihre Dienste ebenfalls per edu-ID zugänglich machen.

Die edu-ID wird ständig weiterentwickelt. So erwarten wir in nächster Zeit weitere Authentifikationsmethoden, sogar passwortlose Methoden. Zukünftig soll mit der edu-ID auch der Registrations- und Immatrikulationsprozess an der FFHS vereinfacht werden. Es werden immer mehr Dienste mit edu-ID folgen, die teils auch nach dem FFHS-Studium dank dem lebenslangen Login zur Verfügung stehen werden.

Die ersten Hochschulen führten edu-ID bereits Anfang 2019 ein. Obwohl die FFHS als E-Hochschule immer mit den neusten technologischen Entwicklungen mithalten will, wird die edu-ID bei uns relativ spät eingeführt. Das Projekt verschob sich einerseits wegen der bestehenden, einwandfrei funktionierenden AAI-Infrastruktur und andererseits wegen Ressourcenproblemen sowie höher priorisierten Projekten. Anfang 2021 konnten wir die Einführung der edu-ID dann endlich starten. Die edu-ID wird von SWITCH angeboten, die uns in der Migration eng begleiteten. Im Prinzip erstellt die FFHS als Hochschule eine Verbindung zwischen edu-ID und unserem Identitätsmanagementsystem (IDM). Die gewohnt gute Zusammenarbeit funktioniert auch in diesem Projekt hervorragend und ist eine Win-win-Situation. Wir konnten vom Know-how der SWITCH profitieren und umgekehrt SWITCH von uns, indem wir mehrere Verbesserungen einbringen konnten. Damit die Umschaltung am 25. November klappt, müssen alle Benutzer bis dahin ihre edu-ID mit der FFHS verknüpft haben. Danke an alle, die dies frühzeitig umsetzen! Als Fallback haben wir bei den wichtigsten Diensten wie Moodle das Login per FFHS-ID, eine von der FFHS angebotene Identität mit den bisherigen AAI-Benutzerdaten, eingebaut. Somit erwarten wir Ende November nur ein gering erhöhtes Support-Aufkommen.

SASCHA VOGEL Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Applikations­ entwickler bei den Informatikdiensten der FFHS, Projektleiter Einführung SWITCH edu-ID an der FFHS

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03 – Porträt

GESUNDE TESSINER, AUSGEZEICHNETE ­TESSINERIN TEXT: DAVID BINER

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Die Doktorarbeit der FFHS-Forscherin Giulia Pestoni wurde mit dem OECOTROPHICA-­ Preis in der Kategorie Humanernährung ausgezeichnet. Sie weiss, was wo in der Schweiz auf den Teller kommt. Preis für beste Doktorarbeit «Gute Ernährung war für mich immer schon wichtig.» Giulia Pestoni weiss, worüber sie spricht und forscht. Als frühere Eiskunstläuferin habe sie schon in ganz jungen Jahren darauf geachtet, was und wie viel sie isst. Dazu kommt die junge Forscherin aus dem Tessin, die Region in der Schweiz, wo sich die Menschen am gesündesten ernähren. Doch dazu später mehr.

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Während sich Unmengen von Studienrichtungen mit dem gesunden Geist befassen, hat sich Giulia Pestoni in ihrer akademischen Laufbahn stets mit dem Körper befasst; und mit Fragen, was diesen gesund hält. Sie hat Bewegungs­wissenschaften an der ETH studiert und abschliessend einen MAS in Ernährung und Gesundheit an der ETH absolviert. Seit Oktober 2020 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FFHS tätig, wo sie im Departement Gesundheit zur Ernährung forscht. Gleichzeitig arbeitet sie am Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich im Bereich Ernährungsepidemiologie, wo sie promoviert hat. Im vergangenen September nun der vorläufige Höhepunkt in ihrer Forschungstätigkeit: Giulia Pestoni bekam den OECOTROPHICA-Preis 2021 verliehen, für die beste Doktorarbeit in der Kategorie Humanernährung.


04 – Porträt

Dr. Giulia Pestoni. (Foto Irene Bizic)


03 – Porträt

Grosse Freude Der OECOTROPHICA-Preis wird seit 1997 vom Berufs­ verband für Oecotrophologie (VDOE) ausgeschrieben und vom deutschen Lebensmittelverband gestiftet, um wissenschaftliche Nachwuchskräfte zu fördern und deren Arbeiten bekannt zu machen. «Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und möchte mich bei dem VDOE und dem deutschen Lebensmittelverband sowie bei allen Forschenden, die in den Projekten beteiligt waren und beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, das das Projekt gefördert hat, bedanken.»

Aufschlussreiche Ergebnisse

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In ihrer Doktorarbeit hat Giulia Pestoni den Zusammenhang zwischen Ernährungsmustern, also dem allgemeinen Lebensmittelkonsum einer Person, und chronischen Erkrankungen in einer repräsentativen Stichprobe der Schweizer Bevölkerung untersucht, und ist dabei zu aufschlussreichen Ergebnissen gelangt. Sie konnte etwa aufzeigen, dass ein hoher Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel bei Frauen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Fettleibigkeit (Adipositas) zusammenhängt. Oder dass eine höhere Ernährungsqualität sowie die Einhaltung eines gesunden Ernährungsmusters – mit hohem Konsum von Früchten, Gemüse, weissem Fleisch und Fisch – die Sterblichkeit infolge Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mindert. Schliesslich fand sie heraus, dass Konsumenten mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Prädiabetes, nicht-diagnostiziertem Diabetes sowie prävalenten Diabetes leben, wenn sie sich nach einem sogenannten westlichen Ernährungsmuster ernähren – also hoher Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch, alkoholischen Getränken sowie raffinierten Getreiden. Die Doktorarbeit von Giulia Pestoni stellt gleichzeitig die

allerersten Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen Ernährungsmustern, abgeleitet aus detaillierten und repräsentativen Ernährungsdaten, und chronischen Erkrankungen für die Schweizer Bevölkerung dar. Und: Die Ernährungsmuster der Schweizerinnen und Schweizer haben demnach einen signifikanten Zusammenhang mit dem Geschlecht, dem Alter, Körpergewicht, mit der Bildung und körperlichen Aktivität.

Welsche trinken mehr Giulia Pestoni ging in ihrer Arbeit aber noch einen Schritt weiter. Sie entdeckte auch signifikante Unterschiede innerhalb der Hauptsprachregionen der Schweiz. Auf den Tellern der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer landen gemäss Pestoni vermehrt gesättigte Fettsäuren und Süssgetränke sowie weniger Fisch, bei den Welschen gesellt sich dann noch ein stattlicher Anteil an alkoholischen Getränken dazu, während die Tessiner sich eher an der mediterranen Küche orientieren.

Ergebnisse helfen der Prävention Diese Ergebnisse können den kantonalen Gesundheitsbehörden helfen, gefährdete Bevölkerungsgruppen gezielter anzusprechen, sagt Pestoni. «Angesichts der bekannten Rolle einer gesunden Ernährung bei der Prävention von chronischen Krankheiten kann dies langfristig zu einer geringeren Morbidität und Mortalität führen.» Dass man in der italienischsprachigen Schweiz am gesündesten kocht und isst, das ahnte Giulia Pestoni wohl schon vor ihren Studien. Zumindest überrascht hat es die Tessinerin nicht.

«Gute Ernährung war für mich immer schon wichtig» CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz


04 – Success Story

«WÄRE AN EINER ANDEREN FACHHOCHSCHULE GAR NICHT MÖGLICH GEWESEN» Oliver Steimer hat an der FFHS Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Und gleichzeitig mit seinem Bruder eine Firma aufgebaut und bereits einen Arbeitsplatz geschaffen. Weitere sollen folgen. TEXT: DAVID BINER

«Wir glauben an den Werkplatz Schweiz», sagt Oliver Steimer mit ruhiger Stimme am Telefon. Im Hintergrund hört man den Lärm von CNCMaschinen. Das sind computergesteuerte Anlagen, die mit Höchstpräzision so ziemlich alles bearbeiten können, was in der Industrie nachgefragt wird. Oliver Steimer führt den Betrieb gemeinsam mit seinem Bruder Marc. Jüngst konnten die beiden Jungunternehmer die erste Vollzeitstelle schaffen. «Für einen Aussenstehenden hört sich das womöglich nach nichts an, aber für uns ist das ein echter Erfolg.» Vor knapp drei Jahren haben die beiden Brüder die Steimer Production AG gegründet. Die 30m² in Aarau wurden bald zu klein. Aus Kapazitätsgründen und wegen laufend steigendem Auftragsvolumen wurde der Sitz des Unternehmens 2020 dann nach Reiden LU in eine neue Produktionshalle (300m²) verlegt. Gleichzeitig stiegen die beiden Brüder endgültig und zu 100 Prozent ein ins Unternehmertum. Und das mitten in der Corona-Pandemie – in einer hart umkämpften Branche mit überschaubaren Margen und hohen Investitionskosten. Wenn Oliver Steimer davon spricht, hört es sich jedoch an, dass für ihn nie etwas Anderes infrage kam, als sei sein Entscheid, eine Firma zu gründen, das Normalste auf der Welt. Genauso selbstverständlich war es für ihn, an der FFHS zu studieren. Seinen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen hat er im Frühjahr 2021 abgeschlossen. Zuvor liess er sich an einer

höheren Fachschule zum Techniker ausbilden. «Studieren und gleichzeitig ein Unternehmen aufbauen – das wäre in einer anderen Fachhochschule gar nicht möglich gewesen», sagt Oliver Steimer, «für mich lag es auf der Hand, an der FFHS zu studieren». Aber nicht nur das flexible Studienmodell hat er geschätzt. Den Lernstoff habe er direkt in den Aufbau der jungen Firma einfliessen lassen können. Dazu komme das Netzwerk an der FFHS, bestehend aus den Dozierenden und den Mitstudierenden. «In der Klasse waren viele interessante Leute, die bereits in der Industrie arbeiteten, aber auch aus anderen Branchen. Der Austausch war super, ich konnte dabei viel lernen und mitnehmen.» Die Investition in sein Studium an der FFHS habe sich gelohnt, sagt Oliver Steimer. Das Gleiche will er dereinst auch von seinem Unternehmen sagen. Der Anfang ist geglückt.

Familienbetrieb. Oliver Steimer (rechts) und sein Bruder Marc. (Foto zvg)

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05 – Forschung

Dr. Egon Werlen. Der FFHS-Forscher untersuchte die protokollierten Reden aus dem Walliser Parlament, dem er von 2017 bis 2021 selbst angehörte. (Foto Walliser Bote)

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SCHREIBE UNS, UND WIR ­SAGEN DIR, WIE DU DICH FÜHLST Welche Emotionen stecken in Texten von Studierenden? Und wie kann die FFHS diese nutzen, um ihr Angebot zu verbessern? Dr. Egon Werlen sucht die Antworten auf diese Fragen im Walliser Polit-Betrieb.

Die FFHS kennt ihre Studierenden. Und sie kommuniziert mit ihnen direkt über die Dozierenden bei den Präsenz­ veranstaltungen, über die Lernplattform Moodle, über die Korrespondenz mit der Studierendenadministration. Gleichwohl gibt es Verbesserungspotential im alltäglichen Austausch. Daran arbeitet auch Dr. Egon Werlen.

TEXT: DAVID BINER

Er ist Forschungsfeldleiter «Emotionen beim Lesen und Lernen» am Institut für Fernstudien- und eLearningforschung und am UNESCO-Lehrstuhl für personalisiertes und adaptives Fernstudium. Sein Ziel: Die Studierenden besser verstehen; nicht in der nonverbalen Kommunikation oder zwischen den Zeilen, sondern in ihren Zeilen selbst. «Wir wollen aus den studentischen Texten Emotionen r­ auslesen», umschreibt Egon Werlen sein Projekt, «dadurch könnten wir frühzeitig herausfinden, wenn Studierende unzufrieden sind und möglicherweise allfällige Studienabbrüche antizipieren».

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz


05 – Forschung

Grosse Wortlisten Für die emotionale Textanalyse will Egon Werlen auf Wörter zurückgreifen, viele Wörter. Hierfür braucht er eine ständig wachsende Liste von Begriffen, die positiv oder negativ beurteilt werden. Es geht also nicht darum, Gefühle wie Freude oder Ärger direkt zu messen. Die positive oder negative Bewertung, diese sogenannte Valenz, erlaubt es, mit Hilfe von grossen Wortlisten jedem Text einen Wert zu geben, wie positiv oder negativ er ist. Um diese Unmengen von Informationen zu bearbeiten, ist der FFHS-Forscher auch auf die Hilfe von künstlicher Intelligenz angewiesen. Die gesammelten Wörter werden nach einem gewissen Grad an Intensität gewertet. Emotionen, die durch die Sprache transportiert werden, sind nicht nur positiv oder negativ. Sie wirken auch unterschiedlich in der Kraft ihrer Aussage. Beispiel: Das Wort Krieg und das Wort Zwist sind beide negativ, unterscheiden sich jedoch in ihrer Eindringlichkeit. Das Wort Krieg mit einen Wert von –2.9 vermittelt stärkere Emotionen als etwa das Wort Zwist mit einem Wert von –1.3.

Frühzeitig Frust erkennen Die Valenz in den studentischen Texten soll dereinst Rückschlüsse geben auf das Studium der Studierenden und wie sie damit zufrieden sind. «Dank der emotionalen Textanalyse würden wir merken, wenn Studierende mit dem Studium oder mit der FFHS hadern würden», sagt Egon Werlen. Wenn regelmässig und häufig negative Wörter mit teils hoher Intensität vorkommen im Kontakt mit den Studierenden, könnte sich die FFHS bei diesen erkundigen und fragen, wo der Schuh drückt und ob man allenfalls weiterhelfen kann.

Forschung im Parlament Natürlich müsste das Verfahren der Analyse hierfür automatisiert sein. «Und klar ist auch, dass es noch viele weitere Fragen, etwa zum Datenschutz, zu klären gibt», räumt Egon Werlen ein. «Sicher müssen die Studierenden von Beginn an ihr Einverständnis geben, damit wir ihnen bei der schriftlichen Kommunikation auf den Puls fühlen dürften.» Bevor er so weit ist, musste er aber zuerst die Gewissheit erlangen, dass es überhaupt möglich ist, Emotionen in Texten zu messen. Am besten an einem Ort, wo viel geredet und das Gesprochene verbrieft wird und den Werlen bestens kennt.

Egon Werlen untersuchte die protokollierten Reden aus dem Walliser Parlament. Und dies mit der Annahme, dass die Minderheiten im Rat, also die Parteien, die bei parlamentarischen Abstimmungen öfters unterlegen sind, sich eher negativ und mit grösserer emotionalen Erregung äussern. Ziel dieser Studie war es, das Verfahren zu testen mit der die Emotionen in studentischen Texten gemessen werden sollen. Die Untersuchungen aus insgesamt drei Sessionen hätten gezeigt, dass Liberale und vor allem Christdemokraten, die auch in der Regierung die Mehrheit bilden und lediglich zwischen 11 und 18 Prozent der Abstimmungen verlieren, sich bei den Debatten denn auch eher positiv äussern. Dieser Befund, so Egon Werlen, sei in ähnlichen Studien auch im Ausland festgestellt worden.

Ironie kann man nicht messen «Natürlich hängt die Valenz sowie der Intensitätsgrad sehr von den politischen Themen ab», gesteht Egon Werlen. Und auch Elemente, die über die Worte hinausgehen und in einem Parlament nicht unwesentliche Rollen spielen, etwa rhetorische Kniffe wie Ironie oder Sarkasmus, seien mit der Methodik nur schwer zu messen. «Gleichwohl sind Unterschiede zwischen den politischen Gruppierungen erkennbar.» Die Erkenntnisse aus dem Walliser Kantonsparlament will der Wissenschaftler nun nutzen, um die Kommunikation zwischen der FFHS und den Studierenden zu verfeinern. Letztere sollen davon genauso profitieren wie die Dozierenden oder die Verwaltung. «Das Ziel der Arbeit bleibt, den studentischen Alltag zu verbessern.»

Politik kann ganz schön emotional sein Für Egon Werlen war die Arbeit im Parlament höchst aufschlussreich. Zwischen 2017 und 2021 sass er selbst für die Christlichsozialen im Grossen Rat. Für Beobachter von draussen wirkten die Debatten dort sehr gesittet und sachlich, sagt er. Als Direktbetroffener sehe die Sache dann aber meist ganz anders aus. «Wenn man selbst drin hockt und im Vorfeld in den Kommissionen an den Vorlagen mitgearbeitet hat, dann kann so eine Abstimmung dann plötzlich doch ganz schön emotional werden.» Daher sei es gut, dass der Ratsbetrieb so eng getaktet ist und dass weder für Frust noch Freude viel Zeit bleibe. «Kaum wird ein Geschäft verworfen oder angenommen, kommt bereits das nächste. Die Emotionen zeigen sich dann nach der Debatte.»

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06 – Umfrage

1 FRAGE AN 3 PERSONEN

Wann sind Sie so richtig ­ d­urch- oder ausgebrochen? PD DR. ISABELLE FREY-WAGNER Doz. BSc Ernährung & Diätetik und BSc Ernährung & Gesundheit, Zürich

CHRISTIAN KOCH Corporate Relations & ­Eventmanagement, Zürich

FABIENNE WERLEN Mitarbeiterin Studierenden­ administration und Studentin, Brig

Die Konkurrenz in der Forschung ist hoch, da ist man mit Familie und Teilzeit-Pensum nicht unbedingt in der besten Position. Um ein grösseres eigenes Forschungsprojekt durchzuführen, bewarb ich mich auf ein Programm, das auf die Förderung von Frauen ausgerichtet war. Die Antwort lautete «ein derart kompetitives Forschungsprojekt kann nicht mit einem 60%-Pensum bearbeitet werden». Über eine Ausschreibung für kollaborative Projekte konnte ich jedoch ein kleines Team zusammenstellen, wir bekamen die Fördergelder und ich konnte meine Projektidee umsetzen. Jahre später war ich etwas in eine Sackgasse geraten. Nun hatte ich Glück, in ein Team geholt zu werden. Kurz nach Beginn der Zusammenarbeit bekam der Initiator gesundheitliche Probleme. Wir haben als Team zusammengehalten, mit Verzögerung unseren Forschungsantrag eingereicht und vor kurzem die Zusage erhalten. Ein toller Erfolg für uns alle.

Im Frühjahr 2020 beschloss ich trotz der wohl ungünstigsten Rahmenbedingungen der letzten Jahrzehnte, meinen Lebensmittelpunkt in die Schweiz zu verlagern. In meinem Umfeld wurde der Schritt zu diesem gänzlich ungünstigen Zeitpunkt kritisch hinterfragt. Eine Migration bringt wohl stets Herausforderungen mit sich und wenn man aufgrund äusserer Einwirkungen davon abgehalten wird, diesen Wandel proaktiv anzugehen, wachsen mit anhaltender Zeit der geschlossenen Grenzen und negativen Berichterstattungen über wirtschaftliche Entwicklungen die Zweifel. Rückblickend war die Entscheidung, diesen Wandel trotz dieses herausfordernden Jahres zu vollziehen, für mich persönlich die Richtige. Durch den Willen, diese Barrieren zu durchbrechen, und die Gegebenheiten bestmöglich zu nutzen, ist es mir eine grosse Freude heute in einem tollen Team im Herzen der Schweiz meiner beruflichen Leidenschaft nachzugehen.

Im Sommer 2020 hatte ich geplant, meine Weiterbildung als Spezialistin Unternehmensorganisation mit eidg. Fachausweis in Bern zu starten. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Start auf den Sommer 2021 verlegt. Im Frühling dieses Jahres war eine definitive Durchführung erneut nicht garantiert. Um nicht noch einmal ein Jahr warten zu müssen, habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut. Schlussendlich bin ich auf eine andere Schule gestossen, deren Lehrprogramm mich überzeugt hat und die mir die Möglichkeit bietet, Zwischendiplome und ein internes Diplom vor der eidgenössischen Prüfung zu absolvieren. Zudem ist die Weiterbildung sogar noch näher (in Thun) und günstiger. Ich habe diesen August gestartet und bin nach dem langen Warten zufrieden, bei dieser Schule gelandet zu sein und meine ­Weiterbildung parallel zur Arbeit an der FFHS durchführen zu können.

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CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz


07 – Weiterbildung

WEITERBILDUNGEN MIT START IM FRÜHLING 2022 INFORMATIK

TECHNIK

GESUNDHEIT

CAS Advanced Game Development

CAS Business Engineering

CAS Betriebliche Gesundheitsförderung

MAS Web for Business

CAS Computing and Analytics

MAS Gesundheitsförderung

CAS Big Data

CAS Cyber Physical Systems and Robotics

Modul Lehren und Lernen im ­G esundheitswesen

CAS Blockchain

MAS Industrie 4.0

CAS Business Engineering CAS Business Information Management CAS Business Process Management CAS Digitale Unternehmenstransformation CAS Employment Law and Data Proctection CAS Information System Engineering CAS IT and Law CAS Next Generation Information System and Business Processes CAS Principles of Business Information Technologies CAS Web Usability DAS Web Engineering MAS Business - and IT-Consulting MAS Data Science MAS Web for Business

WIRTSCHAFT

DIDAKTIK & E-LEARNING

CAS Change and Service Management

CAS eDidactics – Mediengestütztes Lehren und Lernen

CAS Communication and Collaboration

CAS Management in Digital Learning

CAS Consulting Management and Methods

CAS Media Design in Digital Learning

CAS Digital Leadership

MAS Digital Education

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CAS Personalpsychologie CAS Principles of Business Management CAS Project Management and Leadership CAS Research CAS Statistische Datenanalyse und Datenvisualisierung CAS Strategic and Operational Business Management MAS Arbeit 4.0 MAS Business Law MAS Wirtschaftspsychologie

Der Anmeldeschluss für die Weiterbildungen mit Start im Frühling 2022 ist der 30. November 2021 (spätere Anmeldungen je nach verfügbaren Studienplätzen möglich). Weitere Infos unter ffhs.ch/weiterbildung


08 – Interna

FERNFACHHOCHSCHULE SCHWEIZ

INTERNA

Endlich wieder vor Ort: Diplomfeier 2021

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357 Absolventinnen und Absolventen haben in diesem Jahr ihr Diplom der FFHS erhalten. Davon haben rund 150 Personen den Weg an die Diplomfeier in der Briger Simplonhalle gefunden – sie erhielten ihr Diplom persönlich von Rektor Michael Zurwerra überreicht. 230 Personen absolvierten ein Bachelorstudium in Betriebsökonomie, Ernährung und Diätetik, Informatik, Wirtschaftsinformatik und ­Wirtschaftsingenieurwesen. 38 Personen haben den Master in Business Administration abgeschlossen. Im Bereich Weiterbildung konnten 89 Masterdiplome in den Bereichen Business- und IT-Consulting, Data Science, Business Law, ­Digital Education, Gesundheitsförderung, Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Web for Business, Wirtschaftspsychologie und Executive Master of Business Administration verliehen werden. Herzliche Gratulation!

972 neue Studierende starten ins Herbstsemester Rund 2 800 Studierende, davon 972 neue, sind ins Herbstsemester gestartet. Damit verzeichnet die FFHS im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Zuwachs an Studierenden. Seit anfangs Semester findet der Unterricht wieder vor Ort und am Standort Zürich zum ersten Mal im neuen Gleisarena Campus statt.

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Die neue virtuelle FFHS-City Die Schweiz ist um eine Stadt reicher – die FFHS-­City! Auf der interaktiven Karte (siehe Grafik oben) erkunden Interessierte auf zwei virtuellen City Tours mit Studienberater Tim die FFHS. Ziel der FFHS City ist es, dass sich künftige Studierende bereits vor den Infoanlässen ein Bild der FFHS machen können und auf die wichtigsten Fragen zum Studium eine Antwort erhalten. Hier geht’s zu den City Tours: ffhs.ch/citytour

Digital Days an der FFHS Mit den «Digital Days» unterstützte die FFHS den Schweizer Digitaltag und lud im Herbst zu vier spannenden Veranstaltungen ein. An den Events, erhielten die Teilnehmenden spannende Inputs übers Lernen in virtuellen Welten, Digitale Ökosysteme und über die «Kunst künstlicher Intelligenz».


08 – Interna

MEDIENECHO Effizientes Lernen dank hybriden ­Studiengängen Die letzten Monate haben die Vorteile von E-­Learning deutlich gemacht. Für die Vermittlung von Lerninhalten und dem so wichtigen Austausch zwischen Dozierenden und Studierenden bleibt der Präsenzunterricht wichtig. Hier kommen hybride Studienmodelle ins Spiel. Damit diese effizient funktionieren, ­brauchen Hochschulen eine moderne und zentrale ­Infrastruktur. Schweiz am Wochenende / Bündner Zeitung, 04.09.2021

Gastbeitrag: Über die Suche nach Fachkräften mithilfe von KI und ­Blockchain Der Ansatz, den Skills Finder und die FFHS verfolgen, basiert (…) auf der Extraktion von Fähigkeiten und deren Validierung. Hierfür wurde ein Flaggensystem entwickelt. Dieses vergleicht für jedes Profil die aus den Lebensläufen extrahierten Fähigkeiten mit denen, die aus anderen mitgereichten Dokumenten extrahiert wurden. Dann werden die Übereinstimmungen eruiert und bewertet. (Fachbeitrag von Beatrice Paoli, Institutsleiterin Laboratory for Web Sciencean der FFHS und Priska Burkard, Gründerin von Skills Finder) Swiss IT Magazine, 04.10.2021

Berufslehre und Studium in einem Fachhochschulabgänger, die davor in einer Berufslehre ein Metier von der Pike auf gelernt haben, gelten vielerorts als besonders wertvolle Mitarbeitende. Das «Praxisintegrierte Bachelor­ studium» (PIBS) gibt Absolventinnen und Ab­solventen einer gymnasialen Matura ein ähnliches Fundament. Das technische Fachhochschulstudium wird mit praktischer Ausbildung in einem Partnerunternehmen kombiniert.

Walliser Hochschule in Zürcher ­Prestigebau Der Fernfachhochschule Schweiz dürfte das Jahr 2021 in guter Erinnerung bleiben. Im November bezieht die FFHS ihren neuen Campus im Briger Rhonesand – und bereits gestern eröffnete sie den «Vorzeigestandort» am Zürcher Hauptbahnhof. Walliser Bote, 01.09.2021

Fritz + Fränzi, Das Schweizer ElternMagazin, 01.09.2021

AGENDA 17.11.2021 FPH-Kurs Marketing in Apotheken, Gleisarena Campus Zürich

27.–28.11.2021 Sports Hackdays, Luzern

25.11.2021 37. Business Breakfast: Ökologische ­Transformation, online

11.1.2022 Webinar: Online-Hospitation Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen finden Sie unter ffhs.ch/events

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09 – Blick zurück Harmonie. Die Oberwalliser Blaskapelle Planggorni sorgte auch neben der Bühne für beste Stimmung.

IST ERÖFFNET

eace and Love. Natascha Ritz, Olivia Tschanz P und Mario Lippuner (von links).

Hände hoch! Der vormalige FFHS-­ Student und Popsänger Emanuel Reiter brachte die Gäste zum Tanzen.

Auf dem roten Teppich. Die Briger Delegation kommt in Zürich an.

Im Festzelt. Die FFHS machte die Zürcher Zollstrasse kurzerhand zur Partymeile.


09 – Blick zurück

DIE GLEIS – ARENA

eierlich eröffnet. Architekt Patrick Heiz, FFHS-StiftungsF ratspräsident Hans Widmer, Departementsleiterin Bau Yvonne Ganz, Bildungsdirektor Christophe Darbellay und FFHS-Rektor Michael Zurwerra (von links).

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Feste soll man feiern, wie sie fallen. Zum ­Abschluss ein paar Impressionen von der ­Eröffnungsfeier der Gleisarena in Zürich von Ende August. CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz


Mitglied der SUPSI

«Für mich lag es auf der Hand, an der FFHS zu studieren» Oliver Steimer, Jung-Unternehmer und Bachelor ­Wirtschaftsingenieurwesen ffhs.ch/bsc-wirtschaftsingenieur

Fernfachhochschule Schweiz – FFHS Zürich Basel Bern Brig Tel. +41 27 510 38 00 www.ffhs.ch


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