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CLOUD Oktober 2017: Grenzen überwinden – Der Sprung in die Zukunft

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CLOUD Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

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10 — 12

Alumni: Andrea Schöllnast verbindet Menschen

Bildung: Franco Gervasoni baut Brücken

Digitalisierung: Lernen mit Maschinen

GRENZEN ÜBERWINDEN DER SPRUNG IN DIE ZUKUNFT

Oktober

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00 – Inhaltsverzeichnis

INHALT

FFHS Magazin Oktober – 17

EDITORIAL Grenzen überwinden – Zukunft denken

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MENSCHEN Andrea Schöllnast: Organisationstalent und Alumni FFHS-Präsidentin

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FOKUSTHEMA – GRENZEN ÜBERWINDEN Interview mit Franco Gervasoni: Der Generaldirektor der SUPSI übers Brückenbauen

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Digitalisierung: Wie schafft der Mensch den Sprung in die Zukunft?

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DIGITAL Service: Apps für Job, Studium und Freizeit

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WEITERBILDUNG Studienangebot Frühlingssemester 2018

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MEINUNG Kooperation heisst: Ziele teilen

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SUCCESS STORY

E-Learning: Emotionen beim Lesen und Lernen

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Umfrage: Welche Grenzen würden Sie gerne überwinden?

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Meine Abschlussarbeit: Stefan Portmann untersuchte die Akzeptanz von Mobile Payments.

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INNOVATION Willi Bernhard und das hybride Klassenzimmer

E-HOCHSCHULE Online-Prüfungen: Eine Bestandsaufnahme an der FFHS

FFHS Alumnus Kay Kunz bekommt nicht genug vom Fernstudieren.

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INTERNA 15

Kurzmeldungen 24 RÜCKBLICK Impressionen der Diplomfeier 2017

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Medienecho 27

Herausgeberin: Fernfachhochschule Schweiz, Überlandstrasse 12, Postfach 689, 3900 Brig Redaktion: Natascha In-Albon und Hannes Tscherrig, FFHS // open up, Zürich E-Mail: cloudmagazin@ffhs.ch Gestaltung: id-k.com, Bern Druck: Mengis Druck, Visp Auflage: 4’600 Exemplare Erscheinung: 2x jährlich Abo-Bestellung oder Änderung: www.ffhs.ch/cloudmagazin Bildnachweis Cover: liuzishan/istockphoto.com CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz


01 – Editorial

GRENZEN ÜBERWINDEN – ZUKUNFT DENKEN Liebe Leserinnen und Leser Das altpolnische Lehnwort «Grenze» bezeichnete ursprünglich den Rand eines Raumes, eine Trennlinie oder eine Trennfläche. Heute verstehen wir unter dem Begriff nicht nur geografische oder metrische Trennlinien, sondern auch nichtgeometrische Schwellwerte, wie diejenige der Intimsphäre, des ethisch verantwortbaren Handelns oder meinen Kultur- und Sprachgrenzen, Grenzen des Denkbaren schlechthin. Die Digitalisierung hat virtuelle Räume geöffnet, in denen wir uns orts- und zeitunabhängig bewegen. Wir können beinahe von jedem Ort auf der Welt mit Menschen und Maschinen rund um die Uhr, also ohne Einschränkung der Zeit, kommunizieren. Genauso, wie es auch unser Slogan verspricht: «Studieren, wann und wo Sie wollen». Wir überwinden Kulturgrenzen, physische Trennlinien und können uns in virtuellen Welten vergessen. Die Vernetzung mit der ganzen Welt führt dazu, dass wir keine festen Arbeitszeiten und Arbeitsorte mehr kennen oder brauchen. Wenn nicht der Körper uns Grenzen setzen würde, könnten wir rund um die Uhr arbeiten, kommunizieren, gamen, flirten, Informationen abrufen oder unsere vernetzte Umwelt kontrollieren und programmieren. Die Digitalisierung hat viele Grenzen aufgeweicht, verwischt oder sogar überwunden, aber trotz allem ist der Mensch selbst immer an Raum und Zeit gebunden. Nur im Kopf überwinden wir räumliche Grenzen. Wir müssen lernen, mit der neuen Welt umzugehen. Die Digitalisierung verlangt von uns Offenheit und

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MICHAEL ZURWERRA Rektor Fernfachhochschule Schweiz

Flexibilität. Wir müssen lernen, für uns die Zeit und die Orte zu definieren, in denen wir nicht online sind. Wir müssen Strategien entwickeln, Fake News von Wahrheit zu unterscheiden, wichtigen Informationen Priorität zu geben und Unwichtiges zu ignorieren. Wir müssen lernen, unsere Arbeitszeit und Arbeitsorte neu zu organisieren. Wir müssen die Schulen und die Bildung neu denken. Die Bildung 4.0 verlangt ein Umdenken der Didaktik und der bisher eingesetzten Methoden sowie neu organisierte und je nach Lerneinheit angepasste Unterrichtsräume. Und vor allem ist heute auch ein neues Verständnis des Lehrerberufes zu definieren. Vom Einzelkämpfer wird die Lehrperson oder der Dozent zum Teamplayer in der Zusammenarbeit mit Design-Instruktoren, E-Didaktikern und Fachkollegen. Alle, die in der Bildung Verantwortung tragen, sind gefordert, neue Wege im Umgang mit den digitalen Medien und Lehrmitteln zu gehen. Man kann diese Zeit als Last empfinden, aber auch als eine nie zuvor dagewesene Chance den innersten Drang in uns, den «homo creator» zu leben. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.

Freundliche Grüsse

Michael Zurwerra Rektor Fernfachhochschule Schweiz

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Alumni FFHS-Präsidentin Andrea Schöllnast mit ihrem Vorgänger Christoph Hähne.

EINEN TEIL ZURÜCKGEBEN Andrea Schöllnast ist ein Organisationstalent: Sie arbeitet, studiert, ist in der Feuerwehr aktiv, amtet als Präsidentin der Alumni FFHS und findet Zeit für Familie und Freunde.

«Ich habe immer schon gerne Kontakte zu Menschen gepflegt», sagt Andrea Schöllnast, die heute als Spezialistin für Vertriebskanalentwicklung bei einer Versicherung arbeitet. Ursprünglich kommt die quirlige Österreicherin aus der Tourismusbranche. Sie besuchte die höhere Lehranstalt für Tourismus im malerischen Bad Gleichenberg in der Steiermark.

TEXT: HANNES TSCHERRIG

Schon während der Ausbildung wurde ihr klar, dass sie weiterlernen würde. Und sie wollte erst einmal weg, «raus in die grosse Welt», wie sie sagt. Dann lachend: «Schliesslich ist aus der grossen Welt die kleine Schweiz geworden.» Sie fasste als Rezeptionistin, Assistentin und Bankettleiterin in Basel Fuss.

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02 – Menschen

Karrierebeschleuniger Bildung Der Tourismus war eine gute Schule. An der Rezeption oder als Bankettleiterin «planst du ständig für andere, musst dich schnell auf neue Gegebenheiten anpassen können.» Leider seien die Entwicklungsmöglichkeiten in der Tourismusbranche aber beschränkt. Andrea Schöllnast hielt also nach einer Möglichkeit Ausschau, den langersehnten Traum eines Studiums zu realisieren und wurde schliesslich fündig: «Studieren ohne Abhängigkeiten gegenüber dem Umfeld, weil ich noch verdiene nebenbei, das ist perfekt». Sie begann also einen Bachelor in Betriebsökonomie an der FFHS und erwarb dabei zusätzliche Skills für den nächsten Karriereschritt. «Ich wollte einfach mehr», erklärt Andrea Schöllnast ihren Wechsel vom Tourismus in die Versicherungsbranche.

Organisationstalent Im neuen Job trägt Andrea Schöllnast immer mehr Verantwortung, übernimmt grössere Projekte, beginnt einen Master in Business Administration mit Vertiefung in Innovationsmanagement und studiert parallel dazu Gesundheitswissenschaften. Gleichzeitig ist sie im Vorstand des Österreichervereins Basel, Mitglied in der Feuerwehr Augst-Kaiseraugst, Aktuarin und Vorstandsmitglied im Feuerwehrverein Raura und – seit neuestem – Präsidentin der FFHS Alumni. Gefragt, wie so viele Aktivitäten in einen Terminkalender passen, lacht sie: «Ich war schon immer ein Organisationstalent, das gehört zu einer meiner Hauptstärken». Vieles sei Planung, aber natürlich gehöre hin und wieder ein Quäntchen Glück dazu, dass die Termine günstig zu liegen kommen. Wichtig sei, dass man zwar alles geplant habe, aber auch Raum für Spontanes schaffe. Und natürlich gehört Kompromissbereitschaft dazu: «Ich möchte gerne mehr Sport treiben und Musik machen. Leider kam das in letzter Zeit etwas zu kurz.»

Motivation aus dem Netzwerk Am wichtigsten seien für ihre vielen Aktivitäten die Menschen: «Wenn ich mal wieder mit einer völlig verrückten Idee komme, ist der Rückhalt ausnahmslos da.» Freunde, Partner und Familie sorgen für Sicherheit. Ihr grosses Netzwerk generiert entscheidende Inputs. Im Austausch erhalte man oft im richtigen Moment wichtige Tipps oder könne anderen den ein oder anderen Denkanstoss geben.

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Der Umgang mit Menschen gibt Andrea Schöllnast Energie, sei es im Beruf, im Verein oder im Privatleben: «Die Menschen mit denen ich zu tun habe, sind mit Herzblut bei der Sache, was mich immens motiviert.»

«Nie stehen bleiben» Andrea Schöllnast bleibt nicht stehen. Ist ein Projekt abgeschlossen, steht auch schon das nächste ins Haus. Heuer schliesst sie ihre beiden Studien ab. Innovationsmanagement, weil es immer darum gehe, schneller und besser zu werden. Und Gesundheitswesen, weil es hier aus ökonomischer Sicht grosses Innovationspotenzial und viele Schnittpunkte zu Versicherungsfragen gebe. Der Themenbereich an der Schnittstelle von Innovation und Gesundheit wird weiter an Relevanz gewinnen, ist Andrea Schöllnast überzeugt. Sie überlegt sich deshalb in diesem Gebiet zu dozieren und vielleicht ein Doktorat in Angriff zu nehmen. Und auch in ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten geht sie stets voran: Als neue Präsidentin des Alumni-Vereins der FFHS etwa will sie frischen Wind in die Organisation bringen, sobald sie wieder mehr Zeit hat: «Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft, die mich seit jeher geprägt hat und in der ich viele Dinge als selbstverständlich betrachten durfte. Ich möchte einen Teil zurückgeben.»

ALUMNI FFHS Die Alumni FFHS ist die verbindende Organisation der ehemaligen und aktiven Studierenden sowie der Dozierenden der FFHS. Der Verein vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber der FFHS, der Öffentlichkeit und dem Dachverband FH Schweiz. Er fördert den Austausch praxisrelevanter Informationen und will Mitglieder untereinander und über die FFHS hinaus vernetzen. Seit dem 2. März 2017 ist Andrea Schöllnast Präsidentin des Vereins Alumni FFHS. www.ffhs.ch/alumni

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03 – Fokusthema Grenzen überwinden

BILDUNG HEISST GRENZEN ÜBERWINDEN Bildung heisst, Probleme von mehreren Seiten zu betrachten und über die Gartenhäge springen zu dürfen, die noch immer Organisationen, Abteilungen und Menschen voneinander trennen. Nur wer Grenzen überwindet, gibt neuen Perspektiven eine Chance. Im Interview spricht der Generaldirektor der SUPSI, Franco Gerva6

soni, übers Brückenbauen, wichtige Seilschaften, aber auch darüber, an welche Grenzen Bildungsinstitution heute stossen und wie sie diese in Zukunft überwinden können (S. 8). Mit der Digitalisierung ändert sich nicht nur die Grösse unserer Gadgets, sondern auch unser Selbstverständnis als Menschen. Kommen wir – im Zeitalter von Automatisierung, Künstlicher Intelligenz und lernenden Maschinen – endgültig an unsere Grenzen (S. 10)? Dass Menschen aber immer noch Grosses bewirken können, zeigen Kay Kunz, der nach dem Fernstudium in die USA ausgewandert ist (S. 20) und Andrea Schöllnast, die als Präsidentin der Alumni FFHS ihre Erfahrung als Netzwerkerin und Organisationstalent weitergeben will (S. 4). Ob im Gespräch mit Franco Gervasoni, im Abwägen des Menschlichen in digitalen Zeiten oder beim Kennenlernen aussergewöhnlicher Persönlichkeiten: Viel Spass beim Lesen!

Hannes Tscherrig

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03 – Fokusthema Grenzen überwinden

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Illustration: id-k

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Franco Gervasoni, Generaldirektor der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI)

INTERVIEW

«BILDUNG: FUNDAMENT FÜR OFFENHEIT» INTERVIEW: HANNES TSCHERRIG

Franco Gervasoni ist Generaldirektor der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI), die heuer ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Im Interview spricht er über sich, über die Entwicklung seiner Schule und über die Zusammenarbeit mit der Teilschule FFHS.

Herr Gervasoni, Sie haben Ihre Bildungskarriere mit einer klassischen Matura begonnen, sind dann aber auf ein technisches Studium eingeschwenkt. Wie kam dieser Weg zustande? Eigentlich ist es keine Wendung: Schon im Gymnasium wusste ich, dass ich später ein technisches Studium machen würde. Ich wählte bewusst Griechisch und Latein, um die humanistische Dimension meiner Ausbildung zu vertiefen und meinen Bildungsrucksack möglichst vielseitig zu füllen. CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Welchen Wert haben humanistische Kompetenzen im Zeitalter intelligenter Maschinen? Wie hilft Altgriechisch einem Ingenieur? Es ist schwierig, den Wert einer klassischen Ausbildung zu messen, aber ich bin sicher, dass sie wichtig war. Sie hat mir über die Jahre eine mentale Offenheit und Flexibilität gegeben, die sonst nicht möglich gewesen wäre: Ich bin und bleibe neugierig, suche immer nach einer ganzheitlichen Sicht auf die Realität und die Probleme mit denen ich mich konfrontiert sehe.


03 – Fokusthema Grenzen überwinden

Als Ingenieur haben Sie Brücken aus Stein gebaut. Was zeichnet einen guten Brückenbauer aus? Ein guter Brückenbauer muss die Bedürfnisse der Nutzer, die Beschaffenheit des Untergrunds, Statik, Materialien und den Konstruktionshergang kennen. Er muss wissen, wie man mit Klienten kommuniziert, in den Projektteams zusammenarbeitet, die Arbeiter motiviert. Er muss Versprechen in Bezug auf Zeit, Kosten und Qualität einhalten können. Was bedeutet das für Ihre Tätigkeit an der SUPSI? Diese Qualitäten kommen – metaphorisch gesprochen – auch in meinem Alltag an der SUPSI zu tragen. Hier bauen wir Brücken zwischen Disziplinen und Kulturen, die manchmal sehr weit auseinander liegen. Dieses kulturüberbrückende Netzwerk verbindet uns mit dem Rest der Schweiz. Wir wollen auf diesem Weg weitergehen, denn unsere Zukunft hängt davon ab. Wo steht die SUPSI an ihrem 20-JahrJubiläum? Die SUPSI hat in den 20 Jahren seit ihrer Gründung eine bemerkenswerte Grösse und Reife erreicht. Mit dem Ausbau der drei neuen Standorte in Mendrisio, Lugano-Viganello und Lugano-Stazione unterstreichen wir diese Entwicklung und setzen Impulse für die Gestaltung der künftigen SUPSI. Ausserdem müssen wir unser Netzwerk von Beziehungen zu Arbeitgebern und Fachleuten in allen Geschäftsbereichen weiterentwickeln. Nur so können wir garantieren, dass unsere Leistungen den sich immer schneller entwickelnden Bedürfnissen aus der Privatwirtschaft entsprechen. Wo verorten Sie den Schulterschluss mit der FFHS 2004 in der Geschichte der SUPSI? Ich bin stolz darauf, dass wir diese Kooperation in den letzten 10 Jahren erfolgreich konkretisieren konnten. Der Master in Innovationsmanagement, gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich Non-Profit-Organisationen oder die laufenden Weiterbildungsprogramme, die zum Thema Industrie 4.0 entwickelt werden, zeigen wie erfolgreich FFHS und SUPSI zusammenspielen.

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Worin liegen die Vorteile dieser Kollaboration? Zum einen müssen wir die Kompetenzen im Fernunterricht der FFHS innerhalb der gesamten SUPSI besser integrieren. Denn in Zukunft wird es immer wichtiger, innovative und flexible Lehrformen zu entwickeln. Fernunterricht bedeutet mehr Flexibilität und damit die Möglichkeit, neue und ansprechende Bildungsmöglichkeiten zu entwickeln. Wo sehen Sie Herausforderungen? In der institutionellen Heterogenität. Diese wollen wir durch die breite Beteiligung der Mitarbeitenden und eine aktivere und transparentere Kommunikation in einen Mehrwert verwandeln. Wir müssen über alle Organisationseinheiten, mit allen Mitarbeitenden eine gemeinsame Vision entwickeln. Sie sind seit fast zehn Jahren Direktor der SUPSI. Worauf sind Sie besonders stolz? Was wollen Sie noch erreichen? Ich bin sehr stolz auf alles, was die SUPSI in diesen 20 Jahren erreicht hat: Absolventen, Forschungsprojekte, Partner und die Entwicklung von persönlichen und beruflichen Perspektiven für unsere Mitarbeitenden… Ich wünsche mir, weiterhin mit dem Geist arbeiten zu können, mit Dynamik und Visionen eine führende Rolle bei der Entwicklung der Gesellschaft zu spielen. Schön wäre, wenn das Tessin für junge Leute aus anderen Schweizer Kantonen attraktiver wird.

FRANCO GERVASONI ist der Generaldirektor der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI). Seit 2015 vertritt er die Schweizer Fachhochschulen als Vorstandsmitglied der swissuniversities. Zwischen 1994 und 2008 dozierte er an der SUPSI Bauingenieurwesen und Architektur. 2003 erhielt er den Titel Professor der SUPSI. Vor seiner Hochschulkarriere arbeitete Franco Gervasoni als Bauingenieur und prägte namhafte Bauten im Tessin. Ausserdem sanierte er Brücken – unter anderem Natursteinbrücken im Verzascatal. Er erhielt 1991 an der ETH Zürich das Diplom als Bauingenieur, nachdem er am Gymnasium in Bellinzona 1986 eine klassische Matura erlangt hatte. Der 50-Jährige ist in Melano (TI) geboren, ist verheiratet und hat zwei Söhne.

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03 – Fokusthema Grenzen überwinden

UNTERWEGS ZUM MENSCHEN 4.0 Bildung ist immer dort am wichtigsten, wo sie Grenzen überwindet. Sei es zwischen Generationen, zwischen Kulturen, Organisationen oder – wie unlängst immer häufiger – zwischen Mensch und Maschine. TEXT: HANNES TSCHERRIG

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Selbstständige Staubsauger, Roboter-Schachmeister, Autopiloten und autonome Lastwagen – überall scheint der Mensch in die Defensive zu geraten. Neue Technologie droht altbekannte Geschäftsmodelle, Jobs und damit das Selbstverständnis des Menschen zu gefährden.

Auslaufmodell Mensch? Wie im 18. Jahrhundert, als Erfindungen wie der mechanische Webstuhl ganze Berufsstände überflüssig machten, gehen auch heute Existenzängste um. Wie die Handweber damals, wehren sich Taxifahrer, Trucker und Hoteliers gegen die Technologie, die sie überflüssig zu machen droht. Die sich wandelnde, digital beschleunigte Gesellschaft macht Angst. «Mit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz beschwören wir einen Dämonen herauf», liess sich etwa Tech-Entrepreneur Elon Musk zitieren. Die Angst vor dem grossen Wandel greift um sich: Auch Microsoft-Gründer Bill Gates, Astrophysiker Stephen Hawking oder Oxford-Professor Nick Bostrom warnen vor den möglichen Folgen einer den Menschen übertreffenden künstlichen Intelligenz.

Teamwork mit Maschine Richard Boyd, der für den US-amerikanischen Flugzeughersteller Lockheed Martin HumanComputer-Interfaces entwickelt hat, sieht intelligente Maschinen positiver. Er ist überzeugt, dass die grösste Herausforderung des 21. Jahrhunderts darin bestehe, die richtige Balance zwischen Mensch und Maschine zu finden.

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Boyd führt als Beispiel für eine gelungene Mensch-Maschine-Symbiose Piloten an. In ihren relativ langsamen Propellermaschinen steuerten Menschen zu Beginn der Aviatik alle Systeme selber: vom Schub, über die Ruder, bis zur Navigation. Die dreimal schnelleren Düsenflugzeuge aber brachten das menschliche Gehirn an seine Grenzen. Piloten mussten lernen, intelligente Assistenzsysteme und ihre eigenen Grenzen zu akzeptieren. Sie lernten – als Maschinen-Manager – an die Maschine zu delegieren, was für Menschen nicht möglich ist.

Die Grenzen der Flexibilität Als Direktorin Lehre bei der FFHS kennt Désirée Guntern Kreuzer diese Herausforderung: «Wir sehen, dass sich die Gesellschaft und damit die Anforderungen der Wirtschaft an Arbeitskräfte rasant verändern». Als Arbeitskraft müsse man offen für Neues bleiben und zwar ein Leben lang. Aber auch Bildungsinstitutionen müssen sich der Beschleunigung unserer Gesellschaft anpassen. «Wir müssen schnell sein», sagt die Direktorin Lehre, «als kleine Institution können wir zeitnah auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren.» Die FFHS habe sich mit ihrer Erfahrung im Blended Learning auf dem Markt etabliert. Dabei wird teils via Online-Studium teils im direkten persönlichen Kontakt mit den Mitstudierenden und Dozierenden gelernt. Studierende wollten heute möglichst flexibel studieren, ihre Studiengänge stark konfigurieren und selbstbestimmt vorgehen können. «Vor allem bei den Weiterbildungen sind massgeschneiderte, flexibel-planbare Angebote sehr erfolgreich», erklärt Guntern Kreuzer.


03 – Fokusthema Grenzen überwinden

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Persönlich virtuell

Schneller Lernen lernen

Trotz aller Flexibilität: Der direkte Kontakt mit Mitstudierenden und Dozierenden sei unabdingbar. Erst im direkten Kontakt können kritisches Hinterfragen von Informationen und Quellen, das Öffnen neuer Perspektiven, produktives Kollaborieren oder Sozialkompetenz effizient vermittelt werden. Allerdings bedeute dies an einer E-Hochschule nicht nötigerweise Präsenzunterricht, präzisiert die Direktorin Lehre: «Wir setzen beispielsweise immer mehr auf Online Sessions, weil diese den Studierenden einen direkten Austausch ermöglichen, ohne dass sie zum Campus reisen müssen».

Um als Maschinen-Manager mithalten zu können, muss der Mensch lernen, schneller zu lernen.

Gleichzeitig schlägt sich die Digitalisierung sehr konkret im Programm der FFHS nieder. Erst im Herbstsemester 2017 hat die FFHS unter Guntern Kreuzers Führung den MAS Industrie 4.0 lanciert. Das Angebot ist direkt von einer Idee inspiriert, die derjenigen von Boyd sehr ähnlich ist: Nicht schnellere Fabrikarbeiter werden ausgebildet, sondern Maschinen-Manager, die erkennen, wie digitale Systeme, Maschinen und Personen zusammenarbeiten müssen.

Auch sie sehen in der Zusammenarbeit mit intelligenten Mechanismen die Zukunft. Damit der Mensch in der zunehmend grösser werdenden Datenflut nicht untergeht, müssen «technologische Innovationen ihn dabei unterstützen, sein Lernverhalten, seine Entscheidungsstrategien und Bewertungsprozesse anzupassen», schreibt das Team in einem Artikel zum Wissensmanagement.

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Wie dies gelingen könnte, zeigt die Arbeit von Prof. Dr. Per Bergamin, Franziska Hirt und Matthias Holthaus. Sie untersuchen am UNESCO-Lehrstuhl der FFHS adaptive Lernsysteme. Diese stellen sich flexibel auf das Kompetenz-Level der Studierenden ein und teilen jedem Studierenden individuell angepasste Aufgaben zu. So soll das Lernen effizienter werden.


03 – Fokusthema Grenzen überwinden

Damit Mensch und Maschine zusammen lernen könnten, so die Forschenden, sei es aber ungemein wichtig, dass «transparent bleibt, welche Daten, Objekte und Verhaltensweisen ein maschinelles System nutzt und analysiert. User sollten nachvollziehen können, wie Entscheidungen im System entstehen». Denn, wer nicht nachvollziehen kann, aufgrund welcher Kriterien ein Assistenzsystem agiert, wird abhängig vom System und dessen Hersteller. Digital Literacy, also der Erwerb grundlegender digitaler Kompetenzen, bildet den Eckpfeiler einer modernen Gesellschaft, erklärt LernForscher Per Bergamin: «Wer sich privat, im Beruf oder durch Weiterbildungen mit der Funktionsweise digitaler Mechanismen beschäftigt, hat bessere Karten, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen und zu optimieren.» 12

Bildungswege verkürzen Mit den Anforderungen der digitalisierten Informationsgesellschaft an die Bürger haben sich aber auch die Erwartungen der Bürger an die Gesellschaft verändert. Die Welt ist ein Webshop geworden: Alles muss jederzeit und möglichst ohne lästige Zwischenschritte verfügbar sein. Bildungsanbieter reagieren mit immer flexibleren Angeboten, stets verfügbaren, adaptiven Lerntechnologien und versuchen auch die analogen Wege durch die Bildungslandschaft leichter passierbar zu machen. «Wir wollen den Übertritt zwischen den Bildungsinstitutionen möglichst einfach gestalten», sagt dazu Michael Zurwerra, Rektor

der FFHS. Deshalb arbeite man mit Höheren Fachschulen – z.B. der ABB Technikerschule und dem Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen – der Höheren Kaderschule der Armee aber auch mit einer Vielzahl von Partnern aus der Privatwirtschaft zusammen. Egal, ob Studierende gerade das Diplomstudium abgeschlossen, die Matura bestanden oder die Offiziersausbildung absolviert haben und sich weiterbilden wollen: Sie sollen in der Bildungslandschaft nicht vor roten Ampeln stehen, sondern Autobahn fahren.

Homo discens Wie schnell ein Unternehmen, eine Institution oder ein Mensch auf digitale Geschwindigkeit beschleunigen kann, ist entscheidend. Wer seine Kunden heute warten lässt – ob beim Besuch der Firmen-Website, am Schalter oder auf dem Weg ins richtige Schulzimmer – verliert. Technologie ist dabei kein Allheilmittel. Aber, so unterstreicht Lernforscher Per Bergamin: «Technologische Hilfsmittel geben uns mehr Beobachtungsdaten als je zuvor. Dadurch können wir Lernenden schneller und präziser Feedback geben und Unterrichtsmethoden viel effizienter optimieren.» Der Lernprozess wird beschleunigt, für Organisationen wie für Menschen. Tritt der lernende Mensch der Digitalisierung also offen entgegen und nutzt die Vorteile intelligenter Maschinen, werden diese ihn nicht ersetzen, sondern – wie zuvor das Rad, die Glühbirne oder der Verbrennungsmotor – produktiver machen.

Armee, FernUni Schweiz und FFHS machen das Bildungssystem besser passierbar. Beim offiziellen Startschuss dabei waren, von links nach rechts: Direktorin Lehre, Désirée Guntern Kreuzer und Rektor Michael Zurwerra von der FFHS; Projektleiter Michael Arnold und Kommandant Divisionär Daniel Keller von der Höheren Kaderausbildung der Armee; sowie Akademischer Direktor Dr. Damien Carron, Rektor Prof. Dr. Marc Bors und Verwaltungsdirektor Stéphane Pannatier von der FernUni Schweiz.

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03 – Fokusthema Grenzen überwinden

«EMOTIONEN BEIM LESEN UND LERNEN» Beim Lesen hat jeder seine Vorlieben. Aber verstehen, erinnern und erleben wir Texte unterschiedlich, wenn wir sie auf einem Monitor statt in gedruckter Form lesen? Welche Rolle spielen dabei die Emotionen? Dieser Frage geht die FFHS im Rahmen eines internationalen Forschungsnetzwerkes nach. Damit sollen die fürs Lernen relevanten Emotionen bei adaptiven Lernsystemen genutzt werden können. TEXT: MARIO SCHULER

Die Digitalisierung beeinflusst auch unser Lesen: mittlerweile lesen wir täglich Texte auf Bildschirmen. Doch ist sich die Wissenschaft über die Wirkungen von digitalem Lesen uneins, ob beim digitalen Lesen andere Emotionen ausgelöst werden als auf Papier.

einen Text reagieren. Doch wie gut können Computer überhaupt Emotionen erkennen?

Für effektiveres Lernen Auf diese Frage suchen europäische Forschende umsetzbare Antworten. «Mit unserer Forschung versuchen wir die Emotionen der Studierenden zu erkennen, um sie später beim adaptiven Lernen zur Verbesserung des Lernens einzusetzen», erklärt Dr. Egon Werlen, Leiter des Forschungsbereiches «Emotionen, Lesen und Lernen» am IFeL. Digitale Lerninstrumente kommen an Schulen häufig zum Einsatz. Das emotionale Potenzial spielt also eine wichtige Rolle. Erkennt der Computer relevante Emotionen wie Lernfreude, Langeweile oder Verwirrung beim Lösen einer Aufgabe, kann der Studierende viel effizienter und effektiver zu Fortschritten geführt werden. Deshalb ist diese Forschung für Lehrer, Softwarehersteller und Lehrmittelverlage von grossem Interesse. Die FFHS erhofft sich dabei zusätzliche Erkenntnisse, die die Weiterentwicklung des adaptiven Lernens voranbringen.

Emotionen greifbar machen Als führende Hochschule im Bereich E-Learning hat die FFHS seit 2015 die Schweizer Koordination im Netzwerkprogramm COST Action E-READ (siehe Kasten) inne. Das Institut für Fernstudien- und eLearningforschung (IFeL) arbeitet in einer Arbeitsgruppe, die versucht, Emotionen beim Lesen und Lernen greifbar zu machen. Deren Ziel ist, eine mehrsprachige Datenbank von kurzen Texten zu erstellen, bei der die Texte nach emotionalem Gehalt bewertet werden. Die Beurteilung erfolgt durch die Einschätzung von Mensch und Maschine. Mittlerweile ist es möglich, dass Computer anhand von Texten abschätzen können, wie Lesende emotional auf

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COST Das europäische Netzwerk COST (European Cooperation in Science and Technology) will die Zusammenarbeit unter europäischen Forschenden ermöglichen und verbessern. Die Aktion E-READ (Evolution of reading in the age of digitisation) bezweckt das wissenschaftliche Verständnis der Digitalisierung im Lesen zu fördern und den Umgang damit zu erleichtern. E-READ besteht aus aktuell 192 Forschenden aus 36 Ländern, dazu zählen auch Forschende des IFeL der FFHS.

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03 – Fokusthema Grenzen überwinden

1 FRAGE AN 3 PERSONEN

Welche Grenzen würden Sie gerne überwinden? PETER STÖCKLI FFHS-Dozent, Liestal

FABIENNE SARINA BRUNNER Studentin BSc Wirtschaftsinformatik, Bern

MATHIAS LANGENEGGER Projektleiter FFHS, Blatten bei Naters

Seit gut einem Vierteljahrhundert bin ich leidenschaftlicher Mountainbiker. Nicht, dass ich besonders gut darin wäre oder sportliche Höchstleistungen suchte. Vielmehr suche ich das Naturerlebnis. Schaue ich aber Profis zu, wie schnell und überaus agil sie durch den Wald kurven, dann reizt es mich, diese Grenzen auszuloten. Dennoch bleibe ich realistisch. Körperliche und technische Grenzen hindern mich daran. Ich gehöre nicht mehr zu den jungen Wilden und gewisse technisch anspruchsvolle Passagen fordern einiges an Überwindungskraft. Deshalb sehe ich die Überwindung dieser Grenze eher als Wunsch oder Traum. Denn ich finde es wichtig, seine Grenzen zu kennen und zu akzeptieren. So kann man aus diesem vermeintlichen Defizit auch Kraft schöpfen und Neues erkunden. Andererseits sollte man den Fokus nicht stets auf Schwächen oder Grenzen, sondern vielmehr auf eigene Stärken richten.

Frustrierend sind Grenzen, welche mir meine Vorstellungskraft oder meine Intelligenz setzen. Manche scheinen kaum überwindbar. Doch weshalb? Fehlt mir vielleicht einfach nur die nötige Geduld? Ich habe nicht ansatzweise die Fantasie oder Ideen für Fragen wie die meiner Kinder. Oder Mozart, er ist für mich ebenso ein Held wie die Programmierer, die aus dem Nichts eine neue Welt erschaffen. Das Kreieren von Kosmen mit Worten in Form von Literatur verstehe ich zwar bestens. Trotzdem verweigern sich mir Programmcodes, obwohl sie doch auch nur Buchstaben, Zahlen und Zeichen sind. Gerne wüsste ich, wie es sich anfühlt, bilingue zu sein. Im Geiste nicht zu merken, welche Sprache gerade gesprochen wird, weil einem beide vollkommen eigen sind. Auch hier kann ich die Grenze meiner Vorstellungskraft nicht überwinden. Doch so sehr mich gewisse Grenzen ärgern, sie faszinieren mich zugleich und zaubern Magie in mein Leben.

Täglich habe ich kleinere und grössere Grenzen zu überwinden, insbesondere mit meinen kleinen Kindern. Da hilft bereits ein Kindersitz auf dem Velo, um unbeschwert von A nach B zu gelangen. Gewisse Grenzen verändern sich, andere hingegen bestehen nur noch aufgrund von Gewohnheiten. So ist etwa ein fixer Arbeitsplatz aufgrund der Digitalisierung in gewissen Bereichen nicht mehr unbedingt notwendig. Mir persönlich ist es wichtig, dass ich immer wieder aufs Neue versuche, den Fokus zu ändern und um die Ecke zu denken. Nur weil etwas andauernd auf die eine Weise gemacht wurde, heisst das nicht, dass man es nicht ändern kann. So arbeite ich mittlerweile nur noch 40%, die restliche Zeit bin ich Hausmann und kümmere mich um die Familienorganisation. Wenn man Vorstellungen und Wünsche hat, eine Grenze zu überwinden und etwas zu ändern, dann muss man das Zepter aber stets selber in die Hand nehmen.

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04 – E-Hochschule

Illustration: id-k

VOM PAPIER ZUM

E-ASSESSMENT TEXT: HANNES TSCHERRIG

Die FFHS sammelt seit Herbst 2016 praktische Erfahrungen mit E-Assessments. In Zukunft sollen die elektronischen Prüfungen, welche ganz ohne Papier, Tinte und Handschrift auskommen, möglichst flächendeckend eingesetzt werden.

E

ine Online-Prüfung an der FFHS läuft immer gleich ab: Studierende finden sich im Prüfungsraum ein, starten ihren Computer, wechseln mit einem vorinstallierten Programm in den Prüfungsmodus. Das Programm regelt, auf welche Informationsquellen die Studierenden während des Examens Zugriff haben. Eine Aufsichtsperson instruiert und beaufsichtigt die Studierenden, leistet erste Hilfe, wenn Probleme auftreten. Technische Schwierigkeiten werden protokolliert, der Transparenz wegen und um allfälligen Rekursen zu begegnen. «Auf Papier kann halt weniger schiefgehen als bei digitalen Prüfun-

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gen», gibt die Beauftragte E-Assessments, Jetmire Sadiki, offen zu. Kurze Netzwerkunterbrüche, Bildschirm-Blockaden und falsche Passworteingaben sind Kinderkrankheiten, die traditionelle Prüfungen nicht kennen.

Praktischer prüfen «Auf der anderen Seite», ergänzt sie aber sofort, «können elektronische Prüfungen einfach mehr.» Das beste Beispiel dafür sind Programmier-Aufgaben. Am Bildschirm können Computer Skills viel realitätsnäher und praktischer geprüft werden. Man müsse Schritt halten mit der Entwicklung, die klar weg vom Papier und


04 – E-Hochschule

hin zum digitalen Medium gehe, führt Sadiki aus, das sei sich die FFHS als E-Hochschule schuldig. Studierende dürfen an E-Prüfungen ihren eigenen Computer verwenden, sie bringen ihr Gerät an die Prüfung mit. Dadurch arbeiten sie auch in der stressigen Prüfungssituation in einer bekannten, für sie gewohnten Software-Umgebung. Sie vergeuden also keine Zeit damit, sich in neuen Interfaces zurechtzufinden. Tastatur und Zehnfingersystem sei Dank absolvieren Studierende E-Prüfungen ohne Schreibkrampf und antworten durchwegs leserlich. Die Dozierenden, welche die abgelegten Online-Prüfungen korrigieren und bewerten, danken es ihnen: Sie benötigen wesentlich weniger detektivisches Gespür zur Interpretation der Prüfungsantworten. 16

Bring Your Own Device Andere Hochschulen führen E-Assessments komplett auf universitären Geräten durch. Für die FFHS mit ihren vier Standorten wäre dieser Ansatz wirtschaftlich nicht machbar, erklärt Jetmire Sadiki. Durch den Bring Your Own Device-Ansatz hingegen müsse die FFHS keine Prüfungs-Hardware anschaffen. Damit die Prüfung trotz der unterschiedlichen Geräte und Betriebssysteme funktioniert und die Studierenden am Prüfungstag wissen, was in welcher Reihenfolge zu tun ist, absolvieren sie im Rahmen ihrer Module Musterprüfungen. «Studierende spielen die ganze Prüfung von A bis Z durch», erklärt Sadiki. Dabei installieren und testen sie die nötige Software, machen sich mit dem Format der E-Prüfungen vertraut und repetieren die Inhalte des jeweiligen Moduls. Die Musterprüfungen erfüllen also gleich mehrere wichtige Funktionen. Prüfungen müssen so konzipiert sein, dass alle die gleichen Voraussetzungen haben. Das gilt natürlich auch für E-Assessments. So stellen die eingesetzten Tools sicher, dass keine Kommunikationsdienste wie Skype oder unerlaubte Hilfsmittel genutzt werden und sie garantieren, dass alle ihr Examen zur gleichen Zeit starten und abschliessen. Aufsichtspersonen kontrollieren ihrerseits, dass im Prüfungsraum Ruhe herrscht, dass nicht geredet wird und keine Zweitgeräte eingesetzt werden.

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«Solange diese Rahmenbedingungen eingehalten werden, haben E-Assessments die gleiche Gültigkeit wie klassische Prüfungen», bestätigt Jetmire Sadiki.

Potenzial noch nicht ausgeschöpft Das Potenzial digitaler Prüfungen sei aktuell noch lange nicht ausgeschöpft. «Wir haben im Herbstsemester 2016 die ersten beiden E-Assessments durchgeführt, dann im Frühlingssemester 2017 sieben weitere Module elektronisch geprüft», führt Sadiki aus. «Damit fehlt uns aktuell sicher noch etwas die Erfahrung». Erfahrung gewinnt man, indem man das Programm konsequent weiter ausbaut: Im Herbstsemester werden weitere Module mit E-Assessments geprüft. Mit ihren relativ kleinen Klassen fällt es an der FFHS leichter, E-Assessments sinnvoll umzusetzen, zu überwachen und zu optimieren. Allerdings, so Sadiki, gebe es noch grosses Entwicklungspotenzial. Zum einen sei man aktuell in einer Übergangsphase, müsse also analoge und digitale Prüfungsformate parallel administrieren. Und zum anderen müsse eine gute digitale Prüfung von Anfang an in der Modulentwicklung mitgedacht werden. Und auch technische Hürden gilt es noch zu bewältigen. So ist noch unklar wie bei einer Prüfung aus der Ferne die Identität der Studierenden rechtsgültig überprüft werden kann.

Kompetenzen statt Wissen Im Frühling 2018 starten die ersten Versuche, mündliche Prüfungen via Online-Interview abzunehmen. Studierende sollen ihre mündliche Prüfung ablegen können, wo sie wollen. Auch für die schriftlichen Tests will man Ortsunabhängigkeit möglich machen. In Zukunft sollen dann möglichst alle schriftlichen Prüfungen digital abgenommen werden können. Bei der Entwicklung der Online-Prüfungen sei man aber auch auf grundsätzliche Fragen gestossen, so Jetmire Sadiki. Was muss eine Prüfung nachweisen: Wissen oder Kompetenzen? Wie offen darf ein E-Assessment sein? Die Schule findet sich in diesen Fragen erst noch, sagt Sadiki. Eine Tendenz zeichnet sich aber trotzdem ab: «Vor allem in den höheren Semestern gehen wir dazu über – statt einfach Wissen abzufragen – immer mehr Kompetenzen zu prüfen.»


05 – Digital

DIGITAL SERVICE Fünf Tipps zu Applikationen und Tools, die einem den Alltag im Studium, Beruf und Privaten in vielerlei Hinsicht erleichtern.

Learnstage Planer

Flatastic

Gut geplant, ist halb gewonnen

Haushalt perfekt organisiert Diese App ist das Allzweckmittel für Zuhause. Sie vereinfacht das Zusammenleben im gleichen Haushalt merklich. Mit der stets aktualisierten Einkaufsliste weiss jeder Mitbewohner, was im Kühlschrank gerade fehlt. Die Ausgabenübersicht zeigt auf, wer gerade im Plus oder Minus ist. Zudem gibt es eine übersichtliche Statistik über die Finanzen des Haushalts. Dank des Putzplans wird man rechtzeitig an seinen Dienst erinnert und mit der Pinnwand hat Flatastic gar eine eigene Chatfunktion. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

Fällt das rechtzeitige Lernen ebenso schwer wie das sinnvolle Einteilen des Prüfungsstoffs? Learnstage Planer schafft Abhilfe. Die App unterstützt dabei, die intensive Lernphase mithilfe eines strukturierten Lernplans zu organisieren. Sie erstellt einen individuellen Aufgabenplan, aktualisiert täglich die zu bearbeitenden Aufgaben, greift auf Kalendertermine zurück und sorgt dafür, dass die Übersicht über den Stoff nicht verloren geht. Einer erfolgreichen Prüfung steht damit nichts mehr im Weg. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

Kochmeister Inspiration in der Küche Nase voll von Tiefkühlpizzen? Kochmeister macht aus jedem einen kleinen Küchenchef. Die App ist eine Ansammlung von derzeit 66‘000 Rezepten – Tendenz steigend. Mit einer praktischen Suchfunktion können Rezepte nach Art, Land, Region und Schwierigkeit sortiert werden. Zudem sind auch saisonale Specials für jede Jahreszeit verfügbar. Kommentare und Rezepttests von anderen Nutzern dienen bei der Wahl des passenden Menus und beim Einkaufen hilft die praktische Einkaufsliste. «Än Güete». Verfügbarkeit: Kosten: gratis (Vollversion kostenpflichtig)

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Bloglovin‘ Roomle Zimmereinrichtung in 3D testen Mit dieser App lassen sich Ideen und Vorstellungen über Wohnideen visualisieren. Vom Zeichnen des Grundrisses über die Positionierung von Möbeln bis hin zur Dekoration lässt sich die Einrichtung des eigenen oder künftigen Zuhauses planen. Mit einer Auswahl von über 2‘000 Produkten sind inspirierenden Ideen keine Grenzen gesetzt. Neben 2D-Visualisierungen können die Räume auch in 3D und via Augmented Reality aus allen Winkeln betrachtet werden, damit es beim Einrichten keine Überraschungen gibt. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

Alle Feeds an einem Ort Die wichtigsten Blogs werden in dieser Applikation vereint. Anhand einer praktischen Feed-Liste individuell ausgewählter Blogs werden weder Texte, Bilder noch Videos verpasst. Die Themen und Inspirationsquellen sind vielfältig: Reisen, Fashion, Rezepte, Heimwerken, Fitness und viele mehr. Artikel können auch gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt gelesen werden. Egal ob zu Hause oder unterwegs, mit Bloglovin‘ sind die Lieblingsblogger und -vlogger stets in der Tasche mit dabei. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

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06 – Weiterbildung

LUST AUF NEUES? CAS Behavioral Economics

MAS Business- und IT-Consulting

Der Homo Oeconomicus ist Fiktion, denn der Mensch denkt nicht logisch, sondern psychologisch. Das CAS Behavioral Economics vermittelt Erkenntnisse, die weit über klassische ökonomische Theorien und Modelle hinausgehen. Es werden gängige Daumenregeln sowie gedankliche Verzerrungen thematisiert, die unser Denken und Handeln beeinflussen. Studierende lernen die Psychologie der Kaufentscheidung kennen, untersuchen den Prozess der Entscheidungsfindung und behandeln die Grundlagen der Preispsychologie. www.ffhs.ch/cas_behavioral_economics

Aufgrund der hohen Nachfrage vermittelt das neue Modul «Beratungsmanagement und -prozesse» im MAS Business- und IT-Consulting die Besonderheiten von Beratungsvorhaben in einem ganzheitlichen Kontext. Es zeigt wie Leistungserstellung und die Lebenszyklen von Kunde, Produkt und Mitarbeitenden im Beratungsmanagement zusammenwirken und vermittelt, wie Konzepte für erfolgreiches Beratungsmanagement entwickelt werden. Der MAS Business- und IT-Consulting wird stärker auf an den aktuellen Wandel in der Unternehmenswelt angepasst und bindet vermehrt Praxisvertreter ein. www.ffhs.ch/mas_bitcon

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WEITERBILDUNGEN MIT START FRÜHLING 2018 INFORMATIK

WIRTSCHAFT

MAS und CAS Business- und IT-Consulting

Executive Master of Business Administration (EMBA)

MAS Web4Business

MAS Business Law

DAS Data Science

MAS Wirtschaftspsychologie

DAS und CAS Web Engineering

MAS Industrie 4.0

CAS Web Usability

DAS General Management

CAS Web- & Informationsdesign

CAS Leadership

CAS Statistische Datenanalyse & Datenvisualisierung

CAS Employment Law & Leadership

CAS Big Data

CAS Personalpsychologie

CAS IT & Law

CAS Digitale Unternehmenstransformation

CAS IT Security

CAS Advanced Manufacturing

GESUNDHEIT

DIDAKTIK & E-LEARNING

MAS Gesundheitsförderung

CAS eDidactics

CAS Betriebliche Gesundheitsförderung

Der Anmeldeschluss für die Weiterbildungen mit Start im Februar 2018 ist der 15. Dezember 2017 (sofern nicht anders vermerkt). Weitere Infos unter www.ffhs.ch

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07 – Meinung

KOOPERATION & ZUSAMMENARBEIT

WISSEN, RESSOURCEN UND ZIELE TEILEN Böse Zungen behaupten, dass eine Zusammenarbeit nur dann angestrebt wird, wenn man es alleine nicht schafft. Meine Perspektive ist, dass Kooperationen die Stärken der Partner bündeln: Kooperationspartner sind voneinander abhängige Akteure, die Wissen, Ressourcen und vor allem Ziele teilen. Für Hochschulen sind Kooperationen immens wichtig. Eine anwendungsorientierte Forschung ist beispielsweise schlicht nicht möglich ohne die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Aber auch Allianzen zwischen Schulen und der Wirtschaft in der Lehre, Partnerschaften mit ausländischen Institutionen oder die enge Zusammenarbeit mit Verbänden in der Weiterbildung kann zu vielfältigen Vorteilen führen.

dual abgestimmten Studiengang zu bieten und den Partnerunternehmen exakt die Fachkräfte auszubilden, die sie benötigen. Kooperationen fussen auf Beziehungen und Vertrauen. Wer sie wagt, darf sich nicht scheuen, fremdes Land zu betreten. In der Regel kennt man die Beteiligten nicht. Ihre Verhaltensweisen, ihre Unternehmenskultur, ihre Berichtslinien, ihre Form der Zusammenarbeit sind Unbekannte. Eine andere professionelle Sichtweise kann für Konfrontationen sorgen. Doch genau diese Elemente machen Kooperationen spannend und – wenn man der Unsicherheit offen begegnet – auch erfolgreich: denn Diversität ermöglicht neue Zielsetzungen und Lösungsverfahren im Streben nach einer höheren Wertschöpfung.

Kooperationen werden aber leider oft als plakatives Accessoire behandelt. Erst letztens stiess ich auf einer Hochschulseite auf die Aussage: «Wir arbeiten mit mehr als 250 Partnern weltweit zusammen». Auf den ersten Blick beeindrucken solche Aussagen. Beim zweiten Hinsehen handelt es sich leider oft um eine Zusammenarbeit, die in komatösem Zustand vor sich hinschlummert. Eine aktiv-funktionierende Kooperation ist immer eine strategische Angelegenheit, die oft arbeitsintensiv ist und Ressourcen bindet. Sie muss Raum geben für die Perspektiven der Beteiligten und erfordert konstante Rücksichtnahme, Einsatzwillen und Kompromissbereitschaft. Ein Beispiel dafür ist die enge Zusammenarbeit der FFHS mit Praxispartnern im dualen Studienmodell PiBS: Die Studieninhalte werden nicht mehr einzig von der Hochschule bestimmt, sondern müssen sich auch an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren. Eine konstante Feedback- und Kommunikationsschlaufe ermöglicht es uns, PiBS-Studierenden einen

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ANJA BOURON ist Managerin Corporate Relations bei der FFHS. Sie ist verantwortlich für die Implementierung des Praxisintegrierten Studiums (PiBS), organisiert Partner-Events wie das FFHS Business Breakfast oder den Networking-Anlass «iischi wirtschaft» und fungiert als Schnittstelle zwischen FH und Privatwirtschaft.

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08 – Success Stories

EINMAL FERNSTUDIUM, IMMER FERNSTUDIUM Seine Freundin, aber auch seine Leidenschaft fürs Lernen sorgten dafür, dass Kay Kunz vor drei Jahren in die USA auswanderte. Mittlerweile den Master in der Tasche steht beim Ostschweizer FFHS-Absolventen bereits der nächste Abschluss kurz bevor – wieder in einem Fernstudium. TEXT: RAHEL PERROT

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er Liebe wegen – ein Klassiker. Doch Kay Kunz ging 2014 nicht nur in die USA, um nach Jahren der Fernbeziehung mit seiner amerikanischen Freundin zusammenleben zu können. Auch seine Neugier und Leidenschaft fürs Lernen trugen ihren Teil dazu bei, dass der gebürtige Ostschweizer den Sprung über den grossen Teich wagte. «Ich hatte schon immer Spass am Lernen», erzählt Kay Kunz. «Diese innere Motivation, schlauer zu werden, hoffe ich bis ins hohe Alter beizubehalten.»

Wissensdurst löschen Kay Kunz ist gelernter Metallbauzeichner, absolvierte den technischen Kaufmann und bildete sich an der Höheren Fachschule in St. Gallen zum Betriebswirtschafter weiter. Auf die FFHS wurde er aufmerksam, da er sich ein spezialisiertes kaufmännisches Wissen in Kombination mit Forschungsinhalten aneignen wollte. Zudem war ihm wichtig, dass er sich neben seinem 100-Prozent-Job die Zeit frei einteilen kann. «Toll finde ich, dass ich mit meinem Diplom der Höheren Fachschule Zugang zum FFHS-Studium hatte. Sonst ist dieser Weg nur via Berufsmatura oder einer gymnasialen Matura möglich», fügt Kay Kunz an. Die Passerelle Betriebsökonomie ermöglicht direkt ins 5. Semester einzusteigen. «Vor dem Studiumsstart hatte ich den FFHS-Vorbereitungskurs in Algebra belegt. Es hat mir enorm geholfen, dieses Wissen für die Finanzmathematik aufzufrischen, denn seit der Berufslehre musste ich keine Algebra mehr lernen.» Schon während

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des Bachelors dachte Kay Kunz darüber nach, den Master anzuhängen. «Dank dem Studium an der FFHS konnte ich in den USA studieren», fügt der 39-Jährige an. Er hat seinen Master of Business Administration mit der Spezialisierung in Unternehmenskommunikation an der Concordia University Wisconsin im August 2016 abgeschlossen. Schluss ist damit aber nicht: «Ich arbeite an einem Zertifikat in der Warenbewirtschaftung. Das Ganze ist wieder verbunden mit Lernen in Eigenregie. Irgendwie komme ich von den Fernstudien nicht mehr weg.»

Horizont erweitern Heute lebt Kay Kunz zusammen mit seiner Freundin in Greenfield im Bundestaat Wisconsin, einer Stadt so gross wie Luzern. Greenfield liegt im Grossraum Milwaukee, einer guten Autostunde von Chicago entfernt. Dass es zwischen den USA und der Schweiz kulturelle Unterschiede gibt, bestätigt auch Kay Kunz. Er erwähnt die Offenheit der Amerikaner; die immense Auswahl an Produkten in den Supermärkten; das billige Fast Food. «Es ist schlicht günstiger, sich ein Menü in McDonalds zu kaufen als gesunde und frische Lebensmittel», merkt Kay Kunz kritisch an. Und ja, die Preise bekannter Markenprodukte seien tiefer als hierzulande, die Nachrichtenberichterstattung mehr auf Unterhaltung aus und einen gut organsierten öffentlichen Verkehr gebe es nur in Grossstädten. Daneben existieren auch Eigenheiten wie der Credit Score. «Das ist ein Zahlenwert auf Basis einer statistischen Analyse, der die


06 – Digital

FFHS-Absolvent Kay Kunz ist vor drei Jahren in die USA ausgewandert.

Kreditwürdigkeit einer Person repräsentiert», erklärt Kay Kunz. «Als Einwanderer benötigt man ca. zwei Jahre, um einen Credit Score aufzubauen. Grundlage dafür ist eine Kreditkarte, doch die geben die Banken einem erst, wenn man einen Credit Score hat», merkt er das Ei-Huhn-Dilemma an. Der Schweizer arbeitet nun seit November 2015 bei einem internationalen Unternehmen als Einkäufer Entwicklung Produktneuheiten. Der vorangegangene Bewerbungsprozess lief deutlich anders ab. Es ist zum Beispiel nicht erlaubt, persönliche Details in den Lebenslauf zu schreiben, keine Angaben zum Zivilstand, Alter und schon gar kein Foto. Der Bewerber könnte die Firma sonst wegen Diskriminierung verklagen, wenn er die Stelle nicht erhält. Zudem durchlief Kay Kunz einen Online-Persönlichkeitstest. «Schliesslich erhielt ich ein schriftliches Angebot. Nachdem ich dieses angenommen hatte, musste ich zum Drogentest und es gab einen sogenannten ‹Background Check›. Die Amerikaner kennen kein Arbeitszeugnis. Die vorherigen Arbeitgeber

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werden angerufen und es wird verifiziert, ob die Person wirklich dort gearbeitet hat. Auch die Ausbildungen werden so überprüft.»

Green Card gewonnen Um nach Ablauf des Studentenvisums in den USA bleiben zu können, machte Kay Kunz bei der Green Card Lotterie mit. Dabei werden permanente Aufenthaltsbewilligungen verlost. «Ich hatte doch tatsächlich bereits beim zweiten Versuch gewonnen. Das Gefühl ist kaum zu beschreiben», erzählt Kay Kunz voller Freude. «Ich habe das Gefühl, mich hier beruflich weiterentwickeln zu können. Daher möchte ich in den USA bleiben. Es gefällt mir hier sehr gut.» Ob er denn nichts vermisse aus der Schweiz? «Sicher», bekräftigt er. «Das Brot mit harter Kruste oder die leckeren Schweizer Milchprodukte. Als Ostschweizer vermisse ich rezenten Käse wie den Appenzeller. Was ich aber definitiv nicht vermisse, sind die vielen Vorschriften, die es in der Schweiz gibt. Alles ist reguliert und muss reglementiert werden.»


08 – Success Stories

MEINE

ABSCHLUSSARBEIT TEXT: STEFAN PORTMANN*

Die Master-Thesis bildet den krönenden Abschluss des Studiums. Bis die Arbeit jedoch in den Händen gehalten werden kann, muss zunächst das Thema klar eingegrenzt, die passenden Interviewpartner müssen gefunden und die Ergebnisse zusammengetragen werden. Stefan Portmann berichtet über seine persönliche Erfahrung mit der Abschlussarbeit.

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ie hoch ist die Benutzerakzeptanz von «Mobile Payment»? Dieser Frage ging ich in meiner MasterThesis nach. Als Senior Projektleiter bei der Luzerner Kantonalbank gehören Innovationen im digitalen Bankenumfeld zu meinem Berufsalltag, weshalb ich mich für dieses Thema entschieden habe. Mein Ziel war es, den Indikatoren, die die Akzeptanz vom mobilen Zahlen beeinflussen, auf den Grund zu gehen. Das Technologieakzeptanzmodell von Davis lieferte mir hierzu den theoretischen Rahmen. Dieses vertiefte ich in Form einer quantitativen Online-Umfrage. Mit den daraus gewonnen Erkenntnissen ermittelte ich relevante Themenfelder, die bei den anschliessenden qualitativen Experteninterviews zur Anwendung kamen. Von Interesse waren die Bereiche Kommunikation/Information, Erfolgsfaktoren, Chancen, Risiken und die Indikatoren für die Benutzerakzeptanz von Mobile Payment. Es fällt einem zu Beginn nicht leicht, ein komplexes Thema auf wenige Fragestellungen einzugrenzen. Eine grosse Herausforderung stellte bei mir die Gewinnung von passenden Experten für die qualitativen Interviews dar. Auch wenn ich hier schon früh begonnen hatte, meine Wunschkandidaten anzuschreiben, kamen viele Absagen oder gar keine Antworten zurück. Erhielt ich innert Zweiwochenfrist kein Feedback, schrieb ich weitere potenzielle Interviewpartner an. Diese Strategie bewährte sich:

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Am Ende hatte ich sogar mehr Experteninterviews zusammen, als ursprünglich geplant. Als Interviewpartner konnte ich Prof. Dr. Andreas Dietrich, Wirtschaftsprofessor an der Hochschule Luzern, Michael Hügli, Head of Marketing & Sales von TWINT, Dr. Falk Kohlmann, Head of Banking Trends & Innovation bei Swisscom und Stefan Lüthy, Leiter Unternehmensentwicklung, Multikanalmanagement und Digitalisierung bei der Luzerner Kantonalbank gewinnen. Es war spannend zu sehen, dass nicht die Banken den Mobile Payment Markt vorantreiben, sondern zahlreiche Tech-Firmen oder auch Spinn-offs von Banken. Zudem weiss gut die Hälfte der Schweizer Bevölkerung, was Mobile Payment ist und 37% der Befragten haben es bereits einmal angewendet. Für mich wenig überraschend war das Ergebnis, dass die Benutzerführung oft noch bemängelt oder auch die Sicherheit angezweifelt wird. Die noch fehlende Standardisierung der diversen Lösungen wirkt sich ebenfalls negativ auf die Akzeptanz und somit die Nutzung von Mobile Payment aus.

* STEFAN PORTMANN verfasste seine Thesis zum Thema «Benutzer akzeptanz der Innovation Mobile Payment» im Master Business Administration mit der Vertiefungsrichtung Innovation Management.


09 – Innovation

DIE NEUHEIT:

VIRTUELLES KLASSENZIMMER WIRD REALITÄT Studierende aus Bern nehmen virtuell an Präsenzveranstaltungen in Zürich teil. Was wie ein Widerspruch klingt, erspart Studierenden lange Anfahrtswege und erübrigt doppelt geführte Kurse.

P PROF. WILLI BERNHARD ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) und als Ingenieur, Dozent, Forscher und Berater in den Bereichen E-Collaboration, Serious Games, Computersimulation, Kreativitätsmethoden und Technology Enhanced Learning (TEL) tätig.

räsenzunterricht ohne Präsenz. Was wie die Quadratur des Kreises klingt, ist im Raum P415 am Zürcher Standort der FFHS ab sofort Realität. Oft muss der Unterricht in Bern wegen der geringen Teilnehmerzahl mit jenem in Zürich Regensdorf zusammengelegt werden. Dank des virtuellen Klassenzimmers können diese Studierenden nun vom Berner Standort an der Welle 7 oder von zu Hause aus am Unterricht in Regensdorf teilnehmen. Wichtig ist bei dieser Art des hybriden Unterrichts, dass Dozierende ihrer Arbeit möglichst ohne technik-bedingte Umstellungen nachgehen können. Sie sollen im virtuellen Klassenzimmer den virtuellen Teilnehmenden möglichst wie realen Teilnehmenden begegnen können. Die Installation in Raum P415 kommt diesem Ziel recht nah. Mit dem Internet verbundene Computer, zwei Kameras, zwei Projektoren und ein Lautsprecher machen es möglich: Während ein Beamer wie gewöhnlich die Präsentation der Lehrperson für die Studierenden vor Ort ans Kopfende des Raums projiziert, wirft ein zweiter Projektor die virtuell Teilnehmenden an die Rückwand des Raums. Die Dozierenden haben so immer alle Studierenden im Blick. Zwei fest installierte Kameras filmen den Unter-

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richtsraum einmal aus der Perspektive der Unterrichtsperson und einmal aus Sicht der Studierenden. Dank einer Software für Web-Konferenzen, haben virtuell Teilnehmende jederzeit Zugriff auf die beiden Kameras. Sie sehen also, wie die Dozierenden ans Whiteboard schreiben und welcher der Kommilitonen in Zürich gerade eine Frage stellt. Dank Mikrofon und Kamera ihres Computers melden sie sich mündlich oder durch Heben der Hand zu Wort, fast als wären sie persönlich dabei. Im August 2017 wurde das hybride Klassenzimmer extensiv getestet. Aktuell sammelt man im Kurs «Methoden und Modelle der Entscheidungsunterstützung» Praxiserfahrung. Nach der Evaluation wird das System optimiert und allen Dozierenden zugänglich gemacht. Wie das hybride Klassenzimmer in Zukunft aussehen wird, ist noch offen. Vielleicht nehmen Studierende dereinst per holografischer Projektion oder vertreten durch humanoide Roboter am Unterricht teil.

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10 – Interna

FERNFACHHOCHSCHULE SCHWEIZ

INTERNA

automatisch dem Lernfortschritt der Studierenden anpassen, sowie Online-Prüfungen setzt die FFHS Akzente im Bereich Digitales Lernen. Mit der Etablierung des ersten UNESCO-Lehrstuhls an einer Schweizer Fachhochschule unterstreicht die FFHS Anfang 2017, dass sie auch in Zukunft im Bereich personalisiertes und adaptives Fernstudium führend bleiben wird.

Strategische Partnerschaft 24

Erstmals über 2‘000 Studierende an der FFHS Die FFHS hält ihren Aufwärtstrend. Zum Start des Herbstsemesters 2017/18 verzeichnet sie 11% mehr Neuimmatrikulationen. 830 Studierende starteten neu mit ihrem Studium. Das beliebteste Studienfach bleibt Betriebsökonomie, gefolgt von Wirtschaftsingenieurwesen. Zum ersten Mal gestartet ist der Weiterbildungsmaster MAS Industrie 4.0 an den Standorten Bern und Zürich. Die Weiterbildungen wachsen ohnehin stark: Hier verzeichnet die FFHS mit 295 Studierenden fast 50% mehr Neuimmatrikulationen als im Vorjahr. Insgesamt zählt die FFHS aktuell 2‘079 Studierende – ein Rekord.

E-Hochschule: flexibles und zeitgemässes Studium An ihrer Jahresversammlung in Brig konnte die FFHS erfreuliche Studierendenzahlen und eine positive Jahresrechnung präsentieren. Zudem macht sie mit dem sich konkretisierenden Neubau im Briger Rhonesandquartier und ersten abgeschlossenen E-Hochschulprojekten entscheidende Schritte nach vorne. Mit einer fürs Herbstsemester überarbeiteten Online-Lernplattform, ersten adaptiven Kursen, die sich

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Die FFHS, die ABB Technikerschule (ABBTS) und das Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen (ZbW) sind diesen Sommer eine strategische Partnerschaft eingegangen. Die FFHS unterstützt die beiden Höheren Fachschulen (HF) bei der Neuentwicklung von anerkannten HF-Diplom-Ausbildungen in der Schweiz, die nach «Blended Learning»-Prinzip Präsenzunterricht und digital-gestützte Lernformate kombinieren. Die ersten dieser FlexHF-Studiengänge sollen im Frühling 2018 starten.

Anrechenbarkeit für Höhere Kaderausbildung der Armee Die FernUni Schweiz, die FFHS und die Armee haben eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Diese ermöglicht es Absolventen der Offiziersschulen und der Höheren Kaderausbildung der Armee (HKA), ihre militärische Führungsausbildung bei einem Studiengang an der FernUni Schweiz oder der FFHS anrechnen zu lassen. Die Vereinbarungen traten per Herbstsemester 2017 in Kraft.


10 – Interna

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Moodle Redesign und Update Mitte Juli modernisierte die FFHS ihre Lernplattform moodle.ffhs.ch. Der Kern der Plattform wurde dabei auf Version 3.2 aktualisiert und das Interface erhielt ein neues, modernes Gesicht. Die Aktualisierung erleichtert dank übersichtlichem Design und zahlreicher praktischer Zusatzfunktionen – Kursübersicht mit Favoriten, leichter zugängliche Mitteilungen, bessere Nutzung auf mobilen Geräten – die Benutzung der Lernplattform weiter.

Bestnote für Flexibilität Die Schweizerische Vereinigung für Qualitätsund Management-Systeme (SQS) verlieh der FFHS Ende August 2017 erneut das Label Modell F. Bildungsinstitutionen, die Modell F-zertifiziert sind, bieten einen beispielhaft leichten Quereinstieg zu eidgenössisch anerkannten Studiengängen und hohe Flexibilität für Studierende. Die FFHS erhielt das Label mit Bestnote AAA. Diese gilt «für die Schulen, die alle Kriterien von Modell F erfüllen oder übertreffen».

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AGENDA 31.10.2017 Austausch- und Networking-Plattform «iischi wirtschaft» zum Thema Digitalisierung, Naters 16.11.2017 Stammtisch Alumni FFHS, Zürich 22.11.2017 Master-Messe, Zürich 29.11.2017 Stammtisch Alumni FFHS, Bern 30.11.2017 FFHS-Business Breakfast & CoLearning Event: Predictive Maintenance, Bern 08.12.2017 Stammtisch Alumni FFHS, Basel 08.03.2018 Generalversammlung Alumni FFHS Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen finden Sie unter www.ffhs.ch/events


11 – Rückblick

250 FFHS-ABSCHLÜSSE

DIPLOMFEIER 2017

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«Was hinter uns und was vor uns liegt, sind winzige Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach aussen in die Welt tragen, geschehen Wunder.»

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MEDIENECHO Über Stock und Stein «[…] Beruflich wollte ich mich ebenfalls neu orientieren und entschied mich deshalb […] für ein erneutes Studium. Nun absolviere ich den Bachelor in Ernährung & Diätetik an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS). Da ich […] kaum eine Vollzeit-Ausbildung anstreben konnte, kam mir das Studienmodell an der FFHS sehr gelegen. So kann ich lernen, wann es gerade in meinen Tagesablauf passt, und muss keinen weiten Anreiseweg in Kauf nehmen.» (Porträt über FFHS-Studentin Kathrin Götz)

20 Minuten, 26. Juli 2017

Weiterbildung mit Konzept

Fotos: Christian Pfammatter

Anlässlich der jährlichen Abschlussfeier der FFHS in der Simplonhalle in Brig konnten am 16. September 250 Absolventinnen und Absolventen ihr Diplom entgegennehmen. Der Walliser Bildungsdirektor Christophe Darbellay lobte in seiner Gastrede die herausragenden Leistungen der Diplomanden.

«[…] Das Angebot an Weiterbildungen gleicht heutzutage einem kaum mehr überblickbaren Dschungel, da sind nachvollziehbare Weiterbildungen sehr förderlich. […] Was sind die gewünschten Lernziele, die erreicht werden wollen, und wie werden diese erreicht? […] Habe ich zum Beispiel nur ein Semester zur Verfügung, dann liegt nicht mehr als ein CAS drin.» (Zitate von Oliver Ittig, Studiengangsleiter BSc Informatik zu ICT-Weiterbildungen)

Swiss IT Magazine, 11. Juli 2017

Die Zukunft der Bildung ist digital «In den letzten Jahren hat sich die Art, wie wir kommunizieren, grundlegend verändert. Die dafür verantwortliche Digitalisierung wirkt sich auch auf unser Lernen aus. Adaptive und personalisierte Lernsysteme modellieren die Wissensvermittlung so, dass den individuellen Bedürfnissen Rechnung getragen wird. Einen entscheidenden Faktor beim Lernen spielen dabei unsere Emotionen. Ein Blick in die (nahe) Zukunft.» (Fachartikel und Interview mit Prof. Dr. Per Bergamin, Leiter IFeL und Unesco-Lehrstuhl) CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Tages-Anzeiger (Bildungsbeilage), 19. Juni 2017


Mitglied der SUPSI

«Wenn man Vorstellungen und Wünsche hat, eine Grenze überwinden und etwas ändern will, dann muss man das Zepter stets selber in die Hand nehmen.» FFHS-Projektleiter und Hausmann Mathias Langenegger über die richtige Einstellung vor der grossen Veränderung. www.ffhs.ch

Fernfachhochschule Schweiz – FFHS Zürich Basel Bern Brig Tel. +41 27 922 39 00 www.ffhs.ch


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CLOUD Oktober 2017: Grenzen überwinden – Der Sprung in die Zukunft by Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) - Issuu