CLOUD Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz
November
PLAN B
Wenn gute Alternativen gefragt sind 8 — 10
14 — 15
16 — 17
E-Learning: Die FFHS unterstützt Schulen und Institutionen beim Onlineunterrichten
Alternative Eisenquellen: Insekten auf dem Speiseplan
Interview: Leonardo Genoni über seinen Plan B
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00 – Inhaltsverzeichnis
INHALT
FFHS Magazin November – 20
EDITORIAL Strategieentwicklung und Plan B in unsicheren Zeiten
E-HOCHSCHULE 3
SUCCESS STORY Der FFHS-Absolvent Nathanael Zingg bringt neue Strukturen in eine Kirchenorganisation
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FOKUSTHEMA: PLAN B E-Learning: Wie die FFHS selbst, aber auch andere, auf Plan B setzen mussten
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E-Assessment: Rückblick und Erfahrungen zu den Onlineprüfungen
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UNESCO-Lehrstuhl: Interview über die internationale Forschungszusammenarbeit
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Bau: Gedanken zu den Bauprojekten Campus Brig und Campus Zürich
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DIGITAL Service: Apps für Job, Studium und Freizeit
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WEITERBILDUNG 2
Neue Studiengänge an der FFHS
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INTERNA Kurzmitteilungen 26 Medienecho und Agenda
CLOUD MIT AUGMENTED REALITY Jetzt scannen und ausprobieren! Umfrage: Welches war Ihre prägendste Situation, bei der Plan B zum Zug kam?
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Interview: Gelebte Innnovation im Projekt STUDENT’preneurship
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Bericht: Das Departement Gesundheit forscht an instektenbasierter Nahrung
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Interview: Leonardo Genoni über seinen persönlichen Plan B
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Kommentar über die Arbeit im Homeoffice
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Laden Sie die App «FFHS AR» herunter. Klicken Sie auf «AR Scan».
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Halten Sie die Markierungen auf die umrahmten Bilder.
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Das AR-Erlebnis startet!
Herausgeberin: Fernfachhochschule Schweiz, Überlandstrasse 12, Postfach 689, 3900 Brig Redaktion: Natascha In-Albon und Caroline Huber, FFHS // open up, Zürich E-Mail: cloudmagazin@ffhs.ch Gestaltung: id-k Kommunikationsdesign AG, Bern Druck: Mengis Druck, Visp Auflage: 5000 Exemplare Erscheinung: 2x jährlich Abo-Bestellung oder Änderung: ffhs.ch/cloudmagazin Bildnachweis Cover: id-k Kommunikationsdesign AG Bildnachweis Fokusthema Seite 6: Susanne Eggert / photocase.de
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01 – Editorial
STRATEGIEENTWICKLUNG UND PLAN B IN UNSICHEREN ZEITEN Liebe Leserinnen und Leser Die Covid-19-Pandemie führt uns eindrücklich vor Augen, wie anfällig unsere Wirtschaftsund Gesellschaftsstrukturen sind, die sich auch direkt auf unsere Institution und jedes KMU auswirken. Führung in diesen unsicheren Zeiten fühlt sich an, wie wenn man Kapitän auf einem Segelboot in einem Unwetter ist. Das Unwetter treibt das Segelboot derart auf den Wellen herum, dass auch kein Plan B in den dunklen Wolken erkennbar ist. Ich bin der Meinung, dass man in Zeiten, wie wir sie gerade erleben, die folgenden Grundprinzipien für die strategische Führung beachten muss: Ausgehend von dem uns am wahrscheinlichsten erscheinenden Szenario müssen wir eine Strategie festlegen. Nachdem wir auf dieser Grundlage unsere Strategie definiert haben, müssen wir uns die Breite zwischen dem schlimmsten und dem für uns besten Szenario festlegen, damit wir unseren Handlungsspielraum erkennen, innerhalb dessen wir unsere Strategie verändern können. Und danach sollten wir uns noch Gedanken darüber machen, welches Ereignis als das unerwartetste eintreffen könnte. Diese Erkenntnis lässt uns die Grenzen unserer Strategie erkennen.
MICHAEL ZURWERRA Rektor Fernfachhochschule Schweiz
dender Wandel stattgefunden hat. Jede Anpassung muss aber vorgängig analytisch abgesichert und sorgfältig geprüft werden. Eine festgelegte Strategie darf nie aufgrund eines externen Drucks ohne gründliche Überprüfung verändert werden. Schliesslich muss jedes Unternehmen heute eine agile Struktur entwickeln, die Trends und sich abzuzeichnende Entwicklungen rechtzeitig erkennt und darauf angemessen reagieren kann. Um das zu erreichen, benötigen wir in allen Bereichen Mitarbeitende, die strategisch denken können. Alle Mitarbeitenden müssen über die aktuelle Situation und Strategie des Unternehmens informiert sein, so dass sie immer verstehen, welche Auswirkungen ihr operatives Tun für die Gesamtorganisation hat und sie müssen sich in der strategischen Führung einbringen können. Agile Führung erfordert eine hohe Kommunikationskultur.
Wie ich persönlich zu Plan B stehe und wie die FFHS erfolgreich und rasch gute Alternativen zu Plan A gefunden hat, erfahren Sie im AR-Video.
Es grüsst Sie freundlich Danach geht es darum, unsere Strategie ständig anhand der erwarteten und unerwarteten Entwicklungen zu überprüfen und wenn wir es als notwendig erachten, anzupassen. Wichtig erscheint mir dabei, dass es uns gelingt, proaktiv die Strategie an erwartete Trends anzupassen, noch bevor ein einschnei-
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Michael Zurwerra Rektor Fernfachhochschule Schweiz
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02 – Success Story
DEN WANDEL VORANTREIBEN 13 von 14 Händen schnellten in die Höhe, als Nathanael Zingg in die Runde fragte: «Wollt ihr etwas verändern?» Dies war der Startschuss für ein Vorhaben, das mehr als notwendig war: Die Neuorganisation des Glaubensvereins Vineyard Bern. Diesem fehlte es an Strategie und schlanken Strukturen. Mit seiner Masterarbeit schaffte der FFHS-Absolvent Klarheit und nahm das Zepter gleich selbst in die Hand. TEXT: DEBORAH BISCHOF
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«Es war für mich komplettes Neuland», erinnert sich Nathanael Zingg an seinen ersten Arbeitstag bei der Vineyard zurück. Der gelernte Metallbauer hatte 2012 ein Theologiestudium am International Seminary of Theology and Leadership (ISTL) begonnen. Parallel dazu absolvierte er ein Praktikum bei der Vineyard in seinem Heimatkanton Bern. Den eigenständigen Glaubensverein der evangelisch-reformierten Landeskirche kannte er zuvor nur aus Erzählungen. Trotz anfänglicher Unsicherheiten bewährte sich der zielstrebige Berner und erhielt 2017 eine Festanstellung. Als Assistent der Geschäftsleitung und Leiter der Jugendarbeit übernahm er vermehrt Verantwortung.
Zwischen Theorie und Praxis In seiner neuen Funktion wurde ihm viel abverlangt. «Um mehr aus mir und meiner Arbeit herauszuholen, brauchte ich theoretisches Fachwissen», erklärt der 30-Jährige. Aus diesem Grund entschied sich der ehemalige Theologiestudent, eine weitere Ausbildung in Angriff zu nehmen. Das passende Angebot fand er im Weiterbildungsmaster Executive Master of Business Administration (EMBA) an der FFHS. Bereits nach wenigen Unterrichtswochen bewährte sich sein Entscheid: «Gefühlt lernte ich am Samstag im Studium das, was ich am Montag bei der Arbeit anwenden konnte», erzählt er.
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Das hohe Mass an Praxisbezug sollte auch bei seiner Masterthesis im letzten Studienjahr entscheidend sein. Denn fast zeitgleich zur Themenwahl kam bei der Vineyard Bern ein altbekanntes Thema zur Sprache: «Seit langer Zeit fehlten klare Organisations- und Führungsstrukturen sowie eine zukunftsorientierte und übergeordnete Strategie», erläutert Nathanael Zingg, «da sah ich meine Chance, mich dieser Herausforderung im Rahmen meiner Arbeit anzunehmen.» Begeistert von seiner Idee gelang es ihm, den Geschäftsführer für sein Vorhaben zu gewinnen. Voller Elan stürzte er sich in seine Masterarbeit. «Die Disposition ist die halbe
Dank seinem Studium fühlt sich Nathanael Zingg gewappnet für seine neue Funktion bei der Vineyard Bern.
Der Berner liebt es, betriebliche Herausforderungen anzupacken und Lösungen zu suchen.
Miete», weiss er, «nur wer hier konkrete Fragen stellt, findet später auch konkrete Antworten.» Diese formulierte der FFHS-Absolvent in Form eines Vorschlags für eine angepasste Aufbauorganisation der Vineyard Bern.
vielmehr herauszufinden, was die Vineyard auszeichnet. «Wir müssen unser Profil schärfen und ein gemeinsames Verständnis über Gegenwart und Zukunft schaffen», erläutert Nathanael Zingg das Vorhaben.
Gemeinsam auf zu neuen Ufern
Der Wissenshunger bleibt
Doch Theorie soll nicht theoretisch bleiben. «Letzten Endes war das Ziel von Anfang an die Umsetzung. Die Analyse ging daher stets Hand in Hand mit dem Veränderungsprozess innerhalb der Vineyard Bern», erzählt Nathanael Zingg. In einem ersten Schritt ging es darum, die komplex aufgebaute und starre Geschäftsleitungsstruktur neu zu definieren. «Dafür war eine Reduktion von ursprünglich 14 Mitgliedern auf sechs nötig. Im neuen Team übernahm jede Person konkrete Handlungsfelder.» Er selbst sei beispielsweise für das Umbau-Projekt sowie den Bereich Kommunikation zuständig.
«Wir sind momentan mitten im Umbruch», so der motivierte Projektleiter. Dank seiner effizienten Arbeitsweise ist er heute einer der sechs Köpfe in der Geschäftsleitung: «Es braucht jemanden, der Ziele festlegt, Aufgaben zuteilt und den Gesamtplan im Auge behält.» Den Wandel vorantreiben, das ist es, was Nathanael Zingg anspornt. Gleichzeitig braucht er immer neue Aufgaben: «Ich liebe es, herausgefordert zu werden», so der FFHS-Absolvent, «Strukturen und Prozesse zu analysieren und neue Wege zu finden, das ist meine Stärke.» Aktuell ist er an einem Punkt, an dem jeden Tag neue Herausforderungen auf ihn warten. Ob dies auch in Zukunft so bleibt, weiss er nicht. Einen Plan B hat er aber bereits: «Unternehmensberatung ist es, was mich fasziniert. Zurzeit tue ich genau das, bin aber gleichzeitig auch in der operativen Umsetzung tätig. Wer weiss, vielleicht ändert sich das eines Tages.»
Auf der Metaebene gilt es zudem, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln. Dabei stellen sich Fragen wie: Wer ist die Vineyard Bern? Wo möchte man hin? Wie erreicht man die Mitglieder? Ziel dahinter sei es jedoch nicht, um jeden Preis neue Mitglieder anzuwerben, sondern
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NEUE WEGE GEHEN ODER WENN GUTE ALTERNATIVEN GEFRAGT SIND Einen «Plan B» zu verfolgen scheint in diesem Jahr zur Normalität zu werden. Darunter versteht man landläufig, gute Alternativen zu finden, wenn der gewohnte Weg – der eigentliche Plan – nicht möglich ist. Auch an der
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03 – Fokusthema Plan B
FFHS musste Gewohntes neu gedacht werden. Der Präsenzunterricht, der Support sowie sämtliche Arbeitssitzungen erfolgten remote, Events wurden auf Onlineplattformen verlegt und Diplome gelangten auf dem Postweg statt an der Diplomfeier zu den Absolventinnen und Absolventen. Unter dem Fokus «Plan B» beleuchten wir in dieser Ausgabe des Cloud verschiedene Vorhaben der FFHS, bei denen alternative Pfade betreten werden. Die Dienstleistungen im Bereich E-Learning erleben eine nie dagewesene Nachfrage. Dem wachsenden Interesse kommt das Departement E-Didaktik entgegen und unterstützt Schulen und Institutionen dabei, neue Wege des Onlineunterrichtens zu gehen (S.8).
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Für einen noch unbeschrittenen, mutigen Weg entschieden sich ehemalige Studierende des MSc Business Administration in Innovation Management, als sie ihr eigenes Start-up gegründet haben. Die beiden Gründer Andrea Schöllnast und Roland Keller beschreiben im Interview, wie sie durch Impulse des Zukunftsworkshops und des Projekts STUDENT’preneuership ihre Geschäftsideen geschärft und umgesetzt haben (S.12). Alternativen suchen ist auch die Aufgabe des Teams rund um Diego Moretti, wenn es darum geht, ökologisch nachhaltige, eisenhaltige Nahrungsalternativen zu finden. Der Forscher aus dem Departement Gesundheit untersucht in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich, ob Mehlwürmer als nährstoffreiche Alternative zu Fisch und Fleisch dienen können (S.14). Plan B verfolgt auch Eishockey-Profi Leonardo Genoni mit seinem mittlerweile dritten Studium an der FFHS. Was ihn antreibt und wie er den Lockdown im Hockeybusiness erlebt hat, erzählt er im Interview (S.16). Eine weitere Alternative in dieser Ausgabe des Cloud stellen die erweiterten digitalen Inhalte dar, die Sie über die App «FFHS AR» zu einzelnen Artikeln aufrufen können. Wir von der Redaktion wünschen Ihnen viel Freude und Inspiration, neue Wege in einem positiven Licht zu sehen. Caroline Huber
03 – Fokusthema Plan B
E-DIDAKTIK ERLEBT EINEN BOOM Nicht erst seit der Corona-Pandemie steigt die Nachfrage nach digitalen Bildungsalternativen. Dies spürt auch das Departement E-Didaktik an der FFHS. Die E-Learning-Experten teilen ihre Kompetenz vermehrt mit externen Partnern. Wir stellen drei ausgewählte E-Didaktik-Projekte vor. TEXT: NATASCHA IN-ALBON
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E-Learning-Konzept für StiftungSchweiz Die Plattform stiftungschweiz.ch bietet seit 2014 eine umfassende Datenbank, die alle in der Schweiz ansässigen gemeinnützigen Stiftungen vereint. Nun geht die Plattform den nächsten Schritt der Digitalisierung und wird zum umfassenden Philanthropie-Onlineportal, das Projektträger, Förderstiftungen, Spenderinnen und Spender gezielt zueinander führen will. Dies geschieht unter anderem mit digitalen Lernangeboten, die von der FFHS in Zusammenarbeit mit Fachleuten und Praktikern entwickelt werden. «Wir begleiten StiftungSchweiz und bringen unsere Expertise in der Kursentwicklung ein», sagt Prof. Dr. Markus Dormann, Leiter E-Didaktik an der FFHS. Ein erster Kurs widmet sich dem Themengebiet Stiftungsfundraising und bietet kurze Lernmodule mit Lernvideos, Experteninterviews und Storytelling. Das didaktische Konzept folgt dem Umstand, dass der Kurs zu 100% online und komplett zeitunabhängig absolviert werden kann. «Der Moodle-basierte Kurs führt die Lernenden selbständig durch die Lerneinheiten, ohne Präsenz oder Betreuung durch einen Dozenten. Dies mussten wir in der Navigation und der Gestaltung der einzelnen Lernsequenzen berücksichtigen», erklärt Andy Hediger, wissenschaftlicher Mitarbeiter der FFHS-MediaFactory, der das Konzept mitentwickelt hat. Besonderes Augenmerk wurde auf die didakti-
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sche Aufbereitung der Texte gelegt. Kurze Tests am Ende eines Lernabschnittes helfen, Lernfortschritte sicherzustellen. Je nach Wissensstand wird dem Lernenden empfohlen, eine Sequenz zu wiederholen oder fortzufahren. Auch dem visuellen Auftritt des Kurses wurde durch die Interaction Designer der FFHS-MediaFactory hohe Beachtung geschenkt, um das Branding von StiftungSchweiz konsequent umzusetzen. Das Resultat ist ein attraktiver und methodisch durchdachter E-Learningkurs, der den Teilnehmenden ein selbstgesteuertes Lernen ermöglicht.
Für den Onlinekurs auf stiftungschweiz.ch produzierte die FFHS-MediaFactory ein Erklärvideo, welches Stiftungsfundraising kurz und prägnant erläutert.
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Behagliche Atmosphäre: Studierende sollen dank KI Onlineprüfungen zuhause und ohne Live-Beobachtung absolvieren. (Foto: Jane Palash / Unsplash)
Künstliche Intelligenz bei E-Prüfungen Die Umstellung auf E-Learning ist der grosse «Plan B» für Bildungsverantwortliche während der Pandemie. Ein dringendes Anliegen ist die Suche nach einer Alternative für die Vor-Ort-Prüfungen, die aufgrund der Schutzbestimmungen organisatorisch schwierig zu bewältigen sind. Erfahrungen mit E-Assessment konnte die FFHS bereits in den Vorjahren sammeln und ihr sogenanntes Homebased-Exam-Framework in umfangreichen Tests erproben. Im vergangenen Juni wurden dann schulweit 4’500 Prüfungen von den Studierenden zuhause abgelegt, mit ihren persönlichen Laptops und unter Einbezug der Webcams und Audio. Da Homebased-Prüfungen nicht nur in Krisenzeiten, sondern in Zukunft auch für Menschen mit Handicaps oder für Studierende im Ausland angeboten werden sollen, möchte Markus Dormann das Konzept mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) verfeinern und verbessern. «Unser Ziel ist es, ein
Homebased-Prüfungssystem zu entwickeln, das mittels KI noch benutzerfreundlicher wird sowie Betrug verunmöglicht, beziehungsweise aufdeckt», erklärt Dormann. Studierende sollen Onlineprüfungen zuhause und ohne Live-Beobachtung absolvieren. Das Projekt wird vom Intel Fonds zum Kampf gegen das Coronavirus unterstützt und soll über die Hochschule hinaus einen Beitrag zur Entwicklung der digitalen Bildung leisten. Weltweit fördert der Chipkonzern die wissenschaftliche Forschung und Online-Learning-Initiativen im Rahmen des Fonds mit 50 Millionen Dollar. Als eines der wenigen im deutschsprachigen Raum wurde das Projekt der FFHS in das Programm aufgenommen. «Wir unterstützen das Projekt, weil es ermöglicht, Prüfungen stattfinden zu lassen, egal an welchem Ort und in welcher Lage der Pandemie wir uns befinden», sagt Goran Hauser, Bildungsverantwortlicher Intel Deutschland.
10 V.r.n.l. die Workshopleiter Norman Quedenbaum, Prof. Willi Bernhard, Andy Hediger und die Workshopteilnehmer im Garten vor den Kursräumen im Anselmianum in Rom, 3.v.l. Prof. Dr. Markus Dormann.
E-Didaktik-Schulung für Benediktiner Die 1687 gegründete Universität Sant’Anselmo in Rom bildet heute benediktinische Mönche aus aller Welt in den Fakultäten Philosophie und Theologie sowie im Päpstlichen Institut für Liturgie aus. Die Studierenden reisen für ihren Studienaufenthalt an der Universität aus allen Kontinenten nach Rom. Auch diese altehrwürdige Institution steht in der Coronakrise vor der Herausforderung, den Studienbetrieb für die hoch internationale Studentenschaft aufrechtzuerhalten. Auf Anfrage der Verantwortlichen reisten Ende September vier Experten des Departements E-Didaktik in die italienische Hauptstadt, um die Professoren in einem dreitägigen Seminar im Bereich Blended Learning zu schulen. Neben der Einführung des Learning Management Systems wurden die Teilnehmenden auch in den Hybridunterricht eingeführt, welchen sie im neuen Studienjahr einsetzen werden. Dabei werden die Studierenden teils präsent sein und teils online zugeschaltet.
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Ein Schwerpunkt für die Workshop-Teilnehmer war die Palette an interaktiven Methoden, die das Team der FFHS ihnen vorstellte. «Der Einsatz solcher didaktischen Methoden ermöglicht eine intensive Beteiligung der Studierenden, was in Zeiten von Onlineunterricht in der Coronakrise wesentlich ist», so Markus Dormann. Neben dem Umgang mit Moodle zeigte sein Team den Dozenten auch das LERN-Modell als Planungswerkzeug und weitere Tools für Präsenz- und Online-Lehre. Im Austausch mit den Verantwortlichen ergab sich ein erneuerter Blick auf die Bedürfnisse der Professoren. «Für uns ist es interessant, eine Hochschule zu Beginn ihrer Blended-Learning-Entwicklung zu begleiten. Die intensive Vorbereitung in unserem Team und das dazu erhaltene Feedback der Professoren lässt uns unsere Ziele und Inhalte weiter schärfen», resümiert Andy Hediger, der als E-Learning-Experte seitens der FFHS den Workshop begleitet hat. Diese wertvollen Erfahrungen und die entwickelten Beispiele können auch an der FFHS fruchtbar eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit der Universität Sant’Anselmo soll denn auch weitergeführt werden.
03 – Fokusthema Plan B
1 FRAGE AN 3 PERSONEN
Welches war Ihre prägendste Situation, bei der Plan B zum Zug kam? CHANTAL ZENGAFFINEN Wissenschaftliche Mitarbeiterin FFHS-Qualitätsmanagement, Gampel VS
THOMAS CRAUSAZ Animation Designer an der FFHS, Saxon VS
HEIDI SPENNATO BSc Ernährung und Diätetik und Bäcker-Konditorin, Kallern AG
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Mein erster Plan B kam bereits nach meinem Bachelorstudium in Kommunikation zum Einsatz. Anstatt des geplanten Masterstudiengangs im Bereich Marketing, begann ich einen mit Schwerpunkt EU-Politik, -Recht und -Wirtschaft. Während dieser Zeit lebte ich in drei verschiedenen Ländern, lernte viele Kulturen, Städte und Menschen kennen. Daraufhin erhoffte ich mir eine Anstellung im politischen Umfeld, vorzugsweise in einer Grossstadt. Doch stattdessen landete ich in meinem Heimatdorf Gampel – ein weiterer Plan B, der mir jedoch wenig zusagte. Was erst entmutigend war, entpuppte sich kurz darauf als vielversprechende Chance: Ich bekam eine Stelle in einem mir unbekannten Bereich, entwickelte neue Kompetenzen und begegnete meinem heutigen Lebenspartner. Plan B hatte mir stets neue Türen geöffnet und heute bin ich froh, dass Plan A nicht immer zum Zug gekommen ist.
Ich führte Regie bei einem Kurzfilm. Am Set waren zwei Kinder und eine Schauspielerin, die ihre Mutter darstellen sollte. Als ein Mitarbeiter sich zu meinem Bedauern lautstark über ihre Schauspielerei beklagte, verliess sie auf der Stelle das Studio. Mir fehlte eine Schauspielerin und ich hatte keine Möglichkeit, die Dreharbeiten zu verschieben. Da kam mir die Idee: Ich bat die Maskenbildnerin, ein Körper-Double anzufertigen, von dem ich dann jeweils nur die Füsse filmte. Die Kinder lehrte ich den Text der Mutter und nahm diesen ebenfalls auf. Im Nachhinein ersetzte ich die Kinderstimmen durch die einer Schauspielerin. Der Film wurde am Ende hervorragend, gerade weil wir nur die Füsse gefilmt hatten. So wurde die Geschichte aus der Perspektive der Kinder erzählt, was den gesamten Stil des Films prägte. So ist es mit Plan B: Es ist etwas, das wir nicht planen, aber grossartig werden kann.
Ich bin im Juli Mutter von Zwillingen geworden und habe deshalb mein Studium ins Modell F* gewechselt. Als wir uns letzten Dezember entscheiden mussten, in welchem Pensum wir mit dem Studium fortfahren möchten, war ich mir der Arbeit, die ein Kind – oder in meinem Fall zwei Kinder – geben würden, noch nicht wirklich bewusst. Trotzdem entschied ich mich nach langem Hin und Her und in Absprache mit meiner Studiengangsleiterin, ins Modell F zu wechseln. Dieser Schritt fiel mir damals nicht leicht. Heute sieht die Situation anders aus. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mich dafür entschieden habe. Ab November werde ich wieder 20% als Bäcker-Konditorin arbeiten, doch auch bereits jetzt kann ich sagen, dass es Langeweile, trotz StudiumsReduktion, seit der Geburt der Kinder nicht mehr gibt. *Die Zertifizierung Modell F bietet Studierenden einen einfachen Quereinstieg zu eidgenössisch anerkannten Studiengängen sowie hohe Flexibilität
03 – Fokusthema Plan B
GELEBTE INNOVATION TEXT: DARIA TAMAGNI
Gute Ideen gibt es viele. Sie jedoch auf den Boden zu bringen und umzusetzen ist ein herausfordernder Schritt. Deshalb fördert die FFHS eine Innovationskultur, in der Ideen entstehen, aber auch gemeinsam getestet und weiterentwickelt werden können.
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Jedes Jahr treffen sich die Studierenden des MSc Business Administration in Innovation Management im vierten Semester zum Zukunftsworkshop. Das Ziel des mehrtägigen Austauschs: Die Kreativität ankurbeln, Ideen weiterspinnen, Visionen aus neuen Blickwinkeln angehen und die Schwarmintelligenz nutzen. Dass das Treffen nicht im gewohnten Umfeld, sondern in Städten wie Tallinn, Shanghai oder San Francisco stattfindet, ist ein bewusster Entscheid. Vor Ort können sich die Studierenden durch die Kultur, die lokale Startup-Szene und bei Treffen mit Unternehmen verschiedener Grössen und Reifegrade inspirieren lassen.
STUDENT’preneurship: Von der Idee zum Unternehmen Die Ideen bringen die Studierenden mit und präsentieren diese in einem 1-minütigen Pitch. Die besten Ideen werden während des Workshops zusammen weiter ausgearbeitet. Am Ende wird wieder gepitcht und mit Noten bewertet. Zurück in der Realität ist es jedem selbst überlassen, ob die Idee weitergesponnen wird. Andrea Schöllnast, Geschäftsführerin von Babsy, und Roland Keller, Gründer von Boatary, haben ihre Vision weiter verfolgt und arbeiten heute, drei Jahre nach dem Zukunftsworkshop in Tallinn, beide an ihrem damals geborenen Startup. Dabei werden sie von der FFHS im Rahmen des Praxisprojektes STUDENT’preneurship unterstützt, bei dem Problemstellungen durch FFHS-Studierende analysiert werden. Die Studierenden wenden dabei die wissenschaftliche Methodik der Aktionsforschung an und beteiligen sich aktiv an der Lösungsfindung. Sie tragen somit entscheidend zum Wissenstransfer bei. Die Plattformlösungen der zwei Gründer könnten unterschiedlicher nicht sein, die Freude ist bei beiden jedoch gleich stark.
CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz
Um noch mehr Inspiration für die Startup-Ideen der Studierenden zu generieren, findet der Zukunftsworkshop im Ausland statt.
FFHS-Studiengang MSc Business Administration in Innovation Management Konstanter Wandel, Unsicherheiten und hohe Dynamiken gehören zu den Herausforderungen unserer Zeit. Um passende Lösungen zu finden, braucht es Agilität, neue Denkweisen und Lösungsansätze. Deshalb lernen die Studierenden an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Praxis und Technologie strategische Erfolgspotenziale zu nutzen, um als Vorreiter in ihrer Branche Wirkung zu zeigen. Weitere Infos finden Sie unter: ffhs.ch/msc-ba
03 – Fokusthema Plan B
Getreu dem Ansatz des Elevator Pitch, den Sie im Zukunftsworkshop anwandten – was ist die Vision Ihres Unternehmens in drei Sätzen? Andrea Schöllnast: Babsy ist eine Plattform, die den Erstkontakt zwischen Eltern und Babysittern herstellt. So sollen sich alle Mütter und Väter auf eine flexible und zuverlässige Betreuung ihrer Kinder verlassen können. Unsere Vision geht über das Produkt hinaus, wir möchten auch politisch die Betreuung als Grundrecht etablieren. Roland Keller: Allein im Kanton Bern gibt es zehnmal mehr Bootsführerscheinbesitzer als Boote. Mit Boatary möchten wir Führerscheinbesitzer mit Bootsbesitzern zusammenbringen. So können Bootsbegeisterte auch ohne eigenes Boot aufs Wasser und Bootsbesitzer finanzieren einen Teil ihrer Fix- und Unterhaltskosten – eine Win-win-Situation für beide Seiten. Wie ist die Idee entstanden? Andrea Schöllnast: Tallinn war für Babsy der nährende Boden. Dort ist für mich zum ersten Mal der Funke gesprungen. Die Idee stammt von zwei Mitstudierenden, wir haben sie während dem Zukunftsworkshop weitergesponnen. Danach war ich so überzeugt davon, dass ich Babsy übernommen und weiterentwickelt habe. Die zwei Mitstudierenden sind nicht mehr aktiv involviert. Sollten wir künftig profitabel werden, möchte ich ihnen aber sicher etwas als Dankeschön zurückgeben. Roland Keller: Die Idee schwirrte mir schon länger im Kopf herum. Das Studium hat mir geholfen zu verstehen, wie ich einen Pitch anpacken muss. Die Stadt Tallinn mit ihrer ausgeprägten, modernen Startup-Kultur hat mich sehr beeindruckt und motiviert, auch an kleinen Ideen dranzubleiben und vorwärts zu gehen. Hat sich die Idee seit dem Zukunftsworkshop in Tallinn verändert? Roland Keller: Die Idee ist im Kern die gleiche geblieben. Was sich verändert hat ist die Prozessschärfe. Jedes Boot und jeder Hafen funktionieren anders. Ich musste lernen, dass wir unseren Nutzern dafür eine Lösung bieten müssen, zum Beispiel in Form einer App. Dies haben auch die Befragungen im Rahmen des STUDENT’preneurship gezeigt.
Die Idee ist im Rahmen des Masters gereift, heute arbeiten Sie beide im Rahmen des STUDENT’preneuership wieder mit der FFHS zusammen. Was bedeutet die Unterstützung der Fernfachhochschule für Sie? Roland Keller: Im Rahmen des Projektes können wir unsere strategische Problemstellung von Studierendengruppen bearbeiten lassen. Diese wird in der Realität mittels Umfragen getestet, die Lösungsansätze werden dann aufbauend auf der Theorie entwickelt. So erleben auch die Studierenden die Synergien beider Welten und wir erhalten neue Einblicke. Andrea Schöllnast: Bisher haben wir uns damit beschäftigt, worauf wir den Fokus bei Babsy setzen möchten. Nun geht es darum, mit der FFHS anzuschauen, welche Skalierungsszenarien es gibt und wie wir die Plattform als Firmenlösung anbieten können. Wir möchten unseren Service mit den neuen Erkenntnissen auf ein neues Level bringen. Was raten Sie anderen Gründern basierend auf Ihrer eigenen Erfahrung? Andrea Schöllnast: Sobald man sich exponiert, trifft man auch auf Kritiker. Ich habe gelernt die «Nicht-Kunden», also diejenigen, die Babsy nicht nutzen möchten, zu schätzen. Denn aus ihrem Feedback können wir weitere Learnings ziehen und uns verbessern.
ANDREA SCHÖLLNAST Geschäftsführerin von Babsy (babsy.ch)
ROLAND KELLER Gründer von Boatary (boatary.ch)
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Sie wollen mehr über essbare Insekten wissen? Im Video erklärt Diego Moretti, welche Vorteile sie bei der Ernährung haben. Foto: Lauren Short
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INSEKTEN AUF DEM SPEISEPLAN TEXT: DEBORAH BISCHOF
Gesalzene Heuschrecken, Mehlwurm-Risotto oder Proteinriegel aus Grillenmehl: Was viele erschaudern lässt, könnte in Zukunft Normalität sein. Abgesehen vom Geschmack, der Akzeptanz und dem grossen Potenzial betreffend Nachhaltigkeit, ist die gesundheitliche Komponente ein relevantes Thema. Inwiefern liefern Insekten dem Menschen lebenswichtige Nährstoffe wie Eisen? Dieser Frage geht Diego Moretti, FFHS-Forschungsfeldleiter Ernährung, in einer Studie auf den Grund. Auf der Suche nach Antworten «Laut Welternährungsorganisation (FAO) essen weltweit etwa zwei Milliarden Menschen Insekten», weiss Dr. Diego Moretti, Forschungsfeldleiter Ernährung an der FFHS. Dass die kleinen Larven und Krabbeltiere wertvolle Nährstoffe wie Eisen enthalten, ist bekannt. Doch das gilt auch für viele pflanzliche Produkte. Dennoch ist die Mehrzahl davon für den Menschen eine wenig verwertbare Eisenquelle verglichen mit Fleisch oder Fisch. «Worauf es beim Eisen ankommt, ist die Bioverfügbarkeit», erklärt Diego Moretti, «sie entscheidet darüber, ob der menschliche Körper das Eisen auch tatsächlich aufnehmen kann.» Das Ausmass dieser Absorption bei Insekten ist bisher weitgehend unbekannt.
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Dieser Forschungslücke will Diego Moretti gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Zimmermann und Nikolin Hilaj, Doktorand am Labor für Humanernährung an der ETH Zürich, auf den Grund gehen. «Wir untersuchen die Eisenabsorption aus Mahlzeiten, die aus Mehlwürmern bestehen», erklärt Diego Moretti. Dabei wagen sich die drei Forscher an eine Untersuchung, die es in dieser Form weltweit noch nie gab. Für die Umsetzung starteten sie gemeinsam mit der Schweizer Insektenfarm Ensectable und der Firma Essento im Mai 2020 mit einer Züchtung von 60 Kilogramm Mehlwurm-Larven. Diese sind in wenigen Wochen erntereif. Das bedeutet, sie sind bereit für den Verzehr.
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03 – Fokusthema Plan B
Die Larven werden dann zu einem Brei verarbeitet. Für die anschliessende Humanstudie suchen die Forscher 25 gesunde Teilnehmer, die mutig genug sind, die Insekten zu probieren. Eine Blutprobe zwei Wochen nach dem Verzehr wird es ermöglichen, zu quantifizieren, wieviel Eisen tatsächlich aus der Mahlzeit aufgenommen wurde: «Die Mehlwürmer aus der Studie enthalten ein speziell markiertes Eisen mit einem isotopischen Tracer. Auf diese Weise können wir das Eisen aus den Insekten im Körper der Probanden zurückverfolgen und wissen genau, wie viel des Nährstoffs sie tatsächlich aufnehmen konnten», erklärt Moretti. Dieser Anteil wird in Relation mit dem täglichen Eisenbedarf einer durchschnittlichen Person gesetzt. «Erreicht die Absorption einen Wert von 30% des Bedarfes, deutet dies auf ein grosses Potenzial hin. Bleibt der Anteil jedoch unter 5%, gehen wir von einem minimalen Einfluss aus.»
fungieren in der Herstellung essbarer Insekten als Pioniere und konnten bereits erste Produkte lancieren. Doch der grosse Erfolg auf dem Teller blieb bisher aus. Die Forschungsgruppe rund um Diego Moretti untersucht, welches Potenzial Insekten künftig haben könnten. Für den Durchbruch ist nicht nur der geringe ökologische Fussabdruck auschlaggebend, sondern auch der Geschmack und die Akzeptanz, so der Forschungsfeldleiter. Dazu beitragen könne auch der gesundheitliche Aspekt: «Schweizerinnen und Schweizer legen grossen Wert auf eine gesunde Ernährung», so Diego Moretti. «Insekten können puncto Nährstoffe einen grossen Beitrag leisten, aber es gibt noch viele offene Fragen. Wissen wir mehr, ändert dies vielleicht auch ihren Stellenwert.»
Weitere Projekte in der Pipeline Unwissend, wie die Studie ausgehen wird, spinnen Diego Moretti und sein Team bereits weiterführende Projektideen. «Neben Eisen ist die Proteinwertigkeit ein grosses Thema», sagt der Ernährungswissenschaftler, «wir wollen auch hier die Absorption im menschlichen Körper messen.» Dies wäre insbesondere auch für Sportler interessant und würde ihre Ernährungsmuster vielleicht sogar komplett auf den Kopf stellen. Doch das Feld ist noch viel grösser: «Bisher sind in der Schweiz nur drei Insektenarten von der Schweizer Lebensmittelgesetzgebung als Lebensmittel anerkannt. Wenn wir jedoch in andere Länder blicken, sehen wir, dass es weitaus mehr essbare Insekten gibt.» Die Ernährungswissenschaftler der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gehen sogar noch einen Schritt weiter: In ihrem Projekt «Food from Wood» züchten sie Insektenlarven aus Holzspänen. «Der Gedanke, dass wir aus Schweizer Holz wertvolle Nährstoffquellen herstellen können, ist faszinierend», freut sich Diego Moretti, «deshalb wollen wir gemeinsam mit der ZHAW auch diese Insektenart am Menschen untersuchen.» Die beiden Fachhochschulen planen bereits eine spezielle Züchtung, die später für den Einsatz bei einer Humanstudie vorgesehen ist.
Von der Nische zum Durchbruch Nicht nur die Forschung, sondern auch die Nahrungsmittelindustrie steckt noch in den Kinderschuhen, was die kleinen Krabbeltiere anbelangt. Unternehmen wie Essento
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DIEGO MORETTI ist Forschungsfeldleiter Ernährung und Diätetik im Departement Gesundheit der FFHS. Der studierte Lebensmittelwissenschaftler leitet an der FFHS die Forschungsprojekte im Bereich Ernährung, wobei die Suche nach evidenzbasierten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen ein zentraler Fokus darstellt.
Studiengang Ernährung & Diätetik Ernährung ist ein zentraler Faktor für unsere Gesundheit. Im BSc Ernährung & Diätetik erwerben Studierende die Kompetenz, Menschen zum Thema Ernährung beraten zu können. Die Ausbildung umfasst naturwissenschaftliche wie auch psychologische Aspekte der Ernährung. Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten anschliessend in einem vielseitigen Umfeld vom klinischen Beratungssetting, über Prävention bis hin zur Forschung. Während ihrer Ausbildung werden die Studierenden in die Forschung des Departements Gesundheit der FFHS eingebunden und lernen so, die Erkenntnisse innovativer Forschung in die Arbeitswelt zu transferieren. Weitere Infos finden Sie unter: ffhs.ch/bsc-ernaehrung-diaet/
Plan B in der Tasche: Leonardo Genoni ist mit seinem Studium an der FFHS für die Zeit nach dem Profihockey vorbereitet.
INTERVIEW
«IN DEN SEMESTERFERIEN FEHLT MIR FAST ETWAS» INTERVIEW: NATASCHA IN-ALBON
Leonardo Genoni ist nicht nur bester Torhüter der Schweiz, sondern hat auch einen Masterabschluss in Betriebsökonomie und studiert derzeit Wirtschaftsrecht an der FFHS. Wie sein Plan B durch das Studium immer stärker wird und was er persönlich aus der Krise mitnimmt, erzählt er im Interview.
Was bedeutet für Sie Plan B? Es ist eine Versicherung, man hat noch etwas in der Hinterhand. Aber es soll nicht heissen, dass man Plan A nicht zu 100 Prozent verfolgt. Vielmehr kann man sich darauf konzentrieren, im Wissen, dass man einen Plan B hat. Wie wurden Sie zum Hockey-Profi? War das immer Ihr Plan A? Nicht unbedingt, aber es war ein Traum. Wir waren zuhause drei Brüder, alle drei spielten Hockey. Die Bedingung meiner Eltern war, dass wir eine Ausbildung machen. Also besuchte ich das Sportgymnasium, habe aber nicht erwartet, dass es zum Profi reicht. Es hat gereicht… Ich habe darauf hingearbeitet, aber hatte schon damals einen Plan B. Als ich dann ein Jahr lang nur Hockey gespielt habe, merkte ich rasch, dass es mich nicht ausfüllt.
CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz
03 – Fokusthema Plan B
Ich spielte damals in Davos, da verbringt man viel Zeit im Teambus. Dank dem Konzept der FFHS konnte ich diese Zeit sinnvoll nutzen, das war perfekt. Mittlerweile bin ich im dritten Studium an der FFHS. Es fehlt mir fast etwas, wenn mal Semesterferien sind. Während des Lockdowns stand das Hockey auf einmal still. Was haben Sie in dieser Zeit gemacht? Für uns Hockeyspieler ist das Ende der Playoffs jeweils auch der Start der Ferienzeit. Als die Playoffs abgesagt wurden, fingen eigentlich direkt die Ferien an. Aber im Mai hätte ja noch die WM in der Schweiz stattfinden sollen. Also musste ich mich vorbereiten, aber eben nicht auf dem Eis, da ja alle Eishallen geschlossen waren. Die WM wurde schliesslich auch abgesagt. Wie gross war Ihre Enttäuschung? Es ist schon sehr traurig. Die letzte Heim-WM war 2009. Ich weiss noch, dass ich damals im erweiterten Kader war, habe an Kickoffs-Events teilgenommen und alle haben erzählt, wie unglaublich die Stimmung war. Du hast dich über die Jahre in dieses Team gekämpft und gefreut, dass die WM nochmals in der Schweiz stattfindet und du teilnehmen kannst. Es ist wie eine entgangene Chance. Leider hiess es «Stay at home»… Ja. Wir waren oft im Garten, es war ja gutes Wetter. Ich habe drei Kinder, der Älteste ist bereits schulpflichtig, also war Homeschooling angesagt. So habe ich mich auch als Lehrer versucht. Und für den Studenten Genoni blieb auch Zeit? Ja, in der Tat. Die FFHS hat ja sehr schnell reagiert und konnte komplett auf Onlineunterricht umstellen. Ich hatte im letzten Semester auch sehr gute Noten geschrieben (lacht), was sicher auch damit zusammenhängt, dass ich mehr Zeit fürs Studium hatte. Wie haben Sie den Onlineunterricht erlebt? Ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst wegen den technischen Hürden. Aber es hat sehr gut geklappt, die Dozierenden waren super vorbereitet. Man hat gespürt, dass dieser Schritt gut durchdacht war. Es war kein grosser Unterschied festzustellen, ob man jetzt im Präsenzunterricht oder von zuhause aus dabei ist. Das war sehr eindrücklich. Und die Prüfungen? Das hat reibungslos geklappt. Dort eine Chancengleichheit sicherzustellen, war für die Schule sicher eine grosse Herausforderung. Ich kann mir vorstellen, dass ein paar Mitarbeitende Überstunden leisten mussten. An der Front lernt man das schätzen.
Sobald es die Lage zulässt, startet die FFHS wieder mit dem Präsenzunterricht. Freuen Sie sich darauf, die anderen live zu sehen? Ich würde mich freuen, sicher. Aber es kommt ganz auf unseren Spielplan an. Ich bin jetzt im dritten Semester des MAS Business Law, da findet der Unterricht am Samstag statt, wo wir praktisch immer spielen. Aber ich kenne den Präsenzunterricht vom Bachelor und Master, wo es Montagsklassen gibt. Das ist natürlich sehr interessant, mit all den Praxisbeispielen von Mitstudierenden, die ich jetzt vielleicht verpasse. Die Vielfalt an Erfahrungen an einer Fachhochschule findest du ja fast nirgends. Holen Sie sich anderweitig den Input aus der Praxis? Letztens musste ich eine Checkliste machen, was alles in einen Vertrag gehört. Arbeitsverträge kenne ich aus dem Hockey. Aber Mietverträge und Leasingverträge, die andere aus ihrem Berufsalltag kennen, das fehlt schon ein wenig. Dann muss ich halt mit anderen Leuten sprechen. Und ich habe meine alten Mietverträge rausgenommen, aus Davos und Bern, so konnte ich die Checkliste abarbeiten. Ist dann zwar ein bisschen Mehraufwand. Das nehmen Sie aber gerne in Kauf, schliesslich sind Sie schon im dritten Studium? Der Bachelor war der grösste Schritt. Danach hätte ich eine Arbeitsstelle in Aussicht gehabt, um neben dem Hockey Erfahrungen zu sammeln, aber dann kam der Wechsel von Davos nach Bern. Also habe ich den Master drangehängt. Beim Wechsel von Bern nach Zug war es wieder die gleiche Situation. Studium fertig, Jobangebot, aber ich konnte es durch den Umzug nicht wahrnehmen. Da entdeckte ich den MAS in Wirtschaftsrecht, was mich neugierig gemacht hat. Das war ein guter Entscheid. Mein Plan B in diesem Bereich rückt auch immer mehr in den Fokus,darum habe ich auch Freude und Motivation. Wie lange spielen Sie noch? Ich will so lange spielen, wie es mir Freude macht. Ich habe mir kein Datum gesetzt. Im Moment macht es mir extrem Spass, die Saison hat begonnen, ich habe jeden Tag Spass im Training. Zum Schluss: Was haben Sie aus der Krise gelernt? Die Spontanität. Nicht zu weit vorauszuplanen, das musste ich als ehrgeiziger Mensch wieder von Grund auf lernen. Ich bin sehr strukturiert und plane gern. In der heutigen Zeit ist das fast nicht mehr möglich. Ich musste lernen, eines nach dem andern zu machen. Man soll im Moment leben und diesen optimal nutzen.
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03 – Fokusthema Plan B
100% REMOTE WORK FÜR ALLE AB SOFORT, ABER BITTE MIT TEAM-ANSCHLUSS! Wir sind beeindruckt, wie gut Remote Work bei uns funktioniert. In den allermeisten Fällen im Homeoffice sowie zu beinahe 100% während des Lockdowns hat alles geklappt und parallel dazu hat sich auch unsere Selbstorganisation im Krisenmodus bewährt.
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Die 180 Mitarbeitenden unserer agilen Digitalagentur arbeiten an fünf Standorten in der Schweiz. In standortübergreifenden Entwicklungsteams arbeiten wir eng mit den Kunden zusammen und dort, wo es uns braucht. Video-Conferencing, das wirklich funktioniert, Chats und fortgeschrittene Kollaborationstools gehörten bei unserem Arbeiten immer schon dazu. Das half. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, von überall her zu arbeiten, ermöglichen es uns, Beruf, Familie und Freizeit gut zu vereinbaren. Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit sind bei uns viel wichtiger als starre Regeln. Das half ebenfalls. Mit der Coronakrise und dem Lockdown mussten auch wir fast von einem Tag auf den anderen auf quasi 100% Remote Work umstellen. Organisatorisch waren wir auf Flexibilität optimiert. Physisch führte das dazu, dass schlussendlich alle das an Infrastruktur aus dem Büro mit ins Homeoffice nahmen, was sie brauchten. Unsere transparente und vertrauensbasierte Kultur, welche mit Selbstorganisation darauf abzielt, dass jeder Mitarbeitende maximale Verantwortung für sein Handeln innerhalb der Unternehmung übernimmt, hat sich in der Krise extrem bewährt. Das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden und Kunden ist für uns das Allerwichtigste. Wir legen deshalb sehr viel Wert auf eine zeitnahe, klare, transparente und ausreichende Informa-
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tion aller. Damit sich Mitarbeitende sicher, gehört und integriert fühlen und sich auf die Arbeit konzentrieren können. Auch befragen wir unsere Mitarbeitenden regelmässig zu ihrer Situation und ziehen sie damit in unsere laufenden Entscheide für Anpassungen von Rahmenbedingungen, Angeboten, Prozessen und Infrastruktur mit ein. Wir investieren vermehrt in soziale Formate, welche auch virtuell funktionieren – dies gilt für die tägliche Arbeit genauso wie für unsere Gesundheits- und Weiterbildungsangebote. Wir stärken unser Bewusstsein für regelmässige Erholungsphasen trotz Einschränkungen und treffen uns vermehrt draussen. Plan B funktioniert und hat jede Menge Potenzial für kreative Lösungen!
ZUR AUTORIN UND ZU LIIP Nadja Perroulaz ist Mitgründerin und Verwaltungsratspräsidentin bei Liip, einer Digitalagentur, die ihre Kundinnen und Kunden von der Entwicklung von Webplattformen, Mobile Apps und Onlineshops bis zum Coaching für neue Arbeitsformen begleitet. Die studierte Betriebswirtschafterin beschäftigt sich mit den digitalen und analogen Veränderungen der Arbeitswelt, die sich mit der Coronakrise, nochmals beschleunigt haben. Sie engagiert sich zudem als Fachreferentin in Bildungsinstitutionen, unter anderem im Weiterbildungsstudiengang Arbeit 4.0 der FFHS.
04 – E-Hochschule
DIE PRÜFUNG ZUHAUSE AM SCHREIBTISCH Welchen Plan B gibt es, wenn die Semesterprüfungen nicht wie gewohnt in der Klasse durchgeführt werden können? Diese Frage musste sich das Departement E-Didaktik Ende des Frühlingssemesters aufgrund der Pandemie-bedingten Beschränkungen stellen. TEXT: CAROLINE HUBER
Die Erfahrungen mit Onlineprüfungen aus Pilotversuchen der vorigen Semester kamen der FFHS zugute, als eine Alternative zu den Prüfungen vor Ort benötigt wurde. So reagierte das Departement E-Didaktik unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Dormann im Frühling rasch auf die besonderen Umstände und die FFHS entschied, den eingeschlagenen Weg des Onlineunterrichtens konsequent auf Onlineprüfungen auszuweiten. Die Semesterprüfungen fanden bei den Studierenden zuhause unter nicht weniger kontrollierten Bedingungen statt. Bestätigung für die gewählte Alternative erhielt die FFHS vom regen Interesse anderer Bildungsinstitutionen an den Webinaren, die das Departement zum Thema Onlineprüfungen abhielt. Zudem waren die Ergebnisse der Umfragen unter Studierenden der FFHS insgesamt positiv, wie folgende Zitate zeigen. «Die Musterprüfung hat mir geholfen, den Ablauf durchzugehen, dann ist man bei der richtigen Prüfung ein bisschen weniger nervös.» «Ich war viel weniger nervös, weil es das gewohnte Umfeld war. Das einzige, was mich etwas nervös gemacht hat, war die Ungewissheit, ob mit der Aufzeichnungstechnik alles funktioniert.» «Es war wirklich gut organisiert, technisch hat alles einwandfrei geklappt. Für gewisse (z. B. mathematische) Prüfungen hätte ich lieber einen Stift benutzt.» «So musste ich nicht X Bücher und Ordner durch die halbe Schweiz schleppen.» «Für mich war es sehr realitätsnah, also ich habe zeitweise vergessen, dass ich zuhause bin.» Auch Markus Dormann ist mit der Umsetzung der Onlineprüfung zufrieden: «Wir haben sichergestellt, dass die Studierenden alle Prüfungen mit freiwilliger Teilnahmemöglichkeit absolvie-
ren konnten, wobei sich die Mehrheit für das Absolvieren der Prüfung entschied. Insgesamt war der Prüfungsdurchlauf aus unserer Sicht ein Erfolg.»
Ausschnitt der qualitativen Umfrage mit über 650 Studierenden Funktionierte Ihre technische Ausstattung (Internet, Computer, Programme) während der gesamten Prüfung einwandfrei?
Ja 90.2%
Nein 9.8%
Wie war Ihre Erfahrung mit dem heutigen Homebased E-Assessment?
Sehr gut 23%
Weniger Gut 11%
Gut 39%
Sehr schlecht 8%
Mittelmässig 19%
Finden Sie, dass Homebased E-Assessments zum «Spicken» verleiten?
Stimme voll zu 0.8%
Stimme weniger zu 34.6%
Stimme zu 5.8%
Stimme nicht zu 58.8%
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04 – E-Hochschule
«INTERNATIONALE VERNETZUNG UND KOMPLEMENTARITÄT BRINGEN DIE FORSCHUNG VORAN» Seitdem 2017 der UNESCO-Lehrstuhl für personalisiertes und adaptives Fernstudium an der FFHS besteht, ist die North West University (NWU) in Potchefstroom (Südafrika) eine wichtige Partnerhochschule im Bereich «Selbstorganisiertes Lernen». Prof. Christo van der Westhuizen von der NWU und Prof. Dr. Per Bergamin von der FFHS über Zusammenarbeit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Forschungsabteilungen. INTERVIEW: CAROLINE HUBER
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Herr Prof. Dr. Bergamin, an welchen Forschungsprojekten arbeiten Sie zusammen mit der NWU?
Dieses Jahr wurden Sie zum ausserordentlichen Professor an der NWU ernannt, was bedeutet dies für Sie?
In den vergangenen vier Jahren haben wir immer wieder gemeinsame Workshops zur Thematik selbstgesteuertes und adaptives Lernen organisiert. Im Rahmen unseres Fellowship-Programms haben wir bisher an vier Forschende der NWU ein viermonatiges Stipendium vergeben, welches ihnen erlaubt hat, an unseren Labs mit Forschenden der FFHS ein Projekt zu planen. Daraus ergaben sich drei Forschungsprojekte in Südafrika. Zudem haben wir gerade ein weiteres gemeinsames Projekt im Bereich Implementierung des adaptiven Lernens abgeschlossen. Neu wird auch ein Forscher aus der FFHS ein Projekt in Südafrika durchführen.
Die Ernennung an der NWU in der Forschungseinheit «Selbstorganisiertes Lernen» ist eine grosse Ehre. Die NWU ist eine grosse Universität mit vielen Studierenden und zählt seit Jahren zu den renommiertesten 20 Universitäten des afrikanischen Kontinents. Dies zeigt, dass der eingeschlagene Weg der Kooperation und Vernetzung heute in der Wissenschaft zentral ist. Es geht darum, dass anstehende komplexe Probleme und Herausforderungen unserer Gesellschaften nicht mehr im Alleingang gelöst werden können.
Prof. Dr. Christo van der Westhuizen (rechts) und Prof. Dr. Per Bergamin (2. von rechts) mit Vertretern der NWU und der FFHS anlässlich eines Besuches beim Dekan (3. von rechts) der erziehungswissenschaftlichen Fakultät in Pootchefstroom (Südafrika)
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Wie erleben Sie die Vernetzung zwischen der NWU und FFHS? Ich erfahre die kulturellen Unterschiede und Forschungsansätze als Treiber für interessante Forschungsfragen. Eine weitere Chance ist, dass wir mehr Personen für die von uns vereinbarten Forschungsfragen zur Verfügung haben. So können wir besser in die thematische Tiefe eindringen und die Qualität der Resultate steigern. Aber nicht nur das, wir können jungen Forschenden auch ermöglichen, durch neue Erfahrungen ihren Forschungshorizont zu erweitern. Welches sind die Unterschiede der südafrikanischen und schweizerischen Forschungskultur? Aus meiner Sicht ergeben sich sehr viele Gemeinsamkeiten: in der Qualität der Forschung und in der Ernsthaftigkeit der Darlegung und Begründung der verwendeten Forschungsmethoden. Bei meinen südafrikanischen Kollegen überrascht mich immer wieder die lustvolle Art, wie sie neue Forschungsfragen angehen. Ich weiss nicht, ob sich der Unterschied auf den schweizerischen bzw. südafrikanischen Kontext übertragen lässt, aber ich drücke es für
04 – E-Hochschule
unsere Kooperation wie folgt aus: In der Schweiz, einem hochtechnologisierten Land, fragen wir oft: Wie entwickle ich eine Technologie, um besser zu lernen? In Südafrika, einem Land mit noch sehr grossen Herausforderungen im Bildungssystem, scheint die Technologie nicht so stark im Vordergrund zu stehen. Hier stellt man sich die Frage, wie entwickle ich ein Lernkonzept, um das Lernen durch die Nutzung einer Technologie verbessern zu können? Gerade die Komplementarität in solchen feinen Unterschieden bringt unsere Forschung voran und macht die Kooperation mit der NWU sehr wertvoll. Herr Prof. van der Westhuizen, wie erleben Sie die Vernetzung der NWU und der FFHS? Die Zusammenarbeit war bis jetzt sehr positiv und fruchtbar. Der grösste Vorteil für uns an der NWU ist vor allem die Expertise von Prof. Dr. Bergamin und seinem Forschungsteam im Bereich des personalisierten, adaptiven Lernens, des Blended Learnings sowie des Fernunterrichts. Sein Beitrag zur Entwicklung der weiterführenden Forschung im Bereich der Technologieausbildung ist in unserer Forschungseinheit des selbstorganisierten Lernens unverzichtbar.
Wochen zurückkehren. Momentan fährt Dr. Kruger mit seinem sehr vielversprechenden Projekt «Fragebasiertes Lernen zur Verbesserung des selbstgesteuerten Lernens (SDL) in adaptiven Lernumgebungen» fort. Wir hoffen, dass er den Schweizer Teil seines Projekts später fortsetzen kann. Der Forschungsaufenthalt von Christof Imhof von der FFHS von Juli bis Oktober 2020 musste wegen der Pandemie ebenfalls abgesagt werden. Christof führt einen Teil seiner Doktorarbeit durch, die den Zusammenhang zwischen Prokrastination, Selbstwirksamkeit und selbstgesteuertem Kontext in der Sporterziehung untersucht. Eine Vorstudie mit Studierenden der FFHS wird nun mit Studierenden der NWU repliziert und erweitert. Erfreulicherweise können die Fragebögen und Interviews bis zum Ende des Semesters im Jahr 2020 online durchgeführt werden.
Aufgrund der Pandemie konnte der Forschungsaustausch nicht wie geplant vor Ort durchgeführt werden. Laufen die Projekte trotzdem weiter? Ja. Beispielsweise ging Dr. Donnavan Kruger für ein viermonatiges Stipendium an die FFHS, musste aber aufgrund der Reisebeschränkungen für Covid-19 schon nach einigen
Haben Sie bereits Pläne für weitere Kooperationen? Letztes Jahr konnten wir ein Memorandum of Agreement zwischen unseren Universitäten unterschreiben, das den offiziellen Auftrag bildet, die Kooperationen zu vertiefen. Ein gerade dieses Jahr geschlossener Vertrag des Schweizerischen Nationalfonds und des südafrikanischen National Research Fonds könnte sich als hilfreich für diese Pläne erweisen. Die FFHS und die NWU werden sich für ein grosses gemeinsames Forschungsprojekt bewerben, das sich auf Aspekte der Förderung des selbstgesteuerten Lernens durch personalisierte und adaptive Unterrichtsgestaltung bezieht.
PROF. DR. PER BERGAMIN
PROF. CHRISTO VAN DER WESTHUIZEN
ist Institutsleiter und Forschungsfeldleiter für «Personalisiertes und adaptives e-Learning» am Institut für Fernstudien- und eLearningforschung (IFeL) der FFHS. Per Bergamin ist zudem Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls und Fachbereichsleiter für Human Computer Interaction sowie ausserordentlicher Professor an der NWU.
arbeitet derzeit als Professor in der Abteilung für Geografie und Umwelterziehung an der NWU und ist Teilbereichsleiter für Blended Learning zur Unterstützung des Selbstorganisierten Lernens in der gleichnamigen Forschungseinheit. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die Integration von ICT im Geografieunterricht sowie Blended LearningUmgebungen und Technologieanwendungen zur Förderung des selbstgesteuerten Lernens.
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Campus Brig
PLAN «B WIE BAU» ODER PLACE «2B»
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TEXT: YVONNE GANZ
CAMPUS BRIG
Das Ziel ist noch nicht erreicht, aber der Weg fühlt sich gut an Ende August 2020 fand in Zermatt die Strategietagung der FFHS statt. Der Masterplan wurde vorgestellt. Die Zukunftspläne aller Departemente zeigten auf, wie sie die Gesamtstrategie der FFHS tragen. So auch das neue Organigramm mit dem neuen Departement Bau, Real Estate und Facility Management. Das ist der Plan ab Oktober 2020. Pläne im Bau sind unabdingbar. Der Architekt und Planer denkt in Varianten und prüft die Funktionalität mit Plan. Hier wird selten Plan A Realität. Plan A steht für den Anfang. Plan B für die Weiterentwicklung oder Lösung und vielleicht Z für die Umsetzung und Realität. Das Interessanteste ist, was zwischen Alpha und Omega stattfindet. Der Plan B erlaubt eine Grenzverschiebung. Ein Prozess und die Entwicklung stehen in dieser Phase im Vordergrund und nicht das Ziel selber. Dies öffnet die Suche nach Möglichkeiten, Chancen und optimalen Lösungen. Plan B im Bau ist somit nicht ein verfehlter Plan A, sondern bedeutet, immer noch auf der Zielgeraden zu sein. Das Schlimmste im Bau ist, keinen Plan zu haben. Unser Plan ist 2021 im Campus Brig und im Campus Gleisarena Zürich einzuziehen und die neuen Räumlichkeiten einzuweihen.
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CAMPUS ZÜRICH
Darum braucht die Zukunft Fragen und Pläne Die meisten Menschen befassen sich mit dem, was bereits existiert und fragen nach dem Warum. Weshalb aber sollen wir nicht den Blick auf das richten, was noch nicht ist und uns fragen: Warum nicht? So entsteht Zukunft, in der sich neue Ideen und Möglichkeiten realisieren lassen. So stellt sich die Frage: A oder B, oder F?
Plan F wie «Frau am Bau» Dazu haben sich Mitte September Frauen aus der Baubranche an der Zollstrasse 17 in der Gleisarena getroffen und das Layout der Retailfläche diskutiert. Architektinnen, Bauleiterinnen und Bauplanerinnen. Ein brillanter Austausch, der das Projekt und den Place 2B entstehen lässt. Sie richten den Blick auf das, was noch nicht ist und fragen: Warum nicht? Wir können die Zukunft nicht kennen, aber wir können sie gestalten. Darum braucht die Zukunft Fragen und Pläne.
04 – E-Hochschule
HANS WIDMER Stiftungsratspräsident und Baukommissionsmitglied
Stimme aus der Baukommission Herr Widmer, Sie sind an allen Baukommissionssitzungen dabei und haben schon manche Situationen im Bau miterlebt. Haben Sie immer einen Plan B? Ja, immer. Weil auch in der besten Planung nicht alles und jedes Detail vorhergesehen werden kann. Prozesse – auch solche der Planung – sind wie Fliessgewässer, die zwar meistens dem Flussbett folgen, aber eben nur meistens. Denn Bächlein und Seitenflüsse können dazu führen, dass die kalkulierten Wassermengen anders ausfallen als vorgeplant und dann braucht es seitens der Verantwortlichen Anpassungsfähigkeit, schnelle Reaktionen und Entscheidungen.
Was kann Sie von einem Plan A abbringen? Für mich ist das Wort «abbringen» nur zum Teil stimmig. Bevor ich auf den neuen Plan einsteige, leiste ich kurze Zeit Widerstand und, wenn ich spüre, dass «bockiges» Widerstandleisten das Projekt gefährdet, dann steige ich um, ohne den Plan A blind und verbissen zu verfolgen. Im Sinne wie es Oscar Wilde gesagt hat: «Shoot for the moon, even if you miss, you’ll land among the stars.»
Frauen am Bau v.l.n.r. Irene Erni (Architektin ETH, EL Architekten), Cristina Nezel (Architektin ETH), Lidia Erfurt (Projektleiterin/ Architektin (M.A.), Emch & Berger ImmoConsult AG), Marianna Maslow (Innenarchitektin HTS, Drees & Sommer), Yvonne Ganz (Architektin ETH, Immobilienverantwortliche FFHS), Mona Linnenlüke (Projekt-und Bauleiterin, Drees & Sommer), Patrizia Dünner (Gesamtleiterin / MAS Baumanagement, Drees & Sommer)
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05 – Digital
DIGITAL SERVICE Fünf Tipps zu Applikationen und Tools, die den Alltag im Studium, Beruf und Privaten in vielerlei Hinsicht erleichtern.
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Freeletics
TomatoTimer
Der digitale Personaltrainer
25-MinutenKonzentrationssprints Die App basiert auf der PomodoroMethode, die in den 1980er Jahren entwickelt wurde. Demnach werden anstehende Aufgaben in 25-minütige Abschnitte unterteilt. Nach jeder Runde gibt es fünf Minuten Pause, nach vier bis fünf Wiederholungen sogar 15-20 Minuten Pause. Diese Aufteilung übernimmt die App automatisch für die Nutzer. Am Schluss sehen sie, wie lange sie für eine Aufgabe gebraucht haben. Der perfekte Helfer, für alle, die sich nur schwer konzentrieren können. Verfügbarkeit: Kosten: gratis
Keine Zeit, um ins Fitnessstudio zu gehen? Kein Problem, die kostenlose Version der App bietet 22 HIIT-Workouts, 27 Einzelübungen und fünf Warm-ups und Cool-downs an, auf die man von überall aus zugreifen kann. In der kostenpflichten Version stellt der AI-basierte Coach individuelle Trainingsprogramme zusammen und passt sie kontinuierlich an die Leistung der Nutzer an. Die App hat mit 42 Millionen registrierten Nutzern eine starke Community, die sich gegenseitig anfeuert, unterstützt und herausfordert. Verfügbarkeit: Kosten: gratis (Premiumversion kostenpflichtig)
PlantNet Die praktische Pflanzenbestimmung Man bestaunt die Schönheit einer Blume und fragt sich, was es denn überhaupt für eine ist. Die App Pl@ntNet schafft Abhilfe. Die auf Fotos basierte Anwendung ermöglicht mithilfe einer Erkennungssoftware die Bestimmung von verschiedenen Pflanzenarten. Die App wurde von mehreren Forschungsteams entwickelt und je mehr Nutzer sich registrieren und Fotos hochladen, desto schneller wächst die Anzahl der abgedeckten Pflanzenarten, die erkannt werden. Verfügbarkeit: Kosten: kostenlos
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TuneIn Alles in einem
TuneIn vereint Live-Sport, Musik, Nachrichten, Podcasts und Radios aus der ganzen Welt in einer Applikation. Die App ist für 200 Plattformen und verbundene Geräte verfügbar – so kannst du Musik hören, ein Spiel mitverfolgen, Nachrichten oder deinen liebsten Podcast hören von jedem deiner Geräte, egal wo du gerade bist. Die App enthält mehr als 100’000 AM-, FM- und Internet-Radiosender aus der ganzen Welt und 5.7 Millionen Podcasts, exklusive Musikkanäle und Live-Sport. Verfügbarkeit: Kosten: gratis (Premiumversion kostenpflichtig)
Vera Pflanzenpflege leicht gemacht Egal ob man Pflanzen liebt, sie aber nicht zu pflegen weiss, oder man so viel Grün zuhause hat, dass man die Übersicht über die Bewässerungspläne verliert: Die App Vera ist der praktische Helfer bei der Pflanzenpflege. Man lädt ein Foto der Pflanze hoch und legt den Bewässerungsplan fest. Die App erinnert einem dann, wann es wieder Zeit zum Giessen ist. Wenn man die Bilder immer wieder aktualisiert, zeigt einem Vera sogar das Wachstum der Pflanze. Verfügbarkeit: Kosten: kostenlos
06 – Weiterbildung
LUST AUF NEUES? CAS Advanced Game Development
CAS Web Usability noch praxisorientierter
Im neuen CAS Advanced Game Development lernen Studierende die wichtigsten Konzepte und Technologien zur Entwicklung von professionellen Spielen. Dazu gehören u.a. mathematische Grundlagen, Design Patterns, Game Engines und der Einsatz von KI (Künstliche Intelligenz) zur Entwicklung von intelligenten Agenten. Diese kommen in fast allen modernen Spielen vor. Die Konzepte werden in konkreten, praxisorientierten Projekten angewandt. Der CAS richtet sich an kreative und motivierte Programmierer, die ihre Kenntnisse in einem zukunftsweisenden und stark wachsenden Umfeld erweitern und anwenden möchten. ffhs.ch /cas-advanced-game-dev
Im CAS Web Usability lernen Studierende, Web- oder Desktopanwendungen benutzergerecht zu gestalten und umzusetzen. Neu wird der Studiengang noch praxisorientierter: In praktischen UX-Lab-Sessions, durchgeführt durch erfahrene Usability-Experten, lernen Studierende Usability-Aspekte praktisch umzusetzen. Konzepte wie Wireframing ermöglichen die Visualisierung dieser Aspekte. Aber auch Testing-Strategien und Feedback-Mechanismen sind Teil des CAS, genauso wie Barrierefreiheit und die Umsetzung des UCD bei mobilen Endgeräten. ffhs.ch/cas-web-usability
WEITERBILDUNGEN MIT START IM FRÜHLING 2021 INFORMATIK
WIRTSCHAFT
CAS Advanced Game Development
CAS Change and Service Management
CAS Big Data
CAS Communication and Collaboration
CAS Blockchain
CAS Consulting Management and Methods
CAS Business Information Management
CAS Digital Leadership
CAS Business Process Management
CAS Personalpsychologie
CAS Employment Law and Data Proctection
CAS Principles of Business Management
CAS Information System Engineering
CAS Project Management and Leadership
CAS IT and Law
CAS Research
CAS Next Generation Information System and Business Process
CAS Statistische Datenanalyse und Datenvisualisierung
CAS Principles of Business Information Technologies
CAS Strategic and Operational Business Management
CAS Web Usability
MAS Arbeit 4.0
DAS Web Engineering
MAS Business Law
MAS Business - and IT-Consulting
MAS Wirtschaftspsychologie
MAS Data Science MAS Web for Business
TECHNIK
DIDAKTIK & E-LEARNING CAS eDidactics CAS Management in Digital Learning
CAS Business Engineering
CAS Media Design in Digital Learning
CAS Computing and Analytics
MAS Digital Education
CAS Cyber Physical System and Robotics MAS Industrie 4.0
GESUNDHEIT CAS Betriebliche Gesundheitsförderung CAS Health and Leadership MAS Gesundheitsförderung
Der Anmeldeschluss für die Weiterbildungen mit Start im Frühling 2021 ist der 30. November 2020 (spätere Anmeldungen je nach verfügbaren Studienplätzen möglich). Weitere Infos unter ffhs.ch/weiterbildung
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07 – Interna
FERNFACHHOCHSCHULE SCHWEIZ
INTERNA
311 Diplome versendet
26 Scannen auch Sie das Bild, um das Gratulationsvideo zu sehen.
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Institutionelle Akkreditierung Mit der Vor-Ort-Visite in Manno (Lugano) hat die FFHS gemeinsam mit der SUPSI (Fachhochschule der Südschweiz) Mitte Oktober die dritte Phase im Akkreditierungsprozess abgeschlossen. Die Agentur für Qualitätssicherung AAQ befragte die 22 Teilnehmenden der FFHS bestehend aus Vertretern der Governance, Prozessverantwortlichen, Studierenden und Dozierenden zur Qualitätssicherung der FFHS. Ziel der Akkreditierung ist es, die Qualität der FFHS hinsichtlich der Ausübung der Aktivitäten zu bestätigen und zu gewährleisten. Die SUPSI erwartet den Entscheid zur Akkreditierung bis im Frühjahr 2021.
916 Studierende beginnen ihr Studium an der FFHS Am 15. August begann das neue Herbstsemester an der FFHS mit 916 neuen Studierenden (2019: 866). Darunter sind 451 neue Bachelorstudierende, 66 Masterstudierende und 399 Personen, die eine Weiterbildung an der FFHS starten.
CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz
Da die Diplomfeier in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, erhielten die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen die Diplome inklusive einem kleinen Geschenk auf dem Postweg zugesendet. Mit dabei die Grussworte der FFHS-Direktion: Die Gratulationskarte enthielt eine Videobotschaft, die mittels ARAPP aufrufbar war.
Von den 311 Diplomanden aus der gesamten Schweiz schlossen 215 ihren Bachelor in Betriebsökonomie, Ernährung und Diätetik, Informatik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen ab. 24 Personen absolvierten den Master in Business Administration. Herzliche Gratulation!
Neue Studiengangsleitende Mit Dr. Astrid Rimbach (MAS Gesundheitsförderung), Dr. Annina Coradi (MAS Arbeit 4.0) und Stefan Eggel (MAS Web for Business und MAS Business- & IT-Consulting) begrüsste die FFHS im Sommer drei neue Verantwortliche im Bereich Weiterbildung. Ausserdem fungiert Bora Altuncevahir als neuer CO-Studiengangsleiter im Bachelorstudiengang Betriebsökonomie.
07 – Interna
MEDIENECHO Gastbeitrag über wirtschaftliche Gründe für Diversity in Unternehmen Diversity & Inclusion (D & I) ist nicht nur ein ideeller Wert, der ein diversitätsgerechtes und inklusives Miteinander unterstützt und dabei gut oder politisch korrekt klingt. Diversity & Inclusion beeinflusst die Attraktivität und damit das Image von Organisationen signifikant. (Fachbeitrag von Michael Zurwerra und den FFHS-Dozenten Tobias Heilmann und Hannah Instenberg.)
Weiterführung PiBS Nach Ablauf der Pilotphase hat sich nun Anfang des Jahres auch der Bundesrat für das duale Modell entschieden und die Pilotphase um weitere fünf Jahre verlängert. Dies bedeutet, dass die PiBS-Studiengänge definitiv bis und mit Startjahrgang 2025 weitergeführt werden. Im Jahr 2023 wird eine erneute Wirkungsanalyse veranlasst. Handelszeitung, 20. August 2020
Der Organisator, 22. Mai 2020 27
Studentin Andrea Wackrow im Gespräch «Ohne die FFHS hätte ich mir ein Studium abschminken können», ist die berufstätige Mutter Andrea Wackrow, die mit ihrer Familie im Kanton Aargau lebt, überzeugt. «Ich lerne zudem auch gerne mal für mich allein und habe keine Probleme damit, mich zu jeder Tages- und Nachtzeit hinter die Bücher zu setzen», fasst sie die Vorteile, die ihr das Fernstudium bietet, zusammen. Tages-Anzeiger, 17. Juni 2020
AGENDA 17.11.2020 Das KMU SWISS Stammtreff «Digitale Transformation», Baden
11.12.2020 asut Lunch-Forum: Digitalisierung im Gesundheitswesen, Bern
19.11.2020 FFHS-Business Breakfast, Online
12.01.2021 Webinar: Online-Hospitation Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen finden Sie unter ffhs.ch/events
Mitglied der SUPSI
«Gefühlt lernte ich am Samstag im Studium das, was ich am Montag bei der Arbeit anwenden konnte.» Nathanael Zingg, Absolvent Executive Master of Business Administration ffhs.ch/emba
Fernfachhochschule Schweiz – FFHS Zürich Basel Bern Brig Tel. +41 27 510 38 00 www.ffhs.ch